Seehase1977

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41 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

perspektivlosigkeit, landleben, mecklenburg-vorpommern, milchbauern, sommer

Niemand ist bei den Kälbern

Alina Herbing
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arche, 10.02.2017
ISBN 9783716027622
Genre: Romane

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25 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

berlin, kölln, korruption, papst, terroranschla

Verraten

Florian Schwiecker
Geheftet: 312 Seiten
Erschienen bei Edel Germany, 02.02.2017
ISBN 9783841905055
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Im Zentrum von Berlin ist nach einem Bombenanschlag das Entsetzen groß. Luk Krieger wäre beinahe ebenfalls ein Opfer des Anschlags geworden. Der Agent einer geheimen Spezialeinheit für Terrorbekämpfung nimmt zusammen mit der Kriminalkommissarin Anna Cole die Ermittlungen auf. Alle Hinweise deuten auf einen islamistischen Hintergrund, es tauchen Bekennerschreiben auf und die Gefahr eines erneuten Anschlages versetzt alle in höchste Alarmbereitschaft. Doch Krieger und Cole stoßen auf Spuren die sie in die Kreise von Macht und Korruption führen. Der Wunsch, die Verantwortlichen für den Tod vieler Menschen zur Strecke zu bringen, bringt Anna und Luk an ihre Grenzen und in große Gefahr…

„Verraten“ ist das Thriller-Debüt von Florian Schwiecker, der lange Zeit als Strafverteidiger gearbeitet hat. Der Zusatz „Der neue Luk Krieger-Thriller“ ist etwas irreführend, nimmt man doch an, Schwiecker hat schon mehrere Romane mit dem Protagonisten veröffentlicht. Dem ist nicht so. Das Buch beginnt gleich spektakulär mit einem Bombenanschlag in Berlin. Aufgrund der der erst kürzlich tatsächlich geschehenen Anschläge in Berlin, Brüssel und Frankreich gehen einem die im Buch beschriebenen Szenen sehr nahe und entfachen ein beklemmendes, beängstigendes Gefühl. Man hat die erschreckenden Bilder aus dem Fernsehen vor Augen und der Autor schafft es mit seinem fesselnden und atmosphärischen Schreibstil diese Stimmung auch in seinem Buch widerzuspiegeln. Die Suche nach den Verantwortlichen ist ein actiongeladenes Katz- und Maus-Spiel, welches den Leser kaum Luft zum Atmen lässt und dadurch bei der Stange hält. Die beiden Hauptprotagonisten Luk Krieger und Anna Cole sind mir zu klischeehaft. Er der gutaussehende Superheld und Agent aus der geheimen Spezialeinheit, sie die hübsche und selbstbewusste Kriminalkommissarin, die weiß wie sie sich in einem von Männern dominierten Job durchsetzen muss. Mir war das definitiv zu oberflächlich, die beiden hatten für mich einfach keine Ecken und Kanten, nichts Greifbares was einen Charakter ausmacht, egal ob gut oder böse. Das Ende und somit die Auflösung des Falls war für mich vorhersehbar, wenig überraschend und auch eher etwas unwahrscheinlich und übertrieben. 

„Verraten“ von Florian Schwiecker ist ein spektakulärer, actiongeladener und gut zu lesender Thriller mit einem durchaus realistischen Plot. Leider bedient sich der Autor einigen Klischees, manches wirkt unwahrscheinlich und konstruiert. Ich habe das Buch trotzdem als spannend und fesselnd zu lesen empfunden, für mich aber keine Lektüre, die lange nachwirkt. Da der Hauptprotagonist und Superheld am Ende ganz knapp überlegt (puh!) kann man schwer davon ausgehen, dass es einen zweiten Teil mit Luk Krieger geben wird. Ich kann für „Verraten“ zwar durchaus eine Leseempfehlung aussprechen, bin mir aber unschlüssig, ob ich einen zweiten Teil lesen würde.

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Tags: berlin, korruption, politik, spezialeinheit, terroranschla   (5)
 

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

studenten, gruppenchat, gruselfaktor, mord, tibor rode

The Message: Thriller

Tibor Rode
E-Buch Text: 185 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 17.01.2017
ISBN 9783732532902
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt:
Die Studenten des Anthropologie-Seminars haben den Gruppenchat „Charlie´s Eight“ gegründet, in dem sogar ihr Professor mitschreibt. Dann erhält Kathy eine mysteriöse Kettenmail mit einer Todesdrohung, die sie im Gruppenchat postet und die alle für einen blöden Scherz halten. Doch diese Nachricht ist die letzte, die die anderen Gruppenmitglieder von Kathy lesen. Danach ist Funkstille, die junge Frau nicht mehr zu erreichen. Am nächsten Morgen wird ihre Leiche in einem abgeschiedenen Moor gefunden. Als ein anderes Gruppenmitglied die gleiche unheimliche Nachricht erhält, bekommen es die übrigen Studenten mit der Angst zu tun…wird auch dieser Empfänger der Kettenmail unter rätselhaften Umständen ums Leben kommen…?

Wow, „The Message“ von Tibor Rode ist mal so ganz anders wie die Thriller die ich bisher gelesen habe und es waren einige. Denn hier liest und erlebt man die ganze Story ausschließlich als Chatnachrichten der einzelnen Protagonisten im Stil von WhatsApp. Der Gruppenchat wird von einer Gruppe Studenten betrieben, die im Rahmen ihres Anthropologie-Seminars die Moorleiche „Charlie“ sezieren und untersuchen. Eins der Mitglieder, Kathy bekommt eine äußerst mysteriöse Kettenmail und die Bedrohung, die von dieser ausgeht, wird erstmal von keinem ernst genommen, bis das Schicksal seinen Lauf nimmt. Trotz des ungewöhnlichen Stils bekommt der Leser doch einen ganz guten Einblick in die Gruppe und die einzelnen Charaktere. Ich hätte nie gedacht, dass solch eine Art von Thriller so wahnsinnig spannend und fesselnd sein kann. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und mich in der Tat richtig gegruselt. Irgendwie war das wie bei dem Film „Blair Witch-Projekt“ nur in geschriebener und nicht in visueller Form.

„The Message“ von Tibor Rode ist modern, anders und absolut genial und außergewöhnlich. Spannend von Anfang bis zum Ende, fesselnd und mit absoluten Grusel-Gänsehaut-Momenten. Das Cover finde ich sehr passend, ansprechend und macht definitiv Lust auf dieses Buch und seinen Inhalt. Ich bin begeistert und spreche hier eine absolute Leseempfehlung für diesen ungewöhnlichen Thriller aus!

