Leserpreis 2018

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Die Beobachterin

Caroline Eriksson , Nike Karen Müller
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Penguin, 12.11.2018
ISBN 9783328100430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

Caroline Eriksson lebt und arbeitet in Stockholm, studierte Sozialpsychologie und zuletzt war sie als Personalberaterin tätig. Ihr Debütroman, ein Thriller, „Die Vermissten“ hatte ihr den internationalen Durchbruch eingebracht. Weltweit erschien der Roman in mittlerweile 25 Ländern.


Worum geht es?

Elena lebt in einem Reihenhaus in einer schwedischen Kleinstadt. Und das eigentlich unfreiwillig, denn das Haus hat ihre Schwester für sie gemietet, nachdem Elena sich vor kurzem von ihrem Ehemann getrennt hatte. Zurückgezogen lebt sie alleine in den Tag hinein, ohne Ziel oder Aufgabe. Die Tage sind leer und das Haus verlässt sie ohnehin kaum. Doch plötzlich findet sie Ablenkung, als sie feststellt, dass man vom Küchenfenster aus in das Haus gegenübersehen kann. Und dort passieren scheinbar Merkwürdige Dinge: Es gibt Streit, der Ehemann scheint ein geheimes Doppelleben zu führen und dann ist da auch noch der Sohn der Familie, mit dem sich Elena letztlich mehr oder weniger anfreundet.

Elena merkt nicht, dass sie sich plötzlich von dem Haus und den Geschehnissen nicht mehr abwenden kann, sie überschreitet Grenzen, die sie eigentlich einhalten sollte und dennoch weiß sie, dass das alles einen Grund hat: Es wird etwas Schreckliches in dem Haus gegenüber passieren, dessen ist sie sich immer mehr bewusst. Sie trifft eine Entscheidung, ohne zu wissen, dass sie sich dadurch selbst in Gefahr bringt …


Fazit

Nach ihrem erfolgreichen Debütroman „Die Vermissten“ wagt sich Caroline Eriksson abermals in die düstere und geheimnisvolle skandinavische Kleinstadtwelt. Eine Frau, getrennt von ihrem Ehemann, ohne Ziel und ohne Plan. Eingesperrt in einem Reihenhaus, das sie zwar verlassen kann, aber es letztlich nicht für nötig hält, dies auch umzusetzen. Der Kontakt zur Außenwelt besteht mehr oder weniger nur durch den Kontakt mit ihrer Schwester. Und da trifft es sich gut, dass vom Küchenfenster aus das Nachbarhaus beobachten kann.
Und da zeigen sich viele Parallelen zum berühmten „Fenster zum Hof“ von Alfred Hitchcock, dessen Inspiration zu diesem Roman sicherlich von Eriksson nicht geleugnet werden kann. Zwar versucht die Autorin hier, die Geschichte ein bisschen umzugestalten und viele eigene Aspekte und Darstellungen der Protagonisten hineinzubringen, was ihr jedoch nicht so wirklich gelingen mag.

Die Story ist eigentlich gut durchdacht. Eine zurückgezogene Schriftstellerin sieht das im Haus nebenan schein-bar seltsame Dinge für sich gehen und weiß, dass irgendetwas passieren wird. Doch was, dass wird erst einmal dem Leser, trotz vieler Hinweise und Theorien, die uns die Hauptdarstellerin der Geschichte Elena erzählt wird, nicht so wirklich klar. Das macht das ganze außerordentlich spannend bis zur Mitte des Buches hin. Jedoch kommt der Leser sicherlich schnell hinter die ganze Geschichte, deren Zusammenhänge und vor allem auch, welche Rolle Elena im Zusammenhang spielt. Und da ist noch nicht einmal dreiviertel des Buches beendet.

Sicherlich ist das schade, weil dann natürlich auch relativ schnell die Spannung abnimmt und zum Ende hin, als dann auch noch ein ziemlich undurchsichtiger Geschichtenstrang dazukommt und verschmilzt, der aber aus meiner Sicht überhaupt nicht überzeugend vermittelt wird. Es bleiben zu viele Handlungen, deren Auflösung am Ende irgendwie etwas mau sind.

Alles in einem hat mich der zweite Roman, wie auch der bereits Debütroman von Caroline Eriksson, nicht über-zeugt. Mir fehlt ein bisschen eine eigene Note der Schriftstellerin in dieser Geschichte, damit sich diese gerade mit hinblickt auf der prominenten Vorlage etwas abheben kann. Aber auch Bücher sind Geschmackssache und daher glaube ich gerne, dass sich einige Leser mit diesem skandinavischen Thriller anfreunden können.

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Die Vermissten

Caroline Eriksson , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Penguin, 12.11.2018
ISBN 9783328103783
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

Caroline Eriksson lebt und arbeitet in Stockholm, studierte Sozialpsychologie und zuletzt war sie als Personalberaterin tätig. Ihr Debütroman, ein Thriller, „Die Vermissten“ hatte ihr den internationalen Durchbruch eingebracht. Weltweit erschien der Roman in mittlerweile 25 Ländern.


Worum geht es?

Alles begann mit einem Familienurlaub in einem Ferienhaus am Maransee. Unter den Einheimischen birgt der See die ein oder andere Legende. Als die 31-jährige Greta, zusammen mit Alex und seiner Tochter Smilla, in einem Boot auf eine in dem See gelegene Insel rudern, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben dadurch schlag-artig ändern wird.

Als sie an Land gehen, verliert Greta kurze Zeit darauf Alex und Smilla aus den Augen. Was sie anfangs noch für einen Scherz der beiden hielt, ist für sie der Beginn eines nicht vorstellbaren Albtraums. Denn die beiden sind wie vom Erdboden verschwunden. Schnell wird ihr klar, dass sie Hilfe rufen muss und begibt sich auf den Weg zurück ins Ferienhaus. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, ihre Erinnerungen und die Gegenwart verschmelzen miteinander und Greta ist schier mit allem überfordert.

Immer wieder stellt sie sich nur eine einzige Frage: Hat sie selbst etwas mit dem Verschwinden der Beiden zu tun? Was ist an jenem Tag wirklich auf der Insel passiert? Greta sucht Antworten darauf, doch will sie wirklich die Wahrheit hören?


Fazit


Das Buch beginnt eigentlich schon fast mitten im Geschehen. Die 3-köpfige Familie rudert auf die Insel, Alex und seine Tochter verschwinden, Greta bleibt zurück. Mit vielen Fragen: Was ist mit den Beiden passiert, hat sie etwas damit zu tun? Wir erleben die Geschichte hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Greta, die Gegenwart und die Vergangenheit, alles ist zwar strikt voneinander getrennt und doch verschwimmt vieles Miteinander, dass längst vergangene verknüpft sich mit der Gegenwart, doch was, dass wird dem Leser selbstverständlich erst einmal vorenthalten.

Im Laufe der Ereignisse versucht man Greta automatisch einzuordnen. Wer ist diese Person? Was hat sie mit den Geschehnissen auf der Insel wirklich zu tun? Ist sie auf der bösen oder auf der guten Seite? Der Leser soll das im weiteren Verlauf selbst herausfinden. So weit ist alles noch im positiven und spannenden Teil der Handlung, aber dann passiert etwas, dass irgendwie gar nicht in die Story dieses Psychothrillers passt. Alles nimmt eine seltsame Wendung. Die Vergangenheit von Greta holt sie immer mehr ein, die weiteren Protagonisten in dem Ort am See stolpern mehr oder weniger unpassend in den eigentlich Hauptstrang, wir schweifen immer wieder von der eigentlichen Lösung des Rätsels ab und letztlich wird alles noch so verstrickt, dass es dem Ganzen nur noch ein großes Maß von Unglaubwürdigkeit verleiht.

Das eigentliche „Happy-End“ der Geschichte, nebst der eigentlichen Auflösung, ist dann so an den Haaren herbeigezogen und zusammengeschachtelt, dass es aus meiner Sicht, überhaupt nicht zur eigentlichen Geschichte passt, die wirklich zweifelsohne so spannend und mysteriös begonnen hatte, um dann, die leider bereits er-wähnte Wendung nimmt, die ausgerechnet am Zenit eine katastrophale Wirkung hat. Schade eigentlich, denn die Geschichte hätte man sicherlich anders verzweigen und vor allem vermeiden können, dass die Hauptcharaktere am Ende seltsam und unglaubwürdig darstellen zu lassen. Die Geschichte ist leider nicht bis zum Ende gedacht, auch wenn der eigentliche Kern – auf den ich natürlich nicht eingehen kann – eine tiefgreifende Wirkung haben sollte, so ist das leider nicht gelungen, darauf wirklich aufmerksam zu machen. Doch das ist meine persönliche Meinung oder vielen. Bilden Sie sich ihre eigene.

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Im Bann der wilden Tiere

Andreas Kieling
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei National Geographic Deutschland, 10.10.2018
ISBN 9783866906389
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Autor

Andreas Kieling ist sicherlich aktuell Deutschlands erfolgreichster und populärster Naturfilmer und Fotograf. Seit fast 30 Jahren reist er um die ganze Welt, es gibt keinen Kontinent, den er bisher noch nicht betreten hatte, kein Abenteuer das ihm zu schwierig erschien und keinen Moment, an dem er teilweise bis an seine Grenzen ging. Und immer im Gepäck: Eine Videokamera und ein Fotoapparat. Bekannt wurde er vor allem durch seine Mitarbeit in der ZDF Reihe Terra X. Mit seinem aktuell neuesten Bildband „Im Bann der wilden Tiere“, der in Zusammenarbeit mit dem National Geographic erschien, zeigt er uns seine schönsten und abenteuerlichsten Reisen rund um den Globus.


Fazit

„Im Bann der wilden Tiere. Auge in Auge mit Bären, Löwen, Tigern, Gorillas u.v.m.“ Alleine der Titel des Bildbands weckt bereits in vielen die Abenteuerlust. Und Andreas Kieling macht das, wovon viele Träume. Er reist um die ganze Welt, an die entferntesten Orte und Gegenden, sucht die seltensten Tiere und hält alles das in atemberaubenden Fotos für sich und die Nachwelt fest.
Im Alter von 11 Jahren beginnt er mit ersten Fotoaufnahmen seines Meerschweinchen, lernt so die Liebe zu Tieren und der Fotografie, anfangs noch mit einem handelsüblichen 36-Bilder-Farbfilm. Das Buch ist nur ein Bildband, sondern erzählt nebenbei auch die Geschichte des Andreas Kieling.

Das Buch ist in die verschiedenen Kontinente aufgeteilt, die er in seinen nunmehr fast 30 Jahren bereist hatte und an deren Abenteuer er uns jetzt mit dieser Veröffentlichung seines, nennen wir es einmal Lebenswerks, teilhaben lässt. Ob seine Zusammenkunft mit den seltenen Wüstenelefanten in der Namib, seinem Überlebenskampf mit der größten Schlange der Welt oder auch seine Wanderung zu den legendären Berggorillas in die Wälder des Kongo, all die Schönheit der Natur, deren Zerstörung immer weiter durch den Menschen voran-schreitet, wurden dokumentiert und bildlich festgehalten.

Wenngleich er auch seine Geschichten zu den Fotos erzählt, so weiß er stets, dass oftmals kein Wort erklären kann, welche einzigartigen Bilder ihm auf seinen Reisen gelangen, Bilder von denen viele andere Naturfilmer Jahre, wenn auch nicht sogar Jahrzehnte warten müssen, fliegen Kieling regelrecht vor die Linse. Man könnte fast meinen, die wilde Tierwelt unserer Erde sind seine Komparsen.

Doch das nicht alle Begegnungen immer ganz ungefährlich sind, musste er ebenfalls bereits teils schmerzhaft eingestehen. Doch die Natur lässt sich nun einmal nicht bändigen und genau das macht die Bilder letztlich ungestellt und einzigartig.

Alles in einem ist der Bildband von Andreas Kieling sehenswert, empfohlen für alle mit Sehnsucht in die Ferne und all diejenigen, die unsere schöne und teils wilde Erde lieben und lieben lernen möchten.   

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Mysteriöse Friedhöfe und Grabstätten

Anna Noah , Oliver Müller , Luise Eichler , Marina Heidrich
Flexibler Einband: 372 Seiten
Erschienen bei Shadodex - Verlag der Schatten, 15.10.2018
ISBN 9783946381495
Genre: Sonstiges

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78 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Erhebung

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2018
ISBN 9783453272026
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Autor

Stephen King, zweifelsohne eine der erfolgreichsten Schriftsteller der Gegenwart, verkaufte bisher mehrerer Millionen Bücher weltweit, steht regelmäßig auf den bekanntesten Bestsellerlisten ganz oben und ist sicherlich eines keinesfalls: Schreibmüde. Er erfindet unentwegt Geschichten, die einen vor allem gruseln lassen, aber auch zuletzt immer wieder abdriftet in andere Genres. Seine Kurzgeschichte „Erhebung“ ist seine aktuelle Veröffentlichung. King selbst lebt noch immer mit seiner Frau in Maine.


Worum geht es?

