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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der Islam, das Islam, was Islam?

Kerim Pamuk
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 03.04.2017
ISBN 9783579086750
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt
Warum werden Männer schwul, wenn Frauen Auto fahren? Ist Dschihad die islamische Form der Butterfahrt und sind Schiiten Globuli? Kerim Pamuk führt auf bisher nicht gekannte Weise ein in die Welt des Islam: mit scharfem Witz und hintergründigem Humor. Von A wie Allah bis Z wie Zahnschmerz erklärt er uns das Leben und Denken der Muslime. Ein Buch, so ernsthaft, dass kein Auge trocken bleibt, und man am Ende verblüfft erkennt: Der Islam ist viel bunter und witziger als gedacht.


Meinung
Der Islam - eine Religion, die besonders in der jetzigen Gesellschaft kontroversen Anklang findet.
Es gibt Unmengen von Sachbüchern über diese monotheistische Religion, doch Kerim Pamuk bringt sie uns auf eine Weise nahe, die sehr ungewöhnlich ist.
Das Buch ist wie ein Lexikon aufgebaut und führt den Leser von A bis Z durch die unterschiedlichsten Punkte.
Diese Aufgliederung sorgt auch für eine Menge Abwechslung. Nach einem eher tieferen Thema mit etwas komplizierteren Definition, tauchen auch Abschnitte über Döner und Falafel auf. 
Kerim Pamuk schafft es so mit einer guten Portion aus Witz und Fakten, den Leser immer bei Laune zu halten.
Dadurch, dass das Buch so viele verschiedene Abschnitte und Begriffe sammelt, erhält man einen breitgefächerten Einblick in die Religion. Im Gegenzug ist es natürlich nicht möglich, auf alle Punkte näher einzugehen und sie tiefergehend zu betrachten. 
Zwischendurch musste ich wirklich schmunzeln und lauthals über die Kommentare des Autors lachen, die dem ganzen Thema eine gewisse Kritik und Hinterfragung beigesteuert haben. 
Hier lässt sich jetzt jedoch darüber streiten, inwiefern manche Kommentare angebracht waren. 
Das Buch ist gefüllt mit Ironie, nichts und niemand kann dieser entkommen und mir persönlich war es an manchen Stellen einfach zu viel des Guten und ich habe es daher eher stückchenweise gelesen, um mich wieder voll und ganz auf den ironischen Stil einlassen zu können.
Ansonsten gehörten diese teils bissigen Anmerkungen für mich einfach dazu und gaben dem etwas anderen Sachbuch das gewisse Etwas, das ein humorvolles Lesen ermöglichte.
Der Schreibstil ist sehr locker, jugendlich und modern und kann auch jüngeren Lesern, die sich gerne mit dem Thema befassen würden, auf eine etwas vereinfachte Art Informationen nahe legen. Für den Einstieg in das Wissen über den Islam oder einen ersten Einblick über nähere Details ist dieses Buch perfekt. 
Kerim Pamuk schafft außerdem einen fließenden Übergang zwischen amüsanteren und ernsteren Themen und lässt den Leser nachdenklich werden. Während er gleichzeitig seine Meinung zum Besten gibt, die deutlich lesbar ist, gibt er einem die Möglichkeit, sich eigenen Gedanken zu den Themen zu machen und selber eine Meinung zu bilden.

Fazit
Insgesamt ist "Der Islam, das Islam, was Islam?" trotz des Humors und der Ironie - oder vielleicht gerade deshalb - sehr informativ und bringt dem Leser die Religion näher. 
Durch den Schreibstil spricht er vor allem Jüngere an und bringt auch diese dazu, sich mit Interesse dem Thema zu widmen, das er unterhaltsam verpackt. 
Brisantere Themen und häufig medial diskutierte, werden besonders angesprochen und dargestellt, um weit verbreitete Missverständnisse zu klären, beziehungsweise um aufzuklären.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen und hatte es auch in kurzer Zeit durchgelesen. Ist man jedoch schon näher mit der Religion vertraut oder wünscht sich etwas tiefergehendes, dient das Buch statt zur Information eher nur zu Unterhaltung, durch die abwechslungsreichen Darstellung von Kerim Pamuk. 

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1.217 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 252 Rezensionen

liebe, krankheit, nicola yoon, jugendbuch, leben

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Nicola Yoon
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Dressler, 17.09.2015
ISBN 9783791525402
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Inhalt
Die 17-jährige Madeline leidet an einer seltenen Immunkrankheit und hat, seit sie Denken kann, ihr Haus nie verlassen. Ihre Krankenschwester und ihre Mutter sind ihre besten Freundinnen. Ihr geregeltes Leben, in dem Bücher, Lernen und Spieleabende mit ihrer Mutter im Mittelpunkt standen, wird in dem Moment auf den Kopf gestellt, als die neuen Nachbarn - und damit Olly - einziehen. Und Maddy erkennt zum ersten Mal, was das Leben für Einen bereit halten kann...

„Wenn mein Leben ein Buch wäre, würde sich beim Rückwärtslesen nichts ändern. Heute ist genauso wie gestern. Morgen wird genauso sein wie heute. Im Buch von Maddy sind alle Kapitel gleich.“

Meinung
Das erste Mal, dass ich auf Nicola Yoon gestoßen bin, war vor ein paar Monaten.
Das englische Cover von "Everything,Everything" (Originaltitel) ist mir zwar schon oft begegnet, ich habe es jedoch nie bewusst wahrgenommen. Doch dann erschien ihr zweites Buch "The sun is also a star" im deutschen und ich habe es sofort verschlungen.
Ich habe mir fest vorgenommen, jetzt auch ihr Debüt zu lesen, als zu diesem Zeitpunkt der Trailer zu der Buchverfilmung im Internet kursierte.
Und ich war mehr als begeistert! Den Trailer habe ich mir unzählige Male angeschaut und dadurch wuchs mein Interesse für das Buch nur noch mehr.
Ich hab dann die neue Auflage mit dem schönen Cover aus dem Film erhalten und das Buch, sofort nachdem ich es in den Händen hielt, begonnen.

"Die Liebe ist jedes Opfer wert. Jedes."

Auch wenn es erst zwei Bücher von Nicola Yoon gibt, bin ich mir ziemlich sicher, dass ihr Schreibstil unverwechselbar ist.
Die kurzen Kapitel mit den außergewöhnlichen Überschriften sind mir auch in "The sun is also a star" mehr als positiv aufgefallen.
Sie schafft es mit wenigen Worten so viel zu erzählen und Gefühle rüberzubringen.
Außerdem gibt die dem Leser so Luft zum nachdenken.
Ich weiß nicht, wie ich das Buch am besten beschreiben soll, um der Geschichte gerecht zu werden.
Es ist unglaublich facettenreich.
Naturwissenschaften, Literatur, Philosophie, Kunst, Jugendliebe...All das trifft zusammen und jedes neue Kapitel unterscheidet sich von dem vorherigen.
Es tauchen Zeichnungen und Skizzen auf, gefolgt von Chats, Briefen und Post-Ist. Besonders Maddys Wörterbuch fand ich besonders unterhaltsam.
Ich habe das Gefühl bekommen, so Maddy wirklich kennenzulernen, denn durch diese unterschiedlichen Mittel ihre Gedankengänge zu verdeutlichen, wirkte sie ganz natürlich und lebhaft.
Ich habe sie und Olly (ach wunderbarer Olly ♥ ) ins Herz geschlossen und wollte sie gar nicht mehr gehen lassen.
Es treffen zwei Welten aufeinander, die für viel Wirbel sorgen.
Beide haben mit ihrer Familie bzw. Familiengeschichte zu kämpfen, wie man auch im wahren Leben findet. Und trotz Maddys Krankheit finden sie einen Weg sich kennenzulernen.
Olly schenkt Maddy eine ganz neues Leben. Ein Leben, das bisher unvorstellbar und Maddy begibt sich dafür in große Gefahr.
Doch sie riskiert alles, um einmal wirklich leben zu können. 

„Ich war glücklich, bevor ich ihm begegnet bin. Aber jetzt bin ich lebendig und das ist etwas ganz anderes.“

Durch ihre Krankheit sieht man alles aus einem ganz neuen Blickwinkel und ich habe verwundert festgestellt, wie viele Dinge für uns selbstverständlich sind, die manchen Menschen verwehrt bleiben.
Die große Wendung des Buches gegen Ende hin, hat mich total überrascht!
Mit solch einem Ende hätte ich niemals gerechnet aber im Endeffekt ist es einfach ein perfekter Abschluss für die Geschichte.
Mich hat nur gestört, dass nach dem großen Plot Twist viel zu wenige Seiten zum lesen übrig geblieben sind. Ich hätte da noch etwas mehr erwartet.
Ich wurde mit einer Menge Fragen zurückgelassen, deren Antworten wir wohl nie erhalten werden...
...Doch das gibt uns die Freiheit, uns all die Möglichkeiten selbst vorzustellen.
Wir bekommen niemals auf all unsere Fragen Antworten, also wieso sollte es in einem Buch wie diesem anders sein? ♥

Fazit
Ich bin unglaublich verliebt in das Buch und den außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin.
Die Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht und mir eine andere Sichtweise auf Dinge gegeben, die ich aus diesem Blickwinkel nie gesehen hätte.
Ich bin unheimlich gespannt auf den Film und freue mich schon auf die Umsetzung, die dem Buch hoffentlich gerecht wird.
Ich kann es euch jedenfalls wärmstens ans Herz legen. ♥ 

"Alles ist ein Risiko. Nichts zu tun ist ein Risiko. Es ist deine Entscheidung."

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347 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 143 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, familie

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt
Natashas letzter Tag in New York ist angebrochen, denn ihre Familie soll am Abend wieder nach Jamaika abgeschoben werden. Eine Welt bricht dadurch für sie zusammen und sie möchte nicht kampflos aufgeben. Doch dann trifft sie den Südkoreaner Daniel.
Und dieser eine gemeinsame Tag verändert alles...

Meinung
Als ich auf das Buch gestoßen bin, wusste ich, dass ich es lesen muss.
Nicht wegen dem schönen Cover, dem Inhalt oder den schwärmenden Rezensionen im Internet.
Ich musste es ganz allein aufgrund des Titels lesen.
Es war Liebe auf den ersten Blick, denn der Titel hat mich mehr als nur angesprochen.
Er ist wie ein kleiner Aufschrei: Vergesst nicht nach oben zu schauen. Vergesst nicht, dass die Sonne auch ein Stern ist. Vergesst nicht, dass wir doch alle gleich sind. Dass alle gleich hell leuchten.

