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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Mittendrin und nirgendwo: Benefiz-Anthologie zugunsten des Vereins Straßenkinder e.V.

Swantje Berndt , Julia Bohndorf , Eve Flavian , Neela Faye
E-Buch Text: 234 Seiten
Erschienen bei null, 07.09.2017
ISBN B075GX6V5F
Genre: Sonstiges

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274 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

liebe, verlag, autor, lesereise, lyx

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

Kristina Günak
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei LYX, 24.04.2017
ISBN 9783736304659
Genre: Liebesromane

Rezension:

CHARAKTERE

Ich hatte eine unterhaltsame, humorvolle Geschichte mit spritzigen Dialogen und einer Portion „ich-will-mich-nicht-verlieben-tue-es-aber-trotzdem“ erwartet und habe am Ende viel mehr als das bekommen. Tiefe zum Beispiel. Ernsthaftigkeit. Echtheit. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere mit Ecken, Kanten und „Socken“ ;-). Ein Schreibstil, der sich wunderbar lesen lässt und sich spielend leicht und charismatisch durch die Zeilen bewegt.

Ich bin ja immer der Meinung, dass der Schwerpunkt eines Romans auf den Charakteren oder der Story liegt - wobei das jeweils andere nicht vernachlässigt wird, sondern vielmehr ergänzend und unterstützend dem „Hauptdarsteller“ zur Seite steht. Bei „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ liegt, meiner Ansicht nach, der Fokus auf den Charakteren. Weil sie sind, wer sie sind, funktioniert diese Geschichte auf diese Weise. Natürlich, wir bewegen uns von A nach B (sonst wäre es ja langweilig), aber vor allem begegnen wir den Protagonisten. Blicken in ihr Inneres. Lernen sie und den Weg, den sie gegangen sind, das, was sie zu dem Charakter gemacht hat, der sie heute sind, kennen.

Kristina Günak liebt ihre Romanhelden, womit unumgänglich ist, dass auch der Leser sie liebt. Und damit spreche ich nicht nur von den Hauptprotagonisten, sondern auch von all den kleinen und großen (wortwörtlich) Nebendarstellern. 


STORY

Kontrollfreak vs. aufbrausender-Chaot - so könnte man den Inhalt kurz und knapp zusammenfassen. Bea Weidemann, PR-Referentin im Königstein Verlag, und notorische Ja-zu-allem-Sagerin, bekommt die Aufgabe den schwer händelbaren Autor Tim Bergmann auf Spur zu halten. Dabei steht nicht weniger auf dem Spiel als die Zukunft des Verlags. Das allerdings ist dem eigenwilligen Autor egal; er hat ganz klare Ansichten darüber, was er tun will (und wie) und was nicht. Lesungen? Nicht sein Ding. Persönliches preisgeben? Nicht sein Ding. Pünktlichkeit und Höflichkeit? Nicht sein Ding. Ärger ist klar vorprogrammiert.

Was passiert, wenn zwei (scheinbar) gänzlich unterschiedliche Menschen aufeinanderprallen - bzw. auf engstem Raum zusammengepfercht werden - das darf der Leser herausfinden. Dabei kann er mit den Protagonisten schmunzeln und weinen, ausrasten und verstummen und jener ganz bestimmten wundervollen Anziehungskraft erliegen, die es schafft, dass Menschen über ihren Schatten springen und Dinge zulassen, gegen die sie sich sonst immer gewehrt haben.

Nähe, beispielsweise. Nein sagen, beispielsweise. Sich verletzlich zeigen, beispielsweise.

ÄUßERER RAHMEN

Wer Bücher liebt, den wird dieser Roman schon allein durch seine Thematik ködern. Buchbranche. Verlagswelt. Autorenleben. Geht es wirklich so hart zu? Können Autoren nur in den eigenen vier Wänden schreiben? Wie sehr macht eine Deadline zu schaffen? - Und wie Erwartungsdruck?

Kristina Günak hat einen tollen Einblick in die Welt der Bücher gegeben, der nicht so weit entfernt von der Realität liegt, wie man bei einem fiktiven Roman glauben möchte.

FAZIT
Liebe zum Detail und zwar in jeder Hinsicht! Ein wundervoller Roman über Schwächen, Zusammenhalt über Blutsbande hinaus und das Überwinden von widrigen Startschwierigkeiten. Sich in jemand anderem zu verlieren ist wohl die schönste Art des Verlierens und ergibt am Ende keineswegs Verlorenheit.

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

kochen, blanvalet, liebe, lügen, familie

Hello Sunshine

Laura Dave , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.04.2018
ISBN 9783734103537
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Nächte, die Tage und das ganze Leben

Barbara Leciejewski
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 14.02.2017
ISBN 9781477822814
Genre: Liebesromane

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395 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

drachen, fantasy, iskari, kristen ciccarelli, liebe

Iskari - Der Sturm naht

Kristen Ciccarelli , Astrid Finke
Fester Einband
Erschienen bei Heyne, 02.10.2017
ISBN 9783453271234
Genre: Jugendbuch

Rezension:

ASHA – DIE ISKARI

Das erste, was mir angesichts der Hauptprotagonistin durch den Kopf ging, war: cool! Nicht die üblich rettungsbedürftige naive Naturschönheit, sondern vielmehr das, was sonst der männliche Part verkörpert. Jemand mit Narben, Mut und körperlicher Stärke. Jemand, dem man auf den ersten Blick ansieht, dass er bereits eine – oder mehrere – Schlachten geschlagen hat. Jemand, der in den Kampf zieht, um andere zu beschützen. ASHA ist eine Frau, die allein zurechtkommt, niemanden braucht und im Inneren dennoch sensibel und verletzlich ist, was eine tolle Mischung ergibt. Sie trägt ihre Rüstung wie andere Frauen Kleider und fühlt sich wohl, wenn sie ihre Axt dabei hat.
Im Gegensatz zu den männlichen Protagonisten, die ihre Narben mit Stolz tragen und durch sie natürlich sexy wirken, verhält es sich bei Asha – der Iskari – jedoch etwas anders. Für sie sind ihre Narben weder hübsch noch trägt sie sie mit Stolz. Vielmehr sind sie das sichtbare Mahnmal für ihre innere Verdorbenheit und Bosheit. Ehrfurcht und Zorn – damit reagieren Menschen auf sie, die „Todbringerin“, die als Kind den mächtigsten Drachen anlockte und die Stadt seinem Inferno preisgab.
Neben Asha gibt es JAREK, den gefürchteten Kommandant der königlichen Armee, der durch die Vergangenheit mit ihr verbunden ist; dessen Sklaven TORWIN, der es wagt, der Iskari in die Augen zu sehen und sogar Forderungen an sie zu stellen; Asha´s Bruder DAX, den „Taugenichts“; ihre furchtlose Cousine SAFIRA und den Drachenkönig, um die wichtigsten Charaktere zu nennen.
Allesamt sind gut gezeichnet; einzig Jarek blieb für mich zu blass und klischeehaft.

