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49 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

paris, marc levy, liebe, er & sie, freundschaft

Er & Sie

Marc Levy , Amelie Thoma
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 22.05.2017
ISBN 9783764505943
Genre: Romane

Rezension:

In dieser Geschichte geht es um Mia und Paul, die sich in Paris kennenlernen.

Mia ist eine bekannte Schauspielerin und lebt mit ihrem Mann in London. Als dieser sie wieder einmal betrügt, flieht sie nach Paris und findet dort Unterschlupf bei ihrer Freundin Daisy. Sie will sich darüber klarwerden, ob ihre Ehe noch eine Zukunft hat und verändert sogar ihr Äußeres um inkognito ein paar ruhige Tage in Paris verbringen zu können.

Paul ist ein mäßig erfolgreicher Schriftsteller, der außer seinen Freunden Arthur und Lauren nur wenige Menschen an sich heranlässt. Er lebt zurückgezogen und genießt es seine Bücher zu schreiben. Er hat einen ganz eigenen Humor und wirkte teilweise etwas grummelig, besonders wenn er seine Gefühle nicht zeigen wollte. 

Der Zufall oder das Schicksal sorgt mit Hilfe von Pauls bestem Freund dafür, dass sich die beiden zu einem Blinddate verabreden, was zwar nicht zu einer leidenschaftlichen Beziehung führt, aber zu einer Freundschaft, welche die beiden unterschiedlichen Menschen bald miteinander verbindet. Doch Paul hat keine Ahnung, wer Mia in Wirklichkeit ist. 

Der Autor hält sich nicht groß mit der ausführlichen Beschreibung von Orten oder Stimmungen auf, denn scheinbar ist er genau wie Paul der Meinung, dass diese den Leser auf Dauer langweilen. Dafür gibt es jede Menge Dialoge, die oft sehr humorvoll und unterhaltsam sind. Auch wenn es mir nicht immer leicht gefallen ist im Auge zu behalten, wer denn gerade was sagt, haben sie mich doch oft amüsiert und sogar zum Lachen gebracht.

Immer wieder wird der eher ruhigen Geschichte von netten Ideen und Ereignissen etwas Schwung verliehen. Besonders gut gefiel mir dabei die Handlung rund um Kyong, welche Pauls Bücher für seine Leser in Südkorea übersetzt. Hier bekommt die leichte Story etwas mehr Tiefe und überrascht mit einer erstaunlichen Wende. 

Scheinbar sind Paul und seine Freunde Lauren und Arthur Teil des Buches „Solange du da bist“. Für diejenigen die neugierig auf die Geschichte geworden sind gibt es im Anhang des Buches eine Leseprobe. 

Es gibt auch einen emotionalen Handlungsstrang rund um Mias Freundin Daisy, welcher aber leider irgendwann im Sande verläuft und offenbleibt. Vielleicht wird dieser in einem weiteren Buch, in welchem dann Daisy die Protagonistin, weitergeführt. 

Diese sommerlich leichte und unterhaltsame Geschichte ist ideal zum Abschalten. Ich habe sie gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. 

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

liebe, alzheimer, familie, demenz, vergangenheit

Du erinnerst mich an morgen

Katie Marsh , Angelika Naujokat
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.04.2017
ISBN 9783453291904
Genre: Romane

Rezension:

Es ist der Tag von Zoes Hochzeit und eigentlich sollte sie überglücklich sein bald die Frau ihres geliebten Jamie zu sein. Doch etwas trübt ihre Freude, belastet ihre Seele und als sie durch einen Anruf erfährt, dass ihre Mutter Gina im Gefängnis ist, lässt sie alles stehen und liegen, obwohl sie ihre Mum seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat und eigentlich auch nie wiedersehen wollte. Wird Zoe diese Entscheidung bereuen und wird Jamie ihr je verzeihen können, dass er umsonst vor dem Altar auf sie gewartet hat?

Die Autorin erzählt Zoes Geschichte indem sie zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her springt. In der Gegenwart muss Zoe erfahren, dass ihre Mutter an Demenz leidet und ihnen nur noch wenig Zeit bleibt, die sie gemeinsam bewusst genießen können. Es wird deutlich welche Auswirkungen diese Krankheit auf Ginas Leben und dass ihrer Familie hat, wie schmerzlich dieser Prozess des Vergessens ist.

Gerade in dieser schweren Zeit könnte Zoe die Hilfe von Jamie sehr gut gebrauchen. Aber er ist so tief verletzt und entfernt sich immer weiter von ihr. Und so wird Zoes Leben immer komplizierter und trauriger. Bisher hatte sie alles im Griff und hat erfolgreich ihre kleine Firma geführt, doch nun wackelt ihre Fassade, hinter die sie bisher niemanden hat blicken lassen.
Und dabei versucht sie so sehr der Mensch zu sein, auf den ihr Vater, zu dem sie schon immer aufblickt,  stolz sein kann. Fast verliert sie dabei sich selbst.

Was Zoes Leben geprägt hat, erfahren wir aus Briefen, die Gina ihr in der Vergangenheit an fast jedem Geburtstag geschrieben hat, ohne sie jemals abzuschicken. Es sind die Briefe einer stolzen Mutter, voller Liebe, in denen Gina aber auch von ihrem eigenen Leben und ihrer Ehe berichtet. Mit jedem Jahr nähern sie sich dem Punkt, an dem sich das Leben der beiden für immer verändert hat. Was ist damals nur geschehen?  

In der emotionalen, traurigen und berührenden Geschichte fragt man sich die ganze Zeit, welches Geheimnis aus der Vergangenheit das Mutter-Tochter-Verhältnis von Gina und Zoe so nachhaltig gestört hat. 
Dieser Mischung aus Familiendrama und Liebesroman gibt die Autorin den nötigen Raum um sich zu entwickeln, indem sie Emotionen spürbar macht und glaubwürdig die Entwicklung von Ginas Krankheit schildert, mit genau der richtigen Dosis an Dramatik, ohne dass es überzogen oder aufgesetzt wirkt. 

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185 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

superhelden, jennifer estep, karma girl, piper verlag, bigtime

Karma Girl

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492280372
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch ist der Auftakt der Bigtime-Reihe die aus 5 Bänden besteht und in Amerika bereits komplett erschienen ist. Die Fortsetzung „Hot Mama“ wird im Oktober 2017 erscheinen.

Die Geschichte spielt in einer Welt, in der jede Stadt ihre eigenen Superhelden und Bösewichte hat, die sich gegenseitig bekämpfen und dabei einiges in Schutt und Asche legen, so wie sich das gehört. 
Niemand weiß, wer sich hinter den vielfältigen Masken und Kostümen verbirgt, bis es sich die Enthüllungsjournalistin Carmen Cole zur Aufgabe macht, so viele Identitäten wie möglich aufzudecken und zu veröffentlichen. Sie ist besessen von ihrem Tun, bis einer ihrer Artikel tragische Folgen hat...

Das Buch ist wie ein Superhelden-Comic in Buchform, gewürzt mit einem Hauch Chick Lit. Die Autorin spielt gekonnt mit den Klischees dieser Genres. 
Es dauert anfangs etwas bis die Geschichte in Fahrt kommt, aber dann wird es immer spannender. Es gibt jede Menge Action und natürlich fiese Bösewichte, die mit ihren Plänen die Menschheit bedrohen. Bekämpft werden sie von den heroischen Superhelden, die sich in ihren meist hautengen Outfits selbstlos in den Dienst der Menschheit stellen. 

Zwischen diese Fronten gerät Carmen durch ihre Enthüllungen und natürlich ist schnell klar, wie die Handlung verlaufen wird und wer das gebrochene Herz von ihr erst zum Schmelzen bringt, bevor er es endgültig erobert. Und selbstverständlich werden die Pläne der Erzschurken mit viel Getöse vereitelt.  Vorhersehbar, theatralisch und überzogen? Aber sicher doch! Genau das erwarte ich aber auch von einer Superheldenstory und die Autorin hat meine Erwartungen sehr unterhaltsam, fantasievoll und mit einem Augenzwinkern erfüllt. 

Ein zusätzliches Bonbon war für mich, dass dieses Buch papego-fähig ist und ich habe diese Möglichkeit zum ersten Mal ausgetestet. Die Möglichkeit zwischen der Printversion und dem ebook hin- und herzuswitchen hat mir sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn künftig wesentlich mehr Bücher dieses Feature bieten würden.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Glück ist, was wir daraus machen

Lorenzo Marone , Esther Hansen
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 20.03.2017
ISBN 9783866124264
Genre: Romane

Rezension:

Luce die Notte lebt in Neapel und arbeitet dort als Anwältin. Von ihrem Chef bekommt sie den Auftrag Carmen Bonaviat und deren Sohn Kevin zu überwachen, um Beweise zu sammeln, damit ihr das Sorgerecht streitig gemacht werden kann. Leider nimmt dieser Handlungsstrang nur einen kleinen Teil der Geschichte ein. Hauptsächlich geht es um Rückblicke in die Vergangenheit, die nach und nach zeigen, was Luce zu dem Menschen gemacht hat, der sie heute ist. Angereichert wird das Ganze mit jeder Menge Lebensweisheiten, die der Autor bei jeder Gelegenheit einstreut. Dadurch hat sich das Lesen für mich in die Länge gezogen und auch der gewohnt gute Schreibstil konnte daran nichts ändern. Das ist sehr schade, denn ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da mir "Der erste Tag vom Rest meines Lebens" sehr gut gefallen hat. 

