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2.591 Bibliotheken, 33 Leser, 5 Gruppen, 66 Rezensionen

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City of Fallen Angels

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 567 Seiten
Erschienen bei Arena, 25.09.2013
ISBN 9783401506708
Genre: Jugendbuch

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(269)

605 Bibliotheken, 23 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

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Die Stadt der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426517185
Genre: Fantasy

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Die weltbeste Geschichte vom Fallen

Daniel Faßbender
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Mirabilis, 25.05.2018
ISBN 9783981848465
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „die weltbeste Geschichte vom Fallen“ erzählt aus der Ich-Perspektive die Geschichte eines jungen Roofers, der auf der stetigen Suche nach mehr Freiheit auf noch höheren Dächern ist. Bei einer seiner Aktionen lernt er Bojana kennen, die als Kind mit ihrer Familie vom Balkan geflohen ist. Er verliebt sich in sie, doch plötzlich muss er sich zwischen dieser Liebe und seiner großen Leidenschaft entscheiden.

Den Namen des Ich-Erzählers erfährt der Leser in diesem Buch nie, dennoch lernt man ihn beim Lesen fast besser kennen als viele andere Protagonisten. Statt vieler Charakterisierungen, zeigt er dem Leser die Welt aus seinen Augen – eine Welt über den Dächern Stockholms die mit unserem eigenen Alltag herzlich wenig zu tun hat. Mir persönlich war dieser namenlose Adrenalin-Junkie von der ersten Seite an sympathisch, seine Handlungen und Gefühle meist nachvollziehbar. Seine Liebe zu Bojana wird in jedem Moment mehr als deutlich.

Bojana wirkt ebenso sympathisch. Sie ist gutherzig, zielorientiert, bei einem Unfall mit einer Straßenbahn hat sie ein Bein verloren, doch davon ließ sie sich nie unterkriegen und neben dem Studium hilft sie in einer der Flüchtlingsunterkünfte in Stockholm. Damit greift das Buch aktuelle Themen ganz nebenbei auf, ohne ihre Bedeutung herunter zu spielen. Ein weiteres dieser Themen ist Cannabis, mit dem der Ich-Erzähler Bojana gegen die Phantomschmerzen helfen will.

Die Spannung ist leider nicht immer vorhanden, stellenweise wirkt der Roman etwas vorhersehbar. Das liegt allerdings unter anderem auch daran, dass man den Protagonisten so gut kennen lernt, dass man leicht voraus ahnen kann, was er als nächstes tun wird. Zum anderen werden manche Momente endlos in die Länge gezogen – was nicht heißen soll, dass diese Stellen nicht gelungen sind, nur wer einen Roman, der nur aus hohem Tempo besteht, lesen will, sollte von diesem dann vielleicht doch lieber die Finger lassen.

Trotzdem ist die Geschichte eine emotionale und fesselnde Achterbahnfahrt. Weil manchmal nur eine winzige Entscheidung zwischen Glück und Fallen liegen. Nervenaufreibend und packend.

Verursacht wird dies vor allem von Faßbenders großartigem Schreibstil! Mich hat in dieser Hinsicht schon die Leseprobe vom Hocker gerissen und der Rest des Buches konnte auf jeden Fall halten, was die ersten Seiten versprochen haben. Daniel Faßbender zeichnet mit einfachen Worten Bilder in den Kopf des Lesers. Detailliert, philosophisch und die Welt hervorragend eingefangen. Für mich ist das Buch schon allein deswegen eine Empfehlung wert.

Kurz gesagt: Mich hat das Buch gepackt, begeistert und in seinen Bann gezogen.

 

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(66)

75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Die Tote im Wannsee

Lutz Wilhelm Kellerhoff
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.08.2018
ISBN 9783550050640
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Westberlin, 1968. Am Strandbad Wannsee wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Frau arbeitete in der Kanzlei Horst Mahlers. Während die Studenten auf den Straßen revoltieren und Mahler befreien wollen, nimmt Wolf Heller die Ermittlungen im Fall der Toten auf und stößt dabei auf tiefgehende Verstrickungen.

Erzählt wird nicht nur aus Hellers Perspektive, sondern auch aus der der amerikanischen Studentin Louise Mackenzie, die zu den aufständischen Studenten vom SDS gehört und in einer Kommune in der Wielandstraße wohnt. Und Harry Schwarz, dessen Identität nur langsam im Verlauf der Geschichte geklärt wird.

Zuerst einmal zur Hauptfigur Heller. Ich persönlich habe ein bisschen gebraucht, um mit ihm warm zu werden, weil er doch eine sehr eigene Art hat. Allerdings steht er für seine Überzeugungen ein und lässt sich nicht von seinem Weg abbringen – koste es, was es wolle. Damit ist er mir im Laufe des Buches durch und durch sympathisch geworden. Obwohl auch er nicht frei von Fehlern ist, wie man beispielsweise in seinem Umgang mit seiner Vermieterin Paula hin und wieder bemerkt. (Dafür sorgt er sich immer ganz rührend um deren Kinder Jochen und Astrid.)