Vielleicht ist das schon ein bisschen zu viel gedacht aber diese einfachen Worte haben mich einfach nicht losgelassen und ich war mehr als gespannt, was das Buch zu bieten hatte.
Ich war überrascht, als das Buch mit einem sachlichen Prolog über das Backen von Apfelkuchen begann.
Aber genau das hat mir in dem Buch so gut gefallen!
Es ist aufgeteilt in viele kleinere Kapitel mit unterschiedlichen Sichtweisen. Meistens wechselt es zwischen den zwei Hauptpersonen Daniel und Natasha hin und her.
Aber zwischendurch findet man weitere kleine Geschichten.
Über das Universum, die Liebe, die Wissenschaft, Menschen, Gefühle.
Sie greifen zurück in die Vergangenheit und schauen vor in die Zukunft.
Sie zeigen mit wenigen Worten und kurzen Seiten das ganze Leben von einzelnen Menschen. Den Charakter, die Entscheidungen, die dieser Mensch treffen wird und wie er sich damit fühlt.
Seine Geburt, das Leben, den Tod.
Beim Lesen dieser Zeilen fühlt man sich so wie in dem Moment, wenn man in den Himmel hoch blickt und über die unendliche Weite des Universums nachdenkt, nur um sich selbst plötzlich ganz klein zu fühlen.
Und das steht in einem großen Kontrast zu der Handlung des Buch, in welcher ein einziger Tag so viel Bedeutung erhält.

Tatsache ist: Ich glaube nicht an Magie.Tatsache ist: Wir sind magisch.
Die Geschichte zwischen Daniel und Natasha ist vielleicht etwas unrealistisch. All die Zufälle - oder sei es Schicksal - sind wunderbar romantisch aber ein bisschen unglaubwürdig.
Und doch liest man es gern. Denn das ist es auch, was man sich wünscht. Kleine Wunder im Leben, so unwahrscheinlich sie auch sein mögen. Wir möchten an sie glauben und "The Sun is also a Star" gibt uns genau dieses Gefühl.

"Ein glutroter Sonnenuntergang ist nicht weniger romantisch, nur weil wir wissen, wie er zustande kommt."
Natasha und Daniel könnten unterschiedlicher nicht sein.
Natasha sieht Zahlen, Fakten, Daten. Sie liebt die Vernunft, das logische Denken und glaubt nicht an die wahre Liebe.
Daniel ist ein Poet, der es liebt Gedichte zu schreiben und trotzdem Medizin studieren soll. Er glaubt daran, dass Alles aus bestimmten Grund passiert.
Als die beiden aufeinandertreffen, wird nicht nur ihre Weltansicht auf den Kopf gestellt.
Sie kämpfen beide mit dem Aufprall von Kulturen, Vorurteilen und Familienproblemen, den man in der heutigen Gesellschaft eigentlich nicht mehr erwarten dürfte.
Mit der richtigen Mischung aus Tiefe und Leichtigkeit hat Nicola Yoon es geschafft, ein vielschichtiges Buch zu erschaffen.

Fazit
"The Sun is also a Star" ist eine außergewöhnliche Geschichte!
Zwischendurch scheint das Buch etwas zu unglaubwürdig aber es ist voller Lebendigkeit und zeigt, wie sehr wir die Menschen um uns herum beeinflussen. Was passiert, wenn unsere Leben aufeinanderprallen. Welche Möglichkeiten wir haben, wenn wir uns dafür öffnen. Dass es alles möglich ist, solange wir nicht aufhören zu träumen.
Und das zeigt uns Nicola Yoon in nur einem einzigen Tag für die Liebe ♥

"Wir sind dazu geboren, zu träumen und die Dinge zu tun, von denen wir träumen."


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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

krebs, piper, young adult, tamy fabienne tiede, trautig

Club der letzten Wünsche

Tamy Fabienne Tiede
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2017
ISBN 9783492309844
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Schon in der Vergangenheit hatte Jesslyn es nicht immer leicht, doch das ganze wird durch ihre Diagnose getoppt. Jesslyn hat Krebs. Unheilbar.
Aber so leicht lässt sie sich nicht davon unterkriegen. Nicht bevor sie alle Punkte auf ihrer Liste erlebt hat...

Meinung
Als ich in der Buchhandlung zum ersten Mal auf das Buch gestoßen bin, ist es mir sofort aufgefallen.
Die Farben des Covers sind wunderschön und der Titel hat mich gleich an "Club der toten Dichter" und "Club der roten Bänder" erinnert - Zwei Dinge, die ich liebe.
Die Geschichte an sich ist wohl nichts Neues und findet man ziemlich häufig in den Büchern momentan. Aber was ein Buch mit einer solchen Geschichte ausmacht, ist die Umsetzung.
Und ich war sehr gespannt, ob die Autorin mich in dieser Hinsicht überzeugen kann.
Anfangs bin ich nicht wirklich mit der Protagonistin Jesslyn und ihrem Verhalten warm geworden.
Sie hat sich relativ kindisch verhalten, besonders in Bezug auf ihre Krankheit.
Auch ihr Umgang mit dem Umfeld, dem sie ständig abwehrend, zwischendurch unfreundlich, wenn nicht sogar etwas überheblich, begegnete, hat mich gestört.
Ich finde, dass die Autorin hier ein klares Bild von Jesslyns Charakter vermitteln wollte und sich zu Beginn etwas zu sehr auf ihre Idee von Jesslyn fixiert, ihr durch das Schreiben die freie Entfaltung genommen hat.
Außerdem war das Verhältnis zwischen den Ärzten und Jesslyn, bzw. den Familienmitgliedern, für mich sehr unrealistisch. Die Situation, in die sich Jesslyn durch ihr Unwissen gebracht hat, ist meiner Meinung nach sehr unwahrscheinlich, daher las ich mit Skepsis weiter.
Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten hat mich die Geschichte doch noch positiv überraschen können.
Ich habe die Charaktere näher kennengelernt, die mir so immer vielfältiger erschienen.
Die kleinen Überraschungen von Jesslyns Freunden waren einfach wundervoll und ich habe gemerkt, dass sich immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gestohlen hat.
Und auch die unterschiedlichsten Gefühle sind vermittelt worden.
Ich konnte Jesslyn und ihre Sichtweise verstehen, was mich nur noch emotionaler zurück gelassen hat.
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich der Schluss so berühren würde.
Ich hatte Tränen in den Augen und war teilweise überwältigt von den letzten Seiten.
Und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin zum Ende hin erst wirklich aufgeblüht ist.
Damit konnte ich ihr den holprigen Anfang auch wieder verzeihen ;)

Gestört hat mich jedoch, dass die Autorin ständig etwas nebenbei angesprochen hat, das wahrscheinlich eine gewisse Bedeutung haben sollte, sie aber weiter nicht ausgeführt hat (z.B. kleine Familiengeheimnisse, die wohl nie aufgedeckt werden)  - vermutlich weil das Buch sonst zu lang gewesen wäre. Ich finde, sie hätte sich da mehr auf das Wesentliche konzentrieren sollen: Sie hat einfach zu viele Ideen gehabt, ohne sie wirklich umzusetzen, dabei gilt manchmal: Weniger ist mehr.

Fazit
"Der Club der letzten Wünsche" war ein wunderbares Buch mit einer emotionalen Geschichte.
Durch den Schreibstil der Autorin habe ich währenddessen jedoch meine Schwierigkeiten gehabt, wodurch die Lesefreude leider etwas gemindert wurde.
Nach dem Beenden war ich einen kurzen Moment regungslos, da mich das Ende voller Gedanken zurückgelassen hat und das zeigt mir, dass trotz allem viel Positives in diesem Buch steckt.
Insgesamt lohnt es sich, die Geschichte zu lesen. Man sollte jedoch keines der atemberaubenden Meisterwerke, wie es viele aus diesem Genre gibt, erwarten. :)

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299 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 81 Rezensionen

paris, liebe, adriana popescu, paris du und ich, jugendbuch

Paris, du und ich

Adriana Popescu
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.07.2016
ISBN 9783570172322
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

starke frauen, brustkrebs, krankheit, roman

Überleben ist ein guter Anfang

Andrea Ulmer
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.02.2017
ISBN 9783843714198
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt
Anja Möller erkrankt schwer an Brustkrebs. Ihrem fürsorglichen Mann zuliebe, besucht sie eine Selbsthilfegruppe. Nach anfänglicher Skepsis wird sie positiv überrascht von der kunterbunten Frauengruppe. Als Sieglinde, ältestes Mitglied und der stetige,optimistische Fels in der Brandung, verstirbt, beschließen die verbliebenen Fünf anstelle von Sieglinde auf eine große Weltreise zu gehen. Zusammen erleben sie viele Abenteuer und stellen sich gemeinsam den Herausforderungen, die sich ihnen stellen...

Meinung
Im Mittelpunkt stehen fünf Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Jede Einzelne von Ihnen besitzt einen außergewöhnlichen und einzigartigen Charakter.
Sie geben zusammen eine tolle, verrückte Gruppe ab und ihre schrulligen Eigenarten haben sie so liebenswert für mich gemacht.
Der gemeinsame Nenner, der sie alle erst vereint hat, ist ihre Diagnose: Krebs.
"Überleben ist ein guter Anfang" ist nicht das erste Buch, dass sich mit der Krankheit und Krebspatienten beschäftigt.
Und trotzdem war ich sehr gespannt, was mich dahinter erwartet.
Die Idee der gemeinsamen Weltreise hat mich besonders angesprochen und ich hatte auf ein lebendiges Abenteuer voller Hochs und Tiefs gehofft.
Leider traf dies nur teilweise zu.
Während des Lesens sind bei mir keine wirklichen Gefühle aufgekommen und ich fühlte mich eher distanziert von dem Geschehen und den Charakteren.
Natürlich wurde es mit diesem durchgemischte Haufen von Power-Frauen nicht langweilig aber auch gerade deshalb hat es mich so verwundert, dass ich keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen konnte.
Vielleicht lag es am Schreibstil, der mehr einem Bericht ähnelte.
Denn das war es, was mich am meisten gestört hat.
Innerhalb weniger Wochen machen die Fünf eine Weltreise. Kein unmögliches Vorhaben - schließlich basiert dies auf wahren Ereignissen - aber dadurch wirkte alles so klar strukturiert, wie eine To-Do-Liste, bei der man eins nach dem anderen abhakt.
Im Gegenzug habe ich sehr viele Orte, Kulturen und Menschen kennenlernen dürfen.
Es war bunt und abenteuerlich, abwechslungsreich und erstaunlich schön.
Aber auf der anderen Seite hat mir auch einfach etwas gefehlt.
Zwischendurch wurde einfach aufgezählt, was die Charaktere in dem jeweiligen Land erlebt haben.
Und ich finde, dass die Autorin etwas ausschweifender hätte sein können. Mit Freuden würde ich auch kleinere Details über die Reise lesen, die dem ganzen erst das Lebhafte geben können.
Und ich hätte mich auch gefreut, wenn Andrea Ulmer genauer auf unsere fünf Frauen eingegangen wäre.
Ich habe nur einen kleinen Einblick in ihre Gefühle bekommen und habe eindeutig mehr in dieser Hinsicht erwartet.
Nachdem ich das Buch beendet hatte, kam es mir so vor, als hätte die entscheidende Erkenntnis oder Pointe gefehlt, da es so offen aufgehört hat und ich normalerweise einen guten Abschluss für die gelesene Geschichte brauche.

