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192 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

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Prinzessin undercover – Geheimnisse

Connie Glynn , Maren Illinger
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 25.07.2018
ISBN 9783737341288
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Ellie ist eine echte Prinzessin, die sich nichts mehr wünscht, als ein normales Leben zu führen. Lottie ist ein ganz normales Mädchen, das sich nichts mehr wünscht, als Prinzessin zu sein.
Als sich ausgerechnet diese beiden im Internat Rosewood Hall ein Zimmer teilen müssen, liegt die Lösung auf der Hand: Sie tauschen heimlich die Rollen.
Doch in Rosewood ist auch sonst nicht jeder, wer er zu sein scheint, und eine Geheimorganisation hat es auf die Prinzessin abgesehen - ohne zu wissen, welche nun die echte ist ...

Nur mit Mut, Entschlossenheit und absoluter Loyalität können die Freundinnen sich gegenseitig retten. Denn Prinzessin ist mehr als ein Titel - Prinzessin bist du im Herzen!“

 

Gestaltung

Geradezu zauberhaft finde ich den Schattenumriss des Mädchenkopfes mit Diadem, welcher sofort an eine Prinzessin denken lässt. Im Schatten erkennt man dann ein Schloss unter einem Sternenhimmel. Dies verleiht dem Motiv Tiefe. Der Hintergrund ist hingegen schlicht hellblau gehalten, sodass ein schöner Kontrast entsteht. Besonderes Highlight ist für mich das goldene Krönchen auf dem Vorsatzpapier und die schöne innere Gestaltung, da sich zu jedem Kapitelbeginn eine Krone wiederfindet.

 

Meine Meinung

Die Geschichte von „Prinzessin Undercover“ klang nicht unbedingt neu und erinnerte mich ein wenig an den Film „Prinzessinnen Schutzprogramm“, aber da ich Internatsgeschichten gerne lese, konnte ich meine Finger nicht vom Buch lassen. Beim Lesen habe ich dann schnell gemerkt, dass mich die Idee des Buches überzeugen und gut unterhalten konnte. Mit Lottie und Ellie hat die Autorin zwei Protagonistinnen geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten!

 

Während Ellie eine waschechte Prinzessin ist, wünscht sich Lottie nichts sehnlicher als eine solche zu sein. Ellie hingegen ist alles andere als eine typische Prinzessin, was mir sehr gut gefallen hat. Sie ist schlagfertig, lässt sich nichts so leicht gefallen und chaotisch. Mir war sie sehr sympathisch und ihre Art hat mich wirklich gut unterhalten. Wer bei Ellie Märchenkleider und Gedanken an Traumprinzen sucht, ist bei ihr definitiv an der falschen Adresse!

 

Bei Lottie ist man da schon richtiger, denn sie ist zwar ein ganz normales Mädchen, hegt aber den Traum, eine Prinzessin zu sein. Sie war ein wenig klischeehaft, da sie wirklich typisch Mädchen ist: sie mag rosa, ist lieb, ruhig und ordentlich. Ich fand es klasse, dass sie dann durch Ellis Auftauchen am Internat Rosewood Hall und den Rollentausch mit dieser, total aufgeblüht ist. Sie zeigt dann ihre entschlossene und geradezu kämpferische Seite.

 

Auch wird in „Prinzessin Undercover“ deutlich, dass das Prinzessinnendasein nicht nur Vorteile mit sich bringt. Einsamkeit gehört ebenso dazu wie Gefahr, denn  nachdem Lottie als Prinzessin Undercover unterwegs ist, erhält sie auf einmal Drohbriefe. Nachdem das Buch zu Beginn etwas vor sich hingeplätschert ist, kam für mich so doch noch Spannung auf. Wer steckt hinter den Briefen? Schweben die Mädchen in Lebensgefahr? So wurde die Handlung dann zunehmend  fesselnder.

 

Der Schreibstil von Connie Glynn hat mir gut gefallen, denn sie schreibt sehr modern und locker-leicht. So konnte ich der Geschichte sehr gut folgen. Ich mochte es dabei gerne, dass die Kapitel nicht so lang waren, da ich beim Lesen so das Gefühl hatte, schnell voranzukommen. Das Internatsleben von Rosewood Hall hat mir gut gefallen und ich fand es gut, wie die Autorin auch den Mitschülern von Ellie und Lottie ein wenig Raum gegeben hat.

 

Fazit

Nachdem die Handlung von „Prinzessin Undercover“ für mich zu Beginn etwas plätscherte, konnte mich das Buch dann doch mit den Geheimnissen um die Drohungen überzeugen und fesseln. So wurde der Spannungsbogen um einiges angezogen! Auch mochte ich vor allem Ellie als sehr untypische Prinzessin sehr gerne. Lottie gefiel mir auch sehr, da sie nach dem Rollentausch mit Ellie einiges an Potenzial zulegt.

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Prinzessin Undercover – Geheimnisse

2. Princess in Practice (erscheint im Frühjahr 2019)

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(19)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

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Während ich vom Leben träumte

Estelle Laure , Sophie Zeitz
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 21.03.2018
ISBN 9783737353274
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Darf das eigene Glück auf dem Leid eines anderen gründen? Noch vor einem Jahr hätte Eden diese Frage mit einem klaren Nein beantwortet. Doch seit ihrem Krankenhausaufenthalt auf der Koma-Station ist alles anders. Eden hat sich verliebt. In Joe, den Freund einer anderen Koma-Patientin, die mit dem Tod ringt und zu der Eden eine unerklärliche Verbindung hält. Sie spürt, was die andere denkt und fühlt. Deshalb kommt Eden sich vor wie eine Verräterin und ist voller Zweifel und Schuldgefühle. Sie wagt es nicht, um Joe und für ihr Glück zu kämpfen. Schließlich begreift sie, dass Liebe auch bedeuten kann, den anderen gehen zu lassen.“

 

Gestaltung

Mir gefällt, dass das Covermotiv wie das bereits beim Fischer Verlag erschienene Buch der Autorin auch von einem weißen Rand umgeben ist. Die rote Farbe passt sehr gut zur Liebesthematik und auch die Herzen sowie die Hände kommen durch das rot-weiß Negativ sehr schön zur Geltung. Auch mag ich, dass der Titel zentral in der Mitte steht und das Cover etwas schlichter gehalten ist.

 

Meine Meinung

Von Autorin Estelle Laure habe ich bereits „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ gelesen und war begeistert davon. Daher war ich gespannt auf „Währen dich vom Leben träumte“, denn hier geht es um die beste Freundin der Protagonistin aus „Gegen das Glück…“. Dies ist eine schöne Ergänzung, denn beide Bücher können unabhängig voneinander gelesen und verstanden werden, aber wer schon „Gegen das Glück…“ kennt, dem wird sicher auch „Während ich vom Leben träumte“ gefallen.

 

Eden lag nach einem Sturz auf den Kopf für ein paar Wochen im Koma und muss nun nach ihrem Erwachen vieles neu lernen. Auf der Komapatienten-Station im Krankenhaus liegt ein weiteres Mädchen, das Besuch von ihrem Freund Joe bekommt. In eben diesen verliebt Eden sich, doch sie fühlt sich schuldig aufgrund dieser Gefühle. Wird sie für ihre Gefühle kämpfen? Diese Frage beschäftigte mich lange Zeit, denn ich konnte Edens Zweifel, Unsicherheit und Gefühlsgewirr total gut nachvollziehen. Wie soll sie sich verhalten? Durch diese Identifikation mit Eden und die aufgeworfene Frage hat mich die Geschichte total für sich eingenommen.

 

Ich habe das Buch innerhalb eines Nachmittages verschlungen, denn ich musste einfach wissen, wie Eden sich entscheiden und verhalten würde. Dabei kam neben diesem Sog der Handlung vor allem die gefühlvolle Ebene sehr gut zum Tragen, denn Edens Situation ist unheimlich bewegend. Sie muss nach dem Koma vieles neu erlernen, was alles andere als leicht ist. Ich fand es klasse, wie Eden sich ins Leben zurückgekämpft hat und wie beeindruckend sie war. Dies hat mir sehr imponiert. Zudem mochte ich ihre charakterliche Entwicklung auch sehr.

 

Interessant fand ich vor allem auch Edens tiefgründigen Gedanken zum Thema Leben und Tod allgemein, da diese meiner Meinung nach zum Nachdenken anregen. Sie hat zudem eine besondere Verbindung zur Komapatientin Jaz, welche ich mysteriös fand und welche dem Buch etwas Geheimnisvolles gegeben hat. Dazu gehört auch Edens Verbindung zu Jo. Hier muss ich aber sagen, dass ich mir gewünscht hätte, dass es tiefere Einblicke in ihn gegeben hätte, denn er blieb mir im Vergleich zu Eden etwas zu blass.

 

Vor allem der angenehme Schreibstil von Autorin Estelle Laure hat mich wieder komplett überzeugt. Die Worte der Autorin versprühen eine Leichtigkeit, die mich geradezu durch die Seiten getragen hat. Edens schwierige Situation beschreibt Frau Laure sehr gefühlvoll und einfühlsam, sodass ich mehr als einmal sehr bewegt war. Mir gefiel es, wie die Autorin es geschafft hat, dass ich mich in Eden hineinversetzen konnte, mit ihr mitleiden und -fühlen konnte. Dabei gefiel mir auch besonders, wie authentisch Edens Situation dargestellt wurde, denn sie ist nach dem Aufwachen sehr schlecht gelaunt und tut sich zunächst schwer mit ihrem neuen Leben.

 

Fazit

Wieder einmal hat mich der einnehmende, gefühlvolle Schreibstil von Estelle Laure sehr überzeugt und ergriffen. Ich habe „Während ich vom Leben träumte“ geradezu verschlungen, denn die Frage, wie Eden sich ins Leben zurückkämpft und wie sie sich hinsichtlich Jo entscheiden würde, haben mich mitgerissen. Jo hätte für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe vertragen können, aber Eden hat mich durch ihre Authentizität sehr überzeugt.

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

Gehört zu „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“, kann aber einzeln gelesen und verstanden werden

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(11)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Riders – Feuer und Asche

Veronica Rossi , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.04.2018
ISBN 9783841402240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 

Klappentext

„Daryn hatte schon immer viele Geheimnisse. Sie ist eine Seherin – ihre Aufgabe ist es, mit Hilfe ihrer Visionen Leben zu retten. Doch seit sie sich mit den vier Reitern der Sippschaft in den Weg gestellt hat, ist alles anders. Sebastian ist mit dem fiesesten Dämon von allen in der Unterwelt eingeschlossen, und Daryn hat plötzlich ihre Gabe verloren.
Auf eigene Faust will sie Sebastian retten – doch die vier Reiter, allen voran Gideon, der sie sowieso ständig aus der Fassung bringt, wollen Daryn unbedingt begleiten. Gemeinsam müssen sie einen Weg finden, Sebastian aus der unkontrollierbaren Unterwelt zu befreien. Bevor es zu spät ist.“

 

Gestaltung

Ich liebe das Cover! Ich mag die Tiefe, die es durch den Himmel und die Landschaft hat. Zudem passen die dunklen Blautöne sehr gut zur Szenerie und Atmosphäre des Buches. Die weiße Umrahmung des Covermotives finde ich auch sehr ansprechend, denn es passt gut zu den leichten Schlieren, die über dem Titel zu sehen sind. Für mich ist dieses Cover in sich absolut stimmig und es passt sehr gut zur Geschichte!

 

Meine Meinung

Nachdem mir der erste Band  von Veronica Rossis Dilogie rund um die apokalyptischen Reiter so gut gefallen hat, musste ich wissen, wie die Geschichte enden würde. Im ersten Band endete die Geschichte drastisch, denn Sebastians Schicksal war einfach nur schlimm: eingeschlossen mit dem gemeinsten Dämon in der Unterwelt. Ich musste einfach wissen, ob es Daryn gelingen würde, ihn zu befreien und wie es mit ihr und den vier Reitern weitergehen würde.

 

In „Riders - Feuer und Asche“ sind acht Monate vergangen seit Sebastians Einschluss in die Unterwelt. In diesem Band kämpft besonders Daryn mit ihrer Vergangenheit und ihren Schuld- sowie Schamgefühlen als Folgen der Geschehnisse des ersten Bandes. Sie hat ihre Seherinnengabe verloren und gibt sich die Schuld am Verlust von Sebastian. Ihre Gefühlswelt hat Veronica Rossi sehr ergreifend dargestellt. Zudem war ich sehr beeindruckt, wie Daryn sich in diesem Band weiterentwickelt hat. Damit hätte ich nicht gerechnet!

 

Aber auch die anderen Figuren konnten mich wieder sehr überzeugen und mitnehmen. Sie sind alle so unterschiedlich und jeder sticht auf seine Weise hervor. Dabei hat es mir einfach immer wieder mein Herz erwärmt, wie stark der Zusammenhalt zwischen den Charakteren ist. Egal was kommt, egal welche Hindernisse ihnen entgegenstehen, sie halten zueinander und stehen füreinander ein! Das ist einfach bewegend und mitreißend!

 

Sehr gefallen hat mir auch, dass wir in diesem Band einen Perspektivwechsel erleben, denn die Geschichte wird nicht nur aus der Ich-Perspektive von Daryn geschildert, sondern auch aus der von Gideon. So konnte ich auch tiefere Einblicke in Gideon erhaschen, was ich sehr spannend fand! Ich mochte die Atmosphäre des Buches auch unheimlich gerne, denn sie prickelte geradezu vor Gefahren und Abenteuer! Zudem beschreibt die Autorin ihre grandiosen, unheimlichen Ideen sehr gut, sodass ich mir alles super vorstellen konnte.

 

Die Handlung war wieder sehr actiongespickt und teilweise auch sehr dramatisch sowie durchaus auch grausam. Es gab einige Überraschungen, aber ein wenig konnte man auch die Richtung des Buches erahnen. Dies fand ich jedoch nicht ganz so schlimm, da mich die Suche nach Sebastian, der Charme der Reiter und die Abenteuer einfach gepackt haben. Auch mochte ich das Knistern zwischen Daryn und Gideon, welches sehr schön in die düstere, leicht brutale Handlung eingebettet war.

 

Das Ende des Buches hat alle meine Fragen beantwortet und für mich die Geschichte um die Reiter sehr schön abgerundet. So kann ich zufrieden mit dieser Reihe abschließen und mich auf neue, hoffentlich ebenso actiongeladene Werke von Veronica Rossi freuen. Die Reiter werden jedoch immer einen Platz in meine Herzen haben, da mich ihr Charisma und ihr Zusammenhalt total begeistert hat.

 

Fazit

Der zweite Band der Riders-Dilogie von Veronica Rossi hat die Reihe für mich zu einem runden Abschluss geführt. Die Handlung ist wieder genauso actiongeladen wie zuvor, wenn auch manchmal etwas absehbar. Dennoch konnte ich die Geschichte kaum aus den Händen legen, da ich einfach verliebt in den Charme der Figuren und ihre Beziehungen zueinander bin. Sie halten angesichts noch so düsterer, brutaler Hindernisse stets zusammen! Das berührt definitiv das Herz!

Gute 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Riders - Schatten und Licht

2. Riders - Feuer und Asche

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35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Fabelmacht-Chroniken (2). Brennende Worte

Kathrin Lange
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arena, 24.08.2018
ISBN 9783401603681
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Liebe auf den ersten Blick – Mila hat sie erlebt, als sie nach Paris gereist und dort Nicholas begegnet ist. Doch die Fabelmacht hat ihn ihr genommen. Für Schmerz bleibt keine Zeit, denn ein fabelmächtiger Gegenspieler taucht hinter den Kulissen auf. Wie Mila hat auch er seine große Liebe verloren und ihm ist jedes Mittel recht, um diese zurückzubekommen. Als Mila sich tiefer und tiefer in seine Intrigen verstrickt, wird ihr klar: Dies ist nicht länger ein Kampf der Geschichten. Sie kann ihn nur aufhalten, wenn ihre eigene Liebe stärker ist als die Fabelmacht. Um zu bestehen, muss sie erneut gewaltige Opfer in Kauf nehmen – und am Ende sogar stärker sein als der Tod …“

 

Gestaltung

Das Cover gefällt mir unheimlich gut, denn es passt von der Gestaltung nicht nur super zum ersten Band, sondern es ist durch das dunkle Blau und Schwarz auch etwas düsterer. Dadurch heben sich die orangenen Flammen, der Titel und die verschnörkelten Verzierungen super hervor.  Auch die hellblauen Schattenumrisse von Mila und Nicholas strahlen so geradezu. Dies mag ich sehr. Die Stadt am unteren Bildrand rundet das stimmige Cover dann ab. Mir gefällt es so sehr gut!

