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Der Wachmann

Peter Terrin , Rainer Kersten
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Liebeskind, 19.02.2018
ISBN 9783954380855
Genre: Romane

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thriller, vater-tochter beziehung, familie, road-movie, flucht

Die Rache der Polly McClusky

Jordan Harper , Conny Lösch
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 23.02.2018
ISBN 9783550081507
Genre: Krimi und Thriller

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englisch, deutscher, bayern, kriegsgefangenschaft, deutsch

Ein mögliches Leben

Hannes Köhler
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 23.02.2018
ISBN 9783550081859
Genre: Romane

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Männer mit Erfahrung

Castle Freeman , Dirk van Gunsteren
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.02.2018
ISBN 9783423146227
Genre: Romane

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Der Klügere lädt nach

Castle Freeman , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 29.01.2018
ISBN 9783312010585
Genre: Romane

Rezension:

Anders als im ersten Band "Auf die sanfte Tour" wird es hier viel turbulenter. Sheriff Wing, der normalerweise dabei zu sieht, wie sich die Dinge von selbst klären, muss dieses Mal selbst Hand anlegen. Und zwar an mehreren Fronten.
Vorbei ist es mit der Gelassenheit, mit der ruhigen Beobachtung, mit der Besonderheit des ersten Bandes. Nicht nur, dass seine Ehe auf der Kippe steht, weil Clemmie genug von der Langeweile und sich einen neuen alten Freund zugelegt hat, steht auch Wings Job als Sheriff auf der Kippe. Denn der Gemeindevorsitzende Roark glaubt nicht, dass Sheriff Wing seinen Job ordnungsgemäß verrichtet.

Doch Freeman hat noch mehr Kugeln geladen. Ein Hund, der in den Wäldern um Fayetteville Leute in Angst und Schrecken versetzt, ein neuer Deputy, der vor allem eine Frau ist, Wings Mutter, die sich nicht mehr um sich selbst kümmern kann, und ein Geheimnis, das vor allem Wing in ganz neuem Licht erscheinen lässt.

Manchmal ist es nicht klug, so viele Kugeln zu laden. Denn das führt hier eindeutig zu Ladehemmung. Als Leser vermisst man die Beschaulichkeit, die Gelassenheit des ersten Bandes. Hier ist es mehr ein Mix von ganz vielen Kugeln, die in alle Richtungen streuen. Ziel verfehlt, würde ich sagen. Schade. Eine Kugel hätte ausgereicht.

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vermont, usa

Auf die sanfte Tour

Castle Freeman , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 30.01.2017
ISBN 9783312010141
Genre: Romane

Rezension:

Sheriff Wing ist ein entspannter Typ: Auf gemächliche Weise bewahrt er Ruhe, beobachtet und wartet, bis sich die Dinge von selbst klären.
Selbst als sich die Russenmafia in dem kleinen Nest Fayetteville niederlässt und ein nackter, gefesselter Russe auftaucht, gondelt er gelassen mit seinem Pick-Up durch die Provinz. Alles ganz easy. Hier in Fayetteville.

Trotzdem liest sich der Provinzkrimi nicht nur entspannend, sondern hat durch diese Gelassenheit eine Besonderheit. Als Leser lässt man sich nieder, taucht ab in dieses Provinznest, lässt sich von den Dingen mittreiben und muss dabei nichts machen, außer die Füße hochzulegen und zu genießen. So viel anders ist der Job eines Sheriffs anscheinend auch nicht als der des Lesers.

Zudem zaubert Freeman schöne Bilder herauf, verpackt den Provinzkrimi mit trockenem Humor und entführt in ein staubiges Provinznest. Das ist fast ein bisschen wie Urlaub. Schön gemacht, gut zu lesen, bitte mehr davon.

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Bordertown – Der Puppenmeister

J. M. Ilves , Anke Michler-Janhunen
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 13.11.2017
ISBN 9783518468203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Thriller der anderen Art für Leser, die keine Stangenware erwarten.

