Roeschen09

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

bobby dollar, tad williams, engel, hölle, dämonen

Spät dran am Jüngsten Tag

Tad Williams ,
Fester Einband: 611 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 26.09.2015
ISBN 9783608938357
Genre: Fantasy

Rezension:

Bobby Dollar wird erwachsen. Das ist die gute Nachricht. Aus dem chaotischen, wild drauflosstürmenden und oftmals viel zu impulsiven Anwaltsengel ist ein chaotischer, gelegentlich erst nachdenkender und zum Glück immer noch sehr impulsiver „Rache“-Engel geworden, der es satt hat, sich immer nur rumschupsen zu lassen.

Welche Fallstricke, Pannen und aberwitzige Situationen der Autor unserem Lieblingsengel diesmal so vorbereitet hat, sucht seinesgleichen. Da treten Amazonen aus der Ukraine auf den Plan, ein paar Neonazis mischen übel mit (die der Autor hervorragend nutzt, um seine Meinung zu diesem Pack darzulegen) und allerlei Kreaturen werden aus dem Hut bzw. Schrank gezaubert. Und obwohl es auch in diesem Teil gelegentlich haarig zur Sache geht, ist nicht viel von den Abscheulichkeiten geblieben, die mich im zweiten Teil so irritiert hatten.

Mir hat es viel Spaß gemacht, Bobby und seine Freunde – ja, er hat noch welche – zu begleiten und kann die Reihe nun wieder jedem ans Herz legen, der sich mit einer locker erzählten Geschichte mit Ironie und Wortwitz unterhalten lassen will.

Ich gehe davon aus, dass dieses Buch den Abschluss der Reihe darstellt und bin mit dem Ende durchaus zufrieden.  Für den Abschlussband vergebe ich 4 Sterne.

 

Fazit:

Auch Dämonen und Engel sind nur Menschen… Ironisch, frisch und locker erzählte, sehr gelungene Fortsetzung.

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Tags: bobby dollar, dämonen, engel, himmel, hölle, tad williams   (6)
 

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178 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

fantasy, david hair, magie, fantasie, highfantasy

Die Brücke der Gezeiten - Ein Sturm zieht auf

David Hair , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.12.2013
ISBN 9783764531287
Genre: Fantasy

Rezension:

David Hair entführt uns in eine Welt, die unserer nicht unähnlich ist. Allerdings besteht sie nur aus 2 Kontinenten, die nur alle 12 Jahre durch die Mondflutbrücke verbunden werden. Nur per Luftschiff gelangen Händler über das Meer. Dennoch sind Ost und West verfeindet und je näher die nächste Mondflut rückt, umso weiter schreiten die Kriegsvorbereitungen voran. Der Westen (Yuros) will mit Hilfe seiner Magier und einer riesigen Armee den Osten (Antiopia) unterwerfen.
In dieser Zeit kurz vor der Flut spielt dieser Reihenauftakt. Wir lernen Personen aus verschiedensten Schichten und Orten kennen. Da gibt es die durchtriebenen Politiker, die herrschsüchtigen und von Standesdünkel durchdrungenen Magier und gierige Händler. Aber es gibt auch Menschen, denen das Schicksal übel mitspielt. Dem jungen Magierschüler Alaron zum Beispiel, der von den reinblütigen Magiern verspottet wird, sich durch die Ausbildung kämpft, aber dennoch alle Energie auf seine Abschlussarbeit verwendet. Er ist sich sicher, dass er die Prüfungskommission damit überzeugen kann und endlich sein Amulett erhalten wird, das ihn offiziell zum Magier macht. Dabei ist er ungewollt einem Geheimnis auf der Spur, dass seine Pläne vielleicht durchkreuzen könnte.
Auch der Kaufmannstochter Ramita macht das Leben einen Strich durch ihre Wünsche und Träume. Sie möchte Kazim heiraten, der sie von Herzen liebt. Aber ihr Vater ist ein geldgieriger Mensch, der zwar nur das Beste für seine Tochter will, aber was „das Beste“ ist, entscheidet er gern selbst.
Zum dritten lernen wir eine Magierin kennen, die als Söldner und Spion eigentlich einen Auftrag erfüllen soll, in dem sie sich gegen ihre Schutzbefohlenen wenden soll. Elena hat aber zu viel Zeit mit der Herrscherfamilie verbracht und vor allem die Kinder lieben gelernt. Sie beginnt über ihr Leben und ihre Zukunft nachzudenken und trifft eine folgenschwere Entscheidung.
Über allem schwebt die Ahnung des Krieges und das Rüsten für den Feldzug. Ob aus ganz privaten Gründen, falsch verstandenem Patriotismus oder religiösen Gründen: ganz Urte ist besessen von diesem Krieg.

Meine Meinung:
Man nehme unsere menschliche Gesellschaft mit ihren Konflikten als Vorbild, greife auf ein paar der größten Fehler der Geschichte zurück – wie die Kreuzzüge oder den Wahnsinn von der Herrenrasse, dann mixe man ein paar Magi und exotische Schauplätze hinein und fertig ist ein spannender Plot in einer faszinierenden Welt.
Anfangs sind die vielen Schauplätze und Personen ein wenig verwirrend, aber Seite für Seite versinkt man tiefer in dieser Welt und begleitet die so verschiedenen Figuren auf ihrem Weg durch die Wirren der Zeit. Alles rüstet zum Kampf, die ganze Geschichte läuft auf den Moment hin, an dem die Leviathanbrücke aus den Fluten steigt und der Marsch Yuros‘ auf Antiopia beginnen kann. Aber da dies der Auftakt zu einer Reihe ist, wird dieser Moment noch lange nicht erreicht…
So bleibt dem Autor aber auch genug Zeit, die Welt und ihre Bewohner vorzustellen, den Leser so richtig eintauchen zu lassen. Man braucht auf jeden Fall Ruhe, um sich voll auf die Geschehnisse konzentrieren zu können – dann ist aber spannende Unterhaltung garantiert. Die Charaktere sind nicht schwarz-weiß, was mir sehr gut gefallen hat. Man findet als Leser aber dennoch sehr schnell Figuren, die man ins Herz schließen kann, ebenso wie die, die man abgrundtief hassen darf. Hat man die Orientierung zwischen den verschiedenen Schauplätzen einmal gefunden, fliegen die Seiten nur so dahin. Leider endet das Buch dann mitten in der Kriegsvorbereitung, wenige Monate vor der Mondflut. Keines der Schicksale ist schon absehbar und der Leser ist verdammt, auf den nächsten Teil hinzufiebern.
Wer die Story lieber am Stück lesen möchte, muss sich noch ein wenig gedulden. Wer aber mit einem Cliffhanger leben kann, der sollte sich nach Urte entführen lassen. Von mir gibt es 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung für Fantasy-Fans, denen Magier als fantastisches Element völlig ausreichen.

Fazit:
Eine spannende Geschichte über den ewigen Konflikt zwischen Ost und West, Arm und Reich, die mit fantastischen Mitteln unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhält.

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

drachen, fantasy, fantas, nebel, deutsche fantasy

Drachenmahr

Robert Corvus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.07.2015
ISBN 9783492280150
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Kardon wird von 7 Hohen Häusern beherrscht, die mehr oder weniger mächtig aber alle ziemlich arrogant sind. Die wahre Macht aber liegt in den Händen der Drachenmeisterin Josefa Rubinsteyn, die den Drachen vor 90 Jahren bezwang und immer noch beherrscht. Angekettet in der Kathedrale ist er Fluch und Segen für die Stadt. Mit seiner und seiner Kinder (Draken genannt) Hilfe gelangen die Bewohner zu Nahrung und Wohlstand und werden vor den Geistern geschützt. Andererseits nähren sich die Draken von Albträumen und sind somit auch Geißel der Einwohner.

