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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

pilgern, richtung, pilgerreise, arschloch, lewis-kraus

Die irgendwie richtige Richtung

Gideon Lewis-Kraus , Thomas Pletzinger
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 16.09.2013
ISBN 9783518464656
Genre: Romane

Rezension:

„Die irgendwie richtige Richtung“ von Gideon Lewis-Kraus ist ein autobiographisches Buch. In diesem erzählt der Autor über sein Leben in Berlin und seine insgesamt drei Pilgerreisen durch Spanien, auf dem berühmten Jakobsweg, nach Japan zu den Tempeln von Shikoku und schließlich in die Ukraine, der Pilgerort für viele tausend Juden. Er reist, um seinem, für ihn eher sinnlosen, Leben in Berlin zu entfliehen und hoffentlich zu einer neuen Selbstoffenbarung zu gelangen, über die er eben dieses Buch schreiben will.

Ich habe noch nie etwas über Pilgerreisen gelesen und war sehr interessiert an der Thematik. Ich hatte etwas Bedenken, dass ich mich nicht so gut mit dem Protagonistin identifizieren kann, da er männlich und ich eben weiblich bin. Das war zwar auch etwas der Fall, aber nicht unbedingt das Hauptproblem, warum mich dieses Buch letztendlich nicht begeistern konnte.

Das Hauptproblem war, dass sich die Seiten mit ziemlich uninteressanten Monologen von dem Autor unendlich in die Länge zogen. Es gab zwar immer mal wieder sehr interessante Passagen, zum Beispiel wenn er auf andere Pilger in Spanien stößt und er schildert, wie diese ihre Pilgerreise erleben oder wie er in Japan in einen Tempel einbricht, um nicht draußen schlafen zu müssen. Über die Pilgerreise in der Ukraine ist mir gar nichts positives in Erinnerung geblieben – diese Passagen waren auch am langweiligsten zu lesen. Diese Reise unternahm er mit seinem Bruder und seinem Vater und es folgen seitenlange Ausführungen zu Gedanken in Bezug auf seinen Vater. Sorry Herr Lewis-Kraus, aber in der Form interessiert das einfach nicht! Der Autor war mir recht sympathisch und die Reise an sich war auch recht interessant, aber das drumherum war einfach zu viel. Diese ganzen philosophischen Gedanken mit teilweise so einigen Fremdwörtern waren einfach zu langatmig und schwere Kost und daher kein angenehmes Lesevergnügen.

Mir war die Geschichte auch irgendwie zu persönlich. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor vergessen hat, dass er kein Tagebuch schreibt, in dem er einfach wild seine Gedanken niederschreibt, die nur für ihn gedacht sind, sondern ein Buch, das für eine Leserschaft interessant sein soll.

 

Fazit: Wer sich wirklich sehr für Pilgerreisen interessiert und unbedingt alles erdenkliche darüber lesen möchte, für den könnte das Buch interessant sein. Für Leser, die aber einfach mal in die Thematik hineinschnuppern wollen und sich mit dem Buch spannende Lesestunden erhoffen, der wird eher enttäuscht sein, denn die Spannung sucht man hier vergebens.

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

schicksal, zeitreise, wiedergeburt, schnee, karma

Die Unvollendete

Kate Atkinson , Anette Grube
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.09.2013
ISBN 9783426199817
Genre: Romane

Rezension:

In Kate Atkinson „Die Unvollendete“ geht es um Ursula Todd. Aus unerfindlichen Gründen kann sie ihr Leben immer und immer wieder neu leben und Entscheidungen, die sie getroffen hat, in einem nächsten Leben noch einmal ganz anders treffen...

Vermutlich kennt jeder den Wunsch, erfahren zu wollen, wie das Leben verlaufen wäre, wenn man sich manchmal anders verhalten hätte. Ursula kann genau das. Wir begleiten sie ihr(e) ganze(n) Leben lang und in der Zeit ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Die Idee hinter der Geschichte hat mich unglaublich fasziniert und neugierig gemacht. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches gab es öfter diesen „Wow“-Effekt, wenn es plötzlich in der Geschichte einen Cut gibt und Ursula sich in einem neuen Leben wiederfindet.

Leider wurden die Kapitel aber ab der zweiten Hälfte des Buches immer länger und dadurch auch sehr langwierig. Die Geschichte hat sich meiner Meinung nach sehr in Einzelheiten und an Spannung verloren. Ich hab sogar immer mal wieder ein paar Seiten vorgeblättert in der Hoffnung, dass bald ein neues Kapitel beginnt und es wieder an Spannung gewinnt.

Was mir ebenfalls vor allem in der zweiten Hälfte des Buches aufgefallen ist, ist dass die Atmosphäre in dem Buch sehr, sehr düster ist. Ursula lebt teilweise während der Zeit des Zweiten Weltkrieges und dementsprechend düster war an diesen Stellen auch die Atmosphäre.

Ansonsten würde ich den Schreibstil als etwas „anders“ beschreiben. Er kommt einem manchmal etwas wirr vor, aber dadurch auch zu etwas besonderem. Insgesamt ist das Buch irgendwie etwas „anders“ und manchmal auch seltsam – aber wie gesagt auch ganz besonders und völlig unkonventionell.

