Leserpreis 2018

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Graue Nächte

Arnaldur Indriðason , Anika Wolff
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2018
ISBN 9783785726297
Genre: Krimi und Thriller

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Desperation Road

Michael Farris Smith
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 27.11.2018
ISBN 9783869139722
Genre: Krimi und Thriller

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Kälter als der Tod

Dario Correnti , Brigitte Lindecke
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penguin, 12.11.2018
ISBN 9783328103677
Genre: Krimi und Thriller

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172 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 101 Rezensionen

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Crimson Lake

Candice Fox , Thomas Wörtche , Andrea O’Brien
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 09.10.2017
ISBN 9783518468104
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Crimson Lake ist kein Stangenwarenthriller. Eher so ein Mix von tausend Scherben, die zu einem großen Ganzen kunstvoll zusammengeklebt werden. Crimson Lake zeigt einerseits zwei Ausgestoßene, zwei am Rande der Gesellschaft, von ihr gejagt, von ihr gemieden, die versuchen, in der Abgeschiedenheit der Sümpfe einen Neuanfang zu finden. Doch diese zwei sind total abgedrehte Figuren. Der vermeintliche Kinderschänder und die verurteilte Mörderin, der eine, der mit seinen Pistolen redet, während Küken zu seinen Füßen schlafen, die andere mit Pillendreher-Tremor und Schmetterlingstattoos auf dem Fahrrad strampelnd. Und dazu noch ein verschwundener Schriftsteller, der die Bibel zu einer softpornografischen Verschwörungsgeschichte ummontiert und Fans eigenes Kalibers hat.
Crimson Lake ist anders, aber dennoch für die breite Leseschar geeignet. Ein guter Mix, der unterhält, der wechselt zwischen Spannung, die Suche nach dem Täter, humorvollen Stellen überdrehter Figuren, kritischer Betrachtung falscher Anschuldigungen und deren Auswirkungen. Crimson Lake ist Crimson Lake. Eigen, aber gut.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Joe

Larry Brown , Thomas Gunkel
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.10.2018
ISBN 9783453271760
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Mississippi scheint ein durch und durch alkoholgetränktes Land zu sein. Kein Wunder, dass Wade Jones seine Familie nach London Hill führt, wo er sich in die Reihe der trinkfesten Säufer einreiht und mit Mitleidstouren anderen ein paar Dollar abnimmt oder sie überfällt und ausnimmt.
Sein Sohn Gary ist ein anderer Schlag: Er ist bereit zu arbeiten, um dem ständigen Hunger und der Verwahrlosung seiner Familie wenigstens für ein paar Tage zu entkommen.
Und so treffen der Ex-Knacki Joe Ransom und Gary Jones zueinander, auch wenn Joe auf den ersten Blick nicht unbedingt einen besseren Eindruck macht. Auch er säuft nicht wenig, verspielt sein Geld und hat eine gescheiterte Ehe im Schlepptau. Als Vorarbeiter schickt er seine Männer als Baumkiller ins Land, wo sie mit Giften Bäume töten. Auch Gary ist bald einer von ihnen und er arbeitet gut. Und hart.

Trostlos, hoffnungslos, düster
„Joe“ ist ein durch und durch düsterer Roman. Ein Roman, der Hoffnungslosigkeit verbreitet und den Leser wie auch die Figuren trostlos zurücklässt.
Besonders Garys Familie entstammt der düstersten Noir-Linie. Wade, der sich einen Dreck um seine Familie schert, seine Frau schlägt, seine Tochter verprügelt, seinen Sohn bestiehlt und noch schlimmeres mit seiner jüngsten Tochter anstellt. Ein Taugenichts, der Last verbreitet, der zum Himmel stinkt, den niemand mag, den aber anscheinend alle aus Resignation irgendwie erdulden. Oder erdulden müssen.
Und mittendrin dieser Junge. Gary. Ein Kind, das viel zu schnell erwachsen wurde, das ums Überleben kämpft, das Leben nimmt, wie es kommt. Ein Junge, der offiziell gar nicht existiert, er hat keine Geburtsurkunde, dadurch keine Sozialversicherungskarte, offiziell gibt es Gary gar nicht. Das liest sich schaurig real auf dunkelste Art. Es zieht runter, weit nach unten, und hält selbst den Leser fest.

Aber auch Joe versprüht jetzt nicht helle Hoffnung. Eigentlich meint er es gut, er will Gary helfen. Aber dieses Land, dieses trocken staubige Land ist ein Ort, der irgendwie jeden hoffnungslos in seinen Klauen behält. Er kämpft mit seinen eigenen Dämonen und irgendwie ist hier alles ein einziger Überlebenskampf. Im schlichten Stil geschrieben, der die ganze Geschichte noch trostloser und realistischer macht.

Ein Highlight für Leser, die realistisch auf Leben blicken, die einfach schon am untersten Rand der Gesellschaft begonnen haben. Ohne Hoffnungsschimmer, ohne „Wir schaffen das“ – Versprechen.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Ein Spiel für Gewinner

Nadine d'Arachart , Sarah Wedler
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei telescope, 20.11.2018
ISBN 9783959150446
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es geht ab auf den Kiez. Doch nur kurz, weil Kilian Kaiser die beiden erfolgreichsten Hamburger Ermittler, Alexander Dornfeld und Daniel Schwarzer, in einer Bar auf St. Pauli aufstöbert. Als Kaiser sie bittet, den Selbstmord seiner Freundin Emilia zu untersuchen, klingt zuerst alles nach Hirngespinsten eines Trauernden.