Die Häuser sind untereinander zerstritten und ständig droht ein Bürgerkrieg, der aber noch durch die Furcht vor Josef unterdrückt wird. Doch dann wird der Obrist der Drachengarde getötet. Schnell werden die angeblichen Mörder ausgemacht – Mönche, die nicht an den Drachen glauben, sondern an einen gekreuzigten Gott.

Zarria Machon, die schon als junges Mädchen zur Stadtwache ging und sich durch ihren scharfen Verstand auszeichnet, wird mit den Nachforschungen beauftragt. Doch dann gerät sie plötzlich auf eine Position im Machtgefüge, die nicht vorauszusehen war. Da sie sich aber erstaunlicher Weise in der von Intrigen und Machtgier zerfressenen Gesellschaft ihren Sinn für Gerechtigkeit erhalten hat, lässt sie sich nicht zum Spielball degradieren, sondern beginnt, die Dinge zu hinterfragen: Ist Josefa wirklich so mächtig oder ist sie nur eine alte verbitterte Frau? Können die harmlosen, mitfühlenden Mönche Mörder sein? Warum suchen die Geister plötzlich die Stadt heim, deren Mauern sie früher nie überquert haben? Fragen, die Zarria in immer größere Gefahr bringen, je näher sie den Antworten kommt.


Meine Meinung:
Ich bewundere Fantasy-Autoren, denen immer wieder etwas völlig Neues einfällt Robert Corvus ist so einer. Anfangs dachte ich noch: naja, Menschen, die sich im Dunkeln nicht aus ihren Häusern trauen… das hab ich so ähnlich gerade erst gelesen. Aber ganz schnell vergeht der Eindruck von „alles schon dagewesen“. Medien, die mit Hilfe des Drachens Nahrung und andere Dinge materialisieren können, Draken (Drachenkinder), die sich von Albträumen nähren , nur um dann wiederum gefressen zu werden – das ist neu. Und auch die Geister, die Corvus erschaffen hat, und die Rolle, die er ihnen gibt, sind faszinierend.

Corvus redet, wie immer, nicht lange um die Dinge herum. Er erzählt geradlinig seine Geschichte, lässt seine Charaktere von einem Ereignis zum nächsten gelangen – da kommt keine Langeweile auf. Alle die, denen ausschweifende Landschaftsbeschreibungen zuwider sind, können hier getrost zugreifen. Ich hätte mir hier und da ein bisschen mehr gewünscht – vor allem in Bezug auf den Drachen und seine Rolle am Ende. Das hätte der Autor ruhig ein bisschen mehr ausschmücken dürfen, denn ich als Drachenfan wollte einfach noch mehr über dieses beeindruckende Wesen erfahren. Aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

Fantasy-Freunde dürfen hier ohne Bedenken zugreifen. Es gibt, bis auf einen Geisterangriff und einen nächtlichen Überfall, auch kaum blutige Szenen (da hat Corvus vor allem bei den „Schattenherren“ schon kräftiger hingelangt). Und es ist – soweit ich das beurteilen kann – ein abgeschlossener Roman. Hinzu kommt noch das coole Cover, das mein Lesezimmer gleich noch ein bisschen fantastischer macht. Von mir gibt 5 Sterne.


Fazit:
Eine Welt zwischen Illusionen und Machtgerangel, eine taffe junge Frau und ein Drachen – das sind die Zutaten für spannende, fantastische Unterhaltung.

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Tags: corvus, drachen, fantas, geiste   (4)
 

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fantasy, götter, markus heitz, tilly, gott;

AERA - Die Rückkehr der Götter

Markus Heitz
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2015
ISBN 9783426518618
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich muss es gleich vorweg nehmen: ich bin total begeistert über Heitz' neueste Einfälle. Alle Götter sind auf die Erde zurückgekehrt und existieren mehr oder weniger friedlich nebeneinander her. Natürlich kommt es aber immer wieder zu Eifersüchteleien und auch Übergriffen zwischen ihren Anhängern und den Gottheiten selbst. Um solche Verbrechen aufzuklären, ist Malleus Bourreau (zum Henker, was für ein Hammer, der Mann... Sorry, der musste jetzt einfach sein.) von Interpol genau der Richtige. Bekennender Atheist mit dunkler und geheimnisvoller Vergangenheit. Das alles erzählt mit Heitz' bekannt tiefschwarzem Humor... einfach großartig.

Bei allem Humor und Action regt der Meister der Dark Fantasy aber auch immer wieder mal zum Nachdenken an und meiner Meinung nach kann man da schon deutliche Religionskritik rauslesen. Nur mal so als kleines Beispiel:
„Die europäische Menschheit hatte es dennoch geschafft, sich in Konfessionen aufzuspalten, Abtrünnige hervorzubringen und sich auch wegen eines Gottes untereinander abzuschlachten. Man brauchte gar keine anderen Religionen, um sich umzubringen.“

Spannend auch immer wieder von den Gemeinsamkeiten der Religionen und diversen Kulte zu lesen. Das alles aber natürlich gar nicht trocken, sondern mit schwarzem Humor, Sarkasmus und auch ganz viel Action gewürzt – das ist Heitz von seiner besten Seite.

Malleus ist ein richtiger Actionheld mit einer extrem zwielichtigen Vergangenheit, die zwar stückweise ein bisschen umrissen wird, aber bisher wird nur wenig verraten von seinem Leid und großen Verlusten, die ihn zu dem Mann machten, der er heute ist. Dass ihm in bester Bond-Manier das ein oder andere verführerische weibliche Wesen unterkommt, von denen er sich allerdings recht erfolgreich fernhält, erscheint da nur passen. Nicht zuletzt lässt auch der Autor irgendwann den Namen „Moneypenny“ fallen. Was der „Assistenzermittlerin“ Lagrande allerdings nicht wirklich gerecht wird. Sie ist der „normale“ Pol in dieser Geschichte – zumindest meistens.
Dann gibt es da auch noch einen ominösen Schatten von Bourreau, der sich zu seinem Schutzengel aufgeschwungen hat und dessen Herkunft und Motive ziemlich unklar bleiben und der mich stellenweise auch ein bisschen genervt hat. Aber für Spannung in der Story sorgt er allemal.
Apropos genervt: nervig waren ständige Wiederholungen in den Formulierungen. Mag sein, dass die nicht so auffällig sind, wenn man nur alle 4 Wochen eine Episode liest, aber so am Stück fand ich extrem störend. Vor allem Malleus‘ Lieblingsgeste „er strich sich mit Daumen und Zeigefinger über die Enden seines Fu-Manchu-Bartes“ ging mir irgendwann richtig auf den Zeiger.

Aber das ist Nörgeln auf relativ hohem Niveau, auch wenn es dafür einen Stern Abzug von mir gibt und somit „nur“ 4 Sterne . Ansonsten ist das wirklich ein Buch nach meinem Geschmack. Das Ende ist ein gutes „Staffelende“ (wie es ja auch in der eBook-Serie bezeichnet wird) und macht viel Lust auf die nächsten Abenteuer. Ich freu mich drauf und hoffe, der Autor spannt uns nicht zulange auf die Folter!