Eigentlich will der Ermittler Kari Sorjonen Entschleunigung. Mehr Zeit für die Familie. So lässt er sich ins Hinterland versetzen. Doch die Toten, die er ohnehin nicht mag, folgen ihm. Denn kurz nach seiner Ankunft gibt es eine Tote und somit den ersten Fall.

Kari Sorjonen wirkt etwas unbeholfen im Umgang mit Menschen. Selbst seine Tochter stichelt bei jeder Gelegenheit an ihm rum. Er hat also nicht nur Schwierigkeiten mit Toten, sondern auch mit Lebenden.
Das macht ihn natürlich interessant. Und menschlich.

Der Fall selbst ist relativ einfach gestrickt und für Thrillerverhältnisse beinahe harmlos. Obwohl es natürlich Tote gibt. Ermordete. Diese beinahe Harmlosigkeit würde man nicht annehmen, zumal der Fall in Richtung Menschenhandel führt, politische Kreise nicht ausschließt und Spuren nach Russland führen.
Doch genau das widerrum hebt ihn von der Masse ab. Er knallt nicht ein, er erschlägt einen nicht mit Brutalität und doch hat er das gewisse Etwas trotz - oder genau deswegen - aller Kurzweiligkeit. Unterhaltsam zu lesen, überraschend anders, aber nichts was einen Leser erschlagen würde.

Interessanter Auftakt, allerdings mit Luft nach oben!

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RUN - Sein letzter Deal

Douglas E. Winter , Peter Mehler
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 31.01.2018
ISBN 9783958352841
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Actionthriller mit coolem Kaffeeklatschanfang im Gangsterstil und einem Ende wie aus dem Maschinengewehr.


Burdon Lane ist Waffenschieber. Und ein Erzähler mit coolem Ton. So lauscht man gerne seiner Erzählung. Wie er zum Geschäftsmann wurde, auf welchen Säulen die Verfassung der Gründungsväter beruht, und wie falsch einfach jeder ist.


Die zweite Buchhälfte widmet sich dann dem Deal. Der gefällt Lane nämlich gar nicht. Der stinkt zum Himmel. Und Recht hat er damit. Denn alles läuft aus dem Ruder. Zwischen den Banden tobt schnell ein Krieg, es wird geschossen, gejagt und selbst den Feds kann man nicht mehr trauen.


Wie ein zweischneidiges Schwert ist die Geschichte für mich. Anfangs wird mir zu viel erzählt, es dauert, bis die eigentliche Story losgeht. Allerdings liest sich das durch den coolen Erzählton trotzdem nicht langweilig, eher wie ein Kaffeeklatsch, den man halt nicht mit Tante Emma führt, sondern mit einem Gangster.

Und dann peng - peng - peng, ist nichts mehr zu stoppen. Es knallt. Es fließt Blut. Es knallt noch mehr. Es wird gejagt. Pausenlos. Und alles entwickelt sich hin zu einem lauten Showdown.


Für Actionthrillerleser ein Lesetipp, die sich gerne von Gangsterfiguren unterhalten lassen möchten.


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Oskar

Max Bronski
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.12.2017
ISBN 9783426306109
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schräge Krimikomödie mit philosophischer Tragik. Unterhaltsamer Genre-Mix für zwischendurch!

Oskar ist tot. Aber nur scheinbar. Denn kurz nach seinem „Tod“ erwacht er in einem Leichenwagen in einem Sarg. Da er keine Ahnung hat, wie er heißt, noch wie er hier im Sarg gelandet ist, klaut er kurzerhand die Personalien seines toten Nachbarn und flüchtet in den Englischen Garten.
Doch kurze Zeit später ist die Mafia hinter ihm her, Erinnerungen kommen hoch und die Stimmen in seinem Kopf haben irgendwas mit seiner Vergangenheit zu tun. Nur was?

Das Cover und die Buchbeschreibung täuschen. Denn von Düsternis ist in dem Roman keine Spur. Im Gegenteil. Die Erzählung wechselt von Slapstickkomik bis hin zu einem philosophischen Roman. Wobei die Krimikomödie überwiegt, aber auch keine Komödie ist. Denn es endet wie eine Tragödie. Das Schicksal meint es einfach nicht gut mit Oskar.

