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Das Leben, das wir begraben

Allen Eskens
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 11.05.2018
ISBN 9783865526410
Genre: Romane

Rezension:

Joe ist so ein netter Typ von nebenan, der eigentlich nur sein Studium beenden will. Das ist mit einer alkoholkranken Mutter, einem autistischen Bruder und Geldsorgen aber nicht so leicht.

Für seinen Biografie-Kurs muss über einen alten Menschen eine Biografie schreiben. Und so findet Joe Carl. Carl Iverson, verurteilter Mörder, der vor über 30 Jahren ein 14jähriges Mädchen vergewaltigt und getötet haben soll. Aber auch Carl trägt noch andere Päckchen mit sich herum, die nun nach und nach ausgegraben werden.

Die Geschichte lebt vor allem durch den netten Joe. So ein auf den ersten Blick unschuldiger Junge, dem man auch als Leser nur alles Gute wünscht. So einer, mit dem man sofort Freundschaft schließt, mit dem man hofft, mit dem man bangt.
Kein Wunder also, dass man als Leser den Jungen gerne begleitet.

Dann wird klar, worum es in der Geschichte geht. Um Vorurteile und um Rucksäcke, die das Leben einem packt. Und die nun ausgepackt werden. Um alte Geheimnisse, die man lieber verscharrt zu wissen glaubt, die nun aber an die Oberfläche gezogen werden.

Ziemlich ruhig und entspannt lesen sich die ersten zwei Drittel des Buches. Geheimnisse treten hervor, Fragen werden aufgeworfen, immer an der Seite des lieben, netten Joe Talberts. Erst gegen Ende legt die Geschichte nicht nur an Fahrt zu, sondern auch an Action.

Für mich ein nettes Buch für zwischendurch, das vor allem durch die nette Hauptfigur, die vielen Geheimnisse und den Blick auf Vorurteile überzeugen konnte. 

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Die Maske

Fuminori Nakamura , Thomas Eggenberg
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.02.2018
ISBN 9783257070217
Genre: Romane

Rezension:

Tradition wird in Japan groß geschrieben. Ganz besonders dann, wenn man zum Kuki-Clan gehört. Fumihiro ist gefangen, denn sein Vater hat etwas ganz Besonderes mit dem Jungen vor. Er will der Welt ein Geschwür des Bösen geben. Dieses Geschwür hat einen Namen: Fumihiro.
Der Clanpatriach verspricht den Jungen, dass er zum vierzehnten Geburtstag die Hölle kennen lernen wird. Dass bei diesem Plan seine Adoptivschwester Kaori eine große Rolle spielen ahnt er noch nicht. Grausam setzt der Patriach seine Familientradtion fort. Dann rückt der Geburtstag näher und so nach und nach tut sich das Grauen des Bösen auf.

Fuminori Nakamura ist wohl auch so ein Japaner mit zwei Gesichtern. Sein erstes übersetztes Buch „Der Dieb“ liest sich nämlich ganz anders, das ist so eine Geschichte, die den Schalk im Nacken hat. In „Die Maske“ geht es auch um die Unterwelt Tokios, aber viel bösartiger, dunkler, hoffnungsloser.
Beim Lesen war ich von der ersten Seite an gefesselt und tastete mich mit Beklemmungsgefühlen voran. Denn dieser alte böse Mann, Fumihiros Vater, lässt dem Jungen keine Chance. Und man ahnt: Das kann nur böse enden und überhaupt, diesen Traditionen entkommt man nicht. So ergeht es auch Fumihiro, der eigentlich ein guter Junge ist, dem aber keine Chance bleibt, sein Leben im Guten zu führen. In so einer Familie ist einfach kein Platz für Gutes, und genau das beweist Nakamura auf jeder Seite. Gut ist es nur für den Leser: Denn der verfolgt das fortschreitende Grauen und weiß: Das wird böse enden.
Wieder einmal hat mich Fuminori Nakamura fesseln können. Und zwar von Anfang an. Denn auch sein zweites, sein richtig böses, Gesicht steht dem japanischen Autor richtig gut. Wer sich auf eine hoffnungslose Familientradition einlassen möchte, kommt um dieses Buch nicht rum. Bei all dem Bösen ist es nämlich verdammt gut zu lesen. Lesetipp!

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161 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

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Der Schatten

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 23.07.2018
ISBN 9783442757527
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Journalistin Norah Richter lässt alles hinter sich. Sie zieht von Berlin nach Wien, doch dort wartet der Tod. Oder zumindest eine Bettlerin, die ihr prophezeit, dass sie den Tod bringt und am 11. Februar einen Arthur Grimm ermorden wird.