 

Meine Meinung

Nachdem mir „Die Fabelmacht-Chroniken – Flammende Zeichen“ schon gut gefallen hatte und die Geschichte dramatisch wurde, musste ich unbedingt zur Fortsetzung greifen. Gibt es nach dem Ende von Band eins vielleicht noch eine Chance für Mila und Nicholas? Ich habe so gebangt und gehofft und voller zittriger Vorfreude das Finale gelesen. Dies ist auch der erste Punkt, den ich an den Fabelmacht-Chroniken so liebe: Die Figuren regen mich dazu an, mit ihnen mitzuleiden, zu bangen und zu hoffen. Ich finde, dass dies nicht selbstverständlich ist und daher freut es mich, dass mich Mila und Co dazu bringen, ihnen nur das Beste zu wünschen.

 

Nach wie vor begeistert bin ich von der Idee der Fabelmacht, die in diesem Band einiges an Tiefe erhält. Ich durfte vieles über Milas Familie erfahren und auch hinter einige Geheimnisse der Fabelmacht blicken. Dies fand ich unheimlich interessant und aufregend, da mich die Idee total fasziniert und packt. Die Hintergründe zur Fabelmacht fand ich wirklich aufschlussreich und ich fand, dass sie der Idee noch ein wenig mehr Tiefe gegeben haben und sie die Fabelmacht irgendwie realer machen.

 

Die Handlung fand ich dieses Mal sehr spannend, denn ein fabelmächtiger Gegenspieler taucht auf, der Mila in viele Intrigen verstrickt. So gibt es einen Kampf von Gut gegen Böse durch den einiges an Gefahren, Abenteuern und Action auf den Leser warten. Das Ende fand ich dann rundum gelungen, denn Kathrin Lange zieht hier alle offenen Stricke zusammen und verknotet sie in einem zufriedenstimmenden, gefühlvollen Ende, das keine Wünsche offen lässt. Ich tappte zuvor im Dunkeln und konnte mir nicht vorstellen, wie die Autorin es schaffen soll, in diesem Band alles enden zu lassen, doch sie hat es auf einmalige Art und Weise geschafft! Ich bin rundum glücklich mit diesem Ende.

 

Ich mochte diesen Band tatsächlich viel lieber als den ersten, denn ich finde, dass er eine Steigerung zu seinem Vorgänger darstellt. Die Emotionen wurden toll herübergebracht und ich habe Milas Gefühle geradezu spüren können. Ich habe für Mila und Nicholas gehofft und die Daumen gedrückt und fand es dabei toll, dass Katrin Lange die Geschichte aus verschiedenen Erzählperspektiven geschrieben hat und dabei aber den Fokus auf Mila gelegt hat. So konnte ich gut mit ihr fühlen und sie verstehen. In „Die Fabelmacht-Chroniken – Brennende Worte“ geht es daher nicht nur um den actionreichen Kampf von Gut gegen Böse, sondern auch um Liebe, große Gefühle, Trauer und Fantasy. Diese Mischung ist einfach perfekt!

 

Fazit

Mir hat „Die Fabelmacht-Chroniken – Brennende Worte“ besser gefallen als sein Vorgänger, denn der spannende Kampf in diesem Band hat mich mit seinen Intrigen, Gefahren und Wendungen sehr mitgerissen. Aber auch die Gefühlswelt kommt nicht zu kurz, denn diese Buchreihe schafft es wie nur wenige andere, mich dazu anzuregen, mit den Charakteren mitzufiebern und für sie auf das Beste zu hoffen. Fantasy trifft hier auf große Liebe und rasante Action, wodurch „Die Fabelmacht-Chroniken – Brennende Worte“ zu einem packenden Finale mit Suchtcharakter wird!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Die Fabelmacht-Chroniken – Flammende Zeichen

2. Die Fabelmacht-Chroniken – Brennende Worte

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(81)

142 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

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Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft

Anna Ruhe , Claudia Carls
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.01.2018
ISBN 9783401603087
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„In der alten Villa riecht es seltsam – nach tausend Dingen gleichzeitig. Es ist das erste, was Luzie an ihrem neuen Zuhause auffällt. Aber die Gerüche führen nirgendwohin und der Schlüssel, den Luzie unter einer Bodendiele findet, passt in kein Schloss. Gibt es in der Villa etwa ein verstecktes Zimmer? Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Benno und dem Nachbarsjungen Mats macht sich Luzie auf die Suche. Als sie in den verborgenen Teil der Villa vordringen, trauen die Kinder ihren Augen kaum: Auf deckenhohen Regalen reihen sich zahllose Duftflakons aneinander, in denen es nur so schillert und sprudelt! Doch in den Fläschchen schlummern nicht nur schöne Überraschungen, sondern auch jede Menge Gefahren. Vor allem ein Flakon wäre besser für immer verschlossen geblieben…“

 

Gestaltung

Das Cover gefällt mir sehr gut, denn ich mag die Illustration total gerne. Sie passt super zur Geschichte und versprüht auch eine geheimnisvolle Atmosphäre. Mir gefällt, dass das Mädchen, welches an Flacons ein Parfüm zusammen zu mischen scheint, von blauem, aus Flaschen kommendem Rauch umgeben ist. Zudem mag ich die Andeutung der Landschaft und des Hauses über diesem Rauch, da dieses in der Geschichte eine große Bedeutung hat. Richtig cool finde ich auch, dass die Punkte auf dem Rauch in schimmerndem Glitzereffekt gehalten sind, wodurch das Cover noch tolle Highlights bekommt.

 

Meine Meinung

Nachdem mir bei der Vorstellung auf der Frankfurter Buchmesse  so begeistert von diesem Buch berichtet wurde, stand es die ganze Zeit auf meiner Wunschliste. Als ich „Die Duftapotheke“ dann zum Geburtstag bekommen habe, musste ich daher sofort zwischen den Zeilen verschwinden. Und schon der Anfang des Buches konnte mich total fesseln, denn Protagonistin Luzie zieht mit ihrer Familie in eine alte Villa, in der seltsame Gerüche und viele Geheimnisse zu finden sind.

 

Mir gefiel es sehr, wie Autorin Anna Ruhe von Anfang an eine urige, geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen hat. Ich fühlte mich sofort wohl und bin ganz in Luzies Geschichte und ihren Abenteuern versunken. Besonders mochte ich, dass mich die Handlung zum Rätseln angestiftet hat. Die Villa verbirgt so viele Geheimnisse, denen Luzie zusammen mit ihrem Bruder Benno und dem Nachbarjungen Mats auf die Spur geht. Seltsame Gerüche, viele Geheimverstecke, ein Gärtner mit rätselhaftem Besuch und dann umgeben auch Mats so einige Geheimnisse…

 

All diese Mysterien waren genau nach meinem Geschmack, denn ich wurde zum Mitdenken und Miträtseln gebracht. Gemeinsam mit Luzie habe ich mich auf die Spuren der Villa, des Gärtners Willem und der Düfte begeben. Dass dabei auch Mats, welcher Luzie nämlich erst von den Rätseln (und angeblichen Geistern) um die Villa überzeugt, auch recht rätselhaft erscheint, hat mir besonders gefallen. So gab es hier einfach ein Mysterium nach dem anderen, das ich zu knacken versucht habe. Beim Lesen wird es auf diese Weise nicht eine Minute langweilig! Zudem gibt es im Buchinneren auch immer wieder schöne schwarz-weiß Illustrationen, die bestimmte Szenen verdeutlichen.

 

Die Idee der Duftapotheke und der besonderen Düfte (hierzu verrate ich extra nichts genaueres, um nicht zu spoilern) hat mir sehr gefallen, denn ich fand sie außergewöhnlich und total cool. Würde es solche Düfte in Wirklichkeit geben und würden sie von Kindern wie Luzie und Co entdeckt werden, gäbe es vermutlich genau das Chaos, das in „Die Duftapotheke“ beschrieben wird. Nachdem die Kids die Apotheke nämlich entdeckt haben, geht es drunter und drüber und so wird die Geschichte zu einem spannenden, sehr unterhaltsamen  Abenteuer für Groß und Klein.

 

Das Ende des Buches hat mich dann nochmal richtig mitgerissen, denn die Ereignisse waren geradezu dramatisch! Hier geht es Schlag auf Schlag zu, es gibt einige für mich überraschende Enthüllungen und all meine zuvor aufgestellten Vermutungen wurden über den Haufen geworfen. Zudem lässt das Ende aber einige Fragen offen, die mich gespannt auf die Fortsetzung machen. Hier gibt es viele Möglichkeiten und viele potenzielle Bösewichte, die die Duftapotheke bedrohen könnten. Dies macht mich unheimlich neugierig, wie es wohl weitergehen mag!

 

Fazit

Mir hat „Die Duftapotheke – Ein Geheimnis liegt in der Luft“ sehr gut gefallen, denn die Geschichte ist ein atmosphärischer Wirbel aus einer fantasievollen Idee und vielen Geheimnissen, denen der Leser gemeinsam mit den Figuren auf die Spuren kommt. Dieses Rätselraten gefiel mir sehr. Aber vor allem auch das Ende konnte mich mitreißen, da sich hier die Ereignisse, Enthüllungen und Überraschungen überschlagen und so viele Möglichkeiten für die Fortsetzung bereithalten! Ich bin nun richtig gespannt, wie es mit Luize, Mats und Co weitergehen wird!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Die Duftapotheke – Ein Geheimnis liegt in der Luft

2. Die Duftapotheke – Das Rätsel der schwarzen Blume

  (2)
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(17)

21 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

Luzifer junior - Der Teufel ist los

Jochen Till , Raimund Frey
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.09.2018
ISBN 9783743200777
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Luzifer senior ist und bleibt verschwunden! Lange kann Onkel Gabriel die Hölle nicht mehr alleine schmeißen. Also machen sich Luzifer junior und seine Freunde auf die Suche und finden heraus, dass der Teufel in Frankreich steckt. Auf ihrer Reise dorthin werden sie von einem mysteriösen Unbekannten verfolgt… Doch so leicht lässt sich kein Luzifer von seiner höllischen Mission abbringen!“

 

Gestaltung

Mir gefällt das Cover sehr gut, denn ich mag zum einen die bunten Farben, die sich voneinander abheben, wobei Orange und Lila nicht unbedingt so ganz mein Favorit ist, aber dennoch ist so ein Blickfang garantiert. Auch finde ich das haptische Gefühl, das durch die Ergebung bzw. Vertiefung des Titels erreicht wird, irgendwie cool. Aber das Highlight ist einfach das Covermotiv. Die Illustration ist total gut gelungen und mir gefällt die Tiefe, die das Bild durch den Hintergrund und die Gasse erzeugt. Total toll!

 

Meine Meinung

Ich habe schon oft nur positives über die „Luzifer junior“-Reihe gehört, sodass ich neugierig geworden bin. Daher habe ich die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und zum neusten Band gegriffen. Somit kenne ich die ersten 3 Bände zwar (noch!) nicht, aber ich bin schon öfter bei einer Reihe mittendrin eingestiegen und komme damit meist gut klar. So war es auch hier. Ich konnte alles super ohne Vorwissen verstehen und erfreute mich riesig an der tollen Handlung, sodass ich mir definitiv noch die ersten drei Bände besorgen werde.

 

Ich bin super in die Geschichte hineingekommen und konnte mich mühelos zu Recht finden. Der Schreibstil gefiel mir total gut, weil sich alles unheimlich leicht und schnell lesen lies. Die Sprache war meiner Meinung nach kindgerecht und sehr locker, weswegen ich denke, dass jüngere Leser sehr gut mit der Geschichte klar kommen werden. Einen riesigen Pluspunkt stellen die wunderschönen Illustrationen dar, denn diese greifen Geschehnisse der Handlung auf und verbildlichen sie, wodurch das Gelesene nochmal optisch gezeigt und die Vorstellung unterstützt wird. Dabei sind die Bilder einfach nur wahnsinnig süß und immer super passend zur Handlung! Da macht das Lesen gleich doppelt so viel Spaß!

 

Ganz besonders toll fand ich den Humor des Buches, denn damit hatte ich irgendwie gar nicht gerechnet. Bei Hölle und Teufeln denke ich nicht unbedingt sofort an Witz und Humor. Umso toller war es natürlich, dass Luzie und Co (vor allem Cornibus! <3) meine Lachmuskeln so angeregt haben! Ein besonderes Highlight stellten für mich auch Cameoauftritte von bekannten Personen dar. So konnte ich beispielsweise den Autor höchstpersönlich im Buch entdecken. Nachdem ich dies wusste, habe ich meine Augen immer ganz besonders gründlich offengehalten, damit mir auch ja nichts entgeht. Dieser Detailreichtum und die versteckten Kleinigkeiten sind einfach grandios! So spürt man einfach beim Lesen, wie liebevoll die Geschichte von Luzifer erdacht, aufgebaut und gestaltet worden ist!

 

Mir hat auch richtig gut gefallen, wie rasant „Luzifer junior – der Teufel ist los“ begann und auch über die Handlung hinweg blieb, denn da war  einiges los! So hat mich das Buch direkt mit der ersten Seite gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen, da immer etwas neues passierte. Grandios lustige Sprüche, brenzlige Schwierigkeiten, die teuflisch klug gelöst werden und höllisch heiße Überraschungen erwarten den Leser. Das Ende haut dabei so richtig auf die Pauke und lässt die Hölle mit einigen erstaunlichen Überraschungen geradezu gefrieren. Hier eröffnen sich dem Leser Wendungen, mit denen ich im Leben nicht gerechnet habe! Vor allem lassen sie mich nun gebannt zurück mit tausend Möglichkeiten und Fragen im Kopf, wie es wohl weitergehen könnte.

 

Sehr gerne mochte ich auch die Beziehungsebene in diesem Band, denn hier konnte man tiefe Freundschaften spüren. Beispielsweise fand ich es toll, wie Luzie und Aaron miteinander umgehen, da Luzie ihm zeigt, dass er ihn mag wie er ist. Das ist schön zu lesen und ich denke, dass auch jüngere Leser sowas bemerken werden und ihnen die Botschaft viel mitgibt. Ich hatte oftmals das Gefühl, als könnte ich das Band der Freundschaft zwischen den Charakteren greifen. Die Beziehungen fühlten sich beim Lesen sehr intensiv an und ich fand sie unglaublich süß. Hinzu kam ein wundervolles Setting, das das französische Flair zu mir nach Hause ins Wohnzimmer gebracht hat! Die Sehenswürdigkeiten, das Essen…so kann man Urlaub in Frankreich machen für wenig Geld.

 

Fazit

Für mich war „Luzifer junior – Der Teufel ist los“ mein erstes Abenteuer mit Luzie und Co, aber garantiert nicht mein letztes! „Luzifer junior“ ist teuflisch gute Unterhaltung auf höllisch-heißem Niveau mit diabolischer Spannung, dämonisch-spritzigem Humor und infernalischen Abenteuern! Dieses Buch bietet unheimlich guten Lesespaß für Jung und Alt, denn auch ältere Leser werden sich an den Details des Buches erfreuen! Es gibt viel zu entdecken und am Ende erwarten den Leser unglaubliche Enthüllungen, die alles auf den Kopf stellen!

Teuflisch gute 5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Luzifer junior – Zu gut für die Hölle

2. Luzifer junior – Ein teuflisch gutes Team

3. Luzifer junior – Einmal Hölle und zurück

4. Luzifer junior – Der Teufel ist los

  (2)
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(56)

73 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

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Arlo Finch (1). Im Tal des Feuers

John August , Wieland Freund , Andrea Wandel , Helge Vogt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Arena, 24.08.2018
ISBN 9783401604152
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Irgendwas stimmt nicht in Pine Mountain. Das merkt Arlo Finch sofort, als er mit seiner Familie in das abgeschiedene Bergdorf zieht. Was hat es mit den merkwürdigen Tieren auf sich, die ihm immer wieder am Waldrand auflauern, und was mit dem Mädchen, das niemand außer ihm sieht? Zum Glück findet Arlo in Indra, Henry Wu und den ortsansässigen Rangern schnell Freunde, die sich bestens auskennen mit den Geheimnissen der Langen Wälder, mit Schutzzaubern und den Gefahren der Wildnis. Doch auch sie hätten nie geahnt, in welch unglaubliches Abenteuer sie geraten, als sie die Wälder gemeinsam mit Arlo betreten.“

 

Gestaltung

Das Cover finde ich ansprechend, da es geheimnisvoll wirkt und einen Eindruck von den Hauptfiguren vermittelt. So konnte ich mir Arlo beim Lesen sehr gut vorstellen und hatte ihn bildlich vor Augen. Zudem gefielen mir die schwarz-weiß Zeichnungen vom Wald im Buchinneren, die zum Buchcover passen. Gerade die Düsternis auf dem Cover in Kombination mit dem hellen Mond gefällt mir richtig gut, da dies dem Cover das Unheimliche nimmt. Mir gefällt vor allem die Darstellung des Waldes  und wie sich der Buchtitel ins Cover einfügt.

