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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Was uns ganz macht

Kendra Fortmeyer , Fabienne Pfeiffer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 25.09.2017
ISBN 9783789108457
Genre: Jugendbuch

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29 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mr. Widows Katzenverleih

Antonia Michaelis
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654309
Genre: Romane

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83 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

roman, leben, poesie, bücherliebe, liebe

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Stephanie Butland , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520758
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die 25jährige Loveday arbeitet in einem Antiquariat und fühlt sich zwischen den Büchern wohler als unter Menschen. Als sie Nathan kennenlernt, bekommen die Mauern, die sie um sich errichtet hat, Risse. Doch dann tauchen Bücher auf, die Loveday an ihre Vergangenheit erinnern und sie muss sich entscheiden, ob sie sich weiterhin verstecken will oder ob sie den Mut findet sich den Menschen, die sie lieben, anzuvertrauen und zu öffnen...

Das Setting war für mich das reinste Vergnügen. Vor allem am Anfang beschreibt Loveday ihre Arbeit in dem Antiquariat und es werden einige Buchtitel und Autoren genannt, die ihr gefallen oder die sie in den Kartons, die häufig abgegeben werden, entdeckt. Bücher sind schon seit ihrer Kindheit ihre treuesten Gefährten und Lovedays Liebe zu ihnen ist deutlich spürbar. 
Sicher kennt ihr das Gefühl, wenn man eine Buchhandlung betritt. Die Atmosphäre, der Geruch und die vielen Bücher sorgen bei mir für ein Wohlgefühl und ich komme zur Ruhe. So scheint es auch Loveday an ihrem Arbeitsplatz im Antiquariat zu gehen.

Doch so sehr sie Bücher mag, so sehr misstraut sie Menschen und lässt kaum jemanden an sich heran. Lediglich ihr Chef Archie ist ihr ein treuer und väterlicher Freund. Mit Begeisterung erzählt er immer wieder wie er Loveday kennengelernt hat und es ist schön zu lesen, wie die beiden füreinander da sind und sich ergänzen. 

Es hat seine Gründe, warum Loveday so verschlossen ist. Sie hatte keine einfache Kindheit und es wird deutlich welch bleibenden Schaden traumatische Erlebnisse bei Kindern anrichten können. Trotz dieses traurigen Themas schafft es die Autorin mit Lovedays trockenem Humor und warmherzigen Szenen, dass die Handlung nicht allzu sehr bedrückt. 

Die Wende kommt als Nathan in Lovedays Leben tritt. Mir hat gefallen, welche Details ihr an ihm aufgefallen sind und wie sie diese eingeordnet hat. Ohne sie zu bedrängen sucht er immer wieder ihre Nähe und nimmt sie mit zu Poetry Slam Veranstaltungen, die er regelmäßig veranstaltet. Das ist eine neue Welt für Loveday, in der sie sich wohlfühlt. Vielleicht weil man hier auch, wie in Büchern, mit Worten zum Ausdruck bringt, was einen bewegt.
Für Interessierte füge ich einen youtube-Link zu einem Poetry-Slam von Julia Engelmann an, um zu zeigen, was Poetry-Slam ist:
https://www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8

Als die Vergangenheit Loveday nach und nach einholt, nimmt dieser Bereich ihres Lebens immer mehr Raum im Buch ein und die Stimmung ändert sich. Die Kapitel wechseln zwischen drei Zeitebenen und die Autorin schildert in ruhiger und eindringlicher Erzählweise, was Loveday erlebt hat, wie es ihr dabei ging und wie sehr ihre Gedanken von der Vergangenheit beherrscht werden.

Trotz der ausführlichen Schilderungen, die nur langsam und nach und nach Lovedays Erlebnisse enthüllen, hat mich das Buch gefesselt, vielleicht weil dadurch die Gefühle und Stimmungen intensiv spürbar waren und sicher auch weil ich wissen wollte, was damals geschehen ist. 

Fazit: Ein ruhiger und bewegender Roman um eine starke junge Frau, die durch Liebe und Freundschaft lernt, ihre Vergangenheit zu verarbeiten und nach vorne zu schauen um endlich ihr Leben zu leben.

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95 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

schicksal, liebe, krankheit, musik, autorin

Der Herzschlag deiner Worte

Susanna Ernst
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426521236
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Geschichte beginnt mit dem Tod von Vincent. Das Merkwürdige dabei ist, dass sein Geist danach an seinen Sohn gebunden ist und er miterlebt, was in Alex’ Leben passiert, ohne dass er etwas dagegen tun kann. Ich hatte schon befürchtet, dass es eine Geistergeschichte wird, aber da habe ich mich zum Glück getäuscht. 
Dadurch dass er Alex begleitet erfährt er Dinge, die ihm zu Lebzeiten nicht bekannt waren und wenn Vincent in Gedanken in die Vergangenheit abtaucht und den Leser daran teilhaben lässt, ergibt sich ein Gesamtbild, dass nach und nach die Dramatik vergangener Entscheidungen und Erlebnisse aufdeckt.

Doch die eigentlichen Hauptpersonen sind Alex und Maila, die sich durch Zufall bei einer literarischen Veranstaltung kennenlernen. Oder war es Schicksal?
Beide sind auf ihre Art Künstler, deren Arbeit von der Vergangenheit beeinflusst wird. Alex komponiert und textet Songs. Doch seit er sich um seine kleine Tochter Leni kümmern muss, hat er eine kreative Blockade. Und Maila ist Schriftstellerin, die ihre Vergangenheit in ihren Büchern verarbeitet. Man spürt sofort, dass die beiden füreinander bestimmt sind, aber immer wieder stellen sich ihnen Hindernisse in den Weg. Warum will Maila auf keinen Fall eine feste Beziehung und schafft es Alex sie für sich und eine gemeinsame Zukunft zu gewinnen?

Lange weiß der Leser nicht, warum Maila sich so gegen eine feste Beziehung sträubt und ich war gespannt, wie die Autorin das glaubwürdig erklären will, ohne dass sie auf die gängigen Klischees zurückgreift. Es ist ihr gelungen.

Das Buch ist jedoch so viel mehr als eine einfache Liebesgeschichte. Eine wichtige Rolle spielt Jane, die Patentante von Alex, die früher die beste Freundin seiner Eltern war. Trotz ihrer Erkrankung an ALS und der damit einhergehenden Bewegungsunfähigkeit, ist sie eine sehr starke Persönlichkeit, die mit wenigen Worten und Blicken mehr zum Ausdruck bringen kann, als so mancher „Gesunde“ mit tausend Worten.

Auch Alex’ Tochter Leni hat mein Herz im Sturm erobert, genauso wie das von so mancher Figur in diesem Roman. Es war sehr schön über die liebevolle Beziehung der beiden zu lesen und die anfänglichen Schwierigkeiten verleihen dem Ganzen Glaubwürdigkeit.

Die Autorin hat eine schöne, vielschichtige und warmherzige Geschichte geschrieben, die ich sehr gerne gelesen habe. Sie gibt der Handlung und den Personen die Zeit und den Raum sich zu entwickeln.

Neben der Liebe ist ein zentrales Thema die Beziehung von Eltern zu ihren Kindern und welche schweren Entscheidungen man manchmal trifft, in dem Glauben das Beste für die Kinder zu tun, ohne Rücksicht auf sich selbst.

Fazit: Eine berührende Geschichte, die dramatisch, traurig, schön und warmherzig ist. Das Buch gehört zu meinen Highlights 2017 im Genre Liebesromane.

