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kinderbuch

Almas geheimer Garten – Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit

Birgit Hedemann , Maria Ernicke
Fester Einband: 92 Seiten
Erschienen bei Südpol, 24.02.2015
ISBN 9783943086157
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Almas geheimer Garten - Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit" ist ein gelungener Auftakt der Kinderbuchreihe. In einer liebevollen und spannenden Erzählung werden die Kinder kindgerecht an die Themen Garten und Geschichte herangeführt. Die kindgerechte Sprache mit kurzen prägnanten Sätzen und die zauberhaften schwarz-weiß Illustrationen runden die Geschichte ab. Eine magische Gute-Nacht-Geschichte, die sowohl die Fantasy bei Kindern anregt als auch Interesse und Neugier an Natur, Garten und der geschichtlichen Vergangenheit weckt. Meinen Sohn und mir hat diese Geschichte sehr schöne Leseabende beschert und können es bedenkenlos weiter empfehlen.

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kinderbuch

Geschichten aus Drafeenien

Amanda Koch , Klaus Höhne
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei familia Verlag, 22.09.2010
ISBN 9783981295979
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Geschichten aus Drafeenien" beinhaltet drei liebevoll erzählte Geschichten, die sowohl abenteuerlich als auch lehrreich sind. Die kindgerechte Sprache und die zauberhaften Illustrationen runden die Geschichten ab und hauchen ihnen Leben ein. Drei wundervolle Gute-Nacht-Geschichten, die nicht nur dem kleinen Zuhörer Freude bereitet sondern auch dem Vorlesendem.

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Tags: kinderbuch   (1)
 

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kinderbuch

Sternenwelt

Amanda Koch
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei familia Verlag, 05.11.2015
ISBN 9783943987560
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Sternenwelt - Auf der Suche nach dem Platz am Himmel" ist eine wirklich hübsche Geschichte, die spielerisch die Kinder in die Materie der Sternenkunde heranführt und am Ende sogar noch sein neu gewonnenes Wissen anwenden könnte. Die kindgerechte Sprache und die liebevoll gezeichneten Sternenbild-Illustrationen runden die Geschichte ab. Eine wundervolle Gute-Nacht-Geschichte bei der man einerseits in eine andere Welt abtauchen kann und gleichzeitig seinen Wissensdurst stillen kann.

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20 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, kartelle, geld, felix a. münter, mafiakiller

All about the money

Felix A. Münter
E-Buch Text: 212 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.03.2017
ISBN 9783959626019
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es geht um Geld! Verdammt viel Geld! Geld nicht haben oder haben? Glück oder Unglück? Ein Thriller, der vielleicht nicht ganz neu ist und doch durch seine Andersartigkeit bei mir punkten konnte. Die Geschichte ist durchweg spannend und ich hatte das Gefühl nur so durch die Seiten zu fliegen.

Geschickt wird die Geschichte in der personellen Erzählperspektive aus verschiedenen Sichten erzählt. Da haben wir einmal Lucas, eigentlich hat er alles, eine Frau, zwei liebe Kinder, ein Haus und einen Job. Plötzlich steht er vor den Scherben seiner Existenz und da fällt ihm die Rettung quasi in die Hände und rauscht quasi vom Glück ins Unglück.

Dann gibt es da Byrns, den FBI-Agenten, der mit allen Wassern gewaschen ist und doch irgendwo das Herz am rechten Fleck hat. Zu guter letzt Machado, Mittelsmann der südamerikanischen Kartelle, dessen Hintern gerade auf den Grund geht, denn ein großer Coup ging daneben und er muss schnellstens wieder an sein Geld kommen.

Ich mag ja Perspektivenwechsel sehr, da man einen besseren Einblick in die Geschichte erhält und die Charaktere besser kennen lernt und in ihre Gedankenwelt eintauchen kann. Aber hier kommen wir auch zu meiner kleinen Kritik, ich fand es sehr schade, dass die Perspektivenwechsel in den Kapiteln z. B. durch eine Leerzeile oder Zeichen wie drei Sterne oder Rauten, angezeigt wurde. Dadurch fühlte ich mich ein wenig irritiert, da ich gerade noch bei Lucas war und auf einmal war eine Szene mit Machado oder Byrns. Das hat mich ein wenig gestört.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, wirken authentisch und nachvollziehbar. Gerade bei Lucas merkt man förmlich von Seite zu Seite wie er aus sich heraus wächst. Ich fand es sehr spannend bei seiner Entwicklung förmlich anwesend zu sein, denn obwohl er ein erwachsener und gestandener Mann ist, hat er viele Fehler in der Vergangenheit begangen. Und auch hier tendiert er häufig zu alten Mustern und hat mich als Leser doch das ein oder andere Mal positiv überrascht.

Der schnörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Trotz der Schnörkellosigkeit waren gerade die Umgebung oder die actiongeladenen Szenen sehr detailliert wiedergegeben, so dass man als Leser sich ein genaues Bild machen kann und trotzdem noch Platz für die eigene Fantasie bleibt.

Die Geschichte ist spannend von Anfang bis Ende und wird sehr temporeich erzählt, man hat kaum Zeit zum durchatmen, denn irgendwie passiert immer etwas neues. Der Spannungsbogen wird gekonnt gespannt und immer wieder durch unvorhersehbare Wendungen unterbrochen, so dass ich als Leser doch das ein oder andere Mal überrascht werden konnte. Das Ende ... eigentlich will ich dazu gar nicht so viel schreiben. Nur so viel ich habe das Buch mit einem zufriedenen Lächeln zugeschlagen.
Fazit:"All about the Money" ist ein spannender und temporeicher Thriller, den man, wenn man einmal angefangen hat, nicht mehr aus der Hand legen mag, und gerade durch die actiongeladenen Szenen punktet. Die Charaktere hauchen der Geschichte durch ihre Authentizität Leben ein und die bildhaften Beschreibungen der Umgebung runden das Ganze ab. Mir hat die Geschichte auf jeden Fall spannende Lesestunden beschert und kann sie guten Gewissens weiterempfehlen an alle Thriller-Fans, die auch mal einen "Helden", der anderen Art bei der Auflösung des Falles begleiten wollen.  

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Tags: thriller   (1)
 

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steampunk, london, detektivgeschichte, ulysses, agentenroman

Unnatural History

Jonathan Green , Rona Walter
Flexibler Einband: 390 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 31.10.2013
ISBN 9783943408195
Genre: Fantasy

Rezension:

Es war mein erstes Buch dessen Geschichte eine Steampunk-Fassung unserer bekannten Welt umfasst. So richtig wusste ich nicht, worauf ich mich da einlasse und muss sagen, dass mich die Geschichte an sich begeistern konnte trotz kleiner Mängel. Ich bin sehr gut in die Geschichte um den heldenhaften Abenteurer Ulysses Lucian Quicksilver rein gekommen, auch wenn ich nicht wusste wohin sie mich führen wird.

Die Geschichte ist am Ende des 20. Jahrhunderts angesiedelt, trotzdessen hatte ich häufig das Gefühl mich Ende des 19. Jahrhunderts zu befinden. Der Autor hat ein Händchen Altes mit Neuem zu verbinden und mir als Leser das Unmögliche näher zu bringen und glaubhaft darzustellen. Das fand ich sehr spannend.

Die Geschichte an sich ist spannend von Anfang bis Ende. Gekonnt wird der Leser immer wieder durch Wendungen überrascht, die die Geschichte in eine vollkommen andere Richtung lenken. Sicherlich sind so einige auftauchende Wesen und Entwicklungen extrem abgedreht, passen aber gut in die Geschichte. Mir war es an manchen Stellen fast ein wenig zu abgedreht. 

Der Protagonist Ulysses Lucian Quicksilver ist ein Abenteurer und Agent der Queen. Man könnte auch meinen er wäre Sherlock Holmes, James Bond 007 und Jack Bauer (nur mit mehr als 24 Stunden Zeit) in einem. Scheinbar hat er mehr leben als eine Katze! Denn irgendwie schafft er es immer dem Tod von der Schippe zu springen und trotzdem noch die Welt zu retten. Allerdings kommt er hier eher blass rüber. Außer das er den gewissen sechsten Sinn hat und am Leben bleibt, um die Welt zu retten, erfährt man nicht wirklich mehr von ihm. Aber es ist ja auch erst der Auftakt der Reihe. 

Seinen Butler Nimrod, der auf seine Art irgendwie schräg war, mochte ich sehr. Er war immer zur Stelle und behielt immer die Contenance. Ja, so manchmal war er auch der Retter in der Not. Schon allein wegen ihm würde ich die Fortsetzung lesen wollen. Er hat so den typischen britischen Humor und trotzdem ist er eine liebe Seele mit dem Herzen am rechten Fleck. 

Die Idee der Geschichte finde ich prima. Ich mochte den Genre-Mix sehr, da er abwechslungsreich, fesselnd und auch auf seine Art sehr humorvoll ist. Der Steampunk ist sehr gut ausgearbeitet, außerdem mochte ich die detektivische und kriminalistische Arbeit des Protagonisten, auch die Dinosaurier erfüllten ihren Zweck und Darwins Evolutionstheorie hat auch ihren Platz in dieser Geschichte eingenommen und trägt maßgeblich dem Spannungsbogen bei.

Der bildhafte Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Gerade durch die bildhaften Vergleiche und die Anwendung vieler Adjektive (ich glaube er liebt sie über alle Maßen!) konnten mir ein regelrechtes Kopfkino bescheren, so dass ich das Gefühl hatte, mitten im Geschehen zu sein. Ich konnte es mir wahrhaft bildlich vorstellen.

Das Ende war aufschlussreich und lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen. Und obwohl Ulysses den Fall aufklären konnte und die Magna Britannia vor schlimmeren bewahren konnte, wird es auf jeden Fall weiter spannend bleiben und man darf sich auf neue spannende und sicherlich auch irgendwie abgedrehte Abenteuer mit Ulysses Quicksilver und seinem Butler Nimrod freuen. 

