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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

666, dämon, m.h. steinmetz, gothic, lucy

666

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 235 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 27.08.2015
ISBN 9783959623131
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven, wie der Verlag schon verspricht. Und genau das sollte man tatsächlich ernst nehmen, manche oder eigentlich viele Szenen sind mehr als blutig. Es wird gemordet und gemetzelt was das Zeug hält, ja auch die ein oder andere Innerei werden verwendet, ob man mit den Gedärmen aufgehangen oder einfach ein warmes Herz genüsslich verspeist wird. Auch manche Sexszenen waren doch recht gewöhnungsbedürftig - eben anders.

Der anschauliche und sehr bildliche Schreibstil führt den Leser nicht nur die Gewalt- und Sexszenen vor Augen, sondern auch die Schauplätze und Protagonisten. Gerade bei den Gewaltszene habe ich meine eigene Fantasy doch etwas zurückgenommen, nicht das ich noch schweißgebadet aus Albträumen erwache. Der Autor hat das in meinen Augen schon bildhaft genug geschildert. 

Spannend fand ich auch, wie der Autor in seiner Geschichte mit verschiedenen Klischees der Gothicszene spielt - Sex (SM, Bondage), Orgien, Metal-Musik und Satansanbetung - dementsprechend wirken hier die Schauplätze doch eher düster, ich hatte gar das Gefühl, das es in New York permanent regnet. Es klang alles so echt, real und wirkte authentisch - irgendwie hätte es auch eine wahre Geschichte sein können.

Die Charaktere sind interessant gezeichnet. Sie haben ihre Ecken und Kanten und vor allem Lucy wächst von Seite zu Seite aus sich heraus. Irgendwie möchte man sie beschützen und doch macht sie einem auch Angst. Ich mochte sie. Auch Andrew, den knallharten Polizisten, mochte ich sehr. Erzählt wird die Geschichte in der personellen Erzählperspektive vorwiegend aus der Sicht von Lucy und Andrew. Genau dieser Gegensatz und das Ineinanderfügen machte die Geschichte für mich fesselnd.

Die Geschichte konnte mich von Anfang bis Ende in ihren Bann ziehen, ich wurde quasi mitgerissen und förmlich an die Seiten gefesselt. Der Spannungsbogen wird gespannt, aufrecht erhalten und konnte durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Das Ende dieses Auftaktes war spektakulär und macht mich auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung. 

Fazit:
"666" ist ein gelungener Auftakt der "Hell's Abyss"-Trilogie. Ein echter Horrorthriller gepaart mit Elementen der Fantasy, der wirklich nichts für schwache Nerven oder Zartbesaitete ist. Der Leser wird in einen Strudel aus Gewalt, Blut, SM und Wahnsinn gezogen, der nicht zu unterschätzen ist, denn ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der bildhafte Schreibstil und die interessant gezeichneten Charaktere ziehen den Leser in einen seltsamen Bann. Eingeschweißte Horrorfans kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Wem das gefällt, dem kann ich die Geschichte nur ans Herz legen. Es ist irgendwie krank, aber genial.

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Tags: horrorthriller   (1)
 

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92 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

dystopie, unterdrückung, dystopi, jan reschke, gewalt

Die Ummauerte Stadt

Jan Reschke
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.10.2014
ISBN 9783944544984
Genre: Fantasy

Rezension:

Krass ... das ist das Wort, das mir nach der Beendigung der Geschichte als erstes in den Kopf schoss. Echt krass und doch hätte die Geschichte gar nicht anders enden können, oder doch? Ich bin sehr gut in die Geschichte rein gekommen. 

Auch wenn man die Hintergründe, warum und wieso diese dystopische Welt in ca. 20 Jahren so ist, wie sie ist, nicht erfährt. Erhält der Leser einen sehr guten Überblick über die momentanen Verhältnisse und wie das Leben in den separierten Bereichen abläuft. 

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich dabei so einiges an die geschichtliche Zeit der DDR erinnerte und später dann auch ein wenig an die Zeit des Nazi-Regimes. Geschichtliche Parallelen, die man nicht vergessen sollte. Es geht um Macht, Unterdrückung, Angst, Wut und Überlebenswille. 

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, sie haben ihre Ecken und Kanten und handeln im Großen und Ganzen für mich nachvollziehbar. Man merkt ihren Überlebenswillen, aber auch die Angst vor dem Ungewissen. Es gibt mehrere Erzählstränge vorwiegend in der personellen Erzählperspektive bis auf der- oder diejenige aus Zelle 12, welche/r aus der Ich-Perspektive erzählt. Den Hauptprotagonisten Jeremiah mochte ich sehr, wirkte authentisch und hat sofort mein Herz erobert. 

Der schnörkellose Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Durch die recht häufigen Perspektivenwechsel, da die Kapitel recht kurz gehalten sind, hatte ich als Leser ein gutes Gefühl ständig auf dem Laufenden zu sein und mich mitten im Geschehen zu befinden. Die Umgebung war recht bildhaft beschrieben und konnte sie mir gut vorstellen. Es ist eher düster und grau dargestellt, verfallen und dreckig. 

Von Anfang an wir ein Spannungsbogen aufgebaut, obwohl es doch eher darum geht, die Gegebenheiten dieser dystopischen Welt zu erklären, so richtig temporeich wird es dann im letzten drittel der Geschichte und obwohl ich mir schon so meine Gedanken über den Ausgang gemacht hatte, wurde ich das ein oder andere Mal überrascht. Natürlich hätte ich mir vermutlich ein andere Ende gewünscht und trotzdem hätte es gar nicht anders enden können.  

Fazit:
"Die ummauerte Stadt" ist eine Dystopie, die verschiedene Parallelen zur menschlichen Geschichte aufweist und nicht nur zwischen den Zeilen zum Nachdenken anregt. Die liebevoll gezeichneten Charaktere hauchen der Geschichte Leben ein und nehmen den Leser auf eine Reise in Ungewisse und doch so Offensichtliche. Mir hat die Geschichte sowohl schöne als auch nachdenkliche Lesestunden beschert und kann sie gutem Gewissens weiterempfehlen.   

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Tags: dystopie   (1)
 

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

magier, zauberer, fantasy, magie, high fantasy

Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers

Laurence Horn
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 10.11.2016
ISBN 9783959622929
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieser Fantasy-Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Autor hat eine wundervolle neue Fantasy-Welt erschaffen und konnte mich in manche Geheimnisse von "Rodinia" entführen. Der Leser befindet sich am Anfang in einem scheinbar undurchdringbaren Nebel, der sich nach und nach lüftet. Man befindet sich sofort im Geschehen ohne das Ziel der Reise auch nur zu erahnen. Und doch beginnt die Geschichte mit der später wiederkehrenden Prophezeiung.

"Schatten und Licht,
Nacht und Tag,
Asche und Schnee
Kommen und Gehen
tagein, tagaus.
Leben und Sterben und wieder Leben.
Zauber und Magie noch getrennt.
Nach eintausend Jahren,
wenn Bruder und Schwester vereint,
eine neue Königin erscheint."
(Seite 214 - aus "Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers")

Viele Fäden werden nach und nach mit einander verwebt und genau so fügt sich nach und nach auf spannende und vor allem aktionreiche Art und Weise das Konstrukt "Rodinia" zusammen und kommt dem ein oder anderen Geheimnis auf die Spur. Man stolpert von einem Kampf in den nächsten oder bekommt nach und nach Antworten auf während des Lesens auftauchende Fragen. Magier vs. Zauberer - ich dachte immer das wäre dasselbe? Geschickt erfährt man durch den Autor, das es eben nicht so ist, das wie und warum. Grandios!

Der Autor hat definitiv ein Händchen dafür einen Spannungsbogen aufzubauen und aufrechtzuerhalten und gekonnt durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Es ist spannend von Anfang bis Ende, es wird nie langweilig oder langatmig, da sich die Ereignisse geradezu überschlagen. Bis zum großen Showdown am Ende, das auch hier wieder spektakuläre Wendungen bereit hält. Leider habe ich hier persönlich manchmal den Faden verloren und hätte mir vielleicht, die ein oder andere Seite mehr gewünscht. 

Neben der ganzen Action, bindet der Autor auch noch geschickt ein paar Hintergrunddetails ein, ohne das sich der Leser davon belästig fühlt, hier hätte ich mir persönlich manchmal etwas mehr gewünscht. Aber hey, es wird ja noch zwei weitere Bände geben.

Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und haben allesamt mein Herz erobert. Manche mehr und manche weniger. Keiner von Ihnen ist perfekt, irgendwie haben sie alle ihre kleinen Macken, aber genau das macht sie so authentisch und sympathisch - und konnte mit ihnen lachen, bangen, fluchen und weinen. Ich fand es spannend zu erleben wie jeder Charakter sich weiter entwickelt.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Manchmal klang es leicht geschwollen, passte aber gerade zu perfekt in die Geschichte. Erzählt wird die Geschichte in der personellen Erzählperspektive meist aus der Sicht von Kyrian und Mira, aber auch aus der Sicht von anderen Charakteren bekommt der Leser ab und zu einen kleinen Blick. Mir hat das sehr gefallen, so hatte ich die Gelegenheit die einzelnen Charaktere noch besser kennen zu lernen und so manche Handlung besser nachvollziehen.

Im Großen und Ganzen ist dem Autor ein wundervoller und gelungener Auftakt der "Rodinia"-Trilogie gelungen, so dass ich über die zwei-drei kleineren Handlungen, die ich nicht nachvollziehen konnte, liebend gern drüber weg sehen konnte. Zumal es der Geschichte in dem Sinn keinen Abbruch tat und auch nicht relevant waren. 

Das Ende des ersten Bandes war für mich sehr zufriedenstellend, die offensichtlichsten Fragen wurden geklärt und die anderen werden, da bin ich mir sicher, in der Fortsetzung sicherlich noch entwirrt, so dass weitere Fäden zu einem Ganzen verwebt werden können. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, denn noch muss so manches Rätsel gelöst und entwirrt werden.

Fazit:
"Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers" ist ein gelungener Auftakt der "Rodinia"-Trilogie, der durch eine spannungsgeladene Reise, der Erfüllung einer Prophezeiung und einer fantasievollen neu erschaffenen Welt überzeugt. Die liebevoll und wunderbar gezeichneten Protagonisten runden die fantasievolle Handlung ab und hauchen der Geschichte Leben ein. Ich hatte definitiv wundervolle Lesestunden und kann es nur jedem ans Herz legen, in die Welt von Rodinia einzutauchen.

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Tags: fantasy   (1)
 

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

engel, liebe, musik, himmel, london

Warum Engel nie Mundharmonika spielen

Karin Koenicke
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 23.11.2016
ISBN 9781540320551
Genre: Sonstiges

Rezension:

OMG ... was für eine wundervolle und berührende Geschichte. Ich bin immer noch hin und weg. Es ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern eine Hommage an die Musik. Die Musik in ihrer Vielfalt webt sich wie ein roter Faden durch die Seiten, ich wurde beschwingt und konnte sie in jedem einzelnen Wort fühlen und um mich herum schweben sehen und hören.

Die beiden Hauptprotagonisten (Pasiel "Paul" und Edwina "Eddie") sind liebevoll gezeichnet und wirken durch ihre Ecken und Kanten authentisch und nachvollziehbar und haben sofort mein Herz erobert. Wundervoll fand ich beim Lesen zu erleben, wie sie beide auf ihre Art von Seite zu Seite sich neu entwickelten, reifer worden und aus sich heraus kamen, neue Facetten aufzeigten und mich hier und da mit ihren Handlungen überraschen konnten. 

