Leserpreis 2018

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252 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

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Du wolltest es doch

Louise O'Neill , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551583864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Eine Nacht, die alles verändert ...
Diese durchlebt Emma und kann sich im Anschluss kaum mehr daran erinnern. Was sie noch weiß, ist schlimm genug. Denn es bestätigt sie darin, dass sie Schuld hat an dem, was passiert ist - mit Paul und den anderen Jungs.
Ihre Schönheit hat alles zerstört, was sie hatte. Wie kann Emma nun weiterleben, wo doch alle wissen, was passiert ist? Nach allem, was sie offensichtlich getan hat?
Wird es je wieder so sein wie früher - oder hat sie selbst alles ruiniert? Wissentlich oder unwissentlich ...

Die Geschichte:
Puh, was soll man zu dieser Geschichte sagen, außer dass sie grausam ist? Ich habe ja schon ein paar Bücher mit schlimmen Thematiken gelesen, dieses war eindeutig eins der, die mich am meisten schockiert haben. Denn es ist so realistisch, so voller Schrecken und Ablehnung, dass man es am liebsten gar nicht weiterlesen möchte. Gleichzeitig kann man sich nicht davon abwenden. Und dann dieses Ende! Es lässt einen wirklich ungläubig zurück.

Die Charaktere:
Außer Emma gibt es ja keine anderen Protagonisten. Andere Figuren spielen wichtige Rollen, doch so nebenher. Alles ist auf Emma ausgerichtet, deswegen ist es ja gerade so schwer, bei diesem Buch am Ball zu bleiben. Diese Gefühle und gleichzeitig diese Gefühllosigkeit machen einen fertig.
Ganz zu schweigen von dieser drastischen Veränderung, die Emma durchlebt. Sie war für mich am Anfang nie eine Sympathiefigur, zu sehr auf sich selbst bezogen. Egal, ob man will oder nicht, man fragt sich schon, ob sie nicht einen Dämpfer verdient hätte. Allerdings keinen solchen, wie er dann kommt. Danach tut einem Emma einfach nur noch leid

Der Schreibstil:
Ehrlich gesagt gefiel mir der Stil nicht sonderlich. Kurze, abgehackte Sätze. Stets unterbrochen von Gedankenfetzen und Bewertungen. Zu kalt, zu gefühllos teilweise. Klar, das soll erst Emmas Gleichgültigkeit repräsentieren und dann ihre Abwehrreaktion auf das Geschehene. Trotzdem war es das, was mir am Buch am wenigsten gefallen hat.

Mein Fazit:
"Du wolltest es doch" ist ein unbestreitbar gutes Buch, das eine schockierende Realität zeigt. Man will am liebsten wegschauen, wagt es jedoch nicht. Und man wird immer wieder aufs Neue von der Grausamkeit der Menschheit überrascht. Die das Verbrechen nicht wahrhaben wollen oder sogar dazu fähig sind, es zu begehen.
Das Buch hat sich wirklich in mein Gedächtnis gebrannt, allerdings auch mit einem fahlen Beigeschmack wegen des sehr eigenen Schreibstils, der mir nicht gefallen hat. Darum leider ein Stapel Abzug.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (1)
Tags: drogen, frauenbild, jugendbuch, missbrauch, vergewaltigung   (5)
 

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(183)

340 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 109 Rezensionen

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Die letzte erste Nacht

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736307179
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Tate und Trevor werden von ihren Freunden TNT genannt, weil jedes Aufeinandertreffen der beiden explosiv verläuft. Was die Clique allerdings nicht weiß: Die beiden haben bereits eine heiße Nacht miteinander verbracht.
Tate würde diese gerne wiederholen - ganz unverbindlich natürlich. Doch Trevor ist nicht so leicht zu knacken. Warum sträubt er sich so sehr gegen eine lockere Affäre? Und wieso ist es ihr eigentlich so wichtig, ihn in ihrer Nähe zu haben?
Schließlich hat sie viel Wichtigeres im Sinn. Nämlich den Tod ihres Bruders aufzuklären.
Dass Trevor mehr darüber wissen könnte, hätte sie jedoch nie im Leben geahnt ...

Die Geschichte:
Was zuerst wie eine lockere Sex-oder-Liebe-Geschichte anmutet, verwandelt sich im Laufe des Buches in eine viel tiefere Story. Denn das Schicksal von Tate und Trevor ist auf unglückliche Weise miteinander verknüpft. Es war spannend, das nach und nach herauszufinden und die Reaktionen der zwei zu sehen. Irgendwann konnte man schon vorhersehen, was passieren würde, trotzdem gab es immer wieder überraschende Momente. Das war wichtig und hat mir gut gefallen. Genau wie das Ende, das nicht 08/15 war.

Die Charaktere:
Tate und Trevor sind beide starke Charaktere, obwohl man am Anfang das Gefühl hat, Tate würde über Trevor dominieren. Die Geschichte belehrt einen allerdings nach und nach eines Besseren, sodass man hinter seine Fassade sehen kann. Und auch Tate war vielschichtig, bestimmt können sich viele eigentlich toughe Frauen mit ihr identifizieren. (Ich in mancherlei Hinsicht auch :) ).
Gut fand ich außerdem, dass auch die Figuren aus den zwei Vorgängerbänden regelmäßige Auftritte hatten. Ich habe zwar "Der letzte erste Blick" und "Der letzte erste Kuss" nicht gelesen, doch dieses Buch hat mich neugierig gemacht, also vielleicht hole ich das nach.

Der Schreibstil:
Der Stil ist nicht außergewöhnlich, aber passend für ein New-Adult-Buch. Auch die Sprache der Charaktere fand ich überwiegend authentisch, wenn auch leicht literarisch angepasst. Insgesamt hat sich manches vielleicht etwas zu sehr wiederholt, vor allem, was die geleugneten Gefühle der beiden Protagonisten angeht.

Mein Fazit:
"Die letzte erste Nacht" ist ein Roman, bei dem man mehr bekommt, als man erwartet. Die gesamte Hintergrundgeschichte und das Auftauchen (manchen) bereits bekannter Personen macht ein rundes Ding draus. Ich jedenfalls habe das Buch gerne gelesen, wenn es sich zeitweise auch etwas gezogen hat. Darum leider nicht ganz volle Punktzahl.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (1)
Tags: buchreihe, familie, firsts, freundschaft, liebe, new-adult, sex   (7)
 

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(62)

89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Verliebt bis in die Fingerspitzen

Sarah Morgan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 04.06.2018
ISBN 9783956497858
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Zusammen mit ihrer Schwester Harriet führt Fliss eine erfolgreiche Hunde-Gassi-Geh-Firma. Darin blüht sie richtig auf und kann vergessen, was in ihrer Vergangenheit alles schiefgelaufen ist.
Doch als auf einmal ihre Jugendliebe Seth in New York auftaucht, fürchtet sich Fliss davor, dass alles zusammenbrechen könnte. Darum flüchtet sie prompt zu ihrer Großmutter in die Hamptons - nur um dort wieder auf Seth zu treffen. Panisch gibt sie sich als ihre Zwillingsschwester aus, in der Hoffnung, dass sie nach der Begegnung so weitermachen kann wie bisher.
Aber heißt es nicht, alte Liebe rostet nicht?

Die Geschichte:
Es ist süß und witzig gemacht von Sarah Morgan, wie die Figuren miteinander agieren. Dadurch entwickeln sich interessante Handlungsstränge. Leider überraschen die meisten nicht wirklich, nur ab und zu geschieht etwas schwer Vorhersehbares. Für die leichte Liebesroman-Sparte schon in Ordnung, aber insgesamt fehlte die große Überraschung, die einen in seinen Bann zieht.

Die Charaktere:
Fliss ist ein ziemlich zwiespältiger Charakter. Einerseits wahnsinnig tough, andererseits richtig verletzlich. Irgendwie wirkte das gleichzeitig authentisch und unglaubwürdig. Zumindest zu Anfang, im Laufe der Geschichte ändert sich das ein wenig. Nur im Umgang mit ihrer Schwester und ihrer Großmutter fand ich sie richtig sympathisch.
Seth fällt in die typische Traummann-Kategorie. Trotz so mancher Probleme, die er hat, wirkte er etwas zu perfekt auf mich. Und er war so sehr auf Fliss fixiert, ist ihr quasi ständig aus Versehen über den Weg gelaufen, das hat in mir ein wenig Unbehagen hervorgerufen.

Der Schreibstil:
Eine gute Mischung aus witzig und ernst. Wobei Sarah Morgan eindeutig das Witzige besser transportieren kann. Die ernste Seite der Geschichte war zwar auch wichtig, kam aber nicht so gut rüber wie die lustigen Stellen.
Leider waren auch ein wenig zu viele Wiederholungen von Gedanken und Gefühlen vorhanden, das hat irgendwann etwas genervt. Das Buch hätte etwas kürzer auch funktioniert.

Mein Fazit:
Süß und witzig - das ist "Verliebt bis in die Fingerspitzen" auf jeden Fall. Ich musste häufig schmunzeln, genauso häufig jedoch auch den Kopf schütteln. Zu viel Wiederholung, zu viel Drama und bei der Liebesgeschichte fehlt auch das gewisse Etwas.
Insgesamt eine gute Geschichte, die sich leider etwas zieht. Man hätte meines Erachtens noch etwas mehr herausholen können.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Bücher

  (1)
Tags: belletristik, familie, freundschaft, hamptons, liebe, manhattan, new york, roman   (8)
 

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(731)

1.307 Bibliotheken, 63 Leser, 0 Gruppen, 239 Rezensionen

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Save You

Mona Kasten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736306240
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Nachdem Ruby von James so sehr verletzt worden ist, will sie ihn einfach nur vergessen. Leider ist das nicht so einfach, da sie noch immer auf die gleiche Schule gehen - und James scheinbar an jeder Ecke von Maxton Hall lauert.
Aus gutem Grund, denn nichts wünscht er sich mehr, als sie zurückzugewinnen. Nichts bereut er mehr, als dass er sie verloren hat. Kann er das wieder in Ordnung bringen?
Und wie geht es mit seiner Familie weiter, die langsam auseinander zu brechen droht? Kann es für ihn ein Happy End geben - eins mit Ruby?

Die Geschichte:
Nach den Ereignissen von Band 1 wünscht man so sehr, dass endlich die Wahrheit ans Licht kommt. Leider dauert es ewig, bis es so weit ist. Man möchte Ruby und James am liebsten in einen Raum sperren, bis sie sich ausgesprochen haben. Stattdessen erfährt man mehr über die Vergangenheit und Gegenwart der anderen Charaktere. Was auch nicht schlecht ist, da deren Geheimnisse ebenfalls ziemlich schwer wiegen. Insgesamt fehlt aber ein wenig der rote Faden.

Die Charaktere:
Man schwankt bei Ruby und auch James dazwischen, sie zu bemitleiden und sie schütteln zu wollen. Die beiden sind sich im Grunde so ähnlich, obwohl ihre Leben so viele Unterschiede aufweisen. Leider kapieren sie es das nicht, wodurch sie etwas überdramatisch wirken.
Dafür wird die Sympathie für andere Charaktere angehoben. Rubys Schwester, James' Freunde und vor allem Lydia wachsen einem richtig ans Herz.

