Silbendrechslers Bibliothek

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71 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

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Darkside - Die Schattenwelt

Tom Becker , Sieglind Thannheiser
Fester Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Boje, 22.02.2008
ISBN 9783414821416
Genre: Fantasy

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49 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht

Jessica Fellowes , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 04.09.2018
ISBN 9783866124523
Genre: Historische Romane

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Die edle Kunst des Mordens

Alex Wagner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404176991
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die edle Kunst des Mordens" von Alex Wagner, ist ein spannender und nicht vorhersehbarer Krimi.
Am Anfang ist das Setting beinahe wie in einem englischen Cosy-Krimi, ein luxuriöser Landsitz und eine Wochenendgesellschaft edler Damen und Herren. Doch wir sind eindeutig in unserer modernen Zeit und auch eindeutig in Wien und Umgebung (ja, Wien-Fans kommen auch ein wenig auf ihre Kosten).
Am Anfang möchte Clara Annerson, ihres Zeichens Liebesroman-Autorin (am liebsten ehemalig), im Kunsthistorischen Museum den idealen Schauplatz für ihren Mord finden - rein literarisch natürlich, denn sie will von nun an Krimis schreiben. Mit der Liebe hat sie abgeschlossen. Dabei lernt sie aber den reichen Kreis exzentrischer Kunstsammler rund um Christian Lohenstein kennen - unter anderem den äußerst gut aussehenden Raffael Lamark. Sie wird kurzerhand als "Hofschriftstellerin" engagiert und zur feierlichen Eröffnung von Lohensteins Landsitz eingeladen. Und ausgerechnet hier ereignet sich ein Mord. Dass der ermittelnde Kommisar gleichgültig und überarbeitet ist, stachelt Clara nur noch mehr an und sie lässt sich von ihren Krimi-Ambitionen in die Ermittlungen hineinziehen.
Der Krimi ist spannend geschrieben, aber auch mit lustigen und romantischen Unterbrechungen. Man kann mitfiebern und miträtseln und hat manchmal auch ein wenig Angst um Clara, wenn sie wild verdächtig - und besonders, wenn sie ohne Grund  vertraut. Am Ende mündet alles in einem fulminanten Showdown mit einer etwas komplizierten Auflösung.
Ich finde die Figuren gut dargestellt, man kann sich besonders in Clara und ein paar der öfter vorkommenden Figuren gut hineinversetzen.
Leider werden am Ende ein paar Dinge nicht aufgeklärt und Fragen unbeantwortet gelassen - eigentlich nur zugunsten eines romantischen statt aufgeklärten Endes. Das hätte nicht sein müssen.
Aber alles in allem hat mir der Krimi gut gefallen, und ich hoffe, dass Clara noch öfter ermittelt, damit ich sie wieder begleiten kann - 4 Sterne damit noch Luft nach oben ist bei Claras nächsten Fällen (die es hoffentlich geben wird). 

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15 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Spiele-Comic Abenteuer: Ritter 02 (Hardcover) (AT)


Fester Einband
Erschienen bei Pegasus Spiele Gmbh, 01.05.2018
ISBN 9783957891228
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Ritter - die Botschaft" ist bereits der zweite Band der Spiele-Comic-Abenteuer "Ritter" des Pegasus-Spieleverlags.

Am Anfang ist man noch ein harmloser Knappe, der gerade gelernt hat wie man kämpft - da bekommen wir schon die erste Aufgabe und werden in die weite Welt hinausgeschickt. Und wir - das sind wirklich wir Leser! 

Am Anfang ist das schon etwas ungewöhnlich, dass man als Leser selbst entscheiden darf, welche Figur man ist, welchen Weg man wählt und welchen Verlauf die Geschichte nehmen soll. Aber wenn man schon mal solch ein Buch gelesen hat, dann gewöhnt man sich schnell ein. Man hat die Wahl zwischen vier verschiedenen Charakteren mit unterschiedlichen Waffen und Stärken. Und - gerade für jüngere Leser und Spieler interessant - man kann wählen, ob man als "Kleiner Knappe" oder als "Wahrer Ritter" das Abenteuer bestreiten will.
Ich habe am Anfang die leichtere Schwierigkeitsstufe gewählt und war ziemlich überfordert. Hier fällt die Erklärung am Anfang nämlich noch knapper aus als für die Ritter. Es wird nirgends genau beschrieben, was man so alles nicht tun braucht. Und so steht man als kleiner Knappe da, vor seinem ersten Gegner und weiß nicht, was es für Auswirkungen hat, wenn man kämpft bzw. dass man auch nicht kämpfen kann. Dass man keine Lebenspunkte hat oder verlieren kann wird auch nirgendwo erwähnt. Man muss das alles über Learning-by-Doing herausfinden und kommt nach und nach ins Spiel. 
Bei der schwierigeren Variante, als Ritter, sind die Erklärungen etwas ausführlicher. Aber genauer auch nicht. Wieder muss man sich vieles selber beibringen und durch Probieren herausfinden.

Insgesamt hat mir das Abenteuer sehr viel Spaß gemacht - ich habe es schon mehrmals durchgespielt und finde immer wieder neue Wege und Rätsel. Es wird nicht langweilig. Auch die Rätsel sind nicht zu schwer und nicht zu einfach. Man kommt mit einiger Überlegung drauf, auch wenn man vielleicht Teamwork betreiben muss. Trotzdem wäre eine Auflösung, besonders für die Rätselbilder, am Ende des Buches sinnvoll. Man könnte sie ja in einen verschlossenen Umschlag o.ä. stecken, sodass man während des Abenteuers nicht in Versuchung ist nachzuschauen. Ich kann leider nur vier von fünf Sternen vergeben, weil mir insgesamt die Einführung und die Erklärung am Anfang viel zu kurz war und ich viel nur durch Probieren herausgefunden habe. Bei manchen Sachen war ich mir bis zum Schluss nicht sicher, ob ich das darf oder nicht. Trotzdem war es ein großer Spaß, den ich allen Spiele-, Comic- oder Mittelalter-Fans nur ans Herz legen kann. 
Vielleicht könnte ja auf der Pegasus-Webseite ein FAQ angelegt werden - evtl. auch inspiriert von unserer Leserunde.   

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92 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Der Horror der frühen Medizin

Lindsey Fitzharris , Volker Oldenburg
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 09.07.2018
ISBN 9783518468869
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Der Horror der frühen Medizin" von Lindsey Fitzharris ist eine Mischung aus einem lehrreichem Sachbuch, einer spannenden Roman und einer Biografie.
Sie berichtet, welchen riesigen Wandel die Medizin im Allgemeinen und die Chirurgie im Besonderen im 19. Jahrhundert mitgemacht hat. Am Anfang stehen Chirurgen, die weder Lesen noch Schreiben können und ihr Handwerk nur so gut beherrschen wie der Vorgänger von dem Sie es gelernt haben. Am Anfang stehen Chirurgen, die in vollbesetzten Räumen vor Schaulustigen in Straßenkleidung operieren und dabei mit bloßen ungewaschenen Händen in den offenen Wunden herumstochern. Dann kommt ein langsames Umdenken und stetige Verbesserungen, bis am Ende studierte Mediziner als Chirurgen in penibel sauberen Operationsräumen Wunden mit antiseptischen Mitteln behandeln und mit desinfizierten Werkzeugen operieren.
Das meiste von diesem Wandel verdanken wir Joseph Lister, der im 19. Jahrhundert sein Studium zum Mediziner und Chirurgen durchlief, verschiedene Stellen in Großbritannien annahm und dabei seine Techniken immer weiter verbesserte, bis er am Ende sein ganzes Fach revolutionierte.

