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35 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

Der Neue

Tracy Chevalier , Sabine Schwenk
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Knaus, 16.04.2018
ISBN 9783813506716
Genre: Romane

Rezension:

Osei ist wieder der Neue an der Schule. Sein Vater ist Diplomat und so sind wiederholte Schulwechsel nichts Neues. Problematisch ist dabei, dass Osei aus Ghana kommt und gemischte Schulklassen sind im Amerika der 70'er Jahre nicht alltäglich und auch nicht bei jedem gerne gesehen. Aber an dieser Schule gibt es etwas Besonderes, nämlich Dee eine Mitschülerin von Osei.

Tracy Chevalier verlegt den Schauplatz von Othello in das Washington der siebziger Jahre.

Innerhalb von nicht einmal zwei Tagen wird aus einer unschuldigen Freundschaft zwischen zwei ca. 12-jährigen Kindern eine Geschichte von Missgunst, Hass und Gewalt.

Aus Othello und Desdemona werden hier Osei und Dee. Osei versucht normalerweise in jeder neuen Schule unauffällig zu bleiben, dies misslingt, als Dee ihm offen ihre Zuneigung zeigt. Mitschüler und Lehrer sind grösstenteils entsetzt und Osei wird zum Ziel ihrer Anfeindungen. Durch ein Federmäppchen, das Dee durch Unachtsamkeit verliert, nimmt das Drama seinen Lauf.

Tracy Chevalier schafft es, dass man das Buch auf keinen Fall aus der Hand legen möchte. Eine geschliffene Sprache, ein rasanter Handlungsablauf und passgenau beschriebene Figuren machen diese Othello-Adaption zu etwas ganz Besonderem. Kennt man das Werk von Shakespeare, weiss man, auf was die Geschichte hinsteuert, trotzdem war ich am Ende fassungslos, was aus nicht gesagten Worten und Unsicherheit entstehen kann und vor allem, wieviel Bösartigkeit in Ian steckt.

Lediglich ein Aspekt der Schlusssequenz hat mir nicht gefallen. Dieser Punkt hat mich allerdings so sehr gestört, dass ich dem ansonsten perfekten Buch einen kleinen Abzug in der Gesamtwertung gebe.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Die Phileasson-Saga - Schlangengrab

Bernhard Hennen
E-Buch Text: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 12.03.2018
ISBN 9783641203863
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Im fünften Band der Phileasson-Saga stechen Asleif Phileasson und Beorn der Blender mit ihren Ottajaskos in See, um den Zahn einer Seeschlange zu erbeuten. Viele Gerüchte ranken sich um diese riesigen Geschöpfe, denen schon so mancher Seefahrer zum Opfer gefallen ist. Aber was tut man nicht alles , um den Titel "König der Meere" zu tragen.

Die Reise führt die Schiffe in das Perlenmeer und das bunte und schillernde Maraskan.

Meine Meinung:

Schon der Prolog des jeweiligen Bandes der Saga ist ein Highlight für sich und genauso verhält es sich beim aktuellen Band der Phileasson-Saga. Man erfährt einiges aus Beorns' Vergangenheit und auch wie er sich den Beinamen "der Blender" "verdient" hat.

Maraskan selbst ist bunt, schrill, fröhlich und beim Lesen hatte ich oft ein Lächeln auf den Lippen. Lediglich für die Fauna des örtlichen Dschungels konnte ich mich nicht begeistern. Acht Beine sind mir einfach zu viel. Und auch Shaya, die in diesem Band einiges durchzustehen hat, wird nicht gern an diese Region zurückdenken. Die Traviageweihte hat hier mit einigem zu kämpfen und dazu zählt nicht nur das eine oder andere Getier, auch ihre Gefühlswelt gerät ziemlich durcheinander.

Natürlich gibt es auch in "Schlangengrab" spannende Kämpfe und es gibt auch in diesem Band Opfer zu beklagen.

Irulla, eine meiner Lieblingsfiguren hat super Szenen, Pardona nervt und Zidaine hat mich überrascht, allerdings nicht in positivem Sinne. Und Beorn konnte bei mir tasächlich, ich konnte es selbst kaum glauben, einige Sympathiepunkte sammeln können.

Alles in Allem ist auch der fünfte Band der Saga wieder überragend und ich warte mit Spannnung auf den nächsten Band. Das wohl!

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

italien, einhorn, einhörner, fantasy, kalabrien

In Kalabrien

Peter S. Beagle , Oliver Plaschka
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.02.2018
ISBN 9783608962178
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Claudio Bianchi lebt als Bauer in Kalabrien auf einem kleinen Hof. Gesellschaft leisten ihm seine Tiere, etwas Abwechslung bietet der Besuch des Postboten am Freitag. Eines Tages entdeckt er ein weibliches Einhorn. Offensichtlich sucht das Tier die Nähe von Claudio und bringt damit das Leben, das der Bauer bisher geführt hat, gehörig durcheinander.

Meine Meinung:

Peter S. Beagle kannte ich als Autoren von "Das letzte Einhorn" und so musste ich bei einem neuen Roman von ihm unbedingt zugreifen, zumal auch das Cover wirklich wunderschön ist.

Das Einhorn, das eines Tages im Schatten eines Baumes auf dem Hof von Claudio auftaucht, reisst ihn aus seiner Lethargie und aus seinem von Hoffnunglosigkeit und Verbitterung geprägten Leben. Man fragt sich, warum das Einhorn die Nähe zu Claudio sucht. Wie auch andere Tiere in bestimmten Situationen die Nähe zum Menschen suchen, hat das Einhorn einen triftigen Grund.

Claudio will auf jeden Fall verhindern, dass jemand dieses magische Geschöpf sieht, leider gelingt ihm das nur eine Zeit lang. Mit dem ruhigen, beschaulichen Dasein hat es bald ein Ende, die Dorfbewohner, die Presse und auch profitgierige Menschen machen sich auf den Weg zu Claudio. In dieser Situation wächst der Bauer über sich hinaus. Seit das Einhorn in der Nähe ist, findet Claudio seine Lust am Schreiben von Gedichten zurück und nun will er das Einhorn auf jeden Fall beschützen, denn die Nähe des Tieres verändert ihn.

Das Buch lebt von einer anfangs ruhigen feinen Geschichte, die ich mit Erstaunen und grossem Genuss gelesen habe. Der Autor schreibt mit einer Leichtigkeit, die den Leser sich zurücklehnen lässt und als das Einhorn auftaucht denkt man nur, ach wie schön. Mit der Schwester des Postboten bahnt sich im Laufe der Zeit eine kleine Romanze an und im Leben von Claudio scheint sich einiges zu Positiven zu ändern.

