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(780)

1.117 Bibliotheken, 14 Leser, 12 Gruppen, 164 Rezensionen

wiedergeburt, karma, humor, ameise, liebe

Mieses Karma

David Safier
Fester Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Kindler, 16.03.2007
ISBN 9783463405087
Genre: Humor

Rezension:

Der Roman hat alles was ich von moderner Literatur erwarte: Dreidimensionale Figuren und eine Geschichte, die mich mitreißt, und eine Sprache voller lustiger und zugleich sinnvoller Wortneuschöpfungen... und heute ist Gegenteiltag! Selten hatte ich so schnell beim Lesen eines Buches keinen Bock mehr (ok, vielleicht bei Twilight, aber da hatte ich auch keine Erwartungen). Eigentlich habe ich das Buch auch nur angefangen, weil ich es geschenkt bekommen habe. Aber nach etwa zehn oder zwanzig Seiten hatte keine Lust mehr. Woran das liegt? Trotz der witzigen Idee der Geschichte ist der Roman meiner Meinung nach schlecht geschrieben. Die Wortneuschöpfungen sind nicht witzig, die Figuren Abziehbilder, die zwischenmenschlichen Konflikte Klischees.
Ein Bestseller auf dem Niveau eines Groschenromans.

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(26)

42 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

indianer, western, wilder westen, amerika, gewalt

Die Abendröte im Westen

Cormac McCarthy , Hans Wolf
Flexibler Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 02.03.1998
ISBN 9783499222870
Genre: Romane

Rezension:

Eigentlich verwährt sich "Die Abendröte im Westen" dem was ich aus einem "gewöhnlichen" Roman kenne: einem erkennbaren Plot. Die Hauptfigur, der der Leser auf ihrer Reise folgt, hat in der Geschichte nicht die Funktion, die ich aus anderen Roman kennen gelernt habe. Ich habe das Gefühl, dass es in dem Roman nicht um den "Jungen" geht, sondern der Junge dazu da ist, dass der Erzähler ihm folgen kann.
Letztendlich ist "Die Abendröte im Westen" ein literarischer Reisebericht. Anstelle eines Plots steht die Reise. Anstelle der Handlung stehen die erschreckenden Ereignisse vor dem Hintergrund der Indianerkriege, die sich im Laufe der Reise durch Mexiko zutragen.

Der Roman wird getragen von einer düsteren Stimmung, von der Ungeheuerlichkeit der Szenen, die McCarthy beschreibt. Szenen, die McCarthy durch seine prägnante Sprache zur Geltung bringt. McCarthy hat den amerikanischen Schreibstil nicht nur verinnerlicht, er hat ihn perfektioniert.
Der heimliche Star des Romans ist der Richter. Seine Bösartigkeit sucht seinesgleichen, gepaart mit seiner Intelligenz, die ihn nur umso gefährlicher erscheinen lässt. Bei der Äußerung seines Selbstverständnisses musste ich beim Lesen laut auflachen, was mir noch nicht oft passiert ist. "Alles was in der Schöpfung ohne mein Wissen existiert, existiert ohne mein Einverständnis."

Fazit: Der Roman ist nicht für Jedermann, insbesondere wenn man spezifische Erwartungen an eine Geschichte hat. Vielmehr werden hier historische Ereignisse in Szene gesetzt. Es gab einige gefühlte Längen, trotz der Kompaktheit des Romans (etwa 370 Seiten). Aber die großartige düstere Atmosphäre und die Figur des Richters machen einiges wieder wett.