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89 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

liebe, schwanger, schwangerschaft, london, familie

Und jetzt auch noch Liebe

Catherine Bennetto , Teja Schwaner , Iris Hansen
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633435
Genre: Romane

Rezension:

Die Kurzbeschreibung des Inhaltes ist irreführend, denn sie suggeriert, dass sich Emma gleich zu Beginn des Buches in einen Mann verliebt, der der Richtige sein könnte. Doch geht es vielmehr um die Zeit ihrer Schwangerschaft, welche Probleme sich ihr stellen und wie sie damit umgeht.

Die Geschichte umfasst so ziemlich genau die neun Monate ihrer Schwangerschaft. Sobald sie erfährt, dass sie ungewollt ein Baby erwartet, trennt sie sich von ihrem Lebensgefährten Ned, kündigt im Affekt ihren Job und verliert ungewollt ihre ganzen Ersparnisse.

Doch egal welche Probleme sich ihr in den Weg stellen, gibt es immer Menschen, die ihr zur Seite stehen. Ihre Familie ist zwar chaotisch und ihre Mutter etwas exzentrisch und oberflächlich, aber sie kann jederzeit auf sie zählen, genauso wie auf ihre Freunde. 
Trotzdem verfällt Emma oft in Selbstmitleid und ich hätte sie beim Lesen manchmal am liebsten geschüttelt, damit sie mit dem Jammern aufhört und ihr Leben in die Hand nimmt. 

Mit leichter Hand und viel Humor erzählt die Autorin, was Emma in den neun Monaten passiert, wie sie versucht sich finanziell über Wasser zu halten und welche Menschen ihr begegnen. 

Ich habe Emmas Geschichte gerne gelesen. Immer wieder gibt es Wendungen und witzige Erlebnisse und Dialoge, vor allem wenn ihre Familie mit im Spiel ist. Das Buch ist ideal um im Urlaub oder auf dem Sofa ein paar unbeschwerte Lesestunden zu genießen.

Fazit: Unterhaltsame und leichte Lektüre über eine ungewollt Schwangere und ihr chaotisches Leben.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

familie, neuanfang, gewalt in der ehe, schottland, sommer

Im siebten Sommer

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492308038
Genre: Romane

Rezension:

Mitten in der Nacht kommt Rose mit ihrer Tochter Maddie in Millthwaite im tiefsten Lake District an und findet Unterschlupf im Bed & Breakfast von Jenny. Sie hat Hals über Kopf ihren Mann Richard verlassen und anfangs hat man als Leser keine Ahnung warum sie das getan hat. Erst nach und nach erfährt man, wie sehr sie in ihrer Ehe gelitten hat und welcher Vorfall sie endlich wachgerüttelt hat. 
Es wird deutlich, warum sich Rose überhaupt auf Richard eingelassen hat und warum es ihm möglich war solche Macht über sie zu bekommen. Viele Frauen schaffen den Absprung leider nicht.

In Rückblicken wird erzählt, wie Roses Kindheit und ihre Ehe verlaufen sind, doch hauptsächlich geht es um die Gegenwart und wie sie sich immer mehr von ihren Ängsten befreit und wieder zu sich selbst findet, herausfindet was sie will und was sie mag, ohne dass sie es diktiert bekommt.
Mir hat es gut gefallen, dass der Klappentext nur wenig verrät, sodass der Handlungsverlauf mich immer wieder überraschen konnte. Es geht nicht nur um Rosies Ehe und ihre Flucht, sondern auch um die unerwartete Konfrontation mit ihrer unglücklichen Kindheit.

Ihre Tochter Maddie ist ein ganz besonderes Mädchen, denn sie sagt frei heraus was sie denkt und wie sie Situationen empfindet, ohne zu berücksichtigen. Es wird schnell klar, dass das Kind nicht bewusst unhöflich und verletztend ist, sondern dass eine soziale und emotionale Störung vorliegt, die sie isoliert. Maddie und ihre Art ihr Umfeld zu kommentieren haben mich berührt und es war schön zu sehen, wie sie nun akzeptiert wird und aufblüht.

Trotz des schweren Themas liest sich das Buch leicht, da es nicht in unschönen Details schwelgt.  Dennoch wird deutlich wie sehr Rose gelitten hat. Umso schöner ist es, sie auf ihrem Weg in ein neues Leben zu begleiten, auch wenn die Geschichte sehr ausführlich erzählt wird und manche Gedanken sich wiederholen. Aber das hat mich nicht gestört, denn ist es nicht normal, dass einem manchmal immer wieder die gleichen Gedanken durch den Kopf gehen, bis man zu einer Entscheidung kommt? Also mir geht das oft so :-)

Immer wieder blitzt Humor auf, der oft durch die knurrigen aber ehrlichen Bemerkungen der teils eigenwilligen Figuren entsteht und die Handlung auflockert. 

Fazit: Eine schöne Geschichte, die ein schwieriges Thema leichtfüßig erzählt und mich bestens unterhalten hat. 

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

dinosaurier, jugendbuch, romeo und julia, paläontologie, empfehlung

Vom Suchen und Finden

Kenneth Oppel , Jessika Komina , Sandra Knuffinke , Wolfgang Staisch
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.07.2017
ISBN 9783791500409
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In diesem Buch geht es um zwei Männer deren größte Leidenschaft es ist bei ihrer Suche nach Fossilien neue Dinosaurierarten zu entdecken. Zwischen den beiden herrscht ein unerbittlicher Konkurrenzkampf und es ist ihnen fast jedes Mittel Recht den anderen auszustechen. Erzählt wird die Geschichte von ihren beiden Kindern Samuel und Rachel, die sich bei einer zufälligen Begegnung sofort zueinander hingezogen fühlen und das ausgerechnet jetzt wo die Jagd nach einem Fossil von bisher noch nie dagewesener Größe beginnt – dem T-Rex. 

Die Handlung spielt in Amerikas Wildem Westen im späten 19. Jahrhundert und wurde inspiriert von dem sogenannten „Bone War“ – dem Krieg der Knochen zwischen den amerikanischen Paläontologen  Edward Drinkwater Cope und Othniel Charles Marsh. 

Genau wie ihre berühmten Kollegen versuchen Professor Cartland und Michael Bolt, die Väter von Samuel und Rachel, sich gegenseitig zu übertrumpfen, ihre Arbeit zu untergraben und schrecken auch nicht vor dem Versuch zurück den Ruf des anderen zu zerstören.

Doch die eigentlichen Hauptpersonen sind Samuel und Rachel, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Beide begleiten ihre Väter auf der Suche nach dem sagenhaften Fossil. Während Samuel Bolt alleine mit seinem Vater und zwei Begleitern mit geringen finanziellen Mitteln reist, wird die Expedition von Rachels Vater in großem Stil, mit vielen Helfern und einer Eskorte ausgestattet. Es ist interessant zu lesen, wie unterschiedlich die beiden Teams ausgestattet und organisiert sind, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben und wie sie mit den Indianern und ihren Traditionen umgehen. 

Immer wieder lässt der Autor Informationen einfließen, die einen groben Eindruck der damaligen Zeit vermitteln. Besonders deutlich wird anhand von Rachel, wie schwer es für Frauen war ihr eigenes Leben zu leben oder gar zu studieren.  

In gewohnt flüssigem Schreibstil erzählt Kenneth Oppel seine spannende Geschichte um diesen Wettlauf im Wilden Westen. Die Romanze zwischen den Kindern der verfeindeten Forscher erinnert ansatzweise an Romeo und Julia, hat mich aber nicht immer überzeugt. 

Fazit: Spannende und unterhaltsame Mischung aus Indiana Jones meets Romeo und Julia im Wilden Westen.

