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166 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Das Herz der Kämpferin

Adrienne Young , Henriette Zeltner , Sylvia Bieker
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.10.2018
ISBN 9783959672481
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Das Herz der Kämpferin“ ist ein Jugendfantasybuch und stammt aus der Feder von Adrienne Young. Da ich die Serie „Vikings“ liebe, hatte mich der Klappentext auf Anhieb angesprochen und ich war sehr gespannt auf die Geschichte der Kriegerin Eelyn. Mit diesem Einzelband hat die Autorin ein wirklich gelungenes Debüt geschaffen. Starke Charaktere und eine wilde, raue Welt lassen das Leserherz höherschlagen.

Eelyn ist die Tochter des Clanführers und wurde von klein auf als Kriegerin ausgebildet. Denn zwischen ihrem Volk, den Aska, und dem Volk der Riki herrscht Krieg. In jeder Schlacht kämpft Eelyn Seite an Seite mit den Aska. Bis eines Tages etwas unglaubliches passiert: Mitten im Kampf entdeckt Eelyn ihren verstorbenen Bruder Iri, der nicht nur aussieht wie einer der verfeindeten Riki, sondern auch noch an deren Seite kämpft. Eelyns Welt liegt in Trümmern, denn Iri hat nicht nur sie, seine Familie und das Volk der Aska verraten, sondern auch gegen das höchste Motto eines Kriegers verstoßen: Ehre vor Leben. Aus der Not heraus entführt Iri seine eigene Schwester und nimmt sie mit zu den Riki. Eelyn ist innerlich zerrissen, denn auf der einen Seite möchte sie verstehen, wie es so weit kommen konnte, doch auf der anderen Seite beginnt sie Iri zu hassen. Und dann sind da noch die Riki, der tödliche Feind, den es zu hassen und zu verachten gilt.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des lockeren und bildhaften Schreibstils sehr leicht gefallen. Der Autorin gelingt es meisterhaft, ihren Charakteren und ihrer Welt Leben einzuhauchen. Beim Lesen entstehen direkt Bilder im Kopf, die den Leser tief in der Geschichte versinken lassen. Positiv überrascht war ich von der Liebesgeschichte. Diese entwickelt sich sehr langsam und authentisch. Die Autorin lässt der Geschichte in diesem Punkt wirklich sehr viel Raum, um sich zu entfalten. Zudem verläuft die Liebesgeschichte sehr dezent im Hintergrund. Der Fokus der Geschichte liegt mehr auf dem Verhältnis zwischen Eelyn und ihrem Bruder Iri. Gerade die innerliche Zerrissenheit von Eelyn wird von der Autorin sehr gut dargestellt. Denn Eelyn stellt fest, dass der verhasste Feind sich nicht viel von ihrem eigenen Volk unterscheidet. Hinter jedem Krieger steckt ein Mensch, der geliebt wird, der Vater oder Mutter ist und seine Liebsten beschützen möchte. Insgesamt ist dieser Einzelband gefühlsbetonter, als ich es erwartet hatte. Die Handlung ist streckenweise immer wieder sehr ruhig, konnte mich aber trotzdem mitreißen. Der einzige Wermutstropfen liegt in der Vorhersehbarkeit der Geschichte. An dieser Stelle hätte ich mir mehr überraschende Wendungen gewünscht.

Der Einzelband „Das Herz der Kämpferin“ von Adrienne Young bietet alles, was das Leserherz begehrt. Die Autorin verbindet eine grausame und raue Welt voller Brutalität mit einer zarten Liebesgeschichte. Die Handlung ist trotz vieler ruhiger Passagen spannend und vereint ausdrucksstarke Bilder mit starken Charakteren. Von mir gibt es für dieses gelungene Debüt 4,5 Sterne.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Adriana zwischen den Welten

Katharina Seck
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 04.12.2018
ISBN 9783959918923
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Adriana zwischen den Welten“ ist ein Einzelband im Bereich Jugendfantasy und stammt aus der Feder von Katharina Seck. Der Leser begleitet das unsterbliche Schleierwesen Adriana auf ihrem Weg durch die Jahrhunderte. Die Autorin punktet mit einer sehr emotionalen Geschichte, die den Leser zu Tränen rührt.

In höchster Bedrängnis entscheidet sich Adriana dazu, der Verwandlung in ein unsterbliches Schleierwesen zuzustimmen, um ihrer Situation entfliehen zu können. Doch die Unsterblichkeit ist nicht ansatzweise ein Ersatz für das richtige Leben. Jahrhundertelang hält sich Adriana von ihrer Heimat fern und durchstreift eine Zwischenwelt aus Kälte und Nebel. Nur die Erinnerung an einstige Liebe Nathan hält sie davon ab, sich der dunklen Magie völlig hinzugeben. Doch eines Tages trifft sie auf einen Jäger, der ihr gesamtes unsterbliches Leben auf den Kopf stellt.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des lockeren Schreibstils von sehr leicht gefallen. Im Gegensatz zu „Die silberne Königin“ und „Tochter des dunklen Waldes“ präsentiert die Autorin in diesem Buch einen etwas einfacheren Schreibstil, der perfekt zur jüngeren Zielgruppe passt. Die Geschichte von Adriana verläuft weitestgehend sehr ruhig und punktet mit einer düsteren Atmosphäre. Das Tempo wird ab der Hälfte des Buches gesteigert. Am Ende erwartet den Leser ein spannendes Finale, doch insgesamt lebt die Geschichte weniger von actionreichen Szenen, sondern mehr von Emotionen. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Liebesgeschichten, doch mit „Adriana zwischen den Welten“ konnte Katharina Seck mich richtig begeistern. Adriana ist eine starke Protagonistin, die man sehr schnell ins Herz schließt. Ich habe mit ihr gehofft, gelitten, gelacht und geweint. Die Geschichte ist trotz des eher ruhigeren Tempos mitreißend und treibt den Leser durch einige Höhen und Tiefen. Das Ende hat mich leicht schockiert zurückgelassen. Insgesamt konnte Katharina Seck mich einige Male überraschen und ich werde dieses Buch mit Sicherheit noch einmal lesen.

„Adriana zwischen den Welten“ von Katharina Seck ist eine unglaublich emotionale Geschichte über Freundschaft, Liebe, Verrat, Unsterblichkeit und den Tod. Das Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise voller Höhen und Tiefen und man kann sich der Geschichte kaum noch entziehen. Von mir gibt es 4,5 Sterne für diesen gelungenen Einzelband, der mich zu Tränen gerührt hat.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Der Smaragddrache

Britta Strauss
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 27.11.2018
ISBN 9783959910521
Genre: Fantasy

Rezension:

„Der Smaragddrache – Gemmas Reise“ ist der erste Band einer Dilogie und stammt aus der Feder von Britta Strauß. Die Autorin entführt den Leser in eine abenteuerliche Welt voller Krieg und Gefahren. Wer düstere angehauchte Fantasy in Kombination mit einem bildhaften Schreibstil mag, sollte sich die Reihe unbedingt anschauen.

Gemma ist die Prinzessin des Eisreiches, doch ihr Schicksal liegt im fernen Süden. Als ihr Vater sie eines Tages an den grausamen König Antares verschachert, wird sie zu einem Spielball der Mächtigen. Sowohl Antares als auch seine Hexe haben großes Interesse an der Prinzessin, doch jeder verfolgt seine eigenen Ziele. Als Gemma schließlich Tarek trifft, wird sie mehr und mehr zu einer Schachfigur im Krieg der Knochenmenschen gegen die Wilden. Tarek ist nicht nur der Prinz des Dschungelvolkes, sondern auch ein mächtiger Gegner, den Gemmas Ehemann um jeden Preis bezwingen muss. Denn in Tareks Adern soll Drachenblut fließen und die wilden Tiere des Dschungels unterstehen seinem Befehl.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen und bildhaften Schreibstils von Britta Strauß sehr leicht gefallen. Besonders das abwechslungsreiche Setting hat es mir angetan. Die Autorin entführt den Leser in das eisige Reich des Nordens, quer durch die heiße Wüste und durch (alb)traumhafte Wälder bis hin in den farbenprächtigen Dschungel im Süden. Gemmas Reise birgt viele Gefahren und der Leser trifft auf verschiedene Völker und Wesen. Britta Strauß gelingt es fantastisch, ihrer Welt und ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Beim Lesen entstehen sofort Bilder im Kopf und man kann nicht anders, als völlig in der Geschichte zu versinken. Besonders gut hat mir der wirklich langsame Aufbau der Liebesgeschichte gefallen. Hier geht nichts Schlag auf Schlag, sondern die Entwicklung schreitet langsam voran und es gibt immer wieder Rückschläge. Eigentlich kann man auch schon fast nicht von einer richtigen Liebesgeschichte sprechen, da diese sehr dezent am Rande der Geschichte verläuft. Alles andere hätte aber auch nicht zum Buch gepasst.

Nach „Indigo und Jade“ kann die Autorin Britta Strauß auch mit ihrem düsteren Fantasyauftakt „Der Smaragddrache – Gemmas Reise“ begeistern. Ihr neuer Reihenauftakt hat einfach alles, was das Leserherz begehrt. Authentische Protagonisten, ein fantastisches Setting und eine spannende Handlung lassen das Leserherz höherschlagen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Fans von düster angehauchten Fantasygeschichten.

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147 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Iskari - Die gefangene Königin

Kristen Ciccarelli , Astrid Finke
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.10.2018
ISBN 9783453271241
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da mich bereits der erste Band von „Iskari“ begeistern konnte, war die Fortsetzung für mich ein absolutes Must-read. Vor dem Lesen hatte ich etwas Sorge, dass meine Erwartungen zu hoch sind. Doch mit „Iskari 2 – Die gefangene Königin“ übertrifft die Autorin Kristen Ciccarelli den Reihenauftakt sogar noch.

