Leserpreis 2018

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48 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Im Licht des Polarsterns

Stef Penney , Marie Rahn
Fester Einband: 678 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 05.10.2018
ISBN 9783352009181
Genre: Historische Romane

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Animant Crumbs Staubchronik

Lin Rina
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 20.11.2017
ISBN 9783959913911
Genre: Fantasy

Rezension:

Die junge Animant Crumb hat nur Bücher im Kopf und steckt ihre Nase in jeder freien Minute in eines ihrer geliebten Bücher. Sehr zum Missfallen ihrer Mutter, denn die hat nur eines im Sinn: den perfekten Ehemann für ihre Tochter zu finden. Doch diese vergrault einen Anwärter nach dem Anderen.

Doch dann ergibt sich die Möglichkeit eine Stelle als Bibliothekarsassistentin in London anzunehmen. Auch hier ist Animants Mutter strickt dagegen, doch Animant kann sich durchsetzen und tritt die Stelle wenig später an.

In London lebt sie bei ihrem Onkel und ihrer Tante und lernt hier den charmanten und gut aussehenden Mr. Boyle kennen. In der Bibliothek hat sie es zuerst sehr schwer, sich zu behaupten, da ihr Vorgesetzter, Mr. Reed, sehr mürrisch und launisch ist. Aber Animant lässt sich nicht unterkriegen und schafft es Stück für Stück mit ihrem Chef warm zu werden...


Den Tipp zu diesem Buch habe ich von meiner Schwester bekommen, die es mir mit den Worten "Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe" wärmstens ans Herz gelegt hat. Und ich kann ihr nur danken für diesen Buchtipp, denn es ist tatsächlich auch eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Fans von Jane Austen kommen hier komplett auf ihre Kosten.

Die Geschichte plätschert zwar ohne wirkliche Höhepunkte einfach so vor sich hin, dass tut der Spannung allerdings keinerlei Abbruch. Ich habe es gehasst, das Buch wegen anderen Tätigkeiten aus der Hand legen zu müssen und konnte es immer kaum erwarten, endlich weiter lesen zu können.

Als hoffnungslose Romantikerin habe ich es sehr genossen, die zarten Annäherungen von Animant und ihrem Auserwählten (nein, ich werde hier nicht spoilern) mit zu verfolgen.

Das Ende hätte ich mir allerdings ein wenig romantischer vorgestellt und war da einen kleinen Moment enttäuscht. Allerdings tut dies dieser traumhaft schönen Geschichte keinen Abbruch und das Buch bekommt von mir vollkommen verdiente 5 Punkte.


Ich hoffe, Lin Rina schreibt noch weitere Bücher dieser Art, denn ihr bisheriges Portfolio beinhaltet bisher nur richtige Fantasy-Romane, was leider nicht mein Genre ist. Auch Animant Crumbs Staubchronik wird in der Rubrik Fantasy gelistet, was meiner Meinung nach ein großer Fehler ist.


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(38)

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Das Fest der kleinen Wunder

Ulrike Renk
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 14.09.2018
ISBN 9783352009150
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Leser wird in diesem Buch wieder zurück ins Jahr 1925 versetzt. Frederike lebt noch mit ihren Eltern und Geschwistern auf dem Gut in der ostpreußischen Provinz. Für Frederike ist es das letzte Jahr auf dem Gut, bevor sie demnächst eine höhere Töchterschule besuchen soll. Weihnachten steht vor der Tür und Frederike und ihre Geschwister genießen in vollen Zügen den Wintereinbruch. Frederike verbringt viel Zeit mit Ausreiten. Aber die Stute Caramell bereitet ihr große Sorgen. Sie ist unberechenbar geworden und kaum einer traut sich noch an das Pferd heran. Gerade als Frederike langsam das Vertrauen des Tieres gewinnen kann, soll die Stute verkauft werden und das ausgerechnet an die Tochter des Nachbarn, welche Pferde nur durch Gewalt und Schmerzen gefügig macht. Frederike hat ihr Möglichstes getan, um den Verkauf zu verhindern. Nun kann nur noch ein Wunder helfen...


Ich wusste eigentlich schon, bevor ich das Buch gelesen habe, dass es eine überflüssige Fortsetzung der Trilogie sein wird, obwohl es eigentlich nicht Fortsetzung bezeichnet werden kann. Die Autorin gibt in diesem Buch einen kurzen Rückblick in Frederikes Jugendjahre. Es sollte wohl einer kleiner Schmöker passend zur Weihnachtszeit werden. Aber für diese wenigen Seiten ist der Preis etwas hoch gegriffen und diese Geschichte hätte die Autorin sich aus meiner Sicht sparen können. Für mich war die Story nach den drei Bänden abgeschlossen. Über eine richtige Fortsetzung hätte ich mich gefreut, aber dieser kleine Rückblick war unnötig.


Nichtsdestotrotz hat sich auch dieses Buch wieder gewohnt schnell und flüssig gelesen und war durchaus unterhaltsam und ich vergebe gut gemeinte 3 von 5 Punkten.

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(158)

289 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 33 Rezensionen

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Klassentreffen

Simone van der Vlugt , Eva Schweikart
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diana, 02.04.2007
ISBN 9783453351776
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sabine kehrt nach ihrem Burn-Out zurück in ihren Beruf im Sekretariat einer Bank in Amsterdam. Doch leicht wird ihr die Rückkehr nicht gemacht. Die neue Abteilungsleiterin hat die Kollegen in der Zwischenzeit gegen Sabine aufgehetzt und Sabine wird zum Mobbing-Opfer. Das ist allerdings nichts Neues für Sabine, denn schon in der Schulzeit wurde sie von Schulkameraden gehänselt und regelrecht gequält.

Die ganzen Erinnerungen an ihre Schulzeit kehren zurück, als ein Klassentreffen der ehemaligen Gymnasiasten geplant wird. Aber nicht nur die Erinnerungen an das Mobbing strömen wieder auf sie ein, sondern es lüften sich auch langsam Gedächtnislücken bezüglich des Verschwindens ihrer ehemaligen besten Freundin Isabel. Bis heute ist nicht klar, was damals mit Isabel passiert ist. Aber Sabine wird immer bewusster, dass sie mehr weiß und gesehen hat, als sie bisher glaubte. Somit beginnt sie Erkundigungen einzuholen, um ihrem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Doch dies gestaltet sich nicht nur schwierig, sondern beginnt auch zunehmend gefährlich für sie zu werden.

Zum Ende des Buches gab es für mich 4 Verdächtige. Als dann im letzten Kapitel die Auflösung kam, war ich dann allerdings herbe enttäuscht. Sollte es tatsächlich so gewesen sein? Irgendwie hatte man beim Aufbau der Story über all die Kapitel dann doch mit etwas Spektakulärerem gerechnet...und diese Erwartung wurde dann im Epilog doch noch erfüllt. Und meine letzte Vermutung wurde dann bestätigt.

Was mich in dem Buch allerdings mehr geschockt und berührt hat als die Aufklärung des Verschwindens von Isabel, waren die Schilderungen von den Mobbing-Attacken auf Sabine. Man hat als Leser wirklich mit Sabine gelitten und war geschockt, wie grausam Kinder / Menschen sein können.

Der Ankündigung auf dem Klappentext, dass man für dieses Buch starke Nerven braucht, kann ich allerdings nicht teilen. Diese Art von Spannung war in diesem Buch nicht zu finden. Dennoch war es derart spannend geschrieben, dass es mich durchweg gefesselt hat und ich dieses Buch in persönlicher Bestzeit gelesen habe. Aus diesem Grund vergebe ich gern volle 5 Punkte.

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102 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Die Zeit der Kraniche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 515 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 13.07.2018
ISBN 9783746633565
Genre: Historische Romane

Rezension:

Mit die "Zeit der Kraniche" kommt die großartige Ostpreußen-Saga von Ulrike Renk nun zum Ende.


