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Die Prophezeiung des magischen Steins

Stephan M. Rother , Maximilian Meinzold
Flexibler Einband
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522202442
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Er ist ein Meisterwerk der alten Elben, eine der mächtigsten Schöpfungen ihrer Magie: der singende Stein. Dass ausgerechnet Dafydd, Lehrling des Barden Palatin, der Träger des magischen Steins sein soll, um dessen Besitz Kriege geführt wurden, vermag er kaum zu glauben. Und doch findet er sich bald mit Palatin, Prinzessin Livia, einem Gnom, einem Zwerg und der schrulligen Hexe Morgat im größten Abenteuer seines Lebens wieder. Können die Gefährten verhindern, dass das Land, wie sie es kennen, vergeht? Und kann die Magie des Steins auch Dafydds persönliches Glück beeinflussen? Denn trotz aller Standesunterschiede schlägt sein Herz für Prinzessin Livia ...“

 

Gestaltung

Ich finde das Cover total toll, denn es hat so viel Tiefe durch den Hintergrund mit der nebeligen Schlucht und den verschiedenen Gebäuden. Auch mag ich die beiden großen Skulpturen, die einen Kreis halten, in dem der Titel steht. So wird der Blick auch schön durch das Bildmotiv gelenkt. Auch finde ich die drei Figuren im Vordergrund sehr ansprechend, da sie schon Hinweise auf die Geschichte geben. Auch mag ich es sehr, dass die kühleren Blautöne von leichtem orange durchzogen sind, wodurch der Himmel realistischer wirkt.

 

Meine Meinung

Auf dieses Buch wurde ich aufmerksam durch den spannend klingenden Klappentext, der mich auf ein fesselndes Fantasyerlebnis hoffen ließ, da ich mir einen großen Kampf um die Rettung des Landes versprach. So ganz wurde diese Erwartung allerdings nicht erfüllt, denn zwischendurch fehlte mir ein wenig die Spannung, aber dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten. Es gibt vieles, was das Fantasyleserherz begehrt, allen voran eine sehr vielfältige und sympathische Reisetruppe.

 

Die Gruppe um Dafydd mochte ich sehr gerne, auch wenn ich mich anfangs an die außergewöhnlichen Namen gewöhnen musste und Schwierigkeiten hatte, sie mir zu merken. Sie passten aber hervorragend zur Geschichte! Dafydd gefiel mir am besten, denn er ist nicht der typische Held wie man ihn kennt. Er sticht nicht durch Muskelstärke heraus, er braucht kein Schwert, denn er hat andere Waffen. So ist er besonders, was mir gefällt. Zudem entwickelt er sich zu einem mutigen Mann. Auch seine Gefährten fand ich klasse, da sie sehr unterschiedlich sind und jeder seinen ganz eigenen Charme hat.

 

Durch den angenehmen Schreibstil des Autors konnte ich das Buch recht schnell lesen. Mir gefiel seine Wortgewandtheit sehr und dass wir zu Beginn eine Einführung in die Welt und das Setting des Buches bekommen haben. So konnte ich mich gut orientieren, wobei eine Karte nicht schlecht gewesen wäre oder klarere Beschreibungen, damit ich mir ein besseres inneres Bild des Ortes hätte machen können. Dann hätte ich auch die Reise der Gefährten besser nachvollziehen können. Diese Reise ist nämlich der Hauptteil der Handlung. Dabei fand ich es aber klasse, dass sie doch immer wieder gespickt war mit Überraschungen oder interessanten Städten und Settings.

 

Hier gab es auch Ideen, die mir ausgesprochen gut gefallen haben, da sie außergewöhnlich waren. Zudem gab es immer wieder Passagen, in denen mir die Atmosphäre des Buches sehr gefallen hat, da sie sich den Ortsgegebenheiten angepasst hat. Gut fand ich auch, dass es zwischendurch immer lockere, humorvollere Szenen gab, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Aber ich muss auch sagen, dass es zwischendurch für mich auch immer ein paar Längen gab, in denen ich das Gefühl hatte, dass sich die Geschichte hinzog. Ich war dann nicht so ganz mitgerissen, wie ich es vielleicht hätte sein können, denn es fühlte sich beim Lesen an den Stellen dann einfach mühsam an. Es gab Szenen, da hätte man mehr Nervenkitzel, Tempo und Action herausholen können, die die Spannung dann auch hätten aufleben lassen.

 

Das Ende hat mich insgesamt zufrieden gestimmt, denn es wurde einiges geklärt und gab auch schöne Entwicklungen hinsichtlich der in die Geschichte eingebundenen Annäherungen zwischen verschiedenen Charakteren. Dass dies keinen allzugroßen Raum einnahm, aber die Gefühle z.B. von Dafydd und Livia dennoch zum Tragen kamen, gefiel mir auch sehr. Jedoch habe ich zum Abschluss des Buches auch ein wenig die Action vermisst.

 

Fazit

Insgesamt hat mich „Die Prophezeiung des magischen Steins“ gut unterhalten, aber es gab zwischendrin immer wieder diese kleinen Spannungstiefpunkte, in denen ich mich durch die Handlung geschleppt habe. Das Ende war rund und hinsichtlich der Figurenbeziehungen zufriedenstellend, aber es hätte ruhig mehr Action haben können. Die Figuren mochte ich allerdings sehr und auch manch eine Überraschung in der Handlung hat mir gut gefallen, wobei ich auch sehr angetan von den eingestreuten lockereren Szenen war.

Knappe 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

Einzelband

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159 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

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Die fünf Gaben

Rebecca Ross , Anne Brauner , Susann Friedrich
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551583635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Wie jedes Mädchen im Haus Magnalia fiebert Brienna der Sommersonnenwende entgegen. Denn dann wird sie zur Berufenen erklärt und kann ein neues Leben bei einem Gönner beginnen. Sie lässt sich auf das Angebot eines Lords aus dem Norden ein, auch wenn sie dafür schweren Herzens von ihrem Lehrer, Master Cartier, Abschied nehmen muss. Kaum ist sie jedoch im Reich Maevana angekommen, steht mehr als ihr Glück auf dem Spiel: Mit ihrer besonderen Gabe soll sie den König stürzen und somit ihre Vorfahren verraten. Als sie Cartier schließlich wiederbegegnet, muss sie sich entscheiden, ob sie ihrer Familie oder ihrem Herzen die Treue hält.“

 

Gestaltung

Auch wenn das Mädchengesicht nicht unbedingt meins ist, so finde ich die Gestaltung des Covers dennoch gelungen. Dies liegt vor allem an dem magischen Schimmer-Effekt, der über die grünen Ranken gelegt ist und durch den das Cover super funkelt. Auch gefällt mir die Schriftart des Titels gut, da ich die Verschnörkelungen mag und sie zu den Ranken passen. Das Gesicht ist mir persönlich ein wenig zu kindlich und puppenhaft und gleichzeitig ist mir der Blick auch ein wenig zu nichtssagend.

 

Meine Meinung

Auf dieses Buch war ich besonders aufgrund der im Klappentext erwähnten Gabe gespannt, da ich besondere Fähigkeiten immer sehr interessant finde. Bei diesem Buch fand ich das Setting sehr interessant, denn „Die fünf Gaben“ spielt in einer Fantasywelt, in welcher zwei recht unterschiedliche Königreiche eine wichtige Rolle spielen: Valenia und Maevana. Das Reich Maevana ist unterdrückt und von einem grausamen König beherrscht. Dabei fand ich es sehr interessant, dass Frauen in Gefechten den Männern gleichgestellt sind. Das heißt, sie nehmen auch an Kämpfen teil.

 

Die Geschichte des Landes Valenia, seines Nachbarlandes und der Kriege erfährt der Leser direkt zu Beginn der Geschichte. Dies hat die Autorin Rebecca Ross schlau mit dem Unterricht von Protagonistin Brienna verbunden, denn gemeinsam mit ihr lernt der Leser von Master Cartier über die historischen Entwicklungen und die Verstrickungen der vielen Familien. Dabei fand ich manch eine Beschreibung als etwas zu detailliert und den Einstieg in die Geschichte als zu ausgedehnt. Bis so wirklich Spannung aufkam, hat es meinem Empfinden nach etwas gedauert.

 

Dafür wird der Leser zu Beginn aber mit einem Prickeln zwischen Brienna und Cartier entlohnt, da die beiden sich näher kommen, obwohl es ihnen untersagt ist. Dies hat mich zu Beginn des Buches am Ball bleiben lassen, was ich auch nicht bereut habe, da ich doch bald mit einigen Höhepunkten und einem Mehr an Spannung entlohnt wurde. Hierbei gab es dann auch einige Wendungen und interessante Entwicklungen, die ich fesselnd fand. Das Ende glich dann einem richtigen Showdown, der für mich gerne noch etwas länger hätte sein können. Nichtdestotrotz fand ich das Ende des Buches gut, da ich es zufrieden zuklappen konnte.

 

Da ich vor allem auf die Gaben gespannt war, habe ich mich sehr über die Erklärungen und die Unterschiedlichkeit dieser gefreut. Für meinen Geschmack hätten sie sogar noch eine größere Rolle in der Handlung einnehmen können, denn sie hätten ruhig öfter ausgeführt werden können. So hätte es sicher auch noch einige schöne, spannende Szenen gegeben durch die die Gaben greifbarer geworden wären. Die Idee zu den Gaben hat mir insgesamt richtig gut gefallen und ich hoffe sehr, dass wir in den Folgebänden mehr von ihnen lesen werden.

 

Was ich auch super fand war, dass die Liebesgeschichte keinen zu großen Raum eingenommen hat. Es gab Andeutungen und ein paar Momente, die die Gefühle ansprechen, aber dennoch lag der Fokus wirklich auf der Entwicklung der Handlung und der Situation in den Königreichen. So wurden für Leser, die Romantik gerne mögen, und geübte Fantasyleser beide Aspekte eng miteinander verwoben und ein schönes Geflecht aus Spannung, Hoffnung, Liebe und Fantasy geschaffen.

 

Fazit

Ich empfand „Die fünf Gaben“ als einen sehr schönen Trilogie-Auftakt, der mir vor allem durch das Setting und die enge Verwobenheit von Liebe, die keinen zu großen Raum einnimmt, und von  Fantasygeschichte, gut gefallen hat. Das Buch beginnt allerdings etwas langatmig aufgrund vieler Erklärungen und Beschreibungen, aber wer durchhält wird mit einer fesselnden zweiten Hälfte belohnt. Diese zeichnet sich durch Spannung, überraschende Wendungen und einen fesselnden Showdown am Ende aus. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung und hoffe, dort mehr über die Gaben lesen zu können!

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Valenias Töchter 01 – Die fünf Gaben

2. The Queen‘s Resistance (erscheint voraussichtlich am 5. März 2019 auf Englisch)

3. ???

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105 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Die Legende der vier Königreiche - Vereint

Amy Tintera , Milena Schilasky
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959672085
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Wieder vereint! Die Schwestern Emelina und Olivia wollen ihr Königreich Ruina zu alter Stärke zurückführen. Doch während Olivia nach ihrer Gefangenschaft auf Rache sinnt, hofft Emelina auf eine friedliche Lösung – nun, da Cas den Thron von Lera innehat. Aber die Spannungen zwischen den Schwestern bergen Gefahren. Ein zu allem entschlossener Gegner macht sich Emelinas Zerrissenheit zwischen Loyalität und Liebe zunutze und spinnt eine blutige Intrige …“

 

Gestaltung

Mir gefällt, dass die Gestaltung des Covers zu der des ersten Bandes passt, da der goldene Farbton beibehalten wurde, welcher leicht schimmert. Dies wirkt sehr edel und elegant. Die zwei Ringe, die im Hintergrund hinter der Schrift des Titels zu sehen sind, passen meiner Meinung nach gut zum Untertitel „Vereint“, auch wenn mir das Rankenmotiv des Vorgängers besser gefallen hat, da es mehr Raum vom Cover eingenommen hat.

 

Meine Meinung

Da ich den ersten Band sehr gerne mochte, musste ich natürlich erfahren, wie die Geschichte rund um Emelina und Olivia weitergeht. Nach wie vor liebe ich die wilde Mischung aus Abenteuer, Action und Gefahren, in welcher sich auch ein Hauch Liebe findet. Nachdem Protagonistin Emelina wieder mit ihrer Schwester Olivia vereint ist, sind sie in ihre Heimat Ruina zurückgekehrt, die sie wieder aufbauen. Doch Olivia sinnt auf Rache und möchte Casimir, den neuen Herrscher von Lera tot sehen. Doch Emelina hofft auf eine friedliche Lösung, denn sie kennt Cas und weiß, dass er anders ist als der alte König…

 

Die Beziehung der Schwestern ist in diesem Band sehr angespannt, denn Olivia ist durch ihre Erlebnisse und Gefangenschaft aus Band eins auf Rache aus. Dabei scheut sie vor Gewalt und Brutalität nicht zurück. Em hingegen ist vernünftig und sucht nach friedlichen Lösungen. Ich fand es richtig gut gemacht, dass die angespannte Stimmung zwischen den Schwestern für mich sehr  atmosphärisch dargestellt war. Ich hatte oft den Eindruck, als wäre sie greifbar und als könnte ich sie durchschneiden, weil sie so dick war.

 

Besonders gefiel mir der Charakter von Emelina, da sie verantwortungsbewusst ist und mir in diesem Band sehr erwachsen vorkam. Sie hat sich entwickelt und ist an den Erlebnissen im ersten Band gewachsen. Richtig super! Ihre Gefühle für Cas stellt sie oftmals hintenan, denn sie möchte für ihr Volk da sein und ihnen Frieden bringen. Cas hat für mich auch nicht an Charme verloren, denn auch wenn er zu Beginn des Kämpfens müde ist, so kann man seine Empfindungen doch stets nachvollziehen.

 

Da Olivia, wie bereits erwähnt, vor Gewalt nicht zurückschreckt, kommt es oftmals immer wieder zu brutalen Szenen. Dabei empfand ich es als super spannend, wie diese Szenen in die Geschichte eingebaut wurden, denn oftmals kamen sie aus heiterem Himmel. So wurde ich häufig einfach eiskalt erwischt von irgendeiner Entwicklung der Handlung. Olivia war einfach unberechenbar, was ich teilweise auch echt unheimlich fand. Auf diese Weise kam für mich ein hoher Spannungsfaktor in die Geschichte, die von tiefen Gefühlen und Kämpfen bestimmt wurde. Sehr klasse!

 

Fazit

Auch „Die Legende der vier Königreiche – Vereint“ konnte mich begeistern, überraschen und mir die Gänsehaut auf die Arme jagen. Olivias Unberechenbarkeit hat für einige Überraschungen und Schreckensmomente gesorgt, die die Spannung hoch hielten. Aber auch die Charakterentwicklung von Em und Cas fand ich unheimlich klasse. Zudem mochte ich die Atmosphäre des Buches, die für mich sehr greifbar war.

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Die Legende der vier Königreiche – Ungekrönt

2. Die Legende der vier Königreiche – Vereint

3. Die Legende der vier Königreiche – Besiegelt (erscheint am 1. März 2019)

 

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Solange es hell ist

Alexandra Kui
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.03.2018
ISBN 9783570165157
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Eine Irrfahrt von Leuchtturm zu Leuchtturm, ein verschollener Vater, zwei kleine Geschwister im Schlepptau: Manchmal, wenn sie nach Mitternacht aufs Meer schaut, kommt es Mika (15) vor, als ob die Pause zwischen zwei Lichtzeichen ewig dauert. „Man wartet und wartet, die Nacht wird immer schwärzer, aber irgendwann dann kommt es doch. Und solange es hell ist, für diesen kurzen Moment, ist plötzlich alles ganz einfach. Du siehst den Weg wieder“.“

 

Gestaltung

Das Cover finde ich atemberaubend! Ich liebe den Himmel mit seinen verschiedenen Farbstufen aus dunkelblau, orange, rot und gelb, die alle ineinander verlaufen. Der dunkle  Leuchtturm, der durch die Abend- oder Morgendämmerung schattiert ist, wirkt vor diesem Hintergrund richtig harmonisch und stimmig. Auch kommt die weiße Schrift des Titels vor diesem Hintergrund super zur Geltung. Insgesamt finde ich das Motiv einfach nur atmosphärisch und wunderschön!

 

Meine Meinung

Da ich schon „Marias letzter Tag“ von der Autorin gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neustes Werk, das auch schon mit dem sehr atmosphärischen Cover überzeugt. In „Solange es hell ist“ geht es um das Geschwistertrio Penny, Mika und Elias, die sich auf einem Trip nach Dänemark befinden, um dort einen bestimmten Leuchtturm zu suchen, den sie nur von einem Foto kennen. Ihr  Ziel ist es, ihren verschollenen Vater zu finden…

 

Dieser Roadtriproman konnte mich aufgrund der spannenden Handlung sehr fesseln, was ich zunächst gar nicht gedacht hätte. Ich hatte vielmehr mit einer emotionalen Geschichte gerechnet, die mich auf der Gefühlsebene berühren würde, aber „Solange es hell ist“ schafft nicht nur dies, sondern noch viel, viel mehr! Die Handlung wird nicht nur durch die Frage, ob die Geschwister ihren Vater finden werden, angetrieben, sondern auch durch all die Beschwerlichkeiten, die ihnen auf ihrem Trip in den Weg kommen. Ein leerer Autotank, ein Motorschaden, viel zu wenig Geld…das ist nur ein kleiner Teil der Schwierigkeiten, die sich den Geschwistern eröffnen.

