Schassi

Schassis Bibliothek

377 Bücher, 118 Rezensionen

Zu Schassis Profil Zur Autorenseite
Filtern nach
377 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

56 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

liebe, jennyhan, hanser, lara-jean, freundschaft

P.S. I still love you

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.01.2017
ISBN 9783446254800
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

fernsehkoch, liebesgeschichte, krankenhaus, chili, köln

Franz oder gar nicht

Nikola Hotel
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632674
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die locker-leichte Geschichte um die schusselige Anästhesistin Josephine Henning und den selbstsicheren Fernsehkoch Raphael Franz hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Die Sprache ist einfach gehalten und das Buch sprüht nur so vor Situationskomik, Fettnäpfchen-Treffsicherheit und witzigen Dialogen. Der Großteil der Geschichte wird aus Josephines Sicht erzählt. In kurzen Einschüben erhält der Leser aber auch kleine Einblicke in Raphaels Gedankenwelt. Zusätzlich lockern Auszüge aus Raphaels Biographie die Geschichte auf und erzählen uns, wie er es vom einfachen Koch zum berühmten Fernsehstar geschafft hat. Die Kapitel sind angenehm kurz und knackig, genauso wie ich es mag und für das Genre als angemessen empfinde.

Die Liebesgeschichte von Jo und Raphael gleicht einem Katz- und Mausspiel. Bereits ihr erstes Aufeinandertreffen im OP steht unter keinem guten Stern. Nach ihrer ersten 24-Stunden-Schicht ist die junge Ärztin so fasziniert von der Schönheit ihres Patienten, dass sie ihm kurzerhand ein Stück Schneidezahn ausschlägt. Als wäre das noch nicht genug, bringt Josephine sich immer wieder in brenzlige Situationen, in denen sie dem attraktiven Fernsehkoch mehr oder weniger großen Schaden zufügt. Aber auch er lässt keine Gelegenheit aus, um sie zu piesacken und zu verwirren. Was seine Kollegin im Restaurant als eine Art „Vorspiel“ bezeichnet, ist für den Leser herrlich amüsant nachzulesen. Ich habe mich öfter kringelig gelacht.

Besonders gut gefallen hat mir die Rollenverteilung in diesem Roman. Zwar haben wir es auch hier mit einer schusselig-verträumten weiblichen Protagonistin zu tun, aber als bodenständige Karrierefrau hat Josephine mir gut gefallen. Dass der männliche Part ebenfalls ein bodenständiger Typ ist und zur Abwechslung mal kein superreicher Multimillionär mit Bindungsängsten, fand ich toll. Gerne mehr davon im modernen Frauenroman!

Das Buch lebt durch humorvolle Situationen und Dialoge. An manchen Stellen war es ein bisschen viel für meinen Geschmack, doch ingesamt habe ich mich stets gut unterhalten gefühlt.
Die Geschichte selbst ist leider schon nach 270 Seiten vorüber. Das Ende kam so abrupt, dass ich noch überhaupt gar nicht damit gerechnet hatte. Das fand ich sehr schade und gibt leider einen großen Minuspunkt. Gerne hätte ich noch mehr Liebesszenen zwischen Josephine und Henning gelesen, doch bis es endlich soweit war, war die Geschichte auch schon wieder vorbei. Über einen kleinen Epilog hätte ich mich z. B. sehr gefreut.


Für Franz oder gar nicht vergebe ich vier Sterne.

Fazit:

Franz oder gar nicht von Nikola Hotel gehört zu den unterhaltsamsten und besten Chick-Lit-Büchern, die ich bisher gelesen habe. Mit seinen herrlich erfrischenden Protagonisten und den humorvollen Situationen und Dialogen habe ich das 300-Seiten-Buch regelrecht verschlungen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle Liebhaberinnen von gutem Essen und modernen, leichten Frauenromanen!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(221)

552 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

dystopie, cecelia ahern, liebe, perfect, fehlerhaft

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nachdem der erste Teil der Dilogie Flawed mich gefesselt hat, habe ich sofort mit dem zweiten Band weitergemacht.
Celestine befindet sich auf der Flucht, Richter Crevan sucht nach ihr und kommt ihrem Versteck dabei immer näher. Der zweite Band netzt nahtlos an das Ende des ersten an. Er beginnt ruhig, nimmt aber bald Fahrt auf.
In kurzen Rückblenden werden die Geschehnisse aus dem ersten Band aufgegriffen, die es dem Leser erleichtern, wieder in die Geschichte hineinzukommen. Mir waren die Wiederholungen fast ein bisschen zu viel, aber wer eine längere Pause zwischen den Büchern hatte, wird sie zu schätzen wissen.


Die Geschichte entwickelt sich rasant weiter. Celestine flüchtet von einem Ort zum nächsten, nirgends kann sie sich sicher fühlen. Endlich findet ihr Verbündeter Carrick sie und bringt sie zu einem geheimen Zufluchtsort, an dem viele Fehlerhafte leben und arbeiten. Doch so liebevoll sie von den meisten Menschen dort aufgenommen wird, ist sie doch nicht bei jedem willkommen und so findet sie sich schon bald in einer Falle wieder. Langsam erkennt Celestine, dass sie kämpfen muss, wenn sie sich nicht den Rest ihres Lebens auf der Flucht befinden will.


Gemeinsam mit Carrick, einigen alten Bekannten aus dem ersten Band und neuen Verbündeten aus dem zweiten Teil, beginnt sie, einen Plan auszuhecken, der ihr und den anderen Fehlerhaften zur Freiheit verhelfen soll. Doch es läuft nicht alles wie geplant und so wird die Protagonistin wie ein Spielball ihrer übermächtigen Gegner und Verbündeten hin und her geworfen.
Es passiert viel im zweiten Band und nicht alles war für mich immer nachvollziehbar. Zwar werden alle offenen Fragen zu einem zufriedenstellenden Ende zusammengeführt, doch blieben mir manche Handlungsweisen von Celestine unverständlich (z.B. ihre Selbstverstümmelung).


Die von mir erhoffte Liebesgeschichte zwischen Celestine und Carrick entwickelt sich ganz nach meinem Geschmack und auch wenn die beiden sehr gegensätzlich sind und ihre junge Liebe oftmals wackelig wirkt, so bin ich sehr glücklich über diese Beziehung. Aber auch Celestines Jugendliebe Art spielt im zweiten Band eine wichtige Rolle und muss sich beweisen.


Mit viel Action und unvorhergesehenen Wendungen schaffte die Autorin es auch mit Perfect, mich bis zum Ende zu fesseln. Die Reihe überzeugt mich voll und ganz, deshalb gibt es von mir wieder 4,5 Sterne für dieses tolle Finale.


Fazit: 


Perfect – Willst du die perfekte Welt? ist ein gelungener, atemloser Abschluss einer ganz besonderen Dystopie. In Band 2 geht es rasant weiter und Celestine muss sich entscheiden, wie ihr Schicksal aussehen soll. Mit Hilfe von alten und neuen Verbündeten schafft sie es, sich selbst treu zu bleiben und ein zufriedenstellendes Ende herbeizuführen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(438)

1.156 Bibliotheken, 37 Leser, 2 Gruppen, 223 Rezensionen

dystopie, flawed, jugendbuch, cecelia ahern, fehlerhaft

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Celestine lebt in einer verstörenden Zukunftswelt, in der eine Einrichtung namens „Die Gilde“ über das moralische Fehlverhalten der Menschen urteilt. Wer einen Fehler macht, wird bestraft, gebrandmarkt und fortan von der Gesellschaft ausgeschlossen. Fehlerhafte müssen sich strengen Kontrollen unterziehen und auf jeden Luxus verzichten.
Celestine hat diese Entscheidungen nie infrage gestellt. Als feste Freundin von Art, dessen Vater der Anführer der Gilde ist, glaubt sie fest an das System – bis ihre Nachbarin abgeführt und verurteil wird, weil sie ihrer todkranken Mutter im Ausland Sterbehilfe geleistet hat. Langsam beginnt sie, Fragen zu stellen: Ist es wirklich verwerflich, einer Sterbenden ihren letzten Wunsch zu erfüllen, um ihrem Leid ein Ende zu setzen?
Als Celestine mitbekommt, wie die verurteilte Nachbarin aufgrund ihrer Ausgrenzung langsam den Verstand verliert und ihre Tochter von ihren Mitschülern gemieden und drangsaliert wird, bröckelt ihr Vertrauen in die Gilde.
Und dann begeht sie selbst einen großen Fehler. Nur wenige Sekunden sind ausschlaggebend, um Celestines perfektes Leben von jetzt auf gleich zu zerstören. Von der beliebten Musterschülerin mit der aussichtsreifen Zukunft zur gebrandmarkten Fehlerhaften, an der die Gilde ein Exempel statuieren will, ist es nur ein kurzer Weg. Fortan erlebt Celestine, was es heißt, der Willkür boshafter Menschen ausgesetzt zu sein, die Fehlerhafte wie Menschen zweiter Klasse behandeln und ihren Frust an ihnen auslassen. Nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Familie ist in Gefahr, denn Richter Crevan – Anführer der Gilde – ist noch lange nicht am Ende mit seiner Bestrafung für die junge Frau. Als auch ihr Freund Art und ihre Schwester Juniper sich gegen Celestine zu wenden scheinen, bricht ihre Welt vollends zusammen.

Flawed beginnt sehr ruhig. Der Leser erhält einen umfangreichen Einblick in Celestines perfektes Leben, in dem ihr alle Türen offen stehen. Nach und nach geschehen immer mehr Dinge, die ihre Überzeugungen ins Wanken geraten lassen und Celestine gegen ihren Willen zum Aushängeschild einer Revolte gegen die Gilde werden lassen.
Dabei ist sie keineswegs von Anfang an die entschlossene Kämpferin, sondern muss erst lernen, wer sie ist und was sie wirklich will. Gerade weil sie zufällig zwischen die Fronten gerät, wirkt diese Geschichte so authentisch und bedrohlich. Man leidet mit der Protagonistin mit und möchte sie oftmals davor bewahren, blindlings in ihr Verderben zu rennen.
Einige Geschehnisse sind zwar vorhersehbar, aber dennoch verstörend. Die Autorin schafft es, die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten.

Ich habe Flawed, vor allem ab der Mitte, geradezu verschlungen und nach dem Ende von Band 1 sofort mit Perfect, dem zweiten und letzten Teil der Reihe, weitergemacht. Nun muss Celestine sich als Kämpferin gegen einen übermächtigen Feind behaupten. Gleichzeitig bin ich gespannt auf die zarte Liebesgeschichte, die sich zwischen ihr und ihrem Verbündeten Carrick andeutet.

Für Flawed – Wie perfekt willst du sein? vergebe ich 4,5 Sterne.