 

Meine Meinung

Nachdem ich die Leseprobe von „Arlo Finch“ gelesen hatte, war es um mich geschehen, denn ich musste einfach wissen wie es weitergeht. Direkt auf den ersten Seiten wird klar, dass es in den Bergen, Arlos neuem Wohnort, anders läuft als gewohnt. Aber die große Frage ist: wie laufen die Dinge denn dort? Was ist los in den Bergen?! Direkt bei Arlos Ankommen geschehen nämlich unheimliche und eigentlich unmögliche Dinge…

 

Die Handlung hat mich direkt von der ersten Seite mit ihrer Rätselhaftigkeit und all ihren Mysterien in den Bann gezogen. Ich hatte lauter Fragen im Kopf, auf die ich mir Antworten gewünscht habe. Diese werden aber nur nach und nach gegeben, wodurch ein großer Sog entsteht, dem ich mich kaum entziehen konnte. Vor allem fand ich es klasse, dass ich lange Zeit im Dunkeln getappt bin und nicht die leiseste Ahnung hatte, was sich hinter all den geheimnisvollen Ereignissen und den Aussagen Arlo gegenüber verbergen könnte.

 

Die Atmosphäre des Buches fand ich auch unglaublich stimmig und einnehmend, denn „Arlo Finch“ spielt nicht nur in den Bergen, sondern auch in einem gespenstischen Wald. Hier schlug die Stimmung des Buches geradezu auf mich über. Der Wald erschien mir geradezu lebendig und durch all die Rätsel auch sehr geheimnisvoll, was beim Lesen großen Spaß gemacht hat, da mir die Geschichte so noch viel realer erschien.

 

Dazu hat auch der Schreibstil des Autors John August beigetragen, denn durch seine Beschreibungen wurden die Orte sehr lebhaft und ich hatte oftmals richtiges Kopfkino! Verstärkt wurde dieses durch die wunderschönen Illustrationen im Buch an denen ich mich gar nicht sattsehen konnte! Gleichzeitig sorgen die Bilder in Kombination mit der tollen Stimmung und Atmosphäre des Buches dafür, dass ich mich noch viel mehr in die Geschichte hineinversetzt fühlte. Einfach klasse! „Arlo Finch – Im Tal des Feuers“ hat mich total für sich eingenommen!

 

Auch die Figuren konnten mich sehr überzeugen, denn Arlo mochte ich von Anfang an unheimlich gerne. Er und seine Schwester fand ich zu Beginn lustig und gleichzeitig nett. Je weiter ich las, desto mehr Facetten eröffneten sich mir. Ich fand heraus, wie mutig und klug Arlo ist. Er ist so ein Charakter, den man einfach gern haben muss und sofort in sein Herz schließt. Aber auch die anderen Charaktere stehen ihm in nichts nach!

 

Fazit

Mit „Arlo Finch – Im Tal des Feuers“ konnte ich eine spannende, geheimnisvolle, lustige und fantasiereiche Geschichte lesen, die mich richtig begeistert hat. Ich hatte von der ersten bis zur letzten Seite Spaß und freue mich nach dem Ende sehr auf die Fortsetzung, da noch einige Fragen ungeklärt sind! Die Illustrationen, die Atmosphäre, das Setting, die Handlung und die Idee des Buches konnten mich komplett überzeugen und mich mit seiner schaurig-schönen Geschichte super unterhalten. Klare Leseempfehlung von mir für „Arlo Finch“!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Arlo Finch – Im Tal des Feuers

2. Arlo Finch in the lake of the moon (erscheint am 5. Februar 2019 auf Englisch)

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

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Ein Schatz aus Papier und Magie

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.06.2018
ISBN 9783551583550
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Nach der schmerzhaften Begegnung mit der Wache flüchten Sefia und Archer sich in den Schutz der Wälder. Doch vor den qualvollen Bildern der Vergangenheit gibt es kein Entkommen. Um diese zu vertreiben, beschließen sie, die Organisation der Impressoren zu zerschlagen und die gefangenen Jungen zu befreien. Doch jeder Kampf macht Archer mehr und mehr zu dem unerbittlichen Krieger, der er früher war. Sefia will ihm beistehen und sucht in ihrem Buch nach Antworten. Denn Archers Schicksal stellt nicht nur ihre Freundschaft auf die Probe – auch die Sicherheit Kelannas steht auf dem Spiel.“

 

Gestaltung

Das Cover gefällt mit total gut, denn das silberne Schimmern zieht nicht nur alle Blicke auf sich, sondern es passt auch zum goldenen ersten Band. Die vielen filigranen Federn, die aufgezeichnet sind, verleihen dem Hintergrund dabei eine schöne Struktur. Ich mag es zudem, dass es wie beim Vorgänger ein aufgeklapptes Buch in der Covermitte zu sehen ist, das sich nicht nur toll in die Federn einfügt, sondern auch zum Buchinhalt passt!

 

Meine Meinung

Nachdem mich „Ein Meer aus Tinte und Gold“ gebannt auf die Fortsetzung zurückgelassen hat, habe ich mich sehr gefreut, als ich endlich „Ein Schatz aus Papier und Magie“ in den Händen halten konnte. Und ich muss sagen, dass meine kleinen Kritikpunkte, die ich noch am ersten Band hatte, hier ausgemerzt wurden! „Ein Schatz aus Papier und Magie“ schließt direkt an die Geschehnisse des ersten Bandes an und beschriebt die Flucht von Sefia und Archer. Die beiden treffen auf die Impressoren, die einige Jungen gefangen halten und befreien diese. Sefia und Archer möchten weitere Jungen befreien, doch Archer macht sein Schicksal zu schaffen und dies belastet nicht nur seine Beziehung zu Sefia, sondern auch die Sicherheit Kelannas…

 

Obwohl es schon etwas her ist, dass ich den ersten Band gelesen hatte und diese Fortsetzung nahtlos an seinen Vorgänger anschließt, gelang mit der Einstieg mit kleineren Erinnerungspausen doch recht gut, denn Traci Chee wiederholt ab und an wichtiges aus dem Vorgängerband. Was ich dieses Mal richtig klasse fand war, dass wir mehr Informationen über Kelanna und die Figuren erhalten. Es gibt einige Antworten auf Fragen, die ich mir im ersten Band gestellt habe und diese Antworten haben mich richtig begeistert. Es wird vieles, was unklar war, aufgeklärt und so machte das Lesen richtig Spaß.

 

Was ich beim ersten Band vor allem verwirrend fand, war dass der Mittelteil etwas schwer überschaubar war, da für mich nicht klar wurde, worauf die verschiedenen Handlungsstränge hinauslaufen sollten. Dies ist in Band zwei nun komplett anders, denn die Handlung erhält hier eine klare Linie und Richtung. Auch gefiel es mir, dass wir hier mehr über die Charaktere erfahren. Von Hintergrundinformationen zu ihrer Vergangenheit über ihre Familien bis hin zu ihren Motiven und Beweggründen gibt es hier viel mehr Tiefe. Die Handlung empfand ich dabei als sehr fesselnd, denn auf spannende Geschehnisse folgen mitreißende Enthüllungen oder tiefergehende Informationen, die dafür sorgen, dass man bei der Geschichte am Ball bleibt.

 

Gleichzeitig ist die Atmosphäre auch sehr einnehmend, denn mir kam die Geschichte nicht nur märchenhaft vor, sondern es gibt auch brutalere Szenen, die einem das Herz stehen bleiben lassen. Traci Chee webt in die Geschichte auch bedeutsame, geradezu philosophische Fragen ein, die zum Nachdenken anregen. Aber nicht nur dies verleitet dazu, das Buch kaum aus den Händen legen zu können, auch die innere Gestaltung bzw. die Rätsel der Geschichte tragen dazu bei. So sind verschiedene Botschaften in das Buch eingewoben, die sich durch verschiedene Schriftarten oder andere besondere Illustrationen hervorheben. Diese sorgen nicht nur für Abwechslung, sie faszinieren auch und stellen mal etwas anderes dar. Zudem fühlte ich mich durch diese Botschaften als Teil der Geschichte, da sie mich zum Überlegen anregten.

 

Ich fand es klasse, dass Archer in diesem Band mehr im Mittelpunkt stand, denn seine Geschichte fand ich sehr ergreifend. Sie hat mich nachdenklich gestimmt und berührt. Es ist nicht nur brutal aufgrund von Gewalt, sondern auch auf der Gefühlsebene litt ich mit ihm mit. Mir gefiel es dabei besonders, wie die Autorin es geschafft hat, dass mir sein Schicksal unter die Haut ging und ich so viele intensive Gefühle für ihn entwickelt habe.

 

Auch Sefia fand ich dieses Mal einfach nur super, denn sie hat sich total weiterentwickelt. Sie trägt aufgrund ihrer besonderen Gabe eine große Last, die sie verantwortungsvoll schultert. Ich fand es beeindruckend, wie sie stets versucht, alle zu retten und das Schicksal abzuwenden. Gleichzeitig bleibt sie sich aber auch selbst treu, sodass ihre Entwicklung vielleicht nicht sofort auffällt und sich eher schleichend vollzieht, aber gerade dies fand ich sehr realistisch und menschlich.

 

Fazit

Mir hat „Ein Schatz aus Papier und Magie“ unheimlich gut gefallen, denn meiner Meinung nach hat es seinen Vorgängerband übertroffen. Die Handlung hat eine klare Linie, die aufgrund vieler spannender Szenen und fesselnder Informationen zu einem großen Lesespaß wird. Durch viele in den Text eingebundene Botschaften wird dieser noch gesteigert, da der Leser so an der Geschichte teilnehmen kann. Die Figuren erhalten mehr Tiefe und vor allem ihre Geschichten und Schicksale bewegten und erschütterten mich.

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Ein Meer aus Tinte und Gold

2. Ein Schatz aus Papier und Magie

3. Die Schlacht um Wörter und Blut (erscheint am 25.04.2019 auf Deutsch)

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166 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag - über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall - und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz. ausgerechnet an den Feind.“

 

Gestaltung

Ich mag an dem Cover vor allem den Hintergrund mit den Bergen, Vögeln und dem weißen Motiv auf dem rosafarbenen Hintergrund. Doch obwohl ich die Farben insgesamt mag und sie gut zueinander passen, finde ich sie sehr blass und unauffällig. Auch finde ich das Mädchen, das ihr Kleid hochhält nicht ganz so passend zur Geschichte. Hier hätte ich mir kräftigere Farben oder ein Covermotiv, das japanischer angehaucht ist, gewünscht.

 

Meine Meinung

Nach der „Zorn und Morgenröte“-Dilogie von Renée Ahdieh, die ich gerne mochte, war ich unheimlich gespannt auf „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“. Vor allem das japanische Setting hat mich sehr angesprochen und neugierig gemacht. Beim Lesen hat mich dieses dann auch – wie nicht anders erwartet – total überzeugt. Protagonistin Mariko lebt in einem Land, in dem es Samurai, Kaiser, Banditen und auch Magie gibt.

 

Immer wieder fühlte ich mich an die Geschichte von Mulan erinnert und besonders die asiatisch angehauchte Atmosphäre des Buches fand ich sehr gelungen. All die japanischen Begrifflichkeiten werden erklärt und verleihen der Geschichte Authentizität. Der Autorin ist es gelungen, mich in Marikos Welt eintauchen zu lassen und mir diese bildlich vor Augen zu führen. Besonders cool fand ich auch, dass die Geschichte mit der Zeit einen Hauch von der Geschichte von Robin Hood erhalten hat (wobei ich hier um nicht zu spoilern, nicht näher darauf eingehen möchte).

 

Den einzig kleinen Kritikpunkt den ich habe, ist, dass die Hintergründe zur Magie im Land für mich zu blass blieben. Es gab kleinere Randerklärungen oder -bemerkungen, aber ansonsten blieb das Magische eher eine Rarität mit nur wenigen Ausführungen. Dabei fand ich gerade diesen Aspekt sehr interessant und kreativ, da die Autorin hier Ideen hatte, die mir in der Art und Weise noch nicht begegnet sind. Ich hätte mir gewünscht, dass hier nicht nur angeschnitten worden wäre, sondern näher erklärt worden wäre.

 

Die Handlung fand ich insgesamt gut durchdacht und spannend. Es gab einige Rätsel, denen ich unbedingt auf den Grund gehen wollte. Auch geheimnisvolle Andeutungen sind mir zu Hauf begegnet, wobei ich dennoch die Fäden nie so wirklich klar zusammenziehen konnte. Es gab einen Mordanschlag auf Mariko, doch wer steckte dahinter? Und warum? So versuchte ich hinter all die Machenschaften, eventuellen Intrigen, Anschläge, Intentionen und vieles mehr zu blicken, wobei hier die Spannung hoch gehalten wurde, da vieles erst nach und nach aufgedeckt wurde.

 

Dann ist da noch Marikos Kindheitsbekanntschaft Ranmaru, den sie im schwarzen Clan wiedertrifft. Zusammen mit dessen bestem Freund Okami. Mariko muss beim Clan, der eventuell etwas mit dem Anschlag auf sie zu tun haben könnte, also nicht nur auf der Hut sein, sondern auch auf ihre Gefühle achten… Ich denke, dass ich an dieser Stelle nicht zu viel verrate, wenn ich sage, dass es in „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ auch eine Liebesgeschichte gibt. Die Beziehung zwischen Mariko und ihrem Loveinteresst fand ich durchaus glaubwürdig und echt, aber vor allem gefiel mir die Harmonie zwischen beiden Figuren.

 

Fazit

Insgesamt hat mir „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ gut gefallen, denn ich mochte das Setting und die Atmosphäre sehr. Die Geschichte hat einen Hauch von Mulan und Robin Hood und ist rätselhaft sowie spannend. Gleichzeitig blieb mir manches aber zu wenig erklärt, denn z.B. hinsichtlich der Magie wurde ein wenig Potenzial verschenkt. Die Harmonie zwischen Mariko und ihrem Loveinterest hat mir sehr gefallen, da die beiden Figuren super zueinander passen. Das Ende fand ich auch sehr gelungen, da es mir große Lust gemacht hat, den zweiten Teil lesen zu wollen!

4 von 5 sternen!

 

Reihen-Infos

1. Das Mädchen aus Feuer und Sturm

2. Somke in the sun (bereits auf Englisch erschienen)

  (2)
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129 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Warcross - Das Spiel ist eröffnet

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.09.2018
ISBN 9783785587720
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Die Welt ist verrückt nach Warcross, dem gigantischsten Videospiel aller Zeiten! Erfinder Hideo Tanaka wird wie ein Gott verehrt, eSport-Turniere füllen ganze Stadien und die Meisterschaft ist das größte Event der Welt.
Kopfgeldjägerin Emika Chen erhält zu Beginn der Warcross-WM ein verlockendes Jobangebot von Hideo Tanaka: Undercover soll sie an dem Wettkampf teilnehmen und einen Hacker aufspüren, der Warcross sabotiert. Eine waghalsige Jagd beginnt, bei der Emika nicht nur ihr Leben aufs Spiel setzt, sondern auch ihr Herz …“

 

Gestaltung

Mir gefällt das Cover sehr gut, denn es wirkt durch den Titel, der aussieht wie ein Schriftzug von einer Lechtreklametafel, und die schwarze Landschaft, in die sich alles einfügt, absolut stimmig. Man schaut geradezu durch einen Tunnel auf den schattenhaften Umriss eines Mädchens, das auf die Lichter einer Stadt zu blicken scheint und schaut mit ihr dorthin. Die schwarze Umrahmung sieht dabei aus wie alte Metallreste an Gebäuden, was irgendwie gut zum Buchinhalt mit den technischen Gegebenheiten passt. Mir gefallen vor allem die hellen Lichtreflexe in der Covermitte und der Sternenhimmel, da sie einen schönen Kontrast zum schwarzen Rand bilden.

 

Meine Meinung

Marie Lu ist sicher vielen, wenn nicht sogar fast jedem, ein Begriff. Ihr neues Buch „Warcross“ war mir schon im Englischen mehrfach begegnet, sodass ich mich riesig gefreut habe, dass das Buch nun auch zu uns nach Deutschland kommt. Aus diesem Grund konnte ich auch nicht lange die Finger von der Geschichte lassen. In „Warcross“ dreht sich alles um das gleichnamige Videospiel, welches die Welt in Atem hält, denn jeder liebt Warcross! Es gibt sogar eine Warcross-Weltmeisterschaft. Bei eben dieser bekommt Kopfgeldjägerin Emika vom Warcross-Erfinder Hideo Tanaka den Auftrag, einen Hacker ausfindig zu machen. Besagter Hacker soll nämlich Warcross sabotieren…auf der Jagd wird Emika dann jedoch nicht nur mit einigen Gefahren konfrontiert, sondern auch mit ihren eigenen Gefühlen…

 

Mir hat an „Warcross“ besonders die moderne Welt gefallen mit ihrer virtuellen Realität, den technischen Zügen und der Bedeutsamkeit des Videospiels Warcross. Ich bin immer wieder fasziniert von Welten, die so modern und technisch sind, dass sie mir fremd erscheinen und gleichzeitig vertraut sind. Ich habe manchmal zwar gedacht, dass ich gerne noch ein paar mehr Ausführungen gelesen hätte, um das Videospiel und die Faszination für dieses besser verstehen zu können, aber ich konnte mich dennoch sehr gut in das Setting des Buches einfühlen und mir oftmals sogar bildlich vorstellen, dass ich mitten im Buch neben Emika stehe.