STORY / ENTWICKLUNG
Dass man sich in Protagonisten täuschen kann, wie in echten Menschen, beweist dieser Roman sehr gut. Ein Plot-Twist, der einem der Charaktere und seinen wahren Absichten zu verdanken ist, entwickelt sich die Story in eine Richtung, die ich so nicht erwartet hatte. Es ist immer wieder schön als Leser überrascht zu werden, auch wenn es, wie in diesem Fall, eine bitterböse Überraschung ist.
Überrascht hat mich auch das Gesamtpaket des Romans. Fantasyromane haben – ebenso wie andere Genres – gewisse Schnittstellen. Soll heißen: Vieles ist auf die oder andere Art schon mal da gewesen. Wenn man also etwas liest, das man auf diese Weise noch nicht in den Fingern hatte, ist das überaus erfrischend. Und das trifft meinem Empfinden nach auf „Iskari – Der Sturm naht“ zu.
Die Autorin hat ein tolles Gesamtwerk voller märchenhafter Mystik, Lügen, Intrigen und Spannung gewebt, in dem sich die Hauptprotagonistin zurechtfinden und behaupten muss. Wo andere verschiedene Zeit- oder Charakterebenen einbauen, arbeitet die Autorin mit Asha´s Perspektive und den alten Geschichten. Jenen Geschichten, die in ihrer Welt so viel Schaden anrichten und der Grund sind, warum sie täglich ihre Schuld zu sühnen versucht. Namsara und Iskari, der Große Alte, die Drachen, Skral und Draksor – die Autorin hat Legenden, Kulturen und Bräuche erschaffen, die ihrer Romanwelt einen individuellen, faszinierenden Rahmen verleihen. Orientalisches Mittelalter meets Meister & Sklaven meets Glaube vs. Macht. Ausreichend Stoff für Reibung und Abenteuer. Dabei erhält der Leser ein Puzzleteil nach dem anderen, bis am Ende alles ein großes Ganzes ergibt.
Neues erwacht, wenn Altes stirbt. Aber: Auf welcher Seite stehst du, wenn es so weit ist? Wenn alles, was du dachtest zu wissen, in Frage gestellt wird? Woran hältst du dich dann fest? Und wem vertraust du? Das muss Asha sich fragen. Für die Antworten hat sie nicht sonderlich viel Zeit. Dafür begegnet sie neuen, unerwarteten Verbündeten, einstigen Feinden und jemandem, der ihr Herz berührt, obwohl das für keinen von beiden gut ist.
Auf dem kurzen/langen Weg, beginnt Asha nicht nur sich selbst, sondern auch die Gesetze und Bräuche des Reiches mit anderen Augen zu sehen und die als Wahrheit getarnten Lügen zu durchschauen. Dabei findet sie wahre Stärke und Vertrauen in sich selbst. Eine tolle Entwicklung!
Das Ende enthält, glücklicherweise, keinen fieser Cliffhanger. Obwohl ich mich freue mehr von der mystischen Welt zu lesen, frage ich mich doch, welche neuen/alten Feinde es zu bekämpfen gilt und was die Autorin in den zwei Folgebänden noch in petto hat. Tja, wir werden sehen :-)

SCHREIBSTIL
Die Autorin schreibt fesselnd und auf den Punkt. Sie schildert Asha´s Innenleben, ohne zu emotional zu werden. Das war für mich als Gefühlsjunkie hin und wieder ein kleines Problem, weil ich mich nicht richtig berührt fühlte und Asha dann und wann etwas „kalt“ wirkte. Durch den Spannungsbogen, die Charaktere und Drachen (insbesondere Kozu) wurde dieses kleine Manko jedoch (fast) wieder ausgeglichen.

FAZIT
Eine anspruchsvolle und detailreich gestaltete Story aus dem High-Fantasy-Genre, die durch eine taffe Protagonistin, temporeiche Spannung, Legenden voller Magie und natürlich die Drachen punktet.
 
KOMMENTAR ZUR AUTORIN
In ihrer Danksagung schreibt Kristen Ciccarelli: „Ich habe begonnen, dieses Buch zu schreiben, als ich siebzehn war. Damals war ich verliebt in Heldinnen wie Mulan, Éowyn, Xena und Prinzessin Mononoke. Ich sehnte mich verzweifelt nach Geschichten, in denen Mädchen bewaffnet in den Kampf zogen und ihre Stärke bewiesen.“
Mit Asha hat sie ihrer damaligen Sehnsucht zweifellos eine Form verliehen. Wie schön, dass alle Leser sich nun ebenso an ihr erfreuen können, wie die Autorin selbst.

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887 Bibliotheken, 46 Leser, 0 Gruppen, 130 Rezensionen

fantasy, fae, rhysand, das reich der sieben höfe, feyre

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

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(223)

397 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 56 Rezensionen

geister, london, fantasy, geisterjäger, england

Lockwood & Co. - Die Raunende Maske

Jonathan Stroud , ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei cbj, 19.10.2015
ISBN 9783570159637
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

suche, heterodiegetisch, trauma, angst, sucht

Fillory - Die Zauberer

Lev Grossman , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.11.2013
ISBN 9783596187256
Genre: Romane

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(34)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

zirkus, depression, magie, mira valentin, ebook

Der Mitreiser und die Überfliegerin

Mira Valentin
E-Buch Text: 316 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 25.08.2017
ISBN B072QSY7PW
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(145)

501 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

bianca iosivoni, soul mates, fantasy, seelen, liebe

Soul Mates - Flüstern des Lichts

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 09.01.2018
ISBN 9783473585144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

CHARAKTERE
RAYNE arbeitet in einer Buchhandlung namens „Butterfly Books“ und liebt Bücher - allein deshalb schließt wahrscheinlich jeder Leser sie unmittelbar ins Herz, noch ehe er mehr von ihr weiß. Leider ist da aber sehr wohl noch mehr. Raynes Vergangenheit war alles andere als rosig; eine Odyssee von Pflegefamilien liegt hinter ihr; an einen bestimmten Zeitraum ihres Lebens kann sie sich überhaupt nicht mehr erinnern. Und dann sind da noch die Stimmen, die das Mädchen plagen. Wie gut, dass sie endlich eine Familie gefunden hat, die ihr Halt gibt. Dieser gerät jedoch ins Wanken, als sie auf ein Schattenwesen und Colt trifft - und ihre eigene Natur entdecken muss.
COLT wird für mich wohl immer etwas von einen Schattenjänger alá Cassandra Clare haben. Vielleicht, weil das Zusammentreffen zwischen ihm und Rayne Parallelen aufweist; vielleicht, weil er ebenso eigensinnig, sarkastisch, furchtlos und verschlossen ist wie Jace Wayland. Fakt ist: Er weiß um sein Wesen, weiß um die Licht- und Schattenwelt, ihre Gefahren und Regeln, während Rayne keine Ahnung davon hat. Hier und da hätte ich mir etwas mehr Eigenart und weniger Stereotyp, Ecken und Kanten bei ihm gewünscht. Ein cooler Typ ist er trotzdem.
INHALT
Rayne wird Stück für Stück in die Welt der Lichtseelen eingeführt, lernt deren Kräfte, Aufgaben und den Anführer William kennen. Bei all den Antworten bleibt das Geheimnis um die Stimmen ungelöst und die Dunkelseelen (Who is Lauren? -> seid gespannt!) bleiben natürlich auch nicht auf Abstand. Im Gegenteil: ihr Interesse gilt Rayne. Und dann drängt auch noch Raynes Vergangenheit ins Heute. Gefahr, Bedrohung und Rätsel liegen quasi fortwährend in der Luft.

