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107 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

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Was uns erinnern lässt

Kati Naumann
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.03.2019
ISBN 9783959672474
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Bei einer Wanderung durch ein Waldgebiet am Rennsteig im Thüringer Wald entdeckt Milla, versteckt unter Geröll und Laub, einen sogenannten "Lost Place". Es ist ein alter Keller, der den Anschein erweckt, als sei er nur kurz verlassen worden. Vom ehemals dazugehörigen Gebäude steht nichts mehr.
Milla findet alte Schulhefte in dem Gewölbe und macht sich auf die Suche nach den Menschen, deren früheres Zuhause hier im früheren Grenzgebiet zwischen DDR und BRD, gewesen sein musste.
Und wirklich gibt es die Familie Dressel noch, die von der ehemaligen DDR-Regierung enteignet und zwangsumgesiedelt wurde und die ihre alte Heimat noch immer schmerzlich vermisst.

Meine Meinung: Das Schicksal der Dressels und des Hotels "Waldeshöh" ist zwar fiktiv, steht jedoch stellvertretend für viele Menschen, die in der DDR zwangsumgesiedelt wurden.
Obwohl seitdem erst wenige Jahrzehnte vergangen sind, ist es aus unserer heutigen Sicht kaum vorstellbar, wie das damalige Regime mit seinen Bürgern umgegangen ist. Die Bevormundung durch die "Obrigkeit" und die Bespitzelung untereinander, sowie der gesellschaftliche Druck haben mich fassungslos und gleichzeitig dankbar gemacht, dass ich das nicht selber miterleben musste.
All dies ist eingebettet in eine Familiengeschichte mit vielerlei Charakteren, mit normalen alltäglichen Sorgen und Problemen, die in Rückblicken erzählt wird.
Kati Naumann entwickelt ihr Geschichte einfühlsam und arbeitet jede Person liebevoll und detailliert aus. Einzelne Szenen sind vor meinem inneren Auge lebendig geworden und ich hatte beim Lesen das Akkordeonspiel der Oma in den Ohren und das Aroma der sonnenwarmen Blaubeeren auf der Zunge.
Ein paar kleine Längen gab es zwar zwischenzeitlich, aber mir hat die Lektüre trotzdem großen Spaß gemacht und ich empfehle das Buch gerne weiter.

Fazit: Ein gelungener Roman um eine Familie, verlorene Heimat, Vertrauen, Wahrheit und Lüge.

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96 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

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Der Hunger der Lebenden

Beate Sauer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.01.2019
ISBN 9783548291215
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Nur wenige Monate nach ihrer ersten Mordermittlung wird Friederieke Matthée von der Kölner weiblichen Polizei in ihren zweiten großen Fall verwickelt. Eine Gutsbesitzerin und ehemalige Polizisten wurde erschossen aufgefunden. Neben der Leiche die junge, vorbestrafte Obdachlose Franziska Wagner, die eine Waffe in der Hand hält. Doch ist die junge Frau wirklich die Täterin? Friederieke hat ihre Zweifel und beginnt auf ihre einfühlsame Art Nachforschungen anzustellen. Auch Richard Davies wird wieder von England nach Köln beordert um in einem Mord an britischen Soldaten zu ermitteln. Meine Meinung: Auch der zweite Band um Friederieke Matthée hat mir wieder sehr gut gefallen. Beate Sauer fängt die Sorgen und Nöte der Bevölkerung und auch die Ansichten und Stimmung der Nachkriegszeit gekonnt ein. Der tägliche Kampf ums Überleben, etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf zu haben, ist das dringendste Problem großer Teile der Bevölkerung. Heimatlose Kinder und Jugendliche sind sich selbst überlassen und haben ihre eigenen Strukturen entwickelt. Aber auch die alten Hierarchien und das Obrigkeitsdenken sind in den Köpfen der Menschen noch deutlich vorhanden und erschweren Friederiekes Ermittlungen. Sehr gelungen erzählt fand ich auch die schwierige Beziehung zwischen Richard und Friederieke. Besonders bei Richard spürt man die innere Zerrissenheit, kann er wirklich eine Deutsche lieben? Doch auch Frederike ist verunsichert und hin- und hergerissen. Richard ist im Frühjahr auf eigenen Wunsch nach England zurückgekehrt und ein neuer sympathischer Verehrer sucht nun ihre Nähe. Doch ihre Gedanken kreisen immer wieder um den britischen Offizier... Dazwischen eingebettet der Kriminalfall um die erschossene Ex-Polizistin, der in mühsamer Kleinarbeit aufgearbeitet wird und den Friederieke mit der ihr eigenen Hartnäckigkeit und Empathie löst. Fazit: Ein gelungener Krimi aus der Nachkriegszeit, glaubwürdig und gut recherchiert, mit einer sympathischen Ermittlerin!

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

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Die Essenz des Bösen

Tony Parsons , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2018
ISBN 9783404177813
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Auch im fünften Band um den Ermittler Max Wolfe geht es wieder um eine hochaktuelle, brisante Thematik. Ein Hubschrauber wird durch eine Drohne zum Absturz gebracht, stürzt in ein gut besuchtes Londoner Einkaufszentrum und fordert viele Opfer. Auch Max Wolfe befand sich zufällig dort und erlebt den Angriff hautnah mit. Schnell wird klar, dass es sich um einen islamistisch-terroristischen Anschlag handelt und die mutmaßlichen Täter sind bald identifiziert. Doch bei der Verhaftung der Verdächtigen geht alles schief.... Auch im privaten Bereich wird es für Max, dem alleinerziehenden Vater der kleinen Scout, schwierig. Seine Ex-Frau fordert das Sorgerecht für die kleine Tochter. Meine Meinung: Wieder einmal konnte mich Tony Parsons mit seinem neuesten Thriller vollends überzeugen. Sein packender Schreibstil fesselt von der ersten Seite an und die Kombination mit aktuellen Themen ist gelungen. Max Wolfe ist ein vielschichtiger Charakter. Er geht als Ermittler keiner Gefahr aus dem Weg und wird oft mit brutaler Gewalt konfrontiert. Aber er hat auch eine sehr sensible Seite, die er im Umgang mit seiner kleinen Tochter offen zeigt. Das macht Max sehr sympathisch und menschlich. Fazit: Wie immer eine gelungene Mischung aus Action, brisanten Fällen und Privatleben des Ermittlers. Diese Reihe ist für jeden Thrillerfan zu empfehlen!

