Samtpfote

Samtpfotes Bibliothek

186 Bücher, 188 Rezensionen

Zu Samtpfotes Profil
Filtern nach
186 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

lüneburg, heide, uelzen, pubertät, lüneburger heide

Tango für einen Hund

Sabrina Janesch
Flexibler Einband: 303 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.04.2016
ISBN 9783746632001
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung: Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und mich bei der Lektüre gut amüsiert. Die Geschichte war unterhaltsam und mit dem nötigen Ernst und einer Prise Tiefgang ausgestattet. Auch die Romantik ist nicht zu kurz gekommen. Die Landschaft der Lüneburger Heide wird authentisch und mit viel Selbstironie beschrieben. Die Pesonen, vor allem Ernestos Onkel, sind lebensnah und mit viel Charme, Witz und Lebensweisheit skizziert. Besonders gut hat mir übrigens Astor, der Hund, gefallen. Der Hund, der für so viel Wirbel sorgt und im entscheidenden Moment eine wichtige Rolle spielt und schwierige Situationen auflockert. Was ich nur ein wenig speziell finde und fand: während Ernestos Roadtrip hat er sehr wenig Kontakt zu seinen Eltern, da die gerade in den Ferien sind und kann so ungestört schalten und walten. Ich weiss nicht, ob dies bei anderen Familien der Fall wäre, wenn der Sohn Sozialstunden abarbeiten muss. Dies liegt aber im Buch sicher auch ein wenig an der äusserst linken und alternativen Einstellung von Ernestos sympathischen Eltern. Zwei leidenschaftlichen Anhängern Che Guevaras.
Schreibstil und Handlung: Janeschs Schreibstil hat mich beeindruckt. Es gelingt ihr, die Jugendsprache perfekt zu imitieren und der Geschichte, die aus der Sicht von Ernesto in der Ich-Perspektive erzählt wird, einen sehr jugendlichen Anstrich zu geben. Auch wenn es Janesch manchmal ein wenig zu gut meint, zieht sie dies doch von der ersten bis zur letzten Seite durch und schafft so eine lockere Atmosphäre, die gerne im Buch schmökern lässt. Von der Handlung her muss ich sagen, dass einige Passagen ziemlich vorhersehbar waren, dass ich mich aber immer gut unterhalten habe und dass ich das Buch wirklich gerne gelesen habe. Es hat mich nicht nachhaltig beschäftigt, aber es hat mir seht gut gefallen und ich kann es mir auch vorstellen ein weiteres Buch der Autorin zu lesen.
Meine Empfehlung: Ich empfehle dieses Buch gerne als Sommerlektüre oder für unterwegs weiter und auch wenn mich das Buch nicht weiter beschäftigen wird, so hat es mich doch gut unterhalten. "Tango für einen Hund" ist spannend, witzig, romantisch und auch ein wenig skurril und enthält somit alle Elemente, die ein kurzweiliges Buch ausmachen.

Zusätzliche Infos: Titel: Tango für einen Hund Autorin: Sabrina Janesch ePUB: ca. 303 Seiten Sprache: Deutsch Verlag: Aufbau Taschenbuch Erscheinungsdatum Erstausgabe: 18.07.2014  Aktuelle Ausgabe: 18.04.2016 ISBN: 9783746632001

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

glitzerkram, mara winter, lustig, single, charmant

Glitzerkram

Mara Winter
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Feelings , 13.05.2016
ISBN 9783426215616
Genre: Liebesromane

Rezension:

Glitzerkram - Mara Winter

 

Beschreibung des Verlages:

Wenn die Liebe einen Menschen ändert, kann es dann die wahre Liebe sein?

Noreen liebt Glitzer, Kitsch und selbstgebastelten Schmuck. Sie pflegt ein studentisch lässiges Auftreten und wird die meiste Zeit von ihren Gefühlen gelenkt und nicht von ihrem Kopf. Das muss sich ändern, erklärt ihr der Chef des Interieur-Magazins, bei dem sie nach dem Examen ein  Praktikum angeboten bekommt. Langzeit Freund Jan dagegen zeigt keinerlei Veränderungswünsche für die Zukunft und Noreen beendet kurzerhand die Beziehung, als er sich nicht fürs Heiraten und Nachwuchs begeistern kann. Um Neu-Single Noreen von ihrem Elend abzulenken, beschließen die Freundinnen Steffi und Simone, dass ein neuer Mann für Noreen her muss! Stichwort: Online-Dating! Doch das ist gar nicht notwendig, denn der Unternehmensberater Tobias, eine Bekanntschaft aus einem Kölner Club, verdreht Noreen augenblicklich den Kopf. Tobias scheint perfekt: gut aussehend,clever, organisiert und ganz auf die Zukunft ausgerichtet. Noreens Chef ist begeistert von der neuen Arbeitsmoral und dem Auftreten seiner Praktikantin. Kann Noreen ohne Kitsch und Glitzerkram glücklich werden? Und wie sieht Noreens Rolle in der Nacktputzeragentur »Golden Balls«, die ihr Bruder Phillipp eröffnen will, aus?

 

Meine Meinung:

"Glitzerkram" von Mara Winter habe ich in einer spannenden, von der Autorin betreuten Leserunde bei Lovelybooks lesen dürfen und das Buch hat mich dabei bestens unterhalten. Noreen ist eine tolle Protagonistin, die chaotisch und herzlich daher kommt, zwei wunderbare Freundinnen hat, eine total schräge Familie und einen anstrengenden Job, in den sie eigentlich so gar nicht hinein passt. Als sie die Beziehung zu ihrem langjährigen Freund Jan fast versehentlich beendet, sind zum Glück Steffi und Simone an ihrer Seite und helfen Noreen, ihr Leben zu strukturieren (Steffi) und wieder ein wenig Abwechslung und inneren Frieden hinein zu bringen (Simone).

 

„Steffi ist meine beste Freundin und weiß immer Rat. Wir sind zusammen aufgewachsen und haben schon den Sand aus dem gleichen Sandkasten gegessen. In der Grundschule haben wir für dieselben Jungs geschwärmt, was uns nur enger zusammenschweißte. Als Teenies haben wir zusammen geraucht und getrunken und niemand kennt mich so gut wie sie. “

Auszug aus: Mara Winter. „Glitzerkram / Roman.“ iBooks, S. 20

 

„Simone ist eigentlich Philipps Exfreundin, aber alle in der Familie lieben sie so, dass wir sie auch nach der Trennung behalten haben.
Mama hat irgendeine geheime spirituelle Verbindung zu ihr und ich mag sie, weil sie noch chaotischer ist als ich. Meine Uniunterlagen waren zwar nie geordnet, aber immerhin besaß ich welche.


Auszug aus: Mara Winter. „Glitzerkram / Roman.“ iBooks, S. 34

 

Die beiden starken Frauen bringen Noreen dazu, sich neu zu entdecken, gegen gewisse Dinge aufzubegehren und wieder unter Leute zu gehen und was sie dabei immer wieder erleben, bringt zum Nachdenken, ist spannend zu lesen und manchmal auch einfach nur zum Schreien komisch.

Das ganze Buch wird aus Sicht von Noreen als Ich-Erzählung erzählt und dies hat mir vor allem darum so gut gefallen, weil die Protagonistin so kunterbunte und aus dem Leben gegriffene Beschreibungen für ihren Alltag findet, dass ich einige Male laut gelacht und mich über die köstliche Wortwahl amüsiert habe. Ein tolles Beispiel findet ihr hier.

 

Schreibstil und Handlung:

Mir hat an diesem Buch vor allem der sehr humorvolle und detaillierte Schreibstil gefallen. Die Protagonistin schildert ihren Alltag so unterhaltsam, dass ich mich und Freundinnen von mir immer wieder darin erkannt habe. Auch die Verlorenheit nach ihrer Trennung und die Neuorientierung im Beruf und generell in ihrem ganzen Leben werden authentisch und eindringlich erzählt. Viele spannende und überraschende Wendungen geben dem Ganzen noch die nötige Würze und lassen uns Leser auch kleinere Längen eher überlesen. Am Schluss nehmen Handlung und Sprache noch einmal so richtig Fahrt auf und machen den oberflächlicheren Mittelteil wieder wett.

Grundsätzlich hat mir aber die Handlung sehr gut gefallen und war einmal wirklich anders als viele andere 08/15 Frauenromane, die ich bereits gelesen habe. Auch der Titel "Glitzerkram" wird stimmig in die Handlung integriert und passt zu Noreen und ihren Freundinnen.

Meine Empfehlung:

Ich empfehle dieses Buch trotz kleiner Längen und einer Abflachung der Handlung im Mittelteil sehr gerne aufgrund seines Wortwitzes und der damit einhergehenden Qualität der Unterhaltung, der nötigen Tiefgründigkeit und den differenziert beschriebenen Charaktere weiter und bin schon gespannt auf weitere Leseeindrücke von euch.

 

Zusätzliche Infos:

Titel: Glitzerkram

Autorin: Mara Winter: "Ich entstamme einer großen, etwas abgedrehten Künstlerfamilie. Nach einem Germanistikstudium bekam ich die Chance, als Redakteurin zu arbeiten und diszipliniertes Arbeiten zu lernen. Das kommt meinen Büchern zugute, denn seit ich berufstätige Mutter bin, muss ich mir die Zeit zum Schreiben mühsam abknapsen. Was meine Hobbys betrifft: Ich gehe gerne ins Kino oder Theater. (Theoretisch, praktisch wahrscheinlich erst wieder in fünf Jahren.) Ich schlafe gerne, aber das dulden die Kinder nicht. Ich esse gerne, aber das ist schlecht für die Figur. Ich würde gerne Sport machen. (Hab mich auch schon ein paar Mal in Sportvereinen angemeldet und für drei Stunden die Jahresgebühr bezahlt. Schweigen wir darüber.) Ich lese, wann immer ich kann. Ein Leben ohne Bücher wäre nicht nur sinnlos, sondern auch unmöglich für mich. Wenn es mir gelingt, mit meinen Büchern dem einen oder anderen Leser über langweilige oder traurige Stunden hinwegzuhelfen, bin ich glücklich."

eBook: 260 Seiten

Sprache: Deutsch

Verlag: Feelings

Erschienen am: 13.05.2016

ISBN: 978-3-426-44092-6

 

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

gilles legardinier, liebeskummer, frankreich

Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug

Gilles Legardinier ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.01.2016
ISBN 9783442483686
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung: Man braucht hier noch nicht lange mitzulesen, um meine Begeisterung für die Bücher von Gilles Legardinier zu kennen. Ich bin ein riesiger Fan von seinem poetischen Schreibstil, seinen liebevoll gewählten Sujets, Protagonisten und Handlungsorten und dem subtilen und intelligenten Humor seiner Werke. Wenn ich meine drei bisher von ihm gelesenen Bücher kategorisieren müsste, wäre "Julie weiss, wo die Liebe wohnt", das vielseitigste, "Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" das poetischste und "Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug" das humorvollste seiner Bücher. Ich habe alle drei geliebt und könnte mich nicht entscheiden, welches mir am besten gefallen hat. Bei "Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug" habe ich aber definitiv am meisten gelacht. Und zwar schallend.
Schreibstil und Handlung: Die Idee von der verletzten Marie, die sich an ihrem affigen Ex rächen will und dies auf unkonventionelle Weise tut, hat mir sehr gut gefallen. Dank ihrer besten Freundin Emilie gelingen diese Aktionen ziemlich gut oder ihr wird im letzten Moment der Kopf gerettet. So wird Marie nach und nach selbstbewusster und wagt es sogar, gegen ihren Sklaventreiber von Chef aufzubegehren und wird kurzerhand zur Anführerin einer Protestbewegung, die sich gewaschen hat. So stürzt Marie sich in immer neue Abenteuer, bezieht eine traumhafte Wohnung, wird zur Diebin und muss sich vor allem immer wieder fragen, was genau sie im Leben noch erreichen will und was die Liebe eigentlich ist und so zauberhaft macht. All diese witzigen und klugen Ideen des Autors sind in einer märchenhaft schönen Sprache erzählt, die einfach Lust auf mehr macht und mich das Buch - obwohl ich eigentlich keine Zeit für so ziemlich nichts hatte - fast gar nicht mehr aus der Hand legen liess. Ich war richtig traurig, dass ich mich von Marie verabschieden musste und als dann auch noch das Rätesl um die rätselhaften Briefe gelöst wurde, war die Geschichte für mich einfach nur perfekt.
Meine Empfehlung: Wie ihr aus meiner Rezension erkennen könnt, kann ich gar nicht anders, als euch dieses Buch von Herzen zu empfehlen. Es eignet sich für triste Stunden, damit die wieder fröhlicher und mit Leben gefüllt werden, für alle, die bereits gute Laune haben und noch besser Laune haben möchten und für Fans von intelligentem Witz, spannenden Handlungen und sympathischen Protagonisten.
Zusätzliche Infos: Titel: Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug Originaltitel: Ça peut pas rater Autor: Gilles Legardinier Taschenbuch: 448 Seiten Sprache: Deutsch Originalsprache: Französisch Übersetzt von: Karin Ehrhardt Erscheinungstermin: 18. Januar 2016 Verlag: Goldmann ISBN: 978-3-442-48368-6

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(543)

1.157 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 76 Rezensionen

mafia, sizilien, fantasy, kai meyer, liebe

Arkadien erwacht

Kai Meyer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.02.2013
ISBN 9783492267885
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:
Ich habe ziemlich lange überlegt, ob und wann ich dieses Buch lesen sollte. Das Cover hat mir von Anfang an gut gefallen. Der Panther, die Kontraste, die stimmigen Farben im Hintergrund; alles passt zusammen und macht Lust, das Buch aufzuklappen und zu lesen. Auch die Schnörkel am Anfang eines jeden Kapitels finde ich wunderschön. Aber leider habe ich bei einigen von euch nicht nur gute Rezensionen zum Buch gelesen. Vor allem die Protagonistin ist kontrovers diskutiert worden. Rotzfreche, arrogante Göre oder starke und mutige junge Frau?
Da ich aber im Januar vor allem Jugendbücher lesen wollte, habe ich das Buch aufgeklappt, meinem Bauchgefühl nachgegeben und mich in die fantastische Welt von Rosa und ihrer Familie und Alessandro und seinem Clan vertieft.
Ich persönlich war begeistert von "Arkadien erwacht" und sogar richtig traurig, als ich das Buch beendet hatte. Schon bevor ich auf der letzten Seite angelangt war, habe ich mir die Folgebände bestellt und werde - ja, sehr unvernünftig - im Februar wohl ein Maximum an Neuzugängen erreichen, da eine weitere Bücherbestellung in Planung ist.

