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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

paris, haus, das andere paris, die leute von nr.37, die handlung konnte mich nicht überzeugen

Die Leute von Nr. 37

Fran Cooper , Jens Plassmann
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453438965
Genre: Romane

Rezension:


Inhalt
In einer Nebenstraße in Paris, abseits von den Touristenmassen und Sehenswürdigkeiten, leben die Bewohner hinter der türkisfarbenen Tür der Nr. 37.
Jeder geht seinen eigenen Weg und birgt seine Geheimnisse.
Die Vermietung der leerstehenden Wohnung bringt jedoch ihre Veränderungen mit sich und die Leben der "Leute von Nr. 37" treffen unmittelbar aufeinander...

Meinung
Da der Klappentext nicht viel über den Inhalt verrät, war ich gespannt, was mich hinter der Tür von Nr. 37 erwartet. Allein durch das Cover und die Tatsache, dass die Geschichte in Paris spielt, hat mich zu diesem Buch greifen lassen.
Die ersten Kapitel klangen sehr gut doch ein kurzer Abschnitt danach hat sich etwas gezogen und ich war mir nicht sicher, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln würde. 
Der weitere Verlauf schien zu treiben und war noch nicht ganz zu erfassen.
Doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr erfuhr ich über die einzelnen Personen.
Die Bewohner des Hauses wurden beschrieben und ihr Leben in kurzen Worten erfasst. 
Und das ist es, was das Buch zu etwas besonderem macht.
Die Einzigartigkeit und Vielfalt der Charaktere, die gleichzeitig auch einen großen Teil von Paris widerspiegeln.
Ich nahm Anteil am Alltag der einzelnen Bewohner, deren Leben durch das Haus Nr. 37 verbunden war. 
Von außen kann man nur erahnen, was sich bei den jeweiligen Personen abspielt.
Doch als Leser wirft man auch einen Blick hinter die Fassade und kann das wirkliche Leben in den eigenen vier Wänden beobachten.
Man erkennt, dass der Schein oftmals trügt. Dass wir alle so unterschiedlich sind und trotzdem Verbundenheit empfinden. Vor allem in Ausnahmesituationen, welche Stärke und ein Miteinander erfordern.
Denn darum geht es im Buch.
Um Menschen. 
Um ihre Eigenartigkeit, ihre Ängste, Hoffnungen und Verzweiflung. Um die Fehler, die wir machen und die Folgen, die sie mit sich bringen. 
In der Stadt des Lichtes und der Dunkelheit finden die unterschiedlichsten Menschen zueinander und offenbaren ihr Innerstes.
Sie finden Trost und Zuneigung. Und sie finden Hass und Brutalität.
Jeder geht auf seine eigene Art mit den gegeben Umständen um.
Und das so mitzubekommen und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, erscheint mir unglaublich wertvoll in der heutigen Zeit. 

Fazit
"Die Leute von Nr. 37" ist ein Buch, dass seine wahre Bedeutung erst mit der Zeit preis gibt.
Der Inhalt könnte aktueller nicht sein und greift viele verschiedene Gedanken und Emotionen auf, die uns alle durch die erst kürzlich vergangenen Geschehnisse begegnen.
Ein Buch, das mit viel Verständnis die verschiedensten Sichtweisen wiedergibt ohne vorschnell zu urteilen.
Es lohnt sich auf jeden Fall, dieser Geschichte seine Aufmerksamkeit zu schenken! ♥

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624 Bibliotheken, 39 Leser, 2 Gruppen, 83 Rezensionen

thriller, robert langdon, spanien, barcelona, dan brown

Origin

Dan Brown
Fester Einband: 670 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 04.10.2017
ISBN 9783431039993
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt
Der Milliardär und Zukunftsforscher Edmund Kirsch lädt die bedeutendsten Wissenschaftler und Gelehrten der Welt in das Guggenheim Museum in Bilbao ein. Und auch Robert Langdon ist als langjähriger Freund und Professor mit von der Partie. Neugierig blickt die ganze Welt auf das Spektakel, dass die gesamte Zukunft in Frage stellt. Doch bis diese weltverändernde Entdeckung ans Licht treten kann, tritt Langdon einen Kampf gegen die Zeit an....

Meinung
Dan Brown und seine Bücher.
Ich habe sie schon immer verschlungen und sie haben auch eine besondere Bedeutung für mich. Als ich Dan Brown dann auf der Frankfurter Buchmesse live gesehen habe, war ich unglaublich gespannt auf sein neues Buch um Robert Langdon!
Und nach ein paar Wochen hielt ich es endlich in meinen Händen und konnte es kaum erwarten, wieder in die trügerische Welt voller Codes und Symbole einzutauchen.
Ehrlich gesagt war ich anfangs trotzdem etwas skeptisch.
Würde das Buch wirklich meinen Erwartungen entsprechen?
Schafft es auch "Origin" wieder, mich zu überraschen?
Und die Antwort darauf ist absolut klar für mich: Ja!
Die Geschichte hat mich unglaublich gefesselt, ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Wie man es bereits aus den vorherigen Büchern kennt, führt die Reise mit Robert Langdon von einem Schauplatz zum nächsten. Im Mittelpunkt steht vor allem das Guggenheim Museum, das mit seinen ungewöhnlichen Kunstwerken der Moderne überaus faszinierend ist. Genauso die anderen Plätze und teils mir bekannten Bauwerke in Barcelona, denen ich gerne (auch wieder) einen Besuch abstatten würde.
Man merkt, wie intelligent Dan Brown ist und wieviel Arbeit er in sein Buch gesteckt hat. Er glänzt mit fundierten Recherchen und großem Wissen, von denen ich gar nicht genug bekommen konnte. Man hat das Gefühl einiges dazuzulernen und total interessante Informationen, insbesondere über Kunst und Bauwerke kennenzulernen.
Immer wieder hatte ich regelrechte "mindblows" und wurde überrascht von der Handlung. Ich hatte richtig Herzklopfen und konnte das Buch bis spät in die Nacht nicht weg legen.
Gekonnt verwebt Dan Brown Fakten mit Fiktion und es ist, wie bei jedem seiner Bücher, schwierig, die Grenzen zu erkennen. Doch genau das machen die Bücher aus.
Statt aber in die Vergangenheit zu blicken, triumphiert der technische Fortschritt in der Neuerscheinung.
Sie reflektiert unsere Gegenwart und gibt genügend Stoff, um uns mit unserer Zukunft auseinanderzusetzten.
Mittlerweile habe ich auch Robert Langdon und seinen unverkennbar trockenen Humor ins Herz geschlossen.

Fazit
Meiner Meinung nach kann "Origin" locker mit seinen Vorgängern mithalten und steht ihnen in nichts nach. Die Geschichte hat mich gepackt, vieles in Frage gestellt und mich zum Nachdenken gebracht.
Sie stellt hochphilosophische Fragen, passend zu unserer heutigen Zeit.
Und ich hoffe wirklich stark, dass Dan Brown sich doch noch dazu entscheidet, einen weiteren Band um den Professor zu veröffentlichen!

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231 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 146 Rezensionen

liebe, geheimnisse, familie, das glück an regentagen, regentage

Das Glück an Regentagen

Marissa Stapley , Katharina Naumann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 07.11.2017
ISBN 9783499291708
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt
Mae's Welt scheint zu zerbrechen. Es stellt sich heraus, dass ihr Verlobter ein Betrüger ist, der ihr nur eine große Lüge vorgespielt hat. Mae zieht es daraufhin zurück zu ihren Großeltern in ihre Heimatstadt Alexandria Bay, in der sie nicht nur ihre erste Liebe Gabe, sondern auch ihre Eltern verloren hat. Doch dort enthüllt ihre demente Großmutter Geheimnisse, die alles in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen...

Meinung
Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich mich an diese Rezension setzen konnte.
Normalerweise lese ich ein Buch innerhalb kurzer Zeit, doch ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten beim Lesen.
Mehrmals habe ich "Das Glück an Regentagen" begonnen, doch ich habe einfach nicht reingefunden und die ersten Kapitel waren für mich sehr mühevoll.
Die Autorin wirft einen direkt in das Geschehen und ich musste mir erstmal die Situation von der Protagonistin Mae zusammenreimen.
Mit der Zeit konnte ich mir langsam ein Bild der Handlung machen und es wurde immer interessanter.
Besonders gut haben mir die Kapitelanfänge gefallen:
Jedes Kapitel fängt mit einer Idee an, was man an einem verregneten Tag machen könnte.
Es waren für mich kleine Highlights, die auch wundervoll zu dem schönen Cover und Titel passen.

Leider hat mich der Schreibstil der Autorin nicht wirklich angesprochen, wobei man betonen muss, dass dies wirklich nur eine Geschmacksfrage ist.
Dadurch habe ich jedoch nie einen richtigen Bezug zu den Charakteren gefunden und war eher distanzierter Zuschauer einer Geschichte, auf die ich mich nicht vollständig einlassen konnte.
Unter anderem hat mich gestört, dass gefühlt jeder zweite Satz in einer anderen Zeit formuliert wurde, als könnte sich Marissa Stapley nicht ganz entscheiden, ob sie in Gegenwarts- oder Vergangenheitsform schreiben soll.
Es hat mich die meiste Zeit einfach nicht packen können und mir hat etwas die Spannung gefehlt.
Trotzdem habe ich - auch gerne - weitergelesen, weil ich doch wissen wollte, wie die jeweiligen Personen mit ihrer Lebenssituation und den Herausforderungen umgehen, die sich ihnen stellte.

Ich habe Respekt davor, wie die Autorin sich auch mit sehr ernsten und schwierigen Themen befasst, die in unserer Gesellschaft leider nicht selten auftreten. Einfühlsam und überzeugend beschreibt sie bis zum Schluss, wie wir lieber die Augen vor der Wahrheit verschließen und uns wegdrehen, anstatt uns der Realität zu stellen. Nachdenklich werden die Konsequenzen reflektiert, die eine solche Haltung auslöst.


Fazit
"Das Glück an Regentagen" erzählt von einer Familie, von Verrat und von Vergebung.
Es zeigt, dass uns die Vergangenheit auffressen kann, wenn wir zu sehr in ihr leben.
Es zeigt, dass wir nach vorne schauen müssen.
Dass man Opfer bringen muss, um geliebte Menschen nicht zu verletzen.
Es ist eine sanfte Geschichte, die sich auch an komplexe Themen heranwagt.
Eine passende Lektüre für verregnete Tage :)

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebesroman, romantik, weihnachten, winter

Dash & Lily

Rachel Cohn , David Levithan , Bernadette Ott
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.10.2017
ISBN 9783570311585
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass Dash und Lily ihr eigenes Weihnachtswunder erlebt haben. Doch in diesem Jahr ist eine Menge passiert, womit Beide zu kämpfen hatten. Besonders der Herzinfarkt von Lily's Grandpa macht ihr zu schaffen. Lily scheint nicht mehr die Selbe zu sein und es liegen unausgesprochene Worte zwischen dem Paar. Schaffen sie es, erneut ihr kleines Weihnachtswunder zu erleben? 

