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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Barney Kettles bewegte Bilder

Kate de Goldi , Ingo Herzke
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560322
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Barney Kettle leidet ein klein wenig über Größenwahnsinn. Als Filmemacher, großer Bruder, Teilzeit-Diktator und Detektive, hat er auch einiges um die Ohren und dennoch ist er sich ziemlich sicher, dass ihn eines Tages seine Zielstrebigkeit zu einem weltberühmten Regisseur werden lässt!
Liefen seine Projekte in einem Fort und zu dem kamen sie auch noch sehr gut an, okay, sehr gut bei Freunden und Bewohnern der High Street, doch der Durchbruch kommt bestimmt, so kann er es kaum glauben, denn eine Katastrophe nimmt ihren lauf - Barney befindet sich mittendrin in einer Schaffenskrise und kein Land in Sicht!

Auch seine kleine Schwester Ren kann ihm dort nicht heraushelfen.
Doch hinter den Schatten des Misserfolges strahlt die Sonne als Barney und Ren erkennen, dass der neue Film längst seine Geschichte und Ursprung genommen hat…

Vor ihrer Nase herrscht das Leben und die Kulisse ist gefüllt mit Geschichten - Den Geschichten der Einwohner der High Street!

Meine Meinung:

Dieses Buch ist so voller Leben und Leidenschaft geschrieben, dass es mich binnen weniger Augenblicke total begeistert und auf ein molto geniales Leseerlebnis entführt hat.

Es ist schwer in Worte zu fassen und auch die Eindrücke zusammenzufassen ohne auf Spoiler zurückgreifen zu müssen, doch es ist einfach toll.
Auch ich tappe manchmal blind durchs Leben und merke erst, wie toll die Dinge sind, wenn ich sie entweder kaputt gehen oder ich auch mal von meiner Heimat entfernt bin. Das wahre Leben herrscht stetig um einen herum und doch neigen wir dazu, genau diese Begebenheit zu vergessen oder als selbstverständlich anzusehen.

Die Beiden haben mir durch ihre Geschichte die Augen geöffnet und gezeigt, dass das Selbstverständliche nicht immer Selbstverständlich ist.

Barney strotzt vor Ehrgeiz und Zielstrebigkeit. Er ist sympathisch und auch sehr geradlinig. Kein Wunder, dass mit seiner Schaffenskrise auch der Abgrund seines Traumes vor der Tür steht.
Ren hingegen ist klug, bescheiden und die rechte Hand von Barney. Ihr Ideenreichtum ist ansteckend und ihr großes Herz lädt zum wohlfühlen ein.

Ich mochte Beide direkt und hab sie sehr ins Herz geschlossen.

Die Handlung ist vielseitig und vermittelt einen tollen Eindruck über das Leben in der High Street und das streben des angehenden Regisseurs Barney. Es machte riesigen Spaß an seiner Seite die Entwicklung des Films zu erleben, die Geschichte der Straße kennen zulernen und auch den kleinen aber feinen Wandlung der Handlung durch zumachen, denn auch Regisseure müssen in Krisensituationen ein Auge für neue Entwicklungen haben. So war die kleine Detektivgeschichte, die seitens der Autorin in die Geschehnisse integriert wurde, abwechslungsreich, spannend und abenteuerlustig.

Der Schreibstil ist flüssig, lebendig, bildgewaltig und fesselnd. Man spürt die Leidenschaft der Autorin, die sie in diese Geschichte hat einfließen lassen und wird förmlich von ihr angesteckt.

Fazit:

Was soll ich groß sagen? - Außer kauft das Buch, lasst euch von der Leidenschaft und dem Größenwahn von Barney Kettle anstecken und seht gemeinsam mit ihm die Dinge, die sich vor der Nase eines jedem abspielen und wir sie doch nicht erkennen bis sie uns abhanden kommen.

Lesen, lesen lesen!!!!

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(58)

151 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

superhelden, jennifer estep, karma girl, piper verlag, mr sage

Karma Girl

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492280372
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Vorm Traualtar verraten, Gedemütigt in ihrer Weiblichkeit und herausgefordert zur Rache findet sich Carmen an dem eigentlich glücklichsten Tag ihres Lebens in einem Hotelzimmer wieder. Ausgerechnet ihre große Liebe betrügt sie an ihrer Hochzeit mit ihrer vermeintlich besten Freundin und offenbart zudem deren langgehütetes Geheimnis. Doch der Betrug eröffnet ihr den besten Weg für ihre Karriere und Carmen beschließt nicht nur Rache an ihrem Ex-Verlobten zu nehmen, sondern an all den Superhelden auf Erden.

Eigentlich sollte es ihr Befriedigung verschaffen, doch ihr Rachefeldzug nimmt ein ungeahntes Ausmaß an und befördert sie geradewegs selbst in Lebensgefahr. Aufgespürt von den gefährlichsten Superschurken in Bigtime macht sie sich auf eine halsbrecherischen Ermittlungsarbeit, der Preis ihr Leben, das Resultat ein Wirrwarr der Gefühle….

Wird Carmen der Herausforderung gerecht und kann die Wahrheit über die Fearless Five aufdecken oder katapultiert sie sich geradewegs ins Versuchslabor der Superschurken?

Meine Meinung:

Mit Leidenschaft und Hingabe begebe ich mich auf die abenteuerliche Reise durch die Bücherwelten von Jennifer Estep und lasse mich von ihrem Ideenreichtum und ihrer Fantasie jedesmal aufs neue Begeistern. So war die Vorfreude riesig als ich herausfand, dass es eine neue Reihe von meiner Lieblingsautorin geben wird.

Es war sehr interessant sich auf die Straßen von Bigtime zu begeben und die Geschichte von Carmen Cole kennen zu lernen.
Der Einstig beginnt auch direkt mit einem traumatischen Erlebnis der Hauptprotagonistin, welches der Leidensweg und den Verlauf der Handlung beeinflusst.

Prinzipiell gefiel mir das Buch sehr gut, auch wenn ich normalerweise eine ganz andere Tonart und auch Geschichten der Autorin gewohnt bin. Vielleicht beäugte ich diese Handlung auch daher mit etwas Argwohn und musste mich erst an die komplett andere Art von Handlung gewöhnen.

Es dauerte etwas bis ich eins mit der Handlung und den Protagonisten wurde und mich voll & ganz darauf einlassen konnte. Der Aufbau der Spannung und das Geheimnisgetue rund um den Boss der Fearless Five war sehr interessant gestaltet, auch wenn man irgendwie und auch irgendwann schon ahnte um wen es sich handeln wird. Dennoch muss ich gestehen, dass das Buch an sich einen tollen Comicartigen Flair beinhaltet, welches die Handlung sehr bildgewaltig und einzigartigen erscheinen lies.

Der Schreibstil ist altbekannt - Flüssig, wortgewaltig und bildlich gehalten. Man wird wie durch einen Sog in die Handlung gefesselt und zu einem stummen Beobachter der Geschehnisse. Ein tolles und spannendes Erlebnis.

Dennoch war es mir zu vorhersehbar und auch an manchen Stellen etwas zu langatmig gehalten, was zu einem Sternchen Abzug führte. Aber nichts desto Trotz bin ich sehr gespannt auf die weitere Entwicklung der Reihe und auf das Abenteuer, welches im zweiten Band auf mich als Leserin warten wird.

Das Cover strahlt den gleichen Comicflair aus, welches man in der Handlung wiederfindet. Also sehr passend gewählt.

Fazit:

Ein etwas anderes Abenteuer als vermutet und dennoch sehr interessant in seiner Gestaltung. Mit „Bigtime #1 - Karma Girl“ lernt man eine ganz neue Seite von Jennifer Estep und ihrer Ansicht auf Superhelden und deren Erzfeinde kennen. Ich bin sehr angefixt und auch gespannt, wie sich diese Reihe im weiteren Verlauf entwickeln wird und mit welchen Abenteuer uns die Autorin von Carmen Cole und Co überzeugen möchte…

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91 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

selkie, fantasy, antonia neumayer, heyne, heyne verlag

Selkie

Antonia Neumayer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453317994
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Kate spürt sofort, dass ihr Bruder Gabe in große Schwierigkeiten steckt, als sie auf drei mysteriöse Männer am Hafen von Orkney -Archipel trifft. Ärger liegt in der Luft, doch was hat ausgerechnet ihr Bruder damit zu tun und was sind mit seinen Zukunftsplänen passiert, die er plötzlich von der ein auf die andere Minute über Bord wirft!?

Spontan beschließt Kate heimlich der Sache auf den Grund zu gehen und schleicht sich in einer Nacht und Nebel Aktion auf den Kutter der drei unheimlichen Männer, nichtsahnend in welch unheimliches und durchaus gefährliches Abenteuer sie sich stürzt. Als dann auch noch der geheimnisvolle Ian auf dem Kutter erscheint und sie vor dem sicheren Tod rettet, nimmt die Geschichte eine Wendung an, die ihre Ansichten über ihre Familie und der Insel auf der sie lebt, in ein neues Licht wirft….

Meine Meinung:

Angelockt von dem mysteriösen und geheimnisvollen Cover, und neugierig gestimmt durch den sehr verlockenden Klapptext, wollte ich unbedingt herausfinden, was sich hinter dieser Geschichte verbirgt. Die Meerwelt hat etwas sehr anziehendes auf mich und dies in Kombination mit einer fantasievollen Geschichte wollte ich mir absolut nicht entgehen lassen.

Der Einstieg begann sehr vielversprechend und man wird sehr langsam, aber auf angenehme Weise in die Geschehnisse eingeführt. Man lernt direkt Hauptprotagonistin Kate kennen um die sich die Handlung unter anderem wie ein Puzzle aufbaut und gegen Ende das Gesamtbild umfasst. Sie war mir direkt sympathisch und ich wurde förmlich von ihrer Abenteuerlust und furchtlosen Art angesteckt.

Ian ist wie im Klapptext beschrieben sehr geheimnisvoll. Nur langsam kommt man hinter seine wahre Bestimmung und auch seine zuvor harte Schale offenbart allmählich den weichen Kern, der sich in ihm verbirgt. Ich mochte ihn zwar nicht von der ersten Begegnung an, aber danach hat er mein Herz in langsamen Schritten immer mehr erobert.

Der Schreibstil von Antonia Neumayer ist sehr angenehm und malerisch. Sie bringt den Lesern, die Welt in der Kate und Ian leben sehr lebendig und anschaulich näher, lässt einen die Meerluft wahrlich riechen und auf der Haut spüren, aber bringt auch im richtigen Moment durch ein richtiges Maß an Spannung, die Gänsehaut über den Rücken gleiten. Ein aufregendes Erlebnis, welches die Handlung sehr authentisch erscheinen lässt.

Gut inszeniert sind die Charaktere auf die Kate im Laufe der Handlung so trifft. Man weiß nie wer Freund oder Feind ist, wer der wirkliche Verursacher des „Krieges“ ist, der gerade vorherrscht und wem man sich anschließen oder eher um wen man einen riesen Bogen machen soll. So hält die Handlung eine konstante Spannung aufrecht, die zwar an manchen Stellen, nur sehr schwächlich zu erahnen ist, aber immer wieder auf ein hohes Maß zurück findet.

Das Ende der Handlung ließ die Hoffnung in mir aufkeimen, dass es eine Fortsetzung geben könnte. Es wäre wirklich toll, denn es ging viel zu schnell zu Ende und ließ auch noch ein paar offene Fragen zurück. Der einzige Nachteil an dem Buch war, dass das Ende zu vollgepackt und rasant an Tempo und Inhalt abgearbeitet wurde. Dennoch war es passend gewählt.

Fazit:

Nach beendet dieses Buches keimte in mir die Hoffnung auf, dass es eine Fortsetzung geben könnte, denn durch unzählige Wendungen und unbeantwortete Fragen, hinterließ es den Anschein, dass da noch was kommen könnte. Dennoch wurde ich super unterhalten und kann „Selkie“ von Antonia Neumayer mit gutem Gewissen weiterempfehlen!