Melanie Raabe schreibt auch den dritten Thrillerroman beinahe poetisch. Langsam führt sie den Leser durch die Geschichte, packt nach und nach nicht nur Umzugskartons sondern auch Geheimnisse und Vergangenes aus. Bis fast zum letzten Dritten muss man diesen langsamen Storyaufbau aber mögen, sonst empfindet man ihn eher als schleppend.
Und auch Norah Richter muss man mögen, was an einigen Stellen etwas schwer fällt. Denn diese Journalistin, die für Toleranz und Gerechtigkeit steht, handelt selbst in manchen Situationen sehr intolerant. Besonders bei ihren eigenen Freunden, von denen sie erwartet, dass diese immer Zeit für sie haben müssen, wenn sie gerade mal wieder ihre Probleme bei ihnen abladen möchten. Ansonsten schmollt sie trotzig wie ein kleines Kind.

Wer langsamen Storyaufbau mag, Geheimnisse liebt, und sich von einer überraschenden Auflösung überraschen lassen mag, ist mit „Der Schatten“ richtig. Denn beinahe behutsam führt Raabe den Leser an der Nase rum. Bis zum abwechslungsreichen Ende.

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Endstation Tokio

James Buckler , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.07.2018
ISBN 9783442314713
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein starkes Debüt legt uns James Buckler vor, der selbst in Japan lebte und uns dieses Land der Widersprüche aus den Augen eines „gaijin“, eines Ausländers, zeigt.

An der Seite von Alex Malloy, der als Englischlehrer an der Excelsior School in Shinjuku Dori arbeitet, ziehen wir durch die Straßen Tokios. Eine Stadt des Lärms, des Rauchs, der Lichter, der 4-Liter-Sake-Flaschen und teuren Frauen, die sich ihre Einkäufe nur mithilfe von Boyfriends finanzieren können. Und das obwohl Japaner ständig auf Ruf und Ansehen bedacht sind.
Genau diese Widersprüche stellt Buckler in den Vordergrund. Geschäftsmäßiges Treiben wechselt zu ständigen Aberglauben, Ruf und Ansehen sind wichtiger als Gerechtigkeit und Freundschaft.

All das zeigt Buckler verpackt in eine Geschichte, die an eine Abwärtsspirale erinnert. Denn für Alex Malloy hätte Tokio eigentlich ein Neuanfang sein müssen, doch dieser Neuanfang erinnert in der Tat an eine Endstation, denn wenn mal die Yakuza hinter einem her, kann man sich nicht mehr viel erhoffen.
Zudem ist Alex eine Figur, die eigentlich alles richtig machen will, bei der aber das Schicksal wie eine Kettenreaktion des Bösen zuschlägt und ihn hinabzieht in den Strudel japanischer Doppeldeutigkeit und Tokios Unterwelt. Böse wird das enden, das ahnt der Leser. Und das lässt ihn bis zum Schluss den japanischen Ausflug genießen.

Wer Japan kennenlernen möchte, wird dieses Buch lieben. Ich habe jede Seite davon genossen. Uchi-soto. Drinnen und draußen.

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Tags: japan, mafia, tokio, yakuza   (4)
 

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Bad Friends - Was habt ihr getan?

Gilly Macmillan , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426522585
Genre: Krimi und Thriller

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

American Hero

Morton Rhue , Nicolai von Schweder-Schreiner
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551316851
Genre: Jugendbuch

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Die Stunde des Opfers

Anna Carls
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2018
ISBN 9783492311342
Genre: Krimi und Thriller

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Die sieben Farben des Blutes

Uwe Wilhelm
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 17.07.2017
ISBN 9783734103445
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seit vierzehn Monaten arbeitet die Staatsanwältin Helena Faber am Fall „Dionysos“. Nun wird sie vom Fall abgezogen. Helenas Leben entgleitet ihr mehr und mehr. Denn nicht nur der Mörder hat sie im Visier, auch ihr ganz persönliches Leben gerät mehr und mehr aus den Fugen.

Dionysos, der Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, aber auch der Gott des Wahnsinns und der Ekstase. In "Die sieben Farben des Blutes" ist Dionysos aber einfach nur ein Frauenmörder. Ein Serienkiller. Einer der jagt und gejagt wird.
Dionysos mag es wirklich makaber und verdammt blutig. Mal hackt er einem Opfer die Finger ab, einem anderen die Nase, die Ohren,… All das reicht nicht. Denn den Zeitpunkt seiner „Heilungen“ befristet er auf die Menstruationszeit der Opfer und alle lässt er ausbluten.
Drei Frauen hat er getötet und verschwand dann von der Bildfläche. Nun ist er wieder zurück, hat ein neues Opfer hinterlassen, das wie alle anderen auch, weiblich ist, und sich zu Lebzeiten für Frauenthemen engagiert hatte. Seine „Verkündungen“ hält er per Videobotschaft im Internet fest, mit Texten aus einem Buch eines Philosophie-Professors der Berliner Humboldt-Universität.

