Sick

Sicks Bibliothek

467 Bücher, 235 Rezensionen

Zu Sicks Profil
Filtern nach
486 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

12 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 0 Rezensionen

fortsetzung, band 2

Das dritte Triumvirat- Band 2

Virginia Bischof Knutti
Buch: 356 Seiten
Erschienen bei SWB Media Publishing, 01.04.2015
ISBN 9783944264752
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

kurzroman, zimtzauber, familie, winterwonderland, wahrsagerei

Zimtzauber

Katrin Koppold
E-Buch Text: 122 Seiten
Erschienen bei Aureolus Verlag: Inhaberin Katrin Hohme, 28.11.2016
ISBN B01N1M4PJY
Genre: Romane

Rezension:

Kurz vor Weihnachten ist Elisa im Stress. Als Geschäftsführerin in einem Buchladen muss sie schauen, dass die Verkaufszahlen stimmen, anderenfalls droht die Tochter ihrer kranken Chefin mit Rauswurf. Ihre Eltern bestehen auf ihr jährlich vorverlegtes Weihnachtsfest am Vierten Advent und als wäre das nicht schon genug, sucht ihr Elisas Exfreund Richard hartnäckig den Kontakt zu ihr. Als sich ein Vogel in den Kamin des Buchladens verirrt, ist Elisa so gestresst, dass sie den herbeigerufenen Kaminkehrer bei seiner Arbeit eher behindert, als dass sie hilfreich ist. Es kommt zum Unglück und ab sofort hat Elisa auch richtiges Unglück...


"Zimtzauber" ist ein weihnachtlicher Kurzroman, der die turbulenten letzten Tage Elisas vor dem Fest erzählt. Diese ist so weit eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben, besonders mit ihrem Job in der Buchhandlung. Nur die Sache mit Richard macht ihr noch sehr zu schaffen. Ihre Gedanken und Gefühle konnte ich sehr gut verstehen, was sicherlich auch an der Ich-Perspektive liegt. Trotzdem hatte ich manchmal ein kleines Problem mit ihren Entscheidungen, besonders deswegen, weil sie mit Ende zwanzig ja eigentlich schon ein gewisses Alter erreicht hat. Zudem war der Fremdschämfaktor bisweilen ziemlich hoch, da Elisa so gut wie kein Fettnäpfchen auslässt. Das hat allerdings nichts an meinem Mitgefühl für sie geändert, denn ihr passieren auch Sachen, die jedem von uns schon mal widerfahren sind. 
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er war leicht zu lesen und hat einen schier an die Seiten gefesselt. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen, vom Buchladen über Elisas kleinem Appartement bis hin zu der winterlichen Landschaft Österreichs, wo es die Protagonistin hin verschlägt. Über den Lokalkolorit habe ich mich als geborene Münchnerin natürlich auch gefreut. 
Neben Elisa gibt es nur ein paar weitere Figuren, was aufgrund der Länge der Geschichte absolut ausreichend ist. Elisas Bruder Tom und ihre Schwägerin Nina kann man im Roman "Mondscheinblues" näher kennenlernen, allerdings ist es kein Muss das Buch vorher gelesen zu haben. Auch für sich gesehen hat mir "Zimtzauber" gut gefallen. Lediglich der Schluss hat mich etwas überrumpelt, besonders da Elisa gerade dabei war, ihr Leben in Frage zu stellen. Hier hätte ich auf ein bisschen mehr Entwicklung gehofft, denn letztendlich kommt nicht klar heraus, ob sich in Zukunft etwas für sie ändern wird. 


Alle, die eine lockere, vorweihnachtliche Geschichte lesen möchten, die zugleich unterhaltsam und romantisch ist, sind hier definitiv richtig. Für mich war es das jedenfalls, trotz der kleinen Schwächen. 

  (8)
Tags: arlberg, buchhandlung, buchladen, exfreund, familie, fettnäpfchen, humor, kaminkehrer, kirche, kurzroman, luxushotel, münchen, österreich, pleiten pech und pannen, schornsteinfeger, trennung, unglück, vierter advent, vorweihnachtsstress, vorweihnachtszeit, wahrsagerei, wahrsagerin, weihnachten, weihnachtsbaum, weihnachtsvorbereitung   (25)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

weihnachten, plätzchen, mistelzweig, 06, lustig

Plätzchen unter dem Mistelzweig: E-Book Only Weihnachtskurzgeschichte

Abby Clements
E-Buch Text: 41 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 18.11.2013
ISBN 9783641127183
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

massage, rituale, wickeln, kinderlieder, pflege

Das Schmuse-Wickel-Buch

Antje Drössel
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Kösel, 25.07.2011
ISBN 9783466345564
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

20 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

schlachtfeld klassentreffen, wiedersehen, schule, heike abidi, überraschende verwandlungen

Schlachtfeld Klassentreffen

Heike Abidi , Anja Koeseling
Geheftet: 320 Seiten
Erschienen bei Eden Books, 14.11.2016
ISBN 9783959100212
Genre: Humor

Rezension:

Es kommt einem vor, als wäre es erst gestern gewesen, als man sich jeden Tag um halb acht in die Schule gequält hat, um Dinge zu lernen, die einen sowieso nicht interessieren, die nervigen Mitschüler zu ertragen und strengen Lehrern aus dem Weg zu gehen. Doch diese Zeiten sind schon lange vorbei (ENDLICH!) und die Uhr scheint immer schneller zu laufen. Und da, eines Tages, ganz unerwartet, liegt sie im Briefkasten - die Einladung zum Klassentreffen. Der erste Impuls ist: "Da gehe ich auf keinen Fall hin!", aber diese Entscheidung sollte gut abgewägt sein. Man könnte sich tatsächlich etwas entgehen lassen...

"Schlachtfeld Klassentreffen" ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die genau dieses Thema aufgreift. Unterteilt ist sie in sechs Kapitel mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Zunächst geht es darum, ob man hingehen sollte oder nicht, danach folgen Erzählungen mit überraschenden Wendungen, schönen oder leidvollen Erinnerungen, nicht verarbeiteten Traumata und ganz speziellen Charakteren. Meistens sind die Geschichten unterhaltsam bis urkomisch, doch es gibt auch welche, die zum Nachdenken anregen oder eine Botschaft übermitteln wollen. Die Mischung ist in meinen Augen gut gelungen und so ziemlich jeder Geschmack dürfte bedient werden. Dies bringt natürlich mit sich, dass einem nicht jede Erzählung gut gefällt, aber für mich gab es keine, die besonders negativ aufgefallen wäre. Die Kapitel werden durch unnützes Wissen, ein Wiedersehens-Bingo und Aufzählungen (z.B. fast 100 Gründe, nicht auf ein Klassentreffen zu gehen) eingeleitet. Dies empfand ich als schöne Ergänzung und Auflockerung zu den einzelnen Geschichten. Zum Schluss kann man in Kurzbiographien noch etwas zu den Autoren der Anthologie erfahren. 

Egal, ob man schon mal bei einem Klassentreffen war oder nicht, ob man die Schulzeit in guter oder schlechter Erinnerung hat, jeder wird sich mit der einen oder anderen Person in diesem Buch identifizieren können. Die Geschichten sind durch ihre geringe Länge sehr kurzweilig und lassen sich daher auch gut einfach mal zwischendurch lesen. Ich kann das Buch nur empfehlen! 

  (112)
Tags: andere zeiten, angeber, ehemaligentreffen, erinnerungen, geister der vergangenheit, jugenderinnerungen, kindheitserinnerungen, klassentreffen, lehrer, mobbing, mobbing in der schule, schlachtfeld klassentreffen, schule, schüler, schulzeit, streber, trauma, treffen, überraschende verwandlungen, überraschende wendungen, unangenehme erinnerungen, ungelöste konflikte, veränderungen, wiedersehen, zeit   (25)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

60 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

tod, jugendbuch, familie, liebe, hamburg

Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783641156978
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Er ist unbeliebt, unausweichlich, und ab und zu verarscht er dich.
(Aus dem schwarzen Buch von Emi, 15)




Emi ist fünfzehn Jahre alt und gerade mit ihrer Familie von Heidelberg nach Hamburg gezogen. Eigentlich hat sie überhaupt keine Lust auf diese Veränderungen und es nervt sie tierisch, dass ihr älterer Bruder Oliver sich anscheinend sehr gut in den neuen Heimat zurecht findet. Noch mehr ärgert Emi sich allerdings über ihren Vater, der sie erst in diese Situation gebracht hat. Der ist Therapeut und lässt das seine Kinder auch nicht vergessen. Zu allem Überfluss hat er auch noch eine neue Freundin, Mara, auf die Emi noch weniger Lust hat, als auf Hamburg. Als sie sich dann mit ihrem Mitschüler Erik anlegt, löst sie ein Chaos aus, das von nun an ihr Leben in eine völlig neue Richtung lenkt...


All das ist so unterhaltsam und gleichzeitig authentisch geschildert, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Emi ist nicht wie andere Mädchen in ihrem Alter, sondern eher eigenbrötlerisch und schwarzhumorig. Das kommt nicht von ungefähr, sammelt sie doch seit dem grotesken Unfalltod ihrer ehemaligen Nachbarin Zeitungsartikel über kuriose Todesfälle. Ihr Vater und ihr Bruder wundern sich schon längst nicht mehr über Emi, doch bei ihren neuen Mitschülern hat sie schnell ihren Ruf als Freak weg. Emi ist das egal, denn eigentlich will sie sowieso nicht in Hamburg und auf dieser Schule sein. Ich konnte sie wirklich gut verstehen (bis auf ihre Abneigung zu Hamburg), was vermutlich auch an der Ich-Perspektive lag. Man teilt praktisch jeden Gedanken mit Emi und diese sind intelligent, witzig und schlagfertig. Für Leute, über die sie sich ärgert, denkt sie sich skurrile Tode aus und manche bekommen dabei regelmäßig ihr Fett weg. Vor allem Oliver, ihr immer gut gelaunter und beliebter großer Bruder, und natürlich Erik müssen öfter dran glauben. Natürlich klingt das jetzt ziemlich boshaft und das ist es teilweise auch, aber wer hat noch keinem anderem etwas Schlechtes gewünscht? Der Unterschied ist der, dass Emi kreativer ist als die meisten von uns, was ihr in ihrem Kleinkrieg mit Erik sehr zupass kommt. Auch dieser ist sehr unterhaltsam, denn die beiden schenken sich in ihren Wortgefechten nichts und zunächst denkt man, dass die zwei nie ein vernünftiges Wort wechseln werden. Doch auch in Erik steckt auf den zweiten Blick mehr. 
Allgemein haben mir die Charaktere sehr gut gefallen. Es waren nicht zu viele, sodass man den Überblick behielt und jeder hatte einen Wiedererkennungswert. Den einen oder anderen hätte man vielleicht noch ein bisschen mehr aus dem Schatten holen können, aber jeder hat seine Berechtigung und die Geschichte bereichert. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und man merkt gar nicht, dass an dem Buch zwei Autorinnen geschrieben haben. 


"Für dich soll's tausend Tode regnen" ist ein kurzweiliges Jugendbuch, mit dem auch ältere Leser definitiv ihren Spaß haben. 