Auch die Nebencharaktere haben ihren eigenen Charme und Witz, manche mochte ich sofort, bei anderen habe ich mir nur gedacht, was für ein "A....". Aber hey, auch im echten Leben gibt es Solche und Solche. Und genau dieses Zwischenspiel macht die Geschichte einerseits lebendig und anderseits authentisch.

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Die wundervollen und vor allem bildhaften Beschreibungen machten die Geschichte lebendig und gaben mir das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Die Bilder tauchten vor meinen Augen auf und plötzlich befand ich mich mitten in der "St. Paul's Cathedral". 

Erzählt wird die Geschichte sowohl aus Pasiels, als auch aus Edwinas Sicht, immer im Wechsel, manchmal gibt es noch einen kleinen Flashback bzw. kleine Überscheidung, das fand ich sehr gut und passend. Ich mag diese Perspektivenwechsel sehr, da ich das Gefühl habe, die Gedanken- und Gefühlswelt der Charaktere besser greifen zu können.

Die Autorin hat auf jeden Fall ein Händchen, die Musik greifbar zu machen - egal, ob man Musikliebhaber ist oder Musikneuling. Ich schwebte quasi auf Wolken verschiedener Noten, Töne, Intonationen - ich hatte das Gefühl jede Note spüren zu können und inhalierte die Worte der Geschichte förmlich in mich ein. 
In ihrem Kopf spielte eine leise Harfe, ganz zart und lyrisch, webte ein Netz aus himmlich weichen Melodien um sie beide herum, goldene Fäden, die sie beide ganz eng verbanden. - Seite 172Die Geschichte vereint eine fantastische Verbindung zwischen der Liebe zwischen Menschen und der Liebe zur Musik. Auf dieser Reise der besonderen Art merkt man schnell, dass man sich auch neuem öffnen sollte und etwas wunderbares zaubern kann, wenn man sich sowohl dem Alten als auch Neuem öffnet und beides mit einander verbindet. 

Auch in den romantischen Szenen spielt die Musik eine wichtige Rolle und waren dadurch für mich ein wahrer Lesegenuss. Die Geschichte ist spannend, berauschend und berührend. Es war einfach nur herrlich durch die Seiten zu schweben, ein fantastisches Leseerlebnis der besonderen Art. Ich hoffe auf weitere Geschichten der Autorin in diesem Genre.

Fazit:
"Warum Engel nie Mundharmonika spielen" ist ein wundervoller Roman über die Liebe. Eine fantastische Verbindung zwischen Leidenschaft, Wunder und Musik mit einem besonderen Charme und Witz. Ich wurde auf wundersame Weise auf eine berührende Reise der besonderen Art entführt und kann die Geschichte nur jedem ans Herz legen, der sowohl Musik schon liebt als auch jedem, für den Musik Neuland ist, denn durch diese Geschichte wird man durch die Musik beflügelt. 

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Tags: urban-fantasy   (1)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

sandra pulletz, novelle, weihnachten mit den padderborns, weihnachten, die padderborns

Weihnachten mit den Padderborns (Die Padderborns 1)

Sandra Pulletz
E-Buch Text
Erschienen bei null, 22.11.2016
ISBN B01N79FS41
Genre: Romane

Rezension:

Diese weihnachtliche Novelle konnte mich tatsächlich auf Weihnachten einstimmen. Sie war kurzweilig und magisch zu gleich. Ein Weihnachtsfest wie wir es sicherlich alle schon einmal erlebt haben und "alle Jahre wieder kommt das Christuskind". Wollen wir nicht alle ein perfektes Weihnachtsfest erleben im Kreise der Familie? Also ich zumindest schon. 

Und ja hier und da geht eben auch etwas schief und trotzdem kann es die weihnachtlichen Freuden und die Besinnlichkeit nicht trüben, denn wir sind zusammen. Sehen in den Kinderaugen erst die Vorfreude und dann die Freude an sich, schon allein, wenn sie den beleuchteten Weihnachtsbaum betrachten. Ja, und genau das ist die Magie von Weihnachten.

Der schörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Man merkt direkt den sich selbst machenden Weihnachtsstress, denn alles soll perfekt laufen. Aber wie es eben ist, läuft eben nicht alles perfekt und genau, das macht jedes Weihnachten so einmalig. An der ein oder anderen Stelle musste ich sogar schmunzeln. Denn obwohl Weihnachten eine Zeit der Besinnlichkeit sein soll, machen wir uns jedes Jahr erneut den Stress, dass alles perfekt sein muss, aber muss es das denn wirklich?

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Ich konnte sie gleich in mein Herz schließen. Sie sind eben Menschen wie du und ich, mit ihren Ecken und Kanten und wirkten auf mich authentisch und nachvollziehbar. 

Die Geschichte an sich ist jetzt vielleicht keine Innovation an sich, aber ich persönlich fand es auch mal schön etwas zu lesen, das auch tatsächlich mir hätte passieren können, wobei es bei uns zum Heiligabend eben klassisch "Kartoffelsalat und Würstchen" gibt und das Menue eben erst am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag. Eben "alle Jahre wieder" und trotzdem ist jedes Weihnachtsfest einmalig, einzigartig und irgendwie gleich, aber eben auch anders. 

Fazit:
"Weihnachten mit den Padderborns" ist eine kurzweilige, unterhaltsame Novelle, die mich weihnachtlich einstimmen konnte. Diese Kurzgeschichte ist auf jeden Fall ein Lesevergnügen für alle Weihnachtsfans, aber vor allem für jene, die an die besondere Magie an Weihnachten glauben. Mir hat sie jedenfalls hübsche weihnachtliche Lesestunden bereitet.

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

liebe, amnesie, erinnerungen, linda schipp, geheimnis

Memories To Do

Linda Schipp
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 09.07.2016
ISBN 9783959914321
Genre: Romane

Rezension:


Wie soll ich anfangen? "Memories To Do - Allies Liste" ist eine Geschichte, die mich ganz tief in meinem Herzen berührt hat. Eine Reise in die Vergangenheit und in die Zukunft, die Suche nach verloren gegangenen Erinnerungen und das Finden neuer Erinnerungen. 

Der schörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Allies Suche nach ihren Erinnerungen ist gefühlvoll und herzzerreißend geschrieben und hat mich von Anfang bis Ende an die Seiten gefesselt. Beim Lesen spürt man richtig das Herzblut der Autorin, das in jedem einzelnen Wort versteckt ist. Mir liefen die Tränen über die Wangen und trotzdem hatte ich durchweg ein gutes Gefühl und war einfach nur glücklich. 

Die beiden Hauptprotagonisten sind mit soviel Liebe gezeichnet. Es war mir eine Freude ihre verschiedenen Facetten in den verschiedenen Lebenslagen zu erleben und gleichzeitig ihre Zerrissenheit zu fühlen. Allie und Luis habe ich gleich in mein Herz schließen können, aber auch die anderen Charaktere sind liebevoll gezeichnet und haben ihre Ecken und Kanten. Allie und Luis wirken authentisch und handelten für mich nachvollziehbar.

Hier wird nicht nur einfach Allies Geschichte erzählt, sondern man hat als Leser tatsächlich das Gefühl Teil dieser Geschichte zu sein als bewege man sich selber mitten im Geschehen, wenn auch nur als Stiller Beobachter. Auch wenn die Reise doch eher ruhig erscheint, keimt doch ein Funken Spannung auf, denn natürlich gibt es ein großes Geheimnis zu lüften, wozu nur noch Luis in der Lage ist. Aber wird er Allie tatsächlich die ganze Wahrheit sagen? Wird er die neu gewonnene Nähe zu Allie aufs Spiel setzen? 

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir tatsächlich während des Lesens Gedanken gemacht habe, welches Geheimnis so dramatisch sein kann, weshalb Allie ihrer Heimatstadt den Rücken kehrte, sie den Kontakt zu ihrer geliebten Mutter abbrach und warum aus den zwei Seelenverwandten nichts geworden ist. Auf der einen Seite lag ich mit meiner Vermutung schon richtig und trotzdem konnte ich noch überrascht werden, denn die Auflösung war noch ... ach das solltest du lieber selber lesen.  



Fazit:
"Memories To Do - Allies Liste" ist eine wundervolle Geschichte über die Liebe zum Leben und die Tragweite von Erinnerungen. Gefühlvoll und Herz zerreißend geht man mit Allie auf eine Reise auf der Suche nach ihren verloren gegangenen Erinnerungen und gewinnt neue hinzu, welche die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit einander verbindet und definitiv zum Nachdenken anregt. Die Geschichte um Allie und Luis hat mir unglaublich schöne Lesestunden beschert und ja, ich habe auch das ein oder andere Taschentuch benötigt.   

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Tags: new adult   (1)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

liebe, sizilien, lust, suche, sehnsucht

Im Fadenkreuz des Killers

Sara Hill
E-Buch Text: 279 Seiten
Erschienen bei Bookshouse, 07.12.2016
ISBN 9789963535682
Genre: Sonstiges

Rezension:

Endlich mal wieder ein Buch, wo die Seiten nur so dahin fliegen! Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen und hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und mitgerissen. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, wodurch man scheinbar nur so durch die Geschichte rauscht. 

Der schnörkellose Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Die Geschehnisse als auch die Umgebungen in der Geschichte werden durch die Autorin sehr lebendig und authentisch beschrieben und so hatte ich als Leser das Gefühl mich mitten im Geschehen zu befinden. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive durchgängig von Sienna und hatte somit auch immer nur einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Ich muss gestehen, dass ich mir das ein oder andere Mal gewünscht hätte in Lucas Kopf schauen zu dürfen.

Die Hauptprotagonistin Sienna ist liebevoll gezeichnet und wirkte auf mich authentisch, auch wenn ihr Verhalten manchmal für mich nicht ganz nachvollziehbar war. Einerseits ist Sienna eine willensstarke Frau und weiß, was sie will und doch setzt sich auch hier und da ihr Fluchtinstinkt durch und dann ganz schnell wieder verfliegt. Da hätte ich mir manchmal einen Dialog mehr gewünscht. Spannend allerdings fand ich ihren innerlichen Kampf zwischen Verstand und Herzen, der durchaus glaubwürdig war und die Geschichte durchaus erfrischte. Ein Wechselbad der Gefühle - Rache, Angst, Liebe und Hass. Trotzdem mochte ich Sienna sehr und konnte sie in mein Herz schließen.

Auch die Nebencharaktere waren liebevoll gezeichnet und wirkten authentisch. Jeder war auf seine besondere Art einzigartig und jeder hatte seine Ecken und Kanten. Am geheimnisvollsten war Luca oder auch liebevoll "Iceman" genannt mit seinen eisig blauen Augen. Bei ihm passt der Spruch "Harte Schale, weicher Kern" wie die Faust aufs Auge. Ein typischer Mafiosi eben! Einerseits hat er eine dominante Ader und doch kann er auch durch aus romantische Gefühle zeigen. 

Die Geschichte um Sienna ist eine perfekte Mischung aus Thriller und Erotik. Es liegt eine permanente Spannung in der Luft, teilweise ist es auch sehr temporeich geschrieben, so dass ich kaum Luft zum Atmen verspürte. Die erotischen Szenen sind wohl dosiert und definitiv prickelnd und ansprechend. Die Autorin weiß wie man einen Spannungsbogen aufbaut, mit prickelnden Momenten durchbricht oder mit unvorhersehbaren Wendungen die Richtung wechselt und mich letztendlich auch noch überraschen konnte. 