Luce ist eine warmherzige junge Frau, deren Temperament manchmal so explosiv ist wie ein Vulkan, was vor allem die Männer in ihrem Umfeld zu spüren bekommen. Sie selbst sieht sich als wütende, zynische, abweisende und wenig liebevolle Person. Doch ihre Mitmenschen schätzen sie, weil sie wissen, dass sie hinter der schroffen Fassade ihr großes Herz versteckt. Sie ist eine sympathische Protagonistin und die Abschnitte, welche in der Gegenwart spielen haben mir gut gefallen, vor allem wenn es um Carmen und ihren Sohn Kevin ging. 

Im Vergleich dazu sind die Rückblicke meist schwermütig und zeigen, wie Luces Leben war bevor und nachdem der Vater die Familie verlassen hat. Es wird deutlich wie wichtig für sie die Familie, Freundschaft und Integrität sind. Nach und Nach steuert sie auf einen Punkt zu, an dem sie wichtige Entscheidungen treffen muss, die ihr Leben für immer verändern werden. Doch bevor dies möglich ist muss sie mit einigen Dingen der Vergangenheit Frieden schließen. 

Fazit: Warmherzige Geschichte mit Längen, in der es um Freundschaft und Familie geht und eine junge Frau auf dem Weg zu sich selbst.

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

london, familie, mut, au-pair, aufbruch

Die Liebe zum Regen

Claire Hoffmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diana, 27.03.2017
ISBN 9783453291928
Genre: Romane

Rezension:

Die 57jährige Vera lebt ein Leben im Schatten von anderen. Im Privatleben versucht sie es ihrem Mann recht zu machen und sich unauffällig zu verhalten und auch im Beruf versteckt sie sich hinter ihren Angestellten. Das hört sich nach einem ruhigen und bequemen Leben an, doch Vera spürt täglich mehr, dass ihr etwas fehlt.

Ihr Leben nimmt unfreiwillig eine Wende, als ihr egoistischer und überkorrekter Ehemann eine Dummheit begeht und die Existenz der beiden damit aufs Spiel setzt. Vera tritt die Flucht nach vorne an und nimmt eine sich zufällig bietende Möglichkeit wahr und geht als Granny-Aupair nach London um auf drei Mädchen aufzupassen. Doch ihre romantischen Vorstellungen vom Leben eines Aupairs in London lösen sich direkt nach der Ankunft in Luft auf... 

Vera hat keinerlei Erfahrungen mit Kindern und ihr fehlt leider auch das zwischenmenschliche Gespür, dass man von einer Frau ihres Alters erwarten könnte. In der Ausgangssituation mit ihrem Mann hatte ich wirklich Verständnis für sie. Doch sobald sie in London ankommt hat mich ihr weltfremdes Verhalten irritiert. Sie ist unorganisiert und steht anfangs ratlos den Kindern gegenüber, egal ob es sich um Zuneigung oder Streiche handelt. Sie macht sich zwar Gedanken um die ihr anvertrauten Kinder, aber hauptsächlich beschäftigt sie sich mit sich selbst und ergeht sich in Selbstmitleid. Die Situation überfordert sie zu Beginn völlig, was nicht verwunderlich ist, da sie sich komplett alleine um alles kümmern muss, weil die Eltern abwesend sind. Doch mein Mitgefühl galt hauptsächlich den Mädchen, die ihre Eltern schmerzlich vermissen und tapfer versuchen damit klarzukommen.

Toll fand ich die drei Schwestern Ruby, Amanda und Zoe. Ihr Leid und ihre Versuche ein normales Leben zu führen haben mich berührt. Von jedem Mädchen lernt Vera eine andere Lektion, was sie nach und nach zu einem anderen Menschen macht. Während Zoe als Nesthäkchen ein großes Bedürfnis nach Nähe hat, ist Amanda so abweisend wie ein stacheliger Igel und Ruby scheint ständig gedanklich abwesend zu sein und in ihrer eigenen Welt zu leben. 

Die Grundidee einer Frau, die aus dem Schatten ihres Ehemannes tritt und zum ersten Mal in ihrem Leben nach London reist um dort auf drei Kinder aufzupassen hat mit sehr gut gefallen. Schade, dass mich die Protagonistin nicht für sich gewinnen konnte. Ich bin einfach nicht mit ihr warm geworden, was mir zum Teil leider den Spaß an dem Buch genommen hat.

Der leicht zu lesende Schreibstil und einige schöne Ideen im Zusammenhang mit den Geschwistern, haben dafür gesorgt, dass ich das Buch trotz allem gerne gelesen habe. 

Fazit: Eine schöne Idee für eine Geschichte, nur leider konnte ich mich nicht für die Protagonistin erwärmen.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Neun Tage

Toni Jordan , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492307659
Genre: Romane

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

kinderbuch, vorlesen, zeitreisen, zeitreise, fantasy

Zeitreise mit Hamster

Ross Welford , Petra Knese
Fester Einband
Erschienen bei Coppenrath, 31.01.2017
ISBN 9783649622376
Genre: Jugendbuch

Rezension:

An seinem 12. Geburtstag erhält Al einen Brief von seinem Vater, der vor 4 Jahren verstorben ist. In diesem Brief erfährt er, dass sein Vater eine Zeitmaschine erfunden hat, mit der man erfolgreich in der Zeit reisen kann. Nun bittet ihn sein Vater in das Jahr 1984 zu reisen und einen Unfall in seiner Kindheit zu verhindern, der für seinen Tod verantwortlich ist.
Da Al aber inzwischen mit seiner Mutter bei Steve und seiner Tochter Carly, der Welt-schlimmsten-Stiefschwester wohnt, und die Zeitmaschine sich in seinem alten Zuhause befindet, gestaltet sich sein Vorhaben schwieriger als es sein Vater vorhersehen konnte...

Natürlich fragt man sich als Leser, warum Als Vater nicht einfach selbst in die Vergangenheit gereist ist und den Unfall verhindert hat. Ganz einfach, weil ein Mensch nicht zweimal im gleichen Moment existieren kann. Deshalb kann man nicht in seine eigene Kindheit reisen, oder zu einem Zeitpunkt zurückkehren zu dem man bereits eine Zeitreise unternommen hat. Das und noch vieles mehr wird zum Verständnis von Zeitreisen, deren Möglichkeiten und Grenzen, im Verlauf der Handlung erklärt.

In der ersten Hälfte des Buches erzählt Al dem Leser einiges über sich selbst und die Menschen in seinem Umfeld und natürlich über die Planung der bevorstehenden Zeitreise. Vor allem sein indischer Großvater Byron hat mir sehr gut gefallen. Er ist ein wahrer Gedächtniskünstler, kümmert sich liebevoll um Al und hat für fast jede Situation eine Weisheit parat.

Sobald die Zeitreise beginnt wird es richtig spannend, denn das Schicksal und die Vergangenheit lassen sich nicht so leicht überlisten. Al ist ein Junge, der das Herz auf dem richtigen Fleck hat und sich mit Intelligenz und einer gewissen Naivität an die Lösung der sich ihm stellenden Probleme macht. Wird es ihm gelingen die Vergangenheit so zu verändern, wie er sich das wünscht? Lässt sich das Schicksal überlisten?

Mit Herz und Humor erzählt der Autor Als Zeitreiseabenteuer. Der Schreibstil liest sich flüssig und ist der Zielgruppe entsprechend angepasst.
Das Buch ist für junge Leser ab 10 Jahren gedacht, ist aber auch für erwachsene Leser, die sich für eine fantasievolle und warmherzige Geschichte begeistern können, bestens geeignet. 

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46 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

gruselig

Mein schönes falsches Leben

Hilary Freeman , Ulrike Köbele
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785584484
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 17jährige Ella liebt alte Schwarz-Weiß-Filme und ist ein Fan von Louise Brooks, nach deren Vorbild sie ihre Haare trägt. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Deeta besucht sie in der Schule den Kurs für Filmwissenschaften und in ihrer Freizeit hängen die beiden gerne zusammen ab, feiern Partys und haben jede Menge Spaß.
Doch als Ella eines morgens aufwacht hat sie das Gefühl im falschen Film zu sein. Alles hat sich geändert, obwohl vieles noch gleich ist. Ihr Zimmer ist ein rosaroter Alptraum und selbst ihr Bett steht nicht an der gleichen Stelle wie sonst. Sie geht zwar noch zur selben Schule hat aber ganz andere Fächer belegt und statt mit Deeta ist sie scheinbar mit Jen und Rachel befreundet. Selbst die PIN für ihr Handy ist nicht mehr dieselbe. Was zum Teufel ist mit ihr passiert? Wo ist sie und wer ist die Ella, in deren Körper sie steckt?