Handlung und Schreibstil:
Ihr wisst ja mittlerweile, dass Fantasy bei mir nicht ein häufig gelesenes Genre ist und dass ich auch nicht nur gute Erfahrungen damit gemacht habe. Dieses Buch hat mich aber total überzeugt, da die Handlung sehr stimmig ist und keine Logikfehler anzutreffen sind. Meiner Meinung nach gibt es nämlich auch in Fantasywelten eine eigene Logik und es nervt mich jeweils, wenn diese nicht eingehalten und die Leser damit für dumm verkauft werden.
Aber meine Befürchtungen waren total umsonst und die Handlung von "Arkadien erwacht" funktioniert stimmig und ist überraschend, spannend und auch ein wenig romantisch und humorvoll angehaucht. Da es in diesem Buch unter anderem auch um Gestaltwandlung geht, war ich neugierig darauf, wie der Autor diese Verwandlungen in die Handlung einbauen und beschreiben würde und war auch davon begeistert. Die Raubkatzen und Schlangen sind geheimnisvoll und meiner Meinung nach sehr echt und fantasievoll dargestellt.
Einige Szenen waren äusserst brutal dargestellt und haben mich trotzdem gefesselt. Ich konnte die Bedrohung, in der sich Rosa immer wieder befindet, richtig gut nachvollziehen und nachfühlen. Und bewunderte sie für ihren Mut und ihre Überzeugungen, dank denen sie sich oft gefährlichen Situationen aussetzt. Ausserdem war ich beeindruckt vom dichten Netz der Geschichten und Legenden, die sich um die Mafiaclans ranken. Der Autor hat es geschafft, die ganze Geschichte der Clans und Arkadier einleuchtend und sagenhaft zu erzählen und so einen Hintergrund für die ganze Trilogie zu schaffen, der sich wirklich sehen lässt und auch total spannend gestaltet ist.
Dies alles geschieht mit einer schlichten, aber trotzdem emotionalen und schön beschreibenden Sprache, die für ein Jugendbuch angemessen und gut verständlich gehalten ist.

Meine Empfehlung:
Ich empfehle dieses Buch gerne weiter und bin der Meinung, dass "Arkadien erwacht" auch sehr, sehr gut von Erwachsenen gelesen werden kann. Die Altersempfehlung (14 Jahre) entspricht ebenfalls meiner Erfahrung, da einige Szenen doch ziemlich brutal gestaltet sind. Wer auf der Suche nach "sanfter" Fantasy, einer stimmigen Story mit tollen Hintergründen, Spannung, Action und ein wenig Romantik aber viel Tiefgang ist, ist mit diesem Buch bestens beraten.

Zusätzliche Infos:
Titel: Arkadien erwacht
Autor: Kai Meyer
Taschenbuch: 448 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 12.10.2009 
ISBN: 9783492267885

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(56)

124 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

frankreich, humor, butler, gärtner, london

Monsieur Blake und der Zauber der Liebe

Gilles Legardinier ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.07.2014
ISBN 9783442480760
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Ja...die letzten Male, damit kenne ich mich aus. Aber du bist noch zu jung, um das Leben aus diesem Blickwinkel zu betrachten. Ich rate dir, Manon, dein Herz nur an die ersten Male zu hängen." S. 184 (mehr Buchzitate in der Zitatesammlung)  
Meine Meinung: 
Nach "Julie weiss, wo die Liebe wohnt" ist "Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" mein zweiter Roman von Gilles Legardinier und ich muss sagen, dass ich einfach nur total begeistert bin von diesem Buch. Noch mehr, als bei Legardiniers Erstling, sofern dies überhaupt möglich ist. Der wunderschöne Schreibstil, die poetische Sprache, der tolle und intelligente Humor - was habe ich gelacht - die tragischen Hintergründe, die vielen Lebensweisheiten, witzigste Streiche, die sich Monsieur Blake und Phillipe liefern und feinfühlig skizzierte Figuren, Orte und Begebenheiten werden zu einem Gesamtkunstwerk, einem Schmuckstück, vereint. Ich musste dieses Buch in Abschnitte einteilen, um es nicht in einem Atemzug zu verschlingen, denn dies wäre richtig schade um die kleine Kostbarkeit gewesen. Ich kann nichts, wirklich gar nichts an "Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" aussetzen. Nur vielleicht, dass der nächste Band nicht schon bei mir zu Hause liegt.

Schreibstil und Handlung:
Ich weiss nicht genau, was Legardiniers Geheimnis ist, aber ich weiss, dass sein Schreibstil absolut einzigartig ist. Poetisch, zauberhaft, magisch, tiefgründig, intelligent, sehr französisch, humorvoll und einfach nur wunderschön. Die Personen erhalten von Anfang an eine Rolle, einen Charakter und sind sofort mehrschichtig und wandelbar. So taut die strenge Köchin Odile zwar nach und nach auf, aber bleibt trotzdem ihrer Natur treu. Auch der Gärtner Phillipe, der wieder einen Sinn in seinem Leben zu sehen beginnt verliert trotzdem nie seine melancholische Art. Menschen, die durch Verluste und Schicksalsschläge geprägt worden sind, müssen ihre Trauer und die verlorenen Lieben nicht vergessen, aber sie lernen, auch noch andere Türen in ihrem Leben zu öffnen. Ein märchenhaftes Schloss im Herbst und Winter und der charmante und schlagfertige Monsieur Blake lassen da zusätzlich noch viel Wärme, Wohlbehagen und Menschlichkeit aufkommen.
Was mir an diesem Buch neben der Sprache besonders gut gefallen hat, sind die vielen lustigen Szenen. Der feinsinnige Humor des Autors spricht da aus jeder Zeile heraus und auch die Fähigkeiten, aus allem das Beste zu machen und über sich selber lachen zu können, kommen nicht zu kurz. Vor allem die patriotisch angehauchten Schlagabtausche zwischen dem Engländer Blake und der Köchin Odile oder auch dem Gärtner Phillipe haben es in sich. Auch nicht ganz ohne aber definitiv sehr amüsant sind die Streiche, die Phillipe und Monsieur Blake aushecken.

"Ihr Franzosen gart das Fleisch sehr viel weniger als wir in England. Bei euch ist alles halb roh und innen blutig." "Und bei euch bevorzugt man die Schuhsohlenvariante. Ihr Engländer habt ein echtes Problem mit Fleisch, es ist immer viel zu durchgebraten. Schon von alters her. Schauen Sie nur, was Ihre Vorfahren mit unserer Johanna von Orléans gemacht haben. Sie haben sie so lange gebraten, bis sie verbrannt war." S. 273 (mehr Buchzitate in der Zitatesammlung)
Meine Empfehlung: Ich lege euch allen dieses Buch mit den besten Wünschen ans Herz. Es stellt so eine wunderbare Insel im Alltag dar, ein Stück Schokolade, wenn gerade alles nicht so gut läuft und natürlich auch gerade dann, wenn alles zusammen passt. Damit man nie vergisst, dass man sich selber und seinen Mitmenschen Sorge tragen muss. Gerade in der Winter- und Weihnachtszeit passt "Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" sehr gut. Es kann aber natürlich auch im Sommer gelesen werden.
Zusätzliche Infos:
Titel: Monsieur Blake und der Zauber der Liebe
Originaltitel: Complètement cramé!
Autor: Gilles Legardinier
Taschenbuch, Broschur: 416 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Französisch
Übersetzt von: Karin Ehrhardt
Verlag: Goldmann
Originalverlag: Fleuve NoirUnivers Poche
ISBN: 978-3-442-48076-0
Erschienen: 21.07.2014
€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(89)

143 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

paris, krimi, mord, frankreich, gardienne

Die tödliche Tugend der Madame Blandel

Marie Pellissier
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.05.2014
ISBN 9783453357679
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:
Dass ich Krimis sehr gerne mag, habt ihr ja sicher schon gemerkt. Und sehr gerne mag ich Krimis, die in Italien spielen und gutes Essen thematisieren. Zum Beispiel alles von Donna Leon. Aber nicht nur. Und jetzt fragt ihr euch, warum ich von Italien erzähle, obwohl dieser Krimi in Paris spielt? Ganz einfach, weil ich mich nicht nach Frankreich versetzt gefühlt hatte, sondern nach Italien. Immer, wenn Paris oder Frankreich erwähnt wurde, war ich total verwirrt und musste mich zuerst wieder orientieren, weil ich beim Lesen eine italienische Atmosphäre verspürt hatte und kein französisches Flair. Aber dies war total egal. Die Protagonistin Lucie war mir so sympathisch, die Handlung war so spannend, die Dialoge waren so witzig und intelligent, dass es mir egal war, wo genau die Geschichte spielte.

Handlung und Schreibstil:
Die Garienne Lucia hat alles und jeden im Blick. Dies ist ja schliesslich ihr Job. Aber plötzlich ist sie mitten in eine Situation geraten, die sie nicht mehr kontrollieren kann. Sie hat versehentlich Spuren vernichtet, die vielleicht zur Aufklärung des Mordes an Vanessa Blandel hätten beitragen können. Obwohl diese unfreundliche Person bei niemandem wirklich beliebt war, muss nun so schnell wie möglich eine Lösung her und damit beginnen erst die Probleme von Lucie. Sie verstrickt sich immer mehr in kompliziertere Lügengeflechte, was die Spannung für den Leser stetig aufrecht erhält und Lucie auf immer dünnerem Eis stehen lässt. Zum Glück ist sie intelligent, um keine Antwort verlegen und strotzt nur so vor Ideen.
Die spannende Handlung wird von einem leicht zu verstehenden und flüssigen Schreibstil unterstrichen. Schöne Beschreibungen von Orten, Speisen, Personen und Situationen werden durch kluge Dialoge und tiefgründige Ereignisse ergänzt. "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" hat mich sehr gut unterhalten, mir Lust auf mehr gemacht und mir eine liebenswerte und kluge Protagonistin näher gebracht. Die intelligent konstruierte Handlung, der ganz spezielle Charme der Gardienne Lucie und der spannende Aufbau garantieren auf jeden Fall ein kurzweiliges Lesevergnügen, Frankreich oder Italien hin oder her :-)

Meine Empfehlung:
Die Gardienne Lucie muss man einfach mögen und die spannende Geschichte, die überraschenden Wendungen und die brenzligen Situationen sorgen für ein unterhaltsames Lesevergnügen. Ich habe auf jeden Fall Lust auf mehr von Marie Pellissier bekommen und empfehle euch "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" sehr gerne weiter.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die tödliche Tugend der Madame Blandel
Autorin: Marie Pellissier, 1971 geboren, verliebte sich mit Anfang zwanzig in die Stadt Paris, wo sie viele Jahre verbrachte. "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" ist ihr erster Kriminalroman. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in Heidelberg.
Flexibler Einband: 336 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 12.05.2014
Verlag: Diana TB 
ISBN: 9783453357679

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(211)

373 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 83 Rezensionen

weihnachten, liebe, familie, snow crystal, schnee

Winterzauber wider Willen

Sarah Morgan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.10.2014
ISBN 9783956490767
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:
Zuerst einmal muss ich einfach vom Cover schwärmen. Auf meiner Fotografie ist es vielleicht ein wenig verwackelt, aber sogar da sieht man noch die schönen Farben und das kitschig verliebte Paar auf dem Cover. Was man nicht sieht, sind die zarten Glitzerelemente, die dem Ganzen noch die Krone aufsetzen. "Winterzauber wider Willen" ist damit definitiv eines der schönsten Bücher in meinem Regal. Auch vom Inhalt her hat mir das Buch sehr gefallen. Der Schreibstil passt hervorragend und die Geschichte ist wunderschön erzählt. Was im Klappentext ein wenig zu kurz kommt, ist der Tiefgang. Tatsächlich nehmen aber Kaylas persönliche Geschichte und ihre Verletzlichkeit einen grossen und sehr wichtigen Teil der Handlung ein und machen den romantischen Plot erst so richtig spannend.