Fazit:
"Im Fadenkreuz des Killers" ist die spannende Geschichte einer Frau, die ihre Vergangenheit aufarbeiten möchte und sich letzten Endes dem Kampf zwischen Verstand und Herzen stellen muss. Eine Liebesgeschichte, die unter keinem guten Stern steht und trotz dessen oder vielleicht genau deswegen wundervolle prickelnde Momente hervorzaubert. Mir hat sie sehr schöne Lesestunden beschert und kann sie guten Gewissens weiterempfehlen, der gerne spannende (nicht unbedingt aktionsgeladene) und prickelnde Momente vereint in einer Geschichte lesen mag.

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Tags: erotic thrill   (1)
 

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227 Bibliotheken, 17 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

märchen, fantasy, rotkäppchen, nina mackay, märchenadaption

Rotkäppchen und der Hipster-Wolf

Nina MacKay
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2016
ISBN 9783959919890
Genre: Fantasy

Rezension:

Wie soll ich anfangen? Das Märchen ist einfach grandios - eine Geschichte, die ich bis heute noch nicht erlebt habe. Eine perfekte Mischung aus Märchen und Humor. Die Autorin nimmt einen mit auf eine unbeschreibbare Reise und das nicht nur durch den Märchenwald, auch das Morgenland, Neverland und Wonderland haben seinen Platz auf dieser außergewöhnlichen Reise und der Suche nach den "Happy Ends".

So begegnen wir nicht nur den Märchenfiguren aus Grimms Märchenbüchern, sondern auch Jasemin, Peter Pan & Captain Hook als auch der Herzkönigin, Alice und dem Hutmacher und natürlich noch ganz vielen anderen. Die Autorin schafft es mit ihrem Märchen sowohl die Kindheit ein Stückweit hervor zu holen und gleichzeitig diese mit unserer modernen, technisierten Welt zu verbinden.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und man kann sie einfach nur in sein Herz schließen. Jeder hat seine Ecken und Kanten und jeder seinen eigenen Witz und Charme. Außerdem konnte ich die ein oder andere Wortkreation in meinen Wortschatz mit aufnehmen, wie z. B. "Deppenzepter" oder "Flohtox". Wunderbar gelingt es der Autorin die perfekten Kombinationen zwischen alt und neu, gut und böse, schwarz und weiß in die Geschichte einzubauen und dabei kann man als Leser nur zu dem Entschluss kommen, dass dazwischen noch ganz viele Grauzonen sind. Denn das Leben besteht eben nicht nur aus Gut und Böse oder Schwarz und Weiß.

Der humorvolle Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Die Autorin hat eine wundervolle humoristische Ader und ich bin tatsächlich froh über ihr Vorwort gewesen, denn ich habe durchgängig geschmunzelt bis laut gelacht, sogar Tränen musste ich Lachen - einfach nur herrlich. Natürlich wird auch ein Spannungsbogen gespannt, aufrecht erhalten und geschickt durch Wendungen in eine andere Richtung gelenkt und konnte mich an der ein oder anderen Stelle überraschen. Eine Geschichte voller Witz und Charme, die einfach nach mehr schreit. 

Fazit:
"Rotkäppchen und der Hipster-Wolf" ist eine fantastisches Märchen. Die Geschichte sprüht nur so vor Witz und Charme. Was habe ich geschmunzelt und laut gelacht. Es ist die perfekte Verbindung zwischen Märchen und Humor. Mir hat es auf jeden Fall wundervolle Lesestunden beschert und ich kann es nur jedem ans Herz legen, es zu lesen, wenn man gerne mal ein Märchen auf eine ganz neue Art erleben möchte.

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Tags: märchen   (1)
 

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125 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

cyberworld, freundschaft, jugendbuch, roboter, mind ripper

CyberWorld 1.0 - Mind Ripper

Nadine Erdmann
E-Buch Text: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 15.05.2016
ISBN 9783958342033
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, die Geschichte möchte ich gern lesen, das ist doch genau mein Ding ... Fantasy-Rollenspiele und die Suche nach dem mysteriösen Mind Ripper. Das versprach eindeutig eine spannende Geschichte zu sein und ich wurde auch definitiv nicht enttäuscht, sondern auch noch positiv überrascht.
Ich konnte wunderbar in die Geschichte um Jemma, Jamie und Zack eintauchen. Es ging ja schon spannend los und ich hatte auch gleich das Gefühl mich mitten im Geschehen zu befinden. 

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und konnte sofort mein Herz erobern. Alle haben ihre Ecken und Kanten, handeln authentisch und nachvollziehbar, obwohl ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie mir teilweise zu erwachsen agierten und mir das ein oder andere Mal die jugendliche Naivität fehlte. 

Der schnörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Man rauscht einfach so durch die Seiten. Vor allem die Situationen in den Rollenspielen selbst, also in der Cyberwelt, waren sehr detailgetreu wiedergegeben, so dass ich tatsächlich an alte "Zockerzeiten" erinnert wurde, und mit den Charakteren durchaus mitfiebern konnte. 

Erzählt wir die Geschichte aus der Erzählperspektive und wechselt zwischen Jemma, Jamie und Zack. Mir gefallen ja solche Perspektivenwechsel sehr, da ich das Gefühl habe, den Protagonisten näher zu kommen und besser in ihre Gedanken- und Gefühlswelt blicken kann.

Es gibt sowohl witzige als auch nachdenkliche und traurige Momente, ja, vor allem am Ende musste ich mir das ein oder andere Tränchen wegblinseln. Natürlich wird auch ein grandioser Spannungsbogen aufgebaut und aufrecht erhalten. Die Autorin konnte mich auch so manchmal auf eine falsche Fährte führen und mit unvorhersehbaren Wendungen überraschen. 

Das Ende war für mich trotzdem irgendwie überraschend, aber vor allem auch die emotionalsten Kapitel. Gerade Jemmas Reaktion und ihr Umgang mit dem Erfahrenen war für mich überwältigend und setzte der ganzen Geschichte noch mal das Tüpfelchen auf dem "i" auf. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Abenteuer, die die "Freunde" noch erleben werden.

Fazit:"Mind Ripper" ist ein spannender und actiongeladener Auftakt der "CyberWorld"-Reihe mit einer kleinen Brise Romantik, der in der nahen Zukunft spielt, authentisch wirkt und mich von Anfang bis Ende begeistern konnte. Auch wenn ich die Charaktere alle in mein Herz schließen konnte und ihre Handlungen für mich nachvollziehbar waren, fehlte mir bei ihnen die gewisse jugendliche Naivität. Ansonsten tolle Geschichte, die mir spannende Lesestunden bescherte.

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Tags: dystopie   (1)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

dark fantasy

Munditia

Melanie Vogltanz
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 10.03.2016
ISBN 9783959623223
Genre: Fantasy

Rezension:

Auch der finale Band der "Schwarzes Blut"-Trilogie konnte mich in seinen Bann ziehen und mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Auch hier konnte die Autorin mit der Verwebung von historischen Gegebenheiten und Fantasyelementen bei mir punkten. Die Geschichte geht wie gewohnt spannend und blutig weiter.

Elyssas Reise geht weiter und es hat mir Freude bereitet sie auf ihren Abenteuern zu begleiten und ihre Entwicklungen mit zu erleben, auch wenn sie mich ab und zu doch an den Rande des Wahnsinns getrieben hat, habe ich sie nach und nach in mein Herz schließen können. In jedem Band hat sie immer wieder neue Facetten gezeigt, auch wenn sie manchmal in alte Muster verfiel. 

Die Charaktere sind gewohnt liebevoll gezeichnet. Elyssa wird auch im finalen Band von alten Bekannten begleitet, die auch hier wieder neue Facetten zeigen und mich als Leser doch hin und wieder mit ihren Handlungen überraschen konnten. Natürlich hauchen auch neu kreierte Charaktere der Geschichte um Elyssa neuen Wind ein und machen es um so spannender, da man diese noch nicht kennt und diese gemeinsam mit Elyssa kennen lernt.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen, vielleicht sogar noch etwas klarer. Die Autorin hat eine fantastische Wortgewandtheit, die mich mitten in die Geschichte rein gezogen hat, ihre detailgetreuen Beschreibungen der Umgebung und vor allem der Kämpfe haben mich auch hier immer wieder fasziniert, ich konnte es mir bildlich genau vorstellen und hatte das Gefühl ich wäre mitten im Geschehen und trotzdem hatte ich noch genug Raum für meine eigene Fantasie. Und ich liebe ihre Vergleiche, die sie gekonnt in die Handlung mit einwebt.

Geschickt beantwortete die Autorin auch noch die letzten offenen Fragen, mittels Rückblenden und Erinnerungen. Nach und nach verschmolzen die kleineren herumflatternden Fäden mit dem dicken roten Faden. Der Spannungsbogen wurde gespannt, aufrechterhalten und überraschte immer wieder durch unvorhersehbare Wendungen. Das Ende war für mich eher unerwartet, hat mich vielleicht sogar ein klein wenig schockiert, aber letzten Endes ist es doch sehr gelungen, so dass ich die Trilogie mit einem zufriedenen Lächeln zuschlagen konnte.

Fazit:
Der Autorin ist mit "Munditia" ein fantastisches Finale der "Schwarzes Blut"-Trilogie gelungen, es ist spannend, blutig und selbst die letzten offenen Fragen wurden mir geschickt beantwortet. Wer viel Blut, spektakuläre Kämpfe und wenig Liebesgedöhns (ja es gibt am Rande eine Mini-Kleine-Liebesgeschichte, aber hey Ellysa hat eben auch andere Bedürfnisse als Blut) mag, dem kann ich die Trilogie nur ans Herz legen. Mir hat sie jedenfalls sehr schöne und spannende Lesestunden bereitet.

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Tags: dark fantasy   (1)
 

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

ungarn, 17. jahrhundert, dark fantasy, kämpfen, düster

Mortalitas

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 19.11.2015
ISBN 9783944544908
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auch der zweite Band der "Schwarzes Blut"-Reihe konnte mich sofort in ihren Bann ziehen und an die Seiten fesseln. Die Geschichte um Elyssa geht weiter, mittlerweile sind 300 Jahre vergangen. Erneut wird der scheinbar niemals endende Kampf zwischen der Sterblichkeit und Unsterblichkeit thematisiert.

Auf jeden Fall hat sich Elyssa über die vielen Jahre sehr verändert - wo sie im ersten Band noch versucht hat ihre Menschlichkeit zu behalten, schwindet diese menschliche Seite immer mehr und ihr Leben und ihre Handlungen werden fast nur noch von ihrem Blutdurst dominiert. Bis das Unmögliche passiert - sie verliert ihre Unsterblichkeit und damit beginnt ihre Reise sich dem Unheil entgegen zu stellen.

Der Schreibstil ist gewohnt locker und flüssig. Auch hier blieb mir als Leser trotz der detailgetreuen und bildhaften Beschreibungen genug Raum für meine eigene Fantasy. Die Verwebung zwischen historischen Gegebenheiten und Fantasyelementen ist der Autorin wieder wunderbar gelungen und konnte mich wieder vollends an die Geschichte fesseln. 

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, wirken authentisch und glaubhaft. Es hat richtig Spaß gemacht, die verschiedenen Facetten von Elyssa zu beobachten und zu begleiten. Schön fand ich auch, dass altbekannte Charaktere ihren Teil zur Geschichte beitrugen. Natürlich gab es auch neue Gesichter, die der Geschichte definitiv frischen Wind einhauchten.