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114 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 71 Rezensionen

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Jahre aus Seide

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 07.12.2018
ISBN 9783746634418
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Der Roman bildet den Auftakt einer neuen Trilogie von Ulrike Renk, die auf wahren Begebenheiten beruht. Im Mittelpunkt steht Ruth Meyer, ein jüdisches Mädchen, das wohlbehütet in den zwanziger und dreißiger Jahren in Krefeld aufwächst. Familie Meyer geht es gut, der Vater verdient als selbstständiger Handlungsreisender für Schuhe den Lebensunterhalt für seine Frau und die beiden Töchter Ruth und Ilse. Er ist sogar so erfolgreich, dass die Familie sich ein schönes Haus bauen und einige Hausangestellte leisten kann. Doch das Erstarken der Nationalsozialisten in Deutschland macht nicht nur den Erwachsenen der jüdischen Gemeinde Sorgen. Auch die Kinder und Jugendlichen bekommen die Einschränkungen im Alltag immer deutlicher zu spüren. Meine Meinung: Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, auch wenn er in großen Teilen lediglich vom alltäglichen Leben der Familie Meyer erzählt. Aber vielleicht auch gerade deswegen. Dem Leser wächst Ruth regelrecht ans Herz. Man sieht sie vor dem inneren Auge heranwachsen, zu Beginn des Buches ist sie ja erst 5 Jahre alt zum Ende ca. 16 Jahre, und bekommt so einen guten Einblick in das Familienleben und die Beziehungsgeflechte mit den weiteren Angehörigen, befreundeten Familien und den Hausangestellten. Besonders das Kindermädchen Leni ist eine enge Bezugsperson für Ruth, der Chauffeur schon fast ein Freund für den Vater. Während der ersten Jahre passiert wenig dramatisches in Ruths Leben und Umfeld. Sie wächst heran jedes kleine Mädchen, spielt mit ihren Freundinnen, besucht zunächst die Volksschule und darf später aufs Lyzeum, als Teenager verliebt sie sich und macht all die Dinge gerne, die jeder Teenager gerne macht. Die Erkenntnis, dass sich in Deutschland das politische Klima verändert, bekommt sie zunächst nur am Rande, mit zunehmendem Alter und Vernunft dann immer deutlicher mit. Diese Geschichte erzählt die Autorin auf eine leise, aber angenehme Art und Weise. Trotz des leichten Schreibstils kann man die immer drängenderen Sorgen und Nöte der jüdischen Familien spüren. Die Diskussionen ums Auswandern, ob überhaupt oder eher nicht, und wenn ja, wann und wohin, lassen den Leser die aufkommende Panik spüren. Noch kann sich niemand das wirkliche Ausmaß dessen vorstellen, das schon in wenigen Jahren über sie herein brechen wird. Im Nachwort berichtet Ulrike Renk darüber, wie es zu diesem Buch gekommen ist und dass der Roman auf den Lebenserinnerungen von Ruth Meyer, die als Tagebuch erhalten geblieben sind, basiert. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die weiteren Bände und warte ungeduldig auf deren Erscheinen.

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Tags: familiengeschichte, juden, nationalsozialismus, wahre begebenheit   (4)
 

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Das Fest der kleinen Wunder

Ulrike Renk
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 14.09.2018
ISBN 9783352009150
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ulrike Renk hat mich mit diesem Buch regelrecht verzaubert. Als Leser fühlt man sich zurückversetzt in die „gute alte Zeit“, in der geruhsam und im Einklang mit den Jahreszeiten alles seinen Gang nahm. Man nimmt teil an Frederikes Leben auf Fennhusen, freut sich mit ihr über die kleinen schönen Dinge, die etwas Besonderes in ihren Alltag bringen. Und sei es nur eine Leckerei der herzensguten Köchin oder der seltene Besuch einer Freundin auf dem abgelegenen Gut. Dinge, die für uns heute selbstverständlich sind, vor knapp 100 Jahren aber ein Highlight waren. Jedes Mitglied der Familie und der Bediensteten hat seinen Platz und seine Aufgabe. Die Entscheidungen des Gutsherrn, Frederikes Stiefvater, müssen ohne wenn und aber befolgt werden, auch wenn es schwer fällt. So geht es auch Frederike, die sehr an Caramell, dem kapriziösen Pferd ihrer Mutter, hängt. Ein benachbarter Gutsbesitzer findet Gefallen an dem schönen, temperamentvollen Tier und möchte es kaufen. Frederike muss sich fügen, auch wenn es ihr das Herz bricht. Fazit: Ein wunderschöner, nostalgischer Roman, den man nicht nur zur Weihnachtszeit lesen kann.

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Tags: ostpreußen, weihnachten   (2)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Raubkind

Dorothee Schmitz-Köster
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 20.08.2018
ISBN 9783451383809
Genre: Sachbücher

Rezension:


Klaus B. kam als Fünfjähriger während des 2. Weltkrieges aus einem Lebensbornheim zu seinen Pflegeeltern, bei denen er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Seine leiblichen (deutschen) Eltern, so wurde ihm erzählt, seien tot.

Erst durch die Journalistin Dorothee Schmitz-Köster, die sich intensiv mit dem Kapitel Lebensborn beschäftigt, erfährt er, mittlerweile über 70 Jahre alt, die Wahrheit.


Es schockiert ihn zutiefst, dass er ein aus Polen geraubtes Kind gewesen sein soll, das mit einer neuen Identität der sogenannten „Germanisierung“ in einer linientreuen deutschen Familie zugeführt wurde.


Er selbst hat keinerlei Erinnerungen an seine frühe Kindheit, seinen polnischen Namen oder die Muttersprache. Alles ist vergessen.


Die Journalistin beginnt mit der Recherche, durchsucht alte Akten und Melderegister, liest Protokolle und findet bald Hinweise auf seine Herkunftsfamilie, die noch viele Jahre nach ihm gesucht hat.


Klaus B. hat in Polen drei Halbgeschwister, seine Mutter ist erst vor wenigen Jahren verstorben und hat nie aufgehört um ihren verlorenen Ältesten zu trauern.


Was mag in einem Menschen vorgehen, der erst in hohem Alter die Wahrheit über seine Herkunft erfährt und das erste Mal das Gesicht seiner Mutter auf einer Fotografie sieht? Dass die Pflegeeltern ihn offensichtlich belogen haben und er deshalb nie eine Chance hatte die Wahrheit über seine Herkunft zu erfahren. Er hätte seine Mutter zu ihren Lebzeiten noch wiedersehen können…


Man kann verstehen, dass es ihn gesundheitlich mitnimmt und sein Herz verrücktspielt. Nur zögerlich und vorsichtig lässt er sich auf seine neue Verwandtschaft ein. Einerseits freut es ihn, andererseits nimmt es ihn sehr mit.