Schreibstil und Handlung:
Sarah Morgan hat einen flüssigen Schreibstil und beschreibt die zauberhafte Szenerie mit schönen Worten. Auch Kaylas Lebenssituation und die zarte Liebesgeschichte um Kayla und Jackson werden einfühlsam beschrieben. Das Buch liest sich nur so weg und passt wunderbar in die Winter- und Weihnachtszeit. Auch von der Handlung war ich begeistert. Das Setting in Snow Crystal ist einfach traumhaft schön gestaltet und die darin agierenden Figuren sowie die herbeigeführten Situationen passen wunderbar zusammen. Von Anfang bis Ende verfolgt die Autorin mit ihrer Geschichte einen klaren Plan und es ist absehbar, dass die zwei Folgebände in einem ähnlichen Stil erzählt werden, worauf ich mich schon sehr freue.

Personen:
Kayla ist eine starke, arbeitshungrige und erfolgreiche Geschäftsfrau, die fast nicht schläft und deren Leben nur aus Arbeit besteht. Aber Kayla hat einige schlimme Erfahrungen mit ihrer Familie gemacht, die immer noch an ihr nagen und hinter ihrer harten Schale versteckt sich der brühmte weiche Kern.
Diesen weichen Kern versucht Jackson nach und nach zu erkunden. Er ist der neue Hotelier der Anlagen in Snow Crystal und leitet das Skiresort seines plötzlich verstorbenen Vaters. Die Führung des Familienunternehmens fällt ihm nicht immer leicht und genau da kommt Kayla als Beraterin ins Spiel. Aus der geschäftlichen Beziehung wird aber bald eine persönliche und erst da beginnt es, so richtig kompliziert zu werden.
Die Familie O'Neil hat aber noch ein paar weitere mehr oder weniger mürrische Mitglieder. So vor allem Walter O'Neil. Schon das erste Meeting mit ihm bringt Kayla total aus dem Konzept. Aber zum Glück gibt es noch Jacksons Mutter Elizabeth, die Kayla warm und liebevoll umsorgt und sofort realisiert, dass Kayla es nicht immer einfach hatte. Die Personenliste könnte noch lange weiter geführt werden, aber dann komme ich wieder ins Schwärmen und verrate vielleicht noch zu viel und dies möchte ich auf jeden Fall vermeiden.

Meine Empfehlung:
"Winterzauber wider Willen" ist ein romantisches Wohlfühlbuch mit Tiefgang, das perfekt in die Winter- und Weihnachtszeit passt. Am besten liest es sich mit einer Tasse Tee oder heisser Schokolade in der Hand vor dem Kamin, eingekuschelt in eine Decke und in Gesellschaft eines flauschigen Tierchens wie einer Katze, eines Hündchens...

Zusätzliche Infos:
Titel: Winterzauber wider Willen
Originaltitel: Sleigh Bells In The Snow
Autorin: Sarah Morgan wurde in Whiltshire geboren und begann ihre Karriere als Schriftstellerin bereits mit acht Jahren, als sie eine Autobiografie ihres Hamsters verfasste. Mit 18 ging sie nach London, wo sie Krankenschwester wurde. Diese Zeit beschreibt sie als eine der glücklichsten ihres Lebens, wobei sie uns natürlich einiges verschweigt! Sie arbeitete auf den verschiedensten Gebieten, ihr Lieblingsgebiet war allerdings die Notfallmedizin, die sie als besondere Herausforderung empfand. In keiner anderen Abteilung hat sie eine so gute Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Schwestern erlebt. Mit der Zeit hatte sie ihr Interesse von Hamstern auf Männer verlagert, und sie begann mit dem Schreiben von Liebesromanen.Ihr ersten Manuskript, das sie nach der Geburt ihres ersten Kindes verfasste, wurde noch von Mill & Boon abgelehnt, aber die Kommentare der Lektorin waren so ermutigend, dass sie es wieder versuchte, und ihr drittes Manuskript "Worth the Risk" wurde schließlich ohne jede Änderung akzeptiert. Den Moment, als sie den Brief mit der Zusage erhielt, beschreibt Sarah Morgan als einen der glücklichsten ihres Lebens. Glücklicher war sie nur, als sie ihren Mann kennenlernte und ihre beiden Kinder bekam.Sarah arbeitet immer noch in Teilzeit im Gesundheitswesen und verbringt die restliche Zeit mit ihrer Familie. Sie versucht, so viel Zeit zum Schreiben zu erübigen wie möglich. Außerdem ist sie eine begeisterte Skiläuferin und Walkerin, sie liebt es, im Freien zu sein!
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Judith Heisig
Flexibler Einband: 384 Seiten 
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.10.2014
Verlag: MIRA Taschenbuch
ISBN: 9783956490767

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(182)

336 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

liebe, vergangenheit, susan elizabeth phillips, insel, trauma

Cottage gesucht, Held gefunden

Susan Elizabeth Phillips , Claudia Geng
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.04.2015
ISBN 9783734101113
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:
Zuerst einmal muss ich festhalten, dass mich das Cover dieses Buches total irritiert hat. Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen, aber ich erwähne es noch einmal. Das Buch spielt im tiefsten Winter und kommt wie eine totale Sommerlektüre daher. Dies hat aber meinem Lesegenuss keinen Abbruch getan. Die Geschichte um die schräge Annie, die mit Puppen spricht und schon zu viele Male verletzt worden ist und um Theo, den scheinbaren Psychopathen und Herzensbrecher, hat mich bestens unterhalten und sogar berührt. Sie unterscheidet sich von so vielen typischen Frauenromangeschichten und hat ihren besonderen Reiz in der wundervollen und detaillierten Ausgestaltung der Figuren. Da muss ich besonders das stumme Mädchen Livia erwähnen, deren Vertrauen Annie nach und nach gewinnt. Diese zerbrechliche Beziehung und Livias Trauma wurden von der Autorin feinsinnig beschrieben und erzählt.

Schreibstil und Handlung:
Wie schon erwähnt haben mir die vielen schönen Beschreibungen gefallen. Vor allem auch die rätselhaften Angriffe auf Annie und ihre verschiedenen Methoden, damit umzugehen und die sich anbahnende Gefühlsverwirrung mit Theo waren toll erzählt. Die klaren und liebevoll gewählten Worte, die tiefsinnigen Sätze und die Thrillerelemte voller Spannung erscheinen als kompaktes und stimmiges Ganzes und haben beim Lesen Lust auf mehr gemacht.
Die Handlung selber ist auch sehr genau durchkomponiert. Erst ganz am Ende fliessen die Fäden zusammen, Fragen werden beantwortet und Probleme gelöst. Vielleicht war ich zu sehr im Lesefluss gefangen um mir viele Gedanken zu machen, aber irgendwie hat mich die Geschichte immer wieder überrascht, war also überhaupt nicht vorhersehbar und hat mich darum sehr gut unterhalten. Einmal habe ich mich sogar ein wenig gegruselt, aber ich verrate nicht, wo genau.

Personen:
Annie, die sehr liebe und einfühlsame Puppenspielerin, hat zwar ihre Puppen im Griff, ihr Leben und vor allem auch ihr Liebesleben aber so gar nicht. Da verwundert es nicht, dass das unerwartete Auftauchen ihrer Jugendliebe sie total aus der Bahn wirft.
Theo ist düster, mächtig, reich und schön. Ihn umgibt eine mystische Aura und eine erotische Spannung, der sich fast niemand entziehen kann. Seine Verschlossenheit und ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit, machen ihn zur Knacknuss für die Dorfbewohner und obwohl er eigentlich nur für sich sein will, öffnet er sich Annie und auch der kleinen Livia gegenüber immer mehr.
Livia ist ein aufgrund eines schweren Traumas verstummtes Kind und ihre Mutter war früher einmal Annies beste Freundin. So versucht Annie, sich auch ein wenig mit Livia anzufreunden, was ihr aber erst nach und nach gelingt. Trotzdem ist Livia eine Schlüsselfigur in der Geschichte um Annie, da sie bei jedem bedeutenden Ereignis dabei ist oder sogar einen kleinen Beitrag dazu leistet.

Meine Empfehlung:
Mir hat dieses Buch, das ich auf Empfehlung einer guten Freundin hin angefordert habe, sehr gut gefallen und ich empfehle es euch gerne weiter, da es sich aus der nicht immer nur lesenswerten Masse von "Frauenliteratur" abhebt und spannende Thrillerelemente, grosse Gefühle und Tiefsinn beinhaltet.

Zusätzliche Infos:
© Peter Irman Titel: Cottage gesucht, Held gefunden
Originaltitel: Heroes are my Weakness
Autorin: Susan Elizabeth Phillips ist eine der meistgelesenen Autorinnen der Welt. Ihre Romane erobern jedes Mal auf Anhieb die Bestsellerlisten in Deutschland, England und den USA. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in der Nähe von Chicago.
Taschenbuch, Klappenbroschur: 512 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Claudia Geng
Verlag: Blanvalet
Erscheinungstermin: 20. April 2015 (deutsche Erstausgabe)
ISBN: 978-3-7341-0111-3

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(153)

368 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

vampire, hexe, hexen, dämonen, liebe

Das Buch der Nacht

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 02.03.2015
ISBN 9783764505271
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung:
Diesen dritten und letzten Teil der Saga habe ich sehnsüchtig erwartet und wurde beim Lesen nicht enttäuscht. Endlich fand ich Antworten auf so viele Fragen und die Lösung aller Rätsel, die im Buch gestellt wurden und aufgetaucht sind. Zusammen mit Diana und Matthew habe ich vieles über das Geheimnis des Lebens erfahren und eine spannende Reise zu den Wurzeln der Arten gemacht. Ich durfte mit meiner Lieblingswissenschaftlerin Diana noch einmal in Universitätsbibliotheken und Laboren schmökern, andere Hexen treffen, magische Stränge weben und Ränke schmieden und ich habe diese Lektüre und das Abenteuer sehr genossen. Nur gab es leider manchmal ein paar Längen und ich musste mich ein wenig durch das Buch hindurch kämpfen, da es sich nicht einfach so weglesen liess. Dies ist jedoch mein einziger Kritikpunkt. Einmal mehr hat mich aber eine tolle Sprache verzaubert und beim Konstruieren der Handlung hat sich die Autorin meiner Meinung nach selber übertroffen.

Schreibstil und Handlung:
Mit einer wunderschönen und sehr reichen Sprache fasziniert die Autorin Deborah Harkness auch mit dem dritten Band ihrer Nacht-Saga und zaubert Bilder und Filme aufs Papier. Weil die Sprache sehr ausführlich beschreibt und einen gewissen intellektuellen Anspruch an den Leser hat, liest sich das Buch nicht so schnell weg, sondern lebt von der intensiven Beschäftigung damit und klingt lange im Leser nach. Einzelne Längen im Text konnten aber dem Lesegenuss keinen Abbruch tun.
Mit der Handlung dieses letzten Bandes hat die Autorin gekonnt die Brücke zu den ersten zwei Bänden und zwischen den Jahrhunderten geschlagen und eine im Jetzt stattfindende Auflösung ihrer Rätsel inklusive Showdown geschaffen, die keinen Vergleich scheuen muss. Spätestens bei der Lektüre dieses Buches wird klar, wie die Fäden in der Vergangenheit und der Zukunft zusammen laufen und dass die Autorin alle Verstrickungen, Irrungen und Wirrungen und Auflösungen minutiös vom ersten bis zum letzten Band durchgeplant hat. Hut ab vor dieser schriftstellerischen Meisterleistung.

Meine Empfehlung:
Ich empfehle diesen Band und die ganze Saga von Herzen weiter und zwar nicht nur an eingefleischte Fantasy-Fans, sondern an alle Leser, die sich für historische Romane, Liebesromane und/oder Fantasy interessieren. Da ist von allem und für jeden etwas dabei und da ich selber sonst wirklich nur ganz selten Fantasy lese und noch seltener einen Fantasyroman weiter epfehlen kann, weiss ich wirklich, von was ich spreche.

