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Saphir - Rebellische Herzen

Bettina Belitz
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 04.10.2018
ISBN 9783440159545
Genre: Jugendbuch

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

10 Herzbotschaften

Andrea Schädel
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei tredition, 05.07.2018
ISBN 9783746956251
Genre: Sachbücher

Rezension:

Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde zur Verfügung gestellt bekommen habe, hätte ich es wirklich gern sehr gemocht. Außerdem möchte es auch wirklich lobenswerte Botschaften zum Thema Tier- und Naturschutz vermitteln.

Dennoch hat es meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Das Cover mit einem seelenvoll blickenden Australian Shepherd ist wirklich wunderschön. Die Bilder im Innenteil können mit dieser Qualität jedoch nicht mithalten, sie kämen auf glänzendem Papier vielleicht mehr zur Geltung. Sie wirken etwas beliebig und sind zum Teil auch farbverändert, was zum Beispiel zur genetischen Unmöglichkeit einer Ragdollkatze mit quietschgrünen statt blauen Augen führt. Es entsteht kein natürlicher Eindruck.
Der Textumfang ist sehr gering, ich habe das Buch in wenigen Minuten durchgelesen. Die Botschaften der Tiere, die die Autorin weitergeben möchte, sind leider mitunter redundant formuliert. Wer wie ich ein Grammatikfreund ist, dürfte auch beim falschen Genitiv mit Apostroph und s, den es zwar im Englischen, im Deutschen aber natürlich nicht gibt, aus dem Lesefluss gerissen werden. Hinzu kommen die kurzen Absätze aus ein bis zwei Sätzen, die gleichzeitig bei mir zu einem eher ruckelnden Leseerlebnis geführt haben.

Die übermittelten Botschaften sind zweifellos sinnvoll, bleiben aber oberflächlich. Auch die Ausdrucksweise könnte ausdrucksvoller sein, wenn zum Beispiel einer der tierischen Botschafter einfach als Vogel bezeichnet wird, ohne ins Detail zu gehen.

Wer sich wie ich Tieren und der Umwelt eng verbunden fühlt, wird nichts Neues entdecken können. Lesern,  bei denen das nicht der Fall ist, werden durch die wenigen Zeilen meiner Meinung nach nicht zum Umdenken bewegt werden, anders als es im Vorwort als Wunsch formuliert ist.

Verblüfft war ich über den Anteil, den Produkteigenwerbung in dem schmalen Bändchen einnimmt. Dies kam unvermutet und war nach den Botschaften der Tiere ein wenig wie eine kalte Dusche.

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44 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Sieben Tage Wir

Francesca Hornak , Tanja Handels
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.10.2018
ISBN 9783548290898
Genre: Romane

Rezension:

Ich hatte mit einer netten Geschichte für zwischendurch gerechnet, mochte das Buch aber kaum mehr aus der Hand legen. Oft hatte ich das Gefühl, einem wunderbar erdachten Theaterstück im Stil von Oscar Wilde zu folgen, so plastisch entwickelt die Autorin die Figuren und verwickelt sie gleichzeitig überzeugend in solche Irrungen und Wirrungen, das es eine wahre Freude für mich war.

Die britische Famile Birch muss sich über Weihnachten wohl oder übel selbst in ihrem Herrenhaus in Norfolk isolieren. Die ältere Tochter Olivia kehrt von einem Auslandseinsatz zurück, wo sie als Ärztin einem gefährlichen Virus ausgesetzt war. Sieben Tage lang muss sich die Familie in Quarantäne begeben. Doch nicht nur Olivia hat Geheimnisse im Gepäck. Auf Mutter Emma, Vater Andrew und die verwöhnte jüngere Tochter Phoebe trifft dies ebenso zu. Als Andrews geheimer nichtehelicher Sohn Jesse und Phoebes Verlobter zusätzlich in die Quarantäne solpern, wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, in der die Birches erkennen müssen, das vieles nicht so ist, wie es ihnen schien.

Der Roman ist raffiniert durchdacht, witzig, anrührend und punktet durch seine Protagonisten, die trotz ihrer unverhohlenen Schwächen durchweg sympathisch sind. Viel mehr als nur Feiertagslektüre!
       

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23 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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KA – Das Reich der Krähen

John Crowley , Annette Charpentier , Melody Newcomb
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Golkonda Verlag, 09.10.2018
ISBN 9783946503453
Genre: Fantasy

Rezension:

Dies ist nun das zweite Buch in Folge aus dem Golkonda Verlag, das mich mit seiner Einzigartigkeit begeistert. Es ist ein sehr vielschichtiges, episches Werk. Wer nur putzige Tierfantasy sucht, wird wahrscheinlich hier nicht ideal aufgehoben sein. Zwar kann sich der Autor wirklich wunderbar und überzeugend in die Welt der Krähen einfühlen. Es geht hier aber um viel mehr, ja um nichts weniger als um Leben und Tod.

"Totenvögel" werden die Krähen denn auch von den Menschen genannt. Dar Eichling ist die erste Krähe, die sich selbst einen Namen gibt und in grauer Vorzeit die Gesellschaft der Menschen sucht. Eichling lernt sogar, mit einzelnen Menschen zu kommunizieren. Oft sind dies Schamanen, mit denen Eichling auch lernt, den Schleiher zwischen den Welten ein ums andere Mal zu überqueren. Doch dies hat Konsequenzen: Eichling kann zwar sterben, wird jedoch stets wiedergeboren. So lebt Eichling viele Krähenleben, bis er schließlich in der Neuzeit einem alten Witwer begegnet, der Eichlings Geschichte zu Papier bringt.