Frederikes Mann Gebhard sitzt unschuldig im Gefängnis und Frederike muss sich allein um das Gut in der Prignitz und die drei gemeinsamen Kinder kümmern. Doch dies wird ihr immer mehr erschwert, da die Auswirkungen des zweiten Weltkrieges auch immer mehr bis nach Ostpreußen vordringen. Auch wenn die Nazis immer mehr die Herrschaft und Aufsicht über Alles erlangen, versucht Frederike einen kühlen Kopf zu bewahren, optimistisch zu bleiben und nach vorn zu schauen. Frederike werden aber immer mehr die Zügel auf den Händen genommen und auf ihrem Gut werden immer mehr Flüchtlinge und Zwangsarbeiter einquartiert. Da heißt es, immer weiter zusammen rücken und immer weitere Entbehrungen. Aber alles scheint sich zum Guten zu wenden, als plötzlich Gebhard wieder nach Hause kommt. Doch die Freude soll nicht von kurzer Dauer sein, denn just am gleichen Tag wird er wieder verhaftet. Und auch gegen Frederike wird kurz darauf ein Haftbefehl erlassen. Aber ihr gelingt die Flucht mit den Kindern. Sie kehrt in den Schoß der Schwiegerfamilie zurück, die schon vor einiger Zeit in den wesentlich sichereren Westen geflohen ist. Aber hier fühlt sie sich als Störenfried und wünscht sich wieder mehr Unabhängigkeit und Eigenständigkeit. Deshalb beschließt sie, mit den Kinder weiterzuziehen, weiterhin auf die Rückkehr ihres Mannes zu hoffen und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.


Ich habe mich teilweise ein wenig durch das Buch gequält, da es wirklich sehr viele Erklärungen zum Kriegsverlauf gab, welche sich für mich etwas zäh lasen. Aber diese gehören unweigerlich zu der ganzen Handlung dazu. Denn die gesamte Handlung dieses Buches baut sich um die Entwicklungen im 2. Weltkrieg herum auf.


Zu wissen, dass es diesen Krieg wirklich gegeben hat und dass die Geschehnisse, wie in dem Buch geschildert, auch tatsächlich in Deutschland so vorgefallen sind, war beim lesen teilweise schwer zu ertragen. So viel Kummer, Leid, Schmerz und Ungerechtigkeit überall.


Außerdem beruht dieser Roman auf einer wahren Geschichte. Die Autorin hatte Dokumente zugespielt bekommen, um die herum sie diese Saga geschrieben hat. An einigen Stellen sicher etwas ausgeschmückt und verändert, denn es sollte ja ein Roman werden und keine Biografie. Aber diese Dinge sind geschehen und das zu lesen, war schwere Kost.


Dennoch habe ich es auch diesmal genossen, den Weitergang der Saga zu lesen. Die Autorin hat eine wirkliche Gabe, Geschichten interessant und authentisch zu schreiben. Ich freue mich nun auf weitere Bücher von ihr.


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335 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

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Die verlorenen Spuren

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.06.2014
ISBN 9783453357310
Genre: Romane

Rezension:

An einem wunderschönen, sonnigen Tag ist die Familie der 16-jährigen Laurel am Flussufer versammelt um eine Geburtstagsparty zu feiern. Nur Laurel ist noch nicht zu ihrer Familie gestoßen, sondern genießt die Ruhe in ihrem Baumhaus. Gerade als sie beschließt, jetzt an der Feier teilzunehmen, macht sie eine fürchterliche Beobachtung. Während ihre Mutter mit ihrem jüngeren Bruder auf dem Arm zum Haus zurückgekehrt ist, um das vergessene Kuchenmesser zu holen, trifft ein Fremder vorm Haus der Familie ein und begrüßt Laurels Mutter. Dieser ist der Schrecken über den Besuch ins Gesicht geschrieben und dann passiert etwas, was Laurel ihr ganzes Leben lang nicht vergessen kann. 


Selbst Jahrzehnte später lässt diese Beobachtung Laurel nicht los, bzw. sie wird mit den Geschehnissen von damals wieder konfrontiert, als ihr am 90. Geburtstag ihrer Mutter Dorothy ein altes Foto in die Hand fällt, auf dem ihre junge Mutter mit einer unbekannten Frau zu sehen ist. Laurels Neugier ist geweckt und sie will endlich mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter erfahren

Das Buch erzählt sich, wie gewohnt, in zwei Zeitebenen. Der Leser lernt einerseits die junge Dorothy kennen, die in Zeiten des 2. Weltkrieges versucht, sich allein in London durchzuschlagen. Zum anderen begleitet der Leser die erwachsene, gestandene Frau Laurel bei ihren Nachforschungen.


Kate Morton hat es auch hier wieder auf excellente Art geschafft, die Geschehnisse der Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verweben. Dem Leser erschließt sich nach und nach langsam ein Zusammenhang. Viele Szenarien scheinen möglich zu sein, doch am Ende gibt es wieder eine absolute Überraschung. Eine Auflösung des großen Geheimnissen, mit dem man nicht gerechnet hat.


Auch die Charaktere waren wieder sehr gut und detailliert ausgearbeitet. Allerdings hat es Kate Morton bei mir diesmal nicht geschafft, dass ich für die Charaktere irgendeine Art Sympathie empfinden konnte. Als überzeugter Nichtraucher haben mir die Figuren auch das ganze Buch über zu viel geraucht. Die Erwähnung dessen wirkte teilweise etwas nervig.


Desweiteren war ich über die durchweg düstere Stimmung in dem Buch erstaunt. Die Stimmung während des zweiten Weltkrieges war logischerweise nicht blumig und farbenfroh beschrieben, sondern grausam und dunkel. Und auch in der Gegenwart kamen bei mir beim Lesen von Laurel und ihrer im Sterben liegenden Mutter nur traurige und deprimierende Gedanken auf. Im Großen und ganzen hat das Buch mich seelisch etwas betrübt.


Deshalb muss ich leider ein Sternchen abziehen. Aber nur ein Sternchen, denn ansonsten ist es wieder ein Meisterwerk von Frau Morton, welches allerdings an die Vorgängerbücher und auch an "Das Seehaus" nicht heranreicht.

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388 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 108 Rezensionen

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Das Seehaus

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Diana, 29.02.2016
ISBN 9783453291379
Genre: Romane

Rezension:

Der stattliche und romantisch gelegene Landsitz "Loeanneth" in Cornwall ist das Zuhause der 16 jährigen Alice Edevane und ihrer Geschwister. Alice hat eine Leidenschaft fürs Schreiben und schreibt an ihren ersten Kriminalgeschichten und ist Hals über Kopf in den jungen Angestellten Ben verliebt. Alles scheint perfekt zu sein, bis am Tag des Mittsommernachtsfestes ihr kleiner Bruder Theo purlos verschwindet. Danach ist nichts mehr so, wie es war.

70 Jahre später muss die junge Polizistin DC Sadie Sparrow eine unfreiwillige Job-Auszeit nehmen und verbringt diese bei ihrem geliebten Großvater Bertie in Cornwall. Dort stößt sie beim Joggen auf das verlassene und verwarloste Landgut und ihre Neugier wird sofort geweckt. Bei ihren ersten Erkundigungen über das Anwesen erfährt sie vom Verschwinden des kleinen Jungen und da Sadie gerade viel Zeit hat, beschließt sie der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei taucht sie tief in die Geschichte und das Schicksal der Familie Edevane ein und nimmt Kontakt mit diversen Zeitzeugen auf, unter anderem mit der mittlerweile 86 Jahre alten Alice, die jetzt als bekannte Kriminalautorin in London lebt.

Kate Morton hat hier wieder ein echtes Meisterwerk erschaffen. Ich lese sehr viele Familiensagas, die sich um lang gehütete Geheimnisse drehen. Aus diesem Grund fällt mir der Vergleich mit anderen solcher Romane nicht schwer und ich kann behaupten, dass Kate Morton eine der begabtesten Autorinnen dieses Genres ist. Kaum eine Andere schafft eine derart komplexe und verwobene Beziehungskonstellation, die sich über viele viele Seiten, über Jahre und Jahrzehnte hinweg wandeln und die Zukunft maßgeblich beeinflussen.  

Doch dies ist nich nur eine Familiensaga mit einem Geheimnis, denn hier geht es um ein echtes Verbrechen und somit hält man eigentlich auch einen Krimi in den Händen. Dieser ist unglaublich spannend und packend beschrieben. Über mehr als 600 Seiten verdächtigt der Leser eigentlich nach und nach jeden der Handelnden, denn jeder scheint ein Motiv haben zu können.

Die ganze Handlung erschrickt sich über 3 Zeitebenen: 1911 bis 1914, 1931 - 1933 und schließlich 2003. Durch die komplex verwobene Handlung erfährt der Leser nach und nach mehr über das Leben der Protagonisten und bekommt immer mehr einen Einblick in die Geschehnisse damals. Langsam entstehen Bilder, Konstellationen, Motive, Möglichkeiten...und am Ende kommt doch alles ganz anders als erwartet. Aber trotz dieser wirklich komplexen Verstrickungen, schafft Kate Morton am Ende ein passendes und plausibles Gesamtbild, wo keinerlei Fragen offen bleiben.