Scott ist eigentlich ziemlich untersetzt, hat einen etwas zu dicken Bauch und hat ein Problem, welches die erst-genannten eigentlich in den Schatten stellen sollte. Denn Scott nimmt rasend schnell ab, verliert täglich Gewicht, ohne aber, dass ich sein Äußeres dadurch verändert. Als er seinen mittlerweile in Rente befindenden Arzt aufsucht, glaubt auch erst nicht an die doch seltsame Geschichte, des rasanten Gewichtsverlustes. Doch was er nicht ahnt, das ganze wird noch mysteriöser, denn egal was Scott bei sich trägt, ob Handeln oder andere Gegenstände, die Waage ändert ihre Anzeige nicht.

Sein Arzt steht vor einem Rätsel und bittet Scott sich anderen Ärzten zur Lösungsfindung vorzustellen. Doch daran denkt Scott nicht, längst hat er sich damit abgefunden in naher Zukunft gar nichts mehr zu wiegen und den-noch hat er plötzlich eine Mission, denn ein Pärchen in seiner Nachbarschaft benötigt Hilfe. Ohne einen Plan zu haben, schafft es Scott das Problem zu lösen und findet Freunde.

Aber auch seine Freunde können nicht verhindern, dass mit jedem Tag der vergeht, Scott weiter abnimmt …


Fazit

Erhebung. Ein Titel, unschlüssig was er ausdrücken soll. Ein Klappentext, der einen Neugierig macht, ohne uns aber zu verraten wieso. Wer ist Scott? Warum verliert er an Gewicht und worum geht es in der Geschichte? All dies scheint uns nicht zu interessieren und doch greifen wir zu dem Buch? Warum? Weil Stephen King draufsteht? Weil wir uns sehnen nach einer Geschichte, die uns den Schlaf raubt?
Falls ja, muss ich Sie ein wenig enttäuschen. Denn es wird nicht so gruselig, wie man es von King gewohnt ist. Und dennoch wird sicherlich der ein oder andere lange über diese Story nachdenken müssen.

Stephen King weicht hier enorm von seinem bisherigen Schreibstil ab, wenngleich er aber auch etwas zu Papier bringt, das zweifelsohne nur aus den Tiefen seiner Phantasie entspringen konnte. Scott verliert an Gewicht und diesmal ist scheinbar nicht wie in Kings früherem Werk „Der Fluch“, eine alte Zigeunerin daran schuld, sondern etwas, dass man nicht wirklich erklären kann.

Ein Pärchen aus Scotts Nachbarschaft zieht ihn in seinen Bann, weshalb, das wird im Verlauf der Erzählung eigentlich auch nicht wirklich schlüssig. Wir haben nur eine Handvoll Protagonisten, deren Handlungen einfach, klar und strukturiert erscheinen, aber dennoch keinerlei wirklichen Gemeinsamkeiten aufweisen. Stephen King lässt mit „Erhebung“ den Leser letzten Endes zurück, mit vielen offenen Fragen auf denen der Leser keine wirklichen Antworten erhält.

Aber was ist das Fazit von dem Buch? Lesen oder sein lassen? Wenngleich die Entscheidung sicherlich, aufgrund der vorher geschriebenen Einschätzung, darauf hinausläuft, dass das Buch durchaus lesenswert ist, sollten nicht erstaunt sein, denn obwohl der Schreibstil anders ist, die Geschichte und die Lehre, die uns Stephen King dadurch näher bringen möchte, hat eine solche Tiefenwirkung, deren Sie sich beim Lesen sicherlich nicht bewusst waren. Finden Sie es heraus, ob es auch bei Ihnen zutrifft.

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Tod am fränkischen Himmel

Jan Beinßen
Fester Einband: 250 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 30.10.2018
ISBN 9783869139845
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

Jan Beinßen, geboren 1965, lebt mit seiner Familie in seiner Wahlheimat Franken in der Nähe von Nürnberg. Berühmt wurde er vor allem durch seine Paul Flemming Krimireihe, deren Handlungen alle in und um Nürnberg spielen. Daneben verfasste er auch einige Kurzkrimis und den historischen Roman Görings Plan (2014). Seine Bücher erschienen zuletzt alle im ars vivendi Verlag.


Worum geht es?

Paul Flemming möchte eigentlich nur einen entspannenden Sonntag mit seinen Eltern und Katinka beim Italiener am Herzogenauracher Flugplatz verbringen. Jedoch wird die Idylle gestört, als der junge Pilot Tommy Buchholz mit seinem Kleinflugzeug abstürzt und noch vor Ort stirbt. Seine Verlobte, die den Unfall mit ansehen musste, vermutet gleich, dass Tommy Opfer eines Attentats wurde. Denn er arbeitete in Fürth zuletzt an der Entwicklung einer einzigartigen neuen Ultraschalltechnik, deren Patent die Luftfahrt revolutionieren würde. Doch das schürt nicht nur Freude innerhalb des Kollegenkreises, denn scheinbar gibt es den ein oder anderen Neider im Unter-nehmen.

Nachdem die Presse und wohl auch die Ermittlungen eher auf einen Unfall hindeuten, glauben Paul und seine Stieftochter Hannah selbst nicht an einen Unfall. Daher schleusen sie sich Undercover in der Firma ein: Paul als Hausmeister und Hannah als Praktikantin. Und schnell merkt Paul, dass so ziemlich jeder im Unternehmen ei-nen Vorteil aus Tommys Tod ziehen könnte, was ihm die Suche nach dem Täter nicht gerade erleichtert.



Fazit

Jan Beinßen veröffentlicht mit Tod am fränkischen Himmel nunmehr seinen bereits 13. Roman rund um seinen Krimihelden Paul Flemming. Selbst hätte er sicherlich nicht damit gerechnet, dass die Ermittlungen des Hobbydetektiv Flemming, der eigentlich sein Geld als Zeitungsfotograf verdient, so einen großen Erfolg erlebt. Viel-leicht sind es die authentischen Personen, deren Hauptprotagonisten immer wieder in den letzten Romanen auf-tauchten, vielleicht aber auch die vielen Schauplätze in Franken, die dazu beitragen, die Krimireihe so erfolg-reich zu machen.

Doch ebbt die Geschichte mit der Veröffentlichung des dreizehnten Bandes nicht langsam ab? Werden die Storys nicht langweilig, wiederholend und fehlt ihnen nicht letztlich die Spannung?
Keineswegs. Denn trotz der vielen Mordfälle, in denen Paul Flemming als Hobbydetektiv immer wieder herein-stolpert und die er, dank seiner manchmal doch sehr gewöhnungsbedürftigen Handlungen, regelmäßig auf-klärt, schafft es Beinßen, die Story darum immer wieder spannend zu gestalten. Denn die Handlungsorte in Franken werden nicht nur integriert, sondern er liefert auch immer wieder Hintergründe und Geschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart. Und dank des Lieblingsrestaurants seiner Erfindung Paul Flemming – der Goldene Ritter – lässt er auch noch viele Rezepte und Gerichte mit einfließen.

Letztlich ist es sicherlich genau diese Mischung, die eingefleischte Krimifans in und um Franken dazu verleiten, sich erneut mit Paul Flemming auf die Suche nach dem Täter zu begeben. Und auch wenn der 13. Band sicher-lich nicht eine komplett anders verlaufende Geschichte bringt, so ist es doch immer wieder schön sich zusammen in die fränkische Mordermittlung zu vertiefen und letztlich selbst zu rätseln, wer diesmal seine Finger mit ihm Spiel hatte und für den Mord verantwortlich ist.



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704 Bibliotheken, 61 Leser, 1 Gruppe, 139 Rezensionen

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Der Insasse

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer, 24.10.2018
ISBN 9783426281536
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist sicherlich Deutschlands bekanntester und erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debütroman „Die Therapie“ katapultiert er sich regelmäßig mit seinen neuen Thrillern an die Spitze der bekanntesten Bestsellerlisten. Einige seiner Bücher sind mittlerweile bereits verfilmt worden und finden Einzug auf die Theaterbühnen Deutschlands. Wenn er nicht gerade schreibt oder einen seiner vielen Auszeichnungen bewundert, lebt er ein bürgerliches Leben in der Bundeshauptstadt Berlin.



Worum geht es?


Ein Jahr ist es jetzt her, seit der kleine Max Berkhoff mitten in Berlin verschwand. Und noch immer quält dem Vater Till Berkhoff nicht nur das schlechte Gewissen Max an jenem Abend die Erlaubnis gegeben zu haben das Haus noch einmal zu verlassen, sondern Vielmehr die Ungewissheit zum Verbleib seines Sohnes. Denn Max‘ Leiche wurde nie gefunden.

Als der vermeintliche Täter Guido Tramnitz statt in Haft, in den Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie verlegt wird, fasst Till Berkhoff einen riskanten Entschluss: Unter der Identität eines anderen lässt er sich in die Psychiatrie einschleusen und versucht so Tramnitz dazu zu bringen, ihm das Versteck der Leiche des kleinen Max zu verraten. Doch das ganze Unterfangen ist risikobehaftet, denn keiner der Angestellten ist eingeweiht und nur sein Schwager, ein Polizist, außerhalb der Anstalt weiß von seiner wahren Identität und ist seine einzige Chance, jemals die Einrichtung wieder verlassen zu können.

Doch kaum schließen sich die Türen ist Till auf sich alleine gestellt und schneller als er ahnt, gerät alles aus dem Ruder. Als dann auch noch seine Kontakte nach außen reißen, scheint ein Ausweg unmöglich. Keiner der Angestellten glaubt ihm seine Geschichte und als er schon denkt, nie wieder die Freiheit zu erlangen, macht ihm ausgerechnet der vermeintliche Mörder seines Sohnes Guido Tramnitz ein verlockendes Angebot. Und es scheint Till’s einzige Hoffnung zu sein…



Fazit

Sebastian Fitzeks Psychothriller sind bekannt für Spannung, geschrieben mit einer nahtlos aneinanderknüpfen-den Story und Zusammenhänge, die man zuerst nicht versteht und letztlich am Ende das große Ganze offenbaren. Und auch in „Der Insasse“ knüpft und Fitzek wieder einmal mehr einen solchen Thriller: Max Berkhoff ist verschwunden. Entführt und ermordet von einem der schlimmsten Kindermörder in Berlin. Der Täter ist zwar gefasst, doch Max bleibt verschwunden. Der Vater sieht daher nur noch einen Ausweg: Er muss Insasse werde und versuchen das Versteck der Leiche herauszufinden.

Soweit ist alles klar und erscheint harmlos. Doch als er die Außenwelt und seinen einzigen Kontakt nicht mehr erreichen kann, beginnt das eigentliche Psychospiel in dem Thriller. Stellen Sie sich die Situation einmal selbst vor: Sie sind fremd in einer Einrichtung mit vielen psychisch Kranken. Harmlose Gesellen, aber auch die schlimmsten Straftäter der Gegenwart, sie selbst wissen, wer Sie sind, doch keiner glaubt Ihnen diese Geschichte. Sie zweifeln an sich selbst, sie sind gefangen und wissen keinen Ausweg. Es ist wie in einem Aufzug zu stecken, ohne Alarmknopf. In einem Bürogebäude, dass Sie soeben als letzter verlassen wollten.

Herzlich Willkommen in der Anstalt.

Die Ängste übertragen sich. Sie fühlen mit. Sie wissen aber auch nicht mehr, auf welcher Seite sie stehen sollen. Zu viele Protagonisten stehen zur Auswahl. Die Seite von Gut und Böse scheint zu verschwimmen und die Wahrheit und das einzig Richtige gibt es plötzlich nicht mehr. Was geht hier vor? Wer versucht Till zu manipulieren und sabotieren. Er kennt doch niemanden innerhalb der Einrichtung? Oder etwas doch? Was stimmt hier nicht? Was passt nicht zusammen? Immer wieder schwirren ihm diese Fragen durch den Kopf. Und letztlich kommt er immer wieder zum gleichen Ergebnis: Er ist Till Berkhoff, Vater von Max, der vor einem Jahr verschwunden ist, er ist unter falschem Namen in einer Psychiatrischen Anstalt. Doch wer sollte ihm das Glauben? Sie etwas?

Fitzek neuester Thriller ist grandios geschrieben, er bedient sich wieder einmal mehr dem Schachtelprinzip, das man auch bereits aus seinen vorhergehenden Romanen kennt. Nicht scheint zusammenzupassen, alles hängt zusammen, aber irgendwie findet man nicht die gleichen Konstanten und als man letztlich glaubt, die Geschichte gestrickt zu haben und der Lösung so nah ist, kommt Sebastian Fitzek und lässt einen staunend mit dem Ende der Geschichte zurück. Und Hand aufs Herz. Wussten Sie es nicht schon von Anfang an? Nein? Vielleicht? Glauben Sie wirklich alles an der Story gelesen und verstanden zu haben, oder versucht sie „Der Insasse“ das viel-leicht nur glauben zu lassen? Finden Sie es heraus. Nehmen Sie das Buch zu Hand und lassen Sie sich „einweisen“. Die Türen zur Anstalt schließen sich gleich …

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174 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Mädchen aus dem Moor

S. K. Tremayne , Susanne Wallbaum
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.09.2018
ISBN 9783426522486
Genre: Krimi und Thriller

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Die Stadt des Affengottes

Douglas Preston , Jürgen Neubauer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Penguin, 08.10.2018
ISBN 9783328103325
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Autor

 

Douglas Preston, geboren 1956, feierte 1994 mit seinem Roman Jennie sein Debüt als Schriftsteller. Er studierte in Claremont unter anderem Mathematik, Biologie, Physik und Chemie, ehe er sich letzten Endes für die englische Literatur entschied und darin graduierte. Er schreibt neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller auch regelmäßig Artikel für Harper’s, The Atlantic und den National Geographic.