 

Dies liegt nicht zuletzt auch an dem grandiosen Schreibstil von Marie Lu. Die Autorin ist einfach eine Meisterin im rasanten Erzählen und Schreiben von Actionszenen. Ich kann mir jedes Mal alles so gut vorstellen, egal wie hoch das Tempo ist, da Marie Lu die Szenen so klar und einfach beschreibt, dass ich jedes Detail in mir aufnehme. Zudem hat die Autorin es super hinbekommen, dass ich auch technische Begriffe gut verstanden habe! Auch gefiel mir die Ich-Perspektive von Emika, die ihre Erlebnisse erzählt. Hier war ich hautnah dran an allen Geschehnissen, Erlebnissen und Emotionen.

 

Emotionen sind es auch, die in der wirklich rasanten Handlung nicht zu kurz kommen, denn Emika entwickelt Gefühle für jemanden. Diese Entwicklung konnte ich dabei sehr gut nachvollziehen und mir auch plausibel erklären, sodass in „Warcross“ die emotionale Seite definitiv nicht zu kurz kommt!

Was mir persönlich aber am allerbesten gefallen hat, war der hohe Actionanteil und das rasante Tempo der Handlung! Es gibt so viele bedrohliche Gefahren, viele Überraschungen und einiges zu entdecken. Besonders gefallen hat mir auch die Weltmeisterschaft, aber auch das Leben von Emika in Japan. Diesen Handlungsort fand ich sehr faszinierend.

 

Die Handlung war für mich total atemberaubend, sodass ich fast dauerhaft Herzklopfen hatte. Das Ende des Buches hat dies jedoch nochmal um einiges gesteigert, denn es überschlägt sich alles nochmals, sodass das Ende unheimliche Lust auf die Fortsetzung macht. Interessant waren auch die Figuren, denn Emika ist nicht nur taff und klug, sondern auch gefühlvoll. Sie ist eine Heldin, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Ihr Auftraggeber Hideo war für mich recht distanziert und oftmals geheimnisvoll, was ich sehr spannend fand, da ich oftmals gerätselt habe, was seine Intentionen angeht.

 

Fazit

Mir hat „Warcross – Das Spiel ist eröffnet“ unglaublich gut gefallen. Marie Lu hat hier ein Buch erschaffen, das mit seiner rasanten, actionreichen Handlung für Atemlosigkeit und dauerhaftes Herzrasen sorgt. Das leicht futuristische Setting des Buches mit seinem Videospiel, der Weltmeisterschaft und dem Leben in Japan hat mir auch sehr gefallen. Ich kann „Warcross“ absolut weiterempfehlen und warte nun nach dem Ende gebannt auf die Fortsetzung!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Warcross – Das Spiel ist eröffnet

2. Wildcard (bereits auf Englisch erschienen)

  (2)
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114 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Liebe ist so scheißkompliziert

Sabine Schoder
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 22.08.2018
ISBN 9783733504069
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Auf einer Party stürzt Nele mit Jerome ab, der alles verkörpert, wonach sie sich immer gesehnt hat. Als sie sich zum ersten Mal küssen, hat Nele hunderttausend Schmetterlinge im Bauch. Doch am nächsten Tag kursiert ein Video von ihr im Netz, auf dem sie eindeutig zu wenig anhat. Eigentlich kann nur Jerome dieses Video gemacht haben. Aber Nele ahnt, dass die Wahrheit viel komplizierter ist ...“

 

Gestaltung

Das Covermotiv finde ich richtig cool, denn das Gras, das vor der graugemusterten Wand wächst und hinter dem sich der Autorenname verbirgt, betont die Wirkung des Covers als Graffitbild nur noch mehr. Der knallig-pinke Titel kommt dabei auch richtig gut zur Geltung und strahlt geradezu vor der Wand. Dabei sieht er aus wie mit Farbe und einem Pinsel an die Wand geschrieben. Streetstyle meets Buchcover würde ich mal sagen! Eine coole Idee!

 

Meine Meinung

Wer hat in seinem Leben nicht schon einmal gesagt, dass Liebe kompliziert ist? Dass das neue Buch von Sabine Schoder eben diese Aussage als Titel ihres neuen Romans gewählt hat, deutet also schon auf einiges Drama hin. Und so ist es auch, denn von Protagonistin Nele ist nach einer durchzechten Nacht ein Video im Umlauf, das viel zu viel von ihr zeigt. Eigentlich kann nur Jerome dafür verantwortlich sein, doch die Wahrheit und die Liebe sind leider immer viel komplizierter als es auf den ersten Blick den Anschein macht…

 

Was Sabine Schoder in ihrem neuen Roman thematisiert ist nicht nur die Liebe an sich, sondern auch Mobbing kommt zur Sprache. Dies ist ein Thema, das ich sehr wichtig finde und das mich beim Lesen oftmals sehr berührt. So war es auch bei „Liebe ist so scheißkompliziert“, denn die 17jährige Nele ist mit 1,90m wirklich sehr groß für ein Mädchen. Aus diesem Grund wird sie auch von anderen gemobbt und ausgegrenzt, was mich einfach nur erschüttert und berührt hat. Ich konnte mich unglaublich gut in Nele hineinversetzen und nachempfinden, wie sie sich fühlt.

 

Hierzu hat auch der wunderbare Schreibstil von Sabine Schoder beigetragen, denn die Autorin bringt Neles Gefühlswelt sehr authentisch und klar rüber. Dabei schildert sie die Situation und Empfindungen der Jugendlichen sehr realistisch, sodass ich mich gut mit ihr identifizieren konnte. Ich denke auch, dass es anderen Lesern ebenso ergehen wird, denn Nele ist eine Figur, die mitten aus dem Leben herausgegriffen ist. Sie erlebt und fühlt vieles, das sicher jeder schon einmal in ähnlicher Weise durchgemacht hat. Gleichzeitig ist das Besondere am Schreibstil der Autorin jedoch ihr Händchen für Humor, der immer wieder für breites Grinsen und Auflockerung sorgt.

 

Die Handlung hat mir nicht nur wegen ihrer humorvollen Spritzigkeit gut gefallen, sondern vor allem auch durch das Rätsel, wer denn nun vor das Internetvideo von Nele verantwortlich war. Hier habe ich immer wieder Vermutungen aufgestellt und wieder verworfen. Genau so liebe ich das! Bis zum Ende bin ich so am Ball geblieben und war unglaublich neugierig auf die Auflösung. Dabei fand ich es auch schön, dass neben dem Thema Mobbing vor allem auch die Liebe eine große Rolle eingenommen hat. Die Beziehung, die sich zwischen Nele und Jerome entwickelt, wurde für mich gut nachvollziehbar und gefühlvoll dargestellt.

 

Ich war nicht nur aufgrund von Neles Mobbingerfahrungen auf ihrer Seite, sondern auch durch ihre sarkastische Art. Sie ist eine taffe Protagonistin, die mich dazu gebracht hat, mich als Teil der Geschichte zu fühlen. Ich hätte jedoch gedacht und erwartet, dass ihre Reaktion auf das Video etwas emotionaler ausfallen würde. An dieser Stelle war ich etwas vor den Kopf gestoßen, denn selbst die taffeste Person wird bei einem solchen Video sicher aus der Bahn geworfen. Jerome blieb mir zu Beginn etwas verschlossen, denn er war mir zu unnahbar und fern. Ich habe etwas gebraucht, um mit ihm warm zu werden, aber durch einige Enthüllungen im Verlauf der Handlung fiel mir dies dann doch immer leichter.

 

Fazit

Mir hat es sehr gut gefallen, dass „Liebe ist so scheißkompliziert“ neben dem erwarteten Liebesthema auch das Thema Mobbing aufgreift. Diesbezüglich konnte ich mit Protagonistin Nele total mitfühlen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass ihre Reaktion auf das Internetvideo etwas anders ausgefallen wäre. Besonders loben möchte ich, wie Sabine Schoder es schafft, lockeren Humor mit ernsten Themen und bedeutenden Botschaften zu mischen. Zudem erschienen mir die Figuren und die Handlung sehr realistisch und geradezu aus dem Leben gegriffen mit ihren alltäglichen Problemen, die viele von uns kennen.

Sehr gute 4 von 5 Sternen!

 

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Einzelband

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Wir drei verzweigt

Robin Benway , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734850325
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Wie werden aus drei Fremden Geschwister? Vor dieser Frage stehen Grace, Maya und Joaquin, als sie einander kennenlernen. Eigentlich war Grace auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter, doch dann erfährt sie von ihren beiden Halbgeschwistern. Maya ist sofort Feuer und Flamme für ihre neuen Familienmitglieder, denn als einzige Dunkelhaarige in einer Adoptivfamilie voller Rotschöpfe sucht sie schon lange nach jemandem, dem sie tatsächlich ähnlich sieht. Joaquin ist eher zurückhaltend, nach einem Leben in unzähligen Pflegefamilien und Heimen weiß er, dass er sich nur auf sich selbst verlassen kann. Beide sind nicht begeistert von Grace' Wunsch, nach ihrer gemeinsamen Mutter zu suchen, denn sie fühlen sich von ihr im Stich gelassen. Aber Grace hat einen guten Grund dafür. Und als Maya und Joaquin die Wahrheit erfahren, lassen sie sich darauf ein. Doch was werden sie finden?“

 

Gestaltung

Das Cover mit den vielen Ästen, die unter anderem auch sehr verzweigt miteinander sind, finde ich sehr schön und vor allem passend gewählt, da es den Titel des Buches so visuell verdeutlicht. Auch mag ich die Farbkombination aus blau und pink sehr gerne, da das Cover so trotz seiner sehr filigranen Äste und Schlichtheit sehr ins Auge sticht. Die verschnörkelte Schriftart des Titels gefällt mir auch gut, da sie sich von den geradlinigeren Ästen schön abhebt.

 

Meine Meinung

Von Robin Benway habe ich bereits „Emmy und Oliver“ gelesen, welches mir unheimlich gut gefallen und mich noch lange beschäftigt hat. Darum war ich unheimlich gespannt auf das neue Buch der Autorin. In „Wir drei verzweigt“ geht es um Grace, die auf der Suche nach ihrer Mutter ist. Auf dieser Suche trifft sie auf ihre Halbgeschwister Maya und Joaquin. Gemeinsam machen die drei sich dann auf die Suche nach ihrer Mutter und lernen sich dabei besser kennen…

 

Die Idee des Buches hat mir gut gefallen, denn ich habe bisher noch keine Geschichte über Pflegefamilien und Adoptionen gelesen. Besonders beeindruckend fand ich, wie die Autorin Robin Benway das Thema Familie aufgegriffen hat, denn sie präsentiert dem Leser in „Wir drei verzweigt“ ganz unterschiedliche familiäre Situationen. Grace und Maya wurden beispielsweise adoptiert und während Grace als Einzelkind groß wurde, ist Maya unter Rotschöpfen aufgewachsen und ohne sich jemals dazugehörig zu fühlen. Joaquin hingegen wurde nie adoptiert und hatte es wohl am schwersten von den Dreien, denn er war nur in Kinderheimen und Pflegefamilien.

 

Wie Robin Benway die verschiedenen Ausgangssituationen der Jugendlichen dargestellt hat, hat mir unheimlich gut gefallen, denn ich fand sie alle absolut realistisch und authentisch. Die Gefühle als Adoptiv- oder Pflegekind, die mit Unsicherheiten, schweren Schicksalen und vielen anderen verschiedenen Emotionen zu kämpfen haben, wurden für mich sehr gut transportiert. Ich konnte mich gut in die Situation der drei Figuren hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Gefallen hat mir auch, dass neben diesen ernsten Themen auch alltägliche Probleme, die jeder von uns kennt, zur Sprache kamen. So konnte ich noch schneller einen Bezug zu den Figuren aufbauen.

 

Dabei fand ich es spannend, dass die Geschichte aus den Perspektiven der drei Halbgeschwister im Wechsel erzählt wurde, denn jeder Charakter trägt Geheimnisse mit sich rum, die er den anderen verständlicherweise nicht sofort anvertraut, immerhin lernen sich die Geschwister gerade erst kennen. So erhielten die Figuren nochmals einiges an Tiefe, denn ich erfuhr von schlimmen Vergangenheiten, Beweggründen für die Suche nach der Mutter und vielem mehr. Die Autorin verpackt dies auf sehr gefühlvolle Weise, die zum Nachdenken anregt und die bei mir auch einen Wirbel der Emotionen ausgelöst hat. So fühlte ich mich richtig involviert und habe die Figuren schnell in mein Herz gelassen.

 

Ich fand es klasse, wie die drei Geschwister mit dem Verlauf der Handlung immer mehr Vertrauen zueinander aufgebaut haben und sich mehr und mehr voneinander erzählt haben. So wurde ich hautnah Zeuge, wie zwischen ihnen ein (familiärer) Zusammenhalt entsteht, der den Dreien hilft bzw. sie dabei unterstützt, ihre Hürden im Leben zu meistern. Neben dem Thema Familie wird so einfach auch deutlich, dass jeder Mensch im Leben mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat und dass kein Leben perfekt ist.

 

Fazit

Mit „Wir drei verzweigt“  hat Robin Benway wieder eine sehr gefühlvolle Geschichte geschrieben, die mich vor allem durch das Zusammenwachsen der drei Geschwister überzeugt hat. Grace, Maya und Joaquin zeigen, dass jeder in seinem Leben mit Problemen zu kämpfen hat. Dabei wird das Thema Familie und Adoption sehr authentisch dargestellt und der Leser zum Nachdenken angeregt. Für jeden, der gerne ruhige, emotionale Geschichten liest, die zum Nachdenken anregen, ist „Wir drei verzweigt“ genau das Richtige!

5 von 5 Sternen!

 

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Einzelband

  (3)
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176 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

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Undying – Das Vermächtnis

Meagan Spooner , Amie Kaufman , Karin Will
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.07.2018
ISBN 9783737356008
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Auf der Erde hätten Jules und Amelia sich gehasst: Er ein verwöhntes Oxfordgenie, sie eine Plünderin aus der Unterwelt Chicagos. Zwei wie Feuer und Wasser – doch als sie sich auf dem Planeten Gaia begegnen, ist sofort klar, dass sie einander brauchen werden. Eine pragmatische Zweckgemeinschaft für eine halsbrecherische Mission, nichts weiter. Oder ist da etwa doch mehr?“

 

Gestaltung

Am schönsten finde ich an dem Cover die Farbgebung und das metallische Schimmern. So wird es zu einem richtigen Hingucker! Aber auch die Lichtreflexe und das Muster finde ich interessant, da ich beim Betrachten gerätselt habe, was es darstellen könnte. Die beiden Schattenumrisse eines Mädchens und eines Jungen passen zwar zur Geschichte, aber optisch sind sie nicht so ganz mein Fall.

 

Meine Meinung

Da ich „These broken stars“ von Amie Kaufman und Meagan Spooner sehr gerne gelesen habe, musste ich unbedingt zu ihrem neuen, als Action-Abenteuer angekündigten Buch greifen. Ich muss gestehen, dass ich etwas Angst hatte, dass „Undying“ der anderen Buchreihe des Autorenduos zu ähnlich werden könnte, aber allen, die diese Angst teilen, kann ich sagen, dass dem glücklicherweise nicht so war. „Undying“ spielt zwar auch auf fremden Planeten und es steckt auch voller Weltraumabenteuer, aber die Geschichte ist doch ganz anders als „These broken stars“.

 

Die Welt, in der „Undying“ spielt, fand ich sehr interessant, denn die beiden Protagonisten begegnen sich auf dem Planeten Gaia, der mich oftmals an die Erde erinnert hat, aber doch anders war. Diesbezüglich muss ich leider sagen, dass die Informationen rund um die Welt ansonsten für meinen Geschmack etwas rar gesät waren. Ich hoffe hier eindeutig auf den zweiten Band und dass wir dort mehr Informationen über Gaia und das Setting erhalten, denn ich fand Gaia sehr interessant und würde gerne mehr darüber und über die Welt von „Undying“ erfahren.

 

Die Handlung hat mir gut gefallen, denn es gab einige Abenteuer und Action. Die Protagonisten Jules und Amelia wollen auf Gaia nach Artefakten der "Unsterblichen" suchen und da sich diese Suche als sehr beschwerlich herausstellt, schließen sich die beiden zusammen. Dabei sprühen unter anderem auch die Liebesfunken… was ich jedoch noch besser fand, waren die Rätsel, die die beiden lösen müssen. Durch einige Fallen und Beschwernisse kam dann auch einiges an nervenaufreibender Spannung hinzu, die in einem unglaublich actionreichen Finale mit gemeinem Cliffhanger endet. Solche Handlungen liebe ich!

