Seehase1977

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17 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

lebensmitteltechnik, kriminalitä, mord, krankheit, zucker

Blutzucker

Leif Tewes
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Größenwahn Verlag, 15.03.2017
ISBN 9783957711328
Genre: Krimi und Thriller

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

anthologie, kurzgeschichten, welt der einhörner, einhörner, dreizehn

13 Shades of Unicorn

Markus Kastenholz , Jasmin Krieger , Thomas Williams , Rosa Leber
E-Buch Text
Erschienen bei K&K Books GbR Krieger und Kastenholz, 01.04.2017
ISBN B06XWG9YD5
Genre: Sonstiges

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

terrorismus, zeitgeschichte, deutschland, rom, ende der raf

Tödlicher Irrtum

Butz Peters
Flexibler Einband: 863 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 10.05.2007
ISBN 9783596172658
Genre: Sachbücher

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6 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

drunterland, fabienne siegmund, papierverzierer verlag, uhrmacher

Alissa im Drunterland

Fabienne Siegmund
E-Buch Text: 74 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 04.05.2017
ISBN 9783959623421
Genre: Sonstiges

Rezension:

Alice im Wunderland Reloaded, oder: es hummelt nicht mehr im Lavendel

Alissa ist eine Träumerin. Seit sie denken kann, erscheint ihr in ihren Träumen eine rätselhafte Wendeltreppe. Obwohl Alissa diese Treppe weder in ihrem echten Leben gesehen, geschweige denn betreten hat, kann sie diese bis ins kleinste Detail in ihr Skizzenbuch zeichnen. Unzählige solcher Bilder sind im Laufe der Zeit entstanden. Eines Tages erscheint dem Mädchen im Fenster der Straßenbahn das Spiegelbild eines geheimnisvollen Mannes und Alissa findet sich Augenblicke später einem wunderlichen Uhrmacher gegenüber, in dessen Laden sie gelandet ist. Und dann steht sie plötzlich auf der Wendeltreppe aus ihren Träumen, die sie in die magische Welt von Drunterland bringt, dort muss Alissa eine wichtige Mission erfüllen…

Meine Meinung:

„Alissa im Drunterland“ von Fabienne Siegmund ist ein ganz bezauberndes Buch.
Das Mädchen Alissa muss eine ganz besondere und wichtige Aufgabe erfüllen. Sie muss die magische Welt von Drunterland retten. Auf ihrer Mission, bei der schon kleinste Entscheidungen schicksalhafte Auswirkungen nach sich ziehen können, begegnen ihr allerlei wundersame und faszinierende Wesen. Fast könnte man meinen, man ist in die Welt von Alice im Wunderland eingetaucht, den einige Charaktere denen man in dieser Geschichte begegnet, glaubt man zu kennen und doch ist im Drunterland alles ganz anders.

Fabienne Siegmund hat einen wunderschönen und bildhaften Schreib- und Erzählstil, der es möglich macht, voll und ganz in diese hinreißende Geschichte einzutauchen. Man erlebt Drunterland mit all seinen Facetten und seiner ganz besonderen, magischen Stimmung.

Mein Fazit:

Fabienne Siegmund entführt ihre Leser mit „Alissa im Drunterland“ in eine wunderschöne und magische Welt. Eine Geschichte die verzaubert, zum Nachdenken anregt und aufzeigt, warum Träume so wichtig sind. Wer schon andere Geschichten von Fabienne Siegmund gelesen hat und wer wissen will, was es mit dem Satz „Es hummelt nicht mehr im Lavendel“ auf sich hat, sollte dieses bezaubernde Buch unbedingt lesen. Ich hoffe sehr, dass der Papierverzierer-Verlag eine Print-Ausgabe herausgibt, denn ich kann mir vorstellen, dass die Illustrationen zu diesem Buch wunderschön aussehen werden. 

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Tags: drunterland, fabienne siegmund, papierverzierer verlag, uhrmacher   (4)
 

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81 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

aliens, science fiction, young adult, jugendbuch, außerirdische

Guides - Die erste Stunde

Robison Wells
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959670937
Genre: Jugendbuch

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3 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sachsenmorde 2

Andreas M. Sturm , Bernd Köstering , Connie Roters , Karin Neff
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei edition krimi, 24.02.2017
ISBN 9783946734185
Genre: Krimi und Thriller

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248 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 105 Rezensionen

island, thriller, mord, krimi, psychologin

DNA

Yrsa Sigurdardóttir , Anika Wolff
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 26.09.2016
ISBN 9783442756568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine junge Mutter wird nachts in ihrem Schlafzimmer auf brutale Weise ermordet. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter. Kurze Zeit später wird eine zweite Leiche gemeldet, die Art und Weise wie die Frau sterben musste, lässt auf den gleichen Täter schließen. Kommissar Huldar, der erstmals die Leitung eines Mordfalls übernimmt, steht vor einem Rätsel. Es gibt weder Hinweise auf ein Motiv, noch auf Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Frauen. Zusammen mit der Kinderpsychologin Freyja versucht er, das kleine Mädchen zu befragen.

