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286 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

fantasy, kaden, der glanz der dunkelheit, lia, mary e. pearson

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Glanz der Dunkelheit

Mary E. Pearson
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ONE, 29.03.2018
ISBN 9783846600603
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Lia schafft es, in ihre Heimat Morrighan zurückzukehren. Doch da sie dort immer noch als Verräterin gesucht wird, könnte eine Warnung von ihr auch falsch verstanden werden. Ganz zu schweigen davon, dass die wahren Feinde des Reiches sie am liebsten tot sehen würden.
Das Einzige, worauf sie sich verlassen kann, ist die Unterstützung ihrer Freunde. Kaden tut alles, um Lia bei ihren Plänen zu helfen, aber ist sein Bedürfnis nach Rache vielleicht stärker?
Und was ist mit Rafe? Wird er das Risiko eingehen, seine Krone zu verlieren, um die Frau zu schützen, die er liebt?
Die letzte Schlacht wird über das Schicksal der Verbliebenen entscheiden.

Die Geschichte:
Der Fokus liegt eindeutig auf den politischen Vorgängen, die zur letzten Schlacht der drei Reiche Morrighan, Dalbreck und Venda führen. Allerdings sind die Ereignisse immer wieder mit zwischenmenschlichen Komplikationen getränkt. Inzwischen ist es unmöglich geworden, die Figuren nur noch als einfache Personen anzusehen, da sie alle so sehr in die Politik verstrickt sind. Genau diese Konflikte machen das Buch spannend. Zumindest zwischenzeitlich. Gegen Ende wird das Meiste doch eher schnell aufgelöst, der Schluss ist da, bevor man sich versieht.
Das wiederum fand ich nicht besonders gut gestaltet, nur die letzten paar Seiten sind noch mal befriedigend, da sie die Stimmung der gesamten Reihe noch einmal wiederaufnehmen.

Die Charaktere:
Abgesehen von Lia fand ich die anderen Figuren am Schluss recht farblos. Selbst die Perspektivenwechsel haben mich weder Kaden noch Rafe oder Pauline näher gebracht. Ich bekam den leisen Eindruck, dass ihre Emotionen an Wichtigkeit verloren haben, sodass die Autorin bei der Schilderung nicht mehr in die Tiefe gegangen ist.
Eigentlich schade, denn obwohl ich die reifer gewordene Version von Lia sehr mochte, hätte ich mir doch eine stärkere Verbindung zu den Personen an ihrer Seite gewünscht. Vor allem, weil eben jene auch neue Bande untereinander knüpfen. Das kam um Längen zu kurz, sodass ich am Schluss nicht mal mehr sagen konnte, ob ich Kaden oder Rafe lieber mochte.
Und auch die Rolle des Komizars wurde ziemlich minimiert, obwohl er ja angeblich der zentrale Bösewicht ist, der das Unmögliche immer wieder wahr macht.

Der Schreibstil:
Lias Perspektive fand ich gut geschildert, man tauchte auch tief in ihre Emotionen ein. Manchmal verschleiert der Stil allerdings die Gefühlswelt, vieles wird recht nüchern beschrieben. Und wie in den Vorgängerbänden hoben sich auch die Erzählstimmen nicht genug voneinander ab.
Ansonsten wurde die gesamte Atmosphäre jedoch gut geschildert und übermittelt, der Text las sich angenehem und flüssig.

Mein Fazit:
Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen, da man zwischendrin kaum aufhören konnte zu lesen. Die Stimmung ist zwar nicht durchgehend zum Bersten gespannt, aber die Entwicklungen machen einen neugierig auf das Ende. Und Lia konnte mich zum Schluss richtig überzeugen als starke Protagonistin, ihre Entwicklung ist total gut gelungen.
Leider muss ich wegen dem rapiden Schluss und der mangelnden emotionalen Verbindung zu den anderen Charakteren bei der Bewertung etwas abziehen. Trotzdem meiner Meinung nach der zweitbeste Band der Reihe nach Teil 2.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: buchreihe, dystopisch, fantasy, finale, freundschaft, jugendbuch, liebe   (7)
 

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110 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

liebe, sex, erotik, freundschaft, lauren blakely

Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!

Lauren Blakely
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.02.2018
ISBN 9783956497377
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Der Inhalt:
Nick Hammer ist ein erfolgreicher Comiczeichner. Seine "Abenteuer des Mister Orgasmus" laufen sogar regelmäßig im Spätabendprogramm. Über mangelnden Erfolg oder fehlendes weibliches Interesse kann er sich also nicht beklagen.
Als ihn allerdings die Schwester seines besten Freundes fragt, ob er ihr Nachhilfe im Dating gibt, muss er feststellen, dass in seinem Leben womöglich doch etwas fehlt: die perfekte Frau.
Könnte Harper Holiday vielleicht diejenige sein? Doch die steht ja eigentlich auf einen anderen Kerl. Abgesehen davon ist die kleine Schwester des besten Freundes ja sowieso tabu ... eigentlich zumindest.

Die Geschichte:
Also mit Innovation habe ich ja sowieso nicht gerechnet, als ich das Buch als Rezensionsexemplar angefragt habe. Aber dass es so dermaßen ins Klischeehafte abdriftet ... puh, ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht habe, um die Geschichte zu beenden.
Das einzig wirklich Besondere sind die Berufe der beiden Protagonisten. Nick als Comiczeichner mit einer erfolgreichen Comic-Sex-Show und Harper als Magierin für Kinderpartys. Das passt ja scheinbar gar nicht zusammen.
Aber man merkt schon recht schnell, dass die beiden einander wollen. Wofür sie anscheinend gegenüber einander blind sind. Also das war so was von dermaßen nervig, dass immer wieder erwähnt wurde, dass aus den beiden sowieso nichts werden könnte. Und irgendeine Art Spannung kommt leider auch gar nicht auf, quasi alles ist vorhersehbar und unspektakulär gelöst.

Die Charaktere:
Was soll ich dazu sagen? Irgendwie ist es ja witzig, wie Nick und Harper harmonieren. Und man taucht auch ganz gut in Nicks Gedanken ein (vielleicht ein wenig zu gut), aber hat der Kerl eigentlich nichts anderes als Sex im Kopf? Ticken Männer wirklich so, wenn sie total heiß auf eine Frau sind? Hoffentlich nicht - Harper wirkte die meiste Zeit eher wie ein Sexobjekt auf zwei Beinen.
Und so sah sie sich scheinbar auch. Was sie da mit Nick veranstaltet, passt überhaupt nicht zu dem Eindruck, den er anfangs von ihr hat. Angeblich ist sie total unsicher, was Sex und so was angeht, im nächsten Moment gibt's Dirty Talk, schmutzige Fotos und Berührungen ohne Ende. Außerdem ist sie natürlich ein Naturtalent in allem. Und dann diese fehlende Willenskraft! Wenn Nick sagt "Spring", springt sie. So einfach ist das. Als einen Charakter habe ich sie nicht gesehen, sie ist lediglich eine eindimensionale Figur.

Der Schreibstil:
Vulgär. Ja, das trifft es wohl am besten. Man hat das Gefühl, mindestens alle zwei Seiten ist einmal irgendwie von Sex die Rede. Oder wie heiß Harper ist. Und die Sexszenen dehnen sich unendlich lang aus, weil dazwischen so viel Dirty Talk kommt.
Eindeutig mehr Sex als Handlung, zu wenig emotional. Immerhin ein wenig witzig, das rettet das Geschreibsel.

Mein Fazit:
Was soll ich noch großartig sagen? Das Buch scheint aus Klischees und Sex zu bestehen. Nick ist ja irgendwie noch ganz witzig, aber etwas übertrieben. Harper finde ich charakterlos und widersprüchlich. Die Kombination der beiden ist insgesamt okay, die traumhafte Liebesgeschichte wirkt allerdings aufgesetzt.
Sorry, beim besten Willen kann ich da nicht mehr Bücherstapel vergeben ...

Sabrina S. Says: 2 von 5 Büchern

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Tags: erotik, liebe, sex, verführung   (4)
 

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632 Bibliotheken, 70 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

fantasy, feyre, sarah j. maas, fae, liebe

Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423762069
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Um diejenigen zu schützen, die ihr wichtig sind, hat sich Feyre zurück an den Frühlingshof begeben. Ihren Aufenthalt dort nutzt sie, um Zwietracht und Verderben in Tamlins Reihen zu säen. Tamlin, der sie sie so sehr liebt, dass er sich sogar mit dem größten Feind überhaupt verschworen hat.
Feyre würde alles tun, um den König von Hybern aufzuhalten und Prythian vor seiner Herrschaft zu bewahren. Doch als sie Tamlin entkommen und zu ihrem Seelengefährten zurückkehren kann, scheint ihr Gegner bereits fast unbezwingbar zu sein. Ihre einzige Chance ist es, sich mit den anderen High Lords und den Menschenvölkern zu verbünden - doch das ist leichter gesagt als getan.
Werden es Feyre und Rhysand schaffen, den König von Hybern zu töten und den Kessel zu zerstören? Oder werden sie und ihre Familie von der Übermacht niedergestreckt?

Die Geschichte:
Das Ende von Band 2 hat mich schon neugierig gemacht, wie sich die Sache zwischen Feyre und Tamlin noch entwickeln würde. Wobei das im Vergleich zu all den anderen Vorkommnissen wirklich nur eine mindere Rolle spielt. Kein Wunder, dass das Buch so viele Seiten hat. Es passiert einfach so unendlich viel. Wobei man auch nichts streichen könnte, alles hat seinen Sinn und seinen Platz. Es greift so unvorstellbar gut ineinander, dass man immer weiter lesen möchte.
Zwar gab es ab und an ein paar Längen, zum Beispiel bei den Verhandlungen, dennoch war das beinahe unvermeidlich. Schließlich musste alles logisch bleiben, all das Misstrauen, all das Pläneschmieden.
Gut gefallen hat es mir auch, dass am Ende die letzte Schlacht recht ausführlich beschrieben wurde. Oft passiert es in Büchern, dass der Schluss schnell abgehandelt und aufgelöst wird. Hier war das nicht der Fall, sodass man ständig Angst um die unterschiedlichen Charaktere hatte.

Die Charaktere:
So sehr Feyre auch alles in Ordnung zu bringen versucht, sie ist einfach keine klare Sympathiefigur. Sie war mir im Laufe der Reihe erst zu passiv und schließlich zu aggressiv. Mir hat ein bisschen der Ausgleich gefehlt, der sie zu einem Lieblingsprotagonisten gemacht hätte. Gut fand ich allerdings, das sie das im Buch selbst auch irgendwann erkennt.
Rhys war in "Sterne und Schwerter" mehr denn je der strahlend-dunkle Held. Der fast alles in Ordnung bringen kann, weil er der Mächtigste ist. Doch von der Angst ihm gegenüber war gar nicht mehr so viel zu spüren. Ich weiß auch nicht - irgendwie hat er mir im 3. Band an Farbe verloren.
Dafür tauchte man umso tiefer in die Gefühlswelten anderer Figuren ein. Nesta, Elain, Mor, Azriel, Cassian, Amren und sogar Lucien offenbarten mehr und mehr ihres Innersten. Hat mir gut gefallen.
Und auch die anderen High Lords fand ich überwiegend ganz interessant. Nur Tamlin war am Schluss einfach nur noch lästig und beinahe unwichtig. Es tut mir wirklich leid für ihn, was die Autorin aus ihm im Laufe der Reihe gemacht hat. Sogar ich konnte ihm am Schluss fast keine Sympathie mehr abgewinnen - und ich war ein großer Fan von ihm in Band 1.