Der Schreibstil:
Im ersten Band habe ich noch bemängelt, dass die Sicht nicht häufig genug wechselt. Jetzt wechselt sie quasi ständig und nicht mehr nur zwischen zwei Figuren. Das finde ich ganz gut, leider geht dadurch ein wenig der rote Faden der Liebesgeschichte verloren. Und damit auch die großen Gefühle, die sich in Band 1 entwickelt haben.

Mein Fazit:
Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, vor allem auch wegen all der anderen Charaktere, die durchweg interessant sind. Und der Cliffhanger am Ende! (Brauche endlich Teil 3!)
Vielleicht ist es manchmal etwas überdramatisiert und pessimistisch angehaucht, aber das gibt das Setting nun mal her. Trotzdem gebe ich dieses Mal nicht die volle Bewertung.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Bücher

  (2)
Tags: buchreihe, drama, familie, freundschaft, liebe, maxton hall, new-adult, roman   (8)
 

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(3)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Auszeit ins Glück

Kayte Nunn , Ursula C. Sturm
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2018
ISBN 9783492309707
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Mattie Camerons Leben in London scheint beinahe perfekt: ein Job, in dem sie gut ist, eine beste Freundin an ihrer Seite und ein toller Freund. Als bei einem Skiausflug ein Unfall geschieht, verliert Mattie zwei der besten Faktoren.
Weil sie kaum eine andere Wahl hat, kehrt sie daraufhin zu ihrem Bruder nach Australien zurück, um das alles zu verarbeiten. Dabei wollte sie eigentlich nicht ins idyllische Shingle Valley zurückkehren. Und schon gar nicht Charlie Drummond wiedersehen, der ihr Herz einst heftig zum Klopfen gebracht hat ...

Die Geschichte:
Für den Sommer eine tolle Geschichte, die alles beinhaltet, was ein Roman haben muss: liebenswerte Charaktere, ein Ort zum Träumen, Drama, Freundschaft und natürlich die Liebe.
Die Handlung mag nicht wahnsinnig innovativ sein (wen wundert's), dafür kann das Buch mit Mattie als starker und gleichzeitig verletzlicher Hauptfigur überzeugen. Und auch die anderen Charaktere punkten mit Charme und Kampfgeist. Für zwischendurch ist die Geschichte gut geeignet.
Und man muss nicht den Vorgänger "Ein Weinberg zum Verlieben" gelesen haben, um alles zu verstehen. (Schaden kann es allerdings auch nicht!)

Die Charaktere:
Man spürt den Konflikt von Mattie in jeder Szene: den Wunsch, zurückzukehren in ihr neues Leben, oder an dem Ort zu bleiben, an dem in Wahrheit ihr Herz hängt.
Und auch die anderen Erzählerstimmen fügen sich gut in das Gesamtbild ein. Man lernt nicht nur Mattie und Rose besser kennen, sondern viele andere Bewohner des Shingle Valley, die man ins Herz schließt.
Insgesamt ein tolles Ensemble!

Der Schreibstil:
Flüssig, leicht, nicht zu ausgeschmückt. Ein einfacher Schreibstil für ein einfaches Buch. Vielleicht fehlt ab und an etwas die Tiefgründigkeit der Gefühle, aber das ist zu verkraften.
Fürs schnelle Lesen zwischendurch gemacht.

Mein Fazit:
Ich habe von diesem Sommerroman von vornherein keine Wunder bezüglich einer überraschenden Geschichte erwartet. Zwar kommen ab und an kleine Wendungen vor, insgesamt bleibt das Ganze jedoch vorhersehbar von Handlung und Stil her.
Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und für den Sommer ist es toll für zwischendurch geeignet. Und ins Shingle Valley würde ich jetzt auch gerne mal reisen!

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (3)
Tags: australien, familie, freundschaft, liebe, roman, sommer   (6)
 

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(91)

161 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

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Die schwarze Zauberin

Laurie Forest , Freya Gehrke
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.03.2018
ISBN 9783959671699
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Als Enkelin der letzten schwarzen Hexe liegen auf Elloren eine Menge Hoffnungen, dass sie in deren Fußstapfen treten wird. Gleichzeitig fürchten sich viele davor, wie sie erkennen muss, als ihr Onkel sie auf die Universität schickt. Viele Völker hassen nämlich Ellorens Großmutter für das, was sie getan hat.
Völlig überfordert von der Ablehnung ihrer Mitstudenten, fällt es Elloren schwer, sich zurechtzufinden. Vor allem, da sie überhauupt keine magischen Fähigkeiten besitzt. Nur wieso wurde sie dann von Icaralen angegriffen, die in ihr die nächste schwarze Hexe sehen?
Ist wirklich alles so, wie es scheint?

Die Geschichte:
High Fantasy ist ja nicht gerade mein Lieblingssubgenre der Fantasy. Weder im Erwachsenen- noch im Jugendbuchbereich. Tatsächlich ist das Buch auch ziemlich lang und es kommen immer wieder neue Aspekte hinzu. Und neue Figuren. Von diesen lebt die Geschichte auch, meiner Meinung nach. Denn im Grunde passiert noch nicht sehr viel. Es geht um Bindungen, ein wenig um die Ausbildung, recht viel um politische Hintergründe, aber ein wirkliches Vorwärtskommen fehlt.
Schade, da so viel Potenzial da ist. Dieses wird vermutlich erst im nächsten Band der Reihe ausgeschöpft werden, auf den das Ende auf jeden Fall neugierig macht.

Die Charaktere:
Zu viele. Nicht für das High-Fantasy-Genre, aber für meinen Geschmack. Es kommen immer neue dazu, jeder braucht erst mal eine Geschichte und eine Entwicklung, worunter die gesamte Handlung leidet.
Abgesehen davon sind die Charaktere jedoch vielfältig und auch lebendig gestaltet. Keine ist mir besonders negativ aufgefallen, keine allerdings auch besonders positiv. Nicht mal Elloren, obwohl aus ihrer Perspektive das Ganze geschildert wird.

Der Schreibstil:
Verwunderlich ist es, dass eine High-Fantasy-Geschichte aus der Perspektive einer Person erzählt wird. Vermutlich, um sich dem Jugendbuchgenre besser anzupassen. Allerdings dauert es so umso länger, bis man alle Figuren ausreichend kennenlernt. Darum ist das vielleicht nicht die beste Entscheidung gewesen.
Ansonsten ist der Schreibstil gut zu lesen, nicht zu kurz, nicht zu ausufernd.

Mein Fazit:
Die Geschichte ist weder besonders positiv noch besonders negativ in meinem Gedächtnis haften geblieben. Insgesamt wirkt sie wie eine Einführung, wie eine Vorbereitung auf die großen Ereignisse, die noch folgen werden. Dafür finde ich das Buch etwas zu lang.
Andererseits sind die Figuren und ihre Entwicklungen gut gestaltet, wovon es quasi lebt. Da das Ende zusätzlich neugierig macht und an einer sehr geschickten Stelle abbricht, vergebe ich einen zusätzlichen Bücherstapel.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (3)
Tags: high fantasy, jugendbuch, magie, magische wesen   (4)
 

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(130)

229 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Nachtblüte. Die Erbin der Jahreszeiten (Buch 3)

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551316172
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Ilea Sommerkind lebt mit ihrer Familie und ihrem besten Freund Yannis glücklich in der Stadt Hemera. Doch Unruhe kündigt sich an, als ihr Großvater, der Sommergott Sol, zu Besuch auf die Erde kommen will.
Da geschieht ein Unglück und auf einmal steht ein weiterer Gott vor Ileas Tür: Aviv, der Frühling.
Keiner der Menschen kennt den jungen Mann wirklich, denn im Gegensatz zu seinem Bruder hat er sich stets ferngehalten. Aus einem guten Grund. Dieser jedoch gerät ins Wanken, als sich Ilea und Aviv näherkommen.
Und dann tauchen auf einmal weitere ungebetene Gäste auf - was hat das nur alles zu bedeuten? Und wird die Liebe es schaffen, jedes Hindernis zu überwinden?

Die Geschichte:
Seufz, hinter dieser schön anmutenden Liebgesgeschichte steht so viel Kummer und Leid, dass man sich gar nicht wirklich hingeben kann. Man möchte am liebsten selbst eintauchen und herausfinden, was alles in der Welt (und darüber) vor sich geht. Gleichzeitig hat man ein wenig Angst davor, denn man ahnt Schlimmes. Ebenso bei der Liebesgeschichte, die einem allerdings auch Hoffnung gibt. Hoffnung auf ein Happy End - das sich erfüllt? Tja, dafür muss man die Geschichte lesen ...

Die Charaktere:
Ilea ist im Geiste noch immer ein Kind geblieben. Diese Naivität und Freude lässt sich nicht ganz mit der Stimmung des Buches vereinbaren. Sie ist ein toller Mensch, keine Frage, dennoch wirkt sie nicht bereit für all die Verantwortung, die auf sie zukommt. Hier fehlt ein wenig die Entwicklung beziehungsweise geht sie zu schnell.
Aviv kann man gut verstehen während des Lesens. Er ist hin und her gerissen, will die Liebe, aber auch nicht. Seine durchgehende Traurigkeit kriegt man nicht in Einklang mit seinem wahren Ich. Man wünscht sich jedoch, dass es zurückkommt, man will, dass Ilea ihn aus seiner Einsamkeit befreit. Diese Melancholie ging mir beim Lesen ein wenig auf die Nerven - und das will schon was heißen.
Interessant sind auch die vielen anderen auftauchenden Charaktere, die man wiedererkennt oder die neu dazu kommen. So entsteht ein großes Ensemble, das hat mir gut gefallen. Wenn der Fokus nur auf zwei Figuren liegt, damit kann ich mich nicht so gut anfreunden.

Der Schreibstil:
Es ist immer wieder komisch, in dieser märchenhaften, unrealistisch anmutenden Welt Modernes wiederzufinden. Dabei handelt es sich ja um eine dystopische Geschichte. Das muss man sich immer wieder in Gedanken rufen. Dadurch wirkt nicht alles uneingeschränkt stimmig.
Trotzdem liest sich das Buch gut und schnell, auch durch die wechselnden Perspektiven.

Mein Fazit:
Ähnlich gut wie seine Vorgänger. Durch die wiederkehrenden Charaktere in Kombination mit den neuen ist es schön, Neues kennenzulernen. Und auch die Vorgänge im Hintergrund sind spannend gestaltet. Das in Kombination mit der komplizierten Liebesgeschichte ergibt eine ungewöhnliche Mischung. Da will man gleich den nächsten Teil lesen!

