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45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

kalter krieg, agenten, spionage, spione, george smiley

Das Vermächtnis der Spione

John le Carré , Peter Torberg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 13.10.2017
ISBN 9783550050121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich musste den Vorgängerband heraussuchen und noch einmal lesen, um alle Aspekte des neuen Buches besser verstehen zu können.

Guillaume soll aussagen, was sich damals an der Grenze im Kalten Krieg abgespielt hat, weil es eine Anzeige von zwei Nachfahren damals Gestorbener gibt. Smiley selbst ist lange Zeit nicht auffindbar. Und Guillaume denkt nach, erinnert sich.

So ist dieses Buch beides, eine Fortsetzung und die Vorgeschichte, was mehrere weitere Ebenen in die Handlung einzieht und die damaligen Geschehnisse immer wieder in einem anderen Licht erscheinen lässt. Nichts bleibt wie erwartet, alles wird in Frage gestellt und auch die moralische Frage nach Gut und Böse wird erneut gestellt und sehr gespalten beantwortet.

Le Carré ist ein begnadeter Erzähler, doch hier hat er einen anspruchsvollen Roman geschrieben, der manchmal zäh ist, wenn z.B. aus den Geheimdienstdossiers berichtet wird und der eigentlich auch voraussetzt, dass man den ersten Teil kennt.

Untersuchungsausschüsse sind heute ja öfter mal an der Tagesordnung, sodass das ganze Hin und Her in diesem Zusammenhang schon sehr aufschlussreich war.

Fazit: Lesenswert, aber eher etwas für Fans.

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(57)

111 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

weihnachten, dinosaurier, tom fletcher, weihnachtosaurus, der weihnachtosaurus

Der Weihnachtosaurus

Tom Fletcher , Franziska Gehm , Shane Devries
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 02.10.2017
ISBN 9783570164990
Genre: Kinderbuch

Rezension:

William wünscht sich zu Weihnachten einen echten Dinosaurier. Er liebt Dinosaurier über alles und könnte wirklich etwas brauchen, das ihn aufmuntert, denn er sitzt im Rollstuhl, seine Mutter ist tot und dann kommt noch Brenda Pein, eine böse Schülerin, in seine Klasse.

 

Williams Vater liebt Weihnachten und erzählt William oft die Geschichten vom Nordpol. Von den Wichteln, die da arbeiten, um all die Weihnachtsgeschenke zu ernten und dass sie immer in Reimen sprechen …

Diese Geschichten unterscheiden sich deutlich von denen, die andere Menschen so erzählen. Aber Williams Vater behauptet steif und fest, dass es so ist.

Eigentlich hadert William nicht mit der Tatsache, dass er im Rollstuhl sitzt, doch seit Brenda da ist, wird er immer unsicherer und unglücklicher, denn sie versucht mit allen Mitteln, ihn fertig zu machen, und das gelingt ihr zunehmend.

Was William nicht weiß, die Leser aber schon ist, dass er beobachtet wird.

Am Nordpol laufen die üblichen Festvorbereitungen. Dabei finden die Wichtel ein Ei, aus dem ein Dinosaurier schlüpft. Er wächst beim Weihnachtsmann heran, beneidet die Rentiere, die den Schlitten ziehen und fliegen können und fühlt sich ziemlich einsam, weil es so einen wie ihn nicht noch einmal gibt.

Als der Weihnachtsmann Williams Wunschzettel liest, beginnt er höchstpersönlich, einen Flauschdino für William zu basteln. Damit beginnt das Unheil.

 

Die Geschichte ist von überbordender Fantasie geprägt. Die Figuren sind einem sofort sympathisch oder unsympathisch (was sich durchaus im Laufe der Geschichte noch ändern kann), jeder hat seine Macken oder Vorlieben, Schwächen oder Eitelkeiten. Doch alle sind gut zu verstehen.

Die Schwarz-Weiß-Illustrationen sind zielgruppengerecht, ebenfalls sehr humorvoll, zeigen aber nicht immer, was im Text steht, was an manchen Stellen ein wenig verwundert.

Zudem ist das Buch ziemlich brutal (jedenfalls an einigen Stellen), gleich zu Anfang werden alle Dinosaurier vernichtet, nicht im Rückblick, sondern die Leser sind life dabei, jemand wird gefressen und auf jemanden wird geschossen. Insgesamt ist für mich nicht ganz klar geworden, wozu das notwendig ist, sicher hätte man die Gefahr (und damit die Spannung) auch anders darstellen können.

Sprachlich lässt es sich sehr flüssig lesen, Kommentare des Autors stehen in Klammern und erzeugen eine weitere humorvolle Ebene, es gibt viele Dialoge, der Text ist breit gesetzt und sowohl zum selber Lesen als auch zum Vorlesen geeignet.

Ein wenig eingeschränkt ist das bei den (doch sehr) langen gereimten Passagen (die Wichtel reden nur in Reimen), die sich schwierig vorlesen lassen und nicht wirklich schön geraten sind. Diese Passagen sind oftmals nicht so leicht verständlich, da sie wegen des Reims eben etwas besonders formuliert wurden.

Insgesamt macht es Vergnügen, dieses Buch zu lesen. Die Kinder sollten jedoch keinesfalls jünger als 8 Jahre sein, eher noch etwas älter.

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(26)

28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

bilderbuch, einsamkeit, sternennacht, china, illustrationen

Die Sternennacht

Jimmy Liao , Marc Hermann
Flexibler Einband: 70 Seiten
Erschienen bei Chinabooks E. Wolf, 01.11.2017
ISBN 9783905816693
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwei Außenseiter finden zueinander und verbringen eine Zeit miteinander, die ihr Leben für immer beeinflussen wird.

Ein Mädchen und ein Junge, beide Außenseiter in der Schule und aus Elternhäusern, die wenig Wärme und Zuneigung bieten, lernen sich kennen und finden zu einander. Gemeinsam laufen sie davon, aufs Land, in die Gegend, wo das Mädchen viel Zeit bei den Großeltern verbracht hat. Sie erleben zusammen besonders schöne Momente.

Doch nach ihrer Rückkehr in die Stadt wird das Mädchen sehr krank, und der Junge zieht mit seinen Eltern weg. Die beiden werden sich vermutlich nie mehr wiedersehen.