Fazit: Trotz einiger eher langwieriger Passagen ist „Die Unvollendete“ für mich ein Buch, das mich sehr beeindruckt und gefesselt hat. Die Idee hinter der Geschichte ist genial und die Umsetzung bis auf ein paar Mängel auch. Für alle, die die Idee des Buches ebenso faszinierend finden, dramatische und etwas „andere“ Bücher mögen, ist es absolut lesenswert.

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

brücken, liebe, fotografie, affäre, romanze

Die Brücken am Fluss

Robert James Waller , Bernhard Schmid
Fester Einband: 217 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, 01.08.2006
ISBN 9783800092154
Genre: Romane

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680 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 29 Rezensionen

liebe, humor, eifersucht, frauen, frauenroman

Herzsprung

Ildikó von Kürthy
Flexibler Einband: 247 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch Verlag in Rowohlt Verlag GmbH, 01.01.2003
ISBN 3499232871
Genre: Liebesromane

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545 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

depression, liebe, therapie, angst, sarah kuttner

Mängelexemplar

Sarah Kuttner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 19.01.2012
ISBN 9783596511891
Genre: Romane

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

liebe, familie, ibiza, schwestern, vergangenheit

Wie Sonne und Mond

Nicole Walter
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.09.2013
ISBN 9783426511442
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch "Wie Sonne und Mond" von Nicole Walter geht es um die zwei Schwestern Birgit und Kira. Birgit lebt mit ihrem geliebten Ehemann Tom und ihren zwei Kindern in einem großen Haus in München. Ihr idyllisches Leben scheint perfekt, wäre da nicht ihre seit Jahren vermisste Schwester Kira, die bei einem Ibiza-Urlaub mit der Schwester auf der Insel zurückblieb und außer gelegentlichen Postkarten nichts von sich hören ließ. Als Kira plötzlich wieder auftaucht, gerät Birgits behütetes Leben aus den Fugen...

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Als ich die Inhaltsangabe und die Leseprobe las, dachte ich, dass mich eine leichte Sommerlektüre ohne viel Tiefgang erwarten würde. Das sollte sich jedoch nicht bewahrheiten. Allerdings fiel es mir zunächst etwas schwer in die Geschichte hineinzufinden, da am Anfang sehr viele Wiederholungen auftreten, die ziemlich genervt haben. Ein Beispiel, das etwa so in dem Buch stand und gut widerspiegelt, was ich meine:

„Sie dachte, dass sie ihn liebt. 'Ich liebe dich.' Sie sagte aber nicht, dass sie ihn liebte.“

Zum Glück verflogen diese ständigen Wiederholungen bald und die Geschichte hatte mich komplett in ihren Bann gezogen und wurde richtig spannend. Wenn ich gerade nicht gelesen habe, habe ich sogar an Birgit und Kira gedacht und wollte unbedingt weiterlesen und herausfinden, wie es mit den zwei Schwestern weiterging.

Meiner Meinung wurden diese sehr gut charakterisiert und so habe ich mit den Charakteren mitgelitten, geliebt und gehasst, getrauert und bin mit ihnen glücklich gewesen. Für mich war die Geschichte gut durchdacht, hat sehr viel Tiefgang bewiesen und war so gar nicht 08/16. Toll!

Nur in welchem Zusammenhang das Cover mit dem Inhalt des Buches steht ist, mir nicht klar geworden und es passt für mich auch nicht ganz zum Buch. Doch trotz der kleinen Mängel hat dieses Buch meiner Meinung nach fünf Sterne verdient.

Fazit: Dieses Buch ist etwas für alle Leserinnen oder vielleicht auch Leser, die Geschichten mögen, die ins Herz gehen und einen so in den Bann ziehen, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Außerdem für diejenigen, die sich gerne mit den Protagonisten identifizieren und realitätsnahe Geschichten über Familie, Liebe und einfach das Leben lesen wollen.

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701 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, hollywood, schauspieler, las vegas, scheinehe

Aus Versehen verliebt

Susan Elizabeth Phillips , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 10.08.2009
ISBN 9783442369126
Genre: Liebesromane

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293 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

liebe, theater, geist, romeo und julia, berlin

Sommernachtszauber

Ellen Alpsten
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2013
ISBN 9783649610564
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In „Sommernachtszauber“ von Ellen Alpsten geht es um Caroline. Sie studiert an einer Schauspielschule in Berlin und scheint endlich ihrem Wunsch einer großen Theaterkarriere ein ganzes Stück näher zu kommen: Sie setzt sich in dem Casting für die Rolle der Julia in Shakespeares „Romeo und Julia“ von ihren Konkurrentinnen, darunter ihre beste Freundin Mia, ab und ergattert die Rolle. Als sie eines Abends nochmal in das Berliner Theater geht um ihre Rolle als Julia zu üben, trifft sie auf den als Romeo verkleideten Schauspieler Johannes, der sie zu einer perfekten Julia macht. Doch eigentlich wurde Johannes in Shakespeare Inszenierung im „Bimah“, dem Berliner Theater, ermordet und das vor über 80 Jahren...
 Für mich als jemand der selbst Theater spielt und total Theater-begeistert ist, klang die Geschichte total spannend und ich habe mich zudem sofort in das Cover verliebt. Und auch der Eingangsprolog, in der die Umstände von Johannes' Tod beschrieben wurden, waren super spannend. Leider währte dieser Eindruck nicht lange und ich war doch rechr schnell enttäuscht und gelangweilt.
Was mich letztendlich am meisten an dem Buch störte, war der stark ausgeprägte Jugendbuchstil. Anscheinend traut Ellen Alpsten ihren jungen Lesern keine Lektüre auf höherem Niveau zu. Denn für mich wirkte die Geschichte und die Charaktere total oberflächlich und durchschaubar. Zum Beispiel, dass Caroline sich nach so kurzer Zeit schon so „unsterblich“ in den Geist Johannes verliebt, machte keinen sonderlich authentischen Eindruck. Es gab immer und immer wieder Wiederholungen und die Handlung kam nicht so recht voran. Als dann auch immer und immer wieder beschrieben wurde, wie sehr Caroline und Johannes sich doch lieben, war ich schon etwas genervt. Daher umso irritierender der krasse Stilbruch mit den Sexszenen zu dem starken Jugendbuchstil, die nicht gerade verblümt beschrieben wurden.
Nichtsdestotrotz flogen die Seiten nur so dahin und die Idee der Geschichte gefiel mir sehr. Allerdings haperte es – für meinen Geschmack – etwas an der Umsetzung.

