Seehase1977

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45 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fortsetzun, seri, krimi, reihe, deutschland

Nachts in meinem Haus

Sabine Thiesler
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453269699
Genre: Krimi und Thriller

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Auf Schritt und Tritt: Der Feind lauert überall

Marc Pain
E-Buch Text: 358 Seiten
Erschienen bei null, 18.12.2016
ISBN B01NBJSDUL
Genre: Krimi und Thriller

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48 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

historisc, historischer roman, londo, england

Das Haus in der Nebelgasse

Susanne Goga
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.01.2017
ISBN 9783453358850
Genre: Historische Romane

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67 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

waterloo, historischer roman, leid, geheimnis, mit downton abbey feeling

Belgravia

Julian Fellowes , Maria Andreas
Fester Einband
Erschienen bei C. Bertelsmann, 14.11.2016
ISBN 9783570103241
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
An einem Juniabend im Jahr 1815 ruft die Herzogin von Richmond zu ihrem berühmten und glamourösen Ball, welcher viele Gäste aus den Kreisen der Reichen und Adligen Brüssels anzieht. Zu diesem Ereignis sind auch die Geschäftsleute Trenchard mit ihrer hübschen Tochter Sophia geladen. Die Familie ist durch die Geschäfte mit der Armee zum großen Geld gekommen. Was niemand ahnt, Sophia und der junge Adlige Edmund Bellasis, Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, sind einander mehr als zugetan. Doch dann ereilt die illustre Gesellschaft kurz nach Mitternacht die Nachricht, dass Napoleon die Grenze überschritten hat. Es folgt die berühmte große Schlacht von Waterloo, bei der Edmund Bellasis auf dem Schlachtfeld getötet wird. Er hinterlässt der jungen Sophia jedoch ein kleines Andenken, ein dunkles Geheimnis, welches die Familien der beiden Liebenden auch 25 Jahre später noch verfolgt und nicht zur Ruhe kommen lässt…

In seinem Roman „Belgravia“ entführt der Autor Julian Fellowes seine Leser in die Zeit des 19. Jahrhunderts und in die Welt der englischen Aristokratie. Mit einem angenehmen und wunderbaren Schreibstil erzählt Fellowes die Geschichte über ein nicht standesgemäßes Kind und dessen Familien, die aufgrund dieses Skandals verpflichtet sind, miteinander zu verkehren und das so wichtige Stillschweigen zu bewahren. Eine Story voller Intrigen und festgefahrenem Standesdenken, voller Eifersucht aber auch voller Liebe, Hoffnung und Zuversicht. Der Autor hat mit viel Liebe zum Detail absolut authentische Charaktere erschaffen, die von der intriganten Dienerschaft, über die strenge und doch warmherzige adlige Lady bis hin zum romantischen Liebespaar alle Klischees aus dieser Zeit erfüllen. Das ist durchaus nicht abwertend gemeint, denn auch wenn in diesem Buch die große Spannung und reißerische Action fehlt, „Belgravia“ kann durch atmosphärische Szenarien und einen stimmungsvollen Erzählstil punkten und bietet somit absolut hochwertige Unterhaltung.

Ein kurzweiliger und großartiger Roman aus der Zeit des 19. Jahrhunderts und eine gelungene und bewegende Familiengeschichte. Fans von Downton Abbey kommen hier absolut auf ihre Kosten, doch auch allen denjenigen, die neugierig auf „Belgravia“ geworden sind, kann ich beste Leseunterhaltung versprechen. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung mit Hofknicks.

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Tags: 19. jahrhundert, adel, aristokratie, familiendrama, standesdenken   (5)
 

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

westerwald, nina moretti, krimi, thanatologie, spannend

Teufelsfeuer

Micha Krämer
Flexibler Einband
Erschienen bei CW Niemeyer, 02.09.2016
ISBN 9783827195289
Genre: Krimi und Thriller

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113 Bibliotheken, 32 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

schweden, krimi, happy slapping, dänemark, fabian risk

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
An der schwedischen Westküste rast ein Auto nach einer wilden Verfolgungsjagd vor Augenzeugen in das Hafenbecken von Helsingborg. Für die Polizei ist klar, dass es sich um einen tragischen Unfall, eventuell unter Alkoholeinfluss, handelt. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon mehr als zwei Monate nicht mehr am Leben war, als das Auto ins Wasser stürzte. Doch von der Polizei befragte Zeugen behaupten, den Mann noch eine Woche zuvor gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Es gibt weitere Tote, die Opfer sind allesamt vermögend und haben einen hohen Bekanntheitsgrad in der Stadt. Risk und sein Team verfolgen eine heiße Spur…
Währenddessen untersucht die dänische Streifenpolizistin Dunja Hourgaard, mehr oder weniger auf eigene Faust, eine Serie von Mordanschlägen auf Obdachlose. Filme über diese Taten erscheinen kurze Zeit darauf im Internet, doch der jungen Frau wird auf ihrer Suche nach den Mördern nicht nur ein Stein in den Weg gelegt…

Mit dem Kriminalroman „Minus 18 Grad“ von Stefan Ahnhem wagte ich mich wieder einmal in die Welt der skandinavischen Krimis, die eigentlich eher nicht mein Terrain sind. Doch Ahnhem ist es gelungen mich ab der ersten Seite zu faszinieren und zu fesseln. Tiefgründig, vielschichtig und temporeich lässt der Autor den Leser an den Ermittlungen teilnehmen. Man begleitet zum einen Fabian Risk und sein Team, das fieberhaft versucht, den Mörder in der Millionärsszene aufzuspüren. Verschiedene Irrwege und unvorhergesehene Wendungen lassen dem Leser kaum Luft zum Atmen. Zum anderen verfolgt man gebannt, wie die zur Streifenpolizistin degradierte Dunja Hourgaard, trotz der Manipulation durch ihren früheren Vorgesetzten, den Fall von Happy Slapping aufzulösen versucht. Hierbei handelt es sich in der Regel um einen körperlicher Angriff, auf unbekannte Personen, die über die Veröffentlichung von mitgefilmtem Material erniedrigt werden sollen. Im Fall von Hourgaard sind die Opfer Obdachlose, die solange grausam misshandelt werden bis der Tod eintritt. Vor allem die Kaltblütigkeit, die die Grausamkeit der Tat noch unterstreicht, hat mich wirklich geschockt. Umso schlimmer, dass Happy Slapping tatsächlich auch im realen Leben immer öfter vorkommt. Obwohl die beiden Mordserien in Schweden sowie in Dänemark nicht zusammenhängen, gibt es durchaus gewisse Berührungspunkte, die ich aber hier nicht vorweg nehmen möchte. Grundsätzlich mag ich es in Kriminalromanen oder Thrillern nicht sehr gerne, wenn das Privatleben der Ermittler zu sehr im Vordergrund steht. Hier allerdings ist das Privatleben der Protagonisten wirklich spannend und interessant, denn es fließt alles perfekt ineinander und wirkt dadurch auch nicht störend. Überhaupt hat Stefan Ahnhem seine Protagonisten gut gewählt, Charaktere und Typen mit Ecken und Kanten, menschlich, lebensnah authentisch. 

