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101 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

thriller, mord, amoklauf, schwestern, usa

Die gute Tochter

Karin Slaughter , Fred Kinzel , Silvia Kuttny-Walser
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.08.2017
ISBN 9783959671101
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rusty ist ein Anwalt, der nicht davor zurück schreckt, Mörder und Vergewaltiger zu vertreten. Das wird seiner Familie zum Verhängnis, als sie überfallen wird. Rustys Frau und seine Töchter Samantha und Charlotte sind die Opfer.
Die Töchter haben beide mit den schrecklichen Folgen des Überfalls zu kämpfen - jede auf ihre Art.

Mehr als zwei Jahrzehnte später wird Charlotte wieder Zeugin eines schrecklichen Verbrechens und alles kommt wieder hoch. Doch ist alles, wie es scheint? In der Gegenwart und in der Vergangenheit?

Karin Slaughter ist eine wirklich gute Thrillerautorin und auch "Die gute Tochter" ist ein solider Thriller. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen - Gegenwart und Vergangenheit und diese sind prima miteinander verwoben.
Die Charaktere finde ich toll, Sam und Charlie sind beide kantig und ihre Probleme, Ängste und Stärken werden durch die tolle Erzählung offensichtlich. Ich mag die Schwestern wirklich sehr und hoffe heimlich auf eine Serie über die beiden.

Die Auflösung war mir ein wenig zu offensichtlich, ich habe schon recht früh mit dieser Auflösung geliebäugelt. Das ist schade, denn der Plot hat an sich viel zu bieten. Emotionen, Spannung und auch unvorhergesehene Wendungen. Zwischendrin waren mir einige Passagen zu langatmig erzählt, das lag sicherlich an den Wiederholungen der Gedanken und Emotionen, die ich zu dem Zeitpunkt allerdings  schon gut verinnerlicht hatte.

Karin Slaughter hat sicher schon bessere Bücher geschrieben, aber Spaß gemacht hat dieses hier trotzdem.

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359 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 126 Rezensionen

liebe, europa, reisen, reise, liebe findet uns

Liebe findet uns

J. P. Monninger , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548289557
Genre: Liebesromane

Rezension:

Heather hat gerade die Uni beendet und reist nun mit ihren beiden besten Freundinnen durch Europa. Im Zug nach Amsterdam lernt sie Jack kennen, der sie sofort sehr fasziniert. Die Reise durch Europa geht weiter und auch die Liebe der beiden entwickelt sich, nimmt dann aber eine unerwartete Wendung, als Jack einfach verschwindet. Doch Heather kann sich mit diesem unschönen Ende nicht abfinden und kommt hinter Jacks Geheimnis...

J.P. Monninger hat ein ganz tolles Buch geschrieben, anders kann ich es gar nicht sagen! Heather, ihre Freundinnen und alle anderen Charaktere sind sympathisch, lustig und einfach wunderbar. Man fiebert mit allen mit und begleitet die Gruppe gern auf ihrer Reise durch die Welt und das junge Erwachsenenleben.
Das emotionale Auf und Ab ist packend erzählt, die Reise bietet mit den verschiedenen Orten zwischen New York und Rumänien den wunderbaren Hintergrund für die Liebe, die die Charaktere noch finden muss. Und die Geschichte ist nicht 08/15, sondern endlich mal etwas anderes. Insbesondere die Dialoge zwischen Heather und Jack sind toll!

Der Humor und die Geschichte sind wirklich schön und das Buch hat mich über Stunden hinweg wunderbar unterhalten ohne dass mir zwischendrin langweilig wurde. Mehr braucht es für mich nicht!

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(121)

227 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

entführung, new york, paris, brooklyn, frankreich

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.06.2017
ISBN 9783866124219
Genre: Romane

Rezension:

Raphael und Anna wollen heiraten. Doch dann verschwindet die junge Frau nach einem heftigen Streit und ihr Bräutigam macht sich auf die Suche nach ihr. Schnell kommt heraus, dass sie nicht freiwillig gegangen ist. Schnell wird Autor Raphael klar, dass Annas Vergangenheit der Grund für alles ist. Zusammen mit seinem Nachbarn Marc, einem ehemaligen Polizisten, macht er sich auf die Suche nach Anne und deckt dabei ihre Vergangenheit auf...

Es war mein erstes Buch des Autors und sein Stil ist humorvoll, flüssig zu lesen und gleichzeitig spannend. Was mich wirklich gestört hat, war ein Logikfehler oder zumindest einer, den ich als solchen empfunden habe. Das Ende emfpand ich auch als holterdipolter, als schnell hingeschrieben, da ging jede Spannung sofort verloren.

Insgesamt fand ich das Buch spannend und leicht zu lesen, ideale Lektüre für den Herbst.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Was ich getan habe

Anna George , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei btb, 10.07.2017
ISBN 9783442715121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

David hat seine Frau umgebracht und irrt nun durch Melbourne, denn als Anwalt sucht er selbst jetzt schon die beste Strategie aus diesem Dilemma. Seine Frau liegt im gemeinsamen Haus - das Ende einer leidenschaftlichen Ehe mit mehr Tief- als Höhepunkten... So zumindest scheint es. Ich hatte die Befürchtung, dass das Buch langweilig werden könnte, wenn man von Anfang an weiß, wer der Mörder ist. Doch dem ist nicht so - denn es gibt zwei Erzählebenen. Die eine von David und die andere von seiner Frau. Denn jede Geschichte hat zwei Seiten. Als drittes gibt es noch die beste Freundin der Frau, die sich als entscheidend erweist. Das Ende hat mich begeistert, denn die Spannung bleibt bis dahin erhalten. Mir hat der Thriller von Anne George großen Spaß gemacht!

