Leserpreis 2018

Rosebuds Bibliothek

131 Bücher, 88 Rezensionen

Zu Rosebuds Profil
Filtern nach
131 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"weihnachten":w=1,"krimis":w=1,"nachbarin":w=1

Weihnachten bei den Maigrets

Georges Simenon , Hansjürgen Wille , Barbara Klau , Bahar Avcilar
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Kampa Verlag, 04.10.2018
ISBN 9783311130949
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

"weihnachten":w=10,"hamburg":w=5,"teddybär":w=5,"freundschaft":w=4,"hoffnung":w=4,"katze":w=3,"familie":w=2,"märchen":w=2,"heimat":w=2,"zu hause":w=2,"teddy":w=2,"thomas müller":w=2,"kinderbuch":w=1,"abenteuer":w=1,"deutschland":w=1

Weihnachten mit Thomas Müller

Karen Duve , Petra Kolitsch , Petra Kolitsch
Fester Einband
Erschienen bei Eichborn, 01.10.2003
ISBN 9783821807478
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Es ist ein Elch entsprungen

Andreas Steinhöfel , Kerstin Meyer
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551315526
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

16 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

"spannung":w=1,"thriller":w=1,"erotik":w=1,"affäre":w=1,"tödlich":w=1,"coaching":w=1,"coach":w=1,"erotikthriller":w=1,"gina jacobsen":w=1,"bezishungscoach":w=1,"tödlich ist die versuchung":w=1

Tödlich ist die Versuchung

Gina Jacobsen
Buch: 300 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 13.12.2018
ISBN 9783945362488
Genre: Romane

Rezension:

Tödlich ist die Versuchung, Thriller von Gina Jacobsen, E-book, 300 Seiten, erschienen im FeuerWerke-Verlag.
In diesem Erotik-Thriller zieht sich das Thema „Wie Männer ticken“ durch die Handlung.
Emanuela hat seit dem Tod ihres Bruders und dem Verschwinden ihrer Jugendliebe Rasmus ein Trauma. Dies will sie nun mit dem bekannten Beziehungstherapeuten Bernhard Rett aufarbeiten. Doch der Beziehungscoach schickt sie in gewagte sexuelle Abenteuer mit verschiedenen Männern. Als plötzlich einer nach dem anderen an einer mysteriösen Grippe stirbt, gerät auch Emanuela in Gefahr. Ist Rett, in den sie sich verliebt hat gefährlich, oder wird er sie retten?
Dieses Werk lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Zuerst einmal finde ich die Bezeichnung Thriller, auf dem Cover verwirrend. Es handelt sich hier eindeutig um einen Erotik-Thriller. Der Crime Anteil im Buch ist der Autorin gut gelungen. Spannender Plot, Cliffhanger und unvorhergesehene Wendungen besonders am Ende, haben mich gut unterhalten. Der Fall wurde plausibel und vollständig aufgelöst. Der auktoriale Erzählstil, besonders die Szenen aus der Sicht eines Stalkers erzeugten Spannung.
Dazwischen und besonders zum Anfang dachte ich schon, ich müsste das Buch abbrechen. Zu abrupte Szenenwechsel, der Leser erfährt stets nur Bruchstücke, zu viele für die Handlung unwichtige Charaktere, ließ mich nur schlecht in Lesefluss kommen. Der Plot enthält für mich weder schöne, noch romantische Sexszenen, zum Teil sogar gewalttätige. Ich kann einfach nicht akzeptieren, dass eine Frau bei einer "Vergewaltigung" und das war es für mich, plötzlich Spaß oder Erregung verspürt. Ich lese davon, bin entsetzt - und dann steht geschrieben „Emanuela begann langsam daran Gefallen zu finden“ das geht für mich gar nicht. Ganz schlimm finde ich auch, dass die Protagonistin bei ihren promiskuitiven Vergnügungstouren nie ein Kondom benutzt. Selten konnte ich das Verhalten der Protagonistin nachvollziehen, eine selbstbewusste Frau und Wissenschaftlerin, die sich von einem „Beziehungscoach“ peinliche Sex-Hausaufgaben geben lässt, und dann auch noch ihre Studenten mit Aufgaben dieser Art betraut, ist für mich nicht plausibel. Wirklich sympathisch fand ich keinen der handelnden Personen.
Ich fürchte die Autorin hat in ihrem Werk einfach zu viel gewollt, Erotik, Thrill, interessante Charaktere, psychologische Ansätze, es war einfach zu viel des Guten. Letztendlich ist sie keinem Teil befriedigend gerecht geworden. Von mir, auch wegen des wunderschönen Covers, 2 gutgemeinte Sterne von 5 möglichen.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

8 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"krimi":w=1,"weihnachten":w=1,"satire":w=1,"geschichten":w=1,"anthologie":w=1,"historisches":w=1,"abenteuergeschichte":w=1

Schöne Bescherung!: 12 weihnachtliche Erzählungen

Olaf Lahayne
E-Buch Text: 110 Seiten
Erschienen bei BookRix, 08.11.2018
ISBN 9783743885851
Genre: Sonstiges

Rezension:

12 Weihnachtliche Geschichten

Schöne Bescherung, Anthologie von Olaf Lahayne, 136 Seiten.

Ein handliches Buch mit sehr stabilem Einband, das sehr hochwertig wirkt. Am Anfang ist ein Inhaltsverzeichnis platziert, dadurch kann man seine Lieblingsgeschichte sehr leicht finden. Jede einzelne Geschichte ist mit einer zum Text passenden Überschrift versehen, hier hätte ich mir gewünscht, dass der Abstand zwischen Überschrift und Text etwas größer gewesen wäre, es macht leider einen etwas zusammengedrückten Eindruck.

Das Buch enthält 12 Erzählungen rund um das Thema Weihnachten. Krimi Mystische Erzählungen Historie und Satiren sind in der bunten Mischung enthalten. Eine Reise durch die Zeit, angefangen beim Geschehen in Bethlehem, in der Gegenwart bis in die Zukunft. Eine Winterreise vom Nordpol über Europa bis in die Judäische Wüste.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, ich wurde bestens unterhalten, es ist immer möglich gewesen auch zwischendurch, eine der Geschichten zu genießen, denn sie sind in einer übersichtlichen Länge gehalten. Zu jeder Zeit konnte ich der Handlung folgen, die Charaktere handelten nachvollziehbar und logisch. Die einzelnen Geschichten haben mich unterschiedlich angesprochen, am besten hat mir die Story „Kommet ihr Hirten“ gefallen, die mich noch einige  Zeit nach der Lektüre beschäftigt hat. Lahayne hat es geschafft, weihnachtliche Erzählungen zu schreiben, die völlig ohne Kitsch auskommen.

Dieses Büchlein kann ich nur empfehlen, es ist für jeden Geschmack und für jeden Leser geeignet, der eine Geschichtensammlung abseits von Friede Freude Eierkuchen sucht. Sehr gut eignet sich der Band auch zum Vorlesen, da die einzelnen Erzählungen eine angemessene Länge aufweisen.

  (77)
Tags: abenteuergeschichte, anthologie, geschichten, historisches, krimi, satire, weihnachten   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"nationalsozialismus":w=2,"schwestern":w=2,"vertreibung":w=2,"roman":w=1,"familie":w=1,"tschechien":w=1,"eichendorff-literatur-preisträger/in":w=1

Große, kleine Schwester

Peter Härtling
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2000
ISBN 9783423127707
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

12 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

"rezepte":w=1,"geschichten":w=1,"rätsel":w=1,"basteln":w=1,"adventskalender":w=1,"pony":w=1,"hühner":w=1

Mein Haferhorde Weihnachtsbuch

Suza Kolb , Nina Dulleck
Fester Einband: 72 Seiten
Erschienen bei Magellan, 11.09.2018
ISBN 9783734840364
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mein Haferhorde Weihnachtsbuch, Adventskalenderbuch von Suza Kolb, 67 Seiten, erschienen im Magellan-Verlag, empfohlenes Alter 8-10 Jahre

Was für ein bezauberndes, hübsch gestaltetes, lustiges Buch für die Vorweihnachtszeit und noch darüber hinaus. Allein die Bilder und Zeichnungen von Nina Dulleck,  sind in tollen Farben gedruckt und wunderschön anzuschauen. Der Umschlag ist robust und das Format in einer handlichen Größe. Die Texte sind kindgerecht und auch für „Leseranfänger“ geeignet, wenn ein Erwachsener ein wenig Anleitung gibt. Am Ende des Buches sind die Auflösungen der Rätsel angegeben. Einige der Texte und auch Rätsel sind etwas schwieriger, da können die Eltern oder ein größeres Geschwister ein wenig mithelfen. Treffend geeignet um die lange Wartezeit bis Heiligabend kurzweiliger zu gestalten. Für jeden Tag im Dezember gibt es eine eigene Doppelseite, sowie für den 1. Und auch zweiten Weihnachtsfeiertag. Eine besondere Überraschung war, dass auch für Silvester noch eine eigene Doppel-Seite eingefügt war.  Geschichten, Mitmach-Spiele, Rezepte, Rätsel, etwas zum Zeichnen, ankreuzen und Basteleien. Oder auch Animation zum Schreiben von Geschichten. Ein Buch welches sicher Eltern, wie auch Kindern Freude macht. Nebenbei erfahren die Kleinen auch wie in anderen Ländern Weihnachten gefeiert wird. Am liebsten hätte ich selbst  in das Buch gemalt oder geschrieben und hätte es gerne behalten. Natürlich freue ich mich, dass ich es nun an meinen Neffen und die Nichte weitergeben kann. Ich bin sicher, dass ich den Beiden sehr viel Freude mit diesem Buch bescheren werde.