Fazit: Eine ganz nette Geschichte, aber doch eher für jüngere Mädchen ab 14 Jahren oder Erwachsene, die sich nichts aus tiefgründigen und spannenden Geschichte machen, sondern eher anspruchslose Jugendliteratur mögen.

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

hochzeit, humor, liebe, lustig, geschichte

Hauptsache, es knallt!

Matthias Sachau
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2013
ISBN 9783548284408
Genre: Humor

Rezension:

Die Geschichte von Matthias Sachaus Roman „Hauptsache, es knallt“ ist schnell erzählt: Markus und Janina möchten, dass ihre Heirat zum schönsten Tag ihres Lebens wird. Vor allem für Janina, die ganz traumatisiert ist von der Hochzeit ihrer Eltern, möchte eine klassisch-schöne Hochzeit mit weißem Brautkleid, einer großen Feier auf einem Schloss mit der ganzen Verwandtschaft. Doch bei der Verwandtschaft beginnt es schon, denn die liegen sich in den Haaren. Das müssen Markus und Janinas besten Freunde natürlich verhindern und überlegen sich Pläne über Pläne um das Schlimmstmögliche zu verhindern. Das ist aber gar nicht so einfach und die Pannen hören gar nicht mehr auf...

 

Der Roman wird aus der Sicht des Freundes Tim erzählt. Der Schreibstil ist sehr alltagssprachlich und daher nicht besonders schwer, sondern schnell wegzulesen. Dafür spricht auch, dass er besonders häufig das Füllwort „halt“ benutzt, wie man es im Sprechen „halt“ öfter benutzt. Außerdem soll er wohl besonders witzig sein. Zum Beispiel dadurch, dass er zu extremen Lachanfällen neigt, wenn es einen Grund zur Schadenfreude gibt. Oder aber, wenn er sich als Indianer verkleiden muss und als solcher eine ziemlich tollpatschige Nummer hinlegt. Leider konnte das alles mich nicht so richtig zum Lachen bringen. Es war zwar irgendwie ganz nett, aber mehr auch nicht.

Ich hatte eher das Gefühl, dass eine Panne an die andere gereiht wurde. Meistens endet das Kapitel mit einer ausführlichen Beschreibung, dass das nächste, was sie erwartet sooo schlimm ist, dass ein lauter Schrei ausgestoßen wird und alle tellergroße Augen machen. Im Kapitel wird die Szene dann aufgelöst und meistens war das Ereignis gar nicht so dramatisch wie angekündigt. Das zieht sich durch das ganze Buch. Das war auch der Hauptgrund, wieso mich dieses Buch nicht so mitreißen konnte.

Fazit: So lala, aber ganz nett für etwas Lockeres für Zwischendurch. Vielleicht auch für Leute, die selbst Hochzeit feiern oder selbst mal auf einer chaotischen Hochzeit waren und sich damit ein wenig mehr für die Handlung identifizieren können. Allerdings sollte man keine zu großen Anforderungen an die Pannen, die in diesem Buch passieren, haben – dann ist es ganz unterhaltsam und witzig. Aber so richtig knallt es meiner Meinung nicht...

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389 Bibliotheken, 3 Leser, 8 Gruppen, 15 Rezensionen

japan, liebe, haruki murakami, murakami, bar

Gefährliche Geliebte

Haruki Murakami , Giovanni Bandini , Ditte Bandini
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei btb, 29.09.2008
ISBN 9783442738892
Genre: Romane

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191 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

familie, liebe, großmutter, italien, susanna tamaro

Geh, wohin dein Herz dich trägt

Susanna Tamaro , Maja Pflug
Flexibler Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 30.04.1998
ISBN 9783257230307
Genre: Romane

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194 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, frauen, hamburg, single, ildikó von kürthy

Mondscheintarif

Ildikó von Kürthy , , ,
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 03.05.2010
ISBN 9783499254574
Genre: Liebesromane

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164 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

neuseeland, liebe, maori, historischer roman, frauenwahlrecht

Im Schatten des Kauribaums

Sarah Lark
Flexibler Einband: 846 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.02.2011
ISBN 9783785760475
Genre: Romane

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105 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, familie, italien, meer, freundschaft

Immer wieder das Meer

Nataša Dragnić
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei DVA, 22.04.2013
ISBN 9783421045829
Genre: Romane

Rezension:

In Natasa Dragnics Roman „Immer wieder das Meer“ geht es um die drei Schwestern Roberta, Lucia und Nannina. Zusammen mit ihren Eltern genießen sie ein harmonisches Leben mit ihren Eltern in Italien und sind ein Herz und eine Seele. Bis allen drei Schwestern, die alle ein völlig unterschiedliches Leben führen, der italienische Dichter Alessandro begegnet und sie ihr Herz an ihn verlieren und damit die Beziehung zu ihren Schwestern auf's Spiel setzen.