Fazit:
Ein Buch nach meinem Geschmack, in dem sich alte Gottheiten tummeln und Religionskritik mittels tiefschwarzen Humors daher kommt. Dazu ein sehr cooler Ermittler und actionreiche Fälle. Lesenswert!

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Tags: action, alte kulturen, fantasy, interpol, markus heitz, mythen, religio, religionskriti, urban fantasy   (9)
 

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william wallace, schottland, geschichte, edward i, aufstände

Die Königskriege - Der Löwe erwacht

Robert Low , Christine Naegele
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.08.2014
ISBN 9783453411685
Genre: Historische Romane

Rezension:

Robert Low erzählt eines der wichtigsten Kapitel der schottischen Geschichte – die Geschehnisse der Unabhängigkeitskriege im 13. / 14. Jahrhundert. Er erzählt die Geschichte zweier Helden dieser Geschichte: William Wallace und Robert Bruce. Und er erzählt die wahre Geschichte (soweit sie bekannt ist), die sich doch deutlich von Mel Gibsons verklärter Braveheart-Version unterscheidet.
Obwohl es die Geschichte von Wallace und Bruce ist, sind sie nicht die Hauptfiguren des Buches. Protagonist ist Hal Sientcler, der wie so viele der schottischen Lords lange nicht entscheiden mag, auf wessen Seite er kämpfen soll. Aber letztendlich wird ihm die Entscheidung durch verschiedene Umstände abgenommen und er findet sich auf Seiten der Rebellen wieder, die sich – eher unwillig – um den „Räuberhauptmann“ William Wallace scharen. Wallace ist eine umstrittene Persönlichkeit, da er nicht wirklich zum Adel gehört (der „Sir“ wird ihm verliehen, damit die Lords ihm überhaupt folgen) und er unterstützt keinen der vielen Thronanwärter. Genau die sind das Hauptproblem der Schotten, denn so lange die Clans zerstritten sind, wird Englands Edward I. immer leichtes Spiel haben.

Robert Low kennt die schottische Geschichte sehr gut und das merkt man dem Buch an. Allerdings kann es nicht schaden, wenn man die historischen Fakten in groben Zügen kennt. Sonst kann die Vielzahl der Charaktere anfangs verwirrend sein. Das ausführliche Personenverzeichnis hilft aber gut, diese Verwirrung in den Griff zu bekommen.
Besonders gelungen finde ich, dass bei Low die Personen im Vordergrund stehen und keine epischen Schlachten. Diese waren zur damaligen Zeit wohl sowieso eher Gemetzel als heroische Ereignisse… So spielen die Schlacht bei Stirling und auch Falkirk eine wichtige Rolle in diesem ersten Teil der Saga, aber eben aus Sicht der Kämpfenden mit allen Ängsten, Qualen aber auch Hoffnungen.
Dadurch, dass der Autor den historischen „Nebenfiguren“ (zum Teil auch von ihm erfundenen) die eigentlichen Hauptrollen in seinem Roman einräumt, kann er eine völlig andere Sichtweise entfalten. Das hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich sehr auf die weiteren Bände, deren Übersetzungen beide noch in diesem Jahr erscheinen werden.

Für Einsteiger beim Thema schottische Geschichte vielleicht nicht ganz so gut geeignet, es sei denn, sie nehmen ein bisschen Recherche auf sich. Für alle, die die Rahmenbedingungen ein wenig kennen, gibt es aber eine 100 %ige Leseempfehlung und 4 Sterne von mir.

Fazit:
Schottische Geschichte abseits verklärter Mythen – sehr gut recherchiert und lebendig erzählt. Lesenswert!

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Tags: englische geschichte, robert bruc, schottische geschichte, schottlan, stirling, william wallace   (6)
 

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schottland, william wallace, königskriege, könig, robert bruce

Die Königskriege - Krone und Blut

Robert Low ,
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 09.03.2015
ISBN 9783453411814
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:
Die Rebellion ist niedergeschlagen. William Wallace hat nach der Niederlage bei Falkirk das Land verlassen. Sein Kopf ist Gold wert. Edward I. regiert noch immer das Land. Die Schotten sind des Krieges und des Kämpfens müde und sehnen sich nach Frieden, nach Familie, nach Normalität. Und so ist es kein Wunder, dass die Rebellen immer weniger Anhänger finden. Als Wallace ins Land zurückkehrt, wird er verraten und an Longshanks ausgeliefert. Auf grausame Weise hingerichtet soll er als abschreckendes Beispiel dienen.
Doch Robert Bruce gibt nicht auf. Zwar hatte auch er Edward I. die Treue geschworen, doch insgeheim verhandelt er mit den einflussreichen Clans und schmiedet Bündnisse. 1306 lässt er sich in Scone zum König krönen. Doch kann er dem gebeutelten Land den Frieden bringen?


Meine Meinung:
Dieser 2. Teil der Königskriege-Trilogie spielt in den düsteren Jahren zwischen der Niederlage bei Falkirk und dem Tod von Edward Longshanks. Es sind Jahre voller Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Trauer. Viele Schotten fanden den Tod, sind geächtet, enteignet und noch immer unter englischer Herrschaft.

Die historischen Fakten sind weitgehend bekannt. Doch wie schon in Teil 1 erzählt Robert Low die Geschichte der Großen aus der Sicht eines Unbekannten, wenn auch nicht Unbedeutenden. Sir Henry Sientcler von Herdmanston, genannt Hal, ist zwar eine erfundene Person, aber dadurch, dass der Autor ihn an die Seite von Bruce stellt, gibt er dem Leser die Möglichkeit, die Geschichte mit anderen Augen, aus einer anderen Sicht zu sehen. Er vermittelt Zweifel, Ängste und Trauer, aber auch immer wieder kurze Momente von Hoffnung und Liebe.

Auch in diesem Band finden Schlachten statt, aber sie stehen nicht im Mittelpunkt der Handlung. Dort finden wir die Menschen, die sich um Robert Bruce scharen (oder auch scharen müssen, weil ihnen sonst gar nichts mehr bleibt), ihre Taten und Beweggründe.

Die Stimmung des Buches ist düster, so wie die Stimmung damals wohl in ganz Schottland war. Aber es gab in diesen 3 Jahren wohl auch wenig Grund zur Freude. Mir hat dieser zweite Teil dennoch ebenso gut gefallen, wie Teil 1 und ich warte schon mit Spannung auf Teil 3. Freunden schottischer Geschichte, für die die Unabhängigkeitskriege nicht von blaugesichtigen Kämpfern im Kilt geschlagen wurden, sondern die an den wahren Helden interessiert sind, lege ich diese Bücher wärmstens ans Herz.  4 Sterne von mir.

Fazit:
Düster, verlustreich, hoffnungslos – eins der dunkelsten Kapitel Schottischer Geschichte wird lebendig.

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Tags: falkirk, königskriege, robert bruce, schottische geschicht, schottland, william wallace   (6)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

krieg, robert bruce, schottland, königskriege, ritter

Die Königskriege - Die letzte Schlacht

Robert Low , Christine Naegele
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453412446
Genre: Historische Romane

Rezension:

Seit acht Jahren sitzt Robert Bruce auf dem schottischen Thron. Er hat seine Widersacher gnadenlos verjagt – mit Feuer und Schwert. Auf Englands Thron sitzt inzwischen Edward II., den Schottland eigentlich gar nicht interessiert, denn er ist viel mehr mit seinen ganz persönlichen Problemen beschäftigt. Und Kriegsführung gehört definitiv nicht zu seinen Interessen und Stärken. So sind den Engländern nur noch drei Festungen geblieben. Bruce will sein Land endgültig befreien, aber ihm fehlt es an Waffen und Geld. Während sich beide Seiten zur wohl letzten Schlacht rüsten, schickt er schickt seinen treuen Freund Hal von Herdmanston auf eine nicht ungefährliche Mission. Viel Zeit bleibt ihm allerdings nicht...