Lindsey Fitzharris schreibt dabei so spannend und detailliert, dass wir uns sehr gut in die damalige Zeit und besonders in die damaligen Krankenhäuser und Lehrsäle hineindenken können. Sie versäumt es nicht, dabei auch Dinge zu schildern, die nur am Rande mit Listers Geschichte zu tun haben, uns aber helfen die Umstände und Lebenssituation der Menschen damals zu verstehen. Es werden viele wissenschaftliche Fachbegriffe verwendet und die meisten davon auch erklärt. Manche Begriffe, die nicht oder schon an viel früherer Stelle erklärt wurden, habe ich absichtlich nicht nachgesehen um mir das Ganze nicht zu bildlich vorzustellen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Autorin übertrieben dramatisiert oder besonders ekelige Stellen hervorhebt. Die grundlegende Übelkeit beim Lesen ist einfach den damaligen Umständen und besonders der Diskrepanz zwischen den damaligen und den heutigen Praktiken geschuldet.

Ich möchte das Buch allen empfehlen, die ein grundlegendes Interesse am menschlichen Körper und der Behandlung desselben haben. Man lernt durch das Buch erst schätzen, was die Medizin heute, so kurz nach der geschilderten Zeit, alles leisten kann.
Das Buch ist spannend und lehrreich zugleich - man sollte nur nicht zu zart besaitet sein.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Mit dem Orient-Express nach Paris

Stephan Martin Meyer , Thorwald Spangenberg
Fester Einband
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 25.09.2017
ISBN 9783836959858
Genre: Kinderbuch

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sweet & Easy - Enie backt: Meine neuen Backrezepte

Enie van de Meiklokjes , Ralf Frenzel
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Tre Torri Verlag, 23.09.2016
ISBN 9783960330004
Genre: Sachbücher

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Vier zauberhafte Schwestern

Sheridan Winn , Katrin Weingran , Franziska Harvey
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 25.02.2016
ISBN 9783596856794
Genre: Kinderbuch

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Schule der magischen Tiere - Endlich Ferien 3: Henry und Leander

Margit Auer , Nina Dulleck
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551653338
Genre: Kinderbuch

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

1. band, daisy dalrymple

Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

Carola Dunn
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB
ISBN 9783746614908
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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98 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

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Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis

Gina Mayer , Gloria Jasionowski
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 18.06.2018
ISBN 9783845825755
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis" von Gina Mayer handelt von Jöelle, ihrem Bruder Lancelot und ihrer Familie. Ihnen passiert das, wovor wir uns alle fürchten, wenn wir an einen fremden Ort fahren: Sie haben sich beim Eingeben ins Navi vertippt und kommen am falschen Ort heraus - über 400 km entfernt von dem Ort wo sie eigentlich Urlaub machen wollten. Zum Glück hat hier aber vor wenigen Wochen Fräulein Apfel eine kleine Pension eröffnet, sodass sie hier am falschen Ort trotzdem übernachten können. Schon an ihrem ersten Tag und in der ersten Nacht in Fräulein Apfels Hotel geschehen seltsame Dinge: Ein nicht angeschlossenes Telefon klingelt, ein ausgestopfter Adler wird lebendig - da sind Jöelle und Lancelot gar nicht traurig, als das Auto der Eltern einen Schaden hat und sie erst einmal hier bleiben müssen. Zum Glück finden sie auch einen neuen Freund, Benny, mit dem sie viel spielen.
Im Laufe der Geschichte kommen die Kinder Fräulein Apfels Geheimnis auf die Spur, stellen fest, dass Jöelle etwas besonderes ist und helfen einem Bekannten. Ich will hier aber natürlich nicht spoilern. Es ist herzallerliebst, spannend und geheimnisvoll - lest selbst.

Die Geschichte ist unterhaltsam, dabei spannend und geheimnissvoll, ohne zu unheimlich oder gefährlich zu werden, ein gut abgestimmtes Kinderbuch. Die Sprache ist einfach, aber nicht langweilig, Erklärungen und Wiederholungen helfen bei (vielleicht) neuen Wörtern. Die Figuren (zumindest die wichtigen) werden anschaulich beschrieben, sodass man sich gut in sie hineinversetzen kann.

Insgesamt ein wunderbares Kinderbuch, das wahrscheinlich eine ganze Reihe werden wird. Mir war es ein wenig zu kurz, es hätte ruhig noch eine Verzögerung oder eine kleine Gefahrensituation eingebaut werden können, denn die Auflösung am Ende kommt ziemlich schnell. Aber es ist nun mal ein Kinderbuch, das wohl auch für jüngere Leser schon geeignet sein soll.
Ich vergebe gute vier von fünf Sternen. 

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Mord nach Strich und Faden

Frances Brody
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2018
ISBN 9783404176861
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Mord nach Strich und Faden" von Frances Brody ist ein englischer Krimi, der in der Zeit nach dem "Großen Krieg" also nach dem ersten Weltkrieg spielt.
Kate Shakelton, die zur Kriegszeit, wie viele andere Frauen auch im VAD aktiv war und z.B. als Krankenschwester Verwundete versorgt hat, hat sich mit der Zeit zu einer Ermittlerin gemausert, die gut darin ist, im Krieg verschwundene und vermisste Männer aufzuspüren. Nun bittet ihre VAD-Freundin Tabitha sie, ihren verschwundenen Vater zu finden - doch das ist etwas ganz anderes: Joshua Braithwaite verschwand nicht im Krieg, sondern in der Heimat unter mysteriösen Umständen. Eines Nachts wurde er in einem Bach gefunden, kaum zurechnungsfähig - angeblich bei einem Selbstmordversuch ertappt, da ihm der Verlust seines im Krieg gefallenen Sohnes so nahe ging. Er kam danach in eine Art psychiatrische Klinik, doch einen Tag vor seiner Anhörung verschwand er spurlos aus der Klinik und ward nie wieder gesehen. Tabitha heiratet nun etwa einem Monat und ist auch jetzt noch, Jahre nach dem Verschwinden ihres Vaters von dem Traum beseelt, dass er wieder auftauchen und sie zum Traualtar führen wird. Und Kate soll ihn finden. Es folgt eine spannende Zeit, die Kate bei Tabby verbringt, in der sie mehr als einmal in Gefahr gerät und am Ende auch das ganze Rätsel aufklärt - obwohl viele das verhindern wollen.

