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58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

liebe, jugendbuch, carina mueller, besondere fähigkeiten, gabe

Verfluchte Wünsche

Carina Mueller
E-Buch Text: 321 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.06.2014
ISBN 9783646600483
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lesegrund

Zugegeben war ich am Anfang etwas skeptisch, ob ich dieses Buch lesen sollte oder nicht. Wie ihr sicherlich schon mit bekommen habt bin ich eine Coverkäuferin, vielleicht ein Schrecken im Auge des Autors, denn meistens haben diese ja keinen Einfluss auf das Cover. Aber wie mir ein kleines Vöglein gezwitschert hat bin ich nicht die Einzige, die auf Grund des Covers eine vorgefertigte Meinung zur Geschichte haben. Da ich dieses Gefühl ganz schnell los werden wollte habe ich mich Regelrecht auf das Buch gestürzt. Anders lässt sich diese schnelle Rezension auch nicht erklären.

Meine Gedanken zum Buch

Gleich zu Anfang ein ein kleiner Rat von mir lasst euch bloß nicht von diesem Cover abschrecken, wer nämlich denkt, dass sich hier eine zuckersüße Romanze versteckt, der hat sich aber gewaltig geirrt. Leser von Carlsen Im.press Büchern dürfte ohnehin bekannt sein, dass sie immer mehr zu bieten haben, als es den Anschein hat, und genau das trifft es hier wieder einmal auf den Punkt. Den Inhalt des Klappentextes vergesst ihr bitte auch ganz schnell, denn er ist in meinen Augen etwas unpassend gewählt. Hier macht es den Anschein, dass Annie Raik leiden kann und im Dankbar ist ihre Gabe los zu werden, allerdings liegt die Sachlage hier Ganz anders.

Fangen wir einfach mal von Vorne an. Annie könnte ein Mädchen sein wie du und ich, naja wie ich leider nicht, denn Annie ist ist die hilfsbereiteste Person und der netteste Mensch, der mir je in einem Buch begegnet ist. Ich wäre zwar auch nicht so ein Typ wie ihre beste Freundin Hanna, die Annie immer beschützt, denn gegen Hänseleien habe ich mich leider auch nicht zur Wehr gesetzt, aber ein bisschen mehr Mut würde man Annie schon wünschen, denn die ganzen Hänseleien, die sie sich von ihrem Exfreund Denis anhören muss sind schon nicht ohne. Man kann förmlich mit Annie zusammen leiden, wenn der Junge, den man immer noch liebt so sehr verletzt. Wie gut, dass Annie an ihrem 18. Geburtstag feststellt, dass einige ihrer Wünsche in Erfüllung gehen. Aber warum zeigen ihre Wünsche keine Wirkung, wenn sie sich so etwas leichtes wie schönes Wetter wünscht? Immerhin bekommt das selbst Bibi Blocksberg hin.

»Wengistens nennst du mich nicht Annie Blocksberg«, erwiderte ich leicht angesäuert.
»I wo! Harry Potter ist schließlich tausendmal cooler!« - Position 332

Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt, was ist denn nun Annie Gabe und wo kommt sie her? Waren die ersten 9% des eBooks eine nette Einführung nimmt die Geschichte ab hier Fahrt auf. Erst begleiten wir, wie Annie ihre Gabe immer mehr kennen lernt und in ihrem Alltag einsetzt. Die Große Überraschung traf mich dann nach 30% wie ein Schlag. Kleine Andeutungen konnte ich als Leserin genauso wie Annie bereits vorher erleben, aber was sich Carina ab diesem Zeitpunkt ausgedacht hat war wirklich klasse.

Ich weiß gar nicht wie ich euch mein Gefühl beschreiben soll, als ich immer mehr über die Annies Gabe erfuhr und was für eine Wendung die Geschichte genommen hat. Es war einfach unbeschreiblich toll und dadurch spannend. Die knapp 300 Seiten haben sich wahnsinnig schnell weg gelesen und nicht nur die Ideen haben und die neuen Wörter die Carina erfunden hat haben mich sprachlos gemacht, sondern auch die Emotionen und Gefühle die sie in dieser Geschichte eingebaut und rüber gebracht hat waren einfach wunderschön.

Neben den der furchtbar sympathischen Annie konnten mich wirklich alle Figuren bis in die kleine Nebenbesetzung überzeugen. Hanna hätte ich mir auch als Freundin gewünscht und Raik ist mir im Laufe der Geschichte wirklich ans Herz gewachsen. Ich glaube Annie und ich haben am Ende das gleich für ihn Empfunden. Auch wenn ich meistens meine Probleme habe, wenn sich zwei Menschen so schnell bedingungslos lieben kann ich es hier aus Raiks Sicht wirklich nachvollziehen.

Der Schreibstil ist auch hier sehr flüssig und somit leicht zu lesen. Die Dialoge sind witzig und über Annies Gedanken konnte ich mehr als einmal lachen. Durch die Erzählweise in der Ich-Form schafft es Carina der Stroy auch genügend Leben einzuhauchen, so dass es nie Langweilig ist, denn was Annie vollbringe und erlebt erleben wir ja gleich aus erster Hand. Ich muss gestehen, dadurch dass wir die Geschichte aus Annies Sichtweise erleben, bin ich mir auch nicht immer ganz sicher gewesen auf was man sich verlassen kann und was nicht. Wenn selbst ich als Leserin am Zweifeln bin, dann hat die Autorin ihrer Aufgabe meiner Meinung nach sehr gut erfüllt.

Wer also selber in die Welt von Annie eintauchen möchte und sich genauso überraschen lassen möchte wie ich, der sollte nun schleunigst nach diesem Buch greifen und zum Glück ist es ja nur ein Klick entfernt. Von mir erhält Verfluchte Wünsche für die originelle und bezaubernde Story sowie den liebenswerten Charakteren 4,5 Belles. Ich vergebe aus einem Grund keine 5 Punkte, da ich denke, das man sich als junge Autorin immer noch steigern kann und ich die Zügel hier nicht zu locker lassen möchte. Eine Autorin muss ja noch ein bisschen gefordert werden ;)

Abschließend ist zu sagen...

Mit verfluchte wünsche konnte mich Carina Müller wirklich begeistern. Witzig, ideenreich und einfühlsam gestalltest sich die Welt in der Annie lebt und flucht. Wenn ich auf der einen Seite so herzhaft lachen kann und auf der anderen Seite jedoch voll Mitgefühl fast am Weinen bin, dann konnte mich die Autorin wirklich in ihren Bann ziehen und mich haben einige Stellen bewegt. Immer wieder ertappte ich mich, dass ich zustimmend nickte. Und auch jetzt, ein paar Stunden danach denke ich immer wieder daran zurück, wie es wohl sein würde, wenn ich in Annies Haut stecken würde. Ich denke ich hätte genauso gehandelt wie sie. Mein Rat noch einmal an euch ALLE, lasst euch nicht von diesem zuckersüßen Kaugummi Cover täuschen, hier steckt eine tolle Story hinter, die erst am Ende ihre romantsche Seite offenbart. Dazwischen warten witzige Dialoge, eine äußerst sympathische Annie und viele tolle Ideen auf euch.

Ein kleiner Hinweis noch zum Schluss, am 03.07.2014 erscheint der erste Band der Moonlit Nights Trilogie im neuen Gewand bei Carlsen Impress. Ich werde mir diese Geschichte jedenfalls nicht entgehen lassen, auch wenn mit die andere Cover Idee besser gefallen hat ;). 


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1.668 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 154 Rezensionen

liebe, wait for you, new adult, j. lynn, erotik

Wait for You

J. Lynn ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.03.2014
ISBN 9783492304566
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

 

  

Muss ich es eigentlich noch erwähnen warum ich mir dieses Buch gekauft habe?  Ich meine nach den vielen tollen Bewertungen und der Tatsache, dass mit der erste Band der Dämonentochter Reihe sehr gut gefallen hat kam ich um Wait for You nicht herum. Es stellte sich nur die Frage: Würde es mir auch so gut gefallen wie den anderen? 

Eines muss ich bei gleich vor weg sagen. Es gibt für mich bei New Adult Büchern zwei Regeln: 

Lese dir nie die Kurzbeschreibung durch (sie klingen immer gleich)  Achte nie auf den Titel (auch diese klingen immer gleich) 

Wenn ich diese beiden Regeln beachte, dann gehe ich immer danach was meine Blogkollegen oder Mitstreiter bei Good Reads zu diesen Büchern sagen. Gerade bei dem neuen Trent New Adult bin ich keine Leserin, die ein Buch zuerst lesen muss. Ich übe mich in Geduld und warte die ersten 20 Bewertungen ab. Erst dann kann ich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es mit gefallen könnte recht gut ist. 

Zum Glück muss ich sagen, dass mir der Einstieg hier sehr leicht gefallen ist. Zum einen hatte ich bereits ein Buch der Autorin gelesen und zum anderen konnten mich der lockere Schreibstil und die Art und Weise von Avery, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, schnell besteistern. Als dann auch noch klar wurde was für ein Haustier Cam besitzt, gab es für mich keinen Halt mehr und ich liebte diese beiden Charaktere nur noch. Da war es mir dann egal, ob Cam von sich eingenommen war oder nicht. Mensch, dieser heiße Typ strotzt einfach nur so voll Selbstbewusstsein. 

»Denk mal drüber nach. Wenn Cookie ein Codewort ist, dann war das, wofür es steht in deinem Mund Süße« 
–  Cam zu Avery

Insgesamt stimmt die Chemie zwischen Avery und Cam einfach. Ich habe bisher nicht viele Bücher aus diesem Bereich gelesen, weil es einfach nicht mein Fall ist, aber wenn die Paare immer so gut harmonieren, dann greife ich liebend gerne zu diesem Genre. 

Über den Inhalt selber verrate ich euch am besten nichts, denn gerade das macht die Liebe zu diesem Buch auch ein Stück weit aus. Dieses Abenteuer der Liebe muss man einfach selber lesen. Und weil man das Muster im Grund schon 100 Mal gelesen hat ist es genau diese Spannung zu erfahren was das Buch von den anderen unterscheidet. 

Für mich hat im Grunde fast alles gestimmt was es zu beachten gibt. Eine nette und sympathische Protagonistin die mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, ein smarter überaus sexy Typ und nette Freunde, denn sowohl Jacob als auch Betthany haben mit als Freunde sehr gut gefallen, auch wenn sie an einigen Stellen für meinen Geschmack etwas zu forsch waren. Und auch wenn Jacob der Quoten-Schule in der Geschichte ist, so finde ich es immer wieder sehr amüsant, wenn ein Mann einer Freundin mitteilt, dass er ihn schon längst flach gelegt hätte. 

Was ich nicht so gut an Avery fand ist, dass sie Cam ziemlich lange anlügt. Ich meine der Typ erzählt ihr sein Problem und offenbart sich ihr und sie hat nichts Besseres zu tun als zu schweigen. Da konnte ich sie wirklich nicht verstehen, zumal er nicht viel von ihr erwartet hat, außer ihm zu vertrauen. 

Am Ende bleibt zu sagen, dass ich noch viel mehr über das Buch schreiben könnte, denn es war richtig, richtig gut, aber dann bräuchtet ihr am Ende meiner Rezension das Buch selber nicht mehr lesen. Daher rate ich euch hier und jetzt, wenn ihr bisher unentschlossen gewesen seit, dann pack das Buch nun auf eure Wunschliste und sollte es schon auf eurem SuB liegen, dann befreit es so schnell es geht, denn der zweite Band, der zwar leider nicht mehr mit Avery und Cam als Hauptcharaktere ist, aber die beiden werden uns dennoch wieder begegnen. 

Am Anfang der Rezension stellte ich die Frage, ob das Buch mir genauso gefallen würde wie den anderen Lesern und JA MAN!!! es hat mir genauso gut gefallen und ich als kleiner Romantikmuffel bin der beste Beweis, das eine perfekte Mischung aus Humor, einem sexy Typen und guten Einfällen wirklich fast jeden begeistern kann. Diese Dialoge haben mich schmunzeln lassen und auch wenn das Thema immer gleich anfängt, so wissen diese Bücher am Ende doch zu begeistern. Wer also auf New Adult steht, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. Ich muss einfach feststellen. 

Mehr auf meinem Blog

http://www.sheerisan.bplaced.net/2014/04/25/rezension-wait-von-j-lynn/

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343 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 17 Rezensionen

dämonen, jennifer l. armentrout, liebe, alex, fantasy

Dämonentochter - Verlockende Angst

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.03.2014
ISBN 9783570380444
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 

 

Nach dem mir der erste Band so gut gefallen hatte konnte ich es kaum abwarten den zweiten Band zu lesen und zum Glück war dieser auch gleich zur Hand.  

Ph, war das anstrengend. Nicht das Lesen selber, sondern bei diesem Buch bei der Stange zu bleiben und es nicht einfach zwischen durch mal aus weg zu packen, denn wahnsinnig viel ist in der eigentlichen Handlung wenig passiert. Sicherlich gab es ein paar Lichtblicke, aber diese konnte man wirklich suchen. 

Das Buch hätte so schön werden können, denn Alex reift auch hier meiner Ansicht nach wieder ein Stück, zwar geht es mit an einigen Stellen auf die Nerven, dass sie so eine vorlaute Klappe hat, aber nicht die Tatsache das sie es tut ist so schlimm, sondern das die anderen Protagonisten das immer so hervor heben müssen und Alex kritisieren, denn im Grunde hat sie Recht mit dem was sie sagt und man muss sich auch nicht immer alles gefallen lassen. 