Der Schreibstil:
Wieder bildgewaltig, brutal, ironisch, erotisch ... eine Mischung aus allem, was man so machen kann. Und trotz dieser vielen Details kommen immer noch Emotionen rüber. Das ist ja das Wichtigste und genau das hat mir in Band 2 ein wenig gefehlt. Hier dagegen taucht man wieder ziemlich tief in Verzweiflung, Liebe, Gefahr und Freundschaft ab.
Allerdings sind es, wie bereits erwähnt, über 700 Seiten. Da muss das auch passieren, sonst hält man das nicht durch. Vor allem nicht, wenn man es tatsächlich bereits mit 14 Jahren liest. Hier würde ich wieder die Altersempfehlung auf 16 setzen.

Mein Fazit:
Nach Band 2 hätte ich eigentlich nicht erwartet, dass mich das (vorläufige) Finale der Reihe doch noch so fesseln würde. Doch anscheinend hatte ich mich inzwischen an die Umstände gewöhnt, sodass ich auch gut mit Feyre und Rhys als Paar leben konnte. Obwohl mich eher die anderen Figuren fasziniert haben in "Sterne und Schwerter".
Insgesamt betrachtet kann ich schwer negative Punkte finden, die die Bewertung runterziehen. Einziges Manko (Vorsicht, angedeuteter Spoiler!): Ich hätte mir am Schluss noch einen emotionaleren Todesfall gewünscht. Einfach um die mühsam aufgebaute Gefahr noch mal zu einem glaubhaften Ende zu bringen, das die Atmosphäre der Bücher widerspiegelt.
Trotzdem ein wirklich gelungener Abschluss des "Reichs der sieben Höfe".
 
Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

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Tags: fae, familie, fantasy, freundschaft, jugendbuch, krieg, liebe, magie, politik, übernatürlich   (10)
 

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122 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

götter, fantasy, asgard, bücherfreude, bücherwurm

Die Götter von Asgard

Liza Grimm
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426522523
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Inhalt:
Die Studentin Ray wird aus ihrer alltäglichen Welt herausgerissen, als sie Kára begegnet. Denn diese ist kein normales Mädchen, sondern Teil der beinahe vergessenen Götterwelt. In dieser existiert eine Prophezeiung, die den Untergang von Asgard bedeuten könnte.
Damit dies nicht passiert, darf es nie wieder einen Helden geben. Doch gerade Ray ist dazu auserwählt, zu einem zu werden. Absolut verrückt!
Und da wären ja auch noch Thor und Loki, die jeder ihre eigenen Pläne mit Ray haben. Ganz zu schweigen von Tyr, der Rays Herz jedoch schnell zum Höherschlagen bringt.
Wird sie es dennoch schaffen, zur Heldin zu werden? Und bedeutet das wirklich den Untergang der bekannten Götterwelt?


Die Geschichte:
Göttergeschichten spriesen ja an jedem Ende hervor, darum bin ich auch immer skeptisch. Die nordische Mythologie interessiert mich zugegebenermaßen eigentlich nicht ganz so sehr, da mir die Geschichten mit dem bösen, listigen Loki so langsam auf die Nerven gehen. "Die Götter von Asgard" konnte an meiner Meinung leider nicht viel ändern.
Zwar kommen durch die Götterkonflikte manchmal lustige Situationen zustande, aber wirklich überraschen konnte mich die Geschichte nicht. An manchen Stellen habe ich durchaus Hoffnung geschöpft, dass etwas Unerwartetes passiert (zum Beispiel bei der Szene mit dem Nachtmahr). Allerdings verzog sich das schnell wieder und am Ende wurde alles recht schnell gelöst. Das Konfliktpotenzial war zwar gegeben, aber mir fehlte das Dramatische, die Gefahr.
Und was sollte dieser Epilog? Den habe ich ja gar nicht verstanden ...

Die Charaktere:
Leider stellten sich die Götter als ziemlich klischeehaft heraus, den Eigenschaften entsprechend, die ihnen zugesagt werden. Vor allem Loki und Thor konnten mich weder überraschen noch überzeugen.
Dagegen stachen die anderen Hauptfiguren umso deutlicher hervor. Ray war eine sympathische Figur, deren Zweifel man durchaus nachvollziehen konnte. Es war gut möglich, sich in sie hineinzuversetzen.
Auch Tyr mochte ich ganz gerne, wenn er auch eigentlich recht schweigsam war insgesamt. Man konnte ihn nur schwer durchschauen, genau wie seine Gefühle. Aber im Fantasy-Genre liegt darauf ja sowieso nicht der Fokus, also war das in Ordnung.
Meine Lieblingsfigur war Kára. Sie hatte einen klar gemalten Charakter, dem sie treu blieb bis zum Ende. Sie ist stark und dennoch menschlich konstruiert. Leider wurde ihre Rolle zunehmend kleiner, was ich schade fand.

Der Schreibstil:
Geschrieben war das Buch gut. Leicht lesbar, nicht übermäßig ausgeschmückt, wie es sonst häufig bei der Phantastik der Fall ist. In der Hinsicht gleicht "Die Götter von Asgard" eher einem Jugendbuch, abgesehen von dem Mangel an tiefen Gefühlen.
Auch die Komik fand ich gut dosiert, wenn diese auch oft den Klischees geschuldet war.

Mein Fazit:
Ein unterhaltsames Buch für zwischendurch mit teils sympathischen Charakteren, teils jedoch klischeehaften Götterbildern. Mir hat ein wenig das Besonderes gefehlt, die Spannung war insgesamt recht niedrig gehalten. Der Fokus lag eher auf Rays Konflikten mit sich selbst als auf der Gefahr um sie herum. Da hätte vielleicht noch etwas mehr kommen müssen. Die Probleme waren ja gegeben, wurden nur zu schnell umgangen oder aufgelöst. Schade, denn die grundsätzlichen Ideen gefielen mir eigentlich.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

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Tags: abenteuer, asgard, fantasy, götter, mythologie   (5)
 

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72 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

fantasy, griechische mythology, jugendbuch, liebe, dilogie

Schicksalsjäger - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 12.03.2018
ISBN 9783785585702
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Obwohl Kiera weiß, dass sie das Richtige getan hat, ist ihr Herz gebrochen. Und demjenigen, den sie liebt, darf sie auch nie wieder zu nahe kommen.
Aber können sie und Phoenix sich wirklich voneinander fernhalten? Vor allem jetzt, da der Schleier zwischen den Welten immer durchlässiger wird und ein Monster nach dem anderen auf die Menschen losgeht.
Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam gegen den Zufall zu kämpfen. Doch der hat mächtige Verbündete.
Können Kiera und ihre Freunde gegen diese Feinde bestehen? Oder wird sich das Schicksal gegen sie wenden?

Die Geschichte:
Das Buch ist weit komplexer, als es auf den ersten Augenblick erscheinen mag. All die Hintergründe, die nach und nach ans Licht kommen, verleihen der Geschichte etwas Besonderes, mit dem man nicht rechnet. Allerdings überfordern einen all die Details nach und nach ein wenig. Man kann beinahe froh sein, wenn man zum Ende kommt, wo alles aufgelöst wird. Was dieses Mal auch nicht zu schnell geht, was bei Stefanie Hasses sonstigen Büchern manchmal der Fall war.
Und der Schluss ist echt super, wenn er auch so manche Frage offen lässt. Aber irgendwie passt es trotzdem.

Die Charaktere:
In diesem Band merkt man wirklich, wie viel Kiera und Phoenix einander bedeuten. Sie können einfach nicht voneinander lassen, egal, was sie damit anrichten. Am liebsten hätte ich beide manchmal geschüttelt wegen dem Risiko, das sie eingehen. Andererseits sind sie natürlich auch süß zusammen ...
Cody tat mir im Buch ein wenig leid. Genau wie im ersten Band ist er die ganze Zeit nur ein Spielball. Ihm fehlt so ein wenig die entscheidende Rolle, die einen Hauptcharakter meines Erachtens ausmacht.
Genau wie Hayden, dessen Wichtigkeit man zwar nicht infrage stellen kann, der aber nicht wirklich viel beiträgt. Meistens ist es doch am Ende Phoenix, der die Probleme löst.

Der Schreibstil:
Mir gefielen bei der Fortsetzung wieder vor allem die kurzen Kapitel, durch die man meistens hindurchflog. Auch der einfache Schreibstil an sich trug dazu bei. Ein wenig emotionaler hätte das Ganze noch geschrieben sein können, an sich gibt es hier jedoch nicht viel auszusetzen.

Mein Fazit:
Es fehlte mal wieder so ein bisschen das letzte Quäntchen. Es gibt so viel zu entdecken, dass einem das Gesamtbild teilweise abhanden kommt. Die Geschichte bleibt einem nicht wirklich im Gedächtnis, obwohl man während des Lesens total mitfiebert. Eigentlich kann ich dieses Phänomen selbst nicht richtig verstehen, immerhin wollte ich stets unbedingt weiterlesen. Und das Ende von "Schicksalsjäger" fand ich auch richtig gut ausgedacht.
Darum vergebe ich auch die gleiche Bewertung wie für Teil 1.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: dilogie, jugendbuch, liebe, schicksal, urban fantasy   (5)
 

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(315)

711 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

colleen hoover, liebe, nur noch ein einziges mal, häusliche gewalt, new-adult

Nur noch ein einziges Mal

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.11.2017
ISBN 9783423740302
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
An einem der schlimmsten Tage in ihrem Leben lernt Lily Ryle kennen. Die beiden scheinen nichts gemeinsam zu haben - außer ihrer schmerzlichen Vergangenheit, welche sie vor der Außenwelt verbergen.
Trotzdem spüren sie die Anziehung zwischen ihnen, die nie verschwindet, egal, für wie lange sie aus dem Leben des jeweils anderen verschwinden.
Schließlich lässt das Schicksal sie doch zueinander finden. Aber was zuerst wie die Erfüllung eines Traums erscheint, wird für Lily schon bald zu einer Zerreißprobe. Vor allem, als ihre erste große Liebe Atlas wiedertrifft. Mit der sie nie einen Abschluss gefunden hat.
Kann ihre Beziehung mit Ryle all diese Herausforderungen überstehen? Oder endet sie in einer Katastrophe?

Die Geschichte:

Oh Gott, ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben soll, ohne zu viel zu offenbaren. Denn das Thema, um das es sich in "Nur noch ein einziges Mal" dreht, ist so schlimm, so sensibel und traurig ... und ich kann einfach nur dazu sagen, dass jeder das Buch selbst lesen muss, um zu verstehen, was ich meine.
Jedes Kapitel macht den Schluss unvorhersehbarer, sodass man sich nicht davon losreißen kann. Richtig gut konzipiert von Colleen Hoover. Und total emotional. Chapeau!

Die Charaktere:
Lily wirkte zu Beginn noch nicht wie die typische Sympathiefigur. Doch je mehr man über sie erfährt, desto besser kann man sie verstehen und sich in sie hineinversetzen. Sie wird zwar nicht meine Lieblingsprotagonistin, aber sie ist realistisch und menschlich gestaltet. Und vor allem ist sie gleichzeitig schwach und stark. Das gefällt mir am besten an ihr.
Ryle fand ich von Beginn an toll. Er wirkte wie der perfekte Mann, trotzdem wusste man gleichzeitig, dass er es nicht ist. Doch wie tief seine Abgründe gehen, das konnte man nicht voraussehen. Er tat mir überwiegend leid, je weiter die Geschichte voranschritt. (Ich könnte auch noch sehr viel mehr über ihn sagen, aber das würde das Buch zu sehr spoilern, also lasse ich es.)
Atlas war für mich stets eine Art Störfaktor in Lilys und Ryles Beziehung. Ich wollte nicht, dass er zurück in Lilys Leben tritt, wusste jedoch gleichzeitig, dass es unvermeidbar war. Denn sie brauchten einen Abschluss. Und im Grunde ist er wirklich ein guter Kerl. Vielleicht sogar ein zu guter, weshalb ich skeptisch geblieben bin. Bis zum Ende ...