Die Autorin beschreibt sehr detailliert ihr Vorgehen, der Leser erahnt die Komplexität dieser Recherche. Nicht alle Akten sind noch vorhanden und wenn ja, z.T. unvollständig oder nicht korrekt geführt, teilweise bewusst gefälscht. Doch ein Puzzleteil fügt sich zum anderen: Bei Klaus B. handelt es sich um den 1943 aus Polen geraubten Jungen Czeslaw B.!


 


Fazit: Mich hat dieses Buch sehr berührt und aufgewühlt. Es verarbeitet, auch stellvertretend für viele andere Opfer, die Schicksale der geraubten sogenannten „Ostkinder“.


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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

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Ein Weihnachtshund auf Glücksmission

Petra Schier
Fester Einband
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2018
ISBN 9783959736862
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wer die Weihnachtsromane von Petra Schier kennt, der weiß, dass man hier gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Denn der Leser wird durch Santa Claus und seine Elfen nicht nur perfekt in Weihnachtsstimmung versetzt, sondern es gibt stets eine berührende Hundegeschichte dazu und gekrönt wird das ganze natürlich durch eine romantische Lovestory. Auch in diesem Buch hat sich Santa Claus wieder so einiges vorgenommen. Ob es funktionieren wird mithilfe des Border Collies Asco die Liebesgeschichte zwischen Annalena und Christian zu neuem Leben zu erwecken?! Denn nicht nur die gemeinsame Vergangenheit und zwiespältige Gefühle machen den beiden zu schaffen, Christian muss sich vor allem um seine kleine Schwester kümmern, die von zu Hause ausgerissen ist und unbedingt bei ihm bleiben möchte... Mir hat diese romantische und gefühlvolle Weihnachtsroman sehr gut gefallen. Die eingestreuten Hundegedanken finde ich wieder einmal gut gelungen, denn sie lockern die Geschichte mit einem Augenzwinkern auf. Auch trifft man im Roman auf die einen oder anderen „alten Bekannten“ aus früheren Romanen und erfährt, wie es den jeweiligen Paaren in der Zwischenzeit ergangen ist. Ich ertappe mich selbst, wie ich jedes Jahr wieder auf die neuesten Ideen von Santa Claus warte mit denen er entzweite Liebespaare, Weihnachtshasser und ähnlich schwere Fälle wieder in die richtigen Bahnen lenkt. Und irgendwie ist es auch schön zu wissen, dass es irgendwo eine höhere Macht gibt, die mit ein paar unsichtbaren Helfern und einer Prise Sternenstaub wieder alles ins Lot bringt!

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Tags: hunde, romantisch, weihnachten   (3)
 

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347 Bibliotheken, 20 Leser, 2 Gruppen, 167 Rezensionen

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Muttertag

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 19.11.2018
ISBN 9783550081033
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der neue Kriminalfall von Pia Sander und Oliver von Bodenstein ist wieder äußerst komplex. Auf dem Anwesens eines verwitweten älteren Mannes, der früher gemeinsam mit seiner Frau über Jahrzehnte viele Pflegekinder betreute, werden durch Zufall die Leichen dreier ermordeter Frauen gefunden. Dieses Mal sind die Beamten einem Serienkiller auf der Spur, der seine Opfer immer am Muttertag tötet. Der Kreis der möglichen Täter scheint klein zu sein, doch wo ist das Motiv? Wie man es von Nele Neuhaus gewohnt ist, gibt es wieder eine große Zahl an möglichen Tätern und Motiven sowie eine wichtige Nebenhandlung, deren Bedeutung für den Fall erst später klar wird. In diesem Buch steht der Kriminalfall eindeutig im Vordergrund, das Privatleben der Ermittler steht dieses Mal zurück. Wie immer werden geschickt falsche Spuren gelegt oder mögliche Verdächtige in den Fokus gerückt, was die Spannung sehr steigert. Vor allem der dramatische Show-down hält den Leser in Atem und man kann kaum aufhören zu lesen. Gut gefallen wir haben mir ebenfalls die immer wieder ein geschoben den Gedanken des Täters, die kursiv vom sonstigen Schriftbild abgesetzt sind. Im Mittelteil gab es meiner Meinung nach ein paar kleine Längen, aber trotzdem habe ich das Buch wieder gerne gelesen.

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Tags: netgalley, regionalkrimi, serienkiller, taunus   (4)
 

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57 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Marlow

Volker Kutscher
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 30.10.2018
ISBN 9783492055949
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Berlin, Sommer 1935. Die Nationalsozialisten haben Deutschland fest im Griff. Eine Tatsache, die in der Familie Rath unterschiedliche Gefühle hervorruft. Während Pflegesohn Fritze mit der HJ begeistert zum Reichsparteitag nach Nürnberg marschiert, steht vor allem Charlotte dem politischen Geschehen ablehnend gegenüber. Gereon kann sich zwar auch nicht so wirklich mit dem braunen Gedankengut anfreunden, versucht aber, wie es so seine Art ist, das Beste aus der Situation zu machen. Dienstlich bekommt Gereon es mit einem ungewöhnlichen Fall zu tun. Was zunächst wie ein Verkehrsunfall aussieht, entpuppt sich bald als perfides Mordkomplott. Und auch Charly wird als Privatdetektivin mit einem ungewöhnlichen Auftrag betraut. Meine Meinung: Mir hat auch der siebte Fall von Gereon Rath wieder gut gefallen. Volker Kutscher hat es geschafft, einen ungewöhnlichen und spannenden Kriminalfall gekonnt in den historischen Hintergrund einzufügen und dabei auch wieder tiefe Einblicke in das Privatleben der Familie Rad zu geben. Genau diese Mischung machen die Krimis von Volker Kutscher so lesenswert, denn kein Teil kommt zu kurz. Nicht nur die Fälle an denen Gereon und Charly arbeiten fesseln den Leser, sondern auch die Geheimnisse und Sorgen die die Beiden zunächst vor einander verheimlichen. Ein dunkler Schatten liegt bereits drohend über der Familie. Gereon, der sich endlich von Doktor Marlow und seinen Machenschaften befreit hatte, gerät schon bald in die Fänge eines noch gefährlicheren Machtgefüges. Fazit: Wieder ein spannender Fall vor historischer Kulisse für Gereon Rath und ich hoffe doch sehr, dass ich nicht allzu lange auf den nächsten Band warten muss!