Dabei ist Rayne nicht allein; doch muss sie sich selbst beweisen, eigene Entscheidungen treffen, ihre Familie schützen und herausfinden, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Dass die Sache mit dem Seelenpartner keineswegs so leicht ist und Gefühle schon gar nicht, erkennt das Mädchen auch schnell. Aber wann sind Männer schon einfach? Lichtseelen-Männer bilden da keine Ausnahme ;-)
In Summe eine tolle Mischung, die es nie langweilig werden lässt, durch lebendige Schauplätze und Zwischenmenschliches (gerade in der „normalen“ Familie) punktet.
Was mich ein wenig gestört hat, war dass - für mich -  einige Fragen unbeantwortet blieben bzw. Fäden lose blieben. Da im Mai 2018 der zweite (finale) Band erscheint, gibt es dort aber vielleicht noch mehr zu den Hintergründen.
SCHREIBSTIL
Bianca Iosivoni schreibt dynamisch und fesselnd, erfrischend und keck. Sie baut Spannung auf, weckt den Drang weiterzulesen und lässt ihre Protagonisten amüsante Wortgefechte austragen. Als Erzählperspektive ist die Sicht von Rayne gewählt, womit man zu ihr die stärkste Verbindung aufbaut. Jedoch bleiben auch die Nebencharaktere nicht außen vor; ohne sie würde die Geschichte nicht funktionieren, wäre nur halb so amüsant und interessant.
FAZIT
Ein fesselnder Fantasyroman mit sympathischen Charakteren, tollen Schauplätzen („Butterfly Books“ *schmacht*) und unterhaltsamen Wortgefechten. Ein bisschen Luft nach oben ist allerdings da; mehr Tiefe in Bezug auf die Licht- und Schattenwelt und deren Geschichte hätte ich toll gefunden, ebenso einen tieferen Blick in Colts Inneres. Gut gelungen ist der Autorin dafür der Charakter/die Gefühlswelt von Rayne, die nicht ohne Angst oder Narben, aber doch voller Mut und Licht ist.

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(225)

626 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 175 Rezensionen

zukunft, lügen, geheimnisse, intrigen, liebe

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.10.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

CHARAKTERE

Dieser Roman ist derart faszinierend, fesselnd und extravagant, dass ich gar nicht weiß, wo ich mit meiner Begeisterung ansetzen soll. Also versuch ich es einfach mal.

Setting - Handlung - Charaktere. In dieses Trio lässt sich ein Roman üblicherweise zerlegen. Dieser Roman lebt und atmet jedoch vor allem von und durch seine Charaktere. Ihre Vergangenheit und Gegenwart. Lebensumstände. Familie. Sehnsüchte. Innere Dämonen. Sorgen. Drogenprobleme.

Normalerweise bin ich der Ansicht, dass zu viele (Haupt)Charaktere die Story verderben, weil man nur schwer allen gerecht werden kann. In dieser Geschichte haben wir ganze fünf Hauptpersonen und keiner kommt zu kurz, wirkt lediglich an der Oberfläche gestreift oder wie ein „Lückenfüller“, den man braucht, um einen anderen Charakter voranzutreiben. Man hat das Gefühl, jeden von ihnen zu kennen - natürlich insofern das geht; immerhin kommt der Buchtitel „Beautiful Liars“ nicht von ungefähr ;-)

Abwechselnd geschrieben aus der Sicht der jeweiligen fünf Hauptprotagonisten (Avery, Leda, Eris, Rylin, Watt), erhält jeder von ihnen seine eigene, große Bühne. Die Nebencharaktere, die genaugenommen keine sind, werden greifbar und zu wichtigen Variablen, indem die Hauptcharaktere mit ihnen (inter)aggieren. Der Tower ist riesig; der Graben zwischen reich und arm weit auseinanderklaffend und doch sind die Charaktere durch dünne Fäden miteinander verbunden, die mehr und mehr Knoten bilden und sie am Ende gemeinsam im Scheinwerferlicht stehen lassen, unabhängig von Wohnlage, Kontostand oder Ansehen.

INHALT / SETTING

Geheimnisse - welcher Mensch hat die nicht? Ob nun kleine Schwächen, die man verbergen will, Sehnsüchte, derer man sich schämt oder Wahrheiten, die nie ans Licht kommen dürfen. Die Charaktere dieses Romans sind durch und durch menschlich, obwohl sie zugleich „aus einer anderen Welt“ sind. Einer funkelnden, futuristischen Welt, die, weil Licht immer Schatten wirft, auch ihre dunklen Seiten hat. Diese werden in diesem Fall vor allem durch Höhe und Tiefe versinnbildlicht. Die Reichen wohnen an der Spitze, die Armen in den unteren Stockwerken des (1000stöckigen!) Towers, der gleichsam das Herzstück und das große Verhängnis der Geschichte ist.

Obwohl schon auf der ersten Seite klar ist, dass jemand sterben wird, ist es erschütternd - und zudem tragisch - als es tatsächlich passiert. Der Spannungsbogen dehnt sich über die ganze Geschichte aus, schwebt unheilvoll verkündend über ihr, bis es zum großen Showdown kommt. Der Weg dorthin ist gespickt mit pikanten Details und Enthüllungen, Eifersucht, Kummer, Einsamkeit und Verzweiflung. Ein Feuerwerk von Emotionen, von Menschlichkeit inmitten einer von Technik, Anonymität und Oberflächlichkeit geprägten Welt, die sowohl fasziniert als auch beunruhigt.

Viele Entwicklungen/Ideen/Erfindungen sind gar nicht so weit aus der Luft gegriffen, wie man meinen möchte. Einige Dinge scheinen, wenn man Vergangenheit und Gegenwart betrachtet, wie eine mögliche Zukunftsversion. Die Autorin hat bereits bestehende Ansätze aufgegriffen und weiterentwickelt und das so überzeugend, dass man keinen Zweifel an der Umsetzung hegt. So ist das „Flickern“ die neue Kommunikationsmöglichkeit, Türschlüssel sind passé, künstliche Intelligenz bleibt nicht länger Theorie und Privatsphäre wird zunehmend zur Erinnerung. Und wer ein perfektes Kind möchte, der lässt sich eines aus perfekten Genen zusammenstellen. Wie es ist ein solches Kind zu sein, weiß einer der Charaktere ganz genau.

SCHREIBSTIL

Katharine McGee schreibt wundervoll. Makellos, möchte ich fast sagen. Jedes Wort sitzt perfekt. Sie weiß, wie man Spannung und Dramatik aufbaut, Emotionen weckt und den Leser ködert, ohne ihn wieder vom Haken zu lassen. Ohne mörderischen/magischen/übersinnlichen Bösewicht eine besondere Leistung, die jedoch leicht zu erklären ist: Menschen sind fasziniert von Menschen.


Anmerkung: McGee war an der Entwicklung der Serien „Vampire Diaries“ und „Pretty Little Liars“ beteiligt. Damit sollte klar sein, dass sie bestens geübt ist, was das Handwerk von Spannung und Intrigen angeht ;-)

FAZIT

Die Zukunft verändert sich, Technik entwickelt sich sowohl unterstützend als auch beängstigend weiter und trotzdem bleiben Menschen Menschen, getrieben von Hass und Liebe, Angst und Hoffnung. Eine beruhigende Erkenntnis mit leicht bitterem Beigeschmack. Der Roman zeigt, dass innere Dämonen auch in der (Technik geprägten) Zukunft genug Probleme und Schwierigkeiten verursachen, die es zu bewältigen gibt. Zudem lehrt er: Geheimnisse haben ein Verfallsdatum. Je größer man sie werden lässt, desto gewaltiger wird ihre Detonation sein. Und wenn du nicht mehr derjenige bist, der ihre Detonation steuern kann, dann wappne dich gut …

Gossip Girl meets Pretty Little Liars in futuristischem Setting! Ich bin durch und durch fasziniert und begeistert von diesem Roman! Der zweite Band - „Beautiful Liars - Gefährliche Sehnsucht“, der (leider erst) im Juli 2018 erscheint, ist absolute Pflicht-Wunsch-Lektüre!