Makaber ist auch der Philosophie-Professor Rashid Gibran in der Geschichte. Er ist durch und durch empathielos und provoziert sein Gegenüber gerne. Er ist knallhart, direkt und schert sich einen Dreck darum, was andere von ihm halten. Sein Buch beschäftigt sich mit der Stellung der Frauen, der Wandlung der Frauenrechte. Und auch hier provoziert er durch und durch. Frauenhass ist für ihn universelles Kulturgut, so allgegenwärtig, das man sich ohnehin an diesen Hass gewöhnt hat. Netter Typ, oder?

Provoziert dürfte sich auch der Leser fühlen. Denn Helena Faber ist nicht die typische Heldin, wie man sie erwarten würde. Die Staatsanwältin ist von ihrem Kriminalpolizisten-Mann getrennt, hat zwei Töchter, lebt im Berliner Westend. Das klingt jetzt nach so typischer Thriller-Helden-Charakterisierung, endet hier aber auch schon mit Eigenschaften aus dem Normalokabinett. Helena Faber hüpft nämlich auch gerne zwischendurch mit jedem Mann ins Bett, der nicht auf drei auf den Bäumen ist. Und sie vergisst Dinge. Wirklich wichtige Dinge. Und immer mehr Dinge. Und das ist für eine Staatsanwältin, die noch dazu hinter einem Mörder herjagt, der obendrein auch sie jagt, eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Wie gesagt: eigentlich. Denn die Unmöglichkeit der Dinge hat Uwe Wilhelm nämlich doch ganz gut umgesetzt und möglich gemacht. Diese Vergesslichkeit bringt nicht nur Spannung und Emotion in die Story, sondern wird auch noch dramatisch gezeigt. Denn oft sind es eben die kleinen Dinge des Lebens, die wirklich erschreckend sind. Und Vergesslichkeit im Alltag wird wahrscheinlich von den meisten Lesern als gar nicht so schlimm empfunden - bis man es erlebt und sei es nur als Begleitung einer Romanheldin.

Das einzige Manko, das ich an dieser Stelle nicht unausgesprochen lassen möchte, ist: Ich habe den richtigen Täter leider schon sehr, sehr, sehr schnell als Täter verdächtigt. Das finde ich schade, denn so ein bisschen Nervenkitzel in Thrillern a la nicht zu wissen, wer dahinter steckt, fehlt dann. Aber: Trotzdem kam beim Lesen keine Langeweile auf, denn der Hintergrund überraschte dann trotzdem.
Auch die beiden notierten Stellen, die ich als unglaubwürdig und vernachlässigt notiert hatte, entpuppten sich später als schlüssig und passten dazu. Wer von euch daran hängen bleibt: weiterlesen! Der erste Eindruck täuscht.
Ungewöhnlich ist das Thema, besonders aus der Feder eines männlichen Autors: Frauenhass, Frauenstellung, Frauenbewegung. Allerdings wird es nicht politisch, eher philosophisch auch durch Gibran, der dieses Thema von der geschichtlich-biblischen-mythologischen Seite betrachtet. Und da waren durchaus einige Ansichten dabei, über die ich noch nie was gehört hatte und sich beim Nachrecherchieren als Tatsache entpuppten.

Ungewöhnlich ist der Thriller allemal, nicht nur dass Thrill auf Philosophie trifft, was dem Thriller wirklich gut tut und interessant macht, sondern auch weil die Romanheldin so gar nicht ins klassische Korsett zu passen scheint und als Ermittlerin mit ihrem Beiwerk eigentlich chancenlos ist. Aber gerade deswegen finde ich dieses Buch ungewöhnlich gut. Lesen!

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Die sieben Kreise der Hölle

Uwe Wilhelm
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.05.2018
ISBN 9783734103452
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Fall "Dionysos" liegt kaum hinter ihnen, werden die Töchter der Staatsanwältin Helena Faber und ihrem Mann Robert entführt. Die Spur führt zu einer Geheimorganisation, einem Mädchenhändlerring. Besonders erschreckend dabei ist, dass die Hintermänner in unantastbaren Positionen sitzen und Helena und Robert bald nicht mehr wissen, wem sie überhaupt noch trauen können.