Für mich klang diese Inhaltsangabe unglaublich spannend und ich war sofort neugierig, was Alessandro an sich hat, dass alle Schwestern hinter ihm her sind. Doch so richtig beantwortet wurde diese Frage nicht. Man erfährt nicht all zu viel über Alessandro, der sich oftmals sehr zurückhaltend in Bezug auf seine Gefühle verhält. Gerade deshalb konnte man als Leser nur den Kopf schütteln, wenn er schon wieder mit der nächsten Schwester anbandelte.

Doch es geht auch um viel, viel mehr als nur um die Liebe zu Alessandro. Wie das Leben so spielt geht es auch um die Familie, um Glück und Trauer und deshalb ist der Roman nicht zu unterschätzen oder als einfach „Liebesroman“ abzuhandeln.

Der Schreibstil ist sehr poetisch und metaphorisch. Das kann sehr schön sein, stellenweise hindert es aber auch dem Fortfahren der Handlung. Auch habe ich es manchmal als zu überdehnt empfunden. Das überträgt sich auch auf die Charaktere. Zwar waren mir diese sehr sympathisch, andererseits kam mir diese Gefühlsmäßigkeiten etwas übertrieben vor, insbesondere wenn sie zum gefühlten 10000. Mal anfangen zu weinen.

Fazit: Der Roman hat mich leider nicht wirklich vom Hocker gerissen. Meiner Meinung ist es keine überragende Geschichte, sondern einfach eine lockere Geschichte mit – zugegebenermaßen – sehr vielen Gefühlsduseleien. Doch wie der Titel schon andeutet, ist es eine leichte Sommerlektüre für Zwischendurch und für Fans von poetischen Schreibstilen.

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

cagliari, italien, pornografie, frauenschicksal, sardinien

Die Welt auf dem Kopf

Milena Agus , Monika Köpfer
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2013
ISBN 9783423280136
Genre: Romane

Rezension:

In Milena Agus' Roman „Die Welt auf dem Kopf“ gewährt uns die Autorin Einblick in ein Mehrwohnungshaus in der sardischen Hafenstadt Cagliari und in das Leben dieser Bewohner.

Viel mehr lässt sich über den Inhalt gar nicht sagen, denn den Rest muss man selber durch das Lesen dieses Buches erfahren. Auch gibt es keine wirkliche Handlung, die verläuft und irgendwann einen Höhepunkt und Spannung annimmt, sondern die Handlung plätschert so vor sich hin – mal passiert dies, mal geschieht das, aber was das Buch einem wirklichen sagen will und worauf er hinaus will, bleibt einem bis zum Schluss verschlossen.

Allein in dieser Hinsicht steht bei diesem Buch wirklich so einiges Kopf, was mir aber leider nicht wirklich gefiel. Dass es keine wirkliche, sondern eine eher willkürliche Handlung gibt und sich die Geschichte nur im Kreis dreht, hat mich für meinen Geschmack eher etwas genervt.

Dann gab es noch etwas, was mich ebenfalls etwas verwirrt und genervt war. Ich weiß nicht, ob es an der Autorin lag, die dies nicht eindeutig beschrieben hat oder ob ich zu unaufmerksam war, aber es fiel mir ziemlich schwer die Charaktere zu unterscheiden. Es gab den Ich-Erzähler, Anna, Natascha und die Johnsons, die Signora usw und ich musste immer erst einmal überlegen, wer wer ist.

Ansonsten ist zu sagen, dass die Kapitel sehr kurz, die Schrift ziemlich groß ist und das Buch nur 200 Seiten hat, sodass es sozusagen schon aufgehörte, als es erst anfing und somit ein kurzweiliges Leseerlebnis war. Nichtsdestotrotz waren manche Passagen doch schon sehr langatmig, bspw. wenn Mrs Johnson in etwa über 4 Seiten einen Monolog über ihren Mann hält

Aber ich möchte natürlich nicht nur Negatives über den Roman sagen, sonst hätte ich an ihn auch keine stolze 3 Sterne vergeben. Der Schreibstil ist sehr direkt und die Gedanken und Gefühle der Charaktere werden ganz unverblümt genannt, z.B., dass die Protagonistin unbedingt eine „Sexgranate“ werden will. Auch dadurch, dass die Geschichte mitten aus dem Leben zu kommen scheint und sehr bodenständig daherkommt, wirkt es sehr authentisch und einem wachsen die Charaktere schon sehr ans Herz.

