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709 Bibliotheken, 46 Leser, 0 Gruppen, 104 Rezensionen

fae, rhysand, fantasy, das reich der sieben höfe, feyre

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Nach dem Sieg über Amarantha plagen Feyre die schlimmen Erinnerungen. Ihr angeblich gewonnenes Glück mit Tamlin entwickelt sich dadurch schon bald zu einem Albtraum, aus welchem sie nur wegen ihres Paktes mit dem High Lord des Hofs der Nacht entkommen kann. Aber Rhysand ist nicht zu trauen, oder?
Nach und nach erkennt Feyre, dass die wirkliche Bedrohung noch bevorsteht. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als Rhys bei seinem Kampf zu unterstützen.
Aber können sie es wirklich mit der neuen Gefahr aufnehmen? Und wird Feyre rechtzeitig erkennen, wem sie ihre Hilfe, ihr Vertrauen und ihre Liebe schenken soll?

Die Geschichte:
Nach den überwältigenden Ereignissen von Band 1 war es schwer, eine noch bessere Story zu entwickeln. Das rechne ich natürlich mit in die Bewertung ein, darum kann ich auch nicht zu viel abziehen, weil die Geschichte von Band 2 mich nicht ganz so sehr mitgerissen hat. Wobei das an dem ganzen Aufbau des Buches lag. Denn die Umkehr von "guten" und "bösen" Charakteren hat mich einfach mal komplett aus dem Konzept gebracht. Und sie ging meines Erachtens vor allem auf Tamlins Seite zu schnell. Es wirkte ein wenig abgearbeitet, damit Feyre endlich zu Rhys kommt. Dadurch verlor es etwas an Glaubwürdigkeit.

Die Charaktere:
Feyres Entwicklung in die Mündigkeit hinein gefiel mir recht gut und das Trauma wirkte auch realistisch. Dass sie Tamlin allerdings so schnell fallen lässt, nachdem sich die Liebe im ersten Band so schön entwickelt hatte, mochte ich gar nicht. Immerhin hatte sie den Anstand, sich Rhys nicht gleich an den Hals zu werfen.
Nicht falsch verstehen, ich mag die Bad Boys mit dem weichen Kern wie Rhysand, aber in Anbetracht der Geschehnisse aus Band 1 konnte ich die neue Liebesgeschichte nicht richtig genießen. Nicht, nachdem Tamlin von jetzt auf gleich zum "Bösewicht" umfunktioniert wurde. Alle Sympathie war quasi sofort zerstört, das war schade.

Der Schreibstil:

Wie im Vorgänger gewohnt imposant, lebendig und nachvollziehbar. Es liest sich nicht so leicht wie andere Jugendbücher, geht eher in Richtung belletristische Fantasy. Auch von den Inhalten her, daher ist die Altersangabe ab 14 Jahren vielleicht nicht ganz stimmig.
Aber ich mag Sarah J. Maas' Art, zu schreiben und Bilder in den Köpfen entstehen zu lassen.

Mein Fazit:
"Flammen und Finsternis" kommt nicht an den ersten Band heran. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich meine Sympathie an die Charaktere anders als andere Leser verteile. Weil mir die Verbindung zwischen den zwei Teilen gefehlt hat, weil alles so plötzlich umgeworfen wurde. Hätte mich die Liebesgeschichte von Band 1 nicht so sehr in den Bann gezogen, hätte ich die aus Band 2 mehr genießen können. Schade.
Trotzdem ein unbestreitbar gutes Buch mit durchdachten politischen Hintergründen. Das hat den Roman gerettet.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (1)
Tags: fantasy, jugendbuch, liebe, märchen   (4)
 

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319 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 100 Rezensionen

liebe, der goldene hof, richelle mead, adel, neue welt

The Promise - Der goldene Hof

Richelle Mead , Susann Friedrich
Fester Einband
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 29.09.2017
ISBN 9783846600504
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Um einer zweckmäßigen Ehe zu entgehen, übernimmt eine junge Adelige den Platz ihrer Dienstmagd und reist an ihrer statt an den goldenen Hof. Dieser bietet jungen Mädchen die Chance auf ein besseres Leben auf dem neuen Kontinent Adoria, indem er sie zu Damen ausbildet und sie Männern der neuen Welt als Heiratskandidatinnen vorführt.
Als Adelaide versucht sie, genau dieses Ziel zu erreichen, doch es ist schwer, nicht aufzufliegen. Fast genauso schwer, wie dem Sohn ihres Sponsors zu widerstehen. Und Cedric scheint es mit ihr genauso zu gehen.
Doch ihre Liebe darf nicht sein, denn sie könnte für sie beide den Ruin oder gar den Tod bedeuten ...

Die Geschichte:
Etwas Vergleichbares habe ich noch nirgends gelesen. "The Promise" mischt verschiedene Genres: historisch, fantastisch (im Sinne einer erfundenen Welt) und romantisch. Das war so nicht ganz zu erwarten, fand ich aber ziemlich interessant gemacht. Und allen voran waren die Umstände glaubwürdig.
Insgesamt fügt sich auch alles sehr gut in das Setting ein, vor allem die Charaktere. Nur zog es sich phasenweise etwas, womöglich hätte man noch etwas kürzen können. Und die Richtung, in die es sich nach der Aufdeckung des Verhältnisses entwickelt, kam sehr überraschend. Diesen Teil des Buches mochte ich auch am wenigsten, mehr verrate ich allerdings nicht.

Die Charaktere:
Adelaide (oder auch Elizabeth, wie man in der deutschen Version des Buches sehr schnell erfährt - im Englischen war das ein gut gehütetes Geheimnis, was ich besser fand) ist eine starke Frau von Beginn an. Als Adelige weiß sie auch genau, wie sie sich verhalten muss, was sie ab und an in die Bredouille bringt. Das wirkte etwas gekünstelt, denn eigentlich sollte sie schlau genug sein, um so manch gravierenden Fehler zu vermeiden. Aber womöglich ist ihre Erziehung zu stark in sie eingehämmert, das ist schwer zu beurteilen, darum will ich das nicht so eng sehen. Trotzdem fehlte mir das letzte Quäntchen Sympathie, denn ihr haftete stets eine gewisse Arroganz an.
Cedric mochte ich durchweg gerne, aber der typische Traumprinz eines Jugendbuches ist er definitiv nicht. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Seine Einfühlsamkeit war seine beste Eigenschaft.
Und auch Tamsin und Mira sind gelungene Nebenfiguren, die oft mehr Charakter bewiesen und Sympathie hervorriefen als Adelaide selbst.

Der Schreibstil:
Ich mag den Stil von Richelle Mead, denn er ist stets eine Mischung aus typischem Jugendbuch und etwas Anspruchsvollerem. Dies ist das erste Buch von ihr, dass ich auf Deutsch gelesen habe, dadurch kommt das leider nicht ganz so deutlich raus. Auch was die Übersetzungen angeht, finde ich die Umsetzung eher na ja.
Aber gut und lebendig geschrieben ist die Geschichte, man kann sich alles deutlich vorstellen. Und bei einer erfundenen Welt ist das ja ein Kernfaktor.

Mein Fazit:
Nicht ganz wie erwartet von der Story und den Charakteren her. Trotzdem eine interessante Geschichte in einem spannenden Setting. Phasenweise schwächelt die Handlung ein wenig, aber das wird durch erstaunliche Wendungen und Offenbarungen wieder wett gemacht.
Ein gutes, jedoch kein überragendes Buch mit Richelle Meads bisher schwächster Protagonistin vom Sympathiefaktor. Trotzdem würde ich es weiterempfehlen.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (3)
Tags: adel, fantasy, historisch, hochzeit, jugendbuch, liebe, romantisch   (7)
 

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(133)

331 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

stefanie hasse, schicksal, schicksalsbringer, fantasy, jugendbuch

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Kieras Leben ändert sich von einen Tag auf den anderen, als ihr beim Umzug eine alte Münze in die Hände fällt. Das Geschenk von vor über zehn Jahren birgt nämlich ein Geheimnis: Wer diese Münze besitzt, ist der Schicksalsträger und kann von nun an in das Leben anderer Menschen eingreifen. Doch damit nicht genug, denn mit dieser Bürde geht das Auftauchen zweier Brüder einher - Phoenix und Hayden. Einer von ihnen wurde gesandt, um Böses heraufzubeschwören, der andere, um Gutes zu bringen.  Wem der beiden kann Kiera vertrauen? Und an wen verliert sie ihr Herz?

Die Geschichte:
Ein recht klassischer Urban-Fantasy-Roman für Jugendliche. Mit Wirrungen bezüglich Freundschaft, Liebe, Familie und einer Prise Magie. Die Idee mit der Beeinflussung des Schicksals durch eine Münze ist jedoch mal etwas Neues. Leider kommt das Besondere nicht so deutlich heraus, da sich Kiera die meiste Zeit weigert, in das Schicksal einzugreifen. Der Fokus wird eher auf die Überraschungen gelegt, die sich durch das ganze Buch ziehen. Was auch nicht schlecht ist, viel Spektakuläres passiert bis zum Ende nicht. Dieses ist - wie bei Stefanie Hasses Büchern typisch - sehr rasant und teilweise etwas verwirrend. In diesem Fall ist das jedoch nicht so wild, da sich vieles wohl in Band 2 aufklären wird.