Nach und nach findet Ella heraus, was ihr neues und ihr altes Ich unterscheidet. Sie muss dabei vorsichtig sein, denn wie soll sie ihrem Umfeld erklären, dass sie sich an viele Ereignisse und Personen überhaupt nicht erinnern kann? Und so geht es anfangs hauptsächlich um Ellas Bestandsaufnahme und Recherche und was ihr dabei durch den Kopf geht. Trotz des flüssig zu lesenden Schreibstils der Autorin hat sich das für mich in die Länge gezogen.
Vielleicht lag es auch daran, dass der Funken zwischen Ella und mir nicht übergesprungen ist und ich deshalb nicht richtig mit ihr mitgefühlt und mitgefiebert habe.

Trotzdem fand ich interessant zu lesen, wie Ella versucht herauszufinden wer sie ist und wer sie sein möchte. Vor allem aber wollte ich wissen, ob sie eine Möglichkeit findet in ihr altes Leben zurückzukehren und welche Erklärung es für das Ganze gibt. Hier hat mich die Autorin überrascht und das Ende hat mir gut gefallen.

Jeden Tag treffen wir eine Vielzahl an Entscheidungen, oft ohne groß darüber nachzudenken. Es ist der Autorin gelungen deutlich zu machen, wie sehr eine einzelne Entscheidung das ganze weiter Leben beeinflussen kann.

Fazit: Ein flüssig zu lesender Coming of Age Roman mit einem ruhigen Handlungsverlauf einer interessanten Botschaft.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

krebs, piper, young adult, tamy fabienne tiede, trautig

Club der letzten Wünsche

Tamy Fabienne Tiede
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2017
ISBN 9783492309844
Genre: Romane

Rezension:

Bevor Jess ins Krankenhaus kam, wurde ihr von ihrem Umfeld nur Verachtung entgegengebracht. Sie wurde als nichtsnutzige, freche Göre wahrgenommen und als Flittchen.
Sie ist kein einfacher Charakter. Sie ist sehr stur und treibt das Krankenhauspersonal mit ihrem Verhalten in den Wahnsinn, bis sie den Krankenpfleger James kennenlernt, dessen Grübchen sie ganz schwach werden lassen und der nach und nach ihre Mauern niederreißt.
Doch wie kann sie zulassen, dass er sich in sie verliebt, wo sie doch bald stirbt? Aber die Liebe geht ihre ganz eigenen Wege.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Jesslyns Sicht erzählt und nach und nach erfährt man mehr über ihre Kindheit und Jugend, die sie zu dem Menschen gemacht haben, der sie heute ist. Ihre Kindheit war schön, bis sich die Eltern trennten und ihre Mutter mit ihr in die Stadt gezogen ist. Nach und nach verschwand alles Schöne aus Jesslyns Leben. Ihr Vater ist inzwischen tot und ihre Mutter nur noch ein alkoholsüchtiges Wrack.

Während die Krankheit Jesslyns Körper immer mehr zerstört, erfährt sie durch ihre Freunde so viel Gutes und erlebt so schöne und besondere Momente, sodass sie ausgerechnet jetzt die schönste Zeit ihres Lebens verbringt. Ihr Körper kann zwar nicht geheilt werden, aber ihre Seele und sie gibt die Liebe und Freundschaft, die ihr entgegengebracht werden vielfach zurück und kommt dabei zur Ruhe.

Mir hat gut gefallen, dass der Verlauf von Jesslyns Krebserkrankung nicht beschönigt wird. Es wird deutlich wie schlecht es ihr geht und wie sie leidet, doch steht das nicht dauernd im Vordergrund, ist aber trotzdem allgegenwärtig, wie der Krebs in ihr. Aufgelockert wird die Geschichte durch die Liebesgeschichte, welche in die Handlung eingebettet ist. James ist ein wahr gewordener Teenietraum und lässt sicher die so manches Mädchenherz höher schlagen.

Leider haben der Klappentext und der Titel falsche Erwartungen bei mir geweckt. Die Liste der letzten Wünsche spielt zwar immer wieder eine Rolle, steht aber mehr im Hintergrund und die Erfüllung der Wünsche wird fast schon nebenbei und relativ kurz abgehandelt. Es gibt hier zwar einige schöne Momente, doch hätte ich mir das alles etwas ausführlicher gewünscht.
Vielleicht hat mich deshalb die Geschichte nicht so in ihren Bann gezogen. Ich habe sie gerne gelesen, würde sie aber vor allem jugendlichen Leserinnen empfehlen. 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

alopezie, liebesgeschichte, haare, mutmach-buch, nichts wünsche ich mir mehr

Nichts wünsche ich mir mehr

Lena Hach
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 30.01.2017
ISBN 9783407821911
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zitate
"Die Krankheit tut noch mehr. Sie rüttelt an den Festen des Selbstbilds. An dem man jahrelang gesessen hat, mit feinem Pinselstrich. Ein Bild, das man mag oder auch nicht. Es ist nicht wichtig, denn die Hauptsache ist: Man kennt das Bild. Und nun soll alles anders sein?"
".... Mein Aussehen lenkt ab von der, die ich wirklich bin, denke ich. Aber wer bin ich eigentlich, jetzt, in diesem Moment? Und wer bin ich morgen? Oder: Wer will ich sein? (Wer kann ich noch sein?)"


Infos zur Krankheit
Alopecia Areata ist eine ungefährliche Haarausfall-Erkrankung die ohne Vorwarnung und in unterschiedlicher Ausprägung auftreten kann. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 1-1,5 Mio. Menschen davon betroffen sind, wobei nur bei etwa 10% der Betroffenen der Totalverlust der Kopf- und Körperbehaarung eintritt.
Quelle: https://www.aad-ev.de/%C3%BCber-alopecia/

Meine Eindrücke
Von der ersten Seite an hat mir die Geschichte gefallen. In lockerer und jugendlicher Sprache erfährt man, wie Katharinas Leben sich durch die Diagnose und den immer weiter fortschreitenden Verlust der Haare verändert. Es ist ein Schock und sie kann sich zuerst gar nicht vorstellen, wie ihr Leben künftig aussehen soll. Ihre größte Angst besteht darin, dass jemand etwas davon bemerkt. Wie werden ihre Freundinnen und ihre Mitschüler reagieren? Und wird sich jemals ein Junge in ein Mädchen mit Glatze verlieben? Am liebsten würde sie das Haus gar nicht mehr verlassen.
Zum Glück hat Katha eine ganz wunderbare Familie und gute Freundinnen, die ihr zur Seite stehen.

Glaubwürdig wird erzählt, was in Katha vorgeht, welche Gedanken und Ängste ihr durch den Kopf gehen. Auf den ersten Schock folgt die Suche nach einer Therapie oder einem Heilmittel, egal was man dafür in Kauf nehmen muss. Wie weit ist man bereit zu gehen, damit eine geringe Möglichkeit besteht, dass wieder Haare wachsen?

In unserer Zeit wird man oft nach seinem Aussehen beurteilt und ohne Haare fällt eine Frau einfach auf. Die Mitschüler tuscheln und dauernd wird man angestarrt. Damit muss man lernen klarzukommen und das ist nicht einfach. Katha lernt, dass es verschiedene Wege gibt mit der Erkrankung umzugehen und sie muss für sich selbst entscheiden, welcher der richtige für sie ist. Soll sie eine Perücke tragen, die so aussieht wie ihre alte Frisur, oder will sie sich jeden Tag mit einem neuen Look und einer anderen Perücke präsentieren, oder gar oben ohne gehen und sich wie Sinead O'Connor stylen? Wer will sie künftig sein und wie will sie wahrgenommen werden?

Obwohl es kein leichtes Thema ist, war das Buch nicht schwermütig. Oft wird die Handlung durch humorvolle Dialoge oder Erlebnisse aufgelockert. Die Balance zwischen Kathas ganz persönlichem Drama und unterhaltsamen Passagen ist perfekt gelungen.

Fazit: Die Geschichte eines jungen Mädchens, das an Alopezie erkrankt und einen Weg finden muss, damit klarzukommen - einfühlsam und kurzweilig in jugendlicher Ausdrucksweise erzählt.

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385 Bibliotheken, 25 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

pferde, liebe, familie, frankreich, england

Im Schatten das Licht

Jojo Moyes , Silke Jellinghaus
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.01.2017
ISBN 9783499267352
Genre: Romane

Rezension:

Sarah ist ein 14jähriger Teenager, der schon viel verloren hat. Als nun auch noch ihr Großvater ins Krankenhaus kommt, steht sie ganz alleine da. Es fällt ihr schwer sich anderen Menschen zu öffnen. Dabei hätte sie Hilfe so notwendig, denn dass sie als Jugendliche nicht alleine leben darf ist nur eines von vielen Problemen, die auf sie zukommen. Halt findet sie bei ihrem Pferd Boo, das sie über alles liebt.
Nicht immer verhält sie sich logisch, aber dieses Verhalten passt zu einem 14jährigen Teenager.