Alles nur Schein.
Wie der scheintote Oskar sind auch die Genres nur als Schein vorhanden. Das macht das Buch nicht weniger unterhaltsam, aber doch wechselhaft. Auf alle Fälle hat es einen hohen Unterhaltungsfaktor.

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ex-polizist, unter druck gesetzt, verrat, gewalt, thriller

Small Crimes

Dave Zeltserman
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei PULP MASTER, 01.08.2017
ISBN 9783927734838
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Joe Denton hätte wohl nie gedacht, dass er mal die Seiten wechselt. Nach seiner Heirat mit seiner College-Liebe fängt er bei der Polizei an. Doch dieser Kleinort Bradley ist bevölkert von korrupten Bullen und in den Fängen eines Mannes, der sich mit Drogen, Wetten, Prostitution, Abzocke und Erpressung über Wasser hält. Und seinem Psychosohn. Und so landet auch Joe auf der anderen Seite der Gitterstäbe, denn seine Drogen-, Trink- und Spielsucht bleibt nicht ohne Folgen.

Bradley ist ansteckend.

Der Ex-Cop Joe Denton kommt nach 7 Jahren Gefängnis wieder frei. Er hat viele guten Vorsätze. Keine Drogen, keine Wetten, sondern ein ganz normales Leben führen und ein Vorbild für seine Töchter sein. Das wünscht er sich.

Bradley bringt Optimisten wieder auf den Boden der Tatsachen.

Nichts läuft so wie er sich vorstellt. Ein bisschen tut er dem Leser leid. So gute Vorsätze, so ein bösen Leben! Schon seine Eltern behandeln ihn wie einen gefallen Engel. Dem sie noch die Flügel stutzen müssen. Seine Opfer von damals sind auf Rache aus. Seine Frau hat sich längst auf und davon gemacht und seine Töchter kennen ihn nicht.

Erbarmungslos wird hier eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Erbarmungslos wird das Leben so böse gezeigt, wie es für manche Menschen wirklich sein kann. Wenn man denkt, noch schlimmer kann es nicht kommen. Es kann! Und wie!

Joe Denton ist chancenlos.

Noir vom Feinsten! Keine Hoffnungen, kein Wunder, schon gar kein Happy-End. Sondern ein hoffnungsloser Kampf um ein kleines Stück normales Leben, das einfach keine Chance bekommt. Seitenweise dunkle, böse Seiten erwartet den Leser, in denen es richtig ungemütlich zugeht. Absoluter Buchtipp für Noir-Fans!

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killer, mystery-thriller, thriller, dave zeltserman

Killer (Pulp Master 37)

Dave Zeltserman
E-Buch Text: 262 Seiten
Erschienen bei Pulp Master, 19.12.2014
ISBN 9783927734678
Genre: Sonstiges

Rezension:

Vierzehn Jahre saß Leonard March im Gefängnis. Der ehemalige Auftragskiller jobbt nun als Reinigungskraft und wirkt wie ein alter, gebrechlicher Mann.
Doch Reue ist ein Fremdwort für ihn, nur ein Deal mit dem Staatsanwalt entließ ihn aus der Haft. Dass dieser Deal nicht ohne Folgen bleibt ist klar: Wer jemanden ans Messer liefert, muss sich nicht wundern, wenn er davon sich selbst ins Fleisch schneidet.

So ein bisschen Mitleid mit dem alten Mann kommt ja schon auf. Auch wenn er ein reuloser Killer ist, wirkt er geläutert. Mit seinem Verfolgungswahn scheint er ohnehin gestraft zu sein. Nicht nur der Leser bei March hin- und hergerissen, auch die Figuren in der Geschichte sehen ihn mal als geläuterten Helden und andere wieder als den skrupellosen Verbrecher, der er einst war.
Irgendwie weiß man nicht, woran man bei ihm ist. Das liest dann natürlich sehr interessant.

