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neid, hass, pageturner, mord, ehebruch

Reue

Sascha Berst-Frediani
Fester Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 07.02.2018
ISBN 9783839222492
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sabine ist jung, hübsch, in ihrem Job erfolgreich und versteht es durchaus, ihre Reize gezielt einzusetzen. Zusammen mit ihrem grobschlächtigen und eher einfach gestrickten Ehemann Dieter lebt sie in einem kleinen Dorf im hübschen Eigenheim. Die Tatsache, dass ihr Ehemann als Zeitsoldat nur am Wochenende zu Hause ist, stört sie nicht. Im Gegenteil, Sabine genießt ihre Freiheit und den kleinen Flirt mit ihrem jungen, gutaussehenden Untermieter Thomas. Aus der harmlosen Tändelei wird eine Affäre, über die sich das ganze Dorf hinterrücks das Maul zerreißt. Noch ahnt niemand, dass die gegebenen Umstände in einer Tragödie enden…

Meine Meinung:

„Reue“ von Sascha Berst-Frediani hat nicht nur aufgrund seines ungewöhnlichen Einbandes aus hartem Karton einen hohen Wiedererkennungswert. Auch die Geschichte, die zwischen diesen zwei Pappdeckeln erzählt wird ist außergewöhnlich, fesselnd und absolut lesenswert!

Sascha Berst-Frediani erzählt die Story mit nüchterner, unaufgeregter Sprache. Dem Leser wird das Gefühl vermittelt, stiller Beobachter eines Szenarios zu sein, das unaufhaltsam zur Tragödie wird, die letztlich mit einem brutalen Mord endet. Trotz, dass man von dieser Tatsache von Anfang an Kenntnis hat, ist man vom Verlauf der Geschichte wie gebannt, die Seiten fliegen nur so dahin bis zum schockierenden Ende, das mir außerordentlich gut gefallen hat.

Keiner der im Roman vorkommenden Protagonisten hat nur im Ansatz sympathische Züge, umso spannender war das Bewusstsein, dass trotz dieser Umstände für mich das Buch ein absoluter Pageturner war! Sabine eine oberflächliche, egoistische Person, zu sehr darauf bedacht, ihre weiblichen Reize einzusetzen und den für sie größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen. Dieter, der grobschlächtig und fast schon geistlos wirkt, der zufrieden ist, wenn sein Weib kocht und wäscht und ihm ansonsten seine Ruhe lässt, bis auf den routinemäßigen Sex, der eben zu einer Ehe dazu gehört. Und letztlich der gutaussehende Thomas, der blind vor Liebe zu Sabine scheint und schon fast stalkerhafte Züge aufweist. Einzig alleine ein Nebencharakter hat mich durch seine vom Autor angerissene Lebensgeschichte wirklich berührt.

Mein Fazit:

Mit „Reue“ ist Sascha Berst-Frediani ein grandioser, fesselnder und eindringlicher Roman gelungen, der auf nur knapp 250 Seiten eine Bandbreite an unterschiedlichsten Gefühlen beschreibt und hervorruft. Berst-Frediani beschreibt ein Szenario, wie es überall auf der Welt passieren könnte und macht es dadurch realistisch und greifbar. Trotz nüchterner Erzählweise ist „Reue“ ein Buch voll unterschwelliger Spannung und mit punktet zusätzlich durch ein schockierendes und zugleich faszinierendes Ende. Obwohl die Charaktere alles andere als Sympathieträger waren, habe ich das Buch regelrecht verschlungen und in wenigen Stunden zu Ende gelesen. Einzig der Vergleich mit Tarantino ist etwas weit hergeolt. Dennoch, von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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Tags: ehebruch, gmeiner-verlag, hass, mord, neid, pageturner   (6)
 

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Ungebremst

Marco Monetha , Stefan Schweizer
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei SWB Media Publishing, 15.02.2018
ISBN 9783946686422
Genre: Krimi und Thriller

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67 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

eberhofer, landshut, eberhofer, krimi, regionalkrim, niederkaltenkirchen, bayern, provinzkrimi

Kaiserschmarrndrama

Rita Falk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.02.2018
ISBN 9783423261920
Genre: Krimi und Thriller

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pfadfinder, männer, freundschaft, nickolas butler, diziplin

Die Herzen der Männer

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.02.2018
ISBN 9783608983135
Genre: Romane

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Ruhrpiraten

Mike Steinhausen
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 07.02.2018
ISBN 9783839222522
Genre: Krimi und Thriller

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organhandel, tempo, minsk, spannung, busreise

Der Belarus-Deal

Peter Hereld
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Edition M, 30.01.2018
ISBN 9781503900288
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Wie weit würdest du gehen, um die Story deines Lebens zu schreiben?“

Der Journalismus-Student Tom Hardberg jobbt in einem Fitnessstudio. Der Job, ja eigentlich auch sein Leben langweilen ihn und schon lange ist der Student auf der Suche nach einer großen Story, die seine Karriere befeuert und sein tristes Leben aufpeppt. Dann bekommt Tom von einem ehemaligen Klassenkameraden einen brisanten Hinweis. Die Recherchen im Darknet lassen den Studenten auf eine globale Organisation stoßen, die menschliche Organe zur Transplantation anbietet. 


Um seinen Nachforschungen eine belegbare Grundlage zu verschaffen, macht sich Tom auf den Weg nach Minsk in Weißrussland, um das im Untergrund arbeitende Unternehmen noch genauer unter die Lupe zu nehmen. Vor Ort macht der junge Mann eine schreckliche Entdeckung, die für ihn zur tödlichen Gefahr wird. Tom muss fliehen, um sein Leben zu retten…

Meine Meinung:

Der Thriller „Der Belarus-Deal“ von Peter Hereld ist mein erstes Buch des Autors und hat mich aufgrund des Klappentextes angesprochen und neugierig gemacht. Der Autor greift das brisante Thema „Organhandel“ auf und hat einen modernen und rasanten Thriller geschrieben, dem es aber stellenweise an Glaubwürdigkeit fehlt. 

