Sit-Hathors Bibliothek

264 Bücher, 26 Rezensionen

Zu Sit-Hathors Profil
Filtern nach
264 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

46 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

a court of frost and starlight, feyre, highfantasy, high lord of the night court, liebe

A Court of Frost and Starlight (A Court of Thorns and Roses)

Sarah J. Maas
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury YA, 01.05.2018
ISBN 9781408890325
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zugegeben in diesem Zwischenband passiert nicht so viel wie in den drei Vorgängerbänden. Trotzdem für alle Fans der Serie ist es ein absoluter Leckerbissen. Die Geschichte ist wie eine Atempause nach dem schrecklichen Krieg gegen Hybern. Nun gilt es den Frieden im Reich zu stabilisieren und die Wunden des Krieges zu heilen. Der innere Zirkel des Hofs der Nacht ist damit beschäftigt Velaris wieder aufzubauen, die Grenzen zu sichern und die geknüpften Allianzen zu stärken. Und natürlich stehen Feyre und Rhysand weiterhin im Mittelpunkt und es gibt zwischen den beiden wunderschöne und innige Momente – und auch die ein oder andere Liebesszene, die es in sich hat.

Der Focus der Geschichte liegt auf den Entwicklungen in der Stadt Velaris, den Mitgliedern des Hofs der Träume und ihren Beziehungen zueinander. Zur Wintersonnenwende versammeln sich Rhysand, Feyre, Amren, Morrigan, Azriel, Cassian, Elain, Nesta und Varian im Stadthaus um miteinander zu feiern. Doch es gibt nicht nur glückliche Begegnungen, denn bei einigen der Versammelten hat der Krieg größere Wunden geschlagen als vermutet. Die einzelnen Kapitel werden zum größten Teil aus der Sicht von Feyre und Rhysand geschildert, aber zum ersten Mal erhalten auch Cassian, Morrigan und Nesta eine Stimme, denn einige der Kapitel sind aus ihrer Perspektive geschrieben. Man trifft auch einige der anderen Charaktere wieder, es gibt ein Wiedersehen mit Lucien und Tamlin, und in diesem Zusammenhang einige erstaunliche Entwicklungen.

Hier werden die Weichen für die weitere Handlung gestellt, die mit Sicherheit wieder actionreich und nervenaufreibend werden wird – diesmal wohl aus der Perspektive von Cassian, Azriel, Lucien, Nesta und Elain. Das Buch ist wie eine warme Winternacht. Ein Treffen mit alten Freunden in gemütlicher Atmosphäre am Kamin und einem guten Glas Wein. Ein Leckerbissen für alle Fans der ACOTAR-Serie.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Pyramiden und Sternentore

Frederic Krueger
Flexibler Einband
Erschienen bei Harrassowitz, O, 01.01.2014
ISBN 9783447100632
Genre: Sachbücher

Rezension:

Stargate hat mir  noch nie gefallen (ganz anders als z.B. Star Trek oder Starwars). Anfangs fand ich den Kinofilm einfach nur enttäuschend. Dass mir später die Serie, von der ich nur einige Folgen geschaut habe, im Nachhinein sogar irgendwie übel aufgestoßen ist, lag an der primitiven schwarz-weiß Malerei zwischen den "guten westlichen Amerikanern" und dem "bösen orientalischen Weltraum". Das war mir persönlich dann einfach zu plump. Und es tat mir um die Idee leid, denn aus ägyptischen Göttern als Außerirdische hätte man einen intelligenten und interessanten Film machen können – allerdings nicht mit einer derart ägyptophoben und amerikanozentrischen Grundhaltung. Die ägyptische Mythologie wurde hier bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, das wurde auch nicht durch die Pseudo-wissenschaftlichen Erklärungen von Dr. Daniel Jackson besser, dessen Figur als Alibi-Ägyptologe eine wissenschaftliche Objektivität vortäuschen sollte, was dann wiederum die Rechtfertigung für das militärische Vorgehen der "Weltraum-Amis" lieferte...Wie gesagt ich fand das Ganze einfach nur primitiv und  vorhersehbar.

Umso mehr interessierte mich eine ägyptologische Reflexion über dieses Thema. Insofern war ich sehr erfreut, als ich das Buch von Frederic Krüger entdeckte, das sich genau mit dieser Thematik beschäftigt. Der Ägyptologe  hat in seiner Magisterarbeit "Pyramiden und Sternentore", die in Stargate verwendeten Ägyptenbilder und -klischees detailliert untersucht und die entsprechenden Ideen bis in die biblische und griechisch-römische Rezeptionsgeschichte Ägyptens sowie in die Kolonialzeit zurückverfolgt.

Sehr anschaulich und übersichtlich gibt Frederic Krüger die Handlung des Films und der einzelnen Folgen wider, in denen ägyptische Gottheiten als Goa`uld Systemlords auftreten und untersucht auch die Methodik der Serie, einzelne Aspekte der ägyptischen Mythologie für den jeweiligen Plot umzudeuten und zu instrumentalisieren.

"So entsteht ein etwas seltsames "Pantheon", das zwar irgendwie multikulturell sein soll, sich dabei aber fast ausschließlich im "orientalischen" Götterspektrum bewegt und in der dramaturgischen Essenz ägyptisch bleiben muss. Denn es ist die Versklavung durch die Goa'uld-Pharaonen, die die ideale Legitimation für die Kolonisation durch das Sternentor liefert, bzw. selbige als modernen Exodus verklärt." (Seite 87)

In der Serie wird die Propagandaschlacht des "guten Westens" (also der Amerikaner) gegen den bösen Orient dann auf die Spitze getrieben:

"Das ägyptisch-orientalische Feindbild tritt umso deutlicher hervor, wenn wir uns vor Augen führen, dass ihm ein ebenso scharf gezeichneter, in den Weiten des Alls projizierter europäischer Kulturkreis gegenüber gestellt wird." (Seite 88)

"Die Götter der nordischen Mythologie spielen bei Stargate eine besonders wichtige Rolle. Das Bild, das sich bei der Verteilung der griechischen und römischen Namen aufdrängt, das nämlich zuallererst ägyptische und allgemein "orientalische" Religion als Inbegriff des bösen taugt, während die Götter Europas als Ahnherren, Beschützer, Auftraggeber und Freunde auftreten können, bestätigt sich hier." (Seite 90)

Darüberhinaus geht der Autor auch auf die Entwicklung der wissenschaftlichen Ägyptologie seit dem 19. Jahrhundert ein, deren Erkenntnisse durch die Entzifferung der Hieroglyphen das Ägyptenbild der Antike und auch die Geschichtsschreibung allgemein erweitert und teilweise relativiert haben. Neben den Quellen des Altertums gehört auch die Beschäftigung mit den zahlreichen Interpretationen Ägyptens im Spiegel anderer Kulturen zum Beschäftigungsfeld der heutigen Ägyptologen. Bei den Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichen Ägyptenbildern wird hier auch auf Jan Assmann eingegangen, der den Begriff der mosaischen Unterscheidung prägte.

"Ob der Exodus je stattgefunden hat, ist relativ belanglos. Es ist die Erinnerung an ihn, seine unablässige Rezeption durch die Bedürfnisse der Gegenwart, die ihn zum tragenden Mythos(...)macht." (Seite 49, zitiert nach Jan Assmann "Religion als Widerstand")

Die Forschungsergebnisse der Ägyptologie werden allerdings kaum von Filmemachern (außer bei guten Dokumentationen) genutzt und bleiben meist auf Universitäten, Museen und Ausstellungen beschränkt. Dies liegt an der Hartnäckigkeit vertrauter Ägypten-Klischees, die im kulturellen Gedächtnis verankert sind und sich deshalb wunderbar wiederaufgreifen lassen. Die Pupulärkultur bedient sich weiterhin an den 2. Haupt-Quellen und deren zahlreichen neuzeitlichen Rezeptionen: dem eher ägyptenfeindlichen Bild biblisch-christlicher und römischer Autoren (Sklavenhaus, Polytheismus, tiergestaltige Götter, dekadenter Orient,...) und dem mystisch-überhöhten Bild griechischer Autoren und Philosophen (uraltes Land der Weisheit und der Mysterien, Hieroglyphen, Einweihungen und geheime Bücher, das Wissen um das Leben und die Geheimnisse der Schöpfung). Aus diesen Weiterentwicklungen der Rezeptionsgeschichte Ägyptens wiederum bedienen sich dann Dritte. Da Hollywood sich stets selbst zitiert und tradiert, hat das Stargate-Ägyptenbild inzwischen einige Nachahmer gefunden und in der Esoterik  ist das Sternentor (obwohl für den Film frei erfunden) seit der Serie Stargate ebenfalls zu einer festen Größe geworden. Und so zeigt Frederic Krüger im umfangreichen Bildteil dieses Buches neben Szenesfotos  auch zahlreiche Stargate-Nachahmer und esoterische Buchcover, die mit der Totenmaske des Tutanchamun und einem Sternentor werben.