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41 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

indianer, wacholdersommer, antje babendererde, navaj, jugendbuc

Wacholdersommer

Antje Babendererde
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.07.2017
ISBN 9783570311530
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In dieser Geschichte geht es in erster Linie um Kaye und Will, zwei Jugendliche, die im Indianerreservat der Navajos aufwachsen und sich schon früh zueinander hingezogen fühlen. Doch Will wird wegen Mordes angeklagt und verurteilt. Als er nach fünf Jahren Haft wieder ins Reservat zurückkehrt sind Kayes Erwartungen groß und sie hofft wieder dort anknüpfen zu können, wo ihre Beziehung damals endete. Aber Will hat mehr zu verarbeiten als sie ahnt und ist sehr zurückhaltend und abweisend.

Sicher ist Kaye noch sehr jung, trotzdem hätte ich mir etwas mehr Feingefühl von ihr gewünscht. Sie bedrängt Will regelrecht und nimmt ihm die Luft zum Atmen. Sie merkt es zwar und es macht sie traurig, aber nichts desto trotz lässt sie ihm keine Ruhe, denn sie weiß, dass sie füreinander bestimmt sind.

Will ist dagegen eine interessantere Figur. Er ist vielschichtiger in seinem Bemühen, das Erlebte zu verarbeiten und in ein normales Leben zurückzufinden. Genau wie Kaye ist er in den indianischen Traditionen und Riten verwurzelt, welche die Autorin immer wieder in die Handlung einfließen lässt. 
Die mythische Figur „Zweiherz“, die den Menschen in Gestalt eines Kojoten begegnet und ihnen das Leben schwer macht, ist hier von großer Bedeutung, was den ursprünglichen Titel des Buches erklärt.

Es sind viele Themen und Handlungsstränge, die im Verlauf der Geschichte angerissen werden und trotzdem hat mich die Autorin nicht erreicht, vielleicht weil auf kaum etwas tiefer eingegangen wird. 

Jugendlichen Lesern wird hier eine Liebesgeschichte geboten, die in indianische Traditionen, Kriminalfälle, Geheimnisse aus der Vergangenheit und vielem mehr eingebettet ist. 

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, victoria van tiem, popcorn, herz, liebesroman

Herzkonfetti und Popcornküsse

Victoria Van Tiem , Ira Panic
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.07.2017
ISBN 9783956496820
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kensington, genannt Kenzi,  hat sich früher eine Liebe wie im Film gewünscht und dachte sie in Shane gefunden zu haben. Doch dann hat er sie betrogen und ist durch seinen Umzug nach England komplett aus ihrem Leben verschwunden. 
Heute hat Kenzi eine leitende Position in einer Werbeagentur und einen gut aussehenden Verlobten, von dem sogar ihre Familie begeistert ist. Ansonsten kann sie dort wenig punkten. Sie hat das Gefühl, dass für ihre Familie alles wichtiger ist als sie und sie es ihnen nie recht machen kann. Sie steht immer in zweiter Reihe, egal wie sehr sie sich bemüht. 

Kenzi verliert sich immer mehr in ihrem Bemühen um Anerkennung, sie verbiegt sich und vergisst ihre Träume und Ziele. Als Shane überraschend wieder in ihr Leben tritt stellt er ihre Welt auf den Kopf und in Frage. Da er ein wichtiger Kunde ihrer Agentur ist, erklärt sie sich bereit mit ihm Szenen aus 10 romantischen Komödien nachzuspielen. Wie soll Kensington es nur schaffen sich nicht wieder in Shane zu verlieben?

Die Autorin hat eine Liebesgeschichte geschrieben, die alles beinhaltet, was Kenzi an Liebesfilmen mag.
Es gibt romantische Szenen mit Herzklopfen und einem Mann der um die Liebe seines Lebens kämpft und das mit den originellsten Ideen und einem Aussehen zum Dahinschmelzen. Für Dramatik sorgen ihre Familie und unerwartete Wendungen in Kenzis beruflichem Umfeld. 
Es ist zwar schnell klar, wie die Geschichte verlaufen wird, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht sie zu lesen, was auf jeden Fall auch an dem humorvollen Schreibstil liegt, auch wenn die ein oder andere Szene in Richtung Slapstick geht. 

Die meisten der im Buch erwähnten Filme kenne ich zwar, aber die Dialoge habe ich nicht so parat wie Kenzi, was aber kein Problem war, weil die Autorin das immer sehr schön eingebunden und erklärt hat. 

Die Geschichte ist so, wie man sich eine perfekte Liebeskomödie vorstellt - romantisch, lustig und unterhaltsam. Für mich war das Buch perfekt zum Abschalten.
Fans von „Pretty Woman“ oder auch „Bridget Jones“ kann ich das Buch wärmstens empfehlen.  

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Im Schattenwald

Matt Haig
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Süddeutsche Zeitung, 12.09.2009
ISBN 9783866157392
Genre: Fantasy

Rezension:  
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133 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

liebe, fighting to be free, kirsty moseley, gefängnis, autodiebstahl

Fighting to Be Free - Nie so geliebt

Kirsty Moseley , Christiane Meyer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 12.06.2017
ISBN 9783956496806
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Inhalt
Der 18jährige Jamie hat wegen Mord eine Jugendstrafe abgesessen. Als er entlassen wird, will er mit seinem alten Leben nichts mehr zu tun haben und seinen Lebensunterhalt mit dem Reparieren von Autos verdienen. Als er Ellie begegnet, ist sein Glück perfekt. Die 17jährige Cheerleaderin hat zwar gerade eine unglückliche Beziehung hinter sich, aber sie kann Jamie einfach nicht widerstehen und so wird die Beziehung der beiden immer inniger, bis Jamie von seiner Vergangenheit wieder eingeholt wird ... 

Meine Eindrücke
Der Name des Buches passt hundertprozentig. Jamie kämpft die ganze Zeit darum sein altes Leben und die Kriminalität hinter sich zu lassen. Doch es wird ihm nicht leichtgemacht. Immer wieder gibt es dramatische Umstände, die ihn zwingen mit seinem besonderen Talent in Sachen Autodiebstahl schnell viel Geld zu verdienen. Den Bad Boy mag man ihm gar nicht richtig abnehmen, wenn man ihn zusammen mit Ellie erlebt, denn bei ihr ist er so liebevoll und aufmerksam, wie Ellie das bisher nicht kannte. 
Und so verfällt die wunderschöne und heiße Cheerleaderin dem sexy Bad Boy immer mehr und er ihr.

Doch Jamie erzählt Ellie nichts von seiner Vergangenheit, weil er Angst hat sie zu verlieren. Eigentlich hatte ich gedacht, es ist klar, wie sich die Geschichte in diesem Punkt entwickelt, aber die Autorin hat mich überrascht, indem sie ihre Personen nicht immer nach den gängigen Klischees handeln lässt. 

Es wird sehr deutlich und oft beschrieben, wie toll sich die beiden gegenseitig finden. Das wird vor allem jugendliche Leserinnen begeistern. Für mich hat sich die Lektüre stellenweise etwas gezogen, doch die Autorin hat es geschafft mich bei der Stange zu halten. 

Die beiden Hauptpersonen kommen aus unterschiedlichen Welten. 
Ellie ist einfach nur wunderschön, sehr heiß, lieb und freundlich und natürlich bei allen beliebt. Sie hat keine Ecken und Kanten und ist wohlbehütet aufgewachsen. Jamie dagegen musste schon früh für sich selbst sorgen, eckt auch mal an und hat kein Problem damit. Er wirkt authentischer, auch wenn es unglaubwürdig ist, welches Ansehen er in kriminellen Kreisen genießt. Schließlich war er erst 14 Jahre alt, als er ins Gefängnis ging. 
Besonders berührt hat mich dagegen Jamies Vergangenheit, als sich die komplette Tragödie offenbart. 