Der Drachenkönig Dax ist noch jung und könnte sich ebenso zu einem Tyrannen entwickeln wie sein Vater. Um ihr Volk zu schützen, gibt Roa ihre große Liebe auf und heiratet den jungen König. Doch für den Frieden und das Wohlergehen ihres Volkes opfert sie nicht nur ihre Liebe, sondern auch einen Teil von sich selbst, denn Dax trägt die Schuld am Tod von Roas geliebter Zwillingsschwester Essie. Erst nach und nach gelingt es Roa, einen Blick unter die Maske des jungen Drachenkönigs zu werfen. Gerade als sie anfängt Dax zu verstehen, bekommt sie ein unglaubliches Angebot: Das Leben ihrer Schwester im Austausch für die Ermordung von Dax.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des lockeren Schreibstils sehr leicht gefallen. Dieses Buch dreht sich im Gegensatz zum ersten Band nur um die Protagonisten Roa und Dax. Asha und Torwin werden zwar erwähnt, haben aber nur einen sehr kurzen Auftritt. Trotzdem habe ich die beiden ehrlich gesagt nicht vermisst, da ich Roa und Dax im Laufe des Buches ins Herz geschlossen habe. Wobei das bei Dax schon ein wenig gedauert hat. Die Darstellung von Roa hat mir sehr gut gefallen. Sie möchte mutig und stark sein, weiß dann aber doch häufig nicht, was sie tun soll. Auf mich wirkte sie gerade durch diese Schwäche sehr authentisch. Besonders gut hat mir auch Roas Zwillingsschwester Essie gefallen, bzw. die tiefe Verbindung zwischen den beiden Schwestern. Die Hauptgeschichte wird immer wieder durch Rückblenden auf die Kindheit von Roa, Essie und Dax aufgelockert. Gerade diese kurzen Szenen habe ich unglaublich gerne gelesen und man bekommt nach und nach einen anderen Blickwinkel auf die Charaktere. Obwohl der Handlungsverlauf der Hauptgeschichte recht vorhersehbar ist, konnte mich das Buch trotzdem begeistern. Das lag zum einen daran, dass ich die Protagonisten noch mehr ins Herz geschlossen habe als Asha und Torwin, zum anderen aber auch an der tiefen Verbindung von Roa und Essie, wodurch die Geschichte sehr emotional wird.

„Die gefangene Königin“ ist der zweite Band der Reihe „Iskari“. Die Autorin Kristen Ciccarelli begeistert auch mit diesem emotionalen Mittelband, der die Geschichte der Zwillingsschwestern Roa und Essie, sowie des Drachenkönigs Dax erzählt. Fans von Jugendfantasy sollten sich diese Reihe nicht entgehen lassen!

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25 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Die Grimm-Chroniken (Band 8): Dornen, Rosen und Federn

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 07.12.2018
ISBN 9783038960089
Genre: Fantasy

Rezension:

„Dornen, Rosen und Federn“ ist der achte Band der Reihe „Die Grimm Chroniken“ und stammt aus der Feder von Maya Shepherd. Da ich diese Reihe liebe, war ich wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung. Auch in diesem Band punktet die Autorin mit einer spannenden Geschichte, die geschickt mit verschiedenen Märchen verwoben wird.

In diesem siebten Band dreht sich der Haupthandlungsstrang um Mary. Die Geburt ihrer Tochter steht kurz bevor, wodurch das junge Paar eigentlich vor Glück strahlen sollte. Doch zwischen Mary und Dorian entsteht eine Kluft, die sich immer weiter ausdehnt. Sowohl bei Mary, als auch bei Dorian steht der Schutz des Kindes an erster Stelle. Während Dorian das nutzt, was ihm die Natur zur Verfügung gestellt hat, strebt Mary zum Schutz ihrer Tochter nach mehr. Nach und nach überschreitet sie weitere Grenzen und der Leser bekommt ganz langsam eine Ahnung davon, wie sie sich von einem naiven jungen Mädchen zu einer blutrünstigen Frau entwickeln konnte.

Der Einstieg in den achten Band ist mir wie gewohnt dank des kurzen Rückblicks auf den ersten Seiten sehr leicht gefallen. Auch diese Fortsetzung knüpft nach der Rückblende nahtlos an den vorherigen Band an. Bisher gefallen mir der siebte und der achte Band am besten. In der siebten Folge der Reihe wurden einige Geheimnisse gelüftet und in diesem achten Band erfährt man nun viel über Mary und beschreitet mit ihr gemeinsam den Weg, der sie schon bald ins Verderben führen wird. Die Autorin Maya Shepherd hat sich einiges einfallen lassen, damit man von der Reihe nicht mehr loskommt. Ich bin jetzt schon sehr gespannt auf die nächste Folge. Die Reihe "Die Grimm Chroniken" soll übrigens in Staffel eins ganze dreizehn Folgen umfassen!

Mit „Dornen, Rosen und Federn“ hat die Autorin Maya Shepherd einen ganz wundervollen achten Band der Reihe „Die Grimm Chroniken“ erschaffen. Geschickt mit der Geschichte verwobene Märchen sorgen für ein spannendes Lesevergnügen und man erfährt nach und nach mehr über Marys Weg ins Verderben. Von mir gibt es volle fünf Sterne und eine Leseempfehlung für Märchenfans. Lasst euch diese Reihe nicht entgehen.

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45 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

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Codename Rook - Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas

Daniel O'Malley , Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.10.2018
ISBN 9783734161810
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf den Reihenauftakt "Codename Rook" von Daniel O`Malley hatte ich mich sehr gefreut, denn der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend an. Meine Erwartungen waren zugegeben sehr hoch und ich habe auf ein spannendes Abenteuer gehofft. Obwohl mir die Idee wirklich gut gefallen hat, war mir vieles einfach zu konfus und vor allem auch zu ausschweifend. Das Lesen dieses Buches war stellenweise doch recht anstrengend.

Myfanwy ist ein Teil der Checquy, einer geheimen Organisation, die Großbritannien vor übernatürliche Bedrohungen schützt. Obwohl Myfanwy keine aktive Agentin ist, sondern im Innendienst arbeitet, gerät sie in das Visier unbekannter Feinde. Immer wieder bekommt sie seltsame Hinweise darauf, dass sie ihr Gedächtnis verlieren wird. Als ihr neues Ich eines Tages in ihrem Körper erwacht, ist alles bestens vorbereitet. Myfanwy hat so viel wie möglich über ihr Leben und die Checquy in Briefen zusammengefasst, damit die neue Myfanwy entweder ein neues Leben beginnen kann, oder eine Möglichkeit findet, sich an die Fersen des unbekannten Feindes zu heften.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, da man mitten in das Geschehen geworfen wird und die Handlung von Beginn an mit Spannung punktet. Leider flacht die Spannungskurve extrem schnell ab. Ich finde es grundsätzlich immer wunderbar, wenn Welten detailliert dargestellt werden. Leider war es mir bei "Codename Rook" etwas zu viel des Guten. Es dauert wirklich sehr lange, bis nach dem Einstieg in das Buch wieder Spannung aufkommt. Die Handlung verliert sich in seitenlangen, furchtbar trockenen Briefen, die den Leser mit Informationen regelrecht überfluten. Ich habe normalerweise kein Problem mit vielen Protagonisten, aber hier hat jeder nur einen kurzen Auftritt und ansonsten erfährt man die komplette Hintergrundgeschichte aus den sehr sachlich gehaltenen Briefen. Dadurch wurde kaum ein Protagonist lebendig, alle wirkten blass, skurril und irgendwie austauschbar. Ich hatte keine Bilder im Kopf und konnte mir irgendwann ganz einfach nicht mehr alles merken, bzw. einige Protagonisten konnte ich nicht auseinanderhalten. Das passiert mir sonst nie. Nach der Hälfte des Buches war ich einfach nur noch genervt und habe alle weiteren Briefe überblättert. Leider gibt es außer den Briefen noch weitere Szenen, die aus meiner Sicht nicht dazu beigetragen haben, die Handlung voranzutreiben. Dadurch wirkt die Geschichte, als wäre sie künstlich in die Länge gezogen worden. Das letzte Viertel des Buches konnte mich dann noch packen. Endlich kam Spannung auf und ich konnte mit Myfanwy mitfiebern. Die Idee ist wirklich gut und auch der Charakter der neuen Myfanwy hat mir gut gefallen. Für eine etwas knackigere Version ohne die Briefe und überflüssige Szenen hätte es von mir durchaus vier Sterne geben können. Doch so war ich nach dem Lesen doch sehr enttäuscht. Insgesamt reicht der Reihenauftakt leider nicht aus, um mir den zweiten Band schmackhaft zu machen.

"Codename Rook" von Daniel O`Malley punktet mit interessanten Ideen und einem starken weiblichen Hauptcharakter. Leider wird die Geschichte massiv künstlich in die Länge gezogen, wodurch das Lesen sehr anstrengend wird. Von mir gibt es daher nur 2,5 Sterne und die Empfehlung, vor dem Kauf in eine Leseprobe zu schauen.

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149 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

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Mortal Engines - Krieg der Städte

Philip Reeve , Gesine Schröder , Nadine Püschel
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.10.2018
ISBN 9783596702121
Genre: Fantasy

Rezension:

"Mortal Engines - Krieg der Städte" von Philip Reeve war mir durch den Trailer zum Kino-Blockbuster aufgefallen. Der Trailer konnte mich auf Anhieb packen und ich war wahnsinnig gespannt auf das Buch. Philip Reeve entführt den Leser auf eine spannende Reise voller Abenteuer und Gefahren.

Der fünfzehn Jahre alte Tom lebt auf der fahrenden Stadt London. Es herrscht der Städte-Darwinismus, was bedeutet, dass die Städte aufeinander Jagd machen. Nur die stärksten Städte überleben. In der großen Stadt London war das Leben bisher sicher, doch eines Tages macht Tom eine Beobachtung, die ihn von einer Sekunde auf die andere zum Gejagten macht. Er überlebt einen Tötungsversuch, fällt dabei aber von der fahrenden Stadt herunter. Gemeinsam mit Hester, dem Mädchen, das an seiner Misere schuld ist, begibt sich Tom auf eine gefährliche Reise.