Ich danke Frederic Krüger für dieses wunderbare, hintergründige und höchst aufschlussreiche Buch.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(354)

767 Bibliotheken, 58 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

fantasy, sarah j. maas, liebe, feyre, fae

Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423762069
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Schlacht um Prythian hat begonnen.

Feyre ist an den Frühlingshof zurückgekehrt um ihn von innen heraus zu zerstören und die Pläne des Königreichs Hybern auszukundschaften, das damit begonnen hat Generäle und Truppen dorthin zu entsenden. Tamlin gegenüber spielt sie die traumatisierte Frau, die Abstand benötigt, während sie in Wirklichkeit treu zu Rhysand steht und als High Lady des Hofes der Nacht die Mitglieder des Frühlingshofes gegeneinander ausspielt. Doch Feyre unterschätzt die Gerissenheit der hybernischen Gesandten und befindet sich bald in tödlicher Gefahr.

Die Handlung zu beschreiben ohne zu viel zu verraten, fällt mir diesmal unglaublich schwer, der folgende Abschnitt enthält deshalb einige kleinere SPOILER.

Im Vergleich zum ersten Band hat Feyre eine unglaubliche Wandlung durchlaufen. Aus dem störrischen, sterblichen Mädchen ist eine mächtige, kluge und kühl kalkulierende Fey-Herrscherin geworden, die ihrem Seelengefährten Rhysand, dem High Lord des Nachthofes alle Ehre macht. Rhysand ist für seine verrückt-genialen Pläne ja bekannt und Feyre steht ihm da in nichts nach. Tamlin kann einem zu Beginn dieses Buches fast leid tun – fast. Denn letztendlich zahlt Feyre ihm nun alles zurück, was er ihr angetan hat. Vielleicht übertreibt sie es sogar ein bisschen, auf jeden Fall macht sie ihn damit so richtig wütend, was im Zuge der kommenden kriegerischen Handlungen noch zu einem unkalkulierbaren Risiko werden wird.

Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite und trotzdem kommen Gefühl und Humor, gerade in der ersten Hälfte des Buches nicht zu kurz. Feyres Wiedersehen mit Rhysand ist einfach wundervoll beschrieben. Liebevoll. Innig. Sinnlich. Und auch die Erotik kommt nicht zu kurz, da Rhysand kurzerhand alle aus dem Haus wirft um mit Feyre allein sein zu können. Lucien begegnet seiner Seelengefährtin Elain wieder, die allerdings völlig in ihrer Verzweiflung gefangen ist und ihrem sterblichen Verlobten nachtrauert. Azriel ist der einzige, zu dem sie nach und nach Vertrauen fasst. Zwischen Nesta und Cassian fliegen die Fetzen, während Morrigan unschöne Begegnungen mit ihrer Familie und ihrem ehemaligen Verlobten überstehen muss und Amren über uralten Geheimnissen brütet. Derweil sind auch Ianthe und Jurian mit von der Partie. Und wieder gilt: Es wird spannend und überraschend und nichts ist so, wie es scheint. Das alles beinhaltet geniale und spritzige Dialoge, sowie tragische, komische, absurde und einfach wunderschöne Momente.

Um Prythian zu verteidigen bemüht sich Rhysand alle sieben High Lords an einem Tisch zusammen zu bringen. Kein leichtes Unterfangen, da er mit Beron und Tamlin verfeindet ist und Tarquin die Sache mit den Blutrubinen auch noch nicht vergessen hat. Trotzdem gelingt es. Dieses Treffen am Hof des Morgens ist absolut großartig beschrieben. Man lernt sehr viel neues über Beron, Tarquin, Helion, Thesan, Kalias, sowie ihre Familien, Höfe und ihr Gefolge. Die Beziehungen, Intrigen und Fehden der Höfe untereinander sind genauso vielschichtig und faszinierend wie undurchschaubar. Durch Tamlins spontanes Auftauchen bei diesem Treffen wird alles, aber auch alles an aufgestauten Gefühlen auf den Tisch gebracht – denn natürlich wird Feyres Beziehung zu Rhysand von ihm in aller Öffentlichkeit breitgetreten. Und wieder ist es Rhysand, der einfach unglaublich wunderbar und überlegen reagiert. Doch dies ist angesichts des drohenden Krieges beinahe eine Nebensache, es geht um viel mehr und Einigkeit unter den sieben High Lords herzustellen ist die einzige Chance um Prythian zu retten.

Ab der zweiten Hälfte des Buches wird die Stimmung deutlich düsterer und bedrückender. Rhysand und seine Gefährten verlassen Velaris und begeben sich ins Heerlager. Der High Lord der Nacht hat es zwar geschafft die Höfe von Prythian im Kampf gegen Hybern zu vereinen, doch trotz allem sind die von Amarantha geschwächten Armeen in der Unterzahl. Zudem erweisen sich die Höfe des Herbstes und des Frühlings als unsichere Alliierte. Es gilt neue Verbündete zu finden und Zugeständnisse zu machen, doch Rhysand, Feyre und ihr innerer Kreis arbeiten gegen die Zeit und gegen einen uralten und durchtriebenen Feind, der mit dem Kessel die Macht der Schöpfung kontrolliert und ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Sarah J. Maas verlangt ihren Protagonisten in diesem Buch alles, aber auch alles ab. Jeder von ihnen muss schmerzliche Opfer bringen, lange bevor sich die Armeen von Prythian und Hybern schließlich in der epischen Endschlacht gegenüberstehen. Rhysand, Feyre, Morrigan, Amren, Cassian, Azriel sie alle kommen nach und nach an ihre Grenzen und sind letztlich bereit ihr Leben zu geben um Prythian vor dem Untergang zu bewahren. Dasselbe gilt für Nesta, Lucien und Elain und für die anderen Highlords und ihre Familien. Denn es geht um alles oder nichts in diesem Krieg.

Die Schlachten sind brutal und verstörend. Die Waffen, ob magisch oder mechanisch sind verheerend. Die Strategien, die Fehlschläge, die Verluste, dies alles ist beklemmend realistisch und bedrückend beschrieben. Und immer wieder quält Feyre die Angst, dass Rhysand einen zu hohen Preis in diesem Krieg bezahlen muss, denn auf seinen Schultern lastet das Schicksal der sieben Höfe.

"Feyre Archeron." A labored breath. " I told you ­ to stay with the High Lord. And you did."

Its warning to me that first time we'd met. "You ­ you meant Rhys." All this time. All this time ­

"Stay with him...and live to see everything righted."

"yes I did – and I was."

"No - not yet. Stay with him."

"I will." I always would. 

(Feyre und der Suriel auf Seite 538)

 

Ich habe mit Rhysand und Feyre gelacht und geweint, gezittert und gefiebert, war gerührt, am Boden zerstört und zutiefst erleichtert. Und einmal blieb mir fast vor Schreck das Herz stehen. (Ihr werdet noch sehen, was ich meine.)

Dieses Buch hat mich fertig gemacht­, so richtig! Die epischen Schlachten und verschlungenen Schicksale darin kann ich nur mit einem vergleichen: mit der Schlacht um Mittelerde. Und wirklich - auch bei ACOWAR gilt: Wenn nur einer der Gefährten versagt, ist alles verloren.

Ich liebe dieses Buch, ich liebe diese Reihe, ich liebe die Charaktere. Und ich wünsche mir mehr davon. Ich bin Sarah J. Maas zutiefst dankbar, dass sie diese wunderschöne Welt erschaffen und mit ihren Lesern geteilt hat!