Die Charaktere:
Es herrscht eine gewisse Vielfalt an Figuren, die meisten bergen Geheimnisse, denen man erst spät (oder noch gar nicht) auf die Schliche kommt. Das fand ich ganz interessant gemacht. Bei den Hauptfiguren bin ich eher zwiegespalten. Zwar empfindet man für jede eine gewisse Sympathie, aber komplett von sich überzeugen konnten mich weder Kiera noch Phoenix oder Hayden. Vor allem die Liebesgeschichte entwickelte sich für mich nicht ganz nachvollziehbar, obwohl darauf der Fokus liegt. Und Cody blieb als erste Nebenfigur eher ein Schatten ohne wichtige Rolle, was ich schade fand.

Der Schreibstil:
Typisch für ein Jugendbuch. Mehr braucht man eigentlich kaum zu sagen. Was ich gut fand an der Struktur des Buches, waren die sehr kurzen Kapitel. Die animieren zum Weiterlesen und man kann auch beinahe jederzeit stoppen. Dafür gibt es ein Extrapünktchen. Genau wie für die kursiven Einschübe, die manchmal an den Kapitelenden auftauchen. Der unbekannte Sprecher und die kryptischen Andeutungen machen jede Sicherheit zunichte, die man zu erlangen geglaubt hat. Echt fies, vor allem ganz am Ende des Buches. (Ich brauche die Fortsetzung!!!)

Mein Fazit:
Ein in vielerlei Hinsicht wenig spektakuläres Jugendbuch, bei dem die Kleinigkeiten den Unterschied machen. Überraschende Wendungen, neue Enthüllungen und die Struktur des Buches lassen einen recht schnell zum Schluss kommen. Da stört es auch nicht ganz so sehr, dass es bei den Figuren und der Liebesgeschichte etwas hapert. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Fortsetzung "Schicksalsjäger" (erscheint im Frühjahr 2018).

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (2)
Tags: dilogie, fantasy, freundschaft, jugendbuch, liebe, schicksal, urban fantasy   (7)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, mitbewohner, freundschaft, vergangenheit, aurelia l. night

Heute, morgen und dann für immer: Roman

Aurelia L. Night
E-Buch Text: 263 Seiten
Erschienen bei Forever, 04.09.2017
ISBN 9783958182165
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Das Leben der 19-jährigen Maya scheint perfekt. Sie hat ihr Abitur bestanden, eine Ausbildung zur Krankenschwester in Aussicht, Freunde und Familie - ganz zu schweigen von ihrem Freund Richard. Doch die Wohnungssuche stellt sich als Hindernis heraus. Mayas einzige Möglichkeit, rechtzeitig irgendwo unterzukommen, besteht darin, sich in einer WG einzuquartiern. Ihr neuer Mitbewohner Julian übt sofort eine Anziehungskraft auf sie aus, gegen die sie anzukämpfen versucht. Denn eigentlich gehört ihr Herz ja Richard. Und der tut wirklich alles dafür, dass die Beziehung nicht scheitert. Wird sich Maya für den Richtigen entscheiden?

Die Geschichte:
Der Roman ist so einfallslos und klischeehaft, am liebsten hätte ich ihn nach dem ersten Drittel abgebrochen. Klar, sind New-Adult-Liebesromane oft nicht sehr einfallsreich, aber "Heute, morgen und dann für immer" hat mich echt tierisch genervt. Alles ist simpel dargestellt, es gibt kaum Widerworte bzw. negative Reaktionen, kaum Unvorhersehbares. Man wusste schon, wie sich alles entwickeln würde, noch bevor es passiert ist. Vor allem die Szene mit dem Streichen, bei der sich Maya und Julian näher kommen - zum Augenverdrehen. Der gesamte Roman ist 08/15. Auch am Ende fand ich ein paar Dinge mehr als unlogisch. (Vorsicht, Spoiler!) Richard taucht gar nicht mehr auf, lässt Maya einfach ziehen. Und warum brauchen sie und Julian so viel Zeit, um sich auszusprechen? Das habe ich nicht wirklich nachvollziehen können.

Die Charaktere:
Melodramatisch und wahnsinnig naiv, das beschreibt die Figuren am besten. Schon allein dass Maya und ihre Mutter an den Umzug so unbedarft herangehen, wirkt richtig unglaubwürdig. Nur damit Julian ihnen dann helfen kann. Das ist weder innovativ noch realistisch. Und leider zieht es sich durch die gesamte Geschichte. Maya ist mir zu sprunghaft, Richard zu sehr der Böse und Julian zu sehr der Held. Für mich gibt es hier nur Figuren, keine Charaktere.

Der Schreibstil:
Den fand ich sehr enttäuschend dafür, dass es noch nicht mal das Debüt der Autorin war. Zwischen Gedanken und Handlungen fehlten mir die Übergänge und Bezüge zueinander, es kamen wahnsinnig viele umgangssprachliche Ausdrücke vor und das Schlimmste war: "sagen" in allen Varianten bei fast jeder wörtlichen Rede. Las sich gar nicht schön. Ganz zu schweigen davon, dass die Formulierungen und Ausdrücke manchmal nicht passten. Das grüne T-Shirt betont nämlich nicht die "Sprinkler", sondern die "Sprenkel" in seinen Augen. Spätestens im Lektorat hätte das gesehen werden müssen.

Mein Fazit:
Für einen Verlagstitel hätte ich mir viel mehr erwartet. Der Roman wirkt unausgereift, da hätte das Lektorat stärker eingreifen müssen. Obwohl die gesamte Geschichte in meinen Augen nicht wirklich zu retten war, so viele Klischees steckten darin. Kein wirklich guter Ausflug der Autorin in dieses Genre.

Sabrina S. Says: 2 von 5 Büchern

  (2)
Tags: freundschaft, liebe, liebesgeschichte, new adult   (4)
 

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(653)

1.442 Bibliotheken, 47 Leser, 3 Gruppen, 228 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Um ihre in Armut lebende Familie am Leben zu halten, tut Feyre alles. Als sie bei einem ihrer Jagdausflüge einen Wolf tötet, ist sie sich nicht bewusst, dass es sich dabei um einen Fae handelt - ein höheres Wesen, die von den Menschen getrennt leben. Ihre Tat bleibt nicht ohne Konsequenzen, denn auf einmal erscheint eine andere dieser Kreaturen und entführt sie in sein Reich. Ein Mann, dessen Gesicht unter einer Maske verborgen ist. An seinem Hof muss Feyre feststellen, dass die Legenden über die Fae nicht alle der Wahrheit entsprechen. Vor allem ihr Entführer Tamlin erweist sich nicht als Ungeheuer. Doch es gibt etwas, das eine Gefahr für beide Seiten, Fae und Menschen, darstellt. Und es gewinnt zunehmend an Macht ...

Die Geschichte:

Das Buch wurde mir als Adaption des Märchens "Die Schöne und das Biest" angepriesen - was ihm überhaupt nicht gerecht wird. Nichts gegen das Märchen, doch "Das Reich der sieben Höfe" ist viel gewaltiger. Viel emotionaler, sehr viel überraschender. Man wird in die Geschichte hineingesogen und es ist schwer, nicht von ihr in die Höhen und Tiefen gerissen zu werden.
Die Mischung aus Gefahr und Liebe ist genau richtig dosiert. Es greift einfach alles ineinander, sodass man nicht zur Ruhe kommen kann. Es ist schwer, hier große Schwachstellen zu finden.

Die Charaktere:
Feyre wirkt manchmal nicht ganz so sympathisch, aber in Anbetracht dessen, dass ihr Leben ständig bedroht ist, ist das wohl nachvollziehbar. Und ihre unerschütterliche Liebe zu Tamlin beziehungsweise seine Liebe zu ihr ist einfach herzzerreißend. Man kann sich dem Bann der beiden nicht entziehen, die füreinander bestimmt zu sein scheinen.
Auch die Nebenfiguren überzeugen. Allen voran Lucien hat sich in mein Herz geschlichen, vielleicht weil er nie wirklich Glück hat. Was Rhysand angeht, bin ich dagegen skeptisch. Er wirkte mir etwas zu widersprüchlich in seinen Handlungen und Entscheidungen (aber ich werde wohl noch einiges über ihn lernen in Band 2, so wie ich das mitbekommen habe ...).

Der Schreibstil:
Darauf kann ich nicht ganz so gut eingehen, da ich das Buch im englischen Original gelesen habe. Vom Gesamteindruck her ist der Roman bildgewaltig erzählt, sodass man nicht nur Einblick in Feyres Gedanken und Gefühle bekommt, sondern auch ausführliche Schilderungen zu Umgebung und Figuren. Das mag ich eigentlich nicht so sehr (im Englischen habe ich auch nicht alles davon verstanden), aber hier passte es.

Mein Fazit:
Ich hab's versucht. Wirklich. Ich wollte die Buchreihe umgehen, mich nicht von dem Hype mitreißen lassen. Und beim Lesen habe ich Gründe gesucht, um es irgendwie zu kritisieren.
Das hat nicht funktioniert. Denn das Buch ist toll. Nicht ganz wie die Jugendbücher, die mich sonst begeistern, darum dachte ich auch, es wäre nichts für mich. Doch ich kann kaum Negatives darüber sagen. Da waren nur Winzigkeiten, die mich gestört haben. Kaum erwähnenswert.
Tja, also bleibt mir nichts anderes übrig ...