Meine Meinung:
In diesem grandiosen Abschlussteil der Königskriege-Trilogie dreht sich alles um die Schlacht von Bannockburn, die dem geneigten Schottland-Fan nicht unbekannt sein dürfte. Die Schotten haben Krieg, Tod und Hunger mehr als satt, bis auf ein paar wenige Unverwüstliche. James Douglas ist einer, der gar nicht genug bekommen kann vom Plündern und Töten, was ihm den Beinamen „der Schwarze“ eingebracht hat. Gerade seine Figur ist ein gutes Beispiel dafür, was jahrelanger Krieg mit und aus den Menschen macht. Aus dem guten, sanftmütigen Jungen, den wir im ersten Teil der Saga kennengelernt haben, ist mittlerweile ein gefürchteter, blutrünstiger Krieger geworden – der Schrecken der Engländer. Einzig der an seiner Seite verbliebene „Hundejunge“ kann ihn gelegentlich ein wenig zügeln. Dieser ist auch zum Mann geworden – viel zu früh eigentlich. Aber er hat sich seine Güte und Menschlichkeit bewahrt, wenn er sie auch manchmal tief in sich vergraben muss.

So wie diese beiden durchlaufen auch die anderen Charaktere nachvollziehbare und interessante Wandlungen. Die langen Jahre des Krieges lassen niemand unverändert. So auch Hal, der auch in diesem Teil im Mittelpunkt steht und aus dessen Sicht wir Bruce und all die anderen sehen dürfen. Die Figuren sind dem Leser inzwischen ans Herz gewachsen und man lebt (mehr oder weniger) und leidet mit ihnen.

Dass sich Low auf das dünne Eis der Verbindung der Templer zu Bruce begibt, macht gar nichts. Denn somit kann er auch noch ein paar historische Aspekte der Zeit unterbringen, die sonst gern vergessen werden. Man betrachtet die Geschehnisse im Europa der damaligen Zeit irgendwie gern losgelöst voneinander, obwohl doch das eine ins andere gegriffen hat (zumindest geht es mir oft so). In seinen Nachbemerkungen geht Robert Low ausführlich darauf ein, wie historisch exakt oder unexakt seine Darstellung ist und an welchen Stellen er (durchaus absichtlich) künstlerische Freiheit walten ließ und auch, aus welchen Beweggründen heraus. Mit diesen Bemerkungen im Kopf lehnt man sich am Ende zurück, lässt alles noch einmal Revue passieren und hat wieder ein bisschen mehr über dieses düstere, aber auch unheimlich interessante Kapitel der schottischen Geschichte gelernt.
Wie gut Low erzählen kann, wird auch daran deutlich, dass sich das Schlachtgeschehen über ca. ein Drittel des Buches erstreckt, aber nicht einen Moment lang Langeweile aufkommt. Er verstrickt sich nicht in Strategie und Taktik (die aber auch durchaus erwähnt werden), sondern greift sich immer einzelne Personen heraus, an deren Seite er den Leser stellt - mitten hinein ins Kampfgetümmel oder das Kommandozelt.

Ich lege diese Trilogie wirklich jedem Schottland-Fan ans Herz und auch jedem, der etwas über die schottische Geschichte erfahren will, ohne mit Heldenmythen überschüttet zu werden. Ich hatte bei einer Schottland-Reise mal einen Guide, für den Robert Bruce „the greatest man who ever lived“ war und ihn auch so darstellte. Nach diesem Mann wird der Leser hier vergebens suchen, aber gerade das macht die Saga von Robert Low aus.

5 Sterne für diesen Abschlussband von mir und eine absolute Leseempfehlung für die komplette Reihe.

Einziges kleines Manko: mir sind in diesem Band doch einige Rechtschreibfehler aufgefallen. Aber die kann ich unmöglich dem Autor ankreiden. Ich erwähne es in der Hoffnung, dass das bei der nächsten Auflage geändert wird.

Fazit:
Blut, Schweiß und Tränen – der Leser hofft, kämpft und leidet mit, wenn sich Schottland zur Schlacht rüstet, die die letzte werden soll.

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Tags: bannockburn, königskriege, robert bruce, schottland   (4)
 

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hohlbein, vampyr, abu dun, chronik der unsterblichen, papst

Nekropole

Wolfgang Hohlbein
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 17.10.2013
ISBN 9783802588419
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Inhalt:
Andrej und Abu Dun sind inzwischen in der ewigen Stadt angekommen und müssen nun hier das ewig Böse bekämpfen. Angeführt von Clemens , dem toten Papst (der auch der Alte vom Berg ist), misstrauisch beäugt von einem Trupp Assassinen und der Schweizer Garde, begeben sie sich auf den Spuren der geheimnisvollen Ayla in die Nekropole, um sich einer Armee von Untoten zu stellen und den Untergang der Menschheit zu verhindern.

Meine Meinung:
Hohlbein feiert 15 Jahre Chronik der Unsterblichen" mit Band 15. Ich wünsche mir zum Jubläum, dass er nun endlich einen Abschluss findet. Mich interessiert das Geheimnis von Andrej und Abu Dun ja schon, aber inzwischen haben die Episoden so wenig Inhalt und dafür so viele Wiederholungen, dass ich die Bücher inzwischen nur noch quer lese. Die wirkliche Story dieses 15. Romans hätte gut und gerne auf 100 Seiten Platz gefunden. Aber dann hätte Herr Hohlbein nicht immer wieder die gleichen Kampfszenen (an minimal unterschiedlichen Schauplätzen) unterbringen können und der gute Clemens hätte nicht gefühlte 10000 mal versprechen können, dass er das Geheimnis lüften würde, wenn die Zeit dafür reif sei.
Ich habe bisher immer versucht, noch etwas positives zu finden, aber in diesen Band wiederholen sich Szenen und Formulierungen so massiv, dass das Lesen einfach keinen Spaß mehr gemacht hat. Anfangs dachte ich, ich hätte aus Versehen zurückgeblättert und würde die gleiche Stelle nochmal lesen...
Hinzu kommt noch, dass Andrej diesmal einer weiblichen Schönheit (die sie eigentlich gar nicht ist) verfallen ist und eine Lehrstunde zum Thema Liebe macht blind" abliefert, was unheimlich nervig ist.

Lange Rede kurzer Sinn: Der Chronik - bzw. ihrem Schöpfer - geht inzwischen arg die Luft aus und selbst eingefleischte Fans dürften allmählich die Geduld verlieren. Was vor 15 Jahren wirklich spannend begonnen hat, wurde leider nicht zum Dauerbrenner, sondern dauert inzwischen nur noch lange. Von mir gibt es 2 Sternchen - davon 1 für die wieder sehr gelungene Cover-Gestaltung. Sie sorgt dafür, dass die Chronik zumindest ein Blickfang im Regal ist.

Fazit: Dass weniger manchmal mehr ist, ist eigentlich kein Geheimnis. Ich hoffe, dass die Erkenntnis nun auch bald bei Herrn Hohlbein ankommt.