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(747)

1.751 Bibliotheken, 63 Leser, 3 Gruppen, 250 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

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(63)

150 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

liebe, kami garcia, badboy, i knew u were trouble, marco

I Knew U Were Trouble

Kami Garcia , Franziska Jaekel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.10.2017
ISBN 9783473584833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

COVER

Eyecatcher in herrlichen Farben mit Glitzerschrift - mehr gibt es nicht zu sagen :-) 


ZUM INHALT

Eine dramareiche Lovestory verspricht dieses Buch zweifelsohne. Der Bonus: ein Bad Boy. Klischee hin oder her, Frau hat (sehr häufig) ein Faible für Bad Boys. Zumindest auf der fiktionalen Ebene. Vielleicht, weil es einfach großartig zu verfolgen ist, wenn ein harter Kerl - der Liebe wegen - Dinge tut, die er üblicherweise nicht tut.
Womit wir auch schon beim Thema sind: Marco Leone. Ist er tatsächlich so „bad“? Warum eigentlich? Und weshalb hat es ihm ausgerechnet Frankie Devereux angetan? Und kann sich jemand, der kürzlich seinen Freund verloren hat, überhaupt so schnell wieder in jemand anderen verlieben?

Aber von vorn.

Verlust ist eine einschneidende Erfahrung, die Normalität und durchdachtes Handeln kurzerhand außer Kraft setzen kann. Wie bei Frankie Devereux, die nach einem Fauxpas nicht nur bei ihrem Vater, sondern auch auf einer Schule landet, deren Schüler alles andere als reich oder „nice“ sind und bei der Autoschrauben auf dem Stundenplan steht. Genau hier trifft sie auf Marco Leone, der prompt ein Auge auf sie wirft. Zwischen den Flashbacks, die Frankie plagen, den Sozialstunden, die sie ableisten muss und den Dramen ihrer Freunde aus dem alten Leben, dringt sie nach und nach in die Welt der „Downs“ ein, wo Wettschulden so ernst genommen werden, wie ein Eheversprechen. Die Konsequenzen beim Bruch sind jedoch um einiges bitterer. Denn: In den „Downs“ geht es ums Überleben. Loyalitätsbrüche sind teuer bzw. schmerzhaft und elterliche Fürsorge ist spärlich gesät. Genau deshalb sollte man sich eine harte Schale und bestenfalls gute Fahrkünste zulegen. Als Tochter eines Cops, der einen Lover wie Marco Leone nicht gern sehen würde, keine leichte Position. Ärger und Action ist quasi vorprogrammiert. Und dann ist da natürlich immer noch die Suche nach dem Mörder von Frankies Ex-Freund …


CHARAKTERE

MARCO LEONE. Für mich gehört er leider zur Sorte Möchtegern-Bad-Boy. Schon zu Beginn hat die Autorin ihm Sätze in den Mund gelegt, die so gar nicht zu seinem Image passen. Bad Boys haben weiche Seiten und können sanfte Dinge sagen, aber das braucht Zeit und sollte zum Charakter passen, sodass es glaubwürdig ist. Ein Bad Boy, der Süßholz raspelt verfehlt diese Wirkung etwas. Aufgrund seines Auftretens sieht man, dass er nicht der nette Kerl von nebenan ist, aber vorrangig wird sein Ruf verwendet, um das Bad-Boy-Image zu untermauern. Tun statt andeuten, zeigen statt davon zu erzählen - das hätte ich mir in Bezug auf ihn etwas mehr gewünscht. Für mich war er eher der gute Typ, der die, die ihm am Herzen liegen, beschützt - nicht immer auf die klügste Weise. Dieser Charakterzug macht ihn jedoch sehr sympathisch und ist der eigentliche Grund, warum man sich in ihn vergucken kann.


"Alles okay, Angel?" (Seite 49)


FRANKIE ist das reiche Mädchen, das viel verloren und durchgemacht hat. Sie ist am Boden und doch boxt sie sich durch, ohne zu jammern oder auf Rettung zu hoffen. Ihr Charakter ist erfrischend, weil gerade der weibliche Part oft als schwach, weinerlich (man füge beliebig viele Adjektive ein) dargestellt wird. In diesem Roman jedoch hat - für mich - Frankie die Hosen an. Sie ist der tragende Charakter der Geschichte, braucht keinen Retter, sondern setzt sich selbst für ihre Ziele und Freunde ein. Selbst ist die Frau - das gilt für Frankie als auch für die weiteren weiblichen Nebencharaktere. Das lob ich mir!


SETTING

Die „Downs“ sind ein hartes Pflaster. Die Jugendlichen haben mit Problemen unterschiedlichster Art zu kämpfen und dass Derartiges keine Fiktion, sondern Realität ist, weiß man. Ein bisschen zu gut gemeint hat die Autorin es meiner Meinung nach dennoch. Das Thema „schwere Vergangenheit/Lebensumstände“ schwebt schon dicht über allem. Andererseits braucht es ein hartes Pflaster, um kriminelle Dinge zu tun/aus dem Rahmen zu fallen. Möglicherweise hab ich mich auch einfach nur schwer getan, mich in diese Art von Lebensmilieu zu versetzen.


"Sind diese Rennen hier denn eine so große Sache?"
"Für viele Leute hier ist es die
einzige Sache." (Seite 74)


SCHREIBSTIL

Kami Garcia kann schreiben. Und zwar verdammt gut. Flüssig, energisch, temporeich, fesselnd. Genau diese Eigenschaften braucht diese Geschichte, weil sie gleichsam tempo- und actionreich, dynamisch und mitreisend ist. Frankies Flashbacks sind überzeugend, als auch ein tolles Stilmittel, das die Story vorantreibt. Die Geschichte aus der Ich-Perspektive zu erzählen war gut gewählt, weil es Frankie noch präsenter und greifbarer macht. Und, wie bereits oben erwähnt, ist sie es, die die Geschichte trägt und auch dem Hauptprotagonisten neue Türen aufzeigt.


FAZIT

Schnelle Autos, starke Protagonistinnen, ein guter Kerl mit nicht ganz einwandfreiem Moralkompass, symphytische Nebencharaktere, ein Fast and the Furious/High-School-Flair - wer darauf steht, sollte sich diesen Roman unbedingt auf die Leseliste setzen.

Mich hat das Buch gut unterhalten, weil die Story dynamisch, abwechslungsreich und wirklich gut geschrieben war. Vier Sterbe gibt es, weil ich mir dennoch ein bisschen mehr Bad-Boy gewünscht hätte und die Funktionsweise von Autos mich wohl niemals fesseln wird ;-)

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

klassiker der weltliteratur, starbucks, rezension, blogger, erzählungen

Literatur zum Mitnehmen! - Neulich bei Starbucks ...

Jill Poskanzer , Nora Katz , Wilson Josephson , Regina Rawlinson
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442159307
Genre: Humor

Rezension:


Bücher und Kaffee – beides existiert in den vielfältigsten Variationen, sodass für jeden Geschmack das passende dabei ist. Vielleicht ist gerade diese Ähnlichkeit dafür verantwortlich, dass viele Leseratten und Bücherwürmer eine Liebesbeziehung zu dem koffeinhaltigen Getränk pflegen. Warum also sollte es den Schriftstellern und Poeten anders gehen? Gerade wenn Nächte um die Ohren geschlagen werden müssen, weil eine Deadline im Nacken sitzt oder die Muse nach Vollendung des Werkes verlangt, kann ein bisschen (oder mehr) Kaffee sicher nicht schaden. Und wenn keiner im Haus ist, wohin geht man dann?

