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185 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 81 Rezensionen

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Silberschwingen - Rebellin der Nacht

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522505789
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zitat:
„Ist es eine Rebellion, wenn man für die richtige Sache kämpft?“
„Ich weiß nicht“, gestand ich und sah ihn an. „Am Ende bleibt ein Kampf immer ein Kampf. Und da gibt es immer auch Verlierer.“
Im Herzen der Rebellion ist niemand sicher.

Nahtlos knüpft „Rebellin der Nacht“ an „Erbin des Lichts“ an. Nachdem Thorn Riley befreit hat, flieht sie mit ihren flammenden Schwingen in die Nacht. Am liebsten wäre sie in Luciens Armen geblieben und nur die Angst um Riley hat sie zu dieser verzweifelten Flucht getrieben. Doch die Oberen fordern ihre Gefangennahme. Wie lange wird es dauern, bis die Silberschwingen die beiden erwischen? Da taucht von unerwarteter Seite Hilfe auf, die Thorns Leben erneut durcheinanderwirbelt.

Frischer Wind kommt durch Thorns Familie in die Geschichte, denn ihre Brüder, die schon in Band 1 Kontakt zu ihr aufgenommen hatten, spielen dieses Mal eine größere Rolle. Es hat mir gut gefallen, wie die Autorin mit diesem Thema umgegangen ist. Thorn freut sich zwar, endlich ihre leibliche Familie kennenzulernen, aber trotzdem bleibt tief in ihr die Sehnsucht nach den Menschen, die ihr ganzes Leben für sie da waren und für sie immer auch ihre Familie bleiben werden.

Natürlich gibt es da noch jemanden, nach dem sie sich sehnt und der genauso unerreichbar zu sein scheint, wie ihre Familie. Es besteht die ganze Zeit für sie kein Zweifel, wem ihr Herz gehört – Lucien, den sie verletzt zurückgelassen hat um Riley zu befreien. Ob er „seiner kleinen Dorne“ das jemals verzeihen kann?
Die romantischen Verwicklungen lassen sicher die Herzen von jugendlichen Leserinnen höherschlagen.

Uns so stehen auf der einen Seite die Rebellen und die Halbwesen und auf der anderen Seite das Volk der Silberschwingen mit seinen veralteten und teilweise grausamen Traditionen, die mit harter Hand von den Oberen aufrechterhalten werden. Dazu gehört auch, dass sie den Tod von Thorn und ihren Freunden fordern.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, denn es bietet gute Unterhaltung auf vielen Ebenen. Es gibt spannende Action, romantische Gefühle, machthungrige Intrigen, fantasievolle Wendungen und vieles mehr. Vor allem der Aspekt, jemanden nicht wegen seiner Andersartigkeit abzulehnen und zu verfolgen, ist aktueller denn je.

Die Geschichte der Silberschwingen als Dilogie zu erzählen ist eine kluge Entscheidung, für die ich der Autorin sehr dankbar bin. So blieb mir ein füllender Mittelteil erspart und ich konnte gleich nach einem interessanten Auftakt ein spannendes Finale lesen!

Fazit: Der gelungene Abschluss einer spannenden und fantasievollen Geschichte für jugendliche Leser.

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(30)

59 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Die Sonnenschwestern

Tracy Rees
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 07.09.2018
ISBN 9783471351697
Genre: Romane

Rezension:

Nora lebt in London und hat einen stressigen Job, der ihr immer weniger Spaß macht. Es zieht sie nach Tenby, dass ihr immer wieder vor Augen erscheint. Es kommt ihr wie ein Ruf vor und sie beschließt sich eine Auszeit zu gönnen. Sie kündigt ihren Job und reist kurzerhand nach Wales um zu sich selbst zu finden und um herauszufinden was sie eigentlich will.

Vor langer Zeit, in den 50er Jahren, war auch für Chloe Tenby der Ort ihrer Träume. Seit sie 10 Jahre alt war, fuhr sie im Sommer zu ihrer Tante Susan und deren Familie nach Tenby. Es war eine andere Welt, die sie faszinierte und begeisterte. Alles war dort in ihren Augen besser, schöner, glamouröser, als in ihrem kleinen Heimatdorf.
Gleich bei ihrem ersten Besuch lernte sie den 2 Jahre jüngeren Llew kennen und es entwickelte sich eine innige Freundschaft zwischen den beiden, die im Laufe der Jahre immer tiefer wurde.
Doch hinter dieser ganzen Idylle wird immer deutlicher, dass irgendetwas passieren wird. Etwas, dass Chloes Zeit in Tenby beendete und ihr Leben für immer veränderte.

In sich abwechselnden Handlungssträngen werden die Erlebnisse von Nora und Chloe in Tenby erzählt. Lange Zeit fragt man sich, wie das alles zusammenhängt und was in der Vergangenheit passiert ist. Durch einen geschickten Schachzug der Autorin ist das nicht sofort offensichtlich.

Egal ob es um Chloes unbeschwerte Sommer ging, oder um Noras Aufenthalt, der besondere Zauber von Tenby, dem Meer und der rauen aber schönen Landschaft ist immer wieder spürbar. Es ist ein Ort an dem man sich wohl fühlt und zur Ruhe kommt. Und genauso ging es mir beim Lesen auch. Ich habe diesen schönen Schmöker sehr gerne gelesen.

Doch eine Frage bleibt am Ende. Wer sind denn bitte die Sonnenschwestern? Der Titel der Originalausgabe ist wesentlich passender.

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(21)

47 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Der Tätowierer von Auschwitz

Heather Morris , Elsbeth Ranke
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2018
ISBN 9783492061377
Genre: Biografien

Rezension:

Ludwig, genannt Lale, wurde am 28.10.1916 unter dem Namen Ludwig Eisenberg geboren. Nach dem Krieg änderte er seinen Nachnamen in Sokolov, denn mit diesem Namen kam man besser durch als mit Eisenberg.

Zitat aus dem Nachwort:
„Der Tätowierer von Auschwitz“ ist die Geschichte zweier gewöhnlicher Menschen die in einer außergewöhnlichen Zeit lebten, die nicht nur ihrer Freiheit beraubt wurden, sondern auch ihrer Würde, ihrer Namen und ihrer Identitäten; es ist Lales Bericht darüber, was sie tun mussten, um zu überleben.

1942 wurde Lale gemeinsam mit vielen anderen Juden, in einem Zug nach Auschwitz deportiert. Er hatte keine Ahnung, was ihn dort erwartet, doch schon in der ersten Nacht wurde ihm klar, dass sein Leben von der Willkür der SS-Soldaten abhängt. Durch Zufall wird er zum Tätowierer des Lagers, der jedem Neuzugang die Häftlingsnummer auf den Unterarm tätowiert.
Eines Tages bessert er die Nummer einer jungen Frau aus und als er ihr in die Augen schaut, verliebt er sich in sie und in dieser von Menschen geschaffenen Hölle beginnt eine unglaubliche Liebesgeschichte.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Lales Sicht geschildert. Er ist ein gewitztes Kerlchen und beherrscht viele Sprachen, was ihm immer wieder weiterhilft. Er hat einen wachen Verstand und nimmt sich mit eisernem Willen vor diesen Alptraum zu überleben und zwar gemeinsam mit seiner Gita.
Doch er denkt nicht nur an sich, denn er hat ein gutes Herz und hilft wo er kann, auch wenn er oft kaum erträgt, was um ihn herum passiert.

Das Buch basiert auf den Gesprächen, welche die Autorin 3 Jahre lang mit Lale geführt hat. Er hatte Heather bewusst als Autorin ausgewählt, denn er wollte jemanden ohne jüdischen Hintergrund, damit seiner Geschichte kein persönlicher Ballast des Erzählers aufgeladen wird.
Nach und nach berichtet er ihr von seinen Erlebnissen in Auschwitz und seiner Liebe zu Gita. Die Geschichte der beiden erzählt Heather Morris eindringlich, doch ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Sie lässt den Leser gerade so viel erfahren, dass der Schrecken, der für die Lagerinsassen allgegenwärtig war, spürbar wird. Sie wollte keine Geschichtslektion abliefern, sondern eine einzigartige Lektion der Menschlichkeit, wie sie im Nachwort erklärt.

Von der ersten Seite an hat mich diese Geschichte gefesselt und bis zum Ende nicht losgelassen. Sie wird mich sicher noch einige Zeit beschäftigen und vergessen werde ich sie bestimmt nie.
Als ich auf den letzten Seiten drei Bilder von Lale und Gita aus späteren Jahren entdeckte hat es mich sehr berührt die realen Personen zu sehen. 