Trotzdem bleibt ein Funken Hoffnung, denn die Nacht in den Bergen, unter dem strahlendsten Sternenhimmel, hat sie verändert, ihnen etwas Bleibendes geschenkt, das sie mit dem Schicksal versöhnt und das Positive sehen lässt.

So ist „Die Sternennacht“ auch eine poetische Geschichte über das Erwachsenwerden. Doch sie enthält noch viel mehr, was sich, sozusagen als zweite Ebene, durch die durchaus ungewöhnlichen Illustrationen ergibt.

Starke Farben, surreale Elemente und gelegentlich Bilder, die dem Text widersprechen oder seine Bedeutung verändern, zeigen, wie sehr hier Autor und Illustrator in einer Person das jeweils Beste aus den beiden Metiers ziehen und das Buch für die Leserinnen und Leser zu einer ganz besonderen Reise werden lassen. Liao „zitiert“ große Werke der Weltliteratur, einerseits, indem er sie als Wandschmuck in den Bildern auftauchen lässt, aber auch, indem er seinen eigenen Stil variiert und Assoziationen zu van Gogh, Margritte und anderen erweckt.

Mein Lieblingssatz: „Er ist wie eine Pflanze in einem Irrgarten: Er interessiert sich nicht dafür, den Weg hinaus zu finden“ unter einem Irrgarten, der an die Holocaust-Stelen in Berlin erinnert, die aber von einer Unmenge an blühenden Pflanzen bewachsen sind.

Zu entdecken gibt es auf jeder Seite etwas. Weshalb man das Buch auch immer wieder in die Hand nimmt und nach weiteren Details fahndet.

Ein Bilderbuch für Kinder, das Erwachsenen viel zu sagen und zu zeigen hat.

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(21)

42 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

max ernst, kunst, maler, künstler, ausnahmetalent

Max

Markus Orths
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256491
Genre: Biografien

Rezension:

Sechs Frauen bestimmen das Leben von Max Ernst – oder bestimmt er ihres? Jedenfalls hat Markus Orths das Leben des genialen Malers und Bildhauers, das er in seinem Roman erzählt, nach ihnen gegliedert. Es dauert lange, bis Max seine „Stimme“ und die endgültige Frau als Begleiterin findet. Doch den Weg dahin beschreibt Orths mit Verve und Leidenschaft, anhand zahlreicher Episoden, die Verständnis erzeugen, gleichzeitig aber auch Fragen stellen, denn es hätte alles auch ganz anders ausgehen können, wenn die Zeitumstände andere gewesen wären.

So entsteht aus den zahlreichen Puzzlesteinen ein spannendes Bild der Entwicklung Max Ernsts, aber auch der Zeitgeschichte.

Man taucht in das Buch ein treibt bis zum Ende, einziger Wermutstropfen, das Ende kommt – und das ein bisschen ruckartig. Gerne hätte man mehr erfahren über Ernsts letzte Station.

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

tariq nazar, science fiction, scinece fiction, bod, raumkrank

Raumkrank

Tariq Nazar
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 22.07.2008
ISBN 9783837024647
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Nero reist zur Raumstation, auf der er glaubt, seinen Dienst als Arzt anzutreten, denn es handelt sich um eine intergalaktische Krankenstation – vollautomatisiert, von Außerirdischen betrieben. Die Menschen sind gerade erst zur Gemeinschaft der interstellar reisenden Völker hinzugekommen und kennen sich noch nicht so wirklich gut aus, versuchen aber ihr Bestes. Entsprechend erwartungsvoll betritt Nero die Station. Er hofft, bald außerirdische Lebensformen zu treffen. Doch da wird er enttäuscht – die Leser übrigens auch – erst einmal geht es um Formalitäten, da unterscheiden sich die Außerirdischen nicht sehr von den Menschen, Bürokratie und technische Vorbereitungen. Aber genau wie bei Nero trägt dieser Umstand dazu bei, dass sich die Erwartung und damit die Spannung auf die ersten Aliens weiter steigert. Die technischen Details sind zwar lang, aber immer in die Handlung eingebettet und begleitet von den Gedanken und Empfindungen Neros, sodass es zwar gemütlich, aber keinesfalls langweilig vorangeht. Der Autor hat sich sehr intensiv mit seiner Welt auf der Raumstation auseinandergesetzt und setzt diese detailreich in Szene.

Im letzten Drittel des Romans beschleunigt sich das Tempo ganz enorm. Neben vielen Aliens, die auch schon eine Herausforderung für Nero darstellen, tauchen auch noch Raumpiraten auf, die die Station angreifen. Nero muss sich bewähren.

Das Ende – nach der Action – ist dann – meines Erachtens – ein bisschen schade, weil es (allerdings nur mit einem Detail) einen traurigen Schlusspunkt setzt.

Fazit: Eine schlüssige Welt, ein liebenswerter Held und ein spannendes Abenteuer, durchsetzt mit humorvollen Intermezzi.

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(73)

134 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

dystopie, juli zeh, leere herzen, geschäft mit dem tod, roman

Leere Herzen

Juli Zeh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.11.2017
ISBN 9783630875231
Genre: Romane

Rezension:

Babak und Britta führen ein Unternehmen, das Selbstmörder sucht: entweder, um sie vom Selbstmord abzuhalten oder um sie zu Selbstmordattentätern zu machen. Sie verkaufen die Kandidaten an die entsprechenden Organisationen, weshalb Attentate nur noch perfekt, aber seltener stattfinden.

Die Geschichte spielt in naher Zukunft, an der Regierung ist eine Partei, die nach und nach die Grundrechte einschränkt und abschafft. Britta ist desillusioniert. Sie ist verheiratet, hat Freunde, ein Kind, ihr Mann scheint plötzlich Erfolg mit seinem Unternehmen zu haben, oder doch nicht?

Dann taucht auch noch Julietta auf – die erste Frau, die ein Selbstmordattentat begehen will – und plötzlich sprengen sich am Leipziger Flughafen zwei junge Männer in die Luft – und niemand weiß warum. Doch sie waren mal in Brittas und Babaks Firma und natürlich noch in ihrer Kundendatei …

Die Geschichte überrascht inhaltlich an vielen Stellen. Sie wirkt kühl, weil Britta versucht, so kühl zu sein, um nicht unterzugehen. Doch dadurch wirkt das Buch insgesamt recht kühl, linear, zielstrebig, ohne aber am Ende tatsächlich einem Ende, einer Überraschung, einem Highlight entgegen zu streben. Das Ende bleibt diffus, undeutlich.