Wie bereits gesagt, ein Meisterwerk wofür es natürlich die volle Punktzahl gibt!

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(77)

120 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Die Jahre der Schwalben

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 09.10.2017
ISBN 9783746633510
Genre: Historische Romane

Rezension:


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(19)

31 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

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Das Haus am Sunset Lake

Tasmina Perry , Babette Schröder
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.07.2018
ISBN 9783734105067
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Casa D'Or ist ein stattlicher Landbesitz in den Südstaaten der USA und scheinbar das perfekte Anwesen für ein neues Luxushotel. Der junge, erfolgreiche Immobilienmakler Jim Johnsson soll sich darum kümmern. Jim Johnson ist dieses Anwesen nicht unbekannt. Bereits vor 20 Jahren hat er dort einen Sommer verbracht, als sein Vater, ein berühmter Autor, sich während einer Schaffenskriese dort neue Inspirationen holen sollte. Jim und seine Eltern bewohnten während des Sommers ein idyllisch gelegenes Haus am See auf dem Grundstück der Casa D'Or. Jim verliebte sich damals Hals über Kopf in die Tochter der Familie Wyatt, welche seit Generationen die Casa D'Or bewohnen. Jennifer ist allerdings seit längerem mit dem jungen, gutaussehenden Connor liiert. Zuerst sind Jennifer und Jim daher nur gute Freunde, aber bald schon müssen sich Beide eingestehen, dass ihre Gefühle tiefer gehen und nicht länger geleugnet werden können. Gemeinsam werfen sie alle bereits bestehenden Zukunftspläne über Bord und planen ihr gemeinsames Leben. Aber dann passiert ein schlimmes Unglück, was alles verändert.

Das Buch ist in zwei Zeitebenen erzählt, immer aus der Sicht von Jim. Durch diese Zeitebenen wurde im Buch die Spannung aufgebaut und langsam fügte sich das Puzzle zusammen und der Leser kam den Geschehnissen von damals auf die Schliche. Allerdings scheint erst einmal alles anders, als es tatsächlich war, was dann am Ende des Buches eine überraschende Wendung bereit hielt.

Tasmina Perry hat keinen Moment Langeweile aufkommen lassen. Man wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil man einfach wissen wollte, wie es weiter geht und was damals passiert ist.

Die Charaktere waren alle sehr gut ausgearbeitet, was alles authentisch und die Hauptpersonen sehr sympathisch machte.

Aus diesem Grund bekommt das Buch von mir die volle Punktzahl und ich spreche eine unbedingte Leseempfehlung aus.

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(74)

92 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

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Die Sonnenschwestern

Tracy Rees
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 07.09.2018
ISBN 9783471351697
Genre: Romane

Rezension:

Nora ist 40 Jahre alt und eigentlich hat sie ein wundervolles, erfülltes Leben: einen sehr guten Job, einen tollen Freund, eine Eigentumswohnung in London...wer will da mehr? Nora! Aber was will sie? Das weiß sie eigentlich selbst nicht so genau. Nur das was sie hat, nicht! Von der Vision eines Strandes angetrieben verlässt sie ihren Freund, kündigt ihren Job und fährt nach Tenby in Südwales. In Tenby liegen Teile ihrer Familiengeschichte, die sie bisher nicht kennt und denen will sie auf den Grund gehen.
Kaum in Tenby angekommen, spürt Nora wie es ihr mental zunehmend besser geht und sie sich entspannt und heimisch fühlt. Sie lernt neue Freunde kennen, probiert viele neue Dinge aus und kommt nach und nach der Vergangenheit ihrer Mutter auf die Spur. Denn mit dieser hatte sie bis vor kurzem das perfekte, innige Mutter-Tochter-Verhältnis, welches aber aus Nora unbekannten Gründen im Moment zu bröckeln scheint.

Die Geschichte von Noras Mutter wird in einem zweiten Erzählstang geschildert. Diese verbrachte während ihrer Kinder- und Jugendjahre jedes Jahr drei Wochen der Sommerferien im Haus ihrer Tante Susan in Tenby. Sie fieberte jedes Jahr auf diese drei Wochen hin, sie liebte Tenby, sie genoss den alljährlichen Jugendball und sie freute sich auf Llew, ihren allerbesten Freund auf der Ganzen Welt.

Aber Nora kannte ihre Mutter bisher nur als das glamouröse Model der 60er-Jahre. Warum hat ihre Mutter Tenby ihr gegenüber nie erwähnt, wenn diese damalige Zeit für sie doch so traumhaft schön gewesen sein muss. Irgendetwas muss damals passiert sein...aber was?

Die Geschichte hatte mich von Anfang an gepackt. Ich hatte zwar die ersten paar Seiten Probleme, mich in das verwirrte Seelenleben von Nora einzufinden, aber nach und nach ergab dann alles Sinn und ich konnte sie sehr gut verstehen. Generell waren die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und lebhaft und auch authentisch dargestellt. Auch die persönliche Weiterentwicklung der einzelnen Charaktere über die Jahre ist durchaus plausibel und realistisch.

Durch das kapitelweise Wechseln der Erzählstränge wurde ganz simpel Spannung aufgebaut, was dazu einlud immer weiter zu lesen, weil man einfach wissen wollte, wie es weiter geht.

Ich würde sooo gern die volle Punktzahl vergeben, aber es gab ein paar Punkte, die ich an dem Buch leider doch bemängeln muss, wenn auch nur Kleinigkeiten.
Zum Einen ist mir bis zum Ende nicht klar geworden, wer eigentlich die Sonnenschwestern sind? Ich finde den englischen Originaltitel des Buches "The Hourglass" wesentlich treffender.
Zum Anderen hat sich das Ende des Buches für mich etwas zu sehr gezogen und die Gespräche der Hauptpersonen waren mir teilweise zu geschwollen und poetisch formuliert. Im wahren Leben würde sich kein Mensch im Gespärch mit anderen derart hochtrabend und metaphorisch ausdrücken.
Dies alles ist aber kein Grund, dieses Buch nicht dennoch Jedem wärmstens ans Herz zu legen!

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(94)

212 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

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Das Lied der Störche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632469
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Autorin führt den Leser nach Ostpreußen im Jahr 1920. Dort wächst die junge Frederike behütet und glücklich auf Gut Fennhusen auf. Sie ist keine verwöhnte junge Göre, auch wenn sie zur gesellschaftlichen Oberschicht gehört, sondern sie zeigt ehrliches Interesse für das Personal des Gutes und versucht aich für deren Belange einzusetzen, auch um selbst einmal einen solchen großen Haushalt führen zu können. Aber durch den frühzeitigen Unfalltod ihres leiblichen Vaters ist ihre Zukunft leider nicht abgesichert und sie ist darauf angewiesen, eine gute Partie zu machen. Seit ihrer ersten Begegnung schwärmt sie für den älteren Ax von Stieglitz und diese Schwärmerei schwächt über die Jahre auch nicht ab. Frederike ist glücklich aber auch verunsichert, als Ax plötzlich auch Interesse an einer Verbindung mit ihr setzt. Aber Irgendetwas scheint nicht zu stimmen, denn Frederike wird das Gefühl nicht los, dass Ax und auch ihre Eltern irgendetwas vor ihr geheim zu halten versuchen.

Mit "Das Lied der Störche" hat Ulrike Renk einen grandiosen und mitreißenden Start einer mehrteiligen Familiensaga geschaffen. Aber die Erzählungen beruhen nicht auf der Fantasie der Autorin, sondern auf wahren Begebenheiten, was mich nach Beenden dieses Buches besonders überrascht und begeistert hat.

Das Buch überzeugt nicht durch eine unfassbar spannende und sich rasant entwickelnde Geschichte, es plätschert eigentlich eher mehr so dahin, was ich aber gar nicht als unangenehm oder störend empfunden habe. Die Autorin hat zwar auch Nebensächlichkeit in ihre Erzählungen einfließen lassen und diese auch oft recht ausführlich beschrieben, aber das hat sie auf eine nicht langweilige Weise geschafft, sodass man sich als Leser durchweg gut unterhalten gefühlt hat.

Ich habe diese Familiensaga von meiner Schwester empfohlen bekommen und bin dafür sehr dankbar. Zum Glück sind die Folgebücher bereits erschienen, sodass ich mit dem Weiterlesen nicht mehr lange warten muss.