Peter Hereld hat einen modernen und erfrischend anderen Schreibstil, an den ich mich anfangs doch erstmal gewöhnen musste. Aber einmal in der Story angekommen, lässt sie einem dann auch nicht wieder los. Denn schon der Prolog weckt das Interesse und macht definitiv Lust aufs Weiterlesen. Nervenkitzel und Spannung sind fast von Beginn an gegeben, was auch den durchaus brisanten Themen Darknet und illegaler Organhandel geschuldet ist, zudem wird das Tempo permanent hochgehalten. 

Während Toms spektakulärer Flucht überschlagen sich unter anderem auch durch überraschende Wendungen die Ereignisse. Alles geht mehr oder weniger Schlag auf Schlag und dem Leser bleibt kaum Zeit Luft zu holen. Hin und wieder geht die Fantasie mit dem Autor durch und er lässt unrealistische und überzogene Szenen vor dem geistigen Auge seiner Leser entstehen. 

Die Darstellung des Hauptprotagonisten Tom als Superheld, der auch von muskelbepackten Killern und gezielten Schüssen auf seine Person nicht aufzuhalten ist, wirkt schon sehr konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Der Charakter Tom hat sich in vielerlei Hinsicht keine Sympathiepunkte bei mir verdient. Mir war er zu flapsig und zu übertrieben sarkastisch.

Mein Fazit:

„Der Belarus-Deal“ von Peter Hereld ist ein spannungs- und actiongeladener Thriller der durch hohes Tempo und Nervenkitzel besticht. Das brisante Thema illegaler Organhandel bietet zusätzlich Sprengstoff und stimmt nachdenklich, denn möglicherweise ist die illegale Beschaffung gesunder Organe, egal zu welchem Preis, längst erschreckende Realität. Kleiner Schwachpunkt sind meiner Meinung nach die konstruiert wirkenden und überzogenen Szenen, die dem Buch teilweise die Glaubwürdigkeit nehmen. Nichtsdestotrotz hat mich der Autor mit seinem Plot gefesselt und gut unterhalten, weswegen ich sehr gerne eine Leseempfehlung ausspreche.

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Tags: action, darknet, organhandel, tempo, thriller, weissrussland   (6)
 

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theresienstadt, konzentrationslager, prag, judenverfolgung, holocaust

Abschied in Prag

Alyson Richman , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.12.2017
ISBN 9783453359598
Genre: Historische Romane

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bodensee, krimi, reihe

Geistersee

Matthias Moor
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 18.08.2016
ISBN 9783954519798
Genre: Krimi und Thriller

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Sepsis - Das Schandmaul

Ilona Bulazel
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 02.10.2015
ISBN 9781517633844
Genre: Krimi und Thriller

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stefan schweizer, andreas baader, terrorist, raf, gmeiner-verlag

Die Akte Baader

Stefan Schweizer.
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 07.02.2018
ISBN 9783839222003
Genre: Romane

Rezension:

Der 1943 in München geborene Andreas Baader wächst ohne den im Krieg verschollenen Vater in einem Drei-Frauen-Haushalt auf. Obwohl Andreas als begabter Junge gilt, scheitern die Bemühungen seiner Mutter, seine schulischen und später beruflichen Probleme in den Griff zu bekommen. Baader fällt immer wieder durch gewalttätiges und kriminelles Verhalten auf. Schon in München rutscht der junge Mann in die Kriminalität ab und pflegt dort zwielichtige Kontakte.

Später politisiert und radikalisiert er sich in West-Berlin. Mit der Kommune 1, den Kaufhausbrandstiftungen von 1968 und der späteren Gründung der linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) wird Andreas Baader zum meist gesuchtesten Terroristen Deutschlands. In diesem biografischen Roman erzählt der Autor Stefan Schweizer die Geschichte des ehemaligen Staatsfeindes Nr. 1…

Meine Meinung:

Die RAF. Schon seit meiner Schulzeit ein Thema, dass mich interessiert und immer wieder beschäftigt. Als Stefan Schweizer auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2017 sein Buch „Die Akte Baader“ angekündigt hat, war klar, dass ich diesen biografischen Roman unbedingt lesen muss. Dem Autor ist ein interessanter und lesenswerter Roman zwischen Fiktion und Realität gelungen.

Anschaulich erzählt Stefan Schweizer die Lebensgeschichte von Andreas Baader von seiner Kindheit in München bis hin zu seinem Tod als deutscher Terrorist und Gründungsmitglied der RAF. Schweizer skizziert Baader nicht nur als die Figur, die als linksextremistischer Revolutionär fragwürdige Berühmtheit in Deutschland und darüber hinaus erlangte, sondern auch als Sohn, Vater und Lebensgefährte, kurzum, Baader war nicht nur Terrorist, sondern auch ein Mensch, der von Mutter und Freunden geliebt wurde.

Die Gratwanderung zwischen Realität und Fiktion gelingt dem Autor meines Erachtens gut. Hypothetische Dialoge und Szenen zeigen auf, wie Baaders Leben und Taten verlaufen sein könnten und was den Terroristen angetrieben und beschäftigt hat. Diese Passagen wechseln sich auflockernd mit den sachlichen und belegbaren Berichten über die RAF und Baader im Besonderen, ab.

Andreas Baader war auf seine Weise eine schillernde Persönlichkeit. Stefan Schweizer beschreibt einen gewalttätigen und aufbrausenden Charakter, der Drogen und Alkohol in exzessivem Maße konsumiert hat. Baader war ein Mensch mit hohem Geltungsbedürfnis, egozentrisch und eitel, dem Macht und Kontrolle, vor allem in der RAF, über alles ging. Doch es gab auch eine ängstliche, nervöse und sorgenvolle Seite und ich glaube, dass seinerzeit in der Zelle in Stammheim ein gebrochener Andreas Baader gestorben ist.