Die Figur Kate Shakleton ist eine sehr besondere - eine Kriegswitwe, die im England der 20er Jahre alleine (mit ihrer Haushälterin) wohnt, ein eigenes Auto fährt, Fotografiert und ihre Fotos selbst entwickelt - und allen voran: die richtigen, zum Teil mutigen Fragen stellt, um Vermisste zu finden und Geheimnisse aufzudecken. Mir war Kate von der ersten Seite an sehr sympathisch und auch ihre Art zu ermitteln gefällt mir sehr gut.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin haben mir von Anfang an gut gefallen. Kate erzählt das Geschehen in der Ich-Perspektive. Ab und zu wird die Handlung durch Rückblenden aus der Feder verschiedener handelnder Personen unterbrochen. Das bringt die damaligen Geschehnisse sehr gut näher. Die Geschichte ist insgesamt spannend erzählt, ohne dabei auf Schilderungen der Umgebung, der Personen oder z.B. Abfolgen der Webereiindustrie zu verzichten.  

Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Wenn Kate erneut ermittelt, werde ich auf jeden Fall dabei sein. Ich hoffe vor allem, dass sie im Laufe dder nächsten Bände ihren verschollenen Mann aufspüren oder zumindest die Geschichte seines Verschwindens/Todes aufdecken wird. Irgendwann wird sie sich in ihrem eigenen Fall ermitteln müssen - und ich hoffe wir dürfen dabei sein.

Insgesamt eine klare Leseempfehlung für die Fans englischer Cosy-Crime-Stories und auch für alle anderen. 

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(93)

162 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

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Seegrund

Volker Klüpfel , Michael Kobr
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.05.2013
ISBN 9783492303026
Genre: Krimi und Thriller

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Emmi und Einschwein - Einhorn kann jeder!

Anna Böhm , Susanne Göhlich
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.01.2018
ISBN 9783789108891
Genre: Kinderbuch

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(35)

69 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Milchgeld

Volker Klüpfel , Michael Kobr
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.05.2013
ISBN 9783492303002
Genre: Krimi und Thriller

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(255)

549 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 191 Rezensionen

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Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Iron Flowers - Die Rebellinnen von Tracy Bandhart handelt von zwei Schwestern, die ein entbehrungsreiches und hartes Leben in dem Landstrich Lanos führen.
In dem Königreich zu dem Lanos gehört haben Frauen keine Rechte und keine Perypektiven im Leben. Sie können heiraten und Kinder kriegen oder sie können in Fabriken und Nähereien schuften. Der einzige Ausweg aus diesem Leben ist es, als eine Grace des Regenten im fernen Bellaqua auserwählt zu werden. Darauf wird Serina, die ältere und hübschere (?) Tochter schon von Geburt an vorbereitet. Sie erhält Tanz- und Instrumenalunterricht, lernt ihren Körper zu pflegen, hübsch auszusehen und zu gehorchen. Ihre kleine Schwester Nomi dagegen, wird darauf vorbereitet, im besten Fall als Serinas Zofe mit nach Bellaqua fahren zu dürfen. Sie ist von je her die aufmüpfigere und rebellischere Schwester. Als ihr Bruder in die Schule gehen und lesen und schreiben lernen darf, überredet sie ihn, es ihr beizubringen - für Frauen im Königreich, wie fast alles, streng verboten.
So kommt Serina eines Tages tatsächlich als Grace-Auswahl von Lanos für den jungen Thronfolger nach Bellaqua und Nomi begleitet sie. Und dann kommt alles wie sie es sich erhofft haben und doch ganz anders. Nicht Serina wird als Grace ausgewählt, sondern Nomi, die der Thronfolger ohne schöne Kleider in ihrer Dienerkleidung nur zufällig kurz am Gang gesehen hat und die ihn auch noch beleidigt hat. Serina darf als ihre Zofe bleiben, doch das ist so gar nicht das Leben, auf das sie sich vorbereitet hat.
Doch es kommt noch viel schlimmer: Sie muss sich nicht lange an das Zofenleben gewöhnen, denn sie wird mit einem Buch, das Nomi aus der Bibliothek gestohlen hat, erwischt und verbannt: Auf die Insel der Verdammten!
Von nun an verfolgen wir Serina und Nomi getrennt in ihren Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Werden sie es schaffen, sich wiederzusehen und aus dem Königreich einen besseren Ort für Frauen zu machen? Lest selbst!

Die Geschichte ist schön erzählt, immer kapitelweise abwechselnd aus der Sicht der einen und der anderen Schwester. So erfährt man schnell, wie unterschiedlich die beiden sind und lernt ihre Charaktere kennen. Es handelt sich dabei um keine Ich-Erzählung, sondern um eine Erzählweise über die jeweilige Schwester. Dadurch lernen wir ihre Gefühls- und Gedankenwelt gut kennen. Die Kapitel sind gut aufgebaut und abgetrennt, es passiert etwas und an einer spannenden Stelle wird wieder gewechselt. So will man immer weiterlesen und kommt schnell voran. Die Geschichte ist spannend und schnell erzählt, ohne dabei Landschafts- oder Personenbeschreibungen oder romantische Szenen zu vergessen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, nur leider bricht es am Ende sehr plötzlich ab.
Ich hätte das ja auf die Tatsache geschoben, dass es noch mehrere Teile geben soll, aber ich habe in letzter Zeit auch Gegenbeispiele gelesen, sodass ich weiß, dass auch ein einzelner Teil einen Abschluss haben kann.
Ich war kurz davor wegen diesem Abbruch am Ende nur 4 Sterne zu geben, aber dafür sind mir die Figuren zu sehr ans Herz gewachsen. Ich habe mit ihnen gefühlt und die Themen und Rechte für die sie kämpfen sind mir zu wichtig: Deswegen 5 Sterne!

(Nicht nur in der aktuellen Metoo-Debatte:) Eine klare Leseempfehlung für diesen Frauen-/Jugendroman. 

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41 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Artemis

Andy Weir , Jürgen Langowski , Gabrielle Pietermann , Marius Clarén
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 05.03.2018
ISBN 9783837141658
Genre: Science-Fiction

Rezension:

"Artemis" von Andy Weir erzählt die Geschichte von Jazz Bashara, die mit 6 Jahre nach Artemis, in die erste und einzige Stadt auf dem Mond gekommen ist und seitdem dort lebt. Sie ist als eine der wenigen hier aufgewachsen und darf sich zu den wenigen dauerhaften Bewohnern der Stadt zählen, in der Stadt in die jedes Jahr riesige Mengen an Touristen kommen. Das Leben in Artemis ist nicht ganz leicht für Jazz. Sie ist hochintelligent, wahrscheinlich ein Genie, und doch oder gerade deswegen war die Schule nichts für sie. Auch danach wollte sie keinen richtigen Beruf erlernen. Sie arbeitet als Trägerin im Hafen und ist nebenbei Schmugglerin und Kleinkriminelle. Durch ihre Verbindung zur Erde (ein E-Mail-Brieffreund, der im Hauptraumfahrthafen für Flüge nach Artemis arbeitet) schafft sie es, verbotene Sachen, wie Zigarren o.ä.in die Stadt zu schmuggeln und kann sie teuer verkaufen.
Ihr großes Ziel ist es, reich zu werden. Sie will eine ganz bestimmte Summe erreichen, man erfährt erst ganz am Ende warum. Deswegen lässt sie sich auf einen sehr gefährlichen und waghalsigen Auftrag ein, für den sie 1.000.000 MOTE (Mondwährung) bekommen soll. Dadurch wird sie immer tiefer in riesige, milliardenschwere Geschäfte und Ränkespiele gezogen und gerät ins Visier eines Killers.
Mehr möchte ich natürlich noch nicht verraten - lest bzw. hört selbst! Es wird spannend und überraschend mit actionreichem Finale.