Fazit
Das Buch war schnell durchgelesen und mir hat es ehrlich Spaß gemacht, den Dialogen der Protagonistinnen zu folgen und sie auf ihrer Reise zu begleiten.
Total unterschiedliche Aspekte der Weltkulturen waren zu sehen und sie haben so viele Dinge erlebt, wodurch ich gar keine andere Wahl hatte, als weiterzulesen ;)
Insgesamt wurden meine Erwartungen nicht so erfüllt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Dafür war mir die Geschichte etwas zu oberflächlich und hat mir das Gefühl vermittelt, dass die Handlung Punkt für Punkt abgehakt wurde.
"Überleben ist ein guter Anfang" war eine schöne Lektüre für zwischendurch, die mich gut unterhalten hat, mich jedoch nicht vollkommen überzeugen konnte.

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618 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 142 Rezensionen

liebe, reise, wünsche, ava reed, jugendbuch

Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.02.2017
ISBN 9783764170721
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt
Yara findet Zuflucht in der Welt der Bücher, die sie immer ihrem engsten Freund Phil im Altersheim vorliest. Als Phil verstirbt, bricht für Yara ihre Welt zusammen. Das Einzige was ihr bleibt ist eine Liste mit 10 Punkten, die sie erfüllen soll. Aber mit dem Versprechen, dass Phils Enkel Noel sie auf der Reise begleitet. Eine Reise, die für Beide herausfordernder nicht sein könnte...

Meinung
Yara und Noel.
Zwei Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem so viel gemeinsam haben.
Zwei Personen, die sich in mein Herz geschlichen haben.
Yara, das büchersüchtige Mädchen. Sie ist loyal und überwindet für die Menschen, die sie liebt, jegliche Angst.
Noel, in den ich mich mit der Zeit ein bisschen verliebt habe. Ein Junge, der sich selbst unterschätzt und herzensgut ist.
Sie finden beide den Mut zu leben.  

Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.
    
Die Reise auf die sie sich begeben, ist außergewöhnlich und lädt zum träumen ein.
Es ist ein richtiges Abenteuer, auf das ich die Beiden begleiten durfte und die Ideen sind Weltklasse.
Ich durfte so viele verschiedene Orte kennenlernen und Dinge sehen, die ich am liebsten selber erleben würde.
Dadurch, dass Yara und Noel immer Neues entdeckten und sich darauf einließen, wurde es nie langweilig. Im Gegenteil - Ich hatte riesigen Spaß, das Buch zu lesen und es war leider auch wieder viel zu schnell beendet.
Nachdem ich das Buch zugeschlagen habe, hatte ich Fernweh und wünschte, dass ich selber einfach losgehen und die Punkte auf der Liste in Realität umsetzten könnte. 

Unser Herz zeigt uns, wer wir sind und wer wir sein können, wenn wir den Mut haben, ihm zu folgen.
       
Anfangs hätte ich ehrlich gesagt eine eher voraussehbare Geschichte erwartet à la Bad Boy trifft auf Good Girl, sie bekommen eine Liste, die sie zusammen abarbeiten müssen und während sie die Zeit ihres Lebens haben verlieben sie sich unsterblich ineinander. Friede, Freude, Eierkuchen.
Aber ich wurde überrascht :)
Yara und Noel wurden nicht auf einmal zu dem Traumpaar, auf das ich mich vorbereitet habe. Und die Punkte der Liste sind nicht so perfekt und reibungslos abgelaufen, wie gedacht.
Ava Reed hat dem ganzen dadurch die Natürlichkeit gelassen und durch die unperfekte Authentizität ist das Buch erst Recht zu etwas Besonderem geworden.
Während dem Lesen habe ich auch immer mehr hinter die Fassade der Protagonisten sehen dürfen und ihren wahren Charakter, mit all den Zweifeln, Vorlieben und Geheimnissen, kennengelernt.
Dadurch sind sie mir nur noch sympathischer geworden. Ganz besonders toll war die Tatsache, dass Yara so bücherverrückt ist und die Geschichten so geschätzt werden.
Es stecken generell so unglaublich viele Emotionen in diesem Buch, die mich regelrecht sprachlos gemacht haben.♥
Das Einzige, was mich beim Lesen für kurze Zeit gestört hat, war das gefühlte Hin und Her, darüber welche Vergangenheit wen so kaputt gemacht hat. 
Aber das ist eigentlich Jammern auf hohem Niveau, denn ansonsten habe ich wirklich nichts auszusetzen.
Auch das Cover ist eine Augenweide und der Titel hätte nicht besser gewählt werden können. ♥
Er gibt einen kleinen Vorgeschmack auf die vielen schönen Zitate des Buches. 

Die Pusteblume verliert sich selbst, aber sie verteilt ihre Pollen in der Welt.
  
Fazit
Ava, du hast es geschafft. Du hast mir mit "Wir fliegen, wenn wir fallen" einen kleinen Schatz geschenkt und etwas Kostbares geschaffen.
Ich LIEBE das Buch! ♥
Die Idee ist wundervoll umgesetzt, die Orte und Erlebnisse haben mich verzaubert und inspiriert. In diesem Buch stecken so viele Emotionen, so viele Momente und Bilder der Reise, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben werden.
Yara und Noel.
Zwei Personen, die ich so schnell nicht vergessen werde.

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420 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

familie, tod, trauer, liebe, hoffnung

Und nebenan warten die Sterne

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 29.09.2016
ISBN 9783810524713
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Annies Welt bricht zusammen, als ihre Schwester Kristen bei einem Zugunglück ums Leben kommt. Sie sucht Trost bei ihrer Mutter Erika, eine erfolgreiche Immobilienmaklerin, die sich nach dem Tod ihrer Tochter jedoch erst Recht in die Arbeit stürzt.
Erst das plötzliche Verschwinden von Annie rüttelt sie auf und Erika wird klar, dass sie sich auf die Suche machen muss, denn sonst könnte alles zu spät sein...

Meinung
Schon die vorherigen zwei Bücher von Lori Nelson Spielman - besonders "Morgen kommt ein neuer Himmel" - habe ich verschlungen und konnte neuen Lesestoff von ihr kaum erwarten.
Ich fand es sehr schön, dass der Verlag an dem typischen Cover festhält, dass für mich großen Erkennungswert hat.
Leider verrät der Klappentext schon im voraus, was passiert und am Anfang des Buches schwächt es die Spannung.
Und dann hatte ich auch noch Probleme in das Buch rein zu finden. Das ganze Geschehen war für mich einfach zu vorhersehbar und mit den Charakteren konnte ich zunächst kaum was anfangen.
Zu Beginn war mir das ganze Geschehen zu gewollt, und es ist mir dadurch schwer gefallen, das Buch wieder in die Hand zu nehmen.
Mit der Zeit gewöhnte ich mich dann an die Charaktere, die Erzählweise und den Stil, welche mir nun locker und flüssiger erschienen.


„Setz niemals ein Ausrufezeichen hinter jemanden, der nach dir nur ein Komma macht.“
Die Idee mit dem Sprüchebüchlein, dass in der Familie eine große Rolle spielt, fand ich sehr schön und die Lebensweisheiten waren auch immer sehr passend gewählt.
Nach den anfänglichen Schwierigkeiten fesselte mich die Geschichte immer mehr. Ich hatte so viele Fragen, wollte den Geheimnissen auf die Spur kommen und während ich gleichzeitig skeptisch den Kopf schüttelte, hoffte ich doch mit Annie und ihrer Mutter, dass sie mit ihrer Vermutung Recht behielten, dass es sich beim Tod von Kristen um ein großes Missverständnis handelte.
Irgendwann wurde dieser Teil doch zu unglaubwürdig und ich hätte die Zwei am liebsten geschüttelt, weil mir ihre Gedanken so verrückt erschienen. Aber ich habe sie trotzdem beide liebgewonnen!
Meine Lieblingsstellen in der Geschichte waren die Szenen mit dem kleinen Au-Pair-Mädchen, um das sich Annie kümmert...Aber mehr werde ich an dieser Stelle wohl nicht verraten ;)
"Und nebenan warten die Sterne" war schlussendlich abwechslungsreich und führte mich an unterschiedliche Orte, die mich alle faszinierten.
Zwischendurch hat es mich auch schmunzeln gebracht und konnte ein Gute-Laune-Gefühl vermitteln, trotz der tiefen Trauer und Verzweiflung in dem Buch. Ein wichtiger Punkt, mit dem die Autorin mich wieder ein Stück überzeugen konnte :)

Fazit
"Und nebenan warten die Sterne" kann es kaum mit den vorherigen Büchern von Lori Nelson Spielman aufnehmen und hat mich, wahrscheinlich auch durch die hohen Erwartungen, eher enttäuscht.
Die Geschichte ist mir persönlich etwas zu vorhersehbar und unnatürlich gewesen, insgesamt ist es jedoch eine schöne Lektüre, die mich trotz Mängel fesselte und mit einem gefühlvollen Inhalt punkten konnte.


„Wir können 365-mal im Jahr von vorn anfangen. Jeden Morgen, wenn wir aufwachen.“

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340 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

jugendbuch, anna pfeffer, tod, freundschaft, familie

Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783570171554
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Emi muss ihr altes Leben und ihre beste Freundin in Heidelberg zurück lassen, weil ihr Vater aufgrund seiner Arbeit mit seinen Kindern nach Hamburg zieht. Nur eine Sache bleibt ihr, ausgenommen von ihrem frischverliebten Psychologen-Vater und ihrem sportlichen Optimisten-Bruder - ihr schwarzes Buch.
Denn Emi besitzt eine ungewöhnliche Vorliebe: Sie verpasst jedem, der ihr auf die Nerven geht, in Gedanken einen Todesfall.
Der nervige Erik aus ihrer Klasse, mit dem sie zusammen eine Strafe abarbeiten muss, ist natürlich die große Nummer Eins... 