Unter uns wurden diamantförmige Lichter immer kleine, wirkten unbedeutend und winzig und verschwanden, als wir in düstere Wolken eintauchten.   
- Auszug vom Ende Band #2

Ein weiter Pluspunkt an diesem Buch ist, dass Seth und die Verbindung zwischen ihm und Alex immer konkreter werden. Dadurch hat er natürlich auch mehr Handlungsspielraum und drängt Aiden in diesem Band etwas zurück. Ich kann Seth zwar nicht leiden, weil er für mich ein eingebildeter und zu arroganter Pimpf ist, aber er hat dennoch seinen Unterhaltungswert. 

Was die Dreiecksbeziehung angeht, so empfinde ich diese hier als nicht sonderlich dramatisch, denn es wird eindeutig klar für wen Alex Herz schlägt und auch die Umstände warum sie zwischen den beiden jungen Männern steht wird für mich glaubwürdig verdeutlicht. Von dieser Seite her gibt es für mich daher keinen Kritik, auch wenn ich gegen Liebesdreiecke bin. 

Besonders nervend an diesem Band war genauso wie im ersten Band die Verbindung zwischen Rein- und Halbblütern. Ich meine JA, es hat eine wichtige Bedeutung und viele Handlungen der Protagonisten beruhen auch auf dieser Verbindung, aber muss man das denn immer wieder so fokussiert ansprechen? Ich denke gerade im zweiten Band haben es die Leser begriffen. Leider gehe ich davon aus, dass sich dieser Umstand auch in den nächsten Bänden nicht ändern wird. 

An der tollen und flüssigen Schreibweise von Jennifer L. Armentrout hat sich auch in diesem Band nichts geändert und so kam ich als Leserin trotz der bereits angesprochenen Längen sehr gut voran. Die Dialoge waren spritzig, witzig und stellenweise auch herzerwärmend sowie zum dahin schmelzen. 

Und was mich ganz besonders gefreut hat, auch in diesem Band sollte man nicht allzu zart beseitet sein, denn gerade zum Ende hin nimmt das Buch noch einmal ein bisschen an Aktion auf und auch einige Beschreibungen zwischen durch können sich sehen lassen und zeigen, dass Dämonentochter – Verlockende Angst erst von Lesern ab 14 gelesen werden sollte und somit auch für ältere Leser ist, die Mythologie in kleinen Schüben und Herzschmerz, sowie Kampf mögen. 

 

Verlockende Angst ist ein typischer zweite Band. Obwohl es sich hierbei ja nicht um eine Trilogie, sondern um eine Quintologie handelt, bietet der zweite Band nicht viel neues, sondern zeichnet sich eher durch Länge aus, die vermeidbar gewesen wären. Dem Buch hätte es eindeutig nicht geschadet, wenn die Autorin die Handlung etwas gestrafft hätte und es dafür 80 Seite weniger geworden wären. Trotz der Längen konnte mich aber ein Großteil des Buches gut unterhalten und ich warte nun sehnsüchtig auf den dritten Band im September, denn es soll wieder besser werden. 


Mehr auf meinem Blog 

http://www.sheerisan.bplaced.net/2014/04/24/rezension-daemonentochter-verlockende-angst-von-jennifer-l-armentrout-convenant-2/

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

glasgow, liebe, schottland, geheimnisse, mord

Glasgow RAIN

Martina Riemer
E-Buch Text: 308 Seiten
Erschienen bei null, 18.03.2014
ISBN B00J3XY24K
Genre: Sonstiges

Rezension:

 

Wegen der Autorin, dem Cover, dem Inhalt, der Autorin, ach das hatten wir ja schon. Nein dieser Kauf geht ganz klar zu Gunsten unserer Bloggerkollegin und glücklichen Autorin Martina Riemer, ich hatte ihr versprochen dass ich sie unterstützen würde und daher wurde das eBook auch gleich bei Amazon bestellt.

Tja, wie schreibt man eine objektive Rezension zu einem Buch von dem man ja mit der Autorin schon öfter über eine Goodreads Lesegruppe regelmäßig Kontakt hat und deren zwei Blogs man immer wieder verfolgt. Ich muss gestehen das ist gar nicht mal so einfach und auch das Genre im Bereich Contemporary ist noch nicht unbedingt mein Gebiet, obwohl ich hier schon mehr Erfahrungen sammle als noch im letzten Jahr, dennoch versuche ich es einfach mal.

Mehr als die Inhaltsangabe bereits sagt möchte ich auch nicht mehr zum Inhalt hinzufügen. Es war genau diese Unwissenheit, die das Buch so spannend gemacht hat, denn es stand immer die Frage im Raum… worauf läuft die Handlung hinaus? Sicherlich wissen wir dass es um die zwei Hauptpersonen Vic (Victoria) und Rafael geht, aber was hat Martina so um die beiden herum gebaut. Hier muss ich sagen wäre ich nie drauf gekommen und daher möchte ich auch euch nicht die Spannung nehmen.

Zwei Dinge haben mir am Debütroman von Marina sehr gut gefallen. Zum einen die Harmonie zwischen Vic und Rafael. Die beiden haben einfach sehr gut zusammen harmoniert und ich kann sagen, dass ich nicht die einzige Leserin war, die sich Rafael gerne in einem Katalog bestellt hätte. Eine andere Teilnehmerin der Leserunde hat es treffend gesagt, Rafael gehört auf jeden Fall in die Kategorie der Book Boyfriends. Man muss ihn einfach lieben.

Das andere was mich beeindruckt hat war der Schreibstil. Die Wörter waren wirklich gut gewählt und der Schreibstil überraschend gut. Das klingt jetzt zwar etwas komisch, aber ich hätte nicht mit einer so gewählten Wortwahl gerechnet. Die Wörter die Martina eingebaut hat waren dem New Adult Genre einfach sehr gut angepasst. Schon öfters habe ich mich bei Debütromanen darüber geärgert, das der Satzbau unmöglich ist und die Dialoge zu platt. Sicherlich hätten einige Dialoge auch besser sein können, aber bisher ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Außerdem ist die Wortwahl dem Publikum angepasst und nicht zu einfach gehalten. Hier gibt es von mir einen klaren Bonuspunkt.

Was die Charaktere angeht hat die Autorin nichts falsch gemacht. Ob man Vic als Hauptcharakter mag oder nicht liegt sicherlich an einem selber. Ich hatte am Anfang ein paar Anlaufprobleme mit ihr, weil mir ihr Gehabe als reiche Göre doch etwas auf die Nerven gegangen ist. Mit solchen Charakteren habe ich immer meine Probleme. Allerdings merkt man, dass in Vic viel mehr steckt und das erleben wir genauso wie Rafael immer mehr mit der Zeit. Wie schon erwähnt hat mich Rafael als Boyfriend sehr gut gefallen, ebenso die besten Freunde von Vic,  Stew (hier musste ich immer an Mrs. Doubtfire denken  – … Stew! – Klingt eher wie ein Eintopf.) und seine Zwillingsschwester Aimee.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es von mir eher in der Nebenhandlung die um das Gebilde Vic und Rafael gebaut ist. Man merkt ganz deutlich, dass es der Autorin um ihre beiden Hauptcharaktere geht und das finde ich gar nicht mal so schlecht, aber mit der Handlung in denen die beiden eingebunden waren war ich nicht immer einverstanden. Aber ich denke es ist nicht einfach eine Handlung mit einzubauen, mit der alle zu frieden sind und ich hätte jetzt auch keine Idee wie man es hätte besser machen können. Daher gibt es hier auch nur einen kleinen Abzug von meiner Seite.

Mit Glasgow RAIN hat Martina Riemer einen wirklich guten Start hingelegt. Wenn das Päarchen in Love so gut harmoniert, dann hört man es alleine beim Lesen knistern und wenn man Glück hat schwirren auch keine Schmetterlinge um einen herum. Ein sehr guter Schreibstil und gute Charaktere  sollten es auf jeden Fall wert sein einen Blick in dieses Buch hinein zu werfen. Ich freue mich jedenfalls bereits auf einen neuen Roman von Martina, ich wünsche ihr viel Glück, dass es bis zur nächsten Veröffentlichung nicht all zu lange dauert. Von mir gibt es sehr gute vier Belles.

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380 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

bücher, bibliothek, london, liebe, fantasy

BookLess - Wörter durchfluten die Zeit

Marah Woolf
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei Silberlicht, 12.08.2013
ISBN B00EIIANXE
Genre: Fantasy

Rezension:  
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73 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

göttin, liebe, prophezeiung, fantasy, raben

Rabenfeuer. Die Flammen der Göttin

Dana Graham
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 10.10.2013
ISBN 9783646600063
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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1.525 Bibliotheken, 10 Leser, 13 Gruppen, 128 Rezensionen

engel, liebe, fantasy, gefallene engel, nephilim

Engel der Nacht

Becca Fitzpatrick , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 03.08.2010
ISBN 9783442203734
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

Als Nora ihm zum ersten Mal begegnet, weiß sie gleich, dass seine tiefschwarzen Augen mehr verbergen als offenbaren: Patch wirkt geheimnisvoll, fast unheimlich auf sie, und Nora ist zutiefst fasziniert von seiner rätselhaften Ausstrahlung. Doch zugleich macht Patch ihr auch Angst. Denn immer öfter hat sie das Gefühl, verfolgt zu werden, und sie wird den Verdacht nicht los, dass Patch etwas damit zu tun haben könnte. Irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Wo kommt er her, warum fühlt sie sich so sehr zu ihm hingezogen – und diese Narbe auf seinem Rücken, was hat sie zu bedeuten? Immer tiefer wird Nora verstrickt in Ereignisse, in denen Himmel und Hölle ganz nah beieinander liegen …[Quelle: Amazon]

Bewertung

Mit dem ersten Band der Hush Hush Quadrologie habe ich mir wirklich viel Zeit gelassen. Damit meinte ich, dass es bereits eine ganze Weile auf meinem SuB lag. Da jedoch in den nächsten Monaten der dritte Band bereits erscheint, habe ich mir endlich den ersten Band zur Hand genommen. Leider muss ich gleich vor weg sagen, das der erste Band bei mir keine Begeisterungsstürme ausgelöst hat. Ich wurde zwar recht gut unterhalten, aber die Handlung war mir etwas zu seicht und die Protagonisten nicht tief genug.

Das Buch selber beginnt mit einem recht mystischen und unheimlichen Anfang, der auf eine interessante Story hoffen lässt. Aber diese Hoffnung klang bei mir ganz schnell ab, denn der Spannungsbogen baut sich nur ganz laaaangggsam auf und endet dann mit der Auflösung um dem Rätsel um Patch zu schnell. Langezeit war mir nicht klar wer oder was Patch ist. Von den Narben, die bereits in der Kurzbescheibung auf Amazon erwähnt werden. Erfährt der Leser genau wie Nora sehr spät. Klar ist nur, dass Patch nicht menschlich ist und dass in ein Geheimnis umgibt. Durch das Buchcover und dem deutschen Titel ist auch hier schnell klar, dass es sich um Engel handeln muss, aber wie die Rollen hier verteilt sind erschließen sich dem Leser doch recht spät. Der englische Titel Hush Hush lässt sich übrigens mit (streng) geheim oder (streng) vertraulich übersetzen.

Der Schreibstil von Becca Fitzpatrick ist sehr leicht und gut zu lesen. Erzählt wird die Geschichte hierbei aus der Sicht von Nora, also der Ich-Form. Dadurch sollte sich der Leser eigentlich gut in Nora einfühlen können. Leider war dies nicht der Fall, auch wenn Nora durchaus symphatisch ist, mit ihrer leicht sarkastischen Art und Weise ist es mir nur schwer gelungen einen Zugang zu ihr zu finden. Ihre Probleme waren mir leider nicht immer so eindeutig klar gestellt, und warum sich Mädchen immer zu den Bad Boys hingezogen fühlen kann ich auch nicht verstehen. Patch hätte mich nicht angezogen, sondern eher abgescheckt und damit meinte ich auch abgeschreckt.
Neben Nora, die mir durchaus symphatisch war, konnte mich auch Vee, Noras beste Freundin, überzeugen. Auch wenn sie sich nicht immer angemessen verhält und stellenweise doch recht naiv wirkt, hat sie für einige witzige Momente gesorgt. Ansonsten bleiben einem außer Nora, Vee und Patch keine Personen lange im Gedächtnis, was nicht gerade für die Geschichte spricht. Für meinen Geschmack wurden einige Personen einfach zu offensichtlich eingebaut, um dann im richtigen Augenblick eine Rolle spielen zu können.

Wer sich hier eine gut durch dachte Geschichte über die rätselhaften und himmlischen Wesen Engel gewünscht hat könnte unter Umständen enttäuscht sein. Hier existieren mittlerweile auch andere Bücher auf dem Buchmarkt. Dennoch bietet der erste Band gute Unterhaltung.

Fazit

Der erste Band der Hush Hush Reihe bietet zwar eine nette Unterhaltung für zwischen durch, denn die Dialoge sind stellenweise recht witzig und unterhaltsam, allerdings benötigt der erste Band in meinen Augen zu lange um in Fahrt zu kommen. Wenn ich es mit einer Achterbahn vergleiche, benötige ich eine Ewigkeit um auf die Spitze zu gelangen, um dann ganz schnell wieder unten zu landen. Der wirklich interessante Teil wurde mir hier viel zu schnell abgehandelt und eine aufkeimende Magie verflog viel zu schnell. Dennoch macht das Ende neugierig auf den zweiten Band, den ich aber nicht zwingend sofort lesen muss. Für einen Debütroman durchaus vertretbar. Ich hatte mir jedoch mehr versprochen.