Uwe Wilhelm hat hier nicht nur äußerst - wie in der Hölle so üblich - heiße Eisen angefasst, sondern lässt auch den Leser ins Schwitzen kommen. Actionreiche Szenen wechseln sich ab wie ein Schusswechsel, der nie endet. Es eskaliert an allen Stellen, nicht nur der Plot wird immer böser, immer drängender, nein auch die Themenhintergründe werden immer böser, verzwickter und aussichtsloser, die Figuren verzweifelter, aber auch skrupelloser.

Moralische Seitenblicke werden geschickt in die Handlung verwoben, dass man sie kaum wahrnimmt bei all dem Schrecken, der hier auf den Leser losgelassen wird. Ob das nun Vietnam als Pädophilenparadies ist, die Türkei als Frauenhassobjekt, ob das die Aussichtslosigkeit beim Kampf gegen Diplomatenimmunität oder Lecks im Polizeiapparat ist, ob das Selbstjustiz oder pure ohnmachtsanfällige Verzweiflung ist ... moralisch ist all das harter Tobak. Nur geballt und komprimiert. Nur erschreckend.

Für Leser, die einiges aushalten, eine absolute Leseempfehlung! Packend, düster, traurig, erschreckend, rasant und höllisch. Alles in einem Paket.

Hinweis: Ich würde empfehlen, unbedingt mit Band 1 (Die sieben Farben des Blutes) zu beginnen, denn die Fälle werden nur teils aufgeklärt und ziehen sich weiter, ebenso wie die Figuren.

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Taxifalle

Olaf Kretschmer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Kellner, Klaus, 15.09.2016
ISBN 9783956511110
Genre: Romane

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Der Bote

Ingar Johnsrud , Daniela Stilzebach
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 14.05.2018
ISBN 9783764505882
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Schatten der Kommissare
Fredrik Beier ist zwischendurch mehr tot als lebendig. Medikamente und Alkohol sorgen immer wieder mal für Filmrisse. Das bleibt natürlich nicht verborgen, sein Sohn und seine Lebensgefährtin fürchten Selbstmordabsichten, seine Kollegen halten ihn zwischendurch für unzurechnungsfähig. Natürlich ist er beziehungsunfähig, was sonst. Und natürlich hält er sich nicht immer an die Vorgaben seiner Vorgesetzten.
Auch seine Kollegin Kafa Iqbal hat so ihre Geheimnisse. Blaue Flecken und Striemen in der Halsgegend sorgen für Verdachtsmomente.
Tja, die Osloer Polizei hat wohl ein Händchen für Kommissare, die lange Schatten werfen.


Die längeren Schatten der Opfer
Noch längere Schatten werfen aber die zwei Leichen, die gefunden werden. Im Haus einer Witwe, die selbst verschwunden ist, wird die Leiche eines Mannes gefunden, der eigentlich schon seit 20 Jahren tot sein müsste.
In einem Abwasserschacht wird eine männliche Leiche gefunden, die massive Folterspuren aufweist. Beide Leichen verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die in die Zeit nach dem Fall der Sowjetunion zurückreicht. Und natürlich bleibt da der Geheimdienst nicht fern, denn damals wurde mit biologischen Waffen experimentiert und dadurch ist die nationale Sicherheit betroffen.


Gut zu lesen, aber überfrachtet und vollgepackt
Der Thriller liest sich gut, denn als Leser tappt man lange im Dunkeln und weiß nicht so recht, wo die Reise hinführt. Auch die Probleme, die sich die Kommissare teils selbst einfangen, spitzt die Lage immer wieder zu.
Geheimnisvoll sind auch die Rückblicke in den Kalten Krieg, eine Militäraktion, von der man nicht weiß, ob sie mit dem Fall unmittelbar zu tun hat oder nur Hintergründe beleuchten soll.
Auch die Hauptfigur Fredrik Beier hat nun zwar - wie für versierte Krimileser üblich - seine Schandflecken wie Alkohol, Medikamente, Beziehungsunfähigkeit,... - aber Johnsrud hat Beier ganz gut umgesetzt. Nicht übertrieben, aber doch auch nicht nebensächlich schränkt sich der Kommissar selbst ein.
Ganz verzwickt hingegen ist der Fall gestrickt. Der wirkt sehr überfrachtet, denn bei dem kommt alles zusammen. Folter, Tötung, Entführung, der Geheimdienst mischt mit, der Fall wirkt grenzübergreifend, da er sehr weit in die Vergangenheit führt, Rache fehlt nicht, Schuld, usw. Dadurch wird die Story natürlich spannend, weil man als Leser nicht weiß, wo der Faden hinführt, wirkt aber am Ende doch überfrachtet und etwas zu voll gepackt.