 

So wird es sehr fesselnd, zu verfolgen, ob die drei ihr Ziel je erreichen und wie sie die Schwierigkeiten überwinden werden. Durch diese Hindernisse strahlen die Momente, in denen Mika und ihre Geschwister wieder Kinder sein können, geradezu hervor. Auf diese Weise ergibt sich ein schönes, atmosphärisches Wechselspiel aus schweren und leichten Momenten.

 

Dazu passend ist auch die besondere Erzählweise und die tiefgründigen sowie geradezu poetischen Gedanken, die aufgegriffen wurden. Erzählt wird „Solange es hell ist“ aus der Sicht von Mika, dem ältesten Geschwisterkind. Dabei erlebte ich durch die Ich-Perspektive ihre Gedanken und ihre Emotionen hautnah mit. Vor allem gefiel mir, wie die Autorin es geschafft hat, die jugendliche Stimme von Mika einzufangen und die Gedanken so wiederzugeben, als würde ich direkt in Mikas Kopf stecken und sie live hören.

 

Die Figuren empfand ich auch alle als sehr sympathisch und authentisch. Mika hat sofort mein Mitgefühl ausgelöst, da sie sich als Älteste um ihre Geschwister kümmert. Sie ist taff, mutig und hat es nicht leicht. Dafür lässt sie sich nicht unterkriegen und geht ihren Weg stetig weiter. Ihre tiefe Liebe zu ihren Geschwistern wurde dabei beim Lesen auch sehr deutlich und geradezu spürbar, was ich sehr beeindruckend fand. Auch ihre jüngeren Geschwister stehen ihr in nichts nach, denn Elias und Penny sind ebenso stark wie Mika.

 

Fazit

„Solange es hell ist“ ist ein berührender Roadtrip-Roman, der zum Nachdenken und Mitfühlen einlädt. Die Beschwerlichkeiten der Reise stehen immer wieder im Wechsel mit aufgelockerten Szenen, so dass das Lesen wirklich Spaß macht. Zudem sind in die Handlung mehrere Fragen eingebaut, auf deren Antwort ich als Leser hinfieberte, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Die Geschichte kam mir absolut authentisch und realistisch vor, was ihr das gewisse Extra verlieh.

5 von 5 Sternen!

 

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129 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Hexenmacht

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 22.02.2018
ISBN 9783596701742
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext

„In jenen Tagen strahlten die Sterne heller. Könige herrschten über Sonnen, Adelshäuser regierten wie Götter im All. Wo Leidenschaften entbrannten, wurden gewaltige Schlachten geschlagen. Zivilisationen vergingen, Welten zerbrachen, Gestirne zerstoben zu Sternenstaub.
Am Ende des bekannten Universums, auf der Hexenwelt Empedeum, sucht der Orden der Gottkaiserin nach einem Zugang zum Pilgerkorridor, einer uralten Sternenstraße, von der keiner ahnt, wohin sie führt – oder was sich auf ihr nähert. In ihrer Verblendung rufen die Hexen ihren Götzen an, das Schwarze Loch Kamastraka, und ahnen nicht, welches Unheil sie damit heraufbeschwören.
Derweil sind Iniza und Glanis dem Orden entkommen und leben mit ihrer neugeborenen Tochter unter Piraten auf dem Planeten Noa. Doch auch dort sind sie alles andere als sicher: Verrat und Entführung, Hinterhalte und Meuchelmorde führen auf die Spur eines Komplotts, das einen galaktischen Krieg entfachen soll.
Um das Leben des Kindes zu retten, nimmt Iniza mit ihren Gefährten den Kampf auf – auch wenn das den Untergang ganzer Welten bedeutet.“

 

Gestaltung

Das Cover finde ich sehr faszinierend, denn obwohl es auf den ersten Blick so aussehen mag wie das des ersten Bandes, so kann man doch bei genauerem Hinsehen Unterschiede erkennen. Der Bildaufbau ist gleichgehalten, aber das bronzen/goldfarbene Element am oberen Bildrand ist aus anderen Figuren zusammengesetzt und zeigt eine andere Szenerie, was ich sehr gelungen finde. So gibt es auf dem Cover etwas zu entdecken. Auch passt die Farbgebung sehr gut zu dem Grünton. Mein Highlight ist aber nach wie vor das leicht metallische Schimmern des Covers.

 

Meine Meinung

Als der Postbote klingelte und mir mein Exemplar von „Die Krone der Sterne – Hexenmacht“ brachte, glich die Szene, die sich abspielte, doch stark der allseits bekannten Werbung für einen Onlinehändler, in der eine Frau vor Aufregung laut schreit. Nachdem mir der erste Band seiner neuen Buchreihe aufgrund der Mischung aus Fantasy und Science Fiction sehr gefallen hatte, war ich gespannt, wie der Autor die komplexe Geschichte weiterspinnen würde.

 

Als sehr hilfreich empfand ich die kurze Zusammenfassung und der kurze rückblickende Überblick über die Geschehnisse aus Band eins und die Welt. Die Geschichte war sehr komplex im Vorgänger und es liegt auch schon einige Zeit zurück, dass ich das Buch gelesen hatte, sodass mir diese Zusammenfassung sehr geholfen hat. Auf diese Weise konnte ich mühelos in die Handlung von „Hexenmacht“ einsteigen und mich besser orientieren. Ebenfalls sind auch die tollen Illustrationen und Karten, die auch diesen Band wieder schmücken, eine großartige Ergänzung und Hilfe, um sich die Welt besser vorstellen zu können.

 

Genial fand ich den Einstieg in die Handlung, denn die Geschichte beginnt sofort sehr rasant und actionreich: Shara und Kranit sind auf einer Mission unterwegs und werden dabei verraten. Aber auch die Erzählstränge rund um Iniza und Glanis nehmen schnell Fahrt auf, wodurch sich „Hexenmacht“ sehr rasant liest. Spannende Verfolgungsjagden, spektakuläre Kämpfe und Gefechte zwischen Raumschiffen stehen in diesem Band an der Tagesordnung, wodurch der Unterhaltungsfaktor immens ist. Manchmal hätte ich mir zwar auch etwas mehr Gefühle gewünscht, die mich erschüttern oder berühren, denn aufgrund des hohen Tempos und der vielen Action war dafür nicht ganz so viel Zeit. Das Ende des Buches glich dann einer Explosion an Überraschung, Spannung und Informationen, die mich unheimlich neugierig auf den finalen Band machen.

 

Gleichzeitig mochte ich es, dass die Handlung nicht nahtlos an den Geschehnissen aus dem Vorgängerband ansetzt, sondern dass ein Zeitsprung gemacht wurde. So wirkte die Geschichte auf mich sehr realistisch. Hinzukommt, dass in „Hexenmacht“ einige Informationen rund um die Figuren eingestreut werden, die dem Leser neu sind. So konnte ich Glanis, Shara oder auch Kranit besser kennen lernen, was mir sehr gefallen hat, da auf diese Weise neben all der sprudelnden Action auch die Figuren nicht zu kurz kamen!

 

Fazit

Mit „Die Krone der Sterne – Hexenmacht“ wird es nie langweilig, denn hier wechseln sich wilde Verfolgungsjagden, nervenaufreibende Kämpfe und Schlachten zwischen Raumschiffen dauerhaft ab. So wird die Fortsetzung von „Die Krone der Sterne“ unglaublich rasant und temporeich, wobei sie in einem explosionsartigen Finale gipfelt, das meine Neugier auf den letzten Band dieser Trilogie immens anfacht! Mir hat dieser Band noch besser gefallen als sein Vorgänger! An manch einer Stelle hätte für mich auch etwas mehr Zeit für tiefere Emotionen gelassen werden können, aber dafür wurden weitere Einblicke in das Leben der Figuren ermöglicht, was ich richtig super fand!

Sehr gute 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Die Krone der Sterne

2. Die Krone der Sterne - Hexenmacht

3. ???

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53 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Magnus Chase 3: Das Schiff der Toten

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551556707
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Der fiese Gott Loki hat sich nach jahrtausendelanger Gefangenschaft von seinen Fesseln befreit und rüstet zum letzten Kampf! Er bemannt Naglfari, das legendäre Schiff der Toten, mit Zombies und Riesen, um den Weltuntergang Ragnarök einzuläuten. Klar, dass Magnus und seine Freunde das nicht zulassen können. Auf der Suche nach dem Schiff der Toten durchsegeln sie verschiedene Welten und müssen gegen wütende Meeresgötter, brutale Riesen und feuerspeiende Drachen antreten. Doch der gefährlichste Feind bleibt Loki selbst …“

 

Gestaltung

Auf dem Cover ist der Endgegner zu sehen: Loki mit seinen Narben im Gesicht. Davor steht Magnus mit seinem Schwert. Ich finde jedoch, dass Magnus etwas zu kindlich und jung aussieht, da er im Buch ein Teenager ist. Die warmen Farben des Covers gefallen mir gut, wobei ich den Kontrast zum bläulichen Titel und Verlagslogo nicht ganz so gerne mag, da es für mich optisch nicht so schön zusammenpasst (auch wenn ich es gut finde, dass die Augenfarbe von Loki hier aufgegriffen wurde). Mir gefällt, dass das Cover durch die Farben so aussieht, als würde die Welt um Loki und Magnus in Flammen stehen.

 

Meine Meinung

Für mich ist die „Magnus Chase“ Trilogie eine meiner absoluten Lieblingsbuchreihen, denn sie ist definitiv unter meinen Top 3 Favoriten. Band eins und zwei haben mich voller Begeisterung zurückgelassen, sodass meine Erwartungen an den Abschlussband hoch waren. Auch dieses Mal habe ich die Geschichte wieder sehr genossen und war begeistert davon, wobei bei mir doch auch ein wenig Wehmut beim Lesen mitschwang, da es der letzte Band der „Magnus Chase“-Reihe ist. So sah ich mich beim Lesen mit dem Dilemma konfrontiert, unbedingt weiterlesen zu wollen, während ich gleichzeitig doch am liebsten gar nicht ans Ende kommen wollte, damit die Geschichte nicht zu Ende ist.

 

Dieses Gefühl habe ich nur ganz, ganz selten bei Büchern! Schon während der ersten Seiten von „Magnus Chase – Das Schiff der Toten“ war ich wieder sofort in der Geschichte drin, obwohl es etwas zurück lag, dass ich Band zwei gelesen hatte. Magnus ist der Ich-Erzähler, der zwischendurch immer wieder wichtige Geschehnisse aus den Vorgängerbänden wiederholt. So wurde es ein leichtes, wieder in die Handlung einzusteigen und sich an alles zu erinnern. Magnus ist sowieso einfach der absolut coolste Erzähler, den es gibt, denn er ist zynisch und hat einen trockenen Humor, der mich gerade zu Beginn immer wieder zum lauten Lachen gebracht hat.

 

Dabei hat es mir aber vor allem auch gefallen, dass der Grundton des Buches immer ernster wurde, je näher wir dem finalen Kampf kamen. Magnus war noch immer witzig und er sowie die anderen Figuren (vor allem Alex Fierro) haben spritzige Kommentare von sich gegeben, doch je näher sie dem Schiff der Toten kamen und je bedrohlicher die Situation wurde, desto ernster wurden auch sie. Diese Wechsel in der Atmosphäre habe ich beim Lesen gespürt, was für mich auch unheimlich gut zur Bedeutungsschwere der Situation passte. Die Lockerheit ging dem Buch dabei dennoch nicht verloren. Vielmehr hat mir der Finalkampf bzw. Finalwettstreit eine Gänsehaut über die Arme getrieben, da hier der Gefühlsfaktor enorm hoch war.

 

Das, was ich an dem Buch so schätze und liebe, sind die Beziehungen der Figuren untereinander und Magnus‘ Liebe und Zuneigung zu seinen Freunden. Genau dies ist es, was im Finale von entscheidender Bedeutung ist und mich total berührt hat. Magnus’ Gefühle für sein Team – seine Familie – waren unheimlich ergreifend und berührend. So wurde das Ende dieses Bandes die reinste emotionale Achterbahnfahrt für mich – zwischen Berührtsein, Mitfiebern und Wehmut angesichts des Endes bin ich einfach vollkommen in dem Universum der nordischen Götter versunken.

 

Ich liebe Magnus Charakter einfach, denn er ist nicht nur witzig, sondern auch liebevoll. Besonders seine Beziehung zu seinen ältesten Freunden Hearth und Blitz geht mir unter die Haut. Diese Dreierkombi mit ihrem bedingungslosen Zusammenhalt und ihrer Unterstützung füreinander ist einfach herzergreifend und -erwärmend! Was ich an diesem Band aber auch richtig gelungen fand war, dass es auch mehr Hintergrundinformationen zu den anderen Mitgliedern aus Magnus‘ Team gab, die in den vorherigen Bänden zwar mit von der Partie waren, aber über die man nicht viel erfahren hat.

 

So gibt es einige Infos zu T.J., Alex Fierro, Mallory Keen und auch Halbgeboren. Dies hat auch diesen Figuren noch einmal eine große Portion Tiefe verliehen, wobei mir auch hier wieder besonders gefallen hat, wie spürbar die Beziehungen und die Gefühle der Figuren zueinander für mich waren. Rick Riordan hat es grandios gelöst, dass jeder der Charaktere seinen Moment hatte, um zu scheinen. Auf diese Weise kam zum Abschluss noch einmal jede Figur ins Scheinwerferlicht und konnte zeigen, was sie drauf hat.

 

Die Handlung war aber nicht nur voller Gefühle, sondern sie spritzte und sprühte geradezu vor Action, Gefahren und schwierigen Prüfungen. Bevor Magnus und seine Freunde sich dem finalen Endgegner Loki stellen können, müssen sie viele harte Hürden überwinden. Ich hatte ehrlich gesagt erwartet, dass der Endkampf, welcher ungefähr auf den letzten 80 Seiten geschieht, ein wenig mehr Raum einnehmen würde und dass uns eine große Schlacht auf dem Schiff der Toten erwarten würde, doch im Endeffekt hat Rick Riordan alle Handlungselemente gut ausbalanciert (gerade angesichts der Auftritte der Figuren). Durch die schwere Reise auf Magnus’ Schiff konnte ich das letzte Abenteuer mit meinen liebgewonnenen Freunden genießen und die Prüfungen gemeinsam mit ihnen bestreiten. Ich wollte die Geschichte beim Lesen inhalieren, geradezu in mich aufsaugen und dieses Gefühl habe ich so intensiv bisher nur bei ganz wenigen Büchern erlebt.

 

Meine Liebe für diese Reihe ist unermesslich und ich wünschte mir, sie würde niemals enden und immer weiter gehen, gerade weil ich die Figuren so ins Herz geschlossen habe und ihre Beziehungen untereinander so liebe und schätze. Selten gibt es eine Reihe, die mein Herz so erwärmt und zum Schmelzen gebracht hat. Gerade die Gefühle, die das Ende bei mir ausgelöst hat, haben mich gleichzeitig aber auch sehr zufrieden gestimmt, denn dieser Band rundet die Trilogie perfekt ab. Er schafft jedem Charakter nochmals Raum, versprüht denselben Charme wie seine Vorgänger, zieht alle losen Fäden zusammen und hat einfach alles, was das Herz begehrt! Dennoch hofft mein wehmütiges Herz, dass die Kurzgeschichten zur Magnus Chase-Trilogie, welche im Oktober auf Englisch erscheinen, auch auf Deutsch erscheinen, damit diese wundervolle Reihe noch nicht zu Ende ist und ich nochmals in Magnus‘ Welt eintauchen kann.

 

Fazit

Für mich ist „Magnus Chase – Das Schiff der Toten“ ein würdiger Abschluss, der die Trilogie perfekt abrundet. Das Finale explodiert geradezu in einem gefühlvollen Ende, das mir eine Gänsehaut über  die Arme gejagt und mich total ergriffen hat. Neben einigen gefährlichen Prüfungen und einer riesigen Portion Kampf sowie Action kommen die Gefühle nicht zu kurz. Ich liebe einfach Magnus‘ Beziehung zu all seinen Freunden (vor allem Hearth und Blitz). Jeder liebgewonnene Charakter bekommt nochmals einen Moment, um zu scheinen. Gleichzeitig gibt es viele Hintergrundinfos zu Figuren, die bisher noch nicht so beleuchtet wurden. Auch die Atmosphäre und der Humor sind grandios. Dieses Buch versprüht denselben Charme wie schon seine Vorgänger! Ich kann nur sagen, dass ich denke, dass jeder diese Reihe lesen sollte, denn Magnus Chase ist einfach toll! Für mich ist die Trilogie mit eine der besten Buchreihen, die jemals geschrieben wurden. Meine Gefühle für diese Reihe lassen sich einfach beschreiben: pure, absolute und bedingungslose Liebe!

