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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

andrea bielfeldt, alte legende, ring, andrea bielfeld, bann der ringe

Das Blut des Mondes

Andrea Bielfeldt
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 02.10.2013
ISBN 9781492878032
Genre: Sonstiges

Rezension:

Handlung

ACHTUNG: SPOILERGEFAHR!

„Das Blut des Mondes“ ist der zweite Band der „Nilamrut“-Trilogie.

Nachdem Cat und Ric endlich zusammengefunden haben, scheinen ihre Ringe auch endlich „zufrieden“ zu sein. Wie zwei Seelen, die sich endlich wieder gefunden haben, strahlen sie vor sich hin und wirken friedlich.

Auch Ann hat ihre große Liebe in Levian gefunden. Alles könnte perfekt sein, wenn man den Fluch nicht im Hinterkopf hätte, der noch immer eine Gefahr für Cat und Ric darstellt. Oder ist er vielleicht durch das bloße Zusammenbringen der Ringe schon gebrochen?

Levian offenbart seinen neuen Freunden, dass auch er einen Ring hat, doch entgegen der Prophezeiung hat er die falsche Farbe. Wie kann das sein? Was steckt dahinter?

Aber nicht nur um Levians Ring gibt es Geheimnisse. Auch Ann scheint etwas mit dem Fluch der Freunde zu tun zu haben. Ann ist geschockt, von dem, was sie herausfindet. Kann sie ihr Schicksal und das ihrer Freunde abwenden? Gemeinsam versuchen die vier Licht ins Dunkel zu bringen, um ihre  jungen Lieben endlich sorglos genießen zu können.

Und als wäre das nicht schon schwer genug, zickt Dionne immer mal wieder dazwischen.

Layout

Das Cover ist so schön und mysteriös wie beim Vorgänger. Warme Erd- und Bronzetöne geben einen Einblick in ein Reich voller Träume. Kaum hatte ich das Buch ausgepackt, fühlte ich mich wieder an Michael Endes „Fantasia“ erinnert. Im Vordergrund schemenhaft zu erkennen eine Art Ruine auf einem Berg, dahinter erstrahlt, fast wie eine Sonne, ein riesiger Ring. Durch Nebel hindurch kann man ein Schloss erahnen und den Abendhimmel mit einem prallen Vollmond erkennen.

Im oberen Drittel findet man in klarer und großer Schrift den Namen der Autorin und den Titel.

Die Kapitel sind übersichtlich gestaltet. Gedankensprünge werden durch kleine geschnörkelte Ornamente voneinander abgegrenzt.

Sehr gut gefällt mir die Schrift der Kapitelüberschriften.

Fazit

Was soll ich sagen? Hundert Seiten waren vorbei, mein Wissen über Band eins wurde aufgefrischt und ich begleitete zwei frisch verliebte Pärchen. Noch nicht wirklich spektakulär, möchte man meinen. Aber die Autorin versteht es, einen mitzunehmen. Man ist stummer Beobachter und begleitet Cat, Ric, Ann und Levian. Man fühlt, was sie fühlen, lacht, wenn sie lachen und weint, wenn ihnen zum Weinen zumute ist.

Der Spannungsbogen wird ständig aufrecht erhalten. Kaum denkt man, es ist so klar, wo die Reise hin geht, kommt eine nächste Offenbarung, dass doch nicht alles so ist, wie es scheint.

Die einfache Sprache tut ihr übriges. Lesen und nicht nochmal überlegen zu müssen, was will die Autorin mir damit sagen, macht „Das Blut des Mondes“ zu einem kleinen Leckerbissen für zwischendurch.

Die Charaktere gefallen mir weiterhin sehr gut und nach Band eins, wurden meine Einschätzungen gefestigt. Irgendwie mochte ich Dionne schon zu Anfang nicht. Tja, tu ich immer noch nicht.  Alle anderen Hauptcharaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich bin mit ihnen durch dick und dünn gegangen und hatte das Gefühl, wenn ich das Buch zur Seite lege, werde ich sie im Stich lassen.

Also blieb ich bei den vieren, las weiter und weiter, Seite um Seite, und auch wenn man mir jetzt sagt, wie es einige Kritiker von Rezensionen ja gerne mal tun, es sei nur eine leere Floskel, gebe ich es jetzt trotzdem von mir: Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Gestern bekommen und zack in nicht mal acht Stunden durch. Da musste sogar meine Lieblingssendung zurückstecken. Und wenn eine Geschichte es schafft, mich von meinem Tagesablauf abzuhalten, dann hat es die Autorin geschafft. Wo die Liebe eben hinfällt. Danke, Andrea Bielfeldt, für eine neue Liebe!

Ich war ein wenig traurig, nein, sehr, traurig, als ich die letzten Seiten las und wusste, gleich ist es vorbei. Aber laut Andrea Bielfeldt soll es Band drei schon im Sommer 2014 geben.

Ich werde gespannt die Internetaktivitäten verfolgen, um wieder die Erste zu sein, die das sicherlich spannende Finale lesen wird.

Und ich kann Andrea Bielfeldt  nur eins sagen: Wehe es stirbt jemand, ich will ein tränenreiches, herzerwärmendes und schmalziges Happy End!

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521 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

england, geheimnis, familie, liebe, vergangenheit

Das geheime Vermächtnis

Katherine Webb , Katharina Volk
Flexibler Einband: 542 Seiten
Erschienen bei Diana, 08.08.2011
ISBN 9783453355460
Genre: Romane

Rezension:

Handlung

Die Schwestern Beth und Erica haben von ihrer Großmutter das Herrenhaus „Storton Manor“ geerbt. Der letzte Wille der Verstorbenen ist, dass die beiden dort  zusammen Leben. Viele Erinnerungen hängen jedoch an diesem Haus. Das schrecklichste, was sich dort ereignet hat, war das Verschwinden von Cousin Henry, als sie noch Kinder waren. So fällt es vor allem Beth nicht leicht, sich in diesem Haus aufzuhalten. Aber egal was mit diesem Haus passiert, der Nachlass der Großmutter muss sortiert werden, und so ziehen die beiden kurz vor Weihnachten in das Haus. Sie müssen sich ihrer Vergangenheit stellen und Erica stößt auf ein weiteres, dunkles Familiengeheimnis.

Layout

Das Cover ist sehr klassisch gehalten und passt zum Inhalt. Das untere Drittel ist schwarz und man sieht den Autorennamen und den Titel des Buches. Der Rest wird dominiert von einem eisernen Tor, durch welches man im Hintergrund „Storton Manor“ sieht. Mir gefällt das Layout richtig gut, denn bisher habe ich jedes Buch mit Haus auf dem Cover geliebt.

Fazit

Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt. In der Gegenwart schildert Erica selber die Ereignisse. Dann gibt es immer mal wieder Rückblenden, die in der dritten Form geschrieben sind. Dort erfährt man die Geschichte von Ericas Urgroßmutter.

Erst tat ich mir schwer, dass Gegenwart und Vergangenheit sich auch im Schreibstil wiederfanden. Diese Sprünge im Geschriebenen ließen mich auf den ersten 100 Seiten immer wieder Inne halten. Ich wusste zwar, wo und wie ich gerade war, aber das Hin- und Hergespringe nahm mir ein wenig den Lesefluss.

Das wurde jedoch von der Spannung aufgehoben.  Die beiden Handlungsstränge werden geschickt miteinander verwoben, so dass es natürlich am Ende ein rundes Bild gibt und man Ericas Familie kennt.

Ein wenig hat es mich an die Bücher von Lucinda Riley erinnert. Aber da ich Lucinda Riley ja vergöttere, muss ich Katherine Webb einfach lieben!

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

familiengeheimnis, hawaii, familie, geheimniss, hawai

Mana Loa - Familienbande

Astrid Rose
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 13.08.2013
ISBN 9781492118206
Genre: Sonstiges

Rezension:

Handlung

In jungen Jahren erlebt Nina Lorenz eine Gewalttat, die es ihr schwer macht, eine neue Beziehung einzugehen. Doch dann lernt sie Tom kennen.

Nina hat Visionen, wenn sie fremde Menschen berührt. Sie bekommt von einer Frau, die hawaiianisch spricht, Rätsel und Aufgaben gestellt, die sie lösen muss, um diese Menschen vor igendetwas zu schützen, zu retten oder das Leben zu beeinflussen.

Tom McAllister bleibt jedoch nicht lange fremd. Er bemüht sich sehr um Nina und tut alles, um sie zu erobern und achtet sehr darauf, dass ihrer Seele nicht noch mehr Leid angetan wird.

Schnell ist klar, dass das Tom ein Geheimnis in sich trägt. Ninas Aufgabe ist es, dieses zu lösen und seine Familie wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

Zwischen den beiden entwickelt sich nach und nach tiefe Zuneigung. Als ein Anruf aus Hawaii kommt, dass in seiner Familie ein schrecklicher Unfall passiert ist, ist Nina eines klar: Sie muss mit ihm fliegen und seinem Geheimnis auf die Spur kommen, denn die Visionen häufen sich und Tom ist auf jeden Fall der Schlüssel.