Insgesamt ist es für mich ein Thriller, wie man ihn als Leser erwartet. Im Grunde kann man nichts falsch machen, er liest sich gut, aber er überrascht auch nicht sonderlich. Was die Reihe aber sicherlich interessant macht, ist die Charakterweiterentwicklung der Hauptfigur Beier. Denn wer so Schatten sammelt, droht von ihnen irgendwann verschluckt zu werden.
Ein Thriller für zwischendurch, der gut und rätselhaft zu lesen ist.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Franziska und das Drogenkartell

Hans-Peter Mester
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kellner, Klaus, 11.09.2017
ISBN 9783956511608
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bremen muss ja ganz schön witzig sein. Und das meine ich nicht, weil dort Kaffeemaschinen Namen haben und dadurch das Gesprächsrepertoire des Morddezernates erweitern oder über 70-jährige, schwerhörige Damen Frühstückspensionen mit Gästen führen, deren „Zustand eindeutig als auffällig“ zu bezeichnen ist. Oder tot, wenn man es genau nimmt. Obwohl, das ist dann wohl weniger witzig.

Nein, Bremen muss witzig sein, weil Kriminalräte wie Strelitz eindeutig aufgeschmissen sind, wenn ihre Frauen mal ein paar Tage außer Haus sind. Oder auf Kur. Weil diese dann ganz schnell die leere Couch durch einen Austauschpolizisten ersetzen lassen, um nicht alleine sein zu müssen. Oder weil das Trinken zu zweit einfach weniger auffällt.

Okay, weniger witzig sind dann Beamte mit so richtig deutscher Manier, die Kleingartenparzellen auf hundertstel Millimeter vermessen lassen, in der Hoffnung vielleicht einmal eine Abrissbirne bestellen zu können. Aber solche Beamten haben in Bremen wohl kaum eine längere Haltbarkeitsfrist. Da kann man diese Bremer auch wieder verstehen.

Bremen erscheint auf alle Fälle bunt. Und ja, das Buch ist einfach witzig zu lesen.

Trotzdem sollte man hier wohl versierte Krimileser warnen, besonders den Buchtitel allzu ernst zu nehmen. Denn diese Franziska ist mehr Nebenfigur als Hauptfigur, diese Franziska ist eigentlich sogar abkömmlich, aber diese Leere füllt Strelitz wieder auf, der Kriminalbeamte, der kurz darauf auf dem Parkplatz eines Gasthauses neben einer Leiche aufgefunden wird.
Das mit dem Drogenkartell ist auch so eine Sache. Nicht wirklich ernstzunehmen, wie überhaupt der Krimi an sich, denn so ein waschechter Krimi ist das nicht. Viel zu sehr sucht man den roten Faden in der Krimistory, es wirkt eher chaotisch und den rote Faden sucht man vergebens.

Macht aber alles nix. Das Buch unterhält trotzdem ganz gut, diese Kleingartengeschichte hat nämlich viel Witz und noch mehr Charme und vor allem ganz viel schräge Figuren.

Und eine Kaffeemaschine namens Rudolf.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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Die Saat des Killers

Paul Cleave , Anke Kreutzer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.06.2018
ISBN 9783453439245
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Inspector Mitchell Logan wird bei einem Einsatz getötet. Seine Augen spendet er seinem 16jährigen blinden Sohn Joshua. Mitchell konnte nicht wissen, was er mit dieser Spende seinem Sohn antut. Denn Joshua erhält durch die Spende nicht nur das Augenlicht wieder, sondern auch Träume und Erinnerungen, die eindeutig nicht dem Jungen gehören. Zelluläres Gedächtnis nennt man diesen unerforschten Bereich, der, dank Cleave, richtig erschreckend werden kann.

Ein ganz großes Sonderpaket steckt in diesem Thriller. Es geht nicht nur um Organspenden, sondern auch um die Frage, ob es zelluläres Gedächtnis wirklich gibt und wenn ja, welche unabsehbaren Folgen das haben kann. Natürlich hat Paul Cleave diese Idee ans Limit geschrieben, denn was passiert, wenn Organspenden von Mördern transplantiert werden und damit auch Erinnerungen, Neigungen, Träume?
Es geht auch um Rache, Selbstjustiz, vermeintlich ausgleichende Gerechtigkeit. Denn oft stehen hinter guten Taten böse Handlungen. Und Cleave kann wirklich böse schreiben, wir wir aus anderen Thrillern schon wissen.
Es wäre auch kein Cleave-Thriller, wenn es gegen Ende nicht richtig sadistisch zur Sache geht. Bis kurz vor dem Ende könnte man den Thriller wirklich jedem Leser in die Hand drücken. Verhältnismäßig harmlos liest sich die Geschichte um Joshua, eher bedrückend, denn Joshua scheint mit seiner Annahme eines Familienfluchs wirklich gar nicht weit weg zu liegen. Der Junge hat es einfach schwer. Und verdammt viel Pech.
Aber gegen Ende drückt Cleave nochmals auf die Tube, verspritzt sadistische Fantasien und lässt natürlich mehr als eine böse Figur auf der Bildfläche erscheinen, sodass man als Leser schon etwas abgehärtet sein sollte.