Zusätzliche Infos:
Titel: Das Buch der Nacht
Originaltitel: The Book of Life
Autorin: Deborah Harkness ist Professorin für europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie bereits mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Sie schreibt ausserdem ein preisgekröntes Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com).
Nach Die Seelen der Nacht und Wo die Nacht beginnt ist Das Buch der Nacht der krönende Abschluss der grossen Saga der Erfolgsautorin. Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Christoph Göhler                                                              
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 768 Seiten
Verlag: Blanvalet
Erscheinungstermin: 2. März 2015
ISBN: 978-3-7645-0527-1

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Himmel meines Großvaters

Stefan Hertmans , Ira Wilhelm
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 25.08.2014
ISBN 9783446246430
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir von meinem Vater empfohlen, weil er im Autoradio davon gehört hatte und sich gedacht hatte, dass dieses Buch eine geeignete Lektüre für mich wäre. Damit hatte er vollkommen recht, denn dieses Buch hat mich fasziniert, beeindruckt und berührt. In einer schönen und liebevollen Sprache erzählt der Autor von seinen Erinnerungen an den Grossvater und seinen Recherchen, die er zu den Notizbüchern des Grossvaters anstellt und die ihn ganz weit in die Vergangenheit führen. Dieses Buch erzählt Geschichten aus einer anderen Zeit, in der vieles noch ganz einfach und anderes unendlich schwierig war, von Menschen, die nichts hatten und trotzdem glücklich waren und von Orten, die kurz darauf während eines grausamen Krieges zerstört wurden. Von Kriegsehre, Stolz, Mut und einem innigen Glauben an Gott und das Menschliche und von einem Familienzusammenhalt, der neidisch macht.

Sprache und Aufbau:
Hertmans kann sich noch an viele Ereignisse aus seiner Kindheit mit dem Grossvater erinnern. Diese schildert er vor allem im ersten und letzten Teil des dreiteiligen Werkes. Während seinen Recherchen und der Arbeit mit den Notizbüchern des Grossvaters erfuhr er viele Details, die er vorher gar nicht gekannt hatte und es wurden ihm einige Zusammenhänge klarer, über die er sich noch gar keine Gedanken gemacht hatte. Sehr liebevoll, selbstkritisch und ehrlich schildert er also seine Erinnerungen und beginnt dann mit den Anfängen der Notizbücher, in denen es vor allem um die Kindheit des Grossvaters geht. So wird immer wieder der krasse Unterschied zwischen den zwei Leben, ja, zwischen zwei Welten sicht- und spürbar und trotzdem verbindet den Autor und seinen Grossvater eine innige Beziehung und eine gemeinsame Familiengeschichte, sowie die Suche nach dem persönlichen Glück, der eigenen Bestimmung und den Wurzeln in der Vergangenheit.
Im zweiten Teil des Buches werden ohne persönlichen Kommentar des Autors die Kriegstagebücher in der ich-Form wiedergegeben und die Geschichte des talentierten Malers, der während des ersten Weltkrieges plötzlich an die Front berufen wurde und seinen grossen Traum zumindest teilweise aufgeben musste schockiert und fasziniert zurgleich in ihrer erzählerischen Klarheit und den grausamen und zum Nachdenken anregenden Details. Faszinierend ist dieser zweite Teil vor allem darum, weil der Grossvater sich nach so vielen harten, tragischen, traurigen aber auch glücklichen und gesunden Jahren noch so genau an jede Kleinigkeit erinnern konnte, was uns Lesern zeigt, wie einschneidend und traumatisch diese Zeit doch war.
Im dritten Teil erzählt der Autor wieder von sich und dem Grossvater, zieht Vergleiche und zeigt Parallelen auf. Vor allem tauchen wir noch einmal ein in die Zeit nach dem Krieg, in welcher der Grossvater seine grosse Liebe gefunden und wieder verloren hat. Wir erkennen zusammen mit dem Autor die weitreichende Bedeutung einiger Bilder des Grossvaters und erfahren zudem etwas über die Handlungsorte, die Hertmans fast alle besucht oder zumindest gesucht hat.

Meine Empfehlung:
Dieses Buch ist nichts für zarte Gemüter und doch sollte es von allen gelesen werden. In einer Zeit, in der bereits die letzten Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges aussterben, ist es nämlich um so wichtiger, sich zu erinnern und dieser Zeitzeugenbericht des ersten Weltkrieges zeigt noch einmal eine ganz andere Form der Kreigsführung und Grausamkeit auf. Er berichtet aber nicht nur von der Langeweile und Todesangst in den Schützengräber, den Gräueltaten auf dem Feld, von der Angst um die Familie und das eigene Leben und Geschichten aus einer harte Kindheit, sondern er ist auch grandios geschrieben und mit Liebe recherchiert und erzählt.

Zusätzliche Infos:
© Michiel Hendryckx Titel: Der Himmel meines Grossvaters
Originaltitel: Oorlog en terpentijn
Autor: Stefan Hertmans, geboren 1951, gilt als einer der wichtigsten niederländischsprachigen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der flämischen Gemeinschaft für Prosa. Der Himmel meines Großvaters war der grosse Überraschungserfolg des Buchherbstes 2013.
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Niederländisch
Übersetzt von: Ira Wilhelm
Fester Einband mit Schutzumschlag: 320 Seiten
Verlag: Hanser
Erscheinungsdatum: 25.08.2014
ISBN: 978-3-446-24643-0

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(57)

137 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

liebe, israel, palästina, krieg, hass

Ismaels Orangen

Claire Hajaj , Karin Dufner
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.03.2015
ISBN 9783764505165
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:
Dieses Buch wollte ich eigentlich sofort nach seinem Eintreffen bei mir lesen. Nur ist irgendwie immer etwas von meinem SuB dazwischen gekommen :-)
Ich war total gespannt auf das Buch und hoffte, durch diese Lektüre ein wenig mehr über den Nahostkonflikt zu erfahren, den ich zwar fast täglich in den Medien mitkriege, dessen Hintergründe ich aber viel zu wenig kenne. Da ich aber der Meinung bin, dass auch diese Konflikte, die nicht direkt vor unserer Haustür stattfinden, uns alle angehen und da ich mich als Kunstschaffende beauftragt fühle, mir alle möglichen Informationen zu aktuellen Themen zu beschaffen, war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.
Und es hat mich nicht enttäuscht, sondern einfach nur begeistert. Die Autorin, selber ein Kind einer jüdischen Mutter und einem muslimischen Vater aus Palästina, weiss, wovon sie spricht und sie schafft es nicht nur, ein differenziertes Bild beider Kulturen und des vorherrschenden Konfliktes zu zeichnen, sie vergisst dabei auch nicht, die Schönheit und Vielfalt der beschriebenen Länder in schillernden Farben zu zeichnen. Dies geht ja leider im ganzen Kriegsgeschehen und in den Berichterstattungen darum immer wieder unter.
Im Zentrum des Buches stehen die Liebesgeschichte um Judith und Salim und die Lebensgeschichten ihrer Familien. Diese reagieren gar nicht begeistert, als sie von der jungen Liebe zwischen Judith und Salim erfahren und halten mit ihrer Kritik nicht zurück. Bald zeigt sich, dass der Grat zwischen Freund und Feind sehr schmal sein kann und dass es nicht immer einfach ist, Hilfe zu finden, ohne gleich zu Gegenleistungen angehalten zu werden. So sind die beiden immer mehr gezwungen, sich von ihrem gewohnten Umfeld zu distanzieren und sich eine eigene Wirklichkeit und ein eigenes Leben aufzubauen. Nur ist da immer noch dieser andauernde Krieg und immer mal wieder überschatten die Geister der Vergangenheit ihr zerbrechliches Glück.

Schreibstil und Handlung:
Claire Hajajs Schreistil hat mich sofort in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Er ist vielfältig, bunt, detailliert und sehr feinsinnig und die Autorin schafft es immer wieder, die Gefühlswelt einer Person oder eine Situationsbeschreibung mit wenigen Worten ganz genau auf den Punkt zu bringen. Sie schreckt auch vor tragischen Ereignissen und dramatischen Wendungen nicht zurück und zeigt ihre eigene Trauer über die vorherrschende Situation nicht mit grossem Pathos, sondern mit einer leisen Eindringlichkeit, die mich erschütterte. In der Beziehung zwischen Judith und Salim sehen wir unendlich viel Zerrissenheit, Nähe, Verletzlichkeit, Liebe und auch ganz viele Missverständnisse und was sie als Paar erleben, erleben auch ihr Heimatland und ihre Kulturen in noch viel grösserem Ausmass und was immer wieder unter der Flagge des - leider falschen - Stolzes und der Ehre, des Besitzanspruches und der Vergangenheit ausgetragen wird, wiederholt sich doch immer und immer wieder und erzeugt einen Strudel von Gewalt, Hass und Zerstörung. Was wir in diesem Buch nicht erfahren, ist eine eindeutige Schuldzuweisung, die so wohl auch gar nicht möglich und für die Handlung sicher nicht notwendig ist. Wir befinden uns als Leserinnen und Leser aber immer wieder ganz nahe an der selben Ohnmacht, die alle Beteiligten zuweilen erfasst, lähmt und zu absurden Reaktionen zwingt. Die wunderbar geschichtlich orientierte Handlung, die klar gezeichneten Charaktere und die traumhaft schönen aber blutbefleckten Schauplätze vereinen sich in diesem zwingend lesenswerten Buch zu einem überwältigenden Ganzen und machen aufmerksam auf einen der grössten und am längsten andauernden Konflikt in unserer heutigen Zeit und seine Auswirkungen, die sich nicht nur in Israel und Palästina selber, sondern auf der ganzen Welt abzeichnen.

Meine Empfehlung:
Bitte lest dieses Buch, verschliesst euch nicht vor dem, was hier beschrieben wird, erkundigt euch, recherchiert, bildet euch eine eigene Meinung und vor allem: prüft euer eigenes Leben und Empfinden auf unverrückbare Vorurteile, auf ungelöste Probleme und auf Situationen, in denen ihr es versäumt habt, um Verzeihung zu bitten und tragt die Saat der Liebe und des Friedens, die ihr bei Judith und Salim findet, immer wieder weit in die Welt hinaus und lasst sie ihre Wurzeln in eurem Herzen schlagen.

Zusätzliche Infos:
Titel: Ismaels Orangen
Originaltitel: Ishmael's Oranges
Autorin: Claire Hajaj
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag und Lesebändchen: 448 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Karin Dufner
Verlag: Blanvalet
Erscheinungstermin: 16. März 2015
ISBN: 978-3-7645-0516-5

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

dreiländereck, hasenscharte, bestseller, entwicklungsroman, religiöser wahn

Der Engelmacher

Stefan Brijs , Ilja Braun
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 13.01.2009
ISBN 9783442738519
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:
"Der Engelmacher" ist mein bisheriges Jahreshighlight. Die Handlung dieses Buches, das sowohl Krimielemente, als auch eine Gesellschaftsstudie und ganz viele interessante Biologiestunden beinhaltet, ist düster, abgründig, beklemmend und berührend. Aufgrund des Covers und der Beschreibung habe ich mir dieses fantastische Rezensionsexemplar zukommen lassen. Auch der Klappentext konnte mich schnell überzeugen.
Dass aber die Handlung sich in eine von mir so unterwartete Richtung entwickelte, hat mich einfach umgehauen. Selten können mich Bücher so positiv überraschen und ich möchte ehrlich gesagt gar nicht wirklich viel zum Inhalt verraten, weil dann die Geschichte noch eindringlicher und überraschender wird. Bitte lest keine anderen Rezensionen und keine Inhaltsangaben, die mehr verraten, als der Klappentext. Natürlich kann man aufgrund des Titels und der Dramaturgie darauf schliessen, in welche Richtung das Buch gehen wird, aber trotzdem ist es überraschend, auf eine seltsame und abstosstende Art faszinierend und zugleich entsetzlich, wie weit Victor Hoppe gehen kann und will und aus welchen Gründen er dies tut.


