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ängste, gärtner, tiefsinnig, diamant, liebe

Wie Nalda sagt

Stuart David , Esther Kinsky
Fester Einband: 191 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 01.01.2002
ISBN 9783821808758
Genre: Romane

Rezension:

"Wie Nalda sagt" - so versucht ein junger Mann sein Leben zu meistern. Kaum zwei Jahre alt war er, als er zu ihr komm, bloß gehüllt in ein paar Tücher, die mir Sicherheitsnadeln um ihn zusammen gehalten wurden. Die Dose mit den Sicherheitsnadeln hat er noch immer, denn sie sind etwas besonders - genau wie er.
Denn er kam nicht einfach so zu Nalda. Nein, seine Eltern waren berühmte Juwelendiebe, gejagt von Konkurrenten, Polizei und ihren Opfern. Eines Tages landeten sie ihren größten Coup und versteckten den erbeuteten Edelstein an dem einzigen Ort, der ihnen sicher erschien: In ihrem Sohn. Kaum hatte dieser ihn verschluckt, wurde die Gefahr unmittelbar und seine Eltern gerieten in solche Bedrängnis, dass sie sich gezwungen sahen den Jungen an Nalda abzugeben, die am Rande einer englischen Kleinstadt in einem alten Wohnwagen lebt und sich ihren Unterhalt durchs Gärtnern verdient.

So erzählt zumindest Nalda ihm die Geschichte seiner Herkunft, Nalda, die leicht verrückte alte Dame, bei der er aufgewachsen ist, Nalda, die ihn nicht zur Schule schickte, sondern ihn vor dem Jugendamt versteckte und das Gärtnern lehrte. Nalda, die nie klar sprach, sondern stets nur in Geschichten und Metaphern.
Der Junge verlebt eine glückliche und zufriedene, wenn auch nicht immer erfüllte, Kindheit bei Nalda, obwohl sie manchmal weint weil der Boden des Wohnwagens schief ist und weil alles besser war, bevor er zu ihr kam. Doch eines Tages beginnt Nalda, sehr krank zu werden. Immer öfter kann sie nicht gärtnern, sondern liegt nur im Bett und schreit, wirft mir Gegenständen und erkennt die Welt nicht mehr als das, was sie ist. Eines Tages kann sie mal wieder nicht mit arbeiten, und als der Junge heim kommt, sitzt sie schreiend auf dem Boden und zerkratzt sich das ganze Gesicht mit ihren scharfen Nägeln. Der Junge weiß, was zu tun ist: E ruft die Nummer an, die Nalda ihm einst für diesen Fall gab. Bald kommen Männer und holen Nalda in einem großen weißen Wagen ab, der 16-jähige versteckt sich vor ihnen und flieht, um sich fortan selbst als Gärtner zu verdingen - aber nur, bis "sein Edelstein" eines Tages seinen Körper verlässt und kommt, um ihn zu erlösen.
So erzählt uns T… seine Geschichte, die so geheim ist, dass er uns nicht einmal seinen Namen nennen will. Denn jeder, der von dem Edelstein in seinem Bauch weiß, ist eine potenzielle Gefahr für ihn, jeder, der sein Geheimnis kennt, könnte versuche ihn um das Juwel in seinem Inneren zu bringen. Dies ist auch der Grund, warum T… stets eine gepackte Tasche mit dem Nötigsten in seiner derzeitigen Wohnung stehen hat: Findet jemand sein Geheimnis heraus, so verlässt er umgehend die Stadt und baut sich in einer anderen ein neues Lebens auf - solange, bis er sich erneut bedroht findet.

Nachdem er wieder einmal geflohen ist, nimmt er in einer neuen Stadt die Arbeit als Krankenhausgärtner an, die ihm wie so oft nur einen mageren Verdienst gewährt - doch Geld zählt nicht für T…, denn sein größter Besitz ist in ihm drin und wird bald kommen und ihn reich machen. Wie immer ist er mehr als verschüchtert und menschenscheu, aber seine Arbeit überzeugt Frank und Elizabeth, die Personalaufseher im Krankenhaus: Sie laden ihn ein, den Abend mit Ihnen im Dienstzimmer zu verbringen. T… ist misstrauisch und zweifelt - könnten die beiden von seinem Edelstein wissen? Doch mit der Zeit verflüchtigt sich sein Misstrauen, zum ersten Mal seit der Zeit mit Nalda fühlt er verstanden und hat Menschen gefunden, die ihm nicht als Bedrohung erscheinen. Dennoch erzählt er ihnen nicht von seinem Geheimnis, der er weiß um die Gier der Menschen und die Gefahr in der er schwebt.
Doch einiges Tages verändert sich alles: Die alte, verrückte Maude, eine Patientin des Krankenhaus, überrascht ihn bei der Gartenarbeit und möchte ihm helfen, da sie selbst einmal einen schönen großen Garten hatte, damals, als sie noch jung war. Also lässt er sie ein wenig mit sich arbeiten und lernt so Marie, eine Schwester, kennen. Sie erscheint ihm anders als die Menschen, die er bisher kannte, und so lernt T… die Liebe kennen - die Liebe, vor der Nalda ihn immer gewarnt hat.
Doch trotz seiner Vorurteile kann Maria ihn für sich gewinnen, Naldas Stimme beginnt zu verblassen. Marie nennt ihn liebevoll "Herr Reineke", da er immer so schreckhaft und vorsichtig mit Menschen umgeht, und wegen seines rötlichen Bartes. Die beiden kommen sich immer näher, führen schon beinahe eine normale Beziehung bis Marie eines Tages sein Badezimmer benutzt: Dort findet sie die Dose, Pinzette und Lupe, mit der T.… jeden Morgen untersucht, ob sein Edelstein ihn endlich ...äähääm …verlassen hat.
Sie fragt ihn danach, und tatsächlich: Er vertraut ihr, zwingt Naldas Stimme in seinem Kopf zum Schweigen und erzählt ihr von seinem Stein und dem Reichtum, der in ihm schlummert. Marie hält das ganze für einen Scherz und umarmt ihn lachend - und schreckt zurück. Aus einem alten Tablett hat sich T… einen Bauchpanzer gebastelt, damit ihn niemand aufschneiden und seines Diamanten berauben kann.
Nun ist Maria sich sicher: Ihr Freund glaubt an Naldas Geschichte, von der sie noch immer nicht weiß, ob die alte Frau sie metaphorisch gemeint hat. Um ihrem Herrn Reineke also zu beweisen, dass sein Edelstein nicht existiert, überredet sie ihn nach mehreren Wochen dazu, sich seinen Panzer abzunehmen und sich von ihr röntgen zu lassen. Sollte der Edelstein nicht zu sehen sein, wäre T… für immer frei, frei von Nalda, frei vom warten und frei, ein Leben mit Marie zu führen.