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370 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

liebe, fantasy, regen, wetter, märchen

Der Mann, der den Regen träumt

Ali Shaw , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei script5, 16.01.2013
ISBN 9783839001462
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung

Wie Kreide, vom Regen zu einem weißen Schleier verwaschen, begannen seine Umrisse zu verschwimmen und seine Konturen schwanden, beinahe unmerklich. Im einen Moment sah Elsa einen Mann vor sich und im nächsten nur noch eine graue Silhouette. Seine Haut wurde zu Nebel. Die Sonne hinter ihm ließ ihn erstrahlen und umrahmte ihn mit ihrem goldenen Schein, bis er nichts mehr von einem Mann an sich hatte, sondern immer mehr einer Wolke glich, die durch Zufall die Form eines Menschen angenommen hatte.” Finn ist kein gewöhnlicher Mann, ihn umgibt ein Geheimnis. Es ist der Grund für sein Einsiedlerleben und der Grund, warum die Einwohner von Thunderstown ihm nicht wohlgesinnt sind. Doch trotz aller Gerüchte und Anfeindungen hält Elsa zu Finn. Gemeinsam versuchen sie, ihre Liebe gegen all die Widerstände zu behaupten … [Quelle: Amazon]

Bewertung

Der Regen begann mit einem einzelnen sanften Tippen an ihr Schlafzoimmerfenster, dann noch ein und noch eins, und schwoll schließlich zu einem stätigen Prasseln gegen die Scheibe an. [Erster Satz]

Im letzten Jahr, fast genau um diese Zeit konnte mich Ali Shaw mit seinem Debütroman “Das Mädchen mit den gläsernen Füßen” begeistern. Mit einem ganz eigenen und doch wunderbarem Erzähl- und Schreibstil hatte er es geschafft mich für dich zu gewinnen. Aus diesem Gund musst ich auch sein zweites Buch lesen, was ich in Form von “Der Mann der den Regen träumt” in meinen Händen halte.

Wie auch das erste Buch steht hier eine weiblich Protagonistin auf den ersten Seiten im Vordergund. Elisa ist Ende zwanzig und versucht nach dem Tod ihres Vater, der ihr gefühlmäßig sehr am Herzen lag, ein neues Leben zu führen, verab von der großen Stadt einfach weit draußen in einem kleinen beschaulichem Dorf. Hier hofft sie zur Ruhe zukommen und ein neues Leben leben zu können.

Genau wie bereits im ersten Band handelt es sich hier nicht nur um eine reine realistische Geschichte der Gegenwart, sondern enthält sehr einfühlsam und doch etwas befremdent eine fantastische Geschichte bereit. Bereits der Titel lässt wieder auf ein fantastisches Element schließen, auch wenn ich sagen muss, dass der deutsche Titel sehr unpassend gewählt wurde, worauf ich aber noch ein bisschen später eingehe. Genauso wie Ida im ersten Band ist auch Elsa eine gestandene Frau. Sie lebte ihr eigenes Leben und ist doch vom Leben gezeichnet. Leider fällt es mir hier an diesem Punkt nicht immer leicht einen Zugang zu der Person zu bekommen, so dass ich mehr als Zuschauer das Buch erlebe. Nichtsdestotrotz empfand ich Elisa durchaus als symphatisch.

Genauso erging es mir mit den anderen Personen in diesem Buch. Neben Elsas Vermieter Kenneth, haben mir besonders Finn und Daniel gefallen. Diese beiden Protagonisten enthalten eine Reihe an Facetten, welche mit als Leser an einigen Stellen wirklich berührt udn aufgewühlt haben. Neben den sanften und ruhigen Klängen bietet das Buch auch kleine Stellenweise erschreckende Momente, die Ali Shaw in meinen Augen gut eingebaut haben. Dennoch hat mich an dieser Geschichte etwas gestört. Wenn ich meinen Blick noch einmal über die Geschichte schweifen lasse war sie mir an einigen Stellen zu fiktiv. Ein bisschen mehr Realismus hätte mir besser gefallen. Gerade am Ende bin ich etwas enttäuscht gewesen.

Was die Aufmachung des Buches angeht, hätte ich mir eigentlich gewünscht, dass es so schön ist wie das erste. Leider fehlt hier der silberne Schnitt, der das erste Buch zu etwas besonderem gemacht hat. Im Gegensatz zu dem Original ist auch das Cover etwas verändert wordn, was aber nicht gleich auffällt. Was ich hier aber besonders ärgerlich find ist der deutsche Titel. Im Original heißt das buch ja “The Man Who Rained” was ja so viel heißt wie “Der Mann, der regnet” die Person regenet also selber. Dies passt wirklcih haargenau zur Geschichte und umso trauriger ist es, dass hier genau dieser Zusammenhang in der deutschen Übersätzung entfernt wurde.

Der Mann der den Regen träumt konnte mich durchaus für ein paar Stunden recht gut unterhalten. Leider lag mir das erste Buch allerdings besser. Mit seinem zweiten Buch trifft Ali Shaw jedoch sicherlich wieder den Nerv von vielen Leserinnen, die sich gerne mit problembehafteten Beziehungen und deren Auflösung beschäftigen und diese lieben.

Fazit

Auch das zweite Buch von Ali Shaw bietet eine ruhige gefühlvolle und durchaus nachdenkliche Liebesgeschichte. Leider konnte sie mich dieses Mal nicht so sehr in den Bann ziehen wie sein Debütroman, dennoch wurde ich sehr gut unterhalten. Ich habe die Luft anhalten müssen, war geschockt und musst auch die Tränen zurück halten. Der Mann, der den Regen trämt ist eine sanfte Geschichte, die man in einer ruhigen nicht zu überhasteten Zeit lesen sollte um alles genießen und wirken lassen zu können. Auch wenn das Buch jetzt für mich kein Highlight war, würde ich immer wieder zu Büchern von ALi Shaw greifen, weil sie einfach anders sind.

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793 Bibliotheken, 10 Leser, 6 Gruppen, 134 Rezensionen

fantasy, ruhm, kai meyer, liebe, jugendbuch

Asche und Phönix, inkl. E-Book

Kai Meyer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.11.2012
ISBN 9783551582911
Genre: Jugendbuch

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430 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

dystopie, arcadion, jonan, carya, liebe

Flammen über Arcadion

Bernd Perplies ,
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 13.09.2012
ISBN 9783802586378
Genre: Jugendbuch

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1.363 Bibliotheken, 20 Leser, 15 Gruppen, 215 Rezensionen

engel, liebe, chimären, fantasy, prag

Zwischen den Welten - Daughter of Smoke and Bone

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2012
ISBN 9783841421364
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

♦ Es war einmal, da verliebten sich ein Engel und ein Teufel ineinander. Es ging nicht gut aus. ♦

Karou ist etwas Besonderes. Sie hat blaue Haare so glänzend wie Seide und filigrane Tattoos. Sie ist in den düsteren Gassen Prags genauso zuhause wie auf den Märkten von Marrakesch, und sie spricht fast alle Sprachen der Welt, nicht nur die der Menschen. Doch Karou hat ein Geheimnis. Manchmal verschwindet sie für Tage, ohne jemandem zu sagen wohin. Außerdem kennt nicht einmal sie selbst ihre wahre Herkunft. Bis eines Tages auf der ganzen Welt mysteriöse schwarze Handabdrücke an Türen erscheinen. Geflügelte Fremde, die durch einen Spalt im Himmel geschlüpft sind, brennen sie in Holz und Metall. Einen von Ihnen trifft Karou in der pulsierenden Altstadt von Marrakesch – und eine Liebe beginnt, deren Wurzeln tief in eine gewalttätige Vergangenheit reichen. Am Ende wird sie mehr über sich erfahren, als sie sich jemals hätte vorstellen können

Bewertung

Nach meinem ersten Buch von Laini Taylor, dem Kurzgeschichten Band »Der verbotene Kuss« wollte ich eigendlich kein weiteres Buch von ihr lesen, denn hier hatte mir weder der Schreibstil noch die Kurzgeschichten gefallen, obwohl bereits diese wirklich ausgefallen und anders waren. Zum Glück habe ich meine Meinung geändert, denn als die ersten englischen Reviews zu Daughter of Smoke and Bone so voller Lob waren und ich gesehen habe, dass das Buch auch bei uns erscheinen wird, musste ich es doch vor lauter Neugierde lesen und ich hätte mir in den Arsch gebissen, wenn ich es nicht getan hätte.

Der erste Band von Daughter of Smoke and Bone hat es mir wirklich angetan, so dass es mir schwer fällt das Buch nicht in den Himmel zu loben. Ich habe die Charaktere wie selten zu vor in mein Herz geschlossen. Wem zu Ohren gekomme sein sollte, dass es sich hier um einen Engelsroman handelt, dem sei gesagt, dass hier zwar auch Engel auftauchen, aber diese in keinster Weise klischeehaft sind. Laini Taylor lässt ihre eigenen Engel auferstehen, die nicht viel mit den Engeln im Nachthemd und schneeweißen Flügeln gemein haben, und auch die anderen Wesen, die hier eine Rolle spielen, die Chimeren sind wirklich wunderbar beschreiben und so faszinierend wie schon lange keine Wesen mehr.

Von der Story des Buches möchte ich hier nichts preisgeben, denn diese spannende, und stellenweise auch sehr tiefgründige Geschichte muss man einfach selber lesen, man muss einfach unvoreingenommen an die Geschichte ran gehen, ohne die Grundgeschichte zu kennen und schließlich schreibe ich eine Rezension und keine Nacherzählung des Buches, also lasst euch auf eine positive Art überraschen.

»Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die Antwort auf alle deine Fragen ist?«

In dem Auftaktband kommen wirklich so viele neue Aspekte vor, dass sich dieses Buch in meinen Augen mit keinem anderen Buch vergleichen lässt, jedenfalls ist mir bisher keines bekannt. Und aus diesem Grund konnte mich Laini Taylor mit jeder Wendung der Geschichte immer wieder überraschen und fesseln. Die Charaktere sind interessant und einzigartig. Kaoru steht mit ihrer Art im vollen Gegensatz zu den normalen weiblichen Charakteren eines YA Paranormal Romans. Sie ist nicht das zarte Mädchen, dass einen Beschützer benötigt, sondern ist eine starke Frau, die ihr Schickal selbst in die Hand nimmt und sich auch von Rückschlägen nicht gleich entmutigen lässt. Und auch Brimstone, Karous Ziehvater und die anderen Chimären bei denen Kaoru augewachsen ist sind witzige und außergewöhnliche Charaktere.

Neben den vielen tollen Ideen hat mir besonders die Tiefe in der Geschichte gefallen. Die Dialoge zwischen den Charakteren sind in keinster Weise oberflächlich, sondern sind zum einen sehr traurig, tiefgängig und zum anderen traumhaft schön. Es steckt teilweise so viel Gefühl und ein wahrer Anteil in dem Gesagten, so dass man mit den Charakteren leidet.

Der Schreibstil passt wunderbar zum Buch. Mal ist er rasant und schroff, dann wieder langsam und gefühlvoll, je nachdem wie es in der Situation angebracht ist. Laini Taylor hat es wirkich geschaft wirklich magische Momente und tolle Szenen zu entwerfen. Selten habe ich mich in einer Welt so wohl gefühlt und es bleibt noch so viel Freiraum und Entwicklungsmöglichkeit für den zweiten Teil. Die Handlungsorte waren einfach wunderbar gewählt und die Welt in der Kaoru landet ist einfach nur magisch und wunderschön. Auch die Namen haben mir sehr gut gefallen und Laini Taylor hat sich wirklich viele neue Begriffe einfallen lassen, so hat sie Wünschen je nach ihrer Stärke eigene Namen gegeben.

Ein weiteres Lob, was zwar weniger mit der Autorin, sondern mehr mit dem Verlag zu tun hat, muss ich auch ausprechen, denn mir gefällt das Cover sehr gut, die Farben haben es mir einfach angetan und schön anzusehen ist auch das Buch ohne Schutzumschlag, denn hinter diesem befindet sich das Motiv vom Cover noch einmal als Zeichnung, die sehr gut aus dem Skizzenbuch von Kaoru stammen könnte.

Nach dem vielen Lob bleibt nur ein einziger Kritikpunkt, nämlich das man sich leider wieder bis zum nächsten Jahr auf den zweiten Band gedulden muss, zumindest wer den zweiten Band so wie ich auf deutsch lesen möchte. Wer es nicht mehr abwarten kann, der kann dann im September 2012 zur englischen Ausgabe des zweiten Teils greifen mit dem wundervollen Titel Days of Blood and Starlight. Ich bin gespannt wie es weiter geht und was uns dann erwartet. Meine Erwartungen an den zweiten Band sind jedenfalls sehr hoch.

Fazit

Es ist wirklich schwer ein kurzes Fazit zu schreiben von einem Buch was einen umgehauhen hat. Daughter of Smoke and Bone wird für mich dieses Jahr ein Buch sein, an das nur wenige Bücher heran kommen werden. Sicherlich ist das Jahr noch jung und es erscheinen noch viele Bücher die mich interessieren, aber in meinen Augen stimmte hier alles. Ich kann zwar immer nur für mich selber sprechen, aber hier stimmte in meinen Augen wirklich alles, die Story, die Charaktere und die Handlungsorte. Wer also weg von den normalen Engelsgeschichten möchte und es ein bisschen phantasievoller mag, dem kann ich Daughter of Smoke and Bone nur an Herz legen. Auch den jenigen, die vom Kurzgeschichtenband von Laini Taylor nicht angetan waren, lasst euch davon nicht abschrecken, hier wäre es als wenn man Äpfel mit Birnen vergleichen würde. Daughter of Smoke and Bone ist unvergleichlich.

