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Wolkendämmerung

Julia Dibbern
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei Ink Rebels, 01.07.2017
ISBN B071ZSS2QQ
Genre: Sonstiges

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Die Verlassene

Mary Torjussen , Thomas Bauer
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.06.2017
ISBN 9783734104442
Genre: Krimi und Thriller

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Sag kein Wort

Raphael Montes , Kirsten Brandt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Limes, 26.06.2017
ISBN 9783809026785
Genre: Krimi und Thriller

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e5, alpen, alpenüberquerung, ebook, gewitter in den bergen

E5

Marcus Schneider
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei null, 01.06.2017
ISBN B071P4RF5K
Genre: Sonstiges

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verbrechen, gedächtnisverlust, misstrauen, thriller

Aus dem Koma

Siegfried Langer
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.06.2017
ISBN 9781521531877
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als er aufwacht und feststellt, dass er in einem Krankenhausbett liegt, kann er sich spontan nicht an den Grund hierfür erinnern. Wenn er so recht darüber nachdenkt, weiß er auch nicht, dass er Sebastian Fuchs heißt und die hübsche Frau an seinem Krankenbett seine Freundin Susanne ist. Als dann noch eine Befragung durch die Polizei ansteht, ist Sebastian völlig verunsichert. Was ist mit ihm passiert? Auf seine drängenden Fragen hin weichen sowohl die Ärzte, als auch seine Freundin Susanne immer wieder aus. Instinktiv ahnt Sebastian, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt. Er ahnt, dass etwas Furchtbares geschehen sein muss. Doch wem kann er überhaupt vertrauen?


Meine Meinung:
„Aus dem Koma“ ist der neuste Thriller von Autor Siegfried Langer und wie erwartet absolut gelungen.

Von Beginn an fesselnd erzählt Langer in kurzen knackigen Kapiteln die Geschichte von Sebastian Fuchs, der sich urplötzlich und ohne Gedächtnis in einem Krankenhaus wiederfindet. Der Leser begleitet den jungen Mann auf dem spannenden Weg zurück zu seinem Erinnerungsvermögen und hin zu einem für mich ehrlich gesagt nicht wirklich überraschenden Ende. Dies tat dem Lesevergnügen aber bei Weitem keinen Abbruch, denn trotz meiner Vermutung kam zu keiner Zeit Langeweile auf. Siegfried Langer schreibt flüssig und fesselnd und Protagonist Sebastian Fuchs war glaubwürdig, seine Fragen, Gedanken und Ängste nachvollziehbar und echt. 


Mein Fazit:
„Aus dem Koma“ von Siegfried Langer ist ein packender und schön zu lesender Kurz-Thriller mit spannendem Plot. Auch wenn für mich das Ende vorhersehbar war, habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen und mich gut unterhalten gefühlt. Leseempfehlung gibt’s von mir für alle Fans von Siegfried Langer und seinen Büchern und für alle, die es noch werden wollen.

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Tags: gedächtnisverlust, misstrauen, thriller, verbrechen   (4)
 

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Geist

Michael Barth
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.04.2017
ISBN 9783743190689
Genre: Krimi und Thriller

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debüt, mord, entführung, krimi-reihe, kurpfalz

Willkür (Heilbrunner-Messer 1)

Daniel C. Bergmann
E-Buch Text: 299 Seiten
Erschienen bei null, 08.06.2017
ISBN B071JYY29Q
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Sohn von Kommissar Dieter Heilbrunner verschwindet spurlos. Kurze Zeit später wird eine junge Frau tot aufgefunden. Alltag für den Kommissar, so scheint es zunächst. Doch dann gibt es eine zweite Leiche. Haben die Morde etwas mit dem Verschwinden von Matthias zu tun? Weitere Opfer sind zu beklagen, doch zwischen ihnen scheint es keine verwertbaren Zusammenhänge zu geben, keine Spuren, keine Zeugen. Doch dann gibt es eine Spur zu Matthias, hat tatsächlich ein Serienkiller Heilbrunners Sohn in seiner Gewalt?
Der Kommissar und Torsten Messer, Journalist bei einem Radiosender in Mannheim und dessen bester Freund suchen auf eigene Faust fieberhaft nach Matthias. Doch die Zeit ist knapp, denn mit jedem Mord sinken die Chancen, den Jungen lebend zu finden…

Meine Meinung:
„Willkür“ ist das Debüt von Daniel C. Bergmann und der Auftakt einer Krimi-Reihe aus der Kurpfalz.

Das Buch hat mich gleich von Anfang an gepackt, denn schon auf der ersten Seite lässt Bergmann den Mörder zu Wort kommen. Abwechselnd wird nun aus der Sicht des Kommissars, den der Leser auf seiner verzweifelten und nervenaufreibenden Suche nach seinem Sohn begleitet und des Täters erzählt. Vor allem die Einblicke in die kranke Seele des Mörders, dessen psychopathische Gedanken und Gefühle haben mir gut gefallen. Dadurch kommen auch blutige, grausame und schockierende Szenen nicht zu kurz. Das Wissen, dass man mit den Augen des Täters sieht und so Heilbrunner und seiner Truppe immer einen Schritt voraus ist, machen die Story für mich zu etwas Besonderem. 

Bergmann hat einen angenehm flüssigen Schreibstil. Seine Protagonisten hat er lebensnah und authentisch gezeichnet, vor allem Heilbrunner ist ein Mensch mit Ecken und Kanten, was ihn in seinem Handeln und Tun absolut glaubwürdig macht. 

Einziger Kritikpunkt den ich habe ist, das immer wieder auf einen Fall aus der Vergangenheit Bezug genommen wird, von einem Erlebnis, das Heilbrunner und Messer zusammen geschweißt haben soll. Mich haben diese kurzen, aber immer wieder auftauchenden Hinweise eher irritiert und ich musste tatsächlich nochmals recherchieren, ob „Willkür“ wirklich ein Debüt und der erste Teil der Reihe um Kommissar Heilbrunner und dem Journalisten Messer ist. 

Mein Fazit:
„Willkür“ von Daniel C. Bergmann ist ein wirklich gelungenes und überaus spannendes Krimi-Debüt. Die wechselnden Erzählungen aus den verschiedenen Sicht weisen macht die Story abwechslungsreich und kurzweilig. Bis auf den oben schon genannten Kritikpunkt hat mich das Buch wirklich überzeugt und gut unterhalten. Ich werde Daniel C. Bergmann definitiv im Auge behalten, freue mich auf eine Fortsetzung der Reihe und gebe sehr gerne eine Leseempfehlung.