„Minus 18 Grad“ von Stefan Ahnhem war mein erstes Buch des Autors und obwohl es der dritte Teil einer Reihe war, hatte ich keine Probleme der Handlung zu folgen und bin der Meinung, dass man es problemlos auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. Ich bin wirklich begeistert, endlich mal wieder ein skandinavischer Kriminalroman, der mich wirklich überzeugt hat. Spannend, voller Tempo abwechslungsreich und mit hohem Unterhaltungswert, ein echter Pageturner. Der Cliffhanger am Ende lässt erahnen, dass es bald schon den 4. Fall für Fabian Risk geben wird. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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Tags: dänemark, geschwister, happy slapping, millionäre, schweden   (5)
 

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27 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

bewegend, interessantes thema, verdrängte schwangerschaft, niemands mädchen, neonatizid

Niemandsmädchen

Eva-Maria Silber
E-Buch Text: 217 Seiten
Erschienen bei Midnight, 14.10.2016
ISBN 9783958190900
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Ostfriesland: Eine Frau bringt in einem Krankenhaus ein Baby zur Welt und flüchtet kurz darauf mit dem Neugeborenen und ist wie vom Erdboden verschwunden. Zeitgleich bahnt sich in der Region eine Katastrophe an, drei Erdgaskavernen drohen zu kollabieren, die Bevölkerung im Umkreis der Gefahrenstellen muss evakuiert werden. In diesem ganzen Chaos ist die Kriminalkommissarin Hannah Adams zusammen mit der jungen Staatsanwältin Leyla Zapatka auf der Suche nach der verschwundenen Frau und vor allem nach dem Neugeborenen auf sich gestellt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn das Leben des Babys steht auf dem Spiel…

„Niemandsmädchen“ von Eva-Maria Silber ist mein erstes Buch der Autorin. Das bedrückende Thema, welches darin behandelt wird, es geht um eine Frau, die ihr Neugeborenes nicht als ihr Kind erkennt und versucht, es los zu werden, hat mich mehr als neugierig gemacht und doch konnte der Krimi meinen Erwartungen nicht so wirklich standhalten auch wenn es mit einem vielversprechenden Prolog beginnt. Mir fehlten die Hintergründe zum Verhalten der Kindsmutter, zwar kommt Einiges aus ihrem Leben ans Tageslicht, doch hätte ich mir mehr Details, vor allem aus der Vergangenheit der Frau gewünscht. Die Kriminalkommisssarin Adams war einfach nur furchtbar unsympathisch, unglaubwürdig in ihrem Handeln und vor allem in ihrer Ausdrucksweise und ihrem Verhalten. Mich hat sie irgendwann einfach nur genervt und die sich verbessernde Beziehung zu der verhuschten Staatsanwältin konnte das auch nichtwieder gut machen. Die in die Story eingebundene Katastrophe rund um die Kavernen war zwar wirklich interessant zu lesen, denn ehrlich gesagt hatte ich zuvor nie von einer Gaskaverne gehört, einen Bezug zum Kriminalfall ist allerdings nicht gegeben. Es wirkt so, als hätte die Autorin dieses Szenario nur als Lückenfüller genutzt, um die Story an sich spannender und verzwickter zu gestalten. Das ist leider nur bedingt gelungen. Das letzte Drittel wartet dann doch noch mit einer Portion Spannung und Dramatik auf und hat mich für den Rest des Buches etwas entschädigt.

„Niemandsmädchen“ hätte ein wirklich fesselndes und spannungsreiches Buch sein können, denn das Thema „Niemandskinder“ ist interessant und tragisch zu gleich. Es geht um Babys die von den Müttern bestenfalls in Babyklappen zurückgelassen werden, schlimmstenfalls gebären die Frauen die Kinder unbemerkt, töten oder entsorgen die Neugeborenen dann aber umgehend nach deren Geburt. Leider hat Eva-Maria Silber dieses Thema in einen eher oberflächlichen, nur mäßig spannenden und mit unsympathischen Protagonisten überladenen Kriminalroman gepackt. Es gab sie aber, die spannenden, dramatischen und interessanten Passagen, die mich dann doch etwas versöhnlich stimmten. Ich hätte mir viel mehr davon gewünscht. Ich kann leider keine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.

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Tags: gaskatastrophe, neonatizid, neugeborene, ostfrieslandkrimi   (4)
 

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familie, scheidung, geheimnisse, weihnachten

Alle unter eine Tanne

Lo Malinke
E-Buch Text
Erschienen bei Fischer E-Books, 20.11.2014
ISBN 9783104006796
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt:
Seit drei Jahren sind Elli und Robert geschieden und leben mit ihren neuen Partnern zusammen. Zahnarzt Robert mit seiner Sprechstundenhilfe Chrissi, die Psychotherapeutin Elli mit ihrem fast 20 Jahre jüngeren Fahrlehrer Micha. Doch die beiden haben es bis heute nicht übers Herz gebracht, diese Tatsache ihren drei erwachsenen Kindern zu erzählen. Deshalb laufen dieses Jahr im elterlichen Heim wie immer die Vorbereitungen für das gut inszenierte Weihnachtsfest. Robert zieht wieder ein, Micha zieht aus. Bilder werden ab- und die alten aufgehängt, mittlerweile die reinste Routine für Robert und Elli. Doch dann macht den geschiedenen Eheleuten die Sprechstundenhilfe Chrissi einen Strich durch die Rechnung. Sie fordert endlich klare Verhältnisse und stellt ein Ultimatum: Bis zum Abendessen soll die Wahrheit ans Licht kommen. Ein Weihnachtsfest der besonderen Art, an der nicht nur ein Geheimnis ans Licht kommt…

„Alle unter einer Tanne“ von Lo Malinke ist eine Familien-Weihnachtsgeschichte der etwas anderen Art. Friede, Freude, Eierkuchen wird man hier so gut wie gar nicht finden, denn der Leser ist zu Gast bei einer Familie, deren Familienmitglieder es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Die Eltern sind geschieden und keiner weiß davon, die jeweils neuen Partner spielen die Farce zwar mit, von Jahr zu Jahr wird der Unmut darüber jedoch größer. Auch die drei erwachsenen Kinder haben so ihre Leichen im Keller. Am Heiligen Abend ist es dann soweit, die Bombe platzt – endlich! Lo Malinke erzählt mit klarem und schnörkellosem Schreibstil, die Story ist witzig verpackt und locker leicht zu lesen, die Charaktere lebensnah und authentisch und jeder auf seine ganz besondere Art sympathisch. Man ist als Leser der voyeuristische Zuschauer, der nur darauf wartet bis die Wahrheit ans Licht kommt. Das Ende ist dann trotz all dem Streit und Ärger wie zu erwarten versöhnlich und harmonisch und irgendwie auch ein bisschen kitschig. 