Weil mich diese Geschichte so begeistert hat und ich das Weiterlesen kaum erwarten kann, vergebe ich gerne 5 von 5 Punkten.

 

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691 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 277 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach ihrer gescheiterten Ehe startet die junge Mutter Avery Stowe mit ihrer autistischen Tochter Hailey einen Neuanfang im idyllischen Redwood. Averys Mutter wohnt schon seit vielen Jahren in dem beschaulichen Örtchen und vermietet dort einige gemütliche Ferienhäuser, von denen Avery und Hailey vorerst eines beziehen. Kaum in Redwood angekommen, ist Avery Stadtgespräch, denn in dem Örtchen kennt nicht nur Jeder Jeden, sondern Jeder weiß über Jeden auch ganz genau Bescheid. Und der Dorftratsch verbreitet sich in dem sonst recht verschlafenen Örtchen auf sehr moderne Weise: per Twitter und Pinterest! Aber die Dorfbewohner sind nicht nur neugierig, sie sind auch durchaus freundlich und hilfsbereit. Durch eine glückliche Fügung bekommt Avery in kürzester Zeit den perfekt für sie geeigneten Job als Sprechstundenhilfe einer Tierarztpraxis. Mit einem der drei Tierärzte, dem in Redwood heiß begehrten Single Cade, hatte Avery bereits kurz nach ihrer Ankunft in Redwood die erste, aber leider sehr unfreundliche Begegnung aufgrund eines Missverständnisses. Doch die Beiden können die Unstimmigkeiten schnell aus der Welt schaffen und spüren bald, dass es zwischen ihnen ganz gewaltig knistert…

Mein Fazit: Ab und zu kann man sowas mal lesen!

Auch wenn sich das Buch sehr flüssig gelesen hat und die Idylle von Redwood den Leser schnell in ihren Bann ziehen konnte, war diese Geschichte doch sehr konstruiert und auch teilweise recht naiv.

Der ewige Ringeltanz zwischen Avery und Cade ging mir schnell auf den Nerv. Das sich seit Anfang an anbahnende Techtelmechtel zwischen den Beiden wurde des Öfteren durch Schamgefühle, aufkommenden Frust oder andere Störfaktoren immer wieder verhindert.

Außerdem fand ich die ständigen, seitenlang beschrieben Gefühlsduseleien von Avery und Cade auch ab und an etwas langatmig beschrieben. Irgendwie haben sie sich dabei ständig wiederholt und sind emotional auf der Stelle getreten, weswegen ich da das ein oder andere Mal die Augen verdrehen musste.

Das der Job der Sprechstundenhilfe durch den bevorstehenden Renteneinstieg der bisherigen Stelleninhaberin für Avery, eine ehemalige Cardiologie-Sprechstundenhilfe, perfekt auf den Leib geschneidert und zum perfekten Zeitpunkt kam, war mir dann irgendwie deutlich viel zu perfekt.

Abschließend würde ich sagen, dass dieses Buch eine Mischung aus Rosamunde Pilcher und 50 Shades of Grey war. Schön zu lesen, kitschig, klischeehaft, erotisch, schlüpfrig…aber ab und an kann man sowas, wie bereits erwähnt, schon mal lesen. Deshalb gibt es von mir 3 von 5 Punkte.

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167 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

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Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen

Abbi Waxman , Katharina Naumann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.03.2017
ISBN 9783499272769
Genre: Liebesromane

Rezension:

Vor 4 Jahren ist Lilians Mann Dan direkt vor ihren Augen bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Während sie noch immer in der Trauerphase steckt, muss sie dennoch funktionieren, beruflich als auch privat! Während sie mithilfe eines Kindermädchens für ihre zwei kleinen Töchter sorgt, muss sie auch im Job Leistung bringen. Dem Verlag in dem Lilian arbeitet droht die Insolvenz und ein großer Auftrag für eine Pflanzenenzyklopädie soll die Rettung sein. Um die Pflanzen und das Gemüse auch wirklich detailgetreu illustrieren zu können, wird Lilian dazu verdonnert einen 6-wöchigen Gärtnerkurs zu besuchen. Zusammen mit ihren Töchtern und ihrer Schwester tritt sie pflichtbewusst den Gärtnerkurs an und lernt dort nicht nur den charmanten, gutaussehenden und attraktiven Kursleiter Edward kennen, sondern auch ein buntgemischtes Trüppchen anderer, motivierter Gärtnerneulinge. Während sich die Kursteilnehmer besser kennen lernen und anfreunden, scheint Lilians Leben immer weiter aus den Fugen zu geraten...

Ich nehme es gleich vorweg: dieses Buch bekommt von mir nur 2 von 5 Punkten. Und 2 anstatt nur 1, weil ich schon noch schlechtere Bücher gelesen habe.

Zum einen finde ich das Cover nicht sonderlich gelungen, ein Bild von einem schönen Garten oder einem Gemüsebeet hätte mich deutlich mehr angesprochen. Hätte ich das Buch nicht gewonnen, hätte ich es mit Sicherheit im Buchhandel nicht in die Hand genommen.

Desweiteren fand ich den durchgängig ironischen/sarkastischen Schreibstil der Autorin oft einfach nur noch nervig und an einigen Stellen im Buch schlichtweg unangebracht.

Es fiel mir sehr schwer, mich mit den Charakteren anzufreunden, da sie klischeehaft und völlig übertrieben dargestellt wurden. Im wahren Leben gibt es solche Personen gar nicht. Besonders negativ und unrealistisch ist in diesem Fall Lilians Mutter zu erwähnen, an deren Verstand ich bei jeder Erwähnung ihrerseits zweifeln musste.

Und wenn wir schon über unrealistische Handlungen sprechen, möchte ich hier zweifelnd anmerken, dass ich nicht glaube, dass nach einem nur 6-wöchigen Gärtnerkurs jedes Bett einen so reichen Ertrag hervorbringt, dass man die Tafeln mit körbeweise Obst und Gemüse versorgen kann.

Als letztes muss ich hier noch die vielen überflüssigen und nervigen Konversationen erwähnen, die oft nicht wirklich zur Handlung beigetragen haben, zäh zu lesen waren und das Buch einfach nur künstlich in die Länge zogen.

Schade, die Idee zum Buch war ja eigentlich gar nicht mal so schlecht, die Umsetzung aber aus meiner Sicht sehr naiv.

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387 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 94 Rezensionen

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Fünf am Meer

Emma Sternberg
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453421639
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine unerwartete Erbschaft ereilt die Münchnerin Linn scheinbar genau im richtigen Moment. Kurz nachdem sie ihren Freund inflagranti  mit ihrer Arbeitskollegin erwischt hat, taucht plötzlich ein Erbschaftsverwalter auf, der Linn die freudige Nachricht einer Erbschaft in Form eines Hauses in den Hamptons überbringt. Nachdem er Linn die Unterschrift unter einen Vertrag abgeluchst hat, der ihm eine saftige Provision sichert, fliegt Linn kurzentschlossen mit ihm in die USA, um das Haus in Augenschein zu nehmen. Nachdem Linn in Gedanken dieses Haus bereits verkauft und das Geld neu angelegt hat, findet sie in den Hamptons keineswegs eine leer stehendene Immobilie vor, sondern eine Senioren-WG in einem baufällig gewordenen Haus am Meer.

Die Senioren-WG wurde vor vielen Jahren mehr zufällig von ihrer verstorbenen Tante 2. Grades gegründet. Die Senioren wachsen Linn in kürzester Zeit ans Herz und Linn tut sich schwer mit der Entscheidung, was mit dem Haus werden soll. Einen Kaufinteressenten gibt es bereits, aber der Verkauf an ihn würde bedeuten, dass Linn die Senioren auf die Straße setzen müsste. Um das Haus selbst zu behalten fehlt ihr das nötige Geld, sowohl für die notwenigen Reparaturarbeiten, als auch für die Erbschaftsprovision, auf die der Erbschaftsverwalter bereits drängt.

Während Linn versucht die für alle Beteiligten beste Lösung zu finden, taucht sie immer mehr in die Geschichte und das Leben ihrer verstorbenen Tante ein.