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Tags: gruppenchat, gruselfaktor, kettenmail, mord, studenten   (5)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

verräter, viktorianisches england, duke, detektivgeschichte, bandenkrieg

Frost & Payne - Band 5: Das Protokoll (Steampunk)

Luzia Pfyl
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 16.01.2017
ISBN 9783958342538
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

frost & payne, steampunk, mord, luzia pfyl, buch

Frost & Payne - Band 4: Staub und Kohle (Steampunk)

Luzia Pfyl
E-Buch Text: 116 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 09.12.2016
ISBN 9783958342514
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt:
Frost & Payne überleben mit viel Glück den Hauseinsturz und kommen mit Gott sei Dank nur kleineren Verletzungen davon. Doch dann werden sie von Inspektor Flannagan von Scotland Yard wegen Mordes verhaftet. Auf der Zugfahrt zurück nach London werden sie jedoch von Unbekannten angegriffen und überleben nur durch eine waghalsige Flucht. Wer und vor allem warum trachtet ihnen jemand nach dem Leben?

Und dann ist da immer noch David, der in einem Keller den Experimenten eines Unbekannten ausgeliefert ist…

Bei „Frost & Payne – Staub und Kohle“ von Luzia Pfyl handelt es sich um Teil 4 der Steampunk-Reihe. Die Geschichte nimmt nun so richtig Fahrt auf und ich war sofort wieder mitten im Geschehen. Die Autorin schreibt aber auch wirklich packend und mit viel Atmosphäre. Frost und ihrem Partner Payne wird übel mitgespielt und nicht nur die beiden fragen sich, wer es auf sie abgesehen hat, auch als Leser fiebert man mit und rätselt, wer die unbekannten Angreifer sein könnten. Das ist aber nicht die einzige Frage, die mich umtreibt, wie wird es wohl mit Payne und seiner Frau weitergehen, werden die beiden ihre Tochter überhaupt lebend wiedersehen? Wird die Ehe der beiden das alles überstehen? Scheinbar entwickeln sich ja zarte Bande zwischen Lydia und Jackson und ich bin sehr gespannt, in welche Richtung Luzia Pfyl das vorantreibt. Schön, dass die Autorin dem Leser auch wieder Einblick in den Keller gewährt, in dem David Cassidy die Experimente seines Peinigers über sich ergehen lassen muss. David ist in meinen Augen sehr tapfer und ich hoffe sehr, dass er eines Tages aus seinem Gefängnis entkommen kann. Da hilft nur weitermachen mit Band 5. Ich freu mich!

„Staub und Kohle“ hat gezeigt, wie gekonnt Luzia Pfyl der Geschichte und den Charakteren Leben einhaucht und ihnen, wie auch der Story die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwickeln. Ich wünsche mir und habe gleichzeitig Sorge, ob das Konzept auf Dauer aufgeht. Insbesondere möchte ich erwähnen, dass mir bis jetzt die Auswahl des Covers außerordentlich gut gefallen hat. Sie passen immer perfekt zu dem jeweiligen Titel des Buches. Ich freue mich auf Teil 5 und gebe für Teil 4 und die gesamte Reihe eine Leseempfehlung.

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Tags: london, mord, steampunk   (3)
 

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18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

krimi, mord, flächenbrand, ostfriesland, ostfrieslandkrimi

Flächenbrand

Moa Graven
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei cri-ki-Verlag, 01.08.2016
ISBN 9783945372821
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Jan Krömer hat sich auf einen alten Bauernhof auf dem Land zurückgezogen. Auf einem Spaziergang mit Chief, seinem Hund aus dem Tierheim, stolpert er mehr oder weniger über eine übel zugerichtete Leiche und direkt in einen neuen Fall. Zusammen mit seiner Kollegin Lisa Berthold leitet er die Ermittlungen als kurze Zeit später erneut ein Mord passiert. Schon bald haben die Ermittler ihr Augenmerk auf eine Wohngruppe in Tannenhausen gelegt, dort leben schwer erziehbare Jugendliche. Ist einer der Bewohner tatsächlich zu solch brutalen Taten fähig? Jan und Lisa stoßen bald auf eine heiße Spur…

„Flächenbrand“ von Moa Graven ist der 5. Fall für Jan Krömer, für mich war es jedoch absolutes Neuland. Der Einstieg ins Buch klappte problemlos und der Leser wird alsbald mit der ersten Leiche konfrontiert, was natürlich die Neugier auf den oder die Täter wachsen lässt. Gerade deswegen haben mir auch die kurzen und knappen Kapitel gut gefallen, auch der Schreibstil von Moa Graven ist leicht und flüssig zu lesen. Leider gehen die Ermittlungen erkennbar nur in eine Richtung und andere Möglichkeiten oder Wendungen werden völlig außer Acht gelassen. Das Ende war dadurch vorhersehbar, das Tatmotiv absolut erschreckend, wurde aber zu schnell abgehandelt, was ich schade fand. Die Charaktere waren mir allesamt zu oberflächlich, es fehlte Tiefgang, und Persönlichkeit. Möglicherweise lag es auch einfach daran, dass ich bei Band 5 eingestiegen bin und die Vorgeschichte von Jan Krömer einfach nicht kenne und mir deswegen wichtige Details fehlen. Ein typischer Ostfrieslandkrimi war „Flächenbrand“ eigentlich auch nicht. Es fehlen die für solche Krimis bezeichnenden Landschaftsbeschreibungen, so hätte die Handlung in diesem Fall auch in jedem anderen Ort Deutschlands stattfinden können, der Leser hätte es vermutlich nicht bemerkt. Wie das Cover - was mir übrigens außerordentlich gut gefällt - und der Titel des Buches mit dem Inhalt in Zusammenhang stehen, hat sich mir leider auch nicht so ganz erschlossen.

„Flächenbrand“ von Moa Graven ist ein solider und nett zu lesender Krimi, bei dem leider das Potential, das durchaus in der Handlung steckt, bei weitem nicht ausgeschöpft wurde. Die Spannung kam bedauerlicherweise durch einseitige und vorhersehbare Ermittlungen zu kurz. Vielleicht ist es besser, die Reihe von Anfang an zu lesen und nicht mittendrin einzusteigen, ich kann leider nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen.