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48 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Beim Ruf der Eule

Emma Claire Sweeney , Ulrike Werner-Richter
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404177134
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die fast 80jährige Meave führt eine Lodge, in welcher vor allem Menschen mit einem geistigen Handicap willkommen sind. Als nach über 50 Jahren ihr ehemaliger guter Freund Vincent vor der Tür steht, kommen die Erinnerungen an ihre gemeinsame Vergangenheit mit aller Macht an die Oberfläche und lassen Meave nicht mehr los. Was ist damals geschehen?

Meave wächst mit ihrer Zwillingsschwester Eddie in der Seaview Lodge auf. Meave, ihre Eltern und Vincent kümmern sich liebevoll und gegen alle Widerstände um Eddie, die das Down-Syndrom hat. Es wird deutlich gegen welche Vorurteile die Familie sich behaupten muss, weil sie Eddie bei sich Zuhause leben lässt.

Die Idee über eine Frau zu schreiben, welche eine Pension für Menschen mit Handicap führt, hat mir sehr gut gefallen und ich war auf Meave, ihre Angestellten (mit und ohne Handicap) und ihre Gäste gespannt.
Leider hat sich die Autorin für eine Art der Umsetzung entschieden, die mich aus mehreren Gründen nicht begeistern konnte.

Meaves Lebensgeschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Die Zeitsprünge sind nicht deutlich zu erkennen und oft wechselt die Handlung ohne dass erkennbar ist, in welche Zeit und man muss sich dies anhand von Gegebenheiten zusammenreimen.
Und je mehr man erfährt, desto schwermütiger und trauriger wird die Geschichte, denn Meave wird von von Schuldgefühlen geplagt und sie kann die Vergangenheit über 50 Jahre lang nicht loslassen.

Für mich zog sich die Lektüre. Vielleicht weil ich mich für Meave nicht erwärmen konnte. Sie ist zweifellos ein guter Mensch, aber doch ein sehr eigenwilliger Charakter. Hinzu kommt der ausführliche Schreibstil in welchem die Geschichte, die wenig Höhepunkte hat, erzählt wird.
Trotzdem wird deutlich, wieviel Kraft es kostet sich um Menschen mit einem Handicap zu kümmern und dass manche Familien damit überfordert sind. Allerdings spürt man auch wie sehr das Leben dadurch bereichert wird und wieviel man zurückbekommt. Das ist eine schöne Botschaft.

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(30)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Ein Song bleibt für immer

Alice Peterson , Sylvia Strasser
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404177080
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zu dieser Geschichte wurde die Autorin durch einen Artikel über Alice Martineau inspiriert. Sie war eine Sängerin, die von einem Plattenvertrag träumte, sich aber von anderen Sängerinnen unterschied, weil sie an Mukoviszidose litt. Die im Buch erwähnten Lieder gibt es tatsächlich und man kann sich auf YouTube das ein oder andere anhören, was ich natürlich getan habe.

Bisher wusste ich nichts über Mukoviszidose und durch dieses Buch habe ich erfahren, wie gnadenlos diese Krankheit ist und wie sie das Leben der Erkrankten und das ihrer Familien bestimmt. Inzwischen liegt die Lebenserwartung bei etwa 37 Jahren, wenn man nicht das Glück einer erfolgreichen Organtransplantation hat. Und so hofft auch Alice auf die rettenden Organe, die ihr ein normales Leben ermöglichen können.

Die Handlung wird zwar immer wieder aus der Sicht einer anderen Person beschrieben, aber im Mittelpunkt steht eindeutig Alice, die mit Zielstrebigkeit und eisernem Willen ihr Ziel verfolgt und sich nicht von ihrer Krankheit bestimmen lassen will. Und es ist kein leichter Weg, denn die Musikbranche ist hart und wer investiert schon gerne in eine kranke Sängerin?

Besonders gut hat mir die Beschreibung ihrer tollen Familie gefallen, die Alice in allen Lebenslagen unterstützt und auffängt. Dabei wird auch deutlich, was vor allem ihre Mutter aufgegeben hat, um immer für Alice da zu sein.

Und obwohl die Krankheit im Mittelpunkt steht, geht es hier vor allem darum für seine Träume zu kämpfen und nicht aufzugeben. Es ist eine Geschichte, die Mut macht sich den Widrigkeiten des Lebens zu stellen und sich zu freuen, wenn man gute Freunde und eine liebevolle Familie an seiner Seite hat.

Auf das Buch war ich sehr neugierig und auch wenn es mich nicht so mitgerissen hat, wie erhofft, habe ich es sehr gerne gelesen. Ich habe viel über Mukoviszidose erfahren und darüber wie wichtig Organspenden sind. Dieses Thema wird mich sicher noch einige Zeit beschäftigen. 

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(18)

30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Der Preis deines Herzens

Mia Sheridan , Uta Hege
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.07.2018
ISBN 9783492311571
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Geschichte hat alles was man zum Abschalten und entspannten Lesen braucht:
Humor, eine interessante Story, abwechslungsreiche Ideen, Erotik, Dramatik, traurige Geheimnisse aus der Vergangenheit, ein bisschen Drama und zwei Protas, die zwar vor Klischees triefen, aber trotzdem sympathisch sind.

Kira ist ein sympathischer Gutmensch, auf der Flucht vor ihrem Vater und dem Ex-Verlobten. Sie ist etwas chaotisch und neigt zu verrückten Einfällen, die Grayson in den Wahnsinn treiben, was er auch gerne lautstark zum Ausdruck bringt. Auf Kira wirkt er wie ein feuerspuckender Drache, allerdings ein verdammt attraktiver Drache, der eine enorme Anziehungskraft auf sie ausübt.

Grayson sieht natürlich heiß aus und er weiß das auch. Doch für ihn steht die Rettung des Weingutes im Vordergrund und dazu braucht er Geld. Deshalb geht er widerwillig auf Kiras Angebot ein. Irgendwie wird er die Zeit, bis sie sich wieder scheiden lassen können, schon rumbringen ... glaubt er. Doch Kiras großes Herz und ihre unbeschwerte Lebensfreude zeigen ihm, wie schön das Leben sein kann. Allerdings hat sein Herz einen Panzer aus Eis, weil er zu oft verletzt wurde. Kann Kira das Herz des Drachen zum Schmelzen bringen?

Die Geschichte ist oft vorhersehbar, aber trotzdem hat mich diese romantische Liebeskomödie wunderbar unterhalten und ich hatte beim Lesen mehr als einmal ein breites Grinsen im Gesicht.
Für mich war es die ideale Lektüre, um bei dieser Hitze abzuschalten. 

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(30)

59 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

Fuck you, Love

Daniela Hartig
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 07.06.2018
ISBN 9783740734060
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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(128)

192 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Ali Benjamin , Petra Koob-Pawis , Violeta Topalova
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit dem Tod ihrer besten Freundin Franny wird der 12jährigen Suzy schmerzlich bewusst, dass das Leben endlich ist. Die Leichtigkeit der Kindheit fällt von ihr ab und sie nimmt den Herzschlag des Lebens, den wir so gerne mit leeren Dingen und Gesprächen übertönen, bewusster wahr. Sie hat das Gefühl, dass die Menschen nur Augen für die lauten Dinge haben und sie beschließt zu schweigen und erst wieder zu reden, wenn sie etwas Wichtiges zu sagen hat.

Sie kann Frannys Tod einfach nicht begreifen, wo diese doch so eine gute Schwimmerin war. Die Erklärung ihrer Mutter, dass manchmal Dinge einfach passieren, ohne dass sie einen Sinn ergeben, will Su nicht akzeptieren. Sie klammert sich an eine Aussage ihrer Lehrerin Mrs. Turton:

Zitat S. 20:
Wenn etwas geschieht, das niemand erklären kann, dann ist man an die Grenzen menschlicher Erkenntnis angelangt. Das ist der Moment, in dem man die Wissenschaft braucht. Wissenschaft ist die Suche nach Erklärungen, die einem niemand sonst geben kann.“

Und so stürzt sich Su in ein wissenschaftliches Projekt, mit dem sie zu erklären hofft, wie Franny ertrinken konnte. Die Wissenschaft hat Su schon immer fasziniert, z.B. zu wissen wie oft das Herz geschlagen hat, bis man 12 Jahre alt ist, oder wie viele Menschen jährlich von Quallen gestochen werden. Sie liebt es Dinge zu analysieren und in Zahlen auszudrücken.

