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111 Bücher, 45 Rezensionen

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649 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 104 Rezensionen

thriller, mord, zwangsgedanken, psychiatrie, wiebke lorenz

Alles muss versteckt sein

Wiebke Lorenz
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Blessing, 03.09.2012
ISBN 9783896674692
Genre: Krimi und Thriller

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147 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

thriller, tagebuch, amnesie, eifersucht, erinnerung

Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

S.J. Watson , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.09.2012
ISBN 9783596191468
Genre: Krimi und Thriller

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351 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

liebe, jugendbuch, insel, vorurteile, gewalt

Lucas

Kevin Brooks , Uwe-Michael Gutzschhahn
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2005
ISBN 9783423709132
Genre: Jugendbuch

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Robinson Crusoe

Daniel Defoe , Rufus Beck (Sprecher)
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 16.08.2007
ISBN 9783867428033
Genre: Kinderbuch

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 0 Rezensionen

zombie, endzeit, stadion, flughafen, armee

Warm Bodies

Isaac Marion
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Vintage, 01.10.2010
ISBN 9780099549345
Genre: Fantasy

Rezension:

R ist ein Zombie und der Ich-Erzähler in Warm Bodies. Er hat nur eine bruchstückhafte Erinnerung an sein menschliches Leben, denn längst hat er es aufgegeben, sich Fragen zu stellen oder sich über sein Handeln Gedanken zu machen. Tagelang steht er auf dem Flughafengelände und stöhnt nur vor sich hin – bis er auf der Suche nach Beute auf eine Gruppe Jugendlicher trifft, Perrys Gehirn isst und damit dessen Erinnerungen durchlebt. Darin spielt Julie eine wichtige Rolle, die Freundin seines Mittagessens. R rettet und beschützt Julie aus einem ihm selbst zunächst unbekannten Grund. Sie scheint das Leben selbst zu sein, ein schillernder Farbklecks in seinem bisher tristen Dasein.
Immer wieder hat er innere Dialoge mit dem verspeisten Teenager, der offenbar keine Freude mehr am Leben gefunden hatte. R dagegen fühlt sich durch Perrys erschütternde Weltsicht umso mehr aufgerüttelt. Gibt es tatsächlich keine Hoffnung mehr für die Menschheit? Sind alle dazu verdammt, nur noch dahinzuvegetieren?

Warm Bodies finde ich deshalb so genial, weil es weder eine Schnulze, noch Horror, noch typische Apokalypsen-Story ist. Die Art, wie Isaac Marion die Welt und was von ihr übrig ist, aus Rs Augen beschreibt, hat etwas Gesellschaftskritisches. Der absurde Humor, den der Zombie durchblicken lässt, ist intelligent und zeigt, dass er durchaus zu Gefühlen und gründlichem Nachdenken fähig ist.

Of course if I don't eat all of him, if I spare his brain, he'll rise up and follow me back to the airport, and that might make me feel better. I'll introduce him to everyone, and maybe we'll stand around and groan for a while. It's hard to say what 'friends' are any more, but that might be close.

R durchlebt eine faszinierende Metamorphose, die parallel zu Perrys Erinnerungen abläuft; während der Teenager in seinem Leben seine Eltern, seine Träume und schließlich seine Hoffnung verlor, erlangt R seine Fähigkeiten zu sprechen und zu fühlen wieder. Seine Verwandlung macht den unattraktiven Zombie sympathisch, auch wenn man anfangs noch dagegen ankämpfen möchte.
Auch die anderen Charaktere sind äußerst komplex und haben ihre eigene Vorgeschichte. Julie ist nicht immer der Sonnenschein, als den R sie sieht. Schnittnarben zieren ihre Handgelenke, ihre Mutter hat sie bereits an die Epidemie verloren und ihr Vater ertränkt seinen Kummer im Alkohol. Gerade diese Unvollkommenheit macht sie zu einer starken Figur im Buch. Ihre Freundin Nora hat mich mit der Art, Dinge beim Namen zu nennen, auch vollkommen überzeugt.

'So...R,' Nora says, leaning towards me. 'You're a zombie. What's that feel like?'

Als R merkt, dass er und weitere Zombies sich zunehmend verändern, müssen er und Julie einen Weg finden, auch die letzten überlebenden Menschen davon zu überzeugen, dass es eine Heilung für die Seuche gibt... Es ist also auch jede Menge Spannung zu erwarten und es gibt Gefechte zu überstehen – möglichst ohne in Einzelteile zu zerfallen.

Am Ende war ich rundum begeistert, auch wenn die Ursache des Seuchenausbruchs nie geklärt wird und es am Schluss recht fantastisch und irrational wird. Das sind neben der Frage nach dem Menschsein schließlich nur Nebensächlichkeiten.

Der deutsche Titel und das Cover sind übrigens eher abschreckend und wecken meiner Ansicht nach die falschen Assoziationen. Nur gut, dass es das Buch nun in der Filmausgabe gibt!