„Ich sah ihn gelangweilt an. Wenn sein Leben wirklich so beschissen war, war ich gerne bereit, ihm ein paar Selbstmordtipps zu geben – zum Beispiel strangulieren mittels Badetuch.“

 
Meinung
Das Buch ist mir durch Zufall in die Hände gefallen und der Klappentext hat sich so gut angehört, dass ich sofort Lust hatte, es zu lesen.
Emi wird anfangs eher als Außenseiterin beschrieben, besonders nach ihrem Umzug.
Als Neuling in der Klasse tritt ihr Charakter deutlich hervor.
Sie ist ein Mädchen, das kein Blatt vor den Mund nimmt und sie auf ihre eigene Weise verschroben und liebenswert macht. ❤
Mit leichtem Hang zur Verrücktheit und der richtigen Portion von Ironie und schwarzem Humor, ist sie mir sofort sympathisch geworden.
Der lockere Schreibstil der Autorinnen und die schrägen Todesfälle, die sich Emi immer im passenden Moment ausdenkt, haben sich perfekt miteinander ergänzt und ich habe losgeprustet vor Lachen.! :D

Die Idee der gesamten Geschichte ist nicht nur genial, sie wurde auch super durchgesetzt. Das düstere "schwarze Buch" gefüllt mit lauter kuriosen Todesarten hat das Ganze noch getoppt.
Aber auch die anderen Charaktere haben mich überzeugt.
Emis Familie, insbesondere ihr Bruder, und auch Erik haben mich mit gelungenen Dialogen zum schmunzeln gebracht.
Die Challenges, die sich Emi und Erik stellten, haben die passende Spannung und den Schwung in die Geschichte gebracht. Langweilig wurde es nie!
Aber auch die nötige Tiefe hat in dem Buch nicht gefehlt. Die meiste Zeit habe ich zwar gelacht und wurde super unterhalten aber es gab auch einzelne ernste Szenen, wodurch die Persönlichkeiten nur noch mehr unterstrichen wurden.

„Wenigstens im Sterben sind wir alle gleich“

Das Ende war mir vielleicht doch einen Tick too much aber es hat das Buch hervorragend ergänzt und deshalb möchte ich hier auch gar nicht weiter meckern :D

Etwas möchte ich aber ganz besonders hervorheben: Normalerweise fangen solche Bücher immer gut an und die Idee bzw. das Grundprinzip gehen immer mehr verloren.
Und deshalb möchte ich hier ein großes Lob an die Autorinnen aussprechen.
Ihr habt das Ganze bis zum Schluss gezogen. Ihr seid dem Thema, dem Schreibstil und auch den Protagonisten treu geblieben ohne es zu übertreiben. Ihr habt das verrückte Mädchen verrückt gelassen und musstet aus ihr nicht das typische It-Girl machen. Und das fand ich großartig!

Fazit
Eine unterhaltsame und originelle Geschichte voller Witz und schwarzem Humor.
Vielleicht ist es nicht gleich zu einem Lieblingsbuch von mir geworden aber es ist ein super Buch für zwischendurch, mit dem es nicht langweilig wird und das sich bis zum Schluss treu bleibt. ❤

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(681)

1.230 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 157 Rezensionen

selection, kiera cass, liebe, königin, jugendbuch

Selection - Die Krone

Kiera Cass , Susann Friedrich , Marieke Heimburger
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.08.2016
ISBN 9783737354219
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt
Das Casting neigt sich langsam dem Ende entgegen und Eadlyn muss eine Entscheidung treffen. Durch die bisherigen Ereignisse steht sie jedoch unter großem Druck und es liegt eine Menge Verantwortung auf ihren Schultern, deren sie sich jetzt erst Recht bewusst wird. Sie steht vor vielen Herausforderungen, die sie bewältigen muss...Aber wie wird Eadlyn sich schließlich entscheiden?

Meinung
Samstag Morgen: Ich habe "die Kronprinzessin" angefangen und fertig gelesen.
Samstag Mittag: Ich habe "Die Krone" angefangen und fertig gelesen.

Verrückt? Ich?
Ja, vielleicht ein bisschen :D
Aber ich glaube, ihr könnt sehen, wie sehr mir diese Bücher gefallen haben.
Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Es war spannend und schön und traurig und herzerwärmend zugleich! ❤

“This is a dandelion, " I told him. He shrugged. "I know. Some see a weed; s ome see a flower. Perspective.”   
 
Da die Anzahl der Casting Teilnehmer gesunken ist, konnte sich die Autorin viel mehr auf die einzelnen Personen konzentrieren und wir Leser sind ihnen noch näher gekommen.
Es steckt so viel Liebenswertes in den Protagonisten und durch ihre Gesten, ihre Loyalität und ungebrochene Geduld gegenüber Eadlyn, haben sie eine Menge Sympathie bewiesen.
Eadlyn hat sich durch ihren Einfluss verändert, ist offener und lockerer geworden ohne ihre starke Persönlichkeit je zu verlieren.
Sie ist eine selbstbewusste, außergewöhnliche und intelligente Prinzessin, die ich immer mehr bewundere.
Aber auch die Familie und Freunde spielen eine große Rolle und die tiefe Bindung zwischen ihnen ist deutlich zu spüren. Sie haben die Geschichte auf großartige Weise geprägt.

Und es gab auch dieses Mal mehrere Situationen, in denen ich herzhaft lachen musste.
Aber auch Szenen, in denen ich am liebsten die Augen verschlossen hätte.

Bis zum Ende war ich mir unsicher, wie Eadlyns Entscheidung ausfallen würde, was sich durch weitere Überraschungen zu einem nervenaufreibenden Hin und Her entwickelte.
Und trotzdem wurde es nie langweilig. Ich hätte noch ewig weiterlesen können und wünschte, dass es noch viel mehr Momente geben würde.
Ach..ich könnte euch jetzt noch ewig von jedem Einzelnen vorschwärmen, denn sie haben mich alle auf ihre eigene Art und Weise berührt.


“Maybe it's not the first kisses that are supposed to be special. Maybe it's the last ones.”   
       
Fazit
"Die Krone" ist ein hervorragendes und emotionales Finale der Selection - Reihe.
Ich habe die Charaktere nur noch mehr ins Herz geschlossen und es ist mir mehr als schwer gefallen das Buch nun endgültig zu beenden.
Kiera Cass hat sich selbst übertroffen und mich mit ihrer Geschichte begeistert.
Die Reihe sticht durch herausragende Persönlichkeiten und flüssigem Schreibstil hervor.
Und es wird definitiv nicht das letzte Mal sein, dass ich die Bücher lesen werde. ❤

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klassiker, liebe, new york, f. scott fitzgerald, fitzgerald

Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald , Bettina Abarnell
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.04.2013
ISBN 9783257240894
Genre: Klassiker

Rezension:


Inhalt
Als Nick Carraway in den 1920er Jahren nach New York zieht, kommt er in den Genuss euner außergewöhnlichen Nachbarschaft: Auf seinem prunkvollen Anwesen feiert der berühmt berüchtigte Jay Gatsby, um den sich die wildesten Gerüchte ranken, ausgelassene Partys. Nick taucht immer weiter in diese Welt ein, bis er schließlich einen Blick auf das Geschehen hinter dem Glanz werfen kann und auf die unumstößliche Wahrheit des Zeitgeschehens trifft...

Meinung
Den Film mit Leonardo DiCaprio fand ich ja schon große Klasse und bisher hatte ich auch einzelne Textstücke aus dem Buch gelesen, die mir sehr gefallen haben. Jetzt wollte ich aber selbst verstehen, was dieses Buch so besonders macht.

Normalerweise lese ich nicht selten englische Bücher und habe daher auch kaum Probleme. Ich vergesse irgendwann, dass ein Buch überhaupt in einer anderen Sprache verfasst wurde und die Sprache macht für mich dann keinen Unterschied mehr.
"The Great Gatsby" war dagegen eine etwas größere Herausforderung. Fitzgerald hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, der unverkennbar ist.
Seine Wortwahl, die geradezu extravagant ist, lässt viel Freiraum für eigene Interpretationen und Gefühle. Mit wenigen Worten lässt er uns teilhaben an dem Geschehen, führt uns etwas vor Augen ohne es direkt zu nennen, deutet den wirklichen Sinn dahinter  nur an...Und bringt uns Leser so zum nachdenken.
Ich war verzaubert von dem einzigartigen Stil, der durch Metaphern geprägt ist, der dem Ganzen eine geheimnisvolle Note gibt und voller Verheißung steckt.

Das Buch hat relativ wenig Seiten und zählt zu den dünneren Büchern. Aber trotzdem habe ich dafür länger zum lesen gebraucht, als für einen dicken Roman. Denn jedes einzelne Wort ist unsagbar bedeutend.
Auf den ersten Blick ein unscheinbares Buch, das aber so gewaltig ist.

Nick Carraway erzählt die Geschichte aus seiner Sicht und seine Beschreibung in dem Buch über sich selbst, ist auch in dem Schreibstil wiederzufinden:
Gleichzeitig draußen und drinnen. Mal mitten im Geschehen und dann wieder mit einer ausholenden objektiven Sichtweise betrachtet. 

“I was within and without, simultaneously enchanted and repelled by the inexhaustible variety of life.” 
    
Ich war hin und her gerissen zwischen dem was ich glauben sollte.
Das Buch steckt so voller Gegensätze und erst mit der Zeit lernt man zu verstehen, hinter die Scheinwelt, dem Oberflächlichen zu blicken.
Carraways Gefühle beeinflussen den Leser dabei stark. Denn auch er wird erst von dem scheinbaren Glanz der Welt der Reichen getäuscht. Die großen Partys von Gatsby, deren wahren Grund niemand kennt, stehen dabei im Mittelpunkt. 

“And I like large parties. They’re so intimate. At small parties there isn’t any privacy.”  
      
Gatsby erscheint in dieser trostlosen Welt, die mich manchmal regelrecht niedergeschlagen hat vor lauter Egoismus und Oberflächlichkeit, als Held, dessen Charakter als einziger nicht verdorben ist. Anders, wie es anfangs scheint.
Er verkörpert die pure Hoffnung und Leidenschaft, die rettungslose Liebe.