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Tags: debüt, entführung, krimi-reihe, kurpfalz, mord   (5)
 

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Ich schenke dir den Tod (Krimi 39)

Ralf Gebhardt
E-Buch Text: 204 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 01.07.2017
ISBN 9783958131125
Genre: Krimi und Thriller

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bienen, roman, bienensterben, zukunft, vergangenheit

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

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thriller, rainer löffler, martin abel, brutal, gummersbach

Der Näher

Rainer Löffler
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.04.2017
ISBN 9783404174546
Genre: Krimi und Thriller

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35 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

expedition, luchterhan, insel, antarktis, everland

Everland

Rebecca Hunt , pociao
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.06.2017
ISBN 9783630874630
Genre: Romane

Rezension:

Gefährliche Antarktis-Expedition – interessant und tiefgründig erzählt
Die Besatzung des britischen Forschungsschiffs „Kismet“ entdeckt 1913 eine Insel in der Antarktis und gibt ihr den Namen „Everland“. Ein drei Mann starkes Expeditionsteam macht sich auf den Weg, diese Insel zu erforschen. 100 Jahre später macht sich erneut ein Team auf den Weg, um die Geheimnisse von Everland zu entdecken. Heute wie damals machen die extremen Wetterbedingungen und die Macht der Natur den Menschen das Leben schwer und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt…

Meine Meinung:
„Everland“ von Rebecca Hunt hat meine Neugier aufgrund der Thematik, die in diesem Roman behandelt wird, geweckt. Antarktisexpeditionen. Schon die Verfilmung vom Wettlauf zwischen Amundsen und Scott zum Südpol haben mich fasziniert, ebenso die Arktisdurchquerung von Messner und Fuchs, mehr als ein halbes Jahrhundert später. 

Auch in diesem Roman geht es um das Erforschen der Antarktis und um zwei Expeditionsteams, die die fiktive Insel Everland in zwei unterschiedlichen Jahrhunderten erkunden. Rebecca Hunt schildert in zwei Erzählsträngen die Erlebnisse dieser beiden Expeditionen.
1913 entdeckt das britische Forschungsschiff „Kismet“ eine bisher unbekannte Insel in der Antarktis und nennt sie „Everland“ Drei Freiwillige, Dinners, Millet-Bass und Napps brechen in einem Beiboot auf, um die Insel zu erforschen. Ihr Boot kentert in einem schweren Sturm vor der Küste, die Männer können sich auf die Insel retten, doch die „Kismet“ kehrt für eine lange Zeit nicht nach Everland zurück. Für die drei Männer beginnt ein harter und langer Überlebenskampf.

Hundert Jahre später macht sich ein zweites Team nach Everland auf, um dort Feldforschung an Pinguinen und Robben zu betreiben. Doch für den Mann und die zwei Frauen ist es eher eine Gedenkreise an das Expeditionsteam von 1913. Die Verhältnisse scheinen jedoch völlig andere zu sein, allein die technische Ausrüstung, die Kleidung und die Verpflegung sind um Welten besser als das, was das Team der „Kismet“ vor hundert Jahren zur Verfügung hatte. Und dennoch stoßen Briggs, Jess und Decker an ihre Grenzen und auf einmal scheint auch ihr Überleben bedroht.

Rebecca Hunt hat einen angenehmen Schreib- und Erzählstil. Authentisch, spannend und vor allem voller Atmosphäre schildert sie die Erlebnisse und Gefühle der charakterlich völlig unterschiedlichen Protagonisten. Schneestürme, Erfrierungen, eisige Kälte, Hunger und Wahnvorstellungen bestimmen vor allem den Alltag der drei Männer der ersten Expedition. Neid, zwischenmenschliche Probleme und das Überschätzen der eigenen Leistung sind die Ursachen, die die Gruppe 100 Jahre später in ernste Schwierigkeiten bringt. Die Mitglieder beider Teams sind einem Kampf ausgesetzt, ein Überlebenskampf, der sie schnell an ihre Grenzen bringt und der aufzeigt, zu was man fähig ist, wenn es darum geht, sein eigenes Leben zu retten. Ein Kampf, der mich als Leser sehr mitgenommen und beklemmende und zwiespältige Gefühle in mir ausgelöst hat. Die Stimmungen und Gefühle auf dieser unwirtlichen und von einer eigenen Macht beherrschten Insel waren fast am eigenen Leib spürbar. 

Mein Fazit:
„Everland“ von Rebecca Hunt ist ein abwechslungsreicher und mit viel Tiefgang erzählter Roman. Hunt schafft es, den Leser in den Sog der spannenden und atmosphärisch dichten Geschichte zu ziehen und die Gefühle, Erlebnisse und Ängste der Expeditionsteams gedanklich intensiv miterleben zu lassen. Eine beklemmende Geschichte vom Überleben und von der Bedeutungslosigkeit des Menschen in einer rauen und feindseligen Naturlandschaft. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Tags: antarkis, everland, expedition, insel, luchterhan, überlebenskampf   (6)
 

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liebe, freiheit, alter, kanada, tod

Ein Leben mehr

Jocelyne Saucier ,
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 08.08.2015
ISBN 9783458176527
Genre: Romane

Rezension:

Das ist die Geschichte dreier Männer, die in der tiefsten Wildnis im Norden Kanadas ihren Lebensabend verbringen. Zurückgezogen und selbstbestimmend ist ihr Leben, bis eines Tages eine Fotografin in ihrer Einsiedelei auftaucht, die nach einem gewissen Boychuck sucht, einem Mann, der angeblich die Großen Brände überlebt haben soll. Kurze Zeit später zieht eine zierliche, vom Leben gezeichnete alte Dame in die Lebensgemeinschaft in der Wildnis. Beide Frauen bleiben und mit den Veränderungen die diese Entscheidung für jeden dieser Menschen mit sich bringt, hätte keiner gerechnet…

Meine Meinung:
Mit dem Roman „Ein Leben mehr“ von Jocelyne Soucier bewege ich mich mal wieder in einem für mich untypischen Genre. Angesprochen durch das markante Cover wurde ich einmal mehr auf einem meiner „Ausflüge“ überrascht, bereichert und verzaubert.