Währenddessen empfängt der junge Amateurfunker Karl kryptische Botschaften über sein Funkgerät. Was er noch nicht ahnt, die Signale senden ihm Hinweise zu den beiden ermordeten Frauen…

Meine Meinung:
„DNA“ von Yrsa Sigurdardóttir ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe. Ich war anfangs skeptisch, ob mir dieses Buch wirklich gefallen würde, denn mit nordischen Kriminalromanen oder Thrillern stehe ich normalerweise auf Kriegsfuß. Doch dieser Thriller hat mich wirklich überrascht.

Schon der Prolog macht definitiv Lust auf mehr und die dort bereits angedeutete Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Die beiden Mordfälle, die Kommissar Huldar aufzuklären hat, sind äußerst brutal und scheinbar ohne Motiv. Dass ein kleines Mädchen miterleben muss, wie ihre Mutter von dem Täter zu Tode gefoltert wird, sorgt zusätzlich für Dramatik. Die Autorin lockt den Leser gekonnt auf verschiedene Fährten, bringt neue Theorien ins Spiel und ließ mich, was den Täter angeht, absolut im Dunklen tappen und sorgt außerdem für fesselnde Hochspannung. Das er- und auflösende, absolut überraschende Ende schlägt dann geschickt den Bogen zum Prolog, so dass keine offenen Fragen zurückbleiben.

Yrsa Sigurdardóttir hat hier meines Erachtens starke Charaktere erschaffen. Das kleine Mädchen, die trotz ihrem furchtbaren Erlebnis doch eine kleine Persönlichkeit ist und durchaus Stärke zeigt, hat mir sehr gut gefallen und ich habe sie gleich ins Herz geschlossen. Kommissar Huldar wirkte auf mich eher etwas zurückhaltend, wie jemand der seine Gefühle nicht richtig zeigen kann, aber dennoch selbstbewusst durchs Leben geht, auch wenn ihm die Leitung seines ersten Mordfalls doch unter einen gewissen Druck setzt. Die Protagonisten machten auf mich allesamt einen glaubhaften und authentischen Eindruck.

Mein Fazit:
Obwohl ich normalerweise mit nordischen Thrillern so meine Probleme habe, hat mich „DNA“ von Yrsa Sigurdardóttir allerdings überrascht und überzeugt. Gut durchdacht, facettenreich, mit viel Dramatik, Hochspannung und Brutalität, hat dieses Buch alles, was einen packenden und fesselnden Thriller ausmacht. Ich bin gespannt, was den Leser im nächsten Teil erwartet. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle Thrillerfans mit guten Nerven.

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Tags: btb, island, thriller   (3)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

steampunk, verrat, leibwache, frost & payne, london

Frost & Payne - Pinkerton

Luzia Pfyl
E-Buch Text: 110 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 28.03.2017
ISBN 9783958342569
Genre: Sonstiges

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

frost & payne, steampunk, gefahr, freiheit, geiseln

Frost & Payne - Chop Suey

Luzia Pfyl
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 14.02.2017
ISBN 9783958342545
Genre: Sonstiges

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88 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

selbstmord, liebe, freundschaft, erwachsen werden, island

Das Licht und die Geräusche

Jan Schomburg
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281089
Genre: Romane

Rezension:

Ein etwas anderer, sehr spezieller Roman über das Erwachsen werden

Johanna und Boris sind Klassenkameraden, aber auch allerbeste Freunde. Die zwei sind unzertrennlich. Das liegt vielleicht auch daran, dass Johanna in Boris verliebt ist. Doch der hat Ana-Clara, seine Freundin in Portugal. Warum Boris mit ihr zusammen ist, versteht Johanna nicht, schließlich verbringt doch sie jede freie Minute mit ihm und Ana-Clara ist weit weg von all dem. Dann verschwindet Boris urplötzlich und alles wird irgendwie anders…

„Das Licht und die Geräusche“ von Jan Schomburg ist ein ganz spezieller Roman auf den man sich einlassen muss. Der Sprach- und Schreibstil ist sehr eigenwillig und ungewohnt. Ich-Erzählerin Johanna beschreibt ihre Gedanken, Gefühle und Probleme, die zweifelsohne ihr junges Leben bestimmen, in Episoden, die oft abrupt enden und einige Seiten später wieder weitergehen. Dazwischen passiert meist etwas völlig anderes. Mit dieser sprunghaften Erzählweise hat mich der Autor mehr als einmal verwirrt und auch manchmal etwas frustriert. 

Und doch kam ich irgendwann in der Geschichte an, konnte endlich in Johannas Erlebnissen und Gedanken das Tiefgründige und die Echtheit spüren. Die Charaktere sind für mich durchweg authentisch, sie spiegeln ganz normale Jugendliche wider, mit all ihren Ängsten und Freuden, Erlebnissen, Zweifeln und Selbstüberschätzung. Dennoch waren sie mir, bis vielleicht auf Johanna, etwas zu blass dargestellt. 

Jan Schomburg hat u.a. Themen wie Spaß, Unbeschwertheit, Drogen, Mobbing, erste Liebe, Sex, Todeswunsch und Homosexualität – Dinge, die Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenwerden durchaus beschäftigen – in seinem Roman geschickt und glaubwürdig verarbeitet.