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760 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 152 Rezensionen

dystopie, liebe, kyria, reb, flucht

Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt

Andrea Schacht
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei INK, 09.02.2012
ISBN 9783863960162
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Das geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems New Europe. Doch die 18-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebell aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt.

Bewertung

»Über den großen Wandbildschirm liefen im Halbdunkel schreiende Menschen.«

An ihrem achtzehnten Geburtstag, gelangt Kyria bedingt durch einen kleinen Hornissenunfall in die Heilungsstation. Da sie eine Gendefekte ist, wird sie zu ihrem Leidwesen von ihrer Mutter, einer hohen Politikerin und ihrer Duenna (vergleichbar mit einer Zofe), in Watte gepackt und muss ein paar Tage auf der Heilungsstation verweilen. Hier lernt sie Reb kennen, ein Mitglied der Subcultas, die keine ID besitzen und somit eigendlich kein Anrecht auf Heilung besitzen, doch mit Hilfe von Kyria, wird Reb verarztet und die beiden lernen sich kennen. Als Kyria dann durch Zufall erfährt, dass sie nur noch drei Wochen zu leben hat, möchte sie sie die letzten Tage ihres Lebens in Freiheit verbringen und beschließt mit Reb gemeinsam zu flüchten und in ein Reservat zu gelangen, in dem ihre Freundin Hazel lebt. Die Reise gestaltest sich schwieriger, als Kyria es sich vorgestellt hat und immer mehr merkt sie, dass ihre heile Welt gar nicht so heil ist wie sie immer dachte.

Mit dem ersten Band um Kyria und Reb erscheint im INK Engmont Verlag nun eine Dstopie aus deutscher Feder, von der erfahrenen Autorin Andrea Schacht. In meinen Augen muss sich unsere deutsche Antwort auf Cassia und Ky nicht verstecken.

Die Welt in der Kyria und Reb leben gestaltet sich interessant, wenn auch nicht unbedingt neu. New Europe, oder auch kurz gesagt NuYu wird nach einer Pandemie, der der größte Teil der Bevölkerung zum Opfer gefallen ist, von Frauen regiert. Männer haben hier nur wenig zu sagen und dienen mehr als Liebhaber, als dass sie etwas in der Gesellschaft zu sagen haben. Es wird schnell klar, dass damit nicht alle Bürger einverstanden sind, und sich von NuYu unhabhängig sein wollen. Andrea Schacht schafft es aus vielen bekannten Punkten eine tolle Welt zu kreieren, die jedoch noch viel Raum zum Wachsen besitzt. Dies wäre auf jedenfall ein Punkt den ich mir für den zweiten Teil wünsche als Verbesserung wünsche. Außerdem hoffe ich, dass neben Kyria und Reb, Hazel und Cam nicht unbedingt allzu viele Neuecharaktere eingeführt werden. Wird der Leser im letzten drittel des Buches mit neuen Personen doch regelrecht bombadiert, so dass es schwer fällt an einigen Stellen den Überblick zu behalten gerade für Personen die eh ein schlechtes Namensgedächtnis besitzen (zum Glück gehöre ich nicht dazu ^^).

Besonders lesenswert an diesem Band und was mich häufig zum Lachen gebracht hat waren die tollen Dialoge zwischen Kyria und Reb, die an einigen Stellen einen doch sehr trockenen Humor besaßen, bissig waren und mir unheimlich viel Freude bereitet haben. Schon alleine deshalb mag ich dieses Paar. Ein anderer Punkt den ich an den beiden so sehr mag ist ihre Beziehung zu einander, die sich zum Glück erst langsam entwickelt und nicht so schnell von statten geht, so dass sie unglaubwürdig erscheint. Die Geschichte selber bietet einiges an Überraschungen was den Handlungsverlauf in meinen Augen sehr spannend gemacht hat. Leider werfen die vielen Intrigen mehr Fragen im Moment auf, als das Fragen beantwortet werden. Nicht nur Kyria sucht nach Antworten, auch der Leser muss sich leider bis zum nächsten Teil gedulden. Dies wäre ja nicht so schlimm, wenn der Erscheinungstermin des nächsten Bandes bestimmt erst im nächsten Jahr ist.

Der Schreibstil von Andrea Schacht ist einfach und locker. In den meisten Fällen hält sie sich nicht mit endlos langen Beschreibungen auf, dennoch ist sie in der Lage ihre Welt dem Leser nahe zu bringen. An dieser Stelle merkt man, dass Andrea Schacht eine erfahrene Autorin ist.

Ebenfalls positiv und in meinen Augen ein echter Hingucker ist das Cover. Ich selber finde es einfach traumhaft und wer bereits ein INK Buch in der Hand halten durfe, der weiß, dass das Buch auch ohne Schutzumschlag ein wahrer Hingucker ist. Hier kann man dem Verlag wirklcih ein großes Lob ausprechen. Einen kleinen Punkt Abzug gibt es von mir bezüglich des Titels, denn dieser Nutz hier den Erfolg von Cassia und Ky, oder David und Juna. In meinen Augen bekommt der Leser dadurch schon einen Scheuklappenblick und ordnet das Buch bereits gleich in eine Sparte ein. Ein bisschen mehr Ideenreichtung hier wäre besser gewesen.

Fazit

Mit dem ersten Band von Kyria & Reb ist Andrea Schacht ein toller Auftakt gelungen, der mich besonders durch seinen speziellen Charm, den Kyria und Reb mit ihren Dialogen verspühen, überzeugen konnte. Die Welt selber bietet bereits sehr interessante Ansätze, die in den nächsten Bänden noch weiter ausgebaut werden können. Es bleiben viele spannende Fragen offen, die es einem fast unmöglich machen ein weiteres Jahre auf den zweiten Band zu warten. Leider endet auch dieser Band wie so einige Trilogien mit einem gemeinen Cliffhanger. Ich persönlich freue mich bereits auf den nächsten Teil.

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226 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

venedig, fluch, fantasy, schatten, träume

Die Schattenträumerin

Janine Wilk , Christopher Gibbs
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 26.01.2012
ISBN 9783522502702
Genre: Jugendbuch

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(211)

456 Bibliotheken, 5 Leser, 7 Gruppen, 98 Rezensionen

hexen, zirkel, magie, jugendbuch, dämonen

Zirkel

Sara B. Elfgren , Mats Strandberg , Friederike Buchinger
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.01.2012
ISBN 9783791528540
Genre: Jugendbuch

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449 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 99 Rezensionen

meer, liebe, guernsey, elodie, nixen

Meeresflüstern

Patricia Schröder
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2012
ISBN 9783649603191
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

Nach dem Tod ihres Vaters verlässt die siebzehnjährige Elodie ihre Heimatstadt Lübeck, um bei ihrer Großtante auf Guernsey zu leben. Als wenig später auf der Nachbarinsel ein Mädchen tot aufgefunden wird, glaubt sie, dass ihre Ankunft auf der Kanalinsel in irgendeinem Zusammenhang mit dem schrecklichen Vorfall steht. Aber wie ist das möglich? Und wer ist der wunderschöne Junge, dem Elodie in ihren Träumen begegnet? Dann, eines Tages, taucht dieser Junge plötzlich wie ein Geschöpf aus dem Meer vor ihr auf. Geheimnisvoll. Magisch. Betörend. Elodie kann nicht aufhören, an ihn zu denken.

Bewertung

Eigentlich hatte ich mir meinen letzten Abend in Lübeck anders vorgestellt, irgendwie intimer.

Gibt es die Liebe auf den ersten Blick auch bei Büchern? Anscheinend schon, denn bereits als ich Meeresflüstern in den Händen hielt hatte ich mich hoffnungslos verliebt. In das Cover, besonders in das schöne und kraftvolle Blau und in das bezaubernde Lesebändchen, welches blau mit Silberfäden durchzogen ist. Daher hatte ich Elodie, die Hauptfigur und Erzählerin der Geschichte, sofort ins Herz geschlossen. Elodie ist am Anfang ein Mädchen, dass man einfach nur ins Herz schließen kann. Sie ist nicht das typische hübsche, naive Mädchen, sondern etwas eigen. Besonders ihre Angst vor Wasser und wie sich diese Angst bewerkbar macht war sehr lustig.

Obwohl Meeresflüstern mein erstes Buch von Patricia Schröder ist, weiß ich, dass sie bereits vorher Bücher mit sehr ernsten Themen verfasst hat. Und so wundert es auch nicht, dass sie einigen ihrer Charaktere hier ein bisschen mehr Tiefe, Ecken und Kanten verleiht. So leidet Ashton, ein Junge aus Elodies neuem Freundeskreis am Tourette-Syndrom, dieses heikle Thema wird hier zwar nicht übertrieben dargestellt, sondern Ashton gehört einfach dazu und ist ein wirklich liebenswerter Charakter.

Außer Ashton existieren in Meersflüstern natürlich noch andere sympathische Personen, wie zum Beispiel Elodies Großtante. Wieder andere Personen sind mystisch und obwohl man immer die Hoffnung hat zu erfahren was sich hinter ihrer Person verbirgt, spannt Patricia Schröder einen im Laufe des Buches immer wieder auf die Folter. Abwechslungsreich finde ich in Meeresflüstern, dass hier die Jungen endlich mal die Fabelwesen darstellen und nicht immer die Mädchen als Meerjungfrau oder Nixen hinhalten. Außerdem bedient sich die Autorin in Meeresflüstern nicht dem klassischen Mythos der Meerwesen, sondern erschafft sich ein eigenes Meervolk, dass sicherlich Teile anderes Meeresbewohner vereint, aber nicht kopiert wird. Um es etwas moderner auszudrücken, Patricia Schröder hat sich nicht einfach der Copy- und Paste- Taste bedient. Oder habt ihr schon einmal etwas von einem Nix gehört? Ja !!! Gut ich auch, dass es aber Delphine- und Hainixe gibt wusste ich bisher noch nicht.

Nach dem tollen Beginn fällt die Spannung von Meeresflüstern zur Mitte hin zwar leider etwas ab, aber nur um dann wieder in einer einzigen Explosion von Geschehnissen zu enden. Am Ende wird der Leser mit neuen Informationen nur so überhäuft und ich wurde zu meinem Leidwesen mit noch mehr Fragen zurück gelassen als beantwortet wurden. Und ohnehin merkt man erst am Ende wie viel Potenzial noch in dieser Geschichte steckt. Wie schon bei so vielen anderen Trilogien passiert es auch hier wieder, dass Meeresflüstern ein Auftaktband darstellt, der den Leser langsam in die Geschichte einführt und dann mit vielen Fragen und dem Gefühl nach mehr zurück lässt.

Wie bereits erwähnt wird der größte Teil der Geschichte von Elodie aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Schreibweise von Patricia Schröder hat mir dabei sehr gut gefallen. Sie war locker und leicht zu lesen. Für meinen Geschmack an manchen Stellen zwar zu jugendlich, aber immerhin sollen Jugendliche auch die Hauptzielgruppe und daher kann ich darüber hinweg sehen. Auch die Liebe, der Elodie begegnet war mir dann zu viel des guten. Ich bin ehrlich gesagt kein Fan von unsterblicher Liebe, vor allem wenn man den anderen bisher nur im Traum gesehen hat. Würdet ihr für ein Traumwesen, was auf einmal vor euch steht eurer Leben lassen? Ehrlich gesagt bezweifle ich dies und Elodie wirkte in diesem Punkt dann doch wieder sehr naiv auf mich. Vielleicht würde ich es anders sehen wenn ich auch noch 17 wäre, aber so war mir dieser Part dann doch etwas zu schwach. Dies ist auch ein Grund warum ich dem ersten Band keine 5 Punkte geben kann.

Fazit

Für mich war Meeresflüstern ein wirklich toller Auftaktband. Wer sich an dem jugendlichen Stil der Geschichte nicht stört und über die kleinen Längen in der Mitte des Buches hinweg sehen kann, dem wird Meeresflüstern gefallen. Obwohl ich wirklich angetan war von der Geschichte und mir Elodie sehr ans Herz gewachsen war, konnte ich dennoch keine 5 Punkte vergeben, denn leider lässt erst das Ende deutlich werden wie viel Potenzial noch in der Geschichte steckt und es bleiben eine Menge an Fragen offen. Ich warte also bereits gespannt auf die Fortsetzung, da uns der erste Band leider mit einem doch Recht offenen Ende zurück lässt. Am Ende kann ich nur hoffen, dass sich der Verlag beim Cover der weiteren Bände ebenfalls so viel Mühe gibt.

