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47 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

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Gebrauchsanweisung fürs Lesen

Felicitas von Lovenberg
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492277174
Genre: Sachbücher

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Wie Eulen in der Nacht

Maggie Stiefvater , Katharina Volk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2018
ISBN 9783426522820
Genre: Fantasy

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Villa America

Liza Klaussmann , Michaela Grabinger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.05.2017
ISBN 9783426305454
Genre: Romane

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Aus Neugier und Leidenschaft

Margaret Atwood , Christiane Buchner , Claudia Max , Ina Pfitzner
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2019
ISBN 9783492313827
Genre: Romane

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Das Herz kommt zuletzt

Margaret Atwood , Monika Baark
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2018
ISBN 9783492312752
Genre: Romane

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34 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Der Dieb

Fuminori Nakamura , Thomas Eggenberg
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 18.01.2017
ISBN 9783257243765
Genre: Romane

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Mulans Töchter

Bettine Vriesekoop , Bärbel Jänicke
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Pirmoni, 17.10.2018
ISBN 9783981746051
Genre: Sachbücher

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25 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

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Honolulu King

Anne-Gine Goemans , Andreas Ecke
Fester Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.09.2018
ISBN 9783458177623
Genre: Romane

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25 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt

Maya Angelou , Harry Oberländer
Flexibler Einband: 321 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.09.2018
ISBN 9783518468975
Genre: Biografien

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

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Mercy Seat

Elizabeth H. Winthrop , Hansjörg Schertenleib
Fester Einband: 251 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 01.03.2018
ISBN 9783406719042
Genre: Historische Romane

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84 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Neujahr

Juli Zeh
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 10.09.2018
ISBN 9783630875729
Genre: Romane

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Ein Winter in Sokcho

Elisa Shua Dusapin , Andreas Jandl
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 14.09.2018
ISBN 9783351050511
Genre: Romane

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften

Irmgard Keun
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.09.2016
ISBN 9783462049916
Genre: Klassiker

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Farben der Nacht

Davit Gabunia , Rachel Gratzfeld
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 21.08.2018
ISBN 9783737100410
Genre: Romane

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

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Unverfrorene Freunde

Klemens Pütz , Dunja Batarilo
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 21.09.2018
ISBN 9783550050343
Genre: Sachbücher

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Väter und Söhne

Iwan S. Turgenjew ,
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 30.04.1974
ISBN 9783458317647
Genre: Klassiker

Rezension:

"Zum ersten Mal hatte er die Kluft ermessen, die ihn von seinem Sohn trennte; ihm ahnte, dass sie sich mit jedem Tag erweitern werde."


Auf Kirsanows Gut hängt der Haussegen schief, als sein Sohn Arkad seinen Freund Basarow mitbringt - und noch dazu allerhand neumodische Ideen. Basarow ist nämlich ein vehementer Vertreter des Nihilismus, lehnt Kunst, Romantik und jedwede Autorität ab. Doch als sich Basarow in Anna verliebt, wird jede Theorie nichtig.

In seinem wohl bedeutendsten Werk behandelt Turgenjew ein ganz allgemeines Problem - den Konflikt, in den unterschiedliche Generationen geraten, wenn sich deren Gesinnung und Gedankengut zu weit voneinander entfernt. Angesiedelt ist die Geschichte zur Zeit der Aufhebung der Leibeigenschaft in Russland und bildet daher auch einen guten Querschnitt durch die damalige Gesellschaft. Es gibt europäisierte Dandys, uneinsichtige Großgrundbesitzer, emanzipierte Frauen, rüpelige Bauern, weltverbesserische Studenten und nicht zuletzt die Nihilisten. All diese Personen treten auf die eine oder andere Weise miteinander in Kontakt und beeinflussen sowohl die Meinungen als auch letztendlich die Lebensführung der anderen. 