Dann tritt allerdings die Öffentlichkeit auf den Plan und die Geschichte entwickelt eine Spannung und Dramatik, die ich so nicht erwartet hatte. Claudio wächst über sich hinaus und stellt sich schützend vor das Einhorn.

"In Kalabrien" hat mich berührt. Der Schreibstil von Peter S. Beagle ist zart, einfühlsam und ruhig. Die Geschichte ist wunderschön und zum Ende hin von einer Dramatik, die mich mit leichtem Herzklopfen mitgerissen hat.

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322 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

nell leyshon, die farbe von milch, roman, missbrauch, bauernhof

Die Farbe von Milch

Nell Leyshon , Wibke Kuhn
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 22.09.2017
ISBN 9783961610006
Genre: Romane

Rezension:

Mary ist 15 Jahre alt und lebt mit ihren drei Schwestern auf dem Hof der Eltern. Ihr Leben ist geprägt von Arbeit und den ständigen Vorwürfen des Vaters, dass er keinen Sohn bekommen hat, der auf dem Hof richtig zupacken kann. Als der Dorfpfarrer eine Haushaltshilfe für seine kranke Frau benötigt, wird Mary als Jüngste und dazu noch gehbehindert, vom Vater gegen Entlohnung abgegeben. Schnell wird im Haushalt des Pfarrers bemerkt, dass Mary mehr als eine Bauerntochter mit schlichtem Gemüt ist. Mary erfährt Zuneigung und Aufmerksamkeit. Als die Frau des Pfarrers stirbt, ändert sich erneut alles.

Das Leben eines Mädchens im 19. Jahrhundert, noch dazu aus ärmlichen Verhältnissen, ist zentrales Thema von "Die Farbe von Milch".
Das Buch ist aus der Sicht von Mary, jener 15-jährigen geschrieben, die anders als ihre Schwestern, aufgeweckt, wissbegierig, direkt und keinesfalls schüchtern ist. In der damaligen Zeit sind diese Eigenschaften, noch dazu beim weiblichen Geschlecht, auffällig und nicht überall gern gesehen.
Der Vater von Mary lenkt seine Frauen mit strenger Hand. Die Brutalität erschreckt an einigen Stellen, Liebe und Zuneigung sind Fremdwörter im Leben der Familie.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Mary geschrieben und das macht die ganze Handlung für mich noch eindringlicher. In schlichten Worten erzählt Mary ihre Geschichte. Wenn man sich auf den eingangs etwas holprig erscheinenden Stil eingelassen hat, erlebt man hautnah mit, wie es Mary geht und was sie fühlt, welche Wünsche und Hoffnungen sie hat und was ihre Umwelt mit ihr macht.

Mary hat mich berührt und ich hätte gerne ihre Hand genommen und ihr gesagt, dass alles gut wird.
Als Mary dann quasi vom Vater an den Pfarrer verkauft wird, ändert sich vieles für Mary. Die schwerkranke Ehefrau des Pfarrers und auch der Pfarrer selbst erkennen, dass Mary etwas besonderes ist.

"Die Farbe von Milch" hat mich berührt. Eine ergreifende, tiefgründige und sensible Geschichte in einem besonderen Erzählstil, die ich jedem, der ausserhalb des Mainstreams etwas lesen möchte, sehr empfehle.

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

drachenmond, fantasy, bishop, gestaltwandler, rezension

Krähenjagd

Anne Bishop
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 30.10.2017
ISBN 9783959916127
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Meg Corbyn hat sich inzwischen gut bei den Terra Indigene eingelebt. Als Anschläge auf Krähen mittels vergifteter Köder verübt werden, wird Megs Fähigkeit als Blutprophetin benötigt. Zeitgleich kommen zwei süchtig machende Stoffe auf den Markt, die Opfer auf beiden Seiten fordern. Und anscheinend ist jemand aus dem Umfeld des Instututs, in dem die Cassandra Sangue untergebracht sind, Meg immer noch auf den Fersen.

Meine Meinung:

"Krähenjagd" ist der von mir lang erwartete Folgeband zu "In Blut geschieben" . Vom ersten Band war ich unglaublich begeistert und war gespannt, wie es mit Meg und den Anderen weitergeht.

Kurz gesagt, ich war vom Folgeband ziemlich enttäuscht.

Das was den Auftaktband so besonders gemacht hat, die Interaktion der verschiedenen Arten der Terra Indigene mit den Menschen und vor allem mit Meg hat viel zu wenig Raum eingenommen.

Der Schwerpunkt liegt in zweiten Band auf den beiden Suchtstoffen, die auf einmal in Umlauf kommen und auf dem Institut, aus dem Meg geflohen ist bzw. der Jagd nach ihr.

Es ist durchaus spannend zu lesen, wie die Terra Indigene mit ihren besonderen Fähigkeiten versuchen, die ganze Sache aufzuklären, allerdings lief mir alles zeitweise deutlich zu brutal ab. Die noch in der Anlage lebenden Leidensgenossinnen von Meg stehen in einem Zusammenhang mit den Wirkstoffen. Als herauskommt, woraus die Suchtsoffe bestehen und in welcher Art und Weise sie verbreitet werden, hat sich mir fast der Magen umgedreht. Obwohl ich wirklich nicht allzu zart besaitet bin und auch Dark Fantasy und Horror lese, empfand ich diesen Aspekt des Buches als widerlich.

Einige kleine Highlights blitzen zwischendurch auf. Wenn Simon Wolfgard beim Spielen mit den anderen Wölfen Meg Corbyn als "meine Meg" bezeichnet, ist das sehr süß. Die "Intuit" eine etwas ausserhalb lebende Art der Terra Indigene sind interessant, die Sanguinati haben einige gute Szenen und wie Meg mit einer Freundin jemanden unter Zuhilfenahme von Besen und Wasserkocher aus der Buchhandlung verjagt, ist wirklich komisch.

Ich kann dieses Buch nicht uneingeschränkt empfehlen. Ohne Band 1 wird man sich nicht zurechtfinden und die brutalen Szenen haben mich gestört. Wem der erste Band gefallen hat, dem könnte auch "Krähenjagd" zusagen.

Da ich die Geschichte um Meg und die Terra Indigene grundsätzlich ganz toll finde, werde ich mich auch an einen Folgeband wagen, wenn denn einer erscheinen sollte.


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400 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 158 Rezensionen

fantasy, emily bold, jugendbuch, liebe, silberschwingen

Silberschwingen - Erbin des Lichts

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.02.2018
ISBN 9783522505772
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Kurz vor ihrem 16. Geburtstag gerät das Leben von Thorn völlig aus den Fugen. Nicht nur dass ihr Rücken ständig schmerzt, ein ziemlich obercooler und düster wirkender Mitschüler ist mit seinen beiden Freunden auffallend oft in ihrer Nähe. Es stellt sich heraus, dass Riley Thorn beschützen möchte, denn Thorn ist nicht vollkommen menschlich.

