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79 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

laura labas, der verwunschene gott, wölfe, webmagie, der verlorene prinz

Der verwunschene Gott

Laura Labas
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 05.10.2017
ISBN 9783959913348
Genre: Fantasy

Rezension:

Laura Labas konnte mich bereits mit „Ein Käfig aus Rache und Blut“ und „Ein Thron aus Knochen und Schatten“ begeistern. Daher war ich sehr gespannt auf ihren neuen Reihen-Auftakt „Der verwunschene Gott“. Schon das Cover hatte mich magisch angezogen, aber auch der Inhalt kann sich sehen lassen. Eine komplexe Handlung, märchenhafte Elemente und hervorragend ausgearbeitete Charaktere lassen das Leserherz höherschlagen.

Morgan Vespasian wurde vom Alphawolf der Schmuggler entführt und gebrochen. Flüchten ist unmöglich und so bleibt Morgan nichts anderes übrig, als bei den Schmugglern ihre Lebensschuld abzuarbeiten. Bevor es dazu kommen kann, wird Morgan verraten. Sie landet in den Mienen, in denen sie bis zu ihrem Tod Tag für Tag an ihre Grenzen gehen muss. Doch das Schicksal hat seine eigenen Pläne mit Morgan. Ohne es zu wollen, gerät sie zwischen die Fronten zweier gegnerischer Parteien. Ein vergessener Prinz und ein verwunschener Gott streben nach einem Wunsch, der alles möglich machen kann. Morgan wird zur Schlüsselfigur, denn ihre Entscheidung könnte über das Schicksal eines ganzen Königreiches entscheiden.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils von Laura Labas sehr leicht gefallen. Die Geschichte ist insgesamt sehr komplex aufgebaut und man kann einfach nicht anders, als direkt in dem Buch zu versinken. Besonders gut gefallen haben mir die vielen Anspielungen auf verschiedene Märchen und Sagen, die Laura Labas perfekt mit ihrer Geschichte um Morgan verwoben hat. Die Protagonisten wurden alle sehr detailreich ausgearbeitet. Sie alle sind sehr facettenreich, haben ihre Ecken und Kanten und wirken dadurch authentisch. Die Handlung wirkt sehr durchdacht, man sollte aber etwas Zeit zum Lesen mitbringen. Die Hintergründe der Geschichte sind komplex und es gibt mehrere Handlungsstränge. Dadurch ist „Der verwunschene Gott“ kein Buch, das man nebenher lesen kann. Laura Labas konnte bei mir aber gerade mit diesem komplexen Aufbau der Geschichte punkten. Ich mag es unheimlich gerne, wenn man in einer neuen Welt versinken kann und immer wieder neue spannende Details entdeckt. Im Mittelteil schwächelt die Umsetzung etwas und es kamen ein paar Längen auf. Doch mit der Ankunft im verwunschenen Wald konnte die Autorin mich wieder fesseln. Dort warten einige ungeahnte Gefahren auf Morgan, die für eine ordentliche Portion Spannung sorgt. Am Ende des Buches lauert ein ausgesprochen fieser Cliffhanger, der es fast unmöglich macht, den zweiten Band nicht zu lesen.

Fazit: Mit „Der verwunschene Gott – Von Göttern und Hexen“ erlebt der Leser ein fesselndes Abenteuer, das er nicht so schnell wieder vergisst. Laura Labas punktet mit einer komplexen Geschichte, die mit vielen Anspielungen auf verschiedene Märchen und Sagen verwoben ist. Überraschende Wendungen, Magie und starke Charaktere lassen das Leserherz höherschlagen.

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(90)

262 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

liebe, richelle mead, neue welt, adel, goldener hof

The Promise - Der goldene Hof

Richelle Mead , Susann Friedrich
Fester Einband
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 29.09.2017
ISBN 9783846600504
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover von "The Promise - Der Goldene Hof" hatte mich auf Anhieb angesprochen und auch der Klappentext klang vielversprechend. Daher musste ich das Buch unbedingt lesen. Ausgehend vom Cover und der Inhaltsangabe hatte ich eine ähnliche Geschichte wie "Selection" von Kiera Cass erwartet. Hinter der schönen Aufmachung versteckt sich jedoch ein Jugendbuch, das sich wie ein historischer Roman liest. Die Geschichte dreht sich um die Rolle der Frauen in einer von Männern dominierten Welt, die Probleme einer neu erschlossenen Kolonie und religiöse Verfolgung. Da ich etwas völlig anderes erwartet hatte, war ich sehr enttäuscht und konnte auch im Laufe der Handlung nicht mit der Geschichte warm werden.

Nach dem Tod ihrer Eltern verarmt die junge Adelige Elizabeth. In einer Welt, in der Frauen keinen Wert haben, winkt als einziger Ausweg die Heirat mit einem wohlhabenden Junggesellen. Doch dieser entspricht in keinster Weise Elizabeths Vorstellungen. Eines Tages lernt sie den charmanten Cedric Thorn kennen, der für den Goldenen Hof arbeitet. Dieses Unternehmen bildet hübsche, ungebildete Mädchen aus, die im Nachbarland Adoria verheiratet werden sollen. Kurzerhand gibt sich Elisabeth als Zofe aus, denn in Adoria könnte sie ihrem alten Leben endlich entfliehen. Doch anstatt Glamour und Luxus erwartet die Mädchen ein Leben in einer frisch erschlossenen Kolonie, in der sie an die meistbietenden Männer verschachert werden.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des einfachen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen. Zu Beginn entwickelte sich auch noch alles wie erwartet. Doch der Schock kam mit der Ankunft am Goldenen Hof. Sowohl der Titel des Buches, als auch der Klappentext hatten in mir die Vorstellung eines glamourösen Schlosses geweckt. Daher war ich wahnsinnig enttäuscht, als ich feststellen musste, dass "Goldener Hof" nur die Bezeichnung für ein Unternehmen ist, das hübschen Mädchen die Gepflogenheiten des Adels beibringt. Natürlich gibt es Benimmkurse, Konkurrenz unter den Mädchen und hübsche Kleider, aber von Luxus und Glamour kann man nicht sprechen. Die Handlung zog sich für mich sehr in die Länge, vielleicht gerade wegen meiner Enttäuschung. Ab der Hälfte der Geschichte liest sich das Buch wie ein historischer Roman. Denn anstatt in einem zauberhaften Schloss zu landen, befindet sich der Leser in einer neu erschaffenen Kolonie. Man erfährt viel Drumherum, wie die politischen Probleme der Kolonie und religiösen Verfolgungswahn. Leider haben mich diese Themen nicht besonders fesseln können. Im Fokus steht natürlich das Thema Heirat. Gerade dieser Aspekt hat mir am wenigsten gefallen. Frauen sind nichts wert und müssen auf eine gute Partie hoffen, um nicht in Armut zu leben. An diesem Punkt angekommen, hofft man als Leser auf eine starke Protagonistin, die sich für die Rechte der Frau stark macht oder zumindest gegen ihr eigenes Schicksal rebelliert. Elisabeth war mir leider viel zu unterwürfig und hat sich einfach in ihr Schicksal gefügt, einen fremden Mann zu heiraten. Erst als eine andere rettende Ehe in Sicht ist, beginnt sie zu kämpfen. Abgesehen von diesem letzten Punkt möchte ich nicht sagen, dass das Buch schlecht ist, es wurde aus meiner Sicht nur schlicht und einfach falsch vermarktet. Wer Jugendbücher mit historischen Elementen und vielen Hintergrundinformationen mag, ist mit diesem Buch gut beraten. Wer eine Story wie "Selection" von Kiera Cass erwartet, sollte von diesem Buch besser die Finger lassen.

Fazit: Leider hatte ich von dem Buch „The Promise - Der Goldene Hof“ von Richelle Mead etwas völlig anderes erwartet. Anstatt in einem schönen Schloss landet der Leser in einer frisch erschlossenen Kolonie. Das Buch liest sich dadurch ab der Hälfte wie ein historischer Roman. Wer sich für Siedler, Goldgräber, politische Hintergründe und religiöse Verfolgung interessiert, ist mit diesem Buch gut beraten. Wer Glamour und Glitzer erwartet, wird eher enttäuscht sein.

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(12)

37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

dystopie, sternenscherben, drachenmondverlag, 4 sterne, rezension;

Sternenscherben

Teresa Kuba
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783959911542
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Da ich Dystopien liebe, war „Sternenscherben“ von Teresa Kuba für mich ein Must-Read. Zu meiner großen Freude wurde ich nicht enttäuscht. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es an einem Tag ausgelesen. Die Autorin überrascht mit einer spannenden Dystopie in Kombination mit einem Hauch Science Fiction.

Nora Stark lebt in einer der letzten Städte der Erde. Außerhalb der sicheren städtischen Zonen treiben sich gefährliche Menschen rum. Diese sogenannten Outsider sind wertlose Menschen, die dem Wahnsinn verfallen sind. Um die Sicherheit in den Städten zu gewährleisten, bekommt jeder Einwohner einen Chip transplantiert. Diese zeichnen jede Bewegung auf und verhindern das Verlassen der Städte. Nach jahrelangem Training hat Nora es endlich in die Elite des perfekten Systems geschafft. Doch mit jeder neuen Aufgabe erfährt sie mehr über die Hintergründe des Systems und vieles lässt sie nachdenklich werden. Zudem wurden Noras Erinnerungen gelöscht, aber ab und an hat sie plötzlich merkwürdige Bilder im Kopf. Diese zeigen ihr ein Leben außerhalb der Stadt, was völlig unmöglich ist.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen. Ich bin von Anfang an in der Geschichte versunken und konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Nora ist eine starke Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie ist mutig und kämpft für ihre Ideale. Ihre Position in der Elite hat sich Nora hart erkämpft und sie glaubt fest an das System der Regierung. Zu Beginn des Buches ist Nora absolut systemtreu, doch je länger sie der Regierung dient, umso mehr verschieben sich ihre Prioritäten. Am Anfang des Buches wollte ich sie oft schütteln, weil sie mir so naiv vorkam, aber im Laufe der Handlung entwickelt sich Nora zu einer starken und eigenständigen Protagonistin. Die ersten zwei Drittel liest sich das Buch wie eine reine Dystopie, weshalb mich die Autorin zum Ende hin echt überraschen konnte. Teresa Kuba hält zudem den Spannungsbogen konstant hoch. Da es keine Längen gibt, bin ich förmlich durch die Seiten geflogen. Im letzten Drittel des Buches kommt der Leser kaum noch zum Luftholen. Obwohl mir das Buch wirklich gut gefallen hat, war mir das Ende doch etwas zu überhastet. Es ging irgendwie alles Schlag auf Schlag und ich hätte mich gefreut, wenn gerade die letzten Szenen etwas vertieft worden wären. Die letzten Seiten sind leider im Vergleich zum restlichen Buch sehr oberflächlich und es bleiben einige Fragen offen. Trotzdem konnte mich das Buch insgesamt begeistern und daher sehe ich über das überhastete Ende hinweg.

Fazit: Das Buch „Sternenscherben“ von Teresa Kuba konnte ich einfach nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Zug durchgelesen. Die Umsetzung schwächelt auf den letzten Seiten etwas, aber dafür konnte mich der der Rest des Buches auf ganzer Linie überzeugen.

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(14)

50 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

Flerya

Emily Thomsen , Anja Uhren
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783959913515
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf „Flerya – Drachenschlaf“ von Emily Thomsen war ich sehr gespannt. Das Cover hatte mich schon in der Vorschau magisch angezogen und der Klappentext klang vielversprechend. Den Leser erwartet hier eine magische Fantasy-Geschichte über Drachen, Ghule, Banshees und Feen.