 

Worum geht es?

 

„Die Stadt des Affengottes“ oder auch unter dem Namen „Die weiße Stadt“ ist eine sagenumwobene verschollene Stadt einer unbekannten Zivilisation in den Regelwäldern Honduras. Viele Abenteurer behaupten die Stadt bereits entdeckt zu haben, doch alle Erzählungen erwiesen sich als haltlos. Douglas Preston bekommt eines Tages mehr oder weniger per Zufall die Chance, an einer Expedition teilzunehmen, deren Ziel es ist, eben jene verlorene Stadt zu finden.

Dank modernster Lastertechnik aus den Vereinigten Staaten, schaffen sie es, trotz vieler Hürden bei der Genehmigungserteilung in Honduras, einem Land, das noch immer von Drogenhandel und Korruption geprägt ist, das vermeintliche Gebiet per Flugzeug zu scannen und zu kartografieren. Und tatsächlich entpuppt sich die tagelange Arbeit als Erfolg. Seltsame Unebenheiten unterhalb des wohl dichtesten und noch fast gänzlich unerforschten Regenwaldes machen Hoffnung.

Und nach weiteren zwei Jahren Vorbereitungsphasen darf Douglas Preston endlich als Reporter des National Geographic mit auf die Entdeckungsreise durch den Urwald. Zusammen mit einem groß zusammengestellten Team begibt er sich auf die Suche nach der Stadt des Affengottes und deren Relikte einer vergessenen Zivilisation. Doch der Erfolg hat auch einen Preis. Denn plötzlich wird aus einem Abenteurer ein Weltlauf gegen die Zeit und das eigene Leben.

 

Fazit

 

Unvergessen sind sicherlich vielen die Filme des Indiana Jones, als uns Steven Spielberg mit Harrison Ford, eben jene archäologischen Abenteuer zusammen mit Peitsche und Hut ins Wohnzimmer brachte. Die Archäologie des 21. Jahrhundert gestaltet sich da schon etwas schwieriger. Douglas Preston erfährt durch seine Recherche und die Teilnahme an der Expedition, womit die heutigen Wissenschaftler zu kämpfen haben: Rivalisierende Drogenclans, Korruption in den höchsten Kreisen, Hochstapler, Grabräuber und -schänder und vor allem eines: langatmige Verhandlungen über Genehmigungen, ohne derer an einen Beginn gar nicht zu denken wäre.

 

Doch in dem Buch geht es nicht nur um die Suche nach der Stadt selbst, sondern er versucht auch die Leser auf ein Thema zu sensibilisieren, das bei uns immer wieder in Vergessenheit gerät – wie vergänglich der Regenwald doch ist. Eine Flora und Fauna die kurz vor der endgültigen Zerstörung durch Waldrodungen steht. Denn in einem der ärmsten Länder der Welt wie Honduras, eben jenem Land in dem die Expedition stattfinden soll, kämpfen die Leute noch immer mit den verheerenden Zerstörungen des Hurrikans.

 

Preston erzählt uns die Geschichte des kleinen Landes, im 15. Jahrhundert geprägt von den Invasoren der Spanischen Seefahrer, die es schafften fast einen ganzen Kontinent auszurotten. Krankheiten, Sklaverei und Kriege, als das dezimierte die damaligen Eingeborenen fast gen Null. Umso erstaunlicher, dass es wohl eine Zivilisation - für uns gänzlich unbekannt und undokumentiert - neben den Mayas leben konnte, ehe sie plötzlich von der Bildfläche verschwanden.

 

Zusammen mit dem ihm zur Verfügung gestellten Team schafft es Preston tatsächlich, neben den giftigsten Schlangen der Welt zu schlafen, Jaguaren aus dem Weg zu gehen, Insekten aller Art zu meiden und die fast tagelangen Regengüsse zu ertragen, um dann endlich am Ziel zu sein : Der Stadt des Affengottes, die weiße Stadt.

 

Jedoch am Ende der Expedition stellt er fest, dass er und seine Kameraden einen sehr hohen Preis dafür bezahlen mussten, denn einer Legende zufolge liegt auf der Stadt ein Fluch. Und eben jener scheint die Abenteurer befallen zu haben, denn plötzlich geht es um Leben und Tod.

 

Die Stadt des Affengottes ist eine moderne Abenteuerreportage in den tiefen der Regenwälder, spannend und lehrreich zugleich, grandios verfasst und vor allem gänzlich ungestellt, es zeigt uns, dass wir unser Weltall besser kennen, als die Erde auf der wir leben und der Schutz unserer Natur wichtiger denn je ist.

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Geisterhäuser

Eugen E. Hüsler , Stefan Hefele
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Bruckmann, 29.08.2018
ISBN 9783734311031
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Autoren

 

Stefan Hefele arbeitet seit 2010 als Abenteuer- und Landschaftsfotograf und hat bereits einige seiner Buchprojekte publiziert. Er arbeitet in Kooperation mit GEO, hat eine eigene Fototapetenkollektion bei Komar und seine Fotografien entstehen in den unterschiedlichsten Klimazonen unseres Planeten. Durch seine gefühlsbetonten und authentischen Bilder bringt er uns die Natur ein Stück näher. Hefele lebt mit seiner Familie in Bayrisch-Schwaben.

 

Eugen E. Hüsler, geboren in der Schweiz in Zürich veröffentlichte bisher weit mehr als 100 verschieden Reise-, Wander- und Klettersteigführer, sowie einige Bildbände. Seit bereits 40 Jahren ist er in den Alpen unterwegs und legt sein Augenmerk immer auf die aktuellen Entwicklungen im Bergtourismus. Mit seiner Ehefrau lebt er in Oberbayern.

 

Worum geht es?

 

Die Alpen. Mitteleuropas größter und ausgedehntester Bergkamm. 1.200 Kilometer lang erstrecken sie sich durch acht Ländern vom Ligurischen Meer bis zum Pannonischen Becken. Mit einer Höhe von 4.810 Metern erreicht sie mit dem Gipfel des Mont Blanc ihren Höchsten Punkt.

Und doch sind die Alpen mehr als nur Berge, einst von Hannibal auf Elefanten überquert, von Goethe poetisch bereist und mit Ötzi, einer mehr als 5.000 Jahre alten Gletschermumie, besitzen sie den wohl weltweit berühmtesten Bewohner.

Und doch waren die Alpen nicht nur einfach eine Bergkette, die den Norden Europas vom Süden trennte, sondern vor allem eines: ein Lebensraum der Menschen.

 

Doch nichts ist beständiger als der Wandel. Aus aufblühenden Industriellen Gebieten, erfolgreichem Bergbau, vielen militärischen Anlagen und die Wohnvillen der besonderen Art wurden Ruinen. Von den Menschen verlassen und vergessen, holt sich nun die Natur das zurück was einst ihr gehörte.

 

Stefan Hefele und Eugen E. Hüsler zeigen uns in ihrem Bildband „Geisterhäuser – Verlassene Orte in den Alpen“ eben jene Orte, die einst von Menschen besiedelt, aber nun fast in Vergessenheit geraten sind.

 

Fazit

 

Eindrucksvolle und authentische Bilder, ein Spiel von Licht und Schatten, das alles finden wir in dem Bildband „Geisterhäuser – Verlassene Orte in den Alpen“. Der Band beginnt selbst mit einer Einleitung, ehe wir staunen können, über Gebäude, die wir sicherlich nicht in der Natur der Berge erwartet hätten. Über Militärische Anlagen, Bunker, Industriegebäude, Wohn- und Hotelkomplexe, bis hin zum italienischen Las Vegas und einer ganzen Stadt ohne Einwohner – wir finden uns wieder in Orten der Stille, die einst bewohnt und belebt wurden und bei denen man glaubt die Natur wachsen zu hören, um sich zu holen, was einst ihr gehört. Mit realistischen Bildern, die vor allem nicht gestellt sind, meinen wir uns selbst in einem dieser Gebäude zu befinden.

 

Doch wenngleich auch viele der sogenannten Lost Places in den Alpen mittlerweile dem Vandalismus ausgesetzt sind, so finden wir dennoch viele Gebäude vor, die so geblieben sind wie die Menschen sie einst verlassen hatten. Und warum der Bildband Geisterhäuser betitelt wurde, erklärt sich spätestens dann, wenn uns die beiden Autoren noch die Geschichte der vielen Ruinen erzählen, eindrucksvoll, kurz und knapp, bringen sie uns nach der Betrachtung immer wieder in die Gegenwart zurück um uns letztlich zu erzählen, weshalb genau dieser Ort so faszinierend ist. Geisterstädte ohne einen einzigen Bewohner, ein Kirchturm umgeben von Wasser und einer Villa, bei der man sich erzählt, dass der letzte Bewohner nie ausgezogen sei – oder wie sonst erklärt man sich im Ort, dass man manchmal noch immer Töne der italienischen Nationalhymne auf dem Klavier hört.

 

Dass viele der Bauten jenseits der deutschen Staatsgrenze liegen, zeigt, dass vor allem in Italien sich viele nicht an dem alten Gebäude stören, zeugen sie doch vom Wandel der Zeit.

Alles in einem ist der Bildband ein grandioses Werk, dass uns eindrucksvoll zeigt, was der Mensch einst geschaffen hat, welche Bauten er errichtet hatte, immer in der Hoffnung für die Nachwelt zu sein. Und doch, wenngleich sie mittlerweile verlassen, zerstört oder verfallen sind, so sind sie nicht vergessen, wie uns nun der Bildband zeigt, sondern zeugen von einer anderen unbeschreiblichen Aura, die wir nun zu Gesicht bekommen.

 

Schöne Bilder, tolle Geschichten und eine gute, abwechslungsreiche Mischung machen das Buch absolut empfehlenswert. Zusammengefasst haben wir 240 Seiten und ca. 250 Abbildungen in einem Hardcover mit Schutzumschlag von 26,8 x 28,9cm.

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300 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 151 Rezensionen

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Die Party

Jonas Winner
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2018
ISBN 9783453439184
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

 

Jonas Winner studierte in Deutschland und Frankreich und wuchs in Berlin, Rom und den Vereinigten Staaten auf. Er arbeitete als Fernsehjournalist und schrieb Drehbücher für das deutsche Fernsehen. Mit seinem Self-Publishing-Roman „Berlin Gothic“ gelang ihm endgültig der Durchbruch als Thrillerautor.

 

 

Worum geht es?

 

31. Oktober – Halloween. 30 Jahre nach der letzten Halloween Party im Jahr 1986 möchte Brandon zehn seiner damaligen Jugendfreunde wieder zu einer Revival-Party in das Haus von damals einladen das er mittlerweile nach dem Tod seines Vaters geerbt hatte.

Der Glasbungalow auf einem Felsplateau hoch über den dunklen Wäldern, scheint abermals der ideale Ort für eine Halloweenfeier zu sein. Fernab von modernen Kommunikationskanälen und ohne Handys wollen sie die 80er Jahre wiederaufleben lassen. Doch bereits als der letzte der Gruppe im Haus eintrifft, überschlagen sich die Ereignisse. Brandon der Gastgeber der Party stirbt plötzlich und alles deutet auch einen Unfall hin. Doch als plötzlich die Jalousien herunterfahren und Brandons Stimmer über Lautsprecher ertönt ist ihnen klar, dass es keineswegs ein Unfall war – denn man kann der Party nur entkommen, wenn man der letzte Überlebende ist. Spätestens als der nächste der Gruppe stirbt, wird ihnen bewusst, dass zweifelsohne Brandon allein nicht dafür verantwortlich sein konnte.

Ein weiterer Killer weilt unter ihnen und das gegenseitige Mistrauen hilft keineswegs bei Ruhe zu bewahren. Die Party auf Leben und Tod steht noch am Anfang und sie ist längst noch nicht vorbei …

 

 

Fazit

 

Die Party. Ein Haus, abgelegen und fernab jeglicher Kommunikationsmöglichkeiten. Der Festnetzanschluss funktioniert nicht, die Handys sind abgegeben worden und werden verwahrt. Der Gastgeber ist tot und die Gruppe war das letzte Mal vor mehr als dreißig Jahren im Haus. Und plötzlich scheint der Tod der einzige Ausweg für einen der Partygäste zu sein.