Der Schreibstil:
Colleen Hoover versteht sich darin, Emotionen zu transportieren. Egal, ob negative oder positive, sie reißt einen mit. Durch Lilys Perspektive tauchte man richtig tief ein, ging mit ihr durch alle Hochs und Tiefs. Es war gleichzeitig verstörend, berührend und noch so viel mehr, das ich nicht in Worte fassen kann.
So viel Liebe, Drama und Tragik richtig zu dosieren, das ist echt ein Kunststück!

Mein Fazit:
Das Buch hat mich fertig gemacht. Ich habe ja schon einige Bücher gelesen, in denen es um ernste Themen geht. Viele davon haben mich begeistert, zum Nachdenken angeregt und zum Weinen gebracht. Und "Nur noch ein einziges Mal" gehört definitiv in diese Reihe an Büchern.
Darum lasse ich einfach meine Bewertung sprechen und rede nicht mehr drum herum.

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

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Tags: erotik, erwachsenwerden, familie, häusliche gewalt, liebe, new-adult   (6)
 

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186 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

zeitreise, fantasy, eva völler, auf ewig mein, liebe

Auf ewig mein

Eva Völler
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ONE, 23.02.2018
ISBN 9783846600580
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Kaum haben Anna und Sebastiano die Geschehnisse am Hof von Heinrich VIII. verarbeitet, steht schon eine neue Herausforderung vor der Tür. Denn ein Unbekannter stiehlt die Zeitmaschine!
Um sie zurückzubekommen, müssen sich Anna und das Team ihrer Zeitreiseschule auf ein gefährliches Spiel im Jahr 1873 einlassen. Ein Spiel mit einem hohem Preis, sollten sie es verlieren. Doch wie schafft man es, in 80 Tagen um die Welt zu reisen und gleichzeitig irreguläre Portale zu schließen?
Wird die Zeit auf ihrer Seite sein? Oder werden sie diese unmöglich scheinende Reise nicht überleben?

Die Geschichte:
"In 80 Tagen um die Welt" habe ich zwar nicht gelesen, aber ich finde es trotzdem spannend, wie Eva Völler genau diesen Roman aufgreift, um ihre Charaktere in ein neues Abenteuer zu schicken. Man erfährt auch sehr viel über die Orte, die besucht werden. Vielleicht etwas zu viel? Manchmal zogen sich die Beschreibungen sehr stark hin und die Handlung ging dafür kaum voran. Abgesehen davon wurde jeder Stopp sehr schnell abgehandelt. Die Figuren stehen zwar verständlicherweise unter Zeitdruck, doch es wirkte wie eine Hetzjagd. Die Aufenthalte auf den Schiffen waren dafür umso ausführlicher, obwohl gerade da weniger passiert. Die Mischung war also nicht ganz so gut gewählt.

Die Charaktere:
Wie auch im Vorgängerband harmoniert das Figurenensemble sehr gut. Die Konflikte bilden den Mittelpunkt, sodass es gar nicht so wirkt, als wären sie ein ideales Team. Trotzdem stehen sie füreinander ein, würden alles tun, um die Mission einen Erfolg werden lassen. Und wegen  ihrer unterschiedlichen Stärken glaubt man auch daran, dass sie es schaffen können. Egal, wie oft sie aneinander geraten.
Eva Völler hat da wirklich lebendige Charaktere erschaffen, die einem schnell ans Herz wachsen.

Der Schreibstil:
Unterhaltsam, das trifft es wohl am besten. Vor allem Ole und Fatima sorgen öfters mal für einen Lacher. Die witzigen Kommentare sind zwar nicht immer einfallsreich, aber dafür umso authentischer. Da die Sprache sonst auch recht einfach gehalten ist, kann man das Buch recht schnell lesen.
Und die eingefügten Tagebucheinträge von Walter sorgen für einen gewissen Spannungseffekt, da man so noch eine weitere Perspektive bekommt. Eine, die noch einmal zeigt, wie gut das Team auch getrennt voneinander funktioniert.

Mein Fazit:
Ganz so stark wie den ersten Teil der "Time School"-Reihe fand ich "Auf ewig mein" nicht. Vielleicht lag das daran, dass mich die Thematik mit Heinrich VIII. mehr interessiert hat als eine Reise um die Welt. Allerdings fand ich die auch zu schnell abgearbeitet. Für Reisethematiken sollte man sich mehr Zeit nehmen. Ein paar mehr Seiten hätten der Geschichte nicht geschadet.
Die Figuren reißen das Ganze wieder raus. Ich würde sogar behaupten, das Buch lebt eher von den Figuren als von der Geschichte. Weil mir die allerdings recht gut gefallen, bleibe ich bei meiner Bewertung vom ersten Band.
Ach ja, und das Cover ist traumhaft schön! (Auch wenn Anna blond ist und die abgebildete Frau dunkle Haare hat.)

Sabrina S. Says: 4 von 5 Bücher

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Tags: fantasy, jugendbuch, liebe, zeitreise   (4)
 

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1.147 Bibliotheken, 70 Leser, 0 Gruppen, 238 Rezensionen

mona kasten, save me, liebe, new-adult, maxton hall

Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Eigentlich will Ruby ihr letztes Schuljahr an der renommierten Privatschule Maxton Hall dafür nutzen, in Oxford aufgenommen zu werden. Dafür tut sie alles - zum Beispiel sich von all den priviligierten Mitschülern, ihren Partys und Eskapaden so gut es geht fernhalten.
Doch als sie etwas beobachtet, was sie nicht hätte sehen sollen, ändert sich ihr strukturiertes Leben schlagartig. Denn sie kennt nun ein Geheimnis der genauso reichen wie berühmten Familie Beaufort. Deren Erbe James kann natürlich nicht zulassen, dass es ans Tageslicht gelangt. Von nun an begegnen sich die beiden ständig und schon bald können sie sich ihr Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen.
Doch haben Gefühle in einer von Macht und Geld regierten Welt überhaupt eine Chance?

Die Geschichte:
Seufz ... Ja, das trifft es wohl am besten. Denn die Geschichte ist ebenso romantisch wie dramatisch, traurig und einfach zum Verrücktwerden. Nichts scheint zusammenzupassen und dennoch passt eben alles.
Manchmal war ich mir nicht sicher, ob das Buch zu übertrieben ist, was die Welt der Reichen und Schönen angeht, aber wahrscheinlich habe ich zu wenig Ahnung, um das beurteilen zu können. Jedenfalls erkennt man sehr klar den Kontrast zu Rubys bodenständiger Existenz, was ja beabsichtigt ist. Die Liebesgeschichte macht dadurch einen umso aussichtsloseren Eindruck, doch man kann sich ihr nicht entziehen, nicht aufhören zu hoffen.

Die Charaktere:
Ruby und James, sie wachsen einem beide ans Herz. Jeder hat seine eigenen Probleme, ist ein Individuum. Trotzdem sind sie untrennbar miteinander verbunden. Und man spürt beim Lesen, wie diese Verbindung entsteht. Ich konnte die Emotionen nachverfolgen, als wären es meine eigenen. Das passiert mir eigentlich nicht oft, vielleicht hat es mich darum umso mehr mitgenommen - und sehnsüchtig nach der Liebe gemacht mit all ihren Facetten.
Aber auch die Nebenfiguren sind essenziell für die Handlung, man fiebert mit, wann deren Geheimnisse ans Licht kommen. Allerdings werden wir uns da noch etwas gedulden müssen ... jedoch ist Vorfreude ja bekanntlich die schönste Freude 😏

Der Schreibstil:
Ich habe mich echt gefragt, wie die Autorin es schafft, mit solch einem einfachen, gut lesbaren Schreibstil so tiefgründig zu erzählen. So viele Gefühle heraufzubeschwören.
Einziges winziges Manko: Die Sicht wechselte manchmal zu lange nicht. Bei zwei Perspektiven hätte ich mir mehr Ausgleich gewünscht.

Mein Fazit:

"Save Me" bewegt sich zwar in einem klischeehaften Milieu für den New-Adult-(Erotik)-Bereich, aber im Gegensatz zu zum Beispiel der "Paper"-Reihe waren hier so viele nachvollziehbare Emotionen im Spiel, dass mich das nicht gestört hat. Bei dem Buch lag der Fokus nicht auf dem wahnsinnig attraktiven und ebenso reichen Typen, der das unschuldige Mädchen abschleppen will. Es ging wirklich darum, die Gegensätzlichkeit der Welten, der beiden Protagonisten herauszuarbeiten. Und das ist Mona Kasten auf einfache, aber dennoch ausdrucksvolle Weise gelungen.
Ich bin immer noch total geflasht und freue mich riesig auf die Fortsetzung "Save You" (erscheint im Mai).

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

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Tags: buchreihe, erotik, liebe, new-adult, roman   (5)
 

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(2)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, sammelband 2, jugendbücher, fliegende schule, phönix

Phönixakademie - Sammelband 2 (Fantasy-Serie)

I. Reen Bow
E-Buch Text: 285 Seiten
Erschienen bei null, 20.09.2017
ISBN B075SQHJNR
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Inhalt:
Nach Robins Flucht aus der Phönixakademie landet sie auf einem Schrottplatz in Tirias - notgedrungen. Dort leben die Windsegler, Waisenkinder, die ihre Familie ineinander gefunden haben. Einer von ihnen ist Chest, mit dem Robin schon bald mehr verbindet, als sie sich je hätte erträumen können.
Und dann ist da ja auch noch Frederik, der ihr gerne wieder ein Freund sein möchte. Aber kann sie ihm vertrauen?
Und was hat Robins Schwester Jenny mit all den schlimmen Dingen zu tun, die in der Welt vor sich gehen? Kann sie womöglich das strahlende Licht sein, das alle rettet? Oder wird sie alles und jeden ins Verderben stürzen?

Die Geschichte:
Geheimnis um Geheimnis kommt ans Licht in den nächsten fünf Funken der "Phönixakademie"-Serie. Man hat das Gefühl, an jeder Ecke lauert eine neue Gefahr und niemand ist vor ihr sicher. Egal, auf welcher Seite er steht.
Dieses unterschwellig mitschwingende Risiko macht einen beim Lesen ganz schön nervös. Gleichzeitig zieht sich die Geschichte ein wenig, weil noch nichts großartig gegen die Gefahr unternommen wird. Jede Figur scheint in diesen paar Episoden auszuloten, auf welcher Seite sie stehen will. Das finde ich zwar gut gemacht von der Autorin, aber bei den vielen Charakteren geht das vielleicht ein wenig auf Kosten der Spannung.

Die Charaktere:
Viele der Charaktere werden einem sympathischer im Laufe der Serie. Man kann sie besser verstehen, weil man immer tiefere Einblicke in ihre Gedanken bekommt. Gleichzeitig wird hier ein Bild gemalt, von dem ich mir nicht sicher bin, was ich davon halten soll. Denn jede Figur wirkte am Anfang der Reihe wie ein schlechter Mensch - und jeder entwickelt sich so langsam in eine möglichst perfekte Version seiner selbst. Ich hatte beim Lesen zunehmend den Eindruck, dass es nur die Personen gibt, die von vornherein auf der "bösen" Seite stehen, und diejenigen, die kapieren, dass sie sich dem entgegenstellen müssen. Mir fehlte das Dazwischen. Aber vielleicht ist das auch nur dem Umstand geschuldet, dass ich gerade mal bei der Hälfte der Serie angelangt bin.