Abwechslung kommt in die Geschichte durch den häufigen Wechsel zwischen Jamies beiden Leben, dem mit Ellie und der Action bei seinen kriminellen Aktivitäten.

Meine beiden Töchter haben das Buch als Hörbuch angehört und waren begeistert. Sie entsprechen der Zielgruppe auf jeden Fall mehr als ich und sie fiebern der Fortsetzung "Fighting to be free - Nie so begehrt" schon entgegen. Auf diese müssen sie allerdings bis November warten. 

Fazit: Die Liebesgeschichte zwischen einem Bad Boy und einer Cheerleaderin, die vor allem Leserinnen von Young Adult und New Adult begeistern dürfte. 

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(27)

51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

krankheit, liebe, tod, kelly rimmer, hoffnung

So blau wie das funkelnde Meer

Kelly Rimmer , Astrid Finke
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 13.06.2017
ISBN 9783764505691
Genre: Liebesromane

Rezension:

Callum und Lilah begegnen sich zum ersten Mal auf einer Fähre auf dem Weg von der Arbeit Nachhause.
Callum beschreibt es folgendermaßen:

Zitat:
„Liebe auf den ersten Blick war es definitiv nicht. Aus dem Augenwinkel nahm ich einen schmutzigen nackten Fuß wahr. Ich versuchte, nicht hinzusehen, aber Tatsachen kann man nicht wegdiskutieren – nackte Füße in der Öffentlichkeit sind unentschuldbar, und zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nicht bemerkt, zu welchem Körper der Fuß gehörte. Ich zog bestimmt eine Grimasse, bemühte mich aber ehrlich, den Blick auf den Laptop gerichtet zu lassen, an dem ich gerade arbeitete. Ganz offensichtlich gelang es mir nicht, denn sie ertappte mich. „Meine Augen sind hier oben“, sagte sie, es klang amüsiert. Ich sah kurz auf ob ich den Tonfall falsch interpretiert hatte.
So kam es zum Augenkontakt. In dem Moment verliebte ich mich dann in sie, also war es vielleicht doch Liebe auf den ersten Blick.“

Diesen Anfang fand ich witzig und sehr schön und er hat mich neugierig darauf gemacht, wie es mit den beiden weitergeht. Die sofortige Anziehung der beiden ist schnell spürbar und es macht Spaß diese doch sehr gegensätzlichen Menschen dabei zu begleiten, wie sie sich ineinander verlieben.

Callums Leben war schon lange nicht mehr aufregend. Er langweilte sich nicht, war auch nicht unglücklich und hatte beruflich alles erreicht, was er wollte, um sich dann in einer Art Warteschleife einzurichten. Dieses Leben stellt die schöne, eigensinnige und quirlige Leila gehörig auf den Kopf und sorgt dafür, dass Callum endlich wieder richtig lebt. Sie genießt das Leben in vollen Zügen und das so oft wie möglich barfuß, was Callum immer wieder zur Verzweiflung treibt, denn er weiß nicht warum das so ist.

Leila sträubt sich lange gegen eine feste Beziehung und man kann sich bald denken warum. Nur Callum erfährt erst sehr spät, was sie die ganze Zeit vor ihm geheim gehalten hat.

Die Geschichte der beiden liest sich sehr schön, aber oft hatte ich das Gefühl, dass die Handlung vor sich hinplätschert. Dafür plätschert sie sehr schön.
Man erlebt als Leser den Alltag und das immer tiefer werden der Beziehung mit, bis hin zu dem Moment, als Callum von Leilas Geheimnis erfährt.

Obwohl die Handlung oft witzige Momente oder Dialoge hat und sie auch traurig und dramatisch ist, hat mich das Buch nicht so gepackt, wie ich mir das nach den ersten Seiten erhofft hatte. Trotzdem habe ich es gerne gelesen und bin auf ein Thema aufmerksam gemacht worden, dass mich sicher noch einige Zeit beschäftigen wird.

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(146)

255 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

entführung, new york, frankreich, brooklyn, paris

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.06.2017
ISBN 9783866124219
Genre: Romane

Rezension:

Der Schriftsteller Raphael verbringt an der Cote d’Azur ein romantisches Wochenende mit seiner Verlobten Anna. Da er gerne alles von ihr wissen möchte, bedrängt er sie, ihm ihre Geheimnisse anzuvertrauen. Als sie ihm daraufhin ein Foto mit fürchterlichem Inhalt zeigt und betont, dass sie an diesem Verbrechen schuld ist, stürmt er Hals über Kopf davon. Als er zur Besinnung kommt, ist Anna spurlos verschwunden und es beginnt eine verzweifelte Suche, die zu einer Reise in Annas Vergangenheit wird...

Es ist ein geschickter Schachzug des Autors, das Foto gleich zu Beginn der Handlung ins Spiel zu bringen. Man erfährt nicht gleich, was darauf zu sehen ist, aber sobald man es weiß stellt man sich, genau wie Raphael, die Frage was Anna damit zu tun haben kann. 

Anna und Raphael kennen sich erst 6 Monate und trotzdem sind sie sich sicher, dass sie ihr restliches Leben miteinander verbringen wollen. Durch das Foto wird dies alles in Frage gestellt und Raphael macht sich auf die Suche nach Anna und als er merkt, dass sie nicht ganz freiwillig verschwunden ist, forscht er nach ihrer Vergangenheit. Ihm zur Seite steht sein Nachbar Marc Caradec, ein Polizist im Ruhestand. Stück für Stück erfahren sie immer mehr über Anna und ihr Leben und Raphael muss erkennen, dass die Anna aus der Vergangenheit eine Fremde für ihn ist und er fragt sich:
Zitat: „Gegenüber dieser fast Unbekannten empfinde ich so etwas wie Bewunderung und Faszination. Doch es gelingt mir nicht, diese beiden Persönlichkeiten zusammenzubringen. Wer wirst du sein, wenn wir uns wiederfinden?“ 

Es ist unglaublich, was da alles zutage gefördert wird. Ich will die Art der Verbrechen gar nicht nennen, um nicht zu spoilern, aber es ist erstaunlich was Herr Musso alles in diesen einen Fall rund um Anna gepackt hat. Bis zum Ende hin werden immer neue Verbrechen aufgedeckt, bis es fast schon etwas viel war. Auf der anderen Seite wird dadurch die Handlung nach ein paar anfänglichen Längen sehr abwechslungs- und wendungsreich.

Leider blieben dabei die Emotionen etwas auf der Strecke. Über Anna und ihre Gefühle hätte ich gerne mehr erfahren, denn sie ist eine faszinierende Persönlichkeit. Dann hätte ich vielleicht nicht nur gespannt das Geschehen verfolgt, sondern mitgefiebert. 

Fazit: Alles in allem ist es eine spannende und wendungsreiche Geschichte, in der ähnlich wie bei einem Puzzle, die einzelnen Teile aus Annas Vergangenheit ein Gesamtbild ergeben. 

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83 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

paris, marc levy, liebe, liebesroman, freundschaft

Er & Sie

Marc Levy , Amelie Thoma
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 22.05.2017
ISBN 9783764505943
Genre: Liebesromane

Rezension:

In dieser Geschichte geht es um Mia und Paul, die sich in Paris kennenlernen.

Mia ist eine bekannte Schauspielerin und lebt mit ihrem Mann in London. Als dieser sie wieder einmal betrügt, flieht sie nach Paris und findet dort Unterschlupf bei ihrer Freundin Daisy. Sie will sich darüber klarwerden, ob ihre Ehe noch eine Zukunft hat und verändert sogar ihr Äußeres um inkognito ein paar ruhige Tage in Paris verbringen zu können.