Doch schon bald stellt sich heraus: Dahinter verbirgt sich ein gefährliches Spiel, das sich im Internet rasant ausbreitet. Immer mehr Selbstmordvideos tauchen unter den Hashtags #thisisforthewinners und #EinSpielfürGewinner auf. Als sich dann auch ein Elfjähriger das Leben nimmt, ist allen klar: Der Spielemacher muss gefunden werden.

Der Thriller entwickelt sich nicht nur zu einem Pageturner, sondern auch zu einer interessanten Entdeckungstour für Leser, die mehr zwischen den Zeilen und in Themen suchen als pure Unterhaltung. Das fängt schon mit der Namensgebung an: "Ein Spiel für Gewinner". Wer gewinnt, wenn man eigentlich durch den eigenen Tod alles verliert? Ansichtssache? Selbst der Name des Spielemachers lässt vieles vermuten, denn auch dieser existierte in der realen Welt und weist Parallelen zum fiktiven Bösewicht auf.
Es sind die kleinen Details, die einen Mehrwert beim Lesen erzeugen: Kleine Winks zur realen Welt, wie zu einer Internet-Challenge namens "Blue Whale Game", das 2016 als Hoax seinen Anfang nahm. Oder auch die Frage, wen man jagt, wenn es eigentlich laut Gesetz keinen Straftäter gibt?
Das macht den Thriller sehr interessant zu lesen. Die beiden Autorinnen haben wirklich sehr gute Recherchearbeit geleistet und dies unterhaltsam in eine spannende Geschichte verpackt.

Auch die Figuren sind teils schillernd, auf alle Fälle aber auf ihre Art außergewöhnlich. Kaiser, der vom Junkie zum Racheengel wird, Alex, der Ermittler, der alleinerziehend ist, dessen Trennungsgrund von seiner Frau aber wiederum ungewöhnlich ist. Lila oder grün gefärbte  Haare bei Figuren, die selbst durch dieses ungewöhnliche äußere Erscheinungsbild nichts von ihrer Glaubwürdigkeit einbüßen, im Gegenteil, sie erhalten Kontur.
Und so geht es von Anfang bis zum Ende. Eine Entdeckungstour auf die spannende, unterhaltsame Art für den Leser. Zumindest der Leser ist auf alle Fälle ein Gewinner dieses psychologischen Spiels. Lesetipp!

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Tags: deutschland, hamburg, internet, psychothriller, selbstmord, spiel, st. pauli   (7)
 

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Black Hand

Stephan Talty , Jan Schönherr
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 12.11.2018
ISBN 9783518469248
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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29 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Darktown

Thomas Mullen , Berni Mayer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 12.11.2018
ISBN 9783832183530
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist eine Welt der Weißen, ein System der Weißen, eine Stadt, die von weißen Männern dominiert wird.


Atlanta, 1948. Um die Stimmen der "Schwarzen" zu bekommen, verspricht Bürgermeisterkandidat Hartsfield der Bevölkerung eine "schwarze Polizeieinheit". So kommt Atlanta zur ersten "Negro-Einheit", zu der auch Lucius Boggs, der Sohn des Predigers gehört.
Doch in einem Land, in der Rassismus allgegenwärtig ist, darf man sich nicht vorstellen, dass damit Rassismus abgeschafft wird. Denn selbst schwarze Polizisten werden von ihren weißen Kollegen tagtäglich rassistisch behandelt.

Die "Negro-Streifenpolizisten" werden natürlich separat in einem Keller untergebracht, mit einer eigens für Schwarze bereitgestellten Bibel vereidigt, sie dürfen nur den Dienstboten- oder Hintereingang benutzen, und selbstverständlich dürfen sie keine weißen Bürger verhaften. 
Auf den Straßen selbst geht es weiterhin verdammt gewalttätig zu: Nach wie vor verprügeln weiße Polizisten schwarze Bürger wegen Nichtigkeiten, zwingen ihnen bei Verhören gewalttätig Geständnisse ab, erpressen und verjagen sie, und manchmal hat man als Leser das Gefühl, dass einige der Farbigen längst resigniert haben. Das ist erschreckend, weil es verständlich ist, warum sie um jeden Preis nicht auffallen wollen.

Boggs und sein impulsiver Partner Smith kommen zu einem Unfall. Ein betrunkener Weißer hat einen Laternenpfahl gerammt. Da sie den Fahrer nicht verhaften dürfen, rufen sie eine weiße Streife hinzu.
Ausgerechnet der durch und durch gewaltbereite, rassistische Dunlow ist ihm Dienst und kommt mit seinem neuen Partner, einem Frischling, Rakestraw hinzu. Er lässt den Fahrer straffrei laufen und kümmert sich auch nicht um die junge, schwarze Frau, die scheinbar verprügelt auf dem Beifahrersitz sitzt.
Als die Leiche der jungen Frau auftaucht, bemerkt Boggs, dass sein Bericht gefälscht wurde. Und niemanden interessiert eine tote Schwarze.