Dank des einfachen Schreibstils ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Trotz einiger recht brutaler Szenen würde ich die Geschichte im Bereich Jugendbuch einordnen. Vom Genre her würde ich zu einer Mischung aus Dystopie und Fantasy mit Steampunk Elementen tendieren. Zum einen aufgrund des Alters der Protagonisten, zum anderen, da es bei einem Buch für Erwachsene doch an Tiefe fehlen würde. Doch was an Tiefe fehlt, macht der Autor mit viel Tempo wieder wett. Philip Reeve lässt den Leser mit einer sehr rasanten Handlung kaum zu Atem kommen. Als Film wird diese Geschichte mit Sicherheit absolut großartig werden. Für ein Jugendbuch finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn die Handlung sehr actionreich ist. Man springt regelrecht von Szene zu Szene und wird von dem Geschehen mitgerissen. Die Idee der fahrenden Städte und das Prinzip des Städte-Darwinismus haben mir gut gefallen. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten, mir die Dimensionen der Städte vorzustellen. Doch nach und nach entstanden Bilder in meinem Kopf und ich muss sagen, dass dieses außergewöhnliche Setting seinen ganz eigenen Reiz hat.

"Mortal Engines - Krieg der Städte" von Philip Reeve ist ein actionreicher Auftakt einer dystopischen Reihe, die mit einer rasanten Handlung punktet. Besonders interessant ist der gelungene Einfluss von Steampunk Elementen, wodurch sich ein spektakuläres Setting ergibt. Fans von abenteuerreichen Jugendbüchern sollten sich die Reihe unbedingt anschauen. Von mir gibt es vier Sterne für diesen gelungenen Auftakt.

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153 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

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Legendary

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2018
ISBN 9783492704021
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Legendary“ ist der zweite Band der Trilogie „Caraval“ und stammt aus der Feder von Stephanie Garber. Da „Caraval“ im letzten Jahr eines meiner Highlightbücher war, konnte ich es kaum erwarten, den zweiten Band in den Händen zu halten. Stephanie Garber punktet mit einer fantasievollen Geschichte und das Geheimnis um die Identität von Legend wird endlich gelüftet.

Donatella und Scarlett Dragna haben Caraval überstanden und sind endlich frei. Doch der Caraval Master Legend plant zu Ehren der Kaiserin direkt ein neues Spiel in der Hauptstadt. Tella bekommt einen Hinweis von ihrem geheimnisvollen Freund, der auf ihre Mutter anspielt. Ohne mit ihrer Schwester Scarlett darüber zu sprechen, geht Tella einen gefährlichen Deal ein: Um zu erfahren, was mit ihrer verschollenen Mutter passiert ist, muss sie den Master von Caraval hintergehen. Doch nicht nur Tella spielt ein doppeltes Spiel und schon bald wird ihr klar, dass nicht nur ihr Herz in Gefahr gerät, sondern auch ihr gesamtes Leben. Denn dieses Caraval ist mehr als nur ein Spiel.

Da ich den ersten Band vor längerer Zeit gelesen hatte und mir doch ein wenig die Erinnerung an ein paar Details fehlte, war ein kurzes Querlesen für mich ein Muss. Daher ist mir anschließend der Einstieg in den zweiten Band sehr leicht gefallen. Dieser ist zwar anders als der Reihenauftakt, konnte mich aber trotzdem begeistern. Es fehlt ein wenig die zauberhafte Magie von Caraval, da das neue Spiel weit mehr als nur eine weitere Illusion ist und die Atmosphäre zunehmend düsterer wird, doch dafür gibt es mehr actionreiche Szenen und ein wenig Romantik. Während der Leser im ersten Band noch Scarlett begleitet hat, stellt diese in "Legendary" eher eine Randfigur dar. Im Mittelpunkt steht Scarletts Schwester Tella, die ebenfalls ein starker und interessanter Charakter ist und mich begeistern konnte. Eine weitere wichtige Rolle spielen die Schicksalsmächte, über die ich aber nicht zu viel verraten möchte. Der Leser erfährt einiges über die Hintergründe von Caraval, was ich wahnsinnig interessant fand. Viele Fragen werden beantwortet, doch einiges bleibt offen und das Ende deutet auf einen spannenden Finalband hin.

Mit „Legendary“ hat Stephanie Garber einen starken Folgeband von „Caraval“ erschaffen. Realität und Spiel werden nahezu magisch miteinander verwoben und sorgen für ein düsteres Abenteuer, das den Leser immer wieder in die Irre führt. Das Ende lässt auf einen explosiven Finalband hoffen, in dem zwei mächtige Charaktere um die Macht der Magie ringen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und ich bin schon wahnsinnig gespannt auf "Finale", den Abschlussband der Reihe.

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Die Grimm-Chroniken (Band 7): Das Aschemädchen

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.11.2018
ISBN 9783038960072
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Das Aschemädchen“ ist der siebte Band der Reihe „Die Grimm Chroniken“ und stammt aus der Feder von Maya Shepherd. Fans von düsteren Märchen sollten sich diese Reihe nicht entgehen lassen. In diesem Band werden einige Geheimnisse gelüftet und die Autorin punktet mit einer rasanten Handlung.

In diesem siebten Band steht Ember im Fokus, die eine tiefe Freundschaft mit Margery verbindet. Ember steht kurz davor, ihre Zauberschuhe fertigzustellen, doch es stellt sich die Frage, wer, beziehungsweise, was Ember überhaupt ist. In diesem Band wird ihr Geheimnis endlich gelüftet. Aber auch Maggy und Joe treten wieder ein wenig mehr in den Vordergrund und müssen eine schwere Entscheidung treffen.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des kurzen Rückblicks auf den ersten Seiten sehr leicht gefallen. Der siebte Band knüpft nach der Rückblende nahtlos an seinen Vorgänger an. Ehrlich gesagt war ich im Laufe der Reihe schon etwas ungeduldig geworden, da die Autorin Maya Shepherd dem Leser immer nur kleine Brotkrumen hinwirft, aber viele Fragen lange offen geblieben waren. In diesem Band wird das Geheimnis um Ember gelüftet, die mittlerweile mein absoluter Lieblingscharakter der Reihe ist. Zudem lernt der Leser einen neuen Protagonisten kennen: Eine Freundin von Ember, die den meisten Lesern aus Grimms Märchen wohlbekannt sein dürfe. Maya Shepherd hat auch in diesem Band wieder ganz geschickt bekannte Grimm Märchen mit ihrer Geschichte verwoben. Insgesamt ist dieser Band mein bisheriger Lieblingsband, was zu einem großen Teil auch an Ember liegt.

Mit „Das Aschemädchen“ hat Maya Shepherd einen starken siebten Band ihrer Reihe „Die Grimm Chroniken“ erschaffen. Neue Protagonisten, geschickt verwobene Märchen und eine rasante Handlung sorgen für Spannung. Von mir gibt es die volle Punktzahl und ich danke Maya Shepherd für diese märchenhafte Reise.

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351 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 129 Rezensionen

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Hazel Wood

Melissa Albert , Fabienne Pfeiffer , Frauke Schneider
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Hazel Wood - Wo alles beginnt" von Melissa Albert war eines meiner Must-reads in diesem Jahr. Ich liebe düstere Märchen und konnte es kaum erwarten, das Buch endlich in den Händen zu halten. Leider konnte die Geschichte nicht mit meinen hohen Erwartungen mithalten. Ein unausgereifter Sprachstil, blasse Charaktere und das Fehlen von jeglicher Moral haben es mir schwer gemacht, das Buch zu mögen.

Alice und ihre Mutter werden auf Schritt und Tritt von Unheil verfolgt. Egal wohin sie flüchten, das Pech und die merkwürdigen Vorkommnisse holen sie immer wieder ein. Doch eines Tages überschlagen sich die Ereignisse. Zuerst verstirbt Alices Großmutter, die als Märchenerzählerin Althea Proserpine bekannt geworden ist, und dann verschwindet auch noch Alice Mutter spurlos. Alice hat ihre Großmutter nie kennengelernt und sie sollte sich um jeden Preis von deren geheimnisvollen Anwesen Hazel Wood fernhalten. Doch Alice ahnt, dass sie niemals Antworten erhalten wird, wenn sie Hazel Wood nicht findet - den Ort, an dem alles begann.


Der Einstieg in das Buch ist mir durch den sprunghaften und teilweise unausgereiften Schreibstil nicht ganz leicht gefallen. Die Autorin wechselt zwischen einem umgangssprachlichen Stil und dann wieder einem sehr beschreibenden Stil, der aber leider trotz vieler Worte keine Bilder in meinem Kopf entstehen ließ. Zudem blieben mir die Charaktere recht fern, da es an Tiefe fehlt und alle Protagonisten blass dargestellt werden. Alice hat mich mit ihrer trotzigen und unreifen Art oft einfach nur genervt. Sie ist ein Charakter, den man immer wieder schütteln möchte, damit sie endlich mal die Klappe hält und anfängt sich zu benehmen. Ihr Verhalten wird zum Schluss zwar erklärt, hat mich aber dennoch wahnsinnig genervt. Auf der einen Seite hat mich die Geschichte schon fasziniert. Ich liebe düstere Märchen und war wahnsinnig gespannt auf das Geheimnis von Hazel Wood. Im Laufe des Buches wird die Atmosphäre immer düsterer. Doch hier kommen wir zum ersten Knackpunkt. Obwohl mir diese düstere Geschichte gut gefallen hat, war es für ein Jugendbuch definitiv zu viel. Zu düster, zu erdrückend und teilweise unnötig grausam. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen, da die Geschichte mich richtig gepackt hatte. Doch noch während des Lesens kam mir immer wieder der Gedanke, dass dieses Buch nicht unbedingt als Jugendbuch geeignet ist. Das wirklich wunderschöne, zauberhafte Cover täuscht leider über den Inhalt hinweg und auch der Klappentext lässt nicht erahnen, wie düster das Buch ist. Ich persönlich würde nicht wollen, dass meine vierzehnjährige Tochter dieses Buch liest. Natürlich gibt es viele weitere grausame und düstere Jugendbücher, aber bei diesem Cover und Klappentext erwartet man das einfach nicht. Schade für Eltern, die ihren Kindern ein vermeintlich nettes, märchenhaftes Buch schenken wollten. Vor allem das Fehlen jeglicher Moral ist einer meiner größten Kritikpunkte. Märchen haben in der Regel eine Aussage, sie vermitteln Werte und Moral. Das fehlt in "Hazel Wood" komplett, was ich für ein Jugendbuch ehrlich gesagt sehr unglücklich finde.