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Tags: 1935, berlin, nationalsozialismus   (3)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

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Das Blut der Hirsche

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 397 Seiten
Erschienen bei Tropen, 27.10.2018
ISBN 9783608503647
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Zack Herry geht es seit einiger Zeit wieder richtig gut. Er ist clean und die Beziehung zu seiner Freundin Mera ist zur Zeit das Wichtigste in seinem Leben. Beruflich bekommen Zack und seine Kollegen es mit einem spektakulären Fall zu tun. Eine Gruppe von Jugendlichen experimentierte an Mittsommer mit Drogen, am nächsten Tag werden alle mit grausamen Verletzungen tot aufgefunden. Was hat es mit dieser neuen Droge auf sich? Meine Meinung: Auch der dritte Teil dieser schwedischen Thrillerserie gefiel mir wieder sehr gut. Das Autorendoro hat einen unverwechselbaren, rasanten und authentischen Schreibstil, der den Leser regelrecht in die Geschichte hineinzieht und der auch hervorragend zu dem stets von seinen inneren Dämonen getriebenen Zack passt. Der neue Fall ist äußerst spannend und es gibt auch einen vagen Zusammenhang mit Zack, den das Schicksal wieder hart trifft. Ich bin schon gespannt auf den vierten Teil und frage mich, ob Zack jemals erfahren wird, wer an den Fäden seines Lebens zieht und ihm so übel mitspielt. Im schwedischen Original heißt der Titel des Buches „Bambi“, was ich viel passender finde als den Titel der deutschen Übersetzung, der in keiner Beziehung zum Inhalt steht. Fazit: Wieder ein rasanter und spannender Thriller rund um Zack Herry und sein Team. Dieser Serie ist etwas ganz Besonderes und sticht aus dem gängigen Einerlei deutlich hervor!

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Tags: drogen, netgalleyde, schweden, zack herry   (4)
 

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89 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Die Frauen vom Savignyplatz

Joan Weng
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.10.2018
ISBN 9783746634258
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: 1916 verliebt sich die 17-jährige Vicky Hals über Kopf in den jungen Soldaten Willi Genzer. Als Vicky ein Kind erwartet, heiraten die Beiden gegen den Willen von Vickys Eltern, die die Tochter gerne mit einem wohlhabenden Sockenfabrikanten verheiratet hätten. Zehn Jahre und 4 1/2 Kinder später ist die Ehe von Vicky und Willi in einer tiefen Krise und Willi verlässt seine Familie. Seine schwangere Frau muss nun auf eigenen Beinen stehen und die Idee eines Buchladens nur für Frauen wird geboren. Meine Meinung: Joan Wengs Romanheldin Vicky liebt „Sirupbücher“, jene lieblich-süßen, süchtig machenden Liebesromane ohne Anspruch auf Tiefgang, die die Leserinnen einfach nur in eine andere, schönere Welt entführen möchten. In genau diese Kategorie gehört auch „Die Frauen vom Savignyplatz“. Es liest sich angenehm, leicht und locker, es gibt eine Liebesgeschichte, sympathische Protagonisten (selbst der einst verschmähte Sockenfabrikant ist doch ein netter Kerl…) und größere oder kleinere Probleme lösen sich schnell in Wohlgefallen auf. Die Geschichte ist in die 20er Jahre eingebettet und es gibt in der Rahmenhandlung natürlich auch einen Bezug zum historischen Hintergrund (z. B. der erste Weltkrieg und seine Folgen, der beginnende Nationalsozialismus, etc.), aber die eigentliche Geschichte könnte zu jeder Zeit spielen. Ein wenig fehlte mir hier der Tiefgang, denn die historischen Details wirken wie zufällig eingestreute Stilmittel um ein bisschen 20er Jahre Feeling zu erzeugen. Ebenfalls vermisst habe ich ein paar Ecken und Kanten bei den Personen, die teilweise sehr klischeehaft agieren. Im Großen und Ganzen habe ich das Buch aber gerne gelesen, es ist ein richtig schöner Schmöker für lange Herbst- und Winterabende. Fazit: Wer den grauen Alltag vergessen möchte und angenehme Unterhaltung sucht, liegt bei diesem Wohlfühlbuch genau richtig. 3,5 Sterne.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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In den Fängen des Löwen

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Tropen, 31.05.2018
ISBN 9783608503722
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Im winterlichen Stockholm, befestigt auf einem Industrieschornstein, wird die Leiche eines bestialisch ermordeten Jungen gefunden. Bald verschwindet ein weiteres Kind. Im Laufe der Ermittlungen werden Zack Herry, seine Partnerin Deniz und das gesamte Team mit unvorstellbaren Taten konfrontiert, während der Count-Down für den kleinen Albert unerbittlich läuft… Meine Meinung: Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven oder zartbesaitete Leser, aber durch seine actionreiche Dramatik auch überaus fesselnd und spannend. Dies ist bereits der zweite Teil um den Ermittler Zack Herry, jedoch ist der Fall ist in sich geschlossen und es gibt ausreichend Hinweise auf die wesentlichen früheren Geschehnisse, so dass man das Buch auch ohne Kenntnis des ersten Bandes lesen kann. Ob ein Polizist wie Zack in der Realität bestehen könnte, wage ich zu bezweifeln, denn er hat ein massives Drogenproblem, das er vor den Kollegen kaum noch verheimlichen kann. Auch die übrigen Teammitglieder zeichnet neben ihrer Kompetenz das ein oder andere Handikap aus. Der Verhörspezialist Rudolf ist blind, Sirpa brilliert zwar im IT-Bereich, kann aber durch Knieprobleme kaum noch laufen, Deniz belastet ein Kindheitstrauma etc. Doch irgendwie passt das auch zu diesem düsteren skandinavischen Thriller, der den Leser tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt. Fazit: Rasant, spannend und atemberaubend, aber auch düster, brutal und grausam. Das sind die Schlagworte mit denen ich diesen Thriller belegen würde.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Durch alle Zeiten

Helga Hammer
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.01.2019
ISBN 9783548290706
Genre: Romane

Rezension:

In ihrem Debütroman schildert Helga Hammer die Lebensgeschichte von Elisabeth und entführt den Leser dabei in die österreichische Bergwelt der letzten 60 Jahre. Die hübsche Elisabeth, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, verliebt sich als junges Mädchen unstandesgemäß in den Sohn einer wohlhabenden Familie. Wir begleiten Elisabeth durch ihr ganzes Leben. Dabei geht die Autorin nicht chronologisch vor, sondern erzählt abwechselnd in zwei verschiedenen Zeitsträngen, die einige Jahre auseinander liegen. Mir hat dieses Stilmittel sehr gut gefallen, da man dadurch Elisabeths Taten und Entscheidungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und somit besser verstehen konnte. Elisabeth als Mensch war mir nicht immer sympathisch. Sie ist eine Frau mit vielen positiven und auch negativen Facetten. Für ihre Kinder kämpft sie z.B. wie eine Löwin, sie stehen immer an erster Stelle. Anderen Menschen, die ihre Hilfe gebraucht hätten, tritt sie nicht so hilfsbereit entgegen. So zum Beispiel der jungen Magd, die sie schutzlos ihrem gewalttätigen Ehemann ausliefert, wohl wissend was hinter ihrem Rücken passiert. Manche ihrer Handlungsweisen kann ich nachvollziehen, wenn auch nicht immer gut heißen. Oft hatte Elisabeth aber keine andere Wahl um zu überleben, bzw. das Wohl ihrer Kinder zu sichern. Mich in diese archaische Welt hinein zu versetzen gelang mir durch die lebhafte Erzählweise sehr gut, auch wenn es mir schwer vorstellbar erscheint, dass noch in den siebziger Jahren das Leben einer Frau so vollkommen von ihrer Herkunft und vor allem von ihrem Ehemann dominiert wurde.