Die Haupt-Sprecherin macht ihre Sache gut. Ich habe sie direkt mit der Figur von Jazz vor meinem inneren Auge verbunden. Sie passt sehr gut.
Das Hörbuch hat mich dadurch überrascht, dass es beinahe 200 Kapitel hat, jedes nur ein paar Minuten lang. Beim Anhören bemerkt man das nicht so sehr, die Übergänge sind zum Glück ohne Ruckeln, aber so kann man beinahe jederzeit stoppen und am richtigen Punkt wieder beginnen, das ist wirklich praktisch.

Mein größter Kritikpunkt ist insgesamt die Sprache in der das Ganze geschrieben ist. Zwar erfahren wir die Welt bzw. den Mond direkt aus Jazz' Ich-Perspektive, doch derartig vulgär hätte der Text meiner Meinung nach nicht immer sein müssen. 

Die Geschichte ist sehr spannend, die Figuren und Charaktere detailliert und einprägsam beschrieben, die Mondstadt und die Umstände, die zu ihrer Entstehung geführt haben, durchaus zum Teil realistisch, die Figuren größtenteils sympathisch (ja, sogar Jazz ist mir ein wenig ans Herz gewachsen) und auch die Umsetzung als Hörbuch ist gelungen. Aber insgesamt bekommt das Ganze von mir nur vier Sterne, weil ich eben die Sprachwahl an vielen Stellen nicht ganz passend fand.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Der kleine Philosoph - Wie Kinder denken

Frédéric Lenoir
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Tropen, 10.03.2018
ISBN 9783608503500
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Der kleine Philosoph" von Frédéric Lenoir ist ein gutes Anleitungsbuch, wie man Kindergruppen dazu bringen kann, neue Arten des Denkens zu erfahren, sich auf sich selbst und auf die eigenen Gedanken und Gefühle einzulassen und offen für die Meinung anderer zu sein.

Lenoir baut sein Sachbuch logisch und gut strukturiert auf. Am Anfang führt er in seine "Praxis der Achtsamkeit" (sein Ausdruck für Meditation) und in die "Praxis des Philosophierens" ein. Danach gibt er Richtlinien und Empfehlungen für solche Achtsamkeits- und Philosophie-Runden mit Kindern, wie zum Beispiel, dass man den Kindern die Gesprächsregeln näher bringen soll und mit gezielten Fragen oder Texten als Einstieg beginnen soll. Als dritter Teil folgen konkrete Beispiele aus Philosophierunden zu wichtigen, grundlegenden Fragen, wie "Was ist Glück?" oder "Was sind Emotionen?". Anschließend folgt noch ein grober Überblick, quasi ein Grundwissen für die 20 wichtigsten Philosophischen Grundgrößen, wie Glück, Liebe, Tod, usw. In einem Fazit am Ende fasst Lenoir noch einmal zusammen, welche Vorteile den Kindern und Erziehern das Philosophieren bringt.

Insgesamt finde ich, dass das Buch gut und verständlich geschrieben ist. Man wird oft, schon im Beispielteil durch die Antworten der Kinder, aber auch im "Theorieteil" zu den Philosophischen Grundfragen, angeregt, sich eigene Gedanken dazu zu machen und sich näher mit den Themen zu befassen. Bei den Informationen zu den einzelnen Philosophischen Grundfragen bekommt man immer auch noch literarische Texte, die sich besonders damit auseinandersetzen und weiterführende Literatur genannt.

In der Buchverlosung wurde das Buch eher als etwas, das man als Eltern zusammen mit einem Kind lesen kann, angekündigt. Ich finde, dafür ist das Buch überhaupt nicht geeignet. Es wird im Text oft betont, wie wichtig es auch ist, dass die Kinder lernen, in der Gruppe zu diskutieren, anderen zuzuhören und andere als die eigene Meinung gelten zu lassen, vielleicht, sich sogar umstimmen zu lassen. Das ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Philosophiepraxis. Außerdem halte ich die Texte, besonders in den Theorieabschnitten für Kinder schlichtweg für zu kompliziert. Das ganze zielt ja darauf ab, dass man das Buch liest und daraus das Wissen zieht, das man braucht um den Kindern das Philosophieren beizubringen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass bei dem Buch, das ja eine Übersetzung aus dem Französischen ist, oft besonders auf das Deutsche eingegangen wurde. Z.B. wird beim Theorieteil die Wortherkunft der deutschen und nicht der französischen Begriffe erklärt.

Warum gebe ich dann nur vier Sterne? Insgesamt hat mich das Konzept zwar überzeugt, aber die Umsetzung nicht ganz. Ich habe vielleicht als ehemalige Lateinerin und Theologiestudentin eine andere Bezieheung zur Philosophie und vielleicht auch ein anderes Grundwissen, trotzdem finde ich, auch für die Allgemeinheit, die Grundfragen der Philosophie manchmal etwas knapp erklärt. Da fehlt noch einiges und man kann auch im Gespräch mit Kindern oft an Grenzen stoßen, wo man noch tiefer gehen und sich mehr einlesen muss. Außerdem kamen mir Lenoirs Philosophiestunden ein wenig so vor, als habe er für jede Einleitungsfrage eine ultimative Lösung auf die er jede Kindergruppe trimmen will. Er macht es nicht zu offensichtlich, aber es fällt doch auf, dass die Gruppen beim gleichen Thema immer zum gleichen Ergebnis kommen und am Ende alle einer Meinung sind. Das ist eigentlich nicht das Wesen einer Diskussion, aber im Unterricht natürlich praktisch. Trotzdem finde ich nicht, dass man die Kinder am Ende alle auf eine Meinung bringen sollte. Es soll ruhig jeder bei seiner Meinung bleiben dürfen, auch wenn er sie vielleicht nur durch ein Gefühl begründen kann.

Insgesamt aber ein gutes Buch, das Lust macht auf Philosophie und auf ein tieferes Nachdenken.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

gedanken, geheim, mädchen, schule, streit, tagebuch, träume, zicken

Ellas Welt - Das verflixte neue Schuljahr

Meredith Costain , Meredith Costain , Ann Lecker , Danielle McDonald
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Boje, 24.04.2017
ISBN 9783414824769
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Ellas Welt – das verflixte neue Schuljahr“ von der australischen Autorin Meredith Costain ist ein besonders hübsch gestaltetes, aber doch etwas kurzes Kinderbuch.