Er willigt ein und lässt sich tatsächlich röntgen, um Gewissheit zu erlangen. Doch in den 20 Minuten, die Marie ihn allein lässt um die Bilder zu entwickelt, beginnt T… sich erneut Gedanken zu machen…

Ich möchte das Ende nicht vorweg greifen, doch so viel will gesagt sein: Ich habe nie zuvor beim Lesen eines Buches so geweint, und das will bei mir als rationalem Floppi schon als bedeutungsvoll eingestuft werden. Dieses Buch reißt mir, berührt und fasziniert!
Stuart David versetzt sich überzeugend in die Position eines Mannes, der nie eine Schulbildung genossen hat und Zeit seines Lebens unter dem Einfluss einer alten Dame stand, die Fantasie und Realität in ihren Geschichten nicht zu trennen vermochte - oder wollte?
Der Schreibstil verdeutlicht dem Lesen den Standpunkt des neurotischen und naiven T…, der sich von allen Menschen verfolgt und bedroht fühlt. So verlässt er Hals über Kopf einen seiner vielen Arbeitsplätze und Wohnorte, bloß weil ein junger Mitgärtner ihm eine Heckenschere anbietet: T… hört nicht einmal die Worte, der er sagt, er sieht nur diesen Mann mit der Schere auf sich zukommen, denkt an Naldas Geschichten und die Gier der Menschen - und flieht! Für ihn ist klar, dass alle Menschen, die von seinem Geheimnis wissen, ihn bedenkenlos aufschneiden würden um an seinen Edelstein zu gelangen.
Diese Angst vor Verrat, Bedrohung und Diebstahl zieht sich als Leitlinie durch den ganzen Roman, ähnlich dem roten Faden den Naldas Worte und Geschichten für T… in seinem leben bieten.

David zeichnet das Bild eines Mensches, der sich selbst vollkommen isoliert und sein ganzes Vertrauen in seine verrückte Tante setzt, die noch Jahre nach ihrem Verschwinden sein Leben bestimmt. Der Leser bleibt bis zum Ende im Dunklen: Existiert dieser Edelstein wirklich, ist er bloß eine Geschichte Naldas oder soll es für etwas ganz anderes stehen? Wollte Nalda T… auf diese Weise bloß sagen, dass er etwas Besonderes und Wertvolles in sich trägt: seine Persönlichkeit? Doch ironischer Weise hindert T… gerade seine Persönlichkeit daran, sich zu entfalten, ständig versteckt und verleumdete er sich aus seiner tiefsitzenden Angst heraus, ständig wartend dass sein Edelsteine endlich zu Tage kommt um ihn zu befreien.
Ein wunderbares Buch, das ich vorbehaltlos empfehlen möchte. Allerdings sollte man bedenken, dass das Buch stellenweise kurios, sehr sentimental und nicht spannend ist, zumindest vom Handlungs- im Sinne von Actiongehalt. Die hier aufgebaute Spannung ist viel subtiler und tiefgründiger und mündet in Anteilnahme und Interesse am persönlichen Schicksal T…s , der uns automatisch an unsere eigenen Ängste und Zweifel erinnert, die belasten, behindern und aufhalten. Mit einfachen Worten beschreibt David in einer hohen sprachlichen Dichte, wie wir diese Ängste überwinden können - oder halt auch nicht.

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Tags: berührend, tiefsinnig   (2)
 

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juliet marillier, mythen, legenden, magie, fantasy

Die Königskinder

Juliet Marillier
Flexibler Einband: 765 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.10.2005
ISBN 9783453521544
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Handlung spielt zur Zeit der Pikten im Schottland_ und England des 5.Jhr.n.Chr. Das weiß ich leider nicht aus dem Buch selbst, sondern aus meinem eben zu Rate gezogenen Geschichtslexikon, eigentlich ärgerlich.

Der junge Bridei geht beim Druiden Broichan in die Lehre, um später die selbst die Aufgabe des Stammesdruiden übernehmen zu können. Darum verlässt er bereits mit vier Jahren seine Mutter Anfreda und sieht sie niemals wieder.
Die Ausbildung im Hause des Druiden ist hart, doch Bridei ist fleißig und gelehrsam und so wird ihm mit 6 Jahren seine Bestimmung offenbart: Er ist zum König Schottlands (hier: Albas) bestimmt. In erwartungsvoller Freude arbeitet er auf dieses Ziel zu, doch dann geschieht etwas Unerwartetes:
Bridei findet in einer Vollmondmacht einen weiblichen Säugling auf der Türschwelle und fühlt sich von der Mondgöttin (Überraschung: "Die Leuchtende") dazu berufen, das Mädchen zu behüten. Er nennt es Tualaund fortan sind die beiden unzertrennlich.

Doch Jahre später sieht Broichan in dem Mädchen eine Gefahr: Die Menschen meiden das ungewöhnliche Kind, das ihrer Meinung nach zum "kleinen Volk" (Elfen, Feen, sonstdergleichen) gehört und rufen durch ihre Furcht und Abneigung Brideis Zorn hervor. Sein Schwur, das Mädchen zu schützen gilt ihm mehr als seine Bestimmung zum König.
Um eine Katastrophe zu vermeiden gibt Broichan das Mädchen schließlich in ein Kloster und nimmt ihm das Versprechen ab, Bridei zu seinem eigenen Wohl nie wieder zu besuchen. Sie weigert sich zuerst, doch er erzählt ihr eine Lüge und behauptet, es wäre Brideis Wunsch König zu werden und er fühle sich ihr nicht verbunden sondern bloß verpflichtet. Auch Bridei erzählt er von Tualas Verschwinden als wäre sie geflohen um ihn nie wieder zu sehen.

Doch dann gibt es Krieg: Broichan wird an die Seite des derzeitigen Königs berufen um ihn zu beraten und Bridei begleitet ihn, nicht wissend wie nah er damit dem Kloster kommt, in dem seine heimliche Liebe Tuala sich in Sehnsucht nach ihm verzehrt (Entschuldigung, eine andere Formulierung wäre hier nicht halb so amüsant gewesen, schließlich ist die junge Dame hier erst zwölf!).
Interessanter Weise suchen die beiden zufällig gern denselben Strand auf, Tuala heimlich und Bridei in seinen knapp bemessenen Pause von Arbeit und Ausbildung. Wie kann es anders sein - die beiden begegnen sich dort. Es kommt zum großen Showdown, Tuala entflieht dem Kloster und Bridei stellt Broichan und seine zukünftigen Untertanen vor die Wahl: Entweder er mit Tuala als seiner Braut oder…tja, halt nicht er. Und natürlich: Er und seine Tuala dürfen zusammenbleiben, eine Liebesgeschichte wie sie im Buche steht.
Aufgepeppt wird die ganze Geschichte durch lauter wuselndes Elfenvolk da fleißig manipuliert in indoktriniert, die Menschen zu seinem Zwecke verbiegt und beeinflusst und dabei, wie man es kennt, ausgesprochen schön und mystisch ist.