Während die anfänglichen (im Text als nicht besonders gut versteckte Belehrungen) Warnungen Brittas vor einem Rechtsruck noch zeigen, wie sehr die Menschen sich treiben lassen, wenn sie ein Gefühl der Ohnmacht haben bzw. wenn sie keine ausreichenden Informationen besitzen, driftet der Roman in der zweiten Hälfte ins Unwirkliche ab. Der erste Teil wird von den Belehrungen (bzw. Warnungen) dominiert, der zweite von Aktionismus, beides überzeugt nicht wirklich.

Trotzdem kann man das Buch gut lesen, es bleibt aber ein Gefühl, dass da noch was fehlt.

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(21)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

krimi, paderborn, hochhaus, liborifest, debüt

Libori-Lüge

Ludgera Vogt
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 29.06.2017
ISBN 9783740800857
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Louisa freut sich sehr auf die Rückkehr ihres Freundes, der ein halbes Jahr auf Montage in den USA war. Umso unglaubwürdiger für die Kommissare Aßmann und Gerke, dass sie in selbstmörderischer Absicht vom Balkon eines Wohnblocks in Paderborn gesprungen sein soll.

Die Hauptfigur, Kommissar Aßmann, springt den Lesern direkt ins Herz. Er ist unprätentiös, sympathisch und hartnäckig. Obwohl wir ihm in einer unangenehmen Situation begegnen, seine Frau hat ihn zugunsten einer anderen Frau verlassen, fasst er sich ein Herz und sucht nach einem Neuanfang.

Er lässt nicht locker, und auch seine Kollegen arbeiten verbissen daran, Licht in den seltsamen Fall zu bringen.

Das erzählt die Autorin locker, mit viel Humor und zahlreichen Details.

Kursiv gesetzt finden sich Auszüge aus einem Tagebuch des Täters/der Täterin, die einen Einblick in dessen/deren Seele geben, aber auch darauf hinweisen, dass einige der Verdächtigen nicht infrage kommen.

Schade ist allerdings, dass der Klappentext bereits Informationen gibt, die der Leser erst auf Seite 150 erhält. Das raubt ein wenig die Spannung.

Der solide Regionalkrimi liest sich rasant weg. Die Figuren, vor allem Aßmann, bleiben in Erinnerung, auch das heimelige Gefühl, das der Roman vermittelt, der Fall hingegen bleibt trotz aller Drastik ein wenig flau. Aufmerksame Leser wissen recht bald, worauf es hinauslaufen wird, und mit dem Libori im Titel hat die Handlung eigentlich nichts zu tun, außer, dass sie zur selben Zeit stattfinden.

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97 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

meer, nordsee, liebe, trauma, ängste

Die Stille zwischen Himmel und Meer

Kati Seck
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2017
ISBN 9783404175901
Genre: Romane

Rezension:

Edda war viele Jahre lang eingesperrt, von einer fremden Frau, die zu ihrer einzigen Bezugsperson wurde, werden musste. Nun ist sie frei und möchte ein eigenes Leben beginnen. Doch es plagen sie zu viele Ängste.

Nun macht sie einen Urlaub an der Nordsee, will sich der Weite stellen.

Unglücklicherweise wird das Ferienhaus doppelt vergeben. Der zweite Mieter ist Sebastian aus Bayern, auch er hadert nach dem Tod seiner Frau mit dem Leben.

Die beiden arrangieren sich, jeder mit seiner Vergangenheit kämpfend. Langsame, vorsichtige Annäherung wechselt sich mit Zurückweisung und erneuten Angstattacken ab.

Der Tonfall des Romans ist sehr mitfühlend, empathisch, wirkt dadurch sehr authentisch und lässt die Figuren zum Leben erwachen.

Gleichzeitig verbiegt die Autorin die Figuren nicht – das Ende passt ausgezeichnet zu Ton, Stil und Geschichte.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

krimi, frankreich

Tod in Deauville

James Holin
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 26.09.2017
ISBN 9783940258793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Rechnungsprüfer Eglantine de Tournevire und Jean-Francois Lacroix haben den Auftrag bekommen, die Finanzen des Museums in Deauville zu überprüfen. Noch bevor sie angefangen haben, stirbt der Buchhalter Bougival. Eglantine ist exzentrisch, Lacroix eher nüchtern und beamtisch, dazu kommt noch der Kommissar Serano, der ehr unwillig recherchiert.

Das Museum für zeitgenössische Kunst wird von Madame Bokor geleitet, einer eher zwielichtigen Dame mit seltsamen Obsessionen.

Nach dem eher gemächlichen Auftakt bis zum Tod des Buchhalters fährt Holin alles auf, was es an Umtrieben so geben kann. Das Personal besteht zum Beispiel aus einem moldawischen Verbrecher, osteuropäischen Prostituierten, einer Rechnungsprüferin, deren Mutter Rumänin ist, Kommissar Serano ist Halbspanier, der Chef der Stadtpolizei Serbe und der Moldawier hat deutsche Doggen. Natürlich spielt auch ein Pferd eine Rolle, schnelle Autos, Schauspieler, ein gestrandeter Wal …

Das alles ist viel, aber okay. Problematischer dabei ist, dass der Autor in diesem Krimi eine allwissende Perspektive einnimmt und es so nicht möglich ist, als Leser mit einer Figur warm zu werden, sie empathisch zu begleiten. Die Perspektive springt von Innensicht auf Kommentar des Autors und alle Schritte dazwischen, ohne dem Leser dafür Zeit zu geben.

Dadurch bleibt die Geschichte blutleer und reißt einen nicht wirklich mit.

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(18)

22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

science-fiction, zukunft, aliens, garri, bionic

WetGrave

Alf Stiegler
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.09.2016
ISBN 9783741255816
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ein echter Science Fiction Roman, der in einer weit entfernten Zukunft spielt und den Leser mitten in die Handlung hinein katapultiert. Trotzdem ist es problemlos möglich, sich in dieser Welt zurechtzufinden. Die Leser begleiten Pressure auf seiner Suche nach Koordinaten, von denen er sich Aufklärung verspricht. Dazu verwendet er die Technologie des Sprungnetzes, der die vielen bevölkerten Planeten miteinander verbindet.

Die sozialen und politischen Bedingungen dieser Welt werden nicht separat erläutert, sondern geschickt in die Handlung eingewoben. Pressure ist ein starker Held, der gleichzeitig ein Leidender, ein Gejagter und vor allem Fragender ist.