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

  (3)
Tags: buchreihe, fantasy, jugendbuch, liebe, märchen   (5)
 

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

schurken, helden, kinderbuch, freundschaft, schule

Evil Hero

Sandra Grauer , Jann Kerntke
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 21.08.2017
ISBN 9783522505482
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Als sein berühmter Heldenvater von dem Superschurken The Rockstar hinterrücks umgebracht wird, schmiedet John Taylor einen furiosen Plan: Er will Rache nehmen. Doch dafür muss er die Identität des Halunken aufdecken. Und gibt es einen besseren Ort, um Informationen zu sammeln, als die Evil Äcädemy? Der Schule, wo künftige Schurken lernen, Verbrechen zu begehen, Waffen zu bauen und eben ... böse zu sein. Als er dort ankommt, stellt er jedoch fest, dass das kein leichtes Unterfangen wird. Denn als Sohn eines Helden ist es schwer, sich als Schurke auszugeben. Wird es John trotzdem gelingen, The Rockstar zu entlarven? Oder wird er zuerst entlarvt?
 
Die Geschichte:
Die Idee mit der Superschurken-Schule hat mich auf den ersten Blick neugierig gemacht. Vor allem in Kombination damit, dass sich ein Heldensohn dort einschleicht. Wie soll der denn bitte die schurkische Etikette kennen? Gerade wegen solcher Konflikte kommt es immer wieder zu witzigen Ereignissen. Man fragt sich die ganze Zeit, wann John auffliegt. Aber mit Mühe und Not schafft er es, sein Geheimnis zu bewahren und findet sogar noch Freunde. Das macht das böse Drumherum irgendwie nichtig und ... na ja, süß. (Verratet aber nicht den Superschurken, dass ich das so genannt habe 😂)

Die Charaktere:

Man kann lange Zeit nicht zuordnen, wie alt die Figuren sind. Darum erscheinen sie manchmal älter und manchmal jünger. Das ist nicht ganz so ideal. Trotzdem fand ich die Charaktere recht sympathisch. Vor allem hat jeder so seine Marotten, die immer wieder für Schmunzler sorgen. Max und Serena sind da gute Beispiele und eine tolle Ergänzung für John. Aber auch die Lehrer sind sehr interessante Persönlichkeiten, was in Anbetracht des Settings wichtig ist.

Der Schreibstil:

Es ist schwer zu beurteilen, ob die Ausdrucksweise dem Alter der Figuren angemessen ist. Da kann ich mir auch keine allgemeingültige Antwort leisten, dafür ist es zu lange her, dass ich vierzehn war. Außerdem hat sich seitdem ja auch einiges geändert. In Anbetracht dessen ist es vielleicht nicht modern genug gehalten. Aber in Büchern wird die Ausdruckweise ja meistens literarisch beschönigt, also kann man damit gut leben. Auch deshalb, weil das Buch ab 10 Jahren ist - da will man manche modernen Ausdrücke gar nicht sehen 😏

Mein Fazit:
Bücher ab 10 finde ich immer schwer einzuordnen. Nicht mehr so richtig kindlich, aber auch noch nicht jugendlich. Darum lese ich die auch nicht so oft, weil es schwierig ist, hier etwas zu finden, das genau zur Altersgruppe passt. "Evil Hero" hat mich allerdings von sich überzeugen können. Die Figuren sind zwar älter als die Leser, doch davon bekommt man nicht so viel mit. Außerdem täuscht der Witz über das eigentlich ernste Thema Verbrechen hinweg. Ich kann nur hoffen, dass es den Kindern kein falsches Bild von richtig und falsch vermittelt - was ich allerdings nicht glaube. Darum würde ich es auch weiterempfehlen.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (1)
Tags: ab 10 jahre, böse, freundschaft, gut, helden, internat, kinderbuch, schule, schurken   (9)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi, verlag bastei lübbe, fbi, charaktere, thriller

Spectrum: Thriller

Ethan Cross
E-Buch Text: 513 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 21.07.2017
ISBN 9783732540280
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Inhalt:
Eine auf den ersten Blick harmlose Geiselnahme wird zu einem rasanten Spiel auf Zeit. Denn die Täter sind eigentlich hinter etwas viel Wertvollerem her, als es auf den ersten Blick scheint - und Zeugen können sie nicht gebrauchen.
Zusammen mit ihren Teams stellen sich der Polizist Nic und Special Agent Carter vom FBI der Katastrophe. Doch um das Schlimmste zu verhindern, brauchen sie Hilfe. Von August Burke, einem jungen Mann, der zwar als Genie gilt, jedoch auch sehr menschenscheu ist.
Werden es die drei Männer schaffen, die Täter zu überführen? Oder stehen mehr als nur die Leben der Geiseln auf dem Spiel?

Die Geschichte:
Zugegeben, ich hatte mit einer etwas anderen Story gerechnet. Einer, in der August Burke die Hauptfigur ist. Denn das sagt der Klappentext mehr oder weniger aus. Stattdessen bekam ich eine Geschichte mit mehreren Perspektiven, die zu Beginn etwas verwirrend waren - bis die Fäden zusammenliefen. Das große Ganze ist auch wirklich sehr gut ausgedacht, wirft immer neue Faktoren auf, die die Spannung steigern. Man hat eigentlich gar keine Zeit, zu Atem zu kommen. Was einen guten Thriller ja ausmacht.

Die Charaktere:
Mir waren relativ viele der Charaktere sympathisch, was eher selten vorkommt. Sogar die "Bösen" bewiesen Herz. Wobei meine Favoriten dann doch die Guten blieben. Nic, Carter und Burke sind nicht nur realistisch dargestellt, sondern ergänzen sich auch noch so perfekt, dass sie die Geschichte zu einem Highlight machen. Im Gegensatz zu den weiblichen Figuren, die mir fast durchweg nicht zugesagt haben. Aber in Thrillern ist das ja keine Seltenheit.

Der Schreibstil:
Authentisch, spannend, einfach und ab und an sogar komisch. Eine gute Mischung, wegen der man sehr schnell durch die über 500 Seiten gelangt. Nur die ständigen Perspektivenwechsel stören zu Anfang, da man nicht richtig mitkommt. Da muss man sich erst reinfinden.

Mein Fazit:
"Spectrum" lebt nicht nur von der innovativen Hintergrundgeschichte, sondern vor allem von den realistischen Charakteren. Dass die Figuren in Ethan Cross' Thrillern eine sehr wichtige Position einnehmen, habe ich bereits gehört, und dieser Roman hat es mir bewiesen. Und zugegebenermaßen finde ich das sogar besser als den Fokus auf die Brutalität und das Unmenschliche, die ich persönlich gar nicht gerne in Büchern sehe. Da ich jedoch ab und an etwas verwirrt war, gibt es einen Punkt Abzug. Trotzdem Daumen hoch!
(Und der Clue mit dem allerletzten Wort des Romans - so was liebe ich ja 😁)

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: charaktere, fbi, krimi, polizei, spannung, thriller, verlag bastei lübbe   (7)
 

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502 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 151 Rezensionen

zukunft, liebe, geheimnisse, lügen, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.10.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Im Jahr 2118 befindet sich in New York ein riesiger Tower mit eintausend Etagen und etlichen Wohnungen. Nicht jeder kann es sich leisten, dort zu wohnen. Und auch die unteren Stockwerke sind kein Vergleich zu den Appartements oben.
Fünf völlig unterschiedliche Charaktere versuchen, mit ihren Problemen klarzukommen, die ein Leben in dem Wolkenkratzer mit sich bringt. Jeder von ihnen hütet Geheimnisse, die nicht ans Tageslicht kommen dürfen. Doch es ist schwer, diese zu bewahren, wenn du nicht weißt, wer Freund und wer Feind ist.
Avery, Leda, Eris, Watt und Rylin - für einen von ihnen die pompöse Party im Penthouse die letzte sein.

Die Geschichte:
Tonnenweise Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden. Das beschreibt die Story wohl am besten. Jeder der fünf Erzähler hat etwas zu verbergen. Als Leser kennt man alle Details und fragt sich, wer wann welches Geheimnis lüften wird. Das macht den Reiz an der Geschichte aus, nimmt jedoch auch ein wenig die Spannung, da man selbst kaum mehr überrascht wird. Manchmal ist es also vorhersehbar, was geschehen wird. Doch die Autorin hat trotzdem Wege gefunden, das Interesse aufrechtzuerhalten, indem sie die Charaktere gnadenlos aufeinander loslässt.
Kombiniert mit dem gezeigten Fortschritt (der allerdings nicht so radikal ist, wie ich erwartet hätte für das Jahr 2118) macht es eine interessante Mischung aus.

Die Charaktere:
Die Sympathie für die Erzähler wird stark gelenkt. Manche wirken von Anfang an unsympathisch, andere tun einem leid. Doch irgendwie fehlte mir zu den meisten eine richtige Verbindung. Ihre Handlungen waren nicht immer nachvollziehbar. Man fragt sich, ob sie einfach nur naiv sind oder ob das Leben im Tower des Zukunfts-New-York sie so hat werden lassen.
Das Gleiche gilt für die Nebenfiguren, in deren Köpfe man keinen Einblick bekam. War jedoch auch nicht nötig, so simpel waren sie gestaltet.

Der Schreibstil:
Durch die Perspektivenwechsel kam man recht schnell durch das Buch. Man verlor auch nicht den Faden, da alles irgendwie miteinander verknüpft ist. Leider fand ich den Schreibstil nicht tiefgehend genug. Die Charaktere wirkten selbst in ihren Gedanken zu oberflächlich und distanziert.