Im klassischen Stil entwickelt sich nun die Geschichte weiter. Boggs will den Fall lösen, den Mörder finden, bringt sich dadurch selbst in Gefahr und muss Gesetze übertreten. An seiner Seite kämpft Smith, der sich nicht immer unter Kontrolle hat und auf dessen Hilfe Boggs im weiteren Verlauf angewiesen ist. Auch die Annäherung zwischen einem schwarzen und weißen Polizisten ist vorhersehbar. Die Grenzen überschneiden sich.
Das ist ein klassischer Polizeiroman, der sich deswegen manchmal leider etwas verstaubt anfühlt, auch wenn es zum Setting der 40er Jahre passt. 
Nichtsdestotrotz hat Mullen hier einen Roman abgeliefert, der durch das Thema für Schrecken und Bedrängnisgefühle beim Lesen sorgt. Auch wenn die Geschichte einen Zeitabschnitt aus der Vergangenheit zeigt, ist sie (leider) nach wie vor aktuell. Denn die Meldungen in den Medien sind auch heute noch voll von Polizeigewalt gegen die farbige Bevölkerung. Schon das macht den Roman zu einem wichtigen Buch, dem man viele Leser wünscht.
Mullen hat hier wirklich Rassismus in geballter Form geliefert, der wohl jeden Leser zum Nachdenken anregen wird. Dieser Roman ist Rassismus pur und steckt in jedem Detail (die Blicke der Farbigen auf Weiße, die auf Brusthöhe enden, denn alles andere wird als unsittlich eingestuft, z. B.). Diese erschreckende weiße Macht, die in diesem Buch auf jeder einzelnen Seite - von Anfang bis zum Ende - gezeigt wird, liest sich erschreckend, real, und wie ein Mahnmal. 

Ein Lesetipp für Leser, die klassische Polizeiromane mögen und an alle, die sich mit Rassismus auseinandersetzen möchten.

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Tags: atlanta, polizeigewalt, rassismus   (3)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Wo Rauch ist

Gudrun Lerchbaum
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Argument Verlag mit Ariadne, 13.08.2018
ISBN 9783867542333
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der türkischstämmige Journalist Can Toprak ist tot. Angeblich ein anaphylaktischer Schock. Doch Olga Schattenberg glaubt diese Version des Todes nicht. Denn Cans Ex weiß, dass der Journalist brisante Recherchen geführt hat, die mit dem türkischen Geheimdienst und der österreichischen rechten Szene zu tun hatten.


Nun sitzt aber Olga Schattenberg im Rollstuhl. MS. Mitleid erträgt sie aber gar nicht, im Gegenteil, die Frau ist alles andere als zimperlich und fährt auch schon mal absichtlich falsch geparkte Autos an.
Vielleicht passt auch deswegen Kiki so gut zu ihr. Die gerade erst aus dem Gefängnis entlassen wurde und nun bei Olga einen Job gefunden hat. Und Adrian Roth, der Grabredner ist auch mit von der Partie, wenn auch recht unbeholfen und unglücklich er in diesem Fall einbezogen wird. Aber irgendwie scheint Olga ihn in den Bann gezogen zu haben.

Dieses bunte Trio mischt nun ordentlich auf. Und das liest sich sehr unterhaltsam, mit viel Humor und einem Schmunzeln.
Der Hintergrund ist politisch brisant, denn da werden Fäden gesponnen, die es hoffentlich in Wirklich nie geben wird, die aber im Bereich des Möglichen wären. Da wird auch mal angeprangert, Religion und Homosexualität, Steuerung der rechten Szene durch Geheimdienste, Überwachung der Bürger und wer den Mund aufmacht, diese Spielchen aufzudecken droht, wird ausgeschaltet.

Das gibt diesem unterhaltsamen Krimi seine Ernsthaftigkeit zurück. Und doch liest man dieses Buch immer mit einem Schmunzeln. Denn Olga, Kiki und Adrian sind ein ganz besonderes Gespann. Und darf gerne nochmals eingespannt werden, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Zum Leben verdammt

Daniel Woodrell , Peter Torberg
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Liebeskind, 20.08.2018
ISBN 9783954380947
Genre: Romane

Rezension:

Man sagt, hinter jeder Lüge steckt ein Fünkchen Wahrheit. Und vielleicht gehört zu einem richtig guten Roman auch ein Funke Realität. Denn real ist der Hintergrund zu „Zum Leben verdammt“, der sich um den Sezessionskrieg der Vereinigten Staaten von Amerika dreht. Dieses brutale Stück Zeitgeschichte zeigt nämlich Daniel Woodrell in diesem Buch. Und dabei geht es nicht zimperlich zu, denn die Revolverstory ist durchsiebt von Kugeln und durchtränkt mit Blut.

Beinahe fängt die Geschichte idyllisch an. Missouri im Jahr 1861, zwischen Hügeln und Tälern, Hickorywäldchen und Hornsträuchern reiten ein paar Jungs mit ihren Pferden umher und atmen frischen Frühlingsduft. Doch das hält nur wenige Zeilen an, dann geht es schon zur Sache, genauer gesagt zu einer Pappel, wo kurz darauf ein Strick mit 13 Wicklungen einen erhängten Familienvater baumeln lässt.

Die Jungs sind nämlich alles andere als junge Reiter, die die Gegend genießen. Die Jungs stecken in yankeeblauen Tarnuniformen und kämpfen unter dem Banner der Schwarzen Fahne für eine Rebellengruppe namens First Kansas Irregulars. Denn hier in Missouri herrscht Krieg. Die Männer des Nordens kämpfen gegen die Männer des Südens.
Ein Mann des Südens ist auch der Ich-Erzähler Jake Roedel, der blindlings seinem Fastbruder Jack Bull folgt.

Es folgt eine Geschichte des Krieges, der Gewalt, der Unmenschlichkeit, des Misstrauens, des Blutes. Freunde werden zu Feinden, Frauen zu Witwen und Kinder zu Waisen. Einen Hauch Menschlichkeit gibt es in Form von Briefen, die Roedel bei sich trägt und seinen Rebellenmitgliedern vorliest. Ein paar geschriebene Worte der Sehnsucht, der Hoffnung, die dieses Gemetzel kurz innehalten lässt, bevor es weiter geht in die nächste Stadt, zum nächsten Blutrausch.
Diese Gewaltspirale steigert sich immer mehr und artet schließlich aus. Irgendwann stellt sich die Frage, wofür man überhaupt kämpft. Ob dieser Kampf jemals ein Ende finden kann. Ob es Freiheit wirklich gibt. Irgendwo. Weiter weg.