Das Ende ist außerordentlich überraschend und kommt dann doch ziemlich flott.

Die Welt und die Problematik, die der Autor ausgetüftelt hat, hätten durchaus Stoff enthalten für einen doppelt so langen Roman, der sich dann mehr Zeit hätte lassen können. An einigen Stellen gelingt es dem Autor nicht vollständig, seine inneren Bilder zu kommunizieren, trotzdem bleibt die Welt stimmig und das Buch lässt sich sehr flüssig lesen.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

eifel, katja klein, grenzregion, marcel, mord

Umkehrschuss

Martina Kempff
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei KBV, 11.10.2017
ISBN 9783954413867
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Martina Kempff lädt erneut in die Eifel, genauer in die Schneifel, ein Stück Eifel, das sich eng an Belgien schmiegt und vielfältige Verbindungen dahin hat, genau wie die Protagonistin der Kehr-Krimis, Katja, Ex-Berlinerin, jetzt Leiterin eines Gasthauses, mit vielen skurrilen Freunden und einer langen Vorgeschichte (mindestens 6 Vorgängerbände).

Diesmal finden sie den Toten, der alle Ereignisse startet auf dem Friedhof, allerdings überirdisch und mit einer Schusswunde.

Katja hat eigentlich keine Zeit, einen Mordfall zu lösen, da sie eine Goldene Hochzeit ausrichten muss, doch – wie immer – bleibt ihr schlussendlich nichts anderes übrig.

Der Schreibstil der Autorin ist locker, sodass sich das Buch in Nullkommanichts weglesen lässt und dabei ein angenehmes Gefühl hinterlässt, beinahe so, als wäre man bei alten Freunden zu Besuch, denn beim sechsten Band sind die Macken, Problemchen und Vorlieben der Nebenfiguren bereits bekannt und werden auch erwartet.

Der Krimi ist humorvoll, trotzdem ist die Handlung interessant und spannend, und auch dieses Mal mit einem durchaus ernsten Hintergrund verknüpft, immer ein bisschen historisch und ein bisschen sozialkritisch.

Eine Leseempfehlung für alle, die solide Regionalkrimis mit Humor, Herz und Köpfchen lesen wollen.

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136 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

paris, die lichter von paris, eleanor brown, liebe, roman

Die Lichter von Paris

Eleanor Brown , Christel Dormagen , Brigitte Heinrich
Flexibler Einband: 387 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458363040
Genre: Romane

Rezension:

Margie lebt 1924 und wächst mit den Zwängen einer reichen Oberschichtgesellschaft auf. Dadurch kommt sie sich immer wieder und schließlich ständig unvollkommen vor, fehlerhaft, nicht liebenswert. Das führt dazu, dass sie sich zurückzieht und schließlich nicht rechtzeitig (in den Augen der Gesellschaft) verheiratet ist. Sie soll ihre zu lebhafte Cousine nach Europa begleiten. Doch die verschwindet dort und lässt Margie allein in Paris zurück. Die lernt dort den Maler Sébastien kennen und verwandelt sich in Marguerite, die Schriftstellerin.

 

Madeleine lebt 1999, ist verheiratet und ihr Mann ist so reich, dass sie nicht zu arbeiten braucht, nicht arbeiten darf, da er sie zum Repräsentieren braucht. Doch Madeleine ist unglücklich, sie möchte eine Aufgabe im Leben, will geliebt werden und Dinge tun, die ihr gefallen, z.B. Schokolade essen und Malen. Sie flieht zu ihrer Mutter, als es zu einer Auseinandersetzung mit ihrem lieblosen Mann kommt.

 

Beide Frauen fühlen sich unsicher, ungeliebt und vor allem so unzulänglich, dass sie kein Recht auf Liebe und Erfüllung zu haben glauben.

Eleanor Brown entführt die Leserinnen an den Anfang des Jahrhunderts, die Zeit zwischen den beiden großen Kriegen und fängt dabei die Lebensbedingungen ein, sodass Margie sofort zur Protagonistin wird, der man gerne folgt.

Madeleines Leben ist etwas sperriger, der Zugang zu ihr fällt schwerer.

Beiden gemein ist, dass sie ihre Sorgen und Probleme (zu ?) oft wiederholen. Als Leserin hat man recht schnell verstanden, wo es bei den beiden Frauen hakt, sodass ein kleiner Zweifel, ein, zwei Sätze ausgereicht hätte, es hätte nicht immer eine ganze Seite sein müssen.

Ansonsten ist die Geschichte einfühlsam erzählt, erzeugt ein angenehmes Gefühl von Vertrautheit mit den Figuren und beleuchtet gleichzeitig, wie sehr Schicksale von der Familie einerseits und der individuellen Wahrnehmung und Persönlichkeit andererseits bestimmt werden können.

 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

bayern, bibe, krimi, spannun, humor

Bibergeil

Inge Hirschmann
Flexibler Einband: 231 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 24.11.2016
ISBN 9783740800109
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Bauern im Markt Hallerbach sind sehr unglücklich darüber, dass ihr kleiner Bach von Bibern als Wohnort auserkoren wurde. Sie stauen nicht nur das Wasser auf, sondern unterhöhlen auch Äcker und bringen Kapellen zum Wanken.

Kein Wunder, dass man auf Abhilfe sinnt, obwohl die Tiere eigentlich unter Naturschutz stehen. Eines Nachts wird der Bau gesprengt. Kurz darauf taucht eine Leiche auf dem Bau aus, ausgerechnet den Mann von der Naturschutzbehörde hat es dahingerafft. Alles sieht danach aus, als hätten ihn die Biber umgebracht – waren sie natürlich nicht.

Die Geschichte beginnt langsam, stellt viele Figuren vor, die Spannung ergibt sich nur aus der Atmosphäre und den angedeuteten Geheimnissen der Leute. Wir als Leser bleiben aber weit entfernt. Der allwissende Erzähler berichtet abwechselnd aus den verschiedensten Perspektiven, richtig nahe dran kommt man an die Figuren kommt man erst später. Dann nimmt die Handlung auch Fahrt auf, dann wächst uns die Hauptfigur, Kommissar  Karl Holzinger, langsam ans Herz. Es gibt überraschende Wendungen, die allerdings etwas übertrieben ausfallen. Überhaupt gibt es viele Geheimnisse, viele unredliche Menschen in und um den Ort herum. Dabei wäre das Geheimnis des Karl Holzinger allein schon ein ganzes Buch wert gewesen.

