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747 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 171 Rezensionen

dystopie, liebe, adam, juliette, gabe

Ich fürchte mich nicht

Tahereh H. Mafi , Mara Henke
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.07.2012
ISBN 9783442313013
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene - ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen - gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch und ihre größte Furcht...

 

Infos zum Buch:

"Ich fürchte mich nicht" ist im Goldmann Verlag erschienen, hat 320 Seiten und kostet gebunden € 16,99 [D].

Es ist der Auftakt einer Trilogie. Der zweite Band "Rette mich vor dir" ist Ende September erschienen.

Empfehlen würde ich die Reihe ab etwa 14 Jahren.


Cover:

Das Cover gefällt mir persönlich unglaublich gut. Es passt zwar nur im weitesten Sinne zur Geschichte, da sich eher die Gefühle der Hauptperson darauf widerspiegeln und nicht die Handlung, aber es ist dennoch ein absoluter Blickfang und gehört meiner Meinung nach zu den schönsten Aufmachungen, die in meinem Regal zu finden sind.

 

Autorin:

Tahereh Mafi wurde in einem kleinen Ort in Connecticut Ende der achtziger Jahre geboren. Heute lebt die Autorin in Orange County im US-Bundesstaat Kalifornien. Nach ihrem Abschluss an einem kleinen College in Laguna Beach studierte Mafi, die acht verschiedene Sprachen spricht, ein Jahr in Spanien. Danach reiste sie quer durch die Welt und fing nebenbei an zu schreiben. "Ich fürchte mich nicht" ist der Debütroman der jungen Autorin und wurde in 22 Sprachen übersetzt. 2oth Century Fox hat bereits die Film-Rechte an dem Buch erworben.

 

Meine Meinung:

Als allererstes ist mir beim Lesen der Schreibstil aufgefallen. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in welchem mitten im Text einige Worte oder sogar Sätze durchgestrichen sind. Zuerst habe ich mich etwas gewundert aber schon bald ist mir der Sinn dieser Idee klar geworden. Und ich muss sagen, dass das wirklich ein grandioser Einfall ist, der sehr gut zum Buch passt und dem Leser hilft, Juliettes Gefühle noch besser nachvollziehen zu können. Auch abgesehen von den durchgestrichenen Passagen hat mir der Schreibstil gefallen, da man durch die vielen Wiederholungen und die teils abgehackte Sprache einen Einblick in die Zerrissenheit der Protagonistin erhält.

Ebenfalls bemerkenswert finde ich die Ausarbeitung der Charaktere. Besonders Juliette, Adam und Warner wurden sehr vielschichtig beschrieben, sodass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, Teil der Geschichte zu sein und die Personen hautnah zu erleben. Deshalb und natürlich auch aufgrund der tollen Handlung fühlte ich mit der Protagonistin mit, konnte ihre Entscheidungen verstehen und konnte das Buch, zumindest ab der Hälfte, nicht mehr aus der Hand legen.

Der Anfang der Geschichte hingegen konnte mich nicht so sehr begeistern und das nicht aus inhaltlicher Sicht sondern aufgrund der fehlenden Spannung. Meiner Meinung nach hätte man das erste Drittel des Buches viel kürzer und den Rest etwas länger fassen sollen. Irgendwie passiert nämlich zu lange fast nichts und dann plötzlich geschehen alle Dinge auf einmal.

Am allerbesten gefallen hat mir jedoch die Idee der Geschichte. Es gibt ja viele Dystopien auf dem Buchmarkt aber nur wenige, die mit Fantasy verknüpft sind und also für eine Mischung beider Genres stehen. Auch die Thematik der Geschichte, also dass Juliette niemanden berühren kann, finde ich sehr interessant und originell, da ich so etwas noch nie zuvor gelesen habe.

Insgesamt hat mir "Ich fürchte mich nicht" also gut gefallen, auch wenn es mich leider nicht voll und ganz überzeugen konnte. Dennoch werde ich auf jeden Fall den zweiten Band lesen und hoffe, dass dieser an die packende und spannende Handlung, die zum Ende des ersten Teils die Geschichte dominierte, anknüpfen kann.


Fazit:

"Ich fürchte mich nicht" überzeugt durch den herausragenden Schreibstil und die interessant gestalteten Charaktere, konnte mich aber aufgrund der am Anfang fehlenden Spannung nicht komplett überzeugen. Trotzdem kann ich euch die Geschichte nur ans Herz legen, wenn ihr auf der Suche nach einem originellen Buch seid, das die Genres Dystopie und Fantasy vereinigt.

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408 Bibliotheken, 2 Leser, 12 Gruppen, 78 Rezensionen

flucht, jugendbuch, whisper island, gedankenlesen, insel

Whisper Island - Sturmwarnung

Elizabeth George , Ann Lecker-Chewiwi , Bettina Arlt ,
Fester Einband: 444 Seiten
Erschienen bei INK, 04.11.2011
ISBN 9783863960018
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe ungelogen mehrere Monate gebraucht, bis ich dieses Buch beendet habe. Natürlich habe ich dazwischen auch andere Bücher gelesen aber allein die Tatsache, dass mich "Whisper Island" also kaum fesseln konnte, finde ich sehr schade, da ich mir durchaus mehr von diesem Buch erwartet hatte. Das alles hat mehrere Gründe. Zum einen habe ich ehrlich gesagt mit einem Fantasy-Krimi gerechnet, also einer spannenden Geschichte, die Fanatsy-Elemente enthält. Aber nein, weit gefehlt. Das Buch erinnert mich eher an einen Roman, in dem ab und zu etwas Unwirkliches passiert, dem es aber im Grunde an Spannung fehlt. Die meisten Kapitel plätscherten so dahin, konnten mich weder fesseln noch begeistern und handelten fast immer von den gleichen Dingen: Highschool-Zickereien, ein fast an den Haaren herbeigezogener Kriminalfall und irgendeine unwirklich scheinende Liebe, die viel zu plötzlich auftaucht und für den Leser kaum nachzuvollziehen ist. Und dabei hatte ich doch anhand des Klappentextes ein Buch erwartet, in dem es um das Wiederfinden von Beccas Mutter geht, die Flucht vor Beccas Stiefvater und die damit verbundene düstere Stimmung und Verzweiflung. Überhaupt wurde das Buch für meinen Geschmack nur unnötig in die Länge gezogen, es kamen zu viele unwichtige Gespräche und Situationen vor, die für nichts relevant waren und im Grunde einfach nur störten. So bekam das Buch stellenweise einen absolut einschläfernden Charakter und ich war kurz davor, einen neuen Nationalfeiertag ins Leben zu rufen, wenn dann doch einmal zwischendurch etwas Spannendes passierte. Die Charaktere wurden dagegen ganz gut beschrieben, ich konnte mir die meisten bildlich vorstellen und fühlte mit ihnen mit. Ein Rätsel ist mir dennoch geblieben, warum Becca ihre Haare hässlich färbt und zentnerweise Make-Up trägt, um bloß nicht aufzufallen und eine andere Identität anzunehmen. Aber genau dadurch fällt sie im Endeffekt doch viel mehr auf, von daher wundert mich das schon wirklich. Aber immerhin waren die Charaktere sonst ganz gut dargestellt, das hat mich dann bei der mangelnden Spannung wenigstens ein bisschen am Lesen gehalten. Auch der Schreibstil war ziemlich gut, wenn auch nichts Besonderes. Aber immerhin gab es keine Stolpersteine, die Geschichte wurde leicht, locker und in einer verständlichen, klaren Sprache erzählt. Leider fehlte mir das Tiefgründige an diesem Buch, es kam kein einziger Gedanke vor, der mich zum Nachdenken anregte oder mir einen interessanten Gedankengang bescherte - nur klare Beschreibungen von Geschehnissen oder Gesprächen, nichts darüber hinaus. Insgesamt kann ich sagen, dass ich die Grundidee der Geschichte wirklich toll finde, vor allem die Tatsache, dass Becca Gedanken hören kann, auch wenn das jetzt nichts Neues ist. Auch die Insel und die Umgebung im Allgemeinen wurde toll beschrieben, ich habe richtig Lust bekommen, auch mal nach Whidbey Island zu reisen, um mir ein eigenes Bild von der Insel zu machen. Der Schreibstil und die Charaktere haben mir ebenfalls recht gut zugesagt, wenn auch nicht herausragend. Eher mäßig dagegen hat mir die Umsetzung der Grundidee gefallen, man hätte durchaus mehr aus dem Buch machen können, vor allem an Spannung fehlte es über weite Strecken komplett. Erst am Ende wurde das Buch dann ein bisschen besser und konnte mich dann immerhin noch mittelmäßig überzeugen. Gemein ist der Cliffhanger auf der vorletzten Seite aber wahrscheinlich werde ich Band zwei trotzdem nicht kaufen, weil es wirklich durchaus bessere Bücher gibt. Obwohl es mich ja doch irgendwie interessieren würde, was denn jetzt aus Beccas Mutter geworden ist...

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118 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

thriller, stalking, jugendbuch, angst, liebe

Und keiner wird dich kennen

Katja Brandis
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 28.01.2013
ISBN 9783407811301
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die meisten Bücher sind auf den ersten Seiten ziemlich langweilig und es dauert erst mal eine Weile, bis etwas Einschneidendes passiert. Oder sie fangen spannend an und die Spannung lässt im Laufe der Geschichte nach. Vielleicht sind sie auch nur stellenweise mitreißend, sodass man sie zwischendurch immer mal wieder zur Seite legt. Aber die allerwenigsten Bücher fesseln einen von der ersten bis zur letzten Seite. "Und keiner wird dich kennen" ist eines davon. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie hat mich dieses Buch total begeistert. Wahrscheinlich weil es zum einen wirklich gut geschrieben ist und ich zum anderen noch nie eine ähnliche Geschichte gelesen habe, obwohl das Thema ja ziemlich aktuell ist und die Situation im Endeffekt jeden einmal treffen könnte. Die ganzen 400 Seiten über konnte ich mit Maja mitfühlen und machte mir, wenn ich das Buch leider mal pausieren lassen musste, in der Zwischenzeit oft Gedanken, wie ich denn in ihrer Situation handeln würde. Ob ich woanders ein neues Leben anfangen könnte und wie schwer es mir fallen würde, meine komplette Vergangenheit hinter mir zu lassen. Ja manchmal fragte ich mich sogar, ob ein neues Leben inmitten von Lügen, Vorsicht und Verschlossenheit attraktiver sein würde als der Tod. Denn ist so eine neue Identität nicht auch irgendwie der Tod des eigentlichen Ichs, da man sich sein ganzes Leben lang niemandem anvertrauen kann? All diese Fragen beschäftigten mich während des Lesens. Dies ist wohl der Hauptgrund, warum ich mich kaum an den Schreibstil erinnern kann. Aber er muss sehr flüssig und gut verständlich gewesen sein, sonst wäre ein derartiges Eintauchen in die Geschichte sicherlich schwer möglich gewesen. Die Charaktere haben mir ebenfalls mehr als zugesagt. Mit Maja konnte ich mich, wie oben schon beschrieben, stets identifizieren, da sie ihrer Situation entsprechend handelt und frei von egoistischen, pubertären sowie dem Leser auf die Nerven gehenden Anwandlungen ist. Lorenzo war mir auch durchgehend sympathisch und ich bewundere ihn für seinen Mut, Maja in dieser schweren Lebensphase zu unterstützen und nicht einfach hängen zu lassen. Die anderen Charaktere wurden ebenfalls sehr facettenreich dargestellt, sodass ich von jedem ein genaues Bild im Kopf hatte, das sich beim Lesen immer mehr erweiterte. Toll finde ich, dass das Buch größtenteils in der Nähe von München spielt und einige Szenen sogar direkt in der Stadt stattfinden. Den Odeonsplatz kann man sich beispielsweise viel besser vorstellen, wenn man sich fast jeden Tag dort aufhält und das machte die Geschichte noch viel interessanter für mich. Besonders zu loben ist darüber hinaus der Spannungsbogen, der bis zum Ende aufrecht gehalten wird. Die Situation spitzt sich immer mehr zu, die letzten Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Und dann ist es vorbei und auf eine andere Art fängt es gerade erst wieder an. Das macht für mich ein tolles Buch aus.

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1.299 Bibliotheken, 23 Leser, 5 Gruppen, 155 Rezensionen