Ella kommt in die vierte Klasse und das neue Schuljahr beginnt schon furchtbar: Sie stürmt als eine der ersten in das neue Klassenzimmer um für sich und ihre beste Freundin Zoe Plätze nebeneinander freizuhalten. Doch Zoe kommt nicht! Und zu allem Übel kommt dann auch noch Ellas Erzfeindin Penny herein, die eigentlich nicht mehr in ihrer Klasse sein sollte, und muss sich auf den letzten freien Platz setzen: direkt neben Ella. Den ganzen Tag müssen sich die Feindinnen gegenseitig aushalten und Penny macht alles, um Ella vor der neuen Lehrerin schlecht dastehen zu lassen. Am nächsten Tag ist Zoe zum Glück wieder da und sie können ihre Lehrerin davon überzeugen, dass sie nebeneinander sitzen dürfen und Penny einen neuen Platz bekommt. So geht die Handlung die ganze Zeit weiter, seichte Streitereien und Geplänkel zwischen Penny und ihrem Gefolge und Ella und Zoe häufen sich. Alle Probleme sind schnell und zum Teil durch Erwachsenenhand wieder gelöst. Wir erfahren alles direkt, denn wir, bzw. das Buch, das wir in Händen halten, sind Ellas Tagebuch.

Insgesamt ist die Handlung also eigentlich nur auf klassischen Hänseleien und Kabbeleien zwischen der einen Mädchengruppe und einer anderen ausgelegt. Wir erfahren auch, warum sich die Mädchen ursprünglich gestritten haben (vor einem Jahr waren sie noch beste Freundinnen) und warum sie nun Erzfeindinnen sind. Am Ende überrascht die Handlung dann doch noch mit Tiefgang, indem Ella der verhassten Penny die Meinung sagt und so einen Mutprobenwettbewerb abbricht, der zu immer größeren Gemeinheiten und auf Dauer wahrscheinlich auch zu gefährlichen Manövern geführt hätte. Sie zeigt Zivilcourage und verteidigt ein Mädchen, das ein bisschen anders ist (nicht ernsthaft anders, sie redet nur mit ihren Kuscheltieren). Eine solch ernste Handlung hätte ich nicht vermutet und war am Ende positiv überrascht.

Die künstlerische Gestaltung des Buches hat mir aber sehr gefallen: Das ganze Buch wirkt so, als wäre es tatsächlich Ellas handgeschriebenes Tagebuch, in Schnörkelschrift, inklusive durchgestrichenen anderen Formulierungen und lustigen, zum Teil wunderbar krakeligen Illustrationen.

Obwohl das Kinder- bzw. Mädchenbuch (denn das ist es ohne Zweifel) gestalterisch ausgezeichnet ist, fand ich es insgesamt (besonders für eine Zielgruppe von schon fortgeschrittenen Lesern, 4. Klasse), doch etwas kurz und vom Inhalt her ziemlich simpel gestrickt. Handlung 3 Sterne, Gestaltung 5 Sterne – sind insgesamt leider nur 4 Sterne von mir. Trotzdem macht das Lesen Spaß und bestimmt Lust auf eigenes Tagebuchschreiben.

Vielen Dank dem Boje-Verlag, Bastei Lübbe und der Lesejury für die tolle „Frühlingsbox“!

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Tags: mädchen, schule, streit, tagebuch   (4)
 

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Der zauberhafte Eisladen

Heike Eva Schmidt
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Boje, 27.04.2018
ISBN 9783414825025
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Der zauberhafte Eisladen“ von Heike Eva Schmidt ist ein liebevoll gestaltetes, fantasievolles Kinderbuch. Elli zieht mit ihren Eltern, ihrem älteren Bruder Tom, ihrem jüngeren Bruder Lenny und den Wohnungs- bzw. Dachterrassenhühnern Ente, Lady Gacker und Picksel in eine neue Stadt. Sie ist „etwas besonderes“: Sie näht ihre Kleidung gerne selbst und liebt bunte Farbkombinationen und schneidert selbst. Außerdem liebt sie ihr Huhn Ente über alles. In ihrer alten Schule ist sie dafür oft von Klassenkameraden ausgelacht worden und hatte keine richtigen Freunde. Verständlich also, dass sie vor ihrem ersten Tag in der neuen Schule ziemlich Bammel hat. Zum Glück wohnt aber ihr Opa, ihr Nonno, denn Ellis Mutter und auch deren Vater kommen aus Italien, in der gleichen Stadt. Sie kommt vor ihrem ersten Schultag noch auf einen Besuch in seiner Eisdiele vorbei und bekommt ein Eis, damit sie für ihren Tag gewappnet ist. Und siehe da: Sie ist viel weniger nervös und viel selbstbewusster!  Ihr erster Schultag in der neuen Stadt läuft super, ihre Klassenkameraden sind nett, sie findet Freunde und die Klassenlehrerin ist super. In den nächsten Tagen und Wochen geschehen aber immer mehr seltsame Zufällt, die alle mit Opas Eis zusammenzuhängen scheinen. Und tatsächlich kommt Elli ihrem Opa auf die Schliche: Er stellt magische Gefühls-Essenzen her und mischt sie in ganz besondere Eissorten. Das will Elli natürlich unbedingt auch lernen! Weiter werde ich natürlich nichts mehr verraten, nur so viel: es wird ganz schön chaotisch und lustig!

Der Schreib- und Erzählstil von Heike Eva Schmidt ist sehr angenehm zu lesen. Wir können uns gut in Ellis Familie, in ihr Leben in der neuen Stadt und in ihre Gefühlswelt hineinversetzen. Es wird nicht genau genannt, in welche Klasse Elli geht und schwierige oder seltene Wörter (wie z.B. Essenzen) werden erklärt, aber nicht so, dass man sich komisch fühlt, wenn man das Wort schon kannte. Deswegen denke ich, ist das Buch für eine breite Altersklasse besonders an Leserinnen (aber nicht ausschließlich) geeignet.

Die Geschichte wird spannend erzählt und kommt ohne strenge Moral am Ende aus, dafür gibt es aber die Aussicht auf eine Fortsetzung des Eisabenteuers. Untermalt wird die Geschichte durch liebevolle Illustrationen. Besonders die Hühner fand ich herzallerliebst. Ich kann mir zwar, nach Erlebnissen mit den Hühnern meiner Uroma, beim besten Willen nicht vorstellen, dass man Hühner tatsächlich freilaufend in einer Mietwohnung halten kann, aber so wie sie sich in der Geschichte benehmen ist das bestimmt lustig.

Für alle, die nach der Lektüre Lust auf Eisessen haben – und das müssen alle Leser sein, so oft, wie während der Handlung Eis gegessen wird – gibt es am Ende noch ein Rezept für eine von Nonno Leonardos verrückten Kreationen (ohne Magie!).