John Crowley ist in der Tat ein Meister des Wortes, der mir hier nicht nur die Welt der Krähen sehr nahe gebracht hat. Das Buch wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Abgerundet wird es von einem wunderschönen, edel gestalteten Buchumschlag.
       

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73 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

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Das Heer des Weißen Drachen

Anthony Ryan , Sara Riffel , Maria Pfaffinger
Fester Einband: 699 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 22.09.2018
ISBN 9783608949759
Genre: Fantasy

Rezension:

 Es handelt sich hier um den zweiten Teil der Draconis Memoria Serie. Den ersten Teil sollte man unbedingt gelesen haben, sonst wird man der komplexen Handlung nur schwer und mit wenig Vergnügen folgen können.

Schon der erste Band hatte mich etwas ambivalent zurückgelassen. Ohne Zweifel versteht es der Autor zu schreiben, kreiert eine in sich schlüssige Welt und liefert zudem wieder eine wahre Fleißarbeit ab. Genau da beginnt aber mein Problem: Das Buch weist Längen auf, durch die ich mich manchmal mühsam vorankämpfen musste. Wieder spinnt Ryan vier Handlungsstränge, die sich diesmal um die bereits bekannten Protagonisten Clay, Lizanne, Sirus und Hilemore drehen. Über das Innenleben dieser Figuren erfährt man erneut nur wenig, so dass sich für mich kein wirkliches Mitfiebern eingestellt hat. Besonders bei den Frauenfiguren schwächelt Anthony Ryan erneut. Diese sind eigentlich nur Männer in Frauenkleidern. Auch dieser Band dürfte daher männliche Leser mehr begeistern als Leserinnen.

Am interessantesten war für mich der Handlungsstrang um Sirus, denn hier erfährt man endlich mehr über die Verderbten, gefolgt von den Geschehnissen um Clay, die interessante Einblicke in die Entstehung der Drachen boten. Hiervon hätte ich gern mehr gelesen. Lizannes Erlebnisse waren dagegen so langatmig, dass ich mich gelegentlich anstrengen musste, ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Ein typischer zweiter Band, der die Handlung nur mäßig vorantreibt und einige Cliffhanger hinterlässt.
       

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

Wenn der Windmann kommt

Antonia Michaelis
Fester Einband: 319 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 22.01.2009
ISBN 9783451709166
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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239 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 101 Rezensionen

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Die Party

Jonas Winner
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2018
ISBN 9783453439184
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Wiedervereinigung nach 30 Jahren: 10 Jugendfreunde und -freundinnen werden vom reichen Brandon überraschend ohne ihre Partner zu einer Halloween-Party geladen. Es ist die Neuauflage einer Halloween-Party aus dem Jahr 1986, die ziemlich plötzlich endete, ohne dass jemand sagen könnte, was eigentlich die Ursache war. Alles soll sein wie damals, und so müssen als erstes die Handys abgegeben werden. Doch spätestens als Brandon schon bei der Begrüßung ums Leben kommt, ist klar, dies wird keine normale Feier. War es ein Unfall, Selbstmord oder Mord? Das riesige Anwesen wird von der Außenwelt abgeschnitten. Jeder verdächtigt jeden. Bald steht fest: Diese Party soll nur einer überleben...

Der Autor führte die Protagonisten so präzise ein, dass ich keine Mühe hatte, sie trotz der Vielfalt auseinanderzuhalten. Zudem hilft dabei auch eine Liste der handelnden Personen im Anhang. Unter den Chrakteren liegt der Fokus definitiv auf dem Autor Nick, mit dem man mitfiebert und um den man bangt. Trotz der Weitläufigkeit des Settings entsteht eine beinahe klaustrophobische Atmosphäre. Unter Hochspannung fragt man sich, welche Schatten in der Vergangenheit und in der Gegenwart lauern. Dafür bekommt man schließlich eine ebenso überraschende wie originelle Lösung präsentiert.
Ein Thriller, den man nur ungern aus der Hand legt und der Lust macht auf Halloween! Für mich persönlich waren die 80er-Jahre-Anklänge ein Extra-Bonus als Erinnerung an die Jugendzeit.

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98 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 75 Rezensionen

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Gork der Schreckliche

Gabe Hudson , Wieland Freund , Andrea Wandel
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 02.09.2018
ISBN 9783608962680
Genre: Fantasy

Rezension:

Als großer Drachenfan konnte ich mir natürlich dieses Buch mit der tollen Drachenkralle auf dem Buchumschlag nicht entgehen lassen. Leider hat mich der Umschlag dann leider mehr begeistert als der Inhalt.

Die Grundidee ist durchaus innovativ: Drachen unterschiedlichster Art besuchen in ihrer Jugend eine Militärakademie, um sich dann auf einen fremden Planeten zu begeben, sich dort zu paaren und die einheimische Bevölkerung zu unterjochen. Der junge Gork, der elternlos aufwachsen muss, ist allerdings ziemlich aus der Art geschlagen. Seine Hörner sind ebenso winzig wie sein Wille zur Macht.

So weit, so gut. Leider ist Gorks Ausdrucksweise als Ich-Erzähler gewollt äußerst redundant. Was bringt einen Autor nur dazu, auf gefühlt jeder dritten Seite "Mein schuppiger grüner A****" (ich schreibe hier mal: Pöter) einzubauen? Die Geschichte zählt als Fun-Fantasy, aber eigentlich nicht lustig. Viemehr ist die Drachensterblichkeit extrem hoch. Schade! Eine Story, aus der man viel mehr hätte machen können.
       