Den Mix finde ich gut. Sadistischer Mainstream-Thrill mit viel kritischen Hinterfragen in Bezug auf Organspende, die Einteilung der Menschen in gut und böse, Freundschaften, die zerbrechen, aber auch den Weg eines Blinden zum Sehenden. All das hat er gut verpackt und liest sich interessant. Nur Herr Cleave, einen Hinweis möchte ich hinterlassen: Organe kann man von Toten auch heute noch nicht transplantieren, dazu muss der Körper noch am Leben sein bzw. erhalten werden.

Ein wirklich guter Thriller, mehr als nur Unterhaltung, und auch wenn am Ende dann doch Cleaves Fantasie ihre Grenzen sprengt, absolut lesenswert.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

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Fuck you very much

Aidan Truhen , Thomas Wörtche , Sven Koch , Andrea Stumpf
Flexibler Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 16.04.2018
ISBN 9783518468654
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tja, es gibt so Bücher, die werden überall gelobt. Nur hier bei mir nicht. Mich hat "Fuck you very much" sehr enttäuscht, vielleicht auch, weil die Erwartungen aufgrund der tollen Aufmachung zu hoch angesetzt waren.

Jack Price ist ein New Yorker Drogendealer. Als die Frau unter seinem Stockwerk getötet wird, stellt er Fragen. Blöd gelaufen für Price, denn nun gerät er ins Visier der Seven Demons und die sind Auftragskiller und Price ihr Ziel.

Mit einem sehr eigenen gangstermäßig rauen und fluchenden Erzählstil verfolgt der Leser an der Seite von Price diese Jagd-Gejagter-Story in der Unterwelt. Auch wenn die Sprache derb, Price selbst sarkastisch rüberkommt, ist das das große Plus des Buches.
Nur leider sind die Verbindungen im Plot sehr schwach, und von Glaubwürdigkeit keine Spur. Price kämpft gegen eine scheinbar übermächtige Bande und das erinnert dann doch zu viel an Superman gegen den Rest der Welt. Und auch die Überspitzungen (z. B. elektrisierender Sex) sind für mich des vermeintlich Guten zu viel.

Für mich eine schöne Idee, aber mehr auch nicht. Schade.

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(10)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Anna

Niccolò Ammaniti , Luis Ruby
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 10.08.2018
ISBN 9783961610099
Genre: Romane

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277 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 170 Rezensionen

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Der Kreidemann

C.J. Tudor , Werner Schmitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.05.2018
ISBN 9783442314645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Ort wie Anderybury
Anderbury ist auf den ersten Blick so ne niedliche Kleinstadt. So ein Ort mit Spielplatz und Kirche, Schule und Sportplatz, einem Wäldchen. 1986 lebt hier Eddie und seine Gang. Die 12jährigen fahren Fahrrad, bauen im Wäldchen Höhlen und hinterlassen sich geheime Botschaften mit Kreidezeichnungen in den Einfahrten.
Niedlich, oder? Aber so Thriller haben normalerweise mit Niedlichkeit nichts am Hut. Und deswegen muss man zweimal hinsehen.
Anderbury ist auf den zweiten Blick nämlich etwas mysteriös. Und manchmal scheint der Ort wie verflucht zu sein. Mysteriös erscheint auch der neue Lehrer Mr. Halloran, den die Kinder insgeheim den „Bleichen Mann“ nennen. Und irgendwie fängt das schlechte Karma des Ortes mit dem Unfall auf dem Jahrmarkt an. Wie eine Kettenreaktion entwickelt sich der Ort der Niedlichkeit zum Ort der mysteriösen Todesfälle. Und niedlich ist plötzlich nichts mehr. Denn plötzlich führen die Kreidezeichnungen die Kinder zu einer Leiche. Oder zu dem, was davon übrig ist.

