Sabine_Hartmann

Sabine_Hartmanns Bibliothek

103 Bücher, 102 Rezensionen

Zu Sabine_Hartmanns Profil Zur Autorenseite
Filtern nach
103 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(75)

128 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

fantasy, zauberer, magie, rainbow rowell, jugendbuch

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423640329
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Simon Snow erfährt mit elf Jahren, dass er der auserwählte Zauberer ist, der allein die Welt und die Zauberergemeinschaft vor einem Bösen retten kann.

 Ich muss vorab anmerken, dass dieses Buch in Zusammenhang mit einem anderen, Fangirl, entstanden ist, in dem eben jener Simon Snow eine große Rolle zu spielen scheint, das ich jedoch nicht gelesen habe.

Simon kehrt nach den Sommerferien an seine Zaubererschule zurück und wird von seiner besten Freundin Penelope begrüßt. Sein Zimmergenosse Baz, vermutlich ein Vampir, ist noch nicht aus den Ferien zurückgekehrt. Darüber ist Simon recht erfreut, denn die beiden verbindet eine scheinbar in langen Jahren gewachsene Feindschaft. Doch als die Mutter von Baz ermordet wird, müssen die beiden über sich hinauswachsen und gemeinsam versuchen, den Fall zu klären.

Insgesamt plätschert die Geschichte, die aus den verschiedensten Perspektiven erzählt wird, langsam vor sich hin. Als Überschrift erfährt der Leser wer den jeweiligen Abschnitt erzählt, das erleichtert das Zurechtfinden ganz enorm, da relativ viele Personen vorkommen, die jedoch nicht wirklich vorgestellt werden. Stattdessen wird der Eindruck erweckt, als hätte man bereits die vorhergehenden drei oder vier Bände lesen können, in denen berichtet worden wäre, wie die Figuren sich zueinander verhalten und ihr Verhältnis entwickelt haben. Das ist leider nicht der Fall, sodass es gelegentlich relativ schwer fällt, alles einzuordnen und nachzuvollziehen. Andererseits wird ziemlich deutlich, dass die Autorin sich sehr viel Mühe mit der Gestaltung ihrer Figuren und der Entwicklung ihrer Hintergrundgeschichte gegeben hat.

Hinzu kommt, dass Simon ein ziemlicher Versager ist, jedenfalls was das Wirken von Magie angeht. Es gelingt ihm nicht in der geplanten Form. Zudem neigt er zum Grübeln und Infragestellen vieler Dinge, was leider dazu führt, dass ich ihm beim Lesen nicht näher gekommen bin. Penelope hingegen folgt man gern durch die Geschichte. Es gibt durchaus humorvolle Stellen, und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Stilistisch arbeitet die Autorin mit zahlreichen Rückblicken, Erinnerungen und inneren Monologen, was zu einer weiteren Verlangsamung der eigentlichen Handlung beiträgt.

Außerdem ist die Handlung an vielen Stellen vorhersehbar – jedenfalls wenn man Harry Potter gelesen hat, von dem die Autorin sehr viel „abgekupfert“ hat. Alles in allem scheint es sich um ein Buch zu handeln, dass vor allen denjenigen viel Freude bereitet, die „Fangirl“ gelesen haben.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Die Hobis auf der Jagd nach dem Regenbogenblatt

Thomas Sterr , Martina Mair
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Sequenz Medien / xlibri.de Buchproduktion, 01.07.2017
ISBN 9783946307082
Genre: Sonstiges

Rezension:

Noki, Rina und Bimpf sind Hobis. Hobis haben die große Aufgabe, im Herbst alle Blätter in den schönen Herbstfarben anzumalen. Doch Noki ist traurig, weil immer weniger Menschen in den Wald kommen.

 

Deshalb kommt er auf die grandiose (?) Idee, einige Blätter so ungewöhnlich einzufärben, dass die Menschen nur noch staunen können und dann in Scharen in den Wald kommen. Rina und Bimpf sind dagegen, sie befürchten, dass die Menschen dann hinter das Geheimnis der Hobis kommen könnten. Doch Noki lässt sich nicht davon abbringen.

Dann findet das Mädchen Lena das „Regenbogenblatt“, das Noki in vier ungewöhnlichen Farben eingefärbt hat. Plötzlich wird ihm klar, dass das ein Fehler war. Gemeinsam mit Rina und Bimpf, der sehr gerne nascht, macht er sich auf, das Blatt zurückzuholen. Dabei bekommen sie Unterstützung, geraten aber auch in Gefahr.

Hobis sind eichenhörnchenartig, wie man auf den liebevollen Illustrationen von Martina Mair erkennen kann. Das Buch ist an vielen Stellen farbig illustriert. Als Schrift hat der Autor (das Buch ist im Selbstverlag erschienen) Comic Sans gewählt, eine breit laufende Schrift, die trotz fehlender Serifen leicht zu lesen ist. So wirken die Seiten luftig und schrecken auch Leseanfänger nicht ab.

Die Geschichte, die mit liebevollen Details und skurrilen Gestalten gespickt ist, ist spannend, aber nicht so, dass sie sich nicht als Vorlesegeschichte für den Abend eignen würde. Fantasievoll spinnt der Autor sein Abenteuer um die spannende Grundidee, die sicherlich zu zahlreichen Gesprächen Anlass geben kann.

Thematisch geht es um Freundschaft, ums Zusammenhalten, auch um übermütige Abenteuer, ums sich Ausprobieren, aber auch darum, Fehler einzugestehen und wieder gut zu machen.

Gleichzeitig macht das Buch Lust darauf, wieder einmal in den Wald zu gehen – vielleicht auch, um einen Hobi zu entdecken?

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

51 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

cevennen, krimi, höhlen, hugenotten, südfrankreich

In tiefen Schluchten

Anne Chaplet
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462050424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Anne Chaplet hat hier eine andere Art Krimi geschrieben. Im Vordergrund steht nicht unbedingt die Ermittlung eines oder mehrerer Täter, sondern die Begleitumstände, die historischen Hintergründe, die lokalen Besonderheiten. Verknüpft wird dies alles durch Tori Godon, eine deutsche Anwältin, frisch verwitwet, die sich in ihre französische Lebensumwelt einfinden will und muss. Sie hat mit ihrem (verstorbenen) Mann, Carl, ein sehr altes Haus gekauft, das Geschichte aus jeder Mauerfuge atmet und so einige Besonderheiten und Geheimnisse birgt.

Ausgelöst wird der aktuelle Fall durch das Verschwinden eines Holländers, der sich mit einem alten Franzosen unterhalten hat. Dieser Franzose, Didier Thibon, stirbt bald darauf unter ungeklärten Umständen. Weitere ominöse Todesfälle folgen.