Vollkommen berauschte , leicht wehmütige 5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Magnus Chase – Das Schwert des Sommers

2. Magnus Chase – Der Hammer des Thor

3. Magnus Chase – Das Schiff der Toten

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(25)

58 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

White Maze

June Perry
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Arena, 13.07.2018
ISBN 9783401603728
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Mit einem Schlag endet Vivians sorgenfreies Leben: Ihre Mutter Sofia wurde ermordet! Die erfolgreiche Game-Entwicklerin stand kurz vor dem Release eines bahnbrechenden Computerspiels. „White Maze“ wird mit neuartigen Lucent-Kontaktlinsen gespielt  – dank ihnen erleben die Spieler virtuelle Game-Welten mit allen Sinnen. Aber warum zerstörte Vivians Mutter kurz vor ihrem Tod die Prototypen der Linsen? Zusammen mit dem schulbekannten Hacker Tom will Viv den Mord an Sofia aufklären. Dazu muss Viv selbst Lucent-Linsen einsetzen und tief in die virtuelle Welt eintauchen. Doch dort ist es für den Mörder ein Leichtes, die falsche Realität nach seinen Spielregeln zu manipulieren. Kann Vivian ihren eigenen Gefühlen vertrauen, wenn alles, was sie sieht, hört, riecht und schmeckt, bloße Lüge ist?“

 

Gestaltung

Die Aufmachung des Buches finde ich atemberaubend schön! Durch den milchig weißen, leicht transparenten Schutzumschlag, auf den ein goldenes Muster aufgeprägt ist, ist der Buchdeckel nicht sofort mit seinen intensiven Farben zu sehen. Dies könnte auch schon eine Andeutung auf den Buchinhalt – die Lucent-Linsen durch die man in eine Gamewelt eintaucht – sein, was ich sehr cool finde. Besonders gefällt mir das goldene Herz, das aussieht wie Schaltkreise einer Festplatte, denn dies passt auch hervorragend zum Inhalt.

 

Meine Meinung

Als mir zum ersten Mal von diesem Buch berichtet wurde, war ich schon unfassbar neugierig und hatte sehr hohe Erwartungen, da der Inhalt nach einem Buch klang, das genau meinem Geschmack entspricht. Tatsächlich hat das Buch meine Erwartungen dann auch genau getroffen und mich total begeistert! „White Maze“ ist eine Art Dystopie mit Thrillerelementen, was ich total spannend und fesselnd fand, denn in dem Buch geht es um Vivian, deren Mutter ermordet wurde. In ihrer Welt gibt es – dank Vivians Mutter – besondere Kontaktlinsen, durch die man in Virtual-Reality-Games eintauchen kann. Durch diese Linsen erleben Spieler in der falschen Realität das Game mit all ihren Sinnen und genau in dieser Welt versucht Vivian, dem Mörder ihrer Mutter auf die Schliche zu kommen…

 

Ich kann versprechen: die Handlung ist absolut spannend, von der ersten bis zur letzten Seite! Die Geschichte beginnt zunächst etwas ruhig, die Charaktere und die Welt wird eingeführt und dann auf einmal zieht das Tempo der Handlung immer mehr an. Ich fieberte mit Vivian mit und blätterte Seite um Seite um, um zu erfahren, wie es weitergehen mag. Die Handlung entwickelt diesbezüglich eine ziemliche Anziehungskraft, derer ich mich nicht entziehen konnte, sodass ich „White Maze“ kaum aus den Händen gelegt habe.

 

Sehr schön fand ich auch die Kapitellängen, denn diese sind eher kurz, wodurch das temporeiche Gefühl noch verstärkt wird und man beim Lesen auch schnell vorankommt. Auch den Schreibstil der Autorin June Perry alias Marion Meister hat mir sehr zugesagt, da ich mich gut in die Figuren hineinversetzen konnte und mir auch all die technischen Neuerungen gut vorstellen konnte. Das Buch wird dabei hauptsächlich aus der Perspektive von Vivian erzählt, doch es gibt auch immer wieder Wechsel in der Erzählperspektive. So bekommen auch Hacker Tom, dessen Freund oder auch der Antagonist kleinere Erzählparts, wobei sich diese Wechsel super durch die Erzählform auseinanderhalten ließen, denn die anderen Charaktere erzählten in der dritten Person, während Vivian alles aus der Ich-Perspektive schilderte. Diese Wechsel fand ich sehr erfrischend und spannend, da ich so Einblicke in andere Figuren erhielt, was mir neue Erkenntnisse und interessante Informationen lieferte.

 

Das Setting des Buches konnte mich auch von sich überzeugen. „White Maze“ spielt zu einem unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft, wodurch es einige technische Neuerungen gibt, die ich faszinierend fand. Vor allem die von Vivians Mutter erfundenen Lucent-Kontaktlinsen und das Spiel „White Maze“ fand ich cool, da man durch die Linsen das Spiel mit allen Sinnen wahrnehmen kann und so Realität und Spiel verschwimmen. Der Antagonist des Buches hat das Spiel jedoch beeinflusst, wodurch es unheimlich gefährlich wird…diese Gefahr macht die Handlung nochmals um einiges spannender! Die Frage „Was ist real und was nicht?“ beschäftigt die Protagonistin und den Leser gleichermaßen und so wird „White Maze“ zu einem Buch, das mir beim Lesen eine Gänsehaut beschert hat!

 

Fazit

„White Maze – Du bist längst mittendrin“ hat nicht nur eine temporeiche Handlung, die fesselnd und anziehend zugleich ist. Auch der Rest stimmt bei diesem Buch einfach! Spannende Perspektivwechsel, die Einblicke in viele Figuren – auch den Bösewicht! – geben, gefährliche Situationen, Geheimnisse und einige Gänsehautmomente sorgen bei dieser Dystopie mit Thrillerelementen für großen Lesespaß und eine Sogwirkung, derer man sich nur schwer entziehen kann!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

Einzelband

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(77)

231 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

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Nevernight - Das Spiel

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596297597
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext

„Die epische Rachegeschichte geht weiter. Nachdem Mia einen der Männer umgebracht hat, die für die Zerstörung ihrer Familie verantwortlich sind, bleiben noch zwei über: Kardinal Duomo und Konsul Scaeva. Beide sind jedoch vor der Öffentlichkeit abgeschirmt und für Mia unerreichbar. Schlimmer noch: Die Rote Kirche selbst scheint Scaeva zu schützen …
Um an ihn heranzukommen, geht Mia ein großes Risiko ein: Sie kehrt der Kirche den Rücken und begibt sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin an den Großen Spielen in Gottesgrab teilzunehmen. Mia merkt schnell, dass sie diesmal zu weit gegangen ist, denn auf dem blutigen Sand der Arena gibt es keine Gnade und nur eine Regel: Ruhm und Ehre – oder Tod.“

 

Gestaltung

Mir gefällt an der Gestaltung, dass sich das Buch harmonisch neben dem ersten Band im Regal einfügt. Die Hintergrundfarben sind wieder in hellen Tönen gehalten und zudem verleiht das Hintergrundbild eines Gebäudes mit einer großen Treppe dem Cover eine gewisse Tiefe. Etwas vermisst habe ich einen farbigen Buchschnitt, den es beim ersten Band noch gab. Dafür passt die düstere Person mit den blutigen Messern gut zum Inhalt. Im Buchinneren gibt es zudem auch schöne Karten, wobei ich finde, dass das Buch insgesamt sehr hochwertig aufgemacht ist.

 

Meine Meinung

Nachdem mir der erste Band mit seiner taffen Protagonistin Mia sehr imponiert hat, war ich sehr gespannt, wie die Geschichte rund um ihre Rache weitergehen würde. Und direkt eingangs eine kleine Warnung an alle, die etwas zartbesaiteter sind: diese Bücher sind durchaus sehr brutal und blutig. Ich kam damit gut klar und finde, dass für all diejenigen, die schon Band 1 toll fanden, diese Fortsetzung einfach ein Muss ist! Was ich besonders toll fand: es gibt einen Personenregister, der bei der Übersicht über die Personen hilft und durch den mir der Einstieg in die Geschichte erleichtert wurde!

 

In diesem Band verfolgt Mia ihr Racheziel weiter und geht dabei eigene Wege fernab der Regeln der roten Kirche, um die verbleibenden Männer, die ihrer Familie Leid angetan haben, zur Rechenschaft zu ziehen. Dafür nimmt sie an einem Gladiatorenkampf teil, dessen Gewinner am Ende genau den beiden Männern gegenübersteht, die das Ziel von Mias Rache sind… Schon an der Inhaltsangabe kann man erahnen, dass es wieder actionreich wird, aber wie actionreich, das erfuhr ich erst beim Lesen. Ich bin wieder komplett überwältigt von der Rasanz und dem Temporeichtum der Erzählung. Durch all die Kämpfe und Gefechte wird es richtig spannend und gleichzeitig gab es auch einige Überraschungen und Entwicklungen, die mich einfach nur gefesselt haben.

 

Ich konnte das Buch nur schwer aus den Händen legen, denn neben all dem Blutvergießen und der Action kommt auch die emotionale Ebene nicht zu kurz. So hat Protagonistin Mia mit vielen verschiedenen Gefühlen zu kämpfen. Einerseits ist sie skrupellos und eine eiskalte Kämpferin, andererseits ist sie aber auch noch dazu imstande, Mitleid zu empfinden. Durch diesen Misch bleibt sie menschlich und auch sehr sympathisch. Trotz ihrer Fähigkeiten, spürt sie Zweifel und ist manchmal unsicher. Dieser Zwiespalt gefällt mir unheimlich gut, denn mir jagt es jedes Mal eine Gänsehaut über die Arme. So stellte sich mir auch immer wieder die Frage, ob sie sich Gefühle wie Zuneigung, Freundschaft oder gar Liebe überhaupt erlauben kann? Jay Kristoff spielt hier hervorragend mit den Gefühlen des Lesers und bringt eine emotionale Note in eine actiongeladene, kämpferische Fantasygeschichte!

 

In diesem Band sind auch die dem Leser schon aus dem Vorgängerband bekannten Fußnoten zu finden. Vor allem in diesen Fußnoten spiegelt sich der dunkle Humor und Sarkasmus wieder, der dem Buch das gewisse Etwas verleiht. Neben den Fußnoten gibt es auch ein Wiedersehen mit vielen bereits bekannten Figuren. Besonders toll fand ich es, endlich wieder von Herrn Freundlich und Eclipse zu lesen. Diese beiden Figuren sind einfach grandios und vor allem in Kombination miteinander ein sehr unterhaltsames Gespann!

 

Fazit

Mir hat „Nevernight – Das Spiel“ noch besser gefallen als sein Vorgänger, denn die Handlung war durchweg spannend und actiongeladen. Neben blutigen, brutalen Kämpfen gab es Antworten auf Fragen, gleichzeitig wurden neue Rätsel aufgeworfen und einige feuerwerksartige Überraschungen gestreut. Vor allem mochte ich es, wie ich um die Figuren gebangt habe und verzweifelt nach Auswegen gesucht habe, die der Autor dann mit Leichtigkeit aus dem Ärmel geschüttelt hat, aber mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte. Zudem habe ich Protagonistin Mia noch mehr in mein Herz geschlossen, da ich das Wechselspiel aus Gefühlskälte und Emotionen sehr gemocht habe. Mia ist eine tolle Hauptfigur!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Nevernight – Die Prüfung

2. Nevernight – Das Spiel

3. Darkdawn (erscheint am 03. September 2019 auf Englisch)

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(85)

139 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Ali Benjamin , Petra Koob-Pawis , Violeta Topalova
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Dass Dinge einfach passieren, kann Suzy nicht akzeptieren. Sie macht sich über vieles Gedanken: den Schlafrhythmus von Schnecken, die jährliche Zahl der Quallenstiche oder wie alt man ist, wenn das Herz 412 Millionen Mal geschlagen hat – gerade mal 12 Jahre. In dem Alter ist Suzys Freundin Franny im Sommer ertrunken, obwohl sie eine gute Schwimmerin war. Suzy muss herausfinden, wie das geschehen konnte. Es ist ein weiter, erkenntnisreicher Weg in einer Welt voller Wunder, bis sie begreift, dass der einzige Trost manchmal ist, Dinge anzunehmen, die man nicht ändern kann. Eine ergreifende Geschichte der Selbstfindung und ein großer Blick auf unsere Existenz.“

 

Gestaltung

„Traumhaft!“ war das Erste, das ich gedacht habe, als ich das Cover zum ersten Mal sah. Das Motiv mit dem Mädchen, das eine Qualle an ihren Tentakeln wie einen Luftballon hält, finde ich total schön. Die gesamte Farbgebung ist in unterschiedlichen Blautönen gehalten, was sehr gut zum Covermotiv und auch zum Buchinhalt passt. Auch mag ich die Details, die sich auf dem Cover verbergen, denn im Himmel schwimmen viele kleine Fische. Der in Gelb geschriebene Titel fügt sich schön vor diesem Hintergrund ein und sticht gleichzeitig auch ein wenig hervor, was mir gut gefällt.

 

Meine Meinung

Als mir dieses Buch zum ersten Mal in der Verlagsvorschau begegnete, wusste ich sofort, dass es eine Geschichte für mich ist. Nicht nur das schöne Cover hat mich auf Anhieb verzaubert, sondern auch der Klappentext. Beim Lesen merkte ich dann schnell, wie zauberhaft die Geschichte ist, denn Protagonistin Suzy konnte mich sofort für sich einnehmen und die Handlung mich emotional überzeugen.

 

Auch wenn Suzy erst 12 Jahre alt ist, so denke ich, dass ihre Geschichte nicht nur etwas für jüngere Leser ist, sondern auch Erwachsene für sich einnehmen kann, denn „Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren“ ist ein sehr tiefgründiges, bewegendes und nachdenklich stimmendes Buch der leisen Töne. Suzy konnte mich sofort verzaubern, da sie für ihr Alter schon sehr erwachsen und reif wirkt. Sie denkt über Dinge nach, über die nicht jeder nachdenkt – schon gar nicht andere Kinder in ihrem Alter. So interessiert es sie beispielsweise wie alt man ist, wenn das Herz 412 Millionen mal geschlagen hat.

 

Gleichzeitig ist Suzy manchmal aber auch noch kindlich und naiv. Genau diese Mischung aus Reife und Naivität hat Suzy nicht nur sympathisch, sondern auch sehr reizvoll gemacht. Was ich besonders niedlich fand, war Suzys Forschung über Quallen, auf die sie sich nach dem Tod ihrer Freundin fokussiert, um mit dem Verlust fertig zu werden. Durch diese Quallenforschung erfährt der Leser auch einiges über diese Tiere, was ich sehr interessant fand, da ich so einiges gelernt habe, was ich noch nicht über Quallen wusste. Dabei wirkte das Buch jedoch nicht belehrend, da die Informationen gut in den Handlungsverlauf eingewoben wurden und zur Geschichte gehörten.

 

Die Handlung ist dabei eher ruhig und setzt auf Gefühle. Es gibt zwei Zeitschienen: die Gegenwart, in welcher Suzy versucht, den Tod ihrer Freundin Franny zu verarbeiten und die Vergangenheit, in welcher berichtet wird, wie die beiden sich kennen gelernt haben und Freunde wurden. Dieses Zusammenspiel der Zeiten hat eine angenehme Sogwirkung entfaltet, die in Kombination mit den kurzen Kapiteln dazu geführt hat, dass ich das Buch innerhalb eines Nachmittages verschlungen habe. Die Handlung ist einfach nur liebenswert, herzerwärmend und absolut berührend!

 

Fazit

Mir hat „Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren“ unheimlich gut gefallen, da sie sehr gefühlvoll erzählt ist und Suzy eine unheimlich liebenswerte, außergewöhnliche Protagonistin ist, die man sofort in sein Herz schließt. Ihre Quallenforschung fand ich sehr interessant, da mir diese Tiere in einem Buch noch nicht begegnet sind und ich hier einiges über sie erfahren habe, ohne dass das Buch belehrend wirkt. Die Handlung ist voller Gefühle und Gedanken über Verlust, Trauer und Freundschaft, was sehr berührend und einfühlsam erzählt wird.

5 von 5 Sternen!

 

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Einzelband

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(82)

155 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

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Silberschwingen - Rebellin der Nacht

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522505789
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Thorn ist nicht länger ein normales Mädchen, sie ist ein mächtiges Halbwesen – zugleich Mensch und Silberschwinge. Ihre flammendroten Schwingen zeugen vom Verrat, den ihr Vater in den Augen des Clans einst begangen hatte. Deshalb wird Thorn nicht nur von deren Oberhaupt gejagt, sondern auch von dessen Sohn Lucien, dem sie ihr Herz geschenkt hat. Seines hat sie zugleich zerbrochen. Thorn flüchtet ins sagenumwobene Glastonbury, um ihre Kräfte zu bündeln. Und als ihre Familie bedroht wird, muss sie das Erbe des Lichts in ihr zum Leuchten bringen, um eine jahrtausendealte Rebellion ein für allemal zu gewinnen!“

 

Gestaltung

Passend zum Titel „Rebellin der Nacht“ ist das Cover dieses Bandes in düsteren Farben gehalten, die an die Nacht erinnern. Besonders schön finde ich den Sternenhimmel, der in der Silhouette des Mädchens zu sehen ist. Auch mag ich, dass wir in eben dieser wieder den Ausschnitt einer Stadt sehen können. Das Mädchen passt zudem zum Cover des vorherigen Bandes, wobei mir hierbei ihr Blick noch besser gefällt. Ein weiteres Highlight ist der schimmernde Glanz, der das Cover veredelt.

 

Meine Meinung

Was habe ich mich auf das Finale der „Silberschwingen“-Dilogie gefreut! Natürlich musste ich es nach dem Cliffhanger von Band 1 sofort lesen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Thorn, Lucien und Co zu Ende geht. Thorn hat sich gegen Lucien gewandt und Riley gerettet. Die beiden sind nun auf der Flucht vor dem gesamten Clan. Vor allem Lucien gibt nicht auf und verfolgt Thorn. Dabei tun sich ihm Erkenntnisse und Geheimnisse auf, die alles ins Wanken bringen…

 

In diesem Band hat mir besonders gefallen, dass es einen Umschwung und eine Entwicklung von Lucien gab. Diesbezüglich gibt es einige Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Geheimnisse aus der Vergangenheit, die beim Lesen einige Fragen aufwerfen und für Spannung sorgen, denn durch diese Erkenntnisse wird Lucien zum Nachdenken gebracht. Ich als Leser fragte mich dann stets, auf welcher Seite er am Ende stehen würde, wenn es zu einer Auseinandersetzung kommt.