„Das Licht und die Geräusche“ von Jan Schomburg ist ein wirklich ungewöhnlicher und spezieller, aber auch eindrucksvoller Roman über die Jugend und das Erwachsen werden. Ein Buch, das sicherlich polarisiert. Auch wenn mich Sprach- und Schreibstil nicht so ganz überzeugen konnten und auch die sprunghafte Erzählweise gewöhnungsbedürftig war, ich habe das Buch gerne gelesen und gebe eine Leseempfehlung für all diejenigen, die das Ungewöhnliche nicht scheuen und den Mut haben, sich auf „Das Licht und die Geräusche“ einzulassen.

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Tags: erwachsen werden, homosexualität, leben, mobbing, selbstmord, unbeschwertheit   (6)
 

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

trilogie, thriller, band 3, usa, hardcore

Das Spiel - Tod

Jeff Menapace , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453677098
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Nach der letzten Begegnung mit den übrig gebliebenen Psychopathen der Familie Fannelli ist für Amy Lambert und ihre Kinder nichts mehr wie es war. Patrick ist tot, getötet von den Menschen, die der Familie das Leben zur Hölle gemacht hat. Domino, der Freund und Beschützer der Lamberts wacht Tag und Nacht über Amy und die Kinder, sein schlechtes Gewissen darüber, dass er Patrick nicht beschützen konnte, zerfrisst ihn regelrecht. Doch alle aus der Familie Fannelli sind tot, nichts und niemand kann den Lamberts mehr gefährlich werden. Was Domino nicht ahnt, Monica hat, wenn auch schwer verletzt, überlebt und will an Domino, der den Tod ihres Vaters zu verantworten hat, Rache nehmen. Sie stellt die Weichen für einen allerletzten Showdown, ein letztes Spiel, das es zu spielen gilt…

„Das Spiel – Tod“ von Jeff Menapace ist der dritte und letzte Teil der Spiel-Reihe und verspricht ein letztes perfides Spiel, den großen Showdown. Das Ende des zweiten Teils gelobt endlich Seelenfrieden für die Lamberts, auch wenn die Familie den Verlust von Vater Patrick zu beklagen und zu betrauern hat. Trotzdem, mit Monica sind alle Mitglieder der Fannellis ausgelöscht worden, die Gefahr ist gebannt. Wirklich? Weit gefehlt, wie auch immer sie es geschafft hat, der eiskalte Engel hat es überlebt und hat sich für ihre Rache an Domino, der Mörder ihres Vaters, Hilfe in Form einer jungen „Auszubildenden“ geholt. Die beiden verfolgen nur ein Ziel, ein letztes grausames und perfides Spiel, welches Domino mit dem Leben bezahlen muss. Das Monica in irgendeiner Weise wieder auftaucht, war irgendwie logisch, dennoch hat mich der letzte Teil nicht ganz so begeistert. Der Schreibstil von Menapace ist gewohnt leicht und flüssig zu lesen, dennoch fehlten mir die psychopathischen Züge und Ansätze aus den beiden ersten Teilen, denn diese waren ausschlaggebend für eine spannende und nervenzerreibende Lektüre. Für einen letzten Showdown hätte ich mir gewünscht, dass der Autor diesbezüglich noch eine Schippe drauf legt. Was mich auch gestört hat ist, dass der Klappentext absolut irreführend ist, denn in diesem Buch stehen nicht Amy Lambert und ihre Kinder im Mittelpunkt, sondern ihr Beschützer Domino, er ist es, der in Monicas Fokus steht, auch wenn auf ihrem Weg, ihm endlich gegenüber zu stehen, einige Kollateralschäden zu beklagen sind. Dieser Weg, auf dem der Leser Monica und ihre Gehilfin begleitet, ist durchaus spannend zu lesen, dennoch hat mich das Ende mit einer gewissen Unzufriedenheit zurückgelassen. Dem Autor Jeff Menapace ist es nicht gelungen, mich erneut zu überraschen und diese ganz besondere Stimmung aus Band 1 und 2 heraufzubeschwören. Schade!

Mit dem letzten Teil der Trilogie „Das Spiel – Tod“ konnte mich Jeff Menapace leider nicht zu 100 Prozent überzeugen. Es fehlten die psychopathischen Züge, die nervenaufreibende Stimmung aus den Teilen 1 und 2 und die Überraschungsmomente, die der Trilogie zu einem würdigen Abschluss verholfen hätten. Auch wenn das Buch trotz allem einen hohen und auch spannenden Unterhaltungswert hatte, so kommt es lange nicht an die Vorgängerbände heran. Hat man die Reihe bereits begonnen, sollte man auch den letzten Teil dazu gelesen haben, auch wenn ich hierfür nur eine eingeschränkte Leseempfehlung geben kann.