Mein Fazit:

Stefan Schweizer konnte mit seinem biografischen Roman „Die Akte Baader“ definitiv bei mir punkten. Abwechslungsreich und anschaulich beschreibt er teils reelle, teils fiktive Szenen aus Baaders Leben. Auch die belegbare Geschichte der RAF und ihre Taten, die die Bundesregierung in den 1970er Jahren stark geprägt haben, finden Erwähnung. Auch heute noch sorgt die Rote Armee Fraktion für kontroverse Debatten. Viele ihrer Anschläge blieben unaufgeklärt und nach drei RAF-Mitgliedern wird bis heute gefahndet. Stefan Schweizer sorgt mit seinem Buch auch dafür, dass die schrecklichen Taten der RAF nicht in Vergessenheit geraten. Von mir bekommt „Die Akte Baader“ eine klare Leseempfehlung.

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Tags: andreas baader, gmeiner-verlag, raf, stefan schweizer, terrorist   (5)
 

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

horror, tierversuche, katze, katzen, versuchslabor

Samtpfotes Brut

Yvonne Gees
E-Buch Text: 167 Seiten
Erschienen bei null, 25.08.2015
ISBN B0142JMSAO
Genre: Sonstiges

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

verfolgung, psychothriller, bewältigung, astrid korte, einfluß

LILITH - EISKALTER ENGEL

Astrid Korten
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 04.01.2018
ISBN 9783746059440
Genre: Krimi und Thriller

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

renovierung, gehhilfe, obdachloser, empathie, rückblick

Gang zum Friedhof

Klaus Heimann
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 18.01.2018
ISBN 9783958131262
Genre: Krimi und Thriller

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berlin, virus, verschwörung, thriller, angst

Mutwille

Kai Lüdders
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Velum Verlag, 15.11.2017
ISBN 9783947424009
Genre: Krimi und Thriller

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pilotin, legasthenie, fliegen, lebensgeschichte, kriegsverbrechen

Fräulein Hedy träumt vom Fliegen

Andreas Izquierdo
Flexibler Einband: 524 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2018
ISBN 9783458363095
Genre: Romane

Rezension:

In einem kleinen verschlafenen Städtchen im Münsterland lebt die 88jährige Hedy von Pyritz. Die Leiterin einer Stiftung für hochbegabte Kinder residiert herrschaftlich in einer alten Villa hoch über der Stadt. Das bei allen als scharfzüngig und durchsetzungskräftig bekannte Fräulein von Pyritz schockt mit einer Annonce in einer örtlichen Tageszeitung nicht nur ihre Tochter Hannah, sondern auch die gesamte Bevölkerung. „Dame in den besten Jahren sucht Kavalier, der sie zum Nacktbadestrand fährt. Entgeltung garantiert“. 

Auch wenn die Anzeige für enormes Aufsehen sorgt, will Hedy ihren Willen unbedingt durchsetzen, In ihrem Physiotherapeuten Jan sieht das Fräulein den Mann für eine perfekte Umsetzung. Doch der schüchterne und zurückhaltende Jan hat keinen Führerschein und das ist nicht sein einziges Handicap. Hedy nimmt sich dem jungen Mann mit gewohnter Entschlossenheit an und schon bald entsteht eine ungewöhnliche Beziehung zwischen den beiden, die nicht nur Jans Leben verändert…


Meine Meinung:
Lange habe ich auf den neuesten Roman von Andreas Izquierdo gewartet, dessen Bücher mich bis jetzt immer restlos überzeugen konnten. Mit „Fräulein Hedy träumt vom Fliegen“ hat der Autor erneut ein wunderschönes Buch geschrieben das mich begeistert, berührt und wunderbar unterhalten hat.

Izquierdo hat einen humorvollen, abwechslungsreichen aber auch sehr emotionalen Plot kreiert. Besondere Würze erhält dieser durch die Lebensgeschichte der Hedy von Pyritz, eine scharfzüngige und durchaus arrogante Dame von 88 Jahren, die zuweilen wundervollen trockenen und bissigen Humor versprühen kann, aber auch mit aller Härte durchzugreifen weiß. Ihr Leben in der Vor- und Nachkriegszeit, ihr großer Traum vom Fliegen und ihre Familiengeschichte, erzählt der Autor lebendig und sehr bewegend. Diese Rückblicke in die Vergangenheit waren für mich das Highlight des Buches. 

Doch auch in der Gegenwart ist die Story alles andere als langweilig. Die alte Dame sorgt mit einer mehr als ungewöhnlichen Anzeige für Aufsehen in ihrem kleinen Heimatstädtchen. Bis zur Umsetzung ihres größten Wunsches, muss sich das Fräulein zusammen mit ihrem Physiotherapeuten Jan vielen Problemen und Herausforderungen stellen. Doch Hedy, wäre nicht Hedy, wenn sie am Ende nicht ihren Willen durchsetzen kann. Auf dem Weg zum Ziel gehen Hedy von Pyritz, aber vor allem Jan, durch viele Höhen und Tiefen, was die beiden zusammenschweißt und ein zartes Band der Freundschaft zwischen der alten Frau und dem jungen introvertierten Mann entstehen lässt. Eine Begegnung die das Leben beider für immer verändert. 

Mein Fazit:
Einmal mehr ist dem Autor Andreas Izquierdo mit seinem neuesten Werk „Fräulein Hedy träumt vom Fliegen“ ein zauberhafter, humorvoller, warmherziger und emotionaler Roman gelungen, den ich mit Freude gelesen habe. Er erzählt die mitreißende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, aber auch die einer bewegenden und schicksalhaften Vergangenheit. Eine Geschichte in der sich Drama und Humor stets abwechseln, Träume Realität werden und aufgrund der charakterstarken und lebendigen Figuren mit Leben gefüllt wird. Ein ganz besonderes Buch, das von mir eine absolute Leseempfehlung bekommt. 

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Tags: fliegen, freundschaft, insel-verlag, lebensgeschichte, pilotin, träume, vergangenheit   (7)
 

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krimi, sauerland, spieluhr, mord, linus geschke

Das Lied der toten Mädchen

Linus Geschke
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548289311
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Reporter Jan Römer und seine Kollegin Stefanie Schneider, genannt Mütze widmen sich einmal mehr einem ungelösten Kriminalfall. Dieses Mal führt der Mord an einer jungen Frau im Herbst 1997 die beiden ins Sauerland. Die 19jährige Sonja Rissen wurde auf dem Wilzenberg gefunden, in einem roten Kleid. Die Art und Weise wie die Leiche abgelegt wurde und die neben ihr platzierte Spieluhr, erweckten den Eindruck einer Inszenierung. Doch wer hat den Tod der jungen Frau auf dem Gewissen?