"Hazel Wood - Wo alles beginnt" von Melissa Albert lässt mich mehr als enttäuscht zurück. Die Geschichte hatte wahnsinnig viel Potenzial, was aber leider durch den unausgereiften Sprachstil, die austauschbaren Charaktere und eine nervige Protagonistin zunichte gemacht wird. Zudem würde ich nicht wollen, dass meine vierzehnjährige Tochter dieses Buch liest, da es frei von jeglicher Moral ist. Von mir gibt es daher nur ganz knappe zwei Sterne.

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(69)

250 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Spiel der Macht

Marie Rutkoski , Barbara Imgrund
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.09.2018
ISBN 9783551583888
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Spiel der Macht“ ist der Auftakt der Fantasy-Trilogie „Die Schatten von Valoria“ und stammt aus der Feder von Marie Rutkoski. Die Autorin entführt den Leser in eine düstere Welt voller Intrigen und Gefahren.

Kestrel ist die Tochter des höchsten Generals von Valoria, der durch seine Eroberung des Landes hoch geschätzt wird. Doch wo es Sieger gibt, bleibt eine gegnerische Seite immer auf der Strecke. Viele Einheimische fanden während der Eroberung den Tod. Die Überlebenden verloren alles und wurden versklavt. Eigentlich macht sich Kestrel nichts aus Sklaven, aber als sie auf dem Sklavenmarkt Arin entdeckt, erwirbt sie ihn wider besseren Wissens für einen unglaublich hohen Preis. Als Schmied erweist sich Arin schon bald als unentbehrlich für die Legion ihres Vaters. Doch Arin trägt ein dunkles Geheimnis in sich und Kestrel ahnt nicht, dass sie sich den Feind direkt ins Haus geholt hat.

Durch den einfachen Schreibstil ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Die Autorin lässt der Geschichte zu Beginn sehr viel Raum, um sich zu entfalten. In der ersten Hälfte des Buches geht es daher eher ruhig zu. Der Leser erfährt viel über Kestrels Leben, ihre Auseinandersetzungen mit ihrem Vater und die politischen Probleme des Landes. Obwohl mir der düstere Weltenentwurf wirklich gut gefallen hat, fehlte mir leider der Fantasyanteil. Der Fokus der Geschichte liegt mehr auf Intrigen und politischen Geschehnissen, als auf fantasievollen Elementen. Kestrel hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist intelligent, mutig und insgesamt ein recht starker Charakter. Arin bleibt hingegen etwas blass. Man erfährt nur relativ wenig über seine Emotionen und Gefühle. Aus diesem Grund hat mich die Liebesgeschichte leider nicht berührt. Mir war es zu viel Drumherum und zu wenig Charaktertiefe. Die Handlung verläuft zu Beginn sehr ruhig und steigert sich im zweiten Teil des Buches. Das Tempo wird nach und nach angezogen, sodass die Geschichte mich im letzten Drittel noch fesseln konnte. Doch obwohl es einige interessante Ansätze gibt und der düstere Weltenentwurf toll dargestellt wurde, konnte ich leider nicht mit den Charakteren mitfiebern und mitfühlen.

Mit „Spiel der Macht“ hat die Autorin Marie Rutkoski einen düsteren Auftakt ihrer Reihe „Die Schatten von Valoria“ geschaffen. Der Weltenentwurf hat mir zwar gut gefallen und auch das spannende Finale des ersten Bandes macht neugierig, aber insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen. Von mir gibt es daher leider nur knappe drei Sterne.

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101 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Morgen wirst du bleiben

Nica Stevens
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.09.2018
ISBN 9783551317537
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ich die Bücher von Nica Stevens liebe, war ich wahnsinnig gespannt auf ihr neues Buch "Morgen wirst du bleiben". Ich lese sehr selten Liebesromane, aber bei dieser Autorin habe ich eine Ausnahme gemacht. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, denn die Autorin hat mit diesem Einzelband eine wundervolle, berührende Geschichte erschaffen, die mich bis zur letzten Seite fesseln konnte.

Nachdem Jill einen schrecklichen Fahrradunfall hatte, findet sie nur schwer in ihr altes Leben zurück. Zudem reißen ihre Eltern sie aus ihrer gewohnten Umgebung, da die Familie nach Santa Barbara zieht. An der neuen Schule lernt Jill Adam kennen, doch irgendetwas ist seltsam an ihm. Je mehr Zeit Jill mit Adam verbringt, umso merkwürdiger und ablehnender verhalten sich ihre Mitschüler. Es scheint so, als wenn Adam ein Geheimnis umgibt, das Jill verborgen bleibt.

Durch den mitreißenden Schreibstil von Nica Stevens ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Zu Beginn erfährt der Leser viel über Jill, ihr altes Leben und ihre Probleme seit dem Unfall. Mit dem Auftauchen von Adam kommt sofort Spannung auf und man möchte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Man merkt beim Lesen richtig, wie viel Herzblut die Autorin in das Buch gesteckt hat. Die Charaktere wurden mit viel Liebe erschaffen und wirken authentisch, wie aus dem richtigen Leben gegriffen. Jill hat mir besonders gut gefallen. Sie hat schwer zu kämpfen, da sie sich ein neues Leben aufbauen muss und den Unfall noch nicht richtig verarbeitet hat. Der Autorin gelingt es perfekt, den Leser mit Jill mitfühlen zu lassen. Das Geheimnis, das Adam umgibt, macht es zusätzlich spannend. Die Gefühle, die sich zwischen Jill und Adam entwickeln, wirken authentisch und nachvollziehbar. Die Autorin überstürzt nichts, zieht aber auch keine Szenen unnötig in die Länge. Kurzum: Dieses Buch ist rundum perfekt gelungen. Mein persönliches Highlight sind die leichten Mystery-Elemente, die das Buch von anderen Liebesgeschichten abgrenzen.

Mit „Morgen wirst du bleiben“ hat Nica Stevens eine wundervolle Liebesgeschichte erschaffen, die das Herz berührt. Leichte Mystery-Elemente sorgen für Spannung und Lesespaß. Von mir gibt es volle fünf Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen lassen möchten. Vergesst die Taschentücher nicht, denn dieses Buch wird euch nicht kalt lassen.

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91 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Die Vereinten

Caroline Brinkmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600672
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ich Dystopien liebe und mir bereits „Die Perfekten“ gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf den zweiten Band von Caroline Brinkmann. Die Autorin lässt sich in dem finalen Band „Die Vereinten“ einiges einfallen und punktet zudem mit leichten Science-Fiction Elementen, wodurch sich das Buch in eine andere Richtung entwickelt, als erwartet.

Lark und Rain stehen nach wie vor auf unterschiedlichen Seiten und der Höhepunkt der Rebellion ist noch lange nicht erreicht. Die Ausschreitungen werden immer grausamer und blutiger. Rain sollte den Bewohnern von Grey Hoffnung schenken, doch ihr Vater benutzt und manipuliert sie nach wie vor. Zudem wird Rain ständig überwacht und hat nicht die Macht, alleine etwas zu verändern. Lark ergeht es nicht besser. Trotz guter Vorsätze wird er eines immer bleiben: Der Verräter. Denn solange seine Schwester Rose lebt, wird es immer ein Druckmittel geben. Rain ist sich dieser Tatsache bewusst, vertraut Lark aber trotzdem. Doch es gibt etwas, das niemand in dieser schweren Zeit mit einkalkuliert – eine Gefahr von draußen, jenseits der Mauer.

Da ich den Inhalt des ersten Bandes nicht mehr detailliert im Kopf hatte, habe ich ihn einfach noch einmal gelesen. Der Einstieg in den zweiten Band ist mir daher sehr leicht gefallen. Der Finalband knüpft nahtlos an das Geschehen des ersten Bandes an und man befindet sich direkt wieder mitten im Geschehen. Rain wirkt zu Beginn etwas orientierungslos, da sie mit ihrer Trauer zu kämpfen hat. Es vergeht etwas Zeit, bis sie zu ihrer früheren Form zurückfindet. Auch Lark hat seinen Tatendrang eingebüßt, nachdem er sich seiner Taten und der schlimmen Folgen bewusst geworden ist. Diese Entwicklung der Charaktere nimmt der Handlung zwar das Tempo, wirkt dafür aber sehr authentisch. Besonders gut hat mir gefallen, dass Rose, die kleine süße Schwester von Lark, in diesem Band mehr in den Fokus rückt. Sie ist neben der Fuchsmanguste Cassiopaio mein absoluter Lieblingscharakter. Meine heißgeliebte Fuchsmanguste hatte auch in diesem Band wieder ein paar kurze Auftritte und sorgt immer wieder für einen Lacher. Es gibt eine (zugegeben etwas unappetitliche) Szene zwischen einer Ratte und Cassiopaio, die mir wohl lange nicht mehr aus dem Kopf gehen wird. Ich habe mich echt schlappgelacht. Zu Beginn des Buches lässt die Autorin der Geschichte viel Raum, um sich zu entwickeln. Ab der Hälfte des Buches wird das Tempo angezogen und es wird spannend. Nach dem ersten Band wirkte die Reihe wie eine typische Dystopie, doch die Autorin sorgt im Finalband für einen unerwarteten Richtungswechsel. Das Verweben der Geschichte mit leichten Science Fiction Elementen wirkt erfrischend und sorgt für Spannung. Tatsächlich hatte ich mit dieser Entwicklung überhaupt nicht gerechnet. Auch das Ende sorgt für eine Überraschung, da das Buch zwar abgeschlossen ist, das Ende aber viel Raum für Interpretation lässt. Man kann die letzten Seiten unterschiedlich auslegen, was ist sehr spannend finde.

