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134 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

einstein, physik, zürich, liebe, relativitätstheorie

Frau Einstein

Marie Benedict , Marieke Heimburger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462049817
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch schildert die Studienjahre von Mileva Marić in Zürich, in Rückblenden auch ihre Kindheit und Jugend in Serbien und wie sie Albert Einstein während des Studiums kennenlernte, heiratete und mit ihm zusammenarbeitete und -lebte, bis hin zu ihrer Trennung.

Durch die Ich-Perspektive ist man sehr nahe an der Figur und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren - wohl gemerkt mit Mileva als Romanfigur. Denn im Lauf des Buches drängte sich immer mehr die Frage nach dem Anteil von Realität und Fiktion auf. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin darauf noch etwas mehr eingeht, als sie es im Nachwort tut.

Daher kann meine Rezension nur ambivalent ausfallen:

Lese ich es als Roman, dann würde ich gern fünf Sterne geben - auch für den gut recherchierten Hintergrund. Die Figuren sind lebendig dargestellt, Milevas zurückhaltende, aber strebsame Art und ihr zunächst recht vergnügliches Studentenleben berühren mich - hatten ihre serbischen Eltern ihr wegen ihrer Behinderung (ein Humpeln infolge eines angeborenen Hüftschadens) doch suggeriert, dass sie sowieso nie einen Mann finden würde. Gleichzeitig förderte vor allem der Vater ihre Begabungen und sorgte dafür, dass sie Abitur machen und ein Studium in der Schweiz beginnen konnte. In Zürich scheint sich nun alles zum Guten zu wenden: Ihre Intelligenz wird herausgefordert und gefördert, und sie findet gleichgesinnte Freundinnen, eine großartige Karriere als Wissenschaftlerin steht ihr bevor.

Dann kommt Einstein dazwischen. Zunächst läuft alles auf eine gleichberechtigte Partnerschaft zu; der akademische Austausch ist Bestandteil ihrer Liebesgeschichte. Doch dann wird Mileva schwanger, Einsteins Familie ist gegen sie, das junge Paar hat kein Geld und kann erst später heiraten; was aus dem unehelich geborenen ersten Kind Lieserl wurde, ist unbekannt (die Autorin hält es auf Grund ihrer Recherchen für am wahrscheinlichsten, dass das Lieserl an Scharlach gestorben ist).

Und jetzt wird es problematisch: Im Buch wird es als Tatsache dargestellt, dass Mileva quasi die Initatiorin der Relativitätstheorie ist und auch an vielen weiteren wissenschaftlichen Aufsätzen Einsteins ihren Anteil hatte, dass dieser sie jedoch nach und nach aus der gemeinsamen Arbeit herausgedrängt hat.

Historisch verbürgt ist - u.a. durch den Briefwechsel der beiden - dass sie in einem regen Austausch standen und Mileva in den Anfangsjahren der Beziehung wohl Einsteins wichtigste Denk-Partnerin und kreative Impulsgeberin war. Verbürgt ist ein Ausspruch Einsteins: "Ich brauche meine Frau. Sie löst alle meine mathematischen Probleme." Ein Physikerkollege sagte später, er habe auf den Originalmanuskripten aus dem Jahr 1905 auch den Namen Mileva Einstein-Maric gesehen.

Doch wie groß ihr Anteil genau war, ist nicht zweifelsfrei belegt. Und warum sie es zuließ, dass der Name bei der Veröffentlichung getilgt wurde - bzw. ob sie überhaupt einen Einfluss darauf hatte. Ein wesentliches Hindernis wird sicherlich das nicht bestandene Physikstudium gewesen sein.

Albert Einstein erscheint in dem Buch zunehmend als Kotzbrocken, der seine Frau nach und nach aus der gemeinsamen Arbeit ausgeschlossen und den ganzen Ruhm für sich eingeheimst hat.

Nach allem was bekannt ist, liegt der Schluss nahe, dass Mileva Einstein tatsächlich ein Opfer jener Zeit wurde - geschwächt durch die Widerstände, die sie als Frau und eine der ersten Physikstudentinnen überhaupt überwinden musste, die schwierigen Anfangsjahre vor der Ehe, das uneheliche Kind und dessen Verlust (den Albert nur aus der Ferne verfolgte), und die mangelnde Unterstützung durch Albert Einstein.