 

Das alles sind die Rahmenbedingungen und die Gegebenheiten für Jonas Winners neuen Roman „Die Party“. Wie bereits bei seinem letzten Roman „Murder Park“ schafft er eine Gruppe in eine Location, bei der es keine Möglichkeit zur Flucht gibt. Verteidigung ist scheinbar ausgeschlossen, bleibt nur noch der Weg nach vorne. Und einige seiner Protagonisten nehmen den Wortlaut Angriff ist die beste Verteidigung dann wohl doch etwas zu wörtlich und der Blutrausch beginnt.

Alle von Winner ausgewählten Charaktere spiegeln so ein bisschen das klischeehafte und typische Klassentreffer-Genre wieder: Eine sind richtig erfolgreich, andere erzählen nicht wirklich was sie gemacht haben und derzeit machen und einige treten auf der Stelle und wissen nicht so recht was sie aus ihrem Leben machen sollen.

 

Wir lernen jeden dieser Charaktere kennen und versuchen uns selbst allmählich ein Bild von der ganzen Situation zu schaffen. Wer war Brandon, warum ist er tot und hat er überhaupt etwas mit den Ereignissen zu tun? Spielt tatsächlich jemand aus der Gruppe ein falsches Spiel – und wenn ja wer? Das Ganze ist ein bisschen als Krimi zum Miträtseln gestaltet und tatsächlich könnte man den Roman auch als einen solchen verstehen, wären die Rätselstunden nicht immer durch brutale und blutige Szenen unterbrochen, die zusammen mit einem von der Außenwelt abgeschnittenen Haus und dessen düsteren und beklemmende Aura,  gänzlich den Thriller in die Geschichte bringen.

 

Doch wie ist die Geschichte selbst? Schafft es Jonas Winner das Klischeehafte gut herüberzubringen? Ich meine ja. Zwar ist die Story irgendwann ziemlich durchschaubar, weil viele Charaktere genau so handeln, wie selbstverständlich keiner von uns handeln würde (sicher?). Ein paar typische Szenen aus einem Horrorfilm hat sich auch Winner ein bisschen abgeguckt, dessen Strang auch seine Protagonisten ein bisschen folgen müssen, damit die Gruppe letztlich das wird, was der Killer erwartet: getrennt und aufgescheucht.

 

Was das Ende betrifft, so bekommen der Spannungsbogen plötzlich einen ziemlichen Riss, denn zum Ende hin, müssen so viele Geschehnisse von damals und heute zusammengeknüpft und gelüftet werden, dass einem als Leser doch ziemlich schwindelig werden kann, sichtlich in Eile versucht man das Geheimnis zu lüften, dass es dann zum Ende hin ein bisschen unglaubwürdig wirkt.

 

Aber das ist meine persönliche Meinung und wer sich selbst davon ein Bild machen möchte, der benötigte eine Eintrittskarte zur Party. Schaut nach, vielleicht liegt diese bereits in Eurem Briefkasten?

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Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 06.09.2018
ISBN 9783570103555
Genre: Romane

Rezension:

Der Autor
 
Jonas Jonasson ist schwedischer Journalist und Gründer einer sehr erfolgreichen Medien-Consulting Firma. Nach dem Verkauf dieser Firma widmete er sich dem Schreiben und bereits sein Debütroman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ wurde ein weltweiter Erfolg. Allein auf dem deutschen Buchmarkt verkaufte er mehr als 4,4 Millionen Bücher und stand wochenlang auf allen Bestsellerlisten. Auch seine weiteren Romane wurden gefeierte Nr. 1 Bestseller.
 
 
Worum geht es?
 
Allan Karlsson steht kurz vor seinem 101. Geburtstag. Nunmehr 1 Jahr ist es her, als er durch ein Fenster stieg, aus dem Altersheim verschwand und uns daran teilhaben lies, als er innerhalb seines hundertjährigen Lebens mehrmals die Weltgeschichte veränderte. Doch nun lebt er zusammen mit seinem Weggefährten Julius zurückgezogen in seiner Wahlheimat Bali. Doch als ihnen dort allmählich das Geld ausgeht, Allan abermals die Langeweile plagt und zu Ehren seines Geburtstages eine Heißluftballonfahrt auf dem Programm steht, ereilt ihn wieder ein Geistesblitz –mit einer Idee die ihn und seinen Gefährten plötzlich auf dem Meer notlanden lässt.
 
Das Schiff zur Rettung entpuppt sich als Kriegsschiff unter Nordkoreanischen Flagge mit dem Ziel Pjöngjang. Durch angelangt beginnt ein Kampf ums Überleben und erneut schafft es Allan mit Leichtsinn und Glück allem Schlamassel zu entkommen und eine Reise rund um die Welt beginnt: Von Nordkorea über die Vereinigten Staaten, zurück nach Schweden bis hin in den Kongo. Er trifft die großen Staatsmänner wie Donald Trump, unterhält sich mit Angela Merkel und schafft es letztlich wieder einmal die Welt vor der großen Katastrophe zu bewahren.
 
 
Fazit
 
Jonas Jonasson bringt endlich unseren Lieblingsgreis Allan zurück. Abermals lässt er den alten Mann auf die Welt los und strickt diesmal die Geschehnisse in der aktuellen Weltlage lückenlos mit ein. Viele Geschichten und Anekdoten rund um Allan Karlsson sind so geschickt gestrickt, dass der Leser meinen könnte, Allan hätte tatsächlich in der aktuellen politischen Lage seine Finger mit ihm Spiel gehabt. Egal ob die teils sehr satirischen Gespräche mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, das Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten Donald Trump, an dessen Handlungen und Führungsstil sich Jonas Jonasson zweifelsohne am meisten auslässt oder auch die immer mehr an den rechten Rand rutschende Gesellschaft in Schweden, alle bekommen hier mehr oder weniger ein bisschen sein Fett ab. Und auch vor der deutschen Kanzlerin Angela Merkel macht diesmal Jonasson nicht Halt, vor allem, da er diesmal keinen seiner Charaktere namentlich verfälscht.
 
Allein dadurch erhält die Geschichte nochmals einen gewissen Schub, wenngleich der Wahrheitsgehalt der Geschehnisse selbstverständlich nicht wirklich steigt. Aber genau deshalb ist „Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten“ eher eine mehr als aktuelle Politiksatire, geknüpft mit einer humorvollen und temporeichen Geschichte rund um die Welt. Die Protagonisten sind sehr gut ausgewählt und passen als Gefährten vollends zur lustigen und zerstreuten Person des Allan Karlsson.
 
Alles in einem ist der Romanheld zwar um ein Jahr gealtert, aber hat nichts von seinem eigenen persönlichen und doch teilweise grotesken Humor verloren und daher bringt er noch immer durch seinen Dusel die Welt erst durcheinander, um sie dann letzten Endes doch wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
 
Jonas Jonasson hat uns einen großen Gefallen getan, die Hauptfigur wieder aus seinem langweiligen Leben auf Bali zu erwecken und uns seine weitere und vor allem lustige Geschichte zu erzählen. Und vielleicht finden eine paar der namentlich erwähnten Personen im Roman, den ein oder anderen Funken Wahrheit an dem Tun und Handeln ihrer selbst und sind darüber genauso amüsiert, wie alle anderen Leser auch.

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12 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Das tote Mädchen vom Strand

Lara Dearman , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2018
ISBN 9783442486670
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

Lara Dearmann wurde auf der Kanalinsel Guernsey geboren und wuchs dort auf. In ihrem Debütroman „Das Tote Mädchen vom Strand“ bringt sie nicht nur ihren ersten Kriminalroman auf den Markt, sondern verarbeitet dort auch ihre Liebe zu der Insel. Viele Mythen und Sagen fanden dort eine tragende Rolle. Mittlerweile lebt Lara Dearmann mit ihrer Familie in Westchester, New York.


Worum geht es?

Die junge Journalistin Jenny kehrt der Hauptstadt London den Rücken zu und kommt dorthin zurück, wo ihr Leben einst begann: Auf die Insel Guernsey. Dort lebt sie erst einmal bei ihrer verwitweten Mutter und findet einen Job bei der örtlichen Zeitung. Als eines Tages ein totes Mädchen am Strand gefunden wird, geht die Polizei von einem tragischen Unfall oder einen Selbstmord aus. Auch ihr Chefredakteur denkt nicht, dass die Story einen Wert hat und bittet Jenny die Recherchen einzustellen.

Doch sie lässt das Schicksal der jungen Frau keine Ruhe und recherchiert auf eigene Faust weiter. Als sie an der Leiche ein seltsames Mal findet, findet sie urplötzlich Verbindungen zu anderen Todesfällen auf der Insel. Sie glaubt nicht mehr an einen Zufall und schnell wird ihr klar, dass auf der Insel ein Mörder umgeht und scheinbar seit mehr als fünfzig Jahren unbemerkt auf der Insel morden konnte. Und dabei scheinen die Legenden und Mythen der Insel einen großen Faktor dabei zu spielen. 
Als ein weiteres Mädchen verschwindet, muss Jenny handeln …


Fazit

Lara Dearmann’s Liebe zur Insel und deren Geschichte ich kaum zu verleugnen. Bereits von Anfang an erzählt sie uns von den Straßen, den Bewohnern, der Stille und der Liebe zum Meer aller jener, die seit ihrer Kindheit auf der Insel leben. Und mittendrin ist die Journalistin Jenny, die aufgrund einer gefährlichen Recherche das große London verlassen muss und in die Stadt ihrer Kindheit zurückkehren muss.
Die Geschichte beginnt aufgrund der großen Einleitung über die Insel etwas zäh und viele Kapitel, die immer wieder den Handlungsstrang einer Person unterbrechen, um die Geschichte einer anderen, darunter auch die des Mörders, erzählt. Das Ganze bremst den Lesefluss anfangs doch ziemlich aus. Denn wirklich spannend ist die Einleitung ebenfalls nicht, irgendwie wird man mit den Charakteren erst einmal nicht so richtig warm.

Als die Leiche auftaucht beginnt erstmals die Story etwas Fahrt aufzunehmen, es wird spannend als Jenny immer mehr Geheimnisse aufdecken kann und dadurch das Buch erst wirklich zu einem Krimi wird. Denn auf der dann doch kleinen Insel Guernsey scheint ein Mörder zu leben, der zudem seit Jahrzehnten morden kann, ohne, dass ihn jemand bisher entdeckt hatte.
Der Spannungsbogen ist zur Mitte hin ziemlich hoch und steigert sich allmählich immer weiter, wenngleich leider das Buch bereits zu Dreivierteln beendet ist, ohne dem Mörder wirklich dicht auf der Spur zu sein. Und dann wiederum überschlagen sich die Ereignisse, da viele plötzlich dann doch wissen, wer der Mörder ist und – wie sollte es anders sein - ausgerechnet die Journalistin als erste darauf stößt.

Es beginnt ein Showdown um Leben und Tod und Jenny muss sich dann noch ihrer größten Angst stellen, bevor das Buch endet und man doch ein wenig überrascht zurückbleibt, weshalb Dearmann zum Ende hin die Luft ausgeht und in Eile die Geschichte zu Ende bringen möchte.

Alles in einem ist „Das Tote Mädchen vom Strand“ ein schöner Heimatkrimi für die Insel Guernsey, in deren Ausschmückung der Geschichte sie zudem viele Mythen und Legender der Insel mit eingebaut hat, aber dann doch letzten Endes mich nicht wirklich überzeugen konnte. Für einen Debütroman war er in Ordnung, sollte eine Serie daraus werden, dann muss Dearmann nochmals eine Schippe drauflegen.

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

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The House - Du warst nie wirklich sicher

Simon Lelic , Friederike Achilles
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.08.2018
ISBN 9783404177233
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

 

Simon Lelic ist britischer Thrillerautor und hat mittlerweile drei Romane international erfolgreich veröffentlicht wovon sein Debütroman „Ein toter Lehrer“ sogar den Bettsy Trask Award gewinnen konnte. Mit „The House – du warst nie wirklich sicher“ erscheint nun sein vierter Roman.

 

 

Worum geht es?

 

Jack und Syd, eigentlich Sydney, leben seit einiger Zeit bereits zusammen und wollen ihre Liebe mit einer eigenen Immobilie in London krönen. Da sie bereits einige Absagen hinter sich haben und nicht mehr damit rechnen überhaupt etwas zu finden, scheinen sie nunmehr zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Denn überraschend erhalten Sie den Zuschlag für ein Haus in London. Die Freude ist riesig und auch der Umstand, dass der Vorbesitzer all seine Habseligkeiten zurückgelassen hatte, scheinen die Euphorie – vor allem bei Sydney - keineswegs zu bremsen.

 

Doch vor allem Jack ist noch immer nichts gänzlich überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Und nach einigen Wochen in dem Haus, scheint sich sein Verdacht zu bestätigen. Denn in dem Haus selbst gehen merkwürdige Dinge vor sich, nachts hört er Schritte, überall befinden sie Artefakte des Vorbesitzers die ihn nervös machen und als er dann noch auf dem Dachboden eine tote Katze findet, nebst einem mysteriösen Schuhkarton in der Bodendiele, bekommt er es langsam auch mit der Angst zu tun. Viele eigenartige Vorfälle behält er jedoch vorerst für sich.