Insgesamt gebe ich dem Kinderbuch glatte 5 Sterne, weil es mich wirklich rundum, durch Inhalt, Schreibstil und Illustrationen überzeugt hat. Ein toller Lesespaß!

Vielen Dank dem Boje-Verlag, Bastei Lübbe und der Lesejury für die tolle „Frühlingsbox“!

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Tags: eis, familie, freunde, hühner, magie, schule   (6)
 

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240 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 117 Rezensionen

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Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

"Die Geschichte des Wassers" ist der zweite Band, in Maja Lundes Reihe über die Natur und unsere Zukunft. Ich habe auch schon "Die Geschichte der Bienen" gelesen und bin mit großen Erwartungen an das neue Buch herangegangen.
Wie schon in der ersten Geschichte begleiten wir eine gegenwärtige und eine zukünftige Person in ihrer Lebensgeschichte, die wir im Laufe der Erzählung nach und nach erfahren. Dieses Mal sind es:
Signe, schon beinahe 70 Jahre alt; Die Norwegerin war ihr ganzes Leben lang Umweltaktivistin, hat schon in jungen Jahren für den Erhalt der Flüsse und des Gletschers in ihrer Heimat gekämpft und tut es noch. Sie wurde ihr Leben lang enttäuscht von Menschen, denen Profit, Wohlstand und Bequemlichkeit wichtiger waren als die Natur - etwas, das Signe überhaupt nicht verstehen kann. Als sie sieht, wie ihr geliebter Gletscher abgetragen werden soll um als Eiswürfel in Drinks reicher Leute zu enden, beschließt sie einen Schlussstrich zu ziehen, denn ihr ehemaliger Verlobter ist dafür verantwortlich. Sie macht sich mit dem Eis auf die beschwerliche Reise, mit ihrem kleinen Segelboot von Norwegen bis nach Frankreich um ihn zur Rede zu stellen. Im Laufe der Reise erleben wir mit ihr alle Hochs und Tiefs und erfahren ihre harte Lebensgeschichte.
Und David, mit seiner kleinen Tochter Lou, im Frankreich des Jahres 2041. Man könnte denken, dass das noch nicht so weit in der Zukunft liegt, und doch sind die Geschehnisse recht realistisch, auch auf die kurze Zeit. Trinkwasser wird überall knapper, Dürre und Wüsten breiten sich aus, längst bietet auch Südeuropa, genauer Südfrankreich keine Überlebensbedingungen mehr, so machen sich auch David und seine Freundin Anna mit ihren beiden kleinen Kindern auf den Weg, auf die Flucht nach Norden, in die Wasserländer. Sie hoffen irgendwo ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, bis dahin müssen sie in Flüchtlingslagern in Nordfrankreich bleiben. Auf dem Weg dorthin werden sie getrennt. David kommt mit der kleinen Lou im Flüchtlingslager an und weiß nicht, wo der Rest der Familie ist. Sie fristen ein trostloses Dasein im Flüchtlingslager, lernen ein paar Leute kennen, aber keine richtigen Freunde. Sie müssen miterleben, wie die Vorräte und das Wasser immer knapper werden, wie Dürre und der Krieg um Wasser immer näher kommen. Eigentlich sollten sie weiter nach Norden ziehen, aber sie wollen auf den Rest der Familie warten. Wir erleben das harte Leben mit und erfahren nach und nach was zuvor geschehen ist. Ein Hoffnungsschimmer ist das Boot, das die beiden in einem verlassenen Garten finden. Dort können sie spielen und tatsächlich wieder neue Hoffnung fassen.

Wie die beiden Geschichten am Ende verknüpft werden, will ich noch nicht verraten, es ist aber vorhersehbar und wenig spektakulär. Ich hätte mir den versprochenen Schatz, den sie finden irgedwie hoffnungsvoller und weltumspannender vorgestellt. Ich war am Ende über die Aussichten, die in der zukünftigen Geschichte für David und Lou noch bleiben sehr enttäuscht und hoffe, dass es in unserer Zukunft doch etwas anders aussieht. Im Jahr 2041 werde ich genau 50 Jahre alt sein, das erlebe ich hoffentlich und ich freue mich darauf, dann zu sagen, siehts du: Wir haben es geschafft, es ist nicht zum Krieg um Wasser gekommen und wir leben alle noch. (Ja, das ist etwas utopisch, aber lasst mich optimistisch sein).

Insgesamt war ich von den Geschichten, von den Personen und deren Entwicklung im Vergleich zum Teil 1 etwas enttäuscht. Es wäre für sich alleine gestellt eine gute, realistische Geschichte, aber hinter der "Geschichte der Bienen" steht sie einfach an Qualität und Tiefe zurück. Deswegen gibt es leider nur vier Sterne. Ich hoffe, dass die nächsten (versprochenen 2) Teile wieder eher werden wie der erste und dass sich alles dann zu einem guten Ganzen zusammenfügt, auch wenn der zweite Teil für mich vielleicht ein Schwachpunkt war. Ich möchte eben ein Happy End und wenn ich das wieder Erwarten nicht ganz bekomme, bin ich enttäuscht...

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448 Bibliotheken, 22 Leser, 2 Gruppen, 160 Rezensionen

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Scythe - Der Zorn der Gerechten

Neal Shusterman , Kristian Lutze , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 14.03.2018
ISBN 9783737355070
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Scythe – der Zorn der Gerechten“ ist der zweite Teil der zukünftigen Scythe-Trilogie von Neil Shusterman.

- gleich vorweg die Warnung: Ich versuche nichts zu spoilern, aber meine emotionalen Reaktionen lassen vielleicht schon etwas vorausahnen -  

Citra ist nun Scythe Anastasia, die junge rebellische Stimme der alten Garde der Scythe, die es für verachtenswert halten, mit Spaß und in Massen nachzulesen. Sie erfüllt ihre Rolle gut. Immer mehr gerät Citra Terrranova in den Hintergrund und die Ehrenwerte Scythe Anastasia tritt in den Vordergrund. Sie lebt nach wie vor bei ihrer zweiten Lehrmeisterin Scythe Curie. Sie praktiziert ihre eigene Art des Nachlesens: Sie kündigt ihren Opfern an, dass sie nachgelesen werden und gibt ihnen einen Monat Zeit, sich von ihren Lieben zu verabschieden und ihre Todesart selbst zu wählen. Für diese Art des Nachlesens wird sie von vielen Seiten kritisiert, besonders weil viele es für grausam halten, die Opfer einen Monat „zappeln zu lassen“. Doch Anastasia erlebt das Gegenteil: Die meisten Opfer sind dankbar für die letzte Chance ihr Leben zu ordnen und die Möglichkeit, selbst über ihren Tod zu entscheiden.

Rowan ist nun ein gesellschaftlicher Außenseiter und versteckter Kopfgeldjäger, der schwarze Scythe Luzifer, der alle Scythe meuchelt, die dekadent leben und keine Achtung mehr vor dem Nachlesen und ihren Opfern empfinden. Dafür wird er von der Scythe-Gesellschaft gejagt, doch man kommt ihm nicht auf die Schliche, obwohl der beste Ermittler, Scythe Constantine auf ihn angesetzt ist.