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Tags: forschung, krimi-reihe, möbius-syndrom, mord   (4)
 

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221 Bibliotheken, 60 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

experiment, überwachung, die terranauten, roman, terranauten

Die Terranauten

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 09.01.2017
ISBN 9783446253865
Genre: Romane

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120 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

amnesie, thriller, psychothriller, mordanschlag, berlin

Das Gesicht meines Mörders

Sophie Kendrick
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 16.12.2016
ISBN 9783499272738
Genre: Krimi und Thriller

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288 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 129 Rezensionen

thriller, berlin, zelle, jonas winner, familie

Die Zelle

Jonas Winner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 11.01.2016
ISBN 9783426512760
Genre: Krimi und Thriller

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

buchflüsterer, rache, spannung

Drei Meter unter Null

Marina Heib
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271111
Genre: Krimi und Thriller

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131 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

drogen, baby, schnee, winter, flucht

Sweetgirl

Travis Mulhauser , Sophie Zeitz-Ventura
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423261265
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Sagredo

Alexander Drews
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Begedia Verlag, 28.06.2013
ISBN 9783943795530
Genre: Krimi und Thriller

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50 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

medizin, humor, dr. med. eckart von hirschhausen, populärwissenschaftlich, medizin mit humor

Wunder wirken Wunder

Dr. med. Eckart von Hirschhausen , Jörg Asselborn , Jörg Pelka
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 14.10.2016
ISBN 9783498091873
Genre: Humor

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19 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

leben, sterben, krebs, tod, erfahrungsbericht

Sterben: Eine Erfahrung

Cory Taylor
E-Buch Text: 176 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.02.2017
ISBN 9783843715614
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt:
Die australische Schriftstellerin Cory Taylor ist schwer an Krebs erkrankt. In dem Teil des Gehirns, welcher für die Bewegungen der Gliedmaßen der rechten Körperseite verantwortlich ist, wächst ein großes Melanom. Es folgt eine OP und 2015 kommt die tragische Gewissheit, dass Cory nicht mehr lange zu leben hat. Fast ihr ganzer Körper ist mittlerweile von Metastasen befallen. In nur wenigen Wochen schreibt die todkranke Cory dieses lebensbejahende und tröstende Buch…

„Sterben: Eine Erfahrung“ von der mittlerweile verstorbenen Autorin Cory Taylor hat mich sehr berührt. Nachdem Cory erfährt, dass der Krebs ihrem Leben bald ein Ende setzen wird, schreibt sie dieses Buch für ihre Familie, für andere Betroffene, aber ich denke in erster Linie für sich selbst. In beeindruckender Weise stellt sie sich den Fragen, die sie, auch als nicht religiöser Mensch, beschäftigen. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Oder vielleicht eine Liste mit Dingen, die sie unbedingt vor ihrem Tod noch tun will? Hat sie Angst vor dem Sterben? Ist sie risikobereiter geworden, seit sie weiß, dass ihre Zeit bald abgelaufen ist? Was wird sie wohl am meisten vermissen und wie wird die Welt sie in Erinnerung behalten? Auf all diese Fragen gibt Taylor Antwort, ehrlich, klug und direkt. Auch das Thema Suizid hat Taylor immer wieder beschäftigt. In ihrem Buch geht sie auf die Möglichkeiten des selbstbestimmten Sterbens ein und bringt ihr Erstaunen zum Ausdruck, warum dies in der heutigen, modernen Gesellschaft immer noch ein großes Tabuthema zu sein scheint. Besonders berührt hat mich Corys ehrliche Reflektion auf ihr Leben und ihre Familie. Cory Taylor schrieb die Geschichte über ihr Sterben sehr ergreifend und gefühlvoll, ich habe ihre Zeilen gerne gelesen und sie trotz aller Dramatik als eine Ode an das Leben empfunden.

„Sterben: Eine Erfahrung“ von Cory Taylor ist ein Buch, das von dem Schwierigsten erzählt, was jeden von uns irgendwann widerfahren wird: Das Sterben. Ob es uns nun selbst betrifft oder jemand in unserem Umfeld, irgendwann werden wir alle damit konfrontiert. Cory Taylors Geschichte über ihr Sterben, ist neben aller Traurigkeit vor allem eines, voller Kraft, Mut und Hoffnung und eine Hommage an das Leben. Berührend und absolut lesenswert!

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Tags: krebs, leben, sterben, unheilbar krank   (4)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fremde welt, fantasie, sehnlichster wunsch, magie, liebe

Herbstlande

Fabienne Siegmund , Stephanie Kempin , Vanessa Kaiser , Thomas Lohwasser
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 22.10.2016
ISBN 9783940036407
Genre: Fantasy

Rezension:


Zum Inhalt:
Scarlett Hayden und ihr Lebensgefährte Nathan wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind zu bekommen. Weil Nathan seine junge Frau diesbezüglich permanent unter Druck setzt, fühlt sich Scarlett schon völlig verzweifelt. In ihrem Trübsinn erinnert sich Scarlett an einen alten Zauber, den sie jedoch in ihrer Ungeduld völlig falsch anwendet und somit eine wichtige Regel bricht. Ein folgenschwerer Fehler, denn dadurch setzt sich eine schicksalhafte Kette von Ereignissen in Gang. Kurz darauf haben Scarlett und Nathan einen schweren Autounfall, woraufhin ihr Geliebter ins Koma fällt. Die junge Frau erinnert sich an den missratenen Wunsch und sieht nur eine einzige Chance, Nathan zu retten und ihn zurück ins Leben zu holen. Sie muss den beschwerlichen und auch gefährlichen Weg in eine Welt voller Magie und fantastische Wesen antreten, eine Reise die im September beginnt und hoffentlich im November endet, denn in den Herbstlanden lebt die Kürbiskönigin und nur sie kann Scarlett um Nathans Erlösung bitten…

„Herbstlande“ ist ein Gemeinschaftswerk der Autoren Fabienne Siegmund, Stephanie Kempin, Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser und ein ganz bezauberndes und wundervolles Buch von Anfang bis zum Ende! Der Einstieg ins Buch ging völlig problemlos und ich war sogleich absolut gefesselt von der Geschichte. Scarlett und Nathan wünschen sich ein Baby, wobei ich den Eindruck hatte, dass Nathan regelrecht von diesem Wunsch besessen ist und die junge Scarlett permanent unter Druck setzt, ja ihr sogar Vorwürfe macht. Ein äußerst unangenehmer Mensch! Ich habe in Gedanken oft mit Scarlett geschimpft, warum sie sich bedingungslos alles von Nathan gefallen lässt, sich selbst gar nicht mehr wahr nimmt und nur noch dafür lebt, Nathan glücklich zu machen. Um endlich schwanger zu werden greift Scarlett zu einem alten Zauber der zu einer Katastrophe führt und Scarlett unmittelbar in ein großes Abenteuer stürzt. Und mich gleich mit. Die beschwerliche, gefährliche aber auch wundervolle Reise durch die Herbstlande war nicht nur für Scarlett eine große Erfahrung mit vielen fantastischen und wundersamen Begegnungen, sondern auch für mich. Wo findet man schon Laubdrachen, Wesen die durch hunderte von einzelnen Blättern zum Leben erweckt werden, oder Kürbiswichtel, Trolle und Mitternachtsraben? In den Herbstlanden sind sie alle vereint, verteilt auf die Gefilde der Länder September, Oktober und November. Den Autoren ist es gelungen, eine fantastische und traumhafte Welt zu erschaffen, die sie mit wunderschönen Worten beschreiben und mich absolut verzaubert haben. Dazu die grandiosen und ausdrucksstarken Illustrationen von Jana Damaris Rech, die die Herbstlande zusätzlich zum Leben erwecken, ihnen ein Gesicht geben und sie somit dem Leser noch näher bringen. Mehr will ich hier gar nicht verraten, mir fehlen auch immer noch die Worte, einfach eine traumhaft schöne Geschichte. 