  (113)
Tags: 15-jährige, außenseiter, außenseiterin, challenge, clinch, doppeldate, eigenbrötlerin, einsamkeit, erste liebe, familie, fünfzehnjährige, für dich solls tausend tode regnen, galgenhumor, graffiti, großer bruder, hamburg, humor, ich-erzählerin, ich-perspektive, kleinkrieg, kuriose todesarten, neue freundin, neue mitschüler, neue schule, schule, schwarzer humor, skurille todesfälle, skurrile todesarten, strafarbeit, strafaufgabe, strafdienst, therapeut, tod, todesarten, umzug, ungewöhnliche todesarten, veränderungen, verlieben, vorurteile   (39)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

80 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

fantasy, magier, kalypto, magie, high fantasy

KALYPTO - Der Wächter des schlafenden Berges

Tom Jacuba
Flexibler Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.08.2016
ISBN 9783404208333
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem Lasnic erfahren hat, was die Magier mit ihrer Vorstellung vom Zweiten Kalyptischen Reich angerichtet haben, steht für ihn eines fest: Er muss nach Kalypto reisen, jener Vulkaninsel, in der die Magier ihren bereits Jahrtausende währenden Schlaf schlafen. Das Zweite Reich und somit die Unterdrückung der Sterblichen muss unbedingt verhindert werden. Doch nicht alle sind von Lasnics Vorhaben überzeugt, denn die Reise ist lang und gefährlich, zumal niemand genau weiß, wo Kalypto eigentlich liegt. Das hält allerdings weder Lasnic, noch die Nordmenschen oder Lauka davon ab, sich auf den Weg zu machen. Sie alle wollen es mit den Magiern aufnehmen, koste es, was es wolle...


"Der Wächter des schlafenden Berges" ist der dritte und zugleich finale Band der "Kalypto"-Trilogie. Er setzt kurze Zeit nach dem Ende des zweiten Teils ein, knüpft im Grunde aber genau da an, wo zuvor der Schluss war. Lasnic ist zurück in den Wäldern, doch vieles hat sich während seiner Abwesenheit verändert. Ein Grund mehr für Lasnic, seinen Plan in die Tat umzusetzen. Obwohl sie nicht überzeugt sind, schließen sich Ayrin mit ihren Leuten und einige Waldmänner Lasnics Vorhaben an. Natürlich sind auch Gumpen und Lord Frix wieder mit von der Partie. Letzterer findet nicht mehr ganz so viele Erwähnungen wie in den Vorgängern, dafür erfährt man nun endlich, was es mit Gumpen und dem Mörderwal auf sich hat. Generell werden noch einige lose Enden zusammengefügt, durchaus auch mit Überraschungspotential. Zusätzlich werden aber auch einige neue Fässer aufgemacht, von denen nicht immer hundertprozentig ersichtlich ist, was sie bezwecken. So hat man in der Mitte des Buches manchmal das Gefühl, dass die Handlung etwas vom Weg abkommt. Ich fand es jetzt nicht besonders schlimm, denn auch im echten Leben muss man manchmal Umwege gehen, um ans Ziel zu kommen.

Die Sprache ist gewohnt einzigartig den Protagonisten angepasst, was ihren jeweiligen Charakter unterstreicht. Wieder wechselt die Erzählperspektive regelmäßig, nur diesmal erfährt man zusätzlich zu Lasnics, Ayrins, Laukas und Catolis' Sicht auch etwas über die Magier im Vulkan mittels Gabrylon, dem Wächter des Schlafes. Er ist für die schlafenden Magier verantwortlich und weckt sie gegebenenfalls. Er nimmt sozusagen Catolis' Stelle als Verfechter des Zweiten Reiches ein, denn diese ist nach ihrer Begegnung mit Lauka geläutert. Letztere verfolgt nach wie vor ihre eigenen Pläne und schreckt vor nichts zurück. Die Grausamkeiten halten sich in diesem Buch verglichen mit den Vorgängern allerdings eher zurück, Kämpfe gibt es natürlich trotzdem. Sie sind wieder recht anschaulich beschrieben und fordern das eine oder andere bekannte Gesicht, ebenfalls wie gehabt. In Aufbau und Stil reiht sich dieser Teil also nahtlos mit ein.

Die wichtigste Frage bei einem finalen Band: Werden alle meine Fragen beantwortet und passt der Schluss zur Geschichte? Eine Frage, die jeder für sich selbst beantwortet und wo die Meinungen auseinander gehen. Für mich sind die wichtigsten Fragen definitiv geklärt und der Plot ist in sich stimmig. Ein paar Kleinigkeiten hätte man vielleicht noch etwas besser ausarbeiten können, allerdings ist die Trilogie so dicht und umfangreich, dass ich möglicherweise auch nicht mehr alles auf dem Schirm habe. Eine zweite Runde wird es beizeiten definitiv geben und wahrscheinlich entdecke ich da noch den einen oder anderen Hinweis, der für einen Aha-Moment sorgen wird. Der Schluss selbst, also der Ausklang der Geschichte, hat mir persönlich auch ganz gut gefallen, obwohl ich verstehen kann, dass andere Leser ihn vielleicht gar nicht mögen. Nur jedem kann man es sowieso nicht recht machen und völliger Humbug ist es auf keinen Fall.


Obwohl mir die Vorgänger besser gefallen haben, hat die Trilogie einen würdigen Abschluss gefunden. Ich kann die Reihe einfach nur empfehlen!



Kalypto - Die Reihe:

Die Herren der Wälder (Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Tom-Jacuba/KALYPTO-Die-Herren-der-W%C3%A4lder-1133086916-w/rezension/1163654402/)
Die Magierin der Tausend Inseln (Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Tom-Jacuba/KALYPTO-Die-Magierin-der-Tausend-Inseln-1217197073-w/rezension/1222205689/)
Der Wächter des schlafenden Berges

  (115)
Tags: ayrin, catolis, der stille, der wächter des schlafenden berges, erstes morgenlicht, fantasy, fantasy-trilogie, freunds, gefahr, gefährliche reise, gefährten, high fantasy, kalypto, kämpfe, könig, königin, königin ayrin , krieg, lasnic, lauka, liebe, loyalität, macht, magie, magier, nordmenschen, reise, seereise, sterben, tod, trilogie, überleben, verschiedene völker, völker, vulkan, vulkaninsel, waldstamm, waldvolk   (38)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(110)

177 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, artemis fowl, elfen, jugendbuch, zwerge

Artemis Fowl

Eoin Colfer
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.09.2008
ISBN 9783551357793
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

104 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

humor, felix achterwinter, kurzgeschichten, lustig, kinder

Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn!

Johannes Hayers , Felix Achterwinter , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.12.2014
ISBN 9783499628726
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

30 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

hamburg, phoenix, papierverzierer, fantasy, dystopie

Phoenix - Kinder der Glut

Ann-Kathrin Karschnick , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.10.2015
ISBN 9783944544533
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(173)

331 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 115 Rezensionen

thriller, folter, mord, interpol, mark roderick

Post Mortem - Tränen aus Blut

Mark Roderick
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.02.2016
ISBN 9783596031429
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Avram Kuyper die Nachricht von seinem Bruder Goran auf dem Anrufbeantworter abhört, fährt er sofort in sein Elternhaus. Es ist früher Sonntagmorgen und der Kuyperhof in Oberaiching in der Nähe von München liegt verlassen da. Lediglich die Blutspuren in der Pferdebox weisen darauf hin, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt...
Zur gleichen Zeit erhält die Interpol-Ermittlerin Emilia Ness in Frankfurt einen Anruf. In einem Hotel wurde die Leiche eines Unbekannten gefunden. Eigentlich kein Grund für Emilia, sich in den Fall einzumischen, aber der Tote hat ihr kurz vor seinem Ableben einen Brief geschrieben. Darin bittet er sie verzweifelt um Hilfe. Zusammen mit den Kollegen von der Frankfurter Kripo versucht Emilia, den geheimnisvollen Fall zu lösen...


Wie das Verschwinden von Avrams Bruder und seiner Familie mit Emilias Ermittlungen zusammenhängt, erfährt der Leser etwa nach der Hälfte des Buches. Davor und auch danach wechselt die Perspektive regelmäßig hin und her. Zunächst hat mir Emilias Sicht besser gefallen, einfach weil ich sie mochte und alles gut nachvollziehen konnte. Avram ist nicht so leicht zu durchschauen und zeitweise erinnert seine Vorgehensweise an diverse Actionstreifen. Später steigt die Spannung dann in beiden Abschnitten und jedes Kapitelende löst Bedauern aus. Da hilft dann nur weiterlesen, bis das Buch zu Ende ist.
Die Charaktere fand ich ganz gut, es sind nicht zu viele, sodass man den Überblick behält. Wirklich viel erfährt man allerdings nicht über die Protagonisten, weder über Avrams "Beruf" als Auftragskiller noch über Emilias Privatleben (abgesehen von den Problemen mit ihrer Teenager-Tochter). Der Fokus liegt mehr auf dem Fall und der ist wirklich spannend konstruiert. Man sollte sich aber auf eine gewisse Brutalität einstellen, denn Avram und Emilia ermitteln in gefährlichen Kreisen...


"Tränen aus Blut" ist der erste Teil der "Post Mortem"-Trilogie, aber trotzdem in sich abgeschlossen. Alle Fragen, die sich einem anfangs stellen, werden aufgeklärt, nur steckt wohl noch mehr hinter allem, als die Beteiligten denken...

  (122)
Tags: abschiedsbrief, auftragskiller, auftragsmörder, brutaliät, egotrip, entführung, familie, folter, frankfurt, frankfurter kripo, gewalt, gewalt-videos, hilferuf, internet, interpol, interpol-agentin, kripo, mord, mordermittlung, mordermittlungen, münchen, netzwerk, organisierte kriminalität, organisiertes verbrechen, post mortem, post mortem - tränen aus blut, profikiller, reporter, verzweifelter hilferuf   (29)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

tokio, liebe, an lin, unwissend verliebt, japan

Unwissend verliebt (Reisbällchen 1)

An Lin
E-Buch Text: 111 Seiten
Erschienen bei null, 27.12.2015
ISBN B019EG1MQ6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Josy ist eine junge Frau, die es nie lange an einem Ort hält. Zwar hat sie in LA ihre ganze Familie und Freunde, aber sie wollte immer schon mal nach Japan. Da kommt ihr das Vorstellungsgespräch bei der internationalen Werbeagentur Kaikan gerade recht. Und Josy kann ihr Glück kaum fassen, als sie tatsächlich genommen wird. Top motiviert zieht sie in die japanische Hauptstadt Tokio, doch schon an ihrem ersten Arbeitstag ziehen dunkle Wolken auf. Aufgrund einer Verwechslung wurde für Josys Posten noch ein zweiter Bewerber eingestellt, der New Yorker Joe. Den Verantwortlichen bei Kaikan ist diese Panne total peinlich und so versuchen sie, einen Kompromiss zu finden. In einer einmonatigen Testphase wollen sie herausfinden, wer von den beiden besser in die Firma passt. Josy ist fest entschlossen, ihre Chance zu ergreifen…