Woodrell hat hier ein Stück Zeitgeschichte beeindruckend in eine fiktionale Geschichte verarbeitet, die nüchtern erzählt ist, aber gerade dadurch nachdenklich macht. Wie sinnlos Krieg ist, wird hier bildhaft gezeigt. Es ist kein Wohlfühlroman, sondern eine Revolvergeschichte der Antihelden. Aber die ist richtig gut erzählt. Lesetipp!

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Tags: bürgerkrieg, krieg, sezessionskrieg   (3)
 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Anstand

Matthew Quick , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.10.2017
ISBN 9783959671354
Genre: Romane

Rezension:

Ein herrlich eigenwilliger Roman über Vorurteile, Rassismus, Kriegsfolgen, Schuld und Sühne, erzählt von einem bornierten Ich-Erzähler, den man nicht vergessen kann.

Seine Sprache ist herb, seine Ausdrucksweise heftig. Er nimmt kein Blatt vor dem Mund. Sein Name: David Granger. Vietnam-Kriegsveteran. Er ist Erz-Republikaner, läuft in Tarnklamotten und bewaffnet herum. Er leidet unter Verfolgungswahn und Albträumen. Wer ihn des Nachts weckt, riskiert sein Leben. Den Ärzten, die sein Gehirn operiert haben, traut er nicht, denn David ist sich sicher, dass die Regierung den Auftrag gegeben hat, Teile seiner Erinnerung herauszuschnippeln.
Durch den äußeren Anschein steckt man ihn schnell in eine Schublade. Sogar sein Sohn hält seinen Vater für rassistisch. Doch wenn der Leser genauer hinsieht, sieht er zweierlei: Seine rassistischen Äußerungen und seine nicht rassistischen Taten.

Schublade auf. Wenn jemand von "Schlitzaugen, Pyjamaträgern, Homos, Windmühlenschlampen, Dschihad-Jennys, Flower-Power-Händchenhalter, iranischen Sauhunden, …" spricht, passt er wunderbar ins rassistische Klischeebild. Schublade zu.
Auf. Wenn die gleiche Person aber mit Homosexuellen befreundet ist, eine vietnamesische Wunschziehtochter hat, mit Schwarzen verkehrt, tja dann entsteht ein herrlicher Widerspruch zwischen Äußerungen und Taten. Als Leser wird man angeregt, genauer hinzusehen. Zu unterscheiden, was jemand sagt, was jemand tut.
Dazu unterhält die gestörte Vater-Sohn-Beziehung noch zusätzlich. Denn sein "verweichlichter linksliberaler" Sohn hält seinen Vater für den Rassisten in spe. Sein Vater wiederum sieht seinen Sohn als jemanden, der zwar keine rassistischen Äußerungen von sich gibt, aber Probleme damit hat, mit Minderheiten zu kommunizieren. Wer ist hier also eher rassistisch veranlagt?

Am Ende bleibt dem Leser nur eines übrig: sich ein eigenes Bild zu machen. Denn nicht immer ist es innen so, wie es außen den Anschein hat.

Die sehr eigenwillige Sprache des Ich-Erzählers ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Hier aber passt sie herrlich zu David Granger, untermauert die Missverständnisse, den Charakter, das Trauma. Herb und deftig sind seine Äußerungen, so richtig "frei nach Schnauze", was David Granger zu einer Figur macht, die unvergesslich bleibt.

Matthew Quick ist ein Roman gelungen, der unterhält und den Leser über Vorverurteilungen und Klischeedenken nachdenken lässt, der aber auch die Folgen des Krieges für Soldaten und deren Familienmitglieder am Rande mitzieht, über Schuld und Sühne streift, und somit auch eine gute Gesellschaftskritik hinterlässt.

Ein Buch, das für anspruchsvollere Leser voll ins Schwarze trifft und mit der eigenwilligen Sprache besondere Lesestunden liefert. 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Kaltes Land

Norbert Horst
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442486175
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der sympathische Kommissar Steiger ermittelt im dritten Band der Steiger-Reihe im illegalen Geschäftsfeld von Flüchtlingen. Denn mit heimatlosen Hilfesuchenden lässt sich durch Angst und Hoffnung verdammt viel Geld verdienen.
Die Löcher im System machen es möglich und so sammeln Menschenfänger, die mit Scheinidentitäten Asylsuchende aufgabeln, nächste Opfer. Manche dienen als Bodypacker zum Transport von Drogen, von anderen werden Organe verkauft oder ins Rotlicht verschachert.
Ein sehr authentisch zu lesender Ermittlungsstrang führt den Leser in die Schattenwelt des Asylgesetzes. Denn viele der Asylsuchenden geben falsche Namen an, bekommen von den Menschenfängern weitere Scheinidentitäten und so ist es für Steiger schwierig, die Identität der aufgeschlitzten und ausgenommenen Leiche festzustellen, die in der Nordstraße aufgefunden wurde.
Steigers Ermittlung zeigt dem Leser viele Probleme, vor denen Kommissare stehen, wenn sie im Flüchtlingsmilieu ermitteln. Das liest sich verdammt realistisch und verdammt realistisch ist auch das Thema. Denn Organhandel und Missbrauch von Flüchtlingen als Drogenkuriere gibt es auch in der Wirklichkeit.