Es gilt dasselbe wie bei ACOMAF: 5 Sterne sind viel zu wenig für dieses epische Meisterwerk.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

44 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

fantasy, sarah j. maas, throne of glass, high fantasy, bloomsbury

Tower of Dawn

Sarah J. Maas
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Childrens, 05.09.2017
ISBN 9781408887974
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Empire of Storms

Sarah J. Maas
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury USA Childrens, 05.09.2017
ISBN 9781619636095
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(321)

694 Bibliotheken, 18 Leser, 4 Gruppen, 51 Rezensionen

magie, throne of glass, fae, liebe, fantasy

Throne of Glass - Königin der Finsternis

Sarah J. Maas , Tanja Ohlsen
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423717076
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(515)

949 Bibliotheken, 41 Leser, 7 Gruppen, 68 Rezensionen

magie, throne of glass, fae, hexen, wendlyn

Throne of Glass - Erbin des Feuers

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716536
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(625)

1.067 Bibliotheken, 32 Leser, 5 Gruppen, 89 Rezensionen

magie, throne of glass, fantasy, liebe, fae

Throne of Glass - Kriegerin im Schatten

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716529
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(983)

1.833 Bibliotheken, 59 Leser, 6 Gruppen, 177 Rezensionen

fantasy, throne of glass, assassinin, magie, champion

Throne of Glass - Die Erwählte

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716512
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

58 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

emma, feengeküsst, kiss of fay, kiss of fay - das geheimnis der feentochter i, krystal

Kiss of Fay

Maria M. Lacroix , Anja Uhren
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 27.11.2017
ISBN 9783959912051
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(149)

259 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

fantasy, liebe, feyre, magie, feen

A Court of Mist and Fury

Sarah J. Maas
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury USA Childrens, 03.05.2016
ISBN 9781619634466
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

181 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

fantasy, feen, cathal, drachenmond verlag, maria m. lacroix

Secrets - Das Geheimnis der Feentochter

Maria M. Lacroix , Anja Uhren
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.07.2017
ISBN 9783959912044
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit 15 Jahren mußte die Halbelfe Nessya aus dem Sid / der Feenwelt fliehen und lebt seitdem unerkannt im Exil unter den Menschen. Bei einem Urlaub nach Clare Island entdeckt sie durch Zufall die Leiche einer jungen Frau, die den Sluagh-Dämonen zum Opfer gefallen ist und gerät so ins Visier von Cathal, dem gefürchteten Heerführer der wilden Jagd. Zunächst will der Sluagh-Fürst die lästige Zeugin einfach beseitigen, denn Menschenleben zählen nicht viel in den Augen der Fay. Doch Nessya ist nur zur Hälfte ein Mensch und weiß sich sehr effektiv zu wehren. Beeindruckt von den Fähigkeiten der Halbelfe heilt Cathal nicht nur ihre Verletzungen, sondern macht ihr auch ein gefährliches Angebot - seine Geliebte zu werden und unter seinem Schutz in die Welt der Fay zurückzukehren. Nessya lehnt sein Angebot ab, aber als ihre Freundin Emma von einem Dämonenprinzen in den Sid entführt wird, bleibt ihr nichts anderes übrig als Cathal um Hilfe zu bitten.

Nessya ist nicht nur eine sehr sympathische, sondern auch kluge und überlegt handelnde Protagonistin, die gelernt hat in zwei Welten zu überleben. Da sie im Sid aufgewachsen ist kennt sie sich mit den komplizierten Regeln und völlig anderen Moralvorstellungen der Fay bestens aus und kann sich durch geschicktes und diplomatisches Verhandeln oft aus sehr bedrohlichen Situationen hinauswinden – besonders in den Gesprächen mit Cathal.

"Guten Abend, Gefäß" grüßte der Seelenfänger und lächelte. "Ich hätte gerne einen überteuerten Vanilla Latte to go mit entkoffeiniertem Kaffee und fettreduzierter Sojamilch. Und deine Entscheidung."

Cathal ist der klassische charmante Bad-Boy in der Geschichte. Der charismatische Heerführer wird selbst von den Fay gefürchtet. Er besucht die Meschenwelt um sich mit menschlichen Frauen zu vergnügen und macht Jagd auf dunkle Seelen, die er an seine Dämonen verfüttert. Manchmal kombiniert er dabei auch das eine mit dem anderen. Im Sid gilt er als Halbblut und gehört zu den Unseelie, mit denen sich keine der Elfen einlassen würde. Als er der Halbelfe Nessya begegnet und ihr magisches Potenzial erkennt, beschließt er sie zu seiner Geliebten zu machen. Was nicht so einfach ist, wie er sich das vorgestellt hat, zumindest nicht ohne selbst Gefühle zuzulassen.

Die Geschichte hat eine dunkel- erotische Grundstimmung und ist gleichzeitig frech und spritzig erzählt: Eine Mischung, die mir sehr gut gefallen hat. Die Unterschiede zwischen der Fay- und Menschenwelt werden wunderbar beschrieben. Aufgrund der völlig unterschiedlichen Moralvorstellungen und Gesetze der beiden Welten muss Nessya oft einen Drahtseilakt leisten und kommt dabei in völlig absurde Situationen.

Kritikpunkte: Die Charaktere könnten noch etwas mehr ausgearbeitet sein und die Entwicklung der Beziehung zwischen den Protagonisten ging mir an manchen Stellen etwas zu schnell. Auch hätte mich interessiert wie Nessya es geschafft hat die Tarnung ihrer menschlichen Existenz aufzubauen, was für eine Halbelfe ohne Magie in der Menschenwelt ja nicht ganz einfach sein dürfte. Hier hätte ich mir etwas mehr Ausarbeitung gewünscht. Außerdem gibt es einige Rechtschreibfehler und unglückliche Formulierungen. Insgesamt ist dies jedoch Kritik auf hohem Niveau, was vielleicht auch daran liegt, dass ich gerade "Das Reich der sieben Höfe"und "Throne of Glass" von Sarah J. Maas gelesen habe und davon immer noch geflasht bin, was die Messlatte extrem hoch gelegt hat.

Fazit: Eine schöne düster-romantische Story mit frechen Dialogen und ungewöhnlichen Wendungen. Insgesamt: 4,5 Sterne

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(101)

188 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

fantasy, sarah j. maas, magie, liebe, a court of wings and ruin

A Court of Wings and Ruin

Sarah J. Maas
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Childrens, 02.05.2017
ISBN 9781408857908
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Schlacht um Prythian hat begonnen.

Feyre ist an den Frühlingshof zurückgekehrt um ihn von innen heraus zu zerstören und die Pläne des Königreichs Hybern auszukundschaften, das damit begonnen hat Generäle und Truppen dorthin zu entsenden. Tamlin gegenüber spielt sie die traumatisierte Frau, die Abstand benötigt, während sie in Wirklichkeit treu zu Rhysand steht und als High Lady des Hofes der Nacht die Mitglieder des Frühlingshofes gegeneinander ausspielt. Doch Feyre unterschätzt die Gerissenheit der hybernischen Gesandten und befindet sich bald in tödlicher Gefahr.

Meine Eindrücke zu beschreiben ohne zu viel zu verraten, fällt mir diesmal unglaublich schwer, der folgende Abschnitt enthält deshalb einige kleinere SPOILER.

Im Vergleich zum ersten Band hat Feyre eine unglaubliche Wandlung durchlaufen. Aus dem störrischen, sterblichen Mädchen ist eine mächtige, kluge und kühl kalkulierende Fey-Herrscherin geworden, die ihrem Seelengefährten Rhysand, dem High Lord des Nachthofes alle Ehre macht. Rhysand ist für seine verrückt-genialen Pläne ja bekannt und Feyre steht ihm da in nichts nach. Tamlin kann einem zu Beginn dieses Buches fast leid tun – fast. Denn letztendlich zahlt Feyre ihm nun alles zurück, was er ihr angetan hat. Vielleicht übertreibt sie es sogar ein bisschen, auf jeden Fall macht sie ihn damit so richtig wütend, was im Zuge der kommenden kriegerischen Handlungen noch zu einem unkalkulierbaren Risiko werden wird.

Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite und trotzdem kommen Gefühl und Humor, gerade in der ersten Hälfte des Buches nicht zu kurz. Feyres Wiedersehen mit Rhysand ist einfach wundervoll beschrieben. Liebevoll. Innig. Sinnlich. Und auch die Erotik kommt nicht zu kurz, da Rhysand kurzerhand alle aus dem Haus wirft um mit Feyre allein sein zu können. Lucien begegnet seiner Seelengefährtin Elain wieder, die allerdings völlig in ihrer Verzweiflung gefangen ist und ihrem sterblichen Verlobten nachtrauert. Azriel ist der einzige, zu dem sie nach und nach Vertrauen fasst. Zwischen Nesta und Cassian fliegen die Fetzen, während Morrigan unschöne Begegnungen mit ihrer Familie und ihrem ehemaligen Verlobten überstehen muss und Amren über uralten Geheimnissen brütet. Derweil sind auch Ianthe und Jurian mit von der Partie. Und wieder gilt: Es wird spannend und überraschend und nichts ist so, wie es scheint. Das alles beinhaltet geniale und spritzige Dialoge, sowie tragische, komische, absurde und einfach wunderschöne Momente.

Um Prythian zu verteidigen bemüht sich Rhysand alle sieben High Lords an einem Tisch zusammen zu bringen. Kein leichtes Unterfangen, da er mit Beron und Tamlin verfeindet ist und Tarquin die Sache mit den Blutrubinen auch noch nicht vergessen hat. Trotzdem gelingt es. Dieses Treffen am Hof des Morgens ist absolut großartig beschrieben. Man lernt sehr viel neues über Beron, Tarquin, Helion, Thesan, Kalias, sowie ihre Familien, Höfe und ihr Gefolge. Die Beziehungen, Intrigen und Fehden der Höfe untereinander sind genauso vielschichtig und faszinierend wie undurchschaubar. Durch Tamlins spontanes Auftauchen bei diesem Treffen wird alles, aber auch alles an aufgestauten Gefühlen auf den Tisch gebracht – denn natürlich wird Feyres Beziehung zu Rhysand von ihm in aller Öffentlichkeit breitgetreten. Und wieder ist es Rhysand, der einfach unglaublich wunderbar und überlegen reagiert. Doch dies ist angesichts des drohenden Krieges beinahe eine Nebensache, es geht um viel mehr und Einigkeit unter den sieben High Lords herzustellen ist die einzige Chance um Prythian zu retten.

Ab der zweiten Hälfte des Buches wird die Stimmung deutlich düsterer und bedrückender. Rhysand und seine Gefährten verlassen Velaris und begeben sich ins Herrlager. Der High Lord der Nacht hat es zwar geschafft die Höfe von Prythian im Kampf gegen Hybern zu vereinen, doch trotz allem sind die von Amarantha geschwächten Armeen in der Unterzahl. Zudem erweisen sich die Höfe des Herbstes und des Frühlings als unsichere Alliierte. Es gilt neue Verbündete zu finden und Zugeständnisse zu machen, doch Rhysand, Feyre und ihr innerer Kreis arbeiten gegen die Zeit und gegen einen uralten und durchtriebenen Feind, der mit dem Kessel die Macht der Schöpfung kontrolliert und ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Sarah J. Maas verlangt ihren Protagonisten in diesem Buch alles, aber auch alles ab. Jeder von ihnen muss schmerzliche Opfer bringen, lange bevor sich die Armeen von Prythian und Hybern schließlich in der epischen Endschlacht gegenüberstehen. Rhysand, Feyre, Morrigan, Amren, Cassian, Azriel sie alle kommen nach und nach an ihre Grenzen und sind letztlich bereit ihr Leben zu geben um Prythian vor dem Untergang zu bewahren. Dasselbe gilt für Nesta, Lucien und Elain und für die anderen Highlords und ihre Familien. Denn es geht um alles oder nichts in diesem Krieg.

Die Schlachten sind brutal und verstörend. Die Waffen, ob magisch oder mechanisch sind verheerend. Die Strategien, die Fehlschläge, die Verluste, dies alles ist beklemmend realistisch und bedrückend beschrieben. Und immer wieder quält Feyre die Angst, dass Rhysand einen zu hohen Preis in diesem Krieg bezahlen muss, denn auf seinen Schultern lastet das Schicksal der sieben Höfe.


"Feyre Archeron." A labored breath. " I told you ­ to stay with the High Lord. And you did."

Its warning to me that first time we'd met. "You ­ you meant Rhys." All this time. All this time ­

"Stay with him...and live to see everything righted."

"yes I did – and I was."

"No - not yet. Stay with him."

"I will." I always would.

(Feyre und der Suriel auf Seite 538)

 

Ich habe mit Rhysand und Feyre gelacht und geweint, gezittert und gefiebert, war gerührt, am Boden zerstört und zutiefst erleichtert. Und einmal blieb mir fast vor Schreck das Herz stehen. (Ihr werdet noch sehen, was ich meine.)

Dieses Buch hat mich fertig gemacht­, so richtig! Die epischen Schlachten und verschlungenen Schicksale darin kann ich nur mit einem vergleichen: mit der Schlacht um Mittelerde. Und wirklich - auch bei ACOWAR gilt: Wenn nur einer der Gefährten versagt, ist alles verloren.

Ich liebe dieses Buch, ich liebe diese Reihe, ich liebe die Charaktere. Und ich wünsche mir mehr davon. Ich bin Sarah J. Maas zutiefst dankbar, dass sie diese wunderschöne Welt erschaffen und mit ihren Lesern geteilt hat!

Es gilt dasselbe wie bei ACOMAF: 5 Sterne sind viel zu wenig für dieses epische Meisterwerk.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(646)

1.271 Bibliotheken, 77 Leser, 1 Gruppe, 166 Rezensionen

fantasy, das reich der sieben höfe, liebe, fae, sarah j. maas

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Reich der sieben Höfe (ACoMaF) gehört ab sofort zu meinen absoluten Lieblingsbüchern!!! Ein Buch, das man auch nach der letzten Seite nicht aus der Hand legen kann, sondern immer und immer wieder aufschlagen und lesen will. Ich habe es zuerst auf Deutsch und dann nochmal auf Englisch gelesen – und direkt anschließend den dritten Teil A Court of Wings and Ruin (der erst im März 2018 in deutscher Übersetzung erscheinen wird), denn ich konnte es einfach nicht abwarten.

Die ganze Serie von Sarah J. Maas ist absolut grandios und ist für mich persönlich die beste Serie seit George R.R. Martins Das Lied von Eis und Feuer – nur natürlich ganz anders.

Die Geschichte spielt in der Welt Prythian, die von sieben Highlords regiert wird – ich glaube über den Inhalt ist hier schon genug gesagt worden – deshalb nur ganz kurz.

Nach ihrem Sieg über Amarantha und ihrer Rückkehr an den Frühlingshof, versucht Feyre mit den traumatischen Erlebnissen Unter dem Berg fertig zu werden, was ihr aber nicht wirklich gelingt, insbesondere weil Tamlin vor allem daran gelegen ist den Schein nach außen zu wahren und der Welt ein intaktes Reich zu präsentieren. Feyre versucht die glückliche Braut an seiner Seite zu spielen, verkümmert aber innerlich immer mehr. Als Rhysand bei Feyres Hochzeit auftaucht und die Erfüllung des Vertrages einfordert, erscheint die eine Woche im Monat, die sie bei ihm am Hof der Nacht verbringen muss, mehr und mehr wie eine Zuflucht. Und der Highlord der Nacht versprüht nicht nur seinen berühmten Charme sondern enthüllt ihr auch nach und nach Geheimnisse, die alles auf den Kopf stellen, was Feyre (und der Leser) über das Reich der sieben Höfe zu wissen glaubte.

Feyres Alpträume und Ängste am Anfang sind absolut nachvollziehbar, bedenkt man, was sie erlebt hat und was sie tun musste um Tamlin zu befreien. Seit dem ersten Band ist sie merklich gereift und hat kontinuierlich dazu gelernt. Womit sie nun nicht klar kommt ist die Diskrepanz zwischen dem Glück, das sie spüren sollte, das man von ihr erwartet und der Schuld, die sie auf sich geladen hat. Hinzu kommt, dass Tamlin sie von allen wichtigen Entscheidungen ausschließt und versucht sie von der Welt abzuschirmen und zu beschützen. So beginnt dieser zweite Teil der Geschichte zwar etwas langsamer und nachdenklicher, aber innerhalb der Handlung absolut authentisch.