Schließlich macht Tori sich auf, den Holländer zu suchen, da sich sonst niemand für sein Verschwinden zu interessieren scheint.

Ein Kampfhund spielt ebenso eine wichtige Rolle, genau wie ein Restaurateur, undurchsichtige Nachbarn und ein Polizist. Also, eigentlich ist alles da für einen Krimi. Doch Chaplet entwickelt die Geschichte betont beschaulich. Der Ort Belleville ist frei erfunden, doch das Vivarais an den Cevennen mit seiner hugenottischen Vergangenheit gibt es wirklich. Daraus webt die Autorin einen Fall aus Schuld, Verrat und Sühne, der sich spannend liest. Da die Ich-Erzählerin Tori genauso viel zu entdecken hat wie die Leser, ist man nah dran und gern bereit, Tori auf ihrem Weg zu folgen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

kinderbuch, bilderbuc, bilderbuch, wochentage

Stille Post für Fräulein Samstag

Hanne Böttcher , Kerstin Kubalek
Buch: 32 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 23.01.2017
ISBN 9783958821033
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Fräulein Samstag ist an allem schuld, denn sie tanzt bis in die Morgenstunden und ist ununterbrochen in Bewegung, eine Aktion folgt der nächsten, keine Chance auf Ruhe und ausspannen. So kommt er auf die Idee, ihr eine Nachricht zukommen zu lassen. Doch sie muss viele Stationen passieren und verändert sich unterwegs ganz nach dem Prinzip der „Stillen Post“. Dabei gerät so einiges durcheinander, trotzdem wird am Ende alles besser – und wenn alles gutgeht, haben die Kinder auf dem Weg die Wochentage gelernt und verbinden mit ihnen auch noch eine nette Erinnerung, denn alle Tage werden von ungewöhnlichen Figuren verkörpert, die alle gemeinsam in einem großen Wohnhaus leben. Nach und nach lernt man alle kennen und die Kinder prägen sich die Tage leicht ein. Lustig wird es, wenn sich die Nachricht bei jeder Weitergabe ein wenig verändert.

Die Illustrationen sind einfach gehalten und klar strukturiert. Alle Menschen haben übergroße Augen. Die Zeichnungen sind farbenfroh und fröhlich, weisen viel spannende Details auf.

Das große Format (A4) bietet viel Raum zum Entdecken

Einen Einwand habe ich allerdings in Bezug auf den Begriff „Fräulein“ – bereits in den 70er Jahren hat die Frauenbewegung dafür gekämpft, diesen Begriff abzuschaffen, da er einerseits Frauen zu einer Sache macht, das Fräulein, und andererseits ein solcher Diminutiv nur für Frauen existiert. In den 80er Jahren wurde er endgültig abgeschafft – warum also Fräulein Samstag? Müssen die Kinder der Zielgruppe das Wort wirklich lernen? Und wie erklärt man es ihnen?

Beim ersten Lesen des Buches ist mir das nicht aufgefallen, doch bei genauerer Beschäftigung damit setzte sich der Gedanke durch, dass nicht nötig ist. Der lange Freitag, Madame Mittwoch, Don Donnerstag, da hätte sich für den Samstag sicher auch noch etwas anderes gefunden.

Das tut der Grundidee jedoch keinen Abbruch. Die ist klasse und auch überzeugend umgesetzt.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

bettina göschl, die träne des einhorns, fantasie, leonie daub, einhorn

Die Träne des Einhorns

Bettina Göschl , Leonie Daub
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Jumbo, 07.07.2017
ISBN 9783833737596
Genre: Kinderbuch

Rezension:

In diesem fantasievollen Bilderbuch der Autorin Bettina Göschl wird von einem Einhorn erzählt, dass in einem Land lebt, in dem alle Einwohner glücklich sind. Doch eines Tages wird das Einhorn von einem Ungeheuer entführt und in einen Turm gesperrt. Weil es so traurig ist, beginnt es zu weinen. Langsam aber sicher füllt sich das Tal mit den Tränen und die Einwohner werden immer unglücklicher.

Schließlich wird es dem kleinen Jungen Felix unerträglich und er beschließt, dass endlich etwas dagegen unternommen werden muss. Viele sind bereits gescheitert. Deshalb spricht Felix zuerst mit einer weisen Frau, bevor er sich mit seiner Uniform aus Papier auf den Weg macht, das Einhorn zu befreien.

Ich werde jetzt nicht beschreiben, ob und wie es ihm gelingt.

Die Geschichte ist jedoch sehr fantasievoll. Das Monster ist ein wenig gruselig, aber auch knuffig. Das Einhorn ist nicht süßlich weichgespült, sondern ein ernst zu nehmendes mythologisches Tier, wodurch eine Geschichte entsteht, die sich sowohl für Jungs als auch für Mädchen eignet. Sie ist spannend, aber nicht so aufregend, dass sie sich nicht als Vorlesegeschichte zum Einschlafen eignen würde.

Die Illustrationen sind einfach strukturiert, farbenfroh und erzeugen Freude beim Betrachten. Das Buch ist verspielt und rückt das in den Mittelpunkt, was allen Kindern großen Spaß macht: spielen, träumen, etwas bewegen, Neues ausprobieren, wachsen …

Felix ist kein Draufgänger, er ist mutig, er ist aber auch umsichtig, informiert sich vorher, bevor er in das Abenteuer aufbricht. Mut, Glück und Zufriedenheit stehen im Mittelpunkt, werden als erstrebenswerte Ziele dargestellt.

Das große Format (A4) bietet viel Raum zum Entdecken.

 

 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

sushi, japan, getränke, zutaten, vorspeise

Sushi-at-Home-Party

Angjinsan - Angelika Herzig
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Waldkirch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783864760846
Genre: Sachbücher

Rezension:

In diesem ganz außergewöhnlichen Kochbuch finden sich nicht ganz so viele Rezepte, dafür aber jede Menge Tipps und Hinweise, die alle diejenigen emanzipieren, die selbst Sushi herstellen wollen. Nach einer umfassenden Einleitung, in der es um die richtige Haltung der Stäbchen, die Auswahl des Reises, weitere Zutaten usw. geht, zeigt die Autorin sehr ausführlich, wie die einzelnen Sushisorten hergestellt werden. Mit ganz wenig Zubehör gelingt es auch Anfängern, sehr schmackhafte, wenn auch nicht auf Anhieb elegante, Sushi herzustellen. Verständlich bietet das Buch auch einige Rezepte an, daraus wird mehr Wert darauf gelegt, nach eigenem Geschmack etwas ganz Eigenes zu entwickeln. Schön ist auch, dass dieses Buch am Ende darauf eingeht, was man mit den übrig gebliebenen Zutaten anfangen kann.