Hauptsächlich denke ich jedoch, dass die gewählte Perspektive der Hauptgrund dafür ist, dass ich mich nicht richtig einfühlen, mit der Geschichte und den Figuren nicht richtig warm werden konnte.

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(34)

42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, the romantics, roman, leah kohen, scheidung

The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte

Leah Konen , Frauke Lengermann
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.08.2017
ISBN 9783736304956
Genre: Romane

Rezension:

Erzählt wird uns diese Geschichte von der Liebe selbst. Sie betrachtet es als ihre Aufgabe, möglichst vielen Menschen zu einem erfüllten und glücklichen Liebesleben zu führen. Damit hat sie natürlich sehr viel zu tun und so kann es geschehen, dass sie manchmal etwas übersieht – wie z.B. die Scheidung von Gaels Eltern, die eigentlich füreinander geschaffen sein sollten – aber eben auch Gaels Problem mit Anika.

Um ihre Aufgabe erfüllen zu können, hat die Liebe Kategorien geschaffen, in die sie die Menschen eingeteilt hat. Gael ist ein Romantiker und all seine Probleme rühren daher, dass er eben ist, wie er ist, die Welt sieht, wie er sie sieht und immer zweifelt.

Die ganze Geschichte ist sehr humorvoll erzählt. Die Leserinnen und Leser sind immer nahe an Gael dran, wissen zu jeder Zeit, was er denkt und fühlt. Gelegentlich tauchen wir auch in andere Figuren ein, aber dann berichtet die Liebe darüber. Sie schaltet sich fast nach jedem Kapitel ein und ordnet ein oder kommentiert.

Eigentlich weiß man von Anfang an, worauf es hinauslaufen wird (das steht im Prinzip schon auf der Rückseite im Klappentext), trotzdem ist der Weg dorthin äußerst amüsant.

Das Buch liest sich sehr flüssig, die einzelnen Kapitel sind recht kurz und erzählen immer eine Episode aus Gaels Leben und Lieben.

Ein weiteres Thema des Romans sind Filme. Gael liebt Filme, und ein großer Teil seiner Beziehungen findet im Kino, im Gespräch über Filme oder im „Heimkino“ statt.

Außerdem geht es zusätzlich um Gaels Verhältnis zu seinen Freunden, vor allem zu seinem besten Freund, Mason, der ihn betrogen hat. Doch Mason liebt Anika aus tiefstem Herzen, und so kann Gael ihm irgendwann verzeihen, auch wenn der Weg dorthin schwierig ist.

Das Titelbild/der Umschlag präsentiert sich so, dass weder Mädchen noch Jungen explizit angesprochen werden, trotzdem ist das Thema vermutlich eher bei Mädchen beliebt, obwohl die Hauptfigur ein Junge ist.

Insgesamt liegt hier ein großartiges Buch vor, das mit seiner besonderen Perspektive überzeugt und ein amüsantes Leseerlebnis bietet.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

ausgrabungen, cherringham, jahrmarkt, krimi, regatta

Cherringham - Eine alte Schuld

Matthew Costello , Neil Richards
E-Buch Text: 332 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 12.09.2017
ISBN 9783732542192
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Während einer Ausgrabung wird unvermutet eine moderne Leiche gefunden. Ray, der sich beim Graben schon unwohl gefühlt hatte, weil er sich beobachtete fühlte, macht sich erst einmal vom Acker. Genau wie Tim, der Versicherungsagent, der eigentlich die Regatta prüfen sollte, die Jack für den jährlichen Jahrmarkt „auf amerikanische Art“ organisieren soll.

Sarah und Jack fühlen sich – erneut – angesprochen und beginnen, ganz langsam, aber beharrlich zu ermitteln, die Ungereimtheiten zusammenzutragen und aufzudröseln.

Der Krimi lebt vom Ambiente, von den interessanten Figuren, von den Spannungen zwischen British und American, aber auch von der Landschaft und dem Humor, mit dem Jack sein Leben und alles andere betrachtet.

Er lässt sich nur schwer aus der Ruhe bringen und stellt so einen angenehmen Gegenpart zu Sarah dar, die immer mal etwas hektisch wird. Sie kennt sich aus, kennt die Menschen, die Geschichten und Gerüchte. Er hat den neutralen Blick.

Insgesamt liest sich der Krimi sehr flüssig, viele Dialoge, kurze Szenen, nicht ganz so viel Spannung, aber genug, dass man dranbleibt. Zurück bleibt ein schönes Gefühl, nette Menschen getroffen zu haben.

 

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

wien, krimi, beate maly, operette, erpressung

Tod an der Wien

Beate Maly
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783740802219
Genre: Historische Romane

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Talisman und die blauen Rätsel

Miriam Rademacher , Marina Köller
Fester Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Fuchs, Monika, 07.12.2016
ISBN 9783940078162
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Islandpferd Talisman ist gutmütig, feinfühlig, schlau und hat so seine eigenen Vorstellungen von der Welt. Er lebt auf dem Hof Jansen im Emsland und hilft den Hofbesitzern, Britta und Sören, die Mutmach-Ferien für Kinder anbieten. Doch dafür gibt es einen ganz besonderen Grund.

 

In dieser Geschichte kommen die Kinder Cordula, Lars-Olaf, Katla, Tilly und Henriette für die Osterferien ins Emsland. Sie können sich zu Beginn nicht so richtig leiden, schließen sich in den nächsten Tagen aber zu zwei Gruppen zusammen – etwas anderes bleibt ihnen gar nicht übrig, da es hier sonst niemanden gibt.

Cordula ist die Hauptfigur, ihre Angst besteht vor großen Gruppen, einem öffentlichen Auftritt, sie zieht sich immer weiter zurück, deswegen schicken ihre Eltern sie ins Emsland. Bei den anderen Kindern handelt es sich jeweils um andere Phobien, sodass da schon ein ganz schön anstrengender Haufen zusammenkommt. Doch schnell wird bei der Lektüre klar, dass jeder zwar seine „Macken“ hat, aber trotzdem liebenswert ist, Zuneigung braucht und auch Stärken hat.

Denn die Kinder stoßen schnell auf ein Geheimnis. Sie befürchten, dass jemand im Keller des Hofes gefangen gehalten wird.