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Tags: showdown, tödliche spiele, trilogie   (3)
 

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi, der 6. geburtstag, kriminalroman, nika lubitsch, zahlenkrimis

Der 6. Geburtstag

Nika Lubitsch
E-Buch Text: 216 Seiten
Erschienen bei null, 30.07.2016
ISBN B01JEOP7L4
Genre: Krimi und Thriller

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189 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

entführung, thriller, missbrauch, kindesentführung, gewalt

Fida

Stefanie Maucher
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 26.03.2013
ISBN 9781483957517
Genre: Krimi und Thriller

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114 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

new york, restaurant, drogen, alkohol, gastronomie

Sweetbitter

Stephanie Danler , Sabine Kray
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 11.04.2017
ISBN 9783351036720
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
Tess hat ihr Literaturstudium beendet und möchte nichts sehnlicher als dem provinziellen Kleinstadtleben entkommen und in der Großstadt New York ihre wahre Berufung finden. Eigentlich wollte die junge Frau alles andere, nur nicht kellnern, doch mit 146 Dollar auf dem Konto bleibt ihr nichts anderes übrig als schnell Geld zu verdienen. Sie landet in einem edlen New Yorker Restaurant, in dem völlig eigene Regeln und Gesetze herrschen. Für Tess der Eintritt in eine ganz neue und faszinierende Welt…

„Sweetbitter“ von Stephanie Danler, mit seinem tollen Cover und dem ansprechenden Klappentext, hat in mir den Wunsch geweckt ein Buch zu lesen, in dem es um Genuss und Essen geht, um die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Speisen und um die Leidenschaft des Kochens. Ich habe mir gewünscht, dass mir beim Lesen das Wasser im Munde zusammenläuft. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Der Schreibstil der Autorin war ungewohnt und nicht einfach zu lesen, es dauerte ein paar Seiten, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Anfangs war es sehr interessant und aufregend, Tess bei ihren Erfahrungen in einem großen Restaurant zu begleiten und einen Blick hinter die Kulissen zu erhalten, die vielen verschieden Abläufe kennen zu lernen, von denen man als Gast in einem guten Restaurant nie etwas mitbekommt. Auch die Hierarchie unter den einzelnen Mitarbeitern, der Egoismus und der harte Ton, der teilweise unter ihnen herrscht und wie diese Eindrücke und Erlebnisse Tess bis in ihre Träume verfolgen, war wirklich interessant und unterhaltsam zu lesen. Stephanie Danler erzählt hier zwar die Geschichte eines erfolgreichen Restaurants, es geht hier aber nicht in der Hauptsache um Speisen und detaillierte Kochabläufe, die dem Leser das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Danler beschreibt das Leben der Kellnerinnen und Kellner nach Geschäftsschluss. Alkohol, Drogen und Sex bestimmen die Nächte der Angestellten. Und mir stellt sich ernsthaft die Frage, ob dies das wahre Leben einer Kellnerin in einem noblen New Yorker Restaurant ist. Ob ihr Feierabend tatsächlich nur aus exzessivem Alkohol- und Drogengenuss besteht. Ich kann es mir schwer vorstellen. Die Charaktere die die Autorin für ihr Buch gewählt hat, waren mir generell zu oberflächlich, zu wenig greifbar. War Tess mir zu Beginn der Story noch sympathisch, so konnte ich im Laufe des Buches ihre Handlungen gar nicht mehr nachvollziehen. Auch die Beziehung zwischen Jake und Simone war mir suspekt, vielleicht habe ich den Sinn dahinter auch einfach nicht verstanden.

„Sweetbitter“ ist das Romandebüt von Stepahnie Danler in dem sie ihre Erfahrungen in der Welt der Gastronomie niedergeschrieben hat. Meine Erwartungen hat das Buch leider nicht entsprochen, denn anstatt in die Welt der Genüsse einzutauchen, bekam ich Alkohol und Drogen nach Feierabend. Kellnern ist ganz sicherlich ein anstrengender und unromantischer Knochenjob, doch ist das wirklich die knallharte, tagtägliche Realität einer Restaurantangestellten? Auch wenn der Blick hinter die Kulissen eines edlen Restaurants informativ und interessant war, so hat mich die Handlung in diesem Buch leider nicht hundertprozentig überzeugt. Anstatt bittersüß ist der Nachgeschmack bei mir eher etwas gallig. „Sweetbitter“ kann man lesen, muss man aber nicht!

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Tags: alkohol, drogen, knochenjob, new york, restaurant   (5)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

berlin, friedmann-haus, übersinnliches, verschwundene personen

Das Friedmann-Haus

Peter Martin
E-Buch Text: 257 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.04.2017
ISBN 9783732526802
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt:
In Berlin-Schöneberg steht das wunderschöne, denkmalgeschützte und leicht heruntergekommene Friedmann-Haus. In den letzten Wochen sind aus diesem Schmuckstück drei Personen verschwunden, die junge Frau Lea, der Hausmeister sowie eine Geschäftsfrau. Es gibt keine Spuren eines Verbrechens, es scheint als wären die Personen mitten aus dem Leben gerissen worden, ja fast so, als hätten sie sich in Luft aufgelöst. Die Polizei hat keine Anzeichen und Hinweise, die auf ein Verbrechen schließen lassen, auch konnten keine Zusammenhänge zwischen den einzelnen Vermissten hergestellt werden, außer der Tatsache, dass alle drei im Friedmann-Haus lebten. Der junge Szenejournalist und Blogger Jan will dem Geheimnis um die verschwundenen Personen auf den Grund gehen und zieht in die Wohnung der vermissten Lea. Schon bald passieren Dinge, die Jan sich nicht erklären kann, unheimlich, übernatürlich und gefährlich…