Vor einiger Zeit tobte im Land Emireschas ein furchtbarer Krieg gegen die Ghule. Der Drachenkönig Gardorath siegte schließlich und verbannte die Herrscherin der Ghule auf eine magisch geschützte Insel. Aus Rache entführte Yadiran, der oberste Feldherr der Ghule, die Tochter des Drachenkönigs und zieht sie als seine Tochter auf. Doch dabei hat er ein ganz bestimmtes Ziel vor den Augen. Denn Flerya ist die Trägerin des magischen Armbandes Kemantie, das untrennbar mit ihr verbunden ist. An Fleryas sechszehntem Geburtstag soll sie mit Hilfe der Kemantie die verbannte Herrscherin der Ghul befreien. Flerya ahnt nichts von ihrem Schicksal, da sie keine Erinnerungen an ihre richtige Familie hat. Ihre Welt gerät völlig aus den Fugen, als eines Tages der Drache in ihr erwacht und das ganze Ausmaß des Verrats offensichtlich wird. Flerya ist hin- und hergerissen und weiß nicht, wem sie vertrauen kann. Sie gerät mitten zwischen die Fronten und versucht verzweifelt das Land vor seinem Untergang zu bewahren.

Der Einstieg in das Buch ist mir zugegebenermaßen etwas schwerer gefallen als sonst. Der Schreibstil von Emily Thomsen ist flüssig und angenehm zu lesen, aber man stolpert immer wieder über fremde Begriffe und Namen, die man erst verinnerlichen muss. Dafür hat mir der Weltenentwurf mit der Problematik zwischen dem Drachenkönig und den seelenfressenden Ghulen unheimlich gut gefallen. Die Autorin hat ein gutes Maß an Fantasy-Elementen gefunden, ohne dabei ausschweifend zu werden. Die Geschichte wirkt insgesamt gut durchdacht und punktet mit interessanten Charakteren, die alle sehr unterschiedlich sind. Zu Beginn lässt die Autorin der Geschichte viel Raum, um sich zu entfalten. Der etwas langsame Einstieg in das Buch ist sehr geschickt gewählt, da dem Leser auf diese Weise ausreichend Zeit gegeben wird, sich zu orientieren. Im Mittelteil wird es etwas temporeicher, ich hätte mir aber noch ein wenig mehr Zug gewünscht, da ein paar Längen aufkommen. Das letzte Viertel des Buches konnte mich komplett mitreißen und begeistern. Das Ende überzeugt mit einer rasanten Handlung voller spannender Wendungen.

Fazit: Mit „Flerya - Drachenschlaf“ entführt die Autorin Emily Thomsen den Leser auf eine Reise voller Magie, Schrecken und Gefahren. Die Umsetzung hat mir trotz kleiner Längen im Mittelteil sehr gut gefallen und die Autorin punktet mit einem rasanten Finale voller überraschender Wendungen.

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(11)

77 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

magie pur

Madness

Maja Köllinger
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783959911153
Genre: Fantasy

Rezension:

Eigentlich lese ich nie Steampunk, aber an „Madness – Das Land der tickenden Herzen“ konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Ich liebe „Alice im Wunderland“ und war mega gespannt auf die Adaption von Maja Köllinger. Die Umsetzung hat mir wirklich gut gefallen, da der Mix aus bekannten Elementen des Originals und neuen Steampunk-Elementen seinen ganz eigenen Reiz hat.

Eigentlich wollte Alice nur mit ihren Freundinnen feiern gehen, doch auf der Suche nach ihnen wird sie von einem weißen Hasen abgelenkt. Mitten in der Nacht sieht man in London eher selten einen Hasen und so folgt Alice dem weißen Schatten voller Neugierde. Schließlich verschwindet das kleine Tier in einem riesigen Kaninchenbau im Abney Park. Als Alice sich das Loch im Boden genauer anschauen möchte, verliert sie den Halt und fällt in bodenlose Schwärze. Als sie unbeschadet am Boden aufkommt, kann Alice ihr Glück kaum fassen. Doch der nächste Schock lässt nicht lange auf sich warten, denn Alice wird schnell klar, dass sie sich in einer fremden Welt befindet. Auf der Suche nach Hilfe trifft sie auf eine merkwürdige Katze aus Metall mit dem Namen Grinser. Diese scheint den Weg zurück in die Menschenwelt zu kennen und führt Alice zu Elric. Doch Elric scheint Alice nicht sonderlich zu mögen, denn er verhält sich distanziert und kalt. Alice ist sich sicher, dass er ein Geheimnis verbirgt, das sie unbedingt lüften möchte. Doch hinter Elrics Verhalten steckt wesentlich mehr, als Alice es sich jemals vorstellen konnte.

Maja Köllinger hat den Einstieg in ihr Buch sehr geschickt gewählt. Die Geschichte beginnt in der Menschenwelt, in der man erst mal Alice, ihren Vater und ihre Freundinnen kennenlernt. Auch die Zeitspanne bis zum Sturz ins Wunderland passt perfekt. Der Leser bekommt genug Zeit sich zu orientieren und trotzdem dauert es nicht zu lange, bis man im Wunderland ankommt. Da ich Steampunk normalerweise nicht lese, war ich sehr gespannt auf die Umsetzung. An dieser Stelle ist der Autorin ein faszinierender Mix aus klassischen Fantasy-Elementen und Steampunk-Elementen gelungen. Ich muss zugeben, dass man sich an ein Wunderland aus Metall erst gewöhnen muss, aber dank der wiederkehrenden Fantasy-Elemente und der damit verbundenen Bilder im Kopf wurde das Wunderland für mich greifbarer. Die Autorin hält den Spannungsbogen kontant hoch. Es passiert einfach immer etwas. Wenn gerade keine Gefahr droht, gibt es im Wunderland einiges zu entdecken. Mein persönliches Highlight ist die Kuchenszene, in der ich gerne mit Alice die Rollen getauscht hätte. Die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet und weichen vom Original ab, was mir sehr gut gefallen hat. Alice ist ein flippiges junges Mädchen mit einem rebellischen Herz, während Elric verschlossen und kühl wirkt. Lediglich Grinser ähnelt dem Original mit seiner verrückten und undurchschaubaren Art sehr. Maja Köllinger konnte mich mit ihrer Adaption von Alice im Wunderland auf ganzer Linie überzeugen. Interessante Charaktere und ein faszinierender Mix aus Steampunk und Fantasy lassen das Leserherz höherschlagen.

Fazit: Mit "Madness - Das Land der tickenden Herzen" von Maja Köllinger erlebt der Leser ein spannendes Abenteuer in einem düsteren Wunderland aus Metall. Die Idee des Settings mit Steampunk-Elementen hat mir richtig gut gefallen. Ich danke der Autorin für die wundervolle Reise durch ihr metallisches Wunderland.

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298 Bibliotheken, 25 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

götter, liebe, marah woolf, jugendbuch, hass

GötterFunke - Hasse mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 25.09.2017
ISBN 9783791500416
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem wirklich fiesen Cliffhanger am Ende des ersten Bandes war ich gespannt auf die Fortsetzung von "Götterfunke" aus der Feder von Marah Woolf. Das Buch liest sich sehr angenehm und wird vor allem jungen Mädchen im Teenageralter gut gefallen.


Nachdem Jess Cayden mit ihrer besten Freundin Robyn erwischt hat, kehrt sie mit gebrochenem Herzen nach Hause zurück. Doch der nächste Schock lässt nicht lange auf sich warten. Die Götter sind Jess tatsächlich nach Monterey gefolgt, angeblich um sie vor Agrios zu schützen. Für Jess wird jeder Tag zur Qual, den die Götter lassen sie einfach nicht in Ruhe. Anstatt ein normales Leben führen zu können, wird sie mehr und mehr in einen Krieg der Götter hineingezogen. Cayden übernimmt die Rolle ihres Beschützers und schon bald ist sich Jess nicht mehr sicher, wie lange sie Cayden noch hassen kann.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des jugendlichen und lockeren Schreibstils von Marah Woolf sehr leicht gefallen. Das Buch liest sich dadurch trotz seines Umfangs sehr angenehm und schnell. Im Gegensatz zum ersten Band wird es in diesem Mittelband temporeicher. Die Ereignisse überschlagen sich und auf Jess warten einige ungeahnte Gefahren. Durch überraschende Wendungen in Bezug auf die Götter und ihre Geheimnisse bleibt es spannend bis zur letzten Seite. Das Buch konnte mich durchaus gut unterhalten und das Lesen hat dank des lockeren Schreibstils Spaß gemacht. Empfehlen würde ich die Reihe aber wirklich eher jüngeren Mädchen ab 14 Jahren, auch wenn viele Erwachsene Jugendbücher lesen. Der Fokus des Buches liegt stark auf den zwischenmenschlichen Beziehungen, was jüngere Leserinnen mit Sicherheit ansprechen und begeistern wird. Mir persönlich war es zu viel Hin und Her zwischen Jess und Cayden. Bei Caydens Verhalten würde jedes vernünftige Mädchen Reißaus nehmen. Er macht ständig mit einer anderen rum, sagt Jess aber, dass sie niemanden küssen darf. Der Leser weiß, welche Motive Cayden hat, aber Jess kennt diese nicht. Dadurch, dass sie Cayden nicht zum Teufel jagt, wirkt Jess leider naiver, als sie wirklich ist. Das Ende war zum Teil vorhersehbar, ich hatte allerdings erst im letzten Band mit einer der Wendungen gerechnet. Daher bin ich gespannt, was der finale Kampf der Götter im letzten Band noch für Überraschungen bereithält.

Fazit: „Götterfunke – Hasse mich nicht“ von Marah Woolf ist ein gelungener Mittelband der Reihe. Die Geschichte bietet alles, was Teenagerherzen höherschlagen lässt: Heiße Jungs, Intrigen und Eifersuchtsdramen. Der Fokus des Buches liegt auf der Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Jess und Cayden und dem damit verbundenen Gefühlchaos. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung für junge Mädchen im Teenageralter.

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(21)

35 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

dystopie, maya shepherd, band 3, mutanten, dystropie

Radioactive - Die Verlorenen

Maya Shepherd
E-Buch Text: 261 Seiten
Erschienen bei null, 12.04.2014
ISBN B00JNVE210
Genre: Fantasy

Rezension:

"Radioactive" von Maya Shepherd zählt zu meinen Lieblingsreihen und ich konnte es kaum erwarten, wieder in der Geschichte abtauchen zu können. Nach dem fiesen Cliffhanger im zweiten Band musste ich unbedingt wissen, wie es mit Cleo und Finn weitergeht. Auch der dritte Band „Die Verlorenen“ kann ohne Probleme mit seinen Vorgängern mithalten und punktet mit viel Spannung und überraschenden Wendungen.

Wieder werden Finn und Cleo getrennt. Während Finn und die Rebellen nur knapp mit dem Leben davonkommen, kann Cleo sich in die Zentrallegion retten. Nun ist jeder auf der Seite, für die er kämpfen möchte. Doch es kommt alles anders. Die Rebellen nehmen die letzten überlebenden Menschen der zerstörten Legion auf. Da auch das Rebellenlager zerstört wurde, gibt es nicht genug Nahrung für alle und kaum Hoffnung für die Zukunft. Misstrauen, Hass und Unsicherheit spalten das Lager. Zudem gibt es eine weitere Bedrohung, die unsichtbar im Hintergrund lauert: Die Mutanten, von denen nichts bekannt ist, außer dass sie Kannibalen sind. Auch Cleo ergeht es nicht besser. Sie sollte in der Zentrallegion in Sicherheit sein, doch in den Augen der anderen ist sie nichts weiter als eine Verräterin. Sie steht unter strenger Beobachtung und hat keine Möglichkeit, etwas über die Rebellen zu erfahren. Sie muss mit der Ungewissheit leben, nicht zu wissen, ob Finn und ihre Freunde die Explosion der Legion überlebt haben oder ob sie längst tot sind.