Natasha ist Anwältin mit besten Karriereaussichten. Als sie glaubt, ihre gescheiterte Ehe endlich verarbeitet zu haben, zieht ihr Noch-Ehemann Mac wieder in das gemeinsame Haus, bis es verkauft ist. Zwischen den beiden hängt so viel Unausgesprochenes in der Luft und man spürt sehr schnell, dass sie sich alles andere als gleichgültig sind, trotz neuer Partner. Und wie passt in das alles auch noch ein 14jähriges Mädchen inklusive Pferd?

In gewohnt flüssigem Schreibstil erzählt die Autorin diese schöne und emotionale Geschichte, in der zwei verletzte weibliche Hauptpersonen versuchen ihr Leben in den Griff zu bekommen und dass jede für sich ganz alleine. Ihnen zur Seite steht Mac, über den man mehrfach lesen kann, was für eine anziehende Wirkung er auf Frauen hat und wie charmant und einfühlsam er ist.
Bei den Nebenfiguren hat mir vor allem Cowboy John mit seiner liebenswert kauzigen Art und seinem trockenen Humor gut gefallen.

In dieser Geschichte nehmen das Reiten und die Liebe zu Pferden viel Raum ein und trotzdem steht doch das Zwischenmenschliche immer im Vordergrund.
Es geht um Liebe, Familie und um Vertrauen, das vor allem Sarah und Natasha lernen müssen.

Normalerweise beginne ich eine Rezension gerne mit dem Klappentext. Doch dieses Mal verzichte ich darauf, denn er enthält Handlungsschritte, die teilweise erst gegen Seite 400 passieren. Das hat für mich einen Großteil der Spannung aus dem Buch genommen, da ich ja bereits wusste was noch kommt. Zum Glück gab es auf dem Weg dahin noch einige dramatische Ereignisse und Wendungen, die dafür sorgten, dass die Seiten trotzdem nur so dahingeflogen sind.

Fazit: Eine schöne Geschichte, die mit Emotionen, Dramatik und überraschenden Wendungen unterhält.

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(20)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

emma der kaktus und ich, kaktus, leserunde, wunschvorstellung, lustig

Emma, der Kaktus und ich

Christopher Lück
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.01.2017
ISBN 9783442484997
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach dem Lesen des Klappentextes habe ich mich auf eine unterhaltsame und durchaus auch ironische Beziehungskomödie eingestellt. Doch darum geht es nur zu Beginn und am Ende des Buches. Dazwischen mutiert Gerd nach seinem Rauswurf zu einem jämmerlichen Häufchen Elend voller Selbstmitleid und schildert den Lesern die verschiedenen Männer-Stadien nach dem Verlassen werden, was hauptsächlich auf jammern und viel Alkohol hinausläuft. Gerds Freund Stefan formuliert es treffend „Gerd, du bist unfassbar nervig“.

Rückblickend erzählt Gerd von peinlichen Erlebnissen in der Vergangenheit und wie er versucht hat bei den Frauen zu landen. Nebenbei geht unser Dauerstudent ab und zu zur Uni, wenn er Lust hat, aber eigentlich hat er zu gar nichts richtig Lust oder Antrieb. Auch seinen großen Traum, die Schriftstellerei, verfolgt er mit wenig Engagement. Irgendwie bekommt er gar nichts auf die Reihe und taumelt von einer skurrilen Peinlichkeit zur nächsten.

Stellenweise ist dies tatsächlich lustig. Doch oft wird das Geschehen so überspitzt und geschmacklos dargestellt, dass keine Lesefreude bei mir aufkommen wollte. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe.

Die Abschnitte mit Emma, oder wenn Gerd bei seiner Oma Bimbam zu Besuch war, habe ich gerne gelesen. Hier zeigt sich Gerd wirklich als liebenswerter Loser, wie im Klappentext angepriesen.

Ich lese gerne lustige und unterhaltsame Geschichten und es stört mich auch nicht, wenn der Inhalt sich anders entwickelt, als erwartet. Aber Humor ist bekanntlich Geschmacksache und meinen Geschmack hat der Autor leider nicht getroffen. 

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88 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

organspende, liebe, trauer, verlust, jugendbuch

Für immer ein Teil von mir

Michelle Andreani , Mindi Scott , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.01.2017
ISBN 9783959670692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit sechs Monaten ist Ashlyn tot und während für viele Menschen aus ihrem früheren Umfeld das Leben wieder seinen normalen Gang geht, sind ihre Freunde Cloudy und Kyle immer noch in ihrer Trauer gefangen. Immer wieder erinnern sie Kleinigkeiten an Ashlyn und daran, was sie verloren haben.

Cloudy war Ashlyns beste Freundin. Sie waren beide mit Leidenschaft beim Cheerleading und sind gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen. Cloudy hat das Gefühl, dass die Trauer alle Gefühle und ihr Leben so zusammendrückt, dass fast nichts mehr von ihr übrigbleibt.

Kyle war Ashlyns fester Freund und fühlt sich ohne sie verloren. Er spürt eine Leere in sich und weiß nicht, womit er sie füllen soll. Nichts macht ihm mehr Freude. Wie soll er da einfach so tun, als ob alles in Ordnung ist und sich mit seinen Freunden treffen, ins Training gehen und einfach weiterleben wie bisher?

Das bringt Cloudy auf die Idee gemeinsam mit Kyle, drei der Menschen zu besuchen, deren Leben durch Ashlyns Organspende gerettet wurden. Vielleicht würde das die Leere in ihm füllen?

Und so beginnt ein Road Trip auf dem die beiden Jugendlichen hoffen einen Weg aus ihrer Trauer heraus zu finden um sich anderen wieder öffnen zu können und nach vorne zu schauen in eine Zukunft ohne Ashlyn.

Mit leichter Hand beschreiben die Autorinnen die Gefühle und Gedanken von Kyle und Cloudy. Sicher hätte man hierbei noch mehr in die Tiefe gehen können, doch mir hat gerade gut gefallen, dass die Emotionen und der Schmerz nicht in aller Dramatik beschrieben werden, aber trotzdem allgegenwärtig sind.

In Rückblicken erlebt der Leser gemeinsame Momente von Ashlyn, Cloudy und Kyle, welche die unterschiedlichen Beziehungen deutlich und die Trauer verständlich machen. Ashlyn war ein Mensch mit vielen Stärken und liebenswerten Schwächen. Nach ihrem Tod hat sie nicht nur bei ihrer Familie eine schmerzhafte Lücke hinterlassen.

Durch die Geschichte wird deutlich, dass durch Organspenden Menschen ein neues Leben geschenkt werden kann. Wenn auch nicht sofort, so kann doch irgendwann dieses Bewusstsein helfen, den Verlust eines geliebten Menschen besser zu ertragen. Allerdings steht dieses Thema nicht im Vordergrund, sondern macht nur einen geringen Teil der Handlung aus.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich bin gerne mit den beiden jugendlichen Protagonisten auf die Reise gegangen. Aufgelockert wird die Handlung durch immer wieder aufblitzenden Humor, ein kleines Kätzchen und durch eine Liebesgeschichte, die niemanden überraschen dürfte, die deshalb aber nicht weniger schön ist.

Fazit: Eine schöne Geschichte um Trauer, Freundschaft, Familie und Liebe. 

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(35)

82 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, armut, miasheridan, imnächstenlebenvielleicht, im nächsten leben vielleicht

Im nächsten Leben vielleicht

Mia Sheridan , Uta Hege
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.01.2017
ISBN 9783492309431
Genre: Liebesromane

Rezension:

Tenleigh und Kyland leben in Dennville, einem Bergarbeiterort in den Appalachen. Vor Jahren gab es dort in der Grube eine Explosion, bei der 62 Männer ums Leben kamen, viele davon Familienväter. Die Familien, die sie zurückließen, führen seit dem einen verzweifelten Kampf ums Überleben am Existenzminimum. Kyland hat nicht nur seinen Vater verloren, sondern auch seinen Bruder. Seitdem lebt er in Armut und muss Hunger leiden. Genau wie für Tenleigh gibt es für ihn nur eine Möglichkeit diesem Leben zu entfliehen – das Stipendium des Bergwerksunternehmens.
Beide lernen viel und setzen ihre ganze Energie ein, um ihr Ziel zu erreichen. Doch dann lernen sie sich näher kennen und obwohl beiden bewusst ist, dass ihre Liebe keine Chance hat, weil einer von ihnen bald die Stadt verlässt, können sie sich nicht gegen ihre Gefühle wehren.

Einfühlsam erzählt die Autorin vom Leben der beiden und wie sie sich langsam näherkommen. Es ist klar, wo das Ganze hinführt und trotzdem liest es sich schön, wenn zwei Teenager zum ersten Mal wirklich lieben und die Gefühle täglich tiefer werden. Umso spannender war für mich die Frage, wer von beiden das Stipendium bekommt und was dann passiert.

