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13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

kamasutr, lustig, mann, lus, ironie

Das Ehe-Kamasutra

Simon Rich , Farley Katz , Oliver Domzalski
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.06.2014
ISBN 9783548375380
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Ehe ist leider nicht mehr heilig, denn alleine in Deutschland wird jede zweite Ehe geschieden! Heiraten die Leute zu voreilig, ohne sich vorher gründlich zu prüfen oder ist die heutige Generation einfach anspruchsvoller im Bund der ewigen Liebe und akzeptiert die Macken des Gatten nicht mehr freimütig? Simon Rich und Farley Katz könnten die Antworten darauf geben, denn in ihrem Buch „Das Ehe-Kamasutra“, was allerdings im Gegensatz zum Original völlig unversaut daherkommt, werden Alltagssituationen vom Zusammenleben zwischen Mann und Frau humorvoll und doch mit einem gewissen Ernst auf die Schippe genommen.

Fast dreißig so genannte Stellungen werden mit einem oder höchstens drei Sätzen knackig zusammengefasst. Dabei wirken die Beschreibungen so nüchtern wie ein Lexikon-Artikel, was aber bei den Aussagen mit zwinkerndem Auge durchaus Sinn macht, weil es sonst zu albern werden würde. Jeweils auf der anderen Seiten wird das Gesagte illustriert. Dabei gefällt mir besonders, dass das Paar mit den typisch indischen Attributen, wie Turban, der kaffeefarbenen Haut und den traditionellen Kleidungsstücken charakterisiert wird, und somit eine Verbindung zu dem echten Kamasutra, was schließlich dort seinen Ursprung hat, bildet. Etwas schade war allerdings, dass die Autoren sich dazu entschlossen haben in die Bilder auch einen Stilmix einzuarbeiten. Denn so wird beispielsweise der „klassische“ Inder mit einer vollbusigen Blondine im Auto gezeigt, was irgendwie nicht so ganz passte.

Zum Schreien komisch sind die Situationen nicht, sondern werden unglückliche Paare vermutlich in ein noch tieferes Loch reißen mit dem Wissen, dass ihre Ehe kurz vor dem Ende steht, wenn sie beim Nachdenken über das letzte Liebesspiel einschlafen. Über einige andere, wie die leidige Sache mit der Spülmaschine kann dagegen wohl jeder schmunzeln, immerhin ist der Haushalt nicht immer einfach zu wuppen. In weniger als zehn Minuten war das Buch in einem hübschen Geschenkformat „durchgelesen“ und ich würde es als witziges Mitbringsel zum Junggesellenabend empfehlen, wenn der Ehezug noch nicht gegen die Wand gefahren ist und die Warnung vor der Schlangengrube oder dem Tritt des Walrosses noch umgesetzt werden kann. ;-)

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164 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 90 Rezensionen

sherlock holmes, krimi, london, cholera, tetanus

Teufelsgrinsen

Annelie Wendeberg , Kathrin Bielfeldt , Jürgen Bürger
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 13.02.2014
ISBN 9783462046434
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

1890 - Dr. Anton Kronberg ist eine Koryphäe auf dem neu entdeckten Gebiet der Bakteriologie und immerfort im Einsatz um in den Slums von London, wo er selbst wohnhaft ist, die Armen und Kranken zu versorgen. Dies ist jedoch nur das eine Leben des gebürtigen Deutschen, denn wenn er die Krankenhaustore verlässt, verwandelt er sich in Anna, die von der Gesellschaft und den steifen Konventionen gezwungen wird, ihr medizinisches Talent hinter der männlichen Fassade zu verbergen. Bei dem Fund einer Leiche am Wasserwerk mit Symptomen der Cholera, wo die Polizei Annas Hilfe benötigt, macht sie die Bekanntschaft mit dem legendären Sherlock Holmes, der ihre Verkleidung innerhalb von Sekunden durchschaut. Gemeinsam sind sie einem mörderischen Club auf der Spur, die das Unheil in Form von Bakterien in die Welt bringen wollen. Doch wer oder was kann einen Doktor in Begleitung eines Detektivs schon aufhalten?