Der Einstieg in das Buch ist mir wie gewohnt dank des wunderbaren Schreibstils von Maya Shepherd sehr leicht gefallen. Da ich den zweiten Band vor kurzer Zeit gelesen hatte, konnte ich mich sofort gut orientieren und bin komplett in der Geschichte abgetaucht. Dank vieler bildhafter Beschreibungen und Details entstehen sofort Bilder im Kopf. Der Schreibstil ist angenehm locker und flüssig, sodass sich das Buch sehr schnell lesen lässt. Die Charaktere wurden alle sehr liebevoll und authentisch ausgearbeitet. Besonders gut hat mir Cleos Entwicklung gefallen. Sie wird von Band zu Band selbstbewusster und erwachsener. Natürlich bin ich auch ein großer Fan von Fennek, dem süßen Wüstenfuchs. Von ihm würde ich gerne noch mehr hören. Spannungsmäßig entspricht der dritte Band auf jeden Fall meinen Erwartungen. Es passiert unheimlich viel und man fliegt nur so durch die Seiten. Auch dieser Band endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger und macht es unmöglich, den finalen vierten Band nicht zu lesen. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Fazit: Auch mit dem dritten Band „Radioactive - Die Verlorenen“ konnte Maya Shepherd mich wieder begeistern. Starke Charaktere, überraschende Wendungen und viel Spannung lassen das Leserherz höherschlagen. Ich kann es kaum erwarten, im finalen vierten Band zu erfahren, wie die Geschichte um Cleo und Finn endet.

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Raubzug des Phoenix

D.B. Granzow
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783959914307
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Klappentext von „Raubzug des Phoenix“ hatte mich auf Anhieb neugierig gemacht. Ich liebe Dystopien und war daher gespannt auf die Umsetzung. Dirk B. Granzow konnte mich mit diesem Reihen-Auftakt trotz kleiner Schwächen auf ganzer Linie überzeugen. Der Einstieg war etwas länger als erwartet, aber danach hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen.

Hayden ist fünfzehn Jahre alt und lebt in einer kleinen Siedlung. Der Hunger ist allgegenwärtig und nur die Raubzüge in die entfernt liegende Stadt sichern das Überleben der Siedler. Dreimal im Jahr wird die sogenannte Raubnacht veranstaltet, in der die Stadt von den Siedlern geplündert werden darf. Als die nächste Raubnacht ansteht, bricht Haydens Welt zusammen. Ihr bester Freund Yisle wird den Raubzug übernehmen, während sie zuhause bleiben muss. Hayden war immer davon ausgegangen, dass Yisle und sie gemeinsam zu ihrer ersten Raubnacht aufbrechen. Doch die Erwachsenen sehen in ihr immer noch ein Kind, das dieser Aufgabe nicht gewachsen ist. Zudem scheinen Haydens Eltern ihr wichtige Dinge über die Raubnächte zu verschweigen. Kurzentschlossen schleicht sich Hayden aus dem Haus und folgt Yisle und seinen Freunden zu der entfernten Stadt. Doch die Wahrheit über die Raubnächte ist grausamer, als Hayden es sich jemals vorstellen konnte. Während ihrer Reise wird Hayden klar, dass sie alle in tödlicher Gefahr schweben.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, da der Autor der Geschichte viel Raum gibt, um sich zu entfalten. Dadurch hat man viel Zeit die Charaktere kennenzulernen und sich in der Welt zurechtzufinden. Die Hauptprotagonistin Hayden ist mit ihren fünfzehn Jahren ein typischer Teenager. Sie leidet sehr unter dem Verlust ihrer Schwester und der Erkrankung ihrer Mutter. Obwohl ihre Familie sie liebt, hat man immer das Gefühl, als wenn Hayden ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Dank ihrer mutigen Art habe ich sie schnell ins Herz geschlossen, auch wenn sie mir mit ihren bockigen Teenagerallüren manchmal auf die Nerven gegangen ist. Besonders gut hat mir gefallen, dass Hayden nicht die typische Heldin ist, wie sie in vielen anderen Dystopien dargestellt wird. Hayden ist ein ganz normaler Teenager, voller Selbstzweifel, von den Eltern missverstanden und einem Hang dazu, sich selbst zu überschätzen. Gerade ihre innere Zerrissenheit und die Fehler, die sie begeht, machen sie so sympathisch. Yisle bleibt leider etwas blass, aber dafür sind Sage und Mylake starke Charaktere, von denen ich in der Fortsetzung gerne mehr hören würde. Die Handlung wirkt gut durchdacht, wobei ich erwartet hatte, dass der Fokus der Geschichte auf der Raubnacht und ihren Folgen liegt. Ich war dadurch etwas überrascht von dem langen Einstieg in die Geschichte. Obwohl ich den ersten Teil des Buches durchaus interessant fand, kommt erst mit Haydens Ankunft in der Stadt richtig Spannung auf. Von da an ging es Schlag auf Schlag und der Leser kommt kaum noch zum Luftholen. Der Fokus der Geschichte liegt sehr lange auf der Reise zu der Stadt. Ich hätte mir gerade am Anfang des Buches mehr Zug gewünscht, aber die Ereignisse der Raubnacht konnten dann einiges wettmachen, denn es wird am Ende sehr spannend und actionreich. Insgesamt bleiben viele Fragen offen, weshalb ich den Folgeband unbedingt lesen muss.

Fazit: „Raubzug des Phoenix“ von Dirk B. Granzow ist ein vielversprechender Reihen-Auftakt, der ruhig beginnt und rasant endet. Die Idee der Raubzüge hat mir sehr gut gefallen und trotz des langen Einstiegs in die Geschichte konnte mich das Buch überzeugen. Am Ende bleiben einige Fragen offen, weshalb ich den Folgeband unbedingt lesen muss.

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51 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

hexen, magie, hexenjäger, prim, drachenmondverlag

Bin hexen

Liane Mars
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.09.2017
ISBN 9783959918145
Genre: Fantasy

Rezension:

„Bin Hexen“ von Liane Mars war mir durch das süße Cover aufgefallen, das ein richtiger Hingucker ist. Der Klappentext versprach ein paar unterhaltsame Lesestunden, doch leider konnte mich das Buch nicht komplett überzeugen. Der erste Teil war wirklich vielversprechend, aber im Mittelteil kamen ein paar Längen auf und am Ende ging mir einfach alles zu schnell.

Prim hasst Magie ungemein, doch als Hexe muss sie ihre Magie regelmäßig nutzen, damit nichts Unvorhergesehenes passiert. Denn die Magie ist tückisch. Wenn Prim längere Zeit nicht hext, spielt ihre Magie völlig verrückt. Aber auch das regelmäßige Anwenden von Magie ist nicht ungefährlich. Man weiß nie, wie sich ein Zauberspruch auswirkt. Daher sollte man beim Zaubern bestens geschützt sein, um blaue Flecken und Verletzungen so gering wie möglich zu halten. Als wäre Prims Leben dadurch nicht schon schrecklich genug, taucht plötzlich ihr Hexenzwilling auf. Doch der Mann, dessen Herz sie erobern soll, ist niemand geringeres als der Hexenjäger Liam. Da die Magie Prim unerbittlich zu Liam hinzieht, ist das Chaos natürlich vorprogrammiert.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des einfachen und flüssigen Schreibstils von Liane Mars sehr leicht gefallen. Die Geschichte liest sich wunderbar locker und man fliegt regelrecht durch die Seiten. Besonders erfrischend ist die Darstellung der Magie. Ich habe sie mir wie einen bockigen Esel vorgestellt, der nur das macht, worauf er Lust hat. Die von Liane Mars erschaffene Magie ist heimtückisch und scheint schon fast ein Eigenleben zu führen. Prim fürchtet sich vor den Tagen, an denen sie hexen muss, denn es kommt selten etwas Gutes dabei raus. Die Geschichte punktet mit einer guten Portion Humor und vielen witzigen Situationen. Vor allem die Szene, in der Prim im Kreis ihrer Familie Magie wirken muss, hat mir gut gefallen. So ein Chaos, ich hatte direkt Bilder im Kopf und musste laut lachen. Viele Szenen sind nicht immer ganz logisch, abver dafür auf eine liebenswerte Weise verrückt. Auch Prim habe ich mit ihrer eigensinnigen Art schnell ins Herz geschlossen. Der Anfang des Buches war wirklich vielversprechend, aber leider flaute meine Begeisterung im Laufe der Geschichte ab. Im Mittelteil kamen einige Längen auf. Teilweise auch durch überspitzte Darstellungen, über die ich immer weniger lachen konnte. Irgendwann kam mir vieles so überzogen vor, das es schon unglaubwürdig wirkte. Zum Ende hin zieht das Erzähltempo dann ganz schön an und es wird spannend. Doch insgesamt ging mir am Ende einfach alles zu schnell und die Liebesgeschichte rutscht in einen kitschigen Bereich ab, was leider nicht mein Fall ist.

Fazit: „Bin Hexen – Wünscht mir Glück“ von Liane Mars ist eine witzige Geschichte für unterhaltsame Lesestunden. Der erste Teil des Buches war sehr vielversprechend und hat mir gut gefallen, doch leider hat meine Begeisterung zum Ende hin nachgelassen, da mir einiges zu überspitzt war und zu schnell ging.

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47 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

dämone, romantasy, sonnenblut, magie, fluch

Sonnenblut

Michelle Natascha Weber
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 09.10.2017
ISBN 9783959910866
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf „Sonnenblut“ von Michelle Natascha Weber hatte ich mich schon wahnsinnig gefreut. Auf den ersten Seiten war ich noch etwa skeptisch, da es viele Parallelen zu „Das Reich der Sieben Höfe“ gibt. Allerdings entwickelt sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung und konnte mich bis zur letzten Seite fesseln. „Sonnenblut“ zählt definitiv zu meinen Lieblingsbüchern aus dem Drachenmond Verlag und wird daher noch als Print bei mir einziehen.

Zwischen den Höfen der Sonne und der Nacht herrscht seit unendlich langer Zeit Feindschaft. Vor Jahrhunderten sorgte ein Fluch der Hexenfürstin Seraphia für einen zerbrechlichen Frieden. Seitdem sind die Schattenwandler des Nachthofes und die Hexen des Sonnenhofes durch einen Pakt aneinander gebunden. Beide Höfe hassen diese gegenseitige Abhängigkeit abgrundtief. Doch es gibt einen Weg, den Fluch zu brechen. Allerdings wurde im Laufe der Jahrhunderte nur wenigen ein Versuch gewährt. Seraphias Fluch wählt jeweils einen Schattenwandler und eine Hexe aus, die durch ein magisches Silberband aneinander gebunden werden. Nur gemeinsam ist es ihnen möglich den Fluch zu brechen. Doch alle Hexen starben noch vor ihrer Vermählung mit dem vom Silberband erwählten Gefährten. Alysea Valerian ist die Tochter der Fürstin des Sonnenhofes und der Fluch hat ausgerechnet sie zum Gefährten des Wandlers Dameo Angelis auserwählt, dem Herrscher des Nachthofes. Schon bald fühlt Alysea den schrecklichen Sog, der alle Hexen vor ihr getötet hat. Und auch Dameo kämpft mit einem Geheimnis, das alles verändern könnte. Es scheint nicht den leisesten Hauch einer Hoffnung zu geben, denn egal was passiert, die Straßen von Gemea werden mit Blut getränkt werden.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des wundervollen Schreibstils von Michelle Natascha Weber sehr leicht gefallen. Durch viele bildhafte Beschreibungen entstehen beim Lesen direkt Bilder im Kopf. Die Autorin arbeitet mit vielen kleinen zusätzlichen Details, die mich begeistern konnten. Angefangen von den Charakteren, über die Handlung bis hin zum Weltenaufbau wirkt alles sehr durchdacht und liebevoll erschaffen. Dameo Angelis ist der mächtigste Wandler seiner Art und herrscht über den Nachthof. Über ihn und seinen Hof kursieren am Sonnenhof die wildesten Gerüchte. Man munkelt von Gewalt, ausschweifenden Festen und den berüchtigten Bluthuren. Der Schock der Hexe Alysea Valerian ist riesig, als Seraphias Fluch sie trifft und sie an Dameo gebunden wird. Das Silberband schmiedet sie auf ewig zu Gefährten. Keiner von beiden kann ohne den anderen überleben. Die Verbindung des Silberarmbandes geht so tief, dass sie dadurch alle Emotionen und sogar Schmerzen teilen. Vieles davon hat mich an „Das Reich der Sieben Höfe“ erinnert, aber die Geschichte verläuft schnell in eine andere Richtung. Von Seite zu Seite taucht man tiefer in die verschiedenen Welten der Schattenwandler und Hexen ein. Mit jedem neuen Puzzlestück offenbart sich nach und nach die Komplexität der Problematik hinter dem Hass der beiden Rassen. Auch in Bezug auf den Fluch ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Einige Geheimnisse werden gelüftet, aber man merkt, dass die Fortsetzung noch so manche Überraschung für den Leser bereithalten wird. Das Buch endet mit einem wirklich fiesen Cliffhanger, der es fast unmöglich macht Band zwei – und gleichzeitig das Finale – nicht zu lesen. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht. Michelle Natascha Weber hat auf jeden Fall gerade einen neuen Fan gefunden und ich ein neues Lieblingsbuch aus dem Drachenmond Verlag.