Fazit:"Unnatural History" ist ein gelungener Auftakt der "Pax Britannia"-Reihe in dem der Steampunkt-Sprung ans Ende des 20. Jahrhunderts perfekt gelungen ist und Fantasy mit Elementen des Abenteuers, Krimis und Horrors vereint. Die Geschichte ist sowohl humorvoll als auch spannend, so dass ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe. Für mich persönlich waren manche Ansätze zu abgedreht und leider kam auch Ulysses, der heldenhafte Abenteurer, etwas blass daher. Trotzdem denke ich, das es ein Buch für alle Steampunk- und Fantasyfans ist, die es lieben, sich überraschen zu lassen. Denn an Überraschungen wird hier definitiv nicht gespart.   

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Tags: fantasy, krimi, steampunk   (3)
 

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fantasy

Das Land zwischen den Welten (Teil 1 ) (Niemandsland Trilogie)

Bianca Bolduan
E-Buch Text: 578 Seiten
Erschienen bei Traumstunden Verlag Essen, 03.01.2014
ISBN 9783944896144
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Geschichte um Kathy war für mich persönlich irgendwie recht schwere Kost. Man begleitet Kathy auf ihrer Reise, den Sinn des Lebens zu finden. Obwohl sie doch schon alles hat, merkt sie auf ihrer fantasievollen Reise, bei der sie so einigen Fantasiewesen begegnet, dass es eben doch nicht so ist, wobei sie es allerdings auch nicht wahrhaben will und sich eben doch häufiger im Kreis dreht als erwartet.

Die Protagonistin Kathy ist liebevoll gezeichnet und wirkt durch ihre Ecken und Kanten authentisch. In mancher Hinsicht empfand ich sie doch etwas schwer vom Begriff, so dass sich der ein oder andere Dialog gefühlt mehrmals wiederholte - zumindest sinngemäß. Aber im Grunde ist Kathy sehr liebenswert und konnte mein Herz erwärmen. Auch die anderen Charaktere sind alle auf ihre Art einzigartig und hauchen der Geschichte Leben ein.

Die Spannung lies ein wenig zu wünschen, obwohl es durch aus spannende Momente gab. Leider traten diese durch die gefühlten Wiederholungen und langatmigen Szenen oft in den Hintergrund. Ich denke, dass so manche Szene durchaus kürzer hätte sein können. Gefallen hat mir persönlich der Wechsel zwischen realer Welt und Niemandsland, wobei ich die Geschehnisse in der realen Welt noch am interessantesten fand und hier mir das ein oder andere Mal ein, zwei Sätze mehr gewünscht hätte. Paradox, aber so ist es.

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. In mehreren Handlungssträngen treten immer wieder neue Probleme und Geheimnisse auf, die es zu lösen gilt. Doch den meisten Platz nimmt natürlich Kathys Reise ein. Doch bevor sie sich mit den verschiedene Fantasygestalten überhautpt auf die Reise begibt, gehen gefühlte Jahre ins Land. Ich hatte das Gefühl mich permanent im Kreise zu drehen.

Im Großen und Ganzen ist die Geschichte um Kathy, auch wenn sie für mich persönlich doch recht langatmig war, sehr schön, man begegnet dem ein oder anderen Fantasywesen und wird zum Nachdenken angeregt. Es ist definitiv keine Geschichte für Zwischendurch. Man sollte sich Zeit dafür nehmen und das geschriebene Wort auch zwischen den Zeilen genießen. Und man sollte sich auf diese Reise oder Suche nach dem Sinn des Lebens einlassen können. Ich war vermutlich einfach noch nicht bereit, diese Reise anzutreten. Aber wenn ich soweit bin, werde ich auf jeden Fall auch die Fortsetzung lesen.

Fazit:
"Niemandsland: Das Land zwischen den Welten" ist definitiv eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Liebevoll wird Kathys Reise und Suche nach dem Sinn des Lebens geschildert, vielleicht hätte man diese auch an manchen Stellen kürzen können, denn es gab doch recht häufig Wiederholungen. Im Großen und Ganzen wundervolle Geschichte mit liebevoll gezeichneten Charakteren, die durch ihre Authentizität der Geschichte Leben einhauchen. Es ist auf jeden Fall für alle empfehlenswert, die bereit sind ihre eigene Reise auf der Suche nach dem Sinn des Lebens in einer Welt, die nicht die unsere ist (oder etwa doch?), anzutreten.

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Tags: fantasy   (1)
 

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

märchen, alice im wunderland, untote, zombies, zombie

Alice - Follow the White

Stephanie Kempin
E-Buch Text: 369 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.03.2017
ISBN 9783959620512
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wow! Wie fange ich am Besten an? "Alice im Wunderland" ist ja, glaube ich, fast jedem ein Begriff. Das Buch "Alice - Follow the white ..." weist auf jeden Fall Parallelen auf und ist trotz dessen komplett anders. Es ist der absolute Hammer. Einerseits düster und blutig und anderseits hell und witzig charmant. 

Schon auf den ersten Seiten habe ich mich gekringelt vor Lachen, weil die Geschichte einfach genial geschrieben ist. Demzufolge bin ich wunderbar in der Geschichte gelandet und entwickelte sich auch direkt als sogenannter "Pageturner". Die Autorin weiß wie man einen Spannungsbogen aufbaut und aufrechterhält. Natürlich konnte ich auch das ein oder andere Mal durch unvorhersehbare Wendungen überrascht werden. Einfach Grandios.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und hauchen der Geschichte Leben ein. Jeder ist auf seine Weise einzigartig und haben ihre Ecken und Kanten. Sie wirken authentisch und nachvollziehbar und haben mein Herz im Sturm erobert. Es hat richtig Spaß gemacht, die fünf Gefährten auf ihrer Flucht oder auch Reise durch die Welten zu begleiten. 

So begegnen wir den drei besten Freundinnen Alice, Betty und Chloe, die so unterschiedlich sind, wie Tag und Nacht und doch so ähnlich; dann gibt es da noch ein treffsicheres Kaninchen, das permanent in Eile ist und keine Zeit hat und doch ab und zu die Zeit vergisst und zu guter letzt einen adligen Meisterdieb, der das ein oder andere Geheimnis mit sich rumträgt, aber ein gutes Herz hat.

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Durch die bildhaften Vergleiche hatte ich ein regelrechtes Kopfkino, komplettiert mit dem humorvollen Charme der Geschichte hatte ich ein regelrechtes Dauerschmunzeln in meinem Gesicht. Ich sag nur "hilarious". 

Auf jeden Fall ein Märchen, das anders ist und irgendwie auch besonders. Gut vielleicht war das Ende ein wenig vorhersehbar und doch macht es definitiv Lust auf mehr. JA! Ich WILL mehr und das am besten SOFORT. Wann gibt es die Fortsetzung? Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf und hoffe, dass ich nicht allzu lange warten muss. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung und begleite die fünf Gefährten liebend gern bei ihrer nächsten Reise, um die Welt zu retten.

Fazit:
"Alice - Follow the white ..." ist ein genialer und märchenhafter Dark Fantasy / Horror-Roman, der mein Herz einerseits verzaubern aber auch mächtig klopfen lies. Die liebevoll gezeichneten Charakter hauchen dieser raffinierten Geschichte Leben ein und machen sie zu etwas ganz besonderem. Der humorvolle Charme der Geschichte ließ mein Leserherz mehr als einmal höher schlagen. Ein absolutes "Must read" für alle, die gern in märchenhafte Welten reisen, die auch ein wenig blutig und düster sein können, und schwarzen Humor mögen. Mein bisheriges Lesehighlight in diesem Jahr. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Tags: dark fantasy, horror   (2)
 

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164 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

vampire, fantasy, gabe, krimi, drachenmond verlag

Die Seelenspringerin

Sandra Florean
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 27.09.2016
ISBN 9783959911238
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin sehr gut in der Geschichte von Tess gelandet und bekam auch gleich die Gelegenheit Tess's Talent kennen zulernen - sie ist eine Seelenspringerin. Sie springt in die Seelen von anderen Wesen und sieht begangene Gewaltverbrechen verbunden mit bizarre Sexualität und jeder Menge Blut, dabei spürt sie sehr intensiv die Gefühle und die Erregung des Täters. Gabe oder Fluch? Denn kontrollieren kann Tess dieses Talent nicht. 

Die Protagonistin ist liebevoll gezeichnet und wächst von Seite zu Seite aus sich heraus. Obwohl sie ihre Gabe schon sehr lange besitzt und von vielen auch eher als Freak gesehen wird, sehnt sie sich eigentlich nur nach Akzeptanz und Liebe. Selbst die sogenannten Andersartigen wie Vampire, Gestaltwandler, Wertiere etc. merken, dass Tess kein normaler Mensch ist und begegnen ihr doch eher verhalten. 

Die männlichen Charaktere sind weit schwerer einzuschätzen und bleiben doch recht geheimnisvoll. Selbst Officer Thomson hat sicherlich noch das ein oder andere Geheimnis in petto als auch die Vampire Rafael und Octavian im Besonderen. 

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Tess. Sie selber sieht sich als Monster und doch wirkt sie sympatisch und ist eine Frau mit Prinzipien und Wertgefühl und konnte sie gleich in mein Herz schließen, auch wenn ich doch das ein oder andere Mal dachte, Mensch Mädel, mach das nicht, das ist viel zu gefährlich.

Der schnörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Die Sprache passend zur Geschichte und das Erzähltempo ist angenehm. Es ist teils temporeich, aber es gibt auch zwischendurch Zeit zum Durchatmen ohne, dass es langweilig wird.

Die Idee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Im Grunde geht es eigentlich um die Gabe des Seelenspringens, die daraus resultierenden Probleme und Emotionen. Zwei Probleme werden sehr groß geschrieben, sie hat keine Kontrolle darüber wann, wo und wie lange es passiert und es sind immer sehr grausame und bizarre Situationen in denen sie landet. 