dystopie, sauerstoff, jugendbuch, liebe, kuppel

Breathe - Gefangen unter Glas

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2013
ISBN 9783423760690
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Nach dem Switch scheint ein Leben außerhalb der Glaskuppel für die meisten Menschen unmöglich. Der Sauerstoffgehalt ist nämlich extrem gesunken, Sauerstoff ist nicht mehr das am häufigsten vorkommende Element auf Erden. Die Überlebenden des Switches haben sich in der Kuppel zu "Breathe" zusammengeschlossen. Quinn, der als Sohn eines ranghohen "Breathe"-Direktors als Premium eingestuft wird, wollte mit seiner besten Freundin Bea, einer zweitklassigen Second, eigentlich nur einen harmlosen Ausflug ins Ödland machen. Doch an der Grenze trifft er auf Alina. Sie hat sich schon vor Langem den Rebellen angeschlossen, die gegen das eingeschränkte Leben unter der Kuppel kämpfen, wurde aber nie gefasst. Die Begegnung mit Alina verändert für Quinn und Bea alles. Nachdem sie ihr mit einem Trick aus der Kuppel helfen, folgen sie ihr und entdecken daraufhin Dinge, die sie niemals zu träumen gewagt hätten. Ein Umbruch mit Folgen für die ganze Menschheit beginnt...
Cover: Das Cover finde ich im Prinzip ganz cool, aber natürlich nicht überragend, da es nicht so aufwendig gemacht wurde. Schade finde ich, dass nur zwei der drei Hauptpersonen darauf gezeigt werden. Dennoch wurde es meiner Meinung nach abgesehen davon der Stimmung im Buch entsprechend gestaltet und das ist ja die Hauptsache.
Meine Meinung: Im Grunde genommen habe ich es schon befürchtet. Nein, ich meine nicht, dass dieses Buch schlecht sein soll - ich meine eher, dass es nicht aus der Masse an Dystopien heraussticht. Dass mich das Buch zwar überzeugen konnte und das wirklich klar, aber es mir leider an Individualität und Einzigartigkeit gefehlt hat. Bestimmt wäre dieses Buch eines meiner Lieblingsbücher geworden, wenn ich noch nie eine Dystopie gelesen hätte. Aber insgesamt betrachtet geht es mir doch ein wenig zu sehr unter, da können auch Atemmasken und die aus wissenschaftlicher Sicht sogar irgendwie nachvollziehbare Idee mit dem Sauerstoffmangel nicht viel ausrichten. Eigentlich läuft es ja grundsätzlich wie in einer ganz normalen Zukunftsvision - negativ dominierende Regierung, Unterdrückung der Menschen, Jugendliche wehren sich in irgendeiner Weise gegen das Regime, ein Mädchen liebt einen Jungen, ihre Liebe wird jedoch (zunächst) nicht erwidert, derselbe Junge liebt nämlich eine andere, die sehr unerreichbar erscheint. Und das Ende - ein leichter Cliffhanger und etwas, was (Achtung, Spoiler - zum Lesen bitte markieren!) man mit ein bisschen gutem Willen als Happy End definieren könnte, da es für alle Beteiligten durchaus schlechter hätte enden können. Das ist zwar alles ein bisschen klischeehaft aber irgendwie ist das auch nicht die Schuld von genau diesem Buch. Denn wenn ich, wie oben erwähnt, noch nie eine Dystopie gelesen hätte, wäre mir das Klischeehafte an diesem Buch gar nicht aufgefallen und es würde wirklich zu meinen Lieblingsbüchern gehören. Was mich jedoch stört ist, dass mittlerweile sehr viele Jugendbücher in diese Richtung ausgelegt sind und mir persönlich die Individualität irgendwie verloren geht. Aber das ist jetzt ein anderes Thema, kommen wir also zurück zu diesem Buch: Der Schreibstil ist sehr jugendlich und unkompliziert gehalten und das Buch lässt sich ziemlich schnell lesen - die Seiten fliegen teilweise nur so dahin. Leider werden aber meist nur Handlungen beschrieben und die Gefühlsebene der Protagonisten kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz. Dennoch wird der Spannungsbogen bis auf einige Ausnahmen konsequent aufrecht erhalten und ich wollte - besonders zum Ende hin - nur noch weiterlesen. Wie es im zweiten Band weitergehen soll, kann ich mich jedoch noch gar nicht vorstellen, da das Ende zwar einen leichten Cliffhanger hat, aber in keiner Weise eine Voraussicht auf den nächsten Teil gezeigt wird. Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, besonders die Hauptprotagonisten erscheinen mir sehr authentisch und sympathisch. Ich finde es nach wie vor sehr schade, sie nicht im echten Leben zu kennen, da sie mir während des Lesens wahnsinnig ans Herz gewachsen sind. Außerdem hatte ich stets das Gefühl, dass ihre Handlungen nachvollziehbar sind und sie ihrem Alter entsprechend handeln, was ja in vielen anderen Büchern leider nicht der Fall ist. Insgesamt kann ich nur sagen: Ein überzeugendes, aber nicht überragendes Buch. Dennoch in jedem Fall lesenswert!
Fazit: Ein in jeder Hinsicht gutes, spannendes Buch, das aber leider stellenweise sehr klischeehaft ist. Außerdem kommen mir die Gefühle der Hauptprotagonisten etwas zu kurz, da fast nur Handlungen beschrieben werden. Dennoch ein lesenswertes Buch, das hält was es verspricht! Dafür gibt es von mir knappe 4 Sterne.

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206 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

liebe, romeo, romeo und julia, julia, fantasy

Romeo für immer

Stacey Jay , Dagmar Schmitz
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 11.10.2012
ISBN 9783863960223
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt: Als Söldner der Apokalypse hatte Romeo nur ein Ziel: Die Liebe zwischen zwei Menschen zu zerstören. Doch die Mächte des Bösen haben ihn verstoßen und er hat nur eine einzige Möglichkeit, sich selbst und seinen dem Niedergang geweihten Körper zu erlösen: Er muss auf die Seite der Botschafter des Lichts, der einstigen Feinde, wechseln und eine Reise in die Vergangenheit antreten. Dort wird er Ariel Dragland wieder begegnen, die Julias Seele beherbergt und die er getötet hat. Romeo ergreift die Chance auf einen Neuanfang und setzt nun alles daran, ihr Herz zu erobern. Was er jedoch noch nicht weiß: Ariel hält das Schicksal der ganzen Welt in den Händen, denn in ihr kämpfen die Mächte des Bösen und des Guten einen erbitterten Kampf. Wird er Ariel und ihre gemeinsame Liebe retten können?
Infos zum Buch: "Romeo für immer" ist im Egmont Ink Verlag erschienen, hat 395 Seiten und kostet gebunden € 17,99 [D]. Es ist der zweite Band einer Dilogie, vielleicht auch Trilogie - komplett ausschließen würde ich es nicht, obwohl ich eher mit ersterem rechne. Empfehlen würde ich die Reihe ab etwa 13 oder 14 Jahren.
Cover: Das Cover ist - wie auch das des ersten Bandes - wieder einmal wundervoll gestaltet. Wirklich ein großes Lob an den Verlag! Ich vermute, dass das Mädchen auf dem Titelbild Ariel darstellen soll. Ehrlich gesagt hatte ich sie mir aber die ganze Zeit über ein bisschen anders vorgestellt, was aber an sich nicht schlimm ist. Schade finde ich nur, dass nicht Romeo auf dem Cover zu sehen ist - vor allem, weil das Buch ja nach ihm benannt ist und er sozusagen die zentrale Figur des Romans einnimmt.
Autorin: Stacey Jay ist seit 2005 als Vollzeit-Schriftstellerin tätig. Die US-Amerikanerin erarbeitete sich ein großes Ansehen mit ihren phantasievollen Kinder- und Jugendromanen, die 2012 auch in deutscher Sprache erscheinen. Auf "Julia für immer" folgte im Herbst 2012 mit "Romeo für immer" der zweite Band der Serie. Bevor die zweifache Mutter als Autorin tätig wurde, arbeitete sie als Theaterschauspielerin, Tänzerin, Barkeeperin, Mathe- und Yogalehrerin sowie schlechtbezahlte C-Film-Schauspielerin. In ihrer Freizeit kocht Stacey Jay gerne und spielt mit ihren Söhnen Verkleiden. Zudem genießt sie die wenige gemeinsame Zeit mit ihrem Ehemann.
Meine Meinung: Zuerst einmal möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass "Romeo für immer" der zweite Teil einer Reihe ist und diese Rezension deshalb möglicherweise Spoiler den ersten Band betreffend enthalten kann! Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch hat mich dermaßen begeistert, dass ich es sogar als mein bisheriges Jahreshighlight bezeichnen würde. Ich persönlich finde es sogar bei Weitem besser als "Julia für immer", obwohl ich das ja auch schon als wirklich tolles Buch in Erinnerung habe. Besonders gefallen hat mir, dass dieses Buch hauptsächlich aus der Sicht von Romeo geschrieben ist, aber dennoch ab und zu auch von Ariel erzählte Kapitel mit einfließen. Überhaupt wirken die beiden Protagonisten auf mich sehr sympathisch und glaubwürdig, sodass ich stets mit ihnen mitgefiebert habe. Auch die anderen Personen werden als interessante, facettenreiche Charaktere dargestellt - besonders Gemma, Ariels beste Freundin. Toll finde ich auch nach wie vor den Verlauf der Geschichte. Das Thema des letzten Bandes wurde toll aufgegriffen, kleine Unklarheiten werden schnell aufgeklärt, man ist sofort Teil der Geschichte. Das ganze Buch über bleibt eine natürliche Spannung erhalten - sei es durch die Liebesgeschichte, das Zentralthema oder auch durch die nebenher passierenden Konflikte. Der zentral behandelte Konflikt spitzt sich dann zum Ende hin zu, das Buch endet dramatisch und voller Spannung. Bis zu den letzten Seiten ist unklar, wie genau die Geschichte ausgeht, sodass ich als Leser quasi zum Weiterlesen gezwungen war. Aber am Allerbesten finde ich trotz allem den Schreibstil. Stacey Jay schreibt sehr anschaulich, intensiv und wortgewandt - ich hatte nie ein Gefühl der Langeweile und wurde fast schon allein vom Schreibstil durch die Seiten getrieben. Insgesamt würde ich sogar sagen, dass sich ihr Stil dem letzten Buch gegenüber sogar noch verbessert hat, obwohl das schon absolut herausragend gut geschrieben ist.
Fazit: Eine absolut tolle Fortsetzung eines sehr guten ersten Bandes. Charaktere, Schreibstil und Handlung überzeugen und bilden zusammen eine wunderschöne Geschichte. Wer schon von "Julia für immer" begeistert war, wird dieses Buch umso mehr lieben. Eine ganz klare Leseempfehlung!

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(359)

792 Bibliotheken, 1 Leser, 7 Gruppen, 150 Rezensionen

zeitreise, bamberg, liebe, hexen, hexenverbrennung

Purpurmond

Heike Eva Schmidt
Fester Einband: 351 Seiten
Erschienen bei PAN, 01.03.2012
ISBN 9783426283660
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Doch das Schmuckstück ist mit einem Fluch belegt und befördert sie sofort hunderte Jahre zurück in die Vergangenheit - in die Zeit der Hexenverfolgung. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuterkundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht und sie alles daran setzen muss, den Fluch rückgängig zu machen…

Infos zum Buch:
"Purpurmond" ist im PAN Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet gebunden € 14,99 [D].
So weit ich weiß ist es ein in sich abgeschlossenes Buch, es gibt also keine Fortsetzungsbände.
Empfehlen würde ich das Buch ab etwa 13 Jahren.

Cover:
Von der Umschlaggestaltung des Buches bin ich auf jeden Fall schon einmal wirklich angetan! Sie passt gut zum Buch, spiegelt ein wenig die Stimmung während des Lesens wider und wirkt keineswegs langweilig. Wenn man den Schutzumschlag abnimmt, sieht man einen schönen pinken Grundton mit silberner Schrift an der Seite, was mir wirklich gut gefällt.

Autorin:
Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden Münchens. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als freie Drehbuchautorin, aktuell für eine Serie des Bayerischen Fernsehens. 2010 verwirklichte sie schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben. Seitdem arbeitet sie vorzugsweise im bayerischen Voralpenland. Dort entstehen in ihrer kleinen "Schreibstube" viele Ideen. "Purpurmond" ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman.

Meine Meinung:
Da ich schon zahlreiche positive Rezensionen zu "Purpurmond" gelesen hatte, waren meine Erwartungen an dieses Buch natürlich besonders hoch. Diese wurden zum Glück auch erfüllt, aber leider nicht übertroffen. Dennoch habe ich fast nur gute Erinnerungen an dieses Buch und war am Ende wirklich froh, es endlich gelesen zu haben.
Am besten fand ich den Handlungsverlauf insgesamt. Die Idee der Geschichte ist toll - ich hatte stellenweise sogar das Gefühl, wirklich in der Geschichte zu leben und alles hautnah mitzubekommen. Heike Eva Schmidt hat eine blühende Fantasie und lässt die Leser auf einzigartige Weise daran teilhaben. Spannung war stets vorhanden, gelangweilt war ich fast gar nicht.
Auch der Schreibstil hat mir mehr als zugesagt. Er ist flüssig, leicht zu lesen und dennoch nicht niveaulos. Besonders gut ist der Autorin der Wechsel zwischen der heutigen Sprache und der im Jahre 1630 gelungen. So bekam ich als Leser das Gefühl, wirklich vor Ort zu sein und an der Geschichte teilzuhaben.
Die zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven (Cat und Dorothea) trugen ebenfalls zu einer Lebendigkeit im Buch bei und sorgten für einen optimalen Überblick.
Ebenfalls gut gefallen haben mir die Charaktere. Sie wirkten alle sehr facettenreich und lebendig. Besonders habe ich Dorothea und Daniel ins Herz geschlossen. Cat hingegen fand ich teilweise etwas unsympathisch, möchte der Autorin aber an dieser Stelle keinen Vorwurf machen, da sich auch im wahren Leben Leute so verhalten. Beispielsweise war sie für meinen Geschmack etwas zu vorlaut, manchmal naiv und taktlos. Um ein Beispiel zu nennen: An einer Stelle holt sie sich ein paar Informationen über die Zeit der Hexenverbrennung bei einem Professor, der über ein riesiges Archiv verfügt. Zunächst ist sie ganz nett, aber sobald sie die benötigten Informationen hat, rennt sie wie ein aufgescheuchtes Huhn weg und murmelt im Gehen irgendeine Verabschiedung.
Ein weiterer negativer Aspekt war für mich, dass sich die Charaktere so wahnsinnig schnell verlieben, was im Grunde nicht der Realität entsprechen kann. Besonders bei Dorothea und Daniel ging es mir einfach zu schnell. Bereits nach etwa 10 gewechselten Sätzen sprechen sie von "für immer lieben" etc. Leider hat das alles dem Buch ein Stück seiner Glaubwürdigkeit genommen. Schade eigentlich.
Der Schluss konnte aber wieder einiges rausreißen und auch sonst fand ich das Buch besser als gut. Es haben mich eben nur ein paar kleine Dinge gestört.

Fazit:
Ein "Must-Read" für alle Fans von Zeitreiseromanen! Die Grundidee ist interessant und vor allem einzigartig, die Umsetzung hat mir auch gut gefallen. Leider haben mich ein paar kleinere Dinge etwas gestört. Dennoch ein wirklich empfehlenswertes Buch!

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156 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

venedig, fluch, abenteuer, magie, kinderbuch

Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel

Nina Blazon , Iacopo Bruno
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbj, 27.08.2012
ISBN 9783570154755
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:
Ein gruseliger, zugiger alter Palazzo, Dauerregen und eine grantige Urgroßmutter. Na großartig! Kristina und Jan sind zunächst nicht gerade begeistert, dass sie die Ferien in Venedig verbringen sollen. Dass sich des Nachts seltsame Schemen aus der Lagune erheben und katzengleich die Wände der Häuser hinauf gleiten, macht die Sache für die beiden Geschwister auch nicht besser. Als dann auch noch ihre Großcousine Sara verschwindet und sie sich auf die Spur des gruseligen Dogen begeben müssen, beginnt für die Kinder in den Gassen Venedigs ein fantastisches Abenteuer, das seinesgleichen sucht.

Infos zum Buch:
"Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel" ist im cbj Verlag erschienen, hat 378 Seiten und kostet gebunden € 16,99 [D].
Ich denke mal, dass es keine Fortsetzungsbände geben wird. Komplett ausschließen würde ich es aber nicht.
Empfehlen würde ich das Buch ab 10 Jahren.