Meine Meinung:

"Silberschwingen-Erbin des Lichts" hat mich am Anfang begeistert. Die Idee der Silberschwingen gefiel mir. Wesen, die charismatisch, schön und stark sind und unentdeckt zwischen den Menschen leben.
Die zwei Fronten der Silberschwingen, der Herrscher-Clan und die Rebellen, ringen um die Vorherrschaft. Thorn gerät hier zwischen die Fronten, denn sie ist zur Hälfte Mensch und dem elitären Clan ist die Reinheit der Silberschwingen enorm wichtig.

Die erste Hälfte des Romans hat mich bis hierhin wirklich mitgenommen. Leicht geschrieben mit einer angedeuteten Romanze und viel Spannung konnte man sich gut in Thorn hineinversetzen, aber dann betritt Lucien, Sohn des Herrschers über die Silberschwingen, den Schauplatz des Geschehens.

Lucien ist arrogant, elitär, stark und unglaublich gutaussehend. Ich konnte ihn von Anfang an nicht leiden und das hat sich bis zum Ende des Buches nicht geändert.

Auf der Beziehungsebene konnte der Roman mich nicht überzeugen. Beim Lesen habe ich gelegentlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen (gut dass mein Reader auf einem Bookseat gut untergebracht war) und dachte nur, mannomann Thorn, schalt dein Hirn ein. Zu oft wurde der muskulöse Oberkörper von Lucien beschrieben, natürlich war dieser des Öfteren unbekleidet.

Von Riley hätte ich, besonders zum Ende hin, gerne mehr gelesen, aber die Autorin und auch Thorn hatten den Fokus auf jemand anderem.

Insgesamt gefiel mir das Buch trotzdem gut. Die Geschichte war spannend, die Idee der Silberschwingen ganz toll, leider hat der mir nicht gefallende Beziehungsaspekt dem Buch eine Spitzenbewertung gekostet. Auf den Folgeband bin ich gespannt, ich werde ihn auf jeden Fall lesen.


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10 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

Das Sonnenkind

Detlev Meyer , Matthias Frings
Fester Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 19.01.2018
ISBN 9783351037185
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Der 9-jährige Carsten wächst im Berlin der 60er-Jahre auf. Er ist ein wahres Sonnenkind, von allen geliebt und zu seinem Großvater hat er eine besonders innige Beziehung. Sein grosser Bruder steht ihm beschützend zur Seite und die Nachbarn lieben ihn. Eines Tages erkrankt sein Grossvater und die heile Welt von ehemals ist nicht mehr so wie sie war.

Meine Meinung:

Detlef Meyer hat die Veröffentlichung seines Romans nicht mehr erlebt. Der Autor verstarb 1999 an einer Immunerkrankung. "Das Sonnenkind" ist 2001erstmals veröffentlicht worden und wurde nun in einer wunderschönen Ausgabe neu herausgebracht. Der leicht glänzende Leineneinband und das handliche Format machen das Buch zu einem kleinen Schmuckstück und so wird das Äußere auch dem Inhalt gerecht.

Carsten Wollin ist ein kleiner Dandy, der vieles seinem Großvater abschaut. Wie Max Wollin hat der kleine Carsten ein Faible für korrekte Kleidung und eine angemessene Ausdrucksweise. Dies führt im Buch an der ein oder anderen Stelle zum Schmunzeln, wenn er Begriffe aufschnappt, die heutzutage schon etwas altertümlich wirken.

Carsten wächst im Truseweg, einer Strasse im Berliner Stadtteil Neukölln auf. Seine Mutter ist insgeheim etwas verdorben, sein Vater kämpft noch mit den Nachwirkungen des Krieges, während die Großmutter schon längst aufgegeben hat, gegen die Zweitfrau ihres Mannes zu kämpfen. Max Wollin hat, was jedem bekannt ist, in seiner ehemaligen Sekretärin schon seit Ewigkeiten eine Zweitfrau. Else Wollin pflegt ihre angeblichen Krankheiten, während die Sekretärin dem alten Wollin aufgetakelt schöne Augen macht. Trotzdem glaubt man Max Wollin, dass er beide Frauen liebt und auch beim Lesen kann man ihm irgendwie nicht böse sein.

Als Max Wollin dann allerdings schwer erkrankt, kann er sein Liebesarrangement nicht weiter führen wie bisher, er muss eine Entscheidung treffen.

Mit ganz viel Liebe zum Detail ist "Das Sonnenkind" geschrieben. Charaktervolle Figuren und ein der Zeit angepasster Schreibstil machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss. Schaut man ein wenig über den Buchrand hinaus, erfährt man, dass der Autor als "einziger Dandy der Gegenwartslitertaur" (DIE ZEIT) galt. Da auch Carsten Wollin bei den Besuchen im Cafe Kranzler seine Sinalco stets aus Cognacschwenkern trank und seine Kniestrümpfe (keine Socken) stets auf die Farbe der Hose abgestimmt waren, kann man den autobiographischen Bezug erkennen.

Insgesamt war "Das Sonnenkind" ein Buchgenuss der besonderen Art, der zwar federleicht aber auch mit melancholischen Tönen daherkommt.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

ki, künstliche inteligenz, künstliche intteligenz, roboter, robotik

God's Kitchen

Margit Ruile
Flexibler Einband
Erschienen bei Loewe, 12.03.2018
ISBN 9783785584477
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Die 19-jährige Psychologiestudentin Celine ist eher der schüchterne zurückhaltende Typ. Sie lebt allein in einem ziemlich heruntergekommenen schmucklosen Zuhause, nur die Treffen mit ihrer Freundin Pandora bieten Abwechslung in ihrem Leben. Als Pandora ihr ein Praktikum am Institut für neuronale Informatik verschafft, nimmt Celine ohne zu zögern an. Sie wird an der Entwicklung eines "Kind-Roboters" namens Chi arbeiten. Was Celine nicht weiss, das Praktikum wurde ihr nicht zufällig angeboten.

Meine Meinung:

Ein sehr schöner Schreibstil und eine interessante Geschichte, aber trotzdem konnte das Buch mich nicht überzeugen.

Die Charaktere blieben das ganze Buch lang insgesamt farblos. Selbst zu der Hauptprotagonistin Celine konnte ich keinen Bezug aufbauen. Beim Lesen blieb ich durchgehend wie ein "Aussenstehender" am Rande. Die Problematik der eigenständigen Weiterentwicklung einer künstlichen Intelligenz und die Interaktion mit dem Menschen wurde nur angerissen aber nicht weit genug in die Tiefe weiterentwickelt.

