Schelmuffsky

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frauen, philosophie, kriegsberichterstattung, politischer journalismus, homosexualität

Weil es sagbar ist

Carolin Emcke
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 08.10.2013
ISBN 9783100170194
Genre: Biografien

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Ein Haus in Spanien

J.M. Coetzee , Reinhild Böhnke
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 24.05.2017
ISBN 9783103972788
Genre: Romane

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Schwarze Weide

Horst Lange
Fester Einband: 433 Seiten
Erschienen bei Verlag f. Sammler, 01.12.2005
ISBN 9783853652176
Genre: Historische Romane

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inzest, dorf, mord, dumpfheit, bayern

Tannöd

Andrea Maria Schenkel
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 12.10.2015
ISBN 9783455650792
Genre: Krimi und Thriller

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Tags: 1950er-jahre, armut, dorf, dumpfheit, gewalt, inzest, katholizismus, kleinbauern, nachkriegszeit   (9)
 

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Nichts

Ludger Lütkehaus
Flexibler Einband
Erschienen bei ZWEITAUSENDEINS, 01.09.2010
ISBN 9783861509226
Genre: Sachbücher

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nonsens, humor

Schnuffis sämtliche Abenteuer

Robert Gernhardt
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.09.2009
ISBN 9783596183494
Genre: Romane

Rezension:

Ein Nilpferd Schnuffi zu nennen, darauf muss man erst einmal kommen. Gernhardts Schnuffi ist legendär, warum? Schwer zu sagen. Die gezeichneten, immer aus vier Bildern bestehenden Szenen sind größtenteils völlig sinnfrei, in jedem Falle ohne "Und die Moral von der Geschichte...", nur manchmal subversiv, denn auch das Subversive hätte ja wieder ein Ziel. Schnuffi will nichts, die Geschichten sollen nichts, schon gar nicht haben sie irgendeine Botschaft. Schnuffi ist. Fertig. Und doch muss ich oft lachen, lachen wie beim Spiel, dass ja auch zweckfrei ist, ohne Sinn, reiner Selbstzweck. In diese Richtung zielt Gernhard, und wer gerne spielt und noch gerner lacht, wer wie ich viel für Blödelei übrig hat, wird auch an Schnuffi seine Freude haben.

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Tags: humor, nonsens   (2)
 

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buddhismus, philosophie, lehre, einführung

Die Grundgedanken des Buddhismus

Verena Reichle
Flexibler Einband: 135 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 04.02.2011
ISBN 9783596121465
Genre: Sachbücher

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Wolkendienst

Klaus Reichert
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 22.09.2016
ISBN 9783103972283
Genre: Sachbücher

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philosophie, essay, zeitgeschichte, kritik, globalisierung

Wieviel Globalisierung verträgt der Mensch?

Rüdiger Safranski
Flexibler Einband: 117 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 20.10.2004
ISBN 9783596163847
Genre: Sachbücher

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biografie, philosophie, denken, nietzsche, 1844-1900

Nietzsche

Rüdiger Safranski
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 17.10.2002
ISBN 9783596151813
Genre: Sachbücher

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biographie, goethe, literatur, johann wolfgang von goethe, klassik

Goethe - Kunstwerk des Lebens

Rüdiger Safranski
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 26.08.2013
ISBN 9783446235816
Genre: Biografien

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Der diskrete Charme der Bürokratie

Andre Wilkens
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 23.03.2017
ISBN 9783103972542
Genre: Sachbücher

Rezension:

Mit Hinblick auf die Präsidentenwahl in Frankreich am letzten Sonntag möchte man sagen: Noch einmal Glück gehabt!
Dass die EU ein sehr fragiles Gebilde ist, dessen Existenz keineswegs gesichert scheint, an diesen Gedanken muss ich mich als überzeugter Europäer erst einmal gewöhnen. Nachdem der Nationalismus in Europa zig Millionen Tote verursachte, nachdem, wie Menasse in "Der europäische Landbote"schreibt, die Karte Europas eine schwarze Fläche wäre, wenn man sämtliche Grenzen einzeichnen würde, die es einmal gegeben hat, nach all dem Leid, sollte man eigentlich meinen, dass die Leute die Nase voll haben von nationalen Experimenten, die kein einziges Mal in der Geschichte funktionierten, und dass sie es zu schätzen wissen, in einem Europa zu leben, das die längste Friedensperiode in seiner Geschichte bewirkt und ehemalige Todfeinde zu Partnern gemacht hat.
Das scheint alles nicht mehr sicher. Brexit, der breite Erfolg von narzisstischen Chauvinisten (Orban, Erdogan, Putin, Kaczynski, Trumpp u. a.), das Erstarken von rechtsnationalen Parteien, all das lässt mich um die Zukunft Europas bangen. Insofern ist jedes Plädoyer für Europa wichtig, das Erzählen anderer Geschichten als z. B. der Mär vom angeblichen, bürokratischen Monstergebilde. Andre Wilkens weiß, wovon er spricht. Er war lange Zeit in der Verwaltung der EU, beschreibt diese wie schon Menasse als ein sehr effizientes Gebilde, das weniger Beamte beschäftigt als das Saarland. Natürlich können und müssen Dinge verbessert werden, allerdings plädiert Wilkens dafür, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten, die EU pragmatisch zu reformieren und ihre Vorteile für alle ständig hervorzuheben. Dies tut Wilkens ausgiebig, teilweise witzig, teilweise vielleicht ein wenig langatmig, immer aber mit viel Enthusiasmus. Er lebt selbst in einer transnationalen Familie (seine Frau ist Engländerin), hat in Turin, Brüssel, Genf u. a. gearbeitet, kann beurteilen, was es bedeutet, wenn der Blick sich öffnet für andere Kulturen und Gesellschaften. Verglichen damit scheinen die Parolen von AfD und Co. eindimensional, dümmlich, aber vor allem ein Spiel mit dem Feuer. Man sollte meinen, dass die Sprengstofflunte in Deutschland in der Vergangenheit oft genug angezündet wurde.
Ich empfehle dieses Buch, habe mir auch vorgenommen, weiterhin nach Plädoyers für Europa zu suchen. Denn mit einem hat Wilkens sicherlich recht: Wir dürfen das Feld nicht rechten Agitatoren und Populisten überlassen.

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Der Atem der Vögel

Klaus Böldl
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 23.03.2017
ISBN 9783103972702
Genre: Romane

Rezension:

Neulich war das Hintergrundbild der Suchmaschine Bing ein traumhaft schönes Foto von den Färoer-Inseln. Das veranlasste mich, den neuen Roman von Klaus Böldl in die Hand zu nehmen, der genau dort spielt und oben auf dem Stapel der ungelesenen Bücher lag. „Roman“, „spielen“, beides sind im Zusammenhang mit diesem Buch irreführende Wörter, erzählt im eigentlichen Sinne wird fast nichts, zu Anfang gibt es noch ein paar hingetupfte Episoden, die gegen Ende des Textes allmählich in einer reinen Beschreibung der Umgebung verebben.

Philipp, der „Erzähler“, lebt mit Johanna und deren Tochter zusammen. Von Johanna erfahren wir wenig außer, dass sie im örtlichen Krankenhaus arbeitet, und dass sie für Philipp „überpräsent“ ist: „Während man mich stets zuverlässig an einer Stelle finden kann, (…) ist Johanna stets im Haus. Alle Räume und noch die entlegensten Winkel strotzen geradezu von ihrer Gegenwart. Überall hat sie soeben etwas aufgeräumt, glänzt noch das Fensterbrett, die Tischplatte, über die sie eben noch mit dem feuchten Lappen gewischt hat, und überall kann man den leisen Duft ihres Parfüms erschnuppern, oder auf einem Sitzpolster noch ihre Körperwäre spüren. Man muss Johanna schon fest an sich drücken, um die Grenzen ihres Körpers zu erfahren.“ Es ist schwer, neben so einem Menschen anwesend zu sein, „Raum zu greifen“, in der Tat gelingt dies Philipp nur außerhalb des Hauses: „Es kommt mir so vor, als sei in unserem Leben mir allein die Aufgabe zugeteilt, mich in der Welt draußen vor den Fenstern zu verlieren.“ Diesen Selbstverlust zu kompensieren gelingt Philipp allenfalls im Zusammensein mit Johannas kleiner Tochter Rannvá, zumal bei den ausgedehnten Spaziergängen in die landschaftlich einzigartige Umgebung. Rannvá ist wie alle kleinen Kinder präsent, ohne Philipp in seinem Selbst einzuschränken. Es ist erkennbar, dass Philipp das als befreiend erlebt.