Auf solch facettenreiche Charaktere treffe ich selten und sie geben mir das Gefühl,  niemals die menschlichen Entscheidungen und Persönlichkeiten vollkommen nachvollziehen zu können, die mich auf der einen Seite so enttäuscht haben, mich desillusioniert zurück ließen.
Und trotzdem. Trotzdem hat mir Fitzgerald durch den hoffnungsvollen Träumer Gatsby Etwas Unbezahlbares geschenkt.

Fazit
"The Great Gatsby" ist ein wahres Kunstwerk, dass den Zeitgeist der goldenen 20er aufzeigt und zur selben Zeit nicht aktueller sein könnte.
F.Scott Fitzgerald ist grandios. Ich war fasziniert, verliebt, verzaubert und habe zur selben Zeit getrauert. Sein Schreibstil ist unglaublich, die Geschichte atemberaubend.
So viele Gegensätze vereint in einem Buch, das gleichzeitig zerstörerisch und belebend ist.
So viel Drama, dass den Menschen von allen Seiten widerspiegelt.
"The Great Gatsby" gehört nicht ohne Grund zu den Schätzen der Weltliteratur. 

“So we beat on, boats against the current, borne back ceaselessly into the past.” 

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tod, briefe, liebe, freundschaft, trauer

Love Letters to the Dead

Ava Dellaira , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 23.02.2015
ISBN 9783570163146
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt
Nach dem Tod ihrer Schwester May entscheidet Laurel sich dazu, ihre Highschool-Zeit auf einer Schule zu beginnen, auf der niemand sie kennt. Im Englischunterricht bekommt die Klasse gleich ihre erste Aufgabe: Jeder soll einen Brief an eine verstorbene Person schreiben.
Nachdem Laurel erstmal anfängt, einen Brief zu schreiben, wird das zu ihrer Gewohnheit.
Sie erzählt Persönlichkeiten wie Kurt Cobain oder Amy Winehouse von ihrem Leben, der Schule, der Liebe. Und mit diesen Briefen verändert sich ihr Leben mit der Zeit immer mehr...

Meinung
Ich war so gespannt, was sich hinter diesem schönen Cover verbirgt, denn die Idee und der Titel haben mich sofort angesprochen.
Anfangs hatte ich ehrlich gesagt noch Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu finden und mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Aber nach mehreren Briefen waren meine Zweifel wie fortgewischt.
Ich habe mich verliebt. In die Geschichte. Die Charaktere. Die Worte.
Mit jeder Seite wurde das Buch noch ein Stückchen besser, als es sowieso schon war.
Die Umsetzung der Idee hat mich auch vollkommen überzeugt.
Laurel schreibt an viele verschiedene verstorbene Bekanntheiten unter denen sich auch Personen befinden, die ich bewundere und liebe.
Ganz groß dabei ist Kurt Cobain. Nirvana-Fans, wie auch ich es bin, werden das Buch lieben!♥

In Laurel stecken so viele Gedanken, die sie mit einer fast kindlichen Naivität in ihren Briefen zum Ausdruck bringt. Ihre Aussagen wirken dadurch erschreckend ehrlich.
Sie hat mich viel zum Nachdenken gebracht. Über mich, über die Menschen. Das Leben. 

"Ich glaube, wenn man etwas verliert, das einem wirklich viel bedeutet, ist das so, als würde man ein Stück von sich selbst verlieren."

Vorsichtig und mit viel Gefühl führt Ava Dellaira uns an den Kernpunkt des Buches, der große Emotionen auslöst. Am liebsten hätte ich Laurel beschützt vor dieser Welt, die manchmal viel zu groß scheint und in der sie ihren Platz anfangs noch nicht gefunden hat.
Innerhalb ihrer Briefe erkennt man aber, dass Laurel sich immer weiter verändert, zur Selbsterkenntnis kommt.
Es steckt so viel Stärke in dem Mädchen, dessen Leben nach dem Tod ihrer Schwester auseinandergerissen wurde. 

"Wir haben unsere eigenen tektonischen Platten in uns, die ständig in Bewegung sind und sich immer wieder neu ausrichten, während wir uns langsam zu dem Menschen entwickeln, der wir sein werden."

Ich war fasziniert von den Lebensgeschichten der Personen, an die Laurel ihre Briefe richtet.
Hinter den Gesichtern, die jeder kennt, verstecken sich Geschichten, von denen die Meisten nichts wissen.
Mit einer außergewöhnlichen Tiefe reflektiert Laurel diese Geschichten und schenkt ihnen Verständnis.
Laurel versteht die Bedeutung von Worten besser als die meisten Erwachsenen.
Ich war beeindruckt von ihren Gedanken, die mich teilweise sprachlos gemacht haben.
Ich habe dadurch viel gelernt. Viel gefühlt.
Mehrmals musste ich während dem Lesen inne halten, um mir die Worte durch den Kopf gehen zu lassen. Oder um mir die Musik anzuhören.
Wenn ich die Lieder gehört habe, von denen Laurel erzählt, konnte ich mir das Geschehen genauso vorstellen. Ich wusste dann, was sie in diesem Moment fühlt und was die Charaktere zusammen erleben.
Es war unglaublich. Das Buch ist unglaublich.

Fazit
Wenn du ein Buch liest, es beendest und kurze Zeit später am liebsten nochmal lesen willst, nur weil du kein einziges Wort davon vergessen möchtest...Dann weißt du, dass deine Liste von Lieblingsbüchern um ein Weiteres ergänzt wurde.
"Love letters to the Dead" ist eine Ode an die Musik und Poesie.
An die Träume und das Leben.
Es stecken so viele Emotionen, so viel Tiefe in dem Buch.
Und es hat mir das Gefühl gegeben, dass wir alle den Mut haben sollten, wir selbst zu sein. ♥

"Vielleicht ist es ja das, was Liebe bewirkt. Dass ein Leben, ein Mensch oder ein Moment, den man nicht verlieren möchte, einem für alle Ewigkeiten erhalten bleibt."

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selection, casting, kiera cass, liebe, prinzessin

Selection - Die Kronprinzessin

Kiera Cass , Susann Friedrich , Lisa-Marie Rust
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.07.2015
ISBN 9783737352246
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Der vierte Teil der Selection Reihe dreht sich hauptsächlich um Eadlyn, Tochter von Maxon und America, Kronprinzessin von Illeá. Im Land herrschen jedoch Unruhen, denn das Volk ist noch immer von vielen Vorurteilen zwischen Reichen und Ärmeren geprägt. Um die Bürger für kurze Zeit zu beruhigen, stimmt Eadlyn dem Vorschlag widerwillig zu, erneut ein Casting durchzuführen. 35 Männer ziehen daraufhin in das Schloss, um Eadlyns Herz für sich zu gewinnen.
Doch wird sie ihre große Liebe finden?

Meinung
Vor ungefähr 2 Jahren habe ich den dritten Teil der Selection Reihe beendet. Die Reihe hat mir gut gefallen, sie war spannend und hatte eine tolle Story zu bieten...Aber nach dem letzten Teil der Geschichte um America und Maxon war für mich einfach die Luft raus. Es hat mich danach gar nicht mehr gereizt, die Reihe weiterzuverfolgen geschweige denn zu lesen.
Letztens hatte ich die beiden ungelesenen Teile dann in der Hand und irgendwas hat mich dazu gebracht, sie mit nach Hause zu nehmen und zu lesen.
Und es war die BESTE ENTSCHEIDUNG überhaupt! ❤
Ich kann gar nicht fassen, dass ich solange gewartet habe, bis ich weiter gelesen habe.

"Ich bezweifle, dass man weiß, was man sucht, bis man es gefunden hat."

Am Anfang war ich noch etwas skeptisch. Eadlyn erschien mir noch zu steif und kühl, teilweise hat sie mich mit ihrem Gehabe etwas genervt. Aber mit der Zeit habe ich sie dann erst verstanden und sie ist mir ans Herz gewachsen.
Kiera Cass hat einen unglaublichen Charakter erschaffen! ❤
Ich fand es toll, dass ich auch die Familie von Eadlyn so gut kennenlernen durfte.
Ihre Brüder, Schloss-Mitbewohner, Zofen und viele mehr, machten das Buch zu etwas besonderem und ermöglichten auch ab und zu eine Reise in die Vergangenheit, bzw. erinnerten an die anderen Bände und riefen ein Gefühl der Nostalgie hervor.
Eadlyns Verhalten hat mich nicht nur einmal zum schmunzeln gebracht und je weiter das Casting fortgeschritten ist, desto besser wurde die Geschichte. Ich war so neugierig auf die Casting Teilnehmer und ein paar Szenen waren hoffnungslos romantisch, auch wenn Eadlyn das Gegenteil durchsetzen wollte.
Ich habe gelesen und gelesen und nach ein paar Stunden war das Buch plötzlich fertig!
Nachdem ich es beendet hatte, war ich unglaublich aufgeregt und hibbelig.
Das Buch und die Charaktere haben mich nicht losgelassen und mit ihren Handlungen total glücklich gemacht.
Mit einem Dauergrinsen habe ich dann allen in meinem Umfeld davon vorgeschwärmt, auch wenn ich nicht wirklich beschreiben kann, was genau mich so begeistert hat. Wahrscheinlich einfach alles zu zusammen ;)

Fazit
Kiera Cass hat mich mit ihrer Geschichte vollkommen überzeugt und den letzten Teil habe ich sofort danach weiter gelesen!
Ohne die ersten drei Bände zu wiederholen, hat sie das Muster, dass uns alle so begeisterte, wieder aufgenommen, nur um es auf wunderbare Weise auszubauen.
Ich bin gespannt, ob der letzte Teil mithalten kann. ❤

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jugendbuch, dystopie, fantasy, das juwel, liebe

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Violet flüchtet mit ihrer besten Freundin Raven und ihrem Gefährten Ash aus dem Juwel.
Sie schließen sich der Widerstandsbewegung gegen den Adel an und um zu überleben, müssen sie ihr Vertrauen in Fremde setzten. Währenddessen erkennt Violet immer mehr, was es mit ihrer Gabe auf sich hat.
Und es erwarten sie viele Überraschungen auf dem Weg zur Rebellion....