Die wenigen Szenen mit Chi selbst waren durchaus spannend. Alleine durch die äussere Form als Kind kamen bei mir leichte Beklemmungen auf. Leider kamen mir diese Szenen im Buch zu kurz. Hierfür hätte ich mir mehr Raum erhofft.

Auch das Ende des Buches blieb wie die Charaktere farblos und weitestgehend nichtssagend.

Insgesamt ist "Gods Kitchen" ein gut zu lesendes Buch, das bei mir, unter anderem wegen des nicht nachhallenden Endes, allerdings keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

asgard, die götter von asgard, fantasy, loki, nordische götter

Die Götter von Asgard

Liza Grimm
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 03.01.2018
ISBN 9783426451687
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Im Leben von Ray läuft irgendwie alles schief. Sie ist kurz davor, das zweite Studium zu schmeissen während ihre Schwester anscheinend alles richtig macht. Als Ray mal wieder völlig down ist, wird sie von Kara angesprochen, die ihr anbietet, sie mit nach Berlin zu nehmen, um endlich das zu tun, worauf sie wirklich Lust hat. Sie folgt der charismatischen Kara und landet mit ihr in der Musikkneipe "Walhalla". Was Ray noch nicht weiss, der Name des Clubs ist irgendwie Programm...

Meine Meinung

Schon ziemlich früh erfährt man im Buch, dass Ray als Heldin in spe nach einer Prophezeihung möglicherweise am Untergang der nordischen Götterwelt Schuld sein könnte. Aber ist diese Auslegung wirklich die einzig wahre? Selbst die Götter sind sich da nicht ganz einig. Ray gerät nach Asgard und ihr bisheriges Leben wird völlig auf den Kopf gestellt.

Nordische Götterwelt meets Gegenwart. Ich mag diese Kombination total gerne. Die Autorin erschafft eine Geschichte, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Ray entwickelt sich von einer deprimierten jungen Frau zu einer starken selbstbewussten Persönlichkeit, auch wenn ihr dabei nicht alle Götter hilfreich zur Seite stehen. Wir treffen unter anderem Odin, Thor, die eine oder andere Walküre und natürlich Loki, diesen Oberfiesling der Götterwelt. Manipulativ, verschlagen, aber irgendwie auch amüsant, Loki hat den grössten Eindruck bei mir hinterlassen, obwohl er natürlich nicht der absolute Sympathieträger sein kann. Faszienierend fand ich auch die Nornen und den Webstuhl des Schicksals. Die anderen Götter und Wesen blieben zumeist etwas farblos. Da hätte ich mir detailliertere Charakterisierungen gewünscht.

Insgesamt hat Liza Grimm mit "Die Götter von Asgard" einen sehr guten Auftakt in eine unterhaltsame Urban-Fantasy Reihe geschaffen. Folgebände werde ich auf jeden Fall lesen, denn diesen ersten Band habe ich in ganz kurzer Zeit "verschlungen".

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35 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

indianer, enttäuschung, freunde, wildnis

Wie die Sonne in der Nacht

Antje Babendererde
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.02.2018
ISBN 9783401603315
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Die siebzehnjährige Mara verbringt als Austauschschülerin ein Jahr in New Mexico. In den letzten Wochen ihres Aufenthaltes findet sie quasi am Strassenrand einen Indianerjungen. Kayemo erinnert sich nur an seinen Namen. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und wollen herausfinden, was Kayemo zugestossen ist.

Meine Meinung:

Eine Jugendliche aus Deutschland und ein Pueblo-Indianer treffen aufeinander. Unterschiedlicher könnte der gesellschaftliche und kulturelle Hintergrund nicht sein. Partys und Handys im Gegensatz zu Gemüseanbau und Geisterwelt. Man merkt, das Antje Babendererde für ihre Bücher ausgiebig recherchiert.

"Wie die Sonne in der Nacht" ist zwar ein Jugendbuch, aber mehr als reine Unterhaltung. Die Geschichte von Maya und Kayemo ist fesselnd, spannend und romantisch, aber die Hintergrundinformationen über das Leben und die Geschichte des Volkes der Pueblo-Indianer habe ich mit genauso viel Interesse gelesen.

Von Beginn an merkt man, dass Maya und Kayemo etwas verbindet. Die Autorin bringt die Figuren dem Leser so nah, dass man mitfiebert, und hofft, dass die Beiden zusammen sein können. Dabei ist dies nicht unbedingt klar. Die Beziehung wird nicht von allen gut aufgenommen und der ein oder andere Schurke tut ein Übriges dazu, die Liebenden von ihrem Weg abzubringen. Auch Maya und Kayemo sind nicht immer ohne Zweifel. Mara wird in Deutschland erwartet und auch der Weg von Kayemo scheint durch seine Herkunft vorbestimmt.

Nach "Isegrim" war dies mein zweites Buch der Autorin und wie das erste hat es mich voll überzeugt. Ein Jugendbuch, unbedingt auch für Erwachsene, mit einer wunderschönen Liebesgeschichte und einem Einblick in die Welt der Pueblo-Indianer, der zum Nachdenken anregt.

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413 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

lügen, liebe, jugendbuch, highschool, one of us is lying

One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nate, Bronwyn, Addy, Cooper und Simon,  fünf Highschool-Schüler, müssen im Chemieraum der Schule nachsitzen. Noch vor dem Ende der Stunde ist Simon tot. Wer von den Vieren ist der Täter bzw. die Täterin? Geheimnisse hatten sie alle und Simon war an der Schule bekannt dafür, in seiner Gossip-App schonungslos Verborgenes ans' Licht zu zerren.

Der Klappentext des Buches hatte mich neugierig gemacht, und ich wurde nicht enttäuscht.
Ein Footballstar, ein blondes Dummchen, eine Streberin und ein Bad-Boy, jemand aus dieser Gruppe soll ein Mörder sein. Die Autorin bedient mit ihren Protagonisten alle Kischees von Typen, die es so an einer Highschool gibt. Es kann jeder den Enthüllungsprofi Simon umgebracht haben, aber irgendwie traut man es keinem so richtig zu. Alle Verdächtigen machen im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch. Sympathieträger sind ziemlich mies und Personen, die man anfangs nicht leiden konnte, entpuppen sich als richtig nette Leute.