Die Handlung wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart begleitet man Su bei dem Versuch mit Frannys Tod klarzukommen. In der Vergangenheit erfährt man die Geschichte dieser Mädchenfreundschaft, mit all ihren Höhen und Tiefen und am Ende versteht man, warum Su ihrer Freundin ein letztes Mal einen besonderen Dienst erweisen möchte.

In dieser Geschichte um ein Mädchen, dass mit Wissenschaft besser umgehen kann als mit Emotionen geht es um Freundschaft, Kommunikation und darum verstanden und angenommen zu werden und nicht zuletzt um das Wunder des Lebens.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Tiefe von Suzys Gedanken und der wunderbare Schreibstil der Autorin sind eine ganz eigene Sprache, die berührt.
Gerne habe ich Su auf ihrem Weg zurück an die Oberfläche des Lebens begleitet.
Und ganz nebenbei habe ich viele interessante Dinge über Quallen erfahren :-)

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(60)

109 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Nichts als Liebe

Christina Lauren , Marie Rahn
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 13.07.2018
ISBN 9783746634784
Genre: Liebesromane

Rezension:

Hinter “Christina Lauren” verbirgt sich das Autorenduo Christina Hobbs und Lauren Billings, die schon einige New-York-Times Bestseller, im Bereich Young Adult, geschrieben haben. Dies ist ihr erster Liebesroman für Erwachsene.


Macy arbeitet in San Francisco an der Uniklinik auf der Intensivstation für Kinder. Die Arbeit füllt ihre Tage fast vollständig aus und sie hat nur wenig gemeinsame Zeit mit ihrem Verlobten und dessen kleiner Tochter. Trotzdem ist sie zufrieden mit ihrem Leben, so wie es ist.

Als sie zufällig Elliot, ihrer großen Jugendliebe, über den Weg läuft, gerät ihre Welt aus den Fugen. Mit 13 Jahren hat sie ihn kennengelernt und aus einer besonderen Freundschaft wurde die große Liebe, bis er sie so sehr verletzt hat, dass sie ihn nie wiedersehen wollte. Und nun ist er wieder da, nach 11 Jahren ohne jeglichen Kontakt, und erneut werden die alten Gefühle wieder wach ...


Die Geschichte von Macy und Elliot erfahren wir abwechselnd auf zwei Zeitebenen. In der Vergangenheit hat Macy immer noch mit dem Tod ihrer geliebten Mutter zu kämpfen, als sie Elliot kennenlernt. Die beiden vereint vor allem ihre gemeinsame Liebe zu Büchern und so nach und nach werden sie zu besten Freunden, Vertrauten und später dann auch zu mehr. Sie genügen einander und können sich ein Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen. Doch was ist geschehen, was zum Bruch geführt hat? Diese Frage verfolgte mich bis zum Ende des Buches, als man es endlich erfährt.


In der Gegenwart ist Elliot überglücklich, dass er Macy endlich wiedergefunden hat, auch wenn sie verlobt ist. Doch Macy ist zurückhaltend. Der Tod ihrer Mutter und der Bruch mit Elliot hat sie so tief verletzt, dass sie niemanden mehr so richtig an sich rangelassen hat. Wird sie sich erneut auf Elliot einlassen? Können sie jemals wieder Freunde sein und die Vergangenheit hinter sich lassen?


Die Geschichte war für mich ein sehr intensives und schönes Leseerlebnis. Die Gefühle und die Freundschaft der beiden werden so deutlich spürbar, dass ich sie gerne bis zum Ende des Buches begleitet habe. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was damals passiert ist, dass es zu einem kompletten Kontaktabbruch kommen konnte, denn es war deutlich, dass es für Elliot immer nur Macy gab und sie der einzige Mensch war, mit dem er seine Zukunft planen und verbringen wollte. Und Macy hat genau das Gleiche in Bezug auf Elliot gefühlt.

Die auflösende Erklärung war für mich vollkommen schlüssig und sehr berührend, so wie das ganze Buch.


Leserinnen von gefühlvollen Liebesgeschichten werden ihre Freude an der Lektüre haben!


Fazit: Eine berührende und emotionale Liebesgeschichte, die mich in ihren Bann gezogen hat.

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(92)

165 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

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Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Genki Kawamura , Ursula Gräfe
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 23.04.2018
ISBN 9783570103357
Genre: Romane

Rezension:

Zitat:
Ich war erst dreißig Jahre alt. Immerhin älter als Jimi Hendrix und Basquiat bei ihrem Tod, dennoch hatte ich das Gefühl, dass mir noch einiges zu tun blieb. Aufgaben, die nur ich auf dieser Welt erfüllen konnte. Die musste es doch geben.
Allerdings fiel mir keine einzige ein.


In diesem Buch von Genki Kawamura erfährt ein 30jähriger namenloser Briefträger, dass er einen Gehirntumor im Endstadium hat und ihm nur noch kurze Zeit zum Leben bleibt. Und als ob das noch nicht genug wäre, taucht auch noch der Teufel höchstpersönlich bei ihm Zuhause auf und behauptet, dass unser Briefträger am nächsten Tag stirbt. Gleichzeitig bietet er ihm einen Handel an: Für jeden Tag, den er länger leben darf, muss etwas von der Welt verschwinden. Der Haken bei der Sache ist, dass der Teufel entscheidet, was das sein wird ...

Die erste Entscheidung des Teufels fällt auf Schokolade. Bisher hat er noch nie welche gegessen, doch sobald er davon gekostet hat, revidiert er seinen Entschluss, weil es Sünde wäre etwas so Delikates für immer verschwinden zu lassen. Also macht euch keine Sorgen Leute, egal was kommt, Schokolade bleibt der Welt erhalten

Doch der Teufel lässt sich etwas Neues einfallen und so beraubt unser Briefträger die Zukunft täglich einer anderen Sache, um einen weiteren Tag leben zu können. Aber das kann ihm egal sein, oder? Er erlebt diese Zukunft ja nicht mehr.

Der Briefträger ist ein bindungsarmer Mensch. Seine Mutter ist gestorben und zu seinem Vater und seiner Ex-Freundin hat er genauso wenig Kontakt wie zu seinen Freunden. Er lebt nur mit seinem Kater Weißkohl zusammen, um den er sich fürsorglich kümmert.
Bei allem, was verschwindet denkt er über dessen Bedeutung nach. Theoretisch reichen essen, trinken und schlafen um zu überleben. Aber was wäre das dann noch für ein Leben ohne Dinge wie Musik, Bücher, Filme oder gar ohne Katzen? Automatisch fängt man beim Lesen an darüber nachzudenken, was uns wichtig ist und auf was man problemlos verzichten könnte.

Die Geschichte regt zum Nachdenken an und ist in einem lockeren und leicht zu lesenden Stil geschrieben. Die Frage, was ein gutes und erfülltes Leben ausmacht, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und am Ende erkennt auch unser Briefträger, dass das Leben ein kostbares Geschenk ist, dass man bewusst genießen sollte.

Anfangs fand ich das Buch sehr interessant und unterhaltsam. Leider verliert sich unser Protagonist dann in trübsinnigen Erinnerungen und erst zum Ende hin konnte mich die Geschichte wieder überzeugen.

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(11)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Zeiten voller Hoffnung

Lesley Pearse , Britta Evert
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.06.2018
ISBN 9783404176915
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die 13jährige Verity, eine Tochter aus gutem Haus, lernt auf den Straßen Londons das 14jährige Gossenmädchen Ruby kennen. Trotz aller Unterschiede sind die Mädchen sich schnell sympathisch und
freunden sich an. Doch schon nach einigen Tagen werden sie voneinander getrennt, denn Ruby wird zu einer Pflegemutter aufs Land geschickt. Ungeachtet der Trennung wird die Freundschaft der beiden immer tiefer und sie begleiten sich durch die schwierigen Zeiten des 2. Weltkrieges ...

Zu Beginn der Geschichte hat man den Eindruck, dass Ruby das traurigere Leben hat, denn sie lebt in ärmlichen Verhältnissen, muss oft stehlen damit sie etwas zum Essen hat und ihre Mutter verkauft sich an Männer. Doch durch eine glückliche Fügung nimmt Rubys Leben eine Wende hin zum Guten, denn sie wird zu einer Pflegemutter aufs Land geschickt, die ihr ein liebevolles Zuhause bietet, dass Ruby so bisher nicht kannte.

Verity wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf, doch die Fassade trügt. Ihr Vater wird wegen Unterschlagung von der Polizei gesucht und das gesamte Vermögen wird beschlagnahmt. Verity muss mit ihrer Mutter in das karge Haus ihrer grimmigen Tante Hazel ziehen. Doch das ist nur der Anfang eines langen Leidensweges, an dem Veritys Vater Archie immer wieder einen Anteil hat.

