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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

stephen king, thriller

Revival

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453438484
Genre: Romane

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(92)

170 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 71 Rezensionen

dystopie, zwillinge, francesca haig, rebellion, heyne

Das Feuerzeichen - Rebellion

Francesca Haig , Viola Siegemund
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453270411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Ich war eine Abgesandte des Ödlands, die überall, wo sie hinkam, nur Asche zurückließ.“

Für jeden der jetzt den Klappentext liest und denkt „ooh spannend“ der kurze Hinweis: Cass und co sind nicht auf dem Weg ans Meer und Cass „ruchloser Zwillingsbruder Zach“ ist ihnen auch nicht dicht auf den Fersen. Wie schon im ersten Band der Reihe baut sich die Spannung und die Action nur sehr, sehr langsam auf.

Die Handlung ist zwar durchgehend interessant (im Gegensatz zu „Das Feuerzeichen“, das stellenweise sehr langatmig war), aber es liegt wohl einfach in Francesca Haigs Natur, sich mit allen ein bisschen mehr Zeit zu lassen, als das ein anderer Autor tun würde.

Die Actionszenen liegen ihr, keine Frage, gehören der große Kampf in der Mitte und das Aufeinandertreffen von gutem Zwilling und bösem Zwilling am Ende doch immer zu meinen Lieblingsszenen. Doch zwischendurch müsste sie einfach mal etwas schneller zum Punkt kommen.

Oft werden Dinge auch zigtausend mal wiederholt, so als ginge die Autorin davon aus dass man das Buch über Wochen/Monate hinweg liest und immer mal wieder an die Handlung erinnert werden muss.

„‚Was willst du?‘, fragte er noch einmal. ‚Ich will dich aufhalten‘, erwiderte ich. Früher hätte ich gesagt, ich wolle ihn retten. Vielleicht meinte ich damit aber auch dasselbe.“

Am Anfang hat mir das noch geholfen wieder in die Geschichte hineinzufinden, denn die Autorin erklärt nochmal alles was in Buch 1 passiert ist (vieles war mir nicht mehr im Gedächtnis).

Ab der Hälfte des Buches wurde es dann doch etwas nervig und ich habe manche Absätze einfach überflogen.

Auch die vielen Umschreibungen und blumigen Erklärungen, die aus Band 1 schon die Spannung rausgenommen habe, gab es hier wieder im Überfluss. Ich hasse es, Bücher querlesen zu müssen, aber manchmal geht es einfach nicht anders. Sorry, Miss Haig, aber ihr Schreibstil liegt mir einfach nicht.

Hinzu kommt, dass die Protagonisten immer noch nicht den Leser an sich rangelassen haben. Ich hatte mir Charakterentwicklung gewünscht, wenigstens im zweiten Band, aber die Figuren bleiben alle undurchsichtig und leer. Wer das gleiche Gefühl im ersten Band hatte, wird auch im zweiten Teil mit Cass und Piper nicht besonders warm werden.

„Stundenlang durchkämmten wir die staubigen Räume. Wände mit Mustern aus Rost und Wasser. Ein Babyschädel, der genauso schwer wog wie ein Albtraum. Eine Bank, auf der die Knochen drapiert waren wie in einem Schaufenster.“

Einzig die Handlung und die Welt, die Geschichte Drumherum, konnten mich wieder so richtig begeistern. Wir näher uns der Katastrophe an, die die Welt in den Zustand versetzt hat indem sie jetzt ist. Lernen mehr über die Zwillingsgeburten, was für Experimente und Forschungen darum im Vorher und im Anderswo betrieben wurden… und ich kann fast nicht aufhören davon zu schwärmen. Aber spoilern will ich ja auch nicht… ;-)

Zum zweiten Mal hat Francesca Haig mich begeistert, obwohl ich mit Stil und Art des Buches schon wieder so meine Probleme hatte. Trotzdem werde ich den dritten Band bestimmt auch noch lesen, dafür stecke ich zu tief drin in der Geschichte, bzw. die Geschichte steckt zu tief in mir drin. Trotzdem kann ich wieder nur drei Sterne vergeben.

Wer mit einem blumigen, gemächlichen Schreibstil aber keine Probleme hat, kann sowohl mit Band 1 „Das Feuerzeichen“ und Band 2 „Rebellion“ auf eine packende Reise gehen, die euch so schnell nicht mehr loslassen wird.

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177 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

thriller, schönheit, mona lisa, goldener schnitt, kunst

Das Mona-Lisa-Virus

Tibor Rode
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.03.2016
ISBN 9783785725672
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ach menno. Ich wollte so viele tolle Dinge schreiben. Über die Handlung, den Aufbau, die Schauplätze, ja sogar über das Hörbuch. Aber kennt ihr das, wenn euch das Ende bzw. die Auflösung des Rätsels das ganze Buch mies macht? Wenn die Enttäuschung alle guten Gefühle überschattet, die vorher beim Lesen durchaus vorhanden waren?

So ging es mir bei „Das Mona Lisa Virus“. Ich bin mit riesigen Schritten durch das Buch gewandert, habe 2/3 davon in einem Tag durchgesuchtet, mir extra noch das Hörbuch bei Audible gekauft, damit ich während Hausarbeit etc… die Geschichte weiter verfolgen kann. Und dann hat es mich bitterlich enttäuscht und mit so einem „meh“ Gefühl zurückgelassen.

Dabei hat alles so gut angefangen. „Das Mona Lisa Virus“ hat viele verschiedene Handlungsstränge, jeder Strang für sich super ausgearbeitet, spannend und interessant. Die Kapitel sind sehr kurz, was mir immer dabei hilft schnell durch ein Buch durchzukommen. Der „nur noch ein Kapitel“ Effekt, würde ich das mal nennen.

Tibor Rodes Schreibstil liest sich auch sehr einfach und flüssig und auch die vielen Perspektivwechsel schafft er gut, sodass ich nie das Gefühl hatte den Faden verloren zu haben. Auch im Hörbuch nicht, denn die Sprecherin Tanja Geke ist richtig genial. Sie spielt mit verschiedenen Stimm- und Tonlagen, so geschickt, dass man auch in Actionszenen mit vielen Personen keine Kopfschmerzen bekommt. Selten höre ich das Hörbuch lieber, als das Buch zu lesen. Mit Tanja Geke war das aber so. Ich werde sie definitiv im Auge behalten und mir als nächstes „Das Kind“ von Sebastian Fitzek als Hörbuch holen. Das liest sie nämlich auch.

"Schönheitsköniginnen in Mexiko, Bienenköniginnen hier. Und er mittendrin. [] Er war eben ein moderner Ritter und immer dort, wo Königinnen seine Hilfe brauchten."
(S.77/78)


Aber zurück zu „Das Mona Lisa Virus“. Ihr habt es am Anfang der Rezension vielleicht schon gemerkt, mir fallen nur ganz sachliche Dinge ein, die an dem Buch gut waren. Gefühlsmäßig hat es mich einfach nur enttäuscht zurückgelassen.