Wieso, weshalb und warum sie diese Gabe hat, wird leider ein wenig aus den Augen verloren, da hätte ich mir mehr Details gewünscht oder zumindest hätte ich mir von Tess gewünscht, dass sie mehr darüber erfahren wollen würde, aber es ist ja erst der erste Band.

Der Kriminalfall spannt sich um diese Gabe herum und war für mich spannend zu verfolgen, schlüssig und nachvollziehbar ausgearbeitet. Auch wenn ich mit meiner Vermutung, was den Täter anging, am Ende doch richtig lag (ich und meine Krimi-Spürnase) konnte mich die Autorin doch mit der ein oder anderen Wendung überraschen.

Mir persönlich war die riesige Portion Erotik im Mittelteil doch etwas zu viel, auch wenn es sehr angenehm zu lesen war. Ich persönlich hätte lieber mehr über die Kriminalarbeit und Ermittlungsdetails gelesen und somit die Untersuchung und Action zum Kriminalfall mehr in den Focus zu rücken. Auch wenn Tess gerade in diesen erotischen Phasen mehr über ihre Gabe erfährt und auch beginnt diese im gewissen Maße zu kontrollieren, wäre mir auch hier lieber gewesen mehr über die Hintergründe zu erfahren. 

Der in der Geschichte behandelte Kriminalfall wurde abgeschlossen, so dass man dieses durchaus als Einzelband lesen kann. Allerdings sind noch viele Fragen, vor allem was die Gabe von Tess angeht offen geblieben, da gibt es noch so einige kleine Fäden die sich mit einander verweben müssen. Ich bin auf jeden Fall auf die Fortsetzung gespannt sowohl was das Geheimnis ihre Gabe ist als auch welche alten oder neuen Wesen Tess auf ihrer Reise noch begegnen werden.

Fazit:
"Die Seelenspringerin - Abgründe" ist ein gelungener Auftakt der Reihe, der Fantasy mit Elementen des Krimis, Thrillers und einer sehr großen Portion Erotik miteinander vereint. Die Geschichte ist spannend und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Für mich persönlich war die Erotik, auch wenn sie sehr angenehm beschrieben war, doch ein wenig zu viel des Guten. Aber die Idee in fremde Seelen zu springen und dann auch noch bei der Aufklärung von Verbrechen helfen zu können, war durchaus innovativ und spannend ausgearbeitet. Ich kann die Geschichte guten Gewissens weiterempfehlen.

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Tags: urban-fantasy   (1)
 

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

dystopie, rußatem, romeo und julia, endzeit, hubert wiest

Rußatem

Hubert Wiest
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 12.01.2017
ISBN 9781541367463
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 2048 und die Stadt Jaikong strotzt der Luftverschmutzung, indem über jener Stadt eine große Kuppel gebaut wurde, so haben die Bewohner Jaikongs die Möglichkeit frische Luft einzuatmen. Allerdings kann die Stadt nicht 80 Millionen Menschen beherbergen und deswegen gibt es ein ausgeklügeltes System, wer gute Leistungen erbringt, darf nach seinem Schulabschluss in Jaikong bleiben, alle anderen werden in einer der Außenringe geschickt. Fünf Außenringe gibt es. Nr. 1 hat noch die bessere Luft und Nr. 5 vor lauter Ruß sieht man kaum die eigene Hand vor Augen. Aber auch hier hat man die Möglichkeit durch gute Leistungen sich die Ringe hochzuarbeiten und zurück nach Jaikong zu kommen. Doch ist das wirklich das richtige Ziel? 

Ich bin sehr gut in die Geschichte rein gekommen. Sie ist von Anfang bis Ende spannend und regt zum Nachdenken an. Gekonnt wird der aufgebaute Spannungsbogen durch unvorhersehbare Wendungen unterbrochen und in eine andere Richtung gelenkt. Man konnte den luftigen Unterschied zwischen Jaikong und den verschiedenen Ringen teils spüren, so dass selbst mir manchmal die Luft zum Atmen weg blieb.

Die beiden Protagonisten Kalana und Quinn konnten direkt mein Herz erobern. Auch wenn ich Quinn anfangs für ein egoistisches ... hielt, wurde er mir von Seite zu Seite immer sympathischer. Die Charaktere sind charakterlich sehr facettenreich beschrieben, bleiben allerdings bildlich eher farblos. Gerade durch ihre facettenreichen Charakterzüge hauchten die Figuren der Geschichte Leben ein und machten sie authentisch und nachvollziehbar. Mir persönlich fehlten hier allerdings detailliertere Beschreibungen der Figuren, um sie mir besser vorstellen zu können.

Der schnörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen, vielleicht an manchen Stellen zu schnörkellos. Während die Vincoon-Spiele doch recht detailliert geschildert wurden, kamen mir die bildhafte Beschreibung der Charaktere ein wenig zu kurz. Erzählt wird die Geschichte zum einem aus Kalanas Sicht in der Ich-Perspektive und vorwiegend aus Quinns Sicht in der personellen Erzählperspektive. Gerade durch diesen Perspektivenwechsel lernt man die Charaktere besser kennen und kann in ihre Gefühls- und Gedankenwelt abtauchen. 

Beide Hauptprotagonisten haben ihre Träume, Kalana möchte Schauspielerin werden und Quinn möchte Profi-Vincoon-Spieler werden, und doch kommt am Ende alles anders. Sie kommen Intrigen auf die Spur und werden mit der Frage, ob die von der Regierung betitelten Terroristen tatsächlich die Bösen sind konfrontiert. Wer ist Gut? Wer ist Böse? Das Leben in den Außenringen von Jaikong ist die Hölle. Aber sollte es wirklich jedermanns Ziel sein, seinen Weg zurück nach Jaikong zu finden? Das Ende hat mich überrascht, positiv überrascht, so dass ich die Geschichte mit einem zufriedenem Lächeln beenden konnte.  

Fazit:
"Rußatem" ist eine spannende Geschichte, in der man in eine dystopische Welt eintaucht, die gespikt ist mit Intrigen, Widerstand, Verzweiflung und Luftverschmutzung, aber auch Freundschaft, Zuversicht, Hoffnung, Träumen und einem Hauch Liebe. Begleite Kalana und Quinn auf ihrer "atemlosen Suche nach der Freiheit". Ich hatte wundervolle Lesestunden und kann es nur jedem ans Herz legen, es zu lesen. 

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Tags: dystopie   (1)
 

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121 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

fußball, liebe, jugendbuch, freundschaft, strand

Ryan Hunter - This Girl Is Mine

Anna Katmore
Flexibler Einband: 282 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 22.12.2013
ISBN 9781494769062
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Ryan Hunter" ist eine wundervolle Antwort auf "Teamwechsel". Diesmal ist die Geschichte aus der Sicht des männlichen Protagonisten erzählt. Auch wenn ich anfangs so meine kleinen Probleme mit Ryans erzählweise hatte, bin ich immer besser in die Geschichte rein gekommen.

Ich bin eben doch eine Frau und muss ehrlich gestehen, dass ich anfangs meine Schwierigkeiten hatte, mein ausgeprägtes Mitgefühl Ryan gegenüber freien Lauf zu lassen. Aber mit den Seiten wurde es immer besser und konnte dann doch mit ihm lachen, fluchen, weinen und mitleiden.

Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und haben ihre Ecken und Kanten. Es ist wundervoll zu erleben, wie Ryan über sich hinaus wächst. Verliebt seit dem er denken kann in die beste Freundin seines Freundes und jeder weiß, das jene beste Freundin in ihren besten Freund verliebt ist. Er selber ist bei allen als Badboy bekannt, lange Beziehungen kennt er nicht und will er auch nicht. Denn er will nur diese EINE. Der scheinbar knallharte Typ, der einfach nur verzweifelt verliebt ist.

Der Schreibstil ist wieder locker und leicht zu lesen, wie schon die Geschichte aus Lizas Sicht. Auch hier punktet die Autorin mit ihrem Witz und Charme, die humorvollen Dialoge und vor allem ihrem gefühlvollen Schreibstil. Ja auch hier musste ich mir das ein oder andere Tränchen wegblinseln. Die Sprache ist gewohnt Jugendlich und passt perfekt in die Geschichte. Hier fand ich schöner, dass mehr erklärt wurde und somit die Geschichte insgesamt runder und für mich lebendiger wurde. 

Auch wenn der grobe Handlungsstrang durch "Teamwechsel" schon bekannt ist und man die meisten Dialoge und vor allem den Ausgang der Geschichte kennt, wurde mir nie langweilig. Man lernt Ryan viel besser kennen und bekommt gerade auch durch seine Gespräche mit Tony viel mehr über die Hintergründe, seine Motive und Gefühle mit und konnte mich das ein oder andere Mal wunderbar überraschen. 

Irgendwie gehören beide Geschichten zusammen und vielleicht wäre es auch schöner gewesen, wenn beide Sichtweisen miteinander verankert wären. Grover Beach hat natürlich noch mehr Charaktere und des wegen freue ich mich auch auf eine Fortsetzung. Denn Tony hat sein Liebeglück ja noch nicht gefunden, vielleicht kommt er ja noch in einem der nächsten Bände vor und bekommt da seine Chance. 

Fazit:
"Ryan Hunter" der zweite Band der "Grover Beach Team"-Reihe ist eine ideale Ergänzung zum ersten Band "Teamwechsel" dieser Reihe. Eine zauberhafte Liebesgeschichte aus der Sicht des männlichen Parts, die mein Herz auch mit anfänglichen Schwierigkeiten höher schlagen ließ. Wer gerne leicht kitschige Geschichten mit Jugendlichen und der ersten Liebe mag, der ist hier definitiv gut aufgehoben.

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Tags: young adult   (1)
 

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

ryan hunter, fußball, anna katmore, schlafen, ryan

Teamwechsel

Anna Katmore
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.08.2016
ISBN 9783959913805
Genre: Romane

Rezension:

Awww, was für ein süße Liebesgeschichte. Da habe ich mich doch glatt noch mal wie süße 16 gefühlt. Lizas Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Meine Gefühle spielten Achterbahn, von Himmel hoch jauchzen bis zu Tode betrübt war alles dabei. Ich habe mit Liza gelacht, geflucht und geweint. Von Herzklopfen bis Schmetterlingen im Bauch konnte ich überzeugt werden.