Die Liebesgeschichte nimmt eindeutig den meisten Raum der Handlung ein. Es gibt jedoch einige Personen und Nebenhandlungen, die mir sehr gut gefallen haben, weil sie etwas Abwechslung in die doch sehr ausführlich beschriebene Beziehung der beiden gebracht haben.

Es war schön und auch traurig mehr über die besonderen familiären Verhältnisse von Tenleigh und Kyland zu lesen. Diese haben ihr Leben geprägt, von dem sie uns abwechselnd als Ich-Erzähler berichten. Man bekommt als Leser eine Ahnung, was es heißt in Armut aufzuwachsen und wie schwer es ist sich ein besseres Leben aufzubauen.

Anfangs bin ich regelrecht in der Geschichte versunken und die Seiten sind nur so dahingeflogen. Doch gerade die ausführlich geschilderte Entwicklung der Beziehung der beiden, die mich anfangs so begeisterte, zog sich dann etwas in die Länge. Zum Glück bekommt die Autorin gerade noch rechtzeitig die Kurve, indem sie eine für mich unerwartete Entwicklung eingebaut hat, welche die Geschichte wieder etwas spannender werden ließ.


Der Schreibstil der Autorin ließ sich sehr angenehm lesen und die Geschichte der beiden wird bis zum Ende hin romantische Seelen zum Schwärmen bringen.


Für mich war diese Geschichte ideal zum Abschalten und Mitfühlen und ich habe sie sehr gerne gelesen.

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(16)

20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

irland, vergangenheit, roman, geheimnisvolle briefe, neuanfang

In den Schatten der Vergangenheit

Ricarda Konrad
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Pro-Talk , 15.08.2016
ISBN 9783939990246
Genre: Romane

Rezension:

Gleich auf den ersten Seiten lernt Caro den attraktiven Schreiner Damian kennen, als sie auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause ist, dem Cottage ihrer verstorbenen Tante Molly. Es ist wohl jedem klar, wo diese Begegnung hinführen wird, doch die Autorin lässt sich Zeit bis aus den beiden ein Paar wird. Und so wie sich die Beziehung der beiden entwickelt, geht auch die Renovierung des Cottages voran, das Caro in Eigenregie auf Vordermann bringt.
Um etwas Spannung in die Geschichte zu bringen lässt die Autorin Caro und Damian Briefe finden, die Hinweise auf ein Geheimnis geben. Nach und nach klären sie dieses auf und Caro erfährt dabei einiges über das Leben ihrer Tante.

Es hat etwas gedauert, bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte. Es stellte sich anfangs kein Lesefluss ein, weil einzelne Formulierungen und die häufige Schilderung von belanglosen Details mich störten.
Stattdessen hätte ich lieber mehr über die Bewohner von Affordshire gelesen, denn hier gab es einige interessante Charaktere. Es hat mir gefallen, wie freundlich Caro aufgenommen wurde und sich nach und nach sogar Freundschaften entwickelt haben.

Es gibt einen zweiten Handlungsstrang rund um Daniel, der in Dublin lebt. Seine Geschichte ist an sich nicht uninteressant, hat aber überhaupt nichts mit der eigentlichen Handlung des Buches zu tun. Erst als ich gesehen habe, dass er der Protagonist von Band 2 ist, ergab das Ganze für mich einen Sinn.

Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, denn die Geschichte ist ideal zum Abschalten und hat mir ein paar entspannte Lesestunden beschert.

Mir war nicht bewusst, dass es sich hier um Teil eins einer Trilogie handelt. Doch da die Geschichte in sich abgeschlossen ist, war das kein Problem. In den Folgebänden gibt es andere Protagonisten, die in diesem Buch bereits eingeführt wurden.

Fans von Rosamunde Pilcher werden sicher ihre Freude an dem Buch haben.

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(3)

11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Monty und ich

Louisa Bennet , Leena Flegler
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453418936
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rose Sidebottom ist Detective Constable in Ausbildung, deren Nachname leider zu blöden Bemerkungen einlädt. Sie versucht nicht nur beruflich in die Fußstapfen ihrer verstorbenen Tante Kay zu treten, sondern sie wohnt auch in deren renovierungsbedürftigem Haus. Sie hat einen untrüglichen Sinn dafür, wenn man sie belügt, was ihr eine hohe Aufklärungsquote und einen schnellen Aufstieg beschert – und den Neid von so manchem Kollegen.
Den Neidern kommt es nur Recht, dass sie der Drogenfahndung einen Fall vermasselt und somit nicht mehr ganz so gut dasteht. Doch Rose lässt sich nicht unterkriegen und stürzt sich mit Feuereifer in die Aufklärung des Mordes an Professor Patrick Salt, um zu zeigen, was sie kann.
In diesem Fall gibt es einen Zeugen – den treuen Hund des Professors. Rose nimmt den Golden Retriever Monty bei sich auf und auch wenn sie keine Ahnung davon hat, so machen sie sich doch gemeinsam an die Aufklärung des Falles ...

Die Geschichte wechselt zwischen zwei Perspektiven hin und her. Zum einen erleben wir die Ermittlungen von Rose und erfahren was sie antreibt und welche Schwierigkeiten sich ihr privat und beruflich in den Weg stellen. Zum anderen erzählt uns Monty von der geheimen Welt der Tiere, denn er kann so viel mehr als Rose auch nur ansatzweise ahnt. In seiner Welt können sich Tiere und Insekten miteinander unterhalten, sie haben Twitter-Accounts mit Followern und Hunde nutzen das Markieren zum Hinterlassen von Urimails, die Nachrichten enthalten, genau wie Emails. Natürlich halten die Tiere ihre Fähigkeiten vor den Menschen geheim. Das gehört zu ihrem obersten Gebot.

Mit der Unterstützung seiner Freunde beginnt Monty seine ganz eigenen Ermittlungen. Da er den Mörder seines Herrchens gebissen hat, weiß er genau, welcher der Verdächtigen unschuldig ist und welchen Spuren er folgen muss.

Mit viel Humor erzählt die Autorin die Geschichte, in der Monty eindeutig der Star ist. Sie hat sich nicht nur einen liebenswerten Protagonisten einfallen lassen, sondern die Welt der Tiere mit witzigen Ideen ausgeschmückt. Vor allem Montys Talente und Taten beschreibt sie ausführlich. Gut gefallen hat mir dabei, dass er auch immer wieder als „normaler“ Hund geschildert wird, der es liebt zu fressen und Enten zu jagen.
Den realistischen Gegenpol bildet Roses Polizeiarbeit die auch einiges zur Aufklärung des Falles beiträgt.

Während die Handlung anfangs etwas dahinplätschert wird es zum Ende hin richtig spannend und es wird deutlich, was für ein tolles Team Rose und Monty sind. Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen mit den beiden, denn die letzten Sätze des Buches weisen auf eine mögliche Fortsetzung hin. 

Das Cover zeigt Monty und seine tierischen Helfer, die als Scherenschnitt abgebildet sind. Lasst euch überraschen, um wen es sich dabei handelt. 

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(79)

207 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

kunst, zwillinge, liebe, jugendbuch, young adult

Ich gebe dir die Sonne

Jandy Nelson , Catrin Frischer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.11.2016
ISBN 9783570164594
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung beginnt, als Noah und Jude 13 Jahre alt sind und wird zu Beginn aus Noahs Sicht erzählt. Ihre Welt ist noch in Ordnung, auch wenn Noah das Gefühl hat, ein Außerirdischer unter Menschen zu sein und leider hat ihm niemand erklärt wie man sich richtig und unauffällig verhält. Sein Lebensinhalt ist das Malen und sein größter Traum ist es an der Kunstschule CSA angenommen zu werden. Er drückt seine Gefühle und Erlebnisse in Bildern aus, die er manchmal nur in seinem Kopf zeichnet. Der Autorin ist es wunderbar gelungen dies zu verdeutlichen und dementsprechend bildgewaltig ist stellenweise die Sprache.

Kapitelweise springt die Handlung drei Jahre in die Zukunft und wieder zurück, bis sich beide Zeitstränge treffen und man endlich das komplette Ausmaß der tragischen und traurigen Ereignisse kennt. Genauso wie die Zeit wechselt, erzählen auch die Zwillinge abwechselnd als Ich-Erzähler was geschehen ist. Und so erfahren wir von der 16jährigen Jude, dass sie und ihr Bruder ganz andere Wege eingeschlagen haben, als ursprünglich geplant. Was ist nur in der Zwischenzeit geschehen? Was hat die Zwillinge so aus der Bahn geworfen, dass sie ihre enge Verbindung zueinander verloren haben?

Jude hatte schon immer einen Hang zum Esoterischen und eine starke Verbindung zu ihrer Großmutter. Nach deren Tod wird ihr Geist zu einer wichtigen „Bezugsperson“ für Jude, denn es kommt eine Zeit, wo niemand sonst mehr für Jude da ist und sie nur noch Halt und Sicherheit in ihrem Aberglauben und ihren Zwiegesprächen mit ihrer Oma findet.