 

Layout

Zunächst einmal fallen die zwei großen, gelb-weißen Blüten auf, die zwei der Ecken des Covers zieren. Die Schrift ist leicht verschnörkelt, aber klar zu lesen. Der Hintergrund ist nebulös und bietet damit einen erstklassigen Rahmen zur Geschichte. Man weiß sofort, was einen erwartet…beziehungsweise, man weiß es nicht.

Und genau das ist es, was neugierig macht. Ein Titel, der sich fremd anhört, ein Cover, welches durch seine türkise Farbgestaltung wirkt und eine Schriftart, die man einfach sofort sieht. So hat ein Buch bei mir schon gewonnen, denn dann nehme ich es in die Hand und ese den Klappentext. Sehr schön gemacht!

 

Fazit

Ich muss gestehen, dass ich die ersten hundert Seiten eher unspektakulär fand. Nina erzählt mir ihre Geschichten, durch kurze Rückblenden lerne ich ihre Vergangenheit kennen. Nina berichtet von ihren Visionen und lernt dann Tom kennen. Er ist sofort begeistert von Nina und baggert auf dezente aber offene Art und Weise. Bis zu diesem Punkt, während die Geschichte in Deutschland spielt, würde ich sagen, Liebesroman mit einem Touch Drama und Mystik. Nicht besonders spannend, aber irgendwie süß, weil ich Toms Charme und seiner Coolness einfach verfiel. Hallo? Welche Frau würde sich nicht gerne so umgarnen lassen, den Spitznamen Engel erhalten und sich über ein geschenktes Kleid, Schuhe und Schmuck freuen?

Aber dann. Der Anruf aus Hawaii. In Toms Heimat ist was Schreckliches mit einem Familienmitglied passiert und Nina beschließt, Tom zu begleiten.

Ich steig also mit Nina ins Flugzeug und Bämm, es gab kein entrinnen mehr. Ich war mittendrin in einer großen und reichen Familie im Paradies von Hawaii. Eine mystische Geisterwelt hieß mich ebenfalls Willkommen und ich wurde in die Geheimnisse und Bräuche von Hawaii mitgenommen und durfte sie druch Ninas Augen sehen.

Astrid Rose ließ Ninas Blickwinkel der Geschichte dank der flüssigen und einfachen Sprache so lebendig wirken, dass ich dachte, ich selber erlebe diese ganzen Dinge. Ich war einfach nicht mehr auf meinem Sofa, sondern in Hawaii. Ich war Nina. Und wenn das ein Buch schafft, dann kann das nur noch Liebe sein.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

london, privatdetektivin, krimi, liebe

Der Kreis des Löwen

Amelia Ellis
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.07.2010
ISBN 9783833435928
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nea Fox ist Privatdetektivin und wird auf ein altes, abgelegenes Anwesen in Nordengland gebeten, um dort einen ungewöhnlichen Auftrag zu erledigen. In dem alten Herrenhaus soll es spuken. Deshalb soll Nea zusammen mit anderen Gästen herausfinden, was es damit auf sich hat.

Schon in der ersten Nacht passieren merkwürdige Dinge. Der Strom fällt aus und  einer der Gäste beginnt mitten in der Nacht zu schreien. Er hätte einen Totenschädel auf seinem Kissen gefunden, von dem jedoch beim Nachsehen jede Spur fehlt. Außerdem entwickelt Nea Gefühle für Emilie, die ebenfalls auf dem Anwesen weilt. Diese Gefühle sind neu für Nea und sehr intensiv.

Am nächsten Tag gestaltet jeder Gast seinen Tag anders. Nea möchte mit zwei anderen Gästen das Labyrinth im Garten begutachten. Dem Schnee trotzend gehen sie los und entdecken Steinplatten auf denen lateinische Schriftzüge stehen. In der Mitte des Labyrinths sind Fußabdrücke im Schnee, die nicht von ihnen stammen. Der Verdacht, dass es irgendwo doch einen Geheimgang ins Haus hinein geben muss, erhärtet sich.

Am Abend überschlagen sich die Ereignisse. Fremde Männer greifen die Gäste im Haus an, Emilie wird entführt und Nea kann sie nur knapp retten.

Emilie kommt in Krankenhaus und für Nea geht es nach diesem Wochenende im Spukhaus erst richtig los. In London versucht sie zu ermitteln und geht auf die Jagd nach Antworten. Was steckt hinter dem Ganzen? Was waren das für Männer, was bedeuten die Inschriften in den Platten? Und vor allem, warum kann sie Emilie einfach nicht vergessen?

Layout

Das Cover ist komplett in schwarz gehalten, eine cremefarbene, klare Schrift verraten den Autor und den Titel. Auf dem Cover erkennt man im Zwielicht den Oberkörper einer Frau. Es macht einen mysteriösen Eindruck auf mich und verlockt dazu, das Buch in die Hand zu nehmen.

Die Buchseiten sind sehr eng bedruckt und die Schrift sehr klein. Zu Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten, aber zum Glück habe ich ja eine Brille.

Fazit

Ein Krimi mit Elementen die nicht neu sind. Viele Klischees werden zu Anfang bedient. Nächte mit mehreren Leuten in einem Spukhaus, Stromausfall, Menschen, die nicht sind, was sie vorgeben. Wenn es so geblieben wäre, hätte ich sicher abgebrochen.

Aber es kommt mehr. Zum einen ist Nea Fox ein Charakter, der mir sofort sympathisch war und ihre Verliebtheit zu Emilie gab dem Roman die nötige Würze.

Der Krimi wird nie langweilig. Die Autorin hält sich nicht an Kleinigkeiten auf, sondern Amelia Ellis treibt die Geschichte zügig voran. Aufkommende Fragen zu Anfang werden nach und nach aufgedröselt und langsam kann ich als Leser das Puzzle zusammensetzen.

Die einfache Sprache ließ sich flüssig lesen. Ich lege jedem Krimi-Fan die Ermittlerin Nea Fox ans Herz. Man muss sie einfach mögen und mit ihr durch dick und dünn gehen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

oliver hell

Oliver Hell - Das zweite Kreuz

Michael Wagner
E-Buch Text: 385 Seiten
Erschienen bei null, 21.06.2013
ISBN B00DJQ7U9Q
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung

„Das zweite Kreuz“ ist der dritte Roman um den Ermittler „Oliver Hell“.

Der alte Fall von Oliver Hell und seinem Team hallt noch nach und nimmt nochmal Wendungen an, mit denen niemand rechnen konnte. Der Übeltäter aus dem vorigen Fall, der eigentlich für tot gehalten wurde, taucht wieder auf und stiftet ordentlich Verwirrung bei der Polizei.

In diesen Verwirrungen findet eine erste Entführung statt. Alt wirkendes Papier, auf einer Schreibmaschine getippte Koordinaten. Diese führen zu einem Mülleimer in den Rheinauen. In diesem Mülleimer ist ein Holzkästchen hinterlegt, in dem ein Foto von einer männlichen Hand zu sehen ist. Zur gleichen Zeit meldet sich die Frau eines verschwundenen Bestatters. Kurz darauf besteht kein Zweifel mehr: die Hand gehört zu dem Vermissten.

Auf gleiche Weise verfährt der Entführer bei einer älteren Dame. GPS Koordinaten, diesmal gibt es einen Umschlag, in dem Hinweise auf die Vergangenheit der Entführten zu finden sind.

Da es jedoch keine Lösegeldforderungen vom Entführer gibt, ist es für die Staatsanwaltschaft auch keine richtige Entführung. Auf Bauchgefühle von Oliver Hell kann man da keine Rücksicht nehmen.

Was hat das alles auf sich? Und wie hängen diese Entführungen zusammen, bisher ist noch kein Muster zu erkennen.

Layout

Das Cover finde ich richtig gut. Titel des Buches und Layout des Covers passen in Schwarz-Weiß-Rot einfach perfekt zusammen. Zwei angebrannte Streichhölzer bilden ein Kreuz, vom Querbalken tropft  am Streichholzkopf Blut. Schriftart und das Streichholzbild wirken auf mich sehr gekonnt und rund. Es ergibt ein einheitliches Bild, das schon darauf hinweist, dass es sich um einen Roman aus dem Genre Krimi/Thriller handelt. Diese Kombination macht neugierig.

Fazit

Ich tat mir zu Anfang ein wenig schwer, in die Geschichte reinzukommen. Da ich die ersten beiden Bände nicht gelesen hatte, musste ich mir erst einmal ein Bild machen und hab ein wenig gebraucht, bis ich mir die Zusammenhänge der Vorbände erschließen konnte.