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32 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Ich, Santa

Jay Kay
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 03.09.2018
ISBN 9783752874426
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch hat bei mir einen sehr ambivalenten Eindruck hinterlassen. Ich hatte übersehen, dass es sich um ein BoD handelt. Da wage ich mich normalerweise nicht ran. Hier merkt man aber, dass das Buch ein sehr professionelles Lektorat genossen hat. Bis auf wenige heftige Grammatikfehler, wie man sie mittlerweile auch in Büchern größerer Verlage findet,  ist mir nichts aufgefallen.
Dennoch hat mich das Buch leider nicht begeistert. Das liegt zum einen daran, dass sich einfach für mich kein rundes Bild ergeben hat. Das Cover lässt die meisten Leser sicherlich ein idyllisches Weihnachtsmärchen erwarten. Stattdessen geht es im Buch aber eher um eine Geschichte über die Wilde Jagd bzw. verkörperte Naturkräfte oder Kräfte der Jahreszeiten, die der Autor Kinder der Erde nennt. Das hat mich eigentlich positiv überrascht, da mir noch so gar nicht weihnachtlich zumute ist.  Leider konnte mich aber die Geschichte des namenlosen Ich-Erzählers nur gelegentlich fesseln, und zwar immer dann, wenn es märchenhaft-mystisch zuging. Über weite Strecken verliert sich die Geschichte aber in einem simplen Jungen-Abenteuer. Zudem wurde hier für mich auch einiges an Potential verschenkt. Der Jahrmarkt, auf dem die Kinder der Erde zu finden sind, ist sehr technisiert und wenig mysteriös und auch eine hartnäckig auftauchende Indian (ein Motorrad) störte die Atmosphäre.
Außerdem war mir das ganze Konzept der Kinder der Erde zu uneinheitlich gestaltet. Hier purzeln englisch, französich, spanisch klingende Namen munter mit Latein gekreuzt durcheinander. Eine aus Asien stammende Naturkraft trägt einen eher spanisch oder französisch klingenden Namen...

Sprachlich bewegt sich der Autor auf angenehm hohen Niveau. Er pflegt die Angewohnheit, entgegen dem gewöhnlichen Satzbau häufig ein Adjektiv oder das Objekt des Satzes an den Anfang zu stellen. Dieses Stilmittels habe ich mich gelegentlich auch schon bedient. Hier fiel mir aber auf, dass das schnell redundant wirken kann.
Das Buch wird ergänzt durch eine Kurzgeschichte aus dem Universum der Kinder der Erde, die der Autor als Vignette bezeichnet und auch sicherheitshalber die Wikipedia-Erklärung des Begriffes dazuliefert. Dennoch fand ich diesen Begriff hier nicht so passend, und habe mich durch diese Nachlese zum Buch leider etwas durchquälen müssen.
       

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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Die Welt war so groß

Rona Jaffe , Margarete Längsfeld
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.09.2018
ISBN 9783548290256
Genre: Romane

Rezension:

 Am renommierten Radcliffe-College treffen sich Ende der fünfziger Jahre die Lebenswege der Studentinnen Annabel, Chris, Emily und Daphne. Alle stammen aus reichen Familien. Doch selbst Frauen, die damals schon die Möglichkeit hatten zu studieren, sahen sich mit Vorurteilen konfrontiert, die heute glücklicherweise Geschichte sind. So träumt Emily zum Beispiel von einer Zukunft als Ärztin, wird jedoch in den sozialen Bereich gedrängt.

Lebensbestimmend war damals auch die Jagd nach einem passablen Ehemann. Auch wenn alle Frauen dieses Ziel schließlich erreichen, müssen sie sich zwanzig Jahren später anlässlich des Jubiläums-Klassentreffens fragen, ob sie tatsächlich den richtigen Pfad eingeschlagen haben und wie glücklich sie geworden sind.

Die Autorin schafft plastische, fesselnde Charaktere, denen man durchweg gern folgt. Sie gewährt scharfe, fast sezierende Blicke in ihre Seelen und in den Geist vergangener Zeiten. Es hat mich gefreut zu lesen, dass die Geschichte der Freundinnen in einem weiteren Roman fortgeführt wird. Dieses werde ich auf jeden Fall lesen.
       

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60 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

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Das Vogelhaus

Eva Meijer , Hanni Ehlers
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 27.08.2018
ISBN 9783442757947
Genre: Romane

Rezension:

Die Vogelforscherin Len Howard, die Ende des 19. Jahrhunderts in England geboren wurde und 1973 starb, war mir bisher kein Begriff. In der Tat ist sie zu Unrecht in Vergessenheit geraten, da sie keine wissenschaftliche Ausbildung besaß und das Verhalten verschiedener Wildvögel nicht unter reproduzierbaren Bedingungen in einem Labor erforschte, sondern sie sich in ihrem natürlichen Umfeld so vertraut machte, dass sie ihr in ihr Haus folgten.
Zu Lebzeiten wurde ihr der Vorwurf gemacht, sie vermenschliche Vögel. Das war nicht der Fall, vielmehr erkannte Len, dass bestimmte Gefühle wie Freude und Trauer nicht allein Menschen vorbehalten sind. Damit hat mir das Buch aus dem Herzen gesprochen.
Für mich überraschend war, dass das Buch in Rückblicken Len lange während ihrer Kindheit und Jugend sowie während ihrer Londoner Karriere als Orchester-Geigerin begleitet. Erst in der zweiten Hälfte ihres Lebens wendet sich Len radikal ihrer wirklichen Leidenschaft, den Vögeln zu. Sie bezieht ein einsam gelegenes Haus auf dem Land. Menschen sind von da an nur noch ungern geduldete Gäste, da sie die Vögel in die Flucht schlagen. Mir persönlich haben beide Teile des Buches sehr gut gefallen, zumal die Autorin das Bild einer tief empfindenden, faszinierenden Frau in poetischen Bildern zeichnet:"Der Gedanke an Paul umgibt mich wie ein Geist, Anwesenheit des Abwesenden."..."Verlust heißt begreifen, dass dir nichts je gehört hat. Trauer heißt begreifen, dass die Hoffnung dahin ist, oder vielleicht noch nicht ganz begreifen."
Mich hat das Buch tief berührt, allerdings auch melancholisch gestimmt. Wer Tiere nicht liebt, wird leider auch durch dieses wunderbare Buch nicht verstehen, warum die Gesellschaft von Vögeln manchmal der der Menschen vorzuziehen sein kann.
       