Fazit: „Sonnenblut“ von Michelle Natascha Weber gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern aus dem Drachenmond Verlag. Die Autorin konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Durch den bildhaften Schreibstil kann man nicht anders, als sofort in der Geschichte zu versinken. Ich freue mich schon sehr darauf, im zweiten Band wieder in der Geschichte abtauchen zu können und zu erfahren, wie die Geschichte von Alysea und Dameo endet.

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113 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

christian handel, märchenadaption, drachenmondverlag, rosen&knochen, dunkles märche

Rosen & Knochen

Christian Handel
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 06.09.2017
ISBN 9783959915120
Genre: Fantasy

Rezension:

Das wundervolle Cover von Marie Graßhoff zu „Rosen & Knochen“ von Christian Handel hatte mich magisch angezogen. Da ich düstere Märchenadaptionen liebe, war dieses Buch ein absolutes Must-Read für mich. Ich muss gestehen, dass ich kein Fan von Novellen bin, aber Christian Handel konnte mich davon überzeugen, dass man eine Geschichte auch auf wenigen Seiten perfekt umsetzen kann.

Muireann und Rose ziehen unter den Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot durch das Land und bieten ihre Dienste als Dämonenjägerinnen an. Eines Tages erhalten sie den Auftrag, den Geist einer Hexe zu verjagen, der ein ganzes Dorf in Angst und Schrecken versetzt. Rose und Muireann kann eigentlich nichts so schnell schocken, aber dieser auf den ersten Blick einfach wirkende Auftrag wird ihnen alles abverlangen. Nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Liebe zueinander steht auf dem Spiel.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des lockeren und flüssigen Schreibstils des Autors sehr leicht gefallen. Christian Handel versteht es meisterlich, eine düstere Atmosphäre zu schaffen, bei der es dem Leser eiskalt den Rücken runterläuft. „Die Hexenwald-Chroniken – Rosen und Knochen“ ist alles andere als eine gewöhnliche Märchenadaption. Hier passt einfach alles perfekt zusammen. Der Schreibstil ist märchenhaft und doch sehr bildlich. Ich hatte beim Lesen den Wald und das Hexenhaus direkt vor den Augen. Neben dem Setting wurden auch die Charaktere gut ausgearbeitet. Wie Christian Handel das auf so wenigen Seiten geschafft hat, ist mir echt ein Rätsel. Ich mag Novellen in Regel nicht, da immer etwas auf der Strecke bleibt. Entweder die Charaktertiefe oder die Handlung. Christian Handel hat hier das perfekte Gleichgewicht gefunden und man merkt am Inhalt nicht, dass es sich um eine Novelle handelt. Rose und Muireann sind gleichzeitig Partnerinnen bei der Arbeit und ein Liebespaar. Sie kennen sich schon viele Jahre und sind ein eingespieltes Team. Rose bleibt im Gegensatz zu ihrer Partnerin noch recht blass, aber Muireann hat mir als Charakter unglaublich gut gefallen. Die Handlung ist durchweg spannend, auch wenn man das Märchen schon kennt und einiges vorhersehen kann. Christian Handel sorgt an einigen Stellen für einen richtigen Gänsehaut-Effekt, denn seine Märchenadaption ist grausam und teilweise recht brutal. Dadurch bringt der Autor in Erinnerung, dass die ursprünglichen Märchen nicht ganz ohne waren. Die Handlung ist rasant und man fliegt nur so durch die Seiten. Das Buch ist in sich abgeschlossen und als Einzelband lesbar, aber weitere Bände sind in Planung. Diese dürfen dann auch gerne einige Seiten mehr haben!

Fazit: Das Buch „Die Hexenwald-Chroniken - Rosen & Knochen“ von Christian Handel ist ein Must-Read für alle Fans von düsteren Märchenadaptionen. Seit "Die Dreizehnte Fee" von Julia Adrian habe ich auf eine ähnlich atmosphärische Adaption gewartet und nun endlich ist sie da! Und was soll ich sagen, ich bin absolut begeistert!

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63 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

schwanenfeuer, prinzessinnen, rätsel, derfluchdersechsprinzessinen;, sternensandverlag

Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Schwanenfeuer

Regina Meißner
Flexibler Einband: 354 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 01.10.2017
ISBN 9783906829456
Genre: Fantasy

Rezension:

Bereits in der Verlagsvorschau hatte ich mich in das Cover von "Schwanenfeuer - Der Fluch der sechs Prinzessinnen" von Regina Meißner verliebt. Da ich Märchen liebe, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. "Schwanenfeuer" ist mein erstes Buch der Autorin und ich war sofort begeistert. Regina Meißner konnte mich von Beginn an gut abholen und bis zur letzten Seite fesseln.

Die junge Prinzessin Estelle fristet ein furchtbares Leben. Über ihr lastet ein Fluch, der sie zwingt, die Tage in Schwanengestalt zu verbringen. Nur von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang erhält sie ihre menschliche Gestalt zurück. Ihr einziger Anhaltspunkt ist ein Pergament mit einem Rätsel, das sie bisher jedoch nicht lösen konnte. Als sie eines Tages auf den Jäger Ayden trifft, schöpft sie neue Hoffnung. Denn der junge Mann möchte der unglücklichen Schwanenprinzessin helfen, das Rätsel zu lösen. Doch Estelle ist nicht die einzige verfluchte Prinzessin. Ihre Schwestern sind ebenfalls wie vom Erdboden verschluckt. Nur im Traum treffen sich die Mädchen in einer geheimnisvollen Kuppel, wo es ihnen jedoch unmöglich ist, über ihr Schicksal zu sprechen. 

Dank des lockeren und flüssigen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen. Das Kopfkino schaltet sich von ganz alleine an und lässt wundervolle Bilder im Kopf entstehen. Denn die Suche nach der Lösung des Rätsels führt Estelle und Ayden an fantastische Orte. Die Geschichte besticht mit einem märchenhaften Setting, das mich komplett in seinen Bann ziehen konnte. Auch die Handlung ist spannend und man fühlt und leidet richtig mit Estelle mit. Das Buch liest sich unglaublich schnell, da man sehr gespannt ist auf die Lösung des Rätsels. Besonders gut hat mir gefallen, dass nicht nur Estelle von dem Fluch betroffen ist, sondern auch ihre Schwestern. Über den Fortschritt der anderen Prinzessinnen bei der Lösung ihres Rätsels wird der Leser im Dunklen gelassen. Denn jede Prinzessin hat ein eigenes Rätsel erhalten und man weiß weder, wie der Fluch bei ihnen wirkt, noch wo oder in welcher Gestalt sie sich befinden. Dadurch entsteht unterschwellig Spannung und ich bin wahnsinnig gespannt auf den zweiten Band, in dem man mit Sicherheit mehr über die Schwestern erfahren wird. Der Reihen-Auftakt von "Schwanenfeuer" ist der Autorin Regina Meißner sehr gut gelungen und Märchen-Fans sollten auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.

Fazit: "Schwanenfeuer - Der Fluch der sechs Prinzessinnen" von Regina Meißner punktet mit einem märchenhaften Setting und einer spannenden Handlung. Ich freue mich schon sehr darauf, im zweiten Band wieder in diese wundervolle Welt eintauchen zu können und mehr über das Schicksal der Prinzessinnen zu erfahren.

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257 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

dystopie, fantasy, tod, utopie, neal shusterman

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Reihen-Auftakt „Scythe – die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman stand seit der Verlagsvorschau auf meiner Wunschliste. Ich liebe Dystopien und der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend an. Obwohl ich zu Beginn skeptisch war, wurde ich nicht enttäuscht. Die Umsetzung der Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Citra und Rowan leben in einer Welt, die auf den ersten Blick perfekt wirkt. Armut, Krankheiten und selbst der natürliche Tod gehören der Vergangenheit an. Die unsterbliche Menschheit wird von der künstlichen Intelligenz Thunderhead angeführt, die allwissend ist und alle Probleme im Keim erstickt. Doch das sorgenfreie Leben im Wohlstand hat einen hohen Preis. Denn damit die Gefahr einer Überbevölkerung abgewendet werden kann, müssen Menschen sterben. Um diese schwere Aufgabe zu bewältigen, wurde das Scythetum erschaffen. Scythes sind die Hüter des Todes und entscheiden, wer sterben muss. Ihre Aufgabe ist es, Jahr für Jahr ausgewählte Menschen zu töten. Citra und Rowan werden zu ihrem großen Erschrecken ausgewählt, um zu Scythes ausgebildet zu werden. Der nächste Schock lässt nicht lange auf sich warten, denn nur einer von ihnen wird am Ende zum Scythe berufen und muss anschließend als erste Amtshandlung den jeweils anderen hinrichten. Doch im Laufe der Ausbildung entwickelt sich ein Band zwischen Citra und Rowan, das immer stärker wird. 

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils von Neal Shusterman sehr leicht gefallen. Zu Beginn erfährt man viel aus dem alltäglichen Leben von Citra und Rowan. Dieser ruhige Einstieg ist notwendig, um dem Leser vor Augen zu führen, warum ihr Ausbilder Scythe Faraday gerade Citra und Rowan ausgewählt hat. Das gesamte Buch regt viel zum Nachdenken an. Mir hat die Grundidee von Neal Shusterman ausgesprochen gut gefallen. In einer Welt, in der die Regeln der Natur überlistet wurden, wird der Mensch sich selbst zum größten Feind. Die drohende Überbevölkerung in Folge der entstandenen Unsterblichkeit ist die einzige Bedrohung für das perfekte Leben der Menschen. Das bedeutet, Menschen müssen sterben. Genauer gesagt: Unglaublich viele Menschen müssen sterben. Die künstliche Intelligenz Thunderhead regelt das tägliche Leben und alles, was weltweit dazugehört. Nur den Tod wollten die Menschen nicht einer Maschine anvertrauen. Daher wurden die Hüter des Todes erschaffen, deren Aufgabe das Hinrichten überzähliger Menschen ist. Diesen Tötungsvorgang bezeichnen die Scythes als Nachlesen. 

Die Kapitel des Buches werden eingeleitet von Auszügen aus Nachlese-Tagebüchern verschiedener Scythes. Dadurch bekommt man einen tieferen Eindruck in das Scythetum, die Regeln und Vorschriften. Auf der anderen Seite erfährt man die persönliche Meinung der Scythes zum System und den daraus resultierenden ethischen und moralischen Problemen. Gerade diese Kapitel haben mir wirklich gut gefallen, denn sie regen unglaublich zum Nachdenken an. Auch die Charaktere wurden gut ausgearbeitet. Sie bleiben zwar auf der einen Seite recht unnahbar, machen dafür aber eine interessante Entwicklung durch.