Die Geschichte ist vielleicht keine Innovation an sich, aber humor- und gefühlvoll beschrieben, dass sie mich von Anfang bis Ende mitreißen konnte und mich quasi an die Seiten fesselte. Der Spannungsbogen wurde gespannt und gekonnt durch unvorhersehbare Wendungen unterbrochen und mich überraschen.

Der schnörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Die Sprache ist für die Geschichte und Protagonisten passend und das Erzähltempo ist angenehm. Erzählt wird die Geschichte aus Lizas Sicht.

Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und haben durchaus ihre Ecken und Kanten. Liza ist vielleicht nicht perfekt, wächst allerdings von Seite und Seite. Eigentlich ist sie in ihren Sandkastenfreund verliebt, glaubt sie zumindest, denn dann begegnet sie Ryan, für alle nur als Badboy bekannt und doch mit soviel Herz und Gefühl. Eine Art Dreiecksbeziehung, die gar nicht so dreieckig ist. Ich konnte mit Liza definitiv lachen, weinen, fluchen, leiden und schmachten. Irgendwie sind alle drei sowohl Liza, Ryan als auch Tony in meinem Herzen gelandet, obwohl ich Tony das ein oder andere mal schon gern mal gegen die Wand geklatscht hätte.

Die Handlung an sich kam mir manchmal schon etwas gerafft vor. Manchmal hätte ich mir ein paar Seiten mehr und vor allem mehr Hintergrundinformationen gewünscht, denn so manches wurde so holter die polter beschrieben, dass ging mir ab und zu doch zu schnell. 

Im Großen und Ganzen ist es eine wirklich bezaubernde Liebesgeschichte mit viel Gefühl und so manch hübschen Humor, der mir das ein oder andere Schmunzeln entlockte. Aber auch die Taschentücher kamen zum Einsatz. Auch wenn die Handlung ab und zu etwas Klischee behaftet war, hat mich persönlich das überhaupt nicht gestört. Die Lizas Geschichte konnte mir auf jeden Fall begeistern, konnte mich wunderbar emotional einfangen und durch die Ereignisse führen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und kann es kaum erwarten, die Geschichte aus Ryans Sicht zu lesen.

Fazit:
"Teamwechsel" ist eine locker, leichte Liebesgeschichte mit sympathischen und authentischen Charakteren. Man begleitet Liza auf ihrer Reise, auf der Suche nach der ersten wahren Liebe zwischen Freundschaft, Missverständnissen und aufregend schöner und trauriger Momente - eine Achterbahn der Gefühle. Es ist definitiv ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Reihe. Auch wenn dieser Auftakt eher kurzweilig ist, habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt und kann ihn bedenkenlos weiter empfehlen. Wer hinreißende Liebesgeschichten mag, wird diese lieben!

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Tags: young adult   (1)
 

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

666, dämon, m.h. steinmetz, gothic, lucy

666

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 235 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 27.08.2015
ISBN 9783959623131
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven, wie der Verlag schon verspricht. Und genau das sollte man tatsächlich ernst nehmen, manche oder eigentlich viele Szenen sind mehr als blutig. Es wird gemordet und gemetzelt was das Zeug hält, ja auch die ein oder andere Innerei werden verwendet, ob man mit den Gedärmen aufgehangen oder einfach ein warmes Herz genüsslich verspeist wird. Auch manche Sexszenen waren doch recht gewöhnungsbedürftig - eben anders.

Der anschauliche und sehr bildliche Schreibstil führt den Leser nicht nur die Gewalt- und Sexszenen vor Augen, sondern auch die Schauplätze und Protagonisten. Gerade bei den Gewaltszene habe ich meine eigene Fantasy doch etwas zurückgenommen, nicht das ich noch schweißgebadet aus Albträumen erwache. Der Autor hat das in meinen Augen schon bildhaft genug geschildert. 

Spannend fand ich auch, wie der Autor in seiner Geschichte mit verschiedenen Klischees der Gothicszene spielt - Sex (SM, Bondage), Orgien, Metal-Musik und Satansanbetung - dementsprechend wirken hier die Schauplätze doch eher düster, ich hatte gar das Gefühl, das es in New York permanent regnet. Es klang alles so echt, real und wirkte authentisch - irgendwie hätte es auch eine wahre Geschichte sein können.

Die Charaktere sind interessant gezeichnet. Sie haben ihre Ecken und Kanten und vor allem Lucy wächst von Seite zu Seite aus sich heraus. Irgendwie möchte man sie beschützen und doch macht sie einem auch Angst. Ich mochte sie. Auch Andrew, den knallharten Polizisten, mochte ich sehr. Erzählt wird die Geschichte in der personellen Erzählperspektive vorwiegend aus der Sicht von Lucy und Andrew. Genau dieser Gegensatz und das Ineinanderfügen machte die Geschichte für mich fesselnd.

Die Geschichte konnte mich von Anfang bis Ende in ihren Bann ziehen, ich wurde quasi mitgerissen und förmlich an die Seiten gefesselt. Der Spannungsbogen wird gespannt, aufrecht erhalten und konnte durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Das Ende dieses Auftaktes war spektakulär und macht mich auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung. 

Fazit:
"666" ist ein gelungener Auftakt der "Hell's Abyss"-Trilogie. Ein echter Horrorthriller gepaart mit Elementen der Fantasy, der wirklich nichts für schwache Nerven oder Zartbesaitete ist. Der Leser wird in einen Strudel aus Gewalt, Blut, SM und Wahnsinn gezogen, der nicht zu unterschätzen ist, denn ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der bildhafte Schreibstil und die interessant gezeichneten Charaktere ziehen den Leser in einen seltsamen Bann. Eingeschweißte Horrorfans kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Wem das gefällt, dem kann ich die Geschichte nur ans Herz legen. Es ist irgendwie krank, aber genial.

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92 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

dystopie, unterdrückung, dystopi, jan reschke, gewalt

Die Ummauerte Stadt

Jan Reschke
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.10.2014
ISBN 9783944544984
Genre: Fantasy

Rezension:

Krass ... das ist das Wort, das mir nach der Beendigung der Geschichte als erstes in den Kopf schoss. Echt krass und doch hätte die Geschichte gar nicht anders enden können, oder doch? Ich bin sehr gut in die Geschichte rein gekommen. 

Auch wenn man die Hintergründe, warum und wieso diese dystopische Welt in ca. 20 Jahren so ist, wie sie ist, nicht erfährt. Erhält der Leser einen sehr guten Überblick über die momentanen Verhältnisse und wie das Leben in den separierten Bereichen abläuft. 

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich dabei so einiges an die geschichtliche Zeit der DDR erinnerte und später dann auch ein wenig an die Zeit des Nazi-Regimes. Geschichtliche Parallelen, die man nicht vergessen sollte. Es geht um Macht, Unterdrückung, Angst, Wut und Überlebenswille. 

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, sie haben ihre Ecken und Kanten und handeln im Großen und Ganzen für mich nachvollziehbar. Man merkt ihren Überlebenswillen, aber auch die Angst vor dem Ungewissen. Es gibt mehrere Erzählstränge vorwiegend in der personellen Erzählperspektive bis auf der- oder diejenige aus Zelle 12, welche/r aus der Ich-Perspektive erzählt. Den Hauptprotagonisten Jeremiah mochte ich sehr, wirkte authentisch und hat sofort mein Herz erobert. 

Der schnörkellose Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Durch die recht häufigen Perspektivenwechsel, da die Kapitel recht kurz gehalten sind, hatte ich als Leser ein gutes Gefühl ständig auf dem Laufenden zu sein und mich mitten im Geschehen zu befinden. Die Umgebung war recht bildhaft beschrieben und konnte sie mir gut vorstellen. Es ist eher düster und grau dargestellt, verfallen und dreckig. 

Von Anfang an wir ein Spannungsbogen aufgebaut, obwohl es doch eher darum geht, die Gegebenheiten dieser dystopischen Welt zu erklären, so richtig temporeich wird es dann im letzten drittel der Geschichte und obwohl ich mir schon so meine Gedanken über den Ausgang gemacht hatte, wurde ich das ein oder andere Mal überrascht. Natürlich hätte ich mir vermutlich ein andere Ende gewünscht und trotzdem hätte es gar nicht anders enden können.  

Fazit:
"Die ummauerte Stadt" ist eine Dystopie, die verschiedene Parallelen zur menschlichen Geschichte aufweist und nicht nur zwischen den Zeilen zum Nachdenken anregt. Die liebevoll gezeichneten Charaktere hauchen der Geschichte Leben ein und nehmen den Leser auf eine Reise in Ungewisse und doch so Offensichtliche. Mir hat die Geschichte sowohl schöne als auch nachdenkliche Lesestunden beschert und kann sie gutem Gewissens weiterempfehlen.   

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55 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

magier, zauberer, magie, fantasy, high fantasy

Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers

Laurence Horn
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 10.11.2016
ISBN 9783959622929
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieser Fantasy-Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Autor hat eine wundervolle neue Fantasy-Welt erschaffen und konnte mich in manche Geheimnisse von "Rodinia" entführen. Der Leser befindet sich am Anfang in einem scheinbar undurchdringbaren Nebel, der sich nach und nach lüftet. Man befindet sich sofort im Geschehen ohne das Ziel der Reise auch nur zu erahnen. Und doch beginnt die Geschichte mit der später wiederkehrenden Prophezeiung.