 

Die Auseinandersetzung bzw. Rebellion fand ich dabei am spannendsten, denn „Silberschwingen – Rebellin der Nacht“ bekommt so einiges an Tempo und fesselnden Momenten. Ging es im ersten Band noch hauptsächlich um Thorn, ihre Gefühlslage hinsichtlich ihres Halbwesen-Daseins und die Beziehung zu Lucien, so ist dies in Band 2 nun fest in ein großes Ganzes eingebettet und tief damit  verbunden. Mir gefiel es sehr, wie die Entwicklung rund um Thorn und Lucien in diese Rebellion eingewoben wurde, da alles absolut stimmig wirkte und es so sowohl große Gefühle als auch überraschende Entwicklungen und Spannung vorhanden waren.

 

Für Thorn und Lucien hoffte ich stets das Beste. Ich bangte mit ihnen, fühlte mein Herz zerreißen und habe einfach nur mitgefiebert. Auch Riley und seine Geschichte haben mich sehr berührt. Ich fand es großartig, wie Emily Bold es geschafft hat, mich so mit den Charakteren mitfühlen und um sie bangen zu lassen. Gleichzeitig erwarteten mich immer wieder Entwicklungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte oder die mich vor Erstaunen mit offenem Mund zurückließen. Einfach toll!

 

Vor allem durch ihren einfühlsamen Schreibstil schafft Autorin Emily Bold es, dass ich mich in die Figuren hineinversetzen konnte und mich ihnen so nah fühlte. Erzählt wird das Buch dabei aus der Sichtweise von Thorn und Lucien, wodurch wir beide Charaktere gut kennen lernen. Gerade angesichts der anfangs angesprochenen Erkenntnisse von Lucien, fand ich dies dieses Mal richtig gelungen und fesselnd, Einblicke in beide Charaktere zu erhalten. Das Ende fand ich dabei genau richtig, denn es hat die Dilgoie für mich zufriedenstellend abgeschlossen und mein Gefühlschaos besänftigt.

 

Fazit

In „Silberschwingen – Rebellin der Nacht“ sind die Entwicklungen um Thorn und Lucien sehr gelungen in die Rebellion gegen den Clan eingebunden worden. Der tolle Erzähl- und Schreibstil der Autorin hat mich dazu gebracht, um die Figuren zu bangen, mit ihnen zu leiden und vor allem für sie das Beste zu hoffen. Die Handlung ist eine bunte Mischung aus Dramatik, Gefühlen und Spannung in dem grandiosen mystischen Setting! Mir hat dieser Abschluss noch besser gefallen als sein Vorgänger.

5 von 5 Sterne!

 

Reihen-Infos

1. Silberschwingen – Erbin des Lichts

2. Silberschwingen – Rebellin der Nacht

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(33)

84 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

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Khyona (1). Im Bann des Silberfalken

Katja Brandis
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 13.07.2018
ISBN 9783401603667
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Der Islandurlaub mit ihrer neuen Patchworkfamilie ist genauso anstrengend wie Kari sich das vorgestellt hat. Doch als ihr ein silberner Falke begegnet und sie ins Reich Isslar gebracht wird, verändert sich alles. Ehe Kari sich versieht, steckt sie mitten in einer magischen Welt voller Trolle, Eisdrachen und Elfen, in der Geysire über das Schicksal entscheiden und ein geheimnisvoller junger Mann über die Vulkane der Insel herrscht. Doch warum ist sie hier? Als Kari herausfindet, dass sie einer jungen Assassinin zum Verwechseln ähnlich sieht, die im Auftrag der Fürstin einen Mord begehen soll, steckt sie bereits in gewaltigen Schwierigkeiten ...“

 

Gestaltung

Das Cover gefällt mir sehr, da der Falke im Mittelpunkt steht und von den bunten Polarlichtern total schön eingerahmt wird. So fügt er sich sehr schön in den dunkelblauen Hintergrund und die am unteren Bildrand gelegene Landschaft ein. Diese gefällt mir besonders, da die Berge durch das helle Blau am Wasserrand besonders aussehen. Den Blick des Gesichtes finde ich auch ansprechend und fesselnd, da man dem Mädchen sofort in die Augen schaut.

 

Meine Meinung

In „Khyona – Im Bann des Silberfalken“ geht es um Kari, die mit ihrer Patchworkfamilie nach Island reist und dort das Abenteuer ihres Lebens erlebt, denn Kari gelangt durch eine Verwechslung in die Parallelwelt Isslar. Hier begegnet sie Magiern, Eisdrachen und einer gefährlichen Fürstin. Wird sie das Abenteuer überleben und zu ihrer Familie zurückkehren können? Kari weiß es nicht, aber sie setzt alles daran, bis sie Andrik trifft und die Bewohner von Isslar besser kennen lernt…

 

Besonders einprägsam und aufmerksamkeitserregend fand ich den Anfang des Buches, denn der Prolog hat sofort neugierig gemacht, da er im Kontrast zu den ersten Kapiteln stand. Er warf Fragen und Rätsel auf, die nach und nach im Buch gelüftet und gelöst werden. Nach dem Prolog ging es sofort mit Protagonistin Kari weiter, die Island erkundet. Aus ihrer Sicht wird die Geschichte auch hauptsächlich erzählt, wobei ich es sehr gelungen fand, dass die Gedanken in kursiver Schrift und der Ich-Perspektive erzählt wurden, während der Rest in der dritten Person geschildert wurde. Auch gab es kleinere Perspektivwechsel, wenn ihr Stiefbruder oder das Mädchen, mit dem Kari verwechselt wurde, erzählten.

 

Durch diese Perspektiven kam für mich nochmals Spannung auf, da ich so einerseits die Geschehnisse in Isslar erleben und gleichzeitig erfahren konnte, was in der normalen Welt passiert, denn auch dort sieht sich Karis Familie einer großen Gefahr gegenüber. Schön fand ich auch, dass man durch die Perspektiven nicht nur Kari kennen lernt, sondern auch die Gedanken ihres Stiefbruders John, der mir so sympathischer wurde. Hätte ich ihn nur aus Karis Sicht kennen gelernt, hätte ich ihn nicht so gemocht.

 

Der Auslöser, warum und wie Kari in die Parallelwelt gelangt ist, hat mir allerdings nicht so gut gefallen, gerade angesichts der Bedeutsamkeit dieser Szene. Kari war in dem Moment nämlich ziemlich naiv und unrealistisch, da sie etwas gemacht hat, wo man normalerweise zögern würde. In Gedanken hat sie dabei immer versucht, ihr Verhalten zu erklären, aber dieser Auslöser für ihr Ankommen in Khyona, einer Stadt in Isslar, wirkte für mich recht fadenscheinig. Die Verwechslungsgeschichte an sich fand ich gut, aber Karis Verhalten in dem Moment hat mich gestört, weil es unreflektiert war.

 

Das Setting hat mir gut gefallen, denn die Parallelwelt war einerseits geheimnisvoll, andererseits hatte sie aber auch Bekanntes. Mir gefiel es, dass man Khyona und Isslar, welches ein altertümliches Island mit Fantasyelementen ist, gemeinsam mit Kari erkunden konnte. Auch die Idee, die hinter den Silberfalken steckt, fand ich sehr ansprechend. Der Weltaufbau in Isslar war zudem fesselnd, gut durchdacht und verständlich erklärt, wodurch es mir leicht fiel, mich gemeinsam mit Kari in dieser neuen Welt zurechtzufinden.  

Bei der Handlung hatte ich zwischendurch immer mal wieder kleine, ganz kurze Momente gehabt, wo mir der Erzählpart etwas zu lang gedauert hat bzw. wo Beschreibungen von Orten oder von Karis Gedanken zu lang waren. Aber insgesamt hat mir die Story sehr gut gefallen, da viele Fragen und Rätsel aufgeworfen wurden, die ich ergründen wollte und die mich zum Mitdenken angeregt haben. Zudem gab es auch immer wieder einige Actionszenen wie Kämpfe oder andere lebensgefährliche Situationen, in denen die Spannung immens war. Das Ende hat mich zufrieden gestimmt, da Katja Brandis fast alle losen Fäden zusammenzieht und die mir wichtigsten Fragen beantwortet. Gleichzeitig bin ich gespannt, was mich in der Fortsetzung erwarten wird, da ich einige Dinge im Hinterkopf habe, die ich gerne weiterverfolgen würde!


Fazit

Mir hat „Khyona – Im Bann des Silberfalken“ nicht nur aufgrund des gut durchdachten Settings und der hohen Dichte an geheimnisvollen Rätseln gefallen, sondern auch wegen der spannenden und actionreichen Handlung. Diese hatte zwar stellenweise kleinere Längen für mich, aber durch immer wieder eingebaute, brenzlige Situationen konnte ich diese jedes Mal überwinden. Zudem fand ich es klasse, wie mich die Fragen und Rätsel der Geschichte zum Mitdenken und Miträtseln angeregt haben.

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Khyona – Im Bann des Silberfalken

2. ???

 

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146 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

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Bernsteinstaub

Mechthild Gläser
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783785588604
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

Warum kommt es uns manchmal so vor, als ob die Zeit unterschiedlich schnell vergeht?
Ophelia hat sich darüber nie wirklich Gedanken gemacht, bis sie eines Tages beginnt, die Zeit zu sehen. Denn Ophelia ist eine Zeitlose und besitzt die seltene Gabe, die Zeitströme zu beeinflussen. Doch kaum hat sie von diesen Fähigkeiten erfahren, spielt die Zeit plötzlich überall auf der Welt verrückt. Gemeinsam mit dem mysteriösen Leander muss Ophelia die Ursache für das Zeitchaos finden. Dabei kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das die gesamte Welt der Zeitlosen auf den Kopf stellen wird.“

 

Gestaltung

Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, musste ich kurz den Atem anhalten, denn das Cover ist einfach nur unfassbar schön. Der bronzefarbene Hintergrund schimmert metallisch und ist mit Spotlack versehen, wobei das in hellerem goldgelb versehene Motiv wunderbar zu diesem Hintergrund und dem Buchinhalt passt. Das alte Gebäude und das angedeutete Uhrenziffernblatt greifen wichtige Elemente der Handlung auf, was ich super finde, da man so schon einen ersten Eindruck der Geschichte bekommt. Hier passt einfach alles zusammen.

 

Meine Meinung

Da ich die bisherigen Bücher von Mechthild Gläser gerne mochte, war ich sehr gespannt auf „Bernsteinstaub“. In diesem geht es um Ophelia, die eine Zeitlose ist und somit die Zeit sehen und beeinflussen kann. Kaum hat sie diese Fähigkeit entdeckt, kommt sie einem großen Geheimnis auf die Schliche… Zudem spielt die Zeit komplett verrückt und Ophelia versucht, das Chaos zu ergründen und beseitigen. Doch wird ihr dies gelingen?

 

Die Idee hinter „Bernsteinstaub“ fand ich sehr ansprechend. Auch wenn Romane über die Zeit nicht neu sind, so fand ich die Zeitlosen sehr ansprechend. Diese können die Zeit sehen und vieles mit ihr machen (sie z.B. anhalten o.ä.). Dabei gibt es den sogenannten Herrn der Zeit, welcher auf der Suche nach einem Nachfolger ist. Diese Grundidee fand ich magisch und absolut faszinierend. Auch gefiel mir die Umsetzung, da ich als Leser zusammen mit Protagonistin Ophelia in dieses Zeitkonstrukt und die Welt der Zeitlosen eingeführt wurde. Auf diese Weise wurde die Idee Stück für Stück erklärt und erweitert, weswegen ich mich gut in ihr einfinden und mich verzaubern lassen konnte.

 

Spannend wurde es dabei vor allem, als die Zeit immer weiter durcheinander geraten ist und ein großes Chaos entsteht, das auch die Welt der Menschen beeinflusst hat. Hier wird Magie mit Spannung gemischt, was super fesselnd ist! Über allem schwebt stets ein Geheimnis, das ich immer versuchte zu entschlüsseln, wodurch ich großen Spaß hatte, da ich versuchte immer neue Hinweise zu finden, um Vermutungen anstellen zu können. Sowas liebe ich einfach! Auch durch immer neue Herausforderungen und Aufgaben, denen sich die Gruppe um Ophelia stellen muss, kommt Spannung auf. Allerdings fand ich manch eine Entwicklung auch etwas vorhersehbar, da ich ahnen konnte, worauf es hinauslaufen würde.

 

Zudem ist das Setting des Buches einfach zauberhaft, denn die Geschichte spielt in Rom. Dies hat für mich wunderbar zum Zeitthema gepasst und dem Buch eine passende Atmosphäre verliehen. Auch eine kleine Liebesgeschichte wird in die Handlung eingebaut, die ich genau passend fand und gut nachvollziehen konnte. Dabei fand ich es gut, dass Ophelia so menschlich war, denn man merkt ihr an, dass sie zu Beginn mit ihrer neuen Fähigkeit und allem was damit einhergeht überfordert ist. Doch sie entwickelt sich weiter, überwindet ihre Skepsis und möchte den Dingen auf den Grund gehen. Auch die anderen Figuren empfand ich als spannend, da ich sie mit Verlauf des Buches ergründen konnte und nicht sofort alles über sie wusste.  

 

Fazit

„Bernsteinstaub“ befasst sich mit einem neuen Aspekt des oft aufgegriffenen Zeitthemas: es geht um Zeitlose, die die Zeit sehen und beeinflussen können. Zeitreisen ade, hier kommen die Zeitlosen! Diese Idee fand ich erfrischend, faszinierend und sehr spannend! Zudem mochte ich das Geheimnis, das in die Geschichte eingewoben ist, da ich so stets mitgerätselt habe. An manch einer Stelle empfand ich die Handlung als etwas vorhersehbar, aber es gab dafür auch sehr viele fesselnde Momente. Das Setting in Rom trägt zudem dazu bei, dass das Buch unheimlich atmosphärisch wird.

4 von 5 Sternen!

 

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

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Agalstra

Anna Herzog
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 20.06.2018
ISBN 9783649624516
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Durch die Mauern der alten Burg, wo Merle an einem Theater-Workshop teilnimmt, weht ein geheimnisvolles Wispern – sicher der Geist der Vergangenheit! Als Merle und ihre Freunde antike Kostüme von magischer Schönheit finden, beschließen sie, ein Stück aus einer längst vergangenen Zeit aufzuführen. Doch etwas Unheimliches liegt in der Luft: Warum überfällt Merle solch ein namenloses Grauen, wenn sie dem Burgherrn begegnet, dem alten Grafen? Warum gelingt ihnen alles wie von Zauberhand, sobald sie die Theaterkleider tragen? Und ist es wirklich noch ihr eigenes Stück, das sie da proben – oder ist es das uralte, grausame Spiel der Kostüme? Der Kinderroman verspricht magische Spannung und entführt die Leser in eine düster-unheimliche, verzauberte Theaterwelt.“

 

Gestaltung

Ich kann mein Buch nur anstarren, weil es so schön geworden ist! Ich finde die Auslassung auf dem Cover, durch die man dann in das Buchinnere schauen kann, einfach nur genial! So sieht die Bühne wirklich realistisch aus und bekommt einen kleinen 3D-Effekt. Zudem liebe ich das metallische Funkeln des Covers unheimlich! Es sorgt für Aufmerksamkeit und sieht einfach nur edel aus. Die düsteren Farben machen mich dabei nur noch neugieriger auf das Buch!

 

Meine Meinung

Die im Klappentext beschriebene Idee eines Theaterstückes, das sich wie von selbst aufführt, und die anklingenden Geheimnisse der Burg haben mich sehr neugierig auf „Agalstra“ gemacht. Insgesamt fand ich das Buch auch wirklich rätselhaft, mysteriös und geheimnisvoll, aber so ganz überzeugen konnte mich die Geschichte nicht. Von Anfang an haben mich die Handlung und Protagonistin Merle, aus deren Sicht in der dritten Person das Buch erzählt wird, nicht so wirklich fesseln können. Es fühlte sich beim Lesen immer so an, als stünde eine Wand zwischen ihnen und mir.

 

Der Schreibstil war dabei sehr ansprechend, denn er zeichnete sich durch viele kurze Sätze aus, die auch immer mal wieder mit Einschüben versehen waren. Besonders fielen mir auch die gereimten Verse im Inneren, die in die Geschichte eingewoben wurden, als positiv auf. Auch mochte ich es, wie der Sprachstil zwischen unserer modernen, alltäglichen Sprache und einer älteren Sprache während des Theaterstücks wechselte. Zudem gab es auch kleinere Vorausdeutungen, die Unheilvolles ankündigten und so für Spannung sorgten. Auch gefielen mir die unheimlichen Flüsterstimmen, die für Rätsel gesorgt haben. Zudem fand ich es klasse, dass die unterschiedlichen Textstücke durch Illustrationen und andere Schriftarten hervorgehoben und so verdeutlicht wurden.