Dieses Kochbuch zeichnet sich durch wunderbare Fotografien der Speisen und der Arbeitsschritte aus. Auch das Format eignet sich wunderbar, um damit zu arbeiten. Zudem hat die Autorin einen äußerst freundlichen und kompetenten Ton verwendet, der dieses Kochbuch gleichzeitig zu einem interessanten Führer in die Welt des Sushi macht.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

69 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

niederlande, malerei, delft, amsterdam, porzellan

Nachtblau

Simone van der Vlugt , Eva Schweikart
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.07.2017
ISBN 9783959671064
Genre: Historische Romane

Rezension:

Holland, 1654. Catrijn verkauft ihren Hausrat, um ihr Heimatdorf zu verlassen. Ihr Ehemann ist gestorben und sie nutzt die Chance, die ländliche Gegend zu verlassen und in die Stadt zu gelangen. Wir erfahren recht bald, dass ihr Mann ein Schläger war, auch, dass Catrijn ein Talent zum Malen hat, wissen wir bald.

Was es mit dem Tod ihres Mannes genau auf sich hat, bleibt länger ein Geheimnis, sorgt aber von Anfang an für Spannung.

Sie trifft schnell auf Helfer und Unterstützer, hat Glück im Unglück und wird doch nicht glücklich.

Schnell begegnet sie auch talentierten Malern und lernt von ihnen, doch ihre Zukunft, ihr Erfolg und ihr besonderes Talent liegen in der Porzellanmalerei, wenn da nicht die Pest und missgünstige Zeitgenossen wären.

Von der ersten Seite an hat mich dieser Roman überzeugt. Catrijn ist äußerst glaubwürdig und vielschichtig, sie entwickelt sich. Beeindruckend sind auch die Schilderungen der Lebensumstände im 17. Jahrhundert. Die Handlung fesselt einen schnell, man fiebert mit Catrijn mit und wünscht ihr, dass sie ein zufriedenes, vielleicht sogar glückliches Leben führen darf.

Catrijn ist sicher eine Ausnahmefrau, überhaupt nicht repräsentativ für die damalige Zeit, aber das macht die Handlung umso interessanter.

Sprachlich und von der Struktur her weist der Roman deutliche Parallelen zu einem Krimi auf.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(66)

77 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

baskenland, affäre, spanien, familie, neuanfang

Bea macht blau

Tessa Hennig
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548613482
Genre: Romane

Rezension:

Bea ist mit Leib und Seele Mutter – jedenfalls denkt sie das. Doch dann zieht ihre Tochter nach dem Abitur mit einem jungen Mann in einer anderen Stadt als geplant zusammen, wird schwanger und will nicht mehr studieren. Zudem erfährt sie, dass ihr Mann sie betrügt und erkennt, dass ihre Ehe schon lange nicht mehr richtig funktioniert hat, eher eine Zweckgemeinschaft war.

Kurzentschlossen fährt sie ins Baskenland, in eine kleine Pension, in der sie schon als Kind ihre Ferien verbracht hat. Ihre Schwester wohnt auch irgendwo da in der Nähe. Der Kontakt ist allerdings schon länger abgebrochen.

Als Bea dort ankommt, ist nichts so wie erwartet.

Doch Bea will das nicht hinnehmen, sie beschließt, spontan darauf zu reagieren und endlich ihre eigenen Wünsche nach vorne zu stellen.

Das ist schwieriger als gedacht, denn erstens kann sie nicht so ganz aus ihrer Haut und zum anderen jagt ein Problem das nächste.

Trotzdem (oder gerade deswegen ?) ist dies ein rasanter Roman mit liebenswerten Figuren, die einem beim Lesen schnell ans Herz wachsen. Man gönnt Bea den Erfolg und hadert mit ihr, wenn etwas schiefgeht. Durch all die Probleme wird die Geschichte jedoch weder schwerfällig noch traurig, sondern eher spannend und überraschend, auch wenn Vieles vorhersehbar ist, alles dennoch nicht.

Es gelingt der Autorin, einen mitreißenden Frauen (?) – Roman zu schreiben, der eine Geschichte erzählt, die Mut macht, eigene Wege zu gehen – und zu erkennen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(122)

194 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

krimi, duisburg, polizeiseelsorger, ruhrgebiet, mord

Glaube Liebe Tod

Peter Gallert , Jörg Reiter
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2017
ISBN 9783548288918
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der verheiratete Polizeiseelsorger Martin Bauer wird zu einem Einsatz auf einer Brücke gerufen. Der Polizist Walter Keunert droht sich von einer Rheinbrücke zu stürzen. Bauer kann ihn abhalten, indem er selbst in den Fluss springt, obwohl er nicht schwimmen kanne. Polizist Keunert springt prompt hinterher, um ihn zu retten. Die beiden kommen ins Gespräch. Am nächsten Morgen ist Keunert trotzdem tot. Er ist von einem Parkhausdach gesprungen. Doch Bauer glaubt nicht an Selbstmord und sucht nach der Wahrheit. Unterstützung erhält er von der Hauptkommissarin Verena Dohr, die sich dadurch den Zorn ihres Vorgesetzten zuzieht.

Am Ende ist der Fall nicht eindeutig geklärt, aber trotzdem ist vieles klarer.

Ungewöhnlich ist der Stil der beiden Autoren. Die Sätze sind sehr kurz, Dialoge überwiegen, das erzeugt Geschwindigkeit und auch Spannung.

Die Beweggründe der Figuren werden deutlich und nachvollziehbar, obwohl die Wechsel zwischen den einzelnen Erzählebenen manchmal etwas verwirrend sind.

Insgesamt ein lesenswerter Krimi, der Lust auf den angekündigten nächsten Teil macht.

 

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(98)

117 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 85 Rezensionen

krimi, mord, gina, band 8, dühnfort

Sieh nichts Böses

Inge Löhnig
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 16.06.2017
ISBN 9783843715362
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zwei tote Frauen, bei jeder eine kleine Statue – Kommissar Dühnfort hat alle Hände voll zu tun, bevor er den verzwickten Fall lösen kann. Da lässt er sich auch von seinen privaten Problemen (seine Frau ist schwanger) nicht abhalten.

Die Kriminalgeschichte ist äußerst spannend. Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kannte, bin ich problemlos in die Geschichte und die Welt des Kommissars eingetaucht.

Löhnigs Krimi „Sieh nichts Böses“ punktet mit vielen falschen Fährten und überraschenden Wendungen, mit denen die Autorin die Geschichte voran und die Spannung in die Höhe treibt. Es handelt sich um eine komplizierte Geschichte von Neid und Verrat, aber auch Hass und Eifersucht. Letztendlich wird der Fall schlüssig gelöst, Löhnig hat die Fäden sorgsam verstrickt und logisch zur Auflösung entwickelt.