30 Jahre später: Eddie
Eddie lebt noch immer in Anderbury und ist selbst Lehrer geworden. Und etwas seltsam. Mit ungewöhnlichen, geheimen Hobbies. Kein Wunder, bei dieser Vergangenheit.
30 Jahre sind inzwischen vergangen, als plötzlich wieder Kreidezeichnungen auftauchen. Und plötzlich ist die Vergangenheit wieder lebendig. Ganz nah. Jetzt.
Zwei Zeitebenen wechseln sich ab, und wie die Hinweise der Kreidezeichnungen eröffnen auch die Zeitwechsel eine Schnitzeljagd bei dieser Rätselralley. Strich für Strich, Punkt für Punkt wird ein Gesamtbild gezeichnet. All das Mysteriöse wird nach und nach zu einem realen Drama, einer Kettenreaktion und ein böser Blick auf eine Kleinstadt, in der sich hinter netten, scheinbar guten Menschen manchmal böse Fratzen verbergen.

Wer einen Thriller als Geschenk sucht, kann mit „Der Kreidemann“ nichts falsch machen. Es ist so ein Thriller für jedermann, nicht zu blutig, nicht zu hart, zwischendurch mysteriös, immer unterhaltsam und es darf bis zum Ende mitgerätselt werden.
Ein Thriller für zwischendurch.

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Der Clan der Kinder

Roberto Saviano , Annette Kopetzki
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.01.2018
ISBN 9783446258211
Genre: Romane

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Lovecraft Country

Matt Ruff , Anna Leube , Wolf Heinrich Leube
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 14.05.2018
ISBN 9783446258204
Genre: Romane

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Mercy Seat

Elizabeth H. Winthrop , Hansjörg Schertenleib
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 31.12.2018
ISBN 9783406719042
Genre: Historische Romane

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Bruder

Ania Ahlborn
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 14.05.2018
ISBN 9783865526038
Genre: Krimi und Thriller

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Ghost Flight - Jagd durch den Dschungel

Bear Grylls
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959671859
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dort, wo sich Brasilien, Bolivien und Peru treffen, soll ein Flugzeugwrack mit brisanter Ladung aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Ex-Söldner Jaeger und ein Team von insgesamt zehn Leuten sollen das Wrack bergen und das Geheimnis lüften.

Nun ist es so, dass so ein Dschungel alleine schon ein harter Gegner sein kann. Denn in ihm lauern allerhand Gefahren. Piranhas, Kaimane, bösartige rotäugige Spinnen, monstermäßige Schlangen, Orientierungsverlust, unwegsames Gelände, Indigo-Völker mit Giftpfeilen, … Wenn dann auch noch ein Verräter in den eigenen Reihen sitzt, dann wird die Jagd nach dem Geheimnis umso spannender. Denn nicht nur Jaeger und sein Team suchen das Wrack, nein, auch eine andere Gruppe versucht das Geheimnis zu hüten. Um jeden Preis.

Viel Action und Tam-Tam mitten im brasilianischen Dschungel bietet die Geschichte. Auch wenn sich der Anfang etwas zieht, wird der Leser dann mit umso mehr Action und Thrill durch die Seiten getrieben.

Dazu kommt noch der Hintergrund der Geschichte dazu, der einen Schrecken beim Leser hinterlässt. Denn Bear Grylls weiß, wovon er schreibt, war er doch wirklich bei der SAS. Und so gibt es Hinweise darauf, dass in dem Thriller nicht alles total erfunden ist, auch wenn manches derart erschreckend klingt, das man als Leser einfach hofft, dass das alles reine Fiktion ist.
Wenn man googelt, ahnt man, nicht alles aus dem Thriller ist reine Erfindung. Hans Kammler war nämlich wirklich damit beauftragt, gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Naziwaffen außer Landes zu schaffen. Doch weder die Nazis selbst noch ihre Waffen wären ohne Hilfe der Alliierten in der Lage gewesen, sich außer Landes zu flüchten. Und wie wir wissen, haben es viele ranghohe Nazis geschafft, sich ein Leben in Südamerika aufzubauen.

Und so bietet dieser Thriller nicht nur actiongeladene Unterhaltung, sondern auch einen Mehrwert. Denn am Ende ist man gedrängt, nach den Hintergründen zu googeln. Und wird mit allerhand Wahrheiten, Halbwahrheiten, Verschwörungstheorien und auch Lügen konfrontiert, so dass man kritisch auf das aktuelle Weltgeschehen blickt.

Deswegen ist dieser Thriller wirklich sehr zu empfehlen. Nicht nur wegen der actiongeladenen Story, sondern auch, weil dieser Thriller den Leser dazu veranlasst, in den politischen Matsch zu stochern, der uns täglich präsentiert wird. Auch heute noch, nicht nur damals.

Ein Schrecken bleibt nach dem Lesen des Buches. So oder so.