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100 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

thriller, mary kubica, falsche tränen, don't you cry - falsche tränen, verfälschte wahrnehmung

Don't You Cry - Falsche Tränen

Mary Kubica , Rainer Nolden
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959671057
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Quinns Mitbewohnerin Esther verschwindet von heute auf morgen spurlos. Quinns sorgt sich sehr und hat starke Gewissensbisse, denn sie selbst ist nicht gerade die beste WG-Kumpanin, die man sich vorstellen kann. Während Quinn nach ihr sucht, erlebt der Leser parallel eine zweite Handlung, die nicht weniger mysteriös ist... Mary Kubica hat bereits "Gone Girl" geschrieben, das Thema schein sie zu mögen. Leider ist es in diesem Buch meiner Meinung nach nicht gut genug umgesetzt. Quinn als Protagonistin ist mir zu hysterisch und egomanisch, die zweite Handlung ist mir etwas zu kryptisch und das Ende zu utopisch. Die Sprache und das hin- und herspringen zwischen den Handlungen fand ich prima, genau das macht die Spannung aus. Das Buch ist durchaus packend, aber die Schwachpunkte überwiegen leider. Mir fehlte jemand, den ich wirklich mag und für den ich mir einen guten Ausgang gewünscht hätte.

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111 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

new york, liebe, hotel, liebesroman, kim nina ocker

Nothing Like Us (Upper East Side-Reihe 1)

Kim Nina Ocker
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 06.07.2017
ISBN 9783736305656
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Lena ist 19 und hat ein Praktikum im Luxushotel WEST in New York ergattert. Sie träumt von tollen Wochen in der Patisserie, muss aber zunächst aufräumen und putzen. Dabei trifft sie den charmanten und attraktiven Sander, Erbe des Hotels. Allerdings verschweigt er Lena dieses Detail und je näher die beiden sich kommen, desto heikler wird die Situation... Mir hat die Geschichte gut gefallen, aber richtig Spaß gemacht hat mir die Sprache. Kim Nina Ocker hat eine leichte Schreibe und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen und Protagonistin Lena verhält sich genau so verrückt, wie verliebte junge Frauen das eben machen. Nicht immer klug, aber immerhin authentisch. Das und die Tatsache, dass abwechselnd aus Lenas und Sanders Perspektive erzählt wird, macht die Lektüre kurzweilig und spannend. Lena und Sander sind entzückend - jeder für sich und auch als Paar. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und man hofft als Leser für die beiden nur das Beste. Insgesamt ein tolles Buch und ich freue mich auf weitere Geschichten rund um Lena und Sander.

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(87)

214 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

thriller, geiselnahme, ethan cross, spectrum, august burke

Spectrum

Ethan Cross , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404175550
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dr. August Burke ist jung, ziemlich schlau und arbeitet für das FBI. Burke ist aber auch noch speziell, denn mit Emotionen kann er nicht so gut umgehen, Fakten sind aber genau seins. Die kann er miteinander verknüpfen wie nur wenige andere Menschen. Zusammen mit seinem Mentor Carter wird er zu einem Überfall auf eine Bank gerufen - doch das ist nur der Anfang. Burke, Carter und ihre Kollegen haben es nicht mit einfachen Bankräubern zu tun, sondern müssen sich mit Verbrechern auseinander setzen, die ihre Machenschaften weltweit ausüben... Für mich war es das erste Buch von Ethan Cross und ich bin begeistert! Die Handlung und die Charaktere sind anfangs schwer zu überblicken, werden dann aber zu einem spannenden Buch, das ich nicht mehr weglegen wollte. Burke ist ein spezieller Protagonist. Er ist Autist und die sieht die Welt anderes als Normalsterbliche. Genau das macht ihn für das FBI zu einem interessanten Ermittler und für das Buch zu einer Bereicherung. Die Art, wie seine Krankheit beschrieben und seine Talente hervorgehoben werden, ist prima gelöst. Die Handlung ist, ohne zuviel verraten zu wollen, am Puls der Zeit und die Tatsache, dass sie Realität werden könnte, kann einem schon Angst machen. Hoffentlich kommt es nie so weit. Ethan Cross hat einen Thriller geschrieben, der spannend und interessant ist. Spectrum ist als Auftakt einer Reihe gedacht und ich freue mich jetzt schon auf weitere Ermittlungen von Dr. Burke und seinen Kollegen.