Tja und dann kommt Rhysand, bzw. Rhys ins Spiel und zeigt Feyre eine andere Perspektive auf, eine Welt, in der sie gefordert und gebraucht wird und ihre Fähigkeiten weiter entwickeln kann – wenn sie es nur wagt. Seine stetigen Versuche sie aufzuheitern und aus der Reserve zu locken sind dabei einfach genial beschrieben. Er provoziert sie und sie provoziert zurück bis die Stimmung zwischen beiden so knistert, dass die Seiten den Buches Feuer fangen würden, wenn sie magisch wären.

Die Liebesgeschichte ist dabei geschickt in die epische Handlung um die Intrigen zwischen den Höfen und den drohen Krieg mit dem Königreich Hybern eingebettet, die Ereignisse überschlagen sich ab dem 2. Drittel des Buches und die Spannung steigt und steigt und steigt – bis zum fulminanten Show down.

Unbedingt erwähnen muss ich natürlich hier Amren, Morrigan, Azriel und Cassian. Die Mitglieder von Rhysands innerem Kreis sind mit so viel Liebe zum Detail beschrieben, dass ihre Charaktere und Unterhaltungen absolut lebensecht wirken. Daneben spielen auch der Highlord des Sommerhofs, diverse magische Wesen und Feyres Schwestern eine Rolle im Plot dieser Geschichte, die sich am Ende dramatisch zuspitzt.

Mir hat sich mit diesem Roman eine ganz neue fantastische Welt erschlossen, die schillernder und schöner kaum sein kann. Und Rhysand und Feyre– Oh mein Gott! Was sich im ersten Teil schon angebahnt hat, nimmt jetzt so richtig Fahrt auf. Ich hatte mir diese Richtung ja nach dem ersten Band erhofft... aber das! Alle Erwartungen wurden haushoch übertroffen –  und so geht es auch im dritten Band weiter: VERFÜHRERISCH - ATEMBERAUBEND –- EPISCH

Ich bin begeistert von dieser Geschichte und verneige mich zutiefst vor der Virtuosität, mit der Sarah J. Maas diese Geschichte komponiert hat. Ein Geniestreich. Ich bin restlos begeistert.

Und nun zu einigen Details: Achtung dieser Teil enthält SPOILER

Die Meinungen zu diesem 2. Band teilen sich in 2 Kategorien: Die meisten sind hin und weg von Rhysand und Feyre (man beachte die beeindruckende Fan Art im Internet!) und einige trauern der Liebesgeschichte mit Tamlin nach, die hier zuende geht. Ich muss sagen, dass auch ich die Trennung am Anfang des Buches traurig fand, obwohl Rhysand mich vom ersten Augenblick an fasziniert hat. Trennungen sind immer eine schlimme Sache und Feyres Gedanken dazu sind sehr authentisch beschrieben. Sie hat alles für Tamlin geopfert und muss nun feststellen, dass ihre Beziehung zu ihm in eine schwere Kriese geraten ist. Sein Kontrollzwang droht sie zu ersticken und gleichzeitig ist er nicht fähig über sein eigenes Trauma zu sprechen. Doch im Grunde hatten Tamlin und Feyre schon immer Kommunikationsprobleme. Tamlin ist ein Beschützer, der seine Partnerin lieber von allen Bedrohungen und schwierigen Entscheidungen abschirmen möchte. Trotz der Anziehungskraft zwischen den beiden und einigen romantischen Szenen haben sie sich schon seit der Hälfte von Band 1 nicht mehr als Paar weiterentwickelt. Im Grunde sind sie nie über den Punkt der anfänglichen Verliebtheit hinausgekommen und werden nun von der Realität eingeholt.

Tamlins Absichten sind dabei alles andere als böse, er meint es gut – aber gut gemeint ist in diesem Fall eben das Gegenteil von gut und Feyre erkennt immer mehr, dass sie sich unglücklich und eingeengt fühlt.

"Ich hatte den Highlord geliebt, der mir die Zeit, die Sicherheit und die Geborgenheit gegeben hatte, die ich brauchte, um zu malen. Vielleicht würde ein kleiner Teil von mir ihn immer irgendwie lieben. Aber Amarantha hatte uns beide zerstört. Oder mich so sehr, dass der Mann, der er war, nicht länger zu der Frau passte, die ich geworden war" (Feyre in Kapitel 48)

Die Autorin hat diese Kehrtwende um 180 Grad virtuos geplant. Sofort nach Band 2 habe ich den ersten Teil nochmal gelesen – diesmal zwischen den Zeilen und viel aufmerksamer ­ und dabei die sehr geschickt eingestreuten Hinweise und Doppeldeutigkeiten (z.B. in der Wortwahl des Suriel) entdeckt. Die Symbolik spielt mit dem Grundthema aus "Die Schöne und das Biest" und zwar auf mehreren Ebenen. Man muss wirklich lernen hinter die Masken blicken. Tamlin trägt im ganzen ersten Teil eine Gesichtsmaske, die er erst nach dem Ende von Amaranthas Schreckensherrschaft absetzen kann. Das Gleiche gilt im übertragenen Sinn aber auch für Rhysand. Im zweiten Band zeigen beide ihr wahres bzw. ihr anderes Gesicht.

Letztendlich gilt für den Leser dieser Reihe der gleiche Rat, den auch Feyre von Alis im ersten Band erhält

"Vertraue niemandem(...)Deine Sinne sind dein ärgster Feind und warten nur darauf, dich zu täuschen" (Das Reich der Sieben Höfe Band 1, S. 338)

Wenn man das beherzigt ist Tamlins Wandel gar nicht überraschend und auch keine komplette Charakteränderung. Auf keinen Fall ist es so, dass die Autorin die Hauptfigur Tamlin "plötzlich einfach nur loswerden will", wie von einem Rezensenten hier unterstellt wurde. Das Gegenteil ist der Fall: der Plot dazu ist schon im ersten Band angelegt, allerdings so raffiniert, dass man es leicht übersehen kann. Man muss den ersten Band sehr aufmerksam lesen: Auch im ersten Band tut sich Tamlin sehr schwer damit, Feyre irgendetwas zu erklären. Das tut er eigentlich nie und Feyre gibt sich damit zufrieden, da sie zu diesem Zeitpunkt viel zu sehr mit sich selbst, bzw. ihren anerzogenen Ängsten und Vorurteilen beschäftigt ist. Für viele Dinge, die Tamlin verschweigt, kann man zwar den Fluch verantwortlich machen, aber an Calanmai z.B. hätte er Feyre definitiv sagen können, warum er ihr die Teilnahme an der Feier verbietet, er tut es aber nicht. Im Grunde verhält sich Tamlin seiner Rolle als High Lord entsprechend wie ein Feudalherr. Seine herrische und bestimmende Art ist einfach ein Charakterzug, mit der Feyre als Menschenmädchen nur besser umgehen konnte. Doch nun wandelt sie sich allmählich zu einer selbstbewussten High Fay. Sie ist plötzlich sebst mächtig und unsterblich und sie wird erwachsen.

"Fae-Männer waren besitzergreifend, dominant und arrogant, aber bei den Männern des Frühlingshofs saß unter der Oberfläche noch eine gewisse Rücksichtslosigkeit." (Feyre in Das Reich der Sieben Höfe Band 2, Kapitel 48)

Unter dem Berg verhielt sich Tamlin die meiste Zeit passiv und ließ Feyre mit ihren Prüfungen allein. Hilfe erhielt sie in dieser Zeit nur von Lucien, der Lady des Herbsthofes und Rhysand, dem High Lord der Nacht, der ihr trotz seines gefährlichen Doppelspiels mehr als einmal das Leben rettete. Auch Rhysand hat seine ganze Macht wiedererlangt und versucht nun den drohenden Krieg mit dem Königreich Hybern abzuwenden. Indem er sich auf den Vertrag beruft, zwingt er Feyre dazu eine Woche im Monat bei ihm am Hof der Nacht zu verbringen. Er tut in dieser Zeit alles um Feyre aus ihrer Traurigkeit und Verzweiflung herauszuholen, bringt ihr Lesen und Schreiben bei und lehrt sie mentale Selbstverteidigung. Auch wenn Rhysands Methoden dabei recht eigenwillig sind, schafft er es doch Feyre aus der Reserve zu locken.