Cover:
Ich habe ja das Cover der Leseexemplarausgabe, das etwas anders aussieht, als die endgültige Aufmachung, die es nun zu kaufen gibt. Letztere finde ich viel schöner und vor allem geheimnisvoller gestaltet. Darüber hinaus ist die gebundene Ausgabe natürlich viel stabiler und macht sich besser im Regal!

Autorin:
Nina Blazon, geboren in Koper bei Triest, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums. Ihr erster Fantasy-Jugendroman wurde mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.

Meine Meinung:
Leider konnte ich mich mit diesem Buch nur bedingt anfreunden. Zwar ist es an sich wirklich nicht schlecht, hat mich aber stellenweise so gelangweilt, dass ich eine ziemlich lang andauernde Leseflaute bekommen habe. Ich konnte mich einfach nicht aufraffen, dieses Buch weiter zu lesen, da ich einfach keine Lust hatte und mich auch nicht zwingen wollte.
Fangen wir aber beim Positiven an:
Da wäre zum einen der Schreibstil. Nina Blazon schreibt sehr abwechslungsreich, drückt sich gewählt aus und versetzt sich in diesem Buch gut in die Sprache der etwa 10-jährigen Kinder hinein. Besonders für Kinder in diesem Alter ist das Buch natürlich ideal - durch den flüssigen, wortgewandten Schreibstil erlernen sie nicht nur, wie man sich schön ausdrückt, sondern erleben nebenbei auch noch ein tolles Abenteuer!
Ebenfalls begeistert war ich von den letzten 100 Seiten der Geschichte. In diesem Abschnitt hat Nina Blazon wirklich noch einmal bewiesen, dass sie zu den besten Fantasy-Autorinnen gehört. Egal wie langweilig das Buch vorher war, die letzten Seiten habe ich regelrecht verschlungen. Das Ende hingegen konnte mich nicht ganz überzeugen. (Spoiler - ggf. bitte überlesen!!!!) Für meinen Geschmack ging es einfach zu gut aus, was der Realität wenig entspricht. (Spoiler Ende!!!) Dennoch denke ich, dass jüngere Jugendliche daran Gefallen finden könnten.
Weniger gefallen haben mir jedoch die Charaktere. Sie wirkten eindimensional auf mich, als ob sie keine Ecken und Kanten hätten. Die einzige, die ich von dieser Kritik ausnehme, ist Nonna. Doch auch sie glich mehr einem Klischee, das in Büchern immer wieder mal vorkommt.
Auch den groben Handlungsverlauf empfand ich als eher einschläfernd. Mein Interesse an der Geschichte konnte einfach erst bei den letzten Seiten geweckt werden. Davor fand ich die Geschichte eintönig und fast ohne Spannung. War jene dann doch einmal seitenweise vorhanden, so fiel die Geschichte letzten Endes wieder in das normale, dahinplätschernde Schema zurück und langweilte mich aufs Neue.
Insgesamt kein schlechtes Buch. Es sind wirklich gute Aspekte vorhanden, vor allem wurde die Stadt Venedig sehr anschaulich beschrieben und ich hatte stets das Gefühl vor Ort zu sein. Leider gab es auch weniger gute Dinge, beispielsweise die Charaktere; sodass "Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel" für mich leider nur zu den mittelmäßigen, gewöhnlichen Büchern zählt.

Fazit:
Eine Leseempfehlung kann ich an dieser Stelle nur teilweise aussprechen. Das Buch ist wirklich nicht schlecht aber Spannung ist nur teilweise vorhanden und die Charaktere wirkten leider sehr eindimensional auf mich. Trotzdem eine nette Lektüre, besonders für Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren!

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(141)

341 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

musik, liebe, band, freundschaft, schnee

Linna singt

Bettina Belitz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei script5, 10.09.2012
ISBN 9783839001394
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Schon fünf Jahre hat Linna die ehemaligen Mitglieder ihrer Band nicht mehr gesehen: Maggie, Simon, Jules und Falk. Nun treffen sie sich in einer Hütte in den Bergen wieder, um für einen Auftritt zu proben.
Linna hatte eigentlich keinen Grund, Maggies Einladung zu folgen, denn was die anderen nicht wissen: Seit damals hat sie keinen Ton gesungen. Doch die Erinnerung an eine Nacht mit Falk, dem Gitarristen, treibt sie an, sich ihrem alten Leben zu stellen. Linna muss sagen, was vor fünf Jahren unausgesprochen blieb, und sie muss hören, ob Falk darauf eine Antwort hat.
Bald beginnt die von Anfang an gespannte Atmosphäre zu kippen: Was als zwangloses Wiedersehen geplant war, wird zum zermürbenden Psychospiel, bei dem Linna immer mehr als Lügnerin dasteht. Sie gerät in einen Strudel aus Verdächtigungen, Abhängigkeiten und tragischen Missverständnissen, der sie schließlich zwingt, die Erinnerung an vergangenen Schmerz zuzulassen. Denn dort liegt der Schlüssel zu allem: Der Grund dafür, dass Linna nicht mehr singt.

Infos zum Buch:
"Linna singt" ist im script5 Verlag erschienen, hat 512 Seiten uns kostet gebunden € 18,95 [D].
Meines Wissens nach ist es ein in sich abgeschlossenes Buch, es gibt also keine Fortsetzungsbände.
Empfehlen würde ich das Buch ab 14-15 Jahren.

Cover:
Die Aufmachung des Buches finde ich recht schön. Zwar bin ich vom script5 Verlag schon beeindruckendere Cover gewöhnt, muss aber sagen, dass ich die Idee mit der Schneekugel auf jeden Fall toll finde. Im Buch schneit ja dann schließlich die Hütte mehr und mehr ein und auch die Stimmung gleicht immer mehr einer Schneekugel, der man nicht entkommen kann.

Autorin:
Bettina Belitz beschloss bereits mit 12 Jahren Autorin zu werden. Da beide Eltern Germanisten sind wuchs sie mit sehr vielen Büchern auf und liebte es zu lesen. Sie studierte Geschichte, Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft. Nach dem Studium arbeitete sie als Journalistin und Redakteurin.
Entdeckt wurde die Autorin durch eine Agentin, die ihren Blog besuchte. Mit ihrer Splitterherz-Trilogie gelang Belitz der literarische Durchbruch. Darüber hinaus ist sie für ihre Reihe um "Fiona Spiona" sowie die Reihe "Luzie & Leander" bekannt.
In Freizeit reitet sie gerne, was man auch in ihrem Büchern wiederfindet.
Sie lebt im Westerwald zusammen mit Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern.

Meine Meinung:
Ich habe wahnsinnig viel über dieses Buch nachgedacht. Und noch immer weiß ich nicht wirklich, was ich davon halten soll.
Einerseits bin ich total begeistert. Die Charaktere sind authentisch ausgearbeitet, ich dachte während dem Lesen sogar gelegentlich, ich würde sie persönlich kennen. Auch in Linna konnte ich mich sehr gut einfühlen, obwohl ich ihre Probleme natürlich nicht teile und sie eigentlich schon manchmal etwas, nun ja abgedreht fand. Dennoch handelt sie nicht komplett unnachvollziehbar, vor allem da man sich ihrer Vergangenheit während dem Lesen immer mehr bewusst wurde.
Außerdem gefällt mir der Schreibstil. Er ist so gefühlvoll, lebendig und spannend, dass das Lesen gleich doppelt so viel Spaß macht. Schade finde ich, dass die Seiten so klein gedruckt sind und es nur wenige Absätze gibt, sodass ich beim Lesen nur sehr langsam voran kam und demnach lange für das Buch brauchte.

"Ich merke, dass ich an jedem neuen Satz scheitere, ich kann gar nicht ausdrücken, wie es mir dort erging. Ich hatte das Gefühl, dass alle anderen außer mir schon tot seien. Entweder sie rasteten aus oder sie blieben leblos und still, wie Puppen. Manchmal auch beides in fliegendem Wechsel. Ich war die einzige, die noch Tränen hatte."
(Seite 277, Absatz 2)

Die Handlungen in diesem Buch werden bis ins kleinste Detail geschildert. Kaum ein Moment wird ausgelassen, man erfährt als Leser nahezu alles. Das ist zum einen von Vorteil, da man vollkommen in der Geschichte lebt und auf alles Rückschlüsse ziehen oder Erklärungen geben kann. Zum anderen ist das aber auch ein kleiner Nachteil. Ich hatte ständig das Gefühl, zu sehr in der Geschichte verankert zu sein, da ich wochenlang kein anderes Buch mehr gelesen habe. Abgesehen davon musste ich versuchen, mir alle Details irgendwie zu merken - man weiß ja nie was im Storyverlauf noch ausschlaggebend ist und was nicht.
Dennoch überwiegt im Großen und Ganzen die Begeisterung für dieses Werk, was ich euch allen nur wärmstens empfehlen kann! Besonders gefallen wird es denjenigen, die gerne realitätsnahe und spannende Geschichten mit facettenreichen Charakteren lesen!

Fazit:
Ein tolles Buch, das einen nicht mehr so schnell loslässt! Weil das Buch aber für meine Verhältnisse etwas zu detailreich geschrieben war, gibt es jedoch einen kleinen Abzug.

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(672)

1.243 Bibliotheken, 21 Leser, 10 Gruppen, 236 Rezensionen

dystopie, liebe, day, june, legend

Legend - Fallender Himmel

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.09.2012
ISBN 9783785573945
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Getrennt sind sie Gegner - unerschütterlich und entschlossen in ihrem Handeln. Aber zusammen sind sie eine Legende, die die Welt verändern kann... Dies ist die Geschichte von Day und June.
Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, soll der Mörder von Junes Bruder sein. Angetrieben von dem Wunsch nach Rache macht sie sich auf, im Namen der Republik nach Day zu suchen. Doch dieser erweist sich als loyal, gerecht und selbstlos, sodass June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen.
Fast zu spät erkennt sie, dass sie nur eine Spielfigur in einem grausamen Plan ist...

Infos zum Buch:
"Legend - Fallender Himmel" ist im Loewe Verlag erschienen, hat 363 Seiten und kostet gebunden € 17,95 [D].
Es ist der erste Teil der "Legend-Trilogie". Wann genau der zweite erscheint, ist noch unbekannt. Aller Wahrscheinlichkeit nach aber im Jahr 2013.
Empfehlen würde ich das Buch ab 14 Jahren.

Cover:
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Es ist eher schlicht gehalten, passt aber dennoch zum Buch. Besonders toll finde ich die Erhebungen im Schriftbereich und die Farbwahl, da gold in Kombination mit lila der Aufmachung einen unvergleichlichen Touch verleiht.

Autorin:
Marie Lu wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in Texas, bevor sie an der University of South California studierte. Vor ihrem Erfolg als Autorin arbeitete sie als künstlerische Leiterin bei einem Unternehmen, das Videospiele produziert.

Meine Meinung:
Ich hatte erwartete wahnsinnig viel von diesem Buch, bevor ich mit dem Lesen begann. So traute ich mich fast gar nicht, es nun endlich zu lesen und mir meine eigene Meinung zu bilden. Zu groß war die Angst, dass "Legend" meinen Anforderungen nicht gerecht werden könnte.
Aber all diese Sorgen waren umsonst. Schon nach den ersten Seiten riss es mich mit, es kam Spannung auf und ich wollte weiterlesen. Die Idee der Geschichte ist zwar eigentlich nichts Neues (Verweis auf Zukunftsgeschichte, verbotene Liebe, grausame Regierung etc.) aber die Autorin schafft es trotz allem, etwas Eigenes zu kreieren, was die "Legend" so unverwechselbar macht.
Auch die Charaktere haben mir sehr zugesagt, obwohl ich mich mit June anfangs überhaupt nicht identifizieren konnte. Da die Geschichte abwechselnd aus zwei Perspektiven geschrieben ist, kam aber nie Langweile auf und ich erfuhr mehr über die einzelnen Charaktere und deren Vergangenheit.
Wer aber eine große Liebesgeschichte zwischen Day und June erwartet, wird wohl leider enttäuscht werden. Im Vordergrund stehen ganz klar die Probleme in der Republik und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung bzw. die anderen Schwierigkeiten, die im Buch auftreten. Die Liebe zwischen den beiden Protagonisten rückt demnach leicht in den Hintergrund, was ich aber als nicht weiter schlimm empfand. Es wirkte nur real, da in diesem Moment eben andere Dinge wichtiger waren.
Der Schreibstil war ebenfalls sehr angenehm zu lesen, wobei ich gestehen muss, bei dieser Spannung nicht sonderlich darauf geachtet zu haben.
Alles in allem kann ich das Buch wirklich nur jedem von euch weiterempfehlen!

Fazit:
Spannend, aufwühlend, mitreißend! Eine tolle Dystopie, die eigentlich jeder gelesen haben sollte!

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274 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 68 Rezensionen

freundschaft, thriller, manipulation, liebe, shapeshifter

Du denkst, du weißt, wer ich bin

Em Bailey , Martina M. Oepping
Fester Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Egmont INK, 09.02.2012
ISBN 9783863960230
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Nur diese beiden Dinge wussten die Schüler an Olives Schule, bevor sie Miranda, die neue Schülerin, das erste Mal sahen: Ihre Eltern waren tot. Und sie waren tot, weil Miranda sie umgebracht hatte.
Die Gerüchte um die mysteriöse Neue lassen Olive zuerst völlig kalt. Schließlich fällt sie dem Gemunkel ihrer Klassenkameraden selbst genug zum Opfer. Doch dann passiert etwas Unfassbares: Das unscheinbare Mädchen mit dem leeren Blick und der blassen Haut wird die neue beste Freundin von Katie, dem beliebtesten Mädchen der ganzen Schule. Die sonst so selbstbewusste Katie verblasst regelrecht neben Miranda, fast so, als würde diese von ihr Besitz ergreifen. Olive scheint die einzige zu sein, der das auffällt. Und niemand schenkt ihr Glauben, bis etwas Schreckliches passiert...

Infos zum Buch:
"Du denkst, du weißt, wer ich bin" ist im Egmont Ink Verlag erschienen, hat 346 Seiten und kostet gebunden € 17,99 [D].
So weit ich weiß, gibt es keine Fortsetzungsbände, da das Buch irgendwie in sich abgeschlossen wirkt.
Empfehlen würde ich die Geschichte ab 14 Jahren.

Cover:
Die Aufmachung des Buches finde ich wahnsinnig toll - die offenen Augen auf der Vorder- und die geschlossenen auf der Rückseite des Buches, die Farben und die Schrift. Irgendwie vermittelt das Cover wahnsinnig gut die Stimmung der Geschichte, dieses Angespannte, ein wenig Gruselige und doch absolut Spannende.