„Unwissend verliebt“ ist das erste „Reisbällchen“ von An Lin. Reisbällchen sind in Japan kleine Snacks für zwischendurch und auch auf diese Geschichte trifft dies zu. Für etwa zwei Stunden taucht man nach Fernost ab und entdeckt zusammen mit Josy ihre neue Heimat. Besonders gut hat mir gefallen, dass man keinerlei Vorkenntnisse über Japan und seine Traditionen braucht. Man fährt praktisch als Tourist nach Tokio und entdeckt dort alles neu. Die riesigen Bürogebäude und kleinen Privatwohnungen, der öffentliche Nahverkehr, das Essen und die Spielhöllen, beim Lesen ist es fast so, als wäre man selbst dort. Ich habe mich in der Geschichte richtig wohl gefühlt, was aber auch zu einem Großteil an den Figuren lag. Josy ist eine mutige junge Frau, die nur manchmal etwas impulsiv handelt. Das wird ihr das eine oder andere Mal zum Verhängnis, aber sie gibt nie auf und steht auch zu ihren Fehlern. Ihr Konkurrent Joe macht zunächst den Eindruck, als wäre er von Beruf Sohn, allerdings erfährt man später noch etwas mehr über ihn und ich mochte ihn eigentlich schon recht gerne. Gleiches gilt für Josys Assistent, den sie bei Kaikan zugewiesen bekommt und der alles andere als typisch japanisch ist. Natürlich bekommen die Charaktere bei der geringen Seitenanzahl keine besondere Tiefe, aber für die Handlung hat es komplett ausgereicht. Auch dass manche Themen, die eigentlich mehr Worte bedürften, nur angeschnitten wurden, fand ich vollkommen in Ordnung. Der Schwerpunkt lag auf etwas anderem und wurde eingehalten.
Die Sprache war locker-leicht und sehr bildlich. Alles wird aus der Ich-Perspektive von Josy erzählt, was dazu beiträgt, dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Und auch wenn ich über manche ihrer Entscheidungen manchmal den Kopf schütteln musste, habe ich sie wirklich sehr gerne nach Tokio begleitet.

Wer Lust auf eine harmlose Liebesgeschichte mit etwas Konkurrenzkampf Lust hat, ist hier genau richtig. Japan-Liebhaber und solche, die es werden wollen, kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten. Ich kann das Buch wirklich wärmstens weiterempfehlen.

  (143)
Tags: amerikanerin, fernost, ich-erzählerin, ich-perspektive, japan, japanische kultur, job, jobangebot, job im ausland, kaidan, konkurrent, konkurrenz, konkurrenzkampf, kurzgeschichte, kurzroman, liebe, los angeles, missverständnisse, praktikum, probezeit, reisbällchen, sitten in japan, spielhölle, tokio, unwissend verliebt, verlieben, werbeagentur, wettbewerb, wettkampf, wettstreit   (30)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

46 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 23 Rezensionen

bretagne, schweiz, mord, goldene muschel, liebe

Das Geheimnis der Muschelprinzessin

Christine Jaeggi
E-Buch Text: 372 Seiten
Erschienen bei Forever, 14.03.2016
ISBN 9783958180857
Genre: Romane

Rezension:

Nora ist fast siebenundzwanzig und hat in ihrem Leben so gut wie nichts erreicht. Sie hat keinen Schulabschluss und schlittert von einem Gelegenheitsjob zum nächsten. Als sie mal wieder arbeitslos ist und bei einer Freundin auf der Couch unterkommt, sieht sie sich gezwungen, eine Stelle als Tänzerin in einem Nachtclub anzunehmen. Doch auch diesen Job behält Nora nicht lange, weil sie nicht bereit ist, noch weiter zu gehen. Da trifft sie auf Estelle Le Bloch, eine ältere Dame, die mit ihrer Enkelin Louisa ein Konzert in der Züricher Konzerthalle besucht. Sie verschafft Nora einen Job im Hotel ihres Mannes, dem gehobenen „Grand Beaulieu“. Nora freut sich sehr und möchte diese Chance diesmal nicht versauen. Aber alles ändert sich, als ein paar Wochen später Estelles Mann Eric Le Bloch bei einer Veranstaltung im Hotel ermordet wird. Dabei verschwindet auch eine goldene Muschel, die lange als verschollen galt und die Eric seinen Gästen präsentieren wollte. Nora versteht zunächst nicht, warum alle Welt so fasziniert von dieser Muschel ist, bis sie die Geschichte dahinter erfährt…

„Das Geheimnis der Muschelprinzessin“ klingt zwar mystisch, ist aber eigentlich eine tragische Familiengeschichte. Genau genommen gibt es hier sogar mehrere tragische Geschichten und die meisten drehen sich um die Familie. Eine davon betrifft auch Nora, die ein angespanntes Verhältnis zu ihrem Vater hat. Warum das so ist, erfährt man im Laufe des Buches, aber der Grund hat mich richtiggehend entsetzt. Wenn man so einen Vater hat, braucht man definitiv keine Feinde mehr und so ist es kein Wunder, dass er zu den Figuren gehörte, die ich überhaupt nicht mochte. Mit Nora selbst musste ich erst warm werden, weil sie sich selbst als Versagerin bezeichnet und ich nicht den Eindruck hatte, dass sie etwas daran ändern wollte. Auch später hätte ich sie manchmal am liebsten kräftig durchgeschüttelt, weil sie sich so sehr von anderen reinreden lässt. Doch die Chance, die Estelle ihr gewährt, möchte Nora wirklich nutzen und spätestens da mochte ich sie. Estelle selbst gehörte zu den Personen, die ich auf Anhieb sympathisch fand. Zwar lässt sie sich manchmal zu sehr von ihren Gefühlen leiten, aber sie hat ein großes Herz und gibt jedem die Chance, die derjenige verdient hat. Die Nebenfiguren sind in meinen Augen gut gelungen, denn man kann sich ein klares Bild von ihnen machen und sie sind manchmal wichtiger, als man zunächst vielleicht glaubt. Manche mochte ich sehr gerne, andere überhaupt nicht, aber alle hatten ihre Berechtigung und waren realistisch gezeichnet. Das gilt sogar für die vermeintlich überzogen versnobte Louisa und ihre Mutter und für die exzentrische Perla Green, die immer alles an sich reißt.
Die Handlung selbst hat mir ebenfalls gut gefallen. Sie war durchdacht und keineswegs platt. Neben dem Mord und Noras zweiter Chance gibt es noch einen Strang, der in der Bretagne im Jahr 1963 spielt. Darin erfährt man mehr über die goldene Muschel und wie das „Grand Beaulieu“ damit zusammenhängt. Diese Rückblenden sind nicht allzu lang, das Hauptaugenmerk liegt definitiv auf dem Jahr 2015, was ich perfekt ausgewogen fand. Die Neugier wird befriedigt, aber es wird nicht zu ausschweifend. Das lässt sich eigentlich über das ganze Buch sagen. So ziemlich jede Szene erfüllt ihren Zweck und am Schluss fügt sich alles zu einem runden Bild. Für mich wurden auch alle Fragen beantwortet, auch wenn ich zwischenzeitlich etwas Angst hatte, dass das vielleicht nicht der Fall sein würde. Lange Zeit erhält man praktisch keine Hinweise darauf, wer ein geeignetes Motiv und die Gelegenheit gehabt haben könnte, um Eric Le Bloch zu ermorden. Es gab einige überraschende Wendungen, die ich trotz gelegentlicher Dramatik durchaus glaubwürdig fand und zum Teil ein völlig neues Licht auf manche Leute warfen. Ich wollte zu jeder Zeit wissen, wie es weitergeht und der flüssige Schreibstil hat mir dabei geholfen, zügig voran zu kommen.

Wer geheimnisvolle Geschichten und Überraschungen mag, ist hier absolut richtig. Die facettenreichen Charaktere entführen den Leser nach Zürich und in die Bretagne und lassen ihn so schnell nicht mehr los.

  (142)
Tags: 2. chance, banker, banker aus gutem hause, bretagne, die 2. chance, empfangsdame, ermittlungen auf eigene faust, exzentrische millionärin, familie, familiendrama, familienprobleme, frankreich, freundschaft, gelegenheitsjobs, geschichte, geschwister, goldene muschel, grandhotel, hotel, hotelangestellte, hotelbesitzer, hotelgast, jakobsmuschel, journalist, konzert, leid, liebe, massenpanik, mord, muschel, muschelsucher, nachforschungen, neuer job, schuld, schuldgefühle, schweiz, sehnsucht, snobs, strand, suche, suche nach anerkennung, trauer, unfall, unglück, upper class, vater-tochter-beziehung, verantwortung, verantwortung übernehmen, verlieben, versagen, zürich, zweite chance   (52)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

19 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

piraten, abenteuer, pirat, waidami, die schiffe der waidami

Die Schiffe der Waidami

Klara Chilla
E-Buch Text: 502 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 22.06.2015
ISBN 9783738017557
Genre: Sonstiges

Rezension:


... Anderenfalls wüsste doch einjeder, wo dieser Ort ist.




Auf Waidami, einer versteckten Insel irgendwo in den Paradiesen dieser Welt, gibt es uralte Sitten und Gebräuche. So ist für jeden seine Berufung vorherbestimmt, egal ob Seher, Schiffsbauer oder Navigator. Geführt wird das Volk von Bairani, dem Obersten Seher, dem seine Macht noch lange nicht ausreicht. Als er bemerkt, dass Torek, der jüngste Seher, außergewöhnlich viele und detaillierte Vorhersagen machen kann, zieht Bairani ihn auf seine Seite. Denn er hat auch erfahren, dass es Abtrünnige unter den Waidami gibt, die es aufzuhalten gilt. Ins Visier gerät schnell Jess Morgan, Captain der Monsoon Treasure und einer der erfolgreichsten Piraten der Insulaner. Nicht dass Jess im Laufe der Jahre so etwas wie ein Gewissen entwickelt hätte, aber er erinnert sich an immer mehr Details aus seiner Kindheit, und diese gefallen ihm ganz und gar nicht. Denn die Kapitäne der Waidami-Schiffe kommen nicht aus dem eigenen Volk, sondern werden als Kinder entführt. Sobald sie zum Kapitän ernannt worden sind, sind sie durch ein Ritual bis zum Tod mit ihrem Schiff verbunden und haben in dieser Zeit außergewöhnliche Fähigkeiten. Diese sind es, die Bairani fürchtet und so schickt er die Tochter des Sehers Tamaka, Lanea, als Navigatorin auf die Monsoon Treasure. Sie soll herausfinden, ob Jess sich wirklich von den Waidami lossagen will. Zwar freut sich Lanea darauf, ihrer Bestimmung nachzukommen, aber die grausamen Geschichten, die man sich über die Piraten erzählt, schüren ihre Angst...