Aber da der neue Fall parallel aufkam, wurde ich mitgenommen und lernte Oliver Hell und sein Team schnell kennen. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte immer den Eindruck, ich würde eine Folge „CSI“ schauen. Das ist nicht negativ, sondern eher positiv. Es wurde eine Spannung aufgebaut, die mich fesselte. Die Geschichte wurde durch mehrere Perspektiven beleuchtet: Hell, der Entführer, die Entführten, sodass sich nach und nach das Puzzle zusammensetzte. Mir als Leser hat das sehr gut gefallen. Zum einen wurden nach und nach Fragezeichen aus meinem Kopf gelöscht, andere Geheimnisse wurden wiederum aufgeworfen.

Das Tempo der Story wurde so immer auf einem rasanten Pegel gehalten und ich flog förmlich durch die Geschichte. Der eine oder andere Fingernagel musste dran glauben.

Die Sprache ist einfach gehalten und man kann sich schnell in die einzelnen Charaktere hineinversetzen. Ich hab im Kopf sogar selbst den grippalen Infekt eines Charakters mit durchgemacht, so sehr war ich im Team involviert.

Als nächstes werden die ersten beiden Bände auf meinen Reader wandern, aber ich warte mit dem Lesen erst einmal, bis meine Fingernägel wieder nachgewachsen sind.

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42 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

gestaltwandler, werwolf, werwölfe, erotik, frankfurt

Kuss der Wölfin: Die Ankunft

Katja Piel
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 27.05.2013
ISBN 9781477698778
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Handlung

Anna Stubbe ist Gestaltwandlerin und hat in 422 Jahren schon viele Leben leben müssen, um nicht aufzufallen. Das Tier in ihr will immer am wieder befriedigt werden. So geht sie als Wölfin im Taunus jagen.

Sie hat ihr neues Leben in Frankfurt gerade erst angefangen. Aber schon scheinen Probleme aufzutreten. Sie verliebt sich in Sam, den Lebensgefährten ihrer Nachbarin und Freundin Alexa.  Und auch Sam kann sich dem  Reiz der Wölfin nicht entziehen.

Doch das sind nicht die einzigen Probleme, die auf Anna einprasseln. Sie bekommt angsteinflößende Kurznachrichten auf ihr Handy, welche sie ihre Vergangenheit nicht vergessen lassen. Werwölfe sind hinter ihr her und die haben nichts Gutes im Sinn. Anna braucht dringend Hilfe

Kapitelweise geht es aber auch ins Jahr 1588. Sibils Vater verändert sich zusehends. Er missbraucht seine Tochter und tut seiner Frau Gewalt an. Als er beide einsperrt, kann Sibil flüchten und Hilfe holen. Katharina, Sibils Ziehmutter, und ihr Vater werden wegen Hexerei verurteilt und hingerichtet, Sibil kann in den Wald flüchten. Dort wird sie von Werwölfen gefunden.

Layout

Das schwarze Cover zeigt im  unteren Teil die Stadtsilouette von Frankfurt. In angenehmer Schrift darüber steht der Titel. Über dem Wort „Wölfin“ findet man passend eine menschliche Gestalt, die ab der Schulter ein Wolf wird. Richtig gut und passend gewählt. An der linken Coverseite blickt man in ein mysteriös schauendes Frauengesicht. Dadurch, dass man es nur halb erkennt und das Auge gelb leuchtet, mach es neugierig und der Anblick fasziniert mich irgendwie.

Die Gestalt, halb Mensch halb Wolf findet sich auch auf den Buchseiten zwischen Szenenwechseln wieder. Das hat mir sehr gut gefallen.

Fazit

Spannend bis zur letzten Seite. Zwei Handlungsstränge, die gekonnt miteinander verwoben sind, eine Hauptprotagonistin, deren Leid und Zerrissenheit ich tief in mir gespürt habe, eine Prise Fantasy und Erotik. Das macht dieses Buch aus.

Für mich persönlich hätte es weniger Sexszenen gebraucht. Ein bisschen besser dosiert. An einigen Stellen waren diese Szenen auf jeden Fall wichtig und richtig, an anderen Stellen empfand ich sie als eher störend, weil sie dem Ablauf irgendwie nicht dienlich schienen. Aber diese Stellen habe ich dann einfach überflogen, so dass sie mein Lesevergnügen nicht geschmälert haben. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band der Trilogie.

Da hat Katja Piel eine faszinierende Welt um Werwölfe und Gestaltwandler erschaffen, in die man gerne wieder eintauchen will um dem Alltag zu entfliehen.

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

necare, mischava, dämone, necar, dämonen

Necare

Juliane Maibach
Buch: 282 Seiten
Erschienen bei Münch, Michaela, 01.05.2013
ISBN 9783000418907
Genre: Fantasy

Rezension:

Handlung

Gabriela hat nun endlich ihren Hexennamen „Force“ erhalten und freut sich auf ihr zweites Schuljahr in Necare. Doch zunächst wird sie noch eine Woche der Sommerferien bei ihrem Vater verbringen. Diese Woche ist jedoch mehr als enttäuschend für Force. Ihr Vater hat kaum Zeit für sie, so dass ein Kennenlernen nicht wirklich stattfindet. Dann lernt Force noch weitere Aspekte der Hexenwelt kennen, die ihr gar nicht gefallen. Menschen werden als Objekte zweiter Klasse behandelt und sind für die Hexen in Necare nur billige Angestellte. Dämonen sind noch einen Rang niedriger gestellt und werden wie Sklaven behandelt. Force ist entsetzt über diese Strukturen in Necare, doch ihre Freundinnen können daran nichts Schlimmes finden, denn schließlich war es schon immer so.

In der Schule angekommen, dreht sich Anfang des Schuljahres erst einmal alles um Nights Geburtstag. Auch Force hat ihm was gekauft, ein Armband, welches jedoch von Herrn Grant im Unterricht einkassiert wird. Force entwendet das Geschenk jedoch wieder und entdeckt, dass der Lehrer anscheinend eine verbotene Substanz versteckt.

Das scheint ein wirklich spannendes Jahr in Roldenburg zu werden.

 

Layout

Das Cover hat sich im Vergleich zu Band eins nicht verändert, dasselbe gutaussehende und verträumt dreinschauende Mädchen, von Ornamenten umgeben, blickt vom Cover. Nur ist die Farbe diesmal violett. Ich mag das Cover, obwohl es so einfach gestaltet ist, immer noch.

 

Fazit

Ich bereue ganz und gar nicht, dass ich dem zweiten Band eine Chance gegeben habe. Force scheint ein wenig gereifter zu sein. Natürlich steht sie nach wie vor auf Night, aber ich lese es nicht mehr auf jeder zweiten Seite. Diesmal steht auch ihre Clique ein wenig mehr im Vordergrund, so dass ich jeden ein bisschen besser kennenlernen kann. In dem Punkt ist der zweite Band auf jeden Fall eine Steigerung.

Außerdem fand ich es ganz angenehm, dass ich länger in Geschehnissen verweilte. Die Geschwindigkeit der Geschichte wurde auf jeden Fall ein wenig gedrosselt, so dass mehr Zeit war, dass sie auf mich wirken konnte.

Ich hatte dadurch schon manchmal den Eindruck, dass Force mich berührt, ich ihre Gedankenwelt vielleicht erahnen kann. Aber leider blieb es dabei. Force ist mir immer noch recht fremd. Ich bekomme zwar die Geschichte von ihr erzählt, aber ihre Gefühle erreichen mich einfach nicht. Ich habe zwar zum Beispiel gemerkt, dass  sie ist traurig, weil sie ihren Vater nicht richtig kennenlernen konnte, aber es kam nichts an. Force ließ es nicht zu.

Da sollte die Autorin vielleicht beim dritten Band noch ein wenig den Fokus drauf setzen.

Im Herbst kommt schon der dritte Teil von Necare. Wenn Juliane Maibach es jetzt noch schafft, der lieben Force noch ein bisschen mehr Charaktertiefe zu geben, damit man sie besser kennenlernen kann und Force mehr von ihren Gefühlen und Gedanken preis gibt, dann wird das nächste Schuljahr fantastisch.

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

fantasy, nicholas vega, suche, all age, zauberei

Demor - Einfach bösartig

Nicholas Vega
E-Buch Text: 294 Seiten
Erschienen bei null, 20.07.2013
ISBN B00E2YXGCY
Genre: Sonstiges

Rezension:

Handlung

Demor ist 600 Jahre alt und in Fantastika als „Der-dessen-Name-genannt-werden-darf“  als  der Bösewicht aller Bösewichte bekannt. Wie das aber mit Bösewichten so ist, wird er immer von den Helden besiegt, egal wie sehr er sich auch anstrengt. Immer wieder geht er als Verlierer aus einem Kampf. So sind die Regeln in Fantastika.