Mit „Die Vereinten“ hat Caroline Brinkmann einen interessanten Finalband geschaffen, der durch einen Richtungswechsel überrascht. Die Autorin verwebt ihre Dystopie mit leichten Science Fiction Elementen und sorgt damit für eine absolut unvorhersehbare Wendung der Geschichte. Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung für alle Fans von futuristischen Dystopien.

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22 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Throne of Glass - Der verwundete Krieger

Sarah J. Maas
E-Buch Text: 832 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 21.09.2018
ISBN 9783423434720
Genre: Romane

Rezension:

„Der verwundete Krieger“ ist der sechste Band der erfolgreichen Reihe „Throne of Glass“ von Sarah J. Maas. Ich liebe diese Reihe und warte jedes Mal sehnsüchtig auf die nächste Fortsetzung. Der sechste Band unterscheidet sich allerdings von allen anderen Bänden, da der Leser in diesem Teil der Reihe nicht Aelin begleitet, sondern ausschließlich Chaol und Nesryn. Ich muss gestehen, dass ich Aelin doch sehr vermisst habe, da ihr Badass Charakter einiges an Reiz an der Reihe ausmacht. Langeweile kam aber keine auf. Ein großes Geheimnis wird enthüllt und es war interessant, einen tieferen Einblick in Chaol zu erhalten.

Während Aelin Verbündete sucht und der Valg-König Erawan seine riesige, grausame Armee in Position bringt, reisen Chaol Westfall und Nesryn Faliq nach Antica. In der legendären Hauptstadt des südlichen Kontinents herrscht ein mächtiger Großkhan, dessen Armee im Krieg gegen die Valg eine entscheidende Rolle spielen könnte. Doch der Großkhan ist gefangen in der Trauer um den Tod seiner jüngsten Tochter und hat an Chaols Anliegen kein Interesse. Immerhin gewährt er Chaol und Nesryn weiterhin Gastfreundschaft und lässt die beste Heilerin Anticas nach Chaols Verletzung sehen. Um schneller an ihr Ziel zu kommen, trennen sich die Wege von Chaol und Nesryn schon bald. Dabei stoßen sie auf Geheimnisse, die für das Schicksal von ganz Erilea entscheidend sein könnten.

Da ich den fünften Band erst vor kurzer Zeit gelesen hatte, ist mir der Einstieg in diese Fortsetzung sehr leicht gefallen. Während der fünfte Band mit einer sehr komplexen Handlung und rasantem Tempo überraschte, geht es in diesem sechsten Band um einiges ruhiger zu. Es gibt immer wieder zwischendurch die eine oder andere actionreiche Szene, doch im Fokus des Buches steht ganz klar die psychische und physische Entwicklung von Chaol. Für Fans der Reihe ist es durchaus interessant, endlich einen tieferen Einblick in Chaol zu bekommen. Was mir leider wirklich gefehlt hat, waren die vielen überraschenden Momente, mit denen die Autorin sonst immer glänzt. Leider konnte ich vieles vorhersehen, was ich sehr schade fand. Eine große Enthüllung hat die Autorin allerdings noch parat, mit der ich wirklich nicht gerechnet hatte. Gut gefallen haben mir die vielen eingestreuten Hintergrundinformationen und auch die Entwicklung zwischen Chaol und der Heilerin Yrene Towers. Auch der südliche Kontinent hat seinen ganz eigenen Charm und wartet geradezu darauf, vom Leser entdeckt zu werden. Wie von Sarah J. Maas gewohnt, nimmt die Autorin den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise. Farbenfrohe Landschaften, neue Orte, fantasiereiche Wesen und das eine oder andere Geheimnis warten auf den Leser.

Mit „Throne of Glass – Der verwundete Krieger“ hat Sarah J. Maas einen soliden sechsten Band erschaffen. Neue Landschaften, interessante Wesen und spannende Geheimnisse warten darauf, vom Leser entdeckt zu werden. Der Einblick in Chaol wird Fans der Reihe mit Sicherheit begeistern, doch ohne Aelin kann dieser Band nicht ganz mit den anderen Büchern mithalten. Von mir gibt es vier Sterne und ich freue mich schon darauf, im nächsten Band neue Abenteuer an der Seite von Aelin zu erleben.

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Die Grimm-Chroniken (Band 6): Der Tanz der verlorenen Seelen

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 05.10.2018
ISBN 9783906829944
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Der Tanz der verlorenen Seelen“ ist der sechste Band der düsteren Märchenserie „Die Grimm Chroniken“ und stammt aus der Feder von Maya Shepherd. Nach dem Ende des fünften Bandes tappte der Leser nach wie vor im Dunklen und es wurden einige neue Fragen aufgeworfen. In diesem Band werden nun endlich einige Geheimnisse gelüftet und Fragen beantwortet.

Hinter Mary und Dorian liegt ein langer und schwieriger Weg, doch endlich können sie Hoffung schöpfen. Ihr Wunsch nach einer eigenen Welt scheint schon bald in Erfüllung zu gehen. Doch das augenscheinliche Geschenk fordert einen hohen Preis. Nichts ist so wie es scheint und Mary wird mit einem Geheimnis konfrontiert, an dem sie zerbrechen könnte.

Wie bei jedem Band dieser Serie ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Dank des Rückblicks auf den ersten Seiten wird dem Leser alles Wichtige wieder in Erinnerung gerufen. Dieser Band punktet mit einer spannenden Handlung, die einige Überraschungen bereithält. Dabei gelingt es der Autorin Maya Shepherd perfekt, altbekannte Märchen mit der Geschichte zu verweben. Es macht Spaß, beim Lesen nach Hinweisen auf die verschiedenen Märchen Ausschau zu halten. Neben einer spannenden Handlung punktet dieser Band mit mehr Einblicken in die verschiedenen Charaktere. Auch über Ember, die Dienerin von Margery, erfährt man nun mehr. Diese hatte bereits im fünften Band ihren ersten Auftritt, blieb jedoch eher eine Randfigur. Nun lässt sich erahnen, dass Ember eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen wird. Natürlich lässt Maya Shepherd sich auch in diesem Band nicht zu weit in die Karten schauen und so bleibt Ember weiterhin geheimnisvoll und undurchsichtig. An Spannung mangelt es definitiv nicht, ich hätte jedoch auf die eine oder andere Überraschung verzichten können, was das "jeder mit jedem" angeht. Das war mir etwas zu viel, ist aber auch mein einziger Kritikpunkt. Am Ende des Buches geht die Autorin auf verschiedene Punkte in der Geschichte ein und erläutert die Hintergründe, bzw. den Bezug zum Originalmärchen. Liebhaber der Originalmärchen sollten sich daher das Nachwort nicht entgehen lassen.

Mit „Der Tanz der verlorenen Seelen“ hat Maya Shepherd einen weiteren düsteren Band der Serie „Die Grimm Chroniken“ geschaffen. Die Handlung wird stark vorangetrieben und es werden einige Geheimnisse gelüftet. Dieser Band ist definitiv einer der stärksten der Reihe, nur einige Enthüllungen waren mir etwas zu heftig.

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74 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Winterhof

Sameena Jehanzeb
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 05.10.2018
ISBN 9783946955153
Genre: Fantasy

Rezension:

Da ich Märchen liebe, konnte ich "Winterhof" von Sameena Jehanzeb nicht wiederstehen. Doch seid gewarnt: Falls ihr hinter dem winterlichen Cover ein romantisches Märchen erwartet, liegt ihr völlig falsch. Die Autorin weist noch vor Beginn der Geschichte darauf hin. "Wenn du Koras Geschichte folgen willst, so sei gewarnt! Dies ist kein Märchen für unschuldige Kinder, keine schöne Gute-Nacht-Geschichte, die sanfte Träume verspricht. Dieses Märchen hat Zähne und es wird sie benutzen.“

Schon als kleines Kind liebte Kora den kalten Winter, Kälte und Schneeflocken. Doch mittlerweile ist sie erwachsen geworden und im Laufe der Zeit war der Klimawandel immer deutlicher zu spüren. Das Klima ist wärmer geworden und Naturkatastrophen erschüttern das Land. Schnee ist selten geworden, aber in einem abgeschiedenen Dorf findet Kora den Winter wieder. Angeblich soll das Dorf die Heimat der Schneekönigin sein, doch die Wahrheit über das Dorf und die Schneekönigin ist grausamer als alles, was Kora bisher erlebt hat.

Dank des einfachen Schreibstils ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Die Autorin Sameena Jehanzeb entführt den Leser nicht in eine fremde Welt, sondern hat ein modernes Märchen erschaffen, das in unserer Welt spielt und dadurch umso realer wirkt. Im Nachwort erfährt man, dass die Autorin viel Herzschmerz mit in die Geschichte einfließen ließ. Das Märchen ist daher recht düster und traurig. Mir persönlich hat "Winterhof" sehr gut gefallen, da die Geschichte den Leser wirklich berührt und man den Schmerz von Kora in jeder Zeile spüren kann. Das winterliche Setting hat seine ganz eigene Magie und ich hätte noch viel länger darin versinken können.

"Winterhof" von Sameena Jehanzeb ist ein modernes Märchen, das mit einem zauberhaften, winterlichen Setting punktet. Fans von düsteren Märchen sollten sich das Buch unbedingt anschauen. Von mir gibt es vier Sterne für dieses traurige und düstere Märchen, das mit 160 Seiten gerne hätte länger sein können.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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König der Wölfe

Michelle Natascha Weber
E-Buch Text: 519 Seiten
Erschienen bei null, 22.05.2016
ISBN B01G29TVPM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Michelle Natascha Weber zählt zu den wenigen Autoren, von denen ich wirklich jedes Buch lese. Die Autorin punktet in ihren Büchern mit vielen fantasievollen Ideen und einem großartigen Schreibstil. Daher war ich wahnsinnig gespannt auf „Der König der Wölfe“. Bei diesem Buch handelt es sich um den fünften Band der „Die Nebellande“ Reihe. Allerdings ist jeder Band in sich abgeschlossen und kann ohne Vorkenntnis der Vorgänger gelesen werden.