 

Alles scheint seinen seltsamen, aber dennoch normalen Gang zu gehen, bis Syd auf Elise trifft, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, die scheinbar mit den selben Qualen zu leben hat, die auch Syd aus ihrer Vergangenheit kennt. Nun überschlagen sich die Ereignisse und als der erste Tote auftaucht, gerät alles außer Kontrolle – das Haus wird zum Albtraum der beiden und plötzlich wird die Vergangenheit zur Gegenwart.

 

Finden die Beiden einen Weg aus dem Strudel aus Angst, Gewalt und Misstrauen?

 

Fazit

 

Simon Lelic – bis dato für mich ein noch unbekannter Thrillerautor aus Großbritannien – bringt nun mit „The House“ bereits seinen vierten Roman auf den Markt und schon der Buchtitel macht einen Neugierig. Wer sich dann noch den Klappentext durchliest, scheint endgültig überzeugt, dass es sich hier wohl um eine spannende Geschichte handeln könnte.

 

Die Story selbst ist abwechselnd in einem Stil eines Tagebuches aus der Sicht von Sydney und Jack erzählt und zeigt, wie die beiden an die ominöse Immobilie gekommen sind. Allmählich lernen wir die Protagonisten kennen und vor allem die Vergangenheit von Syd gerät immer mehr in den Fokus. Als die Geschehnisse im Haus zunehmen und die Geschichte immer düsterer wird, macht Simon Lelic meiner Ansicht nach einen großen und fatalen Fehler. Er lässt die sprichwörtliche Katze aus dem Sack und das dunkle Geheimnis des Hauses wird fast gänzlich gelüftet. Ab diesem Zeitpunkt nimmt dann auch rasch die eigentliche Spannung ab und die Handlungen werden verstrickter, teils auch unglaubwürdig.

 

Zum Ende hin des Buches bekommt die Geschichte nochmals eine unvorhersehbare Wendung die zwar den Spannungsbogen nochmals nach oben bringt, jedoch nicht mehr in die anfängliche Schiene rücken kann. Alle Handlungsstränge fügen sich nun zusammen und es wird ein großes Ganzes daraus. Das Ende passt dadurch letztlich auch zusammen, ist bis ins Detail schlüssig, aber kann mich jedoch nicht wirklich überzeugen.

 

Mein persönliches Fazit von dem Buch ist, dass ich mir selbst viel mehr erwartet hätte, denn zu schnell wurde das Rätsel gelöst und selbst die dann doch wirklich gute Wendung am Ende, war fast genauso schon bereits im Verlauf der Geschichte zu erahnen.

 

Daher ist „The House – du warst nie wirklich sicher“ eine sehr gute Idee, die aber dann irgendwie den Spannungsbogen verloren, nicht ausgereift umgesetzt wurden und letztlich einen auf eine Geschichte neugierig gemacht hat, die nicht wirklich im Kern überzeugt hatte.

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61 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Macbeth

Jo Nesbø , André Mumot
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Penguin, 27.08.2018
ISBN 9783328600176
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

 

Jo Nesbø zweifelsohne eine der erfolgreichsten Schriftsteller Skandinaviens, machte sich in unseren Breiten sicherlich durch seinen grandiosen Ermittler Harry Hole und dessen mittlerweile 11 Bänden umfassende Geschichte einen Namen und landet damit einen Bestseller nach dem nächsten. Doch mehr als 400 Jahre nach dem Tod Shakespeares bringt nun Nesbø mit „Macbeth – Blut wird mit Blut bezahlt“ seinen wohl ambitioniertesten und sicherlich schwierigsten Roman auf den deutschen Markt. Denn in diesem versucht er das legendäre Stück vollkommen neu zu interpretieren.

 

 

Worum geht es?

 

Macbeth ist ein erfolgreicher Polizist innerhalb des SWAT-Teams und beliebt unter Vorgesetzten, Kollegen und Freunden. Selbst von ganz unten gekommen, versucht er das schlechte Image in Capitol wiederherzustellen, die Stadt selbst gezeichnet von Drogen, Korruption, Mord und dem Kampf zweier Verbrecherbanden, die die Vorherrschaft in der Stadt einnehmen wollen. Doch geblendet und geschickt manipuliert von seiner großen Liebe Lady, Besitzerin eines der größten Casinos in der Stadt, begeht er nicht nur seinen ersten heimtückischen Mord, der ihn schnell an die Spitze des Commissioners katapultiert, sondern gerät selbst in einen Strudel der Korruption, Drogenmissbrauch und Gewalt. Er driftet immer weiter ab, verrät seine Freunde und merkt nicht, dass ihn die Macht besessen macht. Plötzlich hat er nur noch ein großes Ziel: die alleinige Kontrolle der Stadt und plötzlich scheint der Stein, den er ins Rollen gebracht hat, unaufhaltsam und Macbeth bleibt nur noch eine letzte Chance.

 

 

 

Fazit

 

Macbeth. Sicherlich das wohl bekannteste und zweifelsohne das brutalste, aber auch ein authentisches Stück von Shakespeare. Es geht um Liebe, Verrat, Tod und Gewalt, Blutvergießen und dem Drang des Menschen nach Macht. Nesbø nahm sich dessen Herausforderung an, kreierte mit Capitol, einer erfundenen Stadt in den 70er Jahre, einen düsteren Handlungspunkt der Geschichte. Korrupte Polizei, dunkle Gassen und Straßen, Drogen und Gewalt, schon von Anfang an merkt man den düsteren Charakter der Geschichte. Der König aus Macbeth wurde zu Commissioner Duncan, der Chef über alle Polizeiabteilungen, Macbeth und sein bester Freund aus dem Kindesalter Duff sind die Untergebenen.

 

Auf 600 Seiten zeigt uns Nesbø schnell, dass es in der Geschichte gar nicht wirklich nur darum geht, wer zu den Bösen und den Guten gehört, sondern vielmehr dreht es sich um die Hauptperson Macbeth, ein erfolgreicher Leiter des SWAT-Teams, der im Strudel der Stadt mitgerissen wird und gänzlich auf die dunkle Seite abdriftet. Ein Absturz zu Drogenmissbrauch, Gewalt, unzähligem und sinnlosen Blutvergießen, der blinden Liebe und alles nur mit einem Ziel: Den „König“ zu stürzen und selbst auf den „Thron“ zu kommen.

 

Jo Nesbø schafft mit Macbeth sicherlich ein absolutes Überraschungsbuch. Denn die Protagonisten sind gut gewählt, in die Neuzeit versetzt worden, seine Schauplätze authentisch und bereits ab der ersten Seite führt er uns in eine Stadt, die den Leser schnell an Filme wie Sin City oder dem Serienhit Gotham erinnern. Die Geschichte ist überraschend, spannend bis zum Schluss und bringt dem Leser immer wieder in Gewissenskonflikte: Ist Macbeth wirklich böse oder wird er böse gemacht? Liegen seine Fehler in der Vergangenheit oder doch in der Gegenwart? Kann man den Guten trauen oder trügt der Schein?

 

Macbeth ist wirklich sehr gut „übersetzt“ und Nesbø bringt seinen eigenen Stil mit in die Story, die nun, mehr als 400 Jahre, wiederauflebt, wenn auch in einer anderen Zeit.

 

Daher absolut lesenswert.

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199 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

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Der Outsider

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.08.2018
ISBN 9783453271845
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

 

Stephen King, zweifelsohne aktuell der wohl bekannteste und erfolgreichste Autor der Welt, kann seine Finger nicht von der Tastatur lassen. Mit mehr als 400 Millionen verkauften Büchern in mehr als 50 Sprachen übersetzt, könnte man meinen, seine Geschichten sind allmählich alle erzählt. Doch weit gefehlt. Denn die Einfälle des Meister des Horrors nehmen auch Jahrzehnte nach seinem Debütroman keineswegs ab. Zu viele Ideen und Geschichten sind noch nicht zu Ende erzählt. Und so kommt es, dass er uns nun seinen neuesten Roman „Der Outsider“ präsentiert. Noch immer lebt King mit seiner Familie in Maine.

 

 

Worum geht es?

 

Flint City. Im Stadtpark der kleinen Stadt wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Auf bestialische Weise getötet und missbraucht. Lange muss die örtlichen Ermittlungsbeamte nicht warten, ehe sie bereits einen Schuldigen gefunden haben: Terry Maitland. Ein unbescholtener und allseits beliebter Englischlehrer, der zudem auch noch das örtliche Jugendbaseballteam betreut. Unzählige Augenzeugen und forensische Spuren am Tatort lassen für den Detective Ralph Anderson keinerlei Zweifel. Als er eine sofortige und öffentliche Festnahme anordnet, scheint der Fall für ihn bereits gelöst. Doch urplötzlich tauchen Beweise auf, dass Terry Maitland zum Zeitpunkt des Mordes an einem anderen Ort war. Auch das können einige Zeugen beweisen.

Doch wie kann ein Mann zeitgleich einen Mord begehen und zeitgleich an einem anderen Ort meilenweit entfernt ein Alibi vorweisen? Anderson ist auf Hilfe angewiesen um den Fall endgültig zu lösen. Doch die Hilfe die er benötigt wird nicht einfach sein zu erhalten.


Je mehr er nachforscht, desto mysteriöser wird der ganze Fall. Als dann auch noch in einer anderen Stadt von einem ähnlichen Fall erfährt, wird ihm langsam bewusst, dass er sich nicht mehr alles rational erklären kann.

 

 

 

Fazit

 

Stephen King schafft es Millionen Leser zu fesseln, seine Charaktere sind überschaubar, authentisch und leben meist in einer Kleinstadt in der nicht viel passiert. All das ist für seine Leser so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. Und doch verlässt King für seinen neuen Roman „der Outsider“ abermals eine Geschichte, die abseits seiner phantastischen Heimatregion rund um Castle Rock, Maine passiert. Wenngleich doch vieles an seine berühmte Kleinstadtidylle erinnert.


Doch beginnen wir von vorn. Wir finden uns – wie bereits erwähnt – in einer Kleinstadt, in der ein kleiner Junge ermordet wurde. Der Detective übernimmt die Ermittlungen und findet relativ schnell den Täter. Viele Indizien sprechen gegen ihn. Und obwohl er kein Geständnis bekommt, inszeniert er nicht nur eine Festnahme, sondern führt dem Täter dem Haftrichter vor. Bis zum Ende dieses Abschnitts, hält uns King, mit seiner bekanntlich langatmigen Erzählkunst, ein bisschen hin. Viel Spannendes oder Phantastisches präsentiert er uns erst einmal nicht, außer die mysteriöse Geschichte eines Mannes, der wohl an zwei Orten gleichzeitig war. Viele werden sich an die, meiner Ansicht nach eher untypischen Art seiner Geschichten, wie z. B. in Mr. Mercedes, erinnern, der viel von seinem Gruselfaktor einspart. Wir lesen eher einen Krimi, denn einem Thriller. Wenn man fast einen Großteil des Buches gelesen hat, beginnt die Geschichte plötzlich eine Wendung. Denn viele Ermittlungen in unterschiedlichen Städten führen plötzlich zu einem plausiblen Puzzle, dessen Lösung nahe liegt, aber keiner zu glauben mag.

Noch nimmt der Roman richtig fahrt auf, Stephen King schafft es wieder einige seiner Geschichten mit einzubauen, und hilfreich wäre es zudem die Mr. Mercedes-Reihe vorneweg zu lesen, um einige Charaktere der Geschichte wieder erkennen zu können. Doch einem eingefleischten King-Fan brauch man so etwas sicherlich noch vorab mitzuteilen.


Zum Ende hin steckt man nicht nur mittendrin im Rätsel, sondern findet sich seit langem mal wieder in einem „richtigen“ Stephen King Roman wieder. Wenngleich auch das Ende, sicherlich aufgrund der langen Einleitung in die Geschichte, meiner Meinung nach ein bisschen verfrüht und unspektakulär endet. Da hätte King sicherlich auch noch ein anderes Feuerwerk in petto gehabt.


Alles in einem ist „der Outsider“ ein sehr gelungener und in sich abschließender Roman aus der Feder des Meister des Horrors. Die Seitenanzahl hält sich in Grenzen und zu keinem Zeitpunkt der Geschichte kommt Langeweile auf.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Der Riss im Raum

Madeleine L'Engle , Wolf Harranth
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2018
ISBN 9783492704922
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Autor

 

Madeleine L’Engle zählt zu einen der erfolgreichsten Kinderbuchautorinnen der Welt. 1918 in New York geboren, schaffte sie es 1962 mit Ihrem magischen Abenteuerroman „Die Zeitfalte“ (2018 von Disney unter „Das Zeiträtsel“ verfilmt) millionenfach zu verkaufen. „Die Zeitfalte“ ist bis heute ein Klassiker und fasziniert noch immer viele Kinder und Erwachsene zugleich. Madeleine L’Engle starb 2007 in den USA.

 

 

Worum geht es?