Auch der Thunderhead kommt viel öfter zu Wort, als im ersten Teil, aber das ist meiner Meinung nach, nicht unbedingt gut. Er klingt sehr überheblich und schon beinahe selbstüberschätzend. Es ist eigentlich selbstverständlich, dass eine überlegen programmierte und sich selbst weiterentwickelnde KI perfekt vorausberechnet und keine Fehler macht – aber so oft, wie sich der Thunderhead hier selbst beweihräuchert und von sich schwärmt, erwartet man schon fast, dass ihm bald ein unvorhergesehener und fataler Fehler unterläuft… Wir werden sehen. Vielleicht ist das nur meine Ansicht.

Doch es überschlagen sich die Ereignisse: Es gibt Mordanschläge auf Anastasia und Curie. Rowan wird gefangen genommen – doch nicht von offizieller Seite. Und das Schlimmste will ich hier noch gar nicht verraten. Lest selbst. Alle, die den ersten Teil geliebt haben, werden den zweiten noch mehr lieben und mitfiebern. Lasst euch genau so begeistern und schocken wie ich!

Das Ende bildet ein fulminanter, hollywoodreifer Showdown, der uns Leser völlig ratlos und schockiert zurücklässt.

Nach dem fantastischen und aufrührenden ersten Teil habe ich gehofft, dass es bei dieser Trilogie nicht so sein wird, wie bei vielen Trilogien, dass der zweite Teil nur ein langweiliger, einfallsloser Lückenfüller ist. DIESE HOFFNUNG WURDE WEIT ÜBERTROFFEN! Der zweite Teil „Der Zorn der Gerechten“ ist noch spannender, gefühlvoller und bewegender als der erste Teil, auch wenn ich nach dem ersten Teil nicht geglaubt hätte, dass das geht. Nach dem Ende des zweiten Teils braucht man allerdings erst einmal etwas Zeit um das Gelesene zu verarbeiten, denn zuerst kann man noch gar nicht alles überblicken. Nach und nach fällt einem dann auf, was das nun alles bedeutet und man ist noch schockierter. Es war wirklich sehr spannend und fantastisch, aber wenn ich nicht wüsste, dass es noch einen dritten Teil geben wird, wäre ich am Boden zerstört. Lest! Aber lasst euch Zeit, denn der dritte Teil, das Finale, wird wahrscheinlich noch ein Jährchen auf sich warten lassen – und die Wartezeit ist für mich jetzt schon kaum mehr erträglich!

Insgesamt also klare fünf Sterne (ok, eher 10, 100) und eine Leseempfehlung – für Teil eins und Teil zwei!   

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81 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

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Die Affäre Carambol

Stefan Lehnberg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Tropen, 10.03.2018
ISBN 9783608503548
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die Affäre Carambol" ist der zweite Goethe und Schiller Krimi von Stefan Lehnberg.
Ich war sofort Feuer und Flamme, als ich festgestellt habe, dass es so etwas wie Goethe und Schiller-Krimis gibt und habe mir auch gleich den ersten Teil gekauft.

Goethe und Schiller besuchen gemeinsam Goethes Geburtsstadt Frankfurt (Franckfurth) um dem Alltagstrott zu entgehen. Doch ihre grauen Zellen werden auf höchste gefordert, denn es scheint, als möchte jemand den zarten Frieden und Waffenstillstand der zwischen Frankfurt und Frankreich herrscht, gefährden. Napoleons Truppen haben in jüngster Vergangenheit auf ihren Feldzügen oft großen Schaden angerichtet und der Frankfurter Stadtrat möchte um jeden Preis einen neuen Krieg verhindern, nicht zuletzt, weil das Geld schon sehr knapp ist und die Zerstörungen groß. Doch es scheint in den Reihen der Stadträte Verschwörer zu geben und zwei Stadträte sind schon auf offener Straße ermordet worden - wohl, weil sie zu viel wussten. Es ist also höchste Zeit, dass jemand unabhängiger, mit großer Intelligenz sich der Sache annimmt: Goethe und Schiller geraten unversehens mitten hinein ins Geschehen, selbst ihr eigenes Leben ist des öfteren in Gefahr. Doch sie tun alles, was sie können um den Frankfurtern zu helfen.
Ich möchte hier natürlich nicht mehr verraten, nur so viel: Es wird sehr spannend!

Stefan Lehnberg findet eine wunderbare Mischung aus einer Sprache, die wir modernen Menschen gut und flüssig lesen können, ohne uns anstrengen zu müssen und genügend altertümlichen Begriffen und Redewendungen, damit wir uns zurückversetzt fühlen ins damalige Frankfurt. Der Erzählstil erinnert wunderbar an die Abenteuer von Sherlock Holmes, die von Doktor Watson aufgezeichnet werden, denn genau so zeichnet Schiller die Abenteuer für Goethe und sich bis ins kleinste Detail auf, wir fühlen uns als würden wir die beiden persönlich begleiten.

Mir hat das Abenteuer mit den beiden Literaturklassikern sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Fälle, die wir hoffentlich mit den beiden lösen dürfen. 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

sachbuch gesundheit

Wie neugeboren durch Fasten

Hellmut Lützner
E-Buch Text: 128 Seiten
Erschienen bei GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 19.12.2013
ISBN 9783833837517
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich habe mit dem Buch "Wie neugeboren durch Fasten" an der Leserunde teilgenommen. Wir haben uns vogenommen 5 Tage zu fasten (+ Vor- und Nachbereitungstage) und uns dabei zu begleiten und zu unterstützen. 
Als Vorbereitung habe ich das Buch durchgelesen und den anderen, erfahreneren Fasterinnen Fragen gestellt. Ich fühlte mich psychisch und körperlich gut vorbereitet. Es gab im Buch ausführliche Infos über das Wie und das Warum des Fastens und alle Schritte zur Vorbereitung wurden genau erklärt. 
Leider hat mir dann mein Körper einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Entlastungstag (= Vorbereitungstag) verlief noch super, mein Körper hatte noch kein Problem mit den leicht verdaulichen kleinen Portionen. Aber der erste Fasttag begann schon damit, dass ich wahrscheinlich die Menge Glaubersalz falsch abgemessen habe. Ich glaube, ich habe zu viel genommen. Dann hatte ich schon am ersten Tag mit nur flüssiger Nahrung schlimme Kopfschmerzen. Am Abend wollte mein Magen nicht mehr aufhören zu rumoren und ich habe viel Wasser getrunken um ihn zu beruhigen, doch das half nicht, denn es war gar kein Hunger: Mein Körper war stark geschwächt, und mein Magen hat die wenige flüssige Nahrung wieder von sich gegeben. Das werde ich jetzt nicht weiter erklären ...
Danach hatte ich einen Schwächeanfall und habe das Fasten für beendet erklärt. Der nächste Morgen begann für mich mit vorsichtigem Fastenbrechen. Die Tage nach dem Fasten waren für mich dann wieder super: Ich werde jetzt, fast zwei Wochen nach dem Fasten, immer noch von kleinsten Portionen satt und habe ein besseres Körpergefühl. Ich weiß genau wann ich Hunger habe und wann ich aufhören muss zu essen. Das finde ich gut. Trotzdem werde ich das Experiment sicher nicht in nächster Zeit wiederholen. 


