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sandra regnier, fantasy, magie, das geheime vermächtnis des pan, liebe

Das geheime Vermächtnis des Pan

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2015
ISBN 9783551314932
Genre: Fantasy

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292 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

daniel kehlmann, ruhm, kurzgeschichten, identität, schriftsteller

Ruhm

Daniel Kehlmann , any.way , Walter Hellmann
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2010
ISBN 9783499249266
Genre: Romane

Rezension:

Ein Roman oder doch sich verknüpfende Kurzgeschichten? Die Kurzgeschichten in diesem Werk ließen uns darüber nachdenken. Nach dem Lesen kann man hier deutlich sagen: ein Roman in einem genialen, äußerst seltenen Format.

Vorab möchte ich kurz eine Begrifflichkeit klären.

Was ist Identität?

Laut einem einschlägigen Onlinelexikon ist Identität die Gesamtheit der Eigentümlichkeiten, die das Seiende, einen Gegenstand oder ein Objekt kennzeichnet und als Inidividuum von allen anderen unterscheidet. Der Verlust der Selbigen ist das Schwinden der Fähigkeit, sich selbst in seinen Handlungen erkennen zu können.

Die Zahl 9

Beginnen wir hier ganz objektiv. Sie ist die natürliche Zahl zwischen Acht und Zehn. Sie ist ungerade, eine Quadratzahl sowie die höchste einstellige Zahl im Dezimalsystem. Ferner, und hier muss ich kurz in den Bereich der Mystik abschweifen, gilt die 9 als die zweite vollkommene Zahl in der ersten Dekade. Sie ist die dreifache Triade, und steht für Anfang und Ende, die Vollendung, das Ganze und die Erfüllung.

In diesem Roman von Daniel Kehlmann geht es also um Identitätsverlust in 9 Geschichten, vorgestellt in seinen verschiedensten Ausprägungen. Das Besondere an dieser Gestaltungsform ist, dass sich alle Figuren in der jeweils anderen Geschichte wiederfinden und sie so über die Geschichten hinaus doch miteinander verknüpft sind.

Natürlich kann man hier nicht alle Charaktere näher beschreiben oder erwähnen, so dass wir uns auf unsere "liebsten" Figuren beschränken wollen. Ansonsten könnten wir ja schließlich "Ruhm" in Gänze abtippen.

Die Figuren mit den ,meines Erachtens nach, einprägsamsten Identitätsverlusten waren der Abteilungsleiter und Rosalie.

Rosalies Geschichte wird in "Rosalie geht sterben" erzählt. Bei Rosalie handelt es sich um eine alte Dame, bei der Krebs im Endstadium ohne Heilungschancen diagnostiziert wird. Sie entschließt sich dazu, in die Schweiz zu reisen um Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Der Autor dieser Geschichte ist hier die Figur aus einer anderen Geschichte und zwar Leo Richter. Während des Lesens bekommt man davon allerdings zunächst nichts mit. Man hat es mit einem Autor zu tun, der allwissend ist und mit dem sich die Figur Rosalie sogar unterhält. Diese Form der Einbindung des Erzählers habe ich persönlich noch nie gelesen und war schwer beeindruckt davon. Rosalie bittet den Autor mehrfach konkret darum, ihre Geschichte umzuschreiben und dieser antwortet darauf. Wie es dann endet, kann hier natürlich nicht wiedergegeben werden, um die Geschichte nicht vorwegzunehmen.

Hier nimmt also auch der Identitätsverlust..

Hier möchte ich mich kurz dazwischen drängeln und auf Trophs Nutzungs des Wortes Identitätsverlust zurückkommen. Zuvor habe auch ich diesen Begriff als passend erachtet. Doch je weiter meine Betrachtungen reichen, denke ich, dass ein anderer Terminus hier um einiges zutreffender ist:

Identitätszerfall

Zerfall suggeriert eine allmähliche Auflösung. Und das ist es, was wir in den Geschichten beobachten können. Den allmählichen Zerfall der jeweiligen Identität.

...eine spannende, andere Form an. Es geht nämlich insbesondere um die Frage: Existiert eine Figur in einer Geschichte? Oder existiert sie nicht? Kann diese Person überhaupt ihre Identität verlieren oder nicht? Diese Fragen werden dann am Ende konkret durch das Eingreifen des Erzählers in die Geschichte beantwortet. Wobei man sich natürlich auch selbst eine Meinung dazu bilden kann. Dies ist in jeder Geschichte so und regt wirklich zum Nachdenken an.

Die zweite, spannende Figur für mich war der Abteilungsleiter. Er spielt in der Geschichte "Wie ich log und starb" die Hauptrolle. Der Abteilungsleiter führt ein normales, bürgerliches Leben. Er arbeitet und hat eine Familie. Sein Leben ändert sich als er eine andere Frau kennenlernt. Mit dieser Frau führt er dann das gleiche Leben. Er hat also zwei Leben oder auch ein Doppelleben.

Hier haben wir es nicht mit einem Verlust der Identität zu tun, sondern mit der Verdopplung bzw. der Spaltung. Der Abteilungsleiter behält im Großen und Ganzen sein Leben bei. Der Job bleibt der Gleiche, jedoch führt er zwei unabhängige Privatleben. Diese beiden Leben vverstricken ihn jedoch in ein Geflecht aus Lügen. Er ist gezwungen, das eine Leben zu verheimlichen,um das andere zu führen. Dies alles nur, damit er aus einem einzigen Leben Zwei machen kann. Ob diese Dinge dann letztendlich aufrecht erhalten werden können oder die Leben sich kreuzen, bleibt offen. Auch hier kann man sich selbst Gedanken zu dem Fortlaufe der Geschichte machen. Konkret wird hier kein Ende vorgegeben.

