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276 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

familie, freundschaft, frauen, liebe, mütter-mafia

Die Patin

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.03.2014
ISBN 9783404170302
Genre: Romane

Rezension:  
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637 Bibliotheken, 8 Leser, 7 Gruppen, 47 Rezensionen

erbe, familie, trauer, liebe, witwe

In Wahrheit wird viel mehr gelogen

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.03.2011
ISBN 9783404165520
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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687 Bibliotheken, 8 Leser, 4 Gruppen, 31 Rezensionen

liebe, nicholas sparks, flucht, roman, familie

Wie ein Licht in der Nacht

Nicholas Sparks , Adelheid Zöfel
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.02.2013
ISBN 9783453410534
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: gewalt in der ehe, neuanfan, neues glüc   (3)
 

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54 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

liebe, kragen, vergangenheit, historisch, mode

Aimées geheimer Wunsch

Kelly Doust , Cornelia Röser
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.05.2017
ISBN 9783462049879
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt: 

1891 steht die 27-jährige Aimée kurz vor der Zweckheirat mit dem deutlich älteren, ihr so gut wie unbekannten Bernard. All ihr Gefühlschaos legt sie in die Gestaltung eines kostbaren Kragens, der sie im einstigen Hochzeitskleid ihrer verstorbenen Mutter künstlich zum Strahlen bringen soll. Über 120 Jahre später findet Maggie das opulente Accessoire in einer Kiste mit Stücken, die sie bei einer Auktion in dem Auktionshaus, für das sie arbeitet, für sich selbst ersteigert hat. Frisch befördert, bekommt sie bei einer Fernsehsendung Gelegenheit, ihre Begeisterung für alte Kostbarkeiten mit der Öffentlichkeit zu teilen ... und ruft dabei eine ältere Dame auf den Plan. Diese meint nämlich, das Schmuckstück, das auch Maggie für eine Art Kopfbedeckung hält, habe einst ihr gehört. Nun will sie mehr darüber erfahren, und die junge Auktionatorin begibt sich auf Spurensuche ... 


Meine Meinung: 

"Aimées geheimer Wunsch" ist Kelly Dousts Debütroman. Von Mode und Kreativem begeistert, verpackt sie darin ihr eigenes Interesse an alten Dingen - mit der im Originaltitel "Precious things" angedeuteten Botschaft, dass die wirklichen Kostbarkeiten nicht immer die sind, die unmittelbar ins Auge fallen. Gewiss trifft sie thematisch einen Nerv, denn Sendungen zwischen Kitsch, Krempel und echten Raritäten sind im Trend.

Der deutsche Titel "Aimées geheimer Wunsch" leitet gewissermaßen fehl, da er uns besagte Aimée als DIE Hauptfigur suggeriert, sie aber "nur" ein Teil einer Episode ist. Quasi einer der Spannringe des Romanstickrahmens - ob nun der äußere oder innere sei dabei dem subjektiven Leserempfinden überlassen. Das Stickbild jedenfalls erscheint vor unseren Augen unvollendet.

Dousts Roman umfasst mehrere Episoden, die den jeweiligen BesitzerInnen des von Aimée reich bestickten Kragens gewidmet sind. Angefangen bei Aimée in der Normandie reist das modische Detail sogar bis nach Asien, gelangt ans Mittelmeer und entfernt sich wieder ein Stück, bevor es am Boden einer Kiste im England der Gegenwart der Auktionatorin Maggie in die Hände fällt. Maggies Geschichte bildet nun den zweiten Ring des Stickrahmens. Dazwischen: episodische Rückblenden, die mal personal, mal in Ich-Perspektive erzählt und eben mal mehr, mal weniger interessant sind.

Als Kontrastprogramm zu Aimée, die wir quasi als "alte Jungfer", kleingehalten, fast schon eingesperrt in ihrem maroden Schloss mit gutem Namen, kurz vor dem Altar kennenlernen, bevor sie erst am Ende des Romans noch einmal zu Wort kommt, ist Maggie eine moderne Frau mit typischen modernen Frauenproblemen. Auf den ersten Blick scheint alles ganz heimelig. Guter, verständnisvoller Mann (sogar mit kleinem Bäuchlein), süße fünfjährige Tochter, nettes Häuschen, ein Job, der Spaß macht. Nicht übertrieben idyllisch, sondern sehr menschlich und nachvollziehbar. Aber da sind auch noch eine Stieftochter aus einer früheren Beziehung des Mannes und der unvermeidliche Spagat zwischen Job und Familie. Wir erleben mit, wie Maggie morgens zur U-Bahn hastet, sich mit ihrem Kindergartenkind reibt, weil sie zu wenig Zeit mit ihm verbringt, sehen sie hilflos im Umgang mit der pubertierenden Stieftochter und gleichzeitig vor Leidenschaft sprühend, wenn es um alte Dinge geht. Und über allem schwebt noch ein schweres Päckchen Vergangenheit (voller Missverständnisse), das es zu bewältigen gilt.

So einfühlsam Kelly Doust sich ihrer Protagonistin Maggie auch nähert, so sehr misslingt es ihr doch auch, ihre Geschichte trotz ihres Unterhaltungswertes durchgehend mitreißend zu erzählen. Immer wieder lässt sie Maggie in Gedanken verharren und über Vergangenes reflektieren, sobald ein alte Gegenstand ins Blickfeld rückt, über den dann philosophiert wird, ohne dass die Handlung nennenswert vorangetrieben würde. Trotz ausgewogener Länge von Rahmenhandlung und Rückblicken wird es stellenweise so langatmig, dass die Episoden rund um den Kragen herbeigesehnt werden. Der Schmuckkragen, der von den meisten Damen in der Vergangenheit zu einem Kopfschmuck - von einem Diadem ist die Rede - umfunktioniert wurde, sorgt allerdings überwiegend für Tragik, die ordentlich schwer wiegt. Da haben wir eine Trapezkünstlerin, eine Tänzerin, die Muse eines Malers, ein Model und eine Hausiererin, allesamt vereint durch ein perlen- und paillettenbesetztes Stück Leinen, das trotz seines verführerischen Schimmers nicht über Schattenseiten hinwegtäuschen kann. Sie müssen einander nicht kennen, keine Beziehung zueinander haben und letztendlich ist es auch nicht notwendig, dass Maggie den Weg des Kragens lückenlos entschlüsselt. Der Leser erfährt immer mehr als Maggie, aber eben auch nicht alles. Das ist so realistisch wie ernüchternd und unbefriedigend. Die Botschaft ist allerdings immer klar: Es ist nicht das Materielle, das wirklich zählt.

Kelly Doust hat zweifellos einen einfallsreichen Episodenroman gestickt, dessen hoher Anspruch schon von der nüchternen Umschlaggestaltung reflektiert wird. Allerdings greift sie hin und wieder auf blasses Garn und farblose Perlen zurück. Manches Mal ist ihr Faden zu kurz, sodass er am Ende nicht mehr verstochen werden kann. 

Wunderbare Beobachtungsgabe zeigt sich bereits zu Beginn in der starken Symbolik des Kragens und einnehmenden Szenerien im weiteren Verlauf. Allerdings kollidiert sie immer wieder mit Figuren, die geradezu irrelevant erscheinen (und man sich angesichts des ihnen z. T. auf den Leib geschriebenen Schicksals geradezu schämen möchte, dass man sie als überflüssig empfindet), oder aufgesetzten Ereignissen und Verhaltensweisen, die nicht zum Charakter passen wollen. Oft stellt sich die Frage, ob Kelly Doust nun über starke, durchsetzungsfähige und -willige Frauen schreiben oder doch lieber ein klassisches Bild bedienen will, einschließlich klischeehafter Konflikte. 

Dennoch funktioniert und unterhält "Aimées geheimer Wunsch" mit all seiner Wechselhaftigkeit und dürfte Lesern gefallen, die gern im Mottenkugelgeruch nach alten Geschichten graben.

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Tags: antiquitäte, frauen, leben, mode, träume, vergangenheit, was wirklich zählt   (7)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

san francisco, näherinnen, ar, frauen, fesselnd

Die Zeit, in der wir träumten: Roman

Meredith Jaeger
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 17.03.2017
ISBN 9783841213037
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt: 

Als Sarah mit ihrem Romanprojekt für ihren Studienabschluss nicht weiterkommt, läuft ihr ein mehr als einhundert Jahre alter Fall über den Weg. Die Journalistin in ihr wird wieder geweckt, sodass sie ihr Thema an den Nagel hängt und für einen Bericht recherchiert. 1876 arbeiten die Näherinnen Hanna und Margaret sich die Finger blutig für das Überleben ihrer jeweiligen Einwandererfamilien. Im Geschäft der Abschätzigkeit der betuchten Gesellschaft San Franciscos ausgesetzt, warten daheim zahllose Geschwister und betrunkene, gewalttätige Väter. Als Hanna den gut situierten Lucas kennenlernt, erfährt sie zum ersten Mal Respekt und erlebt die Stadt von einer anderen Seite. Plötzlich verschwindet ihre Kollegin und einzige Freundin Margaret. Gemeinsam mit Lucas begibt sich Hanna auf eine gefährliche Suche im Rotlichtmilieu San Franciscos. Doch weshalb sollte gut einhundertvierzig Jahre später Sarah bei Ihren Recherchen schlafende Hunde wecken? Und was quält die junge Frau so sehr, dass sie ihr Eheglück mit Hunter nicht voll auskosten kann? 