Mein Fazit:
Ich hatte mir etwas mehr erhofft als diese High-Society-Oberflächlichkeit. Es geht nur um Schein und Sein, keiner kann sich dem Entziehen. Leider wird die Geschichte dadurch sehr lieblos. Für zwischendurch okay und für "Gossip Girl"-Fans super geeignet. An die verglichene Serie "Pretty Little Liars" kommt das Buch jedoch nicht ran - dafür weiß der Leser von Anfang an zu viel.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

  (1)
Tags: buchreihe, freundschaft, jugendbuch, liebe, ravensburger verlag, teenie-drama, young adult   (7)
 

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(33)

75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

fantasy, liebe, impress, familie, jugendbuch

In Between. Das Geheimnis der Königreiche

Kathrin Wandres
E-Buch Text: 260 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.07.2017
ISBN 9783646603217
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Inhalt:
Keylah wächst in einem kleinen Dorf im Reich Benoth auf, das von einem hohen Zaun umgeben ist. Dieser soll die Schattenwesen draußen fernhalten. Doch lauert die Gefahr wirklich bei diesen mysteriösen Kreaturen? Als ihre Großmutter verschwindet, gerät Keylah auf einmal selbst ins Visier der Späher von Jissurim, dessen Herrscher es auf sie abgesehen hat. Bei ihrer Flucht trifft sie auf den Ausgestoßenen Deven, dessen Verhalten ihr ein Rätsel ist. Warum hilft er ihr, um sie im nächsten Moment allein zurückzulassen? Und wieso löst er so merkwürdige Gefühle in ihr aus?

Die Geschichte:
Eigentlich erscheint die Idee ganz interessant mit den zwei Königreichen und dem Waldreich Benoth dazwischen. Auch die Schattenwesen und die Späher ins Wolfsform lassen auf ein spannendes Fantasy-Abenteuer schließen. Allerdings ging mir während des Lesens das Besondere verloren. Die Gefahren waren in einem Moment akut, im nächsten hatten sie sie schon überstanden. Und die düstere Atmosphäre driftete zunehmend ins Märchenhafte ab - zusammengepasst hat das meiner Ansicht nach nicht.

Die Charaktere:
Sympathie konnte ich für keine der Figuren wirklich aufbringen. Keylah war ständig nur patzig, was zwar teilweise nachvollziehbar war, aber mich doch ziemlich nervte. Die weisen Worte, die immer wieder in ihren Gedanken auftauchten, wollten dazu nicht richtig passen. Deven war am Anfang ziemlich eigentümlich, sodass ich ihn gar nicht einschätzen konnte. Doch er entwickelt sich weiter, hat auch gute Gründe für sein Verhalten. Wirklich ins Herz geschlossen habe ich ihn trotzdem nicht - wobei ich gar nicht sagen kann, woran das genau liegt. Die Liebesgeschichte fand ich auch etwas gekünstelt. Mir fehlten da richtige Gefühle.

Der Schreibstil:
Eine Mischung aus dem typischen Jugendbuch-Stil und manchmal etwas Philosophischem. Konnte ich häufig nicht so recht vereinbaren. Außerdem haben sich die Figuren quasi ständig nur angeschrien. Ich glaube, bei fast der Hälfte (?!) der wörtlichen Rede stand ein Ausrufezeichen anstatt eines Punktes. Hm ... Ansonsten las sich das Buch relativ flüssig. Für ein Debüt absolut in Ordnung.

Mein Fazit:
Eine Geschichte mit einem guten Ansatz, die jedoch an Spannung einbüßt, je länger sie dauert. Letztendlich wird alles relativ schnell aufgelöst, vor allem am Ende. Und der Roman bricht an einer Stelle ab, die ich nicht nachvollziehbar fand. Komisch, denn er wurde als Einzelband angekündigt. Möglich, dass hier doch noch eine Fortsetzung geplant wird - ansonsten würde mich das stutzig machen. Alles in allem hätte das Buch noch Potenzial nach oben gehabt. Mein Lektorenradar ist auf jeden Fall mehrmals angesprungen.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Bücher

  (1)
Tags: fantasy, gewinner schreibwettbewerb, impress, jugendbuch, liebe, märchen, tolino media   (7)
 

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(21)

42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

gewinner schreibwettbewerb, tolino media, carlsen impress, liebe, lesbisch

We could be heroes

Laura Kuhn
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551316912
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Nachdem Lou ihre beste Freundin Natalie geküsst hat, hat sie das Gefühl, dass ihr alles im Leben entgleitet. Da kommt ihr der Umzug aufs Land gerade recht. Während sie noch mit ihren Gefühlen hadert und gleichzeitig versucht, an ihrer neuen Schule Fuß zu fassen, passiert es: Sie sieht das scheinbar schönste Mädchen der ganzen Welt. Von nun an kann sie nicht mehr aufhören, an Elia zu denken. Doch Lou ist nicht die Einzige, die Gefallen an ihr gefunden hat. Und die andere Person ist ausgerechnet ist großer Bruder Tom. Wie soll Lou mit dieser Situation umgehen?

Die Geschichte:
Es ist schön, mal eine andere Geschichte als die typische Mädchen-Junge-Lovestory zu bekommen. Vor allem, da im Jugendbuch das Thema Homosexualität häufig nur angeschnitten wird und das lesbische/schwule Paar so gut wie nie im Vordergrund steht. In dieser Hinsicht auf jeden Fall Hut ab vor Laura Kuhn, dass sie diese Thematik aufs Papier gebracht hat. Wobei ich leider sagen muss, dass mir die Szenen teilweise zu kurz waren und es letztendlich doch alles zu schnell ging. Besonders das Ende kam ziemlich abrupt.

Die Charaktere:
Lou hat mich als Protagonistin überzeugt. Man nahm ihr die verwirrenden Gefühle ab, das Hadern mit sich und der Welt. Ganz zu schweigen den Konflikt mit ihrem älteren Bruder, welcher nicht so farblos war, wie man es von diesen perfekten Typen erwartet. Ansonsten waren die Figuren auf das Nötigste reduziert, was angesichts der Hauptgeschichte okay war. Nur Elia hätte noch etwas mehr Tiefe bekommen können, da reichten die kursiven Einschübe hin und wieder nicht aus.

Der Schreibstil:
Lässt sich leicht und schnell lesen. Auch die wertenden, teils witzigen Kommentare von der Erzählerin Lou passten für mich gut ins Bild. Ein wenig irritiert haben mich die kurzen (bereits erwähnten) Einschübe aus Elias Perspektive. Die waren vom Inhalt her nicht so essentiell und tauchten vor allem am Anfang an komischen Stellen auf. Vielleicht war hier Sinn und Zweck, den Leser nicht in Sicherheit zu wiegen, wie das Buch weitergeht, aber sicher bin ich mir nicht. Also von meiner Seite her hätte es die nicht unbedingt gebraucht.

Mein Fazit:
Coming-out-Geschichten gibt es noch relativ wenige im Jugendbuch, insofern deckt "We could be heroes" eine kleine Marktlücke ab. Allerdings ist das Buch in meinen Augen nicht der perfekte Lückenfüller, da es bei mir keine richtigen Emotionen ausgelöst hat. Ein paar Seiten mehr hätten der Geschichte nicht geschadet. Trotzdem schön und flüssig zu lesen.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

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Tags: carlsen impress, gewinner schreibwettbewerb, homosexualität, jugendbuch, lesbisch, liebe, tolino media   (7)
 

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398 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 109 Rezensionen

zeitreise, eva völler, jugendbuch, liebe, auf ewig dein

Time School - Auf ewig dein

Eva Völler
Fester Einband
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 21.07.2017
ISBN 9783846600481
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Anna und Sebastiano sind noch mit der Ausbildung ihrer ersten Schüler der neu gegründeten Zeitreise-Akademie beschäftigt, da taucht mitten in der Zeit von Heinrich VIII. eine Abweichung auf, die sie beheben müssen. Doch das Ganze stellt sich als nicht so einfach heraus, denn ein alter Feind ist plötzlich wieder da und führt natürlich nichts Gutes im Schilde.
Und dann bekommt Anna auch noch eine Warnung, die ihre gesamte Zukunft mit Sebastiano gefährden könnte.
Wird es ihr und ihrem Team gelingen, all die Probleme aus der Welt zu schaffen? Oder macht die Zeit ihnen einen Strich durch die Rechnung?

Die Geschichte:
Ich kannte die "Zeitenzauber"-Reihe von Eva Völler nicht, deren Spin-off "Auf ewig dein" darstellt. Aber das macht auch gar nichts, denn man kann der Handlung problemlos folgen. Und die geht meistens auch sehr rasant voran, denn man hat viele Faktoren, die alles zusammenhalten. Die Ausbildung der Schüler, die Reise zu Heinrich VIII. und die kryptische Botschaft, die Anna von jemandem erhält, den sie eigentlich nie treffen dürfte. So wird das Buch zu keiner Zeit langweilig, selbst wenn es mal etwas ruhiger zugeht.

Die Charaktere:

Anna und Sebastiano sind nicht ganz so farbenfroh gestaltet wie der Rest des Ensembles. Das liegt vermutlich daran, dass manche Leser sie aus der "Zeitenzauber"-Reihe schon kennen. Trotzdem muss man sie einfach mögen.
Ganz zu schweigen von den Nebenfiguren wie Fatima und Ole, die wegen ihrer Herkunft aus anderen Kulturen und anderen Zeiten unwillkürlich für Lacher sorgen.
Ich hab selten so wenig und gleichzeitig so viel Harmonie gesehen!