"Die Schiffe der Waidami" ist der Auftakt zu einem Piratenepos, das mir so noch nicht begegnet ist. Ein klassischer Abenteuerroman trifft auf Fantasy und Mystik und diese Mischung hat mir sehr gut gefallen. Anfangs erscheint alles etwas unübersichtlich und kompliziert, aber Tamaka erzählt seiner Tochter Lanea oft etwas zu den Waidami, sodass auch der Leser von seinem Wissen profitiert. Verwechslungsgefahr bei den Figuren bestand für mich nicht, obwohl ihre Namen nicht so geläufig ist. Die wichtigsten Personen werden jedenfalls hinreichend dargestellt und schnell habe ich für sie Sympathie entwickelt oder sie abstoßend gefunden. So fiel es mir nicht schwer, in die Geschichte einzutauchen. Die wechselnden Erzählperspektiven bereiten zusätzliche Spannung und sind gut gewählt. Nur selten wollte ich lieber aus einer anderen Sicht lesen, das lag aber eigentlich eher daran, dass ich Bairanis und Toreks Handeln ziemlich abstoßend fand. Zum Schluss habe ich aber auch ihre Abschnitte geradezu verschlungen, denn die Informationen darin überwogen meine Antipathie bei weitem. 
Am interessantesten waren natürlich Jess' und Laneas Erlebnisse. Lanea, behütet aufgewachsen und liebevoll großgezogen, wird in die harte Wirklichkeit entlassen, um einen gefährlichen Auftrag durchzuführen. Zu ihrem Entsetzen scheint Jess ihr auch noch jede Gefühlsregung vom Gesicht ablesen zu können, was die Sache nicht einfacher macht. Was es mit Jess' besonderer Beziehung zu seinem Schiff und den damit verbundenen Fähigkeiten auf sich hat, erfährt man schon recht bald und begleitet die Handlung bis zum Schluss. Der ist ein bisschen fies, denn das Abenteuer ist noch lange nicht vorbei, sondern auf einem seiner Höhepunkte. Allerdings sehe ich diesen Umstand nicht als ärgerlich an, sondern als kurzes Luftholen vor den Herausforderungen, die noch vor Jess und seiner Mannschaft liegen. 


Tolle Figuren, die absolut miteinander harmonieren, ein fantasievolles Setting und eine spannende Geschichte - Leserherz, was willst du mehr? Ich kann dieses Buch einfach nur empfehlen. 

  (122)
Tags: abenteuer, abenteuergeschichte, besondere fähigkeiten, die schiffe der waidami, dolch, entführung, familie, fantasy, freundschaft, gefahr, grausamkeit, jess morgan, kameradschaft, kampf, kapitän, karibik, kindesentführung, liebe, macht, magie, mannschaft, monsoon treasure, navigator, piraten, piratenabenteuer, piratenkapitän, ritual, schiff, schifffahrt, schiffsbauer, schiffsbesatzung, segelschiff, seher, tätowierung, verbundenheit, verlieben, vulkan, waidami, zukunft, zukunftsvision   (40)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(80)

117 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

paris, liebe, briefe, träume, tod

Die verlorenen Zeilen der Liebe

Astrid Korten
E-Buch Text: 198 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 01.03.2016
ISBN 9781477879542
Genre: Liebesromane

Rezension:

Paris, 1981: Die zwanzigjährige Lilly nimmt an der Sorbonne ihr Literaturstudium auf. Doch sie ist nicht nur zur Weiterbildung nach Paris gekommen, sie will auch die Liebe kennenlernen. Hals über Kopf verliebt sie sich in Monsieur Inconnu, der mit realem Namen Armand heißt und den sie im Café de Flore kennenlernt, wo sie arbeitet. Die Beziehung ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt, glaubt Armand doch selbst nicht an die wahre Liebe. Zudem ist er verheiratet und möchte neben der Ehe mit seiner Jugendfreundin keine weiteren Verpflichtungen eingehen. Lilly registriert das und versteht auch die Konsequenzen, trotzdem verliert sie innerhalb kürzester Zeit ihr Herz. Paris wird für sie zu ihrem Schicksal, denn nicht nur ihre dortigen Erlebnisse prägen sie, es drängen auch Erinnerungen an die Oberfläche, die schon längst vergessen waren…

„Die verlorenen Zeilen der Liebe“ ist eindeutig zweideutig zu verstehen. Lilly ist ein Mensch, der sich seinen Kummer, aber auch seine Freude von der Seele schreibt. Ersteres überwiegt bei ihr meistens, ihre Verlorenheit wird zuweilen sehr deutlich. Doch man kann das Wort „verloren“ durchaus auch physisch betrachten. Das Buch beginnt damit, wie Lillys Schwester Chloé im Jahr 1983 die Briefe in einer Wand deponieren will, in Erinnerung an die Geschehnisse zwei Jahre zuvor. Zuvor lagen sie schon eine Zeitlang herum. Wieso das alles so ist, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Die Geschichte umfasst gerade einmal zweihundert Seiten und ein bisschen was soll der interessierte Leser noch selbst erfahren.
Besonders wichtig sein eindeutig die Charaktere. Von den meisten erfährt man nicht besonders viel, manches wird auch erst im letzten Drittel angesprochen. Davor weiß man genau, irgendetwas ist vorgefallen, da schlummert etwas unter der Oberfläche, aber man kann nicht genau fassen, um was es konkret geht. Daher bin ich mit Lilly zunächst auch nicht besonders warm geworden. Sie hat ganz romantische Vorstellungen von der Liebe und Paris und man hat das Gefühl, sie verschließt gerne die Augen vor der Realität. Trotz aller Warnungen von Armand selbst und ihrer besten Freundin Fee stürzt sie sich mit Haut und Haaren in die Amour fou mit Monsieur Inconnu. Ihre Naivität (oder ist es der Glaube an das Gute?) hat mich oft den Kopf schütteln lassen. Und auch ihr Liebhaber, Armand, hat mich regelmäßig auf die Palme gebracht. Für ihn zählt nur das Vergnügen, kaum wird es ernst, pocht er auf die Worte, die er zu Anfang jeder Affäre zum Besten gibt: Er sucht nur das Abenteuer, Verpflichtungen hat er mit seiner Arbeit und Ehefrau schon genug. Zwar erfährt man nach einiger Zeit, warum er diese Art der Beziehung für sich wählt, trotzdem fand ich seine Haltung zeitweise ziemlich unfair, um nicht zu sagen widerwärtig. Lilly und Armand haben mir also zunächst das Lesen ein bisschen verleidet, doch das letzte Drittel hat mich absolut entschädigt. Hier werden alle Karten aufgedeckt und alles ergibt mit einem Mal einen Sinn. Scheinbare Logikfehler entpuppen sich als gewollt, Verhaltensweisen, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte, werden plötzlich verständlich. Als besonders schön empfand ich die Tatsache, dass mich das Buch zum Nachdenken gebracht hat. Trotz des geringen Umfangs gibt es doch einige Dinge, die man in Einklang bringen muss und auch für sein eigenes Leben kann man etwas mitnehmen.
Der Schreibstil war sehr schön, ist aber sicherlich ein bisschen Geschmackssache. Die Unterhaltungen zwischen Lilly und Armand haben mir nicht so gut gefallen, dafür war alles andere sehr angenehm. Man bekommt ein kleines Gefühl für Paris und auch für die Emotionen, die Lilly durchlebt. Besonders der Part, als Lilly mit ihren verlorengegangenen Erinnerungen konfrontiert wird, hat mich mitgerissen und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen.

Ein Stück Literatur, das sich nicht einfach in eine Schublade stecken lässt. Es geht um die Liebe, Familie und Vertrauen – sowie in andere, als auch in sich selbst. Ich kann nur jedem empfehlen, sich selbst ein Bild zu machen.

  (134)
Tags: 1980er, 1981, 1983, 80er, 80er jahre, 80iger jahre, affäre, albträume, amour fou, briefe, café, café de flore, dramatik, emotionen, familie, gedichte, glaube an die liebe, hals über kopf verliebt, herzschmerz, herz verloren, idealisierte liebe, kindheitstrauma, liebe, liebesaffäre, liebeskummer, literaturstudentin, lyrik, nebenjob, paris, provence, romantik, schreiben, schwester, schwestern, schwesternliebe, sehnsucht, sorbonne, studentin, studium, tod, trauma, träume, träumerin, unglücklich verliebt, verlieben, verloren, verlorene erinnerungen, vertrauen, von der seele schreiben   (49)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

fantasy, götter, magie, krieg, dark fantasy

Die Rückkehr der Götter

Leveret Pale
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 29.03.2016
ISBN 9783739225739
Genre: Fantasy

Rezension:

Theodor von Absborgen ist ein junger Ritter des Königreiches Hoorn und im Gefolge des zweitgeborenen Prinzen Levi Hoorn unterwegs, als sie unerwartet angegriffen werden. Ihre Gegner sind nicht von dieser Welt und einzig Theodor schafft es, sich zu retten. Zurück in der Hauptstadt Hoorn muss er dem König etwas erklären, das er selbst nicht versteht, denn die Ghule, die all seine Kameraden getötet haben, wurden von einer Kreatur angeführt, wie sie noch nie zuvor jemand gesehen hat. Als kurz darauf ein Mann von ähnlicher Gestalt beim König um eine Audienz bittet, ist das Aufsehen groß. Valentin Rosenthal war über hundert Jahre lang im Exil und kommt nun zurück, um die Menschheit zu warnen. Einst hat er die unsterblichen Götter besiegt und weggesperrt, damit sie die Menschen nicht mehr unterdrücken können, doch es ist ihnen gelungen zurückzukehren. Mit Hilfe von Monstern und Magiern, die in Hoorn mit dem Tode bestraft werden, wollen sie ihre Macht zurückerlangen. Theodor, der die Anzeichen dafür mit eigenen Augen gesehen hat, glaubt Valentin, doch dieser wird vom König in den Kerker gesperrt, weil er selbst Magie beherrscht. Unterdessen erheben sich andere der fünf Königreiche und verfolgen ihre ganz eigenen Pläne…

„Die Rückkehr der Götter“ ist der Auftakt der „Elirium Saga“. Gleich zu Beginn wird man ziemlich kalt ins Wasser geworfen, denn der Prolog handelt von einem nicht näher beschriebenen Mann, der seine Macht zurückerlangen will. Im Laufe der Handlung wird klar, dass dies auf mehrere der Figuren zutrifft. Als nächstes erhält der Leser einen Einblick in die Hauptstadt Hoorn, was sehr interessant, aber zum Teil auch etwas überladen ist. Die vielen Eindrücke sind nicht leicht zu ordnen, zumal auch noch eine alte Sprache involviert ist, zu der es im Anhang einen kleinen Exkurs gibt. Zusätzlich findet man ein Personenregister, das für meine Begriffe allerdings etwas unübersichtlich ist, weil es nicht nach Namen, sondern nach Funktionen bzw. Berufen gegliedert ist. So fiel es mir besonders in der ersten Hälfte manchmal etwas schwer, mich in der Elirium-Welt zurecht zu finden. Valentins persönliche Geschichte erfährt man erst danach, außer man kennt bereits „Das Geständnis des Valentin Rosenthal“, eine Kurzgeschichte, die von dem handelt, was vor über hundert Jahren passiert ist. Die Rückblende in diesem Buch war aber gut erzählt, sodass ich nach der anfänglichen Verwirrung irgendwann doch noch den Durchblick hatte. Auch was es mit der Magie bzw. dem sogenannten Elirium auf sich hat, wird schön dargelegt. Insgesamt gab es viele interessante Ideen, allerdings hätte ich ein paar davon für die nachfolgenden Bände aufgehoben, um den Leser nicht gleich am Anfang zu überfordern. Fest steht nämlich, dass man schon etwas Durchhaltevermögen für dieses Buch braucht. Es prasseln viele Eindrücke auf einen ein, man lernt sehr viele Figuren kennen und an allen Ecken und Enden entstehen neue Fronten. Insgesamt gibt es sieben Perspektiven, aus denen erzählt wird, was einerseits die Spannung hebt, andererseits aber auch ein bisschen den Überblick gefährdet. Man muss also aufmerksam lesen, um nichts zu verpassen.
So detailliert und stringent die Welt und die Handlung auch sind, die Charaktere bleiben etwas blass. Man erfährt lediglich über Valentin und seinen Widersacher Ignacio etwas mehr, was z.B. Theodor oder die Syndikatsangehörige Bryx bisher alles erlebt haben, bleibt im Dunkeln. So habe ich ihre Perspektiven zwar gerne gelesen, weil sie interessant sind und einen neuen, nicht so politischen Blick auf das Geschehen werfen, aber richtig identifizieren konnte ich mich mit ihnen nicht. Hier hoffe ich auf den Folgeband und dass die Schwerpunkte etwas anders gelegt werden.
Auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich mit dem Buch warm geworden bin und obwohl es zwischendrin ein paar Stellen gab, die ich nicht so interessant fand, hat mich der Schluss doch für alles entschädigt. Hier gibt es die eine oder andere überraschende Wendung und Situationen, die sich völlig anders entwickeln könnten, als man es bisher vermutet hatte. Daher bin ich trotz allem doch sehr gespannt darauf, wie es mit Theodor und den anderen weitergehen könnte.