Eine besondere Rolle spielt in dieser Geschichte auch ein am Rande auftauchender dünner Mann, der den Kern dieser Spaltung der Identität auf den Punkt bringt und demnach hier auch zitiert werden soll:

Sie fragen sich, warum so vieles nicht geht, lieber Herr? Weil ein Mensch vieles sein will. Im wörtlichen Sinn. Er will viel sein. Vielfältig. Möchte mehrere Leben. Aber nur oberflächlich, nicht im Tiefsten. Das letzte Drängen, lieber Freund, zielt darauf, eins zu sein. Mit sich, mit allem.

Ich denke, dass dieses Zitat den gesamten Roman hervorragend beschreibt und will dies so auch hier stehen lassen.

Kommen wir zurück auf die vorherigen Begriffserläuterungen und schließen den Kreis. Diese neun Geschichten bilden eine Einheit. Es ist also absolut nachvollziehbar, dass Kehlmann hier neun verwinkelte Geschichten genutzt hat um einen Anfang, ein Ende und somit ein Ganzes zu schaffen. Die Symbolik der Zahl 9 wird hier subtil eingesetzt und lässt den Leser klar in der Überzeugung zurück, dass es keine Geschichte mehr oder weniger hätte sein dürfen.

Fazit: Ein absolut kurzweiliges Lesevergnügen mit tiefsinnigem Hintergrund. Also absolut lesenswert, liebe Lesekünstler !

Copyright Schizothekare

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Tags: daniel kehlmann, neun erzählungen, shorts stories   (3)
 

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paul auster, fachbuch, krimi, new york, 1. teil trilogie

Paul Austers Stadt aus Glas

Paul Auster , Paul Karasik , David Mazzucchelli , Michael Grönewald
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Reprodukt, 01.08.2005
ISBN 9783938511060
Genre: Comics

Rezension:

Eine Betrachtung des ersten Bandes der New York Trilogie aus zwei Blickwinkeln. Aufgeteilt in drei Phasen und nichts als Chaos und Verwirrtheit zurücklassend.

Die Erwartungen waren klar. Der Klappentext verriet nicht viel, versprach aber folgendes:

Ein spannungsgeladener Kriminalroman, der den Leser mit clever ausgelegten “Ködern” in seinen Bann zieht. Schritt für Schritt wird man in ein Spiel mit seinen eigenen Erwartungen verstrickt.

Ein Verbrechen also. Ein oder sogar mehrere Schurken. Schurken, die vielleicht gar keine sind und Helden, die zu Antihelden mutieren. So vermutet man also das zu erwarten was unerwartet ist. Der Titel “Stadt aus Glas” – eine gläserne Stadt. Glas – eine amorphe, lichtdurchlässige Substanz – etwas, das man durchschaut und im besten Falle auch versteht. Eine Geschichte, die man durchschauen wird. Am Ende jedoch hat man einer Variable in der Gleichung zu wenig Beachtung geschenkt. X = Auster.

Nun wird in Kürze dargestellt, was aus den Erwartungen wurde:

eine Metapher auf die Dreieinigkeit Gottes Der Turm von Babel ein rotes Notizbuch Buchstabenjagden durch die Straßen New York’s Eier Don Quijote die Variable X (auch in einer gewissen Dreieinigkeit)

Was bleibt?

Am besten erklärt Auster es selbst, indem er folgendes zu Papier bringt.

Das Problem ist die Geschichte selbst, nicht ob sie etwas bedeutet oder nicht, muss die Geschichte nicht sagen.

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nevernight, jay kristoff, fantasy, assassinen, mia corvere

Nevernight

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.08.2017
ISBN 9783596297573
Genre: Fantasy

Rezension:

Nevernight. Die Nimmernacht. Eine Welt mit drei Sonnen. Der Auftakt einer Trilogie, die uns mehr als nur begeistert hat.1

Sprechen wir kurz über den Inhalt, nur kurz. Mädchen verliert in ihrer Kindheit ihre ganze Familie. Findet Halt in der Idee der Rache an den Menschen, die ihr diesen Verlust bereitet haben. Ein kauziger Antiquar bildet sie in der Kunst des Tötens aus und sie begibt sich auf die Reise zu einem geheimen Assassinenorden. So weit so gut.

Die Grundidee der verlorenen Seele haben wir in dieser Art von Büchern schon des Öfteren gefunden. Entscheidend ist hier die Umsetzung. Diese Geschichte lebt. Und sie lebt durch ihren Autor2.

Sarkasmus, Fäkalsprache per Excellence, Ideen- und Schaffungsreichtum en masse und eine Vielfältigkeit an Charakteren, die nichts zu wünschen übrig lässt.

Dringend ist es an dieser Stelle erforderlich den Charakteren ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Mia Corvere, unsere Antiheldin – auch wenn man sie nie als diese wahrnimmt3. Fluchend und rauchend, aber ihren Prinzipien treu, wird Mia begleitet von Mr. Freundlich.

Mr. Freundlich - der sarkastische, eigentlich auch ins Zynische neigende Schatten, welchen wir kennen und lieben lernen. Dieses Buch wäre ohne seine Kommentare nur halb so komisch und halb so lesenswert4.

Trix. Ein, durch Narben und grauenvolle Tätowierungen entstellter Junge oder junger Mann, der bald zu Mias bestem Freund wird. Ab und an ist er Mias moralischer Stützbalken5  und dann wieder liebestoller Spielgefährte6.

Es gibt noch viele andere und erwähnungswürdige Mörder, Lehrer, Schüler, Heiler und Barbesitzer. Leider sprengt das den Rahmen und wahrscheinlich eure Aufmerksamkeitsspanne.