Der Schreibstil:

Liest sich sehr flüssig, da wenig Ausschmückungen vorhanden sind. Manchmal hätte man sich vielleicht etwas mehr Details über die durchaus beeindruckenden Orte gewünscht, doch es geht auch ohne. Vor allem, da der Fokus eher auf den witzigen Stellen liegt, die sehr gut umgesetzt sind.

Mein Fazit:
Eine relativ simpel anmutende Geschichte, die jedoch viele Details ineinander verwebt. Mir gefielen vor allem die witzigen Situationen mit den bunt zusammengewürfelten Charakteren. Mir fehlte nur das allerletzte Bisschen, das das Buch herausragend und einprägsam macht. Darum keine volle Punktzahl.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: buchreih, fantasy, liebe, schule, zeitenzauber, zeitreise   (6)
 

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1.258 Bibliotheken, 28 Leser, 3 Gruppen, 222 Rezensionen

raumschiff, liebe, these broken stars, jugendbuch, amie kaufman

These Broken Stars - Lilac und Tarver

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.05.2016
ISBN 9783551583574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Lilac und Tarver - zwei Menschen, die sich eigentlich nie begegnen sollten. Die sich nicht ineinander verlieben sollten, da sie aus grundverschiedenen Verhältnissen stammen.
Doch dann stürzt ihr Raumschiff auf einem fremden Planeten ab und die zwei sind die einzigen Überlebenden des Unglücks. Von nun an sind sie dazu gezwungen, zusammenzuarbeiten, ob sie es wollen oder nicht. 
Aber sie müssen nicht nur ums Überleben kämpfen, sondern auch dafür, bei Verstand zu bleiben. Denn der Planet ist nicht so harmlos, wie er erscheint ...

Die Geschichte:
Man erfährt nicht sehr viel über die Hintergründe der Science-Fiction-Welt, doch erscheinen sie typisch für das Genre. Man begegnet Raumschiffen, und es werden etliche Planeten erwähnt, die besiedelt worden sind. Noch ist das nichts Besonderes. Das Außergewöhnliche an dem Roman passiert durch den Schiffbruch. Von da an müssen Lilac und Tarver ums Überleben und ihren eigenen Verstand kämpfen. Und dabei kommen Dinge ans Licht, die alles verändern - vor allem die beiden selbst. Man kann gar nicht anders, als mitzufiebern. Ganz zu schweigen von den emotionalen Stellen, die einen als Leser echt fertigmachen.

Die Charaktere:
Obwohl ich ein größeres Figurenensemble schätze, durch das mehr als eine Geschichte erzählt wird, waren hier Lilac und Tarver vollkommen ausreichend. Sie führten mich durch die Handlung, über den fremden Planeten. Ich lernte sie kennen und lieben. Lilacs Entwicklung ist toll, man versteht aber auch, warum sie zu Beginn so ist, wie sie ist. Und von Tarver war ich sowieso sofort ein Fan. Ihn kümmerte sein Ruhm nicht, ihm war vor allem seine Familie wichtig. Außerdem mochte ich es, wie er mit Lilac umging, damit sie es schaffte, zu überleben. In Anbetracht dessen, dass es nur zwei Protagonisten gibt (weiblich und männlich), kam die Liebesgeschichte nicht überraschend. Aber sie war auf so authentische Weise dargestellt, dass sie mir weitaus besser gefiel als in anderen Jugendbüchern.

Der Schreibstil:
Man merkte nicht, dass die Geschichte von zwei Autorinnen geschrieben wurde. Es passte einfach zusammen. Die Ausdrucksweise der zwei Hauptfiguren, die Beschreibung des scheinbar verlassenen Planeten und des Raumschiffs und die kurzen Kapiteleinleitungen waren meiner Meinung nach perfekt aufeinander abgestimmt.

Mein Fazit:
Obwohl ich aus dem Science-Fiction-Genre normalerweise nur Dystopien lese, weil ich all den technischen Kram mit den Raumschiffen und so nicht mag, hat mich das Buch mehr als überzeugt. Es passte alles wunderbar zusammen, war glaubhaft und überraschend.  Ich freue mich darauf, den zweiten Band "Jubilee und Flynn" zu lesen, der zwar andere Protagonisten aufweist, aber dennoch in der gleichen Welt spielt und damit ähnliche Themen aufgreift. Ach ja, und nicht zu vergessen: Im dritten Band "Sofia und Gideon" sollen die Protagonisten aus allen drei Bänden aufeinandertreffen - wie genial ist das denn? 😇

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

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Tags: buchreihe, jugendbuch, liebe, science fiction, these broken stars, trilogie   (6)
 

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dystopie, jugendbuch, sonne, ebenen, japan

Sakura - Die Vollkommenen

Kim Kestner
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Arena, 06.06.2017
ISBN 9783401603186
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Juris Welt ist voll von Tod. Ihr Job ist es nicht nur, die Leichen zu verbrennen, sondern muss sie auch tagtäglich ums nackte Überleben in den unterirdischen Höhlen kämpfen.
Doch dann bekommen einige Jugendliche vom Kaiser die Chance, zu ihm ans Tageslicht zu gelangen. Dafür müssen sie jedoch makellos sein. Juris einzige Chance auf ein Leben unter der Sonne ist es, wenn sie als Junge verkleidet an dem Wettbewerb teilnimmt.
Doch ist ihre Tarnung wirklich gut genug? Und warum hat der Sohn des Kaisers stets ein wachsames Auge auf sie? Kennt er die Wahrheit und wird Juri auffliegen lassen?

Die Geschichte:
Ein Mädchen, das sich als Junge ausgibt, ein Wettkampt um ein besseres Leben und die japanischen Hintergründe - das alles hörte sich in meinen Ohren recht interessiert an. Tatsächlich hat diese Dystopie auch etwas Spezielles, das überrascht. Jedoch traf die Geschichte nicht gerade meinen Geschmack. Teilweise zu vulgär, zu detailliert beschriebene (schlimme) Lebensumstände und zu abgebrühte Charaktere. Passt zum Buch, hat mich persönlich jedoch eher abgeschreckt. Abgesehen davon ging am Ende alles viel zu schnell, sodass man kaum mehr hinterher kam.

Die Charaktere:

Ich habe versucht, sie zu mögen, aber so richtig geklappt hat das nicht. Juri in ihrer Art hat tatsächlich mehr wie ein Junge angemutet. Selbst das Eintreten für andere, das sich im Laufe der Zeit entwickelt, hat mich nicht wirklich überzeugt. Auch der Sohn des Kaisers, Haruto, hinterließ keinen bleibenden Eindruck. Zu glatt, zu undurchsichtig, zu wenig eigene Meinung. Da waren mir so manche Nebenfiguren wie Dom und Rebecca eindeutig sympathischer, sie besaßen mehr Ecken und Kanten.

Der Schreibstil:
Wie bereits angedeutet, gefiel mir die Ausdrucksweise nicht sonderlich. Aufgrund des Lebens der Figuren ist sie natürlich passend, jedoch konnte ich mich damit nicht anfreunden. Trotzdem liest sich der Schreibstil flüssig, und die Länge der Gedanken, Beschreibungen und Dialoge war angemessen.

Mein Fazit:
Eine Dystopie mit einer mittelmäßig kreativen Welt (teilweise vergleichbar mit "Die Tribute von Panem" und "Maze Runner"), wenig sympathischen Protagonisten und einer gewöhnungsbedürftigen Ausdrucksweise. Liest sich jedoch recht schnell und hat ein paar interessante Aspekte zu bieten. Darum würde ich sagen: mittelmäßig.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

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Tags: dystopie, jugendbuch, science fiction   (3)
 

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3.209 Bibliotheken, 46 Leser, 3 Gruppen, 318 Rezensionen

obsidian, liebe, fantasy, lux, aliens

Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.04.2016
ISBN 9783551315199
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Nach ihrem Umzug in ein kleines Städtchen in West Virginia begegnet Katy schon bald ihren neuen Nachbarn Dee und Daemon. Während Erstere zu einer richtigen Freundin wird, verhält sich Daemon stets wie ein Idiot in Katys Anwesenheit. Welches Problem hat er bloß mit ihr? Als sich immer mehr seltsame Vorfälle zu häufen beginnen, muss Katy erkennen, dass in ihrer neuen Heimat nicht alles so langweilig und harmlos ist, wie es zu Anfang schien.  Wird Daemon sie davor bewahren können, in das Überirdische mit hineingezogen zu werden? Und will Katy überhaupt von ihm gerettet werden?


Die Geschichte:
Puh, wo fange ich da nur an? Vielleicht bei all den Klischees, die hier verarbeitet wurden? Heißer Typ ist fies zu unscheinbarem Mädchen, das sich gerne in Büchern vergräbt - doch trotz aller Widerstände verlieben sie sich irgendwie eineinander. Ein Traum jeder weiblichen Buchliebhaberin? Ähm, nein! Also abgesehen von der Sache mit den Aliens (deren Kräften scheinbar kaum Grenzen gesetzt sind) fand ich die Idee nicht sehr innovativ. Sie erinnerte mich streckensweise sogar sehr an die "Biss"-Reihe. Hat mich in keinerlei Weise überraschen können.