Die Fülle der weiteren auftretenden Figuren macht es zwar manchmal schwer, mitzukommen und den Überblick über den Fall zu behalten, allerdings trägt das eher zur Spannung bei, als dass es wirklich stören würde und je weiter Heller mit seinen Ermittlungen kommt, desto leichter wird es, zu folgen.

Der Fall selbst ist spannend gestaltet, mit jeder Menge Irrungen und Wirrungen. Bis zuletzt ist nicht 100% klar, was genau passiert ist und was das Motiv war. War es der gewalttätige Ehemann der Toten? Und was hat der homosexuelle Fußballer der Hertha damit zu tun? Und warum will Hellers Vorgesetzter Holzinger, dass der Fall schnell abgeschlossen wird?

Der Stil ist klar, direkt und flüssig zu lesen. Die Beschreibungen lassen die Geschichte lebendig werden. Gespickt wird das Ganze in philosophischen Unterbrechungen über das Zeitgeschehen, die Vergangenheit und die Menschheit.

Mein persönliches Highlight waren die vielen kleinen Details, die das Westberlin der 1968er Jahre in diesem Buch zum Leben erwecken. Von geographischen Gegebenheiten über die Erwähnung von Radiosongs und Filmen bis hin zur Darstellung des Umgangs mit der NS-Vergangenheit – allen voran, wie diese von vielen unter den Tisch gekehrt wurde.

Damit ist dieses Buch für mich ein absolut empfehlenswerter Krimi für alle, die mal ein paar Stunden in das Jahr 68 abtauchen wollen.  

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(23)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Todeslüge: Eine mörderische Affäre

Dörte Jensen
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 01.08.2018
ISBN B07G49QC38
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hermann Spengler, ein charismatischer Politiker, wird von einer Journalistin, die eine Videoaufnahme von ihm mit seiner Affäre Conny hat, erpresst. Der USB-Stick, auf dem sich diese Aufnahme befindet, findet durch Zufall den Weg zur Modedesignerin Wiebke Dierksen. Spengler beauftragt seinen Bodyguard Gunnar, den Stick zurückzubringen und Wiebke aus dem Weg zu schaffen.

Zunächst einmal zum Cover: Eine Jacke spielt in der Geschichte tatsächlich eine wichtige Rolle, allerdings wird die Jacke im Buch als besonders bunt beschrieben, nicht rot, wie die auf dem Cover. Das ist aber eher nebensächlich, wichtiger ist ja die Geschichte selbst.

Der Stil ist locker und flüssig zu lesen. Keine komplizierten Sätze, keine Stellen, die man fünf Mal lesen muss. Zudem ist die Sprache recht einfach, wodurch das Buch gut zu lesen ist. Damit ist es perfekt für einen entspannten Abend nach einem langen Tag.

Für mich persönlich war keine der Figuren ein wirklicher Sympathieträger. Auf der einen Seite Spengler, der absolut unsympathisch ist, gemeinsam mit seinem Bodyguard, der vom gleichen Schlag ist. Auch mit Spenglers Affäre Conny kann man nicht mitfiebern, dazu erfüllt sie zu perfekt das Klischee des Dummchens, das hofft, dass ihr Liebhaber seine Ehefrau verlässt. Auf der anderen Seite Wiebke, die zwar ein bisschen sympathischer ist, aber mit der ich persönlich auch nicht mitleiden konnte. Dadurch haben mich viele der Ereignisse recht kalt gelassen. Dies lag vor allem daran, dass die meisten der Figuren tatsächlich sehr flach und glatt wirken. Von der übereifrigen Journalistin über den schmierigen Politiker hin zur jungen Modedesignerin, die nicht mit Geld umgehen kann, tritt eine glitzernde Palette an Stereotypen auf. Dies würde mich nicht stören, hätte die Handlung mehr punkten können.

Zur Handlung muss man wohl sagen, dass jeder, der einen temporeichen Thriller erwartet, am Ende enttäuscht sein wird. Zwar hat die Geschichte wirklich spannende Stellen und ordentlich Tempo, allerdings fällt dieses abrupt ab. Wiebkes Liebesgeschichte mit dem kühlen Bänker Tobias tritt immer wieder stark in den Vordergrund – das Ende zieht sich leider wie Kaugummi.

Ich persönlich habe mit einem spannungsgeladenen Thriller gerechnet. Wer es ein bisschen langsamer und auch mal ein wenig romantischer mag, dem wird dieses Buch wohl durchaus gefallen. Ich bin leider, nach einer vielversprechenden Leseprobe, etwas enttäuscht worden, habe mich beim Lesen allerdings ganz gut unterhalten gefühlt und daher etwas zwiegespalten.

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40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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BeastSoul

Juliana Fabula
Flexibler Einband: 456 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.07.2018
ISBN 9783743107984
Genre: Fantasy

Rezension:

Finya liebt nichts so sehr, wie in die Welt ihrer Bücher abzutauchen und mit den Protagonisten die Abenteuer zu erleben. Doch dann wird Finyas Leben selbst zu einem solchen Abenteuer: Als Beasttamerin lernt sie in Arcanus mit ihren Fähigkeiten umzugehen und gemeinsam mit „ihrem“ Beast Leonél zu kämpfen.