Aber wir wissen nicht wirklich, was in der Beziehung der Einsteins vor sich ging - außer dass sie zärtlich ihren Anfang nahm und später völlig zerrüttet war. Tatsächlich überliefert ist z.B. jene unsägliche Liste mit Verhaltensmaßregeln gegen Ende der Ehe, mit der Einstein Mileva zur Dienstmagd degradierte.

Auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass es sich so zugetragen hat wie in dem Buch beschrieben - vieles davon ist eben reine Spekulation. Da hilft nur, weitere Bücher zu lesen und sich selbst eine Meinung zu bilden.

Wie gesagt, mir fehlt in dem Nachwort eine genauere Einordnung und Benennung der fiktiven und realen Anteile, deshalb gibt es einen Stern Abzug.

Das Buch habe ich im Rahmen der Leserunde hier auf lovelybooks gewonnen - vielen Dank dafür.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

familiengeheimnis, erster weltkrieg 1914-1918, geheimnis, hotel-roman, 2. weltkrieg

Unvollendet

Christine Jaeggi
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Forever , 01.12.2017
ISBN 9783958189300
Genre: Romane

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

new york, unfall, eva pfeiffer, liebe, gamer

New York Pretty: Nur wir beide

Eva Pfeiffer
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2018
ISBN 9783492501293
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Deutsch-Amerikanerin Rebecca ergattert ein unbezahltes Praktikum in ihrer Geburtsstadt New York und macht sich dort auf die Suche nach dem Grab ihres verstorbenen Vaters. Die Mutter hat sich vor vielen Jahren von ihm getrennt, Rebeccas Verhältnis zu ihr ist seitdem kühl.

Durch ihr Praktikum bei einem New Yorker Lifestyle-Magazin kommt Rebecca in Kontakt zu den Zwillingen Alex und Jeremy - zwei IT-Shooting-Stars á la Zuckerberg & Co. Geschickt spielt die Autorin mit dem "Was-wäre-wenn": Was geschieht, wenn sich ein "ganz normales" Mädchen in einen Star verliebt - und dieser sich auch ernsthaft in sie, obwohl er bisher eher beziehungsunfähig zu sein schien?

Rebecca ist eine junge Frau wie du und ich - Menschen wie den schwerreichen Game-Produzenten Alex und Jeremy begegnen wir eher selten. So kommt die Geschichte daher wie ein modernes Märchen, doch sie ist viel mehr als das. Die Zwillinge teilen ein Geheimnis um den frühen Unfalltod ihrer Eltern; Rebecca spürt Geheimnissen aus ihrer eigenen familiären Vergangenheit nach. Das führt zu allerlei Verwicklungen, Enttäuschungen, Verletzungen - eingebettet in die Welt der Spieleentwickler bzw. eines modernen Softwareunternehmens, des Boulevard-Journalismus und der Hochglanzwelt von Celebrities. All diese Welten finde ich sehr kenntnisreich dargestellt.

Dazu kommen wunderbar ausgearbeitete Figuren - Rebecca selbst, der empfindsame Alex, sein Bruder Jeremy (eine Art Bad Boy mit weichem Kern) und, nicht zu vergessen, Rebeccas großartige Mitbewohnerin Chloe.

Die Autorin gibt ihren Figuren viel Spielraum für Entwicklung und Vergangenheitsbewältigung - ein bewährtes Muster, das hier souverän umgesetzt wurde. Ich habe den Figuren geglaubt und konnte ihre inneren Prozesse gut nachvollziehen.

Die Geschichte spricht mein Teenagerherz an, doch die Umsetzung des Romans ist absolut erwachsen.

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66 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

magdeburg, kathedrale, bau, dom, 13. jahrhundert

Die Kathedrale des Lichts

Ruben Laurin
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176366
Genre: Historische Romane

Rezension:

Deutschland im 13. Jahrhundert: Der junge Steinbildhauer Moritz ist wendischer Abstammung und musste als Kind die Ermordung seiner Familie erleben. Nicht nur muss er sich fortan allein durchschlagen; in Vollmondnächten durchlebt er immer wieder sein altes Trauma und wird auf Grund seiner Herkunft als Wende diskriminiert und angefeindet. Als junger Mann ist er Sklave eines Burgherrn, durch sein Talent kann er sich aber einen Namen beim Kathedralenbau in Magdeburg machen. Innerhalb der Bauhütte gerät er in Konkurrenz mit dem französischen Bildhauer Gotthard - nicht nur beruflich, sondern auch in seinem Werben um Helena, die Tochter des Baumeisters Bohnsack. Köpfe rollen, die Lage spitzt sich dramatisch zu.