Als das lang gehütete Geheimnis um die Herkunft des Sohns von Königin Gwynna ans Licht kommt, brechen im Land Unruhen aus. Die Feinde der Königin hoffen auf den Thron und die Macht über das Feyreich Sariyal. Allen voran steht Gwynnas Ehemann, König Gavion. Um Gwynna in die Knie zu zwingen, versucht er den wahnsinnigen Eiskönig von Ysrai zu erwecken, dessen Armee einst Angst und Schrecken verbreitete. Doch für sein Vorhaben benötigt er das Blut seiner Frau. Um ihr Leben zu retten, flieht Gwynna an der Seite des Kriegers Bryn in die Wildnis. Doch Bryn ist nicht nur die verlorene Liebe ihres Lebens, sondern auch eine Gefahr. Denn der Wolf in ihm wird immer mächtiger und droht die Kontrolle zu übernehmen.

Dank des wundervollen Schreibstils der Autorin ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Michelle Natascha Weber versteht es meisterlich, ihrer Welt und ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Durch den bildhaften Schreibstil entstehen direkt Bilder im Kopf und man kann nicht anders, als tief in der Geschichte zu versinken. Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Nebellande. Wie in jedem Band gibt es neue Orte, Völker und Wesen in den Nebellanden zu entdecken. Ich liebe die Ideen der Autorin und ihre Gabe, den Leser tief ins Geschehen zu ziehen. Dieser Band bietet eine perfekte Mischung aus Romantic Fantasy und High Fantasy. Den Leser erwartet ein fantastisches Setting und eine spannende, durchdachte Handlung. Ruhige Passagen wechseln sich mit actionreichen Szenen und gefühlvollen Stellen ab. Für mich ist dieses Buch der stärkste Band der Reihe.

„König der Wölfe“ von Michelle Natascha Weber ist ein rundum gelungenes Buch, das den Leser in die faszinierende Welt der Nebellande entführt. Dank des bildgewaltigen Schreibstils lässt die Autorin eine fantastische Welt vor den Augen des Lesers entstehen, die man nicht mehr verlassen möchte. Wer eine Mischung aus Romantic Fantasy und High Fantasy mag, sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen. Von mir gibt es mit fünf Sternen die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung.

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410 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Ash Princess

Laura Sebastian , Dagmar Schmitz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 24.09.2018
ISBN 9783570165225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Ash Princess“ ist der Auftakt einer düsteren Trilogie und stammt aus der Feder von Laura Sebastian. Die Autorin verbindet eine grausame Welt voller Intrigen, Machtspiele und Brutalität mit starken Charakteren und einem winzigen Hauch Romantik.

Welches Land er auch betritt, der kalovexianische Kaiser Corbinian hinterlässt eine Spur aus Tod und Zerstörung. Auch Astrea konnte seiner Streitmacht nicht standhalten und wurde erobert. Für Astreas Bewohner gab es nur zwei Möglichkeiten: Im Kampf zu sterben oder den Kalovexianern fortan als Sklaven zu dienen. Diese Wahl hatte die Königin von Astrea nicht. Sie wird brutal vor den Augen ihrer kleinen Tochter Theodosia ermordet. Doch Kaiser Corbinian verschont das Leben der Prinzessin und lässt sie als Gefangene in seinem Palast leben. Theodosia, die seit der Eroberung den Namen Thora tragen muss, wird Tag für Tag gedemütigt, gequält und geschlagen. Man nennt sie die Ascheprinzessin, die von Kaiser Corbinian gebrochen wurde. Doch eines Tages erwacht Thoras Kampfgeist und mit Hilfe der Rebellen schmiedet sie einen riskanten Plan.

Dank des einfachen Schreibstils ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Die Autorin Laura Sebastian hat mit dem Auftakt ihrer Ash Princess Trilogie eine düstere Fantasywelt erschaffen, die von Grausamkeit und Brutalität beherrscht wird. Bereits auf den ersten fünfzig Seiten stellt sich ein Gänsehaut-Feeling ein, denn die düstere Atmosphäre packt den Leser und lässt ihn nicht mehr los. Für ein Jugendbuch fand ich den Einstieg in das Buch, bzw. die ersten fünfzig Seiten, im Hinblick auf die Brutalität, schon recht grenzwertig. Allerdings scheint das gerade ein Trend zu sein, da bei vielen aktuellen Jugendbüchern die Grenzen verwischen. Mich persönlich hat gerade die düstere Atmosphäre in Kombination mit den starken Charakteren fasziniert. Thora ist unglaublich willensstark und setzt alles daran, Kaiser Corbinian zu entkommen. Einen Pluspunkt gibt es für das Abweichen des üblichen Heldenklischees. Thora ist nicht die typische Jugendbuch-Heldin. Sie ist zwar stark, muss sich aber jeden kleinen Erfolg hart erkämpfen. Zudem hat sie eine dunkle Seite und wirkt alles andere als perfekt. Sie hat mich ein wenig an Celaena aus „Throne of Glass“ erinnert, nur in einer jüngeren Vision. Ich bin gespannt, ob Thora sich ebenfalls zu einem Badass Charakter entwickeln wird. Laura Sebastian ist es in diesem ersten Band meisterlich gelungen, eine authentische Entwicklung der Charaktere zu schaffen. Neben Thora konnte mich ihre Herzensschwester Cress am meisten überraschen und begeistern. Ich bin schon sehr gespannt, welche Rolle sie im zweiten Band einnehmen wird. Mein einziger Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte. Hier wird leider auf das altbekannte Klischee der Dreiecksbeziehung zurückgegriffen. Diese wurde zudem wenig ausgearbeitet. Es fehlt an Emotionen, sodass mir letztendlich egal ist, für wen sich Thora entscheiden wird. Beide Männer waren zu blass dargestellt, um mir eine Meinung über sie zu bilden. Abgesehen von diesem einen Punkt konnte Laura Sebastian mich insgesamt aber wirklich begeistern. Die Handlung ist durchweg spannend und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Vor allem im letzten Viertel wird das Tempo nochmal ordentlich angezogen.

„Ash Princess“ ist ein gelungener Auftakt einer Trilogie rund um eine starke Heldin, die sich in einer grausamen Welt behaupten muss. Laura Sebastian entwirft eine düstere Fantasywelt voller Gewalt und Tod. Die Autorin gelingt es meisterlich, beim Leser Gänsehaut entstehen zu lassen. Trotz kleiner Schwächen konnte mich dieser erste Band der Ash Princess Trilogie begeistern, sodass ich für diesen spannenden Reihenauftakt 4,5 Sterne vergebe.

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344 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 129 Rezensionen

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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern“ ist der Auftakt einer neuen Reihe und stammt aus der Feder der Autorin Vic James. Der Mix aus Dystopie und Fantasy erinnert an Bücher wie „Das Juwel“ und „Die rote Königin“. In diesem ersten Band entwirft die Autorin eine düstere Welt voller Gefahren. Vic James gelingt es meisterlich, diese grausame Welt im Kopf des Lesers entstehen zu lassen.

Luke und seine Familie leben in einer Gesellschaft, die in normale Bürger und den magischen Adel geteilt ist. Jeder, der nicht zum Adel gehört, muss irgendwann in seinem Leben zehn Jahre Sklavenarbeit leisten. Eigentlich sollte Lukes Familie diese Zeit gemeinsam in einem Herrenhaus abarbeiten, doch irgendetwas läuft furchtbar schief und Luke landet in der berüchtigten Sklavenstadt Millmoor. Während Luke zum ersten Mal in seinem Leben Grausamkeit und Brutalität am eigenen Leib zu spüren bekommt, hat der Rest seiner Familie auf dem Landsitz der Adelsfamilie Jardines augenscheinlich mehr Glück. Doch hinter den eindrucksvollen Mauern verbergen sich unzählige Geheimnisse.

„Dark Palace“ war eines meiner Must-haves in diesem Jahr. Dank des einfachen Schreibstils ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Der Leser landet direkt mitten im Geschehen, wodurch die Autorin bereits auf den ersten Seiten Spannung aufbaut. Die Atmosphäre des Buches ist düster und geheimnisvoll, passend zu der von Vic James erschaffenen Welt voller Grausamkeit und Intrigen. Die Handlung ist insgesamt sehr schnelllebig und lässt den Leser kaum zu Atem kommen. Dank einiger überraschenden Wendungen und viel Spannung konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es an einem Tag gelesen. Besonders gut hat mir die Darstellung der Charaktere der Adelsfamilie Jardines gefallen. In die drei Brüder Gavar, Jenner und Silyen bekommt der Leser nur nach und nach ein wenig Einblick, obwohl die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven geschildert werden. Die relativ blasse Darstellung der Brüder ist absolut genial, denn am Ende des ersten Bandes bin ich immer noch nicht sicher, wem man trauen kann und wem nicht. Die Jardines Brüder sind sehr undurchsichtig und nichts ist so, wie es zu sein scheint. Ich liebe es, wenn ich Charaktere nicht von Anfang an durchblicken kann, denn dadurch wird eine Geschichte erst richtig spannend. Einziger Wermutstropfen ist das Fehlen von Emotionen. Die Handlung wird so schnell vorangetrieben, dass zwischenmenschliche Beziehungen und der Einblick in die Emotionen der Protagonisten auf der Strecke bleiben. Mich persönlich hat dieser Umstand nicht gestört, da ich viel zu fasziniert war von der düsteren Welt und ihren Gefahren. Durch den hohen Spannungsbogen habe ich die fehlenden Emotionen auch nicht vermisst. Wer ausgehend vom Klappentext eine Liebesgeschichte erwartet, wird aber definitiv enttäuscht sein („Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen.“)

„Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern“ von Vic James ist ein rasanter Reihenauftakt rund um eine grausame Welt voller Geheimnisse und Gefahren. Die schnelllebige Handlung ist spannend und vereint düstere Bilder mit geheimnisvollen Charakteren. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung, besonders für Fans von „Das Juwel“ und „Die rote Königin“.