Sprache und Stil ziehen die Leser schnell in die Handlung. Die Figuren sind mehrdimensional, ihr Privatleben spielt eine große Rolle und sorgt für weitere Konflikte. Ein absolutes Lesevergnügen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

krimi, steiermark, martin schult, kriminalroman, berlin

Dem Kroisleitner sein Vater

Martin Schult
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.07.2017
ISBN 9783550081743
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Spannender Dorf-Idyllen-Krimi mit Abzweigen in die Metropolen, skurrile, aber liebenswerte Figuren bevölkern das Geschehen, dazu noch ein spannender Fall, der sich bis zuletzt sperrt, sodass man wirklich nicht errät, wer der Täter ist.

Am Anfang ist nicht ganz klar, ob überhaupt ein Mordfall existiert, da der Tote bereits 104 Jahre alt war … es dauert ein wenig, bis die Handlung Fahrt aufnimmt.

Aufruhr in dem kleinen Dorf, sind da Geheimnisse aus der Vergangenheit verborgen, die gerade heute wieder ihr Recht verlangen? Wie gut, dass der Berliner Kommissar Frassek gerade als Zwangsurlauber in der Gegend ist.

Der Stil ist so flüssig und lebensnah, dass es ein Vergnügen ist, den Krimi zu lesen, gerade auch wegen der vielen Dialekte, die bunt verteilt sind.

Der Autor, Martin Schult, hat einen neuen Ermittler und einen Kosmos erschaffen, von dem man mehr lesen möchte.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

regionalkrimi, mecklenburg, krimi, mord, bauer

Mordsacker

Cathrin Moeller
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.07.2017
ISBN 9783956496813
Genre: Romane

Rezension:

Klara Himmel und ihr Mann, von Beruf Polizist, sind aufgrund eines Zeugenschutzprogrammes ins tiefste Mecklenburg-Vorpommern geraten. Klara ist nun der Ansicht, dass ihr (von Grippe geplagter) Mann einen Mord übersehen hat und beginnt selbst zu ermitteln.

Da Klara auch die Ich-Erzählerin ist, bekommen die Leserinnen und Leser hautnah mit, was sie von den Menschen in ihrer neuen Heimat hält. Sie lässt nicht viel Gutes an ihnen, passt sich an, um ihre Ziele zu erreichen.

Ihren Mann belügt sie, ihre Tochter manipuliert sie, mit Recht und Gesetz nimmt sie es überhaupt nicht genau – sie tut alles, um ihre Ziele zu verfolgen, egal welche Folgen es auch hat. Das alles macht Klara Himmel ziemlich unsympathisch.

Dabei hätte der Plot das gar nicht nötig. Die Lösung ist keine wirkliche Überraschung, aber der Kriminalfall ist ungewöhnlich, passt genau in die Region und wird spannend erzählt.

Ich liebe humorvolle Krimis, aber immer auf Kosten anderer zu lachen und dann auch noch jedes Klischee zu bedienen, ist mir unangenehm.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

wachkoma, freundschaft, schuld, ertrinken, schwimmbad

Sommerkind

Monika Held
Fester Einband: 230 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.04.2017
ISBN 9783847906261
Genre: Romane

Rezension:

Ragna ist eine erwachsene Frau und Wissenschaftlerin. Als sie eine vergessen geglaubte Erinnerung überfällt, macht sie sich auf, um herauszufinden, was aus den Personen geworden ist, die damals daran beteiligt waren.

Es gab damals eine zarte Liebesbeziehung zwischen Ragna und Kolja. Während eines Treffens der beiden ist Koljas kleine Schwester Malu beim Schwimmen im Schwimmbecken verunglückt und beinahe ertrunken. Ragna hat sie aus dem Wasser gezogen. Seither liegt Malu im Wachkoma. Koljas Eltern gaben ihm vollständig die Schuld an dem Unglück und verpflichteten ihn dazu, sich zweimal in der Woche in die Klinik zu begeben, in der seine Schwester liegt, um mit ihr zu sprechen. Kolja kann mit diesen Begegnungen nur schlecht umgehen, doch er lernt dort Max kennen, der zu seinem besten Freund wird.

Beim Lesen lernt man viel über das Koma und was ein solches Unglück mit einer Familie machen kann. Die Autorin schreibt einen sehr klaren, poetischen Stil. Sie verwendet unglaublich viele Verweise auf Bücher oder Kunstwerke, die man entweder nicht versteht, weil es sich nicht um die Gängigen handelt, oder googeln muss. Ihre Sätze sind klar und eindeutig, die Rechtschreibung gelegentlich etwas eigenwillig. Die fehlende wörtliche Rede macht das Buch zudem etwas spröde.

Leider bleiben am Ende viele Fragen ungeklärt, sodass einem die Figuren noch lange im Kopf herumspuken. Besonders das Schicksal Koljas, der von seinen Eltern zum Schuldigen abgestempelt wurde und nun lange braucht, um sein Leben in den Griff zu bekommen, hat mich sehr bewegt.

  (0)
Tags: freund, schwester, schwimmbad, sommer, wachkoma   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

krok, gobli, kindergeschichte, fantasie, gnome

Krok

Galax Acheronian
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 11.01.2017
ISBN 9783740724467
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Krok ist ein Goblin, nur leider gefallen ihm die typischen Goblinsachen so gar nicht. Er soll, wie alle Goblins, ein Dieb werden, aber Krok ist dabei eher ungeschickt, außerdem wäscht er sich, hält Ordnung, kann sogar lesen und rechnen (heimlich) und will eigentlich mit allen Wesen gut auskommen. Das gefällt seinem Vater so gar nicht, er hält ihn für missraten.

Mikka ist ein Troll, er wächst bei seinem Onkel auf und kann das mit dem Kämpfen bisher nicht so toll. Deswegen arbeitet er …

Da Krok seinem Vater gefallen will, nimmt er dessen Auftrag, Gold zu besorgen, wörtlich und geht los.

Bald trifft er auf Mikka, die beiden freunden sich an. Kurz darauf begegnen sie einer Dämonin (mit einem unaussprechlichen Namen) und erfahren von ihr, dass der Oberdämon die Welt vernichten will. Da sie gerade nichts anderes vorhaben, beschließen die beiden mit Hilfe der Dämonin, die auch lieber frei wäre, diesen Bösewicht zu vernichten, denn die Dämonin weiß, wie das geht.

Sie gewinnen unterwegs durch ihre unkonventionelle Art noch weitere Freunde und Unterstützer.