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110 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

frankfurt, england, judenverfolgung, juden, kindertransporte

Solange die Hoffnung uns gehört

Linda Winterberg
Flexibler Einband: 471 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.06.2017
ISBN 9783746632896
Genre: Romane

Rezension:

Anni ist in den 1930er-Jahren Sängerin an der Frankfurter Oper und alleinerziehende Mutter von Ruth. Als sie wegen ihrer jüdischen Wurzeln nicht mehr öffentlich singen darf, will sie das als die verlassen. Doch weil ihre finanziellen Mittel begrenzt sind, bleibt ihr in der größten Not erst einmal nichts anderes, als Ruth allein mit den Kindertransporten nach England zu schicken. Anni selbst will ihr folgen, hat aber keine Möglichkeit mehr, das Land zu verlassen, als der Krieg ausbricht. Annis und Ruths Geschichte ist nur eine von Millionen, die durch den Holocaust geprägt wurde. Ich mag Linda Winterbergs Art, die Geschichten zu erzählen. Linear wird von den 1930er-Jahren bis 1950 das Schicksal von Anni und Ruth erzählt - nachdem die beiden getrennt wurden, liegt der Fokus abwechselnd auf den beiden. Als Leser wurde ich mit auf Ruths Reise genommen und musste mit Anni bangen, ob sie die sich schreckliche Nazi-Zeit überlebt. Und genau das hat mich beim Lesen gepackt. Die Charakter sind toll, insbesondere auch die Freunde und Unterstützer der beiden. Hier und da hatte die Geschichte Längen, aber das ist zu verzeihen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und jedem, der historische Rolle, der Romane mit historischem Hintergrund mag, kann ich es nur ans Herz legen.

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(35)

42 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

mallorca, liebe, sommer, rentner, elke becker

Meeresblau & Mandelblüte

Elke Becker
E-Buch Text: 236 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.07.2017
ISBN 9783732539376
Genre: Sonstiges

Rezension:

Tante Elisabeth ist tot und hat der Karrierefrau Leonie ein kleines Hotel auf Mallorca hinterlassen. Das Hotel hat Tante Lisbeth zusammen mit ihren drei vier besten Freunden nicht nur bewohnt, sondern auch betrieben. Leonie, durch krankhaften Ehrgeiz getrieben, muss nun entscheiden, ob sie das Hotel übernimmt und dafür ihre Karriere in Deutschland auf Eis legt. Das Leben auf der balearischen Insel ist anders als das in Deutschland und Leonie muss erst zu sich selbst finden, um sich darauf einzulassen. Doch das fällt ihr sehr schwer... Leonie hat mir fast schon leid getan, so war sie in ihrem Ehrgeiz und ihrem unentspannten Leben gefangen. Nur ganz langsam merkt sie selbst, dass ihr bisheriger Weg der falsche war und sie etwas ändern muss. Ab genau dem Moment ist sie sympathisch. Der Roman ist leicht und mit einer Prise Humor geschrieben, auch wenn es einen ernsten Hintergrund gibt. Die leichten Liebeselemente helfen und die örtlichen Beschreibungen sind prima. Insgesamt ist "Meeresblau und Mandelblüte" ein toller Roman für den Urlaub, der mir entspannte Stunden beschert hat.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

blandine von bülow, palermo, sizilien, richard wagner, komponist

Der Himmel über Palermo

Constanze Neumann
Fester Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.05.2017
ISBN 9783442314409
Genre: Romane

Rezension:

Blandine von Bülow ist die Stieftochter des großen Richard Wagner und reist mit ihm, ihrer Mutter und den Geschwistern nach Palermo, wo Wagner "Parsifal" erschaffen wird. Ende des 19. Jahrhunderts war die Reise dorthin schon beschwerlich, sich aber mit den vor Ort herrschenden Standesdünkeln und gesellschaftlichen Normen anzufreunden, noch schwieriger. In dem Roman "Der Himmel über Palermo" beschreibt die Autorin Blandine Zeit in Italien mit allen Aufs und Abs, mit allen Unsicherheiten und Gefühlen. So ist Blandine fasziniert von dem einen Mann, verliebt sich in einen anderen. Leider werden auch die familiären Emotionen enttäuscht. Insgesamt fehlte mir manchmal die Tiefe - man rast durch die Zeit, in der Richard Wagner seine Familie nach Italien verschleppt hat und lernt die bisher weitgehend unbekannte Blandine gut kennen. Ihre Gefühle werden aber im er nur oberflächlich beschrieben, mehr hätte da gelegentlich schon gut getan. Ein Beispiel: Richard Wagner war kein einfacher Mensch, das wird klar. Aber wie Blandine insgesamt zum großen Meister steht, wird nicht klar. Xxx hat sich weitestgehend an den historisch belegbaren Fakten orientiert - das finde ich toll. Im Epilog wird der weitere Lebensweg aller Charaktere noch kurz skizziert, auch das fand ich interessant. Für einen Roman war mir die Handlung zu sehr runter geschrieben, der Stil war zu nüchtern. Sprachlich toll, ganz ohne Frage. Insgesamt ist es aber ein spannender Einblick in das gesellschaftliche Leben Palermos Ende des 18. Jahrhunderts.

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148 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

norwegen, zweiter weltkrieg, lebensborn, kinder, krieg

Das Haus der verlorenen Kinder

Linda Winterberg
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.04.2016
ISBN 9783746632209
Genre: Romane

Rezension:

Während sich im Winter 1941 die besten Freundinnen Lisbet und Oda in deutsche Besatzungssoldaten verlieben und damit ihr beschauliches Leben an der norwegischen Küste in Gefahr bringen, freundet sich die junge Marie im Jahr 2005 in einem Altenheim mit der geheimnisvollen Betty an.

Diese beiden Begebenheiten gehören eng zusammen, auch wenn das niemand ahnt.