Doch natürlich steckt sehr viel mehr in dem Buch. Es wird außerdem die Hintergrundgeschichte des Heiligen Mauritius, dem der Magdeburger Dom geweiht ist, erzählt (diese spielt gut 1000 Jahre früher), und es treten verschiedene historische Figuren auf, die tatsächlich gelebt haben. Insbesondere die Mystikerin Mechthild, über die in der Realität wenig bekannt ist, die der Autor aber mit einer sehr starken, unbestechlichen Persönlichkeit ausgestattet hat.

Auch Baumeister Bohnsack ist eine historische Figur; die Tochter Helena hingegen, Moritz und sein Widersacher Gotthard sind fiktiv. Doch man nimmt dem Autor ab, dass es sie gegeben haben könnte. Ausgangspunkt des Romans war laut Autor der Versuch, dem heute Sichtbaren eine wahrscheinliche Vorgeschichte zu verleihen - z.B. wie kam es dazu, dass der heilige Mauritius im Magdeburger Dom als "Mohr" dargestellt ist.

Durch weitere Figuren (der flatterhafte Minnesänger und Ritter Ansgar von Dänemark, der Schmied Benno und seine Frau, die Bauleute und Geistlichen) und Fakten (sehr gut recherchierte Details über die damalige Bautechnik, den Magdeburger Dom und die dort dargestellten Steinfiguren) wird das 13. Jahrhundert und auch der Alltag der Menschen verschiedener Schichten und Berufe anschaulich und lebendig, ohne mit Geschichtswissen überfrachtet zu sein.

Die einzelnen Figuren werden der Reihe nach vorgestellt - an verschiedenen Orten und in verschiedensten Situationen. Dadurch ergeben sich schon erste Cliffhanger beim Szenenwechsel von einer Figur zur anderen. Weitere Spannung entsteht beim Aufeinandertreffen der so verschiedenen Figuren. Kampf-, Sex- und Gewaltszenen halten die Spannung aufrecht bzw. lassen der Leserin die Haare zu Berge stehen über die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse.

Die verschiedenen Charaktere und ihre Entwicklung sind glaubhaft dargestellt und ich folgte ihnen gerne; die Historie und die Bautechnik traten für mich in den Hintergrund - das mag aber auch an meinen Lesevorlieben liegen, da ich beim Lesen sehr gern mit den Figuren mitfiebere. Mit dem Ende bin ich zufrieden, der Lösungsweg dorthin war gegen Schluss hin für mich nicht ganz stimmig - doch das ist möglicherweise Geschmacksache.

Alles in allem ein spannendes, vielschichtiges Buch, in den viel historisches Wissen und Recherche geflossen ist, dem der Autor durch spannende Figuren und Handlungselemente buntes Leben eingehaucht hat.

Das Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde vom Verlag erhalten. Vielen Dank dafür.

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Mein Herz ist eine Insel

Anne Sanders
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.05.2018
ISBN 9783734105913
Genre: Romane

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232 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

liebe, bücher, antiquariat, roman, poetry-slam

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Stephanie Butland , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520758
Genre: Liebesromane

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

sterbehilfe, progressive supranukleäre blickparese, freundschaft, kurt vonnegut, psp

Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat

Gavin Extence , Alexandra Ernst , Florian Lukas
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 03.03.2014
ISBN 9783837125092
Genre: Romane

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151 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

musik, rom, köln, familie, pianist

Die Erfindung des Lebens

Hanns-Josef Ortheil
Flexibler Einband: 589 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2011
ISBN 9783442739783
Genre: Romane

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe, fluch, dämon, fantasy, elfen