Im ersten Teil des Buches herrscht eine eher unterschwellige Spannung, die im zweiten Teil von actionreichen und teilweise sehr brutalen Szenen abgelöst wird. Die Atmosphäre ist düster und bedrückend. Informative Passagen, die zum Nachdenken anregen, wechseln sich mit actionreichen Szenen ab. Gerade durch diese Kombination hebt sich "Scythe" von anderen Büchern ab. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich immer wissen musste, wie es weitergeht. Die Handlung kommt ohne eine Liebesgeschichte oder Romantik aus. Das Thema Liebe steht hier dezent im Hintergrund und wird nur angerissen. Alles andere hätte aber auch nicht zu diesem düsteren und teilweise grausamen Reihen-Auftakt gepasst. Das Ende ist auf der einen Seite relativ abgeschlossen, macht aber auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung, die ich definitiv lesen werde.

Fazit: „Scythe – die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman kann man dank der düsteren Atmosphäre und viel Spannung nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor punktet mit einer perfekten Umsetzung, die unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt.

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229 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

fantasy, snow, schnee, magie, freunde

Snow

Danielle Paige , Anne Brauner , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.09.2017
ISBN 9783522202374
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich das Cover von „Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ von Danielle Paige in der Verlagsvorschau entdeckt hatte, war ich hin und weg. Zudem liebe ich Märchen und konnte es kaum erwarten, das Buch endlich in den Händen zu halten. Obwohl die Geschichte ein paar Schwächen aufweist, konnte mich das Buch dank der tollen Fantasy-Elemente begeistern.
 
Snow hatte es in ihrem bisherigen Leben alles andere als leicht. Nachdem sie als Kind versuchte durch einen Spiegel zu gehen, ließ ihre Mutter sie in die psychiatrische Anstalt Whittaker einweisen. Dort erwartet Snow ein trostloses Leben voller bunter Pillen-Cocktails. Einzig Bale lässt sie durchhalten und im Laufe der Zeit schenkt sie ihm ihr Herz. Doch dann wird Bale eines Tages direkt vor Snows Augen entführt und in ein Land hinter den Spiegeln verschleppt. Snow wird klar, dass ihr gesamtes Leben auf einer Lüge basiert. Schließlich findet sie einen Weg, um Bale zu folgen. Im Land Algid angekommen lässt der nächste Schock nicht lange auf sich warten. Snow soll die lang ersehnte Eisprinzessin sein, die laut einer Prophezeiung das Schicksal des Landes wenden könnte. Doch Snow möchte keine Prinzessin mit magischen Fähigkeiten sein, auf deren Schultern die Hoffnung eines ganzen Landes lastet. Sie will nur eins: Ihre große Liebe Bale retten und nach New York zurückkehren. 

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des einfachen Schreibstils von Danielle Paige sehr leicht gefallen. Die Geschichte beginnt in der Whittaker Psychiatrie, die in New York liegt. Der Leser erfährt im ersten Viertel des Buches viel aus dem Klinikalltag von Snow und den anderen Patienten. Der spannende Teil der Geschichte startet erst mit Snows Ankunft im Land Algid. Die Autorin lässt der Geschichte sehr viel Raum, um sich zu entfalten. Gerade der erste Teil in der Psychiatrie hätte etwas kürzer sein können. Doch mit Snows Ankunft im ewigen Winter von Algid konnte die Autorin mich von Seite zu Seite mehr begeistern. Der Schreibstil ist kühl, gleichzeitig aber noch bildlich genug, um das Kopfkino anspringen zu lassen. Denn es gibt viele wundervolle Fantasy- und Märchenelemente zu entdecken. Es hat mir unglaublich gut gefallen, an Snows Seite auf die Flusshexe zu treffen, ein Räubermädchen zu werden und die Königin der Diebe in ihrem magischen Schloss zu besuchen. Natürlich darf auch die böse Seite nicht zu kurz kommen und so muss Snow sich für einen Kampf gegen den grausamen König Lazar rüsten, der gefährliche Schneebestien erschaffen kann und zudem den gefürchteten Vollstrecker an seiner Seite hat. Ich muss zugeben, dass das Buch trotz der wundervollen Welt voller magischer Elemente auch einige Schwachpunkte hat. Gerade Jagger, Gerde, Kai und Margot sind mir sehr ans Herz gewachsen. Aber obwohl diese Charaktere sehr viel Potenzial bieten, bleiben sie recht blass. Auch in Bezug auf Snow hätte ich mir mehr Einblicke in ihre Emotionen gewünscht. Manche Handlungen waren durch fehlende Gedankengänge oder Erklärungen sehr sprunghaft und nicht ganz nachvollziehbar. Ein weiterer Schwachpunkt ist das Liebesviereck. Das war mir etwas zu viel des Guten und ich hätte lieber darauf verzichtet. Snow ist auf der Suche nach ihrer großen Liebe und interessiert sich dann in Algid gleich für zwei andere Männer. Für mich persönlich verliert Snow dadurch einige Sympathiepunkte und wirkt nicht glaubhaft in puncto Liebe. Trotz aller Kritikpunkte konnte mich das Buch begeistern. Die wundervolle Schneewelt voller Magie hat mein Herz im Sturm erobert. Mich haben viele Teile der Geschichte an „Die Schneekönigin“ und an die „Dark Wonderland“ Reihe erinnert. Zauberhaft, magisch, etwas sprunghaft und verrückt konnte mich die Autorin angefangen von der Ankunft in Algid bis zur letzten Seite fesseln. Den Leser erwarten einige überraschende Wendungen und ein (wenn auch kurzes) actionreiches Finale. Am Ende lauert ein fieser Cliffhanger, der auf eine spannende Fortsetzung hoffen lässt.

Fazit: Danielle Paige punktet in ihrem Reihen-Auftakt „Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ mit einer fantasievollen Schneewelt voller Magie. Trotz einiger Kritikpunkte konnte mich das Buch begeistern. Ich freue mich schon sehr darauf, im zweiten Band wieder in der Welt Algid versinken zu können und hoffe, dass dann das volle Potenzial der Geschichte ausgeschöpft wird.

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

rebellen, abenteuer, verwandte seele, nicastevens, verbundeneseelen

Verbundene Seelen

Nica Stevens
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2017
ISBN 9783959915045
Genre: Fantasy

Rezension:

Da ich die „Verwandte Seelen-Trilogie“ von Nica Stevens liebe, war ich mehr als gespannt auf „Verbundene Seelen“. Wie man am Cover erkennen kann, knüpft die neue Geschichte an die beliebte Trilogie der Autorin an. Und auch inhaltlich hat das Buch hat auf jeden Fall das Potenzial, den Erfolg der Trilogie fortzuführen, auch wenn es sich um keine Fortsetzung handelt.

Als ihr Vater nicht von einer Reise zurückkehrt, zerbricht die Idylle der Zwillinge Jenna und Jared. Das Leben im Ewigen Wald ist unter der Führung ihrer Eltern Sam und Jake seit Jahren friedlich, doch im fernen Land Darkona warten ungeahnte Gefahren. Ohne das Wissen ihrer Mutter begeben sich Jenna und Jared auf die Suche nach ihrem Vater. In Darkona angekommen treffen sie auf Drystan, den Anführer einer Gruppe geflohener Sträflinge. Mit seiner wilden Art zieht er Jenna von der ersten Sekunde an in seinen Bann. Obwohl er Gefahr ausstrahlt, kann Jenna sich ihm nicht entziehen. Doch Drystan verbirgt ein dunkles Geheimnis, das ihr gefährlich werden kann.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen. Durch viele liebevoll ausgearbeitete Details entstehen sofort Bilder im Kopf und man kann nicht anders, als in der Geschichte zu versinken. Das neue Buch von Nica Stevens kann problemlos ohne Vorkenntnisse der „Verwandte Seelen-Trilogie“ gelesen werden. Ich würde aber jedem empfehlen, diese wunderbare Reihe vorher zu lesen. Denn für Fans der „Verwandte Seelen-Trilogie“ bietet die neue Geschichte ein ganz besonderes Lesevergnügen. Das Buch dreht sich um die Kinder der altbekannten Protagonisten. Diese sind ihren Eltern natürlich charakterlich sehr ähnlich, was mir sehr gut gefallen hat. Dadurch habe ich Jared, Jenna und ihre Freunde direkt ins Herz geschlossen. Auch Drystan war mir trotz seiner gefährlichen Aura auf Anhieb sympathisch. Im Gegensatz zur Trilogie spielt das neue Buch nicht im Ewigen Wald, sondern auf der fernen Insel Darkona. Der Wechsel des Settings ist ebenfalls sehr gut gelungen, da auf diese Weise etwas frischer Wind aufkommt und es immer Spaß macht, neue Welten zu entdecken. Durch den lockeren und flüssigen Schreibstil von Nica Stevens fliegt man nur so durch die Seiten und kommt viel zu schnell auf der letzten Seite an. Das Ende bietet noch jede Menge Potenzial für einen Folgeband und ich hoffe sehr, dass „Verbundene Seelen“ ebenfalls eine Reihe wird.

Fazit: Nica Stevens konnte mich auch mit ihrem neuen Buch „Verbundene Seelen“ begeistern. Die Autorin punktet mit einem wunderbaren Schreibstil, liebenswerten Charakteren und einem Hauch Romantik. Für Fans der „Verwandte Seelen-Reihe“ ist dieses Buch auf jeden Fall ein Muss!

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49 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

endzeit, freundschaft, überleben, dystopie, bestien

Countdown to Noah - Gegen Bestien

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 17.09.2017
ISBN 9783906829517
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Autorin Fanny Bechert konnte mich bereits mit ihrer Fantasy-Reihe „Elesztrah“ überzeugen. Daher war ich wahnsinnig gespannt auf ihren neuen dystopischen Reihen-Auftakt. Der Grundgedanke von „Countdown to Noah - Unter Bestien“ erinnert mich sehr an die Serie „The Walking Death“, weshalb ich für das Buch sofort Feuer und Flamme war.

Im Jahr 2028 macht ein Arzt eine bahnbrechende Entdeckung, als er ein Mittel entwickelt, das dem Jungbrunnen gleichkommt. Bereits nach kurzer Zeit kratzen viele ihr letztes Geld zusammen, um ein sogenanntes Archeticket zu erhalten. Durch das Serum werden die Menschen nicht nur immun gegen Krankheiten, sondern hören komplett auf zu altern. Doch schon fünf Jahre später kommt es zur Epidemie, denn auf lange Sicht schädigt das Serum das Gehirn. Zurück bleiben blutrünstige Menschen, die rein triebgesteuert handeln. Die Noahs waren geboren. Cassidy und ihre Schwester sind zwei der wenigen überlebenden Menschen. Doch eines Tages passiert das große Unglück: Cassidy wird von einem Noah gebissen, während ihre Schwester krank ist und Hilfe benötigt. Cassidy bleiben maximal noch 30 Tage bis zu ihrer Verwandlung. Mit Hilfe des Rebellen Daniel könnte sie gerade noch rechtzeitig an Medikamente für ihre Schwester gelangen. Doch die Zeit rennt und die Noah in Cassidy wird immer stärker.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des lockeren und flüssigen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen. Fanny Bechert schafft es einfach jedes Mal, mich von Beginn an in ihren Geschichten versinken zu lassen. Schon nach kurzer Zeit klebte ich förmlich an den Seiten und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Atmosphäre ist durch das Endzeitszenario düster und bedrückend. Man hat die Welt und die gefährlichen Noahs sofort vor den Augen. Die Geschichte erinnert vom Grundgedanken und Setting her stark an die Serie „The Walking Death“. Allerdings merkt man, dass die Zielgruppe von „Countdown to Noah“ mehr im Jugendbereich liegt. Das Buch lässt sich leicht lesen und sehr blutige und brutale Szenen gibt es nur vereinzelt. Der Fokus liegt weniger auf actionreichen Szenen, sondern mehr auf Cassidy, die von Tag zu Tag mehr gegen die Noah in ihr ankämpfen muss. Die Siebzehnjährige schlägt sich dabei dank ihrem Mut und ihrem eisernen Willen sehr gut. Nur ab und an kommt ein Anflug jugendlichen Leichtsinns zum Vorschein, denn Cassidy vergisst immer wieder, dass sie ansteckend ist. Die Charaktere wurden im Reihen-Auftakt schon ganz gut ausgearbeitet, aber ich denke Fanny Bechert wird im Folgeband noch mehr in die Tiefe gehen. Cassidy hat mir bisher gut gefallen, nur ihre Gefühle kamen ein klein wenig zu kurz. Die Handlung ist durchweg spannend und das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, der auf einen ebenso mitreißenden zweiten Band hoffen lässt.