Jan und Mütze beginnen mit ihren Recherchen und stoßen auf Geheimnisse, Ablehnung und Schweigen. Ihre Fragen wecken schlafende Hunde und lassen die beiden Reporter tief in die dunkle und gefährliche Vergangenheit zurückblicken…

Meine Meinung:
Der Kriminalroman „Das Lied der toten Mädchen“ von Linus Geschke ist der dritte Teil der Jan Römer-Reihe und wurde von mir schon sehnsüchtig erwartet. Bereits die beiden Vorgänger „Die Lichtung“ und „Und am Morgen waren sie tot“ konnten mich überzeugen und mitreißen. Der dritte Teil steht diesen in nichts nach. Linus Geschke konnte mich einmal mehr für seine Art zu schreiben begeistern.

Schon der Prolog, der ein düsteres Szenario beschreibt, liest sich verheißungsvoll. Schauplatz ist der nächtliche Wilzenberg im Sauerland, absolute Dunkelheit, unheimliche Geräusche durchbrechen die Stille des Waldes und von irgendwoher ertönen die Klänge eines Schlafliedes…“Hush little Baby don´t say a Word….Wie ein unsichtbarer Dritter verfolgt man gebannt die Szene.

Dann betreten Jan Römer und Mütze die Bühne, beginnen mit ihren Recherchen und stoßen schon bald auf erste Indizien und Ungereimtheiten. Ihre drängenden Fragen rufen eine ganz bestimmte Behörde auf den Plan, die eigentlich für den Schutz des Landes bekannt ist, aber auch immer wieder für Spekulationen, vor allem in der deutschen Vergangenheit, gesorgt hat.

Linus Geschkes Art zu schreiben und zu erzählen, zieht mich immer wieder in ihren Bann. Gekonnt legt der Kölner Journalist falsche Fährten, führt seine Leser auf falsche Spuren und hält so die Spannung permanent auf einem hohen Level. Zudem kommen die bildhaften Beschreibungen der Landschaft und der lokalen Örtlichkeiten, die viel Atmosphäre vermitteln und dem Leser das Gefühl geben, mit vor Ort zu sein.

Besonders genial finde ich, dass Lieder, Bands, Serien und Serien-Charaktere in den Büchern des Autors immer wieder eine Rolle spielen. So werden Lieder zitiert, Bands erwähnt und Vergleiche zu Charakteren aus diversen Serien gezogen. Wenn man sich dann auch noch mit den Serien und Liedern identifizieren kann, ist das eine willkommene Abwechslung und ganz besonderer Bonus. 

Die Charaktere hat Geschke im Laufe der Reihe definitiv weiterentwickelt und weiter ausgearbeitet. Für mich sind Jan Römer, Mütze und Arslan absolut authentisch. Ich hoffe allerdings sehr, dass die zarten Bande, die sich zwischen Mütze und Jan unübersehbar entwickeln, nicht zu eng werden. Als Pärchen könnte ich mir die beiden Reporter nämlich überhaupt nicht vorstellen.

Das Buch endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger, in dem sich eine Person aus Jan Römers Vergangenheit in Erinnerung ruft. Leser der Reihe kennen diese Figur aus einem der Vorgängerbände. Das schreit förmlich nach Teil 4!

Mein Fazit:
Auch der dritte Teil der Jan Römer-Reihe hat wieder ordentlich Pfeffer. Mit viel Lokalkolorit, stimmungsvoll beschriebenen Schauplätzen und vielen spannenden Momenten hat der Kriminalroman „Das Lied der toten Mädchen“ alles was es für ein kurzweiliges Lesevergnügen braucht. Linus Geschke versteht es, mit falsch gelegten Fährten und gut gewählten Charakteren seine Leser bei Laune zu halten. Der Krimi ist mir auch Tage nach der Lektüre nicht aus dem Kopf gegangen „Hush little Baby“ hat sich mehr als einmal in meine Gedanken geschlichen und ich ertappe mich immer noch dabei, wie ich es leise vor mich hin summe. „Das Lied der toten Mädchen“ hat eine hundertprozentige Leseempfehlung mehr als verdient!

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Tags: jan-römer-reihe, kriminalroman, linus geschke, lokalkolorit, mord, sauerland, spannung, ullstein, wilzenberg   (9)
 

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

england, schleuser, vergangenheit, richard vega, krimi

Die Namen der Toten

Sarah Bailey , Stefan Lux
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.01.2018
ISBN 9783328101741
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem Waldstück im englischen Tunbridge Wells wird die Leiche des 15jährigen Deano Stowe gefunden. Der Tatort erinnert Detective Richard Vega sofort an einen Fall, der sechs Jahre zurückliegt. An der gleichen Stelle lag damals schon einmal die Leiche eines Teenagers, der auf ähnliche Weise getötet wurde wie Deano. Hat Vega seinerzeit womöglich den Falschen verhaftet? In welchem Zusammenhang stehen die beiden Morde? Auf der Suche nach den Antworten stößt der Detective auf ein Netzwerk krimineller Machenschaften und menschlicher Abgründe…

Meine Meinung:

Bei dem Kriminalroman „Die Namen der Toten“ von Sarah Bailey handelt es sich um den ersten Teil einer neuen Reihe aus England. Mich hat die Kurzbeschreibung des Krimis angesprochen und neugierig gemacht, hundertprozentig überzeugen konnte mich Sarah Bailey mit ihrer Story allerdings nicht.

Der Plot an sich ist gelungen und abwechslungsreich. Der Mord an dem 15jährigen Deano Stowe führt das Ermittlerteam auf verschiedene Spuren und falsch gelegte Fährten. Detective Richard Vega bekommt es mit einer tragischen Familiengeschichte, Menschenhandel und skrupellosen und äußert kriminellen Machenschaften zu tun. Verschiedene Verdächtige kreuzen seinen Weg, Ermittlungsansätze müssen überprüft, Spuren entwirrt werden. Der Jahre zurückliegende Mord an dem Jungen Tom Healey spielt dabei auch eine Rolle und es gilt herauszufinden, wie diese Fälle miteinander in Verbindung stehen.