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(61)

172 Bibliotheken, 2 Leser, 7 Gruppen, 35 Rezensionen

träume, liebe, inkubus, fantasy, ella

Traumsplitter

Tanja Heitmann
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 17.10.2011
ISBN 9783453266124
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

So hatte sich die junge Ella Johansen ihre Rückkehr ins Hafenstädtchen Sandfern nicht vorgestellt: die ehemals prächtige Villa der verstorbenen Tante ist heruntergekommen, der traumhafte Garten verwildert. Zudem nistet sich ihr Neffe Kimi bei ihr ein, der ganz und gar nicht mehr so süß und schüchtern wie in ihrer Erinnerung ist. Aber Ella ist fest entschlossen, zu bleiben und als Fotografin Fuß zu fassen. Der Sommer ihres Lebens beginnt in dem Moment, als ein rätselhafter Untermieter in die Villa zieht: Gabriel ist umwerfend schön und charmant; Ella fühlt sich trotz seiner Geheimnisse sofort zu ihm hingezogen. In den flirrend heißen Sommernächten beginnt sie, von ihm zu träumen. Doch dann findet sie heraus, dass Gabriel tatsächlich den Weg in ihre Träume kennt – und einen hohen Preis für seine gefährliche Gabe zahlen muss. Mit jedem Besuch in ihren Träumen riskiert er mehr, sich selbst auf der anderen Seite der Nacht zu verlieren. Plötzlich verwandelt sich der Boden unter Ellas Füßen in brüchiges Glas, und sie droht mit Gabriel in einen Abgrund zu stürzen.

Bewertung

»Ich öffne Augen und sehe einen langen Flur, der sich in der Dunkelheit verliert«

Mit Traumsplitter halte ich mein erstes Buch der deutschen Autorin Tanja Heitmann in meinen Händen. Als den Traum von einem Buch in meinen Händen hielt war ich erst einmal hin und weg. Der Schutzumschlag des Buches ist traumhaft schön und um Träume soll es ja auch in diesem Buch gehen. Also fing ich an zu lesen. Und was ich las, war etwas völlig anderes als das was ich mit vorgestellt hatte. Ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber bei diesem lieblichen Cover dachte ich mich erwartet etwas verträumtes mädchenhaftes, aber dem war nicht so.

In Taumsplitter treffen wir auf Ella. Ella ist in Anfang 20 und damit etwas älter, als ich es mir vorgestellt hatte. Dies führte dazu, dass die Themen und Probleme der einzelnen Personen ernsterer Natur sind oder besser ausgedrückt tiefgründiger sind. Hier wurde ich schon einmal sehr überrascht. Neben Ella lernen wir noch Kimi, ihren Neffen, und Gabriel kennen. Alles drei Charaktere sind wahnsinnig und interessant. Besonders der 15-jährige Kimi hatte es mit angetan. Dieser hat nicht nur Probleme mit seinen ”doofen Eltern“, sondern auch mit sich selber, denn wie viele in seinem Alter spielen auch bei Kimi die Hormone verrückt, was sich dadurch zeigt, das Frau Heitmann das Thema Sexualität und liebe zum anderen Geschlecht auf eine sehr gefühlvolle, aber auch sehr deutliche Art und Weise erzählt. Denn nicht nur Ella findet den neuen Mitbewohner Gabriel sehr anziehend, auch Kimi kann seinen Blick nicht von Gabriel abwenden.

Neben den Problemen, die Kimi zu bewältigen hat, besitzen natürlich auch die anderen Personen ihre Probleme und diese sind meiner Ansicht nach nicht unbedingt für die jüngere Leserschaft geeignet, weshalb ich das Buch Lesern empfehle, die schon 15 sind.

Mein größte Überraschung, die ich hier als sehr positiv sehe war also, dass sich Traumsplitter an etwas ältere Leser richtet, die sich mit diesen Problemen besser auseinander setzen können. Leider nahmen dafür jedoch die Probleme der Hauptcharaktere zu viel Platz ein, und ließen der eigentlichen Story nicht so viel Platz wie ich es mit gerne gewünscht hätte, denn bis zur Hälfte des Buches war ich mir immer noch nicht im klaren, was es mit Gabriel und den Träumen auf sich hat. Das dabei ein Inkubus eine Rolle spielt wurde für mich viel zu spät dargestellt, so dass sich die Handlung zum Ende hin auf einmal rasend schnell entwickelte.

Etwas mehr Raum für die Handlung wäre in diesem Fall besser gewesen und hätte mir auf alle Fälle geholfen, so fand ich das Ganze dann doch etwas zu verwirrend. Aus meiner Sicht hätten es ruhig 50 -100 Seiten mehr sein können damit die Geschichte die Tanja Heitmann erzählen wollte etwas ruhiger von statten gegangen wäre.

Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass sich Traumsplitter sehr gut lesen lässt. Der Schreibstil war flüssig und man kommt sehr gut voran. Geschrieben wurde das Buch in der dritten Person und zwar mehr von Ellas Standpunkt aus. Hier hätte ich mir vielleicht vorstellen können, das die Ich-Perspektive mit wechselnden Personen pro Kapitel besser zu lesen gewesen wäre, um Kimi und Gabriel besser verstehen zu können. Die Probleme wurden immer mal wieder von Kimi extravaganter Art und seinen flotten Sprüchen aufgelockert. Gekonnt schaffte es Freu Heitmann etwas intimere Geschehnisse durch die Blume zu erzählen und auf der anderen Seite verwendete sie Wörter, die deutlicher nicht sein können.

Fazit

Traumsplitter ist ein schöner Roman für zwischen durch, der in meinen Augen mehr mit den Charakteren punkten kann als mit der Handlung selber. Wer aber das Thema Incubus und Träume allgemein interessant findet, der wird in Traumsplitter ein sehr gutes Buch suchen. Da ich mir jedoch etwas anderes vorgestellt hatte und mir die Story leider zu wenig im Vordergrund stand, kann ich für die Handlung selber nur 2 Belles vergeben und für die liebevollen Charaktere 4 Belles, macht in meinen Träumen insgesamt 3 Belles. Mehr leider auch nicht.

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316 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 45 Rezensionen

dystopie, tattoo, zukunft, liebe, sal

The Sign - Nur zu deiner Sicherheit

Julia Karr , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 477 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.12.2011
ISBN 9783570307724
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

Nina Oberon ist 15 Jahre und wie alle Mädchen wird sie an ihrem 16. Geburtstag das Tattoo erhalten, mit dem sie offiziell ein Sexteen ist. Als Sexteen ist es jeden erlaubt mit ihr Sex zu haben. Doch anders als die meisten Mädchen hat Nina vor diesem Tag Angst, denn sie möchte noch gar keinen Sex. Aber außer das der Tag der Tätowierung näher rückt hat Nina noch ganz andere Sorgen, denn als ihre Mutter bei einem Attentat stirbt, liegt es an ihr sich und ihre Schwester vor Ed, dem Freund ihrer Mutter und dem Vater ihrer Schwester zu schützen. Doch wie kann sie Ed aufhalten und was meinte Ihre Mutter damit, das ihr leiblicher Vater noch am Leben ist? Nina beginnt an der Regierung zu zweifeln.

Bewertung

Ich sah zu den AV-Bildschirmenauf, in der Erwartung, den neusten Spot in Sachen Schulmode für Sechzehnjährige zu sehen.

Eigentlich hatte ich mich so auf das Buch gefreut. Die Geschichte versprach spannend zu werden und ich dachte, dass eine Gesellschaft in der Sex ab 16 legalisiert wird eine interessante Basis bietet. Doch leider fingen meine Probleme mit Julia Karrs Debüt schon gleich am Anfang an, denn ich hatte unheimlich Probleme mit den Vornamen. Sicherlich wird es hier jedem anders ergehen und ich hoffe, dass nur ich mich so anstelle, aber weder mit Nina konnte ich etwas anfangen noch mit den anderen Namen der Protagonisten die meistens auch noch sehr kurze Namen hatte, als da wären Ed (der Freund von Ninas Mutter), Dee (Ninas Schwester), Sal (ein Junge aus Ninas neuer Schule) oder Wei ( eine Freundin in Ninas neuer Schule). Auch das Nina ihre Mutter mit Vornamen angeredet konnte nicht gerade zur Besserung beitragen, sondern führte dazu, dass ich eine Distanz sowohl zu Nina als auch zu ihrer Mutter aufbaute.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Persepektive, also von Nina selber. Aus diesem Grund bekommt der Leser natürlich eine Menge von Ninas Gedanken mit. Leider drehen sich Ninas Gedanken für meinen Geschmack zu viel um das Tattoo, Sex und Ed. Außerdem bleiben einige Personen dadurch etwas blass, obwohl sie sehr interessant sein können. Neben den sich ständig vielen Wiederholungen von Ninas Ängsten, viel es mir am Anfang schwer der Handlung zu folgen. Besonders am Anfang fügt Julia Karr viele neue Begriffe ein, die nicht sofort erklärt werden. Manchmal folgt die Erklärung erst einige Seiten später, was dem Leser durchaus Schwierigkeiten bereiten kann.

Leider mussten im Verlauf der Geschichte zu viele hausgemachte Probleme von Nina gelöst werden, so dass die eigentliche Handlung etwas in den Hintergrund gedrängt wurde. Obwohl das Ende dann etwas an Spannung gewann war ich vom Finale dann doch enttäuscht, da sich das Problem zu schnell löste.

Emotional konnte mich The Sign wenig berühren. Ninas Gefühlen waren mir leider völlig fremd. Sicherlich bietet The Sign einige emotionale Höhepunkte, die sich aber nur greifen lassen, wenn man keine Distanz zu den Protagonisten aufgebaut hat so wie ich. Ich hoffe andere Leser kann Ninas Schicksal mehr bewegen als mich. Sicherlich war dies bestimmt auch Julia Karrs Absicht. Nicht umsonst schreibt man ein Buch aus der Sicht der Hauptprotagonistin.

Am Ende bleibt eigentlich nur zu sagen, dass Julia Karr mit The Sign ein durchaus lesenswerter Auftakt gelungen ist, denn die Gesellschaft die sie aufbaut bietet noch eine Menge an Potenzial, die hier leider durch Ninas Probleme noch etwas zu sehr vernachlässigt wird. Das Ende des ersten Bandes bietet hier wirklich ein tolles Sprungbrett um Ninas Welt besser kennen zu lernen. Ich für meinen Teil bin froh, dass die Handlung im zweiten Band sicherlich einiges an Spannung zu nimmt. Zwar kann ich hier leider nicht mehr als drei Punkte vergeben, aber ich werde den zweiten Band auf jeden Fall lesen. Eben weil ich noch einiges an ungenutztes Potenzial in der Story sehe. Es bleibt zu hoffen, dass Julia Karr meine Erwartungen dann auch erfüllen kann.

Fazit

Von den Charakteren her konnte mich The Sign leider nicht fesseln. Dennoch sehe ich in der Darstellung der Gesellschaft noch einiges an Potenzial, dass zum Teil bereits gut dargestellt wurde. Den zweiten Band werde ich mir aus diesem Grund nicht entgehen lassen, auch wenn ich mich nicht unbedingt auf ein Wiedersehen mit Nina freue. Wen die Namen und die doch recht unreife Darstellung der Figuren nicht stört, den kann Julia Karrs Debüt durch aus gefallen.

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408 Bibliotheken, 2 Leser, 12 Gruppen, 78 Rezensionen

flucht, jugendbuch, whisper island, gedankenlesen, insel

Whisper Island - Sturmwarnung

Elizabeth George , Ann Lecker-Chewiwi , Bettina Arlt ,
Fester Einband: 444 Seiten
Erschienen bei INK, 04.11.2011
ISBN 9783863960018
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

Becca King hat eine Gabe, die gleichzeitig ein Fluch ist. Sie kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Rauschen, dem sie nicht entrinnen kann. Jetzt ist Becca auf der Flucht, weil ihr Stiefvater ihre Fähigkeiten skrupellos ausnutzen wollte. Sie hat eine neue Haarfarbe und eine neue Identität. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel hofft Becca, Unterschlupf bei einer Freundin ihrer Mutter zu finden. Doch als sie dort ankommt, erfährt sie, dass die Freundin zuvor gestorben ist. Verzweifelt versucht Becca, ihre Mutter zu erreichen ohne Erfolg: Das Handy ist tot.

Bewertung

»Der letzte Tag von Hannah Armstrongs Existenz war zunächst ein Tag wie jeder andere.«

Eigentlich hatte ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut, gab es doch vor erscheinen des Buches eine sehr schöne Werbekampagne mit einer sehr coolen Website, auf der du auf Beccas Spuren wandeln konntest und ich freute mich auch mal wieder einen Thriller in den Händen zu halten, zumal meine Erwartungen sehr hoch waren, stammte dieser erste Jugendroman doch von Elizabeth George, einer Meisterin der Krimis. Doch die Freude wurde nach der ersten schlechten Rezension etwas getrübt. Als die nächsten weniger positiven Rezensionen folgten, wollte ich mir endlich selber meine Meinung bilden und habe versucht mich unvoreingenommen an das Buch zu wagen, vielleicht ist es ja doch nicht so schlecht.

Aber schon nach den ersten 20 Seiten, hätte ich das Buch zum ersten Mal gegen die Wand schmeißen können. Während wir im einen Moment noch Hannah Armstrong kennen lernen, und ihre Gabe sehr interessant klang, Hannah kann nämlich Gedanken von anderen Menschen als Flüstern wahrnehmen, macht die Handlung auf einmal einen riesen Sprung und Hannah befindet sich mit ihrer Mutter auf der Flucht. Das Hannahs Stiefvater etwas damit zu tun hat und die beiden auf der Flucht vor ihm sind, wird nur kurz angerissen. Aus Hannah wir auf einmal Becca King, die von ihrer Mutter auf eine Insel gebracht wird, wo sie erst einmal bei einer Freundin unterkommen soll.