Gleichzeitig versteht Talisman nicht, dass man ihn nicht versteht, außerdem könnte er mehr von den leckeren Äpfeln vertragen. Er kennt alle Geheimnisse des Jansenhofes und könnte auch bei der Lösung der Probleme helfen, aber leider kann er nicht sprechen. Trotzdem beobachtet er alles sehr aufmerksam.

Die Geschichte ist als Pferdegeschichte aufgemacht, durchaus als Reihe gedacht, denn das erste Geheimnis ist nicht das letzte.

Es gibt einige wenige Schwarz-Weiß-Illustrationen, die Szenen einfangen. Am unteren Rand galoppiert ein „Talisman“ als Daumenkino neben den Seitenzahlen her.

Die Geschichte an sich greift das Thema Ängste auf und integriert es in die Handlung. Nur, indem die Kinder, zumutbar, über sich hinauswachsen, überwinden sie ihre Ängste, gewinnen Selbstvertrauen und werden damit zu glücklicheren Kindern. Dazu trägt das Pferd bei, aber auch der Umgang mit anderen Kindern, die Tatsache, auf dem Hof stärker auf sich allein gestellt zu sein.

Das Buch zeigt auch, dass eine Angststörung keine Sackgasse ist, dass Ängste sich überwinden oder zumindest reduzieren lassen.

Ein Buch, das z.B. als Klassenlektüre zahlreiche Redeanlässen bietet.

 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

mars, weltraum, raumfahrt, marsbesiedelung, roman

Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt

Ulrike Schmitzer
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Edition Atelier, 01.09.2014
ISBN 9783902498878
Genre: Romane

Rezension:

Kira begegnet den Leserinnen und Lesern anfangs als namenlose Frau, die sich durch ihr Leben hangelt. Sie hat eine reguläre Arbeit in der Wissenschaft, doch nebenbei ist sie „Schläferin“. Sie wird aber nicht als Attentäterin, sondern als Astronautin ausgebildet, weil sie – eventuell – zu den Personen gehören könnte, die für die Besiedelung des Mars ausgesucht werden.

Ihr Leben windet sich zwischen diesen beiden Polen. Entsprechend betrachtet sie die Welt, ist immer misstrauisch, immer auf der Hut, gleichzeitig wissbegierig, neugierig, hin und her gerissen.

Dann erfährt sie, dass sie eine Zwillingsschwester hat, die ähnlich schräg drauf ist wie sie.

Das alles klingt noch nicht sonderlich ungewöhnlich, vielleicht auch zusammenhanglos, aber die Autorin erschafft daraus ein sprachliches Kunstwerk, das geschickt mit Realität und Fiktion spielt. Mit Leichtigkeit integriert sie (ungewöhnliche bis unbekanntere) Fakten aus der Raumfahrt in ihre Geschichte und belegt damit Kiras Überlegungen und Befürchtungen, oder doch nicht?

Der Roman endet mit einem gewaltigen Cliffhanger, aber auch der Erleichterung, dass Kria irgendwie Recht hatte …

In einem Anhang werden zahlreiche Episoden aus der Raumfahrt detaillierter dargestellt, auch die lassen sich wunderbar lesen. Sie regen häufig zum Grinsen an.

Insgesamt hat mich dieses Buch schnell in seinen Bann gezogen und war dann viel zu früh beendet.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

mäuseric, schif, abenteuer, lerngehalt, schiffsjung

Rumini

Judit Berg
Flexibler Einband: 196 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 08.12.2016
ISBN 9781539835097
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Rumini ist ein Mäusejunge, der allein auf der Straße seiner Heimatstadt lebt. Er beobachtet eine Bande Mäuseteenager, die die Stadt in Angst und Schrecken versetzen. Da würde er gern dazugehören.

 

Doch gleich bei seinem ersten Versuch geht alles schief. Glücklicherweise durschaut der Kapitän der Windkönigin, Björn Bommel, das Geschehen und nimmt Rumini als Schiffsjungen mit auf See. Gleich die erste Fahrt soll ins weit entfernte Haselmausstedt führen, wo die Waren, die die Windkönigin geladen hat, vom Palast bereits erwartet werden.

Doch nicht nur schlechtes Wetter macht den Seeleuten einen Strich durch die Rechnung, auch ein Riesenkrake, ein Drache und vor allem Piraten sorgen für spannende Abenteuer.

Rumini freundet sich mit dem anderen Schiffsjungen, Baliko, an. Gemeinsam versuchen sie, neben alle der schweren Arbeit, jede Menge Spaß zu haben. Dabei verstoßen sie schon mal gegen die eine oder andere Regel und geraten prompt in große Gefahr.

Glücklicherweise sind sie nicht auf den Kopf gefallen, sodass sie sich immer wieder heraus lavieren und auch den anderen helfen können.

Das Buch insgesamt erzählt mehrere abenteuerliche Episoden, die Rumini auf seiner ersten Schiffsreise erlebt.

Dabei erleben die Leserinnen und Leser eine fantastische Welt, in der es durchaus Magie gibt, die aber nicht allen uneingeschränkt zur Verfügung steht. Drachen existieren neben Riesenkraken, es gibt aber auch brutale Sklavenhändler, raffgierige Hafenmeister und ungewöhnliche Inselbewohner.

Fantasievoll führt die Autorin die Leserinnen und Leser durch ihre Welt. Rumini begegnet allen unvoreingenommen und ist immer bereit, Probleme durch Gespräche oder Überzeugungsarbeit zu gewinnen. Gewalttätig wird er fast nie, obwohl er schon ziemlich oft mit Weglaufen beschäftigt ist.

Er will immer etwas Gutes erreichen – zumindest für sich – setzt sich aber auch sofort für andere ein, die in Not geraten und bringt sich dabei auch selbst in Gefahr.

Die Illustrationen zeigen Ausschnitte aus den Episoden und helfen dabei, sich in der doch fremden Welt zurechtzufinden. Gelegentlich sind sie ziemlich düster, dafür aber sehr detailliert und aussagekräftig.

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312 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

psychothriller, mord, thriller, bruderschaft, jenny blackhurst

Die stille Kammer

Jenny Blackhurst , Anke Angela Grube
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.05.2015
ISBN 9783404172191
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Susan Webster verbrachte viel Zeit in der Psychiatrie, weil sie ihr drei Monate altes Baby, Dylan, umgebracht haben soll. Sie selbst kann sich nicht erinnern. Nun mehren sich die Anzeichen, dass ihr Sohn doch noch leben könnte. Sie beginnt, nach ihm zu suchen und nimmt dabei die Unterstützung ihrer Freundin Cassie und des Reporters Nick an.