Tja…. Ein nettes Buch, aber ich hatte mehr erwartet. Daher für alle die die "Sevenwaters-Trilogie" gelesen habe: Das hier ist etwas ganz anderes und so gar nicht auf meiner Wellenlänge.
Angefangen hat mein Missfallen mit den Namen im Buch: Broichan, Tuala, Bridei…. Schön, dass sich hier Marillier um eine authentische Namensgebung bemüht, aber ich spreche leider kein Gälisch oder was immer das sein soll und bei der Aussprache hilft der Anhang leider auch nicht. Daher musste ich mir irgendwas einfallen lassen, denn "Bridei" ist mit deutscher Aussprache definitiv kein erträglicher Name, da das e und i nicht einmal von einander getrennt sind.

Aber ich will mich ja nicht an Details festbeißen: Die Story war ziemlich einfallsreich und wirklich mal etwas anderes, aber das konnte mich leider nicht über mein Hauptproblem hinwegbringen: Ich finde die Charaktere unsympathisch, noch schlimmer, sie haben mich regelrecht genervt. Das gehört zwar eindeutig in die Kiste "bei jedem anders", aber ich konnte die schreckliche Unentschlossenheit der beiden Hauptpersonen einfach nicht ertragen - dieses ständige hin und her! Lieben wir uns, lieben wir uns nicht? Mag ich dich wie eine Schwester und vor allem: Mag ich dich überhaupt? Will ich König werden oder lieber viele kleine elfengleiche Kinder machen?
Innere Zerrissenheit und Interessenkonflikte können mich eigentlich immer fesseln und sind meist ein hochspannendes Thema, aber wenn wie hier der Eindruck hinterlassen wird, dass weder Handelnde noch Autorin einen Plan haben, was sie nun eigentlich wollen, kann das ganze sehr langatmig werden. Trotz meiner Vorliebe für verworrene Bücher: Dies hier ist an den falschen Stellen nicht zielstrebig genug und an andere zu leichtfertig.
Ob das was für euch ist? Keine Ahnung! Aber ich als Fantasy- und Marillierleserin habe einfach etwas anderes erwartet, etwas Besseres. Deswegen finde ich das Buch, trotz des angemessenen Preises, nicht allzu empfehlenswert. Weniger objektive Meinung, dafür aber absolut emotional! Und ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber mir ist es erstrangig, wie ich mich bei einem Buch fühle. Meinen Verstand kann ich anderer Stelle schärfen, meine "Vergnügungsbücher" sollen berühren und vor allem mitreißen. Und somit wäre Frau Marillier an dieser Stelle durchgefallen!

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fantasy, drachen, jugendbuch, drache, abenteuer

Drachenglut

Jonathan Stroud , Nina Schindler
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Boje, 09.01.2007
ISBN 9783414820273
Genre: Fantasy

Rezension:

In einem besinnlichen englischen Dorf wird im Hochsommer neben der Kirche ein keltisches Kreuz entdeckt. Es wird ausgegraben um näher untersucht zu werden, dabei beschädigen die Arbeiter es allerdings und und ein Teil bricht ab.
Ohne es zu wissen haben sie damit einen alten Bannzauber gebrochen der einen jahrtausende alten, bösartigen Drachen unter dem Dorfhügel, dem "Wirrim" gefangen hielt. Dieses Siegel verhinderte, dass der Drache von den Menschen Besitz ergreifen oder sein Gefängnis verlasen kann.
Der junge Michael McIntyre, elternlos und mit seinem Bruder Stephen unter der Obhut ihrer Schwester Sarah, verschläft zu diesem Zeitpunkt einen seiner Ferientage auf dem Wirrim. Doch der nun befreite Drache erwacht aus seinen Träumen - seine Gedanken steigen wir Blasen an die Oberfläche und dringen in Michaels Geist. Als er erwacht ist sein ganzer Körer erhitzt und seine Wahrnehmung scheint verrückt zu spielen:
Er kann die Seelen der Menschen sehen, statt ihren wirklichen Köpfe sieht er an deren statt die von Tieren und gewinnt so einen beunruhigenden Einblick in ihre Persönlichkeit.

Geschockt von seiner unheimlichen Fähigkeit rennt er nach Hause zu seinem Bruder und seiner Schwester, die mit dem Pfarrer Tom zusammen ist - dieser ist unter anderem verantwortlich für die Ausgrabung des Kreuzes, das den Drachen gefangen hielt.
Sarah wird nicht schlau aus dem wirren Gerede ihres Bruders und verdächtigt ihn, Drogen genommen zu haben. Auch sein Bruder Stephen ist zuerst skeptisch, lässt sich dann aber in Michales Geheimnis einweihen. Gemeinsam finden die beiden heraus, was Tom im Gemeindeamt und Kirchenarchiv recherchiert hat: Die Existenz des Drachen und seinen finsteren Plan.
Er hat mehrere bedeutende Menschen in der Stadt, darunter auch den Gemeinderat Mr. Cleever, in seine Gewalt gebracht: Sie sollen ihn endgültig aus dem Wirrim befreien. Diese Menschen haben statt dem normalen Tierkopf aus Michaels Sicht den eines Drachen und verfügen über die selben erstaunlichen Kräfte wie er. Allerdings haben sie diese bereits perfektioniert und sind damit zu gefährlichen Gegengern für die beiden Brüder geworden: Sie können, ebenso wie Michael, den "Blick" anwenden, fliegen, die Gedanken anderer Menschen lesen und diese sogar beeinflussen.
Außerdem: Wie soll Michael den anderen Menschen im Dorf verständlich machen, dass ein Drache ihre hoch angesehenen und geschätzten Mitbürger in bösartige Halbwesen verwandelt hat? Wie soll er seine Schwester dazu bringen, ihn seinen Kampf fortführen zu lassen,wo er doch weiß, dass sie ihm nie glauben würde?

Die Zahl der Feinde der beiden Brüder übersteigt schon sehr bald die ihrer wenigen Unterstützer, die zunehmend von den Drachendienern bedrängt und dezimiert werden. Es beginnt das verzweifelte Auflehnen gegen eine Gruppe von Verschwörern, die wortlos miteinander kommunizieren können, jeden Schritt ihrer Gegner im Vorraus ahnen und von den uralten und mysthischen Kräften des Drachen untertsützt werden. Noch immer wissen die Jungen nicht ganz genau, was sie da eigentlich zu besiegen suchen, sie werden von Unwissenheit geplagt und sehen sich mit einem mächtigen Feind konfrontiert, der keine Schwächen zu haben scheint.
Zudem muss sich Michael immer mehr bemühen, dem Locken, Werben und Drohen des Drachen nicht nachzugeben, der ihn für seine Ziele vereinnahmen will: Er besticht ihn mit wundersamen Fähigkeiten, setzt ihn unter Druck, droht mit dem Tod seiner Schwester und zeigt ihm Bilder von einer machtvollen Zukunft, denen sich der Junge kaum erwehren kann.
Somit beginnt der Kampf zwischen Gut und Böse, ausgetragen auf vielen Ebenen:

* Michael entdeckt neue Fähigkeit und muss dagegen ankämpfen, selbst zu einem Schergen des Drachen zu werden
* Sarah stellt sich den Jungen aus Sorge immer wieder in den Weg, sie ist nicht eingeweiht und versteht nicht was geschieht
* Die Diener des Drachen versuchen Michael und Stephen auf ihre Seite zu ziehen, als das nicht gelingt jagen sie sie
Am Ende kommt es zum Showdown auf dem Wirrin: Der Drache erhebt seinen Körper aus der Erde, und nun ist es an den drei Geschwistern und Tom, ihn in letzter Sekunde zu besiegen.