Gerne empfehle ich dieses Buch zum Verschenken, als Adventskalender.  Eine passende Alternative zu den, mit Süßigkeiten gefüllten Adventskalendern, die oftmals phantasielos gestaltet sind. Eine Bereicherung für Kinder und Eltern in der Vorweihnachtszeit. Ich bin sicher, dass dieses Werk auch schon Leseanfängern bis zu den 10jährigen eine riesige Freude machen kann. Geeignet für Jungen wie auch Mädchen, die Tiere mögen. Ein tolles Buch wohlverdiente 5 Sterne volle Punktzahl

  (108)
Tags: adventskalender, basteln, geschichten, hühner, pony, rätsel, rezepte   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

67 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"historisch":w=1,"macht":w=1,"intrigen":w=1,"starke frau":w=1,"lorentz":w=1,"kampf um das erbe":w=1

Die Fürstin

Iny Lorentz
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2016
ISBN 9783426518533
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

31 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

"krimi":w=2,"doping":w=2,"skizirkus":w=2,"reihe":w=1,"band 3":w=1,"sekten":w=1,"olympia":w=1,"verlag: emons;":w=1,"skisport":w=1,"olympische winterspiele":w=1,"reihe: marc gassmann":w=1,"winterspiele":w=1,"andrea brunner":w=1,"marc gassmann":w=1,"abfahrtsrennen":w=1

Eiskalte Spiele

Michaela Grünig , Marc Girardelli
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 11.10.2018
ISBN 9783740804343
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eiskalte Spiele, Kriminalroman von Michaela Grünig und Marc Girardelli, 270 Seiten, erschienen im Emons Verlag.

Ein spannender Kriminalroman im Skisport-Milieu mit Dopinghintergrund. Andrea Brunner und Marc Gassmann ermitteln in ihrem dritten gemeinsamen Fall.

Mehrere renommierte Profi-Skisport-Trainer begehen Selbstmord. Bei den Leichen werden gleichlautende Geständnisse gefunden. Ein weiterer Trainer ist verschwunden und Hans Bischoff, der Trainer von Marc Gassmann erhält ebenfalls eine Morddrohung. Gassmann versucht bei den Spielen in Südkorea noch einmal nach olympischem Gold zu greifen. Zusammen mit seiner On/Off Freundin der Polizistin Andrea Brunner, die Bischoff bewachen soll,  macht er sich auf zu den Winterspielen in  Pyeongchang. Gelingt es Andrea, Marc und Hans zu schützen oder gerät sie selbst in Gefahr?

Das Buch ist in 20 spannende Kapitel eingeteilt, die in übersichtliche Leseabschnitte aufgeteilt sind. Das Autorenduo hat als Stilmittel die auktoriale Erzählweise gewählt. Die Erzählung gliedert sich in zwei Erzählstränge. Der Teil aus der Sicht des Täters ist in kursiver Schrift gedruckt, deshalb hat der Leser zu jeder Zeit Gelegenheit sich in der Handlung zurechtzufinden. Lebhafte Dialoge und ein bildhafter, wortgewaltiger Erzählstil gewähren eine flüssige und schnelle Lektüre.

Grünig und Girardelli haben es wieder einmal geschafft mich zu verblüffen, die Story, die schon mit einem Knaller beginnt steigert sich bis  zu einem nervenzerreißenden Finale ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Bis zum letzten Kapitel wusste ich nicht, wer für die Taten verantwortlich ist, das Ende ist so überraschend, die Gedanken und Pläne des Täters haben mich komplett in die Irre geführt. Chapeau! Nebenbei habe ich noch sehr viel über das Thema Doping erfahren, diese Abschnitte zeugen für hervorragende Recherchearbeiten. immer wieder faszinieren mich in den Krimis der Autoren, die Beschreibungen eines Abfahrtsrennens aus der Sicht des Sportlers, oder das harte Training das einem Erfolg vorangeht, ich war mir bewusst, dass für diese Szenen Girardelli verantwortlich ist, er weiß schließlich wovon er schreibt. Meine Lieblingscharaktere, Marc und Andrea, die ich nach dem 3. Krimi nun schon sehr gut kenne waren mir wieder sehr sympathisch, ich bin schon ein Fan der beiden geworden und hoffe, dass es für die Zukunft noch viel zu erzählen gibt. Mit dem Mörder hatte ich zwar kein Mitleid, ich konnte aber die Gründe für die Taten nachvollziehen.

Ein hervorragender Ski-Krimi, der sich fast von alleine liest, es ist den Autoren tatsächlich gelungen, die Spannung und meine Begeisterung noch zu steigern. Geeignet für Wintersport-Fans die Krimis mögen, für die  Fans der Reihe und alle anderen die sich von einem hervorragend recherchierten Krimi begeistern lassen, es ist möglich dieses Buch als Einzelband zu lesen, es wäre aber schade sich die Vorgängerbände entgehen zu lassen. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung. Von mir die Goldmedaille, 5 verdiente Sterne.

 

  (76)
Tags: andrea brunner, doping, marc gassmann, olympia, skisport, winterspiele   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(64)

92 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

"weihnachten":w=4,"familie":w=3,"geheimnis":w=1,"geheimnisse":w=1,"geschwister":w=1,"tochter":w=1,"sohn":w=1,"virus":w=1,"verlobung":w=1,"familienroman":w=1,"christmas":w=1,"weihnachtszeit":w=1,"ullstein verlag":w=1,"norfolk":w=1,"vater-sohn":w=1

Sieben Tage Wir

Francesca Hornak , Tanja Handels
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.10.2018
ISBN 9783548290898
Genre: Romane

Rezension:

Sieben Tage wir, Familienroman von Francesca Hornak, 464 Seiten, erschienen im Ullstein-Verlag.

Eine Woche mit der Familie, auf engstem Raum und in Quarantäne und jedes Mitglied hat sein eigenes Geheimnis. Mehr als ein Weihnachts-Roman.

Familie Birch verbringt ihr traditionelles Weihnachtsfest in ihrem alten Landhaus Weyfield in Norfolk, aber einiges ist anders als sonst. Olivia die älteste Tochter ist Ärztin und von einem Einsatz aus Liberia zurückgekehrt. Da sie dort mit dem lebensgefährlichen Haag-Virus in Kontakt kam und sieben Tage Quarantäne einhalten muss, bleibt den anderen Familienmitgliedern nichts anders übrig als diese Woche mit ihr durchzuhalten. Andrew der Vater ist unzufrieden mit seinem Job als Restaurantkritiker. Ein Sohn, der aus einer Beziehung vor seiner Ehe entstammt, kontaktiert ihn, Phoebe die jüngere Tochter hat sich gerade verlobt, ist aber nicht ganz glücklich in der Beziehung und Emma die Mutter verschweigt dem Rest der Familie ihre Krebserkrankung. Als George, der Verlobte Phoebes und Jesse, Andrews unehelicher Sohn dazukommt spitzt sich das Geschehen dramatisch zu.