Paul ist ein mäßig erfolgreicher Schriftsteller, der außer seinen Freunden Arthur und Lauren nur wenige Menschen an sich heranlässt. Er lebt zurückgezogen und genießt es seine Bücher zu schreiben. Er hat einen ganz eigenen Humor und wirkte teilweise etwas grummelig, besonders wenn er seine Gefühle nicht zeigen wollte. 

Der Zufall oder das Schicksal sorgt mit Hilfe von Pauls bestem Freund dafür, dass sich die beiden zu einem Blinddate verabreden, was zwar nicht zu einer leidenschaftlichen Beziehung führt, aber zu einer Freundschaft, welche die beiden unterschiedlichen Menschen bald miteinander verbindet. Doch Paul hat keine Ahnung, wer Mia in Wirklichkeit ist. 

Der Autor hält sich nicht groß mit der ausführlichen Beschreibung von Orten oder Stimmungen auf, denn scheinbar ist er genau wie Paul der Meinung, dass diese den Leser auf Dauer langweilen. Dafür gibt es jede Menge Dialoge, die oft sehr humorvoll und unterhaltsam sind. Auch wenn es mir nicht immer leicht gefallen ist im Auge zu behalten, wer denn gerade was sagt, haben sie mich doch oft amüsiert und sogar zum Lachen gebracht.

Immer wieder wird der eher ruhigen Geschichte von netten Ideen und Ereignissen etwas Schwung verliehen. Besonders gut gefiel mir dabei die Handlung rund um Kyong, welche Pauls Bücher für seine Leser in Südkorea übersetzt. Hier bekommt die leichte Story etwas mehr Tiefe und überrascht mit einer erstaunlichen Wende. 

Scheinbar sind Paul und seine Freunde Lauren und Arthur Teil des Buches „Solange du da bist“. Für diejenigen die neugierig auf die Geschichte geworden sind gibt es im Anhang des Buches eine Leseprobe. 

Es gibt auch einen emotionalen Handlungsstrang rund um Mias Freundin Daisy, welcher aber leider irgendwann im Sande verläuft und offenbleibt. Vielleicht wird dieser in einem weiteren Buch, in welchem dann Daisy die Protagonistin, weitergeführt. 

Diese sommerlich leichte und unterhaltsame Geschichte ist ideal zum Abschalten. Ich habe sie gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. 

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99 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

alzheimer, liebe, familie, demenz, mutter

Du erinnerst mich an morgen

Katie Marsh , Angelika Naujokat
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.04.2017
ISBN 9783453291904
Genre: Romane

Rezension:

Es ist der Tag von Zoes Hochzeit und eigentlich sollte sie überglücklich sein bald die Frau ihres geliebten Jamie zu sein. Doch etwas trübt ihre Freude, belastet ihre Seele und als sie durch einen Anruf erfährt, dass ihre Mutter Gina im Gefängnis ist, lässt sie alles stehen und liegen, obwohl sie ihre Mum seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat und eigentlich auch nie wiedersehen wollte. Wird Zoe diese Entscheidung bereuen und wird Jamie ihr je verzeihen können, dass er umsonst vor dem Altar auf sie gewartet hat?

Die Autorin erzählt Zoes Geschichte indem sie zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her springt. In der Gegenwart muss Zoe erfahren, dass ihre Mutter an Demenz leidet und ihnen nur noch wenig Zeit bleibt, die sie gemeinsam bewusst genießen können. Es wird deutlich welche Auswirkungen diese Krankheit auf Ginas Leben und dass ihrer Familie hat, wie schmerzlich dieser Prozess des Vergessens ist.

Gerade in dieser schweren Zeit könnte Zoe die Hilfe von Jamie sehr gut gebrauchen. Aber er ist so tief verletzt und entfernt sich immer weiter von ihr. Und so wird Zoes Leben immer komplizierter und trauriger. Bisher hatte sie alles im Griff und hat erfolgreich ihre kleine Firma geführt, doch nun wackelt ihre Fassade, hinter die sie bisher niemanden hat blicken lassen.
Und dabei versucht sie so sehr der Mensch zu sein, auf den ihr Vater, zu dem sie schon immer aufblickt,  stolz sein kann. Fast verliert sie dabei sich selbst.

Was Zoes Leben geprägt hat, erfahren wir aus Briefen, die Gina ihr in der Vergangenheit an fast jedem Geburtstag geschrieben hat, ohne sie jemals abzuschicken. Es sind die Briefe einer stolzen Mutter, voller Liebe, in denen Gina aber auch von ihrem eigenen Leben und ihrer Ehe berichtet. Mit jedem Jahr nähern sie sich dem Punkt, an dem sich das Leben der beiden für immer verändert hat. Was ist damals nur geschehen?  

In der emotionalen, traurigen und berührenden Geschichte fragt man sich die ganze Zeit, welches Geheimnis aus der Vergangenheit das Mutter-Tochter-Verhältnis von Gina und Zoe so nachhaltig gestört hat. 
Dieser Mischung aus Familiendrama und Liebesroman gibt die Autorin den nötigen Raum um sich zu entwickeln, indem sie Emotionen spürbar macht und glaubwürdig die Entwicklung von Ginas Krankheit schildert, mit genau der richtigen Dosis an Dramatik, ohne dass es überzogen oder aufgesetzt wirkt. 

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261 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

superhelden, jennifer estep, karma girl, piper verlag, bigtime

Karma Girl

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492280372
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch ist der Auftakt der Bigtime-Reihe die aus 5 Bänden besteht und in Amerika bereits komplett erschienen ist. Die Fortsetzung „Hot Mama“ wird im Oktober 2017 erscheinen.

Die Geschichte spielt in einer Welt, in der jede Stadt ihre eigenen Superhelden und Bösewichte hat, die sich gegenseitig bekämpfen und dabei einiges in Schutt und Asche legen, so wie sich das gehört. 
Niemand weiß, wer sich hinter den vielfältigen Masken und Kostümen verbirgt, bis es sich die Enthüllungsjournalistin Carmen Cole zur Aufgabe macht, so viele Identitäten wie möglich aufzudecken und zu veröffentlichen. Sie ist besessen von ihrem Tun, bis einer ihrer Artikel tragische Folgen hat...

Das Buch ist wie ein Superhelden-Comic in Buchform, gewürzt mit einem Hauch Chick Lit. Die Autorin spielt gekonnt mit den Klischees dieser Genres. 
Es dauert anfangs etwas bis die Geschichte in Fahrt kommt, aber dann wird es immer spannender. Es gibt jede Menge Action und natürlich fiese Bösewichte, die mit ihren Plänen die Menschheit bedrohen. Bekämpft werden sie von den heroischen Superhelden, die sich in ihren meist hautengen Outfits selbstlos in den Dienst der Menschheit stellen. 

Zwischen diese Fronten gerät Carmen durch ihre Enthüllungen und natürlich ist schnell klar, wie die Handlung verlaufen wird und wer das gebrochene Herz von ihr erst zum Schmelzen bringt, bevor er es endgültig erobert. Und selbstverständlich werden die Pläne der Erzschurken mit viel Getöse vereitelt.  Vorhersehbar, theatralisch und überzogen? Aber sicher doch! Genau das erwarte ich aber auch von einer Superheldenstory und die Autorin hat meine Erwartungen sehr unterhaltsam, fantasievoll und mit einem Augenzwinkern erfüllt. 