Die in der Ich-Perspektive, von Susan, erzählten Passagen beschäftigen sich durchgehend mit der aktuellen Handlung. Dazwischen gibt es zahlreiche Einschübe in einer anderen Erzählperspektive aus den 80er/90er Jahren, in denen (verwirrend) viele Personen vorkommen. Viele sind irgendwie verwandt oder verbandelt, genau lässt sich das, auch wegen der vielen Spitznamen, nicht zuordnen.

Die Geschichte ist spannend erzählt, arbeitet aber durchgehend mit Versatzstücken der Spannungsliteratur und reiht diese aneinander, bzw. verwebt sie zu einem Thriller mit starken Spannungsmomenten, bei denen die Logik allerdings auf der Strecke bleibt. Für eine echte, tiefergehende Figurenzeichnung, die Handlungen und Wirkungen, nachvollziehbar werden ließen, fehlt wohl die Zeit.

Etwa ab der Hälfte hat mich das im Lesefluss gestört, das Ende war dann wieder überraschend, sodass ich mich gefreut habe, dass ich durchgehalten habe.

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91 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

lotto, jackpot, glück, kiosk, berlin

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Florian Beckerhoff , Steffi Korda
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.10.2017
ISBN 9783959671347
Genre: Romane

Rezension:

Herr Haiduk betreibt einen Zeitungs-/Zeitschriftenladen – früher mit Lottoannahmestelle. Doch als Paul, der ehemalige Schriftsteller, der früher hier in der Nähe gewohnt hat, ihn besucht, ist das Lottoschild verschwunden. Warum dem so ist, erzählt er dem Nicht-Mehr-Schriftsteller an mehreren Tagen.

Alles begann damit, dass Alma, eine schüchterne Kundin Herrn Haiduks, auf dem Gehweg einen Lottoschein gefunden hat, ausgerechnet den Schein, der 13 Millionen gewonnen hat.

Gemeinsam mit Herrn Haiduk versucht sie, den richtigen Verlierer bzw. eben Gewinner zu finden.

Dabei entblättert sich vor dem Leser ein Kosmos an Figuren, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit dem vermeintlichen Glück des Reichtums umgehen.

Und im Zentrum des Ganzen agiert Herr Haiduk, ursprünglich wegen der Liebe nach Berlin gekommen, auf eine derart warmherzige Art, dass man ihn knuddeln möchte.

Dieser „Wohlfühlroman“ eröffnet einen weiten Blick auf einen Ausschnitt der Berliner Gesellschaft, in der sich wohl jeder an irgendeiner Stelle wiederfinden kann.

Die Geschichte fließt wie ein ruhiger Strom dahin und vermittelt einem das Gefühl, dass die Welt eigentlich eine Gute ist und alles seine Bestimmung hat, allerdings muss man gelegentlich ein bisschen nachhelfen oder sich helfen lassen.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

kinderbuch, eichhörnchen, ratten, katze, abenteuer

CanGu auf der Suche nach Saphir

Audrey Harings
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei AH Tales and Stories S.L., 22.09.2017
ISBN 9788494667350
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die beiden Hunde Streuner und Gucci verbringen die Ferien (in denen ihre eigentliche Familie eine Urlaubsreise unternimmt) wieder bei der Bäuerin Frau Müller. Dort warten die Freunde Topo und Canelo schon sehnsüchtig auf sie, denn sie haben beim letzten Mal gemeinsam ein sagenhaftes Abenteuer erlebt.

 

Dieser Aufenthalt beginnt jedoch mit einem Aufreger. Die Tiere werden von einem Eichhörnchen mit Tannenzapfen beworfen. Das tut sehr weh, und die Tiere streiten sich beinahe deswegen.

Bald stellt sich zum Glück heraus, dass das Eichhörnchen, Hopsi, nur die Aufmerksamkeit der Tiere erregen wollte, da es ein Katzenjunges gehört hat, dass um Hilfe ruft und immer schwächer wird.

Sofort machen sich die Tiere auf den Weg und retten tatsächlich ein kleines, weißes Katzenkind mit saphirblauen Augen. Spontan nennen sie es Saphir. Ohne große Diskussion erklärt sich die Bäuerin bereit, die Katze aufzunehmen und zu füttern.

Als die Tiere beginnen, mit einander zu spielen und das Haus zu erkunden, geschieht ein Malheur. Saphir fällt in die Toilette und wird in die Kanalisation gespült.

Von diesem Moment an teilt sich die Handlung in drei Stränge. Die Leserinnen und Leser begleiten Saphir bei den Abenteuern in der Kanalisation, wo sie auf eine Ratte trifft, die sie zu einem Giftdepot bringt.

Gucci ist sofort losgestürzt und will das Kätzchen retten. Auch sie begegnet Ratten, die nicht sehr erfreut sind, dass Hund und Katze, die größten Feinde der Ratten neben den Menschen, sich in ihrem Reich herumtreiben.

Die anderen sind oben geblieben und beratschlagen, was sie tun sollen.

Bald stellt sich heraus, dass die Ratten ein Herz haben und einen sehr überraschenden Anführer. An dieser Stelle bekommt das bis dahin schon recht spannende Abenteuer eine neue Wendung, die ein weiteres Thema in den Fokus rückt.

Die Geschichte ist insgesamt spannend und flüssig erzählt, das Vokabular ist an den Wortschatz der Zielgruppe angepasst. Thematisch sind Tiere, die aufregende Abenteuer erzählen, immer eine gute Möglichkeit auch diejenigen Leser einzufangen, die sich mit dem Lesen schwer tun. Dazu tragen auch die sympathischen Schwarz-Weiß-Illustrationen bei, die den Text zusätzlich auflockern. Es wurde eine große Schrift mit breiten Zeilenabständen gewählt, die sich gut lesen lässt.

Das Buch eignet sich sowohl zum Vorlesen als auch zum selber Lesen.

 

 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Das verrückte Affentaxi

Matthias von Bornstädt
Fester Einband
Erschienen bei Klett Lerntraining, 11.09.2017
ISBN 9783129494813
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Es bleibt eine Futterlieferung aus. Das verstört die Tiere im Glücksstädter Zoo sehr. Doch so leicht lassen sie sich nicht unterkriegen.