Fazit: Mir gefällt, dass es sehr unkonventionell und mal etwas anderes ist, aber mir fehlte eindeutig das gewisse Etwas. Dazu gehört vor allem, dass der Roman so gut wie keine Spannung aufbauen konnte und es nur so „vor sich hinplätscherte“, sodass es ein etwas verwirrendes und unbefriedigendes Gefühl hinterlässt. Aber immerhin hinterlässt es etwas, wird nicht gleich vergessen und das ist immerhin etwas, was dem Buch hoch anzurechnen ist. Deshalb denke ich, dass es etwas für Leser ist, für die es nicht immer eine spannende Handlung geben muss, sondern etwas andere Romane lesen wollen, die authentisch wirken.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

perla, militärdiktatur, argantinien, roman, ein berührendes buch

Perla

Carolina De Robertis
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Random House Spanish, 30.09.2012
ISBN 9780307947840
Genre: Sonstiges

Rezension:

In Carolina De Robertis „Perla“ geht es um die Anfang 20-Jährige Psychologiestudentin Perla. Unter der autoritären Erziehung ihrer Eltern und der einflussreichen Rolle ihres Vaters in der damaligen argentinischen Militärdiktatur leidend, ihre Eltern jedoch sehr liebend, erfährt sie, was die grausame Geschichte Argentiniens mit ihrer eigenen zu tun hat. Sie findet ein dunkles Geheimnis und damit auch zu sich selbst.


Die Geschichte dieses wundervollen Buches packt einen ab der ersten Seite, denn geheimnisvoll und spannend ist die Begegnung des unbekannten „Halbtoten“ in ihrer Wohnung und was es mit ihm auf sich hat. Man lernt Perla und ihre Persönlichkeit und Erfahrungen sehr gut kennen und fühlt sich ihr sehr verbunden. Dazu tragen auch die immer wieder eingebauten „Flashbacks“ in ihrer Kindheit und Jugend bei, die zwar sehr unvermittelt kommen, einen aber sehr tief in die Geschichte und in Perlas Leben eintauchen und „versinken“ lassen. Auch der ständige Perspektivenwechsel von Perla und dem Unbekannten machen die Geschichte sehr zugänglich.

Die Geschichte ist auf seine ganz eigene ruhige und angenehme Art und Weise spannend. Zwar gibt es nicht wirklich viel Aktion, sondern die Spannung mischt sich schleichend ein und es ist eher eine unterschwellige Spannung, die einen sehr packt.

Dazu geht ein großes Lob an den Schreibstil, der sich vor allem dadurch auszeichnet, dass er sehr metaphorisch, pathetisch, bildhaft und ausschmückend und dadurch sehr schön ist. Das jedoch war mir manchmal etwas sehr ausschmückend und fast schon überzogen, wodurch der weitere Handlungsverlauf stockte.

Hoch anzurechnen ist meiner Meinung auch die Art und Weise wie diese schrecklichen historischen Ereignisse Argentiniens literarisch verpackt und verarbeitet wurden. Ich wusste gar nicht, dass es die „Verschwundenen“ in Argentinien gab und finde es wichtig und beeindruckend auch andere Geschichten außerhalb Europas kennenzulernen.


Fazit: Das Buch hat eine unglaublich fesselnde und ergreifende Geschichte, mit viel Aussagekraft zum Denken anregt. Zwar ist mir die sehr metaphorische Sprache stellenweise zu sehr ausgeschmückt und hindert den weiteren Handlungsverlauf etwas, aber nichtsdestotrotz ist das Buch im wahrsten Sinne des Wortes „magisch“, sehr lesenswert und informativ um andere Geschichten in anderen Kulturen kennenzulernen.



„Ich fragte mich, ob ich verrückt geworden war. Wenn ja, fühlt sich das also so an, dachte ich; wer hätte geglaubt, dass die Welt immer noch so scharf und plastisch sein würde, die Straßen wie sonst, die Wolken wie sonst; wer hätte gedacht dass nichts verändert sein würde, außer dass dein Verstand ausgerastet ist, seine Räder durchdrehen, wild und gefährlich.“ (S.23)


„Bücher waren mir sowieso eine vertraute Zuflucht, und sie nahmen mich immer noch auf, ohne über mich zu urteilen. Bücher verschließen sich nicht vor einem, so wie Menschen.“ (S.103)

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

berlin, liebe, freundschaft, feiern, sex

Nachtaktiv

Sophie Senoner
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.02.2013
ISBN 9783548284729
Genre: Romane

Rezension:

In dem wunderbaren Buch „Nachtaktiv“ von Sophie Senoner geht es um die mit ihren Freundinnen in Berlin lebende Anfang 20-jährige Heloise. Mit ihrem Kulturwissenschaften-Studium und ihrer Arbeit in einem Berliner Magazin kann sie nicht wirklich viel Anfang. Viel lieber will sie mit ihren besten Freundinnen Luise und Mia um die Häuser ziehen, eine Menge erleben und neben den One-Night-Stands nach der wahren Liebe suchen.
Das klingt vielleicht zunächst nach einer 0-8-15 Möchtegern-Cooler-Berliner-Szenelektüre mit flacher Geschichte und kitschiger, unrealistischer Liebesgeschichte. Das ist es aber ganz und gar nicht und ohne zu zögern gebe ich diesem Buch definitiv die Höchstzahl an zu vergebenen Sternchen!
Ich konnte mich sehr, sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und war geradezu „verliebt“ in die liebenswürdige Protagonistin. Sie wirkten für mich schon so real, dass ich richtig mit ihnen mitgefiebert habe und gar nicht erwarten konnte zu erfahren wie es um Heloise, Luise und Mia weitergeht. Ein ganzes Jahr begleitet man die drei Freundinnen und erfährt die Geschichte dabei aus der Sicht von der Protagonistin Heloise. Dazu wirkte sie sehr intelligent und schlagfertig und es war ein leichter und witziger Genuss ihren Gedanken zu folgen und spannend mitzuerleben, was ihr als nächstes passiert. Und ihre Erlebnisse hatten es oftmals ganz schön in sich. Eine durch und durch perfekt charakterisierte Protagonistin, die der Welt mit offenen Augen begegnet und den Nagel immer auf den Nagel traf mit ihren Aussagen. Beispiele dafür: „Fazit: Alle Studenten sind auf merkwürdige Art unfertig, lahm und mittellos.“ (S.146) oder auch: „Ich sag mal so: Weinbrand ist kein Kompliment. Baileys steht für den eher sanftmütigen Typ. Weißwein ist für fröhliche Naive, Schnaps für Frustrierte mit schlechtem Geschmack, Rotwein für extrovertierte Klugscheißer.“ (S.320)
Dadurch dass die Kapitel immer durch ein Datum und eine Uhrzeit unterteilt sind, wirkte die Geschichte meiner Meinung nach besonders greifbar.
Zu der Sprache kann man vor allem sagen, dass sie Leben pur ist! Keine stilisierte, metaphorische Sprache finden wir hier vor, sondern Alltagssprache, die direkt die Gedanken widerspiegeln. Dabei aber nicht unbedacht und „dahingeschmiert“ wirkt, sondern mit ganz eigenem Charme und Authentizität besticht.

Fazit: Ein durch und durch gelungenes Buch mit Charakteren zum Liebhaben und anfassen und spannender und vor allem witziger Geschichte mit so manchen unerwarteten Wendungen. „Schnell, scharf, witzig und romantisch“ - diesmal hat die Inhaltsbeschreibung nicht zu viel versprochen. Das einzige was das Buch noch toppen könnte: eine Fortsetzung!

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138 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

liebe, berlin, österreich, lyrik, alpen

Liebe unter Fischen

René Freund
Fester Einband: 205 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 28.01.2013
ISBN 9783552062092
Genre: Romane

Rezension:

In „Liebe unter Fischen“ von René Freund geht es um Fred Firneis, einem Lyriker mit Burn-Out Syndrom. Nach seinem letzten Erfolg mit seinem Lyrikband ist es nun wieder an der Zeit ein neues Buch zu schreiben um dem finanziellen Ruin des kleinen Verlages zu entweichen, was die Verlegerin Susanne Beckmann Fred unmissverständlich klar macht. Er wiederum versauert in seiner Wohnung in Berlin, umgeben von Selbstmitleid und viel zu viel Alkohol. Auch die eindringlichen Worte Susannes können dem kein Ende bereiten. Ihr kommt die Idee, dass ein Aufenthalt in Grünbach in der Schweiz die Lösung sein sollte um für Inspiration zu sorgen. In einer kleinen Holzhütte ohne Strom und Handyempfang verbringt er nun seine Zeit und lernt Mara kennen, eine Biologin aus der Slowakei, die für ihr Wissenschaftsprojekt den See Grünbachs erforscht.
Diese Beschreibung klingt zwar interessant, das Buch konnte mich letztendlich jedoch überhaupt nicht überzeugen. Das Buch hat gerade mal knapp über 200 Seiten, auf welchen die Charaktere kaum charakterisiert wurden. Zwar wurde mir August, den Schweizer den Fred kennenlernt, sympathisch, aber die Charaktere blieben für mich viel zu oberflächlich.
Die Handlung ist leider für meinen Geschmack auch sehr berechenbar. Zwar gibt es einen ungeahnten Wendepunkt, doch schnell wird auch wieder klar wie die Geschichte weitergeht.
Vor allem der Vergleich zu „Gut gegen Nordwind“ ist für mich sehr weit hergeholt und nicht nachvollziehbar. Zwar schreibt Fred seiner Verlegerin desöfteren Briefe, in denen er ihr seine Empfindungen und Gedanken mitteilt, allerdings auch nicht mehr.
Paradoxerweise haben sich die wenigen Seiten für mich sehr langgezogen. Es hat mich nicht wirklich interessiert, wie es jetzt mit Fred weitergeht, denn ungefähr die gefühlte Hälfte des Buches wird das ganz andere Leben, dass er in Grünbach erlebt auf eine ziemlich uninteressante Weise erzählt. Wie er sich Essen zubereitet, wie er schwimmen geht usw usw...
Alles in allem kann ich für mich persönlich sagen, dass ich die Geschichte ziemlich langweilig und vorhersehbar fand. Oberflächliche Charaktere und der völlig ungerechtfertigte Vergleich mit „Gut gegen Nordwind“ haben sein übriges dazu getan. Schade!