Sarah Bailey hat einen ruhigen, unaufgeregten Schreibstil. Sie erzählt die Story bildhaft, flüssig und stellenweise wirklich sehr spannend. Dennoch schleichen sich hin und wieder Passagen ein, die mir etwas zu langatmig waren. Auch hatte ich beim Lesen teilweise das Gefühl, dass mir Informationen fehlen. Es war fast so, als würde ich nicht den ersten Teil einer Reihe lesen, sondern den zweiten oder dritten. Möglicherweise liegt das daran, dass der Leser relativ wenig von Detective Vegas Leben oder seiner Vorgeschichte präsentiert bekommt. Möglicherweise hat mich auch der Klappentext diesbezüglich etwas verwirrt, denn dort sind Inhalte aufgeführt, die für mich im Laufe des Buches nicht wiederzufinden sind bzw. nicht aufgeklärt werden.

Für mich ist Vega ein sehr authentischer und auch erfrischend anderer Detective, der sich aus der Masse heraushebt. Einerseits wirkt er sehr stark und in sich ruhend, dann gibt es wieder Momente, in dem sein weicher Kern zum Vorschein kommt und er echte Gefühle zeigt. Auch die anderen Protagonisten sind gut gezeichnet und in ihren Handlungen und in ihrem Auftreten überzeugend und menschlich.

Mein Fazit:

„Die Namen der Toten“ von Sarah Bailey ist ein solider und durchaus spannender Kriminalroman und der erste Teil einer Reihe. Leider bremsen stellenweise langatmige Passagen den Krimi etwas aus und auch das Gefühl von fehlenden, wichtigen Informationen haben mich eher etwas frustriert denn unterhalten. Dies negativen Aspekte werden ausgeglichen durch einen abwechslungsreichen Plot, der verschiedene, auch aktuelle Themen aufgreift als auch durch menschliche und authentische Protagonisten. Ich hoffe, Sarah Bailey klärt im zweiten Teil die für mich offenen Fragen noch auf und vermittelt mehr Hintergrundwissen zu Detective Vega und seiner Vorgeschichte. Von mir gibt es zwar eine Leseempfehlung, (knappe 4 Sterne) die Spannung und der Nervenkitzel müssen sich meiner Meinung nach im zweiten Teil aber deutlich steigern.

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Tags: auftakt, england, kriminalroman, krimi-reihe, penguin verlag   (5)
 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, gefängnis, schafot, galgen, japan

13 Stufen

Kazuaki Takano , Sabine Mangold
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.11.2017
ISBN 9783328101536
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der zum Tode verurteilte Ryó Kihara sitzt in einer Todeszelle in einer Vollzugsanstalt in Tokyo Seit sieben Jahren wartet er auf seine Hinrichtung. 13 Beamte müssen seiner Hinrichtung zustimmen und 13 Stufen wird der Verurteilte erklimmen müssen, bevor der Galgen ihn tötet. Doch es gibt jemanden, der von der Unschuld Kiharas überzeugt ist. Aus diesem Grund werden der ehemalige Gefängnisaufseher Nangó und der auf Bewährung entlassene Mörder Jun’ichi damit beauftragt, den wahren Täter zu finden und die Unschuld des Verurteilten zu beweisen. Das ungleiche Duo, zwischen dem sich im Laufe der Ermittlungen fast so etwas wie eine Freundschaft entwickelt, wird auf eine harte Probe gestellt. Nicht nur der Wettlauf gegen die Zeit wird zur Zerreißprobe, die Männer müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen, jeder auf seine Weise… 

Meine Meinung:
Kazuaki Takano hat mit seinem Roman „13 Stufen“ mein Interesse geweckt, weil der Autor in diesem die umstrittene Todesstrafe zum Thema macht. Meine Sorge, ich könnte Schwierigkeiten mit den japanischen Namen oder Ausdrücken haben, war völlig unbegründet. Schnell hat man sich daran gewöhnt und kann in eine spannende und dramatische Geschichte eintauchen, die absolut überzeugt.

Der Autor beleuchtet das Thema Todesstrafe intensiv. Schauplatz ist unter anderem ein japanisches Gefängnis, in der die Todesstrafe vollzogen wird. Da sind zum einen die zum Tode Verurteilten, die in ihrer fünf Quadratmeter kleinen Zelle auf ihre Hinrichtung warten, Tag um Tag, Stunde um Stunde voller Angst, Panik und völliger Verzweiflung. Da sind aber auch die Vollzugsbeamten, die letztlich das Todesurteil vollstrecken müssen. Auch für sie ist der Job eine harte Belastungsprobe, viele von ihnen empfinden Mitleid mit den Todeskandidaten, andere Abneigung, alle aber haben mit der Tatsache zu kämpfen, dass sie zum Mörder werden.

Takano gelingt es gut, das Leben in Japan und die japanische Mentalität zu veranschaulichen. Die extreme Höflichkeit die dieses stolze Volk lebt, ja fast schon zelebriert ist teilweise schwer nachzuvollziehen. Die Menschen wirken steif und emotionslos, dennoch haben mir die beiden Hauptprotagonisten Jun’ichi Mikami und der ältere Nangó sehr gut gefallen. 

Der auf Bewährung freigelassene Mikami ist ein netter und höflicher junger Mann. Einen Mord traut man ihm weiß Gott nicht zu, dennoch hat er ihn begangen. Nangó ist ein Mann, der dem Leben als Gefängniswärter und Henker überdrüssig geworden ist. Seine Ehe hat diese Belastung nicht überlebt. Nun will er zusammen mit dem jungen Mikami die Unschuld eines zum Tode Verurteilten beweisen. Nicht nur eine erschreckende Bürokratie wird zu einem der zahlreichen Stolpersteine, auch mit falschen Fährten und Hinweisen haben die beiden zu kämpfen. Das macht den Roman, der gegen Ende sogar thrillerartige Züge aufweist, spannend und abwechslungsreich.

