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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Katzen würden Mäuse kaufen

Hans-Ulrich Grimm
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2016
ISBN 9783426787687
Genre: Sachbücher

Rezension:

Beim Recherchieren welches Futter für meine zwei Stubentiger das geeignetste wäre, stieß ich immer wieder auf dieses Buch, mit dem Hinweis, dass jeder Katzenbesitzer es gelesen haben sollte. Daher bestellte ich mir kurzerhand „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans-Ulrich Grimm und war gespannt, was mich wohl erwarten würde.

Zu allererst möchte ich erwähnen, dass das Buch mittlerweile überarbeitet wurde und somit sehr aktuell ist. Das schafft natürlich einen realeren Bezug zum Umfeld, denn bei vielen Dingen denkt man sich, dass das heutzutage eigentlich gar nicht mehr vorkommen darf.

Hans-Ulrich Grimm beschönigt in seinem Buch nichts. Für sehr sensible Mägen ist das Buch deshalb vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert. Der Schreibstil des Autors liest sich beinahe wie eine mitreißende Rede. Er erzählt von realen Fällen und untermauert diese mit Fakten. Dabei gibt es am Ende des Buches sogar eine seitenlange Quellenangabe, womit jeder Leser selber recherchieren kann. Überdenkt man am Ende des Kapitels das Gelesene, so wird einem schnell klar, dass Hans-Ulrich Grimm einen sehr umherführen kann. Dinge, die eigentlich nichts mit dem Kapitel zu tun haben baut er geschickt ein.

Was mich dann aber doch etwas genervt hat ist, dass er sich teilweise wiederholt. Oder, dass am Ende des Buches keine richtigen Vorschläge gemacht werden, wie man die Tiere besser füttern sollte. BARF oder selber kochen (was für Katzen wiederum eher ungeeignet ist) werden als die einzig richtigen Alternativen erwähnt.

Fazit

„Katzen würden Mäuse kaufen“ zeigt die Skrupellosigkeit, welche mit unseren Tieren betrieben wird auf. Dabei ist alles mit Fakten hinterlegt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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65 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, trilogie, englisch, fantasy-serie, kingkiller

The Name of the Wind

Patrick Rothfuss
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 26.05.2011
ISBN 9780756404741
Genre: Fantasy

Rezension:

Kennt ihr das, wenn ihr Ewigkeiten für ein Buch braucht? Aber nicht, weil es schlecht oder so langweilig ist, sondern weil ihr einfach nicht möchtet, dass dieses wunderbare Buch zu Ende geht und ihr möglichst lange darin verweilen wollt? Genau so ist es mir nämlich mit „The Name of The Wind“ von Patrick Rothfuss ergangen.

Der Fantasyroman ist ganz anders als alles bisher gelesene. Man muss sich von Beginn an im Klaren sein, dass es eine besondere Geschichte ist, die nicht von Heldentaten sondern vor allem durch seine dichte Atmosphäre lebt. Es gibt keine heroische Krieger und/oder Schlachten, stattdessen erzählt Kvothe seine Geschichte, also eigentlich ist es beinahe mehr eine Autobiographie.

Wie schon erwähnt, lebt das Buch von seiner dichten Atmosphäre und dem wunderbaren Schreibstil. Jedes mal wenn ich das Buch zuklappen musste, brauchte ich kurze Zeit um mich zu orientieren, denn ich war vollends in die Welt von „The Name Of The Wind“ abgetaucht. Der Autor schafft es, die einfachsten Dinge und Handlungen so wunderbar zu beschreiben, dass man einfach immer mehr lesen möchte. Es gibt zwar keine großen Schlachten oder ähnliches, aber die actionreichen Szenen kommen dennoch nicht zu kurz. Die Geschichte hat dabei so viel Tiefgang und bis ins letzte Detail ausgearbeitete Charaktere, dass sie den Leser sehr schnell in seinen Bann zieht und nicht mehr los lässt.

Patrick Rothfuss Schreibstil ist wirklich grandios, und das macht das Buch so extrem gut. Jedes einzele Wort und jede Formulierung passen zu hundert Prozent und wirken, als wären sie mehrmals überdacht worden. Es gab keine einzige Stelle, wo ich mir nur ansatzweise dachte, dass die Wortwahl hier etwas besser sein könnte.
Und genau wegen diesem Schreibstil habe ich auch beschlossen das Buch in Englisch zu lesen. Ich wollte nicht von Übersetzern abhängig sein, sondern bei einem so hochgelobten Buch die eigenen Worte des Autors lesen. Und ich war wirklich traurig, als ich das Buch beendet hatte, da ich mich noch nicht von dieser großartigen Geschichte losreissen wollte/konnte.

Fazit

Einer der besten Fantasyromane die ich bisher gelesen habe. „The Name Of The Wind“ lebt durch seine dichte Atmosphäre und durch den Schreibstil von Patrick Rothfuss. Daher gibt es 5 von 5 Sternen.

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(460)

780 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 41 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, zauberer, humor, magie

Die Farben der Magie

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.01.2015
ISBN 9783492285100
Genre: Fantasy

Rezension:

Terry Pratchetts erster Scheibenwelt-Roman „Die Farben der Magie“ hinterlässt bei mir sehr gemischte Gefühle. Einerseits fand ich den Roman irgendwie toll, andererseits fragte ich mich speziell am Anfang, ob ich wirklich weiter lesen sollte.

Am Anfang lernt der Leser zuerst etwas über die bizarre Scheibenwelt und wird dann relativ schnell mit den beiden Hauptprotagonisten Rincewind und Zweiblum bekannt gemacht. Rincewind ist ein Pseudo-Zauberer und Zweiblum verkörpert einen Touristen, der sämtlichen Gefahren zum Trotz alles sehen möchte. Diese beiden Charaktere sind sehr originell und besitzen auch Tiefgang. Allerdings war mir der tollpatschige Rincewind gerade in den Kämpfen manchmal etwas zu gut und daher nicht ganz glaubwürdig.

Man kann über die Scheibenwelt sagen was man will, aber eines muss man Terry Pratchett lassen: seine Welt ist wirklich außergewöhnlich, originell und bizarr. Nichts ist wie es scheint.
Aber was den Schreibstil des Autors betrifft, fand ich diesen doch mehr als gewöhnungsbedürftig und sehr kompliziert. Mir ist natürlich bewusst, dass genau dieser Schreibstil den Stil bzw. Flair von Terry Pratchett ausmacht, aber mir persönlich waren doch etwas zu viele „komplizierte“ Wörter und Formulierungen eingebaut. Speziell am Anfang hatte ich teilweise keinen Überblick, wo sich die Charaktere gerade befanden und war einfach nur komplett verwirrt. Im späteren Verlauf hatte ich damit immer weniger Probleme. Die Story ist zwar irgendwie interessant, wirkt aber sehr vollgestopft und unzusammenhängend. Dadurch geht stellenweise der rote Faden der Geschichte etwas verloren.

Der Grund wieso ich trotzdem (beinahe wie besessen) weiter gelesen habe, ist die wirklich faszinierende und komplett bizarre Welt. Der Roman ist einfach so abgedreht, dass er irgendwie schon wieder gut ist und ich immer weiter und weiter las. Dennoch wünschte ich mir sehr oft einfachere und ausführlichere Formulierungen.

Fazit

„Die Farben der Magie“ von Terry Pratchett ist ein wirklich bizarrer, aber verwirrender und mit nicht gerade einfachen Formulierungen vollgestopfter Roman. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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(103)

211 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

stephen king, thriller, mind control, bill hodges-trilogie, spannend

Mind Control

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453270862
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Mind Control“ ist der dritte und abschließende Band der „Bill Hodges Triologie“ von Stephen King. Doch im Gegensatz zu den beiden Vorgängern kehrt King hier teilweise zu seinen Wurzeln zurück und baut etwas Übernatürliches ein. Dennoch bleibt das Buch in erster Linie eine Detektivgeschichte. Für die Story ist es von Vorteil, wenn man sich schon mit der Serie rund um Bill Hodges beschäftigt hat, da es doch einige Verweise auf die beiden Vorgänger gibt. Ich habe es bis jetzt allerdings noch immer nicht geschafft den ersten Band „Mr. Mercedes“ zu lesen, was ich aber definitiv noch nachholen werde.

Was am Ende des zweiten Bandes „Finderlohn“ schon angedeutet wird, bestätigt sich im dritten Band: Brady Hartsfield, alias der Mercedes-Killer, hat sein Bewusstsein wieder erlangt und besitzt tödliche neue Kräfte. Damit möchte er dort weitermachen, wo er unterbrochen wurde. Diese neuen Kräfte sind eher übernatürlicher Natur, obwohl im Buch teils eine Erklärung dafür geliefert wird.

Die Story ist in kurze Kapitel unterteilt und wird mal aus der Sicht von Hodges, mal aus der Sicht von Hartsfield beschrieben. Daher besitzt der Leser natürlich im Gegensatz zu Hodges viel mehr Informationen zum wahren Verbrechen, was das ganze aber umso spannender macht. Immer stärker hofft man darauf, dass der Detektiv doch endlich auf die richtige Spur kommt und somit dem Grauen ein Ende bereiten kann. Doch im Nachhinein betrachtet haben Hodges und sein Team die ganze Zeit über richtig gehandelt und den Fall eigentlich auch schnell gelöst.
Durch die wechselnden Perspektiven ist der Roman von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannend. Selbst Hintergrundinformationen werden sehr spannend und häppchenweise verpackt geschildert. Ich persönlich fand diesen Teil besser und spannender als „Finderlohn“.