Dieser Fantasyroman funktioniert von der Struktur her betrachtet wie jeder Fantasyroman: Ruf zum Abenteuer, Überschreiten der Schwelle, Mentoren, Freunde und Unterstützer finden, herausfinden, wie die Welt funktioniert, Feinde besiegen usw. Doch in seinem Inneren ist dieser Fantasyroman etwas anders, da seine Helden etwas anders sind. Gerade ihre Andersartigkeit jedoch macht sie liebenswert. Man fiebert gern mit ihnen mit. Auch vermittelt sich hier eine klare Botschaft: anders ist gut, sei ruhig anders, das macht nichts, ist vielleicht hilfreich oder sogar besser?

Gleichzeitig ist das Abenteuer spannend erzählt, mit vielen (manchmal ekligen) Details. Wenn der Wirt am Anfang ständig in die Gläser spuckt, um sie zu putzen, ist das schon ziemlich bäh. Der Autor hat eine in sich stimmige Welt entwickelt, die beiden Helden entwickeln sich ebenfalls weiter, bleiben sich selbst aber treu.

Sehr gut gelungen sind auch die Schwarz-Weiß-Illustrationen, die der Autor selbst angefertigt hat. Sie bereichern das Buch.

Spannung, interessante Figuren, eine Herausforderung, die schwierig aber nicht unmöglich ist, wenn man nicht allein ist – alles da für einen guten Fantasyroman. Doch dann stellt sich die Frage nach der Zielgruppe. Jungs, auf jeden Fall, doch für welches Alter? Wie alt sind Krok und Mikka? 12 oder 14 (in Menschenjahre umgerechnet). Dann wäre die Zielgruppe so bei 10 – 12 Jahren. Dafür sind einige Stellen (z.B. in der Kneipe) sehr kindlich, andererseits sind die Kampfszenen schon recht anspruchsvoll. Ich kann in der Tat schlecht entscheiden, von welchem Alter an ich das Buch empfehlen würde.

Für Ältere ist es ohne Zweifel ein Lesevergnügen.

 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

humor, krimi, tatjana kruse, mord, pension

Der Gärtner war's nicht!

Tatjana Kruse
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.04.2017
ISBN 9783458362654
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Konny und Kriemhild, Zwillinge, über 60, beide alleinstehend, führen eine Pension, die nicht wirklich gut geht. Doch dann meldet jemand eine Band an, die eine ganze Woche bleiben soll. Außerdem kommt ein allein reisender Gast. Im Haus wohnen noch ein Kater und ein Aphasiker, der ehemals Bankdirektor war.

Etwa nach der Hälfte des Buches geschieht ein Mord. Der Bandleader wird überfahren. Die Polizei kommt, kann den Fall aber nicht lösen, also müssen die Schwestern ran – oder wollen.

Die Autorin gibt sich viel Mühe, die Pension und die Beziehung der beiden Schwestern zu beschreiben. Die Atmosphäre entwickelt sich großartig. Auch der Einzelgast hat seine großartigen Momente. Konnys Kummerkastenkommentare sind auch Highlights des Buches, doch leider ist der ganze Fall sehr klischeehaft. Humor, der sich aus den unpassenden Äußerungen eines Aphasikers ergibt, die Band, von der man nicht mehr erfährt, als dass sie in den Keller gehen zum Üben und die beiden Shubiduba-Girls eifersüchtig aufeinander sind …

Ich war ziemlich enttäuscht von der Geschichte. Wenig Überraschung, viele Klischees – der unabhängige Kater, der auch in Kursivschrift zu Wort kommt – vielleicht auch einfach zu viel des Guten.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

zeitreisen, humor, computer, nerds, magie

Auf Zauber komm raus: Fantasy, Science Fiction (Magic 2.0)

Scott Meyer
E-Buch Text: 394 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 13.06.2017
ISBN 9783958352568
Genre: Sonstiges

Rezension:

Martin Banks ist ein Zauberer, er lebt im Mittelalter – aber eigentlich stammt er aus den USA … - es geht nicht um Mark Twains „Ein Yankee aus Conecticut an König Artus Hof“, aber ähnlich wahnwitzig ist die zugrundeliegende Idee schon.

Okay, so richtig lässt sich der Inhalt des Romans nicht in wenigen Worten zusammenfassen, auch wenn die Klappentextschreiber das natürlich getan haben (dort nachzulesen) – was jedoch wichtig ist: die Geschichte entwickelt sich rasant. Auch wer den ersten Teil nicht gelesen hat, versteht schnell, worum es geht: es gibt eine Datei, mit deren Hilfe man in der Zeit reisen und sich beliebige (?) Fähigkeiten zuordnen kann à daraus entstehen eben die Zauberer und Hexen in den unterschiedlichen Zeitaltern und Ländern.

Martin und sein Freund Philip leben in Camelot, zusammen mit einigen anderen. Die weiblichen Zeitreisenden hingegen haben sich in Atlantis versammelt und ein eigenes Leben aufgebaut, ganz nach ihrem Geschmack.

Martin und Philip werden dorthin eingeladen, um an einer Konferenz teilzunehmen, bei der das Zusammenleben zwischen Menschen und Zauberern irgendwie geregelt werden soll, doch verschiedene Mordanschläge torpedieren die Sitzungen.

Auf einer zweiten Handlungsebene versucht ein gewisser Jimmy, nach Camelot zurückzukehren, nachdem er scheinbar von dort verbannt wurde, weil er versucht hat, alle umzubringen.

Das Zeitreisen in diesem Roman hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Nachwelt, allerdings gibt es Brit doppelt. Ach, und alle Zauberer sind unverwundbar, sodass die Mordanschläge auf eben diese Brit ziemlich witzlos sind, oder doch nicht?

Nichts ist so, wie man es erwartet. Der Autor haut eine witzige Idee oder Wendung nach der nächsten heraus, bedient sich dabei ziemlich wahllos und offensichtlich bei allen möglichen anderen einschlägigen Serien aus Film, Fernsehen und Literatur – was mich immer wieder zum Kichern gebracht hat – schön, wenn man sich selbst auf die Schippe nehmen kann.

Am Ende ist die Handlung stringent, (fast) alle losen Fäden sind verknüpft, (fast) alles ergibt einen Sinn, doch das ist eigentlich zweitrangig. Das Lesevergnügen schöpft sich mehr aus der überbordenden Fantasie des Autors (eine Stadt aus Diamant, Furzbomben, personal-magnetische Pfeile …), die aus jeder Szene so viel mehr herausholt, als man erwarten dürfte.

Ein wahres Lesevergnügen für alle, die es skurril und überraschend mögen – für alle Nerds sowieso.