Mein Fazit:
13 Stufen von Kazuaki Takano hat mich positiv überrascht. Der Plot hat Tiefgang, ist spannend und äußerst interessant konstruiert und hat mir aufregende Lesestunden beschert. Außerdem bringt Takano mit seinem Roman die Leser zum Nachdenken und Themen wie Verurteilung, Schuld und Bestrafung aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Ein Buch, das definitiv nachwirkt und von mir eine absolute Leseempfehlung bekommt. 

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Tags: galgen, gefängnis, japan, penguin, todesstrafe, unschuldig verurteilt   (6)
 

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

familie, humor, alltag, geschichten, kolumne

Mein Leben als Mensch

Jan Weiler , Larissa Bertonasco , any.way , Barbara Hanke
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2011
ISBN 9783499254017
Genre: Romane

Rezension:  
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(54)

90 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

dystopie, tyrell johnson, schnee, thriller, wie wölfe im winter

Wie Wölfe im Winter

Tyrell Johnson
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.01.2018
ISBN 9783959671323
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Einst lebten Lynn und ihre Familie ein glückliches und zufriedenes Leben, doch an diese Zeit kann sich die junge Frau kaum noch erinnern. Ein Grippevirus hat fast die gesamte Menschheit ausgelöscht, was folgte war Krieg und Zerstörung. Die Welt, wie Lynn sie kannte, gibt es nicht mehr. Jahrelang schon leben sie und ihre Familie fernab von anderen Menschen und kämpfen täglich im eisigen und harten Yukon ums Überleben. Auf einem ihrer Jagdausflüge entdeckt Lynn einen einsamen, fremden und verletzten Mann. Die Familie nimmt ihn bei sich auf und ahnt nicht, in welch tödliche Gefahr sie damit geraten…

Meine Meinung:
Die Dystopie „Wie Wölfe im Winter“ von Tyrell Johnson habe ich eher durch Zufall denn durch direktes Stöbern entdeckt. Der Buchtitel, das geheimnisvolle Cover und Klappentext haben mich jedoch neugierig auf mehr gemacht. Was soll ich sagen, Tyrell Johnson hat mich mit seinem Debüt wirklich beeindruckt und fasziniert. 

Die Story beginnt ruhig, sanft plätschern die beeindruckenden und bildhaften Schilderungen einer eisigen und feindlichen Landschaft dahin und ziehen den Leser sofort in ihren Bann. Es ist ein eisiges weißes Meer aus Schnee, in dem die junge Gwendolyn, genannt Lynn, jeden Tag mit ihrer Familie ums Überleben kämpft. 

In der Ich-Form erzählt die junge Frau ihre Geschichte und die ihrer Familie. Durch immer wieder eingestreute Rückblenden in die Vergangenheit schildert sie den Ausbruch und den Verlauf einer Katastrophe, die fast die gesamte Menschheit dahingerafft hat. Eine Apokalypse, die Lynn und ihre Familie zu dem einsamen Dasein gezwungen hat, dass sie heute führen. Das ruhige, wenn auch harte und entbehrungsreiche Leben verändert sich, als Jax aus den eisigen Weiten des Yukon auftaucht. Jetzt nimmt die Story eindeutig an Tempo und Spannung zu, die Seiten fliegen dahin, die Geschichte entwickelt sich weiter und nimmt einen unerwarteten Verlauf.

Tyrell Johnson ist ein brillanter Erzähler. Seine detailreichen und bildhaften Darstellungen der Landschaft und die perfekt herausgearbeiteten Charaktere sind grandios. Lynn ist die perfekte Heldin. Eine zähe, taffe und dickköpfige junge Frau, die sich mit dem Leben arrangiert hat. Doch geheime Wünsche und Träume zeigen die sanfte und verletzliche Seite der jungen Frau und machen sie in meinen Augen zu einer sympathischen und überzeugenden Protagonistin. 


Mein Fazit:
Der dystopische Thriller „Wie Wölfe im Winter“ von Tyrell Johnson besticht durch einen wahrhaft grandiosen, sprachgewandten und bildgewaltigen Plot. Der Autor hat es geschafft, mich von der ersten Seite an in den Bann zu ziehen, auch ohne reißerische Action und viel Blutvergießen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich kann kaum glauben, dass dieses Buch das Debüt des Autors sein soll. Dem Zitat von Peter Clines, Autor von „Der Spalt“, habe ich nichts hinzuzufügen: „Clever, faszinierend, kinoreif - die Geschichte hat mir eine wohlige Gänsehaut beschert." Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Tags: debüt, dystopie, grippevirus, harper collins, thriller, weite landschaft, yukon   (7)
 

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leben nach dem tod, quantenwelt, jenseits, quantenwelle, richard marbel

Die Jesus-Welle

Richard Marbel
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 03.11.2017
ISBN 9781979455572
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als vor 30 Jahren Marcia, die große Liebe des Physikers Michael bei einem Unfall ums Leben kam, hat sich sein Leben komplett verändert. Er tauscht die Universität mit dem Priesteramt und lebt fortan als Priester. Er zweifelt, er trinkt und fristet ein trostloses und einsames Dasein. Eines Tages bekommt er von seinem ehemaligen Mentor, Medienmogul und Wissenschaftler Carl Steinberg eine unglaubliche Einladung. Ein Computer soll ihm und drei weiteren Probanden mittels Quantenwellen den Eintritt in eine Parallelwelt ermöglichen. Dort leben die Menschen nach ihrem Tod. Wird Michael nach all der Zeit Marcia wiedersehen? Was keiner der Beteiligten ahnt, im Jenseits wartet eine dunkle Bedrohung…

Meine Meinung:
Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, was mich in Richard Marbels Werk „Die Jesus-Welle“ erwartet. Wissenschaftlicher Roman? Christliche Glaubenslehre? Meiner Meinung nach ist es nicht eindeutig einem Genre zuzuschreiben. Gekonnt vereint der Autor Science-Fiction, Liebesroman und wissenschaftlichen Thriller in einem Buch und vermochte es, mich mit seiner Story gut zu unterhalten. 