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: dystopie, familie, fantasy, götter, jahreszeiten, liebe   (6)
 

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(38)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Der zauberhafte Eisladen

Heike Eva Schmidt
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Boje, 27.04.2018
ISBN 9783414825025
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Elli liebt Eis - vor allem das ihres Großvaters Leonardo. Dessen Eisdiele ist in der ganzen Stadt bekannt und beliebt. Kein Wunder, schließlich sind seine Kreationen richtig lecker!
Allerdings findet Elli heraus, dass es noch einen anderen Grund gibt, warum die Leute gerne zu Leonardo in den Laden kommen: Er verkauft dort magisches Eis, das er selbst herstellt! Und Elli besitzt die gleiche Fähigkeit wie er!
Warum also nicht gleich mal ausprobieren, was man damit alles anstellen kann? Doch leider ist der Job eines magischen Eismachers doch nicht so leicht wie gedacht ...
Ob die Katastrophe noch verhindert werden kann?

Die Geschichte:
Also die Idee mit dem magischen Eis, das Emotionen beeinflusst, ist ja richtig süß - im wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings kann man schnell erahnen, dass Ellis erster Versuch der Herstellung nicht so gut laufen wird. Wobei man eher einen Fehlschlag mit negativen Gefühlen erwartet, nicht mit positiven. Das ist ganz witzig gemacht. Und lehrreich! Das Buch bringt Kindern mit Eis quasi Disziplin bei. Wer hätte gedacht, dass das geht?

Die Charaktere:
Opa Leonardo ist einfach zum Knuddeln, wie er mit den Kindern agiert. Und auch mit dem Eis geht er verantwortungsbewusst um. Ein richtig toller Großvater.
Elli kann sich glücklich schätzen, weiß aber natürlich alles besser. Typisch in dem Alter, genau wie das Ausprobieren. Zum Glück gesteht sie sich ihren Fehler schnell ein und versucht, ihn in Ordnung zu bringen. Daumen hoch!

Der Schreibstil:
Passend für das Alter (ab 8 Jahren), würde ich sagen. Einfach, bildhaft. Die einzigen Stolpersteine sind die vielen italienischen Ausdrücke. Die kann man kaum als Erwachsener richtig lesen oder verstehen, wenn man die Sprache nichtg gelernt hat. Wie soll man da als Kind mitkommen?
Aber na ja, so wird das Ganze vermutlich zu einer lustigen Lese-Herausforderung.

Die Illustrationen:
Mir persönlich haben die Illustrationen nicht ganz so gut gefallen vom Stil her. Alles wirkte so glatt und rund und kringelig. Außerdem waren es recht wenige und nicht unbedingt an den wichtigen Stellen.
Das Eis auf dem Cover geht auch ein wenig unter bei all all den Farben außen herum. Aber wenigstens ist es schön bunt.

Mein Fazit:
"Der zauberhafte Eisladen" ist eine süße, lustige Geschichte. Man möchte gerne einfach zu Leonardo in die Eisdiele und durch die kalte Leckerei glücklich werden.
Außerdem lernt man durch das Buch auch noch etwas, also für Eltern mit aufgeweckten Kindern ein Muss. So macht das Verstehen von Disziplin Spaß!
(Aber Vorsicht! Vielleicht will das Kind im Anschluss ans Lesen ein Huhn ;) )

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (3)
Tags: ab 8j., ab 8. jahre, disziplin, eis, familie, freundschaft, kinderbuch, süßigkeiten   (8)
 

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(194)

393 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

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Paper Party

Erin Watt , Franzi Berg
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492061223
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Der Inhalt:
Gideon, der Älteste der fünf Royal-Brüder, hat einst seine große Liebe Savannah verloren, indem er einen schlimmen Fehler gemacht hat. Jetzt plant sie, an der gleichen Uni zu studieren wie er. Ein Zufall? Wohl kaum.
Trotzdem fällt es beiden schwer, sich ihre Gefühle füreinander einzugestehen. Denn diese sind längst nicht versiegt. Aber die Schatten der Vergangenheit wiegen schwer und reichen bis in die Gegenwart hinein.
Werden es Gideon und Savannah trotz aller Widrigkeiten schaffen, wieder zueinander zu finden? Oder haben sie ihre Chance verpasst?

Die Geschichte:
Ist angesetzt direkt nach den Ereignissen von "Paper Palace", obwohl man das nicht gleich erkennen kann. Man erfährt im Allgemeinen recht wenig über die momentane Situation im Hause Royal, der Fokus liegt tatsächlich auf Gideons Leben an der Uni und sein Wiedersehen mit Savannah. Wahrscheinlich ist das extra so gestaltet, damit die Geschichte ungehindert in "Paper Passion" weitergehen kann. So liegt der Fokus sehr stark auf der Liebesgeschichte, die in meinen Augen dennoch recht dürftig ist. Die Blicke in die Vergangenheit geben ein wenig Aufschluss, doch es fehlte der Prozess des Verliebens, was wirklich schwach ist angesichts dessen, dass davon die Rede ist, Savannah wäre Gideons große Liebe. Davon spürt man eindeutig zu wenig, selbst in den Gegenwartsszenen.
Und das Ende ... na ja, wem's gefällt. Passt zu den Teenagern von heute vielleicht, ich fand es vor allem unspektatkulär und zum Kopfschütteln.

Die Charaktere:
Gideon bleibt undurchsichtig, ich kann gar nicht genau sagen, woran das liegt. Dabei mochte ich den Ältesten der Royal-Brüder eigentlich immer am meisten, weil er wenigstens etwas Vernunft an den Tag legte. Immerhin das kann man ihm kaum absprechen, ansonsten fehlen mir charakterprägende Eigenschaften.
Savannah wirkt gar nicht mehr so wie in den drei Vorgänger-Bänden. Gut, man erfährt auch viel über ihre Vergangenheit, in der sie ganz anders gewesen ist. Das konnte ich schon mal gar nicht mit meinem Eindruck von ihr vereinbaren. Das fand ich irriterend, vor allem, weil man ständig hin und her springt. Dadurch fügt sich für mich kein richtiges Bild von ihr zusammen. Schade, ich hätte mir gewünscht, man würde mehr von ihrer starken Persönlichkeit zu lesen bekommen.

Der Schreibstil:
Einfach wie eh und je, umgangssprachlich, modern - nicht so mein Fall. Man kann es auch übertreiben, was den Realitätsgehalt angeht. Da mag ich einfach ein wenig die beschönigte Literatursprache, die man hier nicht findet.
Und die Zeitsprünge, ja, die waren ganz nett. Aber leider zu viel Vergangenheit, sodass die Gegenwart darunter gelitten hat.

Mein Fazit:
Zu wenige Seiten, um das ganze Potenzial der Geschichte richtig zu entfalten. Ich hätte mir tiefere Emotionen gewünscht, mehr des Verliebens, mehr von Gideon. Irgendwie fehlte an jeder Ecke irgendwas.
Immerhin konnte man das Buch recht schnell lesen - wobei das in diesem Fall eher negativ gemeint ist. Trotzdem gut, dass sich die Autorinnen dafür entschieden haben, den Band einzubauen. So kann man ein paar der Hintergründe der Vorgänger-Bücher besser verstehen.
Für zwischendurch okay, aber eindeutig kein literarisches Meisterstück.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

  (2)
Tags: erotik, familie, freundschaft, liebe, new-adult   (5)
 

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(266)

511 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 101 Rezensionen

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Die Chroniken der Verbliebenen - Der Glanz der Dunkelheit

Mary E. Pearson , Barbara Imgrund
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ONE, 29.03.2018
ISBN 9783846600603
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Lia schafft es, in ihre Heimat Morrighan zurückzukehren. Doch da sie dort immer noch als Verräterin gesucht wird, könnte eine Warnung von ihr auch falsch verstanden werden. Ganz zu schweigen davon, dass die wahren Feinde des Reiches sie am liebsten tot sehen würden.
Das Einzige, worauf sie sich verlassen kann, ist die Unterstützung ihrer Freunde. Kaden tut alles, um Lia bei ihren Plänen zu helfen, aber ist sein Bedürfnis nach Rache vielleicht stärker?
Und was ist mit Rafe? Wird er das Risiko eingehen, seine Krone zu verlieren, um die Frau zu schützen, die er liebt?
Die letzte Schlacht wird über das Schicksal der Verbliebenen entscheiden.

Die Geschichte:
Der Fokus liegt eindeutig auf den politischen Vorgängen, die zur letzten Schlacht der drei Reiche Morrighan, Dalbreck und Venda führen. Allerdings sind die Ereignisse immer wieder mit zwischenmenschlichen Komplikationen getränkt. Inzwischen ist es unmöglich geworden, die Figuren nur noch als einfache Personen anzusehen, da sie alle so sehr in die Politik verstrickt sind. Genau diese Konflikte machen das Buch spannend. Zumindest zwischenzeitlich. Gegen Ende wird das Meiste doch eher schnell aufgelöst, der Schluss ist da, bevor man sich versieht.
Das wiederum fand ich nicht besonders gut gestaltet, nur die letzten paar Seiten sind noch mal befriedigend, da sie die Stimmung der gesamten Reihe noch einmal wiederaufnehmen.

Die Charaktere:
Abgesehen von Lia fand ich die anderen Figuren am Schluss recht farblos. Selbst die Perspektivenwechsel haben mich weder Kaden noch Rafe oder Pauline näher gebracht. Ich bekam den leisen Eindruck, dass ihre Emotionen an Wichtigkeit verloren haben, sodass die Autorin bei der Schilderung nicht mehr in die Tiefe gegangen ist.
Eigentlich schade, denn obwohl ich die reifer gewordene Version von Lia sehr mochte, hätte ich mir doch eine stärkere Verbindung zu den Personen an ihrer Seite gewünscht. Vor allem, weil eben jene auch neue Bande untereinander knüpfen. Das kam um Längen zu kurz, sodass ich am Schluss nicht mal mehr sagen konnte, ob ich Kaden oder Rafe lieber mochte.
Und auch die Rolle des Komizars wurde ziemlich minimiert, obwohl er ja angeblich der zentrale Bösewicht ist, der das Unmögliche immer wieder wahr macht.

Der Schreibstil:
Lias Perspektive fand ich gut geschildert, man tauchte auch tief in ihre Emotionen ein. Manchmal verschleiert der Stil allerdings die Gefühlswelt, vieles wird recht nüchern beschrieben. Und wie in den Vorgängerbänden hoben sich auch die Erzählstimmen nicht genug voneinander ab.
Ansonsten wurde die gesamte Atmosphäre jedoch gut geschildert und übermittelt, der Text las sich angenehem und flüssig.

Mein Fazit:
Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen, da man zwischendrin kaum aufhören konnte zu lesen. Die Stimmung ist zwar nicht durchgehend zum Bersten gespannt, aber die Entwicklungen machen einen neugierig auf das Ende. Und Lia konnte mich zum Schluss richtig überzeugen als starke Protagonistin, ihre Entwicklung ist total gut gelungen.
Leider muss ich wegen dem rapiden Schluss und der mangelnden emotionalen Verbindung zu den anderen Charakteren bei der Bewertung etwas abziehen. Trotzdem meiner Meinung nach der zweitbeste Band der Reihe nach Teil 2.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (2)
Tags: buchreihe, dystopisch, fantasy, finale, freundschaft, jugendbuch, liebe   (7)
 

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(76)

146 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!