Fazit: Fanny Bechert kann auch Dystopien! Das beweist sie mit ihrem neuen Reihen-Auftakt „Countdown to Noah“, der von der Grundidee her an die Serie „The Walking Death“ erinnert. Der Cliffhanger am Ende lässt Böses erahnen und ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es mit Cassidy und der Noah in ihr weitergeht.

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

sciencefantasy, rezension;, gedankenreichverlag;, jaquelinekropmanns;, fantasy;

Weltenmalerin: Im Geist des Riesen

Jaqueline Kropmanns
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei GedankenReich Verlag, 25.08.2017
ISBN 9783947147090
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch „Weltenmalerin – Im Geist des Riesen“ von Jaqueline Kropmanns hatte mich durch das fantastische Cover direkt angesprochen. Ein Blick auf den Klappentext und ich wusste, diese Geschichte muss ich lesen. Doch das Buch punktet nicht nur mit einer wundervollen Gestaltung, sondern ist auch inhaltlich etwas ganz Besonderes.

Reegan zählt zu den letzten überlebenden Menschen und lebt auf dem riesigen Raumschiff Heritage. Tag für Tag träumt sie von fremden Welten und echtem Sonnenlicht. Das Raumschiff engt sie ein und nimmt ihr die Luft zum Atmen. Für Reegan ist das Leben auf der Heritage nichts weiter als ein Dahinvegetieren und Warten auf den Tod. Bei einer Besorgungstour wagt sie den großen Schritt. Sie schmuggelt sich in einen Raumgleiter, der auf einem fremden Planeten Besorgungen macht. So kann Reegan ihrem alten Leben einfacher als gedacht entfliehen. Doch das Leben auf dem fremden Planeten erweist sich als sehr gefährlich und Reegan stellt fest, wie wenig sie über das Leben außerhalb der Heritage weiß. Aus diesem Grund schließt sie sich einer Gruppe Reisenden an, die sie beschützen kann. Gemeinsam springen sie durch Portale, überwinden Raum und Zeit und lernen fremde Welten und Völker kennen. Doch je länger ihre Reise dauert, umso mehr verändert Reegan sich. Schon bald kann sie die Realität nicht mehr von ihren Träumen unterscheiden und zudem verliert sie immer wieder das Bewusstsein. Reegan erkennt zwar, was mit ihr passiert, verschließt aber die Augen vor der Wahrheit. Denn durch das, was auf sie zukommt, könnte sie ihre große Liebe für immer verlieren.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils der Autorin Jaqueline Kropmanns sehr leicht gefallen. Beim Lesen entstehen fantastische Bilder im Kopf, die man einfach nicht mehr loslassen möchte. Das Buch ist gegliedert in zwei verschiedene Erzählperspektiven. Zu Beginn der Kapitel befindet man sich im Geist des Riesen, der den Ursprung für alles Leben darstellt. Er erschuf Welten, Sterne und Zivilisation, nur um zu sehen, wie sie sich im Laufe der Zeit selbst vernichten. Die Kapitel aus Sicht des Riesen sind durchzogen von Schmerz und dem Gedanken, endlich alles loszulassen. Doch er hat einen Traum, der alles retten könnte. Diese Kapitel sind einfach nur wunderschön poetisch und atmosphärisch geschrieben. Man möchte die Sätze am liebsten in sich aufsaugen und nie wieder vergessen. Zudem vermitteln sie sehr prägnant das überirdische Wesen des Riesen, der einem Gott gleicht. Auch wenn die Gedanken des Riesen bisweilen etwas verworren waren, konnte ich nicht genug davon bekommen. Alles wirkt ein wenig unwirklich, fast schon wie ein Traum.

"Mein Herz, im Zentrum aller Universen, empfand Glückseligkeit im Angesicht dieser tausend Welten, die sich in perfekten Tänzen umeinander drehen. Ich tanzte mit ihnen und zog an den Fäden von Raum und Zeit, um jeden Partikel in meinem Geist, in allen Sphären und Galaxien erblicken und bestaunen zu können. Ich erkannte den Einklang, den ich in mir selbst erschuf, betrachtete die Sterne, den Staub und alles, was aus ihm hervorgegangen war.“

Die Hauptgeschichte, in der wir Reegan begleiten, wird aus Erzählersicht geschildert. Reegan ist ein interessanter Charakter, denn sie lässt sich ebenso wenig fassen, wie der Charakter des Riesen. Reegans Denkweise ist sehr abstrakt. Oft gleitet sie von realen Situationen in einen tranceartigen Traumzustand. Mit der Zeit fällt es ihr immer schwerer, die Realität vom Traum zu unterscheiden. Obwohl Reegan eigentlich sympathisch ist, hat man immer eine gewisse Distanz zu ihr. Denn als Leser fühlt man deutlich, dass sich hinter ihrer menschlichen Hülle mehr verbirgt, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Am Ende des Buches hat die Autorin mein Herz zerrissen, um es kurz darauf wieder zusammenzusetzen. Das Ende lässt mich etwas traurig zurück, denn ich möchte nicht, dass Reegans Geschichte schon vorbei ist. Normalerweise freue ich mich über jeden Einzelband, aber „Weltenmalerin“ hat sich in mein Herz geschlichen und ich hätte noch ewig neue Welten und Völker entdecken können. Da das Buch nicht nur außen, sondern auch innen liebevoll gestaltet ist, habe ich direkt das Hardcover vorbestellt. Dieser Schatz muss auf jeden Fall in meinem Regal stehen. Die Umsetzung ist mit Sicherheit Geschmackssache und wird nicht jedem zusagen. Ich für meinen Teil bin begeistert.

Fazit: „Weltenmalerin - Im Geist des Riesen“ von Jaqueline Kropmanns ist ein wunderbarer Einzelband voller fantasievoller Elemente und Poesie. Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes. Nicht nur die wunderschöne Gestaltung spricht für sich, sondern auch die Art und Weise der Umsetzung. Den Leser erwartet hier ein außergewöhnliches Buch über fremde Welten, fantasievolle Wesen und die Macht der Träume.

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fae, rhysand, fantasy, das reich der sieben höfe, feyre

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da der Reihen-Auftakt von „Das Reich der Sieben Höfe“ mein bisheriges Jahres-Highlight war, musste ich die Fortsetzung unbedingt lesen. Ich liebe den Schreibstil von Sarah J. Maas und bin sofort wieder in ihrer Fae-Welt versunken. Auch mit diesem Band konnte die Autorin mich auf ganzer Linie überzeugen. Sarah J. Maas versprüht ein wahres Feuerwerk an Fantasy-Elementen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Nachdem Feyre die grausame Fae-Königin Amarantha besiegt hat, kehrt sie an Tamlins Seite zurück an den Frühlingshof. Doch die Gefangenschaft und die furchtbaren Ereignisse unter dem Berg haben Spuren hinterlassen. Während Feyre von schrecklichen Alpträumen geplagt wird, äußern sich die Folgen bei Tamlin mit übermäßiger Verlustangst. Er engt Feyre immer mehr ein und nimmt ihr die Luft zum Atmen. Bis eines Tages Rhysand am Frühlingshof erscheint und darauf besteht, dass Feyre ihre Vereinbarung erfüllt und ihn an den gefürchteten Hof der Nacht begleitet. Dort angekommen ist nichts so, wie es scheint. Neben Intrigen, Geheimnissen und Machtspielen wartet dort noch etwas ganz anderes auf Feyre.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des fantastischen Schreibstils von Sarah J. Maas sehr leicht gefallen. Man kann einfach nicht anders, als sofort in ihrer Fae-Welt zu versinken. In diesem Band lernt man den gefürchteten Hof der Nacht kennen. Es gibt unglaublich viel zu entdecken, da man immer wieder auf liebevoll ausgearbeitete Details trifft. Es gibt nur wenige Bücher, bei denen mich der Weltenentwurf so sehr begeistern kann, wie es bei „Das Reich der Sieben Höfe“ der Fall ist. Es gibt nicht nur verschiedene Reiche zu entdecken, sondern auch unterschiedliche Wesen und nicht zu vergessen die Gaben der High Fae. Das Lesen des Buches macht daher unglaublich viel Spaß. Actionreiche Szenen wechseln sich ab mit frisch gelüfteten Geheimnissen und starken Emotionen. Die Handlung ist durchweg spannend und ich wollte das Buch am liebsten in einem Zug durchlesen. Mit dem Verlauf der Handlung konnte die Autorin mich zunächst schocken, da ich erst nicht so richtig wusste, was ich von der neuen Situation halten soll. Doch von Seite zu Seite gefiel mir die überraschende Wendung besser. Abschließend kann ich nur sagen: Wow, was für ein Buch! Ich liebe es und kann es kaum erwarten, mit dem dritten Band wieder in die Fae-Welt von Sarah J. Maas abtauchen zu können. Die Reihe zählt definitiv zu meinen Lieblingsreihen und ich würde mir wünschen, dass die Bücher irgendwann verfilmt werden.

Fazit: Sarah J. Maas konnte mich mit "Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis" richtig begeistern! Die Autorin schreibt so bildgewaltig und faszinierend, dass man nicht anders kann, als sofort in der Geschichte zu versinken. Ich freue mich schon sehr darauf, im zweiten Band wieder in diese atemberaubende Welt abtauchen zu können und zu erfahren, wie es mit Feyre weitergeht. Ich möchte diese Reihe wirklich jedem ans Herz legen, denn sie hat mich schlichtweg verzaubert und ich freue mich wahnsinnig auf den dritten Band.

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(39)

79 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

intrigen, abenteuer, tödliche gefahren, geheimbund, magie

BookLess. Gesponnen aus Gefühlen

Marah Woolf , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.08.2017
ISBN 9783841504876
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich vor Kurzem den Reihen-Auftakt gelesen hatte, war ich sehr gespannt darauf, womit die Autorin Marah Woolf im zweiten Band von BookLess überrascht. Die Handlung ist temporeich und konnte mich bis zum Schluss fesseln. Den Leser erwarten zudem einige überraschende Wendungen, die für Spannung sorgen.

Die Geschichte um Lucy, Nathan und die Bücher unserer Welt geht weiter! Nachdem Lucy das Feuer in der Londoner Bibliothek überlebt hat, erwacht sie im Krankenhaus. Viele Bücher wurden unwiederbringlich zerstört und auch durch den Geheimbund der Perfecti verschwinden immer mehr Bücher aus der Welt. Für Lucy wird es Zeit, das Erbe der Hüterinnen anzutreten und die übrigen Bücher der Welt zu schützen. Doch Batiste de Tremaine, Nathans Großvater und Oberhaupt der Perfecti, versucht das mit allem Mitteln zu verhindern und lässt nichts unversucht. Die Zeit drängt und Lucy muss entscheiden, wem sie vertrauen kann. 