 

Dennoch hatte ich manchmal den Eindruck, als würde zu vieles nur angeschnitten und zu wenig ausgeführt. Oftmals gab es auch für mich zu abrupte Wechsel der Szenerie. Auf der einen Seite redeten die Figuren noch miteinander, ich blätterte um und es war auf einmal finsterste Nacht. Mehr als einmal habe ich mich daher dabei erwischt, wie ich zurückblätterte, um mich zu vergewissern, dass ich nicht vielleicht aus Versehen eine Seite überblättert hatte. Aber nein, es war tatsächlich so, weswegen ich zwischendurch manchmal doch etwas verwirrt war. Auch kamen mir in der ersten Hälfte die Gedanken und Beschreibungen der Umgebung ausführlicher beschrieben vor, als die Interaktionen zwischen den Kindern. In der zweiten Buchhälfte legte sich dies jedoch.

 

Vieles fand ich recht rätselhaft und undurchschaubar, was mir gut gefallen hat, da ich gerne mitgerätselt habe. Aber ich muss auch sagen, dass mir manches einfach zu angeschnitten und zu wenig ausgeführt wurde, wodurch ich eigentlich nicht so wirklich wusste, woran ich bin. Am Ende des Buches gab es dann einen wirklich fesselnden Showdown, den ich am besten fand. Danach wurden dann auch ein paar Antworten gegeben, wobei für mich ein paar mehr Fragen ruhig hätten aufgeklärt werden können, da ich zum Schluss immer noch ein paar Fragezeichen über dem Kopf hatte. Einen kleinen Ausblick auf die Zukunft der Figuren hätte ich an der Stelle sehr gern gelesen.

 

Die Figuren fand ich insgesamt stimmig und authentisch, wobei ich doch sagen muss, dass mir Merle etwas fern blieb, da ich keinen wirklichen Zugang zu ihr gefunden habe. Auch Wladimir blieb für mich leider etwas blass und schwer greifbar. Merles kleinen Bruder Felix hingegen fand ich sehr realistisch für sein Alter, wobei Jannis mein Liebling war. Er war wissbegierig, tollpatschig, nett und in meinen Augen ein sehr guter Freund. Auch fand ich es gut, wie die Autorin mit drei anderen Jugendlichen eine „feindliche“ Gruppe geschaffen hat, die man zusammen mit Merle und Co nicht ausstehen konnte.

 
Fazit

Die Idee von „Agalstra“ hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn die Umsetzung in meinen Augen etwas holprig war, da vieles für mich zu schwammig blieb und schwer zu greifen war. So war es schwer, plausible Vermutungen aufzustellen und wirklich mitzuraten, was es mit den geheimnisvollen Geschehnissen auf sich haben könnte. Am Ende blieben noch einige Fragen offen, die ich gerne beantwortet gehabt hätte. Den Schreibstil der Autorin fand ich jedoch sehr ansprechend und gut ausgearbeitet.

3 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

Einzelband

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Die Verwunschenen

Iris Stobbelaar , Birgit Erdmann
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 27.02.2018
ISBN 9783407823564
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Ständig soll Jakob auf seine kleine Schwester Katie aufpassen, selbst an dem Tag des großen Fußballturniers. Außer sich vor Wut hat er nur einen Wunsch: Katie soll für immer verschwinden! Und genauso geschieht es. Wo ist sie? Ein Mann taucht auf, der mehr zu wissen scheint. Als Jakob ihm folgt, landet er in eine Welt voller albtraumhaften Wesen und beängstigenden Landschaften. Immer tiefer gerät Jakob in diesen seltsamen Kosmos hinein, aus dem er nur zurückkehren kann, wenn er Katie findet ...“

 

Gestaltung

Das Covermotiv gefällt mir sehr, da ich es mag, dass es so aussieht, als bestünde das Motiv aus zwei Ebenen. Durch den kleinen Kreis am oberen Bildrand sieht man einen düsteren Wald mit Augen, den man bei genauem Hinsehen auch in den Buchstaben des Titels ausmachen kann. Diese Idee finde ich richtig cool! Auch mag ich es gerne, wie harmonisch die Farben aufeinander abgestimmt sind, denn das dunkle Blau des Bildes passt klasse zu dem graublau melierten Vordergrund.

 

Meine Meinung

Da ich zwischendurch gerne immer mal wieder zu Kinderbüchern greife, konnte ich mir „Die Verwunschenen“ nicht entgehen lassen, denn mir sind sofort das tolle Cover als auch der interessant klingende Klappentext ins Auge gesprungen. Ein verschwundenes Mädchen und die verzweifelte Suche ihres Bruders, die ihn in ein Albtraumland führt? Das klingt doch ziemlich spannend! Und das war es für mich auch größtenteils.

 

In „Die Verwunschenen“ geht es um Jakob, der immer auf seine kleine Schwester Katie aufpassen muss. Selbst dann, wenn er andere wichtige Dinge vorhat, wie z.B. ein sehr wichtiges Fußballspiel. Wie es in solchen Situationen nur menschlich ist, wünscht Jakob sich, dass seine Schwester verschwindet. Doch mit Wünschen sollte man vorsichtig sein, denn als er nach dem Spiel nach Hause kommt, ist Katie wirklich verschwunden! Auf der Suche nach ihr begegnet Jakob einem Mann, der um Katies Verschwinden Bescheid weiß und plötzlich findet sich Jakob in einem Land, das aus Albträumen erbaut ist, wieder…Angeblich soll Katie auch hier sein. Wird er seine Schwester finden?

 

Die Idee dieses Landes oder Ortes, an dem sogenannte Verwunschene landen und an dem sie bleiben müssen, wenn sie niemand abholt, hat mir sehr gut gefallen, denn dies hat etwas unheimliches an sich. Dieses Magische bzw. dieser Fantasytouch hat der Geschichte eine düstere Atmosphäre verliehen, denn die Welt der Verwunschenen ist ziemlich düster und bedrohlich. Die Zeit läuft dort anders, es ist gefährlich, da es Monster gibt und die Landschaft ist auch mehr als dunkel.

 

Die Handlung war insgesamt schon sehr spannungsgeladen, da Jakob einen steinigen Weg beschreiten muss, um Katie zu finden…wenn er sie denn überhaupt findet. Aber für mich gab es doch zwischenzeitlich kleinere Hänger, in denen ich mich aufraffen musste, um weiterzulesen. Ich empfand es so, als würde die Spannungskurve an manchen Stellen doch ziemlich in den Keller sacken. Nach solchen kleinen Tiefpunkten wurde ich oftmals aber mit toller Atmosphäre, einem bombastischen Setting oder brenzligen Gefahren entlohnt.

 

Diese Welt wird dabei auch durch den kindgerechten Schreibstil der Autorin sehr bildreich dargestellt. Die Sprache ist sehr leicht gehalten, was für die junge Zielgruppe super geeignet ist und gleichzeitig schafft Iris Stobbelaar es, das Setting des Buches zum Leben zu erwecken. Neben diesem unheimlichen Ort gibt es in dem Buch aber auch einige Gefahren, die für manche, zartbesaitete Kinder vielleicht schon zu gruselig oder heftig sein könnten. Ich denke, wenn man das Buch gemeinsam mit seinem Spross liest, dann dürfte es aber kein Problem sein.

 

Fazit

Wer so wie ich zwischendurch gerne mal zu einem Kinderbuch greift, der sollte sich „Die Verwunschenen“ unbedingt näher anschauen, denn das Setting dieses Buches ist sehr bildreich beschrieben und unheimlich. Die Handlung ist größtenteils sehr spannend, auch wenn es für mich manchmal ein paar Durchhänger gab. Die Sprache ist kindgerecht und ich kann mir gut vorstellen, dass gerade Jungs mit dieser leicht unheimlichen Geschichte Spaß haben werden!

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

Einzelband

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128 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

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Spinster Girls – Was ist schon normal?

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423717977
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!

 

Alles, was Evie will, ist normal zu sein. Und sie ist schon ziemlich nah dran, denn immerhin geht sie wieder zur Schule, auf Partys und hat sogar ein Date. Letzteres entpuppt sich zwar als absolutes Desaster, dafür aber lernt sie dadurch Amber und Lottie kennen, mit denen sie den Spinster Club gründet. Doch schafft sie es auch, mit ihren neuen Freundinnen über ihre Krankheit zu sprechen?“

 

Gestaltung

Mir gefällt das Cover richtig gut, da vor dem schwarzen Hintergrund das knallige Gelb so richtig ins Auge sticht und mir der Zeichenstil gefällt. Dieser erinnert nämlich an eine Tafel, auf welche mit weißer Kreide wunderschöne Typografie-Skizzen und tolle Schriftzüge gezeichnet wurden. Handlettering auf einem Cover zu verwenden, ist eine richtig coole Idee! Zudem sticht das Cover so hervor, da es edel und poppig aussieht.

 

Meine Meinung

Schon als ich zum ersten Mal von der auf drei Bände geplanten Buchreihe rund um die „Spinster Girls“ gehört habe, war ich Feuer und Flamme und wollte die Geschichte unbedingt lesen. Nun, nachdem ich den ersten Band regelrecht verschlungen habe, sehne ich mit noch größerer Begeisterung dem nächsten Band entgegen! „Spinster Girls – Was ist schon normal?“ vereint so viele Themen, die wichtig sind und die aufgegriffen werden sollten. Gleichzeitig sind die Protagonistinnen dieser Reihe total sympathisch und echt.

 

In diesem ersten Band geht es vor allem um Evie, die nach einem ziemlich misslungenen Date auf Amber und Lottie trifft. Gemeinsam gründen die drei den Spinster Club, mit dem sie regelmäßige Treffen abhalten und immer über feministische Themen reden. Diese Themen waren sehr elegant in die Geschichte eingewoben und für mich gleichzeitig auch sehr informativ. Ich habe beim Lesen vieles gelernt, von Dingen, über die ich noch nie in meinem Leben gehört habe bis hin zu bekannteren Aspekten, von denen ich neue Seiten kennen gelernt habe. Dabei werden unter anderem auch kritische Punkte beleuchtet. Dies hat mir sehr gut gefallen, da ich so sehr viel aus dieser Geschichte für mich mitnehmen konnte.

 

Neben diesem wichtigen und brandaktuellen Thema des Feminismus geht es aber auch um die ernste Thematik der psychischen Erkrankung, denn Evie leidet unter einer Zwangsstörung. Auch dies bindet die Autorin Holly Bourne gekonnt und sehr gefühlsbetont in die Geschichte ein. Mir lief jedes Mal eine Gänsehaut über die Arme, wenn Evie einen Rückschlag erlitten hat und wenn wir Einblicke in ihr Gedankenkarussell erhalten haben. Auf wie ich finde sehr authentische Weise macht die Autorin dem Leser so die Gefühlswelt und die Schwierigkeiten einer solchen Erkrankung deutlich. Mich hat Evies Erkrankung sehr berührt, denn Holly Bourne verdeutlicht sehr realistisch die Höhen und Tiefen dieser Figur sowie den Einfluss ihrer Krankheit auf ihr Leben.

 

Durch diese Themen wird die Botschaft des Buches auch wunderbar transportiert: Sei du selbst und steh zu dir. Das empfand ich als sehr bedeutsame Intention und Nachricht für die Leser, die man sich unbedingt zu Herzen nehmen sollte auch wenn dies in unserer Gesellschaft nicht immer leicht ist (was im Übrigen auch im Buch verdeutlicht wird). Neben diesen ernsten und wichtigen Themen gibt es aber auch die typischen Teenagerprobleme wie Jungs, Partys, erste Liebe und vieles mehr. Das Buch vermischt auf diese Weise den ernsten Grundton mit einer Lockerheit und durchaus auch lustigen Szenen, die mich zum Schmunzeln oder Lachen brachten. Diese Mischung macht den Reiz des Buches aus, der für große Unterhaltung sorgt!

 

Die Figuren fand ich einmalig, da sie mir direkt unter die Haut gingen und vom ersten Moment an unheimlich sympathisch waren. Evie, Lottie und Amber sind ein tolles Dreiergespann, welches unterschiedlicher nicht sein könnte und welches gerade in ihrer Kombination eine große Lesefreude beschert. Besonders gefiel mir aber, wie selbstbewusst die drei zu ihren Überzeugungen standen und nicht davor zurückschreckten offen ihre Meinung zu sagen. Hieran sollte man sich ein Vorbild nehmen. Nachdem sich dieser Band auf Evie fokussierte, bin ich nun wirklich gespannt, was die Autorin für Lottie und Amber geplant hat.

 

Fazit

„Spinster Girls – Was ist schon normal?“ ist ein wunderbar durchdachter Auftaktband, der mich mit seiner Kombination aus wichtigen, ernsten Themen mit einer Prise Witz und normalen Teenagerproblemen überzeugen konnte. Die drei Protagonistinnen sind authentisch, sympathisch und sie gehen unter die Haut. An diesem Band gefiel mir vor allem, dass Evies Erkrankung so realistisch dargestellt wurde, dass sie mir eine Gänsehaut über die Arme gejagt hat. Zudem fand ich das Thema des Feminismus sehr interessant und aufschlussreich, da ich auch sehr viel beim Lesen gelernt habe. Ich freue mich schon sehr auf Band 2, in dem der Fokus mehr auf Lottie liegen wird!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Spinster Girls – Was ist schon normal?

2. Spinster Girls – Was ist typisch Mädchen? (erscheint am 31.August 2018 auf Deutsch)

3. ???

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Die Pferde von Eldenau - Mähnen im Wind

Theresa Czerny
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734850387
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Reiten – das ist für Frida Vertrauen, Freude und Freiheit. Deshalb hält sie Jannis für einen eingebildeten Turnierreiter, bemerkt allerdings auch, wie sehr er seine Stute Dari liebt. Jannis sieht in Frida vor allem das unbedarfte Ponymädchen, das aber irgendwie einen echten Draht zu Pferden hat. Vielleicht könnte Frida ihm sogar bei Dari helfen, die zwar ein talentiertes Springpferd ist, aber immer wieder nervös wird. Das muss an Jannis' Ehrgeiz liegen, glaubt Frida, und will Dari und ihn mit einem Gelassenheitstraining unterstützen. Zunächst scheint das auch zu funktionieren, doch dann wird Dari immer unberechenbarer. Jannis ist verunsichert. Sind Fridas Methoden etwa schuld? Doch Frida ist davon überzeugt, dass das Ganze nicht mit rechten Dingen zugeht. Können sie Dari helfen?“

 

Gestaltung

Das Cover finde ich sehr stimmig und harmonisch, da sich die weißen Pferde farblich sehr schön in den Hintergrund einfügen. Dabei gefällt es mir besonders, dass die Farbe des Titels das Blau des Wassers aufgreift und dass man ihn fühlen kann, da die Schrift angehoben ist. Auch den Untertitel und die Verzierungen am Rand sind hervorgehoben und so fühlbar. Den silbernen Glanz des Pferdesymbols im Titel und auf dem Buchrücken finde ich auch richtig cool, da er dem Cover etwas Besonderes verleiht und vor allem auf dem blauen Buchrücken hervorsticht. Am besten gefallen mir jedoch die Farben und wie atmosphärisch sie aufeinander abgestimmt sind.

 

Meine Meinung

Ich bin zwar keine Reiterin und auch keine Pferdenärrin, aber „Die Pferde von Eldenau“ wollte ich unbedingt lesen, da ich durch den Klappentext sehr neugierig auf den Grund für das nervöse Verhalten von Jannis‘ Pferd Dari war. Auch war ich sehr gespannt auf die Atmosphäre des Buches und ich kann sagen, dass mich diese geradezu umgehauen hat, denn „Die Pferde von Eldenau“ war für mich ein absolutes Wohlfühlbuch! Ich habe mit dem Lesen begonnen und mich direkt heimisch gefühlt. Ich habe mich zwischen den Seiten einfach nur unglaublich wohl gefühlt, geradezu so, als hätte ich Urlaub und würde diesen auf dem Reiterhof verbringen.

 

Die Autorin Theresa Czerny schafft es mit wenigen Worten eine angenehme Atmosphäre der Ruhe und Geborgenheit zu erzeugen, die mich immer sehr zufrieden gestimmt hat. Die Atmosphäre des Buches hat mir unheimlich gut gefallen, da sie nicht nur zum Wohlfühlen eingeladen hat, sondern später auch noch Spannung hinzugemischt wurde. Zudem mochte ich den Schreibstil der Autorin unheimlich gerne, da ich geradezu durch die Seiten geflogen bin.

 

Gleichzeitig merkt man Frau Czerny ein unglaubliches Wissen um Pferde an, denn Fachbegriffe aus der Reitwelt sind selbstverständlich in die Geschichte eingeflochten. Auch wenn ich als Nicht-Reiter bei manchen Begriffen (z.B. Namen für bestimmte Hindernisse) nicht wusste, was sich genau dahinter verbarg, konnte ich mir dennoch die Bedeutung aus dem Kontext erschließen, wodurch sich die Geschichte für mich weiterhin flüssig las. Für meine Vorstellung hätte ich es allerdings noch besser gefunden, wenn es vielleicht kleine Erklärungen oder eine Übersichtsseite mit Erklärungen der Begriffe gegeben hätte, weil ich mir dann alles noch besser hätte vorstellen können. Manche sprachlichen Ausdrücke (z.B. Turniere gehen) waren wohl auch der Reitsprache entnommen, sodass ich hier bei der ersten Erwähnung kurz stockte, mich dann aber daran gewöhnte. Insgesamt war ich sehr beeindruckt von dem Wissen der Autorin über Pferde und das Reiten, da ich sehr viel gelernt und mitgenommen habe.