Englisch-Anfängern würde ich Warm Bodies nicht empfehlen, da R mit seinen Grüblereien auch oft ins Philosophische abdriftet.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

tv, fernsehen, serien, humor, jochen till

Bekenntnisse eines Serienjunkies

Jochen Till
E-Buch Text
Erschienen bei dotbooks Verlag, 29.10.2012
ISBN B00A32NY7Q
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Die längsten, außergewöhnlichsten und faszinierendsten Geschichten erzählen mir TV-Serien. Deshalb liebe ich sie so sehr, dass ich sogar ein Buch darüber schreibe."

Jochen Till konsumiert wöchentlich 14 Serienfolgen, von Breaking Bad bis zu den Simpsons, von Seinfeld bis The Walking Dead. Zu Recht bezeichnet er sich da als Serienjunkie und stellt in diesem Buch 25 seiner Favoriten vor...

Wer meint, mit seinen 4 bis 5 Serien pro Jahr schon zum eingeschworenen inneren Kreis zu gehören (wie ich), wird von Jochen eines Besseren belehrt. Denn das quietschbunte Cover täuscht; hinter diesem eBook-Deckel verbergen sich 25 Serienbeschreibungen der teils brutalsten, genialsten, skurrilsten und kultigsten Serien der letzten 25 Jahre. Dank seines außergewöhnlichen Humors, der hintergründigen Einblicke hinter die Kulissen (allein deswegen für Serienfans ein Muss) und seines gestochen scharfen Sarkasmusses trifft der Autor zumeist den Kern der jeweiligen Serie präzise und unterhält ganz nebenbei mit Anekdoten aus seinem Privatleben, die viel Selbstironie erkennen lassen.

"Dass meine letzte Lebensabschnittspartnerin während des Finales der 5. Staffel 24 Schluss gemacht hat, und ich es erst drei Tage später gemerkt habe, ist bloß ein Gerücht – in Wirklichkeit handelte es sich um die Abschlussfolge der Sopranos."

Die Auswahl der Serien wird nicht jeden begeistern und ist vermutlich eher etwas für hartgesottene, anspruchsvolle Zuschauer. Mich hat der Genremix aber vollkommen überzeugt und einige der Serien habe ich mir bereits vorgemerkt – wie etwa Breaking Bad, Oz, The Wire, Weeds, Californication und Curb Your Enthusiasm (TBBT, True Blood und The Walking Dead und Akte X kenne ich ja bereits).

Das Schöne an Bekenntnisse eines Serienjunkies ist, dass der Autor es schafft, einen daran zu erinnern, was das Serienformat so besonders macht, denn mit jeder Zeile spürt man seine einnehmende Begeisterung für seine Lieblingswerke. Wo fange ich an zu beschreiben, wie lange ich auf so ein Buch gewartet habe; ein Buch, das all der Faszination, die darin liegt, eine Serie regelmäßig anzuschauen und mit seinen Lieblingen mitzufiebern, genüge tut?

Als kleines Manko bleibt allerdings anzuführen, dass mir die Charakterbeschreibung bei den ersten paar Serien zugunsten einer eher allgemeineren Einführung des Lesers in die Serienwelt zu kurz kam. An manchen Stellen – beispielweise bei der seitenlangen Beschreibung eines Unwetters und einer Beinahe-Begegnung des Autors mit der 'Dritten Art' – hätte ich mir weniger "privat" und mehr "Serie" gewünscht, denn ab und an war der Schwenk vom eigentlichen Thema tatsächlich zu weit ab.

FAZIT
Schonungslos und voller Sarkasmus zieht Jochen seine Lieblingsserien sowie deren Einfluss auf sein Privatleben durch den Kakao – und die deutsche "Serienlandschaft" gleich mit. Achtung: Macht (serien-) süchtig! Erhöhter Serienkonsum nach Verzehr dieser Lektüre in 9 von 10 Fällen nachgewiesen! ;-)

Ich freue mich schon auf Staffel zwei!

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Tags: fernsehen, serie, serienjunkie, sucht, tv, unterhaltung   (6)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

dystopie, winterwende, science fiction, old soul, düster

So weich das Herz (Old Souls)

Julia Mayer
E-Buch Text
Erschienen bei null, 22.12.2012
ISBN B00ASCTJE8
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dieser Kurzgeschichte erfährt man einiges über die Vergangenheit von Skar und Avery und die Welt, die sie zu Flüchtlingen gemacht hat. Ave kehrt in sich und erinnert sich an ihre Familie, an die 'Winterwenden', die sie zuhause verbacht hat und den Tod ihrer Mutter. Auch Skar gewinnt für den Leser an Kontur; er hatte es in der Vergangenheit nicht so leicht wie Avery - es wird aber umso deutlicher, welche Verantwortung er für das in manchen Dingen naive Mädchen übernommen hat. Viele der Emotionen werden nicht explizit genannt, werden aber durch die Handlungen der Charaktere umso deutlicher. Ich finde das klasse!
Als Einstimmung auf den ersten Band "Die Keime" oder Ergänzung mit weiteren Einblicken einfach ein Muss.