Am wichtigsten sind in dieser Hinsicht sicherlich unsere Protagonisten Arkad und Basarow, die zunächst so einig erscheinen, sich aber im Laufe der Geschichte immer weiter voneinander entfernen. Demgegenüber stehen die Väter (und Mütter) dieser jungen Männer, sowie Arkads Onkel Paul, Basarows heftigster Gegner. Die Wortgefechte, die sich all diese Charaktere liefern, sind herrlich zu lesen und bieten einiges zum Nachdenken. Wirklich starke Frauenfiguren sucht man zwar auch bei Turgenjew vergeblich (jedenfalls, wenn man von unserem Verständnis einer starken Frau ausgeht), doch zeigen sie sich in gewissem Maße emanzipiert. Frau Anna Odinzowa ist letztendlich auch der Grund, weshalb Basarows schöner Nihlismus kräftig ins Wanken gerät.

Diese Dekonstruktion einer Ideologie, die keine sein will, vollzieht Turgenjew sehr zurückhaltend. Er bezieht keine Position, weder für die Väter, noch für die Söhne, zeigt aber bildhaft, dass der Nihilismus keinen Bestand haben kann, dass Liebe immer notwendig ist. Dass aus der nihilistischen Geisteshaltung später die Oktoberrevolution hervorgegangen ist, greift wahrscheinlich zu weit, doch Turgenjew hat, völlig ohne zu moralisieren, ein moralisches Werk geschaffen. 

Nichtsdesotrotz weist die Erzählung kleinere literarische Schwächen auf, die ich nicht übergehen möchte. So war beispielsweise die Entwicklung der Charaktere selten nachvollziehbar, es gab eigentlich kaum ein auslösendes Moment für gewisse Prozesse. Das machte die Handlung und Gesinnung der Figuren manchmal schwer nachvollziehbar. Gestört hat mich in meiner Übersetzung von Angelo Pankow (Anaconda Verlag) bisweilen, dass die russischen Namen "eingedeutscht" wurden - Pawel wurde zu Paul, Jewgenij zu Eugen, Nikolai zu Nikolaus, Arkadij zu Arkad. Das hätte für meinen Geschmack nicht sein müssen.

In "Väter und Söhne" greift Turgenjew jedenfalls allgemeingültige Fragen auf: Wie kann sich die Gesellschaft entwickeln? Berechtigen nur eigene Erfahrungen auch zu einer eigenen Meinung? Wer ist schlauer - die Jungen oder die Alten? Und wie können wir über Generationen hinweg miteinander umgehen und voneinander lernen? Zwar muss man ein wenig zwischen den Zeilen lesen, aber in der recht dramatischen Geschichte rund um Basarow und Arkad gibt Turgenjew darauf leise Antworten. Ein lesenswerter Klassiker.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Insel der blauen Delphine

Scott ODell
Flexibler Einband
Erschienen bei DTV Deutscher Taschenbuch Verlag München, 01.01.1994
ISBN B0025WH478
Genre: Sonstiges

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60 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

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Das Vogelhaus

Eva Meijer , Hanni Ehlers
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 27.08.2018
ISBN 9783442757947
Genre: Romane

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Sommerfrauen, Winterfrauen

Chris Kraus
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 29.08.2018
ISBN 9783257070408
Genre: Romane

Rezension:

"Auch jetzt spüre ich diese Hoffnung in mir aufsteigen und merke, dass irgendwas in mir fortwill aus diesem immer absurder werdenden amerikanischen Traum, der mein Leben, das spüre ich, für immer verändert."


Einen Film über Sex soll Jonas Rosen in der Megacity New York drehen. Von seinem Dozenten wird er als Vorhut entsandt, um für die anderen Studenten die Ankunft vorzubereiten. Doch wie soll das gehen, mitten im Ghetto und umgeben von gescheiterten Künstlerexistenzen? Und dann ist da auch noch Nele, eine Sommerfrau, die ihm das wahre Ziel seiner Reise vor Augen führt: sich mit dem "Nazischeiß" aus seiner Familiengeschichte und seiner Tante Paula auseinanderzusetzen.