Der Schreibstil:
Hat sich im Laufe der Serie schon ein wenig weiterentwickelt. Und er liest sich auch immer noch recht einfach, da alles auf den Punkt gebracht wird. Trotzdem fehlte mir noch das letzte Quäntchen Emotionalität. So viel, wie die Figuren durchleben müssen, hätte ich mir noch ein paar Emotionen mehr gewünscht.

Mein Fazit:
Ein guter Zwischenschritt der Serie, bei dem der Fokus auf den Entscheidungen der unterschiedlichen Charaktere liegt. Auch die aufgedeckten Geheimnisse finde ich sehr schön gestaltet. Man fiebert richtig mit, wie es weitergeht.
Über die kleinen Defizite konnte ich ganz gut hinwegsehen, weil sie die Geschichte nicht großartig stören. Man hätte nur noch etwas mehr herausholen können, denke ich. (Lektorenblick 😜 )
Insgesamt vergebe ich deshalb dieselbe Bewertung wie für den ersten Sammelband.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: buchserie, fantasy, jugendbuch, sammelband   (4)
 

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901 Bibliotheken, 32 Leser, 0 Gruppen, 201 Rezensionen

laura kneidl, liebe, new-adult, verliere mich nicht, missbrauch

Verliere mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305496
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Sage hat die schwerste Entscheidung ihres Lebens getroffen, indem sie Luca verlassen hat. Doch ihre Vergangenheit hat sie dazu gezwungen. Und obwohl sie weiß, dass sie das Richtige getan hat, ist ihr Schmerz unendlich groß. Wie soll sie ihm je wieder unter die Augen treten?
Wie es der Zufall so will, kreuzen sich ihre Wege immer wieder aufs Neue. Es scheint, als kämen sie nicht voneinander los. Als Sage glaubt, ihr Leben könnte nicht mehr schlimmer werden, bittet Luca sie auf einmal, wieder bei ihm und April einzuziehen. Will er sie etwa zurückgewinnen? Und kann Sage das Risiko eingehen, Luca erneut so dicht an sich heranzulassen?

Die Geschichte:
Nachdem Band 1 so herzzerreißend war (und geendet hat), hatte ich gehofft, dass die Fortsetzung ebenso emotional werden würde. Und tatsächlich hat sich die Autorin bemüht, erneut möglichst viel Kummer in die Geschichte zu legen. Leider liegt die Betonung hier auf "bemüht", denn die Ereignisse waren teilweise so vorhersehbar, dass man nicht mehr darin versinken konnte. Und das Ende war nicht so dramatisch, wie es nach Sages Ängsten zu befürchten gewesen war. Schade, da hätte man mehr herausholen können.

Die Charaktere:
Wie in Teil 1 sind die Charaktere extrem gut gestaltet. Man kann sich in sie hineinversetzen, ihre Handlungen nachvollziehen und leidet mit ihnen. Nicht nur Sage und Luca sind hierbei interessant, auch auf die Nebenfiguren wie April, Connor oder Gavin sollte man ein Auge haben. Wobei deren Geschichten noch nicht auserzählt sind. Absicht von der Autorin? Wer weiß. Ich würde mir jedenfalls wünschen, zu erfahren, wie es mit der Clique weitergeht.

Der Schreibstil:
Man kam wieder sehr gut in das Geschehen hinein. Ich fand auch, dass Sages innerer Konflikt erneut gut dargestellt wurde. Vielleicht manchmal allerdings nicht extrem genug, vor allem während ihrer Panikattacken.
Trotzdem liest sich das Buch sehr schnell und leicht. Für den New-Adult-Bereich passend, würde ich sagen.

Mein Fazit:

Ich bin hin und her gerissen wegen meiner Bewertung für "Verliere mich. Nicht.", aber zweifellos ist dieser Band nicht so stark wie sein Vorgänger. Er las sich gut, bewies auch eine gewisse emotionale Tiefe, aber mir haben die Überraschungen gefehlt. Und der Schluss war zu kurz, der Epilog eigentlich nicht notwendig. Als wollte die Autorin krampfhaft beweisen, dass jede tragische Geschichte glücklich ausgehen kann.
Darum muss ich schweren Herzens eine mittelmäßige Bewertung vergeben ...

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

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Tags: freundschaft, liebe, missbrauch, new-adult, studium   (5)
 

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578 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 100 Rezensionen

fantasy, liebe, die gabe der auserwählten, jugendbuch, kaden

Die Chroniken der Verbliebenen - Die Gabe der Auserwählten

Mary E. Pearson , Barbara Imgrund
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.10.2017
ISBN 9783846600528
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Lia und Rafe ist die Flucht aus dem Sanctum gelungen, doch man ist ihnen dicht auf den Fersen. Ausgerechnet mit Kadens Hilfe gelingt es ihnen, einen Stützpunkt in Dalbreck zu erreichen. Doch welche Pläne verfolgt er wirklich mit seiner Unterstützung?
Und auch am Stützpunkt werden Lia und Rafe vor Herausforderungen gestellt. Vor allem, da eine flüchtige und gesuchte Prinzessin nicht gerade gern als die Frau an der Seite des Herrschers gesehen wird.
Und was ist mit Morrighan? Kann Lia die Menschen in ihrem eigenen Reich warnen? Oder wird Rafe sie ihrer Sicherheit wegen davon abhalten, ihr Schicksal zu erfüllen?

Die Geschichte:
Dank der Teilung des letzten Bandes fliegt man ziemlich schnell durch die recht kurze Geschichte. Es passiert auch nichts wahnsinnig Spannendes, dafür sind die zwischenmenschlichen Konflikte umso deutlicher herausgearbeitet. Genau wie die politischen Sorgen. Diese Kombination macht das Buch trotz fehlender Spannung interessant. Und man möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht!

Die Charaktere:
Wie gehabt finde ich Lias Entwicklung gut gestaltet. Sie will Verantwortung übernehmen für das Leben ihrer Leute und setzt ihre Ziele durch - selbst wenn es auf Kosten der Liebe ist.
Rafe dagegen kann ich immer noch zu wenig abgewinnen. Er findet sich zwar nun in seine Rolle als Herrscher ein, nutzt diese Position jedoch Lia gegenüber lange Zeit zu sehr aus. Bis zum Ende macht ihn das in meinen Augen unsympathisch - zu besitzergreifend.
Von Kaden bekommt man leider zu wenig mit. Vielleicht liegt das daran, dass seine wahren Pläne verschleiert werden sollen. Denn man ist sich nicht sicher, auf wessen Seite er letztendlich steht. Gerade deshalb bleibt er jedoch ein interessanter Charakter.

Der Schreibstil:
Auch hier keine großen Veränderungen im Vergleich zu den Bänden zuvor. Weiterhin sehr bildhaft und anschaulich beschrieben. Inzwischen auch etwas emotionaler.
Allerdings bleibt die Unterscheidung der Erzählerstimme immer noch schwierig.

Mein Fazit:
Ein interessanter Zwischenteil auf dem Weg zum großen Finale. Geschickt gemacht vom Verlag, das Buch aufzuteilen, denn man möchte nun unbedingt das Ende wissen (blöd, dass Band 4 erst Ende März erscheint). Jedoch bleibt die Handlung ein wenig stehen und die Spannung auf der Strecke.
Trotzdem liest sich "Die Gabe der Auserwählten" flüssig und leicht und lenkt den Fokus wieder mehr auf die Figuren. An Band 2 kommt er allerdings nicht heran.

Sabrina S. Says: 3 von 5 Büchern

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Tags: buchreihe, chroniken der verbliebenen, fantasy, jugendbuch, liebe, magie   (6)
 

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802 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 131 Rezensionen

fantasy, liebe, attentäter, prinzessin, gabe

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson , Barbara Imgrund
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Nachdem Lia nach Venda verschleppt wurde, muss sie sehen, wie sich dort unter den wachsamen Augen des Komizars zurechtfindet. Vor allem, da der sie eigentlich lieber tot sehen würde als lebendig.
Doch ihr Leben ist längst nicht das einzige, das bedroht ist. Während ihres Aufenthalts in dem fremden Reich muss sie erfahren, dass ein Krieg unmittelbar bevorstehen könnte. Und ihre Rolle könnte wesentlich sein für dessen Ausgang. Je nachdem, auf welcher Seite sie steht.
Dass diese Entscheidung nicht ihre eigene sein könnte, muss Lia schon bald schmerzlich erkennen. Wird Rafe sie vor dem Schlimmsten bewahren können? Und kann sie Kaden nach seinem Verrat noch vertrauen?

Die Geschichte:
Genau wie in Band 1 ist die Geschichte nicht wahnsinnig actionreich und vom Erzähltempo eher niedrig gehalten. Trotzdem ist sie an sich spannender, denn man erfährt viel mehr über die politischen Hintergründe der drei Reiche, insbesondere von Venda, das bisher noch sehr undurchschaubar war. Dazu kommt, dass jeder Fehler von Lia den Komizar dazu bringen könnte, sie doch noch umzubringen - ein klarer Risikofaktor, der zum Mitfiebern einlädt.
Obwohl das Rätsel um Prinz und Attentäter gelöst ist, büßt die Reihe demnach nicht an Spannung ein, sondern nimmt gerade erst Fahrt auf.

Die Charaktere: (VORSICHT SPOILER!)
Lia war mir sympathischer als in dem Vorgängerband, da sie endlich versteht, was Verantwortung heißt. Sie wirkt nicht mehr so naiv und liebestoll, was ich gut finde. Allerdings geht sie sehr viele Risiken ein, das wirkt etwas übertrieben manchmal.
Was Rafe und Kaden - beziehungsweise Prinz und Attentäter - angeht, bin ich immer noch eher auf Kadens Seite. Vor allem, nachdem man mehr über seine Geschichte erfahren hat, kann man ihn wirklich verstehen.
Rafe dagegen verhält sich beinahe wie Lia im ersten Band: eigennützig und verantwortungslos. Sein Reich erscheint ihm ziemlich unwichtig, alles, was zählt, ist die Liebe seines Lebens. Eigentlich der typische Märchenprinz - aber damit leider nicht ganz mein Fall.

Der Schreibstil:
Wieder sehr detailreich und ausufernd. Hat mich dieses Mal aber weniger gestört, weil es dazu passt, dass man mehr über die vendischen Hintergründe erfährt.
Allerdings sind mir dafür zwei andere Dinge negativ aufgefallen: Die Erzählerstimmen der Protagonisten unterscheiden sich nicht genug voneinander, zeigen den Charakter der Figuren nicht so wie die wörtliche Rede.
Und oft wird die Erzählung einer Geschichte zusammengefasst, anstatt dass der Erzähler selbst zu Wort kommt. Das ist besonders unpersönlich und schafft somit keine Verbindung. Das hätte besser gelöst werden können.