Stephen Kings Schreibstil ist auch in diesem Band wunderbar flüssig zu lesen und man kommt daher sehr schnell voran. Gekonnt schafft es der Autor Spannung aufzubauen und diese auch durchgehend zu halten. In gewohnter King-Manier haben die Protagonisten eine unglaubliche charakterliche Tiefe und man fühlt, bangt und hofft mit ihnen mit. Dass die Charaktere dabei nicht von Schicksalsschlägen verschont bleiben, verleiht dem Roman nur umso mehr Glaubwürdigkeit. Zusätzlich baut King ein sehr ernst zu nehmendes Thema ein, nämlich Selbstmorde bzw. Selbstmordwellen.

Fazit

Stephen Kings „Mind Control“ ist ein extrem spannendes Buch mit ernstem Thema und ein mehr als gelungener Abschluss der „Bill Hodges Trilogie“. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen.

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285 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, krieg, intrigen, trilogie, magie

Königsklingen

Joe Abercrombie , ,
Flexibler Einband: 941 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.09.2008
ISBN 9783453532526
Genre: Fantasy

Rezension:

Zwischen dem zweiten Band „Feuerklingen“ und dem dritten Band „Königsklingen“ ist ein kleiner Zeitsprung von ca. 3 Monaten vorhanden. Das tut der Geschichte allerdings keinen Abbruch, sondern trägt nur dazu bei, dass der Leser eine weniger spannende und ereignisreiche Zeit überspringen kann. Durch diesen Zeitsprung werden auch gleich am Beginn (leider weniger spektakulär als erhofft) einige Handlungsstränge zusammengeführt. Dadurch bilden sich neue Gruppierungen der Protagonisten.

Die Story hat in diesem Band ein sehr schnelles Tempo, ständig passiert irgendetwas neues. Aufstände, Kriege, Zweikämpfe, Intrigen und Machtwechsel geben sich die Türe in die Hand. Dabei gibt es immer wieder unerwartete Wendungen, die bis zum Schluss überzeugen können. Obwohl der dritte Band von der First-Law-Trilogie nur so von Kämpfen strotzt, kommen die Entwicklungen und persönlichen Geschichten der bekannten Protagonisten auch nicht zu kurz. Immer wieder baute der Autor Passagen ein, wo der Leser wieder an die privaten Probleme der Charaktere erinnert wird und sie dabei begleitet. Der Autor scheut sich aber nicht bekannte und lieb gewonnene Charaktere aus dem Leben scheiden zu lassen bzw., wie die Nordmänner sagen würden, wieder zu Schlamm werden zu lassen.
Der Roman ist durch die vielen Geschehnisse so extrem spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Die Charaktere entwickeln sich auch im dritten Band ständig weiter. Manche erleben dabei eine extrem große Verwandlung, wie etwa Jezal dan Luthar, manche eher in schleichender Geschwindigkeit, wie etwa Logen. Doch bei allen ist diese Weiterentwicklung nachvollziehbar und wenn man sich an den Anfang des ersten Bandes erinnert, sind die Veränderungen teilweise doch sehr (positiv) überraschend.

Der Schreibstil von Joe Abercrombie ist auch im dritten Band wieder wie gewohnt und es macht einfach Spaß seine Formulierungen zu lesen. Dazu gibt es natürlich wieder eine Portion schwarzen Humor, raue Formulierungen und wunderbare Beschreibungen von Kämpfen und Landschaften..
Jedoch gab es ein paar Sätze, in denen ein sehr neumodernes Wort verwendet wurde, was für die mittelalterliche Welt einfach nicht ganz passend erscheint. Allerdings kann dies auch aufgrund der Übersetzung sein und da dies wirklich nur ganz selten ist, mache ich dem Autor dafür keine Vorwürfe.

Fazit

In „Königsklingen“ zeigt Joe Abercrombie nochmal sein ganzen Können und überzeugt mit unerwarteten Wendungen. Da ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, gibt es 5 von 5 Sternen.

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317 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 15 Rezensionen

fantasy, magier, magie, abercrombie, krieg

Feuerklingen

Joe Abercrombie , ,
Flexibler Einband: 795 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.09.2007
ISBN 9783453532533
Genre: Fantasy

Rezension:

Im ersten Teil der Trilogie „Kriegsklingen“ bemängelte ich noch, dass die Geschichte nicht wirklich schnell in Fahrt kommt. Das ändert sich aber im zweiten Teil rapide und die Geschichte ist vollgepackt mit Handlungen und Wendungen. Aber ich fange am besten von vorne an.

Da ich den zweiten Teil sofort nach dem ersten gelesen habe, fiel mir der Einstieg in die Geschichte sehr einfach. Es gibt keine Wiederholungen vom ersten Band und der Leser ist sofort wieder mitten in der Geschichte. Wurden in „Kriegsklingen“ noch die Charaktere und deren Problematiken vorgestellt, begeben sie sich nun in verschiedenen Gruppen und Konstellationen auf ihre Reise. Dabei gilt es Schlachten an zwei Fronten zu schlagen, bis ans Ende der Welt zu marschieren, dabei Wetter und Feind zu trotzen und natürlich die ganz persönlichen Probleme zu bewältigen. Dass dies natürlich alles sehr spannend geschrieben ist, versteht sich beim Schreibstil von Joe Abercrombie fast von selbst.
Durch die teils grundverschiedenen Charaktere der Protagonisten müssen diese lernen, zusammen zu arbeiten und zusammen zu halten. Vor allem bei dem anfänglich noch sehr selbstverliebten Jezal Luthar kann der Leser dadurch eine große charakterliche Veränderung miterleben. Aber auch der scheinbar gefühlslose Inquisitor Glokta scheint teilweise doch etwas ähnliches wie Gefühle zu besitzen.
Außerdem erfährt der Leser in diesem Band sehr viel über die Geschichte der Magi, einem Orden von Magiern, und bekommt langsam eine Vorstellung davon, in welch ernstem Krieg die Protagonisten wirklich stecken.

Durch die Aufteilung und die verschiedenen Aufgaben der Gruppen bzw. der Protagonisten gibt es mehrere Handlungsstränge. Die Anzahl und Häufigkeit der Handlungsstränge wurde dabei so gewählt, dass der Leser immer einen schönen Überblick hat, was gerade an jenem Ort passiert. Ich bin jedoch schon sehr gespannt darauf, wie (und ob) Joe Abercrombie diese Handlungen im dritten Teil zusammenführt, da die verschiedenen Gruppen derzeit teilweise noch gar nichts miteinander zu tun haben.

Auch wenn der zweite Band nur so von spannenden Ereignissen und Kriegen strotzt, bleibt noch genug Raum für den schwarzen Humor und den rauen Schreibstil des Autors. Ich habe schon in meiner Rezension zu „Kriegsklingen“ erwähnt, dass die Sprache im Roman teilweise sehr rau ist, was aber toll zur Stimmung passt.
Allerdings gibt es ein Phrase, die im Verhältnis sehr oft vorkommt und mittlerweile etwas nervt: „XY saugte an seinem Zahnfleisch„. Besonders bei Inquisitor Glokta kommt dieser Satz (oder in ähnlicher Form) sehr oft vor.
Sieht man jedoch über diese Phrase hinweg, so bekommt der Leser einen sprachlich sehr passenden und bildlichen Schreibstil, der stets flüssig zu lesen ist. Auch der Spannungsbogen bleibt relativ konstant vom Anfang bis zum Ende erhalten und der Autor kann am Ende mit einer noch sehr spannenden Wendung überzeugen.

Fazit

In „Feuerklingen“ nimmt die Story rasant an Fahrt auf und bleibt vom Anfang bis zum Ende stets spannend. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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(96)

187 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, krieger, intrigen, high fantasy, magie

Kriegsklingen

Joe Abercrombie , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.02.2013
ISBN 9783453314405
Genre: Fantasy

Rezension:

Die „The First Law Trilogie“ von Joe Abercrombie stand schon lange auf meiner Liste von Büchern, die ich unbedingt lesen möchte. Mit dem ersten Teil „Kriegsklingen“ habe ich nun eine Reise begonnen, die wohl nicht so schnell enden wird.

Im ersten Band der Trilogie lernt der Leser die verschiedensten Charaktere kennen. Da gibt es den wilden, aber tiefsinnigen Nordmann; den verkrüppelten und verbitterten Inquisitor; den jungen, selbstverliebten Soldaten und noch einige mehr. Und genau diese Charaktere sind für mich auch beinahe das Highlight dieses Buches. Sie sind alles andere als „Ideale“. Sie sind ungehobelt, unsympathisch, ja teilweise beinahe schon abstoßend und dennoch extrem faszinierend. Joe Abercrombie hat es geschafft, seine Protagonisten sehr einzigartig zu gestalten und ihnen somit viel Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit einzuhauchen. Jeder Charakter bringt seine ganz eigenen Probleme und eigene Vergangenheit mit und somit entsteht ein sehr unterhaltsamer und abwechslungsreicher Mix an Persönlichkeiten.