Am Anfang konnte mich wirklich jede einzelne Handlung in den Bann ziehen. Das Bienensterben, die entführten Schönheitskönigin, der Diebstahl einer falschen Mona Lisa, ein Computer Virus der alle schönen Frauen hässlich macht… ich habe Fingernägel kauend Seite um Seite verschlungen, weil ich wissen wollte wie der Autor die ganzen Dinge am Ende ineinander greifen lässt, denn das schien für mich unmöglich.

Vielleicht war dann einfach meine Erwartungshaltung zu hoch, als das Ende kam. „Hat er jetzt wirklich so ein einfaches/lapidares Motiv?“ habe ich mich gefragt. „Und wo ist eigentlich die Erklärung zu dem Rathaus? Und wieso denn jetzt doch?“ So viele Fragen, so ein spannendes Mysterium viel zu unspektakulär zu Ende gebracht. Mich hat die Auflösung der ganzen Rätsel einfach nur enttäuscht.

Ich vergebe trotzdem drei Sterne, irgendwie war es ja eine tolle Idee die solide umgesetzt wurde. Vielleicht reicht anderen Lesern auch die Auflösung am Ende. Mir war es zu wenig.

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(66)

115 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

hollywoo, prominent, unrivaled, inrigen, verschwinden

Unrivaled - Gewinnen ist alles

Alyson Noël , Ariane Böckler
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.05.2016
ISBN 9783959670296
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich gebe gerne zu, dass ich „Unrivaled“ nur gelesen habe weil ich Fan der Autorin bin. Denn Marketing und Klappentext zu dem Buch waren so verwirrend, ich habe irgendwann einfach aufgegeben zu verstehen worum es in dem Buch eigentlich geht.

Hollywood, Stars, Nachtclubs, Gossip Blogs… klar war ich als Gossip Girl Fan neugierig, aber auch verwirrt. Denn beworben wird das Buch mit der Frage „Was geschah mit Madison Brooks?“ und kommt dadurch eher wie in Thriller rüber. Ein Star wie Taylor Swift, die in Hollywood spurlos verschwindet. In Zeiten von Überwachungskameras, Smartphones und Instagram… unvorstellbar und unfassbar spannend.

Ich könnte euch jetzt einweihen in die komplette Handlung, aber wie bei so vielen Büchern ist es auch bei Unrivaled besser, wenn man nicht zu viel weiß. Man sollte aber wenigstens ein bisschen fasziniert von Hollywood und Gossip sein, sonst geht einem das Buch und die Figuren darin bestimmt schnell auf die Nerven.

„Schließlich drehte sie sich um, bereit, sich allem zu stellen, egal, was es war. Sie schärfte sich ein, dass sie mit allem fertigwürde – ehe sich eine kühle feste Hand über ihren Mund legte und Madison Brooks verschwand.“
„Nicht alles ist so wie es scheint“ ist das große Motto von Unrivaled (genau wie im echten Hollywood) und das macht unfassbar süchtig. Die Geschichte fängt sehr unscheinbar an, aber es entwickelt sich zum Ende hin ein richtiger Thriller.

Um Seite 300 rum fallen einem von einem Moment auf den anderen „die Schuppen von den Augen“. Am liebsten hätte ich direkt nochmal von vorne angefangen zu lesen und viel mehr auf die Kleinigkeiten geachtet. Denn es scheint nur so, dass die Story am Anfang nur so vor sich hin plätschert, dabei übersieht man so viele besondere Details. Ich liebe es einfach, von Alyson Noel überrascht zu werden.

„L.A. war eine Stadt voller Schauspieler und Geschichtenerzähler, bevölkert von Menschen, die sich wohler dabei fühlten, eine ausgedachte Rolle zu spielen, als sie selbst zu sein, und der Preis ging immer an denjenigen, der am besten spielte.“
Ich bin süchtig, auch das gebe ich zu. Ich will am liebsten jetzt weiterlesen. Will am liebsten jetzt wissen, was mit Madison Brooks geschah. Wer was getan hat, und warum. Und ob meine Vermutung über den Täter und dessen Motiv, so falsch und merkwürdig sie sich auch anfühlt, doch richtig ist.

Die ersten 300 Seiten von Unrivaled sind wie ein Prolog, man trifft die Figuren, die Erzähler und findet sich erst mal in der neuen Welt zurecht. In einem realistischen, beängstigend Hollywood. Sobald es dann richtig los geht, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Und dann will man nur noch wissen „Was geschah mit Madison Brooks?“ Ich erwarte jetzt schon sehnsüchtig die Fortsetzung der Beautiful Idols Reihe.

★ ★ ★ ★ ☆

Alyson Noel ist eine Autorin, bei der man sich nicht nur Rezensionen verlassen sollte. Nicht auf die guten und schon gar nicht auf die schlechten. Man sollte Bücher ja immer für sich selbst ausprobieren, aber bei Alyson Noel empfehle ich das ganz besonders. Und ob ihr mit „Evermore“ oder „Beautiful Idols“ anfangen wollt, ist da einfach Geschmacksache.

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123 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

fantasy, magie, skin, dasliedderkendra, penhaligon

Skin - Das Lied der Kendra

Ilka Tampke , Barbara Ostrop
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.04.2016
ISBN 9783764531430
Genre: Fantasy

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(152)

341 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

magie, fantasy, nicole gozdek, namen, die magie der namen

Die Magie der Namen

Nicole Gozdek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2016
ISBN 9783492703871
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Laut Gesetz war jedes Kind ohne Namen nur eine Nummer und jede Nummer war genauso viel wert wie die anderen."

Irgendwie möchte ich gar nicht richtig in die Tiefe gehen und erklären, was das alles mit der Namensmagie, den Seelen und den Namenslosen so auf sich hat. Dafür hat Nicole Gozdek das viel zu toll in die Geschichte verwoben. Sie überfällt die Leser nicht mit zu vielen Informationen am Anfang, sondern alles entwickelt sich im Laufe der Geschichte.

Wir begleiten die Nummer 19, wenn er seinen Namen „Tirasan“ bekommt und er herausfinden muss, was Namensmagie für ihn eigentlich bedeutet. Viele Dinge sind für ihn genau so neu wie für den Leser. Das ist nicht nur sympathisch, sondern man kann sich dadurch sehr gut in ihn und in die Welt um ihn herum hineinversetzen.

Ich habe mich fast genauso gefreut wie der Protagonist, als Tirasan zum ersten Mal einen Spitznamen „bekommen“ hat. Ach Tir, du bist mir einfach ans Herz gewachsen.

„Du hast ihn einen Bauerntrampel genannt.“ Die älteren Nummern im Speisesaal, die wussten, was das bedeutete, keuchten erschrocken. „Du hast einer Nummer einen Namen gegeben. Zwar einen beleidigenden Spitznamen, aber am Ende doch eine Namen. DAS IST ABSOLUT VERBOTEN.“ (S.69)

Oft finde ich Fantasy Romane ja zu lang, weil auf viel zu vielen Seiten einfach nur gewandert oder erzählt wird. Das trifft auf „Die Magie der Namen“ überhaupt nicht zu.