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148 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

nachkriegszeit, nachkriegsliteratur, deutschland, rassismus, belletristik

Tauben im Gras

Wolfgang Koeppen , Michael Gratz , Michael Gratz , Siri Hölperl
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 01.06.2013
ISBN 9783518188927
Genre: Klassiker

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(215)

420 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

hölle, drama, tod, philosophie, sartre

Geschlossene Gesellschaft

Jean-Paul Sartre , Traugott König (Übersetzung) , ,
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 05.06.1986
ISBN 9783499157691
Genre: Gedichte und Drama

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77 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

tod, vergebung, religion, gerechtigkeit, jenseits

Was danach geschah

James Kimmel , Helmut Splinter
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.12.2012
ISBN 9783548284835
Genre: Romane

Rezension:

In „Was danach geschah“ geht es um die erfolgreiche Anwältin Brek Cuttler. Sie führt ein perfektes Leben, hat einen Mann, den sie liebt, und eine 10-Monate alte kleine Tochter. Doch wie das Schicksal es will, stirbt sie. Und landet an einem verlassenen Ort, dem Jenseits namens Schemaja, an dem sie nun als Präsentatorin arbeiten muss; als Anwältin, um andere Verstorbene vor dem Jüngsten Gericht zu verteidigen. Die Fragen wie ihr neues „Leben“ im Jenseits nun aussieht und warum sie sterben musste, werden im Laufe des Romans beantwortet.

Zunächst einmal hat mich dieses Buch ungemein gefesselt. Das unglaublich schöne Design mit dem ungewöhnlichen Buchschnitt und die Thematik des Mysteriums um das Jenseits war sehr fesselnd.
Auch während des Lesens der ersten Kapiteln blieb dieser Eindruck. Anders als bei manch anderen Fantasy-Büchern konnte ich mich sehr gut einlassen, weil die Geschichte in sich so realistisch wirkte. Sie wird aus der Sicht von Brek Cuttler erzählt und so kann man sich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren. Man durchlebt ihren Unglauben, ihre Verzweiflung, ihre Sehnsucht, ihre Verwirrung über ihren Tod mit ihr mit, man erfährt aber auch viel über ihre Persönlichkeit und ihr Leben.
Im Folgenden passiert in dem Buch vieles, was ich so nicht erwartet hätte. Es werden sehr brutale Szenen beschrieben, insbesondere in Bezug auf den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg, die eine wichtige Rolle spielen. Es werden viele historische Thematiken aufgearbeitet und Verschwörungstheorien beschrieben.
Man merkt, dass in diesem Roman sehr viel Intelligenz und Komplexität steckt; das geht so weit, dass die Handlung und die Dialoge für mich nicht immer ganz gut nachvollziehbar und verständlich sind.
Der Roman hinterlässt einen in einer düsteren, brutalen Atmosphäre und in dieser für den Roman bedeutenden Thematik des Zweiten Weltkrieges hab ich mich nicht wirklich wohlgefühlt und manchmal auch keine Lust mich mit den komplexen Denkgefügen auseinanderzusetzen. Für meine Verhältnisse hat sich die Geschichte irgendwann auch zu sehr in dieser Thematik verloren und zwischenzeitlich hat man fast vergessen um wen es die Geschichte sich handelt – nämlich Brek Cuttler.
Abgesehen von diesen Passagen, zeichnet sich der Roman jedoch durch sehr spannende Szenen und Kapiteln aus, die oftmals sehr dramatisch sind und den Leser total in den Bann ziehen.
Desweiteren ist der Roman geprägt durch sehr christliche Vorstellungen von Gott und Gerechtigkeit. Gerade dieser Begriff der Gerechtigkeit wird immer wieder in den Raum geworfen und ob man mit diesen, wie gesagt, sehr religiösen Definitionen einverstanden ist, ist eine andere Frage. Mich persönlich hat dieses „Rumgelabere“ über Gerechtigkeit und Nicht-Gerechtigkeit, Schuld und Vergebung und so weiter teilweise etwas genervt.

Insgesamt ist der Roman sehr spannend und hält so einige Überraschungen bereit, die man nicht erwartet hätte. Diese sind aber nicht immer positiv, sondern auch sehr brutal, worauf man gefasst sein muss. Auch muss man darauf gefasst sein, dass die Thematik sich sehr stark um den Holocaust handelt und man sich gezwungenermaßen damit auseinandersetzen muss. Es gibt einen interessanten Ansatz für eine christlich angelehnte Vorstellung vom Jenseits. Auf all das muss man sich einlassen können, um dementsprechend auch in der großen Dramatik des Buches versinken zu können.

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

hawaii, gefängnis, liebe, familie, lepra

Insel der schwarzen Perlen

Noemi Jordan
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.11.2012
ISBN 9783492272865
Genre: Historische Romane

Rezension:

Endlich ging es in dem Nachfolgeroman „Insel der schwarzen Perlen“ weiter mit der hawaiischen Liebesgeschichte zwischen Elisa und Kelii, welche im 20. Jahrhundert spielt, und Maja und Keanu, dessen Handlung in der Gegenwart stattfindet.
Doch im zweiten Teil wird ihre Liebe auf eine harte Probe und eine schwere Zeit beginnt für die jungen Familien, denn auch Maja und Keanu müssen um ihr neu errungenes Glück kämpfen.