Autorin:
Die Australierin Em Bailey lebt in Deutschland, wo sie trotz ihres langjährigen Vegetarierdaseins mittlerweile zur Wurstliebhaberin geworden ist. Nach ihrer Tätigkeit als Mediengestalterin fürs Kinderfernsehen widmet sie sich jetzt ganz und gar dem Schreiben.

Meine Meinung:
Ich kann wirklich guten Gewissens sagen, dass "Du denkst, du weißt, wer ich bin" der beste Thriller war, den ich je gelesen habe. Kein anderer war von seiner Idee her so originell, von seiner Handlungsweise so genial verstrickt - kein anderer hatte so facettenreiche Charaktere. Und doch war da eine kleine Sache, die mir nicht so gut gefallen hat. Aber dazu später.
Erst einmal von Anfang an: Die Idee an sich ist irgendwie einmalig, noch nie habe ich über etwas Derartiges in einem Buch gelesen. Das trug natürlich dazu bei, dass ich immer weiterlesen wollte und Schwierigkeiten hatte, das Buch aus der Hand zu legen. Überhaupt ist die Geschichte die ganze Zeit über total spannend, mal mehr, mal weniger - aber niemals langweilig. Es gibt wahnsinnig viele Überraschungen und Wendungen und fast nichts ist vorhersehbar.
Der Schreibstil ist auch sehr gut, wobei ich zugeben muss, aufgrund des hohen Spannungsfaktors nicht sonderlich darauf geachtet zu haben. Dennoch sind die Handlungen sehr anschaulich und detailliert beschrieben, sodass ich als Leser stets das Gefühl hatte, all das selbst zu erleben.
Die Charaktere haben mir ebenfalls gut gefallen. Sie waren alle sehr umfangreich und geheimnisvoll dargestellt, besonders Olive, Katie und Miranda. Auch mit den Nebencharakteren konnte ich mich recht gut identifizieren. Toll fand ich auch, dass das ganze Buch nicht so "in kleinem Kreise" gehalten wurde, sondern auch viele Personen vorkamen, wie es eben im realen Leben auch der Fall gewesen wäre.
Ich hätte wirklich die volle Punktzahl vergeben, wenn da nicht diese eine Sache gewesen wäre. Olives Handeln hat mich an einer Stelle im Buch extrem gestört, an der Stelle, an der sie hätte wissen müssen, dass ihr Tun Folgen haben müsste. Klar, sie ist ein aus der Vergangenheit geschwächter Charakter, hat keine Reserven für solche Notsituationen etc. Aber sie hätte verstehen müssen, dass es zu weit geht. Besser gesagt, sie hat es verstanden, aber sie hat nichts unternommen. An diesem Punkt war ich dann schon ein wenig enttäuscht, vor allem, weil das Problem ja nicht ausschlaggebend für die Geschichte war. Hätte man das Ganze mit Zwang gelöst, wäre der Verlauf nicht viel anders gewesen, das Buch hätte aber dennoch an Authentizität gewonnen.

Fazit:
Ich spannendes, mitreißendes Buch, das aber leider nicht ganz perfekt ist. Trotzdem kann ich es nur wärmstens an alle empfehlen, die eine Geschichte suchen, die sie nicht mehr aus der Hand legen können!

4,5 von 5 Punkten :))

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(50)

105 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

liebe, tod, schwester, musik, freundschaft

Über mir der Himmel

Jandy Nelson , Catrin Frischer
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei cbj, 07.03.2012
ISBN 9783570401019
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Schwester Bailey fühlt Lennie sich, als hätte jemand den Himmel ausgeknipst. Siebzehn Jahre lang haben die beiden alles geteilt, siebzehn Jahre lang hat Lennie glücklich neben ihrer strahlenden Schwester gelebt.
Doch dann verliebt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben und gleich in zwei Jungen. Joe ist Musiker und Lebenskünstler gleichermaßen mit dem schönsten Lächeln der Welt; Toby stiller Cowboy, mutiger Skater und der Freund ihrer Schwester. Für Lennie sind sie wie Sonne und Mond - einer lässt das Licht herein, bei dem anderen hat ihr Schmerz ein Zuhause...

Cover:
Sowohl die Aufmachung der gebunden Ausgabe, als auch die des Taschenbuchformates gefallen mir wirklich gut. Ich kann gar nicht sagen, welche ich schöner und passender finde. Bei der Taschenbuchausgabe hat mich jedoch etwas gestört, dass der Buchrücken so instabil war und Leseknicke so im Überfluss entstehen konnten. Dennoch gefällt mir das Cover wirklich ausgesprochen gut.

Meine Meinung:
Irgendwie bin ich, was meine Meinung zu diesem Buch angeht, ein kleines bisschen zwiegespalten, obwohl letzten Endes der positive Eindruck mehr als überwiegt. Aber fangen wir lieber mal von vorne an:
Der Inhalt an sich ist eine wahnsinnig gute Idee, wenn auch nichts völlig Neues. Trotzdem habe ich noch nie eine Geschichte gelesen, die in der Weise geschrieben wurde. Am Anfang oder Ende der meisten Kapitel gibt es ein Gedicht oder eine Situation aus Lennies Leben. Die genaue Bedeutung erfährt man dann beim Lesen. Mir persönlich hat diese Idee unheimlich gut gefallen, das Buch wurde abwechslungsreicher und ich erfuhr viel aus dem Leben der beiden Schwestern, bevor eine von ihnen gehen musste.
Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen - das Buch war insgesamt fesselnd geschrieben, wenn auch etwas vorhersehbar. Dennoch passierten immer wieder kleine Überraschungen, die mich am Lesen hielten.
Die Charaktere finde ich nach wie vor sehr gelungen, besonders Joe und Toby. Ihre Charakterzüge wurden sehr anschaulich dargestellt und ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, die jeweilige Person wirklich vor mir zu haben.
Mit der Hauptperson konnte ich mich ebenfalls gut anfreunden, außer in einer Sache: Mich störte ihre gravierende Unentschlossenheit. Den Anfang verstand ich das ja noch, aber irgendwann wurde ihre Beziehung zu den Jungs ein wenig ins Lächerliche gezogen, ich hatte das Gefühl, sie würde all das nicht ernst genug nehmen. Ich hätte an vielen Stellen des Buches komplett anders gehandelt und wusste nicht wirklich, wie ich mit ihrer Handlungsweise umgehen sollte.
Das Ende war, wie das ganze Buch, nochmal sehr emotional und aufwühlend. Überhaupt hat mich diese Geschichte sehr zum Nachdenken angeregt, sodass ich sie wirklich nur jedem von euch empfehlen möchte, der Lust auf ein etwas anderes, tiefgründiges Buch hat!

Fazit:
Eine tolle Geschichte mit kleinen Schwächen. Trotzdem absolut empfehlenswert!

♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥ (8 von 10 Herzen)

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(715)

1.307 Bibliotheken, 17 Leser, 7 Gruppen, 308 Rezensionen

dystopie, starters, enders, body bank, zukunft

Starters

Lissa Price , Birgit Reß-Bohusch , Birgit Ress-Bohusch
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.03.2012
ISBN 9783492702638
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Nach einer furchtbaren Katastrophe gibt es nur noch alte und junge Menschen. Die 16-jährige Callie hat demnach ihre Eltern verloren und kämpft mit ihrem kleinen Bruder und einem Freund ums nackte Überleben.
Um an Geld zu kommen entschließt sie sich daher zu einem Handel mit der Body Bank, einem mysteriösen Unternehmen. Sie verleiht ihren Körper, damit eine alte Mieterin ihn übernehmen kann und so die Möglichkeit bekommt, sich für eine Zeit lang wieder jung zu fühlen. Währenddessen wird ihr Bewusstsein ausgeschaltet - es ist, wie als würde sie schlafen.
Aber es passiert etwas Unverhofftes: Callie erwacht früher als geplant. Sie findet sich in einem fremden Leben mit viel Luxus und einer teuren Villa wieder. Und als wäre das nicht genug, verliebt sie sich auch noch in Blake.
Doch wenig später muss Callie feststellen, dass ihr Körper zu einem furchtbaren Zweck gemietet wurde - es gilt nun den Plan um jeden Preis zu verhindern...

Cover:
Die Aufmachung des Buches gefällt mir insgesamt eigentlich relativ gut - das Schlichte und Düstere spiegelt nämlich die Stimmung der Geschichte wider. Allerdings muss ich sagen, dass meiner Meinung nach das Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wurde, man hätte also durchaus mehr daraus machen und das Cover noch etwas ansprechender gestalten können.

Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch ist so voller Emotionen - Trauer, Krieg, Verlust, Erfolg, Liebe, Schmerz -, dass es nahezu überzuquellen scheint. Es ist wirklich nicht gelogen, wenn ich sage, dass ich noch nie ein so aufwühlendes, ja fast schon beängstigendes Buch gelesen habe. Kein Thriller war so spannend, so facettenreich, so unvorhersehbar.
Die Idee an sich ist einfach nur genial. Und so unmöglich es klingt, aber man Parallelen zur heutigen Zeit ziehen - Manipulation, Vortäuschung falscher Tatsachen und ein Mädchen, das niemals aufgibt.
Callie ist eine unglaublich sympathische Protagonistin, deren Handlungen ich stets nachvollziehen konnte. Ich bewundere sie für ihren Mut, für ihren Kampfgeist und frage mich immer wieder, wie ich in ihrer Situation gehandelt hätte. Aber noch mehr stelle ich mir die Frage, was denn sein würde, wenn wirklich einmal etwas so Schreckliches passieren würde. Wäre die ältere Generation ernsthaft zu so etwas fähig? Und vor allem: Was müsste geschehen, damit es so weit kommt? Hätte es wirklich niemand in der Hand?
Eine andere Person, über die ich immer wieder nachdenken muss, ist der Old Man. Er gehört definitiv zu den Charakteren, die einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Auch wenn sein Geheimnis nur bruchstückhaft gelöst wurde, fühlt man sich dennoch von ihm eingenommen und kann ihn sich lebhaft vorstellen.
Auch die anderen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Zwar hätte ich von einigen wie Michael oder Tyler gerne noch etwas mehr erfahren, denke aber, dass dies dann im Folgeband der Fall sein wird.
Den Schreibstil habe ich als ziemlich anschaulich in Erinnerung. Dennoch muss ich gestehen, aufgrund dieser fesselnden Handlungen nicht so darauf geachtet zu haben. Mir waren andere Dinge wichtiger; ich legte mein Augenmerk so auf die Geschichte, dass ich während des Lesens teilweise nicht einmal mehr ansprechbar war.
Aber am besten am ganzen Buch gefiel mir der Bezug zur Realität. Und das meine ich nicht so, dass die Geschichte an sich in diesem Moment passieren könnte. Ich meine vielmehr, dass so viel passiert - gute und schlechte Dinge. Dass Callie niemals aufgibt, egal wie schwarz ihre Zukunft in einem Moment aussieht. Dass Menschen sterben und dennoch auch wieder gute Dinge geschehen. Dass alles ist, wie es ist, ohne dabei unnatürlich zu wirken. Wie im echten Leben. Es ist keine Heldengeschichte, in der alles gut geht - im Gegenteil.

Fazit:
Eine wahnsinnig fesselnde Dystopie, die sich mit interessanten Fragen beschäftigt und einen nicht mehr loslässt. Die Charaktere sind beeindruckend, ebenso der Handlungsverlauf, der Schreibstil - einfach alles! Eine ganz klare Leseempfehlung!

♥♥♥♥♥ - 5/5 Herzen :)

  (6)
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(437)

756 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 203 Rezensionen

facebook, zukunft, liebe, freundschaft, jugendbuch

Wir beide, irgendwann

Jay Asher , Carolyn Mackler , Knut Krüger
Fester Einband: 395 Seiten
Erschienen bei cbt, 27.08.2012
ISBN 9783570161517
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Zusammen mit ihrem besten Freund Josh registriert sie sich gleich und stößt unverhofft auf ihr eigenes Facebook-Profil - 15 Jahre später. Sie ist geschockt, als sie sieht, wie ihr Leben als 31-jährige Frau aussehen wird: Sie ist arbeitslos und unglücklich verheiratet. Josh hingegen wird, obwohl er erst vor kurzem einen Korb von Emma bekommen hat, das hübscheste Mädchen der Schule heiraten und als glücklicher Familienvater auch noch in seinem Traumjob tätig sein. Emma beschließt, wichtige Dinge ihres Lebens zu ändern, um eine andere, bessere Zukunft zu sehen. Doch die unüberlegten Aktionen setzten fatale Kettenreaktionen in Gang...

Cover:
Das Cover von "Wir beide irgendwann" finde ich sehr gut gelungen, da es mal was anderes ist. Es unterscheidet sich total von den typischen Buchcovers mit einem Gesicht auf der Vorderseite. Da das Buch auch alles andere als gewöhnlich ist, passt also das originelle Cover perfekt!
Das englische Cover finde ich bei weitem nicht so toll wie das deutsche. Meiner Meinung nach ist es ein wenig zu kitschig und vermittelt einen komplett anderen Eindruck vom Buch. Emma finde ich zwar ganz gut getroffen, Josh dafür eher weniger.