Richard Marbel schickt vier unterschiedliche Charaktere auf eine geheime und einsame Insel, die dem Wissenschaftler und Medienmogul Carl Steinberg gehört. Dieser möchte die Probanden mittels eines hochkomplexen Computersystems welches mit Quantenwellen eine Verbindung zu einer Parallelwelt herstellen kann, in das Leben nach dem Tod schicken. Dort sollen sie sich auf die Suche nach der sogenannten Jesuswelle und nach Jesus selbst machen und die Möglichkeit bekommen, bereits verstorbene und geliebte Menschen wieder zu sehen. Doch jemand möchte das Experiment unter allen Umständen verhindern.

Marbel reißt in seinem Roman unterschiedliche und spannende Themen wie das Leben nach dem Tod, die Frage nach Jesus und die Existenz von Parallelwelten an und verpackt diese geschickt in eine rasante und temporeiche Geschichte die gezeichnet ist von gut erklärter und nicht zu trockener Wissenschaft und künstliche Intelligenz, aber auch voller Glaube, Liebe und Hoffnung. Die bildhafte und phantasievolle Art und Weise, wie der Autor die Parallelwelt beschreibt, hat mir gut gefallen. Die fiktive Welt wirkt glaubwürdig und meiner Meinung nach nicht überzogen. Phasenweise verlor ich immer mal wieder den Bezug zu der Geschichte, auch wenn ich nicht genau benennen kann, woran das lag.

Mit den Probanden hat Marbel Charaktere erschaffen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die junge hochbegabte Lucy, die jung ihre Mutter verloren hat, der etwas versnobte, aber hervorragende Neurologe Stuart, der taffe und misstrauische Security-Mitarbeiter Pierre und schließlich der an sich zweifelnde Priester Michael. Allen Figuren sind facettenreich und stimmig, auch wenn einigen von ihnen manchmal etwas der Tiefgang fehlt. Dennoch konnte mich keiner der Charaktere wirklich berühren oder von sich einnehmen, was ich sehr schade fand.
Marbels Schreibstil ist klar und flüssig, das Ende ist stimmig und plausibel und bietet mit einem gelungenen Epilog den perfekten Abschluss. 

Mein Fazit:
„Die Jesus-Welle“ von Richard Marbel schneidet viele interessante Themen an und bietet eine gute Mischung aus Emotion und Wissenschaft. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Existiert Gott? ist der Eintritt in mögliche bestehende Parallelwelten möglich? Fragen, die mich nach Lektüre dieses Buches definitiv beschäftigen und nachwirken. Zudem gelingt es dem Autor mit einem rasanten und spannenden Plot das gute Niveau, dass das Buch zu Beginn verspricht, zu halten. Richard Marbel hat mich mit seinem Roman auf jeden Fall überrascht, auch wenn die Charaktere mich nicht so ganz ansprechen konnten. Dennoch, von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Tags: glaube, hoffnung, leben nach dem tod, liebe, paralleluniversum, quantenwelt, richard marbel, roman, wissenschaft   (9)
 

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krebs, albert espinosa, der club der roten bänder, freundschaft, club der roten bänder

Club der roten Bänder

Albert Espinosa , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.10.2015
ISBN 9783442221769
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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bodensee, konstanz, mord, konstan, baden-württemberg

Die dunkle Seite des Sees

Tina Schlegel
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 18.04.2017
ISBN 9783740800789
Genre: Krimi und Thriller

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thriller, marco monetha, krimi, thriler, jonas

Jonas

Marco Monetha
Flexibler Einband: 294 Seiten
Erschienen bei Schardt, M, 01.11.2017
ISBN 9783961520930
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jonas ist frustriert, weil ihn sein kleinbürgerliches Leben wie ein Schraubstock gefangen hält. Weil sein Job in langweilt und seine einst so lebenslustige Frau sich fast uneinholbar von ihm entfernt hat. Alles ödet ihn an. Doch alles ändert sich schlagartig, als Jonas eines Nachts Zeuge einer Entführung wird. Ein kleines Mädchen ist das Opfer, die ältere Schwester wird misshandelt zurückgelassen. Jonas hat das alles nicht verhindert, er hat einfach nur zugesehen. Nun muss er mit den Folgen leben, denn nicht nur sein schlechtes Gewissen treibt ihm um, die Täter sind ihm, dem Zeugen auf der Spur. Jonas muss untertauchen, er braucht ein Versteck, Verbündete und vor allem einen Plan. Doch bald ist sich Jonas nicht mehr sichere, wem aus seinem Umfeld er noch trauen kann und wer davon ein falsches und vielleicht tödliches Spiel mit ihm spielt….

Meine Meinung:
JONAS von Marco Monetha ist der zweite Thriller aus der Feder des Autors. Nachdem ich im vergangenen Jahr Monethas Debüt-Thriller ERIC gelesen habe und dieser mich absolut fasziniert zurückgelassen hat, war die Lektüre von JONAS ein absolutes Muss. Allerdings hat ERIC die Messlatte sehr hoch gesetzt und dem Autor ist es mit seinem aktuellen Werk nicht ganz gelungen, diese noch zu toppen.

Der Autor lässt es auf den ersten Seiten langsam angehen. Der Hauptprotagonist Jonas wird vorgestellt, sein tristes Leben und die fast schon zerrüttete Ehe mit seiner Frau Miriam werden beleuchtet, bis sich das Blatt durch einen nächtlichen Vorfall schlagartig ändert. Jonas wird Zeuge eines Verbrechens, wird von den Tätern gesehen und wird von jetzt auf gleich zum Gejagten. Der Durchschnittsbürger mit dem Hang zum Langweiler muss plötzlich zeigen, was in ihm steckt. 

Nicht nur Jonas, auch diejenigen Leser, die noch keine Vorkenntnisse durch ERIC innehaben, werden nun feststellen, dass das beschaulich anmutende Bad Bederkesa nicht nur EINE abgründige und dunkle Seele versteckt hält. Unvermittelt nimmt die Story an Fahrt auf und Marco Monetha setzt das Gedankenkarussell seiner Leser in Bewegung, in dem er die Bühne frei gibt für abartige, kranke und sadistische Charakterfiguren. 