„Alle unter einer Tanne“ von Lo Malinke ist eine leichte und humorvolle Weihnachts-Leselektüre für zwischendurch, die mich gut unterhalten hat. Mittlerweile wurde der Roman auch verfilmt, mit Gaby Dohm in einer der Hauptrollen. Ich habe das Buch an einem Abend gelesen, es hat mir gut gefallen, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck. Alle, die einmal eine etwas andere Weihnachts-Familiengeschichte lesen möchten, sind mit diesem Buch gut beraten.

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Tags: familie, geheimnisse, scheidung, weihnachten   (4)
 

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137 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

thriller, psychothriller, psychopath, spannung, saving grace

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102639
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Die junge und bildhübsche Grace ist erfolgreich in ihrem Job als Einkäuferin bei Harrods. Dennoch ist die junge Frau Single was daran liegt, dass sich Grace aufopferungsvoll um ihre kleine Schwester Millie kümmert, die am Down-Syndrom leidet. Dieses innige Geschwisterverhältnis hat bis jetzt alle zukünftigen Lebenspartner abgeschreckt. Doch dann tritt der gutaussehende, charmante und renommierte Anwalt Jack Angel in Grace‘ Leben und hüllt die junge Frau in ein Meer aus rosaroten Wolken. Jack trägt Grace auf Händen, liest ihr jeden Wunsch von den Lippen ab und das Wichtigste, er akzeptiert Millie, will das Mädchen sogar nach zu sich und Grace holen. Die beiden heiraten, alles scheint perfekt zu sein. Doch dann zeigt Jack ganz schnell sein wahres Gesicht und Grace´Leben wird zum Albtraum aus dem es kein Entrinnen gibt…

„Saving Grace – Bis Dein Tod uns scheidet“ ist ein Psychothriller und das Debüt der Autorin B.A. Paris. Fast von der ersten Seite an hat mich das Buch gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen, weshalb ich es auch zügig durchgelesen hatte. Anfangs bedient sich Paris gängigen Klischees. Man lernt Grace und Jack kennen, sie, die bildhübsche erfolgreiche Single-Frau trifft auf den charmanten, attraktiven und renommierten Anwalt, sie verlieben sich und heiraten, treffen ihre ebenso attraktiven und erfolgreichen Freunde und leben glücklich und zufrieden bis das der Tod sie scheidet. Doch in diesem Thriller hört das traumhafte Leben für Grace nach der Hochzeit auf und ein wahrer Albtraum beginnt. Denn ihr fürsorglicher Ehemann Jack ist ein Psychopath und das Leben der jungen Frau liegt völlig in seinen Händen, sie ist seine Gefangene und jeder Fehler wird empfindlich bestraft. Nach außen spielen die beiden das perfekte, verliebte und absolut harmonische Ehepaar. Die Autorin veranschaulicht das Drama in zwei Handlungssträngen und Zeitstufen. Die Protagonistin Grace erzählt ihren wahr gewordenen Albtraum in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, B.A. Paris schafft eine unvergleichliche, düstere und beklemmende Atmosphäre und hält den Spannungsbogen permanent auf einem hohen Level. Man kommt nicht umhin, das Leid der jungen Frau förmlich am eigenen Leib und in der eigenen Seele zu spüren. Man stellt sich unmittelbar die Frage, was würde ich in solch einer Situation tun? Wie würde ich damit umgehen? Würde jemand wie Jack es schaffen, mich zu brechen? Ein bisschen erinnert mich das Buch an den Film mit Julia Roberts „Der Feind in meinem Bett“. Ob es für Grace auch ein Happy End gibt, werde ich an dieser Stelle aber nicht verraten.

„Saving Grace – Bis Dein Tod und scheidet“ ist ein wahrhaft gelungenes und absolut packendes Thriller-Debüt! Beklemmend, fesselnd und absolut spannend sind nur einige Attribute, die dieses Buch zu einer dramatischen und außergewöhnlichen Lektüre machen. Die Autorin B.A. Paris werde ich definitiv im Auge behalten. Für ihr Debüt kann ich nichts anderes als eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

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Tags: angst, ehemann, gefangenschaft, hochzeit, psychopath   (5)
 

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157 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

norwegen, survival, thriller, wald, horror

Dark Wood

Thomas Finn
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426518748
Genre: Krimi und Thriller

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

ekel, qual, horror, deutschland, gefangen

Dort unten stirbst du!

Moe Teratos
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 27.10.2014
ISBN 9781480208384
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

selbstmord, ritterstern, tödliche pflanzen, eifersucht, feuerbohne

Giftmorde 3

Andreas M. Sturm , Anne Mehlhorn , David Gray , Frank Kreisler
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei edition krimi, 29.11.2016
ISBN 9783946734086
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Ein Kopfgeldjäger der die Blumenpracht eines Gartens bewundert, während er auf sein Opfer wartet. Ein Ehemann, dem die Mittelalterszene wichtiger geworden ist als seine Familie und ein Wahnsinniger, der der Nachbarsfamilie zu Weihnachten ein ganz besonderes Geschenk überbringt sind nur Beispiele dafür, was den Leser in Teil drei der tödlichen Anleitungen erwartet. Außerdem treffen wir auf viele botanische Bekannte wie z.B. die beliebte Amaryllis, auch Ritterstern genannt, oder der viele Gärten zierende grüne Buchsbaum. Doch in dieser Anthologie erfreuen Sie nicht unser Auge, sondern jagen uns eine Gänsehaut über den Rücken. Passen Sie auf sich auf, der Kuchen, den ihnen ihre nette Nachbarin anbietet, könnte ihr letzter sein…

„Giftmorde 3“ ist eine Anthologie und enthält 13 giftig-böse Kurzkrimis von verschiedenen renommierten Krimi-Autoren. Den Leser erwartet ein bunter Strauß bitterböser und kurzweiliger Geschichten, in denen sarkastisch, gnadenlos und gehässig erzählt wird, wie diverse Probleme kurzer Hand oder auch langfristig geplant mit Hilfe von Blüten, Samen und Blättern, gelöst werden. Man wird hinabgezerrt in den Abgrund menschlicher Seelen und liest doch atemlos und gebannt Seite um Seite, Geschichte um Geschichte. Zwar hat mich nicht jede dieser Erzählungen gleich begeistert und doch war jede auf ihre Art ganz besonderes. Auf die jeweiligen Inhalte möchte ich nicht näher eingehen, um andere Leser von „Giftmorde 3“ nicht um ihre Spannung zu bringen, dennoch möchte ich erwähnen, dass vor allem drei Geschichten mich schwer beeindruckt haben. Zum einen „Das Leid der Anderen“ weil sie mich völlig überrascht hat, zum anderen „Weihnachten in Familie“, diese Story hat mich einfach geschockt und dann noch „Kokosöhrchens düstere Rache“ (ich hätte mich ja alleine schon dafür gerächt, dass mir jemand so einen Namen gibt!), denn hier hat der Autor mich echt berührt und auch traurig gestimmt. 

„Giftmorde 3“ darf im Bücherregal eines Krimifans nicht fehlen, denn das Buch bietet spannende und abwechslungsreiche Unterhaltung und bereitet ganz besondere Freude (mir jedenfalls), wenn die tödlichen Anleitungen dem Mann zu Hause die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Mir war nicht bewusst, mit wie vielen giftigen Pflanzen wir Menschen uns umgeben und wie sie mit ihrer Schönheit ihre tödlichen Inhaltsstoffe geschickt zu tarnen verstehen. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung und den Tipp: Passen Sie auf sich auf, es kann uns alle erwischen!