Meinung
Nachdem der erste Teil von "das Juwel" mit so einem gemeinen Cliffhanger geendet hat, wollte ich natürlich sofort wissen, wie es weitergeht.
Der zweite Teil hat nahtlos an den Ersten angeknüpft und ich war sofort wieder in der Geschichte gefangen, welche mit einer Szene begann, die mich schockiert zurück gelassen hat.
Ich war überrascht und gefesselt und erst recht auf die weitere Handlung gespannt.
Leider wurde ich dann doch eher enttäuscht.
Die Anfangsszene war die Einzige, die mich wirklich etwas aufgerüttelt hat, während ich ehrlich gesagt das Gefühl hatte, die Handlung vorauszusehen.
Der Schreibstil der Autorin war auch diesmal wieder flüssig und deshalb habe ich das Buch auch schnell ausgelesen aber ich fand den Stil mit der Zeit etwas durchschaubar.
Amy Ewing hat die Geschichte in eine bestimmte Richtung geführt und ich wusste, durch die gegeben Informationen, immer schon was kommt, bevor es passierte.
Das Ganze hat mir dann leider den Spaß am Lesen gedämpft.

Dafür fand ich die Beschreibung der Auspizien schön und ausführlich.
Schon im ersten Teil war ich neugierig und wollte mehr darüber erfahren, weil die Idee so noch nie aufgetaucht ist.
Und mein Wunsch wurde erhört.
Das Wissen um die Gaben der Surrogate wurde vertieft auf eine Weise, die mich verzaubert hat und ich denke, dass das auch der Grund ist, warum das Buch mich trotzdem noch etwas gefangen nehmen konnte.
Die zwischenmenschlichen Beziehungen fand ich dagegen zu selbstverständlich und ich habe auch nicht immer wirkliche Gefühle spüren können. Die Charaktere sind zwar alle gut ausgebaut aber mir hat hier einfach etwas gefehlt.
Das Buch sollte wohl auch dieses Mal wieder mit einem Cliffhanger enden, damit wir den dritten Teil vor Spannung kaum erwarten können.
Aber ich war überhaupt nicht überrascht und hatte das Gefühl, dass dieses "spannungsvolle Ende" zu gewollt war und ich muss ehrlich sagen, dass ich nach dem ersten Teil doch mehr von der Geschichte erwartet hätte.

Fazit
Das Buch ist schnell gelesen und hat auch viele schöne Elemente, die schön beschrieben sind.
Meine Rezension hört sich zwar sehr negativ an aber ich fand das Buch trotzdem lesenswert.
Meine Erwartungen wurden einfach nicht ganz erfüllt, die nach dem ersten Teil hoch gesteckt waren und die Geschichte hat mich deshalb nicht vollkommen überzeugt.
Auf den dritten Teil freue ich mich trotzdem schon und vielleicht überrascht mich Amy Ewing mit einem grandiosen Finale ;)

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liebe, jessica koch, missbrauch, wahre geschichte, schicksal

Dem Horizont so nah

Jessica Koch , any.way
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 29.07.2016
ISBN 9783499290862
Genre: Romane

Rezension:


Ich werde hier nicht viel zum Inhalt erzählen, weil ich euch sonst nur zu viel preisgeben würde und das eine spoilerfreie Rezension sein soll :)
In dem Buch trifft Jessica auf den Halbamerikaner Danny und verliebt sich in ihn.
Wer jetzt jedoch einen einfachen Liebesroman erwartet, wird sehr überrascht werden.

"Dem Horizont so nah" ist eine wahre Geschichte. Jessica Koch, die Autorin des Buches, hat das Geschriebene selbst erlebt. Und das habe ich auch während dem Lesen gespürt.

Vermutlich habt ihr schon bemerkt, dass diese Rezension anders sein wird, als meine bisherigen.
Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden.
Diese Geschichte hat mich berührt, mitgenommen, schockiert und fassungslos gemacht.
Ich habe das Buch ganz anders wahrgenommen mit dem Wissen, dass das ganze Geschehen Wirklichkeit war, dass es sich um Menschen aus Fleisch und Blut handelt.

Ich kann und möchte dieses Buch deshalb nicht so einfach bewerten, wie ich es sonst mache.
Ich habe mich nie in dieser Situation befunden.
Vielleicht hätte ich anders gehandelt, mich anders verhalten.
Aber jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter, seine Persönlichkeit, die ihn ausmacht.
Mir steht es nicht zu über andere Menschen und ihre Geschichte zu urteilen.
Ich habe nicht das Recht, die Entscheidungen der Personen zu bewerten.

Ich kann euch erzählen, dass der Schreibstil der Autorin ausbaufähig ist. Dass ich mich nicht immer in die Personen reinversetzen konnte und dass ich nicht immer mit der Sprache und dem Verhalten innerhalb des Buches klargekommen bin.
Aber für mich waren das eigentlich nur Banalitäten.
Jessica hat kaum etwas ausgelassen. Seien es Szenen gewesen, die sich fast zu verrückt anhören, als dass sie wahr wären oder Alltagssituationen, die sich sonst nicht immer in Büchern vorfinden.
Ich habe gespürt, dass sie ihre Erinnerungen und Gefühle aufgeschrieben hat, wie sie wirklich waren. Direkt und ehrlich.

Fazit
Ich bewundere Jessica Koch für ihren Mut, "Dem Horizont so nah" geschrieben und veröffentlicht zu haben. Und ich finde, dass dieses Buch noch viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.
Diese Geschichte wurde vom Leben geschrieben.
Diese Geschichte muss erzählt werden.


"Tor 2. Mit allen Konsequenzen. Es ist allein meine Entscheidung. Wie die anderen Optionen aussehen, interessiert mich nicht. Es wird immer

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dystopie, fantasy, amy ewing, liebe, das juwel

Das Juwel - Die Gabe

Amy Ewing ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.08.2015
ISBN 9783841421043
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Violet lebt in ärmlichen Verhältnissen in einer Erziehungsanstalt für ganz spezielle Mädchen. In Southgate werden Mädchen mit der besonderen Begabung trainiert, nur durch Vorstellungskraft Dinge zu verändern. Diese Mädchen, die aufgrund eines bestimmten Gens ausgewählt wurden, werden zu sogenannten Surrogaten ausgebildet und ab einem bestimmten Alter auf einer Auktion an die Adeligen verkauft. Surrogate dienen dem Adel jedoch hauptsächlich für eine Aufgabe: Sie sollen ihrem Adelshaus ein Kind gebären. Als Violet die prunkvolle Welt des Juwels betritt, ahnt sie noch nicht, was alles auf sie zukommt...

Meinung
Also erstmal muss ich anmerken, wie wunderschön das Cover ist! *-*
Das Buch ist mit der Farbe und dem Glitter ein richtiger Eyecatcher, dass auch perfekt zum Inhalt passt. Und ja ich gebe es zu...erst dadurch hat es mich überhaupt angezogen. :D
Mit dem Aufschlagen des Buches war ich sofort in der Geschichte gefangen.
Durch den Schreibstil der Autorin konnte ich mir Violets Welt bildlich sehr gut vorstellen. Die Illustration auf der ersten Seite ist außerdem absolut genial und macht das Buch erst Recht zu etwas besonderem.

Ich konnte mich von Anfang an auf die neue Welt einlassen, die mit einer solchen Geradlinigkeit beschrieben wird, sodass es fast nie schwierig wurde, dem Geschehen zu folgen.
Einen trockenen Anfang, wie es ihn oft bei solchen Bücher gibt, da die Umgebung und Situation oft erst erklärt werden muss, konnte dadurch erst gar nicht entstehen.
Amy Ewing versteht es, die Spannung immer weiter aufzubauen.
Manchmal wusste ich einfach nicht, welchen Charakteren ich in der Geschichte vertrauen sollte oder nicht und ich zerbrach mir immer mehr den Kopf. Demnach war das Buch auch ganz schnell durchgelesen ;)
Viele Charaktere haben es mir sehr angetan und das Ende hat mich mit einem riesigen Cliffhanger total fertig gemacht.
Lest "Das Juwel" also erst, wenn ihr auch den zweiten Teil in Lesenähe habt! :D
Zwischendurch war ich etwas verwirrt, weil so viele Adelstitel und verschiedene Gräfinnen, Herzoginnen und Fürsten auftauchten. Aber ansonsten konnte ich der Handlung gut folgen.

"Hoffnung ist ein kostbares Gut, nicht wahr?", sagte sie leise. "Und doch wissen wir sie erst zu schätzen, wenn sie fort ist."

In der Geschichte sind viele bereits bekannte Elemente verwoben aber auch eine Menge Neues, das mich schockiert und geradezu atemlos gemacht hat.
Die Begabung der Surrogate und ihre Bestimmung sind unfassbar und machten neugierig auf mehr.
Und die Liebesgeschichte, die sich zwischen Violet und einem attraktiven Gefährten ereignet, gibt einen wunderbare Ausgleich zu dem düsteren Bild, dass durch die sklavenartige und erniedrigende Haltung des Adels gegenüber den Untergebenen entsteht.

Fazit
Insgesamt war die Geschichte fesselnd und unterhaltsam zugleich. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, da es durch den flüssigen Schreibstil leicht zu lesen war.
Den Hype um "Das Juwel" kann ich jetzt verstehen und nach dem fiesen Cliffhanger am Ende des Buches, wartet der zweite Teil nur darauf, von mir gelesen zu werden :)

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liebe, liebesroman, rowan coleman, geheimnisse, lebensweisheiten

Wolken wegschieben

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492307963
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Willow Briar lebt mit einer immerwährenden Regewolke über ihrem Kopf.
Sie bringt ein paar Kilo mehr auf die Waage, als ihre Zwillingschwester. Ihre Arbeit in der Talentagentur wird von ihrer tyrannisierenden Chefin kaum wahrgenommen und zu alldem ist sie auch noch unglücklich verliebt.
Doch eines Tages trifft sie auf einen kleinen verwunschenen Laden, der ihr Leben gehörig auf den Kopf stellt...

Meinung
Man könnte sagen, dass 2016 mein Rowan Coleman Jahr ist. Ich habe durch Zufall die Autorin für mich entdeckt und war mehr als gespannt, was sich hinter diesem Buch versteckt.
Ich habe mich diese Mal bewusst dagegen entschieden, schon im voraus mehr über den Inhalt zu erfahren und wusste daher kaum, was mich dieses Mal hinter dem hübschen Cover erwartet.

Die ersten Seiten haben mich durch lockere Dialoge und Gedankengänge von Willow gleich unterhalten. Dieser flüssige, lockere Schreibstil, der typisch für die Autorin ist, hat sich auch hier wieder durch das ganze Buch gezogen und es wurde während des Lesens nie langweilig.