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459 Bibliotheken, 27 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Throne of Glass – Die Sturmbezwingerin

Sarah J. Maas , Michaela Link
Flexibler Einband: 848 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.06.2018
ISBN 9783423717892
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Die Sturmbezwingerin“ ist der fünfte Band der erfolgreichen Reihe „Throne of Glass“ von Sarah J. Maas. Die Autorin konnte mich bereits mit den ersten vier Bänden begeistern und so stand es außer Frage, dass auch der fünfte Band bei mir einziehen muss. Auf dieses Buch habe ich wirklich sehnsüchtig gewartet und wurde nicht enttäuscht. „Die Sturmbezwingerin“ ist insgesamt etwas komplexer als die vorhergegangenen Bücher und punktet mit viel Action und unerwarteten Wendungen.

An der Seite ihrer Gefährten kehrt Celaena endlich in ihre Heimat zurück. Doch obwohl Celaena, alias Aelin Ashryver Galathyniuns, die letzte Überlebende des Königshauses von Terrassen und somit die Thronerbin ist, wird ihr Anspruch nicht anerkannt. Aus Angst vor Machtverlust wollen sich die herrschenden Lords der jungen Königin nicht beugen. Während Aelin in Terrassen auf diesen unerwarteten Widerstand trifft, braut sich ein Weltkrieg zusammen. Denn der Valg-König Erawan hat eine riesige, grausame Armee erschaffen, mit der er tatsächlich die gesamte Welt bezwingen könnte. Aber auch die Fae Königin Maeve bleibt nicht untätig und rüstet auf. Doch Aelin kann nicht an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen und ist dringend darauf angewiesen, Verbündete zu finden.

Da ich den vierten Band erst vor kurzer Zeit gelesen hatte, ist mir der Einstieg in diese Fortsetzung sehr leicht gefallen. Wenn der vorherige Band schon vor längerer Zeit gelesen wurde, würde ich empfehlen, zumindest das Ende vom vierten Band nochmal zu lesen. Der fünfte Band überrascht mit einer sehr komplexen Handlung, kombiniert mit einem recht rasanten Tempo. Alles geht Schlag auf Schlag. Es passiert wirklich viel und oft agieren mehrere Charaktere gleichzeitig. Man sollte sich schon gut auf die Geschichte konzentrieren, damit man nicht mit der Vielzahl der Charaktere durcheinander kommt oder Zusammenhänge übersieht. Mir persönlich hat diese Weiterentwicklung der Reihe sehr gut gefallen, da ich komplexe Geschichten gerne lese. Die Charaktere werden, wie von Sarah J. Maas gewohnt, sehr facettenreich dargestellt und überraschen den Leser immer wieder. Jeder Protagonist hat seine guten und schlechten Seiten. Mal liebt man einen Charakter und mal möchte man ihn am liebsten schütteln. Sarah J. Maas versteht es einfach meisterlich, ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Besonders gespannt bin ich auf die weitere Entwicklung von Manon und Lorcan. Mein einziger Kritikpunkt liegt in den kleinen Liebesgeschichten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, es wird auf ein Happy End für alle Charaktere hingearbeitet. Das war leider nicht so mein Fall, da es aus meiner Sicht nicht so gut zu der eher düsteren Grundstimmung der Reihe passt. Ansonsten bin ich wieder völlig begeistert und freue mich wahnsinnig auf den sechsten Band der Reihe.

„Throne of Glass – Die Sturmbezwingerin“ verspricht 848 Seiten puren Lesespaß. Durch das hohe Erzähltempo, actionreiche Szenen und überraschende Wendungen bleibt der fünfte Band spannend bis zur letzten Seite. Das Buch ist insgesamt komplexer aufgebaut als seine Vorgänger, was mir sehr gut gefallen hat. Ich freue mich schon sehr darauf, im sechsten Band wieder in diese atemberaubende Welt abtauchen zu können.

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194 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

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Undying – Das Vermächtnis

Meagan Spooner , Amie Kaufman , Karin Will
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.07.2018
ISBN 9783737356008
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da mir die Trilogie "These Broken Stars" von Amie Kaufmann und Meagan Spooner gut gefallen hatte, war ich gespannt auf den neuen Reihenauftakt des Autorenduos. Meine Erwartungen an dieses "packende Action-Abenteuer" waren dementsprechend hoch. Leider hat der Aufbau des Buches meinen Geschmack nicht getroffen, da es wirklich lange dauert, bis das Tempo angezogen wird.

Jules und Amelia stammen aus zwei völlig unterschiedlichen Welten. Während Jules alle Wege offenstehen und er finanziell bestens abgesichert ist, muss Amelia jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Auf der Erde wären sie sich vermutlich nie begegnet, doch auf dem Planeten Gaia haben Sie das gleiche Ziel - die alten Tempelanlagen der Außerirdischen. Während Jules auf der Suche nach Antworten ist, gehört Amelia den Plünderern an, die den Planeten überfallen. Doch auf beiden Seiten läuft alles schief und den beiden wird schnell klar, dass niemand ohne die Hilfe des anderen ans Ziel gelangen wird.

Dank des lockeren und einfachen Schreibstils ist mir der Einstieg in diesen Reihenauftakt sehr leicht gefallen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jules und Amelia geschildert, wodurch man einen guten Einblick in beide Charaktere bekommt. Amelia hat mir von Anfang an gut gefallen. Sie ist eine richtige Kämpferin und würde ihr Leben geben, um ihre Schwester zu retten, die auf der Erde in Gefahr geraten ist. Jules war leider nicht so mein Fall. Er ist gebildet, aber auch etwas naiv und würde ohne Amelias Hilfe auf Gaias Planeten nicht überleben. Im Laufe der Geschichte wächst er über sich selbst hinaus, aber leider konnte ich trotz allem nichts mit ihm anfangen. Die Liebesgeschichte ist süß und wird authentisch dargestellt. Ich fand es toll, dass die Autorinnen die Gefühle langsam entstehen lassen. Da ich mit Jules aber nichts anfangen konnte, hat mich die Liebesgeschichte leider nicht berührt. Insgesamt liegt der Fokus der Geschichte stark auf der Entwicklung der Charaktere und das Lösen von Rätseln. Ich hatte ehrlich gesagt mehr Action erwartet und hatte dadurch die eine oder andere Durststrecke. Die Rätsel sind ganz nett, aber alles in allem war mir dieser Teil des Buches zu sehr in die Länge gezogen. Das letzte Viertel des Buches bringt eine 180 Grad Kehrtwendung mit. Überraschende Wendungen und actionreiche Szenen sorgen für viel Spannung. Ab des Rätsels Lösung im Tempel hat mich das Buch richtig gepackt. Am Ende wartet ein fieser und ziemlich clever gesetzter Cliffhanger auf den Leser. Obwohl mich das Buch sehr spät fesseln konnte, hätte ich dank des Cliffhangers sofort weitergelesen.

Der Reihenauftakt "Undying 1 – Das Vermächtnis" von Amie Kaufmann und Meagan Spooner kommt mit weniger Action daher, als erwartet. Die Geschichte braucht recht lange, bis Tempo und somit Spannung aufgebaut wird. Das letzte Viertel des Buches konnte mich richtig mitreißen und begeistern. Leider reicht das für die volle Punktzahl nicht aus. Daher gibt es von mir nur drei Sterne und die Hoffnung auf einen temporeicheren zweiten Band.

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Die Rabenringe - Odinskind

Siri Pettersen , Dagmar Mißfeldt , Dagmar Lendt
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG, 20.07.2018
ISBN 9783038800132
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Odinskind“ ist der erste Band der Reihe „Die Rabenringe“ und stammt aus der Feder von Siri Pettersen. Da ich die nordische Mythologie liebe, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Es war eines meiner absoluten Must-reads in diesem Jahr. Glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht, denn "Odinskind" ist ein wahnsinnig vielversprechender Auftakt, der rundum stimmig ist.

Hirka lebt in der Welt der Ymlinge, doch im Gegensatz zu allen anderen Ymlingen hat sie keinen Schwanz. Tiefe Narben an ihrem Rücken zeugen von dem schrecklichen Tag, an dem Wölfe über sie herfielen und ihren Schwanz abrissen. Fünfzehn Jahre lang lebte Hirka in dem Glauben, dass sie ein ganz normaler Ymling ist und musste viele fiese Sprüche von anderen Kinder über sich ergehen lassen. Doch dann erfährt sie, dass sie nichts Geringeres ist als ein Odinskind, ein schwanzloses Wesen aus einer anderen Welt. Sie ist das, was alle Ymlinge fürchten: Die Fäulnis. Ohne zu wissen, was Hirka wirklich ist, bietet ihr Kindheitsfreund Rime ihr Hilfe an. Ausgerechnet er, der zu den Schwarzröcken gehört und für Hirka zu einer tödlichen Gefahr werden könnte. Während Hirkas Leben in Scherben zerfällt, sammelt sich eine weitere dunkle Bedrohung. Denn wo Fäulnis ist, sind auch die tödlichen Blinden nicht weit entfernt.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des zugleich einfachen aber trotzdem detaillierten Schreibstils sehr leicht gefallen. Die Autorin Siri Pettersen versteht es perfekt, ihrer Geschichte Leben einzuhauchen. Beim Lesen entstehen direkt Bilder im Kopf und es bereitet wirklich Freude, die von der Autorin erschaffene Welt zu entdecken. Es gibt interessante Orte, Gebäude und Landschaften, die den Leser zum Verweilen einladen. Man kann einfach nicht anders, als in der Geschichte zu versinken. Auch die Charaktere wurden mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und bleiben auch nach dem Lesen noch lange im Kopf. Obwohl es sich um ein Fantasybuch handelt, wirken viele Szenen sehr realistisch und gehen dem Leser unter die Haut. Siri Pettersen zieht den Leser tief mit ins Geschehen, sodass man von der Geschichte richtig mitgerissen wird. Die Handlung ist komplex und wirkt gut durchdacht, insgesamt stimmt bei diesem Buch einfach alles. Oft habe ich gelesen, dass der Reihenauftakt mit "Game of Thrones" verglichen wird. Da ich nur die Serie kenne (und liebe), kann ich mich nur darauf beziehen, nicht aber auf die Bücher. Aus meiner Sicht ist Game of Thrones schon eher Fantasy für Erwachsene, weil die Serie einfach noch komplexer, härter, grausamer und um einiges brutaler ist als "Odinskind". Leider konnte ich keine Altersangabe für die Reihe finden. Basierend auf dem ersten Band würde ich "Die Rabenringe - Odinskind" eher im Bereich Jugendfantasy einordnen, obwohl die Gestaltung des Originalcovers dagegen spricht.