"Schatten und Licht,
Nacht und Tag,
Asche und Schnee
Kommen und Gehen
tagein, tagaus.
Leben und Sterben und wieder Leben.
Zauber und Magie noch getrennt.
Nach eintausend Jahren,
wenn Bruder und Schwester vereint,
eine neue Königin erscheint."
(Seite 214 - aus "Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers")

Viele Fäden werden nach und nach mit einander verwebt und genau so fügt sich nach und nach auf spannende und vor allem aktionreiche Art und Weise das Konstrukt "Rodinia" zusammen und kommt dem ein oder anderen Geheimnis auf die Spur. Man stolpert von einem Kampf in den nächsten oder bekommt nach und nach Antworten auf während des Lesens auftauchende Fragen. Magier vs. Zauberer - ich dachte immer das wäre dasselbe? Geschickt erfährt man durch den Autor, das es eben nicht so ist, das wie und warum. Grandios!

Der Autor hat definitiv ein Händchen dafür einen Spannungsbogen aufzubauen und aufrechtzuerhalten und gekonnt durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Es ist spannend von Anfang bis Ende, es wird nie langweilig oder langatmig, da sich die Ereignisse geradezu überschlagen. Bis zum großen Showdown am Ende, das auch hier wieder spektakuläre Wendungen bereit hält. Leider habe ich hier persönlich manchmal den Faden verloren und hätte mir vielleicht, die ein oder andere Seite mehr gewünscht. 

Neben der ganzen Action, bindet der Autor auch noch geschickt ein paar Hintergrunddetails ein, ohne das sich der Leser davon belästig fühlt, hier hätte ich mir persönlich manchmal etwas mehr gewünscht. Aber hey, es wird ja noch zwei weitere Bände geben.

Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und haben allesamt mein Herz erobert. Manche mehr und manche weniger. Keiner von Ihnen ist perfekt, irgendwie haben sie alle ihre kleinen Macken, aber genau das macht sie so authentisch und sympathisch - und konnte mit ihnen lachen, bangen, fluchen und weinen. Ich fand es spannend zu erleben wie jeder Charakter sich weiter entwickelt.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Manchmal klang es leicht geschwollen, passte aber gerade zu perfekt in die Geschichte. Erzählt wird die Geschichte in der personellen Erzählperspektive meist aus der Sicht von Kyrian und Mira, aber auch aus der Sicht von anderen Charakteren bekommt der Leser ab und zu einen kleinen Blick. Mir hat das sehr gefallen, so hatte ich die Gelegenheit die einzelnen Charaktere noch besser kennen zu lernen und so manche Handlung besser nachvollziehen.

Im Großen und Ganzen ist dem Autor ein wundervoller und gelungener Auftakt der "Rodinia"-Trilogie gelungen, so dass ich über die zwei-drei kleineren Handlungen, die ich nicht nachvollziehen konnte, liebend gern drüber weg sehen konnte. Zumal es der Geschichte in dem Sinn keinen Abbruch tat und auch nicht relevant waren. 

Das Ende des ersten Bandes war für mich sehr zufriedenstellend, die offensichtlichsten Fragen wurden geklärt und die anderen werden, da bin ich mir sicher, in der Fortsetzung sicherlich noch entwirrt, so dass weitere Fäden zu einem Ganzen verwebt werden können. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, denn noch muss so manches Rätsel gelöst und entwirrt werden.

Fazit:
"Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers" ist ein gelungener Auftakt der "Rodinia"-Trilogie, der durch eine spannungsgeladene Reise, der Erfüllung einer Prophezeiung und einer fantasievollen neu erschaffenen Welt überzeugt. Die liebevoll und wunderbar gezeichneten Protagonisten runden die fantasievolle Handlung ab und hauchen der Geschichte Leben ein. Ich hatte definitiv wundervolle Lesestunden und kann es nur jedem ans Herz legen, in die Welt von Rodinia einzutauchen.

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Tags: fantasy   (1)
 

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

engel, liebe, musik, himmel, london

Warum Engel nie Mundharmonika spielen

Karin Koenicke
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 23.11.2016
ISBN 9781540320551
Genre: Sonstiges

Rezension:

OMG ... was für eine wundervolle und berührende Geschichte. Ich bin immer noch hin und weg. Es ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern eine Hommage an die Musik. Die Musik in ihrer Vielfalt webt sich wie ein roter Faden durch die Seiten, ich wurde beschwingt und konnte sie in jedem einzelnen Wort fühlen und um mich herum schweben sehen und hören.

Die beiden Hauptprotagonisten (Pasiel "Paul" und Edwina "Eddie") sind liebevoll gezeichnet und wirken durch ihre Ecken und Kanten authentisch und nachvollziehbar und haben sofort mein Herz erobert. Wundervoll fand ich beim Lesen zu erleben, wie sie beide auf ihre Art von Seite zu Seite sich neu entwickelten, reifer worden und aus sich heraus kamen, neue Facetten aufzeigten und mich hier und da mit ihren Handlungen überraschen konnten. 

Auch die Nebencharaktere haben ihren eigenen Charme und Witz, manche mochte ich sofort, bei anderen habe ich mir nur gedacht, was für ein "A....". Aber hey, auch im echten Leben gibt es Solche und Solche. Und genau dieses Zwischenspiel macht die Geschichte einerseits lebendig und anderseits authentisch.

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Die wundervollen und vor allem bildhaften Beschreibungen machten die Geschichte lebendig und gaben mir das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Die Bilder tauchten vor meinen Augen auf und plötzlich befand ich mich mitten in der "St. Paul's Cathedral". 

Erzählt wird die Geschichte sowohl aus Pasiels, als auch aus Edwinas Sicht, immer im Wechsel, manchmal gibt es noch einen kleinen Flashback bzw. kleine Überscheidung, das fand ich sehr gut und passend. Ich mag diese Perspektivenwechsel sehr, da ich das Gefühl habe, die Gedanken- und Gefühlswelt der Charaktere besser greifen zu können.

Die Autorin hat auf jeden Fall ein Händchen, die Musik greifbar zu machen - egal, ob man Musikliebhaber ist oder Musikneuling. Ich schwebte quasi auf Wolken verschiedener Noten, Töne, Intonationen - ich hatte das Gefühl jede Note spüren zu können und inhalierte die Worte der Geschichte förmlich in mich ein. 
In ihrem Kopf spielte eine leise Harfe, ganz zart und lyrisch, webte ein Netz aus himmlich weichen Melodien um sie beide herum, goldene Fäden, die sie beide ganz eng verbanden. - Seite 172Die Geschichte vereint eine fantastische Verbindung zwischen der Liebe zwischen Menschen und der Liebe zur Musik. Auf dieser Reise der besonderen Art merkt man schnell, dass man sich auch neuem öffnen sollte und etwas wunderbares zaubern kann, wenn man sich sowohl dem Alten als auch Neuem öffnet und beides mit einander verbindet. 

Auch in den romantischen Szenen spielt die Musik eine wichtige Rolle und waren dadurch für mich ein wahrer Lesegenuss. Die Geschichte ist spannend, berauschend und berührend. Es war einfach nur herrlich durch die Seiten zu schweben, ein fantastisches Leseerlebnis der besonderen Art. Ich hoffe auf weitere Geschichten der Autorin in diesem Genre.

Fazit:
"Warum Engel nie Mundharmonika spielen" ist ein wundervoller Roman über die Liebe. Eine fantastische Verbindung zwischen Leidenschaft, Wunder und Musik mit einem besonderen Charme und Witz. Ich wurde auf wundersame Weise auf eine berührende Reise der besonderen Art entführt und kann die Geschichte nur jedem ans Herz legen, der sowohl Musik schon liebt als auch jedem, für den Musik Neuland ist, denn durch diese Geschichte wird man durch die Musik beflügelt. 

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Tags: urban-fantasy   (1)
 

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sandra pulletz, novelle, weihnachten mit den padderborns, weihnachten, die padderborns

Weihnachten mit den Padderborns (Die Padderborns 1)

Sandra Pulletz
E-Buch Text
Erschienen bei null, 22.11.2016
ISBN B01N79FS41
Genre: Romane

Rezension:

Diese weihnachtliche Novelle konnte mich tatsächlich auf Weihnachten einstimmen. Sie war kurzweilig und magisch zu gleich. Ein Weihnachtsfest wie wir es sicherlich alle schon einmal erlebt haben und "alle Jahre wieder kommt das Christuskind". Wollen wir nicht alle ein perfektes Weihnachtsfest erleben im Kreise der Familie? Also ich zumindest schon. 

Und ja hier und da geht eben auch etwas schief und trotzdem kann es die weihnachtlichen Freuden und die Besinnlichkeit nicht trüben, denn wir sind zusammen. Sehen in den Kinderaugen erst die Vorfreude und dann die Freude an sich, schon allein, wenn sie den beleuchteten Weihnachtsbaum betrachten. Ja, und genau das ist die Magie von Weihnachten.

Der schörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Man merkt direkt den sich selbst machenden Weihnachtsstress, denn alles soll perfekt laufen. Aber wie es eben ist, läuft eben nicht alles perfekt und genau, das macht jedes Weihnachten so einmalig. An der ein oder anderen Stelle musste ich sogar schmunzeln. Denn obwohl Weihnachten eine Zeit der Besinnlichkeit sein soll, machen wir uns jedes Jahr erneut den Stress, dass alles perfekt sein muss, aber muss es das denn wirklich?

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Ich konnte sie gleich in mein Herz schließen. Sie sind eben Menschen wie du und ich, mit ihren Ecken und Kanten und wirkten auf mich authentisch und nachvollziehbar. 

Die Geschichte an sich ist jetzt vielleicht keine Innovation an sich, aber ich persönlich fand es auch mal schön etwas zu lesen, das auch tatsächlich mir hätte passieren können, wobei es bei uns zum Heiligabend eben klassisch "Kartoffelsalat und Würstchen" gibt und das Menue eben erst am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag. Eben "alle Jahre wieder" und trotzdem ist jedes Weihnachtsfest einmalig, einzigartig und irgendwie gleich, aber eben auch anders. 

Fazit:
"Weihnachten mit den Padderborns" ist eine kurzweilige, unterhaltsame Novelle, die mich weihnachtlich einstimmen konnte. Diese Kurzgeschichte ist auf jeden Fall ein Lesevergnügen für alle Weihnachtsfans, aber vor allem für jene, die an die besondere Magie an Weihnachten glauben. Mir hat sie jedenfalls hübsche weihnachtliche Lesestunden bereitet.