Zeltserman hat aber auch einen besonderen stilistischen Leckerbissen eingebaut. Die Rückblicke schildert er in der Gegenwart (Präsens), die March als gewissenlosen Killer zeigen, der nur seinen Job macht. Dagegen wird die eigentliche Geschichte der Gegenwart in der kurzen Vergangenheit (Präteritum) gezeigt, die zeigt, wie March versucht sein Leben auf die Reihe zu kriegen.
Wenn man diesen Stil betrachtet, kommt man zu dem Schluss, dass die Vergangenheit nicht abgeschüttelt werden kann, dass sie bis ins Jetzt wirkt und niemals vergeben und vergessen werden kann. Und dass vielleicht die Gegenwart längst vergangen ist.
Herrlich! Sehr gerissen umgesetzt und als Leser ahnt man schon, wie das enden wird. Für mich ist das hohe Kunst.

Die Noir-Thriller ist ein Leckerbissen für Feinschmecker, die mehr wollen als nur eine düstere, hoffnungslose Geschichte. Dieser Noir-Thriller ist stilistisch gesehen hohe Kunst. Und obendrein einfach verdammt gut zu lesen und mit hohem Unterhaltungswert. Buchtipp!



Hinweis: Die einzelnen Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. Jeder Band ist in sich abgeschlossen, nur das Thema „Ex-Knacki“ verbindet die Reihe. "Killer" ist der dritte Band der Badass Gets Out Of Jail - Reihe.

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Paria

Dave Zeltserman , Frank Nowatzki , Frank Nowatzki , Angelika Müller
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei PULP MASTER, 15.01.2013
ISBN 9783927734470
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Keine Chance auf Läuterung. Eine düstere, hoffnungslose Geschichte, von der man ahnt: das geht nicht gut aus. Ein Tipp für Noir-Leser! Und ein Antitipp für Optimisten und Leuten, die davon überzeugt sind, jeder hätte eine zweite Chance verdient. Manche sind einfach durch und durch verdorben.

Kyle Nevin hat nichts gelernt. Nach 8 Jahren Gefängnis ist er kein bisschen geläutert. Im Gegenteil, kaum die Gitter hinter sich gelassen, macht er genau dort weiter, wo er damals unterbrochen wurde.
Nur 8 Jahre haben seine Welt verändert. Alte Kollegen versuchen ihr Leben ohne Verbrechen zu leben, andere sind zu Ratten, Verrätern, geworden. Oder untergetaucht. Oder tot. Oder so gut wie.

Kyle Nevin ist kein Typ, den man mögen kann. Er hat nichts aus seinen Fehlern gelernt und versucht selbst seinen Bruder wieder auf eine verbrecherische Bahn zu lenken. Außerdem will er Rache. An seinem ehemaligen Gangsterboss, der ihn verraten hat und nun untergetaucht ist. Dafür braucht er Kohle. Und da handelt er wirklich skrupellos.

„Paria“ zeigt die Geschichte eines Antihelden, einer unsympathischen Figur, die in einer Welt gefangen ist, die von Gangstern, Alkohol, Schlägereien, Drogen, „Nutten“, Erpressungen regiert wird. „Paria“ zeigt auch den Werdegang eines Mannes, der so gar nichts aus seiner Strafe gelernt hat. Er ist einfach ein abgrundtief missratener Typ, zu dem man als Leser so eine Art Hassliebe entwickelt.

Und „Paria“ gibt diesen Typen Raum. Denn Kyle selbst erzählt die Geschichte, wie aus den „Anmerkungen für das Lektorat“ hervorgeht, denn es ist sein Buch, seine Lebensgeschichte. So gesehen gibt es einen kleinen Seitenhieb auf die Medienbranche, die solchen Typen Geld dafür gibt, berühmt zu werden, zu Wort zu kommen. Aber auch das geht natürlich nicht gut aus, sonst wäre es ja nicht noir.

Für Noir-Leser eine empfehlenswerte, durch und durch hoffnunglose Geschichte, von der man schon am Anfang ahnt: Das geht niemals gut aus. No happyend garantiert.