Ein zusätzliches Bonbon war für mich, dass dieses Buch papego-fähig ist und ich habe diese Möglichkeit zum ersten Mal ausgetestet. Die Möglichkeit zwischen der Printversion und dem ebook hin- und herzuswitchen hat mir sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn künftig wesentlich mehr Bücher dieses Feature bieten würden.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Glück ist, was wir daraus machen

Lorenzo Marone , Esther Hansen
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 20.03.2017
ISBN 9783866124264
Genre: Romane

Rezension:

Luce die Notte lebt in Neapel und arbeitet dort als Anwältin. Von ihrem Chef bekommt sie den Auftrag Carmen Bonaviat und deren Sohn Kevin zu überwachen, um Beweise zu sammeln, damit ihr das Sorgerecht streitig gemacht werden kann. Leider nimmt dieser Handlungsstrang nur einen kleinen Teil der Geschichte ein. Hauptsächlich geht es um Rückblicke in die Vergangenheit, die nach und nach zeigen, was Luce zu dem Menschen gemacht hat, der sie heute ist. Angereichert wird das Ganze mit jeder Menge Lebensweisheiten, die der Autor bei jeder Gelegenheit einstreut. Dadurch hat sich das Lesen für mich in die Länge gezogen und auch der gewohnt gute Schreibstil konnte daran nichts ändern. Das ist sehr schade, denn ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da mir "Der erste Tag vom Rest meines Lebens" sehr gut gefallen hat. 

Luce ist eine warmherzige junge Frau, deren Temperament manchmal so explosiv ist wie ein Vulkan, was vor allem die Männer in ihrem Umfeld zu spüren bekommen. Sie selbst sieht sich als wütende, zynische, abweisende und wenig liebevolle Person. Doch ihre Mitmenschen schätzen sie, weil sie wissen, dass sie hinter der schroffen Fassade ihr großes Herz versteckt. Sie ist eine sympathische Protagonistin und die Abschnitte, welche in der Gegenwart spielen haben mir gut gefallen, vor allem wenn es um Carmen und ihren Sohn Kevin ging. 

Im Vergleich dazu sind die Rückblicke meist schwermütig und zeigen, wie Luces Leben war bevor und nachdem der Vater die Familie verlassen hat. Es wird deutlich wie wichtig für sie die Familie, Freundschaft und Integrität sind. Nach und Nach steuert sie auf einen Punkt zu, an dem sie wichtige Entscheidungen treffen muss, die ihr Leben für immer verändern werden. Doch bevor dies möglich ist muss sie mit einigen Dingen der Vergangenheit Frieden schließen. 

Fazit: Warmherzige Geschichte mit Längen, in der es um Freundschaft und Familie geht und eine junge Frau auf dem Weg zu sich selbst.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

familie, au-pair, london, abwesenheit, brücke

Die Liebe zum Regen

Claire Hoffmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diana, 27.03.2017
ISBN 9783453291928
Genre: Romane

Rezension:

Die 57jährige Vera lebt ein Leben im Schatten von anderen. Im Privatleben versucht sie es ihrem Mann recht zu machen und sich unauffällig zu verhalten und auch im Beruf versteckt sie sich hinter ihren Angestellten. Das hört sich nach einem ruhigen und bequemen Leben an, doch Vera spürt täglich mehr, dass ihr etwas fehlt.

Ihr Leben nimmt unfreiwillig eine Wende, als ihr egoistischer und überkorrekter Ehemann eine Dummheit begeht und die Existenz der beiden damit aufs Spiel setzt. Vera tritt die Flucht nach vorne an und nimmt eine sich zufällig bietende Möglichkeit wahr und geht als Granny-Aupair nach London um auf drei Mädchen aufzupassen. Doch ihre romantischen Vorstellungen vom Leben eines Aupairs in London lösen sich direkt nach der Ankunft in Luft auf... 

Vera hat keinerlei Erfahrungen mit Kindern und ihr fehlt leider auch das zwischenmenschliche Gespür, dass man von einer Frau ihres Alters erwarten könnte. In der Ausgangssituation mit ihrem Mann hatte ich wirklich Verständnis für sie. Doch sobald sie in London ankommt hat mich ihr weltfremdes Verhalten irritiert. Sie ist unorganisiert und steht anfangs ratlos den Kindern gegenüber, egal ob es sich um Zuneigung oder Streiche handelt. Sie macht sich zwar Gedanken um die ihr anvertrauten Kinder, aber hauptsächlich beschäftigt sie sich mit sich selbst und ergeht sich in Selbstmitleid. Die Situation überfordert sie zu Beginn völlig, was nicht verwunderlich ist, da sie sich komplett alleine um alles kümmern muss, weil die Eltern abwesend sind. Doch mein Mitgefühl galt hauptsächlich den Mädchen, die ihre Eltern schmerzlich vermissen und tapfer versuchen damit klarzukommen.

Toll fand ich die drei Schwestern Ruby, Amanda und Zoe. Ihr Leid und ihre Versuche ein normales Leben zu führen haben mich berührt. Von jedem Mädchen lernt Vera eine andere Lektion, was sie nach und nach zu einem anderen Menschen macht. Während Zoe als Nesthäkchen ein großes Bedürfnis nach Nähe hat, ist Amanda so abweisend wie ein stacheliger Igel und Ruby scheint ständig gedanklich abwesend zu sein und in ihrer eigenen Welt zu leben. 

Die Grundidee einer Frau, die aus dem Schatten ihres Ehemannes tritt und zum ersten Mal in ihrem Leben nach London reist um dort auf drei Kinder aufzupassen hat mit sehr gut gefallen. Schade, dass mich die Protagonistin nicht für sich gewinnen konnte. Ich bin einfach nicht mit ihr warm geworden, was mir zum Teil leider den Spaß an dem Buch genommen hat.

Der leicht zu lesende Schreibstil und einige schöne Ideen im Zusammenhang mit den Geschwistern, haben dafür gesorgt, dass ich das Buch trotz allem gerne gelesen habe. 

Fazit: Eine schöne Idee für eine Geschichte, nur leider konnte ich mich nicht für die Protagonistin erwärmen.

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Neun Tage

Toni Jordan , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492307659
Genre: Romane

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

zeitreise, kinderbuch, vorlesen, coppenrath verlag, zeitreisen

Zeitreise mit Hamster

Ross Welford , Petra Knese
Fester Einband
Erschienen bei Coppenrath, 31.01.2017
ISBN 9783649622376
Genre: Kinderbuch

Rezension:

An seinem 12. Geburtstag erhält Al einen Brief von seinem Vater, der vor 4 Jahren verstorben ist. In diesem Brief erfährt er, dass sein Vater eine Zeitmaschine erfunden hat, mit der man erfolgreich in der Zeit reisen kann. Nun bittet ihn sein Vater in das Jahr 1984 zu reisen und einen Unfall in seiner Kindheit zu verhindern, der für seinen Tod verantwortlich ist.
Da Al aber inzwischen mit seiner Mutter bei Steve und seiner Tochter Carly, der Welt-schlimmsten-Stiefschwester wohnt, und die Zeitmaschine sich in seinem alten Zuhause befindet, gestaltet sich sein Vorhaben schwieriger als es sein Vater vorhersehen konnte...

Natürlich fragt man sich als Leser, warum Als Vater nicht einfach selbst in die Vergangenheit gereist ist und den Unfall verhindert hat. Ganz einfach, weil ein Mensch nicht zweimal im gleichen Moment existieren kann. Deshalb kann man nicht in seine eigene Kindheit reisen, oder zu einem Zeitpunkt zurückkehren zu dem man bereits eine Zeitreise unternommen hat. Das und noch vieles mehr wird zum Verständnis von Zeitreisen, deren Möglichkeiten und Grenzen, im Verlauf der Handlung erklärt.