Jocelyne Soucier erzählt in ihrem Buch das Leben dreier Aussteiger, über 90 jährige Männer, die sich für ein selbstbestimmtes und freies Leben in der tiefsten Wildnis Nordkanadas entschieden haben, fernab von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Zwängen. Auch wenn der Tod sie immer wieder in ihren Waldhütten besucht, blicken die Männer ihm ohne Angst und mit einer stoischen Gelassenheit entgegen. Als eine namenlose Fotografin, die über die Großen Brände von 1916 und ihre Überlebenden recherchiert und eine alte Frau, die nach vielen quälenden Jahren endlich aus einer psychiatrischen Anstalt entkommen konnte das abgeschiedene Leben der Männer durchdringen, verändert sich das Leben aller Beteiligten. 

Die Autorin schildert die Erlebnisse dieser Menschen unaufgeregt sanft und warmherzig. Die Beschreibungen der Schauplätze und Protagonisten sind bildhaft und authentisch. Ich rieche und erlebe den Wald, sehe die Blockhütten vor mir und kann mir jede Falte und Furche in den Gesichtern der Alten vorstellen. Jocelyne Soucier verfällt hier aber keinesfalls in Romantik oder Kitsch, sie beschreibt das Leben in der rauen Wildnis unverfälscht und facettenreich. Ungewaschene Männerkörper, stinkende Tierfelle, eisigkalte Winter.

Harmonisch verwebt Soucier die Geschichte der Aussteiger mit den Nachforschungen der Fotografin über die Großen Brände von 1916. Ein dramatisches Ereignis, das damals mehr als 200 Menschen das Leben nahm und die Überlebenden für den Rest ihres Lebens traumatisierte. Die Schilderungen der Autorin über diese Feuerbrunst haben mich sehr bewegt. Ich sah Menschen vor mir, die sich in Panik in Flüsse stürzen oder in die Erde eingraben. Menschen, die dem Feuer nicht entkommen können und der tödlichen Gefahr direkt ins Auge blicken müssen. Ich sehe Kinder, die ihre Eltern verloren haben und durch eine schwarze und vollkommen zerstörte Landschaft irren. Dieses schreckliche Erlebnis verarbeitet einer der Protagonisten auf besondere und sehr persönliche Art und Weise. Diese Entdeckung ist nicht nur für die Fotografin eine Offenbarung. 

Das Ende des Buches hat mich überrascht aber auch unbändig gefreut und ergriffen.

Mein Fazit:
Der Roman „Ein Leben mehr“ von Jocelyne Soucier wurde in Kanada für 14 Literaturpreise nominiert. Ein warmherziges und berührendes Buch über das Alter, die Liebe und ein selbstbestimmtes Leben. „Ein Leben mehr“ hat mich auch nach beenden der Lektüre nicht mehr los gelassen, ich habe jede Zeile genossen und kann es nur jedem weiterempfehlen. 

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Tags: alte, kanada, liebe, selbstbestimmt leben, wildnis   (5)
 

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reiner engelmann, rechtsextremismus, flüchtlinge, politik, anschlag von rechts

Anschlag von rechts

Reiner Engelmann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei cbj, 22.05.2017
ISBN 9783570174371
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wir alle kennen die Bilder aus dem Fernsehen. Tausende Menschen die auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg und Terror Schutz in Deutschland suchen. 


Auch in seinem Buch „Anschlag von Rechts“ thematisiert Rainer Engelmann dieses Thema und erzählt dabei nach einer wahren Begebenheit. Es geht um Flüchtlinge, die nach einer langen, dramatischen und oft menschenunwürdigen Flucht Deutschland erreichen und in einem Asylbewerberheim unterkommen. Sie alle erhoffen sich ein neues, sicheres Leben und eine Zukunft ohne Angst. Doch dann werfen drei rechtsorientierte Jugendliche einen Molotowcocktail in die Unterkunft der Flüchtlinge. Wie durch ein Wunder wird keiner verletzt, doch die Angst und das Entsetzen sind zurückgekehrt…

Meine Meinung:
In dem Roman „Anschlag von Rechts“ thematisiert Rainer Engelmann die Hintergründe eines schrecklichen und feigen Brandanschlags auf eine Flüchtlingsunterkunft. 

Engelmann erzählt die Lebensgeschichten der einzelnen Flüchtlinge, die aus Ländern wie Somalia, Afghanistan oder Syrien stammen. Man erfährt die verschiedenen Gründe die diese Menschen zu ihrer dramatischen, strapaziösen und lebensgefährlichen Flucht nach Deutschland bewegen. Verfolgung, Krieg und Terror sind die häufigsten Ursachen, warum diese Menschen ihr Hab und Gut verkaufen, ihre Familien verlassen und ihrem Land den Rücken kehren in der Hoffnung auf ein friedvolles und sicheres Leben und eine Zukunft ohne Angst. 

Diese Flüchtlinge werden alle ein einem Asylbewerberheim in P. untergebracht, in dem auch die drei Jugendlichen beheimatet sind, die den Molotowcocktail-Anschlag auf diese Unterkunft verüben. Der Autor beschreibt deren Leben, ihre Wut und Perspektivlosigkeit. Die Naivität der Jugendlichen wird von rechtsradikalen Parteien und Gruppierungen ausgenutzt, deren rechtes Gedankengut findet den Nährboden in den Köpfen der unwissenden, und leicht beeinflussbaren Jugendlichen, denen der Wunsch nach Zusammengehörigkeit und Anerkennung das Wichtigste ist, egal zu welchem Preis. Und doch sind diese Jugendlichen auch Opfer unserer Gesellschaft.

Rainer Engelmann beschreibt abschließend den Prozess, die Aussagen der angeklagten Jugendlichen und deren Opfer und letztendlich das Urteil und die Strafe, die die Täter verbüßen müssen.
Diese auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte liest sich mehr oder weniger sachlich und faktenbezogen wie eine Dokumentation, ohne große Emotionen oder Gefühle. Hiervon hätte ich mir persönlich aber etwas mehr gewünscht, einfach um den Geschehnissen noch mehr Tiefgang und Eindringlichkeit zu vermitteln.