Vor allem durch die vielen Gespräche der Charaktere untereinander gewinnt das Buch an Anspruch und Vielschichtigkeit:
Es genügt nicht, dass Michael den Drachen und damit das Böse vernichtet, nein, gleichzeitig muss er auch noch gegen sich selbst, seine Selbstzweifel, die Böse Macht des Drachen in sich und sein Schuldgefühl gegenüber Sarah ankämpfen. Er muss es nicht nur dem Leser recht machen, auch seine Geschwister und Tom der Pfarrer fordern ihren Tribut von ihm. Daher gelingt es Stroud, Abwechslung in eine sonst so öde Tristesse der Fantays zu bringen und seine interessanten Ideen in einer spannenden, kurzweiligen Geschichte ansprechend zu verpacken.

Zusammenfassend ist es weniger eine Drachengeschichte, als ich erwartet hatte: Der Titel verspricht ein spannendes Inferno, aber die eigentliche Handlung nimmt viel mehr Bezug auf das zwischenmenschliche und die Beziehungen zwischen den Charakteren. Der Drache selbst kommt nur einmal kurz im Prolog und am Schluss des Buches im "Endkampf" vor - etwas zu wenig für ein Werk, das sich selbst als Drachenbuch betitelt. Hier ist chronischen Fans der großen Echsen also keine direkte Empfehlung auszusprechen. Mich persönlich hat das weniger gestört, Drachen sind nun wirklich nicht meine Welt und diese interessante Neuinterpretation des bösen Feuerspuckers war mir angenehmer als das klassische Gegenstück.
Allerdings wurde meine eigentliche Kauferwartung - ein würdiger Nachfolger zu Bartimäus - nicht erfüllt. Das war zwar nicht wirklich anzunehmen, aber nun kann ich allen Fans der Trilogie von meiner Perspektive aus sagen: Steckt eure Ansprüche nicht zu hoch, von diesem Buch werden sie nicht erfüllt wenn ihr etwas wie Bartimäus erwartet.
Außerdem ist das Buch stilistisch nicht gerade der Bringer: Man merkt eindeutig, dass Stroud hier jüngere Leser ansprechen will. Das fällt auch bei den Charakteren auf; mich konnten sie nicht wirklich überzeugen, sind alle recht einfach gestrickt und wirken etwas unausgearbeitet. Ihre Handlungsweise und Beziehungen sind zwar zu verstehen, aber sehr simpel und lassen kaum Platz für interessante Wendungen.

Trotzdem ist das Buch auf eine kurzweilige Weise sehr unterhaltsam und besticht durch Ideenreichtum, Spannung und ein hohes Tempo. Obwohl der Drache selbst nur eine hintergründige Rolle spielt, lassen die geheimnisvollen Fähigkeiten und der Entwicklungsprozess Michaels keine Langeweile aufkommen.
Noch mal kaufen würde ich mir das Buch sicher nicht, einfach weil es in vielerlei Hinsicht nicht meine Kragenweite ist. Trotzdem möchte ich hier eine Empfehlung für aufgeschlossene (und nicht ZU anspruchsvolle ;-) ) Fantasyleser aussprechen, vor allem Jugendliche von 10-15 dürften hiermit gut bedient sein

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146 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

bücher, literatur, buch, bibliophilie, lesen

Das Papierhaus

Carlos María Domínguez , Elisabeth Müller
Fester Einband: 92 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 01.07.2004
ISBN 9783821857305
Genre: Sonstiges

Rezension:

ls der Professor von der Universität von Cambridge eines
Tages ein Päckchen für seine verstorbene Arbeitskollegin Bluma
bekommt, macht er einen seltsamen Fund. In dem
Paket befindet sich ein dreckiges Buch, dass allem Anschein
nach eine lange Geschichte hat. Eine Geschichte, die den
Professor auf der Suche nach einer Antwort auf eine
lange Reise schickt. Von Cambridge aus fliegt er nach Südamerika und reist dort durch das ganze Land, um die Geschichte Carlos Brauers zu erfahren, einem Mann, der seine Liebe zu Büchern bis zur Exzession betrieb. Brauer, ein alter Bekannter von Bluma, gab sein gesamtes Vermögen und letztendlich auch seinen Verstand auf, um immer mehr und mehr Bücher horten und besitzen zu können.
Dann erfährt der Professor jedoch von einem tragischen Unglück:
Nach einem verheerenden Brand ist ein Teil seiner Bibliothek und vor allem das Herzstück seiner Sammlung - die Kartei seines Bücherverzeichnisses - verbrannt.
Die Verzweiflung ob dieses Geschehens treibt Brauer in den Wahnsinn. Er lässt sich am Strand der Lagune von Rocha nieder und erbaut sich dort ein Haus - aus seinen Büchern. Als ihn jedoch eines Tages die Erinnerung an Bluma überkommt, zerstört er dieses auf der Suche nach einem bestimmten Buch.
Erneut steht er vor den Trümmern seiner Existenz, schickt das gefundene Buch jedoch trotzdem Bluma. Die wurde in England allerdings längst überfahren, während sie in einem Gedichtband las. So landet sein Buch beim Professor.
Dieser kann Brauer trotz langer Suche nicht finden und kehrt so, um viele Antworten und ein Buch reicher, nach England zurück.

Dieses Buch trumpft sicher nicht mit der spannensten Geschichte auf, aber die Poesie und Kunst mit der Dominguez schreibt ist unübertroffen. Humorvoll und detailreich schildert er die Suche nach der Geschichte eines Buches und trifft dabei genau den Ton, den sich bücherverliebte Leser wünschen. Liest es sich auch anfangs ein wenig schleppend so ist es trotzdem eine literarische Meisterleistung. Nach den ersten 20 Seiten beginnt man sich immer mehr mit den beschriebenen Bücherfanatikern zu identifizieren. Man taucht ein in die Welt der Leser, Sammler, Kritiker, Fanatiker und Gelehrten, findet gar seinen eigenen Platz unter ihnen, während man nur über die atemberaubende Geschichte des Carlos Brauer staunen kann.Insgesamt empfehlenswert für alle, die Bücher, Geschichten, Sprache, Literatur oder einfache nur eine nachklingende Story mögen. Nicht die leichteste Kost und bloß mit etwas Geduld zu knacken, aber dabei niemals zu kompliziert oder gar langweilig.