"Mortalitas" ist der zweite Band der "Schwarzes Blut"-Reihe und kann theoretisch unabhängig vom ersten Band "Maleficus" gelesen werden. Die Autorin verwebt gekonnt Rückblenden und Erinnerungen in die Geschichte, so dass man als Leser die Handlungen logisch nachvollziehen kann. Ich persönlich würde allerdings doch im Vorfeld den ersten Band lesen, vor allem um die verschiedenen Veränderungen Elyssas nachvollziehen zu können. 

Alles in Allem war ich von der Handlung begeistert und überwältigt, auch hier kam ich kaum zum Durchatmen, es war durchweg spannungsgeladen und trotz dessen konnte mich die Autorin auch hier immer wieder durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Auch dieser Band ist nichts für schwache Nerven! Die Kampfszenen waren fast noch blutrünstiger und brutaler. Auftauchende Fragen wurden beantwortet (leider nicht alle) und Geheimnisse nach und nach gelüftet. Ich bin auf jeden Fall auf den finalen Band gespannt. 

Fazit:
"Mortalitas" ist eine gelungene Fortsetzung der "Schwarzes Blut"-Reihe, vielleicht sogar noch einen ticken besser. Die Geschichte um Elyssa geht spannend weiter, ist ebenso blutig und hat mich von Anfang bis Ende an die Seiten gefesselt. Wer Dark-Fantasy mag und die bösen, blutrünstigen Vampire mag, ist hier definitiv richtig! 

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34 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 12 Rezensionen

vampire, dark fantasy, wien, fantasy, mittelalter

Maleficus

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 449 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 14.11.2014
ISBN 9783944544892
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich konnte sehr gut in die Geschichte um Elyssandria eintauchen. Es ging schon spannend los, befand mich mitten im Geschehen und lernte gleich die Hauptprotagonistin Elyssa kennen. Das Setting - das alte Wien um 1365 - ist glaubhaft beschrieben und ich konnte mir die damaligen Zustände sehr gut vorstellen. Gelungen fand ich auch die Mischung aus historischen Gegebenheiten und Fantasyelementen. 

Ja, ich weiß - Vampirgeschichten gibt es wie Sand am Meer, allerdings finde ich diesen Auftakt alles andere als die Geschichten über Vampire, die ich bisher gelesen habe. Es ist düster, blutig und manchmal auch sehr brutal. Also absolut nichts für schwache Nerven! Endlich mal keine glitzernden Vampire. 

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, sie wirken grundsätzlich authentisch und glaubwürdig, wobei ich ein, zwei Aktionen von Elyssa nicht ganz nachvollziehen konnte, aber auf der anderen Seite handelt eben auch jeder anders. Elyssa wird als Kämpferin beschrieben, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Ihr Durst nach Rache hält sie aufrecht und die Hoffnung, ein Familienmitglied zu retten. Auf ihrer düsteren Reise und den Kampf gegen die Strigoi wird sie begleitet von dem Dominikaner Stephanus, der sehr geheimnisvoll und mysteriös rüberkommt und Christian, der anfangs eher plump wirkt, in dem aber doch mehr steckt, als ich erwartet hätte.

Der Schreibstil war trotz der detailtreue locker und flüssig zu lesen. Ich mochte die bildhaften Vergleiche sehr und hatte trotz dessen noch genug Freiraum für meine eigene Fantasy. Toll fand ich auch, dass in die Geschichte "ältere" Worte vorkamen, das passte sehr gut in die Atmosphäre und ich hatte das Gefühl in das Jahrhundert zurückversetzt zu sein. Erzählt wird die Geschichte in der personellen Erzählperspektive aus Elyssas Sicht, leider konnte ich nicht wirklich in Elyssas Gefühlswelt eintauchen, das fand ich etwas Schade. 

Die Geschichte an sich ist sehr temporeich, hat aber durchaus auch kleinere Passagen zum verschnaufen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht gemeinsam mit Elyssa die Geheimnisse zu ergründen. Ich liebe es, wenn nach und nach Geheimnisse gelüftet werden. Die Autorin weiß wie man einen Spannungsbogen aufbaut und aufrecht erhält - geschickt verwebt sie die einzelnen Fäden, um am Ende mit einem erstaunlichen und für mich überraschenden Ergebnis aufzuwarten. Das Ende war einfach grandios und für mich vollkommen unerwartet. Alles in Allem ein wundervoller Auftakt der "Schwarzes Blut"-Reihe und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Fazit:
"Maleficus" ist ein düsterer, spannungsgeladener Dark-Fantasy Roman mit einer temporeichen Handlung, interessanten Charakteren, ein wenig historische Geschichte und überraschenden Wendungen. Wer Geheimnisse liebt und lieber den blutrünstigen Vampir mag, dem kann ich die Geschichte nur ans Herz legen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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195 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

phoenix, hamburg, fantasy, dystopie, hexen

Phoenix - Tochter der Asche

Ann-Kathrin Karschnick
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.10.2013
ISBN 9783944544052
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich konnte sehr gut in die Geschichte um Tavi und Leon eintauchen. Toll fand ich, dass die Dystopie mal nicht in einer fiktiven Stadt der neuen Welt spielt, sondern eigentlich gleich hier um die Ecke, nämlich in Hamburg. Das Setting sehr düster gehalten und die Autorin konnte dadurch eine eigene und sehr graue Welt erschaffen. Nach und nach erfährt man immer mehr über die Welt an sich und wie es dazu gekommen ist und doch bleibt noch das ein oder andere Geheimnis offen.

Nach einem schrecklichen Experiment vor über 120 Jahren fiel die Welt, wie wir sie kennen, ins Chaos. Viele Menschen starben. Doch dann kamen die Retter, die Saiwalo - sie sorgten für Ordnung und Stabilität, doch die Menschen mussten dafür ihre Freiheit und ihre Träume opfern (ohne es zu bemerken). Doch sind die Saiwalo tatsächlich die Retter, für die die Menschen sie halten?

Auf der Welt gibt es nicht nur Menschen sondern auch Unsterbliche, die von den Saiwalo für alles böse verantwortlich gemacht und gejagt werden. Genau das will Tavi nicht hinnehmen, denn sie weiß es besser. Tavi ist eine der letzten noch lebenden Unsterblichen und kämpft mit allen Mitteln gegen die Saiwalo. Sie möchte die Wahrheit ans Licht bringen. Doch dann wird Hamburg durch eine grausame Mordserie erschüttert und Tavi erkennt, dass sie der Schlüssel dazu ist. Um weitere Morde zu verhindern, muss sie sich mit Leon - Ermittler der Kontinentalarmee - auseinandersetzen. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen?

Die Hauptprotagonisten sind liebevoll gezeichnet. Erzählt wird die Geschichte im Wechsel zwischen Tavi und Leon. Ich mag ja Perspektivenwechsel sehr, da ich dann immer das Gefühl habe, den Protagonisten näher kommen zu können und besser in ihre Gedanken- und Gefühlswelt einblicken zu können.

Tavi ist eine Phoenix - sie lebt schon seit vielen, vielen, wirklich vielen Jahren und hat schon so einiges Leid gesehen und auch selber erfahren und trotzdem ist sie eine starke und leidenschaftliche Frau. Sie hilft wo sie kann und ist im Grunde eine gute Seele, auch wenn sie teilweise recht müde wirkt, kämpft sie weiter für die Freiheit und gegen die Unterdrückung. Ich habe bisher noch keine Geschichte gelesen, in der ein Phoenix im Mittelpunkt stand und muss sagen, ich fand es toll.

Dann gibt es noch Leon, mmh Leon ... er ist sehr Karriereorientiert und macht eigentlich alles, um es bis ganz nach oben zu schaffen. Ich mochte ihn eigentlich recht gern, auch wenn er nicht immer mit Tavi offen und ehrlich war und sie im Grunde eigentlich nur herein legen wollte - denn seien wir mal ehrlich, wenn er eine Phoenix gefangen hätte, dann wäre er ganz schnell viele Stufen die Karriereleiter nach oben gewandert. Und doch hat man oft gemerkt, wie er hadert und Tavi ihm durch die Gespräche so das ein oder andere Auge geöffnet hat und er langsam doch mehr die Beweggründe der Saiwalo hinterfragt.

Richtig toll fand ich auch den Genre-Mix - im Grunde war es für mich die perfekte Mischung eine Dystopie mit sowohl Fantasy- als auch Krimi-Elementen. Die Autorin weiß wie man einen Spannungsbogen aufbaut und immer wieder durch unvorhersehbare Wendungen in eine andere Richtung lenkt. Sie konnte mich durchaus mit der ein oder anderen Aktion überraschen. Der Leser wird wie an einem roten Faden durch die Handlung geführt und hin und wieder verweben sich kleinere Fäden mit dem großen, die Mordserie wird nach und nach aufgeklärt bis es zum großen Showdown kommt und dann, ach nein, dass solltet ihr lieber selber lesen ;) ... aber es ist auf jeden Fall traurig.

Einige Geheimnisse wurden noch nicht gelüftet und liegen im Verborgenen und genau das lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen.

Fazit:
"Phoenix - Tochter der Asche" ist eine gelungener Auftakt der Trilogie, der nicht nur mit seiner kreativen neuen Welt und interessanten Charakteren punkten kann, sondern auch mit einem fantastischen Genre-Mix - eine Dystopie mit Elementen der Fantasy und des Krimis - aufwartet. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend gehalten und wird durch eine romantische Episode abgerundet. Das Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen, in der noch das ein oder andere Geheimnis gelüftet wird. Die Geschichte um Tavi und Leon haben mir wundervolle Lesestunden beschert. Wer Dystopien, Fantasy und Krimis mag - ist hier auf jeden Fall an der richtigen Stelle!

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebesroman, häusliche gewalt, hoffnungsvoll

Am Ende siegt das Glück (German Edition)

Caro Line
E-Buch Text: 120 Seiten
Erschienen bei null, 20.07.2015
ISBN B0128OO63M
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im Grunde hatte ich keine konkreten Erwartungen an die Geschichte und wurde mehr als positiv überrascht. Für mich war dieser kurze Liebesroman sowohl tiefgründig als auch sehr emotionsgeladen trotz der vorhandenen Kürze, vielleicht nicht unbedingt im Geschriebenen, aber auf jeden Fall zwischen den Zeilen und vielleicht habe auch ich vor allem darauf reagiert, weil ich selber Mutter von zwei Kindern bin und teilweise schon geschockt war.

Der Schreibstil war locker und flüssig zu lesen und trotz der doch recht tiefgründigen Themen war es auch teilweise sehr humorvoll geschrieben und hatte eine wundervolle Leichtigkeit, so dass man das Gefühl hatte durch die Seiten zu schweben. Ich musste natürlich kleiner Pausen einlegen um meine Tränchen zu trocknen. Der Autorin ist es gelungen einen Spannungsbogen aufzubauen und mich als Leser mit (un)vorhersehbaren Wendungen zu überraschen.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und haben sofort einen Platz in meinem Herzen erobert. Die Geschichte wird von Betti erzählt in der Ich-Perspektive. Schön fand ich, dass es ein Kapitel aus der Sicht von Tom gab und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir persönlich mehr Kapitel aus seiner Sicht gewünscht hätte (aber das nur am Rande). Ich mag eben Perspektivenwechsel sehr, da man meines Erachtens die Charaktere besser kennen lernt und tiefer in deren Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen kann.   