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Tags: frau, österreich   (2)
 

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Kabine 14

Mortimer M. Müller
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Berenkamp, 12.03.2013
ISBN 9783850933070
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Über Europa braut sich kurz nach dem Jahreswechsel ein Orkan ungeahnter Stärke zusammen. Im Wintersportort Kitzbühel herrscht Hochsaison. Durch eine Verkettung menschlicher und technischer Fehler trifft man die Entscheidung den Skilift-Betrieb einzustellen erst kurz vor dem drohenden Schneesturm. Zu spät für Kabine 14 der 3S-Bahn die nach einem Blitzeinschlag auf der Strecke liegen bleibt. An Bord zwölf Passagiere - und unter ihnen ein Serienkiller! Meine Meinung: Selten habe ich einen solch rasanten Thriller gelesen, ich konnte das Buch kaum zu Seite legen. In extrem kurzen Kapiteln, in der Regel nur eine knappe Seite lang, beschreibt Mortimer M. Müller die sich zuspitzende Situation in der Gondel sowie am Boden. Hier bemüht sich ein Rettungsteam der Seilbahngesellschaft um die Bergung der Passagiere, aber auch die Kripo hat die Spur des brutalen Serienmörders bis nach Kitzbühel verfolgt. Die Handlung springt ständig zwischen den einzelnen Gruppen hin und her, ist dadurch stets dort wo es sich gerade dramatisch zuspitzt. Die Menschen in der Gondel versuchen sich mit ihrer misslichen Lage zu arrangieren, doch schon nach kurzer Zeit treten Spannungen und gesundheitliche Probleme auf. Wasser und Nahrung werden knapp, es gibt weder Strom noch Handyempfang und die stockfinstere Nacht bricht bald herein. Dem Autor gelingt es hervorragend die Personen mit all ihren Stärken und Schwächen sowie Beziehungsgeflechten darzustellen. Auch ahnt man lange Zeit nicht welcher der Passagiere der Mörder ist, eigentlich könnte es jeder der männlichen Fahrgäste sein. Immer wieder gibt es neue Tipps und Spuren mit teils überraschenden Wendungen und zum Schluss noch einen dramatischen Showdown à la Hollywood. Immer wieder eingestreut werden außerdem meteorologische Details. Ob diese wissenschaftlich korrekt sind, kann ich als Laie nicht beurteilen. Fazit: Ein echter Page Turner!

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Tags: pageturner, ski, wintersport   (3)
 

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215 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 116 Rezensionen

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Die Eishexe

Camilla Läckberg , Katrin Frey
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783471351079
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Die vierjährige Nea verschwindet vom elterlichen Hof und wird kurz darauf tot in einem Waldstück entdeckt. Die Parallelen zu einem 30 Jahre zurückliegenden Fall sind offensichtlich. Damals wurde die kleine Stella an genau der gleichen Stelle erschlagen aufgefunden, auch sie war vier Jahre alt und lebte auf dem gleichen Hof wie heute Nea. Meine Meinung: Dies ist bereits der 10. Band um den Polizisten Patrick und seine Frau, die Schriftstellerin Erica. Da die Handlung um Familie, Freunde und Kollegen sich im Lauf der Zeit stetig weiterentwickelt hat, ist es zwar sinnvoll die vorangehenden Teile zu kennen, allerdings kein unbedingtes "Muss". Ich fand diesen Band wieder sehr spannend, obwohl ich auch ein paar Kritikpunkte habe. Sehr gut fand ich die Verknüpfung des aktuellen Falls mit dem 30 Jahre alten Verbrechen an Stella. Die damals als Täterinnen verurteilten Teenager-Mädchen sind heute selber Mütter von schwierigen Pubertierenden. Beide sind wieder nach Fjällbacka zurückgekehrt und haben die alte Tat auf unterschiedliche Weise verarbeitet. Ihre Entwicklung und die Auswirkung der Vergangenheit auf ihre Kinder fand ich sehr authentisch und glaubwürdig. Dies und die Aufklärung der beiden Todesfälle hätte gereicht um mich zu fesseln. Dass die Autorin auch noch eine Handlung um die aktuelle Flüchtlingssituation aufbaute, passte zwar grundsätzlich zur Story, nimmt aber doch sehr viel Raum ein und lenkt vom eigentlichen Fall ab. Gänzlich überflüssig fand ich die Geschichte um Elin, die im 17. Jahrhundert in Fjällbacka lebte. Lange Zeit habe ich mich gefragt, worin der Bezug zu der heutigen Situation besteht. Und fand ihn schließlich auch sehr weit hergeholt... Fazit: Bis auf die verzichtbaren Nebenhandlungen fand ich Camilla Läckbergs Krimi wieder sehr gelungen und spannend. Für Fans der Reihe auf jeden Fall ein absolutes Muss!

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77 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

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Untiefen

Sheena Kamal , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.11.2017
ISBN 9783548289595
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Nora ist keine einfache Persönlichkeit und nicht immer sympathisch. Dafür hat sie schon zu viel durchgemacht in ihrem Leben. Als Kind lebte die Waise mit indianischen Wurzeln in wechselnden Pflegefamilien und bereits als junge Frau trank sie zu viel. Sie war Opfer einer brutalen Vergewaltigung, die sie nur knapp überlebte. Ihre Tochter, Resultat des Verbrechens, gab Nora unmittelbar nach der Geburt zur Adoption frei. 15 Jahre später haust Nora zusammen mit ihrer Hündin Whisper in einem Keller und verdient ihren Lebensunterhalt mit Rechercheaufträgen, als die Adoptiveltern ihrer Tochter sie kontaktieren und um Hilfe bitten. Bonnie ist verschwunden und es gibt kein Lebenszeichen von ihr. Nora begibt sich auf die Suche nach dem Mädchen und muss sich damit auch ihrer Vergangenheit stellen. Meine Meinung: Dieser Thriller hat mich von Anfang an gepackt wie schon lange kein Buch mehr. Das lag vor allem an der ungewöhnlichen Protagonistin Nora mit all ihren Ecken und Kanten. Aber auch die anderen Charaktere sind gut getroffen und glaubhaft. Die Atmosphäre im winterlichen Vancouver ist durchgängig düster, fast schon depressiv. Aber das trübe, graue und nasskalte Wetter passt zu Nora, es spiegelt ihre Persönlichkeit perfekt wieder. Die Thrillerhandlung ist spannend und mitreißend, wenn auch streckenweise etwas unrealistisch. Das ist aber nur ein kleiner Minuspunkt in dem ansonsten ungewöhnlichen und gelungenen Buch. Fazit: Wer einmal "etwas anderes" lesen möchte und durch eine eher depressive Grundstimmung nicht abgeschreckt wird, sollte es mit dem Debüt von Sheena Kamal einfach mal probieren.