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erzählungen, meer, schifffahrt, kurzgeschichten

Wüste Meere

Carlos María Domínguez , Elisabeth Müller
Fester Einband: 166 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 01.02.2006
ISBN 9783821857749
Genre: Romane

Rezension:

Wie bereits der Titel vermuten lässt, dreht sich in diesem Bändchen alles um das Thema Meer - seine Tücken, seine Schönheit, wie es den Menschen Leben oder auch Tod bringt. Seine Weite, seine Kraft und wie es jeden von uns in seinen Bann ziehen und nicht mehr loslassen kann.
In jeder der sieben Kurzgeschichten findet der große Teich also nicht nur Erwähnung, sondern ist das zentrale Motiv im Leben der Protagonisten; ob sie das nun wollen oder nicht, ob es ihnen Glück oder Unheil bringt. Es wird also als Mittelpunkt des Lebens beschrieben, als Nabel der Welt und Existenzgrundlage der Menschheit - so nicht ganz falsch, aber nicht unbedingt ganz zutreffend für den gestandenen Mitteleuropäer. Allerdings findet jener auch keine Erwähnung in Domìnguez Erzählungen, die allesamt in seiner Heimat Südamerika und um dessen Zentrum (laut Domìnguez), Buenos Aires, spielen. Dementsprechend trifft der Leser in den Geschichten, die sowohl in der Gegenwart als auch Vergangenheit spielen, vor allem auf verarmte Waisen die am Hafen betteln, hart gesottene Seemänner, die sich noch an die Zeiten der großen Segler erinnern, verzweifelte Fischer denen die See ihren Kahn entriss, der doch ihre ganze Familie versorgen musste und noch viele mehr.

Diese Vielfalt macht den großen Reiz an den Erzählungen des talentierten Südamerikaners, die er selbst mit folgenden Worten als Klappentext beschreibt:
" Wüste Meere erzählt Geschichten über die Leerräume des Wassers; einige tauchen an seinen Ufern auf, andere in seinen enormen Weiten und alle konfrontieren den Menschen mit seiner erstaunlichen Natur. Das Meer ist das schmucklose Szenario eines moralischen Treibens, welches das Abenteuer des conditio humanis, das Ausgeliefertsein an seine Stürme, seine Brüderlichkeit und seinen schmerzhaften Trotz zum Ausdruck bringt." - Carlo Marìa Domìnguez

Interessant, interessant, mich bringt das ehrlich gesagt nicht weiter und ich bezweifle auch, dass ihr jetzt sehr viel schlauer seid. Daher werde ich einer kurzen Auswahl zwei u der folgenden sieben Erzählungen näher für euch beschreiben:
Johnnys Bekenntnis / S. 9-25<
Der Baum mit den Reihern / S. 25-37
Mancuso / S. 37-55
Die Falle im Sand / S. 55-73
Delta / S 73-95
Eine aufrichtige Unterhaltung / S.115-166
Der Baum mit den Reihern

Ein Ich-Erzähler berichtet aus seiner Perspektive (okay, etwas anderes wäre wohl schwer möglich) von einem prägenden Ereignis, das ihm in Santa Rosa im Augustes des letzten Jahres passiert ist:
In einer kleinen Seitenmündung des Rìo de la Plata, nahe dem Meer, hatte er sich von seinem mageren Erbe ein kleines Eiland von nur 200 Metern Durchmesser gekauft und sich darauf in harter Arbeit ein Zuhause aufgebaut. Er ernährte sich nur von dem was das brackige Flusswasser im gab, seinen zwei kleinen Weiden, seiner Kuh und zwei Birnbäumen. Letztere wurden jedoch von einer Reiherkolonie, die auf einem riesigen, wilden Kapokbaum auf seiner Insel nisteten, immer wieder um ihre, ohnehin schon magere, Ausbeute an Früchten erleichtert. Wieder und wieder versuchte er sie zu vertreiben, doch vergebens.

Eines Tages zog jedoch ein gewaltiger Sturm auf, größer als jeder, den unser namenloser Erzähler je zuvor erlebt hatte. Die aufgewühlte See peitschte mir ihren Wogen bis in das Delta und den Seitenarm des Flusses hinein, und bevor der Mann den schwarzen Himmel und die Flutwellen fliehen konnte, war sein kleines Boot von den Gewalten des Sturmes fortgerissen worden. Er suchte Zuflucht in seiner Hütte, doch riesige Wellen fluteten immer wieder über die kleine Insel hinweg und die Temperatur fiel schlagartig, sodass er bereits glaubte, sterben zu müssen. Diesem Schicksal entging er auch nur sehr knapp, der gerade noch rechtzeitig verließ er seine Hütte, bevor auch diese von den Fluten fortgespült wurde. Auf seiner kleinen Insel bot sich ihm ein Bild der völligen Zerstörung, ja sogar Vernichtung: Seine Birnbäume, seine Weiden, selbst der Boden unter seinen Füßen wurde fortgespült und auch er stand kurz davor, in die Tiefe gerissen zu werde. Doch etwas war noch standhaft: Der Kapokbaum, dicht an dicht besetzt mit den verhassten Reihern. Nur mit Mühe konnte der Mann sich an einem Zaun entlang bis zum Baum hangeln, sank dabei immer wieder bis zur Hüfte im Schlick ein und erreichte das rettende Bollwerk nur knapp. Er erklomm es, voll Furcht dass auch dieser Baum der Last des Wassers anheim fallen könnte, und wurde oben von den Reihern erwartet, die er zu verscheuchen versuchte. Die jedoch wehrten sich und hackten auf ihn ein, bis er blutend und ob der Kälte schlotternd auf dem Baum zusammensank. Mehr als einen Tag lang klammerte er sich verzweifelt an seinen Ast, kurz davor zu erfrieren. Schließlich viel er in eine tiefe Ohnmacht und war in seinen letzten Gedanken bewusst, dass dies sein Ende sein musste. Doch es kam anders… : Als er am nächsten morgen erwachte, schien die Sonne und der Fluss lag glatt und eben vor ihm, der Baum hatte standgehalten. Verwundert bemerkte der Mann die mollige Wärme um ihn herum und fragte sich, warum er nicht erfroren sei. Wie zur Antwort krächzten die Reiher und als er an sich herabblickte, sah er die isolierende, wärmende Schicht von (ich zitiere, damit es seriös bleibt) "Reiherscheiße", die ihm in dieser längsten Nacht das Leben gerettet hatte…
Eine aufrichtige Unterhaltung