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57 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebe, amnesie, erinnerungen, linda schipp, geheimnis

Memories To Do

Linda Schipp
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 09.07.2016
ISBN 9783959914321
Genre: Romane

Rezension:


Wie soll ich anfangen? "Memories To Do - Allies Liste" ist eine Geschichte, die mich ganz tief in meinem Herzen berührt hat. Eine Reise in die Vergangenheit und in die Zukunft, die Suche nach verloren gegangenen Erinnerungen und das Finden neuer Erinnerungen. 

Der schörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Allies Suche nach ihren Erinnerungen ist gefühlvoll und herzzerreißend geschrieben und hat mich von Anfang bis Ende an die Seiten gefesselt. Beim Lesen spürt man richtig das Herzblut der Autorin, das in jedem einzelnen Wort versteckt ist. Mir liefen die Tränen über die Wangen und trotzdem hatte ich durchweg ein gutes Gefühl und war einfach nur glücklich. 

Die beiden Hauptprotagonisten sind mit soviel Liebe gezeichnet. Es war mir eine Freude ihre verschiedenen Facetten in den verschiedenen Lebenslagen zu erleben und gleichzeitig ihre Zerrissenheit zu fühlen. Allie und Luis habe ich gleich in mein Herz schließen können, aber auch die anderen Charaktere sind liebevoll gezeichnet und haben ihre Ecken und Kanten. Allie und Luis wirken authentisch und handelten für mich nachvollziehbar.

Hier wird nicht nur einfach Allies Geschichte erzählt, sondern man hat als Leser tatsächlich das Gefühl Teil dieser Geschichte zu sein als bewege man sich selber mitten im Geschehen, wenn auch nur als Stiller Beobachter. Auch wenn die Reise doch eher ruhig erscheint, keimt doch ein Funken Spannung auf, denn natürlich gibt es ein großes Geheimnis zu lüften, wozu nur noch Luis in der Lage ist. Aber wird er Allie tatsächlich die ganze Wahrheit sagen? Wird er die neu gewonnene Nähe zu Allie aufs Spiel setzen? 

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir tatsächlich während des Lesens Gedanken gemacht habe, welches Geheimnis so dramatisch sein kann, weshalb Allie ihrer Heimatstadt den Rücken kehrte, sie den Kontakt zu ihrer geliebten Mutter abbrach und warum aus den zwei Seelenverwandten nichts geworden ist. Auf der einen Seite lag ich mit meiner Vermutung schon richtig und trotzdem konnte ich noch überrascht werden, denn die Auflösung war noch ... ach das solltest du lieber selber lesen.  



Fazit:
"Memories To Do - Allies Liste" ist eine wundervolle Geschichte über die Liebe zum Leben und die Tragweite von Erinnerungen. Gefühlvoll und Herz zerreißend geht man mit Allie auf eine Reise auf der Suche nach ihren verloren gegangenen Erinnerungen und gewinnt neue hinzu, welche die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit einander verbindet und definitiv zum Nachdenken anregt. Die Geschichte um Allie und Luis hat mir unglaublich schöne Lesestunden beschert und ja, ich habe auch das ein oder andere Taschentuch benötigt.   

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Tags: new adult   (1)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

liebe, sizilien, lust, suche, sehnsucht

Im Fadenkreuz des Killers

Sara Hill
E-Buch Text: 279 Seiten
Erschienen bei Bookshouse, 07.12.2016
ISBN 9789963535682
Genre: Sonstiges

Rezension:

Endlich mal wieder ein Buch, wo die Seiten nur so dahin fliegen! Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen und hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und mitgerissen. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, wodurch man scheinbar nur so durch die Geschichte rauscht. 

Der schnörkellose Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Die Geschehnisse als auch die Umgebungen in der Geschichte werden durch die Autorin sehr lebendig und authentisch beschrieben und so hatte ich als Leser das Gefühl mich mitten im Geschehen zu befinden. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive durchgängig von Sienna und hatte somit auch immer nur einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Ich muss gestehen, dass ich mir das ein oder andere Mal gewünscht hätte in Lucas Kopf schauen zu dürfen.

Die Hauptprotagonistin Sienna ist liebevoll gezeichnet und wirkte auf mich authentisch, auch wenn ihr Verhalten manchmal für mich nicht ganz nachvollziehbar war. Einerseits ist Sienna eine willensstarke Frau und weiß, was sie will und doch setzt sich auch hier und da ihr Fluchtinstinkt durch und dann ganz schnell wieder verfliegt. Da hätte ich mir manchmal einen Dialog mehr gewünscht. Spannend allerdings fand ich ihren innerlichen Kampf zwischen Verstand und Herzen, der durchaus glaubwürdig war und die Geschichte durchaus erfrischte. Ein Wechselbad der Gefühle - Rache, Angst, Liebe und Hass. Trotzdem mochte ich Sienna sehr und konnte sie in mein Herz schließen.

Auch die Nebencharaktere waren liebevoll gezeichnet und wirkten authentisch. Jeder war auf seine besondere Art einzigartig und jeder hatte seine Ecken und Kanten. Am geheimnisvollsten war Luca oder auch liebevoll "Iceman" genannt mit seinen eisig blauen Augen. Bei ihm passt der Spruch "Harte Schale, weicher Kern" wie die Faust aufs Auge. Ein typischer Mafiosi eben! Einerseits hat er eine dominante Ader und doch kann er auch durch aus romantische Gefühle zeigen. 

Die Geschichte um Sienna ist eine perfekte Mischung aus Thriller und Erotik. Es liegt eine permanente Spannung in der Luft, teilweise ist es auch sehr temporeich geschrieben, so dass ich kaum Luft zum Atmen verspürte. Die erotischen Szenen sind wohl dosiert und definitiv prickelnd und ansprechend. Die Autorin weiß wie man einen Spannungsbogen aufbaut, mit prickelnden Momenten durchbricht oder mit unvorhersehbaren Wendungen die Richtung wechselt und mich letztendlich auch noch überraschen konnte. 

Fazit:
"Im Fadenkreuz des Killers" ist die spannende Geschichte einer Frau, die ihre Vergangenheit aufarbeiten möchte und sich letzten Endes dem Kampf zwischen Verstand und Herzen stellen muss. Eine Liebesgeschichte, die unter keinem guten Stern steht und trotz dessen oder vielleicht genau deswegen wundervolle prickelnde Momente hervorzaubert. Mir hat sie sehr schöne Lesestunden beschert und kann sie guten Gewissens weiterempfehlen, der gerne spannende (nicht unbedingt aktionsgeladene) und prickelnde Momente vereint in einer Geschichte lesen mag.

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Tags: erotic thrill   (1)
 

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267 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

märchen, fantasy, rotkäppchen, nina mackay, märchenadaption

Rotkäppchen und der Hipster-Wolf

Nina MacKay
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2016
ISBN 9783959919890
Genre: Fantasy

Rezension:

Wie soll ich anfangen? Das Märchen ist einfach grandios - eine Geschichte, die ich bis heute noch nicht erlebt habe. Eine perfekte Mischung aus Märchen und Humor. Die Autorin nimmt einen mit auf eine unbeschreibbare Reise und das nicht nur durch den Märchenwald, auch das Morgenland, Neverland und Wonderland haben seinen Platz auf dieser außergewöhnlichen Reise und der Suche nach den "Happy Ends".

So begegnen wir nicht nur den Märchenfiguren aus Grimms Märchenbüchern, sondern auch Jasemin, Peter Pan & Captain Hook als auch der Herzkönigin, Alice und dem Hutmacher und natürlich noch ganz vielen anderen. Die Autorin schafft es mit ihrem Märchen sowohl die Kindheit ein Stückweit hervor zu holen und gleichzeitig diese mit unserer modernen, technisierten Welt zu verbinden.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und man kann sie einfach nur in sein Herz schließen. Jeder hat seine Ecken und Kanten und jeder seinen eigenen Witz und Charme. Außerdem konnte ich die ein oder andere Wortkreation in meinen Wortschatz mit aufnehmen, wie z. B. "Deppenzepter" oder "Flohtox". Wunderbar gelingt es der Autorin die perfekten Kombinationen zwischen alt und neu, gut und böse, schwarz und weiß in die Geschichte einzubauen und dabei kann man als Leser nur zu dem Entschluss kommen, dass dazwischen noch ganz viele Grauzonen sind. Denn das Leben besteht eben nicht nur aus Gut und Böse oder Schwarz und Weiß.

Der humorvolle Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Die Autorin hat eine wundervolle humoristische Ader und ich bin tatsächlich froh über ihr Vorwort gewesen, denn ich habe durchgängig geschmunzelt bis laut gelacht, sogar Tränen musste ich Lachen - einfach nur herrlich. Natürlich wird auch ein Spannungsbogen gespannt, aufrecht erhalten und geschickt durch Wendungen in eine andere Richtung gelenkt und konnte mich an der ein oder anderen Stelle überraschen. Eine Geschichte voller Witz und Charme, die einfach nach mehr schreit. 

Fazit:
"Rotkäppchen und der Hipster-Wolf" ist eine fantastisches Märchen. Die Geschichte sprüht nur so vor Witz und Charme. Was habe ich geschmunzelt und laut gelacht. Es ist die perfekte Verbindung zwischen Märchen und Humor. Mir hat es auf jeden Fall wundervolle Lesestunden beschert und ich kann es nur jedem ans Herz legen, es zu lesen, wenn man gerne mal ein Märchen auf eine ganz neue Art erleben möchte.

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Tags: märchen   (1)
 

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145 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

freundschaft, cyberworld, mind ripper, roboter, zukunft

CyberWorld 1.0 - Mind Ripper

Nadine Erdmann
E-Buch Text: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 15.05.2016
ISBN 9783958342033
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, die Geschichte möchte ich gern lesen, das ist doch genau mein Ding ... Fantasy-Rollenspiele und die Suche nach dem mysteriösen Mind Ripper. Das versprach eindeutig eine spannende Geschichte zu sein und ich wurde auch definitiv nicht enttäuscht, sondern auch noch positiv überrascht.
Ich konnte wunderbar in die Geschichte um Jemma, Jamie und Zack eintauchen. Es ging ja schon spannend los und ich hatte auch gleich das Gefühl mich mitten im Geschehen zu befinden. 