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Tags: anthologie, gift, krimikurzgeschichten, tödliche pflanzen   (4)
 

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

paris, friedhof, montmartre, maler, vergangenheit

Die Katzen von Montmartre

Tessa Korber
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei btb, 11.10.2016
ISBN 9783442714445
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Die Katzen von Montmartre haben nicht nur den Friedhof als ihr Revier auserkoren, nein, auch die Straßen und Gassen von Paris, Sacre Coeur und natürlich das Künstlerviertel, gehören dazu, mit all ihren menschlichen Bewohnern und unterschiedlichen Gerüchen. Die Katzen sind überall, auch wenn man sie nicht immer zu Gesicht bekommt und entdecken mit ihrer feinen Nase und den empfänglichen Schnurrhaaren so manches, was den Menschen in Paris unentdeckt bleibt. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird, sind nicht nur die Menschen beunruhigt, auch in der Katzenwelt herrscht Aufruhr, denn zeitgleich mit dem Fund der Mädchenleiche ist auch Grisette verschwunden, der Schwarm aller Kater. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden der Katzendame und dem Mord auf dem Friedhof? Die Katzen beginnen auf eigene Pfote zu ermitteln. Die Vierbeiner müssen tief in der Geschichte von Paris und des Montmartre graben, was nicht nur Geheimnisse zutage fördert, sondern die Katzen auch in manch gefährliche Situationen geraten lässt…

Das Buch „Die Katzen von Montmartre“ von Tessa Korber hat mir eine liebe Bücherfreundin empfohlen und so meine Neugier auf diesen Katzenkrimi geweckt. Wer hier allerdings spannende Action und einen reißerischen Pageturner erwartet, wird leider enttäuscht. Tessa Korber entführt ihre Leser in ein Paris abseits der Touristen und macht sie bekannt mit den Katzen von Montmartre und ihren menschlichen Mitbewohnern. Man taucht ein in die wundervolle Atmosphäre und den Charme der Stadt, die die Autorin mit ihrem fast schon philosophischen Schreibstil bildhaft und lebensnah widergibt. Die liebenswerten Charaktere der einzelnen Katzen und Menschen sind meines Erachtens hervorragend gelungen. Korber beschreibt sie mit viel (Katzen)-Verstand und Liebe zum Detail. Jeder, der Katzen hat kennt z.B. das hektische Putzen, mit dem sie Unsicherheit zeigen, oder das Schnurren, mit dem uns die Fellnasen ein ums andere Mal um den Finger wickeln. Das alles und noch viel mehr hat Tessa Korber in ihrem Buch festgehalten und es gibt viel zu entdecken, nicht nur bei den vierbeinigen Mitbewohnern. Der Mordfall und dessen Aufklärung sind unterhaltsam und auch spannend erzählt, vor allem gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse. Dennoch ist das für mich nur schmückendes Beiwerk, im Mittelpunkt stehen hier eindeutig die Katzen, ihre Menschen und viel französisches Flair.

„Die Katzen von Montmartre“ der Autorin Tessa Korber ist ein wirklicher Geheimtipp. Wer sich auf das Buch einlässt und keinen superspannenden und actiongeladenen Krimi erwartet, wird reich belohnt und absolut verzaubert. Das Buch ist eine Liebeserklärung an Paris und seine Straßenkatzen und nicht nur für Katzenfans absolut lesenswert!

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Tags: cimetière de montmartre, französisches flair, friedhof, katzen, mord, paris   (6)
 

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

wolf, montana, wölfe, weihnachten, santa claus

Der Wolf am Fenster

Elli H. Radinger
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 06.10.2014
ISBN 9783352006852
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
Lindsay ist glücklich verliebt und schwebt im 7. Himmel, bis ihr Freund Dan sie kurz vor Weihnachten davon in Kenntnis setzt, dass er sich verlobt, jedoch nicht mit ihr. Für die junge Frau bricht eine Welt zusammen. Verletzt und am Boden zerstört flüchtet sie aus New York und vor den Erinnerungen in eine einsame Blockhütte in den verschneiten Bergen Montanas. Dort will sie ohne Strom, fließendem Wasser und in völliger Einsamkeit Weihnachten verbringen. Dann erscheint eines Tages ein einsamer schwarzer Wolf an ihrem Fenster…

„Der Wolf am Fenster“ von Elli H. Radinger ist eine schon fast etwas schnulzige aber auch irgendwie magische Weihnachtsgeschichte, die in der verschneiten und einsamen Wildnis Montanas spielt. Die Autorin bedient sich einigen gängigen Klischees. Da ist die von ihrem Freund verlassene junge Frau, die sich in die Einsamkeit zurückzieht und dort einen eigenbrötlerischen Ranger trifft, zu dem sie sich gleich hingezogen fühlt. Das ist eine Seite der Geschichte. Dann ist da aber noch der einsame schwarze Wolf, der sein gesamtes Rudel, seine Familie, durch Wilderer verloren hat und aus dessen Sicht Radinger, abwechselnd mit Lindseys Abenteuer, erzählt. Das war für mich eindeutig der spannendere und interessante Teil der Story, kommt hier doch die ganze Erfahrung der langjährigen Wolfsexpertin zum Tragen. Mit viel Liebe und Respekt schreibt die Autorin über ihre Lieblingstiere. Überhaupt hat Elli H. Radinger einen wunderschönen und einfühlsamen Schreibstil, der vor allem die ausführlichen Landschaftsbeschreibungen hervorragend und bildhaft untermalt.

Elli H. Radinger konnte mich bereits mit ihrem Buch „Minnesota Winter“ begeistern und fesseln. Mit der charmanten und magischen Weihnachtsgeschichte „Der Wolf am Fenster“ konnte sie bei mir ebenfalls punkten, trotz der dort beschriebenen Klischees und der etwas kitschig anmutenden Lovestory, die allerdings das Buch nicht dominierte. Der schwarze Wolf hat sich in mein Herz geschlichen und die Darstellungen über das Leben und Leiden der wilden Tiere hat mich fasziniert und nachdenklich gestimmt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung

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Tags: blockhütte, lovestory, magie, montana, wilderer, wolf   (6)
 

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

glück, weihnachten, london, kinder, irland

Das Weihnachtswunder von Old Nichol

Raymond A. Scofield
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008894
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
Die Geschwister Anna und Benjamin sind vor einer Hungersnot völlig alleine und auf sich gestellt aus Irland nach London geflüchtet, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch auch hier in Old Nichol, dem Armutsviertel und düstersten Winkel Londons ist das Leben hart und erbarmungslos. Nachdem ihre Tante, die einzig verbliebene Verwandte der Kinder stirbt, leben Anna und Benjamin alleine in dem kalten und feuchten Keller des Apothekers Fox, der die beiden Geschwister ausbeutet und drangsaliert. Benjamin versucht als Schuhschwärzer Geld zu verdienen und Anna arbeitet bei einer alten Frau in deren Spielzeugladen. Doch das Schicksal schlägt zu und beide Kinder verlieren ihre Arbeit, die ganze Welt scheint sich gegen die Geschwister verschworen zu haben. Doch es gibt da jemanden, der die Kinder retten kann, doch dieser jemand ist klein und die Herausforderungen groß…

„Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ von Raymond A. Scofield habe ich mir ausgesucht, weil ich in der Vorweihnachtszeit gerne zwischendurch Bücher fernab von Krimi und Thriller, Gewalt und Blutvergießen lese. Außerdem hat mir schon „Der kleine Lord“ von Scofield ganz gut gefallen. Scofield hat mit „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ eine sehr schöne und berührende Weihnachtsgeschichte geschrieben, versetzt mit der nötigen Portion an Tragik und Liebe, gekrönt von einer Prise feiner Magie. Der Autor erzählt die Geschichte von Anna und Benjamin mit bildhafter und atmosphärischer Sprache. Ohne Probleme konnte ich mich in das London zu Zeiten von Oliver Twist und „dem Kleinen Lord“ hineinversetzen, die düstere und hoffnungslose Stimmung, die in Old Nichol vorherrscht, spüren. Ebenso war die bedingungslose Liebe zwischen den Geschwistern allgegenwärtig, eine Liebe die den Kindern Hoffnung und Zuversicht verspüren und sie nie aufgeben ließ, egal in welcher ausweglosen Situation sie sich auch befanden. Es scheint fast so, als würde irgendwer oder irgendwas seine schützende Hand über die beiden Kinder legen.

Mit dem Buch „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ ist dem Autor Raymond A. Scofield eine zu Herzen gehende Weihnachtsgeschichte gelungen, die alles beinhaltet was man sich als Leser von solch einer Erzählung erhofft. Mich hat der Zauber der Weihnacht auf jeden Fall erreicht und gebe hierfür gerne eine Leseempfehlung.

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Tags: armutsviertel, glück, london, magie, weihnachten   (5)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

verra, mädchen, häusliche gewalt, liebe, wald

Das Flüstern der Stille

Heather Gudenkauf , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 386 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.11.2016
ISBN 9783959670531
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Die siebenjährige Calli ist ein süßes, liebes und verträumtes Mädchen. Doch das Kind hat seinem vierten Lebensjahr, ohne scheinbar erkennbaren Grund, kein Wort mehr gesprochen. Callis beste Freundin Petra ist ihr Sprachrohr, ihre Stimme und ihre Seelenverwandte. Die beiden Mädchen ergänzen sich perfekt. Eines Morgens müssen ihre Familien feststellen, dass die Kinder über Nacht verschwunden sind. Zuerst vermuten die Eltern, dass sich die beiden Kinder im nahe liegenden Wald aufhalten, wo Calli und Petra oft zusammen spielen. Doch schnell gibt es Indizien, die auf eine Entführung schließen lassen. Die verzweifelte Suche der Eltern und die anfängliche gegenseitige Unterstützung schlägt bald in Vorwürfe und Misstrauen um. Schnell ist klar, dass keiner so unschuldig ist, wie er von sich glaubt und alle Beteiligten müssen der Wahrheit ins Auge sehen, dass einer von ihnen ein Mörder sein könnte…

Der Thriller „Das Flüstern der Stille“ von Heather Gudenkauf ist ein spannend geschriebenes Drama, welches aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, nämlich aus der Sicht der einzelnen Protagonisten, die der Leser dadurch auch Seite um Seit besser kennen lernt. Durch diesen Perspektivenwechsel und die kurz gehaltenen Kapitel gelingt es der Autorin perfekt, den Spannungsbogen permanent hoch zu halten. Außerdem fesseln unerwartete Handlungen und Wandlungen den Leser zusätzlich und macht die Story zu einem echten Pageturner. Im Blickpunkt der Geschichte liegt die Suche nach den beiden verschwundenen Mädchen Calli und Petra, doch Gudenkauf thematisiert in ihrem Buch noch viel mehr, z.B. Alkoholismus, häusliche Gewalt, seelische Misshandlung, aber auch Freundschaft und Verrat. Ihre Sprache und ihr Schreibstil sind gefühlvoll und bildhaft und spiegeln dadurch nicht nur die Gefühle der Protagonisten wider, sondern beschreibt auch eine wundervolle Landschaft und Atmosphäre.

„Das Flüstern der Stille“ von Heather Gudenkauf ist meines Erachtens ein kleiner Geheimtipp. Ein Thriller der leisen Töne, der mich dennoch von der ersten Seite an gefesselt hat. Ein Thriller, der viele Themen anspricht, der aber auch signalisiert, dass nichts zu bewältigen ist ohne Hoffnung und ohne Liebe. Ein gelungenes Debüt einer talentierten Autorin, die ich auf jeden Fall im Blick behalten werde. Von mir gibt’s eine absolute Leseempfehlung.

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Tags: alkoholmissbrauch, häusliche gewalt, liebe, mädchen, verra, wald   (6)
 

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steampunk, frost & payne, bibliothek, die bibliothek des apothekers, york

Frost & Payne - Die Bibliothek des Apothekers

Luzia Pfyl
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 15.11.2016
ISBN 9783958342323
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zum Inhalt:
Lydia Frost und ihr Partner Jackson Payne kommen einfach nicht zur Ruhe. Nach dem Attentat auf den Duke, werden die beiden auf Schritt und Tritt von dem misstrauischen Inspektor von Scotland Yard beschattet. Und schon kommt der nächste Auftrag. Frost und ihr Partner bekommen von Dr. Neville den Auftrag, die verschollene Bibliothek des Apothekers zu finden. Die Spur führt nach York, genauer gesagt nach Greenside und bringt die beiden Partner einen Schritt weiter bei ihrer Suche. Allerdings sind die beiden nicht die Einzigen, die in Greenside ihren Geschäften nachgehen. Die Reise lässt auch Frost und Payne näher zusammenrücken, währenddessen Paynes Frau Cecilia auf dem Landsitz ihrer Eltern eine nette Bekanntschaft macht…

Teil drei der Steampunk-Reihe Frost & Payne ist da. Mit „Die Bibliothek des Apothekers“ lässt die Autorin Luzia Pfyl das Abenteuer von Lydia Frost und Jackson Payne weitergehen, denn die Story schließt sich wieder nahtlos an den Vorgängerband an. Mittlerweile sind mir die beiden Hauptprotagonisten richtig ans Herz gewachsen und ich war mehr als neugierig, welche Gefahren, Erkenntnisse und Überraschungen der neue Fall für die beiden bereithält. Ich wurde zwar nicht enttäuscht, auch dieses Mal müssen Frost und ihr Partner an ihre Grenzen gehen, doch alles in allem war Teil 3 eher etwas ruhiger gehalten und weniger actionreich. Allerdings gab es mehrere Nebenschauplätze die durchaus interessant zu lesen waren und ich bin sehr gespannt und neugierig, wie sich alles weiterentwickeln wird.