Das Buch ist in 15 Kapitel eingeteilt, jedes Kapitel teilt sich in einzelne Abschnitte, die mit Namen, Ort und Uhrzeit versehen sind. Dadurch wird der chronologische Überblick gewährleistet. Jeder Abschnitt ist in auktorialem Erzählform aus der Sicht der verschiedenen handelnden Charaktere verfasst, dieses Stilmittel hat die Autorin gut gewählt, denn der Leser kann sich bestens in die Sichtweise der jeweiligen Figur hineindenken. Eigennamen und Phrasen erscheinen kursiv, Emails sind in einer anderen Schrift gedruckt und werden somit deutlich hervorgehoben.

Dieses Buch ist weit mehr als nur ein Familien-Weihnachts-Roman und von diesen üblichen Friede- Freude-Eierkuchen-Erzählungen weit entfernt. Ich habe mit den Charakteren mitgelitten und gelacht und sie sind mir alle sehr schnell ans Herz gewachsen. Auch das Ende war für mich zum Einen glücklich, aber auch tragisch. Die Geschichte ist in einem überaus flüssigen Schreibstil verfasst. Einmal angefangen habe ich das Buch mit kurzen Unterbrechungen in einem Tag weggelesen. Jede Person ist hervorragend charakterisiert, alle haben ihre Ecken und Kanten,  einzig Andrew ist mir ein wenig fremd geblieben. Hornak schaffte es, für jede Figur Mitgefühl zu erzeugen, sobald die Handlung aus der Sicht der jeweiligen Person erzählt wird. Z.B Phoebe, die ich anfangs für verwöhnt und oberflächlich gehalten habe, hat sich am Schluss als liebenswerter Mensch erwiesen. Auch Olivia hat mich zuerst mit ihrer überheblichen Art irritiert, durch die Eindrücke von ihrem Liberia-Einsatz scheint es, dass sie den anderen die unbeschwerte, traditionelle, mit Geschenken überladene Weihnachtzeit nicht gönnen kann. Dabei macht sie  sich große Sorgen um einen geliebten Menschen. Sehr sympathisch erscheint auch Emma, trotz ihrer schlimmen Diagnose versucht sie, der Familie ein schönes Weihnachtsfest auszurichten. Am Ende konnte ich ein paar Tränen nicht mehr zurückhalten. Durch die bildhafte Schreibweise der Autorin fiel es leicht, mir Setting und Personen vorzustellen. Die Geschichte ist logisch aufgebaut und die handelnden Charaktere agieren nachvollziehbar.

Ein emotionaler Roman, der nicht nur in der Weihnachtszeit gut unterhält. Meine uneingeschränkte Leseempfehlung für Leser, die Bücher abseits von den üblichen besinnlichen Weihnachtbüchern suchen, oder emotionale Familiengeschichten mögen. Dazu von mir 5 Sterne

  (95)
Tags: epedemie, haag, liberia, non-hodgkin-lymphom, norfolk, quarantäne, sohn, tochter, verlobung, virus, weihnachten   (11)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

73 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

"irland":w=7,"reise":w=2,"jugend":w=1,"urlaub":w=1,"mädchenbuch":w=1,"spiegel":w=1,"wind":w=1,"sommerferien":w=1,"stricken":w=1,"ab 9 jahre":w=1,"fraundschaft":w=1,"eher langweilig":w=1,"haare färben":w=1,"gesine schulz":w=1,"titel passt zum ende":w=1

Eine Tüte grüner Wind

Gesine Schulz
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.06.2005
ISBN 9783551362520
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(68)

93 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

"stalin":w=7,"russland":w=3,"satire":w=3,"zoo":w=3,"elefant":w=3,"datscha":w=3,"christopher wilson":w=3,"roman":w=2,"humor":w=2,"sowjetunion":w=2,"guten morgen, genosse elefant":w=2,"politik":w=1,"literatur":w=1,"junge":w=1,"tragik":w=1

Guten Morgen, Genosse Elefant

Christopher Wilson , Bernhard Robben
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.08.2018
ISBN 9783462050769
Genre: Romane

Rezension:

Guten Morgen, Genosse Elefant, Roman von Christopher Wilson, 272 Seiten, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.

Die Erlebnisse des russischen Jungen Juri Zipit, als Vorkoster Stalins.

Der 12jährige Juri  lebt mit seinem Vater Doktor Roman Alexandrowitsch Zipit in einer Dienstwohnung im Zoo, sein Vater ist Professor für Veterinärmedizin, sein Fachgebiet Neurologie der Großhirnrinde. Eines Nachts werden die beiden abgeholt und in die Datscha des „Vater des Vaterlands“, Josef Stalins gebracht. Der Stählerne hatte einen leichten Schlaganfall, da Juris Vater nicht viel ausrichten kann, werden die beiden getrennt und Juri bleibt als erster Vorkoster und Spion, in den Diensten „Onkel Josefs“. Seine Erlebnisse dieser Zeit sind in diesem Buch sehr berührend geschildert. Da Juri in der Vergangenheit vom Blitz getroffen, von einer Straßenbahn und einem Milchwagen überfahren wurde, hat er doch so einige Handicaps. Bei emotionalen Ereignissen reagiert er mit epileptischen Anfällen, außerdem kann er nicht immer kontrollieren was er so alles „ausplappert“. Er wird dort Zeuge wichtiger Entscheidungen und epochaler Vorkommnisse und dieses Wissen wird für ihn schließlich sehr gefährlich.

Das Buch ist in überschaubare Kapitel aufgeteilt die mit einem Titel versehen sind. Darunter steht der Ort und das Datum, was sehr hilfreich ist sich in der Zeit zurechtzufinden. Medizinische Fachausdrücke erscheinen kursiv und die Verhaltensmaßregeln die ihm sein Vater ans Herz legte, wie auch ein paar Witze sind fett gedruckt und werden dadurch deutlich hervorgehoben. Wilson hat als Stilmittel die Ich-Form aus der Sicht Juris gewählt. So kann sich der Leser zu jederzeit ganz nah am Geschehen fühlen.

Juri Zipit ist ein, wenn auch etwas naiver, aber doch sehr kluger Junge. Ein liebenswerter Protagonist sein Schicksal hat mich an einigen Stellen zu Tränen gerührt. Trotzdem gab es auch immer wieder Szenen, z.B. mit dem Stählernen, die mich zum Lachen brachten. Stalin ist als grausamer, vulgärer Despot beschrieben, der flucht wie ein Droschkenkutscher. Doch kann er sich nicht der Faszination des Jungen entziehen, die Menschen dazu bringt, ihm seine Geheimnisse anzuvertrauen. Völlig unsympathisch war der sadistische Leiter des Geheimdienstes Marschall Bruchah, der am Ende für seine Untaten büßen muss. Insgesamt hat mich das Buch hervorragend unterhalten und ich konnte es auch schnell durchlesen. Gefallen hat mir, dass trotz traurigen Elementen auch immer wieder Juri durch sein sonniges zuversichtliches Wesen Hoffnung in die Erzählung gebracht hat. Die Charaktere handelten nachvollziehbar und ich konnte dem Plot gut folgen. Am Ende wurde ich noch von einer unvorhersehbaren Wende überrascht.

Wieweit sich die Erzählung mit den tatsächlichen Geschehnissen um die letzten Tage des Generalsekretärs der KPdSU deckt, bleibt der Fantasie des Lesers selbst überlassen. Die handelnden Charaktere können, soweit es die Sowjetfunktionäre betrifft, durchaus historischen Personen zugeordnet werden, denn die Namen wurden kaum verändert.  Meine Empfehlung für Leser, die sich für das Leben des Diktators interessieren oder einfach nur formidabel unterhalten werden wollen. Ich vergebe 5 Sterne.

  (167)
Tags: datscha, "der stählerne traum" ist ein fantasy-roman aus einer parallelwelt, elefant, juri, onkel josef, schlaganfall, sowjetunion, stalin, tierarzt, vater des vaterlandes, zoo   (11)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

38 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Gabriele Kempf-Allié , Manfred Allié
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.07.2019
ISBN 9783596907205
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

"prag":w=6,"astrologie":w=3,"polizistenmord":w=2,"krimi":w=1,"mord":w=1,"polizei":w=1,"band 1":w=1,"vergewaltigung":w=1,"erpressung":w=1,"korruption":w=1,"brand":w=1,"tschechien":w=1,"horoskop":w=1,"steinbruch":w=1,"hanf":w=1

Der Mann am Grund

Iva Procházková
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Braumüller Verlag, 01.10.2018
ISBN 9783992002221
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Mann am Grund, Kriminalroman von  Iva Procházková,  448 Seiten, erschienen im Braumüller-Verlag.

Der erste Fall für Kriminalrat Marián Holina.