„Das Friedmann-Haus“ von Peter Martin hat mich angesprochen, weil der Klappentext einen etwas anderen Thriller verspricht und genau das habe ich auch bekommen. Zusammen mit dem Blogger und Szenejournalisten Jan zieht der Leser in das düstere Friedmann-Haus ein, um das Geheimnis um die dort verschwundenen Personen zu lüften. Der junge Mann befragt die Bewohner des Hauses, die fast alle äußerst verschlossen und abweisend reagieren und alle irgendwie einen an der Klatsche haben, so scheint es zumindest. Bald geschehen gruselige und nicht erklärbare Dinge in dem alten Haus und mit Jan, die mir durchaus die eine oder andere Gänsehaut über den Rücken gejagt haben. Der Autor hat den Plot in zwei Teile aufgeteilt, zum einen beschreibt er Jans Recherchen und Erlebnisse, zum anderen bekommt der Leser Einblick in die Blogeinträge des jungen Mannes und kann so an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben. Die Aufteilung hat mir gut gefallen, überhaupt hat mich der Thriller von Anfang an gefesselt, denn Peter Martin jagt den Leser förmlich durch das Buch, ständig passiert irgendetwas Neues auf das man sich einlassen muss. Das Ende und die Auflösung war schlüssig und wenn man sich vor Augen hält, dass es sich um keinen gewöhnlichen Thriller handelt, durchaus nachvollziehbar.

„Das Friedmann-Haus“ von Peter Martin ist kein gewöhnlicher Thriller, ich würde ihn eher in das Genre Mystery/Horror“ einordnen, denn in diesem Buch geschehen Dinge, die den Leser in andere Dimensionen entführt. Der Autor hat ein spannendes, atmosphärisches und gruseliges Szenario geschaffen und zwar dort, wo der Mensch sich bekanntlich am wohlsten und am sichersten fühlen sollte, in seinem Zuhause. „Das Friedmann-Haus“ hat mich gedanklich noch eine Weile beschäftigt, vor allem dann beim Einschlafen. Auch wenn Peter Martin für meinen Geschmack manchmal etwas zu sehr in die Vollen ging, bekommt er von mir für seinen ungewöhnlichen und spannenden Thriller eine absolute Leseempfehlung.

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Tags: berlin, friedmann-haus, übersinnliches, verschwundene personen   (4)
 

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353 Bibliotheken, 24 Leser, 2 Gruppen, 164 Rezensionen

thriller, london, serienmörder, ragdoll, wolf

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Im berühmten und ehrwürdigen Gerichtsgebäude Old Bailey in London ereignet sich im Jahr 2010 ein ungewöhnlicher Zwischenfall. Detektive William Layton-Fawkes rastet beim Freispruch des mutmaßlichen und sogenannten Feuerbestatters vollkommen aus. Er geht auf ihn los, prügelt diesen fast zu Tode und landet danach in der Psychiatrie .4 Jahre später kehrt Fawkes kurz Wolf genannt nach seiner Suspendierung in den Polizeidienst zurück und wird gleich zu einem schrecklichen Mordfall gerufen. Das was Wolf uns sein Team in einer verlassenen Wohnung vorfinden, ist grausam und bizarr. Eine Leiche, zusammengenäht aus sechs verschiedenen Körperteilen die aussieht wie eine Flickenpuppe, eine sogenannte Ragdoll. Während Wolf und sein Team noch ermitteln, erhält die Journalistin und Ex-Frau von Wolf eine Liste zugespielt, auf der sich die Namen weiterer sechs Todesopfer samt Todestag und Uhrzeit befinden. Wolf setz alles daran, den Mörder zu finden und das Leben der Menschen auf der Liste zu retten, denn nicht nur ihr Leben ist in Gefahr, auch Wolf betrifft der Fall persönlich, denn der letzte Name auf der Liste ist sein eigener...