"Ein Film über Sex. Rauh und radikal. In New York." Wie ein Werbespruch kommt die Einleitung des Klappentextes daher. Da werden Leser gecatcht, da werden Erwartungen geweckt. Irgendwie anrüchig, irgendwie schrill - das habe ich bei so einem Slogan erwartet. Wie gekonnt die Geschichte dann allerdings mit sich selbst spielt, jede Erwartungshaltung aushebelt, immer genau das Gegenteil von dem tut, was angekündigt wurde - das ist schon ganz große Kunst. Denn ein Film über Sex wird nie gedreht, und den "Nazischeiß", den Jonas direkt zu Beginn seines Tagebuchs vehement ablehnt ("Ich drehe keinen Nazischeiß!"), lässt ihn während der gesamten Zeit in New York nicht mehr los.

Die Geschichte selbst ist ein einziges Kuriosum. Kongenial hat Chris Kraus das Erlebte in die Tagebuchform gepackt, wodurch Jonas glasklare Beobachtungen über seine Mitmenschen besonders zur Geltung kommen, er selbst aber merkwürdig verschwommen bleibt. Sein Leben erscheint unspektakulär, da er selbst nicht im Fokus steht und die Schrecken seiner Vergangenheit nur im nüchternen Berichterstatterton wiedergibt. Das macht den Erkenntnismoment so schmerzhaft - Jonas Leben ist geprägt von Tragödien.

Auch das Personal dieses Romans ist herrlich skurril, was durch Jonas messerscharfen Blick noch verstärkt wird. Kein Charakter wird nach gängigen Mustern beschrieben oder eingeordnet, und Jonas Blick auf seine Mitmenschen ändert sich auch ständig, sodass diese immer mehr Ecken und Kanten bekommen. An Nele beispielsweise fällt ihm, als sie sich im Sonnenlicht zu ihm umdreht, nicht etwa ihr glänzendes Haar oder ihre strahlenden Augen auf, sondern das lange Haar an ihrem Kinn! Dieses bleibt dann auch zentrales Betrachtungsobjekt während ihrer Verabredung. Chris Kraus wandert da schon weit neben den ausgetretenen Pfaden.

Sprachkunst vom Feinsten liefert der Autor da mit seiner Prosa. Oder wurde sonst schon mal irgendwo ein Blick als "nahrhaft" beschrieben? Chris Kraus erschafft immer neue Bilder, die ganz leicht verschoben zu dem erscheinen, was erwartbar und gewöhnlich wäre. So entsteht, durch Jonas Augen, eine satte, bunte, verrückte Welt in des Lesers Geist. Und natürlich kommt auch das Filmische nicht zu kurz, wenn sich beispielsweise gegen Ende des Romans ein heftiger Hurricane ankündigt, parallel zur Kulmination der Ereignisse.

Ein wahnsinniger Lesespaß ist der Roman "Sommerfrauen, Winterfrauen", der eine scheinbar altbekannte Geschichte (New York, Nazi-Vergangenheit, Liebe zu zwei Frauen) auf so ungeahnte Weise erzählt, dass es Vergleichbares wahrscheinlich nie mehr geben wird. Lesen!

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278 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

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Ein ganzes Leben

Robert Seethaler
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.01.2016
ISBN 9783442482917
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

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Die Frau nebenan

Yewande Omotoso , Susanne Hornfeck
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2018
ISBN 9783548290539
Genre: Romane

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66 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Befreit

Tara Westover , Eike Schönfeld
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2018
ISBN 9783462050127
Genre: Biografien

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Eriwan

Marc Degens , Andreas Vogel , Marc Degens
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Ille & Riemer, 15.08.2018
ISBN 9783954200313
Genre: Romane

Rezension:

Drei Jahre lang lebte Marc Degens in Armenien, ein Land, das bei uns kaum bekannt ist und das wir höchstens aus den aktuellen Nachrichten rund um die "Samtene Revolution" kennen. In "Eriwan" schildert der Autor seine alltäglichen Erlebnisse, die Begebenheiten vor Ort und das nicht selten skurille Leben im Kaukasus.