"Nur Verlierer stehen im Regen -aber wahre Gewinner schieben die Wolken einfach weg."
Rowan Coleman hat ganz bezaubernde Charaktere erschaffen, in denen so viel Persönlichkeit und Liebenswürdigkeit steckt, die facettenreich und vielschichtig sind. Sie haben das Buch erst zu etwas Besonderem gemacht und mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
Und auch bei ihnen kristallisiert sich wieder ein Coleman-Motiv heraus: Die Liebe.
Die Liebe zur Familie und zu sich Selbst. Akzeptanz. Ehrlichkeit.
Sie beweist ihren Lesern, dass es in Ordnung ist, nicht perfekt zu sein.
Und sie zeigt uns durch Willow, was es bedeutet, mutig zu sein.

Fazit
Wenn du dich den ganzen Tag darauf freust, ein Buch endlich weiter zu lesen, dann weißt du, dass es sich um eine hervorragende Geschichte handelt.
Und genauso ist es mir mit "Wolken wegschieben" gegangen.❤
Ich habe jede freie Minute genutzt, um das Buch weiterzulesen, weil ich es so schön und unterhaltsam fand, wie schon lange kein Buch mehr.
Die Geschichte ist wie aus dem Leben gegriffen und zugleich doch so außergewöhnlich, so voller Zauber.
Für mich eindeutig das beste Buch von Rowan Coleman bisher! ❤



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drachenreiter, greif, cornelia funke, fantasy, drachen

Drachenreiter - Die Feder eines Greifs

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 26.09.2016
ISBN 9783791500119
Genre: Kinderbuch

Rezension:


"Ich habe diese Geschichte nicht für die geschrieben, die die Welt regieren wollen. Nicht für die, die ständig beweisen müssen, dass sie stärker, schneller, besser als alle anderen sind. Oder für die, die den Menschen für die Krone der Schöpfung halten.

Diese Geschichte ist für all die, die den Mut haben, zu beschützen statt zu beherrschen, zu behüten statt zu plündern und zu erhalten statt zu zerstören." 


Mit diesen wundervollen Worten beginnt "Drachenreiter - Die Feder eines Greifs". Und diese wenigen Worte haben schon ausgereicht, um mich nachdenklich zu stimmen und mir zu zeigen, wie sehr ich Cornelia Funke vermisst habe.
Drachenreiter war eines der ersten Bücher, das ich gelesen habe. Eines der ersten Bücher, die ich so geliebt habe. Und als ich erfahren habe, dass es jetzt, nach 19 Jahren, einen zweiten Teil gibt, konnte ich es kaum fassen.

Von der ersten Seite an, bin ich wieder ganz in die Welt von den Wiesengrunds, Lung, Schwefelfell und all den anderen Fabelwesen eingetaucht. Ich habe sie auf ihrem Abenteuer begleitet, mit ihnen getrauert, mit ihnen gezittert und mit ihnen eine neue Welt bestaunt.
Die mutige Ratte Lola Grauschwanz, ihre gewollten Versprecher über den Namen unseres geliebten Homunkulus Fliegenbein und die ständige Neckerei in den Gesprächen mit dem Fjordtroll Hothbrodd, haben mir immer wieder ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Genau wie die Beschreibungen der kunterbunten Welt der unentdeckten Insel Indonesiens oder des neuen Zuhauses von der Familie Wiesengrund und den Fabelwesen in Norwegen. Und die pilzigen Verwünschungen von Schwefelfell haben mich auch immer wieder zum schmunzeln gebracht :)
Die einzige Kritik, die ich hier anmerken möchte, ist, dass es so viele neue unterschiedliche Namen gab, die eingeworfen wurden und mich vor lauter neuen Eindrücken ganz durcheinander gebracht haben :D

Wunderbar fand ich auch die Zitate zu Beginn jedes Kapitels, die sich meistens mit der Natur beschäftigen und auf die kommende Handlung Bezug nehmen...Jeder der mich kennt weiß, wie sehr ich Zitate liebe! 😍
Sie haben außerdem das Thema der Autorin in dem Buch immer wieder hervorgehoben.
Cornelia Funke thematisiert hier vor allem Naturschutz, die Bedrohung von Tierarten und den illegalen Handeln von Wilderern, wie man in den zuvor genannten ersten Zeilen schon sehen kann und wodurch ich sofort das Gefühl hatte, all die fantastischen Tiere in dem Buch beschützen zu wollen.

"Es sind oft sehr kleine Dinge, die unsere größten Träume wachsen lassen."

Würde man mich fragen, was das erste Wort wäre, dass mir in den Kopf schießen würde, wenn ich an das Buch denke, dann wäre es das Wort " leise".
Manch einer würde mich jetzt nur verständnislos anschauen und fragen "Bist du verrückt? Leise? Dieses Buch? Eines der momentan bekanntesten Bücher?" und ja. Ja, dieses Buch ist leise.
Ich kann dieses Buch nicht besser beschreiben, als mit einem Vergleich.
Die Worte sind wie die Silberdrachen, wie Lung selbst. Sie sind friedlich, ruhig, gutmütig, weise.
Sie sind mächtig und bedeutend. Nicht dick aufgetragen oder um Aufmerksamkeit buhlend.
Es sind leise, wenige Worte, die so viel Ausdruck haben.
Das schafft nur Cornelia Funke. Mit diesen wenigen Worten eine ganze Welt zu erschaffen, unvorstellbare Bilder, Gefühle, Gedanken entstehen zu lassen und all die guten Eigenschaften in uns hervorzurufen. Gute Eigenschaften, welche die Charaktere dieses Buch in sich tragen.
Eigenschaften, die uns nicht zu diesen zerstörenden Menschen machen würden, die wir sind.
Wir sollten alle ein bisschen Lung, Barnabas und Ben in uns tragen.

"[Die Drachen]...musterten ihn so gelassen, als gehörte ihnen die Welt. Und doch schienen sie nicht die geringste Lust zu verspüren, sie zu beherrschen."

Und nicht nur die alten Charakter haben sich wieder in mein Herz geschlichen. Es sind so viele neue Fabelwesen und Personen dazu gekommen, angefangen mit dem Greifen Shrii, dem Drachen Tattoo, Hothbrodd, all die Urwaldaffen, die so vielschichtig und einzigartig sind, dass es schwer wird, sie wieder zu vergessen.❤

Fazit:
Ich wusste nicht, wie sehr ich mir eine Fortsetzung gewünscht hatte, bis ich sie wirklich vor mir hatte. Und diese Fortsetzung ist einfach unglaublich.
Ein fantastisches Buch, dass so voller Besonderheit ist.
Jedes Kind sollte es vorgelesen bekommen. Jeder Erwachsene sollte es gelesen haben.
Denn dieses Buch ist bedeutend. Dieses Buch ist mächtig. Dieses Buch ist wertvoll.
Und wir sollten uns alle ein Beispiel und den Charakteren nehmen, die mich teilweise sehr nachdenklich gemacht haben.
Ich danke Cornelia Funke für diese meisterhafte Fortsetzung und würde jederzeit weiter 19 Jahre auf die nächste Fortsetzung warten!❤

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186 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

alzheimer, rowan coleman, familie, einfach unvergesslich, einfach unvergesslic

Einfach unvergesslich

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.01.2016
ISBN 9783492308021
Genre: Romane

Rezension:


Inhalt
Claire Armstrong steht eigentlich mit beiden Beinen im Leben. Sie hat gerade erst die Liebe ihres Lebens geheiratet und die gemeinsame Tochter Esther auf die Welt gebracht. Sie geht voll und ganz in ihrer Arbeit als Lehrerin auf, ihre ältere Tochter Caitlin ist erwachsen geworden und zum studieren ausgezogen. Claire war nie glücklicher in ihrem Leben.
Bis sich der Schleier des Vergessens auf sie legt. Die Diagnose: Alzheimer. Unheilbar.
Doch so schnell lässt sich Familie Armstrong nicht unterkriegen. Um die bedeutendsten Momente festzuhalten, werden diese in einem Erinnerungsbuch festgehalten, welches ein wichtiger Bestandteil der Familie wird. Und es gibt noch so viel für Claire zu erledigen! Denn das Leben ist eine Wundertüte. Und wenn die Zeit davonrennt, ist jede Minute kostbar.  


Ich glaube, Liebe vergeht nicht. Liebe ist die wahre Erinnerung. Liebe ist das, was bliebt, wenn wir nicht mehr sind. Ich glaube, diese Gefühle sind viel echter, viel realer als unsere Körper und alles, was mit unseren Körpern schieflaufen kann. Das hier“ – sie kneift sich in den Arm – „ist nur die Verpackung .

Meinung
Nicht nur die " Verpackung" des Buches ist schön anzusehen, nein, auch das Innere ist danach gestaltet.  Zwischendurch laufen immer wieder ein paar Marienkäfer über die Seiten und ziehen sich so durch das ganze Buch, was das Lesen nur noch schöner gemacht hat.
Die Autorin Rowan Coleman habe ich vor einigen Wochen durch einen Zufall entdeckt. Nach dem ich mein erstes Buch von ihr gelesen hatte,"Zwanzig Zeilen Liebe", das einfach nur bezaubernd war, konnte ich die Autorin noch nicht wirklich einschätzen und ich habe mich gefragt, wie mir ihre anderen Bücher wohl gefallen würden.Also habe ich "Einfach Unvergesslich" gelesen.

Liebe.Dieses Buch ist gefüllt mit so viel Liebe. Die Liebe zwischen Ehepartnern. Zwischen Geschwistern. Zwischen Freunden. Zwischen Familie.Und ganz besonders die Liebe zwischen Müttern und Töchtern.Über diese Verbundenheit, die Generationen andauert, zu lesen, war bezaubernd. Und in den drei Armstrong Frauen steckt so viel Originalität, Stärke und gesundes Stolz, dass es nie langweilig wurde, über sie zu lesen.Von der konservativen Oma, die eine verrückte Hippie-Vergangenheit hat. Von Claire, die einen Widerspruch setzt, indem sie trotz roter Haare immer rote Sachen trägt. Von Caitlin, die einen ungewöhnlichen Nebenjob tätigt und sich erst selbst finden muss. Und die Jüngste, Esther, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.

"Du musst deine Entscheidungen immer so treffen, als wenn alles in Ordnung wäre, Caitlin. So musst du leben. So, wie du es willst, und nicht so, wie es die Lebensumstände dir diktieren."