Sehr gesellschaftskritisch wird das Flüchtlingsthema angepackt. Denn alles kommt vor. Ablehnende Figuren, die das "Asylantenpack" lieber gestern als heute abschieben wollen und in jedem männlichen Flüchtling einen Massenvergewaltiger sehen, aber auch Figuren, die um jeden verschwundenen Flüchtling Tränen vergießen und täglich mit den Schwierigkeiten der Systemlöcher zu kämpfen haben.
Auch Flüchtende werden gezeigt, wie die Flucht von Arjun und Samira und wie leicht es für Menschenfänger ist, solche Hilfesuchende abzufangen und mit ihnen Geld zu verdienen. Und das auf eine sehr glaubwürdige Art.

Verdammt realistisch liest sich das Buch, mit einem überzeugenden, authentischen Ermittlungsstrang. Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch nachdenklich stimmt, ob das System, so wie es ist, gut oder nur gut für illegale Einnahmequellen ist. Lesetipp!

Authentische Ermittlergeschichte über das Geschäft mit Asylsuchenden. Das Erschreckende: Nicht alles ist erfunden.

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Fever

Deon Meyer , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 702 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 09.10.2017
ISBN 9783352009020
Genre: Romane

Rezension:

Ein leergefegtes Afrika, denn der Mensch schafft sich ab. Erst kommt das Fieber, dann der Tod. Übrig bleiben ein paar Einzelne, die diese Fieberepidemie überleben. Doch diese müssen um ihr weiteres Überleben kämpfen, denn die Nahrungsmittel werden knapp und wilde Gangs belagern die Straßen, nehmen Frauen gefangen, töten Männer und Kinder.

Deon Meyer lässt Nico den Verlauf dieser Postapokalypse erzählen. Er hat als Junge das Fieber überlebt und ist mit seinem Vater unterwegs nach Vanderkloof, wo er eine neue Siedlung namens Amanzi gründen will.
Nico hat nicht nur das Fieber überlebt, sondern auch den Kampf ums Überleben. Als 47jähriger erzählt er seine Memoiren, die Geschichte des Mordes an seinem Vater, die Geschichte seines Lebens. Dazwischen streut er Aufzeichnungen seines Vaters ein, so dass auch einzelne Bewohner Amanzis zu Wort kommen.

Das ganze liest sich erschreckend. Hart, düster, teils blutig, hoffnungslos. 700 Seiten lesen sich weg wie nix. Denn auch wenn der Mensch großteils absolut unmenschlich handelt, so ist er doch nicht langweilig. Alle Facetten des menschliches Daseins kommen vor. Vom Humanisten Willem bis zu schweren Jungs und geläuterten Sträflingen.

Das Leben ist hart, das wird in diesem Buch klar vor Augen geführt. Denn rücksichtslos handelt der Mensch, gierig und unmenschlich, und auch wenn einzelne Menschen dazwischen zu kleinen Hoffnungsinseln werden, so müssen auch sie erkennen: Der Mensch ist und bleibt unberechenbar und ist jederzeit bereit für sich selbst das Menschsein zu opfern. Immer und überall, hinterrücks und vorderrücks, Tag und Nacht.

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, das einen nicht mehr loslässt, das eine Warnung an unsere Gesellschaft darstellt. Denn es ist ein Buch der Zerstörung, bei dem am Ende nur die Hoffnung bleibt.

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Der weiße Affe

Kerstin Ehmer
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Pendragon, 30.08.2017
ISBN 9783865325846
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Der weiße Affe" entführt den Leser in eine andere Welt nach Berlin in die 1920er Jahre. Authentisch, detailstark, sprachlich ein Genuss!

Ariel Spiro kommt aus der Provinz nach Berlin, wo er sogleich als Kriminalkommissar mit einem Mord konfrontiert wird. Schnell wird er mit dem bunten, verruchten Stadtleben vertraut, denn in den Gassen Berlins tummeln sich nicht nur Pferdedroschken und Einbeinige von Bar zu Bar, sondern auch Männer, die Männer lieben, und Männer, die Kinder kaufen, und Männer, die in Frauenkleidern stecken. Und Frauen, die sich von Männern weiße Affen schenken lassen.
So eine ist das Fräulein Hilde, eine Tänzerin. Ihr Geliebter, ein Bankier, wird erschlagen vor ihrer Wohnungstür gefunden. Der erste Hauptverdächtige ist schnell gefunden, der Freund von Fräulein Hilde. Aber auch die Familie des Getöteten hätte Motive, besonders der Sohn. Und in die Tochter verguckt sich unser ehemalige Provinzpolizist auch noch. Ganz schön viel für den Herrn Spiro, der sich von der Stadt verführen lässt und so langsam seinen Anfangsbonus bei seinem Vorgesetzten verspielt.
Zwischendurch verwirren ein paar wahnsinnige Fantasietexte den Leser. Von Königinnen mit bösen Mündern ist da die Rede, dann wieder ist der Text klar verfasst, ein Junge, der in einer Schule gemobbt wird und nur schwer Anschluss findet. Wie im Drogenwahn wirken die Texte, die sich erst gegen Ende erklären.

Sprachlich ist der Text ein Genuss. Mit Berliner Dialekt wird da zwischendrin aufgepeppt und ist überraschenderweise gut zu lesen und macht die Geschichte noch authentischer. Überhaupt beleben die vielen kleinen, eingeflochtenen Details die Zeit der 1920er und das Stadtleben Berlins, das von Künstlern bevölkert wird, aber auch von hungernden Kindern, "Kriegerwitwen" und Einbeinigen. Schranken werden übergangen, aufgehoben, denn die sexuelle Befreiung ist spürbar, sie wird gelebt in den verruchten Bars und in den Zeilen.