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

gefängnis, vergangenheit, liebe, hoffnung, flucht

Steel - Broken Heart

Ute Jäckle
E-Buch Text: 232 Seiten
Erschienen bei null, 30.04.2017
ISBN B072BFXWGH
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Megan kann es kaum glauben - Steel hat sie betrogen! Zwar liegt der Betrug nicht nur in Form eines körperlichen Ausrutschers vor, doch sein skrupelloses und verachtungsvolles Verhalten, hat sie geradewegs in eine furchtbare und aussichtslose Lage katapultiert. Die Enttäuschung sitzt tief, und Megan weiß nicht ob sie glücklich oder enttäuscht über sein plötzliches Verschwinden sein soll.
Als dann ein überraschender Anruf sie erreicht, steht Megans Welt auf dem Kopf. Auf der anderen Seite des Hörers ist Steel, im Gepäck ein unmoralisches und süßes Angebot und Megan in der Position endlich ihre Rache zu planen oder stehen ihr da ihre Gefühle am Ende doch im Weg?

Meine Meinung:

Gebannt habe ich auf den zweiten Teil von „Steel - Broken Heart“ gewartet und habe mich sogleich in das sinnliche Abenteuer gestürzt als es auf meinem eReder eingetroffen ist.

Wirklich toll ist es, dass Autorin Ute Jäckle auf die bisher passierten Geschehnisse des ersten Bande zurückgreift und sie flüssig in den zweiten Band einbaut. So hat man einen kleinen Review der Dinge und kommt super mit den neuen Geschehnissen in Einklang.

Alte Bekannte treffen wir hier wieder, die allesamt auf ihre Weise eine Entwicklung durchlebt haben.
Megan verbüßt ihre 12 Jahre Haftstrafe und ist zurecht sehr angefressen von ihrem Ex-Liebhaber. Trotz allem verliert sie ihre Ziele und ihren Kampfgeist nicht aus dem Blick, und ist & bleibt für mich eine klasse Hauptprotagonistin an deren Seite man gern für Gerechtigkeit und auch Rache kämpft.

Steel hingegen scheint eine Art von Gewissen entwickelt zu haben, denn seine Gefühle und auch der Charme gegenüber Megan machen ihm deutlich zu schaffen. Dennoch bleibt er jemand für mich, dem man absolut nicht trauen sollte, auch wenn positive Erkenntnisse sein Leben zu lenken versuchen.

Christine, eine Frau, der ich wirklich gern einmal gewaltig den Marsch blasen würde. Ihr egoistisches und selbstverliebtes auftreten ging mir schon sehr auf die Nerven. Während sie ihre Freiheit und den Luxus genießt, verliert sie keinen wahren Gedanken an Megan, die für sie und Steel in die Breche gesprungen ist.

Aber auch das einbringen neuer Charaktere ist Ute Jäckle super gelungen, so sind eine enorme Spannung, ein Knistern der Leidenschaft, aber auch neue Wendungen und Geschehnisse vorprogrammiert.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist sinnlich, flüssig und fesselnd. Man huscht förmlich durch die Seiten und bekommt dennoch ein zwar kurzweiliges, aber dennoch sehr unterhaltsames Lesevergnügen geboten.

Das Cover ist die perfekte Wahl und Ergänzung zum ersten Band. Es verkörpert die perfekte und auch sinnliche Ausstrahlung von Steel, dem man, wenn man ihm nicht näher kennen vermag, sofort verfällt.

Fazit:

War der erste Band schon total fesselnd, so hat Ute Jäckle sich hier absolut selbst übertroffen. Mega spannend, leidenschaftlich, auf angenehme Weise erotisch und dennoch voller Action, beendet sie ihre Dilogie zu „Steel“.

Eine glasklare Leseempfehlung!

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

london, ende der 1980er, waisenkinder, england ende der 1980er, ich-erzählerin

Der Himmel über Appleton House

S. E. Durrant , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560308
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Als Waisenkinder haben Ira und Zac schon einiges Seiten des Lebens kennen gelernt. Zwischen Glück, Hoffnung und Verlust besteht nur ein kleiner Grad dessen überschreiten zu großen Folgen führen kann. So führt sie dieses Mal ihr Weg von einer Pflegefamilie ins Kinderheim nach Skilly.
Doch es warten nicht nur die Schattenseiten des Lebens auf die Geschwister, denn ein Ferienaufenthalt öffnetet ihnen einige Türen und sie kommen ihrem innigsten Traum - Endlich ein zu Hause für immer zu finden - immer Näher.

Martha gibt ihnen eine Chance um gemeinsam in Appleton House glücklich zu werden. Der Weg ist steinig und auch wenn Abschied nehmen ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben geworden ist, so fällt es Ira und Zac wiedererwartend schwer von ihren Freunden und auch kleinen Familie im Kinderheim Lebewohl zu sagen, aber am Ende der Reise wartet endlich ihr kleines Stück Himmel in Appleton House!

Meine Meinung:

Der Ausgang der Handlung war eigentlich nach dem Lesen des Klapptext klar - Es wird ein Happy End für Miracle ( Ira ) und Zac geben, doch der Weg bis dahin ist interessant, ergreifend, überraschend und auch irgendwie sehr traurig gestaltet. Ich muss gestehen, dass ich mit etwas anderem gerechnet habe, als mich am Ende erwartete, aber genau dieser Punkt machte dieses Büchlein zu einem bewegenden Highlight!

Miracle kurz Ira genannt, hat in ihrem Leben eine Aufgabe gefunden, denn sie hat gegenüber ihrem jüngeren Bruder Zac schon sowas wie eine Mutterrolle eingenommen, auch wenn sie sehr reif wirkt, so merkt man, dass sie tief im Inneren immer noch Kind geblieben ist. Diese beiden Eigenschaften machten sie so menschlich und zeigten mir als Leserin, mit welchen Dingen ein junger Mensch zu kämpfen hat, wenn er solch einer Situation ausgesetzt ist. Ich liebte das kleine Mädchen und hätte sie & Zac am liebsten gleich selbst adoptiert.

Zac geht im Gegensatz zu seiner Schwester ganz anders mit der Situation um. Er baut sich seine Brücken um sich über die Traurigkeit hinweg zu trösten. Ist weitaus emotionaler als Ira, hat eine in sich gekehrte Art und wenn er einmal aus seinem Schneckenhaus herauskommt so ist er ein absoluter Tollpatsch - Zum Leidwesen seiner Schwester. Ich hätte ihn durchweg knuddeln können!

Die Handlung wird aus der Sicht von Ira erzählt, was sie als Person dem Leser sehr nahe bringt, denn so durchlebt man auf sehr schöne, aber auch traurige Weise die Emotionen, Hoffnungen und Ängste der Beiden sehr intensiv. Was bei solch einer Handlung so wichtig ist, denn erst so wird sie glaubhaft und realistisch.

Der Schreibstil von S.E. Durrant ist emotional, bildgewaltig und fesselnd.

Appleton House ist ein Ort an dem man sich heimisch fühlt. Er ist so bildgewaltig, lebendig und träumerisch beschrieben, dass ich selbst mich nach einem solchen Zufluchtsort sehnte und in meinen Gedanken bzw. auch Träumen dort Zeit verbrachte!

Das Cover spiegelt soviel Details aus der Handlung wieder und dennoch wirkt es sehr dezent und ansprechend. Wirklich toll - Voller Hoffnungen & Träume!


Fazit:

Auch wenn ich wusste welches Ende auf mich wartet, so war dieses Buch ein unvergessliches Erlebnis durch das Leben zweier Pflegekinder, die mich mit ihrem Glauben an das Gute, ihren Ängsten und Hoffnungen, aber auch ihrem Kampfgeist total überraschten und ansteckten.

Ein absolut emotionales und bildgewaltiges Lesehighlight!

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215 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

magonia, magoni, mariadheadley, heynefliegt, jugenduch

Magonia

M. D. Headley , Julia Walther
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.04.2017
ISBN 9783453270176
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Aza ist es gewohnt seit ihrer Geburt zu kämpfen, zu kämpfen um ihr eigenes Leben, dass seit sie denken kann mit Leid, Ängsten und Verzweiflung einher geht, denn sie leidet an einer seltsamen und unerforschten Lungenkrankheit.

Während eines normalen Schultages jedoch, glaubt sie zusätzlich noch ihren Verstand zu verlieren, als sie am Himmel ein Schiff hoch über den Wolken entdeckt aus dem jemand ihren Namen ruft. Irrsinn oder doch eine Nebenwirkung ihres langen Leidensweg? Der Einzige, der ihr Glauben schenkt ist Jason, ihr bester Freund oder vielleicht doch sogar mehr als das?
Gerade als sie sich über ihre Gefühle klar zu werden versucht, schlägt das Schicksal mit aller Gewalt zu - Aza droht zu ersticken und nach einem Ohnmachtsanfall findet sie sich über den Wolken wieder in einem Reich Namens Magonia, in dem sie urplötzlich kerngesund, stark und magisch begabt ist.

Das Glück zu empfinden endlich Genesen zu sein, ist ein Preis, den Aza nur schwer ertragen kann, denn da ist ihre alte Heimat, ihre Familie und vielleicht auch ihre große Liebe, deren Leid und Schicksal etwas ist, was Aza nicht einfach so hinnehmen kann. Doch wie kann sie hoch über den Wolken dessen Verlauf abwenden…?

Meine Meinung:

Magisch angezogen von dem Cover und neugierig gestimmt von dem toll in Szene gesetzten Klapptext, stürzt ich mich in das Abenteuer „Magonia“ und der Geschichte von Aza .

Aza war mir mit ihrer humorvollen und abgeklärten Art sofort sympathisch. Sie weckte ein enormes Interesse in mir, sie näher kennen lernen zu und ihren Leidensweg verstehen wollen. Sie ist taff, dennoch verunsichert, sie ist mutig und zugleich hat sie etwas zerbrechliches an sich, was nicht direkt mit ihrer Erkrankung zu tun hat. Insgesamt ist sie ein wirklich toll gestalteter und sehr vielschichtiger Charakter.

Die Handlung hat eine wundervolle Grundidee über deren Umsetzung ich sehr gespannt war. Lernt man zu Beginn erst einmal Aza näher kennen so nimmt es im Laufe ein eher abgespacter Verlauf an, an den ich mich erst einmal gewöhnen musste. Besser ausgedrückt - Ich mag es wenn Fantasy-Handlungen mit diesem Hintergrund einen realistischen und nachvollziehbaren Aspekt besitzen. Leider verliert diese Handlung im weiteren Verlauf diesen etwas. Dennoch ist es voller Fantasy, tollen Charakteren und einer Traumwelt, die man selbst gerne bereisen würde.

Die kleine aber feine Liebesgeschichte ist toll inszeniert und hatte etwas sehr angenehmes und spannendes an sich.

Allgemein muss ich sagen, dass mir dieser Fantasy-Roman schon sehr gut gefallen hat, aber an manchen Stellen noch etwas ausbaufähig ist. Bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung, denn genügend Potential ist auf jeden Fall mehr als genug vorhanden.

Der Schreibstil ist bildgewaltig, extrem flüssig und leichtfüßig. Man hoch nur so durch die Seiten, kann sich das Gelesene in den Gedanken wunderbar ausmalen und zu den Schauorten gedanklich reisen.

Das Cover ein Augenschmaus, der sich während des Lesens selbst erklärt und an Aussagekraft gewinnt.

Fazit:

Ein sehr origineller und überraschender Fantasy-Roman, der mich trotz seiner Ecken und Kanten sehr unterhalten und auch neugierig gestimmt hat. Denn das Potential ist hier noch nicht zu 100 % ausgeschöpft und bietet genug Platz für mehr!

Sehr lesenswert!