 

Erzählt wird „Undying“ – wie schon aus „These broken stars“ gewohnt – abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Amelia und Jules. So konnte ich mir beide Charaktere gut vorstellen und vor allem beide Gedanken und Beweggründe für ihre Taten verstehen und nachvollziehen. Dies haben die Autorinnen wunderbar hinbekommen, denn beispielsweise wird bei Amelia erst im Handlungsverlauf klar, warum sie so ist, wie sie ist. Durch die Namen am Kapitelanfang wird immer deutlich, wer gerade erzählt, aber dies wird auch ohnehin durch den Schreibstil der Autorinnen sehr deutlich. Amie Kaufman und Meagan Spooner schreiben sehr bildreich und schaffen es, beim Lesen Bilder vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Gleichzeitig geht dabei eine gewisse Leichtigkeit nicht verloren, wodurch ich durch die Seiten flog.

 

Amelia und Jules waren für mich zwei tolle Protagonisten, denn sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Amelia eine knallharte Plünderin ist und auf eigenen Beinen steht, ist Jules Forscher durch und durch. Amelia fand ich mit ihrer Art absolut cool, da sie sehr selbstständig, schlau und schlagfertig ist und doch auch eine andere Seite hat. Jules fand ich total süß, da er ein kleiner Nerd ist und ohne Amelia wohl aufgeschmissen wäre, was das Überleben angeht. Die Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt, hat mir sehr gut gefallen, da sie sich langsam entwickelt und mir großen Lesespaß bereitet hat.

 

Fazit

Der Auftaktband der neuen Dilogie des Autorenduos Amy Kaufman und Meagan Spooner hat mir sehr gut gefallen, denn „Undying“ ist wahrlich ein Weltraum-Action-Abenteuer mit Rätselspaß und bombastischem Finale. Die Protagonisten Amelia und Jules fand ich ausgesprochen klasse, denn sie sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht und beide unheimlich sympathisch. Gerne hätte ich etwas mehr über die Welt und den Planeten Gaia erfahren, denn hier hielten sich die Autorinnen etwas bedeckt, obwohl das Setting sehr spannend ist.

Sehr gute 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Undying – Das Vermächtnis

2. Undying (erscheint voraussichtlich am 8. Januar 2019 auf Englisch)

  (3)
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495 Bibliotheken, 23 Leser, 2 Gruppen, 165 Rezensionen

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Scythe - Der Zorn der Gerechten

Neal Shusterman , Kristian Lutze , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 14.03.2018
ISBN 9783737355070
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 

Klappentext

„Citra hat es geschafft.
Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss.

Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt.

So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit.
Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.“

 

Gestaltung

Das Cover gefällt mir unheimlich gut, denn ich finde das Motiv der Frau, deren Gesicht vom Cape verdeckt ist, sehr ansprechend. Vor dem Hintergrund aus hellem Gelb und Schwarz kommt sie trotz ihrer schwarzen Kleidung super zur Geltung und das Motiv passt auch wie die Faust aufs Auge zur Handlung. Der Titel fügt sich zudem sehr schön über ihrem Cape und dem dunklen Hintergrund ein. Ein besonderes Highlight stellt das metallische Glänzen des gelben Teils des Hintergrundes dar, welches sich schön neben dem Bronzeton des ersten Bandes einfügt.

 

Meine Meinung

Nachdem ich sehr angetan von Neal Shustermans „Scythe – Die Hüter des Todes“ war, musste ich auch unbedingt zum Folgeband „Scythe – Der Zorn der Gerechten“ greifen, denn dieses absolut geniale Setting mit den neuartigen Ideen bringt frischen Wind mit sich, den ich beim Lesen einfach nur genossen habe. In der Fortsetzung ist Citra nun zu einer Scythe geworden, ebenso wie ihre Liebe Rowan. Doch das Scythetum steht vor einem Umbruch, denn viele skrupellose Scythe lösen die Regeln auf und sind mehr als nur grausam. Werden Citra und Rowan es schaffen, die Gemeinschaft zu einen und den Kampf um Gerechtigkeit für sich zu entscheiden?

 

Als besonders fesselnd hab ich in diesem Band die Machtkämpfe im Scythetum erlebt. Hier hat der Autor einen sehr hohen Spannungsbogen aufgebaut, der für mich das ganze Buch über immer konstant oben blieb. Ständig gab es etwas zu entdecken oder herauszufinden. Auch wurde ich oftmals eiskalt überrascht und von schockierenden Wendungen oder Szenen heimgesucht, die mein Herz haben schneller schlagen lassen.

 

Zudem finde ich es klasse, wie Neal Shusterman neben diesem extrem hohen Spannungspotenzial auch immer wieder kleine Phasen der Reflexion und des Nachdenkens einbaut. Passend zu den Scythe gibt es Passagen, die über das Leben und den Tod nachdenken oder über die Ewigkeit und das Universum. Diese Kombination aus Action und Ernsthaftigkeit fand ich einfach grandios! Neben fesselnden Herzschlagmomenten, die mir das Lesen zum reinsten Vergnügen machten, gibt es so auch etwas für den Kopf, das zum Nachdenken anregt! Erste Sahne!

 

Auch die Figuren konnten mich wieder sehr überzeugen, denn neben altbekannten Charakteren kamen auch Neue hinzu, die mir schnell ans Herz gewachsen sind. Citra und Rowan, aus deren Perspektiven man die Geschichte verfolgt, sind in diesem Band stärker als zuvor und an ihren Aufgaben gewachsen, was ich sehr mochte. Neu hinzugekommen ist Greyson Tolliver, welchen ich super fand, da er ein wenig Humor in die Geschichte gebracht hat! Eine sehr interessante Perspektive war auch die von Thunderhead, da so bestimmte Entscheidungen erklärt wurden und dieses „Konstrukt“ für mich als Leser greifbarer wurde.

 

Fazit

Ein Buch für Kopf und Herz! „Scythe – Der Zorn der Gerechten“ ist eine grandiose Fortsetzung, in der sich Überraschungen, Action und Ernsthaftigkeit abwechseln. Die Geschichte von Citra und Rowan geht fesselnd weiter und endet in einer bombastischen Explosion, die in mir den Wunsch weckt, die Fortsetzung am liebsten jetzt sofort  zu wollen. Mir gefiel es dabei auch sehr, dass der neue Charakter Greyson ein wenig Humor mitbrachte. Zudem fand ich das Machtspiel im Scythetum unheimlich spannend!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Scythe – Die Hüter des Todes

2. Scythe – Der Zorn der Gerechten

3. The Toll  (erscheint voraussichtlich 2019 auf Englisch)

  (2)
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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Ghost

Jason Reynolds , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 31.08.2018
ISBN 9783423640411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Bahn frei für Ghost!

Rennen, das kann GHOST, der eigentlich Castle Cranshaw heißt, schneller als jeder andere: davonrennen. Denn es gab eine Nacht in seinem Leben, in der es genau darauf ankam, in der er um sein Leben rannte. In der Schule läuft es so la la für GHOST. Wer ihm dumm kommt, kriegt eine gescheuert. Doch dann wird GHOST mehr durch Zufall Mitglied in einer Laufmannschaft, und sein Leben stellt sich auf den Kopf. Trainer Brody nimmt ihn unter seine Fittiche, und das ganze Team steht an seiner Seite. Es geht nicht mehr ums Davonrennen, sondern darum, das Ziel immer vor Augen zu haben. Der Startschuss ist gefallen.“

 

Gestaltung

Das Covermotiv passt total gut zum Buchinhalt, da ein laufender bzw. lossprintender Junge dargestellt wird, der vom Aussehen her auch ungefähr so aussieht, wie ich mir den Protagonisten Ghost beim Lesen vorgestellt habe. Auch die Farbgebung gefällt mir ganz gut, da durch das leichte gelb im Hintergrund das Blau durchbrochen wird. Besonders schön finde ich den Schriftzug des Titels, der sich um den Läufer schmiegt.

 

Meine Meinung

Eigentlich stehe ich nicht so auf Sport bzw. vor allem das Laufen in Büchern, da ich mich damit nicht so identifizieren kann und mir oftmals die Spannung fehlt. Bei „Ghost“ hat mich jedoch der Klappentext immens neugierig gemacht, denn der Protagonist scheint nicht nur im Laufteam zu rennen, sondern auch in seinem echten Leben. Das hat mein Interesse geweckt: Wieso läuft Ghost weg? Wovor? Auch gefiel mir die Idee, dass der Autor Jason Reynolds für jeden Charakter eine eigene Geschichte bzw. einen eigenen Band geschrieben hat und die Bücher so zwar zusammenhängen, aber auch irgendwie für sich stehen können.

 

Beim Lesen war ich dann schnell von dem angenehmen Schreibstil von Autor angetan, weil ich wirklich auch sehr gut in die Geschichte hineingekommen bin und das Buch nur schwer aus den Händen legen konnte. Der Schreibstil hatte direkt schon bei der ersten Zeile meine Aufmerksamkeit erregt. Ich hatte gar nicht das Gefühl, ein Buch zu lesen, sondern vielmehr als würde Ghost mir seine Geschichte mündlich in einem Gespräch selbst erzählen. Das fand ich sehr besonders, denn Jason Reynolds ist es gelungen, die Lockerheit einer solchen Gesprächssituation und der jugendlichen Sprache zu transportieren. Schon an der Art, wie es erzählt wird, wirkt Ghost total lässig.

Meine Bedenken, dass das Laufthema zu trocken sein könnte, legte sich schnell, denn ich fand es interessant Ghost dabei zu begleiten, wie er Teil des Laufteams wird. Vor allem fand ich es gut, dass dieser Sport im Fokus steht, da es mal etwas anderes ist als Fußball, Football, Basketball oder ähnliche Sportarten, die oftmals in Büchern vorkommen.

 

Richtig gut gefallen hat mir Ghost, da er total viele Facetten hat. Einerseits wirkt er total cool, gelassen und lässig. Gleichzeitig merkt man als Leser aber auch die Gefühle, die hinter allem stehen und die er anscheinend anderen gegenüber nicht direkt zeigt: nämlich, dass er sich dafür schämt, keine Markenklamotten zu besitzen. Auch eine gewisse Unsicherheit oder Verletzlichkeit konnte ich da zwischen den Zeilen entdecken. Das macht eine sehr interessante Mischung aus.

Die Handlung dreht sich um das Laufteam, in welchem Ghost Mitglied wird und für das er einige Dinge tut, die unter anderem auch außerhalb der Grenzen der Legalität liegen. Hier fand ich es spannend, die Konkurrenzsituation der Läufer zu erleben und gleichzeitig aber auch zu sehen, dass es Freundschaften und Zusammenhalt im Team gibt. Zudem gefiel mir, wie der Autor auf das Thema Mobbing eingegangen ist und wie er aufgezeigt hat, wie schwer es ist, damit umzugehen bzw. welche Konsequenzen es für Ghost hat. Gleichzeitig hätte die Handlung zwischendurch manchmal etwas mehr Tempo vertragen können.

 

Etwas schade fand ich, dass die Nebencharaktere etwas blass blieben. Ich glaube, dies könnte daran liegen, dass einige von ihnen ja ein SpinOff/einen eigenen Band bekommen und da wäre es ja abträglich, wenn man sie vorher schon genauer kennen würde. Aber so habe ich mich z.B. gefragt, woher nun auf einmal manch eine enge Beziehung zwischen bestimmten Charakteren kam. So wurden manche Figuren oder Beziehungen für mich schwer greifbar.

Gemein war das Ende, denn „Ghost“ endet mitten in einer gerade begonnenen Szene (zu der ich hier nichts Näheres verraten möchte). Ich wollte unbedingt wissen, wie es an der Stelle weiter geht. So macht man die Leser auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Band! Vor allem mochte ich an dem Ende aber den Hoffnungsschimmer mit dem Ghosts Geschichte endet, denn nicht nur Ghost, sondern auch der Leser schauen positiv in die Zukunft, die man hoffentlich in den anderen Bänden am Rande erfahren kann. Ich werde auf jeden Fall zu „Patina“ greifen, um herauszufinden, welche Rolle Ghost dort spielen wird und wie es mit ihm weiter geht.

Fazit

Alles in allem hat mir „Ghost“ gut gefallen, da das Thema Mobbing auf ernsthafte, bedeutsame Weise aufgegriffen wird und die Gefühle von Betroffenen verdeutlicht werden. Auch hat Ghost es in seinem Leben nicht leicht, wobei das Ende des Buches dann leise Hoffnungen weckt, die ich gerne in den Folgebänden bewahrheitet sehen würde. Etwas blass blieben für mich die Nebenfiguren, wodurch sie für mich nicht ganz so gut zu greifen waren.

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Ghost

2. Patina (erscheint am 30.November 2018 auf Deutsch)

3. Sunny (bereits auf Englisch erschienen)

4. Lu (erscheint voraussichtlich 2018 auf Englisch)

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152 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Monsters of Verity - Dieses wilde, wilde Lied

Victoria Schwab , Bea Reiter
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.09.2018
ISBN 9783785588635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„In der geteilten Metropole Verity City herrscht ein erbitterter Kampf ums Überleben. Denn jede neue Gewalttat der Menschen bringt leibhaftige Monster hervor, welche nachts den Bewohnern der Stadt auflauern ...
In dieser düsteren Welt treffen die Kinder der beiden verfeindeten Herrscher aufeinander: Kate, die den Drang hat, sich endlich gegenüber ihrem Vater zu beweisen. Und August, der jeden Tag damit ringt, seine wahre Identität zu verbergen – denn August ist ein Sunai, eine extrem seltene und sehr gefährliche Art von Monster. Als Kate eines Tages in einen Hinterhalt gerät, müssen die beiden gemeinsam fliehen. Doch wem kannst du noch trauen, wenn die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwinden?“

 

Gestaltung

Das Covermotiv und die Farbgebung finde ich absolut traumhaft. Die schwarze Stadt, die in der Mitte gespiegelt ist, gefällt mir unglaublich gut, da sie zum einen super zum Inhalt passt und zum anderen zwei Seiten verdeutlicht: Licht im oberen Bildteil und Dunkelheit im Unteren. Die blaue Umrahmung der Stadt hebt sie zudem wunderschön hervor und lässt das Cover geheimnisvoll und mystisch erscheinen. Ich liebe dieses Cover!

 

Meine Meinung

Das englische Original von „Monsters of Verity“ war mir bereits mehrfach begegnet, was angesichts des Hypes um das Buch kein Wunder ist. Daher war ich sehr erfreut, dass das Buch auch ins Deutsche übersetzt wurde und ich mir nun meine eigene Meinung von der Geschichte bilden konnte. Nach dem Lesen kann ich ganz klar sagen, dass ich den Hype absolut verstehe. „Monsters of Verity“ hat genau meinen Geschmack getroffen und mich restlos begeistert!

 

Das Setting des Buches hat mir unglaublich gut gefallen, denn „Monsters of Verity“ spielt in einer Zukunft, die mehr als düster ist. Die Abgründe der Menschen werden hier durch Monster aufgezeigt, die aus den Menschen entstehen. Die Idee fand ich absolut grandios und auch die Umsetzung hat mir sehr gefallen, da die Autorin V.E. Schwab alles sehr bildlich beschreibt und gut erklärt. Die Idee war unheimlich kreativ und hat geradezu etwas Poetisches an sich, denn die Monster zeigen, dass unsere Handlungen, gute sowie schlechte, Auswirkungen auf unsere Umwelt haben. Die Idee von Frau Schwab verdeutlicht einfach, dass Gewalt noch mehr Gewalt nach sich zieht – dieses Mal allerdings in Form von Monstern! Was für eine spannende Idee und was für ein grandioses Setting!

 

In der Welt von Verity, der Stadt in der das Buch spielt, habe ich mich geradezu verloren. Ich war von der ersten Seite an total verzaubert und gefangen vom Setting, den Figuren und der Handlung. Das Buch habe ich kaum aus den Händen gelegt, denn die erste Buchhälfte ist schon unglaublich spannend. Ich wurde langsam eingeführt in die dystopische Welt und hatte dabei zu keiner Zeit das Gefühl, mit Informationen überladen zu werden. Vielmehr spielen die Informationen und die Handlung wunderbar ineinander über, da trotz der Erklärungen zum Setting einfach so viele Fragen in meinem Kopf herumschwirrten, auf die ich Antworten haben wollte. Diese gab es jedoch nur nach und nach, sodass ich immer wieder miträtseln konnte und spekuliert habe. Sowas liebe ich einfach!