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170 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

norwegen, liebe, fjorde, familiengeschichte, krieg

Im Land der weiten Fjorde

Christine Kabus
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.03.2013
ISBN 9783404167586
Genre: Romane

Rezension:

Um es vorauszuschicken: Dies ist ein Buch, dass eigentlich nicht so ganz in meine sonstigen Lesegewohnheiten passt. Aber "Norwegen" war das Schlüsselwort und als sich die Chance ergab, das Buch in einer Leserunde mit der Autorin zu lesen, hab ich zugegriffen und bin sehr froh darüber.

"Im Land der weiten Fjorde" hält, was der Titel verspricht: man erfährt sehr viel über Norwegen, seine Bewohner und ihre Geschichte. In zwei Erzählsträngen werden die Wirren des Krieges und ihre Auswirkungen in den Familien bis in die heutige Generation erzählt. Es ist spannend zu lesen, wie sich in unserer Zeit eine junge Frau auf die Suche nach ihrer Herkunft macht, dabei eine Welt kennenlernt, die für sie völlig neu ist und letztendlich eine Familie und eine Heimat findet. Die andere Geschichte erzählt vom Schicksal der Vorfahrin im von den Deutschen besetzten Norwegen im 2. Weltkrieg.
Die verschiedenen Charaktere sind wunderbar gezeichnet - von allem ist etwas dabei: liebenswerte, nervige, chaotische, kämpferische und verzagte - jeder findet hier jemand, den er ins Herz schließen kann. Alle sind irgendwie (mehr oder weniger) vom Schicksal gebeutelt und es ist erstaunlich, wie es Christine Kabus gelungen ist, so viele Schicksalsschläge in einen Roman zu packen und doch noch glaubwürdig zu bleiben. Dazu kommen grandiose Landschaften, die ebenfalls wunderbar beschrieben sind - Land und Leute zum Verlieben!

Einziges kleines Manko: im letzten Drittel geht alles dann ein bisschen zu schnell. Man fiebert den ganzen Roman über auf das Ende hin und dann ist alles irgendwie doch so schnell erzählt. Hierfür und für ein klein wenig zu umfassendes Happy-End
ziehe ich ein Sternchen ab.

So gibt es von mir 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung für Liebhaber von Familiensagas.

Fazit: Ein Debütroman voller Geschichte und Geschichten eingebettet in die grandiose Landschaft Norwegens. Mit solchen Autoren muss uns um die deutsche Leselandschaft nicht Bange sein.

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Tags: 2. weltkrieg, familiensaga, norwegen   (3)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die 13 Heiligtümer: Thriller

Michael Scott , Colette Freedman
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 22.04.2013
ISBN 9783641089191
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Alte Menschen sterben – das ist nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist nur, dass sie so kurz nacheinander sterben und alle angeblich Unfällen zum Opfer fallen. Noch ungewöhnlicher ist, dass Judith Walker sie alle kannte. Nun fürchtet sie, dass die Reihe bald an ihr sein wird. Denn all die Toten und auch Judie hatten die Aufgabe, über alte Artefakte zu wachen. Artefakte, die nie wieder zusammengebracht werden dürfen. 13 Heiligtümer, die unsere Welt vor Schrecklichem bewahren sollen.
Sarah Miller ist eine junge Bankangestellte, deren Leben bisher alles andere als spektakulär war. Es war eher trist und langweilig. Diese junge Frau entwickelt nun aber plötzlich unglaubliche Zivil-Courage, als sie sieht, wie eine alte Frau von 2 Männern angegriffen und bedroht wird. Sie greift ein, hilft Judith Walker zu entkommen und gerät so in ein Abenteuer, dessen Ausmaß sie nicht erahnen kann und an dessen Ende die Rettung der Welt oder ihre Vernichtung steht.
Judith, die weiß, dass sie sterben muss, übergibt Sarah ihr Artefakt – ein rostiges Stück Eisen, in dessen Kern sich allerdings ein mächtiges Schwert verbirgt. Gemeinsam mit Owen, dem einzigen lebenden Verwandten von Judith Walker, soll sie einen Weg finden, das Böse aufzuhalten, das die Welt erobern will. Zuerst fällt es Sarah schwer, sich selbst und vor allem Owen davon zu überzeugen, dass das alles wirklich passiert. Doch Judiths Tagebuch und Träume, die Sarah plötzlich heimsuchen, helfen dabei, das Unglaubliche zu akzeptieren. Und so machen sich die beiden jungen Leute auf den Weg nach Wales, zum Ausgangspunkt der Geschehnisse, die weit in der Vergangenheit ihren Ursprung haben.
Dass sie dabei von der Polizei als Verdächtige in mehreren brutalen Mordfällen gesucht wird, macht Sarahs Mission nicht einfacher. Die Ermittler sind allerdings ihr kleinstes Problem in dieser Woche vor Allerheiligen…

Mein Eindruck:
Michael Scott. DER Michael Scott? Der von Nicholas Flamel? Ja – genau der. Ich muss gestehen, dass mir dieser Fakt erst klar wurde, als irgendwann der Name John Dee fiel. Und in diesem Moment wurde mir auch klar, was mich an diesem Buch bis dahin irritiert hat: Scott erzählt in seiner lockeren, leichten Art, die einen auch immer wieder zum Schmunzeln bringt und den Eindruck eines Jugendbuches erweckt. Aber plötzlich geschehen unglaublich grausame Morde, denen Folter und Qualen vorausgehen, die auch eingehend beschrieben werden. Daran muss sich der Leser erst einmal gewöhnen. Hat er dies getan, erwartet ihn eine spannende, rasante Handlung, die ebenso mysteriös und fantastisch wie düster und grausam ist.
Erzählt wird der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, garniert mit ein paar mehr oder weniger im Dunkeln tappenden Ermittlern, für die völlig klar ist, dass eine unbescholtene 22-jährige plötzlich zum grausamen Killer geworden ist. Ich für meinen Teil hätte darauf streckenweise gern verzichtet. Dafür hätte ich lieber viel mehr von Sarahs Visionen oder Träumen erlebt, die über den Ursprung der Ereignisse und die 13 Heiligtümer selbst erzählen.
Die Einstufung als Thriller ist ein bisschen irreführend. Der Zusatz „Mysterie" wäre auf jeden Fall hilfreich gewesen. Mächtige Artefakte spielen eine entscheidende Rolle. Es gibt Menschen, die sich in einer Astralebene bewegen können und Dämonen, die auf ihre Befreiung warten. Somit spielt die Handlung nicht nur auf der rationalen Ebene. Wer dies alles berücksichtigt und mag, der wird „Die 13 Heiligtümer“ ebenso verschlingen wie ich.
Leider fand ich das Ende nicht ganz so gut, wie den Rest des Buches. Gerade dann, als sich doch alles zuspitzt, wird das Geschehen in meinen Augen zu knapp erzählt. Da hatte ich mir noch etwas mehr Nervenkitzel und ein bisschen Ausschmückung der Handlung gewünscht. So erhält das Buch von mir dennoch sehr gute 4 Sterne.

Übrigens: Auf den Fehler im Klappentext (Sarahs Nachname ist Miller und nicht Owen) habe ich beim Verlag hingewiesen.

Fazit:
Eine gelungene Mischung aus Überlieferungen und Legenden, düsterer Stimmung, blutigen Morden und atemloser Spannung für Thriller-Fans, die sich auch auf mysteriöse Elemente einlassen mögen.