Lauren Blakely
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.02.2018
ISBN 9783956497377
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Der Inhalt:
Nick Hammer ist ein erfolgreicher Comiczeichner. Seine "Abenteuer des Mister Orgasmus" laufen sogar regelmäßig im Spätabendprogramm. Über mangelnden Erfolg oder fehlendes weibliches Interesse kann er sich also nicht beklagen.
Als ihn allerdings die Schwester seines besten Freundes fragt, ob er ihr Nachhilfe im Dating gibt, muss er feststellen, dass in seinem Leben womöglich doch etwas fehlt: die perfekte Frau.
Könnte Harper Holiday vielleicht diejenige sein? Doch die steht ja eigentlich auf einen anderen Kerl. Abgesehen davon ist die kleine Schwester des besten Freundes ja sowieso tabu ... eigentlich zumindest.

Die Geschichte:
Also mit Innovation habe ich ja sowieso nicht gerechnet, als ich das Buch als Rezensionsexemplar angefragt habe. Aber dass es so dermaßen ins Klischeehafte abdriftet ... puh, ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht habe, um die Geschichte zu beenden.
Das einzig wirklich Besondere sind die Berufe der beiden Protagonisten. Nick als Comiczeichner mit einer erfolgreichen Comic-Sex-Show und Harper als Magierin für Kinderpartys. Das passt ja scheinbar gar nicht zusammen.
Aber man merkt schon recht schnell, dass die beiden einander wollen. Wofür sie anscheinend gegenüber einander blind sind. Also das war so was von dermaßen nervig, dass immer wieder erwähnt wurde, dass aus den beiden sowieso nichts werden könnte. Und irgendeine Art Spannung kommt leider auch gar nicht auf, quasi alles ist vorhersehbar und unspektakulär gelöst.

Die Charaktere:
Was soll ich dazu sagen? Irgendwie ist es ja witzig, wie Nick und Harper harmonieren. Und man taucht auch ganz gut in Nicks Gedanken ein (vielleicht ein wenig zu gut), aber hat der Kerl eigentlich nichts anderes als Sex im Kopf? Ticken Männer wirklich so, wenn sie total heiß auf eine Frau sind? Hoffentlich nicht - Harper wirkte die meiste Zeit eher wie ein Sexobjekt auf zwei Beinen.
Und so sah sie sich scheinbar auch. Was sie da mit Nick veranstaltet, passt überhaupt nicht zu dem Eindruck, den er anfangs von ihr hat. Angeblich ist sie total unsicher, was Sex und so was angeht, im nächsten Moment gibt's Dirty Talk, schmutzige Fotos und Berührungen ohne Ende. Außerdem ist sie natürlich ein Naturtalent in allem. Und dann diese fehlende Willenskraft! Wenn Nick sagt "Spring", springt sie. So einfach ist das. Als einen Charakter habe ich sie nicht gesehen, sie ist lediglich eine eindimensionale Figur.

Der Schreibstil:
Vulgär. Ja, das trifft es wohl am besten. Man hat das Gefühl, mindestens alle zwei Seiten ist einmal irgendwie von Sex die Rede. Oder wie heiß Harper ist. Und die Sexszenen dehnen sich unendlich lang aus, weil dazwischen so viel Dirty Talk kommt.
Eindeutig mehr Sex als Handlung, zu wenig emotional. Immerhin ein wenig witzig, das rettet das Geschreibsel.

Mein Fazit:
Was soll ich noch großartig sagen? Das Buch scheint aus Klischees und Sex zu bestehen. Nick ist ja irgendwie noch ganz witzig, aber etwas übertrieben. Harper finde ich charakterlos und widersprüchlich. Die Kombination der beiden ist insgesamt okay, die traumhafte Liebesgeschichte wirkt allerdings aufgesetzt.
Sorry, beim besten Willen kann ich da nicht mehr Bücherstapel vergeben ...

Sabrina S. Says: 2 von 5 Büchern

  (2)
Tags: erotik, liebe, sex, verführung   (4)
 

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(605)

1.139 Bibliotheken, 61 Leser, 1 Gruppe, 122 Rezensionen

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Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423762069
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Um diejenigen zu schützen, die ihr wichtig sind, hat sich Feyre zurück an den Frühlingshof begeben. Ihren Aufenthalt dort nutzt sie, um Zwietracht und Verderben in Tamlins Reihen zu säen. Tamlin, der sie sie so sehr liebt, dass er sich sogar mit dem größten Feind überhaupt verschworen hat.
Feyre würde alles tun, um den König von Hybern aufzuhalten und Prythian vor seiner Herrschaft zu bewahren. Doch als sie Tamlin entkommen und zu ihrem Seelengefährten zurückkehren kann, scheint ihr Gegner bereits fast unbezwingbar zu sein. Ihre einzige Chance ist es, sich mit den anderen High Lords und den Menschenvölkern zu verbünden - doch das ist leichter gesagt als getan.
Werden es Feyre und Rhysand schaffen, den König von Hybern zu töten und den Kessel zu zerstören? Oder werden sie und ihre Familie von der Übermacht niedergestreckt?

Die Geschichte:
Das Ende von Band 2 hat mich schon neugierig gemacht, wie sich die Sache zwischen Feyre und Tamlin noch entwickeln würde. Wobei das im Vergleich zu all den anderen Vorkommnissen wirklich nur eine mindere Rolle spielt. Kein Wunder, dass das Buch so viele Seiten hat. Es passiert einfach so unendlich viel. Wobei man auch nichts streichen könnte, alles hat seinen Sinn und seinen Platz. Es greift so unvorstellbar gut ineinander, dass man immer weiter lesen möchte.
Zwar gab es ab und an ein paar Längen, zum Beispiel bei den Verhandlungen, dennoch war das beinahe unvermeidlich. Schließlich musste alles logisch bleiben, all das Misstrauen, all das Pläneschmieden.
Gut gefallen hat es mir auch, dass am Ende die letzte Schlacht recht ausführlich beschrieben wurde. Oft passiert es in Büchern, dass der Schluss schnell abgehandelt und aufgelöst wird. Hier war das nicht der Fall, sodass man ständig Angst um die unterschiedlichen Charaktere hatte.

Die Charaktere:
So sehr Feyre auch alles in Ordnung zu bringen versucht, sie ist einfach keine klare Sympathiefigur. Sie war mir im Laufe der Reihe erst zu passiv und schließlich zu aggressiv. Mir hat ein bisschen der Ausgleich gefehlt, der sie zu einem Lieblingsprotagonisten gemacht hätte. Gut fand ich allerdings, das sie das im Buch selbst auch irgendwann erkennt.
Rhys war in "Sterne und Schwerter" mehr denn je der strahlend-dunkle Held. Der fast alles in Ordnung bringen kann, weil er der Mächtigste ist. Doch von der Angst ihm gegenüber war gar nicht mehr so viel zu spüren. Ich weiß auch nicht - irgendwie hat er mir im 3. Band an Farbe verloren.
Dafür tauchte man umso tiefer in die Gefühlswelten anderer Figuren ein. Nesta, Elain, Mor, Azriel, Cassian, Amren und sogar Lucien offenbarten mehr und mehr ihres Innersten. Hat mir gut gefallen.
Und auch die anderen High Lords fand ich überwiegend ganz interessant. Nur Tamlin war am Schluss einfach nur noch lästig und beinahe unwichtig. Es tut mir wirklich leid für ihn, was die Autorin aus ihm im Laufe der Reihe gemacht hat. Sogar ich konnte ihm am Schluss fast keine Sympathie mehr abgewinnen - und ich war ein großer Fan von ihm in Band 1.

Der Schreibstil:
Wieder bildgewaltig, brutal, ironisch, erotisch ... eine Mischung aus allem, was man so machen kann. Und trotz dieser vielen Details kommen immer noch Emotionen rüber. Das ist ja das Wichtigste und genau das hat mir in Band 2 ein wenig gefehlt. Hier dagegen taucht man wieder ziemlich tief in Verzweiflung, Liebe, Gefahr und Freundschaft ab.
Allerdings sind es, wie bereits erwähnt, über 700 Seiten. Da muss das auch passieren, sonst hält man das nicht durch. Vor allem nicht, wenn man es tatsächlich bereits mit 14 Jahren liest. Hier würde ich wieder die Altersempfehlung auf 16 setzen.

Mein Fazit:
Nach Band 2 hätte ich eigentlich nicht erwartet, dass mich das (vorläufige) Finale der Reihe doch noch so fesseln würde. Doch anscheinend hatte ich mich inzwischen an die Umstände gewöhnt, sodass ich auch gut mit Feyre und Rhys als Paar leben konnte. Obwohl mich eher die anderen Figuren fasziniert haben in "Sterne und Schwerter".
Insgesamt betrachtet kann ich schwer negative Punkte finden, die die Bewertung runterziehen. Einziges Manko (Vorsicht, angedeuteter Spoiler!): Ich hätte mir am Schluss noch einen emotionaleren Todesfall gewünscht. Einfach um die mühsam aufgebaute Gefahr noch mal zu einem glaubhaften Ende zu bringen, das die Atmosphäre der Bücher widerspiegelt.
Trotzdem ein wirklich gelungener Abschluss des "Reichs der sieben Höfe".
 
Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

  (2)
Tags: fae, familie, fantasy, freundschaft, jugendbuch, krieg, liebe, magie, politik, übernatürlich   (10)
 

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189 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Die Götter von Asgard

Liza Grimm
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426522523
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Inhalt:
Die Studentin Ray wird aus ihrer alltäglichen Welt herausgerissen, als sie Kára begegnet. Denn diese ist kein normales Mädchen, sondern Teil der beinahe vergessenen Götterwelt. In dieser existiert eine Prophezeiung, die den Untergang von Asgard bedeuten könnte.
Damit dies nicht passiert, darf es nie wieder einen Helden geben. Doch gerade Ray ist dazu auserwählt, zu einem zu werden. Absolut verrückt!
Und da wären ja auch noch Thor und Loki, die jeder ihre eigenen Pläne mit Ray haben. Ganz zu schweigen von Tyr, der Rays Herz jedoch schnell zum Höherschlagen bringt.
Wird sie es dennoch schaffen, zur Heldin zu werden? Und bedeutet das wirklich den Untergang der bekannten Götterwelt?


Die Geschichte:
Göttergeschichten spriesen ja an jedem Ende hervor, darum bin ich auch immer skeptisch. Die nordische Mythologie interessiert mich zugegebenermaßen eigentlich nicht ganz so sehr, da mir die Geschichten mit dem bösen, listigen Loki so langsam auf die Nerven gehen. "Die Götter von Asgard" konnte an meiner Meinung leider nicht viel ändern.
Zwar kommen durch die Götterkonflikte manchmal lustige Situationen zustande, aber wirklich überraschen konnte mich die Geschichte nicht. An manchen Stellen habe ich durchaus Hoffnung geschöpft, dass etwas Unerwartetes passiert (zum Beispiel bei der Szene mit dem Nachtmahr). Allerdings verzog sich das schnell wieder und am Ende wurde alles recht schnell gelöst. Das Konfliktpotenzial war zwar gegeben, aber mir fehlte das Dramatische, die Gefahr.
Und was sollte dieser Epilog? Den habe ich ja gar nicht verstanden ...