In der ersten Hälfte des Buches erzählt Al dem Leser einiges über sich selbst und die Menschen in seinem Umfeld und natürlich über die Planung der bevorstehenden Zeitreise. Vor allem sein indischer Großvater Byron hat mir sehr gut gefallen. Er ist ein wahrer Gedächtniskünstler, kümmert sich liebevoll um Al und hat für fast jede Situation eine Weisheit parat.

Sobald die Zeitreise beginnt wird es richtig spannend, denn das Schicksal und die Vergangenheit lassen sich nicht so leicht überlisten. Al ist ein Junge, der das Herz auf dem richtigen Fleck hat und sich mit Intelligenz und einer gewissen Naivität an die Lösung der sich ihm stellenden Probleme macht. Wird es ihm gelingen die Vergangenheit so zu verändern, wie er sich das wünscht? Lässt sich das Schicksal überlisten?

Mit Herz und Humor erzählt der Autor Als Zeitreiseabenteuer. Der Schreibstil liest sich flüssig und ist der Zielgruppe entsprechend angepasst.
Das Buch ist für junge Leser ab 10 Jahren gedacht, ist aber auch für erwachsene Leser, die sich für eine fantasievolle und warmherzige Geschichte begeistern können, bestens geeignet. 

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

gruselig

Mein schönes falsches Leben

Hilary Freeman , Ulrike Köbele
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785584484
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 17jährige Ella liebt alte Schwarz-Weiß-Filme und ist ein Fan von Louise Brooks, nach deren Vorbild sie ihre Haare trägt. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Deeta besucht sie in der Schule den Kurs für Filmwissenschaften und in ihrer Freizeit hängen die beiden gerne zusammen ab, feiern Partys und haben jede Menge Spaß.
Doch als Ella eines morgens aufwacht hat sie das Gefühl im falschen Film zu sein. Alles hat sich geändert, obwohl vieles noch gleich ist. Ihr Zimmer ist ein rosaroter Alptraum und selbst ihr Bett steht nicht an der gleichen Stelle wie sonst. Sie geht zwar noch zur selben Schule hat aber ganz andere Fächer belegt und statt mit Deeta ist sie scheinbar mit Jen und Rachel befreundet. Selbst die PIN für ihr Handy ist nicht mehr dieselbe. Was zum Teufel ist mit ihr passiert? Wo ist sie und wer ist die Ella, in deren Körper sie steckt?

Nach und nach findet Ella heraus, was ihr neues und ihr altes Ich unterscheidet. Sie muss dabei vorsichtig sein, denn wie soll sie ihrem Umfeld erklären, dass sie sich an viele Ereignisse und Personen überhaupt nicht erinnern kann? Und so geht es anfangs hauptsächlich um Ellas Bestandsaufnahme und Recherche und was ihr dabei durch den Kopf geht. Trotz des flüssig zu lesenden Schreibstils der Autorin hat sich das für mich in die Länge gezogen.
Vielleicht lag es auch daran, dass der Funken zwischen Ella und mir nicht übergesprungen ist und ich deshalb nicht richtig mit ihr mitgefühlt und mitgefiebert habe.

Trotzdem fand ich interessant zu lesen, wie Ella versucht herauszufinden wer sie ist und wer sie sein möchte. Vor allem aber wollte ich wissen, ob sie eine Möglichkeit findet in ihr altes Leben zurückzukehren und welche Erklärung es für das Ganze gibt. Hier hat mich die Autorin überrascht und das Ende hat mir gut gefallen.

Jeden Tag treffen wir eine Vielzahl an Entscheidungen, oft ohne groß darüber nachzudenken. Es ist der Autorin gelungen deutlich zu machen, wie sehr eine einzelne Entscheidung das ganze weiter Leben beeinflussen kann.

Fazit: Ein flüssig zu lesender Coming of Age Roman mit einem ruhigen Handlungsverlauf einer interessanten Botschaft.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

krebs, piper, young adult, tamy fabienne tiede, trautig

Club der letzten Wünsche

Tamy Fabienne Tiede
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2017
ISBN 9783492309844
Genre: Romane

Rezension:

Bevor Jess ins Krankenhaus kam, wurde ihr von ihrem Umfeld nur Verachtung entgegengebracht. Sie wurde als nichtsnutzige, freche Göre wahrgenommen und als Flittchen.
Sie ist kein einfacher Charakter. Sie ist sehr stur und treibt das Krankenhauspersonal mit ihrem Verhalten in den Wahnsinn, bis sie den Krankenpfleger James kennenlernt, dessen Grübchen sie ganz schwach werden lassen und der nach und nach ihre Mauern niederreißt.
Doch wie kann sie zulassen, dass er sich in sie verliebt, wo sie doch bald stirbt? Aber die Liebe geht ihre ganz eigenen Wege.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Jesslyns Sicht erzählt und nach und nach erfährt man mehr über ihre Kindheit und Jugend, die sie zu dem Menschen gemacht haben, der sie heute ist. Ihre Kindheit war schön, bis sich die Eltern trennten und ihre Mutter mit ihr in die Stadt gezogen ist. Nach und nach verschwand alles Schöne aus Jesslyns Leben. Ihr Vater ist inzwischen tot und ihre Mutter nur noch ein alkoholsüchtiges Wrack.

Während die Krankheit Jesslyns Körper immer mehr zerstört, erfährt sie durch ihre Freunde so viel Gutes und erlebt so schöne und besondere Momente, sodass sie ausgerechnet jetzt die schönste Zeit ihres Lebens verbringt. Ihr Körper kann zwar nicht geheilt werden, aber ihre Seele und sie gibt die Liebe und Freundschaft, die ihr entgegengebracht werden vielfach zurück und kommt dabei zur Ruhe.

Mir hat gut gefallen, dass der Verlauf von Jesslyns Krebserkrankung nicht beschönigt wird. Es wird deutlich wie schlecht es ihr geht und wie sie leidet, doch steht das nicht dauernd im Vordergrund, ist aber trotzdem allgegenwärtig, wie der Krebs in ihr. Aufgelockert wird die Geschichte durch die Liebesgeschichte, welche in die Handlung eingebettet ist. James ist ein wahr gewordener Teenietraum und lässt sicher die so manches Mädchenherz höher schlagen.

Leider haben der Klappentext und der Titel falsche Erwartungen bei mir geweckt. Die Liste der letzten Wünsche spielt zwar immer wieder eine Rolle, steht aber mehr im Hintergrund und die Erfüllung der Wünsche wird fast schon nebenbei und relativ kurz abgehandelt. Es gibt hier zwar einige schöne Momente, doch hätte ich mir das alles etwas ausführlicher gewünscht.
Vielleicht hat mich deshalb die Geschichte nicht so in ihren Bann gezogen. Ich habe sie gerne gelesen, würde sie aber vor allem jugendlichen Leserinnen empfehlen. 

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alopezie, liebesgeschichte, haare, mutmach-buch, nichts wünsche ich mir mehr

Nichts wünsche ich mir mehr

Lena Hach
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 30.01.2017
ISBN 9783407821911
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zitate
"Die Krankheit tut noch mehr. Sie rüttelt an den Festen des Selbstbilds. An dem man jahrelang gesessen hat, mit feinem Pinselstrich. Ein Bild, das man mag oder auch nicht. Es ist nicht wichtig, denn die Hauptsache ist: Man kennt das Bild. Und nun soll alles anders sein?"
".... Mein Aussehen lenkt ab von der, die ich wirklich bin, denke ich. Aber wer bin ich eigentlich, jetzt, in diesem Moment? Und wer bin ich morgen? Oder: Wer will ich sein? (Wer kann ich noch sein?)"