Die Story jedoch entwickelt sich nur langsam. Der Leser wird zu Beginn mitten in die Problematik der jeweiligen Person hineingeworfen und findet sich somit langsam in der Welt zurecht. Immer abwechselnd begleitet der Leser somit die Charaktere. Am Anfang scheint es noch sehr abwegig, dass diese Personen jemals etwas miteinander zu schaffen haben könnten, aber umso weiter die Geschichte vorschreitet umso wahrscheinlicher erscheint es dem Leser. Jedoch kommt durch das „Vorstellen“ der Protagonisten und deren Probleme die eigentliche Story nur recht langsam voran und benötigt etwas Startzeit. Das Buch ist zwar durchgehend spannend geschrieben, aber dennoch wünschte ich mir gerade am Ende etwas mehr Story.

Das langsame Vorankommen der Geschichte wird jedoch durch Joe Abercrombies Schreibstil verschmerzt. Ich empfand das Buch an keiner Stelle als langweilig und konnte es kaum aus der Hand legen. Der Autor schafft es, den Spannungsbogen von Beginn an aufrecht zu erhalten und am Ende sogar noch zu erhöhen. Auch die Umgebung, in der die Geschichte spielt, beschreibt er sehr bildlich. Außerdem sind auch die Kämpfe sehr detailliert und grausam beschrieben. Er scheut sich nicht davor, Folter in allen Details zu Papier zu bringen. Also für alle die nicht so gerne blutige Beschreibungen lesen: überlegt es euch vielleicht doch nochmal, die Trilogie zu lesen. Zusätzlich sollte man sich im Klaren sein, dass die Sprache teilweise sehr rau ist und es Witze gibt, für die man den Humor des Autors teilen muss.

Fazit

„Kriegsklingen“ von Joe Abercrombie ist ein toller Auftakt zur Trilogie, wo die einzelnen Charaktere gut vorgestellt werden. Jedoch kommt dadurch die Story nur sehr langsam ins Rollen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

actionreic, schmutzige bombe, spionage, actio, rezensionsexempla

Love Is For Tomorrow: Thriller

Michael Karner , Isaac Newton Acquah
E-Buch Text: 179 Seiten
Erschienen bei Katalyst, 07.12.2015
ISBN 9781519368386
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Love Is For Tomorrow“ ist ein Agententhriller mit vielen Schauplätzen und handelnden Personen. Die Geschichte dreht sich um die Jagd nach einer Bombe, welche Russland schwer treffen soll. Aber ich muss sagen, dass ich selbst nach beenden des Thrillers das Gefühl habe noch immer nicht alles verstanden zu haben. Das hat mehrere Gründe.

Die Protagonisten sind sehr zahlreich und vor allem am Anfang verlor ich etwas den Überblick. Dass die Personen einmal mit Vor- und einmal mit Nachnamen genannt werden hat natürlich nicht sehr geholfen mir einen Überblick zu verschaffen. Außerdem bleiben die Protagonisten sehr flach, da man kaum etwas von ihnen persönlich erfährt. Bei einigen wird sogar auf eine (vermutlich) bedeutsame Vergangenheit angespielt, aber mehr Details bekommt der Leser nicht. Dadurch erwachen die Figuren einfach nicht wirklich zum Leben. Auch die Handlungen der Protagonisten sind daher nicht immer nachvollziehbar.

Auch die Erzählstränge sind leider etwas durcheinander. Mir ist bewusst, dass genau dieses ständige Wechseln der Orte und Perspektiven auch für die Spannung gut ist, aber hier ist dies einfach verwirrend. Gerade befindet man sich noch an einem Ort und im nächsten Moment ist die Handlung am anderen Ende der Welt. Wäre ja grundsätzlich nicht so schlecht, da der Thriller dadurch rasant wird, aber die „Verfolgung“ durch die verschiedensten Länder und Schauplätze ergab für mich teilweise einfach keinen Sinn. Wieso verlagert sich die Geschichte plötzlich genau an diesen Ort bzw. was ist der Sinn dahinter? Darauf erhält der Leser leider keine Antworten.

Kommen wir aber nun zum Schreibstil des Autors. Ich brauchte wirklich lange, damit ich mich daran gewöhnte. Als schnelle Leserin sprang ich anfangs oft zum Anfang eines Satzes zurück, da der Satzbau teilweise etwas schwer zu verstehen ist. Wenn man sich aber erst einmal eingelesen hat, ist der Schreibstil doch flüssiger zu lesen und zum Ende hin hatte ich kaum mehr Schwierigkeiten damit.

Nach so vielen eher negativen Gedanken zum Buch möchte ich aber auch positives erwähnen. Der Thriller hat Potenzial. Die Geschichte ist grundsätzlich spannend aufgebaut. Auch dass der Leser lange nicht weiß, welche Seite gut und welche böse ist, trägt zur Spannung bei. Aber etwas mehr Details und vor allem Hintergründe wären sehr positiv.

Fazit

Der Agententhriller hätte grundsätzlich Potenzial. Doch zu wenig Details und zu viele handelnde Personen und Orte machen das Buch sehr verwirrend. Daher gibt es 2 von 5 Sternen.

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268 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

fantasy, wüste, markus heitz, wedora, magie

Wédora – Staub und Blut

Markus Heitz
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.08.2016
ISBN 9783426654033
Genre: Fantasy

Rezension:

In „Wédora – Staub und Blut“ entführt der Autor Markus Heitz in ein eher ungewöhnliches Fantasysetting, nämlich in die Wüste. Wédora ist eine riesige Stadt umgeben von einem Sandmeer. Genau dorthin verschlägt es die beiden Hauptprotagonisten Liothan und Tomeija, welche aber beide wieder unbedingt nach Hause wollen.

Das Setting der Story ist Heitz wirklich sehr gut gelungen. Die Stadt in der Wüste bietet eine tolle, einfallsreiche Umgebung mit einer interessanten Tierwelt und spannenden Kulturen. Durch den bildhaften Schreibstil des Autors und der schönen Karte zu Beginn konnte ich mir die Stadt wunderbar vorstellen. Der Leser wird dabei nicht einfach in eine komplett fremde Welt geworfen, sondern entdeckt sie, gemeinsam mit den Protagonisten, Stück für Stück.

Allerdings spielt die Geschichte nicht nur in Wédora. Am Anfang befinden sich Liothan und Tomeija noch zu Hause in einer anderen Welt. Doch auch während sich diese beiden Charaktere in der Stadt befinden, verfolgt der Leser durch einen eigenen Handlungsstrang die Geschehnisse in jener anderen Welt. Die Handlungsstränge wechseln sich dabei immer wieder ab, und ein Kapitel ist meist in zwei bis drei unterteilt.
Am Ende jedes Kapitels findet der Leser noch Abschriften aus irgendwelchen Büchern aus Wédora. Allerdings überlas ich diese sehr kurzen Beschreibungen öfters, da nicht immer etwas Interessantes darin zu finden war.

Der Schreibstil von Markus Heitz ist durchgehend flüssig zu lesen. Die Charaktere handeln glaubwürdig und wachsen mit ihren Aufgaben. Auch die Spannung kommt im Buch keinesfalls zu kurz, immer weiter entwickeln sich die Geschehnisse, bis es dann zum Showdown kommt.
Doch genau der Showdown ist auch mein einziger Kritikpunkt im Roman. Ich hatte mir eindeutig mehr erwartet, vor allem da im Klappentext etwas von einem gewaltigem Krieg zu lesen ist. Das Ende ist zwar sehr spannend geschildert, aber dennoch etwas zu kurz gehalten. Auch bleiben einige Fragen offen, auf die der Leser zumindest in diesem Teil keine Antworten bekommt. „Wédora“ ist zwar ein allein stehender Roman mit abgeschlossener Handlung, könnte aber somit leicht eine Fortsetzung spendiert bekommen.

 

Fazit

„Wédora – Staub und Blut“ ist ein lesenswerter Fantasyroman mit tollem Setting und einer spannenden Story. Der Showdown ist jedoch etwas zu kurz geraten, daher gibt es 4 von 5 Sternen.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

allianz, orks, elfen, ork, buch zum film

Warcraft: The Beginning

Daniel Wallace , Diana Bürgel , Dominic Cooper , Toby Kebell
Fester Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Zauberfeder Verlag, 26.05.2016
ISBN 9783938922699
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Warcraft: The Beginning“ ist ein ganz spezielles Buch. Darin kann der Leser einen Blick hinter die Kulissen werfen und erhält fantastische Einblicke und wertvolle, ergänzende Informationen zum Film. Dabei besitzt das Buch ein Wendecover, also eine Seite Allianz, die andere Seite Horde, und kann somit von zwei Richtungen gelesen werden.

Ich persönlich habe mit der Allianz-Seite zum Lesen begonnen, da auch mein erster Charakter im Spiel von der Allianz war. Allerdings würde ich allen Lesern wärmstens empfehlen mit der Allianz zu beginnen, da es dort eine wunderbare Einführung bzw. Entstehungsgeschichte gibt. Zuerst werden die verschiedenen Spiele zur Warcraft-Serie beleuchtet und die Bedeutung des Filmes für die Fans erklärt. Außerdem wird sehr genau auf die Vorbereitungen zum Film eingegangen. Auf der Seite der Horde gibt es zwar auch eine Einführung, aber diese ist nicht so umfangreich wie bei der Allianz.