 

Begeistert bin ich vor allem auch von der Erzählweise des Buches, denn  das Buch wird aus der Sicht von den beiden Protagonisten Frida und Jannis erzählt, die sich kapitelweise abgewechselt haben. Durch diesen Wechsel der Sichten konnte ich Einblicke in beide Figuren erhalten, wobei ich mich sehr gut in beide Charaktere einfühlen konnte. Die Autorin lässt genügend Zeit, beide Figuren zu Wort kommen zu lassen, wodurch ich sowohl Frida als auch Jannis schätzen und lieben gelernt habe. Beide Figuren sind unglaublich sympathisch, manchmal auch witzig und gerade in Kombination miteinander (durch ihre Wortgefechte) auch spritzig. Vor allem Frida fand ich sehr erfrischend, da sie zu ihrer Meinung steht und diese auch rigoros durchsetzt. Auch die beiden Glaubenssätze und Meinungsverschiedenheiten der Reiter (Turnierreiter vs. Freizeitreiter) wurden so glaubwürdig verkörpert und auch mir als Laien verständlich und auf spannende Weise näher gebracht. Bei mir kamen beim Lesen Kindheitserinnerungen hoch, da ich als junges Mädchen gerne Pferdezeitschriften gelesen habe. Dies hat mir stets ein zufriedenes Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

 

Die Handlung hat mir auch sehr gut gefallen, denn – wie bereits erwähnt – fand ich das Zusammenspiel von Frida und Jannis sehr toll und unterhaltsam. Aber auch die Geschehnisse fand ich ansprechend, denn nach einer ruhigen Einführung in das Setting und die Figuren in Form von einigen Ausritten und gemeinsamen Trainings kam ein Rätselfaktor zur Geschichte hinzu: die Verhaltensänderung von Jannis‘ Pferd Dari, die einige Geheimnisse und Spekulationen angeregt hat. Manche Entwicklungen in der Handlung fand ich etwas plötzlich, da z.B. kleinere Zeitsprünge nicht explizit benannt wurden und von einem aufs andere Kapitel auf einmal jemand vergeben war oder eine Meinung sich um 180° geändert hat. Das Ende des Buches ist durchaus dramatisch, sehr abenteuerlich und spannend. Zudem ließ es mich sehr zufrieden zurück, da alle Fragen aufgeklärt wurden und ein hoffnungsvoller Schimmer über allem lag, der mir riesige Lust auf die Fortsetzung macht.

 

Fazit

„Die Pferde von Eldenau – Mähnen im Wind“ ist eine harmonische Geschichte, gemixt mit Abenteuern, Dramatik, Freundschaft, Familie und der Liebe zu Pferden. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Wohlfühlbuch, da ich mich selten zwischen zwei Buchdeckeln so heimelig und zufrieden gefühlt habe, was vor allem an der angenehmen Atmosphäre und dem tollen Schreibstil lag. Zudem bin ich beeindruckt von dem detaillierten Wissen über Pferde und das Reiten, auch wenn für mich Nicht-Reiter manche Begriffe ruhig hätten erklärt werden können, um sie besser vor Augen zu haben. Die Protagonisten Frida und Jannis fand ich großartig und authentisch. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen! Ich kann eindeutig sagen: Für alle, die Pferdebücher lieben, ist dieses Buch ein Muss und für alle anderen auch!

Sehr sehr gute 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Die Pferde von Eldenau – Mähnen im Wind

2. ???

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Lizzy Carbon und die Qual der Wahl

Mario Fesler
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734850318
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Hat das Leben denn gar kein Erbarmen mit Lizzy? Dass ihre Mutter nun allen Ernstes mit ihrem Deutschlehrer und Möchtegern-Direktor Victor Wenz zusammen ist, kann doch nur ein schlechter Witz sein. Zu allem Übel nervt Wenz auch noch jeden mit der anstehenden Schulsprecherwahl, die Lizzy sowieso für völligen Schwachsinn hält. Umso überraschter ist sie, als sie plötzlich selbst als Kandidatin aufgestellt wird. Tatsächlich steckt ihr einstiger Klub der Verlierer dahinter – weil Arif, Carsten, Sara und Co. sie für eine tolle Wahl halten. Erst ist Lizzy entsetzt, wittert dann aber die Chance, Wenz eins auszuwischen. Als das Ganze jedoch mehr und mehr zu einem Rachefeldzug ausartet und Lizzy nicht nur die eigentliche Motivation hinter ihrer Kandidatur, sondern auch ihre Freunde aus den Augen verliert, merkt sie fast zu spät, worauf es wirklich ankommt.“

 

Gestaltung

Die Cover der Lizzy Carbon-Reihe mag ich unheimlich gerne, da ich den Stil, der an Skizzen auf einem Collegeblog erinnert, sehr ansprechend finde. All die Details, die es zu entdecken gibt, passen wie immer wunderbar zum Buchinhalt wie z.B. die Wahlzettel und die Bücherstapel. Zudem gefällt mir das helle Orange, das das Cover umrandet und in welchem der Titel geschrieben steht, sehr, da es sich schön von dem blau und weiß des Hintergrundes abhebt. Die glänzenden Erhebungen, die das Cover zieren, sorgen zudem für ein haptisches Erlebnis, das das Cover noch schöner macht.

 

Meine Meinung

Als großer Fan der Lizzy Carbon Reihe konnte ich nicht umhin, den Abschlussband sofort zum Erscheinen zu lesen und erneut in Lizzys chaotisch-abgefahrene Welt einzutauchen. Ein „Lizzy Carbon“-Buch zu lesen fühlt sich jedes Mal an, wie nach Hause zu kommen. Man trifft liebgewonnene Charaktere wieder, hat eine riesige Portion Spaß und erlebt eine spritzige Geschichte. Genauso war es auch bei diesem Band, wobei mich am Ende doch auch ein wenig die Traurigkeit ergriffen hat, da ich wusste, dass dies der Abschlussband einer wundervollen Trilogie ist.

 

Lizzys neustes Abenteuer startete wieder absolut humorvoll und unterhaltsam. In diesem Band hat sie es sich unfreiwillig zum Ziel gesetzt, Schulsprecherin zu werden. Tatkräftige Unterstützung erhält sie dabei vom ehemaligen Klub der Verlierer, der erwachsener geworden ist. Generell fand ich es klasse, dass wir Lizzy beim größer werden begleitet haben, denn in diesem Band ist sie schon 16 Jahre alt. Diese Entwicklung über den Verlauf der Reihe hinweg und der Mut zu den Zeitsprüngen im Alter der Protagonistin, gefällt mir sehr, da wir so nicht nur einen Ausschnitt aus Lizzys Leben verfolgen können, sondern sehen, wie sich alles weiterentwickelt hat.

 

Diese Weiterentwicklungen waren in diesem Band für mich auch wieder sehr spannend, denn die Fragen: Wie geht es mit ihren Eltern nach der Scheidung weiter? Hält die Fernbeziehung von Lizzy und Domi? Wird Max Single bleiben? Wird Carsten jemals Kristine für sich gewinnen können? Und vieles, vieles mehr wird in diesem Band beantwortet. Zudem gibt es auch einige Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet habe! So wird es abwechslungsreich und in gewohnter „Lizzymanier“ absolut unterhaltsam. Dabei lief die Handlung für eine Lizzy Carbon bis zur Hälfte des Buches erstaunlich glatt, aber spätestens dann erkennt zumindest der Leser, was es mit der titelgebenden Qual der Wahl auf sich hat.

 

Lizzy ist lustig wie eh und je und schreibt auch mit 16 Jahren noch in ihr Tagebuch, wobei diese Einträge immer wieder urkomisch sind. Genauso wie Lizzys beißende Kommentare, ihr Sarkasmus und generell ihre ganze Art. Lizzys ironische, sarkastische und manchmal auch zynische Art ist herrlich wie eh und je, aber auch Kristine, Carsten und Lizzys neue Klassenlehrerin Frau Fasani sorgten bei mir für einige Lacher. Und ich meine wirkliche Lacher, nicht einfach nur ein kleines Schmunzeln oder Lächeln. „Lizzy Carbon und die Qual der Wahl“ hat mich oftmals so richtig zum laut lachen angeregt, was nicht jedes Buch schafft. Ich denke sogar, dass ich noch nie so stark gelacht habe wie bei diesem Band. Einfach herrlich!

 

Ganz besonders schön und total genial fand ich die Reunion mit dem Klub der Verlierer. So gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit Lizzy, Kristine und Carsten, sondern auch mit Sara, Arif, Veronika und  Theo, bei denen sich einiges im Leben getan hat. Alle sind erwachsener geworden, haben sich aus ihren damaligen Problemen heraus entwickelt und auch Beziehungen aufgebaut. Es war schön, zu erfahren, wie es mit diesen Figuren weitergegangen ist! Sehr unterhaltsam fand ich auch, dass sich die Geschichte des Klubs in gewisser Weise wiederholt hat und dass es nicht nur ein Wiedersehen mit allen liebgewonnenen Figuren gab, sondern auch mit Lizzys Nachdenkwurzel.

 

Am allerliebsten mochte ich aber Carsten. Ich fand ihn unheimlich witzig, er hat sich total toll entwickelt und ohne ihn wäre bei der Schulsprecherwahl wohl nichts gelaufen. Ich eröffne hiermit offiziell den ersten Carsten-Fanklub! Auch seine Bedeutung am Ende der Geschichte fand ich total klasse und unheimlich berührend. Wenn ich schon beim Ende des Buches bin: dieses war sehr emotional und bewegend. Das Buchende hat mich sehr zufrieden gestimmt, denn es wurde alles beantwortet und es gab tolle Ausblicke auf das weitere Leben der Figuren. Natürlich bin ich auch sehr wehmütig, dass die Reihe nun zu Ende ist und gegen eine Fortsetzung oder ein Spin Off (z.B. zu einem der anderen Klubmitglieder) hätte ich nichts einzuwenden, aber wie sagte Lizzy am Ende des Buches so schön? Alle Meisterwerke der Weltliteratur bestehen aus Trilogien. So eben auch „Lizzy Carbon“.

 

Fazit

Was soll ich zum Abschluss groß noch sagen? „Lizzy Carbon und die Qual der Wahl“ ist ein Buch, das die Lachmuskeln bis aufs äußerste strapazieren wird. Ein Buch voller liebgewonnener Charaktere, die den Leser geradezu durch die Handlung tragen. Ein Buch voller Humor, Überraschungen und Entwicklungen. Mich hat dieser Abschlussband unheimlich zufrieden gestimmt und meine Wehmut über das Ende einer liebgewonnenen Reihe hinweggetröstet. Lizzy ist und bleibt einmalig und wird für immer einen Platz in meinem Herzen haben, denn sie ist so authentisch, natürlich und witzig, wie selten eine Protagonistin. Dieser Abschluss war für mich eindeutig der beste Band der Reihe!

Absolut 200%ige und hellaufbegeisterte 5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer

2. Lizzy Carbon und die Wunder der Liebe

3. Lizzy Carbon und die Qual der Wahl

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Schildkrötenwege

Matthew Quick , Knut Krüger
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 29.03.2018
ISBN 9783423762045
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

Von der Schwierigkeit, gegen den Strom zu schwimmen

 

Ihr ganzes Leben lang gehörte Einserschülerin und Spitzensportlerin Nanette O’Hara zu den Mädchen, die alle Regeln befolgen – bis zu dem Tag, als sie den Kultroman ›Der Kaugummi-Killer‹ liest. Auf einmal beginnt Nanette, ihr gesamtes Dasein in Frage zu stellen, und sie trifft auf den Einzelgänger Alex, der, ebenfalls ein großer Fan des Buchs, sich ähnlich wie der Held im Roman konsequent jeder Anpassung verweigert. Als Nanette und Alex sich ineinander verlieben, und sich näherkommen, fasst sie erstmals den Mut, sich offen gegen ihr bisheriges Leben aufzulehnen. Doch die radikale Weise, mit der Alex seine Auflehnung durchzieht, bereitet Nanette zunehmend Probleme…“

 

Gestaltung

Vor dem Hintergrund, der aussieht wie ein auseinandergefaltetes, leeres weißes Blatt Papier, kommt der knallig-rote Schriftzug des Titels sehr stark zur Geltung. Ich finde, dass die Kombination der verschiedenen Schriftarten der einzelnen Buchstaben sehr lustig und bunt zusammengewürfelt aussieht. Die kleine hellblaue Schildkröte über dem Titel finde ich süß und für meinen Geschmack hätte sie ruhig etwas größer sein können, damit das Cover etwas auffälliger wird.

 

Meine Meinung

Neugierig auf dieses Buch wurde ich durch den Klappentext, der eine Geschichte über Anpassung und Anderssein verspricht. Genau dies ist auch das Hauptthema von Matthew Quicks „Schildkrötenwege“. Protagonistin Nanette ist eine Schülerin wie sie im Bilderbuch steht: mit einem Einserdurchschnitt und sportlich begabt. Nach der Lektüre eines Buches und durch einen Außenseiter beginnt sie jedoch über ihr bisheriges Leben nachzudenken, wodurch in ihr der Wunsch aufkeimt, anders zu sein als bisher…

 

Mir gefiel der nachdenkliche Grundton des Buches sehr, denn gerade mit Nanette konnte ich mich super identifizieren. Ich habe ihren Wunsch nach Veränderung sehr gut nachvollziehen können. Der Gedanke, dass ihr Leben vorgezeichnet ist und dass sie sich auf einem Weg befindet, der stetig und immer gleich weitergeht (und der vor allem nur daraus besteht, in der Leitungsgesellschaft einfach so stillschweigend zu funktionieren) war für mich sehr greifbar. Diesbezüglich wurde auch ihr Wunsch nach Veränderung für mich absolut verständlich. So regte mich das Buch auch dazu an, über mein eigenes Leben und meine Zukunft nachzudenken, denn es wirft die Frage auf „Was möchte ich eigentlich im Leben?“. Gerne hätte ich allerdings noch tiefere Einblicke in Nanettes Innenleben erhalten, denn für meinen Geschmack hätte der Autor noch tiefer auf ihre Unsicherheiten und ihre Zerrissenheit eingehen können.

 

In dem Buch geht es darum, dass die Figuren ihre eigenen Erfahrungen machen und sich austesten sollen. Dabei geht es in Nanettes Fall auch darum, Grenzen zu überwinden und von ihrem geordneten, gradlinigen Weg auszubrechen, denn es ist nicht immer einfach und ein großer Druck, den Erwartungen anderer gerecht werden zu wollen. Doch Nanette erkennt durch ihre Verbindung mit dem Einzelgänger Alex, welcher sich vielen Dingen verweigert, auch, dass es keine Lösung ist, in diesem Zustand des „Ausbrechens“ stehen zu bleiben, denn dann geht es nicht wirklich weiter voran in ihrem Leben. So wurden meiner Meinung nach viele Seiten dieses nachdenklich stimmenden Themas beleuchtet und aufgegriffen, wodurch der Leser einen schönen Rundumblick erhält.

 

Was mir manchmal die Konzentration beim Lesen genommen hat, war die Sprache des Autors, denn ich empfand den „Wechsel“ des Erzählstils, der sich im Verlauf des Buches vollzieht, als leicht störend. Die Geschichte wird aus Nanettes Perspektive erzählt, aber sie beginnt irgendwann, von sich selber in der 3. Person zu sprechen, was mich immer irritiert hat. Auch hätte ich mir gewünscht, dass die Titelgebende Schildkröte eine etwas gewichtigere Rolle einnimmt, da ich durch den Titel diesbezüglich mehr erwartet habe.

 

Fazit

Insgesamt hat mir „Schildkrötenwege“ aufgrund der gewählten Thematik des Umgangs mit den Erwartungen anderer und des Ausbrechens aus diesen gut gefallen, da es ein wichtiger Schnittpunkt im Leben vieler ist und so einiges Identifikationspotential besteht. Die Protagonistin konnte ich sehr gut verstehen und ihre Wünsche nachvollziehen. Allerdings hätte ich es gut gefunden, wenn der Autor etwas intensiver auf die Ratlosigkeit und Unsicherheit der Protagonisten eingegangen wäre.

4 von 5 Sternen!

 

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78 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Tell me three things

Julie Buxbaum , Anja Malich
Flexibler Einband
Erschienen bei ONE, 29.06.2018
ISBN 9783846600726
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie hat zwar keine Ahnung, wer dahintersteckt, aber trotzdem beschließt sie, die Tipps zu befolgen. Und Nachricht für Nachricht verliebt sie sich mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte, der ihr Herz immer wilder schlagen lässt?“

 

Gestaltung

Zunächst war ich verwirrt angesichts der Waffeln auf dem Cover, doch sie greifen eine Szene aus dem Buch auf, weswegen ich das Motiv sehr passend gewählt finde. Auch die blasse Schrift im Hintergrund finde ich passend, da die Figuren sich gegenseitig schreiben. Allerdings ist mir das Cover ansonsten etwas zu unauffällig, da die Farben sehr hell sind und es wenig auf dem Bild zu entdecken gibt. Das Blau des Titels strahlt dafür vor dem Hintergrund jedoch sehr schön.

 

Meine Meinung

In „Tell me three things“ geht es um Jessie, die neu an der Highschool ist und deren Mutter gestorben ist. An ihrem ersten Tag an der neuen Schule bekommt sie eine anonyme E-Mail von dem sogenannten „Somebody Nobody“ (kurz: SN) mit Tipps, um den Schulalltag zu überleben und sich besser an der neuen Schule einzufinden. So entsteht zwischen beiden ein reger Austausch, der auch angenehme Gefühle in Jessie auslöst. So stellt sich doch eigentlich nur eine Frage: wer verbirgt sich hinter SN und wie kann sie ihn finden?