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Tags: dystopie, kurzgeschichte, old souls, science fiction, winterwende   (5)
 

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

dystopie, flucht, new york, amerika, avery

Die Keime (Old Souls)

Julia Mayer
E-Buch Text
Erschienen bei Julia Mayer, 23.11.2012
ISBN B00ACHOFE8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im Jahr 2074 zählt die Wiedergeburt als selbstverständlich – bis zu viele Menschenseelen die Erde bevölkern und die Wiedergeburt damit bedrohen.
Nach dem Tod ihrer Mutter befindet sich Avery auf der Flucht vor ihrer eigenen Familie und den Häschern des Staates und damit auf einer Grenzlinie zwischen Kämpfen und Aufgeben. Gemeinsam mit Skar schafft sie es, den Jägern immer gerade so zu entwischen. Ohne Trost, Freunde oder den Willen, ständig so weiterzumachen, ist ihrer beide einzige Hoffnung der Wechsel zur nächsten Daseinsphase; den Splittern. Doch wie man diese erlangt, steht in den Sternen...

Das Besondere an Die Keime ist der bildhafte Schreibstil, der wirklich einzigartig ist. Durch Julias Metaphern fühlt man sich mit Leichtigkeit in die Charaktere hinein und hat das Gefühl, vor Angst und Hoffnungslosigkeit zu ersticken. Denn es ist kein heldenhafter Widerstand, den man im Buch vorfindet, sondern eine durchaus reellere Situation, in der das Gesetz des Stärkeren gilt.
Der Leser bekommt Einblick in das Innenleben vieler wesentlicher Charaktere, wodurch die unterschiedlichen Motive klarer werden. Dass man im Vorhinein allerdings nicht weiß, in wessen Kopf man sich gerade befindet, empfand ich anfangs als verwirrend. Man muss sich dann erstmal bewusst machen, dass die Perspektive gewechselt hat und es als Entdeckungsprozess betrachten. Vielleicht hätte das besser gelöst werden können.

Die Charaktere jedoch sind mir alle sehr nah gekommen, vielleicht gerade weil Avery nicht viel von den Anderen erwartet und sich auch mit Skar nicht auf einer Wellenlänge zu befinden scheint. Aus dem Grund war ich umso angenehmer überrascht über die zwei, drei Begegnungen, die sich doch als etwas wie Freunde herausstellten.
Was die beiden Hauptprotagonisten angeht – es wird angedeutet, dass sie mehr gemeinsam haben als den Fluchtgedanken, vielleicht sogar aus beider früherer Leben, aber gerade Skar ist so störrisch und abweisend, dass man ihm am liebsten an die Gurgel gehen möchte. Wer also eine zarte Romanze erwartet, muss enttäuscht werden. In diesem ersten Band sind es die kleinen Augenblicke und Gesten, mit denen sich der Leser zufrieden geben muss.

"Geht es dir gut?" Er zuckt mit den Schultern, reicht die Zigarette an mich weiter und ich nehme meinerseits Rauch in mich auf, schmecke Bitterkeit auf meiner Zunge, lasse alles wieder gehen.
"Danke." Seine Lederjacke ist kalt, als er sie mir über die Schultern legt.

Gleich zu Beginn der Erzählung steckt man in Averys Haut und erlebt was es heißt, um sein Leben fürchten zu müssen. Danach ebbt die Spannung etwas ab und der Leser lernt mehr Charaktere sowie die Welt kennen, in der diese leben. Die Handlung nimmt erst wieder richtig an Fahrt auf, als Avery und Skar gegen Ende des Buches ins Zentrum von New York aufbrechen, wo sie sich erhofft, sich an mehr als nur Bruchstücke aus ihren Träumen erinnern zu können und damit vielleicht zum Splitter zu werden. Denn zwischendrin finden sich immer wieder Erinnerungsfetzen aus früheren Leben von Avery, Skar und Cash, die ebenfalls für Verwirrung im Lesefluss sorgen. Die tiefere Bedeutung hinter all dem, nämlich das Bewusstsein, früher ein anderes Leben gelebt, andere Sünden begangen oder Verpflichtungen hinterlassen zu haben und den damit einhergehenden Zwiespalt der Personen fand ich allerdings ziemlich faszinierend.
Grundsätzlich blieben leider noch viele Fragen unbeantwortet. Warum werden die Keime gejagt, wo sie doch selbst Wiedergeburten sind? Welche Rolle werden Cash, Eliza und Ruben spielen? Wird Avery wirklich sicher sein, wenn sie die nächste Phase erreicht? Am Ende von Die Keime ist klar, dass dieses Buch keinesfalls für sich alleine stehen kann.

Das Buch ließ mich ein wenig zwiegespalten zurück. Julias Debütroman ist trostlose, mit viel Bildsprache angehauchte Science Fiction wie ich sie gern lese, was aber sicherlich nicht jedem liegen wird. Da Die Keime zudem der erste von acht Bänden ist, verstehe ich das Buch mehr als Einleitung zur eigentlichen Geschichte. Ich hätte mir insgesamt mehr Fortschritt im Handlungsverlauf und mehr Antworten gewünscht und bin daher mehr als gespannt auf Band 2.