Meinung
Jahrelang schon ist "Dash & Lilys Weihnachtswunder" eines meiner liebsten Weihnachtsbücher, dass ich regelmäßig in der Weihnachtszeit gelesen habe.
Und jetzt ist der zweite Teil erschienen.
Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich mich über diese Neuigkeit gefreut habe.
Ich war sofort wieder zurück im vorweihnachtlichen Manhattan. Auch wenn es schien, als sei die Welt verkehrt.
Denn Lily, die weihnachtsverrückte Lily, hat den Glauben an Weihnachten verloren.
Und der leibhaftige Grinch Dash versucht ihr das zurück zu bringen.
Die Charaktere sind genauso schräg, liebenswürdig und einzigartig, wie im ersten Teil.
Dash, und auch Lily, sind noch immer so verrückt nach Worten....Und nacheinander. Auch wenn es zwischendurch etwas kriselt zwischen den Beiden.
Die ersten Kapitel haben mich ehrlich gesagt sogar etwas frustriert. Eine negative Stimmung hat sich durch die Kapitel gezogen, die sich dann während des Lesens auch auf mich übertragen hat.
Lily hatte mit vielen Rückschlägen zu kämpfen, doch ich hatte teilweise das Gefühl, dass sie sich ihre Probleme auch selber gemacht hat.
Immer wieder ist es zu Missverständnissen zwischen Dash und Lily gekommen und ich hätte sie am liebsten zusammen in einen Raum gesperrt, damit sie mal richtig miteinander reden.
Und trotz allem habe ich die Geschichte geliebt.
Sie ist unverwechselbar - so wie Dash und Lily es eben sind.
Ihre Herzensmenschen haben Orte und Momente in Erlebnisse verwandelt und das Buch zu etwas Besonderem gemacht.
Skurril und ironisch. Romantisch und wortreich. Weihnachtlich antiweihnachtlich.
Genau das ist es, was Dash und Lily ausmacht. 

Fazit
Wie kommt man besser in Weihnachtsstimmung als mit einer "Dash & Lily" Geschichte?
Altes wurde mit Neuem vermischt.
Der Zauber von Weihnachten liegt zwischen den Zeilen.
Und man fühlt sich wunderbar unterhalten.
Fans des ersten Teils sollten sich diese Fortsetzung nicht entgehen lassen!

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226 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

liebe, bücher, antiquariat, roman, buchladen

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Stephanie Butland , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520758
Genre: Liebesromane

Rezension:


Inhalt
Loveday ist ein introvertiertes Mädchen, dass sich mit ihren Tattoos und den schwarzgefärbten Haaren von den Menschen um sich herum abschottet. Ihre Arbeit in einem Bücher-Antiquariat und das Lesen erfüllen sie voll und ganz. Doch als Nathan plötzlich in ihr Leben tritt, mit seinen Poetry Slam Abenden und den Gedichten, wird Loveday mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die sie so lange versucht hat zu verdrängen...

Meinung
Als ich das Buch zum ersten Mal im Internet entdeckte, hat mich der Titel und die Aufmachung mit den zwei Personen und den Büchern sofort angesprochen. Und als ich dann den Klappentext gelesen hatte, war ich Feuer und Flamme. 
Ich bin ein großer Fan von Poetry Slams und war gespannt, was mich in diesem Buch erwarten würde.
Die Protagonistin hat den außergewöhnlichen Namen Loveday und auch ihre Geschichte ist mehr als ungewöhnlich. Von der Vergangenheit gekennzeichnet ist zu einer Person geworden, die unsichtbar ist - oder zumindest davon ausgeht, es zu sein.
Doch der Leser lernt sie wirklich kennen. 
Man taucht ein in ihre Gedankenwelt und wie bei einem Puzzle fügt sich ein Stück nach dem anderen zusammen, bis man das Gefühl hat, Loveday wahrhaftig zu verstehen.
Man begleitet sie auf ihrem Weg, die Schatten ihrer Kindheit zu bekämpfen, um endlich nach vorne schauen zu können. Um die Welt um sich herum so wahrzunehmen, wie sie es verdient hat.
Man gewinnt Loveday lieb und besonders Buchverrückte fressen einen Narren an ihr.

"Archie meint, dass Bücher die besten Geliebten sind und die anspruchsvollsten Freunde. Er hat Recht, aber auch ich habe Recht: Bücher können echten Schmerz zufügen."

Jeder, der Bücher und Worte liebt, weiß diese Geschichte zu schätzen und erkennt sich selbst in ihr wieder. 
Die Kapitel sind aufgeteilt in verschiedene Genre, je nachdem, welcher Abschnitt aus Lovedays Leben darin eine Rolle spielt. Lyrik, Geschichte, Krimi,...ihr Leben ist voll davon
Ihre Tattoos sind einfach genial: Erste Sätze aus Büchern, die ihr etwas bedeuten und ein Teil von ihr sind.
Die Autorin schreibt tiefgründig und direkt, sowie ich mir Loveday auch vorstelle. 

"Es geht nicht darum, ob du fällst, sondern darum, wie viele Menschen da sind, die dich aufheben, dein Knie verarzten, dich auf dem Sofa zudecken und mit Kakao und Büchern versorgen, bis es dir wieder besser geht."

Das Antiquariat, in dem Loveday mit dem einzigartigen Archie arbeitet, steckt voller Geborgenheit.
Archie ist sowieso eine Nummer für sich, der diesem Buch Leben einhaucht, mit seinen verrückten Erzählungen und seiner liebenswürdigen Art.
Und als auch noch Nathan in Lovedays Leben tritt, bekommt die Geschichte ihren ganz eigenen Zauber.
Die Gedichte der Poetry Slam Abende stehen gar nicht so im Mittelpunkt, wie ich es erwartet habe und haben dem ganzen trotz allem die besondere Note gegeben.

Fazit
Insgesamt hat Stephanie Butland ein ungewöhnliches Buch geschrieben und mit sanften Worten ein sehr ernstes Thema zur Sprache gebracht, welches mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.
Ich muss sagen, dass mich das Buch nicht vom Hocker gerissen hat, dafür gab es inhaltlich und auch durch den Schreibstil einfach ein paar Punkte, die mich zwar nicht wirklich gestört haben aber dem Buch das gewisse Etwas für ein Wow-Buch genommen haben..
Ich denke, ihr wisst was ich damit meine ;)
Aber ich habe es sehr gerne gelesen und würde es Buchliebhabern jederzeit empfehlen. ♥ 
Allein um die einzigartigen Charaktere kennenzulernen, lohnt es sich! 


"Das nächste Mal, wenn du etwas vergisst, hat vielleicht ein ganz und gar neues Abenteuer begonnen."

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203 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

liebe, familie, baby, jugendbuch, huntley fitzpatrick

Mein Leben nebenan

Huntley Fitzpatrick , Anja Galić
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 29.02.2016
ISBN 9783570172049
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Nach einem schweren Unfall in der Familie, liegt jetzt eine große Verantwortung auf der Zweitältesten: Alice Garret. Sie kümmert sich um ihre Geschwister, bringt sie zu ihren Terminen, schmeißt den Haushalt und unterstützt ihre Mutter, wo sie nur kann.
Als hätte Alice nicht schon genug Stress, zieht auch noch Tim, ein Freund ihres Bruders, in seiner Not in die Garage der Familie ein. Noch ahnt keiner, welche Probleme das mit sich zieht. Und in dem ganzen Chaos versucht Alice weiterhin verzweifelt, seinem Charme zu entgehen...

Meinung
Nachdem ich mehrmals den Vorgänger "Mein Sommer nebenan" gelesen habe, war ich nun endlich bereit für die Fortsetzung, die ich schon voller Vorfreude erwartet habe.
Dank Huntley Fitzpatricks leichtem, flüssigen und unverwechselbaren Schreibstil, tauchte ich wieder sofort in die Geschichte ein.
Im ersten Teil habe ich bereits einen kurzen ersten Eindruck auf Alice erhaschen können, der in diesem Band vertieft wurde. Sie hat einen total faszinierenden, starken Charakter, der zugleich einfühlsam und ehrlich ist. Die Kapitel aus ihrer Sicht habe ich besonders gerne gelesen.
Und dann ist da Tim.
Der völlig verpeilte, orientierungslose Junge ohne Plan, der sich nur so treiben lässt und oft fehlgeleitete Entscheidungen trifft.
In der Geschichte wächst er über sich hinaus, lernt mehr über sich selbst.
Seine Lebenseinstellung hat mich zwischendurch fuchsteufelswild gemacht.
Am liebsten hätte ich ihn geschüttelt, ihm gesagt, er solle sich endlich zusammenreißen, standhaft bleiben.
Aber als eine große Überraschung seine ganze Aufmerksamkeit erfordert, er sich Herausforderungen stellen muss, da hat man hinter seine Fassade blicken können.
Tim ist so jungenhaft und gleichzeitig erwachsen. Ich habe ihn sehr liebgewonnen und durch seine Loyalität, seine Aufopferung und Hilfsbereitschaft, hat er mich einfach nur umgehauen.
Zwischendurch hat sich die Geschichte etwas gezogen, schien etwas zu treiben, was auch ein Kritikpunkt von mir ist. Aber das hat Tim mit seinem Charakter fast wieder wett machen können.
Außerdem habe ich mich natürlich riesig darüber gefreut, den anderen Charakteren wieder zu begegnen, besonders den kleinen Geschwistern von Alice.
Die Kinder sind einfach urkomisch und zu süß!♥
Toll fand ich auch, dass man immer mal wieder aus der Sicht von Alice und dann abwechselnd dazu von Tim lesen konnte.

Fazit
Ich war ganz verblüfft von der Handlung und hätte niemals mit solch einem Verlauf gerechnet.
Die Charaktere und der Schreibstil haben mich wie im Vorgänger schon überzeugen können und ich bin auch in den zweiten Teil total verliebt.
In Huntley Fitzpatricks Büchern stecken so viel Herzlichkeit und Natürlichkeit.
Für einen kurzen Moment, wird man ein Teil der Garret Familie, die man nur ins Herz schließen kann.♥
Aber lest die "Stony Bay" Bücher einfach selbst.. ;)

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853 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

liebe, sommer, familie, unfall, nachbarn

Mein Sommer nebenan

Huntley Fitzpatrick , Anja Galić , Anja Galic
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.03.2015
ISBN 9783570402634
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Die 17 jährige Samantha Reed hat eigentlich alles, was sie sich nur wünschen kann. Ihr Leben läuft ruhig und geplant, ohne große Überraschungen. Seit die 10 köpfige Garret Familie jedoch vor Jahren nebenan eingezogen ist, besitzt Samantha eine heimliche Leidenschaft: Sie liebt es, dem chaotischen, bunten und lauten Familienalltag zu beobachten.
Als Jase Garret plötzlich aber auf ihrem Dach auftaucht, nehmen die Dinge seinen Lauf und das Leben der beiden Familien wird gehörig auf den Kopf gestellt...

Meinung
Anfangs bin ich von einem einfachen Sommerbuch ausgegangen, dass eine ganz nette Strandlektüre abgibt.
Und ich wurde deshalb total überrascht.
Das Buch war so facettenreich, unterhaltsam, voller Gefühl und Abwechslung.
Ich weiß gar nicht, wie oft ich dieses Buch jetzt schon gelesen habe.. Aber ich greife immer wieder danach, einfach weil das Lesen so Spaß macht!
Es bleib einem gar nichts anderes übrig, als sich in die Garretts zu verlieben.
Man fühlt sich aufgehoben in dieser großen, kunterbunten und liebenswerten Familie.
Die Kleinsten sind zuckersüß und haben mich das ganze Buch über zum Lachen gebracht.
Und auch von Jase Garret kann man nur schwärmen. Ich weiß, dass wir Mädels alle ein Faible für die Bad Boys in den Bücher haben aber umso schöner ist es, dass Huntley Fitzpatrick sich dem widersetzt hat.
Jase ist verantwortungsbewusst, tierlieb, freundlich, zuvorkommen, höflich. Er akzeptiert seine Mitmenschen, so wie sie sind. Er unterstützt seine Familie in allen Punkten. Er ist humorvoll und kämpft für das, was ihm wichtig ist.
Die Welt braucht definitiv mehr Jase Garretts. ♥
Samantha scheint dagegen aus einem ganz anderen Universum zu kommen, aus einer Familie der es von außen an nichts fehlt und innerlich trotzdem ganz kaputt zu sein scheint.
Samantha lernt durch das Auftreffen dieser zwei Welten eine Menge über sich, wodurch sie sich zu ändern beginnt. Jedes Mal, wenn sie endlich mal zu sich steht oder einen Schritt aus ihrer Komfortzote wagt, habe ich sie innerlich bejubelt und mich mit ihr gefreut.
Die Geschichte wurde nie langweilig und ich kann nicht genug davon bekommen.
Zum Glück wartet die Fortsetzung auf mich ;)

Fazit
In "Mein Sommer nebenan" steckt so viel Wärme, Geborgenheit, Witz und Charme.
So viel LIEBE.
Es ist eine Geschichte, die gleichzeitig alltäglich und außergewöhnlich ist und mehr zu bieten hat, als ich anfangs gedacht habe.
Im Sommer macht es besonders Spaß, das Buch zu lesen und ich kann es euch für euren nächsten Strandurlaub nur ans Herz legen. ♥

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142 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

freundschaft, dtv, familie, gefängnis, liebe

Anything for Love

Sarah Dessen , Michaela Kolodziejcok
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 05.05.2017
ISBN 9783423717229
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Sydney war immer ein Schatten ihres Bruders Peyton. Doch als dieser eines Tages betrunken einen Jungen anfährt und daraufhin im Knast landet, wird ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt. Das zurückhaltende Mädchen muss sich jetzt auf einer neuen Schule alleine zu Recht finden und hat gleichzeitig damit zu kämpfen, dass ihre Mutter den Unfall verleumdet, an der Vergangenheit festhält. Doch dann lernt sie Layla und ihren Bruder Mac kennen, die sie in eine völlig neue Welt führen..