Mein Fazit:
Mit seinem gut recherchierten und faktenreichen Buch „Anschlag von Rechts“ hat Rainer Engelmann eine wahre Begebenheit thematisiert die jeden in unserer Gesellschaft angeht. Viele Menschen lassen sich auch in unserer heutigen, aufgeklärten Zeit immer noch von rechtem Gedankengut infizieren. Ein Buch, welches unbedingt zur Pflichtlektüre an den Schulen werden sollte, um für die nötige Aufklärung und die richtige Denkweise zu sensibilisieren. Ich hätte mir für mich dennoch mehr Tiefgang, Emotionen und einige Seiten mehr gewünscht, gebe aber dennoch eine Leseempfehlung- nicht nur für Kinder und Jugendliche!

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Tags: brandanschlag, flüchtlinge, fremdenfeindlichkeit, rechtsextremismus, wahre begebenheit   (5)
 

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128 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

thriller, vergnügungspark, jonas winner, murder park, zodiac island

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zodiac Island, an der Ostküste der USA, war in den 90er Jahren ein beliebter Vergnügungspark und eine absolute Touristenattraktion. Besonders bei jungen Menschen und Familien war der Park sehr beliebt. Doch dann erschüttert eine Mordserie, die Opfer alles junge alleinerziehende Frauen, den Park, der daraufhin geschlossen wird. Der Mörder, Jeff Bohner , wird gefasst und zum Tode verurteilt.
20 Jahre später soll der Zodiac Island neu aufleben. Murder Park soll entstehen, ein Vergnügungspark der besonderen Art. 12 Personen, darunter Experten und Journalisten werden vor Eröffnung des Parks auf die Insel eingeladen. Kurze Zeit später ist einer von ihnen tot. Das Misstrauen und die Verunsicherung sind groß. Zu Recht, denn mit ihnen auf der Insel ist ein Mörder und die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen…

Meine Meinung:

Krimis und Thriller gehören zu meinen absoluten Lieblingsgenres und es wird immer schwerer gute Bücher zu finden, die mich diesbezüglich noch begeistern und überraschen können. „MURDER PARK“ von Jonas Winner hat es geschafft.

Das Setting, ein alter Vergnügungspark auf einer Insel, soll zum Murder Park werden. Die künftigen Besucher werden mit ehemaligen Mördern und deren Taten konfrontiert, unter ihnen auch der ehemalige Serienmörder Jeff Bohner, der damals auf Zodiac Island drei Frauen umgebracht hat. Der Park soll die Ängste der Besucher wecken und einen ganz besonderen Nervenkitzel auslösen. Eine perfide Idee! Vorab besuchen 12 Testpersonen, darunter Journalisten, Berater und Experten den Park. Dann beginnen die Morde.

Die Handlung wird aus der Sicht des jungen Journalisten Paul Greenblatt erzählt. Der Leser erlebt alles mit Paul zusammen, sieht durch seine Augen und weiß nicht mehr und nicht weniger als das, was Greenblatt widerfährt. Immer wieder wird die Story durch einzelne Interviews unterbrochen, die wie man schnell erkennt, vor dem Besuch der Insel mit den einzelnen Testpersonen durchgeführt wurden. Geführt wurden diese Befragungen von einem Psychiater, der ebenfalls zu den Inselbesuchern gehört. 

Jonas Winner schreibt in einem flüssigen und leicht zu lesenden Stil. Die Geschichte, die er erzählt ist absolut spannend, unvorhersehbar und voller Atmosphäre. Düster, unwirtlich, gruselig. Das Gefühl mit auf dieser Insel zu sein, war allgegenwärtig. Die Anspannung unter den Gästen ist zum Greifen nah. Wem kann man noch trauen, wer ist der Mörder? Der Autor lässt dem Leser durch immer neue Wendungen und Hinweise mehr als genug Spielraum für Spekulationen. Scheint man sich sicher zu sein den Mörder enttarnt zu haben, wird man wenige Seiten später eines Besseren belehrt, was den Spannungsbogen permanent hoch hält und den Leser regelrecht an die Story fesselt. 

Die 12 Protagonisten, mit denen man beim Lesen konfrontiert wird, könnten unterschiedlicher nicht sein und anfangs war mir nicht klar, unter welchen Aspekten genau diese Menschen für den Besuch auf Zodiac Island ausgesucht wurden. Auch diese Frage beantwortet Jonas Winner im Laufe des Buches, das bis zum überraschenden, unerwarteten für mich ja fast schon erschütternden Ende Spannung, Thrill und Nervenkitzel pur bietet. Der perfekte Thriller und ein echter Pageturner.

Mein Fazit:

„MURDER PARK“ von Jonas Winner ist für mich ein Lesehighlight 2017! Ein hochspannender atmosphärischer und unvorhersehbarer Thriller mit viel Nervenkitzel und Gänsehautmomenten. Das Cover passt hervorragend zu dem perfekt ausgewählten Setting. Für mich endlich mal wieder ein Thriller der Extraklasse der mich überrascht und begeistert hat und mir nervenzerreißende und packende Lesestunden beschert hat. Für alle Thriller-Fans ein absolutes Muss! Ihr werdet „MURDER PARK“ lieben!

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Tags: jonas winner, murder park, serienkiller, thriller, vergnügungspark, zodiac island   (6)
 

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245 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

liebe, freundschaft, ruth hogan, verlorene dinge, down-syndrom

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge

Ruth Hogan , Marion Balkenhol
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 19.05.2017
ISBN 9783471351475
Genre: Romane

Rezension:

Mr. Andrew Peardew hat, trotz der vielen vergangenen Jahre, den Verlust seiner Verlobten immer noch nicht überwunden. Was ihm jedoch fast noch schlimmer zu schaffen macht ist, dass er damals nicht nur Therese verloren hat, sondern auch das Medaillon, dass sie ihm seinerzeit als Liebesbeweis geschenkt hat. Seitdem ist Mr. Peardew auf der Suche nach dem Schmuckstück und findet dabei selbst allerlei verlorene Dinge, die er mit nach Hause nimmt, sorgfältig dokumentiert und verwahrt. Doch Andrew ist des Lebens müde. Nach seinem Tod vermacht er seinen gesamten Besitz seiner Assistentin und Haushälterin Laura. Einzige Bedingung, Laura soll die Besitzer der gefundenen Dinge ausfindig machen, eine kaum zu bewältigende Herausforderung…

Meine Meinung:

„Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“ ist der Debütroman der britischen Autorin Ruth Hogan und ein echtes Schätzchen.