Die Autorin spannt die Handlung über einen Zeitraum von 1935, als die beiden Mädchen sich kennenlernen bis mitten in den 2. Weltkrieg. Die historischen Ereignisse dieser Zeit bilden den dramatischen Hintergrund für die nicht weniger schlimmen Erlebnisse der beiden jungen Frauen, die immer wieder Schicksalsschläge hinnehmen müssen.

Der leicht zu lesende und unterhaltsame Schreibstil und immer wieder neue Einfälle der Autorin haben dafür gesorgt, dass keine Langeweile aufkommt.
Aber auch wenn Lesley Pearse Situationen ausführlich schildert, waren die Emotionen nicht immer für mich greifbar und Veritys Verhalten nicht immer nachvollziehbar. Besonders am Ende hat mich die ein oder andere ihrer Reaktionen erstaunt.

Obwohl das Thema nur oberflächlich gestreift wird, haben mir die Schilderungen darüber gut gefallen, was Frauen in Zeiten des Krieges alles geleistet haben, wie wichtig ihre Rolle war, egal welche Aufgabe sie übernahmen.

Fazit: Diese Geschichte über eine Freundschaft, die sich weder durch Entfernung noch durch dramatische Ereignisse erschüttern lässt, habe ich gerne gelesen. 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Tage der Hoffnung

Catherine Ryan Hyde , Lotta Fabian
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 12.06.2018
ISBN 9782919800940
Genre: Romane

Rezension:

Bea ist Witwe und lebt alleine mit ihrer Katze Phyllis in einem Trailer. Der monatliche Sozialhilfescheck ist bis auf den letzten Cent genau verplant und trotzdem kommt sie oft gerade so über die Runden. Als ein Betrüger ihr das komplette Guthaben vom Konto räumt, klingt das zwar nicht schlimm, aber für Bea ist das eine Katastrophe. Vor ihr liegt ein kompletter Monat voller Ausgaben und ohne einen Cent in der Tasche. Aus ihrer Verzweiflung heraus beschließt sie diesen Monat in ihrem Lieferwagen quer durch das Land zu fahren, um wenigstens die Nebenkosten zu reduzieren und ihrem Vermieter aus dem Weg zu gehen. Ob dieser Plan aufgeht?

Auf der anderen Seite ist die 15jährige Allie, die ihr bisheriges Leben wohlbehütet und in Wohlstand aufgewachsen ist. Als ihre Eltern beide unerwartet verhaftet werden und sie in der gleichen Nacht noch ihr Zuhause verlassen muss und in eine Unterkunft für Jugendliche gesteckt wird, steht auch ihre Welt bald auf dem Kopf, denn dort wird sie mehr herausgefordert als jemals zuvor.

Die beiden Protagonistinnen gehen sehr unterschiedlich mit ihrer jeweiligen neuen Situation um. Bea entwickelt ganz unerwartet eine fast schon stoische kriminelle Energie, die ich einer Frau in ihrem Alter und mit ihrer bisher ruhigen Vorgeschichte nicht zugetraut hätte. Dabei wird dies keineswegs verharmlost oder lustig dargestellt, sondern es zeigt schnörkellos zu welchen Mitteln sie greift, um zu überleben.

Allie dagegen hat einen enormen Gerechtigkeitssinn, der im Laufe der Zeit immer härter auf die Probe gestellt wird und sie teilweise in arge Bedrängnis bringt. Gebannt habe ich gelesen wie ihr von einem Moment auf den anderen der Boden unter den Füßen weggezogen wird und sie sich fassungslos in einer Welt wiederfindet in der es niemanden gibt, der auf sie aufpasst oder an den sie sich vertrauensvoll wenden kann. Im Gegenteil, jedes Mal wenn sie meint das Richtige zu tun wird ihre Situation nur noch verzweifelter, bis auch ihr nur noch die Flucht aus der Situation und dem System bleibt.

Besonders gut hat mir gefallen, wie die Autorin mit dem Verhältnis von Bea und Allie umgegangen ist. Allie drängt sich Bea in ihrer Verzweiflung regelrecht auf, was gar nicht so einfach ist, denn Bea ist mehr als unwillig und abweisend und würde Allie am liebsten gleich wieder loswerden. Es gibt auch keine spontane Verbrüderung oder große Gesten der Zuneigung. Bea bleibt knurrig und zurückhaltend und ist mehr als einmal genervt von Allies Art die Welt zu sehen. Und während Bea nach und nach lernt, was es heißt zu leben und dass es nicht weh tut freundlich zu sein und sich zu öffnen, muss Allie aufpassen, dass sie nicht sich selbst und ihre Werte verliert.

Der Autorin ist ein ganz wunderbares Roadmovie mit einem ungewöhnlichen Paar gelungen. Es ist eine ruhige Geschichte in der die Personen die Zeit bekommen sich in unterschiedlichen Situationen wiederzufinden und sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Hier gibt es keine radikalen Veränderungen der Charaktere, sondern das behutsame Öffnen auf neue Sichtweisen.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin haben mir sehr gut gefallen und das nächste Buch, welches ich von ihr lesen möchte, ist schon notiert.

Fazit: Ein ruhiges Roadmovie mit einem ungewöhnlichen und tollen Paar. 

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286 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 132 Rezensionen

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Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2018
ISBN 9783404176908
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ausgerechnet an ihrem 27. Geburtstag und zwei Tage vor den Sommerferien erfährt die Musiklehrerin Annika Paulsen, dass sie für 2-3 Jahre an die berüchtigte Brennpunktschule Astrid-Lindgren-Schule versetzt wird, weil dort Lehrermangel herrscht.
Sie hat nur einen Gedanken: Was muss ich tun um an mein geliebtes Werther Gymnasium zurückzukommen? Und so gründet sie eine Musical AG, in der Hoffnung an den richtigen Stellen auf sich aufmerksam zu machen. Dabei ist sie weder auf die Schüler, noch auf das Auftauchen ihrer ersten großen Liebe gefasst ...

Von Anfang an haben mir die Geschichte und die Idee von der zwangsversetzten Lehrerin sehr gut gefallen und mich an eine Mischung aus "Fuck Ju Göthe" und "Der Lehrer" erinnert.
Annika hat sich bisher auf ihrer bequemen Stelle am Werther Gymnasium ausgeruht. Sie hat ihre Arbeit zwar gewissenhaft und mit Freude erledigt, aber zusätzlich kein großes Engagement an den Tag gelegt und besondere Herausforderungen haben die Schüler und der Schulalltag ihr nicht gestellt.
Ganz anders sieht es an der Astrid-Lindgren-Schule (kurz ALS) aus. Diese Schule in einem der größten Problembezirke Hamburgs ist in Lehrerkreisen berüchtigt und gefürchtet. Hier wird sie wesentlich mehr gefordert. Man hat das Gefühl, dass sie etwas unwillig aus ihrem Dornröschen-Schlaf geweckt wird und es ist schön zu lesen, wie sie sich nach anfänglichen Schwierigkeiten immer mehr in diese Rolle einarbeitet.

Anhand einiger Schüler werden verschiedene Probleme von Jugendlichen aufgezeigt, die in sozialen Brennpunkten leben. Hier hätte die Autorin gerne näher auf die Probleme der einzelnen Kinder eingehen können, denn genau wie Annika sind mir die Kids nach und nach ans Herz gewachsen und ich hätte gerne mehr über sie erfahren.

Neben ihrer Arbeit als Lehrerin, muss sich Annika auch noch privaten Herausforderungen und Geistern aus der Vergangenheit stellen. Besonders in Sachen Liebe wird ihr Gefühlsleben ordentlich durcheinandergewirbelt, denn ausgerechnet ihre erste große Liebe, der Theaterregisseur Tristan, unterstützt sie bei der Vorbereitung des Musicals. Auch wenn mir relativ schnell klar war, wie sich dieser Handlungsstrang entwickeln wird, hat mir gut gefallen, was sich die Autorin hierzu außerhalb der gern genutzten Klischees hat einfallen lassen.

Ganz nebenbei hat mir das Buch auf humorvolle Art und Weise die Wahrheit über Tchibo-Regale eröffnet. Ich muss gestehen, inzwischen sehe ich sie mit anderen Augen und muss oft Grinsen, wenn ich daran vorbeigehe. Wenn ihr wissen wollt warum, dann lest dieses Buch!

Der lockere und leichte Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich diese unterhaltsame und schöne Geschichte trotz ein paar kleiner Längen regelrecht verschlungen habe. Ich habe mitgefühlt und oft auch geschmunzelt und die Kids und Annika gerne begleitet.