Die Charaktere:
Leider stellten sich die Götter als ziemlich klischeehaft heraus, den Eigenschaften entsprechend, die ihnen zugesagt werden. Vor allem Loki und Thor konnten mich weder überraschen noch überzeugen.
Dagegen stachen die anderen Hauptfiguren umso deutlicher hervor. Ray war eine sympathische Figur, deren Zweifel man durchaus nachvollziehen konnte. Es war gut möglich, sich in sie hineinzuversetzen.
Auch Tyr mochte ich ganz gerne, wenn er auch eigentlich recht schweigsam war insgesamt. Man konnte ihn nur schwer durchschauen, genau wie seine Gefühle. Aber im Fantasy-Genre liegt darauf ja sowieso nicht der Fokus, also war das in Ordnung.
Meine Lieblingsfigur war Kára. Sie hatte einen klar gemalten Charakter, dem sie treu blieb bis zum Ende. Sie ist stark und dennoch menschlich konstruiert. Leider wurde ihre Rolle zunehmend kleiner, was ich schade fand.

Der Schreibstil:
Geschrieben war das Buch gut. Leicht lesbar, nicht übermäßig ausgeschmückt, wie es sonst häufig bei der Phantastik der Fall ist. In der Hinsicht gleicht "Die Götter von Asgard" eher einem Jugendbuch, abgesehen von dem Mangel an tiefen Gefühlen.
Auch die Komik fand ich gut dosiert, wenn diese auch oft den Klischees geschuldet war.

Mein Fazit:
Ein unterhaltsames Buch für zwischendurch mit teils sympathischen Charakteren, teils jedoch klischeehaften Götterbildern. Mir hat ein wenig das Besonderes gefehlt, die Spannung war insgesamt recht niedrig gehalten. Der Fokus lag eher auf Rays Konflikten mit sich selbst als auf der Gefahr um sie herum. Da hätte vielleicht noch etwas mehr kommen müssen. Die Probleme waren ja gegeben, wurden nur zu schnell umgangen oder aufgelöst. Schade, denn die grundsätzlichen Ideen gefielen mir eigentlich.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

  (1)
Tags: abenteuer, asgard, fantasy, götter, mythologie   (5)
 

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(43)

105 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Schicksalsjäger - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 12.03.2018
ISBN 9783785585702
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Obwohl Kiera weiß, dass sie das Richtige getan hat, ist ihr Herz gebrochen. Und demjenigen, den sie liebt, darf sie auch nie wieder zu nahe kommen.
Aber können sie und Phoenix sich wirklich voneinander fernhalten? Vor allem jetzt, da der Schleier zwischen den Welten immer durchlässiger wird und ein Monster nach dem anderen auf die Menschen losgeht.
Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam gegen den Zufall zu kämpfen. Doch der hat mächtige Verbündete.
Können Kiera und ihre Freunde gegen diese Feinde bestehen? Oder wird sich das Schicksal gegen sie wenden?

Die Geschichte:
Das Buch ist weit komplexer, als es auf den ersten Augenblick erscheinen mag. All die Hintergründe, die nach und nach ans Licht kommen, verleihen der Geschichte etwas Besonderes, mit dem man nicht rechnet. Allerdings überfordern einen all die Details nach und nach ein wenig. Man kann beinahe froh sein, wenn man zum Ende kommt, wo alles aufgelöst wird. Was dieses Mal auch nicht zu schnell geht, was bei Stefanie Hasses sonstigen Büchern manchmal der Fall war.
Und der Schluss ist echt super, wenn er auch so manche Frage offen lässt. Aber irgendwie passt es trotzdem.

Die Charaktere:
In diesem Band merkt man wirklich, wie viel Kiera und Phoenix einander bedeuten. Sie können einfach nicht voneinander lassen, egal, was sie damit anrichten. Am liebsten hätte ich beide manchmal geschüttelt wegen dem Risiko, das sie eingehen. Andererseits sind sie natürlich auch süß zusammen ...
Cody tat mir im Buch ein wenig leid. Genau wie im ersten Band ist er die ganze Zeit nur ein Spielball. Ihm fehlt so ein wenig die entscheidende Rolle, die einen Hauptcharakter meines Erachtens ausmacht.
Genau wie Hayden, dessen Wichtigkeit man zwar nicht infrage stellen kann, der aber nicht wirklich viel beiträgt. Meistens ist es doch am Ende Phoenix, der die Probleme löst.

Der Schreibstil:
Mir gefielen bei der Fortsetzung wieder vor allem die kurzen Kapitel, durch die man meistens hindurchflog. Auch der einfache Schreibstil an sich trug dazu bei. Ein wenig emotionaler hätte das Ganze noch geschrieben sein können, an sich gibt es hier jedoch nicht viel auszusetzen.

Mein Fazit:
Es fehlte mal wieder so ein bisschen das letzte Quäntchen. Es gibt so viel zu entdecken, dass einem das Gesamtbild teilweise abhanden kommt. Die Geschichte bleibt einem nicht wirklich im Gedächtnis, obwohl man während des Lesens total mitfiebert. Eigentlich kann ich dieses Phänomen selbst nicht richtig verstehen, immerhin wollte ich stets unbedingt weiterlesen. Und das Ende von "Schicksalsjäger" fand ich auch richtig gut ausgedacht.
Darum vergebe ich auch die gleiche Bewertung wie für Teil 1.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (1)
Tags: dilogie, jugendbuch, liebe, schicksal, urban fantasy   (5)
 

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(487)

958 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 106 Rezensionen

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Nur noch ein einziges Mal

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.11.2017
ISBN 9783423740302
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
An einem der schlimmsten Tage in ihrem Leben lernt Lily Ryle kennen. Die beiden scheinen nichts gemeinsam zu haben - außer ihrer schmerzlichen Vergangenheit, welche sie vor der Außenwelt verbergen.
Trotzdem spüren sie die Anziehung zwischen ihnen, die nie verschwindet, egal, für wie lange sie aus dem Leben des jeweils anderen verschwinden.
Schließlich lässt das Schicksal sie doch zueinander finden. Aber was zuerst wie die Erfüllung eines Traums erscheint, wird für Lily schon bald zu einer Zerreißprobe. Vor allem, als ihre erste große Liebe Atlas wiedertrifft. Mit der sie nie einen Abschluss gefunden hat.
Kann ihre Beziehung mit Ryle all diese Herausforderungen überstehen? Oder endet sie in einer Katastrophe?

Die Geschichte:

Oh Gott, ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben soll, ohne zu viel zu offenbaren. Denn das Thema, um das es sich in "Nur noch ein einziges Mal" dreht, ist so schlimm, so sensibel und traurig ... und ich kann einfach nur dazu sagen, dass jeder das Buch selbst lesen muss, um zu verstehen, was ich meine.
Jedes Kapitel macht den Schluss unvorhersehbarer, sodass man sich nicht davon losreißen kann. Richtig gut konzipiert von Colleen Hoover. Und total emotional. Chapeau!

Die Charaktere:
Lily wirkte zu Beginn noch nicht wie die typische Sympathiefigur. Doch je mehr man über sie erfährt, desto besser kann man sie verstehen und sich in sie hineinversetzen. Sie wird zwar nicht meine Lieblingsprotagonistin, aber sie ist realistisch und menschlich gestaltet. Und vor allem ist sie gleichzeitig schwach und stark. Das gefällt mir am besten an ihr.
Ryle fand ich von Beginn an toll. Er wirkte wie der perfekte Mann, trotzdem wusste man gleichzeitig, dass er es nicht ist. Doch wie tief seine Abgründe gehen, das konnte man nicht voraussehen. Er tat mir überwiegend leid, je weiter die Geschichte voranschritt. (Ich könnte auch noch sehr viel mehr über ihn sagen, aber das würde das Buch zu sehr spoilern, also lasse ich es.)
Atlas war für mich stets eine Art Störfaktor in Lilys und Ryles Beziehung. Ich wollte nicht, dass er zurück in Lilys Leben tritt, wusste jedoch gleichzeitig, dass es unvermeidbar war. Denn sie brauchten einen Abschluss. Und im Grunde ist er wirklich ein guter Kerl. Vielleicht sogar ein zu guter, weshalb ich skeptisch geblieben bin. Bis zum Ende ...

Der Schreibstil:
Colleen Hoover versteht sich darin, Emotionen zu transportieren. Egal, ob negative oder positive, sie reißt einen mit. Durch Lilys Perspektive tauchte man richtig tief ein, ging mit ihr durch alle Hochs und Tiefs. Es war gleichzeitig verstörend, berührend und noch so viel mehr, das ich nicht in Worte fassen kann.
So viel Liebe, Drama und Tragik richtig zu dosieren, das ist echt ein Kunststück!

Mein Fazit:
Das Buch hat mich fertig gemacht. Ich habe ja schon einige Bücher gelesen, in denen es um ernste Themen geht. Viele davon haben mich begeistert, zum Nachdenken angeregt und zum Weinen gebracht. Und "Nur noch ein einziges Mal" gehört definitiv in diese Reihe an Büchern.
Darum lasse ich einfach meine Bewertung sprechen und rede nicht mehr drum herum.

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

  (1)
Tags: erotik, erwachsenwerden, familie, häusliche gewalt, liebe, new-adult   (6)
 

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(134)

281 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

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Auf ewig mein

Eva Völler
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ONE, 23.02.2018
ISBN 9783846600580
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Kaum haben Anna und Sebastiano die Geschehnisse am Hof von Heinrich VIII. verarbeitet, steht schon eine neue Herausforderung vor der Tür. Denn ein Unbekannter stiehlt die Zeitmaschine!
Um sie zurückzubekommen, müssen sich Anna und das Team ihrer Zeitreiseschule auf ein gefährliches Spiel im Jahr 1873 einlassen. Ein Spiel mit einem hohem Preis, sollten sie es verlieren. Doch wie schafft man es, in 80 Tagen um die Welt zu reisen und gleichzeitig irreguläre Portale zu schließen?
Wird die Zeit auf ihrer Seite sein? Oder werden sie diese unmöglich scheinende Reise nicht überleben?

Die Geschichte:
"In 80 Tagen um die Welt" habe ich zwar nicht gelesen, aber ich finde es trotzdem spannend, wie Eva Völler genau diesen Roman aufgreift, um ihre Charaktere in ein neues Abenteuer zu schicken. Man erfährt auch sehr viel über die Orte, die besucht werden. Vielleicht etwas zu viel? Manchmal zogen sich die Beschreibungen sehr stark hin und die Handlung ging dafür kaum voran. Abgesehen davon wurde jeder Stopp sehr schnell abgehandelt. Die Figuren stehen zwar verständlicherweise unter Zeitdruck, doch es wirkte wie eine Hetzjagd. Die Aufenthalte auf den Schiffen waren dafür umso ausführlicher, obwohl gerade da weniger passiert. Die Mischung war also nicht ganz so gut gewählt.