Sowohl bei der Allianz als auch bei der Horde werden zuerst die verschiedenen, wichtigen Charaktere vorgestellt. Dabei werden auch die jeweiligen Schauspieler und deren persönlichen Verbindungen zum Spiel beleuchtet. Der Leser erfährt zum Beispiel, dass einer der Schauspieler einst einer der besten WoW-Spieler weltweit war. Aber auch die Eigenschaften und Eigenheiten der Charaktere werden genau erörtert, und erklärt, wie diese im Film umgesetzt wurden. Bei der Horde wird zusätzlich noch beschrieben, wie die Orks animiert und wie ihnen Leben eingehaucht wurde.

Danach folgen die verschiedensten Landschaften und zum Schluss gibt es noch Waffen, Rüstungen und Gebäude der jeweiligen Seite. Auch hier werden wieder viele Hintergründe und Beziehungen zum Spiel erklärt. Viele dieser Details fallen zwar beim Ansehen des Films nicht direkt auf, sorgen aber für ein rundes Gesamtbild. Dabei wird auch klar, wie detailverliebt die Filmemacher sind und wie sie versucht haben, sich sehr nahe ans Spiel zu halten.

Da es sich um ein „Hinter den Kulissen“ Buch handelt, gibt es natürlich auch viele (große) Bilder, Konzeptzeichnungen, Entwürfe und Skizzen zu begutachten. Vor allem die Konzeptzeichnungen fand ich größtenteils wirklich atemberaubend schön. Was ich jedoch etwas schade finde ist, dass einige Szenen aus dem Film unscharf bzw. verschwommen wirken.
Zusätzlich zum Wendecover gibt es einen weiteren optischen Unterschied zwischen Horde und Allianz: Bei der Allianz sind die Seiten schwarz mit weißem Text, bei der Horde sind die Seiten weiß mit schwarzem Text. Diese „Unterscheidung“ fand ich grundsätzlich sehr gelungen, jedoch hatte ich bei den schwarzen Seiten teilweise etwas Probleme mit wiedergespiegeltem Licht, was das Lesen erschwerte.
Die Seiten des Buches sind angenehm dick und die Bilder haben allesamt sehr schöne, kräftige Farben. Das lässt das Buch sehr hochwertig wirken.

Fazit

Für Fans des Films, welche mehr über die wunderbare Welt von Warcraft erfahren wollen, ist „Warcraft: The Beginning“ eine schöne Ergänzung. Das Buch wirkt sehr hochwertig und enthält viele Hintergrundinformationen und Details. Daher gibt es 5 von 5 Sternen.

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

dystopie, gaming, musik, filme, rollenspiele

Ready Player One

Ernest Cline
Flexibler Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Arrow Books, 20.03.2012
ISBN 9780099560432
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf „Ready Player One“ bin ich zufällig beim Stöbern im Internet gestoßen. Da ich ja selber auch ein kleiner Computer-Nerd bin und mich derzeit auch sehr für das Thema „Virtual Reality“ interessiere, musste ich das Buch auf jeden Fall lesen.

Die Geschichte spielt im Jahre 2044: die Rohstoffe der Welt wurden bis aufs letzte ausgebeutet, die Menschheit hungert und unsere Welt ist zu einem trostlosem Ort geworden. Daher „retten“ sich die Menschen in die virtuelle Realität, genannt OASIS. Als der Erfinder von OASIS stirbt, bricht eine Jagd auf sein Erbe los. Einer dieser Jäger ist Wade, welchen der Leser durch den Roman hindurch begleitet.

Was einem vor Beginn des Lesen vielleicht klar sein sollte ist, dass im Roman sehr viele alte Spiele/Filme/Computer erwähnt werden, wobei vor allem die Spiele eine wichtige Rolle spielen. Ich kenne einige dieser im Buch erwähnten Spiele, aber jemand der sich damit überhaupt nicht auskennt, wird wohl weniger Freude mit diesem Buch haben. Ich persönlich finde genau diese Erwähnungen der alten Spiele extrem genial. Im Prinzip wird ein Stück Computerspielgeschichte thematisiert, welche den Beginn sämtlicher Videospiele aufzeigt.

Grundsätzlich werden in „Ready Player One“ sehr viele ernste Themen angesprochen: die Ausbeutung unserer Resourcen, Internet Tracking, Datensicherheit, die fragliche Identität der Menschen hinter dem PC und noch einiges mehr. Vor allem ist aber Virtual Reality ein großes Thema, wo es ja auch in der echten Welt derzeit große Debatten gibt. Die virtuelle Realität wird im Roman für viele Menschen ihr echtes Leben, sie ersetzt die ausgebeutete Welt und ist zusätzlich viel größer und schöner als sie. Doch ist es der richtige Weg, sich einfach in ein zwar schöneres, aber nur online existierendes Leben zu retten?

Der Autor Ernest Cline hat es bei diesem Roman geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Das liegt einerseits an dem wunderbaren Online-Setting, andererseits ist der Roman auch durchgehend spannend geschrieben. Die Sprache ist sehr naturgetreu zu den „unseren“ Onlinespielern gehalten, was ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig zu lesen und der Autor beschreibt die Szenen und Regeln der Onlinewelt verständlich.

Negativ fiel mir jedoch zu Beginn auf, dass der Hauptprotagonist sich teilweise über 24 Stunden in der virtuellen Realität befindet, ohne seinen menschlichen Bedürfnissen nachgehen zu müssen. Im späteren Verlauf werden zwar Pausen erwähnt, aber zu Beginn muss Wade wohl eine Blase aus Stahl besitzen und keinen Hunger oder Durst verspüren. Auch erwähnenswert ist vielleicht, dass das Englische Cover zwar meiner Meinung nach sehr schön aussieht, aber die abgebildeten Wohnwagentürme kaum vorkommen, da die Geschichte beinahe nur in der OASIS spielt.

Fazit

Ein genialer Roman, für den aber etwas Wissen von alten Videospielen von Vorteil ist und welcher viele ernste Themen behandelt. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

vampire, liebe, reihe, fantasy

Sanguineus - Band I

Ina Linger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei epubli, 28.09.2014
ISBN 9783737509183
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Lange Zeit habe ich sie gemieden. Nachdem ich von „Twilight“ mehr als genug hatte und die „Tagebuch eines Vampirs“ Reihe auch immer schlechter wurde, habe ich jahrelang einen großen Bogen um sämtliche Vampirromane jeglicher Art gemacht. Nachdem ich aber gefragt wurde, ob ich nicht den ersten Teil der „Sanguineus“-Reihe lesen möchte und mich dann die Inhaltsangabe doch irgendwie neugierig gemacht hatte, gab ich dem Buch eine Chance. Vor allem da sich die Story so gar nicht nach einer typischen Vampirromanze sondern eher nach einer spannungsgeladenen Geschichte anhörte. Und eines gleich im Vorraus: ich habe es in keinster Weise bereut, meine Vorbehalte gegenüber Vampirbüchern zur Seite zu legen und dem Buch eine Chance zu geben.

Der Roman beginnt sofort sehr spannend, und gleich zu Beginn werden die drei wichtigsten Charaktere vorgestellt: Jonathan, ein sehr alter Vampir und bester Freund Nathans, Nathan, ein Vampir der mit seiner „Bestie“ in sich nicht wirklich zurechtkommt und Samantha alias Sam, Freundin von Nathan. Schon ganz am Anfang des Buches wird klar, dass Nathan verschwunden ist und sein bester Freund und seine Freundin ihn natürlich nicht so einfach aufgeben.

Obwohl es auch hier eine Liebesbeziehung gibt, liegt der Fokus eindeutig auf Spannung und Action und nicht auf Romantik. Zwischendurch hatte ich zwar mal kurz die Befürchtung, dass die Geschichte jetzt doch eine sehr romantische Richtung einschlägt, aber das beschriebene Liebesspiel ist erstens nur eine kurze Szene und zweitens förderlich für die Story. Danach geht es wieder mit gewohnter Spannung weiter. Die Autorin hat es dabei wirklich geschafft, dass ich „Gefallener Engel“ zu keiner Zeit langweilig fand, es gibt immer wieder eine spannende Entwicklung oder Entdeckung, welche die Story voranbringt.

Die Charaktere überzeugen mit ihrem erwachsenen und glaubhaften Verhalten. Jedoch blieben sie für mich teils etwas zu „platt“ und bei Sam fand ich teilweise, dass sie für meinen Geschmack noch etwas mehr Ecken und Kanten haben könnte. Auch kam mir Jonathans plötzlicher Wechsel zwischen seinen Persönlichkeiten manchmal etwas zu abrupt vor, aber der Vampir hatte ja auch 170 Jahre Zeit seine Maske zu perfektionieren. Aber das ist jetzt wirklich schon meckern auf hohem Niveau.

Bei den Vampiren bedient sich die Autorin Ina Linger zwar einiger Klischees, kreiert aber dennoch ihre ganz eigene Spezies. Was ich jedoch etwas schade finde ist, dass ich beim Lesen gerne noch etwas mehr Informationen über die Vampire gehabt hätte und ein paar meiner Fragen unbeantwortet bleiben.