Was ist noch einzigartig?

Die Quantität aber auch die Qualität der Fußnoten ist nicht zu verachten7.

Warum?

Sie bringen Geschichten in Geschichten. Manchmal über zwei Seiten gehend, erschafft Kristoff durch Annekdoten, Erläuterungen zu Redewendungen und kleinen Abstecher in die Götterwelt eine Atmosphäre der Lehre, dass man glauben könnte, es gäbe diese Welt wirklich.

Jedoch muss auch der moralische Zeigefinger erhoben werden. Eine Welt so voller Gewalt und Sex6 als Jugendbuch einzustufen, erschien uns bei einigen Passagen doch sehr unangemessen. Troph und ich können uns schon seit geraumer Zeit nicht mehr als Jugendliche bezeichnen und doch mussten wir hier und da arg schlucken. Wie selbstverständlich mit dem Töten Anderer umgegangen wird ist erschreckend. Viel erschreckender ist, dass man Selbst ab einem bestimmten Punkt beginnt, es als etwas Normales anzusehen.

Aber gut. Dies wäre der einzige Kritikpunkt. Und er bezieht sich auch nur darauf, dass es in der Jugendbuchabteilung zu finden ist.

Schlußendlich mag dieses Buch die Geister spalten. Es vermag zu polarisieren. Aber es hat eins ganz besonders – uns unterhalten. Und das so nachhaltig, dass wir hier nur eine ganz klare Leseempfehlung geben können8.

Begeistert? Begeistert?! Es gibt überhaupt keine Worte, die das Gefühl während und nach des Lesens beschreiben könnten, liebe Apos. Ich versuche es mit dem nicht zu steigernden Superlativ "super". Das Cover ist super. Die gesamte Geschichte ist super. Die Charaktere sind super. Die Welt ist super....haaaach...ich könnte ewig bis ins Detail so weitermachen, aber wir wollen ja hier auch weiterkommen. Aber eines sei noch gesagt: ich liebe liebe liebe liebe "Nevernight". Und ich vergöttere Jay KristoffX Ich liebe liebe liebe Jay Kristoff. Stopp, stopp, stopp. Antiheldin? Das reicht nicht. Sie ist hier unsere großartige, vielfältige, sympathische, mordende Protagonistin. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt des ganzen Aufbaus. Wir lernen Sie nett und böse, egoistisch und selbstlos kennen. Sie ist nicht einfach nur ein "Antiheld". Sie ist der Hammer. Auch hier lasst euch gesagt sein: er ist eine genial dargestellte, stilisierte Figur. Ich freue ich mich wahnsinnig drauf, zu erleben, wie er sich weiterentwickelt. ja ,er ist auch mal nett und hat eine außergewöhnliche Nase. Ich finde das wichtig. Wirklich? Ernsthaft? Liebestoller Spielgefährte? Schön ausgedrückt. Ich hasse, hasse, hasse, verdammt nochmal Erotikszenen. Direkt als ich das Buch aufschlug blieb ich ja nicht verschont davon. Habe zumindest im Anschluss ja verstanden, was das sollte. Aber dann, einfach so, mitten im Buch; nochmal dieser Käse. Nach einer Stelle, die hier später noch Verwendung findet, die ich so sehr mochte, quasi völlig verliebt war, kommt so ein Scheiß. Was denkt sich denn unser kranker Autor da eigentlich? Uhhh es könnte ohne Sex langweilig werden? Ich war schon die ganze Zeit darüber verwundert, dass wir dieses Werk in der Jugendbuchabteilung fanden, aber danach wunderte es mich dann auch noch, dass es nicht neben "After Passion" oder anderen Büchern dieser Kategorie lag. Ich hasse Erotikszenen einfach. Ich möchte so was verdammt nochmal nicht lesen. Vor allem nicht über gefühlt hundert Seiten und aus jeglichem Blickwinkel. Es ekelt und kotzt mich an, so was!!! Liebe Lesekünstler, das musste raus. Nun wisst ihr Bescheid. Wer auf so was steht, bitte, der lese die entsprechenden Romane und bleibe mir weg! Troph Off  [Ihr habt das nicht LIVE erlebt. Ihr könnt euch glücklich schätzen. Troph kann ziemlich …. wie sage  ich es am Besten?…. ausdrucksstark sein!] So wie meine. Gruß, Troph Wir machen uns auch direkt daran, Band 2 zu lesen - im Original.

X.  Ja,ich vergöttere ihn. Und nein, es war nicht das erste Werk, welches wir von ihm                 lasen.

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fantasy, magie, zauberer, jugendbuch, septimus heap

Septimus Heap - Magyk

Angie Sage , Reiner Pfleiderer (Übers.) , Mark Zug (Ill.)
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2007
ISBN 9783423623278
Genre: Kinderbuch

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237 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 128 Rezensionen

fantasy, palast, horror, expedition, roman

Palast der Finsternis

Stefan Bachmann , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257300550
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Tisch in der Fantasyabteilung. Apos und Trophs Blicke fliegen über die vielen Stapel. Überbordende Buchcover, gehalten in den grellsten Farben. Die Augen huschen von einem Highlight zum Anderen. Apos kneift ab und an die Augen zusammen, sind doch gesetzte Farben die bevorzugten Skalawerte. Und mittendrin ein kleines Taschenbuch. Ein sanftes grün umrahmt von dem weichen, eierschalen-farbenen weißen Rahmen des Diogenes Verlages - "Der Palast der Finsternis"!

Vier Jugendliche machen sich auf den Weg nach Frankreich, um an einer Expedition teilzunehmen. Sie sollen einen unterirdischen Palast erforschen. Mehr wissen sie zum Zeitpunkt ihrer Anreise nicht.