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Tags: kanada, netgalleyde, untiefen   (3)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Ein ganz normales Pogrom

Sven Felix Kellerhoff
Fester Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.11.2018
ISBN 9783608981049
Genre: Sachbücher

Rezension:

Da mich die Thematik der Judenverfolgung während des 3. Reiches sehr interessiert, habe ich mich für dieses Sachbuch entschieden. Allerdings hatte ich die Hoffnung, dass es sich "leichter" lesen ließe, als es dann tatsächlich der Fall war. Der Autor arbeitet das Geschehen im hessischen Dorf Guntersblum während der dreißiger Jahre höchst wissenschaftlich auf, so dass es mir als nicht akademisch vorgebildeter Leserin recht recht schwer fiel seinen Gedanken und Abhandlungen zu folgen. Ich halte mich zwar für einen durchaus interessierten Laien, aber dieses Buch war mir schlicht und ergreifend zu trocken und nüchtern. Auch das weitgehende Fehlen von Absätzen im Text, erschwerte mir das Lesen. Schade, aber wahrscheinlich gehöre ich einfach nicht zur Zielgruppe dieses Buches.

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Tags: nationalsozialismus, netgalleyde   (2)
 

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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Der Tag X

Titus Müller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.06.2018
ISBN 9783453439306
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Frühsommer 1953. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung der DDR wächst. Es mangelt an vielen lebensnotwendigen Dingen wie Nahrung und Wohnraum. Die politische Lage ist instabil. Über einen Zeitraum von wenigen Wochen um den "Tag X", den 17. Juni 1953, beschreibt der Roman das Schicksal ganz unterschiedlicher Menschen. Da ist z.B. Lotte, eine berufstätige alleinerziehende Mutter dreier Söhne, die dem täglichen Kampf ums Überleben zu entfliehen sucht und Halt bei dem Offizier Heimeran findet. Die Schülerin Nelly, die wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer christlichen Gemeinschaft vom Abitur ausgeschlossen wird. Wolf, der Nelly liebt, und wegen einer von ihm begangenen Dummheit von der Stasi erpresst wird. Der russischer Spion Ilja, der ebenfalls in Nelly verliebt ist. Katharina und Marc, ein junges Ehepaar, das mit seinen eigenen Problemen beschäftigt ist. Sie alle werden in den Strudel der Ereignisse um den 17. Juni 1953, den Arbeiteraufstand, hineingezogen. Aber nicht nur das Schicksal dieser typischen Bürger der DDR ist Thema das Romans, vor allem die politischen Machenschaften und Intrigen in Berlin und Moskau spielen eine große Rolle. Meine Meinung: Titus Müller hat mit diesem Roman über ein wichtiges Ereignis der jüngeren deutschen Geschichte bei mir eine große Wissenslücke geschlossen. Ich bin einerseits zu jung um den Arbeiteraufstand in der DDR selbst erlebt zu haben, andererseits zu alt, als dass das Thema DDR während meiner Schulzeit im Geschichts-bzw. Politik-Unterricht behandelt wurde. Somit war für mich vieles neu und unbekannt. Die Fülle an Informationen über die politischen Hintergründe wurde von Titus Müller aber so interessant und mitreißend aufbereitet, dass der Roman an keiner Stelle langweilig wurde. Im Gegenteil. Als Leser wird man regelrecht mit in das politische Chaos hineingezogen und erlebt den "Tag X" hautnah mit. Da es in diesem Roman eine große Anzahl an Charakteren gibt, fehlte mir phasenweise ein wenig die besonders hervorstechende Identifikationsfigur, aber das hat meinem Lesespaß nur minimal geschmälert. Fazit: Ein hervorragender recherchierter Roman über den 17. Juni 1953, dem ich noch viele begeisterte Leser wünsche.

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Tags: 17.juni, aufstand, berlin, ddr, tag derdeutscheneinheit   (5)
 

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414 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 106 Rezensionen

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Die Farbe von Milch

Nell Leyshon , Wibke Kuhn
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 22.09.2017
ISBN 9783961610006
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: England 1830. Mary, ein 14jähriges Bauernmädchen, kommt als Dienstmagd in den Haushalt des Dorfpfarrers um sich um dessen kranke Frau zu kümmern. Das aufgeweckte junge Mädchen, das trotz einer Gehbehinderung bisher nur schwerste körperliche Arbeit in Stall und Feld kannte, wird mit ganz neuen Erfahrungen konfrontiert. Meine Meinung: Schon lange nicht mehr hat mich ein Buch sosehr in seinen Bann geschlagen, dass ich es an einem Tag ausgelesen habe. Das Buch erzählt in Marys eigenen Worten ihre Erinnerungen an das Jahr, das sie im Haus des Dorfpfarrers verbrachte. Der Erzählstil passt hervorragend zu dem jungen, zwar ungebildeten, aber intelligenten und für ihr Alter sehr reifen Mädchen. Die Sätze, die sie zu Papier bringt, sind zwar einfach und schlicht, aber gleichzeitig voller Gefühl und Ehrlichkeit. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, so gefesselt war ich von Marys Erinnerungen. Als Leser ahnt man schon bald, dass die Dinge sich nicht unbedingt zum Guten entwickeln. Fazit: Ein faszinierender Roman über ein außergewöhnliches Mädchen!