Etwa ab der Hälfte des Buches hatte ich die Charaktere alle so ins Herz geschlossen, dass ich immer wieder die Seitenzahl angestarrt habe und ihr telepathisch vermitteln wollte: „Bitte nicht mehr weiterzählen, das kann doch nicht so bald schon vorbei sein.“

War es dann aber leider doch. Ich hätte mir so viel mehr gewünscht. Einfach ein bisschen mehr Zeit mit den Figuren, in der Welt.

Das Ende kam nicht nur viel zu schnell, sondern auch viel zu abrupt. Es wurden kurz vor Schluss noch so viele Themen angeschnitten, die so interessant hätten sein können. Nur leider waren keine Seiten mehr übrig um sie auszuarbeiten. Es hat mich ein bisschen enttäuscht, das die Geschichte dann einfach mit einem großen Knall und einer 180° Wendung endet.

Das schmälert aber keinesfalls was das Buch bis dahin aufgebaut hat. Die Autorin hat bestimmt einfach versucht, keine Fragen offen zu lassen. Das ist zwar lieb, ich hätte ihr aber auch einfach mehr Zeit bzw. mehr Seiten/einen zweiten Band gewünscht.

„Da du das Gesetz missachtet hast, werden wir dir daher für die nächste Woche deine Nummer aberkennen. In dieser Zeit bist du nicht die Nummer 14, sondern ein Niemand. Ein Niemand, der keine Fragen stellen darf, mit niemandem reden darf, der von allen anderen ignoriert wird…“ (S.70)

Nichts desto trotz bekommt „Die Magie der Namen“ von mir eine eindeutige Leseempfehlung! Wenn ihr gerne Fantasy lest, sollte dieses Buch unbedingt in eurem Regal stehen. Bei mir teilt es sich jetzt ein Regalbrett mit meinen Tolkien-Schätzen, das darf nicht jedes Buch einfach so…

„Die Magie der Namen“ ist auch ein toller Einstiegspunkt für Leser die Fantasy mal ausprobieren wollen, aber vor den dicken „Klassikern“ Angst haben. Es ist fesselnd, die Welt ist einzigartig und es liest sich (viel zu) schnell weg. Was will man mehr? „Die Magie der Namen“ ist definitiv jetzt schon eines meiner Lesehighlights diesen Jahres und ein Buch dass ich immer wieder gerne empfehlen werde.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

hobby, geocaching, gps, bilder, outdoor

Hoëckers Entdeckungen

Erik Haffner , Bernhard Hoëcker , Tobias Zimmermann
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei riva, 13.10.2011
ISBN 9783868831726
Genre: Humor

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74 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jojo moyes, paris, liebesroman, eshort, 2016

Nachts an der Seine

Jojo Moyes
E-Buch Text
Erschienen bei Rowohlt E-Book, 11.03.2016
ISBN 9783644223615
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Allein in einer fremden Stadt, eine schreckliche Vorstellung für die schüchterne Nell.“

Eine Kurzgeschichte, Paris und eine meiner Lieblingsautorinnen Jojo Moyes. Und sie hat mich diesmal nicht enttäuscht (nach der Enttäuschung mit „Ein ganz neues Leben“ hatte ich da so meine Bedenken). Die Geschichte war viel zu schnell vorbei, ich wäre gerne mit Nell noch länger in Paris geblieben. Denn in ein schüchternes Mädchen alleine in der großen Stadt der Liebe kann ich mich gut hineinversetzen.

Ein leichter, fluffiger Lesehappen für zwischendurch. Unbedingt lesen! Paris ist doch sowieso immer eine gute Idee.

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175 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

kiera cass, liebe, hochzeit, young adult, dystopie

The One

Kiera Cass
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HARPER COLLINS, 05.05.2015
ISBN 9780062060006
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„The time has come for one winner to be crowned.“

Manche Trilogien haben ein ganz doofes Problem: drei Teile sind manchmal einer zu viel. Schon im zweiten Teil von „The Selection“ ging mir das ganze hin- und her zwischen Maxon und America ein kleines bisschen auf die Nerven. Dass das im dritten Teil dann einfach fortgesetzt wurde, nervt einfach nur! Die Szenen mit den Rebellen haben mir gut gefallen, mehr davon hätte das Buch und die Serie gerettet… Zum Glück habe ich gerade heute irgendwo gelesen, dass es im vierten Teil „The Heir“ nicht mehr primär um America geht. Denn nach drei Bänden kann ich sie auch einfach nicht mehr sehen. Mehr von Maxon und den Rebellen bitte!

Übrigens, wie das Beziehungsdreieck sich aufgelöst hat, hat mir dann doch wieder gefallen, auch wenn ich bei Teil 2 noch darüber geschimpft habe. Mehr verrate ich nicht.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebe, teenage, selbstfindun, gedächtnisverlust, colleen hoover

Never Never Part 3

Colleen Hoover , Tarryn Fisher
E-Buch Text: 92 Seiten
Erschienen bei null, 19.01.2016
ISBN B01A2COA88
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Together, Silas Nash and Charlize Wynwood must look deeper into the past to find out who they were and who they want to be.“

Die wahrscheinlich größte Enttäuschung, seit es Colleen Hoover gibt. Die „Never, Never“ Serie hat so toll angefangen, aber so schrecklich aufgehört. Ich konnte es kaum glauben des es SO enden sollte, aber das eBook war bei 100% und es war leider auch das richtige eBook und keine Verwechslung…

Sollte euch die Serie interessieren, lest den 1. Teil und hört dann auf, denn das Ende vermasselt einfach alles.

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(5.077)

7.117 Bibliotheken, 84 Leser, 13 Gruppen, 552 Rezensionen

träume, kerstin gier, silber, liebe, fantasy

Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.06.2013
ISBN 9783841421050
Genre: Jugendbuch

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371 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

paris, runa, vera buck, hysterie, historischer roman

Runa

Vera Buck
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Limes, 24.08.2015
ISBN 9783809026525
Genre: Historische Romane

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

The Awakening of Sunshine Girl

Paige McKenzie , Alyssa Sheinmel
E-Buch Text
Erschienen bei Macmillan Children's Books, 21.04.2016
ISBN 9781509801862
Genre: Sonstiges

Rezension:

In case I haven’t said this enough: I loved, loved, loved book one „The Haunting of Sunshine Girl“. I’ve been looking for some good old-fashioned „goosebumps“ horror novels in the YA genre and with Sunshine, I’ve finally found it. Ghosts, demons, monster. The good, the bad,… it’s got it all. But you already know that, if you’ve read book one. And book two is no different. We jump right back in with a scene that still gives me goosebumps just thinking about it. I recommend reading these books in bright daylight. Definitely not when it’s dark, during thunderstorms, or right before going to bed. If things go bump in the night, you’re on your own.

„Don’t you want to move on, Anna?“ I sense her answer immediately. I smile, relieved. Until she adds, But not until the time is right.