Mein Fazit:
"Das Herz des Verräters" hat mir besser gefallen als "Der Kuss der Lüge". Allerdings hätte ich anhand des Titels erwartet, dass die Dreiecksgeschichte noch etwas komplizierter wird. Stattdessen sind die Rollen nun klar verteilt und scheinbar unabänderlich. Genau das finde ich bei solchen Dreiecksbeziehungen nicht so gut: wenn sehr schnell klar ist, für wen sich das Mädchen (oder in Ausnahmefällen der Junge) entscheidet. Das nimmt komplett die Spannung und Emotionen raus.
Angesichts all der Ereignisse in Venda hätte man da auf jeden Fall noch was rausholen können. Ansonsten aber ein sehr schön gestaltetes Buch, das Lust auf die Fortsetzung(en) macht.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: chronikenderverbliebenen, fantasy, jugendbuch, königreich, krone, liebe, low fantasy, monarchie, reihe   (9)
 

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46 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

dystopie, lorraine thomson, liebe, fantasy, jugendbuch

The New Dark - Dunkle Welt (Dark-Times-Trilogie 1)

Lorraine Thomson
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei beBEYOND by Bastei Entertainment, 01.11.2017
ISBN 9783732534135
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Inhalt:
Als ihr Heimatdorf Amat von Mutanten überfallen wird, schafft es Sorrel gerade so, zu entkommen. Dabei verliert sie allerdings ihren kleinen Bruder Eli und ihre große Liebe David.
Auf der Suche nach ihnen wird sie von Fremden aufgelesen und nach Ulbroom gebracht. Doch die Stadt ist keine Rettung, sondern wird für Sorrel zu einem Gefängnis. Vor allem als ihr angeblicher Erretter Martin ihr zu nahe rückt, versucht sie alles, um zu flüchten.
Und gerade ein Mutant ist es, der ihr dabei helfen will. Nur kann sie ihm wirklich vertrauen? Und wird sie Eli und David wiederfinden?

Die Geschichte:
Mich haben vor allem das tolle Cover und der Klappentext neugierig gemacht auf die Geschichte. Allerdings stimmt besonders die Zusammenfassung nicht mit meinem Eindruck überein. Die Liebesgeschichte war so gut wie gar nicht vorhanden und was die Rebellen angeht, tauchen die erst zum Ende des Buches auf. Bis dahin plätschert alles vor sich hin. Es gibt zwar hin und wieder gute Momente, aber ich habe mich überwiegend hindurchgequält. Leider keine Dystopie nach meinem Geschmack.

Die Charaktere:
Keine wirkliche Sympathiefigur - ganz schlecht für ein Buch. Sorrel war mir zu passiv für eine lange Zeit. Ich konnte mich kein bisschen mit ihr identifizieren, mich nicht in sie hineinversetzen.
David hatte keinen wirklich definierten Charakter, es ging immer nur darum, Sorrel wiederzufinden. Ab und an zeigte er mal, was in ihm steckt, insgesamt konnte ich ihm jedoch wenig abgewinnen.
Was die anderen Figuren angeht, waren die meisten zu undurchsichtig oder zu aufdringlich. Einstein war noch ganz okay, aber dann hört die Sympathie auch schon auf.

Der Schreibstil:
Hat mir von der ersten Seite an überhaupt nicht gefallen. Zu viel Geschwafel, zu viel Einführung, keine Handlung. Die Ausdrucksweise motiviert nicht zum Weiterlesen, es kamen keine Emotionen rüber. Dazu häufige Fehler in Rechtschreibung und Zeichensetzung und manchmal ganz komisch formulierte Übersetzungen.
Nichts Positives, das ich dem Schreibstil der Autorin oder der deutschen Übersetzung abgewinnen kann.

Mein Fazit:
Schon nach dem ersten Drittel hätte ich die Geschichte gerne abgebrochen, weil nichts mich wirklich überzeugt hat. Ich musste mich durchkämpfen bis zum Schluss. Ein paar wenige Stellen gab es, bei denen ich hoffte, es würde bergauf gehen. Zum Beispiel als Sorrel endlich Martin und Ulbroom entkommt zusammen mit Einstein. Oder als sich Sorrel und David in Dinawl um mehrere Male verfehlen.
Doch bis man überhaupt dorthin kommt, ist es schwierig. Für mich leider kein gelungenes Werk.

Sabrina S. Says: 2 von 5 Büchern

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Tags: dystopie, fantasy, jugendbuch   (3)
 

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1.559 Bibliotheken, 63 Leser, 0 Gruppen, 301 Rezensionen

liebe, laura kneidl, berühre mich. nicht., missbrauch, new-adult

Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Sage ist gerade 18 Jahre alt geworden, da flieht sie von ihrem Zuhause in Maine nach Nevada. Offiziell, um dort zu studieren, doch in Wahrheit möchte sie vor allem so weit wie nur möglich von ihm weg.
Ihre Ängste lassen sich jedoch nicht so leicht vertreiben, was den Start in ihr neues Leben nicht einfacher macht. Doch dann begegnet sie April und Luca, die sie bei sich aufnehmen und ihr neue Sicherheit geben.
Und vor allem Luca wird schon bald mehr als nur ein Freund für Sage - aber kann sie die Liebe wirklich in ihr Leben lassen? Trotz all ihrer Ängste? Oder holt sie die Vergangenheit ein, bevor sie sie besiegen kann?

Die Geschichte:
Dass Sage ein gebrochener Charakter ist, merkt man sehr schnell. Trotzdem (oder gerade deswegen?) konnte ich mich allerdings gut in sie hineinversetzen. Ihre Ängste erscheinen nicht übersteigert, sondern realistisch. Man leidet mit ihr mit, vor allem dann, wenn sie Luca näherzukommen scheint und sich schließlich doch zurückziehen muss. Dieses extreme Wechselbad der Gefühle und Sages ständiger Kampf mit der Angst machen die Geschichte spannend, ohne dass großartig etwas passiert. Die übertragenden Emotionen reichen völlig aus, um einen mitzureißen.

Die Charaktere:
Sowohl Sage als auch April und Luca sind richtige Sympathiefiguren. Eigentlich mag ich es nicht so gerne, wenn die Figuren alle im positiven Licht stehen, aber hier hat es im Kontrast mit Sages Ängsten gepasst.
Luca mag vielleicht etwas klischeehaft für einen New-Adult-Roman sein, weist allerdings Details auf, wie man so nicht oft wiederfindet. Zum Beispiel die ungewöhnliche Wahl seines Studiengangs. Oder die Art, wie er mit Sage umgeht, ohne sie zu bedrängen. So einen rücksichtsvollen Mann wünscht sich doch fast jede Frau an ihre Seite, oder? Man könnte jedenfalls beim Lesen etwas sehnsüchtig werden 😉

Der Schreibstil:
Nicht außergewöhnlich, aber sehr gut zu lesen. Passt zum Genre, würde ich sagen.
Auch die Emotionen wurden sehr gut herübergebracht, was bei der Geschichte extrem wichtig ist. Also was soll ich noch groß herumreden? Kein Manko zu finden.

Mein Fazit:
Das Buch wurde ja schon im Vornherein sehr viel beworben und gehypt, deswegen war ich etwas skeptisch. Vor allem, da es ja in die Schiene der Erotik fällt und nicht in die der Belletristik. Ich hatte also befürchtet, dass es ins Klischeehafte abdriften würde. Doch davon ist tatsächlich recht wenig zu finden. Spezielle Details, tolle Wendungen und sympathische Charaktere machen eine runde Geschichte daraus. Plus die Emotionen und schon kommt ein fantastischer Roman dabei heraus.

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

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Tags: erotik, erwachsenwerden, familie, freundschaft, liebe, missbrauch, new-adult, studium   (8)
 

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liebe, impress, familie, freundschaft, jugendbuch

Forbidden Love Story. Weil ich dir begegnet bin

Anna Savas
E-Buch Text: 291 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.07.2017
ISBN 9783646603293
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Nur Minuten, nachdem sich die 17-jährige Vesper von ihrem Freund getrennt hat, begegnet sie dem gut aussehenden Alex. Der bringt sie von Anfang an so durcheinander, dass sie nicht weiß, wie sie auf ihn reagieren soll - und vor allem auf ihre Gefühle.
Abgesehen davon hat sie ohnehin schon genug Probleme mit ihrer familiären Situation. Nicht nur, dass die neue Freundin ihres Vaters schwanger ist, ihre Mutter heiratet bald wieder. Von ihrer neuen Stiefschwester in spe hält Vesper sowieso nicht viel, aber als sich dann auch noch herausstellt, dass sie und Alex keine Unbekannten sind, wird das Ganze erst richtig kompliziert.
Hat die Liebe unter diesen Umständen überhaupt eine Chance?

Die Geschichte:
Ich hatte mir eine recht komplizierte, ziemlich klischeehafte Liebesgeschichte vorgestellt bei dem Klappentext. Junge und Mädchen, die nicht zusammen sein dürfen und sich deswegen strikt voneinander fernzuhalten versuchen. Ganz so war es dann allerdings nicht, das war überraschend positiv. Und auch wenn das ein oder andere Detail inszeniert gewirkt hat (zum Beispiel die ständigen Begegnungen zwischen Vesper und Alex am Anfang oder die angehende Beziehung zwischen den besten Freunden), war das Buch doch nicht mit Klischees überladen. Insgesamt hat es sich sogar recht interessant lesen lassen trotz der teilweise fehlenden Kreativität.

Die Charaktere:
Vesper war manchmal etwas widersprüchlich. Einerseits die selbst erkorene Eisprinzessin an der Schule, andererseits total beliebt (wovon man wenig mitbekommen hat). Gleichzeitig aber auch ziemlich emotional, wie ich fand. Ich fand hier die Behauptungen mit dem Gelesenen nicht ganz stimmig. Trotzdem war es ganz nett, mal nicht dieses perfekte Mädchen als Protagonistin zu haben.
Alex kam von Anfang an sehr sympathisch rüber. Ich hätte mir durchaus vorstellen können, mich auch Hals über Kopf (oder Herz über Kopf 😉 ) in ihn zu verlieben. Er war genau die Art von nettem Typ, den man nicht nur gerne als besten Freund hätte. Hier gibt es eindeutig Schmachtpotenzial.
Was mir etwas gefehlt hat, war die Verbindung zwischen Vesper und ihrer besten Freundin Toni. Und Paul war eigentlich nicht mehr als ein Name, quasi ein Geist. Hat er überhaupt einen Satz in der Geschichte gesagt? Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern.

Der Schreibstil:
Für einen Debütroman angenehm zu lesen. Die Emotionen wurden gut herübergebracht, man kam recht schnell durch die Kapitel. Auch wirkte das Buch weder zu kurz noch zu lang.
Abgesehen von einigen Fehlerchen (die man von Impress allerdings gewohnt ist), kann ich mich eigentlich nicht beschweren.

Mein Fazit:
Von den drei Siegertiteln des Schreibwettbewerbs (von Impress und tolino media) gefiel mir "Forbidden Love Story" am besten. Es las sich am Flüssigsten, war gut und schlüssig erzählt. Natürlich gab es das ein oder andere Manko, was mir das Lesen jedoch nicht großartig vermiest hat. Eher hat es sogar etwas Wehmut in mir ausgelöst, die Gefühle wurden also ziemlich gut und plausibel dargestellt. Von mir gibt es demnach einen Daumen hoch!

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: familie, freundschaft, jugendbuch, liebe   (4)
 

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1.288 Bibliotheken, 62 Leser, 0 Gruppen, 144 Rezensionen

wolkenschloss, kerstin gier, liebe, hotel, jugendbuch

Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Die 17-jährige Fanny ist kaum ein paar Monate als Praktikantin im Château Janvier - dem sogenannten Wolkenschloss -, da beginnt die aufregendste Zeit ihres Lebens. Denn die nach und nach ankommenden Hotelgäste werden immer mysteriöser. Jeder scheint etwas zu verbergen zu haben. Und ausgerechnet Fanny kommt den Geheimnissen (aus Versehen) auf die Schliche!
Als wenn es nicht schon kompliziert genug wäre, sich nicht zu verplappern, bringen der gut aussehende Tristan und der hilfsbereite Ben Fannys Gefühlsleben komplett durcheinander.
Da kann der anstehende Silvester-Ball ja nur noch im Chaos enden - oder?