Zuerst ist mir natürlich das wunderschöne Cover aufgefallen – wie könnte man sich nicht sofort darin verlieben? Aber es ist nicht nur schön, es passt auch perfekt zur Geschichte und das zählt mindestens genauso viel.

Anfangs hat mich die Geschichte sehr an Harry Potter erinnert. Nicht im negativen Sinne, sondern durch und durch positiv. Für mich war es, wie nach vielen Jahren nach Hause zu kommen und gleichzeitig eine neue aufregende Welt zu entdecken.

Finya war mir als Hauptfigur so sympathisch wie noch nie in einem Fantasy-Jugendbuch. Zu Beginn war sie zwar ein wenig zu defensiv, doch im Laufe der Geschichte macht sie eine beeindruckende Entwicklung durch, was ihr noch mehr Tiefe verleiht.

Auch die anderen Figuren sind spannend und gut ausgearbeitet. Genauso wie die Hintergründe von Nebula Astéri, der Welt in der die Geschichte spielt. Immer wieder erfährt man etwas über die Geschichte dieser Welt und der Akademie. Durch diese liebevollen Details, fällt es ganz leicht, sich in das Buch hineinsaugen zu lassen. Ehrlich gesagt habe ich schon seit einer Weile kein Buch mehr gelesen, das ich unbedingt weiterlesen wollte und gleichzeitig auch nicht, weil ich Angst hatte, auf der letzten Seite anzukommen und Abschied nehmen zu müssen. Zum Glück wird es ja noch vier weitere Teile geben – ich kann sie wirklich kaum erwarten!

Der Spannungsbogen ist gut gelungen. Die Autorin zeigt auf wundervolle Weise, dass ein Buch auch gerne langsame Passagen haben darf und nicht nur Actionszenen Spannung erzeugen.

Dazu kommt noch ein wundervoller Stil: locker, witzig und gleichzeitig mit einem poetischen Touch. Vor allem lässt sich das Buch super lesen.

Ich muss gestehen, ich habe mich beim Lesen wirklich in das Buch verliebt. Oder um es anders auszudrücken: ein Muss für alle Fantasyfans und jene, die ihre Liebe zu diesem Genre wieder (neu) entdecken wollen!

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(185)

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Das Vermächtnis der Drachenreiter

Christopher Paolini , Joannis Stefanidis
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei cbj, 29.08.2014
ISBN 9783570402931
Genre: Jugendbuch

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(20)

29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Mord im Balkanexpress

Matthias Wittekindt , Rainer Wittkamp
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 17.08.2018
ISBN 9783709934425
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

1895. Am Burgtheater in Wien soll der neue Theaterdirektor vorgestellt werden. Unter den Gästen wird auch Kaiser Franz Joseph sein, doch einem glücklichen Zufall sei Dank ist der Kaiser an diesem Abend zu spät und nicht anwesend, als die Bombe im Burgtheater hochgeht. Die an diesem Abend anwesende Schauspielerin Christine Mayberger begibt sich mit dem deutschen Agenten Albrecht Prinz von Schwarzburg-Rudolstadt auf die Jagd nach den Attentätern.

Das Buch ist in der dritten Person Singular und im Präsens geschrieben. Zudem wird immer wieder die Perspektive gewechselt, sodass man als Leser nicht nur die Ereignisse rund um Christine und Albrecht, sondern auch die um die Attentäter und den Serben Lazard verfolgen kann.

Durch die fülle an auftretenden Figuren mag es vielleicht im ersten Moment ein wenig verwirrend klingen, wer nun wer ist – in dieser Hinsicht ist das Personenverzeichnis zunächst einmal etwas erschreckend, beim Lesen allerdings hatte ich persönlich keine Probleme damit. Die Figuren sind gut charakterisiert und unterscheiden sich dadurch voneinander.

Insbesondere Christine und Ica sind zwei starke Frauenfiguren, die durch ihre Art viele Sympathiepunkte sammeln können. Insgesamt fällt es tatsächlich leicht, mit den einzelnen Figuren mit zu fiebern, ganz unabhängig davon, auf welcher Seite sie stehen.

Sprachlich kann der Roman definitiv punkten. Durch die Wortwahl entsteht eine Atmosphäre, die hervorragend zum Ende des 19. Jahrhunderts passt. Unterstrichen wird dies ebenfalls durch den doch recht nüchternen und schnörkellosen Schreibstil.

Stellenweise fällt die Spannung leider ein klein wenig ab. Für einen Krimi eigentlich unüblich fiebert der Leser nicht der Auflösung eines Mordfalls oder in diesem Fall des Attentats zu Beginn hin, denn noch bevor die Bombe detoniert, ist klar, wer die Täter sind. Viel mehr geht es um die Frage, ob es den Tätern gelingt ein weiteres Attentat auf den Kaiser auszuüben. Dennoch hat der Krimi genügend Stellen mit Tempo und auch die langsamen Szenen funktionieren hervorragend.