Von der ersten Seite an hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Mal ist es unterhaltsam und fast schon schwarzhumorig und dann wieder sehr emotional und tieftraurig. Es geht um die intensiven Gefühle zweier unterschiedlicher Teenager und dem dazugehörigen Gefühlschaos. Die beiden sind nicht nur in der Pubertät, sondern sie müssen auch schlimme Erlebnisse, die erste große Liebe und Konflikte mit den Eltern verarbeiten und dabei versuchen sie sich selbst und ihren Weg zu finden.

Fazit: Eine schöne und berührende Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat.

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(69)

82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

humor, liebe, liebeskummer, die netten schlafen allein, steffen weinert

Die Netten schlafen allein

Steffen Weinert
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.11.2016
ISBN 9783499272646
Genre: Humor

Rezension:

Meine Eindrücke
Selbst wenn Christoph gerade erst eine Frau kennengelernt hat, meint er die Frau fürs Leben gefunden zu haben und stürzt sich voller Eifer in jede neue Beziehung. Dass das nicht gut bei den Frauen ankommt zeigt sich gleich am Anfang des Buches, als Inga sich von ihm trennt und Probleme hat, ihn wieder loszuwerden. Er ist wieder einmal am Boden zerstört und sucht Trost an der Theke im „Durstigen Hund“ wo er gerne einen Abend mit seinen Freunden verbringt.
Auch an seinem Arbeitsplatz in der Kindertagesstätte kann er sich weder bei seiner Chefin noch bei den Eltern durchsetzen. Er ist einfach zu nett.
Und so kann er auch nicht nein sagen, als ihn seine Nachbarin Juli bittet ein paar Tage auf ihren 11jährigen Sohn Emil aufzupassen. Überraschenderweise kennt sich Emil gut mit Frauen aus und bietet Christoph an ihn zu „unterrichten“. Diese Zusammenarbeit wird nicht nur Christophs Leben verändern ...

Nach dem Lesen des Klappentextes dachte ich, dass es ungefähr klar ist, wie die Handlung in etwa verlaufen wird. Zum Glück habe ich mich da getäuscht. Christophs „Ausbildung“ ist ein unterhaltsamer Teil der Handlung, aber sie ist nicht die Hauptsache.

Christoph hat zwar kein Glück bei den Frauen, aber dafür mit seinen Freunden. Die drei halten zusammen und der Autor beschreibt ironisch und mit Herz, was eine Männerfreundschaft ausmacht. Zu seinen Freunden kann Christoph auch bald Emil zählen und die gemeinsame Geschichte der beiden hat mir besonders gut gefallen.

Der Autor hat sich einen bunten Reigen an Charakteren einfallen lassen, von denen Emil neben Christoph einen Großteil der Handlung begleitet. Mit seinen 11 Jahren hat er einen erstaunlichen Wissensschatz, was das Flirten mit Frauen betrifft. Am liebsten schaut er „The Walking Dead“ (mit 11!) oder er sitzt vor seinem iPad oder Handy. Ansonsten ist er ein lieber Kerl, mit dem man gut klarkommt.

Unterhaltsam, ironisch und oft doch treffend schildert der Autor wie schwer es ein netter Mann heutzutage hat bei den Frauen anzukommen bzw. sich durchzusetzen, egal ob in einer Beziehung oder am Arbeitsplatz. Wenn man aber so einen netten und warmherzigen Kerl wie Christoph an seiner Seite hat, egal ob als Partner oder Freund, dann kann man sich glücklich schätzen.

Fazit: Diese warmherzige, unterhaltsame und humorvolle Geschichte war sehr kurzweilig und ich habe sie gerne gelesen.

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(26)

56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

jugendbuch, bücher, calypso, familiäre probleme, *****

Eine Geschichte der Zitrone

Jo Cotterill , Nadine Püschel
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560360
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich will die 11jährige Calypso gar keine Freundin, denn ihr Vater hat ihr beigebracht, dass man sich selbst der beste Freund sein sollte und man keine anderen Menschen braucht um glücklich zu sein. Und so lebt sie alleine mit ihm, seit dem Tod ihrer Mutter. Ihre liebste Gesellschaft sind ihre Bücher, denn beim Lesen kann sie in fremde Welten eintauchen und wenn sie ein Buch ihrer Mutter liest oder berührt, hat sie das Gefühl mit ihr verbunden zu sein.
Ihr Vater ist damit beschäftigt sein Buch über die Geschichte der Zitrone zu schreiben und vergisst darüber ganz seine Tochter und vieles mehr. Und so bleibt es meistens Calypso überlassen sich um das Essen oder den Haushalt zu kümmern.

Doch ihre neue Mitschülerin Mae erobert im Sturm ihr Herz und Calypso hat das Gefühl eine Seelenverwandte gefunden zu haben. Bald sind die beiden Mädchen unzertrennlich und Calypso ist oft und gerne bei Mae Zuhause. Während sie den Alltag von Maes Familie miterlebt, wird ihr bewusst, wie einsam und leer ihr eigenes Leben ist und wie sehr ihr menschliche Nähe und Wärme fehlt.

In einer klaren jugendgerechten Sprache, die oft sachlich klingt, erzählt die Autorin Calypsos Geschichte, die mich so sehr gefesselt und berührt hat, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Aber das Buch ist keinesfalls sachlich, im Gegenteil, denn es geht um so emotionale Botschaften wie den Wert einer Freundschaft und dass ein Mensch keine Insel ist, sondern andere Menschen braucht, die ihm Halt geben, was das folgende Zitat sehr schön verdeutlicht: „ ... Tief in mir drin zerbricht etwas und meine Knie geben nach, aber Maes Mutter fängt mich auf. Jemand anders fängt mich auf. Diesmal, nur dieses eine Mal, muss ich mich nicht selbst auffangen. Ich muss nicht selbst innerlich stark sein, weil jemand anders für mich stark ist. Was für eine Erleichterung...“
Vor allem Kinder brauchen Halt und menschliche Wärme.

Am meisten hat mich beschäftigt, was alles auf Calypsos Schultern lastet, denn man spürt beim Lesen regelrecht, wie diese Last immer mehr auf Ihre Seele drückt, bis sie fast nicht mehr kann. Kein Wunder, denn sie hat unbewusst und aus der Not heraus die Rolle einer Erwachsenen übernommen und sehnt sich danach nur Kind sein zu dürfen und umsorgt zu werden.
Der Autorin ist es gelungen diese Gefühle für mich fühlbar zu machen. Calypsos Gedanken, ihre Traurigkeit und ihre Ängste werden genauso spürbar wie der Spaß und die Freude, die sie beim Zusammensein mit Mae empfindet. Etwas Besonderes ist die Liebe der beiden Freundinnen zu Büchern und es werden einige Buchtitel genannt, die bekannt sind und mich an meine Kindheit erinnert haben.

Jo Cotterill erzählt Calypsos Geschichte ohne zu be- oder verurteilen. Und ich habe dieses Buch, das ganz ohne reißerische Elemente auskommt sehr gerne gelesen und werden es ohne Bedenken weiterempfehlen und das nicht nur jugendlichen Lesern.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

amanda prowe

Bis die Flüsse aufwärts fließen

Amanda Prowse , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492309295
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt
Jackie ist fest in ihren Alltag eingebunden. Sie kümmert sich um den Haushalt, ihre beiden Kinder, ihren Mann und ihre demente Mutter. Dazwischen bleibt kaum Zeit für sie selbst. Was sie aufrechterhält sind ihre Träume von einem besseren Leben, in die sie sich gerne flüchtet. In diesem Leben sieht sie sich an der Seite ihrer ersten großen Liebe Sven, der sie vor neunzehn Jahren in Weston-super-Mare zurückgelassen hat.
Wenn sie es schon nicht geschafft hat, dann hofft sie, dass wenigstens ihre Tochter Martha den kleinen Ort verlässt, um zu studieren und in eine bessere Zukunft aufzubrechen. Und während die entscheidenden Prüfungen immer näher rücken, hält das Schicksal einige Überraschungen für Jackie bereit ...

Meine Eindrücke
Je mehr ich über Jackies Leben erfahren habe, umso größer wurde mein Respekt vor ihr und ihrer Geduld. Damit ihre demente Mutter sich bemerkbar machen kann, hat sie eine Glocke bekommen, die sie gerne und oft benutzt um Jackie zu sich zu rufen. Und obwohl Ida keine besonders liebevolle Mutter war, folgt Jackie diesem Ruf mit einer Engelsgeduld, genauso wie sie nie mit ihrem Sohn Jonty meckert, wenn er ihr immer in letzter Sekunde morgens sagt, was er an diesem Tag Besonderes in die Schule mitbringen soll.