Die Charaktere:
Die schüchterne Katy wächst sehr schnell über sich hinaus. Ihre Unsicherheit behält sie nicht lange bei, sie wird rasch ziemlich trotzig. Fand ich nicht ganz glaubwürdig. Daemon als der typische Jugendbuch-Bad-Boy mag zwar gut anzuschmachten sein, war aber relativ unsympathisch dargestellt. Na gut, das war seiner Situation und der Liebe zu seiner Schwester zu schulden, darum war das gar nicht so schlimm. Dee mochte ich am liebsten, vielleicht gerade deshalb, weil sie so unbeschwert ist. Es muss ja nicht das ganze Buch über gestritten und gezickt werden, oder? 😏

Der Schreibstil:
Gut zu lesen. Klassisch Jugendbuch, würde ich sagen. Die Ausdrucksweise war weitgehend glaubhaft, die Beschreibungen waren nicht zu lang. Der Fokus lag auf den wichtigen Ereignissen und den Dialogen. Hier nichts zu meckern.

Mein Fazit:
Auch wenn mich Fans der Reihe jetzt vermutlich steinigen werden, muss ich sagen, dass mich "Obsidian" nicht überzeugt hat. Womöglich ändert sich das in den Folgebänden von der Innovation her noch, der erste Band jedoch war mir zu klischeehaft. Vielleicht bin ich mittlerweile zu alt für die typischen Jugendbücher - oder zu kritisch.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

  (3)
Tags: aliens, buchreihe, fantasy, jugendbuch, liebe, lux, obsidian, reih, überirdisch   (9)
 

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fantasy, young elites, marie lu, jugendbuch, die gemeinschaft der dolche

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Adelinas Kindheit ist alles andere als einfach, nachdem sie am Blutfieber erkrankt. Dieses hinterlässt nicht nur Narben in ihrem Gesicht und färbt ihre Haare silbern, sondern prägt auch ihr weiteres Leben. Als Malfetto ausgestoßen und von ihrem eigenen Vater terrorisiert, findet sie schließlich als Jugendliche Zuflucht bei anderen, die ihr Schicksal teilen: der Gemeinschaft der Dolche, die versucht, den König zu stürzen, damit ihresgleichen akzeptiert wird. Doch kann Adelina diesen Menschen wirklich vertrauen? Und wird sie es schaffen, ihre neu entdeckten Fähigkeiten unter Kontrolle zu bekommen? Oder wird sie daran zugrunde gehen?

Die Geschichte:
Überraschend, brutal, unverfroren - das trifft es wohl am besten. Die Geschichte ist nichts für schwache Nerven, vor allem deshalb nicht, weil Adelina als Protagonistin nicht die typisch heldenhaften Gedanken hegt. Außerdem kann man bis zum Ende kaum durchschauen, wessen Absichten die "richtigen" sind. Klug gemacht von der Autorin.

Die Charaktere:
Gewöhungsbedürftig. Adelina ist eher eine Anti-Heldin, sucht persönliches Glück und Freiheit anstatt einer besseren Welt. Die Mitglieder der Gemeinschaft der Dolche wollen das an ihr ändern, was allerdings nur dazu führt, dass sie Adelinas Kräfte für ihre Zwecke einsetzen wollen. Man weiß nicht so recht, wem man trauen kann. Selbst die sympathischsten Figuren können den Leser hinters Licht führen.

Der Schreibstil:
Leicht und nachvollziehbar geschrieben, wie man es schon aus der "Legend"-Trilogie kennt. Der Ton in "Young Elites" ist allerdings noch etwas harscher, etwas kühler, was natürlich den Umständen geschuldet ist, in denen wir uns wiederfinden. Die Perspektivenwechsel wurden gut eingesetzt, um mit der Aufdeckung von Geheimnissen zu spielen. Cleveres Stilmittel.

Mein Fazit:
Mal eine etwas andere Geschichte im Vergleich zu den geschönten Jugendbuch-Szenarien, die häufig auftauchen. Vor allem die Charaktere wirken authentisch dadurch, dass sie eben alles andere als perfekt sind. Allerdings ist die Stimmung sehr unterkühlt und deprimierend. Darauf muss man sich wirklich einlassen. Mal sehen, was Band 2 "Das Bündnis der Rosen" zu bieten hat.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

  (1)
Tags: beginn, buchreihe, charaktere, fantasy, jugendbuch, kühl, loewe verlag, young elites   (8)
 

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fantasy, prinz, der kuss der lüge, prinzessin, attentäter

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Die siebzehnjährige Lia wurde als Königstochter geboren und hat damit die Pflicht, ihrem Vater auf dem Thron von Morrighan nachzufolgen. Doch als sie an den Prinzen des Nachbarlandes verheiratet werden soll, um den brüchtigen Frieden zu wahren, hält sie dem Druck nicht mehr stand und flieht. In einem kleinen Dorf baut sie sich ein neues Leben auf,  ungeachtet dessen, welche politischen Folgen ihre Flucht haben kann. Und dann tauchen auf einmal zwei junge Männer auf, die ihr Herz zum Höherschlagen bringen.  Noch völlig im Gefühlschaos gefangen, ahnt sie nicht, dass der eine sie umbringen soll, während der andere der verschmähte Prinz ist. Wird sie rechtzeitig erkennen, wem sie vertrauen kann?

Die Geschichte:
Neugierig gemacht hat mich vor allem das Versprechen um das Rätselraten, wer Prinz und wer Attentäter ist. Tatsächlich wird man hier immer wieder in die Irre geführt, vor allem durch die Perspektivenwechsel. Leider liegt der Fokus im Mittelteil des Buches so stark darauf, dass es sich etwas gezogen hat. Und auch am Ende ist die Spannung nur bedingt hoch gehalten, da die Beschreibung der erfundenden Welt und der Umstände sehr viel Platz einnimmt.

Die Charaktere:
Lia ist die widerspenstige Prinzessin, die vor ihrer Pflicht davonläuft. Eigentlich nicht gerade die Protagonistin, die ich in mein Herz schließen würde. Doch mit der Zeit entwickelt sie sich weiter und kümmert sich um die Menschen, die ihr etwas bedeuten. Das macht sie zunehmend sympathischer. Den Prinzen mochte ich weitgehend nicht so gern, er erschien mir trotz allem zu perfekt, obwohl er scheinbar ziemlich wenig an sein Land denkt. Der Attentäter dagegen wirkte für mich menschlicher, gefangen in dem Konflikt, ob er Lia töten soll oder nicht. Für mich eher eine Sympathiefigur, trotz seiner Herkunft.

Der Schreibstil:
Für die Welt, in der die Geschichte spielt, ist der Schreibstil ganz passend. Ab und an vielleicht etwas zu modern. Außerdem findet sich sehr viel Umstandsbeschreibung in dem Buch. Das hat den Lesefluss etwas gehemmt. Der Fokus lag zu sehr auf den Erklärungen über die drei Reiche.

Mein Fazit:
Eine interessante Idee, eine schön gestaltete Welt, aber so richtig Spannung kommt selten auf. Auch zu wenig Fantasy bisher. Nur die Dreiecksgeschichte war relativ gut umgesetzt. Hoffentlich wird die Spannung in Band 2 etwas angehoben.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

  (1)
Tags: attentäter, die chroniken der verbliebenen, fantasy, jugendbuch, liebe, prinz, prinzessi, rätsel   (8)
 

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prinz, liebe, auswahl, dystopie, prinzessin

Royal: Ein Königreich aus Glas

Valentina Fast
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551316356
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Eigentlich will Tatyana gar keine Prinzessin sein, geschweige denn darum mit anderen Mädchen kämpfen. Aber um das Leben leben zu können, das sie sich wünscht, nimmt sie an dem Wettbewerb um den Thronfolger des Königreichs Viterra teil. Doch um dort seine wahre Liebe zu finden, bekommt der Unterstützung von drei anderen jungen Männern, sodass niemand weiß, wer der wahre Prinz ist. Nebem dem Rätselraten gilt es jedoch für die Kandidatinnen vor allem, sich zu beweisen, schließlich schaut ihnen das ganze Volk zu. Kann Tatyana diesem Druck standhalten? Und wird sie sich dafür entscheiden, den Kampf um die Liebe überhaupt erst aufzunehmen?

Die Geschichte:

Die Mischung aus "Selection" und "Catch the Millionaire" hat mir als Idee sehr gut gefallen. Zugegeben, manchmal wirkt es ein wenig kitschig und klischeehaft von der Handlung her, aber ich mochte die Mischung aus Liebesgeschichte und den bis jetzt noch sehr unklaren Hintergründen des Königreichs Viterra. Entwickelt sich zu etwas Größerem, das ist schon absehbar.

Die Charaktere:
Tatyana - genannt Tanya - handelt eigentlich immer nachvollziehbar und besitzt eine Eigenständigkeit, die ich an ihr mochte. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Auch die anderen Kandidatinnen wirken glaubhaft, vor allem Claire ist mit ihrer Art super sympathisch. Eine beste Freundin wie sie möchte man auch haben 😆 Die vier jungen Männer sind noch etwas undurchsichtig - logisch, sie dürfen ja nicht zu viel von sich preisgeben -, man erkennt jedoch klar ihre wichtigsten Charakterzüge. Welcher der Prinz ist, ist bis zum Ende des Buches noch nicht abzusehen (und man selbst kann sich auch nicht recht entscheiden, wer der eigene Favorit ist).

Der Schreibstil:
In Anbetracht dessen, dass es sich um eine Dystopie handelt, ist die Modernität ganz gut getroffen. Die Geschichte liest sich außerdem sehr flüssig, geradezu locker-flockig. Ab und an war die Zeichensetzung leider nicht ganz nach meinem Lektoren-Geschmack, aber das kenne ich aus den Impress-Werken (zu denen die "Royal"-Reihe ursprünglich gehört) schon.