Die Charaktere:
Wie auch im Vorgängerband harmoniert das Figurenensemble sehr gut. Die Konflikte bilden den Mittelpunkt, sodass es gar nicht so wirkt, als wären sie ein ideales Team. Trotzdem stehen sie füreinander ein, würden alles tun, um die Mission einen Erfolg werden lassen. Und wegen  ihrer unterschiedlichen Stärken glaubt man auch daran, dass sie es schaffen können. Egal, wie oft sie aneinander geraten.
Eva Völler hat da wirklich lebendige Charaktere erschaffen, die einem schnell ans Herz wachsen.

Der Schreibstil:
Unterhaltsam, das trifft es wohl am besten. Vor allem Ole und Fatima sorgen öfters mal für einen Lacher. Die witzigen Kommentare sind zwar nicht immer einfallsreich, aber dafür umso authentischer. Da die Sprache sonst auch recht einfach gehalten ist, kann man das Buch recht schnell lesen.
Und die eingefügten Tagebucheinträge von Walter sorgen für einen gewissen Spannungseffekt, da man so noch eine weitere Perspektive bekommt. Eine, die noch einmal zeigt, wie gut das Team auch getrennt voneinander funktioniert.

Mein Fazit:
Ganz so stark wie den ersten Teil der "Time School"-Reihe fand ich "Auf ewig mein" nicht. Vielleicht lag das daran, dass mich die Thematik mit Heinrich VIII. mehr interessiert hat als eine Reise um die Welt. Allerdings fand ich die auch zu schnell abgearbeitet. Für Reisethematiken sollte man sich mehr Zeit nehmen. Ein paar mehr Seiten hätten der Geschichte nicht geschadet.
Die Figuren reißen das Ganze wieder raus. Ich würde sogar behaupten, das Buch lebt eher von den Figuren als von der Geschichte. Weil mir die allerdings recht gut gefallen, bleibe ich bei meiner Bewertung vom ersten Band.
Ach ja, und das Cover ist traumhaft schön! (Auch wenn Anna blond ist und die abgebildete Frau dunkle Haare hat.)

Sabrina S. Says: 4 von 5 Bücher

  (1)
Tags: fantasy, jugendbuch, liebe, zeitreise   (4)
 

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(1.239)

2.210 Bibliotheken, 79 Leser, 0 Gruppen, 419 Rezensionen

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Eigentlich will Ruby ihr letztes Schuljahr an der renommierten Privatschule Maxton Hall dafür nutzen, in Oxford aufgenommen zu werden. Dafür tut sie alles - zum Beispiel sich von all den priviligierten Mitschülern, ihren Partys und Eskapaden so gut es geht fernhalten.
Doch als sie etwas beobachtet, was sie nicht hätte sehen sollen, ändert sich ihr strukturiertes Leben schlagartig. Denn sie kennt nun ein Geheimnis der genauso reichen wie berühmten Familie Beaufort. Deren Erbe James kann natürlich nicht zulassen, dass es ans Tageslicht gelangt. Von nun an begegnen sich die beiden ständig und schon bald können sie sich ihr Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen.
Doch haben Gefühle in einer von Macht und Geld regierten Welt überhaupt eine Chance?

Die Geschichte:
Seufz ... Ja, das trifft es wohl am besten. Denn die Geschichte ist ebenso romantisch wie dramatisch, traurig und einfach zum Verrücktwerden. Nichts scheint zusammenzupassen und dennoch passt eben alles.
Manchmal war ich mir nicht sicher, ob das Buch zu übertrieben ist, was die Welt der Reichen und Schönen angeht, aber wahrscheinlich habe ich zu wenig Ahnung, um das beurteilen zu können. Jedenfalls erkennt man sehr klar den Kontrast zu Rubys bodenständiger Existenz, was ja beabsichtigt ist. Die Liebesgeschichte macht dadurch einen umso aussichtsloseren Eindruck, doch man kann sich ihr nicht entziehen, nicht aufhören zu hoffen.

Die Charaktere:
Ruby und James, sie wachsen einem beide ans Herz. Jeder hat seine eigenen Probleme, ist ein Individuum. Trotzdem sind sie untrennbar miteinander verbunden. Und man spürt beim Lesen, wie diese Verbindung entsteht. Ich konnte die Emotionen nachverfolgen, als wären es meine eigenen. Das passiert mir eigentlich nicht oft, vielleicht hat es mich darum umso mehr mitgenommen - und sehnsüchtig nach der Liebe gemacht mit all ihren Facetten.
Aber auch die Nebenfiguren sind essenziell für die Handlung, man fiebert mit, wann deren Geheimnisse ans Licht kommen. Allerdings werden wir uns da noch etwas gedulden müssen ... jedoch ist Vorfreude ja bekanntlich die schönste Freude 😏

Der Schreibstil:
Ich habe mich echt gefragt, wie die Autorin es schafft, mit solch einem einfachen, gut lesbaren Schreibstil so tiefgründig zu erzählen. So viele Gefühle heraufzubeschwören.
Einziges winziges Manko: Die Sicht wechselte manchmal zu lange nicht. Bei zwei Perspektiven hätte ich mir mehr Ausgleich gewünscht.

Mein Fazit:

"Save Me" bewegt sich zwar in einem klischeehaften Milieu für den New-Adult-(Erotik)-Bereich, aber im Gegensatz zu zum Beispiel der "Paper"-Reihe waren hier so viele nachvollziehbare Emotionen im Spiel, dass mich das nicht gestört hat. Bei dem Buch lag der Fokus nicht auf dem wahnsinnig attraktiven und ebenso reichen Typen, der das unschuldige Mädchen abschleppen will. Es ging wirklich darum, die Gegensätzlichkeit der Welten, der beiden Protagonisten herauszuarbeiten. Und das ist Mona Kasten auf einfache, aber dennoch ausdrucksvolle Weise gelungen.
Ich bin immer noch total geflasht und freue mich riesig auf die Fortsetzung "Save You" (erscheint im Mai).

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

  (1)
Tags: buchreihe, erotik, liebe, new-adult, roman   (5)
 

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(4)

14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Phönixakademie - Sammelband 2 (Fantasy-Serie)

I. Reen Bow
E-Buch Text: 285 Seiten
Erschienen bei null, 20.09.2017
ISBN B075SQHJNR
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Inhalt:
Nach Robins Flucht aus der Phönixakademie landet sie auf einem Schrottplatz in Tirias - notgedrungen. Dort leben die Windsegler, Waisenkinder, die ihre Familie ineinander gefunden haben. Einer von ihnen ist Chest, mit dem Robin schon bald mehr verbindet, als sie sich je hätte erträumen können.
Und dann ist da ja auch noch Frederik, der ihr gerne wieder ein Freund sein möchte. Aber kann sie ihm vertrauen?
Und was hat Robins Schwester Jenny mit all den schlimmen Dingen zu tun, die in der Welt vor sich gehen? Kann sie womöglich das strahlende Licht sein, das alle rettet? Oder wird sie alles und jeden ins Verderben stürzen?

Die Geschichte:
Geheimnis um Geheimnis kommt ans Licht in den nächsten fünf Funken der "Phönixakademie"-Serie. Man hat das Gefühl, an jeder Ecke lauert eine neue Gefahr und niemand ist vor ihr sicher. Egal, auf welcher Seite er steht.
Dieses unterschwellig mitschwingende Risiko macht einen beim Lesen ganz schön nervös. Gleichzeitig zieht sich die Geschichte ein wenig, weil noch nichts großartig gegen die Gefahr unternommen wird. Jede Figur scheint in diesen paar Episoden auszuloten, auf welcher Seite sie stehen will. Das finde ich zwar gut gemacht von der Autorin, aber bei den vielen Charakteren geht das vielleicht ein wenig auf Kosten der Spannung.

Die Charaktere:
Viele der Charaktere werden einem sympathischer im Laufe der Serie. Man kann sie besser verstehen, weil man immer tiefere Einblicke in ihre Gedanken bekommt. Gleichzeitig wird hier ein Bild gemalt, von dem ich mir nicht sicher bin, was ich davon halten soll. Denn jede Figur wirkte am Anfang der Reihe wie ein schlechter Mensch - und jeder entwickelt sich so langsam in eine möglichst perfekte Version seiner selbst. Ich hatte beim Lesen zunehmend den Eindruck, dass es nur die Personen gibt, die von vornherein auf der "bösen" Seite stehen, und diejenigen, die kapieren, dass sie sich dem entgegenstellen müssen. Mir fehlte das Dazwischen. Aber vielleicht ist das auch nur dem Umstand geschuldet, dass ich gerade mal bei der Hälfte der Serie angelangt bin.

Der Schreibstil:
Hat sich im Laufe der Serie schon ein wenig weiterentwickelt. Und er liest sich auch immer noch recht einfach, da alles auf den Punkt gebracht wird. Trotzdem fehlte mir noch das letzte Quäntchen Emotionalität. So viel, wie die Figuren durchleben müssen, hätte ich mir noch ein paar Emotionen mehr gewünscht.

Mein Fazit:
Ein guter Zwischenschritt der Serie, bei dem der Fokus auf den Entscheidungen der unterschiedlichen Charaktere liegt. Auch die aufgedeckten Geheimnisse finde ich sehr schön gestaltet. Man fiebert richtig mit, wie es weitergeht.
Über die kleinen Defizite konnte ich ganz gut hinwegsehen, weil sie die Geschichte nicht großartig stören. Man hätte nur noch etwas mehr herausholen können, denke ich. (Lektorenblick 😜 )
Insgesamt vergebe ich deshalb dieselbe Bewertung wie für den ersten Sammelband.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: buchserie, fantasy, jugendbuch, sammelband   (4)
 

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Verliere mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305496
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Sage hat die schwerste Entscheidung ihres Lebens getroffen, indem sie Luca verlassen hat. Doch ihre Vergangenheit hat sie dazu gezwungen. Und obwohl sie weiß, dass sie das Richtige getan hat, ist ihr Schmerz unendlich groß. Wie soll sie ihm je wieder unter die Augen treten?
Wie es der Zufall so will, kreuzen sich ihre Wege immer wieder aufs Neue. Es scheint, als kämen sie nicht voneinander los. Als Sage glaubt, ihr Leben könnte nicht mehr schlimmer werden, bittet Luca sie auf einmal, wieder bei ihm und April einzuziehen. Will er sie etwa zurückgewinnen? Und kann Sage das Risiko eingehen, Luca erneut so dicht an sich heranzulassen?

Die Geschichte:
Nachdem Band 1 so herzzerreißend war (und geendet hat), hatte ich gehofft, dass die Fortsetzung ebenso emotional werden würde. Und tatsächlich hat sich die Autorin bemüht, erneut möglichst viel Kummer in die Geschichte zu legen. Leider liegt die Betonung hier auf "bemüht", denn die Ereignisse waren teilweise so vorhersehbar, dass man nicht mehr darin versinken konnte. Und das Ende war nicht so dramatisch, wie es nach Sages Ängsten zu befürchten gewesen war. Schade, da hätte man mehr herausholen können.