About book two, I have to say that it’s not as creepy as the first book was. It’s got its moments, it’s fair share of ghosts and even a demon or two. But all in all, it’s a second book in a series and has a lot of explaining to do. If you felt like book one left a lot of questions unanswered, book two is where you’ll find all the answers. What are luiseach? What do they do? How does it work? Who exactly is Aiden? And what happened to Sunshine when she was a newborn baby? In „The Awakening of Sunshine Girl“ you’ll find everything you might need to know.

Because it has to answer all of these questions (and more), it felt a bit slow sometimes. The first book, with all the action, the ghosts, the big mystery and Sunshine herself being super scared, just set the bar a little too high. Right now, Sunshine has accepted her fate, she’s a lot more relaxed about all the ghosts and so are we as readers. It’s not boring, or too slow, or too anything… just don’t expect it to be as thrilling and creepy as book one. Sunshine and her mentor have a lot of explaining to do in this book. Which is not as boring as I make it sound. Promise.

„Maybe he’ll forget he ever knew a girl named Sunshine.“

The only major issue I had with this book was the love triangle that was introduced in form of a new boy crush for Sunshine. Maybe (or definitely) it’s because I am and will always be Team Nolan (is that even a thing? anyone else? there should be T-Shirts….) but love triangles are getting old. Especially super predictable or super unnecessary ones, like in this book. Of course, I don’t know where book three will be going. But so far, there was no reason for this Lucio thing to happen, other than wanting a love triangle in a YA book. And that just annoys me with a lot of YA books lately… (but that’s a story for another day).

“Katherine,“ Aiden begins. „Kat,“ he corrects himself. „There’s a reason you named your daughter Sunshine.“

Don’t get me wrong: the love triangle doesn’t ruin the book or anything. It’s just something that is annoying me in books lately, so I had to mention that, sorry. Other than that, I really liked „The Awakening of Sunshine Girl“. I wanted to love it, but I sadly couldn’t, not 100%. Which usually happens with 2nd books in series. I’m sure we’ve all experienced that before. Book Two was never anyones favorite of anything, right? (Second Book Syndrom)

I will definitely continue with the series. No question whatsoever. The ending was AMAZING and I can’t wait to read how they all get out of that one. I still (and probably always will) recommend this series! If you’ve read book one, you will want to read this ASAP. I just hate that we have to wait another YEAR for book three „The Sacrifice of Sunshine Girl“. (sad panda :( )

Are you #TeamNolan? Or #TeamLucio? Do you believe in the big bad Second Book Syndrom? Or can you think of a book series where the second book was your favourite? Tell me. I’d love to know.

p.s.: One more random thing I wanted to say, but couldn’t fit into the BookTalk: Similar to the Veronica Mars books, where there is never enough Logan, there was not enough Nolan in this book…

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375 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 122 Rezensionen

wer war alice, thriller, alice, t.r. richmond, roman

Wer war Alice

T. R. Richmond , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442205080
Genre: Krimi und Thriller

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

2. weltkrieg, ruta sepetys, salt to the sea, wilhelm gustloff

Salt to the Sea

Ruta Sepetys
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Philomel Books, 02.02.2016
ISBN 9780399160301
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"How foolish to believe we are more powerful than the sea or the sky."

You might have seen this book around lately, quite a lot, on BookTube and Blogs. But what you might not have seen, is THIS video interviewing the author, Ruta Sepetys, about the book and the history behind it. I did not want to pick up „Salt to the Sea“ before I’ve seen the video. I thought it was an over hyped kind of book, a hype I did not want to be part of, especially because historical fiction is usually not my genre.

But to hear Ruta Sepetys talk about a tragedy that took 9.343 lives, that took place so close to Germany and is part of our history as well as everyone else’s… yet I had never heard of it before. I needed to know more. I had to read „Salt to the Sea“ and I think you should too. Because:

"These souls were desperate for someone, anyone, to know their story. […] We know the villains names. We teach the villains names. But we don’t know the victims names. 9.343 people perished on the Wilhelm Gustloff. Each one had a story."

Ich weiß was ihr denkt. Ein Buch in dem es um Flüchtlinge geht, braucht man das gerade jetzt auch noch? Ja, braucht man! Ich traue mich aber fast gar nicht, darüber zu schreiben. Traue mich fast gar nicht zu schreiben, dass manchen Menschen, die man z.B. in den Nachrichten sieht, ein Buch wie „Salt to the Sea“ mal gut tun würde. Um zu sehen wie dumm ihre Denkweise ist. Dass Flüchtlinge auch „nur“ Menschen sind. Söhne, Krankenschwestern, Müttern,… Menschen mit Geschichten.

"Birds squawked overhead, issuing a warning. I knew the legends of the birds. Seagulls were the souls of dead soldiers. Owls were the souls of women. Doves were the recently departed souls of unmarried girls. Was there a bird for the souls of people like me?"

Ruta Sepetys wollte die Geschichte der Menschen erzählen, die bei dem Schiffsunglück der Wilhelm Gustloff ums Leben kamen. Oder nein, Unglück ist das falsche Wort. Schließlich wurde die Wilhelm Gustloff von drei Torpedos eines russischen U-Boots versenkt. „Einfach so“, fast 10.000 Seelen, verloren auf See. Denkt mal darüber nach, ob ihr schon mal von dem Schiff „Wilhelm Gustloff“ gehört habt? Was etwa zur gleichen Zeit in Berlin passiert, weiß bestimmt jeder. Dass die meisten von uns (ich nehme mich da nicht aus) von 10.000 Unschuldigen, die am Ende des zweiten Weltkriegs ums Leben kamen, noch nie etwas gehört hat, ist traurig und schockierend zugleich. Jeder sagt immer, es ist wichtig dass wir in der Schule etwas über die Kriege lernen, aber wieso lernen wir nur etwas über die Monster, nicht aber über die Opfer?

"So it had happened. Evacuation orders had been issued. Germany was finally telling people what they should have said months ago. Run for your lives."

Vielleicht sind historische Romane also doch was für mich. „Salt to the Sea“ war auf jeden Fall der richtige Einstiegspunkt in das Genre. Wir begleiten vier Personen auf ihrem Weg zur „Wilhelm Gustloff“, drei davon Flüchtlinge, die unterschiedlicher nicht sein können, aber mit vielen anderen zusammen arbeiten um sicher und lebendig zum Schiff zu gelangen. Was sich unheimlich mutig und rührend anhört (und auch liest) macht einem aber auch das ganze Buch lang Bauchschmerzen. Denn man schließt die Menschen ins Herz, obwohl man genau weiß dass sie in ihr verderben rennen. Habt ihr schon mal Titanic geguckt, und für Kate und Leo gehofft, dass die Titanic es doch irgendwie noch an dem Eisberg vorbei schafft? Das ist das „Grundrauschen“ von „Salt to the Sea“, nur etwa 10.000-mal schlimmer.

"Everyone knew the story of the big ships, Titanic and Lusitania. I looked toward the thousands of corpses floating in the water. This was so much larger. More than ten thousand people had been on board the Gustloff. The gruesome details of the sinking would be reported in every world newspaper. The tragedy would be studied for years, become legendary."