Es ist vielleicht nicht der beste historische Krimi, den ich bislang gelesen habe, dennoch ist das Buch eine kleine Zeitreise. Über die historische Korrektheit kann ich nicht all zu viel sagen, allerdings fühlt sich diese Zeit beim Lesen sehr lebendig an und  der entstandene Eindruck deckt sich mit dem, was mir über diese Zeit bekannt ist.

Für Liebhaber historischer Romane, insbesondere historischer Krimis, definitiv empfehlenswert.

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(5)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Alle Raben heißen Prisuch: Erich - zwei Weltkriege und ein Happy-End

Regina Störk
E-Buch Text: 319 Seiten
Erschienen bei null, 10.07.2018
ISBN B07FF67TW4
Genre: Sonstiges

Rezension:

Josefine ist Schriftstellerin. Sie löst endlich ihr Versprechen an ihren Vater ein, dessen Geschichte zu erzählen. eine Geschichte, die sich über zwei Weltkriege und die Anfänge der Nachkriegszeit erstreckt. Der Leser begleitet Josefine in ihrem Schreibprozess, wie sie aus nur zehn Seiten und einigen Zeitungsartikeln versucht, nachzuvollziehen, was ihr Vater wann erlebt hat, und ihren Vater Erich bei dessen Erlebnissen. Mit diesem wundervollen Buch, erzählt Regina Störk ihre eigene Familiengeschichte. Vielleicht ist es ihre eigene Nähe dazu, die die Geschichte so lebendig wirken lässt.

Erich, der Protagonist, ist ein hoffnungsloser Optimist. Dadurch ist es ein kleines bisschen weniger schlimm, ihn durch diese schrecklichen Zeiten zu begleiten. Nicht alles was er tut, ist richtig, trotzdem kann man mit ihm mitfiebern, weil er zumindest immer versucht, das Richtige zu tun.

Auf der persönlichen Ebene erzählt das Buch vom erstarken des NS-Regimes und dem zweiten Weltkrieg. Es ist ein wichtiges Thema ohne das großartig auf die komplizierten politischen Vorgänge eingegangen wird. Hier liegt eine der großen Stärken des Buches: Es zeigt ganz deutlich, wie es den Leuten damals ging und liefert in meinen Augen einen kleinen Teil der Antwort auf die Frage, wie das alles damals passieren konnte.

Begleitet wird Erich auf seiner Reise stets von einem oder mehreren Raben – letztlich ist das auch egal, denn für Erich heißen alle Raben Prisuch. Ohne etwas vorweg nehmen zu wollen: Der Titel passt perfekt. Ab und zu erfährt der Leser auch Prisuchs Gedanken, diese kurzen Stellen lockern das ganze immer wieder auf.

Genauso hat Josefine zu Hause ihre Unterstützerin – die Schildkröte Minna, deren Gedanken mich beim Lesen immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben.

Das Beste für mich an diesem Buch war jedoch der Schreibstil. Von der ersten Seite an hat er mich begeistert. Manche Ereignisse werden zwar nur kurz zusammen gefasst, doch bei den ausgeschriebenen Szenen konnte ich alles – manchmal viel zu gut – nachempfinden und habe das ein oder andere Mal die Welt um mich herum vollkommen vergessen.

Kurz gesagt: Absolute Leseempfehlung. Nicht nur für diejenige, die sich für die damalige Zeit interessieren, sondern auch für alle, die mal wieder ein Buch lesen wolle, das einen wirklich berührt. Taschentücher sollten allerdings immer griffbereit sein.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Das Gesetz der Eiche

Jessica van Houven
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.07.2018
ISBN 9783752803198
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nola ist frisch nach London gezogen und beginnt am dortigen King’s College zu studieren. Über Erzählungen erfährt sie von dem Geheimbund Sword& Eagle, der sofort ihre Neugierde weckt. Gibt es ihn wirklich? Oder ist er nur eine über Jahrzehnte gesponnene Legende unter den Studenten? Nola beginnt zu recherchieren.

Zunächst einmal zum Cover: Es ist nicht nur wunderschön, sondern passt auch hervorragend zum Buch, wie man im Lauf der Geschichte erfährt. 

Geschrieben ist das Buch in der dritten Person und erzählt aus der Perspektive von Nola und dem zunächst mysteriös wirkenden Shane.

Mit dem Einstieg in das Buch habe ich mich schwer getan. Die ersten Seiten sind geprägt von langweiligen Infodump-Passagen über Nola und ihre neue Mitbewohnerin und Freundin Liz. Die Dialoge wirken meist sehr gestelzt, wodurch keine unterstützende Charakterisierung der Figuren stattfindet und leider nur wenig Tiefe entsteht. Was sehr schade ist, da die Geschichte ordentlich potential hat.

Die Passagen aus Shanes Perspektive sind wesentlich interessanter. Um ein wenig Spannung zu bewahren, erfährt der Leser hier wesentlich weniger über den Protagonisten. Dadurch werden auch nicht möglichst viele Informationen in viel zu wenige Sätze gequetscht.

Hat man diesen Anfang geschafft, folgt eine spannende Geschichte über Geheimbünde am Londoner King’s College. Die Stärken des Romans liegen definitiv in den Kampfszenen, die hier tatsächlich mehr als gelungen sind.