Genau. Eine der bekanntesten Kaffeehausketten der heutigen Zeit ist sicherlich Starbucks. Was also würde ein berühmter Autor/eine berühmte Autorin dort bestellen? Wie würde es ihm/ihr dort behagen? Auf wen würde er/sie treffen?

Interessante Fragen, die mit diesem kleinen Büchlein gestillt werden, denn genau damit haben sich die drei Autoren beschäftigt. Sie haben kurzerhand eine Vielzahl verstorbener und lebender Schriftsteller/Dichter/Romanhelden zu Starbucks befördert, um zu sehen, was passiert. Natürlich ist das nur halb so amüsant, wenn man den entsprechenden Gast nicht kennt, weil einem die Pointe entgeht.
Denn: Natürlich geht es um Kaffee, doch ist das nicht alles. Jede Bestellung ist mit einer kurzen, amüsanten/satirischen Textpassage zum jeweiligen Charakter versehen und Gespräche untereinander finden auch statt. Ein paar Dichter drücken sich auch mal in reimender Prosa aus und was es mit dem lyrischen Ich auf sich hat … tja, das müsst ihr selbst herausfinden :) Es macht auf jeden Fall Sinn, wenn man mit der (hohen) Welt der Literatur vertraut ist und sich gern in ihr aufhält, weil ein Witz nur dann lustig ist, wenn man ihn versteht.

Für Gäste, die man nicht kennt: am Ende des Buches befindet sich eine Übersicht aller Gäste mit Hinweis auf deren Person.


MEINE HIGHLIGHTS

… waren (u.a.) die Auftritte von Neil Gaiman, Gandalf, George R.R. Martin, Jane Eyre und Stephen King. Ansonsten hätte ich mir hier und da etwas mehr Text zu den einzelnen Gästen gewünscht. Aber das ist wohl immer so, wenn man jemanden mag.

Ein besonderes Zuckerl des Büchleins: die Illustrationen des  New Yorker-Cartoonisten Harry Bliss. Ich bin ja dafür, dass alle Bücher mit Illustrationen versehen werden sollten – nicht nur Kinderbücher oder einzelne, ausgewählte Werke, wie etwa dieses Buch.


FAZIT

Literatur zum Mitnehmen – ich persönlich habe den Titel beim Wort genommen und das Buch mit zum anstehenden Friseurtermin genommen. Ein Café wäre natürlich stilechter gewesen, aber auch das Lesen dort hatte seinen Reiz, sodass die zwei Stunden zu einer unterhaltsamen Zeit wurden.


LESETIPP

Buch direkt bei Starbucks lesen. Mit Kaffee. Näher dran am Buch geht kaum :)


GESCHENKTIPP

Für einen kaffeetrinkenden Bücherwurm mit Faible für zeitlose und moderne Literatur ein tolles Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk :)

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(359)

614 Bibliotheken, 15 Leser, 3 Gruppen, 92 Rezensionen

geister, london, jonathan stroud, geisterjäger, lockwood

Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 27.10.2014
ISBN 9783570157107
Genre: Jugendbuch

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geister, geisterjäger, agenten, kinder, jugendbuch

Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.10.2015
ISBN 9783570403099
Genre: Jugendbuch

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dtv, liebe, sherlock, krimi, jugendbuch

Holmes und ich – Unter Verrätern

Brittany Cavallaro , Anja Galič
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423761642
Genre: Jugendbuch

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holmes und ic, adaption, jugendbücher, mord, krimis

Holmes und ich – Die Morde von Sherringford

Brittany Cavallaro , Anja Galič
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.06.2017
ISBN 9783423717717
Genre: Jugendbuch

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gefühle, liebe, fantasy, kelsey sutton, fear

Winterseele - Kissed by Fear

Kelsey Sutton , Ursula Held
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 19.04.2017
ISBN 9783473585083
Genre: Jugendbuch

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WIE DAS BUCH BEI MIR EINZOG

Kelsey Sutton, die Autorin des Romans, der im Englischen unter dem Namen „Some Quiet Place“ erschienen ist, war in diesem Jahr Gast auf der LoveLetter Convention in Berlin. Dabei hat nicht nur sie selbst, sondern auch die Vorstellung ihres Buches bleibenden Eindruck hinterlassen. Daher war ich sehr glücklich, dass ihr Werk mich nach Hause begleitet hat.


STORY

Personifizierte Gefühle und eine emotionslose Protagonistin - das klingt nach frischem Wind und erzeugt zugleich Spannung und Faszination. Denn: Warum kann Elizabeth Caldwell Gefühle sehen, aber selbst nichts fühlen? Eine spannende Ausgangsposition, denn es ist klar: Elizabeth umgibt ein Geheimnis. Es zu lüften ist nicht nur Ziel des Lesers, sondern auch das von Elizabeth. Selbst die Gefühle rätseln, warum sie keine Macht über das Mädchen haben. Allen voran Fear - die Personifizierte Angst, dessen Äußeres gar nicht so beängstigend ist, wie man meinen könnte. Im Gegenteil. Er ist so anziehend, dass man sich im praktisch in die Arme werfen möchte, obwohl man sein Verhängnis erahnt.

Wovon hingegen niemand etwas ahnt, ist Elizabeths Handicap. Die Menschen spüren intuitiv, dass mit ihr etwas nicht stimmt, allen voran ihre Eltern. Das hat nicht nur mit ihren vorgetäuschten Emotionen, sondern auch mit einem Ereignis in der Vergangenheit zu tun.

Hier muss ich einräumen, dass ich die Art von Lebensumständen/Umfeld nicht erwartet habe. Womit ich sagen will: Gewalt ist nichts, mit dem ich gerechnet habe. Und doch ist sie da. In allen Ecken und Winkeln der heimischen Farm bis hin in die Schule. Elizabeth mag sie egal sein; dem Leser aber nicht. Man leidet. Mit und für Elizabeth. Jemanden zu beobachten, der sich nicht zur Wehr setzt, sich fügt, weil er ohnehin nichts spürt, setzt ganz schön zu. Die Düsternis geht - gerade in der ersten Hälfte des Buches - nicht auf das Konto des Übernatürlichen, sondern auf das des realen Lebens. Menschliche Abgründe, Krankheit, Leid, Kummer, Depression, Selbsthass, Schuld - all das erzeigt eine bedrückende und beklemmende Stimmung, der sich die Hauptprotagonistin entzieht, während der Leser sich geballt damit auseinandersetzen muss, sodass er versucht ist, sich selbst abzuschotten.

Das Zauberwort heißt „durchhalten“. Auch wenn man mitgenommen ist, sich wünscht, dass die Geschichte etwas mehr Tempo entwickelt und sich weniger verliert, lohnt es sich, weiterzulesen. Weil Elizabeth der Wahrheit immer näher kommt; allein schon deshalb, weil die Wahrheit sich ihr nähert. Doch die Wahrheit kann sehr dunkel sein und das ist sie in diesem Fall auch. Angst - Fear - lässt sich nicht damit vergleichen. Und wenn sich selbst Gefühle fürchten, will das etwas heißen …

Ehe alle Fäden zusammen laufen, wird es nochmals sehr dunkel und bedrohlich. Der Sinn, der sich dann offenbart, Elizabeths Träume und mehr als ein Geheimnis lüftet, lässt alle Ereignisse in neuem Licht erscheinen und schenkt dem Leser und Elizabeth eine Erkenntnis: Gefühle und Angst gehören zum Leben.