Meinung
Bisher habe ich jedes einzelne Sarah Dessen Buch verschlungen. Sie unzählige Male gelesen.
Mehrere Male auf Deutsch. Einige Male auf Englisch.
Bin in die Geschichten eigetaucht und habe mit den Charakteren mitgefühlt.
Ich bin ein riesiger Sarah Dessen Fan und ihr könnt euch jetzt sicher vorstellen, wie sehr ich mich über neuen Lesestoff von ihr gefreut habe!
"Saint Anything" gibt es jetzt als "Anything for Love" auch im Deutschen.

Sehr schade fand ich, dass das englische Cover nicht übernommen wurde, das perfekt gepasst hätte.
Stattdessen hat der Verlag leider diese schrecklichen Farben auf dem Cover gewählt.
Das Cover ist wirklich enttäuschend aber wie heißt es so schön?
"Don't judge a book by it's cover".
Und wo würde das mehr passen, als bei einem Sarah Dessen Roman?

Der letzte Roman von (The Moon and More) war zwar eine schöne Lektüre, ist aber ein bisschen aus der Reihe gefallen. Umso gespannter war ich auf "Anything for love".
Und nach den ersten Seiten war mir schon klar: Sarah Dessen is back!
Eine typische Dessen Geschichte voller Gefühle, Liebe, Familie. Voller Authentizität und Wärme.
Das Schöne an ihren Büchern ist, dass mit in jedem Einzelnen die Orte aus Vorherigen wieder erkennt.
Man besucht alte Plätze und sieht sie durch neue Personen aus anderen Augen.
Es fühlt sich an, wie nach Hause kommen.

"Das ist halt so eine Sache. Man glaubt immer, wahrgenommen werden zu wollen. Bis es dann passiert."
Mit der Zeit lernt man immer mehr über Sydneys Vergangenheit, über ihren Bruder und die schwierige Bindung innerhalb der Familie. Ich hatte regelrecht Mitleid mit ihr, habe sie für ihre Geduld, ihre Ruhe und Bescheidenheit bewundert. Dafür, dass sie sich mit einer solchen Selbstverständlichkeit zurückhält, aus Rücksicht auf Andere.
Und gleichzeitig hätte ich sie dafür am liebsten geschüttelt. Dafür, dass sie sich nie für sich selbst und ihre Wünsche eingesetzt hat, dass sie ihrer Familie gegenüber nie laut wurde oder den Mund aufgemacht hat. Dass sie ihre Gedanken für sich behalten und erst zu spät bemerkt hat, wie wertvoll sie ist. Dass sie auch zählt.
Als sie Layla und Mac kennenlernt, verändert sich viel für sie.
Plötzlich befindet sie sich in einem komplett verrückten Freundeskreis, der so im Gegensatz zu ihrem Leben steht.

Sydney lässt sich von Laylas lebensfrohen Ader mitreißen und erlebt ganz neue Dinge.
Und das fand ich auch wirklich schön an der Geschichte. Die Freundschaft steht im Mittelpunkt.
Erst gegen Mitte des Buches spielt langsam auch die Liebe eine Rolle, doch ich finde es mal zur Abwechslung schön, dass es nicht gleich so schnell zugeht. Dass Freundschaft hier wichtiger zu sein scheint bzw. eine Menge zählt.
All die Freunde und die Familie von Layla und Mac habe mich durch ihre Diversität auch immer wieder zum Lachen gebracht und für die nötige Balance zwischen Tiefe und Leichtigkeit gesorgt.
Die Szenen mit Sydneys Mutter erschienen dagegen sehr trist und frustrierend. Dadurch bekam man Einblicke in die verschiedenen Lebensabschnitte von Sydney und man konnte sich nur noch besser in sie hineinversetzen. Man konnte sich vorstellen, wie sie sich fühlt, nachdem sie gesehen hat, dass sie auch ein aktiver Teil im Leben ihrer Mitmenschen sein kann.
Zwischendurch schienen die Situationen im Buch so alltäglich und normal. Sie zeigen, wie wichtig und bedeutsam die kleinen Momente im Leben sind.
Und auf der anderen Seite gibt es die Höhepunkte der Geschichte, voller Drama.
Typisch Sarah Dessen eben. ♥ 

Fazit
Ich könnte hier noch ewig weiter schwärmen.
Sarah Dessen hat mir mal wieder eine absolut wundervolle Geschichte, genau nach meinem Geschmack geschenkt, die mir gezeigt hat, was ich an der Autorin und ihren Büchern so liebe.
Kaum eine Autorin schafft es in solch einem Schreibstil über das Leben zu schreiben.
Familie, Freundschaft, Liebe. Das darf in keinem ihrer Romane fehlen.
Und man weiß einfach, dass es ein perfektes Dessen Buch ist, wenn man es mit einem lachenden und einem weinenden Auge zuschlägt und das Gefühl, nach dem Beenden einer ihrer Geschichten, noch immer nachklingt

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der Islam, das Islam, was Islam?

Kerim Pamuk
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 03.04.2017
ISBN 9783579086750
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt
Warum werden Männer schwul, wenn Frauen Auto fahren? Ist Dschihad die islamische Form der Butterfahrt und sind Schiiten Globuli? Kerim Pamuk führt auf bisher nicht gekannte Weise ein in die Welt des Islam: mit scharfem Witz und hintergründigem Humor. Von A wie Allah bis Z wie Zahnschmerz erklärt er uns das Leben und Denken der Muslime. Ein Buch, so ernsthaft, dass kein Auge trocken bleibt, und man am Ende verblüfft erkennt: Der Islam ist viel bunter und witziger als gedacht.


Meinung
Der Islam - eine Religion, die besonders in der jetzigen Gesellschaft kontroversen Anklang findet.
Es gibt Unmengen von Sachbüchern über diese monotheistische Religion, doch Kerim Pamuk bringt sie uns auf eine Weise nahe, die sehr ungewöhnlich ist.
Das Buch ist wie ein Lexikon aufgebaut und führt den Leser von A bis Z durch die unterschiedlichsten Punkte.
Diese Aufgliederung sorgt auch für eine Menge Abwechslung. Nach einem eher tieferen Thema mit etwas komplizierteren Definition, tauchen auch Abschnitte über Döner und Falafel auf. 
Kerim Pamuk schafft es so mit einer guten Portion aus Witz und Fakten, den Leser immer bei Laune zu halten.
Dadurch, dass das Buch so viele verschiedene Abschnitte und Begriffe sammelt, erhält man einen breitgefächerten Einblick in die Religion. Im Gegenzug ist es natürlich nicht möglich, auf alle Punkte näher einzugehen und sie tiefergehend zu betrachten. 
Zwischendurch musste ich wirklich schmunzeln und lauthals über die Kommentare des Autors lachen, die dem ganzen Thema eine gewisse Kritik und Hinterfragung beigesteuert haben. 
Hier lässt sich jetzt jedoch darüber streiten, inwiefern manche Kommentare angebracht waren. 
Das Buch ist gefüllt mit Ironie, nichts und niemand kann dieser entkommen und mir persönlich war es an manchen Stellen einfach zu viel des Guten und ich habe es daher eher stückchenweise gelesen, um mich wieder voll und ganz auf den ironischen Stil einlassen zu können.
Ansonsten gehörten diese teils bissigen Anmerkungen für mich einfach dazu und gaben dem etwas anderen Sachbuch das gewisse Etwas, das ein humorvolles Lesen ermöglichte.
Der Schreibstil ist sehr locker, jugendlich und modern und kann auch jüngeren Lesern, die sich gerne mit dem Thema befassen würden, auf eine etwas vereinfachte Art Informationen nahe legen. Für den Einstieg in das Wissen über den Islam oder einen ersten Einblick über nähere Details ist dieses Buch perfekt. 
Kerim Pamuk schafft außerdem einen fließenden Übergang zwischen amüsanteren und ernsteren Themen und lässt den Leser nachdenklich werden. Während er gleichzeitig seine Meinung zum Besten gibt, die deutlich lesbar ist, gibt er einem die Möglichkeit, sich eigenen Gedanken zu den Themen zu machen und selber eine Meinung zu bilden.

Fazit
Insgesamt ist "Der Islam, das Islam, was Islam?" trotz des Humors und der Ironie - oder vielleicht gerade deshalb - sehr informativ und bringt dem Leser die Religion näher. 
Durch den Schreibstil spricht er vor allem Jüngere an und bringt auch diese dazu, sich mit Interesse dem Thema zu widmen, das er unterhaltsam verpackt. 
Brisantere Themen und häufig medial diskutierte, werden besonders angesprochen und dargestellt, um weit verbreitete Missverständnisse zu klären, beziehungsweise um aufzuklären.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen und hatte es auch in kurzer Zeit durchgelesen. Ist man jedoch schon näher mit der Religion vertraut oder wünscht sich etwas tiefergehendes, dient das Buch statt zur Information eher nur zu Unterhaltung, durch die abwechslungsreichen Darstellung von Kerim Pamuk. 

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1.195 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 251 Rezensionen

liebe, krankheit, nicola yoon, jugendbuch, leben

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Nicola Yoon
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Dressler, 17.09.2015
ISBN 9783791525402
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Inhalt
Die 17-jährige Madeline leidet an einer seltenen Immunkrankheit und hat, seit sie Denken kann, ihr Haus nie verlassen. Ihre Krankenschwester und ihre Mutter sind ihre besten Freundinnen. Ihr geregeltes Leben, in dem Bücher, Lernen und Spieleabende mit ihrer Mutter im Mittelpunkt standen, wird in dem Moment auf den Kopf gestellt, als die neuen Nachbarn - und damit Olly - einziehen. Und Maddy erkennt zum ersten Mal, was das Leben für Einen bereit halten kann...

„Wenn mein Leben ein Buch wäre, würde sich beim Rückwärtslesen nichts ändern. Heute ist genauso wie gestern. Morgen wird genauso sein wie heute. Im Buch von Maddy sind alle Kapitel gleich.“

Meinung
Das erste Mal, dass ich auf Nicola Yoon gestoßen bin, war vor ein paar Monaten.
Das englische Cover von "Everything,Everything" (Originaltitel) ist mir zwar schon oft begegnet, ich habe es jedoch nie bewusst wahrgenommen. Doch dann erschien ihr zweites Buch "The sun is also a star" im deutschen und ich habe es sofort verschlungen.
Ich habe mir fest vorgenommen, jetzt auch ihr Debüt zu lesen, als zu diesem Zeitpunkt der Trailer zu der Buchverfilmung im Internet kursierte.
Und ich war mehr als begeistert! Den Trailer habe ich mir unzählige Male angeschaut und dadurch wuchs mein Interesse für das Buch nur noch mehr.
Ich hab dann die neue Auflage mit dem schönen Cover aus dem Film erhalten und das Buch, sofort nachdem ich es in den Händen hielt, begonnen.