 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(65)

161 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

dystopie, japan, kim kestner, vollkommenheit, ebenen

Sakura - Die Vollkommenen

Kim Kestner
E-Buch Text: 337 Seiten
Erschienen bei digi:tales, 23.03.2017
ISBN 9783401840017
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Sakura“ ist ein ein dystopischer, düsterer und atmosphärisch dichter, gelegentlich brutaler Jugendroman der besonderen Art.

Juri, die von ihren Eltern verkauft wurde, lebt in der untersten Ebene einer Welt, die die Autorin sehr sorgfältig und mit vielen Überraschungen konzipiert hat. Sie arbeitet als Leichenverbrennerin und hat noch nie in ihrem Leben das Sonnenlicht gesehen. Als der Aufruf zur „Blüte“ kommt, sieht sie ihre Chance gekommen aufzusteigen. Doch das ist weitaus schwieriger als erwartet.

Das Besondere an diesem Jugendroman ist, dass er einerseits japanische Mythen aufgreift und neu interpretiert, andererseits eine dystopische Welt präsentiert, die ihresgleichen sucht und gleichzeitig eine Heldin erzeugt, die weder klischeehaft noch weichgespült ist. Juri hat ihre Fehler, einige davon ergeben sich zwangsläufig aus ihrer Herkunft, wie zum Beispiel ihre begrenzte Verfügbarkeit von Worten, andere aus ihren bisherigen Erfahrungen im Leben, doch sie lässt sich nicht unterkriegen. Sie nimmt Hilfe an und hilft selbst, wo sie kann. Sie gewinnt im Laufe der Zeit Freunde, wird stärker, mutiger und selbstbewusster.

Doch auch als sie dem Sohn des Kaisers begegnet, verdreht sie sich nicht, um ihm zu gefallen.

Die Geschichte ist durchgehend spannend, weder für den Leser/die Leserin noch für Juri gibt es Verschnaufpausen. Das führt am Ende sogar dazu, dass sich die Ereignisse überstürzen. Gern hätte man an dieser Stelle ein wenig mehr erfahren, gern hätte die Autorin sich mehr Zeit lassen können, alles aufzuklären und einem Ende zuzuführen. Rebecca, die beste Freundin von Juri, und Dom, der ebenfalls an der Blüte teilnimmt, sind ebenfalls starke Charaktere, mit denen man schnell mit fiebert. Der Prinz hingegen bleibt recht flach.

Zu erwähnen bleibt noch, dass das Buch von einem ausgesprochen eindrucksvollen Titelbild geziert wird. Das Japanische tritt offenkundig hervor und es sorgt dafür, dass man das Buch zur Hand nehmen und den Klappentext lesen will.

Dieses Buch ist nichts für Zartbesaitete, und obwohl es hier um einen Prinzen geht, hat dieses Buch nichts mit den üblichen Jugendbüchern um Prinzen und Prinzessinnen gemein.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(95)

176 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

okapi, tod, westerwald, dorf, leben

Was man von hier aus sehen kann

Mariana Leky
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 08.08.2017
ISBN 9783832198398
Genre: Romane

Rezension:

Es ist ungewöhnlich, was die Autorin da serviert. Die Geschichte spielt im Westerwald, soweit so klar. Ihre Hauptfigur ist Luise. Selma ist deren Oma. Selma hat gelegentlich Visionen, zum Beispiel von einem Okapi, immer, wenn sie von einem Okapi träumt, stirbt innerhalb von 24 Stunden jemand aus dem Dorf.

Nun ist das Dorf besiedelt mit zahlreichen skurrilen Gestalten. Einer davon ist der Optiker, der in Selma verliebt ist, ist er jedoch noch nie gestanden hat, dafür aber einen ganzen Koffer gefüllt hat mit den Anfängen von Liebesbriefen, die er nie fertig geschrieben hat und der auch nie zugestellt hat.

Die Menschen in diesem Dorf erledigen nun alle das, von dem sie glauben, dass sie es unbedingt erledigt haben sollten, falls der Traum diesmal ihren Tod angekündigt haben sollte. Sie dabei zu beobachten ist gleichzeitig witzig, traurig und hintersinnig.

Die Autorin schreibt in einem ungewöhnlichen Stil, trocken, kurze Sätze, viele innere Monologe und trotzdem werden die Figuren greifbar, vielschichtig und nachvollziehbar.

Der Roman ist nicht leicht zugänglich, die Leserinnen und Leser müssen sich Mühe geben, mit ihm warm zu werden, doch diese Mühe lohnt sich. Das sind nicht nur die Figuren, mit denen man bald miterlebt, sondern auch allerhand skurrile Ideen und Weisheiten, die einem beim Lesen so unvorbereitet präsentiert werden, dass man innehält, zurückgeht und die Sätze noch einmal liest.

Es entwickelt sich sogar eine Spannung, wenn man sie sich wissen will, wen der Traum gemeint hat, nur um es dann eigentlich gar nicht mehr wissen zu wollen.

Fazit: Es lohnt sich, sich auf diesen ungewöhnlichen Roman einzulassen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(160)

280 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

liebe, kochen, taste of love, poppy j. anderson, roman

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

Beinahe kommt es auf der einsamen Straße zu einem Unfall zwischen Brooke und Andrew. Da Andrews Wagen danach nicht mehr fahrbereit ist, nimmt Brooke ihn mit in das Gasthaus, das sie betreibt. Ihre Mutter ist erkrankt, und ihr Vater kümmert sich hingebungsvoll um sie, sodass er keine Zeit hat, in dem Gasthaus zu arbeiten. Alle Arbeit bleibt an Brooke hängen, sodass sie ziemlich genervt ist. Zusätzlich wurde sie auch noch weitere einem Jahr von ihrem Verlobten sitzen gelassen.

Endo hingegen stammt aus der Großstadt, führt dort ein erfolgreiches Restaurant und ist ebenso ausgebrannt und genervt wie Brooke.

Seltsamerweise bereitet es ihm große Freude, Brooke bei der Arbeit in ihrem kleinen Gasthaus, in dem sie sensationelle Hausmannskost serviert, zu unterstützen.

Doch leider hat er sie belogen, sodass es mit dem Happy End nichts zu werden scheint.

Das Buch liest sich so locker und leicht wie ein gelungenes Soufflee. Dass es am Ende doch zu einem Happy End kommt, dürfte an dieser Stelle nicht als Spoiler gelten. Es war von Anfang an vorherzusehen, und doch ist die Art und Weise, wie die Autorin dorthin gelangt äußerst amüsant und spannend zu lesen.

Bei der Sexszene zwischen den beiden geht es relativ offenherzig zu, doch das passt zur Situation und zu dem restlichen Text.