In zwei Handlungssträngen erzählt Ruth Hogan die Geschichte dieses Buches. Zum einen ist da Mr. Andrew Peardew, der in dem wunderschönen, fast schon verwunschen wirkenden Anwesen Pedua lebt und verloren gegangene Dinge sammelt. Nach seinem Tod soll seine Assistentin Laura, der er seinen gesamten Besitz vererbt, die Sammlung auflösen und ihren rechtmäßigen Besitzern zukommen lassen. Hilfe bei dieser kaum zu bewältigenden Aufgabe erhält Laura von Sunshine, ein Mädchen mit „Daunendrom“ und dem Gärtner Freddy. Zu manchen gefundenen Gegenständen wird auch eine kleine Geschichte erzählt wie z.B. zu einem blauen Mantelknopf, einem grünen Haargummi oder einer Porzellantasse.

Im zweiten Erzählstrang, der im Jahr 1974 beginnt, lernt der Leser Eunice kennen, die einen Job bei dem Verleger Bomber annimmt. Bomber ist ein schräger Typ, der seine Hunde über alles liebt und dr letztlich einen schweren familiären Schicksalsschlag erleben muss. Eunice ist von Anfang an in ihn verliebt, doch die Liebe kann Bomber nur auf seine ganz bestimmte Weise erwidern. Dennoch bleibt Eunice ihr ganzes Leben bei ihm und ist ihm eine treue Freundin.

Mit einem wunderschönen, leicht zu lesenden und auch immer wieder humorvollen Schreibstil führt die Autorin diese beiden Handlungsstränge letztlich gekonnt zusammen und beantwortet offene Fragen, die zwangsläufig beim Lesen der Geschichte aufkommen. Liebevolle und authentische Protagonisten und abwechslungsreiche Nebenfiguren runden die Story ab. Mit ihrem ganz eigenen, besonderen und direkten Charakter hat vor allem das Mädchen Sunshine mein Herz berührt. Was kann es schon geben, was eine leckere Tasse Tee nicht wieder gut machen kann? 

Ein Buch über die Liebe, die Freundschaft und neue Chancen, die das Leben bereithält. Das Cover möchte ich an dieser Stelle auch noch erwähnen, auch wenn es an sich schlicht gehalten ist, so hat es in mir doch die Neugier auf dieses Buch geweckt und seine Lektüre hat sich mehr als gelohnt.

Mein Fazit:
„Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“ von Ruth Hogan ist ein vielschichtiger und ganz bezaubernder Roman, humorvoll und berührend. Trotz der sich im Laufe des Buches entwickelnden Liebesgeschichte, driftet die Autorin nie ins Kitschige ab. Ein Buch, welches vermittelt, dass verloren gegangene Dinge und sei es nur ein simpler Haargummi, für Diejenigen die sie vermissen, eine große und wertvolle Bedeutung haben können. 

Für die wunderschöne und warmherzige Geschichte und ihre ganz besonderen und liebenswerten Protagonisten gebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung.

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Tags: debütroman, freundschaft, liebe, verlorene dinge   (4)
 

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rache, mord, zucker, kolumbien, stevia

Blutzucker

Leif Tewes
Flexibler Einband: 303 Seiten
Erschienen bei Größenwahn Verlag, 15.03.2017
ISBN 9783957711328
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt/Klappentext:
WorldFood ist eine globale Lebensmittelfirma, die einen Pharmakonzern für Diabetesmedikamente angekauft hat. Doch als sich der Markt verändert und der Absatz von Zucker stockt, hat der Konzernmanager Meininger eine teuflische Idee, wie er den Umsatz ankurbeln kann: Diabetes durch versteckten Zuckerkonsum. Bei der Umsetzung seines Planes soll ihm der Lebensmittelchemiker Paul Hartmann helfen: Eine einfache Laborratte, glaubt der Manager. Doch Paul hat eine bewegte Vergangenheit und als Meininger auch noch seine Zukunft zerstört, schwört er auf Rache. Die Ermittler Kommissar Berg und Landers werden in den tödlichen Kampf verwickelt, bis letztlich auch ihr Leben in Gefahr gerät. 

Meine Meinung:
Im neuen Buch „Blutzucker“ von Leif Tewes geht es um das Thema Zucker in Lebensmitteln und wie die Lebensmittelbranche, auf Kosten und der Gesundheit der Verbraucher, mit falschen Karten spielt.

Der Leser verfolgt den dramatischen Rachefeldzug des Lebensmitteltechnikers Paul Hartmann, dessen Spuren von Deutschland, über die Schweiz bis nach Kolumbien führen. Berg und Landers, die viele Leser vielleicht schon aus dem Buch „Tag Null“ kennen, müssen den Mord an einer Frau aufklären und nehmen die Ermittlungen auf. Bald führen Hinweise zur Lebensmittelfirma WorldFood. Berg und Landers ahnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, in welch tödliche Gefahr sie ihre Recherchen noch bringen werden.
Die spannende, vielschichtige und rasante Story ist eingebettet in gut recherchierte und absolut informative Hintergrundinformationen, die einem teilweise das Blut in den Adern gefrieren lassen. Selbst wenn man sich schon vor der Lektüre dieses Buches Gedanken über die Lebensmittel und seine Inhaltsstoffe gemacht hat, die man zu sich nimmt, danach hinterfragt man nochmals anders, alarmierter, beunruhigter. Denn wer kann einem denn wirklich garantieren, dass auch tatsächlich drin ist, was nach außen kommuniziert und deklariert wird?

Leif Tewes hat einen angenehmen, fesselnden Schreibstil, die Protagonisten sind überzeugend und lebensnah charakterisiert. Mit Kommissar Berg hat der Autor einen ganz besonderen, unkonventionellen Typ erschaffen, der Gut und Böse auf seine ganz eigene Art hinterfragt und unter die Lupe nimmt, was mir sehr gut gefällt.

Auch das sich Leif Tewes Liebe zur Musik in diesem Buch wiederspiegelt, immer wieder passende Liedtexte zitiert werden und es sogar eine eigene Playlist dazu gibt, finde ich klasse.

Mein Fazit:
Mit „Blutzucker“ hat Leif Tewes ein brisantes und aktuelles Thema aufgegriffen und mit einer spannungsreichen und dramatischen Handlung verwoben. Ein Buch, das durch intensive Recherche und viel informatives Hintergrundwissen besticht und Anlass zum Nachdenken gibt und die Frage aufwirft: Was essen wir wirklich? Toll gemacht. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung!