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Drei Pferdefreundinnen - Filmpferd in Not

Antje Szillat
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423762250
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der erste Band der neuen Reihe "Drei Pferdefreundinnen" wartet mit einem gediegenen, ungewöhnlichen Setting auf: Das Gestüt Casparon ist nicht nur äußerst nobel, sondern beherbergt auch eine Filmpferdeschule. Die junge Mila kommt aus eher einfachen Verhältnissen. Umzugsbedingt kommt sie neu auf das Gestüt und fällt nicht nur durch ihre einfache Kleidung aus dem Rahmen, sondern auch, weil sie sich kein eigenes Pferd leisten kann. Um überhaupt in Nähe der Pferde zu sein, absoviert sie ein Praktikum auf Casparon. Sehr schnell gerät sie nicht nur mit dem arroganten Gestütsleiter Ansgar aneinander, sondern auch mit Leo, dem Sohn des Filmpferdetrainers. Wie gut, dass es die gleichaltrigen Mädchen Kata und Nelly gibt, die obwohl sie eigene Pferde besitzen, nicht auf Mila herabsehen. Schnell vereint die drei Mädchen und auch Leo ein Geheimnis: Warum steht ein äußerst edles Filmpferd, der Araberhengst Rashun eingepfercht in einem Boxenverschlag und gilt als gefährlich?
Mädchen, Pferde, Abenteuer: Die Reihe hat alles, was das Herz junger Pferdefans hochschlagen lässt. Lobenswert ist, dass dabei auch Wert auf artgerechte Pferdehaltung und pferdegerechten Umgang gelegt wird. Das Buch macht wirklich Spaß, ist aber leider schon vorbei, kurz nachdem man die Protagonistinnen etwas kennengelernt hat und mit ihnen warmgeworden ist. Manches wurde  dabei etwas hastig gelöst. Dennoch ein vielversprechender Auftakt.

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211 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 120 Rezensionen

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Das rote Adressbuch

Sofia Lundberg , Kerstin Schöps
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2018
ISBN 9783442314997
Genre: Romane

Rezension:

Die Protagonistin Doris ist bereits über 80 und pflegebedürftig. Wie einen Schatz hütet sie ihr rotes Adressbuch, das sie als Kind von ihrem Vater geschenkt bekam. Doch die meisten Namen darin sind bereits durchgestrichen, da die Personen längst verstorben sind. Doris ahnt, dass auch ihr Ende naht. Die Geschichten zu all diesen Namen will Doris jedoch für ihre Großnichte Jenny aufbewahren, die mit ihrer Familie in den USA wohnt, während Doris Schwedin ist. Und so beginnt Doris zu schreiben und nimmt uns als Ich-Erzählerin mit in ihre Vergangenheit.

Doris kam in Stockhom zwischen den Weltkriegen zur Welt. Als ihr Vater früh verstirbt, gibt Doris' Mutter sie kurzerhand bei einer reichen Dame mit nur 14 Jahren in Stellung. Ein hartes Leben, doch Doris hat Glück, denn ihre Arbeitgeberin zieht mit ihr nach Paris, wo Doris nach kurzer Zeit als Model entdeckt wird und sogar für Chanel arbeitet. Dennoch empfindet sie dieses Schicksal beinahe als noch härter. Der homosexuelle Maler Gösta wird in den ersten Pariser Jahren ihr einziger Vertrauter, bis ihr Allan begegnet. Er ist halb Franzose und halb Amerikaner und hält sich nur vorübergehend in Paris auf. Zwischen den beiden beginnt eine Liebesaffäre, bis Allan von einem Moment auf den anderen nach Amerika zurückkehrt, ohne ein Wort der Erklärung.

Auch Doris' unruhiger Lebensweg verschlägt sie in die USA. Ausgerechnet während des Zweiten Weltkrieges reist sie nach England, noch immer auf der Suche nach Allan, und kehrt schließlich nach Schweden zurück. Bis zu diesem Zeitpunkt bin ich der Geschichte mit großem Interesse gefolgt. Danach nimmt die Spannungskurve jedoch je ab und die Handlung wird irgendwie belangloser. Ich konnte Doris' Handlungen nicht mehr unbedingt nachvollziehen. Zunehmend rückt Jenny mit ihrer kleinen Tochter in den Mittelpunkt der Erzählung, denn die beiden machen sich in der Gegenwart auf nach Schweden, um Doris vor ihrem Tod noch einmal zu sehen. Die immer wiederkehrenden Besuche im Krankenhaus mit dem quengelnden Kind bei der frisch operierten Doris waren nicht unbedingt ein Lesevergnügen. Auch Jenny ist ein ehemaliges Model und ich habe mich gefragt, ob es in diesem Buch für Frauen auch andere Berufe gibt als Model oder Haushälterin. Leider kippt die Handlung zum Ende hin in Nicholas Sparks-artigen Kitsch ab. Wirklich schade, denn die von der Autorin aufgeworfene Frage "Hast du genug geliebt" ist durchaus bedenkenswert.
Erwähnt sei noch der schöne Umschlag, der das Buch zu einem Schmuckstück macht.
       