Darüber hinaus stecken starke Figuren in dem Buch, Menschen, Seelen, mit denen man leidet, jubelt und weint. Die Handlung von „Salt to the Sea“ berührt, die Geschichte und die 10.000 Seelen wird man so schnell nicht vergessen. Wer jetzt gerne noch etwas über Schreibstil etc… wissen möchte, der ist (es tut mir leid) verrückt. Darüber möchte ich bei einem solchen Buch nicht reden.

Denn die Geschichte ist wichtig, vielleicht heute noch wichtiger, als sie noch vor 1-2 Jahren gewesen wäre. Jeder sollte sie lesen, jeder sollte mit dem Begriff „Wilhelm Gustloff“ etwas anfangen können, und jeder sollte mal durch die Augen der Flüchtlinge sehen, wenigstens auf diesen 400 Seiten.

p.s.: for an awesome English review, check out what Maggie Stiefvater had to say HERE

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(243)

326 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

dystopie, kiera cass, selection, liebe, rebellen

Selection - The Elite

Kiera Cass
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Harper Collins USA, 23.04.2013
ISBN 9780062262851
Genre: Jugendbuch

Rezension:

STOP! Ja, du bist gemeint. Du wolltest gerade weiter scrollen, weil es hier um zwei Bücher geht, die Mädchen in Ballkleidern auf dem Cover haben und bei denen sich der Klappentext wie die Serie „Der Bachelor“ anhört. Oder? Ich kann das verstehen, mir ging es da bis vor kurzem noch genau wie dir. Aber ich war ja doch neugierig, was alle an den Büchern so toll finden. Und musste feststellen: „Don’t judge a book by its cover!“ Oder „by its Klappentext“ ;-) Die „Selection“ Reihe kann so viel mehr, als die Verpackung verspricht.

„Of all our country’s great traditions, perhaps none is looked upon with such excitement as the Selection. Created specifically to bring joy to a saddened nation, it seems everyone still gets a little giddy watching the great love story of a prince and his future princess unfold.“

Weil ich nicht so richtig weiß, wie ich anfangen soll, nehme ich erst Mal den doofen Klappentext auseinander. Der spielt nämlich leider nur auf die „Castingshow“ an. Klar, fängt damit alles an. Aber wichtig ist eigentlich, dass es keine „Spaßshow“ à la Bachelor ist. Nein. Prinz Maxon hat keine Langeweile und Lust auf eine Frau. Er hat eigentlich ein Land zu regieren, Friedensverträge auszuhandeln und eine Rebellion in seinen eigenen Reihen unter Kontrolle zu halten. Das Schloss, in dem die Selection statt findet, steht ständig unter Beschuss und wird mehr als ein Mal von Rebellen überrannt. Eine Rebellenfraktion will das Königshaus stürzen und alle töten die ihnen im Weg stehen. Die andere Rebellenfraktion stellt regelmäßig das ganze Schloss auf den Kopf auf der Suche nach… ja, nach was eigentlich?

Ich finde die politischen Aspekte, die Verhandlungen und die Rebellen machen mit die besten Teile der Geschichte aus, sowohl in „Selection“ als auch in „Elite“. Ich hätte mir nur noch sehr viel mehr davon gewünscht, vielleicht kommt das in den Folgebänden ja noch? Denn genau diese Realität im Königshaus macht die Selection erst spannend.

"Time. I was asking for a lot of it these days. I hoped that if I had enough, everything would somehow fall into place.“


35 Mädchen aus verschiedenen Kasten werden in dieses Leben geworfen, manche mehr, manche weniger vorbereitet. Sie müssen sich mit anderen Ländern auseinandersetzen, mit den Rebellen, mit der Geschichte des Landes und des Krieges. Es ist nicht alles nur Ballkleider, Tänze und Turtelleien, Friede, Freude, Eierkuchen… wie Cover und Klappentext vermuten lassen.

Aber, wie meistens in Jugendbüchern gibt es leider ein Beziehungsdreieck („Love Triangle„, wie übersetzt ihr das?) und ich muss zugeben: es ist das erste Jugendbuch wo, meiner Meinung nach, dieses Dreieck absolut Garnichts zur Geschichte beiträgt. Aspen, America Singers „heimliche große Liebe“ mag vor ihrer Abreise noch ganz lieb und nett zu lesen sein und dies Beziehung zu einer niedrigeren Kaste erklärt später einige ihrer Handlungen. Aber dass Aspen dann plötzlich wieder auftaucht ist unnötig und unsinnig. Er ist kein Konkurrent für Maxon, nicht wirklich, und Americas Gefühle niedrigeren Kasten gegenüber werden viel deutlicher durch ihre Dienstmädchen als durch ihn. Auch das Vertrauen bzw. der Zwiespalt zwischen Maxon und America wird durch Aspen nicht beeinflusst. Meiner Meinung nach ist Aspen das beste Beispiel dafür, dass Dreickbeziehungen in Jugendbüchern schon so zur Pflicht geworden sind, dass man sie einbaut nur damit sie da sind. Und das ist unnötig und nervig.

Viel lieber hätte ich noch mehr von der Welt gesehen. Das Kastensystem fand ich super spannend und hoffe dass es noch mehr erklärt oder gezeigt wird. Auch hätte ich die Geschichte gerne aus Rebellensicht gelesen: warum wird rebelliert? Wie wohnen und organisieren sich die Rebellen? Und was wollen sie eigentlich genau? Und Maxon und seine Familie… ich hoffe wir lernen sie ein bisschen besser kennen in den nächsten Teilen. Aber mich hätte schon interessiert, was da hinter den verschlossenen Türen los ist (wer „Elite“ gelesen hat, weiß bestimmt was ich meine)

“And to inflict upon you the shame and pain you have brought on His Majesty, you will be publicly caned with fifteen strikes. May your scars remind you of your many sins!”

Wenn man über die Schwächen (und vor allem das Beziehungsdreieck) hinwegsieht (oder die Passagen querliest, denn vertraut mir: man verpasst nichts wichtiges) ist der Rest der Geschichte ganz für sich alleine ein Jugendbuch dass jeder lesen sollte.

'“It’s the most wonderful and terrible thing that can ever happen to you,” she said simply. “You know that you’ve found something amazing, and you want to hold on to it forever; and every second after you have it, you fear the moment you might lose it.” I sighed softly. She was absolutely right. Love is beautiful fear.'

Kiera Cass Schreibstill macht es einem leicht, ein Buch an einem Tag zu verschlingen und direkt das nächste Buch nachschieben zu wollen. Die Welt die sie erschaffen hat ist interessant; die geschichtlichen Hintergründe scheinen teilweise so real, dass man etwas Angst vor unserer eigenen Zukunft bekommen kann. Und die Protagonisten lassen einen nicht mehr los, egal ob sie eine kleine oder große Rolle in der Geschichte spielen. Was will man mehr?