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

conni, abenteuer, kanincheninsel, insel, freunde

Conni & Co 2 - Das Buch zum Film (mit Filmfotos)

Vanessa Walder
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551559340
Genre: Kinderbuch

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260 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

magie, london, fantasy, diebin, weltenwandler

Vier Farben der Magie

V. E. Schwab , Petra Huber
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.04.2017
ISBN 9783596296323
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

London ist in vier Farben geteilt, deren Bedeutung in der Magie liegt, die dort vorherrscht - Das rote London befindet sich im Gleichgewicht mit dem Leben, das weiße London macht sich die Magie zu Sklaven, im grauen London existiert Magie nicht mehr und im schwarzen London wurde sie vom Leben vertilgt.

Kell besitzt als einer der wenigen die Möglichkeit sich in den unterschiedlichen „Welten“ zu bewegen, denn als Antari besitzt er noch als einer der Wenigen die pure Magie in seinem Blut. Der Preis ist hoch, denn jeder giert nach Magie, die Macht und Ansehen verspricht. Für Kerl heißt dies ein Doppelleben zu führen - auf der einen Seite als Botschafter der Könige und auf der anderen Seite als Schmuggler für die Armen.

So kommt es, dass eine junge Frau Hilfesuchend Kell aufsucht und ihm um einen einzigen Auftrag bittet, die Bezahlung, ein uraltes mächtiges und magisches Artefakt, dass für ordentlich Aufsehen sorgt. Auf seiner Flucht kreuzt sich Kell´s Weg mit dem von Delilah Bard, gewitzte Dieben und unerwartete Gehilfen. Doch ihr Preis ist hoch und Kell muss sich entscheiden, die Hilfe mit offen Armen entgegennehmen oder doch der Gefahr ins Auge sehen und seinen eigenen Weg einschlagen…?!

Meine Meinung:

Fantasy-Romane ermöglichen einem den Weg in Welten einzutauchen, deren Gefahren unvorhersehbar, die Abenteuer erschrecken schaurig und magisch sind, aber auch der eigenen Fantasy die Möglichkeit offen lässt, ihren ganz eigenen Weg einzuschlagen. So war es auch bei diesem Trilogie-Auftakt, der durch seine magischen Elemente, den grandios in Szene gesetzten Protagonisten, dem Handlungsverlauf und dem Kinofilm ähnlichen Aufbau und sehr bildlichen Schreibstil, auf ganzer Wellenlänge mich fesselte und auf eine unvergessliche magische Reise entführte!

Es ist unglaublich wie V.E. Schwab eine Welt erschaffen hat, die so glaubhaft wirkt, dass man sich darin schier blind zurecht findet, vor Magie und Boshaftigkeit glänzt, und zugleich einen dennoch zum Leben dort einlädt. Die vier Welten der Magie nahmen während des Lesens einen lebendigen und farbenprächtigen Verlauf ein. Es ist unbeschreiblich auf welche Art und Weise man diese Handlung erlebt, es hat mich persönlich förmlich umgehauen, so atemberaubend war dieses Erlebnis.

Die Protagonisten so lebendig und greifbar, als leben sie in der Nachbarschaft und sind nicht ein Gebilde der Fantasy.

Kell liebt die Gefahr und das Geheimnisvolle. Kein Wunder, dass ihn sein Ruf schnell in eine missliche Lage bringt. Abenteuerlust scheint sein zweiter Vorname zu sein und demnach auch der Lauf der Dinge, die durch einen Botengang hervorgerufen wird.

Delilah Bard war mir auf Anhieb total sympathisch. Ihr mysteriöses Erscheinen sprach mich sofort an und ich konnte mich auf gewisse Weise total mit ihr identifiziert - Das Gefühl merkwürdig und schaurig, aber dennoch einzigartig!

Der Schreibstil finster, flüssig und sehr fesselnd. Mit einem kleinem Fingerschnipser wird man in die Handlung katapultiert und kommt so schnell nicht mehr heraus. Ein grandioses Erlebnis!

Das Cover spiegelt Kell´s Welt wieder. Erst im Laufe der Handlung kommt man hinter die wahre Bedeutung der Coverauswahl!



Fazit:

Lesen, lesen, lesen! - Mehr braucht man zu diesem grandiosen Trilogie-Auftakt nicht zu sagen! Eine Bereicherung für die eigene Fantasy und ein Leseerlebnis der besonderen magischen Sorte!

Glas klare Leseempfehlung!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

Legendtopia - Im Bann der Zauberin

Lee Bacon
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 27.04.2017
ISBN 9783737340601
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Prinzen,Drachen, Hexen & Co gibt es nicht? - Der Überzeugung war auch Karla, bis sie gemeinsam mit ihren Mitschülern das kitschige Märchenrestaurant „Legendtopia „ besucht und geradewegs durch einen defekten Kühlschrank in die Märchenwelt stolpert. Auf der anderen Seite lauern waschechte Drachen, Monster und eine sehr böse Zauberin, die auf direktem Wege die Verfolgung aufnimmt. Auf ihrer Flucht begegnet Karla dem sich nach Abenteuer sehnenden Prinz Fred, der zu allem Elend beschließt an ihrer Seite durch die Pforte zu steigen und das Abenteuer seines Lebens zu bestreiten. Doch nicht nur Prinz Fred hat die Neugier über die Menschenwelt gepackt, sondern auch die böse Zauberin wagt den Schritt über die Portalstür und ist ihnen dicht auf den Fersen. Sie plant nicht Gutes und bringt die Menschenwelt ordentlich in Gefahr.

Ehe sich Klara und Fred versehen, lastet das Schicksal zweier Welten auf ihren Schultern und der Gegner ist mit magischen Wassern gewaschen…

Meine Meinung:

Bücher mit Zauberer, Prinzen und einem Input aus der Märchenwelt haben immer wieder aufs Neue eine magische Anziehungskraft auf mich, der ich keinen Fall widerstehen kann. So freute ich mich riesig an der Seite von Karla und Prinz Fred mich ins Abenteuer zu stürzen und deren Geschichte dahinter zu erleben.

Der Einstieg beginnt mit einem Klassenausflug, der die Schüler in ein baufälliges und sehr kitschiges Märchenrestaurant namens „Legendtopia“ führt. Und genau dort Startet ein unverhofftes, humorvolles und spannendes Abenteuer mit dem die Anwesenden so absolut nicht gerechnet haben.

Ein kaputter Kühlschrank als Portal, auf der anderen Seite ein Land wie aus dem Märchenbuch und dazu noch ganz komische Gestalten, die der Bedeutung „Märchen“ viel zu nahe kommen. Da ist der Spaß - und Unterhaltungsfaktor vorprogrammiert.

Es machte richtig Fun an der Seite von Karla und Prinz Fred auf Entdeckungsreise zu gehen und sich gegen das Vorhaben der bösen Zauberin zu stellen. Mit viel Fantasy führt Lee Bacon seine Leser auf ein unvergessliches Abenteuer, das mit viel Spannung, Humor und einer bildgewaltigen Handlung, absolut punkten konnte.

Karla gefiel mir mit ihrer sarkastischen und dennoch großherzigen Art. Sie bewahrt im rechten Moment einen klaren Kopf, an Fantasy und alles was damit zu tun hat glaub sich schon mal gar nicht, und das ausgerechnet sie in so eine chaotische Geschichte verwickelt wird, bringt ordentlich Humor mit sich, denn Fantasy und alles was dazu gehört ist nicht so ihr Metier.

Prinz Fred *hach* was hab ich mich über seine altertümliche Art amüsiert. Es war so amüsant die Welt der Menschen an seiner Seite zu erleben und mit seinen Augen zu betrachten. Er konnte auf ganzer Wellenlänge bei mir punkten und das nur, durch seine Entdeckerfreude und Abenteuerlust!

Der Schreibstil ist mega flüssig, der Zielgruppe sehr angepasst und mit seinem humorvollen und bildgewaltigen Auftritt macht er dieses Buch zu einem wahren und sehr unterhaltsamen Abenteuer.

Das Cover ist einladend , weckt die Abenteuerlust in einem und hat etwas gruseliges an sich. Mich hat es sehr angesprochen und ist passend zum Inhalt des Buches ausgewählt.

Fazit:

Dieser Reihen-Auftakt hat mich überrascht, gefesselt und verzaubert. Es wurde in mir nicht nur die eigene Abenteuerlust geweckt, sondern auch eine Neugier entfacht, die mich Sehnsüchtig auf den nächsten Band hoffen lässt.

Sehr lesenswert und eine klare Empfehlung!

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174 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

zeitreise, fantasy, liebe, jugendbuch, zeitreisen

Forever 21

Lilly Crow
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600443
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Stellt man sich nicht eigentlich vor, dass die Unsterblichkeit ein wahrer Segen ist und man enorm viel Zeit hat um alles richtig zu machen und dazu noch so einiges erleben kann? Für die 21 Jährige Ava hingegen ist genau dieser sehnsüchtige Traum zu einem wahren Albtraum geworden.

Ein einziger Fehler, eine enorme Schuld und schwups folgt die Strafe, denn sie wurde mit einem dunklen Fluch belegt, der sie dazu verdammt, auf Ewigkeit in der Menschenwelt zu verweilen. So muss sie von Ort zu Ort reisen, Zeitsprünge durchleben, in unterschiedliche Körper und Situationen schlüpfen, alles nur um ihre Aufgabe zu erfüllen - Sie muss die beiden passenden Seelenverwandten finden und sie vereinen.

Die Zeit für diese schwere Aufgabe ist gering und mit jedem verstrichenen Tag fühlt sich ihr Blut schwerer an, als gleite Säure durch ihre Adern, wenn sie sich nicht beeilt leidet sich Höllenqualen, was das Ziel zu erreichen noch anstrengender gestaltet. Und dann geschieht etwas unvorhersehbares, denn bei einem erneuten Zeitsprung lernt sie Kyran kennen und urplötzlich ist alles anders als sie es bisher kennen gelernt hat. Gefühle lodern auf und doch ist eine gemeinsame Zukunft kaum vorstellbar, denn Ava muss weiterziehen, den Ort und die Zeit von Kyran verlassen. Oder gibt es vielleicht doch ein Schlupfloch um den vorherbestimmten Weg zu umgehen? Hat die Liebe eine Chance oder ist das Schicksal unabdingbar?

Meine Meinung:

Wer träumt nicht einmal davon unsterblich zu sein und so viel Zeit zu haben, seine Wünsche, Träume, Sehnsüchte und auch Ängste zu erfüllen, erleben oder zu bekämpfen? Genau diese Chance hat Ava, aber bei ihr ist es alles andere als ein Segen, denn in Wahrheit ist es ein Fluch, der von nun an ihr Leben bestimmt.

Genau diesen Kampf zwischen Segen und Fluch hat Autorin Lilly Crow sehr gefühlvoll dargestellt und den Leser auf ein Abenteuer entführt, welches deutlich macht, wie schnell ein Traum zum Albtraum werden kann.

Anfangs muss ich gestehen, war ich etwas desorientiert und verwirrt. Man wird sofort auf eine neue Mission von Ava mitgenommen und ist genauso orientierungslos wie Ava. Man weiß nicht wer man ist, wo man ist, welches Jahr und vor allem wem man auf dem Weg zum Glück helfen soll. Doch diese erschreckende Erkenntnis und denn Wirrwarr aufkeimenden Gedanken, machte Lilly Crow wunderbar mit einem Hauch Humor weg und nahm den Leser bei der Hand um ihn durch die verzwickte Geschichte von Ava und ihrem Fluch zu geleiten.

Erst einmal angekommen und die Begebenheiten und Umstände kennen gelernt, entwickelte sich die Geschichte wirklich wundervoll und vor allem die Gefühle stachen richtig heraus. Man konnte sich wunderbar in die Protagonistin, aber auch Nebencharaktere hineinversetzen. Besuchte die Schauorte auf sehr bildliche Weise.

Nun kommt es jedoch zu einem „ABER“.