 

Dachte ich, dass die erste Buchhälfte schon klasse ist, so hat die zweite Hälfte wohl den Vogel abgeschossen, denn hier geht es so richtig zur Sache. Vor allem das Ende hat mich dabei völlig umgehauen, überrascht und mit gefühlt tausend Fragen zurückgelassen. Ich MUSS einfach wissen, wie die Geschichte jetzt weitergeht! Selten kann mich ein Buch von der ersten Seite an so gefangen nehmen und meine Aufmerksamkeit in der gespannten, erwartenden Neugierde bis zum Ende halten, wie „Monsters of Verity“ es getan hat! Einfach nur wow! Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights!

 

Besonders spannend fand ich, dass die Handlung auf dem Konflikt Menschen vs. Monster basiert und dass auch die beiden Protagonisten in mehrfacher Weise ein Teil hiervon sind. Zum einen ist da August, welcher ein Monster ist, sich dafür schämt und sich wünscht, menschlich zu sein. Kate hingegen ist ein Mensch, doch im Versuch, sich ihrem Vater gegenüber zu beweisen, hat sie sich irgendwie selbst verloren. Genau diese beiden Figuren, die unterschiedlicher nicht sein können, treffen in „Monsters of Verity“ zusammen. Dabei kämpfen sie beide innerlich mit ihrem eigenen Monster gegen Menschen-Konflikt, was der Geschichte einfach noch viel mehr Tiefe verleiht.

 

Sowieso bin ich komplett begeistert von August und Kate, denn ich konnte zu beiden sofort eine Bindung aufbauen, die sich immer mehr intensiviert hat, je mehr ich über die beiden erfahren habe. Die Autorin hat es auf großartige Weise geschafft, beiden Figuren Leben einzuhauchen und sie für mich realistisch und authentisch werden zu lassen. Beide Charaktere haben mich auf ihre ganze eigene Weise tief im Inneren berührt, sodass ich mit ihnen mitgefühlt und mitgefiebert habe. Ihre inneren Kämpfe, ihre Persönlichkeiten und ihre Wünsche gingen mir unter die Haut und besonders August hat mein Herz erweicht. Ich liebe die beiden! Vor allem fand ich es beeindruckend und klasse, wie gut die Figuren ausgestaltet und entwickelt waren.

 

Auch die Beziehung beider Figuren hat mich einfach umgehauen. Ich hatte gedacht, dass die Geschichte auf eine typische Liebesbeziehung zwischen beiden Hauptfiguren hinauslaufen würde, aber nichts da! Hier überraschte mich die Autorin mit einer tiefen Bindung zwischen Kate und August, die sich von Feindschaft zu Freundschaft entwickelt. Auf diese Weise erhält die Geschichte nochmal eine ganz besondere Tiefe angesichts des Grundkonfliktes (ich erinnere: Monster (August) vs. Mensch (Kate)). Es war erfrischend einmal eine Geschichte zu lesen, in der es nicht nur um eine Liebesbeziehung geht! Weggehauen hat mich dabei die Dynamik zwischen beiden Charakteren, die einfach einzigartig war!

 

Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Worte zum Schreibstil verlieren, denn oh Mann, Frau Schwab kann einfach schreiben! Der Erzählfluss war unglaublich fesselnd und einnehmend, die Spannung war auf den Punkt und die Sprache hat mich verzaubert und noch mehr in die Geschichte gesogen. Ich konnte mir das Setting durch Frau Schwabs Beschreibungen unglaublich gut vorstellen. Zudem hat die Autorin die Geschichte unheimlich atmosphärisch geschildert. Ich konnte das Knistern vor Spannung geradezu spüren!

Fazit

Ich hatte enorme Erwartungen an „Monsters of Verity“, die alle komplett erfüllt wurden, denn mich hat das Buch mehr als nur begeistert. Für mich ist „Monsters of Verity“ ein Jahreshighlight, denn die Geschichte hat alles, was das Herz begehrt! Jeder, der Fantasy, Monster, ein dystopisches Setting, starke Charaktere und eine aufregende Handlung liebt, ist hier genau richtig! Die Hauptfiguren waren unglaublich gut ausgebaut und gingen mir tief unter die Haut. Ich liebe Kate und August und vor allem ihre Freundschaft zueinander! Die Grundidee des Buches hat mich begeistert. Dieses Buch hat mich geradezu überwältigt mit seiner Grandiosität und Spannung! Ein Buch zum Nächtedurchlesen!  Ich zähle die Tage bis zum zweiten Band!

Restlos begeisterte 5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Monsters of Verity – Dieses wilde, wilde Lied

2. Our Dark Duet (bereits auf Englisch erschienen)

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Moondust

Gemma Fowler
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Chicken House, 21.03.2018
ISBN 9783646921618
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Aggie hat sich mit ihrem neuen Zuhause arrangiert: Die 17-Jährige arbeitet auf der Mondstation von Lunar Inc. Hier wird Lumite gewonnen, eine Energie, die Licht und Hoffnung spendet, die das Ende von Krieg und knappen Ressourcen bedeutet. Davon ist Aggie fest überzeugt und deshalb lässt sie sich auch überreden, Botschafterin von Lunar Inc. zu werden. Doch eine zufällige Begegnung mit Danny ändert alles. Der attraktive Rebell zeigt ihr eine Seite des Monds, von deren Existenz sie keine Ahnung hatte und die sie zutiefst erschüttert. Jetzt ist nicht nur Aggies Zuhause in Gefahr …“

 

Gestaltung

Die düsteren Farben, die durch das krasse Pink und das dunkle Lila kontrastiert werden, finde ich sehr aufmerksamkeitserregend und besonders. Am allerbesten gefällt mir aber das Covermotiv, das nicht nur super zur futuristischen Geschichte passt, sondern das auch einfach klasse aussieht. Die vielen Hochhäuser und die fehlende Natur vor dem hellen Mond, der auch alles andere als natürlich aussieht, sind einfach nur atemberaubend.

 

Meine Meinung

Als ich das erste Mal von dieser Geschichte gehört habe, war für mich sofort klar: das ist ein Buch, das du lesen musst! Sci-Fi meets Dystopie ist ganz klar mein Ding, da ich ein riesiger Action-Fan bin. In „Moondust“ geht es um die 17jährige Aggie, die auf einer Mondstation lebt, wo eine neuartige Energieform gewonnen wird. Aggie ist fest überzeugt, dass damit viel Gutes für die Erde getan werden kann. Doch dann trifft sie Danny und alles ändert sich…

 

Das Setting des Buches hat mir gut gefallen, da ich es als sehr realistisch und alltagsnah empfunden habe. In „Moondust“ haben die Menschen die Erde nahezu ausgeschlachtet, sodass es kaum noch Ressourcen gibt und die Menschen dazu übergegangen sind, im All nach neuen Möglichkeiten zu forschen. Dies empfand ich als durchaus im Rahmen des Möglichen liegend, sodass ich mir dieses Setting sehr gut vorstellen konnte.

 

Den Anfang des Buches fand ich als etwas schleppend und zäh, da kaum Spannung aufgebaut wurde und ich lange auf die von mir erhoffte und erwartete Action warten musste. Es fehlten etwas der Schwung und der Pepp, da viel geredet, erklärt und beschrieben wurde. Dafür hat die Autorin ungefähr ab der Hälfte des Buches so richtig auf die Pauke gehauen und alles rausgeholt, was nur ging, denn dann überschlugen sich die Ereignisse geradezu.

 

Die Figuren sind mir ein wenig zu blass geblieben, denn sogar Aggie als Protagonistin konnte ich mir kaum vorstellen und ich fand sie schwer greifbar. Es gab für mich einfach zu wenige Anknüpfungspunkte und ich konnte mich nicht so wirklich mit ihr identifizieren. Zudem hat sie für meinen Geschmack viel zu wenig die Geschehnisse und Dinge hinterfragt. Sie hat vieles einfach so hingenommen, wo ich als Leser einfach tausend Fragen oder eine innere Skepsis hatte. Auch Danny ist mir zu oberflächlich geblieben. Auch sein Charakter wurde mir zu wenig beleuchtet.

 

„Moondust“ ist ein spannendes Abenteuer im Weltraum, das neben der explosionsartigen Action ab dem Mittelteil auch eine interessante Verschwörung beinhaltet. Auf diese Weise war ich als Leserin stets gebannt bei der Sache und habe Aggie oftmals entgegenrufen wollen, dass sie vorsichtiger sein oder mehr Fragen stellen sollte. Die Handlung und die Figuren haben bei mir eine gewisse Vorsicht geweckt, die mich dazu veranlasst hat, alles und jeden zu hinterfragen. So habe ich viele Überlegungen angestellt und fühlte mich als Teil der Geschichte.

 

Fazit

Alles in allem hat mir „Moondust“ gut gefallen, da mir vor allem der Actionanteil gefiel, der auf einmal mitten im Buch wie ein Feuerwerk explodiert und mich mitgerissen hat. Die Figuren hätten für meinen Geschmack noch genauer dargestellt werden können, damit man sie besser kennen lernen und eine tiefere Verbindung zu ihnen aufbauen kann.  Auch wenn der Einstieg in die Geschichte etwas unspektakulär war, so fand ich das Setting durchaus realistisch und ich konnte mich ganz auf das Abenteuer im Weltraum einlassen.

Knappe 4 von 5 Sternen!

 

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Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Sie haben keine Rechte.
Sie mussten ihre Träume aufgeben.
Doch sie kämpfen eisern für Freiheit
und Liebe.

Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.“

 

Gestaltung

Die Farbkombination aus grün und gold gefällt mir sehr gut, da diese beiden Farben schön miteinander harmonieren. Auch finde ich das blumenartige Muster, welches das Auge des Mädchengesichtes umschließt, interessant, da das Auge so noch besser zur Geltung kommt und die außergewöhnliche Augenfarbe sich super in das Motiv einfügt.

 

Meine Meinung

Die Welt in „Iron Flowers – Die Rebellinnen“ zeichnet sich dadurch aus, dass Frauen keine Rechte haben. Sie können niederrangige Berufe ausüben, Ehefrau sein oder eine Grace werden, eine Hofdame des Thronfolgers. Genau dies ist das Ziel von Serina: sie wird ausgebildet, um sich dem Thronfolger zu unterwerfen und ihre Schwester Nomi soll ihre Zofe werden.  Doch wie immer im Leben kommt es anders, als gedacht, denn Nomi wird ausgewählt an Stelle von Serina und so werden die beiden Schwestern auseinandergerissen und müssen sich einigen Herausforderungen stellen…

 

Was ich an dieser Geschichte wirklich gelungen fand, war einerseits der Weltentwurf, der viele Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten aufzeigt und in dem auch Parallelen zu unserer Wirklichkeit zu finden sind. So weist das Buch einen schönen Bezug zur Realität auf. Zudem mochte ich aber vor allem auch die beiden Protagonistinnen, denn Serina und Nomi könnten unterschiedlicher nicht sein. Die eine wunderschön, gesittet und auf ein Leben im Palast vorbereitet, die andere wild, rebellisch und etwas ungestüm.

 

Besonders gefallen hat mir dabei die Entwicklung, die Serina im Verlauf der Handlung durchmacht, denn während Nomi sich von Anfang an der Ungerechtigkeit im Land bewusst war, war Serina zunächst etwas blauäugig und auf ihre Zukunft im Palast fokussiert. Mit der Zeit ändert sich dies jedoch und sie erkennt, was wichtig ist und vor allem, was um sie herum wirklich geschieht. So wird Serina zu einer mutigen Frau, die sich den Herausforderungen stellt.

 

Dabei konnte ich die Handlungen von beiden Schwestern sehr gut nachempfinden und vor allem auch verstehen. Dazu beigetragen haben die Erzählperspektiven der beiden Schwestern, wodurch es Einblicke in beide Gedankenwelten gibt. Gleichzeitig ließ sich auch der Schreibstil der Autorin sehr leicht lesen, da sie auf lange, verschachtelte Sätze verzichtet. Was ich mir jedoch gewünscht hätte, wären mehr Hintergründe zu der Welt, in der die Figuren leben.

 

Die Handlung war durchaus auch spannend, da sie mit Intrigen und Kämpfen versehen war, welche fesselnd geschildert wurden. Auch wenn ich die Geschichte manchmal etwas vorhersehbar empfand, so gab es dennoch das ein oder andere Mal eine überraschende Wendung, die für Spannung gesorgt hat. Zudem fand ich es interessant, dass wir es mit zwei Handlungssträngen zu tun bekommen haben und beiden Schwestern auf ihrem Weg gefolgt sind. Auf diese Weise erfolgt oftmals an spannenden Stellen ein Wechsel der Szenerie, wodurch ich unbedingt weiterlesen musste, da ich wissen wollte, wie es mit den Schwestern weitergeht.

 

Fazit

„Iron Flowers – Die Rebellinnen“ war ein solider Auftaktband, der einiges an Potenzial mitbringt und für fesselnde Lesestunden sorgt. Die Schwestern sind sympathische Protagonistinnen, die vor allem mit ihrer Charakterentwicklung überzeugen und durch die auch zwei spannende Erzählstränge in die Handlung gebracht werden. Zwar war die Geschichte manchmal etwas vorhersehbar und ich hätte mir mehr Hintergründe zur Welt gewünscht, aber ich freue mich dennoch sehr auf die Fortsetzung, da ich gespannt bin, wie es mit Serina und Nomi weiter geht.

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Iron Flowers – Die Rebellinnen

2. Iron Flowers – Die Kriegerinnen (erscheint am 23. Januar 2019 auf Deutsch)

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Orcasommer

Sabine Giebken
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734856051
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Svenja hatte schon abgeschlossen mit dem Sommer, dem winzigen Küstenort und ihrem Vater, den sie für drei Monate in seiner Heimat Kanada besucht. Doch dann taucht in der abgelegenen Bucht ein einsamer kleiner Orca auf, der Svenja sofort fasziniert. Auch Alex, ein Meeresbiologiestudent, will herausfinden, woher der Wal kommt und warum er alleine unterwegs ist. Gemeinsam versuchen Svenja und Alex, sich dem Orca anzunähern. Doch schnell wird das öffentliche Interesse an dem Wal immer größer, jeder glaubt zu wissen, was für ihn am besten ist. Nach einem gefährlichen Zwischenfall droht ihm die Gefangenschaft. Svenja beschließt, ihn auf eigene Faust zu retten, auch wenn sie damit ihre Liebe zu Alex aufs Spiel setzt. Wird ihr Plan aufgehen?“

 

Gestaltung

Durch die hellen Pastelltöne des Hintergrundes kommt der Orca in der Covermitte sehr gut zur Geltung. Vor dem in Blau und Lila gehaltenen Hintergrund scheint der Titel „Orcasommer“ geradezu zu verschwimmen und mit dem Himmel eins zu werden, was ich sehr hübsch finde. Auch das Meer, aus dem der Wal auftaucht, verläuft in der Weite des Horizontes mit dem Himmel. Die Farben erinnern mich an einen lauen Sommermorgen oder -abend, was auch sehr schön zum Buchinhalt passt. Ein sehr harmonisches Cover!

 

Meine Meinung

Von Autorin Sabine Giebken habe ich bereits „Über uns das Meer“ unheimlich gemocht und da ich ein großer Wal-Liebhaber bin (und vor allem Orcas sehr faszinierend finde), musste ich das neuste Buch der Autorin unbedingt lesen. In „Orcasommer“ besucht Protagonistin Svenja ihren Vater in dessen Heimat Kanada. Dort trifft sie auch auf den Meeresbiologiestudenten Alex und auf einen kleinen Orca. Doch nicht nur Svenja und Alex interessieren sich für den Wal, auch die Öffentlichkeit wird auf ihn aufmerksam. Damit er nicht eingesperrt wird, riskiert Svenja viel…

 

Mir hat vor allem die Handlung sehr gut gefallen, denn sie weist eine schöne Balance zwischen ruhigeren Momenten und Überraschungen oder dramatischen Ereignissen auf. Gerade nachdem Svenja den Orca entdeckt, spitzt sich die Handlung zu und die Spannung steigt um einiges an. So erzeugt die Geschichte einen Spannungsbogen der zum Ende hin immer weiter ansteigt, denn nach einem brenzligen Zwischenfall soll der Orca eingesperrt werden, aber Svenja setzt alles daran, dies zu verhindern. Hier wollte ich unbedingt wissen, wie es mit den beiden ausgehen würde und ich hatte tausend Fragen im Kopf, die ich gerne beantwortet haben wollte.

 

Was ich wirklich am besten fand, war jedoch, dass ich einiges über Orcas beim Lesen gelernt habe. Sabine Giebken hat viel Wissenswertes und Interessantes über die Tiere in den Text eingestreut und dem Leser so durch die Geschichte einiges beigebracht. Mir gefiel dabei, wie die Autorin die Informationen in die Handlung eingebaut hat, denn es war nicht zu überladen und ich hatte eher das Gefühl ganz nebenbei neues über Orcas zu lernen. Das war toll gemacht!