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Tags: drogen, dystopie, hassliebe, philosophie, wiedergeburt   (5)
 

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135 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

italien, mafia, familie, vergewaltigung, camorra

Der Duft von Erde und Zitronen

Margherita Oggero , Peter Klöss
Fester Einband: 312 Seiten
Erschienen bei DVA, 09.05.2012
ISBN 9783421045539
Genre: Romane

Rezension:  
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(760)

1.195 Bibliotheken, 28 Leser, 8 Gruppen, 158 Rezensionen

england, pilgerreise, krebs, liebe, freundschaft

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Rachel Joyce , Maria Andreas
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 16.05.2012
ISBN 9783810510792
Genre: Romane

Rezension:

Eines Tages bekommt der pensionierte Harold einen Brief von seiner einstigen Arbeitskollegin und Freundin Queenie zugeschickt. Sie ist unheilbar an Krebs erkrankt und liegt im Norden von England im Sterben. Unangenehm berührt von ihrem Abschied verfasst Harold eine Antwort aus zwei Sätzen und bringt diese zum Briefkasten.
Am Briefkasten angekommen merkt er jedoch, dass seine paar Zeilen nicht genug sind und er bringt es nicht über sich, die Postkarte einzuwerfen. Daraufhin geht er zum nächsten Briefkasten und wieder zum nächsten, bis er schließlich tagelang durchmarschiert. So beginnt Harolds über 1000 Kilometer lange Reise quer durch England, mit der er Queenie am Leben erhalten möchte.

»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.«

Mit der Postkarte in der Hand, einem paar Segelschuhe und der wasserdichten Jacke zieht Harold los und sagt sich, er kann jederzeit umkehren. Nur dass er es nicht tut. Denn auf dem Weg trifft er viele Menschen, jeder mit einer persönlichen Geschichte und eigenem Leidensweg. Manchmal verlässt ihn der Mut und manchmal seine Gesundheit. An anderen Tagen inspiriert er die Menschen die er trifft und er fühlt sich, als wäre er es ihnen schuldig, weiterzumachen. Vor allem ist Harolds Reise aber eine Reise in die eigene Vergangenheit und Queenie nur der lang ersehnte Auslöser für den Ausbruch aus seinem Alltag.

Harold ist dem Leser nicht vom ersten Augenblick an sympathisch. Während er Tag um Tag zu Fuß unterwegs ist, erinnert er sich an lange Vergessenes und die Dinge, die er im Leben falsch gemacht zu haben scheint. Da wäre seine gescheiterte Ehe mit Maureen, mit der er seit zwanzig Jahren nur noch Belanglosigkeiten austauscht. Von seinem Sohn David hat er sich entfremdet und Queenie, seine einzige Freundin, hat er vergessen. Harolds Leben breitet sich vor ihm aus, je länger er läuft. Doch nach und nach merkt er, dass er nicht der Einzige ist, der Irrwege gelaufen ist – auch andere Menschen tragen ihre Lasten mit sich. Letztendlich sind diese Augenblicke in seinem Leben wie die Städte, an denen er vorbeiläuft; eine jede für sich unbedeutend und alltäglich, aber zusammen sind sie ein Teil von etwas, das größer und wichtiger ist.

Sie glaubten an ihn. Sie hatten ihn in seinen Segelschuhen angesehen, hatten zugehört, was er sagte, und hatten mit Herz und Verstand beschlossen, das Offensichtliche zu ignorieren und an etwas Größeres und unendlich Schöneres als das real Sichtbare zu glauben.

Der Roman ist keineswegs eine Moralpredigt oder eine Wundergeschichte und hat auch wenig mit Religion oder Glauben zu tun. Manche Begegnungen und Szenen haben eine bewusst ungewollte Situationskomik inne – wie etwa die mit dem berühmten Schauspieler, den Harold zunächst beneidet, bis dieser ihm alles über sein verpfuschtes Leben erzählt. Die manchmal schrullige Unbeholfenheit Harolds und die naive Schreibweise machen ihn so überaus liebenswürdig, dass man ihm am liebsten unter die Arme greifen und dazu anspornen möchte, das Ünmögliche zu schaffen.

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ist eine ungewöhnlich berührende Erzählung von einem gewöhnlichen Mann, der unbewusst Großes leistete. Der Roman ist eine wundervolle Parabel auf das Leben mit seinen Höhen und Tiefen. Dieses Buch ist ein Goldstück.

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Tags: alter, england, reise, selbstfindung, vergangenheit   (5)
 

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(63)

121 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 15 Rezensionen

vampire, zimtschnecken, dämonen, vampir, fantasy

Atem der Nacht

Robin McKinley , Angela Koonen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Lübbe
ISBN 9783404163489
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der kurze Klappentext und das Cover lassen auf eine düstere Geschichte hindeuten, was jedoch nicht ganz so ausfiel, wie ich mir vorstellte. Das Buch lässt sich irgendwo zwischen Gilore Girls und True Blood ansiedeln – hat zum einen eine recht liebenswürdige und in sich gekehrte Hauptprotagonistin und spielt zum anderen in einer Welt, in der Magier, Gestaltwandler und Vampire zum Alltag gehören.