An manchen Stellen fehlte es mir dann doch an Überzeugungskraft seitens der Autorin. Die Idee hat wirklich sehr viel Potential und bringt auch soviel Eigenschaften mit, um zu einem absoluten Must Read zu werden und doch schaffte es die Autorin leider nicht zu 100% an ihrer Idee festzuhalten und alles aus ihr herauszuholen um das vorhandene Potential auszuschöpfen. So kam es mir nach der anfänglichen Vorfreude gegen Mitte des Buches so vor, als Laufe der Autorin die Zeit oder eher die Seitenzahl davon. Es wurde zunehmend vollbepackter und die Ereignisse überhäuften sich viel zu schnell, dass einem als Leser oder auch als Protagonist keine Zeit zum verarbeiten oder durchschnaufen blieb. Was sehr schade war, denn so verlor die Geschichte nicht nur an Reiz sondern auch an Glaubwürdigkeit. Man verliert eben einfach den Überblick und an Tiefgang fehlt es durch die Sprunghaftigkeit leider total, was auch dazu führt, dass die Gefühle und die Protagonisten verblassen, und kein Aufbau von Beziehungen oder Erstaunen mehr möglich ist.

Das Cover ist leidenschaftlich, verspielt und geheimnisvoll. Mir gefiel es richtig gut, da es die Grundidee verkörpert.

Fazit:

Leider kann ich nur sagen: “Wenn man über seine eigene Idee stolpert und das Potential nicht mehr erkennt…, dann kann es nur schief gehen!“ Sehr schade, denn der Start war verwirrend gut und danach kam der drastische Abgang der Handlung der durch Sprunghaftigkeit, Überfüllung und blassen Charakteren untermauert wurde. Echt schade, denn die Idee ist so wundervoll, aber leider hat die Autorin ihr wahres Ziel anscheinend komplett aus den Augen verloren.

Kann man lesen, muss man aber nicht - Sehr schade!

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123 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

drachenmond, götter, fenrir, abenteuer, lieb

Fenrir

Asuka Lionera
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 25.03.2017
ISBN 9783959912259
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Einfach nur raus aus dem traurigen Alltag und auf eigenen Beinen stehen, dass ist das Ziel der Archäologie-Studentin Emma, die nach der Trennung von ihres Ex-Freundes ziemlich tief in ein finanzielles Desaster gerutscht ist. So nutzt sie die Chance gemeinsam mit einem Ausgrabungsteam auf ein Expeditionskurs auf einer isländischen Vorinsel zu reisen und auf Entdeckungstour zu gehen. Als sie dort von ihrem Team getrennt wird, irrt Emma plan-und ziellos über die Insel, bis sie auf den mysteriösen Wulf trifft. Seine Erscheinung alles andere als normal, eher übersinnlich magisch, und doch fühlt sich Emma sofort von ihm angezogen.

Sie wittert die Chance ihres Lebens um beruflich durchstarten zu können, doch was dann geschieht hatte Emma nicht mit auf dem Plan, denn die Gefühle, die sie entwickelt treffen sie unvorbereitet und intensiv. Als Wulfs Tarnung zu bröckeln beginnt, erkennt Emma seine wahre Bestimmung und zugleich, dass sie bereits mitten in einem uralten Krieg steckt, dessen Ausgang noch lange nicht in Sicht ist und noch etliches an Blut fließen wird…

Meine Meinung:

Asuka Lionera habe ich schon aus ihren anderen Büchern kennen und schätzen gelernt. Sie hat einen unglaublich gefühlvollen und weltenerweiternden Schreibstil, der mit bildgewaltigen Elementen den Leser auf eine Reise voller Abenteuer und Fantasy entführt. So war ich sehr gespannt, was mich in ihrem neuen Fantasyroman erwarten wird.

Der Start in die Handlung beginnt sehr zurückhaltet und spannt den Leser richtig auf die Folter. Es ist so als halte man einem kleinen Kind ein Eis hin und lockt es somit zum gewünschten Ziel, nur das es hier eben, der spannende Teil der Handlung ist, der beim verfolgen der Seiten auf einen lauert. Und ich muss sagen, dass ich sehr überrascht war, als es richtig zur Sache ging und aus dem staunen nur schlecht wieder heraus kam. Dieses Werk umfasst knapp 800 Seiten und wenn man denkt „Oh man, wann soll ich die bloß schaffen?!“ kann ich euch beruhigen, denn erst einmal in der Geschichte angekommen, wird man schnell feststellen, dass man eindeutig viel zu schnell am Ende angelangt ist. „Man wächst an seinen Aufgaben“ ist ein bekannter Spruch, den mir mein Opa oft gesagt hat und auch bei Auska als Autorin merkt man sichtlich von Buch zu Buch, wie sie an ihren Aufgaben wächst und den Leser mit neuen Elementen und tollen Szenen zu fesseln weis. Dafür ziehe ich den Hut, denn dieses Buch ist der absolute Hammer voller Überraschungsmomenten und mega tollen Protagonisten & bildgewaltigen Schauorten bzw. Handlungssträngen. Besonders gut gefiel mir der Mix aus Realität und Fantasy, die sich toll ineinander vermischen und so sehr authentisch herüber kommen.

Emma war mir sofort sympathisch. Mich sprach ihre flapsige, unüberlegte und chaotische Art sofort an. Ihr Kampfgeist und ihre Mut bringen sie zwar in die ein oder andere missliche Lage, doch sie weiß sich dort hinaus zu winden und vor allem gibt sie sich und ihre Ziele nicht auf.

Auch die Nebencharaktere sind gut in Szene gesetzt. Jeder einzelne bringt sich gut in die Geschichte ein und man merkt sofort, wer gut oder böse ist, wen man als Freund oder eher als Feind betrachten soll. Also eine wirklich gute Auswahl, die wie dies Faust aufs Auge passt.

Fazit:

Dieser Fantasyroman ist eine komplette Überraschung von Anfang bis Ende, der durch den Mix aus Realität und Fantasy, mich total gefesselt und grandios unterhalten hat. Obwohl dieses Buch knapp 800 Seiten beinhaltet, konnte ich es nicht aus der Hand legen und hatte es in knapp 3 Tagen beendet. Durch viele Wendungen, einer durchweg steigernden Spannung und einer Welt der unseren in vielerlei Hinsicht gleicht, konnte mich Asuka Lionera total begeistern, aber auch der bildgewaltige Schreibstil und die wunderbar herausgearbeiteten und in Szene gesetzten Protagonisten, machten dieses Buch zu einem richtigen Highlight!

Ich kann nur sagen:“ Lesen, lesen, lesen!!!“

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77 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

jennifer estep, spinnengift, bria, gin blanco, vampir

Spinnengift

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492280723
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Eigentlich läuft Gin Blanco´s Leben mittlerweile in geregelten Bahnen - In der Liebe läuft alles bestens, ihr Restaurant auf Hochtouren und von den vereinzelten Bösewichten einmal abgesehen, ist ihr Privatleben deutlich ruhiger geworden.

Bis Salina Dubois auf dem Bildschirm auftaucht - Owens Exfreundin, und dieser ist alles Recht um sich das zurückzunehmen, was einst einmal ihr gehört hat! Nicht nur Gins Liebesleben steht plötzlich auf dem Kopf, sondern auch die sonst heil geglaubte Welt kommt auf neue ordentlich ins schwanken!

Widersacherin und mächtiges Element hin oder her, Salina hat eindeutig in Gins Welt keinen Platz verdient!



Meine Meinung:

Nachdem der 6te Band der Element Assassin- Reihe etwas ruhiger zur Sache ging, war ich sehr gespannt, was sich Autorin Jennifer Estep dieses Mal böses für Gin Blanco ausgedacht hat und ob sie nochmals zu Hochtouren auffahren wird. Meine Hoffnungen wurden nicht enttäuscht und es ging endlich wieder heiß her.

Gin ist mir immer noch total sympathisch und obwohl es sich mittlerweile bereits um den siebten Band dieser Reihe handelt, entdecke ich immer wieder aufs Neue interessante Eigenschaften. und Entwicklungen an Gin, die mir mal mehr mal etwas weniger gefallen, aber das gesamt Erscheinungsbild der Hauptprotagonisten so interessant gestalten. Man merkt, dass die Autorin sich bezüglich ihrer Protagonistin noch einige Türchen mit Überraschungen für die Leser affengehalten hat.

Toll ist es, dass es ihr gelingt immer wieder mit neuen Charakteren aufzufahren, die in die Handlung so fest integriert sind, dass man das Gefühl hat als seien sie von Anfang an mit an Bord. Diese Eigenschaft mag ich sehr an der Autorin und ihren Büchern.

Der Schreibstil ist altbekannt - flüssig, rasant und bildgewaltig. Es ist immer wieder phänomenal, wie es Jennifer Estep schafft den Leser auf ein Kinofilm ähnliches und spannungsgeladenes Abenteuer zu entführen ohne das es je langweilig zu werden scheint.

Für mich war es erneut ein actionreiches und auch an manchen Stellen sehr gefühlvolles Abenteuer an der Seite der „Spinne“ Gin Blanco.



Fazit:

Jennifer Estep schafft es immer wieder mich total von ihren Schreibkünsten zu überzeugen. Auch im siebten Band wird es nicht langweilig und die Autorin verwickelt gekonnt ihre Protagonisten in missliche Lagen und einem vollkommenen Chaos der Gefühle!

Ein Muss für alle Fans dieser phänomenalen und abwechslungsreichen Reihe!

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

worte, freundschaft, elyse, mobbing, originell

Wunderworte

Abby Cooper , André Mumot , Suse Kopp
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500393
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Elyse hat mit ihren 12 Jahren schon so einiges an schlimmen Worten gehört, doch dank einer selten Krankheit namens CAV passiert bei ihr ein einzigartiges Phänomen , denn jedes gesagte Worte, egal ob gut oder schlecht, erscheint in schwungvoller Schrift auf ihrer Haut. Früher störte es sie kaum, denn dank ihrer besten Freundin blieb sie oft von bösen juckenden Worten verschont. Doch die Situation hat sich geändert, denn Jeg hat sich von ihr abgewandt und plötzlich bestimmen Worte wie „Freak „ oder ähnliche Worte ihren Schulalltag.

Als dann jedoch blaue kleine Zettel mit aufmunternden Botschaften sie erreichen, ist für Elyse klar, sie muss über ihre eigenen Schatten springen, ihre Ängste bekämpfen und dann stehen ihr alle Türen offen - auch die Ernennung zur Junior-Reiseleiterin!

Doch ist ihre Mut stark genug um gegen harte Konkurrenten anzutreten, denen jedes Mittel zum Sieg recht ist oder muss sie sich am Ende eingestehen, dass der Kampfgeist nur ein Gebilde ihrer eigenen Hoffnung und Fantasie entsprungen ist…?

Meine Meinung:

Aufmerksam geworden bin ich auf dieses tolle Buch in erster Linie durch das verspielte und mit verschnörkelten Wörtern verzierte Cover. Es weckte eine Neugier in mir herauszufinden was hinter den Worten steckt und was sie mit der Geschichte von Elyse auf sich haben. Aus dem Klapptext ging schon mal eine klare Richtung des Handlungsverlaufes hervor, jedoch reichte es nicht aus um meine Neugier und Interesse befriedigt zu wissen.

Elyse ist mit ihren 12 Jahren sehr wohlbehalten und umsorgt aufgewachsen. Anfangs wirkte sie sehr unselbstständig, was aber auch durch ihre Mutter und beste Freundin bedingt geschieht, die wegen ihrer Krankheit jeden Ärger von ihr fern halten. So freute es mich zu lesen, wie Elyse langsam aber sicher ihren eigenen Weg einschlägt und nicht nur ihren Mitschülern, sondern auch mir als Leser beweist, welches Potential hinter der scheuen Fassade so steckt.

Auch sind die Themen-Schnippsel, welche die Autorin Abby Cooper in ihre Handlung eingebaut hat sehr aktuell und wunderbar integriert ins Geschehen. So wird deutlich klar, was Mobbing auf Menschen für Auswirkungen hat, was Freundschaft für einen an Bedeutung annimmt, aber auch welchen Wandel das Leben so nehmen kann, wenn man am wenigsten daran glaubt.