Alles in Allem ist dieser Liebes-Kurzroman eine runde Geschichte, die zum Nachdenken anregt und auch spannend ist. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, es kommen zwar vereinzelt "heiße" Szenen vor, sind aber aus meiner Sicht eher angedeutet und machen für mich nicht die Geschichte aus. Hier zählt für mich tatsächlich eher die Dramatik des Erwachsenwerdens, der Weg und die Stärke zu zeigen, Hilfe anzunehmen und den Mut zu haben sich nicht entmutigen zu lassen. 

Fazit:
"Am Ende siegt das Glück" ist ein gelungenes Debüt und ein wundervoller Auftakt der Saarburg-Reihe. Diese kurze Liebesgeschichte um Betti und Tom ist im gewissen Maße tiefgründig und emotionsgeladen mit einem wundervollem Setting und liebevoll gezeichneten Protagonisten, die man einfach in sein Herz schließen muss. Und wer so nah am Wasser gebaut ist wie ich und zwischen den Zeilen liest, benötigt definitiv eine Menge Taschentücher. Die Geschichte hat mir wunderschöne Lesestunden bereitet und ich kann sie mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

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Tags: liebesroman   (1)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, carrington, erbe, der, betty

Lunadar - Das Erbe der Carringtons

Betty Schmidt
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 17.01.2014
ISBN 9781494923433
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieser Fantasy-Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat eine wundervolle magische Welt erschaffen, die spannend, neu, aufregend und gefährlich ist, aber auch authentisch und realistisch wirkt. In dieser Welt treffen wir nicht nur auf normalen Menschen und altbekannte magische Wesen wie Hexen, Vampire, Werwölfe, Gestaltwandler und Dämonen, sondern auch auf Berater, die gegen Magie immun sind, und Jäger. Die Geschichte ist eine kleine Mischung aus "Charmed" und die "Chroniken der Schattenwelt" und trotzdem neu und innovativ. 

Die Hauptprotagonistin Sarah fand ich von Anfang an sympathisch und konnte sie gleich in mein Herz schließen. Sarah ist nicht perfekt, sie hat ihre Ecken und Kanten. Im Grunde ist sie auf sich allein gestellt, vor allem seit dem Verlust ihrer geliebten Mutter, nur Selina, ihre beste Freundin seit Kindertagen, ist noch bei ihr. Seit dem unverhofften Tod ihrer Mutter passieren Sarah immer wieder komische Dinge, denen sie auf den Grund gehen möchte. Sie ist wissbegierig und hat eine schnelle Auffassungsgabe, an der Menschenkenntnis hapert es ein wenig, aber sie steht für ihre Freunde ein und versucht ihnen zu helfen, wo sie kann. Sarah ist definitiv eine Kämpferin, so schnell gibt sie nicht auf. Es hat mir richtig Freude bereitet gemeinsam mit Sarah nach und nach hinter all die Geheimnisse zu kommen, neue Freunde kenne zu lernen und Talente/Fähigkeiten zu entdecken.

Die Geschichte wird in der personellen Erzählperspektive überwiegend aus Sarahs Sicht, aber auch ab und zu aus der Sicht der anderen Charakteren erzählt. Eine Abgrenzung zwischen den einzelnen Szenen ist wunderbar eingearbeitet, so dass man den Lesefluss nicht verliert. Außerdem mag ich es sehr, wenn das Geschehen aus mehreren Perpektiven erzählt wird, da man die Charaktere besser kennen lernen kann. Selbst die anderen Charaktere, die in Sarahs Leben sowohl eine alte wie auch neue Rolle spielen sind liebevoll gezeichnet und wirken authentisch und realistisch. Hier eher nach dem Motto, entweder mag man sie/ihn oder eben nicht.

Der schnörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Die Beschreibungen sind detailliert und lassen doch genug Raum, um der eigenen Fantasie freien lauf zu lassen. Die Autorin weiß wie man einen Spannungsbogen aufbaut und aufrecht erhält und konnte mich auch durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Die Geschichte lief mir persönlich an manchen Stellen ein wenig zu schnell, manche Szenen hätte ich mir noch detaillierter gewünscht. Manch Handlung konnte ich auch nicht richtig nachvollziehen, obwohl es in dem ein oder anderen Nebensatz im Nachhinein erklärt wurde. Aber das ist Jammern auf Hohem Niveau.

Alles in Allem ist der erste Band der "Lunadar"-Reihe ein gelungener Auftakt, der auf jeden Fall Lust auf mehr macht. Es wurden jede Menge Geheimnisse gelüftet, es gab jede Menge Spannung mit der ein oder anderen Überraschung, es geht um Freundschaft und Vertrauen und natürlich fehlt auch die Romantik nicht. Ich freue mich schon die Fortsetzung "Der Orden der Meander" zu lesen, denn ich möchte sehr gern wissen, wie es mit Sarah und ihren Freunden weitergeht und vor allem möchte ich wissen, was es mit den Meander auf sich hat, denn das ein oder andere Geheimnis muss nämlich noch gelüftet werden. 

Fazit:
"Das Erbe der Carringtons" ist ein spannender Auftakt der "Lunadar"-Reihe in der man in eine Welt eintaucht, die von Magie, Geheimnissen und Spannung mit einer Portion Romantik nur so strotzt. Mit dem ersten Band der "Lunadar"-Reihe ist der Autorin ein spannender und aktionreicher Debütroman mit vielen Geheimnissen und liebevoll gezeichneten Charakteren gelungen. Insgesamt ein wundervolles Debüt, das mich begeistern konnte und definitiv nach mehr verlangt, deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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Tags: fantasy   (1)
 

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süchtig, maya shepherd, schattenchance, mega, urban-fantasy

Dear Sister - Schattenchance

Maya Shepherd
E-Buch Text: 296 Seiten
Erschienen bei null, 03.09.2016
ISBN B01KX5Z448
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: urban-fantasy   (1)
 

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149 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

liebe, musik, new york, roadtrip, amerika

Road to Hallelujah

Martina Riemer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.06.2015
ISBN 9783646600711
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich konnte wunderbar in die Geschichte um Sarah und Johnny eintauchen und habe sie regelrecht verschlungen. Der Geschichte ist einfach zu folgen, sie ist sowohl spannend als auch romantisch und kann mit einer Palette voll von den unterschiedlichsten Gefühlen punkten. Ein Wechselbad der Gefühle - von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt - ist alles vorhanden.

Der klare Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, so konnten die Emotionen mir als Leser wunderbar übermittelt werden. Obwohl diese Geschichte durchaus auch einen gewisse Tiefe besitzt, konnten mich vor allem die humorvollen und sarkastischen Dialoge sehr unterhalten und brachten mich häufig zum Schmunzeln oder gar zum Lachen. 

Ich fand es sehr spannend zu erleben, wie die beiden Hauptprotagonisten im Laufe der Geschichte zueinander fanden und obwohl sie so unterschiedlich sind und sich anfangs keinesfalls grün waren, sondern eher voneinander genervt, findet man als Leser doch recht schnell heraus, dass sie durchaus auch viele Gemeinsamkeiten haben und irgendwie zusammen gehören. Schon alleine die Liebe zur Musik, die die beiden hegen ... er der begnadete Sänger und sie die talentierte Gitarristin ...

Während ich nach dem richtigen Förderband Ausschau hielt, fing er neben mir wieder ein Gespräch an: »Du spielst gut.« 
Ohne meine Suche zu unterbrechen, antwortete ich ihm. »Danke. Und du singst richtig gut.«
Ups, das richtig hatte ich eigentlich weglassen wollen. Aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, dass sich sofort einer seiner Mundwinkel hob.
Na toll, wieder Futter für sein haushohes Selbstbewusstsein. Im Geiste klatschte ich mir an die Stirn. (Seite 50)

Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet. Jeder hat seine Ecken und Kanten und gerade weil jeder seine eigenen kleinen Probleme mit sich herum trägt, bekommen sie dadurch eine Vielschichtigkeit, die sie sowohl realistisch als auch authentisch erscheinen lassen und sich direkt einen Platz in meinem Herzen ergattern konnten. 

Doch jeder von uns hatte Schatten im Leben, die man mit aller Macht versuchte zu verstecken. Es gab keine Ausnahmen, es kam nur darauf an, wie gut man die Maske der Unbeschwertheit tragen konnte. (Seite 166)

Gerade die Dialoge zwischen Sarah und Johnny sprühen vor Wortwitz ... ich liebe einfach diesen Humor und den Sarkasmus. Nach und nach begibt sich der Leser auf eine musikalische Reise und beginnt mit den beiden hinter die Fassade des jeweiligen Protagonisten zu schauen. Wen ich besonders mochte, war Kelsey ... sie ist einfach der Hammer, ein Society-Püppchen, das es faustdick hinter den Ohren hat und definitiv mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg hält und selbst Johnny das ein oder andere Mal gehörig den Kopf wäscht.

Erzählt wird die Geschichte im Wechsel zwischen den beiden Protagonisten Sarah und Johnny. Ich mag diesen Perspektivenwechsel sehr, so habe ich immer das Gefühl den Charakteren näher kommen zu können, sie besser kennen zu lernen und ihre Gefühls- und Gedankenwelt besser greifen zu können. Eine wirklich schöne Idee fand ich, das jedem Kapitel ein eigenes Lied gewidmet ist. Manche Lieder kannte ich und hatte diese sofort beim Lesen als Ohrwurm im Kopf, andere habe ich mir dann im Nachhinein angehört und denke, dass auch diese Wahl passte. Außerdem befindet sich vor jedem Perspektivenwechsel auch eine Zeitangabe, so bekommt man als Leser auch noch ein kleines Zeitgefühl.

Der Weg ihrer Romanze und die Änderung der Gefühle im Laufe der Geschichte ist für mich realistisch und authentisch dargestellt. Es ist auch nicht nur eine Liebesgeschichte persé, nein, es geht auch um die Liebe zur Musik, Vertrauen, Freundschaft und die Verarbeitung schwerer Schicksalsschläge und gerade diese Mischung konnte mich wunderbar unterhalten und hat eben auch dieses erwähnte Wechselbad der Gefühle ausgelöst. Denn gerade auch zum Ende hin hat sich mein Taschentuchverbrauch drastisch erhöht. Warum? Das solltet ihr selber herausfinden.

Fazit:
"Road to Hallelujah" ist nicht nur ein sommerlicher Roadtrip nach New York, sondern auch eine Liebeserklärung an die Musik. Als Leser begibt man sich auf eine Achterbahn der Gefühle, die besonders kurz vor Schluss noch einmal kräftig durcheinander gewirbelt werden. Im Grunde enthält diese Geschichte alles, das mein Leserherz sich wünscht - ich habe geschmunzelt, gelacht, geflucht und geweint. Eine rundum gelungene Liebesgeschichte mit Witz und Charm, die sich durchaus auch mit ernsteren Themen beschäftigt, mich vollends überzeugt hat und mir wundervolle Lesestunden bescherte. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Tags: liebesroman, new adult   (2)
 

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stefanie hasse, liebe, liebe keinen montague, luca & allegra, familie

Liebe keinen Montague (Luca & Allegra 1)

Stefanie Hasse
Flexibler Einband: 213 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551300676
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Romeo & Julia" mal anders, obwohl auch hier die Dramatik ganz hoch im Kurs ist. Ich bin sehr gut in die Geschichte um "Luca & Allegra" rein gekommen und konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann ziehen. Im Grunde beschreibt nachfolgendes Zitat, meine Gefühlslage während der gesamten Geschichte:

"Ihr Herz machte Freudensprünge und ihr Magen hopste mit, sie hatte das Gefühl, als säße sie in einer Achterbahn oder dem Freefall-Tower." (Seite 58)

und so ging es mir die ganze Zeit, eine Achterbahn der Gefühle, ein Auf und Ab, aber ein schönes und berauschendes.