CHARAKTERE

Elizabeth ist ein Charakter, den man dann und wann schütteln möchte (warum vertraut sie sich niemandem an; lässt zu, dass man sie verletzt und nicht, dass man ihr hilft?); der es anfangs schwer hat Sympathiepunkte zu gewinnen und Nähe zu schaffen. Menschen verbinden sich über Gefühle - wenn die aber nicht vorhanden sind? Wie leer ein Leben ohne Emotionen wäre - das führt Elizabeths Nicht-Fühlen vor Augen und genau das schafft schließlich doch Nähe zu ihr. Man wünscht sich, dass sie wieder lebendig ist. 

Der schöne, undurchschaubare Fear nimmt Elisabeths Opferhaltung nicht hin, will, dass sie sich wehrt, etwas fühlt. Um das zu erreichen, konfrontiert er sie immer wieder mit schrecklichen Illusionen, was seine morbide Art ist, ihr zu helfen. Dass er sie nicht ängstigen kann, nagt an seinem Selbstwertgefühl und zeigt: selbst Gefühle sind nicht gefühllos.

Und dann gibt es noch Joshua, einen Mitschüler, dessen Beharrlichkeit und gutes Herz eine bedeutende Rolle für Elizabeth spielt. Nach und nach schafft er es, einen Riss in Elizabeths Panzer zu schlagen, womit er beweist, dass man kein Wesen mit Superkräften sein muss, um ein Held zu sein.


SCHREIBSTIL

Elizabeths Charakter schlägt sich auch in der Sprache nieder. Die Sätze sind nüchtern, beobachten und beschreiben ohne zu bewerten und doch schwingt zwischen den Zeilen Betroffenheit und Hoffnung mit. Das zeigt sehr schön, dass es nicht nur auf das ankommt, was gesagt wird, sondern auch auf das, was nicht gesagt wird. In dem Maße, in dem sich Elizabeth entfaltet und öffnet, entfaltet und öffnet sich auch die Sprache.


FAZIT

Düsterer als erwartet, regelrecht bedrückend, nach anfänglichen Ver(w)irrungen überaus fesselnd. Eine außergewöhnliche, erfrischende Romanidee aus dem Fantasy-Genre, die trotz emotionsloser Hauptprotagonistin voller Emotionen und Tiefe ist.

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fantasy, kurzgeschichten, laini taylor, kobolde, kuss

Der verbotene Kuss

Laini Taylor , Andreas Helweg , Jim di Bartolo
Flexibler Einband: 383 Seiten
Erschienen bei cbt, 05.01.2011
ISBN 9783570307007
Genre: Fantasy

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liebe, roma, zigeuner, rabe, vergangenheit

Der Kuss des Raben

Antje Babendererde
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.03.2016
ISBN 9783401600093
Genre: Jugendbuch

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freundschaft, roman, gail honeyman, ich eleanor oliphant, liebe

Ich, Eleanor Oliphant

Gail Honeyman , Alexandra Kranefeld
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.04.2017
ISBN 9783431039788
Genre: Romane

Rezension:

WIE DAS BUCH ZU MIR FAND

Dieser Roman gelangte im Zuge einer Überraschungs-Postsendung von Bastei Lübbe in meine Hände. „Liebe Träumer und Freunde der besonderen Geschichten“ – diese Worte nutzte der Verlag im beiliegenden Anschreiben, womit ich mich unmittelbar angesprochen fühlte. Ein Buch wie für mich gemacht – so der Gedanke vor Beginn des Lesens. Und der danach? Nun, der fiel dann doch ein klein wenig anders aus …


DIE HAUPTFIGUR

„Ich bin eine Einzelkämpferin, die letzte Überlebende. Ich bin Eleanor Oliphant. Ich brauche niemanden sonst. Es gibt keine große Leere in meinem Leben, kein fehlendes Puzzlesteil das mich vervollständigen würde. Ich bin mir selbst genug, ein kleines Elementarteilchen.“  © Bastei Lübbe

Außenseiter – wer von uns hat sich Zeit seines Lebens noch nie so gefühlt oder wurde als solcher bezeichnet? Wahrscheinlich niemand. Sonderling – auch dieses Wort kennt der ein oder andere in Bezug auf seine Person. Es gibt so viele Persönlichkeiten wie es Menschen gibt, womit genaugenommen jeder auf seine Art und Weise merkwürdig und ein „außen stehender“ ist. Und was die Einsamkeit angeht: so gut wie jeder ist ihr schon einmal begegnet.

Von dieser Warte ist gut nachvollziehbar, warum wir Geschichten mögen, in denen Protagonisten nicht ins Schema passen, merkwürdige Macken haben, nirgends dazu gehören. Wir sympathisieren mit ihnen, weil wir ihre Situation nachvollziehen und uns in sie hineinversetzen können. Eleanor Oliphant ist damit eine 1A-Kandidatin für einen geschätzten Charakter – wäre da nicht die Kluft zwischen Erwartung und Wirklichkeit.

Die ersten 250 Seiten des Buches mochte ich Eleanor nicht sonderlich, auch wenn ich mich bemüht habe es zu tun. Sie blieb stets auf Distanz, wurde mir weder symphytischer noch ließ sie sich besser durchschauen oder verstehen. Ich fand keine gemeinsame Ebene und, was noch viel schlimmer ist, ich fühlte mich emotional nicht berührt. Bücher, die das nicht schaffen, haben bei mir ziemlich schlechte Karten. Wohl aus diesem Grund habe ich mehrmals mit dem Gedanken gespielt das Buch abzubrechen.

Weil es da aber noch einen kleinen Faktor namens „Neugierde“ gab, las ich weiter. Was genau ist in Eleanors Vergangenheit passiert? Was hat sie so werden lassen, wie sie heute ist? Was für eine Rolle spielt „Mummy“? Wo befindet sich „Mummy“? Warum hält Eleanor den Kontakt zu ihr, wo sie doch ganz offensichtlich kein sonderbar netter Mensch ist? Diese Fragen waren es, die mich bei der Stange hielten.

Der Umbruch, als das Lesen flüssiger wurde und ich anfing eine Ebene mit Eleanor zu finden, fand etwa in der Mitte des Buches statt. Statt der nüchternen Art, die die junge Frau bisher begleitete, zeigte sie nun endlich mehr Emotion und Offenheit, sodass man mit ihr leiden, bangen und hoffen, hinter die Fassade sehen und sie besser verstehen konnte.

Dass dies erst so spät passierte, ist schade und doch ist es nachvollziehbar und das, was die Geschichte verlangt. Angesichts Eleanors Vorgeschichte, die fortwährend in der Luft hängt, ohne vollständig aufgedeckt zu werden, braucht sie diese kühle, distanzierte, überheblich wirkende Persönlichkeit, das wiederholte Abspulen ihres Alltags, der einem festen, ungesunden Rhythmus folgt, doch hat die Autorin diesen Teil meiner Meinung nach etwas zu sehr in die Länge gezogen. Die übrigen Charaktere konnten dies nur bedingt abfedern.


INHALT / STORY

Worum genau geht es denn nun eigentlich?

Um das Leben der Eleanor Oliphant. Ihren Weg aus der (vermeintlich) eigens gewählten Isolierung. Das Andocken an andere Menschen. Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Den Blick über den Tellerrand.

Zusammengefasst: die Annäherung an das, was allgemeinhin als ´Leben` bezeichnet wird.
Denn genau das ist er Punkt: Eleanor weiß nicht, wie Leben funktioniert. Weiß nicht, wie sich menschliche Nähe anfühlt. Wie es ist, Freunde zu haben. Wie man Wochenenden anders als mit Alkohol übersteht oder die Mittagspause anders als mit dem üblichen Lunchpaket und einem Kreuzworträtsel. Bestens vertraut ist ihr hingegen angestarrt, ausgelacht und ausgegrenzt zu werden.