Demor will und kann das so nicht länger hinnehmen. Von einem Menschen erfährt Demor, dass ein Typ namens Syxpak der richtige Ansprechpartner. Der Held aller Helden hat das Wissen, wo die Gesetze versteckt werden. Ein  Kerl, der sich der Erzähler nennt, behütet diese Regeln und hat die Macht diese zu  ändern.  

So macht Demor sich auf den Weg  aus der Unterwelt, die er schon 300 Jahre nicht mehr verlassen hat. Für Demor müsste das doch ein Leichtes sein, aus diesem Höhlensystem zu finden. Aber mit seiner Orientierung ist nicht mehr viel los. Zum Glück trifft er auf den Ork Bult, den er kurzerhand mitnimmt auf den Weg zu Syxpak.

Oben angekommen, ist die Reise jedoch nicht minder beschwerlich. Die Bevölkerung von Fantastika ist nicht unbedingt Fan von Demor.

Aber er trifft auf Seinesgleichen, die ebenfalls Nutzen davon tragen, mal ein ernstes Wörtchen mit Sykpak zu reden und dem Erzähler mal die Meinung zu geigen. So schließen sich noch der kopflose Reiter und die eiserne Jungfrau der bunten Truppe an. Gemeinsam ziehen sie in den Kampf gegen den schillernden Helden, um endlich Macht zu bekommen, was vor allem Demor, seiner Meinung nach, nach 600 Jahren Niederlage, endlich zusteht.

Layout

Durch einen dunklen Mauerdurchbruch erkennt man eine dunkle Gestalt mit rotleuchtenden Augen. Sie hat einen Stab mit einem Totenkopf in der Hand und wirkt bedrohlich. Rechts und links des Durchgangs sind Säulen mit beflügelten Teufelsstatuen zu sehen. In der Tür scheint lila Nebel zu wabern. Der Titel ist in lila geschrieben.

Mir gefällt dieses Cover irgendwie. Er wirkt magisch und geheimnisvoll. Die Zeichnungen sind sehr gelungen und geben mir viel Spielraum. Für mich ist diese Gestalt Demor, dem ich in meiner Fantasie noch ein Gesicht geben darf.

Fazit

Ähm, was soll ich sagen? Zu Anfang, muss ich zugeben, fühlte ich mich ein wenig auf den Arm genommen. Meint der Autor das ernst? Aber ich ließ mich drauf ein  und nun lautet das Urteil: GENIAL.

Eine Mischung aus „World of Warcraft“ in der ein Antiheld wie“ Shrek“ durch die Gegend läuft und in „Ralph reicht´s“ Manier sein Schicksal ändern will. Nur will Demor nicht gut werden, sondern als Bösewicht endlich selbst mal siegen.

Herrlich!

Die Charaktere sind alle so glaubwürdig dargestellt, dass man sie einfach lieben muss, auch wenn sie ja alle zu den Bösen in Fantastika gehören.

Der arme alternde Demor, der mich irgendwie immer an meinen Papa erinnert hat, war einfach genial. Ein alternder, knöchiger Greis, der schon Probleme mit seiner Atmung hat und hin und wieder schon Züge von Altersstarrsinn zeigt. Man musste ihn einfach lieb haben und ich bin gerne mit ihm durch Fantastika gereist.

Syxpak erinnerte mich schon allein beim Lesen an „Prince Charming“. Manchmal reichen perfekt gewählte Namen die dann einfach Programm im Kopf sind.

Aber auch alle anderen Charaktere sind super ausgearbeitet und alle versprühen ihren ganz eigenen Charme. Vor allem der Ork Bult hat sich in mein Herz geschlichen. Der Autor gibt Bult seine ganz eigene Orksprache, in der die Satzstellung eher verwirrend ist und Wörter wie „worgosh“ für Boss und andere Ausdrücke einfach ersetzt werden. Nach kurzer Zeit fand ich das aber völlig normal und habe selber wie Bult gedacht.

Mit gekonntem Wortwitz und seinem sehr angenehmen Schreibstil versteht es Nicholas Vega seine Leser nach Fantastika zu entführen und gut zu unterhalten.  Mal was ganz anderes und herrlich erfrischendes, was man unbedingt mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Augenzwinkern lesen muss.

Ich auf jeden Fall habe immer wieder herzhaft lachen können. Alle die sich im Fantasy-Genre zu Hause fühlen, werden Demor lieben. Alle Klischees findet man wieder und diese werden einfach übertrieben oder umgedreht.  Grotesk wirkt dieses jedoch nie, sondern immer gut dosiert und gekonnt. Beim Lesen hatte ich immer das Gefühl, ja warum eigentlich nicht? Warum muss eigentlich immer das Gute siegen?  Und wie fühlen sich die armen missverstandenen Bösen? Mach mal Demor, entthrone mal den Erzähler und änder diese blöden Regeln.

Wer vor dem Lesen noch schlechte Laune hat, der wird nach der Story einfach nur noch ein Grinsen auf dem Gesicht haben. Ich hatte amüsante drei Lesetage muss mich beim Autor herzlich bedanken.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

necare, verlockung, maibach, juliane

Necare

Juliane Maibach
Flexibler Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Münch, Michaela, 18.03.2013
ISBN 9783000411793
Genre: Fantasy

Rezension:

Handlung

Gabriela scheint ein ganz normales Mädchen zu sein. Sie wächst bei ihrer Mutter auf. In der Schule ist sie nicht besonders beliebt und ist täglich Sticheleien ausgesetzt. Da kommt es wie gerufen, dass Gabriela eine Einladung des Internats „Roldenburg“ erhält, eine „Elite- und Internatsschule der hohen Magie“. Gabriela erfährt erst jetzt, dass sie wohl eine Hexe ist. Ihr Vater, ein großer Hexer, hat ihr diese Macht vererbt und so gehört auch Gabriela in die andere Welt, in die Welt „Necare“.

Sie kann das alles gar nicht glauben, denn bisher hat Gabriela von ihren magischen Fähigkeiten nicht viel gemerkt.  Doch sie entscheidet sich für dieses Internat, schließlich kann ihr Leben nur besser werden. Ohne viel Gerede und Brimborium verabschiedet sie sich von ihrer Mutter und wird von Laurent, einem Lehrer der Roldenburg-Schule abgeholt.

Es folgen die schultypischen Prozederen. Anmeldung, Stundenplanübergabe und Zimmerverteilung. Gabriela teilt sich ein Zimmer mit fünf weiteren Mädchen. Die sind jedoch zunächst nicht begeistert von dem Neuzugang. Sie ist eine aus „Morbus“, wie die Welt der Menschen in „Necare“ genannt wird. Und dann ist sie auch noch eine von denen, die sich in die Schule eingekauft haben. Eine Hexe ohne Fähigkeiten, nur weil ihr Papa ein Hexer ist. Ihre Zimmergenossinnen verabscheuen solche Mitschüler und können es nicht gutheißen. Denn schließlich gibt es diese schon genug auf der Schule.

Wäre das nicht schon genug für Gabriela, lernt sie zu allem Überfluss auch noch Night kennen. Er  bringt Gabriela förmlich um den Verstand und sie bekommt ihn einfach nach mehr aus dem Kopf.

Da steht ihr ja ein tolles Schuljahr bevor.

Layout

Das in lila und schwarz gestaltete Cover ist das seit der „Twilight“-Triologie Standard-Fantasy Bild. Wenn man sowas in der Hand hat, weiß man sofort wo der Hase läuft. Prominent sieht man das Gesicht einer jungen Frau, welches verträumt vom Cover schaut. Filigrane Ornamente schmücken die linke Seite auf lila Untergrund. Der Titel ist in Schnörkelschrift im unteren Teil des Covers zu finden. Aber obwohl es so Standard ist, mag ich es irgendwie. Es wirkt sehr harmonisch und ich habe beim Anblick des Mädchens schon das Bedürfnis, sie kennenzulernen. Sie scheint ein Geheimnis bewahren zu wollen. Vielleicht das Geheimnis von „Necare“?

Fazit

Kurz, Harry Potter gemixt mit Twilight, dann noch ein bisschen Highschool-Musical-Feeling dazugetan und schon hat man die Mischung in Necare.

Eigentlich fand ich den Klappentext sehr überzeugend und auch die Idee dahinter finde ich noch immer toll. In der Ich-Form geschrieben erlebt man Gabrielas Weg nach Necare und die Abenteuer im Internat. Man steckt mitten in den Gefahren die dort lauern und lernt Night kennen, der irgendwie auch nicht so ganz koscher zu sein scheint.

Für mich ging das alles erst einmal zu schnell. Schulschluss in der realen Welt, keine zwei Seiten später weiß sie, dass sie eine Hexe ist und Zack, im nächsten Abschnitt, war sie schon in Roldenburg. Obwohl ich aus ihrer Sicht die Geschichte erzählt bekam, kam bei mir nichts an. Ich hätte sie so gerne näher kennen gelernt. Ich wäre traurig gewesen, hätte ich meine Mutter verlassen müssen und wäre auf ein Internat gegangen. Bei Gabriela hat das aber nichts ausgelöst.