„Die Bibliothek des Apothekers“ war wieder sehr schön und spannend zu lesen. Wie gewohnt endet das Buch mit einem Cliffhanger, was die Ungeduld und die Vorfreude auf Teil 4 der Reihe natürlich umso größer macht. Von mir gibt’s natürlich eine Leseempfehlung, wieder mit dem Hinweis, dass die Bücher nicht einzeln zu lesen sind und nur dann Sinn machen, wenn man die Reihe mit Teil 1 beginnt.

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Tags: apotheker, steam-punk, verschollene bibliothek, york   (4)
 

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berlin, ddr, vergangenheit, staatssicherheitsdienst

Die Mauer zwischen uns

Jesper Bugge Kold
E-Buch Text: 318 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 06.12.2016
ISBN 9781503998490
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt:
Der junge Däne Andreas Jeppesen erfährt vom Tod seines leiblichen Vaters, Peter Körber. Dieser wurde in Berlin erstochen aufgefunden. Andreas hat seinen Erzeuger nie kennengelernt. Seine Mutter Elisabeth hatte mit Körber in der DDR der 70er Jahre eine kurze Affäre. Dennoch reist Andreas nach Berlin, um mehr über seine Wurzeln und seinen Vater herauszufinden. Seine Reise in die Hauptstadt und in die Vergangenheit Deutscher Geschichte, bringen dunkle und tragische Geheimnisse ans Tageslicht. Andreas stößt mehr als einmal an seine Grenzen und muss erkennen, dass er nicht nur der Wahrheit nicht entkommen kann, sondern auch sich und seinem bisherigen Leben nicht…

„Die Mauer zwischen uns“ von Jesper Bugge Kold erzählt ein Stück Deutsche Geschichte und hat mein Interesse eindeutig aufgrund der Thematik geweckt. Zusammen mit dem Protagonisten Andreas, der sich in Berlin auf die Spuren seines ermordeten Vaters begibt, erfährt der Leser nach und nach mehr über das Leben von Peter Köber. Dieser war durch und durch Kommunist und blühte in seiner Tätigkeit bei der Staatssicherheit regelrecht auf. Durch seine Bespitzelungen und Überwachungen hat er Familien zerstört, Menschen gebrochen und viel Leid über all die gebracht, die sich dem Regime der DDR nicht unterwerfen wollten. Der Schreibstil von Jesper Bugge Kold ist ganz besonders. Er spielt mit Worten und lässt einzigartige Bilder im Kopf des Lesers entstehen. Kold erzählt aus zwei Perspektiven. Zum einen über das Leben von Peter Köber und seine „Karriere“ in der DDR, zum anderen aus der Sicht von Andreas. Dieser deckt Stück für Stück das Geheimnis um seinen Vater auf, trifft Menschen aus dessen Vergangenheit und muss herausfinden, dass der Mann, den er sich immer als etwas ganz Besonderes ausgemalt und vorgestellt hat, doch ein ganz anderer war. Diese Erkenntnisse bewirken auch in dem jungen Mann ein Umdenken, er beginnt auf einmal, auch sein Leben zu durchleuchten und in Frage zu stellen.

„Die Mauer zwischen uns“ von Jesper Bugge Kold hat mich mehr als positiv überrascht. Der Autor erzählt eine spannende und tragische Geschichte, wie sie sicherlich auch im realen Leben hätte passieren können. Kold durchleuchtet glaubhaft die Machenschaften des DDR-Regimes und gibt den Leidtragenden dieser Zeit und weit darüber hinaus, ein Gesicht. Ein Buch, welches nachwirkt und für das ich sehr gerne eine Leseempfehlung ausspreche.

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Tags: berlin, ddr, staatssicherheitsdienst, vergangenheit   (4)
 

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sportart, darts, hintergrundinformationen, blick hinter die kulisse, anekdoten

Game on!

Elmar Paulke
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Edel Germany, 16.11.2016
ISBN 9783841904805
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zum Inhalt:
Darts ist mittlerweile auch in Deutschland auf dem Vormarsch und erfreut sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit. An diesem Erfolg ist sicherlich auch der Autor dieses Buches beteiligt, Elmar Paulke, die Stimme und das Gesicht des Darts-Sports. Was das Werfen von Pfeilen auf eine Scheibe so interessant macht, warum Darts-Tuniere oft einem großen Volksfest gleichen, dies und allerhand kuriose und informative Anekdoten, Geschichten und Hintergrundinformationen kann man in diesem Buch „Game on – Die verrückte Welt des Darts“ nachlesen.

Seit 2012 verfolge ich intensiv die Randsportart Darts. Meine erste Konfrontation mit diesem Sport war eine TV-Übertragung, die mein Mann zufällig beim Zappen eingeschalten hatte. Alles an mir ging auf Abwehr, ich wollte einfach keine dicken und schwitzenden Männer sehen, die Pfeile auf eine Scheibe werfen. Doch irgendwie blieben wir hängen, weil das, was die da taten wirklich interessant anzusehen war und mich die Präzision, die die Spieler an den Tag legen absolut beeindruckt hat. Dazu faszinierte mich das johlende und singende Publikum im Hintergrund, eigentlich undenkbar für eine Sportart, bei der Konzentration und mentale Stärke das Wichtigste sind. Seitdem bin ich angefixt und verpasse kein Turnier, welches im TV übertragen wird. Nicht ganz unschuldig an dieser Leidenschaft ist auch der Sport-Kommentator und Autor dieses Buches, Elmar Paulke. Seine Kenntnisse über diese Sportart und deren Spieler sind enorm und wirklich interessant. In „Game on – Die verrückte Welt des Darts“ lässt uns Paulke an seinem Wissen teilhaben, erzählt davon, wie es dazu kam, dass er Kommentator für diesen Sport wurde. Er berichtet von seinen Treffen mit den Spielern, sowohl bei den Turnieren als auch privat und von allerhand interessanten und kuriosen Geschichten rund um diesen Sport. Den Leser erwartet keine trockene und langweilige Lektüre, denn Elmar Paulke ist es gelungen, ein kurzweiliges, amüsantes und wirklich informatives Sachbuch zu schreiben.

„Game on – Die verrückte Welt des Darts“ von Elmar Paulke ist nicht nur für Darts-Neulinge oder Einsteiger interessant, auch für alt eingesessene Darts-Fans ist dieses Buch wirklich lesenswert. Auch wenn die Hardcore-Fans, die diese Sportart auch abseits des Darts-WM-Hypes verfolgen, viele der Informationen aus diesem Buch schon kennen, so gibt es trotzdem immer noch viel Insiderwissen und einen amüsanten und unterhaltsamen Blick Hinter die Kulissen. Mir hat es definitiv gefallen und mich bestens unterhalten. Ich kann nur jedem wärmstens empfehlen, sich eine TV-Übertragung eines Darts-Turniers anzuschauen, es wird euch faszinieren, nicht nur, weil Elmar Paulke wirklich gut kommentiert, sondern auch, weil Euch diese Sportart in ihren Bann ziehen wird. Hab ich jetzt Werbung für das Buch oder den Sport an sich gemacht? Ich hoffe beides und Elmar, ich hoffe Du verstehst mich :-) Game on!