Infos zur Krankheit
Alopecia Areata ist eine ungefährliche Haarausfall-Erkrankung die ohne Vorwarnung und in unterschiedlicher Ausprägung auftreten kann. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 1-1,5 Mio. Menschen davon betroffen sind, wobei nur bei etwa 10% der Betroffenen der Totalverlust der Kopf- und Körperbehaarung eintritt.
Quelle: https://www.aad-ev.de/%C3%BCber-alopecia/

Meine Eindrücke
Von der ersten Seite an hat mir die Geschichte gefallen. In lockerer und jugendlicher Sprache erfährt man, wie Katharinas Leben sich durch die Diagnose und den immer weiter fortschreitenden Verlust der Haare verändert. Es ist ein Schock und sie kann sich zuerst gar nicht vorstellen, wie ihr Leben künftig aussehen soll. Ihre größte Angst besteht darin, dass jemand etwas davon bemerkt. Wie werden ihre Freundinnen und ihre Mitschüler reagieren? Und wird sich jemals ein Junge in ein Mädchen mit Glatze verlieben? Am liebsten würde sie das Haus gar nicht mehr verlassen.
Zum Glück hat Katha eine ganz wunderbare Familie und gute Freundinnen, die ihr zur Seite stehen.

Glaubwürdig wird erzählt, was in Katha vorgeht, welche Gedanken und Ängste ihr durch den Kopf gehen. Auf den ersten Schock folgt die Suche nach einer Therapie oder einem Heilmittel, egal was man dafür in Kauf nehmen muss. Wie weit ist man bereit zu gehen, damit eine geringe Möglichkeit besteht, dass wieder Haare wachsen?

In unserer Zeit wird man oft nach seinem Aussehen beurteilt und ohne Haare fällt eine Frau einfach auf. Die Mitschüler tuscheln und dauernd wird man angestarrt. Damit muss man lernen klarzukommen und das ist nicht einfach. Katha lernt, dass es verschiedene Wege gibt mit der Erkrankung umzugehen und sie muss für sich selbst entscheiden, welcher der richtige für sie ist. Soll sie eine Perücke tragen, die so aussieht wie ihre alte Frisur, oder will sie sich jeden Tag mit einem neuen Look und einer anderen Perücke präsentieren, oder gar oben ohne gehen und sich wie Sinead O'Connor stylen? Wer will sie künftig sein und wie will sie wahrgenommen werden?

Obwohl es kein leichtes Thema ist, war das Buch nicht schwermütig. Oft wird die Handlung durch humorvolle Dialoge oder Erlebnisse aufgelockert. Die Balance zwischen Kathas ganz persönlichem Drama und unterhaltsamen Passagen ist perfekt gelungen.

Fazit: Die Geschichte eines jungen Mädchens, das an Alopezie erkrankt und einen Weg finden muss, damit klarzukommen - einfühlsam und kurzweilig in jugendlicher Ausdrucksweise erzählt.

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439 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

pferde, liebe, familie, frankreich, jojo moyes

Im Schatten das Licht

Jojo Moyes , Silke Jellinghaus
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.01.2017
ISBN 9783499267352
Genre: Romane

Rezension:

Sarah ist ein 14jähriger Teenager, der schon viel verloren hat. Als nun auch noch ihr Großvater ins Krankenhaus kommt, steht sie ganz alleine da. Es fällt ihr schwer sich anderen Menschen zu öffnen. Dabei hätte sie Hilfe so notwendig, denn dass sie als Jugendliche nicht alleine leben darf ist nur eines von vielen Problemen, die auf sie zukommen. Halt findet sie bei ihrem Pferd Boo, das sie über alles liebt.
Nicht immer verhält sie sich logisch, aber dieses Verhalten passt zu einem 14jährigen Teenager.

Natasha ist Anwältin mit besten Karriereaussichten. Als sie glaubt, ihre gescheiterte Ehe endlich verarbeitet zu haben, zieht ihr Noch-Ehemann Mac wieder in das gemeinsame Haus, bis es verkauft ist. Zwischen den beiden hängt so viel Unausgesprochenes in der Luft und man spürt sehr schnell, dass sie sich alles andere als gleichgültig sind, trotz neuer Partner. Und wie passt in das alles auch noch ein 14jähriges Mädchen inklusive Pferd?

In gewohnt flüssigem Schreibstil erzählt die Autorin diese schöne und emotionale Geschichte, in der zwei verletzte weibliche Hauptpersonen versuchen ihr Leben in den Griff zu bekommen und dass jede für sich ganz alleine. Ihnen zur Seite steht Mac, über den man mehrfach lesen kann, was für eine anziehende Wirkung er auf Frauen hat und wie charmant und einfühlsam er ist.
Bei den Nebenfiguren hat mir vor allem Cowboy John mit seiner liebenswert kauzigen Art und seinem trockenen Humor gut gefallen.

In dieser Geschichte nehmen das Reiten und die Liebe zu Pferden viel Raum ein und trotzdem steht doch das Zwischenmenschliche immer im Vordergrund.
Es geht um Liebe, Familie und um Vertrauen, das vor allem Sarah und Natasha lernen müssen.

Normalerweise beginne ich eine Rezension gerne mit dem Klappentext. Doch dieses Mal verzichte ich darauf, denn er enthält Handlungsschritte, die teilweise erst gegen Seite 400 passieren. Das hat für mich einen Großteil der Spannung aus dem Buch genommen, da ich ja bereits wusste was noch kommt. Zum Glück gab es auf dem Weg dahin noch einige dramatische Ereignisse und Wendungen, die dafür sorgten, dass die Seiten trotzdem nur so dahingeflogen sind.

Fazit: Eine schöne Geschichte, die mit Emotionen, Dramatik und überraschenden Wendungen unterhält.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

emma der kaktus und ich, kaktus, leserunde, wunschvorstellung, lustig

Emma, der Kaktus und ich

Christopher Lück
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.01.2017
ISBN 9783442484997
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach dem Lesen des Klappentextes habe ich mich auf eine unterhaltsame und durchaus auch ironische Beziehungskomödie eingestellt. Doch darum geht es nur zu Beginn und am Ende des Buches. Dazwischen mutiert Gerd nach seinem Rauswurf zu einem jämmerlichen Häufchen Elend voller Selbstmitleid und schildert den Lesern die verschiedenen Männer-Stadien nach dem Verlassen werden, was hauptsächlich auf jammern und viel Alkohol hinausläuft. Gerds Freund Stefan formuliert es treffend „Gerd, du bist unfassbar nervig“.

Rückblickend erzählt Gerd von peinlichen Erlebnissen in der Vergangenheit und wie er versucht hat bei den Frauen zu landen. Nebenbei geht unser Dauerstudent ab und zu zur Uni, wenn er Lust hat, aber eigentlich hat er zu gar nichts richtig Lust oder Antrieb. Auch seinen großen Traum, die Schriftstellerei, verfolgt er mit wenig Engagement. Irgendwie bekommt er gar nichts auf die Reihe und taumelt von einer skurrilen Peinlichkeit zur nächsten.

Stellenweise ist dies tatsächlich lustig. Doch oft wird das Geschehen so überspitzt und geschmacklos dargestellt, dass keine Lesefreude bei mir aufkommen wollte. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe.

Die Abschnitte mit Emma, oder wenn Gerd bei seiner Oma Bimbam zu Besuch war, habe ich gerne gelesen. Hier zeigt sich Gerd wirklich als liebenswerter Loser, wie im Klappentext angepriesen.

Ich lese gerne lustige und unterhaltsame Geschichten und es stört mich auch nicht, wenn der Inhalt sich anders entwickelt, als erwartet. Aber Humor ist bekanntlich Geschmacksache und meinen Geschmack hat der Autor leider nicht getroffen. 

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