Dadurch entsteht auch ein Spannungsbogen, der dafür sorgt, dass man das Buch, je weiter man in die Geschichte einsteigt, immer seltener aus der Hand legen kann. Bis zum gelungenen Finale, das ich an dieser Stelle nicht spoilern will. Einzig und allein Nolas Verhalten wirkt hierbei ein wenig unpassend im Vergleich dazu, wie sie zuvor charakterisiert wird.

Nola als Protagonistin ist sympathisch, leider fehlt es ihr stellenweise an Tiefe. Shane dagegen ist zunächst einmal der klassische Bad-Boy: Harte Schale, weicher Kern, wobei seine Loyalität ihn zu einem durchaus interessanten Charakter macht.

Alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen, wenn sie auch einige grobe Mängel aufweist, weshalb ich an dieser Stelle leider nicht auf vier Sterne aufrunden kann und drei vergeben muss, auch wenn es definitiv 3,5 Sterne wären!

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381 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Silber - Das zweite Buch der Träume

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.02.2018
ISBN 9783596198665
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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In tödlicher Gesellschaft

Kristina Herzog
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.07.2018
ISBN 9783492501460
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Schlossherr Felix Graf von Keitenburg ist spurlos verschwunden. Seine Tochter bittet die Berliner Polizei um Hilfe. Das Ermittlerduo Alexander Rosenberg und Kathleen Neubauer werden auf eine undercover Mission beim deutschen Adel geschickt.

 

Für mich war es der erste Fall von Rosenberg und Neubauer, deswegen war ich sehr gespannt auf diesen Krimi. Die beiden waren mir auf Anhieb sympathisch. Der Krimi beginnt langsam, die beiden Ermittler stehen zunächst mit ihrem Privatleben im Mittelpunkt, was ich persönlich als sehr angenehm empfand. Die beiden erwachten dadurch förmlich zum Leben. Kathleens Probleme als alleinerziehende Mutter und Alex‘ Sorge um seine schwangere Freundin in Heidelberg machen die beiden zu normalen Menschen, wodurch viel Sympathie transportiert wird.

Ihr Verhalten ist in den Ermittlungen wie im Privaten nicht immer fehlerfrei, aber das macht sie eben umso menschlicher. Zugegeben, vor allem Alex hätte ich an vielen Stellen gerne mal geschüttelt oder geohrfeigt, aber wer will schon zwei Hauptfiguren, die in jeder Situation richtig handeln?

 

Der Adel wirkt stellenweise wie eine Karikatur von sich selbst – wenn man allerdings mal eine dieser Klatschzeitschriften aufschlägt, fällt schnell auf, dass sie sich häufig so inszenieren. Ob diese Damen und Herren nun im privaten tatsächlich so sind, sei mal dahingestellt. Die Autorin bezieht in ihrem Buch viele Klischees mit ein, was meines Erachtens stellenweise sehr erheiternd ist, sodass man hier im Zweifelsfall auch mal ein Auge zudrücken kann.

 

Die Handlung an sich ist nicht atemberaubend, der Krimi eher langsam. Es dauert lange, bis etwas wirklich Spannendes passiert und auch das ist nur ein kleiner Lichtblick. Erst mit dem Ende kommt ordentlich Zug in die Handlung, dafür sind die Schlussszenen umso spannender. Langweilig ist alles dazwischen allerdings nicht. Man lernt die einzelnen adligen Figuren näher kennen, erfährt schmutzige Geheimnisse und bis zum Schluss ist nicht klar, wer der Täter war. Dieser offenbart sich erst im fulminanten Finale.

 

Mit dem Schreibstil hatte ich anfänglich ein paar Probleme, nachdem ich damit warmgeworden bin, ließ sich das Buch jedoch sehr flüssig und angenehm lesen. Außerdem unterstreich der Stil meiner Meinung nach den Charakter der beiden Hauptfiguren hervorragend – passt also sehr gut zur Geschichte.

 

Alles in allem ist es ein solider bis guter Krimi, wenn auch nicht herausragend. Bei der Vergabe der Sterne habe ich mir daher etwas schwergetan und habe länger zwischen drei und vier Sternen hin und her überlegt. Da mir das Buch jedoch eine schöne Stunden beschert hat und ich es jedem, der an einem gemütlichen Sonntag Lust auf einen kurzweiligen Krimi hat, weiterempfehlen würde, vergebe ich doch vier Sterne.

(Wäre es auf Lovelybooks möglich, würde ich wohl zu 3,5 Sternen tendieren, drücke an dieser Stelle aber ein Auge zu.)