Fazit: Ein schöner und unterhaltsamer Wohlfühlroman zum Abschalten und Abtauchen.

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224 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 132 Rezensionen

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Miss Gladys und ihr Astronaut

David M. Barnett , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 28.05.2018
ISBN 9783548289540
Genre: Romane

Rezension:

Die Familie Ormerod hat es nicht leicht. Oma Gladys soll auf die 15jährige Ellie und den 10jährigen James aufpassen. Durch ihre beginnende Demenz passieren aber immer wieder Dinge, welche die drei in arge Bedrängnis bringen. Um Hilfe können sie niemanden bitten, denn sie befürchten, dass Gladys dann ins Heim kommt und die Kinder in Pflegefamilien. Und so übernimmt Ellie die Verantwortung, welche immer schwerer auf ihren Schultern lastet. Es wird deutlich wie belastend es für sie ist, sich wie eine Erwachsene um die Familie zu kümmern.

Durch Zufall (oder ist es Schicksal?) ruft Tom Major auf Gladys’ Handy an. Er ist Astronaut und unterwegs zum Mars – eine Mission ohne Wiederkehr. Er ist nicht der Vorzeige-Astronaut, den die British-Space-Agency gerne hätte, denn er ist griesgrämig, unfreundlich und löst lieber Kreuzworträtsel als Interviews zu geben.
Er hat seine Gründe, warum er der Erde und den Menschen den Rücken zukehren will und im Verlauf der Geschichte erfährt man welche Schicksalsschläge zu dieser Einstellung geführt haben.
Und obwohl er beim ersten Kontakt am liebsten aufgelegt hätte, versucht er in seiner knurrigen Art den Ormerods zu helfen.

Mit diesem Buch ist dem Autor eine warmherzige Geschichte gelungen. Von Anfang an hat mich die meist ruhige Handlung gefesselt, berührt und humorvoll unterhalten. Ich habe beim Lesen oft geschmunzelt und auch wenn das Ende etwas dick aufgetragen war, hat es mir sehr gut gefallen.

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80 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Verliebt bis in die Fingerspitzen

Sarah Morgan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 04.06.2018
ISBN 9783956497858
Genre: Liebesromane

Rezension:

Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Harriet betreibt Fliss den Gassiservice „Die Bark Rangers“ in Manhattan. Als unerwartet ihr Ex-Mann Seth als Tierarzt in der örtlichen Tierklinik anfängt, werden in Fliss die Erinnerung an ihre Beziehung und ihre Vergangenheit wach. Um Seth aus dem Weg zu gehen, flieht sie zu ihrer Großmutter in die Hamptons. Doch sie hat die Rechnung ohne Seth und das Schicksal gemacht, denn er taucht unerwartet dort auf. Total verwirrt gibt Fliss sich spontan als Harriet aus. Wie lange das wohl gutgeht?

Fliss ist kein einfacher Charakter. Sie ist die Starke der beiden Zwillinge und stellt sich schon seit ihrer Kindheit vor die schüchterne Harriet. Die beiden haben sehr unter ihrem aggressiven Vater gelitten, dem sich Fliss immer mutig entgegengestellt hat. Damals hat sie gelernt ihre Gefühle zu verbergen und niemanden in ihr Inneres schauen zu lassen, damit sie nicht verletzt wird. Dieses Verhalten hat sie so verinnerlicht, dass Seth bis heute nicht genau weiß, was damals zu ihrer Trennung geführt hat, bzw. was in Fliss vorgegangen ist.
Genau wie Seth war ich neugierig auf die Antwort zu dieser Frage.

10 Jahre lang haben die beiden sich nicht gesehen und als sie sich wieder begegnen flammen die alten Gefühle wieder auf. Als Fliss sich für Harriet ausgibt, hat das einige Folgen, die für den Leser unterhaltsamer sind, als für Fliss. Es war realistisch, wie sie sich immer mehr im Netz ihrer Lüge verfängt und es ist gar nicht so einfach für sie die schüchterne Harriet zu spielen.

Seth, als attraktiver Tierarzt, ist geduldig und verständnisvoll. Er ist ein richtiger Traummann. Sein größter Wunsch ist es zu Fliss durchzudringen und sie dazu zu bringen, sich ihm zu öffnen. Eigentlich sollte ihm das gelingen, denn die Herzen seiner weiblichen Kundinnen fliegen ihm zu und vor allem seine dunklen Wimpern haben es den Damen angetan. Doch Fliss ist anders als alle Frauen die er kennt und genau das ist das Besondere an ihr.

Die Bücher von Sarah Morgan lese ich sehr gerne, denn sie sind wunderbar leicht und unterhaltsam. Auch dieses Buch hat mich anfangs begeistert, da es einige Punkte gab, die ein spannendes Leseerlebnis mit einer Prise Humor versprachen. Das Geschehen in der Vergangenheit ist interessant, doch leider wird vieles nur angedeutet, sodass es mir schwergefallen ist mitzufühlen. Das ist sehr schade, vor allem weil die Autorin nicht müde wird immer wieder zu betonen, wie schlimm Fliss’ Kindheit war und welche Auswirkungen dies auf ihr Verhalten und ihre Selbstwahrnehmung hatte.
Es wird deutlich welchen Schaden es anrichtet wenn Kinder von einem Elternteil nur Verachtung und aggressives Verhalten erleben.

Das Setting und die Nebenfiguren haben mir sehr gut gefallen. Hier hat die Autorin einen Ideenreichtum bewiesen, dem sie gerne mehr Raum hätte geben können. Wie so vieles andere kommt auch Harriet etwas zu kurz, aber vielleicht ist sie im Folgeband die Hauptfigur, was mich sehr freuen würde.

Obwohl das Buch Teil einer Reihe ist, kann man es problemlos unabhängig von den anderen lesen, denn die Handlung ist in sich abgeschlossen.

Fazit: Ein leichter Sommerroman um eine Frau die lernen muss ihre Gefühle zu zeigen.

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150 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

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Alles Begehren

Ruth Jones , Julia Walther
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959672023
Genre: Romane

Rezension:

Callum MacGregor führt mit seiner Frau Belinda eine glückliche Ehe und sie freuen sich auf ihr drittes Kind. Als ihm die 17 Jahre jüngere Kate in der Bar seines Bruders begegnet fühlt er sich sofort zu ihr hingezogen und noch am gleichen Abend schlafen die beiden miteinander. Es bleibt nicht bei diesem einen Mal und so beginnt eine zerstörerische Affäre.
17 Jahre später reist die erfolgreiche Schauspielerin Kate Andrews in ihre Heimatstadt und begegnet dort zufällig wieder Callum. Beide sind ihren Weg gegangen, haben ihr Leben mit anderen Partnern gelebt. Und doch haben sie einander nicht vergessen. Wie könnten sie auch?
Was ist vor 17 Jahren passiert und wie wird die Geschichte dieses Mal enden?

Der Titel des Buches trifft es sehr gut. Es geht um Begehren, denn Kate und Callum können einfach nicht die Finger voneinander lassen. Vor allem Callum ist bewusst, dass er sich wie ein richtiger Scheißkerl benimmt und trotzdem kann er der 17 Jahre jüngeren Frau nicht widerstehen. Für Kate geht es nicht nur um Sex. Nein, für sie ist Callum ihre große Liebe und sie liebt ihn mit einer intensiven Obsession, welche die beiden und ihre Familien zu zerstören droht. Denn genau das sind die Leidtragenden, die Menschen, die ihnen nahe stehen. Und so verletzen sie ihre Partner und Kinder, die sie lieben, am meisten.

Kate war mir nicht besonders sympathisch und mein Mitgefühl für Callum hielt sich in Grenzen. Auf die leidenschaftlichen Szenen wird so gut wie gar nicht näher eingegangen. Ich habe zwar viel über das Begehren der beiden gelesen, aber gespürt habe ich es nicht. Vielleicht blieb es für mich deshalb so schwer greifbar.
Dafür haben mir die Nebenfiguren umso besser gefallen. Sie sind liebenswert und verleihen der Geschichte eine gewisse Bodenhaftung.

Die Autorin hat bei Callum die Mischung aus Selbsthass und Verlangen glaubwürdig geschildert und auch Kates Besessenheit hat sie gut getroffen. Es wird deutlich, dass ein Teil des Reizes im Risiko liegt und dass Verlangen eine Sucht sein kann, gegen die man nur schwer ankommt.