Handlung und Schreibstil:
Ein von einer Hasenscharte entstelltes Kind hatte es noch vor wenigen Jahren nicht leicht. Von der katholischen Kirche als "vom Teufel gezeichnet" verschrien und von seiner Mutter verstossen muss auch der kleine Victor sein Elternhaus verlassen und von da an in einer katholischen Anstalt leben. Was dem hochintelligenten und leicht autistischen Jungen dort widerfährt, lässt ihn sein Leben lang mit der Religion an sich, den Vertretern dieser Religion und vor allem Gott persönlich hadern. Da er aufgrund seines Aspergersyndroms nicht in der Lage ist, Aussagen seiner Mitmenschen differenziert einzuschätzen, nimmt er immer alles persönlich und gerät so tatsächlich in Teufels Küche.
Seinem wissenschaftlichen Ehrgeiz werden aufgrund seiner Sonderbegabung keine Grezen gesetzt und schon bald stürzt er sich in ein Projekt, von dessen Existenz seine Berufskollegen nicht einmal zu träumen wagen.
Stefan Brijs schildert eindrücklich das Innenleben des Protagonisten und schafft es so, uns Lesers das Unglaubliche verständlich zu machen. Dank seinem aussergewöhnlich präzise beobachtenden und beschreibenden Schreisbtil und der flüssigen, aber anspruchsvollen Sprache fiel es mir leicht, Victor, seine Gedanken, sein Projekt und seine Überzeugung nachzuvollziehen. Ich denke, dass dies anderen Lesern auch so ergehen kann. Ich entwickelte mit der Zeit sogar Mitgefühl mit Victor und was Brijs uns hier auf dem wissenschaftlichen Silbertablett serviert ist nicht nur ein literarisches Meisterwerk, es ist auch eine Gesellschaftsstudie. Nur weil ein verstocktes, engstirniges, katholisches Volk die Gebote der Nächstenliebe nur oberflächlich anwendet und dort, wo es wirklich wichtig wäre ein Auge darauf zu werfen, lieber weg schaut und nur weil nicht einmal die Wissenschaft an sich selber zu glauben wagt, kommt es überhaupt so weit, wie es kommen muss. Und bis auch der Letze geschnallt hat, was bei Victor Hoppe nicht einmal im Geheimen, sondern vor den Augen aller geschieht, hat dieser sein Werk bereits an einen Punkt gebracht, an dem es kein Zurück gibt.

Meine Empfehlung:
Ich könnte noch unendlich viele lobende Worte für dieses beeindrückende Stück Literatur finden, lasse euch aber nun selber eure Meinung bilden. Dieses Buch hat mich fasziniert, beängstigt, beeindruckt und überzeugt und ich hoffe, dass es einigen von euch auch noch so ergehen wird.


Zusätzliche Infos:
Titel: Der Engelmacher
Originaltitel: De engelenmaker
Autor: Stefan Brijs
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Niederländisch
Übersetzt von: Ilja Braun
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: btb Verlag
Erscheinungstermin: 10. November 2014
ISBN 978-3-442-74838-9

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

73 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

erwachsen werden, freundschaft, pubertä, krankheit, coming of age

Das Glück wächst nicht auf Bäumen

Wendy Wunder , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.03.2015
ISBN 9783442314003
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:
Ich habe ein Buch voller Abenteuer mit einer eher schüchternen und bedachten und einer zweiten, wilden und todkranken Protagonistin erwartet. Ich dachte vor allem an Krebs oder eine anderer schwer heilbare oder unheilbare Krankheit. Ich habe ein typisches Ausreisserinnenbuch erwartet und zwei junge Frauen, die aufbrechen um nach dem Sinn des Lebens, seinen schönen Seiten und vielleicht auch der grossen Liebe zu suchen.
Bekommen habe ich eine durchaus intelligente, interessierte und vernünftige Protagonistin und deren nicht körperlich, sondern psychisch kranke beste Freundin, eine eher unrealistische Flucht und ein ganz und gar konstruiertes und leider unrealistisches Ende.
Ich mochte den Schreibstil der Autorin und den Anfang der Geschichte sehr. Ab der Mitte des Buches wurde die ganze Situation immer schräger und ich habe mich im Ernst gefragt, was mir mit diesem Buch gesagt werden will.

Schreibstil und Handlung:
Der Schreibstil entsprach mir voll und ganz: schlichte Sätze, schöne Formulierungen und spannend aufgebaute Abschnitte.
Auch die Dialoge der zwei jungen Frauen empfand ich als sehr authentisch, sie entsprachen nämlich Gesprächen, die unter Teenagern immer wieder vorkommen und auch die Gedanken und Probleme, die Hannah und Zoe beschäftigen, kenne ich noch gut aus meiner Jugend.
Leider konnte mir die Handlung dann nicht wirklich zusagen. Der Klappentext suggeriert ja, dass wir es mit einer todkranken jungen Frau zu tun haben, die noch einmal ihr Leben geniessen will, bevor sie dies nicht mehr kann und dies ist so einfach nicht der Fall. Vielmehr haben wir es mit Zoe mit einer jungen Frau zu tun, die unter einer psychischen Krankheit leidet. Der Beschreibung nach ist es eine bipolare Störung, vielleicht sogar Schizophrenie. Dass diese Krankheit ein Leben beenden soll oder gar junge Menschen noch einmal dazu bringen soll, alles auf eine Karte zu setzen, lässt sich schwer nachvollziehen und dass Hannah, die ja sonst eher vernünftig ist und weiss, wie und dass sie Zoe helfen kann und soll, sich Zoe einfach fügt und nicht schon von Anfang an Hilfe holt, macht irgendwie keinen Sinn.
Nur die fantastischen Darstellungen vom Verhältnis von Zoe zu ihrem Bruder Noah haben das Buch für mich lesenswert gemacht. Noah leidet nämlich an einer schwachen Form des Autismus. Es könnte sich dabei um ein Aspergersyndrom handeln und Zoe versucht immer wieder, ihm die Gefühlswelt der anderen, fühlenden Menschen, näher zu bringen indem sie kleine Ausstellungen für ihn gestaltet und dabei für jede Ausstellung ein Gefühl als Thema wählt. Darauf bezieht sich übrigens auch der Originaltitel des Buches.
Auch die Schlussszene, bei der Noah eine entscheidene Rolle hat, wurde nur wegen diesem kleinen und intelligenten Jungen so berührend.

Mein Fazit:
Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob ich dieses Buch empfehlen kann oder will. Der Schreibstil ist grandios, die Sprache berührend und wunderschön, aber die Handlung geht einfach irgendwie so überhaupt nicht auf. Ich legte dieses Buch mit sehr gemischten Gefühlen aus der Hand.

Zusätzliche Infos:
Titel: Das Glück wächst nicht auf Bäumen
Originaltitel: The Museum of Intangible Things
Autorin: Wendy Wunder
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Stefanie Retterbush
Taschenbuch: 320 Seiten
Erscheinungstermin: 9. März 2015 
Verlag: Goldmann
ISBN:  978-3-442-31400-3

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(236)

476 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 98 Rezensionen

brasilien, paris, lucinda riley, vergangenheit, rio de janeiro

Die sieben Schwestern

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.03.2015
ISBN 9783442313945
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:
"Die sieben Schwestern" war mein erstes Buch der Autorin Lucinda Riley und da ich schon so viel Gutes über die Autorin und ihr Werk gehört hatte, waren meine Erwartungen entsprechend gross. Und sie wurden definitiv nicht enttäuscht. Dieses Buch ist der erste Roman einer siebenbändigen Reihe und ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich die weiteren Bände lesen werde.
Obwohl ich mit einem blumigeren Stil gerechnet hatte, war ich vom schlichten, aber wunderschön beschreibenden Stil positiv überrascht. Das Buch beginnt mitten im Leben der Protagonistinnen. Eine schreckliche Nachricht erreicht Maia und ihre fünf Schwestern: ihr Adoptivvater ist unterwartet verstorben und wollte ohne sie beigesetzt werden, was auch schon geschehen ist. Alle sechs Schwestern treffen sich im Familienwohnsitz, der dauerhaft von Maia, der ältesten Adoptivtochter von Pa Salt, wie er von seinen Töchtern genannt wird, sowie der Köchin der Familie und der Ersatzmutter der Frauen bewohnt wird, und besprechen das weitere Vorgehen. Jede der Schwestern erhält dabei vom eigens dafür eingesetzten Notar einen Brief, der ihr die Möglichkeit verschafft, mehr über ihre Herkunft zu erfahren. Diese Chance ergreift als erstes Maia und sie begleiten wir Leserinnen und Leser auch auf ihrer Reise nach Rio und ganz weit zurück in die Geschichte ihrer Familie. Dabei erfahren wir vor allem einiges über Izabela, die in einer männerdominierten Welt ihre eigenen Gefühle und Wünsche zurück steckt und leidet, verzichtet, erduldet, aber auch liebt, verzeiht und sich wieder und wieder vor Sehnsucht verzehrt.
Aber wo ist die siebte Schwester? Und wie sind die anderen Schwestern zu Pa Salt gekommen? Nur die weiteren Bücher werden uns diese Fragen beantworten.

Schreibstil und Handlung:
Ein feinfühliger und schlichter Schreibstil, sowie eine durchdachte und über das ganze Buch - wahrscheinlich über die ganze Reihe - konzipierte Handlung, machen dieses Buch zu einem einzigartigen und lesenswerten Stück Literatur, zu einem Schatz im Bücherschrank. Detaillierte Beschreibungen in einer schlichten Sprache, liebevoll ausgearbeitete Charaktere und Emotionen, Farben und Spannung gehören dabei genau so zu den positiven Punkten, wie die fantastisch recherchierten Szenen im Rio des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.
Die Handlung lässt nur eines zu wünschen übrig: mehr davon. Mehr Izabela, mehr Maia, mehr Liebe, mehr Schmerz, mehr historische Hintergrundinformationen, mehr, mehr, mehr. Leider habe ich mich gegen Ende ein wenig von Maia entfremdet, weil ich noch total gefangen, fast schon benebelt war, von Izabelas Geschichte. Auch war mir der Schluss ein Zuviel der Eindrücke. Die Handlungsstränge überschlagen und überschneiden sich innerhalb von kürzester Zeit auf wenigen Seiten und da hätte ich mir ein wenig mehr Raum, Zeit und Verarbeitungsmöglichkeiten gewünscht.

Meine Empfehlung:
"Die sieben Schwestern" empfehle ich euch wärmstens weiter. Schon jetzt kann ich sagen, dass man über dieses Buch und die Fortsetzung der Reihe noch einiges hören und dass dies ausschliesslich positiv sein wird.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die sieben Schwestern
Originaltitel: The Seven Sisters 1 - Maia
Originalverlag: PanMacmillan
Autorin: Lucinda Riley
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Sonja Hauser
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 544 Seiten
Erscheinungstermin: 9. März 2015
ISBN: 978-3-442-31394-5

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

mord, langatmig, dealer, mark, selbstmord

Dein ist die Rache

David Mark , Peter Friedrich
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.08.2013
ISBN 9783548284347
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:
Im zweiten Krimi in der Reihe um Aector McAvoy begeben wir uns in die Swingerszene, in private Sexclubs, auf einschlägige Websites und hin zu menschlichen Abgründen, welche die Grenzen von Treue, Vetrauen, Macht und Missbrauch berühren und teilweise auch überschreiten. Den Klappentext finde ich einmal mehr irreführend, weil auch bei diesem Buch steht, dass McAvoy das Leben seiner Familie riskiert. Bis jetzt hatte ich ehrlich gesagt noch nie das Gefühl, dass er das Leben seiner Familie riskieren würde, aber es stand bei jedem Buch so oder ähnlich im Klappentext. Auch in diesem Buch finden sich wieder der schwarze, britische Humor, die derbe Umgangssprache auf dem Polizeipräsidium und die expliziten Beschreibungen. Ihr wisst ja bereits, dass ich David Marks Stil mag und dass seine Bücher sehr spannend geschrieben sind und dass der Ermittler McAvoy sehr sypathisch und liebenswürdig dargestellt wird.

Schreibstil und Handlung:
McAvoy findet ein Handy, das jemand verschwinden lassen wollte und entdeckt darauf Daten, die ihm keine Ruhe mehr lassen. Gleichzeitig wird in einem Drogenfall ermittelt und McAvoy muss sich verdeckt um seinen neuen Fall kümmern, dessen Vorhandensein am Anfang nur auf McAvoys Instinkt basiert und der später zu einem eigenständigen Mordfall wird. Dieser Fall führt ihn in die Swingerszene und zu einer Frau mit Namen Suzie, die sich in dieser Szene bewegt und selber plötzlich sehr gefährlich lebt. Dabei muss McAvoy aufpassen, dass er das Ansehen seines Ermittlungsteams wahren kann und dass er bei den Ermittlungen um in den Fall verwickelte Mitglieder des Stadtrates nicht indiskret erscheint. Ich finde diese komplizierten politischen und gesellschaftlichen Verwicklungen sehr spannend, glaubwürdig und schlüssig dargestellt. Ausserdem gefielen mir die Beschreibungen von Szenen und Handlungsorten in diesem Band noch besser als im vorhergehenden. Zum Schreibstil habe ich ja schon einige Worte verloren. Da David Mark mit diesem Roman sich in einer zwielichtigen und sexbesessenen Szene bewegt, sind die Beschreibungen entsprechend gestaltet und die Worte passend gewählt. Wer jetzt aber perverseste Gruppensexszenen erwartet, hat sich heftig geschnitten. Die Beschreibungen dienen nämlich einzig und alleine der Handlung und nicht dazu, uns Leser aufzugeilen, was ich mir nicht ganz einfach vorstelle, was der Autor aber mit Bravour gemeistert hat.

Meine Empfehlung:
"Dein ist die Rache" ist ein weiterer spannender und blutrünstiger Krimi aus der Reihe um Aector McAvoy. Es empfiehlt sich, die Bücher in der Reihenfolge zu lesen, sie sind aber auch ohne Probleme zu verstehen, wenn man sie einzeln liest. Wer eine klare Sprache, explizite Beschreibungen und einen sympathischen Ermittler mag, ist mit dieser Reihe bestens beraten.