Das besondere an der Protagonistin ist ihre wenig damenhafte Verhaltensweise, weil sie schon viel zu lange ein perfektes Männerdouble abgeben musste. Sie ist unglaublich schlagfertig und sorgt mit ihrer abgeklärten Art für humorvolle Unterhaltung an der Grenze zwischen Unter- und Oberschicht. Manchmal könnte man auf den Gedanken kommen, dass sie eine medizinische Abgesandte aus der Zukunft ist, weil sie so fortschrittlich ist. Dagegen ist der beliebte Holmes ein introvertierter und verbohrter Sonderling, der zwar immer einen Schritt voraus ist, aber menschlich ziemlich schwächelt. Umso erstaunlicher ist es, dass sich zwischen den beiden romantische Momente entwickeln und Anna die Kontrolle über ihre Gefühle verliert, sich sogar ziemlich gehen lässt. Hier greift wahrscheinlich das Phänomen, dass immer das interessant wird, was unerreichbar erscheint.


Die Spannung ist durchweg gegeben und die Autorin zeichnet eine tolle Atmosphäre, welche neugierig auf die Fortsetzung macht. Speziell die Krankheitssymptome und ihre Behandlungen zeugen von frischer, unverbrauchter Schreibkunst, welche Annelie Wendeberg lieber in englischer Sprache im Original veröffentlicht. „Teufelsgrinsen“ ist ein dünner Krimi, der sich flott lesen lässt und den ich bestimmt noch einmal aus dem Regal nehmen werde. Nachdem ich die Sherlock Gags aufgefrischt habe, werden mir sicherlich noch einige Anspielungen auffallen.

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152 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

wasser, ertrinken, rachel ward, liebe, angst

Drowning - Tödliches Element

Rachel Ward , Uwe-Michael Gutzschhahn
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2013
ISBN 9783551520524
Genre: Jugendbuch

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rassismus, krimi, südstaaten

Der Sumpf

John Katzenbach , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer , Uve Teschner
Audio CD
Erschienen bei Argon, 25.07.2013
ISBN 9783839812235
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Matt Cowart erreicht ein Hilferuf aus dem Gefängnis, der ihn bei seiner Reporterehre packt. Robert Earl Ferguson beschuldigt die Polizei ihn mit Gewalt zu einem Geständnis gezwungen zu haben und sich nun gegen die Berufung zu sperren, weil er schwarz ist. Sein baldiges Ende auf dem Todesstuhl bringt Cowart dazu die Nachforschungen aufzunehmen. Dabei erfährt er widersprüchliche Aussagen und ein dürftiges Repertoire an eindeutigen Beweisen, die eine Verurteilung mehr als fragwürdig erscheinen lassen. Als dann auch noch ein Mithäftling mit gehässigem Grinsen die Verantwortung für das tote Mädchen übernimmt, beginnt sich das Ruder zu drehen und damit Fergusons Unschuld immer deutlicher herauszukristallisieren. Für seinen Einsatz im Dienste der Minderheit mit einem grandiosen Zeitungsbericht, der große Aufmerksamkeit bekommt, wird Cowart der begehrte Putlitzer Preis verliehen. Bis das nächste Mädchen verschwindet..

John Katzenbach hat mit „Der Sumpf“ das sensible Thema des Rassismus in Amerika der 90er Jahre aufgegriffen. Getragen wird der Thriller eindeutig von den starken Charakteren, die ihre Emotionen voll ausleben, da sie auf Grund ihrer Fehlentscheidungen mit dem Rücken zur Wand stehen. Die Polizisten sind stark, wild und echte Ghetto-Jungs, die somit ihre Problemkinder (inzwischen im Erwachsenenalter) bestens durchschauen. Oft schon war das heiße Pflaster um Miami und Florida Thema in Bestsellern, aber hier brennt regelrecht die Hütte und zwar nicht wegen der prallen Sonne. Als Neuauflage (rund 20 Jahre nach der Veröffentlichung) versprüht dieses Buch zwar den Charme von vergangenen Tagen, was auch bei den mittlerweile altmodischen Ermittlungen deutlich wird. So kommt aber wenigstens die reine Polizeiarbeit zur Geltung mit Höhen und Tiefen, die auf die Leser überspringen.