Mein Fazit:

Eine schöne Geschichte mit sympathischen Protagonisten, die neugierig auf mehr macht. Es sind einfach noch viel zu viele Rätsel ungelöst, also wird der nächste Doppelband "Eine Krone aus Alabaster" (erscheint im November) sehnlichst erwartet (zumindet von denen, die noch nicht die ganze Reihe als E-Book gelesen haben 😏).

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

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Tags: auswahl, dystopi, jugendbuch, liebe, prinz, prinzessin, romantisc   (7)
 

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947 Bibliotheken, 22 Leser, 3 Gruppen, 252 Rezensionen

götter, götterfunke, marah woolf, liebe, jugendbuch

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jess lässt sich von ihrer besten Freundin Robyn dazu breitschlagen, den Sommer in einem Camp zu verbringen. Nicht unbedingt die besten Aussichten. Doch schon bevor sie dort überhaupt ankommen, macht sie eine übernatürliche Erfahrung: Sie wird nach einem Unfall von einem schemenhaften Mann gerettet. Und diesem begegnet sie ausgerechnet im Camp wieder! Doch Cayden ist alles andere als der Ritter auf dem weißen Ross, streitet zudem alles ab. Echt unausstehlich, der Typ, aber gleichzeitig auch verdammt sexy. Nur birgt seine Anwesenheit ein Geheimnis, das sich Jess nicht einmal im Traum ausgemalt hätte. Als sie dahinter kommt, gerät sie auf einmal in Gefahr ...

Die Geschichte:
Erfrischend modern präsentieren sich die griechischen Götter hier, indem sie beinahe genauso leben wie normale Menschen. Die Idee mit dem Camp gefiel mir ganz gut (vgl. meine Begeisterung für "Shadow Falls Camp" von C. C. Hunter) und die der "Anti-Liebesgeschichte" sogar noch besser. Man kann eigentlich nie voraussehen, was als Nächstes passieren wird.

Die Charaktere:
Cayden/Prometheus ist natürlich nicht zu verachten als Love Interest. Der typische Jugendbuch-Bad-Boy eben (wobei die ja meistens zum Anbeten sind 😃). Aber auch Jess hat mir gut gefallen. Ihre Entwicklung fand ich sehr gelungen, sodass ich sie vor allem am Ende als eigenständige, starke Protagonistin sehen konnte. Ich mochte zudem die anderen griechischen Götter, die sich in der Geschichte tummeln, wenn sie auch relativ perfekt dargestellt sind. Wegen ihrer Herkunft ist das allerdings zu verzeihen 😉
Nur Robyn war mehr als unausstehlich. Was aber mal etwas anderes war, da es sonst immer nur die perfekten besten Freundinnen gibt.

Der Schreibstil:
Simpel, aber modern. Der Roman trifft den Ton der Zeit recht gut, was ich in Jugendbüchern wichtig finde, da diese oftmals in beschönigter Sprache geschrieben sind. Auch dass der Fokus auf der Handlung und den Figuren und nicht dem Drumherum (z. B. Beschreibungen) liegt, war gut gelöst.

Mein Fazit:
Zwar ein relativ typisch anmutendes Jugendbuch, hinter dem jedoch weit mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Liest sich leicht und flüssig und hat tolle Charaktere zu bieten, die regelmäßig die falschen Entscheidungen treffen.
Nach dem fiesen Ende von "Liebe mich nicht" bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung "Hasse mich nicht" (erscheint im September).

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

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Tags: fantasy, jugendbuch   (2)
 

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482 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

liebe, häusliche gewalt, freundschaft, liebe verletzt, gewalt

Liebe verletzt

Rebecca Donovan , Christine Strüh
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.09.2014
ISBN 9783733500313
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Emma Thomas ist scheinbar ein ganz normales, vielleicht ein wenig in sich gekehrtes Mädchen an der Highschool in Weslyn. Sie ist sehr engagiert in allen möglichen Sportmannschaften, hat meistens gute Noten und an ihrer Seite findet man fast immer ihre beste Freundin Sara. Doch es gibt etwas, das niemand über sie weiß. Etwas, das in den Mauern ihres Zuhauses auf sie lauert. Etwas, das ihr ganzes Leben bestimmt. Etwas, das ihr Angst macht. Oder eher jemand. Als Evan Matthews in ihrem Leben auftaucht und sich in ihr Herz schleicht, wird die Gefahr für Emma immer größer. Wird sie es zulassen, geliebt zu werden? Und geht sie das Risiko ein, sich selbst zu verlieben?


Die Geschichte: Es ist kein einfaches Thema, mit dem sich Rebecca Donovan auseinandersetzt. Es wird sehr deutlich, wie schlimm Misshandlung sein kann und man erlebt hautnah mit, was Emma geschieht. Bei jeder Szene leidet man mit ihr. Deshalb ist es umso schöner, wenn Phasen kommen, in denen alles leichter erscheint. In denen Emma mit Sara redet oder sie etwas unternehmen. Oder wenn sie mit Evan zusammen ist. Dass sie ihn erst nicht in ihr Leben lassen will, erscheint sehr glaubwürdig und auch all die anderen Entwicklungen sind durchaus nachvollziehbar. Der Wechsel zwischen verstörend und anrührend ist sehr gut gelungen.
Die Charaktere: Die Figuren sind sehr detailreich gestaltet. Man entdeckt immer wieder neue Seiten an ihnen. Die Harmonie zwischen Emma und Sara gefällt mir sehr gut und auch wie sie mit anderen interagieren, ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Immer wieder tauchen neue Charaktere auf, die die Spannung erhöhen und neue Verwicklungen bringen. Auch das Thema "Familie" ist sehr vielseitig dargestellt. Es greift alles wunderbar ineinander.
Die Protagonistin: Wie sich Emma verhält, ist an den meisten Stellen sehr glaubhaft. Sie wirkt einerseits sehr stark und dann auch wieder schwach, was sie zu einem komplexen Charakter macht. Sie kennenzulernen, mit ihr zu leiden und sich mit ihr langsam zu verlieben, das macht die Geschichte wahnsinnig spannend. Ich persönlich konnte ihre ständigen Zweifel sehr gut verstehen. Ihre Vehemenz, die Wahrheit zu verbergen, erschien mir auf der anderen Seite etwas sehr radikal. Ihre Gründe dafür waren zwar irgendwie sinnvoll, doch sie erscheint viel zu selbstlos. Auch dass sie sich nicht wehrt, kommt einem ein wenig spanisch vor. Wäre der erste Impuls nicht, sich zumindest zu verteidigen? Diese Seite an Emma war meiner Meinung nach ein wenig unrealistisch, auch wenn es ohne sie keine Handlung gegeben hätte.
Der Schreibstil: Das Buch hat sehr viele Seiten mit sehr viel Handlung. An sich war alles sehr leicht verständlich geschrieben, aber letztlich war die Geschichte einfach sehr lang. Ich weiß nicht, ob es an der ernsten Thematik liegt oder an der Seitenzahl, doch es las sich manchmal ein wenig zäh. Es ist kein Buch, das man auf einmal runterlesen kann, weil manchmal einfach Phasen vorhanden sind, in denen die Spannung eher niedrig gehalten wird. Es war nicht wirklich überladen, aber dennoch irgendwie zu viel. Die ein oder andere Szene hätte man bestimmt kürzen oder streichen können und das Buch wäre trotzdem noch genauso eindrucksvoll.
Mein Fazit: "Liebe verletzt" ist fesselnd bis zur letzten Seite. Vor allem aufs Ende zu geht alles sehr schnell. Und wenn wir schon dabei sind – das Ende war sehr kryptisch. Das habe ich noch in keinem Buch erlebt. Eine neue, bemerkenswerte Erfahrung. Insgesamt betrachtet war es wirklich lesenswert, allerdings ist es nicht für jedermann geeignet. Es wird deutlich vor Augen geführt, wie grausam Menschen sein können – nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten.

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Tags: freundschaft, kindesmisshandlung, liebe   (3)
 

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1.620 Bibliotheken, 21 Leser, 14 Gruppen, 201 Rezensionen