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(47)

55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Der Duft des Lebens

Clara Maria Bagus
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Leben, 10.08.2018
ISBN 9783963660016
Genre: Romane

Rezension:

"Wenn man zur Welt kommt, muss man lernen zu leben, und wenn man glaubt, es zu können, muss man lernen zu sterben..." Mit derartig berührenden Sätzen wartet der vorliegende Roman immer wieder auf. Der ganze Text ist märchenhaft und poetisch.

In einer nicht näher bezeichneten Stadt, die nur zum Teil unseren Naturgesetzen folgt, kommt Aviv zur Welt. Seine Mutter Helene stirbt bei der Geburt. Aviv wird von seiner Hebamme Selma und dem Glasbläser Abramowitch aufgezogen, bei dem er auch in die Lehre geht. Aviv ist ein aufrichtiger junger Mann, den es stets zum Guten zieht. Doch er kann nicht umhin zu bemerken, dass etwas in der Stadt nicht stimmt. Blumen, Düfte und Farben scheinen aus der Welt zu veschwinden. Bald kommt Aviv Unglaublichem auf die Spur: Der Arzt Kaminski ist mit einer faulenden Seele geboren und nun nahezu seelenlos. Aus guten Seelen möchte er für sich selbst die perfekte Seele destillieren. Zunächst fängt er nur den letzten Atemzug seiner Patienten mit interessanter Seele ein und sperrt sie in Flaschen, so dass diese nicht mehr ihren goldenen Hauch verströmen können. Bald beginnt er sogar, seine Patienten bewusst in den Tod zu schicken. Gemeinsam mit dem Bettler Filip und einem Straßenjungen ist Aviv entschlossen, Kaminski aufzuhalten...

Auf seiner Reise ins Erwachsenendasein löst Aviv das Rätsel um seinen leiblichen Vater, lernt Verlust und tiefe Trauer kennen und verliert doch nie den Glauben an das Gute. Die Protagonisten sind nahezu allegorisch gestaltet. So sind Aviv, Filip und Avivs Zieheltern von Grund auf gut, Kaminski jedoch abgrundtief böse. Dies ist bewusst so angelegt und verstärkt den märchenhaften Eindruck. Dennoch führt es auch dazu, dass man als Leser eine gewisse Distanz zu den Figuren bewahrt. Das Ende kam für mich persönlich etwas zu abrupt und verlor sich ein wenig im Allgemeinen. Ansonsten hat mich der Roman durchweg gefesselt.

       

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(40)

97 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Liebe und Verderben

Kristin Hannah , Gabriele Weber-Jarić
Fester Einband: 591 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 14.09.2018
ISBN 9783352009136
Genre: Romane

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297 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 107 Rezensionen

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Hazel Wood - Wo alles beginnt

Melissa Albert , Fabienne Pfeiffer , Frauke Schneider
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Selten hat mich ein Buch so sehr in den Bann gezogen. Ich musste es an einem Wochenende fertig lesen.
Schon die Optik ist wunderschön. Der blaue Märchenwald auf dem Umschlag glitzert wie mit Mondlicht bestäubt. Nimmt man den Umschlag ab, setzt sich das Blättermotiv auf dem Buch selbst fort.

Alice und ihre Mutter Ella sind immer auf der Durchreise. Das Unglück scheint ihnen dabei stets zu folgen. Alices Großmutter ist die berühmte Märchenautorin Althea Proserpine, die in einem Herrenhaus namens Hazel Wood residiert. Doch weder Althea noch Hazel Wood durfte Alice je kennenlernen. Als Ella plötzlich unter sehr merkwürdigen Umständen entführt wird, führt die Spur eindeutig nach Hazel Wood. Gemeinsam mit ihrem Mitschüler Finch macht sich Alice auf die Suche nach ihrer Mutter. Dabei wird immer klarer, dass Ella nicht von Menschen entführt wurde. Vielmehr scheint sie in die Hände von Figuren direkt aus der von Althea veröffentlichten Märchensammlung "Märchen aus dem Hinterland" gefallen zu sein, dessen Exemplare nicht mehr auffindbar sind. Doch Finch ist einer der wenigen Kenner und großer Fan des Buches. Leider handelt es sich dabei durchweg nicht um klassische Happyend-Märchen, sondern vielmehr um äußerst grausame...

Die Handlung, die sich entfaltet, ist so wunderbar komplex, atmosphärisch dicht, unvorhersehbar und düster, wie ich es lange nicht erlebt habe. Alices Suche nach der eigenen Herkunft hat mich derartig mitgerissen, dass ich mir noch viele Bücher aus Hazel Wood wünsche. Einzig Finch als männliche Hauptfigur konnte mich nicht ganz so begeistern. Er war mir persönlich einfach zu hipstermäßig. Das ist aber eindeutig Geschmackssache.

Auch wenn die Autorin alles zu einem befriedigenden, runden Ende bringt, will ich unbedingt nach Hazel Wood und ins Hinterland zurückkehren.
       