Meine Meinung: 

"Die Zeit, in der wir träumten" ist ein Einwandererroman, der sich der im Zuge des Goldrauschs eingeströmten Bevölkerungsschichten annimmt, die nicht zuletzt San Francisco mit geprägt haben. Er wandelt zwischen schmutzigem Historienbild, ansprechender Liebesgeschichte, etwas dick aufgetragener Vergangenheitsbewältigung und historischem Krimi mit Laienermittlern. 

Gut gelingt Autorin Meredith Jaeger, die deutsche Wurzeln hat, die Verquickung von Heute und Gestern. In spannendem Wechsel führt sie den Leser zu San Franciscos Schauplätzen und zeigt einnehmend das Gesicht der vergleichsweise jungen Stadt im 19. Jh. Ihr Interesse an dieser Epoche ist unverkennbar und sorgt für gute Lesbarkeit. Einfühlsam und respektvoll zeichnet sie die Figuren der Vergangenheitshandlung, während Sarah als moderne Frau trotz ihrer beruflichen Hartnäckigkeit relativ blass bleibt und ihrer Schuld, die sie seit langem mit sich herumschleppt, buchstäblich feststeckt. Hier verschenkt die Autorin das Potenzial der Beziehung zwischen Sarah und Hunter, die als liebe- und respektvoll angedeutet, von Sarah durch geradezu borniertes Schweigen und Misstrauen ad absurdum geführt wird. Sie will etwas aus sich machen, ist aber die Einwanderin in ihrer reichen Schwiegerfamilie. Im Gegensatz zur deutschen Einwanderin Hanna, die sich in ihrer Not an Lucas wendet, um die verschwundene Freundin zu suchen, steht Sarah bewusst allein da. Mit einem Talent zur Selbstzerfleischung - und ihre Vergangenheit soll an dieser Stelle keineswegs heruntergespielt werden, denn sie hat schwere Schuld auf sich geladen, aber eben auch dafür gebüßt -, kommt sie ohne Hunter aus. Es gibt somit kein Millionärsermittlerduo, sondern Sarah bringt sich selbst in Teufels Küche. Zudem quetscht ihr Jaeger eine problembeladene Freundin an die Seite, deren Nebenhandlung zwar Aufmerksamkeit verdient, aber, anders als Margarets Drama im 19. Jh., nichts zur Geschichte beiträgt.

Neben einer ordentlichen Portion Pathos, die so manchem US-amerikanischen Roman innewohnt, bringt "Die Zeit, in der wir träumten" auch Vorhersehbarkeit mit. Dem geneigten Leser sei empfohlen, nur den U4-Text, nicht aber die Kurzbeschreibung zu lesen. Denn der routinierte Leser wird schon da 1 und 1 zusammenzählen können. Früh lassen sich Zusammenhänge erahnen, und es fällt fast schwer, sich auf Sarahs - interessante - Recherchen zu konzentrieren. Zu stark wird das Verlangen geschürt, den Moment, an dem sich alle Fäden verknüpfen, endlich zu erleben. Mit einem versöhnlichen Ende wertet Meredith Jaeger ihren ohne große Längen erzählten, gefühlt etwas zu kurz geratenen Roman allerdings wieder auf. 

Eine Leseempfehlung für alle, die San Francisco einmal ohne Hippie-Touch erleben und einen Einblick in eher dunklere Ecken erhalten wollen und gern gefällige amerikanische Stories lesen. 

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Tags: amerik, einwanderer, frauen, gegenwart, goldrausch, näherinnen, san francisco, schicksal, verbrechen, vergangenheit   (10)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

glück, zwangsstörung, cinderella-stor, tierheim, liebesroma

Isabellas Plan vom Glück

Laura J. Coleman
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Feelings , 02.02.2017
ISBN 9783426216125
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt:

Gabriel Dallaway McAllister gehört zu New Yorks High Society. Reich und erfolgreich ist er, aber sein Leben bestimmen Zwänge und Panikattacken. Und in genau so eine Panikattacke platzt ihm Isabella hinein, als sie für das Tierheim ihrer besten Freundin mit der Klingelbüchse unterwegs ist. Die Mitzwanziger, die - zum Leidwesen ihrer Familie - ihr Leben nimmt, wie es ist, und die Dinge auf sich zukommen lässt, passt so gar nicht zu dem gebügelten, wundgewaschenen "Kontrollfreak". Aber der hat nun mal das nötige Kleingeld, um das marode Tierheim zu retten. Also lässt Isabella nicht locker, sodass Gabriel ihr schließlich einen Deal vorschlägt: Er spendet ein erkleckliches Sümmchen, wenn es Isabella gelingt, ihm einen Tag Glück zu bescheren. Abenteuerlustig willigt sie ein, aber dann kommt alles anders ...

 

Meine Meinung:

Da hatte ich mal wieder so richtig Lust auf einen Liebesroman, und die Umschlaggestaltung, die so herrlich zum Inhalt passt (New Yorker Kulisse, Pärchen mit Hund), nebst Klappentext (der sich im Nachhinein als außerordentlich kreativ entpuppt) ließen mich mal wieder zu einem E-Book greifen. Lust hatte ich auf Gegensätze, vielleicht eine kleine Cinderella-Story und Seufzermomente.

Aber wo soll ich nun anfangen? Denn "Isabellas Plan vom Glück" hat - zumindest auf zwei Dritteln - wirklich Pageturner-Potenzial, ist aber auch gespickt mit jeder Menge Kopfschüttelmomenten und geballter Dramatik, dass sich keine Begeisterungsstürme einstellen wollen. 

Die ersten 10% der Story zu schaffen, war eine ordentliche Geduldsleistung. Die Autorin schleift uns hier durch Gabriels gesamtes Leiden. Seine Morgenrituale werden en détail auseinandergepflückt, um uns schon mal mit Gabriels Zwangsverhalten zu erschlagen. Die Erklärung wird auch gleich mitgeliefert: erdrückendes, überforderndes Elternhaus. 

Erst nachdem Gabriel als gequälter Held in geradezu epischer Breite eingeführt wurde, kommt Isabella ins Spiel (klar, alle Welt nennt sie natürlich Bella). Sie ist erfrischend (und gleichzeitig auch beängstigend) sorglos, hat etwas für Hunde übrig und ist nicht auf den Mund gefallen. Und damit macht Bella schon wieder richtig Spaß. Immerhin ist sie Garant für wunderbare Schlagabtäusche mit Gabriel, die für eine Dynamik sorgen, die der Roman nach seinem langatmigen Anfang dringend braucht. So ist es auch recht amüsant, zu beobachten, wie Isabella Gabriels Forderung nach einem Tag Glück auf ihre Weise umzusetzen versucht. Dem Titel entsprechend folgt sie ihrem Plan, der eigentlich eher ein "Bauchentscheidungsding" ist, denn Minenfeld Gabriel stellt für sie Neuland dar. Dabei geht - ob naiv oder bewusst ist nicht ganz klar - recht ignorant mit Gabriels Zwangsstörungen um, lockt ihn aber immer wieder aus der Reserve und findet sich schließlich, für beide einigermaßen überraschend, in seinem Bett wieder. 

Laura J. Coleman hat ein Händchen für intime Szenen, die keinem Schema F folgen, sondern angenehm unperfekt ohne Hochleistungsanspruch erzählt werden. 

Dann aber hält Hollywood Einzug. Es geschieht ein folgenschweres Ereignis, das Paar wird über lange Zeit durch technische Widrigkeiten  (und Gabriels umwerfende Sozialkompetenz - wie kann der Mann bloß eine so große Firma leiten?) und zurechtgebogene Intrigen getrennt und muss sich sein Happy End hart erarbeiten. 

Meinen Seufzermoment bekam ich dann aber doch noch, dank eines Hundes, und glücklicherweise war dieser Moment überraschend unkitschig und glaubhaft.

"Isabellas Plan vom Glück" bietet Romantik, sprühende Dialoge, nicht zu verachtende erotische Szenen und ein dramatisches Hintergrundproblem, dem der Rechercheaufwand der Autorin und ihr Respekt gegenüber Erkrankten anzumerken ist. So bleibt es denn roter Faden und löst sich nicht unrealistisch in Wohlgefallen auf. 

Anzumerken ist dem Roman allerdings auch, dass er von einer deutschen Autorin nach Amerika verortet wurde. Fixpunkte vermag ich an dieser Stelle nicht zu nennen, lediglich bestand während der gesamten Lektüre das Gefühl fort, dass die personale Erzählung einen ausländischen Blick auf New York wirft, statt einen Eindruck der Selbstverständlichkeit zu vermitteln. (Erst nach der Lektüre habe ich mich schlau gemacht und festgestellt, dass es sich um eine deutsche Autorin handelt. Wahrscheinlich aber würde ein zwangsgestörter Gabriel in der deutschen Bankenmetropole Frankfurt in den Buchhandlungsregalen verstauben.) 