Fazit

„Gefallener Engel“ von Ina Linger ist ein sehr guter, spannender Reihenauftakt, welcher aber noch etwas Potenzial bietet. Daher gibt es 4 von 5 Sternen.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

warcraft

Warcraft: Durotan - Die offizielle Vorgeschichte zum Film

Christie Golden , Chris Metzen
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 23.05.2016
ISBN 9783833232664
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In dem einen oder anderen Beitrag habe ich ja schon anklingen lassen, dass ich auch sehr gerne spiele (PC und PS4). Zu diesen Spielen gehört seit einiger Zeit auch „World of Warcraft“ alias „WOW“. Daher habe ich natürlich auch den Kinofilm gesehen und als ich dann zufällig dieses Buch beim Stöbern entdeckte, wanderte es in meinen Warenkorb.

Der Roman ist die Vorgeschichte zum Kinofilm und es werden die Hintergründe erläutert, was die Frostwölfe alles durchmachen mussten. Durotan, der Namensgeber des Romans, ist der Anführer dieses Clans und muss seine Leute durch etliche Gefahren und Schicksalsschläge führen. Dabei hat er immer die Frage im Kopf, ob sie sich doch der „Horde“, einer großen Gruppe von vielen Ork-Clans, anschließen und sich somit Gul´dan beugen sollen.

Wer mit World of Warcraft vertraut ist, wird sich sofort wie zu Hause fühlen. Für Leser, welche das Buch aber ohne Vorkenntnisse lesen, finde ich die gebotenen Informationen teilweise etwas zu wenig. Hier ein kleines Beispiel: Woher soll ein Leser, der sich in WOW nicht auskennt, wissen, dass es zu Beginn nur braunhäutige Orks gibt und grüne Orks etwas „unnatürliches“ sind? Vor allem da es in anderen Filmen/Büchern/Spiele sehr wohl auch Orks mit grüner Haut gibt?

Obwohl neuen Lesern teilweise etwas zu wenige Informationen geboten werden, fand ich die Beschreibungen sehr stimmig. Speziell das Zusammenleben eines Clans wird sehr gut beschrieben und man beginnt zu verstehen was es heißt ein Ork zu sein.

Der Schreibstil ist sehr schön flüssig gehalten und ständig spannend, da die Orks immer wieder mit neuen Katastrophen und Situationen konfrontiert werden. Allerdings fand ich genau das, gegen dem Ende hin, teilweise schon etwas nervig, da sich das ganze wiederholt: Dem Ork-Clan widerfährt Schlimmes, Durotan überlegt fieberhaft was das Beste wäre, sie finden eine Lösung und alles wieder von vorne. Natürlich wissen Fans bzw. alle die den Film gesehen haben, wie der Roman ausgehen wird, allerdings wird dies erst ganz am Ende aufgelöst, was den Weg bis dorthin doch sehr spannend werden lässt.

 

Fazit

Für Fans von World of Warcraft ein sehr guter, informativer Roman. Da neuen Lesern meiner Meinung nach aber etwas zu wenig an Hintergrundwissen geboten wird, gibt es 3 von 5 Sternen.

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47 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, j.r.r. tolkien, der herr der ringe, klassiker, fantas

Der Herr der Ringe: In der Übersetzung von Margaret Carroux

J. R. R. Tolkien
E-Buch Text: 1.299 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 06.10.2010
ISBN 9783608105353
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Der Herr der Ringe“ ist wohl eine der bekanntesten Fantasygeschichten weltweit und so gut wie jeder hat zumindest schon einmal etwas davon gehört. Das Buch bzw. die Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt und es gibt die verschiedensten Ausgaben. Als großer Fan habe ich mir vor einer Weile die gebundene Carroux Übersetzung gegönnt. Im deutschen gibt es (zurzeit) zwei Übersetzungen: einmal die verbreitete Krege Übersetzung und dann noch die Carroux Übersetzung, welche es aktuell nur in Form dieser Ausgabe gibt. Ich werde am Ende meiner Rezension noch genauer auf die Unterschiede eingehen.

Der Inhalt von „Der Herr der Ringe“ wird wohl den meisten grob bekannt sein. Aber ganz kurz zusammengefasst: Der junge Hobbit Frodo bekommt einen Ring, von dem eine böse Macht ausgeht und welcher alles zu vernichten droht, wenn er in die Hände des Feindes fallen sollte. Daher macht er sich mit seinen Gefährten auf den Weg um diesen einen Ring zu zerstören. Dabei müssen sie viele Abenteuer und Schlachten bestehen.

Tolkiens Schreibstil ist für viele Leser teilweise sehr langatmig, aber ich persönlich liebe diesen Stil. Ich kann mich einfach so wunderbar in dieser faszinierenden Welt vertiefen. Allerdings finde ich, dass es teilweise Stellen gibt, die viel zu kurz kommen und Ereignisse teilweise auch in wenigen Sätzen beschrieben werden, welche für mich um einiges länger sein könnten. Der Roman ist eigentlich in sechs Bücher unterteilt, wobei „Der Herr der Ringe“ in den meisten Ausgaben als Triologie erscheint (Tolkien selbst behauptet, dass es ein einziges Buch sei und nicht drei). Diese sechs Bücher sind in, teilweise doch recht lange, Kapitel unterteilt.

Was für mich immer das faszinierendste war und ist, ist die detailreiche Welt, welche Tolkien erschaffen hat. Er erschuf verschiedenste Rassen, Lebewesen, Länder und Pflanzen. Seine Welt wirkt komplett durchdacht und mal ganz ehrlich: wie viele andere Autoren können schon von sich behaupten, eine eigene Sprache mitsamt Grammatik etc. entwickelt zu haben? Ich denke das können nur die wenigsten behaupten. Auch vom Worldbuilding könnten sich viele Autoren noch eine Scheibe abschneiden. Es gibt auch außerhalb der beiden bekanntesten Bücher Tolkiens („Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“) viele weitere Werke, in denen ganz genau verschiedenste Sagen und Vorgeschichten beschrieben werden, welche in „Der Herr der Ringe“ auch nur angedeutet werden. Für mich ist Tolkien einfach der Vorreiter von High-Fantasy Büchern.

Kommen wir nun noch zu der Aufmachung meiner Ausgabe und die Carroux-Übersetzung. Diese Ausgabe wird auch öfters als „das rote Buch“ bezeichnet, da es erstens ganz in Rot gehalten ist und zweitens in der Geschichte selbst auch ein rotes Buch vorkommt. Zusätzlich zu der Geschichte „Der Herr der Ringe“ sind auch noch die Anhänge und ein Register vorhanden, welche viele Hintergrundinformationen liefern. Außerdem gibt es noch zwei Karten dazu, damit man sich die Welt bzw. die Reise noch besser vorstellen kann. Das Buch ist wirklich wunderschön geworden und ein echtes Schmuckstück.
Doch was genau ist jetzt der Unterschied zwischen dieser Übersetzung (Carroux) und der normalweise verbreiteten Krege? Ganz simpel gesagt hält sich Carroux genauer an das englische Vorbild und außerdem ist Krege mehr „modern“ geschrieben. Ich besitze beide Übersetzungen und muss sagen, dass mir Carroux eindeutig besser gefällt, da sie viel authentischer ist. Ob man bereit ist, dafür doch einiges mehr an Geld auszugeben, muss dann jeder für sich selbst entscheiden, aber für Fans ist es definitiv eine Überlegung wert.

Fazit

„Der Herr der Ringe“ ist ein Meisterwerk und Vorreiter der High-Fantasy, daher vergebe ich 5 von 5 Sternen.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kriegsbräute, ausralien, zweiter weltkrieg, england

The Ship of Brides

Jojo Moyes
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Hodder Paperbacks, 13.02.2006
ISBN 9780340837634
Genre: Romane

Rezension:

Irgendwie hatte ich schon seit längerer Zeit wieder einmal Lust einen Roman von Jojo Moyes zu lesen. Da ich mir außerdem vorgenommen habe, ab und zu mal auf Englisch zu lesen habe ich mir „The Ship of Brides“ gekauft.

Die Geschichte beginnt aus der Sicht einer alten Großmutter, die beim Anblick eines alten Kriegsschiffes plötzlich beinahe zusammenbricht. Dann beginnt sie ihre Geschichte zu erzählen und der Leser wechselt in die Zeit kurz nach dem 2. Weltkrieg. Während dem Krieg haben viele englische Männer in Australien geheiratet, als sie dann aber wieder einrücken mussten, blieben die Frauen alleine zurück. Daher werden sie mit großen ehemaligen Kriegsschiffen nach England gebracht. (Die „Umstände“ der Geschichte beruhen tatsächlich auf wahren Begebenheiten). Dass ca. 600 Frauen, welche in eine ungewisse Zukunft segeln, nicht einfach zu bändigen sind, war mir persönlich schon von Anfang an klar. Als Leser begleitet man hauptsächlich vier Frauen auf ihrer Reise: Maggi, Avice, Jean und Frances. Diese komplett verschiedenen Frauen haben alle ihre eigenen Probleme und müssen irgendwie miteinander auskommen.

Ich persönlich fand die Story wunderschön, jedoch geschieht in der Mitte des Buches teilweise nicht besonders viel. Dem Ende entgegen baut sich jedoch nochmals ein guter Spannungsbogen auf, allerdings war das Ende für mich fast etwas zu abrupt. Ich ahnte zwar schon, wie es ausgehen würde, aber ich fühlte mich dennoch sehr aus der Story herrausgerissen. Was ich an Moyes so toll finde, ist ihr Schreibstil, welcher die Emotionen einfach perfekt an den Leser transportiert. Sie schafft es einen Roman zu schreiben, welcher sich wunderbar flüssig und federleicht liest aber den Leser trotzdem jede Gefühlsregung miterleben und in eine andere Welt abtauchen lässt.