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und konnte sofort mein Herz erobern. Alle haben ihre Ecken und Kanten, handeln authentisch und nachvollziehbar, obwohl ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie mir teilweise zu erwachsen agierten und mir das ein oder andere Mal die jugendliche Naivität fehlte. 

Der schnörkellose Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Man rauscht einfach so durch die Seiten. Vor allem die Situationen in den Rollenspielen selbst, also in der Cyberwelt, waren sehr detailgetreu wiedergegeben, so dass ich tatsächlich an alte "Zockerzeiten" erinnert wurde, und mit den Charakteren durchaus mitfiebern konnte. 

Erzählt wir die Geschichte aus der Erzählperspektive und wechselt zwischen Jemma, Jamie und Zack. Mir gefallen ja solche Perspektivenwechsel sehr, da ich das Gefühl habe, den Protagonisten näher zu kommen und besser in ihre Gedanken- und Gefühlswelt blicken kann.

Es gibt sowohl witzige als auch nachdenkliche und traurige Momente, ja, vor allem am Ende musste ich mir das ein oder andere Tränchen wegblinseln. Natürlich wird auch ein grandioser Spannungsbogen aufgebaut und aufrecht erhalten. Die Autorin konnte mich auch so manchmal auf eine falsche Fährte führen und mit unvorhersehbaren Wendungen überraschen. 

Das Ende war für mich trotzdem irgendwie überraschend, aber vor allem auch die emotionalsten Kapitel. Gerade Jemmas Reaktion und ihr Umgang mit dem Erfahrenen war für mich überwältigend und setzte der ganzen Geschichte noch mal das Tüpfelchen auf dem "i" auf. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Abenteuer, die die "Freunde" noch erleben werden.

Fazit:"Mind Ripper" ist ein spannender und actiongeladener Auftakt der "CyberWorld"-Reihe mit einer kleinen Brise Romantik, der in der nahen Zukunft spielt, authentisch wirkt und mich von Anfang bis Ende begeistern konnte. Auch wenn ich die Charaktere alle in mein Herz schließen konnte und ihre Handlungen für mich nachvollziehbar waren, fehlte mir bei ihnen die gewisse jugendliche Naivität. Ansonsten tolle Geschichte, die mir spannende Lesestunden bescherte.

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Tags: dystopie   (1)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

dark fantasy

Munditia

Melanie Vogltanz
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 10.03.2016
ISBN 9783959623223
Genre: Fantasy

Rezension:

Auch der finale Band der "Schwarzes Blut"-Trilogie konnte mich in seinen Bann ziehen und mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Auch hier konnte die Autorin mit der Verwebung von historischen Gegebenheiten und Fantasyelementen bei mir punkten. Die Geschichte geht wie gewohnt spannend und blutig weiter.

Elyssas Reise geht weiter und es hat mir Freude bereitet sie auf ihren Abenteuern zu begleiten und ihre Entwicklungen mit zu erleben, auch wenn sie mich ab und zu doch an den Rande des Wahnsinns getrieben hat, habe ich sie nach und nach in mein Herz schließen können. In jedem Band hat sie immer wieder neue Facetten gezeigt, auch wenn sie manchmal in alte Muster verfiel. 

Die Charaktere sind gewohnt liebevoll gezeichnet. Elyssa wird auch im finalen Band von alten Bekannten begleitet, die auch hier wieder neue Facetten zeigen und mich als Leser doch hin und wieder mit ihren Handlungen überraschen konnten. Natürlich hauchen auch neu kreierte Charaktere der Geschichte um Elyssa neuen Wind ein und machen es um so spannender, da man diese noch nicht kennt und diese gemeinsam mit Elyssa kennen lernt.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen, vielleicht sogar noch etwas klarer. Die Autorin hat eine fantastische Wortgewandtheit, die mich mitten in die Geschichte rein gezogen hat, ihre detailgetreuen Beschreibungen der Umgebung und vor allem der Kämpfe haben mich auch hier immer wieder fasziniert, ich konnte es mir bildlich genau vorstellen und hatte das Gefühl ich wäre mitten im Geschehen und trotzdem hatte ich noch genug Raum für meine eigene Fantasie. Und ich liebe ihre Vergleiche, die sie gekonnt in die Handlung mit einwebt.

Geschickt beantwortete die Autorin auch noch die letzten offenen Fragen, mittels Rückblenden und Erinnerungen. Nach und nach verschmolzen die kleineren herumflatternden Fäden mit dem dicken roten Faden. Der Spannungsbogen wurde gespannt, aufrechterhalten und überraschte immer wieder durch unvorhersehbare Wendungen. Das Ende war für mich eher unerwartet, hat mich vielleicht sogar ein klein wenig schockiert, aber letzten Endes ist es doch sehr gelungen, so dass ich die Trilogie mit einem zufriedenen Lächeln zuschlagen konnte.

Fazit:
Der Autorin ist mit "Munditia" ein fantastisches Finale der "Schwarzes Blut"-Trilogie gelungen, es ist spannend, blutig und selbst die letzten offenen Fragen wurden mir geschickt beantwortet. Wer viel Blut, spektakuläre Kämpfe und wenig Liebesgedöhns (ja es gibt am Rande eine Mini-Kleine-Liebesgeschichte, aber hey Ellysa hat eben auch andere Bedürfnisse als Blut) mag, dem kann ich die Trilogie nur ans Herz legen. Mir hat sie jedenfalls sehr schöne und spannende Lesestunden bereitet.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

ungarn, 17. jahrhundert, dark fantasy, kämpfen, düster

Mortalitas

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 19.11.2015
ISBN 9783944544908
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auch der zweite Band der "Schwarzes Blut"-Reihe konnte mich sofort in ihren Bann ziehen und an die Seiten fesseln. Die Geschichte um Elyssa geht weiter, mittlerweile sind 300 Jahre vergangen. Erneut wird der scheinbar niemals endende Kampf zwischen der Sterblichkeit und Unsterblichkeit thematisiert.

Auf jeden Fall hat sich Elyssa über die vielen Jahre sehr verändert - wo sie im ersten Band noch versucht hat ihre Menschlichkeit zu behalten, schwindet diese menschliche Seite immer mehr und ihr Leben und ihre Handlungen werden fast nur noch von ihrem Blutdurst dominiert. Bis das Unmögliche passiert - sie verliert ihre Unsterblichkeit und damit beginnt ihre Reise sich dem Unheil entgegen zu stellen.

Der Schreibstil ist gewohnt locker und flüssig. Auch hier blieb mir als Leser trotz der detailgetreuen und bildhaften Beschreibungen genug Raum für meine eigene Fantasy. Die Verwebung zwischen historischen Gegebenheiten und Fantasyelementen ist der Autorin wieder wunderbar gelungen und konnte mich wieder vollends an die Geschichte fesseln. 

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, wirken authentisch und glaubhaft. Es hat richtig Spaß gemacht, die verschiedenen Facetten von Elyssa zu beobachten und zu begleiten. Schön fand ich auch, dass altbekannte Charaktere ihren Teil zur Geschichte beitrugen. Natürlich gab es auch neue Gesichter, die der Geschichte definitiv frischen Wind einhauchten.

"Mortalitas" ist der zweite Band der "Schwarzes Blut"-Reihe und kann theoretisch unabhängig vom ersten Band "Maleficus" gelesen werden. Die Autorin verwebt gekonnt Rückblenden und Erinnerungen in die Geschichte, so dass man als Leser die Handlungen logisch nachvollziehen kann. Ich persönlich würde allerdings doch im Vorfeld den ersten Band lesen, vor allem um die verschiedenen Veränderungen Elyssas nachvollziehen zu können. 

Alles in Allem war ich von der Handlung begeistert und überwältigt, auch hier kam ich kaum zum Durchatmen, es war durchweg spannungsgeladen und trotz dessen konnte mich die Autorin auch hier immer wieder durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Auch dieser Band ist nichts für schwache Nerven! Die Kampfszenen waren fast noch blutrünstiger und brutaler. Auftauchende Fragen wurden beantwortet (leider nicht alle) und Geheimnisse nach und nach gelüftet. Ich bin auf jeden Fall auf den finalen Band gespannt. 

Fazit:
"Mortalitas" ist eine gelungene Fortsetzung der "Schwarzes Blut"-Reihe, vielleicht sogar noch einen ticken besser. Die Geschichte um Elyssa geht spannend weiter, ist ebenso blutig und hat mich von Anfang bis Ende an die Seiten gefesselt. Wer Dark-Fantasy mag und die bösen, blutrünstigen Vampire mag, ist hier definitiv richtig! 

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vampire, dark fantasy, wien, fantasy, mittelalter

Maleficus

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 449 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 14.11.2014
ISBN 9783944544892
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich konnte sehr gut in die Geschichte um Elyssandria eintauchen. Es ging schon spannend los, befand mich mitten im Geschehen und lernte gleich die Hauptprotagonistin Elyssa kennen. Das Setting - das alte Wien um 1365 - ist glaubhaft beschrieben und ich konnte mir die damaligen Zustände sehr gut vorstellen. Gelungen fand ich auch die Mischung aus historischen Gegebenheiten und Fantasyelementen. 

Ja, ich weiß - Vampirgeschichten gibt es wie Sand am Meer, allerdings finde ich diesen Auftakt alles andere als die Geschichten über Vampire, die ich bisher gelesen habe. Es ist düster, blutig und manchmal auch sehr brutal. Also absolut nichts für schwache Nerven! Endlich mal keine glitzernden Vampire. 