Die Charaktere:
Wie in Teil 1 sind die Charaktere extrem gut gestaltet. Man kann sich in sie hineinversetzen, ihre Handlungen nachvollziehen und leidet mit ihnen. Nicht nur Sage und Luca sind hierbei interessant, auch auf die Nebenfiguren wie April, Connor oder Gavin sollte man ein Auge haben. Wobei deren Geschichten noch nicht auserzählt sind. Absicht von der Autorin? Wer weiß. Ich würde mir jedenfalls wünschen, zu erfahren, wie es mit der Clique weitergeht.

Der Schreibstil:
Man kam wieder sehr gut in das Geschehen hinein. Ich fand auch, dass Sages innerer Konflikt erneut gut dargestellt wurde. Vielleicht manchmal allerdings nicht extrem genug, vor allem während ihrer Panikattacken.
Trotzdem liest sich das Buch sehr schnell und leicht. Für den New-Adult-Bereich passend, würde ich sagen.

Mein Fazit:

Ich bin hin und her gerissen wegen meiner Bewertung für "Verliere mich. Nicht.", aber zweifellos ist dieser Band nicht so stark wie sein Vorgänger. Er las sich gut, bewies auch eine gewisse emotionale Tiefe, aber mir haben die Überraschungen gefehlt. Und der Schluss war zu kurz, der Epilog eigentlich nicht notwendig. Als wollte die Autorin krampfhaft beweisen, dass jede tragische Geschichte glücklich ausgehen kann.
Darum muss ich schweren Herzens eine mittelmäßige Bewertung vergeben ...

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

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Tags: freundschaft, liebe, missbrauch, new-adult, studium   (5)
 

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Die Chroniken der Verbliebenen - Die Gabe der Auserwählten

Mary E. Pearson , Barbara Imgrund
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.10.2017
ISBN 9783846600528
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Lia und Rafe ist die Flucht aus dem Sanctum gelungen, doch man ist ihnen dicht auf den Fersen. Ausgerechnet mit Kadens Hilfe gelingt es ihnen, einen Stützpunkt in Dalbreck zu erreichen. Doch welche Pläne verfolgt er wirklich mit seiner Unterstützung?
Und auch am Stützpunkt werden Lia und Rafe vor Herausforderungen gestellt. Vor allem, da eine flüchtige und gesuchte Prinzessin nicht gerade gern als die Frau an der Seite des Herrschers gesehen wird.
Und was ist mit Morrighan? Kann Lia die Menschen in ihrem eigenen Reich warnen? Oder wird Rafe sie ihrer Sicherheit wegen davon abhalten, ihr Schicksal zu erfüllen?

Die Geschichte:
Dank der Teilung des letzten Bandes fliegt man ziemlich schnell durch die recht kurze Geschichte. Es passiert auch nichts wahnsinnig Spannendes, dafür sind die zwischenmenschlichen Konflikte umso deutlicher herausgearbeitet. Genau wie die politischen Sorgen. Diese Kombination macht das Buch trotz fehlender Spannung interessant. Und man möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht!

Die Charaktere:
Wie gehabt finde ich Lias Entwicklung gut gestaltet. Sie will Verantwortung übernehmen für das Leben ihrer Leute und setzt ihre Ziele durch - selbst wenn es auf Kosten der Liebe ist.
Rafe dagegen kann ich immer noch zu wenig abgewinnen. Er findet sich zwar nun in seine Rolle als Herrscher ein, nutzt diese Position jedoch Lia gegenüber lange Zeit zu sehr aus. Bis zum Ende macht ihn das in meinen Augen unsympathisch - zu besitzergreifend.
Von Kaden bekommt man leider zu wenig mit. Vielleicht liegt das daran, dass seine wahren Pläne verschleiert werden sollen. Denn man ist sich nicht sicher, auf wessen Seite er letztendlich steht. Gerade deshalb bleibt er jedoch ein interessanter Charakter.

Der Schreibstil:
Auch hier keine großen Veränderungen im Vergleich zu den Bänden zuvor. Weiterhin sehr bildhaft und anschaulich beschrieben. Inzwischen auch etwas emotionaler.
Allerdings bleibt die Unterscheidung der Erzählerstimme immer noch schwierig.

Mein Fazit:
Ein interessanter Zwischenteil auf dem Weg zum großen Finale. Geschickt gemacht vom Verlag, das Buch aufzuteilen, denn man möchte nun unbedingt das Ende wissen (blöd, dass Band 4 erst Ende März erscheint). Jedoch bleibt die Handlung ein wenig stehen und die Spannung auf der Strecke.
Trotzdem liest sich "Die Gabe der Auserwählten" flüssig und leicht und lenkt den Fokus wieder mehr auf die Figuren. An Band 2 kommt er allerdings nicht heran.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

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Tags: buchreihe, chroniken der verbliebenen, fantasy, jugendbuch, liebe, magie   (6)
 

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Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson , Barbara Imgrund
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Nachdem Lia nach Venda verschleppt wurde, muss sie sehen, wie sich dort unter den wachsamen Augen des Komizars zurechtfindet. Vor allem, da der sie eigentlich lieber tot sehen würde als lebendig.
Doch ihr Leben ist längst nicht das einzige, das bedroht ist. Während ihres Aufenthalts in dem fremden Reich muss sie erfahren, dass ein Krieg unmittelbar bevorstehen könnte. Und ihre Rolle könnte wesentlich sein für dessen Ausgang. Je nachdem, auf welcher Seite sie steht.
Dass diese Entscheidung nicht ihre eigene sein könnte, muss Lia schon bald schmerzlich erkennen. Wird Rafe sie vor dem Schlimmsten bewahren können? Und kann sie Kaden nach seinem Verrat noch vertrauen?

Die Geschichte:
Genau wie in Band 1 ist die Geschichte nicht wahnsinnig actionreich und vom Erzähltempo eher niedrig gehalten. Trotzdem ist sie an sich spannender, denn man erfährt viel mehr über die politischen Hintergründe der drei Reiche, insbesondere von Venda, das bisher noch sehr undurchschaubar war. Dazu kommt, dass jeder Fehler von Lia den Komizar dazu bringen könnte, sie doch noch umzubringen - ein klarer Risikofaktor, der zum Mitfiebern einlädt.
Obwohl das Rätsel um Prinz und Attentäter gelöst ist, büßt die Reihe demnach nicht an Spannung ein, sondern nimmt gerade erst Fahrt auf.

Die Charaktere: (VORSICHT SPOILER!)
Lia war mir sympathischer als in dem Vorgängerband, da sie endlich versteht, was Verantwortung heißt. Sie wirkt nicht mehr so naiv und liebestoll, was ich gut finde. Allerdings geht sie sehr viele Risiken ein, das wirkt etwas übertrieben manchmal.
Was Rafe und Kaden - beziehungsweise Prinz und Attentäter - angeht, bin ich immer noch eher auf Kadens Seite. Vor allem, nachdem man mehr über seine Geschichte erfahren hat, kann man ihn wirklich verstehen.
Rafe dagegen verhält sich beinahe wie Lia im ersten Band: eigennützig und verantwortungslos. Sein Reich erscheint ihm ziemlich unwichtig, alles, was zählt, ist die Liebe seines Lebens. Eigentlich der typische Märchenprinz - aber damit leider nicht ganz mein Fall.

Der Schreibstil:
Wieder sehr detailreich und ausufernd. Hat mich dieses Mal aber weniger gestört, weil es dazu passt, dass man mehr über die vendischen Hintergründe erfährt.
Allerdings sind mir dafür zwei andere Dinge negativ aufgefallen: Die Erzählerstimmen der Protagonisten unterscheiden sich nicht genug voneinander, zeigen den Charakter der Figuren nicht so wie die wörtliche Rede.
Und oft wird die Erzählung einer Geschichte zusammengefasst, anstatt dass der Erzähler selbst zu Wort kommt. Das ist besonders unpersönlich und schafft somit keine Verbindung. Das hätte besser gelöst werden können.

Mein Fazit:
"Das Herz des Verräters" hat mir besser gefallen als "Der Kuss der Lüge". Allerdings hätte ich anhand des Titels erwartet, dass die Dreiecksgeschichte noch etwas komplizierter wird. Stattdessen sind die Rollen nun klar verteilt und scheinbar unabänderlich. Genau das finde ich bei solchen Dreiecksbeziehungen nicht so gut: wenn sehr schnell klar ist, für wen sich das Mädchen (oder in Ausnahmefällen der Junge) entscheidet. Das nimmt komplett die Spannung und Emotionen raus.
Angesichts all der Ereignisse in Venda hätte man da auf jeden Fall noch was rausholen können. Ansonsten aber ein sehr schön gestaltetes Buch, das Lust auf die Fortsetzung(en) macht.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (2)
Tags: chronikenderverbliebenen, fantasy, jugendbuch, königreich, krone, liebe, low fantasy, monarchie, reihe   (9)
 

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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The New Dark - Dunkle Welt (Dark-Times-Trilogie 1)

Lorraine Thomson
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei beBEYOND by Bastei Entertainment, 01.11.2017
ISBN 9783732534135
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Als ihr Heimatdorf Amat von Mutanten überfallen wird, schafft es Sorrel gerade so, zu entkommen. Dabei verliert sie allerdings ihren kleinen Bruder Eli und ihre große Liebe David.
Auf der Suche nach ihnen wird sie von Fremden aufgelesen und nach Ulbroom gebracht. Doch die Stadt ist keine Rettung, sondern wird für Sorrel zu einem Gefängnis. Vor allem als ihr angeblicher Erretter Martin ihr zu nahe rückt, versucht sie alles, um zu flüchten.
Und gerade ein Mutant ist es, der ihr dabei helfen will. Nur kann sie ihm wirklich vertrauen? Und wird sie Eli und David wiederfinden?

Die Geschichte:
Mich haben vor allem das tolle Cover und der Klappentext neugierig gemacht auf die Geschichte. Allerdings stimmt besonders die Zusammenfassung nicht mit meinem Eindruck überein. Die Liebesgeschichte war so gut wie gar nicht vorhanden und was die Rebellen angeht, tauchen die erst zum Ende des Buches auf. Bis dahin plätschert alles vor sich hin. Es gibt zwar hin und wieder gute Momente, aber ich habe mich überwiegend hindurchgequält. Leider keine Dystopie nach meinem Geschmack.

Die Charaktere:
Keine wirkliche Sympathiefigur - ganz schlecht für ein Buch. Sorrel war mir zu passiv für eine lange Zeit. Ich konnte mich kein bisschen mit ihr identifizieren, mich nicht in sie hineinversetzen.
David hatte keinen wirklich definierten Charakter, es ging immer nur darum, Sorrel wiederzufinden. Ab und an zeigte er mal, was in ihm steckt, insgesamt konnte ich ihm jedoch wenig abgewinnen.
Was die anderen Figuren angeht, waren die meisten zu undurchsichtig oder zu aufdringlich. Einstein war noch ganz okay, aber dann hört die Sympathie auch schon auf.

Der Schreibstil:
Hat mir von der ersten Seite an überhaupt nicht gefallen. Zu viel Geschwafel, zu viel Einführung, keine Handlung. Die Ausdrucksweise motiviert nicht zum Weiterlesen, es kamen keine Emotionen rüber. Dazu häufige Fehler in Rechtschreibung und Zeichensetzung und manchmal ganz komisch formulierte Übersetzungen.
Nichts Positives, das ich dem Schreibstil der Autorin oder der deutschen Übersetzung abgewinnen kann.