Mit "Die Rabenringe - Odinskind" hat die Autorin Siri Pettersen einen ausgesprochen vielversprechenden Reihenauftakt erschaffen, der einfach rundum stimmig ist. Die Geschichte von Hirka geht unter die Haut und reißt den Leser förmlich mit sich. Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung.

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71 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Die Grimm-Chroniken - Der goldene Apfel

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 156 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 07.09.2018
ISBN 9783906829937
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Der goldene Apfel“ ist der fünfte Band der düsteren Märchenserie „Die Grimm Chroniken“ und stammt aus der Feder von Maya Shepherd. Ich liebe Märchen und die ersten vier Bände konnten mich auf ganzer Linie überzeugen. Daher war ich sehr gespannt auf den fünften Band. In diesem Teil der Serie wird es wieder ein wenig ruhiger. Der Leser tappt nach wie vor im Dunklen und es werden noch mehr Fragen aufgeworfen.

Mary und Dorian befinden sich auf der Suche nach dem Turm der Erdenmutter, in der Hoffnung, dass diese dem jungen Paar eine eigene Welt schenkt. Doch der Weg ist nicht einfach, denn der Vater von Dorian macht gnadenlos Jagd auf sie. Um ihr Ziel zu erreichen, geht Mary bis an ihre Grenzen und verändert sich nach und nach. Dorian scheint davon nichts zu bemerken. In der Gegenwart trifft der Leser wieder auf Will, der immer tiefer in die Geschichte von Schneewittchen hineingezogen wird.

Der Einstieg in den fünften Band ist mir dank des Rückblicks am Anfang des Buches sehr leicht gefallen. Alle wichtigen Ereignisse werden kurz zusammengefasst, sodass man sich im weiteren Verlauf gut orientieren kann. Im Gegensatz zum vierten Band wird es wieder etwas ruhiger. Der Fokus liegt mehr auf der langsamen Veränderung von Mary. In der Hoffnung auf eine neue Welt, in der sie und Dorian sicher sind, ist Mary bereit, fast alles zu tun. Nach und nach verändert sie dadurch einen winzigen Teil ihrer Welt. Obwohl Mary immer noch teilweise sehr naiv und unschuldig wirkt, agiert sie skrupellos und ohne nachzudenken. Ich fand es erschreckend zu sehen, wie weit sie für ihre eigenen Ziele bereit ist zu gehen und wie wenig sie über mögliche Konsequenzen nachdenkt. Dorian wirkt in diesem Band recht kühl und unnahbar. Ihm scheint wirklich jeder Weg recht zu sein, um seinem Vater zu entkommen. Über Mary tappt der Leser immer noch im Dunklen. Nach wie vor ist nicht klar, wie sie sich in so eine furchtbare Furie verwandeln konnte, die sie in der Gegenwart darstellt.

Mit „Der goldene Apfel“ hat Maya Shepherd einen weiteren spannenden Band der Serie „Die Grimm Chroniken“ geschaffen. Die Handlung entwickelt sich etwas ruhiger als in den vorherigen Bänden, was den Lesespaß aber in keinster Weise schmälert. Neue Fragen werden aufgeworfen und der Leser tappt nach wie vor noch weitestgehend im Dunklen. Ich hoffe sehr darauf, dass der sechste Band etwas mehr Licht ins Dunkle bringt.

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Aésha - Im Land des Waldes

Johanna B. Becking
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books - c/o Wiebke Bohn, 19.07.2018
ISBN 9783947288403
Genre: Romane

Rezension:

Der Reihenauftakt "Aésha - Im Land des Waldes" stammt aus der Feder von Johanna B. Becking. Dieses Fantasydebüt der Autorin war mir bereits dank des wundervollen Covers aufgefallen, das mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist. Auch inhaltlich kann sich dieser erste Band sehen lassen.

Nach dem Tod ihrer Eltern soll die junge Aésha verheiratet werden, doch danach steht ihr so überhaupt nicht der Sinn. Als sie auf alte Briefe ihrer Mutter stößt, steht ihr Entschluss fest: Sie wird heimlich nach Elandor reisen und ihr altes Leben hinter sich lassen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, die das junge Mädchen vor ungeahnte Herausforderungen stellt und viele Gefahren mit sich bringt. Doch die größte Überraschung erlebt Aésha, als sie ihr Ziel endlich erreicht. Denn Aésha ist eine Magierin und scheint gerät unwissentlich in den Fokus ihrer Feinde.

Zu Beginn habe ich ein wenig gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, ohne dass ich genau definieren kann, woran das lag. Aésha hat mir als Charakter mit ihrer mutigen und willensstarken Art sehr gut gefallen. Auch ihr Reisebegleiter Java hatte bei mir ein Stein im Brett, sowie die bezaubernde Falkendame Maru. Alle weiteren Charaktere waren leider etwas blass, vor allem die Männer. Aber immerhin handelt es sich um ein Debüt und da ist selten alles perfekt. Die Idee und der Aufbau des Buches haben mir auf Anhieb gefallen. Die Reise nach Elandor ist spannend und birgt viele Gefahren. Sie hätte etwas kürzer ausfallen können, jedoch nicht, weil es Durststrecken gab. Tatsächlich habe ich das Buch in kürzester Zeit gelesen. Ab Aéshas Ankunft in Elandor nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf und geht mehr in die Tiefe. Das hatte mir während der Reise etwas gefehlt. In Elandor angekommen erfährt der Leser viel über die Machtverteilung im Land und Diskriminierung von Minderheiten. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen, dass die Autorin in dieser Hinsicht sehr ins Detail gegangen ist. Ich entdecke nicht nur gerne neue Welten, sondern mich interessieren vor allem der gesellschaftliche Aufbau und das Machtgefüge. Dieser Punkt ist in den meisten Jugendfantasybüchern eher ein Schwachpunkt, wohingegen Johanna B. Becking in diesem Bereich glänzt.

„Aésha - Im Land des Waldes“ von Johanna B. Becking ist ein vielversprechender Reihenauftakt, der trotz kleiner Schwächen überzeugen kann. Lügen, Intrigen und Verrat sorgen für überraschende Wendungen und Spannung.

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Die Tränenkönigin

Jay Lahinch
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 18.07.2018
ISBN 9783946955122
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Blick auf das Cover und ich wusste, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. "Die Tränenkönigin" ist der Auftakt einer Dilogie und stammt aus der Feder von Jay Lahinch. Obwohl es sich um einen Reihenauftakt handelt, ist das Buch in sich abgeschlossen und kann problemlos als Einzelband gelesen werden. Die Geschichte ist ganz anders, als ich es erwartet hatte, konnte mich aber trotzdem überzeugen.

Die Zwillinge Nava und Nate haben ein sehr enges Verhältnis zueinander, das ganz plötzlich zerbricht. Nach dem Tod ihrer Eltern spricht Nate nicht mehr und scheint sich immer mehr von Nava zu entfernen. Es wirkt fast so, als hätte er seine Seele an eine andere Welt verloren. Nava ist zutiefst verzweifelt, denn gerade nach dem Tod ihrer Eltern hätten die Geschwister sich gegenseitig Halt geben können. Doch Nates Zustand verbessert sich einfach nicht mehr. Zudem soll Nava zwangsverheiratet werden. Als letzten Ausweg sieht Nava nur noch die Flucht aus Marenna. Dabei bekommt sie unverhofft Hilfe von einem jungen Mann. Eine abenteuerliche Reise beginnt, die Nava bis an ihre Grenzen gehen lässt.

Dank des lockeren und teilweise poetisch anmutenden Schreibstils von Jay Lahinch ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Die Autorin konnte mich von der ersten Seite an gut abholen. Die von Jay Lahinch erschaffene Welt wirkt recht mittelalterlich, denn in Marenna herrschen strenge Sitten und die Macht liegt alleine in den Händen der Männer. Frauen sind zweckdienlich, haben aber keine eigenen Rechte. So kann ein Mann beispielsweise Anspruch auf eine Frau erheben, die dann zwangsverheiratet wird. Anfangs war mir nicht ganz klar, in welche Richtung sich das Buch entwickelt, da mich vieles an eine Dystopie erinnert hat. Doch mit dem Verlassen von Marenna endet jede Ähnlichkeit zu anderen Dystopien. Die Geschichte macht einen Schwenk und entwickelt sich in eine völlig andere Richtung. Während vorher noch die Gesellschaftsform, Zwänge und Regeln im Vordergrund standen, wird der Leser jetzt in eine Fantasywelt entführt. Der Fokus liegt auf den Themen Liebe, Hoffnung, Trauer und Verlust. Dementsprechend wechselt die Atmosphäre des Buches immer wieder und wirkt mal melancholisch, traurig oder hoffnungsvoll. Gut hat mir gefallen, dass hier keine romantische Liebesgeschichte im Vordergrund steht, sondern ernste Themen wie Verlust und Trauer. Die Geschichte ist im Gesamtbild sehr ungewöhnlich, sowohl vom Aufbau, als auch vom Inhalt her. Teilweise ging mir alles ein wenig zu schnell und es fehlte die Tiefe, aber inhaltlich ist es wirklich mal was anderes.

Der Reihenauftakt "Die Tränenkönigin" von Jay Lahinch punktet mit einer ungewöhnlichen Geschichte über Liebe, Hoffnung, Trauer und Verlust. Durch den teilweise poetisch anmutenden Schreibstil fällt es leicht in der von Jay Lahinch erschaffenen Welt zu versinken. Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die melancholische Bücher mögen.

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