Auch die Mobbing-Attacken ihrer Mitschüler, bevor sie auf das Internat kommt, steckt sie für meinen Geschmack zu glatt weg. Sie war für mich zu unglaubwürdig und hat mich einfach nicht überzeugt.

Was bei Gabriela menschlich zu kurz kommt, steckt sie gefühlsmäßig dann alles in Night. Der so schön ist. Sie bekommt diesen schönen Kerl nicht mehr aus dem Kopf. Sie trifft immer wieder auf den unnahbaren Schönen und ihr Gehirn scheint auf Sparflamme zu arbeiten, wenn der Schöne in ihrer Nähe ist. Ach, erwähnte ich schon einmal, dass Night der Schönling in der Geschichte ist, bei dem die Mädchenherzen höher schlagen? Ich weiß nicht warum, aber immer wenn ich die beiden erlebt habe, habe ich Szenen aus „Highschool-Musical“ im Kopf gehabt.

Gabriela und Night schauen sich verlangend und liebend in die Augen und schmettern herzzerreißend eine Liebesschnulze.

Ich finde es schade, dass die Story bei mir so schlecht abschneidet, aber vielleicht bin ich für so viel Herzschmerz und Schnelligkeit einfach zu alt. Ich würde sie so gerne toll finden, sie lieben und von ihr begeistert sein. Aber bei mir kam leider nichts an. Dabei finde ich die Idee, die dahintersteckt, richtig gut.

Hätte Gabriela, und vielleicht auch der eine oder andere Nebencharakter ein bisschen mehr Charaktertiefe gehabt, hätte ich sie bestimmt besser leiden gekonnt.

Ich hatte beim Lesen schon das Gefühl, dass die Autorin Spaß an dem hat, was sie tut, sie hat viele Ideen umgesetzt und allein vom Storyablauf viel Abwechslung geboten. Wenn jetzt noch die Charaktere mehr zum Leben erweckt werden, indem sie einfach mehr Gefühl und Gedanken im Laufe der Geschichte preisgeben, dann wäre das eine perfekte Story.

Doch ich denke, mit ein wenig Schliff und Übung kann das was werden und ich werde mir auf jeden Fall mal den zweiten Band aus der Welt von Necare anschauen, vielleicht sind Gabriela und ihre Charaktere ein wenig gereift und der gute Night ist nicht mehr ganz so schön.

Trotzdem denke ich, dass viele, vor allem junge Mädchen, diese Geschichte lieben werden, denn Liebe gepaart mit Gefahr und Herzklopfen sind schon dabei. Vielleicht genau das richtige für Fantasy-Einsteiger.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, freundschaft, liebe, geheimnis

Im Bann der Ringe

Andrea Bielfeldt
E-Buch Text: 301 Seiten
Erschienen bei Satzweiss, 15.06.2013
ISBN 9783845012544
Genre: Sonstiges

Rezension:

Handlung

Die High-School-Schülerin Catherine, genannt Cat, hat es nicht leicht im Leben gehabt. Als sie dreizehn ist, sterben ihre Eltern und sie wächst zunächst bei ihrer geliebten „Granny“ auf. Diese verstirbt jedoch ebenfalls drei Jahre später. Nun kümmert sich ihre Tante Sasha und deren Mann um Cat. Ihr Umfeld fängt sie auf und gibt ihr Halt. Besonders ihre Freundinnen Dionne und Ann haben stets ein Auge auf Cat und geben ihr natürlich auch in Sachen Jungs den einen oder anderen Rat. Denn  in dieser Angelegenheit hat Catherine es ebenfalls nicht leicht.

Ihr Freund Stephen hat sich die kompletten Sommerferien nicht gemeldet. Dann träumt sie in diesen Wochen  von einem Jungen, den sie nicht kennt. Dieser Unbekannte geht ihr einfach nicht aus dem Kopf. Und dann haut es Catherine förmlich um. Dieser Traumtyp wird real, an ihrem ersten Schultag steht er leibhaftig vor ihr und Cat kann es kaum glauben. Bei ihrer ersten Begegnung fällt sie in Ohnmacht.

Irgendwas hat Ric an sich, was Cat sich nicht erklären kann. Er löst was aus in ihr aus und macht irgendetwas mit ihrem Ring, ein Familienerbstück,  den sie um den Hals trägt. Aus unerklärlichen Gründen erwärmt der Ringe sich immer, wenn Ric in der Nähe ist. Für Cat ist das alles sehr verwirrend und sie beschließt, Abstand von ihm zu nehmen. Sie bezeichnet  ihn in Gedanken immer wieder als „Idiot“.

Und wäre das nicht alles schon anstrengend genug, tritt tatsächlich noch ein Typ auf die Bildfläche, der Cat ebenfalls nicht ganz koscher erscheint. Wer ist dieser Levian, dem sie das erste Mal im Supermarkt begegnet?

Egal was gerade passiert, Catherine steckt mitten drin in einem Geheimnis, welches mit den beiden Jungs, ihr selbst und ihrem Ring zu tun haben scheint.

Layout

Ich liebe diese Farben. In warmen Erdtönen erkennt man eine Uhr im Hintergrund, die, wie es für mich scheint, von aufwirbelndem Sand verdeckt wird und über Wasser aufgehängt ist. Irgendwie erinnert mich dieser Ort mit Wasser, Steppe und Uhr an das „Wunderland“ von Alice oder auch an „Phantasia“ aus „Die unendliche Geschichte“. Ich blicke in eine magische Welt, die mich einlädt sie zu besuchen. Ich kann förmlich die Uhr ticken hören, die mir eine Aufgabe stellt, die ich in einer bestimmten Zeit zu erledigen habe. Das Layout erzählt eine Geschichte und ich war schon beim ersten Anblick gefesselt. Ich weiß nicht, warum mir all diese Gedanken bei dem Cover kommen, aber eins steht fest:  Es hat gewirkt. Ich konnte mich nicht entziehen. Die Verlockung des Covers war einfach zu groß.

Fazit

Mit „Im Bann der Ringe“ ist Andrea Bielfeldt ein toller Auftakt zu ihrer Trilogie gelungen.

Zu Anfang fand ich die Geschichte nicht  besonders spannend. Die Sprache war, wie für einen Jugendroman typisch, einfach gehalten und ohne große Anstrengung war man in den Geschehnissen involviert. Ich brauchte einige  Zeit um mit dem „Slang“ klar zu kommen. Aber als ich mich daran gewöhnt hatte, ließ sich die Geschichte flüssig lesen. Schnell hatte ich meine hundert Seiten geschafft  und hatte einige Schwierigkeiten, sie zusammenzufassen. Es war noch nicht viel passiert, aber ich hatte schon einige Fragzeichen im Kopf, die ich beantwortet haben wollte. Ich konnte mir nicht mal die grobe Richtung ausmalen, in die es mal gehen sollte, obwohl ich auf etwa Seite achtzig irgendwas von Hexen als kommentarlosen Hinweis hingeworfen bekam. Doch genau dieses stachelte meine Neugier noch stärker an und so blieb mir wohl nichts anderes übrig, als dabei zu bleiben.

Das viel mir nicht besonders schwer, denn vor allem Catherine hatte ich sofort in mein Herz geschlossen. Ihre Gedankenwelten waren himmlisch. Ein typischer Teenager eben, der mit seinen Gefühlen klar kommen muss und sich immer wieder selbst ermahnt. Ich musste mir das eine oder andere Mal ein Lachen verkneifen.

Auch die anderen Charaktere hatten ihren Charme und ich konnte mir jeden in der Geschichte vorstellen. Ich war die Beobachterin, die den gutaussehenden Schulsunnyboy sah, das modebewusste Püppchen, den mysteriösen Neuen, den arroganten Schönling und das Durchschnittsmädchen. Ja, ich weiß, das klingt jetzt alles nach Klischee, aber es passte alles so schön ineinander und ergab ein komplettes rundes Bild.

Vor allem fand ich es sehr gelungen, dass die Autorin immer wieder Zitate und Gedanken aus Film und Fernsehen, von Bühne und Buch, mit einfließen ließ. Immer wieder entdeckte ich meine eigenen Gedankenwelten. So taucht zum Beispiel Bruce Danelles „Drama Baby“ auf oder auch das bekannte Zitat mit der Wassermelone aus „Dirty Dancing“. Aber es klang beim Lesen nicht wie geplant oder krampfhaft gewollt, sondern es passte einfach rein, denn genau so hätte ich auch gedacht und geredet in den einzelnen Situationen. Am tiefsten bewegt war ich, als ich meinen Trauspruch  in abgewandelter Form wieder fand. „Wir sind alle Engel mit nur einem Flügel und müssen uns umarmen, wenn wir fliegen wollen!“ Himmlisch.