Daneben zeigt "Isabellas Plan vom Glück" einen gewissen Hang zur allgemeinen Gefälligkeit und Seichtigkeit trotz aller Tragikmomente, ganz so, als seien Charaktere und Story einem Fernsehfilm entsprungen, wie wir ihn schon vielfach gesehen haben, Hütte im Schnee inklusive. Mehr Ausgewogenheit hätte dem Roman sicher gut getan.

 

Empfohlen sei "Isabellas Plan vom Glück" dennoch allen, die gern eine Liebesgeschichte für zwischendurch konsumieren und sich an ausgewalzten Romananfängen nicht stören (und nicht emetophobisch sind).

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Tags: cinderella-stor, glück, lieb, liebesroma, new yor, zwangsstörun   (6)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Zwischen Bach und Baum

Ursula Dittmer , Liv Modes , A. C. Greeley , Anna Dorb
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 17.02.2017
ISBN 9783743113626
Genre: Romane

Rezension:  
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77 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

paris, liebe, gegenwart, botanik, malerei

Rendezvous im Café de Flore

Caroline Bernard
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.11.2016
ISBN 9783746632711
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt: 

Ende der 1920er bricht Vianne aus ihrer ländliche Heimat aus, um in Paris ihren Traum zu verwirklichen. Sie will Botanikerin werden, muss sich aber zunächst als Wäscherin durchschlagen. Auf ihrem steinigen Weg in den Jardin des Plantes begegnet sie schließlich dem britischen Künstler David und lernt mit ihm die andere Seite des Pariser Lebens kennen. Doch bald bricht in jeder Hinsicht eine unsichere Zeit an.

In der Gegenwart besucht Marlène mit ihrem Mann nach vielen Jahren endlich wieder ihr geliebtes Paris. Die erhoffte Liebesreise gestaltet sich jedoch ernüchternd, sodass Marlène bald allein durch die Stadt zieht. Im Musée d'Orsay entdeckt sie schließlich das Gemälde einer Frau, die ihr verblüffend ähnelt. Die Neugier der ehemaligen Kunstgeschichtestudentin ist geweckt. Sie begibt sich auf Spurensuche, aus der weit mehr wird als die Suche nach der Muse eines Künstlers.


Meine Meinung: 

Mit "Rendezvous im Café de Flore" zeichnet Caroline Bernard ein einladendes Bild von Paris, wobei insbesondere die Gegenwartszeichnung durch subtile Touristenkritik lebendig wird und damit den sich zunächst einschleichenden Eindruck eines Reiseromans rasch wieder zunichte macht. Ebenso lebendig gestaltet sich der Handlungsstrang um Gegenwartsprotagonistin Marlène, die mit ihren vierzig Jahren in ihrem Leben und in ihrer Ehe an einem Wendepunkt steht. So ernüchternd und, zum Teil, ermüdend ihr Leben seziert wird, so realistisch ist es doch dargestellt. (Damit dürfte die eine oder andere Leserin genauso ihre Schwierigkeiten haben wie mit Bernards unverblümter Leidenschaft für Paris.) Neue Kraft schöpft die Gegenwartshandlung ausgerechnet aus der Vergangenheit. Der Leitspruch von Marlènes Großmutter: "Rum ist rum" wird von Caroline Bernard routiniert ausgehebelt. Es ist eben nichts "rum", und Viannes Geschichte verdient es, aufgearbeitet zu werden. Wenngleich die Umschlaggestaltung mit Pariser Flair und Dame im blauen Kleid Erinnerungen an Anne Girards "Madame Picasso" und Gloria Goldreichs "Die Tochter des Malers" wachruft, wird der Roman der deutschen Autorin den Erwartungen jener Leser  nicht gerecht, die sich hier ein weiteres Lebensbildnis eines echten Künstlers erhoffen. Viannes und Davids Geschichte ist fiktiv, wenn auch sinnbildlich für die starken Frauen des Zweiten Weltkriegs, denen so oft der Heldinnenstatus versagt bleibt. Auch Maler David kann durchaus für jene Männer stehen, die der Krieg auf einen anderen Weg geführt hat. Somit hat der Handlungsstrang in der Vergangenheit durchaus seine Berechtigung, hätte aber nach meinem Dafürhalten mehr Raum einnehmen dürfen. Denn wo Marlène zwar authentisch ist und Identifikationspotenzial für Leserinnen in ihrem Alter mitbringt, da ist Vianne um Einiges vielschichtiger und interessanter. Immerhin nimmt ihre Handlung mehrere Jahre ein und zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung vom Mädchen mit einem zeitgemäß frauenuntypischen Traum hin zu einer starken Persönlichkeit, die zu großen Opfern bereit ist. Schade, dass Carline Bernards Roman leicht mit Kristin Hannahs "Die Nachtigall" kollidiert, in dem es ebenfalls eine Vianne gibt und den ich vor noch nicht allzu langer Zeit gelesen und damit nicht ausreichend namentlichen und thematischen Abstand gefunden hatte. Dennoch kann es in der Literatur nicht genug Viannes dieser Art geben! 

Insgesamt ausgewogen erzählt, mit Figuren, die nicht vordergründig nach Sympathie heischen, verdient "Rendezvous im Café de Flore" auf jeden Fall eine Leseempfehlung. Nicht nur für Parisfans.

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Tags: frauen, frauenroman, gegenwart, glück, künstler, liebe, paris, résistance, spurensuch, vergangenheit, zweiter weltkrieg   (11)
 

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58 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

jazz, chicago, musik, roaring twenties, liebe

Die Musik der verlorenen Kinder

Mary Morris , Gabriele Weber-Jaric
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.12.2016
ISBN 9783746632728
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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285 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

adoption, brasilien, liebe, familie, schwestern

Die sieben Schwestern

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.09.2016
ISBN 9783442479719
Genre: Romane

Rezension:  
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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

roman, susann rehlein, liebe, berlin, kaufhaus

Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten

Susann Rehlein
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 17.10.2016
ISBN 9783832198107
Genre: Romane

Rezension:

Skurril, nicht immer für bare Münze zu nehmen, dabei überraschend tiefgründig, stilistisch eigenwillig, aber auch anstrengend

Zum Inhalt:

In ihrem Zimmer bastelt sie Schneekugeln. Weil sie hellsehen kann, trifft sie dabei genau den Nerv ihrer Kunden. Ihre Lebensmittel lässt sie sich liefern. Ihr Vater ist tot. Ihr Name ist Lucy und dank ihrer hinterhältigen französischen Mitbewohner sitzt sie bei Psychologe Pawel, der ihr eine schwierige Aufgabe stellt: rausgehen soll sie und Menschen kennenlernen. Doch Lucy ist bemerkenswert unfreundlich und will einfach nur ihre Ruhe. Oder doch nicht?

Meine Meinung:

Der erste und bislang letzte Roman, den ich von Susann Rehlein lesen durfte, war "Auch die Liebe hat drei Seiten". "Die erstaunliche Wirkung von Glück" hat sich an mir vorbeigemogelt. Trotz dieser nur einmaligen Leseerfahrung habe ich wieder ein etwas anderes Lesevergnügen erwartet. Schließlich hat Susann Rehlein in diesem Roman schon gezeigt, dass sie ein Händchen für ausgefallene Figuren hat, die alles andere als gefällig sind und sich die Lesersympathien nicht unbedingt auf der ersten Seite erschleichen. So auch Lucy nicht. 

Die Sechsundzwanzigjährige ist so sperrig und eigenartig wie die Sprache des personalen Erzählers, durch dessen Augen wir sie kennenlernen. Erfrischend anders ist aber durchaus etwas anderes. Denn Lucy und ihre Gedanken sind anstrengend. Mit ihrer Geschäftsidee, Menschen mit auf den ersten Blick bizarren Schneekugeln zu versorgen, ist Lucy skurril und eigenbrötlerisch, und da sie ihre Aufträge online und postalisch abwickelt, muss sie weder aus dem Haus noch persönlichen Kontakt zu anderen Menschen pflegen. Dass ihr die Menschen für ihre Kreationen viel zu viel Infos vor die Füße werfen, ist ihr geradezu zuwider - sie hat schließlich ein übersinnliches Gespür für das, was andere brauchen. Dabei ist es ihr schnurz, was andere von ihr denken oder ob sie sie vor den Kopf stößt. In ihrer agoraphobischen und misanthropischen Art (nein, nein, so ist sie natürlich nicht) wird die kalte Ravioli aus der Dose löffelnde Lucy zur Herausforderung. Die Jeans fällt ihr fast schon vom Leib. Darüber trägt sie das Tutu ihrer Ex-Mitbewohnerin, und um die Menschen auf der Straße auszublenden, hat sie Ohrenschützer auf - auf den ersten Blick gehört Lucy zu jenen Menschen, die bei anderen sofort alle Klischee-/Vorurteils-/Mitleidsglocken bimmeln lassen. Es bedarf eines genaueren Blickes und einer Portion Geduld, um mit dieser Protagonistin warm zu werden. Nicht immer sind die Handlung um sie und ihr Handeln glaubwürdig. Mit ihrer "nicht normalen", nicht konformen Art gelingt es dieser Figur jedoch, Menschen um sich zu scharen, die allesamt genauso ihre Ecken und Kanten haben und uns unweigerlich eben genau die Vorurteile und Klischees vor Augen führen, die wir so gern pflegen. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, immerhin wird sie bereits im U4-Text und in der Kurzbeschreibung angesprochen, und schließlich hat sie auch hier mehr als eine Seite. Dadurch und vor allem durch die schmerzlichen Einblicke in Lucys Vergangenheit entsteht eine tiefgründige Note, die "Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten" in Verbindung mit Susann Rehleins eigenwilligem Stil zu einem Leseerlebnis der besonderen Art macht. Der Roman ist dabei aber auch kein gefälliges Werk und ganz sicher nicht jedermanns Sache. Wer seiner Lektüre aufgeschlossen entgegentritt und Abwechslung vom Einheitsbrei sucht, findet in "Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten" nicht nur ein marodes Kaufhaus als bunten Schauplatz, sondern eine wahre Spielwiese farbenfroher Charaktere, die für allerlei Emotionen sorgen, und kreativer Szenen (und Wortschöpfungen), die Überzeichnungen schnell verzeihen lassen.