Uve Teschner bringt die geballte CSI-Stimmung mit seiner Betonung gut hervor und passt auch von dem Hörgefühl annähernd perfekt zu dem eifrigen Journalisten. Die Verfolgungsjagd von Straftätern und die Befragung von Unschuldigen war bestens aufgebaut und macht mich neugierig auf weitere Katzenbach Bücher, die gerne auch wieder von Uve Teschner vorgelesen werden dürfen, denn ein Kampf durch 720 Seiten wäre eventuell nicht so unterhaltsam ausgefallen, wie die Lesung.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

jakob, fangolor, drachen, wasserwühlerin, kinderbuch

Drachentage - Abgetaucht

Julia Breitenöder , Ina Hattenhauer
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2013
ISBN 9783551312792
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Jakob staunt nicht schlecht, als nach der Schule die Elfenprinzessin Niferi und der Drache Spotty in seinem Zimmer auf ihn warten und sich begeistert durch die beachtliche Musiksammlung sowie den Berg Comics wühlen. Die Freude ist auf beiden Seiten riesig, weil das letzte Treffen der drei schon eine Weile her ist, doch sie sind nicht ohne Grund aus ihrer Heimat Fangolor angereist. Niferis Bruder Valeran wurde vermutlich von der Prinzessin Aquana aus dem Reich der Wasserelfen verschleppt, und niemand der Drachen oder Elfen traut sich in den trüben Schlossteich, weil sie allesamt Nichtschwimmer sind. Deshalb soll Jakob seine zweite Aufgabe als Drachenmeister antreten und den verlorenen Knaben an Land zurückbringen. Leider ist dieser selbst keine Wasserratte und lange die Luft anhalten kann er auch nicht. Wie soll er da nur bis zum Grund tauchen?

Ich finde dieses Kinderbuch einfach großartig!

Das erste Lob muss aus meiner Sicht den tollen Illustrationen gebühren, weil Ina Hattenhauer die goldigen Drachen sowie andere Wasserbewohner auf ganz bezaubernde Weise zum Leben erweckt hat und ich mich bei jedem Umblättern gefreut habe, wenn ich wieder eine Zeichnung anschauen durfte. Nach meiner eigenen Reaktion kann ich nur erahnen, wie entzückt die junge Zielgruppe auf die lustgen Bilder reagieren wird.

Auch der Inhalt überzeugt durch seine phantasievolle Unterwasserwelt, die Disneyland alle Ehre macht und wahrlich märchenhaft ist. Der Schreibstil hat den perfekten Schwierigkeitsgrad für Erstleser, auch zum Vorlesen ist dieses teilweise feurige und zugleich patschnasse Abenteuer prima gemacht. Drachen werden wohl immer einen besonderen Reiz auf die kleinen Racker ausüben und wenn sie dann noch so herrlich normal wie Spotty, Glimmer und Goliath sind, haben die Mini-Männer auch keine Angst vor ihnen, sondern wünschen sie sich bestimmt wie Jakob zum Freund.

Hoffentlich geht das Abenteuer weiter – dann vielleicht in der Luft? - weil mir die Reihe sehr gefällt und deshalb volle fünf Sterne bekommt.

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197 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

nanotechnologie, roboter, japan, andreas eschbach, robotik

Herr aller Dinge

Andreas Eschbach
Fester Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.09.2011
ISBN 9783785724293
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Schicksal geht manchmal seltsame Wege und Charlotte und Hiroshi wachsen anscheinend unter einem besonders hellen Stern dieser kosmischen Macht auf, denn diese scheinbar zufälligen Treffen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch.
Obwohl sie unter völlig verschiedenen Bedingungen aufwachsen und zwischen ihnen Welten liegen, gelingt es den beiden doch eine innige Freundschaft aufzubauen, die Grenzen überwinden kann.
Hiroshi, der mit starker Armut konfrontiert ist und von dem Wohlstand der Botschaftertochter beeindruckt ist, beschließt diesem Schlamassel ein Ende zu setzen und hat es sich zum Lebensziel gemacht, dass alle Menschen reich sind!