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, sie wirken grundsätzlich authentisch und glaubwürdig, wobei ich ein, zwei Aktionen von Elyssa nicht ganz nachvollziehen konnte, aber auf der anderen Seite handelt eben auch jeder anders. Elyssa wird als Kämpferin beschrieben, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Ihr Durst nach Rache hält sie aufrecht und die Hoffnung, ein Familienmitglied zu retten. Auf ihrer düsteren Reise und den Kampf gegen die Strigoi wird sie begleitet von dem Dominikaner Stephanus, der sehr geheimnisvoll und mysteriös rüberkommt und Christian, der anfangs eher plump wirkt, in dem aber doch mehr steckt, als ich erwartet hätte.

Der Schreibstil war trotz der detailtreue locker und flüssig zu lesen. Ich mochte die bildhaften Vergleiche sehr und hatte trotz dessen noch genug Freiraum für meine eigene Fantasy. Toll fand ich auch, dass in die Geschichte "ältere" Worte vorkamen, das passte sehr gut in die Atmosphäre und ich hatte das Gefühl in das Jahrhundert zurückversetzt zu sein. Erzählt wird die Geschichte in der personellen Erzählperspektive aus Elyssas Sicht, leider konnte ich nicht wirklich in Elyssas Gefühlswelt eintauchen, das fand ich etwas Schade. 

Die Geschichte an sich ist sehr temporeich, hat aber durchaus auch kleinere Passagen zum verschnaufen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht gemeinsam mit Elyssa die Geheimnisse zu ergründen. Ich liebe es, wenn nach und nach Geheimnisse gelüftet werden. Die Autorin weiß wie man einen Spannungsbogen aufbaut und aufrecht erhält - geschickt verwebt sie die einzelnen Fäden, um am Ende mit einem erstaunlichen und für mich überraschenden Ergebnis aufzuwarten. Das Ende war einfach grandios und für mich vollkommen unerwartet. Alles in Allem ein wundervoller Auftakt der "Schwarzes Blut"-Reihe und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Fazit:
"Maleficus" ist ein düsterer, spannungsgeladener Dark-Fantasy Roman mit einer temporeichen Handlung, interessanten Charakteren, ein wenig historische Geschichte und überraschenden Wendungen. Wer Geheimnisse liebt und lieber den blutrünstigen Vampir mag, dem kann ich die Geschichte nur ans Herz legen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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phoenix, hamburg, fantasy, dystopie, hexen

Phoenix - Tochter der Asche

Ann-Kathrin Karschnick
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.10.2013
ISBN 9783944544052
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich konnte sehr gut in die Geschichte um Tavi und Leon eintauchen. Toll fand ich, dass die Dystopie mal nicht in einer fiktiven Stadt der neuen Welt spielt, sondern eigentlich gleich hier um die Ecke, nämlich in Hamburg. Das Setting sehr düster gehalten und die Autorin konnte dadurch eine eigene und sehr graue Welt erschaffen. Nach und nach erfährt man immer mehr über die Welt an sich und wie es dazu gekommen ist und doch bleibt noch das ein oder andere Geheimnis offen.

Nach einem schrecklichen Experiment vor über 120 Jahren fiel die Welt, wie wir sie kennen, ins Chaos. Viele Menschen starben. Doch dann kamen die Retter, die Saiwalo - sie sorgten für Ordnung und Stabilität, doch die Menschen mussten dafür ihre Freiheit und ihre Träume opfern (ohne es zu bemerken). Doch sind die Saiwalo tatsächlich die Retter, für die die Menschen sie halten?

Auf der Welt gibt es nicht nur Menschen sondern auch Unsterbliche, die von den Saiwalo für alles böse verantwortlich gemacht und gejagt werden. Genau das will Tavi nicht hinnehmen, denn sie weiß es besser. Tavi ist eine der letzten noch lebenden Unsterblichen und kämpft mit allen Mitteln gegen die Saiwalo. Sie möchte die Wahrheit ans Licht bringen. Doch dann wird Hamburg durch eine grausame Mordserie erschüttert und Tavi erkennt, dass sie der Schlüssel dazu ist. Um weitere Morde zu verhindern, muss sie sich mit Leon - Ermittler der Kontinentalarmee - auseinandersetzen. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen?

Die Hauptprotagonisten sind liebevoll gezeichnet. Erzählt wird die Geschichte im Wechsel zwischen Tavi und Leon. Ich mag ja Perspektivenwechsel sehr, da ich dann immer das Gefühl habe, den Protagonisten näher kommen zu können und besser in ihre Gedanken- und Gefühlswelt einblicken zu können.

Tavi ist eine Phoenix - sie lebt schon seit vielen, vielen, wirklich vielen Jahren und hat schon so einiges Leid gesehen und auch selber erfahren und trotzdem ist sie eine starke und leidenschaftliche Frau. Sie hilft wo sie kann und ist im Grunde eine gute Seele, auch wenn sie teilweise recht müde wirkt, kämpft sie weiter für die Freiheit und gegen die Unterdrückung. Ich habe bisher noch keine Geschichte gelesen, in der ein Phoenix im Mittelpunkt stand und muss sagen, ich fand es toll.

Dann gibt es noch Leon, mmh Leon ... er ist sehr Karriereorientiert und macht eigentlich alles, um es bis ganz nach oben zu schaffen. Ich mochte ihn eigentlich recht gern, auch wenn er nicht immer mit Tavi offen und ehrlich war und sie im Grunde eigentlich nur herein legen wollte - denn seien wir mal ehrlich, wenn er eine Phoenix gefangen hätte, dann wäre er ganz schnell viele Stufen die Karriereleiter nach oben gewandert. Und doch hat man oft gemerkt, wie er hadert und Tavi ihm durch die Gespräche so das ein oder andere Auge geöffnet hat und er langsam doch mehr die Beweggründe der Saiwalo hinterfragt.

Richtig toll fand ich auch den Genre-Mix - im Grunde war es für mich die perfekte Mischung eine Dystopie mit sowohl Fantasy- als auch Krimi-Elementen. Die Autorin weiß wie man einen Spannungsbogen aufbaut und immer wieder durch unvorhersehbare Wendungen in eine andere Richtung lenkt. Sie konnte mich durchaus mit der ein oder anderen Aktion überraschen. Der Leser wird wie an einem roten Faden durch die Handlung geführt und hin und wieder verweben sich kleinere Fäden mit dem großen, die Mordserie wird nach und nach aufgeklärt bis es zum großen Showdown kommt und dann, ach nein, dass solltet ihr lieber selber lesen ;) ... aber es ist auf jeden Fall traurig.

Einige Geheimnisse wurden noch nicht gelüftet und liegen im Verborgenen und genau das lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen.

Fazit:
"Phoenix - Tochter der Asche" ist eine gelungener Auftakt der Trilogie, der nicht nur mit seiner kreativen neuen Welt und interessanten Charakteren punkten kann, sondern auch mit einem fantastischen Genre-Mix - eine Dystopie mit Elementen der Fantasy und des Krimis - aufwartet. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend gehalten und wird durch eine romantische Episode abgerundet. Das Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen, in der noch das ein oder andere Geheimnis gelüftet wird. Die Geschichte um Tavi und Leon haben mir wundervolle Lesestunden beschert. Wer Dystopien, Fantasy und Krimis mag - ist hier auf jeden Fall an der richtigen Stelle!

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liebesroman, häusliche gewalt, hoffnungsvoll

Am Ende siegt das Glück (German Edition)

Caro Line
E-Buch Text: 120 Seiten
Erschienen bei null, 20.07.2015
ISBN B0128OO63M
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im Grunde hatte ich keine konkreten Erwartungen an die Geschichte und wurde mehr als positiv überrascht. Für mich war dieser kurze Liebesroman sowohl tiefgründig als auch sehr emotionsgeladen trotz der vorhandenen Kürze, vielleicht nicht unbedingt im Geschriebenen, aber auf jeden Fall zwischen den Zeilen und vielleicht habe auch ich vor allem darauf reagiert, weil ich selber Mutter von zwei Kindern bin und teilweise schon geschockt war.

Der Schreibstil war locker und flüssig zu lesen und trotz der doch recht tiefgründigen Themen war es auch teilweise sehr humorvoll geschrieben und hatte eine wundervolle Leichtigkeit, so dass man das Gefühl hatte durch die Seiten zu schweben. Ich musste natürlich kleiner Pausen einlegen um meine Tränchen zu trocknen. Der Autorin ist es gelungen einen Spannungsbogen aufzubauen und mich als Leser mit (un)vorhersehbaren Wendungen zu überraschen.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und haben sofort einen Platz in meinem Herzen erobert. Die Geschichte wird von Betti erzählt in der Ich-Perspektive. Schön fand ich, dass es ein Kapitel aus der Sicht von Tom gab und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir persönlich mehr Kapitel aus seiner Sicht gewünscht hätte (aber das nur am Rande). Ich mag eben Perspektivenwechsel sehr, da man meines Erachtens die Charaktere besser kennen lernt und tiefer in deren Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen kann.   

Alles in Allem ist dieser Liebes-Kurzroman eine runde Geschichte, die zum Nachdenken anregt und auch spannend ist. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, es kommen zwar vereinzelt "heiße" Szenen vor, sind aber aus meiner Sicht eher angedeutet und machen für mich nicht die Geschichte aus. Hier zählt für mich tatsächlich eher die Dramatik des Erwachsenwerdens, der Weg und die Stärke zu zeigen, Hilfe anzunehmen und den Mut zu haben sich nicht entmutigen zu lassen. 

Fazit:
"Am Ende siegt das Glück" ist ein gelungenes Debüt und ein wundervoller Auftakt der Saarburg-Reihe. Diese kurze Liebesgeschichte um Betti und Tom ist im gewissen Maße tiefgründig und emotionsgeladen mit einem wundervollem Setting und liebevoll gezeichneten Protagonisten, die man einfach in sein Herz schließen muss. Und wer so nah am Wasser gebaut ist wie ich und zwischen den Zeilen liest, benötigt definitiv eine Menge Taschentücher. Die Geschichte hat mir wunderschöne Lesestunden bereitet und ich kann sie mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

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