Wir wissen von Philipp nur, dass er eines Tages mit einem Werkvertrag des Nationalmuseums auf die Färöer kam, um dort eine Chorgestühl zu restaurieren. Er macht ein paar Andeutungen über seine damalige Kollegin, wie sonst auch erschöpfen sich diese aber in der Beschreibung von äußeren Eindrücken. Was Philipp aktuell tut, wozu er ein kleines Arbeitszimmer benötigt, darüber erfahren wir nichts. Seine Wahrnehmung erschöpft sich im Beobachten, mehr als das Sichtbare scheint ihn nicht zu interessieren, zum Beispiel auch nicht, ob Johanna mit dem Kollegen Jens, der öfter mal bei ihr zuhause auftaucht, eine Affäre hat oder nicht. Philipp teilt noch andere Beobachtungen mit, eine junge Frau, der er als Bedienung in einem Hotelrestaurant kurz begegnet war, wird wenige Tage darauf tot aus dem Hafenbecken geborgen. In einer Kindheitserinnerung wird kurz ein Junge erwähnt, mit dem Philipp damals befreundet war, der aber irgendwann spurlos verschwand. Als Leser fühlt man sich ein wenig alleine gelassen mit diesen hingeworfenen Schnipseln, die nicht aufgelöst werden. Es scheint dies aber in der Natur von Philipp zu liegen, dass er beobachtet, sich aber nie Fragen stellt nach einem Warum, Wie oder nach dem, was in der Zukunft für ihn bereit liegen könnte.

Bei all dem glänzt Böldl wieder mit großartigen (Natur-)Beschreibungen. Nach der Abreise von Johanna und Rannvá zu Johannas Mutter macht Philipp sich auf einen ziellosen Weg. Ab dann werden nur noch Beobachtungen notiert, die Orte, durch die er kommt, kleinste Wahrnehmungen, die Stille, die sogar den Leser bei der Lektüre geradezu einhüllt. Die Landschaft ist karg, selbst die Häuser sind schwarz, oftmals rief ich Wikipedia-Artikel auf oder betrachtete die Gegend auf Google Earth und dachte bei mir, dass man in dieser Umgebung durch die Reduktion der Außenreize – kaum Farben, keine Musik, wenig von Technik herrührende Geräusche, wenig Begegnungen – eigentlich auf sich zurückfallen müsste. Bei Philipp passiert dies nicht, er fällt gleichsam ins Außen, verliert sich selbst, wie er es im obigen Zitat schreibt, verliert sich in einem Maße, dass eine Rückkehr unter Menschen kaum vorstellbar ist. Mir fiel Christopher Knight ein, über den ich neulich einen Artikel gelesen hatte. Christopher Knight war als junger Mann eines Tages mit seinem Auto immer weiter in die Wildnis des amerikanischen Nordens vorgedrungen, bis der Tank leergefahren war. Er lebte 27 Jahre ohne jeden Kontakt zu anderen Menschen und wurde nur zufällig gefunden. Von dieser Sorte Mensch scheint mir auch Philipp zu sein.

Die Lektüre war für mich zwiespältig. Die Präzision der Beschreibungen ist hohe Sprachkunst, die mangelnde Selbstreflexion des Erzählers aber war für mich manchmal ein Ärgernis. Und so habe ich das Buch nach der Lektüre etwas ratlos wieder zugeschlagen.

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new york, 1. weltkrieg, blindheit, brüder, 2. weltkrieg

Homer & Langley

E.L. Doctorow , Gertraude Krueger
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 09.10.2012
ISBN 9783596193639
Genre: Romane

Rezension:

Eine Weile dachte ich, dieser Roman könnte zwei ähnliche Männer beschreiben wie Flaubert in "Bouvard und Pecuchet". Weit gefehlt! Während die "Ver-rückten" bei Flaubert im Grunde zwei ausgesprochene Spießer sind, treffen wir mit Langley und Homer auf zwei menschenfreundliche Sonderlinge, die, obwohl Langley ihr riesiges Elternhaus nach und nach in ein höhlenartiges Labyrinth aus Sammelsurium verwandelt (das ist dezent untertrieben; siehe den auf Wikipedia verlinkten Spiegel-Artikel mit Fotos), doch fast bis zu ihrem traurigen Lebensende ausgesprochen weltzugewandt, lebensfroh und menschenfreundlich bleiben.