Die Träume des kleinen Jungen berühren das Herz und insgeheim wünscht man ihm für seinen tollkühnen Plan nur das Beste, obwohl die eigene Vernunft weiß, dass manche Wünsche nie in Erfüllung gehen können – egal wie gut der Kern des Ganzen ist. Wird Hiroshi die Möglichkeit haben die Welt mit seinem Ehrgeiz und Herzensgüte zu verändern oder bleiben es Kinderträume, die mit dem Erwachsenenalter zerplatzen?

„Herr aller Dinge“ war mein erster Eschbach und ich bin noch immer sehr berührt von den Worten des Autors, die das Herz von uns Lesern auf eine ganz spezielle Art berühren.
Vor den Ausflügen in die Grundlagen der Technik und darüber hinaus sollte man sich nicht erschrecken, denn die Erklärungen sind gut verständlich und werden im weiteren Verlauf auch für Laien immer logischer und faszinierende, sodass man die Szenen nicht mehr missen möchte.
Ein wirklicher tiefgründiger Roman mit Tränenpotenzial! ;)

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

heidelberg, fantasy, mystery, hexen, kerstin pflieger

Der Krähenturm

Kerstin Pflieger
Flexibler Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.12.2011
ISBN 9783442476794
Genre: Fantasy

Rezension:

In eine Welt voller Magie entführt uns Kerstin Pflieger in dem zweiten großen Abenteuer von Icherios Ceihn.
Er soll nach Heidelberg reisen und neben dem anstrengenden Studium auch noch für den Ordo Occulti zum Spion werden. Doch die Sorgen des jungen Gelehrten begleiten ihn auf seinem neuen Lebensabschnitt, schließlich hat sein Vorgänger und bester Freund ein trauriges Schicksal ereilt und musste sterben, weil er zu viel wusste. Wird Icherios die gleichen Fehler machen? Wem kann er in einer Stadt vertrauen, die eine Hochburg der Alchemie ist?

Obwohl mir das Wissen aus „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ und damit die Anfänge unseres jungen Protagonisten fehlen, hatte ich keine Probleme einen guten Start in „Der Krähenturm“ zu finden, weil die Autorin für Neueinsteiger einen guten Überblick über die persönlichen Differenzen der Charaktere, sowie Ziele und Wünsche gab, so dass wir das nötige Hintergrundwissen innerhalb von wenigen Seiten gut gebündelt präsentiert bekamen.
Vom Schreibstil bin ich ganz begeistert, denn Kerstin Pflieger hat eine tolle Ausdrucksweise und weiß genau, wie sie mit winzigen Andeutungen und immer neuen Fabelwesen die Spannung steigern kann und uns mit Icherios über die scheinbar unendliche Weite der Magie staunen lässt. Der Protagonist verändert sich zudem im Laufe der Geschichte schrittweise weiter, da er nach dem Biss eines Vampirs nun in jeder Andreasnacht die Verwandlung zu einem Strigoi überstehen muss, damit einher geht eine immense Lust auf Fleisch und das steht im starken Kontrast zu dem friedliebenden Medizin-Studenten. Dieser Zwiespalt wurde gut dargestellt, hat aber die anderen Handlungen nicht in den Hintergrund gedrängt.

Deswegen habe ich beim Lesen hohe Erwartungen aufgebaut, die in dem eher unspektakulären Ende leider enttäuscht wurden. Nichtsdestotrotz wäre ich bei einer Fortsetzung jederzeit wieder dabei, denn viele Fragen sind noch offen und besonders das persönliche Schicksal des jungen Gelehrten sorgt bestimmt noch für einigen Trubel.