Fazit

„The Ship of Brides“ von Jojo Moyes hat mir sehr gut gefallen und ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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(1.288)

2.201 Bibliotheken, 72 Leser, 8 Gruppen, 196 Rezensionen

london, magie, fantasy, krimi, geister

Die Flüsse von London

Ben Aaronovitch , Karlheinz Dürr
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.2012
ISBN 9783423213417
Genre: Fantasy

Rezension:

„Die Flüsse von London“ stand schon länger auf meiner Wunschliste, da ich auf vielen anderen Blogs und Webseiten immer sehr viel Gutes über die Serie von Peter Grant gehört habe. Ich muss allerdings sagen, dass ich sehr froh bin, mir nur den ersten Teil, und nicht gleich die ganze Serie, gekauft zu haben, denn dieser Roman war absolut nicht mein Fall. Ich freute mich auf einen spannenden Krimi, mit diversen Fantasy-Figuren, also endlich mal ein guter Urban-Fantasy Roman der mich begeistern kann, doch leider war ich mehrmals kurz davor das Buch abzubrechen.

Zu Beginn lernt der Leser den Hauptprotagonisten Peter Grant kennen und begleitet ihn bei einer typischen Police Constable Arbeit, wo er durch Zufall einem Geist begegnet und damit in die Welt des magischen und mystischen eintaucht. Doch die fantastischen Wesen sind für mich leider gar nicht so fantastisch – ein Troll der wie ein normaler Mensch aussieht und einfach nur unter einer Brücke lebt, wirkt für mich nicht glaubwürdig. Genauso wenig hat mir die Idee mit der Themsengöttin und dem Themsengott gefallen, welche aber später Großteile der Handlung einnimmt.

Da wären wir auch schon bei meinem größten Kritikpunkt: die Handlung. Der Roman kommt großteils einfach nicht von der Stelle. Es passieren zwar Morde und Peter Grant versucht den Schuldigen zu finden, jedoch hatte ich ständig das Gefühl, dass sich die Geschichte im Kreis bewegt. Außerdem war die Handlung für mich viel zu chaotisch und ich konnte einige Entscheidungen nicht nachvollziehen. Und wie bereits im oberen Absatz erwähnt, wird viel von den Themsengöttern geschrieben, was für mich einfach nur sinnlose Seiten waren, da absolut nichts Spannendes passiert, was die Story weiter voran bringen würde. Ich war wirklich mehrmals kurz davor den Roman aus mangelndem Interesse an der Geschichte abzubrechen.

Am Anfang hat mir der trockene, schwarze Humor des Autors noch sehr gut gefallen. Doch umso weiter ich im Buch voran kam umso mehr nervte mich dieser Schreibstil, wenn zum gefühlt hundertsten Mal erwähnt wird, wie schwierig dieses ganze Police-Constable-Dasein doch ist. Dies kann allerdings auch daran liegen, dass mich zu diesem Zeitpunkt die Geschichte schon bei weitem nicht mehr gefesselt hat.

Ein weiterer Punkt auf meiner „Kritikliste“ ist noch die Ortsbeschreibung im Roman. Ich war noch nie in London und kann mir grundsätzlich keine Namen merken und schon gar nicht die Straßennamen von den vielen genannten Straßen. Daher verlor ich auch jegliches Orientierungsvermögen und zum Ende hin überlas ich die Namen einfach, da ich sowieso nicht mehr wusste wo ich mich befand.

Einer der wenigen Punkte die mir gefallen haben, war die Einbindung der Physik in die Magie. Ich habe noch nie von einem Magier gelesen, der sich beim Zaubern Gedanken um den Energieerhaltungssatz macht. Dies fand ich wirklich eine sehr interessante Idee.

Fazit

„Die Flüsse von London“ von Ben Aaronovitch war leider überhaupt nicht mein Fall und ich musste mich wirklich durch das Buch quälen. Daher gibt es auch nur einen von fünf Sternen.

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(145)

264 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

stephen king, krimi, thriller, finderlohn, mord

Finderlohn

Stephen King ,
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453270091
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bevor ich mit der eigentlichen Rezension beginne möchte ich noch anmerken, dass ich "Mr. Mercedes" nicht gelesen habe. Dieses Buch spielt vor "Finderlohn" und es kommen anscheinend einige Figuren davon vor. Für die Geschichte ist es aber nicht von Bedeutung ob man "Mr. Mercedes" schon gelesen hat oder nicht.

Der Roman beginnt extrem spannend und fesselt einen anfangs sofort. Ohne große Umschweife kommt King zum Mord, der auch im Klappentext schon angedeutet wird. Dabei bleibt der Autor seinem Schreibstil treu und beschreibt das Geschehen ziemlich grausam und schrecklich.

Im ersten Teil des Romans springt die Story immer zwischen ein paar Jahren hin und her. Einerseits begleitet der Leser Morris, welcher den berühmten Autor umbringt und seinen Schatz vergräbt, anderseits Peter, welcher Jahre später genau diesen Schatz zufällig findet. Danach gibt es noch immer die verschiedenen Erzählstränge, welche sich jedoch immer mehr verbinden und verweben.

Da das Buch so spannend beginnt, war für mich der Mittelteil leider nicht mehr ganz so packend. Natürlich passieren diverse Vorfälle, allerdings ließ für mich die Spannung dennoch nach. Dafür wird es zum Ende hin wieder richtig mitreißend und King schafft es einen richtig langen Showdown zu schreiben, ohne dabei die Spannung zu verlieren oder langatmig zu werden.

"Finderlohn" ist im Gegensatz zu vielen anderen Romanen von Stephen King kein Horror-Roman sondern eigentlich ein Krimi. Daher gibt es nicht, so wie von anderen Werken gewohnt, eine durchgehend bedrohliche Spannung, sondern es ist wirklich eine Detektivgeschichte.

King schreibt dennoch wie ich es von ihm gewohnt bin. Seine Beschreibungen von teilweise simplen Dingen und seine geniale Ausdrucksweise faszinieren mich immer wieder.

Fazit

"Finderlohn" ist ein guter Krimi von Stephen King. Allerdings finde ich, dass der Roman in der Mitte etwas zu wenig spannend ist, daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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(145)

257 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, brandon sanderson, high fantasy, elantris, magie

Elantris

Brandon Sanderson , Ute Brammertz
Flexibler Einband: 896 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 11.03.2013
ISBN 9783453527164
Genre: Fantasy

Rezension:

Eines gleich zu Beginn vorweg: Die Inhaltsangabe bzw. der Klappentext stimmt bei diesem Roman leider nicht wirklich mit dem eigentlichen Inhalt überein.
Elantris war einst die Stadt gottähnlicher Wesen, der Elantrier. Die Elantrier hatten silberne Haut, weiße Haare und konnten mithilfe von Aonen, mächtiger Zeichen, Magie wirken. Doch vor 10 Jahren befiel die sogennante Shaod die Elantrier und machte sie somit zu zombieähnlichen Gestalten mit schwarz befleckter Haut und ohne Herzschlag. Seit diesem Zeitpunkt werden alle Menschen, die von der Shaod heimgesucht werden, nach Elantris gesperrt und ihrem Schicksal überlassen. Doch als den Kronprinzen Raoden dieses Schicksal ereilt, unterwirft er sich nicht einfach der Stadt, sondern beginnt etwas zu verändern und das Geheimnis zu lüften. Zeitgleich kommt seine zukünftige Ehefrau, Prinzessin Sarene, in seinem ehemaligen Königreich an und wittert sofort eine Verschwörung, welcher sie auf die Schliche kommen will.

Ich fand die Grundidee mit den verfluchten ehemaligen Göttern sehr interessant und auch die Hauptprotagonisten waren mir sofort sympathisch. Raoden, der Kronprinz, ist ein guter Diplomat und stets optimistisch. Sarene, die Prinzessin, ist eine sehr starke Frau, die sich in der männerdominierten Welt nicht unterkriegen lässt. Aber vor allem das Seon Ashe, eine Art magische Lichtkugel, hat es mir irgendwie besonders angetan. Grundsätzlich sind jedoch sämtliche Charaktere sehr gut ausgearbeitet und handeln auch meistens glaubwürdig und nachvollziehbar.

Bei der Welt, die Brandon Sanderson erschaffen hat, merkt man wieder einmal das geniale Talent des Autors. Worldbuilding ist wirklich eine der absoluten Stärken Sandersons. Er hat es geschafft die Stadt Elantris vor meinem inneren Auge erstehen und lebendig werden zu lassen. Natürlich gibt es, wie für den Autor typisch, wieder ein tolles durchdachtes Magie-System, dieses Mal mithilfe von Aonen, Zeichen, die in die Luft gemalt werden und dann mithilfe von Dor, der Macht, verschiedenste Dinge bewirken könne. (Dieses System der Magie erinnerte mich jedoch an „Der Rithmatist„, wo Magie mithilfe von Kreidezeichnungen gewirkt wird.)