"Azurblau für Zwei" war das erste Buch von Emma Sternberg, welches ich gelesen habe und welches mich restlos begeistert hat. Da "Fünf am Meer" bereits in meinem Bücherregal darauf wartete, von mir gelesen zu werden, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut - und wurde leider enttäuscht. Während mich "Azurblau für Zwei" richtig mitgerissen hat und ich mich beim Lesen selbst am Ort des Geschehens wähnte, hat mich dieses Buch in keinster Weise berühren können. Die Geschichte entwickelte sich zwar, aber nicht rasant oder spannend, sondern es plätscherte leider nur so dahin. Während ich bei "Azurblau für Zwei" regelrechtdurch die Seiten geflogen bin, war das hier nur ein mühsames Kriechen. Die Geschichte und Handlung an sich war ja eigentlich ganz niedlich, die Umsetzung leider sehr lahm. Ich bin froh, "Azurblau für Zwei" zuerst gelesen zu haben, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich es noch zur Hand genommen hätte, hätte ich "Fünf am Meer" zuerst gelesen.  

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121 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Azurblau für zwei

Emma Sternberg
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.05.2018
ISBN 9783453422117
Genre: Romane

Rezension:

Isas Leben ist gerade wenig erfreulich, denn nachdem aufgrund eines unerfüllten Kinderwunsches ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist, hat sie nun auch ihren geliebten Job als Buchhändlerin verloren und muss sich ihren Lebensunterhalt nun als Zeitungskiosk-Verkäuferin verdienen. Zu allem Überfluss trifft sie eines schönes Tages auf ihren Ex-Freund mit dessen neuer Partnerin, die Zwillinge erwarten. Während Isa versucht, ihre Wunden zu lecken, scheint das Schicksal ihrem Leben einen Schubs zu geben. Denn durch Zufall stößt sie auf ein Stellenangebot in der Tageszeitung, welches zuerst zu schön klingt, um wahr sein zu können: Auf Capri wird eine persönliche Assistentin für Recherche- und Schreibarbeiten gesucht! Nachdem Isa zuerst noch zögert, schickt sie dann doch ihre Bewerbung ab und bekommt den Job!

Auf Capri angekommen, lernt sie dort ihre Arbeitgeberin, die 75-jährige Mitzi kennen, eine Autorin, die mit Isas Hilfe gern ihre Memoiren schreiben will. Während Mitzi in ihren Erinnerungen versinkt und Isa alles fleißig mittippt, wird schnell klar, dass die beiden Frauen viele Enttäuschungen und Schicksalsschläge in der Vergangenheit verbindet. Gemeinsam hängen Sie Erinnerungen nach und freunden sich dadurch immer mehr an.

Auch die Liebe kommt in diesem Buch nicht zu kurz, denn während Isa sich in den jungen Inselpolizist Luca verliebt, stoßen die beiden Frauen auf eine süße Jugendliebe von Mitzi, welche sie leider vor 60 Jahren aus den Augen verloren hat. Ohne Mitzis Einverständnis vorher einzuholen, begibt sich Isa auf die Suche nach Mitzis verschollener Jugendliebe und hilft so dem späten Glück der bisher sehr einsamen Frau auf die Sprünge.

Als riesengroßer Capri-Fan, war dieses Buch ein absolutes Muss für mich! Und ich habe es so genossen, das Buch zu lesen. Ich war schon ein paar Jahre nicht mehr auf Capri und habe immer Sehnsucht danach. Diese wurde durch dieses Buch nochmal ordentlich angefeuert. Emma Sternberg hat es geschafft, mich beim Lesen des Buches mit auf die Insel zu nehmen. Viele beschriebenen Orte habe ich selbst schon besucht und hatte sie dadurch bildhaft vor Augen und konnte meinen eigenen Erinnerungen nachhängen. Ich habe beim Lesen das azurblaue Wasser gesehen, die warme Sonne gespürt, den Duft der Zitronen gerochen...! Aber nicht nur die Beschreibungen von Capri haben mir sehr gefallen, auch die Geschichte habe ich interessiert verfolgt und mit Isa und Mitzi mitgefiebert und mitgelitten. Eine leichte, romantische und bezaubernde Sommerlektüre, die ich gern weiterempfehle.


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Das Café in Roscarbury Hall

Ann O'Loughlin , Sarah Fuhrmann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.12.2016
ISBN 9783442484874
Genre: Romane

Rezension:

Seit dem Tod ihrer Eltern bewohnen die Schwestern Ella und Roberts O'Callaghan ein großes Anwesen in Rathsorney in Irland. Da die Schwestern beide nicht mehr die Jüngsten sind und keinerlei Einkünfte haben, wird das Geld langsam knapp und die Bank macht langsam aber sicher Druck. Nach einem tragischen Unglück in der Vergangenheit ist das Verhältnis der Schwestern zerrüttet und sie kommunizieren nur via handgeschriebener Zettel miteinander. Während Roberta vor den Problemen die Augen verschließt und Trost im Alkohol sucht, fühlt sich Ella in der Pflicht die Rettung des Anwesens selbst in die Hand zu nehmen. Da sie eine leidenschaftliche Bäckerin ist, kommt ihr der Gedanke, ein Café auf dem Anwesen zu eröffnen. Während Roberta von der Idee alles andere als angetan ist, erhält Ella Unterstützung von ihrer Cousine Iris. Und auch die Amerikanerin Debbie greift Ella tatkräftig unter die Arme. Debbie ist nach dem Tod ihres Vaters und der Erkenntnis, dass sie adoptiert wurde, auf der Suche nach ihren wirklichen Wurzeln. Bei ihren Recherchen zu ihrer Herkunft stößt Debbie auf ein lang gehütetes, grausames Geheimnis und tritt eine wahre Lawine los. In dieses Geheimnis involviert ist eine Gruppe Ordensschwestern, die vor vielen Jahren jungen, schwangeren, unverheirateten Frauen Unterschlupf bot und sie bis zur Geburt unterstütze. Nach und nach wird dieser Fall von der Polizei untersucht und es kommen immer mehr schockierende Enthüllungen ans Tagesleicht. Doch Debbie kann die Suche nach ihren leiblichen Eltern nicht schnell genug gehen, da sie aufgrund einer Krebserkrankung nicht mehr lange zu leben hat. Ihre seelische Stütze in dieser Zeit ist Ella, die selbst noch einige Schicksalsschläge zu verkraften hat und scheinbar selbst in diesen Skandal verwickelt zu sein scheint.

Eine wirklich dramatische Geschichte, die mich an einigen Stellen auch sehr berührt hat. Leider aber nur die Geschichte in ihrer Gesamtheit und nicht wirklich das Schicksal der handelnden Personen, denn diese blieben durch das gesamte Buch hinweg für mich leider nicht wirklich greifbar. Ich konnte keine wirklichen Sympathien zu den entwickeln und fand die charakterlichen Ausarbeitung auch teilweise übertrieben, aber dennoch farblos. Zudem hätten einige Entwicklungen, die sicher der Dramatik zuträglich sein sollten, nicht sein müssen. Ich kann nicht wirklich sagen, dass mich das Buch enttäuscht hat, denn es hat sich wirklich flüssig und gut gelesen und man wollte wirklich wissen, was damals passiert ist und wer wie involviert ist. Aber aufgrund der vorher genannten Punkte, muss ich leider 2 Pünktchen abziehen.

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Die Charité

Ulrike Schweikert
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499274510
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im Jahre 1831 wütet in Berlin die Cholera. Viele Infizierte werden in das noch heute berühmte Charité-Krankenhaus in Berlin eingeliefert, wo viele Ärzte, Schwestern und Wärter um das Überleben Dieser und anderer Patienten kämpfen.

Der Leser lernt viele, bemerkenswerte Persönlichkeiten kennen, deren Lebensweg er über 490 Seiten begleiten kann.