Anmerkung: „Paria“ ist der zweite Band der „Badass gets out of Jail - Reihe“, kann aber unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden. Nur das Thema „Exknacki“ verbindet die Bücher, die Geschichten selbst sind in sich abgeschlossen.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

brutal, südafrika, thriller/krimi, sex, korruption

Mann am Boden: Thriller

Roger Smith
E-Buch Text: 326 Seiten
Erschienen bei Tropen, 13.01.2018
ISBN 9783608108941
Genre: Sonstiges

Rezension:

Roger Smith bringt den harten Splatter-Thriller von Südafrika nach Arizona. Das ist nicht weniger gewalttätig, aber weniger kritisch. Leider.

John Turner hat es geschafft. Er ist nun Unternehmer, wohnt nicht mehr in Südafrika, sondern in Arizona. Seine Frau hat er mitgebracht, die wird er auch so schnell nicht los. Wie so vieles, was mit seiner Vergangenheit zu tun hat. Und das kann ganz schön böse enden. Und blutig.

Ein wahres Gemetzel findet in Arizona statt. Dabei hätte alles fast harmlos ablaufen sollen. Ein kleiner Überfall, ein neues Leben. Doch es kommt ganz anders.

Erzählt wird sprunghaft. Mal erlebt man die Vergangenheit, die in Südafrika spielt, mal die Gegenwart in Arizona. Dass so dunkle Schatten aus der Vergangenheit einem folgen, wird zum Problem. Aber dadurch entstehen auch zahlreiche Cliffhanger, so dass man förmlich durch die Seiten fliegt und gar nicht landen will.

Der auf den ersten Blick beinahe harmlose Überfall schlägt schnell in abartige Gewalt um. Mit jeder Seite wird die Brutalität schlimmer, alles artet aus, aus der Vorhölle kommt man direkt in das Herz der Hölle. Eine endlose Spirale der Gewalt kann nicht mehr gestoppt werden. Dabei schont Smith seine Leser nicht, mit Splatterelementen wird es richtig blutig.

Auch wenn sich das alles ganz spannend liest, fehlt was. Wo ist die Gesellschaftskritik zwischen den Zeilen hinverschwunden, die sich in Roger Smith’s Büchern gerne versteckt hat? Im Höllenschlund verschwunden wie es scheint.

Dennoch ist der Thriller für Splatter-Fans ein Lesetipp. Spannend, brutal und einmal angefangen steckt man als Leser selbst fest in dieser Spirale der Gewalt. Bis zum bitteren Ende.

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90 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

dystopie, tyrell johnson, wie wölfe im winter, winter, schnee

Wie Wölfe im Winter

Tyrell Johnson
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.01.2018
ISBN 9783959671323
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein tödlicher Grippevirus breitet sich weltweit aus, Terrorismus und Kriege lenken die Welt an ihren Abgrund, und nachdem Lynns Vater stirbt, flüchtet die Familie mit ihrem Onkel und dem Sohn eines Freundes ins eisige Yukon.
Abgeschieden von der Außenwelt richten sie sich dort ein neues Zuhause ein, leben von der Jagd in dieser eisigen, kalten Landschaft.
Nach Jahren taucht ein Fremder auf. Lynn ist inzwischen 23 Jahre und natürlich interessiert sie der fremde Mann, der besondere Fähigkeiten hat. Aber er hat auch Anhang mitgebracht. Die Immunity, eine Organisation, die vorgibt, den Virus zu bekämpfen. Nur so richtig traut denen niemand über den Weg.

Was interessant und erschreckend klingt, schmilzt aber schnell dahin. Der Geschichte fehlt es an Überraschungen, ist viel zu einfach gestrickt.
Die Figurenanzahl ist überschaubar, was hinter der Immunity steckt, wird allzu schnell offensichtlich. Wie die Geschichte ausgeht leider ebenso. Die Figuren handeln genau so, wie es der Leser erwartet. Nirgends gibt es einen Überraschungsmoment, bei dem der Atem stocken könnte. Man gähnt sich beim Lesen dadurch durch die Geschichte.
Selbst das bisschen Action gegen Ende der Geschichte heitert nicht auf. Einfach weil alles zu vorhersehbar bleibt.

Zurück bleibt eine lauwarme Brühe ohne Überraschungen, die genauso farblos daherkommt wie die eisige Landschaft selbst.