Jackie opfert sich für ihre Familie auf und fällt abends erschöpft ins Bett. Wenn sie sich in ihre Tagträume flüchtet, träumt sie von einem schönen und luxuriösen Leben mit dem reichen Sven. In ihren Träumen hat er sie nicht verlassen, sondern sie sind gemeinsam nach Amerika gereist um dort auf einer Farm zu leben und abends in die Sterne zu schauen.

Die Kapitel switchen zwischen den Zeiten – heute und vor neunzehn Jahren. Und so erfährt man nach und nach, was damals passiert ist und welche Ereignisse Jackies Leben bis heute beeinflussen und warum es ihr so wichtig ist, dass ihre Tochter Martha eine bessere Zukunft und ein einfacheres Leben hat.

Doch es geht nicht nur um geplatzte Träume, sondern auch um die besondere Beziehung von Müttern zu ihren Töchtern und die Frage, was Glück bedeutet. Jackie geht davon aus, dass sie glücklich wäre, wenn sie ein einfacheres Leben ohne Geldsorgen hätte, an der Seite von Sven. Doch wäre sie bereit für diesen Traum ihre Familie zu verlassen, die sie so dringend braucht und deren Mittelpunkt sie ist? Und würde sie das wirklich glücklich machen?

Die Autorin hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil, indem sie ausführlich das Leben von Jackies Familie und ihren beschwerlichen Alltag schildert, wodurch ich mich sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen konnte.

Ich habe das Buch gerne gelesen, denn es ist ein Plädoyer für die Familie und dass man alle Probleme lösen kann, solange man zusammenhält.

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(284)

544 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 166 Rezensionen

new york, ally taylor, liebe, freundschaft, liebesroman

New York Diaries – Claire

Ally Taylor
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519394
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die 4-teilige Reihe wird von den Autorinnen Ally Taylor und Carrie Price im Wechsel geschrieben. Es geht jeweils um Frauen, die alle im gleichen Haus im Herzen New Yorks leben.

Claire ist Anfang 30 und kehrt mit gebrochenem Herzen aus London nach New Jersey zurück nachdem ihr Freund sie abserviert hat. Vor der Möglichkeit in ihr altes Kinderzimmer einzuziehen, flieht sie nach New York und zieht dort in den begehbaren Wandschrank ihrer Freundin June. Abgerundet wird die Wohngemeinschaft von Danny, ihrem guten Freund aus Collegezeiten. Aber warum ist ihr noch nie aufgefallen wie heiß er aussieht und wie verführerisch sein Mund ist? Doch er ist tabu, denn er hat eine Freundin und sicher kein Interesse an ihr - oder etwa doch?
Perfekt wird das Gefühlschaos durch Jamie. Er war in der Highschool ihre erste große Liebe und der erste Mann, der Claires Herz gebrochen hat. Warum wohnt ausgerechnet er in der Wohnung über ihr? Und warum hat er sie damals ohne ein Wort der Erklärung verlassen?

Kein Wunder, dass Claire gefühlsmäßig in totalen Aufruhr gerät. Und genau darum geht es in dem Buch, um Claire und ihre Männer, jene welche ihr das Herz gebrochen haben, ihre guten Freunde in der Vergangenheit und in der Gegenwart und die Frage wie ihr Leben nun weitergeht.

Die Autorin bezeichnet ihre in den USA spielenden Liebesromane selbst als Popkornkinoliteratur, was ich sehr treffend finde. Der Roman ist in einer lockeren und leicht zu lesenden Sprache geschrieben, wodurch er sich sehr flott liest. Die Handlung ist unterhaltsam und konzentriert sich stark auf Claires Gefühlswelt. Die Nebenhandlungen hätten für mich ausführlicher sein können, genauso wie das Happy End, das für diesen emotionalen Roman recht kurz ausgefallen ist.

Es ist nur logisch, dass die Protagonistin in „New York Diaries“ Tagebuch führt. Und so kann man in ihren Einträgen erneut in Claires Gefühlswelt abtauchen. Mir war das ein bisschen zu viel davon. Die Tagebuchtexte sind in einer speziellen Schrift abgedruckt, die für mich nicht so angenehm zu lesen war wie der Rest.

Trotz allem habe ich das Buch gerne gelesen, denn es hat mir unbeschwerte Lesestunden geschenkt, in denen ich abschalten und den Alltag hinter mir lassen konnte. Und als sich am Ende das richtige Paar für ein Happy End findet, fand ich es schön, dass sich meine Ahnungen erfüllt haben.

Gut gefallen haben mir die eingestreuten Hinweise auf Lieder, die Claires Leben begleitet haben. Die entsprechende Playlist ist im ausklappbaren Umschlag des Buches zu finden.

Den Folgeband hat Carrie Price geschrieben und darin geht es um Sarah, die wir bereits in diesem Band kennengelernt haben. Ich bin gespannt, ob wir dann auch wieder Claire begegnen.

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(67)

126 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

liebe, cat jordan, freundschaft, sommer, jugendroman

Der Sommer, der uns trennte

Cat Jordan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670371
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meredith, genannt Middie, und Nate sind seit 5 Jahren ein Paar. Nate ist Middies Lebensmittelpunkt, ihre Gegenwart und ihre Zukunft. Sie sind das ideale Paar und das sieht auch ihr Umfeld so. Die beiden haben gemeinsame Pläne, wie z.B. dass sie zusammen die gleiche Uni besuchen wollen. Doch während Middie noch das Abschlussjahr auf der Highschool vor sich hat, verbringt Nate ein Jahr in Honduras um unterprivilegierte Kinder zu impfen. Ein paar Tage nach seiner Ankunft wird das Dorf, in welchem Nate war, angegriffen und es werden keine Überlebenden gefunden.
Für Middie bricht ihre Welt zusammen.

In ihrer Trauer ist es erstaunlicherweise Nates bester Freund Lee, der sie versteht und ihr Halt gibt. Er lockt sie aus ihrem Kokon der Trauer. Gerade er, der in ihren Augen ein Loser, Kiffer und Faulenzer ist, schafft es als einziger ihr einen Weg zu zeigen wie es ohne Nate weitergehen kann.

Von der ersten Seite an, hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Am Anfang zeigt die Autorin Middie und Nate als Liebespaar, bevor er sich auf die Reise macht. Es wird deutlich dass die beiden eine Einheit sind und dass sie eine innige und von Liebe geprägte Bindung miteinander verbindet. Dadurch konnte ich Middies Verzweiflung gut verstehen, als sie von dem Überfall erfährt.

Es folgt eine Zeit der Trauer und Fassungslosigkeit, in der ihr viel Verständnis von ihrem Umfeld entgegengebracht wird, dass sie aber oft mehr erdrückt als ihr zu helfen. Ohne Nate fühlt sie sich leer und hat das Gefühl nicht zu wissen wer sie eigentlich ist.

Und dann kommt der interessanteste Teil der Geschichte. Durch Lee wird aus Middie Meredith, die ihren eigenen Weg und zu sich selbst findet, bis sie an einen Punkt gelangt, an dem sie entscheiden muss, wer sie in Zukunft sein will. Einer Zukunft, die nicht bereits verplant ist, sondern die sie frei und ganz nach ihren Wünschen gestalten kann, ohne den Einfluss von Nate, ihren Freunden oder ihrer Familie.
Und wieder stellt das Schicksal sie auf eine harte Probe und sie muss eine schwere Entscheidung treffen.

Die Autorin hat der Geschichte Raum gegeben sich zu entwickeln. Sie erzählt sie ruhig und ohne große dramatische Gesten und Szenen. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ein weiterer Grund war sicherlich Lee, ein junger Mann mit etwas sperrigem Charakter, der keinen Wert auf die Meinung anderer legt und der ein Gespür dafür hat, was Meredith gut tut.

Auch wenn der Klappentext schon einiges verrät und der Rest oft vorhersehbar ist, liest es sich einfach sehr schön, wie Middie und Lee sich gegenseitig helfen ihre Trauer zu bewältigen und wie sie sich dabei näher kommen. Für mich war das Buch ein echter Pageturner.

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194 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

liebe, wasser, feuer, elemente, erde

Himmelstiefe

Daphne Unruh
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.09.2016
ISBN 9783785585658
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Für Kira beginnt das letzte Schuljahr an ihrem Gymnasium in Berlin. Sie träumt bereits davon, was sie alles nach diesem Jahr unternehmen wird. Sie möchte reisen und die Welt kennen lernen.
Doch gleich am ersten Schultag wird ihr ruhiges Leben auf den Kopf gestellt, als sie ihrem neuen Mitschüler Tim begegnet. Er übt eine magische und unerklärliche Anziehungskraft auf sie aus und zusätzlich befallen sie plötzlich Fieberanfälle und unheimliche Visionen von Schattenwesen, die ihr Angst machen.

Sie hat das Gefühl, dass etwas Merkwürdiges mit ihr passiert, doch ihr Umfeld reagiert entweder mit banalen Erklärungen oder Unverständnis, was dazu führt, dass Kira aufgrund ihrer Visionen und ihres aggressiven Verhaltens in ärztliche Behandlung kommt. Denn es muss doch eine plausible Erklärung dafür geben, dass Kira sich plötzlich so verändert, oder?