Soweit so gut. Der Klappentext und auch das Cover luden also definitiv zum Lesen ein.

Auch der Start dann ist meines Erachtens äußerst gelungen. Wir lernen die vier Jugendlichen anhand einer für die Expedition erstellten Mappe ein bisschen kennen. Gemeinsamkeiten ergeben sich keine und man ist gespannt, wie diese Gruppe dann zusammen agiert. Natürlich sticht unsere Protagonistin Anouk hier besonders hervor.

Ganz ehrlich, ich mochte sie von Anfang an. Sie ist eine Art Antiheldin, wobei Anti in jeglicher Weise zutrifft. Sie hat immer einen kotzigen Spruch auf Lager, ist unzufrieden und bleibt am liebsten für sich selbst.

Nicht nur ist ihre Persönlichkeit eindrucksvoll auch ihr Name: Anouk Geneviève von Roijer-Peerenboom. Und der Grund, warum sie uns so schnell in ihren Bann zog, war wohl auch dem geschuldet, dass die Geschichte aus ihrer Perspektive geschildert wird. Viel weniger besticht sie mit dem was sie sagt, als mit dem was sie denkt.

(Für all diejenigen, die das Buch schon gelesen haben, singt doch bitte mit: Let's get rich and buy our parents house in the south of france. Let's get rich and get everybody big sweaters and teach them how to dance!)

Nun denkt man also, das kann ja nur gut werden. Tolle Protagonistin, vielversprechende Story, ein Haufen unterschiedlicher Charaktere und ein unterirdischer Palast.

Dann landen wir in Frankreich und die Story kippt, meiner Meinung nach. Kennt ihr noch "Das Geisterschloss"? "Das Geisterschloss" ist ein mittelmäßig bis schlechter Horrorfilm aus den 90er Jahren.

Ich kenne diesen Film nicht. Werde mich aus diesem Grund hier geflissentlich zurückhalten müssen.

Hier haben wir das gleiche Schema. Leute werden eingesperrt und merkwürdige Kreaturen und Fallen tauchen in verschiedenen Szenarien auf und die Darsteller versuchen zu fliehen. Same here. Unsere Jugendlichen sind einfach nur ständig auf der Flucht. Sie hetzen ohne Sinn und Verstand von einem in den anderen Raum und versuchen aus dem Palais herauszukommen.

Selbst die Spiegelsäle sind dieselben wie im Film. Puh, eigentlich ist alleine dieser Vergleich schon traurig, aber was soll ich machen, wenn ich ab dem Zeitpunkt die ganze Zeit an den botoxgetunten Gesichtsausdruck von Catherine Zeta-Jones denken muss? Ganz einfach: weiterlesen. Schließlich ist die Story ja kurzweilig und vielleicht gibt es ja noch den ein oder anderen Clou.

Wie schon gesagt, mir blieb dieser ständige Vergleich mit einem B-Movie erspart. Daher hatte ich durchaus Spaß beim Lesen. Fasziniert von der Größe des Palastes und den Geheimnissen, die sich in ihm versteckt hielten, wurde es nie langweilig.

Den Clou fand ich dann immer mal zwischendurch. Die Geschichte springt nämlich zwischendurch in das Jahr 1789 und wir erleben dort das Leben und (Überraschung!) die Flucht der Aurelie. Aurelie erinnert von Anfang an stark an Anouk, bleibt jedoch eher blass. Zusammenhänge anderer Art erkennt man zunächst nicht, wird jedoch durch die Geschichte weitergeführt. Schön und gut, aber auch da hatte ich die ganze Zeit etwas im Sinn:

"Aurelie. So klappt das nie."

Erinnert ihr euch daran? "Wir sind Helden-Song" von irgendwann Anfang der 2000er. Hört mal kurz rein und es schwirrt euch im Kopf rum und es geht auch nicht mehr weg.

Troph tut Aurelie an dieser Stelle ein wenig unrecht oder sagen wir, ich kann mich erneut nicht ihrer Meinung anschließen. Ich kann nicht stichhaltig argumentieren ohne zu spoilern und das habe ich in keinster Weise vor. Man bedenke an dieser Stelle jedoch, dass Aurelie ein gepudertes Adelsmädchen im 18. Jahrhundert ist. Ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten waren somit begrenzter als man meinen mag.

Die Auflösung der Story. Endlich nach 300 Seiten. Irgendwie war ich erleichtert. Da wir ja ungerne spoilern, sag ich dazu mal nichts. Zu erwarten war es nicht, spannend aber auch nicht.

Bitte?! Wie kann etwas, dass man nicht erwartet hat, nicht spannend sein. Vermag sich das nicht zu widersprechen?

Ich sage: es war spannend. Denn es lief, wie aus heiterem Himmel, in eine Richtung, welche zu dem auch noch hochaktuell ist. Zu ärgerlich, dass ich das nicht weiter ausführen kann ohne den Unmut derer heraufzubeschwören, die das Buch noch nicht gelesen haben.

Fazit Troph: "Aurelie, so klappt das nie....!" Das ist, was bleibt. Ansonsten Gedanken an eine Hetzjagd und ein schönes Cover, welches mein Bücherregal ziert.

Fazit Apos: Ein mit Tempo und Abzweigungen geladener Roman, den man gelesen haben muss. Um Anouks und Aurelies Willen.

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dystopie, drogen, krimi, heyne, roboter

Junktown

Matthias Oden
E-Buch Text: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 09.05.2017
ISBN 9783641197179
Genre: Science-Fiction

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usa, thriller, weißes haus, us, sam bourne

Der Präsident

Sam Bourne , Ruggero Leò
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404176588
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erschreckend realitätsnah und brisant, gemessen an der aktuellen, politischen Lage. Das ist was Sam Bourne mit seinem neustem Thriller “Der Präsident” geschaffen hat.