Die Handlung an sich ist sehr flüssig aufgebaut und hat manchmal einen leicht kindlichen Touch, was aber für die Zielgruppe und auch die Thematik sehr angenehm und absolut passend gewählt ist.

Die Krankheit an sich ist sehr gut und im wahrsten Sinne deutlich gestaltet und sticht in jedem Kapitel heraus. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie es ist mit solch einer Erkrankung zu leben und sich mit den Folgen täglich auseinanderzusetzen. Doch schafft es Elyse den Leser auf spielerische Art an ihrem Leben mit dem CAV-Syndrom teilhaben zu lassen und selbst zu erleben wie es ist mit Worten auf den Armen und Beinen, die mal juckend und quälend sind, und andere die einer zarten Berührung und einem wohlwollenden Gefühl einhergehen.

Der Schreibstil ist jung, spritzig, humorvoll und flüssig. Er passt sich gekonnt der Zielgruppe an, die das Buch ansprechen möchte und bietet auch der älteren Generation ( zu der ich mich zähle ) eine perfekte Unterhaltung.

Gerne hätte ich noch mehr von Elyse gelesen und gemeinsam mit ihr ihr neugewonnenes Leben erkundet. Vielleicht bekommt man ja mal die Chance Elyse an der Highschool oder dem Einstieg in die Berufswelt etc. zu erleben, wer weiß…

Fazit:

Ein tolles Buch über den Wert von Worten, die zu schnell gesagt und nicht mehr zurück genommen werden können, über den Sinn von Freundschaft und den Auswirkungen von Mobbing. Wundervoll geschrieben und humorvoll erzählt, so dass die Ernsthaftigkeit nicht verloren geht.

Sehr lesenswert!

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

zeitreise, fantasy, zeitwanderer, irland, liebesroman

Gefangen - Die Zeitenwanderer-Chroniken

Karolyn Ciseau
E-Buch Text
Erschienen bei null, 23.02.2017
ISBN B06X6L32P8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Alison erlebt als Studentin etwas, dass für andere Menschen unvorstellbar ist, sie bereits Städte und Länder, jedoch als Zeitreisende. So landet sie bei einem erneuten Zeitsprung im Jahre 2062 im mittelalterlichen Irland und zu ihrem entsetzen steckt sie dort auch noch fest, und wird von der Beobachterin des Geschehens zu Beobachteten.

Ehe sich Alison versieht steckt sie als Gefangene im größten Abenteuer ihres Lebens fest und muss entscheiden ob sie Gregor ihrem Entführer vertrauen schenkt oder mit misstrauen gegenübertritt, denn der hat seine ganz eigenen Pläne mit Alison und ihrem Wissen aus der Zukunft…

Meine Meinung:

Zeitreise-Romane wecken immer eine gewisse Neugier in mir, denn ich selbst würde gerne einmal ein Teil solch eines Phänomens werden und andere Welten bzw. In dem Fall Zeitepochen bereisen und als stumme Beobachterin den Geschehnissen beiwohnen. So freute es mich gemeinsam mit Alison ihr Abenteuer im Jahre 2062 in Irland zu bereisen und zu erleben.

Autorin Karolyn Ciseau hat einen unglaublich bildgewaltigen und sehr authentischen Schreibstil, so dass das Unvorstellbare plötzlich vorstellbar wird und die Geschichte ihren ganz eigenen sehr authentischen Lauf annimmt. Sehr gut konnte ich mir das Leben in Irland vorstellen und es dank des bildgewaltigen und sehr lebhaften Schreibstil mit Leben und Farbe füllen.

Alison war mir sehr sympathisch, auch wenn ich einige Entscheidungen von ihr nicht ganz nachvollziehen und verstehen konnte. Aber dennoch ist ihre herzliche und schüchterne Art sehr ansprechend und ich kann mir keine bessere Protagonistin für diese Handlung vorstellen.
Gregor ist ein Riesen großes Geheimnis, welches man erst einmal erkunden muss. Ich habe lange mit mir gehadert ob ich in nun hassen oder lieben soll. Es hat sehr lange gedauert, bis er seinen wahren Charakter offenbart hat und ich meine Entscheidung treffen konnte. Aber lernt in am besten selbst kennen um meine Zweifel an ihm besser verstehen zu können.

Das Cover bewirkte in mir ein Fernweh. Zwar war ich selbst noch nie am Handlungsort, aber ich entwickelte richtige Reiselust, auch dank des sehr bildlichen Schreibstils.

Der Aufbau war anfangs etwas holprig und die wirkliche Spannung und auch Auswirkungen der Gefangenschaft bauten sich schleichend auf und wurden gegen Ende erst richtig vorstellbar. Dennoch ist es gut, dass die Autorin das Tempo langsam steigerte und dem Leser so die Zeit lies, sich am Handlungsort und in der Handlung selbst zurecht zu finden.

Ich für meinen Teil bin sehr gespannt, was sich die Autorin für den zweiten Band ausgedacht hat und werde auch diesen mit einer gewissen Begeisterung bestimmt verschlingen.

Fazit:

Auch wenn die Handlung nach und nach erst an Tempo annahm, so konnte mich die Autorin mit ihrem Roman Schreibstil und auch ihrer Geschichte fesseln & begeistern.

Man muss es gelesen haben um die Geschehnisse und Eindrücke auf sich wirken lassen, denn erst dann kann man verstehen, was diesen Roman so wundervoll und lesenswert macht!

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107 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

dystopie, japan, vollkommenheit, amaterasu, kim kestner

Sakura: Die Vollkommenen

Kim Kestner
E-Buch Text: 337 Seiten
Erschienen bei digi:tales, 23.03.2017
ISBN 9783401840017
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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100 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

nica stevens, 4 sterne, spannend, carlsen verlag, fantasy

Hüter der fünf Leben

Nica Stevens
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551316042
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:


Endlich Sommerferien und somit beginnt zugleich auch die schönste Zeit im Jahr! Während andere in ferne Länder fahren oder sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, reist die 17-jährige Vivienne zu ihrem Vater in den kanadischen Nationalpark. Sie freut sich riesig über die Auszeit, die zwar mit Arbeit verbunden ist, aber ich gleichzeitig auch Abstand zu ihren Großvater gewährt, der ein richtiger Kontrollfreak ist. 


Doch dieses Jahr hält einige Überraschungen für Vivien parat, denn sie trifft nicht nur auf den gut aussehenden Liam, ein Freund aus Kindertagen, sondern offenbart ihr auch ein unvergessliches Abenteuer, welches ihr Leben gravierend verändern wird…


Meine Meinung:


Dies war mein erstes Buch der Autorin Nica Stevens und ich muss gestehen, es wird bestimmt nicht das letzte Buch von ihr bleiben.


Nachdem ich den Klapptext  gelesen hatte war ich schon vollkommen hingerissen und wollte unbedingt erfahren, welches Geheimnis Liam hütet und welche Geschichte sich hinter der angedeuteten Liebesgeschichte von Vivien und Liam verbergen mag. 


Zunächst lernt man erst einmal Vivien besser kennen und sie war mir auf Anhieb auch sehr sympathisch. Ihr Leben verläuft alles andere als Komplikationslos und wird ihr von ihrem Großvater quasi vorgeschrieben, so kann man sie sehr gut verstehen, dass sie sich auf die wenigen gemeinsamen Tage mit ihrem Vater freut, denn in der Zeit kann sie sie sein und vor allem frei. 


Daher ist es sehr schon, dass die Erzählperspektive aus ihrer Sicht geschildert wird und man so mehr von ihr, ihrem Leben und ihren Ansichten erfährt. 


Liam ist ein sehr geheimnisvoller und charismatischer Protagonist. Ich mochte seine herzliche und hilfsbereite Art, aber auch sein zurückhaltendes und verschlossenes Wesen. Interessant ist wirklich, dass die eigentliche Handlung über ihn und sein Geheimnis berichtet, aber eben aus der Sichtweise von Vivien berichtet wird. Diese Kombination machte die Handlung noch interessanter. 


Der Aufbau ist sehr rasant und manchmal überschlagen sich einzelne Geschehnisse, wo andere einen ticken länger brauchen, bis sie sich komplett entfaltet haben - Persönlich finde ich diese Gestaltung sehr gut und auch abwechslungsreich. Vor allem bleiben die Spannung und Fantasyelemente sehr gut enthalten und entfalten sich auf angenehme weise. Zwar rückte dadurch die „Liebesgeschichte“ manchmal etwas in den Hindergrund, aber wiederum schadet es ihr absolut nicht, sondern wird so eher noch interessanter und verzwickter gestaltet.


Das Ende war traumhaft und lässt ein bisschen auf mehr von Vivien und Liam hoffen, denn ich finde, dass noch einiges an Potential für eine Fortsetzung vorhanden ist.


Das Cover verbirgt einige Details, die sich im Laufe der Handlung wiederfinden. Verträumt, geheimnis - und fantasievoll gestaltet - Ein absoluter Hingucker!


Der Schreibstil ist absolut fesselnd, flüssig und vor allem sehr bildgewaltig. Ich fühlte mich sofort in den kanadischen Nationalpark versetzt oder auch in die anderen Schauorte als stummer Beobachter wieder. Wirklich toll und detailreich gehalten und jung & spritzig geschildert. 


Fazit:


Es war mein erstes Buch von Nina Stevens und wird bestimmt nicht das Letzte gewesen sein. Besonders gut gefielen mir der sehr bildgewaltige und jung-spritzige Schreibstil, aber auch die wundervollen, sehr sympathischen Protagonisten. Die Handlung ist sehr fesselnd, spannend und gefühlvoll.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

band 2, animox, verfolgung, oetinger verlag, familie

Animox - Das Auge der Schlange

Aimée Carter , Maren Illinger , Frauke Schneider
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.03.2017
ISBN 9783789146244
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Simon fühlt sich im Reich der Animox wie ein Gefangener. Seit dem Anschlag von Orion auf seine Person, wird er und sein Bruder Nolan von seinem Onkel Malcom strengstens überwacht. Doch als eine Art Hilferuf seiner entführten Mutter ihn erreicht, steht für Simon fest – Er muss sie suchen und koste es was es wolle!

Gemeinsam mit seinen Freunden begibt er sich auf eine waghalsige Suche und hofft nicht nur seine Mutter retten zu können, sondern auch das lang verschollene Stück der Waffe des legendären Bestienkönigs zu finden. Ihr Weg führt sie jedoch in eine bedrohliche Schlangengrube und in ein schier riskantes Abenteuer, dessen Ausgang unvorhersehbar ist….

Meine Meinung:

Nach dem ersten Band der Animox-Reihe war ich total heiß auf den zweiten Band dieser Reihe, denn es war ein wirklich interessant gestaltetes und vor allem spannendes Abenteuer, welches die Aimée Carter da zu Papier gebracht hat.

Das Abenteuer schließt direkt an den ersten Band an und vermischt gekonnt alte Erinnerungen mit neuen Ereignissen. Die Handlung entwickelt sich sehr rasant und spannend. Schnell wird klar, dass man nicht weiß wem man trauen oder vor wem man eher Abstand halten soll. Ist Freund wirklich Freund oder lauert doch ein heimtückischer Feind hinter dem sonst so freundlichen Wesen? Aber es ist nicht nur spannend, sondern es wird auch sehr emotional. Man erfährt mehr über Simon und seine Ansichten zur Familienentwicklung, sondern lernt auch mehr über Winter und ihre Bewegründe kennen.

Toll ist es die Entwicklung von Simon mitzuerleben. Vom kleinen Außenseiter entwickelt er sich immer mehr zur taffen, schlagfertigen und grandiosen Hauptfigur der Buchreihe. Zwar kann man ihm am Ende immer noch nicht zum Helden küren, dennoch ist viel Potential für mehr offen und lässt vielversprechend auf den nächsten Band blicken.