Zusätzliche Infos:
Titel: Dein ist die Rache
Originaltitel: Original Skin
Autor: David Mark
Taschenbuch: 512 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Peter Friedrich
Verlag: Ullstein Buchverlag
Erscheinungsdatum: 09.08.2013
ISBN: 13 9783548284347

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

liebe, selbstfindung

Kleinstadtnovelle

Ronald M. Schernikau
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Konkret Literatur, 01.09.2002
ISBN 9783894582166
Genre: Biografien

Rezension:

Meine Meinung:
Vor einiger Zeit, wahrscheinlich vor ca. zwei bis drei Jahren, habe ich eine Dokumentation über Ronald M. Schernikau gesehen und war sofort fasziniert von dieser spannenden Person. Dann habe ich mir die "Königin im Dreck" und die Kleinstadtnovelle bestellt. Die Königin habe ich auch gleich gelesen, weil ich für eine Lesechallenge ein schwarzes Buch benötigte. Nun kam ich endlich dazu, mich mit Schernikaus Novelle zu befassen und ich war auch von diesem Buch total fasziniert.
Schernikau beobachtet genau und beschreibt seine Umgebung aus seiner Sicht und mit vielen persönlichen Anmerkungen. Seine Beschreibungen sind genau und pointiert und stellen gesellschaftliche Missstände an den Pranger, berichtigen oder überspitzen Vorurteile und lassen in die Gedanken eines jungen Mannes blicken, der sich in verschiedene Rollen gedrängt fühlt, seinen Platz in der Gesellschaft aber gar nicht definieren will.
Durch die Unterstützung seiner Mutter erfährt der Protagonist b. was es heisst, akzeptiert zu werden und durchaus ein Recht auf Liebe und Sexualität ausserhalb engstirnig definierter Normen zu haben. Die starke und fortschrittliche Frau setzt sich für genau diese Rechte ihres Sohnes ein und enttabuisiert und entkriminalisiert die Homosexualität von b. indem sie seine Mitmenschen dazu zwingt, darüber zu sprechen oder sogar Position zu beziehen. Eine kunstvolle Sprache, intelligente Bilder und Vergleiche und das immer noch sehr aktuelle Thema machen diese Novelle aus und auch noch Jahre nach dem viel zu frühen Tod des Autors sollte dieses kleine Büchlein Pflichtlektüre in allen Schulen sein.

Meine Empfehlung:
Die "Kleinstadtnovelle" empfehle ich Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern und Lehrpersonen zur Lektüre. Sie hat nichts von ihrer Aktualität eingebüsst und bietet eine gute Diskussionsgrundlage für Themen, die junge Menschen beschäftigen und vielleicht auch einschüchtern. Sie sollte heute noch ein Muss in jedem Schulzimmer sein und zwar nicht nur, weil sie das Erwachsenwerden und die Selbstfindung von jungen Menschen thematisiert, sondern auch, weil sie spannende und wunderschöne Sprachcollagen und Wortschöpfungen beinhaltet, die durch ihre intelligente Gestaltung überzeugen.

Zusätzliche Infos:
Titel: Kleinstadtnovelle
Autor: Ronald M. Schernikau
Broschiert: 96 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Konkret Literatur Verlag
Preis: SFr 21.20
ISBN: 978-3-89458-216-6

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

79 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

geheimnis, katherine webb, familie, verwandtschaft, liebe

Das fremde Mädchen

Katherine Webb , Katharina Volk
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.05.2016
ISBN 9783453356818
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:
Von Katherine Webb habe ich bereits "Das verborgene Lied" gelesen und ich war total begeistert von diesem Buch. Umso höher waren natürlich auch meine Erwartungen an "Das fremde Mädchen" und die wurden zum Glück zu meiner vollsten Zufriedenheit erfüllt. Ich liebe einfach diesen sehr feinfühligen und beschreibenden Schreibstil, die sanfte Sprache und die genauen und bunten Bilder, die mich das Buch in einem Fluss lesen und dabei in eine ganz eigene Welt eintauchen liessen. Die Geschichte spielt am Anfang des neunzehnten Jahrhunderts und ist sehr authentisch erzählt. Ich habe mich jedes Mal, wenn ich das Buch aufgeschlagen hatte, immer sofort in eine ganz andere Zeit versetzt gefühlt und dabei gefielen mir vor allem die immer wieder angedeuteten Veränderungen und Umbrüche der Gesellschaft dieser Zeit, die immer wieder vorkommen oder sogar ganze Handlungselemente beeinflussen.

Sprache und Handlung:
Wie schon gesagt gefällt mir der präzise und warmherzig beschreibende Ton von Katherine Webb sehr gut. Sie zeichnet Personen und Orte so klar, als würde sie diese persönlich kennen und immer wieder fasziniert mich dabei die liebevolle Haltung, die ihren Beschreibungen zu Grunde liegen. Auch schwierige Charakterzüge, unangenehme Menschen und sehr schwer zu bewältigende Lebenssituationen werden von ihr genau erfasst und sehr ungeschönt wieder gegeben. Natürlich legt die Handlung dies auch nahe, da wir uns von der Erzähltzeit her in einer Gesellschaft bewegen, in der die Unterschiede zwischen arm und reich sehr gross sind und in der sich viele reiche Haushalte eine riesige Dienerschaft halten, ohne auf deren persönliche Schicksale und Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Ganz spannend finde ich die Eingliederung von Rachel und ihrem Mann Richard, die sich immer wieder auf einer Zwischenstufe zwischen Dienerschaft und Teilnehmer der gehobenen Gesellschaft bewegen. Dies wird von Katherine Webb sehr einfühlsam beschrieben und von allen Seiten betrachtet.
Auch gefallen mir die vielen Zeitsprünge und die verschiedenen Handlungsstränge sehr gut. Es entsteht so ein komlexes Handlungsgeflecht voller spannender Wendungen, Überraschungen und ganz vielen verschiedenen kleinen Berichten und Geschichten von Menschen und ihren Familien.
Über Rachel erfährt man am Anfang noch nicht so viel und auch sie muss sich erst an ihre neue Rolle als Ehefrau gewöhnen. Ausserdem merkt sie schon bald, dass sie einen besonderen Draht zu Jonathan zu haben scheint, erfährt aber erst nach und nach, warum das so ist. Neugierig, klug und gelangweilt wie sie ist, versucht sie, der Sache auf den Grund zu gehen und findet so immer mehr überraschende und auch erschreckende Details über eine Frau und ein Leben heraus und stellt dabei ihr eigenes Leben auf den Kopf.

Meine Empfehlung:
Auch dieses Buch der Autorin Katherine Webb empfehle ich sehr gerne weiter. Wer sich für kompliziert verstrickte Liebes- und Lebensgeschichten und eine sehr bunt und wunderschön klar beschreibende Sprache interessiert, der ist mit diesem Buch genau richtig beraten.

Zusätzliche Infos:
Autorin: Katherine Webb
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 640 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Katharina Volk
Verlag: Diana Verlag
ISBN 978-3-453-29165-2

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

schottland, krimi, mord, 3 sterne, serienkiller

Sterbensangst

David Mark , Peter Friedrich
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.07.2012
ISBN 9783548284330
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:
Da ich bereits den dritten Band dieser Krimireihe gelesen hatte und davon hin und weg war, forderte ich vor einiger Zeit auch den ersten und zweiten Band beim Verlag an und nun bin ich tatsächlich so begeistert, dass ich es kaum erwarten kann, bis weitere Bände von David Mark erscheinen.
"Sterbensangst" beginnt sehr rätselhaft und erst nach und nach erfährt der Leser mehr über den Polizisten McAvoy, der auch in den Folgebänden die Hauptrolle spielen wird. Da ich den dritten Band bereits gelesen habe, war für mich leider nicht alles ganz so spannend und unbekannt (woran ich ja definitiv selber schuld bin), aber trotzdem war ich total begeistert von der Raffinesse, mit der David Mark uns näher an seinen Protagonisten heran führt.
Dieser erste Fall von Aector McAvoy steht unter einem sehr schlechten Stern. Obwohl alle und alles gegen ihn zu arbeiten scheinen, kämpft er ungebrochen für Gerechtigkeit und gegen einen Killer, der ihm seine persönlichen Schwächen so gnadenlos wie ausgeklügelt vor die Nase hält und bis zum Schluss weiss McAvoy nicht, gegen wen oder was er eigentlich kämpft. Erst langsam zeigt sich ein Muster und verschiedene Teilchen setzen sich zu einem grossen Puzzle zusammen. Doch nicht zuletzt seine Vorgesetzten legen McAvoy teilweise bewusst, aber manchmal auch unbewusst immer wieder neue Steine in den Weg. Zum Glück aber hat er einen untrüglichen Instinkt und sucht so immer wieder nach neuen Wegen, um seine persönlichen und seine beruflichen Ziele zu verfolgen.

Schreibstil und Handlung:
Auch in diesem ersten Band lässt sich David Marks Schreibstil sehr klar erkennen. Dieser ist handlungsbezogen und lässt uns am Alltag der Ermittler teilnehmen. Lange Schilderungen von Ortschaften oder dem Aussehen gewisser Protagonisten findet man in Marks Bücher vergeblich. Vielmehr werden Personen nur stichwortartig charakterisiert. Da gibt es einen einarmigen Mann, der irgendwie immer wieder auftaucht oder zum Beispiel McAvoys kleine und zierliche Frau, die fast schon zerbrechlich wirkt, aber einen starken Willen hat. So wird die Geschichte auf das Wesentliche reduziert, nämlich auf die klar strukturierte und brutale Handlung und die bissigen und teilweise vernichtenden Dialoge, sowie den immer wieder durchscheinenden schwarzen britischen Humor. Der Leser merkt sich Verdächtige, Zeugen und Ermittler dank einfachen Stichworten oder ihren Namen, wenn sie dann genannt werden, und kann sich somit gewisse Abläufe besser vor Augen führen, oder sich selber Gedanken zu jedem auch noch so ausgefallenen Tathergang machen.
Die Handlung ist brutal und die Dialoge sind scharfzüngig und direkt. Wer David Marks Krimis lesen will, darf sich nicht vor genauesten Schilderungen von Morden und Verletzungen fürchten. Auch sexuelle Handlungen jeglicher Art kommen in seinen Büchern vor. Dabei verzichtet er aber auf die ihm sonst eigene Genauigkeit, sondern überlässt auch einiges der Fantasie des Lesers, was ich als Kontrapunkt zu seinem sonstigen Stil sehr zu schätzen weiss.

Meine Empfehlung:
Englischer Humor, scharfzüngig verpackt und mit blutrünstigen Morden gespickt, zeichnet David Marks Krimis aus. Einmal mehr möchte ich anmerken, dass er seine Bilder in den Dienst der Handlung stellt und seine Beschreibungen nicht plakativ, sondern als in ein Gesamtkonzept eingegliederte Bestandteile verwendet.

Zusätzliche Infos:
Autor: David Mark
Taschenbuch: 352 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Peter Friedrich
Verlag: Ullstein Buchverlag
ISBN  13 9783548284330

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

mathematik, haushälterin, primzahlen, professor, japan

Das Geheimnis der Eulerschen Formel: Roman

Yoko Ogawa
E-Buch Text: 256 Seiten
Erschienen bei Verlagsbuchhandlung Liebeskind, 12.10.2012
ISBN 9783954380091
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:
Ich hatte vor der Lektüre dieses Buches ziemlich gemischte Gefühle, da sich mein Mathematikverständnis in Grezen hält. Ich bin irgendwo nach dem zweiten, vielleicht aber auch erst nach der ersten Hälfte des dritten Jahres im Gymnasium stehen geblieben. Und irgendwann konnte ich mir auch Sprüche wie: "aber Musik ist doch einfach nur höhere Mathematik, da solltest du doch Mathe gut verstehen" nicht mehr hören und ich konterte nicht selten eher mässig mit: "ja eben, es ist höhere Mathematik, weshalb ich eure niedrigen Berechnungen gar nicht verstehen muss". Totaler Schwachsinn, klar, aber irgendwann hat man alle Sprüche gehört und irgendwann hatte man die Nase voll. Und trotzdem fiel mir dieses Buch in einer Buchhandlung vor mehr als einem Jahr auf. Ich wollte aber nicht schon wieder ein Buch kaufen und da ich nie nur ein Buch alleine kaufen kann, liess ich es dann doch ganz bleiben. Als ich dann aber mit einer sehr, sehr guten Freundin zusammen das Bücherbrocki in Bern ausräumte, musste das Buch einfach in meine Tasche wandern.
Das Cover lächelte mich seit dem Einzug bei mir an, während es auf einem Stapel in meiner Wohnung lag. Und genau so magisch, wie das Cover, war dann tatsächlich auch das Buch. Ich habe ein paar wundervolle, lehrreiche und amüsante Stunden mit "Das Geheimnis der Eulerschen Formel" verbracht und dabei einige Male gestaunt, gelacht und mich gefreut. Ich habe nämlich jede einzelne in diesem Buch enthaltene mathematische Gleichung und Ausführung verstanden.