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Tiefenscharf

Roland Spranger
Fester Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Polar Verlag, 01.02.2018
ISBN 9783945133590
Genre: Krimi und Thriller

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Schüssler und die verschwundenen Mädchen

Victor Glass
Buch: 320 Seiten
Erschienen bei Pendragon, 01.04.2018
ISBN 9783865326096
Genre: Historische Romane

Rezension:

1890. Ludwig Schüssler, Privatermittler in Augsburg, sucht nach Luise. Schnell stellt sich heraus, das auch andere junge Mädchen verschwunden sind, nachdem sie sich von einem Maler anrüchig malen haben lassen. Schüssler vermutet einen Menschenhandel dahinter ...


Ein Krimi, der im ausgehenden 19. Jahrhundert stattfindet
und doch schnell zur Nebensache wird. Denn viel eindrucksvoller ist die Milieuschilderung von Viktor Glass. Hufe klappern über Kopfsteinpflaster, eisenbereifte Kutschenräder klirren, Melonenhüte und Gehröcke werden getragen, Männer schlafen in langen Nachthemden und Nachtmützen.
Eine Reise für den Leser beginnt, die allerdings neben all den ungewöhnlichen Beschreibungen, gerade für weibliche Leser eine Herausforderung ist. Denn Augsburg um 1890 ist alles andere als frauenfreundlich. Ein industrieller Umbruch findet statt. In den Fabriken werden Arbeiter durch Maschinen ersetzt, was vor allem die Frauenarbeitslosigkeit in die Höhe treibt. Selbstmorde stehen an der Tagesordnung. In dieses Setting pflanzt Glass den Krimi, der dadurch an Glaubwürdigkeit gewinnt. Verzweifelte Frauen lassen sich anrüchig malen, um so wenigstens den nächsten Monat überleben zu können. Durch die Not der Frau können sich Männer an ihren Körper ergötzen. In einer Zeit, in der allerdings die Ehre einer Frau ohnehin einen bodenlosen Stellenwert hat, heißt das für die Frau auch: Sie kann sich nie mehr in der Stadt sehen lassen.
Das liest sich dann verdammt ungerecht. 

Viktor Glass lässt das ausgehende 19. Jahrhundert noch einmal lebendig werden. Seine Milieuschilderung ist so stark in die Handlung integriert, dass man diese Geschichte sehr emotional liest. Dazu fädelt er einen Krimi ein, der mit dem Ausgang überraschen und so manchen Leser auch schockieren kann.
Wer eine lebendige Zeitreise, eingerahmt in einer Krimihandlung, erleben will, muss Viktor Glass lesen.

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Frau Maier wirbelt Staub auf

Jessica Kremser
Buch: 304 Seiten
Erschienen bei Pendragon, 02.02.2018
ISBN 9783865326102
Genre: Historische Romane

Rezension:

Frau Maier kann es einfach nicht lassen. Schon wieder stolpert sie über eine Leiche. Der tote Körper mit dem Loch im Hinterkopf, den sie auf dem Parkplatz entdeckt, gehört ausgerechnet einer angesehenen Person im Dorf. Damit wirbelt sie alten Staub auf, der zurückreicht bis in den Zweiten Weltkrieg. Kommissar Brandner ist „not amused“ darüber, dass Frau Maier ihre Nase schon wieder in einen seiner Mordfälle steckt. Kann man ihn nicht verdenken.

Diese Frau Maier hat was. Sie ist keine Strumpfhosenheldin, denn sie läuft schon mal in Gummistiefeln und mit Nachthemd unter dem Regenmantel aus dem Haus. Aber sie trinkt gerne Kaffee. Viel Kaffee. Eigentlich immer, wenn sie nicht gerade Selbstgespräche führt oder mit ihrer Katze spricht. Für Leser macht die alte, schrullige Dame richtig Spaß. Ein Fettnäpfchen jagt das nächste, und nicht immer ist sie unschuldig dabei.

Auch die Dorfatmosphäre hat es in sich. Jeder kennt jeden, jeder weiß beinahe besser über den anderen bescheid, als man selbst. Dass da ein Fremder natürlich sofort auffällt … kein Wunder. Dass dieser sofort verdächtigt wird, keine Überraschung. So ist das halt in einem Dorf. Aber Frau Maier ist ein bisschen anders. Und arbeitet auf ihre Weise an dem Fall. Was dann ganz witzig zu lesen ist und zu einem kurzweiligen Lesespaß führt.

Für Dorfkrimifans ein Must-Read.

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Äquator

Antonin Varenne , Michaela Meßner
Fester Einband: 340 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 19.03.2018
ISBN 9783570103401
Genre: Romane

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