Fazit:

Flawed von Cecelia Ahern ist der erste Teil einer dystopischen Dilogie, die interessante Fragen aufwirft und bis zum Ende Spannung erzeugen kann. Die junge Protagonistin Celestine gerät eher zufällig zwischen die Fronten und muss ihren Platz im Leben erst finden. Man leidet mit ihr und hofft, dass sie es schafft, die Gilde zu stürzen. Wer Dystopien mag und auch vor Gewalt in Büchern nicht zurückschreckt, dem lege ich diese Reihe ans Herz.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

157 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

liebe, behinderung, blindheit, blind, pinguine

Pinguine lieben nur einmal

Kyra Groh
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.09.2013
ISBN 9783442380442
Genre: Liebesromane

Rezension:


Als die 20-jährige chaotische Studentin Feli ihrem blinden Nachbarn Janosch buchstäblich vor die Füße fällt, ist es sofort um sie geschehen. Sie verliebt sich Hals über Kopf in den sarkastischen und meist schlecht gelaunten, unglaublich attraktiven Jura-Studenten, der sein Leben im Gegensatz zu ihr fest im Griff zu haben scheint. Wo bei Feli das Chaos regiert, ist Janosch auf Ordnung angewiesen. Mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit findet er sich in seinem Alltag zurecht und schafft das, was Feli schwer fällt: ein geordnetes Leben mit einem klaren Ziel vor Augen zu führen.
Auf den ersten Blick passen die beiden überhaupt nicht zusammen. Genau das macht den Reiz der Geschichte aus. Feli, hoffnungslos romantisch und doch voller Selbstzweifel, wünscht sich nichts mehr, als ihr persönliches Happy End, doch Janoschs unberechenbare Launen machen es ihr verdammt schwer, an eine gemeinsame Zukunft glauben zu können.
Als die beiden sich endlich näher kommen, tauchen immer mehr Probleme auf, die die zarte Liebe bedrohen: Janoschs ebenfalls blinde Exfreundin Karo, mit der immer alles leicht und selbstverständlich war, sein bester Freund Simon, der Janosch und Karo wieder zusammenbringen will und einige Geheimnisse aus Janoschs Vergangenheit gefährden die junge Beziehung. Etliche Missverständnisse und verletzte Gefühle führen zu einer Spannung, die die Autorin bis zum Ende aufrecht erhalten kann.


Wie auch in ihren anderen Romanen sprüht Kyras Schreibstil vor Wortwitz und Humor. Im Gegensatz zu ihren Nachfolgewerken enthielt dieses Buch für meinen Geschmack aber fast zu viele Witze, die etwas dezenter platziert besser funktioniert hätten. Dennoch musste ich über die ein oder andere Begebenheit herzlich lachen.


Neben Feli und Janosch sind mir vor allem die Nebenfiguren ans Herz gewachsen. Sei es Felis schwuler türkischer Mitbewohner Cem, der Gynäkologe werden möchte oder Janoschs Schwester Pia, die in Sachen Liebe ein besseres Gespür beweist, als er selbst. Diese und andere Figuren runden die Geschichte wunderbar ab und schubsen die Protagonisten immer wieder in die richtige Richtung, wenn sie sich einmal verrannt haben.


Leider ist mir der Einstieg in die Geschichte diesmal schwer gefallen. Woran das lag, kann ich gar nicht genau sagen. Auch mit dem sehr in den Vordergrund gerückten Humor musste ich erstmal klarkommen. Aber nach den ersten 100 Seiten war ich richtig drin und habe den Roman geradezu verschlungen.


Insgesamt hat mir Pinguine lieben nur einmal gut gefallen und deshalb gibt es von mir 4 Sterne.


Fazit:


Mit ihrem Debütroman Pinguine lieben nur einmal hat Kyra Groh einen humorvollen, locker-leichten Liebesroman geschrieben, der genau nach meinem Geschmack ist. Durch Janoschs Blindheit und seine zurückgezogene Art wird die junge Beziehung zwischen ihm und der chaotischen Feli immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Trotzdem steht diese Geschichte anderen modernen Liebesromanen in nichts nach.
Falls ihr diese tolle Autorin noch nicht kennt, solltet ihr sie euch unbedingt merken. Es lohnt sich.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(235)

559 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

mona kasten, trust again, liebe, again reihe, spencer

Trust Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 13.01.2017
ISBN 9783736302495
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

46 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

lets play, #newadult, helena, verspieltes herz, häusliche gewalt

Let's Play. Verspieltes Herz

Jennifer Wolf
E-Buch Text: 291 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.01.2017
ISBN 9783646603101
Genre: Sonstiges

Rezension:


Auch wenn ich selbst mit der Gamer-Szene nicht viel am Hut habe, interessierte mich die Umsetzung des Themas sehr. Die vielen guten Rezension der Blogger haben außerdem dazu beigetragen, dass das Buch gleich zum Erscheinungstermin auf meinem Kindle einziehen durfte.

Nach der wunderschönen Jahreszeiten-Reihe war mein Interesse an der Autorin geweckt. Jennifer Wolf schafft es, mit einfachen Mitteln spannende Geschichten zu erzählen, die alles bieten, was das Leserherz begehrt: Romantik, Drama, scheinbar ausweglose Situationen und Selbstzweifel, bis am Ende die Liebe über alle Hindernisse siegt. So ist auch Let’s Play aufgebaut, doch mit dieser Geschichte hatte ich ein paar Probleme. Aber der Reihe nach:

Die Geschichte wird aus der Sicht der 22-jährigen Helena Sorrento erzählt. In der Vergangenheit musste sie viel mitmachen, was sie bis heute verfolgt und dazu geführt hat, dass sie keine Ausbildungsstelle nachweisen kann oder eigenes Geld verdient. Sie lebt kostenfrei in der WG ihrer Freunde Jean und Emilie. Alle sind die glühende Anhänger des TouTube-Stars Aiden, der mit seinen Let’s Plays ein Millionenpublikum begeistert. Wie er aussieht, ist unbekannt, doch seine Stimme, sein Humor und sein gutes Herz haben Helena durch eine schwere Zeit begleitet. Emilie ist sehr verliebt in Aiden und teilweise richtig fanatisch. Das führt später zu einigem Konfliktpotential.
Vor ihrer Vergangenheit in München ist Helena nach Köln geflüchtet, doch auch hier findet sie keine Ruhe. Ein Job oder eine Ausbildung scheinen meilenweit entfernt, stattdessen verbringt sie ihre Freizeit in der Bibliothek, wo sie das Lesen für sich entdeckt hat. An dieser Stelle muss ich (als Bibliothekarin) leider das Bild einer zeitgemäßen Bibliothek kritisieren. Auch scheint die Autorin sich nicht richtig informiert zu haben. Senioren-Dienstag, an dem alle Personen Ü-60 kostenlos in der Bibliothek verweilen dürfen? Totaler Quatsch! Eine Bibliothek ist eine öffentliche Einrichtung, die aus Steuergeldern finanziert wird und generell jedem offen steht. Zum Schmökern und Umsehen braucht man überhaupt keinen Leseausweis. Auch das Bild der mürrischen, stets schlecht gelaunten Bibliothekarin hat mir nur ein müdes Augenrollen entlockt. Bitte, liebe Autoren und Autorinnen, lasst solche Klischees in Zukunft weg oder besucht vorher selbst mal eine Bibliothek. Als Dienstleister im Öffentlichen Dienst sollte man eine gewisse Freundlichkeit an den Tag legen und meiner Erfahrung nach ist das in den meisten Bibliotheken auch der Fall. Von der gelangweilten Bibliothekarin, die an der Theke sitzt und Bücher oder Zeitschriften liest (Hallo, Klischee! Wir haben ja auch sonst nichts zu tun) will ich wirklich nichts mehr lesen.
Aber das nur am Rande …
In der Bibliothek triff Helena auf einen attraktiven Unbekannten, der ihre Nähe zu suchen scheint, auch wenn die beiden noch nie ein Wort miteinander gewechselt haben. Er kauft ihr sogar eine teure Fantasy-Sammler-Ausgabe, die sich im Flohmarktverkauf befindet (sehr unwahrscheinlich, dass sich solche Ausgaben in super gutem Zustand in einer Bibliothek befinden).

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir diesmal leider nicht so leicht wie bei den Jahreszeiten-Büchern. Außerdem ist relativ früh klar, wer Helenas Lese-Date wirklich ist. Spätestens, als sie sich auf der Gamescom wiedersehen, auf der auch Aiden unterwegs ist, ist es allzu offensichtlich.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich rasant, da sie sich sofort zueinander hingezogen fühlen. Zwar zweifelt Helena an sich selbst (kein Geld, keine Perspektive, etwas Übergewicht) und fragt sich, was der schöne Aiden (der auch nicht makellos ist) von ihr will, aber ihre Gefühle überwinden auch in diesem Buch jede Hürde. Das hat mir sehr gut gefallen und wurde authentisch rübergebracht. Da sprühen die Funken und klopfen die Herzen – auch beim Leser.
Es werden auch schwierige Themen verarbeitet – Helenas Vergangenheit holt sie wieder ein und droht ihr Glück zu zerstören. Dabei wird es sehr dramatisch, mehr möchte ich im Moment aber nicht verraten. Trotzdem hat mir aber das gewisse Etwas gefehlt. Auf einen Plottwist wartet man vergebens. Leider bleibt die Geschichte oberflächlich und vorhersehbar. 
Auch das Ende wurde für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt und ging zu glatt über die Bühne. Es wirkte fast, als wollte die Autorin zum Schluss kommen. Das fand ich sehr schade.

An Jennifer Wolfs Schreibstil hatte ich nur wenig auszusetzen. Mit ihrer lockeren Art und dem gut platzierten Humor fällt es ihr leicht, die Leserinnen in die Geschichte zu ziehen, auch wenn es bei mir diesmal leider nicht der Fall war. Ich habe mich sogar selbst dabei erwischt, dass ich gar nicht wirklich wissen wollte, wie das Buch ausgeht, sondern es einfach nur beenden wollte.

Fazit:

Let’s Play von Jennifer Wolf konnte mich leider nicht restlos von sich überzeugen. Trotz der gut durchdachten Story und einem Thema, das frischen Wind ins Liebesroman-Genre bringt, blieb die Geschichte oberflächlich und vorhersehbar. Mir fehlte der ein oder andere Plottwist und auch das Ende wurde für meinen Geschmack zu schnell und zu glatt abgehandelt. Die Lovestory selbst wird hingegen authentisch und liebevoll erzählt.
Für Fans der Autorin trotzdem empfehlenswert, alle anderen sollten sich selbst ein Urteil bilden.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(61)

70 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

erotik, sarah saxx, liebe, king of chicago, gefühle

King of Chicago

Sarah Saxx
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.01.2017
ISBN 9783743116221
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Geschichte um Travis und Ashley wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere erzählt. Dabei zeigen sich vor allem die Unterschiede zwischen dem reichen Immobilien-Händler und der liebevollen Fotografin. Während das Leben für Travis aus Spaß, Partys, Statussymbolen und Frauen besteht, kämpft Ashley darum, ihren Traum als Immobilienfotografin in Chicago leben zu können. Familie, Freundschaften und Harmonie sind ihr sehr wichtig, während Travis auf sich alleingestellt lebt und selbst der Kontakt zu seinem Bruder, dem einzig noch lebenden Teil seiner Familie, bröckelt.

Das erste Aufeinandertreffen der beiden steht unter keinem guten Stern: Als Ersatz für Travis‘ kranken Fotografen platzt Ashley mitten in ein kleines Schäferstündchen zwischen ihm und dem Supermodel Jelena herein. Nachdem er sie von oben herab behandelt, wird ihr schnell klar: Dieser Typ hat kein Benehmen. Und doch ist da etwas an Travis, das sie anzieht, ob sie will oder nicht. Und auch Travis verfällt der jungen Frau, die ihm offen Paroli bietet und es wagt, ihm zu widersprechen.
Das Knistern zwischen den beiden Protagonisten ist von Anfang an spürbar und baut sich im Laufe der Geschichte immer weiter auf. Was als lockere Affäre beginnt, droht den beiden bald selbst über den Kopf zu wachsen, denn Travis ist nicht der Typ für feste Beziehungen und Ashley weiß, dass das Leben an seiner Seite kein Zuckerschlecken ist.