Am Grund eines gefluteten Steinbruchs in der Nähe von Prag wird die Leiche des Polizisten Osvald Zapletal gefunden. Er war korrupt, missbrauchte sein Amt und war auch sonst ein Dreckschwein. Márián Holina und sein junger Assistent Diviš Mrštik werden mit den Ermittlungen betraut. Im Lauf der Recherchen kristallisiert sich heraus, dass mehrere Verdächtige der Meinung waren, dass Zapletal den Tod verdient hätte.

Das Buch besteht aus langen dicht gepackten Kapiteln. Die Besonderheit hier, dass sich die Geschichte zu einem zu erwartenden Gewitter zuspitzt. Die Überschriften der Kapitel von „Der drittletzte Tag vor dem Regen“ bis „24 Stunden später“, hatte ich so noch nie gelesen, fand ich aber sehr gut. Spanische und tschechische Ausdrücke, sowie Eigennamen sind kursiv gedruckt und beleben die Erzählung. Die Gedanken des Täters sind eingerückt und in anderer Schrift eingefügt, das lässt den Leser ganz nahe an den Beweggründen und Taten teilhaben. Als Stilmittel hat die Autorin, die auktorialen Erzählweise gewählt, der Überblick ist dadurch hervorragend gewährleistet.

Dieser Prag-Krimi hat mich bestens unterhalten. Die Spannung beginnt schon beim Prolog und zieht sich in einem Spannungsbogen, der leider im Mittelteil etwas abflacht bis zum furiosen Ende hin. Bis zum Schluss habe ich fieberhaft mit gerätselt wer am Tod Zapletals  wohl schuld war. Im Laufe der Ermittlungen gab es immer mehr Verdächtige, die gute Gründe gehabt hätten, diesen widerlichen Menschen zu beseitigen. Von der Auflösung des Falles war ich regelrecht überrascht, mit dem finalen Plot-Twist konnte Procházkova bei mir vorzüglich punkten, toll inszeniert. Die astrologischen Nebenschauplätze wären m.E. nicht notwendig gewesen, die haben für mich nichts mit seriösen Ermittlungen zu tun. Am Anfang habe ich mich auch mit den ungewohnten tschechischen Namen schwer getan, was sich schnell gelegt hat. Dass bei tschechischen Frauen an den Ehenamen ein –ova drangehängt wird, habe ich  gewusst, das war eine aparte Variante und sehr passend zum Setting.

Der Ermittler Holina und auch sein Assistent Diviš Mrštik sind  unbedingte Sympathieträger, mir hat gefallen, dass Holina , Diviš  des Öfteren lobt, ihm Tüchtigkeit zugesteht, was in Kriminalromanen nicht unbedingt üblich ist. Die private Situation Holinas bleibt offen, das macht neugierig die Serie weiter zu verfolgen. Die Tatverdächtigen sind gut charakterisiert  und ihre Gründe konnte ich stets nachvollziehen, unsympathisch blieben nur das Opfer und seine Mutter. Der Apfel fiel auch hier nicht weit vom Stamm. Besonders bedauernswert fand ich das Schicksal des Marihuana-Züchters und seiner Lebensgefährtin. Der Plot ist logisch aufgebaut und unbedingt nachvollziehbar.  Falls es einen weiteren Fall für Kriminalrat Holina und sein Team gibt, will ich unbedingt dabei sein.

Iva Procházková, bekannt für Literatur für Kinder und Jugendliche, hat die Zielgruppe gewechselt und das ist ihr mit Bravour gelungen. Meine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle die spannende und stringent gelöste Kriminalromane mögen und gerne einmal in einem anderen Land mit ermitteln möchten. Von mir 5 wohlverdiente Sterne.

  (118)
Tags: brand, dreckschwein, horoskop, polizistenmord, prag, steinbruch, tschechien   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

"weihnachten":w=2,"rätsel":w=2,"jesus":w=2,"advent":w=2,"adventskalender":w=2,"stern":w=2,"spannung":w=1,"abenteuer":w=1,"geheimnis":w=1,"spaß":w=1,"maria":w=1,"labyrinth":w=1,"lukas":w=1,"mitmachbuch":w=1,"krippe":w=1

Lukas, der Stern und die geheimnisvollen Fremden

Juliane Jacobsen , Tanja Husmann
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 20.08.2018
ISBN 9783417288230
Genre: Kinderbuch

Rezension:

 Lukas, der Stern und die geheimnisvollen Fremden, Adventskalender-Buch von Juliane Jacobsen, illustriert von Tanja Husmann. 112 Seiten erschienen im SCM-Verlag.

Eine Adventsgeschichte zum Malen, Rätseln und Vorlesen.

Lukas ist Diener am Hof von König Herodes. Eines Tages tauchen drei seltsame Fremde auf und wollen dem neugeborenen König huldigen. Sie folgen einem Stern der sie zum Kind führt. Lukas darf sie auf ihrer Suche begleiten und findet nicht nur die heilige Familie sondern  kann auch seinem persönlichen Geheimnis auf die Spur kommen.

Dieses Buch ist ein ganz besonderer Schatz, ich habe es mit meiner Nichte (7) und ihrem Bruder (4) gelesen. Abwechselnd kleinere Abschnitte die Leseanfängerin und große Teile hab ich vorgelesen. Das Buch ist für das empfohlene Lesealter hervorragend geeignet. Die Schrift ist gerade in der richtigen Größe. Abgesehen von der wunderschönen Weihnachtsgeschichte, der Suche der Weisen nach dem verheißenen Kind, ist das Buch bezaubernd und liebevoll illustriert. Das Besondere am Werk ist, dass es als „Mitmachbuch“ gestaltet ist. Die Reise der Könige und Lukas Beteiligung ist in 24 Kapitel gegliedert. Die einzelnen Tage sind perforierte Doppelseiten und können geöffnet und als Adventskalender genutzt werden. Jeden Tag im Dezember kann anstatt ein „Türchen“ eine Doppelseite entdeckt werden. Die einzelnen Tagesabschnitte sind in der genau richtigen Länge,  sind für das empfohlene Lesealter verständlich geschrieben und enden mit einem Cliffhanger, so dass die Lust am nächsten Tag weiterzulesen, gegeben ist. Und nicht nur die Kleinen haben die Geschichte genossen, auch die Tante hatte ihren Spaß dabei. Es ist genug Grundlage geschaffen, um mit den Kindern weiter über das Geschehen zu diskutieren, zu fabulieren und zu erklären. Auf den bunten, ansprechenden Bildern wird jeden Tag eine Figur, ein Tier oder ein anderes Detail zugefügt, dies zu finden hat dem 4jährigen sehr viel Spaß gemacht. Das alles passt wundervoll in die spannende, geheimnisvolle Adventszeit. Eine Alternative zu den mit Süßigkeiten gefüllten Adventskalendern. Jeden Tag ist außerdem ein Rätsel, ein Suchbild, ein Labyrinth oder Ausmalbild beigefügt. So können sich über die Lektüre hinaus, die Kleinen mit diesem Buch beschäftigen.

Eine zauberhafte, wunderschöne Idee. Eine absolute Leseempfehlung und volle Punktzahl, verdiente 5 Sterne.

  (161)
Tags: adventskalender, herodes, hl. 3 könige, jesus, josef, krippe, labyrinth, lukas, maria, mitmachbuch, rätsel, stern   (12)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

"china":w=4,"sachbuch":w=2,"frauen":w=2,"asien":w=1,"emanzipation":w=1,"sexualität":w=1,"feminismus":w=1,"frauenrechte":w=1,"ein-kind-politik":w=1,"mulan":w=1,"reportage-stil":w=1,"maos kulturrevolution":w=1,"frauenrolle in china":w=1,"bettine vriesekoop":w=1,"ein-kind-politk":w=1

Mulans Töchter

Bettine Vriesekoop , Bärbel Jänicke
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Pirmoni, 17.10.2018
ISBN 9783981746051
Genre: Sachbücher

Rezension:

Mulans Töchter, Sachbuch von Bettine Vriesekoop, 240 Seiten erschienen im Pirmoni Verlag.

Wie moderne Frauen das Gesicht Chinas verändern.

Bettine Vriesekoop war eine, auf internationaler Ebene, erfolgreiche Tischtennisspielerin. Inspiriert durch die Begegnungen mit chinesischen Sportlerinnen  entschied sie sich, nach ihrer aktiven Zeit, für ein Studium der Sinologie. In diesem Buch lässt sie verschiedene chinesische Frauen zu Wort kommen und bietet einen Einblick in ihren Alltag.