"Die Liebe ist jedes Opfer wert. Jedes."

Auch wenn es erst zwei Bücher von Nicola Yoon gibt, bin ich mir ziemlich sicher, dass ihr Schreibstil unverwechselbar ist.
Die kurzen Kapitel mit den außergewöhnlichen Überschriften sind mir auch in "The sun is also a star" mehr als positiv aufgefallen.
Sie schafft es mit wenigen Worten so viel zu erzählen und Gefühle rüberzubringen.
Außerdem gibt die dem Leser so Luft zum nachdenken.
Ich weiß nicht, wie ich das Buch am besten beschreiben soll, um der Geschichte gerecht zu werden.
Es ist unglaublich facettenreich.
Naturwissenschaften, Literatur, Philosophie, Kunst, Jugendliebe...All das trifft zusammen und jedes neue Kapitel unterscheidet sich von dem vorherigen.
Es tauchen Zeichnungen und Skizzen auf, gefolgt von Chats, Briefen und Post-Ist. Besonders Maddys Wörterbuch fand ich besonders unterhaltsam.
Ich habe das Gefühl bekommen, so Maddy wirklich kennenzulernen, denn durch diese unterschiedlichen Mittel ihre Gedankengänge zu verdeutlichen, wirkte sie ganz natürlich und lebhaft.
Ich habe sie und Olly (ach wunderbarer Olly ♥ ) ins Herz geschlossen und wollte sie gar nicht mehr gehen lassen.
Es treffen zwei Welten aufeinander, die für viel Wirbel sorgen.
Beide haben mit ihrer Familie bzw. Familiengeschichte zu kämpfen, wie man auch im wahren Leben findet. Und trotz Maddys Krankheit finden sie einen Weg sich kennenzulernen.
Olly schenkt Maddy eine ganz neues Leben. Ein Leben, das bisher unvorstellbar und Maddy begibt sich dafür in große Gefahr.
Doch sie riskiert alles, um einmal wirklich leben zu können. 

„Ich war glücklich, bevor ich ihm begegnet bin. Aber jetzt bin ich lebendig und das ist etwas ganz anderes.“

Durch ihre Krankheit sieht man alles aus einem ganz neuen Blickwinkel und ich habe verwundert festgestellt, wie viele Dinge für uns selbstverständlich sind, die manchen Menschen verwehrt bleiben.
Die große Wendung des Buches gegen Ende hin, hat mich total überrascht!
Mit solch einem Ende hätte ich niemals gerechnet aber im Endeffekt ist es einfach ein perfekter Abschluss für die Geschichte.
Mich hat nur gestört, dass nach dem großen Plot Twist viel zu wenige Seiten zum lesen übrig geblieben sind. Ich hätte da noch etwas mehr erwartet.
Ich wurde mit einer Menge Fragen zurückgelassen, deren Antworten wir wohl nie erhalten werden...
...Doch das gibt uns die Freiheit, uns all die Möglichkeiten selbst vorzustellen.
Wir bekommen niemals auf all unsere Fragen Antworten, also wieso sollte es in einem Buch wie diesem anders sein? ♥

Fazit
Ich bin unglaublich verliebt in das Buch und den außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin.
Die Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht und mir eine andere Sichtweise auf Dinge gegeben, die ich aus diesem Blickwinkel nie gesehen hätte.
Ich bin unheimlich gespannt auf den Film und freue mich schon auf die Umsetzung, die dem Buch hoffentlich gerecht wird.
Ich kann es euch jedenfalls wärmstens ans Herz legen. ♥ 

"Alles ist ein Risiko. Nichts zu tun ist ein Risiko. Es ist deine Entscheidung."

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408 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 151 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, nicola yoon, schicksal

The Sun is also a Star

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt
Natashas letzter Tag in New York ist angebrochen, denn ihre Familie soll am Abend wieder nach Jamaika abgeschoben werden. Eine Welt bricht dadurch für sie zusammen und sie möchte nicht kampflos aufgeben. Doch dann trifft sie den Südkoreaner Daniel.
Und dieser eine gemeinsame Tag verändert alles...

Meinung
Als ich auf das Buch gestoßen bin, wusste ich, dass ich es lesen muss.
Nicht wegen dem schönen Cover, dem Inhalt oder den schwärmenden Rezensionen im Internet.
Ich musste es ganz allein aufgrund des Titels lesen.
Es war Liebe auf den ersten Blick, denn der Titel hat mich mehr als nur angesprochen.
Er ist wie ein kleiner Aufschrei: Vergesst nicht nach oben zu schauen. Vergesst nicht, dass die Sonne auch ein Stern ist. Vergesst nicht, dass wir doch alle gleich sind. Dass alle gleich hell leuchten.

Vielleicht ist das schon ein bisschen zu viel gedacht aber diese einfachen Worte haben mich einfach nicht losgelassen und ich war mehr als gespannt, was das Buch zu bieten hatte.
Ich war überrascht, als das Buch mit einem sachlichen Prolog über das Backen von Apfelkuchen begann.
Aber genau das hat mir in dem Buch so gut gefallen!
Es ist aufgeteilt in viele kleinere Kapitel mit unterschiedlichen Sichtweisen. Meistens wechselt es zwischen den zwei Hauptpersonen Daniel und Natasha hin und her.
Aber zwischendurch findet man weitere kleine Geschichten.
Über das Universum, die Liebe, die Wissenschaft, Menschen, Gefühle.
Sie greifen zurück in die Vergangenheit und schauen vor in die Zukunft.
Sie zeigen mit wenigen Worten und kurzen Seiten das ganze Leben von einzelnen Menschen. Den Charakter, die Entscheidungen, die dieser Mensch treffen wird und wie er sich damit fühlt.
Seine Geburt, das Leben, den Tod.
Beim Lesen dieser Zeilen fühlt man sich so wie in dem Moment, wenn man in den Himmel hoch blickt und über die unendliche Weite des Universums nachdenkt, nur um sich selbst plötzlich ganz klein zu fühlen.
Und das steht in einem großen Kontrast zu der Handlung des Buch, in welcher ein einziger Tag so viel Bedeutung erhält.

Tatsache ist: Ich glaube nicht an Magie.Tatsache ist: Wir sind magisch.
Die Geschichte zwischen Daniel und Natasha ist vielleicht etwas unrealistisch. All die Zufälle - oder sei es Schicksal - sind wunderbar romantisch aber ein bisschen unglaubwürdig.
Und doch liest man es gern. Denn das ist es auch, was man sich wünscht. Kleine Wunder im Leben, so unwahrscheinlich sie auch sein mögen. Wir möchten an sie glauben und "The Sun is also a Star" gibt uns genau dieses Gefühl.

"Ein glutroter Sonnenuntergang ist nicht weniger romantisch, nur weil wir wissen, wie er zustande kommt."
Natasha und Daniel könnten unterschiedlicher nicht sein.
Natasha sieht Zahlen, Fakten, Daten. Sie liebt die Vernunft, das logische Denken und glaubt nicht an die wahre Liebe.
Daniel ist ein Poet, der es liebt Gedichte zu schreiben und trotzdem Medizin studieren soll. Er glaubt daran, dass Alles aus bestimmten Grund passiert.
Als die beiden aufeinandertreffen, wird nicht nur ihre Weltansicht auf den Kopf gestellt.
Sie kämpfen beide mit dem Aufprall von Kulturen, Vorurteilen und Familienproblemen, den man in der heutigen Gesellschaft eigentlich nicht mehr erwarten dürfte.
Mit der richtigen Mischung aus Tiefe und Leichtigkeit hat Nicola Yoon es geschafft, ein vielschichtiges Buch zu erschaffen.

Fazit
"The Sun is also a Star" ist eine außergewöhnliche Geschichte!
Zwischendurch scheint das Buch etwas zu unglaubwürdig aber es ist voller Lebendigkeit und zeigt, wie sehr wir die Menschen um uns herum beeinflussen. Was passiert, wenn unsere Leben aufeinanderprallen. Welche Möglichkeiten wir haben, wenn wir uns dafür öffnen. Dass es alles möglich ist, solange wir nicht aufhören zu träumen.
Und das zeigt uns Nicola Yoon in nur einem einzigen Tag für die Liebe ♥

"Wir sind dazu geboren, zu träumen und die Dinge zu tun, von denen wir träumen."


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71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

krebs, piper, empfehlung, jugendbuc, freundschaft

Club der letzten Wünsche

Tamy Fabienne Tiede
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2017
ISBN 9783492309844
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Schon in der Vergangenheit hatte Jesslyn es nicht immer leicht, doch das ganze wird durch ihre Diagnose getoppt. Jesslyn hat Krebs. Unheilbar.
Aber so leicht lässt sie sich nicht davon unterkriegen. Nicht bevor sie alle Punkte auf ihrer Liste erlebt hat...

Meinung
Als ich in der Buchhandlung zum ersten Mal auf das Buch gestoßen bin, ist es mir sofort aufgefallen.
Die Farben des Covers sind wunderschön und der Titel hat mich gleich an "Club der toten Dichter" und "Club der roten Bänder" erinnert - Zwei Dinge, die ich liebe.
Die Geschichte an sich ist wohl nichts Neues und findet man ziemlich häufig in den Büchern momentan. Aber was ein Buch mit einer solchen Geschichte ausmacht, ist die Umsetzung.
Und ich war sehr gespannt, ob die Autorin mich in dieser Hinsicht überzeugen kann.
Anfangs bin ich nicht wirklich mit der Protagonistin Jesslyn und ihrem Verhalten warm geworden.
Sie hat sich relativ kindisch verhalten, besonders in Bezug auf ihre Krankheit.
Auch ihr Umgang mit dem Umfeld, dem sie ständig abwehrend, zwischendurch unfreundlich, wenn nicht sogar etwas überheblich, begegnete, hat mich gestört.
Ich finde, dass die Autorin hier ein klares Bild von Jesslyns Charakter vermitteln wollte und sich zu Beginn etwas zu sehr auf ihre Idee von Jesslyn fixiert, ihr durch das Schreiben die freie Entfaltung genommen hat.
Außerdem war das Verhältnis zwischen den Ärzten und Jesslyn, bzw. den Familienmitgliedern, für mich sehr unrealistisch. Die Situation, in die sich Jesslyn durch ihr Unwissen gebracht hat, ist meiner Meinung nach sehr unwahrscheinlich, daher las ich mit Skepsis weiter.
Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten hat mich die Geschichte doch noch positiv überraschen können.
Ich habe die Charaktere näher kennengelernt, die mir so immer vielfältiger erschienen.
Die kleinen Überraschungen von Jesslyns Freunden waren einfach wundervoll und ich habe gemerkt, dass sich immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gestohlen hat.
Und auch die unterschiedlichsten Gefühle sind vermittelt worden.
Ich konnte Jesslyn und ihre Sichtweise verstehen, was mich nur noch emotionaler zurück gelassen hat.
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich der Schluss so berühren würde.
Ich hatte Tränen in den Augen und war teilweise überwältigt von den letzten Seiten.
Und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin zum Ende hin erst wirklich aufgeblüht ist.
Damit konnte ich ihr den holprigen Anfang auch wieder verzeihen ;)

Gestört hat mich jedoch, dass die Autorin ständig etwas nebenbei angesprochen hat, das wahrscheinlich eine gewisse Bedeutung haben sollte, sie aber weiter nicht ausgeführt hat (z.B. kleine Familiengeheimnisse, die wohl nie aufgedeckt werden)  - vermutlich weil das Buch sonst zu lang gewesen wäre. Ich finde, sie hätte sich da mehr auf das Wesentliche konzentrieren sollen: Sie hat einfach zu viele Ideen gehabt, ohne sie wirklich umzusetzen, dabei gilt manchmal: Weniger ist mehr.