Meine Meinung:
Irgendwie weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich kann eigentlich alles an dem Buch nur loben, da ich es wirklich genial finde. Vielleicht aber doch erst mal bei der Grundidee, die ja wirklich toll durchdacht ist.
Wie kamen die Autoren bloß auf diesen grandiosen Gedanken, durch den die Geschichte entstanden ist? Ich wüsste es wirklich gern. Schon oft habe ich mich gefragt, was die Zukunft wohl bringen wird, ja selbst eine Zeitreise hätte ich mitgemacht. Nach diesem Buch nicht mehr. Die Folgen sind zu brutal. Wobei man bei Emma und Josh sagen muss, dass nur die Folgen schlimm waren, die Folgen aus den Folgen nicht mehr so. Kompliziert, was? Aber wenn schon nur diese Erklärung. Ich habe zwar vor dem Lesen des Buches mit dem Gedanken gespielt, dass dieses Buch wohl etwas komplex sein könnte, wegen Zukunft und Gegenwart und deren Übergang, wurde aber zum Glück in meiner Theorie keinesfalls bestätigt. Nein, dieses Buch ist wirklich keinesfalls schwer zu verstehen, zu einfach geschrieben jedoch ebenfalls nicht. Genau die richtige Mischung eben.
Ich habe viel über dieses Buch nachgedacht, ja ich kann sogar sagen, dass es in gewisser Weise mein Leben beeinflusst oder verändert hat. Ich denke nun über so viele Dinge anders, sehe Vieles aus einer anderen Perspektive. Allein deshalb könnte ich das Buch schon jedem weiterempfehlen.
Aber es gibt ja noch andere Sachen, die toll geworden sind. So viele andere.
Allein schon die Charaktere sind eine Angelegenheit für sich. Da das Buch ja abwechselnd aus zwei verschiedenen Sichtweisen geschrieben ist, konnte ich mich mit beiden Hauptpersonen wahnsinnig gut identifizieren, auch wenn sie mal stritten. Die Autoren schaffen ein Gleichgewicht zwischen den Protagonisten, was nur wenigen gelingt. Ich könnte weder meinen Lieblingshauptcharakter nennen, doch die Story, die spannender war. Ja eigentlich war es sogar so, dass beide Geschichten auf ihre Weise spannend waren und immer am Höhepunkt aufhörten. So wollte ich stets weiterlesen, Langeweile kam nie auf.
Ebenfalls dazu beigetragen hat natürlich der Schreibstil. Er war flüssig und angenehm zu lesen. Toll finde ich, dass man keinen Unterschied sehen konnte, wer von den Autoren welches Stück geschrieben hat. Ich persönlich finde solche Stilunebenheiten nämlich nicht so prickelnd in professionellen Büchern.
Für beachtlich halte ich auch den Zeitgeist, der in dem Buch so wundervoll beschrieben wurde. Auch wenn ich diese Zeit nicht aktiv miterlebt habe, kann ich mir nach diesem Buch doch relativ gut vorstellen, wie das Leben der Jugendlichen so vor sich ging. Es gibt so viele Unterschiede zur heutigen Zeit und doch sind die Grundstrukturen irgendwie gleich.
Das Ende hat dann nochmal alles irgendwie gesteigert, sodass ich eigentlich 100 Punkte vergeben würde. Definitiv ein neues Lieblingsbuch von mir!

Fazit:
Ein sensationelles, außerordentlich tolles Buch! Die Idee ist wahnsinnig originell, die Charaktere glaubhaft, der Schreibstil angenehm! Ich kann es euch wirklich nur mehr als empfehlen!

* - 5/5 Sternen :)

  (7)
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(756)

1.595 Bibliotheken, 19 Leser, 9 Gruppen, 223 Rezensionen

paris, liebe, revenants, fantasy, vincent

Von der Nacht verzaubert

Amy Plum , Ulrike Brauns
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Loewe, 26.03.2012
ISBN 9783785570425
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Eltern ziehen Kate und ihre Schwester Georgia von Brooklyn nach Paris zu ihren Großeltern. Die beiden gehen ganz verschieden mit dem Schmerz um, den der Tod ihrer Eltern mit sich bringt. Während Georgia sich in das Pariser Nachtleben stürzt, lebt Kate in den Büchern, die sie liest. Als sie eines Tages im Café einem geheimnisvollen, gut aussehenden Jungen begegnet, bricht sie aus ihrer Welt aus und beginnt, wieder zu leben. Bei den vielen Spaziergängen in Paris beginnt Kate, sich in den Jungen, Vincent, zu verlieben. Aber schon wenig später erfährt sie Dinge über ihn, die ihre eigene Sicherheit gefährden und ihrer Liebe zu Vincent im Wege stehen könnten...

Cover:
Was soll ich schon sagen? Das Cover hat der Loewe Verlag wirklich grandios hinbekommen! Es ist wirklich so wunderschön mit den Schnörkeln, den Röschen, der Gasse in der Mitte, dem Eifelturm darüber. Da die Geschichte ja in Paris spielt, passt es auch total gut zum Buch und ist, kurz gesagt, einfach ein toller Hingucker im Regal!

Meine Meinung:
Wirklich schwierig für mich, meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Es war zwar eigentlich wirklich gut. Aber eben nur eigentlich. Dennoch möchte ich wie immer mit den positiven Argumenten beginnen:
Paris. Als ich das Buch zuklappte, wollte ich unbedingt sofort hinreisen, so sehr haben mich die Beschreibungen neugierig gemacht. Die Stadt der Liebe wurde einfach wunderschön beschrieben, die Schauplätze eindrucksvoll gezeigt - ich war mittendrin und konnte mir alles lebhaft vorstellen.
Überhaupt ist das Lesen dieses Buches total gemütlich. Ich fühlte mich von Anfang an in der Geschichte zuhause - das Gefühl ist vergleichbar mit dem in der "Edelstein-Trilogie" oder in "Nach dem Sommer". Ebenso stark trafen mich dann die Emotionen, die in diesem Buch verarbeitet wurden. Liebe, Verlust, Trauer, Schmerz, Freude... Egal was passierte, ich war mittendrin. Und das ist eigentlich das Schönste an diesem Buch, das Mitfühlen. Man ist kein Außenstehender mehr, man ist Teil der Geschichte.
Dann ist da natürlich noch der Schreibstil. Er ist wirklich sehr schön und vor allem anschaulich. Die Wörter und Sätze fließen beim Lesen nur so dahin, Holprigkeiten gibt es nicht. Es ist wirklich angenehm, dieses Buch zu lesen.
Kommen wir zu den Charakteren - ein sowohl positiver, als auch negativer Punkt. Positiv deshalb, weil alle Charaktere, bis auf Kate, wahnsinnig toll ausgearbeitet und wirklich authentisch sind. Kates und Vincents Familien werden gut beschrieben, die Personen sind eindrucksvoll dargestellt und ich konnte sie mir alle bildlich vorstellen. Vincent selbst - ja den muss man einfach mögen. Traumtyp ist wohl irgendwie das falsche Wort, für mich wäre er etwas zu oberflächlich. Aber er ist schon irgendwie toll und man schließt ihn sofort ins Herz. Seltsam an der ganzen Sache ist, dass er sich ausgerechnet in Kate verliebt. Kate ist mir ein bisschen unsympathisch, sie hat kein Einfühlungsvermögen, ist oftmals egoistisch, verdreht sämtliche Tatsachen, reagiert urplötzlich gereizt etc. Es ist irgendwie schade, dass die Hauptperson keine ist, mit der man sich vollkommen identifizieren kann. Und dabei sollte genau das ein tolles Buch haben.
Die Handlung an sich ist gut durchdacht und wirklich nur selten vorhersehbar. Es handelt sich zwar um keine Geschichte mit viel Action, Spannung fehlt aber dennoch nicht. Erst zum Schluss passieren dann ein paar komplett unvorhergesehene Dinge und es wird nochmal so richtig spannend, dass es unmöglich ist, das Buch aus der Hand zu legen.
Die allerletzte Szene ist dann aber wieder ein bisschen unglaubwürdig. SPOILER Ich hätte es viel schöner gefunden, wenn Kate und Vincent ihre Liebe zueinander verbinden würde und nicht die zahlreichen Geschenke. Es ist unnötig, dass Vincent Kate mit all dem teuren Zeug überhäuft. Ebenso gestellt finde ich, dass Vincent sich schuldig fühlt, weil er Kate kein normales Leben bieten kann. Ich meine, es ist immer noch Kates Entscheidung, ob sie mit ihm zusammen ist oder nicht. Wenn sie unbedingt ein normales Leben will, kann sie sich ja jeder Zeit von ihm trennen. Aber das will sie nicht. Also ist es wohl offensichtlich, dass er ihr wichtiger ist. Und dann kann Vincent ja froh sein, dass es so ist, mit den ganzen Geschenken muss er sie ja nicht überhäufen - die Hochzeit ist ja schließlich noch lange nicht. SPOILER - ENDE
Dennoch hat das Buch insgesamt betrachtet bei mir einen durchaus positiven Eindruck hinterlassen und mir ganz nebenbei auch eine Reiseempfehlung für Paris gegeben.

Fazit:
Ein schönes Buch, in dessen Geschichte man sich einfach nur wohl fühlt. Der Schreibstil und die Charaktere sind wirklich sehr gut, bis auf Kate. Sie war mir einfach an zu vielen Stellen unsympathisch. Ebenso seltsam ist die letzte Szene, sie wirkt ein wenig aufgesetzt. Dennoch aufgrund der tollen Beschreibungen und dem Wohlfühl-Charakter eine klare Leseempfehlung!

♥♥♥♥ (4 von 5 Herzen)

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(44)

62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

italien, liebe, schüleraustausch, austauschjahr, sommer

Ti amo sagt man nicht

Eva Lukas
Fester Einband: 279 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, F, 20.01.2012
ISBN 9783649605867
Genre: Jugendbuch

Rezension:

TI AMO sagt man nicht - Ein Sommer voller Liebe

Autorin: Eva Lukas

Inhalt:
Als Niklas plötzlich mit ihr Schluss macht, ist die 15-jährige Julia am Boden zerstört. So schnell wird sie sich nicht mehr verlieben, beschließt sie.
Als ihre Mutter kurze Zeit später für sie einen Schüleraustausch nach Italien organisiert, sieht es so aus, als würde sie alle ihre Vorsätze auf einmal über Bord werfen. Denn Marco, der andere Austauschschüler, sieht wirklich gut aus und ist noch dazu auch an ihr interessiert. Julia beginnt, langsam Gefühle für ihn zu entwickeln, auch wenn sie das ja eigentlich nicht sollte. Außerdem hat sie ja schon genug Probleme...

Cover:
Für eine Sommerlektüre wie diese, ist das Cover wirklich sehr gut gelungen. Es erinnert sofort an Italien, sowohl von den Motiven, als auch den Farben und macht so große Lust auf die Geschichte.
Der Titel "Ti amo sagt man nicht" wurde meiner Meinung nach zwar gut gewählt, der Untertitel "Ein Sommer voller Liebe" passt aber nicht wirklich zum Buch. Die Geschichte spielt nämlich nur teilweise im Sommer, es passieren also auch in den anderen Jahreszeiten Kernhandlungspunkte, die wichtig für den Verlauf der Geschichte sind.
Dennoch werde ich das jetzt mal nicht so eng sehen und der Aufmachung trotzdem einen virtuellen Stempel mit "für gut befunden" verleihen.

Meine Meinung:
Als ich mit dem Lesen des Buches begann, hätte ich wirklich niemals eine so gute Geschichte erwartet. Zugegeben, es war mal wieder ein blödes Vorurteil von wegen: "Geschichten, die eher klischeehaft klingen, sind sicher total langweilig und vorhersehbar." Aber da hatte ich falsch gedacht, denn es kam ganz anders.
Das Buch ist voll mit Emotionen aller Art - Liebe, Freundschaft, Familie, Verlust, Leid und Glück, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Man fiebert bis zum Ende mit Julia mit, freut sich für sie, wenn alles gut läuft und unterdrückt Tränen, wenn ihr furchtbare Dinge widerfahren.
Allgemein ist das Buch sehr authentisch geschrieben, es passieren zwar ungewöhnliche Dinge, aber keinesfalls unmögliche. Ich konnte mich gut mit den meisten Situationen identifizieren und war überrascht, wie tiefgründig das Buch stellenweise geschrieben ist. Wie oben schon erwähnt, hatte ich ja eine eher oberflächliche Geschichte erwartet, die von einer kitschigen Liebe dominiert wird. Zumindest war dies so nach dem Lesen des Klappentextes zu erwarten.
Ein ziemlich großer Kritikpunkt für mich ist aber die Darstellung der Hauptperson. Julia kam teilweise wirklich unsympathisch rüber, ich hätte sie sogar eher auf 13 als auf 15 Jahre geschätzt. Ihre Handlungen konnte ich teilweise überhaupt nicht nachvollziehen, sie waren komplett überstürzt, egoistisch und somit ohne Gespür für andere Menschen. Je weiter ich im Buch las, desto mehr besserte sich jedoch ihr Verhalten, sodass meine Wut ihr gegenüber langsam abschwoll.
Wenigstens waren die übrigen Charaktere gut und nicht allzu klischeehaft ausgearbeitet. Ich konnte sie mir alle sehr gut vorstellen, besonders Marco. Ihn muss man einfach mögen, auch wenn er eher so der Typ "Sunnyboy" ist. Seltsam finde ich nur seine Komplexe sich selbst gegenüber. Er stellt sich Julia gegenüber komplett in den Schatten, fast als wäre er ein Nichtsnutz und sie überirdisch toll.
Der Schreibstil hingegen ist wieder ziemlich gut. Durch die lockere, leichte Wortwahl ließ sich das Buch sehr flüssig und angenehm lesen. Ich hatte es dann doch relativ schnell durch, nachdem es nach den ersten 50 Seiten, die aufgrund Julias spezieller Art eher unangenehm zu lesen waren, erst einmal eine Weile lang nur unangetastet dalag.
Besonders den Spannungsbogen der Geschichte finde ich toll. Es wurde nicht langweilig und ich wollte stets wissen, wie es denn nun weitergeht. Das Ende hat mich dann ein bisschen überrascht, auch wenn ich schon eine kleine Ahnung in diese Richtung hatte.

Fazit:
Alles in allem war es wirklich schön und unterhaltsam, dieses Buch zu lesen. Ich habe bis zum Ende mitgefiebert, mitgelacht und mitgetrauert. Aufgrund der kleinen Anfangsschwierigkeiten mit Julias Person und Marcos übertriebenen Ansichten ihr und sich selbst gegenüber, vergebe ich dennoch "nur":

♥♥♥♥ (4 von 5 Sternchen)

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(491)

1.047 Bibliotheken, 13 Leser, 11 Gruppen, 113 Rezensionen

dystopie, liebe, aria, zukunft, perry

Gebannt. Unter fremdem Himmel

Veronica Rossi , Heinrich Koop , Franca Fritz , Carolin Liepins
Fester Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2012
ISBN 9783789146206
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Zwei Welten, so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Die 17-jährige Aria führt ein perfektes Leben, Leid und Schmerz gibt es nicht. Ihre Welt ist besser als die Realität, so heißt es. Perry hingegen kommt aus der Wildnis, die realer ist als jede Perfektion. Wilde Stürme bedrohen das Land und sorgen für täglichen Überlebenskampf.
Eines Tages wird Aria in seine Welt verstoßen und Perry rettet ihr das Leben. Eine lange Reise beginnt, in der die beiden nicht nur auf der Suche nach den Menschen sind, die sie lieben, sondern auch nach sich selbst. Denn das Schicksal scheint sie mit aller Macht trennen zu wollen…

Infos zum Buch:
"Gebannt - Unter fremdem Himmel" ist im Oetinger Verlag erschienen, hat 432 Seiten und kostet gebunden € 17,95 [D].
Es ist der Auftakt einer Trilogie, der zweite Band "Getrieben - Durch die ewige Nacht" erscheint im März 2013, der dritte "Geborgen - In unendlicher Weite" genau ein Jahr später.
Empfehlen würde ich das Buch allen ab 14 Jahren.