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

verfolgung, krimi, psychologin, psychothriller; spannung, beziehungsgeschichten

Im Netz der Angst

Eileen Carr , Dorothea Kallfass
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.04.2013
ISBN 9783802590986
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Dr. Aimee Gannon ist Psychologin und die Therapeutin der 17jährigen Taylor Dawkin, die gerade eine „schwierige Phase“ durchmacht, wie es ihre Eltern wohl nennen würden. Nun allerdings ist alles viel schlimmer gekommen, als man hätte ahnen können: Taylor wurde zwischen den Leichen ihrer Eltern gefunden, mit schweren Schnitten an den Armen und nicht ansprechbar. Es gibt nicht viel, was für ihre Unschuld spricht. Nun soll Aimee helfen, von Taylor eine Aussage zu bekommen, um Licht ins Dunkel des Falles zu bringen. Dies ist alles andere als einfach.
Aber nicht nur der Mord selbst bleibt vorerst rätselhaft. Es tun sich auch im Umfeld von Familie und Firma einige Unregelmäßigkeiten und Ungereimtheiten auf und so ziehen die Ermittlungen immer weitere Kreise.

Hinzu kommt noch, eine Bedrohung, die Aimee unbewusst spürt, aber nicht wirklich lokalisieren kann, so dass sie wohl selbst Schutz braucht. Den bietet ihr Detective Wolf nur zu gern, denn die beiden scheinen sich magisch anzuziehen...

Meine Meinung:

„Psychologin mit schwerer Vergangenheit trifft einsamen Polizisten zu gemeinsamen Ermittlungen, erotische Begegnungen durchaus erwünscht.“ Diese Beschreibung gibt das Gefühl wieder, das ich hin und wieder beim Lesen hatte. Vor allem am Anfang fand ich das erotische Knistern zwischen diesen beiden Menschen, die sich noch nie begegnet sind, vor dem Hintergrund eines katatonischen Mädchens und an einem blutverschmierten Tatort doch ein wenig befremdlich. Dann sagte ich mir: okay, das Buch ist bei Lyx erschienen, da muss wahrscheinlich ein Schuss Erotik / Romantik drin sein.
Zum Glück trat dieses befremdliche Gefühl im Lauf der Geschichte in
den Hintergrund (oder sie war dann einfach besser dosiert) und ich konnte mich ganz auf die wirklich spannende Geschichte einlassen.

Ein Teenager, der mit für dieses Alter scheinbar nicht ganz außergewöhnlichen Problemen zu kämpfen hat (Schule ist doof, das Leben ist Scheiße...), ist plötzlich Hauptverdächtige in einem Mordfall. So richtig traut es ihr keiner zu, aber irgendwie sprechen die Indizien auch gegen Taylor. Sie spricht nicht, aber versucht, über Bilder etwas mitzuteilen. Sie malt immer wieder merkwürdige Symbole, deren Bedeutung schleierhaft ist. Die Auflösung dieser Symbole ist ebenso überraschend und gelungen, wie die letztendliche Lösung des Falls. Eileen Carr schafft es, den Leser glauben zu lassen, dass er den Mörder kennt, dann säht sie wieder Zweifel, schafft neue Verdachtsmomente und am Ende führen alle Fäden auf eine Weise zusammen, die zumindest ich so dann doch nicht vermutet hatte.

Zu dieser „Haupthandlung“ kommt noch ein weiterer Handlungsstrang. Aimee fühlt sich beobachtet und bedroht. Der Leser weiß es etwas früher als sie: ein ehemaliger Patient wurde aus der Anstalt entlassen, in die sie ihn einweisen ließ und nun stalkt er sie. Meiner Meinung nach hat das dem Buch nur bedingt mehr Spannung verliehen. Aber wahrscheinlich musste Kyle
auftauchen, um Aimees Ängste zu verdeutlichen und Raum für Erzählungen aus ihrer Vergangenheit schaffen.

Gut gefallen haben mir die Einblicke in die Teeniepsyche, die für mich sehr gut geschildert wurden. In meinem Bekanntenkreis gibt es auch ein Mädchen, dass sich immer wieder ritzt und die Erklärungen, die die Autorin hierfür gibt, erscheinen mir einleuchtend.
Die Charaktere sind überzeugend dargestellt – man hat Sympathien und Antipathien, wie sich das gehört und jeder spielt seine ihm von der Autorin zugedachte Rolle überzeugend. Manchmal vielleicht ein wenig zu überzeugend. Die Hauptcharaktere Aimee, Josh, Sean und Taylor sind
Eileen Carr jedoch wirklich sehr gut gelungen.

Ich vergebe 4 Sterne und werde Eileen Carr im Auge behalten.

Fazit:
Wer spannende Unterhaltung mit einem Schuss Erotik liebt, sollte hier zugreifen.

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104 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

fantasy, schattenherren, helion, high fantasy, paladin

Die Schattenherren - Feind

Robert Corvus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 15.01.2013
ISBN 9783492269131
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Eloy, die Welt unter den 3 Monden, versinkt in Finsternis. Die Macht der Schattenherren weitet sich immer mehr aus. Sie erhalten ihre Macht durch eine Essenz aus Angst, Schmerz und Tod. Jedes Opfer auf Seiten ihrer Feinde stärkt sie. Viele Völker wurden unterworfen. Einzig der Orden der Mondschwerter stellt sich ihnen noch immer entgegen. Mit von der Mondmutter geweihten Silberklingen können die Schattenherren der Unsterblichkeit entrissen und getötet werden.
Aber der Orden selbst ist auch nicht mehr so stark, wie er einst war. Dekadenz und Bequemlichkeit haben vielerorts Einzug gehalten. Doch es gibt noch einen Idealisten unter ihnen: den eben erst zum Mondschwert geweihten Helion. Er hat eine wichtige Aufgabe zu erfüllen – er soll zum Sturz der Schattenfürstin Lisanne beitragen und muss dafür ein wichtiges Geheimnis schützen. An seiner Seite steht Ajina, Tochter des mächtigsten Magiers der Welt, der einst seine andere Tochter Lióla an die Schatten übergeben hatte. Eben jener Magier, Modranel, soll in diesem Krieg eine wichtige Rolle spielen. In diesem so grausamen Krieg, in dem die Kräfte so ungleich verteilt sind. Und am Ende steht die Schlacht um Guardaja, die letzte Festung zum Schutz der wichtigen Silberminen. Und keine geringere als die Schattenfürstin Lisanne ist gekommen, um diese Festung zu vernichten…

Meine Meinung:
Dieses Buch verdient die Bezeichnung „Dark Fantasy“ wirklich. „Feind“ ist düster und grausam. Es gibt Opfer ohne Ende, grausame Rituale, es tummeln sich neben den unsterblichen Schattenherren düstere Wesen wie leichenfressende Ghoule und geisterhafte Fayé. Daneben gibt es zwar die Mondschwerter, die einen gewissen Glanz verbreiten, aber die Hoffnung, die sie geben können, hält sich in Grenzen.
Im Prolog erleben wir, wie ein Magier im Tausch gegen uraltes Wissen seine Tochter in die Fänge der Schattenherren gibt. Es ist klar, dass dies Unheil bringen muss, denn sie ist zu Großem in der Welt der Finsternis berufen. Danach springen wir 15 Jahre in die Zukunft und erleben den verzweifelten Kampf der Menschen, ihre unsäglichen Leiden und die Grausamkeit der Schattenherren. Und wir erleben, wie ein junger Mann zum Mondschwert wird, der dazu bestimmt ist, der Finsternis die Stirn zu bieten. An seiner Seite steht die Adepta und Heilerin Ajina, die für die wenigen lichten Momente in dieser Geschichte sorgt.
Man merkt, dass „Schattenherren“ als Trilogie geplant ist. Die Handlung von „Feind“ wirkt auf mich wie die Einführung in eine Geschichte. Es geht irgendwie alles ziemlich schnell, die Ereignisse überstürzen sich. Und so eindringlich die Grausamkeit der Schattenherren geschildert wird, so blass bleiben leider die meisten Charaktere (was leider nicht nur ihrer Hautfarbe geschuldet ist). Gerade Modranel hätte meiner Meinung nach viel mehr Raum in dieser Geschichte verdient. Einzig über Helion erfahren wir ein bisschen mehr und auch die Dunkelruferin Lióla darf ein wenig Tiefe entwickeln. Und leider sind einige der interessanteren Charaktere am Ende dieses ersten Bandes schon tot, so dass wir wohl nicht viel mehr über sie erfahren werden.