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Tags: anekdoten, blick hinter die kulisse, darts, hintergrundinformationen, sportart   (5)
 

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tödliches virus, entführung, pandemie, terroriste

Projekt Goliath

Matthias Bürgel
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.08.2016
ISBN 9783741211386
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Patrick Sprenger wird aus Deutschland an das Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten kurz ECDC berufen. Dann wird seine kleine Tochter von Terroristen entführt und Sprenger gezwungen, einen totbringenden Ebola-Virus aus dem Zentrum zu entwenden. Ein führender IS-Terrorist gelangt so in den Besitz der tödlichen Biowaffe. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn nicht nur Spengers Tochter ist nach wie vor in tödlicher Gefahr, auch steht der Menschheit eine Pandemie ungeahnten Ausmaßes bevor…

„Projekt Goliath“ ist der Debütroman von Matthias Bürgel und ich bin durch unseren örtlichen Buchladen darauf aufmerksam geworden, u.a. auch, weil der Autor aus meiner Region stammt. Das durchaus aktuelle Thema, welches Bürgel in seinem Buch behandelt hat mich gleich angesprochen und entsprechend neugierig gemacht. Der Prolog ist ein gelungener Einstieg in eine Story die absolut fesselnd und erschreckend ist. Durch kurze Kapitel mit immer wechselnden Schauplätzen wird der Spannungsbogen hoch gehalten und der Leser bei Laune gehalten. Der Schreibstil von Matthias Bürgel ist angenehm und flüssig zu lesen, die Hintergrundinformationen, zu seinem Thriller, vor allem das Thema Molekularbiologie, scheinen mir akribisch recherchiert zu sein, zumindest ist das mein Eindruck. Die Protagonisten sind authentisch und lebensnah, auch wenn mir manche Handlungen etwas übertrieben und unrealistisch waren. Dennoch verschmelzen sie zusammen mit der Handlung perfekt zu einem gelungenen Ganzen.

„Projekt Goliath“ von Matthias Bürgel ist ein spannender, hochaktueller und Angst einflößender Thriller, den man, einmal angefangen, kaum aus der Hand legen kann. Ein gelungenes Debüt welches von mir eine absolute Leseempfehlung bekommt.

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Tags: entführung, pandemie, terroriste, tödliches virus   (4)
 

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familie, rache, band 2, tragische zufälle, familie lambert

Das Spiel - Rache

Jeff Menapace , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453677081
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Es ist schon eine Weile her, doch Familie Lambert hat ihr grausames Zusammentreffen mit den Fanelli-Brüdern am Crescent Lake noch nicht überwunden. Obwohl einer der Brüder tot und der andere hinter Gittern auf seinen Prozess wartet, sitzen die Wunden bei den Lamberts noch tief. Zudem erschüttern tragische „Zufälle“ das sowieso schon dünne Nervenkostüm von Patrick und Amy. Was sie nicht ahnen, Arty Fanelli hat überraschend Familienzuwachs bekommen, seine liebreizende Schwester und sein äußerst loyaler Vater setzen alles daran, um sich an dem, was Arty und seinem Bruder widerfahren ist, zu rächen…

„Das Spiel – Rache“ ist der zweite Teil einer Thriller-Trilogie von Jeff Menapace. Ein Wiedersehen mit Familie Lambert steht im Mittelpunkt, die sich nur schwer von ihrem schweren Schicksalsschlag am Crescent Lake erholen kann. Die heile Familienwelt hat einen gewaltigen Knacks ab bekommen. Das Vertrauen zwischen Amy und Patrick wird auf eine harte Probe gestellt und auch ihr ach so heiß geliebter Sex, mit dem sie einst alles hinter sich ließen, ist auch keine Lösung mehr. Dann häufen sich merkwürdige und tragische Ereignisse, die Patrick schon bald nicht mehr an Zufälle glauben lassen. Er vermutet die Rache von Arty Fanelli und soll Recht behalten. Jeff Menapace ist es wieder gelungen, die Lamberts und somit auch seine Leser, die der Familie stets einen Schritt voraus waren, das Fürchten zu lernen. Leider ist die Psychoschiene, die der Autor in Teil eins gefahren ist, in Teil zwei etwas abhanden gekommen. Einige Szenen wirkten doch recht vorhersehbar. Allerdings ging es auch hier, was die Brutalität und das Blutvergießen anging, wieder kräftig zur Sache. Das heile Welt-Getue von Patrick und Amy hat mich dieses Mal etwas gestört und ihr ständiges Sex-Geplänkel war dann auch irgendwann ausgereizt und für mich eher zum Augen verdrehen. Das rasante Ende hat mich tatsächlich überrascht und macht definitiv neugierig auf den letzten Teil der „Spiel-Reihe.

„Das Spiel-Rache“ von Jeff Menapace ist die gelungene Fortsetzung von "Das Spiel - Opfer, auch wenn es meiner Meinung nach nicht ganz an den ersten Teil herankommt. Die ganz besondere Stimmung die Menapace im ersten Teil geschaffen hat, konnte er in Teil zwei nicht zu 100 Prozent umsetzen. Dennoch macht „Rache“ ganz klar neugierig auf Teil 3 und konnte auf jeden Fall mit dem für mich überraschenden Ende punkten. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung für alle Freunde von brutalen und blutigen Thrillern und den Hinweis, dass man Teil eins gelesen haben sollte, um die Zusammenhänge in diesem Buch zu verstehen und nachvollziehen zu können.

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Tags: familie, familie lambert, rache, tragische zufälle   (4)
 

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warschau, 2. weltkrieg, warschauer zoo, warschauer ghetto, 2 weltkrieg

Die Frau des Zoodirektors

Diane Ackerman , Christine Naegele
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453270824
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zum Inhalt:
Das Ehepaar Jan und Antonia Zabinski leiten den Warschauer Zoo und kümmern sich liebevoll um ihre Tiere. Nicht selten werden Tierwaisenkinder in der Zabinskischen Villa aufgezogen und Rys, der Sohn der Zabinskis wächst wie selbstverständlich mit ihnen auf. Dann bricht der zweite Weltkrieg aus und Antonia und Jan müssen mit ansehen, wie die Nazis in Polen einmaschieren und beginnen, den Zoo für ihre Zwecke zu nutzen, viele Tiere werden getötet, andere werden in deutsche Zoos abtransportiert. Die jüdische Bevölkerung Warschaus, unter der die Zabinskis auch viele Freunde haben, wird in ein Ghetto gesperrt. Als die Nazis sich schließlich aus dem Zoo zurückziehen, nutzen der Zoodirektor und seine Frau die leeren Tierkäfige um Juden, die aus dem Warschauer Ghetto geflüchtet sind, darin zu verstecken. Diese für alle Beteiligten lebensgefährlichen Rettungsaktionen retten 300 todgeweihten Juden das Leben…