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175 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 40 Rezensionen

niederkaltenkirchen, krimi, franz eberhofer, bayern, oma

Schweinskopf al dente

Rita Falk
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2011
ISBN 9783423248921
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein neuer Fall für Franz Eberhofer, der ganz Niederkaltenkirchen in Aufruhr versetzt. Richter Moratschek verurteilt einen gefährlichen Psychophaten zu 15 Jahren Haft, doch der kann durch einen hinterlistigen Plan aus dem Gefängnis entkommen und will nun Rache nehmen.
Gleichzeitig geht es Susi in Italien sehr schlecht und sie wird von ihrem Luca Toni nur wie eine Haushälterin ausgenutzt, da machen sich die Dorfbewohner, samt schlotternden Richter, auf den Weg nach Bella Italia, um sie wieder nach Hause zu holen.

Anstrengend wird es für den Franz auf jeden Fall, jetzt wo er zum Kommissar befördert wurde und an seiner Uniform ein schicker silberner Stern für alle gut sichtbar glänzt. Rita Falk hat für den ulkigen Ermittler natürlich noch viel mehr Schikanen eingebaut, denn Leopold und seine Familie planen Ferien auf dem Bauernhof, selbstredend bei der lieben Verwandtschaft und so graust es Franz schon vor dem Aufeinandertreffen mit dem Schleimer. Dazu kommt noch, dass das Lieblingsaccessoire vom Papa neuerdings die Kiffertüte ist. Einzig die Sushi ist goldig wie immer und bringt ein wenig Harmonie in den Haufen.

Lustig war es natürlich, dafür sorgt schon Franzls Art und seine „Hau-drauf-Mentalität“ - im Vergleich zu den anderen beiden Teilen war dieser aber etwas schwächer und an einigen Stellen zu überspitzt. Das hält mich aber trotzdem nicht davon ab, schon auf das nächste Verbrechen in Niederkaltenkirchen zu fiebern. Leider sind die Abenteuer des ehemaligen Dorfgendarms nur viel zu kurz und nach wenigen Stunden verschlungen. ;-)

Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte!

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93 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 32 Rezensionen

mord, florida, wald, fotografie, jagd

Selbstauslöser

Michael Lister , Barbara Christ
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 29.08.2011
ISBN 9783455403282
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Remington ist nach dem Tod seines Vaters wieder nach Hause zu seiner Mutter zurückgekehrt und pflegt die an Multiple-Sklerose erkrankte Frau so gut es geht. Mit seiner Frau Heather macht er zur Zeit ebenfalls schwere Zeiten durch, denn sie streiten immer häufiger wegen belangloser Sachen, was sie danach wieder bereuen. Seit neuestem ist Remingtons altes Hobby wieder ein wenig zum Leben erwacht, denn auf dem Land, dass nun ihm gehört, macht er sich nach Ladenschluss auf die Suche nach außergewöhnlichen Bildern. An diesem Abend warnt ihn seine Frau vor seinem Ausflug und schon bald muss Remington feststellen, dass er wohl tatsächlich besser daheim geblieben wäre, denn eine Meute von Männern ist hinter ihm her, weil er einen kaltblütigen Mord durch Zufall gefilmt hat und will ihn nun ebenfalls töten!

Die Story an sich klingt sehr vielversprechend, doch leider verbringt der Autor die ersten 100 Seiten damit, ausschließlich über die Gedanken und früheren Erlebnisse des Protagonistin zu philosophieren und vernachlässigt den Thriller-Charakter dadurch. Besonders schade ist es, weil das Buch insgesamt nur 236 Seiten hat.

Davon einmal abgesehen ist der Schreibstil auch etwas gewöhnungsbedürftig, weil die ohnehin schon kurzen Sätze dann auch noch durch absatzweise Aufzählungen von Subjektiven unterbrochen werden. In diesen speziellen Stil kann man sich aber gut einlesen und das Lesen schreitet dadurch extrem schnell voran.