Wer bei "Eriwan" einen reiseführerartigen Bericht über Sehenswürdigkeiten, Geschichte und Politik Armeniens erwartet, der ist hier falsch. Marc Degens legt den Fokus ganz klar auf den Alltag, an den man sich in Armeniens Hauptstadt erst einmal gewöhnen muss. Seine Frau ist Lektorin beim DAAD, das Paar wird also auch zum einen oder anderen Botschafts-Dinner eingeladen, aber genauso häufig finden sie Skorpione in der Badewanne oder werden von der aufdringlichen Vermieterin Sirousch belästigt. Ein ganz normales armenisches Leben also. Die Szenen, die der Autor beschreibt, sind manchmal brüllend komisch (Stichwort Wellness-Urlaub), dann wieder bedrückend (Stichwort Verhaftung eines befreundeten Professors). So ist das Buch sehr unterhaltsam, auch wenn die ein oder andere Stelle dabei ist, an der der Tagesablauf etwas zu genau geschildert wird ("um halb drei gingen wir dorthin, um vier waren wir dann hier, o.Ä."). Spannend ist auch, dass Marc Degens den Alltag eines Schrifstellers in seine Erzählung einbezieht.

Politik ist nicht das Kernthema des Buches, doch da Demonstrationen, Ausnahmezustände und politische Wirren auch immer wieder das Alltagsleben des Autors streifen, werden diese gekonnt geschildert und erklärt. So erhält man als Leser einen kleinen, aber feinen Einblick in die postsowjetischen Querelen des Kaukasus. 

Durch die kurzen, abwechslungsreichen Abschnitte lässt sich "Eriwan" flott lesen - man bemerkt kaum, dass man schon wieder ein Kapitel durch hat. Die reiche, aussagekräftige und hochprofessionelle Bebilderung tut dabei ihr Übriges. Ein großes Lob an dieser Stelle auch für die qualitativ hochwertige Aufmachung des Buches. Da macht das Lesen gleich noch mehr Freude.

Marc Degens ist mit "Eriwan" ein kurzweiliger, unterhaltsamer und auch lehrreicher Erfahrungsbericht gelungen, der durch seine tolle Aufmachung und die Fotos dem Auge und den Händen schmeichelt. Viele eigene Erfahrungen aus dem Kaukasus habe ich wiedergefunden, einiges habe ich neu überdacht und das ein oder andere Neue gelernt. Empfehlenswert für jeden, der einen Kaukasus-Fimmel hat (so wie ich) oder sich einfach mal über das Land informieren will.

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

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TEXT

Dmitry Glukhovsky , Franziska Zwerg
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 31.08.2018
ISBN 9783958901971
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Der eine besudelt Fahrstühle, der andere zertrümmert Haltestellen. Es war klar, warum. Nur so kann man dem Staat direkt antworten und sich für sein verpfuschtes Leben rächen."


Sieben lange Jahre saß Ilja wegen Drogenbesitzes im sibirischen Straflager ein - völlig zu Unrecht, denn das Zeug wurde ihm von einem rachsüchtigen Drogenpolizisten zugesteckt. Als Ilja nun endlich aus der Haft entlassen wird, will er eigentlich nur in sein altes Leben zurück. Doch im Rausch der Verzweiflung begeht er eine folgenschwere Tat. Das Handy des toten Polizisten behält er, und als er beginnt, auf die Nachrichten zu antworten, verschmilzt seine Identität immer mehr mit der des Getöteten.

Erstmals hat sich Dmitry Glukhovsky mit "Text" an die Belletristik herangewagt. Seine "Metro"-Reihe ist schon ein Klassiker, besonders das erste Buch ist ein Geniestreich. Das will ihm nun allerdings in der "realen", also fantasyfreien Literatur nicht so recht gelingen. Gewohnt düster kommt das Buch daher, mit gebeugten und vom Leben gebeutelten Charakteren. Rund um Ilja und Petja, den getöteten Polizisten, versucht Glukhovsky, menschliches Drama, Russlandkritik von innen sowie Thrillerelemente zu vereinen. Heraus kommt dabei eine nicht besonders schmackhafte Suppe.