Lisbet und Oda werden beide ungewollt schwanger von den deutschen Soldaten und werden daraufhin von den deutschen Besatzern in sogenannten Lebensborn-Heimen untergebracht. Doch diese Heime bedeuten nicht das große Glück für die Freundinnen, sondern machen ihre ohnehin schon aus den Fugen geratenen Leben zur Hölle, die sich erst 60 Jahre später zumindest teilweise zum Guten wenden wird.

 

Das Buch hat mich gefesselt. Die beiden Zeitebenen, 1941 und 2005, sind organisch miteinander verwoben und machen die Lektüre kurzweilig. Das Thema ist, das gebe ich ehrlich zu, nichts für zart besaitete Leser. Denn die Lebensborn-Ideologie der Nazis ist ein schreckliches Konzept, menschenverachtend und herzlos. Doch die Art der Erzählung, liebevoll und mit stimmigen Charakteren, macht es wieder wett.

Besonders erschreckend war für mich, dass es die Orte, an denen die Handlung spielt, wirklich gegeben hat – sowohl die Heime in Norwegen und Wiesbaden wie auch den Heimatort der Protagonistinnen. Das macht die Geschichte und die Gefühle noch fassbarer und gleichzeitig unfassbar.

 

Ich habe noch einige Tage über die Geschichte nachdenken müssen und wünsche allen real betroffenen Frieden.

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(26)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

dänemark, judenverfolgung, malerei, 2. weltkrieg, flucht

Die Fliederinsel

Sylvia Lott
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2017
ISBN 9783734103353
Genre: Romane

Rezension:

Celia macht Urlaub in dem Haus in Dänemark, das sie auf einem alten Foto entdeckt hat. Im Haus findet sie ein wunderschönes Fliedergemälde. Ihre dänische Vermieterin Inger erzählt ihr daraufhin die Geschichte des Bildes und damit auch ihre eigene Familiengeschichte. Und die hat es in sich – Inger ist die Tochter deutsch-jüdischer Flüchtlinge, die in den 1930er-Jahren nach Dänemark flohen und hofften, Frieden zu finden. Doch dem sollte nicht so sein, denn der zweite Weltkrieg hat auch irgendwann schreckliche Folgen für die Juden in Dänemark…

 

Sylvia Lott erzählt diese tolle Geschichte auf 544 Seiten auf zwei Zeitebenen und genau dieser Sprung zwischen den Jahrzehnten macht die Lektüre kurzweilig. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, Ruth, Inger und Celia sind allesamt starke, bewundernswerte Frauen, mit denen ich gerne befreundet wäre.

 

Die Geschichte ist spannend, wenn gelegentlich durch die Härte schwer zu ertragen. Ich wurde zuweilen selbst sauer über die Ungerechtigkeiten des Krieges, ungeduldig, weil nichts klappte und habe immer mitgefiebert, dass alles ein gutes Ende nimmt.

 

Sylvia Lott hat ganz offenbar nicht nur die Umstände hervorragend recherchiert, sie hat es auch noch geschafft, eine emotional packende Handlung zu erzählen. Der Flieder zieht sich als roter Faden durch das Buch – für micht symbolisch für das Schöne, egal, wie hässlich alles drum herum ist. Ein absolut empfehlenswertes Buch für alle Fans von Geschichten mit historischem Hintergrund.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

jochen siemens, roman, droemer knaur

Besuch von oben

Jochen Siemens
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.05.2017
ISBN 9783426305904
Genre: Romane

Rezension:

Seit 22 Jahren sind die Eltern von Johannes verstorben und doch stehen sie auf einmal vor seinem Büro und wollen den Tag mit ihm verbringen. Denn sie haben einen Tag Urlaub von da, wo ihre Seelen jetzt wohnen. Johannes ist zunächst überfordert, begreift dann aber, was für ein Glück es ist, noch einmal mit den Eltern reden zu können. 
Auch wenn sowohl Johannes als auch seine Eltern blitzschnell wieder in alte Muster verfallen, haben alle auf ihre Art dazu gelernt. 

Das Buch erzählt den gemeinsamen Tag der Familie – mit jedem Zwiespalt, jeder Hoffnung und jeder Freude, die so ein unerwartetes Wiedersehen mit sich bringt. Dem Autor ist es gelungen, ein für mich realistisches Szenario unterhaltsam und zugleich tiefgründig zu erzählen. Denn man hat sich auch 22 Jahre nach dem Tod nicht nur Nettes zu sagen. Es ist nicht nur Nettes passiert. Denn nach dem Tod kommt man als Kind hinter die kleinen Geheimnisse der Eltern, die man verkraften muss. 

Die Möglichkeit, sich mit Toten auszusöhnen oder deren Handlungen durch ein klärendes Gespräch verstehen zu können – das wäre ein echter Traum für viele, den Jochen Siemens in einem unterhaltsamen Buch toll gezeichnet hat. Der Humor kommt nicht zu kurz, denn die Charaktere sind wunderbar. Die bedingungslos liebende Mutter, der manchmal schroffe Vater und der sich mit 49 immer noch zuweilen unverstanden fühlende Sohn geben ein lustiges Trio.

