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Alligatoren

Deb Spera , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672207
Genre: Romane

Rezension:

Deb Spera stellt in ihrem Roman das Leben dreier Frauen in den von der Wirtschaftskrise gebeutelten amerikanischen Südstaaten zu Beginn der zwanziger Jahre dar. Ihr sozialer Status könnte unterschiedlicher nicht sein, doch durch äußere Umstände werden sie eng miteinander verbunden. Annie Coles ist die Ehefrau eines wohlhabenden Plantagenbesitzers und Eigentümerin einer Näherei. Den ungeklärten Tod ihres jüngsten Sohnes hat sie nie wirklich überwunden. Zu viele offene Fragen haben Unsicherheit und Verletzlichkeit hinterlassen. Mit ihren beiden erwachsenen Töchtern hat sie seit Jahren keinen Kontakt mehr und auch darunter leidet sie sehr. Gertrude, eine verarmte weiße Frau, muss jeden Tag zusammen mit ihren vier Töchtern ums blanke Überleben kämpfen. Ihr gewalttätiger Mann Alvin ist dabei eher Last als Hilfe. Oretta, die schwarze Haushälterin der Familie Coles, nimmt eine von Gertrudes Töchtern bei sich auf um das kleine Mädchen gesund zu pflegen, während Gertrude Arbeit in der Näherei der Coles sucht. Oretta weiß viel mehr von den Problemen und Geheimnissen ihrer Arbeitgeber, als diesen bewusst ist. Doch eine Einmischung steht einer Frau ihrer Herkunft und Stellung nicht zu. Deb Spera erzählt sehr eindringlich vom harten Überlebenskampf dieser Frauen und ihre Familien und lässt den Leser tief in die Gedankenwelt ihrer Protagonistinnen eintauchen. Nicht alles war mir sympathisch, manches hat mich auch schockiert und traurig gemacht, auch wenn es im historischen Zusammenhang wahrscheinlich normal war so zu handeln. Die Konsequenzen, die Gertrude aus der Schwangerschaft ihrer 13-jährigen (!) Tochter zieht, sind aus unserer heutigen Sicht und denkbar, damals wahrscheinlich aber alternativlos. Fazit: Ein beeindruckendes Portrait dreier Frauen, das von mir eine klare Leseempfehlung hält!

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

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Ein Keim kommt selten allein

Markus Egert , Frank Thadeusz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 10.08.2018
ISBN 9783864930683
Genre: Sachbücher

Rezension:

Auch wenn man es sich gar nicht recht vorstellen kann (und mag), jeder Mensch beheimatet in und auf seinem Körper unzählige Mikroorganismen. Auf unterhaltsame Weise vermittelt der Autor in diesem Buch Wissenswertes über die allgegenwärtigen Bakterien, Viren und Pilze. Und das interessant und gleichzeitig bildhaft und locker geschrieben, so dass auch ein Laie auf dem Gebiet der Mikrobiologie von der Thematik gefesselt ist und bestimmt einige neue Erkenntnisse gewinnt. Martin E. ist „vom Fach“ und weiß wovon er schreibt. Anhand vieler Beispiele aus dem täglichen Leben erklärt er seinen Lesern, wie man z.B. mit einfachen Hygieneregeln „böse“ Keime in Schach halten kann und dass es auch nützliche, sogar lebensnotwendige Keime gibt. Fazit: Mir hat das Lesen Spaß gemacht und ich habe den einen oder anderen Gedankenanstoß in puncto Hygiene erhalten, der sich ganz einfach ohne Chemiekeule umsetzten lässt.