Fazit
"Der Club der letzten Wünsche" war ein wunderbares Buch mit einer emotionalen Geschichte.
Durch den Schreibstil der Autorin habe ich währenddessen jedoch meine Schwierigkeiten gehabt, wodurch die Lesefreude leider etwas gemindert wurde.
Nach dem Beenden war ich einen kurzen Moment regungslos, da mich das Ende voller Gedanken zurückgelassen hat und das zeigt mir, dass trotz allem viel Positives in diesem Buch steckt.
Insgesamt lohnt es sich, die Geschichte zu lesen. Man sollte jedoch keines der atemberaubenden Meisterwerke, wie es viele aus diesem Genre gibt, erwarten. :)

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(155)

323 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 85 Rezensionen

paris, liebe, adriana popescu, paris du und ich, emma

Paris, du und ich

Adriana Popescu
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.07.2016
ISBN 9783570172322
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

starke frauen, brustkrebs, krankheit, roman

Überleben ist ein guter Anfang

Andrea Ulmer
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.02.2017
ISBN 9783843714198
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Anja Möller erkrankt schwer an Brustkrebs. Ihrem fürsorglichen Mann zuliebe, besucht sie eine Selbsthilfegruppe. Nach anfänglicher Skepsis wird sie positiv überrascht von der kunterbunten Frauengruppe. Als Sieglinde, ältestes Mitglied und der stetige,optimistische Fels in der Brandung, verstirbt, beschließen die verbliebenen Fünf anstelle von Sieglinde auf eine große Weltreise zu gehen. Zusammen erleben sie viele Abenteuer und stellen sich gemeinsam den Herausforderungen, die sich ihnen stellen...

Meinung
Im Mittelpunkt stehen fünf Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Jede Einzelne von Ihnen besitzt einen außergewöhnlichen und einzigartigen Charakter.
Sie geben zusammen eine tolle, verrückte Gruppe ab und ihre schrulligen Eigenarten haben sie so liebenswert für mich gemacht.
Der gemeinsame Nenner, der sie alle erst vereint hat, ist ihre Diagnose: Krebs.
"Überleben ist ein guter Anfang" ist nicht das erste Buch, dass sich mit der Krankheit und Krebspatienten beschäftigt.
Und trotzdem war ich sehr gespannt, was mich dahinter erwartet.
Die Idee der gemeinsamen Weltreise hat mich besonders angesprochen und ich hatte auf ein lebendiges Abenteuer voller Hochs und Tiefs gehofft.
Leider traf dies nur teilweise zu.
Während des Lesens sind bei mir keine wirklichen Gefühle aufgekommen und ich fühlte mich eher distanziert von dem Geschehen und den Charakteren.
Natürlich wurde es mit diesem durchgemischte Haufen von Power-Frauen nicht langweilig aber auch gerade deshalb hat es mich so verwundert, dass ich keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen konnte.
Vielleicht lag es am Schreibstil, der mehr einem Bericht ähnelte.
Denn das war es, was mich am meisten gestört hat.
Innerhalb weniger Wochen machen die Fünf eine Weltreise. Kein unmögliches Vorhaben - schließlich basiert dies auf wahren Ereignissen - aber dadurch wirkte alles so klar strukturiert, wie eine To-Do-Liste, bei der man eins nach dem anderen abhakt.
Im Gegenzug habe ich sehr viele Orte, Kulturen und Menschen kennenlernen dürfen.
Es war bunt und abenteuerlich, abwechslungsreich und erstaunlich schön.
Aber auf der anderen Seite hat mir auch einfach etwas gefehlt.
Zwischendurch wurde einfach aufgezählt, was die Charaktere in dem jeweiligen Land erlebt haben.
Und ich finde, dass die Autorin etwas ausschweifender hätte sein können. Mit Freuden würde ich auch kleinere Details über die Reise lesen, die dem ganzen erst das Lebhafte geben können.
Und ich hätte mich auch gefreut, wenn Andrea Ulmer genauer auf unsere fünf Frauen eingegangen wäre.
Ich habe nur einen kleinen Einblick in ihre Gefühle bekommen und habe eindeutig mehr in dieser Hinsicht erwartet.
Nachdem ich das Buch beendet hatte, kam es mir so vor, als hätte die entscheidende Erkenntnis oder Pointe gefehlt, da es so offen aufgehört hat und ich normalerweise einen guten Abschluss für die gelesene Geschichte brauche.

Fazit
Das Buch war schnell durchgelesen und mir hat es ehrlich Spaß gemacht, den Dialogen der Protagonistinnen zu folgen und sie auf ihrer Reise zu begleiten.
Total unterschiedliche Aspekte der Weltkulturen waren zu sehen und sie haben so viele Dinge erlebt, wodurch ich gar keine andere Wahl hatte, als weiterzulesen ;)
Insgesamt wurden meine Erwartungen nicht so erfüllt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Dafür war mir die Geschichte etwas zu oberflächlich und hat mir das Gefühl vermittelt, dass die Handlung Punkt für Punkt abgehakt wurde.
"Überleben ist ein guter Anfang" war eine schöne Lektüre für zwischendurch, die mich gut unterhalten hat, mich jedoch nicht vollkommen überzeugen konnte.

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900 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 175 Rezensionen

liebe, reise, ava reed, wünsche, jugendbuch

Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.02.2017
ISBN 9783764170721
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt
Yara findet Zuflucht in der Welt der Bücher, die sie immer ihrem engsten Freund Phil im Altersheim vorliest. Als Phil verstirbt, bricht für Yara ihre Welt zusammen. Das Einzige was ihr bleibt ist eine Liste mit 10 Punkten, die sie erfüllen soll. Aber mit dem Versprechen, dass Phils Enkel Noel sie auf der Reise begleitet. Eine Reise, die für Beide herausfordernder nicht sein könnte...

Meinung
Yara und Noel.
Zwei Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem so viel gemeinsam haben.
Zwei Personen, die sich in mein Herz geschlichen haben.
Yara, das büchersüchtige Mädchen. Sie ist loyal und überwindet für die Menschen, die sie liebt, jegliche Angst.
Noel, in den ich mich mit der Zeit ein bisschen verliebt habe. Ein Junge, der sich selbst unterschätzt und herzensgut ist.
Sie finden beide den Mut zu leben.  

Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.
    
Die Reise auf die sie sich begeben, ist außergewöhnlich und lädt zum träumen ein.
Es ist ein richtiges Abenteuer, auf das ich die Beiden begleiten durfte und die Ideen sind Weltklasse.
Ich durfte so viele verschiedene Orte kennenlernen und Dinge sehen, die ich am liebsten selber erleben würde.
Dadurch, dass Yara und Noel immer Neues entdeckten und sich darauf einließen, wurde es nie langweilig. Im Gegenteil - Ich hatte riesigen Spaß, das Buch zu lesen und es war leider auch wieder viel zu schnell beendet.
Nachdem ich das Buch zugeschlagen habe, hatte ich Fernweh und wünschte, dass ich selber einfach losgehen und die Punkte auf der Liste in Realität umsetzten könnte. 

Unser Herz zeigt uns, wer wir sind und wer wir sein können, wenn wir den Mut haben, ihm zu folgen.
       
Anfangs hätte ich ehrlich gesagt eine eher voraussehbare Geschichte erwartet à la Bad Boy trifft auf Good Girl, sie bekommen eine Liste, die sie zusammen abarbeiten müssen und während sie die Zeit ihres Lebens haben verlieben sie sich unsterblich ineinander. Friede, Freude, Eierkuchen.
Aber ich wurde überrascht :)
Yara und Noel wurden nicht auf einmal zu dem Traumpaar, auf das ich mich vorbereitet habe. Und die Punkte der Liste sind nicht so perfekt und reibungslos abgelaufen, wie gedacht.
Ava Reed hat dem ganzen dadurch die Natürlichkeit gelassen und durch die unperfekte Authentizität ist das Buch erst Recht zu etwas Besonderem geworden.
Während dem Lesen habe ich auch immer mehr hinter die Fassade der Protagonisten sehen dürfen und ihren wahren Charakter, mit all den Zweifeln, Vorlieben und Geheimnissen, kennengelernt.
Dadurch sind sie mir nur noch sympathischer geworden. Ganz besonders toll war die Tatsache, dass Yara so bücherverrückt ist und die Geschichten so geschätzt werden.
Es stecken generell so unglaublich viele Emotionen in diesem Buch, die mich regelrecht sprachlos gemacht haben.♥
Das Einzige, was mich beim Lesen für kurze Zeit gestört hat, war das gefühlte Hin und Her, darüber welche Vergangenheit wen so kaputt gemacht hat. 
Aber das ist eigentlich Jammern auf hohem Niveau, denn ansonsten habe ich wirklich nichts auszusetzen.
Auch das Cover ist eine Augenweide und der Titel hätte nicht besser gewählt werden können. ♥
Er gibt einen kleinen Vorgeschmack auf die vielen schönen Zitate des Buches. 

Die Pusteblume verliert sich selbst, aber sie verteilt ihre Pollen in der Welt.
  
Fazit
Ava, du hast es geschafft. Du hast mir mit "Wir fliegen, wenn wir fallen" einen kleinen Schatz geschenkt und etwas Kostbares geschaffen.
Ich LIEBE das Buch! ♥
Die Idee ist wundervoll umgesetzt, die Orte und Erlebnisse haben mich verzaubert und inspiriert. In diesem Buch stecken so viele Emotionen, so viele Momente und Bilder der Reise, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben werden.
Yara und Noel.
Zwei Personen, die ich so schnell nicht vergessen werde.

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413 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 116 Rezensionen

familie, tod, trauer, liebe, hoffnung

Und nebenan warten die Sterne

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 29.09.2016
ISBN 9783810524713
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Annies Welt bricht zusammen, als ihre Schwester Kristen bei einem Zugunglück ums Leben kommt. Sie sucht Trost bei ihrer Mutter Erika, eine erfolgreiche Immobilienmaklerin, die sich nach dem Tod ihrer Tochter jedoch erst Recht in die Arbeit stürzt.
Erst das plötzliche Verschwinden von Annie rüttelt sie auf und Erika wird klar, dass sie sich auf die Suche machen muss, denn sonst könnte alles zu spät sein...

Meinung
Schon die vorherigen zwei Bücher von Lori Nelson Spielman - besonders "Morgen kommt ein neuer Himmel" - habe ich verschlungen und konnte neuen Lesestoff von ihr kaum erwarten.
Ich fand es sehr schön, dass der Verlag an dem typischen Cover festhält, dass für mich großen Erkennungswert hat.
Leider verrät der Klappentext schon im voraus, was passiert und am Anfang des Buches schwächt es die Spannung.
Und dann hatte ich auch noch Probleme in das Buch rein zu finden. Das ganze Geschehen war für mich einfach zu vorhersehbar und mit den Charakteren konnte ich zunächst kaum was anfangen.
Zu Beginn war mir das ganze Geschehen zu gewollt, und es ist mir dadurch schwer gefallen, das Buch wieder in die Hand zu nehmen.
Mit der Zeit gewöhnte ich mich dann an die Charaktere, die Erzählweise und den Stil, welche mir nun locker und flüssiger erschienen.