 

Die Idee, dass jemand anonyme E-Mails schreibt und der Protagonistin Tipps für die neue Schule an die Hand gibt, ist zwar nicht unbedingt neu, aber mir hat sie gefallen, denn gerade dieser Austausch per Mail und später per Chat, hat die Geschichte um einiges aufgelockert. Ich fand es klasse, dass die Geschichte von E-Mails und SmS durchbrochen wird. So wird der Textblock aufgelockert und ich denke, dass man auch dadurch einfach schneller liest und vorankommt beim Lesen. So blättern sich die Seiten wie von selbst um!

 

Julie Buxbaum hat einen sehr leichten, lockeren Schreibstil mit einem sehr einfachen Satzbau. Die Autorin schreibt sehr witzig und irgendwie jugendlich-frisch. Die Dialoge zwischen der Protagonistin Jessie und Somebody Nobody gefallen mir auch gut, denn irgendwie hatte ich hier das Gefühl, dass es zwischen den beiden nur so sprüht und dass sie sich einen gelungenen Schlagabtausch liefern. Hier kommt auch immer die Prise Humor oder Witz rein, die mich zum Schmunzeln bringt. Das lockert alles sehr schön auf.

 

Das große Rätsel ist natürlich, wer sich hinter SN verbirgt. Hier hatte ich eine Vermutung, die sich auch bestätigt hat. Gut fand ich dabei aber, dass die Auflösung wirklich erst ganz zum Ende des Buches erfolgt und ich so beim Lesen am Ball geblieben bin, da ich wissen wollte, ob sich meine Vermutung bestätigt. Gerne hätte aber die Enthüllung, wer SN ist, etwas spektakulärer sein können und mehr Spannung durch mehr Rätselraten hinsichtlich der Identität von SN aufgebaut werden können.

 

Jessies Charakter mochte ich einerseits gern, da sie für ihr Alter schon sehr erwachsen ist. Sie hat schon einiges durchgemacht und immer wenn ihre Mutter im Text angesprochen wird, merkt man auch immer einen leichten Wechsel in der Atmosphäre des Buches. Dies fand ich sehr ansprechend, denn in solchen Momenten wich die Lockerheit und es kam eine Traurigkeit hinzu, die man spüren konnte. Das ist meiner Meinung nach gut gemacht! Gleichzeitig empfand ich Jessie aber auch als etwas ambivalent, da sie ein vorlautes Mundwerk hat, während sie aber sehr unsicher ist und wenig selbstbewusst. Das passte für mich nicht so ganz zusammen und wirkte auf mich recht konstruiert.

 

Das letzte Drittel des Buches war mir persönlich etwas zu flach, da manchmal die emotionale Tiefe gefehlt hat und manche Szenen etwas ausführlicher oder länger hätten sein können, um sie stimmig abzurunden. Aus diesem Grund hätte ich nichts gegen ein paar Seiten mehr einzuwenden gehabt. Gerade wie sich manch eine Beziehung weiterentwickelt, hätte ich gerne erfahren bzw. ich hätte es begrüßt, wenn manches einfach intensiviert worden wäre, damit ich als Leser ein genaueres Bild bekomme.

 

Abgesehen davon finde ich jedoch, dass sich das Buch super eignet, um es zwischendurch mal eben schnell wegzulesen, weil sich alles sehr locker-leicht und flüssig lesen lässt und die Geschichte sehr süß ist. Die Geschichte ist schnelllebig, unterhaltsam und locker. Durch die Chats und Mails wird der Textblock aufgelockert und durch SNs Anonymität ein Spannungsfaktor in die Handlung gebracht.

 

Fazit

Mir hat „Tell me three things“ gut gefallen, da es eine süße, locker-leichte Liebesgeschichte ist, die perfekt zur sommerlichen Jahreszeit passt. Durch Einschübe von Mails und Chats wird der Text aufgelockert. Zudem waren die Wortwechsel zwischen der Protagonistin und dem anonymen Mailschreiber amüsant zu lesen. Das Ende hätte für mich etwas intensiviert und ausführlicher dargestellt werden können.

Knappe 4 von 5 Sternen!  

 

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Einzelband

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279 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 124 Rezensionen

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„1 Milliarde Leben am Abgrund. 2 Menschen, die sie retten können. 1 Geheimnis, versteckt in ihrer DNA.

Krankheiten, Schönheitsmakel, körperliche Einschränkungen: von der Erde gelöscht! Mensch und Technik sind verschmolzen, jeder trägt ein Panel in sich, das den eigenen Körper perfektioniert. Fast! Eine mörderische Seuche ist ausgebrochen, und nur eine einzige Person auf der Welt ist fähig, den Impfstoff zu entschlüsseln – Catarina Agatta.
Gemeinsam mit Cole, dessen Körper gentechnisch verändert wurde, kommt die geniale Hackerin Cat einer Wahrheit näher, die grausamer ist als jedes tödliche Virus!“

 

Gestaltung

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, da man es meiner Meinung nach einfach gerne ansieht. Die rötlich-pinke Farbbombe, welche hinter dem Titel explodiert und diesen langsam einschließt, sieht unheimlich interessant aus und kommt vor dem grauen Hintergrund auch sehr schön zur Geltung. Insgesamt finde ich das Farbkonzept auch sehr stimmig, da der Untertitel in derselben Farbe gehalten ist wie die Farbwolke.

 

Meine Meinung

Da der Klappentext einfach verlockend klang, kam ich nicht drum herum, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen. Es klang nach einer Mischung aus Science-Fiction, Gefahren und brenzlingen Situationen und genau das begegnete mir beim Lesen. Das Buch hat mich dabei jedoch völlig überrascht und mich aus den Latschen gehauen. Ich fand es spannend, von dieser fernen Zukunftswelt, die sich durch fortgeschrittene Technisierung in Kombination mit einer großen Gefahr – einer tödlichen Seuche – auszeichnet.

 

Das Setting des Buches hat mir sehr gefallen, denn in dieser Dystopie scheint alles perfekt: es gibt keine Krankheiten mehr, keine körperlichen Gebrechen und keinerlei Schönheitsmakel, denn durch eine Verbindung des menschlichen Körpers mit einem kleinen technischen Gadget wird alles und jeder perfektioniert. Doch diese Welt ist nur nahezu perfekt, denn es droht eine gefährliche Seuche… Durch die Verbindung von Elementen, die wir aus unserer Zeit kennen, mit hochmoderner Technik und Genforschung wird in  diese Dystopie ein Science Fiction Aspekt gebracht, der mich sehr gefesselt hat, auch wenn mir zu Beginn etwas zu viel Technik vorherrschte. Die Autorin hat ihre futuristische Welt sehr technisch und theoretisch beschrieben, was etwas gewöhnungsbedürftig für mich war.

 

Aber meine anfänglichen Schwierigkeiten legten sich schnell und nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, konnte mich vor allem die drohende Gefahr der Seuche und die Bekämpfung dieser fesseln und begeistern. Nachdem ich mich in die Geschichte eingefunden hatte, war sie unheimlich spannend und actionreich. Allerdings war die Handlung auch ein wenig brutal und blutig, sodass sie vielleicht nicht für jeden etwas ist. Mir persönlich hat die Rasanz, Dramatik und Spannung sehr gefallen und zudem hat mich das Buch dazu angeregt, mitzudenken.

 

Die Handlung hatte einen klaren roten Faden, dem ich sehr gut folgen konnte. Dabei fand ich es genial, dass ich immer wieder rätseln konnte, wie es weitergeht, da immer kleinere Andeutungen auf den möglichen Fortgang der Geschichte gestreut wurden. Auch wurde ich dazu angeregt, Schlüsse zu ziehen und zu überlegen, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln würde. Die Grundidee dieses Buches ist einfach nur faszinierend und spannend!

 

Erzählt wird „Cat & Cole“ aus der Ich-Perspektive von Protagonistin Cat, welche eine hervorragende Programmiererin und Hackerin ist. Aus ihrer Sicht erlebt der Leser die Geschichte, wodurch man auch gute Einblicke in ihre Gedanken erhält. Wie der Buchtitel es schon verrät, gibt es da noch Cole, welcher gentechnisch verändert wurde und Cat beschützen soll. Mir gefiel die Kombination dieser beiden Charaktere sehr, da sie einander gut ergänzt haben und für mich ein stimmiges Bild ergeben haben. Zudem gibt es zwischen ihnen für die Romantiker unter uns eine kleine Liebesgeschichte, die aber eher hintergründig bleibt, was ich als sehr passend empfunden habe. Der Fokus liegt so nämlich eindeutig auf der rasanten Entwicklung der Handlung und der Action.

 

Fazit

Mir hat „Cat & Cole – Die letzte Generation“ sehr gut gefallen, da ich die Rasanz der Handlung und den hohen Spannungsgehalt sehr geliebt habe. Auch mochte ich das Setting und die Grundidee unheimlich gerne, denn hier trifft Dystopie auf Gentechnik, Science Fiction und eine gefährliche Seuche. Gleichzeitig sind die technischen Errungenschaften der Buchwelt teilweise sehr ausführlich und unter Umständen auch anspruchsvoll, da man hier den Überblick behalten musste, was bei mir anfangs etwas gedauert hat. Hat man sich aber erstmal eingefunden, wird man mit einer bis zur letzten Seite fesselnden Geschichte belohnt!

Gute 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Cat & Cole – Die letzte Generation

2. This cruel design (erscheint voraussichtlich am 30.10.2018 auf Englisch)

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177 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Diabolic - Durch Wut entflammt

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.03.2018
ISBN 9783401602721
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Mit Nemesis an seiner Seite hat Tyrus den Kaiserthron bestiegen. Endlich können sie nach vorne blicken. Endlich kann Frieden in der Galaxie herrschen. Doch Macht zu haben ist nicht dasselbe, wie sie zu erlangen. Und wahre Veränderung stößt oft auf Widerstand. Als sich in den Riegen ihrer Untertanen eine Rebellion abzeichnet, die den jungen Kaiser stürzen will, weiß Nemesis, dass sie Tyrus um jeden Preis beschützen wird. Doch kann sie, um sich und ihre große Liebe zu retten, wirklich wieder zum seelenlosen Diabolic werden, der sie einst war?“

 

Gestaltung

Richtig gut gefällt mir das metallische Schimmern des Covers, da es so besonders wird. Das Gesicht, welches auch schon beim ersten Band vorzufinden war, wurde gespiegelt und der Blick hat sich leicht verändert. Dabei verleihen die Flammen am unteren Bildrand der Gestaltung die besondere Note, denn so wirkt der Blick des Mädchens bedrohlich und die Flammen leuchten vor dem dunklen Hintergrund geradezu.

 

Meine Meinung

Da mir der erste Band „Diabolic – Vom Zorn geküsst“ schon gut gefallen hatte, war ich gespannt, was sich die Autorin S.J. Kincaid für die Fortsetzung hat einfallen lassen. Es war zwar einige Zeit her, seit ich den Vorgängerband gelesen hatte, aber die Autorin hat ziemlich geschickt einige Rückblenden in den Beginn des zweiten Bandes eingebaut. So konnte ich mich wieder an wichtige Geschehnisse und Handlungselemente des ersten Bandes erinnern und ohne große Probleme zu haben in die Fortsetzung einsteigen.

 

Nach diesem sanften Beginn gab es in „Diabolic – Durch Wut entflammt“ einge überraschende Wendungen und dramatische Geschehnisse. Überraschung ist eigentlich sogar das perfekte Schlagwort bzw. Stichwort, das diesen Band ideal umschreibt, denn die Handlung ist voller Überraschungen. Ständig habe ich gestaunt oder blieb mit offenem Mund oder schockiertem Gesichtsausdruck zurück. Hier war nichts vorauszuahnen oder zu berechnen, denn die Geschehnisse der Handlung haben mich immer wieder eiskalt erwischt!

 

Hierdurch wurde auch ein sehr hoher Spannungsbogen aufgebaut, der sich meiner Meinung nach komplett durch die Geschichte zieht und der konstant sehr hoch angelegt war. Langeweile kam bei mir nicht eine Sekunde auf. Vielmehr hat sich ein Lesesog entwickelt, der dafür sorgt, dass ich Seite um Seite umblätterte und gar nicht bemerkte, wie schnell ich dieses Buch inhalierte. Dazu beigetragen hat auch das hohe Tempo dieser Geschichte, denn alles passiert rasend schnell, wobei sich dies am Ende sogar nochmal steigert, was für mich wieder eine Überraschung war, denn ich hätte nicht gedacht, dass das Tempo nochmals anziehen könnte!

 

In diesem Band ist Tyrus der Herrscher des Imperiums und er hat einige Ziele, die er erreichen möchte. Diese sind wiederum aber auch gerade von der oberen Schicht nicht gern gesehen, da sie mit einigen Veränderungen einhergehen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich er und Nemesis mit einigen Intrigen und einer Rebellion konfrontiert sehen. Aber nicht nur hierdurch wird die Handlung spannend, denn auch die glaubwürdige Charakterentwicklung sowohl von Nemesis als auch von Tyrus setzt noch einen drauf. So ist das ganze Buch ein Feuerwerk an Action und unerwarteten Plottwists, welches in einem gemeinen Cliffhanger endet, der mein Herz angesichts der langen Wartezeit auf Band 3 zerreißt.

 

Fazit

Ich fand, dass „Diabolic – Durch Wut entflammt“ seinen ohnehin schon tollen Vorgänger sogar noch um Längen übertroffen hat! Unerwartete Überraschungen, Action und ein großes Fass an Spannung treffen hier aufeinander und sorgen für eine Sogwirkung, die das Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis der Extraklasse machen. Dabei gipfelt das Buch in einem atemlosen Finale, welches mit einem gemeinen Cliffhanger endet, der Lust auf mehr macht.

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Diabolic – Vom Zorn geküsst

2. Diabolic – Durch Wut entflammt

3. ??? (erscheint voraussichtlich im Herbst 2018 auf Englisch)

 

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53 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Lieber Feind

Jean Webster , Ingo Herzke
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551560452
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Ein Waisenhaus leiten? Sally McBride erklärt ihre beste Freundin Judy für komplett verrückt, als diese ihr die Leitung des John-Grier-Heims übertragen will. Hätte ihr Verlobter nicht schallend gelacht und damit ihren Ehrgeiz geweckt, Sally hätte niemals eingewilligt.

Plötzlich einhundert Kinder zu haben, ist keine leichte Aufgabe! Und die Zustände im Heim sind haarsträubend. Mit Verve geht Sally an die Arbeit, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch dabei macht sie sich nicht nur Freunde. Ihr liebster Feind allerdings ist und bleibt der betreuende Kinderarzt Dr. Robin MacRae.“

 

Gestaltung

Was ich an der Aufmachung dieses Buches so toll finde, ist dass es sich sehr harmonisch neben „Lieber Daddy Long Legs“ einfügt. Der Königskinder Verlag hat für jedes Programm eine eigene ästhetische Klammer mit einem eigenen Thema und obwohl die beiden Bücher in verschiedenen Programmen erschienen sind, passen sie doch hervorragend zueinander. Die Blumen, die Schattenumrisse und sogar der Buchrücken sind super aufeinander abgestimmt. Zudem passt auch der pink-lilane Farbton zu dem Mint des Vorgängerbandes.

 

Meine Meinung

Nachdem mir „Lieber Daddy-Long-Legs“ so gut gefallen hatte, habe ich mich riesig gefreut, als ich erfuhr, dass auch die „Fortsetzung“ im Königskinder Verlag erscheinen wird. „Lieber Feind“ ist eine indirekte Fortsetzung der Geschichte aus „Lieber Daddy-Long-Legs“, denn nun geht es um Judys Freundin Sally, die auch Briefe schreibt, aber nicht wie Judy an nur einen Adressaten. Sally schreibt an viele verschiedene Personen: vor allem aber auch an Judy. So erfahren wir, wie es mit ihr weitergegangen ist, was mich persönlich sehr erfreut hat.

 

An dem ersten Briefroman, wo Judy die Verfasserin der Briefe war, hatte mir Judys freche, schlaue Art so gut gefallen und ich finde, dass Sally Judy in nichts nachsteht. Auch sie schreibt interessante Briefe, die mich vor allem immer wieder zum Grinsen oder Schmunzeln gebracht haben. Sally ist genauso wie Judy sehr humorvoll, witzig und nicht auf den Mund gefallen! Das liebe ich einfach an diesen beiden Figuren! Sallys charmante Art und ihr Charakter scheinen für mich durch ihre Briefe geradezu durch und lassen sie so sehr lebendig erscheinen.

 

Durch die Briefe erfuhr ich auch einiges über Judy und den weiteren Verlauf ihrer Geschichte, was ich richtig klasse fand. Es gibt zwar keine Antwortbriefe zu lesen, aber durch Sallys Bezugnahme auf bestimmte Ereignisse, ergibt sich dennoch ein stimmiges Bild, das eine einheitliche Geschichte mit rotem Faden erzählt. Das hat mich an diesem Briefroman wieder sehr begeistert, da es Autorin Jean Webster auch schon bei Judys Briefen in „Lieber Daddy-Long-Legs“ gelungen ist, mich an die Geschichte zu fesseln.

 

Im Vergleich muss ich aber sagen, dass mir bei „Lieber Feind“ ein wenig der Spannungsaspekt gefehlt hat. Während ich bei den Briefen von Judy auf die Auflösung des Geheimnisses um den ominösen Daddy-Long-Legs wartete, gab es hier bei Sallys Briefen so etwas nicht. Vielmehr drehte sich hier alles um Sallys Leben als Heimleiterin, ihre Liebe zu den Kindern und auch den Spaß an ihrem Job. Zwar war dies auch sehr unterhaltsam, aber im direkten Vergleich hat mir „Lieber Daddy-Long-Legs“ ein kleines bisschen besser gefallen.