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3.379 Bibliotheken, 27 Leser, 8 Gruppen, 69 Rezensionen

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Die Tribute von Panem - Flammender Zorn

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2015
ISBN 9783841501363
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

"Keine neue Gestapo": Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die NS-Vergangenheit

Constantin Goschler , Michael Wala ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 25.09.2015
ISBN 9783498024383
Genre: Sachbücher

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Drachenkralle 1: Die Klaue des Morero

Janika Hoffmann
E-Buch Text: 250 Seiten
Erschienen bei Amrûn Verlag, 30.06.2017
ISBN 9783944729527
Genre: Fantasy

Rezension:

Der 14-jährige Simon befreit die Drachin Maya von Jägern, die sie gefangen haben. Die beiden verpflichten sich durch ein Ritual miteinander. Als Simons Dorf von Fremden überfallen wird, erzählt einer der Täter ihnen von der Klaue des Moreros. Um zu verhindern, dass der böse Herrscher Igor alle Menschen unterwirft, begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise. Begleitet werden sie dabei von Simons bester Freundin Katharina und dem Drachen Maro, so wie von Simons jüngerer Schwester Jana.

Drachenkralle ist der Debüt-Roman von Janika Hoffmann und der Auftakt einer Trilogie und richtet sich an ein etwas jüngeres Publikum.

Mir persönlich hat der Roman dennoch sehr gut gefallen. Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass das für mich auch der Knackpunkt der Bewertung war: ich habe lange hin und her überlegt, ob ich dem Roman 4 oder 5 Sterne gebe, die ursprüngliche Tendenz ging in Richtung 4 Sterne mit dem Hinweis, dass es eher 4,5 wären. Da ich aber nicht ganz zur Zielgruppe gehöre, habe ich mir überlegt, wie ich das Buch vor einigen Jahren beurteilt hätte – mein 12-Jähirges ich wäre absolut hin und weg von dieser Geschichte gewesen, deswegen habe ich mich nun doch für die 5 Sterne entschieden.

Nun aber zu meinem Leseeindruck. Simon, der Protagonist ist genauso sympathisch wie Maya, Katharina, Maro, Jana und einige der später noch auftauchenden Figuren. Während des Lesens habe ich das kleine Grüppchen sehr ins Herz geschlossen und als ich auf der letzten Seite ankam, war ich ein wenig traurig, mich vorerst von ihnen verabschieden zu müssen.

Die Welt, die Janika Hoffmann mit Sarmela erschaffen hat, erwacht mit jeder Seite weiter zum Leben. Dies liegt vor allem an den wunderbaren Beschreibungen der verschiedenen Orte, die das Gespann auf seiner Reise besucht und durchqueren muss.  Als Leser fällt es leicht, sich diese vor dem inneren Auge vorzustellen.

Die Spannung fällt an keiner Stelle ab. Jede Szene bringt den Plot voran, auf langweilige Szenen zur Überbrückung wurde weitestgehend verzichtet. Und wenn doch mal eine langsamere Szene dazwischen ist, dann ist sie doch sehr schön zu lesen.  Immer wen man denkt, die Helden würden endlich eine Pause bekommen, wartet der nächste Schrecken auf sie. Dadurch wird es fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Der Schreibstil wirkt einfach, was in diesem Fall kein Manko ist. Er passt damit aber hervorragend zur Zielgruppe und lässt sich locker und leicht lesen. Perfekt für ein entspanntes Wochenende mit Tee auf dem Sofa oder im Bett.

Kurz gesagt: ein bezaubernder Fantasy-Roman, nicht nur für jüngere Leser.

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Donaudämmerung

Thomas Buchner
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 01.10.2018
ISBN 9783709978849
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ernestine Bremstaller wird tot in ihrer Wohnung in Linz aufgefunden. Die Ermittlungen übernimmt das Dezernat IIa um Hauptkommissar Steininger. Was war das Motiv? Hat die ältere Frau sich mit den falschen Leuten angelegt? Liegt es daran, dass man ihr nachsagte, eine Tante Hermann Görings zu sein? Oder an der großen Erbschaft, die sie erhalten haben soll? Jeder im Haus scheint verdächtig zu sein, aber jeder scheint auch ein Motiv zu haben. Die angeblichen Verwandtschaftsverhältnisse rufen auch die Gestapo auf den Plan und Steininger trifft auf seinen ehemaligen Untergebenen Sedlak.

Donaudämmerung ist nicht nur ein spannender, sondern auch ein auf seine eigene Art komischer Krimi. Der Autor Thomas Buchner schafft es eine wunderbare Atmosphäre zu erschaffen, dank der man als Leser nach bereits einer Seite eine kleine Zeitreise in die NS-Zeit unternimmt. Er konzentriert sich dabei nicht auf die eigentlichen Gräueltaten dieser Zeit, sondern schildert auf authentische Art das einfache Leben der Bevölkerungen in „der Ostmark“. Diese ordentliche Portion Lokalkolorit macht das Buch zu einem fantastischen Erlebnis.

Der drohende Krieg gegen Polen wird zwar immer wieder erwähnt, dem Zeitgeist entsprechend gehen jedoch alle davon aus, dass wäre eine schnelle Sache, weshalb es nicht zentral für das Leben der Figuren zu sein scheint.

Die häufig wechselnden Perspektiven sind am Anfang vielleicht etwas verwirrend, aber sie sorgen auch dafür, dass man als Leser eine ganze Bandbreite spannender Charaktere kennen lernt. Vom Ermittler-Team hin zu der etwas anstrengenden Nachbarin der Toten. Jede dieser Figuren hat ihre eigene Macke, ihre eigene Art zu sprechen und sie alle erwachen auf den Seiten wahrhaftig zum Leben. Im Großen und Ganzen sind sie war keine klassischen Sympathieträger, aber man muss ihre kautzige und schrullige Art doch irgendwie mögen. Ich persönlich musste beim Lesen sehr häufig schmunzeln angesichts der beschriebenen Situationskomik.