Das Buch liest man abwechselnd aus der Sicht der Verdächtigen. Schon ziemlich schnell hatte ich mich an die Wechsel gewöhnt und konnte die Vier auseinanderhalten, auch ohne die Namen zu wissen. Detailliert werden die Persönlichkeiten ausgearbeitet mit ihren Denkweisen, Stärken, Schwächen und Leidenschaften. Ich habe hin und her jeden in Verdacht gehabt, das Ergebnis war dennoch überraschend aber nachvollziehbar. Die Autorin streut einzelne Hinweise, am Ende ergibt sich wie aus einzelnen Puzzleteilen zusammengesetztes stimmiges Bild.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Beschrieben als Jugendbuch, empfehle ich es aber auch Erwachsenen.

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187 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

aliens, pheromon, jugendbuch, planet, reihe

Pheromon 1: Pheromon

Rainer Wekwerth , Thariot , Frauke Schneider
Flexibler Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.01.2018
ISBN 9783522505536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Pheromon: Sie riechen dich" ist der erste Teil einer Trilogie, die in Zusammenarbeit von Rainer Wekwerth und Thariot entstanden ist.

Der Roman wird in zwei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt.

Im Jahre 2018 (geschrieben von Rainer Wekwerth) lernen wir Jake kennen. Jake ist ein eher durchschnittlicher Footballspieler, Kontaktlinsenträger und von Heuschnupfen geplagt. Eines Tages bemerkt er Veränderungen an sich. Seine Sehkraft ist perfekt, sein Heuschnupfen verschwunden und er kann Dinge riechen, die man normalerweise nicht riechen kann. Dann interessiert sich plötzlich Serena, neue Cheerleaderin und Traum von einem Mädchen für ihn. Aber irgendetwas kommt Jake komisch an ihr vor.

Im Jahre 2118 (geschrieben von Thariot) arbeitet der pensionierte Arzt Travis ehrenamtlich in einem Hilfezentrum, als eine schwangere Jugendliche als Patientin auftaucht. Auf den ersten Blick nichts Besonderes, als Travis allerdings später die Daten der Untersuchung des Embryos auswertet, traut er seinen Augen nicht.

Zunächst hat man den Eindruck, man liest zwei verschiedene, aber jede für sich spannende Geschichten. Im Laufe des Buches bewegen sich  die Handlungen aufeinander zu und man erkennt nach und nach mögliche Zusammenhänge. Endgültig treffen die Handlungen erst ganz am Ende der Geschichte aufeinander und man versteht, um was es eigentlich geht. Am Ende des Buches dachte ich nur "ach ja".

Der Roman ist angegeben für 14-17 jährige, wobei die untere Altersgrenze angehoben werden sollte, denn es gibt auch einige etwas heftigere Szenen dabei.
Das Buch würde ich als Science-Fiction mit dystropischem Einschlag beschreiben. Die Spannung kommt nicht zu kurz und auch ein wenig Romantik ist dabei. Alle Charaktere sind gut beschrieben, die Handlung hat mich gefesselt und ich habe ständig gerätselt, was die Hintergründe der Dinge sind, die geschehen.

Der zweite Band soll im Herbst 2018 erscheinen und ich bin schon sehr gespannt.

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160 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 120 Rezensionen

thriller, berlin, alanna, henry frei, kreuzigung

Böses Kind

Martin Krist
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei epubli, 26.10.2017
ISBN 9783745035292
Genre: Romane

Rezension:

Henry Frei und Louisa Albers ermitteln an zwei Fronten gleichzeitig.
Sina Weinstein, Ehefrau eines bekannten TV-Pfarrers, wurde in einem zwielichtigen Hotel ermordet. Zeitgleich wird die 14-jährige Jacqueline Pirnatt vermisst, auch ihr Hund Tapsie ist spurlos verschwunden.

Der erste Fall von Frei und Albers ist zugleich auch mein erster Roman von Martin Krist.

Die Spannung wird vom Autor fast unmerklich ständig gesteigert. Jacqueline Pirnatt wird von ihrer Mutter zunächst gar nicht vermisst. Ein schwieriger Teenager, zwischen zwei getrennten Elternteilen. Als sie dann am nächsten Morgen immer noch nicht auftaucht, ist die Mutter langsam beunruhigt, wird aber durch den ständigen Stress mit zwei kleinen Söhnen zuhause ständig in Beschlag genommen. Als dann bekannt wird, dass es einen Teenager-Freund gibt, der Rucksack von Jacqueline gefunden wird und der Hund bestialisch abgeschlachtet wird, wird allen der Ernst der Lage klar. Und es dauert nicht lange, bis es weitere Opfer gibt.

Zwischen den Handlungsträngen der Ermittler und der Mutter von Jacqueline beschreibt der Autor ein (weiteres ?) Opfer, das gefangen gehalten wird. Geschickt legt der Autor falsche Fährten. Als Leser schwenkt man nicht nur ständig zwischen den Verdächtigen hin und her, man ist sich zwischendurch auch nicht mehr sicher, was denn nun wirklich passiert ist.

Eine überforderte Mutter von drei Kindern, ein Kommissar mit einem Sohn der am Asperger-Syndrom leidet und eine Kommissarin, die gerade Mutter geworden und ständig übermüdet ist. Die Protagonisten von Martin Krist sind nicht perfekt, dadurch aber geradezu normal.

Alanna-Böses Kind ist ein spannungsgeladener Krimi, der mir sehr gut gefallen hat. Ich hoffe, dass es noch weitere Fälle der Ermittler gibt. In der Zwischenzeit gehe ich erst einmal auf die Suche nach weiteren Romanen des Autors.

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(31)

65 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

ausstieg, biografie, biografien & erinnerungen, gewalt, aussteigerleben

Ein deutsches Mädchen

Heidi Benneckenstein , Tobias Haberl
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Tropen, 04.03.2018
ISBN 9783608503753
Genre: Biografien

Rezension:

Heidi Benneckenstein ist ein richtiges deutsches Mädchen. Aufgewachsen in einer Nazi-Familie entwickelt sie sich von einem verstörten Kind zu einer rechtsradikalen, aggressiven Jugendlichen. Mit "Ein deutsches Mädchen" legt sie 6 Jahre nach Ihrem Ausstieg aus der Szene ihre Biographie vor und versucht, zu erklären, wie es zu Allem kommen konnte.

Heidi (Heidrun) Redeker ist schon in der Grundschule verhaltensauffällig und keine gute Schülerin. Ihre Ferien verbringt sie regelmässig in einem "Ferienlager", in dem sie rechtsradkalen Drill erfährt. Die Vermittlung von rechtsradikalem Gedankengut ist auch zuhause an der Tagesordnung, denn Ihr Vater lebt den Nationalsozialismus. Auch äusserlich unterscheidet sie sich von ihren Mitschülern, Kleid, alter von der Mutter übernommener Lederranzen im Gegensatz zu Scout-Rucksack und Jeans.