 

Der trockene Humor von Sally und wie liebevoll sie ihre Heimkinder beschreibt, haben mir dennoch sehr schöne Lesestunden beschert, die ich nicht missen möchte. Ich fand es sehr unterhaltsam zu erfahren, wie chaotisch es im Heim zugeht und wie Sally manchmal nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht. Auch habe ich mich riesig gefreut wieder kleine Zeichnungen unter manchen Briefen vorzufinden, die das Lesen auflockern und das Geschriebene schön visualisieren. Zudem war ich auch wieder sehr beeindruckt von dem Sprach- und Schreibstil des Buches. Es ist im Jahr 1915 das erste Mal veröffentlicht und auch wenn der Stil im Buch natürlich dieser Zeit entstammt, liest sich das Buch nicht wie ein verstaubter, altmodischer Klassiker, sondern jugendlich frisch und wirklich spritzig.

 

Fazit

Für mich war „Lieber Feind“ ein absolutes Lese-Muss, denn ich habe schon „Lieber Daddy-Long-Legs“ geradezu verschlungen und sehr geliebt. Auch „Lieber Feind“ ist charmant, witzig und super unterhaltsam, denn Sally steht ihrer Freundin Judy in nichts nach. Dieser Briefroman strotzt geradezu vor trockenem Humor und frechen Kommentaren, die den Leser erheitern und ihm ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Neben süßen Zeichnungen kann auch der aufgrund des Alters des Buches altmodisch angehauchte, aber trotzdem jugendlich-frisch gebliebene Schreibstil überzeugen.  Für alle Fans von „Lieber Daddy-Long-Legs“, Briefromanen und Klassikern ist „Lieber Feind“ ein absolutes  Muss!

Sehr gute 4 von 5 Sternen!

 

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1. Lieber Daddy Long Legs
2. Lieber Feind (kann aber auch unabhängig von „Lieber Daddy-Long-Legs“ gelesen und verstanden werden)

  (1)
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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Unmöglichkeit des Lebens

Robin Stevenson , Inge Wehrmann
Flexibler Einband: 235 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 27.02.2018
ISBN 9783407822949
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„»Zu Anfang war die ganze Selbstmordgeschichte nichts weiter als ein Spiel. Oder vielleicht nicht gerade ein Spiel, sondern eher eine Art Fantasie. Sowas wie ein makaberer Scherz. Ich würde es niemals zugeben – und jetzt schon gar nicht mehr – aber es hat tatsächlich irgendwie Spaß gemacht.« Mit Jeremy kann Mel über Sinn, Schuld und Todesstrafe philosophieren. Mehr und mehr verliebt sie sich in diesen intelligenten, sensiblen Jungen. Der gemeinsame Selbstmordplan ist für sie nur ein romantisches Gedankenspiel. Doch für Jeremy ist es vielleicht der Ausweg aus seinen Schuldgefühlen...“

 

Gestaltung

An der Covergestaltung gefällt mir besonders die Farbgebung, die in einem sanften Übergang von leicht violett bis hin zu hellblau an einen Himmel erinnert. So ist das Cover nicht so knallig und doch auffällig, denn durch die schwarzen Schattengestalten, die vor dem Himmel vom oberen Bildrand zum unteren zu springen scheinen, sticht es direkt ins Auge. Dass der Schriftzug des Titels in dünnen, schwarzen Buchstaben gehalten ist, die von weißen Linien schattiert werden, gefällt mir auch sehr, da so mehr Tiefe in die Schrift kommt.


Meine Meinung

Da ich den Titel des Buches sehr ansprechend fand, wollte ich es unbedingt lesen, denn ich denke, dass jeder diese Situationen kennt, in denen einem das Leben unmöglich vorkommt. Daher war ich auch auf eine sehr nachdenkliche Geschichte eingestellt und genau das habe ich mit „Die Unmöglichkeit des Lebens“ auch bekommen. In diesem Buch geht es um Jeremy und Mel. Die beiden Freunde reden über sehr ernste Themen: Tod, Todesstrafen und Selbstmord. Sie haben die Idee, gemeinsam Selbstmord zu begehen…

 

Die Handlung regt sehr zum Nachdenken an, wie ich es mir bei einem solch bedrückenden und schwierigen Thema auch gewünscht habe. Es werden verschiedene Denkanstöße gegeben und Fragen aufgeworfen. So fragte ich mich immer wieder, ob die Tiefpunkte nicht genauso wie die Höhepunkte zum Leben dazugehören und ob man diese nicht einfach durchstehen muss. Gleichzeitig konnte ich aber auch verstehen, dass es eben solch schwierige Dinge im Leben gibt, die bei manchen Menschen dazu führen, keinen wirklichen Ausweg mehr zu sehen. All diese Gedanken und noch so viele mehr löst dieses Buch aus, was ich sehr gut fand, denn so reflektiert der Leser über das Thema Selbstmord in vielerlei Hinsicht.

 

Ich muss aber auch sagen, dass ich gedacht habe, dass die Geschichte ein wenig anders erzählt werden würde. Die Handlung beginnt direkt mit dem Selbstmord, sodass ich als Leser zu jedem Zeitpunkt wusste, was passiert war bzw. passieren würde. Dann folgen Rückblenden zu den Erlebnissen vor dem Selbstmord und Erzählungen aus der Gegenwart, die das Danach verdeutlichen. Hieran gefiel mir zwar, dass der Fokus so eindeutig auf die Nachdenklichkeit gelegt wird, aber ich hätte es auch gut gefunden, wenn wir vielleicht erst später von den Ereignissen rund um den Selbstmord gelesen hätten, denn dann wäre die Spannung vielleicht höher geblieben. So wusste ich direkt, wer sich umbringen (oder nicht umbringen) bzw. wer überleben (oder eben nicht) würde, was für mich auch gerne erst in der Mitte hätte aufgelöst werden können.

 

Vor allem dadurch, dass das Danach – also die Situation nach dem Selbstmord – beschrieben wird, fand ich gut, denn so erlebt der Leser, wie es mit den Zurückgebliebenen weiter geht und welche Auswirkungen ein Selbstmord hat. Gleichzeitig wird die Geschichte aus Mels Sicht erzählt, wodurch ich diese besonders gut kennen lernen konnte. In Jeremy findet sie einen Vertrauten, mit dem sie über ihre tiefsten Gedanken und Gefühle reden kann. Die beiden verstehen sich sehr gut und ihre Verbindung wird in der Geschichte sehr schön dargestellt. Jeremy war für mich manchmal etwas schwer zu greifen, da ich ihn nur aus Mels Sicht erleben konnte.  

 

Fazit

„Die Unmöglichkeit des Lebens“ ist ein Buch, das nachdenklich stimmt und das dies auch eindeutig zum Ziel hat. Die Geschichte ist bedrückend und beschäftigt sich mit dem Thema Selbstmord, wobei dies auf sehr ernste und nachdrückliche Weise geschieht. In Rückblenden erfährt der Leser, wie es zum Selbstmord kam, aber gleichzeitig wird auch das Danach beschrieben, wodurch die Folgen einer solchen Tat aufgezeigt werden. Die Thematik ist allenfalls keine leichte, sodass ich es sehr gut fand, dass dieses Buch den Fokus auf die Anregungen zum Nachdenken gelegt hat. Gleichzeitig hätte für mich die Spannung höher gehalten werden können, wenn die Geschichte nicht direkt mit dem Selbstmord beginnen würde.

4 von 5 Sternen!

 

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Einzelband

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137 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Das Herz der Quelle - Sternenfinsternis

Alana Falk
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.03.2018
ISBN 9783401603827
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Die Macht der Magie - Nur mit dir kann ich sie beherrschen

 

Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft kann Adara niemandem trauen, schon gar nicht ihrer eigenen Quelle, dem undurchschaubaren Seth. Dabei ist er ihr einziger Verbündeter im Kampf gegen die Machenschaften des Rates. Immer wieder zwingt sie der Rat, grausame Aufträge auszuführen. Aber Adara und Seth haben keine Wahl, denn niemand darf auch nur vermuten, dass sie eigentlich nur eines wollen: die Schreckensherrschaft des Rates beenden. Doch je mehr sie füreinander empfinden und je näher Adara Seth kommt, desto mehr erfährt sie über ihn und seine Vergangenheit. Und plötzlich muss sie sich fragen, ob ihre Ziele wirklich auch seine sind.“

 

Gestaltung

Ich liebe die Farben dieses Covers. Die verschiedenen Gelb-, Orange- und Rottöne wirken super stimmig zusammen! Vor allem, weil sie so verwirbelt sind und ineinander übergehen. Auch mag ich die vielen Millionen kleinen Sterne, die den Hintergrund wie eine Galaxie wirken lassen. Dass genau zwischen den beiden Schattenumrissen des Mädchens und des Jungens ein heller Stern leuchtet, gefällt mir auch sehr, da dies den Blick magisch auf sich zieht.

 

Meine Meinung

Nachdem mir der Vorgängerband „Sternensturm – Das Herz der Quelle“ so gut gefallen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte um Adara und Seth enden würde. „Sternenfinsternis“ setzt nahtlos an den Geschehnissen von Band eins an, was es mir manchmal etwas erschwert hat, mich wieder in die Geschichte einzufinden, da es bei mir doch etwas zurücklag, dass ich Band eins gelesen hatte. Aber nachdem meine grauen Zellen in Fahrt gekommen waren und die Ereignisse wieder präsent waren, gab es für mich kein Halten mehr. Ich war direkt wieder an Adaras Seite im Kampf gegen den Rat.

 

Was mir an diesem Band besonders gefallen hat, war die Beziehung zwischen Adara und Seth. Adara fühlt sich zu ihm hingezogen und doch hält sie sich zurück, unsicher, ob es seine Magie ist, die sie anzieht oder doch Seth selbst. Die Intensität, mit der die Anziehung und die Gefühle zwischen beiden Charakteren geradezu knistern, war atemberaubend und selbst für mich als Leser und somit stummer Betrachter von außen geradezu greifbar. Zusammen mit Adaras Herz schlug meines auch immer höher und schneller, wenn es um Seth ging.

 

Sowieso gefiel mir die Geheimniskrämerei um seinen Charakter sehr. Nie war ich mir sicher, ob ihm wirklich zu trauen ist und genauso wie Adara hegte ich eine große Unsicherheit und Ungewissheit ihm gegenüber. Dies hat für mich enorm an Spannung aufgebaut, da ich wirklich im Dunkeln tappte hinsichtlich seiner Intentionen und Beweggründe. Welche Pläne verfolgt Seth? Auch fand ich es klasse, gleichzeitig endlich mehr über ihn zu erfahren.

 

Auch geht es darum, hinter die Pläne des Rates zu schauen und diese zu vereiteln. Dabei gibt es so einige Intrigen und Machtspielchen, die für eine gehörige Portion Spannung sorgen. Alana Falk schaffte es dabei, mich immer wieder zu überraschen und mit Wendungen um die Ecke zu kommen, die ich nicht erwartet hätte. So wird das Lesen sehr fesselnd und abwechslungsreich. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte mehr als einmal den Gedanken, dass diese Geschichte mich verzaubert hat!

 

Das Konzept der Magie und der Quellen ist nach wie vor atemberaubend und was ich in diesem Band besonders gelungen fand, war die Verbindung dieses phantastischen Aspektes mit einem Hauch Technik. So gibt es eine App zur Kommunikation und um bestimmte magische Handlungen auszuführen. Auch spielt das Thema der Überwachung eine große Rolle. Diese Kombination hat der Geschichte einen tollen Twist gegeben und die Magie auf eine super moderne Ebene gehoben. Einfach nur klasse!

 

Fazit

Beim Lesen von „Sternenfinsternis“ hatte ich - wie schon bei Band eins – riesigen Spaß! Vor allem die Geheimniskrämerei, die Intrigen und Machtverhältnisse fand ich in diesem Band super gelungen, denn so wusste ich nie, wem ich sicher trauen kann. Dies hat mich dazu angeregt, mitzurätseln, wodurch ich mich als Teil der Geschichte fühlte. Die Beziehung zwischen Adara und Seth hat mir auch sehr gefallen, vor allem da ich es geliebt habe, wie geheimnisvoll Seth ist!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Sternensturm – Das Herz der Quelle

2. Sternenfinsternis – Das Herz der Quelle

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Dieser Augenblick, erschreckend und schön

Marci Lyn Curtis , Nadine Püschel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551560285
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters, kehrt Grace nach New Harbor zurück, ein kleiner Ort an der Küste Floridas. Ihr Ex-Freund Owen, den sie seit Anbeginn der Zeit liebt, wohnt noch immer da; ebenso wie ihre ehemalige beste Freundin. Allerdings ist nichts mehr, wie es einmal war. Doch ob sie es wollen oder nicht, die Leben der Drei sind untrennbar miteinander verbunden. Und Grace muss sich endlich ihr Leben zu eigen machen, so schrecklich und schön es auch ist. Dieser Augenblick, er gehört ihr.“

 

Gestaltung

Die Verbindung aus einer schwarz-weiß Skizze mit dem farbigen Hintergrund finde ich sehr ansprechend. Zudem mag ich die Art, wie der Mädchenkopf skizziert ist, sehr gerne, da es wirklich lebendig aussieht. Auch ist meiner Meinung nach der Gesichtsausdruck sehr aussagekräftig. Das Band aus Blumen, das sich hinter diesem Gesicht herzieht, passt für mich auch gut zur Geschichte. Auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch wieder atemberaubend gestaltet.

 

Meine Meinung

Als großer Fan des Königskinder Verlages konnte ich mir natürlich auch dieses Buch nicht entgehen und vor allem da ich schon so viel Positives über die Autorin Marci Lyn Curtis gehört habe, war meine Neugierde entsprechend riesig. In „Dieser Augenblick, erschreckend und schön“ geht es um Grace, die nach dem Tod ihres Vaters in Pflegefamilien gelebt und nun bei ihrem Onkel in New Harbor eine neue Bleibe findet. Dort hat sie ihre Kindheit verbracht und Owen kennen gelernt. Owen, der nun ihr Ex-Freund ist und den Grace trotz allem noch immer von ganzem Herzen liebt. Auch ihre beste Freundin Janna sieht Grace in New Harbor wieder. Doch es verbergen sich Schatten in der Vergangenheit…

 

Mir hat die Handlung dieses Buches unglaublich gut gefallen, denn nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, habe ich mit dem, was mir dann tatsächlich zwischen den Buchdeckeln begegnet ist, nicht gerechnet. Das Buch schneidet ein ernstes Thema an, das mich beim Lesen überrascht hat und wodurch die Handlung eine interessante Richtung einnimmt. Durch diese Überraschung wurde das Buch für mich gleich nochmals viel interessanter, da meine Aufmerksamkeit geweckt und mein Interesse erregt wurde.

 

Die Ernsthaftigkeit der Geschichte empfand ich als sehr berührend und tiefgründig, wobei es der Autorin auf einmalige Art und Weise gelingt, dem Buch trotz der schweren Thematik, eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen. Dies habe ich sehr bewundert, da das Buch so nicht zu sehr in finsteren Gedanken abgedriftet ist, sondern vielmehr ein lockerer Umgang angeschnitten wurde, durch den die bedrückende Atmosphäre gelindert wurde.

 

Für mich hat dies auch viel mit der Protagonistin Grace zu tun, denn sie ist in meinen Augen humorvoll und vor allem mit ihren sarkastischen Anmerkungen sehr realistisch. Trotz des traurigen Schicksals, das sie ereilt hat, hat sie sich nicht kleinkriegen lassen und ihre Charaktereigenschaften beibehalten. Zudem ist die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt, wodurch ich ihre Gedanken und Gefühle super nachempfinden konnte. So fühlte ich mich Grace direkt sehr nahe und habe ihre Empfindungen verstehen können.

 

Was ich auch sehr genossen habe, war welches Gefühlschaos diese Geschichte in mir ausgelöst hat. Von Freude über Trauer bis hin zu Entsetzen oder Wut war wirklich alles dabei. Diese Geschichte stürzt den Leser in ein Wechselbad der Emotionen. Die Autorin hat es wirklich geschafft, dass ich die Gefühle der Charaktere am eigenen Leib erfahre und total mit ihnen mitfühle. Zudem habe ich die Figuren sehr in mein Herz geschlossen. Auch wenn ich vielleicht durch die Sicht von Grace beeinflusst war, so habe ich mich dennoch nicht dagegen wehren können, mich auch in Owen zu verlieben. Oder Janna als total sympathisch zu empfinden oder Onkel Rusty zu mögen. Diese Charaktere sind einfach absolut herzerwärmend, sympathisch und liebenswürdig!

 

Fazit

„Dieser Augenblick, erschreckend und schön“ hat mich ganz unerwartet mit einer sehr ernsten Thematik überrascht, die dennoch auf eine leichte Art und Weise vermittelt wurde. Wie der Titel es besagt, so ist auch dieses Buch beides gleichzeitig: erschreckend und schön. Die Geschichte löste in mir ein Wechselbad der Gefühle aus, denn ich habe alle Emotionen direkt am eigenen Leib nachempfunden, wobei hier das komplette Emotionsspektrum abgedeckt wurde. Auch empfand ich die Figuren – allen voran Grace – als total liebenswürdig und sympathisch.

5 von 5 Sternen!

 

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