Dennoch ist es eine faszinierende Story, weit ab von der den Büchermarkt überschwemmenden seichteren Fantasy. Corvus erzählt fesselnd, Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf und trotz aller Düsternis entwickelt er streckenweise einen feinen Humor.
Fazit:
Wem abgerissenen Gliedmaßen und unzähligen geopferte Kinder zu sehr ans Gemüt gehen, der sollte die Finger von diesem Buch lassen. Wer aber Lust auf echte Dark Fantasy hat und nicht davor zurückschreckt, sich eine weitere Trilogie zuzulegen, der sollte zugreifen!

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Tags: corvus, eloy, high fantasy, schattenherren   (4)
 

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170 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

thriller, hamburg, mord, rother, krimi

Öffne deine Seele

Stephan M. Rother ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2013
ISBN 9783499259869
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein junger Mann wird im berühmt-berüchtigten Dahliengarten tot aufgefunden. Selbstmord ist auszuschließen, aber vielleicht war es Tötung auf Verlangen? Immerhin hat er ein paar Tage zuvor in der beliebten Fernsehshow „Second Chance“ angerufen und dort Selbstmordgedanken geäußert.
Dass er der Sohn des Konsuls Sieverstedt ist, macht den Fall nicht einfacher. Und das Ermittlerteam um Jörg Albrecht hat keine verwertbare Spur. Bis plötzlich ein Foto auftaucht. Ein Foto von kleinen Mädchen in einem Container, das das Firmenimperium Sieverstedt schlagartig in Albrechts Focus rückt. Währenddessen stößt Hannah Friedrichs durch Zufall allerdings noch auf eine ganz andere Spur: ein junges Mädchen hat Selbstmord begangen. Und auch sie hatte zuvor bei Marius nach einer „Second Chance“ gesucht. Bevor sie Albrecht aber über diesen Zusammenhang informiert, will sie den Fernseh-Guru zur Rede stellen…

Mein Eindruck:
Mit „Öffne deine Seele“ ist Stephan Rother noch mal eine Steigerung zu seinem Erstling „Ich bin der Herr deiner Angst“ gelungen. Mit Spannung von der ersten bis zur beinahe letzten Zeile hetzt er seine Leser durch die Handlung. Der ständige Perspektivwechsel trägt sein Scherflein dazu bei.
Außerdem hat er mit Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ein Ermittlerduo geschaffen, das gegensätzlicher nicht sein kann. Hannah, die ich nach wie vor extrem nervig finde in ihrer Selbstgerechtigkeit, ist mir für eine Ermittlerin fast zu unprofessionell. Albrecht gibt in diesem Buch dafür etwas von seiner Überkorrektheit auf und wird dadurch menschlicher und noch sympathischer. Und auch das Team um dieses ungleiche Pärchen bekommt nach und nach deutlichere Konturen.

Der Fall selbst, in dem ein selbsternannter Fernseh-Guru eine nicht unwesentliche Rolle spielt, hat bei mir die Frage aufgeworfen, was für eine Welt das ist, in der Menschen ihre tiefsten Sorgen und Ängste lieber vor einem Millionenpublikum ausbreiten, statt mit den geliebten Menschen zu reden. Und wie kann es sein, dass ein Mensch, der zugegebener Maßen viel Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis zu haben scheint, darüber entscheidet, wer von den Anrufern es wert ist, seine Zeit weiter zu beanspruchen und somit Hilfe zu bekommen? Wieviel Arroganz gehört dazu, Menschen, die so verzweifelt sind, noch tiefer in ihr Elend zu stoßen? Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht und auch zornig auf unsere Gesellschaft, die so etwas zulässt.

Das Verschwinden Hannahs gibt dem Fall natürlich noch zusätzliche Dramatik. Vor allem gibt er aber den Männern in ihrem Leben die Chance, ihre Rivalität zumindest zeitweilig auf niedrigstes Niveau zu fahren und miteinander zu reden und zu handeln. Das lässt vor allem Dennis in einem neuen Licht erscheinen.

"Öffne deine Seele" ist ein Buch, das nachhallt – und das ist etwas, das man wahrlich nicht von vielen Thrillern behaupten kann. Zudem ist es Rother gelungen, eine Auflösung zu schaffen, die ich so nicht vorhergesehen hatte. Für den „Second Chance“-Guru Marius hätte ich mir am Ende aber doch noch irgendeine Wendung gewünscht – der geht zwar mit großem Auftritt von der Bühne (anders kann er auch gar nicht), aber eigentlich doch ohne Veränderung aus dem ganzen Fall heraus.
Was man von Hannah allerdings nicht sagen kann – man darf gespannt sein, wie sie sich weiter entwickeln wird.

Wer Rothers ersten Krimi nicht kennt, dürfte kein Problem mit dem Fall an sich haben. Aber alles, was das Privatleben der Ermittler betrifft, baut eindeutig auf „Ich bin der Herr deiner Angst“ auf. Darum kann es nicht schaden, dieses Buch zuerst zu lesen.

Von mir gibt es 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung für Thriller- und Krimi-Fans.

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Tags: hamburg, krimi, reality show, rother, thriller   (5)
 

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

vampyr, zigeuner, inquisition, unsterblichkeit, maria

Der Todesstoss

Wolfgang Hohlbein
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Egmont vgs, 15.09.2007
ISBN 9783802581342
Genre: Fantasy

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98 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

vampir, vampire, vampyr, blut, fortzetzung

Der Vampyr

Wolfgang Hohlbein
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Egmont Lyx, 15.09.2007
ISBN 9783802581335
Genre: Fantasy

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467 Bibliotheken, 2 Leser, 7 Gruppen, 20 Rezensionen

fantasy, vampire, vampir, mittelalter, unsterblichkeit

Am Abgrund

Wolfgang Hohlbein
Flexibler Einband: 359 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.09.2001
ISBN 9783548251653
Genre: Fantasy

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95 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

fantasy, vampire, abu dun, dämonen, mittelalter

Das Dämonenschiff

Wolfgang Hohlbein
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2010
ISBN 9783548280332
Genre: Fantasy

Rezension:  
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84 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fantasy, vampire, chronik der unsterblichen, london, wofgang hohlbein

Glut und Asche

Wolfgang Hohlbein
Flexibler Einband: 445 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.03.2012
ISBN 9783802586262
Genre: Fantasy

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fantasy, abu dun, italien, venedig, vampire

Der schwarze Tod

Wolfgang Hohlbein
Fester Einband: 584 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 04.10.2010
ISBN 9783802583957
Genre: Fantasy