Eleanor ist einsam und doch ist sie es, die diese Einsamkeit gewählt hat. Um zu überleben. Das ist, was sie tagtäglich tut: überleben. Bis sie erkennt, dass überleben, auch wenn das Wort ´leben` darin steckt, keineswegs damit gleichzusetzen ist.

Und so beschließt sie einen Schritt auf das Leben zuzugehen.
Einen Versuch zu wagen.
Etwas zu finden.
Sich selbst zu begegnen.

„Ich spürte ein jähes Glücksgefühl in mir aufflammen, als hätte jemand ein Streichholz angerissen. Ganz hell war es, licht und warm.“ © Bastei Lübbe

Was sie letztlich findet, ist nicht exakt das, wonach sie Ausschau gehalten hat, doch ist es genau das, was die junge Frau braucht: einen Freund. Die Erkenntnis, dass sie selbst ihres Glückes Schmied ist und nur dann Richtung Zukunft gehen kann, wenn sie ihre schmerzlichen Erinnerungen zulässt und sich der Vergangenheit stellt.


SCHREIBSTIL

Gail Honeyman schreibt flüssig. Anspruchsvoll. Bildhaft. Nüchtern. Alles zusammen. Manche Passagen lassen sich wie ein Bericht lesen, andere wie malerische Poesie. So wie die Hauptprotagonistin wächst, wächst auch die sprachliche Vielfalt der Geschichte.

„Ich fühlte mich wie ein frisch gelegtes Ei, innen ganz glitschiger Gallert und außen so zerbrechlich, dass der geringste Druck mich hätte entzweigehen lassen.“ © Bastei Lübbe


FAZIT – ODER: ERWARTUNG VS. WIRKLICHKEIT

Wer eine Geschichte über eine verschrobene, liebenswerte Außenseiterin erwartet, wird definitiv enttäuscht. Der Klappentext lässt mit keinem Wort eine traumatische Vergangenheit erahnen, obwohl sie es ist, die auf jeder Seite des Buches präsent ist, Eleanor zu der Eleanor gemacht hat, die sie ist. Dieser Roman enthält keine locker-flockige amüsante Geschichte, sondern einen müßig verdaulichen Happen, der mit jeder Seite schwerer im Magen liegt. Bedrückt stimmt. Mitleid weckt. Nachdenklich stimmt. Im Umkehrschluss ist der Beginn wenig fesselnd, emotional spärlich ausgestattet und fordert Durchhaltevermögen. Wer durchhält, wird jedoch belohnt. Mit der Geschichte einer Frau, die auf ihre Art und Weise einzigartig und besonders ist. Weil sie überlebt hat, um einen schönen Tages endlich mit dem Leben anzufangen.


ABSCHLUSSWORT / BEWERTUNG

Man merkt es vielleicht; das Buch hat mich mit gespalteten Gefühlen zurückgelassen. Weder kann ich sagen, dass ich Eleanor mag, noch dass ich sie nicht mag. Ihr Schicksal nimmt mich definitiv mit, weil ich niemandem etwas Derartiges wünsche, jedoch macht dies das Buch nicht automatisch zu einem "guten Buch", weshalb mir auch die Bewertung schwerfällt. Vier Sterne erscheinen mir zu viel, drei zu wenig. Dies ist einer jener „Zwischenromane“, der seine eigene Messlatte braucht.

Ein philosophischer, andersartiger, klein und zugleich groß gestrickter, auf hohem sprachlichen Niveau geschriebener Roman über das (Über)Leben, dem ich 3 ½ Sterne gebe.

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cornwall, liebe, rockstar, münchen, reise

Mondscheinblues

Katrin Koppold
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.10.2015
ISBN 9783738652239
Genre: Liebesromane

Rezension:

WIE DAS BUCH BEI MIR EINZOG

„Mondscheinblues“, geschrieben von der fast Münchnerin Katrin Koppold, ist schon seit einer Weile auf dem Buchmarkt erhältlich. Ich habe den Roman im letzten Jahr von der LoveLetter Convention mit nach Hause gebracht, dann aber „meine Lesezeit“ verpasst. Es ist tatsächlich so, dass ich im Herbst/Winter zu Fantasy-Romanen und im Frühling/Sommer auch mal zu Liebes- und Unterhaltungsromanen greife. Somit hatte „Mondscheinblues“ seinen großen Auftritt erst jetzt, fast ein Jahr später. Das hat den Lesespaß allerdings nicht geschmälert.


STORY & SCHREIBSTIL

Es ist bereits das vierte Buch, das ich von der Autorin lese. Was mir, neben der schriftstellerischen Entwicklung zum ersten Roman (Aussicht auf Sternschnuppen) aufgefallen ist, ist der Wohlfühlcharakter, den jedes ihrer Bücher hat. Sollte ich das erste Wort nennen, das mir zu „Mondscheinblues“ einfällt, so ist es „leicht“, dicht gefolgt von dem Wörtchen „mühelos.“

Das „leicht“ bezieht sich auf die Geschichte und das Gefühl, das man hat, wenn man sie liest. Man fühlt sich wohl und angenehm, so als machte man es sich in seinem Lieblingsstuhl bequem. Man kennt weder die Charaktere, noch die Schauplätze, hat aber sofort ein heimeliges Gefühl, wenn man auf sie trifft. Das Lesen und Kennenlernen macht Freude.

Das „mühelos“ bezieht sich auf den Schreibstil, bzw. die Art und Weise, wie die Autorin die Geschichte erzählt. Kein Roman lässt sich mal eben so aus dem Ärmel schütteln - und doch hatte ich genau dieses Gefühl beim Lesen. Als hätte die Autorin die Geschichte nur heruntergeschrieben, ohne wirklich darüber nachdenken zu müssen. Jedes Wort fügt sich an das nächste, jeder Satz an den darauffolgenden. Sie tänzelt durch die Geschichte und lässt den Leser gleich mittänzeln. Kein Straucheln, keine Taktfehler. Einfach müheloses, leichtes Dahingleiten voller Genuss.


CHARAKTERE

Die beiden Hauptcharaktere Nina und Tom sind dabei so sympathisch wie nur irgend möglich. Klischees, Kitsch oder Eindimensionalität? - Fehlanzeige. Jeder der beiden bringt seinen Rucksack mit, hat Baustellen zu bearbeiten und eigentlich auf alles Lust, nur nicht auf sein Gegenüber. Und doch passiert zwischen und mit den beiden etwas, während sie eigentlich nur darauf aus sind ihren Job zu erledigen, jeder aus unterschiedlichen Gründen. Die Komfortzone schrumpft zusammen. Erkenntnisse werden gewonnen. Nähe und Vertrauen entsteht. Geheimnisse werden gelüftet. Das Leben wird neu reflektiert - selbstverständlich im Mondschein ;-)


GEDANKENREISE

Wie man es von der Autorin gewohnt ist, nimmt sie den Leser auch diesmal mit auf eine Reise. Wer schon immer mal nach Cornwall wollte, bekommt einen lebendigen Eindruck von der Grafschaft Südenglands. Wilde Ponys, weitergetragene Mythen, gutaussehende Besitzer von Ländereien, Tee-Time, Golf - und der gefürchtete Linksverkehr. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mit der Protagonistin mitgelitten habe. Ich hätte mich wahrscheinlich nicht besser angestellt.


LAST BUT NOT LEAST

Worauf man sich noch freuen darf: einen knuffigen Vierbeiner namens „Puck“, amüsante Wortgefechte und Kabbeleien, durchdachte und sympathische Nebencharaktere, Einblicke in Ninas und Toms Sicht, weil die Geschichte in abwechselnden Kapiteln der beiden geschrieben ist.