Als Jugendliche und Mitglied der HdJ wird sie durch ihren Vater in die Szene hineingedrängt, bis sie ihren jetzigen Mann, den ehemaligen rechten Liedermacher Felix (Flex) Benneckenstein kennenlernt.
Beide fangen an, an ihrer Gesinnung zu zweifeln und gemeinsam schaffen sie schliesslich den Ausstieg trotz massiver Bedrohungen durch die rechte Szene.

Das Buch hat mir Einblicke in die Szene ermöglicht, die ich mit Erstaunen und auch Erschrecken aufgenommen habe. Der Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen, lediglich die wiederholten Zeitsprünge haben mich gelegentlich verwirrt. Ich hatte zwischendurch immer wieder überlegt, in welcher Lebensphase von Heidi man sich beim Lesen gerade befindet.
Das Buch wirkt stellenweise wie eine ziemlich neutrale Beschreibung bzw. Aneinanderreihung von Ereignissen. Hier hätte ich mir mehr "Gefühl", ich weiss nicht, wie ich es sonst nennen soll, gewünscht.
Insgesamt empfehle ich, das Buch zu lesen. Es war für mich ziemliches Neuland, zumal ich bisher noch nichts zu diesem Thema gelesen hatte.

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Tags: biografie, nationalsozialismu   (2)
 

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56 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

horror, monster, schwarzer humor, grusel, vampir

The Monster Man of Horror House

Danny King
E-Buch Text: 277 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 03.10.2016
ISBN 9783958351844
Genre: Fantasy

Rezension:

ohn Coal ist ein schrulliger alter Kauz. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass eine Gruppe von Jungen ihn drangsaliert und ihm auf die Nerven geht. Eines Tages hat John die Nase voll, er lockt die vier in seinen Keller, schliesst ab und erzählt ihnen seine Geschichte.

Horror mir einem guten Schuss Humor, einem Stückchen Sarkasmus und auch ein bisschen Mystik, so würde ich "Haus der Monster" von Danny King beschreiben. So spannend und unterhaltsam geschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte

John Coal erzählt 4 Geschichten aus seinem Leben. John hat schon so einiges erlebt und gesehen. Ein verwandter Serienmörder, minderjährige Vampire, Werwölfe, die Schiffbruch erleiden, Geister, die nicht immer böse sind, alle spielten eine Rolle in seiner Vergangenheit. Ob all dies wirklich so geschah oder ob er den Jungen einfach nur einen Bären aufbindet, bleibt offen. Ich zumindest habe ihm alles geglaubt und wem ich auf keinen Fall begegnen möchte, ist ein zwölfjähriges Vampirmädchen.

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340 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

fantasy, bücher, akram el-bahay, bücherstadt, fabelwesen

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

Akram El-Bahay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.08.2017
ISBN 9783404208838
Genre: Fantasy

Rezension:  
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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

wölfe, liebe, mythologie, odin, loki

Götterkind 2 (Edda Reloaded)

T.S. Elin
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei T. S. Elin, 07.09.2017
ISBN 9783000553998
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: nordische sage   (1)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Grünes Gold

Robert Corvus
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492281287
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach "Rotes Gold" und "Weisses Gold" beendet Robert Corvus seine Schwertfeuer-Saga mit dem dritten und letzten Band "Grünes Gold" und dieser Abschlussband hat es in sich.

Die Söldner des Klingenrausches müssen für ihren dritten Kontrakt in eine Urwald-Region und dem dort regierenden Baron kampfbereit zur Seite stehen. Das Gebiet verfügt über Jadevorkommen, das der Baron offensichtlich abbauen möchte, aber ein im Urwald lebendes Naturvolk steht ihm dabei im Weg. Geht es dem Baron dabei wirklich um die Jade oder haben seine Begehrlichkeiten möglicherweise ein ganz anderes Ziel.

Kaum mit dem Lesen angefangen wird man vom Autor mitten ins' Geschehen hineinkatapultiert. Ein Urwald mit Baumriesen, eigentümlichen Geschöpfen, magischen Wesen und merkwürdigen Götzen erwartet die Söldner. Detailliert und bildhaft werden die Umgebung und die bereits bekannten Charaktere beschrieben. Zimperlich darf man beim Lesen nicht sein, denn immerhin ist man im Genre der Dark Fantasy. Abgetennte Gliedmassen und blutige Auseinandersetzungen gehören zum Leben der Söldner und so wird es hier auch dargestellt.

Erstaunlicherweise tauchen im Abschlussband der Saga Elfen auf, aber wer Robert Corvus kennt, weiss, dass dies nicht unbedingt bedeutet, dass mit einem magischen "Pling" und einem Zauberstab alles gut wird.

Das Buch liest sich weg wie nichts und man muss ständig bangen, welcher der Charaktere, die einem ans' Herz gewachsen ist, eventuell das nächste Kapitel nicht mehr erlebt. Man fiebert mit Eivora, ob sie zu sich selbst findet, mit Gonter, dem Prinzen der Herzen und auch mit Fiafila-Ignuto, ob sie als ehemalige Priesterin dem Homunkulus, der aus Ihrer Schulter wächst, gewachsen ist. Und ich habe innig gehofft, dass die abscheuliche Prekesta endlich das erhält, was sie verdient.

Leider ist mit dem dritten Band die Schwertfeuer-Saga beendet. Die Geschichte um die Söldner des Klingenrausches hat mit diesem tollen letzten Band einen würdigen Abschluss erhalten. Ich empfehle dringend, die Bände der Reihe nach zu lesen, damit man die Entwicklung der Charaktere nachvollziehen kann. Aber am wichtigsten ist: Lesen !

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amateurdetektivin, mord, kneipe, cosy krimi, hessen

Ausgeplappert

Katrin Schön
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 20.02.2017
ISBN 9783743195462
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lissie Sommer macht Urlaub von der Großstadt und verbringt das Wochenende bei Ihren Eltern in einer hessischen Kleinstadt. Als die Klatschbase des Ortes tot aufgefunden wird, beginnt Lissie zu recherchieren. Dummerweise kreuzt sie dabei immer wieder die Wege des ermittelnden Kommissars und dieser nimmt Lissie und ihre Ermittlungsergebnisse nicht wirklich ernst.

"Ausgeplappert" ist der erste Fall von Lissie Sommer, der Hobbydetektivin. Ein leichter lockerer Krimi mit viel Humor, in dem nicht nur ein Mord und so einiges andere aufgeklärt wird. Die Bewohner der hessischen Stadt Traunbach lernt man mit einem Schmunzeln im Gesicht kennen. Die Aufklärung des Mordes steht dabei nicht ständig im Mittelpunkt. Die Gespräche und Beziehungen der Bewohner haben mich ebenso gut unterhalten wie der Kriminalfall selbst. Klatsch und Tratsch, Liebesbeziehungen, krumme Geschäfte, von allem ist hier etwas dabei.