Den beiden werden immer neue Steine in den Weg gelegt, die es ihnen schwer machen, ihre junge Liebe wachsen zu lassen. Falsche Pressemitteilungen, Neider und ein ganz besonders hartnäckiges Biest setzen alles daran, um die Beziehung zu zerstören. All das wird Ashley bald zu viel, auch wenn Travis sich für sie um 180 Grad wandelt.

Das Buch ist flüssig und locker geschrieben. Die erotischen Szenen stehen dabei im Mittelpunkt der Geschichte. Nach romantischen Liebesszenen wird man hier vergebens suchen, denn das ist schlicht nicht Travis‘ Ding. Zwar handelt er später doch sehr romantisch, doch bei den Sexszenen geht ganz schön die Post ab. Auch vor ordinären Aussprüchen wird hier kein Halt gemacht.

Die Geschichte an sich ist freilich nichts Neues. Normalo-Mädchen verliebt sich in steinreichen, kontrollwütigen Mann, der bindungsunfähig ist, aber durch die Frau seines Lebens lernt, was es heißt, zu lieben- all das ist schon mal da gewesen, doch Leser des Erotik-Genres wissen dies natürlich.
Mir hat besonders gut gefallen, dass neben der eigentlichen Liebesgeschichte auch Themen wie Freundschaft und Familie eine wichtige Rolle spielen.

Leider empfand ich die einzelnen Kapitel teilweise als zu lang, sodass ich oftmals nur eines oder zwei am Stück lesen konnte, bevor ich den Kindle wieder weglesen musste. Für mich war es leider kein Buch, das ich am Stück verschlingen konnte. Dafür fehlten mir die Spannung, auch wenn es nie langweilig wurde, und das unbedingte Wissen-Wollen, wie es weitergeht.
Einige Charaktere blieben für meinen Geschmack zu blass und zu einseitig gezeichnet, z. B. Ashley und Jelena.
Ich fürchte, dass der King of Chicago bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen und sich schon bald mit Masse an Erotik-Literatur vermischen wird. Dennoch gibt der Erfolg der Autorin recht und ich denke, dass das Buch auch in den nächsten Wochen und Monaten seine Leser finden wird. Für das Frühjahr 2017 hat Sarah Saxx bereits eine in sich abgeschlossene Fortsetzung um Damien, Travis‘ Bruder, angekündigt, der als Rockstar in Los Angeles lebt und liebt. Die Leser lieben Millionäre und Rockstars und sie gibt ihnen, wonach sie verlangen.

Insgesamt empfand ich die Geschichte als gut durchdacht und professionell aufbereitet, doch für mich persönlich war sie leider kein Highlight. Auch einige Schnitzer, die die Schreibweise betreffen (aber bei der Masse an Text absolut im Rahmen sind), haben mein Lesevergnügen geschmälert.

Fazit:

King of Chicago erzählt die Geschichte von Ashley und Travis, die trotz ihrer Unterschiede und aller Hindernisse zueinanderfinden. Neben der Liebesgeschichte und einer großen Portion Erotik stehen auch Themen wie Freundschaft und Familie im Vordergrund. Sarah Saxx hat das Rad nicht neu erfunden, aber eine Geschichte geschaffen, die vielen Fans Freude bereiten wird. Für Liebhaber des Erotik-Genres empfohlen.


  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(51)

113 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

frauenroman, liebe, familie, liebesroman, studenten

Halb drei bei den Elefanten

Kyra Groh
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.08.2014
ISBN 9783442380763
Genre: Liebesromane

Rezension:


Die Geschichte von Max und Moritz hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Kyra Groh versteht es wie kaum eine andere deutsche Autorin, eine moderne Liebesgeschichte in locker-luftiger, sehr sympathischer und humorvoller Weise zu erzählen. Die fast 500 Seiten sind an mir vorbeigerauscht wie nix.

Max, eigentlich Maxime, ist eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack. Sie ist unangepasst, meistens schlecht gelaunt, hat einen 1-A-Musikgeschmack und versteckt ihre Selbstzweifel meist hinter ihrem ausgeprägten Sarkasmus. Ihre ungleiche Zwillingsschwester Jo(sephine) liebt sie über alles, auch wenn sie sie insgeheim um ihre Schönheit und Beliebtheit beneidet. Und dann wäre da noch Jonas, in den Max seit vielen Jahren heimlich verliebt ist. Doch Jonas, Marke selbstzufriedener Hobby-Musiker, ist viel zu beschäftigt, um das zu merken. Und so verbindet die beiden eine innige Freundschaft, auch wenn Max sich so viel mehr wünscht. Doch wie soll man es anstellen, dass der beste Kumpel die Frau in dir sieht, wenn eure Freundschaft eher in die Kategorie „gute Kumpels zum Biertrinken und Zocken“ fällt und er außerdem auf den Typ Tussi steht?
Ich konnte mich wunderbar in Max hineinversetzen und habe sie für ihren Charakter und ihre Einstellung geliebt.
Und Moritz … hach … so einen Mann wünscht sich insgeheim wohl jede Frau. Er ist aufrichtig, ehrlich, sagt, was er denkt und fühlt und verhält sich so liebevoll und vorbildlich, dass ich ihn sofort toll fand.

Neben den beiden Hauptcharakteren haben mir auch die Nebenfiguren sehr gut gefallen, allen voran Max‘ Schwester Jo und Moritz‘ Sohn Liam. Die Geschichte wird mit so viel Liebe zum Detail und Hingabe erzählt, ohne jemals langatmig zu werden.
Was mir besonders gut gefällt: Das Buch endet nicht an dem Punkt, an dem die beiden „sich kriegen“, sondern thematisiert auch den Alltag der Beziehung, die Probleme, Herausforderungen und Ängste von Max. Und dann gibt es da noch etwas, dass Moritz Max verschwiegen hat und ihr Glück gefährdet …
Die aufgegriffenen Motive haben mich rundherum überzeugt. Diese Geschichte hätte so auch im wirklichen Leben passieren können. Jeder kann sich in die Handlungen der beteiligten Personen hineinversetzen und das macht das Buch so authentisch und wertvoll. 
Ich habe auf jeder Seite mit Max gefühlt, hatte Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen, habe dümlich vor mich hingegrinst und gekichert und noch so vieles Mehr.
Dieses Buch, das ich zum Glück noch vor dem Jahreswechsel beenden konnte, zählt zu meinen absoluten Highlights in 2016. Jetzt fehlt mir nur noch Kyras Debütroman Pinguine lieben nur einmal, der aber schon in meinem Regal auf mich wartet.

Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung und volle Punktzahl.

Fazit:

Halb drei bei den Elefanten ist ein moderner Liebesroman ganz nach meinem Geschmack. Authentische Protagonisten mit Ecken und Kanten, eine tolle Story ohne Kitsch, dafür aber mit gepfeffertem Humor und ganz viel Herzklopfen machen diesen Roman von Kyra Groh zu einem meiner Highlights in 2016. Unbedingt lesen!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Eine Frau spürt so was nicht

Kirsten Fuchs
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Verlag Voland & Quist, 24.09.2015
ISBN 9783863911317
Genre: Humor

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

104 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

matt haig, echo boy, dystopie, jugendbuch, zukunft

Echo Boy

Matt Haig , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423717120
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Audrey und Daniel erzählt, die ihre Erinnerungen in einem Gedanken-Buch, einer Art Tagebuch, festgehalten haben. Sie erzählen in der Vergangenheitsform und geben hier und da kleine Hinweise darauf, was später passiert. Audreys Perspektive ist häufiger vertreten, aber Daniels fand ich am interessantesten.

Audrey ist erst 15 Jahre alt, als sie ihre Eltern durch eine defekte Haushalts-Echo verliert. Ihr Vater war der größte Gegner ihres Onkels Alex Castle, dem Castle Industries gehört, eines der führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Echo-Produktion. Als Audrey mangels Alternativen bei ihrem Onkel leben muss, findet sie sich in ihrem persönlichen Albtraum wieder: das Haus voller Echos, ihr zehnjähriger Cousin ist ein sadistischer Psychopath und ihr Onkel hat zwei Gesichter. Er spannt sie für seine Zwecke ein und das macht Audrey Angst. Und dann ist da noch der Echo Daniel. Dieser Echo ist anders alle anderen. Er hat wache Augen, stellt Fragen und widersetzt sich den Befehlen seines Herrn. Bald erkennt Audrey, dass er sie beschützen will und Gefühle empfinden kann. Und auch Audrey, die sich in ihrem Leben nichts sehnlicher gewünscht hat als einen realen Freund, fühlt sich zu Daniel hingezogen. Doch als ihr Onkel herausfindet, dass seine Nicht ihm mehr Ärger als Nutzen bringt und Daniel für ihn wertlos ist, steht plötzlich beider Leben auf dem Spiel.

Der Roman spielt im Jahr 2115. Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Weite Teile der Erde wurden durch Klimakatastrophen verändert, heutige Metropolen existieren nicht mehr bzw. wurden neu errichtet. Die Zahl der Menschen ist rasant gestiegen und mit ihnen die ihrer vielen Helfer – den sogenannten Echos. Maschinen, die menschlich aussehen und aus künstlichem Fleisch und Blut hergestellt wurden, einzig und allein, um den Menschen zu dienen. Künstlich ist auch die treffende Bezeichnung für den Alltag im Jahr 2115. Ausflüge, Unterricht, Urlaub, Spiele und Treffen – alles spielt sich in einer virtuellen Realität ab, die mittels sogenannter Pods besucht wird.
Die Menschheit ist in Arm und Reich geteilt. Nur wenige können sich Echos überhaupt leisten. Polizei, Armee und Sicherheitskräfte wurden durch Echos und ältere Roboter-Modelle ersetzt. Es existieren gefährliche Waffen, die ihr Ziel in Antimaterie umwandeln und somit vollkommen auslöschen können.
Matt Haig hat eine erschreckende Welt geschaffen. Und doch kann man sich spielend leicht in diese Zukunft hineinversetzen, denn sie könnte so oder so ähnlich tatsächlich eintreten. Viele Anzeichen aus unserem heutigen Alltag sprechen bereits dafür.

Wer eine tiefe Liebesgeschichte erwartet, wird vielleicht enttäuscht werden. Echo Boy ist in erste Linie ein rasant erzählter, spannungsgeladener Science-Ficiton-Roman, der Fragen aufwirft und zum Mitdenken anregt. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen ebenso wie die Frage nach Schuld und Unschuld. Audrey und Daniel nehmen uns mit in eine Welt, die gleichermaßen faszinierend und schockierend ist. Ich kann mir Echo Boy sehr gut als Film vorstellen und hoffe, dass der Roman eines Tages tatsächlich verfilmt werden wird.

Echo Boy bietet Denkanstöße und setzt sich mit moralischen Fragen auseinander, die jeder Leser für sich selbst beantworten muss. Viele Szenen enthalten psychische und physische Gewalt, sie halten dem Leser einen Spiegel vor und fordern ihn zum Hinterfragen des eigenen Verhaltens auf.
Matt Haig beschenkt den Leser vor allem in Form von Daniels Gedanken mit vielen kleinen und großen Lebensweisheiten. Am liebsten hätte ich mir pausenlos Notizen gemacht und Zitate herausgeschrieben. Dieses Buch steckt voller Schätze, die in Worte verpackt wurden.