Zum einen ist da der junge, attraktive Arzt Dr. Dieffenbach zu nennen, welcher durch seine Wissbegierde und sein unermüdliches Engagement maßgeblich an vielen Entwicklungen in der Medizin verantwortlich ist. Er ist ein Ehrenmann durch und durch, auch wenn er gelegentlich zu straucheln scheint, denn er liebt nicht nur seine wundervolle Ehefrau Emilie, sondern auch die Gräfin Lodovica, welche die Charité und die Weiterbildung der Wärter finanziell großzügig unterstützt. Eine ebenfalls hilfreiche Unterstützerin ist ihm Wärterin Elisabeth,  die ihm bei vielen seiner Behandlungen und Operationen hilfreich und den Parienten tröstend zur Seite steht. Sie ist eine der wenigen Angestellten der Charité,  welcher das Wohl der Patienten wirklich am Herzen liegt. Da es Frauen zur damaligen Zeit nicht vergönnt war, Medizin zu studieren, waren sie dazu verdammt, solche niederen Aufgaben ausführen zu müssen. Die Wärterinnen waren damals bei weitem nicht mit den heutigen Krankenschwestern zu vergleichen, denn eigentlich hatten Sie nur für Sauberkeit zu sorgen und wie der Name es schon sagt, die Patienten zu bewachen. Aber damit hat sich Elisabeth nie zufrieden gegeben und hat immer wieder die ihr gesetzten Grenzen übertreten, um für ihre Schützlinge die bestmögliche Behandlung zu erwirken. Während ihrer Zeit in der Charité verliebt sie sich in den jungen, anstrebenden Arzt Dr. Heydecker, welcher die rechte Hand des Dr. Dieffenbach ist. Durch ihre Verpflichtung den Diakonissen gegenüber müssen die Beiden ihre Beziehung allerdings erst einmal geheim halten, was sie vor einige Herausforderungen stellt. Und als Letztes ist da noch die junge Hebamme Martha zu nennen, die in ihrem Beruf mit vielen Herausforderungen zu kämpfen und die ein oder andere schwierige Entscheidung zu treffen hatte, welche das Schicksal vieler Menschen und auch ihr eigenes Leben über Jahre hinweg beeinflussen sollte.

Auch wenn das Buch durch seine wirklich bildhaften und detaillieren Schilderungen von Krankheiten, Operationen und Obduktionen oft nichts für schwache Nerven ist, habe ich es dennoch Seite für Seite genossen, dieses Buch zu lesen, mit allen handelnden Personen mitzufiebern und auch die Entwicklung der Medizin mitzuverfolgen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Selbst medizinische Schilderungen waren für den Laien klar verständlich erklärt. Der Schreibstil war flüssig, die handelnden Personen authentisch und es kam zu keiner Zeit Langeweile auf.

Leider sind meiner Meinung nach aber ein paar Dinge einfach angeschnitten worden, ohne zu Ende geführt zu werden. Als Beispiel ist hier die Cholera zu nennen. Auf dem Klappentext des Buches steht, dass es zur Zeit der Cholera spielt. Diese Handlung war allerdings nach wenigen Seiten schon Geschichte und wurde weder weiter behandelt noch der Herd dieser Krankheit gefunden. Das fand ich sehr schaden und muss aus diesem Grund auch leider ein Pünktchen abziehen.

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Der Mitternachtsgarten

Victoria Fox , Juliane Pahnke
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 16.02.2018
ISBN 9783746633633
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Engländerin Lucy reist in die Toskana, um dort eine Anstellung als Haushälterin in einem großen Herrenhaus anzunehmen. Sie ist auf der Flucht vor ihrer jüngsten Vergangenheit, einer fürchterlichen, persönlichen Katastrophe.

Im abgeschiedenen Castillo Barbarossa angekommen, wird sie von der Assistentin ihrer Arbeitgeberin in ihre Aufgaben eingewiesen und darauf hingewiesen, dass sie diverse Grenzen im Haus nicht zu übertreten hat. Das und die Tatsache, dass ihre Arbeitgeberin, die ehemalige Hollywood-Schauspielerin Vivien Lockhart sich im Haus vor Allen zu verstecken scheint, wirkt sehr mysteriös auf Lucy.

Während Lucy ihrer Arbeit im Castillo Barbarossa nachgeht, scheint dessen Vergangenheit sie von Tag zu Tag immer mehr einzuholen, sowie auch ihre eigene Vergangenheit, vor der sie geflüchtet war.

Gleichzeitig erfährt der Leser in einem zweiten Erzählstrang mehr über Vivien Lockhart und wie es dazu gekommen ist, dass sie jetzt so abgeschottet vom Rest der Welt in dem italienischen Herrenhaus lebt. Vivien hatte es nie leicht im Leben. Als junges Mädchen flüchtete sie vor ihrem lieblosen Vater und schafft es, über weniger ruhmreiche Wege, den Sprung nach Hollywood zu schaffen. Als sie sich nach einer persönlichen Lebenskrise in stationärer Behandlung befindet, lernt sie den attraktiven Arzt Giovanni kennen. Beide verlieben sich und verlassen Amerika, um in der Toskana im Castillo Barbarossa, einem Familienerbe, zu leben. Aber sie gehen nicht daheim. Immer an der Seite des Paares: Giovannis Schwester Isabella. Vivien hat lange versucht, die Anerkennung ihrer Schwägerin zu gewinnen, aber das Gegenteil war der Fall. Die Kluft zwischen Beiden wurde immer größer und gipfelte schlussendlich in einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes.

Lange war dem Leser nicht klar, was das dunkle Geheimnis war, welches auf dem Castillo lastet. Die Geschichte entwickelt durch beide Erzählstränge über 95 % des Buches eine ungeheurere Spannung. Als Leser spinnt man sich währenddessen viele verschiedene Möglichkeiten zusammen, eine fürchterlicher als die Andere. Die tatsächliche Wahrheit überstieg jede meiner Vorstellungen an Wahnsinn und Abscheulichkeit.

Ich habe diese spannenden 95 % des Buches wirklich verschlungen und den spannenden und ausführlichen Schreibstil der Autorin genossen. Aber nachdem das Geheimnis dann aufgedeckt war, fiel der Spannungsbogen für mich abrupt ab. Die Geschichte war noch nicht zuende, es gab noch einiges zu klären für die handelnden Personen. Aber das plätschernde nur so dahin und verschwand in übertrieben ausgeschmückten Gefühlsduseleien von Lucy. Das war dann am Ende eines wirklich tollen Buches ein kleiner Dämpfer für den ich leider einen Punkt abziehen muss.



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92 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

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Der Angstmann

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423216968
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Max Heller ist Kriminalpolizist mit Leib und Seele. Doch die Umstände während des Zweiten Weltkriegs werfen ihm bei seinen Ermittlungsarbeiten immer wieder große Steine in den Weg. Dabei ist schnelles Handeln dringend von Nöten, denn eine mysteriöse Mordserie erschüttert Dresden und verbreitet Angst unter der Bevölkerung. Es werden mehrere bestialisch ermordete und regelrecht drapierte Frauenleichen gefunden. Schritt für Schritt tastet sich Heller voran und verfolgt bald schon eine heiße Spur. Gerade als er dem Mörder auf den Fersen zu sein scheint, wird die Stadt durch die Bombardierung völlig zerstört. Heller wird wie durch ein Wunder in letzter Sekunde das Leben gerettet, aber nicht nur privat stehen er und seine Frau nun vor dem Nichts, auch seine Arbeit ist Heller erst einmal los, denn erstens scheint der Mörder in der Bombennacht ums Leben gekommen zu sein und zweitens erscheinen die Morde in Anbetracht der vielen Kriegsopfer auch völlig unbedeutend. Als dann aber das nächste Opfer gefunden wird, ist sich Heller sicher: der Mörder ist in der Bombennacht nicht ums Leben gekommen und ist weiterhin auf der Suche nach jungen Frauen, die er quälen und töten kann.

Heller ist hin und her gerissen, denn nun heißt es, sich und seine Frau zu schützen und zu ernähren, aber die Morde lassen ihn einfach nicht los. Er begibt sich dadurch in große Gefahr, erhält aber bald Unterstützung aus ungeahnter Richtung. Dennoch läuft er erst einmal vielen falschen Fährten hinterher. Oft scheint er den Mörder nun gefunden zu haben, aber dann passen die Puzzleteile doch nicht zusammen. Aber Heller bleibt hartnäckig und kommt schlussendlich einem Mörder mit geradezu abartigem Motiv auf die Schliche.

Frank Goldammer ist es gelungen, einen wirklich tollen Hauptcharakter zu kreieren. Max Heller ist ein liebender und treu sorgender Familienvater. Er hat politisch gesehen seine Prinzipien und schafft es sich weder vom Nationalsozialismus noch von den Sowjets auf eine Seite ziehen zu lassen.

Außerdem hat der Autor es geschafft, dass der Leser, der Heller auf seiner verzweifelten Suche nach dem Mörder begleiten durfte, ebenso den falschen Fährten für den Moment aufgesessen ist, wie Heller selbst. Dadurch behielt das Buch bis zum Ende eine konstant hohe Spannung.

Leider hatte ich ab und an Probleme, diverse Zusammenhänge zu begreifen. Dies kann ich allerdings nicht den Schreibkünsten von Herrn Goldammer zu Lasten legen, sondern eher meinem scheinbar doch etwas lückenhaften Wissen über den Zweiten Weltkrieg. Aber das veranlasst mich nun, mein Allgemeinwissen in dieser Hinsicht etwas aufzubessern.