Gelegentlich verfolgt man Gespräche im hessischen Dialekt, was ich ziemlich unterhaltsam fand. Lediglich das "Denglisch" der Schwester von Carla fand ich etwas nervig und aufgesetzt. 

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ich habe den dritten Band der Reihe um Lissie Sommer "Abgeschlagen" zuerst gelesen. Da er mir so gut gefallen hatte, musste ich dann gleich im Anschluss mit "Ausgeplappert" weiterlesen. Der dritte Fall hat mir sogar noch ein kleines bißchen besser gefallen.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, london, luzifer verlag, unterwelt, action

To Die For - Gnadenlose Jagd

Phillip Hunter , Peter Mehler
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 30.06.2017
ISBN 9783958352445
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Joe war Profiboxer. Jetzt mit zunehmendem Alter hilft er den Kriminellen der Londoner Unterwelt. Allein durch sein Ausssehen verschafft er sich Respekt. Plötzlich wird Geld vermisst und Joe wird zum Gejagten.


Das Cover des Buches ist in tristen schwarzweiss Tönen gehalten und das spiegelt sich auch zwischen den Buchdeckeln wider. 


Der melancholische Joe verdingt sich als Helfer im Londoner Gangstermilieu und durch Rückblicke erfährt man einiges aus seiner Vergangenheit. Joe umgibt eine tiefe Traurigkeit, die lediglich durch die Bekanntschaft mit der Prostituierten Brenda unterbrochen wird. Nach einem Job wird Joe verdächtigt, Geld gestohlen zu haben. Bei der Aufklärung der Angelegenheit gehen weder Joe noch seine ehemaligen Auftraggeber zimperlich zur Sache. Es fliesst reichlich Blut, Knochen brechen und nicht alle Beteiligten überleben die Jagd auf Joe bzw. ein Zusammentreffen mit ihm, denn Joe will die Wahrheit erfahren und als ehemaliger Profiboxer weiss er seine Fäuste zu gebrauchen.


Die Story hat mir gut gefallen, aber die Umsetzung konnte mich nicht vollends überzeugen. Zu viele Personen bevölkern das Buch. Beim Lesen konnte ich mir nicht alle Namen merken, die Beziehungen der Personen untereinander vermischten sich beim Lesen und das Ganze wirkte etwas verwirrend bzw. konstruiert.


Insgesamt war das Buch nicht schlecht, zum Schluss überwog allerdings die Verwirrung. 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, loki, asen, vanen, edda

Götterkind 1 (Edda Reloaded)

T.S. Elin
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 22.04.2017
ISBN B07112YB1Z
Genre: Fantasy

Rezension:

Odin zeugt in Gestalt einer Wölfin mit dem Fenriswolf sechs Söhne. Der Älteste soll nun heiraten und zwar eine Vanin, die in Asgard lebt und noch ein Kind ist. Damit Arawn, der Leitwolf, seine Zukünftige kennenlernen kann, begibt er sich als Gutsherr nach Asgard in die Nachbarschaft der Vanin Annora und im Laufe der Zeit kommen die beiden sich näher.

Nordische Mythen, Fantasy und Mittelalter. Ich war sehr gespannt auf das Buch und wurde nicht enttäuscht.

T.S Elin erzählt in Götterkind 1 eine Geschichte, die mich in ihren Bann gezogen hat.

Eingangs hatte ich grossen Respekt vor den Namen und Beziehungen der nordischen Götter und Völker, sodass ich über das Glossar dankbar war. Am Ende des Buches habe ich dann festgestellt, dass ich das Glossar überhaupt nicht benötigt habe. Die Namen, Beschreibungen und Beziehungen der Charaktere wurden nebenbei immer wieder eingeschoben, so dass ich zu keinem Zeitpunkt die Orientierung verloren habe. Gerade vor den Namen und Verwandtschaftsverhältnissen der nordischen Götter hatte ich zu Beginn grossen Respekt.

Bisher beschränkten sich meine Kenntnisse auf dem Gebiet der nordischen Mythologie auf einen blondmähnigen Thor aus dem gleichnamigen Kinofilm und einen wieselartigen Loki. Die Autorin erweckt in dieser neuen Romanreihe Götter und Sagengestalten in einem spannendem Setting zum Leben.

Man fühlt mit Arawn, der über seinen Kopf hinweg verheiratet werden soll mit einer Frau, die er gar nicht kennt, ist sauer auf Odin, weil ihn nicht interessiert was andere wünschen und ekelt sich vor den Eisriesen, die so ganz anders sind, als man sie sich so vorstellt. Ach und dann Loki, cooler Typ eigentlich...

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golfplatz, mord, golf, abgeschlagen, katrin schön

Abgeschlagen

Katrin Schön
E-Buch Text
Erschienen bei Midnight, 05.06.2017
ISBN 9783958191167
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lissie Sommer, Apfelwein-Kneipenwirtin und Hobbydetektivin hat ihr erstes Date mit Kommissar Sebastian Loch. Ausgerechnet im ungünstigsten Moment werden die beiden gestört. Im Golfclub ist ein Mord passiert und der Kommissar wird benötigt. Natürlich ist die Neugier von Lissie geweckt. Das Opfer ist gelegentlich ihr Gast gewesen und Besitzer eines Grundstückes, das der Golfclub gerne zum Ausbau kaufen würde. 

"Abgeschlagen" ist der dritte Fall um die Hobby-Detektivin Lissie Sommer, trotzdem hatte ich keine Probleme, mich in die Stimmung hineinzufinden. Es gibt gelegentlich kleine Hinweise, was in den Vorbänden passiert ist.
Die Autorin schreibt locker leicht mit viel Humor, aber auch die Spannung bei diesem Kriminalfall kommt nicht zu kurz. Es gibt mehrere Verdächtige und irgendwie stolpert Lissie, oft auch ungewollt mitten in die polizeilichen Ermittlungen hinein. Gelegentlich wird in Unterhaltungen, besonders wenn die Eltern von Lissie zu Wort kommen, in hessischem Dialekt geschrieben.

Über die Charaktere habe ich mich sehr amüsiert. Es gibt urige Mitarbeiter der Spurensicherung, eine gar nicht so traurige Witwe, einen äußerst umweltbewussten Sohn, Golfer mit den unterschiedlichsten Zielen und unter anderem noch einen Detektiv mit Fußgeruch.

Alles in Allem ist "Abgeschlagen" eine tolle Sommerkomödie mit Todesfall, die mich bestens unterhalten hat. 