Pro Kapitel wechseln sich die Hauptprotagonisten, welche der Leser begleitet, ab und die Story ist somit sehr abwechlungsreich, da man einmal mit Raoden in Elantris ist, dann wieder mit Sarene Intrigen schmiedet. Dabei bleibt der Schreibstil von Brandon Sanderson das ganze Buch über sehr flüssig zu lesen und auch der Spannungsbogen fällt den gesamten Roman über nie ab. Jedoch sollte man sich im Klaren sein, dass es sehr viele politische Verschwörungen gibt und dafür nicht ganz so viel Action. Ich persönlich mag es meistens nicht so gerne, wenn Politik eine so große Rolle spielt, jedoch hat es der Autor geschafft dies so interessant zu gestalten, dass es selbst mir gefiel. Dies erreichte er insbesondere auch dadurch, dass es immer wieder eine überraschende Wendung gibt, mit welcher ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Was jedoch nicht ganz so einfach für mich war, war der Einstieg in den Roman, da der Leser mit sehr vielen Namen, geographischen Orten, Religionen, und deren verschiedensten Abspaltungen, überhäuft wird. Allerdings wird das Meiste mit der Zeit erklärt und ich fand mich dennoch sehr schnell zurecht.

Fazit

„Elantris“ von Brandon Sanderson ist ein genialer, alleinstehender Fantasyroman mit einer extrem spannenden Welt und einer originellen Story. Daher vergebe ich 5 von 5 Sternen.

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(255)

507 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

fantasy, hexer, kurzgeschichten, geralt, magie

Der letzte Wunsch

Andrzej Sapkowski ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2007
ISBN 9783423209939
Genre: Fantasy

Rezension:

Am 19. Mai letzen Jahres (2015) wurde das Spiel “The Witcher 3” für die PS4 veröffentlicht. Genau ab diesem Zeitpunkt las ich eine Weile so gut wie gar nichts. Zufall? Wohl eher nicht. Unzählige Spielstunden flossen in das Spiel und noch heute tauche ich immer wieder mal gerne in die Welt des Witchers ein. Nun habe ich es endlich geschafft auch den ersten Teil der Hexer Geralt-Saga zu lesen.

“Der letzte Wunsch” von Andrzej Sapkowski ist kein komplett zusammenhängender Roman, sondern Kurzgeschichten, welche aber dennoch einen übergeordneten Zusammenhang haben.

Der Hauptprotagonist Geralt ist ein Hexer, eine Art Mutant, ausgebildet zum Töten von Vampiren, Werwölfen und anderen Ungeheuern, wobei nicht immer das Monster das eigentliche Problem darstellt und sich manchmal sogar als ganz freundlich entpuppt. In jeder der Kurzgeschichten muss sich Geralt einem Problem stellen, was meistens ziemlich actionreich endet.

Wer das bzw. die Spiele kennt, wird auf alte Bekannte, wie etwa Yennefer oder Rittersporn treffen. Ich persönlich hätte mir noch gewünscht, dass Geralt auf Zoltan trifft, da ich den Zwerg im Spiel einfach genial fand, aber vielleicht ergibt sich dies ja in einem anderen Teil der Serie. Außerdem hatte ich während des Lesens ständig die Karte im Kopf, im Buch selbst ist allerdings leider keine enthalten, und konnte mir die Welt wunderbar vorstellen. Leser die das Spiel nicht kennen, können sich eventuell nicht alles ganz so gut vorstellen, da meiner Meinung nach die Beschreibungen manchmal etwas mager ausfallen.

Der Autor Andrzej Sapkowski hat einen sehr guten, teilweise etwas dunklen Humor, welchen man entweder mag oder nicht. Mir gefällt diese Art von Humor im Roman sehr gut. Außerdem gibt es einige Seitenhiebe auf bekannte Märchen und auch typische Fantasy-Klischees finden ihren Platz. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und eher umgangssprachlich, was aber sehr gut zur Atmosphäre der brutalen Welt beiträgt. Der Hexer Geralt ist eher ein Antiheld, welcher nicht immer “moralisch korrekt” handelt aber mit seiner ganz persönlichen Art von Humor mir dennoch sehr sympatisch ist.

Ich wusste zwar schon im Vorhinein, dass der Roman aus mehreren kurzen Geschichten besteht, allerdings wäre es mir trotzdem lieber gewesen, wenn es eine durchgehende Story wäre, da mir das einfach besser gefällt.

Fazit

“Der letzte Wunsch” von Andrzej Sapkowski ist ein spannender Roman, mit vielen Seitenhiebe auf bekannte Märchen und lädt zum Eintauchen in die wunderbare Welt des Witchers ein. Dennoch hätte mir ein komplett zusammenhängender Roman besser gefallen. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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(39)

90 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

fantasy, hexen, fluch, agarax, leo aldan

Agarax - Der Hexenfluch

Leo Aldan
E-Buch Text
Erschienen bei BookRix, 02.02.2016
ISBN 9783739634883
Genre: Fantasy

Rezension:

“Agarax – Der Hexenfluch” wurde mir dankenswerterweise vom Autor Leo Aldan zur Verfügung gestellt. Neugierig begann ich also zu lesen und war gespannt wie mir der Urban Fantasy Roman gefallen würde.

Die Geschichte beginnt zuerst mit einem grausigen Mord in einem kleinen Dorf in Amerika. Anfangs ist der Roman noch eher leicht mystisch, wird aber dann, was der Klappentext nicht unbedingt vermuten lässt, mit der Zeit sehr fantasy- und hexenlastig. Schon bald ist der Leser in einer Welt voller Hexen und Dämonen gefangen, begleitet von den beiden Hauptprotagonisten Jeff und Nicole.

Der Schreibstil des Autors ist relativ flüssig zu lesen und der Roman ist auch durchwegs spannend geschrieben und regt zum Weiterlesen an. Manchmal sind im Buch aber Ausdrücke zu finden, welche ich so bis jetzt noch nicht gelesen hatte (z.B.: “und orgelte durch die Höhle”), was aber keinesfalls schlecht ist, sondern zum persönlichen Schreibstil des Autors beiträgt. Was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat, sind die schön kurzen Kapitel.

Der Leser begleitet in diesen Kapiteln meist einen der beiden Hauptcharaktere, also entweder Jeff oder Nicole. Leider waren mir beide Helden nicht ganz sympathisch, was jedoch vermutlich jeder etwas anders empfindet, und auch etwas zu “blass” und zu vorhersehbar. Auf diese Vorhersehbarkeit möchte ich allerdings nicht genauer eingehen, da ich ansonsten zu viel von der späteren Story verraten würde.

Fazit

“Agarax” von Leo Aldan ist ein guter Urban Fantasyroman für zwischendurch und ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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(94)

203 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

fantasy, götter, farben, brandon sanderson, hauch

Sturmklänge

Brandon Sanderson , Michael Siefener
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2010
ISBN 9783453527133
Genre: Fantasy

Rezension:

“Sturmklänge” von Brandon Sanderson ist ein Fantasyroman, welcher mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert und gefesselt hat.

Die Geschichte spielt in einer Welt, wo jeder Mensch einen sogenannten “biochromatischen Hauch” besitzt, am einfachsten lässt sich dieser mit der Seele eines Menschen vergleichen. Von Geburt an besitzt jeder einen Hauch, allerdings kann man auch mehr Hauche erlangen, welche dann aber von anderen Menschen (freiwillig) hergegeben werden müssen. Außerdem gibt es dann noch die “Zurückgekehrten”, welche sehr viele dieser Hauche besitzen und den Gottkönig, der einen unvorstellbaren Schatz von mehreren tausend Hauchen in sich trägt. Mit diesen Hauchen lassen sich Gegenstände erwecken und je nach Anzahl der Hauche wird die Welt noch viel genauer und schöner wahrgenommen. Doch nicht alle Menschen glauben an den Hauch und deren Göttern und ausgerechnet die junge Siri, welche einem anderen Glauben angehört, wird geschickt um den schrecklichen Gottkönig zu heiraten, was einen Krieg zwischen den Reichen verhindern soll. Ihre ältere Schwester Vivenna zieht darauf los um Siri zu retten und den drohenden Krieg abzuwenden.

Brandon Sanderson schafft es wunderbar das System mit dem biochromatischen Hauch und dessen Göttern zu beschreiben. Immer mehr taucht der Leser in eine wunderschöne Welt der Farben ein und versteht langsam die Hintergründe des drohenden Krieges. Der Autor schreibt dabei so geschickt, dass alle notwendigen Informationen dafür immer zum richtigen Zeitpunkt erzählt werden. Außerdem hat Brandon Sanderson einen wunderbar flüssigen Schreibstil und ich war teilweise richtig enttäuscht, als ich von meinem Buch aufblickte und feststellte, dass ich mich gar nicht in seiner wundervollen, farbenfrohen Welt befinde.

Die Protagonisten sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Nehmen wir nur einmal Lichtsang, einen Gott, welcher selbst nicht an seine eigene Religion glaubt. Oder die anfangs junge, naive Siri, welche sich plötzlich am Hofe des Gottkönigs behaupten muss und hinter ein schreckliches Geheimnis kommt. Auch die auf Etikette gedrillte Vivenna, welche im Roman eine unglaubliche Veränderung durchlebt, konnte mich begeistern. Für mich persönlich war kein Charakter dabei, in welchen ich mich nicht hineinversetzen konnte oder welchen ich nicht sympathisch fand.