Die Geschichte kann man auf Wikipedia nachlesen. Die Collyer-Brüder gab es wirklich und gelangten schon zu Lebzeiten zu einer gewissen Berühmtheit. Zu verquer war ihr Lebensstil, zumal in der Umgebung des rasant zum Zentrum der Welt aufsteigenden Manhattan, zu befremdlich für die "bürgerliche" Umgebung, deren Misstrauen, ja Hass die beiden häufig weckten.
Zwischendurch sei erwähnt: Der Roman ist großartig! Doctorow macht alles richtig! Für mich zeichnen sich sehr gute Romane durch eine Beiläufigkeit im Erzählen aus. Beiläufig wird uns fast ein ganzes Jahrhundert nahegebracht, natürlich immer nur in kleinen Scherben, die aber sind so kennzeichnend, dass wir nach der Lektüre auch etwas mehr über den 1. Weltkrieg wissen, die spanische Grippe, die zig Millionen dahinraffte und unter anderem auch die Eltern von Homer und Langley, über den 2. Weltkrieg - hier ist vielleicht die Szene symptomatisch, in der Homer und Langley nach Pearl Harbour ein amerikanisches Paar aufnehmen, das aus Japan stammt, deswegen den Angriffen des Mob ausgesetzt ist und schließlich in ein Internierungslager verbracht wird -, über die Mafia, die Korruptheit der New Yorker Polizei, Vietnam, die Hippie-Zeit (phasenweise wohnen zahlreiche "Hippies" bei Homer und Langley, die auf eine geradezu verstörende, weil absolut selbstverständliche Weise gastfreundlich sind). Beiläufig sind auch kleine Details, die eine uns ferne Welt erstehen lassen, zum Beispiel die Beschreibung – Langley und Homer veranstalten zeitweise „Tanz-Tees“ für nicht so Begüterte in ihrem Salon -, wie die Nadel des Plattenspielers aus der letzten Rille springt und dann über das Papieretikett in der Mitte der Schallplatte kratzt. Das ist für uns alles sehr weit weg und dann plötzlich so nah, als ob ein Scheinwerfer ins Dunkel der Vergangenheit leuchtet und ein kleines Bild aufscheinen lässt, das uns ein vergangenes Zeitalter nahebringt.

Natürlich sind Homer und Langley absolute Sonderlinge. Homer erblindet schon in jungen Jahren und vertreibt sich die Zeit vorrangig am Klavier, man muss sagen: an dem von ihm bevorzugten Klavier, denn Langley, ein Sammler, der von allem, was gebraucht und nicht gebraucht wird, immer gleich mindestens ein Dutzend Exemplare herbeischafft, sorgt auch dafür, dass irgendwann vierzehn Klaviere, Flügel und Pianolas im Haus verteilt sind. Sammeln: Im Speisezimmer steht irgendwann ein Ford T, das ganze Haus ist zunehmend vollgestopft mit Dingen, nach dem Tod der beiden hat man angeblich über 100 Tonnen zum größten Teil unbrauchbare Gegenstände aus dem Haus geschafft. Insbesondere sammelt Langley Zeitungen und kauft jeden Tag alle Ausgaben, deren er habhaft werden kann, denn sein größtes Vorhaben ist, irgendwann die endgültige Zeitung zu erstellen, die in einem einzigen Exemplar die Gesamtheit aller Zeitungen kondensiert (in diesem Prinzip können wir das Prinzip des Romans erkennen). Zum Schluss wird Langley und mit ihm auch Homer die Sammelleidenschaft zum Verhängnis. Der Schluss des Romans: im wahrsten Sinne todtraurig.

Homer, der früh Erblindete, erzählt die Geschichte. Der Verlust des Augenlichts trägt dazu bei, dass seine übrigen Sinne extrem ausgebildet sind, so dass er sich fast wie ein Sehender bewegen kann. Er ist auch ein Mensch voller Sinnlichkeit, seine Zuneigung zu Frauen, zumal zu seinen beiden großen Lieben wird eindrücklich beschrieben. Doctorow lässt vor unseren Augen zwei äußerst sanftmütige Gestalten erstehen. Man merkt, dass diese Sonderlinge die wahren Menschenfreunde sind, nicht die „Normalen“, deren „Gefühlswelt“ allzu oft in Hass gegenüber allem ausschlägt , das nicht ihrer „Normalität“ entspricht. Insofern ist der Roman auch ein Lehrstück.