Fazit:

Echo Boy ist so viel mehr als nur ein spannungsgeladenes Science-Fiction-Jugendbuch. Der Autor entführt uns in die gleichermaßen erschreckende und faszinierende Welt des Jahres 2115, in der die 15-jährige Audrey und der einzigartige Echo Daniel um ihr Überleben kämpfen. Auf der Flucht vor einem übermächtigen Feind lernen die beiden ungleichen Protagonisten, wofür es sich zu leben lohnt, wenn die eigene Freiheit auf dem Spiel steht.
Diese Geschichte steckt voller kleiner und großer Lebensweisheiten. Ich hätte mir am liebsten pausenlos Zitate herausgeschrieben, damit ich sie immer wieder lesen und verinnerlichen kann. Nicht nur für Science-Fiction-Leser eine wahre Bereicherung!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

kira gembri, weihnachten, humorvoll, liebe, familie

Santa's Baby

Kira Gembri
E-Buch Text
Erschienen bei null, 14.11.2012
ISBN B00A7LEHG0
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte wird aus Laras Sicht erzählt. Als alleinerziehende Mutter einer 4-jährigen Tochter findet sie sich oftmals zwischen dem Studium und ihrem Nebenjob in stressigen Situationen wieder. Vom Weihnachtsrummel hält sie nicht viel und auch Männer haben in ihrem Leben lange keine Rolle mehr gespielt – bis Finn auftaucht, der im Supermarkt als Weihnachtsmann jobbt. Und diesen Weihnachtsmann muss man einfach lieben! So unbeschwert und locker, wie er auf Lara zugeht und alles daran setzt, ihr Herz für sich zu gewinnen, ist er ein toller männlicher Protagonist mit Herz-Schmelz-Garantie. Aber er beweist auch viel Humor, Verantwortungsgefühl und Einfühlungsvermögen. Der perfekte Mann also! Aber bis Lara das erkennt, ist es noch ein langer Weg.

Kiras Schreibstil ist wie gewohnt locker, flüssig und sehr humorvoll. Die Geschichte lebt durch vieleliebevolle Details und ich konnte mehr als einmal herzhaft lachen. Laras Handlungen konnte ich stets nachvollziehen, auch wenn ich sie manchmal schütteln wollte, um ihr die Augen zu öffnen. Aber ohne ein bisschen Hin und Her kommt eben keine spannende Liebesgeschichte aus. Bei all ihren Sorgen und Ängsten hatte Lara  nur das Wohl ihrer kleinen, bezaubernden Tochter im Sinn, deshalb verzeihe ich ihr manchmal übereifriges Urteil gerne. Nele ist so ein goldiges Kind, man muss sie einfach lieben.

Neben der wunderbar weihnachtlichen Stimmung, die der Kurzroman vermittelt, spielt auch Erotikeine große Rolle. Das hatte ich anfangs überhaupt nicht erwartet, auch wenn in der Beschreibung „prickelnde Liebe“ steht. Trotzdem war ich überrascht über die detaillierten Szenen zwischen Lara und Finn, aber im positiven Sinne. Kira Gembri schreibt sehr geschmackvoll und durchaus prickelnd. Besonders schön fand ich es, dass es eben nicht nur auf eine Bettgeschichte hinausläuft und vor allem von Finns Seite viel mehr kommt.

Insgesamt passt dieser wundervolle Roman bestens in die Adventszeit und ich wünsche mir ganz viele Leserinnen dafür. Ein kleiner Kritikpunkt wäre das Cover, das mich persönlich leider überhaupt nicht anspricht. Wäre der Roman nicht von Kira Gembri, hätte ich ihn allein schon wegen seines Äußeren nicht gekauft. Aber in meine Bewertung fließt nur der Inhalt ein.


Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine große Empfehlung.

Santa’s Baby ist ein wundervoller Kurzroman, der perfekt in die Adventszeit passt. Wie immer konnte mich Kira Gembri auch mit ihrer Weihnachtsgeschichte absolut überzeugen. Das Buch besticht durch sympathische Charaktere, die auch mal Schwäche zeigen, viele liebevolle Details und einen tollen Humor. Außerdem kommt auch geschmackvolle Erotik nicht zu kurz. Als Einstimmung für das Weihnachtsfest und auch darüber hinaus absolut empfehlenswert!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

79 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

winter, liebe, frühling, sommer, elfe

SnowFyre. Elfe aus Eis

Amy Erin Thyndal
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.11.2016
ISBN 9783646602975
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses E-Book hat ein traumhaftes Äußeres bekommen, an dem man sich gar nicht sattsehen kann. Da hat der Grafiker ganze Arbeit geleistet. Ich wünsche mir viel mehr davon auf dem E-Book-Markt!

Im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte von Fyre und Ciel. Die beiden verbindet eine lebenslange Freundschaft, sie sind Erwählte und damit vom Schicksal füreinander vorbestimmt. Doch in Fyres Vergangenheit sind viele Dinge passiert, die ihr Herz zu Eis gefroren haben. Ciel hat sie bitter enttäuscht und ihr Herz gebrochen, seitdem trägt sie eine Maske zur Schau, die ihre wahren Gefühle verbirgt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Charakteren zunächst nicht ganz klar sind. Am meisten kommt Fyre zu Wort. Als Elfe ist ihr ein langes Leben beschieden, doch sie verhält sich ihrem jugendlichen Alter von 19 Jahren entsprechend. Ich denke, dass sich vor allem Leserinnen in diesem Alter für die Geschichte begeistern können. Nach außen hin gibt Fyre sich abgeklärt und emotionslos, doch wenn sie erzählt, beweist sie auch viel Humor und noch mehr Gefühl.
Der Schreibstil hat mir, vor allem am Anfang, gut gefallen. Er wird der märchenhaften Kulisse und dem fantastischen Setting gerecht. Leider haben mich im Verlauf der Geschichte einige Dialoge gestört, die zwar zum jungen Alter der Protagonistin passen, aber für meinen Geschmack schöner formuliert hätten sein können.
Neben Fyre kommt auch Ciel zu Wort, außerdem die Fee Luna und ihre Geisterkatze Skye. Letztere hat vor allem gegen Ende für den ein oder anderen Lacher bei mir gesorgt. Bei ihr waren die humorigen Szenen gut aufgehoben, an anderer Stelle hätte ich mir weniger davon gewünscht.

Die Geschichte wimmelt nur so von tollen Ideen. Sei es die Rolle der Tiere und ihre tiefe Verbundenheit zu ihren Besitzern oder die Bedeutung der Rosen auf Fyres Haut - all diese kleinen liebevollen Details machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Die Geschichte selbst fällt für mich eindeutig in den Romantasy-Bereich, mit einigen genreübergreifenden Elementen, z. B. bei der Aufklärung von Verbrechen im Elfenreich. Langweilig wurde mir beim Lesen jedenfalls nicht, aber atemlose Spannung und der unbedingte Wunsch, zu wissen, wie es weitergeht, kamen leider auch nicht auf.

Nachdem ich von der Philosophie des neu gegründeten Verlags-Imprints erfahren hatte, hätte ich mir allerdings etwas anderes unter dem Buch vorgestellt. Die Liebesgeschichte bleibt sehr unschuldig, innere Monologe wiederholten sich dafür tausendfach und es gab mehr als genug Hin und Her zwischen Fyres Kopf und ihrem Herzen. Das wurde mir mit der Zeit wirklich viel zu viel.
Ein paar düstere Anklänge gab es, aber auch da hätte es ruhig mehr sein können.
So bleibt die Geschichte am Ende ein netter Ausflug in die Romantasy-Welt für mich, bei dem meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt werden konnten.

Von mir bekommt SnowFyre - Elfe aus Eis deshalb 3,5 Sterne.

Fazit:

Fans von Romantasy-Romanen werden bei Snowfyre gut aufgehoben sein. Dieses optisch wunderschön verpackte E-Book besticht durch viele tolle Ideen und Liebe zum Detail. Die sehr jugendlich agierende Protagonistin Fyre muss man mögen, mit dem ewigen Hin und Her in Bezug auf ihre Gefühle zu ihrem Erwählten Ciel bin ich leider nicht gut klar gekommen. Dafür hat mich der tolle Schreibstil größtenteils überzeugen können und der gut platzierte Humor hat für den ein oder anderen Schmunzler gesorgt.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

liebe, so geht liebe, jugendbuch, schwangerschaft, schwanger

So geht Liebe

Katie Cotugno , Astrid Finke
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.09.2016
ISBN 9783453596474
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Reena und Sawyer sind seit ihrer Kindheit miteinander verbunden. Ihre Eltern führen ein gemeinsames Restaurant, in dem beide nach der Schule aushelfen. Reena ist schon so lange in Sawyer verliebt, dass sie glaubt, alles über ihn zu wissen. Doch dann kommt ihre beste Freundin mit ihm zusammen und alles verändert sich.
Später bekommt sie endlich ihre Chance bei ihm und könnte glücklicher nicht sein. Doch je länger die beiden zusammen sind und je besser sie ihn kennenlernt, desto mehr muss Reena sich eingestehen, dass sie ein völlig falsches Bild von Sawyer hatte.

Dies ist die Geschichte einer jungen, verzweifelten Liebe, die tief und echt ist und doch niemals einfach. Sawyer hat viele Probleme, die die Beziehung gefährden. Er scheint das genaue Gegenteil der besonnenen, strebsamen Reena zu sein. Die beiden werden voneinander angezogen, wie die Motten vom Licht, doch ihre gemeinsame Vergangenheit schweißt sie ebenso zusammen, wie sie das junge Paar auseinander treibt. Als Reena mit 16 schwanger wird und Sawyer verschwindet, bricht für sie eine Welt zusammen. Von den Mitschülern gemieden, muss sie sich dem Spott der Kleinstadt aussetzen und mit der grenzenlosen Enttäuschung ihres streng gläubigen Vaters leben, der sie fortan nicht einmal mehr ansehen kann. Einsam, allein gelassen und vom Leben enttäuscht, wirft sie ihre sorgfältig ausgearbeiteten Reisepläne über den Haufen, um sich fortan um ihre kleine Tochter Hannah zu kümmern.

Zwei Jahre später scheint Reena in ihrem Alltag gefestigt zu sein: Sie kellnert nach wie vor im Restaurant ihres Vaters, besucht sogar einige Kurse am örtlichen College und hat in Aaron einen bodenständigen Freund gefunden, der sie liebt. Doch als Sawyer wie aus dem Nichts wieder in ihrem Leben auftaucht und von der gemeinsamen Tochter erfährt, ändert sich ihr Leben schlagartig.

Reena ist ein mutiger Charakter, mit dem ich mich sofort identifizieren konnte. Was sie durchmachen musste, ist hart und ungerecht und trotzdem hält sie stets den Kopf über Wasser und meistert ihr Leben mit beeindruckender Stärke.
Sawyer kommt anfangs als der typische, problembeladene Schulschönling daher, doch mit der Zeit blickt man durch seine raue Schale und lernt ihn durch Reenas Augen zu sehen. Er arbeitet hart an sich und seinen Fehlern, um diesmal alles besser zu machen.

Das Buch wird abwechselnd aus der Zeit vor der Schwangerschaft und in der Jetzt-Zeit, aus Reenas Sicht, erzählt. Nach und nach erfährt der Leser, wie diese beiden jungen Menschen zueinander fanden und sich doch wieder verloren, bis sie sich nach zwei Jahren Funkstille wieder gegenüber stehen.
„So geht Liebe“ könnte die Leser mit dem romantischen Cover und dem verspielten Titel ein wenig in die Irre führen. Hier geht es nicht um eine locker-luftige Romanze, sondern um echte Probleme und tiefe, verletzte Gefühle und gescheiterte Chancen.