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Die Pferde von Eldenau - Mähnen im Wind

Theresa Czerny
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734850387
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon äußerlich begeistert mich das Buch mit seinen sanften Farben und dem silbernen Pferdekopf neben dem Titelbild, der bereits deutlich macht: Hier handelt es sich um den Auftakt einer neuen Reihe! Darüber bin ich sehr froh, denn das Buch hat mich komplett begeistert. Modern und aus dem Leben gegriffen, kann man hier quasi zwischen jeder Zeile die wirkliche Pferdewelt erschnuppern. Zudem ist die junge Frida, die mt ihrer Famlie auf dem Pferdehof Eldenau lebt, eine starke, äußerst sympathische Protagonistin, von der man sich nicht nur wegen ihres Pferdeverstands eine Scheibe abschneiden kann.
Als auf dem Nachbarhof ein Turnierstall entsteht, lernt Frida ihren neuen Klassenkamaraden Jannis näher kennen. Im Gegensatz zu Frida, die begesistert ausreitet und sich auch mit der Reittherapie auskennt, schlägt Jannis' Herz für den Turniersport. Doch seine talentierte Stute Dari scheint nicht so gut zu "funktionieren", wie vor allem Jannis' ehrgeiziger Vater dies gern hätte. Zunächst widerwillig, lässt Jannis sich daher von Frida bei Daris Ausbildung helfen. Doch die Probleme scheinen sich nach anfänglichen Fortschritten bei Dari sogar zu verschärfen. Frida gerät unter Verdacht. Wer hat hier wirklich seine Hand im Spiel?
Alle Protagonisten bis hin zu den Nebenfiguren sind liebevoll plastisch ausgearbeitet. Das Buch wurde mit viel Pferdeverstand geschrieben. In der Geschichte ist nichts einfach schwarz oder weiß. Vielmehr wird dazu eingeladen, über den eigenen Tellerrand zu schauen, ohne dabei Missstände in der Pferdehaltung zu beschönigen. Orte und Personen sind mir bereits so ans Herz gewachsen, dass ich schon auf den nächsten Band warte.

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139 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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The Crown's Game

Evelyn Skye , Friederike Levin
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 15.08.2018
ISBN 9783407749482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das zaristische Russland im 19. Jahrhundert: Traditionell steht der Krone ein mächtiger Magier zur Seite. Doch diesmal sind es zwei junge Menschen, die mit magischen Kräften geboren werden, aber zunächst nichts voneinander wissen, Nikolai und Vika.

Beide sind von geheimnisvoller Abstammung und werden unabhängig voneinander von einem Geschwisterpaar aufgezogen und trainiert. Vikas Kräfte sind dabei naturnah und elementar, während Nikolais Stärke darin liegt, menschengemachte Dinge zu zaubern. Doch unausweislich müssen sie im Spiel der Krone gegeneinander antreten und in einem magischen Duell auf Leben und Tod entscheiden, wer dem Zaren dienen darf. Nicht geplant war, dass die beiden sich ineinander verlieben...

Äußerst fantasievoll schildert die Autorin die Zauber, mit denen Vika und Nikolai sich zu Ehren des Zarensohnes Pascha zu übertrumpfen versuchen. Das macht wirklich Spaß, dennoch hätte ich mir von der Handlung und den Protagonisten noch mehr Tiefe gewünscht. Obwohl ihre Geschichte mich fasziniert hat, bin ich ihnen nicht völlig nahe gekommen. Durch Pascha entspinnt sich ein Liebesdreieck. Trotzdem ist das bittersüße Ende glücklicherweise weit entfernt von jedem Klischee und hat mich überrascht.
Fazit: Ein Fantasyroman mit ungewöhnlichem Setting, originellen Ideen und wunderbar passendem Buchumschlag, der sich ruhig hätte noch tiefer entfalten dürfen.
       

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Beim Ruf der Eule

Emma Claire Sweeney , Ulrike Werner-Richter
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404177134
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Vielleserin bin ich immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Geschichten. Eine solche habe ich in diesem Buch gefunden.  Zunächst hat mich das wunderschöne, pastellfarbene, eulengeschmückte Cover angezogen. Was war wohl beim "Ruf der Eule" geschehen? Dieses Geheimnis enthüllt sich erst gegen Ende des Buches.

Maeves ist um die 80 und führt immer noch mit viel Energie eine Pension für Menschen mit Behinderungen in einem kleinen Küstenstädtchen. Geheiratet hat sie nie. Ihre Wahlfamilie besteht aus ihrem Patenkind Steph und deren Freund Len. Die beiden wurden mit dem Down-Syndrom geboren, stehen Maeve aber bei der Arbeit in der Pension tatkräftig zur Seite.

Plötzlich erscheint Vincent Roper, Maeves bester Freund aus Jugendtagen, vor der Tür, doch Maeve weist ihn zunächst ab. Zu viele schmerzliche Erinnerungen werden wach, und auch eine alte Schuld scheint im Raum zu stehen.

Die Geschiche der Ich-Erzählerin Maeve zeichnet sich durch Zeitsprünge aus, die virtuos und fließend ineinander übergehen und beim Lesen Konzentration erfordern. Nach und nach erfahren wir, dass Maeve einst eine körperlich und geistig behinderte Zwillingsschwester namens Edith hatte, deren früher Tod sie noch immer belastet. Maeves ehemaliger Verlobter Frank heiratete eine andere, Wie kam es dazu und wie ist Vincent, den Maeve nun zögernd doch wieder in ihr Leben lässt, darin verwickelt?

Die Autorin wurde von ihrer eigenen behinderen Schwester zu der Geschichte inspiriert. Diese Authenzität spürt man in jeder Zeile, vor allem wenn Edith in der Vergangenheit selbst zu Wort kommt. Die Erzählung bleibt dabei immer anmutig und melancholisch, ohne die Grenze zur Nervigkeit oder des Kitsche zu überschreiten. Auch die Nebencharaktere, allen voran Steph und Len, sind liebevoll ausgearbeitet. Der Roman hat mich durchweg gefesselt. Einzig die Auflösung, was Maeve Vincent jahrzehntelang nachgetrage hat, überzeugte mich leider nicht. Eine Lektüre, die noch lange nachhallen wird.