„Herbstlande“ erzählt von der fantastischen und wundervollen Reise durch eine Welt voller Gefahren, wundersamen Wesen und der Suche nach sich selbst. Das Buch ist zauberhaft, mit viel Atmosphäre und Liebe geschrieben. Ich habe jede Zeile genossen, habe mit der Protagonistin Freud und Leid hautnah geteilt. Von mir gibt’s eine absolute, uneingeschränkte und von Herzen kommende Leseempfehlung. 

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Tags: fantasie, fremde welt, liebe, magie, sehnlichster wunsch   (5)
 

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, entführung, leipzig, sauer, mord

Ich Breche Dich

L.C. Frey
E-Buch Text: 281 Seiten
Erschienen bei Ideekarree Leipzig, 18.01.2017
ISBN B01N9QHFKW
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Jan Chernik ist Schriftsteller und dem Alkohol nicht abgeneigt, was erneut zu einem Streit mit seiner Freundin führt, die daraufhin die gemeinsame Wohnung verlässt. Außerdem hat Chernik seltsame und durchaus beunruhigende Visionen, die ihn verstören und verunsichern. Dann kommt die Nachricht, dass seine Freundin Katrina durch einen Unfall, bei dem alles für Selbstmord spricht, ums Leben. Jan ist mit den Nerven am Ende, verfolgt aber doch die Umstände ihres Todes, findet Hinweise und stößt auf eine Mordserie des sogenannten „Rosenmörders“ die vor zwanzig Jahren mit dessen Ermordung ihr Ende fand. Doch beunruhigende Vorkommnisse und Parallelen zu damals lassen Hauptkommissar Walter Sauer das Schlimmste befürchten. Wurde vor 20 Jahren der Falsche ermordet, oder hat der "Rosenkiller" einen grausamen Nachahmer? Hauptkommissar Sauer und Jan Chernik begeben sich auf Spurensuche, kehren an den Schauplatz der Grausamkeiten zurück und müssen sich einem gnadenloses Spiel auf Leben und Tod stellen…

„Ich breche Dich“ ist der neue Thriller von L.C. Frey und meine Erwartungen an diesen waren sehr hoch. Doch der Autor hat mich nicht enttäuscht und bei mir mit einem spannenden und gut durchdachten Plot gepunktet. Schon beim Prolog hat man den unbändigen Wunsch, das Buch in einem Rutsch durchzulesen, was nicht zuletzt auch dem rasanten und bildhaften Schreibstil geschuldet ist. L.C. Frey fordert seine Leser mit einer hochspannenden und komplexen Story und lockt diese mit immer wieder neuen Wendungen und rätselhaften Zusammenhängen permanent auf falsche Fährten. Zusammen mit den Protagonisten taucht man hinab in die dunklen Tiefen menschlicher Abgründe. Jan Chernik als Charakter finde ich gut gelungen. Ein Mann mit Stärken und Schwächen, der für mich in seinen Handlungen und Taten immer nachvollziehbar und vor allem menschlich und lebensnah wirkte. Das Ende hat dann all meine Vermutungen und Spekulationen über den Haufen geworfen, schockierend und erschreckend aber unheimlich gut durchdacht und gelöst. Einige Fragen hat der Autor allerdings offen gelassen, was mich zuerst enttäuscht zurückgelassen hat, was aber genauer betrachtet Platz lässt für eigene Mutmaßungen und Gedanken.

An den Thriller „Ich breche Dich“ von L.C. Frey bin ich mit hohen Erwartungen herangegangen, die zu meiner absoluten Zufriedenheit erfüllt wurden. Hochspannend, abwechslungsreich, atmosphärisch und gut durchdacht, diese Adjektive machen das Buch zu einem absoluten Pageturner. Auch wenn „Ich breche Dich“ der zweite Teil einer Reihe ist, kann es problemlos eigenständig und ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Ein Thriller der nachwirkt, Platz für eigene Gedanken und Vermutungen lässt und definitiv eine absolute Leseempfehlung verdient hat.

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Tags: entführung, folter, rosen, vergangenheit   (4)
 

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80 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

toskana, thriller, hamburg, sabine thiesler, freunde

Nachts in meinem Haus

Sabine Thiesler
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453269699
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Tom ist Maler, millionenschwer und glücklich mit seiner Frau Charlotte verheiratet. Dennoch hat er eine Affäre mit der Frau seines besten Freundes und Anwalts Rene. Bei einem ihrer Schäferstündchen im Haus von Tom passiert ein dramatisches Unglück, worauf hin Tom überstürzt und unter Schock aus Deutschland fliehen muss. Er verschanzt sich in einem kleinen unscheinbaren Dorf in Italien. Dort ist der Maler nicht nur völlig allein und auf sich gestellt, Tom fühlt sich schnell eingesperrt und verfolgt. Was noch schlimmer an ihm nagt ist die Erkenntnis, dass er niemandem mehr vertrauen kann. Die Angst und die Verzweiflung treiben Tom zu einer schwerwiegenden und verhängnisvollen Entscheidung…

„Nachts in meinem Haus“ von Sabine Thiesler handelt von dem Millionär und Kunstmaler Tom, dessen Leben durch ein tragisches Unglück zerstört wird. Das Buch startet rasant und hat mir den Einstieg in die Story sehr leicht gemacht. Neugier und Vorfreude auf den Fortgang der Geschichte machten sich in mir breit. Doch je weiter ich Toms dramatische Flucht und die Ereignisse, die diese mit sich bringt verfolgte, umso enttäuschter wurde ich. Anstatt steigender Spannung erwarten den Leser nämlich langweilige Klischees, unglaubwürdige sowie konstruiert wirkende Handlungen und durchweg oberflächliche Charaktere. Liest sich ein bisschen wie das Drehbuch einer seichten Sonntag-Abend-ZDF-Schmonzette. Allerdings war ich, trotz über 500 Seiten, mit dem Buch in null Komma nix durch, was vermutlich am Schreibstil der Autorin lag, der leicht und locker zu lesen war und daran, dass eine Art von erstaunt-verwirrter Voyeurismus mich nahezu dazu zwang, weiterzulesen. Mit dem Ende hätte ich so dann doch nicht gerechnet und hat mich dementsprechend positiv überrascht. Im Großen und Ganzen habe ich mich doch gut unterhalten gefühlt, manchmal braucht es eben zwischendurch auch mal leichte, seichte Lesekost, vergleichbar mit einem kurzweiligen Sonntag-Abend-Schnulzenfilm. Klingt jetzt irgendwie komisch, ist aber schwer mit Worten zu erklären.