Rae bäckt leidenschaftlich gerne Zimtschnecken bei Charlies. Die junge Frau ist weder besonders mutig, noch extrovertiert, deshalb ist sie sehr genügsam und das Café ihres Stiefvaters und dessen Besucher sind ihre ganze Welt.
Eines Abends macht sie einen Ausflug an den See, um für sich zu sein, und wird von einer Gang von Vampiren gefangen genommen. Die ketten sie in einem Raum mit einem Vampir zusammen an, für den sie als Mahlzeit dienen soll. Doch Con ist standhafter als seine Peiniger ihn einschätzen. Gemeinsam mit Rae gelingt ihm die Flucht. Von da an haben die beiden nicht nur einen gemeinsamen Feind und Verfolger, es verbindet sie auch ein gewisses Band der Freundschaft.
Mehrere Monate lang versucht Rae zu leugnen, dass sie jemals in Gefahr schwebte, doch die SOF bleibt ihr auf den Fersen (Gemeinschaft zum Schutz der Bürger vor den 'dunklen Wesen'), zumal sie nun dank ihre Magier-Herkunft besondere Fähigkeiten zu entwickeln scheint. Doch dann wird deutlich, dass der Vampir-Meister, der Con vernichten will, es auch auf sie abgesehen hat.

Sunshine ist eine Mischung aus Kleinstadtidylle und blutigem Horror, was nicht jeden Leser begeistern wird. Mit dem ungewöhnlichen Schreibstil und den eigenen Charakteren ist es eine Ode an die Gegensätzlichkeit und spielt mit den Erwartungen, die man an einen Vampir-Roman hat.

Die Geschichte beginnt in einem ganz gewöhnlichen Örtchen und ufert in eine von Fantasyelementen und -figuren beherrschte Welt, die mit jeder Seite neue Überraschungen birgt, die ausführlich beschrieben werden, aber die Geschichte meist nicht voranbringen.
Vor allem Raes Monologe sind dermaßen ausufernd, dass man schnell die Geduld verliert. Mitten im Dialog beginnt sie seitenweise von irgendwann stattgefundenen Ereignissen zu erzählen, sodass es schwer ist, den Faden nicht zu verlieren. Gestört hat mich zudem der fehlende Kampfwille der Protagonistin. Sie ergibt sich bereitwillig ihrem Schicksal und wenn sie sterben sollte, dann ist es eben so. Vielleicht liegt das einfach an ihrem Charakter, denn sie nimmt die Dinge wie sie sind und weiß um ihre Vergänglichkeit und somit auch um ihre Kostbarkeit.

Ungewöhnlich an Rae ist ihre Begeisterung für Zimtschnecken und Gebäck. Obwohl ihr Alltag durch Routine bestimmt ist, geht sie immer pflichtbewusst um 4 Uhr morgens zur Arbeit, um den Teig vorzubereiten und all die Besucher zu bedienen, die tagein, tagaus bei Charlies essen.

Wer mit Con einen sympathischen, sexy Vampir und eine aufregende Romanze erwartet, hat sich mächtig geschnitten. Er ist vermutlich der abstoßendste Vampir, der mir jemals in einem Buch begegnet ist und mit seiner stoischen Art das absolute Gegenteil zu Rae, die oftmals recht unbeholfen wirkt. Wer kann auch einen Untoten mögen, dessen Haut an alte Pilze erinnert und dessen Stimme einem einen Schauer über den Rücken jagt? Nichtsdestotrotz trägt diese ungewöhnliche Bindung der beiden die Erzählung, denn die Autorin gibt sich viel Mühe, ihre gegenseitige Andersartigkeit deutlich zu machen.

Natürlich muss man das Ganze mit Humor sehen, und wirklich lieben tun das Buch sicher nur Leute, die in den Details und in dem absurden Humor aufgehen und gerne das Besondere in einem vergänglichen Augenblick sehen.

Ich kann mich nicht ganz entscheiden, ob ich das Buch ob seiner Andersartigkeit einfach genial finden oder mich über Raes langatmige, sinnlose Monologe ärgern soll – zumal es für solch detaillierte Beschreibungen keine Grundlage gibt, denn das Buch ist ein Einzelband. Sunshine ist schwer einzuordnen und ganz sicher kein Mainstream. Wer gerne ein bisschen andere Bücher liest, für den lohnt sich eine Leseprobe auf jeden Fall.

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Tags: indie, vampir, zimtschnecken   (3)
 

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

zeitreise, dschungel, spanier, expedition, zeitmaschine

Incognita

Boris von Smercek
Flexibler Einband: 397 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 13.11.2007
ISBN 9783404157808
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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141 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 15 Rezensionen

thriller, mord, kinderhandel, rückführung, wiedergeburt

Das Kind

Sebastian Fitzek ,
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.12.2007
ISBN 9783785735213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Simon, ein zehnjähriger krebskranker Junge, vertraut sich dem Strafverteidiger Robert Stern an, doch was er erzählt und wohin er ihn führt, bringt den depressiven Mann in ungeahnte Schwierigkeiten. Simon glaubt nach einer 'Rückführung' felsenfest, dass er ein wiedergeborener Mörder ist. Die Leichen, zu denen er Robert führt, bestätigen seine Aussagen – doch die Männer wurden allesamt vor der Geburt des Jungen ausgeschaltet. Zudem waren sie gefährliche Verbrecher.
So unglaublich die Geschichte für Robert klingt – für jemand anderen bedeutet es alles, den wahren Mörder zu finden. Robert wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert und dazu erpresst, bei der Sache mitzumischen. Und dann kündigt Simon einen weiteren Mord an...