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Tags: amerika, der richter, gewalt, indianer, mexiko, wilder westen   (6)
 

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(149)

268 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 20 Rezensionen

thriller, rache, hannibal, kannibalismus, hannibal lecter

Hannibal Rising

Thomas Harris
Flexibler Einband: 345 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 01.01.2006
ISBN 9783455400502
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Hannibal Rising wird erzählt wie aus dem kleinen Hannibal Lecter Hannibal der Kannibale wird.
Ich habe alle Bücher von Thomas Harris gelesen, doch dieses hat mich schwer enttäuscht. Eigentlich wird nur das aufgewärmt was ansatzweise schon In "Hannibal" beschrieben wurde, nämlich die psychologische Erklärung für Hannibal Lecters Kannibalismus. Nebenbei ist die Erklärung nicht besonders spektakulär, sondern ziemlich platt. Lecters Biografie, die ich mir persönlich interessanter vorgestellt hatte, reicht leider auch nicht aus um den Roman zu tragen, weshalb ich auch bald das Interesse am Roman verlor. Lest lieber "Roter Drache" oder "Das Schweigen der Lämmer", die Romane sind um Welten besser und die Figur Lecter übt eine wesentlich größere Faszination aus.

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Tags: hannibal lecter, kannibalismus   (2)
 

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183 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

rassismus, usa, roman, amerika, alter

Der menschliche Makel

Philip Roth , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Hanser, 01.01.2002
ISBN 9783446200586
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman ist hervorragend, weil es meiner Meinung nach gelungen ist Tiefgang und Unterhaltung auszubalancieren. Zum einen fand ich den Roman sehr spannend, weil ich unter anderem wissen wollte, wie die Beziehung zwischen Coleman Silk und seiner viel jüngeren Geliebten ausgeht. Der Ex-Freund von Silks Geliebter, ein psychisch labiler Veteran, und ein anonymer Brief an Silk, der erahnen lässt, das die Beziehung nciht geduldet wird,sorgen hier für Spannung, weil unklar bleibt ob die Beziehung ein gutes Ende nehmen kann. Desweitern haben beide Figuren eine interessante Biografie und viele verborgene Geheimnisse und es übte einen starken Reiz aus mehr über sie zu erfahen.

Tiefgang entwickelt die Geschichte aus sich selbst heraus, weil meiner Meinung nach aufgezeigt wird wie wenig von dem anderen wissen können. Aber natürlich ermöglicht der Roman viele weitere Lesarten und behandelt viele wichtige Themen, wie z.B. die Scheinheiligkeit in den USA.

Roths Figuren sind fasziniert und ungewöhnlich, wirken aber nie ausgedacht, sie sind so dreidimensional, dass ihre Existenz denkbar wäre. Das Gleiche gilt für die Geschichte. Sie ist unglaublich, aber zeitgleich hatte ich den Eindruck sie könnte sich tatsächlich
zugetragen haben. Roth zeigt sich hier als Meister seiner Kunst.

Fazit: Der menschliche Makel hat alles was eine gute Geschichte ausmacht. Sie ist sehr spannend und gleichzeitig bringt einen der Roman dazu über einiges nachzudenken.

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(829)

1.624 Bibliotheken, 36 Leser, 3 Gruppen, 117 Rezensionen

gauß, humboldt, wissenschaft, mathematik, abenteuer

Die Vermessung der Welt

Daniel Kehlmann , ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 23.09.2005
ISBN 9783498035280
Genre: Romane

Rezension:

Die Vermessung der Welt erzählt den Werdegang zweier Genies, Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß.
Die größte Stärke des Romans liegt für mich eindeutig in seinem großartigen geistesreichen Humor, der für mich schon die Klasse eines Loriots erreicht hat.
Als ein Beispiel fällt mit das Zitat von Goethe ein, als dieser gefragt wird, wie er die Gebrüder Humboldt zu erziehen sein. Die Antwort ist unverständlich und herrlich absurd, aber sie klingt eben sehr nach Goethe.
Ein weitere Stärke des Romans sind seine Protagonisten, die beiden schrulligen Forscher Humboldt und Gauß, wobei mich Gauß an meistens gefesselt hat. Beide Figuren sind in ihrem Verhalten so extrem, dass sich daraus immer wieder Szenen entstehen, die die Nebenfiguren an den Beiden verzweifeln lassen, mich aber immer wieder dazu gebracht hat laut aufzulachen.

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Tags: forscher, forschung, gauß, goethe, humboldt, humor, wissenschaft   (7)
 
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