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fantasy, vampire, machdi, nil, konstantinopel

Der Machdi

Wolfgang Hohlbein ,
Fester Einband: 719 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.10.2011
ISBN 9783802584947
Genre: Fantasy

Rezension:

Hohlbein mangelt es nicht an Einfällen, das beweist er auch in diesem Buch vor allem mit einem überraschenden Ende. Das Problem bei Hohlbein ist aber, dass er, hat er einmal eine tolle Szene geschrieben, eine gute Formulierung gefunden, diese so oft wiederholt, dass es dem Leser irgendwann einfach zu viel wird. In diesem Buch hat er sich selbst übertroffen, in dem sich ein eine Seite langer Dialog komplett wiederholt und an anderer Stelle 2 fast gleichlautende Sätze aneinandergereiht wurden. Hat sich Lyx da das Lektorat gespart? So etwas sollte nicht durchgehen. Alles in allem hätten die Scharmützel dann auch noch etwas kürzer gefasst und das Buch um mindestens ein Drittel gekürzt werden können – was ihm mit Sicherheit gut getan hätte.

Aber nun zum Positiven: Bei allen Längen (über die sich wiederholenden Gemetzel hab ich großzügig weggelesen und ihnen nur Aufmerksamkeit geschenkt, wenn Abu Dun zur Abwechslung mal mit Krokodilen wirft) wartet Hohlbein am Ende tatsächlich mit einer Überraschung auf. Außerdem hat er mich inspiriert, mich mal ein wenig mit dem Osmanischen Reich und seinen Sultanen zu befassen. (das allerdings wohl eher unfreiwillig, da er nirgends eine Jahreszahl nennt und ich wissen wollte, wieviele Jahr seit der letzten Geschichte vergangen sind. Es war genau 1, verrät er dann später irgendwann).

Chronikfans wissen, dass die Reihe Höhen und Tiefen hat und da wir uns im Moment mal wieder ziemlich weit unten befinden, kann es im nächsten Teil nur bergauf gehen ;-) Der Reiz des Neuen, Unheimlichen und Unbekannten aus den ersten Bänden ist – logischerweise – inzwischen verflogen, dafür ist das Gefühl eingekehrt, gute Bekannte in ein neues Abenteuer zu begleiten. Und irgendwann werden sie bestimmt auch mal Ruhe finden…

Wer mit der „Chronik der Unsterblichen“ noch keine Berührung hatte, sollte mit diesem Buch nicht anfangen (diese Reihe muss man definitiv in der richtigen Reihenfolge lesen).

Fazit: Nette Unterhaltung für Chronik-Fans aber weniger ist wäre in diesem Falle wirklich mehr gewesen!

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, hohlbein, vampyr, andrej delany, delany

Pestmond

Wolfgang Hohlbein ,
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.02.2013
ISBN 9783802588402
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Inhalt
Die Handlung schließt nahtlos an den Vorgänger-Band "Der Machdi" an. Abu Dun ist tot. Dies ist nun nichts Neues, denn "gestorben" sind die beiden ja schon öfter. Aber diesmal erwacht er nicht wieder und das ist dann doch neu. Doch Rettung naht in Form eines alten Mannes, der Andrej einen sehr interessanten Handel vorschlägt: er wird Abu Dun wieder erwecken, wenn die beiden Unsterblichen dafür mit ihm nach Rom reisen, um den Papst zu töten. Natürlich lässt sich Andrej darauf ein, hat er doch schon in dieser kurzen Zeit bemerkt, dass ein Leben ohne seinen Gefährten keinen Sinn mehr hat. Was er nicht weiß: Abu Dun wird ständig einen Trank nehmen müssen, den der Alte ihm nur wohl rationiert verabreicht. Somit kann er sicher sein, dass er von nun an 2 Leibwächter hat, die alles daran setzen werden, Rom heil zu erreichen.
Abu Duns Dankbarkeit hält sich allerdings in Grenzen, denn er will nicht in einen neuen Religionskrieg verwickelt werden. Der alte Mann, der sich als Hasan as Sabah - der Alte vom Berg - vorstellt, betont, dass es nicht um Religion ginge, aber wie soll man ihm das glauben? Welche Gründe könnte der berüchtigte Anführer der Assassinen, oder zumindest einer seiner Nachfahren, wohl sonst haben, das Oberhaupt der Christen zu töten? Leider klärt sich diese Frage im Lauf der 530 Seiten nicht.
Andrej ist jedenfalls der Meinung, dass er sein Wort halten muss und somit beginnt eine abenteuerliche Reise. Bevor sie mit einer Mannschaft Assassinen das Mittelmeer auf der "Pestmond", die dem Buch seinen Namen gab, überqueren, müssen sie sich in Jaffa mit einer Armee von Untoten herumschlagen. Wie die armen Menschen in Jaffa zu Zombies wurden, kann der Leser nur erahnen.
Dann erleben wir die Überfahrt - oder zumindest einen Teil davon - mit Seeschlachten, Intrigen und einer doch sehr überraschenden Wendung am Ende des Buches. Dazu noch eine geheimnisvolle Schönheit und somit stimmt die Mischung in diesem Teil der Chronik. Als sich die Nachricht verbreitet, dass der Papst gestorben sei, könnte man meinen, dass die Mission nun hinfällig wäre. Aber Hasan besteht darauf, nach Rom zu gelangen...

Meine Meinung
Nachdem sich der Vorgänger-Band eher zäh dahinzog, ist diesmal wieder Action angesagt. Abu Dun ist nicht mehr so albern und erzwungen witzig, sondern die Dialoge zwischen ihm und Andrej lassen den Leser wieder schmunzeln. Und mit den Untoten, die sich hier in Massen tummeln, blitzt endlich wieder etwas von der düsteren Faszination der Chronik auf. Interessanterweise darf sich diesmal Andrej verändern und nicht, wie sonst immer, sein hünenhafter Gefährte. Dieser Hauch Düsternis tut Andrej meiner Meinung nach gut.

Soviel zum Positiven. Zu meinem Erschrecken musste ich aber feststellen, dass Hohlbein nun das Stilmittel des Cliffhangers verinnerlicht hat. Waren die Episoden der Chronik bisher doch immer einigermaßen in sich abgeschlossen, so lässt der Autor uns diesmal mit lauter offenen Fragen zurück. Wenn ich es mir recht überlege, dann habe ich eigentlich auf keine Frage wirklich eine Antwort erhalten: Warum soll der Papst ermordet werden? Wer ist Hasan wirklich? Welches Geheimnis hütet Ayla? Braucht Abu Dun den Trank wirklich, um weiterleben zu können? ...
Hohlbein lässt uns auf halber Strecke nach Rom mit vielen Fragezeichen zurück. Immerhin gelingt es ihm, durch die Wendung am Ende doch soviel Neugier zu wecken, dass ich mir auch den nächsten Teil der Chronik holen werde. Aber das hätte ich als Chronik-Fan wohl sowieso getan. Doch diesmal stellt Hohlbein seine treuen Leser wirklich hart auf die Geduldsprobe!

Ich würde 3,5 Sterne geben, wenn das ginge,weil dieser Band spannender und unterhaltsamer ist, als der Vorgänger (der von mir 3 Sterne erhielt). Mehr kann ich aber für eine nur halb erzählte Geschichte dann doch nicht geben.

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Tags: andrej delany, chronik der unsterblichen, fantasy, hohlbein, vampyr   (5)
 
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