"'Ich sage das nur einmal, nur ein einziges Mal' sagte Rhysand sanft und ging langsam zu der Karte an der Wand. 'Du kannst der Bauer in diesem Schachspiel sein, der Siegespreis für einen High Lord, und kannst den Rest deines unsterblichen Lebens damit zubringen, zu katzbuckeln und so zu tun, als wärst du weniger wert als Tamlin, als Ianthe, als irgendwer von uns. Wenn du diesen Weg gehen willst, von mir aus. Es wäre eine Schande, aber die Entscheidung liegt ganz bei dir.' Wieder flackerte der Flügelschatten hinter ihm auf. 'Aber ich kenne dich ­ besser als du denkst ­ und ich glaube keine Sekunde, dass es dir gefallen würde, eine hübsche Trophäe für einen...Mann zu sein, der fast fünfzig Jahre lang auf seinem Hintern gehockt hat und dann keinen Finger rührte, als man dir das Leben aus dem Leib prügelte ...'" (Kapitel 7)

Letztendlich möchte Rhysand Feyre als Kämpferin und Verbündete an seiner Seite haben. Tamlin hält von dieser Idee allerdings gar nichts, er misstraut Rhysand zutiefst und weigert sich zu erkennen, wie sehr Feyre eine sinnvolle Aufgabe braucht um über ihr Trauma hinwegzukommen. Feyre gibt ihm nach, was allerdings am Ende nur dazu führt, dass sie sich irgendwann gegen Tamlins Entscheidung auflehnt und der sie daraufhin im Haus einsperrt.

Rhysand erscheint einmal mehr als Feyres Retter und gewährt ihr Zuflucht am Hof der Nacht. Die Beziehung zwischen den beiden ist anfangs alles andere als harmonisch, sie necken und streiten sich bei jeder Gelegenheit – und trotzdem hat gerade diese Hassliebe den gewissen Reiz.

"Muss ich vor Dir auf die Knie fallen? Willst du das?" "Ich will, dass du ein normales Gespräch mit mir führst. Angefangen vielleicht mit 'Guten Morgen'. Dann sehen wir, wie weit wir kommen." (Feyre und Rhysand in Kapitel 7)

Rhys zeigt Feyre den Hof der Träume, die verborgene Stadt Velaris, wo sie die Mitglieder seines inneren Zirkels kennenlernt. Am Hof der Träume beginnt Feyres Training erst richtig. Nicht nur ihre erwachenden magischen Kräfte werden ausgebildet, Rhysand sorgt auch dafür, dass sie lernt zu kämpfen. Und dabei schickt er sie des Öfteren in gefährliche Situationen, aus denen sie sich nur durch ihre eigenen Fähigkeiten befreien kann. Doch Feyre behauptet sich, wächst an ihren Aufgaben und wird nach und nach ein vollwertiger Teil von Rhys' innerem Zirkel. Und ab diesem Punkt geht es auch zwischen Rhysand und Feyre richtig zur Sache. Was bisher vor allem aus Wortgefechten und gegenseitigen Necken und Flirten bestand, wird nun ernst – und auch sehr erotisch. Eine meiner Lieblingsszenen spielt im Thronsaal des Hofs der Nacht, wo Feyre (wie schon Unter dem Berg) als Rhysands Geliebte auftritt. Die Szene ist verdammt heiß, denn was eigentlich als Show und Ablenkungsmanöver geplant war, bringt Feyre endlich dazu, ihre Gefühle für Rhysand zuzulassen.

"Und in den darauffolgenden Stunden war ich im Geiste immer noch bei dem High Lord, dessen Hände, Mund und Körper mich erweckt hatten, mich brennen ließen. Ich hatte nichts vergessen, hatte weder Schmerz noch Kummer ausgesperrt. Aber ich fühlte mich...lebendig. Er hatte den gläsernen Sarg zerschlagen, in dem ich monatelang geschlafen hatte, und mich wachgerüttelt. Der High Lord, dessen Macht mir keine Angst einjagte. Dessen Zorn mich nicht erschütterte. Ich wusste nicht mehr, wo ich stand. Irgendwo zwischen allen Stühlen, würde ich sagen. Und knietief im Schlamassel." (Feyre in Kapitel 42)

Die Beziehung von Feyre und Tamlin konnte mich schon im ersten Band nicht komplett überzeugen. sie wirkte zu märchenhaft , zu perfekt. Unter dem Berg wechselte die Geschichte jedoch vom Märchenhaften ins Mythologische und wurde erwachsener, brutaler und erotischer. Im gleichen Zug ist auch Feyre erwachsener und emanzipierter geworden. Die Autorin spielt dabei mit Märchenelementen wie "Die Schöne und das Biest" und Mythen wie "Hades und Persephone" oder "Eros und Psyche". Hier wird es beinahe schon philosophisch, denn Feyre und Rhysand stehen als Paar für vieles, aber nicht für ein konservativ gestricktes Rollenmodell.

"Glaubst Du ich weiß nicht, wie diese Geschichte weitergeht? Es wird seine Geschichte sein" Rhys legte die Hand auf die Brust, das Gesicht offen, hilflos, schmerzvoll. "Ich bin der dunkle Lord, der die Braut des Frühlings entführt hat. Ich bin ein Dämon, ein Albtraum, und mir wird ein schlimmes Ende beschieden sein. Er dagegen ist der goldene Prinz, der Held, der dich als Belohnung einfordern wird, bloß weil er aus lauter Dummheit und Arroganz nicht gestorben ist" (Rhysand in Kapitel 43)

Im Gegensatz zu Tamlin hat Rhysand weniger Probleme mit Feyre über seine Gefühle zu sprechen. Er ist wortgewand und charmant bis arrogant – hat aber auch kein Problem mit Feyres entsprechenden Antworten. Ohnehin sind beide durch ein empathisches Band miteinander verbunden – dessen Tragweite erst im Zuge der Geschichte enthüllt wird. Rhysand schmiedet nicht nur waghalsige und verrückt-geniale Pläne , sondern besitzt zudem einen aufgeprägten Sinn für Humor und Sarkasmus. Seinen inneren Kreis – Cassian, Azriel, Morrigan und Amren behandelt er wie seine Familie und schert sich dabei nicht um Konventionen. Genauso bedingungslos wie seine Liebe und Loyalität zu seinen Freunden ist seine Unbarmherzigkeit gegenüber seinen Feinden. Für die Außenwelt trägt er die Maske des mächtigen und grausamen High Lords. Und es ist kein Wunder, dass Feyre sich im Laufe der Geschichte in ihn verliebt. Besonders nachdem er ihr die ganze Geschichte aus seiner Perspektive enthüllt – aber das ist der absolute Clou des Buches und soll hier nicht verraten werden.

"Rhys stieß mit seinem Glas leicht gegen meins. 'Auf die Sterne, die zuhören ­ und auf die Träume, die wahr werden.'"(Kapitel 34)

Wenn Tamlin und Feyre als Paar dem klassischen Rollenmodell entsprachen, so entwickeln sich Feyre und Rhysand im Zuge der Handlung zu ebenbürtigen Partnern und sind damit ein ganz anderes Kaliber.

Ich habe die ganze Reihe inzwischen mehrfach, auf deutsch und englisch, gelesen – und das passiert mir nur höchst selten mit einem Buch. Zum Teil liegt es an Sarah J. Maas' absolut genialen Schreibstil, der (im Englischen Original sogar noch mehr als im Deutschen) absolut flüssig und eingängig ist und es schafft, die inneren Gefühle und äußeren Geschehnisse auf einzigartige Weise miteinander zu verbinden. Nach dem Reich der 7 Höfe habe ich auch die gesamte "Throne of Glass"-Serie der Autorin verschlungen und warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzungen.

Ein Geheimnis ihrer Geschichten sind die absolut starken und unabhängigen Heldinnen, die nach und nach zu ihren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen finden, sich nicht scheuen unkonventionelle Wege zu gehen, eigene geniale und gewagte Pläne umzusetzen und im Laufe der Zeit immer mehr zu ihrer eigenen Kraft und Stärke finden. Protagonistinnen wie Feyre Archeron (oder Calaena Sardothien in Throne of Glass) entsprechen zum Glück so gar nicht dem üblichen süßlich- konservativen weiblichen Rollenmodellen, die man oft in diesem Genre findet. Feyre ist eine Kämpferin und bereit den Preis für diese Unabhängigkeit zu zahlen ­ als würdiger Partner kommt da nur jemand wie Rhys in Frage.