Der Schreibstil ist eher schlicht und einfach gehalten. Trotz dessen ist alles sehr bildhaft dargestellt und konnte die Handlungskulisse des Gardasees in Italien mir als Leser greifbar erscheinen lassen. Und ja, es wurden so die ein oder anderen Erinnerungen an meinen eigenen Urlaub am Gardasee geweckt.

Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und authentisch beschrieben. Ich haben jeden auf seine Art sofort in mein Herz geschlossen. Die Hauptprotagonistin Allegra ist ein wundervoller und lieber Charakter, sie ist weltoffen und herzensgut und wirkt auf mich authentisch und nachvollziehbar in ihren Handlungen. Oh ja, Allegra, die kleine Italienerin, die in Deutschland aufgewachsen ist, und nun am Gardasee nach den Wurzeln ihrer Herkunft sucht und ein Geheimnis nach dem Anderen aufdeckt und am Ende hängt alles nur an ihr, denn nur sie kann den Fluch brechen, der auf den beiden Familien Capulet und Montague seit Jahrhunderten liegt. Wird sie es schaffen? Hat diese Liebesgeschichte zwischen Luca & Allegra eine Chance? 

Dann gibt es da Luca ... der Mann mit den eisblauen Augen! (da fange selbst ich an zu schmachten). Er ist der männliche Protagonist, das sogenannten Pendant zu Allegra. Er hat durchaus seine kleinen Auftritte, die sowohl charmant als auch irgendwie süß sind. Leider erfährt man von ihm eher wenig, da der größere Handlungsstrang doch bei Allegra liegt. Aber zum Glück ist es ja eine Dilogie und nach dem Cover zu urteilen, könnte ich mir vorstellen, dass man in der Fortsetzung mehr von ihm lesen kann.

Diese Neuinterpretation von "Romeo & Julia" ist geheimnisvoll und spannend zugleich. Vor allem die unvorhersehbare Handlung konnte mich überzeugen. Gefallen haben mir auch der Einsatz von Elementen der Mythologie. Selbst die, wenn auch nicht neu, Idee mit dem Umgang der "Liebe auf den ersten Blick" war für mich glaubhaft in die Geschichte eingebunden und als Allegra nach dem Maskenball in ihrer kleinen Handtasche den Zettel mit einer fremden Nummer fand, hat selbst mein Herz schneller geschlagen ...

Die Autorin weiß auf jeden Fall wie man Spannung aufbaut, aufrecht erhält und kann gekonnt mit unvorhersehbaren Wendungen überraschen. Und dann dieses Ende ... da hofft und bangt man, da fiebert man mit und schmachtet auch das ein oder andere mal, bekommt keine Herzchen in den Augen und dann wieder Tränchen. Im Grunde hat der Auftakt der Dilogie alles was mein Leserherz begehrt ... Geheimnisse, Spannung und die berühmt berüchtigte Romantik mit einer Spur Dramatik. Und ja das Ende ... wie kennen alle oder sicherlich die Meisten ... "Romeo & Julia", doch zum Glück ist es ja eine Dilogie und da ist die Hoffnung groß, dass die Fortsetzung von "Luca & Allegra" ein Ende verspricht, das mich als Leser glücklicher zurück lassen wird ... denn "Liebe keinen Montague" endet tatsächlich mit einem echt gemeinen Cliffhanger.

Fazit:
"Liebe keinen Montague" ist ein gelungener Auftakt der Dilogie mit innovativen Ideen. Es ist durchaus eine gefühlvolle wie auch magische Neuinterpretation von "Romeo & Julia" der Neuzeit, die durchaus ihre geheimnisvollen und tragischen Momente hat. Die liebevoll gezeichneten Protagonisten runden die zauberhafte Handlung ab und hauchen der Geschichte Leben ein. Es ist eine schöne wie auch dramatische Liebesgeschichte, in der viele spannende und überraschende Momente eingebaut wurden. Ich hatte definitiv wundervolle Lesestunden und kann es nur jedem ans Herz legen zu lesen. 

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Tags: märchenadaption   (1)
 

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monster, übernatürliche wesen, martina riemer, vampire, may raven

Monster Geek

May Raven
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 22.09.2016
ISBN 9783959912716
Genre: Fantasy

Rezension:

So richtig komme ich von der Geschichte um Tess gar nicht los. Jedes Mal, wenn ich draußen im Regen Menschen sehe, die rote Regensachen mit weißen Punkten haben, sei es ein Regenmantel, Regenschirm, Fahrradsitzüberzug oder, oder, oder ... denke ich an die Geschichte. Und ja es ist nur eine kleine Stelle in dieser Geschichte und doch hat sie sich in meinen Kopf eingebrannt.

Ich bin sehr gut in die Geschichte rein gekommen. Und mochte Tess auf anhieb, auch wenn sie relativ am Anfang doch recht unkonventionell handelte, wurde diese Handlung gut erklärt und machte es mir als Leser nachvollziehbar. Auch später in der Geschichte, war ich mir manchmal nicht ganz sicher, was sie mit der ein oder anderen Handlung bezweckte und doch machte es selbst mir dann Spaß, dieses "Ich-sag-dir-meinen-Namen-nicht"-Spiel zu beobachten. 

Die Charaktere sind alle liebevoll gezeichnet, sie haben ihre Ecken und Kanten und wirkten auf mich meist authentisch und nachvollziehbar. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen oder fing mit "Herzchen in den Augen" zu sabbern an "ich sag nur heißer Pfarrer". Ja, es gibt erotische Szenen, die aber aus meiner Sicht recht gut (außer am Anfang der Geschichte) in die Geschichte passen und auch angenehm zu lesen waren. 

Ha, und Sir Harmsty (eigentlich hat er einen super langen Namen, den ich mir definitiv nicht merken kann, deswegen war ich auch froh über die Kurzform *lach*) ist eine Fae und einfach nur einmalig herrlich, was habe ich gelacht. Für die Fortsetzung hoffe ich jeden falls, dass Sir Harmsty wenigstens nen "Schlüppi" verpasst bekommt. 

Der schörkellose Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und strotzt nur so vor Humorvollen Situationen. Auch ist ein leichter Genremix zu erkennen, so spielen sowohl Elemente des Urban- als auch der Science-Fantasy eine Rolle. Das fand ich persönlich sehr spannend. Erzählt wird die Geschichte aus Tess-Sicht in der Ich-Perspetive. Manchmal hätte ich mir auch gewünscht etwas aus Mateys-Sicht zu erfahren, wer weiß, vielleicht kommt ja später noch etwas von ihm. 

Durch die Geschichte um Tess verläuft ein dünner roter Faden, der sich nach und nach mit den kleineren Fäden miteinander verwebt. Ein Spannungsbogen wird aufgebaut und immer wieder durch unvorhersehbare Wendungen geschickt unterbrochen, so dass ich das ein oder andere Mal doch überrascht werden konnte. An sich ist die Geschichte ... die Suche nach den Kindern in den Wäldern der Tschechischen Republik ... abgeschlossen und doch wurden auch kleinere Fäden vom Ganzen losgelöst und haben am Ende offene Fragen zurückgelassen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht mit Tess und ihrem Kampf gegen das Böse.

Fazit:
"Die Gefahr in den Wäldern" ist ein gelungener Auftakt der "Monster Geek"-Reihe von May Raven, der definitiv genreübergreifend ist. Den Leser erwartet nicht nur Urban- sondern zudem auch Science-Fantasy. Es ist spannend und witzig geschrieben mit einem Hauch Erotik. Mich hat die Geschichte um Tess sehr gut unterhalten, empfand ihn als sehr erfrischen und vor allem mochte ich den Humor sehr. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, außer ihr mögt keine Erotikszenen. Ich hatte definitiv wundervolle Lesestunden und kann die Fortsetzung kaum erwarten.

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Tags: science-fantasy, urban-fantasy   (2)
 

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918 Bibliotheken, 26 Leser, 1 Gruppe, 222 Rezensionen

orient, liebe, 1001 nacht, märchen, jugendbuch

Zorn und Morgenröte

Renée Ahdieh , Dietmar Schmidt
Fester Einband: 390 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2016
ISBN 9783846600207
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ich muss ehrlich gestehen, dass zu Beginn sehr schwer in die Geschichte um Shazi und Chalid hineingekommen bin. Vermutlich lag es einfach an der ungewohnten Schreibweise (könnte allerdings auch an der Übersetzung liegen) als auch an den für mich schwierigen Namen der Protagonisten. Trotz allem habe ich weitergelesen und wurde nicht enttäuscht. Nach und nach habe ich mich an die Namen gewöhnt und konnte mich immer mehr sowohl in die Geschichte hineinfinden als auch mit der Schreibweise anfreunden.
Die Autorin schafft mit ihrer detaillierten Erzählweise eine wunderschöne Stimmung und entführt den Leser in die Welt des Orients und der Geschichten von 1001 Nacht. Mit ihrer bildhaften Beschreibung der Umgebung und der typisch orientalischen Kleidung schafft sie es, dass diese vor den Augen des Lesers zum Leben erwachen. Trotz meiner Einstiegsprobleme hat sich die Geschichte unglaublich entwickelt und die Protagonisten konnten mein Herz erobern. Erzählt wird die Geschichte in der personellen Erzählperspektive und wechselt immer mal zwischen den Protagonisten, somit hatte ich als Leser die Chance, die Protagonisten besser kennen zulernen, wobei es hauptsächlich aus der Sicht Shahrzads geschrieben ist. Der Schreibstil ist eher direkt und relativ einfach gehalten. Trotzdessen sind gerade die bildhaften Beschreibungen der Umgebung wunderbar ausgearbeitet und konnten mich tatsächlich in die Welt des Orients entführen.
Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und wirken authentisch. Shahrzad (kurz Shazi) hat sich sofort in mein Herz katapultiert. Sie ist individuell, eigensinnig und stark zugleich und selbst im Angesicht des Todes wächst sie über sich hinaus. Nachdem sie sich freiwillig gemeldet hat, verfolgt sie nur ein Ziel: am Leben bleiben, um ihre beste Freundin Shiva zu rächen. Doch dann kommt alles anders, man fühlt als Leser den Konflikt zwischen Verstand und Herz. Auch Chalid war mir von Anfang an sympathisch, ich hatte sofort das Gefühl, das da mehr hinter seiner Fassade steckt, er ist geheimnisvoll und hat doch soviel kindliche Liebe in sich. Gerade wegen ihm freue ich mich schon auf die Fortsetzung, denn ich glaube, dass er noch für die ein oder andere Überraschung sorgen wird. Im Grunde wirken beide zusammen wie ein Traumpaar und hoffe, das alles mit den beiden am Ende gut wird und sie glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage zusammen sind. Und genau das ist meine Hoffnung für die Fortsetzung. Vertrauen spielt ein große Rolle zwischen den beiden und letztendlich enthüllt Chalid, obwohl er ihr diese Bürde nicht aufdrücken wollte, das große Geheimnis und doch gibt es noch einige ungelöste Verwicklungen. So endet die Geschichte zwar mit einem echt fiesen Cliffhanger, lässt aber auf eine spannende Fortsetzung hoffen.
Auch wenn die Geschichte um Shazi nicht neu erfunden ist, wurde sie sehr sympathisch dargestellt und ich hatte tatsächlich das Gefühlt im Orient angekommen zu sein. Ich mochte die Charaktere und freue mich schon auf die Fortsetzung, es ist eine gelungene Mischung aus Geheimnissen, Spannung, Magie und Liebe mit einem Hauch Erotik. Wenn ich nur an den ersten Kuss der beiden denke, bekomme ich immer noch Gänsehaut. 