„Setz niemals ein Ausrufezeichen hinter jemanden, der nach dir nur ein Komma macht.“
Die Idee mit dem Sprüchebüchlein, dass in der Familie eine große Rolle spielt, fand ich sehr schön und die Lebensweisheiten waren auch immer sehr passend gewählt.
Nach den anfänglichen Schwierigkeiten fesselte mich die Geschichte immer mehr. Ich hatte so viele Fragen, wollte den Geheimnissen auf die Spur kommen und während ich gleichzeitig skeptisch den Kopf schüttelte, hoffte ich doch mit Annie und ihrer Mutter, dass sie mit ihrer Vermutung Recht behielten, dass es sich beim Tod von Kristen um ein großes Missverständnis handelte.
Irgendwann wurde dieser Teil doch zu unglaubwürdig und ich hätte die Zwei am liebsten geschüttelt, weil mir ihre Gedanken so verrückt erschienen. Aber ich habe sie trotzdem beide liebgewonnen!
Meine Lieblingsstellen in der Geschichte waren die Szenen mit dem kleinen Au-Pair-Mädchen, um das sich Annie kümmert...Aber mehr werde ich an dieser Stelle wohl nicht verraten ;)
"Und nebenan warten die Sterne" war schlussendlich abwechslungsreich und führte mich an unterschiedliche Orte, die mich alle faszinierten.
Zwischendurch hat es mich auch schmunzeln gebracht und konnte ein Gute-Laune-Gefühl vermitteln, trotz der tiefen Trauer und Verzweiflung in dem Buch. Ein wichtiger Punkt, mit dem die Autorin mich wieder ein Stück überzeugen konnte :)

Fazit
"Und nebenan warten die Sterne" kann es kaum mit den vorherigen Büchern von Lori Nelson Spielman aufnehmen und hat mich, wahrscheinlich auch durch die hohen Erwartungen, eher enttäuscht.
Die Geschichte ist mir persönlich etwas zu vorhersehbar und unnatürlich gewesen, insgesamt ist es jedoch eine schöne Lektüre, die mich trotz Mängel fesselte und mit einem gefühlvollen Inhalt punkten konnte.


„Wir können 365-mal im Jahr von vorn anfangen. Jeden Morgen, wenn wir aufwachen.“

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390 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 76 Rezensionen

anna pfeffer, jugendbuch, tod, liebe, familie

Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783570171554
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Emi muss ihr altes Leben und ihre beste Freundin in Heidelberg zurück lassen, weil ihr Vater aufgrund seiner Arbeit mit seinen Kindern nach Hamburg zieht. Nur eine Sache bleibt ihr, ausgenommen von ihrem frischverliebten Psychologen-Vater und ihrem sportlichen Optimisten-Bruder - ihr schwarzes Buch.
Denn Emi besitzt eine ungewöhnliche Vorliebe: Sie verpasst jedem, der ihr auf die Nerven geht, in Gedanken einen Todesfall.
Der nervige Erik aus ihrer Klasse, mit dem sie zusammen eine Strafe abarbeiten muss, ist natürlich die große Nummer Eins... 

„Ich sah ihn gelangweilt an. Wenn sein Leben wirklich so beschissen war, war ich gerne bereit, ihm ein paar Selbstmordtipps zu geben – zum Beispiel strangulieren mittels Badetuch.“

 
Meinung
Das Buch ist mir durch Zufall in die Hände gefallen und der Klappentext hat sich so gut angehört, dass ich sofort Lust hatte, es zu lesen.
Emi wird anfangs eher als Außenseiterin beschrieben, besonders nach ihrem Umzug.
Als Neuling in der Klasse tritt ihr Charakter deutlich hervor.
Sie ist ein Mädchen, das kein Blatt vor den Mund nimmt und sie auf ihre eigene Weise verschroben und liebenswert macht. ❤
Mit leichtem Hang zur Verrücktheit und der richtigen Portion von Ironie und schwarzem Humor, ist sie mir sofort sympathisch geworden.
Der lockere Schreibstil der Autorinnen und die schrägen Todesfälle, die sich Emi immer im passenden Moment ausdenkt, haben sich perfekt miteinander ergänzt und ich habe losgeprustet vor Lachen.! :D

Die Idee der gesamten Geschichte ist nicht nur genial, sie wurde auch super durchgesetzt. Das düstere "schwarze Buch" gefüllt mit lauter kuriosen Todesarten hat das Ganze noch getoppt.
Aber auch die anderen Charaktere haben mich überzeugt.
Emis Familie, insbesondere ihr Bruder, und auch Erik haben mich mit gelungenen Dialogen zum schmunzeln gebracht.
Die Challenges, die sich Emi und Erik stellten, haben die passende Spannung und den Schwung in die Geschichte gebracht. Langweilig wurde es nie!
Aber auch die nötige Tiefe hat in dem Buch nicht gefehlt. Die meiste Zeit habe ich zwar gelacht und wurde super unterhalten aber es gab auch einzelne ernste Szenen, wodurch die Persönlichkeiten nur noch mehr unterstrichen wurden.

„Wenigstens im Sterben sind wir alle gleich“

Das Ende war mir vielleicht doch einen Tick too much aber es hat das Buch hervorragend ergänzt und deshalb möchte ich hier auch gar nicht weiter meckern :D

Etwas möchte ich aber ganz besonders hervorheben: Normalerweise fangen solche Bücher immer gut an und die Idee bzw. das Grundprinzip gehen immer mehr verloren.
Und deshalb möchte ich hier ein großes Lob an die Autorinnen aussprechen.
Ihr habt das Ganze bis zum Schluss gezogen. Ihr seid dem Thema, dem Schreibstil und auch den Protagonisten treu geblieben ohne es zu übertreiben. Ihr habt das verrückte Mädchen verrückt gelassen und musstet aus ihr nicht das typische It-Girl machen. Und das fand ich großartig!

Fazit
Eine unterhaltsame und originelle Geschichte voller Witz und schwarzem Humor.
Vielleicht ist es nicht gleich zu einem Lieblingsbuch von mir geworden aber es ist ein super Buch für zwischendurch, mit dem es nicht langweilig wird und das sich bis zum Schluss treu bleibt. ❤

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1.508 Bibliotheken, 22 Leser, 2 Gruppen, 168 Rezensionen

selection, liebe, kiera cass, königin, prinzessin

Selection - Die Krone

Kiera Cass , Susann Friedrich , Marieke Heimburger
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.08.2016
ISBN 9783737354219
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt
Das Casting neigt sich langsam dem Ende entgegen und Eadlyn muss eine Entscheidung treffen. Durch die bisherigen Ereignisse steht sie jedoch unter großem Druck und es liegt eine Menge Verantwortung auf ihren Schultern, deren sie sich jetzt erst Recht bewusst wird. Sie steht vor vielen Herausforderungen, die sie bewältigen muss...Aber wie wird Eadlyn sich schließlich entscheiden?

Meinung
Samstag Morgen: Ich habe "die Kronprinzessin" angefangen und fertig gelesen.
Samstag Mittag: Ich habe "Die Krone" angefangen und fertig gelesen.

Verrückt? Ich?
Ja, vielleicht ein bisschen :D
Aber ich glaube, ihr könnt sehen, wie sehr mir diese Bücher gefallen haben.
Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Es war spannend und schön und traurig und herzerwärmend zugleich! ❤

“This is a dandelion, " I told him. He shrugged. "I know. Some see a weed; s ome see a flower. Perspective.”   
 
Da die Anzahl der Casting Teilnehmer gesunken ist, konnte sich die Autorin viel mehr auf die einzelnen Personen konzentrieren und wir Leser sind ihnen noch näher gekommen.
Es steckt so viel Liebenswertes in den Protagonisten und durch ihre Gesten, ihre Loyalität und ungebrochene Geduld gegenüber Eadlyn, haben sie eine Menge Sympathie bewiesen.
Eadlyn hat sich durch ihren Einfluss verändert, ist offener und lockerer geworden ohne ihre starke Persönlichkeit je zu verlieren.
Sie ist eine selbstbewusste, außergewöhnliche und intelligente Prinzessin, die ich immer mehr bewundere.
Aber auch die Familie und Freunde spielen eine große Rolle und die tiefe Bindung zwischen ihnen ist deutlich zu spüren. Sie haben die Geschichte auf großartige Weise geprägt.

Und es gab auch dieses Mal mehrere Situationen, in denen ich herzhaft lachen musste.
Aber auch Szenen, in denen ich am liebsten die Augen verschlossen hätte.

Bis zum Ende war ich mir unsicher, wie Eadlyns Entscheidung ausfallen würde, was sich durch weitere Überraschungen zu einem nervenaufreibenden Hin und Her entwickelte.
Und trotzdem wurde es nie langweilig. Ich hätte noch ewig weiterlesen können und wünschte, dass es noch viel mehr Momente geben würde.
Ach..ich könnte euch jetzt noch ewig von jedem Einzelnen vorschwärmen, denn sie haben mich alle auf ihre eigene Art und Weise berührt.


“Maybe it's not the first kisses that are supposed to be special. Maybe it's the last ones.”   
       
Fazit
"Die Krone" ist ein hervorragendes und emotionales Finale der Selection - Reihe.
Ich habe die Charaktere nur noch mehr ins Herz geschlossen und es ist mir mehr als schwer gefallen das Buch nun endgültig zu beenden.
Kiera Cass hat sich selbst übertroffen und mich mit ihrer Geschichte begeistert.
Die Reihe sticht durch herausragende Persönlichkeiten und flüssigem Schreibstil hervor.
Und es wird definitiv nicht das letzte Mal sein, dass ich die Bücher lesen werde. ❤

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633 Bibliotheken, 15 Leser, 5 Gruppen, 41 Rezensionen

klassiker, liebe, new york, f. scott fitzgerald, fitzgerald

Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald , Bettina Abarnell
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.04.2013
ISBN 9783257240894
Genre: Klassiker

Rezension:


Inhalt
Als Nick Carraway in den 1920er Jahren nach New York zieht, kommt er in den Genuss euner außergewöhnlichen Nachbarschaft: Auf seinem prunkvollen Anwesen feiert der berühmt berüchtigte Jay Gatsby, um den sich die wildesten Gerüchte ranken, ausgelassene Partys. Nick taucht immer weiter in diese Welt ein, bis er schließlich einen Blick auf das Geschehen hinter dem Glanz werfen kann und auf die unumstößliche Wahrheit des Zeitgeschehens trifft...

Meinung
Den Film mit Leonardo DiCaprio fand ich ja schon große Klasse und bisher hatte ich auch einzelne Textstücke aus dem Buch gelesen, die mir sehr gefallen haben. Jetzt wollte ich aber selbst verstehen, was dieses Buch so besonders macht.

Normalerweise lese ich nicht selten englische Bücher und habe daher auch kaum Probleme. Ich vergesse irgendwann, dass ein Buch überhaupt in einer anderen Sprache verfasst wurde und die Sprache macht für mich dann keinen Unterschied mehr.
"The Great Gatsby" war dagegen eine etwas größere Herausforderung. Fitzgerald hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, der unverkennbar ist.
Seine Wortwahl, die geradezu extravagant ist, lässt viel Freiraum für eigene Interpretationen und Gefühle. Mit wenigen Worten lässt er uns teilhaben an dem Geschehen, führt uns etwas vor Augen ohne es direkt zu nennen, deutet den wirklichen Sinn dahinter  nur an...Und bringt uns Leser so zum nachdenken.
Ich war verzaubert von dem einzigartigen Stil, der durch Metaphern geprägt ist, der dem Ganzen eine geheimnisvolle Note gibt und voller Verheißung steckt.

Das Buch hat relativ wenig Seiten und zählt zu den dünneren Büchern. Aber trotzdem habe ich dafür länger zum lesen gebraucht, als für einen dicken Roman. Denn jedes einzelne Wort ist unsagbar bedeutend.
Auf den ersten Blick ein unscheinbares Buch, das aber so gewaltig ist.