  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.056)

2.234 Bibliotheken, 81 Leser, 3 Gruppen, 301 Rezensionen

fantasy, liebe, sarah j. maas, fae, das reich der sieben höfe

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Vertraue niemandem(...)Deine Sinne sind dein ärgster Feind und warten nur darauf, dich zu täuschen" (S. 338)

Dieser Rat an Feyre ist gleichzeitig ein Rat der Autorin an ihre Leser, was ich aber auch erst nach der Lektüre des 2. Bandes – Flammen und Finsternis begriffen habe. Ohne Band 2 würde ich diesem Buch nur 4 Sterne geben, denn die Geschichte ist schön geschrieben, aber auch nicht sooo herausragend – dachte ich.
Die wirkliche Genialität dieses Buches versteht man wirklich erst nach "Flammen und Finsternis". Danach habe ich "Dornen und Rosen" noch einmal gelesen, und diesmal mit ganz anderen Augen.
Was Sarah J. Maas hier mit dem Leser macht, ist gemein, hinterhältig – und absolut genial!!!! Meine Gedanken dazu habe ich in meiner Rezension zum 2. Band "Das Reich der Sieben Höfe. Flammen und Finsternis" niedergeschrieben, hier würde es zu sehr spoilern.

Die Handlung

Zu Beginn der Geschichte lernt man die junge Jägerin Feyre kennen, die als Alleinversorgerin für ihre verarmte Familie im Wald jagen geht. Dabei tötet sie einen Fey, eines jener schönen und gefährlichen Wesen, die jenseits der Grenze im sagenhaften Reich Prythian leben. In der Nacht darauf erscheint eine magische Kreatur und fordert als Wiedergutmachung Feyres Leben – das sie fortan im Reich der unsterblichen Fae verbringen muss. Als Gast von Tamlin, dem High Lord des Frühlingshofes, einem der 7 Herrscher von Prythian, genießt das aus bitterer Armut stammende Mädchen plötzlich Luxus in Hülle und Fülle. Doch nichts ist dort wie es zunächst scheint und Tamlin und sein Gefolgsmann Lucien verbergen ein Geheimnis vor ihr. Ein böser Fluch liegt über dem Land und Feyre begreift viel zu spät, dass ihr eine Schlüsselrolle bei der Lösung dieses Fluches zugedacht ist. Und ab diesem Punkt kommt die Handlung richtig in Fahrt!

Die Hauptpersonen

Die Handlung wird aus Sicht der Protagonistin Feyre in der ich-Perspektive erzählt, was den großen Vorteil hat, dass der Leser mit ihr zusammen die Welt der Menschen und das Reich der Fey erlebt und entdecken kann. Am Anfang fand ich Feyres Perspektive teilweise anstrengend, da sie so sehr mit Vorurteilen und Fluchtgedanken beschäftigt ist, dass sie die Wunder, die sie plötzlich erlebt, gar nicht richtig begreifen und würdigen kann, dies ändert sich jedoch im Laufe der Handlung, denn Feyre macht eine unglaubliche Entwicklung durch.

Tamlin ist der High Lord des Frühlingshofes, ein mächtiger Krieger, der die Gestalt eines Biests annehmen kann und gegen bösartige Kreaturen kämpft, die sein Reich heimsuchen. Er ist ein geborener Beschützer, kultiviert und fürsorglich – aber als Biest auch unberechenbar. Zwischen ihm und Feyre bahnt sich eine romantische Liebesgeschichte an, deren Stärke im Laufe der Handlung stark auf die Probe gestellt werden wird.

Lucien ist Tamlins Freund und Gefolgsmann, als Sohn eines anderen High Lords aus seinem eigenen Reich vertrieben und in Zwist mit seiner Familie dient er als Botschafter am Frühlingshof. Seine zynische Art und seine scharfe Beobachtungsgabe bringen Schwung in die Geschichte. Am Anfang steht er Feyre ablehnend gegenüber, wandelt sich aber später zu einem treuen Freund.

In der Mitte des Buches taucht dann Rhysand auf, der faszinierend-gefährliche High Lord des Hofes der Nacht. Charismatisch, verführerisch und charmant, aber auch arrogant, bedrohlich und brutal, löst er sehr widersprüchliche Gefühle aus. Man vermutet von Anfang an, dass viel mehr hinter seiner vielschichtigen Persönlichkeit stecken muss. Doch dies wird erst nach und nach enthüllt – ich kann nur sagen: Rhysand ist einer der großartigsten Buch-Charaktere, die mir je begegnet sind. Ich empfehle hier noch einmal wärmstens: LEST. DEN. 2.Teil: FLAMMEN UND FINSTERNIS!!!! (und danach den 3. Teil, denn spätestens nach Teil 2 werdet ihr süchtig sein)

"Er lächelte mich noch einen Herzschlag lang an. Mir war noch nie ein so gut aussehender Mann begegnet – und noch nie hatten beim Anblick eines Mannes meine sämtlichen Alarmglocken dermaßen laut angeschlagen."(S. 226)

"Seine Worte waren mit einem Hochmut getränkt, wie ihn nur ein Unsterblicher an den Tag legen konnte. Er lachte leise. "Nein, ich bin kein Mitglied des edlen Frühlingshofes. Und darüber bin ich heilfroh." (S. 227)

Die Geschichte

Wenn das Reich der Sieben Höfe zu Beginn stark an ein Märchen (Die Schöne und das Biest) erinnert, so wechselt die Handlung im 2. Teil des Buches ins Mythologische und wird actionreicher, brutaler und auch erotischer. Im gleichen Zug wird auch Feyre stärker und erwachsener. Die Autorin spielt dabei gekonnt mit verschiedenen Märchen- und Mythenelementen wie "Hades und Persephone", "Eros und Psyche" und "Ariadne". Zudem gibt es Parallelen zu "Tribute von Panem", allerdings nicht so sehr, dass es stören würde.

Ich habe die ganze Reihe inzwischen auf deutsch und englisch, gelesen und kann das jedem nur ans Herz legen. Ich bin geflasht und restlos begeistert. Zum Teil liegt es an Sarah J. Maas' absolut genialen Schreibstil, der (im Englischen Original sogar noch mehr als im Deutschen) absolut flüssig und eingängig ist und es schafft, die inneren Gefühle und äußeren Geschehnisse auf einzigartige Weise miteinander zu verbinden. Nach der "Reich der Sieben Höfe"-Reihe habe ich auch die gesamte "Throne of Glass"-Serie der Autorin verschlungen und warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzungen.

Von mir gibt es 5 Sterne – aber nur in Kombination mit Band 2, denn danach liest man "Dornen und Rosen" zwischen den Zeilen und mit ganz anderen Augen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

95 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

magie, fantasy, liebe, drachenmond verlag, fluch

Sonnenblut

Michelle Natascha Weber
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 09.10.2017
ISBN 9783959910866
Genre: Fantasy

Rezension:

In ihrem Roman"Sonnenblut" erzählt Michelle Natascha Weber die Geschichte von zwei Liebenden, deren Höfe und Familien verfeindet sind und die das Erbe uralter Magie in sich tragen.

Alysea Valerian, die jüngste Tochter der Hexenfürstin am Hof der Sonne steht kurz vor der diplomatischen Heirat mit einem ungeliebten Adeligen. Eine Heirat zu der sie durch Tradition und Staatsräson gezwungen wird. Kurz bevor die verzweifelte junge Frau vor dem Altar die Worte des Ehegelübtes sprechen muss, ergreift ein uralter Fluch von ihr Besitz. Eine Silberschnur bindet ihr Leben an das des Nachtfürsten Dameo vom Hof des Mondes. Dameo Angelis ist der Herr über die Schattenwandler und erscheint Alysea mit seinen schwarzen Schwingen wie ein dunkler Engel, gefährlich und majestätisch – und doch ihre einzige Hoffnung den Zwängen des Sonnenhofes zu entkommen. Die beiden Fürstentümer der Sonne und des Mondes sind seit Jahrhunderten verfeindet. Als Dameo Alysea als seine Braut fordert, löst er damit einen Skandal aus und erschüttert den fragilen Waffenstillstand zwischen den Häusern. Gegen alle Widerstände reist Alysea zu Dameo an den Nachthof, denn sie weiß dass ihr Leben von nun an an das seine gebunden ist. Beide können die Gefühle des anderen durch die magische Bindung wahrnehmen und sollte einem der beiden etwas zustoßen, würde der andere es nicht überleben. Tragischerweise endeten Bindungen dieser Art bisher alle innerhalb kurzer Zeit tödlich. Mit wachsender Zuneigung und zunehmendem Vertrauen zueinander versuchen Aleysea und Dameo gegen dieses Schicksal anzukämpfen. Sie begeben sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Fluches und müssen dabei erkennen, dass die Geschichtsschreibung bewußt verfälscht wurde und hinter den höfischen Intrigen ein uralter Feind die Fäden spinnt.