Der Protagonist ist mit seiner Fotoleidenschaft ansteckend und so waren die Szenen, in denen er auf der Suche nach dem perfekten Motiv war, unterhaltsam.
Die Verfolgungsjagden waren gut aufgebaut und auch die Entwicklung unseres Hauptcharakters ist schlüssig und glaubhaft dargestellt, wenn manche Gedanken für mich in diesen Situationen auch nicht ganz nachvollziehbar waren, aber ich war ja auch – Gott sei Dank – noch nie in einer vergleichbaren Situation.
Doch aller Kritik zum Trotz hat Michael Lister in dem Finale ein würdiges Ende für „Selbstauslöser“ kreiert! Es ist atemraubend und sehr dramatisch, was für den eher schleppenden Einstieg entschädigt. Leider wurden nicht alle Fragen geklärt, aber die Antworten sind für den Verlauf auch nicht zwingend notwendig.
Für dieses – leider sehr kurze – Lesevergnügen vergebe ich deshalb 3/5 Sternen und hoffe für das nächste Werk von Michael Lister einige Seiten mehr! :-)

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463 Bibliotheken, 5 Leser, 13 Gruppen, 103 Rezensionen

tod, krebs, monster, trauer, krankheit

Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness , Siobhan Dowd , Bettina Abarbanell , Jim Kay
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei cbj, 29.08.2011
ISBN 9783570153741
Genre: Jugendbuch

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

krimi, laura gottberg, siena, münchen, italien

Nachtgefieder

Felicitas Mayall , , ,
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 15.07.2011
ISBN 9783463405865
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Münchener Kommissarin Laura Gottberg ermittelt in „Nachtgefieder“ bereits in ihrem siebten Fall und obwohl ich die Vorgänger der Reihe nicht kenne, hatte ich keine Probleme einen guten Einstieg in die Geschichte zu finden!

Laura ist Mutter von zwei Kindern und durchlebt gerade den Albtraum jeder fürsorgender Frau, denn die „Kleinen“ werden langsam selbstständig. Ihr Sohn möchte zu seinem Vater ziehen, von dem Laura geschieden ist, um einmal ein „Männerding“ zu machen. Dieser Wunsch trifft die Kommissarin wie ein Schlag und sie möchte am liebsten alleine mit ihren Gedanken und Gefühlen sein, doch die Arbeit wartet nicht, denn noch am selben Abend bittet eine reiche Mailänderin um ihre Hilfe in einem höchst pikanten Fall. Die Signora Donatella betrügt ihren Ehemann und wird nun erpresst. Sollte sie das verlangte Geld nicht zahlen, werde man ihrem Mann von dem Seitensprung berichten und auch die Medien in Kenntnis setzen, was für die Familie der italienischen Oberschicht eine Tragödie wäre. Die Angelegenheit ist Laura etwas suspekt, da sie auch nicht in ihren Tätigkeitsbereich fällt, doch sie verspricht der Dame Diskretion – bis am nächsten Tag eine Leiche gefunden wird und die Signora durchaus als Täterin in Frage kommen würde.
Gleichzeitig ermittelt Lauras Freund Angelo in Italien an einem seltsamen Fall. Ein Mann wird tot auf den Feldern gefunden – erstickt an Geldscheinen.

Ein flüssiger Schreibstil macht das Lesen angenehm und nur die italienischen Kurzdialoge oder Aussagen unterbrechen den Lesefluss.
Das Privatleben der Kommissare wird von der Autorin deutlich in den Vordergrund gerückt und überlagert teilweise die Ermittlungen, was „Nachtgefieder“ für mich zu einem durchschnittlichen Krimi macht, der wahrscheinlich eher Frauen anspricht. Dieser Eindruck wird durch das sehr freundliche Cover mit den lila und rosa Tönen noch verstärkt. Die Tatsache, dass die Protagonistin eine Frau ist, macht es für Leserinnen sicher einfach in die Kommissarin mit ihren Beziehungs- und Kinderprobleme einzufühlen. Generell ist es eher ein seichter Krimi, der ohne viel Blut und Tempo auskommt, sondern viel mehr dadurch besticht, dass die Schauplätze und Nebenstränge gut ausgeschmückt sind und nebenbei noch ein Mord geklärt wird.
Ein großer Minuspunkt war für mich das Ende, da es viel zu plötzlich kam und jegliche aufkeimende Spannung mit einem Szenenwechsel (Seite 402) abbrach.
Als Autorin muss sich Felicitas Mayall, trotz meiner kritischen Meinung, nicht vor amerikanischen Krimiautoren verstecken – es trifft nur lediglich nicht ganz meinen Geschmack. Ich hatte zudem einen Krimi in Deutschland erwartet und musste dann allerdings feststellen, dass er hauptsächlich in Italien spielte und somit meine Hoffnung auf einen regionalen Krimi, mit mir bekannten Eigenarten der Personen (in diesem Fall Bayern) und populären Wahrzeichen größtenteils verwehrt wurden.