Cover:
Ein wunderschönes Cover, auch wenn ich die Person darauf immer noch nicht so ganz identifizieren kann. Aria kann es eigentlich nicht sein, da sie dunkle Haare hat. Alles andere wäre aber gleichzeitig sehr unlogisch. Dennoch ist die Aufmachung unglaublich gut gelungen und gefällt mir sogar besser als die der amerikanischen Ausgabe. Diese ist zwar auch wirklich toll, vermittelt allerdings durch die blaue Farbe die Stimmung im Buch, die ja im Allgemeinen eher ruhig aber dennoch angespannt ist, nicht so gut wie die deutsche Aufmachung.

Autorin:
Veronica Rossi, in Rio de Janeiro/Brasilien geboren, zog in ihrer Kindheit oft um und lebte in Mexiko, Venezuela, an der Ostküste der USA und schließlich in Kalifornien. Hier besuchte sie die Universität und studierte Schöne Künste am Californian College of the Arts in San Francisco. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Norden Kaliforniens und arbeitet als freie Autorin. Sie schreibt vor allem futuristische Romane für junge Erwachsene. Erste Ehren erwarb sie mit bisher unveröffentlichten Manuskripten auf amerikanischen Autoren-Wettbewerben, wo sie in der Kategorie Fantasy und Science Fiction auf den vordersten Plätzen rangierte. GEBANNT - UNTER FREMDEM HIMMEL, eine Liebesgeschichte in postapokalyptischen Zeiten, ist ihre erste Buchveröffentlichung und der erste Teil einer Trilogie.

Meine Meinung:
Sogar noch jetzt, fast 2 Wochen nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich wahnsinnig beeindruckt und überwältigt von dieser einzigartigen Geschichte. Ich weiß wirklich gar nicht wo ich anfangen soll…
Okay, beginnen wir bei den Charakteren. Sie sind alle wahnsinnig gut ausgearbeitet und authentisch dargestellt. Besonders mit den beiden Hauptpersonen, Aria und Perry, konnte ich mich sehr gut identifizieren. Im Buch wechseln etwa nach jedem Kapitel die Sichtweisen zwischen den Protagonisten, was eine tolle Idee war und dazu beitrug, die zwei verschiedenen Welten genauer kennenzulernen.
Überhaupt waren die Schauplätze und die Unterschiede zwischen den beiden Welten toll beschrieben, sodass ich beim Lesen stets das Gefühl hatte, Teil der Geschichte zu sein.
Auch der Schreibstil hat mir mehr als zugesagt. Veronica Rossi schreibt sehr anschaulich und fesselnd, sodass ich an keiner einzigen Stelle das Gefühl hatte, gelangweilt zu werden. Im Gegenteil. Manchmal war es sogar nahezu unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, was mich sehr frustrierte, da ich leider nicht die Zeit hatte, das Buch in einem Rutsch zu lesen.
Dennoch fieberte ich mit Aria und Perry bis zum Ende mit und war dann wirklich überrascht, wie es ausging. Klar hatte ich im Hinterkopf diese Option eingebaut, war aber ehrlich gesagt auf etwas anderes eingestellt. Als ich das Buch dann zuklappte, fehlten mir fast die Worte. So viele Emotionen in einem derartigen Buch verarbeitet - unmöglich. Und doch war es möglich, bei diesem Buch.
Ich weiß nicht, was ich schreiben muss, damit ihr die Geschichte lest. Ein einfaches "Kauft es! Es ist so toll!" reicht wohl an dieser Stelle nicht. Aber vielleicht steckt ja meine Begeisterung an, ohne dass ich eine direkte Kaufempfehlung in Worte fassen muss…

Fazit:
Ein wahnsinnig tolles, spannendes Buch mit authentischen Charakteren und einem anschaulichen Schreibstil! Mehr als nur empfehlenswert!

5/5 Sternen :)

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534 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 137 Rezensionen

liebe, julia, romeo, shakespeare, fantasy

Julia für immer

Stacey Jay , Antje Görnig
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 09.02.2012
ISBN 9783863960216
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Julia für immer

Autorin: Stacey Jay

Inhalt:
Laut Shakespeares Werk starben Romeo und Julia vor rund 700 Jahren im Namen der Liebe. Doch das entspricht nicht der Wahrheit. Romeo hat Julia ermordet, um selbst Unsterblichkeit zu erlangen. Nun verhindert er als Söldner, dass Liebende zueinander finden. Julia wirkt dem Ganzen entgegen: Auch sie ist unsterblich geworden und kämpft nun auf der Seite der Botschafter des Lichts für die wahre Liebe.
Wie jedes Mal, wenn eine neue Mission beginnt, erwacht Julia im Körper eines anderen Menschen. Dieses Mal ist es Ariel. Sie soll Ariels Leben in Ordnung bringen und ihre große Liebe finden, bevor diese wieder in ihren eigenen Körper zurückkehrt. Doch nun ist alles anders. Zum ersten Mal trifft sie zu ihrem großen Entsetzen auf Romeo selbst. Er befindet sich in Dylans Körper. Dylan, der Ariel so unglaublich verletzt hat…
Es könnte Julias letzter Kampf sein, es sei denn, die Liebe zu Romeo holt sie wieder ein.

Sie kämpft für das Licht, er für die dunkle Macht;
ringen um den Funken, der die Liebe entfacht.
Sie sind da, wo immer sich zwei wahrhaftig lieben,
die mutige Julia und Romeo, böse und durchtrieben.
Mittelalterliche italienische Ballade,
Verfasser unbekannt

Infos zum Buch:
"Julia für immer" ist im Egmont Ink Verlag erschienen, hat 344 Seiten und kostet gebunden € 17,99 [D].
Es ist der erste Teil einer Trilogie, der zweite Band "Romeo für immer" erscheint im Oktober 2012.
Empfehlen würde ich das Buch ab etwa 13 Jahren.

Cover:
Absolut passend, wunderschön, genial! Mehr müsste ich dazu eigentlich nicht sagen... Julia auf dem Cover habe ich mir genauso vorgestellt, die Farben sind ebenfalls super gewählt!

Autorin:
Die amerikanische Autorin Stacey Jay hat unter verschiedenen Pseudonymen diverse Paranormal-Romance-, Urban-Fantasy- sowie Science-Fiction-Romane veröffentlicht. Sie lebt mit ihrer Familie in Maumelle/Arkansas.

Meine Meinung:
Ich habe mich lange nicht getraut, dieses Buch zu beginnen, da ich wirklich wahnsinnig große Erwartungen hatte. Dass diese nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen werden, hätte ich niemals gedacht…
Bereits in den ersten Seiten wird so viel Spannung aufgebaut, wie manchmal nicht einmal in einem ganzen Buch. Ich fühlte mich komplett in die Geschichte verankert und wollte immer wissen, wie es denn weitergeht. Besonders gut gefallen haben mir die Zwischenspiele, in denen die Sichtweise von Romeo kurz geschildert wird. Sie warfen ein anderes Licht auf die Geschichte und machten sie nur noch interessanter.
Überhaupt ist Romeo ein sehr vielfältiger Charakter und keineswegs nur "der Böse" in dieser Geschichte. Natürlich ist da eine gewisse Wut, weil er Julia ja umgebracht hat, aber dennoch nicht zu viel Hass. Er wird nicht als so schlecht dargestellt, dass man ihn gar nicht leiden kann. Stacey Jay schafft nämlich, ihn trotz seiner Vergangenheit als Charakter einzustufen, mit dem man mitfiebert und dem man nicht nur ewige Verdammnis wünscht.
Auch Julia ist ein interessanter Charakter und als Hauptperson sehr geeignet. Ich konnte ihre Entscheidungen stets nachvollziehen und hatte niemals das Gefühl, sie nicht verstehen zu können. Alles in allem kam sie wahnsinnig glaubwürdig und echt rüber. Ein großes Lob also an die Autorin!
Ebenfalls begeistert war ich vom Schreibstil. Ich kann guten Gewissens behaupten, dass er neben denen von Lauren Oliver, Veronica Roth und Jenny Han (und Lara, deren Geschichte aber noch nicht veröffentlicht wurde) wohl zu den besten gehört, die ich je in einem Buch gelesen habe. Die Wörter wurden toll gewählt und auf wundersame Weise miteinander verknüpft, sodass man sich eigentlich nur "Wow" denken kann, wenn schon wieder so ein genialer Satz auftaucht.
Der Storyverlauf an sich war natürlich auch sehr gut, wie sollte dem auch anders sein. Ich fieberte mit Julia und den anderen Charakteren bis zum Ende mit, das dann viel zu schnell eintrat. Von mir aus hätte das Buch ruhig auch noch 100 Seiten mehr haben können…

Fazit:
Eine ganz klare Leseempfehlung an euch! Das ganze Buch ist sozusagen perfekt, ich finde absolut keine Kritikpunkte. Lest es!

♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥ (10 von 10 Herzen),
was 5 Sterne in diesem System bedeutet. :)

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(74)

159 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

entführung, liebe, thriller, rebecca, stalker

Sommerfalle

Debra Chapoton , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.03.2012
ISBN 9783492702652
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Kaum ist für die 18-jährige Rebecca die Highschool zuende, gerät sie in den größten Albtraum ihres Lebens: Sie findet sich in einer einsamen Kammer wieder, eingesperrt, mitten im entlegenen Wald. Es ist offensichtlich, was passiert ist und doch will sie es am liebsten nicht wahrhaben - sie wurde entführt. Trotz allem gelingt es Rebecca, sich zu befreien und zu flüchten. Doch damit nimmt alles seinen Anfang. Denn der Unbekannte weiß alles über sie und wird ihre nächsten Schritte voraussehen…

Cover:
Das Cover ist wirklich wunderschön, keine Frage. Allerdings überlege ich schon die ganze Zeit, was es denn nun mit der Geschichte zu tun hat. Ehrlich gesagt finde ich einfach keine Parallele. Der Titel passt dafür wirklich sehr gut, die Geschichte spielt ja auch im Sommer. Aber das Cover, ich weiß wirklich nicht… Schade eigentlich.
Das amerikanische Cover passt inhaltlich perfekt zur Geschichte, ist dafür aber nicht so schön aufgemacht.

Meine Meinung:
Als ich mit dem Buch begann, wusste ich zunächst nicht wirklich, was mich nun erwarten würde. Schon von vielen hatte ich gehört, dass die frühe Bekanntgabe des Täters (bereits nach wenigen Seiten) dazu führen würde, dass die Spannung nachlässt und die Geschichte abflacht. Dem war eigentlich nur bedingt so. Klar, ein Jugendthriller ist nur selten so spannend, dass er unter die Haut geht. Aber dieser war sehr gut und gehört zu den besten aus diesem Genre, die ich je gelesen habe.
Toll fand ich, dass das Buch aus so vielen verschiedenen Handlungssträngen besteht, die meist bereits nach einer Seite wieder wechseln. Wie ein Netz wurde die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft, sodass man als Leser das komplette Hintergrundwissen erfuhr, was sonst schwer unterzubringen gewesen wäre.
Zum Schreibstil kann ich nicht viel sagen. Er war nichts außergewöhnliches, aber trotzdem leicht zu lesen. Also eher mittelmäßig, für einen Thriller aber völlig ausreichend.
Auch die Charaktere, bis auf Eddie, waren eher durchschnittlich und teilweise nur schemenhaft dargestellt, wobei ich auch dies nicht schlimm finde, da so ein Buch ja von der Handlung lebt und nicht von den Personen. Wie eben kurz erwähnt war Eddie die einzige Person, auf die wirklich näher eingegangen wurde. Das war auch wirklich wichtig, da sonst die ganze Geschichte eher unverständlich gewirkt hätte. Dennoch hat mir die Art und Weise gefallen, wie er beschrieben wurde. Die Autorin hat Charakterzüge eingebaut, die ich bislang noch nie in einem Buch gelesen habe. Aber das Einzigartige war ja immer noch, wie alles so ineinander aufging, ohne künstlich entworfen zu wirken.
Das Ende war überraschend. Und schockierend. Ich hätte es mir echt anders gewünscht und vielleicht gebe ich den halben Punkt Abzug ja letztendlich deswegen. Irgendwas hat mir gefehlt, als ich das Buch zuklappte. Vielleicht lag es ja am Schluss, was durchaus naheliegend wäre.

Fazit:
Ein sehr guter Thriller mit außergewöhnlichen Handlungssträngen. Am Schluss hat mir irgendetwas gefehlt, was vielleicht auch an der vorletzten Szene lag, die ja mal gar nicht meinen Vorstellungen von einem perfekten Buchabschluss entsprach. Was soll's - empfehlen würde ich euch das Buch trotzdem!

4,5 von 5 Punkten.

(Da es hier nur ganze Punkte gibt, gebe ich 5, da ich das Buch nicht unnötig schlechter machen möchte :D)

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139 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

vertrauen, familie, kindheit, freundschaft, clay carmichael

Zoë

Clay Carmichael ,
Flexibler Einband: 254 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.08.2011
ISBN 9783446237834
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Nach dem Tod ihrer alkoholkranken Mutter wird Zoë von Onkel Henry, dem Bruder ihres unauffindbaren Vaters, aufgenommen. Bereits von klein auf war Zoë auf sich alleine gestellt, was aufgrund ihrer schlagfertigen, selbstsicheren Art kein Problem für sie darstellte.

"Ich bin daran gewöhnt, dass Menschen kommen und gehen. Dass ich allein bin. Mein ganzes Leben lang bin ich die meiste Zeit allein gewesen. Nach einer Weile gewöhnt man sich dran, irgendwann gefällt es einem sogar."

Doch bei Henry verändert sich Zoës Leben zunehmend. Auch er lebte eher allein, verließ sich aufgrund schwerer Schicksalsschläge auf sich selbst. Die beiden lernen trotz kleinen Anfangsschwierigkeiten, zueinander Vertrauen aufzubauen und Verantwortung zu übernehmen. Aber nicht alles in Zoës neuem Leben läuft gut: In der Schule findet sie auf menschlicher Ebene kaum Anschluss, auch wenn sie den Stoff mehr als gut beherrscht. Am meisten freut sie sich auf die Nachmittage, wenn sie die wilde Katze auf dem Grundstück ihres Onkels beobachtet oder durch den Wald wandert. Aber eines Tages geschieht etwas Seltsames: Bei ihren Entdeckungen stößt Zoë auf einen alten Wohnwagen, der ein jahrelanges Geheimnis hütet, welches mit ihrer Familie verwoben ist…

Infos zum Buch:
"Zoë" ist im Hanser Verlag erschienen, hat 256 Seiten und kostet broschiert € 13,90 [D].
So weit ich weiß ist die Geschichte ein Einzelband, den ich ab etwa 12 Jahren empfehlen würde.