Auf das Buch „Die Frau des Zoodirektors“ von Diane Ackerman bin ich erst einmal aufgrund seines für mich wirklich gelungenen Covers aufmerksam geworden und dann wegen der Geschichte, die dahinter steckt. Für mich ist das Buch eher Biografie als Roman, denn die Autorin zitiert immer wieder Stellen aus dem Tagebuch von Antonia Zabinski. Bildhaft beschreibt Ackerman das Leben in der Zabinskischen Villa direkt im Zoo, die Zeit vor dem Krieg, als sich die Familie, vor allem aber Antonia mit Hingabe der Pflege der Zootiere hingibt. Es ist ein gutes Leben, bis der Krieg mit all seinen Grausamkeiten den Menschen alles abverlangt. Auch bei den Zabinskis verändert sich alles und trotz ihrer eigenen Not helfen sie wo sie können und setzen mehr als einmal auch ihr eigenes Leben aufs Spiel. Antonia scheint eine warmherzige liebevolle Frau gewesen zu sein, die trotz gesundheitlicher Probleme aufopferungsvoll für ihre Familie, die Tiere und dann auch für die verfolgten Juden sorgt. Trotz der wirklich interessanten, gut recherchierten und beispiellosen Geschichte Antonias war mir das Buch stellenweise etwas zu langatmig und emotionslos.

„Die Frau des Zoodirektors“ von Diane Ackerman erzählt die außerordentliche und beeindruckende Geschichte einer Frau, die trotz der Grausamkeit des 2. Weltkrieges und der Schreckensherrschaft der Nazis in Polen, Wärme und Menschlichkeit in ihre kleine Welt trägt. Auch wenn mir das Buch stellenweise zu langatmig war, das Buch, Antonias Erlebnisse und Taten sind Zeitzeugen einer der schwärzesten Zeiten der Weltgeschichte und daher wirklich lesenswert.

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Tags: 2. weltkrieg, warschauer ghetto, warschauer zoo   (3)
 

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89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

australien, dürre, thriller, krimi, mord

The Dry

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499290268
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Sippe

Marc-Oliver Bischoff
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei GRAFIT, 25.10.2016
ISBN 9783894254780
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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165 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

justin cronin, endzeit, die spiegelstadt, dystopie, vampire

Die Spiegelstadt

Justin Cronin , Rainer Schmidt
Fester Einband: 992 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 31.10.2016
ISBN 9783442311804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Die Zwölf sind vernichtet, die Tod bringende Herrschaft der Virals über die Welt scheint endgültig vorbei. Nach und nach verlassen die Menschen die geschützten Gebiete und besiedeln das Land außerhalb der Mauern, in der Hoffnung auf ein besseres und friedliches Leben. Peter Jaxon ist Präsident geworden und lebt, wie viele andere, unter ihnen Sara , Hollis und Caleb mit seiner Frau Pim, in Kerrville, Texas. Alicia, halb Viral halb Mensch hat sich in die Einsamkeit geflüchtet, streift scheinbar ziellos durch das Land und verarbeitet dabei einen schweren Schicksalsschlag, an dem sie fast zerbrochen wäre. Michael hat es sich zur Mission gemacht, das Meer zu besegeln und findet auf einem seiner Erkundungsfahrten ein verlassenes Schiff, die Bergensfjord, die Platz für über 700 Seelen bietet. Zusammen mit Greer, der nicht nur ein Geheimnis zu hüten scheint, setzt er alles daran, dass riesige Schiff eines Tages wieder fahrbar zu machen. Keiner der Menschen ahnt, dass weit entfernt in einer verlassenen Stadt der Eine, Zero, noch lebt und dessen Ziel es ist, die Menschheit endgültig auszulöschen. Nur Amy kann Zero noch aufhalten, doch das Mädchen aus dem Nirgendwo ist spurlos verschwunden…

Endlich ist er da, der letzte Teil der Passagen-Trilogie von Justin Cronin, „Die Spiegelstadt“. Vor zwei Jahren habe ich den zweiten Teil der Reihe „Die Zwölf“ mit einem nicht ganz so guten Gefühl beendet und ich muss zugeben, ich war skeptisch, ob mich der dritte und letzte Teil tatsächlich nochmal mitnehmen und begeistern kann. Doch meine Sorge war unbegründet, Justin Cronin hat mich überzeugt und gefesselt. Der Prolog, eine Art „Was bisher geschah“ war perfekt und hat meinem Gedächtnis mehr als einmal auf die Sprünge geholfen, ein wirklich gelungener Einstieg in ein Buch, das man kaum in Worte fassen kann. Justin Cronin ist ein Meister der Erzählkunst, auch in Passagen, wo scheinbar nicht viel passiert , schafft er es, den Leser bei Laune zu halten, ihn mit seinen Worten, sowie den bildhaften und atmosphärischen Beschreibungen in seinen Bann zu ziehen, zu fesseln, zu verzaubern! Das Zusammentreffen mit den alten Bekannten wie z.B. Sara und Hollis, Peter Jaxon und auch Alicia, war wie nach Hause kommen, ich hatte das Gefühl, als hätte ich die beiden vorherigen Bände erst kurz zuvor und nicht vor Jahren gelesen. Jeder der Charaktere ist mir auf seine besondere Weise ans Herz gewachsen und ich hoffte, bangte und litt mit ihnen. Besonders gut hat mir die Geschichte von Tim Fenning gefallen, die Geschichte des Einen, des Zero. Sie diente dazu viele Hintergründe zu verstehen und das Wissen warum er geworden ist was er ist ließ bei mir Verständnis und auch Mitleid aufkommen. Eine Geschichte, traurig, schicksalhaft und voller Tragik. Das Ende ist schlüssig, glaubhaft und lässt keine Fragen offen und dennoch bin ich traurig, dass es vorbei ist.

„Die Spiegelstadt“ von Justin Cronin ist ein absolut würdiger Abschluss der Passagen-Trilogie, ein wirkliches Meisterwerk, grandios, atmosphärisch und mitreißend. „Die Spiegelstadt“ kann man definitiv nicht unabhängig von den anderen Teilen lesen, die Story ist mehr als komplex und es ist hier absolut wichtig, die Zusammenhänge zu kennen, um sie auch zu verstehen. Das Buch hinterlässt definitiv eine Lücke wenn man es beendet hat und es fällt schwer, danach in die Lektüre eines anderen Buches einzutauchen. Für die gesamte Trilogie gibt es von mir eine hundertprozentige Leseempfehlung! 

Noch ganz kurz: Da „Die Spiegelstadt“ ein 992 Seiten umfassender Wälzer ist, habe ich mir parallel das Hörbuch zugelegt, um auch in Situationen, in denen ich nicht lesen konnte, die Geschichte weiterzuverfolgen. Ich war wirklich begeistert. Die ungekürzte Fassung, gelesen von David Nathan und Dietmar Wunder, hat „Die Spiegelstadt“ für mich wirklich zu etwas ganz Besonderem gemacht. Die beiden Vorleser haben tolle, mitreißende Stimmen und ich habe es wirklich genossen ihnen zuzuhören. Auch das Hörbuch ist wirklich absolut zu empfehlen!

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Tags: endzeit, passagen-trilogie, vernichtung der menschheit   (3)
 
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