„Ragdoll – Dein letzter Tag“ ist das Thriller-Debüt von Daniel Cole, der Auftakt einer Reihe und gleich von Beginn an spannend und fesselnd. Detektive William Layton-Fawkes, kurz nur Wolf genannt, muss sich mit einem äußerst grausamen Serienmörder befassen, der seine nächsten Opfer auf einer Liste zusammengestellt und diese der Presse zugespielt hat. Für Wolf ein ganz persönlicher Fall, denn der letzte Name auf der Liste ist sein eigener. Es folgen dramatische Rettungsaktionen der mutmaßlichen Opfer und eine medienpräsente Jagd nach dem Serienmörder. Daniel Cole erzählt dies alles auf eine detailreiche und grausame Weise. Als Leser hat man das Gefühl, hautnah dabei zu sein, was Spannung pur bedeutet und den Thriller zu einem echten Pageturner macht. Dennoch bedient sich der Autor leider an einigen gängigen Klischees, die sich vor allem in den Charakteren der einzelnen Protagonisten widerspiegeln. Da wäre zum einen der polarisierende Einzelkämpfer Wolf, der wie könnte es anders sein, natürlich mit einer Exfrau aufwarten kann, dazu mit psychischen Problemen und einem Fall, der so persönlich ist, dass er eigentlich davon abgezogen werden müsste. Seine Partnerin in der Mordkommission ist vermutlich ihn in verliebt und hat ein Alkoholproblem. Das alles hätte der wirklich packende, mit verschiedenen Handlungssträngen versehene und ungewöhnliche Plot nicht nötig. Einzig der Neuling im Team, der junge Edmunds hat mir mit seiner ruhigen aber zielstrebigen und effektiven Arbeit wirklich gut gefallen. Das Ende konnte mich nicht so wirklich überzeugen, hier hätte ich einen Epilog schön gefunden. Allerdings wird es ja eine Fortsetzung geben und ich bin gespannt, ob Daniel Cole sich noch weiter steigern kann, Luft nach oben ist definitiv gegeben.

„Ragdoll – Dein letzter Tag“ von Daniel Cole ist definitiv ein spannender, packender und auch ungewöhnlicher Thriller mit kleinen Schwächen. Ich bin sehr gespannt, wie sich der Autor wie auch die Protagonisten im Laufe der Reihe weiterentwickeln. Ragdoll hat mich definitiv gut unterhalten und ich gebe gerne eine Leseempfehlung.

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Tags: debüt, london, serienmörder, thriller-reihe   (4)
 

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

berlin, krimi, berli, mordkommission, debüt

Die letzte Farbe des Todes

Philipp Reinartz
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442486274
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Aus dem Berliner Westhafen wird eine als Matrose kostümierte Leiche geborgen, mit einem seltsamen lilafarbenen Punkt im Nacken. Ein Fall für den Leiter der neu gegründeten Sondereinheit der Berliner Mordkommission. Jerusalem „Jay“ Schmitt findet schnell heraus, dass es sich bei dem Toten um den Chef eines renommierten Berliner Hotels handelt. Nachdem in verschiedene Richtungen ermittelt wird, taucht bald eine zweite Leiche auf, ebenfalls mit einem farbigen Punkt im Nacken markiert. Jerusalem Schmitt sucht nach Berührungspunkten, nach den Gemeinsamkeiten, die die Toten miteinander in Verbindung bringen, ihn dadurch schneller zum Täter führen. Bei seinen Ermittlungen wird Vergangenes plötzlich aktuell und Jay kommt dem Mörder näher und näher…

„Die letzte Farbe des Todes“ ist der erste Kriminalroman von Philipp Reinartz und somit der erste Fall für den Ermittler Jerusalem „Jay“ Schmitt. Der Start einer neuen Krimireihe macht mich immer neugierig, der ansprechende Klappentext ließ mich auf einen spannenden Fall hoffen. Ich würde nicht enttäuscht. In wirklich kurzen und spannenden Kapiteln jagt der Leser zusammen mit dem jungen und unkonventionellen Schmitt einen Mörder, der seine Leichen ungewöhnlich in Szene setzt und sie dabei auch noch mit farbigen Punkten markiert. Die Ermittlungen führen auf der Suche nach dem Täter scheinbar einmal quer durch Berlin und zeigen eine facettenreiche und bunte Hauptstadt. Rasant und mit vielen abwechslungsreichen Handlungssträngen führt der Autor durch seinen Kriminalroman, mehr als einmal setzt er falsche Spuren bis zum schließlich überraschenden Ende. Reinartz hat einen ungewöhnlichen Schreibstil, fast schon poetisch jongliert er mit den Worten, der Sprache und versetzt den einen oder anderen Satz mit seinem ganz besonderen Humor. Mit Jerusalem Schmitt hat der Autor einen sehr individuellen Ermittler erschaffen, sympathisch aber alles andere als langweilig, ein Mann mit Ecken und Kanten und seinen ganz eigenen Vorstellungen. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieser Charakter im Laufe der Reihe weiterentwickeln wird.

„Die letzte Farbe des Todes“ von Philipp Reinartz ist ein wirklich gelungener Auftakt zu einer neuen Kriminalroman-Reihe. Ein interessantes Verwirrspiel und eine Mörderjagd durch Berlin, kurze, knackige Kapitel die den Spannungsbogen halten und ein toller Schreibstil mit viel Wortwitz versprechen Lesevergnügen pur. Voller Vorfreude auf den zweiten Teil der Reihe gebe ich hier gerne eine Leseempfehlung!