Die Seiten sind nur so dahingeflogen, aber nicht, weil ich die Geschichte so schön fand, sondern vielmehr weil ich wissen wollte wann und wie die beiden auffliegen und was danach passiert.
Und so hatte ich beim Lesen dauernd ein ungutes Gefühl und Bedenken, wo das alles hinführt. Umso überraschter war ich vom Ende, das mir sehr gut gefallen hat.

Fazit: Die spannende Geschichte einer zerstörerischen Leidenschaft. 

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Das Schicksal der Drachentöchter

William Andrews , Alice v. Canstein
Flexibler Einband: 426 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 10.04.2018
ISBN 9782919800025
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die 20jährige Anna wurde in Korea geboren und mit 5 Monaten von einem amerikanischen Ehepaar adoptiert. Sie wächst in Amerika in einem liebevollen Zuhause auf, doch als ihre Mutter stirbt hinterlässt sie eine Lücke, die Anna gerne füllen würde. Sie reist nach Korea um dort nach ihren Wurzeln zu suchen. Ganz unerwartet findet sie ihre Großmutter Jae-hee in Seoul, die Anna nach und nach ihre Lebensgeschichte erzählt...

Jae-hees Geschichte ist die Haupthandlung des Buches und beginnt im September 1943 in Nordkorea als sie im Alter von 14 Jahren vom japanischen Militär mit einer List von Zuhause weggelockt wird. Sie wird mit vielen anderen Mädchen in die Mandschurei verschleppt, wo sie gezwungen werden als Trostfrauen den japanischen Soldaten zu dienen. Dieser Abschnitt war für mich sehr schwer zu lesen. Es wird geschildert, wie oft sie täglich vergewaltigt werden und wie die Mädchen mit Gewalt zum Gehorsam gezwungen werden. Am erschreckendsten ist, dass es sich hier um Tatsachen handelt und wie Japan mit diesem Kriegsverbrechen umgeht.

Jae-hees Schicksal führt sie an weitere wichtige Orte, an denen sich Koreas Geschichte entscheidend ändert und anhand ihres Lebens bekommt der Leser einen groben Einblick in die jüngste Historie Koreas bis hin zum Jahr 2008. Es ist kein einfaches Leben und ein ständiger Kampf ums Überleben und um Anerkennung.

Der Schreibstil des Autors war manchmal etwas spröde, fast schon schlicht und alle Figuren außer Jae-hee sind relativ blass. Dadurch fehlte mir ab und zu die emotionale Tiefe, die diese Geschichte verdient hätte. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und die Seiten sind nur so dahingeflogen. Auf jeden Fall habe ich einiges über ein wichtiges Thema und über Koreas Entwicklung erfahren. 

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88 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

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Die drei Opale - Über das tiefe Meer

Sarah Driver , Wolfram Ströle
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551553713
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 13jährige Maus gehört zum Volk der Seestämme und lebt mit ihrer Familie auf einem Schiff. Sie sammeln die Schätze des Meeres, leben im Einklang mit den Wellen und haben eine ganz besondere Beziehung zu Walen.
Maus liebt ihr Leben und ist sich sicher, dass sie nach ihrer Oma Kapitän der „Jägerin“ wird. Doch als ihr Vater verschwindet gerät ihre heile Welt ins Wanken und nachdem sich der merkwürdige Elk ihrer Mannschaft anschließt, nimmt das Unheil seinen Lauf.
Maus muss unbedingt die drei Opale und die goldene Krone des letzten Königs finden, denn ihr Besitz bedeutet große Macht und in den falschen Händen könnte das schlimme Folgen für alle Völker haben.

Auf ihrer Suche nach ihrem Vater und den Opalen muss Maus viele Abenteuer und Kämpfe bestehen, denen sie mutig entgegentritt. Gerne habe ich Maus auf dieser Reise begleitet und dabei das Land, böse und gute magische Wesen und die Geschichten und Mythen dieser Welt kennengelernt.
Ein Ereignis jagt das nächste und kaum ist Maus irgendwo angekommen, geht die Reise auch schon wieder weiter. Dadurch ist das Lesen sehr kurzweilig, aber man hat kaum Gelegenheit sich tiefer in die jeweilige Situation hineinzuversetzen.

Für ihre Geschichte hat sich die Autorin eine fantasievolle Welt voller Magie und unheimlicher Wesen ausgedacht. Alle Menschen haben Tiernamen und viele haben eine besondere Beziehung zu Tieren. So hat z.B. Maus zu ihrem 13. Geburtstag ein Adlerweibchen bekommen, das künftig ihre treue Begleiterin sein wird. Die beiden sind ein tolles Gespann und haben mich ab und zu an Lyra und ihren Dämon aus „Der goldene Kompass“ erinnert.

Es hat mir viel Spaß gemacht dieses spannende Fantasy-Abenteuer zu lesen, das vor allem für junge Leser ab 12 Jahren ein Lesevergnügen sein dürfte und für alle die gerne eine neue magische Welt, an der Seite einer jugendlichen Heldin, kennenlernen.

Fazit: Ein spannendes und wendungsreiches Fantasy-Abenteuer mit einer jugendlichen Heldin.

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(8)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Der Fremde am Strand

Lisa Jewell , Carola Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Limes, 26.03.2018
ISBN 9783809026808
Genre: Romane

Rezension:

Alice lebt mit ihren drei Kindern und drei Hunden in einem winzigen Cottage am Strand von Ridinghouse Bay an der Küste von Yorkshire. Als sie mit den Hunden spazieren geht, entdeckt sie einen Mann, der im strömenden Regen am Strand sitzt und auf das Meer starrt. Er erzählt ihr, dass er sein Gedächtnis verloren hat und nicht mehr weiß wer er ist und wo er hinsoll. Nur eins weiß er ganz genau – zur Polizei will er nicht. Alice hat Mitleid mit ihm und gewährt ihm in einem kleinen Studio in ihrem Garten Unterschlupf. Ihre Kinder taufen den Fremden auf den Namen Frank und gemeinsam mit Alice versucht er sein Gedächtnis wiederzufinden.
Gleichzeitig vermisst die 21jährige Lily in der Nähe von London ihren 40jährigen Mann Carl, mit dem sie erst seit ein paar Wochen verheiratet ist. Sie ist sich sicher, dass ihm etwas zugestoßen ist und stellt eigene Nachforschungen an, nachdem die Polizei sich als wenig hilfreich erweist.
Ist Frank der vermisste Carl?

Als dritten Handlungsstrang gibt es eine Geschichte, die sich vor vielen Jahren in Ridinghouse Bay ereignet hat. Eine Familie mit ihren beiden Kindern Gray und Kirsty verbringt dort ihre Ferien. Am Strand lernen sie Mark Tate kennen, der großes Interesse an Kirsty zeigt und sofort hat man als Leser ein ungutes Gefühl, dass sich jedes Mal wenn die Geschichte zu diesem Teil der Handlung springt, verstärkt.

In der Gegenwart genießt Alice die Nähe von Frank und möchte ihn nur ungern gehen lassen. Doch was ist, wenn sich herausstellt, dass er ein Verbrecher ist oder verheiratet? Wird sie wieder allein sein oder sind sie und ihre Kinder sogar in Gefahr? Als Leser ist man genauso hin- und hergerissen wie sie.

Die drei Handlungsstränge bewegen sich langsam aufeinander zu und man fragt sich unwillkürlich, wie sie zusammenhängen. Ist Frank eine der Personen aus der Vergangenheit und wenn ja, welche? Gekonnt spielt die Autorin mit der Fantasie und den Gefühlen des Lesers. Immer, wenn ich mir sicher war, wie alles zusammenhängt, hat mich die Autorin überrascht und so wurde das Buch für mich eine kurzweilige Lektüre, bei der sich die Spannung immer mehr steigerte.

Die Geschichte ist wie ein Puzzle, bei dem man nach und nach fehlende Teile findet, aber erst am Ende das grausige und traurige Gesamtbild erkennen kann. 