Das Buch ist in 16 Kapitel eingeteilt, durch die zum Inhalt passenden Titel, erhält der Leser einen sehr guten Überblick. Am Ende ist ein sehr umfangreicher Anhang platziert, bestehend aus der Mulan- Ballade, einer Zeittafel der chinesischen Dynastien in chronologischer Reihenfolge, was sehr hilfreich war. Des Weiteren ein Glossar in dem die chinesischen Begriffe erläutert werden. Wenn darüber hinaus noch Fragen offen sind, dann helfen die weiterführenden Links am Ende. Eingefügte Bilder lockern die oft strenge Erzählung auf. Eigennamen und chinesische Ausdrücke erscheinen kursiv und werden dadurch herausgehoben.

Das Buch liest sich wie ein Reisebericht, bei dem die Autorin mehr als 20 beeindruckende Frauen schwerpunktmäßig zum Thema Emanzipation und Sexualität interviewt. Gerne hätte ich mehr über moderne chinesische Frauen in der Familie z.B. als Hausfrau und Mutter erfahren. Auch über den Brauch des „Füßebindens“ hätte ich gerne mehr gewusst, da mich das Thema sehr interessiert. Stellenweise waren die Erzählungen schon sehr ausführlich und langatmig, trotzdem konnte ich das Buch flüssig und schnell lesen. Vriesekoop berichtet über eine lockere, dann auch wieder sehr puritanische Moral. Aufklärung in den Schulen findet nicht statt. Die Ein-Kind-Politik hat viele der Probleme geschaffen, die hier sehr eindringlich dargestellt werden. Frauen sind in der Minderheit und somit ein extrem rares Gut. Sie warten länger bis sie heiraten und sind wählerischer geworden, enden dann oft als Shengü (Essensrestchen), dadurch gibt es viele unverheiratete Männer (kahle Zweige). Die Scheidungsrate ist hoch, denn die jungen Leute sind als Einzelkinder aufgewachsen, die keine Fähigkeit entwickelt haben, einen selbständigen Part in einer Ehe zu spielen. Noch oft werden die Ehen von den Eltern des Paares arrangiert. Traditionelle chinesische Heldinnen wie Qiu Jin, die kommunistische Revolutionärin, oder Hua Mulan, die für ihren Vater in Männerkleidern in den Krieg zog, sind für die modernen Chinesinnen Vorbilder. Es hat sich viel geändert in China, leider nicht nur zum Guten für Frauen. Junge Chinesinnen haben noch einen weiten und schweren Weg vor sich, um sich zu emanzipieren.

Dieses Buch kann ich den Lesern empfehlen, die sich für das Leben der modernen Frauen, die China verändern wollen, interessieren. Leider konnte mich dieses Buch nicht ganz erreichen, deshalb 3 von 5 möglichen Sternen.

  (168)
Tags: bettine vriesekoop, china, ein-kind-politik, emanzipation, frauen, mulan, sexualität   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

"schicksal":w=1,"familiengeschichte":w=1,"2. weltkrieg":w=1,"dorf":w=1,"eifel":w=1,"wiedervereinigung":w=1

Eifel-Trilogie / Die Stille im Dorf

Karl Blaser
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei epubli, 10.09.2018
ISBN 9783746761022
Genre: Romane

Rezension:

 Die Stille im Dorf, Historischer Roman von Karl Blaser, 420 Seiten, Selbstverlag

Ein Stück deutscher Geschichte aus der Eifel.

Margarete, als Tochter des Ortsbauern und seiner Frau geboren, hat große Träume. Mit ihrem Verlobten Niklas will sie eines Tages das Dorf verlassen, nicht das bäuerliche Leben haben, welches den Frauen in ihrem Heimatdorf vorbestimmt ist. Als ihr Verlobter im großen Krieg fällt und sie Theo Schmitt heiratet, wird alles noch unerträglicher, als sie es sich jemals vorstellen konnte. Kurt Blaser lässt seine Leser nachempfinden, wie Margarete ihre Familie und die Bewohner des Dorfes in der Eifel, die Kriegs- Wiederaufbau- und Wiedervereinigungsjahre erlebt haben.

Das Werk gliedert sich in drei Bücher: „Der Krieg“, „Aufbruch“ und „Entscheidungen“, diese sind in 30 Kapitel aufgeteilt. Jedes Kapitel beginnt, überschrieben mit einer großen Kapitelzahl und ist in überschaubare Leseabschnitte aufgeteilt. Da am Anfang jedes Kapitels der Monat und das Jahr abgedruckt ist, hatte ich kein Problem mich in der Geschichte zurechtzufinden und die chronologische Übersicht zu behalten. Eigennamen, Aussagen im Dialekt, Gebete, Liedtexte und Gedanken erscheinen kursiv gedruckt und kennzeichnen somit die Besonderheiten der Textstellen. Das Personenregister auf der letzten Seite fand ich sehr hilfreich.

Kurt Blaser erzählt in einer äußerst bildhaften Sprache, die Charaktere und auch das Setting konnte ich mir dadurch hervorragend vorstellen. Viele Stellen vor allem die Szenen während des Krieges, gingen mir sehr tief, sie erinnerten mich an die Erzählungen meiner Großmutter. Die Schilderung Niklas´ über seinen gefallenen Kameraden Paul haben mich zu Tränen gerührt. Auch die Stellen an der die Todesnachrichten, den Angehörigen der gefallenen Soldaten, mittels Briefpost zugestellt wurden, haben mich erschüttert. Wie wortgewaltig Blaser die Empfindungen, der vergewaltigten Polin beschrieben hat, steht auf S. 119 „Hankas Leid dauerte nicht Minuten. Es währt nicht Stunden, es schmerzt nicht Jahre. Es peinigt sie das Leben lang, eine geschundene Ewigkeit. Das ging mir unter die Haut. Nachdenklich hat mich auch das Schicksal der Novizin Marie gemacht. Etwas zu viel Länge hat der Autor in die Erzählung um Alexandre gebracht, ich finde auch, dass dessen Geschichte nicht zu Ende erzählt wurde. Insgesamt war es ein sehr unaufgeregtes Buch. Ruhig erzählt, ohne unerträgliche Spannung aber tiefgehend und wortgewaltig. Im Nachwort erfährt der Leser, dass vieles im Roman wahr und einiges ausgedacht ist, die Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen. Sehr schön fand ich das versöhnliche Ende.

Von mir eine Leseempfehlung an diejenigen Leser, die Nachkriegsromane mögen, oder sich für das Leben in der Eifel in diesem Zeitraum interessieren. Ein kleine deutsche Geschichte die jeder kennen sollte. Ich vergebe 4 Sterne.

  (107)
Tags: 2. weltkrieg, dorf, eifel, familiengeschichte, schicksal, wiedervereinigung   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

67 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

"erziehung":w=3,"roman":w=2,"mütter":w=2,"familie":w=1,"kinder":w=1,"missbrauch":w=1,"fesselnd":w=1,"lesenswert":w=1,"gefühlschaos":w=1,"verletzungen":w=1,"vernachlässigung":w=1,"60er":w=1,"waldorfschule":w=1,"pflegemutter":w=1,"bilderbuchfamilie":w=1

Das Nachtfräuleinspiel

Anja Jonuleit
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.06.2018
ISBN 9783423261999
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

"männergrippe":w=2,"sachbuch":w=1,"virus":w=1,"fieber":w=1,"naturheilkunde":w=1,"homöopathie":w=1,"bakterien":w=1,"grippe":w=1,"husten":w=1,"schnupfen":w=1

Männergrippe

Lucinde Hutzenlaub , Anna Herzog , Kristijana
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 08.11.2018
ISBN 9783959101943
Genre: Sachbücher

Rezension:


Männergrippe, Ratgeber von Dr. Anna Herzog & Lucinde Hutzenlaub, 256 Seiten, erschienen bei Eden Books.

Husten, Schnupfen Heiserkeit und andere für Kerle lebensbedrohliche Zustände.