 

Mit Protagonistin Svenja musste ich erst etwas warm werden, denn sie war zu Beginn sehr mürrisch und ein „typischer Teenager“. Doch im Verlauf des Buches hat sie sich zu einer erwachseneren, verantwortungsvollen Figur entwickelt. Alex gefiel mir von Anfang an sehr, denn ich fand ihn sympathisch und total cool. Ich konnte absolut nachvollziehen, wie sich hier eine kleine Liebesbeziehung entwickelt, die zudem das Sahnehäubchen von „Orcasommer“ darstellt. Und wenn dies die Sahne ist, dann ist der Orca Solo die Kirsche obendrauf. Ich habe ihn oftmals bildlich vor meinem inneren Auge gesehen und mich total in ihn verliebt. Svenjas Wunsch, ihm zu helfen, ist so auch zu meinem geworden.

 

Was die Autorin meiner Meinung nach auch sehr schön in die Geschichte eingewoben hat, waren die Beziehungen zwischen den verschiedenen Charakteren. Wie bereits erwähnt gibt es eine Liebesbeziehung, aber auch die Vater-Tochter-Beziehung spielt eine große Rolle. Hier gefiel mir die Entwicklung der beiden Charaktere und wie sie sich einander langsam annähern. So befasst sich „Orcasommer“ nicht nur mit dem wichtigen Thema des Wal- bzw. Tier- und Umweltschutzes, sondern auch mit alltäglicheren Aspekten wie Liebe und Familie. Genau diese Mischung macht das Buch meiner Meinung nach zu einem besonderen, angenehmen Sommerbuch mit großer Bedeutsamkeit!

 

Fazit

Da ich das Thema Wal- und Umweltschutz sehr wichtig finde, war es klasse in „Orcasommer“ mehr darüber zu lesen und die Geschichte rund um einen kleinen Orca verfolgen zu können. Mir hat es gefallen, wie die Handlung sich immer weiter zuspitzt und die Spannung mit ruhigeren Momenten durchsetzt ist. Obwohl ich erst mit der Protagonistin warm werden musste, so gefiel mir ihre Entwicklung dann umso mehr. Auch dass die Geschichte mit Themen wie Familie und Liebe verbunden wird, fand ich richtig klasse!

Sehr gute 4 von 5 Sternen!

 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Der nächstferne Ort

Hayley Long , Josefine Haubold
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551560407
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Ein schrecklicher Autounfall und von einer Sekunde auf die andere ist im Leben der beiden Brüder Griff und Dylan nichts mehr, wie es war. Während der 13-jährige Griff verzweifelt versucht, sich von der Trauer um den Verlust seiner Familie nicht überwältigen zu lassen, lässt Dylan nichts unversucht, seinen jüngeren Bruder zu schützen und ihm dennoch langsam zurück ins Leben zu helfen. Tatsächlich gelingt es den beiden auch ganz allmählich, ihren Platz wieder zu finden – jeder für sich und trotzdem gemeinsam.“

 

Gestaltung

Mir gefällt die Farbgebung des Covers sehr, denn es sieht ein wenig Retro aus und ich finde es schön, dass die Farben eher gedeckt und in Pastell gehalten sind – abgesehen von den pinken Blumen. Diese stechen so sehr schön hervor. Auch finde ich die Zweiteilung des Covers richtig hübsch, denn oberhalb des Titels sieht man eine schwarz-weiß Fotografie eines Himmels und unterhalb des Titels ein Foto einer Blume. Es sieht fast so aus, als sei es einmal ein Foto gewesen, das zerrissen wurde und aus dessen Riss der Titel hervorsticht.

 

Meine Meinung

Der Königskinder Verlag ist bekannt dafür, besondere und gefühlvolle Geschichten zu veröffentlichen und genau in diese Sparte fällt auch „Der nächstferne Ort“. In diesem Buch geht es um Familie, Verlust, Trauer und den Silberstreifen am Horizont, denn die beiden Brüder Dylan und Griff verlieren ihre Eltern nach einem Autounfall. In all ihrer Trauer müssen sie lernen, zurück ins Leben zu finden…

 

Autorin Hayley Long beschreibt die Geschichte von Dylan und Griff total emotional. Die Situation der beiden Brüder, ihre Gefühle und ihre Gedanken empfand ich als absolut realistisch und da die Autorin dies so gefühlvoll beschrieben hat, konnte ich alles sehr gut nachempfinden. Ich habe mit den beiden getrauert, mit ihnen gelitten und am liebsten hätte ich sie gedrückt. Hayley Long hat es durch ihren Schreibstil geschafft, dass ich mich sehr gut in die Figuren hineinversetzen konnte.

 

Die Handlung setzt sehr auf die Gefühls- und Gedankenebene, wodurch sie eher ruhig ist, aber dafür ein riesiges Fass an Emotionen über dem Leser ausgießt. Was ich an „Der nächstferne Ort“ so berührend fand, war, dass es nicht nur um die Trauerverarbeitung geht, sondern dass es auch hoffnungsvollere Momente gab. So liefen bei mir beim Lesen nicht nur Tränen, sondern ich war mehr als einmal tief ergriffen. Es gibt so vieles, was ich aus diesem Buch mitnehme.

 

Die Geschichte von Dylan und Griff zeigt sehr bewegend, dass Erinnerungen – mögen sie noch so schmerzlich sein und erscheinen – zur Trauerverarbeitung dazugehören, denn die Zeit und das Leben gehen weiter. Es mag schwer sein, sich nach einem Verlust wieder ins Leben einzufinden, aber es gibt Menschen, die einem dabei helfen. An der Seite von Griff und Dylan sind Menschen, die freundlich sind und sie unterstützen und sich um sie kümmern. So wird trotz all der Trauer eine unfassbar liebevolle Atmosphäre erzeugt, die nur noch mehr dazu beiträgt, dass die Geschichte den Leser berührt.

 

Sehr bewegend waren für mich auch die Beziehung der Brüder und ihre recht unterschiedlichen Arten zu trauern. Dylan, der ältere der beiden, trauert eher still für sich und beschließt, sich um seinen kleinen Bruder Griff zu kümmern. Dieser distanziert sich nämlich, scheint geradezu unnahbar und wird auch schnell einmal böse. Dies ist auch nur allzu verständlich, immerhin müssen die beiden nun ohne ihre Eltern zurechtkommen. Besonders überraschend war für mich, dass die Emotionen der Figuren in das Schriftbild des Textes eingearbeitet wurden. So sind geflüsterte Worte kleiner gedruckt und geschriene Worte größer. Dadurch wurde für mich die ohnehin schon beeindruckende und starke emotionale Seite des Buches nur noch mehr verstärkt.

 

 

Fazit

„Der nächstferne Ort“ ist ein unheimlich emotionales und berührendes Buch über Verlust und Trauer, das zu einer bittersüßen Geschichte heranreift, in der auch hoffnungsvollere Töne anklingen. Besonders bewegend fand ich die Beziehung der beiden Brüder und ihre Art der Trauerverarbeitung. Auch die Botschaften, die ich für mich aus der Geschichte mitnehmen konnte, haben mich total bewegt und das wohl schönste an dem Buch sind die Mitmenschen, die freundlich und liebevoll mit Dylan und Griff umgehen. Sie zeigen, wie wichtig Warmherzigkeit und Unterstützung in schweren Zeiten sind. Mein Herz hat beim Lesen von „Der nächstferne Ort“ geschmerzt und wurde gleichzeitig durch all die berührenden Momente geheilt.

5 von 5 Sternen!

 

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Emily Bones

Gesa Schwartz , Felicitas Horstschäfer
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522505659
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Emily glaubt zu träumen, als sie sich eines Nachts in einem Grab wiederfindet. Aber es ist kein Traum. Entsetzt stellt sie fest, dass sie gestorben ist und nun als Geist auf dem Friedhof Père Lachaise herumspuken muss. Aber sie denkt gar nicht daran, sich damit abzufinden. Denn sie ist keines natürlichen Todes gestorben, und fortan hat Emily nur noch ein Ziel: Sie will ihren Mörder finden und sich das Leben zurückholen, das er ihr gestohlen hat. Doch das ist selbst für einen Geist viel gefährlicher, als Emily es je für möglich gehalten hätte ...“

 

Gestaltung

Mir gefällt die Aufmachung des Buches sehr, denn vor dem schwarzen Hintergrund glänzen die goldenen Zeichnungen umso mehr. Außerdem mag ich den Zeichenstil der kleinen Totenköpfe, Fledermäuse, Spinnen und Co. Die Kombination aus Weiß, Schwarz und Gold gefällt mir richtig gut, da sie zu den Illustrationen passt und einfach die Blicke auf sich zieht. Toll fand ich auch, dass mir die Coverillustrationen auch im Buch immer wieder begegnet sind. Das peppt das Leseerlebnis auf!

 

Meine Meinung

An „Emily Bones – Die Stadt der Geister“ hat mich fasziniert, dass die Protagonistin ein Geist ist. Sowas liest man doch nicht alle Tage! Für diese Idee war ich sofort Feuer und Flamme, denn die Vorstellung, ein Geist zu sein, fand ich sehr interessant. Vor allem in Kombination mit der Hintergrundgeschichte von Protagonistin Emily, denn sie wacht nichtsahnend in einem Grab auf und stellt mit Erschrecken fest, dass es ihr eigenes Grab und sie nun ein Geist ist! Sie wurde ermordet und so macht Emily sich auf, ihren Mörder zu finden und sich ihr Leben zurückzuholen. Nur leider ist dies alles andere als einfach…

 

Die Handlung hat mir gut gefallen, denn Emily versucht wirklich alles, um ihr Leben wiederzubekommen. Dadurch habe ich stets mitgefiebert und mich gefragt, ob sie ihr Vorhaben auch in die Tat umsetzen kann. Allerdings muss ich auch sagen, dass es für mich zwischendurch auch immer mal wieder Momente gab, wo ich Lesepausen eingelegt habe, weil die Handlung dann ein paar Längen hatte. Glücklicherweise gab es aber auch überraschende Wendungen und das schöne, atmosphärische Setting, die mich dann immer wieder aus diesen kleinen Durchhängern rausgeholt haben.

 

Passend zum Geisterthema ist auch die Atmosphäre des Buches sehr düster und geheimnisvoll, was echt super zur Geschichte passte. Gesa Schwartz konnte mich schon in „Herz aus Nacht und Scherben“ damit überzeugen, ihren Geschichten eine spürbare Atmosphäre einzuhauchen. Auch hat die Autorin es geschafft, dass all die skurrilen Szenen geradezu wie ein Kinofilm vor meinem inneren Auge abgelaufen sind. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen, denn Frau Schwartz beschreibt die Orte, Szenen und Geschehnisse sehr genau und bildhaft.

 

Die Figuren fand ich richtig herrlich, denn „Emily Bones – Die Stadt der Geister“ sprüht geradezu vor schrulligen, lustigen und absolut süßen Charakteren. Neben Geistern gibt es noch Vampire und so vieles mehr. Diese Nebencharaktere haben mir immer ein Grinsen ins Gesicht gezaubert mit ihrer liebenswürdigen Art.

 

Aber auch Emily mochte ich gerne, denn sie ist sehr kämpferisch und verfolgt ihr Ziel, ihren Mörder zu finden. Dabei gibt sie nicht so schnell auf, was ich sehr toll fand. Sie ist auch sehr schlagfertig und taff, gerade angesichts ihrer Situation als neuer Geist. Hier hätte ich gedacht, dass sie anfangs kleinere Unsicherheiten und Angst zeigen würde, aber Emily lässt sich davon nicht unterbuttern, was ich sehr beeindruckend fand!

 

Fazit

Mir hat besonders das Setting von „Emily Bones – Die Stadt der Geister“ gefallen, denn eine Protagonistin, die in ihrem Grab aufwacht und nun als Geist auf einem Friedhof herumspukt, fand ich total cool! Die Nebenfiguren gefielen mir aufgrund ihrer liebenswürdigen Art auch sehr. Die Handlung wies für mich zwar auch ein paar Durchhänger auf, an denen es zu kleineren Längen kam, aber sie hat auch viele Überraschungen und regte mich zum Mitfiebern an. Wird Emily es schaffen und ihren Mörder finden?

4 von 5 Sternen!

 

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465 Bibliotheken, 32 Leser, 2 Gruppen, 165 Rezensionen

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Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.06.2018
ISBN 9783841440297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Zélies Welt war einst voller Magie. Flammentänzer spielten mit dem Feuer, Geistwandler schufen schillernde Träume, und Seelenfänger wie Zélies Mutter wachten über Leben und Tod. Bis zu der Nacht, als ihre Kräfte versiegten und der machthungrige König von Orïsha jeden einzelnen Magier töten ließ. Die Blutnacht beraubte Zélie ihrer Mutter und nahm einem ganzen Volk die Hoffnung.

Jetzt hat Zélie eine einzige Chance, die Magie nach Orïsha zurückzuholen. Ihre Mission führt sie über dunkle Pfade, wo rachedurstige Geister lauern, und durch glühende Wüsten, die ihr alles abverlangen. Dabei muss sie ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein. Besonders dem Kronprinzen, der mit allen Mitteln verhindern will, dass die Magie je wieder zurückkehrt …“

 

Gestaltung

Dass das Originalcover übernommen wurde, finde ich richtig gut, denn mir gefällt das Motiv sehr. Durch die weißen Haare vor dem ansonsten sehr dunklen Hintergrund kommt der Titel richtig gut zur Geltung. Auch finde ich es sehr Aufsehen erregend, da mein Blick sofort an den intensiven Augen des Mädchengesichtes haften bleibt. Auch leitet die Bildkomposition die Augen des Betrachters, was ich sehr gelungen finde. Zudem finde ich es klasse, dass das Buch auch unter dem Schutzumschlag mit Goldverzierungen richtig schön aussieht.

 

Meine Meinung

Um „Children of Blood and Bone“ kommt man nur schwer herum, denn es ist aktuell in aller Munde und wird aus den höchsten Tönen gelobt. Selbst eine Verfilmung ist schon in der Mache! Kein Wunder, dass ich da neugierig werde und auch zum Buch greifen muss, um mir mein eigenes Bild zu machen. In dem Buch geht es um die Welt Orïsha, in der die Magie verbannt wurde. Doch Protagonistin Zélie hat die Chance gemeinsam mit ihrem Bruder und Prinzessin Amari die Magie zurückzuholen, doch dieses Unterfangen ist unheimlich gefährlich, denn Amaris Bruder möchte verhindern, dass die Magie nach Orïsha zurückkehrt und setzt alles daran, Zélie aufzuhalten…

 

Durch dieses Setting erhält das Buch einen ganz besonderen Flair, denn Orïsha mischt verschiedene Städte, Kulturen, Landschaften und und und zusammen. So entsteht eine unglaubliche Vielfalt, die ich sehr gerne erkundet habe. Dabei versprüht das Buch eine afrikanische Atmosphäre, was mir sehr gefallen hat, denn dies begegnete mir bisher noch nicht so oft. Die Welt war für mich total interessant und besonders ihre Magie hat mir gefallen, denn die Ideen der Autorin Tomi Adeyemi fand ich richtig klasse. Es gibt so viele verschiedene Magietypen, dass ich den Wunsch, die Magie zurückzubringen sofort unterstützt habe.

 

Ich fand es richtig klasse wie Frau Adeyemi die Handlung aufgebaut hat, denn für mich sprühte sie geradezu vor Tempo und Action. Durch Zélies Unterfangen und die damit verbundenen Gefahren wurde ich geradezu in die Geschichte hineingezogen und konnte mich ihrer kaum entziehen. Es gab überraschende Wendungen, einige (durchaus auch brutale) Kämpfe und das Überleben der Charaktere ist oftmals nicht sicher. So wurde zumindest bei mir großer Nervenkitzel erzeugt, denn ich mag es, wenn sich die Ereignisse überschlagen.

 

Im Tempo der Handlung ging für mich allerdings auch in den Beziehungen und Handlungsmotivationen der Figuren etwas verloren, denn auch hier geht alles rasend schnell. Beispielsweise gibt es eine Beziehung, die für mich viel zu plötzlich von Hass in Liebe umgeschlagen ist und so einfach unglaubwürdig war. Auch Zélie ist ein gutes Beispiel, denn sie handelte für meinen Geschmack viel zu oft viel zu kopflos und impulsiv. Statt erst zu denken und an mögliche Folgen zu denken, handelt sie meist sofort. Dies hat mich etwas gestört, da es mir so schwerer fiel, die Figuren zu verstehen und mich mit ihnen zu identifizieren. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin sich in der actiongeladenen Handlung auch etwas Zeit nimmt, um den Figuren ihren Raum zu geben, denn Sympathien haben sie allemal in mir geweckt.