Die Mischung macht es. Ein bisschen was von jedem. Fantasy, Drama, Liebe, Spannung und Geheimnisse. Es nimmt dich mit, berührt dich und du hast das Gefühl gute Freunde bei den Hauptprotagonisten gefunden zu haben.

Ich lege jedem, der gerne Fantasy liest, dieses Buch ans Herz. Und auch wenn ich mich erst an die Sprache gewöhnen musste, habe ich mich schnell zurechtgefunden und es gerne gelesen. Ich würde gerne wissen wie es weitergeht und freue mich schon auf den zweiten Band.

 

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633 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 115 Rezensionen

götter, hades, liebe, mythologie, fantasy

Das göttliche Mädchen

Aimée Carter , Freya Gehrke
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.05.2012
ISBN 9783862783267
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Das göttliche Mädchen“ von Aimée Carter ist der erste Band einer Trilogie.

Handlung

An ihrem achtzehnten Geburtstag erfüllt Kate ihrer todkranken Mutter einen letzten Wunsch. Mit ihr zusammen fährt sie nach Eden, der Stadt, in der ihre Mutter geboren wurde. Kate fällt dieser Umzug sehr schwer, denn sie sind hierhin gezogen, damit ihre Mutter sterben kann.

Kate fühlt sich unwohl an der neuen Schule. Am liebsten würde sie Tag und Nacht bei ihrer Mutter am Bett wachen. Aber James und Ava, ihre neuen Mitschüler, bemühen sich um Kate. Ava lädt sie sogar noch am ersten Abend zu einer Party mit Lagerfeuer ein. Kate sträubt sich zunächst. Aber die Krankenschwester ihrer Mutter redet ihr ins Gewissen und bestärkt sie darin, Freunde zu finden. Ihre Mutter müsse doch wissen, dass es Kate auch nach ihrem Tod gut gehen werde.

So lässt Kate sich breitschlagen und wird von Ava abgeholt. Diese lockt Kate jedoch in eine Falle. Obwohl Ava weiß, dass Kate Angst vor Wasser hat, lässt sie Kate mitten in der Nacht am Fluss allein und macht sich aus dem Staub. Ava springt ins Wasser und will zurück zum Auto, als Kate nur einen dumpfen Knall hört. Im selben Augenblick treibt Ava leblos an die Wasseroberfläche.

Kate nimmt all ihren Mut zusammen und springt in den Fluss um Ava zu retten. Doch es ist zu spät. Ava ist tot. In dem Moment taucht ein Mann auf, der sich als Henry vorstellt. Er könne Ava helfen. Kate muss ihm nur versprechen, einen Deal mit ihm einzugehen.  Um was es genau geht, verrät Henry ihr nicht. Sie solle sich nur an der Herbst-Tagundnachtgleiche bereit halten und den Mythos von Persephone lesen. Dann würde sich alles klären. Henry verschwindet, als hätte es ihn nie gegeben, und Ava erwacht.

Zwei Wochen gehen ins Land, das Rätsel konnte Kate selbst  mit James und Avas Hilfe nicht lösen. Als Kates Mutter in einem sehr schlechten Zustand ins Krankenhaus kommt, tritt auch Henry wieder auf den Plan. Es ist Tagundnachtgleicht und Henry möchte, dass Kate ihren Teil der Vereinbarung einlöst. Kate weiß immer noch nicht genau, was Henry eigentlich will. Dieser klärt sie auf, dass sie einfach nur den Herbst und Winter  jedes Jahr für sechs Monate in Eden Manor leben müsse. Mehr nicht. Kate weigert sich und Henry geht mit der Drohung, dass sie schon sehen würde, was sie davon habe.

Nachdem Ava stirbt, fühlt Kate sich dafür verantwortlich und sie sucht reumütig Henry in Eden Manor auf. Der verspricht ihr, ihrer Mutter ein wenig mehr Lebenszeit zu schenken, wenn sie ihr Versprechen nun hält, damit Kate noch ein wenig mehr Zeit bleibt sich richtig von ihr zuverabschieden.

Kate willigt ein und erfährt unglaubliches über Eden Manor und deren Bewohner.

Layout

Ein Mädchen mit weißem Kleid liegt im dunklen und mysteriös anmutenden Grün. Die E´s des Titels erinnern an die griechische Antike. Ich sehe mir das Cover gerne an. Ich kann bis heute nicht genau sagen, warum. Vielleicht ist es das Mädchen, welches einen traurig anschaut. Irgendwie glaube ich, dass es Kate ist, die Angst um ihre Mutter hat. Sie schaut flehend in den Himmel und bittet die Götter, dass sie ihr helfen mögen.

Fazit

Dieses Buch habe ich lange Zeit stiefmütterlich ignoriert. Ich konnte mit dem Klappentext, der was von griechischer Mythologie erzählt, nichts anfangen. Aber irgendwas rief mich dann doch und ich kann meine anfängliche Skepsis nicht verstehen.  Kates Geschichte berührte mich. Ich spürte die Trauer um ihre Mutter so deutlich und konnte verstehen, warum sie alles für sie tun wollte. Ich würde für meine Mama dasselbe tun.

Die griechische Mythologie wurde hin und wieder nur angerissen. Ich hätte mich gerne mehr drauf eingelassen. Ich war bereit, mehr über die Götter zu erfahren. Doch viel mehr, als ein paar oberflächlich eingestreute Erklärungen und die Götter, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen, kamen nicht rum.

Doch es gibt ja noch zwei weitere Bände der Trilogie, die ich auf jeden Fall lesen möchte. Für zwischendurch einfach toll zum weg lesen und sich aus dem Alltag zu träumen.

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(2.051)

3.258 Bibliotheken, 56 Leser, 4 Gruppen, 253 Rezensionen

computerspiel, jugendbuch, thriller, erebos, sucht

Erebos

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 06.06.2011
ISBN 9783785573617
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Handlung

Von seinem Schulfreund Dan bekommt Nick eine DVD auf der ein Computerspiel drauf ist. „Erebos“ heißt es, und schon viele auf Nicks Schule sind dem Spiel verfallen.Dan weist ihn ausdrücklich darauf hin, dass er es auf keinen Fall irgendjemandem geben soll, oder gar davon erzählen soll. Nick willigt ein, verseht aber die Aufregung nicht ganz.  Nick probiert es ebenfalls aus und es fesselt ihn sofort. Es ist ein Fantasy-Rollenspiel. Durch eine Anfangssequenz, in der man noch ein namenloser Charakter ist, trifft man auf einen Toten, der ihm berichtet, wenn er bereit sei das Spiel zu spielen, solle er durch die Schlucht gehen und nach einem gelbäugigen Boten Ausschau halten. Nick ist fasziniert von der Grafik, es scheint so, als würde dieser „Tote“ ihn direkt durch den Bildschirm hindurch anschauen. Nick macht sich im Spiel natürlich auf den Weg, bis er diesen Boten findet. Dieser Bote erklärt Nick, dass es nun Zeit für den ersten Ritus sei. Der Bildschirm seines PC´s wird schwarz und das Spiel fordert ihn auf, seinen Namen zu nennen. Er will sich Gargoyle nennen, aber das Spiel möchte seinen Namen. Nachdem er auch mit Simon White scheitert, nennt er seinen richtigen Namen, Nick Dunmor.Damit gibt sich das Spiel zufrieden. Nick wird schon etwas unbehaglich zumute, woher weiß das Spiel seinen Namen? Aber für weitere Überlegungen bliebt keine Zeit, denn schon werden ihm die Spielregeln nachdrücklich erklärt. Nick hat nur diese eine Chance, dieses Spiel zu spielen, er darf es niemandem zeigen, es gegenüber niemandem erwähnen, Namen, sind tabu. Im Spiel werden die echten Namen nicht Preis gegeben, in der Realität nicht der Spielname und er müsse auf jeden Fall die Spiel-DVD sicher aufbewahren. Nachdem Nick alles mit „Okay“ bestätigt hat, geht es daran einen Charakter zu erstellen. Er wählt einen Dunkelelf und nennt sich Sarius. Und schon geht das Spiel los. Es besteht aus Kämpfen und Missionen, mit den Mitspielern kann man nur an Lagerfeuern reden. Nick bemerkt sofort, dass sich nicht alle wohlgesonnen sind. Und auch die Missionen scheinen merkwürdig, denn es gibt Aufträge, die er in der realen Welt ausführen muss, um höhere Level und Belohnungen zu erreichen. Auf seiner ersten Mission in der Realitiät trifft er auf Dan, der ihm hinter vorgehaltener Hand verrät, dass er glaube, das Spiel würde leben. Nachdem Nick als Belohnung ein T-Shirt erhält, welches eigentlich schon ausverkauft war,ist auch er irritiert. Woher weiß das Spiel, dass er sich das gewünscht hat, er hat es doch bei niemanden erwähnt. Doch für Zweifel und Angst ist es zu spät, Nick ist mitten drin in der Welt von „Erebos“.