Mehr als ein Mal hätte ich das Buch gerne an die Wand geworfen, so ging es mir zu Herzen. Lasst euch nicht wie ich von dem Cover etc… abschrecken. Ich hasse mich schon dafür, dass die Bücher so lange bei mir gesubt haben. Also los, los, los und lesen!

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Gänsehaut - Die Puppe mit dem starren Blick

R. L. Stine , Günter Kienitz
Flexibler Einband
Erschienen bei cbj, 11.01.2016
ISBN 9783570225943
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Tja, was soll ich anderes tun außer mich dazu zu bekennen? Ich hatte bis jetzt noch nie ein R. L. Stine Buch gelesen. Fear Street und Gänsehaut waren mir durchaus ein Begriff, und auch wie begeistert manche von den Serien, mit denen sie aufgewachsen sind, sind. Aber an mir ging das irgendwie vorbei. Dabei liebe ich doch Horrorgeschichten sehr gerne. Da die Geschichten aber auch schon so um 1993 erschienen sind, habe ich eine Ausrede, ich war gerade mal 2 Jahre alt. ;)

"Gerade hatte sie den ersten Schritt getan, da streckte Slappy seinen Arm aus und packte ihr Handgelenk"

Falls ihr auch zu jung seid und die Gänsehautreihe oder R. L. Stine nicht kennt: die Bücher haben alle nur knapp über hundert Seiten, und sind quasi Horrorkurzgeschichten für Jugendliche/Kinder. Deswegen stehen auch immer Jugendliche und Kinder im Mittelpunkt (zusätzlich zu den Kreaturen natürlich).

Und da kommen wir auch schon zu meinem ersten „Problem“. Die Jugendlichen/Kinder die bei „Die Puppe mit dem starren Blick“ im Mittelpunkt stehen sind die Zwillinge Lindy und Kris. Ich konnte die beiden überhaupt nicht einschätzen, es kommt noch nicht ein mal richtig raus, ob es denn nun Jugendliche oder Kinder sind. Das mich das beim Lesen gestört hat liegt aber wahrscheinlich auch nur daran, dass ich nicht mehr die richtige Zielgruppe für die Bücher bin.

Als „Erwachsener“ liest man eben anders, man sieht mehr, hinterfragt mehr. Ich weiß genau, dass ich das Buch abgöttisch geliebt hätte als ich in dem richtigen Alter war. Die beiden Mädels wären mir ziemlich egal gewesen, ich hätte mich auf Slappy und Mr. Wood (die beiden Bauchredner Puppen) fokussiert und jedem mit der Geschichte ein Ohr abgekaut. (Ja, so ein nerviger Leser war ich damals ;) )

„Lass mich raus! Lass mich raus!“, rief sie. Die gedämpfte Stimme drang aus dem Schrank heraus.

Was mich aber damals bestimmt auch gestört hätte ist, dass der eigentliche Spaß, die eigentliche „Gänsehaut“ mit den Puppen erst dann einsetzt, wenn die Geschichte schon fast vorbei ist. Bei 125 Seiten irgendwie enttäuschend, denn die ersten 60 Seiten plätschern so ein bisschen vor sich hin und enden mit einem für mich enttäuschenden „Plot Twist“ (wenn ich mehr dazu sagen würde, würde ich spoilern). Ich hätte mir gewünscht, dass das ganze Buch so gewesen wäre wie die letzten 60 Seiten. Dann hätte ich auch als „Erwachsene“ mehr Spaß gehabt.

Nichtsdestotrotz, wenn ihr selber noch jung seid, oder ein Buch für eure Kinder/Geschwister/Neffen sucht, ist die Gänsehaut Reihe perfekt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man damit Kinder/Jugendliche fürs Lesen begeistern kann. Ich werde das Buch selber an jüngere Leser weiterverschenken.

Für mich persönlich war es etwas enttäuschend, vor allem wo man von R. L. Stine immer nur Gutes hört und ich mit hohen Erwartungen und viel Vorfreude an die Sache rangegangen bin. Es ist ein Hype, der nur bedingt gerechtfertigt ist. Schade.

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mann oder mantra, happy end, liebe, yoga, janette paul

Mann oder Mantra?

Janette Paul ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.01.2016
ISBN 9783734102264
Genre: Romane

Rezension:

Ein Yoga-Buch also. Ich muss zugeben, auch mich hat das ein bisschen nervös gemacht und ich wusste erst nicht, ob das Buch was für mich sein wird oder nicht.

"Hatte Sie Angst vor einer Zukunft oder einfach nur Angst vor dem Leben?"

Warum? Weil es zwei Sorten von Yogis gibt. Solche die Yoga praktizieren, als Sport oder zur Entspannung, danach von ihrer Matte aufstehen und ihr Leben "normal" weiterleben. Und solche die Yoga leben. Die letztere Fraktion hat dann immer so ein bisschen was von Esotherik, Aryuveda und Spiritualismus. Alles Dinge, mit denen ich nicht so richtig was anfangen kann.

Die Hauptfigur im Buch, Dee, ist so ein kleiner Misch-Masch aus beiden Fraktionen und genau das macht "Mann oder Mantra" für mich so interessant.

"Es ist halt so, Sie müssten ein bisschen ätherischer rüberkommen. Meinen Sie, Sie können ätherisch?" (S.74)

Dee hat einen schweren Autounfall hinter sich, und dabei fast alles verloren was ihr wichtig war, inklusive ihrem damaligen Verlobten. Sie hat den Weg zum Yoga gefunden, um die chronischen Rückenschmerzen los zu werden die sie seit dem Unfall plagen. Sie hat zwar in Indien bei einem "echten" Guru gelernt, den Lebensstil aber nicht mitgebracht. Sie isst was sie in die Finger bekommt, trinkt Wein, und zwingt niemandem Yoga auf. Ein Yogi nach meinem Geschmack. Ich würde mich direkt für ihren nächsten Kurs anmelden.

Von der Handlung her, ist "Mann oder Mantra" sehr einfach gestrickt. Armes Mädchen verliebt sich in reichen Prinz, sie verlieben sich und beider Welten werden auf den Kopf gestellt. Klingt wie etwas, das man schon tausend Mal gelesen hat. Dadurch kann man viele Wendungen und Handlungsstränge schon sehr früh erahnen. Aber es geht bei so einer Geschichte auch nicht wirklich darum, was passiert, oder?

"Die Kriegerstellung fördert Mut und Selbstbewusstsein." Weil eine Kriegerin Mut und Selbstbewusstsein brauchte, um in den Kampf zu ziehen. Um sich ihren Ängsten zu stellen. (S.415)

Mir hat gefallen, wie die Geschichte erzählt wurde. Janette Pauls Schreibstil ist leicht und locker; es lässt sich gut weg lesen auch wenn schlimme Dinge passieren. Es gab keinen Moment wo die Handlung zäh voran ging, oder ich mich gelangweilt hätte.