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Der Sommer mit Pippa

Britta Sabbag , any.way , Barbara Hanke , Cordula Schmidt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.04.2016
ISBN 9783499271076
Genre: Romane

Rezension:

Die erfolgreiche Anwältin Sarah bekommt endlich den lang ersehnten Heiratsantrag ihres Freundes Philip...wenn auch nicht ganz so romantisch wie erhofft. Dennoch schwebt sie auf Wolke 7 und stürzt sich sogleich in die Hochzeitsplanungen. Als ihr plötzlich die Frage gestellt wird, wer denn ihre Trauzeugin sein soll, wird Sarah bewusst, dass diese das Einzige ist, was ihr zu ihrer perfekten Hochzeit noch fehlt. Aber woher nehmen? Weder ihre von Philip vorgeschlagene Schwiegermutter noch eine der netten Damen, die sie bei ihrer Onlinesuche kennen gelernt hat, kommen in Frage. Als sie gerade von ihrer angehenden Schwiegermutter zu einem sehr suspekt klingenden Ehevertrag genötigt werden soll, stürzt Pippa in Sarahs Leben. Pippa ist eine vorlaute Großstadtgöre, die Sarah nicht mehr von der Seite zu weichen scheint und sich mit ihr an die Hochzeitsvorbereitungen macht. Aber diese laufen dennoch nicht reibungslos und Sarah steht irgendwann vor zwei wesentlichen Entscheidungen: wem in ihrem Umfeld kann sie wirklich vertrauen und wer ist sie selbst eigentlich wirklich?

Das Buch ist locker und leicht geschrieben und genau das richtige für Freunde von anspruchslosen Büchern. Leider zähle ich mich nicht zu dieser Gruppe. Ich habe das Buch zwar fertig gelesen, weil es sich einerseits schnell und locker lesen lässt und ich angefangene Bücher einfach nicht nicht fertig lesen kann. Aber ich konnte das Ende des Buches kaum erwarten, nicht weil es spannend war, sondern weil ich das dringende Bedürfnis hatte, etwas Anderes zu lesen.

Die Handlung war derart flach, unrealistisch und die Hauptcharaktere waren eine regelrechte Ausschlachtung und zusätzliche Übertreibung von Klischees. Einzig und allein, dass einige Kommentare oder Dialoge recht witzig zu lesen waren und dass es sich, wie schon erwähnt sehr schnell lesen lies, rettet dieses Buch auf 2 von 5 Punkten.

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73 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Der Schattengarten

Anna Romer , Roberto Hollanda , pociao
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.01.2018
ISBN 9783442486847
Genre: Romane

Rezension:

Auch die Handlung dieses Buches von Anna Romer erstrickt sich wieder über mehrere Zeitebenen.

Im Jahre 1993 lernt der Leser die junge Lucy kennen, die nach vielen Jahren in London eher unfreiwillig wieder in ihre alte Heimat in Australien zurückkehrt. Sie hat einen Brief ihres Großvaters erhalten, der viele Rätsel aufwirft. Lucys Familie ist leider nur noch sehr klein. Lucys Mutter kam vor 16 Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben und ihr ist nur noch ihr Vater Ron geblieben. Doch dieser ist seit vielen Jahren mit seinem eigenen Vater zerstritten. Kaum in Australien angekommen, holt Lucy sofort ihre Vergangenheit wieder ein und es kommen nicht nur alte Erinnerungen wieder auf, sondern auch alte Schuldgefühle. Nachdem auch ihr Großvater plötzlich verstirbt, kehrt sie in dessen Haus zurück um dort im Auftrag ihres Vaters nach einem für ihn wichtigen Fotoalbum zu suchen und dabei stößt sie auf seltsame Dinge und kommt einem sehr lange gehüteten Geheimnis langsam auf die Spur.

Parallel dazu wird die Geschichte von Edwin und Clarice sowie ihrer Pflegetochter Orah aus den Jahren 1930/1931 erzählt und diese Geschichte ist der Ursprung allen Übels. Viele Missverständnisse, falsche Entscheidungen, Irrtümer, falsches Pflichtgefühl, etc. führen zu einem Fehler nach dem Anderen und bald ist eine Wiedergutmachung nicht mehr möglich.

Zwischendrin wird die Geschichte auch immer kurz aus einigen anderen Perspektiven erzählt und bringen dem Leser das ganze Ausmaß und die Tragweite dieser vielen Fehler und die schicksalhaften Erstreckung über Jahrzehnte nahe.

Der Anfang des Buches war wie immer bei den Büchern von Anna Romer: das gewohnte heillose Durcheinander. Aber Seite für Seite, Kapitel für Kapitel ordnet sich alles langsam und die Zusammenhänge beginnen sich zu erschließen. Aber nicht nur das, der Leser beginnt auch immer mehr selbst zu überlegen und zu kombinieren. Denn die Bücher von Anna Romer sind keine sachten Frauenromane, sondern in allen verbirgt sich ein wirklich düsteres Geheimnis.

Auch in diesem Buch wurde wie immer eine kaum auszuhaltende Spannung aufgebaut: was ist damals passiert? Was befindet sich im Eishaus? Ist es wirklich eine Leiche? Wenn ja, wer ist es? Und wie kam es dazu?

Es gibt viele Autoren, die diese Art von Roman schreiben: Ein Geheimnis aus der Vergangenheit, dass sich bis in die Gegenwart erstreckt. Aber ich kenne kaum einen anderen Autor dieses Genres, der den Spannungsbogen durch die Erzählung über mehrere Zeitepochen sie geschickt und spannend schafft, wie Anna Romer.

Wie man meinen Worten sicher bereits entnehmen konnte, bin ich ein großer Fan von dieser  Autorin. Und auch dieses Buch hat mich wieder vollends überzeugt und aus diesem Grund gibt es wieder 5 von 5 Punkten!

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991 Bibliotheken, 13 Leser, 6 Gruppen, 102 Rezensionen

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Das Lächeln der Frauen

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2012
ISBN 9783492272858
Genre: Romane

Rezension:

Aurèlie Bredin wird unerwartet von ihrem Freund verlassen. Für sie bricht eine Welt zusammen und sie irrt verzweifelt durch Paris. Auf der Flucht vor einem überbesorgten Polizisten flüchtet sie sich in einen kleinen Buchladen. Dort kauft sie sich spontan ein Buch, obwohl sie sonst keine Leserin ist. Doch dieser Buchkauf soll ihr Leben verändern, denn Aurèlie glaubt sich in dem Buch wiederzufinden. Sie will unbedingt den Autor kennen lernen, um zu erfahren, wie es zu diesem "Zufall" kommt. Doch der Autor des Buches scheint menschenscheu zu sein und Aurèlie muss mit dem Lektor Andrè vorlieb nehmen, der ihr verspricht, ein Zusammentreffen von Aurèlie mit dem Autor zu organisieren. Doch das gestaltet sich als sehr schwierig, denn Andrè hat ein großes Geheimnis und verstrickt sich immer mehr in sein selbst gestricktes Lügennetz.

Ich hatte am Anfang ein paar Schwierigkeiten, in die Geschichte rein zu kommen, aber nach ca. 100 Seiten hatte sie mich dann völlig gepackt und ich wollte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Obwohl die Handlung größtenteils sehr vorhersehbar war, war gerade das für mich sehr spannend, denn genau das führte dazu, dass ich mit Aurèlie und auch mit Andrè sehr mit fieberte und auch mitlitt.

Der Autor hat es wieder einmal geschafft, zwei unfassbar sympathische Personen zu kreieren und eine zauberhafte und entzückende Geschichte zu erzählen, eingehüllt in dem Flair von Paris.

Das war das dritte Buch von Nicolas Barreau, welches ich gelesen habe und ich war wieder begeistert. In meinem Bücherregal warten noch weitere Bücher von ihm auf mich und ich freue mich schon jetzt auf meine nächste "Lesereise" nach Paris.