Der junge Mirko, ein Matrose aus einfachen Verhältnissen, hat auf der "Fidschi", dem größten Lastschiff seiner Zeit, angeheuert. Der gebürtige Pole vermisst seine Heimat zutiefst, ist das Schiff doch multikulturell und die Verständigung nur über Zeichensprache, gebrochenes Englisch und ein Kauderwelsch aus einem verwirrenden Sprachenwirrwarr möglich. Aufgrund ihrer Größe und gewaltigen Tiefe legt die "Fidschi" auch in kaum einem Hafen der Welt an, die Ware wird einfach per Kran gelöscht und auf andere, kleiner Schiffe und Kähne übertragen. Daher ist Mirko bereits seit Monaten nicht mehr an Land gewesen, die Einsamkeit und Langeweile treiben ihn nahezu in den Wahnsinn. Noch schlimmer wird das ganze durch seinen aktuelle Aufenthaltsort: das Schiff befindet sich am Äquator und zu drückender Temperatur und ungewöhnlich hoher Luftfeuchte kommt die kaputte Klimaanlage.
Eines Abends kommt mit einem Mal ein junger Offizier, Julio Andrade, in seine Kajüte. Trotz des strengen Alkoholverbots an Bord trinken die beiden Männer gemeinsam italienischen Grappa, um ihren angehenden Depressionen zu entgehen, und beginnen ein Gespräch. Hier wird es kurios: Denn beide Männer reden in ihrer Muttersprache, die das jeweilige Gegenüber nicht versteht. Es ist unglaublich lustig dem Wechsel einer Unterhaltung zu folgen, die eigentlich keine ist. Zwar reden die beiden abwechselnd, doch über komplett andere, teils kontroverse Themen. In dieser abstrusen Weise geht es weiter und weiter, bis beide Männer in ihrer Betrunkenheit dass in die Worte des anderen hineindeuten, was sie hören möchten (oder halt auch nicht). Dieser erstaunliche Dialog endet schließlich in dem Bekenntnis Mirkos, der am Anfang noch lustlos mit Sätzen wie "Auf einem Fluss in Afrika rasiert sich ein Affe mit einem silbernen Doch" antwortet, am Tod ihres gemeinsamen Kameraden, Tarik, Schuld zu sein. Bei Wartungsarbeiten hatte er eine Winde nicht richtig kontrolliert; ein Seil riss sich los, peitschte umher und trennte seinem Freund Tarik sauber dem Kopf ab. Von Julio weiß man, dass er als Offizier gleichzeitig der "Schiffpolizist" ist, und erwartet gewohnheitsgemäß, dass Mirko nun zur Verantwortung gezogen wird - bloß wie? Schließlich hat dieser kein Wort von dem verstanden, was der junge Pole ihm erzählt hat. Also trinken die beiden gemeinsam weiter, bis Julio Mirko beschuldigt, ihm seinen Mantel geklaut zu haben. Letzterer verlässt empört den Raum und beschließt, die Klimaanlage zu überprüfen um sich abzureagieren. Julio folgt ihm nach und die beiden öffnen den Schacht der Klimaanlage; ein steifgefrorener Chinese, der die Anlage verstopft hat, fällt ihnen entgegen, eingehüllt in Julios Mantel. Da die beiden so betrunken sind, dass sie ihren Job und eine hohe Strafe riskieren wen man sie so sieht, versuchen die den Mann zurück in die Anlage zu pferchen, doch seine steifen Glieder haben sich etwas entfaltet und es ist ihnen unmöglich. So werden die beiden zu Komplizen und versenken ihn im Meer, das zusammen mit ihrer Sprachdifferenz ihre ganzen, dunklen Geheimnisse für immer bewahren soll…

Das interessante ist hier nicht nur das unsinnige Gespräch, sondern auch der Wechsel der Erzählperspektive: Abwechselnd berichten in den, auch so benannten, Abschnitten "1-6" Ein auktorialer Erzähler, dann Mirko und zuletzt Julio: eine wunderbare Erzählung!

Ich war beim Lesen wirklich überrascht - ist dieses Buch doch so extrem anders als mein heißgeliebtes "Papierhaus"! Der detailverliebte, herausragende Stil meines literarischen Lieblings Domìnguez kommt zwar auch in diesem Buch zum Tragen, ist dabei aber bei weitem pathetischer und emotionaler als der Vorgänger. Konnte man da die staubige, trockene und weise Atmosphäre der Bibliotheken geradezu schnuppern, so findet sich hier im wilden, rastlosen Schreibstil die ruhelose Gewalt der Meeres wieder; darum bin ich auch erneut mehr als beeindruckt, stilistisch stimmt hier einfach alles. Je nach Erzähler oder Hauptperson variiert Domìnguez seine Worte und den Satzbau in feinen Nuancen, schreibt mal hypo- oder parataktisch, mal nüchtern und karg oder schmeißt mir Adjektiven und Leidenschaft um sich. Hier findet sich auf kleinem Raum höchster Anspruch und die enorme sprachliche Dichte, die eigentlich allen Kurzgeschichten und Erzählungen zueigen sein sollte.

Aber nun zum inhaltlichen Aspekt: Die Erzählungen selbst kreisen alle um das zentrale Thema "Leben MIT und GEGEN das Meer". Dieser rote Faden zieht sich absolut klar ersichtlich durch jede einzelne Geschichte, doch trotzdem kommt es dabei nicht zu Wiederholungen. Aus dem selben Motiv spinnt Domìnguez wieder und wieder eine neue Handlung, lässt unterschiedliche Person

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

südpol, poe, mystik, walfang, allan

Der Bericht des Arthur Gordon Pym

Edgar Allan Poe
Flexibler Einband
Erschienen bei Insel Verlag
ISBN 9783458331490
Genre: Klassiker

Rezension:

Die Geschichte handelt von dem jungen Mann Arthur Gordon Pym (war beinahe zu erwarten), der von seinen schrecklichen Erlebnissen an Bord eines Walfängers berichtet.
Hingelangt ist er dort aufgrund seiner maßlosen Neugier und Abenteuerlust und dem ständigen Wunsch, sich seinem älteren Freund Augustus zu beweisen. Denn als dieser ankündigt eine Weile fortzugehen, um mit auf dem Walfänger seines Vaters zu reisen, lässt sich Arthur von ihm an Bord des Schiffes schmuggeln. Dort soll er in einem winzigen Versteck zusammen mit seinem Hund bis zum Ende der Reise ausharren, nur versorgt durch wenige Vorräte und die gelegentlichen Besuche Augustus`.
Anfänglich scheint der Plan auch aufzugehen. Doch nach einiger Zeit werden Arthurs Lebensmittel knapp und aus ungeklärten Gründen hört die Versorgung durch Augustus auf. Kurz vor dem Verdursten und vollkommen entkräften schickt Arthur seinen Hund aus, der mit einem knapp beschriebenen Papierfetzen wiederkehrt: "… Blut! Bleib in deinem Versteck, wenn dir dein Leben lieb ist!"
Daher traut Arthur sich nicht, sein Versteck zu verlassen, sieht sich aber letztendlich doch dazu gezwungen als sein Hund Tiger ob des Wassermangels toll wird und versucht ihn zu töten.