Am Ende bleibt aber doch ein kleiner Schrecken: Denn es dürfte eine Fortsetzung geben. Zumindest lässt das Ende es vermuten.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wie Schatten über totem Land

S. Craig Zahler , Madeleine Seither
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 15.12.2017
ISBN 9783958352773
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Catacumbas, Mexiko, werden zwei Schwestern brutal zur Prostitution gezwungen. Schon hier wird klar, dieses Buch ist böse. Es metzelt. Es blutet. Es ist brutal. Gewalttätig.

Draußen in Texas macht sich eine bunte Gruppe auf. Die Familie Plugford sammelt sich und bezahlt Nathaniel Stromler dafür, dass er sie begleitet und sich als reichen Mann ausgibt. Denn die zwei gefangen gehaltenen Frauen sind die Schwestern der Familie Plugford. Doch Stromler hat keine Ahnung, auf was er sich da einlässt. Und schon gar nicht, wie diese geheime Befreiungsaktion enden wird. Und die kommt mit brutalen Splatterelementen daher, von daher: Dieses Buch ist wirklich nur für die hartgesottenen Leser.

In die Handlung hat Zahler eines sehr gut eingearbeitet: Die Rassenansichten von damals, der Zeit um 1900. Stromler wird als Gentleman bezeichnet, der Vater Plugford als Patriach, Long Clay als Cowboy, Deep Lakes als Indianer, die Mexikaner als Mexikaner, nur Patch-Up wird rassistisch als „Neger“ (und noch böseren Worten) bezeichnet.
Doch Zahler zeigt auch, dass mancher Rassismus nur nach außen getragen wird. Im Herzen sieht es es oft ganz anders aus. Dieser Widerspruch ist ihm wirklich gut gelungen, macht die Charaktere menschlich, bleibt dabei aber erstaunlicherweise glaubwürdig. Überhaupt ist die Charakterisierung durch ihre vielen Facetten ein Genuss, ein Highlight des Buches. Hätte ich so nicht erwartet.

Die Handlung selbst ist brutal. Da fließt schon mal Hirnmasse aus, finden Verstümmelungen statt, Zwangsernährung, Tierquälereien, Folter, und natürlich viele blutige Schusswechsel. Und Zahler schont dabei weder seine Figuren noch seine Leser.

Ein Western, der im Vollgalopp stattfindet, der blutig ist, der aber auch vor allem eines zeigt: Menschen sind widersprüchlich. Das hat Zahler wirklich gut gemacht!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Gravesend

William Boyle , Andrea Stumpf
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Polar Verlag, 01.01.2018
ISBN 9783945133552
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Weil er einen Jungen in den Tod hetzte, kam Ray Boy Calabrese für 16 Jahren hinter Gitter. Nun ist er wieder auf freiem Fuß, doch vom einst harten Typen ist nichts mehr übrig. Er will nur sterben. Durch Conways Hände.
Conway, der Bruder des Hate-Crime-Opfers, hat in all der Zeit auf Rache geschworen. Er will Ray töten, doch so ein Mord, ist nicht so leicht wie man es sich vielleicht erträumt.
Und dann gibt es noch Eugene, Rays Neffen, der seinen Onkel als Verbrecherkönig und Vorbild sieht. Der total enttäuscht ist, weil Ray kein knallharter Exknasti ist, der sich zur Aufgabe macht, seinen Onkel wieder auf den rechten - verbrecherischen - Weg zu bringen.

Doch Gravesend ist ein Viertel, das einfach alle runterzieht. Wer hier ankommt, ist unten angekommen. An einem Ort der Hoffnungslosigkeit, der Verzweiflung, der Selbstzerstörung.
In Gravesend bekommt niemand eine Chance. Man dümpelt vor sich hin, verrottet in den eigenen vier Wänden, oder opfert sich selbst für ausweglose Ziele.

Gravesend ist düster. Es zieht auch den Leser runter. Schlägt aufs Gemüt, erschlägt Hoffnungen. Gravesend ist noir. Durch und durch. Das muss man mögen, dann ist Gravesend ein Lesetipp!

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