internat, liebe, jugendbuch, night school, geheimnis

Night School - Du darfst keinem trauen

C. J. Daugherty , Peter Klöss , Axel Henrici , Carolin Liepins
Fester Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2012
ISBN 9783789133268
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Im ersten Teil von „Night School“ wird die 15-jährige Allie von ihren Eltern nach Cimmeria geschickt. Doch schnell stellt sie fest, dass sie in keinem normalen Internat gelandet ist. Strenge Regeln bestimmen den Alltag. Und warum hat sie bisher nie von dieser Schule gehört? Wahrscheinlich weil hier irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht, anders kann sie es sich nicht erklären. Und schon bald muss sie feststellen, dass an ihrer Vermutung was dran ist. Schüler verhalten sich merkwürdig und auch die Rektorin hat etwas zu verbergen. Als ein Mord geschieht, scheint die Situation zu eskalieren. Dass man Allie zu beschuldigen beginnt veranlasst sie dazu, sich zu fragen, wem sie überhaupt noch vertrauen kann. Doch eins ist ihr klar: Sie muss dringend herausfinden, was in Cimmeria vor sich geht und was es mit der mysteriösen Night School auf sich hat … „Night School – Du darfst keinem trauen“ ist der Auftakt zu einer aus fünf Büchern bestehenden Reihe. Auf den knapp 450 Seiten wird ausführlich über Allies erstes Trimester an der Cimmeria Academy berichtet. Jedoch ist diese Seitenzahl auch dringend notwendig bei allem, was passiert. Allerdings bleibt es auch durchgehend spannend, weil man nach und nach immer mehr Informationen bekommt und sich fragt, wohin das alles führen wird. Auch an der Art, wie „Night School“ geschrieben ist, kann man eigentlich nichts bemängeln. Man bekommt einen guten Einblick in Allies Gedanken- und Gefühlswelt, obwohl es aus der dritten Person geschrieben ist. Dass die Perspektive nicht wechselt erhält diese mysteriöse Atmosphäre aufrecht. Durch sie kann man mit Allie die Geheimnisse ergründen. Dass im Buch auch der Beginn einer komplizierten Dreiecksgeschichte geschildert wird, dürfte nicht allzu überraschend kommen. Zwei Jungs, die sich um ein Mädchen streiten ist inzwischen der Hit in Jugendbüchern geworden. Dass es sich bei „Night School“ allerdings um kein Fantasy-Abenteuer handelt, macht die Sache jedoch wieder interessant. Es geht einzig und allein um die reale Welt, was man anhand des Titels überhaupt nicht erkennen kann. Bis zur Hälfte des Buchs habe ich mir immer wieder gedacht, dass vielleicht doch noch etwas Außergewöhnliches vor sich geht. Allerdings spielt die Geschichte durchweg in der Realität. Und das ist es auch, was „Night School“ so faszinierend macht. Ich persönliche bin durch eine Freundin darauf gekommen. Dass es sich nicht um ein Fantasy-Buch handelt, ist mir erst im Nachhinein aufgefallen, doch das hat mich nicht sonderlich gestört. Es ist interessant zu lesen, dass es auch in der normalen Welt eine Art Weltherrschaftsstreben gibt. Allerdings muss man dabei viel raffinierter vorgehen als wenn magische Kräfte zur Verfügung stehen. Und dass die Idee an sich gar nicht so absurd ist, finde ich schon etwas verstörend. Darüber hinaus weiß die Autorin, wie man mit Worten umgehen muss, um Geheimnisse zu schaffen. Ich finde es außerdem beeindruckend, wie die Figuren in der Geschichte den Leser immer wieder neu überraschen. Trotzdem fand ich die Liebesgeschichte um Allie, Sylvain und Carter ein wenig zu stumpf. Vielleicht liegt es auch daran, dass es erst Teil 1 ist, aber ich hoffe, da gibt es noch mehr ein bisschen mehr Gefühlschaos für Allie.

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Tags: realität   (1)
 

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(5.324)

7.616 Bibliotheken, 83 Leser, 14 Gruppen, 589 Rezensionen

träume, kerstin gier, silber, liebe, fantasy

Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.06.2013
ISBN 9783841421050
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist schon Horror genug, jedes Jahr umziehen zu müssen. Aber auf einmal zu dem neuen Lebensgefährten der Mutter und dessen zwei Kindern, die man gerade erst kennengelernt hat, das ist noch mal ein ganz anderes Kaliber. Genau das macht Liv Silber durch. Gerade mal 15 Jahre alt und dennoch hat sie schon auf fast jedem Kontinent einmal gewohnt. Und jetzt will ihre Mutter endlich sesshaft werden. In London. Keine so üble Vorstellung und die Schule scheint auch ganz in Ordnung zu sein. Nur dann träumt Liv plötzlich von komischen Türen, durch die ihr neuer Stiefbruder Grayson geht. Wie sich herausstellt, träumt sie jedoch gar nicht von ihm, sondern mit ihm. Ganz schön kurios, wenn auf einmal Realität und Träume sich vermischen. Und was hat es mit Graysons Freunden und seinen Warnungen auf sich, sie solle lieber von ihnen wegbleiben? Livs Neugier ist geweckt … Der Titel „Silber – Das erste Buch der Träume“ beschreibt schon ziemlich gut, um was es überhaupt geht. Um Liv Silber und Träume. Aber diese Träume sind nicht normal. Im Gegensatz zu Liv, die immer rationale Erklärungen sucht, erkennt der Leser schon ziemlich schnell, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Kein Wunder, immerhin gehört „Silber“ zum Genre der Urban Fantasy. Und das macht es ja gerade so interessant. Die Ich-Perspektive zeigt ziemlich gut, wie es Liv ergeht. Man kann alles nachvollziehen, was sie tut, denkt oder fühlt. Vor allem, weil es wirklich so klingt, als würde ein Teenager das Ganze erzählen. Die Probleme, die damit einhergehen, werden auch ziemlich gut thematisiert. Patchwork-Familien, neue Schulen und selbstverständlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Manchmal neigen diese Szenen dazu, ein wenig kitschig zu sein, doch das lässt sich auch damit erklären, dass es aus der Sicht eines jungen Mädchens geschrieben ist. Auch die Anzahl der Charaktere lässt sich gut überblicken und die Blog-Beiträge einer gewissen „Secrecy“ auf ihrem Tittle-Tattle-Blog der Schule machen es noch einfacher, die komplizierten Beziehungen zu erfassen. Abgesehen davon spielen Geheimnisse eine ziemlich große Rolle. Manche werden bereits gelüftet, andere bleiben noch im Dunkeln. Und manchmal passieren auch sehr unvorhersehbare Dinge, wodurch es bis zum Letzten spannend bleibt. Insgesamt kann ich nur sagen, dass Kerstin Gier mit „Silber – Das erste Buch der Träume“ wirklich nicht umsonst auf den Spiegel-Bestseller-Listen gelandet ist. Interessante Charaktere – wenn auch die die meisten blond sind, was zwar wohl beabsichtigt ist, aber trotzdem ein wenig nervt –, eine spannende Geschichte mit vielen Geheimnissen und fantastische Einflüsse in die Realität. Wer wäre da nicht gerne mittendrin? Ich zumindest schon, auch wenn es manchmal sogar ein wenig gruselig ist. Andererseits gibt es ebenfalls einige Stellen, bei denen ich mir ein Lachen nicht verkneifen konnte. Die Autorin beweist wahrhaftig, dass sie ihren Beruf beherrscht. Und dass es ausnahmsweise mal eine Deutsche ist, die mich so begeistert, macht es nur noch besser.

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götter, fantasy, liebe, mythologie, internat

Mythos Academy - Frostkuss

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.03.2012
ISBN 9783492702492
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stell dir vor, eine Berührung reicht aus, um Gedanken, Gefühle und Geheimnisse einer Person zu erfahren. Gwen Frost hat diese Gabe und ist damit eine Gypsy. Was es damit auf sich hat, das soll sie an der Mythos Academy herausfinden. Dort fühlt sie sich allerdings ziemlich fehl am Platz, schließlich werden an dieser Schule Walküren, Amazonen, Wikinger und andere mythische Wesen zu Kriegern ausgebildet. Wie soll sie denn da hineinpassen? Als das beliebteste Mädchen der ganzen Schule auf mysteriöse Weise umgebracht wird, setzt Gwen alles daran, herauszufinden, wie es zu dieser schrecklichen Tat kommen konnte. Die Suche nach der Wahrheit wird jedoch immer gefährlicher und bald muss sie feststellen, dass all das, was sie bisher für undenkbar gehalten hat, möglicherweise doch existiert … „Frostkuss“ ist ein gelungener Auftakt der Reihe. Zumindest, was die Idee an sich angeht. Die Ausbildung mythologischer Krieger in der Moderne ist mir bisher noch nirgends untergekommen. Und die Geschichte an sich ist auch relativ gut aufgebaut. Spannung ist vorhanden – zumindest an manchen Stellen. Was für mich den geheimnisvollen Eindruck immer wieder kaputt macht, sind die Andeutungen. Andeutungen, was wirklich passiert ist. Wer der/die Böse ist. Immer wieder, über das ganze Buch verteilt. Dass es aus Gwens Perspektive geschrieben ist, finde ich zwar gut, aber immer wieder diese Sätze, die so viel meinen wie „Irgendwas passt da nicht zusammen, mir fällt bloß gerade nicht ein, was“ oder „In meinem Gehirn regte sich eine Erinnerung, die ich nicht einordnen konnte, aber die wichtig für des Rätsels Lösung ist“ machen Gwen irgendwie naiv und begriffsstutzig. Man fragt sich ständig, warum sie nicht merkt, was wirklich vor sich geht. Bereits ab der Hälfte des Buches kann man sich ungefähr denken, wie es weitergehen wird. Auch das plötzliche Auftauchen des „Helden“ ist total klischeehaft. Die sehr detailreichen Beschreibungen der Bibliothek, der Statuen und anderer Kleinigkeiten führen zwar dazu, dass man sich alles sehr genau vorstellen kann, allerdings werden sie auch mindestens ansatzweise immer wieder wiederholt. Im Großen und Ganzen ist der Schreibstil der Autorin meiner Meinung nach nicht unbedingt der Beste. Außerdem taucht das ein oder andere Klischee auf, das die Spannung herausnimmt – ganz zu schweigen von den vielen Hinweisen. Das Einzige, was die Geschichte dennoch faszinierend macht, ist die originelle Idee mit all seinen Faktoren (z.B. die Funken der Walküren). Außerdem ist es interessant, wie Jennifer Estep es schafft, die Mythologie aufzugreifen und mit neuen Faktoren zu vermischen, sodass eine schlüssige Geschichte entsteht. Klar, werden Fakten verändert, aber in diesem Zusammenhang ist das nun mal unvermeidlich.

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