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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Das Glück wohnt im Kopf

Christine Wunsch
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Athesia Tappeiner Verlag, 16.03.2018
ISBN 9788868393366
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Trainingsbuch für mehr Glücksmomente im Alltag ist schon einmal ein echter Augenschmaus. Es besticht mit übersichtlicher Gliederung, tollen Fotos und Sprüchen. Es bietet sich förmlich an, einen Glücks-Monat einzulegen, denn das Training teilt sich auf in 30 Lektionen. Durch seine fröhlichen Farben und die positive Grundstimmung bekommt man schon beim Aufschlagen bessere Laune. Die Trainingseinheiten haben es allerdings in sich: Sehr viele Glücks-Baustellen werden angeschnitten und sollen durch kleine Aufgaben, wie Achtsamkeitsübungen, NLP und viele Listen abgearbeitet werden.

Manche Techniken wie beispielsweise das aus dem NLP entlehnte Reframen negativer Erlebnisse müssen sicherlich von demjenigen, der sich noch nie mit dieser Technik befasst hat, erst noch weiter vertieft werden. Ich persönlich bin vor allem durch Bilder oder einschlägige Merksätze beeinflussbar. Da ich beruflich sehr viel schreibe und sehr wenig Freizeit habe, wäre es für mich eine Strafarbeit, privat noch Listen zu verfassen oder das empfohlene Dankbarkeitstagebuch zu führen. Das Übungsbuch hatte aber auch für mich viele Denkanstöße parat. Wer seinem Glück gern selbst im Wege steht und sich die Gegenwart mit Gedanken an die Vergangenheit oder die Zukunft vergällt, kann hier einiges lernen. Wer allerdings an schwerwiegenden Lebenslektionen knabbert, wird nicht umhin können, seine eigenen Baustellen durch weitergehende Literatur anzugehen.

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88 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

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Die Prophezeiung des magischen Steins

Stephan M. Rother , Maximilian Meinzold
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522202442
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der junge Dafydd kommt auf ungewöhnliche Weise in den Besitz einer wahren Preziose: den Singenden Stein der Elfen. Beinahe ebenso plötzlich findet er sich auf magischer Mission mit  Prinzessin Livia, für die sein Herz heimlich schlägt, einem Zwerg, einem Gnom und einer äußerst liebenswerten, zerstreuten Hexe. Es gilt wieder einmal, die Welt vor einem bösen, mächtigen Herrscher zu retten.

Anklänge an "Herr der Ringe" sind durchaus beabsichtigt. Der Autor trumpft auf mit brilliantem Ausdrucksvermogen, gewohnt bildhafter Sprache und einigen Wendungen, die ich jedoch nicht immer nachvollziehen konnte. Zwar ist es durchaus wohltuend, dass es sich hier mal um einen in sich abgeschlossenen Roman handelt, doch dadurch muss vieles sehr schnell gelöst werden, was der Geschichte nicht unbedingt guttut. Wenn ich auch dem Autor wieder einmal sehr gern gefolgt bin, habe ich für mich doch festgestellt, dass mich der klassische High-Fantasy-Roman nicht mehr völlig fesseln kann.

Ein Kompliment verdient das schöne Cover, das den Inhalt bestens widerspiegelt.

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Bad Girls

E. Lockhart , Franziska Jaekel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 20.06.2018
ISBN 9783473401673
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon lange ist mir keine elliptische Erzählweise mehr  untergekommen, schon darüber habe ich mich gefreut. Hier tritt noch etwas Ungewöhnliches hinzu: Die Geschichte wird von hinten nach vorn erzählt, was zumindest für mich neu war.

Die junge Jule ist undurchschaubar und scheint auf der Flucht zu sein. Nach und nach erfahren wir, dass sie sich als ihre Freundin Imogen, ein Adoptivkind aus äußerst reichem Hause, ausgibt. Doch geschieht das mit Imogens Billigung und stammt Jule überhaupt selbst aus der Welt der Reichen und Schönen? Umso weiter die Geschichte die Vergangenheit aufrollt, umso mehr erfahren wir über Jule und Imogen, ohne den beiden dabei wirklich nahe zu kommen. Die Geschichte wird dialoglastig erzählt. Dies geht auf Kosten der atmosphärischen Dichte. Dennoch überrascht die Autorin immer wieder mit scharfsichtigen Beobachtungen, so dass ich es kaum erwarten konnte, der Story weiter zu folgen. Man solte allerdings nicht zu zartbesaitet sein, da einige brutale Szenen zu verkraften sind. Eigentlich hätte ich am Schluss das Buch gern noch einmal von hinten nach vorn gelesen, was sehr für die Faszination spricht, die es auf mich ausgeübt hat.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Nordlicht, Band 02

Karin Müller
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 02.08.2018
ISBN 9783505141768
Genre: Jugendbuch

Rezension:


 

Der erste Teil, den man unbedingt vorher gelesen haben sollte, hatte mich sehr gespannt zurückgelassen. Wann würde Elin wieder nach Island reisen zu ihrer Herzensstute Ljosádis? Und was hat es bloß mit dem geheimnisvollen Pferdejungen Kári auf sich? Gehört er zu den Menschen oder zum Elfenvolk?