Gesamteindruck:

4 von 5 Punkten

  (3)
Tags: eigenbrötlerisch, einsamkeit, freunde, liebe, lucy, lucy schröder, roman, schneekugeln, susann rehlein, vergangenheit   (10)
 

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65 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

spanien, liebe, auswandern, bully, reise

Hasta La Pista - Wo die Liebe hinfährt

Sophia Monti
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 05.10.2016
ISBN 9783960870869
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Dass es für Anja Rembrand ohne T rund laufen würde, kann man nun wirklich nicht behaupten: In der Redaktion wird sie gemobbt und Freund Andy hat sich ein duftendes Mangagirly aus der Drogerie angelacht. Als ihr Ex und inzwischen platonischer Freund Jan ankündigt, er werde sich eine einjährige Auszeit von Stadt- und Businessleben nehmen und mit einem Bully nach und durch Spanien tuckern, lässt sich Anja anstecken. Weg mit Andy, weg mit dem Job, weg mit der Wohnung. Ganz und gar auswandern will Anja in ihr heißgeliebtes Spanien und springt ohne zu fackeln in Jans platonischen Bully ...

Meine Meinung:
Da ich immer noch kein großer E-Book-Leser bin, aber ab und an gerne mal typische Frauenunterhaltung lese, sie aber nicht immer als Baum in der Handtasche mit mir herumschleppen will, kommen mir Romane wie Sophia Montis "Hasta La Pista" gerade recht. 
Locker stolpern wir mit Ich-Erzählerin Anja durch die aktuellen Unwegsamkeiten ihres Lebens. Und Anja ist weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen und präsentiert Gedanken und Dialoge, die größtenteils richtig Spaß machen und für einen Lacher gut sind. 
Montis Charaktere sind an sich und in ihren Paarungen vermutlich nicht allzu ernst zu nehmen, denn natürlich passen Anja und ihr fremdgehender Musikus Andy auf den ersten Leserblick schon nicht zusammen. Die spionierenden Nachbarn, Jans italienisch-furienhaft eifersüchtige Freundin Marcella, Anjas mobbende Kolleginnen und Ausgleichspol=beste Freundin Tine passen perfekt ins Chick-Lit-Genre, das hier routiniert und sprachlich angemessen bedient wird. 
Während Anja zu Beginn noch amüsant schnippisch-sarkastisch daherkommt, wurde mir ihre Art besonders im Spanien-Part des Romans dann doch etwas zu viel. So wurde uns die junge Dame als Spanienliebhaberin mit ordentlichen Spanischkenntnissen präsentiert, als jemand - und das ist der gebührende ernste Handlungsstrang des Romans -, der weiß, worauf er sich einlässt und Land und Leute zu schätzen und zu respektieren weiß. Neben Anjas Liebesdilemma (leider wird da im Klappentext schon viel zu viel gespoilert) tut sich da nämlich ein großer Konflikt auf, als sie ausgerechnet in eine Hochburg deutscher Einwanderer gerät, die alle deutschen Klischees weidlich pflegen. Auch wenn sie den eigenen Landsleuten durchaus kritisch gegenübersteht, bekommt ihr eigener Ton plötzlich eine Note von Respektlosigkeit, die mir so gar nicht gefallen wollte. So amüsant ihre Vergleiche auch sein mögen, in meinen Ohren schießt die gute Anja so manches Mal zu scharf und macht einen tüchtig verbitterten Eindruck, wo sie doch eigentlich voller Optimismus losgezogen ist. Einerseits wünscht sie sich mehr Offenheit gegenüber den Spaniern, blickt aber selbst nicht weiter über den Tellerrand ihrer Mitmenschen, die sich hier, das gebe ich zu, hinter einer ziemlich unsympathisch schillernden, sonnengebräunten Fassaden verstecken. Gern hätte ich mir auch mehr spanischen Zugang zu den Spaniern gewünscht - ein "fragte ich auf Spanisch" hätte mir da schon genügt, seitenweise spanische Dialoge wären schließlich kontraproduktiv. Stattdessen bekommen die spanischen Charaktere Gelegenheit, sich mit seltsamem Deutsch abzumühen.
Nicht ganz glücklich war ich mit der im Klappentext bereits angedeuteten Dreiecksgeschichte, besonders weil wir keine Chance bekommen, den Andy kennenzulernen, in den sich Anja irgendwann mal verliebt hat, um nachvollziehen zu können, was sie miteinander verbindet. Denn so schlecht sie ihn in ihrer anfänglichen Nichtraucher-Ausräucher-Orgie mit Freundin Tina zeichnet, kann er ja fast gar nicht sein.
Dennoch ist es Sophia Monti gelungen, eine runde Geschichte zu erzählen und ihren Handlungssträngen ein würdiges Ende zu setzen und dabei gleichzeitig neue Türchen zu öffnen. Freche Metaphern treffen auf Ally-McBeal-Kopfkino und sorgen für kurzweilige Lektüre, der man schlussendlich auch die Macken verzeiht. Dass ich mir trotz Chick-Lit auch mal einen ganz unerwarteten Ausgang gewünscht hätte, kann die Autorin ja nicht ahnen.

Fazit: 
Turbulenter Roadtrip mit flotten Dialogen, schnippischen Innenansichten, Liebesdilemma und durchaus kritischem Blick auf das Auswanderungsthema. Alles in allem routinierte Chick-Lit für Fans.

Gesamteindruck:
4 von 5 Punkten

  (3)
Tags: auswandern, auswanderstory, costa blanc, deutsch, dreiecksgeschichte, e-boo, frauenunterhaltung, klischee, liebe, liebesdreieck, neues lebe, spanien, unterhaltung   (13)
 

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(26)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, glück, freundschaft, freunde, honigmilch

Honigmilchtage

Julia Rogasch
E-Buch Text: 391 Seiten
Erschienen bei Forever, 12.08.2016
ISBN 9783958181250
Genre: Romane

Rezension:


Fazit vorab: 
Frauenroman, der mit einer durchaus realistischen Glücks-Schmiede-Idee und einer Hauptfigur mit ordentlichem Identifikationspotenzial punktet, aber an Vorhersehbarkeit und noch unausgereiftem Stil krankt. Wer an trüben Tagen Kurzweil und eine kleine Portion Glück sucht, ist mit diesem E-Book dennoch nicht falsch beraten.

Zum Inhalt:
Mit ihrem Leben könnte Carla eigentlich zufrieden sein: Mit Ende 20 ist sie schon eine Weile in harmonischer Ehe mit ihrer großen Liebe Julius verheiratet, sie arbeitet im Außendienst eines Pharmaunternehmens und hat in ihrer jüngeren Schwester die beste Freundin, die man sich denken kann. Und doch läuft es nicht richtig rund. Der Job erfüllt sie nicht; viel zu erfolgsheischend und befremdlich erscheinen ihr ihre Kollegen, lediglich die zehn Jahre ältere Nele hat sich zur Freundin entwickelt, und als Carla den Mund auf macht, um ihre Unzufriedenheit mit dem "System" in der Firma kundzutun, muss sie um ihre Stelle fürchten. Auch Julius ist als Juniorpartner in seiner Kanzlei mächtig eingespannt und immer auf Achse, und so manches Mal fragt sich Carla, wie Familiengründung in diese Konstellation, in der jeder viel zu wenig Zeit für den anderen hat, passen soll. Als Nele ihr an einem jener Tage, die nach viel heißer Milch mit Honig verlangen, einen Glücksratgeber schenkt, beginnt Carla, ihr Leben zu hinterfragen, und beginnt eine E-Mail-Korrespondenz mit der Autorin. Als sich eine einschneidende berufliche Veränderung androht, ist Carla schließlich bereit, alles hinzuschmeißen. Doch genau an diesem Tag erleidet Julius einen schweren Zusammenbruch ...