„Nachts in meinem Haus“ von Sabine Thiesler ist keinesfalls Krimi oder Thriller (was das Buchcover aber auch nicht verspricht) und ich kann gut nachvollziehen, warum eingefleischte Thiesler-Fans mehr als enttäuscht von diesem Buch sind. Das was an Klischees, Oberflächlichkeit und Unglaubwürdigkeit zu viel war, war an Spannung und Nervenkitzel definitiv zu wenig. Ich hatte mir weit mehr erwartet. Dennoch fand ich die Story stellenweise wirklich unterhaltsam, der Einstieg war spannend, das Ende überraschend und der Plot interessant, nur war die Umsetzung insgesamt leider etwas unglücklich. Schade! 

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Tags: einsamkeit, flucht, unglück, vertrauensschwund   (4)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

thriller, verfolgungswahn, bedrohliche notizen

Auf Schritt und Tritt: Der Feind lauert überall

Marc Pain
E-Buch Text: 358 Seiten
Erschienen bei null, 18.12.2016
ISBN B01NBJSDUL
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Tom ist geschieden und Schriftsteller mit akuter Schreibblockade. Er lebt in seinem Haus am Waldrand mehr oder weniger das Leben eines Einsiedlers. Eines Tages weckt eine Haftnotiz an der Kaffeemaschine seine Aufmerksamkeit. „Jemand ist hier und beobachtet Dich“. Was Tom zuerst für einen dummen Scherz von seiner Haushaltshilfe hält, entpuppt sich bald als ernst zunehmende Bedrohung. Immer mehr solcher Notizen tauchen auf und Tom schwankt zwischen Unglauben, Angst und Paranoia. Doch dann findet er Spuren eines Einbruchs in seinem Keller und wird letztlich sogar von einer vermummten Person in seiner Garage angegriffen und verletzt. Tom ist klar, dass er in Gefahr schwebt, er niemandem mehr trauen kann und einen eigenen Weg finden muss, aus diesem Albtraum zu entkommen…

„Auf Schritt und Tritt“ von Marc Pain startet mit einem Prolog der mich sofort neugierig auf den Rest des Buches gemacht hat und somit den perfekten Einstieg in einen spannenden Thriller bietet. Anfangs passiert noch nicht viel, was sich schlagartig ändert, als Hauptprotagonist Tom die erste bedrohliche Haftnotiz an seiner Kaffeemaschine findet. Dann überschlagen sich mehr oder weniger die Ereignisse. Marc Pain ist es gelungen, diverse Theorien, die ich mir zusammen gereimt hatte, immer wieder aufs Neue zu zerschlagen. Unvorhersehbare Wendungen und neue Tatverdächtige werden in Szene gesetzt, wodurch die Story stetig spannend bleibt und den Leser unter Strom setzt. Ich war mir während des Lesens oft nicht sicher, ob ich Tom nun sympathisch finde und bemitleiden soll oder er mich eher abstößt und ihm alles recht geschieht, was ihm widerfährt. Ich muss gestehen, ich zweifle immer noch! Manche seiner Handlungen sind einfach zum Haare raufen und für mich auch etwas zu überzogen und vielleicht auch ein kleines bisschen unrealistisch. Aber dann gibt es wieder Situationen, in denen er absolut rational oder liebenswert agiert. Nichtsdestotrotz, der Täter wird enttarnt und mir d-stellte sich die Frage: Was kommt denn jetzt noch?“ Und dann überrascht der Autor mit einem für mich doch unerwarteten Ende! Klasse!


„Auf Schritt und Tritt“ von Marc Pain ist ein spannender und modern geschriebener Thriller, der den Leser mit unerwarteten und überraschenden Wendungen und einem interessanten Plot bei Laune hält. Zwar gab es für mich einige unrealistische und überzogene Situationen, wichtig an einem Buch ist jedoch vordergründig nicht die Realität sondern der Unterhaltungswert und unterhalten habe ich mich definitiv gefühlt. Ein wirklich gelungener und ideenreicher Thriller des Selfpublishers Marc Pain. Weiter so! Sterne vergeben ist manchmal echt schwierig, ich würde 4,5 geben!

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Tags: bedrohliche notizen, thriller, verfolgungswahn   (3)
 

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130 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

historischer roman, london, historisches london, londo, goga

Das Haus in der Nebelgasse

Susanne Goga
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.01.2017
ISBN 9783453358850
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
London 1900: Die junge Lehrerin Matilda Gray unterrichtet an einer angesehenen Mädchenschule. Ihre Eltern leben nicht mehr und ihr Bruder Harry kämpft im Krieg gegen die Buren. Matilda führt daher ein unabhängiges und für die damalige Zeit recht modernes Leben. Auch im Unterricht versucht sie, ihre Schülerinnen zu eigenständigem Denken und Handeln zu animieren, was nicht immer gern gesehen wird. Dann macht die Schülerin Laura der jungen Lehrerin ein brisantes Geständnis und erscheint danach nicht mehr zum Unterricht. Über die Rektorin erfährt Matilda, dass sich Laura mit ihrem Vormund auf einer längeren Reise im Ausland befindet. Doch Matilda ist skeptisch und glaubt, dass Laura die Reise womöglich unfreiwillig angetreten hat, ja vielleicht sogar in Gefahr schwebt. Diese Vermutung wird bestätigt, als Laura ihr eine Postkarte mit einer verschlüsselten Botschaft und einer gut versteckten und kaum lesbaren Anweisung schickt. Matilda versucht mit Hilfe des Historik-Professors Stephen Fleming die geheime Botschaft zu entziffern, die die Lehrerin schließlich zu einem jahrhundertealten Geheimnis und in die dunkelsten Winkel Londons führt. Denn nur wenn es Matilda Grey und Stephen Fleming gelingt das Rätsel zu lösen, kann auch Laura geholfen werden…