  (99)
Tags: kolumbien, lügen der lebensmittelindustrie, rache, zucker   (4)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

anthologie, einhörner, kurzgeschichten, welt der einhörner, dreizehn

13 Shades of Unicorn

Markus Kastenholz , Jasmin Krieger , Thomas Williams , Rosa Leber
E-Buch Text
Erschienen bei K&K Books GbR Krieger und Kastenholz, 01.04.2017
ISBN B06XWG9YD5
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Einhörner schlagen zurück

Dieses Buch ist eine Kurzgeschichten-Sammlung und die erste Veröffentlichung des neu gegründeten K&K Books Verlages. In dieser Anthologie geht es ausschließlich um Einhörner - wie schön, wie niedlich denken Sie sich? Weit gefehlt! Denn was Sie hier garantiert nicht antreffen sind rosafarbene, entzückende Fabelwesen, die durch unberührte Wälder streifen und mit Feen, Zwergen und Elfen um die Wette strahlen. Diese Einhörner sind anders, sie sind böse und blutrünstig und sie werden Sie bis ins Mark erschüttern, denn dieses Buch ist nichts für kleine Mädchen…

Meine Meinung:

„13 Shades of Unicorn“ ist eine Kurzgeschichten-Sammlung, herausgegeben vom K&K Books Verlag, geschrieben von Autoren, die mir – Asche auf mein Haupt – bis dato völlig unbekannt waren. In diesen Geschichten dreht sich alles ausschließlich um Einhörner und zwar nicht die süßen knuffigen mit Regenbogenmähne, sondern um böse, blutrünstige und mordlüsterne Biester. Ehrlich gesagt, ich konnte mir zuerst überhaupt nicht vorstellen, was mich in diesem Buch erwartet, aber was ich bekam hat mich völlig überrascht und begeistert.

Jede einzelne Geschichte ist auf ihre Art wirklich etwas Besonderes und ich bewundere die Fantasie und die Kreativität der Autoren. Ihre Erzählungen sind grausam und blutig, andere wiederum absolut zum Schreien komisch, skurril und kurios und mache sind tiefsinnig und gesellschaftskritisch und regen eindeutig zum Nachdenken an. Jede Story ließ sich rund und flüssig lesen und aufgrund der unterschiedlichsten Interpretationen zum Thema „Einhorn“ wurde das Lesen überhaupt nicht langweilig.

Mein Fazit:

„13 Shades of Unicorn“ ist eine wirklich ungewöhnliche, aber absolut lesenswerte und überraschende Kurzgeschichten-Sammlung. Hier lernt man das Fabelwesen Einhorn auf eine ganz neue Art und Weise kennen, was den besonderen Reiz dieser Anthologie ausmacht. Das Cover ist meiner Meinung nach der absolute Knaller und hervorragend gelungen! Ich habe mich mit diesem Buch jedenfalls bestens unterhalten gefühlt und kann hier nur eine hundertprozentige Leseempfehlung aussprechen. Ich werde den Verlag definitiv im Auge behalten!

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Tags: anthologie, einhörner, k&k books   (3)
 

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

terrorismus, zeitgeschichte, deutschland, rom, ende der raf

Tödlicher Irrtum

Butz Peters
Flexibler Einband: 863 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 10.05.2007
ISBN 9783596172658
Genre: Sachbücher

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

drunterland, uhrmacher, fabienne siegmund, nachthase, uhr

Alissa im Drunterland

Fabienne Siegmund
E-Buch Text: 74 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 04.05.2017
ISBN 9783959623421
Genre: Fantasy

Rezension:

Alice im Wunderland Reloaded, oder: es hummelt nicht mehr im Lavendel

Alissa ist eine Träumerin. Seit sie denken kann, erscheint ihr in ihren Träumen eine rätselhafte Wendeltreppe. Obwohl Alissa diese Treppe weder in ihrem echten Leben gesehen, geschweige denn betreten hat, kann sie diese bis ins kleinste Detail in ihr Skizzenbuch zeichnen. Unzählige solcher Bilder sind im Laufe der Zeit entstanden. Eines Tages erscheint dem Mädchen im Fenster der Straßenbahn das Spiegelbild eines geheimnisvollen Mannes und Alissa findet sich Augenblicke später einem wunderlichen Uhrmacher gegenüber, in dessen Laden sie gelandet ist. Und dann steht sie plötzlich auf der Wendeltreppe aus ihren Träumen, die sie in die magische Welt von Drunterland bringt, dort muss Alissa eine wichtige Mission erfüllen…

Meine Meinung:

„Alissa im Drunterland“ von Fabienne Siegmund ist ein ganz bezauberndes Buch.
Das Mädchen Alissa muss eine ganz besondere und wichtige Aufgabe erfüllen. Sie muss die magische Welt von Drunterland retten. Auf ihrer Mission, bei der schon kleinste Entscheidungen schicksalhafte Auswirkungen nach sich ziehen können, begegnen ihr allerlei wundersame und faszinierende Wesen. Fast könnte man meinen, man ist in die Welt von Alice im Wunderland eingetaucht, den einige Charaktere denen man in dieser Geschichte begegnet, glaubt man zu kennen und doch ist im Drunterland alles ganz anders.

Fabienne Siegmund hat einen wunderschönen und bildhaften Schreib- und Erzählstil, der es möglich macht, voll und ganz in diese hinreißende Geschichte einzutauchen. Man erlebt Drunterland mit all seinen Facetten und seiner ganz besonderen, magischen Stimmung.

Mein Fazit:

Fabienne Siegmund entführt ihre Leser mit „Alissa im Drunterland“ in eine wunderschöne und magische Welt. Eine Geschichte die verzaubert, zum Nachdenken anregt und aufzeigt, warum Träume so wichtig sind. Wer schon andere Geschichten von Fabienne Siegmund gelesen hat und wer wissen will, was es mit dem Satz „Es hummelt nicht mehr im Lavendel“ auf sich hat, sollte dieses bezaubernde Buch unbedingt lesen. Ich hoffe sehr, dass der Papierverzierer-Verlag eine Print-Ausgabe herausgibt, denn ich kann mir vorstellen, dass die Illustrationen zu diesem Buch wunderschön aussehen werden. 