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Eine Liebe in Apulien

Sabrina Grementieri , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783956497971
Genre: Liebesromane

Rezension:

Violas Leben ist gerade etwas aus den Fugen geraten, nachdem sie ihren Job verloren hat und ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist. Daher trifft der plötzliche Tod ihrer Großmutter Adele sie völlig unvorbereitet. Sie macht sich Vorwürfe, da sie die alte Dame schon seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat. Umso verwunderter ist sie, dass Adele ihr ihren alten Gutshof in Apulien vererbt. Die Masseria ist in keinem guten Zustand, wirkt sehr heruntergekommen und vernachlässigt. Doch Viola, als gelernte Innenarchitektin, hat sofort viele Ideen, wie sie dem Gutshof wieder zu altem Glanz verhelfen kann. Sie entscheidet sich, zu bleiben und macht sich hoch motiviert ans Werk. Aber Irgendjemanden scheint es ein Dorn im Auge zu sein, dass die Masseria einen neuen Eigentümer hat und Viola muss einige Anschläge auf ihr neues Zuhause verkraften. Und damit nicht genug, denn Viola verliebt sich in den gut aussehenden Bauarbeiter Aris, der ihr auf der Masseria helfend zur Seite steht. Doch Aris ist leider bereits in festen Händen und fühlt sich seiner Verlobten verpflichtet, da er sich die Schuld daran gibt, dass diese im Rollstuhl sitzt.

Das Buch hat sich eigentlich sehr schnell gelesen und die Masseria wurde wunderbar bildhaft beschrieben, dass ich ein wirklich paradiesisches und idyllisches Bild vor Augen hatte.

Aber die Geschichte an sich wirkte auf mich eher wie eine italienische Seifenoper. Irgendwie wurde mit jeder handelnden Person ein Klischee bedient. Die Autorin hat versucht, den Personen einen speziellen Charakter einzuhauchen, was aber in jedem Fall übertrieben wurde. Deshalb konnte ich auch zu keiner Person eine Verbindung ausbauen oder sie als symphytisch empfinden. Das machte das Buch und die Geschichte sehr unglaubhaft. Dazu kam noch, dass durch viele unnötige Sätze und Kommentare der Fluss der Geschichte teilweise kurzzeitig leicht unterbrochen wurde. Ich hatte den Eindruck, dass Viola permanent am Duschen war, bzw. ihre Körperpflege sehr in den Vordergrund gerückt wurde. Ich hatte schon überlegt, die Äußerungen diesbezüglich mal zu zählen. Allerdings hätte ich dafür nochmal von vorn lesen müssen und danach stand mir wirklich nicht der Sinn.

Das Buch war eine nette Unterhaltung für Zwischendurch. Aber ob man das Buch nun gelesen hat oder nicht, ist eigentlich egal. Schade, denn die Geschichte hätte durchaus mehr Potential gehabt.

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Das Haus der verlorenen Kinder

Linda Winterberg
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.04.2016
ISBN 9783746632209
Genre: Romane

Rezension:

Loshavn in Norwegen, 1941: in diesem beschaulichen Fischdörfchen scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Doch eines Tages werden plötzlich deutsche Wehrmachtssoldaten hier stationiert. Diese bringen das Leben der Bewohner gehörig durcheinander. Auch das der besten Freundinnen Lisbet und Oda. Denn beide verlieben sich in einen deutschen Soldaten und werden kurz darauf schwanger. Doch beide Männer wurden kurzerhand an die Ostfront versetzt und wissen erst einmal von ihren Vaterfreuden nichts. Beide Frauen wurden aber von ihren Familien verstoßen, da ein uneheliches Kind, erst recht eines vom Feind, eine Schande war. Doch die deutsche Regierung ließ diese jungen, schwangeren Frauen nicht einfach links liegen, sondern boten ihnen eine Unterkunft in einem der vielen Heime, für die sogenannten "Deutschemädchen". Doch war das wirklich Glück im Unglück?

 

Jahrzehnte später sucht die junge Waise Marie nach ihren Wurzeln. Ein altes Foto und ein Tagebuch, welches sie über Umwege erreichten, führen sie nach Wiesbaden in ein Pflegeheim, wo sie ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Dort lernt sie die 84jährige Betty kennen und freundet sich mit ihr an. Beide fühlen sich sofort miteinander verbunden. Doch zu diesem Zeitpunkt ahnt keine von Beiden, dass dieses Verbundenheitsgefühl kein Zufall ist...


Mich hat dieses Buch ungemein gefesselt und ich wollte es teilweise gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Schicksal von Lisbet und Oda hat mich tief berührt und schockiert.

 

Das Buch behandelt eine sehr schwierige Thematik. Nicht nur, dass es während des zweiten Weltkrieges spielt, sondern es handelt von den sogenannten "Deutschenkindern" und dem damit verbundenen Lebensborn-Verein. Bislang hatte ich beide Bezeichnungen noch nie gehört und war entsprechend entsetzt und fragte mich, ob es solche Heime tatsächlich gegeben hat und was dort wirklich geschehen ist.

 

Die Person der Oda hat zwar eigentlich nur eine Nebenrolle gespielt, aber ihr Schicksal hat mich fast mit am meisten berührt, da durch sie uns ihre Geschichte die "Rassenunterschiede" auf besonders grausame Art verdeutlich wurden.

 

Dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte hat mich völlig entsetzt und mich dazu angeregt, selbst Recherchen anzustellen. Und diese zeigten mir wieder einmal, dass die Machenschaften der SS immer noch bis in die heutige Zeit reichen und tiefe Wunden hinterlassen.

 

Die Spannung des Buches, bezüglich des Zusammenhangs zwischen der Gegenwart und Vergangenheit, war zwar nicht wirklich vorhanden, da dem Leser sehr schnell klar wird, in welcher Verbindung alle handelnden Personen zueinander stehen, dennoch wollte man unbedingt wissen, welche Umstände dazu geführt haben, dass Marie und Betty sich erst so spät kennen lernen sollten.

 

Ich habe mir bereits ein weiteres Buch der Autorin gekauft und bin schon jetzt sehr gespannt darauf. Für "Das Haus der verlorenen Kinder" spreche ich eine ganz klare Leseempfehlung aus und vergebe 5 von 5 Punkten!

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Lavendelstürme

Margot S. Baumann
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783548290331
Genre: Romane

Rezension:

Das Leben von Saskia Wagner ist gerade nicht leicht. Ihr Job als Journalistin wurde ihr gekündigt und sie realisiert, dass die Beziehung zu ihrem Freund nicht so ist, wie es sein sollte. Sie ist nicht mehr bereit, als persönliche Haushälterin für ihren Freund zu fungieren und packt deshalb eines Tages ihre Sachen und flüchtet zu ihrer Freundin. Dort fällt ihr ein Prospekt in die Hände, welches ein idyllisches Weingut in der Provence zeigt. Dort wird eine Aushilfe für die Saison gesucht. Saskia überlegt nicht lange und bewirbt sich auf die Stelle und hat Glück, denn sie wird eingestellt. Doch ihre Ankunft in der Provence läuft anders als gedacht, denn die Menschen, die ihr begegnen, reagieren erschrocken und abweisend auf sie. Auch ihre neuen  Arbeitgeber reagieren ablehnend. Saskia kann sich darauf keinen Reim machen...! Dennoch fühlt sie sich zu ihrem Arbeitgeber Jean-Luc Rougeon hingezogen und auch ihn scheint die neue, schöne Angestellte doch nicht ganz kalt zu lassen. Aber nicht jeder ist von dieser aufkeimenden Romanze begeistert. Jean-Lucs Cousine und der Bruder seiner verstorbenen Frau wollen diese Verbindung mit allen Mitteln unterbinden. Und konfrontieren Saskia mit der Vergangenheit der Familie Rougeon, welche Saskia zutiefst schockieren und sie an Jean-Lucs Beweggründen seiner Zuneigung zu ihr zweifeln lassen.  

Dies war mein zweite Buch von Margot S. Baumann und ich habe das Lesen wieder sehr genossen. Auch dieses Buch war eine locker, leichte Lektüre für Zwischendurch, die Fernweh aufkommen lässt. Sehr bildhaft waren die Schauplätze des Buches beschrieben und machten Lust auf Urlaub und ein kühles Glas Wein mit Blick über die Weinberge.

Leider muss ich in der Bewertung für dieses Buch aber dennoch ein Pünktchen abziehen. Es wurden gelegentlich eventuelle Entwicklungen im Verlauf der Geschichte angedeutet, die dann aber nicht weiter verfolgt wurden, sondern irgendwie im Sande verliefen. Das machte die Geschichte nicht ganz rund und man fragt sich am Ende des Buches: Was war eigentlich damit! So etwas finde ich sehr schade. Aber dennoch freue ich mich schon auf das nächste Buch von Margot S. Baumann.

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