Wie auch in „Tal der Tausend Nebel“ war die Geschichte sehr spannend und hätte alleine dafür satte 5 Sterne von mir erhalten. Atmosphäre und Handlungsort sind wieder sehr gut beschrieben, man hat das Gefühl der Kultur Hawaiis ein ganzes Stück näher zu kommen. Auch das politische Hintergrundgeschehen wirkt authentisch und man kann der Geschichte sehr gut folgen.
Leider gab es in dem Buch einige Schwachstellen, weshalb ich einen oder sogar zwei Punkte abziehen müsste. Zunächst einmal benutzt die Autor einen sehr einfachen Schreibstil, wodurch das Geschriebene zwar sehr gut verständlich ist, jedoch etwas oberflächlich und abgehackt erscheint. Desweiteren wirken die Charaktere leider ziemlich flach und idealisiert und auch die Dialoge wirken teilweise etwas gestellt und unnatürlich.
Auch inhaltlich wirkt sich diese „Oberflächlichkeit“ auf die Geschichte aus, denn die Liebesaffäre zwischen Elisa und Johannes wird sehr plötzlich und abrupt in die Handlung eingeführt und wirkt für mich deshalb wenig glaubhaft, ebenso die übersinnliche Verbindung zwischen den Zeiten.

Nichtsdestotrotz besticht für mich wie gesagt vor allem die Spannung! Man möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte in Hawaii weitergeht. „Insel der schwarzen Perlen“ ist somit für alle etwas, die eine exotische und übersinnliche Reise nach Hawaii machen möchten und über einen einfachen Sprachstil und „flache“ Charaktere hinwegsehen können.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

new york, 9/11, erdrückend, 11.september, delillo

Falling Man

Don DeLillo , Noreen O'Donovan
Flexibler Einband
Erschienen bei Klett, 08.02.2010
ISBN 9783125788596
Genre: Sachbücher

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391 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 79 Rezensionen

noir, tod, drogen, liebe, gläserrücken

Noir

Jenny-Mai Nuyen ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Polaris, 01.10.2012
ISBN 9783862520282
Genre: Fantasy

Rezension:

„Noir“ – „schwarz“ sah ich leider auch bei dem Buch

Nach dem tragischen Tod von Nino Sorokins Eltern, bleibt ihm eine besondere Gabe: er kann den Tod eines jeden Menschen voraussehen. Leider auch seinen eigenen, der kurz bevor steht. Um diesem Schicksal zu entrinnen, trifft er auf einen geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Doch dort passiert, was nicht sein darf, denn er verliebt sich in eine der Seelenlosen...

Die Inhaltsangabe machte mich unglaublich neugierig und auch der Roman fing zunächst super spannend an – interessanter Hauptcharakter, erste Anzeichen für düstere Magie und eine moderne Atmosphäre, nämlich das Berlin der heutigen Zeit.

Doch leider verlor ich irgendwann einfach nur noch den Faden. Wie war das jetzt mit dem Geistern? Und was mich auch schon sehr den Kopf schütteln ließ war die Frage, die ich mir stellte: Was soll das für eine „Liebe“ zwischen Nino und Noir sein, die nur aus „Körperlichkeiten“ überleben kann?
Insgesamt kommen diese Motive Sex und vor allem sehr viel Drogenkonsum viel zu häufig vor. Nachdem man (übertrieben gesagt) auf jeder Seite liest wie genüsslich er den Rauch seiner Zigarette inhaliert, haben einem diese ständigen Wiederholungen schon ziemlich genervt.
Der Schreibstil ist teilweise auch schon sehr derb, aber andrerseits auch bemüht „schön zu klingen“. Ein Beispiel dafür ist: „Ich habe mich umgebracht und bin gestürzt. In dich hinein. So hat es sich angefühlt, als wir gefickt haben.“ (S.295) – Für mich kein ansprechender Schreibstil.
Das war für mich alles sehr, sehr merkwürdig und nach einiger Zeit leider auch ziemlich uninteressant. Den letzten Teil las ich zwar noch in der Hoffnung, dass mir vielleicht doch noch die „Erleuchtung“ kommen würde, die Handlung irgendwie doch noch Sinn ergibt, das war aber leider nicht der Fall
Hinzu kamen noch etliche Ungereimtheiten: „Aber sie [Noir] ist der einzige Mensch, in dem er nicht den Tod sieht.“ (S.121) Dabei hieß es zuvor immer noch, dass er bei allen Menschen den Tod sehen kann und dann kam noch eine Begegnung mit jemanden, von dem er nicht ihn sehen kann. manchmal nur Tod, dann konnte er doch sogar das ganze Leben des gegenüber sehen, also alles sehr vage.

Deshalb mein Fazit: Sehr interessanter Ansatz für eine Fantasy-Geschichte aber leider haperte es bei der Umsetzung gewaltig. Der Anfang ist toll, auch diese Kombination aus Realität und düster-mystischem Übersinnlichen ist toll, doch verliert sich die weitere Geschichte in endlosen Ungereimtheiten.
Leider kein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte, dabei hat es doch so eine schöne Optik...

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„Die Seele: Das ist die Unsterblichkeit in uns. Das ist unsere Verbindung zu Gott.“ (S.60)
„Das Schlimmste an einem Streit war immer die Stille, die darauf folgte.“ (S.99)

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673 Bibliotheken, 8 Leser, 4 Gruppen, 82 Rezensionen

thriller, entführung, liebe, freundschaft, jugendbuch

Schweig still, süßer Mund

Janet Clark
Flexibler Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.01.2012
ISBN 9783785572740
Genre: Jugendbuch

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