Wenn das TMG-Virus grassiert, war frau bisher machtlos, mit diesem Ratgeber, der mich köstlich amüsierte, weiß auch ich nun, was in diesem Extremfall zu tun ist. Es war mir nahezu unmöglich dieses Buch nach Beginn der Lektüre einfach aus der Hand zu legen. Beginnend mit der Prologitis, teilt sich das Werk in 17 Kapitel auf. Jedes Kapitel hat eine Anfangsseite die mit einer lustigen Karikatur und einem zum Inhalt passenden Titel versehen ist. Am Anfang jedes Abschnitts, ist eine grau hinterlegte Fallgeschichte platziert. So manch unfreiwilliger Lacher ist mir dabei entwischt, einige der Geschichten kenne ich aus eigener Erfahrung. Der Höhepunkt: „ Schreibt – gefallen im Kampf gegen eine tödliches Virus auf meinen Grabstein.“ Behandlungsmethoden von homöopathisch, naturheilkundlich bis schulmedizinisch sind gesondert gekennzeichnet. Die Autorinnen haben es geschafft mit ihrer humorvollen Art ein wichtiges Thema, lustig zu erzählen. Es handelt sich hier nicht um Satire, sondern um einen sehr ernst zu nehmenden Ratgeber mit guten Tipps, hervorragend erklärte Zusammenhänge der Krankheiten, ihre Entstehung, Abhilfe und Prophylaxe. Was aus einem viralen Infekt, mit bakteriellem Befall entstehen kann und ab wann es „ernst“ wird, dies hat das Autorenduo verständlich erklärt. Die medizinischen Zusammenhänge z.B. wie der Sprechapparat funktioniert oder der Herz-Lungen-Kreislauf arbeitet. Wie Antibiotika wirkt oder die genetischen Zusammenhänge, sind mit leicht zu verstehenden Worten sehr anschaulich erklärt. Toll gemacht. Am Ende des Kapitels kann man bei einem lustigen Quiz überprüfen,  ob man die Zusammenhänge verstanden hat. Besonders hilfreich finde ich die nützlichen Links am Ende. Eventuelle Fragen, kann man am Ende im Glossaritis klären. Danke für das Rezept für die lebensrettende Hühnersuppe. Eigentlich habe ich mich auf eine mehr oder weniger satirische Verballhornung über die Erscheinung „Männerschnupfen“ gefasst gemacht.  Ich bin begeistert über diesen nützlichen „Ratgeber mit einem Augenzwinkern“. Meine Diagnose 5 Sterne.

  (124)
Tags: bakterien, fieber, husten, männergrippe, schnupfen, virus   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(70)

93 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

"humor":w=4,"selbstmord":w=4,"suizid":w=3,"überfall":w=3,"politik":w=2,"schwarzer humor":w=2,"raubüberfall":w=2,"freitod":w=2,"roman":w=1,"freundschaft":w=1,"glück":w=1,"gesellschaftskritik":w=1,"komödie":w=1,"leid":w=1,"verantwortung":w=1

Man muss auch mal loslassen können

Monika Bittl
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.09.2018
ISBN 9783426523230
Genre: Humor

Rezension:

Man muss auch mal loslassen können, Satire von Monika Bittl, 272 Seiten, erschienen im Knaur Verlag.

Wie drei Frauen es nicht schaffen ihrem Leben ein Ende zu setzen.

Charlotte, Wilma und Jessy haben beschlossen, sich umzubringen. Dass dieses Vorhaben nicht so einfach ist, auch wenn man es gemeinsam plant, müssen die drei bald einsehen. Bei ihren vergeblichen Versuchen, stoßen sie auf zwei glücklose Männer, die ebenso dilettantisch versuchen einen Raubüberfall zu unternehmen. In der Hoffnung von den Räubern getötet zu werden, drängen sie sich als Geiseln auf. In einer einsamen Waldhütte, beginnt das Chaos.

Die Geschichte ist in kurze, knackige Kapitel aufgeteilt, jeweils mit einem fett gedruckten, vergrößerten Buchstaben beginnend. Jedes dieser einzelnen Kapitel ist in auktorialer Erzählform aus der Perspektive eines jeweiligen Charakters geschrieben, der in der Überschrift hervorgehoben wird. Dadurch werden am Anfang die handelnden Personen gut vorgestellt und die Ansichten der Charaktere werden verdeutlicht. Besondere Ausdrücke und Phrasen erscheinen kursiv gedruckt und heben sich dadurch vom übrigen Text ab.

Dieses Buch hat mich leider nicht gefallen, zu Beginn war ich mehrfach versucht, die Lektüre einfach abzubrechen, es konnte mich weder fesseln noch spannend unterhalten, humorvoll, bzw. lustig fand ich das Geschriebene auch nur ganz selten. Da es sich um ein dünnes Buch handelt, habe ich mich sozusagen, weiter durch die Geschichte „gequält“.

Mein Lieblingscharakter war Wilma, die  schon etwas ältere, resolute Wirtin, der wegen Verstoß gegen das Nichtrauchergesetz, die Konzession für ihre Wirtschaft entzogen wurde. So ihrer „Lebensaufgabe“ beraubt, will sie, auch um ein Exempel gegen das Gesetz zu statuieren, aus dem Leben scheiden.

Charlotte, ihren Grund für den gewählten Freitod kann ich noch am ehesten nachvollziehen, ein höchst aggressiver Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Und zuletzt Jessy, jung, schön, klug aber megagaga. Die, die Liebe ihres Lebens Jossip in ihrem tollen Boxspringbett beim Seitensprung erwischt. Diese Figur konnte ich am wenigsten leiden, ihr Argument zum Suizid kann ich überhaupt nicht verstehen. Ihre vulgäre Ausdrucksweise, war mit der Grund, warum ich die Lektüre abbrechen wollte, ihre Aussagen strotzten nur vor derben Ausdrücken, wie bitch, shit usw., ich bin  in der Richtung nicht unbedingt empfindlich, aber ihre Sätze strotzten nur so davon. Sie ist aber die Figur, die sich im Verlauf der Geschichte am meisten weiterentwickelte.

Ralle war auch noch ein guter Typ, Handwerker, der die häuslichen Angelegenheiten gerne seiner Gattin Gabi überlässt, denn er bringt ja schließlich das Geld ins Haus. Als das Geld langsam knapp wird beschließt er eine Tankstelle zu überfallen.

Und zum Schluss noch Moritz, der mir auch unsympathisch war, ein Stotterer, rhetorisch versiert aber nur schriftlich. Der gegen den Kapitalismus und gegen seine reichen spießigen Eltern ankämpft. Ein weiterer Grund der mich gelangweilt hat, seine ausschweifenden politischen Ansichten. Die politischen Themen fand ich auch äußerst unpassend zum Plot.

Keine Spannung vorhanden, voraussehbares Happy End, weder witzig, eher „komisch“, unnötige Längen, politisches Gerede, dilettantisch verübte Verbrechen, die nie aufgeklärt, bzw. geahndet wurden, was für mich absolut nicht nachvollziehbar ist.

 Ein guter Satz, den ich mir merken will: „Sterben kann gar nicht so schwer sein, das hat bisher noch jeder geschafft“. Deshalb, auch wegen des netten Covers, hier von mir 2 von 5 Sternen.

  (111)
Tags: politik, spielzeugpistole, suizid, tankstelle, überfall   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(79)

128 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

"bäume":w=7,"märchen":w=5,"verlust":w=4,"liebe":w=3,"trauer":w=3,"wald":w=3,"bücher":w=3,"roman":w=2,"familie":w=2,"usa":w=2,"leben":w=2,"bibliothek":w=2,"harry":w=2,"tod":w=1,"magie":w=1

Die wundersame Mission des Harry Crane

Jon Cohen , Alexandra Kranefeld
Flexibler Einband: 536 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 02.10.2018
ISBN 9783458363620
Genre: Romane

Rezension:

Die wundersame Mission des Harry Crane, Roman von Jon Cohen, 536 Seiten, erschienen Im Insel Verlag.

Seit Harry auf Bäume klettern kann, weiß er, wie man gut durchs Leben kommt. Man muss sich nur gut festhalten. Ein kleines Mädchen zeigt ihm wie man loslässt.

Für Harry Crane gibt es zwei wichtige Dinge in seinem Leben, seine Frau Beth und Bäume. Als Beth überraschend stirbt, gibt er sich die Schuld an ihrem Tod, er beschließt in den Wäldern Pennsylvanias seinem Leben ein Ende zu setzen. Daran hindert ihm ein kleines Mädchen und ihre Mutter beide haben  den Ehemann bzw. den Vater verloren. Oriana ist davon überzeugt, dass er nicht tot sondern nur verwandelt ist. Harry soll diesen Zauber brechen.