FAZIT

„Mondscheinblues“ ist ein Roman, der den Leser unterhält und berührt. Er besticht durch Authentizität, Humor und Lebendigkeit, versteht mit lauten und leisen Tönen umzugehen und hat genau das richtige Tempo. Eine klare Leseempfehlung!

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

dämone, dämonenjäger, fantasy, romantic fantasy

Blanche - Der Pakt

Jane Christo
E-Buch Text: 270 Seiten
Erschienen bei Heartbeat Books, 26.09.2016
ISBN B01LXO8I8X
Genre: Fantasy

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

wissen, schuld, freude, gelassenheit, seele

Seelengevögelt

Veit Lindau
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.03.2016
ISBN 9783442221875
Genre: Sachbücher

Rezension:

THE STORY BEHIND THE STORY - Wie mich das Buch fand

Veit Lindau ist mir schon seit längerer Zeit ein Begriff, ebenso seine Bücher. Trotzdem hat es nie eines dieser Bücher bis zu mir nach Hause geschafft. Warum? Vielleicht, weil ich bereits eine Vielzahl von ähnlichen Büchern besitze/gelesen habe; das Gefühl „Du kennst schon alles“ mit mir herumtrage; tief in mir drin müde war, von all dem Wissen, den Belehrungen und Ratschlägen, die ich mir in der Vergangenheit „aufgeschaufelt“ habe.

Es war an einem Wochenende, als ich gerade in der Happinez blätterte und mit einem Mal gebannt und mit von Tränen verschleiertem Blick dasaß, für eine lange Zeit. Was war passiert? Das Magazin hatte einen Buchauszug abgedruckt - und zwar aus „SeelenGevögelt“. Die paar kurzen Zeilen hatten ausgereicht, mich zu packen, bei all meinen Emotionen, in meinem ganzen Sein. Dies war für mich das Zeichen, dass dieses Buch eben doch anders ist. Dass ich es lesen wollte - und sollte.


Wo bist du?
Ich laufe durch die Straßen deiner Stadt.
Ich streife durch deine Träume.

Ich beobachte dich durch die Augen jedes deiner Mitmenschen.
In jedem Buch, das du liest, hinterlasse ich dir verborgene Zeichen meiner Sehnsucht.

In jeder Sekunde deines Seins stehe ich rufend, drängend, bebend vor dem Haus deiner Seele. Ich klopfe auf tausend verschiedene Weisen an deine Tür. Laut wie der Schrei eines wütenden Kindes und still wie die Ewigkeit des Alls. Wild und fordernd zerre ich an dir, um dich im nächsten Augenblick behutsam zu umarmen.

Ich habe keine Wahl. Ich werde nichts unversucht lassen. Bis du mir öffnest - weit und bedingungslos. Bis du mir alles schenkst, was du hast und was du bist.

Wo bist du?

Ich brauche dich.
Dein Leben.


© Veit Lindau/Goldmann Verlag


Dies sind die Zeilen, die mir den Boden unter den Füßen wegzogen und das, obwohl ich saß. Und von jenen Zeilen sollten im Laufe des Buches noch viele mehr folgen. Manchmal waren es sehr viel weniger Worte. Doch es kommt bekanntlich nicht auf die Zahl, sondern die Tiefe der Worte an. „Ich liebe dich“ - drei kleine Worte, die die Welt aus den Angeln heben können. „Ich liebe mich“ - drei kleine Worte, die das Universum aus den Angeln heben können. Und genau darum geht es in diesem Buch. Das Universum erwartet von uns, von dir und mir, nicht weniger als dass wir es aus den Angeln heben, es auskosten und erfüllen. Mit uns selbst. Unserem Potenzial. Unserem ganzen Sein. Weil weniger Verschwendung wäre. Einen einzigen Satz, eine einzige Frage, gar lediglich einen Punkt auf einer Seite anzubringen, ohne dass es Verschwendung ist - auch das beweist der Autor in diesem Buch.



MANIFEST FÜR DAS LEBEN


„Du stirbst. Beginne zu leben.“


Ich könnte diese Worte immer und immer wieder lesen und doch würden sie nie weniger bedeuten. Weil so viel Wahrheit in ihnen steckt. Wir alle sind am Leben, aber leben wir deshalb tatsächlich? Aus der Tiefe unseres Seins? Mit voller Power? Mit allem, was wir sind, haben und geben können? Mit unserem ureigenen Sinn? Oder kämpfen wir. Um jeden Tag. Jede Problembewältigung. Jeden Erfolg. Jeden Morgen, an dem wir aus dem Bett klettern. Existieren und leben sind zwei verschiedene Dinge - möglicherweise wissen wir (noch) gar nicht, was leben tatsächlich ist. Weil wir auf Sparflamme laufen. Auf Nummer sicher gehen. Uns mit dem Mittelmaß, oder, wie Lindau es nennt, der „oberen Grenze“ zufriedengeben. Weil ich es möglicherweise tue. Weil mich die Worte in diesem Buch deshalb so massiv gepackt, durchgerüttelt und erschüttert haben. Weil dieses Buch „nichts Neues erzählt“, es aber auf eine Art und Weise tut, die tiefere Schichten erreicht.

Veit Lindau versucht weder die Wahrheit mit Schnörkeln auszustatten, noch redet er um den heißen Brei. Seine Worte kommen von Herzen und genau dort treffen sie den Leser auch. Sie durchdringen Schutzschichten und Abwehrmechanismen, dringen auf den Grund und schlagen dort Wurzeln. Jeder weiß, wie unangenehm es sein kann, wenn etwas Verdrängtes plötzlich ans Licht kommt - doch wo, wenn nicht im Licht, wartet die (Er)Lösung jenes Verdrängten?

Was willst du? Weißt du, wer du bist? Lebst du oder wartest du auf den Tod? Wirst du in der Stunde deines Todes zufrieden von dannen gehen können? - diese Fragen stellt der Autor dem Leser immer wieder und auch der Tod ist ein Lehrmeister, den Lindau nicht abweist. Wer, wenn nicht der Tod, könnte es besser lehren, wie man lebt? Anzuerkennen, dass wir eines Tages gehen werden, bestärkt uns aus der Zeit, die wir bis dahin haben, mehr - alles - herauszuholen. Veit Lindau bestärkt uns alles herauszuholen. Er rüttelt uns wach, ohne zu belehren. Spricht ehrlich und direkt zu seinem Leser. Wirft Fragen in den Raum, auf einzelne Seiten, sodass sie weder übergangen noch ignoriert werden können. Selbstreflexion ist während und nach dem Lesen dieses Buches unumgänglich. Und genau das macht dieses Buch - unter vielen anderen Aspekten - so kostbar. Niemand, nicht dieser Autor oder ein anderer, kann uns DIE Wahrheit, DIE Antwort, oder DIE Lösung schenken. Wenn er uns aber auf den Weg bringt, sie für uns selbst zu finden, hat er alles richtig gemacht.

Es gäbe noch so viel mehr zu diesem Buch zu sagen, doch am besten sage ich: Lest es selbst. Begegnet eurem Leben. Bleibt nicht stehen, sondern sprengt eure (obere) Grenze und genießt den Ausblick. 

Ich werde noch viele Male in diesem Buch blättern. Werde den Inhalt in mir tragen. Ihn weiter Wurzeln schlagen und noch tiefer sinken lassen. Und ich werde mich daran erinnern, was ich mir selbst und meinem Leben schuldig bin.

Danke für diese Liebeserklärung an das Leben, Veit Lindau!

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