Die Figuren sind nicht überladen, so ist Spiro derjenige, der sich wie der Leser auf in unbekanntes Terrain begebt. Derjenige, der dieses Stadtleben erst kennenlernen muss, der lernen muss, damit zurecht zu kommen. Denn eigentlich ist er ein einfacher, geradliniger Mann aus Wittenberge.
Sein Kollege Bohlke hat den Krieg, in dem er war, nie hinter sich gelassen. Auch die Zeit nach dem Krieg ist in dem Roman spürbar, die Probleme, die diese Zeit mitbringt. Die Folgen. Aber ebenso sind diese schillernden Figuren, die ihre Sexualität ausleben wollen, ein Zeichen der Änderung, das durch sie erst lebendig wird.
Und zu guter Letzt gibt es einen Krimiplot mit vielen Verdächtigen, so dass bis zum Schluss gerätselt werden darf, wer war es und was hat es mit diesen rauschhaften Zwischenstücken auf sich.

"Der weiße Affe" entführt den Leser in die 1920er Jahre Berlins, in all der geräuschvollen, verruchten Pracht, in die Bars, die Theaterszene, den sexuellen Aufbruch. Das Buch ist ein Krimi mit dem gewissen Etwas. Sprachlich ein Genuss, aber aufgrund der Zwischenkapitel, die man anfangs schwer einordnen kann, wohl eher für anspruchsvolle Leser geeignet. Aber die werden dieses Buch genießen.

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70 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Stern des Nordens

D.B. John , Sabine Längsfeld , Karen Witthuhn
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 25.09.2018
ISBN 9783805200325
Genre: Krimi und Thriller

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Noir

Christopher Moore , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.10.2018
ISBN 9783442314867
Genre: Humor

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Nana im Morgengrauen

Park Hyoung-su , Yun Sun Young , Philipp Haas
Fester Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Septime Verlag, 24.09.2018
ISBN 9783902711786
Genre: Romane

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Fay

Larry Brown , Thomas Gunkel
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2018
ISBN 9783453677258
Genre: Romane

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Chicago

David Mamet
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.10.2018
ISBN 9783959672245
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mike Hodge, ehemaliger Kampfpilot im Ersten Weltkrieg, arbeitet inzwischen bei der Chicago Tribune. Chicago in den 20er-Jahren wird von den Mafiaclans Al Capone und Dion O'Banions regiert. Es ist zudem die Zeit des Rassismus und der Prohibition. 

Verbotenerweise ist Mike in Annie verliebt, eine Irin. Die wird dann kurzerhand abgemurkst und Mike versinkt in Kummer und Trauer und der Suche nach dem Täter.
Seine Nachforschungen führen ihn zu den Mafiaclans und reichen bis zur IRA.
Nur ist die ganze Story leider sehr sperrig, sehr langatmig, sich ständig wiederholend und total spannungsfrei erzählt.

Das fängt schon mit den zwei ständig philosophierenden Reportern Mike und Parlow an. Die Gespräche drehen sich im Kreis, die Fragen, die Antworten, alles ein Kreis, der ständig wiederholt und nie endet. Das ist alles andere als interessant zu lesen. Das ist pure Langweile, zumal auch die Sprache ziemlich sperrig daherkommt. Noch dazu führt diese sperrige Sprache zu keinem Gefühl eines 20er-Jahre Settings. Es kommt einfach keine 20er-Jahre-Atmosphäre auf, in die man als Leser eintauchen könnte.

Die einzige interessante Figur, eine Puffmutter namens Peekaboo, kann den Roman auch nicht retten, auch wenn sie wenigstens ein bisschen ein Gefühl für die 20er-Jahre aus Sicht einer Farbigen einbringen kann.

Für mich ist die Buchbeschreibung um Weiten besser als die Story selbst. Sehr schade.

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

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Dodgers

Bill Beverly , Hans M. Herzog
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.09.2018
ISBN 9783257070378
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als die Polizei in die Straße stürmt, ist von einer Sekunde auf die andere alles anders: Der 15-jährige East verliert sein Crackhaus, das er mit ein paar Ghettojungs seit zwei Jahren bewacht hat, während vor seinen Augen ein Mädchen durch einen Schuss sein Leben verliert.

Von seinem Boss Fin bekommt er einen neuen Auftrag, einen tödlichen, einen Auftragsmord. East muss mit dem Möchtegern-Witzbold Michael Wilson, dem schlauen Walter und seinem Ist-mir-alles-scheißegal-Bruder Ty einen Zeugen umbringen. Dazu müssen die vier afroamerikanischen Jungs 3000 Kilometer quer durch die USA bis nach Wisconsin fahren.

Auf der Fahrt läuft alles schief, was so schief laufen kann. Die Jungs sind zum Teil selbst daran schuld, denn zum ersten Mal in der großen weiten Welt außerhalb von The Boxes, gibt es eine Menge zu sehen und zu entdecken. Die bunten Lichter Las Vegas, die Kälte des Hinterlandes, ein Telefonhäuschen, …

Was wie ein Roadtrip beginnt, entpuppt sich dann doch als Coming-Of-Age-Story, denn besonders East lernt viel während der Fahrt und man spürt beim Lesen diese innere Hin- und Hergerissenheit, eines Jungen, der nach seinem Weg, seinen Platz im Leben, nach richtig und falsch sucht.
Obwohl East ein Gangmitglied ist, der kein Problem damit hat, seine Waffe auch zu nutzen, spürt man den kleinen unschuldigen Jungen in ihn, der die Welt nur aus der Gangsterperspektive sieht und sich doch nach einem ganz normalen Leben sehnt.
Das macht das Buch dann doch emotional zu lesen, denn als Leser wünscht man East einen Ausweg. Doch Bill Beverly schreibt im Noir-Stil und Noir heißt auch, dass Happyends unerreichbar sind, denn das Leben spielt üble Spiele.