Mein erster Fitzek hat mich sehr überrascht und mitgerissen. Ich mochte die lebensechten Charaktere und die übersinnliche Komponente. Man fragt sich bis zum Schluss, wie sich Simons angebliche Wiedergeburt in einem sachlichen Thriller rational erklären lässt und obwohl ich mir sicher war, dass es am Ende eine logische Erklärung geben muss, ertappte ich mich dabei, wie ich hoffte, dass der Junge sich nur täuscht. Denn nicht nur erinnert Simon Stern an seine Vergangenheit, er schleicht sich auch langsam in das Herz des Lesers/Hörers.
Damit steht er natürlich im Mittelpunkt des Geschehens und ist das wichtigste Puzzleteil. Doch auch Stern, die Krankenschwester Carina, und Sterns ehemaliger Mandant Andi spielen eine wesentliche Rolle und sind tolle Charaktere, an die man sich schnell gewöhnt.

Ungekürzt, mehr als 30 Sprecher, eigens komponierte Musik und original Berliner Atmosphäre: Das Hörspiel zum Thriller-Bestseller "Das Kind" setzt neue Maßstäbe!
Quelle: audible.de

Das Wesentliche bei diesem Hörbuch ist jedoch die akustische Erfahrung. Tatsächlich mag ich keine Hörbücher mit akustischer Untermalung, aber bei diesem stimmt einfach alles. Die durch Musik, Betonung und Geräusche geschaffene Atmosphäre ließ bei mir einen sehr realen Film vor dem inneren Auge ablaufen. Sehr gelungen und absolut empfehlenswert, gerade als Hörbuch!

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Tags: buchverfilmung, rückführung, seelenwanderung, wiedergeburt   (4)
 

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(1.916)

2.921 Bibliotheken, 48 Leser, 4 Gruppen, 226 Rezensionen

computerspiel, jugendbuch, thriller, sucht, erebos

Erebos

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 06.06.2011
ISBN 9783785573617
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon lange stehen die Bücher von Ursula Poznanski auf meiner Agenda, aber erst jetzt konnte ich endlich eins lesen und muss mich schließlich allen begeisterten Rezensenten anschließen...
Erebos ist ein fesselnder, moderner Jugendthriller, der sich mit Leichtigkeit in die Welt der Jugendlichen integriert. Dabei bleibt die Handlung durchweg realitätsnah und spannend.

Seit einigen Tagen werden im Geheimen CDs an Nicks Schule herumgereicht, aber keiner möchte etwas darüber erzählen. Als er schließlich selbst eine bekommt, steigt er damit vollkommen in die Welt von Erebos ein. Das Spiel kennt nicht nur seine Ängste und Sehnsüchte, es greift auch immer mehr in seine Wirklichkeit ein, sodass Nick den Blick für die reale Welt verliert, sich von seinen Freunden und Schulpflichten distanziert und nur noch für die Spielewelt lebt. Als sein bester Freund, der sich zuvor gegen Erebos ausgesprochen hatte, einen Unfall erleidet, dämmert Nick, wie gefährlich es ist, wenn Realität und Fantasie sich mischen...

Das Buch war zunächst nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte – im Positiven. Erebos handelt nicht von spielesüchtigen Computer-Nerds, die am PC sitzen und zocken. Die Jugendlichen sind allesamt vollkommen durchschnittlich und gehen auf eine normale Schule, bis das Spiel in ihre Hände gerät. Ab da taucht man mit Nick zusammen in eine parallele Fantasy-Spielewelt ein und erlebt wie ein stiller Beobachter seine Abenteuer mit und sieht ungläubig zu, wie er und weitere seiner Mitschüler sich zunehmend abkapseln.

"Weißt du, Nick", sagte er, "Mr Watson hat recht, fürchte ich. Er glaubt, dass in unserer Schule etwas Gefährliches die Runde macht, und seit eben glaube ich das auch."

Dass sein Freund Jamie und Emily, in die sich Nick verliebt hat, eine Art Gegeninitiative starten, lässt ihn seine Barrikaden nur verstärken. Dabei bleiben seine Motive und die Art, wie er sich von Erebos abhängig fühlt, durchgehend nachvollziehbar. Mit seiner viel stärkeren und mutigeren Identität im Spiel schafft er schließlich vieles, was sich im wahren Leben nicht bewerkstelligen lässt – zudem belohnt ihn das Spiel und bestraft ihn, wenn er gegen die Regeln verstößt. Und geht resolut gegen seine Gegner vor, was Nick am eigenen Leibe erkennen muss.