Die Idee, das Becca die Gedanken von anderen Menschen in Form von Fetzen hören kann, ist zwar ganz nett, aber sie wird weder interessant genug ausgebaut, noch bringt sie Becca irgendetwas, außer dass sie und die Gedanken ihres Stiefvaters erfährt, was sie erst in die Lage bring flüchten zu müssen und meistens Ihre AUD-Box anstellen muss, durch deren Hilfe sie die Gedanken unterdrücken kann. Diese Gedankenfetzen gingen mir jedoch nach einiger Zeit so sehr auf die Nerven, dass ich mir ebenfalls solch eine AUD-Box gewünscht habe um diese Passagen, die so oder so nicht viel zur Handlung beitragen, ausblenden zu können.

Und auch so konnten mich weder die Charaktere beeindrucken, noch war die Handlung überaus spannend, viele Handlungstränge wurden zwar angefangen, die viel mehr potenzial hatten, aber dann nicht weiter geführt wurden. Anstelle dessen hat sich Elizabeth George zu sehr auf die Probleme der Nebencharaktere bezogen, als Beccas Geschichte weiter zu bringen. Ich meine Ihre Mutter ist nicht erreichbar, die Freundin zu der sie ziehen sollte ist tot und Becca lebt einfach so auf der Insel weiter, macht sich keine wirklich großen Sorgen was mit ihrer Mutter sein könnte, hat aber Angst vor dem Sheriff, der sich jedoch nicht für sie interessiert, sondern auch hier wieder seine eigenen Probleme hat.

Ebenso unspannend wie die gesamte Handlung des Buches war dann auch die Auflösung des Falles, der sich auf Whidbey übrigens ereignet hat und mehr von der Haupthandlung einnahm, als die Tatsache, dass sich Becca ja immer noch auf der Flucht vor ihrem Stiefvater befindet.

Vom Schreibstil her war das Buch zwar flüssig zu lesen, aber an einigen Stellen erschien es mir, dass die Charaktere selbst für Elizabeth George fremde Personen sind, da sie an einigen Stellen sehr distanziert über sie geschrieben hat. Größtenteils wurde die Handlung aus Beccas Sicht erzählt, aber teilweise wurde dann auch wieder aus anderen Blickwinkeln erzählt, was leider in diesem Fall mich nicht überzeugen konnte, denn während ich mich in diesem Moment der erzählenden Person näher fühlte, distanzierte mich dies von einer anderen Person.

Was mich besonders an Whisper Island geschockt hat, war die Tatsache, das dieses Buch nicht von einer jungen Autorin stammt und dies ihr Debütroman ist, unter diesen Umständen hätte ich vielleicht noch ein halbes Auge zu drücken können und darauf gehofft, dass es im nächsten Band besser wird, aber bei der Autorin sprechen wir hier immerhin von Elizabeth George einer sehr erfahrenen Krimi Autorin, die ihr erstes Buch bereits 1988 heraus gebracht hatte. Hier hätte ich deutlich mehr erwartet auch wenn Whisper Island ihr erstes Buch im Jugenbreich darstellt, aber dies sollte nicht dazu führen, dass die Charakter unlogisch handeln und einfach keine Spannung aufkommt.

Fazit

Mich konnte der erste Teil der Whidbey-Reihe in keinster Weise überzeugen und wenn ich daran denke, das Elizabeth George noch 4 weitere Bänder schreiben möchte, dann kann ich ihr nur raten ihre Energie in ein interessanteres Projekt zu stecken. Ich für meinen Teil werde die Reihe jedenfalls nicht weiter verfolgen. Wer auf 14-jährige Teenager steht, die lieber vor Problemen davon laufen und unter Verfolgungswahn leiden, der könnte sich durchaus für die Abenteuer von Becca King interessieren, alle anderen sollte sich nach einem anderen Thriller umsehen. Für ein schwaches Buch einer sehr erfahrenen Autorin kann ich nur 2 Punkte vergeben.

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986 Bibliotheken, 14 Leser, 17 Gruppen, 176 Rezensionen

dystopie, liebe, david, juna, virus

Das verbotene Eden - David und Juna

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur , 22.08.2011
ISBN 9783426283608
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:

Männer und Frauen. Feuer und Wasser. David und Juna.

Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer …

Bewertung:

„Wenn unsere Welt zusammenbricht, dann schneller, als wir uns das im Moment ausmalen können. “

Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, muss ich gestehen, dass es mich nicht vom Hocker gehauhen hat. Zum einen lag es daran, dass hier zwei Personen abgebildet wurden, die mit großer Wahrscheinlichkeit David und Juna zeigen sollen, was ich schon einmal gar nicht mag, wenn mir ein Bild vermittelt werden soll, und dann, dass die beiden Personen auch noch so lieblos ins Bild eingefügt wurden, zumal das Mädchen bereits auf zig anderen Covern zu finden war. Nach dem Lesen des Buches muss ich außerdem sagen, dass die beiden Personen auf dem Cover nichts mit David und Juna gemein haben. Hier hätte ein schönes Cover entstehen können, zumal der Autor ursprünglich Illustrator ist.

Nun jedoch zum Inhalt des Buches. Auch hier muss ich sagen, dass der Klappentext leider ein falsches Bild darstellt. Als ich mir den Klappentext damals durchgelesen habe, dachte ich, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt, die eben in einer dystopischen Umgebung statt findet. Und um ehrlich zu sein hätte ich das Buch hier auch nicht gelesen, wenn ich nicht bereits im Vorfeld sehr guten Kritiken gelesen hatte. Zum Glück hatte ich die Möglich diese Kritiken zu lesen, denn man sollte sich vom Klappentext nicht abschrecken lassen, bitte erwartet hier keine Liebesgeschichte (jedenfalls nicht direkt), denn dadurch bekommt Ihr ein falsches Bild von dem Buch, es geht hier nicht um die Liebe von David und Juna. Diese ist erst auf den letzten paar Seiten Thema. Aus diesem Grund möchte ich hier schon einmal gleich vorweg daraufhinweisen, dass sich die beiden erst nach ca. 150 Seiten begegnen, dass dann auf den anderen 200 Seiten keine Liebesgeschichte wie bei Romeo und Julia enstehen kann ist meiner Meinung nach logisch, verständlich und wäre auch nicht glaubwürdig. Also bitte lasst euch hier nichts einreden, so das ihr mit falschen Erwartungen ans Buch heran geht und dabei enttäuscht werdet.

Geht man ohne bestimmte Vorstellungen an das Buch heran, wird man mit einer in meinen Augen schönen Story belohnt. Der Roman selber spielt in einer nicht all zu weit infernten Zukunft, in der Männer und Frauen, bedingt durch einen Virus, sich bekriegen bzw. nicht mehr mit einander leben können. Teil dieser Welt sind Juna, die auf der Seite der Frauen aufgewachsen ist und David, der in einem Kloster auf der Seite der Männer groß geworden ist. Eigendlich leben beide in ihren Welten und haben mit dem anderen Geschlecht nicht viel zu tun, abgesehen der Tatsache, dass Juna als Kriegerin die Dörfer der Frauen verteidigt. Dies ändert sich jedoch, als David seinen Meister begleitet um einen Säugling entgegenzunehmen und Juna die jenige ist, die den Säugling zum besagten Ort bringen muss. Juna kann von nun an den Gesichtsausdruck Davids nicht mehr vergessen und ihre Vorurteile ihm gegenüber kommen stark ins schwanken, als sie ihn näher kennen lernt.

Aktion mäßig passiert leider in der Mitte des Buches nicht viel. Hierfür sorgen der Anfang und das Ende jedoch für genug spannende Momente. Besonders gut hat mir hier die Entwicklung von Juna gefallen, die am Anfang des Buches alle Männer für Monster hielt und lernen musste, dass dies in David, der ein sehr nachdenklicher und einfühlsamer junger Mann ist, nicht zu trifft. Dass das Buch nicht langweilig wird, dafür sorgen immer wieder tolle Wandlungen in der Story, die mich teilweise sogar in Erstaunen versetzen konnten.

Der Schreibstil war flüssig, leicht zu lesen und konnte mich vor allem durch die doch recht bildliche Darstellung in seinen Bann ziehen. Besonders gut hat mir hier die Erzählperspektive gefallen, die immer wieder zwischen David und Juna wechselt. So dass man sich in beide hineinversetzen kann. Zwar war mir Juna am Anfang nicht gerade sympatisch, hier gefiel mir Gwen besser, doch dies änderte sich zum Ende des Buches hin, als sie den guten Willen zeigte, von David Hilfe anzunehmen und sich von ihm das Lesen beibringen lies.

Fazit:

Wer sich von der Liebesgeschichte befreien kann, der wird vom ersten Teil mit einer wunderbaren Geschichte belohnt. Jedenfalls war ich von der Story sehr begeistert. Hierzu muss ich sagen, dass ich hier meinen ersten Roman von Thomas Thiemeyer gelesen habe, und es wie mein SuB mir auch schon sagt nicht mein letzes Buch von ihm sein. Zumal ich schon sehr auf die Story von Gwen gespannt bin. Verspricht der nächste Teil doch ebenfalls eine tolle Story zu bieten. Belle und ich konnten unsere Nase jedenfalls nicht aus dem Buch nehmen und vergeben daher die volle Punktzahl.

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225 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

rotkäppchen, märchen, liebe, fantasy, blutrote schwestern

Blutrote Schwestern

Jackson Pearce , Momo Evers , Falk Behr
Fester Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 26.09.2011
ISBN 9783426283523
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

DIE ZARTE HAND DES TODES… Wenn es dunkel wird, ziehen zwei junge Frauen durch einsame Gassen und Wälder. Mit ihren blutroten Mänteln und süßen Parfüms locken sie Werwölfe an – aber wenn diese sich auf die vermeintlich hilflosen Opfer stürzen, ziehen Scarlett und Rosie ihre Äxte hervor und schlagen zu. Doch dann beginnt die jüngere Rosie zu ahnen, dass es noch mehr im Leben geben kann als die Jagd – und begeht einen Fehler, der sie und Scarlett in größte Gefahr bringt: Sie verliebt sich … [Quelle: Pan Verlag]

* Bewertung*

Blutrote Schwestern ist nach „Drei Wünsche hast du frei“ das zweite Buch von Jackson Pearce und auch das zweite was ich von Ihr lese. Nachdem mir ihr Debüt sehr gut gefallen hatte, war es für mich klar, dass ich auch Blutrote Schwestern lesen werde, und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Blutrote Schwestern handelt von den beiden March Schwestern Scarlett und Rosie. Scarlett, die ältere von beiden wurde durch einen Unfall, bei dem sie ihre Schwester vor einem Fenris rettet und dadurch ihr eines Auge verliert und viele unansehnliche Narben davon trägt. Seit diesem Tag an, gibt es für Scarlett nur noch die Jagd auf die Fenris, und obwohl Rosie ihrer Schwester bei der Jagt behilflich ist, wünscht diese sich ein anderes, ein normales Leben. Dieses scheint zu finden, als sie sich in Silas, Scarletts ehemaligen Jagdpartner, verliebt und eine andere Seite des Lebens kennenlernt.

Jackson Pearce schafft es mit Blutrote Schwestern das Märchen um Rotkäppchen neu zu erzählen. Doch hier ist Rotkäppchen keines Falls hilflos, denn Scarlett und Rosie wissen ganz genau wie sie sich wären, gehen die beiden Schwestern doch mit einer Axt (Scarlett) und Jagdmessern (Rosie) auf Fenrisjagd. Obwohl ich Werwölfe bisher nicht sonderlich mochte, konnte ich mich mit den Wölfen von Jackson Pearce sehr gut anfreunden, denn erstens bezeichnet sie selber diese nicht als Werwölfe, sondern als Fenris, obwohl dies etwas verwirrent ist, denn der Fenriswolf ist in der nordischen Mythologie das erste Kind des Gottes Loki und der Riesin Angrboda, und zweitens kann man diese Wölfe hier nicht mir normalen Werwölfen vergleichen, da diese sich nicht nur bei Vollmond verwandeln, sondern dann wenn sie es in ihrer Gier wollen.

Was mit hier besonders gefallen hat, war die Darstellung der Scarlett March, denn anders als die meisten weiblichen Charaktere kann Scarlett sich selber sehr gut beschützen, sie ist wirklich sehr taff und durch ihre vielen Narben und dem fehlendem Auge ist sie mal keine überirdische Schönheit, sondern einfach eine Heldin die man gerne haben muss. Auch die liebe zu ihrer Schwester fand ich sehr gut dargestellt. Leider überragt Scarletts starker Charakter den von Rosie ein bisschen und lässt diesen daher etwas blass aus sehen, aber damit konnte ich umgehen.

Das Buch war wie beim Debüt sehr flüssig zu lesen und ich konnte mich somit sehr gut auf die Story konzentrieren. Meistens bemängele ich die Länge eines Buches, aber hier ist es eher anders herum, von meiner Seite aus hätte das Buch ruhig noch ein paar Seiten mehr haben können, denn gerade das Ende kam für mich dann doch etwas zu schnell. Aber bei den ganzen vielen Trilogien die zur Zeit erscheinen, empfand ich Blutrote Schwestern dennoch als erfrischend, da es sich hier um einen in sich abgeschlossenen Teil handelt, der alles zu bieten hatte, Aktion, Romanze und auch einer Hauch von Dunkelheit.