Der Roman ist so unendlich viel mehr. Man staunt, wie viel auf 220 Seiten erzählt werden kann. Und so bleibt mir nur ein Wort: Lesen! Ein zweites: Unbedingt!

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Tags: 1. weltkrieg, 2. weltkrieg, blindheit, hippie-zeit, new york, sammeln, überleben, usa, vietnam, zeitung   (10)
 

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friede, offene gesellschaft, europa

Wir sind die Mehrheit

Harald Welzer
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 16.03.2017
ISBN 9783596299157
Genre: Sachbücher

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

weißes haus, naivität, land der begrenzten möglichkeiten, kindesentführung, usa

Sweet Land Stories

E. L. Doctorow , Angela Praesent
Fester Einband: 187 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 20.02.2006
ISBN 9783462036817
Genre: Romane

Rezension:

Zunächst einmal: Nach langem Lesefrust ist dies endlich mal wieder ein Buch, das ich mit Genuss (zu Ende) gelesen habe. Warum? Heutzutage scheint es für viele Autoren selbstverständlich zu glauben, der Leser wünsche sich nichts mehr, als in Echtzeit an allen möglichen Belanglosigkeiten des Alltags beteiligt zu werden. Die Tinteninkontinenz ist eine Krankheit, die sich in den letzten Jahren rasch ausbreitet. Es gibt jede Menge "Großromane", deren Größe sich in einer Seitenzahl von minimal 600 Seiten erschöpft (auf einen Roman vom Kaliber eines "Mann ohne Eigenschaften" oder "Zauberberg" hofft man vergeblich). Davon hebt sich Doctorow wohltuend ab. Die Erzählungen sind knapp, der Sarkasmus ist sehr subtil, wie bei Tschechow oder der Munro wird nicht rummoralisiert und doch eine große Sympathie für die erzählten Figuren geweckt. Die Geschichten sind teilweise spannend, auf jeden Fall interessant, der Stil gefällt mir ausnehmend gut. Beiläufig lernt man sehr viel über die USA, die Naivität vieler Menschen, die Verquickung von Ökonomie und Politik (die letzte Erzählung im Band), auch die (scheiternden) Versuche, sich nicht von den Verhältnissen unterkriegen zu lassen.
Ich werde mir weitere Bücher von Doctorow beschaffen und empfehle "Sweet Land Stories" ausdrücklich.

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Tags: kindesentführung, land der begrenzten möglichkeiten, naivität, usa, weißes haus   (5)
 

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Schalttafel

Hans Erich Nossack
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei NIMBUS, 13.10.2016
ISBN 9783038500148
Genre: Romane

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

genuss, glück, landleben, zeit, nichts tun

Das Beste, was wir tun können, ist nichts

Björn Kern
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 10.03.2016
ISBN 9783596035311
Genre: Sachbücher

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Gartenhaus

Thomas Hürlimann
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.02.2000
ISBN 9783596146888
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Eine Art Paradies

Ralph Dohrmann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arche, 22.09.2015
ISBN 9783716027264
Genre: Romane

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125 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

italien, flüchtlinge, liebe, widerfahrnis, novelle

Widerfahrnis

Bodo Kirchhoff
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 01.09.2016
ISBN 9783627002282
Genre: Romane

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77 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

briefwechsel, befindlichkeiten glück, roman, frundschaften

Schlafen werden wir später

Zsuzsa Bánk
Fester Einband: 688 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 23.02.2017
ISBN 9783100052247
Genre: Romane

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8 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

biogafie

Schiller

Rüdiger Safranski
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 10.12.2015
ISBN 9783596033607
Genre: Biografien

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

religiöser fanatismus

Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen

Ahmad Mansour
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 08.10.2015
ISBN 9783100024466
Genre: Sachbücher

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90 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

erzählungen, erzählunge, kurzgeschichten, tricksen, heitere melancholie

Fallensteller

Sasa Stanisic
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 09.05.2016
ISBN 9783630874715
Genre: Romane

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