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, da die Geschichte nahtlos an den ersten Band anknüpft. Den Reihen-Auftakt hatte ich erst vor kurzer Zeit gelesen, wodurch ich mich von Anfang an gut orientieren konnte und sofort wieder in der Geschichte drin war. Der Schreibstil ist passend zur jungen Zielgruppe recht einfach gehalten und punktet mit einem jugendlichen Touch. Dadurch lässt sich das Buch sehr leicht und schnell lesen. Lucy entwickelt sich in diesem Band stetig weiter und wächst an ihren Aufgaben. Sie beginnt mehr zu hinterfragen und macht sich eigene Gedanken. In Bezug auf Nathan ist sie wachsam und hin- und hergerissen. Ihre Beziehung zueinander entwickelt sich dadurch sehr authentisch. Lucys Freunde spielen in diesem Band eine größere Rolle, da sie Lucy im Kampf gegen den Geheimbund tatkräftig unterstützen. Leider bleiben sie trotzdem als Charaktere recht blass. Die Grundidee der Rettung von Büchern durch eine magische Gabe gefällt mir nach wie vor sehr gut. Im Gegensatz zum ersten Band geht es in dieser Fortsetzung temporeicher zu. Durch einige überraschende Wendungen wird der Spannungsbogen gut gehalten. Nur im Mittelteil kamen ab und an kleine Längen auf. Am Ende bleiben einige Fragen offen, aber der clever eingesetzte Cliffhanger macht neugierig auf das große Finale im dritten Band. Insgesamt hat mir dieser Mittelband noch ein wenig besser gefallen, als der Reihen-Auftakt.

Fazit: „BookLess – Gesponnen aus Gefühlen“ von Marah Woolf ist ein spannender Mittelband einer Reihe, die sich perfekt für jüngere Leser eignet. Überraschende Wendungen sorgen für ein unterhaltsames und kurzweiliges Lesevergnügen.

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323 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

nevernight, jay kristoff, assassinen, fantasy, mia corvere

Nevernight

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.08.2017
ISBN 9783596297573
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf „Nevernight - Die Prüfung“ von Jay Kristoff war ich wahnsinnig gespannt. Die Aufmachung des Buches ist richtig klasse geworden. Der Einband hat eine tolle Haptik und wird perfekt ergänzt von einem blutroten Buchschnitt. Öffnet man das Buch, knistern die Seiten leise und erinnern an Pergament. Doch so sehr ich die Aufmachung des Buches liebe, umso weniger sagt mir der Inhalt zu.

Der Einstieg in das Buch ist mir unglaublich schwer gefallen, was an dem eigenwilligen Schreibstil des Autors und an der fehlenden Spannung lag. Ich hatte eine rasante, actionreiche Story erwartet, die den Leser kaum zum Luftholen kommen lässt. Stattdessen erwartete mich eine furchtbar langweilige Handlung, die sich wie Kaugummi gezogen hat. Der Schreibstil ist sehr ausschweifend, wobei der Autor sich an einer bildhaften Sprache versucht, die einfach furchtbar konstruiert klingt. Ich habe mich zwischendurch gefragt, ob schon der Originaltext so ist oder ob es an der Übersetzung liegt. Dazu kommen dann noch jede Menge Wiederholungen. Es sind nicht nur ganze Wörter, die wiederholt werden, sondern teilweise komplette Sätze. So werden eine Sexszene und ein Mord mit fast identischen Sätzen beschrieben. Mir fehlte da einfach der Aha-Effekt, denn ich habe bis heute nicht verstanden, wo der tiefere Sinn im Vergleich dieser beiden Szenen liegt. Auch der Hinweis auf die Katze, die Schatten war, hat mich unglaublich genervt. Jaaaa, ich denke nach dem dritten Mal hat es jeder, aber auch wirklich jeder, verstanden. Warum dann trotzdem immer wieder diese Wiederholungen? Vielleicht sollte das einfach witzig wirken. In diesem Fall teilen der Autor und ich definitiv nicht den gleichen Humor. Auch die Fußnoten haben mich eher gestört, als informiert oder zum Lachen gebracht. Sie sind häufig viel zu lang und stören beim Lesen. Schon auf Seite 17 war ich einfach nur noch genervt vom Gesamteindruck des Buches. Trotzdem habe ich mich noch bis Seite 150 durch die langatmige Handlung gequält, bevor ich aufgegeben habe.

Fazit: Leider muss ich sagen, dass mich "Nevernight" von Jay Kristoff absolut nicht packen konnte. Bis auf die Aufmachung kann ich leider keinen einzigen positiven Punkt finden. Ich breche sehr selten Bücher ab, aber „Nevernight“ hat mich so sehr genervt, dass ich aufgegeben habe. Für mich ist dieses Buch mein bisheriger Flop des Jahres.

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

leserunde, dystopie

Kontaminiert: toxische Finsternis

E.R. Swan
E-Buch Text: 442 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 25.08.2017
ISBN 9783740731885
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Da ich an Dystopien einfach nicht vorbeigehen kann, musste ich „Kontaminiert – Toxische Finsternis“ von E.R. Swan unbedingt lesen. Die Autorin hat ein erschreckendes Szenario entworfen und beschreibt schonungslos und knallhart die Folgen eines nuklearen Angriffs.

Im Jahr 2402 befindet sich die Welt im Krieg gegen einen unbekannten Gegner. Überall auf der Erde kommt es zur Detonation mehrerer nuklearer Sprengsätze. Nachdem das Ausmaß der Katastrophe ersichtlich wird, gibt es viele Theorien. Denn eines ist klar: Der Feind befindet sich in den eigenen Reihen. Ein Land scheint beschlossen zu haben, die Weltbevölkerung weitestgehend auszurotten und dadurch die alleinige Herrschaft über die Erde zu erlangen. Während Denyra in Kapstadt knapp mit dem Leben davonkommt und die Hölle auf Erden erlebt, sucht der Soldat Daniel Cline verzweifelt nach Antworten. Denn er will Rache für das, was den Menschen angetan wurde. Doch nicht nur er sinnt auf Rache. Tief verborgen in den Wäldern von Russland braut sich das nächste Unheil zusammen.

Das Cover in Schwarz-Weiß passt super zu der Geschichte, zumal ich das Buch eher im Erwachsenen- als im Jugendbereich ansiedeln würde. Ein verspieltes Cover mit bunten Farben hätte in diesem Fall nicht gepasst. Der Aufbau der Geschichte ist sehr komplex. Die Geschichte wird aus verschiedenen, wechselnden Perspektiven erzählt, was ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit vom Leser fordert. Das Buch gliedert sich in drei verschiedene Handlungsstränge, die alle langsam aufeinander zulaufen. Der erste Handlungsstrang wird aus Sicht von Denyra erzählt und spielt in Kapstadt. Der zweite Handlungsstrang ist eng mit dem ersten verknüpft und wird aus Sicht von Daniel erzählt. Ein weiterer Teil der Geschichte spielt in Russland, wo man Valeria nach der Katastrophe begleitet. Obwohl der Leser viele Protagonisten kennenlernt und die Perspektive oft gewechselt wird, verliert die Autorin den roten Faden nie aus dem Blick. Nach und nach offenbart E.R. Swan dem Leser viele kleine Details, die ein großes Ganzes ergeben. Dadurch wird unterschwellig Spannung gehalten, denn man fragt sich die ganze Zeit, wo die Handlungsstränge zusammenlaufen und was hinter der nuklearen Katastrophe steckt. Mir haben sowohl der Aufbau, als auch die Handlung sehr gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist locker und angenehm zu lesen. Nur ab und zu stolpert man über ein paar holprige Sätze, denen man anmerkt, dass es sich um ein Debüt handelt. Das war im Verhältnis zum Umfang des Buches aber selten der Fall. Ebenso selten kamen Längen auf, die die Autorin aber jedes Mal geschickt verdrängt, indem sie mit einem weiteren Detail des Puzzles rausrückt. Während des Lesens habe ich gemerkt, wie wenig ich eigentlich über die Folgen eines Atomangriffs weiß. Daher kann ich nicht beurteilen, ob vieles Fiktion oder erschreckende Wahrheit wäre. Insgesamt hat mir „Kontaminiert – Toxische Finsternis“ trotz kleiner Schwächen sehr gut gefallen. Die Geschichte ist knallhart und schonungslos. Manche Szenen sind wirklich nicht ohne. Aber gerade diese Kompromisslosigkeit hat mir gut gefallen, denn immerhin sprechen wir von der aktuell größten Gefahr für die Menschheit.

Fazit: „Kontaminiert – Toxische Finsternis“ ist eine komplexe Dystopie, in der die Autorin E.R. Swan ein erschreckendes Szenario entwirft. Erst nach und nach offenbart sie dem Leser viele kleine Details, die ein großes Ganzes ergeben. Dieser Reihen-Auftakt ist durch seine schonungslose und knallharte Art wirklich gelungen und ich bin gespannt auf den zweiten Band.

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187 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

fantasy, kathrin lange, paris, schreiben, arena verlag

Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen

Kathrin Lange
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.06.2017
ISBN 9783401603391
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf „Die Fabelmacht-Chroniken“ von Kathrin Lange war ich durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden, das eine zauberhafte und fantasievolle Geschichte versprach. Insgesamt sorgt das Buch für einige schöne unterhaltsame Lesestunden, bietet aber noch viel Potenzial für den Folgeband. Es gibt einige wirklich gute Ansätze, aber insgesamt ist die Umsetzung noch nicht ganz rund.

Ohne das Wissen ihrer Mutter reist Mila nach Paris, um dort eine Freundin zu besuchen. Doch schon auf dem Weg in die Metropole wird eine Reihe merkwürdiger Ereignisse in Gang gesetzt. Im Zug trifft Mila auf einen alten Mann, der ihr viel zu persönliche Fragen stellt und unter anderem wissen möchte, ob sie an die Liebe auf den ersten Blick glaubt. In Paris angekommen überschlagen sich die Ereignisse. Mila trifft auf Nicholas, den sie aus ihren Träumen kennt. Doch das ist noch längst nicht alles. Nicholas scheint direkt aus den Geschichten entsprungen zu sein, die Mila geschrieben hat. Doch auch Nicholas weiß schon lange wer Mila ist. Denn auch er hat über sie geschrieben. Beide haben die magische Gabe der Fabelmacht, die geschriebene Worte zum Leben erweckt. Doch nun bekämpfen sich Nicholas und Milas Geschichten und bringen deren Erschaffer in höchste Gefahr.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des flüssigen und angenehmen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen und ist perfekt geeignet für eine Zielgruppe von ab 14 Jahren. Obwohl ich mich sehr auf das Buch gefreut hatte, konnte es mich leider nicht ganz überzeugen. Es gibt einige wirklich gute Ansätze, aber dafür schwächelt die Umsetzung in anderen Bereichen. Mir fehlte es bei den Protagonisten an Charaktertiefe. Ich konnte einfach keine Verbindung zu Mila und Nicholas aufbauen. Es fühlte sich an, als würde ich sie nur völlig unbeteiligt aus weiter Ferne beobachten. Dadurch konnte mich die Geschichte einfach nicht packen. Es passiert wirklich viel und die Protagonisten stolpern von einer Falle in die nächste. Trotzdem kam es mir so vor, als würde die Geschichte nicht von der Stelle kommen. Durch die oberflächlich gestalteten Charaktere konnte mich nichts wirklich mitreißen. Auch die Liebesgeschichte hat mein Herz kalt gelassen. Sie wirkt konstruiert, was sie durch die zum Leben erweckten Geschichten von Mila und Nicholas ja eigentlich auch ist. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass man fühlt, wie der Funke überspringt. Die Gabe der Fabelmacht ist ein wirklich interessanter und vielversprechender Gedanke. Im ersten Band wird leider noch nicht viel über die Magie der Fabelmacht preisgegeben, was auf einen interessanten zweiten Band hoffen lässt. Die Idee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen und auch der Schreibstil der Autorin ist ansprechend. Das Erzähltempo ist recht hoch, da ein Ereignis das nächste jagt. Dadurch passiert wirklich immer etwas und es bleibt spannend bis zur letzten Seite. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Insgesamt gibt es von mir für den Reihen-Auftakt 3 Sterne.