Meine Meinung:
In Schaltjahren wie diesem gibt es genügend Tage, an denen nur noch eine mollige Erinnerung an Kindheitstage, als man noch umsorgt wurde, hilft. Frauenromane wie Julia Rogaschs "Honigmilchtage" sind da grundsätzlich eine gute Wahl. 
Zu meinem Bedauern zählt "Honigmilchtage" zu jenen Romanen, die mir sprachlich und stilistisch stark die Lesefreude getrübt haben, was sich deutlich in der Punktwertung niederschlägt. Und dabei ist die Idee gar nicht mal so schlecht und der Roman durchaus unterhaltsam.
Julia Rogasch zeichnet ihre Protagonistin Carla als eine Person, mit der sich die Leserin um die Dreißig, aber auch um die Vierzig oder eben an jedem anderen Wendepunkt im Leben wunderbar identifizieren kann. Sie ist keiner jener jammervollen Charaktere, die sich von Satz zu Satz selbst bedauern, sondern ist sich der Defizite in ihrem Leben durchaus bewusst. Sie ist gewissermaßen gefestigt und erfreut sich eines gesunden Umkreises. Es ist schon mal erfrischend, einen Charakter zu lesen, der nicht tonnenweise Familien- und Vergangenheitsgepäck mit sich herumschleppt. Auch ohne Trauma ist Carla einfach an einem Punkt, an dem eine Veränderung angezeigt ist. Wie im echten Leben braucht auch sie nur den passenden Anstoß ... oder mehrere. 
Als Ich-Erzählerin reflektiert sie im Präteritum recht scharfsinnig über ihr Leben; es steht außer Frage, dass wir es mit einer klugen Person zu tun haben, die mehr aus ihrem Leben machen will, und einer Frau, die bereit ist, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen. Trotzdem wirkt der Roman, der sich fast schon anspruchsvoll "Glücksroman" nennt, vergleichsweise oberflächlich. Auf unzähligen Treffen, die zwar Carlas gefestigtes soziales Umfeld verdeutlichen, wird immer wieder viel gegessen, getrunken und gefeiert, aber die Augenblicke, in denen es so menschelt, dass es ans Leserherz geht, waren mir für einen Glücksroman zu wenig. Überdies passen Carlas Handlungen gelegentlich nicht zu dem Bild, das sie von sich selbst zeichnet. So kann sie sich einerseits mit ihren erfolgsverliebten Kollegen nicht anfreunden, will das Klassentreffen nicht besuchen, weil sie mit den Schulkameraden von damals "nicht kann", vertraut sich dann aber in einem schwachen Moment einem Wildfremden auf einer Parkbank an und schließt auf Sylt erstaunlich schnell neue Freundschaften. Gleichzeitig reagiert sie wie eine beschützende Löwin, wenn ihrer Familie weh getan wird, wobei sie aber die Angelegenheit nicht genau hinterfragt, sondern erst einmal ohne Vertrauensvorschuss überemotional reagiert und dann oft der Zufall die Dinge richten darf. Hier wie auch für das gesamte Setting hätte ich mir feinere Abstufungen gewünscht. Auch die Charaktere haben vorwiegend den Stempel "lieb" - die klischeehafte Ex einmal ausgenommen -, und so hätte hinter Carla und ihrer Schwester Marie, die fast immer ein echter Fels in der Brandung ist, zwischendurch aber auch mal aus der Rolle fallen darf, vor allem Julius, dem das Schicksal einigermaßen übel mitspielt, mehr Tiefe gut getan.
Der Stil der Autorin ist geprägt von Füllseln (direkt, dann auch gleich mal, unmittelbar, ja ...) und einem Mix von Substantivierung, Relativsätzen, deren Bezug zu weit entfernt steht, und umgangssprachlichem Erzählen. Letzteres funktioniert zwar in Dialogen, die trotz einiger überzogener Einschübe englischer Aussprüche authentisch überkommen, und gibt dem Roman eher den Stil einer schnell dahin geschriebenen Mail an eine Freundin; er passt aber irgendwie nicht zu Carlas eher träumerischem Charakter, die sich bei Gelegenheit gern in eine Decke kuschelt, eine Honigmilch genießt oder am Strand spaziert. Anflüge sinnlichen Erzählens verblassen noch zu stark, und ab und an wirkt die Timeline kürzer, als sie eigentlich ist, was insbesondere den Handlungssträngen um die Nebenfiguren etwas an Glaubwürdigkeit nimmt.
Spaß machen, trotz der Vorhersehbarkeit der Geschichte, die gefestigten Freundschaften der Figuren und Carlas Wandlung von der herumgeschubsten Außendienstlerin zu einer angehenden Geschäftsfrau, die sich eben genau auf diese Freundschaften verlassen kann, wendig und optimistisch ist und schlussendlich versteht, was persönliches Glück für sie bedeutet. Typische Verwicklungen und Mißverständnisse pflastern den Weg, sorgen aber dank der schlüssigen Umsetzung der Hintergrundidee für angenehm kurzweilige Lektüre.

Gesamteindruck:
3 von 5 Punkten

  (6)
Tags: beziehung, ehe, freunde, geschäftsidee, glück, glück schmieden, honigmilch, ideen, job, krankheit, liebe, neuer jo, neues leben, regentage, vertrauen   (15)
 

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weihnachten, liebe, dublin, adoption, engel

Ist die Liebe nicht schön?

Carmel Harrington
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.10.2016
ISBN 9783956496004
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt und Meinung:

"Ist die Liebe nicht schön?" ist ein harter Brocken, will man den Roman besprechen, ohne zu viel zu verraten. Kein Wunder, dass der Klappentext Ereignisse aus dem letzten Drittel des Romans anspricht, die Carmel Harringtons Roman erst die wahre Weihnachtsmagie verleihen. Carmel Harringtons Lieblingsfilm Frank Capras Weihnachtsklassiker "Ist das Leben nicht schön?" mit einem wunderbaren James Stewart als herzensguter George Bailey, dem schließlich die Dinge aus dem Ruder gleiten und überirdische Hilfe auf den Plan rufen. Der deutsche Titel und auch der Originaltitel (Every time a bell rings) sind eine wunderbare Anspielung auf diesen Film, denn Harringtons Roman hat sich die Geschichte des Films als Vorbild genommen und bedient sich unterhaltsam an ihr, ohne es an eigener Kreativität mangeln zu lassen. Wer "Ist das Leben nicht schön?" nicht kennt, findet sich bei der Lektüre keineswegs auf verlorenem Posten wieder, verpasst allerdings die eine oder andere Anspielung. Wer den Film kennt, aber in Geschichten, die a priori nicht in die fantastische oder paranormale Schublade gehören, nichts mit übersinnlicher Einmischung in einem ansonsten sehr realistischen Setting anfangen kann, ist mit einem anderen Weihnachtsroman vermutlich besser beraten. "Ist die Liebe nicht schön?" führt uns ins weihnachtliche Dublin und zu Protagonistin Belle Bailey (!), die im Großteil des Romans als Ich-Erzählerin das Ruder in der Hand hält und nur sehr sporadisch anderen Figuren für einen Ich-Exkurs Platz macht. Auf verschiedenen Zeitebenen dürfen wir sie durch ihr Leben und ihre Entwicklung bis zur erwachsenen Frau begleiten. Schon früh erfahren wir, dass sie ein Pflegekind war. Von der leiblichen Mutter nicht gewollt, findet das farbige Mädchen nach missglückten Aufenthalten in Pflegefamilien mit acht Jahren ein Heim bei der unkonventionellen Pflegemutter Tess. Und Tess sorgt dafür, dass der Weihnachtswunsch der in sich gekehrten, schweigenden Belle wahr wird: Sie schenkt ihr einen Freund fürs Leben. Eine ganze Weile lässt uns Carmel Harrington daran teilhaben, wie die Kinder zusammengeschweißt werden. Feinfühlig thematisiert sie Belles Hautfarbe, ihre Ängste und Traumata, ihre Verluste und ihre große Liebe. Besonders die Passagen aus Belles Kindheit reflektieren großes Einfühlungsvermögen in die Gedanken und Gefühle des Pflegekindes. Bewusst wird in einer Sprache erzählt, die ein Hineinfühlen erlaubt und sich sogar bis zur erwachsenen Belle fortsetzt, in der ein verletztes Kind weiterlebt. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass Belle ähnlich ihrem Filmvorbild schließlich an einem dramatischen Wendepunkt angelangt, der ihr das geliebte Weihnachten vermiest. Zwischen tiefgründig und romantisch erhält die Geschichte den für Filmkenner nicht unerwarteten Konflikt mit Ausflug in eine Alternativwelt, die vermutlich zum Zünglein an der Waage wird und über Gefallen und Nichtgefallen entscheidet.  In meinen Augen aber ist "Ist die Liebe nicht schön?" ein gut durchdachter, ausgewogen gestalteter Roman, der ohne Längen alles bietet, das weihnachtliche Lesestunden versüßt. Ohne zu lamentieren, zeigt Carmel Harrington soziale und persönliche Licht- und Schattenseiten auf, während sie gleichzeitig eine zauberhafte Liebesgeschichte entspinnt, die wieder an Seelenverwandtschaft glauben lässt. "Ist die Liebe nicht schön?" versetzt mit wohldosiertem Lokalkolorit den Leser ins Dublin der ausgehenden 1980er und der Gegenwart, lässt zu den Taschentuchvorräten greifen und bietet dennoch hin und wieder Anlass zum Schmunzeln. Kleine Holprigkeiten wie Datumsfehler überliest man bereitwillig. Und schließlich klappt man das Buch mit einem wohligen Gefühl im Herzen zu. Braucht man an Weihnachten mehr?