[Die Kombination Cover und Klappentext verführte uns hier tatsächlich zum Kauf.]

Ein über die Maßen erfolgreicher Geschäftsmann wird Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Mann, dessen Machtbesessenheit nur noch von seinem Narzissmus und seinem Jähzorn übertroffen wird. Und so verwundert es nicht, dass nach der Amtseinführung im Machtgefüge Washingtons kein Stein mehr auf dem anderen liegt. So wird der Leser sofort mit dem Jähzorn des Präsident konfrontiert. Nordkorea veröffentlicht eine Verlautbarung, die auf wenig Gegenliebe trifft und wir werden Zeuge, wie der mächtigste Mann der Welt den Abschuss von Atomraketen befiehlt. Und das Räderwerk dieses Thrillers beginnt sich zu drehen.

Es dürfte an niemanden vorbei gegangen sein, dass auch im wahren Leben ein ständiger Schlagabtausch und ein nicht zu überhörendes Säbelrassen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un stattfindet. Ein Konflikt, der auf Grund von scheinbar unüberlegten Tweets Trumps und unverständlichen Machtdemonstrationen Un’s, weiter angefacht wird. Umso mehr erschreckt diese - nennen wir es Zukunftsvision? – bereits auf den ersten Seiten.

[Erschreckend und vor allem kurzweilig trifft es an dieser Stelle gut. Anhand der kurzen Kapitel ist die Schnelllebigkeit der heutigen Gesellschaft und insbesondere der Politik deutlich zu erkennen. Ich würde allerdings dystopische Vision der Zukunft bevorzugen, da ich noch wirklich die Hoffnung habe, dass es die Mannschaft des Weißen Hauses es nie so weit kommen lassen könnte.]

Bourne spickt die Situationen im Weißen Haus und den Machtverhältnissen in Washington mit so vielen, manchmal nebensächlich erscheinenden Details, dass man geneigt ist, diese als Tatsachenbericht anzuerkennen. Und das ist es auch, was meines Erachtens, dieses Buch ausmacht. Man wird in eine Welt gerissen, in die man als Normalsterblicher, so nie gelangt. Man erfährt so einiges über die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze Washingtons. Es benötigt also nur einen Anruf des Präsidenten um einen atomaren Erstschlag auszulösen und niemand ist befugt ihn davon abzuhalten oder sich diesem Befehl zu widersetzen. Interessant war auch die Erläuterung zu der Hierarchie im Weißen Haus selbst. Wer darf mit wem reden, wer kann bei wem Termine bekommen.

[Japp, auch hier stimme ich dir zu, liebe Apos. Allerdings ist die Frage, ob man diese Welt denn auch wirklich kennenlernen will?! Ich persönlich fand auch diese Darstellung genauso erschreckend wie das Szenario mit den Atomraketen selbst. Na klar, weiß man, dass es viel Gemauschel gibt, aber das wirklich der gesamte Regierungsstab untereinander, miteinander und vor allem einzeln und gegeneinander agiert und nur auf sich selbst schaut, fand ich echt schlimm.]

Das alles steht auf meiner Pro-Seite für dieses Buch. Leider gibt es auch Schattenseite. Es beginnt rasant. Die Szenenwechsel sind schlau gewählt und schaffen eine nicht zu verachtende Dynamik. Doch scheint es als ob nach der Hälfte dem Autor die Luft ausgegangen sei und er mit aller Kraft das Buch zu Ende bringen musste und das so schnell wie möglich.

[Das Gefühl hatte ich auch. Nichts wurde mehr detailliert dargestellt. Aber auch genau dieser Punkt zeigte ebenfalls die Schnelllebigkeit in all seiner Negativität.]

Desweiteren sind die Figuren nicht so präsentiert, dass man eine grenzenlose Loyalität oder eben Abneigung gegen Selbige entwickelt. Es gibt, denen so etwas in überbordenden Maße gelungen ist. Hier ist das nicht der Fall und das macht es unattraktiv.

[Sehr sehr unattraktiv sogar!!! Wie ihr ja wisst, sehen wir uns ja als Lesekünstler. Die Kunst beim Lesen liegt doch vor allem darin, dass wir uns in andere Welten und Menschen hineinfühlen. Die Charaktere sind demnach unser Handwerkszeug. Wir arbeiten mit ihnen. Vergisst man nach einem einzelnen Satz ihren Namen und kann sich kein richtiges Bild von Ihrem Äußeren und Ihrer Persönlichkeit machen, so ist das ganze Werk einfach belanglos. Fehlen diese Eigenschaften, verstehen wir Ihr Handeln nicht und können uns nicht hineinversetzen und gerade das wollen wir doch, wenn wir einen Roman lesen. Natürlich ist die Story wichtig, aber bleibt alles auf einer nüchternen, sachlichen Ebene, lachen, bibbern und weinen wir eben nicht. Wir legen das Werk weg und vergessen es.]

Alles in allem. Informativ. In weiten Teilen unterhaltend. Bedrohlich, wenn man es als nostradamische Prophezeiung verkehrt.

[Man kann Sam Bournes Präsident lesen oder einfach weiter in die Zeitung schauen. Dieses Buch ist weder gut noch schlecht. Klar empfehlen kann ich es nicht. Ich werde es vermutlich nicht nochmal aus dem Regal herausnehmen.]