Ein tolles Buch, das nicht nur für diejenigen spannend sein könnte, die sich nach dieser letzten Chance auf ein Gespräch sehnen.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Vaterkind

Robert Kisch
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426305867
Genre: Romane

Rezension:

Wenn die Erwachsenen sich nicht mehr verstehen, trennen sie sich. Dass das in der Regel bedeutet, dass ein Elternteil auch auf viel Zeit mit seinem Kind verzichten muss, geht dabei leider oft unter. Der Ich-Erzähler vermisst seinen Sohn Felix sehr und beschreibt seine Gefühle und Hoffnungen eindrucksvoll in diesem Buch. All die Liebe, all die Ängste, all das Vermissen und das Genießen, wenn der Grundschüler zu Besuch ist. Andere Vätertypen, wie zum Beispiel der Hausmann, werden als Freunde oder Bekannte des Charakters ebenso vorgestellt und all das macht dieses Buch zu einer interessanten Lektüre. Neben den Gefühlen für seinen Sohn beschäftigt den Protagonisten noch eine weiteres Thema: die Einsamkeit. Seit der Trennung hatte er keine Partnerin mehr und eigentlich würde er dies gern ändern. Die Wege, die er dafür geht, sind zuweilen allerdings verzweifelt bis abstrus. Diese Ausflüge in die Partnersuche wollen nicht so recht zum Rest des Buchs passen. Insgesamt fand ich das Buch hochspannend, denn dass ein Mann so offen über seine Gefühle schreibt, ist erhellend und rührend. Ein bisschen weniger Wiederholung hätten dem Buch gut getan, sie sind aber verkraftbar.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schweden, familie, liebe, fagerlund

Triff das Glück auf halbem Weg

Jenny Fagerlund , Ulla Ackermann
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 08.05.2017
ISBN 9783956497094
Genre: Romane

Rezension:

Puh, es gibt ja Bücher, von denen man sich wegen des Klappentexts mehr verspricht.

Der Klappentext lautet: Eine Schatulle mit einer Kette und drei Anhängern: Herz, Kreuz und Schlüssel. Das ist es, was Rebecka erbt. Vom wem, weiß sie nicht. Und sie hat keine Zeit darüber nachzudenken, denn ihr Alltag als Ehefrau, Mutter von zwei Kindern und erfolgreiche Journalistin bei einer Zeitung nimmt sie in Anspruch. Vor allem im Job stehen große Herausforderungen an, denn sie hat sich auf die Stelle der Chefredakteurin beworben. Doch sie bekommt unverhofft Konkurrenz: Ihre erste große Liebe Sam kehrt nach 15 Jahren in New York nach Stockholm zurück. Und als sie herausfindet, wer ihr die Kette vermacht hat, nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung.

Der steckt schon mal voller inhaltlicher Fehler. Rebecka hat sich nicht auf die Stelle beworben, sondern hofft auf eine andere Stelle. Und vergisst dabei, sich wie eine liebende Mutter oder loyale Freundin zu benehmen. Sie sieht sich immer in der Opferrolle und ist in jeder Hinsicht uneinsichtig. Sie ist mir wirklich auf die Nerven gegangen, weil sie sich keinerlei Wendung durchlebt.

Die Geschichte um den Schlüssel spielt in den ersten drei Vierteln des Buchs keine Rolle, dabei hätte das dem Buch vermutlich sehr gut getan. Denn die ist wirklich schön.

Die eigentliche Handlung plätschert vor sich hin, die Charaktere bleiben blass und langweilig.

Leider eins der enttäuschendsten Bücher dieses Jahres für mich.

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208 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 131 Rezensionen

paris, brief, hamburg, briefe, parallelwelt

Der Brief

Carolin Hagebölling
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.06.2017
ISBN 9783423261463
Genre: Romane

Rezension:

Marie ist Anfang 30, lebt mit ihrer Freundin Johanna glücklich in Hamburg, als ein Brief ihrer Schulfreundin Christine ihr Leben auf den Kopf stellt. Denn der Brief ist nicht nur an Marie in Paris adressiert, er setzt auch noch ein ganz anderes Leben der Protagonistin voraus. Auch glücklich, aber mit einem gewissen Victor in Paris.
So harmlos es beginnt, so erschreckend geht es weiter, denn es tauchen immer neue Briefe auf - auch an Christine und Maries Eltern adressiert, angeblich von Marie geschrieben.

Marie macht sich auf den Weg nach Paris, um ihr "anderes" Leben dort zu erkunden. Und nichts bleibt, wie es war...

Auf 224 Seiten erzählt Carolin Hagebölling sehr spannend eine Geschichte über die Wahrheit oder wie schwierig es manchmal ist, herauszufinden, was das genau ist.

Als Leser ist man von der ersten Seite an mittendrin und fragt sich während der ganzen Lektüre, in welches Leben Marie gehört. Ich war hin- und hergerissen und weiß bis jetzt nicht, was ich mir für die sehr sympathische Journalistin wünsche.

Das Ende hat mich begeistert - weil ich noch eine Weile über das Buch und das Spiel mit Realitäten nachdenken konnte.

Nicht nur das Cover, halb Hamburg - halb Paris, sondern auch das wunderbare Design passen prima zur Handlung und zur allgemeinen Stimmung des Buchs. Es passt einfach alles.

"Der Brief" ist ein toller, Spaß machender Roman, der durch tolle Charaktere und eine bis ins Detail durchdachte Handlung begeistert.