 

Die junge Meg, ihr Bruder Charles Wallace und Calvin sind kaum von Ihrer Reise durch das Universum und Zeit und Raum zurück auf der Erde, als sie sich bereits ins nächste Abenteuer stürzen müssen. Charles ist überzeugt, dass in ihrem Gemüsebeet im Garten Drachen gesehen zu haben. Erst schenkt ihm keiner glauben, bis eines Tages tatsächlich ein Cherub, ein Drachenähnliches Wesen, nebst seinem Lehrmeister auftauchen. Und ihr auftauchen hat einen dramatischen Hintergrund: Charles‘ Leben ist in Gefahr und von dessen Überleben hängt nicht nur die Menschheit ab, sondern das gesamte Universum.

Meg und Calvin müssen Charles retten und kämpfen erneut gegen die Dunkelheit und eine neue ungemein starke Kraft. Noch ist ihnen nicht bewusst, dass nur ein Kampf auf der kleinsten, sich vorstellbaren Ebene dem ganzen ein Ende bereiten kann …

 

 

 

Fazit

Mit dem Roman „Der Riss im Raum“ schrieb Madeleine L’Engle noch eine Fortsetzung zu ihrem Bestsellerroman „Das Zeiträtsel“ (Die Zeitfalte) und lässt uns weiter am Leben der jungen Meg und ihren Abenteuern teilhaben. Der Piper Verlag hat nun das Buch mit einem neuen Design neu aufgelegt, um die Serie insbesondere nach der Verfilmung vom ersten Teil abzuschließen. Die Geschichte selbst beginnt kurz nach dem Abschluss des ersten Buches und wir finden wieder die bekannten Hauptcharaktere, Meg, ihren Bruder Charles Wallace, Calvin, ihre Eltern und ihre beiden Zwillinge, die wie bereits im ersten Teil, zwar an der Story teilnehmen, jedoch keine wirklich tragende Rolle zuteil bekommen haben.

 

Wer „das Zeiträtsel“ gelesen hat – und dessen Geschichte benötigt man zwingend für diesen Roman – weiß bereits, dass es sich bei den Büchern von L’Engle zwar um Kinderbücher ab einem empfohlenen Alter von circa 10 Jahren gedacht sind, aufgrund der komplexen und teils schwierigen Wörter, eine gewisse „Schwere“ im Lesefluss bereiten.

 

Und „Der Riss im Raum“ knüpft dort nicht nur an, sondern steigert das ganze nochmals. Viele selbst kreierte Wörter und Bezeichnungen (Cherub der Drache ist da noch das einfachere von allen) bringen leider den Leser schnell aus der Geschichte, zumindest hatte ich dieses empfinden. Vielleicht können Jugendliche damit besser umgehen.

 

Doch wie verhält es sich mit der Geschichte selbst im Vergleich zu dessen Vorgänger? Ich persönlich war leider etwas enttäuscht, eigentlich hatte ich eine Story genauso phantastisch wie „das Zeiträtsel“ gewünscht, fand jedoch, dass das Buch mit Fremdwörtern und komplexen Zusammenhängen überflutet wird, dass der eigentliche Lesefluss sehr darunter leidet. Die Charaktere und die kreierten Figuren selbst, sind von L’Engle wirklich großartig ausgedacht und in die Geschichte integriert.

Alles in einem ist „Der Riss im Raum“ eine schöne Fortsetzung, wenngleich es keinesfalls an den Vorgänger anknüpfen konnte.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Der Tod kommt nach Mitternacht

Matthew Sullivan , Christine Heinzius
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2018
ISBN 9783442484133
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

 

Matthew Sullivan, einst selbst Verkäufer in einer Buchhandlung, ist heute als Dozent für kreatives Schreiben, Literatur und Film tätig. Einige seiner bisher veröffentlichten Kurzgeschichten wurden preisgekrönt. Nun wagt sich Sullivan mit »Der Tod kommt nach Mitternacht« an sein Romandebüt. Privat lebt er mit seiner Familie in Washington.

 

 

Worum geht es?

 

Viele Jahre ist es her, als die damals 10-jährige Lydia, die wohl schreckliste Nacht ihres Lebens überlebte. Damals wurde eine junge Familie von einem Killer auf bestialische Weise ermordet, den die Presse auf den Namen „Hammermann“ taufte, und jetzt viele Jahre später noch immer nicht gefasst wurde.

 

Mittlerweile lebt Lydia als junge erwachsene Frau ein bürgerliches Leben und arbeitet in einer Buchhandlung. Als sich jedoch eines Tages ein Stammkunde in ihrem Laden das Leben nimmt, ahnt sie noch nicht, dass sie nicht nur seltsame Bücher von ihm erbt, sondern findet zudem in der Jackentasche des ihr eigentlich Fremden ein Foto: das Geburtstagsfoto ihres Zehnten Geburtstages.

 

Und wäre das allein nicht schon seltsame genug, entdeckt sie in den Büchern ihres Erbes, zerschnitte Seiten mit rätselhaften Hinweisen.

 

Der Tode aus ihrem Laden hat ihr scheinbar ein Rätsel hinterlassen und als sie beginnt dieses zu enträtseln, merkt sie plötzlich, dass die Spur nur eine Richtung: in ihre eigene Vergangenheit …

 

 

 

Fazit

 

Matthew Sullivan wagt sich mit »Der Tod kommt nach Mitternacht« an sein Romandebüt und schon allein der aufwendig gestaltete Buchumschlag macht das Buch interessant. Wer sich den Klappen- und Rückentext durchliest, hat sicherlich letztlich endgültig einen Anreiz das Buch zu lesen. Die Geschichte klingt interessant, nach einem Thriller oder eher an einen Kriminalroman, in dessen Genre das Buch „offiziell“ eher ins letztere eingegliedert werden soll.

 

Doch beginnen wir von vorn. Die Geschichte handelt eigentlich gänzlich um die junge Lydia, eine Überlebende des Massakers vom „Hammermann“, der die ganze Familie ihrer Freundin Carol ermordete. Noch immer kämpft sie mit den traumatischen Erlebnissen ihrer Jugend und doch schein sie allmählich Fuß zu fassen und arbeitet als Buchhändlerin. Das Leben scheint normal, bis sie wieder mit dem Tod konfrontiert wird: Joey ein äußerlich eher aus ärmlichen Verhältnissen stammender junger Stammkunde, hat sich in ihrem Laden erhängt.

 

Damit beginnt die Geschichte und das Rätsel um die nun von Lydia geerbten Bücher. Denn Joey hatte ihre ein Rätsel hinterlassen. Wir erleben erst einmal die Geschichte der 10-jährigen Lydia, die es schafft dem Hammermann zu entkommen. Das ist zweifelsohne der eigentliche Kern und das wichtigste Teil der ganzen Story. Doch plötzlich finden wir uns auch noch in einem weiteren Handlungsstrang: Joey. Der Tode aus ihrem Laden und die Bücher. Langsam beginnt die Geschichte verstrickt zu werden, als dann auch noch ihr alter Schulfreund Raj auftaucht und Lydia letztlich noch den damaligen ermittelten Polizisten und ihren Vater kontaktieren muss, ist »Der Tod kommt nach Mitternacht« vollkommen ineinander verstrickt.

 

Und eben dies macht die Geschichte spannend, denn keines der Kapitel ist eine langweilige endlose Handlung, irgendwelcher Geschehnisse aus der Gegenwart oder Vergangenheit, sondern alles kleine und wichtige Puzzleteile, die am Ende das wirklich große Ganze ergeben. Was kompliziert klingt, ist viel einfacher zu lesen und zu verstehen, als man sich vorstellen kann, denn eines schafft Matthew Sullivan auf ganzer Linie: Den Leser mit einem interessanten Thriller-/Kriminalroman zu unterhalten, dessen Auflösung bis zum Ende dauert.

 

Alles in einem ist das ein absolut überzeugendes Romandebüt, in dem man merkt, dass Sullivan seine ganze Liebe zum Buch bis ins Detail investiert hat.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Weißt du, warum ich tot bin?

Kim Lock , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.08.2018
ISBN 9783453359833
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor
Kim Lock, geboren 1981, lebt mit ihrer Familie in Barossa Valley in Süd-Australien. Sie arbeitet als Grafikdesignerin und Stillberaterin, schreibt aber nebenbei auch für verschiedene Zeitschriften wie The Guardian und Daily Life. Mit Weißt du, warum ich tot bin? erscheint nun ihr erster Roman im Diana Verlag.

Worum geht es?
Jenna ist tot. Und ihre geliebte Freundin Fairlie Winter ist mitten in der Trauerphase um ihre beste Freundin, mit der sie bis zu ihrem Tod als unzertrennlich galt. Doch dann erhält sie einen Brief. Verschickt von Ihrer Freundin Jenna, abgesendet kurz bevor sie starb. Was sie Fairlie in diesem Brief offenbart, lässt nicht nur ihr Bild der perfekten Familienmutter Jenna wanken, sondern eröffnet ihr ein noch viel größeres Geheimnis. Fairlie bleibt nur eine Wahl: Sie muss die Wahrheit herausfinden, doch ist sie für diese Wahrheit so kurz nach Jennas Tod schon bereit?

Fazit
Kim Lock bis dato noch unbekannt unter den Autoren, schafft es nun im Diana Verlag erstmals auch ihren Roman aus Downunder in unsere Bücherregale zu bringen. Doch was erwartet uns in Weißt du, warum ich tot bin?

Sicherlich denkt man, wenn man sich den Klappentext durchliest, an einen Thriller der einen viele Wendungen erwarten lässt, vielleicht gespickt mit einer romantischen Geschichte zweier Freundinnen, die scheinbar voneinander doch nicht so viel wussten, wie zumindest die Hauptperson Fairlie vermutet. Doch werden wir dieser Vorstellung auch gerecht?

In vielen Dingen ja. Kim Lock schafft es einen direkt in die Geschichte zu katapultieren. Fairlie erfährt von dem Tod ihrer Freundin und wird sofort in die Familie ihrer Freundin gerissen. Denn als Jennas Mann Ark kurz nach der schrecklichen Nachricht verschwindet, muss sich Fairlie auch noch kurzzeitig um den Sohn Jennas kümmern.
Noch ahnt sie nicht, dass ihr viele Geheimnisse noch verwehrt werden und sie scheinbar das Leben ihrer Freundin, der sie sich immer so nah gefühlt hatte, in den letzten Jahren gar nicht mehr kannte.

Alles beginnt mit Jennas Liebe zu Ark, einer Romanze die einen schnell an ein anderes bekanntes Buch erinnern lässt. Der Reiche, gutaussehende Mann, der sich in das eher stillere Mauerblümchen verliebt. Doch die Ge-schichte selbst beginnt plötzlich zu einem Thriller, der einen die ganze Geschichte um den Tod von Jenna aus zwei Varianten zeigt: dem Damals und dem Heute.
Die Story an sich ist wirklich gut gestrickt, jedoch gerät irgendwann das Leben und die Handlung in der Vergangenheit von Jenna so weit in den Vordergrund, dass die eigentliche Hauptperson Fairlie, die sich ja scheinbar auf dem Weg befindet ein großes Geheimnis zu lüften, eher zur Randfigur werden lässt.

Und dennoch schafft Lock es dann doch irgendwie das Geheimnis zu offenbaren, dass man sich sicherlich schnell im Verlauf der Geschichte zusammenstricken konnte, und dann letztlich eigentlich überhaupt nicht so spektakulär erscheint, als anfangs gedacht.
Alles in einem ist Weißt du, warum ich tot bin? ein gelungenes Debüt der jungen Autorin und hätte aber am Ende der Geschichte dann doch noch, die ein oder andere größere Überraschung darbieten können, um den eigentlichen Thriller um Jenna, der letztlich der beste Teil des Buches ist, fortzuführen. Die Charaktere die uns Lock hier darbietet sind dennoch auf jeden Fall authentisch dargestellt.

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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MEG

Steve Alten , Bernhard Kleinschmidt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.07.2018
ISBN 9783453439016
Genre: Romane

Rezension:

Der Autor

 

Steven Alten, amerikanischer Schriftsteller aus Philadelphia, Pennsylvania, ist Sportler und Hobby-Paläontologe und wurde 1999 mit dem Buch „MEG“ über Nacht zum internationalen Bestsellerautor. Viele Jahre geriet sein Buch eher wieder in Vergessenheit, bevor die Traumfabrik Hollywood eben jenes aus den Schubladen grub und im August dieses Jahrs in Bestbesetzung, u. a. mit Jason Statham, in die deutschen Kinos bringt.

Aufgrund dessen veröffentlicht der Heyne Verlag eine neue, vom Autor mit überarbeitete, Taschenbuchausgabe, die Anfang Juli ihren Weg in die Buchhandlungen schafften.

 

 

Worum geht es?