Das Cove ist durch seine D-Optik ein absoluter Hingucker. Hier gefällt mir dieses Mal die Farbwahl besonders gut. Es verspricht feurig heiß zu werden und dies spiegelt sich auch im Laufe der Handlung wieder.

Der Schreibstil ist jung, spritzig und extrem flüssig. Es spielt mit der aufkommenden Spannung während der Handlung und den Emotionen, der Hauptprotagonisten und auch der Leser, was ich sehr ansprechend finde.

Fazit:

War der Reihen-Auftakt der Animox-Reihe schon sehr bewegend und spannend, so hat es Autorin Aimée Carter absolut geschafft, den Leser mit grandiosen Ideen und wunderbar gestalteten Protagonisten, erneut auf einer spannenden und emotionalen Ebene abzuholen und auf ein gefährliches Abenteuer zu entführen. Am Ende lässt der zweite Band voller Hoffnung auf den Nachfolger blicken, denn es ist noch so viel Potential vorhanden um es erneut ordentlich krachen zu lassen!

Diese Reihe ist absolut lesenswert, egal wie alt man ist!

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

janetclark, cbj audio, ewigdein, deathline-ewig dein

Deathline - Ewig dein

Janet Clark , Friederike Walke
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 20.03.2017
ISBN 9783837138184
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

„Bis, dass der Tod uns scheidet!“ - Eigentlich ist es ein Standardspruch, der während der Hochzeitszeremonie genannt und dem im Laufe der Ehe wenig Aufmerksamkeit zuteilwird, doch wenn eine Krankheit, ein Unfall oder gar die Scheidung Einkehr findet, erinnert sich jeder an die Worte des Gläubigen vor dem Altar. Bei der 16-Jährigen Josie nimmt dieser Satz in ihrem jungen Leben schon früh eine wichtige Bedeutung ein, denn als sie sich in die Sommerferien stürzt, ahnt sie nicht, welche Überraschungen und schmerzliche Erfahrungen dieser Sommer für sie parat hält!

Mysteriöse Geschehnisse nehmen in ihrem kleinen idyllischen Städten Einhalt und scheuen auch vor der Ranch ihrer Eltern nicht zurück. Während sie auf der Suche nach dem Ursprung sind begegnet sie dabei dem gut aussehenden und sehr faszinierenden Ray und sie spürt zugleich, dass ihn etwas sehr Geheimnisvolles umgibt. Aber wie nah Realität, Fantasie und das Unausweichliche wirklich bei einander liegen, findet sie erst heraus als sie für Ray mehr als nur Freundschaft empfindet und sich in ihn verliebt. Ray offenbart ihr ein langgehütetes Geheimnis und das Ziel für seinen Aufenthalt an der Ranch, denn er muss sein Amulett wiederfinden, welches ihn vor dem Bösen schützen und die Grenze zum Reich der Toten öffnen soll. Denn dieses Portal muss er überschreiten, denn dort gehört er hin…

Meine Meinung:

Bücher, die über „verlorene oder gefangene“ Seelen handeln, die den Weg beschreiten wollen und nicht können, und somit an der realen Welt gefesselt sind, finde ich immer sehr faszinieren, besonders, wenn sie nicht als eigentlicher Geist auf Erden wandeln, sondern als greifbare Persönlichkeit, wie es in diesem Buch bei Ray der Fall ist. Zwar hat es wirklich viel mit Fantasie und eigener Vorstellungskraft zu tun, doch ich kann und will mir in manchen Fällen einfach vorstellen, dass es wirklich solche Grenzen gibt, die aus irgendeinem Grund eben nicht überschreitet werden können und somit die Hilfe eines Menschen ins Spiel kommt.

Autorin Janet Clark hat ihre Ansichtsweise der Geschichte auf ihre Art perfekt umgesetzt und ich habe mit Begeisterung der Handlung gelauscht. Dennoch muss ich sagen, dass es zwar viele Fantasy-Elemente enthält und auch glaubhaft herüberkam, doch hatte ich eher den Eindruck einem Mystery-Thrill zu hören als einen reinen Fantasyroman. Im Ganzen ist es nicht schlecht, doch man muss eben seine Erwartungen komplett anders priorisieren um am Ende nicht ganz so sehr enttäuscht zu sein.

Josie ist sehr ehrgeizig und für ihr Alter schon sehr reif. Sie musste früh lernen auf eigenen Beinen zu stehen und Verantwortung zu übernehmen. Genau diese Eigenschaften schätzte ich an ihr und die benötigt sie auch im Laufe der Handlung um immer einen klaren Kopf zu bewahren.

Ray ein riesen Geheimnis und ein wundervoller bzw. sehr faszinierender Charakter, der für einigen Trubel im Verlauf der Handlung sorgen wird.

Als Sprecherin konnte mich Frederike Walke nicht zu 100% überzeugen. Der Stimmklang war sehr angenehm und die Ausdrucksstärke konnte mich total in die Handlung entführen und sie mich in Gedanken ausmalen bzw. mit Leben füllen lassen, doch störte es mich etwas, dass sie verschiedene Wörter immer zu in die Länge zog oder die Gefühlsregungen manchmal etwas Gefühllos herüberbrachte, so dass sie nicht ganz glaubwürdig oder ergreifend bei mir als Hörerin ankamen. Was sehr schade war.

Das Cover sehr detailliert ausgearbeitet, geheimnisvoll und ein wahrer Blickfang im Bücherregal.

Fazit:

Ein Hörbuch, dass einen ganz anderen Lauf annahm mit dem ich eigentlich gerechnet hatte und mich dennoch von sich und seinem Inhalt überzeugen konnte. Von wenigen Kritikpunkten abgesehen, hat Autorin Janet Clarke einen wundervollen & sehr gefühlvolle Fantasyroman geschrieben, der durch seinen kriminalistischen Touch sehr begeistern konnte und mich neugierig auf den Folgeband gestimmt hat.

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254 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 120 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, the sun is also a star

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Wenn ein einziger Tag dein Leben bestimmt, obwohl das Schicksal einen ganz anderen Ausgang für dich parat hält! Ist es Zufall oder doch Bestimmung?

 

Natasha lebt seit ihrem achten Lebensjahr als illegale Einwanderin in New York. Durch einen schweren schicksalshaften Fehler wird die Behörde auf sie und ihre Familie aufmerksam und hat ihre Abschiebung für die heutige Nacht geplant. Um diesem Plan zu vereiteln setzt Natasha alles dran, die Behörde davon zu überzeugen, bleiben zu dürfen…

Währenddessen ist Daniel ebenfalls in New York unterwegs. Sein Weg soll ihn zu einem Vorstellungsgespräch führen, welches seine berufliche Entwicklung beeinflussen und im die Chance eröffnen soll. Doch ist es, dass alles wert, denn es ist in Wahrheit nicht sein beruflicher Traum, den er gerade verfolgen wird…

Dann kommt es zu der Begegnung, die die Ansichten von Natasha und Daniel ändern wird.  Gibt es die Liebe auf den ersten Blick wirklich und kann ein einziger Moment, den Plan des Schicksals aufwiegen?

Meine Meinung:

Nicola Yoon habe ich bereits durch ihr Jugendbuch „Du neben mir“ kennen und lieben gelernt. Bei dieser Handlung stach der realistische Verlauf und der gefühlvolle Schreibstil sofort ins Auge und entführte mich in eine Welt voller Liebe, Ängste und Hoffnungen…. Jedoch birgt ein so tollen Buch leider auch Schattenseiten, denn all die Gefühle, die während des Lesens aufkommen produziert man erwartungsvoll auf das nächste Buch, welches folgen soll. So war es leider bei mir und „The sun is also a Star“ der Autorin.

Eigentlich gehe ich immer unvoreingenommen auf neue Bücher von Autoren zu und doch lässt es sich nicht immer abschalten – Was dazu führte, dass mich dieses Buch nicht zu 100% umgehauen hat.

Die Handlung an sich ist gefühlvoll und authentisch geschrieben. Die erste Begegnung, der erste Kontakt, ein paar Stunden, die das Leben und die Gefühle für immer verändern sollen und doch hat das Schicksal seinen Plan beendet und scheint somit unabwendbar. So ist es zumindest bei Natasha der Fall. Der Abschiebungstermin ist festgelegt und eine Verschiebung des Termins undenkbar. Dann begegnet sie unverhofft Daniel und dieser öffnet Türen, die ihr zuvor unmöglich erschienen….

Der Verlauf des Zusammentreffens und Kennenlernens ist ein wahrer Rausch der Gefühle und durch seine realistische Gestaltung, lässt es den Leser mitfühlen, leiden, hoffen und bangen. Man verliebt sich quasi auf den zweiten Blick und wird durch eine schicksalshafte Geschichte geleitet, deren Ende eigentlich schon bestimmt ist. Es ist nicht genau zu definieren, was in einem vorgeht, denn es herrscht das pure Chaos der Gefühlswelt und man hofft auf Gerechtigkeit und ein Happy End.

Der Schreibstil ist klasse, denn durch seinen bildlichen, sehr charakteristischen und flüssigen Lauf lässt er den Leser das gelesene sehr intensiv und authentisch erleben.

Der einzige Haken, der mir persönlich absolut nicht zugesagt hat, waren die Anekdoten von unterschiedlichen Charakteren, denen Natasha und Daniel auf ihrer Reise begegnen oder die physikalischen Beschreibungen bzw. verschiedenen Begriffserklärungen, die in die Handlung eingebaut wurden. Sie erschienen mir eher als eine Art Lückenfüller und rückten die eigentliche Handlung manchmal in den Hindergrund. Sie waren definitiv sehr interessant gestaltet und spinnen auf ihre Art den Faden des Schicksals zu Ende, und dennoch störten sie die intensiven Gefühle der beiden Hauptprotagonisten. Es flaute irgendwie das Gesamtbild für mich ab.

Natasha ist taff, schlagfertig und zielstrebig. Eigentlich sind ihre Gedanken komplett auf die Verhinderung der Abschiebung gerichtet und dennoch lässt sie es zu, dass Daniel sie ablenkt und etwas in ihr Bewirkt, was sie sich schon immer gewünscht hat, jedoch zu einer anderen Zeit.

Daniel hingegen ist froh, dass ihm gerade jetzt dieses geheimnisvolle Mädchen begegnet und spürt sofort, dass sie mehr verbindet als der Moment. Er wächst in einer strengen Familie auf, deren Zukunft bis zum letzten Detail geplant ist und dennoch nutzt er die Gunst des Augenblicks um sich dagegen aufzulegen. Er war mir sofort sympathisch und ich muss gestehen, dass ich mich sofort auf den ersten Blick in ihn verschossen hätte.

Das Ende vorhersehbar und dennoch anders als erwartet, es passte definitiv zum Gesamteindruck und stimmte mich nachdenklich.

Fazit:

Das Schicksal ist ein mieser Verräter, passt definitiv auch zur Geschichte von Natasha und Daniel. Insgesamt hat mich die Autorin positiv überrascht, auch wenn meine Erwartungen in eine komplett andere Richtung gehen. Gefühle, Erlebnisse und Charaktere waren liebevoll und detailliert ins rechte Licht gesetzt. Die Thematik nicht weit hergeholt und dennoch unvorstellbar, denn kann man sich wirklich auf den ersten Blick verlieben? Was tun, wenn das Schicksal seinen Plan schon zu Ende gesponnen hat und es sich nichts mehr daran rütteln lässt? Genau dies hat Autorin Nicola Yoon perfekt umgesetzt und den Moment festgehalten, wenn das Herz andere Pläne fasst…

Gefühlvolle Unterhaltung!