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

roman, entführung, thriller, spannung

Babydoll

Hollie Overton , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442205202
Genre: Romane

Rezension:

Lily wurde vor acht Jahren entführt und von ihrem Peiniger gefangen gehalten. Bund endlich gelingt ihr die Flucht und auch ihre Tochter kann sie retten.
Sie kehrt in ihr Elternhaus zurück. Doch mit dem Ende der Gefangenschaft ist leider nicht das Ende des Leidens eingeleitet. Denn alle Familienmitglieder der Familie Riser haben in den acht Jahren, in denen Lily verschwunden war, gelitten. Allen voran ihre Zwillingsschwester.

Das Buch beschreibt sehr packend die Gedanken und Gefühle der Protagonisten - auch die von Lilys Entführer, der auch nach seiner Festnahme keinerlei Reue zeigt. Die Autorin hat sich, und das finde ich besonders spannend, dafür entschieden, abwechselnd jeweils eine Figur in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Perspektivwechsel erzeugen eine ungeheure Spannung. Die eigentliche Handlung ist minimal, wird aber durch die unterschiedlichen Blickwinkel und Gedanken enorm aufregend.

Es ist sehr spannend, die Figuren in ihrer Entwicklung zu folgen. Nicht immer findet man alles richtig, insbesondere der Täter macht einen wütend, aber die Spannung bleibt. 352 Seiten, die ich in einem Rutsch gelesen habe und sehr empfehlen kann!

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84 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

alzheimer, liebe, familie, demenz, mutter

Du erinnerst mich an morgen

Katie Marsh , Angelika Naujokat
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.04.2017
ISBN 9783453291904
Genre: Romane

Rezension:

Eigentlich will Zoe ihre Liebe zu Jamie mit einer pompösen Hochzeit krönen, doch als ein Anruf kommt, dass ihre Mutter Hilfe braucht, ergreift die Braut die Gelegenheit und läuft weg. Die Hochzeit fällt ins Wasser und Zoes Leben ist von diesem Moment ein ganz anderes. Jamie verlässt sie. Ihre Mutter, mit der sie zehn Jahre lang keinen Kontakt hatte, ist krank. Sie leidet an Demenz und obwohl bisher viele Dinge zwischen ihnen standen, kümmert sich Zoe liebevoll um ihre Mutter und muss sich gleichzeitig der Vergangenheit stellen. Der Klappentext fokussiert sich eher auf die geplatzte Hochzeit und obwohl eben die natürlich auch Thema ist, ist das beherrschende Problem in Zoes Leben die Demenz ihrer Mutter Gina. Der Autorin ist es gelungen, die Gefühle und Ängste, die man erlebt, wenn die eigene Mutter immer mehr vergisst und nicht mehr für sich selbst verantwortlich ist, gut darzustellen. Wie geht man damit um, wenn ein Pflegeheim die letzte Option ist - das schlechte Gewissen und die Traurigkeit sind ohne Pathos beschrieben uns trotzdem greifbar. Zoes Gefühle sind immer transparent, sie geht durch die Hölle, schafft es aber auch durch ihre Familie, ihre Freunde und letztlich auch Jamie, nicht unterzugehen. Und sie lernt, dass jede Geschichte zwei Seiten hat und Offenheit in Beziehungen elementar sind. Am Ende wird nicht alles gut, denn das läßt die Krankheit nicht zu. Aber es wird erträglich und dadurch bleibt der Leser zwar nachdenklich, aber nicht traurig zurück. Katie Marsh hat ein tolles und sogar in Teilen heiteres Buch über ein schwieriges Thema geschrieben, das ich gern weiterempfehle.

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38 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

spannend bis zum ende, urlaubsliteratur, www.die-rezensentin.de, westfalen, krimi

Mordkapelle

Carla Berling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453419964
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ira Wittekind ist die Karla Kolumna von Ostwestfalen – als Lokalreporterin kümmert sie sich um alles, was in Bielefeld und vor allen Dingen auf dem Land passiert. Als eine Friedhofskapelle brennt und dabei der örtliche Apotheker im Rollstuhl sitzend um s Leben kommt, kann sie ihre Spürnase nicht stoppen. Sie ermittelt, auch wenn es als Recherche für die Artikel über den Mord getarnt ist und findet am Ende raus, wer den Apotheker auf dem Gewissen hat.

 

Carla Berling hat einen tollen Krimi geschrieben, bei dem ich mich in die Figuren verliebt habe: Ira ist mal endlich keine junge, attraktive und immer charmante Protagonistin, sondern über 50 mit Falten im Gesicht und auf der Seele. Sie ist wunderbar, genauso wie die Tanten ihres Lebensgefährten, typisch ostwestfälische Damen, mit all ihren Weisheiten und Eigenheiten.

 

Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend, immer wieder wird man in die Irre geführt und rätselt mit, wer der Täter aus welchem Grund sein könnte. Die Autorin schreibt sehr angenehm und trifft genau meinen Humor, der auch nicht zu kurz kommt.

 

Freunden  guter Krimis mit leicht regionalem Flair kann ich „Mordkapelle“ nur ans Herz legen.