Layout

Das Cover ist schon echt super. Der Einband des Taschenbuchs fasst sich irgendwie an wie Fofokarton, nur irgendwie samtiger. Titel und das abgebildete Auge sind im Prägedruck. Das Buch scheint einen irgendwie anzusehen, klingt komisch, aber das Gefühl werde ich bis jetzt nicht los. Ich fühl mich ein bißchen wie Nick. Wirklich starkes Layout mit einem kurzen und knappen Klappentext, der brüllt: „LES MICH!“.

Fazit

Diesem Drang bin ich nur sehr gerne nachgegangen. „Erebos“ war eine Empfehlung meiner lieben Sanny und dieser Empfehlung bin ich nur zu gerne nachgegangen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ausgewogen und spannend erzählt Ursula Poznanski Nicks Geschichte. Ich wurde gleich nach den ersten 30 Seiten mitgenommen in das Rollenspiel und hatte sogleich Bilder im Kopf, die „World of Warcraft“ schon sehr ähnelten. Und obwohl ich keine begeisterte Gamerin bin, nahm mich „Erebos“ mit und ich fand mich in einem Strudel der Emotionen wieder, aus dem es kein entrinnen gab. Ich war gefangen im Spiel, welches sich nicht nur auf die Festplatte von Nick beschränkte, sondern in der Realität von Nick gefährliche Kreise zog. Und ich steckte mittendrin und es gab kein Entrinnen. Ich war nach dem Buch genauso süchtig, wie Nick nach dem Spiel Die Geschichte fesselte mich so sehr, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte, und es nach nicht mal einem Tag gelesen war.

Am schlimmsten fand ich den Gedanken, dass das alles gar nicht so sehr an den Haaren herbeigezogen ist. Es gibt süchtige Jugendliche, die nur in dieser virtuellen Welt leben, es müssen Missionen und Aufgaben erfüllt werden, damit man weiterkommt. So weit enfernt, dass es dann vielleicht auch Missionen in der realen Welt gibt, ist das gar nicht mehr.

Zwischendurch habe ich mich an das Buch „Die Welle“ von Morton Rhue erinnert gefühlt. In diesem Buch versucht ein Lehrer in einer amerikanischen Highschool den Schülern durch ein Experiment zu erläutern, wie es zu Hitlers Macht im dritten Reich kommen konnte. „Erebos“ hat mir ebenfalls dieses beklemmende Gefühl gegeben. Wenn du nicht für sie bist, dann bist du gegen sie und musst dafür büßen.

Ich als Leser hätte Nick und seine Mitspieler am liebsten gepackt und ihnen ins Gewissen geredet, sie sollen nicht die Augen verschließen, vor den Dingen die mit ihnen passieren.

„Erebos“ wird mich wohl noch ein paar Tage festhalten, weil es, obwohl Fiktion ist, gar nicht mehr so weit weg von der Realität zu sein scheint.

Ich lege Euch dieses Buch ans Herz, lesenswert, auch für Spielunerfahrene.

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1.092 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

internat, night school, jugendbuch, liebe, schule

Night School - Du darfst keinem trauen

C. J. Daugherty , Carolin Liepins , Axel Henrici , Peter Klöss
Buch: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.12.2014
ISBN 9783841503213
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Handlung

Seit dem Verschwinden ihres Bruders rebelliert die Teenagerin Allie gegen ihre Eltern und gegen jegliche Form von Autorität. In ihrer Not greifen ihre Eltern deshalb zu drastischen Maßnahmen und schicken ihre Tochter auf das Eliteinternat Cimmeria. Nicht nur die Lage der Schule stört Allie (es liegt mitten im Nirgendwo in einem Wald), sondern auch die Regeln nerven sie gewaltig. Kein Schmuck, keine Handys, nichts ist an dieser Schule erlaubt. Und wer sich den Regeln widersetzt, wird hart bestraft. Dies muss Allie schon sehr bald herausfinden, als sie sich widerrechtlich in den Wald verirrt. Doch dabei kommt sie einem Geheimnis auf die Spur.

Was hat es mit der mysteriösen Night School auf sich, deren Existenz zwar durch die Schulordnung beschrieben, aber nicht näher definiert wird? Und was weiß Sylvain, der wohl begehrteste Junge an der Schule, der sich offenbar für Allie interessiert? Als ein Schuler getötet wird, und eine andere Schülerin Selbstmord begehen will, erkennt Allie, dass diese Schule nicht normal ist.

 

Layout

Das Cover ist im Grunde genommen ein „Standard-Fantasy-Cover“:  Ein Frauengesicht, Ornamente, nichts was man nicht schon gesehen hätte. Doch die Aufmachung ist etwas besonderes. Das Cover ist minimalistisch gezeichnet und geheimnisvoll. Die Seiten sind schön gestaltet, und der Text lässt sich flüssig lesen.

 

Fazit

Oh man. Selbst wenn ich spoilern wollte, ich könnte es nicht. Denn der Text und die Handlung sind so dicht gepackt, dass dort nicht mal für Spekulationen Platz bleibt. Die Story wird als „Vampir- und Werwolffrei“ beworben. Anfangs mag man zweifeln, doch ich kann dies nur bestätigen. Trotzdem streift irgendetwas oder irgendwer in den Wäldern herum und tötet Schüler. Aber was es mit der Schule und den Unglücksfällen auf sich hat, wird sich wohl erst in den folgenden vier Bänden der Pentalogie klären. Ich bin jedenfalls gefesselt und will unbedingt wissen wie es weiter geht. Daumen Hoch für diesen gelungenen Auftakt!

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10.507 Bibliotheken, 116 Leser, 11 Gruppen, 571 Rezensionen

erotik, liebe, sex, bdsm, ana

Shades of Grey - Geheimes Verlangen

E. L. James , Andrea Brandl , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.07.2012
ISBN 9783442478958
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Handlung

Anastasia Steele,genannt Ana, 21, Literaturstudentin. Sie wird von einer Mitstudentin gebeten, ein Interview zu führen, da sie wegen Krankheit dieses selbst nicht führen kann. So trifft Ana auf den Milliadär Christian Grey. Ana fühlt sich sogleich magisch angezogen von ihm, sie bekommt ihn einfach nicht mehr aus dem Kopf. Sie lernen sich besser kennen und er macht ihr ein „unmoralisches“ Angebot, auf das Ana sich einlässt. Ana schenkt ihm seine Jungfräulichkeit und Christian entführt sie in eine Welt, die auf keinen Fall Kuschelsex beinhaltet.

Layout

Das Cover von „Shades of Grey“ war für mich ein Highlight. Die samtige Oberfläche des Covers habe ich gerne berührt und es machte schon Lust darauf, das Buch aufzuschlagen. Die weinrote Kalla auf dem Einband ist jedoch nichtssagend und lässt keinen Schluß auf die grobe Richtung des Inhalts zu. Für mich scheint das Motiv willkürlich gewählt.

Fazit

Ich habe mir das Buch aus Neugier ausgeliehen, und muss sagen: Zum Glück habe ich es mir nicht gekauft. Ich frage mich immer noch, was alle an dem Buch finden!
Ich wusste vorher nicht, dass es eigentlich eine Fanfiction zu den „Twilight“ Romanen ist, aber mit diesem Hintergrundwissen erschließt es sich mir eher, warum ich bei Ana irgendwie ständig an Bella denken musste. Mit Ana wurde ich einfach nicht warm. Sie kam mir dumm, naiv und irgendwie hohl in der Birne vor. Entschuldigung, das ist nicht nett, ich weiß. Und ich würde das auch gar nicht als Kritikpunkt anbringen, wenn ich wenigstens ein paar Fortschritte gesehen hätten. Wenn Ana sich aus den Erfahrungen weiter entwickelt hätte. Aber immer wenn sie Christian sieht, scheint ihr Gehirn in die Hose zu rutschen, sie bekommt Knoten ins Höschen und Sabberfäden vor tierischem Verlangen in ihren Mund. Und so oft, wie es ihr die Schamesröte ins Gesicht treibt, muss sie ja dauergeleuchtet haben. Am liebsten hätte ich Ana gepackt, sie geschüttelt und sie angeprüllt, wo sie denn ihre Emanzipation gelassen habe!
Christian fand ich zu oberflächlich und er wirkte so arrogant, dass ich am liebsten ins Buch gespuckt hätte. Aber das Buch war ja nur geliehen, deswegen habe ich es mir verkniffen. So ein Großkotz. Er sieht sicher gut aus und ist ja auch reich, aber muss man da so mit angeben?
Diese ganzen pornographischen Ausführungen waren für mich nicht neu. Nichts, was man nicht auch, wenn vielleicht auch nicht bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, bei Nora Roberts finden könnte. Aber braucht man ja auch nicht. Mir ist eine kitschige Liebesgschichte, in denen aber die Menschen auch irgendwie sympatisch sind,  lieber, als dieses ständige rumgevögel. Ich habe nur 100 Seiten gelesen und das Buch dann abgebrochen. Test leider nicht bestanden. Sind die beiden aus dem Bett auch mal rausgekommen?
Ich verstehe den Hype um dieses Buch gar nicht, keine Story, keine Charakterentwicklung. Für mich bleibt es einfach nur ein billiger Porno und ist für mich persönlich einfach über.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Hello Kitty muss sterben: Roman