Nick Carraway erzählt die Geschichte aus seiner Sicht und seine Beschreibung in dem Buch über sich selbst, ist auch in dem Schreibstil wiederzufinden:
Gleichzeitig draußen und drinnen. Mal mitten im Geschehen und dann wieder mit einer ausholenden objektiven Sichtweise betrachtet. 

“I was within and without, simultaneously enchanted and repelled by the inexhaustible variety of life.” 
    
Ich war hin und her gerissen zwischen dem was ich glauben sollte.
Das Buch steckt so voller Gegensätze und erst mit der Zeit lernt man zu verstehen, hinter die Scheinwelt, dem Oberflächlichen zu blicken.
Carraways Gefühle beeinflussen den Leser dabei stark. Denn auch er wird erst von dem scheinbaren Glanz der Welt der Reichen getäuscht. Die großen Partys von Gatsby, deren wahren Grund niemand kennt, stehen dabei im Mittelpunkt. 

“And I like large parties. They’re so intimate. At small parties there isn’t any privacy.”  
      
Gatsby erscheint in dieser trostlosen Welt, die mich manchmal regelrecht niedergeschlagen hat vor lauter Egoismus und Oberflächlichkeit, als Held, dessen Charakter als einziger nicht verdorben ist. Anders, wie es anfangs scheint.
Er verkörpert die pure Hoffnung und Leidenschaft, die rettungslose Liebe.

Auf solch facettenreiche Charaktere treffe ich selten und sie geben mir das Gefühl,  niemals die menschlichen Entscheidungen und Persönlichkeiten vollkommen nachvollziehen zu können, die mich auf der einen Seite so enttäuscht haben, mich desillusioniert zurück ließen.
Und trotzdem. Trotzdem hat mir Fitzgerald durch den hoffnungsvollen Träumer Gatsby Etwas Unbezahlbares geschenkt.

Fazit
"The Great Gatsby" ist ein wahres Kunstwerk, dass den Zeitgeist der goldenen 20er aufzeigt und zur selben Zeit nicht aktueller sein könnte.
F.Scott Fitzgerald ist grandios. Ich war fasziniert, verliebt, verzaubert und habe zur selben Zeit getrauert. Sein Schreibstil ist unglaublich, die Geschichte atemberaubend.
So viele Gegensätze vereint in einem Buch, das gleichzeitig zerstörerisch und belebend ist.
So viel Drama, dass den Menschen von allen Seiten widerspiegelt.
"The Great Gatsby" gehört nicht ohne Grund zu den Schätzen der Weltliteratur. 

“So we beat on, boats against the current, borne back ceaselessly into the past.” 

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Tags: fitzgerald, gatsby, weltliteratur   (3)
 

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tod, briefe, liebe, trauer, freundschaft

Love Letters to the Dead

Ava Dellaira , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 23.02.2015
ISBN 9783570163146
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt
Nach dem Tod ihrer Schwester May entscheidet Laurel sich dazu, ihre Highschool-Zeit auf einer Schule zu beginnen, auf der niemand sie kennt. Im Englischunterricht bekommt die Klasse gleich ihre erste Aufgabe: Jeder soll einen Brief an eine verstorbene Person schreiben.
Nachdem Laurel erstmal anfängt, einen Brief zu schreiben, wird das zu ihrer Gewohnheit.
Sie erzählt Persönlichkeiten wie Kurt Cobain oder Amy Winehouse von ihrem Leben, der Schule, der Liebe. Und mit diesen Briefen verändert sich ihr Leben mit der Zeit immer mehr...

Meinung
Ich war so gespannt, was sich hinter diesem schönen Cover verbirgt, denn die Idee und der Titel haben mich sofort angesprochen.
Anfangs hatte ich ehrlich gesagt noch Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu finden und mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Aber nach mehreren Briefen waren meine Zweifel wie fortgewischt.
Ich habe mich verliebt. In die Geschichte. Die Charaktere. Die Worte.
Mit jeder Seite wurde das Buch noch ein Stückchen besser, als es sowieso schon war.
Die Umsetzung der Idee hat mich auch vollkommen überzeugt.
Laurel schreibt an viele verschiedene verstorbene Bekanntheiten unter denen sich auch Personen befinden, die ich bewundere und liebe.
Ganz groß dabei ist Kurt Cobain. Nirvana-Fans, wie auch ich es bin, werden das Buch lieben!♥

In Laurel stecken so viele Gedanken, die sie mit einer fast kindlichen Naivität in ihren Briefen zum Ausdruck bringt. Ihre Aussagen wirken dadurch erschreckend ehrlich.
Sie hat mich viel zum Nachdenken gebracht. Über mich, über die Menschen. Das Leben. 

"Ich glaube, wenn man etwas verliert, das einem wirklich viel bedeutet, ist das so, als würde man ein Stück von sich selbst verlieren."

Vorsichtig und mit viel Gefühl führt Ava Dellaira uns an den Kernpunkt des Buches, der große Emotionen auslöst. Am liebsten hätte ich Laurel beschützt vor dieser Welt, die manchmal viel zu groß scheint und in der sie ihren Platz anfangs noch nicht gefunden hat.
Innerhalb ihrer Briefe erkennt man aber, dass Laurel sich immer weiter verändert, zur Selbsterkenntnis kommt.
Es steckt so viel Stärke in dem Mädchen, dessen Leben nach dem Tod ihrer Schwester auseinandergerissen wurde. 

"Wir haben unsere eigenen tektonischen Platten in uns, die ständig in Bewegung sind und sich immer wieder neu ausrichten, während wir uns langsam zu dem Menschen entwickeln, der wir sein werden."

Ich war fasziniert von den Lebensgeschichten der Personen, an die Laurel ihre Briefe richtet.
Hinter den Gesichtern, die jeder kennt, verstecken sich Geschichten, von denen die Meisten nichts wissen.
Mit einer außergewöhnlichen Tiefe reflektiert Laurel diese Geschichten und schenkt ihnen Verständnis.
Laurel versteht die Bedeutung von Worten besser als die meisten Erwachsenen.
Ich war beeindruckt von ihren Gedanken, die mich teilweise sprachlos gemacht haben.
Ich habe dadurch viel gelernt. Viel gefühlt.
Mehrmals musste ich während dem Lesen inne halten, um mir die Worte durch den Kopf gehen zu lassen. Oder um mir die Musik anzuhören.
Wenn ich die Lieder gehört habe, von denen Laurel erzählt, konnte ich mir das Geschehen genauso vorstellen. Ich wusste dann, was sie in diesem Moment fühlt und was die Charaktere zusammen erleben.
Es war unglaublich. Das Buch ist unglaublich.

Fazit
Wenn du ein Buch liest, es beendest und kurze Zeit später am liebsten nochmal lesen willst, nur weil du kein einziges Wort davon vergessen möchtest...Dann weißt du, dass deine Liste von Lieblingsbüchern um ein Weiteres ergänzt wurde.
"Love letters to the Dead" ist eine Ode an die Musik und Poesie.
An die Träume und das Leben.
Es stecken so viele Emotionen, so viel Tiefe in dem Buch.
Und es hat mir das Gefühl gegeben, dass wir alle den Mut haben sollten, wir selbst zu sein. ♥

"Vielleicht ist es ja das, was Liebe bewirkt. Dass ein Leben, ein Mensch oder ein Moment, den man nicht verlieren möchte, einem für alle Ewigkeiten erhalten bleibt."

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Tags: love letters to the dead   (1)
 

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selection, casting, liebe, kiera cass, prinzessin

Selection - Die Kronprinzessin

Kiera Cass , Susann Friedrich , Lisa-Marie Rust
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.07.2015
ISBN 9783737352246
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Der vierte Teil der Selection Reihe dreht sich hauptsächlich um Eadlyn, Tochter von Maxon und America, Kronprinzessin von Illeá. Im Land herrschen jedoch Unruhen, denn das Volk ist noch immer von vielen Vorurteilen zwischen Reichen und Ärmeren geprägt. Um die Bürger für kurze Zeit zu beruhigen, stimmt Eadlyn dem Vorschlag widerwillig zu, erneut ein Casting durchzuführen. 35 Männer ziehen daraufhin in das Schloss, um Eadlyns Herz für sich zu gewinnen.
Doch wird sie ihre große Liebe finden?

Meinung
Vor ungefähr 2 Jahren habe ich den dritten Teil der Selection Reihe beendet. Die Reihe hat mir gut gefallen, sie war spannend und hatte eine tolle Story zu bieten...Aber nach dem letzten Teil der Geschichte um America und Maxon war für mich einfach die Luft raus. Es hat mich danach gar nicht mehr gereizt, die Reihe weiterzuverfolgen geschweige denn zu lesen.
Letztens hatte ich die beiden ungelesenen Teile dann in der Hand und irgendwas hat mich dazu gebracht, sie mit nach Hause zu nehmen und zu lesen.
Und es war die BESTE ENTSCHEIDUNG überhaupt! ❤
Ich kann gar nicht fassen, dass ich solange gewartet habe, bis ich weiter gelesen habe.

"Ich bezweifle, dass man weiß, was man sucht, bis man es gefunden hat."

Am Anfang war ich noch etwas skeptisch. Eadlyn erschien mir noch zu steif und kühl, teilweise hat sie mich mit ihrem Gehabe etwas genervt. Aber mit der Zeit habe ich sie dann erst verstanden und sie ist mir ans Herz gewachsen.
Kiera Cass hat einen unglaublichen Charakter erschaffen! ❤
Ich fand es toll, dass ich auch die Familie von Eadlyn so gut kennenlernen durfte.
Ihre Brüder, Schloss-Mitbewohner, Zofen und viele mehr, machten das Buch zu etwas besonderem und ermöglichten auch ab und zu eine Reise in die Vergangenheit, bzw. erinnerten an die anderen Bände und riefen ein Gefühl der Nostalgie hervor.
Eadlyns Verhalten hat mich nicht nur einmal zum schmunzeln gebracht und je weiter das Casting fortgeschritten ist, desto besser wurde die Geschichte. Ich war so neugierig auf die Casting Teilnehmer und ein paar Szenen waren hoffnungslos romantisch, auch wenn Eadlyn das Gegenteil durchsetzen wollte.
Ich habe gelesen und gelesen und nach ein paar Stunden war das Buch plötzlich fertig!
Nachdem ich es beendet hatte, war ich unglaublich aufgeregt und hibbelig.
Das Buch und die Charaktere haben mich nicht losgelassen und mit ihren Handlungen total glücklich gemacht.
Mit einem Dauergrinsen habe ich dann allen in meinem Umfeld davon vorgeschwärmt, auch wenn ich nicht wirklich beschreiben kann, was genau mich so begeistert hat. Wahrscheinlich einfach alles zu zusammen ;)

Fazit
Kiera Cass hat mich mit ihrer Geschichte vollkommen überzeugt und den letzten Teil habe ich sofort danach weiter gelesen!
Ohne die ersten drei Bände zu wiederholen, hat sie das Muster, dass uns alle so begeisterte, wieder aufgenommen, nur um es auf wunderbare Weise auszubauen.
Ich bin gespannt, ob der letzte Teil mithalten kann. ❤

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Tags: kiera cass, selection   (2)
 

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dystopie, jugendbuch, fantasy, das juwel, liebe

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Violet flüchtet mit ihrer besten Freundin Raven und ihrem Gefährten Ash aus dem Juwel.
Sie schließen sich der Widerstandsbewegung gegen den Adel an und um zu überleben, müssen sie ihr Vertrauen in Fremde setzten. Währenddessen erkennt Violet immer mehr, was es mit ihrer Gabe auf sich hat.
Und es erwarten sie viele Überraschungen auf dem Weg zur Rebellion....