Noch in Deutschland, begegnet Elin Kári und der Stute in unglaublich realen Träumen. Über Pfingsten geht es endlich nach Island, diesmal sogar in Begleitung von Elins bester Freundin und deren Mutter Nele, ebenfalls begeisterte Reiterinnen. Doch auf Island angekommen, fehlt von Kári jede Spur. Elin hat trotz des Wiedersehens mit Ljosádis Liebeskummer. Immer wieder geraten die beiden zudem in Gefahr. Und was hat es mit dem geheimnisvollen wütenden Mädchen auf sich, das sich vor Elin versteckt und das ebenso altertümlich gekleidet ist wie Kári?

Wenn wir auch wenig von Kári sehen, erfahren wir unheimlich viel über das faszinierende Island, Licht- und Schattenseiten sowie seinen Elfenglauben. Ich möchte am liebsten gleich der Hitze entfliehen und auf Island durch die rauhe Landschaft tölten.

Ein wunderbarer zweiter Teil, der sich auch optisch gut an den ersten angleicht. Elin und ihre Freunde sind mir gewaltig ans Herz gewachsen. Ich kann es – auch als erwachsenes „Pferdemädel“ - kaum erwarten, ihrer Geschichte weiter zu folgen.

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A Stranger in the House

Shari Lapena , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783785726112
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Karen gilt eigentlich als vorsichtige Autofahrerin. Dennoch rast sie eines Nachts mit ihrem Wagen frontal in einen Laterenmast. Es stellt sich heraus, dass sie überstürzt zu Hause aufgebrochen ist. Doch an den Grund für all das vermag sich Karen beim Erwachen im Krankenhaus nicht zu erinnern. Sie und ihr Mann Tom sind ratlos. Zudem gerät Karen auch noch unter Mordverdacht, denn in der Nähe ihres Unfalls werden eine Männerleiche und Karens Gummihandschuhe entdeckt. Selbst Tom beginnt an seiner Frau zu zweifeln. Und kann Karen sich selbst trauen?

Eigentlich ein wunderbarer Stoff für einen spannenden Thriller und eine Handlung, die geradezu nach einer Verfilmung ruft. Die Riege der Protagonisten ist kammerspielartig klein und wird nur noch ergänzt durch zwei Detectives sowie die Nachbarn Brigid und Bob.

Eine Verfilmung scheint mir auch die Autorin im Sinn gehabt zu gaben, hatte ich doch stetig das Gefühl, eher einem Drehbuch zu folgen als einem Roman. Hier gibt es keinen überflüssigen Satz, was auf Kosten der atmosphärischen Dichte, der Figurenzeichnung und des Mitfieberns geht. Man rast förmlich durch die Seiten, die Spannung wird gehalten, doch gleichzeitig wirkt alles bedauernswert steril und schnell runtergeschrieben. Leider kein Vergleich zu einem seitenstarken Pageturner wie etwa "Gone Girl".

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Die Kunst, einfache Lösungen zu finden

Christian Ankowitsch
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 24.07.2018
ISBN 9783737100106
Genre: Sachbücher

Rezension:

Selten habe ich aus einem Ratgeber so viel Neues gelernt. In den drei Teilen „Über einfache Lösungen im Allgemeinen“, „Über einfache Lösungen im Einzelnen“ und „Über die gute Seite von Problemen“  bietet der Autor eine Vielzahl praxisnaher Ansätze zur Komplexitätsreduktion.
Schon vor langer Zeit habe ich gelesen, immer wieder das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten, bedeutet Wahnsinn. Aber wie schafft man es, den Unterschied zu machen, der dann den entscheidenden Unterschied bedeutet? Tatsächlich fühle ich mich nach der Lektüre gut gerüstet, dies erfolgreich anzugehen. Und dies könnte einfacher sein, als immer gedacht. Probleme sind nicht nur eine Frage der Sichtweise, sondern erfordern auch ein großes Ausmaß an Energie, um sie aufrecht zu erhalten. Richtet man seine Energie nun in eine andere Richtung, indem man eine andere Verhaltensweise an den Tag legt, kann dies gewaltige Konsequenzen haben. Denn schließlich ist alles mit allem verbunden, so dass kleine Änderungen große Wirkungen erzielen können. Hierfür liefert der Autor zahlreiche eindrucksvolle, äußerst unterhaltsame Beispiele. Diese Änderungen sollten nicht zu ausgeklügelt sein, da komplexe Strategien oft nicht zielführend sind. So sollte einmal eine gefährliche Schlangenart über Fangprämien dezimiert werden. Stattdessen wuchs die Schlangenzahl sprunghaft an, da Findige begannen, die Schlangen zu züchten.
Nichts ist davor gefeit, von Menschen in ein Problem verwandelt zu werden. Wir selbst haben es daher auch in der Hand, diesen Prozess umzukehren. Immer wieder blitzt im Text ein feinsinniger Humor auf, der es leicht macht, die Ratschläge umzusetzen. So erfahren wir beispielsweise, dass Geschirrspüler über keinerlei Problembewusstsein verfügen und sich daher nichts daraus machen, nicht zu funktionieren. Dies sollte uns nicht zu sehr bekümmern. Von einem Schrank erwarten wir schließlich auch nicht, dass er seinen Inhalt bewusst verändert. Im Gegenteil, wir wären geradezu entsetzt, wenn er es täte!
Warum wir nach „schwarzen Schwänen“ Ausschau halten, andere und uns selbst öfter verwirren sollten und was es mit der „1-Tag-kein-Problem“-Challenge auf sich hat, empfehle ich, selbst herauszufinden. Die letztgenannte Strategie habe ich bereits sehr erfolgreich erprobt.
Fazit: Ratgeber mit hohem Nutzen und Unterhaltungswert.

       

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