Ein besonderer Faktor hinsichtlich der Authentizität ist die Sprache. Da sind die etwas trottelig wirkenden Ermittler mit ihrem wunderbaren Dialekt und ihnen gegenüber sitzt der Gestapo-Mann Sedlak, der seine Stellung wohl auch sprachlich beweisen möchte. Die rustikale Ehefrau Steiningers „Mizzi“, die ihrem Mann gegenüber kein Blatt in den Mund nimmt und die Ermittlerin Anna Rabitsch, die sich auch nicht davon unterkriegen lässt, dass ihr Chef sie permanent unterschätzt. Und zur Beruhigung für all jene, die fürchten den Dialekt nicht zu verstehen – die Dialoge sind sehr gut zu verstehen und im Notfall gibt es hinten im Buch ein kleines Glossar mit Übersetzungen ungewöhnlicher Wörter.

Über das Ende möchte ich an dieser Stelle lediglich sagen: Ich habe es in keinster Weise kommen sehen. Zu viele Spuren, zu viele mögliche Verdächtige, eine zu verstrickte und höchst spannende Situation. Dadurch besteht bis zum Schluss Spannung.

Um es kurz zu fassen: Ich habe mich beim Lesen immer mehr in dieses Buch verliebt. Ungewöhnliche Figuren, starke Atmosphäre und eine unglaubliche Authentizität, die sicher auch daher rührt, dass Thomas Buchner als Historiker natürlich vom Fach ist.  Daher absolute Leseempfehlung für alle Krimi- und Geschichtsfans!

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Noch eine Chance für die FDP?

Gerhard Papke
Fester Einband: 232 Seiten
Erschienen bei FinanzBuch Verlag, 10.07.2017
ISBN 9783959720564
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch

Joanne K. Rowling , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.01.2017
ISBN 9783551556943
Genre: Fantasy

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Kalter Zorn (Mendelsohn und Blohm)

Ilja Albrecht
E-Buch Text: 233 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 05.04.2018
ISBN 9783962151041
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Er mordet. Er foltert. Und er kennt keine Grenzen.“

Kalter Zorn ist der zweite Fall von Kiran Mendelsohn. In Xanten wird eine US-Amerikanische Austauschschülerin gefoltert und ermordet aufgefunden. Sofort nimmt ein Team des BKAs die Ermittlungen auf – darunter auch Kiran, der meines Erachtens spannendste Charakter des Buches, wenn man vom Mörder mal absieht.

Auch ohne den ersten Teil gelesen zu haben, findet man sich schnell in die Geschichte ein und lernt das Team um Kiran kennen.

Die Spur führt in die USA, wo nicht nur zuvor ähnliche Morde gab, sondern auch Kiran Vergangenheit liegt. Durch die Kooperation des BKAs mit dem FBI wird Kiran, der beim FBI ausgebildet wurde, zurück zu seinen alten Kollegen geschickt und muss sich den Ereignissen von damals und sich selbst stellen. Dadurch beschreibt der Thriller nicht nur die Jagd nach dem Mörder, sondern auch Kirans persönliche Geschichte. Die Verstrickungen in die USA sind hoch interessant, insbesondere die Kooperation mit dem FBI.  

Das Buch wird zum größten Teil aus der Perspektive von Kiran erzählt. Unterbrochen von einigen Kapiteln aus der Sicht des Täters und einmal des Opfers. Dadurch wird die Spannung deutlich erhöht. Die Schilderungen sind allerdings eher nüchtern. Atmosphäre entsteht leider nur an wenigen Stellen. Dafür liest es sich sehr flüssig. Allerdings ist das Buch nicht frei von Rechtschreibfehlern und das Ebook weißt Formatierungsfehler auf: einige Wörter werden durch ein Leerzeichen geteilt, wodurch man beim Lesen etwas ins Stocken kommt.

Mit dem Ende nimmt das Buch ordentlich an Fahrt auf. Das Motiv des Täters ist gut nachvollziehbar, die Auflösung vielleicht ein wenig langweilig. Dafür rundet das Ende die Geschichte perfekt ab.

Alles in allem ein guter und packender Thriller mit einigen Schwächen, über die es sich angesichts der spannenden Geschichte jedoch leicht hinwegsehen lässt.

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Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

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Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe

Suzanne Collins , Hanna Hörl , Silke Hachmeister , Peter Klöss
Buch: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783841501356
Genre: Jugendbuch

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Ein deutsches Mädchen

Heidi Benneckenstein , Tobias Haberl
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Tropen, 04.03.2018
ISBN 9783608503753
Genre: Biografien

Rezension:

Als Kind hatte Heidi Benneckenstein keine Ahnung, dass ihre Familie anders ist. Dass sie in eine Nazifamilie hinein geboren wurde, begriff sie erst später. Aber wie ist es, seine Kindheit unter anderem in Camps zu verbringen, in denen Hakenkreuze fast schon Normalität sind und in dem sich die Menschen längst vergangene Zeiten zurückwünschen? Wenn man Deutschland in seinen alten Grenzen aus Holz aussägen muss und lernt, es hätte den Holocaust nie gegeben?