Garantiert kein Buch für zwischendurch, man muss sich schon darauf einlassen. High-Fantasy-Fans könnten auf ihre Kosten kommen, wenn ihnen die Handlung und die Welt, in der sie spielt, wichtiger sind als die Charaktere.

  (147)
Tags: auftragsmörderin, dark fantasy, elirium, erfundene sprache, fantasy, fantasy-kreaturen, fantasy-saga, fantasy-welt, fronten, ghule, götter, grausamkeit, größenwahn, größenwahnsinn, high fantasy, kaltherzigkeit, könig, königin, königreich, königreiche, krieg, leviathan, macht, magie, mehrere handlungsstränge, mehrere perspektiven, monster, ritter, syndikat, untergrund, untergrundorganisation, unterwerfung, verborgene kräfte, verbotene magie, verbrechersyndikat   (35)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

heinrich der löwe, friedrich barbarossa, mittelalter, lombarden, zwillinge

Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg

Cornelia Kempf
Buch: 591 Seiten
Erschienen bei KaMeRu Verlag, 31.05.2015
ISBN 9783906739472
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wallberg in Bayern, 1152: Die fünfzehnjährigen Zwillinge Einhard und Gunnar von Arsberg werden auf der Burg Wallberg zu Rittern ausgebildet. Obwohl sie äußerlich gleich aussehen und ständig von allen verwechselt werden, sind sie charakterlich doch sehr unterschiedlich. Einhard, der Zweitgeborene des Ritters Bernhard von Arsberg, ist ein bodenständiger und vernünftiger junger Mann, der besonders beim Reiten glänzt. Gunnar hingegen, der jüngste Spross des Hauses Arsberg, hat ein lockeres Mundwerk und versteht es, Frauenherzen zu erobern. Doch er ist auch ein guter Kämpfer und besonders bei Pfeil und Bogen macht ihm niemand so leicht etwas vor. Das weiß auch der Dienstherr der Zwillinge und er möchte Gunnar mit nach Augsburg nehmen, wo Kaiser Friedrich Barbarossa seine Getreuen um sich schart. Er möchte gegen die Lombarden und zu diesem Zwecke mit seinem Heer nach Italien ziehen. Während Gunnar also dem Kaiser untergeben ist, macht Einhard die Bekanntschaft mit dessen Vetter, Herzog Heinrich von Bayern und Sachsen, auch bekannt als Heinrich der Löwe. Zwar ist er dem Kaiser treu ergeben, doch die anderen Grafen und Herzoge des Deutschen Königreiches beäugen mit Argwohn Heinrichs Machtgewinn. Der Frieden im Deutschen Reich steht auf wackeligen Beinen und auch der Frieden in der Familie von Arsberg beginnt zu bröckeln...

"Der Aufstieg" ist der erste von zwei Teilen der Reihe "Der Löwe des Kaisers". Hier werden Fakten und Fiktion zu einer lebendigen Geschichte verwoben. Man erfährt abwechselnd aus der personalen Sicht von Einhard und Gunnar, was passiert. Zunächst dreht sich alles um das Leben auf Wallberg, man erfährt etwas über den Alltag der Knappen, aber auch über ihre Familien. Als Zweit- und Drittgeborene haben Einhard und Gunnar kein Anrecht auf Arsberg, das nach dem Tod ihres Vaters Bernhard an den älteren Bruder Wolfram fallen wird. Sie wissen also ganz genau, dass sie irgendwann als freie Ritter ohne Land und Lehen als Kriegsritter dienen werden. Während Einhard mit diesem Schicksal seinen Frieden gemacht hat, wird er von Vater und Bruder darauf aufmerksam gemacht, dass Gunnar in dieser Hinsicht möglicherweise eine andere Ansicht hat. Als Leser weiß man nicht genau, ob da etwas dran ist, denn Gunnar beschäftigt sich vornehmlich mit anderen Dingen, meistens mit seinen weiblichen Eroberungen. Er hat durchaus Charme, aber er war mir einfach zu sehr Lebemann. Mir hat der verantwortungsbewusste Einhard mehr zugesagt, wahrscheinlich konnte ich seine Handlungen einfach besser nachvollziehen. Trotzdem habe ich beide Perspektiven gerne gelesen, denn sie waren spannend und informativ. Man lernt viel über das deutsche Mittelalter, allerdings überhaupt nicht trocken oder verwirrend. Die historischen Fakten fließen einfach so in den Text mit ein, in Form von Gesprächen oder Gedanken. Obwohl man eine Menge Leute und somit Namen kennenlernt, bin ich nicht durcheinander gekommen. Ein Personenregister wäre vielleicht trotzdem hilfreich gewesen, auch damit man erfährt, welche Figuren fiktiv und welche real sind. Ein ausführliches Nachwort habe ich ebenfalls vermisst, ich mag es einfach, noch mehr Hintergründe zu einem historischen Roman zu bekommen. Vielleicht folgt dies aber auch im zweiten Teil.
Wie schon angedeutet, liest sich das Buch sehr gut. Die Sprache ist leicht an die Vergangenheit angepasst, sodass es authentisch wirkt, aber nicht zu überladen wirkt. Die Beschreibungen waren eindrücklich, doch nicht zu ausschweifend und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Auch in die Personen konnte ich mich gut einfühlen. Wie schon gesagt, fiel es mir bei Einhard am leichtesten, aber die Handlungen aller Charaktere waren nachvollziehbar. Besonders interessant waren hierbei die Gespräche mit Friedrich und Heinrich. Ihre Gründe für diese oder jene Entscheidung werden sehr gut dargelegt, sodass man sich als Leser ein bisschen wie in einer Zwickmühle fühlt. Was würde man an ihrer Stelle machen? Ich hatte oft das Gefühl, dass es kein Richtig oder Falsch gibt, sondern alles nicht so das Gelbe vom Ei war. Daher hatte ich teilweise schon etwas Mitleid mit den mächtigen Herrschern, abstoßend fand ich sie jedenfalls nicht. Doch auch solche Figuren gibt es natürlich und sie lassen die Spannung jedes Mal steigen.
Der Schluss rundet erst mal alles ab, inzwischen sind mehr als fünfzehn Jahre ins Land gegangen. Doch der Epilog greift schon mal auf den zweiten und abschließenden Teil vor und man ahnt schon, dass es richtig ungemütlich wird...

Ein dichter, absolut hervorragend lesbarer historischer Roman, der sich mit einem wichtigen Stück deutscher Geschichte befasst. Lebendig und spannend!


"Der Löwe des Kaisers"
Der Aufstieg
Der Fall

  (148)
Tags: 12. jahrhundert, 12. jhd, arrangierte ehe, arrangierte heirat, arrangierte hochzeit, augsburg, barbarossa, bayern, brandschatzung, braunschweig, braunschweig-lüneburg, bremen, brüder, crema, dankwarderode, deutsche geschichte, deutsches mittelalter, ehebruch, friedrich barbarossa, geschichte, heinrich der löwe, heinrich von sachsen, heirat, herbst 1152, historische ereignisse, historischer roman, intrigen, italien, italienfeldzug, kaiser, kaiser barbarossa, kaiser friedrich barbarossa, knappen, krieg, lautern, liebe, lombardei, lombarden, lüneburg, machtpolitische interessen, minden, mittelalter, obodriten, plünderung, politische heirat, politische interessen, politische intrigen, politische ränkespiele, ränkespiele, reitunfall, ritter, schürzenjäger, slawen, slawenkrieg, tod, verbotene liebe, verheiraten, verlieben, versprechen, wallberg, weiberheld, zwillinge, zwillingsbruder, zwillingsbrüder, zwölftes jahrhundert   (65)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

greifen, die greifen-saga, schiff, erwachsen werden, gefährliche reise

Die Greifen-Saga - Die Stadt des Meeres

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 13.03.2016
ISBN 9783906829067
Genre: Fantasy

Rezension:

Seit drei Jahren ist Mica nun im Zirkel von Chakas und seitdem hat sich ein enges Band zwischen ihr und ihrem Königsgreifen Wüstenträne entwickelt. Auch Néthan, mit dem sie inzwischen zusammen ist, hat sich mit einem Greifen verbunden. Eigentlich hat sich für Mica also alles zum Guten gewandt. Doch trotzdem fühlt sie eine Leere in sich. Obwohl ihre Beziehung mit Cassiel so unschön endete, vermisst sie ihn noch immer und befürchtet, ohne ihn niemals richtig glücklich zu werden. Da kommt die Ablenkung, die Cilian ihr bringt, gerade recht. Aus Merita sind hohe Gäste eingetroffen und erbitten die Hilfe von Cilians Greifenorden. Die Hauptstadt von Altra soll demnächst angegriffen werden und die Greifenreiter wären eine wertvolle Verstärkung. Also machen sich Mica und Néthan auf nach Merita. Und wer könnte sie besser über das Meer bringen als der Elfenkapitän Maryo Valdorís höchstpersönlich? Doch der Weg ist lang und gefährlich und am Ende wartet ein Gegner, mit dem Mica nicht gerechnet hätte…

„Die Stadt des Meeres“ ist der dritte und finale Teil der „Greifen-Saga“. Mica und auch ihr Bruder Faím sind erwachsen geworden und haben sich sehr entwickelt. Während Mica allerdings vergeblich Anschluss im Greifenorden sucht, hat Faím sich zum zweiten Quartiermeister gemausert. Zwar wird auch er wegen seiner Verbindung zur Meerjungfrau Chandra misstrauisch beäugt, gleichzeitig sind seine magischen Fähigkeiten sehr geschätzt. Ich habe beide wieder sehr gerne begleitet. Die wechselnden Perspektiven ermöglichen einen Einblick in das Gefühlsleben von Mica, Faím, Néthan und Cassiel und heben gleichzeitig die Spannung. Denn immer dann, wenn man so richtig in der Situation angekommen ist, schwenkt der Blick wieder zu jemand anderem. So merkwürdig es klingt, mich hat es ganz und gar nicht gestört. Es führt einfach dazu, dass man immer nur weiterlesen möchte. Und wie bei den Vorgängern fliegen die Seiten dahin und ehe man sich’s versieht, ist das Buch zu Ende.
Wer die Reihe kennt, der weiß, dass man immer mit Überraschungen rechnen darf, so auch diesmal. Gleich der Prolog ließ mich einen überraschten Schrei ausstoßen, denn  so einen Einblick habe ich nicht erwartet. Auch die bis dato offenen Fragen aus den vorangegangenen Teilen wurden wieder phänomenal beantwortet, sodass ich teilweise sprachlos vor meinem Buch saß. Es hat einfach alles Hand und Fuß und man wird förmlich mitgerissen in die Welt von Altra. Besonders Fans von „Alia“ kommen diesmal auf ihre Kosten, treffen wir doch viele Charaktere aus der Reihe und dem Spin-Off „Die Magier von Altra“. Dabei lernt man sie teilweise von einer neuen Seite kennen, denn natürlich haben auch sie sich weiterentwickelt.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich zunächst Angst hatte, dass „Die Greifen-Saga“ nicht richtig abgeschlossen wird. Zu ambitioniert kamen mir die Ziele der Protagonisten vor, als dass man all das in das Buch packen könnte. Aber erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Also eigentlich hätte ich es wissen müssen…
Zu guter Letzt wurde alles zu meiner Zufriedenheit gelöst, doch das Leben bleibt nicht einfach stehen. So auch nicht für unsere Helden, weshalb ich mich noch auf viele weitere Geschichten freue, in denen ich sie vielleicht irgendwann mal wiedertreffe.