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388 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 164 Rezensionen

pferde, polo, liebe, nacho figueras, florida

Die Wellington-Saga - Versuchung

Nacho Figueras , Jessica Whitman , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2017
ISBN 9783734103728
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Georgia von ihrem Freund Billy zu einer Party in Wellington eingeladen wird, ist sie wenig begeistert. Sie arbeitet, um die Farm ihres Vaters herzurichten und er braucht dafür ihre ganze Unterstützung. Aber Billy will unbedingt, dass Georgia seinen neuen Freund kennenlernt und ein paar Tage im Jet Set zu verbringen, ist eine schöne Abwechslung, also sagt sie zu.
Sie lernt dort die Familie del Campo und das Polospiel kennen und Alejandro del Campo, der Kapitän des Poloteams scheint ganz besonders interessant zu sein.

Die Wellington-Saga - Versuchung ist der erste Band einer Trilogie. Schon die Aufmachung des Buches ist sehr schick gemacht. Pinkfarbene Schrift auf einem hellen Einband, die Schrift in Reliefprägung.

Ebenso stimmig ist auch die Geschichte des Romans. Georgia, aus einfachen Verhältnissen stammend, bodenständig, gerät in die schillernde Welt des Polo Sports und der dazugehörigen High Society. Gutaussehende Polospieler, der del Campo-Clan aus Argentinien stammend, schicke Kleider, glamouröse Empfänge, der Autor weiss, wovon er spricht.

Ich empfand das Buch als spannenden Liebesroman mit gut gezeichneten Charakteren in einem besonderen Setting. Man erfährt einiges über das Polospiel und die speziellen Polo-Ponys. Natürlich gibt es Eifersüchteleien, Neid und auch dramatische Momente, die in einem Liebesroman nicht fehlen dürfen.

Insgesamt ist der erste Band der Saga gut gelungen und ich habe ihn gerne gelesen. Eine gute unterhaltsame Sommerlektüre, die aber noch etwas Luft nach oben lässt, da ich das Ende des Bandes etwas zu abrupt fand. Auch wenn der Leser weiss, dass es noch zwei Folgebände gibt, hätten mir ein paar Details zum Ende hin gut gefallen.

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

lügen, geheimnisse, diane chamberlain, familiendrama, selbstmord

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Diane Chamberlain , Marion Ahl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 08.05.2017
ISBN 9783959670852
Genre: Romane

Rezension:

Riley kehrt nach North Carolina zurück. Dort ist sie aufgewachsen, aber jetzt erwartet sie nach dem Tod des Vaters die Testamentseröffnung und der Verkauf des Elternhauses. Ihr einziger noch lebender Verwandter ist ihr Bruder Danny, der zurückgezogen in einem Campingwagen mitten im Wald lebt. Die Mutter musste jahrelang Medikamente gegen Depressionen nehmen und Lisa, die ältere Schwester hat vor Jahren Selbstmord begangen. 

Riley kehrt mit gemischten Gefühlen in ihre Heimatstadt zurück, denn sie fühlt sich völlig überfordert mit allem was ihr mit der Haushaltsauflösung bevorsteht. Ihr Bruder ist ihr keine Hilfe, denn er will mit der Vergangenheit nichts zu tun haben. Aber begründet sich sein Verhalten nur auf einer posttraumatischen Belastungsstörung aus seiner Zeit beim Militär oder steckt vielleicht mehr dahinter.
Hilfe bekommt Riley von einer alten Freundin ihrer Mutter, die sich erstaunlich gut im Haus auskennt. Als Riley beim Aufräumen eine Kiste mit alten Zeitungsausschnitten findet, stellt dieser Fund alles, was sie bisher von ihrer Familie wusste, gehörig auf den Kopf.
Angefangen mit den Hintergründen um den Selbstmord ihrer 17 jährigen Schwester Lisa. Lisa war eine begnadete Violinistin, ein Wunderkind. Hat sie wirklich Selbstmord begangen, wurde sie ermordet oder lebt sie vielleicht noch. Riley geht der Sache nach und erfährt einiges, mit dem sie niemals gerechnet hätte.

Der Roman wird zum grössten Teil aus der Sicht von Riley erzählt, zwischendurch gibt es Rückblenden, die das Ganze aus der Sicht von Lisa berichten.
Das Buch hat mich gefesselt und ich habe noch lange darüber nachgedacht. Unglaublich, was Riley alles aufdeckt, die Geschichte nimmt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.

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114 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

aliens, raumschiff, science fiction, jugendbuch, absturz

Guides - Die erste Stunde

Robison Wells
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959670937
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Raumschiff stürzt ab und fordert entlang der Absturzstelle zehntausende von Opfern. Entsprechend gespannt sind die Bewohner der Gegend, als aus dem Inneren des UFOs Bestrebungen im Gange sind, die Erde zu betreten. Und tatsächlich bahnt sich etwas einen Weg nach draussen. Die NASA ist in Minnesota vor Ort und ebenso Alice, da ihr Vater für die NASA an der Absturzstelle tätig ist.

Vom Cover geleitet hatte ich im ersten Moment nicht erwartet, ein Jugendbuch zu lesen, aber Robison Wells hat hier einen spannenden Mix aus Young Adult, Science Fiction und Mystery gebastelt.

Alice wird von Ihrem Vater, der für die NASA an der Absturzstelle arbeiten soll, in einem Internat in der Nähe untergebracht. Alice ist ein sympathischer Charakter und sie findet Anschluss im Internat, dessen Schüler zum grossen Teil aus begabten Jugendlichen bestehen. Alle verfolgen gebannt in den Nachrichten, was sich wohl dort im Inneren des Raumschiffes befindet. 

Die Story im Internat ist der Jugendbuch-Anteil des Romans, dadurch liest sich das Ganze schön leicht und unterhaltsam. Die Spannung steigt, als man sieht, wer bzw, was aus dem Raumschiff steigt. Fremdartige scheinende Wesen in grosser Zahl, bei denen man sich nicht sicher ist, was sie wirklich auf der Erde wollen. Hier beginnt der Science Fiction Anteil, der wirklich spannend gemacht ist. Die Story ist logisch aufgebaut und wer weiss schon, ob so etwas nicht wirklich passieren kann bzw. hätte passieren können.

Mehr möchte ich hier vom Inhalt nicht verraten, da ansonsten beim Lesen ein gutes Teil an Spannung und auch eigener Spekulation verloren geht. Nur soviel... die Lösung des Ganzen hat einen Hauch von Mystery und das hat mir sehr gefallen.

Wer ein unterhaltsames Buch, nicht nur für Jugendliche, lesen möchte, dem rate ich, hier zuzugreifen.

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