Was kann sie denn, die Realität? Hungrig machen, durstig, unzufrieden. Sie verursacht Schmerzen, sie schlägt mit Krankheit um sich, sie gehorcht lächerlichen Gesetzen. Vor allem aber ist sie endlich.

Bis zum oben erwähnten Wendepunkt zweifelte ich stark, ob ich Nick noch sympathisch finden kann – so unerträglich wird er. Schließlich bekommt seine Welt einen Riss, durch den er einigermaßen wieder klar sehen kann. Die Spannung steigt ab diesem Zeitpunkt beinahe noch an, denn Nick muss nun hinter das Geheimnis des Spiels kommen, um es besiegen zu können.
Das Ende schließt mit einer Zusammenführung der Handlungsstränge ab, die vorher angerissen wurden, enttäuscht dadurch aber keinesfalls. Im Gegenteil hatte ich den Eindruck, dass der Schluss auf angenehme Art komplett ist, weil keine Fragen offen bleiben.

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Tags: coming of age, computerspiel   (2)
 

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(45)

71 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

webcam, internet, thriller, ddr, mord

Unsichtbare Blicke

Frank Maria Reifenberg
Flexibler Einband: 395 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.03.2012
ISBN 9783499216176
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Unsichtbare Blicke" ist ein gutes Beispiel dafür, warum ich ungern diese typischen Krimi- und Thriller-Stories lese, in denen meist ein oder zwei Ermittler einem Killer auf der Spur sind und ihm zuvorzukommen versuchen.

Inhalt
Stella und ihr japanischer Kollege Miki suchen nach dem Mörder der Mädchen, der seine Signatur in Form einer Zahl bei ihnen hinterlassen hat; 011 und 013. Beide wurden nicht geschändet und nicht am Fundort umgebracht, sondern vorher ertränkt. Eine Gemeinsamkeit ist, dass beide adoptiert wurden, aber ob sie das weiterbringt?
Josie ist ein eher in sich gekehrtes Mädchen. Sie arbeitet im Altenheim und darf nur selten ausgehen, denn ihre Eltern sind recht streng mit ihr. Dennoch gibt es zwei Männer in ihrem Leben; Felix, mit dem zusammen sie in einen Busunfall gerät und sie sich einander näher kommen. Und Geronimo, ihren Chat-Freund, dem sie sich seit Monaten anvertraut.
Als Josie sich schließlich für Felix entscheidet, weiß sie, dass sie keinen Kontakt mehr zu Geronimo haben kann. Doch als dieser austickt und ihr private Fotos aus ihrem Zimmer schickt – Josie wie sie sich eincremt, im Morgenmantel und sogar von ihr und Felix auf der Klassenfahrt –, weiß sie, dass er äußerst gefährlich ist.

"Vielleicht setzte sie sich noch ein, zwei Minuten auf die Bettkante, weit oben, direkt neben dem Nachttisch, manchmal tat sie es, dann hatte er sie voll im Bild, er liebte es, wenn sie dort sitzend vor sich hin starrte, mit weit aufgerissenen Augen. Sie wirkte so unverstellt in diesem Moment, vielleicht wartete sie darauf, dass der Rest eines Traums verklang."

Der Schreibstil hat mich von vorneherein gefangen gehalten. Mal distanziert, dann wieder kalt und fast gruselig klar formuliert Reifenberg so, dass man unweigerlich nach jedem Bisschen Wärme zwischen den Zeilen sucht, die jedoch knapp bemessen ist. Die Perspektive wechselt zwischen der von Josie, Stella, dem Täter in der Gegenwart und seinen Rückblenden, die dem Leser viel über ihn als Menschen verraten.

Die Story an sich ist gut – als Inspiration diente dem Autor ein echter Fall, bei dem ein Mann unbemerkt 100 Mädchen über ihre Webcam beobachtet hatte. In Unsichtbare Blicke empfand ich diesen Part aber nicht einmal als wesentlich, da die Beobachtung für den Täter nur Mittel zu einem bedeutenderen Zweck darstellt. Viel passender hätte ich gefunden, aus dem Stoff eine Stalker-Paranoia-Geschichte zu stricken, bei der die Auswirkungen der Beobachtung auf die Psyche des Opfers deutlich werden. So kamen mir im Laufe der Geschichte einige Dinge unvollkommen vor.

Am meisten gestört hat mich jedoch das Hierarchie-Gerangel zwischen den Ermittlern und Polizisten – was ich bereits aus vielen (schlechten) Thrillern und Krimis kenne. Könnte ein Stilmerkmal sein, um dem Leser die Ahnungslosigkeit bzw. fehlende Betroffenheit vor Augen zu führen – mir macht es die Charaktere immer extrem unsympathisch. Zumal auch noch die "Landbevölkerung" als dermaßen dümmlich dargestellt wird.

Alles in allem eine nette Idee, aus der sicher mehr hätte herausgekitzelt werden können und die mich persönlich wegen der überheblich auftretenden Ermittler sehr angestrengt hat. Die Schreibweise allerdings nimmt den Leser gefangen und macht vieles wieder wett.