  (4)
Tags: belle und jim, bester freun, dubli, glück, irlan, ist das leben nicht schön, ist die liebe nicht schön, kindhei, liebe, pflegefamilie, pflegekin, vergangenhei, weihnachte, weihnachtstraditionen   (14)
 

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historischer roman, münchen, goldene zwanziger, geschichte, berlin

Spiel der Hoffnung

Heidi Rehn
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426515921
Genre: Historische Romane

Rezension:

Stimmungsvolles Zeitbild der ausklingenden Goldenen Zwanziger, in denen längst nicht mehr alles glänzt

Zum Inhalt:

Ende 1926 führt eine Adresse aus dem Nachlass ihrer Mutter die junge Ella Wittkamp zu dem Münchner Professor Constantin Lutz. Der stellt sie prompt dem Industriellensohn Jobst Kirchenreuth als seine Nichte vor. Ein halbes Jahr später ist auch Professor Lutz tot und Ella mit Jobst verheiratet. Lutz' Hinterlassenschaft an Ella besteht in einer ominösen Mappe mit Unterlagen, die ihre Zukunft bei den Kirchenreuths sichern soll. Doch zunächst genießen die frischgebackenen Eheleute ausschweifende Flitterwochen an den angesagtesten Locations Europas. Es wird gespielt, gekokst und ordentlich Geld zum Fenster herausgeworfen. Zurück in München folgt die Ernüchterung: Hatte Jobst bereits während des Honigmonds ab und an durch Abwesenheit geglänzt, sitzt Ella, die vor ihrem Umzug nach München berufstätig war, bald in der Familienvilla der Kirchenreuths oft nutzlos herum und darf den weiblichen Repräsentationszweck erfüllen. Während es für Schwiegermutter Isolde kaum ein wichtigeres Thema als den hoffentlich bald eintreffenden Nachwuchs gibt, ist Ella ihrer Schwägerin Viktoria ein Dorn im Auge. Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, Ella als Hochstaplerin zu entlarven ...


Meine Meinung:

"Spiel der Hoffnung" ist der erste Roman, den ich von Autorin Heidi Rehn lesen durfte, und ich kann jetzt schon sagen, dass er trotz kleiner Abstriche bestimmt nicht der letzte war.

Heidi Rehns historischer Roman, der knapp drei Jahre im Leben seiner Protagonisten abdeckt, entführt den Leser in die vermeintlich schillernde Welt des Jetsets der 1920er Jahre und flicht gekonnt historische Fakten ein, um interessante Einblicke in diese Zeit des erneuten Umbruchs zu bieten.

Zum stimmungsvollen Gesamtbild tragen vor allem Rehns Figuren bei, die mehrschichtig gezeichnet sind und sich nicht in ein Schema pressen lassen. 

Allen voran steht Ella, die im Grunde ihrer Vergangenheit beraubt ist und sich im Laufe der Geschichte nach und nach kennenlernt, und dieses Kennenlernen ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Entgegen Jobsts Auffassung, dass die Vergangenheit vergangen ist und nur das Jetzt zählt, ist es ihr wichtig, mehr über ihre Herkunft zu erfahren. Der Große Krieg liegt noch nicht lang zurück, und während Jobst die Zeit an der Front hinter sich lassen will, sind es gerade diese Jahre, die Ella entwurzelt haben. Dass sie sich in Rehns Geschichte dennoch vergleichsweise lang dem süßen Leben hingibt, bevor sie endlich der ominösen Mappe des Professors auf den Grund geht, lässt sich wohl mit ihrer Jugend entschuldigen. Da darf im ersten Teil durchaus gefeiert und geshoppt werden. Kleider und Handtaschen, Variétés und Casino sind an der Tagesordnung und werden lebendig und sehr bildhaft geschildert. 

Nach dieser cleveren, unterhaltsamen Ablenkung besticht die zweite Romanhälfte schließlich mit ordentlich Spannung und Dynamik. Nicht zuletzt sind die Hintergründe um die Mappe des Professors höchst interessant und glaubwürdig erzählt.

Wenngleich Ella, die es aufgrund ihrer einfachen Herkunft gewöhnt ist, für sich zu sorgen, unumstritten im Mittelpunkt steht, sind die übrigen Figuren längst keine Randstatisten. Während Ella sich nicht in die Ehefrau-und-Mutter-Rolle pressen lassen will und der schwiegerelterliche Erwartungsdruck schwer auf ihr lastet, hat Gegenspielerin Viktoria diese Pflicht schon mal erfüllt. Als Mutter von Zwillingen tritt sie in der Villa der Kirchenreuths und in der Öffentlichkeit gebührlich auf.

Hinter der Fassade bröckelt es aber gewaltig, wie Heidi Rehns personal erzählter Schwenk auf Viktoria zeigt. Sie versteht es ausgezeichnet, die ältere Schwägerin zugleich als durchtrieben, verzweifelt, mütterlich und sogar bemitleidenswert darzustellen.

Im Vergleich dazu bleibt Ellas Gatte Jobst in meinen Augen etwas blass. Bereits auf der Hochzeitsreise zeigt er sich mit großen Pupillen und schwankt zwischen zärtlicher Zuneigung zu Ella, wilder Begierde und stoischer Verschlossenheit. Angesichts der flotten Heirat sind Konflikte vorprogrammiert. Die jungen Eheleute kennen sich nicht wirklich. Es ist Ellas verständigem, einfühlsamen und nicht zuletzt geduldigem Charakter zu verdanken, dass der eheliche Handlungsstrang nicht mit der Rückkehr nach München beendet ist. Mit den kurzlebigen Jetset-Affären hat das Paar nichts gemein: erfreulicherweise verbinden es nämlich echte Gefühle, die - wie auch Jobst technisches Interesse und sein Geschäftssinn - im Laufe der Geschichte immer mehr Kontur annehmen dürfen. Ellas und Jobst Liebesgeschichte mit ihren Höhen und Tiefen ist angenehm zu lesen und bietet einen ausgewogenen, wohltuenden Gegenpol zu der von Ressentiments, Erpressung und Gewalt geprägten Ehe von Viktoria und Jobst Bruder Falk.

Die Darstellung der Familien- und Beziehungsgefüge gelingt Heidi Rehn besonders gut, da sie sich nicht auf soziale Zeitklischees beschränkt, sondern gekonnt die unterschiedlichen politischen Anschauungen und Lebensvorstellungen der Beteiligten aufzeigt. Diese bergen nicht nur Konfliktpotenzial, sondern auch Raum für eine Fortsetzung der Kirchenreuth-Familiensaga. Neben den Veränderungen, die durch Ellas Heirat mit Jobst in der Familie entstehen, erfährt auch der zeitliche Hintergrund ihrer Geschichte Veränderungen. 

So projiziert die Autorin ein kontrastreiches Bild der sehr verschiedenen Städte München und Berlin: Während Ellas Heimat Berlin lebendig leuchtet, weltoffen ist und dem aufstrebenden Nationalsozialismus noch die Stirn bietet, ist das München der Kirchenreuths buchstäblich dunkel (Leuchtreklame ist verboten) und konservativ. Im Hintergrund aber findet Hitler mehr und mehr Anhänger. Auch hier besteht durchaus Raum für eine Weitererzählung des Handlungsstrangs rund um die Maschinenbaufirma der Kirchenreuths. 

Rehns Nebencharaktere sind interessant, haben stringente Handlungsstränge und verschwinden nicht sang- und klanglos. Sie schreibt ihnen passende Dialoge in passender Sprache auf den Leib und macht sie damit glaubwürdig. Reale politische Persönlichkeiten erhalten ebenfalls dann und wann einen kleinen Statistenauftritt, womit das Zeitbild angenehm abgerundet wird.

Etwas schwer getan habe ich mich allerdings mit Heidi Rehns Nominalstil, den ich als geradezu bürokratisch steif empfinde. So versucht sich Ella beispielsweise "im Herausfinden der Wahrheit", Viktoria steigt "nach dem Aussteigen" (aus der Tram) unangenehmer Geruch in die Nase oder Ella unterhält sich mit Rike "während des Durchgeknetetwerdens" ... Im Gegensatz dazu nimmt das "Patsch!", mit dem jede Ohrfeige angekündigt wird (und es gibt so einige Ohrfeigen in diesem Roman), schon fast comichafte Züge an. Auch ein paar Wiederholungen  - so wird beispielsweise ständig Viktorias Haarfarbe erwähnt - führen dazu, dass ich einen Punkt vom Gesamteindruck abziehe. 

Dennoch ist "Spiel der Hoffnung" ein rundum befriedigender historischer Roman zwischen Familiensaga und europäischer Geschichte Ende der Goldenen Zwanziger und macht Lust auf mehr Lektüre über diese Epoche. 

 

Fazit: 

Ausgewogener historischer Roman, der mit schillernden Szenerien mitzureißen weiß, aber auch mit Schattenseiten und lauten wie auch leisen Töne überzeugt und nuancierte Figuren bietet. Empfehlenswert für Leser, die sich für die Zeit der Weimarer Republik interessieren und gleichzeitig eine glaubwürdige Familien- und Liebesgeschichte genießen möchten. 