 

Jason Tylor, berühmter Tiefseetaucher und Paläontologe, begibt sich unter Führung der Navy auf eine Tiefseeexpedition in den Marianengraben. In 11.000 Metern Tiefe versucht er zusammen mit seinen beiden Kollegen die Erforschung der Tiefsee und sammelt einige Proben ein. Zunächst läuft alles nach Plan, bis er auf dem Sonar eine riesige Entdeckung macht: Ein ziemlich großes Tier scheint Kurs auf die Tauchkapsel zu machen und als Jason in den Rachen eines riesigen urzeitlichen Ungetüms macht, geriet er in Panik und bricht die Mission ab – mit Folgen für seine beiden Kollegen, die den plötzlichen Aufstieg der Kapsel in die Höhe nicht überleben.

Gezeichnet von seiner unehrenhaften Entlassung und dem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, findet er allmählich wieder zurück ins Leben. Und Jason ist sich sicher, welches Ungeheuer in der Tiefsee entdeckt hatte: das Carcharodon megalodon, kurz MEG, ein Riesenhai, der Millionen von Jahren der Herrscher Nr. 1 in den Weltmeeren war und eigentlich längst ausgestorben sein sollte. Kaum verwunderlich, dass ihm niemand Glauben schenken möchte.

Als er sich zu einer weiteren Mission in die Tiefen der Meere überreden lässt, geschieht das scheinbar unmöglich: Ein MEG verfängt sich in der Leine, stirbt und wird mit an die Überfläche gezogen, doch was noch viel schlimmer ist, ein weiterer, noch lebender MEG, steigt ebenfalls aus den Tiefen empor und lebt nun in den wärmeren Meeresströmen unterhalb der Wasseroberfläche. Sehr zum Leid der Wale, aber auch der Menschen entlang der Strände. Als Jason eine Möglichkeit sieht, dass Monster zu fangen, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …

 

 

 

Fazit

 

MEG, ein Thriller, der wie anfangs bereits erwähnt, viele Jahre in Vergessenheit geraten ist, ist nun wieder – dank Hollywood – allgegenwärtig und zeitgemäß. Die Dinosaurier sind zurück und was Steven Spielberg mit Jurrassic Park und Co zu Land schaffte, hatte Alten 1999 ins Wasser verlegt. Dass Carcharodon megalodon, ein Riesenhai in der Größe zweier Linienbusse, die ohne Mühe einen ausgewachsenen Elefanten mit nur zwei Bissen verschlingen könnten, haben es über die Jahre geschafft in den Tiefen des Meeres zu überleben.

Und der Drang der Menschen zur Erforschung eben jener Tiefen hatten zur Folge, dass dieses Ungeheuer nun Jagd auf Menschen machen kann. Was einem beim Lesen des Buchtitels schnell an „weißer Hai“ erinnern lässt, der sollte sich hier nicht zu schnell abschrecken lassen.

Alten schafft es hier mit wenigen Protagonisten, eine spannende und glaubwürdige Geschichte zu stricken, die uns ferner auch noch einen Einblick in die Geschichte und gegenwärtigen Forschung dieser einzigartigen und bewiesenen Bevölkerung auf unserer Erde, gewähren lässt. Mit dem Stil wie uns Alten all das näherbringt, gewinnt man schnell an Glaubwürdigkeit dieser Geschichte und die Fiction lässt sich anzweifeln. Denn wer kann schon mit Sicherheit behaupten, jemals in der Tiefsee (wir sprechen von 11.000 Meter und der Meeresoberfläche) nicht auf so ein Ungeheuer gestoßen zu sein.


MEG ist ein wirklich durchaus spannender und überzeugender Thriller, der den Leser fesselt, mit fiebern lässt und uns alle ein Fünkchen Hoffnung weckt, dass wir vielleicht doch eines Tages den Jurrasic Park Millionen vergangener Jahren vor unserer Haustüre und in greifbarer Nähe haben werden. Doch ob die Menschheit das wirklich möchte und sich den Folgen dessen bewusst sein wird? Lesen Sie MEG und entscheiden Sie selbst.


Einen kleinen Kritikpunkt habe ich am Ende doch. Leider haben sich in dem Buch doch sehr seltsame und sich ziemlich häufende Fehler eingeschlichen (falsche, fehlenden oder zu viele Satzzeichen auf einmal, Grammatikalische Fehler …), vielleicht war das Lektorat bereits gedanklich am Strand und hat sich die Größe des MEG noch einmal bildlich vorgestellt. Ein Zittern der Finger wäre da verständlich und nachvollziehbar … :-)

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176 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Racheopfer

Ethan Cross
E-Buch Text: 94 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 02.10.2013
ISBN 9783838747163
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

 

Ethan Cross ist das Pseudonym eines amerikanischen Schriftsteller, der sicherlich seit seinem ersten Band Ich bin die Nacht aus der Shepherd-Reihe in keinem Bücherregal mehr fehlen dürfte. Auch wenn das Pseudonym längst gelüftet wurde, so ist Ethan Cross immer noch er selbst und bleibt seiner Linie treu. Er lebt mit seiner Familie in Illinois, USA.

 

 

Worum geht es?

 

Francis Ackerman jr, im Kindesalter von seinem Vater manipuliert, missbraucht und zu einer Tötungsmaschine ausgebildet, fehlen auch noch jegliche Gefühle der Angst. So kennen wir ihn mittlerweile aus der Shepherd-Reihe, die mit dem Buch Ich bin die Nacht begann und zuletzt mit Band Ich bin der Hass endete. Nun zeigt uns Ethan Cross mit Racheopfer die Vorgeschichte von Ackerman jr, wie das eigentliche Töten begann und weshalb er überhaupt frei herumlaufen kann. Wir erleben den Beginn des Albtraums seiner Opfer, seine Flucht in die Welt und wie er sich mit einem Tier des Waldes identifiziert, um letztlich seinen Platz in dieser Gesellschaft zu finden. Die Geschichte bekommt nun endlich einen lang ersehnten Anfang ...

 

 

Fazit

 

Mit Racheopfer, dessen Roman nun auch mit einer gelesenen Audioausgabe auf CD erhältlich sein wird, möchte uns Ethan Cross sicherlich das Warten auf den bereits angekündigten Band Nr. 6 Ich bin die Rache (erhältlich ab 29.02.2019) verkürzen und gleichzeitig noch einmal verstehen lassen, weshalb Francis Ackerman jr. so ist, wie er ist. Zwar wird in den vorherigen Bändern der Shepherd-Reihe mehrmals darauf eingegangen, letztlich wurde jedoch nie wirklich die Frage geklärt, weshalb man einen blutrünstigen und mordsüchtigen Serientäter nicht in einer Sicherungsverwahrung findet, sondern frei durch die Vereinigten Staaten ziehen kann. Man bekommt Einblick in seine Flucht, seinen ersten Mord und weshalb er manche Menschen vom Tode verschont.

 

Doch ist Racheopfer nun nahtlos in die Reihe einzuordnen, da er ja bekanntlich jetzt als Buch zwischen Band fünf und sechs erscheint, jedoch vor dem ersten Band eingegliedert werden sollte. Haben wir nicht bereits durch die vorherigen Bücher mehr erfahren, als man jetzt in einem einzigen Buch erfahren könnte? Wohl kaum, zwar wurde immer wieder erklärt, warum Francis Ackerman jr. ohne Schuldgefühle und Ängste wahllos töten kann und deshalb überall gefürchtet ist, und dennoch sind einige Fragen in der Reihe ungeklärt gewesen. Mit diesem Buch möchte Ethan Cross sicherlich aufklären, damit letztlich lückenlos die letzten Puzzleteile zusammengefügt werden können, um das Geschehen seines erfolgreichen Serienmörders zu dokumentieren und erzählen zu können.

 

Doch dem einen oder anderen Fan der Shepherd-Reihe wird sich das Buch sicherlich ein bisschen „seltsam“ darstellen, denn wir lesen zwar die Geschichte des Francis Ackerman jr., haben aber auch noch eine Nebendarstellerin, die schnell in dem Buch mehr oder weniger zur Hauptperson wird. Nur so kann die Geschichte einen Anfang nehmen, wenngleich die Brutalität und das Blutvergießen - sofern sei vorab verraten - auch in diesem Buch sicherlich nicht zu kurz kommen wird.

Dazu ein Hinweis: Racheopfer erschien vor Jahren bereits als Ebook Ausgabe und erschient nun als gedruckte Ausgabe.

Alles in einem ist Racheopfer wirklich ein Buch zur Aufklärung und zweifelsohne zur Überbrückung für den nächsten Band gedacht - für alle, die bereits am Ende angelangt sind und mehr möchten: Legen Sie doch die beiliegende CD ein und genießen Sie die Geschichte noch einmal.

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138 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit

Claire Douglas , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.06.2018
ISBN 9783328101697
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Die Autorin

Claire Douglas arbeitete Jahre lang als Journalistin in England und träumte schon seit ihrer Kindheit von einer Karriere als Schriftstellerin. Mit ihrem Debüt-Thriller „Missing“ erfüllte sich letztlich diesen Traum und schrieb auf Anhieb in England einen Bestseller. Eben dort lebt sie mit ihrem Ehemann in Bath im Südwesten Englands.

 

Worum geht es?

Eine kleine verschlafene Ortschaft an der Küste von England. Die beiden besten Freundinnen Francesca und Sophie leben seit ihrer Kindheit dort, sind unzertrennlich, verbringen gemeinsame Abende mit der Clique am Pier und haben vor allem eins: keine Geheimnisse voreinander - bis Sophie eines Tages verschwindet. Lediglich einen Turnschuh findet die Polizei am Pier und geht schnell von einem Unfall ab. Keiner weiß, was am Abend ihres Verschwindens wirklich geschah.

 

Achtzehn Jahre später wird eine Leiche angespült und man geht davon aus, dass Sophie endlich gefunden wurde. Doch noch zu viele Fragen sind offen, daher muss Francesca ihrem neuen Leben in London erst einmal den Rücken kehren und zurück in ihre Heimatstadt. Sie muss endlich Antworten auf die vielen Fragen finden und möchte endlich wissen, weshalb Sophie verschwand.

 

Doch noch ahnt Francesca nicht, auf was sie sich da eingelassen hatte, denn die Vergangenheit möchte manchmal ruhen. Und niemand verschwindet, ohne eine Spur zu hinterlassen ... 

 

Fazit

Wenn man sich schon den Buchtitel und den dazugehörigen Text durchliest, ahnt man, wieder einen der vielen bereits unzählige Male ausgeschlachteten Geschichten zu bekommen. Ein verschwundenes Mädchen an der Küste Englands, eine beste Freundin, die abtrünnig in einer anderen Stadt lebt, plötzlich wieder zurück in ihre alte Heimat muss, um dann letztlich den Tod oder das Verschwinden aufzuklären. Klingt langweilig. Muss es aber nicht!

All das hatte ich mir auch vorgestellt, eine Geschichte von Schmerz, Trauer, alten Freunden, einer besten Freundin, die die Vergangenheit aufwühlen muss, um letztlich die Wahrheit zu finden, all das findet man zwar tatsächlich in dem Buch wieder, und dennoch ist die Story ganz anders aufgebaut. Wir haben eigentlich nur zwei Handlungsstränge: Handlungsstrang eins ist Sophie, das Mädchen das vor 18 Jahren verschwand. Wir lesen ihre Tagebucheinträge, bekommen einen Einblick in ihr Leben von damals, ihren Freunden, Gefühlen und vielleicht eine Antwort auf die brennende Frage „Warum?“; Handlungsstrang zwei erzählt die Geschichte von Francesca alias Frankie, die zweite Hälfte der besten Freundinnen, bekommen einen Einblick in ihre damalige Zeit und der Gegenwart. Sie ist die eigentliche Hauptperson, ist sie es doch, die versucht - übrigens auf Einladung des Bruders von Sophie - endlich an der Aufklärung des Todes mitzuwirken.

 

Mehr Handlungsstränge gibt es nicht und braucht es vor allem auch nicht. Alleine das reicht, um eine Story zu stricken, die letztlich spannend, teilweise undurchsichtig wird, mit vielen verschiedenen Charakteren, die plötzlich alle in einem anderen Licht stehen. Schnell bekommt man das Gefühl, das man eher versucht einen Mord aufzuklären, denn einen Unfall. Viele Freunde und Bekannte geraten ins Visier von Francesca, die schon damals nicht an einen Unfall glauben wollte, und als sie dann noch bedroht wird, kommt das Buch langsam an seinen Höhepunkt - um dann am Ende für alle eine große Überraschung darlegt. Welche, wird selbstverständlich nicht verraten und doch kann ich sagen, das der ein oder andere sicherlich oft falsch liegen wird mit seiner Vermutung.

 

Claire Douglas schafft es einen spannenden Thriller zu schreiben, der einen fesselt und letztlich einen danach sehnen lässt, endlich eine Antwort zu erhalten, was nun wirklich am Abend am Pier geschah. Absolut lesenswert für alle die solche Thriller mit vielen Wendungen lieben.



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91 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Die Brut - Das Ende naht

Ezekiel Boone , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.05.2018
ISBN 9783596035847
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Autor

Ezekiel Boone ist das Pseudonym eines amerikanischen Schriftstellers. Er lebt mit seiner Familie im Bundesstaat New York. Seine Bücher Die Brut - Sie sind da und Die Brut - Die Zeit läuft machten ihn in Deutschland letztlich bekannt.