 

Schnell ist klar, dass die Nahrung dann eben von außerhalb beschafft werden muss. Selbst ist das Tier, in diesem Fall der Affe Anton, die Hauptfigur dieser magischen Geschichte für Erstleser.

Gemeinsam mit seinen Freunden, die alle ein (magisches) Talent besitzen, kapern sie ein Taxi und fahren in die Stadt.

Sellerie statt Bananen soll der Affe fressen – da hat er bei seiner Abneigung gegenüber dieser Zumutung gleich alle Erstleser auf seiner Seite.

Große Zeilenabstände, große Schrift, viele farbige Illustrationen und rechts ausflatternde Zeilen sorgen dafür, dass sich das Buch leicht lesen lässt, auch für wirkliche Leseanfänger. Ebenso ist die Wortwahl ganz offensichtlich der Sprachwelt der Zielgruppe angepasst. Es gibt eine ganze Menge wörtliche Rede, was das Erlesen noch einmal einfacher macht. Die zahlreichen Abbildungen unterstützen das Verständnis ebenso. Sie sind farbig gestaltet und wirken immer humorvoll, vor allem durch die kleinen Details.

Der Text wird außerdem von blauen Feldern unterbrochen, die Sachinformationen über Tiere enthalten. Dies kommt den männlichen Lesern entgegen, die so eine Kombination aus Sachbuch und witziger Geschichte mit mutigen Helden vor sich haben.

Am Ende gibt es ein Quiz – die Lesejagd durch den Zoo – in diesem können die Kinder gleich überprüfen, ob sie alles richtig verstanden haben, und man kann sogar eine Eintrittskarte in den Zoo gewinnen, wenn man das Lösungswort gefunden hat.

Auf der Homepage von Klett werden zusätzliche Aktivitäten angeboten, Tiermasken zum Ausdrucken und Ausschneiden, weitere Infos über den Glücksstädter Zoo und die weiteren Abenteuer der Tiere sowie Leseproben.

Fazit: Ein durchdachtes Buch, das nicht mit dem pädagogischen Zeigefinger winkt, sondern humorvoll und mit viel Liebe zum Detail eine abenteuerliche Geschichte erzählt, bei der Mut, Zusammenhalten und Freundschaft im Mittelpunkt stehen.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

joshua trempe, krimi, zugzwang, spannung, niederrhein

Zugzwang

Erwin Kohl
Flexibler Einband: 372 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 01.02.2006
ISBN 9783899776690
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Joshua Trempe fliegt zu Hause raus. Seine Frau kann es nicht mehr ertragen, sich ständig um ihn zu sorgen, wenn er im Einsatz ist. Er liebt seine Frau, kann ihre Einwände verstehen, gleichzeitig liebt er auch seinen Job und gerät prompt wieder in einen gefährlichen Einsatz, bei dem er verletzt wird.

Die Ermittlungen entwickeln sich rasant, trotzdem lässt Trempe sich nicht von den anfänglich guten Ergebnissen einlullen. Er hat ein schlechtes Gefühl dabei und ermittelt weiter, auch in die Richtungen, die von „oben“ nicht erwünscht sind.

Da er nicht nach Hause kann, benötigt er eine andere Unterkunft und das führt dazu, dass er seine Kollegen besser und vor allem von einer anderen Seite kennenlernt.

Thematisch streift der Krimi verschiedene Aspekte, unter anderem geht es auch um Börsenmanipulationen, Werbung und Manipulation im weiteren Sinne.

Obwohl das eher trocken klingt, ist der Krimi alles andere als das.

Nachdem die Handlung einmal ins Rollen gekommen ist, geht es atemlos weiter. Gut, dass es ein wenig Ruhe gibt, wenn Trempe an seine Familienprobleme denkt.

Insgesamt ist dies ein spannender Krimi, mit Figuren, die überraschen, ihre Brüche haben und die einem nach und nach ans Herz wachsen, auch wenn es sich nicht um geborene Sympathieträger handelt.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

hans jürgen stocker, familie, gentleman in moskau, hotel, geschichte

Ein Gentleman in Moskau

Amor Towles , Susanne Höbel , Hans Jürgen Stockerl
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 08.09.2017
ISBN 9783957130891
Genre: Romane

Rezension:

Graf Rostov wird zum Tode verurteilt, weil er für die neuen Machthaber in Russland unangemessen erscheinende Gedichte geschrieben hat oder auch, eben weil er ein Graf ist. Die Todesstrafe wird im letzten Augenblick aufgehoben und in eine lebenslange Haft im besten Luxushotel am Platz umgewandelt. Hier dafür allerdings keine Suite bewohnen, sondern ein kleines Zimmerchen im sechsten Stock direkt unter dem Dach.

Graf Alexander wächst einem beim Lesen sofort ans Herz. Er ist korrekt, aufmerksam und einfach immer optimistisch. Egal, was das Leben ihm bietet, er setzt sich damit auf seine ganz besondere Art und Weise auseinander. Ob es sich um einen Kellner oder um einen Gast, wie zum Beispiel das Mädchen Nina, handelt, er versetzt sich in ihre Lage und tut alles, um Ihnen zu helfen. Problematisch an der ganzen Sache ist natürlich, dass die anderen jederzeit das Hotel verlassen können, er jedoch auf Gedeih und Verderb hier gefangen ist. Verständlich erfährt er, was sich außerhalb des Hotels abspielt, da die anderen ihm alle notwendigen Informationen mitbringen.

Die Geschichte spielt in den dreißiger Jahren in Russland und vermittelt einen sehr bleibenden Eindruck von den politischen und sozialen Entwicklungen jener Zeit. Doch der eigentliche Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte ist Graf Alexander, ein Gentleman der ganz alten Schule mit einem ganz speziellen Verhältnis zur Welt.

Der Text fließt mit enormer Geschwindigkeit und saugt einen in den Roman hinein. Obwohl eigentlich nicht wirklich etwas Spannendes geschieht, will man doch unbedingt wissen, wie es weitergeht will den Grafen in seiner Gefangenschaft begleiten. Der Mikrokosmos des Hotels wird ihm zur Welt, beschäftigt seine Gedanken, seine Gefühle und wird ihm letztlich zum Lebenszweck.

Ein rundum zu empfehlendes Buch mit einer großen Tiefe und einer wirklich liebenswürdigen Hauptfigur, die einem noch lange in Erinnerung bleibt.

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