Fazit

Blutrote Schwestern kann ich jedem empfehlen, dem „Drei Wünsche hast du frei“ hast du frei mochte und für alle die gerne klassische Märchen in einem neuen Gewand, vielleicht einen blutroten Mantel :) , lesen. Besonders Scarlett March machte diese Buch für mich etwas besonderes. Ich freue mich jedenfalls schon auf den neuen Teil der Fairytale Retellings – Reihe, in der dieses Mal dann die Geschichte von Hensel und Gretel neu erzählt wird. Ich vergebe für eine gelungen Geschichte mit tollen Schwestern und einem süßen Waldarbeiter 4 von 5 Belles.

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

katzen, fantasy, abenteuer, andrea schacht, magie

Jägermond - Im Reich der Katzenkönigin

Andrea Schacht
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 01.08.2011
ISBN 9783764530723
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:

Bastet Merit, die Königin des Katzenreichs Trefélin, besucht unsere Welt, um von ihrer sterbenden Menschenfreundin Gesa Abschied zu nehmen. Doch bei dem Besuch kommt es zur Katastrophe. Bastet verliert ihr magisches Ankh und ist nicht nur in unserer Welt gefangen, sondern auch im Körper einer wehrlosen Hauskatze. Ihre einzige Chance ist der Ohrring, den sie einst Gesa schenkte und der über die gleichen Fähigkeiten verfügt wie das Ankh. Aber Gesa hat den Talisman ihrer Enkelin Feli hinterlassen – und es nicht mehr geschafft, die junge Frau auf ihr Erbe vorzubereiten.

Feli ahnt nicht, was auf sie zukommt. Bis drei ziemlich unerfahrene Kater in Menschengestalt auf der Suche nach ihrer Königin unvermittelt bei ihr auftauchen. Außerdem ist Finn, der Bruder von Felis bester Freundin, ebenfalls in die Sache verwickelt. Und obendrein ist er auch noch in sie verliebt! Als ob Feli nicht schon genug eigene Probleme hätte …

Bewertung:

Andrea Schacht ist ja eher für ihre historischen Romane bekannt sowie bei einigen Lesern auf Grund ihrer Katzengeschichten, um so neugieriger war ich nun zu sehen, wie sich ihr Ausflug in die fantastische Welt gestaltet zumal ich noch keines ihrer Bücher zuvor gelesen hatte (bisher lagen ihre Bücher leider nicht in meinem Interessenbereich). Dem entsprechen habe ich mich neugierig dem Buch gewidmet und muss sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat.

Am Anfang des Buches erlebt der Leser die Geschichte noch aus mehreren Blickwinkeln, denn sowohl Feli, Merit, Nefer als auch Finn erzählen erst einmal die Geschichte aus ihrer Position. Danach treffen die einzelnen Handlungsstränge auf einander und es wird mehr zwischen den Erlebnissen von Merit in der Menschenwelt und Feli in Trefélin berichtet. Hier hatte ich zu beginn zwar ein paar Schwierigkeiten den einzelnen Personen zu folgen, aber nach dem ich mich eingelesen hatte, konnte ich mich auch besser auf die Geschichte einlassen.

Zwar konnte mich Jägermond von der Story her nicht wirklich überzeugen, dafür war sie leider nicht nach meinem Geschmack, aber auf Grund der wirklich sympathischen Charakteren hat mich das auch nicht wirklich gestört. Stellenweise hat mich Jägermond jedoch so gut unterhalten, dass ich in der U-Bahn sogar zwei Stationen zu weit gefahren bin, weil ich so in das Buch vertieft war und meine Station verpasst habe. (Dies passiert mir nicht gerade häufig, denn es ist einer meiner Ängste zu weit zu fahren). Es gab einfach zu viele witzige Momente, in denen ich einfach abschalten und lachen konnte, Andrea Schacht schaffte es einfach göttlich zu beschreiben, wie drei junge Kater versuchen sich als Jungs in der Menschenwelt zurecht zu finden. Klar ist hier, dass es nicht ohne witzige Zwischenfälle ausgehen kann. Aber besonders Feli konnte mich im Laufe der Geschichte überzeugen, ist sie doch die diejenige die sich im Verlauf der Handlung am meisten weiter entwickelt. Die Story nahm leider etwas mehr Gestalt an, als auch schon wieder zu Ende war. Auch wenn nicht eindeutig klar ist, dass es sich hier um einen Einzelband handelt, hat sich Andrea Schacht durch aus eine Hintertür für weitere Geschichten offen gelassen.

Oft habe ich mir im Verlauf des Buches gewünscht meine Katzen könnten mich verstehen, doch leider musste ich feststellen, dass ich leider keine Trefelingeborene Katze in meinem Haushalt habe, sondern zwei süße ganz normale Katzengeborene. Auch wenn mein Kater immer mal wieder versucht mit mir zu kommunizieren :) .

Fazit:

Mit Jägermond hat Andrea Schacht ein wirklich unterhaltsames Fantasydebüt hingelegt. Zwar wird es nicht eines meiner Lieblingsbücher, aber es hat mich für die Stunden, in denen ich es gelesen habe sehr gut unterhalten. Leider verstehe ich meine Katzen dennoch nicht besser. Vielleicht hat sie ja einen Tipp für mich wo ich einen Ohrring herbekomme ;)

Am Ende möchte ich noch darauf hinweisen, dass es sich bei dem Titel „Der Ring der Jägerin“, der im April 2012 bei Blanvalet erscheint, um keine Fortsetzung handelt, sondern um eine Neuauflage des Titels „Vor Wundern flieht man nicht“ von 1998.

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(278)

569 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 92 Rezensionen

raumschiff, dystopie, liebe, godspeed, zukunft

Godspeed - Die Reise beginnt

Beth Revis , Simone Wiemken ,
Fester Einband: 445 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.08.2011
ISBN 9783791516769
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der „Godspeed“. Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkammer wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der „Godspeed“ auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen?

Bewertung

»Lass Mom als Erste gehen«, sagte Dad.

Wie in der Kurzbeschreibung bereits erwähnt beginnt das Buch damit, dass die 17-jährige Amy sich zusammen mit ihren Eltern einfrieren lässt, um für die nächsten 300 Jahre, die Reise auf der Godspeed im Kälteschlaf zu verbringen, bis sie auf der Zentauri-Erde landen, und dort eine neue Welt aufbauen. Doch während der Reise geht etwas schief und Ami erwacht 50 Jahre zu früh aus ihrem Kälteschlaf. Es stellt sich heraus, dass ihre Kältekammer einfach abgeschaltet wurde und sie nur durch viel Glück von Junior und dem Doc gerettet wurde. Natürlich ist Amy alles andere als Glücklich nun getrennt von ihren Eltern zu sein. Und nicht nur dass, die Menschen auf der Godspeed sind ihr gegenüber nicht gerade freundlich gesinnt, denn sie ist anders als die Bewohner der Godspeed und wie der Älteste Junior gelehrt hat, ist Andersartigkeit eine der drei Ursachen für Unfrieden. Und diesen kann die Besatzung der Godspeed nicht gebrauchen. Doch Junior ist fasziniert von Amy und hinterfragt sich immer mehr was sich hinter den Geheimnissen der Godspeed verbirgt und was ihm der Älteste verheimlicht. Gemeinsam mit Amy geht er der Sache auf den Grund.

Bereits mit dem Einfrierungsprozess am Beginn der Geschichte, der nichts für schwache Nerven ist, konnte mich Beth Revis fesseln. Zwar hatte ich im mittleren Teil einen kleinen Hänger, aber zum Ende hin nahm das Buch noch einmal richtig fahrt auf und ich kam auf Grund der Ereignisse nicht mehr aus dem staunen heraus. Zwar waren einige Teile des Plotes vorhersehbar, aber es gab noch genügend, mit dem Beth Revis mich in Erstaunen versetzte und gerade das Ende fand ich erschrecken und gleichzeitig auf verstörend.

Im Grunde lässt Beth Revis hier wirklich kein Thema aus, im Bezug darauf, was uns Menschen aus macht. Gerade zum Ende hin, musste ich mich selber fragen, ob es vertretbar ist, wie die Menschen auf der Godspeed leben. Leider würde ich hier zu viel spoilern, wenn ich dies erklären würde, deshalb kann ich jedem nur empfehlen es selber zu lesen. Auch wenn die Handlung vielleicht stellenweise noch in den Kinderschuhen steckt, immerhin handelt es sich ja hier um einen Auftakt einer Trilogie, spricht Beth Revis viele Themen an, über die man im Ethikunterricht stundenlang diskutieren könnte.

Die Charaktere faszinierten mich auf unterschiedliche Weise, während mir Amy sehr gut gefiel und ich sie sympathisch fand, verursachte der Älteste ein richtiges Antipathie-Gefühl bei mir. Es ging nicht anders, aber ich musste ihn einfach verabscheuen. Leider blieb mit Junior etwas von seiner Charakterentwicklung her etwas zu blass. Ich hoffe dies ändert sich im zweiten Teil etwas. Selbst die Nebencharaktere wie Harley sind mir ans Herz gewachsen.

Beth Revis Schreibstil liest sich wunderbar fließend und einfach, wodurch man schnell voran kommt. Das Buch selber ist immer wieder in Kapitel aufgeteilt, die abwechselnd aus der Sicht von amy und Junior erzählt werden. Ich selber finde diesen Erzählstil toll, weil sie einem ermöglicht die Gefühle der erzählenden Person besser zu verstehen. Außerdem komme ich den Protagonisten so immer viel näher und kann auch besser mit ihnen fühlen.

Ich hoffe meine Rezension ist nicht zu chaotisch geraten, aber meine Gedanken sind im Bezug auf dieses Buch doch recht verwirrend. Ich hoffe es geht dennoch einigermaßen.

Einer meiner größten Kritikpunkte liegt bei Godspeed nicht in der Handlung des Buches, sondern dieses mal in der Umsetzung des Covers der deutschen Ausgabe. Leider gefällt mir das Cover hier weniger gut. Das grün des Covers trifft in keinster Weise meinen Geschmack, und wenn man die beiden Personen schon so deutlich hervor hebt, dann hätte sich der Verlag hier um eine korrekte Darstellung bemühen können, in dem sie den männlichen Part an Juniors Hautfarbe hätten anpassen müssen. Außerdem bin ich kein Freund davon, wenn Personen umbenannt werden. Im Original heißt Junior nämlich Elder und der Älteste Eldest. Ist in dem Sinne im deutschen der Ältere (Junior) und der Älteste bleibt der Älteste, aber hätte man die beiden Namen nicht als Eigennamen übernehmen können. Ich habe irgendwie eine Aversion gegenüber Junior. Aber gut, ich habe den Name einfach überlesen.

Fazit

Beth Revis hat es geschafft, mich bis zur letzten Seite zu fesseln, zwar haben mir ein paar Einzelheiten nicht gefallen, so dass ich keine vollen 5 Punkte vergeben kann, und ich erwarte auch nicht sehnsüchtig die Fortsetzung, weil ich immer noch am überlegen bin, wie es nach so diesem Ende weiter gehen soll, aber ich werde die Fortsetzung lesen, sobald sie voraussichtlich im Herbst 2012 erscheinen wird. Es interessiert mich doch stark wie es mit Junior und Amy weiter geht. Was erwartet sie auf der weiteren Reise mit der Godspeed?

Wer sich übrigens selber einmal auf der Godspeed umschauen möchte der kann dies auf dieser Website tun. http://acrosstheuniversebook.com/. Folge den Spuren von Amy und Junior und erforsche die Godspeed auf eigene Faust.

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246 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 80 Rezensionen

zombies, liebe, dystopie, steampunk, zukunft

Dark Love

Lia Habel , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2011
ISBN 9783492702195
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?

Bewertung

»Ich war lebendig begraben.«

Obwohl ich noch nicht allzu viele Vampir, Werwolf und Feen Bücher gelesen habe, und deshalb noch langer nicht die Nase von diesen Wesen voll habe, war ich sehr gespannt auf ein Buch mit Zombies. Klar sind Zombies nichts neues für mich, bin ich doch selber Spielerin von Resident Evil gewesen, aber mich beschäftigte die Frage, müssen denn alle Zombies, oder besser gesagt Untote so sein wie die Fressmaschinen der Umbrella Coorperation? Und ich kann euch sagen nein.

Lia Habel hat es geschafft, dass ich Untote nun lieb gewonnen habe. Jedenfalls wenn sie den Namen Bram, Chas und Renfield tragen, denn Lia Habels Untote sind nicht nur dumme umherwandelnde Tote die nichts anderes im Sinn habe als zu fressen, bei Lia Habel existieren auch nette Untote mit einer wirklich tollen Art an Humor, die mich wunderbar unterhalten konnten.Das ich so begeistert von diesem Buch bin liegt an vielen Punkten.

Zum einen wäre da die wirklich liebenswerten und sympathischen Figuren die zum Leben erweckt werden. Egal ob lebend oder tot, ich habe Nora, ihre Freundin Pam und Bram, den besten Untoten seite es Untote gibt in mein Herz geschlossen. Aber nicht nur die drei haben die Story belebt, auch alle anderen Nebenfiguren hatten ihren Zauber und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit ihnen. Selten ist mi ein Buch unter die Finger gekommen, bei denen ich so vielen interessante Charaktere begebnet bin, die sich alle noch weiter entwicklen können, oder für die nächsten Bande noch eine eigene Geschichte zu erzählen hätten.