“Sturmklänge” ist ein in sich abgeschlossener Roman und kein Teil einer Serie. Einerseits finde ich diese Tatsache schade, da ich nur allzu gerne nochmal in die Welt dorthin zurückkehren möchte, andererseits ist die Geschichte wirklich abgeschlossen und lässt kaum Fragen offen. Dem Ende entgegen nimmt der Roman nochmals richtig an Spannung zu und bietet noch eine extrem überraschende Wendung, mit welcher ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Fazit

“Sturmklänge” von Brandon Sanderson ist für mich fast eine Art Meisterwerk der Fantasyliteratur. Die Geschichte hat mich komplett gefesselt und ich kann den Roman jedem Fantasyleser weiterempfehlen. Daher vergebe ich auch 5 von 5 Sternen.

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(136)

227 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

zwerge, mittelerde, abenteuer, smaug, fantasy

Der kleine Hobbit

J. R. R. Tolkien , Walter Scherf , Juliane Hehn-Kynast , Max Meinzold
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2013
ISBN 9783423715669
Genre: Klassiker

Rezension:

“In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit.”

Mit diesem Satz hat vor vielen Jahren eine Leidenschaft für Mittelerde begonnen, welche bis heute noch immer anhält. Damals war der Deal mit meinen Vater folgender: Sobald ich “Der Hobbit” gelesen hätte, dürfte ich mir endlich einmal mit ihm “Der Herr der Ringe” ansehen. (Ich sollte erwähnen, dass ich damals wirklich noch sehr jung war.) Was dieses Buch bzw. die drei darauffolgenden Filme bewirkten, konnte vorher wohl keiner ahnen. Mittlerweile habe ich die Filme zig mal gesehen (natürlich Extended Edition), die Carroux-Übersetzung gekauft, der Gandalf-Stab hängt an der Wand in meinem Zimmer,… .

Doch konnte mich “Der Hobbit” nach Jahren noch immer so begeistern? Schon beim ersten Satz war ich wieder vollkommen in Bann genommen und konnte kaum aufhören zu lesen. Die Geschichte ist einfach wunderbar fesselnd und die Welt und Kreaturen, welche Tolkien erschafft, faszinieren mich immer wieder.

Was man allerdings nicht vergessen darf ist, dass “Der Hobbit” ursprünglich, trotz einiger Überarbeitungen, als Kinderbuch für Tolkiens Kinder gedacht war. Vor allem wenn man “Der Herr der Ringe” gelesen hat, ist der Unterschied im Schreibstil doch sehr krass. Die Sprache ist, typisch für ein Kinderbuch, sehr einfach gehalten und die Story ist sehr linear. Außerdem gibt es keine langen Beschreibungen von Landschaften, Kämpfen oder Kreaturen. Dennoch finde ich, dass der Roman bei weitem nicht nur für Kinder, sondern für Leser jeden Alters, lesenswert ist.

Fazit

“Der Hobbit” von J.R.R. Tolkien ist ein (Kinderbuch-)Klassiker, welcher mich immer wieder in seinen Bann ziehen kann. Daher gibt es 5 von 5 Sternen.

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211 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

horror, stephen king, elektrizität, roman, thriller

Revival

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.03.2015
ISBN 9783453269637
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

“Revival” ist eines der neuesten Werke von Stephen King und obwohl King schon viele Bücher geschrieben hat, fallen ihm immer wieder geniale Ideen und Geschichten ein. In den meisten seiner Romanen gibt es ein “übernatürliches Element”, welches in diesem Roman jedoch etwas ganz alltägliches ist: die Elektrizität.

Aber nicht nur Elektrizität spielt eine Rolle, sondern wie von King gewohnt handelt der Roman von viel mehr. Drogen, Religion, Familienprobleme und das Leben nach dem Tod werden ebenso sehr glaubhaft thematisiert. Dabei erschafft der Autor einen Hauptprotagonisten, der all die Probleme und Facetten des Lebens sehr plausibel verkörpert. Nicht ein einziges mal kamen mir die Handlungen und Folgen unglaubwürdig vor, stattdessen war alles sehr nachvollziehbar und schon nach kurzer Zeit erwachten die Figuren zum Leben. Ich hatte Jamie als Musiker vor Augen und Pastor Charles Jacob wie er seinem Job nachging.

King hat es mit diesem Roman wieder einmal geschafft, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Zwar kommt erst im letzten Viertel der wirkliche Showdown, aber auch davor wurde mir nie langweilig. Die stets bedrohliche Spannung, welche sich den ganzen Roman über immer mehr aufbaut, und der geniale Schreibstil des Autors lassen selbst gewöhnliche Dinge und Schicksale spannend werden. Spätestens beim eigentlichen Showdown weiß der Leser dann (wieder) wieso Stephen King oft als “Meister des Horrors” bezeichnet wird, denn die Bilder die er dem Leser dort in den Kopf setzt sind mehr als alptraumhaft.

Fazit

Wieder einmal ein genial geschriebener Roman vom “Meister des Horrors”, welchen ich nicht mehr weglegen konnte. Daher gibt es volle 5 Sterne.

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211 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

fantasy, magie, kreide, joel, jugendbuch

Der Rithmatist

Brandon Sanderson , Jürgen Langowski , Ben McSweeney
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.07.2015
ISBN 9783453269866
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Junge, eine Magierschule und seltsame Vorgänge – hört sich zuerst sehr nach der bekannten Harry Potter Geschichte an, ist aber definitiv komplett anders.

Schon sehr lange stehen einige Bücher des Autors Brandon Sanderson auf meiner Wunschliste und mit “Der Rithmatist” habe ich nun endlich meinen ersten Roman von ihm gelesen und es wird sicher nicht der letzte bleiben.

Die Handlung spielt grundsätzlich in unserer Welt, welche sich jedoch sehr anders entwickelt hat. Zusätzlich zu den normalen Menschen und Tieren gibt es hier noch die Rithmatisten und die Kreidlinge. Ein Rithmatist ist eine Art Magier, welcher Kreide zum Leben erwecken kann. Es gibt verschiedenste Verteidigungen, Angriffe und Arten von Linien. Ich hatte anfangs meine Bedenken, ob ich mir diese verschiedenen, teilweise doch sehr komplexen, Zeichnungen vorstellen kann, doch am Beginn jedes Kapitels sind die vorkommenden Zeichnungen genau abgebildet, dadurch bekommt der Leser das Gefühl, die Rithmatistik wirklich zu lernen und zu verstehen. Diese Art von Magie fasziniert mich total und ich finde die Idee, mit Kreide zu kämpfen, mehr als nur genial.

Da der Roman eigentlich ein Jugendbuch ist, ist der Schreibstil wunderbar einfach und flüssig zu lesen. Trotzdem schafft es der Autor den Charakteren Tiefe zu verleihen. Außerdem beschreibt er die Welt, welche übrigens etwas von Steampunk hat, und die Magie sehr bildlich und glaubhaft. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und bietet am Ende noch einige Überraschungen.

 

Fazit

“Der Rithmatist” von Brandon Sanderson ist ein sehr origineller Jugendroman, der mich mit seinem Magiesystem komplett begeistert hat und bekommt somit 5 von 5 Sternen.

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fad, helden, wissenschaft, fantasy

Das Gewölbe des Himmels - Die Verbündeten

Peter Orullian ,
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.10.2015
ISBN 9783734160547
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich ja mit dem dritten Band (Der Ausgestoßene) meine Probleme hatte, hoffte ich auf einen wieder stärkeren vierten Teil.

Im vorherigen Band der Serie bemängelte ich vor allem, dass zuviel Politik, Gerede und Intrigen vorkommen, welche nicht sonderlich spannend sind. Doch hat sich dies im nächsten Buch geändert? Leider nur zum Teil. Nach wie vor kommt noch sehr viel Politik vor, jedoch wird ein Konflikt wieder öfters mit einem Schwert, Gesang oder ähnlichem beendet, was für mich doch um einiges spannender ist als nur durch reden. Allerdings gefallen mir dafür die Passagen von Tahn nicht mehr so wirklich, da er ein wissenschaftliches Problem beweisen will und seine Geschichte somit fast nur mehr davon handelt.

Was ich allerdings, trotz teilweise eher langatmigen Abschnitten, immer mehr interessant finde, ist die Idee mit dem Gesang. Ich habe bisher in keinem anderen Roman eine ähnliche Form von Gesang als Angriff, Heilung, etc. gelesen.

Der Schreibstil von Peter Orullian ist auch in diesem Band wieder gewöhnt bildhaft geschrieben und sehr flüssig zu lesen. Auch wird wieder pro Kapitel eine andere Sicht von den verschiedenen Protagonisten beschrieben.

Obwohl mir dieser Band grundsätzlich wieder besser gefallen hat und ich ihn auch spannender empfand, habe ich das Gefühl, dass etwas “fehlt”. Die vielen unterschiedlichen Sichten, welche meist zeitgleich sind, lassen die Story nur sehr langsam voranschreiten und die Geschichte kommt dadurch nicht wirklich in Fahrt. Hier hätte ich mir wirklich gewünscht, wenn es zumindest mal einen größeren Fortschritt mit dem Born geben würde.

Fazit

Die Verbündeten, der vierte Teil von “Das Gewölbe des Himmels” von Peter Orullian, hat mir wieder besser gefallen als der Vorgänger. Da mir aber an der Story einfach etwas fehlt vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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