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fantasy, nicholas flamel, michael scott, magie, zwillinge

Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Die mächtige Zauberin

Michael Scott , Ursula Höfker
Flexibler Einband: 509 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.10.2011
ISBN 9783570401040
Genre: Jugendbuch

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373 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

nicholas flamel, fantasy, magie, michael scott, paris

Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Der dunkle Magier

Michael Scott , Ursula Höfker
Flexibler Einband: 507 Seiten
Erschienen bei cbj, 18.04.2011
ISBN 9783570401200
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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694 Bibliotheken, 18 Leser, 3 Gruppen, 38 Rezensionen

magie, fantasy, jugendbuch, nicholas flamel, michael scott

Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Der unsterbliche Alchemyst

Michael Scott ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.03.2010
ISBN 9783570400005
Genre: Jugendbuch

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129 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

fantasy, gesellschaftskritik, scifi, mobbing, umweltkatastrophen

Alle Vögel unter dem Himmel

Charlie Jane Anders , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 23.03.2017
ISBN 9783596036967
Genre: Fantasy

Rezension:

"Alle Vögel unter dem Himmel" ist ein 412 Seiten starker Roman erschienen beim Fischer Verlag, verfasst von Charlie Jane Anders und hochgelobt von der New York Times und dem Time-Magazine.

Hauptprotagonisten sind Patricia und Laurence - ihres Zeichens "Emo-Bitch" und "Nerd". Um das näher auszuführen, sei kurz erwähnt, dass Patricia die einzigartige Gabe besitzt mit Tieren sprechen zu können. Laurence hingegen hat in frühester Jugend bereits eine Zeitmaschine gebaut und einen Super-Computer konstruiert. Die oben aufgeführten Bezeichnungen mögen somit nicht aus der Luft gegriffen sein.

So beginnt es also vielversprechend. Zwei außergewöhnliche Kinder werden vorgestellt und man erfährt von ihren Geschichten, Nöten, Problemen, Ängsten und ihrer Freundschaft zueinander. Der Schreibstil ist flüssig, mit subtiler Komik durchsetzt und manchmal auch überraschend unorthodox.

Doch dann kommt ein Cut und den weiß die Autorin auch nur schwerlich wieder zu heilen. Unsere beiden Wunderkinder sind erwachsen. Und, es kann nur wenig symbolischer sein, es beginnt nun die Zeit, an der es so langsam keinen Spaß mehr bringt, weiter zu machen. Wie es eben so ist, wenn mann erwachsen ist. Eine Sorge jagt die nächste.  Mit jedem Monat und auch jedem Jahr, den die beiden älter werden, verliert diese Geschichte an Dynamik und Charme.

Der Grundgedanke, der hinter all dem steckt, hat unglaublich viel Potential. Das ist auch der Grund, warum die Kritik zum Ende so unerbittlich wird. Es ist die Wut darüber, dass das Potential nicht genutzt worden ist und somit eine junge Geschichte nicht erwachsen werden durfte.

Mensch Apos, also dieser Text ähnelt aber einer klassischen Rezension nun doch so sehr, dass ich an dieser Stelle wirklich eingreifen muss:

Ich finde, man sollte hier deutlich machen, dass wir erst von Fantasy und Zeitreisen (wenn auch nur in Form von zwei Sekunden) sprechen. Da muss man doch wirklich ein gutes Haar dranlassen.

Das Potential wäre ja zumindest ausgeschöpft gewesen, wenn wir einfach nach 100 Seiten aufgehört hätten zu lesen und unserer Phantasie freien Lauf gelassen bzw. die guten Ansätze dieser Sache hochleben lassen hätten.

Also:

ein Hoch auf die Dystopie:  Jaja so was war auch dabei. Die Welt ist düster und wird überflutet. Wissenschaftler versuchen die Probleme technisch zu lösen und bauen sich immer mehr zu. Magier versuchen aus der Natur die Lösung des Problems zu schöpfen. Fazit: Nur mit beiden Komponenten kann es gelingen. Das ist doch mal ne Ansage. ein Hoch auf die unterschiedlichen Protagonisten: Nerd und Hexe. Ok, klingt erstmal nicht so spannend. Aber gut war es doch, dass sie sich überhaupt  entwickeln. Wir konnten die beiden sowohl in ihrer Kindheit als auch in ihrem Erwachsenenleben erleben und sehen, was aus ihnen wurde. ein Hoch auf die "Nebendarsteller": es gab so unglaublich viele Personen in diesem Roman, dass ich sie gar nicht mehr alle zusammenbekomme. Klar hatten nicht alle einen weiterführenden Handlungsstrang, aber so konnten wir viele verschiedene Perspektiven in der Geschichte  erleben.

Wir haben also aus diesen drei Ansätzen die Möglichkeit uns weitere Geschichten und Fortsetzungen der Figuren und der Welt selbst zu überlegen. Ja, na klar, wäre es schön gewesen, wäre die Geschichte auserzählt gewesen, aber so können wir einfach weiter darüber nachdenken und sie bietet Interpretationsspielräume. Die hätten wir bei einem konkreten Ende nicht gehabt, da die Story dann vielleicht einfach zu platt gewesen wäre.

Tja und wie ich soeben feststelle, benutzte ich so oft den Konjunktiv, dass wir alles in allem zu demselben Ergebnis kommen: 

Idee topp, Story flopp.

Und ich dachte, ich könnte hier noch was retten...

Troph Off...

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283 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 111 Rezensionen

smoke, rauch, london, fantasy, dan vyleta

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

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13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Licht

Connie Willis
Flexibler Einband: 850 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 30.01.2017
ISBN 9783959811705
Genre: Science-Fiction

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london, weltkrieg, zeitreise london, bombardement, evakuierung

Dunkelheit

Connie Willis
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 28.11.2016
ISBN 9783959811682
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das wir zweigeteilt sind, dürfte mittlerweile bekannt sein. Und so darf es nicht überraschen, dass uns eine zweiteilige Romanserie von Natur aus reizt. Der Reiz schlug beim Lesen in Interesse um und entwickelte sich in, von uns beiden geteilte, Euphorie. Troph übernehme bitte du, ich mag nicht gleich ins Schwärmen kommen.