Neben den Charakteren konnte mich Dark Love auch mit seinem Setting beeindrucken. Sicherlich wird es nicht jedermanns Geschmack sein, aber mir hat die Mischung aus dystopischen, postapokalyptischen Elementen sehr gut gefallen. Auch dass das Setting in einer neuvikoriansichen Zeit spielt hat mich fasziniert. Diese Mischung aus alter Etikette und neuer Technik hat mich stark beeindruckt. Ebenso wie die Spaltung der Royals, zu denen Nora gehört, und den Punks, die einfach nur Rebellen sind, hat mich die Geschichte um die Gesellschaft herum beeindrucken können. Lia Habel hat sich einfach an vielen Stellen sehr viel Mühe gegeben ihrer Story einen gewissen Schliff zu geben. Neben den Charakteren und dem Setting konnte mich Dark Love auch mit seiner Handlung überzeugen. Sicherlich gab es wie in vielen Bücher hier auch einige Stellen, die Lia Habel ein bisschen hätte einkürzen können, aber als Gesamtwerk gesehen gab es wenig auszusetzen. Bedingt durch meinen Beruf war ich natürlich sehr angetan von Lia Habels Erklärungen wie es zu den Untoten kommt, warum den Infizierten nicht mehr zu helfen ist und warum nicht alle Untote den Verstand verlieren. Auch was die medizinischen und bilogischen Hintergründe betrifft hat Lia Habel wirklich gute Arbeit geleistet.

Vom Schreibstil her war Dark Love wirklich flüssig zu lesen. Die Gesellschaft und die Umgebung wurde wirklich toll beschrieben, so dass ich mir wünschte ich würde auch in dieser Zeit leben. Eine gewisse Vielfahlt an Eindrücken bringt Lia Habel dadurch in die Geschichte, dass die Erzählenden Personen immer wieder wechseln, so kann der Leser Handlung zusammen mit Nora, Pam und Bram erleben, was für viel Abwechslung und Spannung sorgt.

Coververgleich

Obwohl mir das deutsche Cover sehr gut gefällt, möchte ich hier einmal anmerken, dass das Originalcover der englischen Hardcoverausgabe und das Cover der Paperbackausgabe besser zum Inhalt passen, denn auf der Hardcoverausgabe (mitte) trägt die junge Frau einen Schirm, der in der neuvikrorianischen Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt und auf dem Cover rechts ist unschwer zu erkennen, dass es sich hier wohl um Bram und Nora handeln soll. Bram trägt hier seine Paradeuniform, die er in einer Szene des Buches ebenfalls trägt. Was sich der Verlag neben dem Cover wieder einmal zum Titel hat einfallen lassen möchte ich nicht wissen, denn ich bin wirklich kein Fan davon, wenn man einen englischen Titel in einen anderen englischen Titel umwandelt. Entweder man belässt den Originaltitel, oder man übersätzt diesen. Zumal an der deutschen Ausgabe nicht zu erkennen ist, das es sich hier um eine Trilogie handeln wird.

Fazit

Mich konnte der erste Teil der Gone With the Respiration-Reihe mit der Story um Nora und Bram wirklich mitreißen. Lia Habel hat es geschafft eine schöne Story mit tollen Protagonisten zu entwerfen. ein besonderen Bonus gibt es von mir noch dafür, dass ich hier mich zwar sehr auf die Fortsetzung freue, mich aber nicht gleich zerreiße um diese Ende des Jahres lesen zu können, da der Leser nicht mit einem gemeinen Cliffhanger zurücklässt, sondern die Handlung des ersten Teils in sich gut abschließt. Wer also mal einen ausflug in andere Wälder machen möchte, in denen es nicht vor Vampiren, Werwölfen oder Feen lauert, der kann sich auf ein Picknik mit liebenswerten Untoten freuen. Belle und ich sind uns einig, das dass Buch 4,5 von 5 Punkten erhält.

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682 Bibliotheken, 4 Leser, 15 Gruppen, 103 Rezensionen

dystopie, wüste, liebe, saba, dustlands

Dustlands - Die Entführung

Moira Young , Alice Jakubeit
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 15.12.2011
ISBN 9783841421425
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:

Die 18-jährige Saba lebt sehr abgeschieden mit ihrem Vater, ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi in einer extrem kargen Einöde am Silverlake bis eines Tages vier bewaffnete Reiter auftauchen, um den Bruder zu entführen. Saba schwört, Lugh zu finden und zu befreien. Dazu muss sie ihr Zuhause verlassen, eine Wüste durchqueren und viele Gefahren überstehen. Sie wird gefangen genommen und verwundet. Auf ihrem abenteuerlichen Weg lernt sie die Welt jenseits des Silverlake kennen: Ein wüstes Land, in dem es keine Zivilisation mehr gibt, keine Bücher mehr, keine normalen Verkehrsmittel. Es wird von einem verrückten König und seinen Soldaten beherrscht, die die Bevölkerung mit einer Droge in Schach halten. In Hopetown muss Saba in der Arena kämpfen, aber sie trifft dort auch auf einen Mann, der sie liebt, und eine Truppe von Rebellinnen, die sie unterstützen. Doch kann sie ihnen wirklich trauen?

Bewertung:

„Wenn man Lugh und mich zusammen sieht, würd man, nicht drauf kommen, dass wir
verwandt sind. Man würd nie drauf kommen, dass wir zusammen im selben Mutterleib
gewesen sind. Er hat goldene Haare. Ich schwarze.
Blaue Augen. Braune Augen. Stark. Mager.
Schön. Hässlich. Er ist mein Licht. Ich bin sein Schatten.
Lugh strahlt hell wie die Sonne.
Das hat es denen bestimmt leicht gemacht, ihn zu finden.
Sie haben nur seinem Licht folgen müssen.“

Obwohl Saba nur zwei Stunden jünger ist als ihr Bruder Lugh ist, sieht sie zu ihm auf und verehrt ihn regelrecht. Laugh macht immer alles richtig und hat in ihren Augen ein enormes Wissen. Umso schwerer fällt es ihr, als Laugh entführt und ihr Vater ermordet wird. Um jeden Preis muss Saba Lugh retten, um ihre Verbundenheit nicht zu verlieren udn bei der Suche nach Lugh ist ihr ihre neunjährige Schwester Emmi natürlich im Weg, doch mit der Zeit lernt Saba, dass es auch noch wichtigere Dinge im Leben gibt, als Lugh zu finden. Saba wächst über sich hinaus und gewinnt dadurch einige Freunde. Sie reift förmlich im Laufe der Geschichte und es ist schön dabei zu sein.

Wie vielen andere auch, ist mir an diesen Buch der Schreibstil aufgefallen, der, wie ich gestehen muss, zu beginn sehr gewöhnungsbedürftig ist, denn Moira Young verwendet im gesammten Buch keine wörtliche rede. Dennoch sprechen die einzelnen Personen im Buch und so ist es zum einen nicht gerade leicht zu wissen wer gerade was sagt, und mir ging es auch am Anfang auf die nerven immer zu lesen sie sagte er sagte und dann wieder sie sagte. Aber mit als ich mich in die Geschichte eingelesen hatte, war der Schreibstil kein Problem mehr. Leser dennen die Leseprobe vielleicht angeschreckt haben sollte, kann ich nur empfehlen weiter zu lesen, man glaubt gar nicht an was man sich alles gewöhnen kann.

Ist dieses Hindernis überwunden kann man sich ganz von der Geschichte um Saba, Emmi, Jack und Lugh in seinen Bann ziehen lassen. Saba war für mich so eine sympathische Romanfigur, wie ich sie in letzter Zeit selten finden konnte. Insgesamt macht sie im Buch auch die meisten Fortschritte. Aber auch andere Charaktere, wie zum Beispiel Emmi, Sabas kleine Schwester, entwickeln sich weiter.

Es kommt nicht oft vor, dass ich ein Buch in den Händen halte das kaum Längen aufweist. Doch mit Dustlands halte ich solch ein Buch in den Händen. Moira Young schafft es ihre Story ohne großartige Lückenfüller zu erzählen und schaft dabei interessante Handlungsorte und spannende Momente. Besonders schon fand ich, dass sie nicht nur den Hauptcharakteren Leben einhauchte, sondern auch die kleinesten Nebencharaktere glänzten und sie im Vorfeld bereits einen Charakter hineinbringt, der in weiteren Bänden sicherlich noch eine Rolle spielen wird. [Ich möchte hier nicht zu viel vorweg nehmen, dazu müsst ihr es schon selber lesen.] Ich kann mir vorstellen, dass viele Saba und die anderen mögen werden.

Trotz des vielen Lobes gab es einen kleinen Kritikpunkt. Ich für meinen Teil hätte gerne ein bisschen mehr über die Welt in der Saba lebt erfahren. Es werden zwar immer wieder kleine Andeutungen gemacht, aber wie es zur Lebensweise von Saba kommt wird nicht deutlich erklärt. Hoffentlich erfährt man im nächsten Band ein bisschen mehr über die Bevölkerung und wie Welt im allgmeinen. Hier ließe sich noch einiges verbessern.

Von der Aufmachung her muss ich sagen, dass mir das deutsche Cover besser gefällt als das Originalcover. Sicherlich passt dieses durch seine Grautöne besser zur Geschichte. Aber die farbliche Geschaltung vom Fischer Verlag ist einfach wunderschön, besonders die Erdbruchstücke, die als Siebdruck auf dem Umschlag sind, sehen fantastisch aus.

Fazit:

Mit Dustlands hat Moira Young ein wirklich schönes Buch vorlegen können. Ich kann es jedem empfehlen, der auf Bücher mit Endzeitcharakter, einer starken, aber nicht übermächtigen Heldin und einer schönen Story steht. Mich hat der erste Teil von Dustlands jedenfalls in seinen Bann ziehen können und ich bin froh, dass das Ende des Buches keinen Cliffhänger enthält, der mich bis zum erscheinen des zweiten Teils anfang 2013 quält. Für eine tolle und ausdrucksstarke Charaktere vergebe ich 5 von 5 Belles.

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(380)

796 Bibliotheken, 8 Leser, 21 Gruppen, 137 Rezensionen

tod, fenestra, fantasy, liebe, meridian

Meridian - Dunkle Umarmung

Amber Kizer , Karin Dufner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei PAN, 05.10.2009
ISBN 9783426283011
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bewertung

Die Insekten waren die ersten, die zu mir kamen, nachdem meine Eltern mich aus dem Krankenhaus nach Hause brachten, mussten sie tote Ameisen aus meinem Tagekörpchen entfernen. »Tot« war das erste Wort, das ich lernte.

Selten bin ich mit einer Kurzbeschreibung einverstanden, und das sollte hier auch so sein. Eigendlich könnte die Kurzbeschreibung sehr gut sein, aber im anbetracht der Lange des Buches und der Geschichte, erzählt die Kurzbeschreibung in meinen Augen bereits alles wichtige. Sicherlich geschehen auf 352 Seiten mehr als in der Kurzbeschreibung beschrieben, doch die Kernthemen sind alle vorhanden.

Was der Leser, der die Kurzbeschreibung gelesen hat bereits weiß, erfährt Meridian erst nach fast 100 Seiten. Damit ist für mich klar gewesen, dass sich die Geschichte des Buch sehr lang ziehen wird und es dauern kann bis Amber Kizer zum Thema kommt. Leider war es auch so. Alles wichtige was auf den gesamten 352 Seiten geschehen ist, hätte sie auch etwas straffen können und dann gleich weiter schreiben können.

An den Schreibstil musste ich mich am Anfrang ein bisschen gewöhnen. Er war zwar nicht schlecht, aber sonderlich faszinieren konnte er mich nicht. Ich hatte hier nicht das Gefühl das der Funken überspringt. Leider konnte sich das auch bis zum Ende nicht sonderlich bessern.

Neben dem Schreibstil hatte ich auch einige Probleme mit den Hauptcharakteren. Meridian war für mich am Anfang eine zickige unausstehliche Person, so wie sie Tens, den Schützling ihrer Tante, immer angemacht hat, war einfach nur pupertär. Dies änderte sich zwar zum Ende des Buches, denn ja die beiden finden sich am Ende natürlich toll, aber es gab nicht wenige Stellen, an denen ich ihr einfach den Mund verboten hätte. Abegesehen von Tens und Meridian bleiben die anderen Charaktere auch recht unscheinbar. Die Tante, die selber eine Fenestra ist und Meridian bei ihrer Aufgabe helfen soll, hätte als anscheinend so wichtige Person nicht blasser sein können.

Vom Setting her kann man vom ersten Band nicht viel erwarten, spielt der großteil der Geschichte doch entweder im Haus der Tante, oder in der umliegenden Umgebung. Leider fehlte mir hier etwas liebe zum Detail. Schade eigendlich, denn im Grunde bietet die Geschichte eine Menge an tollen Ideen. Und durch ein paar kleine Handlungsbögen, die hineingewoben werden, aber am Ende des Buches leider noch wie ein loser Faden wirken, kann man hoffen, das es im zweiten Band spannender weiter geht, und Meridian endlich ein bisschen mehr handelt.

Fazit

Mit dem ersten Teil der Fenestra-Reihe schafft es Amber Kizer durchaus, eine interessante Geschichte zu erzählen, die aber leider erst zum Ende hin wirklich interessant wird, und man unbedingt den zweiten Teil lesen muss, um zu erfahren wie es mit Meridian und Tens nun weiter geht. Ich kann nur empfehlen den ersten Teil als 300 Seiten Einführung zu sehen und dann gleich mit dem zweiten weiter zu machen, denn ich denke im zweiten Teil wird die Geschichte erst richtig an Fahrt aufnehmen und dem Leser mehr Informationen bieten. Durchaus lesenswert mit Platz nach oben. Ich vergebe daher gute 3 von 5 Punkte.

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