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Tags: drunterland, fabienne siegmund, papierverzierer verlag, uhrmacher   (4)
 

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94 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

aliens, science fiction, außerirdische, young adult, absturz

Guides - Die erste Stunde

Robison Wells
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959670937
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Minnesota, USA stürzt ein UFO mit unvorstellbaren Ausmaßen ab. Unter sich hat es einen ganzen Landstrich begraben und unzählige Menschen in den Tod gerissen. Während viele Menschen flüchten, wird die siebzehnjährige Alice von ihrem Vater direkt an den Ort der Katastrophe gebracht.

Das Mädchen soll, während ihr Vater, der bei der NASA arbeitet und die Untersuchungen an der Unglücksstelle leitet, in einem ansässigen Internat leben.
Hautnah bekommen Alice und die anderen Internatsschüler mit, wie die unbekannten Geschöpfe das Raumschiff verlassen. Kommen die Aliens in Frieden, oder ist die ganze Menschheit in Gefahr?

Meine Meinung:

„Guides – Die erste Stunde“ von Robison Wells ist ein Jugendroman den man dem Bereich Sciene-Fiction zuordnen kann. Ich habe gut und schnell in die Story gefunden, der Schreibstil ist locker, zwanglos, manchmal auch etwas flapsig, passt aber meines Erachtens gut zu einem Jugendroman. Für mich war es angenehm und flüssig zu lesen.

Im Focus der Geschichte steht die siebzehnjährige Alice, zusammen mit ihr erlebt man quasi hautnah die Stimmung der Bevölkerung nach dem Absturz des Raumschiffes, welcher zahlreichen Menschen das Leben gekostet hat. Die große Frage, die alle, natürlich auch die Jugendlichen aus dem Internat, beschäftigt ist, ob die Aliens aus dem gigantischen UFO in Frieden kommen. Oder wird durch das Erscheinen dieser Fremden das Leben überall auf der Welt ein anderes werden? Wird die Menschheit und deren Existenz auf der Erde bald Geschichte sein?

Spannend, aber auch mit viel Humor erzählt Wells was Alice und ihren Freunden widerfährt, als sich plötzlich die Tür des Raumschiffs öffnet und die ersten „Guides“ die Erde betreten. Ich möchte hier gar nicht zu viel vom Inhalt verraten, nur so viel, im Verlauf der Geschichte wird es eine erschreckende Wendung geben, mit der ich so nicht gerechnet hätte und mit der mich der Autor wirklich positiv überrascht hat. Allerdings wurde die Lesefreude auch etwas getrübt., denn manches, was Alice im Laufe der Story erlebt, halte ich für überzogen, wenig glaubhaft und selbst für ein Science-Fiction-Buch für unrealistisch.

Die Protagonistin Alice hat mir gefallen. Selbstbewusst, offen und voller Empathie für andere, was sie deutlich von den anderen Charakteren abhebt. Denn diese wirkten wie verzogene, reiche, etwas zu arrogante und hochbegabte Jugendliche aus der Upper Class. Vermutlich sollen sie aber genau das darstellen, mir jedoch war das zu oberflächlich.
Was ich in dem Buch allerdings vergeblich gesucht habe, war das pure Grauen, für das Robison Wells angeblich so bekannt sein soll.

Mein Fazit:

„Guides – Die erste Stunde“ ist ein spannender leicht zu lesender Jugendroman aus dem Science-Fiction-Bereich. Überraschende Wendungen, aber auch unrealistische und wenig glaubhafte Handlungen wechseln sich ab. Alles in allem war mir die Story etwas zu flach, weshalb mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugen konnte.



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verborgene leiche, kurzgeschichten, drogenschmuggel, selbstjustiz, lieblingsautor

Sachsenmorde 2

Andreas M. Sturm , Bernd Köstering , Connie Roters , Karin Neff
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei edition krimi, 24.02.2017
ISBN 9783946734185
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es wird wieder gemordet im Freistaat Sachsen

13 neue, mörderische Kurzgeschichten aus der Feder verschiedenster Autoren erwarten den Leser in dieser Anthologie. Alle zehn Landkreise und die 3 kreisfreien Städte werden mit jeweils einer totbringenden Geschichte bedacht. Hier sind spannende und schaurig-schöne Lesestunden vorprogrammiert…

Meine Meinung:

Wie schon in Teil 1 haben in „Sachsenmorde 2“ 13 Autoren erneut ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Dabei sind 13 unterschiedliche und mörderische Kurzgeschichten entstanden, die den Leser einmal komplett durch den ganzen Freistaat begleiten. Auf dieser Reise begegnet man unter anderem einem Versicherungsvertreter, der fast zum Film-Action-Hero mutiert und seinen tristen Büroalltag auf einmal gar nicht mehr so schlimm findet. Oder aber die Romanautorin, die Fiktion und Realität nicht so ganz auseinander halten kann, außerdem ist da noch die Frau, die auf den Spuren ihrer verschollenen Mutter wandelt und eine grausame Entdeckung macht. Und dann ist da noch Steve, der vielleicht zur falschen Zeit am falschen Ort war, oder doch vielleicht eben nicht?
Jeder der 13 Autoren, u-a-Andreas M. Sturm, Jan Flieger, Petra Steps, haben ihren ganz persönlichen Schreib- und Erzählstil in ihren Geschichten verpackt, mal blutig und makaber, mal mit einem schicksalhaften Hintergrund, der auch zum Nachdenken anregt. Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten, um nicht schon Spannung und Lesevergnügen vorweg zu nehmen.

Mein Fazit:

Mit „Sachsenmorde 2“ hat der Herausgeber Andreas M. Sturm wieder eine gelungene, und abwechslungsreiche Anthologie veröffentlicht. Auch wenn mich dieses Mal nicht alle der 13 Kurzgeschichten hundertprozentig überzeugen konnten, durch diverse Überraschungsmomente, die nötige Spannung und einige blutige Szenen, kam das Lesevergnügen dennoch nicht zu kurz. Das Cover mit dem Bogenschützen am Elbufer passt perfekt und hat mir besonders gut gefallen, vor allem, weil ich diesen auch schon in Echt bewundern konnte. Für „Sachsenmorde 2“ gebe ich für alle Krimi-Kurzgeschichten-Liebhaber gerne eine Leseempfehlung.