Wer die Bücher von Colleen Hoover mag, sollte sich „So geht Liebe“ einmal genauer ansehen. Weniger kitschig, dafür sehr authentisch wird hier der Weg einer jungen Liebe unter schwierigen Umständen erzählt, die die Leserinnen direkt ins Herz trifft.

Fazit:

„So geht Liebe“ von Katie Cotugno erzählt die Geschichte einer jungen Liebe, die unter schwierigen Umständen gewachsen ist und sich viel zu früh verloren hat, bevor sie eine zweite Chance bekommt. Ernste Themen und echte Probleme machen dieses Buch zu einem bitter-süßen Lesevergnügen mit Herzschmerz-Garantie. Von mir gibt es eine klare Empfehlung.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(232)

865 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

mondprinzessin, mond, ava reed, liebe, fantasy

Mondprinzessin

Ava Reed
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959913164
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Geschichte ist ein modernes Märchen: Ein junges Mädchen, das aus ärmlichen Verhältnissen stammt und scheinbar eine Waise ist, erfährt, dass sie eine Prinzessin ist, ihre Eltern noch am Leben sind und sie eine wichtige Aufgabe erfüllen soll. Der tapfere Mondkrieger Juri steht an ihrer Seite und hilft ihr dabei, sich in der fremden Welt Menua zurechtzufinden. Die Ideen, die im Roman aufgegriffen werden, haben mir durchweg gut gefallen. Ich konnte mir den Palast und Lynns neues Zuhause bildlich vorstellen und war ganz fasziniert von der unbekannten Welt auf dem Mond.

Lynn ist eine tolle Protagonistin: frech, ehrlich, ein wenig verunsichert anfangs, aber sie hat das Herz am rechten Fleck und weiß, was richtig ist. Für ihre Eltern und ihr zukünftiges Königreich würde sie alles tun, selbst wenn es bedeutet, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse zurückstecken muss. Sie ist so ziemlich die Anti-Prinzessin: liebt es, zu kämpfen, hasst dafür Kleider und kennt sich nicht mit der Etikette aus. Ihr Schutzgeist ist die putzige Waschbärdame Tia, die mir den ein oder anderen Awww-Momentbeschert hat.

Juri mochte ich auch sehr gerne. Er ist ein toller Mann und der perfekte Partner für Lynn, aber ihre Liebe darf nicht sein. Trotzdem verzehrt er sich nach ihr und würde alles für sie tun, sogar seine Pflichten als Mondkrieger verletzen und mit Lynn durchbrennen.

Leider fiel mir der Eintstieg in das Buch nicht so leicht. Bis zur Hälfte der Geschichte musste ich mich selbst dazu motivieren, dranzubleiben, aber ich wurde belohnt, als sich die zarte Liebesgeschichte zwischen Juri und Lynn langsam entwickelt hat.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Lynns und Juris Sicht erzählt, wobei Lynns Perspektive den Hauptteil des Buches ausmacht. Jedem Kapitel ist ein kleines Zitat vorangestellt. Im Buch finden sich etliche schöne Grafiken und Zeichnungen wieder, wie man es schon vom Drachenmondverlag gewohnt ist. Die Bücher sind alle mit viel Liebe zum Detail gestaltet und das wissen die zahlreichen Fans und Leser auch zu schätzen.

Dass das Ende bei vielen Leserinnen für Unstimmigkeiten sorgte, wusste ich bereits. Generell muss nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein, aber warum diese Geschichte ausgerechnet so ausgehen musste, hat sich mir leider auch nicht ganz erschlossen. Trotzdem hat es seine Wirkung natürlich nicht verfehlt und mich mit schwerem Herzen zurückgelassen.

Fazit:

Mondprinzessin von Ava Reed ist ein modernes, kurzweiliges Märchen, das mit tollen Protagonisten und einem fantasievollen Setting zu überzeugen weiß. Viele schöne Ideen wurden hier umgesetzt und laden zum Träumen ein. Die zarte und verbotene Liebe zwischen Juri und Lynn hat mich in ihren Bann gezogen und traurig zurückgelassen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

hoover, liebe, drama

November 9

Colleen Hoover
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster UK, 10.11.2015
ISBN 9781471154621
Genre: Sonstiges

Rezension:


Einen Tag bevor Fallon von L.A. nach New York zieht, trifft sie auf den angehenden Schriftsteller Ben. Er drängt sich ungefragt in ihr Leben, als er beim Dinner mit ihrem Dad auftaucht und sich als ihr Freund ausgibt. Fallon lässt sich auf das Spiel ein und entscheidet sich dazu, den restlichen Tag gemeinsam mit Ben zu verbringen. Zwischen den beiden gibt es eine tiefe Verbindung, die für mich als Leser sofort spürbar war. Schon nach den ersten paar Seiten habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als dass die beiden zueinander finden. Colleen Hoover schafft es, unglaublich fesselnd von der Annäherung zwischen Ben und Fallon erzählen, ohne dabei klischeehaft oder unglaubwürdig zu wirken. Doch Fallon wird nach New York ziehen und so scheint der gemeinsame Weg ein viel zu frühes Ende zu finden – bis Ben ihr vorschlägt, sich im nächsten Jahr am selben Tag, dem 9. November, wieder in L.A. zu treffen. Für beide ist der 9. November viel mehr als bloß ein x-beliebiges Datum, beide verbinden schlimme Ereignisse mit diesem Tag, ohne es voneinander zu wissen. Und so stimmt Fallon zu, in der Hoffnung darauf, dieses Datum in Zukunft mit schöneren Erinnerungen in Verbindung bringen zu können.

Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ohne ihre Handynummern oder Social-Media-Profile zu tauschen, trennen sich Ben und Fallon und haben ein ganzes Jahr lang keinen Kontakt, bis sie sich im nächsten November wiedersehen.

Die Grundidee der Geschichte gefällt mir ausgesprochen gut. Ein wenig erinnert sie mich an „Zwei an einem Tag“ von David Nicholls, einem meiner Lieblingsromane. In November 9 wird sogar einmal kurz Bezug darauf genommen. Doch anders als in diesem Roman haben Ben und Fallon keinen Kontakt und müssen jedes Jahr aufs Neue wieder bei Null anfangen und sich gewissermaßen neu kennenlernen. Und natürlich geht ihr Leben weiter. Sie werden erwachsen, lernen andere Partner kennen, entwickeln sich weiter. Und trotzdem bleibt die Chemie zwischen ihnen bestehen und intensiviert sich sogar immer wieder aufs Neue. Ben nimmt ihren Deal zum Anlass, die gemeinsame Geschichte in einem Buch niederzuschreiben, um seine Schreibblockade zu überwinden. Und dieses Buch wird schnell zum Dreh- und Angelpunkt in November 9. Denn bald wird klar, dass Ben Fallon keineswegs zufällig im Restaurant mit ihrem Vater getroffen hat und etwas Entscheidendes vor ihr verbirgt ...

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Fallon ist eine junge Frau, die nichts weiter wollte, als Schauspielerin zu werden. Nach einem schrecklichen Unfall scheint dieser Traum geplatzt zu sein und Fallon ist seitdem von Selbstzweifeln zerfressen. Der Unfall hat Spuren auf ihrem Körper hinterlassen, die ihr jegliches Selbstwertgefühl genommen haben.

In Ben habe ich mich ab der ersten Seite verliebt. Nach all den Bad Boys ist er ein toller Romancharakter, der das Zeug zum Bookboyfriend hat. Ihr werdet ihn lieben. Er zeigt Fallon, wie schön sie ist und hilft ihr dabei, ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Obwohl er in der Vergangenheit verhängnisvolle Fehler gemacht hat, wünscht man ihm nichts mehr, als endlich glücklich zu werden. Doch davon ist er sehr lange weit entfernt.

Colleen Hoovers Schreibstil ist einfach, aber sehr intensiv. Im Mittelpunkt steht stets das Paar, das viele Probleme überwinden muss. Auf detailreiche Beschreibungen wird verzichtet, stattdessen werden Emotionen in den Fokus gerückt. Ich mag es, ihre Bücher auf Englisch zu lesen, weil sie gut verständlich sind. Trotzdem freue ich mich sehr darauf, wenn November 9 im Frühjahr 2017 auf Deutsch erscheint und möchte es auf jeden Fall noch einmal lesen.
Das Buch hat mir so gut gefallen, dass es zu meinen Lesehighlights 2017 gehört und sogar unter meine Top 3 Bücher der Autorin gerutscht ist (neben It ends with us und Love & Confess). Nachdem ich von Maybe Someday sehr und Zurück ins Leben geliebt etwas enttäuscht war, stimmt hier einfach alles und ich habe das Buch rundum zufrieden und ein bisschen wehmütig beendet. In letzter Zeit passiert es mir selten, dass ich mir wünsche, ein Buch wäre noch nicht zu Ende und hier war es endlich mal wieder soweit.

Von mir gibt es fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

Fazit:

November 9 ist eine intensive Liebesgeschichte, die mir auf jeder Seite Herzklopfen bereitet hat. Mit ihrer tollen Mischung aus Romantik und Drama hat es Colleen Hoover wieder einmal geschafft, mich rundum zu überzeugen. Hier stimmt einfach alles! Für alle Fans der Bestsellerautorin ein Muss und für Leser von Young Adult Romance eine ganz klare Empfehlung. November 9 ist eines meiner Jahreshighlights.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(309)

729 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, fantasy, liebe, adel

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich endlich Die weiße Rose in die Finger bekam, lag der erste Band schon eine ganze Weile zurück. Erstaunlicherweise habe ich aber sehr gut in die Geschichte hineingefunden, die direkt nach dem Ende des ersten Bandes einsetzt. Die Autorin wiederholt die wichtigsten Ereignisse und erklärt kurz einige Zusammenhänge, sodass mein Gedächtnis wieder aufgefrischt wurde.

Von den märchenhaft schönen Covern dieser Buchreihe sollte man sich nicht in die Irre führen lassen. Diese Bücher haben es in sich und die darin enthaltenen Themen sind nichts für schwache Nerven. Die Reihe spielt in der Einzigen Stadt, die sich auf einer geheimnisvollen Insel befindet und vom Adel regiert wird. Die Stadt ist in mehrere Kreise eingeteilt, die durch hohe Mauern voneinander abgeschottet wurden. Gerade in den äußeren Randbezirken (dem Schlot, der Farm und dem Sumpf), aber auch im prächtigen Juwel selbst trifft man auf alle Arten der modernen Sklaverei. Die Autorin versteht es, die Schicksale der verschiedenen Nebencharaktere, die Violet bei ihrer Flucht helfen, lebendig werden zu lassen und den Leser mitfühlen zu lassen. Ich habe beim Lesen einen regelrechten Hass auf den Adel entwickelt.
Violet, Raven und Ash entkommen ihrem Gefängnis und treffen auf Sil, eine ältere, verbitterte Frau, die einst selbst ein Surrogat war. Doch, anders als die anderen Surrogate, überlebte sie die Geburt ihres Kindes und entkam dem Juwel vor vielen Jahren. Seitdem ist sie Teil einer Widerstandsbewegung, die sich Der schwarze Schlüssel nennt. Ihr Ziel: Den Adel stürzen und das Gleichgewicht in der Stadt und auf der Insel wiederherstellen.