Außerdem erzählt Monetha parallel eine zweite Geschichte, nämlich die des Försters Buck, den viele schon aus ERIC kennen und irgendwie auch lieben gelernt haben. Anfangs kann man sich keinen Reim darauf machen, was die beiden Handlungsstränge miteinander gemein haben, doch ich kann versichern, dass am Ende eine lückenlose, schlüssige und unfassbare Aufklärung wartet.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, angenehm und hat sich definitiv weiterentwickelt. Seine detailreichen, bildhaften, teilweise subtilen Erläuterungen verursachen nicht nur grauenhaftes Schaudern, sondern aktivieren definitiv eine unbarmherzige Kopfspirale.

Jonas als Hauptprotagonist war mir unsympathisch. Seine Lethargie und seine defensive Art waren nicht mein Fall. Mehr als einmal wollte ich ihn an den Schultern packen und wachrütteln. Auch die Nebendarsteller konnten mich nicht so ganz überzeugen
Auch das plötzliche Auftauchen eines ehemaligen Legionärs, den Jonas bei einer Kneipentour kennenlernt und der dem Gejagten nun mutig, tapfer und bedingungslos zur Seite steht war meiner Meinung nach etwas an den Haaren herbeigezogen.

Mein Fazit:
JONAS, der zweite Thriller aus der Feder von Marco Monetha bietet kurzweiligen, unterhaltsamen und subtilen Lesespaß, von dem Zartbesaitete allerdings lieber die Finger lassen sollten. Das Wiedersehen mit alten Bekannten hat dem Thriller für meine Begriffe eine besondere Würze verliehen. Auch wenn JONAS seinem Vorgänger ERIC nicht so ganz das Wasser reichen kann, so ist das Buch dennoch gelungen und lesenswert. Ich bin sehr gespannt, was der Autor als Nächstes zu bieten hat, NORA vielleicht? Von mir gibt’s definitiv eine Leseempfehlung und den Hinweis, dass es sinnig ist, die Reihe mit ERIC zu beginnen.

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Tags: entführung, flucht, jonas, kranke seelen, marco monetha, menschliche abgründe, provinz, thriller   (8)
 

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thriller, hangman, daniel cole, london, köder

Hangman - Das Spiel des Mörders

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783548289212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mehr als ein Jahr ist seit dem Ende der Ragdoll-Morde vergangen, als an der New Yorker Brooklyn-Bridge eine Leiche gefunden wird. Der Tote wurde bizarr aufgehängt und in seine Brust das Wort „Köder“ geritzt. Offensichtlich kopiert ein Mörder die berühmt-berüchtigten und überaus grausamen Morde des Londoner Ragdoll-Killers. Chief Inspector Emily Baxter, die seinerzeit an den Ermittlungen beteiligt war, wird umgehend von den Behörden der USA angefordert, um Special Agent Elliot Curtis vom FBI und Special Agent Damien Rouche von der CIA bei deren Ermittlungen zu unterstützen. Der Druck auf die Ermittler wird noch höher, als kurze Zeit später eine weitere grausam zugerichtete Leiche gefunden wird, die alle Zweifel an den Parallelen zum Ragdoll-Fall auslöscht. Der Killer spielt ein perfides Spiel, doch wer steckt dahinter, wer ist es, der im Hintergrund die Fäden in der Hand hält?

Meine Meinung:
„Hangman. Das Spiel des Mörders“ ist der zweite Teil der New-Scotland-Yard-Thriller-Reihe von Daniel Cole. Band 1, „Ragdoll. Dein letzter Tag“ hat mir schon sehr gut gefallen und ich war mehr als gespannt, wie der Autor die Reihe fortsetzen wird. Meiner Meinung nach hat Cole nochmals eine Schippe drauf gelegt.

Daniel Cole beginnt seinen Thriller mit einem verwirrenden und mehr als neugierig machenden Prolog, der dem Leser einen Blick in die nahe Zukunft gewährt. 


Was dann folgt ist ein höchst spannender, temporeicher und düsterer Plot. Diverse Handlungsstränge und wechselnde Perspektiven lassen Raum für eigene Interpretationen und Spekulationen. Die brutalen und grausam inszenierten Morde, die der Autor detailreich und bildhaft beschreibt, projizieren grausame Bilder in die Köpfe der Leser und verleihen dem Thriller dadurch die nötige Schärfe und Dynamik. 

Neben Chief Inspector Emily Baxter, die sich auch im zweiten Teil der Reihe sturköpfig, wenig empathisch, beratungsresistent, aber auch als taffe und intelligente Ermittlerin präsentiert, bekommt auch der sympathische Alex Edmunds seinen Platz in der Story. Neben diesen beiden Charakteren spielen auch der CIA-Agent Damian Rouche wie auch Special Agent Elliot Curtis eine Hauptrolle in dem Thriller-Drama. Rouche ist für mich der definitiv interessantere Protagonist mit Tiefgang und einer bewegenden Geschichte.

Am Ende überrascht Daniel Cole seine Leser dann noch mit einem überraschenden Wiedersehen.

Mein Fazit:
Mit „Hangman. Das Spiel des Mörders“ ist dem Autor Daniel Cole eine erstklassige und atemberaubende Fortsetzung seiner New-Scotland-Yard-Thriller-Reihe gelungen. Actionreich, rasant und düster kommt dieser Thriller daher und entwickelt sich relativ schnell zum Pageturner. Es empfiehlt sich auf jeden Fall mit Band 1 der Reihe zu beginnen, sonst wird es schwer der Story zu folgen, denn auch für mich war es trotz der Vorkenntnisse teilweise etwas verwirrend, was dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. Da Daniel Cole seinen Thriller mit einem fiesen Cliffhanger beendet, bin ich mehr als gespannt auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Tags: daniel cole, mord, new-scotland-yard-thriller, serienkiller, thriller, ullstein, zweiter teil   (7)
 
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