[Aber gern. Ein ganz schöner Brecher, den wir da in den Händen hielten. Aber zwei spannende Themen kombiniert: Zeitreisen und ein Teil der Geschichte des Zweiten Weltkriegs in London.

Wir springen in diesem Roman also immer zwischen dem Jahr 2060 und den Jahren 1940/1941 hin und her.

2060 gibt es in Oxford eine Art Zeitreise-Maschine,von welcher man sich, insofern man geschult ist, auf verschiedene Missionen gegeben kann. Ziel ist es immer, sich mit der jeweiligen Gegenwartsgeschichte auseinander zu setzen. Die Besonderheit an diesen Zeitreisen ist, dass die Protagonisten perfekt auf die Situation eingestellt werden. Implantierte Sprachchips sorgen für die nötige Authenzität des Dialekts. Die entsprechende Kleidung und ausgeklügelte Pläne sollen gewährleisten, dass die Reisenden nicht in Gefahr geraten. Sollte dies doch einmal der Fall sein, so besteht immer die Möglichkeit, dass ein Rettungsteam sie zurückholt.

Ja, wie bereits schon oben angesprochen, geht die Reise unserer Protagonisten nach England zur Zeit des Zweiten Weltkrieg. Wir haben drei Charaktere mit denen wir hier reisen: Polly, Michael und Merope.

Diese drei könnten natürlich unterschiedlicher nicht sein.

Polly, die abenteuerlustige Person in diesem Kreise. Sie hat schon mehrere Zeitreisen hinter sich und schmuggelt sich geradezu in den Zweiten Weltkrieg, da sie noch unbedingt ein geschichtliches Highlight erleben möchte, um ihre Forschungen zu komplettieren.]

Meines Erachtens ab und an ein wenig zu distanziert. Allerdings umgibt sie dadurch die Aura des Geheimnisvollen.

[Michael, der einen genauen Plan des Reisens hatte, bestens vorbereitet war und dennoch umgeplant und aus der Bahn geworfen wurde].

Aus der Bahn geworfen ist wohl nicht der richtige Ausdruck. Vom unbeteiligten Beobachter einer Seeschlacht zu einem Lebensretter und vermeintlichen Helden zu avancieren, scheint mir mehr als nur ein wenig ab vom Weg gekommen zu sein.

[Und natürlich, die liebe Merope. Meiner Meinung nach, der interessanteste Charakter in der ganzen Geschichte. Merope hat ihre erste Mission in den Zweiten Weltkrieg und will die Evakuierung der Kinder Londons erforschen. Dazu ist sie auf einen Landsitz geschickt worden, auf welchem diese evakuierten Kinder unterkommen. Dabei lebt sie nun mit zwei ganz besonderen Kindern: Alfie und Binnie. Diese beiden lassen die ganze Geschichte humorvoll erscheinen.]

Die zwei größten Rotzgören, die wohl zu dieser Zeit auf der Insel lebten. Unglaublich anstrengend, unglaublich frech, unglaublich gewieft und genau deshalb so unglaublich sympathisch. Auch wenn diese Zwei ein ganzes Kinderheim während einer Quarantäne auf den Kopf stellen und so ziemlich alle Beteiligte in den Wahnsinn treiben.

[Die Geschichte plätschert natürlich nicht zwischen diesen Situationen hin und her. Nein, ganz im Gegenteil. Nichts auf den Missionen läuft so, wie es laufen soll. Es schwebt die ganze Zeit die Frage über den Personen:

"Kann ich den Plan einhalten? Ist es hier so wie es sein sollte? Stimmt es mit den geschichtlichen Daten überein, die ich mir so sorgsam eingeprägt habe?"

Connie Willis hat dies in einen genialen Stil gebracht.]

Wohl wahr, wohl wahr. Ihre Art der Dialoge von mehreren Personen mit- und nebeneinander in Szene zu setzen, ist, so weit ich das beurteilen kann, einzigartig und so noch nicht gelesen worden.

[Der Aufbau des Plots führt dazu, das man das gesamte Buch über keine Ahnung hat, wo genau es hinführt. Man lernt wirklich jede Facette der Personen kennen und kann jede Handlung nachvollziehen. Man fiebert wirklich bei jeder vermeintlich rettenden Aktion mit und wünscht sich, dass doch endlich etwas positiv verläuft. Aber scheinbar gibt es wirklich keinen Ausweg mehr .

Zusammenfassend gibt es wirklich nur zu sagen: her mit dem zweiten Teil !!! Diese Mischung aus Zeitreisen und Geschichte ist toll. Ich habe gerade das Gefühl, ich kenne mich in den U-Bahn Stationen Londons in Zeiten des Zweiten Weltkriegs bestens aus und möchte unbedingt dieses verdammt schöne Kaufhaus besuchen, in dem Polly arbeitet.

Man gebe mir den zweiten Band!]

Mir bitte auch!