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Tags: berlin, familiendrama, hauptstadt, sondereinheit, vergangenheit   (5)
 

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53 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

psychothriller, berlin, intrige, stade, susanne kliem

Das Scherbenhaus

Susanne Kliem
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei carl's books, 20.03.2017
ISBN 9783570585665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Carla Brendel führt mit ihrem Schwager ein renommiertes Restaurant in ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland in der sie auch ein hübsches kleines Bauernhaus bewohnt. Seit dem Krebstod ihrer Schwester sind Familie und Freunde enger zusammengerückt. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht der Stalker, der Carla seit Monaten das Leben zur Hölle macht und ihr bedrohliche Fotos schickt. Dann meldet sich aus heiterem Himmel ihre Halbschwester Ellen, die in Berlin lebt und Carla um ein Gespräch bittet. Doch kurz nach deren Ankunft in Berlin verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Carla beschließt in die luxuriöse Wohnanlage „Safe Haven“ zu ziehen, die mit dem Neuesten an Sicherheitstechnik ausgestattet ist. Hier fühlt sie sich sicher und beschützt. Die Frage, ob Ellens Tod ein Unfall oder ein Verbrechen war, lässt die junge Frau nicht zur Ruhe kommen und sie beginnt über die Bewohner der Hausgemeinschaft nach Antworten zu suchen. Je länger Carla in „Safe Haven“ lebt, desto seltsamer kommen ihr die Bewohner vor. Es scheint, als würden alle nach eigenen Regeln und Gesetzen leben und in Carla Brendel wächst die Vermutung, hinter dem Schweigen der Hausbewohner ein Geheimnis schlummert. Noch ahnt Carla nicht, wie recht sie damit hat und in welch tödlicher Gefahr sie sich befindet…

„Das Scherbenhaus“ von Susanne Kliem ist neben „Trügerische Nähe“ das zweite Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Und wieder war ich absolut begeistert und gefesselt von Susanne Kliems klarem Schreibstil und die Art und Weise wie intelligent sie ihre Psychothriller schreibt und aufbaut. Je tiefer man in die Story eintaucht, „Safe Haven“ und seine Bewohner näher kennen lernt, desto mehr erfasst einem eine subtile Stimmung und absoluter Nervenkitzel. Sollte das moderne Haus mit all seiner Sicherheitstechnik doch ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, so bewirkte es bei mir – zu Recht wie sich herausstellt – das absolute Gegenteil. Auch wenn nicht wirklich viel passiert, so ist man doch permanent in Alarmbereitschaft und steht unter einer ganz besonderen Anspannung, so als wäre man selbst in „Safe Haven“ zu Hause. Susanne Kliem führt den Leser durch verschiedene Wendungen immer wieder in die Irre, so dass man bis zum Schluss im Dunkeln tappt. Zwar hatte ich einen Verdacht bezüglich des Täters, war mir aber nie wirklich sicher. Die Charaktere sind der Autorin für meine Begriffe perfekt gelungen. Sie sind vielschichtig, authentisch und überzeugend und alle sind miteinander verbunden durch ein Konstrukt von Macht, Intrige und Abhängigkeit. Auch wenn das Ende ein kleines bisschen konstruiert wirkt und ich im ersten Moment etwas enttäuscht zurückgelassen wurde, hat mich das Buch wirklich überzeugt.

Geprägt von einer faszinierenden Kulisse, ist „Das Scherbenhaus“ von Susanne Kliem ein wirklich gelungener und hochspannender Psychothriller voller Atmosphäre, der durch seine permanent bedrückende Stimmung, auch ohne viel Action, für einen ganz besonderen Nervenkitzel sorgt. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und habe mich aller bestens unterhalten gefühlt. Von mir gibt’s eine absolute Leseempfehlung!

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Tags: berlin, intrige, macht, moderne sicherheitstechnik, psychothriller   (5)
 

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172 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

glühbirne, erfinder, edison, stromkrieg, westinghouse

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Romane

Rezension:

Interessanter Roman zur Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden?

Ende des 19. Jahrhunderts in New York. Der junge und talentierte Rechtsanwalt Paul Cravath erhält seinen ersten eigenen Auftrag. Sein Mandant ist kein geringerer als der Industrielle George Westinghouse. Dieser befindet sich mit dem scheinbar übermächtigen Erfinder Thomas Edison in einem erbitterten Streit um das Patentrecht an der Glühbirne, eine bahnbrechende und lukrative Erfindung für denjenigen, der das Monopol darauf bekommt. Edison erscheint jedes Mittel recht hier als Gewinner vom Platz zu gehen, denn ein Sieg würde Ruhm, Reichtum und Macht bedeuten. Westinghouse setzt alle Hoffnungen in den jungen Anwalt, wird Paul Cravath zum Stolperstein für den großen Thomas Edison?

Meine Meinung:
In dem Roman „Die letzten Tage der Nacht“ von Graham Moore geht es um den großen Stromkrieg Ende des 19. Jahrhunderts und um die spektakuläre Erfindung der Glühbirne. Ehrlich gesagt, war ich mehr als skeptisch, ob dieses Buch meinem Interesse entspricht, doch ich wurde angenehm überrascht.