 

Worum geht es?

Die Menschheit sieht dem Ende entgegen. Seit die Welle der Spinnen über die Kontinenten hereingefallen ist, wurden nicht nur durch die Zündung der Atombomben mehrere Orte weltweit für Jahrhunderte unbewohnbar gemacht, sondern reduziert sich die Population der Menschheit enorm. Schon die erste und zweite Welle der seltsamen und menschenfressenden Spinnenvölker machten einen Kampf bereits fast unmöglich, doch jetzt kommt mit der dritten Generation eine Spezies, die nicht nur größer als die vorherigen waren, schwerer zu töten, sondern ein großes Problem mit sich bringt: Die Schwärme scheinen miteinander zu kommunizieren.

Die Präsidentin der Vereinigten Staaten und ihr Forscherteam aus hochrangigen Spinnenexperten müssen mit aller Macht versuchen, eine Lösung zu finden. Doch dies scheint schwieriger als gedacht, und nachdem die Menschheit bereits am Abgrund steht, gibt es immer mehr kritische Stimmen, welche die Präsidentin ihres Amtes nicht für würdig sieht. Ein Kampf an mehreren Fronten beginnt und scheint bereits ausweglos, als sich plötzlich die Möglichkeit auftut, die Kommunikation zu stören und den Sender aller Kommandos aufzuspüren, doch reicht ihnen dafür noch die Zeit? Es beginnt ein dramatischer Kampf gegen die Spinnen und den Fortbestand der menschlichen Rasse ...

 


Fazit

Ezekiel Boone schaffte mit seinem ersten Band Die Brut - Sie sind da meiner Ansicht nach bereits eine absolute Überraschung auf dem deutschen Buchmarkt. Scheint die Geschichte einer Invasion durch Insekten, wie in diesem Fall seltsamer Spinnen, für bereits mehrmals und ausführlich als erzählt, so konnte er den Leser durch seine eigene neue Art der Geschichten wieder fesseln. Auch die Fortsetzung, der im ersten Bandes nicht endende Story mit Die Brut - Die Zeit läuft knüpfte an der Spannung des Vorgängers an und ließ den Leser nicht nur mitten im Kampf zurück, sondern weckte die Vorfreude auf den finalen letzten Band Die Brut - Das Ende naht, welches nun endlich erschienen ist.

Das Buch knüpft an das Zweite an und erzählt die Geschichte mit allen bereits bekannten Protagonisten lückenlos weiter. Schnell kommt der Leser wieder in die Handlung und identifiziert sich mit allen bekannten Charakteren der beiden Vorgängerromanen. An sich bleibt es spannend und immer wieder stellt man sich als Leser die Frage, weshalb und vor allem vorher diese Spinneninvasion kommt und wichtiger, wie kann sich die Menschheit davor befreien und letztlich den Kampf für sich entscheiden. Wird es gelingen oder scheint das Ende besiegelt.

Zum Ende hin erleben wir jedoch eine für mich große und nicht nachvollziehbare Wendung des ganzen Handlungsablaufs. Jetzt fällt es mir an dieser Stelle schwer, dies zu erklären und zu argumentieren, ohne einen Spoiler zu verbreiten. Aber so viel sei verraten: Die Geschichte findet einen Abschluss, wenn auch viele Fragen unbeantwortet bleiben. Auch das Ende der Geschichte hätte ich mir persönlich nicht so erwartet, der Spannungsbogen nimmt unverständlicherweise zum Ende hin rapide ab und endet in einem Finale, das mich nicht überzeugt hat. Bei zwei so großartigen Vorgängerromanen hätte ich mir zum Abschluss ein Feuerwerk gewünscht - für die letztlich eigentlich großartige und gut ausgearbeitete Geschichte - aber das ist meine Meinung, sicherlich gibt es viele andere Kritiker, die mir hier widersprechen wollen und werden.

Lesenswert daher zweifelsohne für alle Fans der Reihe und ein jeder soll sich seine eigene Meinung darüber bilden, wie sie den Abschluss einschätzen.

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331 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 189 Rezensionen

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Der Kreidemann

C.J. Tudor , Werner Schmitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.05.2018
ISBN 9783442314645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Autorin

C. J. Tudor, eine bis dato unbekannte Schriftstellerin aus dem englischen Nottingham, schaffte das, wovon viele Autoren träumen: Ihr Debütroman Der Kreidemann schaffte es auf Anhieb zum Bestseller und verkaufte sich in 39 Ländern. Und das, obwohl C. J. Tudor bisher lediglich als Synchronsprecherin, Werbetexterin, TV-Moderatorin und Dogwalkerin ihren Lebensunterhalt verdiente. Nun erscheint auch bei uns der Roman erstmals in einer deutschen Übersetzung.

 


Worum geht es?

1986. Die fünfköpfige Clique um den 12-jährigen Ed Adams genießt den Sommer in einer Kleinstadt in England. Alles scheint eine Idylle zu sein, bis mit Mr. Halloran - einem bleichen Mann mit heller Haut und hellem Haar - ein neuer Lehrer an der Schule anfängt und die Clique Zeuge eines fast tödlichen Unfalls auf dem örtlichen Jahrmarkt erlebt. Ein junges Mädchen wird fast von einem Karussell getötet.

Eben jener Halloran lernt Ed auch die Kommunikation mittels Kreidezeichnungen. Ein toller Spaß für die Clique, bis plötzlich Zeichen auftauchen, die keiner von ihnen gezeichnet hatte. Als kurz darauf auch noch die Leiche eines jungen Mädchen ohne Kopf im Wald auftaucht, wird die Geschichte immer mysteriöser.

30 Jahre später, der junge Ed Adams ist mittlerweile erwachsen geworden, und unterrichtet selbst als Lehrer, hat er die Geschehnisse in seiner Jugend fast schon erfolgreich verdrängt, als er plötzlich eine Botschaft des Kreidemanns erhält. Und plötzlich holt ihn die Vergangenheit ein und er weiß, dass das Spiel noch nicht vorbei ist.

 

Fazit

Bereits zu Beginn der Geschichte, wir wechseln häufig zwischen der Vergangenheit von 1986 und der Gegenwart im Jahr 2016, findet man viele Parallelen zu einem großartigen Schriftsteller namens Stephen King. Eine Clique in einer Kleinstadt, eine seltsame auftauchende Person, eine Tote und zeitlichen Sprüngen von 30 Jahren. All das erinnert einen anfangs sehr an Romane wie Es oder Die Leiche von eben erwähnten Autor.

Und doch schafft es Tudor plötzlich, der Handlungen ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Was nämlich gänzlich fehlt, sind brutale und sehr in die Tiefen gehende Schilderungen der Handlungen. Schnell schafft sie es dadurch eine fesselnde Spannung aufzubauen, die auch durch die vielen Abwechslungen der Zeiten, keinesfalls abreißt.

Wer also denkt, alle sei sehr von den anderen Geschichten kopiert, der sollte sich hier nicht täuschen lassen. Denn mit fortschreitenden Schilderungen der Ereignisse, vor allem aus dem Jahr 1986, ist die Verwirrung um alle Geschehnisse immer größer. Worin besteht der Zusammenhang? Wer ist daran beteiligt? Spielt jemand der Protagonisten ein falsches Spiel? Je klarer eigentlich die Geschichte werden soll, desto undurchsichtiger und mysteriöser wird das Ganze. Viele Verdächtige, viele parallel zueinander stattfindende Ereignisse und immer im Vordergrund: seltsame Kreidezeichnungen.

Wer oder was steckt hinter dem Kreidemann? Welches Spiel spielt der 12-jährige Ed in dem Ganzen? Je näher man der Auflösung kommt, desto weniger weiß man.

Und das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: Keine Angst, es handelt sich um keinen Spoiler, aber am Ende des Buches stellt man fest, das man eigentlich die Lösung schon längst hätte wissen können. Warum? Das müssen Sie schon selbst herausfinden.

Alles in einem, ein wirklich überzeugender Debütroman, der mir persönlich wirklich gefallen hat, trotz der vielen - mittlerweile glaube ich auch von mir, oft genug erwähnten parallelen - und vor allem dank der Spannung lesenswert war.

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104 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

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Immer wenn du tötest

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.05.2018
ISBN 9783328101635
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Autoren

Hinter B. C. Schiller verbergen sich die Autoren Barbara und Christian Schiller, die in der Vergangenheit bereits mit einigen Nr. 1 E-Book-Besteller die Leser begeisterten. Zusammen verkauften sie mittlerweile mehr als eine Millionen Bücher. Sie leben und arbeiten sowohl auf Mallorca als auch in Wien und waren vor dem Schreiben gemeinsam in einer Werbeagentur tätig.

Mit Immer wenn du tötest bringen Sie nun den zweiten Krimiroman ihrer neuen Reihe rund um die Ermittlerin Targa auf dem Markt. 

 

Worum geht es?

Drei Tote. Alle blond und blauäugig. Ihre toten Körper bizarr dargestellt in einem Berliner Schlachthaus und zudem blutleer. Schnell haben die Ermittler der Berliner Polizei auch schon einen Verdächtigen: Freya von Rittberg. Von Rittberg ist Künstlerin und machte sich auf dem Kunstmarkt vor allem durch ihre eigenartigen Bilder einen Namen. Allesamt ihrer Kunstwerk malte sie mit menschlichem Blut. Durch ihre eigens organisierten Mut-Events gehen ihr zudem hierfür nie die Freiwilligen aus.

Die Polizei ist sich sicher mit Freya von Rittberg die Schuldige gefunden zu haben, was jedoch fehlt, sind Beweise und schlimmer, von Rittberg scheint einen Kontakt zum Innenministerium zu haben, der sie bisweilen deckt.

Doch mit Targa haben die Behörden eine der großartigsten Undercoveragentinnen im Einsatz und so kommt es, dass eben sie den Auftrag erhält, sich als Personenschützer bei Freya von Rittberg einzuschleusen, die benötigten Beweise zu finden und sie letztlich zu überführen. Doch als Targa erfährt, welchen Geheimbund von Rittberg angehört und das dieser scheinbar Hinweise auf ihren leiblichen Vater besitzt, muss Targa eine schwerwiegende Entscheidung treffen: Sie vermischt Arbeit und Privates und merkt nicht, dass sie damit immer tiefer in den Strudel gerät und von Freya von Rittberg manipuliert wird.

Kann sich Targa noch rechtzeitig retten?

 

Fazit

Immer wenn du tötest ist die Fortsetzung des Ersten Krimi Targa - der Moment, bevor du stirbst, rund um die Ermittlerin Targa und daher zweifelsohne als eine Fortsetzung zu verstehen. Daher eines vorweg: Man sollte sich, bevor man das Buch zur Hand nimmt, erst einmal mit dem ersten Roman befassen und lesen, damit man viele der Handlungen und Zusammenhänge versteht. Zwar kann man das Buch, vom Beginn bis zum Ende abschließend verfasst, ohne den Background lesen, jedoch würde man sich damit sicherlich schwertun, die Geschichte und vor allem Person von Targa zu verstehen.

Doch nun zum Buch selbst. Was erwartet uns hier? Ein Krimi oder doch eher ein Thriller? Auf jeden Fall eher Letzteres und ferner sollte man keinerlei Probleme haben, mit Blut umzugehen. Denn die vielen Stellen drehen sich rund um das Thema Blut, welches in dem Roman ein zentrales Thema erhält und diese zudem noch sehr detailreich von den beiden Autoren verfasst wurden. Und genau das, finde ich, macht das Buch schon einmal großartig. Eben erwähnt Szenen werden so erklärt, dass man, bei einer Verfilmung, sicherlich Probleme bekommen würde, dieser weiter folgen zu wollen, doch in einem Buch, deren bildliche Darstellung allein in unseren Köpfen stattfindet, ist so etwas absolut legitim, ohne den Leser abzuschrecken.

Die Geschichte versteift sich dann recht schnell auf die beiden Hauptcharaktere Freya von Rittberg und Targa, und weiteren - eigentlich fernab der Geschehnisse in Berlin - handelten Protagonisten, die in das Geschehen eingreifen müssen. In wie weit, kann ich hier - der Spoilergefahr wegen - selbst verständlich nicht eingehen. Das Buch ist flüssig, ohne große Abschweifungen geschrieben und die Hauptgeschichte selbst beginnt und endet im Buch. Eine weitere Nebensächliche zweite Geschichte, die bereits im ersten Roman begann, nimmt an den Geschehnissen maßgeblich teil, wird aber - so viel vornweg verraten - wohl nicht bis zum Ende aufgeklärt werden.

Alles in einem ist Immer wenn du tötest eine sehr gute Fortsetzung des Auftaktromans und es bleibt zu hoffen, ob den beiden Autoren B. C. Schiller noch weitere Geschichten um ihre Ermittlerin einfallen, um die Person in ihrem Tun und Handeln weiter voranzutreiben.

Fazit kurz: lesenswert.

 

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