Insgesamt handelt es sich hier um eine Geschichte, in der es einerseits natürlich um gutes Essen geht, andererseits aber eben auch um die Liebe, die schließlich die Geheimzutat ist, die ein wunderbares Leben ausmacht. Wer sich ein bisschen trösten lassen möchte, bei der Sommer nur Regenwetter zu bieten hat, ist mit „Geheimzutat Liebe“ gut bedient.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

krimi, fantasy, agatha christie, garralf taschler, familie

Gestatten, Erkül Bwaroo, Elfendetektiv

Ruth M. Fuchs , Christine Schlicht
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Raposa Verlag, 29.03.2016
ISBN 9783981802900
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erkül Bwaroo ist ein Elfendetektiv, der von einem der sieben Zwerge gerufen wird, um den Mord an Schneewittchen aufzuklären. Soweit so einfach, doch so ist es in Wirklichkeit nicht. Erkül Bwaroo ist dem Meisterdetektiv Hercule Poirot von Agatha Christie nachempfunden. Die Autorin versteht ihre Bücher als Hommage an die beiden.

Und das gelingt ihr in der Tat. Erkül Bwaroo ermittelt in alle Richtungen. Die Zwerge halten die böse Königin, die Stiefmutter von Schneewittchen, die im Übrigen hier nur Prinzessin heißt, für die Täterin. Doch Erkül Bwaroo ist sich da nicht so sicher.

Außerdem gibt es noch viel mehr zu entdecken. Jeder der Zwerge hat ein besonderes Talent, einer ist sogar verliebt, ein anderer rasiert sich den Bart ab.

Am Ende gibt es sogar die übliche Runde, in die der Detektiv alle Verdächtigen eingeladen hat, um schließlich den Täter zu präsentieren.

Das Buch liest sich wunderbar flüssig, es ist witzig, humorvoll und trotzdem spannend. Es bleibt vollständig in der entworfenen Welt, in der Menschen, Elfen, Zwerge und andere Wesen friedlich nebeneinander wohnen, jeweils mit eigenen Zuständigkeiten und mit eigenen Regeln, versteht sich. Es macht Spaß, in diese Welt einzutauchen.

Erkül Bwaroo steht weder in Haltung, noch in Bezug auf seine kleinen grauen Zellen, noch in Bezug auf Hartnäckigkeit und Listenreichtum seinem großen Vorbild etwas nach.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

20 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

gerichtsmediziner, kälteidiotie, schwarze flaggen, konstanz, schweizer chalet

Seeblick kostet extra

Christiane Kördel
E-Buch Text: 301 Seiten
Erschienen bei null, 24.06.2017
ISBN B0721TLNFB
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ines Fox begegnet den Leserinnen und Lesern im zweiten Teil der Kriminalkomödie rund um den Bodensee am Ende einer Gerichtsverhandlung. Der Mann, den sie für den Mörder ihres Mitarbeiters hält, wird freigesprochen – mangels Beweisen oder weil seine Anwälte um so viel besser sind.

Ines kann das nicht verstehen und ist ziemlich erschüttert. Es dauert nicht lange, bis ein weiterer Mord, zumindest sie hält das von Anfang an dafür, sie auf andere Gedanken bringt. Sie ist sich hundertprozentig sicher, dass in diesem Fall der gleiche Täter verantwortlich ist. Doch das muss sie erst einmal beweisen.

Ihr zur Seite steht Dr. Frieder, ein Pathologe, der aus Norddeutschland stammt und entsprechend wortkarge daherkommt. Das weitere Personal des Krimis ist ebenso skurril wie ungewöhnlich. Scheinbar betreibt Ines Fox eine kleine Agentur, innerhalb dieses Romangeschehens arbeitet sie dort jedoch eigentlich nicht, dafür hat sie zuverlässige oder auch nicht? Mitarbeiterinnen.

Ines ist ein Wirbelwind und schert sich wenig um die Meinung anderer.

Viele Situationen und Szenen, die die Autorin beschrieben hat, wirken so, als wäre man selbst dabei. Man kann sie sich wunderbar vorstellen und fühlt sich in der Handlung wie zu Hause. Mich persönlich stören ihre Ausflüge aus ihrem Körper, die leider in diesem Band eine ganz besonders große Rolle spielen.

Vielleicht wäre es sinnvoll, mit dem ersten Band der Krimis um Ines Fox zu beginnen, doch es ist auch völlig unproblematisch, an dieser Stelle einzusteigen.

Bewundernswert sind die Fabulierkunst und der Ideenreichtum der Autorin.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

mallorca, geocaching, droge, molly preston, rosmarinöl

Der Drachen-Klau

Carine Bernard
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2017
ISBN 9783426216439
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Molly Preston reist zu ihrem Freund, dem Schriftsteller Charles, der auf Mallorca im Haus von Freunden lebt und an seinem Roman arbeitet. Leider hat er nicht allzu viel Zeit für Molly, weil er so tief in der Arbeit drin steckt. So macht sie sich selbst auf den Weg, die Gegend zu erkunden. Dazu gehört auch ein Ausflug auf die Nachbarinsel Sa Dragonera, wo Molly einen Cache sucht. Den Cache findet sie nicht, stattdessen lernt sie Gabriel kennen. Da sie an einer Kopfverletzung schuld ist, die er erlitten hat, begleitet sie ihn nach Hause und erfährt, dass er Rosmarinöl destilliert, das für Seife und als Nahrungsergänzungsmittel verwendet wird. Bei ihm lernt sie auch Mattea kennen.

Bald erfährt sie, dass Mattea eine Gitana und mit Drogen handelt.

Als Mattea ermordet wird, steckt Molly bereits mitten in ihrem neuesten Fall. Sie macht sich Mit viel Köpfchen und Selbstbewusstsein geht sie an die Arbeit, benötigt aber stets die Unterstützung einheimischer Freunde und Bekannter.

Als Leserin oder Leser weiß man nicht immer genau, welche Rolle die einzelnen Figuren, denen Molly begegnet, spielen. Ist Gabriel wirklich einer von den Guten? Welche Rolle spielen Polizei und die Tatsache, dass es sich bei der Toten um eine Gitana handelt? Besonders drängend werden diese Fragen, als Charles verschwindet.

Der Krimi liest sich flüssig, schnell und hat einiges an humorvollen Szenen aufzuweisen, was sich hauptsächlich aus Mollys unorthodoxer Sicht der Welt ergibt.

Man muss die vorhergehenden Fälle, die Molly schon gelöst hat, nicht kennen, um an diesem Fall seine Freude haben zu können. Allerdings sind so doch einige der Kenntnisse und Fähigkeiten, über die Molly verfügt, höchst erstaunlich.