Cover:
Die Aufmachung des Buches gefällt mir eigentlich ganz gut. Das Mädchen auf dem Titelbild soll natürlich Zoë darstellen, was wirklich gut passt. Ich habe sie mir ähnlich vorgestellt.
Schade finde ich jedoch, dass das Buch nicht gebunden ist. Es ist sowieso für eine broschierte Ausgabe mit dieser Seitenzahl eher teuer, noch dazu ist die Bindung nicht so stabil. Leseknicke lassen sich einfach nicht vermeiden. Wie gesagt, gebunden hätte mir die Aufmachung noch besser gefallen.

Autorin:
Clay Carmichael lebt in North Carolina/USA. Seit vielen Jahren ist sie erfolgreiche Bilderbuchautorin. Zoë (2011) ist ihr Jugendbuchdebüt und wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem NAPPA Gold Award, dem North Carolina Juvenile Literature Award und als Kirkus Reviews Best Book of the Year.

Meine Meinung:
Ich habe lange über dieses Buch nachgedacht. Habe überlegt, was genau gut gemacht wurde und wie ich dies am besten rüberbringen könnte, wie die Autorin nur die Charaktere so authentisch gestalten konnte, was mir gefehlt hat und inwieweit sich meine negativen Aspekte als verständlich zeigen werden. Und vor allem: Wie viele Punkte ich diesem Buch wohl geben werde. Ich glaube, so eine schwierige Rezension wie diese gab es auf meinem Blog noch nie.
Aber fangen wir einfach an, am besten mit der Grundidee, die komplett gelungen ist. Das Buch gehört dank seiner komplett realitätsnahen Geschichte gemeinsam mit Büchern wie "Der Sommer, als ich schön wurde", "Vor meinen Augen" und "touch the flame" zu einem meiner Lieblings-Genres. Ich mag es, wenn Teile von Lebensgeschichten in Büchern so vorkommen, wie sie auch im echten Leben passieren würden. Und das war hier immer der Fall. Zwar ist die Geschichte wirklich nichts neues und kam in ähnlicher Weise sicherlich schon einige Male vor, dennoch war sie dank exakt ausgearbeiteter Charaktere erstaunlich originell.
Womit wir beim nächsten Thema wären - die Charaktere. Ich muss sagen, sie waren phänomenal! Besonders Zoë. Sie war genial ausgearbeitet und wirkte so echt. Voller Lebensmut und mit so viel Erfahrung und Humor für ihr Alter. Und das keinesfalls aufgesetzt. Auch jede andere Person, sei es Henry, Fred oder Wil, zeigte sich als sehr durchdacht und tiefgründig.
Leider konnte der Schreibstil nicht an diese tollen Charaktere anknüpfen. Er war zwar wirklich nicht schlecht, im Gegenteil. Eher etwas niveaulos, was vielleicht der Altersangabe für etwa 12-jährige zugrunde liegt. Aber es ist verständlich, dass die Autorin bei so einem Buch nicht sonderlich auf den Schreibstil achtet, sondern eher auf die Charaktere und die Handlung.
Ein wesentlicher Kritikpunkt jedoch für mich war der fehlende Höhepunkt. Das Buch dümpelte ein wenig auf der Stelle, wurde ab und zu spannend, flachte dann aber wieder ab. Ich war nie in der Situation, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können. Dazu wurde ich zu sehr gelangweilt. Klar, die Charaktere und die Idee waren sehr gut, aber spannend war das Buch fast gar nicht. Es gab zwar dieses eine Geheimnis, aber aus welchem Grund auch immer verspürte ich nicht wirklich den Wunsch, es gelüftet zu bekommen. Vielleicht war es einfach zu unspektakulär für mich, weil ich mit Dystopien, die ich ja vorwiegend lese, anderes gewohnt bin. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Tatsache ist, dass es mich störte und mit ein Grund war, warum ich mehrere Bücher neben diesem gleichzeitig las und somit lange brauchte, bis ich "Zoë" beendete.

Fazit:
Insgesamt ein gutes Buch, dem ein wenig die Spannung fehlt. Die tollen Charaktere und die schöne Grundidee der Geschichte gleichen dies aber wieder aus, sodass ich doch recht zufrieden war, als ich das Buch beendete.

4/5 Punkten :)

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(163)

339 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 33 Rezensionen

house of night, fantasy, anastasia, vampire, liebe

Dragons Schwur

P.C. Cast , Kristin Cast , Susanne Goga-Klinkenberg
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2012
ISBN 9783841422132
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Lange bevor Zoey, die Protagonistin der 'House of Night'-Serie gezeichnet wurde und nach Tulsa in das Internat für Vampyre kam, lebte dort bereits Dragon Lankford. Im Jahr 1830 wurde er von seinem Vater verstoßen und auf einem Schiff nach Amerika gebracht. Man zeichnete ihn zum Jungvampyr und bildete ihn im Tower Grove House of Night in St. Louis zum Schwertmeister aus. Doch dann lernt er Anastasia, eine wunderschöne Lehrerin für Zauberei und Rituale kennen. Kann er den Kampf gegen das Böse gewinnen und mit ihr gemeinsam ein Leben frei von dunklen Mächten führen?

Infos zum Buch:
"Dragons Schwur" ist im FJB Verlag erschienen, hat 175 Seiten und kostet gebunden € 11,99 [D].
Es ist ein Zusatzband der 'House of Night'-Reihe, von der noch mehrere nach diesem Schema erscheinen sollen. (Z.B. "Lenobias Versprechen").
Empfehlen würde ich die Reihe ab etwa 12-13 Jahren.

Cover:
Endlich mal wieder ein Cover, das perfekt zum Buch passt! Man sieht das Schwert von Dragon, auf dem ein Spiegelbild von Anastasia zu erkennen ist. Auch die Farben wurden gut gewählt und sind vom Ausdruck her passend für diese Geschichte.
Natürlich ist die Aufmachung nicht umwerfend toll und würde auch im Laden nicht unbedingt meinen Blick sofort darauf lenken, aber sie erfüllt die Grundansprüche. Ist ja schließlich nur ein Zusatzband und dafür wirklich gut gestaltet.

Autorinnen:
P.C. Cast und Kristin Cast sind ein erfolgreiches Mutter-Tochter-Autorengespann aus Oklahoma, USA. P.C. Cast kam in Watseka, Illinois, auf die Welt und wuchs zwischen Illinois und Oklahoma auf, wo sie sich in Quater Horses und Mythologie verliebte. Nach der Highschool ging sie zur United States Air Force, wo sie mit dem Schreiben begann. Nach weiteren 15 Jahren als Lehrerin an einer Highschool hat sie sich ganz dem Schreiben gewidmet. Gemeinsam mit ihrer Tochter Kristin, die derzeit das College in Oklahoma besucht, schreibt sie die Serie House of Night.

Meine Meinung:
Wirklich eine schwere Rezension, zumal man in diesen 175 Seiten sehr wenig von dem Potenzial der Autorinnen erfährt und die Geschichte schneller wieder vorbei ist, als man gedacht hätte.
Zum einen ist da der Inhalt an sich. Generell ist so eine Zusatzstory zur eigentlichen Reihe immer eine schöne Idee. Der Leser erfährt genaueres über Nebencharaktere, die sonst nicht in dieser Weise ausgearbeitet wurden. So hat mir auch an diesem Buch gefallen, dass auf den Charakter Dragon noch mal näher eingegangen wurde. Leider hat mich aber die Umsetzung des Buches ein wenig enttäuscht. Klar, es war kein schlechtes Buch, aber ich hatte mir deutlich mehr erwartet.
Die Grundidee der Geschichte ist gut, aber leider sehr vorhersehbar. Ich wusste alle Grundstränge der Geschichte und erlebte keine Überraschungen (außer im Epilog). Es war wirklich ärgerlich, dass die Liebesgeschichte zwischen Dragon und Anastasia Spoiler - wer das Buch noch nicht kennt, bitte überlesen: so schnell passierte und so furchtbar oberflächlich beschrieben wurde. Zwar ist das Buch sehr kurz, aber man hätte auch noch ein paar Seiten drauflegen können. Das wäre wirklich besser für den Verlauf der Geschichte gewesen.
Einige Charaktere haben mir gut zugesagt, beispielsweise Dragon. Andere, wie Anastasia, erschienen mir komplett oberflächlich und ohne Tiefgang. Wobei ich sagen muss, dass ich das von den Autorinnen nicht anders kenne, da schon in der eigentlichen Reihe fast nur Klischee-Charaktere zu finden sind. Schade.
Der Schreibstil war wie immer insgesamt in Ordnung, manchmal gut, gelegentlich aber total aufgesetzt und unglaubwürdig. Dennoch ist er nicht kompliziert und man kommt schnell voran. Gut gefallen hat mir, dass vor jedem Kapitel ein Bild zu sehen war, was neugierig auf die Geschichte machte und zum Weiterlesen anregte.
Aber auch wenn das Buch stellenweise gut war, konnte es mich nicht wirklich überzeugen. Es war komplett durchschnittlich und für den Preis trotz toller Aufmachung eher enttäuschend, da der Lesestoff wirklich zu wünschen übrig ließ.

Fazit:
Ein durchschnittliches Buch, das für eingefleischte Fans aber dennoch gut sein könnte. Der Preis ist aber ein wenig zu hoch, da es schnell zu lesen ist und eher einer Kurzgeschichte gleicht. Kein Buch, das man gelesen haben muss aber vielleicht für den einen oder anderen ganz schön für zwischendurch.

3/5 Sternen

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2.066 Bibliotheken, 41 Leser, 15 Gruppen, 254 Rezensionen

fee, fantasy, liebe, feen, nimmernie

Plötzlich Fee - Sommernacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 21.03.2011
ISBN 9783453267213
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Bislang war Meghan Chase eine von vielen. Sie hatte es nie besonders leicht, egal ob in der Schule oder zuhause und war ziemlich unscheinbar. Doch an ihrem 16. Geburtstag geschieht plötzlich etwas Seltsames. Sie sieht und hört Dinge, die in unserer Welt nicht existieren und ihr kleiner Bruder verschwindet. Stattdessen wohnt nun ein Wechselbalg in ihrer Familie, der allen das Leben zur Hölle macht.
Erst von ihrem besten Freund Robbie erfährt Meghan, was es mit dem ganzen auf sich hat: Sie ist eine Fee. Und ihr Bruder ist im Feenreich gefangen, wohin Meghan reisen muss um ihn zu retten.
Gemeinsam mit Robbie macht sie sich auf den Weg und erlebt viele interessante Abenteuer. Doch schon bald trifft sie auf den Prinzen Ash, ihren größten Feind und muss feststellen, dass sie viel mehr für ihn empfindet, als ihr eigentlich lieb wäre…

Infos zum Buch:
"Plötzlich Fee - Sommernacht" ist im Heyne Verlag erschienen, hat 496 Seiten und kostet gebunden € 16,99 [D].
Es ist der erste Teil einer Reihe, der zweite heißt "Plötzlich Fee - Winternacht", der dritte "Herbstnacht" und der vierte "Frühlingsnacht". Letzterer erscheint am 20. August 2012, alle anderen sind bereits erhältlich.
Empfehlen würde ich die Reihe ab 12 Jahren.

Cover:
An sich ist das Cover wirklich wunderwunderschön. Die Farben sind toll gewählt, das Auge genial geschminkt. Doch wäre da nicht der Titel… "Plötzlich Fee" klingt ja mal dermaßen blöd, es erinnert mich stark an "Plötzlich Prinzessin" und "Plötzlich Star" was ja mal völliger Quatsch ist. Dieses Buch ist doch keine Disney-Serie! Allerdings muss ich sagen, dass die Idee mit den vier Jahreszeiten wirklich toll ist. Trotzdem wäre ich eher dafür, dass man den englischen Titel übernommen hätte…
Noch kurz etwas zum englischen Cover:
Es gefällt mir insgesamt ehr gut, obwohl der Wow-Effekt (der bei der deutschen Ausgabe ja durch das geschminkte Auge da ist) ausbleibt. Dennoch habe ich mir Meghan in etwa so vorgestellt wie auf der englischen Ausgabe und tendiere aufgrund des Titels auch eher zu ihr.

Autorin:
Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umher spukten - nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt mit ihrem Mann, zwei schwer erziehbaren Katzen und zwei Hunden in Louisville, Kentucky.