Um es kurz zu machen: Tolles Buch, tolle Reihe, tolle Fantasywelt! Wer immer noch kein Buch von C.M. Spoerri gelesen hat, sollte das schnellstens nachholen!



"Die Greifen-Saga":
Band 1: Die Ratten von Chakas
Band 2: Die Träne der Wüste
Band 3: ab Winter/Frühjahr 2016


Rezension zum ersten Teil:
http://www.lovelybooks.de/autor/C.M.-Spoerri/Die-Greifen-Saga-Die-Ratten-von-Chakas-1162007216-w/rezension/1165531805/1165535594/

Rezension zum zweiten Teil:
http://www.lovelybooks.de/autor/C.M.-Spoerri/Die-Greifen-Saga-Die-Tr%C3%A4ne-der-W%C3%BCste-1189160913-w/rezension/1199082724/



weitere Geschichten aus Altra:

Die "Alia"-Reihe:
"Alia - Der geheime Zirkel"
"Alia - Der schwarze Stern"
"Alia - Das Land der Sonne"
"Alia - Das Auge des Drachen"


Rezension zum ersten Teil:
http://www.lovelybooks.de/autor/C.M.-Spoerri/Alia-Der-magische-Zirkel-1100447244-w/rezension/1103470831/

Rezension zum zweiten Teil:
http://www.lovelybooks.de/autor/C.M.-Spoerri/Alia-Der-schwarze-Stern-1105689995-w/rezension/1109575479/

Rezension zum dritten Teil:
http://www.lovelybooks.de/autor/C.M.-Spoerri/Alia-Das-Land-der-Sonne-1117297100-w/rezension/1122396243/

Rezension zum vierten Teil:
http://www.lovelybooks.de/autor/C.M.-Spoerri/Alia-Das-Auge-des-Drachen-1137719166-w/rezension/1144883349/

Spin-off "Die Magier von Altra":
http://www.lovelybooks.de/autor/C.M.-Spoerri/Die-Magier-von-Altra-1207151389-w/rezension/1215152874/

  (125)
Tags: altra, barbaren, cassiel, chakas, die greifen-saga, elfen, elfenkapitän, erwachsen werden, familie, familienprobleme, gefahr, gefährliche reise, greifen, greifenreiter, greifen-saga, hass, herrscherin, kapitän, liebe, maryo, meerjungfrau, mica, nymphe, prinzessin, reise, schiff, schifffahrt, schiffsreise, sirenen, sirenengesang, sternensand verlag, tod, unglück, unmögliche liebe, vergeben, vergebung, verhandlung, vision, vorhersehung, wut, zorn   (41)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

zeuge, labil, psychose, nathan o'brian, verschwinden

Tote töten ewig

Arwyn Yale
E-Buch Text: 279 Seiten
Erschienen bei null, 19.01.2016
ISBN B01AVG4TJU
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als die vierzehnjährige April Banks behauptet, gesehen zu haben, wie ihr Vater im Wohnzimmer erschlagen wird, will ihr zunächst niemand glauben. Ihre Brüder wissen, dass sie die Wahrheit ab und zu überstrapaziert und die Polizei findet keinerlei Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Doch Frank Banks ist tatsächlich verschwunden und so bittet der älteste Sohn Jason den Privatermittler Nathan O’Brian um Hilfe. Da die Polizei der Sache keine weitere Beachtung schenkt, willigt Nathan ein, den Familienvater zu suchen. Bei seinen Recherchen findet er heraus, dass Frank Banks sich für einen Mordfall interessierte, der fast zwanzig Jahre zurückliegt. Damals wurde am Strand von Brighton ein Koffer mit menschlichen Überresten gefunden. Da Kopf und Hände fehlten, weiß man bis heute nicht, wer das Opfer war. Wieso beschäftigte Frank Banks sich damit und warum nahm er wieder Kontakt zu seiner Buchgruppe aus Studienzeiten auf? Während Nathan noch ermittelt, erreichen ihn schlechte Nachrichten persönlicher Art. Seine Schwester Audrey, die sich nach der Trennung von ihrem Mann Lawrence wieder halbwegs aufgerappelt hat, ist nicht bei der Arbeit erschienen und meldet sich auch nicht mehr. Zudem eröffnet ihm seine Sekretärin Noreen, dass sie sich in einem Londoner Museum beworben hat. Und auch mit Nathans On-Off-Freundin Alessia läuft es nicht besonders gut…

„Tote töten ewig“ ist der dritte Fall des privaten Ermittlers Nathan O’Brian und ist etwa zwei Monate nach seinem Vorgänger angesiedelt. Jedes der Bücher kann separat gelesen werden, allerdings ist die Familie O’Brian stets eine wichtige Komponente. Auch dieses Mal stehen Nathan und sein näheres Umfeld in Verbindung zum Fall, doch so persönlich war es noch nie. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.
Wie bei den vorangegangenen Bänden auch begleitet man mit wenigen Ausnahmen Nathan bei seinen Ermittlungen. Zwischendrin gibt es immer mal wieder einen kurzen Einblick in die Gedanken eines anderen Charakters, beispielsweise Alessia oder Lawrence. Der Prolog ist gewohnt spannend und zugleich verwirrend. Er wird am Schluss nochmal aufgegriffen, sodass alles sehr rund wirkt. Generell bekommt man eigentlich auf alle Fragen, die sich im Verlaufe des Lesens stellen, eine zufriedenstellende Antwort. Nur wie es wohl in Nathans Privatleben weitergehen könnte, erfährt man nicht. Dafür gibt es dann hoffentlich irgendwann Teil vier.
Der Fall an sich ist gut durchdacht und verleitet einen zu Spekulationen. Hinweise werden nach und nach eingestreut, auch ein paar falsche Fährten sind dabei. Wenn Nathan mit seinen Ermittlungen in einer Sackgasse zu laufen droht, passiert irgendetwas Unvorhergesehenes und die Spannung steigt wieder. Geübte Krimi- bzw. Thrillerleser werden ein paar Entwicklungen vielleicht schon auf dem Schirm haben, trotzdem lohnt sich das Lesen. Nathan ist ein toller Ermittler, sein Leben interessant und gleichzeitig sehr realistisch dargestellt. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, die Seiten fliegen nur so dahin und man kann sich alles gut vorstellen. Der reale Bezug zu den historischen Koffermorden in Brighton 1831 und 1934 ist ein aufregender Aspekt, der im Anhang nochmal kurz aufgegriffen wird. Letztendlich lebt die Geschichte aber durch die Charaktere, allen voran Nathan und seine Familie, die ich inzwischen sehr ins Herz geschlossen habe, trotz aller Schwierigkeiten, die sie untereinander haben. Das letzte Kapitel fand ich sehr bewegend und lässt mich hoffen, dass es mit den O’Brians bald weitergeht.

Nathans Fälle haben viele Parallelen und sind doch alle ganz anders. Fans der Serie kommen mit Sicherheit auf ihre Kosten, allen anderen kann ich diese Reihe nur weiterempfehlen!



Die Nathan-O'Brian-Reihe:

Todesschwestern (Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Arwyn-Yale/Todesschwestern-1228217538-w/rezension/1102336777/)

Sei mein Tod (Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Arwyn-Yale/Sei-mein-Tod-1136306198-w/rezension/1143392583/)

Tote töten ewig

  (135)
Tags: angst, brighton, buchclub, buchgruppe, england, familie, familienprobleme, geheimnis, geheimnisse, großbritannien, koffermorde, krimi, labil, mord, mord beobachtet, nathan o'brian, pier, privatdetektiv, privatermittler, psychopathin, psychose, schwester, strand, thriller, tod, trauma, ungelöster mordfall, vergangenheit, verschwinden, verschwunden, verschwundener mann, verschwundener vater, zerstückelte leiche, zerstückelte leichen, zerstückelung   (35)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

61 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

urban explorer, thriller, hotel, geister, luxushotel

Schattentour

Jessica Swiecik
Buch: 263 Seiten
Erschienen bei MainBook, 08.10.2015
ISBN 9783944124841
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In der Nähe von Frankfurt will eine kleine Gruppe von jungen Leuten das leerstehende Hotel „Unus“ erkunden. Shannon, Malte, Adam und Lara waren schon öfter zusammen auf Urban Exploration Touren und freuen sich auf die Nacht im Hotel. Zur gleichen Zeit beschließen auch Elin, Carly und Fynn, die sich „Ghost Discoverers“ nennen, sich im „Unus“ umzusehen. Bisher ist es ihnen noch nicht gelungen, Geister oder andere paranormale Phänomene nachzuweisen, aber diesmal soll das anders werden. Von Elins Bekanntem Jan leihen sie sich eine Wärmebildkamera aus, die ihnen die Arbeit erleichtern soll. Als Jan erfährt, in welches Gebäude die drei gehen wollen, warnt er sie. Er selbst wollte das Hotel auch schon erkunden, aber seltsame Vorkommnisse haben ein schlechtes Gefühl in ihm ausgelöst. Elin wischt Jans Bedenken beiseite und auch Fynn hat keine Angst. Und so machen auch sie sich auf ins „Unus“, um dort die Nacht zu verbringen. Eine Nacht, die sie nicht so schnell vergessen werden…

In „Schattentour“ begleitet der Leser abwechselnd die „Urban Explorers“ und die „Ghost Discoverers“. Jede Kapitelüberschrift beinhaltet den Namen der Gruppe, aus deren Sicht erzählt wird, Datum und Uhrzeit. Der Großteil der Geschichte spielt in der Nacht, in der die sieben im „Unus“ unterwegs sind, vorher begleitet man sie noch bei ihren Vorbereitungen. Dabei lernt man alle Beteiligten schon recht gut kennen. Ich hatte keine Probleme mit den Namen, da manche Details auch öfter wiederholt wurden. Für meinen Geschmack nahm das anfangs etwas überhand, wenn die Handlung dann voranschreitet, wird es weniger.
Die Perspektive ist eine Art Mischung aus auktorial und personal. Die Sicht wechselt zwischen fast allen Protagonisten hin und her und manchmal werden auch Kleinigkeiten eingestreut, die eher objektiv gehalten sind. Das betrifft allerdings mehr die Gefühle der jungen Leute, über das Hotel und sein Geheimnis erfährt man nur nach und nach etwas. Hier macht sich zunächst ein gespanntes Interesse breit, bis immer mehr Seltsames passiert. Es tauchen laufend neue Fragen auf, ständig passiert etwas Unvorhergesehenes und am Ende der recht kurzen Kapitel gibt es häufig einen Cliffhanger. Dies lässt nicht nur die Spannung kontinuierlich steigen, sondern auch den Blutdruck. Für mich stand schnell fest, dass ich um keinen Preis der Welt mit einem der Charaktere tauschen würde. Die Atmosphäre war teilweise wirklich unheimlich und die Gruppen haben auch nicht immer zusammengehalten – kein Wunder, denn die Nerven liegen blank.
Das Ende empfand ich als sehr rund, alle offenen Fragen wurden beantwortet und es gibt sogar einen kleinen Ausblick in die nähere Zukunft.