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(153)

223 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 115 Rezensionen

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Kleine Feuer überall

Celeste Ng , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281560
Genre: Romane

Rezension:

In Shaker Heights gibt es Regeln, viele Regeln, die besagen was man tun und was man nicht tun darf. So darf der Rasen vor dem Haus nicht höher als 15 cm sein, ansonsten kommt ein strenger Brief der Stadt. Auch die Farben der Häuser sind genau geregelt. Je nach Baustil dürfen nur ganz bestimmte verwendet werden, um eine harmonische Ästhetik der Straßenzüge sicherzustellen. Ja, in Shaker Heights gibt es für alles einen Plan und das Motto der Stadt lautet „Die meisten Gemeinden entstehen einfach, die besten sind geplant.“

In dieser scheinbar perfekten Idylle lebt Mrs. Richardson mit ihrem Mann und ihren vier (natürlich geplanten) Kindern. Sie haben ein wunderschönes Haus und leben in Wohlstand ein ruhiges und beschauliches Leben, in das sich nur Izzy, die rebellische Jüngste der Familie, nicht so recht einfügen will.
Da sich Mrs. Richardson gerne als Wohltäterin sieht, vermietet sie eine freie Wohnung an die alleinerziehende Künstlerin Mia, die dort mit ihrer Tochter Pearl einzieht. Die beiden sind in den 15 Lebensjahren des Mädchens nie lange an einem Ort geblieben, aber das soll sich jetzt ändern. In Shaker Heights soll ihr Vagabundenleben ein Ende haben. Doch bereits auf den ersten Seiten des Buches wird klar, dass dies nicht gelingt, denn als diese beiden unterschiedlichen Familien aufeinandertreffen, gerät etwas in Bewegung, das am Ende dafür sorgt, dass einiges durcheinandergewirbelt wird. Jeder der Beteiligten geht verändert aus der Geschichte hervor.

Nach und nach lernt man beide Familien näher kennen. Die Jugendlichen gehen auf die selbe Schule und freunden sich schnell an. Die Entwicklung der Beziehung der jungen Leute wird toll beschrieben. Pearl hat zum ersten Mal in ihrem Leben Freunde und lernt, wie es ist, wenn man nicht nur das Nötigste besitzt.
Ihre Mutter Mia ist Fotografin, die getrieben auf der Suche nach dem nächsten perfekten Motiv ein ruheloses und minimalistisches Vagabundenleben führt. Äußerlichkeiten und die Meinung anderer sind ihr nicht wichtig. Alles was zählt sind sie und Mia.

Anhand dieser beiden Familien und ihren Mitgliedern wird deutlich wie unterschiedlich Menschen mit derselben Situation umgehen, wie sie diese beurteilen und wie wichtig sie sich selbst und ihre Meinung nehmen.

Eines der Themen ist es aufzuzeigen, wie trügerisch makellose Fassaden sein können und dass scheinbar Mittellose in mancher Hinsicht reicher bzw. zufriedener leben. Der ruhige Schreibstil spiegelt die Atmosphäre in Shaker Heights perfekt wieder. Doch er ist genauso trügerisch und indem sich die Autorin den Personen immer wieder aus einer anderen Perspektive nähert entsteht am Ende ein Gesamtbild, dass mit den anfänglichen Eindrücken kaum noch etwas zu tun hat.
Hier geht es um das ganz normale Leben, das manchmal aus den Fugen gerät, was dramatische Folgen haben kann.

Besonders gut gefallen haben mir die Frauenfiguren, egal welcher Altersgruppe, gesellschaftlicher Stellung oder Nationalität. Jede dieser Frauen hat ihre ganz eigene Geschichte, ihre Stärken und ihre Schwächen, die sie menschlich und verletzlich machen.
Interessant sind hier die unterschiedlichen Blickwinkel, aus denen die Autorin Mütter und die Beziehung zu ihren Kindern betrachtet.

Fazit: Eine ruhige Geschichte, die einen Blick hinter scheinbar perfekte Fassaden wirft und zeigt wie stark Frauen sein können, besonders wenn es um ihre Kinder geht.

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(6)

24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Eine Liebe in Blackmoore

Julianne Donaldson , Heidi Lichtblau
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 03.04.2018
ISBN 9783866124509
Genre: Historische Romane

Rezension:

Jedes Jahr reisen Henry und Sylvia, die besten Freunde der 17jährigen Kate, nach Blackmoore um dort ein paar Wochen zu verbringen. Es ist Kates größter Wunsch die beiden einmal dorthin zu begleiten, um ihrer ungeliebten Familie zu entkommen und Blackmoore mit eigenen Augen zu sehen. Als endlich die ersehnte Einladung kommt, stimmt Ihre Mutter dieser Reise jedoch nur unter einer Bedingung zu. Kate muss in Blackmoore drei Heiratsanträge bekommen und ablehnen. Gelingt ihr dies nicht, kann ihre Mutter frei über Kates Zukunft bestimmen. Kate hat nur Blackmoore im Kopf und stimmt dieser Vereinbarung zu.
Doch in Blackmoore angekommen, muss sie feststellen, dass sich das Schicksal nicht so leicht beeinflussen lässt ...

Charmant und unterhaltsam erzählt die Autorin in diesem schönen Regency-Roman die Geschichte einer jungen Frau, die sich wie ein gefangenes Tier in einem Käfig fühlt. Kate ist temperamentvoll und sie hat einen unbändigen Drang nach Freiheit und danach die Welt zu erkunden. Doch das ist nicht das, was sich für eine junge Frau geziemt.
Ihr einziger Verbündeter ist ihr Freund Henry, der sie so oft es geht dabei unterstützt ihrem verhassten Zuhause zu entkommen.

Es hat mir Spaß gemacht Kate nach Blackmoore zu begleiten, diesem großen und herrschaftlichen Haus, das windumtost auf einer Klippe am Rand des Moores steht. Die Atmosphäre des Hauses und der wilden Landschaft bildet den Rahmen für die gemeinen Intrigen, die Standesdünkel und die Eifersucht, denen unsere tapfere und ungestüme Heldin hier begegnet.

Die Geschichte hat meine Erwartungen an einen Roman im Stil von Jane Austen voll und ganz erfüllt. Auch wenn die Nebenfiguren etwas blass sind und mir schnell klar war, wie die Geschichte ausgehen wird, hat die Autorin doch einige Überraschungen bereitgehalten, die für ein kurzweiliges Lesevergnügen gesorgt haben.

Fazit: Schöner Regency-Roman mit einer ungestümen Heldin, die um ihren Wunsch nach Freiheit kämpft.

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(63)

83 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Hidden Legacy - Das Erbe der Magie (Nevada-Baylor-Serie 1)

Ilona Andrews
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 05.04.2018
ISBN 9783736308459
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die 25-jährige Nevada Baylor arbeitet als private Ermittlerin. Mit ihrem Einkommen sichert sie das Überleben ihrer Familie, für die sich Nevada seit dem Tod ihres Vaters verantwortlich fühlt. Gemeinsam leben sie in einer Lagerhalle in Houston. Die Stadt wird von Familien mit magischen Begabungen beherrscht. Sie nennen sich selbst „Häuser“ und besitzen Macht und Geld.

Als Adam Pierce, einer der begabtesten Söhne eines Hauses, seine Macht missbraucht, wird Nevada beauftragt ihn lebend seiner Familie zu übergeben. Wie soll man das schaffen, wenn man selbst kaum magisch begabt ist? Da bietet unerwartet einer der mächtigsten und gefährlichsten Magier Nevada seine Hilfe an. Doch Mad Rogan ist nicht nur eiskalt und tödlich, sondern auch verdammt sexy, was Nevadas Leben und Gedanken gründlich durcheinanderwirbelt, während sie gemeinsam mit ihm versucht Adam Pierce aufzuspüren.

Es hat etwas gedauert, bis ich mit der Geschichte warm geworden bin. Das lag sicher auch daran, dass ich sie anfangs dauernd mit der „Stadt der Finsternis“-Reihe des Autorenpaares verglichen habe.

Nachdem jedoch Mad Rogan auf der Bildfläche erschien, wurde die Geschichte unterhaltsamer und das ging nicht nur mir, sondern auch Nevada so, die sich gern und häufig von seinem sexy Anblick ablenken lässt und sich nur mit Mühe beherrschen kann, nur in Gedanken über ihn herzufallen. Natürlich führt das zu einem prickelnden Katz und Maus-Spiel, das im Folgeband sicher fortgeführt wird.

Gemeinsam sind die beiden ein tolles und ungewöhnliches Team und bei ihrer Jagd nach Adam lernt der Leser einiges über die gesellschaftliche Struktur der Magier und ihre unterschiedlichen Begabungen. Mit viel Action und humorvoll bissigen Dialogen kommen Nevada und Rogan einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur.

Besonders gut gefallen hat mir Nevadas Beziehung zu ihrer Familie. Sie ist das Wichtigste in ihrem Leben und Nevadas Beschützerinstinkt treibt sie an. Die einzelnen Mitglieder sind liebevoll gezeichnet und sorgen für eine warmherzige Atmosphäre.

Die Geschichte bietet kurzweilige Unterhaltung und ich habe sie sehr gerne gelesen, auch wenn man sie in meinen Augen nicht mit den Büchern rund um Kate Daniels vergleichen kann bzw. sollte.