In relativ kurz gehaltenen Kapiteln, die alle mit einer aussägekräftigen Überschrift und einem Zitat einer bekannten Persönlichkeit beginnen, erzählt Graham Moore aus der Sicht des jungen Anwalts Paul Cravath die Geschichte um den Glühbirnen-Streit zwischen Thomas Edison und George Westinghouse. Bildhaft und atmosphärisch schildert der Autor das New York im Jahre 1888 und bringt dem Leser die Wissenschaft und die mit ihr einhergehenden technischen Erläuterungen z.B. zum Gleich- und Wechselstrom, verständlich und auf faszinierende Art und Weise näher. Wirklich interessant war für mich, das einige, im Buch beschriebene und meines Erachtens präzise recherchierten Ereignisse wirklich geschehen sind und das es manche erwähnten Protagonisten wie z.B. Nicola Tesla, tatsächlich gab.

Stellenweise liest sich der Roman fast wie ein Krimi, spannend und fesselnd. Auch ein Hauch von Romantik in Form einer kleinen Liebesgeschichte wurde gekonnt in der Story verankert. Dennoch gab es für mich auch einige Abschnitte, die etwas zäh und langatmig zu lesen waren.

Mein Fazit:
Mit seinem Roman „Die letzten Tage der Nacht“ ist Graham Moore nicht nur ein ganz außergewöhnliches Buch, sondern auch eine spannende und äußerst unterhaltsame Komposition von historisch belegten Ereignissen, Personen und Fiktionen gelungen. Auch wenn die eine oder andere Länge den Lesefluss etwas bremst, mir hat es schöne und interessante Lesestunden beschert.





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Tags: edison, erfinder, glühbirne, new york, stromkrieg   (5)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

graugänse, gänsekinder, sommer, natur, veränderung

Plötzlich Gänsevater

Michael Quetting
Fester Einband
Erschienen bei Ludwig, 13.03.2017
ISBN 9783453280915
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zum Inhalt:
Michael Quetting, Laborleiter am Max-Planck-Institut soll für ein wichtiges Forschungsprojekt Graugänsen beibringen, ihm und seinem Ultraleichtflugzeug zu folgen und somit der Wissenschaft wichtige Daten zu übermitteln. Doch der Sommer mit den sieben Graugänsen wird für Quetting weit mehr als nur ein Projekt zu Forschungszwecken. Er wird zum Gänsepapa, sein Herz wird im Sturm von den sieben Küken erobert, sein Leben auf wundersame Weise entschleunigt. Auf einmal verweilt er nur im hier und jetzt und lernt, im Einklang mit der Natur und dem Rhythmus seiner sieben Gänschen zu leben. Ein Sommer zwischen Gänsekacke, Forschungsergebnissen und großen Gefühlen…

„Plötzlich Gänsevater“ von Michael Quetting ist ein Buch, das mich ab dem ersten Satz „Ich bin hochschwanger mit Neunlingen“ in den Bann gezogen und dann bis zum Ende nicht mehr los gelassen hat. Sehr anschaulich und herrlich humorvoll erzählt Quetting von seinem Sommer mit Gloria, Nils, Nemo und Co. und lässt den Leser somit teilhaben an einem einzigartigen Abenteuer. Vom mühsamen Schlüpfen, das Entdecken der Welt bis hin zu den ersten Flugversuchen, man durchlebt zusammen mit dem Gänsepapa die verschiedenen Stadien der Gefühle wie z.B. Freude, Sorge und vor allem den Stolz auf seine Gänsekinder, hautnah mit. Der Autor schreibt absolut erfrischend, sehr persönlich und frei von der Seele weg und ich habe beim Lesen ganz oft vergessen, dass es sich hierbei ja eigentlich um ein Forschungsprojekt handelt. Die Offenheit mit der Michael Quetting auch seine persönlichen Veränderungen durch dieses Projekt beschreibt, hat mich wirklich beeindruckt und am Ende ist auch mir der Abschied von den flügge gewordenen Gänsen sehr schwer gefallen.

„Plötzlich Gänsevater“ von Michael Quetting ist viel mehr als nur ein Forschungsbericht. Es ist ein Buch über einen ganz besonderen Sommer, humorvoll und beeindruckend, voller Gefühl, Selbsterkenntnis und wissenswerten Fakten über Gänse, die ich jetzt mit völlig neuen Augen betrachten werde. Ich habe das Buch verschlungen und von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Von mir gibt’s eine uneingeschränkte Leseempfehlung! 

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Tags: forschung, gänsekinder, graugänse, natur, sommer, veränderung, wissenschaft   (7)
 

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23 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Hart auf Hart

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423145152
Genre: Romane

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114 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

usa, armut, gesellschaftskritik, immigration, mexico

América

T. C. Boyle ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2006
ISBN 9783423209359
Genre: Romane

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94 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

mord, schweden, stockholm, thriller, rache

Der Mörder und das Mädchen

Sofie Sarenbrant , Hanna Granz
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.02.2017
ISBN 9783352008931
Genre: Krimi und Thriller

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

mord, autorin, krimi, lesereise, eifel

Lesereise in den Tod

Jürgen Schmidt
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 19.01.2017
ISBN 9783958130807
Genre: Krimi und Thriller

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214 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

smoke, london, rauch, fantasy, 19. jahrhundert

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

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