„Das Haus in der Nebelgasse“ von Susanne Goga hat mich aufgrund der Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Außerdem habe ich lange kein historisches Buch mehr gelesen, entsprechend groß war meine Vorfreude. Ich wurde grundsätzlich nicht enttäuscht. Susanne Goga hat einen gut recherchierten historischen Roman geschrieben, der durchaus mit dem einen oder anderen Spannungsmoment aufwarten kann. Hauptthema sind Matilda Greys Bemühungen ein Rätsel um eine geheime Botschaft zu entschlüsseln, die ihr ihre Lieblingsschülerin Laura auf einer Postkarte hat zukommen lassen. Matilda vermutet, dass Laura sich in Gefahr befindet oder zumindest unfreiwillig der Schule fernbleibt. Da Matilda zwar den nötigen Mut beweist und sich diesem Abenteuer auch durchaus gewachsen fühlt, merkt sie bald, dass sie alleine nicht weiterkommt und bei dem notwenigen historischen Hintergrundwissen an ihre Grenzen stößt. Aus diesem Grund nimmt sie die Hilfe des Historikers Stephen Fleming in Anspruch. Die beiden nehmen dem Leser nun mit auf eine interessante, historische und durchaus auch spannende Reise durch das historische London. Auch etwas fürs Herz darf nicht zu kurz kommen, und so ist es fast unumgänglich, dass zwischen Fleming und der jungen Lehrerin zarte und romantische Gefühle wachsen, die unabhängig von der damaligen Etikette noch auf eine harte Probe gestellt werden. Susanne Goga hat in diesem Buch ein echtes Händchen für die Charaktere bewiesen. Nicht nur die unabhängige, starke und auch ein bisschen starrköpfige Matilda, oder der sanfte und gebildete Stephen Fleming waren mir äußerst sympathisch, auch mit Mrs. Westlake, Schriftstellerin und Vermieterin der jungen Lehrerin, ist der Autorin ein ausdrucksstarker und liebenswerter Charakter gelungen, der sich sehr bereichernd auf die Story und das Buch auswirkt. 

„Das Haus in der Nebelgasse“ von Susanne Goga ist ein unterhaltsamer und atmosphärischer Roman um eine rätselhafte Botschaft und ein Familiengeheimnis. Eine Story, die u.a. von den vielen, gut recherchierten Details zur historischen Geschichte Londons und von ihren tollen Charakteren lebt. Manchmal verliert sich die Autorin etwas, wodurch für meinen Begriff kleinere langatmigere Passagen entstanden sind. Nichts desto trotz, ein lesenswertes und durchaus auch spannendes Buch, passend zur kalten Jahreszeit.



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Tags: familiengeheimnis, haus unter dem haus, historisches london, liebesgeschichte   (4)
 

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83 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

england, waterloo, historischer roman, 19. jahrhundert, adel

Belgravia

Julian Fellowes , Maria Andreas
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 14.11.2016
ISBN 9783570103241
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
An einem Juniabend im Jahr 1815 ruft die Herzogin von Richmond zu ihrem berühmten und glamourösen Ball, welcher viele Gäste aus den Kreisen der Reichen und Adligen Brüssels anzieht. Zu diesem Ereignis sind auch die Geschäftsleute Trenchard mit ihrer hübschen Tochter Sophia geladen. Die Familie ist durch die Geschäfte mit der Armee zum großen Geld gekommen. Was niemand ahnt, Sophia und der junge Adlige Edmund Bellasis, Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, sind einander mehr als zugetan. Doch dann ereilt die illustre Gesellschaft kurz nach Mitternacht die Nachricht, dass Napoleon die Grenze überschritten hat. Es folgt die berühmte große Schlacht von Waterloo, bei der Edmund Bellasis auf dem Schlachtfeld getötet wird. Er hinterlässt der jungen Sophia jedoch ein kleines Andenken, ein dunkles Geheimnis, welches die Familien der beiden Liebenden auch 25 Jahre später noch verfolgt und nicht zur Ruhe kommen lässt…

In seinem Roman „Belgravia“ entführt der Autor Julian Fellowes seine Leser in die Zeit des 19. Jahrhunderts und in die Welt der englischen Aristokratie. Mit einem angenehmen und wunderbaren Schreibstil erzählt Fellowes die Geschichte über ein nicht standesgemäßes Kind und dessen Familien, die aufgrund dieses Skandals verpflichtet sind, miteinander zu verkehren und das so wichtige Stillschweigen zu bewahren. Eine Story voller Intrigen und festgefahrenem Standesdenken, voller Eifersucht aber auch voller Liebe, Hoffnung und Zuversicht. Der Autor hat mit viel Liebe zum Detail absolut authentische Charaktere erschaffen, die von der intriganten Dienerschaft, über die strenge und doch warmherzige adlige Lady bis hin zum romantischen Liebespaar alle Klischees aus dieser Zeit erfüllen. Das ist durchaus nicht abwertend gemeint, denn auch wenn in diesem Buch die große Spannung und reißerische Action fehlt, „Belgravia“ kann durch atmosphärische Szenarien und einen stimmungsvollen Erzählstil punkten und bietet somit absolut hochwertige Unterhaltung.

Ein kurzweiliger und großartiger Roman aus der Zeit des 19. Jahrhunderts und eine gelungene und bewegende Familiengeschichte. Fans von Downton Abbey kommen hier absolut auf ihre Kosten, doch auch allen denjenigen, die neugierig auf „Belgravia“ geworden sind, kann ich beste Leseunterhaltung versprechen. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung mit Hofknicks.

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Tags: 19. jahrhundert, adel, aristokratie, familiendrama, standesdenken   (5)
 

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

westerwald, nina moretti, krimi, thanatologie, spannend

Teufelsfeuer

Micha Krämer
Flexibler Einband
Erschienen bei CW Niemeyer, 02.09.2016
ISBN 9783827195289
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(108)

184 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

schweden, krimi, fabian risk, dänemark, happy slapping

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
An der schwedischen Westküste rast ein Auto nach einer wilden Verfolgungsjagd vor Augenzeugen in das Hafenbecken von Helsingborg. Für die Polizei ist klar, dass es sich um einen tragischen Unfall, eventuell unter Alkoholeinfluss, handelt. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon mehr als zwei Monate nicht mehr am Leben war, als das Auto ins Wasser stürzte. Doch von der Polizei befragte Zeugen behaupten, den Mann noch eine Woche zuvor gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Es gibt weitere Tote, die Opfer sind allesamt vermögend und haben einen hohen Bekanntheitsgrad in der Stadt. Risk und sein Team verfolgen eine heiße Spur…
Währenddessen untersucht die dänische Streifenpolizistin Dunja Hourgaard, mehr oder weniger auf eigene Faust, eine Serie von Mordanschlägen auf Obdachlose. Filme über diese Taten erscheinen kurze Zeit darauf im Internet, doch der jungen Frau wird auf ihrer Suche nach den Mördern nicht nur ein Stein in den Weg gelegt…