Die Geschichte:
Nach der "Edelstein"- und der "Silber"-Trilogie hatte ich beim "Wolkenschloss" wieder mit einer fantastischen Geschichte gerechnet. Aber obwohl so einige Vorkommnisse ungeklärt bleiben, bewegt sich Kerstin Giers neues Buch eher in der Realität. Wobei schon erstaunlich viele Zufälle aufeinander treffen, die ein wenig konstruiert wirken. Überraschungen gibt es allerdings trotzdem immer wieder, darum habe ich gerne weiter gelesen, um auch den letzten Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Die Charaktere:

Fanny ist genau wie Liv und Gwen etwas tollpatschig, aber gleichzeitig auch schlagfertig und mutig. Das ergibt eine recht normale, realistische Protagonistin, wie man sie in Jugendbüchern eher selten erlebt. Denn meistens sind die Hauptfiguren überstilisiert und ziemlich perfekt. Grundsätzlich mag ich also die Konstruktion von Fanny. Einziger Minuspunkt: Sie wäre mit Liv oder Gwen beinahe austauschbar, das ganz Besondere hat mir gefehlt.
Dafür sind die vielen anderen Charaktere interessant gestaltet. Manchmal ist es schwer, den Überblick zu behalten, aber die wichtigsten kann man sich gut merken, da sie alle bestimmte Merkmale aufweisen. Sie bleiben einem einfach im Gedächtnis, sodass man sie mit all ihren Marotten lieben lernt.

Der Schreibstil:
Typisch locker-leicht Kerstin Gier. Nicht zu kompliziert oder konstruiert, nicht zu ausufernd, sondern einfach erfrischend normal. Das grenzt auch das "Wolkenschloss" von vielen anderen Jugendbüchern ab, die momentan aktuell sind und sehr viel Wert auf schriftstellerische Perfektion legen. Ein klarer Pluspunkt, denn man fliegt geradezu durch die Geschichte. Das begünstigt auch der humorvolle Stil, den ich bei Kerstin Gier liebe.

Mein Fazit:
Das "Wolkenschloss" ist ein typisch witziges Buch der Autorin, nur vielleicht etwas realistischer gehalten. Womöglich lag es daran, dass ich vor allem die "Silber"-Trilogie stärker in Erinnerung habe, was die Wirkung anging, dass ich nicht komplett überzeugt war. Was nicht heißen soll, dass das neuste Werk nicht lesenswert ist. Denn das ist es auf jeden Fall. Mir fehlte nur das letzte Quäntchen Besonderheit.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: fantasy, freundschaft, humor, jugendbuch, liebe   (5)
 

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280 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

fantasy, paris, kathrin lange, arena verlag, jugendbuch

Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen

Kathrin Lange
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.06.2017
ISBN 9783401603391
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Nach einem schlimmen Streit mit ihrer Mutter reist die 17-jährige Mila überstürzt nach Paris. Bereits im Zug hat sie eine seltsame Begegnung mit einem alten Mann, die sie verwirrt zurücklässt. Doch die merkwürdigen Ereignisse wollen nicht aufhören, denn am Bahnhof steht sie auf einmal Nicholas gegenüber - dem Jungen, über den sie seit Jahren Geschichten schreibt. Unmöglich kann das passieren! Aber wie sich herausstellt, kennt Nicholas sie ebenfalls. Weil er selbst über sie geschrieben hat. Und zwar eine Geschichte, die aufgrund einer uralten Magie wahr zu werden droht - und die kein gutes Ende nimmt ...
 
Die Geschichte:
Eine Geschichte über das Schreiben, das lockt mich natürlich als Schriftstellerin. Vor allem, da man selbst ja manchmal den Wunsch hegt, es würde wahr werden, was man niederschreibt. Dank der "Fabelmacht-Chroniken" ist dieses Bedürfnis vielleicht nicht mehr ganz so übermächtig, denn es können schlimme Dinge passieren, die man nicht mehr aufhalten kann. Oder doch? Genau das ist die Frage in diesem Buch, die einen als Leser verfolgt. Und immer wenn man glaubt, es würde doch noch gut ausgehen, kommt wieder etwas dazwischen. Man weiß bis zum Ende nicht, was passieren wird. Das macht das Ganze ziemlich spannend.

Die Charaktere:

Mila war mir zu Beginn erst einmal unsympathisch wegen ihrer Entscheidung, ohne ein Wort nach Paris abzuhauen. Klar, durfte ihre Mutter ihren Aufenthaltsort nicht erfahren, aber Mila wirkt dadurch ziemlich trotzig und unvernünftig. Dieser Eindruck wandelt sich im Laufe der Geschichte allerdings. Man kann ihre Handlungen nachvollziehen, ihren Kampf mit sich selbst und ihren Gefühlen spüren. Auch Nicholas ist eine vielschichtige Person, allerdings handelt er recht klischeehaft. Vielleicht liegt das an der Geschichte, die er sich selbst auf den Leib geschrieben hat. Jedenfalls ist er heimliche Held, mit dem kein anderer mithalten kann. Kann man mögen, muss man aber nicht.

Der Schreibstil:
Durch die wechselnden Perspektiven kann man sehr gut nachvollziehen, was in den einzelnen Charakteren vor sich geht. Hier ist der personale Erzähler passend gewählt, wenn ich diese Perspektive auch fast nicht mehr gewohnt bin. Auch sonst ist das Buch angenehm geschrieben, liest sich flüssig und man kann sich die Schauplätze in Paris relativ gut vorstellen. Bei einem so berühmten Handlungsort ist das natürlich nicht schlecht.

Mein Fazit:
Die "Fabelmacht-Chroniken" versprechen ein interessantes Abenteuer in Paris, mit einer Geschichte, die sich vielleicht ändern lässt oder auch nicht. Man kann sich nie sicher sein, wodurch man weiterlesen muss. Und ohne euch zu spoilern: Das Ende ist echt krass! Unbedingt das ganze Buch lesen!

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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563 Bibliotheken, 22 Leser, 2 Gruppen, 108 Rezensionen

götter, liebe, fantasy, marah woolf, jugendbuch

GötterFunke - Hasse mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 25.09.2017
ISBN 9783791500416
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Nach den Ereignissen im Sommercamp versucht Jess, die Götter und vor allem Cayden zu vergessen. Leider gestaltet sich das schwierig, als er in ihrer Schule auftaucht. Was sucht er dort?
Doch er ist nicht der Einzige, der ihr gefolgt ist. Auch Agrios hat es noch immer auf Jess abgesehen. Wobei sich seine Pläne geändert zu haben scheinen. Aber ob sie ihm deshalb vertrauen kann? Und warum wollen ihr die Götter nicht die Wahrheit über ihren Aufenthalt sagen? Was verschweigen sie?

Die Geschichte:
Nach dem Ende von "Liebe mich nicht" war ich neugierig, wie es weitergeht. Vor allem zwischen Jess und Cayden, bei denen der Bruch schon ziemlich deutlich war. Viel von einer Liebesgeschichte konnte da ja nicht mehr zu spüren sein, dachte ich. Aber von wegen. Denn man merkt beiden deutlich an, wie sehr sie eigentlich leiden. Diese Leidensgeschichte zog sich auch ziemlich stark hin und lenkte den Fokus von all den Dingen ab, die im Hintergrund passierten. Trotzdem wird man immer wieder überrascht, was enorm wichtig war, um dem Buch das gewisse Etwas zu geben.

Die Charaktere:
Besonders Cayden tat mir ziemlich leid im größten Teil des Buches. Vielleicht war dieser Umstand daran schuld, dass er etwas von seiner Coolness eingebüßt hat.
Aber auch Jess war nicht mehr ganz so sympathisch. Sie wirkte recht hart. Das war zwar erklärbar durch ihren Selbstschutzmechanismus nach allem, was Cayden ihr angetan hatte, trotzdem fand ich sie manchmal etwas zu emotionslos.

Der Schreibstil:
Wie im ersten Band einfach gehalten. Auch die Mischung aus Ernst und Humor war gut. Die manchmal leicht sarkastische Note passte gut zu der mitschwingenden Verzweiflung. Insgesamt wurden die Emotionen sehr gut transportiert. Kein Grund zum Meckern.

Mein Fazit:
Der erste Band hat mich noch etwas mehr gepackt, da sich die Handlung in "Hasse mich nicht" manchmal etwas gezogen hat. Auch die zwei Protagonisten büßten ein wenig an Sympathie ein. Darum muss ich insgesamt ein paar Abzüge machen. Trotzdem ist das Buch immer noch sehr lesenswert und lässt einen am Schluss wie auch der Vorgänger mit einem Zähneknirschen zurück, weil das Ende so fies ist. Ich bin gespannt, wie es in "Verlasse mich nicht" weitergeht.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: fantasy, götter, griechisch, jugendbuch, liebe, mythologie, verführung   (7)
 

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1.183 Bibliotheken, 86 Leser, 1 Gruppe, 157 Rezensionen

fantasy, das reich der sieben höfe, fae, liebe, rhysand

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Nach dem Sieg über Amarantha plagen Feyre die schlimmen Erinnerungen. Ihr angeblich gewonnenes Glück mit Tamlin entwickelt sich dadurch schon bald zu einem Albtraum, aus welchem sie nur wegen ihres Paktes mit dem High Lord des Hofs der Nacht entkommen kann. Aber Rhysand ist nicht zu trauen, oder?
Nach und nach erkennt Feyre, dass die wirkliche Bedrohung noch bevorsteht. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als Rhys bei seinem Kampf zu unterstützen.
Aber können sie es wirklich mit der neuen Gefahr aufnehmen? Und wird Feyre rechtzeitig erkennen, wem sie ihre Hilfe, ihr Vertrauen und ihre Liebe schenken soll?

Die Geschichte:
Nach den überwältigenden Ereignissen von Band 1 war es schwer, eine noch bessere Story zu entwickeln. Das rechne ich natürlich mit in die Bewertung ein, darum kann ich auch nicht zu viel abziehen, weil die Geschichte von Band 2 mich nicht ganz so sehr mitgerissen hat. Wobei das an dem ganzen Aufbau des Buches lag. Denn die Umkehr von "guten" und "bösen" Charakteren hat mich einfach mal komplett aus dem Konzept gebracht. Und sie ging meines Erachtens vor allem auf Tamlins Seite zu schnell. Es wirkte ein wenig abgearbeitet, damit Feyre endlich zu Rhys kommt. Dadurch verlor es etwas an Glaubwürdigkeit.

Die Charaktere:
Feyres Entwicklung in die Mündigkeit hinein gefiel mir recht gut und das Trauma wirkte auch realistisch. Dass sie Tamlin allerdings so schnell fallen lässt, nachdem sich die Liebe im ersten Band so schön entwickelt hatte, mochte ich gar nicht. Immerhin hatte sie den Anstand, sich Rhys nicht gleich an den Hals zu werfen.
Nicht falsch verstehen, ich mag die Bad Boys mit dem weichen Kern wie Rhysand, aber in Anbetracht der Geschehnisse aus Band 1 konnte ich die neue Liebesgeschichte nicht richtig genießen. Nicht, nachdem Tamlin von jetzt auf gleich zum "Bösewicht" umfunktioniert wurde. Alle Sympathie war quasi sofort zerstört, das war schade.