Dafür war ich einfach viel zu begeistert von den Yoga Elementen, die sehr schön und manchmal ganz beiläufig in die Handlung eingestreut wurden. Manchmal brauchte es nur einmal Ein- und Ausatmen um mich zum Lächeln zu bringen. Ich habe mich in dem Buch so zu Hause gefühlt, wie in einem guten Yoga Studio. (wenn das Sinn macht ;) ) Dee hat im Alltag viel mit Stress zu Kämpfen, sie bekommt Druck ab von allen Seiten. Dazu kommen noch ihre chronischen Schmerzen und Angstattacken, Überbleibsel von dem Autounfall. Zu sehen, bzw. zu lesen, wie man solchen Situationen mit Yoga entgegen kommen kann. Atmen, Vorbeugen, Kriegerin sein… hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Ich bin ab jetzt ein Fan von Yoga Romanen. Schade, dass es davon nicht so viele gibt. Also, liebe Verlage, Autoren und Yoga Lehrer, mehr davon bitte!

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selection, kiera cass, dystopie, liebe, america

The Selection

Kiera Cass
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei HarperCollins US, 17.07.2012
ISBN 9780062203137
Genre: Jugendbuch

Rezension:

I really enjoyed the Selection and the Elite. I didn’t expect them to be as good as they were, and to go really deep into the kingdom and the burdens of running a kingdom. Honestly, from the cover and the premise I thought this was going to be all fancy dresses and flirting. I expected a really pretentious prince and stupid annoying girls competing in a „Bachelor“ type competition.

Instead, I fell in love with Prince Maxon and got completely caught up in the competition, the world building and the kingdom. (Well: I got the love triangle that I expected, but I am just going to ignore that, since the book’s plot totally ignored Aspen as well…)

All that teaches us, in case we (aka I) didn’t know that by now: never ever judge a book by its cover. Or: Dear publishers, stop selling books as “girlish” books, when they are so, so much more than that. I gave both books 4 out of 5 stars, and can’t wait to continue with the series.

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Da Vinci's Tiger by L. M. Elliott (2015-11-10)

L. M. Elliott;
Fester Einband
Erschienen bei Katherine Tegen Books; edition (2015-11-10), 01.01.1800
ISBN B017YC8LM0
Genre: Sonstiges

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norwegen, lucinda riley, segeln, musik, liebe

Die Sturmschwester

Lucinda Riley ,
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.11.2015
ISBN 9783442313952
Genre: Romane

Rezension:

" Ally , redete ich mir zu, du bist die Anführerin, reiß dich zusammen… "

Seit dem ersten Band "Die sieben Schwestern" hatte ich mich eigentlich auf das Buch über Ally mit am meisten gefreut. Das Segeln, das ihre Leidenschaft ist, fand ich ultra spannend. Außerdem führen ihre Wurzeln sie nach Norwegen, was eines meiner Lieblingsländer auf der Welt ist. Was für eine Drehung die ganze Geschichte um Allys Herkunft dann nimmt, konnte ich nicht erahnen und war schwer überrascht. Positiv überrascht? Vielleicht, ja. Aber ein klein bisschen enttäuscht, aber nur ein kleines bisschen.

"Seitdem habe ich oft gedacht, dass ich mich, wenn Celia damals nicht gewesen wäre, in meiner Verzweiflung vielleicht von der Fähre in die brodelnde See gestürzt hätte."

Sehr gefallen hat mir aber, dass die Einleitung etwa zur gleichen Zeit spielt, wie der Anfang von "Die sieben Schwestern". Klar, dadurch durchlebt man wahrscheinlich in jedem Buch erst Mal dieselben Szenen, aber gerade da die Schwestern alle so unterschiedlich mit dem Tod ihres Vaters umgehe, finde ich das sehr spannend und hoffe, dass es auch in den weiteren Büchern so fortgeführt wird.

"Ich bin hier, Pa", murmelte ich, "aber wo bist du?"

Dann kam aber ein großer Teil, mit dem ich nicht so richtig was anfangen konnte und der mir auch relativ unwichtig vorkam für den weiteren Verlauf der Geschichte, und den weiteren Verlauf von Allys Leben. Ohne zu spoilern kann ich nur so viel sagen, dass Ally an einer Segelregatta teilnimmt, sich in einen Mann verliebt und relativ viel Zeit mit ihm verbringt. Dieser ganze Teil (ungefähr die erste Hälfte des Buches) hat sich für mich unheimlich in die Länge gezogen.

Lucinda Rileys Schreibstil animiert den Leser aber dazu, dranzubleiben. Auch wenn einen die Geschichte in manchen Momenten eher weniger interessiert, schafft sie es doch dieses "Nur noch ein Kapitel" Gefühl im Leser zu wecken. Dafür beneide ich die Autorin etwas.

Vielleicht war ich aber auch selber schuld, weil ich mich zu sehr auf die Reise nach Norwegen gefreut habe. Die beginnt etwa mit der zweiten Hälfte, und ab hier hat mich "Die Sturmschwester" dann richtig gepackt. Ally macht sich auf den Weg nach Norwegen, und die Rückblenden fangen an. Rückblenden in die 1870er in Norwegen, als Oslo noch Christiania hieß, aber auch nach Leipzig zu Zeiten des zweiten Weltkriegs. Wieso, weshalb, warum? Dafür müsst ihr "die Sturmschwester" schon selber lesen.

Ich für meinen Teil, konnte das Buch in der 2. Hälfte kaum noch aus der Hand legen. Und das, obwohl ich das "große Geheimnis" am Ende doch ziemlich früh vorausgesehen habe. Nichts desto trotz ist Lucinda Rileys Schreib- und Erzählstil einfach einzigartig, Ally meine Lieblingsschwester und "Die Sturmschwester" eine eindeutige Leseempfehlung.

Ich freue mich jetzt schon auf das dritte Buch, die Geschichte von Star soll ein Ausflug in ein literarisches England werden, wenn das mal nicht für Bücherwürmer wie uns ist. Ich weiß jetzt schon, dass die sieben Schwestern als Reihe immer einen besonderen Platz in meinem Regal und meinem Herzen haben werden.

"Hat dein Vater dir je erklärt, warum er euch alle adoptiert hat?"
"Ich habe Ma mal gefragt. Sie meint, er sei einsam gewesen in >Atlantis< und habe jede Menge Geld gehabt. Wir Mädchen haben nie nachgefragt und alles hingenommen, wie Kinder das eben tun. Wir waren eine Familie; einen Grund dafür brauchten wir nicht. Wir… sind einfach."


Kann man "Die Sturmschwester" lesen, ohne "Die sieben Schwestern" gelesen zu haben?
Ja auf jeden Fall. Obwohl ich "Die Sturmschwester" mehr mochte, als den ersten Band "Die sieben Schwestern", glaube ich dass Lucinda Riley sich bei der Reihenfolge irgendetwas gedacht haben muss. Da ich euch aber garantiere, dass ihr nach "Die Sturmschwester" sowieso unbedingt "Die sieben Schwestern" lesen wollt, fangt doch am besten gleich mit dem richtigen Buch an. Außerdem enthält "Die Sturmschwester" ein paar Spoiler für den Ausgang von "Die sieben Schwestern", also Augen auf bei der Auswahl der Lesereihenfolge.