Meinung
Nachdem der erste Teil von "das Juwel" mit so einem gemeinen Cliffhanger geendet hat, wollte ich natürlich sofort wissen, wie es weitergeht.
Der zweite Teil hat nahtlos an den Ersten angeknüpft und ich war sofort wieder in der Geschichte gefangen, welche mit einer Szene begann, die mich schockiert zurück gelassen hat.
Ich war überrascht und gefesselt und erst recht auf die weitere Handlung gespannt.
Leider wurde ich dann doch eher enttäuscht.
Die Anfangsszene war die Einzige, die mich wirklich etwas aufgerüttelt hat, während ich ehrlich gesagt das Gefühl hatte, die Handlung vorauszusehen.
Der Schreibstil der Autorin war auch diesmal wieder flüssig und deshalb habe ich das Buch auch schnell ausgelesen aber ich fand den Stil mit der Zeit etwas durchschaubar.
Amy Ewing hat die Geschichte in eine bestimmte Richtung geführt und ich wusste, durch die gegeben Informationen, immer schon was kommt, bevor es passierte.
Das Ganze hat mir dann leider den Spaß am Lesen gedämpft.

Dafür fand ich die Beschreibung der Auspizien schön und ausführlich.
Schon im ersten Teil war ich neugierig und wollte mehr darüber erfahren, weil die Idee so noch nie aufgetaucht ist.
Und mein Wunsch wurde erhört.
Das Wissen um die Gaben der Surrogate wurde vertieft auf eine Weise, die mich verzaubert hat und ich denke, dass das auch der Grund ist, warum das Buch mich trotzdem noch etwas gefangen nehmen konnte.
Die zwischenmenschlichen Beziehungen fand ich dagegen zu selbstverständlich und ich habe auch nicht immer wirkliche Gefühle spüren können. Die Charaktere sind zwar alle gut ausgebaut aber mir hat hier einfach etwas gefehlt.
Das Buch sollte wohl auch dieses Mal wieder mit einem Cliffhanger enden, damit wir den dritten Teil vor Spannung kaum erwarten können.
Aber ich war überhaupt nicht überrascht und hatte das Gefühl, dass dieses "spannungsvolle Ende" zu gewollt war und ich muss ehrlich sagen, dass ich nach dem ersten Teil doch mehr von der Geschichte erwartet hätte.

Fazit
Das Buch ist schnell gelesen und hat auch viele schöne Elemente, die schön beschrieben sind.
Meine Rezension hört sich zwar sehr negativ an aber ich fand das Buch trotzdem lesenswert.
Meine Erwartungen wurden einfach nicht ganz erfüllt, die nach dem ersten Teil hoch gesteckt waren und die Geschichte hat mich deshalb nicht vollkommen überzeugt.
Auf den dritten Teil freue ich mich trotzdem schon und vielleicht überrascht mich Amy Ewing mit einem grandiosen Finale ;)

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liebe, jessica koch, aids, dem horizont so nah, missbrauch

Dem Horizont so nah

Jessica Koch , any.way
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 29.07.2016
ISBN 9783499290862
Genre: Romane

Rezension:


Ich werde hier nicht viel zum Inhalt erzählen, weil ich euch sonst nur zu viel preisgeben würde und das eine spoilerfreie Rezension sein soll :)
In dem Buch trifft Jessica auf den Halbamerikaner Danny und verliebt sich in ihn.
Wer jetzt jedoch einen einfachen Liebesroman erwartet, wird sehr überrascht werden.

"Dem Horizont so nah" ist eine wahre Geschichte. Jessica Koch, die Autorin des Buches, hat das Geschriebene selbst erlebt. Und das habe ich auch während dem Lesen gespürt.

Vermutlich habt ihr schon bemerkt, dass diese Rezension anders sein wird, als meine bisherigen.
Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden.
Diese Geschichte hat mich berührt, mitgenommen, schockiert und fassungslos gemacht.
Ich habe das Buch ganz anders wahrgenommen mit dem Wissen, dass das ganze Geschehen Wirklichkeit war, dass es sich um Menschen aus Fleisch und Blut handelt.

Ich kann und möchte dieses Buch deshalb nicht so einfach bewerten, wie ich es sonst mache.
Ich habe mich nie in dieser Situation befunden.
Vielleicht hätte ich anders gehandelt, mich anders verhalten.
Aber jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter, seine Persönlichkeit, die ihn ausmacht.
Mir steht es nicht zu über andere Menschen und ihre Geschichte zu urteilen.
Ich habe nicht das Recht, die Entscheidungen der Personen zu bewerten.

Ich kann euch erzählen, dass der Schreibstil der Autorin ausbaufähig ist. Dass ich mich nicht immer in die Personen reinversetzen konnte und dass ich nicht immer mit der Sprache und dem Verhalten innerhalb des Buches klargekommen bin.
Aber für mich waren das eigentlich nur Banalitäten.
Jessica hat kaum etwas ausgelassen. Seien es Szenen gewesen, die sich fast zu verrückt anhören, als dass sie wahr wären oder Alltagssituationen, die sich sonst nicht immer in Büchern vorfinden.
Ich habe gespürt, dass sie ihre Erinnerungen und Gefühle aufgeschrieben hat, wie sie wirklich waren. Direkt und ehrlich.

Fazit
Ich bewundere Jessica Koch für ihren Mut, "Dem Horizont so nah" geschrieben und veröffentlicht zu haben. Und ich finde, dass dieses Buch noch viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.
Diese Geschichte wurde vom Leben geschrieben.
Diese Geschichte muss erzählt werden.


"Tor 2. Mit allen Konsequenzen. Es ist allein meine Entscheidung. Wie die anderen Optionen aussehen, interessiert mich nicht. Es wird immer

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dystopie, fantasy, amy ewing, das juwel, liebe

Das Juwel - Die Gabe

Amy Ewing ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.08.2015
ISBN 9783841421043
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Violet lebt in ärmlichen Verhältnissen in einer Erziehungsanstalt für ganz spezielle Mädchen. In Southgate werden Mädchen mit der besonderen Begabung trainiert, nur durch Vorstellungskraft Dinge zu verändern. Diese Mädchen, die aufgrund eines bestimmten Gens ausgewählt wurden, werden zu sogenannten Surrogaten ausgebildet und ab einem bestimmten Alter auf einer Auktion an die Adeligen verkauft. Surrogate dienen dem Adel jedoch hauptsächlich für eine Aufgabe: Sie sollen ihrem Adelshaus ein Kind gebären. Als Violet die prunkvolle Welt des Juwels betritt, ahnt sie noch nicht, was alles auf sie zukommt...

Meinung
Also erstmal muss ich anmerken, wie wunderschön das Cover ist! *-*
Das Buch ist mit der Farbe und dem Glitter ein richtiger Eyecatcher, dass auch perfekt zum Inhalt passt. Und ja ich gebe es zu...erst dadurch hat es mich überhaupt angezogen. :D
Mit dem Aufschlagen des Buches war ich sofort in der Geschichte gefangen.
Durch den Schreibstil der Autorin konnte ich mir Violets Welt bildlich sehr gut vorstellen. Die Illustration auf der ersten Seite ist außerdem absolut genial und macht das Buch erst Recht zu etwas besonderem.

Ich konnte mich von Anfang an auf die neue Welt einlassen, die mit einer solchen Geradlinigkeit beschrieben wird, sodass es fast nie schwierig wurde, dem Geschehen zu folgen.
Einen trockenen Anfang, wie es ihn oft bei solchen Bücher gibt, da die Umgebung und Situation oft erst erklärt werden muss, konnte dadurch erst gar nicht entstehen.
Amy Ewing versteht es, die Spannung immer weiter aufzubauen.
Manchmal wusste ich einfach nicht, welchen Charakteren ich in der Geschichte vertrauen sollte oder nicht und ich zerbrach mir immer mehr den Kopf. Demnach war das Buch auch ganz schnell durchgelesen ;)
Viele Charaktere haben es mir sehr angetan und das Ende hat mich mit einem riesigen Cliffhanger total fertig gemacht.
Lest "Das Juwel" also erst, wenn ihr auch den zweiten Teil in Lesenähe habt! :D
Zwischendurch war ich etwas verwirrt, weil so viele Adelstitel und verschiedene Gräfinnen, Herzoginnen und Fürsten auftauchten. Aber ansonsten konnte ich der Handlung gut folgen.

"Hoffnung ist ein kostbares Gut, nicht wahr?", sagte sie leise. "Und doch wissen wir sie erst zu schätzen, wenn sie fort ist."

In der Geschichte sind viele bereits bekannte Elemente verwoben aber auch eine Menge Neues, das mich schockiert und geradezu atemlos gemacht hat.
Die Begabung der Surrogate und ihre Bestimmung sind unfassbar und machten neugierig auf mehr.
Und die Liebesgeschichte, die sich zwischen Violet und einem attraktiven Gefährten ereignet, gibt einen wunderbare Ausgleich zu dem düsteren Bild, dass durch die sklavenartige und erniedrigende Haltung des Adels gegenüber den Untergebenen entsteht.

Fazit
Insgesamt war die Geschichte fesselnd und unterhaltsam zugleich. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, da es durch den flüssigen Schreibstil leicht zu lesen war.
Den Hype um "Das Juwel" kann ich jetzt verstehen und nach dem fiesen Cliffhanger am Ende des Buches, wartet der zweite Teil nur darauf, von mir gelesen zu werden :)

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liebe, london, schuhe, geheimnisse, ilie

Wolken wegschieben

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492307963
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Willow Briar lebt mit einer immerwährenden Regewolke über ihrem Kopf.
Sie bringt ein paar Kilo mehr auf die Waage, als ihre Zwillingschwester. Ihre Arbeit in der Talentagentur wird von ihrer tyrannisierenden Chefin kaum wahrgenommen und zu alldem ist sie auch noch unglücklich verliebt.
Doch eines Tages trifft sie auf einen kleinen verwunschenen Laden, der ihr Leben gehörig auf den Kopf stellt...

Meinung
Man könnte sagen, dass 2016 mein Rowan Coleman Jahr ist. Ich habe durch Zufall die Autorin für mich entdeckt und war mehr als gespannt, was sich hinter diesem Buch versteckt.
Ich habe mich diese Mal bewusst dagegen entschieden, schon im voraus mehr über den Inhalt zu erfahren und wusste daher kaum, was mich dieses Mal hinter dem hübschen Cover erwartet.

Die ersten Seiten haben mich durch lockere Dialoge und Gedankengänge von Willow gleich unterhalten. Dieser flüssige, lockere Schreibstil, der typisch für die Autorin ist, hat sich auch hier wieder durch das ganze Buch gezogen und es wurde während des Lesens nie langweilig.


"Nur Verlierer stehen im Regen -aber wahre Gewinner schieben die Wolken einfach weg."
Rowan Coleman hat ganz bezaubernde Charaktere erschaffen, in denen so viel Persönlichkeit und Liebenswürdigkeit steckt, die facettenreich und vielschichtig sind. Sie haben das Buch erst zu etwas Besonderem gemacht und mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
Und auch bei ihnen kristallisiert sich wieder ein Coleman-Motiv heraus: Die Liebe.
Die Liebe zur Familie und zu sich Selbst. Akzeptanz. Ehrlichkeit.
Sie beweist ihren Lesern, dass es in Ordnung ist, nicht perfekt zu sein.
Und sie zeigt uns durch Willow, was es bedeutet, mutig zu sein.

Fazit
Wenn du dich den ganzen Tag darauf freust, ein Buch endlich weiter zu lesen, dann weißt du, dass es sich um eine hervorragende Geschichte handelt.
Und genauso ist es mir mit "Wolken wegschieben" gegangen.❤
Ich habe jede freie Minute genutzt, um das Buch weiterzulesen, weil ich es so schön und unterhaltsam fand, wie schon lange kein Buch mehr.
Die Geschichte ist wie aus dem Leben gegriffen und zugleich doch so außergewöhnlich, so voller Zauber.
Für mich eindeutig das beste Buch von Rowan Coleman bisher! ❤



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