3,5 von 5 Sterne

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60 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

jugendbuch, liebe, 18. jahrhundert, cavaliersreise, mackenzi lee

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

Mackenzi Lee
E-Buch Text: 496 Seiten
Erschienen bei Königskinder, 24.03.2017
ISBN 9783646929591
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Henry Montague wird gemeinsam mit seinem besten Freund Percy und seiner Schwester Felicity auf Cavaliersreise geschickt. Auf dieser soll er das Benehmen erlernen um als angesehener adliger Sprössling anschließend das Regime seines Vaters zu übernehmen – und das ohne seine experimentellen Ausartungen, denen er bisher nachgehangen hat.

Jedoch möchte bei Monty das Glück nicht wirklich Einkehr finden und egal wie sehr er sich bemüht, scheint er immer zur falschen Zeit am falschen Ort sein und zieht so nicht nur den Unmut der Gesellschaft auf sich, sondern auch seiner stetigen Begleiter.

Während der Überfahrt von Paris nach Marseille verlieren die Drei zu dem auch noch ihren Hofmeister und sind komplett auf sich alleine gestellt. Aber selbst das Negative verbirgt etwas Positives, und so finden Monty, Percy und Felicity nicht nur eine Verbindung zueinander, sondern auch ihren eigenen Platz in der Gesellschaft der Welt…

Meine Meinung:

Dieses Buch ist in aller Munde und wird als absolute Leseempfehlung empfohlen. So weckten auch bei mir die positiven Aussagen und Rezensionen, die Neugier gemeinsam mit Monty, Percy und Felicity auf Cavaliersreise zu gehen um herauszufinden, was genau dieses Buch so lesenswert macht.

Jetzt wo ich das Buch beendet und mich von den positiven Eigenschaften überzeugt habe, kann ich mit sehr reinem und guten Gewissen sagen:“Kauft und lest dieses Buch! Es ist nicht nur brillant geschrieben, sondern auch sehr humorvoll, lebendig und bildlich geschildert!“

Die Reise gemeinsam mit den Drei ist unbeschreiblich und sehr faszinierend gestaltet. Es ist so als durchlebe man an der Seite von Monty & Co selbst die Geschehnisse und durch seine malerische Gestaltung bereist man gedanklich auch geradezu selbst die Orte und Feste.

Der Schreibstil machte mir anfangs etwas sorgen, denn er erscheint sehr hochtrabend und passend zu der Zeitepoche gewählt, man kann sich förmlich vorstellen mit welchen Floskeln in dieser Zeit kommuniziert wurde und dass ein lockerer Sprachgebrauch eher unwahrscheinlich zu Stande kommt. Jedoch hat Autorin Mackenzie Lee die perfekte Lösung gefunden um den Erzähl - & Schreibstil aufzulockern und mit dem Hang zu Humor & bildgewaltiger Darstellung das gesamte Erscheinungsbild und somit den Verlauf, auf sehr angenehme und flüssige Weise gestaltet, dass man nicht nur selbst Teil der Reise-Crew wird, sondern durch seine flüssige Erscheinung förmlich nur durch die Seiten huscht. Ein wahrer und sehr unerwartet lockerer Lesegenuss!

Die Welt und auch Zeit, in der diese Handlung spielt, ist wie ein Bilderbuch gestaltet. Man kann sich in die Geschehnisse einfinden, sie sich in der eigenen Fantasy ausmalen und wird zugleich mit spannenden Elementen an die Seite fesseln.

Monty ist alles andere als ein angesehener Adliger. Sein guter Ruf ist durch seinen Lebensstil in weite Ferne gerückt und selbst er weiß nicht genau, welchen Standpunkt er in der Gesellschaft einnehmen soll oder auch wird. Genau dies soll durch die Cavaliersreise, auf den er von seinem strengen Vater, geschickt wird, geändert werden. Streng bewacht und unter strikten Vorgaben soll diese Reise stattfinden und den Wendepunkt seines bisherigen Lebens einläuten. Monty ist sehr selbstsicher, umtriebig und liebt den Hang zu Abenteuer jeglicher Art. Seine Entwicklung hat mich mehr als überrascht und war durch die Autorin sehr realistisch und greifbar geschildert.

Aber auch Percy und Felicity sind klasse beschrieben und nehmen einen wichtigen Bestandteil der Handlung ein. Ich mochte alle Drei auf ihre Art sehr und habe sie total ins Herzgeschlossen.

Schnell wird dem Leser klar, welche Standpunkte und Ansichten in dieser Zeit herrschen, welches Leben Percy mit seiner dunklen Hautfarbe eigentlich bestimmt ist, auch wie man als Frau angesehen wird und welche Schwierigkeiten gerade das weibliche Geschlecht mit sich bringen. Viele Details wurden von der Autorin eingearbeitet und perfekt ausgearbeitet. Greifbar, authentisch und wundervoll!

Fazit:

Entdeckt das Leben als Cavaliersreisender und lasst auch auf ein Abenteuer entführen, welches nicht nur den Weg zueinander ebnet, sondern auch zur Selbstfindung beiträgt!

Mich hat der phänomenale Aufbau, der bildliche und flüssige Schreibstil, die fein ausgearbeitet und authentisch gestalteten Charaktere total überzeugt und begeistert.

Eine glasklare Leseempfehlung!

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49 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

freundschaft, missbrauch, koffer, familie, robinroe

Der Koffer

Robin Roe , Sonja Finck
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560292
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

>> Wie viele Sterne? <<, dies ist die letzte Erinnerung, die Julian an seinen Vater hat, welcher die Frage stellte, wenn er ihn zu Bett brachte und wissen wollte wie sehr dieser Tag in seinem Gedächtnis verankert bleiben wird – Zehntausend-Sterne-Tage sind die Besten überhaupt und werden unvergesslich bleiben.

Als seine Eltern bei einem Verkehrsunfall ihren Verletzungen zum Opfer werden, wird Julian bei seinem Onkel untergebracht. Die einzige Erinnerung, die ihn an seine Eltern bleibt, sind tief verborgen in einem Koffer voller Erinnerungen. Sie trösten Julian über den Verlust seiner Eltern hinweg und dienen ihm zugleich als Halt in der schweren Zeit, die er durchleben muss.

Alles ändert sich jedoch, als er auf Adam trifft. Seinen ehemaligen Pflegebruder. Adam, der das komplette Gegenteil von ihm ist – tollpatschig, offen für Abenteuer und unter den coolen Kids & Lehrer sehr beliebt. Langsam fasst Julian vertrauen und lässt zu, dass Adam so allmählich hinter das finstere und sehr gefährliche Geheimnis kommt, welches sein Leben umgibt…

Meine Meinung:

Wenn ein Buch nach Beendigung dich immer noch aufwühlt, zum Nachdenken anregt und dich auch die Welt mit anderen Augen sehen lässt – Dann zeugt es davon, dass dieses Buch unvergesslich bleiben wird und einen Platz in deiner Highlight-Liste erkämpft hat.

Genauso erging es mir mit „Der Koffer“ von Robin Roe. Nicht nur, dass es mich auf unsagbare Weise berührt und mir eine Achterbahn der Gefühle beschert hat – Nein – Es lies mich sogar kurze Zweit hadern, ob ich es wirklich weiterlesen will um hinter das Geheimnis zu kommen, welches Julians Leben umgibt. Jedoch hatte es nichts damit zu tun, dass das Buch Grotten schlecht war, sondern eher, weil es so realistisch und bildlich geschildert war, dass ich Angst hatte, dass ich das was kommen mag, nicht verkraften könnte auf emotionale Weise und das hat bei mir etwas zu heißen.

Jeden Thriller, egal wie schrecklich und brutal, verschlinge ich ohne jeglichen Gedanken daran zu verschwenden, ob es auf einer realen Geschichte basiert oder Fiktion ist, doch bei Julian und Adam, war es absolut anders. Die Handlung befasst sich mit einer Thematik, die so Brand aktuell ist und bestimmt unzählige Kinder auf der Welt betrifft. Es zu lesen und somit das Leid, die Ängste und Hoffnungen selbst zu durchleben, war ein unglaubliches Gefühl und hat mich etliche schlaflose Stunden gekostet – So war ich in Julians Geschichte gefangen und so sehr hat sie mich bewegt.

Julian machte Anfangs auf mich den Eindruck als sei er nach dem Tod seiner Eltern in seiner Entwicklung stehen geblieben oder er leide an einer geistlichen Behinderung, die ihn zum Außenseiter macht und das Unverständnis seiner Mitmenschen auf sich zieht. Doch umso mehr man in die Handlung eintaucht, umso deutlicher wird, was das Verhalten von Julian ausmacht und wieso er so ist, wie er eben ist.

Adam ist da ganz anders als Julian. Chaotisch, tollpatschig, abenteuerlustig und vor allem sehr beliebt. Auch ich mochte ihn sofort und könnte mir sehr gut vorstellen, ihn in meinem Freundeskreis zu wissen. Aber auch in Julians Situation hätte ich allmählich vertrauen gefasst, denn Adam ist so ein Typ Mensch, dem man nicht wiederstehen kann.

Der Schreibstil ist ehrlich, bewegen und flüssig. Robin Roe nimmt kein Blatt vor den Mund und verschönert nicht das eigentlich Geschehen, sondern konfrontiert den Leser mit nackten Tatsachen und der knallharten Realität.

Fazit:

Mit einer sehr brisanten und aktuellen Thematik hat mich Robin Roe auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen, welche mich nicht nur zum Nachdenken animiert haben, sondern auch durch knallharte Fakten, dem offenen und ehrlichen Schilderungen und zwei tollen Charakteren, auf bewegende und sehr emotionale Weise sehr berührt hat.

Dieses Buch bleibt im Kopf und geht ohne Vorwarnung ins Herz über, in dem es sich auf Ewigkeiten einnistet und nicht mehr vertreiben lässt.

Absolute Leseempfehlung!

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168 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

fantasy, regina meißner, seductio, liebe, schatten

Seductio - Von Schatten verführt

Regina Meißner
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 03.09.2015
ISBN 9783738038750
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Ein Leben unter Furcht und stetiger Flucht zu führen, ist die 19-Jährige Ivory von klein auf gewöhnt, denn als Schlüsselträgerin ist sie die Einzige, die den Schatten in Embonis aus ihrer Gefangenschaft helfen kann und ihnen die Möglichkeit bietet die Schranke zu überwinden, die sie von der menschlichen Welt trennt. Doch dieses Ereignis muss mit aller Kraft vereitelt werden und Ivory bleibt so nur ein Leben versteckt zwischen den Massen.

Als sich die Gefahren häufen und eine Flucht sich immer schwieriger gestaltet, taucht der mysteriöse Privatermittler Kil in ihr Leben und bietet ihr Sicherheit und seine Hilfe an. Doch Ivory ist das Zusammenleben mit anderen Menschen und deren Zuneigung ihr gegenüber nicht gewohnt.

Zwischen Glück und Gefahr liegen nur wenige Zentimeter und Ivory muss erkennen, dass es sich bei Freund & Feind genauso verhält. Wem kann sie wirklich trauen und wem nicht…?

Meine Meinung:

Über die Trilogie von Regina Meißner habe ich schon so viel gelesen und somit konnte ich absolut nicht wiederstehen selbst die Erfahrungen an der Seite von Ivory zu sammeln und mich den Gefahren, die sie umgeben auszusetzen.

Der Einstieg beginnt schon sehr mysteriös. Man lernt Bruchstückhaft Ivory und ihr Leben kennen, jedoch ihre wahre Bestimmung bleibt lange Zeit ein Geheimnis – Was für mich die Spannung auf ein hohes Niveau anhob.

Ivory ist taff, schlagfertig und sehr geheimnisvoll. Auch ihre Ängste und Zweifel kommen sehr gut zur Geltung und machen sie als Protagonistin sehr interessant.

Kil ist ein wahres Mysterium, dem ich noch nicht ganz auf die Schliche gekommen bin und so ein Geheimnis darstellt, dem ich in den weiteren Bänden sehr gerne folgen und es erkunden werde.

Der Schreibstil ist klasse. Durch seine düstere, junge und flüssige Komponente kann man sich ganz auf ihn einlassen und die Handlung bekommt so etwas anschauliches und bildgewaltiges vermittelt.