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thriller, sebastian fitzek, entführung, berlin, spannung

Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2015
ISBN 9783785725450
Genre: Krimi und Thriller

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kreativität, elizabeth gilbert, big magic, inspiration, ratgeber

Big Magic – Nimm dein Leben in die Hand und es wird dir gelingen

Elizabeth Gilbert ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.09.2015
ISBN 9783596033706
Genre: Sachbücher

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76 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

amie kaufman, jay kristoff, englisch, young adult, invasion

Illuminae Files - Illuminae

Amie Kaufman , Jay Kristoff
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knopf Books for Young Readers, 20.10.2015
ISBN 9780553499117
Genre: Jugendbuch

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dystopie, zwillinge, francesca haig, das feuerzeichen, omega

Das Feuerzeichen

Francesca Haig ,
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.10.2015
ISBN 9783453270138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“Die Explosion hatte die Zeit zerspringen lassen und sie in Sekundenschnelle unwiederbringlich in ein Vorher und ein Nachher gespalten. Jetzt, Hunderte Jahre später, im Nachher, gab es keine Überlebenden und keine Zeugen mehr.“

Eigentlich ist es ein neuer Rekord. Noch nie habe ich für ein Buch mit 480 Seiten einen ganzen Monat gebraucht. Die meisten Bücher hätte ich in der ersten Woche abgebrochen, für zu langsam und den Schreibstil für zu anstrengend befunden, aber bei Feuerzeichen habe ich das nicht gemacht. Denn die Welt, die Handlung und manche Charakteren konnten mich richtig begeistern. Nur der Schreibstil von Francesca Haig hat den Lesefluss arg ausgebremst.

Was genau den postapokalyptischen Zustand herbei geführt hat, der in „Das Feuerzeichen“ herrscht, wird nie richtig beschrieben. Es ist immer nur die Rede von einer großen Explosion, dem Ausfall aller Technologie, großen Feuern und einem gefärbten Himmel. Da diese Explosion noch viele Generationen später Mutationen an Kindern hervorruft, würde ich mal auf ein „Fallout“ tippen. (Und jetzt wo ich das geschrieben habe, lese ich im Klappentext von einer „nuklearen Katastrophe“… naja, wenigstens habe ich recht).

Aber eigentlich ist es auch egal. Das Besondere in dieser Welt ist, dass Kinder immer als Zwillinge geboren werden. Ein guter Zwilling, der Alpha, der rundum gesund und normal ist. Und ein „böser“ Zwilling, der Omega, bei dem immer irgendetwas nicht perfekt ist und den Menschen Angst macht. Cass, die Hauptfigur, ist Seherin. Einer andere Hauptperson fehlt ein Arm. Die Omegas werden gebrandmarkt und verstoßen, wie man das mit verseuchtem Müll eben macht. Wäre da nicht die Krux an der Sache: denn Zwillinge sind miteinander verbunden. Wird der Omega krank, wird auch der Alpha krank. Stirbt der Omega, stirbt auch der Alpha.

Die tolle Idee der Alphas: sie sperren die Omegas weg, halten sie in kleinen Gefängniszellen, ohne Freigang, ohne Kontakt, damit nichts passieren kann. Natürlich lässt Cass sich das von ihrem Zwillingsbruder nicht gefallen, bricht aus, schließt sich einer Revolution der Omegas an. Ergebnis: Chaos.

Diese richtig starke Idee setzt die Autorin rein von der Handlung her richtig gut um. Wenn es eine Zeit gibt, in die eine Geschichte über Ausgrenzung, unsinnige Kämpfe, Flucht, Freiheit und Gerechtigkeit gut hineinpasst, dann ist das unsere Zeit genau jetzt. Selten passt ein Fantasy/Science Fiction Buch so gut in das Jahr, in dem es erscheint. Dabei geht Francesca Haig mit dem Thema vorsichtig um, verschleiert aber auch nichts. Ich hätte mir etwas mehr Einblick in die Seite der Alphas gewünscht, aber mit Cass auf der Flucht zu sein hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Auch dass endlich mal nicht alles perfekt sein muss, fand ich eine sehr mutige Idee. Charaktere denen Körperteile fehlen, oder die sonst irgendwie beeinträchtigt sind, sieht man viel zu selten in Büchern und wenn ist die Umsetzung immer ziemlich schwach. Francesca Haig zeigt, dass auch solche Menschen menschlich sind, und genauso stark und mutig sein können wie die 08/15 Figuren aus anderen Büchern. In „Das Feuerzeichen“ ist es einfach normal, wenn jemand nur einen Arm hat, oder eine Beinprothese, oder, oder… dafür meinen Respekt an Francesca Haig.

Leider waren dafür die Hauptfiguren einfach nicht so stark wie ich sie mir gewünscht hätte. Gerade Cass ist ein sehr verschlossener Charakter, sie lässt sogar den Leser nicht an sich ran, auch nicht richtig an ihre Gefühle. Das ist als Ich-Erzähler natürlich etwas enttäuschend für den Leser. (Die kleine Liebesgeschichte kam daher für mich auch völlig überraschend und irgendwie unpassend. Aber ich möchte nicht spoilern…)

Generell waren die „Hauptfiguren“ mit denen man so unterwegs ist allesamt sehr durchsichtig. Einer richtigen Charakterentwicklung durfte man nicht folgen, man wurde mit dem veränderten Charakter in den Situationen einfach überrascht, so als hätte er/sie in einer Torte gesteckt und springt dann im richtigen Moment heraus um den Tag zu retten. Nur die „Bösewichte“ fand ich super spannend, weswegen ich mir gewünscht hätte (wie oben schon erwähnt), mehr von den Alphas sehen zu dürfen. (Vielleicht in der Fortsetzung? Bitte!)

Im krassen Gegensatz zu dem was bei den Charakteren an Erzählung fehlt, benutzt Francesca Haig unfassbar viele Worte um Situationen und Umgebungen zu beschreiben. Manchmal so extrem, dass die Handlung über ein oder zwei Seiten ganz zum Stillstand kommt, weil man sich die Umgebung genauer ansieht. Das bremst stark, und war auch mein aller größtes Problem an „Das Feuerzeichen“. Ich weiß, dass es viele Leser gibt die an so etwas Spaß haben, vor allem in einer sehr interessanten Welt wie bei „Das Feuerzeichen“, aber mich stört das einfach zu sehr im Lesefluss. Meistens kam ich an einem Abend über ein Kapitel nicht heraus, einfach weil der Schreibstil für mich so anstrengend ist und müde macht.

Da spricht es doch für das Buch, die Figuren, das „Worldbuilding“ und die Handlung, dass ich trotzdem den ganzen Monat drangeblieben bin. Denn es lohnt sich, das verspreche ich euch. Und nach dem Ende, werde ich auch das zweite Buch lesen, weil ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

„Erschöpft dich das nicht manchmal? Dass du niemandem vertrauen kannst?“

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