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Tags: england, netgalleyde   (2)
 

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Rosenkind

Ingrid Hedström , Nina Hoyer
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492311144
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: 1978. An einem trüben Novembertag verschwindet der 13-jährige Mikael spurlos vom elterlichen Hof in der schwedischen Provinz. 40 Jahre später ist der Fall noch ungeklärt. Doch als Astrid Sammils, eine schwedische Diplomatin, die sich nach einem Skandal um ihren untreuen Ehemann auf einen vor kurzem von ihrem Onkel geerbten Hof zurückzieht, findet sie dort unerwartet einen Hinweis auf den verschollenen Jungen. Hatte ihr liebevoller, sehr zurückgezogen lebender Onkel etwas mit dem alten Fall zu tun? Zur gleichen Zeit stellt die junge rumänische Ärztin Dr. Gabriela Dumitru bei einer Medikamentenstudie Unregelmäßigkeiten fest. Sollten etwa dramatische Nebenwirkungen bei den Versuchspersonen vertuscht werden? Meine Meinung: Zunächst erscheinen dem Leser die beiden Fälle völlig ohne Bezug zueinander. Was sollte auch ein vor 40 Jahren in Schweden verschwundener Junge mit einem Medikamentenskandal in Rumänien zu tun haben? Aber je mehr Astrid in Schweden in die alte Familiengeschichte eintaucht und der jungen Ärztin Gabriela in Rumänien Zweifel an der Rechtschaffenheit der Studie um ein neues, bahnbrechendes Medikament kommen, beginnen sich die Fäden langsam miteinander zu verweben. Mit ihren Nachforschungen sticht Astrid in ein Wespennest, ist sie doch auf schockierendes Material aus längst vergangenen Zeiten gestoßen, das auch heute noch so brisant ist, dass Menschen dafür sterben müssen. Auch wenn die Story in weiten Teilen eher ruhig erzählt wird, fand ich es fesselnd zu beobachten wie sich die beiden Fälle in Schweden und Rumänien aufeinander zu bewegen. Zum Ende des Buches steigert sich die Spannung noch einmal deutlich, so dass man das Buch kaum zur Seite legen mag. Besonders die junge engagierte Ärztin Gabriella konnte mich als Charakter überzeugen, wohingegen Astrid mir immer ein wenig fremd blieb. Trotzdem würde ich gerne einen weiteren Band um "Sammils Astrid" lesen, denn die Autorin Ingrid Hedström hat mich mit ihrer gut konstruierten und spannenden Geschichte sowie der aktuellen Thematik vollkommen überzeugt.

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Tags: netgalleyde, rosenkind, schweden   (3)
 

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(13)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Die Farben des Himmels

Christina Baker Kline , Anne Fröhlich
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.05.2018
ISBN 9783442314157
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Christina Baker Kline erzählt in diesem Buch die Lebensgeschichte von Christina Olson, der Frau, die den amerikanischen Maler Andy Whyeth zu seinem Bild "Christinas Welt" inspirierte. Christina Olson litt von Kindheit an an einer unheilbaren und stetig fortschreitenden Krankheit, die sie im Laufe der Jahre nahezu bewegungsunfähig macht. Trotzdem weigerte sie sich zeit ihres Lebens einen Rollstuhl o. ä. zu benutzen, sondern kämpfte sich mit aller ihr noch zur Verfügung stehenden Kraft durchs Leben, auch wenn sie sich zum Schluss nur noch kriechend fortbewegen konnte. Meine Meinung: Christina ist keine einfache Persönlichkeit. Intelligent, willensstark und zielstrebig auf der einen Seite, verbittert, verbissen und stur auf der anderen. Sicherlich sind viele ihrer Verhaltensweisen aufgrund ihrer Erkrankung, bitterer Enttäuschungen in der Jugend und auch ihres familiären Hintergrunds nachvollziehbar und verständlich. Ich habe mich aber trotzdem sehr schwer damit getan einen Zugang zu ihr zu finden und so blieb sie mir das ganze Buch über fremd. Ihre Lebensgeschichte fand ich nicht uninteressant, einige Passagen haben mich mehr andere weniger angesprochen. Stellenweise empfand ich das Buch als etwas langatmig. Was mich jedoch beim Lesen fast schon begeistert hat, war die wunderbare Erzählweise der Autorin. So eine schöne, gleichzeitig leichte und doch anspruchsvolle Sprache findet man selten. Das hat den auf Roman für mich deutlich aufgewertet und mir auch über die vorhandenen Längen hinweg geholfen. Fazit: Ich tue mich schwer ein eindeutiges Urteil abzugeben. Insgesamt habe ich das Buch aufgrund des tollen Erzählstils gerne gelesen, auch wenn mich die Handlung und die Personen nicht wirklich überzeugen konnten. 3,5 Sterne

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Tags: behinderung, gemälde, malerei   (3)
 

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138 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Das Erbe der Rosenthals

Armando Lucas Correa , Ute Leibmann
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783785726020
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Berlin, Frühjahr 1939. Die Lage für die jüdische Bevölkerung in Deutschland spitzt sich immer mehr zu. Wer kann, versucht das Land zu verlassen, so auch der wohlhabende Professor Rosenthal, seine Frau und die elfjährige Tochter Hannah. Doch die Flucht gestaltet sich schwierig. Nur Kuba erklärt sich bereit jüdische Emigranten aufzunehmen. Der Familie gelingt es kubanische Visa sowie eine Passage auf der St. Louis nach Havanna zu ergattern und bricht in eine ungewisse Zukunft auf. Am Ziel angekommen weigert sich die kubanische Regierung die rund 900 Flüchtlinge aufzunehmen, nur einzelne Personen werden am Land gelassen. Die Familie Rosenthal wird auseinander gerissen… New York 2014: Die zwölfjährige Anna Rosen hat ihren Vater nie kennengelernt, denn er starb noch vor ihrer Geburt beim Attentat am 9. September. Sie weiß nur, dass er aus Kuba stammte und dort von seiner Tante Hannah großgezogen wurde. Das Mädchen reist mit seiner Mutter auf die Karibikinsel um mehr über das Leben ihres Vater zu erfahren. Meine Meinung: Die Geschichte der Familie Rosenthal ist fiktiv, die Reise der St. Louis von Deutschland nach Kuba aber ist historisch belegt. Die plötzliche Weigerung der dortigen Regierung die zuvor teuer bezahlten Visa anzuerkennen und damit die heimatlosen jüdischen Emigranten zu retten macht den Leser fassungslos. Auch die Hoffnung in den USA oder Kanada von Bord gehen zu können zerschlägt sich schnell, auch diese Staaten verweigern die Aufnahme… Mir gefiel das Zusammenspiel der fiktiven Handlung mit dem historischen Hintergrund sehr gut. Vor allem die kleine Hanna ist mir ans Herz gewachsen. Durch ihre klugen Augen nimmt der Leser an ihrem Leben in Deutschland, an Bord der St. Louis und auf Kuba teil. Das Mädchen nimmt viel mehr war, als z.B. seine Eltern sich vorstellen können. Sie ist empathisch und fantasievoll, gleichzeitig ängstlich und doch stark genug, das ungewisse Schicksal anzunehmen und zu meistern. Ihre Großnichte Anna hat viel mit ihr gemein und das Zusammentreffen von Hannah und Anna ist für beide ein Höhepunkt ihres jeweiligen Lebens. Die einzelnen Kapitel werden nicht chronologisch erzählt, sondern wechseln von Hannah zu Anna. So wird das ein oder andere Detail vorweg genommen und manches dadurch besser verständlich. In die Abschnitte, die an Bord der St. Louis spielen, sind erhalten gebliebene Befehle an Gustav Schröder, den Kapitän der St. Louis, eingebettet, die das Schicksal der Flüchtlinge aus heutiger Sicht noch ergreifender machen. Auch das Nachwort des Autors, in dem einige Fotos der Reisenden sowie die Passagierliste abgebildet sind, macht tief betroffen. Fazit: Eine ergreifende Familiengeschichte, die sehr gut in den historischen Hintergrund des zweiten Weltkrieges sowie der Revolution auf Kuba eingebettet ist.