Eine Entdeckungstour die schnell zum Höllentrip wird. Vor allem zu Beginn manchmal etwas holprig, im weiteren Verlauf unheimlich spannend. Das „Unus“ lebt…

  (125)
Tags: angst, deutschland, entdeckungstour, ertrunken, ertrunkene, fotografieren, frankfurt, freundschaft, gefangen, geister, geisterjagd, geisterjäger, gewalt, ghost discoverer, gruppen, grusel, hotel, hund, junge erwachsene, kind ertrunken, lost place, lost places, luxushotel, schatten, schattentour, schwimmbad, seltsame gruppe, seltsame vorfälle, spuk, studenten, team, teams, tod, trauma, urban exploration, urban explorer, vergangenheit, verlassen, verlassene orte, verlassener ort, verlassenes haus, verlassenes hotel, verliebt   (43)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

fantasy, engel, dämonen, absolution, sünde

Absolution

Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 22.03.2016
ISBN 9783906829135
Genre: Fantasy

Rezension:

Sixten ist sechsundzwanzig, wohnt alleine in seinem Elternhaus und hat nichts und niemanden. Für ihn nicht sonderlich schlimm, dann muss er auch auf keinen Rücksicht nehmen. Ein bisschen Geld verdient er als Bademeister im Schwimmbad, aber das geht sowieso für Kokain drauf. Um nicht in den Knast zu kommen, muss Sixten einmal in der Woche zur Therapie bei Dr. Mattson, den er auf den Tod nicht ausstehen kann. Für ihn sind die Stunden gestohlene Lebenszeit und sowieso total sinnlos. Sixten ist sich bewusst, dass es irgendwann mal übel für ihn enden kann, aber auch das kümmert ihn nicht übermäßig viel. Sein Leben steht plötzlich Kopf, als er mit einem Mal von einer Katze angesprochen wird, und das alles andere als freundlich…

„Absolution“, das ist es, was Sixten braucht. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, nur so viel: es kommt alles ganz anders als man denkt. Die Ideen in diesem Kurzroman sind so abgefahren,  dabei aber absolut nachvollziehbar. Was das allerbeste daran ist, ist der Schreibstil. Erzählt wird die Geschichte aus Sixtens Perspektive und zwar in der Gegenwart. Für manchen Leser womöglich gewöhnungsbedürftig, für mich allerdings sehr stimmig. Man erlebt praktisch alles in Echtzeit zusammen mit Sixten, was mir sehr gut gefallen hat. Auch den Protagonisten selbst mochte ich gerne, er hat so eine herrlich trockene, zynische Art. Er ist schlagfertig und hat in praktisch jeder Situation einen schnodderigen Kommentar auf den Lippen. Das macht das Buch nicht nur spannend, sondern auch ungemein unterhaltsam. Sixtens Drogenproblem ist natürlich alles andere als schön, aber man merkt als Leser schon, dass er das nicht nur aus Spaß an der Selbstzerstörung macht, sondern für sein Alter schon ziemlich viele Päckchen aufgebürdet bekommen hat. Auch wenn er nicht gerade ein kommunikativer Mensch ist, kann Sixten Verantwortung übernehmen und setzt sich für die ein, die ihm wichtig sind. Ich habe ihn gerne begleitet und hoffe, dass ich nochmal die Gelegenheit dazu bekomme. Denn das Ende ist sozusagen halboffen. Das bedeutet, dass der wichtige Handlungsstrang abgeschlossen ist, es aber trotzdem noch eine Art Hintertürchen für eine Fortsetzung gibt. In meinen Augen gäbe es dafür in jedem Fall genügend interessante Ansätze.
Als einzigen Kritikpunkt könnte ich vielleicht die Länge des Buches angeben. Es ist mit seinen 224 Seiten sehr schnell ausgelesen und zurück bleibt ein Gefühl, dass es noch viel länger gehen könnte. Das Tempo und die Spannung sind so natürlich hoch, aber man lernt die Nebencharaktere nicht wirklich kennen, was allerdings wiederum für das Geheimnisvolle spricht. Okay, vielleicht sollte ich alles zurücknehmen und sagen „Passt schon“.

Eine etwas andere Fantasy-Geschichte mit einem total anderen Protagonisten, den man definitiv mögen muss, um an dem Buch Freude zu haben. Ach ja, und erwachsen sollte man auch sein. Ansonsten absolute Leseempfehlung!

  (124)
Tags: absolution, abstumpfung, absturz, bordell, dämon, dämonen, drogen, drogenabhängig, drogenabhängiger, drogenabhängigkeit, drogenabsturz, drogensucht, engel, fantasy, gott, heterochromie, ich-erzähler, ich-form, ich-perspektive, iris-heterochromie, katze, kokain, koks, krähe, sprechende katze, sünde, therapeut, therapie, tod, todsünde, trauer, verschiedenfarbige augen   (32)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(117)

182 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 79 Rezensionen

zauberer, zauberei, magie, juden, prag

Der Trick

Emanuel Bergmann
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2016
ISBN 9783257069556
Genre: Romane

Rezension:

Max Cohn ist zehn Jahre alt, als seine Eltern ihm mitteilen, dass sie sich scheiden lassen wollen. Harry und Deborah versichern ihrem Sohn zwar, dass sich für ihn nichts ändern würde, doch er empfindet das ganz anders. Bei Harrys Auszug aus dem gemeinsamen Haus in LA, findet Max eine Schallplatte des Großen Zabbatini, eines Magiers. Das Inhaltsverzeichnis verspricht den „Zauber der Ewigen Liebe“ und Max sieht darin die Chance, seine Eltern wieder zusammen zu bringen. Dummerweise hat die Platte einen Sprung, doch Max will auf keinen Fall aufgeben und versucht nun auf eigene Faust, den Großen Zabbatini ausfindig zu machen. Dieser ist ein alter, einsamer Mann, der in seinem langen Leben viel gesehen hat…

„Der Trick“ wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zunächst wäre da die Handlung um Max und seine Familie, die im Los Angeles der heutigen Zeit angesiedelt ist. Nach jedem Kapitel wechselt die Erzählung in die Vergangenheit, in der der Leser die Familie Goldenhirsch aus Prag kennenlernt. Der Vater Laibl, ein Rabbi, wird im Ersten Weltkrieg eingezogen und kehrt erst nach dessen Ende wieder zurück nach Hause. Seine Frau Rifka ist zu diesem Zeitpunkt schon schwanger mit dem kleinen Mosche, doch trotzdem bleiben die Goldenhirschs zusammen. Man erfährt, wie Mosche aufwächst und wie er zum Zaubern kam. Beide Perspektiven haben mir wirklich gut gefallen, was nicht häufig vorkommt. Normalerweise fiebert man in einem Abschnitt mehr mit als im anderen, aber hier habe ich mich auf jedes einzelne Kapitel gefreut. Das lag eigentlich nicht so sehr an den Figuren, sondern vielmehr am tollen Schreibstil. Nachdenkliche Passagen wechseln sich mit humorvollen, zuweilen schon fast skurrilen Situationen ab und alles stets so eindrücklich geschildert, dass regelrecht ein Film in meinem Kopf abgelaufen ist. Die Seiten flogen nur so dahin und obwohl alles sehr stimmig war, war ich schon etwas traurig, als das Buch zu Ende war. Interessanterweise hing ich gar nicht so sehr an den Charakteren, die ich um Teil ziemlich unsympathisch oder kompliziert fand. Der Große Zabbatini ist auf seine alten Tage ein Zyniker geworden, der so wenig wie möglich mit anderen Menschen zu tun haben will. Natürlich ist es interessant herauszufinden, wie das wohl gekommen ist, ins Herz geschlossen habe ich ihn trotzdem nicht. Das gilt gleichfalls für Max‘ Eltern, Harry und Deborah, die mehr mit sich und ihrer Scheidung beschäftigt sind als alles andere. Die anderen Personen sind ziemlich blass geblieben, bis auf Max, den ich schon recht gern mochte. Er ist einerseits ein ganz normales Kind, das mit der Scheidung der Eltern zu kämpfen hat, andererseits kommt es einem manchmal so vor, als wäre er schon etwas Besonderes. Er war zusammen mit dem jungen Mosche mein Favorit.
Wie man an den Namen vielleicht schon erahnen konnte, handelt es sich bei den Goldenhirschs und auch den Cohns um Juden. Die Religion spielt insbesondere im Prager Abschnitt eine Rolle, da Mosches Vater Laibl Rabbi ist und seinen Sohn dementsprechend erzieht. Natürlich wird man auch im Rahmen des Nationalsozialismus wieder mit dem Thema konfrontiert, wobei ich alles als sehr ausgeglichen empfand. Man erhält einen guten Einblick in Mosches Leben und den damaligen Alltag (auch für Juden), aber man wird nicht damit erschlagen und letztendlich steht immer die eigentliche Geschichte im Vordergrund. Ein paar Wendungen gibt es, die mich doch überrascht haben, gerade zum Schluss, aber es wird doch nicht alles verraten. Das hat mir gut gefallen, denn es gibt auch im wahren Leben einfach gewisse Fragen, die nie beantwortet werden. Das Ende ist für meine Begriffe rund, auch wenn es keinen kompletten Abschluss bildet. Dem Leser bleibt die Möglichkeit, sich einige Entwicklungen selbst auszudenken.

Ein Buch, das ich mit Sicherheit irgendwann nochmal lesen werde und nicht nur, weil die darin enthaltenen Botschaften zeitlos sind. Ein tolles Stück Literatur, das ich gerne weiterempfehle!