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219 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

thriller, haus, london, überwachung, psychothriller

The Girl Before

JP Delaney , Karin Dufner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 25.04.2017
ISBN 9783328100997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Janes Leben ist nach einem Schicksalsschlag im Umbruch und sie ist mit wenig Geld auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung. Sie findet eine - allerdings hat der etwas ominöse Vermieter das Anmieten der Hightech-Wohnung mit unzähligen Regeln versehen. Jane beugt sich dem, findet aber schnell raus, dass die Vormieterin Emma nicht nur in der Wohnung gestorben ist, sondern auch noch genauso aussah wie sie selbst.
Jane bekommt Angst und das völlig zu Recht!

JP Delaney hat ein packendes Buch geschrieben, das ich schon nach den ersten beiden Kapiteln nicht weglegen mochte.

Erzählt werden die Geschichten von Jane und Emma jeweils abwechselnd in der Ich-Perspektive. Es gibt im Stil einen Unterschied, der mich zunächst irritiert hat - in Emmas Kapiteln ist die wörtliche Rede nicht gekennzeichnet. Das ist zuweilen anstrengend, wie Emma selbst.

Wenn Emma und Jane sich auch äußerlich ähneln, so haben sie doch unterschiedliche Charaktere. Jane ist eine Kämpferin und will sich dem Wahnsinn in der Wohnung nicht einfach hingeben. Dad treibt die Handlung toll voran und macht sie spannend.

Die kurzen Kapitel machen die Lektüre kurzweilig. Das Ende ist eins der besten, die ich im letzten Jahr gelesen habe.

Empfehlung an alle Thriller-Fans!

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44 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

humor, lustig, buch, komödie, computerexperte

Ein Einhorn für alle Fälle: Ein Dirks-Diary-Roman

Caroline Brinkmann
E-Buch Text
Erschienen bei Forever, 06.03.2017
ISBN 9783958181687
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rabbit studiert BWL und als wäre das nicht traurig genug, verlässt ihr Freund Paul sie – per Textnachricht, während er neben ihr auf der Couch sitzt. Nun muss Rabbit sich eine neue Wohnung und auch einen neuen Freundeskreis suchen, denn ihre Freunde sind alle irgendwie auf Pauls Seite. Ihr neuer Mitbewohner Dirk ist das genaue Gegenteil von Paul - alles andere als cool, null interessiert an seiner Außenwirkung. Online und Offline gleichermaßen.

Dass ihr Marktwert in den sozialen Netzwerken immer weiter sinkt, wird Rabbit nach und nach klar und sie kämpft dagegen an...

Himmel, was habe ich gelacht. Caroline Brinkmanns Humor ist auf den Punkt, das Buch ist ein bunter Strauß des für viele alltäglichen Social-Media-Wahnsinns. Ich hoffe inniglich, dass in der Geschichte ein wenig künstlerische Übertreibung steckt, denn wenn die „Jugend von heute“ wirklich in diesem Irrsinn steckt, bin ich dankbar, in den 70ern auf die Welt gekommen zu sein.

Im Buch steckt noch ein Buch, nämlich ein Online-Survival-Guide ein ironischer Abriss über die verschiedenen Möglichkeiten, sich online zu präsentieren.

Viele liebevolle Details machen das Lesen unterhaltsam, so werden nicht nur die Selfie-Poster aufs Korn genommen, sondern zum Beispiel auch Blogger und Erotik-Roman-Autoren mit Profilneurosen.

Jeder, der sich über die Oberflächlichkeit des Internets und seiner Auswüchse gelegentlich zumindest wundert, wird die Lektüre dieses Buchs lieben!

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303 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 88 Rezensionen

roman, freundschaft, gail honeyman, ich eleanor oliphant, liebe

Ich, Eleanor Oliphant

Gail Honeyman , Alexandra Kranefeld
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.04.2017
ISBN 9783431039788
Genre: Romane

Rezension:

Eleanor Oliphant ist ganz speziell: ihr Leben läuft seit Jahren im immer gleichen Muster ab. Außer bei der Arbeit hat sie keinen Kontakt zu anderen Menschen. Oberflächlich betrachtet, vermisst sie auch nichts, denn Emotionen sind ihr fast fremd. Sie trinkt, einsam und alleine in ihrer Wohnung, deutlich zu viel Alkohol.
Doch dann rettet sie mehr aus Zufall einen alten Mann, der gestürzt ist und ihr Leben ändert sich.

Eleanor, soviel kann man wohl verraten, hatte keine schöne Kindheit und ihre Marotten sind das Ergebnis dieser Zeit.

Das Buch ist eine wundervolle Erzählung darüber, wie die Kindheit einen Menschen prägt und wie man es mithilfe von Freunden und liebevollen Menschen aus diesem Gefängnis ausbrechen kann, wenn nötig.

Ich habe Eleanor sehr lieb gewonnen, sie ist in ihrer Naivität entzückend und in ihrer Verbortheit manchmal anstrengend zugleich.

Die ruhige Geschichte über Eleanors Alltag und ihre Veränderung wurde dadurch spannend gehalten, dass das Rätsel, was ihr als Kind zugestoßen ist, erst am Ende gelöst wird.

Alles in allem ist "Ich, Eleanor Oliphant" ein Buch mit perfekt gezeichneten Charakteren, liebevoll erzählter Geschichte und einer ganz besonderen Hauptfigur - und damit absolut empfehlenswert!