Am Anfang des Buches gibt es zwei Erzählstränge, die sich schon bald zu einer Geschichte vereinen. Als Stilmittel hat Jon Cohen die auktoriale Erzählform gewählt. Dadurch entsteht ein umfassender Überblick über die Handlungen der einzelnen Charaktere. Lustige aber auch ernste Dialoge beleben die Erzählung, dies ist dem Autor auch durch seinen flüssigen und vor allem bildhaften Erzählstil gut gelungen. Solche Sätze z.B. Ihre Frisur, eine pikante Mischung aus Schaf und Stachelschwein, war das blanke Grauen. So hatte ich Setting und Personen stets vor Augen. Sehr gut gelungen fand ich die Platzierung des  „Buches im Buch“. Die lustige Illustration und  der in Schreibschrift geschriebene Text macht „Das Buch des alten Grum“ zu einem Eyecatcher im Text. 37 Kapitel in genau passender Länge und mit Kapitelzahlen überschrieben, helfen das Buch flüssig zu lesen. Erzählungen und Vorgelesenes erscheinen kursiv.

Der Beginn des Buches hat mich sofort begeistert, die Trauer des Protagonisten und des Mädchens und ihrer Mutter haben mich sehr berührt. Es zeigt wie die Figuren auf verschiedenste Weise mit  ihrer Trauer umgehen. Verdrängung, Flucht in die  Märchenwelt und Schuldgefühle. Doch im weiteren Verlauf hatte das Buch doch unnötige Längen, die weniger unterhaltsam waren. Es wäre für eine gute Geschichte m.E. nicht notwendig gewesen, die Besteigung jedes einzelnen Baumes zu erläutern, die Baumthematik fand ich sowieso viel zu ausführlich und für den Plot nicht notwendig. Auch konnte ich das Verhalten, von Harry und Oriana nicht unbedingt nachvollziehen. Das Mädchen fand ich altklug und dickköpfig, und dass sich der Protagonist dem Diktat des Kindes so unterworfen hat, fand ich nicht realistisch. Bestechend in diesem Werk sind die Nebencharaktere. Zuallererst der heimliche „Held“ der Geschichte. Ronnie, der sich die Schuld an Deans Tod gibt, ein Tolpatsch und Trinker und doch eine Superfigur. Und auch die resolute Stadtbibliothekarin Miss Perkins, ein liebenswertes  Faktotum  in der Bücherei, eine Frau die nach jeder Enttäuschung aufsteht und weitermacht. Die Bösewichte Stu und Wolf waren gut gezeichnet. Alles in allem ist es m. M. nach ein Märchen für Erwachsene, dazu passt der böse Bruder von Harry „der böse Wolf“, der rote Mantel von Beth, oder der Sack mit Goldmünzen. Obwohl die Geschichte traurig beginnt mangelte es nicht an Situationskomik, als der Hund die Asche der Verblichenen wie Konfetti verteilte, musste ich unfreiwillig lachen. Ein Lieblingszitat habe ich auf Seite 118 entdeckt:  "Die passende Lektüre hat noch jeden Schmerz gelindert". Das kann ich nur bestätigen.

Dieses Buch eignet sich für Leser, die sich gerne märchenhaft verzaubern lassen wollen. Eine Leseempfehlung auch für Fans von „Happy Ends“. Von mir 3 Sterne.

  (136)
Tags: bäume, bibliothek, böser wolf, gold, lotterie, märchen, santa, steinbruch, troll   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

"krimi":w=1,"thriller":w=1,"skandinavien":w=1,"dänemark":w=1,"2018":w=1,"polizistin":w=1,"gentechnik":w=1

Hybris

Steffen Jacobsen , Maike Dörries
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2018
ISBN 9783453271821
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Hybris, Thriller von Steffen Jacobsen, 384 Seiten, erschienen  im Heyne Verlag.

Ein  atemberaubender Thriller über die Erschaffung eines perfekten Menschen.

Die Kommissarin Lene Jensen und der Ermittler Michael Sander sind noch nicht lange verheiratet, trotzdem steht ihre Ehe schon vor dem Aus. Eine junge Frau wird tot aufgefunden, mit mehreren Schüssen im Rücken, doch vor ihrem Tod hat sich das Opfer noch ihren Namen und ihr Geburtsdatum in den Bauch geritzt. Jensen ermittelt in diesem Fall, auch ihr zukünftiger Exmann, der die Verlobte eines jungen Mannes finden soll, beginnt seine Nachforschungen, die ihn zu einer Kinderwunschklinik führen, als auch Lenes Ermittlungen sie in die Richtung Genova Counseling bringen, sehen sich beide plötzlich in den gleichen Fall verwickelt.

Das düstere Cover passt hervorragend zur Geschichte, diese ist in nicht zu knappe Kapitel,  in für mich ideal passender Länge eingeteilt. Steffen Jacobsen hat als Stilform die auktoriale Erzählweise gewählt, abwechselnd aus der Sicht verschiedener handelnder Charaktere, sodass der Leser in der Lage ist, dem Verlauf des Thrillers hervorragend zu folgen und die Beweggründe der agierenden Personen zu verstehen, die zu jeder Zeit nachvollziehbar und plausibel gehandelt haben. Jedes neue Kapitel beginnt mit den ersten Worten in Großbuchstaben. Englische Phrasen waren kursiv gedruckt, mit den häufig verwendeten aufregenden Dialogen hat es der Autor geschafft, die Geschichte lebendig zu gestalten.

Das Buch hat mich hervorragend unterhalten, Jacobsens Schreibstil ist klar und flüssig. Anfangs hatte ich zwar einige Mühe ins Buch reinzukommen, aber sobald die Personen und Beziehungen zueinander geklärt waren, las sich das Buch schnell und am Ende blieben keine Fragen offen. Der Spannungsbogen der etwas flach begann, spannte sich zusehends steiler werdend über das gesamte Buch um am Ende in einem finalen Showdown zu gipfeln. Die letzten 150 Seiten habe ich in einem Rutsch ausgelesen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Obwohl es das mittlerweile 4. Teil dieser Serie  ist, konnte ich ohne Vorkenntnisse dem Plot folgen. Auf jeden Fall werde ich die vorhergehenden Bände bald lesen. Besonders Michael Sander und seine Schwester Ida haben mir gut gefallen, Lene die ich anfangs sehr  überreagierend  fand, habe ich durch ihre tapfere mutige  Art am Ende doch noch gern gemocht. Die privaten Probleme der beiden Hauptfiguren sind angemessen abgehandelt und stören den Thriller-Verlauf überhaupt nicht, die Figuren wurden mir dadurch eher vertraut bzw. sympathisch.

Ein absolutes Muss für die Fans der Lene Jensen und  Michael Sander Reihe, meine ausdrückliche Leseempfehlung auch für Einsteiger die aufregende Thriller bevorzugen. Verdiente 5 Sterne.

  (111)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(171)

256 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

"schweden":w=16,"krimi":w=12,"dänemark":w=9,"fabian risk":w=8,"happy slapping":w=7,"mord":w=6,"identitätsdiebstahl":w=5,"spannung":w=4,"thriller":w=4,"helsingborg":w=4,"kriminalroman":w=3,"serienmörder":w=3,"fähre":w=3,"stefan ahnhem":w=3,"2017":w=2

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Minus 18 Grad von Stefan Ahnhem, 107 Kapitel, 560 Seiten, erschienen im List Verlag