Der Schreibstil:

Wie im Vorgänger gewohnt imposant, lebendig und nachvollziehbar. Es liest sich nicht so leicht wie andere Jugendbücher, geht eher in Richtung belletristische Fantasy. Auch von den Inhalten her, daher ist die Altersangabe ab 14 Jahren vielleicht nicht ganz stimmig.
Aber ich mag Sarah J. Maas' Art, zu schreiben und Bilder in den Köpfen entstehen zu lassen.

Mein Fazit:
"Flammen und Finsternis" kommt nicht an den ersten Band heran. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich meine Sympathie an die Charaktere anders als andere Leser verteile. Weil mir die Verbindung zwischen den zwei Teilen gefehlt hat, weil alles so plötzlich umgeworfen wurde. Hätte mich die Liebesgeschichte von Band 1 nicht so sehr in den Bann gezogen, hätte ich die aus Band 2 mehr genießen können. Schade.
Trotzdem ein unbestreitbar gutes Buch mit durchdachten politischen Hintergründen. Das hat den Roman gerettet.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: fantasy, jugendbuch, liebe, märchen   (4)
 

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liebe, richelle mead, der goldene hof, adel, jugendbuch

The Promise - Der goldene Hof

Richelle Mead , Susann Friedrich
Fester Einband
Erschienen bei ONE, 29.09.2017
ISBN 9783846600504
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Um einer zweckmäßigen Ehe zu entgehen, übernimmt eine junge Adelige den Platz ihrer Dienstmagd und reist an ihrer statt an den goldenen Hof. Dieser bietet jungen Mädchen die Chance auf ein besseres Leben auf dem neuen Kontinent Adoria, indem er sie zu Damen ausbildet und sie Männern der neuen Welt als Heiratskandidatinnen vorführt.
Als Adelaide versucht sie, genau dieses Ziel zu erreichen, doch es ist schwer, nicht aufzufliegen. Fast genauso schwer, wie dem Sohn ihres Sponsors zu widerstehen. Und Cedric scheint es mit ihr genauso zu gehen.
Doch ihre Liebe darf nicht sein, denn sie könnte für sie beide den Ruin oder gar den Tod bedeuten ...

Die Geschichte:
Etwas Vergleichbares habe ich noch nirgends gelesen. "The Promise" mischt verschiedene Genres: historisch, fantastisch (im Sinne einer erfundenen Welt) und romantisch. Das war so nicht ganz zu erwarten, fand ich aber ziemlich interessant gemacht. Und allen voran waren die Umstände glaubwürdig.
Insgesamt fügt sich auch alles sehr gut in das Setting ein, vor allem die Charaktere. Nur zog es sich phasenweise etwas, womöglich hätte man noch etwas kürzen können. Und die Richtung, in die es sich nach der Aufdeckung des Verhältnisses entwickelt, kam sehr überraschend. Diesen Teil des Buches mochte ich auch am wenigsten, mehr verrate ich allerdings nicht.

Die Charaktere:
Adelaide (oder auch Elizabeth, wie man in der deutschen Version des Buches sehr schnell erfährt - im Englischen war das ein gut gehütetes Geheimnis, was ich besser fand) ist eine starke Frau von Beginn an. Als Adelige weiß sie auch genau, wie sie sich verhalten muss, was sie ab und an in die Bredouille bringt. Das wirkte etwas gekünstelt, denn eigentlich sollte sie schlau genug sein, um so manch gravierenden Fehler zu vermeiden. Aber womöglich ist ihre Erziehung zu stark in sie eingehämmert, das ist schwer zu beurteilen, darum will ich das nicht so eng sehen. Trotzdem fehlte mir das letzte Quäntchen Sympathie, denn ihr haftete stets eine gewisse Arroganz an.
Cedric mochte ich durchweg gerne, aber der typische Traumprinz eines Jugendbuches ist er definitiv nicht. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Seine Einfühlsamkeit war seine beste Eigenschaft.
Und auch Tamsin und Mira sind gelungene Nebenfiguren, die oft mehr Charakter bewiesen und Sympathie hervorriefen als Adelaide selbst.

Der Schreibstil:
Ich mag den Stil von Richelle Mead, denn er ist stets eine Mischung aus typischem Jugendbuch und etwas Anspruchsvollerem. Dies ist das erste Buch von ihr, dass ich auf Deutsch gelesen habe, dadurch kommt das leider nicht ganz so deutlich raus. Auch was die Übersetzungen angeht, finde ich die Umsetzung eher na ja.
Aber gut und lebendig geschrieben ist die Geschichte, man kann sich alles deutlich vorstellen. Und bei einer erfundenen Welt ist das ja ein Kernfaktor.

Mein Fazit:
Nicht ganz wie erwartet von der Story und den Charakteren her. Trotzdem eine interessante Geschichte in einem spannenden Setting. Phasenweise schwächelt die Handlung ein wenig, aber das wird durch erstaunliche Wendungen und Offenbarungen wieder wett gemacht.
Ein gutes, jedoch kein überragendes Buch mit Richelle Meads bisher schwächster Protagonistin vom Sympathiefaktor. Trotzdem würde ich es weiterempfehlen.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: adel, fantasy, historisch, hochzeit, jugendbuch, liebe, romantisch   (7)
 

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schicksal, stefanie hasse, schicksalsbringer, fantasy, jugendbuch

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Kieras Leben ändert sich von einen Tag auf den anderen, als ihr beim Umzug eine alte Münze in die Hände fällt. Das Geschenk von vor über zehn Jahren birgt nämlich ein Geheimnis: Wer diese Münze besitzt, ist der Schicksalsträger und kann von nun an in das Leben anderer Menschen eingreifen. Doch damit nicht genug, denn mit dieser Bürde geht das Auftauchen zweier Brüder einher - Phoenix und Hayden. Einer von ihnen wurde gesandt, um Böses heraufzubeschwören, der andere, um Gutes zu bringen.  Wem der beiden kann Kiera vertrauen? Und an wen verliert sie ihr Herz?

Die Geschichte:
Ein recht klassischer Urban-Fantasy-Roman für Jugendliche. Mit Wirrungen bezüglich Freundschaft, Liebe, Familie und einer Prise Magie. Die Idee mit der Beeinflussung des Schicksals durch eine Münze ist jedoch mal etwas Neues. Leider kommt das Besondere nicht so deutlich heraus, da sich Kiera die meiste Zeit weigert, in das Schicksal einzugreifen. Der Fokus wird eher auf die Überraschungen gelegt, die sich durch das ganze Buch ziehen. Was auch nicht schlecht ist, viel Spektakuläres passiert bis zum Ende nicht. Dieses ist - wie bei Stefanie Hasses Büchern typisch - sehr rasant und teilweise etwas verwirrend. In diesem Fall ist das jedoch nicht so wild, da sich vieles wohl in Band 2 aufklären wird.

Die Charaktere:
Es herrscht eine gewisse Vielfalt an Figuren, die meisten bergen Geheimnisse, denen man erst spät (oder noch gar nicht) auf die Schliche kommt. Das fand ich ganz interessant gemacht. Bei den Hauptfiguren bin ich eher zwiegespalten. Zwar empfindet man für jede eine gewisse Sympathie, aber komplett von sich überzeugen konnten mich weder Kiera noch Phoenix oder Hayden. Vor allem die Liebesgeschichte entwickelte sich für mich nicht ganz nachvollziehbar, obwohl darauf der Fokus liegt. Und Cody blieb als erste Nebenfigur eher ein Schatten ohne wichtige Rolle, was ich schade fand.

Der Schreibstil:
Typisch für ein Jugendbuch. Mehr braucht man eigentlich kaum zu sagen. Was ich gut fand an der Struktur des Buches, waren die sehr kurzen Kapitel. Die animieren zum Weiterlesen und man kann auch beinahe jederzeit stoppen. Dafür gibt es ein Extrapünktchen. Genau wie für die kursiven Einschübe, die manchmal an den Kapitelenden auftauchen. Der unbekannte Sprecher und die kryptischen Andeutungen machen jede Sicherheit zunichte, die man zu erlangen geglaubt hat. Echt fies, vor allem ganz am Ende des Buches. (Ich brauche die Fortsetzung!!!)

Mein Fazit:
Ein in vielerlei Hinsicht wenig spektakuläres Jugendbuch, bei dem die Kleinigkeiten den Unterschied machen. Überraschende Wendungen, neue Enthüllungen und die Struktur des Buches lassen einen recht schnell zum Schluss kommen. Da stört es auch nicht ganz so sehr, dass es bei den Figuren und der Liebesgeschichte etwas hapert. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Fortsetzung "Schicksalsjäger" (erscheint im Frühjahr 2018).

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: dilogie, fantasy, freundschaft, jugendbuch, liebe, schicksal, urban fantasy   (7)
 

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liebe, mitbewohner, freundschaft, vergangenheit, aurelia l. night

Heute, morgen und dann für immer: Roman

Aurelia L. Night
E-Buch Text: 263 Seiten
Erschienen bei Forever, 04.09.2017
ISBN 9783958182165
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:
Das Leben der 19-jährigen Maya scheint perfekt. Sie hat ihr Abitur bestanden, eine Ausbildung zur Krankenschwester in Aussicht, Freunde und Familie - ganz zu schweigen von ihrem Freund Richard. Doch die Wohnungssuche stellt sich als Hindernis heraus. Mayas einzige Möglichkeit, rechtzeitig irgendwo unterzukommen, besteht darin, sich in einer WG einzuquartiern. Ihr neuer Mitbewohner Julian übt sofort eine Anziehungskraft auf sie aus, gegen die sie anzukämpfen versucht. Denn eigentlich gehört ihr Herz ja Richard. Und der tut wirklich alles dafür, dass die Beziehung nicht scheitert. Wird sich Maya für den Richtigen entscheiden?

Die Geschichte:
Der Roman ist so einfallslos und klischeehaft, am liebsten hätte ich ihn nach dem ersten Drittel abgebrochen. Klar, sind New-Adult-Liebesromane oft nicht sehr einfallsreich, aber "Heute, morgen und dann für immer" hat mich echt tierisch genervt. Alles ist simpel dargestellt, es gibt kaum Widerworte bzw. negative Reaktionen, kaum Unvorhersehbares. Man wusste schon, wie sich alles entwickeln würde, noch bevor es passiert ist. Vor allem die Szene mit dem Streichen, bei der sich Maya und Julian näher kommen - zum Augenverdrehen. Der gesamte Roman ist 08/15. Auch am Ende fand ich ein paar Dinge mehr als unlogisch. (Vorsicht, Spoiler!) Richard taucht gar nicht mehr auf, lässt Maya einfach ziehen. Und warum brauchen sie und Julian so viel Zeit, um sich auszusprechen? Das habe ich nicht wirklich nachvollziehen können.

Die Charaktere:
Melodramatisch und wahnsinnig naiv, das beschreibt die Figuren am besten. Schon allein dass Maya und ihre Mutter an den Umzug so unbedarft herangehen, wirkt richtig unglaubwürdig. Nur damit Julian ihnen dann helfen kann. Das ist weder innovativ noch realistisch. Und leider zieht es sich durch die gesamte Geschichte. Maya ist mir zu sprunghaft, Richard zu sehr der Böse und Julian zu sehr der Held. Für mich gibt es hier nur Figuren, keine Charaktere.