Handlung und Schreibstil:
Eine alleinerziehende Mutter arbeitet als Haushälterin bei einem ehemaligen Mathematikprofessor, dessen Gedächtnis seit einem Autounfall vor einigen Jahren nur noch gerade achtzig Minuten dauert. Jeden Tag muss sich die Haushälterin erneut vorstellen und jeden Tag muss sie das Vertrauen des Professors gewinnen. Dies gelingt deutlich besser, als sie ihm von ihrem Sohn erzählt und diesen dann eines Tages auch zur Arbeit mitbringt. Der Professor verändert sich von diesem Tag an zu einem offenen und höflichen Menschen und in einer zauberhauft erzählten Geschichte, bringt er seiner neuen kleinen Familie, die er nach achtzig Minuten Abwesenheit wieder vergisst, die Geheimnisse der Mathematik näher. Das klingt kitschig, ist es aber nicht. Denn Yoko Ogawa gelingt es, diese eigentlich so traurige Geschichte von einem einsamen und unverstandenen Mann, von einer sitzen gelassenen Mutter und von einem klugen und interessierten Sohn so zu erzählen, dass wir uns und unsere Liebsten immer wieder in der Handlung entdecken. Die Sprache konzentriert sich dabei auf kleine und feine Details, die das Leben erst spannend und die Geschichte wirklich lebendig machen und es ist eine Freude, in diese Sprache einzutauchen und sich am Leben der drei Protagonisten zu beteiligen. Ausserdem schafft es Ogawa mit einer bemerkenswerten Sachlichkeit und trotzdem sehr geduldig und schrittweise schwierigste mathematische Probleme für den Leser verständlich darzulegen und sie wird so ein wenig zum Professor selber, der nie belehrend, sondern einfach nur voller Freude an der Sache sein unglaubliches Wissen teilt und geduldig jede noch so dämliche Frage beantwortet.

Meine Empfehlung:
Dieses Buch lege ich euch allen wirklich ans Herz. Wenn ich es verstanden habe, versteht es jeder. Und es geht eigentlich auch gar nicht nur um das Verständnis von Mathematik. Es geht vielmehr um eine magische Geschichte mit drei liebenswürdigen Protagonisten und um eine Faszination für Zahlen, die einfach immer wieder geteilt werden will und muss.

Zusätzliche Infos:
Autorin: Yoko Ogawa
Gebunden mit Schutzumschlag: 256 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Japanisch
Übersetzt von: Sabine Mangold
Verlag: Liebeskind
ISBN 978-3-935890-88-5

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Heimat, bleiche Mutter

Franjo Frančič , Erwin Köstler , Franjo Frančič
Fester Einband: 143 Seiten
Erschienen bei Drava, 02.09.2005
ISBN 9783854354581
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich überrascht. Ich habe etwas ganz anderes erwartet. Vielleicht nicht gerade einen idyllischen Heimatroman, sondern eine durchaus kritische Betrachtung zu Slowenien, seinem Staatssystem und seinen Bürgern. Dabei rechnete ich mit viel mir wohlbekannter Ex-Jugoslawischer Melancholie und der mir ebenfalls wohlbekannten aber durchaus anders als bei uns eingesetzten Fäkalsprache. Ich rechnete aber nicht mit einer harten, zynischen Gassensprache, mit Saufgelage, Orgien, Suizidversuchen und Suiziden, mit so viel Ach und Krach, Tempo und purer Provokation. Mit einer Anklage, die sich nicht wirklich gegen ein Regime richtet, sondern gegen die ganze Gesellschaft und das Leben selber, gegen "Normalbürger" und gegen eine Angst, die lähmt und einsam macht.
Ich denke, dass es ratsam ist, sich bereits ein wenig mit Literatur aus dem ehemaligen jugoslawischen Raum auseinander gesetzt zu haben, bevor man sich an "Heimat, bleiche Mutter" wagt. Und dann ist dieses Buch von einer harten und kalten Schlichtheit und Schönheit und von einer traurigen und verzweifelten Abgründigkeit und Perversion, dass es den Leser einfach berühren muss.

Sprache und Handlung:
Dieses Buch ist in vier Abschnitte und ein Postskriptum gegliedert, die zusammen gehören und sich doch klar voneinander trennen. Begleitet man den Protagonisten in chronologischer Reihenfolge im ersten Kapitel durch eine nicht mehr enden wollende Sauftour und lernt dabei seine Freunde und Gespielinnen kennen, so landet man mit ihm zusammen nach erfolgter Einberufung in der slowenischen Armee, wo er im dritten Kapitel in noch tiefere Abgründe blickt, als er es zuvor schon getan hat. Das vierte Kapitel spielt in einer psychiatrischen Einrichtung und wird im sehr bereichernden Nachwort als autobiographischster Teil der Erzählung beschrieben, verbrachte Frančič doch den Grossteil seiner Jugend in einer Psychiatrie.
Sprachlich gesehen strotzt dieses Werk von Symbolen. Sei es die weisse Reinheit von Krankenhaus- und Anstaltswänden, die an den "weissen Marschall", also an Tito, erinnert oder die Zerbrechlichkeit eines Konstrukts, eines Systems oder einer Person, die durch Schmetterlinge dargestellt wird. Und während Frančičs Figuren sich in einer Sprache unterhalten, die man fast nicht mehr als solche bezeichnen kann, bleibt der Erzähler in einer distanzierten und beschreibenden Rolle, die den krassen Unterschied zwischen Erzähler und Erzähltem noch deutlicher zu Tage treten lässt.

Meine Empfehlung:
Ich empfehle dieses Buch mutigen und verständigen Leserinnen und Lesern weiter, die bereit sind, sich voll und ganz auf ein Buch und eine Sprache einzulassen, die man so nicht täglich findet, die aber durch ihre Einzigartigkeit bestechen.

Zusätzliche Infos:
Autor: Franjo Frančič
Fester Einband: 143 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Slowenisch
Übersetzt von: Erwin Köstler 
Verlag: Drava
ISBN 978-3-85435-458-1

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(259)

437 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

zeit, momo, michael ende, kinderbuch, freundschaft

Momo

Michael Ende
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Thienemann Verlag, 19.08.2013
ISBN 9783522201889
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Meine Meinung:
"Momo" habe ich mir als Kind noch auf Schallplatte angehört, mir vorlesen lassen und im Fernsehen gesehen. Selber gelesen hatte ich es aber bis vor Kurzem leider noch nie und dies durfte nicht so bleiben. Also habe ich mir das Buch nun endlich gekauft und gelesen und bin unglaublich begeistert und überzeugt. Das Buch ist zeitlos und aktuell wie nie. Es erzählt bunt und fesselnd eine traumhaft schöne Geschichte von einem mutigen Mädchen und ihren starken Freunden, von grauen und zeitraubenden Männer, die jede Liebe und jedes andere schöne Gefühl in den Menschen ersticken, sie zum Arbeiten zwingen und sich so alle Zeit der Welt unter den Nagel reissen wollen. Klar, dass da nur ein kleines Mädchen mit viel Zeit und Geduld und mit einem grossen Herz den Menschen helfen und sich langsam aber stetig auf den Weg machen kann, um den grauen Herren das Handwerk zu legen.
Mit einer in die Zukunft blickenden Schildkröte und einem guten Freund, der um das leibliche Wohl von Momo besorgt ist, sowie mit vielen Kindern und Freunden aus guten Zeiten versucht Momo das Unmögliche und schafft es damit, uns Leser zu verzaubern und uns auch zum Nachdenken über unser eigenes Leben, unsere Träume und unsere Zukunft und Vergangenheit zu bringen.

Handlung und Schreibstil:
Eine so wunderbare Handlung lässt sich nicht mit wenigen Worten loben. Dieses Buch ist von Michael Ende so traumhaft schön entworfen und durdacht, so bunt und voller Poesie, dass es eine wahre Freude ist, es zu lesen. Einer grossen, bedrohlichen und grauen Dunkelheit steht ein fröhliches Mädchen mit einem grossen Herz und einer beachtlichen Anzahl Freunde gegenüber. Die geraubte Zeit der Menschen lässt sich leider immer noch und gerade so aktuell wie nie auf unser Leben übertragen. Viele von uns jagen Träumen nach, verbringen Tage und Nächte im Büro und vernachlässigen dabei Familie und Freunde. Was mit Momos Umfeld passiert, passiert auch uns und wir haben nichts aus dieser Geschichte und ähnlichen Geschichten gelernt. So hält Michale Ende uns allen gnadenlos einen Spiegel vor und fordert uns auf, unser Leben wirklich zu leben und es mit dem Herzen zu lenken.
Ich habe es bereits angetönt und ich wiederhole mich sehr gerne. Der Schreibstil von Michael Ende übertraf alle meine Erwartungen. "Die unendliche Geschichte" und den "Wunschpunsch" habe ich unzählige Male gelesen. Aber "Momo" ist anders, träumerischer und bunter. Das Buch führt nicht in eine andere Welt, sondern in unsere Welt und nun ist es nicht eine andere Welt, die in Gefahr ist, sondern unsere eigene Welt und unser eigenes Leben, die von einer fremden und grauen Macht bedroht ist, die wahrscheinlich in uns selber drin wohnt. Ihr sehr, ich bin des Lobes voll und hoffe sehr, dass einige von euch nun Lust auf magische Worte und eine packende Geschichte bekommen und dieses Buch lesen wollen.

Meine Empfehlung:
Ich empfehle dieses Buch allen Lehrerinnen und Lehrern, allen Müttern und Väter zum (Vor-)Lesen und allen Kindern und Jugendlichen zum selber Lesen. Dieses Buch ist für alle, jung bis alt, leseerfahren und lesefaul und dieses Buch wird euch alle bestens unterhalten und ihr werdet es immer wieder aus dem Regal nehmen und immer wieder darin schmökern.

Zusätzliche Infos:
Autor: Michael Ende
Fester Einband: 304 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Thienemann
ISBN 978-3-522-17750-4

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

steampunk, abenteuer, jugendbuch, fantasy, abenteuergeschichte

Die Wedernoch

Stefan Bachmann ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.10.2015
ISBN 9783257243321
Genre: Jugendbuch

Rezension:

VORSICHT SPOILER, ES HANDELT SICH HIER UM DEN ZWEITEN BAND EINER REIHE

Die Wedernoch - Stefan Bachmann

Beschreibung von Diogenes:
Seit Bartholomews Schwester Hettie aus London weg und ins Land der Feen entführt wurde, sind Jahre vergangen – auch wenn es sich im eisigen Feenforst nur wie Minuten anfühlt. Der Einzige, der dieses Mischlingsmädchen – halb Mensch, halb Feenwesen, mit dürren Zweigen statt Ohren – sehen kann, ist der einäugige Straßenjunge Pikey. Bartholomew würde viel für Pikeys Visionen geben: Zusammen mit seinem Freund Lord Jelliby hat er geschworen, Hettie wiederzufinden, die Hoffnung aber schon fast aufgegeben. Pikey seinerseits ist einem Tauschhandel nicht abgeneigt – er würde alles tun, um seiner Vergangenheit zu entkommen.

Meine Meinung:
"Die Wedernoch" ist noch gewaltiger, brutaler, fesselnder und eindringlicher als "Die Seltsamen". Ein Kinder- und Jugendbuch, das es in sich hat. Während ich mit dem ersten Band zumindest anfangs nicht sofort warm wurde - später konnte ich aber nicht mehr mit dem Lesen aufhören - war ich vom zweiten Band von der ersten Seite an gefesselt und ich habe das Buch in zwei Tagen neben der Arbeit, dem Studium und einigen anderen Verpflichtungen gelesen.

Handlung und Schreibstil:
Auch in diesem Band werden mehrere Handlungsstränge, die manchmal auch zusammen führen, parallel erzählt und raffinierte Cliffhanger sorgen für stetige, atemlose Spannung. Einige der besten Szenen waren für mich die Gefangenschaft von Hettie in einem sich stetig und undurchschaubar verändernden Haus voller ungemütlicher Wesen, die erste grauenvolle Beschreibung der Feengefängnisse, die farbenfrohen Schilderungen der edlen Gewänder und Schmuckstücke der Gäste eines Balls und die Vernichtung einer ganzen Armee, mehr verrate ich jetzt nicht. Aber es gibt noch unzählige wundervolle Details, die es zu erwähnen lohnte. Die Fabelwesen werden mit einer solchen Präzision beschrieben, dass man als Leser sofort sprechende und bewegte Bilder vor Augen hat. Dies spricht für die unglaublich grosse Vorstellungskraft des Autors und dafür, dass er seine Geschichte von Anfang bis Ende genau durchdacht hat und nichts dem Zufall überlässt.
Auch zur Handlung muss ich nicht viele Worte verlieren. Dramatisch, düster und äusserst hoffnungslos sind die Stimmungen, die sich durchs ganze Buch ziehen. Kälte und Furcht erfasst selbst den gelassensten Leser und lässt nicht nur den Protagonisten das Blut in den Adern gefrieren. Diese Grundstimmung, noch aussichtsloser, endgültiger und abgründiger als im ersten Band, hat mich fasziniert. Vor allem, weil sie von Autor mit wenigen ausgewählten Worten erzeugt wird.