Rabenfluch

Bettina Auer
E-Buch Text: 186 Seiten
Erschienen bei ISEGRIM, 18.07.2016
ISBN 9783954528127
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nyméria ist eine junge Söldnerin - und unterwegs, um ihren Bruder Liyon von dem Fluch zu erlösen, der ihn an die Gestalt eines Raben fesselt. Zusammen mit Nymérias Lehrling Tyron machen sich die Geschwister auf den Weg in das Reich des dunklen Magiers Ican, der den letzten Fluchstein unter Verschluss hält. Außerdem gilt es, unterwegs noch sieben Federn anderer verfluchter Raben einzusammeln. Hilfe bekommen die drei ausgerechnet von dem kampferprobten Elfen Felerion. Dieser scheint Ican treu ergeben zu sein, obwohl der Magier das Volk der Elfen brutal unterworfen hat. Kann man Felerion trauen? Oder spielt er ein doppeltes Spiel? Tyron ist von Anfang an misstrauisch, während es zwischen Nyméria und dem attraktiven Elfen mehr und mehr erotisch knistert. Dann taucht auch noch die schöne, gefährliche Elfenfrau Alriel auf.

Geschickt entfaltet Bettina Auer die parallelen Handlungsstränge um Nyméria und die Vorgänge in Icans Reich. Sie streut dezente Hinweise und Vorausdeutungen ein, bis sich schließlich alles zusammenfügt - zu einer fantastischen Geschichte von dunklen Mächten, drohendem Verrat und Liebe. Mehr will ich nun auch nicht verraten. Am Ende öffnet die Handlung noch ein kleines Schlupfloch für eine Fortsetzung, die Gefahr ist noch nicht gebannt bzw. könnte aus einer neuen Richtung kommen.

Was mir an dem Buch besonders gefällt - neben dem gelungenen Spannungsbogen: Die Hauptfigur der Geschichte ist Nyméria (auch wenn der Klappentext vielleicht vermuten lässt, es sei der zum Rabendasein verfluchte Liyon). Sie ist die Meisterin, die Tyron ausbildet und für ihren Bruder sorgt. Auch wenn Felerion sie ganz schön durcheinanderbringt - die Liebe macht sie nicht blind. Und auch die Elfenkämpferin Alriel ist eine starke Figur. Die Frauen geben in diesem Fantasyroman gleichberechtigt den Ton an, und das gefällt mir.

 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

2. weltkrieg, regionalgeschichte, regensburg

Grasmond

Gerda Stauner
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei SüdOst, 04.07.2016
ISBN 9783866467637
Genre: Romane

Rezension:

April 1945 in der Oberpfalz: Bauer Anderl ist kein Widerstandskämpfer gegen die Nazis, aber ein rechtschaffener Mann. Er behandelt die Fremdarbeiterin Olga gut und sorgt sich um seine Frau Theres, Tochter Burgi und die friedliche Übergabe seines (fiktiven) Heimatdorfes Fichtenried. Gut dreißig Jahre später engagiert sich sein Enkel Melchior bei den Altstadtfreunden Regensburg und den Vorbereitungen zum ersten Bürgerfest 1973. Dabei trifft der angehende Journalist zufällig auf einen Staatssekretär, der seinen Opa in jenen letzten Kriegstagen gekannt hat. Auf diesen beiden miteinander verwobenen Handlungssträngen führt uns die Autorin langsam auf die Spur eines Familiengeheimnisses - und löst schließlich auch das schwierige Verhältnis Melchiors zu seiner Mutter ein Stück weit auf. Am Ende ist Verstehen und Versöhnung möglich und ein Fanatiker wird doch noch seiner gerechten Strafe zugeführt.

All das ist in einer schlicht-poetischen Sprache geschildert auch die Dialektpassagen sind schön zu lesen, ohne dass Heimattümelei aufkäme. Für (Wahl)OberpfälzerInnen ein packendes Stück Regionalgeschichte. Spannend auch die Ereignisse rund um das erste Regensburger Bürgerfest und Altstadtfreunde - ich hätte mir fast gewünscht, darüber noch ein wenig mehr zu erfahren. Darüber hinaus hält die Autorin die verschiedenen Handlungsfäden gut in der Hand und das Leben der "einfachen Leute" unter der Nazidiktatur wird weder einseitig dramatisiert noch beschönigt. Vor allem die Perspektive Olgas lässt deutlich werden, dass es nicht nur Gut oder Böse gibt, sondern auch Vieles dazwischen.

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4.826 Bibliotheken, 28 Leser, 13 Gruppen, 141 Rezensionen

mittelalter, historischer roman, kathedrale, england, kirche

Die Säulen der Erde

Ken Follett , Gabriele Conrad , Till Lohmeyer ,
Flexibler Einband: 1.152 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.10.1992
ISBN 9783404118960
Genre: Historische Romane

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