Damit offenbart er sich die Geschehnisse auf der Brigg, die seine Qualen in den letzten zwei Wochen verursacht haben:
Aufgrund einer Meuterei wurde mehr als die Hälfte de Matrosen grausam getötet und zwei Allianzen haben sich auf dem Schiff gebildet: Die des 2. Maats und die des Schisskochs.
Arthur und Augustus schließen sich dem Koch an, doch nach und nach werden alle seine Anhänger getötet, bis nur noch die drei übrig sind. Kurz bevor es zu ihrer Ermordung durch den Rest der Mannschaft kommen kann, gibt es allerdings einen gewaltigen Sturm:
Das Schiff ist gekentert und treibt mit enormer Schlagseite im Wasser, nur ein fiebernder Seemann, der Maat und Arthur sind noch am Leben.
Allerdings haben sie keinerlei Lebensmittel mehr und sehen sich nach dessen Tod gezwungen, sich von dem toten Seemann und aufgefangenem Regenwasser zu ernähren. Und bevor ihre Situation noch prekärer werden kann, werden sie von einem Segler gerettet.
Dieser ist in einer abenteuerlichen Expedition unterwegs: Der Erforschung des Südpols.
Von da an wird es kompliziert: Wahn und Wirklichkeit des Erzählers sind nicht mehr von einander zu unterscheiden, man begegnet riesigen Eiskavernen, tropischen Inseln, gigantischen Malströmen und noch vielen Kuriositäten mehr. Die Geschichte endet in einem sehr wirren, offenen Ende.

Zur Erzählperspektive: Die Geschichte wird als Niederschrift A.G. Pyms bezeichnet, der zum Zeitpunkt des "Erscheinens" jedoch bereits verstorben ist. Daher korrigiert ein "Herausgeber" das Geschehen über Fußnoten und gibt auch eine Einleitung zu Beginn des Buches.

Wie ich bereits gesagt habe - ich liebe Poe und seine Geschichten! Daher ist diese hier an sich auf jeden Fall für mich nur als positiv zu bewerten. Ob euch das genauso geht, müsst ihr selbst wissen. Nur so viel: Wer "logische" Bücher mag oder das mystische nicht ansprechend findet, ist bei diesem Werk Poes garantiert falsch. Allerdings sind seine wunderbaren Formulierungen hier schon wieder ein großer Pulspunkt und sein "kompetenter" Schreibstil macht das ganze sehr anschaulich.

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179 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 26 Rezensionen

horror, haus, mystery, labyrinth, tod

Das Haus

Mark Z. Danielewski , Christa Schuenke , Olaf Schenk
Fester Einband: 797 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.12.2009
ISBN 9783608937770
Genre: Romane

Rezension:

Eine konkrete Beschreibung der "Handlung" ist mir bei diesem Buch nicht möglich, das muss man einfach gelesen haben! Deswegen hier nur ein kurzer Abriss des Inhalts:

Das talentierte junge Photograph und Pulitzer-Preisträger Will Navidson hat in den letzten Jahren aufgrund seiner Arbeit die Beziehung zu seiner Langzeitfreundin Karen und ihren beiden Kindern Chad und Daisy stark vernachlässigt. Daher beschließen sie gemeinsam, zusammen raus aufs Land zu ziehen. Ihre Wahl fällt auf ein kleines, (scheinbar) gemütliches Haus in Ohio. Um sich gleichzeitig mit seinen Lieben auszusöhnen und dennoch in seinem Job aktiv zu bleiben, dreht Navidson einen Kurzfilm darüber, wie die Familie das Haus in Besitz nimmt und ein ganz normales Leben führt. Dies ist zumindest sein Plan, und hier wird es spannend:
Nach einigen Wochen bemerkt Will sonderbare Veränderungen in seinem Umfeld, die er sich logisch einfach nicht erklären kann. So zum Beispiel taucht ein geheimnisvoller Raum auf, der in den Grundrissplänen nicht verzeichnet ist, und trotz professioneller Hilfe kann er das Ergebnis nicht widerlegen, dass sein Haus innen genau 8,3 Millimeter länger ist als außen - nur eine von vielen kuriosen Unmöglichkeiten.
Seine Frau Karen rät Navidson davon ab, der Sache weiter nachzugehen, doch als passionierter Fotoreporter dringt er immer tiefer in die Flure, Keller und Geheimnisse des Hauses ein, bis nicht mal mehr der Leser sicher ist, ob ein entkommen noch möglich ist.
So, und jetzt wird es kompliziert: Diese gesamte Geschichte wird allerdings nur aus den Aufzeichnungen eines alten Mannes, Zampanò, rekonstruiert, der sie zusätzlich mit Anhängen und Bemerkungen versehen hat, bevor er starb- und sein Werk von einem jungen Mann namens Johnny gefunden und fortgeführt, der dessen kargen Besitz erbt. Dieser kommentiert und ergänzt das Buch wiederum, sodass ein wildes Sammelsurium von Meinungen, Texten und Interpretationen entsteht. Zusätzlich werde unendliche viele Verweise auf Aufsätze, Bücher und Abhandlungen von Fremdautoren gegeben, von denen der größte Teil allerdings fiktiv ist. Diese "Abschweifungen" erzählen von unzähligen, oft absolut themenfremden Dingen - der Quantenphysik, der Geschichte der Nymphe Echo, den Geheimnissen des Christentums- die informative und sprachliche Dichte ist enorm!
Vielleicht ist meine Ratlosigkeit hier eine viel bessere Beschreibung der Handlung als die Inhaltsangabe an sich:
Meine Unfähigkeit, die Handlung auf ein paar einfache Sätze zu reduzieren, spiegelt die gewaltige Bandbreite der Geschehnisse, so eine Komplexität ist einfach nur zu erleben.

durch beeindruckende typographische Mittel unterlegt Danielewski die Handlung des Buches: Satz, Anordnung, Schriftart und - größe, alles variiert. Hier allerdings kein Mangel, sondern das Besondere!
Abschließend noch einige Beispiele für die kurios-genialen Textspielereien des Autors:

* Mehrere Handlungsstränge werden parallel verfolgt, dabei werden einige kursiv, andere spiegelverkehrt oder auf dem Kopf fortgeführt
* Es wird auf Bilder und Skizzen im Anhang verwiesen, teilweise verweisen diese wieder auf weitere Anmerkungen
* Einschübe des "Autors" oder "Herausgebers" des Buches unterbrechen die eigentliche Handlung manchmal seitenlang
* Textpassagen sind in Spiralen, schräg oder..........................f
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........................................................................... ..................................d angeordnet, schmal oder b r e i t - der Text illustriert die Handlung.