Es ist ein erschreckendes Bild, dass diese Biographie zeichnet. Angefangen bei einer Kindheit im rechten Milieu, hinein in die rechtsradikale Szene. In einen braunen Sumpf, aus dem heraus zu kommen, alles andere als einfach ist. Aber Heidi hat dies geschafft. Trotz ihrer Vergehen, muss man den Hut vor ihrem Mut ziehen, dieses Buch zu veröffentlichen.

Heidi Benneckenstein hat den Weg in die Szene nicht frei gewählt, der Weg schien ihr vorgezeichnet und damit steht sie im Kontrast zu vielen anderen Aussteigern. Berichte über das innere der rechten Szene findet man zu Hauf, Aussteigerbiographien, Studien, Onlineartikel. Nur wenig über die Kindheit in der Szene und allein deswegen würde ich eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch aussprechen. Hinzu kommt ein authentischer Bericht darüber, wie Nazis die Wahrheit solange verdrehen, bis sie in ihr Weltbild passt und darüber dass die etwas merkwürdig wirkende gutbürgerliche Familie von Nebenan manchmal mehr mit dem Biersaufenden Skinhead zu tun hat, als man auf den ersten Blick glauben würde.

Manchmal hadert sie damit, will nicht werden wie ihre Mutter, hat Stress mit dem Vater. Statt früh auszusteigen und das alles hinter sich zu lassen, steigt sie tiefer in die Szene ein. Die Seite des Rechtsradikalismus, die wir aus den Medien kennen. An vielen Stellen wirken diese Beschreibungen Klischeehaft, aber vielleicht sind diese Menschen auch tatsächlich eine Karikatur ihrer selbst. Interessant ist, wie tief Benneckenstein tatsächlich in der Szene steckte und wie schwer ihr der Ausstieg fiel. Hier kommt ein weiteres interessantes Puzzlestück, das ihre Biographie von der anderer Aussteiger unterscheidet, hinzu: sie ist gemeinsam mit ihrem Freund ausgestiegen. Das macht es schwerer und leichter zugleich und damit umso beeindruckender.

Es gibt viele Anekdoten in diesem Buch, schockierend und packend. Zumindest theoretisch. Es gibt viele Stellen, an denen die Atmosphäre authentisch wirkt, an denen man sich als Leser in Heidi Benneckenstein hineinversetzen kann, obwohl ihr damaliges Leben so herzlich wenig mit dem unseren zu tun hat. Trotzdem ist es nicht so fesselnd, wie es sein könnte. Das liegt vor allem Stil, der meist sehr nüchtern ist, manchmal träfe es sogar das Wort fad. Mit viel Abstand reflektiert Benneckenstein ihr Leben, das merkt man. Aber der Anspruch an ein solches Buch sollte auch nicht sein, ein stilistisches Meisterwerk zu sein, es sollte aufklären und diesen Zweck erfüllt es. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann in jedem Bundesland auf dem Lehrplan auftaucht, denn dieses Buch zeigt uns definitiv mehr über dieses fremde Leben als jede Dokumentation inklusive kurzem Interview mit einem Aussteiger über die Szene und vor allem wesentlich mehr als überzeichnete Filme wie „Kriegerin“.

 

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Die Würde ist antastbar

Ferdinand von Schirach
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.08.2014
ISBN 9783492056588
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Die Würde ist antastbar“ ist eine Sammlung von Essays des bekannten Autors Ferdinand von Schirach.

Für gewöhnlich kaufe ich mir nur wenige Bücher in dieser Richtung. Auch dieses war ein spontan Kauf, ein Mängelexemplar in der örtlichen Buchhandlung. Man könnte es auch als Glücksgriff bezeichnen!

Ferdinand von Schirach hat einen lockeren und dennoch berührenden Stil. Leicht zu lesen, schwer zu verdauen. Mit seinen scharfen Analysen und präzisen Beobachtungen regt von Schirach mit jedem seiner Essays zum Nachdenken an Er beschäftigt sich dieses Mal nicht nur mit dem Recht – auch wenn es de ein oder anderen höchst interessanten Text zu dem Thema, in diesem kleinen Büchlein findet – sondern auch mit anderen Dingen wie dem Schreiben, dem Fortschritt der Technik und dem Rauchen. Häufig hinterlassen sie ein ungutes Gefühl im Magen, man bleibt ein wenig sprachlos zurück und trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen.

Kurzum: Wer gerne Essays liest, der sollte sich diese Textsammlung zulegen.

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Der Process

Franz Kafka
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Schroedel, 01.02.2015
ISBN 9783507697720
Genre: Sachbücher

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Maria Stuart

Friedrich Schiller , Wilhelm Große , Friedrich Schiller
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 23.02.2011
ISBN 9783518188538
Genre: Klassiker

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