Meine Meinung:
Zugegeben, mal wieder ein Buch an das ich große Erwartungen hatte. Fast alle Menschen schwärmen ja geradezu davon, sodass schon fast ein kleiner Hype ausgebrochen ist. Dann probier ich es doch auch mal, dachte ich mir. Und schlecht war das Buch wirklich nicht. Aber eben auch nicht gut.
Fangen wir mal beim Positiven an:
Die Grundidee der Geschichte ist wirklich sehr fantasievoll. Ich habe noch nie ein Buch über Feen gelesen und war zumindest von der Ausarbeitung des Feenreichs begeistert. Es ist wirklich schön, nach einem anstrengenden Tag in diese andere Welt einzutauchen und die überirdischen Wesen kennenzulernen. Die ganze Feenwelt wurde sehr gut und genau beschrieben, vielleicht etwas zu genau, da sonst wenig geschah. Aber ich wollte ja die Kritikpunkte erstmal außen vor lassen…
Ebenfalls gefallen hat mir der Schreibstil. Er war zwar nicht überragend aber gut. Ich kam schnell voran, was wohl auch an der großen Schriftgröße liegt. Dafür sind die Kapitel sehr lang, doch das hat mich nicht weiter gestört.
Was mich gestört hat, waren die Charaktere. Am schlimmsten war Meghan. Sie ist dermaßen oberflächlich und naiv, dass ich mich überhaupt nicht mit ihr anfreunden konnte. Eigentlich nimmt sie alles schnell hin und hinterfragt Dinge generell nicht. Aber auch die anderen Charaktere waren durchschaubar, besonders Ash. Es war klar, dass etwas zwischen Meghan und ihm passiert (deshalb markiere ich das jetzt auch nicht als Spoiler - ich wusste es nämlich schon beim Lesen der Kurzbeschreibung), doch was es dann wirklich war, hat mich enttäuscht. Spoiler: Sie haben vielleicht 10 Sätze miteinander gewechselt und kennen den anderen sowie dessen Vergangenheit gar nicht. Klar findet sie ihn anziehend bei seinem Aussehen, aber unsterblich verliebt ist sie jetzt auch nicht in ihn (wie die Beschreibung des Buches ja behauptet…). Und dann küsst er sie. Plötzlich bemerkt sie, was sie für ihn empfindet und ach ja, sie liebt ihn ja so. Ich glaub's auch. Am schlimmsten ist, dass sie fast alles tut was er sagt. Immer bestimmt er. Und das, obwohl sie eigentlich Feinde sind. Wie furchtbar klischeehaft.
Der einzige Charakter, der mir ansatzweise zusagte, war Grimalkin, auch wenn er mich ein wenig zu viel an die Grinsekatze in Alice im Wunderland erinnerte. Schade eigentlich.
Das Ende war ganz okay, wenn auch sehr vorhersehbar. Ich hätte mir die letzten 100 Seiten sparen können, weil ich wirklich alles exakt so erwartet hatte. Es gab keine Wendungen in der Geschichte, keine verschiedenen Handlungsstränge. Alles gleich vorhersehbar. Ich saß teilweise da und musste schon fast losschreien. Spoiler: Ich wusste, dass das zwischen Ash und Meghan geschieht; ich wusste, dass Machina Meghan fragt, ob sie seine Frau werden will; ich wusste, dass Meghan ihn töten wird; ich wusste, dass sie Ethan retten kann; ich wusste, dass sie am Ende wieder mit Ash ins Feenreich zurückkehrt…

Fazit:
Von der Durchschaubarkeit und den Charakteren abgesehen, ist die Geschichte unterhaltsam aber wirklich nicht mehr als für zwischendurch. Ein paar Seiten weniger hätten ihr sicher gut getan, schließlich waren die Beschreibungen oftmals zu genau. Dennoch schön, in diese tolle Welt einzutauchen!

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179 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

kongo, bonobos, freundschaft, dschungel, wissenschaft

Lucy

Laurence Gonzales , Britta Mümmler
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei dtv, 18.11.2011
ISBN 9783423248907
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:
Ein Mädchen - halb Mensch, halb Affe. Irgendwie sehr skurril und doch im Bereich des Vorstellbaren. Die Idee der Geschichte sprach mich sofort an, das Buch wollte ich also unbedingt lesen. Und doch hat es eine Weile gedauert, bis ich es schließlich zur Hand genommen habe; meine Erwartungen waren nämlich ein wenig zu hoch. Ich befürchtete, dass der Autor die Geschichte ins Lächerliche ziehe würde, ins Unmögliche oder sogar ins Langweilige. All das hätte durchaus sein können, aber zum Glück traf keiner dieser Fälle zu.
Am Anfang geht es noch recht ruhig zu, die Geschichte plätschert ein wenig dahin. Und doch ist es nicht langweilig, im Gegenteil. Es wird nur keine künstliche Action aufgebaut. Irgendwann eskaliert die Situation, das war vorhersehbar und doch hätte ich es mir für Lucy anders gewünscht. Allerdings muss ich sagen, dass sonst das ganze Buch keinen wirklichen Sinn gehabt hätte und ich im Nachhinein natürlich froh über diese Ausmaße war.
Lucy ist wirklich ein rührendes, unvergessliches Mädchen. Oft musste ich bei ihren Handlungen schmunzeln, insbesondere als ihr ein wenig die amerikanische Kultur erklärt wurde. Jenny ist ebenfalls ein sehr toller Charakter, es ist bewundernswert, wie sie diese schwierigen Situationen meistert, ohne selbst daran zu zerbrechen. Alle übrigen Personen waren ebenfalls sehr gut ausgearbeitet, sodass ich keinesfalls das Gefühl hatte, es mit Klischee-Charakteren zu tun zu haben.
Auch der Schreibstil hat mir zugesagt. Er ist einfach zu lesen und doch nicht 0815-mäßig. An passenden Stellen zitiert Lucy berühmte Dichter, was sie sehr menschlich macht und ihre unglaubliche Intelligenz zeigt.
Einen Kritikpunkt habe ich dennoch. Es gab eine Stelle im Buch (kurz vor der Mitte), die mir etwas fragwürdig erschien. Achtung!!! - Spoiler!!!! Lucy und ihre beste Freundin Amanda küssen sich im Wald. Ich bin mir bis jetzt nicht sicher, was das zu bedeuten hat. Lucy küsst ein paar Kapitel später nämlich einen Jungen, ebenso wie Amanda. Vor allem ist Lucy am Ende schwanger. Vielleicht war der Kuss ja nur freundschaftlich, was aber wirklich seltsam wäre. Besonders weil die beiden sich immer sagen, wie sehr sie sich lieben etc. Sollte das alles aber etwa zu bedeuten haben (z.B. dass sie beide Geschlechter lieben), so wurde wirklich wenig darauf eingegangen, schließlich sind die beiden ja nach dem Kuss nicht zusammen oder so…
Das Ende gefiel mir so mittelmäßig, man hätte durchaus mehr daraus machen können. Trotzdem wurde die Geschichte gut gelöst, auch wenn einige Dinge traurig verliefen.

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, da es die Stimmung im Buch perfekt spiegelt. Die Farben wurden gut gewählt und allgemein kommt diese "Wildnishafte" gut rüber. Und mitten in all dem ist Lucy zu sehen, die ich mir in etwa genauso vorgestellt habe. Toll!
Das amerikanische Cover gefällt mir längst nicht so gut wie die deutsche Variante. Meiner Meinung nach wurde es ein bisschen zu schlicht gehalten und der Ausdruck vernachlässigt. Außerdem ist es schade, dass Lucy nicht darauf zu sehen ist.
Ein klarer Pluspunkt also für das deutsche Cover!

Fazit:
Alles in allem eine sehr gute Geschichte, die mich zwar nicht umgehauen, aber mit ihrer Moral und den tollen Charakteren beeindruckt hat. Ich kann sie euch nur empfehlen.

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191 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 69 Rezensionen

tod, prophezeiung, liebe, freundschaft, jugendbuch

Smalltown Girls - Der Tod kommt selten allein

Josephine Mint , Lena Kleiner
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 08.03.2012
ISBN 9783407811066
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:
Schon mal vorweg: Dieses Buch war eines der spannendsten, welches ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich habe an einem Tag regelrecht verschlungen. Die Geschichte war total mitreißend und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Bereits zu Beginn erzeugen die Autorinnen ziemlich viel Spannung. Durch den ersten Satz "Jakob ist tot." wird der Leser quasi in die Geschichte hineingeworfen und möchte sofort alle Hintergründe erfahren.
Charlie als Hauptprotagonistin wurde gut gewählt, sie passt definitiv in die Rolle hinein, kam mir persönlich aber manchmal etwas klischeehaft vor. Irgendwie hat sie wenig Eigenes an sich und ich finde nicht viel, was sie auszeichnet. Allerdings macht sie dem Leser das Einleben in die Geschichte wirklich nicht schwer. Nur selten hätte ich anders gehandelt als sie und sie erschien mir trotz allem wirklich nett und liebenswürdig.
Auch die anderen Charaktere sind insgesamt gut ausgearbeitet. Sie sind zwar nichts Besonderes und teilweise ziemlich alltäglich, was aber dem Buch gut tut, da es ja sowieso schon so mitreißend ist und es komisch sein würde, wenn man irgendwelche Helden in den Charakteren wieder finden würde, anstatt normalen Menschen.
Ein sehr großer Kritikpunkt für mich ist der Name einer der drei Hauptpersonen: Sunshine. Ich weiß nicht, was in die Autorinnen gefahren sein muss, ein Mädchen wie dieses so zu nennen. Denn das Mädchen ist ganz und gar kein Sonnenschein. Sie ist eine der einzigen in diesem Buch, die anders ist als die anderen und dann macht ihr Name "Sunshine" alles wieder zunichte. Überhaupt wirkt er sehr aufgesetzt und gestellt, was dieses Buch sonst eigentlich keinesfalls ist. Meiner Meinung nach hätte eher ein Name wie "Ramona" zu ihr gepasst.
Noch kurz etwas zum Schreibstil: Die Autorinnen schreiben relativ alltäglich, schaffen es aber dennoch (hauptsächlich wegen der tollen Story) den Leser zu fesseln. Trotzdem ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und vor allem nicht aufgesetzt.
Das Ende ist richtig gemein, ein ziemlicher Cliffhanger. Am liebsten möchte ich sofort den zweiten Teil lesen!

Cover:
Die Aufmachung des Buches gefällt mir eigentlich ganz gut. Es ist deutlich zu erkennen, wer die Mädchen darauf sind - Charlie, Lu und Sunshine. Zwar ist das Cover ein kleines bisschen gezwungen mysteriös gehalten, aber es passt auch zum Buch und ist somit wirklich in Ordnung.

Fazit:
Ein total spannendes, wenn auch nicht tiefgründiges Buch, das mich ohne Ende gefesselt hat. Ich kann es euch nur empfehlen!

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475 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 35 Rezensionen

vampire, claire, fantasy, eve, michael

Verfolgt bis aufs Blut

Rachel Caine , Sonja Häußler
Flexibler Einband: 309 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2009
ISBN 9783401063607
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:
Das Buch hat meine Erwartungen definitiv übertroffen. Zwar hat es mich zunächst nicht so angesprochen und lag relativ lange auf meinem SuB, war dann aber recht spannend, so dass es mir gut gefallen hat.
Bis jetzt habe ich auch den 2. Teil gelesen, der fast noch etwas besser war als der erste. Man sollte aber in jedem Fall erst den ersten Teil lesen, da man sonst vielleicht einige Dinge nicht so gut versteht - es gibt nämlich fast keine Rückblenden im zweiten Band.
Die Handlung ist eine super Idee, mal was neues und ganz und ziemlich einmalig. Es gibt ja viele Geschichten rund um Vampire, doch von einer solchen habe ich noch nie gehört. Einige Dinge hätte ich mir zwar trotzdem etwas anders gewünscht, aber man kann ja nicht alles haben.
Generell ist "Haus der Vampire" eher in "Jugendsprache" geschrieben, der Schreibstil ist aber dennoch fesselnd. Ab und zu gibt es aber Stellen, die sich ein wenig hinziehen und wo durchhalten angesagt ist. Ein bedeutender negativer Aspekt ist jedoch, dass das Buch nicht aus der Sicht von Claire geschrieben ist, sondern in der dritten Person. Claire ist zwar die Hauptprotagonistin und es geht in der Regel um sie, trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass Rachel Caine mehr auf ihre Gefühle eingegangen wäre.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, allerdings für wenige Überraschungen offen. Es ist relativ früh klar, wer gut und böse ist, es wird aber nicht darauf eingegangen, warum die Bösen böse sind. Vor allem aus Monicas Leben hätte ich mir durchaus mehr Informationen gewünscht und dachte immer, dass ich diese zum Ende hin vielleicht noch erhalten werde. Doch leider wurde ich in diesem Punkt enttäuscht.
Dennoch hat mir das Buch gut gefallen; wen es anspricht, der sollte es auf jeden Fall lesen.

Cover:
Das Cover finde ich okay, aber nicht super. Meiner Meinung nach passt es nicht so gut zum Buch und es wirkt vielleicht auf manche Leute etwas abschreckend... Das amerikanische Cover finde ich besser, aber auch nicht so toll. Man hätte bei weitem mehr daraus machen können.

Fazit:
Die Geschichte selbst ist sehr gut, wegen dem Cover, der Sichtweise und dem kleinen Kritikpunkt an den Charakteren gebe ich aber "nur" 4/5 Sternchen.

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316 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

indianer, liebe, la push, surfen, quileute

Indigosommer

Antje Babendererde
Fester Einband: 355 Seiten
Erschienen bei Arena, 15.07.2009
ISBN 9783401063355
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Das Cover ist einfach wunderschön. Ich finde, es das schönste von allen Büchern dieser Autorin. Allein schon weil es das Meer zeigt und nicht irgendwelche Indianerfedern.
Die Farben sind sehr gut gelungen, zwar etwas unnatürlich - zugegeben - aber dennoch wundervoll. Am liebsten möchte ich selbst an diesem Meer sein… träum

Meine Meinung:
Zum ersten Mal gehört von diesem Buch habe ich, als die Autorin unsere Schule besuchte und ihre Bücher vorstellte. Unserer Klasse hat sie hauptsächlich von diesem Buch erzählt. Ich fand schon damals die Geschichte sehr ansprechend. Warum ich dennoch etwa 2 Jahre gewartet habe, bis ich das Buch dann tatsächlich gelesen habe, weiß ich nicht. Trotzdem bin ich im Nachhinein froh darüber, da ich es vor 2-3 Jahren sicher ganz anders aufgenommen hätte.
Mittlerweile habe ich das Buch schon zweimal gelesen und bin mir sicher, dass das zweite Mal längst nicht das letzte Mal gewesen sein wird.
Denn "Indigosommer" war wahnsinnig toll, so gut, dass ich fast nicht mehr aufhören konnte, zu lesen. Ich hatte es sehr schnell durch und war ziemlich enttäuscht als ich das Buch zuklappen musste, weil es zuende war.
Der Schreibstil ist einfach nur bewundernswert und mitreißend. Man hat das Gefühl, all das selbst zu erleben. Außerdem ist Smilla eine Person, in die man sich ziemlich gut hineinversetzen kann und über die man sich nicht aufregen muss, weil sie ganz anders reagiert, als man es vielleicht selbst getan hätte.
Auch die übrigen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, sie waren keinesfalls klischeehaft und sehr sympathisch. Einige hätte ich wirklich gerne im echten Leben kennen gelernt - schade, dass man sie nicht aus dem Buch holen kann… ;)

"Die Gischt in der Brandung schimmerte nicht weiß, sondern blau. Es war ein indigoblaues Leuchten und Flimmern entlang der gesamten Brandungslinie. Das Meer sprühte Funken. Fasziniert starrte ich auf das Schauspiel. Und dann sah ich ihn. Den einsamen Wellenreiter in der Nacht. Seine schwarze Gestalt im Licht des vollen Mondes hatte etwas Gespenstisches, so, als wäre er nicht von dieser Welt."

Fazit:
Eine Geschichte, die einen wegträumen lässt an einen wunderschönen Strand mit indigoblauem Meer. Sie lässt alles um einen herum vergessen und fesselt den Leser bis zur letzten Seite.
Absolutes Must-Read!

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