Rowan Coleman schafft es in diesem Buch immer wieder die unterschiedlichsten Emotionen im Leser hervorzurufen.Sie schafft es, mich zum Lächeln zu bringen, besonders über die Sprüche von Claire, und gleichzeitig bringt sie mich dazu,  dass ich die Geschichte voller Wehmut lese, weil ich weiß, dass es kein Happy End für Claire geben kann. Es gibt kein Mittel gegen Alzheimer.

»Mum hat immer für irgendwas gekämpft. Solange ich denken kann.  Das hier ist die erste Schlacht ihres Lebens, von der sie bereits jetzt weiß, dass sie nicht gewinnen kann.«  

Und so sehr Claire auch kämpft, ihre starke Persönlichkeit immer wieder aufblitzt, im Buch immer wieder präsent ist... desto mehr schmerzt es mich zu sehen, wie sie sich von ihrer Welt distanziert und von sich selber. Einfach, weil sie vergisst. Sie erinnert sich nicht mehr an ihre eigenen Gefühle und Gedanken, an ihren Ehemann oder Kleinigkeiten, wie das Zuziehen eines Reißverschlusses.

Und das ist das Außergewöhnliche an diesem Buch. Colemans Fähigkeit sich in Claire hineinzuversetzen. Den Leser mit in ihren Kopf zu nehmen. Uns voller Schrecken zu zeigen, was diese Krankheit für Auswirkungen hat.Ich selbst muss zugeben, dass ich davor nie eine wirkliche Vorstellung davon hatte.

Das hört sich jetzt vielleicht nach einem traurigen und grausamen Buch an, aber ich kann euch versichern, dass ihr dieses Gefühl nicht mehr während dem Lesen haben werdet.
Es steckt so viel Abenteuer, Lebensmut, Herzlichkeit und Spontanität in diesem Buch. Als Leser fühlt man sich einfach pudelwohl zwischen diesen Seiten.❤
Zwischendurch hat leider die Spannung etwas gefehlt und ich hatte kurz das Gefühl, dass die Autorin sich selbst noch nicht sicher war, wohin die Geschichte führen sollte.Aber der weitere Verlauf der Geschichte, und ganz besonders das Ende, haben mich wirklich überrascht. Auf eine wunderbare Art und Weise!

Fazit
Rowan Coleman hat es mal wieder geschafft, mich mit ihrer Geschichte zu berühren.
Und ich muss ehrlich sagen...
Das Buch war für mich wirklich " Einfach unvergesslich".❤

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libanon, familie, bürgerkrieg, vater, beirut

Am Ende bleiben die Zedern

Pierre Jarawan
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.03.2016
ISBN 9783827013026
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Kurz vor seiner Geburt sind Samir El-Houranis Eltern aus dem Libanon geflohen.
20 Jahre später macht Samir sich auf die Suche. Auf die Suche nach seinem Vater, der verschwand, als Samir acht Jahre alt war. Er macht sich auf die Suche, um mehr über seine Vergangenheit herauszufinden, um endlich die Wahrheit über sich selbst und seine Familie finden und reist deshalb in das Land der Zedern.
Er ahnt nicht, wie sehr die Geschichte des Libanons mit der Seinen verwoben ist und auf welche Geheimnisse er während seiner Reise stößt.

Meinung

"Alles pulsiert, alles leuchtet. Beirut bei Nacht, diese funkelnde Schönheit, ein Diadem aus flirrenden Lichtern, ein Band aus Atemlosigkeit."

Mit diesem Satz beginnt "Am Ende bleiben die Zedern" und spielt anfangs sofort in der Gegenwart. Während der gesamten Geschichte wird der Leser aber immer wieder in die Vergangenheit geführt und erfährt mit der Zeit mehr und mehr über Samir, wodurch die gegenwärtigen Geschehnisse erst recht an Bedeutung gewinnen. Diese Zeilen geben einen ersten Vorgeschmack auf Pierre Jarawans unglaublichen Schreibstil. Kaum jemand besitzt dieses Talent, die Welt um den Menschen so gut, so echt, so lebend, zu beschreiben.
Ich saß mit Samir an der Küste Beiruts und habe einen Kaffee getrunken, ich war mit ihm auf dem Zedernhain, habe in Mar Mikhael mit ihm gefeiert und mich über die Feste in Deutschland gefreut.
Pierre Jarawan hat mir das Gefühl gegeben, überall dabei gewesen zu sein.
Ich habe mit gesehen, gerochen, gelebt. Ich habe Samir auf seiner Reise begleitet.

"Ich glaube, alle Söhne lieben ihre Väter. Aber ich habe meinen verehrt. Weil er mich so oft teilhaben ließ an seinen beflügelten Gedanken. Weil er mich mitnahm in Wunderwelten, die er in seinem Kopf erschuf. Weil er mich berauschte mit seinen Worten."

Samirs Vater Brahim ist ein Geschichtenerzähler. Und diese Geschichten verbinden ihn und Samir. Pierre Jarawan verwebt Geschichten in Geschichten auf wunderbare Weise.
Sie faszinieren und geben den Ausgleich zur trockenen Realität und den vielen, auch historischen, Ereignissen.
Sie erinnern an die Märchen aus 1001 Nacht und geben Samir Hinweise, haben Einfluss auf sein Wesen, seine Reise und sein Verständnis zur Welt. Diese Geschichten waren kleine Highlights für mich in diesem Buch und ich habe mich auf jede Einzelne gefreut!❤

Das Buch ist so facettenreich und spiegelt somit das großartige Talents des Autors wieder.
Pierre Jarawan ist ein Poet, ein Künstler seiner Worte, ein wahrer Geschichtenerzähler.
Er lässt Bilder lebendig werden, schreibt mit Leidenschaft und Abenteuerlust, ohne je abgehoben zu wirken. "Am Ende bleiben die Zedern" wird mich so schnell wohl nicht loslassen.

Ich selbst habe eine spezielle Verbindung zum Libanon, denn auch ein Teil meiner Familie stammt aus dem Land. Deshalb waren all die Fakten um das Land für mich so spannend, und ich habe jedes einzelne Wort genossen und aufgesogen.
Vielleicht nehme ich das Buch dadurch anders wahr. 
Habe interessierter die geschichtliche Seite des Buches gelesen.
Aber vielleicht unterscheidet sich meine Meinung auch kaum von den Urteilen Anderer.

Fazit
Für mich ist dieses Buch ein Meisterwerk. Ein Debüt großer Klasse. Ich hoffe, dass es nicht das Letzte bleibt, das ich von Pierre Jarawan lesen werde, der mich auch schon zuvor als Poetry Slammer beeindruckt hatte.
Ich habe das Buch mit einem lächelnden und einem weinenden Auge zugeschlagen.
Traurig, dass ich wohl kaum so ein Buch nochmal finden werde, dass mich auch persönlich so beschäftigt - aber glücklich, dass ich dieses besondere Buch lesen durfte.
"Am Ende bleiben die Zedern" hat einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen eingenommen.❤

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tod, verlust, trauer, alter, roman

Noch so eine Tatsache über die Welt

Brooke Davis ,
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 01.07.2015
ISBN 9783956140532
Genre: Romane

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internat, tragödie, liebe, albino, freundschaft

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

Elizabeth LaBan , Birgitt Kollmann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 01.02.2016
ISBN 9783446250826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als das Paket ankam, habe ich mich gefreut wie ein Honigkuchenpferd. Das Buch sieht in Wirklichkeit noch besser aus und erinnert mich an "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", weil es vom gleichen Verlag ist. Von Anfang an hat mich schon das Cover und besonders der Titel angesprochen. Anfangs war es etwas schwer für mich in das Buch reinzufinden, weil ich mich an den Schreibstil der Autorin noch gewöhnen musste, doch mit der Zeit habe ich ihn zu lieben gelernt. Das Buch spielt abwechselnd in der Gegenwart und Vergangenheit und es werden parallel zwei Geschichten erzählt, die aber miteinander verwoben sind. Der Protagonist der Gegenwart heißt Duncan, der Hauptcharakter der Vergangenheit Tim Macbeth... Und schon erkennt man eine Gemeinsamkeit, Shakespeare Fans aufgepasst: Beide Namen tauchen in der Tragödie Macbeth auf. Auch der Titel ist ein Zitat aus Macbeth. Tragödien spielen generell im Buch eine große Rolle und man kann eigentlich sagen, dass der Roman an sich eine Tragödie ist,verpackt mit den dafür speziellen Begriffen. Genaueres verrate ich dazu nicht, ich möchte ja nicht schon alles vorweg nehmen ;) Tim ist ein Albino und man erfährt viel aus seiner Sichtweise, was sehr interessant ist, da ich davor mit dem Thema kaum in Berührung gekommen bin. Die Sprache der Autorin und ihre Art zu schreiben sind wundervoll,denn dadurch lässt sie Bilder entstehen, die so ausgeprägt und intensiv sind, dass sie noch lange nachdem man das Buch zugeklappt hat, im Gedächtnis bleiben. Diese Fähigkeit, solche Bilder bei mir hervorzurufen, besitzen nicht viele Autoren und deshalb ist diese Autorin etwas ganz Besonderes.
Eine Mischung aus "Dein eines,wildes, kostbares Leben" und "Der Club der toten Dichter".
Das Buch ist originell, unterhaltsam, traurig und Mut machend zugleich. Aber perfekt ist es nicht, überhaupt nicht. Es gibt Bücher die ich perfekt finde und auch liebe aber dadurch hat sich das Buch von den Anderen so herausgehoben: Durch seine Andersartigkeit. Eine perfekte Unperfektheit.Und gerade deshalb passt der Titel auch so gut (Die Bedeutung wird auch kurz im Buch erklärt). Gleichzeitig ist es toll und doch voller Macken, wodurch es gerade erst auffällt. Und deshalb meine Meinung: So wüst und schön sah ich noch kein Buch.

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jürgen todenhöfer, tatsachenbericht, krisengebiet, inside-is, skype-gespräche

Inside IS - 10 Tage im "Islamischen Staat"

Jürgen Todenhöfer
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 10.08.2015
ISBN B013IDHZIA
Genre: Sonstiges

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(Robert Frost's Poems) By Frost, Robert (Author) Mass market paperback on 15-Mar-2002

Robert Frost
Flexibler Einband
Erschienen bei St. Martin's Press, 15.03.2002
ISBN B005ONJLQC
Genre: Sonstiges

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4.235 Bibliotheken, 57 Leser, 14 Gruppen, 258 Rezensionen

liebe, götter, griechische mythologie, halbgötter, fantasy

Göttlich verdammt

Josephine Angelini , Hanna Hörl , Simone Wiemken
Buch: 496 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783841501370
Genre: Jugendbuch

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