Nun dazu, wie mir das Buch beim Fasten geholfen hat: Die Teile zur Vorbereitung sind ausführlich gestaltet. Man fühlt sich gut informiert und vorbereitet, Ängste und Zweifel werden beruhigt. Es gibt auch extra Tipps für Menschen mit niedrigem Blutdruck, was mich sehr beruhigt hat. Doch sobald etwas nicht so läuft, wie es sollte, lässt uns das Buch ganz alleine. Das beginnt schon beim Abführen und zieht sich durch die Fasttage, nicht einmal für die klassischen Fastenbeschwerden wie Kopfschmerzen durch den Zuckerentzug werden Tipps oder Hilfestellungen geboten. Bei solch schwerwiegenden Problemen wie ich sie hatte, wird man vollends verlassen: Die Möglichkeit, dass der Körper die Schwächung und flüssige Nahrung nicht vertragen könnte, wird überhaupt nicht erwähnt. 
Das hat mich am meisten gestört. Bei den Rezepten zum Fastenbrechen und an den Aufbautagen hatte ich das Problem, dass ich vieles nicht vertrage, aber keine Alternativen angeboten wurden. Zum Beispiel soll man zum ersten Fastenbrechen einen rohen oder gedünsteten Apfel essen, beides vertrage ich nicht, ich konnte ja aber auch nicht nicht fastenbrechen... Ich bin auf andere, sehr magenschohnende Kost ausgewichen, aber das hätte auch schiefgehen können.


Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch auf den ersten Blick umfassend wirkt, aber doch sehr viel zum Drumherum erklärt und wenig für die konkrete Anwendung. Hier fehlt es an mehreren Ecken und Enden. 
Ich habe zuerst zwischen drei und vier Sternen geschwankt, aber nachdem es ja nicht jedem Körper mit dem Fasten so schlecht gehen kann wie meinem und nicht jeder so viele Unverträglichkeiten hat wie ich, ist das Buch wahrscheinlich für die meisten Menschen ausreichend. Deswegen sind es gute 3,5 bis 4 Sterne geworden.

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Frau Einstein

Marie Benedict , Marieke Heimburger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462049817
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Frau Einstein" von Marie Benedict erzählt einen Teil der Lebensgeschichte von Mileva Maric, der ersten Ehefrau von Albert Einstein.

Wohl niemand von uns hatte, bevor man auf diesen Roman aufmerksam wurde, schon etwas von Mileva Maric gehört. Ich für meinen Teil hatten sogar überhaupt keine Ahnung, dass Albert Einstein überhaupt verheiratet war und dass er Kinder hatte. Da ist es am Anfang sehr überraschend, zu lesen, dass Einsteins Jugendliebe und erste Ehefrau seine Studienkollegin am Polytechnikum in Zürich war und dort mit ihm Physik und Mathematikstudierte. Mileva oder Mitza, wie ihre Freunde sie nennen, war eine der ersten Frauen, die für das Studium am Polytechnikum zugelassen wurden. Sie war schon von frühester Kindheit an von der Physik und Newtons Gesetzen begeistert und ihr Vater förderte diese Interessen, auch wenn ihre Mutter sie lieber in einer normalen Hausfrauenkarriere gesehen hätte. Sie durfte eine weiterführende Schule besuchen - im erzkonservativen Serbien, zur damaligen Zeit unter österreich-ungarischer Herrschaft, ein Skandal! Für Sie ist es eine Befreiung in die lieberalere Schweiz ziehen zu dürfen und dort unter gleichgesinnten zu studieren. Zwar machen es ihr ihre Mitstudenten und Professoren nicht leicht, sie ist die einzige weibliche Physikstudentin und noch dazu mit einer verformten Hüfte und hinkend ein leichtes Ziel für Spott. Doch so weit kommt es nicht. Schnell erkennen die anderen Mitzas Fähigkeiten und es gibt lobendes Gemurmel, wenn sie Fragen beantworten kann, auf die keiner ihrer Mitstudenten die Antwort wusste. Abends ist sie in ihrer Pension gut versorgt: Sie lebt dort mit drei anderen Mädchen, die ebenfalls studieren, ein munterer Kreis intellektueller Damen, die sich gut verstehen, zusammen musizieren und sogar Freundinnen werden. Bis ein Mitstudent, der Mitza schon von Anfang an mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat als die anderen, ihr seine Liebe gesteht: Der chaotische Albert Einstein. Mitza weiß nicht, was sie tun soll, sie versucht Abstand zu gewinnen, aber es hilft alles nichts: Sie gibt seinem Werben nach, denn sie ist auch in ihn verliebt. Er verspricht ihr von Anfang an, dass sie gleichberechtigt weiterforschen werden, auch wenn sie ein Paar sind.
Natürlich kommt alles ganz anders. Ich werde hier nicht mehr verraten, nur so viel: Die Diskussionen ob nicht eigentlich Mileva die gefeierte und weltberühmte Erfinderin der Relativitätstheorie ist, sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern in der Wissenschaft aktuell.

Ein bemerkenswertes Buch über eine eindrucksvolle und besondere Frau, die von ihrer Zeit und besonders von einem Mann daran gehindert wurde, zu erblühen und der Welt ihr Können zu beweisen.
Marie Benedict erzählt die Geschichte sehr lebensnah und gefühlvoll. Wir leben mit Mitza in ihrer Welt und erleben alle ihre Gedanken und Gefühle mit. Der Erzählstil und die Sprache unterstützen dieses Miterleben noch, man ist jedes Mal verzweifelt, wenn Mitza noch tiefer in Probleme gerät. Ich konnte an mehreren Stellen erst einmal nicht weiterlesen, weil ich so berührt und gefangen war von den heftigen Gefühlen und Schicksalsschlägen.

Ich bin der Autorin auch sehr dankbar für die Infos am Ende, in der die Geschichte relativiert wird (haha). Sie erklärt genau, wie sie für ihren Roman nachgeforscht hat, und was Realität und was Fiktion ist.

Auch das Cover finde ich sehr gelungen. Dadurch bin ich erst auf das Buch aufmerksam geworden und ich finde es zeigt sehr gut, worum es geht: Eine Frau, die alleine stark ist und einen Aufbruch in ein neues Leben wagt.

Vielen Dank für diesen intensiven Roman und eine neue starke Frauenfigur, die ich noch nicht kannte, mit der ich mich aber noch eingehender befassen möchte.
Vielen Dank Vorablesen und dem Verlag Kiepenheuer und Witsch für das Rezensionsexemplar. 

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