Für Fans der Laura Gottberg Reihe ist mit „Nachtgefieder“ bestimmt eine schöne Fortsetzung entstanden und auch Italienfans werden auf ihre Kosten kommen, doch ich werde wahrscheinlich keine weiteren Teile kaufen und lieber auf etwas „härtere“ Krimis zurückgreifen!

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

kurpfalz, hexe, 1593, hockenheim, kräuter

Beschützerin des Hauses

Marlene Klaus
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 02.03.2011
ISBN 9783940855121
Genre: Historische Romane

Rezension:

Barbara, Heilerin mit Leib und Seele, hat vor fünf Jahren ihre Familie durch einen schrecklichen Brand verloren und plagt sich seitdem mit Schuldgefühlen.
Gemeinsam mit ihrer Mutter Katharina besteht ihr Lebensinhalt darin, Tinkturen und Salben aus Kräutern herzustellen, die sie nachts im angrenzenden Wald sammelt.
Durch ihre eigensinnige Art, die nächtlichen Ausflüge, das Fernbleiben vom Gottesdienst und auch die Fähigkeit Menschen zu heilen gerät sie in Verruf, eine Hexe zu sein.
Sie soll an dem Überfall eines braven Bürgers, dem Tod einer schwer kranken Frau, sowie dem schlechten Wetter, von dem Hockenheim seit einiger Zeit verfolgt wird, Schuld sein und so sind einige Bürger mit Eifer dabei, die Hexe zu überführen, um sie auf dem Scheiterhaufen brennen zu sehen.

Zu Beginn hatte ich große Probleme mich mit dem Schreibstil der Autorin anzufreunden, da er sehr von Gerichtstextauszügen geprägt war und somit den Lesefluss beeinträchtigte. Nach ungefähr 200 Seiten lag der Schwerpunkt dann aber mehr auf den Personen mit ihren Problemen und Gefühlen und so wuchs der Lesespaß.
Marlene Klaus hat eine Vielzahl von unterschiedlichen Personen erschaffen, von der rachsüchtigen, liebestollen jungen Frau über den von Wahnvorstellungen heimgesuchten Nachtwächter ist alles dabei.
Wir werden in das Jahr 1593 entführt und erleben die Tücken des Alltags und die für unsere Denkweise völlig absurden Vorstellungen der Bürger mit den daraus resultierenden Folgen.
In einer Zeit, in der die Folter noch nicht abgeschafft wurde, war auch die Gefangenschaft ein ernstes Thema und sie wird für den Leser sehr bildlich dargestellt.
Alles in allem war es ein guter historischer Roman, bei dem allerdings manche Personen eine zu starke bzw. in meinen Augen eine nicht ganz nachvollziehbare Wandlung durchgemacht haben. Außerdem wurde der Roman vorher als historischer Krimi angekündigt, wobei mir der Krimiaspekt leider bedeutend zu kurz kam und dadurch meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat.

Für Hockenheimer ist dieser Roman sicherlich ein wahrer Lesegenuss, da die Orte und die Natur schön beschrieben wurden und auch ansonsten wird ein Fan von historischen Romanen nicht enttäuscht werden, auch da das Thema der Hexenverbrennung noch nicht so oft verarbeitet wurde, wie andere Themen.

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401 Bibliotheken, 3 Leser, 5 Gruppen, 68 Rezensionen

barcelona, liebe, freundschaft, tod, spanien

Marina

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar , Carlos Ruiz Zafón
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 12.04.2011
ISBN 9783100954015
Genre: Romane

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