Mit dem Kriminalroman „Minus 18 Grad“ von Stefan Ahnhem wagte ich mich wieder einmal in die Welt der skandinavischen Krimis, die eigentlich eher nicht mein Terrain sind. Doch Ahnhem ist es gelungen mich ab der ersten Seite zu faszinieren und zu fesseln. Tiefgründig, vielschichtig und temporeich lässt der Autor den Leser an den Ermittlungen teilnehmen. Man begleitet zum einen Fabian Risk und sein Team, das fieberhaft versucht, den Mörder in der Millionärsszene aufzuspüren. Verschiedene Irrwege und unvorhergesehene Wendungen lassen dem Leser kaum Luft zum Atmen. Zum anderen verfolgt man gebannt, wie die zur Streifenpolizistin degradierte Dunja Hourgaard, trotz der Manipulation durch ihren früheren Vorgesetzten, den Fall von Happy Slapping aufzulösen versucht. Hierbei handelt es sich in der Regel um einen körperlicher Angriff, auf unbekannte Personen, die über die Veröffentlichung von mitgefilmtem Material erniedrigt werden sollen. Im Fall von Hourgaard sind die Opfer Obdachlose, die solange grausam misshandelt werden bis der Tod eintritt. Vor allem die Kaltblütigkeit, die die Grausamkeit der Tat noch unterstreicht, hat mich wirklich geschockt. Umso schlimmer, dass Happy Slapping tatsächlich auch im realen Leben immer öfter vorkommt. Obwohl die beiden Mordserien in Schweden sowie in Dänemark nicht zusammenhängen, gibt es durchaus gewisse Berührungspunkte, die ich aber hier nicht vorweg nehmen möchte. Grundsätzlich mag ich es in Kriminalromanen oder Thrillern nicht sehr gerne, wenn das Privatleben der Ermittler zu sehr im Vordergrund steht. Hier allerdings ist das Privatleben der Protagonisten wirklich spannend und interessant, denn es fließt alles perfekt ineinander und wirkt dadurch auch nicht störend. Überhaupt hat Stefan Ahnhem seine Protagonisten gut gewählt, Charaktere und Typen mit Ecken und Kanten, menschlich, lebensnah authentisch. 

„Minus 18 Grad“ von Stefan Ahnhem war mein erstes Buch des Autors und obwohl es der dritte Teil einer Reihe war, hatte ich keine Probleme der Handlung zu folgen und bin der Meinung, dass man es problemlos auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. Ich bin wirklich begeistert, endlich mal wieder ein skandinavischer Kriminalroman, der mich wirklich überzeugt hat. Spannend, voller Tempo abwechslungsreich und mit hohem Unterhaltungswert, ein echter Pageturner. Der Cliffhanger am Ende lässt erahnen, dass es bald schon den 4. Fall für Fabian Risk geben wird. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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Tags: dänemark, geschwister, happy slapping, millionäre, schweden   (5)
 

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(22)

28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

neonatizid, interessantes thema, verdrängte schwangerschaft, familie, bewegend

Niemandsmädchen

Eva-Maria Silber
E-Buch Text: 217 Seiten
Erschienen bei Midnight, 14.10.2016
ISBN 9783958190900
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Ostfriesland: Eine Frau bringt in einem Krankenhaus ein Baby zur Welt und flüchtet kurz darauf mit dem Neugeborenen und ist wie vom Erdboden verschwunden. Zeitgleich bahnt sich in der Region eine Katastrophe an, drei Erdgaskavernen drohen zu kollabieren, die Bevölkerung im Umkreis der Gefahrenstellen muss evakuiert werden. In diesem ganzen Chaos ist die Kriminalkommissarin Hannah Adams zusammen mit der jungen Staatsanwältin Leyla Zapatka auf der Suche nach der verschwundenen Frau und vor allem nach dem Neugeborenen auf sich gestellt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn das Leben des Babys steht auf dem Spiel…

„Niemandsmädchen“ von Eva-Maria Silber ist mein erstes Buch der Autorin. Das bedrückende Thema, welches darin behandelt wird, es geht um eine Frau, die ihr Neugeborenes nicht als ihr Kind erkennt und versucht, es los zu werden, hat mich mehr als neugierig gemacht und doch konnte der Krimi meinen Erwartungen nicht so wirklich standhalten auch wenn es mit einem vielversprechenden Prolog beginnt. Mir fehlten die Hintergründe zum Verhalten der Kindsmutter, zwar kommt Einiges aus ihrem Leben ans Tageslicht, doch hätte ich mir mehr Details, vor allem aus der Vergangenheit der Frau gewünscht. Die Kriminalkommisssarin Adams war einfach nur furchtbar unsympathisch, unglaubwürdig in ihrem Handeln und vor allem in ihrer Ausdrucksweise und ihrem Verhalten. Mich hat sie irgendwann einfach nur genervt und die sich verbessernde Beziehung zu der verhuschten Staatsanwältin konnte das auch nichtwieder gut machen. Die in die Story eingebundene Katastrophe rund um die Kavernen war zwar wirklich interessant zu lesen, denn ehrlich gesagt hatte ich zuvor nie von einer Gaskaverne gehört, einen Bezug zum Kriminalfall ist allerdings nicht gegeben. Es wirkt so, als hätte die Autorin dieses Szenario nur als Lückenfüller genutzt, um die Story an sich spannender und verzwickter zu gestalten. Das ist leider nur bedingt gelungen. Das letzte Drittel wartet dann doch noch mit einer Portion Spannung und Dramatik auf und hat mich für den Rest des Buches etwas entschädigt.

„Niemandsmädchen“ hätte ein wirklich fesselndes und spannungsreiches Buch sein können, denn das Thema „Niemandskinder“ ist interessant und tragisch zu gleich. Es geht um Babys die von den Müttern bestenfalls in Babyklappen zurückgelassen werden, schlimmstenfalls gebären die Frauen die Kinder unbemerkt, töten oder entsorgen die Neugeborenen dann aber umgehend nach deren Geburt. Leider hat Eva-Maria Silber dieses Thema in einen eher oberflächlichen, nur mäßig spannenden und mit unsympathischen Protagonisten überladenen Kriminalroman gepackt. Es gab sie aber, die spannenden, dramatischen und interessanten Passagen, die mich dann doch etwas versöhnlich stimmten. Ich hätte mir viel mehr davon gewünscht. Ich kann leider keine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.