Eine düster-romantische und schaurig-schöne Romeo und Julia Geschichte, die den Leser von Anfang an fesselt und auf den letzten Seiten definitiv süchtig zurücklässt. So kann man nur hoffen, dass der zweite Teil "Mondtränen" bald erscheinen wird.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(94)

334 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

fantasy, raben, liebe, feen, dämmerung

Die Rabenkönigin

Michelle Natascha Weber
Flexibler Einband: 372 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 15.10.2016
ISBN 9783959910415
Genre: Fantasy

Rezension:

Einst entführte der König der Feen Majas Mutter in das Mondreich. Als sie zurückkehrte war ihre Seele zerbrochen. Seither versucht Majas Vater alles um seine Tochter vor den Feen zu schützen. Im Haus gibt es keine Spiegel, denn diese gelten als Eintrittsportale für die Feenwesen, schöne aber gefühllose Kreaturen, die die Menschen des Königreichs Serijsa als Spielzeuge betrachten. Maja Carjesan verfügt jedoch selbst über besondere Gaben. In ihren Adern fließt ein Hauch Feenblut und mit ihrer eigenen Magie kann sie tote Dinge zum Leben erwecken. Maja plagen seit einiger Zeit böse Träume, in denen ihr verschollener Freund Elejas erscheint und sie um Hilfe bittet. Und so macht sich die junge Frau trotz des Verbotes auf zum verwunschenen Schloss von Serijsa. Schon bald erkennt sie das wahre Wesen der Bewohner des Schlosses. Königin Melysan leidet unter einem Fluch, den sie einst selbst heraufbeschworen hat. Ihr Bruder Prinz Corvyn wurde hinter die Spiegel des Schlosses verbannt und kann sich nur in Gestalt eines Raben zeigen. Beide stehen unter dem Bann des Feenkönigs, der nun auch ein Auge auf Maja geworfen hat.

Michelle Natascha Weber entführt den Leser hier in eine neue Fantasywelt, das Reich der Sonne, des Mondes und der Dämmerung. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Geschichte von Maja Carjesan und Prinz Corvyn von Serijsa. Auf der Suche nach einem verlorenen Artefakt dringen die beiden in alte Grüfte ein und begegnen rachsüchtigen Geistern und mächtigen Gottheiten.

Nach und nach entfaltet die Welt von Serijsa ihre eigene schauerlich-schöne Geschichte und Mythologie. Die Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und die wunderschöne poetische Sprache trägt den Leser förmlich durch das Buch. Daneben gibt es auch humorige Momente und ein Feuerwerk neuer Ideen. Was mich immer wieder zum Schmunzeln brachte waren die spritzigen und frechen Dialoge zwischen Maja und dem verzauberten Prinzen in Rabengestalt.

Zum Schluss noch ein großes Lob für das absolut geniale Cover, das nicht nur edel und wunderschön ist, sondern auch die Protagonistin und einige Elemente der Geschichte gekonnt in Szene setzt.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

krimi, liebe, maria rhein, historischer krimi, mord

Der Werwolf von Münster

Maria Rhein , Dieter Beckmann
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.03.2014
ISBN 9783839214923
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

wolfsgefährte, fey, elfen, fantasy liebesgeschichte, wolf

König der Wölfe

Michelle Natascha Weber
E-Buch Text: 519 Seiten
Erschienen bei null, 22.05.2016
ISBN B01G29TVPM
Genre: Sonstiges

Rezension:

In "Falkenseele" wurde die verbotene Liaison von Prinz Tristeyns Mutter bereits thematisiert. In diesem Roman wird die Geschichte zwischen Königin Gwynna von Sariyal und dem Waldblut Bryn Den'Arys nun weitererzählt und gibt dabei einen tiefen Einblick in die Mythologie und Geschichte der Nebellande.

Nachdem die uneheliche Abstammung von Gwynnas Sohn Tristeyn publik geworden ist, wendet sich König Gavion von Sariyal gegen seine Gemahlin und schreckt dabei nicht davor zurück den gefürchteten Eiskönig Eveyn von Ysrai aus seiner jahrhundertealten Verbannung zu befreien. Doch wenn der alte Wahnsinn erst einmal entfesselt ist, dann gibt es kein zurück. Um seine ermordete Geliebte wieder zum Leben zu erwecken, schreckt der Eiskönig vor nichts zurück. Für seine schwarze Magie benötigt er das Blut der Königin und falls sein Plan gelingt, ist auch das ganze Volk der Fey zum Untergang verurteilt. Gwynna befindet sich plötzlich mit ihrem ehemaligen Geliebten Bryn auf der Flucht vor dem Eiskönig und seiner Armee der Toten. Die Reise der beiden führt sie bis ins Reich der Frostriesen und Sturmreiter von Tjar und auch in die eigene Vergangenheit.

Wieder ein wunderbarer Roman aus der Welt der Nebellande. Eine Geschichte voller Abenteuer, Spannung und Magie und auch einem Hauch Melancholie. Michelle Natascha Weber schreibt unglaublich schöne und poetische High Fantasy - ich bin wieder vollkommen begeistert!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Im Schatten der Macht I

Jutta Laroche
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Marheinecke, R, 11.12.2015
ISBN 9783932053917
Genre: Historische Romane

Rezension:

Jutta Laroche erzählt in ihrem Roman "Im Schatten der Macht" die Geschichte Caesars von der Überschreitung des Rubicon bis zu den Iden des März. Im Mittelpunkt steht die faszinierende Persönlichkeit des Feldherrn und späteren Diktators Gaius Julius Caesar. Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive Caesars und der Frauen aus seinem engsten Umfeld - Cleopatra, Calpurnia, Oktavia und Servilia - erzählt. Auch Marcus Antonius', Ciceros und Brutus' Sichtweisen nehmen einen großen Raum ein. Die Kriegsgeschehnisse werden meist durch Berichte zusammengefasst, im Vordergrund stehen vielmehr die intelligenten Dialoge zwischen den Protagonisten, sowie ihre vielfältigen familiären und politischen Verbindungen. Man merkt dem Roman die gründliche Recherche an, weshalb dieser Roman auch gerade für Kenner römisch-ptolemäischer Geschichte ein Hochgenuss ist. Dabei versteht die Autorin es ausgezeichnet den großen Persönlichkeiten dieser Zeit (wieder) Leben einzuhauchen und ihre Motive verständlich zu machen. Die Geschichte wird aus den verschiedenen Blickwinkeln fesselnd erzählt. Als Bonus gibt es noch zahlreiche Literaturhinweise im Anhang. Einziges Monko: Der Roman hätte ruhig noch etwas länger sein können und war allzuschnell verschlungen. Ich freue mich auf den 2. Teil und gebe verdiente 5 Sterne.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Reisen im Alten Ägypten

Heidi Köpp-Junk
Fester Einband: 524 Seiten
Erschienen bei Harrassowitz, O, 01.09.2013
ISBN 9783447068772
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Tausend Meilen auf dem Nil

Amelia Edwards , Gerald Höfer
Flexibler Einband
Erschienen bei Phoibos-Vlg, 26.03.2009
ISBN 9783851610109
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Am Horizont der Sonne

Katharina Remy
Flexibler Einband: 372 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 14.06.2010
ISBN 9783831100064
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Imperium der Götter: Isis – Mithras – Christus

Badisches Landesmuseum
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 14.11.2013
ISBN 9783806228717
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

ISIS REGINA - ZEUS SARAPIS

Reinhold Merkelbach
Medienkombination
Erschienen bei De Gruyter
ISBN 9783111866987
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 
264 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.