Personen:
Hauptsächlich begleiten wir Bartholomew auf der Suche nach seiner Schwester Hettie und dem Alten Land. Dabei verweilen wir auch immer wieder ein wenig bei Hettie und ihrer Geschichte. Wir erfahren, was im bedrohten London vor sich geht und wie die Angst der Bevölkerung vor den Feenwesen wächst. Auch eine sehr wichtige Person im Buch ist Pikey, der eigentlich nicht so heisst, der aber von allen so genannt wird und der ein sehendes Auge hat, das ihm immer wieder zeigt, was in der Feenwelt gerade geschieht. Er wird Bartholomew im Verlauf der Geschichte aber auch zu einem guten Freund und leider fast zum Verhängnis, rettet Bartholomew aber auch aus seiner Erstarrung und Aussichtslosigkeit, als dieser die Hoffnung aufgegeben hat.
Auch Personen aus dem ersten Band tauchen wieder auf und erhalten eine Rolle in der Geschichte. Viele müssen sich nun klar positionieren und sich entscheiden, zu welcher Seite sie gehören wollen. Einer der gegnerischen Fädenzieher ist der Schlaue König, der mit seiner Durchtriebenkeit und ohne jedes Mitgefühl nur für seine persönliche Mission kämpft.

Meine Empfehlung:
Wer "Die Seltsamenen" gemocht hat, wird diesen Band lieben. Das Buch ist trotz seiner düsteren und brutalen Geschichte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gedacht. Es eignet sich vor allem auch als Vorlesebuch. So können Eltern und Babysitter das Kind surch die schlimmsten Szenen begleiten.

Zusätzliche Infos:
Autor: Stefan Bachmann
Fester Einband: 407 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Hannes Riffel
Verlag: Diogenes
ISBN 978-3-257-06906-8

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(73)

135 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 44 Rezensionen

freundinnen, berlin, landleben, frauenroman, äpfel

Eva und die Apfelfrauen

Tania Krätschmar
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.10.2013
ISBN 9783442381128
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:
Nach "Der Sommer der Blaubeeren" ist nun "Eva und die Apfelfrauen" mein zweites fruchtig-beeriges Sommerbuch, das ich lesen durfte. Irgendwie mag ich die Gestaltung des Covers dieser Bücher unglaublich gerne. Sie wirken so erfrischend und zeitlos für mich.
Bei "Eva und die Apfefrauen" gefällt mir vor allem die Idee dieser fünf Frauen sehr gut. Zusammen ein Haus bewohnen, zusammen essen, arbeiten, lachen und weinen. Was gibt es schöneres für fünf Freundinnen im besten Alter?
Und tatsächlich erben die Freundinnen ein Haus auf dem Land. Aber schnell stellt sich heraus, dass das Leben und Arbeiten auf dem Land und das Bewirtschaften des riesigen Apfelgartens mehr Schwierigkeiten birgt, als sich die fünf gedacht haben. Aber schliesslich gibt es für jedes Problem eine Lösung und es gelingt den Frauen immer mehr, sich in der skeptischen Dorfgemeinschaft zu behaupten.
Mir hat das Buch ein grosses Lesevergnügen bereitet und es hat mich bestens unterhalten. Nur am Ende, als die Freundschaft der Frauen auf die Probe gestellt wird, konnte ich mich nicht immer mehr so richtig mit der Handlung identifizieren. Aber auch hier gibt es für alles eine Lösung.

Schreibstil und Handlung:
Von den Büchern, die als Frauenromane eingeordnet werden, erwartet man vielleicht weniger Ernsthaftigkeit, weniger Situationen, in denen eine Freundschaft auf die Probe gestellt wird und mehr Lockerheit als beim vorliegenden Exemplar. Nach der Lektüre dieses Buches muss ich allerdings sagen, dass genau dieser realistische Roman sich aus der Masse heraus hebt. Ich habe während dem Lesen ein wenig gezweifelt, bin aber nun total überzeugt vom Buch. Von dem her: Handlung und Aufbau top. Alles wirkt so schön durchkonstruiert, enthält unerwartete Wendungen und ist sehr schlüssig.
Der Schreibstil wirkt auf mich total beruhigend. Schöne und schmucke Worte reihen sich zu verständlichen und sehr liebevoll beschreibenden Sätzen. Das mag ich ja immer sehr gerne. Vor allem hat es mir gefallen, dass die fünf Frauen alle einen total eigenen Charakter und Ecken und Kanten haben. So zeichnet sich in ihrer Entscheidung, ihrer Arbeitsmoral und ihrem Familiensinn dann auch jede der fünf Frauen aus und jede verhält sich durchs Band ihrem Charakter, ihren Vorlieben und ihren Überzeugungen entsprechend ohne je langweilig zu werden.

Meine Empfehlung:
Dieses Buch liest sich leicht, es unterhält bestens und regt auch zum Nachdenken über die Position in der Familie und den eigenen Freundeskreis an. Ich empfele "Eva und die Apfelfrauen" jeder Frau in jedem Alter, die in den Sommer und Herbst eintauchen will.

Zusätzliche Infos:
Autorin: Tanja Krätschmar
Taschenbuch: 350 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Blanvalet
ISBN 978-3-442-38112-8

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(448)

794 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 34 Rezensionen

tagebuch, liebe, irland, familie, trauer

Ich schreib dir morgen wieder

Cecelia Ahern , Christine Strüh
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512126
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:
Als erstes muss ich leider etwas sehr negatives anmerken, was aber keine Kritik am Inhalt des Buches ist. Der Titel "Ich schreib dir morgen wieder" suggeriert eine Liebesgeschichte, eine Anrede an eine geliebte oder zumindest vertraute Person oder eine personifizierte Anrede an das Tagebuch der Protagonistin. Der Satz kommt in dieser Form nie im Buch vor. Jeden Tagebucheintrag von Tamara wird mit "Ich schreibe morgen weiter" oder "Ich schreibe morgen wieder" geschlossen und dient vielleicht noch als Versprechen an Tamara, die ja das Buch und die fortlaufenden Einträge findet, aber mehr nicht. Ich war davon ein wenig enttäuscht, weil ich den Klappentext nicht gelesen und mir von diesem Buch eher einen Briefroman oder etwas ähnliches versprochen hatte. Der Titel passt einfach nicht und hat meiner Meinung nach nichts mit dem Buch zu tun. Vom Buch selber aber war ich sehr positiv überrascht. Erst gerade hatte ich ja von der selben Autorin "Zwischen Himmel und Liebe" gelesen und dieses Buch war mir definitiv zu übernatürlich. "Ich schreib dir morgen wieder" taucht zwar auch ein wenig in die Welt der Fantasie ab, bleibt aber in seiner Handlung mehrheitlich sehr realistisch, weshalb mich dies nicht gestört hat.

Handlung und Schreibstil:
Zur Handlung muss ich nicht mehr viele Worte verschwenden, die oben zitierte Beschreibung geht meiner Meinung nach schon sehr weit. Grundsätzlich hat mich die Handlung beeindruckt. Auf eine so komplizierte Familiengeschichte folgt meistens eine fulminantes Ende, welches dann in seiner Endgültigkeit irgendwie alles ein wenig zerstört. Das war bei diesem Buch überhaupt nicht der Fall. Ich finde die sehr tragische Familiengeschichte toll in die Handlung eingebunden und das Ende sehr stimmig gewählt.
Auch der Schreibstil hat mir in diesem Buch wieder sehr gut gefallen. Er war genau so liebevoll beschreibend und einnehmend, wie ich es mir nun von Cecelia Ahern schon gewohnt bin und ich mag diese Art des Beschreibens sehr gerne.

Personen:
Jede einzelne Person im Buch hat einen perfekt ausgearbeiteten Charakter und eine Verhaltensweise und Rolle in der Handlung, die typisch für sie ist.
So passt Tamaras Reife zur Rolle, die ihr zugedacht ist und sehr viele Gedanken, die sie sich gemacht hat und ihre Erinnerungen passen am Ende der Geschichte gut zusammen.
Auch für das apathische Verhalten von Tamaras Mutter gibt es eine logische und leider auch ein wenig beunruhigende Erklärung. Sehr gut finde ich auch das Verhalten von Tamaras Tante und Tamaras Onkel beschrieben. Diese zwei Personen sind ziemliche Schlüsselpersonen. Ihre Heimlichtuerei und ihre Art, miteinander und mit Tamara zu kommunizieren finde ich typisch für ihre Situation und fast jede und jeder von uns hat wahrscheinlich Familienmitglieder, die ähnlich verstockt und seltsam daher kommen.

Meine Empfehlung:
Wer ein geheimnisvolles Buch, das ein kompliziertes Familienschicksal und eine mutige und starke Protagonistin beinhaltet lesen mag, ist mit "Ich schreib dir morgen wieder" sehr gut beraten.

Zusätzliche Infos:
Autorin: Cecelia Ahern
Taschenbuch: 382 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Christine Strüh
Verlag: Fischer
ISBN 978-3-596-17319-8

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(376)

674 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, cecelia ahern, fantasy, familie, freundschaft

Zwischen Himmel und Liebe

Cecelia Ahern , Christine Strüh
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512058
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:
"Zwischen Himmel und Liebe" hat mich ehrlich überrascht. Es war nach "P. S. Ich liebe dich" mein zweites Buch von Cecelia Ahern und ich habe mit einem Liebesroman in einem ähnlichen Stil gerechnet. Einem Roman voller Sehnsucht, Herzschmerz und ganz grosser Gefühle. "Zwischen Himmel und Liebe" ist meiner Meinung nach aber nicht wirklich ein Liebesroman, sondern viel eher ein Buch über eine komplizierte Frau, ihr kompliziertes Leben und ihre komplizierte Familiengeschichte. Es ist ein Buch der sanften Worte, der leise an die Tür klopfenden Gefühle, der zerbrechlichen Äusserungen. Es geht um Freundschaft, um die Suche zu sich selber und nach der eigenen Geschichte und darum, verzeihen und verstehen zu können, was ohne unser Wissen und Zutun geschah und worunter wir vielleicht ein Leben lang zu leiden haben.

Schreibstil und Handlung:
Die Sprache erinnert stark an den von mir bereits gelesenen Roman von Cecelia Ahern. Sehr bildhaft und fliessend erzählt sie eine Geschichte, die immer ein wenig wie ein Märchen wirkt und die auch genau so geschrieben ist.
Ivan erzählt seine Sicht jeweils in der Ich-Perspektive und für diese Abschnitte wählt die Autorin eine verspielte und kindliche Sprache, die fast nicht zu einem "erwachsenen" Mann zu gehören scheint. Während sie aber über Elizabeth in der dritten Person schreibt, wird ihre Sprache wieder distanzierter und wirkt "gebildet", was auch viel besser zur Protagonistin passt und in den Momenten, in denen Elizabeth beginnt, sich freier zu fühlen und zu benehmen, wird die Sprache sanft und emotionaler. So schafft es die Autorin immer, ihren jeweiligen Stil an die Handlung und die handelnden Figuren anzupassen.
Die Handlung selber driftet mir ein wenig zu sehr ins Reich der Fantasie ab, dies ist jedoch Geschmacksache. Während zuerst die Lebensumstände der Protagonistin erläutert werden, unterbrechen immer wieder kleine Rückblenden die Handlung. Man erfährt viel über Elizabeth und ihr Pflegekind Luke und als dann irgendwann Ivan auftaucht, verändert sich das Leben aller beteiligten Personen von einer Sekunde auf die andere. Sehr gelungen finde ich da zum Beispiel den dramatischen Aufbau der Rückblenden und das Verdrängen, Suchen und wieder Verwerfen von Elizabeth. Auch wenn mir die Geschichte um Ivan ein wenig zu märchenhaft ist, so finde ich doch Elizabeths Leben, Denken, und Fühlen sehr authentisch und einfühlsam dargestellt.

Meine Empfehlung:
Für Menschen mit viel Fantasie (und einer Vorliebe für Märchen) und einem grossen Herzen ist dieses Buch genau die richtige Lektüre für kalte Regentage. Ich selber habe mich immer mehr mit dem Buch anfreunden können, war dann aber am Ende doch froh, es wieder weglegen zu dürfen.

Zusätzliche Infos:
Autorin: Cecelia Ahern
Taschenbuch: 394 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Christine Strüh
ISBN 978-3-596-16734-0

  (0)
Tags:  
 
186 Ergebnisse