Mein Fazit:
Schon nach dem ersten Drittel hätte ich die Geschichte gerne abgebrochen, weil nichts mich wirklich überzeugt hat. Ich musste mich durchkämpfen bis zum Schluss. Ein paar wenige Stellen gab es, bei denen ich hoffte, es würde bergauf gehen. Zum Beispiel als Sorrel endlich Martin und Ulbroom entkommt zusammen mit Einstein. Oder als sich Sorrel und David in Dinawl um mehrere Male verfehlen.
Doch bis man überhaupt dorthin kommt, ist es schwierig. Für mich leider kein gelungenes Werk.

Sabrina S. Says: 2 von 5 Büchern

  (2)
Tags: dystopie, fantasy, jugendbuch   (3)
 

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2.163 Bibliotheken, 68 Leser, 0 Gruppen, 382 Rezensionen

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Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Sage ist gerade 18 Jahre alt geworden, da flieht sie von ihrem Zuhause in Maine nach Nevada. Offiziell, um dort zu studieren, doch in Wahrheit möchte sie vor allem so weit wie nur möglich von ihm weg.
Ihre Ängste lassen sich jedoch nicht so leicht vertreiben, was den Start in ihr neues Leben nicht einfacher macht. Doch dann begegnet sie April und Luca, die sie bei sich aufnehmen und ihr neue Sicherheit geben.
Und vor allem Luca wird schon bald mehr als nur ein Freund für Sage - aber kann sie die Liebe wirklich in ihr Leben lassen? Trotz all ihrer Ängste? Oder holt sie die Vergangenheit ein, bevor sie sie besiegen kann?

Die Geschichte:
Dass Sage ein gebrochener Charakter ist, merkt man sehr schnell. Trotzdem (oder gerade deswegen?) konnte ich mich allerdings gut in sie hineinversetzen. Ihre Ängste erscheinen nicht übersteigert, sondern realistisch. Man leidet mit ihr mit, vor allem dann, wenn sie Luca näherzukommen scheint und sich schließlich doch zurückziehen muss. Dieses extreme Wechselbad der Gefühle und Sages ständiger Kampf mit der Angst machen die Geschichte spannend, ohne dass großartig etwas passiert. Die übertragenden Emotionen reichen völlig aus, um einen mitzureißen.

Die Charaktere:
Sowohl Sage als auch April und Luca sind richtige Sympathiefiguren. Eigentlich mag ich es nicht so gerne, wenn die Figuren alle im positiven Licht stehen, aber hier hat es im Kontrast mit Sages Ängsten gepasst.
Luca mag vielleicht etwas klischeehaft für einen New-Adult-Roman sein, weist allerdings Details auf, wie man so nicht oft wiederfindet. Zum Beispiel die ungewöhnliche Wahl seines Studiengangs. Oder die Art, wie er mit Sage umgeht, ohne sie zu bedrängen. So einen rücksichtsvollen Mann wünscht sich doch fast jede Frau an ihre Seite, oder? Man könnte jedenfalls beim Lesen etwas sehnsüchtig werden 😉

Der Schreibstil:
Nicht außergewöhnlich, aber sehr gut zu lesen. Passt zum Genre, würde ich sagen.
Auch die Emotionen wurden sehr gut herübergebracht, was bei der Geschichte extrem wichtig ist. Also was soll ich noch groß herumreden? Kein Manko zu finden.

Mein Fazit:
Das Buch wurde ja schon im Vornherein sehr viel beworben und gehypt, deswegen war ich etwas skeptisch. Vor allem, da es ja in die Schiene der Erotik fällt und nicht in die der Belletristik. Ich hatte also befürchtet, dass es ins Klischeehafte abdriften würde. Doch davon ist tatsächlich recht wenig zu finden. Spezielle Details, tolle Wendungen und sympathische Charaktere machen eine runde Geschichte daraus. Plus die Emotionen und schon kommt ein fantastischer Roman dabei heraus.

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

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Tags: erotik, erwachsenwerden, familie, freundschaft, liebe, missbrauch, new-adult, studium   (8)
 

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91 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Forbidden Love Story. Weil ich dir begegnet bin

Anna Savas
E-Buch Text: 291 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.07.2017
ISBN 9783646603293
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Nur Minuten, nachdem sich die 17-jährige Vesper von ihrem Freund getrennt hat, begegnet sie dem gut aussehenden Alex. Der bringt sie von Anfang an so durcheinander, dass sie nicht weiß, wie sie auf ihn reagieren soll - und vor allem auf ihre Gefühle.
Abgesehen davon hat sie ohnehin schon genug Probleme mit ihrer familiären Situation. Nicht nur, dass die neue Freundin ihres Vaters schwanger ist, ihre Mutter heiratet bald wieder. Von ihrer neuen Stiefschwester in spe hält Vesper sowieso nicht viel, aber als sich dann auch noch herausstellt, dass sie und Alex keine Unbekannten sind, wird das Ganze erst richtig kompliziert.
Hat die Liebe unter diesen Umständen überhaupt eine Chance?

Die Geschichte:
Ich hatte mir eine recht komplizierte, ziemlich klischeehafte Liebesgeschichte vorgestellt bei dem Klappentext. Junge und Mädchen, die nicht zusammen sein dürfen und sich deswegen strikt voneinander fernzuhalten versuchen. Ganz so war es dann allerdings nicht, das war überraschend positiv. Und auch wenn das ein oder andere Detail inszeniert gewirkt hat (zum Beispiel die ständigen Begegnungen zwischen Vesper und Alex am Anfang oder die angehende Beziehung zwischen den besten Freunden), war das Buch doch nicht mit Klischees überladen. Insgesamt hat es sich sogar recht interessant lesen lassen trotz der teilweise fehlenden Kreativität.

Die Charaktere:
Vesper war manchmal etwas widersprüchlich. Einerseits die selbst erkorene Eisprinzessin an der Schule, andererseits total beliebt (wovon man wenig mitbekommen hat). Gleichzeitig aber auch ziemlich emotional, wie ich fand. Ich fand hier die Behauptungen mit dem Gelesenen nicht ganz stimmig. Trotzdem war es ganz nett, mal nicht dieses perfekte Mädchen als Protagonistin zu haben.
Alex kam von Anfang an sehr sympathisch rüber. Ich hätte mir durchaus vorstellen können, mich auch Hals über Kopf (oder Herz über Kopf 😉 ) in ihn zu verlieben. Er war genau die Art von nettem Typ, den man nicht nur gerne als besten Freund hätte. Hier gibt es eindeutig Schmachtpotenzial.
Was mir etwas gefehlt hat, war die Verbindung zwischen Vesper und ihrer besten Freundin Toni. Und Paul war eigentlich nicht mehr als ein Name, quasi ein Geist. Hat er überhaupt einen Satz in der Geschichte gesagt? Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern.

Der Schreibstil:
Für einen Debütroman angenehm zu lesen. Die Emotionen wurden gut herübergebracht, man kam recht schnell durch die Kapitel. Auch wirkte das Buch weder zu kurz noch zu lang.
Abgesehen von einigen Fehlerchen (die man von Impress allerdings gewohnt ist), kann ich mich eigentlich nicht beschweren.

Mein Fazit:
Von den drei Siegertiteln des Schreibwettbewerbs (von Impress und tolino media) gefiel mir "Forbidden Love Story" am besten. Es las sich am Flüssigsten, war gut und schlüssig erzählt. Natürlich gab es das ein oder andere Manko, was mir das Lesen jedoch nicht großartig vermiest hat. Eher hat es sogar etwas Wehmut in mir ausgelöst, die Gefühle wurden also ziemlich gut und plausibel dargestellt. Von mir gibt es demnach einen Daumen hoch!

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: familie, freundschaft, jugendbuch, liebe   (4)
 

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Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Die 17-jährige Fanny ist kaum ein paar Monate als Praktikantin im Château Janvier - dem sogenannten Wolkenschloss -, da beginnt die aufregendste Zeit ihres Lebens. Denn die nach und nach ankommenden Hotelgäste werden immer mysteriöser. Jeder scheint etwas zu verbergen zu haben. Und ausgerechnet Fanny kommt den Geheimnissen (aus Versehen) auf die Schliche!
Als wenn es nicht schon kompliziert genug wäre, sich nicht zu verplappern, bringen der gut aussehende Tristan und der hilfsbereite Ben Fannys Gefühlsleben komplett durcheinander.
Da kann der anstehende Silvester-Ball ja nur noch im Chaos enden - oder?

Die Geschichte:
Nach der "Edelstein"- und der "Silber"-Trilogie hatte ich beim "Wolkenschloss" wieder mit einer fantastischen Geschichte gerechnet. Aber obwohl so einige Vorkommnisse ungeklärt bleiben, bewegt sich Kerstin Giers neues Buch eher in der Realität. Wobei schon erstaunlich viele Zufälle aufeinander treffen, die ein wenig konstruiert wirken. Überraschungen gibt es allerdings trotzdem immer wieder, darum habe ich gerne weiter gelesen, um auch den letzten Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Die Charaktere:

Fanny ist genau wie Liv und Gwen etwas tollpatschig, aber gleichzeitig auch schlagfertig und mutig. Das ergibt eine recht normale, realistische Protagonistin, wie man sie in Jugendbüchern eher selten erlebt. Denn meistens sind die Hauptfiguren überstilisiert und ziemlich perfekt. Grundsätzlich mag ich also die Konstruktion von Fanny. Einziger Minuspunkt: Sie wäre mit Liv oder Gwen beinahe austauschbar, das ganz Besondere hat mir gefehlt.
Dafür sind die vielen anderen Charaktere interessant gestaltet. Manchmal ist es schwer, den Überblick zu behalten, aber die wichtigsten kann man sich gut merken, da sie alle bestimmte Merkmale aufweisen. Sie bleiben einem einfach im Gedächtnis, sodass man sie mit all ihren Marotten lieben lernt.

Der Schreibstil:
Typisch locker-leicht Kerstin Gier. Nicht zu kompliziert oder konstruiert, nicht zu ausufernd, sondern einfach erfrischend normal. Das grenzt auch das "Wolkenschloss" von vielen anderen Jugendbüchern ab, die momentan aktuell sind und sehr viel Wert auf schriftstellerische Perfektion legen. Ein klarer Pluspunkt, denn man fliegt geradezu durch die Geschichte. Das begünstigt auch der humorvolle Stil, den ich bei Kerstin Gier liebe.

Mein Fazit:
Das "Wolkenschloss" ist ein typisch witziges Buch der Autorin, nur vielleicht etwas realistischer gehalten. Womöglich lag es daran, dass ich vor allem die "Silber"-Trilogie stärker in Erinnerung habe, was die Wirkung anging, dass ich nicht komplett überzeugt war. Was nicht heißen soll, dass das neuste Werk nicht lesenswert ist. Denn das ist es auf jeden Fall. Mir fehlte nur das letzte Quäntchen Besonderheit.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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