Im Laufe der Geschichte erfährt man viel über die Hintergründe, die Insel und die Rolle der Surrogate, die weit mehr sind als reine Brutkästen für den Adel. Violet erkennt ihre Bestimmung und erfährt, dass ihre Gabe weit über die verhassten Auspizien hinausgeht. Gemeinsam mit Raven, Sil und Ash schmiedet sie einen Plan, um das Juwel zu stürzen. Doch auch der Adel ist nicht untätig und so drängt die Zeit. Zu allem Überfluss setzt die Herzogin vom Haus am See alle Hebel in Bewegung, um die Flucht ihres Surrogats und des Gefährten Ash zu rächen. Und so endet die Geschichte mit einem spannenden Cliffhanger, als Violets schlimmste Alpträume wahr werden.

Wie auch der erste Band lies sich das Buch zügig weglesen. Die Geschichte ist spannend, geheimnisvoll und steckt voller psychischer Gewalt, die dem Leser oftmals Gänsehaut bereitet. Trotzdem konnte das Buch für mich nicht restlos mit dem ersten Band mithalten.  Wie oftmals bei Mittelbänden führen alle Geschehnisse auf das große Finale hin, das ich auch gar nicht mehr erwarten kann. Aber außer Flucht, Pläne-Schmieden und Vorbereitungen treffen passiert leider auch nicht wirklich viel.

Deshalb gibt es von mir solide 3,5 Sterne.

Fazit:

Die weiße Rose von Amy Ewing ist etwas schwächer als der erste Band, aber dennoch sehr spannend und geheimnisvoll. Von den wunderschönen Covern der Reihe sollte man sich nicht täuschen lassen, denn die enthaltenen Themen sind nichts für schwache Nerven. Einige Geheimnisse werden gelüftet und neue Verbündete gefunden. Es handelt sich um einen „typischen“ Mittelband, in dem alle Vorbereitungen auf ein großes Finale getroffen werden und ansonsten wenig passiert – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(780)

1.470 Bibliotheken, 66 Leser, 4 Gruppen, 238 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Vergleich zu anderen Büchern des Autors beginnt Das Paket ziemlich ruhig. Durch eine Rückblende lernen wir die 6-jährige Emma kennen, deren cholerischer Vater ihr schon in jungen Jahren das Leben schwer macht. Dass sie sich als Unterstützung Arthur ausdenkt, eine Art Monster, das in ihrem Kleiderschrank wohnt, macht die Sache nicht besser.
Viele Jahre und eine erfolgreiche Therapie später, ist Emma selbst Psychiaterin und sorgt mit einem Experiment bei einer Konferenz für großen Wirbel unter ihren Kollegen. Eigentlich ist sie glücklich – verheiratet, schwanger und nah dran, ihre beruflichen Ziele zu erreichen, bis sich ihr Leben in einer einzigen Nacht von Grund auf ändert. Vergewaltigt, kahl geschoren und verängstigt vegetiert sie in den nächsten Monaten vor sich hin und traut sich nicht einmal, das eigene Haus zu verlassen. Zu groß ist die Angst vor dem „Friseur“, der bisher all seine Opfer nicht nur rasiert, sondern auch getötet hat. Emma lebt in ständiger Angst, dass er zurückkommen und seine Tat vollenden könnte. Aber das Schlimmste: Niemand glaubt ihre Geschichte. Nicht einmal ihren Ehemann Philipp, der Profiler bei der Polizei ist, kann sie überzeugen. Als eines Tages der Postbote klingelt und ein Paket für einen ihr unbekannten Nachbarn bei Emma abgibt, erreicht ihre Paranoia eine ganz neue Ebene.

Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt. Emma findet sich im Sprechzimmer ihren guten Freundes und Anwaltes Konrad Luft wieder, dem sie erzählt, was nach der Übergabe des Pakets geschehen ist. Konrad soll ihr dabei helfen, vor Gericht freigesprochen zu werden. Schnell wird dem Leser klar: Es gab Tote, für die Emma verantwortlich zu sein scheint. Und so erzählt sie ihrem einzig verbliebenen Vertrauten die ganze Geschichte.

Kurze Kapitel und fiese Cliffhanger sind Fitzeks Stärken. Sie erzeugen Spannung und zwingen den Leser, unbedingt schnell weiterzulesen. So kommt es, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Nach und werden werden die Puzzleteile aufgedeckt und gemeinsam mit Konrad erfährt man, was wirklich geschehen ist, nachdem das Unheil seinen Lauf nahm. Immer, wenn man denkt, man habe das Rätsel gelöst, legt Fitzek noch einen oben drauf und stellt alles wieder auf den Kopf. Vor allem gegen Ende war das Buch so spannend, dass ich mich wie in einem Sog gefühlt habe.
Die Auflösung hat mich überrascht und vollends überzeugt. Auch das ist eine große Stärke des Autors: einen Täter mit einem starken Motiv zu präsentieren, den man zuvor gar nicht auf dem Schirm hatte. Bisher hat mich jedes seiner Bücher völlig verblüfft zurück gelassen. Deshalb lese ich seine Bücher so gerne und deshalb bleiben sie mir auch im Kopf.

Insgesamt musste ich aber feststellen, dass es ruhig noch eine Spur gruseliger und atemloser hätte sein können. An den Nachtwandler oder den Seelenbrecher (bisher meine zwei Lieblings-Fitzeks) kommt das Paket leider nicht heran.

Von mir gibt es 4 Sterne.

Fazit:

Mit Das Paket ist Sebastian Fitzek wieder ein rundum überzeugender Psychothriller gelungen. In gewohnter Manier führt der Bestellerautor seine Leser an der Nase herum, bis eine Lösung präsentiert wird, die man so nicht erwartet hätte. Kurze Kapitel und fiese Cliffhanger erzeugen atemlose Spannung. Eine klare Leseempfehlung für alle Thrillerfans, die die Abgründe der menschlichen Seele aushalten.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

96 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, göttertochter, sommer, jahreszeiten, das kind der jahreszeiten

Göttertochter - Das Kind der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text: 246 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.10.2016
ISBN 9783646602692
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Zum Abschluss der wunderschönen Jahreszeiten-Reihe habe ich mich sehr auf Götterkind gefreut. Allein das tolle Cover hat mir richtig große Lust aufs Lesen gemacht.
Nachdem schon einige Wochen vergangen waren, seitdem ich Tagwind gelesen hatte, musste ich leider feststellen, dass es mir schwer fiel, die vielen Charaktere und Verwandtschaftsbeziehungen auf die Reihe zu kriegen. Deshalb mein Tipp: Lest diese tolle Reihe am besten am Stück.

Jennifer Wolf hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, um ihre vielen Fans aus Hemera zu verabschieden. Liora, die Tochter des Frühlingsgottes Aviv und der neuen Sommergöttin Ilea, wird es nicht leicht gemacht, ihre große Liebe zu erobern. Der Weg dorthin ist mit vielen Hindernissen gespickt, die ein Happy End lange Zeit erschweren. Dieser Mix aus Drama und Romantik ist es, für den die Geschichten der Jahreszeiten stehen und den ich so sehr liebe. Man lacht, liebt und leidet gemeinsam mit der Protagonistin bis zum Schluss.

Besonders gut hat mir Lioras Familiengeschichte gefallen. Sie wächst als älteste von fünf Geschwistern bei ihren beiden Vätern, dem ehemaligen Sommergott Sol und seinem Auserwählten Yannis, auf. Die Liebe und Fürsorge innerhalb dieser wundervollen Patchworkfamilie ist auf jeder Seite spürbar und kommt sogar noch besser zur Geltung als im Vorgängerband Tagwind. Sol und Yannis sind so ein tolles Paar, das für ihre Liebe und ihr Glück gekämpft hat – genauso, wie Liora es jetzt tun muss.

Im Buch werden noch andere aktuellen Themen aufgegriffen und in die märchenhafte Welt Hemeras hineingewoben. Dabei steht die Familie in all ihren Facetten im Vordergrund, einmal als glückliches Vorzeigebeispiel und einmal als das genaue Gegenteil davon.

Das Ende war für mein Geschmack etwas zu happy und kitschig. Doch so muss es als Abschluss dieser tollen Reihe wahrscheinlich sein, um den vielen Fans gerecht zu werden. Zum krönenden Abschluss gibt es noch ein kleines Wiedersehen mit alten Bekannten.

Für Göttertochter vergebe ich insgesamt 4 Sterne.

Fazit:

Mit „Göttertochter“ ist Jennifer Wolf ein wundervoller, runder Abschlussband ihrer erfolgreichen Jahreszeiten-Reihe gelungen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge begleiten wir Liora bei ihrem Kampf um die Liebe und verabschieden uns gleichzeitig aus der märchenhaften Welt von Hemera.
Für mich ist die Reihe ein Must-Read, deshalb kann ich sie euch nur wärmstens empfehlen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(553)

1.258 Bibliotheken, 40 Leser, 1 Gruppe, 247 Rezensionen

liebe, mona kasten, begin again, vergangenheit, new adult

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Einstieg fiel mir sehr leicht, denn die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Monas angenehmer Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen.
Allie gefiel mir als Protagonistin richtig gut. Sie weiß, was sie will und tut alles dafür, um es zu bekommen. Kaden geht sie anfangs aus dem Weg. Ich fand es toll, dass sie keine dieser weichgespülten Romanheldinnen war, die sofort zerfließen, wenn sie den Mann ihrer Träume sehen und plötzlich keinen anderen Lebensinhalt mehr haben, als Bad Boy Nummer 145. Doch leider wandelt sich Allie zum Ende hin und lässt sich Dinge gefallen, die für mich persönlich unentschuldbar wären. Egal, wie sehr man in jemanden verliebt ist, niemand sollte sich so behandeln lassen.
Kaden empfand ich einerseits zwar als klischeehaft beschrieben, andererseits hat mich seine mürrische Art gut unterhalten. Anfangs behandelt er Allie richtig scheiße und man möchte ihn am liebsten dafür hassen, aber man kann es nicht. Für seine guten Seiten möchte man ihn küssen, aber am Ende hat er sich für meinen Geschmack zu viel geleistet, was unverzeihlich ist. Dennoch lieben wir Bad Boys, oder etwa nicht?

Warum Allie nach Woodshill gezogen ist und sich neu erfunden hat, wird erst langsam im Laufe der Geschichte klar. Somit bleibt die  Spannung erhalten. Als Kaden daraufhin jedoch total austickt und wieder anfängt, sich wie ein Arsch zu benehmen, konnte ich seine  Gründe dafür nicht vollends nachvollziehen. Sein Motiv war mir nicht stark genug und hat mich leider nicht überzeugt.

Richtig gut gefallen haben mir die Dialoge. Sie waren authentisch, teilweise witzig und immer auf den Punkt gebracht. Würde ich nur die Dialoge bewerten, gäbe es sofort volle Punktzahl. Sie waren aus dem Leben gegriffen und haben der Geschichte Pepp verliehen, wenn ausufernde Beschreibungen und Gedankengänge manchmal zu viel des Gutes waren.Ab der Mitte des Buches fiel es mir leider etwas schwerer, am Ball zu bleiben. Da hat mir die Spannung gefehlt. Trotzdem lies es sich gut und flüssig lesen.

Ein klarer Pluspunkt sind die sympathischen Nebencharaktere, die Allie und Kaden als Freunde haben. In den folgenden Bänden wird es mit einigen von ihnen weitergehen. Ob ich diese Bände auch lesen werde, weiß ich aber noch nicht.

Begin Again zählt zum Genre New Adult und natürlich kann man das Rad nicht neu erfinden. Mich hat die Story stark an Colleen Hoovers Ugly Love erinnert. Wer dieses Buch mochte, wird hier also gut aufgehoben sein.
Insgesamt hat mir Begin Again, trotz einiger Längen und des wechselhaften Verhaltens der Charaktere, gut gefallen.