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Die Reise in den Westen

Eva Lüdi Kong , Eva Lüdi Kong
Fester Einband: 1.321 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 12.10.2016
ISBN 9783150108796
Genre: Klassiker

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thriller, fbi, ethan cross, geiselnahme, spectrum

Spectrum

Ethan Cross , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404175550
Genre: Krimi und Thriller

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zamonien, fantasy, märchen, hildegunst von mythenmetz, walter moers

Ensel und Krete

Walter Moers
Flexibler Einband: 254 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.09.2007
ISBN 9783570304310
Genre: Fantasy

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zamonien, fantasy, walter moers, gehirn, märchen

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Walter Moers , Lydia Rode
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 28.08.2017
ISBN 9783813507850
Genre: Fantasy

Rezension:

Liebe Apos,

leider ist es uns schon wieder nicht vergönnt, von Angesicht zu Angesicht über dieses Werk zu palavern. Tja, dann muss ich dir wohl wieder schreiben.

|Meine Schuld ist das nicht. Ich leide nicht unter akutem Fernweh.|

Ich weiß, du hast unfassbar lange darauf warten müssen, dass ich endlich mal zu einem Walter Moers Roman greife und ihn verschlinge. Mit der Prinzessin ist es nun gelungen.

|HALLELUJAH.|

Apos, ich möchte dir einfach danken!!! Ohne dich hätte ich wahrscheinlich nie zugeschlagen und ich frage mich nun heute nach dem Lesen ernsthaft warum eigentlich nicht?

|Erläuterung: Sie gehört meines Erachtens zu den buchverliebtesten Menschen, die man sich vorstellen kann. Und dennoch hat sie "Die Stadt der träumenden Bücher" nicht gelesen. Dieser Lobgesang an die Bibliophilie ist gänzlich an ihr vorbei gegangen.|

Ich weiß es einfach nicht und möchte nun mit meiner Lobeshymne über die Prinzessin beginnen:

Ich habe natürlich keine Ahnung, was sonst so in Zamonien vor sich geht, aber es scheint sich wohl um eine Monarchie mit einer sympathischen Königsfamilie zu handeln. Ich liebe, liebe, liebe die Prinzessin! Allein die Einleitung und die Führung durch das Schloss hat mich teils zum Schmunzeln und teils zum herzlichen Lachen gebracht. Beispielhaft für Schmunzeln: Türme mit fünfhundertfünfundfünfzig Stufen, mit sechshundertsechsundsechzig Stufen und der sich immer wiederholenden Sieben. Toll, toll, toll. Das erste Mal richtig gelacht habe ich dann als es an Dylias Wortneuschöpfungen ging - oder wie sie es nennt: Pfauenwörter.

Ich bin endlos über diese Ganze Phantasie und diese Wortspiele begeistert. Natürlich ist dieses Werk nicht für jedermann, aber ich (nur um es nochmals zu betonen) LIEBE ES !!!!

Ich liebe das Lesen und die Sprache. Ich liebe es, wie Walter Moers neue Dinge kreiert. Es erwärmt mein Herz, dass noch jemand so bewusst und so wunderschön mit Sprache umgehen kann. Ein Hoch auf Walter Moers.

|Ich verspreche an dieser Stelle hoch und heilig, dass es nicht das letzte Zamonien-Buch sein wird, welches ich Troph näher bringen werde.|

Ach ja, dann kam der Auftritt von Havarius Opal. Dieser kleine, aber scheinbar sehr schwere Nachtmahr mit den durchdringenden Augen pflanzt sich auf die im Bett liegende Prinzessin. Und die bekommt keine Luft mehr, während er ihr seine Existenz und sein Dasein erläutert. Wie detailgetreu die Prinzessin in diesem Moment ihren Erstickungstod beschreibt. Waaaaahnsinn!!!!

|Die Beschreibung einer Nahtod-Erfahrung versetzt dich in Entzücken? Manchmal bist du komisch.|

Natürlich wirst du mich wieder unterbrechen in meiner unendlichen Schwärmerei, aber ich kann einfach nicht aufhören, weil es mich so sehr begeistert. Ich fühle mich glatt wieder wie ein Teenie, der von seiner neuen Lieblings-Boyband erzählt, aber was solls?!

|Diemal lass ich dich einfach schwärmen. Es ist berechtigt und warum soll ich dir dieses Hochgefühl nehmen, obwohl das Wort LIEBE hier inflationär genutzt wird.|

Also zurück zu meiner Begeisterung: die Reise nach Amygdala nahte und begann...ich weiß gar nicht, ob ich die nächsten Sätze nun nur noch mit Superlativen beschreiben soll?!

JAAAAAAAAA, verdammt, denn es geht nicht anders!!!

Eine Reise in das eigene Gehirn? Durch die verschiedensten Regionen? Perfekt, einfach perfekt. Ich glaube, es war die anschaulichste, bildlichste, farbenfrohste, bereichernste, lustigste Lesereise auf die ich mich bislang begeben habe!

Also Apos, 1000 Dank für diese Empfehlung! Ich werde nun jedes andere Werk von Herrn Moers beschaffen und verschlingen.

|Immer wieder gern, Troph.|

Sollte ich in meinem euphorischen Schreibwahn über die Prinzessin vergessen haben, so ergänze mich doch gerne.

Ich freue mich, die korrigierte Version meines Briefes von dir oder gar eine Antwort zu erhalten.

Auf bald,

Deine begeisterte, Moers-süchtige Troph

|Machs gut. Hoffentlich bis bald.|

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zamonien, fantasy, echo, kratze, walter moers

Der Schrecksenmeister

Walter Moers
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2009
ISBN 9783492253772
Genre: Fantasy

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fantasy, zamonien, bücher, buchlinge, hildegunst von mythenmetz

Die Stadt der träumenden Bücher

Walter Moers
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2006
ISBN 9783492246880
Genre: Fantasy

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954 Bibliotheken, 25 Leser, 4 Gruppen, 39 Rezensionen

zamonien, fantasy, bücher, hildegunst von mythenmetz, buchhaim

Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Walter Moers
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei btb, 11.03.2013
ISBN 9783442746170
Genre: Fantasy

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zamonien, fantasy, wolpertinger, walter moers, roman
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