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Tags: gaskatastrophe, neonatizid, neugeborene, ostfrieslandkrimi   (4)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

familie, scheidung, geheimnisse, weihnachten

Alle unter eine Tanne

Lo Malinke
E-Buch Text
Erschienen bei Fischer E-Books, 20.11.2014
ISBN 9783104006796
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt:
Seit drei Jahren sind Elli und Robert geschieden und leben mit ihren neuen Partnern zusammen. Zahnarzt Robert mit seiner Sprechstundenhilfe Chrissi, die Psychotherapeutin Elli mit ihrem fast 20 Jahre jüngeren Fahrlehrer Micha. Doch die beiden haben es bis heute nicht übers Herz gebracht, diese Tatsache ihren drei erwachsenen Kindern zu erzählen. Deshalb laufen dieses Jahr im elterlichen Heim wie immer die Vorbereitungen für das gut inszenierte Weihnachtsfest. Robert zieht wieder ein, Micha zieht aus. Bilder werden ab- und die alten aufgehängt, mittlerweile die reinste Routine für Robert und Elli. Doch dann macht den geschiedenen Eheleuten die Sprechstundenhilfe Chrissi einen Strich durch die Rechnung. Sie fordert endlich klare Verhältnisse und stellt ein Ultimatum: Bis zum Abendessen soll die Wahrheit ans Licht kommen. Ein Weihnachtsfest der besonderen Art, an der nicht nur ein Geheimnis ans Licht kommt…

„Alle unter einer Tanne“ von Lo Malinke ist eine Familien-Weihnachtsgeschichte der etwas anderen Art. Friede, Freude, Eierkuchen wird man hier so gut wie gar nicht finden, denn der Leser ist zu Gast bei einer Familie, deren Familienmitglieder es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Die Eltern sind geschieden und keiner weiß davon, die jeweils neuen Partner spielen die Farce zwar mit, von Jahr zu Jahr wird der Unmut darüber jedoch größer. Auch die drei erwachsenen Kinder haben so ihre Leichen im Keller. Am Heiligen Abend ist es dann soweit, die Bombe platzt – endlich! Lo Malinke erzählt mit klarem und schnörkellosem Schreibstil, die Story ist witzig verpackt und locker leicht zu lesen, die Charaktere lebensnah und authentisch und jeder auf seine ganz besondere Art sympathisch. Man ist als Leser der voyeuristische Zuschauer, der nur darauf wartet bis die Wahrheit ans Licht kommt. Das Ende ist dann trotz all dem Streit und Ärger wie zu erwarten versöhnlich und harmonisch und irgendwie auch ein bisschen kitschig. 

„Alle unter einer Tanne“ von Lo Malinke ist eine leichte und humorvolle Weihnachts-Leselektüre für zwischendurch, die mich gut unterhalten hat. Mittlerweile wurde der Roman auch verfilmt, mit Gaby Dohm in einer der Hauptrollen. Ich habe das Buch an einem Abend gelesen, es hat mir gut gefallen, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck. Alle, die einmal eine etwas andere Weihnachts-Familiengeschichte lesen möchten, sind mit diesem Buch gut beraten.

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Tags: familie, geheimnisse, scheidung, weihnachten   (4)
 

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177 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

thriller, psychothriller, spannung, saving grace, ehe

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102639
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Die junge und bildhübsche Grace ist erfolgreich in ihrem Job als Einkäuferin bei Harrods. Dennoch ist die junge Frau Single was daran liegt, dass sich Grace aufopferungsvoll um ihre kleine Schwester Millie kümmert, die am Down-Syndrom leidet. Dieses innige Geschwisterverhältnis hat bis jetzt alle zukünftigen Lebenspartner abgeschreckt. Doch dann tritt der gutaussehende, charmante und renommierte Anwalt Jack Angel in Grace‘ Leben und hüllt die junge Frau in ein Meer aus rosaroten Wolken. Jack trägt Grace auf Händen, liest ihr jeden Wunsch von den Lippen ab und das Wichtigste, er akzeptiert Millie, will das Mädchen sogar nach zu sich und Grace holen. Die beiden heiraten, alles scheint perfekt zu sein. Doch dann zeigt Jack ganz schnell sein wahres Gesicht und Grace´Leben wird zum Albtraum aus dem es kein Entrinnen gibt…

„Saving Grace – Bis Dein Tod uns scheidet“ ist ein Psychothriller und das Debüt der Autorin B.A. Paris. Fast von der ersten Seite an hat mich das Buch gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen, weshalb ich es auch zügig durchgelesen hatte. Anfangs bedient sich Paris gängigen Klischees. Man lernt Grace und Jack kennen, sie, die bildhübsche erfolgreiche Single-Frau trifft auf den charmanten, attraktiven und renommierten Anwalt, sie verlieben sich und heiraten, treffen ihre ebenso attraktiven und erfolgreichen Freunde und leben glücklich und zufrieden bis das der Tod sie scheidet. Doch in diesem Thriller hört das traumhafte Leben für Grace nach der Hochzeit auf und ein wahrer Albtraum beginnt. Denn ihr fürsorglicher Ehemann Jack ist ein Psychopath und das Leben der jungen Frau liegt völlig in seinen Händen, sie ist seine Gefangene und jeder Fehler wird empfindlich bestraft. Nach außen spielen die beiden das perfekte, verliebte und absolut harmonische Ehepaar. Die Autorin veranschaulicht das Drama in zwei Handlungssträngen und Zeitstufen. Die Protagonistin Grace erzählt ihren wahr gewordenen Albtraum in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, B.A. Paris schafft eine unvergleichliche, düstere und beklemmende Atmosphäre und hält den Spannungsbogen permanent auf einem hohen Level. Man kommt nicht umhin, das Leid der jungen Frau förmlich am eigenen Leib und in der eigenen Seele zu spüren. Man stellt sich unmittelbar die Frage, was würde ich in solch einer Situation tun? Wie würde ich damit umgehen? Würde jemand wie Jack es schaffen, mich zu brechen? Ein bisschen erinnert mich das Buch an den Film mit Julia Roberts „Der Feind in meinem Bett“. Ob es für Grace auch ein Happy End gibt, werde ich an dieser Stelle aber nicht verraten.

„Saving Grace – Bis Dein Tod und scheidet“ ist ein wahrhaft gelungenes und absolut packendes Thriller-Debüt! Beklemmend, fesselnd und absolut spannend sind nur einige Attribute, die dieses Buch zu einer dramatischen und außergewöhnlichen Lektüre machen. Die Autorin B.A. Paris werde ich definitiv im Auge behalten. Für ihr Debüt kann ich nichts anderes als eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

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Tags: angst, ehemann, gefangenschaft, hochzeit, psychopath   (5)
 
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