Fazit:

Mit Begin Again ist Mona Kasten ein überzeugender und gefühlvoller New-Adult-Roman gelungen, der auch in die Tiefe geht. Neben der eigentlichen Liebesgeschichte haben mir besonders die lebensechten Dialoge und die sympathischen Nebenfiguren gefallen. Ob die Story überzeugt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann das Buch allen Fans des Genres empfehlen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(72)

203 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

aliens, endzeit, dystopie, science fiction, rick yancey

Der letzte Stern

Rick Yancey , Thomas Bauer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 03.10.2016
ISBN 9783442313365
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Wie ihr vielleicht wisst, war ich von den ersten beiden Teilen der Reihe hellauf begeistert. Selten habe ich eine so intelligente, rasant erzählte Dystopie gelesen, bei der einfach alles gestimmt hat: vom unglaublich tollen, teils poetischen Schreibstil des Autors über die Hauptperson (Cassie) bis hin zu einer in der Rahmenhandlung eingebetteten, überzeugenden Liebesgeschichte, hat mich diese Reihe in diesem Jahr einfach umgehauen. Endlich ist Band 3 erschienen und ich habe mich wahnsinnig gefreut, als ich das Buch schon einige Tage vor dem offiziellen Erscheinungsdatum in den Händen halten konnte. Innerhalb von zwei Tagen habe ich den Inhalt verschlungen, um am Ende … ja was eigentlich? Zufrieden zu sein? Oder enttäuscht? Irgendetwas dazwischen ist es letztendlich geworden. Auf jeden Fall konnte mich der dritte und finale Band dieser außergewöhnlichen Reihe nicht so sehr überzeugen, wie seine zwei Vorgänger.

Wurde Band eins noch hauptsächlich aus Cassies Sicht erzählt, haben sich in Band zwei schon mehrere Erzählperspektiven entfaltet. In „Der letzte Stern“ spielt Cassie nun sogar eine eher untergeordnete Rolle. Stattdessen kommen diesmal fast alle wichtigen Protagonisten zu fast gleichen Anteilen zu Wort und sogar einige Nebencharaktere werden großzügig in den Handlungsverlauf integriert. Gleichzeitig wird die Geschichte so rasant erzählt, dass sich das Buch innerhalb weniger Stunden wegliest. Trotzdem ist es mir dieses Mal sehr schwer gefallen, einen Zugang zur Geschichte zu bekommen. Es hat fast bis zur Hälfte des Buches gedauert, bis ich richtig „drin“ war. Und das keineswegs, weil die Geschichte schlecht wäre, sondern einfach, weil in den Vorgängerbänden so viele wichtige Dinge passieren, die ich einfach wieder vergessen hatte. Deshalb mein Tipp an alle, die die Reihe noch nicht kennen und sie gerne lesen würden: Lest sie am Stück. Genau das habe ich mir auch für einen Re-Read vorgenommen, den ich garantiert irgendwann machen werde, denn diese Reihe verdient einfach die volle, ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Leser.

Über Rick Yanceys einzigartigen Schreibstil habe ich schon in meinen Rezis zu den ersten beiden Bänden geschwärmt. Daran hat sich zum Glück nicht viel geändert. Seine bildgewaltige Sprache, die reich an Metaphern ist, hat mir mehr als einmal eine Gänsehaut über die Arme gejagt. Vor allem zum Ende hin entfaltet er sein volles erzählerisches Talent vor dem großen Finale.
Da wären wir auch gleich beim nächsten Thema: das Ende hätte ich mir anders gewünscht.Meine Emotionen haben sich irgendwo zwischen Schock, Fassungslosigkeit und Kopfschütteln bewegt. Und trotzdem bin ich mit dem Ende einverstanden und habe es schlussendlich akzeptiert. Falls ihr das Buch schon gelesen habt, bin ich sehr gespannt darauf, wie ihr die Auflösung findet.

Nun zu meinen Kritikpunkten: 

Insgesamt fehlte mir hier die Vertiefung der Liebesgeschichte zwischen Cassie und Evan. Seit dem ersten Band ist diese leider total untergegangen und wird sogar von Cassie selbst als fast schon belanglos hingestellt. Das fand ich total schade und hat mir im Herzen weh getan.
Von Cassie selbst gab es auch nicht viel zu lesen. Zu sehr wurde auf die anderen Charaktereeingegangen, die zwar alle wichtig sind, aber für meinen Geschmack zu sehr im Fokus standen.
Die Geschichte um Ringer und die damit verbundenen Entwicklungen am Ende waren mir too much. Natürlich sollte all das die Hoffnung für die kleine Gruppe der Überlebenden und die Menschheit an sich symbolisieren, aber ich habe einfach nicht verstanden, warum ausgerechnet sie ihr Happy End kriegt und andere, für mich wichtigere Personen, nicht.
Aber natürlich sind genau das die Enden, die ich liebe und die mir im Gedächtnis bleiben. Ich bin da wohl selbst zwiegespalten, aber gerade bei dieser Reihe hätte ich mir doch einen anderen Ausgang gewünscht.
Das Ende ist sehr offen gehalten. Das lässt Raum für weitere Stories, vielleicht ein Spin-Off zu Evan? Ich würde es mir jedenfalls wünschen.

 

Trotz meiner Kritikpunkte überwiegt der positive Gesamteindruck des Buches. Die dreibändige Reihe zählt zu meinen Highlights des Jahres 2016. Daran ändert auch der etwas schwächere letzte Band nichts.

Von mir gibt es diesmal 4 Sterne.


Fazit:

Eine der besten dystopischen Jugendbuch-Reihen ist nun zu ihrem Abschluss gekommen. Obwohl mich „Der letzte Stern“ nicht so begeistert zurücklässt, wie seine zwei Vorgängerbände, ist dem Autor mit dem finalen Band insgesamt ein würdiger Abschluss gelungen. Vor allem der bildgewaltige, einzigartige Schreibstil macht diese Bücher zu etwas ganz Besonderem. Die rasant erzählte Geschichte ist bis zum Schluss spannend, aber leider lässt mich das Ende etwas enttäuscht zurück.
Nichtsdestotrotz zählt „Die 5 .Welle“ zu meinen absoluten Highlights des Jahres 2016.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, sommer, freundschaft, erste liebe, jugend

Du und ich und dieser Sommer

Yvonne Westphal
E-Buch Text: 349 Seiten
Erschienen bei Forever, 09.09.2016
ISBN 9783958181212
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Du und ich und dieser Sommer“ ist Yvonne Westphals Debütroman, der im September als E-Book bei Forever, dem digitalen Imprint von Ullstein für Liebesromane, erschienen ist. Das Buch umfasst 34 Kapitel, die abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen, Nicole und Milias, erzählt werden. Dabei wechseln sich die Erzählperspektiven jedoch nicht pro Kapitel ab, sondern pro Szene innerhalb der Kapitel. Diese Einteilung war für mich mal etwas Neues und sehr erfrischend.

Im Fokus der Geschichte steht die erste große Liebe. Nicole ist 16 Jahre alt und Einzelkind. Sie wächst in einer scheinbar behüteten Familie auf, vor allem ihr Vater ist sehr liebe- und verständnisvoll. Nicoles Mutter hingegen ist mit Vorsicht zu genießen. Seit dem Tod ihres Vaters leidet sie unter Depressionen und starken Stimmungsschwankungen, mit denen sie ihrer Tochter das Leben schwer macht.
Nicole ist ein liebes, gutmütiges Mädchen. Sie hat ein reines Herz, ist manchmal ein bisschen naiv, aber insgesamt die Art Mädchen, die man sich selbst als Freundin wünscht. In Bezug auf Jungs ist sie noch sehr unerfahren, als sie ihr Herz ausgerechnet an den attraktiven Schulschwarm Milias verliert. Die beiden begegnen sich im Schwimmbad; der Sommer und die Ferien stehen vor der Tür und dieses unbeschwerte Feeling bringt die Autorin super rüber. Da wünscht man sich glatt selbst noch einmal in seine eigene Schulzeit zurück. Dank ihrer besten Freundin Lucy, die immer einen frechen Spruch auf den Lippen hat und gerne flirtet, finden Nicole und Milias zueinander und verabreden sich. Die beiden kommen sich schnell näher, die Funken fliegen mit Schallgeschwindigkeit und das Herzklopfen ist auf jeder Seite spürbar. Doch bevor die beiden eine echte Chance haben, muss ihre junge Liebe einige Hürden überwinden. Damit bleibt die Geschichte bis zum Ende spannend.

Yvonne Westphal hat einen angenehmen, lockeren Schreibstil. Sie schreibt in der Vergangenheitsform, was mir gut gefallen hat, weil diese Erzählperspektive immer ein bisschen anspruchsvoller klingt, als die Präsens-Variante. Sie benutzt viel Jugendsprache, was die Dialoge der Clique einerseits authentisch macht, aber manchmal etwas anstrengend ist. Das muss man mögen, zugegeben, aber als ich mich einmal richtig eingelesen hatte, stellte das kein Problem mehr dar. Das Verhalten von Milias und seinen Freunden, aber auch von Nicoles Freunden ist oftmals sehr wechselhaft und nicht immer moralisch einwandfrei, aber für mich durchaus nachvollziehbar und in Anbetracht des Alters der Protagonisten authentisch. Besonders gut hat mir gefallen, dass Nicole und Milias, egal wie aussichtslos die Umstände manchmal wirken, immer wieder zueinander finden und an die Kraft ihrer Liebe glauben. Die Szenen, in denen sich ihre junge Liebe entwickelt, haben mir Herzklopfen und weiche Knie bereitet und mich wünschen lassen, diese einzigartigen Gefühle selbst noch einmal zu ersten Mal erleben zu dürfen. Yvonne Westphal schafft es spielend leicht, die Besonderheit der ersten Liebe auf unbeschwerte Weise direkt in das Herz ihrer Leserinnen zu katapultieren. Wer hier keinen „Hach“-Moment erlebt, der hat vermutlich kein Herz.

Ganz toll haben mir auch die Kapitelüberschriften gefallen, die den Inhalt kurz zusammenfassen. Sie haben mich immer total neugierig auf das folgende Kapitel gemacht.

„Du und ich und dieser Sommer“ ist nicht nur eine süße Liebesgeschichte für Jugendliche und jung(geblieben)e Erwachsene, sondern hat auch einen tiefergehenden Hintergrund, auf den ich hier nicht näher eingehen möchte. Das muss jede Leserin selbst herausfinden. Auf jeden Fall macht die Auflösung am Ende sehr neugierig darauf, wie es mit Nicole, Milias und ihren Freunden weitergeht.

Lieblingszitate:

„Der einzige Unterschied zwischen dabei sein, sich zu verlieben, und in jemanden verliebt zu sein ist der, dass dein Herz schon weiß, was du fühlst, aber dein Hirn noch zu stur ist, um es zuzugeben.“

Ich beschloss, dass es an der Zeit war, aufzuhören zu zweifeln und anzufangen zu glauben.

Schicksal. Es ist unsere eigene Entscheidung, ob wir daran glauben wollen oder nicht. Es macht das Leben weder leichter noch schwerer. Aber es macht die Liebe ein kleines bisschen magischer.