 

Gesamteindruck:
4 von 5 Punkten

  (5)
Tags: familiensaga, geschichte, goldene zwanziger, herkunft, historischer roman, industri, jetse, jüdin, lieb, liebesgeschichte, obere gesellschaft, spannung, vergangenheit, weimarer republi   (14)
 

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liebe, ehe, new york, erfolg, ruhm

Champagner und Stilettos

Lauren Weisberger , Martina Tichy , Regina Rawlinson
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.06.2011
ISBN 9783442474219
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: arbeit, beruf, beziehung, eh, glitzerwel, jetse, leben, liebe, musik, rockstar, ruhm, star sein   (12)
 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

südtirol, dolomiten, erster weltkrieg, gadertal, liebe

Ein Tal in Licht und Schatten

Marie Buchinger
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426517550
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
Als jüngstes Kind und einzige Tochter der Kastlungers wächst Elisabetha (Elisa) Anfang des 20. Jahrhunderts im Gadertal relativ abgeschottet von den Entwicklungen der Welt auf. Zusammenhalt in Familie und Nachbarschaft, arbeitsintensive Viehhaltung und Frömmigkeit prägen ihren Alltag. Als der Sohn des alten Costa, ihres Nachbarn, mit seiner italienischen Ehefrau und seinen drei Kindern zu Besuch kommt, erhascht Elisa erstmals einen Blick auf die Welt jenseits der Berge. Während sich Chiara, kaum älter als Elisa, damenhaft reserviert gibt, begegnet ihr deren älterer Bruder Vito schon offener; er spricht mutig Ladinisch und interessiert sich nicht nur für die italienische Heimat seiner Mutter, sondern auch für die Welt, in die sein Vater geboren wurde. Ihre Freundschaft festigt sich, als die Italiener nach Costas Tod dauerhaft ins Gadertal übersiedeln. Sosehr sich Vito auch an das Leben in den Bergen anpasst, ist er doch im Herzen ein Forscher und Entdecker und würde gern später Ingenieur. Doch dann wird ihm ein ordentlicher Strich durch die Rechnung gemacht: Durch einen Unglücksfall hat er, kaum erwachsen, für Hof und Familie zu sorgen, und in Europa beginnt ein Krieg. Gleich drei von Elisas Brüdern werden eingezogen, und als Italien in den Krieg eintritt, hält der Konflikt auch im Gadertal Einzug. Vito muss sich entscheiden: Bleibt er als Familienoberhaupt und Landwirt auf seinem Hof oder zieht er in den Krieg? Doch ist er Österreicher oder Italiener? Und Elisa ist kein unscheinbares kleines Mädchen mehr, sondern eine anziehende Heranwachsende, und Vito muss sich eingestehen, dass er längst mehr für sie empfindet als nur Freundschaft ... 

Meine Meinung: 
"Ein Tal in Licht und Schatten" ist der erste historische Roman von Diana Menschig, die hier unter dem Pseudonym Marie Buchinger schreibt und sich gleich eines sehr umfangreichen Themas angenommen hat. 
Mit viel Liebe für Land und Leute lädt sie uns zu einer Zeitreise ein ins Val Badia, das in ihrer Geschichte eine Zeit voller Veränderungen, eben Licht- und Schattenseiten, erfährt. Der Roman ist eine gelungene Mischung als Familiensaga, Heimat- und Historienroman. 
Vor der Kulisse der Dolomiten erzählt Marie Buchinger im Grunde die Geschichte zweier Familie, die durch den ersten großen Weltkonflikt des 20. Jh.s zusammengeschweißt werden. 
Sehr auf Authentizität bedacht, flicht die Autorin dabei nicht nur die ladinische Sprache ein, sondern zeigt auch die Hierarchien innerhalb der Familie auf. So ist Elisas Vater Josef unangefochtener Herr im Haus (und muss wie auch die Mutter gesiezt werden). Geradezu erwartungsgemäß zeigt er die Zuneigung zu seinen Kindern zunächst nur selten; erst im Laufe der Geschichte, darf auch er weicher werden. Selbst Nesthäkchen Elisa ist nicht vor einer Ohrfeige gefeit, Sohn Anton wird gar des Hofes verwiesen, als Lebensvorstellungen kollidieren, und auch Mischi, der Elisa vermutlich am nächsten steht, muss hart um die Gunst seines Pere arbeiten. Dennoch hält ein starkes Familiengefüge die Kastlungers zusammen, womit Elisa bereits früh einen gefestigten Charakter zeigt und schwierige Situationen mit unvorstellbarer Größe zu meistern weiß. Trotz ihres räumlich beschränkten Horizonts ist sie ein heller Kopf, wodurch sie unweigerlich zu Vito hingezogen wird.
Vitos Familie repräsentiert wiederum jene, die sich plötzlich in einer Art Niemandsland wiederfinden. Obwohl Vitos Vater Jakob ins Gadertal gehört, sind die Costas Fremde, Jakob Costa in seiner italienischen Schwiegerfamilie ebenso wie seine Frau Lucia und die drei Kinder Vito, Chiara und Giovanni später im Gadertal. Vergeblich versucht Jakob Costa, vor seinem Schwiegervater zu bestehen, und Vito, den man in den Bergen zum Veith machen will, vermisst die Weltoffenheit seiner italienischen Heimat. Heimisch werden sie dank der Hilfe der Kastlunger-Frauen, die unaufdringlich zur Seite zu stehen wissen. 
Und ebenso unaufdringlich lässt uns die Autorin am Leben in den Bergen teilhaben, indem sie über einen langen Zeitraum ihre Geschichte behutsam entspinnt. Obwohl die Vorkriegsjahre vergleichsweise ereignisarm verlaufen, tauchen wir mühelos in Elisas Leben ein und erleben mit Interesse, wie sie zu der Frau heranwächst, die wir am Ende des Romans in ein neues Leben nach dem Krieg verabschieden. 
Wir erleben ihr Licht und ihren Schatten, denn die Kriegsjahre, die personal erzählt im Wechsel durch Vitos und Elisas Augen verdeutlicht werden, fordern ihren Tribut. Während Vito erkennen muss, dass ein Teil der Ingenieurkunst, die er so bewunderte, Menschenleben um Menschenleben vernichtet, erlebt Elisa, wie ihr eigener Mikrokosmos immer kleiner wird. Nicht alle der Personen, die die Autorin in einer Übersicht vor der eigentlichen Geschichte vorstellt, werden wir wiedersehen, und die, denen wir erneut begegnen, werden verändert sein, voller Narben, die der Krieg hinterlassen hat. 
Die einzige Konstante bleibt die Liebe. Nicht einmal "nur" die Liebe, die Elisa und Vito füreinander empfinden, sondern auch die innerhalb und zwischen den Familien. Sie zu erkennen, scheint so manches Mal eine Hürde zu sein. 
Allerdings ist es gerade Elisas und Vitos Liebesgeschichte, die mich nicht so recht überzeugen wollte. Zu sehr rückten da körperliche Begierden (im Kontrast zur frommen Erziehung Elisas) in den Vordergrund, die großen Gefühle schwebten noch zu stark an der Oberfläche, und die Verknüpfung des roten Fadens war mir dann doch etwas zu abrupt; aber vielleicht ist auch das Abrupte ein Markenzeichen des Krieges.
Herstellungstechnisch hätte ich mir für diesen Roman einen Festeinband gewünscht. Nach der halben Lektüre drohte dem Wälzer der Rücken zu brechen und die Verleimung der Seiten macht einen sehr fragilen Eindruck. 
Das ändert nichts daran, dass Marie Buchinger mit "Ein Tal in Licht und Schatten" ein lesenswerter historischer Roman gelungen ist, in dem auf jeder Seite die Liebe zu dieser vom Schicksal nicht gerade verwöhnten Region und ihren Bewohnern spürbar wird.

Fazit:
Gut recherchierter historischer Roman, der in lebendigen Bildern eine Geschichte von Familie und Liebe vor der wechselhaften Kulisse der Dolomiten im Ersten Weltkrieg erzählt. Mit authentischer Sprache und weitgehendem Verzicht auf kitschige Szenerien dürfte "Ein Tal in Licht und Schatten" bei Lesern punkten, die sich für zeitgenössische Geschichten mit regionalem Bezug interessieren und sich gern von breit angelegten Handlungsrahmen vereinnahmen lassen.