Dieses Buch muss begeistern oder enttäuschen! Und bei mir ist es sicher ersteres. Wann immer ich die Zeit dafür gefunden habe, habe mich geradezu daraufgestürzt. Schade, dass die Handlung zu komplex ist um mal eben eine halbe Stunde "abzutauchen". Aber immer wenn ich es dann mal wieder zur Hand genommen habe, hat es mich nicht mehr losgelassen - absolut fesselnd!
Aber:
Ohne Frage, wer nicht bereit ist sich darauf einzulassen und zu konzentrieren, wird dem ganzen keinen Reiz abgewinnen können und sich zweifelsohne eher langweilen als es so zu genießen, wie ich es getan habe. Daher empfehle ich dieses auch vor allem Lesern, die es nicht als störend empfinden "im Dunkeln gelassen" zu werden, auf Lösungen zu warten und dann spannendsten Stellen mit einem Mal zwanzig Seiten lang über Terpentinflecken philosophieren zu müssen. Das einzig verlässliche, konstante aller Romane - der Erzähler - wechselt hier ständig - Zampanò, Johnny, die Herausgeber, Fremdautoren: alle widersprechen und korrigieren sich ständig.

Dennoch: Wer wirklich aufmerksam liest und sich dem subtilen Schrecken der Ereignisse nicht verweigert, kann hier spannende und faszinierende Stunden erleben, die sich zu diesem Preis wirklich lohnen!

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

liebe, frankreich, kurzgeschichten, frauen, schicksal

Odette Toulemonde

Éric-Emmanuel Schmitt
Fester Einband: 233 Seiten
Erschienen bei Ammann, 21.03.2007
ISBN 9783250601081
Genre: Romane

Rezension:

Zur Handlung des Buches kann ich weniger berichten, schließlich ist es eine Sammlung von Kurzgeschichten und nicht meine Aufgabe, den gesamten Inhalt vorwegzugreifen. Wenn euch mein Bericht als Kaufentscheidung nützlich ist seid ihr vermutlich froh, das ganze noch selbst herausfinden zu können ;-).
Trotzdem kann ich einen thematischen Abriss der gesamten Geschichten bieten, denn alle handeln von dem (ungefähr) selben Motiv: Der Liebe.
Das ist zum Beispiel die arme Verkäuferin, der durch die Liebe der Tristesse ihres Daseins zu entrinnen versucht. Oder die hartherzige Milliardärin, die ihren Freund aus Jugendzeiten wiedertrifft. Die Mutter, deren Tochter verschwunden ist.
Das alles wird ergänzt durch hinterhältige Ehemänner, leidenschaftliche Liebhaber, aufsässige Kinder, selbstsüchtige Freundinnen und noch viel mehr.
Dabei hab ich genau das gefunden, was mich an Schmitt so fasziniert und begeistert:
Das emotionale an seinen Geschichten. Sie sind nicht nur, auf eine dramatische Weise, ungemein spannend und interessant, sondern bewegen und berühren nachhaltig. Zusätzlich lässt Schmitt den Leser von einem Ereignis ins andere Stolpern, unvorhersehbare Wendungen machen das Lesen zu einem wahren Abenteuer.

Ich muss zugeben voreingenommen zu sein, denn ich vergöttere Schmitt. Aber dieses Buch hat mir mal wieder vor Augen geführt, warum ich das überhaupt tue: Der Mann ist genial!
So seltsam es klingt und ist, selbst mir als recht "abgebrühtem" Mensch kommen bei seinen faszinierenden und auf subtile Weise traurigen Geschichten die Tränen.
Vielleicht liegt es an der feinen Mischung aus Freude und Trauer, wenn Schmitt eine Situation von allen Seiten beleuchtet, oder bloß an seinen sympathischen, lebensnahen Personen, deren Kämpfe man miterleben darf, auf jeden Fall ist die Wirkung enorm und der Unterhaltungswert mindestens genauso.
Und so weit ich das von meiner Warte aus beurteilen kann ist Schmitts Stil mehr als nur gelungen, er ist gut. Da hat man sie mal endlich wieder, die perfekte Kombination aus Anspruch und Niveau und einer tollen Story zum Fallenlassen und Mitleiden (oder auch -freuen). Danke Eric, du hast uns mal wieder reich beschenkt!
Hiermit spreche ich also eine Empfehlung an alle anspruchsvollen Leser aus, denen die Dramatik des Lebens Action genug bietet. Neben ein paar kleinen Kuriositäten braucht ihr nichts neues oder revolutionäres zu erwarten, aber diese Darbietung des Alltäglichen ist mit Sicherheit innovativer als manch haarsträubende Idee.

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527 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 15 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, humor, rincewind, zauberer

Das Licht der Phantasie

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.01.2005
ISBN 9783492285018
Genre: Fantasy

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352 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 16 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, hexen, oma wetterwachs, humor

MacBest

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2004
ISBN 9783492285087
Genre: Fantasy

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

fantasy, humor, apokalypse, weltuntergang, terry pratchett

Ein gutes Omen

Neil Gaiman , Terry Pratchett
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453126770
Genre: Fantasy

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

scheibenwelt, hexen, fantasy, lustig, vergnügen

Total verhext / Einfach göttlich. Zwei Scheibenwelt-Romane in einem Band

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann
ISBN 9783442134113
Genre: Fantasy

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152 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, humor, pratchett, stadtwache

Helle Barden

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 07.06.2001
ISBN 9783442430482
Genre: Fantasy

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

barcelona, bücher, spanien, liebe, paris

Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar (Übers.)
Fester Einband: 855 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 25.07.2007
ISBN 9783518459027
Genre: Fantasy

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439 Bibliotheken, 1 Leser, 8 Gruppen, 16 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, zauberer, humor, hexen

Das Erbe des Zauberers

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.01.2005
ISBN 9783492285025
Genre: Science-Fiction

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402 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, humor, überwald, stadtwache

Der fünfte Elefant

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 415 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.08.2002
ISBN 9783442416585
Genre: Fantasy

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310 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 6 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, zauberer, humor, rincewind

Der Zauberhut

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2014
ISBN 9783492285179
Genre: Science-Fiction

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350 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, humor, zeit, tod

Der Zeitdieb

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.09.2004
ISBN 9783442457397
Genre: Fantasy

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257 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, scheibenwelt, hexen, humor, oma wetterwachs

Total verhext

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.06.1999
ISBN 9783442421312
Genre: Fantasy

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652 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 33 Rezensionen

fantasy, scheibenwelt, tod, humor, mort

Gevatter Tod

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2004
ISBN 9783492285049
Genre: Fantasy

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232 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 4 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, hexen, vampire, humor

Ruhig Blut!

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 373 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.01.2000
ISBN 9783442416523
Genre: Fantasy

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202 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 7 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, märchen, humor, ratten

Maurice, der Kater

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst (Übersetz.)
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2005
ISBN 9783442455133
Genre: Fantasy

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298 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, krieg, humor, frauen

Weiberregiment

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst (Übersetz.)
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.07.2006
ISBN 9783442461950
Genre: Fantasy

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230 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, scheibenwelt, hexen, elfen, humor

Lords und Ladies

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.09.2000
ISBN 9783442446759
Genre: Fantasy

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600 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 24 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, humor, tod, terry pratchett

Alles Sense!

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.12.1998
ISBN 9783442421305
Genre: Fantasy

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