Im Grunde verläuft die Geschichte handlungsarm, nur wenige spannende Momente bietet das Buch. Man könnte das vielleicht als "Roman in Gedanken" bezeichnen. Das ist nicht notwendigerweise schlecht, denn die Nähe zum verfolgten, eingekesselten und verzweifelten Protagonisten Ilja hat durchaus ihren Reiz. Leider liest sich das Ganze eher mit halbgesenkten Augenlidern als mit klopfendem Herzen, und erzeigt eher Klaustrophobie anstatt Mitgefühl. An keiner Stelle schafft es Glukhovsky meiner Meinung nach, Emotionen zu transportieren. Durch hochtrabende Formulierungen scheint er eben das zu versuchen, erreicht hat mich das aber nicht. Ilja, Petja, sie alle bleiben mir fern mit ihrem Leid, sie alle sind mir sogar ein wenig zuwider.

Ja, in diesem Buch gibt es kein Gut und Böse. Im Grunde sind sie nämlich alle Verbrecher, egal, mit welchem Hintergrund. Gelungen ist Glukhovsky dabei die Kritik am Staat und am korrputen System, die es einem zu Unrecht Verurteilten unmöglich machen, Revision einzulegen. Sobald dich ein Drogenpolizist "überführt" hat, steht deine Strafe fest. Die Justiz scheint keine eigenständige Instanz zu sein, oder jedenfalls ist sie voreingenommen. Dieses kritische Kommentieren der politischen Situation in Russland zeigt sich bei Glukhovsky insbesondere im Leben der normalen Menschen. Irgendwie scheint jeder unglücklich -  was nach meiner eigenen Erfahrung gar nicht so abwegig ist.

Die Geschichte selbst ist manchmal sehr wirr und verschwurbelt. Dabei bin ich den Eindruck nicht losgeworden, dass das an einer mangelhaften Übersetzung liegen könnte. Manche Sätze habe ich mehrfach gelesen, ohne ihnen eine Sinn abgewinnen zu können. Das hat mich zunehmend frustriert. Ilja-Petjas Leben am Handy mitzuverfolgen war eine Heidendenkarbeit, doch schriftstellerisch war das gar nicht schlecht gemacht. Eine i nteressante Form des Spannungsaufbaus war es allemal. Dennoch, richtig in Fahrt kommt das Ganze nie. 

Als besonders störend habe ich das Frauen- und Ausländerbild in diesem Buch empfunden. Ständig ist von Weibern, Weibergeschwätz, Schlitzaugen oder Tadschiken die Rede, über Frauen wird verfügt und gespottet. Inwieweit das den Charakteren und inwieweit dem Autor zuzuordnen ist, kann ich nicht beurteilen. Allerdings ist mir das auch schon in "Metro" aufgefallen: Glaubwürdige Frauencharaktere kann Glukhovsky einfach nicht . Sehr auffällig ist in dieser Hinsicht, wie sehr der "spannende", thrillerartige Handlungsverlauf an die Männer der Geschichte gebunden ist. Die Frauen in prominenter Position - Nina und Petjas Mutter Swetlana - waren mehr für das Gesülze zuständig: Schwangerschaft, Vertrag-dich-bitte-mit-deinem-Vater, Juhu-wir-heiraten; Nina taugte außerdem gut als Nacktfoto-Lieferantin. Eine so platte, undifferenzierte, irgendwie sehr russische Charakterverteilung kann ich nicht gut finden. Und wenn dann auch noch Petja bemitleidet wird, weil er in eine Beziehung mit der tyrannischen Xenia gezwungen wurde, dabei aber völlig ignoriert wird, dass er sie in die Kokainabhängigkeit getrieben hat, dann hört es bei mir auf.

Sehr träge bewegt sich "Text" durch ein morastiges Moskau, begleitet von leblosen, düsteren Figuren, die wunderbar in das russische Klischee von Mann und Frau passen. Immerhin ist Glukhovsky seine politische Kritik gelungen, und auch die digital entfaltete Geschichte ist mal was Neues. Insgesamt für mich aber kein gewinnbringendes Buch. Schade!


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772 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 138 Rezensionen

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Das Licht der letzten Tage

Emily St. John Mandel ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.09.2015
ISBN 9783492060226
Genre: Science-Fiction

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