Die Handlung an sich ist genauso wie seine Protagonistin ein riesiges Rätsel, da sich nicht wirklich einschätzen lässt, welchen Verlauf sie annehmen und wie sie sich weiter entwickeln lässt. Bisher stehen Ivory und ihre Flucht vor den Schatten im Vordergrund. Zwar kommt man immer mehr hinter die Beweggründe, aber dennoch sind noch so viele Fragen offen und das Ende, einfach so gemein gewählt, bildet einen Cut mitten im Geschehen und lässt nur ansatzweise erahnen, wie der zweite Band eventuell weitergehen könnte. Dennoch muss man der Autorin lassen, dass die Neugier enorm hoch ist und ich es kaum erwarten kann mich erneut mit Ivory in den zweiten Band zu stürzen und nach Antworten nach dem „Was, Wer, Warum und Wo?“ zu suchen.

Fazit:

Ein spannender und sehr geheimnisvoller Reihenauftakt, der mich in vielerlei Hinsicht begeistert hat und meine Neugier auf mehr geweckt hat!

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151 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

liebe, jugendbuch, krankheit, fischer, tabletten

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Emily Barr , Maria Poets
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Die 17 – Jährige Flora wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Teenager, doch ihr Leben ist durchgeplant, geregelt und ohne Ungereimtheiten, denn Flora leidet unter einer anterograde Amnesie. Jeden Tag muss sie aufs Neue wie ein Puzzle zusammensetzen, kleine Merkzettel geben ihr Hinweise auf Geschehnisse und Personen, täglich muss sie sich selbst daran erinnern wer sie ist und was mit ihr los ist. Bis ein einziger Kuss ihr Leben verändert. Das Ereignis bleibt präsent, sie durchlebt die Erinnerung immer wieder auf intensive Weise und ist sich sicher, dass dieses Geschehnis nicht das letzte sein wird, an das sie sich erinnern könnte.

Doch um dies herauszufinden, muss sie eine Reise, die am Ende nicht nur ein langgehütetes Geheimnis aufdeckt, sondern ihr auch den Weg zu sich selbst offen legt…

Meine Meinung:

Oh man was für ein Buch. Ich habe mitgelitten, - gehofft, gebangt, geweint und auch gelacht – es war eine reine Achterbahn der Gefühle und ich bin Autorin Emily Barrs unglaublich dankbar für dieses absolut bewegende und atemberaubende Leseerlebnis!

Normalerweise ist es für mich ein absolutes No Go, wenn sich in Büchern stetig Textschnippsel wiederholen und das selbst in einem einzigen Kapitel oder aufeinander folgenden Zeilen, kann wahrhaftig nervig sein und stört den Lesefluss. Ganz anders hier, denn es erinnert nicht nur Flora an ihre Erkrankung oder Erinnerungen, sondern führt dem Leser klar und deutlich vor Augen wie einschränkend, gefährlich und auch belastend es für die Betroffene, die Angehörigen und Freunden ist. Auch wenn Flora selbst es nicht als direkte Belastung ansehen würde, so merkt man dennoch was es in ihr auslöst.

Flora ist mir sofort ans Herz gewachsen, da sie ein unbeschreiblich starker und lebendiger Charakter ist. Schüchtern, zurückhaltend und dennoch sehr taff bestreitet sie ihr Leben. Ihre Entwicklung ist unglaublich und ließ mich nicht los. Oft dachte ich über ihre Geschichte nach, sinnierte darüber, wie es einem selbst ergehen könnte und wie man damit umgehen würde, wenn der eigene Angehörige bzw. beste Freundin darunter leiden würde. Es war sehr bewegend und um ehrlich zu sein, kann ich mir es gar nicht ausmalen, wie es wäre.

Auch die Entwicklung der Handlung hat mich richtig gefesselt, denn nach und nach kommt zum Vorschein, dass es ganz anders ist, als es uns die Autorin zu Beginn glauben machen möchte und genau dies macht dieses Buch so lesenswert.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Er bringt dem Leser das Gelesene sehr nahe und spielt mit dessen Gefühlen.

Im Gesamten betrachtet ein in sich sehr stimmiges und bewegendes Buch!

Fazit:

Oh man was für ein Buch. Ich habe mitgelitten, - gehofft, gebangt, geweint und auch gelacht – es war eine reine Achterbahn der Gefühle und ich bin Autorin Emily Barr unglaublich dankbar für dieses absolut bewegende und atemberaubende Leseerlebnis!

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37 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

all ag, schule, 2017, freundschaft, jugendbuch

All die verborgenen Dinge

Sarah Moore Fitzgerald
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.03.2017
ISBN 9783737351973
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Minty ist total fasziniert von ihrem neuen Mitschüler Ned, auch wenn sie etwas länger gebraucht hat um dies festzustellen, denn der wortkarge und mysteriöse Junge, macht es seinen Mitschülern nicht gerade leicht ihn auf Anhieb zu mögen.

Als der Haussegen erneut schief hängt, flieht Minty an den einzigen Flecken Glück in ihrer Umgebung und kommt so Ned deutlich näher. Sie erkennt seinen Mut, lernt sein großes Herz und seine Träume kennen. Er ist anders als die anderen, aber genau dies macht ihn perfekt! Durch ihn lernt sie über sich hinaus zu wachsen und erkennt, dass der Weg zum Glück durch einen selbst geebnet wird…

Meine Meinung:

Durch das Buch „Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens“ wurde ich damals auf die Autorin aufmerksam und sie packte es ihn nu mich von ihren Schreibkünsten zu begeistern und verschaffte mir mit ihrer herzlichen Geschichte ein absolutes Lesehighlight. So freute ich mich natürlich total auf ihr neues Werk und konnte es kaum abwarten mich in der Handlung zu verlieren.

Dieses Mal reichte es nicht ganz um mich total zu begeistern. Vielleicht ging ich mit falschen Erwartungen an das Buch heran oder auch erwartete ich etwas Anderes, ich kann es ehrlich gesagt nicht genau benennen.

Die Handlung wird komplett aus der Perspektive von Minty erzählt. Man lernt sie sehr gut kennen und wird mit ihrem Leben & Gefühlschaos konfrontiert. Da ich selbst ein Scheidungskind bin, konnte ich mich super in sie hineinversetzen und sie war durch ihre Reaktionen bzw. ihre Neugier nach dem neuen Unbekannten, sehr sympathisch.

Ned blieb für mich ein Geheimnis. Wie sehr hätte ich mir gewünscht, dass auch er ein paar Passagen bekommt in dem er mir von sich, seinem Leben und seinen Beweggründen berichtet. Dies übernimmt jedoch Minty und so kam es zu keinem Beziehungsaufbau zu ihm, was sehr schade ist.

Sonst hat mich der Handlungsaufbau und Verlauf sehr mitgerissen und berührte. Auch, wenn der Kapitelaufbau eher abgehakt herüberkam und sich etwas stockend lesen ließ.

Das Cover ist traumhaft. Durch die warme Farbwahl fällt es direkt ins Auge und die Abbildung der Sonne hat Sinngebendes – Hat sie auch die Bedeutung von Standhaftigkeit und Ausdauer, die man zum Bewältigen eines steinigen Weges benötigt – So wie Minty und Ned eben. Auch die kleinen Details, die darin verarbeitet sind, geben einen kleinen Hinweis auf den Inhalt der Geschichte.

Fazit:

Auch wenn die Geschichte mich total bewegt und auch mitgerissen hat, so konnte es mich nicht zu 100% überzeugen. Mir fehlte die Bindung zu Ned, der einen wichtigen Bestandteil der Handlung darstellt, dafür war Minty umso präsenter und bewies nicht nur ein großes Herz, sondern auch ganz viel Mut!

Lesenswert und sehr gefühlvoll!

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

stefanie hasse, rom, hasse, 4 sterne, graues herz

Nadiya & Seth - Graues Herz

Stefanie Hasse
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.02.2017
ISBN 9783646602715
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

In einer Welt in der es verboten ist seine magischen Kräfte auszuleben und das Volk unter komplette Kontrolle lebt, wächst Nadiya auf. Ihr Leben ein wandelndes und streng gehütetes Geheimnis, denn niemanden kann sie ihre Last anvertrauen und mit niemanden sich austauschen. Bis Sie auf Seth trifft. Sie spürt sofort die Magie, die ihn umgibt und sie fühlt sich auf merkwürdige Art sofort zu ihm hingezogen. Ihre Neugier ist gepackt und sie MUSS unbedingt mehr über den seltsamen Jungen erfahren und doch spürt sie, dass etwas zwischen ihnen steht. Als ihr dann ein Fundstück den Weg weist überschlagen sich die Ereignisse und Nadiya muss erkennen, dass nichts mehr so ist, wie es vorher war – Die Welt befindet sich im Wandel und das Schicksal kennt den Weg…

Meine Meinung:

Bisher haben mich alle Bücher von Stefanie Hasse durch den unschlagbaren Schreibstil und den unvorhersehbaren Wandel der Handlungen, total begeistert und so musste ich auch ihr neues Werk unbedingt lesen. Ich war sehr neugierig, auf welches Abenteuer sie dieses Mal ihre Leser entführen wird, und ich muss gestehen, dass ich wieder einmal einfach nur geflasht durch die Geschehnisse am Ende den Reader zur Seite gelegt habe und nun voller Sehnsucht auf den zweiten Band warte, denn das Ende des ersten Bandes endete einfach zu schnell und als fieser Cliffhanger …

Die Handlung ist durchweg Fantasy pur. Nach und nach lernt man Nadiya und ihre Geschichte kennen und auch lieben. Die Spannung ist anfangs nur ein leichtes Knistern und steigert sich im Laufe des Geschehens, was ich sehr angenehm empfand. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr erhofft hätte, denn so erschienen sie öfter eher oberflächlich angeritzt und nicht vollkommen an Potential ausgeschöpft. Aber im Gesamten betrachtet war es am Ende genau richtig ausgewählt.

Nadiya ist mir durch ihre rebellische Art sehr ans Herz gewachsen und sie zeigt gegenüber anderen ein großes Herz. So leidet sie lieber selbst, als andere in Gefahr zu bringen, was einiges an Pluspunkte einheimst, denn ich mag egoistische Protagonisten überhaupt nicht.

Von Seth hatte ich anfangs keinen guten Eindruck. Das einzige was für ihn im Vordergrund zu sein schien war die Wahl der Frau fürs Leben und dies fand ich nicht nur etwas komisch, sondern stellenweise etwas nervig. Jedoch ist seine Stellung im Volk auch hoch angesehen, schließlich ist er der Prinz und die Erwartungen an ihn sind erdrückend und grausam. Erst nach und nach konnte ich mich so in ihn hineinversetzen und nach näherem kennenlernen, mochte ich ihn total.

Schön ist es, dass die Handlung aus zwei Perspektiven geschildert wird – Nadiya & Seth, denn das ermöglichte mir als Leserin, die Beiden besser und inniger kennenzulernen, ihre Ansichtsweisen und Handlungen nachzuvollziehen, und am Ende sie besser einschätzen zu können.

Auch das in Szene setzten der Nebencharakteren ist Stefanie Hasse fantastisch gelungen. Sie wurden zu einem starken und wichtigen Teil der Handlung und stahlen in manchen Punkten als mal den Hauptprotagonisten etwas die Show.

Das Cover hat mich durch seinen düsteren Touch sofort gepackt. Es vermittelt durch seine dunkle Seite so leicht die Atmosphäre des Buches und dennoch zeigen die beiden Personen, dass durch Zusammenhalt auch ein Licht am Ende des dunklen Weges aufleuchten kann.

Fazit:

Trotz eines etwas holprigen Startes schaffte es Autorin Stefanie Hasse mich am Ende total geflasht den Reader zur Seite legen zu lassen und voller unstillbarer Sehnsucht fiebere ich nun den zweiten Band entgegen. Fantasy pur in vielerlei Hinsicht! 

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