Angela S. Choi
E-Buch Text: 289 Seiten
Erschienen bei Luchterhand Literaturverlag, 25.10.2010
ISBN B004P1J43O
Genre: Sonstiges

Rezension:

Handlung

Fiona Yu ist 28 Jahre alt und lebt noch in ihrem Elternhaus, die streng nach chinesischer Tradition leben. Der Spagat zwischen einem modernen Leben in San Francisco und chinesischer Tardition ist nicht leicht. Zu gerne würde Fiona mehr Freiheiten haben, vor allem im Thema Sexualität und Männerwahl. Mit 28 Jahren noch zu Hause zu leben und auch noch Jungfrau zu sein bringt Fiona zur Verzweiflung, und so beschließt sie, bei der Entjungferung einfach selbst Hand anzulegen. Sie will nicht mehr mehr die stille Hello Kitty spielen und versucht eine perfide Art der Rebellion gegen ihre Kultur und auch gegen ihre FamilieBewaffnet mit einem Silikondildo und einem betäubenden Gel will sie in ihrem heimischen Kinderzimmer ihrer Jungfräulichkeit an den Kragen gehen. Doch irgendwie scheint es nicht zu klappen, es blutet nicht mal, was für Fiona ein Zeichen dafür ist, dass sie ohne Ehre geboren wurde.

In ihr regt sich ein leises Stimmchen des schlechten Gewissens. Sie beschließt sich ihr Jungfernhäutchen wiederzuholen, bei einem plastischen Chirurgen. Dort trifft sie auf einen alten Schulfreund. Mit ihm an ihrer Seite wird das Leben  spannend und aufregend. Und auch die Männer, die ihre Familie für Fiona aussuchen, lassen sich mit dem neuen Mann an ihrer Seite viel leichter ertragen, denn der hat sehr perfide Vorstellungen, wie man mit ungeliebten Blind-Dates umzugehen hat.

Layout

Dieses Buch hat mich alleine durch seine Farbe angelockt. Es ist so pink, dass es einen förmlich anschreit. Man kann an diesem Buch rein optisch gar nicht vorbei. Und dann noch der Titel und der auf niedlich gemachte Totenkopf tun den Rest dazu. Der Rockabilly-Style hat mich schon ohne die Story zu kennen neugierig gemacht. An diesem Layout kann man einfach nicht vorbei.

Fazit

Herrlich schräg, irgendwie pervers und komisch. Fionas Geschichte gegen die Traditionen zu schießen, sich selbst aber auch irgendwie treu zu bleiben, berührt einen irgendwie und ich hab, egal was Fiona getan hat, Verständnis für sie empfunden. Egal wie fies und gemein sie im Buch sich entwickelt hat, wie dunkel ihre inneresten Gedanken waren, ich war da voll bei ihr und hab dasselbe empfunden. Fionas Charakter hat mich mitgerissen und ich habe jede Seite genossen. Zwischendurch stieg mir die Schamesröte ins Gesicht, manchmal hab ich keine Luft bekommen vor Lachen, an anderen Stellen blieb mir vor Entsetzen der Mund offen stehen. Ich kann Euch das Buch nur ans Herz legen. Und auch wenn es pink, ist es nicht nur was für Frauen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Einen Lehrer liebt man nicht. Gefühlssachen

Brigitte Blobel
Fester Einband
Erschienen bei Schneider, 01.01.1991
ISBN B001G6F5LQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Handlung

Julia Brehme ist 16 Jahre alt und ein typischer Teenager. In ihrem Leben läuft gerade alles schief und nichts ist so wie sie es sich wünscht. Ihre Mutter arbeitet viel und hat kaum Zeit, ihre beste Freundin hat jetzt einen Freund. Und dann gibt es da auch noch den neuen Deutschlehrer Frank Wroblewski, von allen nur Wobbel genannt.
Als Wobbel Julia beim Bäcker wegen eines vergessenen Geldbeutels aus der Patsche hilft, ist es um sie geschehen. Wobbel geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Sie ist verliebt in ihren Deutschlehrer. Julia ahnt, dass es auf keinen Fall richtig ist, aber auch Wobbel scheint sie zu mögen, so dass sie sich auch immer öfter außerhalb der Schule treffen.

Layout

Es gibt zwei Ausführungen des schon in die Jahre gekommenen Buchs. Up to Date ist wohl keins mehr, ein Teeniegesicht und der Titel. Heutzutage nicht mehr sehr ansprechend. Aber damals hab ich da nicht drauf geachtet. Mich würde es sehr interessieren, wie man dieses Cover heute gestalten würde.

Fazit

Das war eines meiner ersten Bücher, die ich gelesen habe. Und es ist einfach hängen geblieben. Brigitte Blobel zählt eben nicht umsonst zu den beliebtesten Jugendbuchschriftstellerin. Zumindest war das in den neunzigern so. Ich habe es gerne gelesen und bin mit Julia durch Höhen und Tiefen in dieser bittersüßen Liebesgeschichte gegangen. Wenn ich heute drüber nachdenke, denke ich, man hätte aus der Thematik vielleicht noch mehr Drama rausholen können. Doch für ein Jugendbuch ist es definitiv empfehlenswert. Leider wird es nicht mehr gedruckt, aber auf diversen Bücherflohmarktseiten im Internet kann man es sehr günstig erwerben.


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1.224 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 75 Rezensionen

elfen, fantasy, liebe, orks, avalon

Elfenkuss

Aprilynne Pike , Anne Brauner
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.03.2012
ISBN 9783570401125
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Handlung

„Elfenkuss“ ist der erste Band einer vierbändigen Fantasyreihe von Aprilynne Pike.

Laurel ist 15 und ein typischer Teenager. Mit ihren Eltern ist sie erst vor kurzem umgezogen und sie fühlt sich noch nicht richtig wohl in ihrer neuen Schule. Viel lieber wäre sie in ihrer alten Heimat geblieben. Doch mit David und Chelsea findet sie schnell Anschluß und Laurel lebt sich ein. Vor allem zu David entwickelt sie ein innige Freundschaft. Er steht ihr auch bei, als Laurel plötzlich Flügel aus dem Rücken wachsen. Laurel vertraut sich nur David an, der mit ihr feststellt, dass es sich bei den Flügeln um Blütenblätter handelt. Als Laurel dann mit ihren Eltern in ihre alte Heimat fährt, da das alte Haus verkauft werden soll, trifft sie auf Tamani, und der hat ihr seltsames zu berichten, was Laurels Welt auf den Kopf stellt.

Layout

Das Buchcover ist jetzt nicht wirklich neu. Mädchengesichter, Ornamente und Schörkel verfolgen mich schon seit Monaten auf diveresen Fantasycovern. Nichtsdestotrotz spricht mich dieses Cover an. Die blaugrüne Farbgebung des Bildes haben etwas Geheimnisvolles und die Reliefschrif und die Prägungen fühlen sich gut an. Vor allem bin ich fasziniert von Laurels Blütenblättern, die die Mitte des Buchcovers zieren. Ich hab das Gefühl, dass das ich jede einzelne Blattader ertasten kann, ganz fein und filigran.

Fazit

Das war ein Buch von der Sorte Spätzünder. Die Geschichte entwickelte sich auf den ersten 100 Seiten sehr schleppend. Ich bekam nicht wirklich den Eindruck die Hauptprotagonisten Laurel kennenzulernen und auch der Held David sprach mich nicht wirklich an. Es wurde zwar erwähnt, dass Laurel irgendwie anders sei, dass sie adoptiert sei, komische Essgewohnheiten habe und immer nur mit ärmellosen Tops gekleidet sei, aber es hat mich nicht gepackt. Mir war es egal, warum das alles so ist. Aber ich hab dem Buch bis Seite 100 Zeit gelassen. Und ich wurde belohnt. Laurel trifft auf  Tamani, der durch seine Offenbarung, die ich leider an dieser Stelle nicht erwähnen kann, weil sie nach Seite 100 preisgegeben wird, die Handlung voran treibt und immense Spannung aufbaut.Ich bin Laurel die nächsten 300 Seiten gerne bis zum Schluß gefolgt und freue mich auf den zweiten Band. Wer jetzt wissen will, was Laurel so unglaubliches erfährt, der muss sich das Buch wohl besorgen (oder einfach den Klappentext lesen).

 

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