Fazit:
"Zorn und Morgenröte" ist ein spannender Auftakt der Dilogie in der man in die Welt von 1001 Nacht eintaucht, die einem mit Geheimnissen, Magie, Spannung und Liebe umhüllt und in den Orient entführt. Ein wundervoller Roman mit innovativen Ideen, überraschendem Ende, liebevoll gezeichneten Charakteren und einer Portion Romantik, die gekonnt, die kleinen Schwächen überspielen konnten. Auch wenn ich zu Beginn so meine kleinen Probleme hatte, konnte ich nachdem ich mich an die Welt und ihre außergewöhnlichen Namen gewöhnt hatte, komplett in die Geschichte um Shazi und Chalid versinken. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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Tags: young adult   (1)
 

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cyborg, dystopie, fantasy, science-fiction, science fiction

Hope - Unsere einzige Hoffnung

Christin Thomas
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 14.11.2014
ISBN 9781503144118
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Erde, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Wir schreiben das Jahr 2723 und der Mensch hat die Erde vor vielen Jahren zerstört. Nur ein paar wenige haben es geschafft zu fliehen auf einen anderen Planeten:

Wir nennen ihn Hope, denn er ist unsere einzige Hoffnung. Hoffnung auf ein neues Leben, eine Zukunft und einer neuen Chance.Doch wo Hoffnung nötig ist, ist kein Friede zu finden. (Seite 7)

Haben die Menschen aus ihren Fehlern gelernt? Wohl eher nicht, auch hier haben sich die Menschen wieder gespalten, so gibt es zwei Gruppen, die Jäger, die im Einklang der Natur leben, und die Techniker, die stetig neue Produkte entwickeln, die das Leben erleichtern sollen und forschen, um neue Energiequellen zu finden, die dem Planten nicht schaden. Im Grunde haben beide Gruppen die gleichen Ziele, sie wollen friedlich leben ohne dem Planeten zu schaden und doch herrscht auch hier wieder ein Krieg. Denn die Angst, den neuen Lebensraum zu verlieren, überwiegt die Hoffnung und wo keine Kommunikation untereinander herrscht, kann auch kein Vertrauen aufgebaut werden.

"Erfolg und Misserfolg liegen eben eng beieinander. Die Erfahrung wirst du sicher noch oft genug machen. Du solltest aufhören den Erinnerungen nachzujagen, Sam. Die Erde ist heute nicht mehr als eine Fantasie" 
[...] "Das sagst du immer. Aber es interessiert mit eben. Ich kann mit deinen Forschungen nichts anfangen - oder dem albernen Krieg vor der Haustür."
Da waren sie wieder. Die Worte alberner Krieg, die Sams Vater nur allzu oft Sorgen bereiteten. Zu gern würde er auf ein Neues versuchen seinem Sohn den Ernst der Lage zu erklären, doch er wusste, dass Sam ihm nicht wirklich zuhören würde. (Seite 9) 

Die Geschichte um den Planeten "Hope" hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Geschickt werden in ihr sowohl Elemente der Fantasy als auch der Science Fiction mit einander verbunden, so werden zum einen Magier erwähnt, die die Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde beherrschen als auch die Techniker, die die künstliche Intelligenz erforschen und weiterentwickeln - Robert Stanson hat einen Cyborg entwickelt, den R2, dieser ist nicht einfach nur intelligent, sondern ist der erste Cyborg, der auch Gefühle entwickeln kann. Und genau dieser Umstand macht manchen Menschen auch Angst - Angst vor Neuem, Angst vor dem Unbekannten. Und so kommt es, wie es kommen musste: Robert flieht mit seinem Sohn Sam und dem R2 namens Sky. Können sie sich in Sicherheit bringen? Gelingt es ihnen, die Menschen von einem Cyborg, der Gefühle entwickeln kann, zu überzeugen, dass keinerlei Gefahr von ihm ausgeht?
Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig zu lesen und hat mich von Anfang bis ende überzeugt. Es machte richtig Spaß, die Geschichte um Sam und Sky zu entdecken und hat mich sowohl an die Seiten gefesselt als auch mitgerissen. Die Charaktere sich liebevoll gezeichnet und man merkt richtig, wie sie von Seite zu Seite miteinander wachsen und sich direkt in mein Herz geschlichen haben. Vor allem Sam macht einen riesen Sprung und es hat richtig Spaß gemacht, das mitzuerleben. Das Geschehen wird größten Teils aus der Sicht von Sam geschildert. Hierfür hat die Autorin die personale Erzählperspektive verwendet. Die Handlung ist von Anfang an sehr interessant gehalten, der Beginn der Geschichte ist eher ruhig gehalten und mit vielen Erklärungen gespickt, das ich persönlich als sehr gut empfand, um die Zusammenhänge besser verstehen zu können. Nach und nach wird die Spannung gesteigert und es wird regelrecht temporeich. Die Autorin weiß definitiv wie ein Spannungsbogen aufgebaut und gehalten wird und kann auch gleichzeitig mit unvorhersehbaren Wendungen überraschen, die die Geschichte in immer wieder neue Richtungen lenkt. Als Leser wird man regelrecht an die Geschichte gefesselt - sie wirkte für mich glaubhaft und realistisch. Ich für meinen Teil fing tatsächlich an darüber nachzudenken, wie unsere Zukunft sein könnte, wie sich alles momentan schon entwickelt und das auch ich Angst vor einem möglichen Krieg habe. Die Handlung ist eine perfekte Mischung aus Fantasy und Science-Fiction mit einem Hauch Romantik. Sie ist sowohl fesselnd, mitreisend und spannend als auch emotional und regt definitiv zum Nachdenken an.
Das Ende war für mich sehr überraschend. Aus meiner Sicht passte die Auflösung wundervoll zum Gesamtgeschehen und somit war es mir möglich die Geschichte mit einem zufriedenen Lächeln beenden.

Fazit:
"Hope - Unsere einzige Hoffnung" ist ein sehr überzeugender Science Fantasy Roman, der mit einer realistisch wirkenden Welt aufwarten kann. Die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere, der flüssig lockere Schreibstil und eine spannende Handlung mit überraschenden Wendungen, lassen den Leser unweigerlich in seinen Bann ziehen. Es ist eine Geschichte, die definitiv zum Nachdenken anregt und mir haben sie spannende Lesestunden beschert und mich überwältigt und begeistert zugleich. Ich kann diese Geschichte nur jedem ans Herz legen, der sowohl Fantasy als auch Science Fiction mag. Lest es, ihr werdet es nicht bereuen!

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Tags: science fantasy   (1)
 

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märchen, drachen, einhorn, magie, sinabell

Sinabell. Zeit der Magie

Jennifer Alice Jager
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551300645
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich "Sinabell - Zeit der Magie" schon eine ganze Weile auf meinem Reader hatte. Während dessen habe ich bereits schon zwei andere Werke der Autorin gelesen, die mich beide geflasht haben. Ich liebe den Schreibstil der Autorin ... sie schafft es immer wieder durch ihre Worte Bilder vor meine Augen zu zaubern, so dass ich tatsächlich das Gefühl habe ich sei mittendrin im Geschehen und sehe glitzernde Blätter um mich tanzen oder den Nebel um mich wabbern. Ich erlebe Glücksgefühle und kann auch die Momente des Schreckens fühlen. Und auch bei "Sinabell - Zeit der Magie" hat mich die Autorin von Anfang bis Ende überzeugt. "Sinabell" ist ein Märchen, dass einen einerseits bekannt vorkommt und anderseits hat man keine Ahnung, welches Märchen es sein könnte - es ist einfach zauberhaft und ganz anders, als die Märchen die ich bisher kannte. 
Ich bin sehr gut in die Geschichte rein gekommen und konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann ziehen. Ein regelrechter "Pageturner". Sinabell hat sofort mein Herz erobert und gewann von Seite zu Seite immer mehr an Tiefe. Ich mochte ihre Neugier, ihre Widerspenstigkeit und ihren Mut ... sie kämpft um ihre Liebe ohne Rücksicht auf Verluste und schreckt auch nicht vor dem eigenen Tod zurück, nur um ihren Liebsten zu retten. Auch Prinz Farin konnte sich in mein Herz schleichen und kann von Glück sagen, dass er sich die richtige Prinzessin ausgesucht hat, die obwohl sie noch nicht heiraten wollte, sie ist ja erst 16 Jahre alt, und alles daran setzte, einer Heirat zu entgehen, doch immer hinter ihm stand und versucht hat zu helfen, wo sie nur konnte. So kommt es wie es kommen muss ... Prinz Farin muss drei unlösbare Aufgaben lösen. Dabei treffen wir auf furchteinflössende Drachen, hinterlistige Feen und ein wundervolles, aber auch eigensinniges Einhorn, dessen einziges Ziel es ist, endlich wieder frei zu sein ...

"Ich bin nicht frei. Frei ist der Wind, der meine Seele trägt, frei ist das Lied, das durch die Wälder hallt. Ich bin noch immer gefangen und du trägst den Schlüssel bei dir." (Seite 108)

Farin wird immer und immer wieder durch die magischen Wesen in die Irre geführt und muss wundervollen Versuchungen widerstehen. Und obwohl Sinabell und Farin sich eigentlich kaum kennen, entsteht zwischen beiden ein Band der Liebe, das magisch und zauberhaft zugleich ist. Sinabell erlebt viele Enttäuschungen durch ihre Familie, sie wird verraten und ihr Vater entpuppt sich auch nicht als der liebevolle Mann, den sie all die Jahre zu kennen glaubte und sie lüftet Geheimnisse, die alles auf den Kopf stellen und merkt das, obwohl sie eine Prinzessin ist, im Grunde auch nur eine Gefangene ist und gar nicht so frei wie sie immer glaubte. 
Auch hier ist die Autorin ihrem Motto "Mit Worten Bilder malen" treu geblieben. Mit ihrem lebendigen und flüssigen Schreibstil konnte sie mich wieder verzaubern und gab mir das Gefühl als sei ich mitten in der Geschichte und ein Teil dieser Welt. Ich sah die kleinen Feen um mich herumschwirren und bemerkte auch ihre Neugier und die plötzliche Stille, nachdem ihnen langweilig wurde. Mit ihren bildhaften Beschreibungen zauberte sie mir wunderschöne Bilder vor meine Augen, so dass sie mir wiedermal ein regelrechtes Kopfkino bescherte und mir trotz dessen noch genug Raum für meine eigene Fantasie blieb. 