4 von 5 Punkten

  (4)
Tags: 20, bergleben, elisa vito, erster weltkrieg, erziehun, gebirge, italien, krieg, licht, liebe, opfe, österreich, schatten, südtirol, zwanzigstes jahrhundert   (15)
 

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frankreich, zweiter weltkrieg, schwestern, resistance, 2. weltkrieg

Die Nachtigall

Kristin Hannah , Karolina Fell
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008856
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt: 

Als Vianne im Sommer 1939 fröhlich mit ihrer Familie ein friedliches Picknick genießt, ahnt sie noch nicht, dass ihr Mann Antoine kurze Zeit später eingezogen wird und sie mit ihrer kleinen Tochter Sophie allein im Haus ihrer Familie zurückbleiben muss. Ihre jüngere Schwester Isabelle widersetzt sich derweil hartnäckig der Internatserziehung. Sie will keine feine Dame werden, sondern in ihrem Leben Besonderes leisten. Also darf sie, wie schon unzählige Male zuvor, ihre sieben Sachen packen und zu ihrem Vater nach Paris zurückkehren. Angesichts der zunehmend angespannten Lage in der Hauptstadt und der ebenso angespannten Beziehung zu seinen Töchtern schickt der gebrochene Kriegsveteran seine Jüngste kurzerhand nach Carriveau zu Vianne. Auf der Reise erkennt Isabelle, wie stark Frankreich bereits vom Krieg erfasst ist: Flüchtlingsströme ziehen durch die Regionen, und auch Isabelle erreicht den alten Familiensitz Le Jardin nur mit Mühe und Not, nicht zuletzt mithilfe von Widerständler Gaeton, dem sie unterwegs begegnet ist. Vianne, die seit Jahren ein schlechtes Gewissen gegenüber ihrer Schwester pflegt, freut sich nicht unbedingt auf deren Ankunft. Zu heftig geraten die beiden verschiedenen Schwestern immer wieder aneinander. Und dann steht auch noch ein Hauptmann Beck vor der Tür. Inzwischen ist die Heimat der Schwestern besetzt, und der Deutsche besetzt nun auch noch befehlsgemäß Le Jardin. Um ihre Tochter zu schützen, duldet Vianne den Fremden im Haus. Isabelle jedoch hat es sich, jugendlich unbeherrscht, in den Kopf gesetzt, nicht die Hände in den Schoß zu legen und abzuwarten, dass Maréchal Pétain, in den Vianne ihre Hoffnungen legt, die Lage regelt. Isabelle will eine Kriegsheldin werden ...

 

Meine Meinung:

Kristin Hannahs "Die Nachtigall" zählt zu jenen Büchern, die mich wochenlang nicht loslassen wollten, und ich habe eine ganze Weile gebraucht, um Worte für eine Rezension zu finden. Dieser Roman, der äußerlich zurückhaltend edel anmutet, ist von solcher Kraft, dass das Innehalten schwerfällt, selbst wenn die Taschentücher aufgebraucht sind.

In der Regel schwer zu verdauen, sind Kriegsthemen nicht unbedingt mein Lieblingslesestoff. In ihrem Roman macht Kristin Hannah bewusst, dass siebzig Jahre eben doch nicht so viel Abstand schaffen, wie manch einer sich erhoffen mag, und zeichnet Parallelen, die nachdenklich stimmen und schwer im Magen liegen.

Gekonnt umspannt sie ihre personale Erzählung der Kriegsjahre mit einer Gegenwartshandlung, deren alte, kranke Ich-Erzählerin ihre Identität fast bis zum Schluss zu verbergen weiß. In einer Umgebung, in der es ihr vermeintlich an nichts fehlt, doch Verluste unendlich schwer wiegen, werden in ihren Erinnerungen nun zwei Frauen lebendig, die sinnbildlich für die Zurückgelassenen stehen: die Frauen, die tagtäglich ihren eigenen Kampf auszufechten haben, sei es um das Überleben ihrer Kinder und Freunde oder aber auch im Geheimen, auf Seiten des Widerstands. Als Gespenst verfolgt der Große Krieg noch immer die meisten von ihnen (und auch an den männlichen Figuren des Romans). Ohne ihre Figuren zu verurteilen, zeigt Hannah deren Entwicklung im erneuten Ausnahmezustand des nächsten Weltkrieges. Dabei ist "Die Nachtigall" keineswegs ein trivialer Frauenroman, sondern ein literarischer Beitrag zur Aufarbeitung der deutschen Besatzungszeit in Frankreich, die lange Zeit, wenn überhaupt, marginal thematisiert wurde. 

Schnell wird deutlich, dass es nicht immer nur Schwarz und Weiß gibt, vielleicht nicht einmal Richtig oder Falsch. Kollaboration und Widerstand werden an Viannes und Isabelles Beispiel neu beleuchtet, und immer wieder darf der Leser umdenken und seine Erwartungshaltung revidieren und so auch dem Begriff Mut eine neue Konnotation zugestehen.

Es gelingt der Autorin, ihre beiden Protagonistinnen gleichberechtigt zu behandeln. Bewusst erspart sie uns Pathos, das so manchem US-amerikanischem Roman unangenehm anhaftet. Jede Schwester erhält den ihr zustehenden Raum. Wird es bei der einen ruhiger, folgt ein gekonnter Schwenk zur anderen, um Längen vorzubeugen und den Ereignisreichtum der Geschichte hoch zu halten. Ganz gleich, ob Isabelle und Vianne im jeweiligen Handlungsstrang räumlich miteinander verbunden sind oder nicht, reflektieren ihre Szenen stets authentische Handlungen, die dem Kriegsalltag Rechnung tragen und zum Teil in geschichtlich belegte Ereignisse und Schauplätze eingebettet sind, die von der Autorin, wie dem Nachwort zu entnehmen ist, minutiös recherchiert wurden.  

Fiktiv oder real - es ist viel, das Kristin Hannah in ihrem Roman verpackt. Trotz einfühlsamer Erzählweise schont sie ihren Leser nicht und macht nur kleine literarische Zugeständnisse. Zu kitschig? Vielleicht wenn man nie Seelenbalsam braucht. 

Eingänglich schildert die Autorin die für beide Schwestern schicksalshaften Kriegsjahre mit all ihren Entbehrungen, all ihrem Leid. Die Kälte der Winter wird so präsent, dass dem Leser beim Halten des Buches die Finger zu gefrieren drohen. In Kauf genommen werden muss so auch die Plötzlichkeit von Ereignissen, die keine Zeit zum Verdauen lässt, den Schmerz aber noch greifbarer macht. Abrupt beschließt der Krieg Schicksale und ist überall präsent, in Hannahs kreativen Metaphern ebenso wie in der angemessen dosierten Liebesgeschichte.

Routiniert knüpft Kristin Hannah ihre wichtigsten Handlungsstränge und weiß, eine runde Geschichte zu erzählen. Dennoch gestattet sie es sich auch, Fragen aufzuwerfen, die eigene Interpretationen zulassen, und eben nicht alle Informationen mundgerecht zu servieren. Was bleibt, ist Respekt vor Frauen wie unseren Großmüttern.

 

Fazit: 

Lesenswerter Schicksalsroman, der detailreich, einfühlsam und kraftvoll die deutsche Besatzungszeit in Frankreich beleuchtet und mit nuancenreicher Figurenentwicklung überzeugt. Einnehmend. Aufwühlend. Nachhallend.

 

Gesamteindruck: 

5 von 5 Punkten

  (3)
Tags: besatzungszeit, erinnerunge, familie, frankreich, gefah, kollaboration, kristin hanna, lieb, mut, resistance, schicksal, schwester, tod, widerstand, zweiter weltkrieg   (15)
 

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113 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

liebe, romanze, familie, beziehung, romance

Frühstück im Bett

Susan Elizabeth Phillips , Eva Malsch
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.04.2013
ISBN 9783442381494
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: beziehung, eh, erb, iebesroman, liebe, romance, romanze, südstaatencharme   (8)
 

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

football, liebe, erbe, bimbo, sturheit

Ausgerechnet den?

Susan Elizabeth Phillips , Gertrud Wittich
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2016
ISBN 9783734103216
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: erbe, football, iebesroman, nachlass, reibereien, romanze   (6)
 

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225 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 12 Rezensionen

eishockey, liebe, assistentin, unfall, rachel gibson

Was sich liebt, das küsst sich

Rachel Gibson , Antje Althans
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.03.2011
ISBN 9783442473205
Genre: Liebesromane

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Tags: eishocke, liebesroman, reibereie, romanze   (4)
 

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liebesroman, erbe, verwicklungen

Du küsst so teuflisch gut

Susan Mallery
E-Buch Text
Erschienen bei CORA Verlag GmbH & Co. KG, 17.02.2011
ISBN B004UMNUR4
Genre: Liebesromane

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Tags: erbe, liebesroman, verwicklungen   (3)
 

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erotik, stalker, seal, gefahr, lust

Lust de LYX - Verhängnisvolles Verlangen

Michelle Raven
E-Buch Text: 80 Seiten
Erschienen bei e-book Egmont LYX, 20.11.2012
ISBN 9783802591235
Genre: Sonstiges

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Tags: erotik, gefahr, lieb, seal, sex   (5)
 

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erotik, sex, lust, one night stand, lust de lyx

Lust de LYX - Versuchung der Sinne

Lisa Renee Jones
E-Buch Text: 80 Seiten
Erschienen bei e-book Egmont LYX, 11.12.2012
ISBN 9783802591419
Genre: Erotische Literatur

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Tags: erotik, liebe, one night stand, sex   (4)
 

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liebe, montana, mord, ranch, testament

Der weite Himmel

Nora Roberts , Nina Bader
Flexibler Einband: 559 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.07.2007
ISBN 9783453502451
Genre: Krimi und Thriller

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Tags: beziehung, erbe, gefühl, lieb, montana, nora roberts, schwestern, thrill   (8)
 
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