Ein sehr gelungener Coming-of-Age-Roman im Noir-Stil, der Young-Gangsters on Tour schickt und den Leser an der Seite von East im Lebenssumpf versinken lässt. Lesetipp für Noir-Fans und Coming-of-Age-Leser!

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Ohne Spur

Haylen Beck , Wolfram Ströle
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.09.2018
ISBN 9783423217644
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Silver Water klingt ja richtig niedlich, entspannend und hat von all dem nichts. Silver Water ist ein böser Ort mit heruntergekommenen Häusern, verbarrikadierten Fenstern und einem richtig fiesen Sheriff. Wer kann, meidet den Ort.

Genau hier wird Audra Kinney vom Sheriff angehalten. Ihre beiden Kinder sitzen im Auto, während Sheriff Whiteside die Mutter verhaftet. Deputy Collins holt die Kinder ab, bringt sie an einen "sicheren Ort", während Audra auch an einen "sicheren Ort" verfrachtet wird, nämlich direkt in die Zelle. Als sie nach ihren Kindern fragt, fragt Whiteside zurück: "Was für Kinder?"

Der Albtraum beginnt. Für die Mutter und für die Kinder. Denn niemand glaubt ihr, dass der Sheriff ihre Kinder entführt hat, schlimmer: Alle glauben, dass Audra selbst ihre Kinder irgendwo in der Wüste verscharrt hat.
Und die Kinder? Die kämpfen draußen gegen die Großen, denn man hat schlimmes mit ihnen vor. 

Trotz des wirklich ernsten Themas liest sich der Thriller rasant und kurzweilig. Er geht nicht zu sehr in die Tiefe, so dass man ihn als Unterhaltungsthriller einstufen kann. Als Leser galoppiert man durch die Seiten, wird von Anfang an mit der erschreckenden Story mitgerissen und bis zum Ende gefesselt. 
Auch der Hintergrund der Familie ist interessant, denn Audra hat schon eine schwierige Ehe hinter sich und flüchtet nicht umsonst vor dieser Familie. Trotz all dem ist es kein Thriller, der einen im Herz berührt, sondern ein Thriller, der für unterhaltsame Lesestunden sorgt und einen durch den rasanten Aufbau bis zum Ende nicht mehr loslässt.

Ein Lesetipp für Thrillerliebhaber für verregnete Herbsttage!


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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Quittengrab

Gabriela Kasperski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 20.09.2018
ISBN 9783740804305
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Danz Weisz liegt im Koma. Der Autor wurde im Zürcher Schauspielhaus zusammengeschlagen. Da die Lesung so ein richtiges Spektakel ist, schließt Commissario Meier eine schiefgelaufene PR-Kampagne dahinter nicht aus. Doch dann tauchen terroristische Videobotschaften im Internet auf und da der Autor jüdische Wurzeln hat, zieht die Kantonspolizei Zürich Oberland auch eine rechtsradikale Tat nicht aus.

Doch der Fall wird noch verworrener. Im Publikum sitzen alte Jugendfreunde des Autors und auch der Literaturkritiker Lippert, der Weisz Texte seit jeher verreisst, wird in der Nähe gesichtet. Verdächtige, wohin man schaut.
Doch eigentlich ist das gar nicht Meiers Fall. Er unterstützt nur seine Kollegin Beanie, denn er selbst muss klären, ob die aufgetauchten Babyknochen keltischen Ursprungs sind oder jünger. Und da Meier nicht überall sein kann, übernimmt seine Freundin Zita die  Nachforschungen in Weisz' Umfeld in London, während er einen auf alleinerziehenden vollberufstätigen Papa macht, das ihn natürlich nicht ganz so leicht gelingt. So neben den Jobs.

Anfangs fordert die Autorin ihre Leser wirklich heraus. Da gibt es viele Figuren. Massenweise. Und alle haben ihren Auftritt, ihre Szenen, die wechseln, wechseln, wechseln. Als Leser ist man bald genauso verwirrt wie die Polizisten von dem undurchsichtigen Fall. 

Doch irgendwann, wenn man durchhält, blickt man bei den vielen Figuren doch durch und wird belohnt mit einer ungewöhnlichen Geschichte, die an Romeo und Julia erinnert. Nur auf schweizerische Art, denn der Humor fehlt hier wirklich nicht. Die Truppe ist so eigen, dass man sich bald wie in einer großen Familie fühlt. Und da werden alte Geheimnisse und Verbindungen ausgegraben, die am Ende alle zusammenlaufen. Und das macht beim Lesen Spaß, man muss nur den Anfang durchhalten. Es zahlt sich aus. Am Ende gibt es wie bei jedem großen Spektakel eine Zugabe: Es wird verraten, welche Kinder das Fundament für den Weltfrieden sind. Wenn sie überleben.