Das Einhorn riss den Kopf in die Höhe, ließ sein Horn in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne aufblitzen, seine Mähne im Wind tanzen und bäumte sich auf wie ein Pferd. Es wieherte und dabei klang es, als spielten der Wind, die Vögel und die zirpenden Grillen ein Lied auf Flöten und Geigen, zu Ehren des Einhorns und seiner Überlegenheit. (Seite 110)

Die Autorin weiß, wie man einen Spannungsbogen aufbaut und aufrechterhält und mit unerwarteten Wendungen die Geschichte komplettiert und damit teilweise in eine andere Richtung steuert, die ich so nie erwartet hätte. Und ja das ein oder andere Mal kam mein Herz ganz schön ins Stocken ... im Sinne ... oh nein, das geht doch nicht, wieso nur, das darf nicht sein. Es gab überraschende Auflösungen und zahlreiche kleine wie auch größere Hindernisse zu überwinden. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, wirken authentisch und haben mein Herz sofort erobert oder eben nicht, wer mag schon die Bösen in sein Herz lassen, diese kann man aber auch hübsch verfluche. Auch hier gibt es ein Gedicht am Ende, dass man schon in den Kapitelüberschriften wiederfindet und einen wundervollen Abschluss bildet. Im Grunde hat dieses Märchen alles was das Herz begehrt - Magie, Geheimnisse, Spannung und Romantik ... und man trifft auf einzigartige magische Wesen wie Einhörner, Drachen und Feen. 

Fazit:
"Sinabell - Zeit der Magie" ist ein Märchen, dass man einfach gelesen haben muss. Es ist ein Märchen für Jung und Alt. Man trifft auf furchteinflössende Drachen, hinterlistige Feen und traumhafte Einhörner. Es gibt die Guten und die Bösen und die wahre Liebe. Wer Märchen liebt, wer gern in eine magische Welt mit all ihrer Schönheit und auch verborgenen Geheimnisse eintaucht, der ist hier genau an der richtigen Stelle. Ein Märchen das durchaus mit den klassischen Märchen mithalten kann und für mich sogar noch eins drauf setzt. Von nun an ist "Sinabell - Zeit der Magie" mein absolutes Lieblingsmärchen.

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Tags: märchen   (1)
 

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straßensymphonie, wandler, musik, alexandra fuchs, jäger

Straßensymphonie

Alexandra Fuchs
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.08.2016
ISBN 9783959911795
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, die Geschichte muss ich lesen, da es zwei Sachen vereint, die mir am Herzen liegen ... Fantasy und Musik. Ich war sehr gespannt, wie die Autorin beides mit einander verbindet und muss sagen, sie hat mich positiv überrascht. Schon von Beginn an wurde ich an die Geschichte gefesselt und habe mich köstlich amüsiert. Die Autorin hat bei mir definitiv schon durch ihren humorvollen Schreibstil gepunktet und mir von Anfang bis Ende regelmäßig ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert,

Hätte ich mich nicht so gut unter Kontrolle gehabt, wäre ich versucht gewesen, ihn abzulecken und ihm ein Schild auf den Hintern zu kleben mit der Aufschrift  Ich hab es angeleckt, also gehört es mir. 
(Seite 70)

wobei ich gerade auch zu Beginn des Buches mir auch das ein oder andere Tränchen wegblinzeln musste. Auch ihre ausdrucksstarke Fantasie hat mir sehr gefallen, so "tanzt eben auch mal die Musik durch den Raum" oder "das Coffein tanzt durch Arme und Beine" und ich fand es immer wieder toll, wenn ich über einen Vergleich zu einem Film oder Buch, das ich kannte, stolperte. 
Die beiden Hauptprotagonisten Kat und Levi sind liebevoll beschrieben und sind trotz "Katz und Hund" wie für einander gemacht. Beide konnten sofort mein Herz erobern. Leider kamen mir die anderen Charaktere ein wenig farblos rüber und haben mir zwischendurch schon die ein oder andere Frage aufkommen lassen ... "wer war das eben nochmal?", das fand ich ein wenig Schade.
Die Geschichte ist aus Kats Perspektive geschrieben und man muss sie einfach mögen, auch wenn ihre Gedankenwelt doch recht sprunghaft sein kann. Aber genau das, machte sie mir sehr sympathisch. Manchmal ertappte ich mich, dass ich mir gerade dieselben Fragen stellte, die ich dann las also die ihr im Kopf rumspukten. Im Grunde ist sie tatsächlich wie ein Kätzchen ... einerseits lieb und verschmust und anderseits kann sie auch ihre Krallen ausfahren. Sie hat vor einigen Monaten ihren Vater verloren und damit auch ihre Liebe zur Musik aufgegeben, da die Musik und vor allem das Singen selbst, sie zu sehr an ihren Vater erinnert hat. Aber durch Levi und seine Freunde Micah und Lizzy kommt sie wieder mit der Musik in Einklang und merkt wie wichtig diese ihr doch eigentlich ist. Neben der Musik und der hübschen Liebesgeschichte zwischen "Hund und Katze" gibt es noch ein ganz anderes Problem. Die Band wird angegriffen und deckt daraufhin ein sehr gut gehütetes Geheimnis auf. 

Ich sog scharf die Luft ein. Das klang wie eine Gruselgeschichte. Meine Eltern hatten mir nur die abgeschwächte Variante erzählt. Was ich kannte, hatte wie ein Disney Film und nicht wie Van Helsing geklungen. (Seite 107)

Keiner will darüber sprechen und irgendwie fühlen sich die vier im Stich gelassen und wissen auch gar nicht mehr, wem man eigentlich noch vertrauen kann. Am Ende kommt alles ganz anders als gedacht. Mit dieser Wendung konnte ich teils überrascht werden, aber durch meine kleine Spürnase, hatte ich mir ähnliches auch schon gedacht. Im Laufe der Geschichte ist die Musik etwas aus dem Fokus gerutscht und ich hätte mir allgemein mehr Details gewünscht. Kats Gefühlsleben lag zwar offen vor mir, aber andere Dinge, wie Bandproben oder die Arbeit an neuen Texten wurden nur in Nebensätzen erwähnt. Da hätte ich gerne über die Schulter geschaut. Außerdem wurde durch das Cover assoziiert, das Kat sicherlich auch Gitarre spielt, während der Geschichte stellt sich allerdings heraus, dass sie keine Instrumente spielen kann. Ihr Wunsch an Levi, dass er ihr Gitarre spielen beibringen soll, wird kurz erwähnt, worauf hin ein sehr kleiner Einblick kommt, aber auch das eher am Rande.
Wundervoll finde ich auch die Idee ein paar Assoziationen zu bekannten Märchen zu verwenden, die auch großartig umgesetzt wurden. Ich konnte es mir bildlich vorstellen und hab mich fast weggeschmissen vor Lachen. Und die Überschriften der einzelnen Kapitel ... die sind einfach der Hammer, ich fand jede einzelne einfach nur herrlich. Im Printbuch sollen zudem auch noch ein paar hübsche Zeichnungen (gezeichnet von Mirjam H. Hüberli) zu sehen sein, diese sind im E-Book leider nicht vorhanden, auch das fand ich etwas Schade. Aber alles in allem fand ich die Geschichte wundervoll und konnte mich von Anfang bis Ende fesseln. Und vielleicht gibt es auch eine Fortsetzung der Geschichte, diesmal aus Lizzys Sicht, das würde mich sehr freuen.   

Fazit:
"Straßensymphonie" ist eine gelungene Geschichte mit liebevoll gezeichneten Hauptcharakteren. Eine Anlehnung an die Märchenwelt ist wunderbar umgesetzt und geht deutlich über das eigentliche Märchen hinaus und kann mit tollen neuen Ideen punkten. Mir persönlich ging es manchmal ein wenig zu schnell und manchmal hätte ich mir mehr Details gewünscht. Aber alles in allem eine wirklich wundervolle Geschichte mit jeder Menge Humor, die ich euch nur ans Herz legen kann, sie zu lesen.

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Tags: urban-fantasy   (1)
 

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebesroman, verlieben, liebe

Schicksalhafte Begegnungen: Fateful encounter (Schicksalsreihe)

Mareile Raphael
Flexibler Einband: 530 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 27.07.2016
ISBN 9781535451741
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Geschichte um Natessa und Vincent hat mich sofort in ihren Bann gezogen, sie ist spannend, geheimnisvoll, berauschend und romantisch. Die beiden Familien, die unterschiedlicher nicht sein können und doch in gewisser weise verbunden sind. Durch die Geschichte zieht sich ein roter Faden, der sich nach und nach mit kleineren Fäden verwebt. Innerhalb der Kapitel wechselt der Erzählstrang zwischen den beiden Familien hin und her, dieser Wechsel ist durch kleine Symbole gekennzeichnet und das gefiel mir persönlich sehr, auch Szenenwechsel innerhalb der Kapitel sind durch Leerzeilen gekennzeichnet. Positiv aufgefallen sind mir auch die expliziten Gedanken der einzelnen Charaktere beider Familien. Manchmal hätte ich mir allerdings gewünscht, sie hätten es laut ausgesprochen, aber hach, genau das macht die Spannung und Verwicklungen einer Geschichte aus. Es ist auch nicht nur eine Liebesgeschichte, ja es ist romantisch, gefühlvoll und ja es gibt auch die ein oder andere Bettszene, die doch recht dezent gestaltet sind - denn es geht auch um Werte und Moral und es gibt auch einige kleine Intrigen und Eifersucht - aber am Ende geht es um eine Entscheidung, die das Leben aller Beteiligten beeinflussen wird. 
Der Schreibstil ist schön, locker, leicht und man ist sofort mittendrin. Dies wird durch den direkten Einstieg in die Geschichte unterstützt und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin schafft es mit ihren Worten den Leser im Herzen zu berühren und an die Geschichte zu fesseln. Und ja, ich muss gestehen, dass ich im letzten Viertel viele Taschentücher brauchte. Hach, ich bin ja so eine kleiner "Empath".
Das Ganze wird unterstützt durch die immer wiederkehrenden Perspektivenwechsel zwischen den beiden Familien, da diese sehr gut platziert und perfekt ausgestaltet sind. Zum einen können wir so Gedanken, Gefühle und Emotionen sehr viel besser und intensiver nachempfinden und zum anderen verleihen sie der Geschichte auch ein gewissen Grundspannung. Daher wird man quasi "gezwungen" weiter zu lesen.
Die beiden Familien wirken auf den ersten Blick so unterschiedlich und doch verbindet sie mehr als man denkt. Die Entwicklung, die die einzelnen Charaktere in der Geschichte, durchleben, sind sehr schön beschrieben und nachzuempfinden. Sie haben mich auf der einen Seite berührt, mich zum Verzweifeln gebracht und gleichzeitig habe ich sie alle in mein Herz geschlossen.
Mit dem Ende hat es die Autorin nochmal spannend gemacht und den Leser hoffen und bangen lassen. Welche Entscheidung getroffen wird? Das müsst ihr selber herausfinden. Ich kann nur sagen, dass ich mich sehr auf die Fortsetzung freue und es kaum erwarten kann. 

Fazit:
"Schicksalhafte Begegnungen - Fateful encounter" hat mich vom ersten bis zum letzten Wort begeistert. Die Autorin hat eine perfekte Kombination von Charakteren und Emotionen erschaffen, die den Leser von Beginn an, an die Geschichte fesseln und nicht mehr loslassen bis man das Ende erreicht hat. Ich wurde von dieser Geschichte sehr gut unterhalten und empfehle diesen Lesegenuss jedem Leser, der Liebesgeschichten mag, die einem gleichzeitig zum Lachen, Weinen, Verzweifeln, Nachdenken und Verlieben bringen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Tags: liebesroman   (1)
 

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10 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

freundschaft, einhorn, kinderbuch, lustig, streiche

Freundschaft ... oder weil Einhörner keine Regenbögen pupsen

Sabine Niedermayr
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Elvea Verlag, 21.07.2016
ISBN 9783945600917
Genre: Kinderbuch

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