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255 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 109 Rezensionen

island, thriller, mord, krimi, psychologin

DNA

Yrsa Sigurdardóttir , Anika Wolff
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 26.09.2016
ISBN 9783442756568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine junge Mutter wird nachts in ihrem Schlafzimmer auf brutale Weise ermordet. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter. Kurze Zeit später wird eine zweite Leiche gemeldet, die Art und Weise wie die Frau sterben musste, lässt auf den gleichen Täter schließen. Kommissar Huldar, der erstmals die Leitung eines Mordfalls übernimmt, steht vor einem Rätsel. Es gibt weder Hinweise auf ein Motiv, noch auf Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Frauen. Zusammen mit der Kinderpsychologin Freyja versucht er, das kleine Mädchen zu befragen.

Währenddessen empfängt der junge Amateurfunker Karl kryptische Botschaften über sein Funkgerät. Was er noch nicht ahnt, die Signale senden ihm Hinweise zu den beiden ermordeten Frauen…

Meine Meinung:
„DNA“ von Yrsa Sigurdardóttir ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe. Ich war anfangs skeptisch, ob mir dieses Buch wirklich gefallen würde, denn mit nordischen Kriminalromanen oder Thrillern stehe ich normalerweise auf Kriegsfuß. Doch dieser Thriller hat mich wirklich überrascht.

Schon der Prolog macht definitiv Lust auf mehr und die dort bereits angedeutete Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Die beiden Mordfälle, die Kommissar Huldar aufzuklären hat, sind äußerst brutal und scheinbar ohne Motiv. Dass ein kleines Mädchen miterleben muss, wie ihre Mutter von dem Täter zu Tode gefoltert wird, sorgt zusätzlich für Dramatik. Die Autorin lockt den Leser gekonnt auf verschiedene Fährten, bringt neue Theorien ins Spiel und ließ mich, was den Täter angeht, absolut im Dunklen tappen und sorgt außerdem für fesselnde Hochspannung. Das er- und auflösende, absolut überraschende Ende schlägt dann geschickt den Bogen zum Prolog, so dass keine offenen Fragen zurückbleiben.

Yrsa Sigurdardóttir hat hier meines Erachtens starke Charaktere erschaffen. Das kleine Mädchen, die trotz ihrem furchtbaren Erlebnis doch eine kleine Persönlichkeit ist und durchaus Stärke zeigt, hat mir sehr gut gefallen und ich habe sie gleich ins Herz geschlossen. Kommissar Huldar wirkte auf mich eher etwas zurückhaltend, wie jemand der seine Gefühle nicht richtig zeigen kann, aber dennoch selbstbewusst durchs Leben geht, auch wenn ihm die Leitung seines ersten Mordfalls doch unter einen gewissen Druck setzt. Die Protagonisten machten auf mich allesamt einen glaubhaften und authentischen Eindruck.

Mein Fazit:
Obwohl ich normalerweise mit nordischen Thrillern so meine Probleme habe, hat mich „DNA“ von Yrsa Sigurdardóttir allerdings überrascht und überzeugt. Gut durchdacht, facettenreich, mit viel Dramatik, Hochspannung und Brutalität, hat dieses Buch alles, was einen packenden und fesselnden Thriller ausmacht. Ich bin gespannt, was den Leser im nächsten Teil erwartet. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle Thrillerfans mit guten Nerven.

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Tags: btb, island, thriller   (3)
 

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steampunk, verrat, leibwache, frost & payne, london

Frost & Payne - Pinkerton

Luzia Pfyl
E-Buch Text: 110 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 28.03.2017
ISBN 9783958342569
Genre: Sonstiges

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

frost & payne, steampunk, gefahr, freiheit, geiseln

Frost & Payne - Chop Suey

Luzia Pfyl
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 14.02.2017
ISBN 9783958342545
Genre: Sonstiges

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selbstmord, liebe, freundschaft, erwachsen werden, island

Das Licht und die Geräusche

Jan Schomburg
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281089
Genre: Romane

Rezension:

Ein etwas anderer, sehr spezieller Roman über das Erwachsen werden

Johanna und Boris sind Klassenkameraden, aber auch allerbeste Freunde. Die zwei sind unzertrennlich. Das liegt vielleicht auch daran, dass Johanna in Boris verliebt ist. Doch der hat Ana-Clara, seine Freundin in Portugal. Warum Boris mit ihr zusammen ist, versteht Johanna nicht, schließlich verbringt doch sie jede freie Minute mit ihm und Ana-Clara ist weit weg von all dem. Dann verschwindet Boris urplötzlich und alles wird irgendwie anders…

„Das Licht und die Geräusche“ von Jan Schomburg ist ein ganz spezieller Roman auf den man sich einlassen muss. Der Sprach- und Schreibstil ist sehr eigenwillig und ungewohnt. Ich-Erzählerin Johanna beschreibt ihre Gedanken, Gefühle und Probleme, die zweifelsohne ihr junges Leben bestimmen, in Episoden, die oft abrupt enden und einige Seiten später wieder weitergehen. Dazwischen passiert meist etwas völlig anderes. Mit dieser sprunghaften Erzählweise hat mich der Autor mehr als einmal verwirrt und auch manchmal etwas frustriert. 

Und doch kam ich irgendwann in der Geschichte an, konnte endlich in Johannas Erlebnissen und Gedanken das Tiefgründige und die Echtheit spüren. Die Charaktere sind für mich durchweg authentisch, sie spiegeln ganz normale Jugendliche wider, mit all ihren Ängsten und Freuden, Erlebnissen, Zweifeln und Selbstüberschätzung. Dennoch waren sie mir, bis vielleicht auf Johanna, etwas zu blass dargestellt. 

Jan Schomburg hat u.a. Themen wie Spaß, Unbeschwertheit, Drogen, Mobbing, erste Liebe, Sex, Todeswunsch und Homosexualität – Dinge, die Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenwerden durchaus beschäftigen – in seinem Roman geschickt und glaubwürdig verarbeitet.

„Das Licht und die Geräusche“ von Jan Schomburg ist ein wirklich ungewöhnlicher und spezieller, aber auch eindrucksvoller Roman über die Jugend und das Erwachsen werden. Ein Buch, das sicherlich polarisiert. Auch wenn mich Sprach- und Schreibstil nicht so ganz überzeugen konnten und auch die sprunghafte Erzählweise gewöhnungsbedürftig war, ich habe das Buch gerne gelesen und gebe eine Leseempfehlung für all diejenigen, die das Ungewöhnliche nicht scheuen und den Mut haben, sich auf „Das Licht und die Geräusche“ einzulassen.

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Tags: erwachsen werden, homosexualität, leben, mobbing, selbstmord, unbeschwertheit   (6)
 
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