Die Einzige, die sie wirklich zu verstehen scheint, ist ihre Freundin Atropa, die sie allerdings nur aus einem Internet-Chat kennt und der sie noch nie in der Realität begegnet ist. Auf ihrer Flucht vor den Ärzten und den Schattenwesen, bleibt Kira nur noch der Treffpunkt, den Atropa ihr vorgeschlagen hat. Doch dort findet sie nicht ihre Freundin, sondern den Zugang zu einer geheimen Welt, in welcher man sie versteht, wo man ihr hilft und sie sicher ist. Oder trügt der Schein?

Meine Eindrücke
Mir ist es nicht leicht gefallen Zugang zu dem Buch zu finden. Ich lese sehr oft Jugendbücher, auch wenn ich dieser Altersgruppe schon lange nicht mehr angehöre. In diesem Genre gibt es sehr viele fantasievolle und schöne Geschichten zu entdecken. „Himmelstiefe“ ist durchaus beides, doch mir war Kiras Verhalten zu pubertär, unberechenbar und oft sogar oberflächlich, als dass ich mir ihr mitfühlen und mitfiebern konnte.

Kira ist ein ganz normaler Teenager. Sie hat ein unauffälliges Aussehen und keine besonders innige Beziehung zu ihren Eltern. Nach Tims Auftauchen beginnt sich jedoch einiges zu ändern. Sie verändert sich optisch und entwickelt ungeahnte Kräfte und Fähigkeiten. Gleichzeitig hat sie aggressive Schübe, in denen sie sich nicht im Griff hat, die sich dann wieder mit Fressattacken und düsteren Visionen abwechseln. Es wird schnell klar, dass hier eine Metamorphose stattfindet. Von Kiras Verwandlung träumen sicher viele junge Mädchen. Welches Mauerblümchen möchte nicht gerne zur atemberaubenden Schönheit werden die zusätzlich auch noch Superkräfte hat, die sogar alle Menschen in der Parallelwelt in den Schatten stellen?

In Kira finden sich bestimmt viele pubertierende Jugendliche wieder. Ihre ganze Welt wird auf den Kopf gestellt, vieles verändert sich und einige Menschen versuchen sie zu beeinflussen. Sie muss ihren eigenen Weg finden und lernen zu erkennen, was sie will, wen sie will und wer es gut mit ihr meint.
Mit Kira wird perfekt ein Teenager mit all seinen Stimmungsschwankungen beschrieben. Für romantisch dramatische Stimmung ist auch gesorgt, denn Kira wird in beiden Welten von den interessantesten Jungs begehrt.

Die Autorin beschreibt ausführlich, was in Kira vorgeht, was sie bewegt und was sie fühlt. Genauso detailliert und liebevoll lässt Daphne Unruh diese neue und unbekannte Welt der Elemente vor dem inneren Auge des Lesers Gestalt annehmen.
Aber genau durch diese Ausführlichkeit hatte die Lektüre für mich ein paar Längen.

Insgesamt habe ich das Buch doch gerne gelesen, weil die Autorin viele schöne und interessante Ideen hat.
Die Handlung macht einige Wendungen, von denen nicht alle überraschend waren, aber die ein oder andere hat auch mich erstaunt. Zum Ende hin wurde es noch richtig spannend und die Seiten sind nur so dahingeflogen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Ich bin Ausländer und das ist auch gut so

Mahmood Falaki , Tarlan Mirshekari
Buch: 168 Seiten
Erschienen bei Sujet, 01.03.2016
ISBN 9783944201177
Genre: Romane

Rezension:

Mahmood Falaki wurde 1951 im Norden Persiens geboren. Während der Schah-Zeit wurde er wegen seiner politisch-literarischen Aktivitäten zu drei Jahren Haft verurteilt. Nach der Übernahme der Herrschaft durch die Mullahs musste er das Land verlassen. 1983 kam er nach Deutschland und seit 1986 wohnt er in Hamburg. Er studierte Chemie und Bibliothekwissenschaft im Iran und später Germanistik und Iranistik an der Universität Hamburg.

Die Kurzbeschreibung auf Amazon fasst es eigentlich sehr gut zusammen:
In seinen pointierten Kurzgeschichten und Momentaufnahmen skizziert Mahmood Falaki auf humorvolle Art Begegnungen von Menschen verschiedener Kulturen.
Mit ironisch distanziertem Blick beschreibt er komische Dialoge und Missverständnisse, die sich aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Protagonisten ergeben und zum Überdenken eingefahrener Sichtweisen und Vorurteilen anregen. Die Geschichten handeln von den Banalitäten und Absurditäten des alltäglichen Lebens „Fremder“ in Deutschland. Bei aller Komik geht es jedoch auch ans Eingemachte: während der Lektüre der poetisch und klug erzählten Storys kann einem das Lachen manchmal im Halse stecken bleiben.

Mit einem guten Blick für Details schildert Falaki seine Beobachtungen und Erlebnisse, die er im Laufe der Jahre in Deutschland gemacht hat. Dabei schont er auch nicht sich selbst, wenn er beschreibt wie er sich z.B. zu einer Provokation hinreißen lässt, die ihm später peinlich ist.
Es geht hier nicht um Einblicke in die Situation der Flüchtlinge, die in letzter Zeit nach Deutschland gekommen sind, sondern um die Erfahrungen des Autors, die er zum Teil schon vor vielen Jahren gemacht hat.

In meinen Augen handelt es sich hier nicht um ein „Ausländerbuch“, sondern um einen kurzen Einblick in die Studien und Beobachtungen des Verhaltens von Menschen unterschiedlichen Alters, Nationalitäten oder Denkweisen. Die Hamburger U-Bahn scheint ein idealer Ort zu sein, da Falaki hier auf ein breites Spektrum von Persönlichkeiten getroffen ist.

Mal ist die Botschaft deutlich und dann wiederum bleibt es dem Leser überlassen sich Gedanken über das Gelesene zu machen.
Beim Lesen hatte ich die unterschiedlichsten Gefühle. Das ging von Ärger und Traurigkeit bis hin zu Mitgefühl und amüsiert sein, wenn es z.B. um sprachliche oder kulturelle Missverständnisse geht.

Insgesamt liest sich das Buch sehr gut durch die unterhaltsamen und kurzweiligen Geschichten, die oft zum Nachdenken anregen.

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(43)

111 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

fbi, jugendthriller, mörder, blutdiamanten, sarah alderson

Keep Me Safe

Sarah Alderson , Franziska Jaekel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.08.2016
ISBN 9783473584932
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach den traumatischen Erlebnissen in L.A. lebt Nic in New York und versucht sich ein neues Leben aufzubauen. Sie lebt in einem Haus, dass sie mit allen verfügbaren Sicherheitsmaßnahmen abgesichert hat und doch wird ihr schlimmster Alptraum wahr und Eindringlinge versuchen sie zu töten. Obwohl sie ihnen entkommen kann, bleibt die Frage: Warum sind sie hinter Nic her?

Zuflucht findet sie ausgerechnet bei Finn Carter, dem sie bereits während des Prozesses in L.A. begegnet ist. Er scheint der einzige zu sein, der mit seinen Computerkenntnissen herausfinden kann, warum Nic erneut bedroht wurde. Doch er ist nicht nur ein begnadeter Hacker, er sieht auch noch gut aus und man merkt schnell, wie sehr sich die beiden zueinander hingezogen fühlen, egal wie sehr sie sich dagegen wehren.
Auch wenn es klar ist, worauf das hinausläuft, macht es Spaß den beiden dabei zuzuschauen, wie sie sich heimlich mustern und die gegenseitige Faszination und das Herzklopfen steigen.

Aber es bleibt nicht viel Zeit sich näher zu kommen, denn Nics Verfolger spüren sie auf und eine wilde Flucht beginnt. Die Handlung ist sehr spannend und actionreich und wird immer wieder durch Humor aufgelockert. Dadurch ist das Buch sehr kurzweilig und unterhaltsam und man fragt sich die ganze Zeit, warum Nic verfolgt wird.

Mit den Hauptpersonen Nic und Finn sind der Autorin zwei interessante Charaktere gelungen, von denen Jugendliche sich sehr angesprochen fühlen dürften. Auf den ersten Blick wirken sie sehr gegensätzlich, doch unter der Fassade haben beide einen großen Gerechtigkeitssinn und sie haben Dramatisches erlebt. Abwechselnd erzählen sie als Ich-Erzähler von ihren Erlebnissen und Gedanken, wodurch man sie besser versteht und mit ihnen mitfiebert. Allerdings musste ich mich ab und zu auch darauf konzentrieren, wer denn nun gerade die Handlung erzählt.

Auch wenn stellenweise etwas dick aufgetragen wird, bekommt man hier einen spannenden Thriller voller Action und mit einem ordentlichen Schuss Romantik geliefert. Würde es sich um einen Film handeln, würde ich sagen: Richtig gutes Popcornkino 

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