Ich freue mich schon auf den Folgeband, in welchem Mad Rogan bestimmt wieder auf Nevada und ihre Familie trifft.

Fazit: Kurzweilige Unterhaltung mit einer Prise prickelnder Erotik.

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143 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

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Libellenschwestern

Lisa Wingate , Andrea Brandl
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Limes, 05.03.2018
ISBN 9783809026907
Genre: Romane

Rezension:

Die zölfjährige Rill Foss lebt mit ihren vier Geschwistern und ihren Eltern auf einem Hausboot auf dem Mississippi.
Die Geschichte beginnt im August 1939, als Queenie, die hochschwangere Mutter der Kinder, so starke Wehen bekommt, dass ihr Mann Briny sie schnellstens ins nächstgelegene Krankenhaus bringen muss. Als die Kinder alleine zurückbleiben passiert das Unfassbare. Polizisten tauchen auf und nehmen die Kinder gewaltsam mit, um sie an Georgia Tann zu übergeben. Diese Frau beeinflusst zu dieser Zeit das Schicksal vieler Kinder und nicht immer zum Guten...
Mehr als 70 Jahre später besucht Avery, die Tochter von Senator Stafford, gemeinsam mit ihrem Vater ein Pflegeheim, wo sie durch Zufall die 90-jährige May Crandall kennenlernt. May scheint Averys Großmutter Judy zu kennen, will aber nicht verraten woher. Averys Neugier ist geweckt und da ihre Großmutter Judy an Demenz leidet, versucht sie auf anderen Wegen das Geheimnis zu lüften, das sie hinter der Verbindung der beiden Frauen vermutet. Und so beginnen die Vergangenheit und die Gegenwart sich aufeinander zuzubewegen...

Obwohl mir von Anfang an relativ klar war, wie die Geschichte in etwa verlaufen wird, war ich doch in keinster Weise auf das gefasst, was ich zu lesen bekam. Vor allem die Geschichte in der Vergangenheit hat mich erschüttert, besonders weil sie von wahren Begebenheiten inspiriert wurde. Georgia Tann gab es tatsächlich und sie hat jahrzehntelang unbehelligt Kinder ihren Eltern weggenommen und sie wie Waren verkauft und sogar in der Zeitung angeboten.
Der atmosphärisch dichte Erzählstil der Autorin ließ mich in die Handlung eintauchen und hat dafür gesorgt, dass ich die dramatische Geschichte von Rill und ihren Geschwistern atemlos und entsetzt verschlungen habe. Die Lektüre ist mir an einigen Stellen nicht leichtgefallen.

Die Kapitel wechseln immer zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit und jedes Mal wenn die Handlung zu Avery ins Hier und Jetzt gesprungen ist, konnte ich etwas entspannter lesen. Avery ist Anwältin und sie verbeißt sich in das Geheimnis, wie in einen Fall, den es zu lösen gilt. Mit leichter Hand erzählt die Autorin Averys Jagd nach Hinweisen und macht dabei deutlich wie stark der Druck der Öffentlichkeit ist, wenn es um Skandale rund um Politiker geht. Und genau einen solchen Skandal will Avery vermeiden. Ob ihr das gelingt?

Die Autorin hat es wunderbar geschafft, die ganz eigene Stimmung der beiden Handlungsstränge spürbar zu machen.

Diese spannende, dramatische und erschütternde Geschichte wird mich sicher nicht so schnell loslassen.
Es ist unfassbar wie grausam die Schicksale der Kinder waren, die in Berührung mit den kriminellen Zwangsadoptionen von Georgia Tann gekommen sind.

Fazit: Keine leichte Lektüre, aber trotzdem für mich ein ganz besonderes Buch, das mich sicher noch eine Zeit lang beschäftigen wird.

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Silberschwingen - Erbin des Lichts

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.02.2018
ISBN 9783522505772
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Thorn ist ein ganz normaler Teenager. Sie geht zur Schule, treibt gemeinsam mit ihren Freundinnen Sport und liebt ihre Familie. Kurz vor ihrem 16. Geburtstag zeigt auf einmal der coole Rebell Riley Interesse an ihr. Warum interessiert sich dieser Typ plötzlich für sie? Was er Thorn erzählt, stellt ihre Welt vollkommen auf den Kopf und nichts wird jemals wieder so sein, wie es vorher war, denn Thorn ist nicht die, die sie zu sein glaubt ...

Wie soll man das Buch rezensieren, ohne dabei zu viel von der Handlung vorwegzunehmen? Denn das war für mich gerade das Tolle an dem Buch. Es gab immer wieder überraschende und spannende Wendungen und es wäre schade, alles vorab zu verraten. Aber ganz ohne kleine Spoiler geht es nicht.

Thorn begegnet einer Gesellschaft von Wesen, die verborgen vor den Menschen leben und die ihre eigenen veralteten Gesetze und Traditionen hat. Auch wenn sie aussehen wie Engel, so sind sie doch keine. Grausamkeit und Gefühlskälte ist hier keine Seltenheit. Hier lernt sie Lucien kennen, einen faszinierenden jungen Mann, dessen Handlungen nicht auf den ersten Blick zu durchschauen sind.

Thorns Beschreibung ist gelungen, auch wenn ich ab und zu über ihre Handlungen den Kopf schütteln musste. Aber hey! Sie ist 16 Jahre alt und ihre Welt ist komplett aus den Fugen geraten. Das sollte man beim Lesen berücksichtigen, wenn sie sich in jugendlichen Schwärmereien ergeht oder sich nicht unbedingt rational verhält.

Es ist eine fantasievolle, dramatische und wildromantische Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe und die ich vor allem jugendlichen Leserinnen empfehlen kann, die ja auch die Zielgruppe sind. Wem die „Biss“-Reihe gefallen hat, der wird auch an diesem Buch seine Freude haben.

Am Ende sind einige Fragen offen und meine Neugier auf die Antworten ist geweckt. Ich werde die Fortsetzung auf jeden Fall auch lesen.

Fazit: Eine fantasievolle, dramatische und wildromantische Geschichte, perfekt für die jugendliche Zielgruppe.

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Mit Hanna nach Havanna

Theresia Graw
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.02.2018
ISBN 9783734104404
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die 33jährige Journalistin Katrin Faber, moderiert schon seit Jahren die renommierte Fernsehsendung „Spaziergang mit Katrin“ bei Hello-TV. Als ihr Chef sie zum Abendessen einlädt, rechnet sie mit allem möglichen, nur nicht mit ihrer Versetzung zu einer Sendung für Senioren. Und als ob das ihr ruhiges und wohlorganisiertes Leben nicht schon genug auf den Kopf stellt, bittet sie auch noch eine ältere Zuschauerin ihre Biographie zu schreiben. Dafür soll Katrin mit Johanna Wagner von Trottau zu Dannenberg – genannt Hanna – nach Kuba reisen um dort nach Hannas großer Liebe zu suchen...

Und so macht sich ein sehr ungleiches Gespann auf die Reise. Während Hanna freundlich, lebenslustig, aufgeschlossen und sehr unbekümmert auf vieles reagiert, ist Katrin das genaue Gegenteil. Katrin ist kein einfacher Charakter. Sie wirkt oft verknöchert und unfreundlich und hat wenig Verständnis für Land und Leute. Ihr Denken ist von Vernunft und Logik geprägt und ihr beruflicher Ehrgeiz treibt sie an. Selbst ein romantischer Sonnenuntergang ist für sie nur Physik. Ich habe mir etwas schwer damit getan mit Katrin warm zu werden.

Dafür haben mir von Anfang an die Beschreibungen Kubas gut gefallen. Die Schilderungen der Natur, der Städte und der Menschen mit ihrem teilweise sehr einfachen Leben waren für mich das Highlight des Buches. Man merkt deutlich, dass die Autorin das Land selbst bereist hat und genau weiß, von was sie schreibt.

In lockerem und unterhaltsamem Schreibstil erzählt die Autorin dieses Roadmovie quer durch Kuba, denn die Reise und das Land halten für die beiden Frauen einige Überraschungen bereit.

Anfangs bin ich nicht gleich mit der Geschichte und Katrin warm geworden. Doch Hanna und Kuba haben dafür gesorgt, dass ich das Buch gerne gelesen habe. Auch wenn das Ende etwas sehr rosarot ist, passt es doch zu dieser perfekten Urlaubslektüre.

Fazit: Unterhaltsam erzähltes Roadmovie quer durch Kuba, mit einer etwas sperrigen Protagonistin.

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