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Tags: emigration, flucht, juden, nationalsozialismus, netgalleyde   (5)
 

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78 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

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Flucht in die Schären

Viveca Sten , Dagmar Lendt
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.11.2018
ISBN 9783462051971
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Im neuesten Fall von Nora Linde und Thomas Andreasson geht es um ein brisantes und leider immer wieder aktuelles Thema. Die junge Mutter Mina Kovač wird von ihrem gewalttätigen Ehemann Andreis so schwer misshandelt, dass sie nur knapp mit dem Leben davon kommt. Doch aus Angst vor seiner Rache zeigt sie ihn nicht an. Staatsanwältin Nora Linde ist ebenfalls auf Andreis‘ Spur. Er ist in kriminelle Machenschaften im Drogenmilieu verstrickt und schon lange im Visier der Ermittler. Mina flüchtet unterdessen mit ihrem kleinen Sohn in ein Frauenhaus im Schärengarten. Doch Andreis kennt keine Skrupel um Mina und vor allem seinen Sohn zu finden. Meine Meinung: Viveca Sten beschreibt sehr eindringlich die Gefühle und Ängste von Mina, die in ständiger Furcht vor ihrem brutalen Mann lebt und sich doch nicht von ihm befreien kann. Sie lebt in einem Wechselbad der Gefühle; einer brisanten Mischung aus Liebe, Helfersyndrom, Selbstzweifeln und Angst. In Rückblenden in Andreis‘ Kindheit, die durch traumatische Erlebnisse während des Bosnien Krieges geprägt wurde, lässt sich erahnen warum Macht und Gewalt eine so große Rolle in seinem Leben gewonnen haben. Fazit: Dieses Buch ist spannend, bewegend und dramatisch aktuell!

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Tags: flucht, frauenhaus, gewalt in der ehe, misshandlunung, schweden   (5)
 

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Mädchen im Strom

Sabine Bode
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 28.10.2018
ISBN 9783608963298
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Sabine Bode erzählt in ihrem Roman die Lebensgeschichte von Gudrun Samuel, Tochter einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie aus Mainz. Ihre Kindheit in den zwanziger- und frühen dreißiger Jahren verläuft unspektakulär, doch als Teenager bekommt sie die Härte des damaligen Regimes zu spüren. Sie muss die Schule verlassen, ihre erste große Liebe in der Öffentlichkeit verheimlichen, wird inhaftiert und kann im letzten Moment Deutschland verlassen. Doch in ihrer neuen Heimat steht sie vor dem Nichts, muss sich immer wieder alles neu arbeiten und viele Verluste und Enttäuschungen verkraften. Meine Meinung: Durch die spröde und eher sachliche Erzählweise der Autorin baute sich eine ungewöhnliche Distanz zu den Personen, vor allem aber zu Gudrun, auf. Doch interessanterweise habe ich das nicht als störend empfunden, sondern es hat es mir leichter gemacht Gudruns schwere Lebensgeschichte zu verfolgen. Gudrun war mir nicht immer sympathisch, aber sie ist eine Kämpfernatur, die alle ihre Chancen genutzt hat und auch selber um ihre dunklen Seiten weiß. Sie ist eine junge Frau mit guten und schlechten Eigenschaften und keine Heilige. Das wird vor allem im Mittelteil des Romans deutlich. Sehr berührt hat mich allerdings der Briefkontakt zwischen Gudrun und ihrer Jugendfreundin Margot, der nie ganz abriss und der vor allem das letzte Drittel des Buches aufwertet. Er stellt anschaulich dar, dass das Trauma der Überlebenden auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch andauert. Fazit: Man muss sich auf die distanzierte Erzählweise des Romans einlassen, dann erwartet den Leser ein interessanter Roman über ein ungewöhnliches Schicksal. Mir hat dieses Buch gut gefallen und ich kann es jedem geschichtlich interessierten Leser empfehlen.

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331 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

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Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schon oft hat mich die Autorin Rebecca Gablé mit ihrem Talent beeindruckt, historisch belegte Fakten und Persönlichkeiten gekonnt mit Fiktion zu verweben und dadurch dem Leser die vermeintlich trockene Geschichte näher zu bringen. Nach "Das Haupt der Welt" ist dieses Buch der zweite Teil über das Leben von Otto dem Großen. Doch nicht König Otto I ist die Hauptfigur, sondern der (fiktive) Bastard Gaidemar, der als Panzerreiter im Heer des Königs dient, sowie Königin Adelheid, die zweite Gemahlin Ottos. Von der ersten Seite an hat mich der Roman gefesselt und keine Sekunde gelangweilt. Der Leser begleitet Gaidemar auf die Schlachtfelder, erlebt mit ihm Intrigen und Bündnisse, Gefangenschaft und Folter, aber auch Liebe und tiefer Freundschaft. Er ist ein Held mit Ecken und Kanten, kleinen Schwächen und großen Stärken. Gaidemar ist zwar eine fiktive Person, aber führt den Leser durch die historisch belegten Ereignisse und lässt diese vor dem geistigen Auge lebendig werden. Denn so oder zumindest so ähnlich könnte es tatsächlich gewesen sein. In ihrem Nachwort stellt die Autorin klar, welche Teile des Buches auf wahren Begebenheiten beruhen und welche ihrer Fantasie entsprungen sind. Die mitreißende Sprache macht das über 700 Seiten starke Buch neben der spannenden Handlung zusätzlich zu einem echten Page Turner. Fazit: Rebecca Gablé hat mich mit ihren historischen Romanen noch nie enttäuscht und auch dieses Buch kann ich jedem Leser spannender, historischer Romane uneingeschränkt empfehlen. Fiktion und Geschichte werden wieder aufs trefflichste miteinander verwoben!

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