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96 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 55 Rezensionen

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Deutsches Haus

Annette Hess
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 21.09.2018
ISBN 9783550050244
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Die junge Dolmetscherin Eva Bruhns wird überraschend engagiert um während einer Gerichtsverhandlung die Aussagen polnischer Zeugen zu übersetzen. Völlig ahnungslos gerät die junge Frau in einen Prozess gegen mutmaßliche Kriegsverbrecher, die im KZ Auschwitz unglaubliche Gräueltaten verübt haben sollen. Zunächst kann Eva die Aussagen der Opfer kaum glauben, zu furchtbar sind die Taten. Doch schon bald spürt sie, dass sie selbst mehr mit den Verbrechen zu tun hatte, als ihr bislang bewusst war. Weder mit ihren Eltern, die die Gaststätte „Deutsches Haus“ betreiben, noch mit ihrem Verlobten Jürgen kann sie über das Gehörte sprechen ohne auf eine Mauer aus Schweigen zu stoßen. Meine Meinung: Ich wurde von der Geschichte völlig in den Bann gezogen und habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Die Autorin Annette Hess versteht es ausgezeichnet Fiktion und Fakten zu verweben. Teilweise wurden Ausschnitte aus Originalzeugenaussagen der Auschwitzprozesse verwendet, die auch heute nichts an Grausamkeit und Schrecken verloren haben. Eva selbst war während des Krieges noch zu klein um sich bewusst zu erinnern. Umso heftiger treffen sie nun die Fakten, die durch den Prozess ans Licht kommen. Evas Familie steht exemplarisch für eine ganze Generation, die alles tut um sämtliche Erinnerungen an Erlebtes, sei es als Täter, Mitläufer oder Opfer, zu verdrängen. Scham und Schuldgefühle werden totgeschwiegen, obwohl sie teilweise durchaus vorhanden sind. Die Kriegsverbrecherprozesse reißen rund 20 Jahre nach Kriegsende die kaum verheilten Wunden wieder auf. Trotzdem sind sie nicht nur für die Opfer des Nationalsozialismus sondern auch für die deutsche Bevölkerung unglaublich wichtig um die Vergangenheit zu sühnen und zu verarbeiten. Fazit: Ein bewegendes Buch und ein hervorragendes Portrait der Deutschen während der 60iger Jahre, mitreißend und gefühlvoll geschrieben. Für mich ein Highlight!

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Töchter der Lüfte

Pam Jenoff , Gabriele Weber-Jarić
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 16.02.2018
ISBN 9783746633862
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Astrid, eine erfahrene Trapezartistin, lebt und arbeitet mit einer falschen Identität im Zirkus, denn sie ist Jüdin. Isa, ein erst 16-jähriges holländisches Mädchen, wurde von ihren Eltern verstoßen, als sie von einem deutschen Soldaten schwanger wurde. Ihr Kind wurde gegen ihren Willen zur Adoption freigegeben und das junge Mädchen sich selbst überlassen. Durch einen Zufall kann sie einen jüdischen Säugling vor dem sicheren Tod retten und findet mit dem Kind Zuflucht in Zirkus. Ihre einzige Chance: An der Seite von Astrid soll sie als Trapezkünstlerin auftreten… Meine Meinung: Schon auf den ersten Seiten wird man als Leser regelrecht in das Buch hineingesogen. Die Geschichte beinhaltet vieles. Zum einen das Zirkusleben mit hartem Training, vielen Entbehrungen und den unterschiedlichsten Menschen. Es ist vor allem aber eine Geschichte über Vertrauen und eine Freundschaft, die erst nach und nach entsteht. Astrid und Isa passen auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen. Weder als Menschen noch als Artisten. Und doch haben beide keine andere Wahl, als sich vollkommen auf die andere einzulassen. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. So verschieden Astrid und Isa sind, so verschieden sind auch ihre Liebesgeschichten. Jung, naiv und ungestüm die von Isa. Reif, nüchtern und traurig die von Astrid. Das ganze ist eingebettet in die Geschehnisse des zweiten Weltkrieges, wo Flucht Verfolgung und Angst das Leben der Zirkusleute bestimmen. Fazit: Mir hat dieser Roman außerordentlich gut gefallen. Er beinhaltet genau die richtige Mischung aus Emotionen und Spannung. Das Miteinander in Zirkus bringt zudem etwas besonderes in die Geschichte und der historische Hintergrund rundet das Ganze gelungen ab!

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