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323 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

liebe, hamburg, krebs, werft, petra hülsmann

Das Leben fällt, wohin es will

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783404175222
Genre: Liebesromane

Rezension:

Marie ist Anfang 30, lebt in Hamburgs Schanzenviertel ein unabhängiges Leben mit viel Party und wenig Verantwortung. Sie findet das prima so, ihr Vater, Besitzer einer kleinen Werft, allerdings nicht. Als Maries große Schwester Christine an Krebs erkrankt, ändert sich Maries Leben schlagartig: Sie hilft Christine nicht nur mit den Kindern und dem riesigen Haus, sie übernimmt auch ihren Job in der Werft. Während ihr daheim Christines Zustand und die Kinder über den Kopf wachsen, nervt sie bei der Arbeit Kollege Daniel. Der ist eigentlich ganz nett und sieht auch verdammt gut aus – doch davon will Marie erst einmal nichts wissen...

Marie ist eine Chaos-Queen, man fragt sich, wie sie selbst ohne Verantwortung einigermaßen durchs Leben gekommen ist. Aber sie ist jederzeit charmant dabei, niemals nervig oder unangenehm. Sie stolpert auf den 511 Seiten von einem Fettnäpfchen und Problem ins nächste. Sie hat immer gute Intentionen, trifft aber nicht immer den Ton, den andere sich wünschen würden. Ich finde Marie super – auch, weil sie die Größe hat, Fehler zu erkennen und zuzugeben. Sie ist wunderbar und eine tolle Freundin, Schwester, Tante und Tochter.

Petra Hülsmann hat es wieder geschafft, eine entzückende Liebesgeschichte auf lustige Art zu erzählen. Ihr Humor ist ganz besonders und ihre Schreibe flüssig, alles, was man für ein paar entspannte Lesestunden braucht.
Taxifahrer Knut, den die Leser der bisherigen Petra-Hülsmann-Bücher bereits kennen, hat auch einen Auftritt und auch die Protagonistinnen der früheren Bücher finden Erwähnung. Spannend, wie deren Geschichten sich im Kopf der Autorin weiter entwickelt haben.

Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können und empfehle es von ganzem Herzen!

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55 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

liebe, bücher, liebesroman, anniedarling, buchhandlung

Der kleine Laden der einsamen Herzen

Annie Darling
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin Verlag, 09.05.2017
ISBN 9783641205836
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die letzten Jahre waren für Posy nicht einfach: ihre Eltern sind verstorben und mit Mitte 20 zieht sie ihren pubertierenden Bruder groß. Doch dann erbt sie den Buchladen, in dem sie als erklärte Liebesroman-Süchtige arbeitet. Sie plant einen kompletten Neuanfang für den wenig rentablen Laden, doch der Enkel der verstorbenen Besitzerin, Sebastian, macht ihr das Leben nicht gerade leichter. Dabei ist er oberflächlich betrachtet ein toller Mann: erfolgreich, gutaussehend und ein großes Herz hat er auch…

 

Anne Darling hat ein entzückendes Buch geschrieben, das großen Spaß macht. Sie schafft es, eine entzückende Atmosphäre rund um den kleinen Buchladen zu schaffen. Alle Charaktere sind individuell und sympathisch, jedes Detail ist wunderbar ausgedacht und stimmig.

 

Nicht nur das Cover und der Titel haben mich angesprochen, auch dass eine Bücherwurm im Mittelpunkt steht, der nicht ein totaler Nerd ist, fand ich ansprechend. Und ich wurde nicht enttäuscht!

 

Posy und Sebastian schenken sich nichts und sind beide tolle Menschen, auch wenn sie es selbst beim jeweils anderen nicht erkennen. Die Geschichte ist genau das richtige für alle Liebesroman-Liebhaber,  die es gerne voller Gefühl und mit einer Prise Humor mögen!

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91 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

london, krieg, liebe, malta, roman

Die Liebe in diesen Zeiten

Chris Cleave , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423261401
Genre: Romane

Rezension:

London und einige junge Engländer während des zweiten Weltkriegs sind die Hauptfiguren dieses Buchs. Mary North stammt aus gutem Hause und wird bei Kriegsbeginn als Lehrerin eingeteilt. Bei dieser Aufgabe, die sie hin und wieder überfordert, lernt sie Tom kennen und verliebt sich. Als sie allerdings seinen besten Freund und Mitbewohner Alistair kennen lernt, gerät alles durcheinander. Denn Hilda, ihre beste Freundin, sollte eigentlich mit Alistair verkuppelt werden.

 

Der Krieg lässt diese vier jungen Menschen nicht das Leben leben, das sie eigentlich geplant hatten. Am meisten schockiert hat mich die Darstellung des Krieges mit all seiner Unnachgiebigkeit, all seinen Grausamkeiten und ungelebten Träumen. Dies gemischt mit den vorherrschenden anderen Problemen der Zeit, wie Rassismus, macht es zum Teil wirklich erschreckend, sich in die Protagonisten hineinzuversetzen.

 

Doch Autor Chris Cleave schafft es, dass die Lektüre nicht nur düster ist und das liegt vor allem an seinem Stil. Der trockene britische Humor, der insbesondere in den Dialogen zu tragen kommt, hat mich zum Teil laut auflachen lassen.

 

Die Geschichte ist sicher keine einfache, aber die liebevollen Details, die charmanten Charaktere und der lockere Erzählstil machen dieses Buch zu einem ganz besonderen.

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