Der 3. Fall für Fabian Risk.
Astrid Tuvesson, die Chefin der Helsingborger Kriminalpolizei, hat keinen guten Start in den Tag. Total verkatert, wird sie auf dem Weg zur Arbeit, in einen Auffahrunfall verwickelt. Kurzerhand nimmt sie die Verfolgung auf, die Jagd endet für den Unfallverursacher im Hafenbecken, als der Fahrer geborgen wird, stellt der Gerichtsmediziner fest, dass die Todesursache weder Ertrinken noch die Folge des Unfalls sein kann. Er ist erfroren und war zum Unfallzeitpunkt schon 2 Monate tot. Niemand hat ihn vermisst, im Gegenteil er wurde ein paar Tage vor seinem Tod noch gesehen. Risk und sein Team ziehen Parallelen zu anderen Fällen und erkennen bald, dass sie einem Massenmörder auf der Spur sind.
Zur selben Zeit, auf der anderen Seite des Öresund, wird die zum Streifendienst degradierte Ermittlerin Dunja Hougaard in einen anderen Fall involviert. Obdachlose werden aufs Brutalste ermordet , kurz darauf erscheinen die Filmaufnahmen im Internet. Nachdem ihr von ihren Vorgesetzten und Kollegen ständig Steine in den Weg gelegt werden, beschließt sie auf eigene Faust zu ermitteln.
Es handelt sich um den 3. Fall aus der Reihe um Fabian Risk, ich habe den 1. Und 2. Band leider nicht gelesen und hatte Schwierigkeiten in die Handlung zu finden. Dunja hat etliche Altlasten zu bieten, die nur angedeutet wurden und Kenntnisse aus Band 1 und 2 voraussetzen. Ihr ehemaliger Vorgesetzter Sleizner verhindert mit seinen Intrigen die reibungslose Aufklärung der Happy Slapping Morde. Auch der ständige Szenenwechsel und die beiden unabhängig voneinander laufenden Handlungsstränge haben mich anfangs verwirrt. Es dauerte ziemlich lange bis ich in den Lesefluss kam, denn die vielen Namen und Personen machten die Handlung unübersichtlich. Als sich der Plot klärte und mir die Charaktere vertraut wurden, nahm die Spannung gerade durch die häufigen Szenenwechsel rasant zu. Ahnhem hat hier 2 Kriminalromane in einem Buch verwebt, ein Fall in Dänemark und einer in Schweden. Die letzten 200 Seiten waren jedoch an Spannung aber auch Grausamkeit nicht mehr zu überbieten.
Es handelt sich im vorliegenden Skandinavienkrimi um eine Erzählung im auktorialen Stil. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Beide Teile umfassen eine Zeitspanne von 5 Tagen. Durch die häufig verwendeten Dialoge hatte ich oft das Gefühl in die Ermittlungen einbezogen zu sein, ja direkt dabei zu stehen, was die Handlung auflockerte und lebendig machte. Der Autor beschreibt das Privatleben seiner Figuren sehr ausführlich, das macht sie zwar nicht
immer sympathisch aber durchaus authentisch. Ein Pro- sowie auch Epilog ist vorhanden. Im Epilog wird die Erzählung m.E. gut abgeschlossen und endet gleichzeitig mit einem Cliffhanger.
Ich werde auf jeden Fall Band 1 und 2 noch lesen, weil ich durch die vielen Andeutungen auf die Vorgeschichte neugierig geworden bin.
Meine Empfehlung an alle Leser die spannende Schwedenkrimis mögen, Teil 1 und Teil 2 schon gelesen haben und gebe 4 von 5 Sternen

  (88)
Tags: brutalität, dänemark, gefrorene leichen, grausam, massenmörder, overkill, schweden, thriller   (8)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(54)

71 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

"england":w=6,"biografie":w=5,"sachbuch":w=3,"biographie":w=3,"19. jahrhundert":w=3,"großbritannien":w=3,"victoria":w=3,"queen victoria":w=3,"königin":w=2,"viktorianisches zeitalter":w=2,"kaiserin":w=2,"albert":w=2,"geschichte":w=1,"kinder":w=1,"frauen":w=1

Queen Victoria

Julia Baird , Hans Freundl , Maria Zettner
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.09.2018
ISBN 9783806237849
Genre: Biografien

Rezension:

Queen Victoria, Biografie von Julia Baird, 608 Seiten, erschienen im Konrad Theiss Verlag.

Welche Frau steckt hinter dem Mythos dieser großen, entschlossenen Herrscherin, nach der eine ganze Epoche benannt wurde?

Das Werk ist chronologisch aufgebaut und  in 5 Teile gegliedert, die in 30 Kapitel unterteilt sind. Vor jedem Kapitel sind Zitate verschiedener Zeitzeugen aufgeführt, die sich auf das jeweilige Kapitel beziehen. Die einzelnen Teile sowie auch die Kapitel erscheinen unter einem sich auf den Inhalt zusammenfassenden Titel. Sehr viele Bilder, Fotografien und Landkarten sind eingefügt, so kann sich der Leser zu jeder Zeit das Geschriebene bildhaft vorstellen, es hat mir gut gefallen, z.B. die beschriebenen Personen an den passenden Stellen vor Augen zu haben. Der Stammbaum ganz zu Anfang hat mir sehr dabei geholfen, mich in den verzweigten Familienzusammenhängen zurechtzufinden, ihn habe ich des Öfteren zu Rate gezogen. Zwischen den Texten befinden sich Tagebucheinträge, Briefe und Zeitzeugenberichte, die  nützlich waren die Gedanken und Taten der agierenden Personen besser zu verstehen. Welche Recherchearbeit die Autorin geleistet hat, erkennt man an den Quellenangaben und Anmerkungen am Ende die über 100 Seiten umfassen.

Alexandrina Victoria wurde am 24. Mai 1819 an 5. Stelle der Thronfolge geboren. Nur ihr Vater Edward, der Herzog von Kent war sich sicher, dass seine Tochter einmal den Thron besteigen wird.  Sie war ein unbeherrschtes und trotziges Kind und hatte unter der Bevormundung ihrer Mutter und derem Vertrauten, John Conroy sehr gelitten. Am 20. Juni 1837 starb ihr Onkel William IV. und Victoria war mit gerade 18 Jahren die Herrscherin über das britische Weltreich. Im Alter von 20 Jahren heiratete sie Prinz Albert von Sachsen Coburg und Gotha, den sie sehr geliebt hat. Sie bekam 9 Kinder und 42 Enkel, ihre Nachkommen bevölkerten die europäischen Königshäuser. Ihr Gemahl starb nach 20 Jahren glücklicher Ehe und Victoria trauerte über vier Jahrzehnte um ihn. Sie litt zeitlebens sehr stark unter Verlustängsten und überlebte 3 ihrer Kinder und einige Enkel. Albert hatte ihr viel von den Regierungsgeschäften abgenommen, er war in dieser Zeit der heimliche König. Doch nach jahrelanger Trauer wurde sich Victoria ihrer Stärke bewusst und die vermeintliche schwache Frau bewies der Welt was für eine zähe und streitbare Herrscherin sie ist. Sie verstand es politisch klug, energisch und diplomatisch zu taktieren, regelmäßig ging sie an die Grenzen ihrer Befugnisse und nicht selten darüber hinaus. Sie herrschte über ein Viertel des bewohnten Gebiets der Erde und über 400 Mio. Menschen. Unter ihrer Regierungszeit hat sich die Welt verändert. Elektrizität, Telefon, Dampfschiffe, im Rechtwesen, Frauenrechte und in der Medizin wurden Fortschritte gemacht. Sie hat für ihr Land wichtige Gesetze und soziale Verbesserung durchgesetzt und etliche Kriege gewonnen. Viele berühmte Männer und Frauen waren Zeitzeugen. Darunter Florence Nightingale, Dickens, Oscar  Wilde, Mark Twain, Conan Doyle usw. Die historischen Persönlichkeiten sind hervorragend charakterisiert. Ihre Regentschaft dauerte 63 Jahre.  Am 22. Januar 1901 erschütterte ihr Tod die Welt.

Diese Biografie über die große, kleine Königin (sie war nur 1,50m groß) hat mir sehr gut gefallen. Ich fühlte mich hervorragend unterhalten, konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe viele neue Einsichten erhalten. Dass Victoria, Albert sehr geliebt hat, war mir bekannt, aber wie stark diese Liebe war, habe ich durch dieses Buch erfahren. Bis an ihr Lebensende trug Victoria Trauerkleider. Auch die Kapitel über das Ehe- und Familienleben waren äußerst informativ, wusste ich doch nicht, wie fest Albert die Zügel der Regierung in seinen Händen hielt. Viel habe ich, nicht nur über die europäischen Herrscherhäuser dieser Zeit, sondern auch über die damaligen Lebensumstände erfahren. Interessant fand ich den Bericht über die Weltausstellung 1851.

Wer sich ein Bild über Victoria, ihre Politik und das viktorianische Zeitalter machen will, dem kann ich dieses unterhaltsame Werk nur empfehlen. Gute umfassende Biografie, gute Unterhaltung – 5 Sterne.

  (106)
Tags: albert, england, epoche, indien, kaiserin, kinder, königin, trauer, victoria, witwe   (10)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

25 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

"rezension":w=1,"knaur":w=1,"miissbuch":w=1,"miissbuchblog":w=1,"andreas föhr":w=1,"rachel eisenberg":w=1,"eisenberg":w=1,"kiminalroman":w=1,"stefan eisenberg":w=1,"band 1 der reihe dr. rachel eisenberg":w=1,"sarah eisenberg":w=1,"henrik schwind":w=1

Eisenberg

Andreas Föhr
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2018
ISBN 9783426517659
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 
131 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.