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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

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Dann sei wenigstens vorsichtig

Ross Thomas , Jochen Stremmel , Alexander Wewerka , Gisbert Haefs
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Alexander, 14.08.2018
ISBN 9783895814761
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ross Thomas ist einer der richtig großen Hardboiled-Klassiker-Autoren. Mit seiner McCorkle & Padillo - Reihe und Wu & Durant -Reihe konnte er schon einige Leser, auch mich, sehr überzeugen.


In "Dann sei wenigstens vorsichtig" geht es weniger politisch zu als anfangs vermutet, denn hier wird im Umfeld eines Politikers schmutzige, familiäre Wäsche gewaschen.

Der Ich-Erzähler Decatur "Deke" Lucas ist ein typischer Hardboiled-Antiheld. Eigentlich ist er Historiker, doch hauptsächlich - zumindest zwischendurch - als Bundesschnüffler unterwegs. Einen Schnüffeljob bekommt er nun auch von dem meistgefürchtesten Mann Washingtons: dem Kolumnisten Frank Size. Der hat über den Senator Robert Ames geschrieben, in dem er ihn der Bestechung bezichtigt. Auch wenn es ihm normalerweise ziemlich egal ist, ob seine Kolumnen der Wahrheit entsprechen oder nicht, dieser Fall hier macht ihn neugierig. Denn der Senator hätte das Geld keinesfalls nötig. Also soll Deke herausfinden, was dahinter steckt.

Hardboiled macht sich nun Deke daran, herauszufinden, was dahinter steckt. Blöd nur, dass seine Zeugen in Rauch aufgehen oder durchlöchert auf dem Asphalt liegen. Deke, der bei diesen Morden selbst Zeuge ist, nimmt das ziemlich gelassen hin. Total ausgekochter Typ, dieser Deke, der natürlich viel trinkt und eine seltsame Nicht-Beziehung führt!

Doch Ross Thomas wäscht hier nicht politisch schmutzige Wäsche, vielleicht nur etwas am Rande, sondern fasst eher familiäre alte Unterwäsche an. Und die haben ziemlich viele Fäden, die erst gegen Ende aufgelöst werden und teilweise ziemlich viel Dreck mit sich ziehen. All das erzählt er in Hardboiled-Manier und würzt mit trockenem Humor die Handlung. Das liest sich gut, wenn auch nicht ganz so gut wie die oben erwähnten Reihen, aber Krimi-Insider werden diesen Hardboiled-Polit-Presse-Krimi mit Genuss lesen.

Ross Thomas ist eine Größe für sich. Und diese Größe darf in keinem Krimi-Liebhaber-Regal fehlen. Ein Krimitipp für Krimi-Insider!

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Tags: hardboiled, korruption, krimi-klassiker, lügenpresse   (4)
 

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74 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

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Nanos - Sie bestimmen, was du denkst

Timo Leibig
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 24.09.2018
ISBN 9783764531904
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

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Troll

Michal Hvorecky , Mirko Kraetsch
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Tropen, 04.11.2018
ISBN 9783608504118
Genre: Romane

Rezension:

Der in Bratislava geborene Autor und Journalist Michal Hvorecky weiß, wovon er schreibt: Ist er doch schon selbst Opfer von Hasspostings geworden und hat die systematische Zerstörung seiner Kollegen mitbekommen.

In "Troll" zeigt er erschreckend glaubwürdig, wie so eine Trollfabrik funktioniert. Der namenlose Ich-Erzähler schleicht sich mit Johanna an seiner Seite in so ein System ein, wird selbst zum Troll, manipuliert die öffentliche Meinung, denunziert Menschen, die er eigentlich mag, verbreitet Hasspostings und Falschmeldungen.
Was als Trojanisches Pferd geplant war, nämlich das System von innen heraus zu lernen und zu zerstören, droht bald nach hinten los zu gehen. Wer sich zwischen Verrätern und Lügnern bewegt, droht nämlich selbst ein solcher zu werden. Ein Troll.

Dieses Trollsystem hat Hvorecky wirklich unglaublich realistisch und glaubwürdig geschildert. Leider aber driftet die Geschichte zwischendurch in andere - nicht so glaubwürdige, teilweise sogar widersprüchliche - Themen ab.
Beispiel: Anfangs ist der Ich-Erzähler an Masern erkrankt, landet im Krankenhaus in einem Land, das fast nichts für das Gesundheitsbudget übrig hat und immer mehr von Esoterikern und Alternativen Heilern übernommen wird. Trotzdem bleibt er 5 (!) Jahre im Krankenhaus, obwohl er - außer anfangs - nicht richtig krank zu sein scheint, sondern eher an hypochondrischen Psychosen leidet, die sich dann von alleine verflüchtigen; stiehlt Medikamente, die eigentlich nicht vorhanden sind, usw.
Oder: Nach dem Krankenhaus bezieht die Mutter eine Invalidenrente, lebt von der Hand in den Mund, macht Schulden. Aber der Ich-Erzähler schafft es, trotzdem Jahre zu studieren und sich weiterzubilden, mit seiner Mutter im privilegierten Viertel wohnen zu bleiben.
All das hat mir etwas die Freude gedämpft.

Auch Johanna ist so ein Thema an sich. Anfangs sehr lebendig eingeführt, gerät sie im Laufe der Geschichte beinahe in Vergessenheit, obwohl sie eine treibende Kraft der Handlung ist.

Dennoch möchte ich dieses Buch empfehlen, denn diese Trollfabrik macht nicht nur nachdenklich, sondern spiegelt erschreckend glaubwürdig Aspekte unserer aktuellen Internetnachrichten und SocialMedia-Postings. Und dieses Thema hat Michal Hvorecky wirklich meisterhaft geschildert.
Deswegen: Auf in die Trollfabrik!

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