  (127)
Tags: 20. jahrhundert, affäre, aufführung, auschwitz, berlin, beziehung zu den eltern, drittes reich, ehe retten, eltern, elternliebe, ewige liebe, familie, folter, glückssuche, holocaust, juden, judentum, judenverfolgung, jüdische familie, koffer, komik, liebe, los angeles, magier, mentalist, pizza, prag, rabbi, rabbiner, rabbinerfamilie, reichskristallnacht, reichskristallnacht 1938, schallplatte, scheidung, scheidungsanwalt, scheidungskind, theresienstadt, tragik, trick, tricks, usa, verrat, verschwinden, vorstellung, wahre liebe, wanderzirkus, zabbatini, zauberei, zauberer, zauberkünstler, zaubertricks, zirkus, zirkusbrand, zyniker   (54)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(65)

110 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

weingut, spanien, frauen, familie, mord

Die Frauen von La Principal

Lluís Llach , Petra Zickmann
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.03.2016
ISBN 9783458176725
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(42)

76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

ostsee, usedom, glück, familiengeheimnis, kapitän

Unser Haus am Meer

Nele Jacobsen
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 12.02.2016
ISBN 9783746631646
Genre: Liebesromane

Rezension:

Josefine ist eine erfolgreiche Reporterin beim Münchner „Komet“ und will nur eines: in der Kanzlermaschine nach Washington fliegen. Doch bevor es so weit ist, schickt ihr Chef Mittermann sie erst mal nach Usedom. An die Ostsee und dann auch noch im Osten, schon fast in Polen! Heringsdorf heißt das Kaff und dort soll Josefine eine Reportage über den Autor des Buches „Das Kapitänsprinzip“ schreiben. Harm Harmsen heißt er und Kapitän soll er sein. Josefine ist nicht begeistert, denn von Ratgebern hält sie allgemein nichts und dann muss sie auch noch über einen schreiben. Widerwillig macht sie sich auf den Weg, einmal quer durch Deutschland. Währenddessen steht im alten Kapitänshaus am Heringsdorfer Strand alles Kopf. Markus, wie der Schöpfer des „Kapitänsprinzips“ wirklich heißt, hat sich das Pseudonym geschaffen, um in der Autorenszene sein Gesicht nicht zu verlieren. Dummerweise hat er dafür ein Foto seines Bruders Ben hergenommen, der jetzt für Josefine Theater spielen soll. Dabei haben die Brüder ganz andere Probleme, denn ein skrupelloser Kredithai will sie in nur wenigen Monaten auf die Straße setzen…

Der Titel „Unser Haus am Meer“ sagt eigentlich schon viel über das Buch aus. Das Kapitänshaus ist schon seit über hundert Jahren in Familienbesitz und auch für die Handlung ein wichtiger Ort. Die direkte Lage am Meer macht es zu einem wertvollen Objekt. Noch wertvoller soll aber das Geheimnis sein, das der Erbauer Kapitän Hermann seinerzeit dort versteckt hat…
Wer jetzt denkt, es ging doch eigentlich um Josefines Reportage und den Plan von Ben und Markus, Harm Harmsen zum Leben zu erwecken, der hat natürlich Recht. Aber es gibt noch viel mehr Themen, die in diesem Buch zur Sprache kommen. Dazu gehören Familie, insbesondere das Verhältnis zwischen Geschwistern, Ehe und Partnerschaft, verpasste Chancen, und das persönliche Glück. Von letzterem handelt „Das Kapitänsprinzip“, an acht Bojen vorbei soll man in seinen Glückshafen einlaufen. Zwischendrin gibt es immer wieder Auszüge aus dem Buch, denn Josefine nimmt sich vor, so gründlich wie möglich zu arbeiten. Das funktioniert zunächst auch ganz gut, nur irgendwann hat sie den Punkt erreicht, an dem ihre eigenen Empfindsamkeiten wichtiger werden als die Recherchen. Das wäre ja noch akzeptabel, würde Josefine nicht ständig betonen, was für eine tolle, professionelle Journalistin sie ist. Erschwerend kommt hinzu, dass sie anderen ihre Fehler vorhält und sie dafür büßen lässt, selbst aber nicht einsieht, dass sie etwas falsch gemacht hat. So wurde Josefine für mich irgendwann etwas unsympathisch, nachdem sie anfangs eigentlich ganz gut von ihrem Schickimicki-Image weggekommen war. Dieses hat sie sich ernsthaft erarbeitet, was aber wohl hauptsächlich an ihrer Familie liegt. Die Mitglieder versuchen sich nämlich ständig gegenseitig auszustechen, was Erfolg angeht, daher konnte ich mich eigentlich ganz gut mit Josefine anfreunden, weil ich mir dachte, ihre Eltern und die Schwester sind noch schlimmer. Letztere rückt zum Schluss auch noch etwas in den Vordergrund, was in meinen Augen eigentlich unnötig war und nicht wirklich zur Handlung beigetragen hat. Stattdessen hätte ich mir gewünscht, dass manche Szenen etwas ausführlicher abgehandelt worden wären, denn leider konnte ich Manches nicht nachvollziehen, weil es einfach zu schnell ging. Das betrifft besonders ein paar Entscheidungen der Protagonisten und auch deren Gefühlswelt. Zudem empfand ich die zweite Hälfte als etwas zu vollgestopft mit kuriosen Aktionen und überraschenden Wendungen, da wäre weniger mehr gewesen.
Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen, denn die Beschreibungen der Umgebung und des Kapitänshauses waren einfach toll gemacht. Ich konnte mir alles richtig gut vorstellen und mein Fernweh hat sich lautstark gemeldet. Der Schreibstil ist leicht zu lesen, das Tempo sehr angenehm, bis es eben in der zweiten Hälfte teilweise etwas sprunghaft wird.

Ein Wohlfühlbuch mit kleinen Schwächen, aber ich empfehle es trotzdem weiter. Wer einen literarischen Kurzurlaub an der Ostsee machen möchte, ist hier goldrichtig.

  (146)
Tags: altes kapitänshaus, beerdigung, betrug, bootsfahrt, buch, einbruch, fahrradtour, familie, familiengeheimnis, fotoshooting, fremdgehen, geheimnis, geschwister, geschwisterliebe, geschwisterrivalität, gewehr, glück, glückshafen, grog, heringsdorf, immobilienhai, kapitän, kapitänsfrau, kapitänshaus, leuchtturm, liebe, logbuch, logbucheintragungen, mecklenburg-vorpommern, meckpomm, meer, münchen, ostsee, ostseeinsel, ostseeküste, ostseestrand, partnerschaft, persönliches glück, pseudonym, radtour, ratgeber, ratgeberautor, reisereportage, reportage, reporterin, sansibar, spielsucht, strand, strandkorb, sturm, surfer, surfschule, tagebuch, testament, tod, uniform, usedom, verlieben, verlust, verpasste chancen   (60)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

aschenputtel, märchen, realität, nymphe, prinz

Die Welt zwischen den Zeilen: Urban Fantasy Romance

J. Vellguth
E-Buch Text: 189 Seiten
Erschienen bei null, 30.01.2016
ISBN B01BB4SF50
Genre: Sonstiges

Rezension:

Isabel hat eine besondere Gabe. Sie kann in die Handlung von Büchern eintauchen. Nicht so wie jeder normale Leser, sondern sie sieht alles mit eigenen Augen vor sich. Dabei ist sie nur stille Beobachterin, aber eines Tages wird sie doch tatsächlich angesprochen. Und dann auch noch von Leo, dem Prinzen aus ihrem Lieblingsmärchen „Zauberhaftes Aschenputtel“. War Isabel schon früher ziemlich angetan von ihm, so ist sie jetzt hin und weg. Es fällt ihr zunehmend schwerer, sich auf ihr Studium zu konzentrieren und ihr Freund Nick fühlt sich vernachlässigt. Isabel sucht Rat bei ihrer Mutter, die sich ebenfalls in Bücher einlesen kann, aber diese warnt sie. Es sei nicht gut, die Realität zugunsten einer Fantasie zu vernachlässigen. Doch Isabel kann nicht anders, als immer wieder zurückzukehren…

„Die Welt zwischen den Zeilen“ ist ein Kurzroman mit einer fantastischen Idee. Die Geschichte, die Isabel dabei immer wieder besucht, stammt von der gleichen Autorin, muss aber nicht unbedingt vorher gelesen werden. Am Anfang gibt es eine kurze Zusammenfassung und auch in der Handlung selbst wird immer wieder auf die Ereignisse des Buches eingegangen. Je länger ich gelesen habe, desto neugieriger wurde ich allerdings auf das Märchen, das ich wohl bald auch mal lesen werde.
Besonders gefallen haben mir die Charaktere. Isabel mochte ich sofort, sie ist eine moderne Frau, die weiß was sie will und sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt. Ihren Humor fand ich klasse und um ihre Fähigkeit habe ich sie schon ein bisschen beneidet. Wer hat sich nicht schon mal gewünscht, in seinem Lieblingsbuch persönlich vorbeizuschauen?
Aber auch die anderen Figuren fand ich gut gelungen. Leo ist kein typischer Märchenprinz, sondern hat, ebenso wie Isabel, seine eigene Meinung, die nur leider nicht viel zählt. Den Trubel um seine Person kann er nicht leiden, weswegen er oft allein im Wald unterwegs ist. Ich mochte ihn gerne, denn er war nicht so „angestaubt“, wie man das bei einem Prinzen vielleicht erwartet hätte.
Isabels Mutter lernt man ebenfalls ein bisschen besser kennen. Obwohl sie ihrer Tochter sehr deutlich zu verstehen gibt, was sie von ihren Träumereien hält, merkte man doch, dass sie sich hauptsächlich Sorgen macht. Mit jedem Erscheinen habe ich sie ein Stückchen mehr ins Herz geschlossen.
Die Geschichte ist mit ihren knapp 200 Seiten wirklich sehr schnell gelesen. Das liegt aber auch am leichten, flüssigen Schreibstil. Spannung und Spaß geben sich die Klinke in die Hand, weswegen es auch nicht langweilig wird. Es ist eigentlich immer etwas los bei Isabel, sodass ich einfach nur durch das Buch gerast bin. Man könnte einzig kritisieren, dass die vielen Sprünge, die Isabel in der Geschichte macht, manchmal ziemlich verwirrend sind und man aufpassen muss, dass man nicht durcheinander kommt. Allerdings gehört das mit zur Handlung, denn Isabel selbst verliert irgendwann den Überblick und muss nochmal rekapitulieren. Daher ist das für mich eigentlich nicht so schlimm.
Wie es sich für ein Märchen gehört, gibt es natürlich ein gutes Ende. Zwischenzeitlich fiel es mir aber schwer, noch daran zu glauben und letztendlich war ich schon etwas überrascht. Der Schluss passt aber absolut zur Geschichte und hat mein Bedauern darüber, dass es schon vorbei ist, ein bisschen gedämpft.

Wer gerne Märchen und besonders Aschenputtel-Adaptionen liest, ist hier goldrichtig. Ein kurzweiliges Lesevergnügen, das ich nur zu gerne weiterempfehle!

  (126)
Tags: adaption, aschenputtel, aschenputtelstory, beziehung, buch, drache, fantasiewelt, fantasy, freundschaft, gabe, geschichte, hineinlesen, ich-erzählerin, ich-erzählung, ich-form, lesen, liebe, märchen, märchenadaption, märchenprinz, märchenwelt, modernes märchen, mutter/tochter, mutter-tochter-beziehung, nymphe, offene beziehung, prinz, realität, romanfigur, studentin, träume, träume verwirklichen, verlieben, zauberhaftes aschenputtel, zwischen den zeilen   (35)
 
486 Ergebnisse