Das Lokalkolorit spielt nicht nur eine finanzierende Rolle, sondern ist integraler Bestandteil der Handlung und treibt sie voran. Die dazu notwendigen Beschreibungen der Atmosphäre und der Landschaft entführen einen mit wenigen Federstrichen.

Insgesamt ein gelungener Regionalkrimi der besonderen Art.

 

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(692)

1.232 Bibliotheken, 23 Leser, 1 Gruppe, 195 Rezensionen

thriller, serienkiller, ethan cross, serienmörder, mord

Ich bin die Nacht

Ethan Cross
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.12.2013
ISBN 9783404169238
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Franzis Ackermann ist die Inkarnation des Serienkillers in den USA, in denen der Auftakt zur neuen Thrillerserie von Ethan Cross spielt. Ackermann tut so, als würde er seinen Opfern, die er sich völlig wahllos aussucht, eine faire Chance geben, als würde er mit ihnen spielen, und sie hätten die Chance zu entkommen.

Kurz nach seinen ersten Morden, die die Leserinnen und Leser miterleben, erfahren Sie bereits einiges über die Hintergründe des Serienmörders. Inwieweit das der Wahrheit entspricht, wird die weitere Handlung zeigen.

Bald erfährt man ebenfalls, dass Ackermann von einem Polizisten hereingelegt wurde, er hat zwar das Spiel mitgespielt, aber trotzdem nicht nach den Regeln, die Ackermann vorgegeben hatte.

Bald verlassen wir jedoch diese Szenerie und lernen neue Figuren kennen. Ganz eindeutig, der tatsächliche Widersacher des Serienkillers wird Markus Williams. Er kommt neu in eine Stadt und bekommt gleich am ersten Abend Probleme. Und damit sind auch die weiteren Figuren der Geschichte in die Handlung eingetreten.

Ethan Cross gelingt es, dass die meisten der brutalen Folter– und Misshandlungsszenen hauptsächlich in den Köpfen der Leserinnen und Leser stattfinden. Er blendet immer rechtzeitig ab, die Fantasie der Leser erzeugt den Rest. Auch sind seine Beschreibungen der Tatorte und der irgendwann aufgefundenen Leichen nicht besonders blutrünstig, grausam schon.

Je weiter die Handlung, die sich übrigens in einem rasenden Tempo entwickelt, voranschreitet, umso wahnwitziger wird das Geschehen. Es gibt sogar einen Zeitpunkt, in dem man es für äußerst unglaubwürdig hält, glücklicherweise stellt sich das am Ende als eine Finte des Autors dar.

Dieser Thriller entwickelt ein unglaubliches Tempo, eine Überraschung folgt der nächsten und wer gut und wer böse ist, weiß man bis zum Ende nicht wirklich ganz genau. Auch ist niemals alles genau so, wie es erscheint. Am Ende gibt es ausreichend offene Fäden, die es ermöglichen, weitere Bände dieser Serie zu schreiben. Andererseits sind aber auch genug Fragen beantwortet, sodass die Leserinnen und Leser nicht unbefriedigt zurückbleiben.

Zwischendrin gelingt es dem Autor gelegentlich, dafür zu sorgen, dass man den Serienkiller sogar ein wenig bedauert. Alle anderen Figuren werden nicht ganz so präsent.

Wer gern Thriller liest, findet hier den Auftakt zu einer spannenden neuen Serie.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

anthologie, griechenland, urlaub, krimi, kurzkrimis

Sonne, Schüsse und Souvlaki

Raoul Biltgen , Nessa Altura , Jens Luckwaldt , Jutta Motz
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Verlag der Griechenland Zeitung – Hellasproducts GmbH, 14.04.2017
ISBN 9783990210208
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ingrid Schmitz hat 15 weitere bekannte und unbekanntere, deutsche Krimiautorinnen und -autoren dazu bewegen können, hervorragende Griechenlandkrimis zu schreiben. Jeder Krimi entführt die Leserinnen und Leser in eine andere griechische Region und ist mit einem Rezept aus der griechischen Küche garniert. Selbst verständlich sind die Geschichten unterschiedlich spannend, doch alle sind am Ende überraschend, alle entwickeln ihr Personal so gekonnt und effizient, dass man schon nach wenigen Zeilen mitfiebern kann. Oft genug wird man als Leserin auf eine falsche Fährte gelockt, nur um dann am Ende feststellen zu dürfen, dass der Autor oder die Autorin noch mehr um die Ecke gedacht hat als man selbst.

In vielen Geschichten geht es um die Beziehung zwischen Deutschen und Griechen bzw. eben zwischen Deutschland und Griechenland. Dabei spielen sowohl aktuelle politische als auch soziale oder kulturelle Aspekte eine große Rolle. Insgesamt entsteht durch die Geschichten wie in einem Kaleidoskop ein ganz besonderer Blick auf Griechenland.

Diese 16 Krimigeschichten eignen sich nicht nur als Begleitung auf einer Griechenlandreise sondern auch als Lektüre für Daheimgebliebene, die ein wenig träumen wollen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

heteronym, berlin, fado, portugal, lissabon

Flying Fish & Fado

Gill Gartenstadt
Flexibler Einband: 322 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 01.04.2017
ISBN 9781544833392
Genre: Romane

Rezension:

Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Sowohl das Titelbild als auch Klappentext und die Aussagen der Autoren dazu, haben mich sehr angesprochen. Die Idee, die Idee von Pessao aufzunehmen und mit neuem Leben zu erfüllen, hat mich von Anfang an fasziniert.

Sehr spannend erschien mir auch, die beiden Schauplätze Berlin und Lissabon gegeneinander zu setzen. Berlin kenne ich sehr gut, in Lissabon war ich jedoch noch nie.

Dass es außerdem um Musik gehen sollte, um Literatur und eben auch um ein wenig Skurrilität und Fantastik, hat mich begeistert.

Leider hat es sich dann gezeigt, dass die Autorin eine ganz andere Vorstellung davon hatte als sie bei mir erzeugt hatte. Für mich blieben die beiden Hauptfiguren blass, obwohl die Figur seitenweise durch Lissabon lief, was zu langen Beschreibungen führte, und sich viele Gedanken machte, entstand vor meinem geistigen Auge kein klares Bild der Umgebung.

Das war auch in den Abschnitten, die in Berlin spielten, nicht anders.

Auch die Handlung erwies sich als wenig interessant. Dazu kommt, dass das Buch auch sprachlich eher eine Herausforderung darstellt und sich nicht flüssig, in einem Rutsch lesen lässt.

Mich hat die Autorin mit dieser Art der Umsetzung leider nicht erreicht.

  (1)
Tags:  
 
103 Ergebnisse