Fazit: Der Reihen-Auftakt „Die Fabelmacht-Chroniken“ von Kathrin Lange punktet mit einer wundervollen Grundidee. Leider konnte die Umsetzung mich nicht ganz überzeugen. Es wirkt so, als würde vieles nur an der Oberfläche angekratzt werden. Mir fehlte es an Charaktertiefe und am Ende bleiben einfach zu viele Fragen offen.

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246 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, die perfekten, gene, freundschaft

Die Perfekten

Caroline Brinkmann , Caroline Brinkmann
Fester Einband: 587 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 25.08.2017
ISBN 9783846600498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ich Dystopien liebe, musste ich „Die Perfekten“ von Caroline Brinkmann auf jeden Fall lesen. Den Leser erwartet hier eine typische Dystopie aus dem Jugendbereich, in der die Autorin mit vielen Details und starken Charakteren punktet. Man fliegt nur so durch die Seiten und ich warte nun sehnsüchtig auf den zweiten Band.

Rain lebt in einer Welt, in der Menschen nach ihren Genen beurteilt werden. Menschen werden in G1, G2 und G3 eingeteilt. Während man als G1 gute Chancen auf einen Job hat, befinden sich Menschen mit G3 schon am Rande der Gesellschaft. Sie werden häufig vor der Geburt abgetrieben, wenn genug Geld vorhanden ist. Rain ist sogar noch weniger wert als ein G3. Sie ist ein Ghost und existiert für die Gesellschaft nicht. Da Ghosts für Krankheiten oder terroristische Angriffe verantwortlich gemacht werden, gibt sich Rain als G3 aus. Ihr Leben lang muss sie sich verstecken, um nicht aufzufliegen. Doch eines Tages ändert sich alles und Rain begeht einen fatalen Fehler.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des bildhaften und lockeren Schreibstils von Caroline Brinkmann sehr leicht gefallen. Ich hatte direkt Bilder im Kopf und konnte mir die Welt von Rain gut vorstellen. Während ihr Zirkel Grey eher einem Viertel der sozialen Unterschicht gleicht, ist die Welt der Perfekten luxeriös und schillernd. Technisch raffinierte Roboter für alle möglichen Bereiche gehören zum Alltag der Reichen. Dank vieler kleiner Details macht es richtig Spaß, die Welt von Rain und den Gesegneten zu entdecken. Man fliegt nur so durch die Seiten und kommt viel zu schnell am Ende an. Vom Grundgerüst her wird hier zwar nicht das Rad neu erfunden, aber die Autorin punktet mit vielen liebevoll ausgearbeiteten Details und starken Protagonisten. Auf diese Weise gelingt es ihr, sich von ähnlichen Dystopien abzugrenzen und etwas Eigenes zu erschaffen. Die Hauptprotagonistin Rain habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen. Sie ist clever, mutig und hat einen starken Willen. Mein absoluter Liebling ist aber unbestritten Rains Fuchsmanguste Cassiopaio. Ich liebe dieses verfressene Tier, das ständig Unsinn im Kopf hat. Cassiopaio lockert die Geschichte an einigen Stellen auf, weil man einfach nicht anders kann, als über ihn zu lachen. Er ähnelt einem Frettchen mit flauschigem roten Fell und großen Ohren. Zudem ist er äußerst verfressen und stibitzt gerne glitzernde Gegenstände. Absolut herrlich! Die Handlung ist durchweg interessant und ich hatte keine einzige Durststrecke. Insgesamt passt hier einfach alles zusammen. "Die Perfekten" ist eine lesenswerte Dystopie, die mir schöne Lesestunden bereitet hat. Da der Cliffhanger wirklich fies ist und das Buch mitten in der Handlung abbricht, ist es so gut wie unmöglich, den Folgeband nicht zu lesen.

Fazit: Ich habe „Die Perfekten“ von Caroline Brinkmann innerhalb von kürzester Zeit verschlungen. Die Autorin konnte mich von Anfang an gut abholen und starke Charaktere sowie liebevolle Details lassen das Leserherz höherschlagen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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453 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 138 Rezensionen

zukunft, geheimnisse, liebe, lügen, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf „Beautiful Liars“ von der Autorin Katharine McGee war ich durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden, das eine lockere Geschichte voller Glamour und Geheimnisse versprach. Überraschenderweise versteckt sich hinter der schönen Aufmachung eine teilweise recht düstere Geschichte, die mit berührenden Szenen und unerwarteter Charaktertiefe aufwartet. Obwohl ich etwas völlig anderes erwartet hatte, konnte das Buch mich auf ganzer Linie überzeugen.

New York im Jahr 2118: Eine unglaubliche Anzahl an Menschen leben in einem gigantischen Tower, der 1.000 Stockwerke umfasst. Die Gesellschaft splittet sich in Arm und Reich auf. Während die Oberschicht in den oberen Stockwerken ein Leben voller Glamour und Glitzer führt, können sich die ärmeren Familien die Wohnungen der unteren Ebenen gerade so leisten. Der Leser begleitet fünf Jugendliche, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch sie alle verbindet ein Geheimnis und am Ende bezahlt einer der Protagonisten mit seinem Leben. 

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des lockeren und flüssigen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen. Ich hatte vor dem Lesen schon in die Leseprobe hineingeschnuppert und konnte es kaum erwarten weiterzulesen. Bereits zu Beginn der Geschichte ist erkennbar, dass jeder Protagonist ein Problem hat, das er vor den anderen verheimlicht. Die Autorin setzt sehr geschickt Andeutungen ein, die den Leser neugierig machen. Erst nach und nach deckt sie weitere Puzzleteile auf, die später ein großes Ganzes ergeben. Dadurch wird unterschwellig Spannung gehalten. Auch der Einstieg in das Buch wurde von der Autorin sehr clever gewählt. Die Geschichte beginnt quasi direkt mit dem Ende des Buches, ohne dabei zu viel preiszugeben. Ein Protagonist springt oder stürzt in den Tod und natürlich fragt man sich unweigerlich die ganze Zeit, wer das wohl war. Im Laufe der Geschichte beginnt man dann mitzurätseln und eigene Theorien aufzustellen. Das Buch konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und hat mich auch danach nicht so schnell losgelassen. Auch die Welt im Jahr 2118 ist der Autorin sehr gut gelungen. Es hat Spaß gemacht, die vielen technischen Errungenschaften der Zukunft zu entdecken. Die Geschichte wird aus Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt. Durch die wechselnden Perspektiven kann man sich gut in die Jugendlichen hineinversetzen. Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und verfügen über wesentlich mehr Tiefe, als ich erwartet hatte. Ausgehend vom Cover hatte ich mit einer lockeren Teeniegeschichte gerechnet, deren Charaktere mehr oder weniger oberflächlich gestaltet sind. An diesem Punkt konnte die Autorin mich positiv überraschen. Auf der einen Seite entsteht durch die Schicksalsschläge und Probleme der Charaktere eine gewisse Schwere, die für eine bedrückende und düstere Atmosphäre sorgt. Auf der anderen Seit hat mir genau dieser Umstand wirklich gut gefallen, denn das Buch bleibt dadurch im Kopf. Das Ende konnte mich wirklich überraschen und ich bin wahnsinnig gespannt auf den zweiten Band.

Fazit: „Beautiful Liars - Verbotene Gefühle“ von Katharine McGee ist ein überraschend anderes Jugendbuch, das mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Den Leser erwartet hier eine unerwartet düstere Geschichte über Liebe, Freundschaft und Verrat. Die Autorin setzt sehr geschickt verschiedene Elemente ein, um Spannung zu erzeugen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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96 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

gabe, dystopie, superio, liebe, superior

Superior

Anne-Marie Jungwirth
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.07.2017
ISBN 9783959912112
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Auf „Superior – Das dunkle Licht der Gaben“ von Anne-Marie Jungwirth war ich wahnsinnig gespannt, denn der Klappentext hörte sich super an. Das Thema einer Gesellschaft, die Menschen nur anhand ihrer übernatürlichen Gaben bewertet, hatte mich direkt angesprochen. Leider konnte ich mit den Protagonisten nicht warm werden, obwohl ich es wirklich wollte.

Die 20-jährige Amelia ist Mitglied bei der Superior Human Society. Diese Gesellschaft ist nur besonderen Menschen mit übernatürlichen Gaben vorbehalten. Die sogenannten Superiors führen ein privilegiertes Leben und nichts scheint unmöglich zu sein. Es gibt nur ein Problem: Amelias Gabe ist minderwertig und somit hat sie als Superia keinen großen Wert für die Gesellschaft. Nicht dass es Amelia stören würde, denn sie wollte nie dazugehören und sich den Zwängen und starren Regeln der Superior Human Society unterwerfen. Doch das ändert sich eines Tages schlagartig, als der gutaussehende Nathan in ihr Leben tritt. Denn im Gegensatz zu ihr hat er einen sehr hohen Score und ist damit unerreichbar für Amelia. Zusätzlich braut sich im Schatten der Gesellschaft etwas zusammen und Amelia gerät in höchste Gefahr.

Der Einstieg in das Buch ist mir durch den einfachen und lockeren Schreibstil der Autorin sehr leicht gefallen. Die Grundidee der Geschichte konnte mich von Anfang an begeistern, doch leider schwächelt die Umsetzung etwas und es geht viel Potenzial verloren. Obwohl ich es so gerne wollte, konnte Ich mit den Protagonisten einfach nicht warm werden. Amelia ist ein richtiges Partygirl. Sie lebt von einer Feier zur nächsten und schleppt gerne Männer ab. Zudem benimmt sie sich oft wie ein kleines Kind. Immer wieder reagiert sie unbeherrscht und trotzig. Durch ihre vorlaute und launische Art hat sie es mir wirklich nicht leicht gemacht. Ich mochte sie einfach nicht und daran konnte dann auch ihre positive Entwicklung im Laufe der Geschichte nichts mehr ändern. Auch Nathan war mir zu unreif. Irgendwie kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, was Amelia an ihm reizt. Er sieht heiß aus, aber das ist auch schon alles. Durch seine Gabe soll er überdurchschnittlich clever sein und Verbindungen schnell herstellen. Leider nutzt er seine Gabe nicht für sein privates Leben. Zudem hat er für meinen Geschmack zu wenig Rückgrat. Zwar kämpft er immer wieder für Amelia, doch wenn es hart auf hart kommt, macht er einen Rückzieher. Besonders an einer Stelle im Buch war ich sehr enttäuscht von ihm. Im Gegensatz zu den Hauptprotagonisten konnte Sky mich als Charakter begeistern. Der intelligente Nerd war mir von Anfang an sympathisch. Er wirkt zu Beginn etwas verrückt und labil, da er sehr unter seiner Gabe leidet. Doch man erkennt schnell, dass darunter ein starker Charakter zum Vorschein kommt, der für seine Ziele und Ideale kämpft. Leider kommt Sky im ersten Band viel zu kurz. Aber wer weiß, vielleicht spielt er ja in der Fortsetzung eine größere Rolle. Das Erzähltempo ist sehr lange Zeit ruhig. Erst im letzten Drittel kommt Spannung auf. Ich hätte mir vorher schon etwas mehr Würze gewünscht durch actionreiche Szenen oder überraschende Wendungen. Dafür ist das Ende sehr gut gelungen. Im letzten Drittel konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil die Handlung so spannend war. Von mir gibt es für unterhaltsame Lesestunden mit einem etwas schwierigen Start und einem spannenden Ende solide 3,5 Sterne. Für den Folgeband bietet die Gerschichte auf jeden Fall einiges an Potenzial und ich bin gespannt wie es mit Amelia und der Superior Human Society weitergeht.

Fazit: Das Buch „Superior – Das dunkle Licht der Gaben“ von Anne-Marie Jungwirth basiert auf einer guten Grundidee mit viel Potenzial. Leider konnte ich mit den Protagonisten nicht warm werden und die Geschichte baut sich nur sehr langsam auf, bis Spannung entsteht. Das Ende hingegen ist rasant und lässt auf einen spannenden zweiten Band hoffen.

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