Der Schreibstil:
Den fand ich sehr enttäuschend dafür, dass es noch nicht mal das Debüt der Autorin war. Zwischen Gedanken und Handlungen fehlten mir die Übergänge und Bezüge zueinander, es kamen wahnsinnig viele umgangssprachliche Ausdrücke vor und das Schlimmste war: "sagen" in allen Varianten bei fast jeder wörtlichen Rede. Las sich gar nicht schön. Ganz zu schweigen davon, dass die Formulierungen und Ausdrücke manchmal nicht passten. Das grüne T-Shirt betont nämlich nicht die "Sprinkler", sondern die "Sprenkel" in seinen Augen. Spätestens im Lektorat hätte das gesehen werden müssen.

Mein Fazit:
Für einen Verlagstitel hätte ich mir viel mehr erwartet. Der Roman wirkt unausgereift, da hätte das Lektorat stärker eingreifen müssen. Obwohl die gesamte Geschichte in meinen Augen nicht wirklich zu retten war, so viele Klischees steckten darin. Kein wirklich guter Ausflug der Autorin in dieses Genre.

Sabrina S. Says: 2 von 5 Büchern

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Tags: freundschaft, liebe, liebesgeschichte, new adult   (4)
 

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fantasy, fae, das reich der sieben höfe, sarah j. maas, liebe

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Um ihre in Armut lebende Familie am Leben zu halten, tut Feyre alles. Als sie bei einem ihrer Jagdausflüge einen Wolf tötet, ist sie sich nicht bewusst, dass es sich dabei um einen Fae handelt - ein höheres Wesen, die von den Menschen getrennt leben. Ihre Tat bleibt nicht ohne Konsequenzen, denn auf einmal erscheint eine andere dieser Kreaturen und entführt sie in sein Reich. Ein Mann, dessen Gesicht unter einer Maske verborgen ist. An seinem Hof muss Feyre feststellen, dass die Legenden über die Fae nicht alle der Wahrheit entsprechen. Vor allem ihr Entführer Tamlin erweist sich nicht als Ungeheuer. Doch es gibt etwas, das eine Gefahr für beide Seiten, Fae und Menschen, darstellt. Und es gewinnt zunehmend an Macht ...

Die Geschichte:

Das Buch wurde mir als Adaption des Märchens "Die Schöne und das Biest" angepriesen - was ihm überhaupt nicht gerecht wird. Nichts gegen das Märchen, doch "Das Reich der sieben Höfe" ist viel gewaltiger. Viel emotionaler, sehr viel überraschender. Man wird in die Geschichte hineingesogen und es ist schwer, nicht von ihr in die Höhen und Tiefen gerissen zu werden.
Die Mischung aus Gefahr und Liebe ist genau richtig dosiert. Es greift einfach alles ineinander, sodass man nicht zur Ruhe kommen kann. Es ist schwer, hier große Schwachstellen zu finden.

Die Charaktere:
Feyre wirkt manchmal nicht ganz so sympathisch, aber in Anbetracht dessen, dass ihr Leben ständig bedroht ist, ist das wohl nachvollziehbar. Und ihre unerschütterliche Liebe zu Tamlin beziehungsweise seine Liebe zu ihr ist einfach herzzerreißend. Man kann sich dem Bann der beiden nicht entziehen, die füreinander bestimmt zu sein scheinen.
Auch die Nebenfiguren überzeugen. Allen voran Lucien hat sich in mein Herz geschlichen, vielleicht weil er nie wirklich Glück hat. Was Rhysand angeht, bin ich dagegen skeptisch. Er wirkte mir etwas zu widersprüchlich in seinen Handlungen und Entscheidungen (aber ich werde wohl noch einiges über ihn lernen in Band 2, so wie ich das mitbekommen habe ...).

Der Schreibstil:
Darauf kann ich nicht ganz so gut eingehen, da ich das Buch im englischen Original gelesen habe. Vom Gesamteindruck her ist der Roman bildgewaltig erzählt, sodass man nicht nur Einblick in Feyres Gedanken und Gefühle bekommt, sondern auch ausführliche Schilderungen zu Umgebung und Figuren. Das mag ich eigentlich nicht so sehr (im Englischen habe ich auch nicht alles davon verstanden), aber hier passte es.

Mein Fazit:
Ich hab's versucht. Wirklich. Ich wollte die Buchreihe umgehen, mich nicht von dem Hype mitreißen lassen. Und beim Lesen habe ich Gründe gesucht, um es irgendwie zu kritisieren.
Das hat nicht funktioniert. Denn das Buch ist toll. Nicht ganz wie die Jugendbücher, die mich sonst begeistern, darum dachte ich auch, es wäre nichts für mich. Doch ich kann kaum Negatives darüber sagen. Da waren nur Winzigkeiten, die mich gestört haben. Kaum erwähnenswert.
Tja, also bleibt mir nichts anderes übrig ...

Sabrina S. Says: 5 von 5 Büchern

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Tags: buchreihe, fantasy, jugendbuch, liebe, märchen   (5)
 

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schurken, helden, kinderbuch, freundschaft, schule

Evil Hero

Sandra Grauer , Jann Kerntke
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 21.08.2017
ISBN 9783522505482
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Inhalt:
Als sein berühmter Heldenvater von dem Superschurken The Rockstar hinterrücks umgebracht wird, schmiedet John Taylor einen furiosen Plan: Er will Rache nehmen. Doch dafür muss er die Identität des Halunken aufdecken. Und gibt es einen besseren Ort, um Informationen zu sammeln, als die Evil Äcädemy? Der Schule, wo künftige Schurken lernen, Verbrechen zu begehen, Waffen zu bauen und eben ... böse zu sein. Als er dort ankommt, stellt er jedoch fest, dass das kein leichtes Unterfangen wird. Denn als Sohn eines Helden ist es schwer, sich als Schurke auszugeben. Wird es John trotzdem gelingen, The Rockstar zu entlarven? Oder wird er zuerst entlarvt?
 
Die Geschichte:
Die Idee mit der Superschurken-Schule hat mich auf den ersten Blick neugierig gemacht. Vor allem in Kombination damit, dass sich ein Heldensohn dort einschleicht. Wie soll der denn bitte die schurkische Etikette kennen? Gerade wegen solcher Konflikte kommt es immer wieder zu witzigen Ereignissen. Man fragt sich die ganze Zeit, wann John auffliegt. Aber mit Mühe und Not schafft er es, sein Geheimnis zu bewahren und findet sogar noch Freunde. Das macht das böse Drumherum irgendwie nichtig und ... na ja, süß. (Verratet aber nicht den Superschurken, dass ich das so genannt habe 😂)

Die Charaktere:

Man kann lange Zeit nicht zuordnen, wie alt die Figuren sind. Darum erscheinen sie manchmal älter und manchmal jünger. Das ist nicht ganz so ideal. Trotzdem fand ich die Charaktere recht sympathisch. Vor allem hat jeder so seine Marotten, die immer wieder für Schmunzler sorgen. Max und Serena sind da gute Beispiele und eine tolle Ergänzung für John. Aber auch die Lehrer sind sehr interessante Persönlichkeiten, was in Anbetracht des Settings wichtig ist.

Der Schreibstil:

Es ist schwer zu beurteilen, ob die Ausdrucksweise dem Alter der Figuren angemessen ist. Da kann ich mir auch keine allgemeingültige Antwort leisten, dafür ist es zu lange her, dass ich vierzehn war. Außerdem hat sich seitdem ja auch einiges geändert. In Anbetracht dessen ist es vielleicht nicht modern genug gehalten. Aber in Büchern wird die Ausdruckweise ja meistens literarisch beschönigt, also kann man damit gut leben. Auch deshalb, weil das Buch ab 10 Jahren ist - da will man manche modernen Ausdrücke gar nicht sehen 😏

Mein Fazit:
Bücher ab 10 finde ich immer schwer einzuordnen. Nicht mehr so richtig kindlich, aber auch noch nicht jugendlich. Darum lese ich die auch nicht so oft, weil es schwierig ist, hier etwas zu finden, das genau zur Altersgruppe passt. "Evil Hero" hat mich allerdings von sich überzeugen können. Die Figuren sind zwar älter als die Leser, doch davon bekommt man nicht so viel mit. Außerdem täuscht der Witz über das eigentlich ernste Thema Verbrechen hinweg. Ich kann nur hoffen, dass es den Kindern kein falsches Bild von richtig und falsch vermittelt - was ich allerdings nicht glaube. Darum würde ich es auch weiterempfehlen.

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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Tags: ab 10 jahre, böse, freundschaft, gut, helden, internat, kinderbuch, schule, schurken   (9)
 

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charaktere, fbi, krimi, polizei, spannung

Spectrum

Ethan Cross
E-Buch Text: 513 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 21.07.2017
ISBN 9783732540280
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Inhalt:
Eine auf den ersten Blick harmlose Geiselnahme wird zu einem rasanten Spiel auf Zeit. Denn die Täter sind eigentlich hinter etwas viel Wertvollerem her, als es auf den ersten Blick scheint - und Zeugen können sie nicht gebrauchen.
Zusammen mit ihren Teams stellen sich der Polizist Nic und Special Agent Carter vom FBI der Katastrophe. Doch um das Schlimmste zu verhindern, brauchen sie Hilfe. Von August Burke, einem jungen Mann, der zwar als Genie gilt, jedoch auch sehr menschenscheu ist.
Werden es die drei Männer schaffen, die Täter zu überführen? Oder stehen mehr als nur die Leben der Geiseln auf dem Spiel?

Die Geschichte:
Zugegeben, ich hatte mit einer etwas anderen Story gerechnet. Einer, in der August Burke die Hauptfigur ist. Denn das sagt der Klappentext mehr oder weniger aus. Stattdessen bekam ich eine Geschichte mit mehreren Perspektiven, die zu Beginn etwas verwirrend waren - bis die Fäden zusammenliefen. Das große Ganze ist auch wirklich sehr gut ausgedacht, wirft immer neue Faktoren auf, die die Spannung steigern. Man hat eigentlich gar keine Zeit, zu Atem zu kommen. Was einen guten Thriller ja ausmacht.

Die Charaktere:
Mir waren relativ viele der Charaktere sympathisch, was eher selten vorkommt. Sogar die "Bösen" bewiesen Herz. Wobei meine Favoriten dann doch die Guten blieben. Nic, Carter und Burke sind nicht nur realistisch dargestellt, sondern ergänzen sich auch noch so perfekt, dass sie die Geschichte zu einem Highlight machen. Im Gegensatz zu den weiblichen Figuren, die mir fast durchweg nicht zugesagt haben. Aber in Thrillern ist das ja keine Seltenheit.

Der Schreibstil:
Authentisch, spannend, einfach und ab und an sogar komisch. Eine gute Mischung, wegen der man sehr schnell durch die über 500 Seiten gelangt. Nur die ständigen Perspektivenwechsel stören zu Anfang, da man nicht richtig mitkommt. Da muss man sich erst reinfinden.

Mein Fazit:
"Spectrum" lebt nicht nur von der innovativen Hintergrundgeschichte, sondern vor allem von den realistischen Charakteren. Dass die Figuren in Ethan Cross' Thrillern eine sehr wichtige Position einnehmen, habe ich bereits gehört, und dieser Roman hat es mir bewiesen. Und zugegebenermaßen finde ich das sogar besser als den Fokus auf die Brutalität und das Unmenschliche, die ich persönlich gar nicht gerne in Büchern sehe. Da ich jedoch ab und an etwas verwirrt war, gibt es einen Punkt Abzug. Trotzdem Daumen hoch!
(Und der Clue mit dem allerletzten Wort des Romans - so was liebe ich ja 😁)

Sabrina S. Says: 4 von 5 Büchern

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