Fazit:

Wer sich noch einmal an die Zeit der ersten großen Liebe zurückerinnern möchte, der sollte unbedingt „Du und ich und dieser Sommer“ von Yvonne Westphal lesen. Die Geschichte ist nicht nur jugendlich-frisch und toll erzählt, sondern bescherte mir auch den ein oder anderen „Hach“-Moment.
Dieses vielversprechende Debüt bringt den Sommer nicht nur zurück in den Herbst, sondern auch in die Herzen der Leserinnen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(624)

1.084 Bibliotheken, 27 Leser, 4 Gruppen, 65 Rezensionen

thriller, noah, verschwörung, sebastian fitzek, amnesie

Noah

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.12.2014
ISBN 9783404171675
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der gedächtnislose Noah irrt mit dem obdachlosen Oskar durch das winterliche Berlin, alles was er bei sich trägt, ist eine Tätowierung, der er seinen Namen verdankt. Als er in der Zeitung auf ein Bild stößt, das ihm bekannt vorkommt, zögert er nicht lange und wählt die angegebene Rufnummer. So kommt Noah mit der amerikanischen Journalistin Celine in Kontakt, die ihm sofort ein teures Hotelzimmer reserviert, um ihn zu treffen. Doch dieses Treffen findet nie statt – jedenfalls nicht so, wie geplant. Kaum im Hotel angekommen, wird Noah von schrecklichen Flashbacks heimgesucht und erinnert sich an einzelne Szenen aus seiner jüngsten Vergangenheit. Verstörende Szenen. Und als wäre das noch nicht genug, dauert es nicht lange, bis ein Killer auftaucht, der ihn loswerden soll. Eine atemlose Hetzjagd gegen den unbekannten Feind beginnt, während Noah sich langsam an immer mehr Details erinnert.

Die Geschichte wird wie ein Puzzle vor dem Leser ausgebreitet. Die Szenen, in denen es um Noah geht, wechseln sich mit anderen ab, in denen auf verschiedene, wichtige Personen eingegangen wird. Schnell wird klar, dass es in diesem Buch um mehr geht, als nur einen normalen Thriller. Und so ist Noah nicht einfach nur ein Unterhaltungsroman, sondern ein nachdenklich stimmendes Buch mit einer ernsten und sehr wichtigen Message. Nach und nach kommen immer mehr verstörende Details ans Licht. Besonders einprägsam war die Geschichte einer jungen Mutter, die im Slum um das Überleben ihres Babys kämpft und bereit ist, alles zu opfern, um ihren Sohn zu retten.

Fitzek schafft es spielend, den Leser zu fesseln. Man will immer weiterlesen und das Rätsel um Noah und seine Verwicklung in das größte und abstoßendste Projekt der Menschheitsgeschichte lüften.
Dieses Buch ist anders, als andere Fitzek-Romane. Es stellt politische und moralische Fragen in den Vordergrund, die nicht einfach zu beantworten sind. Der Leser wird zum Nachdenken und Mitdenken angeregt. Er wird für Probleme sensibilisiert, die ihm vorher vielleicht gar nicht bewusst waren. Noah ist ein Buch, das auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt.

Und trotzdem gefallen mir Fitzeks Psychothriller besser. Ich mag die Beziehungstaten, die Verbindungen zwischen Menschen, die sich nahe stehen. An Noah las ich nahezu eine Woche, was vorher bei Fitzek noch nie der Fall war. Normalerweise inhaliere ich seine Romane innerhalb von wenigen Lesestunden. Hier war das anders.

Von mir gibt es dennoch 4 Sterne.

Fazit:

Noah ist ein etwas anderer Fitzek. Dieses Buch wirft Fragen auf, die den Leser noch lange beschäftigen und nicht einfach zu beantworten sind. Wie alle seine Bücher steht auch dieser Thriller für atemlosen Spannung und Gänsehaut-Momente. Ich persönlich mag seine Psychothriller etwas lieber, dennoch kann ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(168)

387 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

liebe, liebesbriefe, jenny han, briefe, familie

To all the boys I’ve loved before

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446250819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Unter der Gesichte habe ich mir zugegebenermaßen etwas anders vorgestellt. Die Liebesbriefe, die unfreiwillig an an ihre Empfänger geraten, spielen nur eine kleine Rolle. Der Brief an den Nachbarsjungen Josh, der seit Jahren mit Lara Jeans großer Schwester Margot zusammen war, bringt das Fass erst so richtig ins Rollen. Seit der Middle School ist Lara Jean in Josh verliebt, doch niemand darf es wissen – am allerwenigsten Margot, die zum Studium nach Schottland gezogen ist und sich kurz vorher von Josh getrennt hat. Eigentlich könnte man meinen, wäre jetzt die Bahn frei, aber stattdessen lässt Lara Jean sich auf eine Fake-Beziehung mit Schulschönling Peter Kavinsky ein. Der ist ebenfalls frisch getrennt und will seine Ex eifersüchtig machen. Eine Dreiecksgeschichte beginnt, bei der Lara Jean bald nicht mehr weiß, wem ihre Gefühle gelten …

Die Geschichte ist sehr jung. Ich kann das Buch bedenkenlos schon ab 12 Jahren empfehlen. Der Schreibstil ist auch eher jung und hat mich leider ein wenig enttäuscht. Lara Jean erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, aber dabei scheint es manchmal, als wäre sie noch viel jünger als 16. Jungs hat sie bisher nur aus der Ferne angeschmachtet und die Briefe gingen an all jene, die sie sowieso nicht haben kann. Als Peter ihr das klar macht, ist sie erst einmal sauer, doch dann erkennt sie, dass er recht hat.   Die Probleme, mit denen sich Lara Jean außerhalb ihres Gefühlschaos herumschlagen muss, sind typische Teenieprobleme. Die Geschichte plätschert auch eher belanglos vor sich hin. Action oder besondere Höhepunkte sucht man hier vergebens.

Mir sind vor allem die Nebenfiguren sehr ans Herz gewachsen, allen voran Lara Jeans kleine Schwester Kitty. Das Mädchen ist zuckersüß und spielt auch gerne mal Amor. Auch der Vater der beiden ist ein herzensguter Mensch und kümmert sich rührend um seine drei Mädels.
Die Liebesgeschichte an sich entwickelt sich so schön, dass man am Ende nicht mehr weiß, ob man nun Team Josh oder Team Peter sein soll. Da das Ende offen gelassen wird, muss diese Entscheidung sowieso auf die Fortsetzung „P. S. I still love you“ vertagt werden, die aber momentan noch nicht auf Deutsch erschienen ist. Ob ich die Dilogie weiter verfolge, halte ich mir an dieser Stelle mal offen. So süß das Buch auch war, so unscheinbar ist es im Grunde auch und ich fürchte, dass ich es schnell wieder vergessen haben werde.

Von mir gibt es 3,5 Sterne.


Fazit:

„To all the boys I’ve loved before“ von Jenny Han ist ein süßes Jugendbuch, das die erste Liebe thematisiert. Die Geschichte ist sehr jung und unschuldig, sodass schon jüngere Mädchen bedenkenlos zugreifen können. Ich hatte mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt und wurde ein wenig vom Schreibstil und dem offenen Ende enttäuscht. Wer wissen möchte, ob Lara Jean ihr Glück findet, wird um die Fortsetzung „P. S. I still love you“ nicht herumkommen.
Für Fans von Geschichten über die erste Liebe durchaus zu empfehlen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(138)

215 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 115 Rezensionen

dresden, krimi, 2. weltkrieg, serienmörder, krieg

Der Angstmann

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423261203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Max Heller, Kriminalinspektor und selbst ehemaliger Soldat, der 1915 schwer verwundet wurde, sieht sich mit einem brutalen, psychopathischen Frauenmörder konfrontiert, als die Welt um ihn herum zugrunde geht. Mehr als einmal sieht er sich der Frage gegenüber: „Was interessieren uns einzelne Morde in Zeiten des Krieges?“ „Wie viel ist ein Menschenleben wert, in Zeiten des Krieges?“ Doch er hält beharrlich an der Auflösung des Falls fest, obwohl ihm von höherer Stelle immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Schnell wird klar: der vorschnell Verurteilte kann es nicht gewesen sein und irgendjemand scheint ein Interesse daran zu haben, die Aufklärung der Morde zu sabotieren. Mehr als einmal gerät Heller auf der Suche nach dem Angstmann, wie ihn die verschreckte Bevölkerung nennt, selbst in Lebensgefahr und findet sich in der Kriegshölle wieder. Die Jagd nach dem Unbekannten findet in der Bombennacht vom 13. Februar 1945 ihren vorläufigen Höhepunkt. Beklemmend und authentisch wird das Inferno beschrieben, in dem sich der Kriminalist wiederfindet und schon fast mit dem Leben abgeschlossen hat.
Nach dieser Nacht ist nichts mehr wie es vorher war. Die Welt liegt in Schutt und Asche, die Stadt ist zerstört, Freunde, Nachbarn, Bekannte und Kollegen sind tot. Auch der Angstmann kann diese Nacht unmöglich überlebt haben – oder?

Max Heller ist eine beeindruckende Persönlichkeit. In einer Welt, in der Gehorsam und Linientreue alles sind, geht er seinen eigenen Weg, vertraut auf seinen Instinkt und bleibt seinen Prinzipien treu. Seine Frau Karin, mit der er zwei Söhne hat, die an der Front kämpfen, ist sein einziger Halt, seine Konstante in diesen schweren Zeiten. Ihr verspricht er, sich keinen unnötigen Ärger einzuhandeln, obwohl das fast unmöglich ist. Und so macht er sich allein auf die Jagd nach dem Unbekannten, als die Polizei aufgelöst wird und er alles verloren hat. Doch Informationen machen nicht satt und Ermittlungen auf eigene Faust unter den Russen sind gefährlich – lebensgefährlich.
Der Charakter und die Geschichte des Max Heller bieten noch so viel Stoff für weitere Geschichten und ich hoffe, dass seine Ermittlungen weitergehen. Er wird bald zu den ganz Großen im Bereich der Kriminalliteratur werden – da bin ich mir sicher.

Der Autor schafft es, den Leser durch knappe und präzise Sätze, in denen auf ausschweifende Beschreibungen und Erklärungen verzichtet wird, in die Kriegswirren im Winter 1944 / 45 hineinzuversetzen. Mit jeder Seite, die ich gelesen habe, fühlte ich mich, als wäre ich dort. Das Elend der Bevölkerung, die allgegenwärtige Angst und der Hunger waren stets greifbar. Dabei ist es dem Autor gelungen, diese Zustände eher durch die Nebensätze zu vermitteln und dadurch ein objektives Bild der Geschehnisse zu vermitteln.
Die Geschichte ist temporeich und unglaublich packend geschrieben. Die Suche nach dem Angstmann gerät zur atemlosen Hetzjagd, bei der sich mehr als einmal das Blatt wendet. Dem Autor ist es gelungen, eine Geschichte zu spinnen, die spannend und düster ist, furchterregend und authentisch.
Ich liebe es, wenn Krimis aufgelöst werden und den Leser fassungslos zurücklassen. Dies ist so ein Krimi und der Autor versteht sein Handwerk!

Von mir gibt es volle Punktzahl und eine eindringliche Leseempfehlung.


Fazit:

„Der Angstmann“ bietet alles, was einen fesselnden Krimi ausmacht. In den Schrecken des Zweiten Weltkriegs gerät die Suche nach einem Frauenmörder zu einer atemlosen Hetzjagd, die niemanden kalt lässt. Der Autor versteht es, den Leser aufs Glatteis zu führen, ihm Lösungsansätze zu bieten und am Ende alles durcheinanderzuwirbeln. So muss ein guter Krimi sein! Bitte mehr davon!

  (2)
Tags:  
 
377 Ergebnisse