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Tags: adoption, cybercrime, stalker, thriller, voyeurismus, webcam   (6)
 

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293 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 44 Rezensionen

endzeit, sohn, vater, apokalypse, tod

Die Straße

Cormac McCarthy , Nikolaus Stingl , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.06.2008
ISBN 9783499246005
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: endzeit, umweltkatastrophe   (2)
 

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1.770 Bibliotheken, 36 Leser, 7 Gruppen, 278 Rezensionen

krebs, liebe, tod, freundschaft, krankheit

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2012
ISBN 9783446240094
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hazel ist 16 und ihre Tage sind gezählt, denn sie hat Krebs. Da sie mit der Sauerstoffflasche, die sie ständig mit sich führen muss, selten aus dem Haus geht, überredet ihre Mom sie zu einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche. Dort lernt sie Gus kennen, dem das Bein amputiert wurde und seine Heilungschancen daher bei 80% liegen, und die beiden verlieben sich. Hauptsächlich wegen Hazels folgendem Monolog:

"Es kommt die Zeit, da es keine Menschen mehr gibt, die sich erinnern können, dass je irgendwer von uns existiert hat oder dass unsere Spezies je irgendwas geleistet hat. Dann ist keiner mehr da, der sich an Aristoteles oder Kleopatra erinnert und erst recht nicht an dich. Alles, was wir getan oder gebaut, geschrieben, gedacht oder entdeckt haben, alles wird vergessen sein."

Dass dieser kurze Abschnitt Wahnsinn ist, dachte ich mir auch. Mit ein Grund, warum ich so gerne Endzeit-Geschichten lese ;-) Aber das ist nicht das Einzige, was Hazel beschäftigt, denn sie hat ein ganz besonderes Liebslingsbuch, das ebenfalls von einem krebskranken Mädchen handelt, das aber mittem im Satz–
Genau! Und deshalb möchte sie den Autor liebend gerne persönlich treffen, um den Ausgang der Geschichte zu erfahren.

Dass John Green wunderbar bedeutende Dinge schreiben kann, erfuhr ich in Margos Spuren und ich finde nach wie vor, dass Das Schicksal ist ein mieser Verräter da nicht ganz rankommt. Obwohl es anscheinend der erste Roman ist, dessen Hauptprotagonistin nicht ein unerreichbares Ideal verkörpert, hat sich das Buch in der Mitte etwas dahingezogen und ich wusste nicht so recht, worauf der Autor hinaus möchte. Am Ende fügt sich das Gesamtbild dann und bis dahin habe ich mich an den zahlreichen kleinen Momenten, den irre witzigen und berührenden Szenen und den glaubhaften Charakteren erfreut.

Das mag für den ein oder anderen nach einem rührseligen und mitleidheischenden Buch klingen – ist es aber nicht. Das Schicksal ist ein mieser Verräter beginnt ganz leise, wächst dann an seinen Protagonisten, dem Witz und der in dem Schreibstil widergegebenen Lebensweisheit und -ironie.

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Tags: krankheit, krebs, tod   (3)
 

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pest, saarland, schatzsuche, historischer roman, dreißigjähriger krieg

Das Pestzeichen

Deana Zinßmeister
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2012
ISBN 9783442476398
Genre: Historische Romane

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jugendbuch, westside story, pferdezucht

The Wild Ones

M. Leighton
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 30.07.2012
ISBN 9781478334378
Genre: Sonstiges

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Tags: jugendbuch, pferdezucht, westside story   (3)
 

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evolution, insel, wissenschaft, thriller, biologie

Biosphere

Warren Fahy , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 495 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 20.04.2010
ISBN 9783499252426
Genre: Historische Romane

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Tags: bio-thriller, evolution, insel   (3)
 

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zeitreise, liebe, 50er jahre, 50iger jahre, zeitreisen

Zeitreisen für Anfänger

Sharon Griffiths , Karin König
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 10.05.2011
ISBN 9783596183937
Genre: Romane

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Tags: 50-er jahre, england, nachkriegszeit, zeitreisen   (4)
 

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roboter, apokalypse, science fiction, krieg, überleben

Robocalypse

Daniel H. Wilson , Markus Bennemann
Flexibler Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 08.09.2011
ISBN 9783426226001
Genre: Science-Fiction

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Tags: apokalypse, humanoid, roboter, scifi   (4)
 

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banshee, tod, rachel vincent, soul screamers, fantasy

Soul Screamers - Mit ganzer Seele

Rachel Vincent , Alessa Krempel
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.10.2011
ISBN 9783899419467
Genre: Fantasy

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Tags: fantasy, sagen & mythen, seelenbeschwörung   (3)
 

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paris, lektor, autor, restaurant, buch

Das Lächeln der Frauen

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer , Andreas Fröhlich , Stefanie Stappenbeck
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio bei Hörbuch Hamburg HHV GmbH, 13.07.2011
ISBN 9783869520872
Genre: Romane

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insel, flugzeugabsturz, altersunterschied, überleben

On The Island

Tracey Garvis Graves
E-Buch Text: 334 Seiten
Erschienen bei Penguin, 28.05.2012
ISBN B008846BR6
Genre: Sonstiges

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Tags: altersunterschied, flugzeugabsturz, insel, überleben   (4)
 
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