 

So mochte ich z.B. Amaris Entwicklung, da sie gelernt hat, sich zu behaupten. Vor allem gefiel mir aber Zélies Bruder, der so fürsorglich war und für Freunde und Familie zurückgesteckt hat. Ich hoffe, dass dieses Potenzial der Charaktere im nächsten Band ausgeschöpft wird, sie sich weiterentwickeln und mehr Raum bekommen, damit ich sie besser kennen lernen kann. Die Erzählweise der Geschichte wäre hierfür nämlich perfekt, denn die Kapitel werden alle in der Ich-Perspektive im Präsens geschildert. Dabei wechseln die Figuren immer mal wieder, wodurch ich immer nah am Geschehen dran war. Dies mag ich sehr gerne, da man hier gute Einblicke in die Figuren erhalten kann und ich hoffe, dass dies in der Fortsetzung mehr genutzt wird.

 

Fazit

Da ich es liebe, wenn eine Geschichte temporeich und voller Action ist, konnte ich mich dem Bann von „Children of Blood and Bone“ nur schwer entziehen. Es gibt Kämpfe, Gefahren und das Überleben ist nicht immer sicher. Dabei geht es aber unter anderem auch sehr brutal und blutig zu. Ich konnte das Buch durch die Rasanz kaum aus den Händen legen! Etwas schade fand ich, dass beim hohen Tempo der Geschichte die Figuren etwas auf der Strecke geblieben sind und so etwas blass und nicht so gut nachzuvollziehen waren.

4 von 5 Sternen!

 

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1. Children of Blood and Bone

2. Children of Virtue and Vengeance (erscheint voraussichtlich 2019 auf Englisch)

3. ???

 

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Kompass ohne Norden

Neal Shusterman , Ingo Herzke , Brendan Shusterman
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.08.2018
ISBN 9783446260467
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Caden hält sich für einen normalen Jungen. Doch sein Verstand ist ein krankhafter Lügner, der sich auf fantastische Reisen begibt. Manchmal befindet Caden sich auf dem Weg zum tiefsten Punkt der Erde im Marianengraben, auf einem Schiff, auf dem die Zeit seitlich läuft wie eine Krabbe, verwittert von Millionen Fahrten, die bis in die finstere Vergangenheit zurückreichen. Und in der Realität lässt Cadens Verstand harmlose Dinge wie einen Gartenschlauch zur tödlichen Gefahr werden. Als die Grenze zwischen realer und fantastischer Welt verschwimmt, begreift Caden: In den Tagen der Bibel hätte er vermutlich als Prophet gegolten, doch heute lautet die Diagnose: Schizophrenie.“

 

Gestaltung

Die Aufmachung des Buches finde ich unglaublich gut gelungen, denn das Covermotiv passt hervorragend zur Handlung. Der Junge, der im Ozean versunken ist und an einer verworrenen Leine hängt, passt auch sehr gut zum Buchinhalt. Die verschiedenen Blaunuancen gefallen mir richtig gut, da sie das Meer sehr schön wiederspiegeln und miteinander harmonieren. Ganz besonders beeindruckend fand ich die Illustrationen, die sich im Buch finden, denn diese sind vom Sohn des Autors gezeichnet.

 

Meine Meinung

Von Neal Shusterman kenne ich bereits seine „Scythe“-Bücher, die ich super fand. Als ich dann sein neues Werk „Kompass ohne Norden“ sah und mir den Klappentext durchlas, war ich unheimlich gespannt. Ein Buch über Schizophrenie? Da war meine Neugierde sofort geweckt. Und ich muss eindeutig sagen, dass ich finde, dass „Kompass ohne Norden“ das bisher bewegendste und berührendste Buch von Neal Shusterman ist!

 

In dem Buch geht es um Caden, welcher eigentlich ein ganz normaler Junge von nebenan ist, mit dem einzigen Unterschied, dass sein Verstand ihn manchmal in die Tiefen des Ozeans entführt. Für ihn verschwimmen Realität und Fantasie, da bei ihm die psychische Krankheit der Schizophrenie diagnostiziert wurde. Ich fand es total ergreifend, wie der Autor Cadens Leben und seinen Weg, mit seiner Krankheit klarzukommen, dargestellt hat. Ich empfand dies als absolut authentisch und real, denn Neal Shusterman zeigt dem Leser ein Zusammenspiel aus Verzweiflung und Hoffnung. Mir wurde teilweise das Herz schwer, weil ich so mit Caden mitgefühlt habe.

 

Caden ist ein toller Protagonist, denn er ist eigentlich total normal, nett und freundlich. Ich hatte ihn total gern und habe ihn direkt in mein Herz geschlossen. Als er dann als schizophren diagnostiziert wird, war ich erstaunt und total bewegt. Es hat in mir den Wunsch ausgelöst, ihm auf seinem Weg zu helfen und beizustehen, da ich ihn so gern hatte. So schafft der Autor eine intensive emotionale Involviertheit, die mich geradezu in das Buch und in Cadens Ozean-Welt gezogen hat.

 

Diese Ozean-Welt macht auch eine Art fantastisches Element in der Geschichte aus, denn Caden findet sich in seinen Wahnvorstellungen immer wieder auf einem Schiff oder dem Grund des Ozeans wieder. Diese Ebene verdeutlichte auf sehr eindrucksvolle Weise, wie der Verstand einem glauben machen kann, etwas anderes zu sehen als in der Realität und wie es sich anfühlt Gefangener seiner Gedanken zu sein. Die Tiefen und der Kapitän des Schiffes verbildlichen sehr greifbar wie Cadens Krankheit ihn in eine andere Welt hineinzieht und wie es sich anfühlt, mit dieser psychischen Erkrankung zu leben. So wurde für mich als Leser Cadens Gefühlswelt sehr nachvollziehbar dargestellt, sodass es mir oftmals eine Gänsehaut auf die Arme getrieben hat, weil ich mich total in Caden hineinversetzen und seine Gefühle verstehen konnte.

 

Vor dem Hintergrund, dass Neal Shusterman seine eigenen Erfahrungen in die Geschichte hat einfließen lassen, wurde sie für mich nur noch emotionaler und berührender. Der Sohn des Autors hat etwas Ähnliches durchgemacht wie Protagonist Caden und so erhielten die Illustrationen, die die fantastische Ebene begleiten, noch einmal eine viel tiefere Bedeutung. Es gefiel mir sehr, dass die Bilder von Neal Shustermans Sohn in die Geschichte integriert worden sind und dass sie dem Buch so viel mehr Tiefe und Bedeutsamkeit verleihen.

 

Durch die Erzählebenen und die hohe Emotionalität der Geschichte habe ich die Handlung als sehr intensiv und berührend wahrgenommen. Die Handlung war sehr realistisch und auch wenn mir oftmals mein Herz richtig schwer wurde, so hat Cadens Geschichte auch viel Hoffnung versprüht. Das Ende des Buches war für mich genau richtig, denn es zeigt, dass das Leben weitergeht und sich durch Höhen sowie Tiefen auszeichnet. Mich hat selten eine Geschichte emotional so mitgenommen und mitgerissen wie diese!

 

Fazit

Mich hat „Kompass ohne Norden“ absolut beeindruckt, berührt und bewegt. Für mich ist diese Geschichte die Bewegendste, die Neal Shusterman bisher geschrieben hat. Cadens Leben mit seiner psychischen Erkrankung hat mich total ergriffen und mitfühlen lassen. Dabei fand ich es klasse, wie der Autor die Krankheit durch verschiedene Ebenen verdeutlicht und dem Leser so nahegebracht hat. Beim Lesen wurde mir das Herz schwer, aber gleichzeitig versprüht „Kompass ohne Norden“ auch sehr viel Hoffnung, wodurch das Lesen unglaublich bewegend wird. Ich wurde emotional in die Geschichte hineingezogen und konnte sie kaum aus den Händen legen! Intensiv, emotional und authentisch – das ist „Kompass ohne Norden“.

5 von 5 Sternen!

 

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Dreizehn ist mein Glücksbringer

Jennifer E. Smith , Anne Brauner , Anke Pregler
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 04.06.2018
ISBN 9783959672108
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext

„Alice glaubt nicht an Glück, dazu ist in ihrem Leben schon viel zu viel Schlimmes passiert. Dennoch schenkt sie ihrem besten Freund Teddy, in den sie heimlich verliebt ist, zum Geburtstag einen Lottoschein. Und das Unglaubliche tritt ein – Teddy knackt den 140-Millionen-Jackpot! Was zuerst wie die Erfüllung aller Träume erscheint, verändert alles zwischen ihnen. Teddy droht durch den plötzlichen Geldregen abzuheben und ist nicht mehr der, dem Alice ihr Herz geschenkt hat. Bedeutet das unverhoffte Glück im Spiel für sie Pech in der Liebe?“

 

Gestaltung

Mit dem vierblättrigen Kleeblatt – dem Symbol für Glück – mitten auf dem Cover und dem Schattenumriss eines zum Kuss ansetzenden Liebespaares darin, passt das Covermotiv wie die Faust aufs Auge zur Geschichte. Mir gefallen vor allem die Lichtreflexe und dass das Paar auf einem Feld zu stehen scheint, da dies dem Kleeblatt Tiefe verleiht. Die Farbgebung mit den Blau- und Lilatönen empfinde ich auch als sehr harmonisch und stimmig.

 

Meine Meinung

Da ich schon mehrere Bücher von Autorin Jennifer E. Smith gelesen habe und diese mir immer gut gefallen hatten, habe ich selbstverständlich auch wieder zu ihrem neusten Werk „Dreizehn ist mein Glücksbringer“ gegriffen. Der Klappentext klang jedenfalls wieder sehr vielversprechend, denn in dem Buch geht es um Alice, die bisher nie wirklich Glück hatte in ihrem Leben. Als sie dann ihrem besten Freund Teddy zum Geburtstag einen Lottoschein schenkt und dieser den Jackpot knackt, kann sie es zunächst nicht glauben. Doch in gewisser Weise zeigt sich dann doch, dass Alice kein Glück hat, denn durch den Gewinn ist Teddy nicht mehr der, der er einmal war. Er hebt ab und alles verändert sich zwischen ihnen. Dabei ist Alice eigentlich heimlich in Teddy verliebt…werden die zwei zueinander finden?

 

Die Protagonisten in „Dreizehn ist mein Glücksbringer“ sind nicht gerade vom Glück gezeichnet und haben schon einiges hinter sich. So hat Alice in kurzem Abstand beide Elternteile verloren und wuchs bei ihrem Onkel und ihrer Tante auf. Auch Teddy hat durch seinen Vater kein besonders leichtes Leben. Da erscheint der Lottogewinn natürlich zunächst wie ein Segen. Durch diese Vergangenheit der Figuren befasst sich das Buch aber nicht nur mit den Auswirkungen des Gewinnes, sondern auch mit ernsteren Themen.

 

So greift die Autorin nicht nur das Thema Verlust und Trauer auf, sondern vor allem auch Familie, Liebe und Freundschaft. Hierdurch erhält die Geschichte mehr Tiefgang, was mich positiv überrascht hat. Vor allem da ich die Charaktere sehr liebenswert fand, war ich hier auch schnell berührt. Ich mochte Protagonistin Alice sehr gerne, denn sie ist sehr lieb und selbstlos. Ihr Cousin Leo ist mehr wie ein Bruder für sie und mir gefiel die Beziehung der beiden unheimlich gut. Teddy hebt durch den Lottogewinn ziemlich ab, was ihn mir ein wenig unsympathisch machte, aber da ich ihn durch Alice‘ Augen sah und sie in ihn verliebt ist, sorgte ich mich gemeinsam mit ihr um ihn.

 

Die Handlung empfand ich durchaus als spannend, denn wie gerade erwähnt, habe ich mit Alice darum gebangt, was aus Teddy wird. Der Lottogewinn und die Auswirkungen eines solchen auf Menschen, fand ich ein spannendes Thema und es gefiel mir, wie die Autorin dies aufgearbeitet hat. Für mich hätte die Handlung dabei aber ruhig auch etwas rasanter vonstattengehen können, denn die Geschichte ist sehr ruhig und langsam. Interessant fand ich dabei auch, dass mit der Figur von Sawyer noch ein Charakter ins Rennen geschickt wurde, der um Alice kämpft. Damit hatte ich nicht gerechnet.

 

Der Schreibstil von Jennifer E. Smith hat mir wieder gut gefallen, denn sie hat ihrer Geschichte eine Leichtigkeit verliehen und die Charaktere unheimlich sympathisch gezeichnet. Gleichzeitig gab es auch immer wieder Szenen zum Schmunzeln und eine angenehme Atmosphäre, die sich durch Lockerheit und Charme ausgezeichnet hat. So ließ sich das Buch sehr schnell an einem Nachmittag auslesen. Es hat mir sehr schöne Lesestunden und ein Lächeln auf dem Gesicht beschert. Wer also süße, lockere Geschichten für Zwischendurch mag, ist hier genau richtig!

 

Fazit

„Dreizehn ist mein Glücksbringer“ ist eine süße Liebesgeschichte mit Tiefgang! Nicht nur die Auswirkungen eines plötzlichen Lottogewinns werden thematisiert, sondern auch bedeutende Themen wie Familie und Liebe. Mir gefielen vor allem die sympathischen Figuren, die mein Herz erwärmt haben und die süße Handlung, die für mich ruhig etwas rasanter hätte sein dürfen. Toll fand ich, dass das Buch Charme hat und einige Szenen, die zum Schmunzeln anregen.

4 von 5 Sternen!

 

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115 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Der Sommerdrache

Todd Lockwood , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596298600
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext

„Maia wächst als Tochter des Brutmeisters in einem Aery auf, dem Ort, an dem Drachen ausgebrütet und großgezogen werden. Genau wie ihr Bruder Darian wartet sie gespannt auf den Tag, an dem sie ihr eigenes Drachenjunges bekommen wird. Doch sie hat Pech: Als sich der Nesttag nähert, zeichnet sich ab, dass die Delegation des Kaisers sämtliche Jungtiere für das Militär requirieren wird.
Enttäuscht und verärgert macht sie sich mit ihrem Bruder auf in die Wildnis – wo sie nicht nur auf die Leiche eines weiblichen Drachen stößt, der von Wilderern erlegt wurde, sondern auch dem mythischen Sommerdrachen begegnet. Zurück im Aery versetzt ihre Geschichte alle in helle Aufregung. Die religiösen und militärischen Autoritäten streiten darüber, wie der Sommerdrache gedeutet werden soll. Maia hat an all dem wenig Interesse. Sie fragt sich vor allem eines: Wenn es eine tote Drachenmutter gibt, wo ist dann ihr Junges? Kurzerhand macht sie sich auf eine gefährliche Reise in die Wildnis, um das Drachenjungtier zu finden.“

 

Gestaltung

Das Cover passt gut zur Geschichte und die beiden Drachen, die in der Covermitte dargestellt sind, gefallen mir auch sehr. Einerseits sehen sie aus wie in Stein gemeißelt, aber andererseits wirken sie auch sehr real und echt. Dabei mag ich die Anlehnung an das Ying Yang Symbol, da ein schwarzer und ein weißer Drache ineinander verkeilt sind.


Meine Meinung

Auf „Der Sommerdrache“ war ich vor allem gespannt, da es von Todd Lockwood stammt. Todd Lockwood ist einer der bekanntesten Illustratoren wenn es um Drachen und Fantasy geht, da er beispielsweise „Dungeons & Dragons“ illustriert hat. So gab es in „Der Sommerdrache“ einige beeindruckende schwarz-weiß Illustrationen, die mir meine Vorstellung von der Geschichte vereinfacht und verbildlicht haben, da man bestimmte Charaktere direkt vor Augen hatte.

 

Mir gefielen vor allem die Zeichnungen der Drachen, da diese sehr detailliert und eindrucksvoll waren. Gleichzeitig habe ich aber auch schon andere Illustrationen von Herrn Lockwood gesehen, die ich noch beeindruckender fand. Die Illustrationen passten dabei aber immer gut zum Inhalt und waren immer schön anzusehen, um sich bestimmte Szenen besser vorstellen zu können.

 

Die Handlung fand ich durchwachsen. Einerseits gab es spannende Schlachten und Kämpfe, die Action in die Handlung gebracht haben und mich sehr an das Buch gefesselt haben. Gleichzeitig gab es aber auch viele politische Intrigen und manch einen Dialog, welcher sich wiederholte. Protagonistin Maia ist beispielsweise oft mit ihrem Bruder Darian unterwegs, wobei sich bestimmte Szenen zwischen den Geschwistern wiederholen: während er eine Situation für gefährlich hält und Hilfe holen möchte, stürzt Maia sich sofort darauf.

 

Dies ist aber gleichzeitig ein Aspekt an Maia, den ich mochte. Sie ist mutig, ein wenig draufgängerisch und versucht sich all den Problemen zu stellen. Auch fand ich die Beziehung zu ihrem Bruder als durchaus realistisch, da die beiden auch immer mal wieder aneinander geraten und Maia als Vorlautere von beiden Darian gerne mal sagt, wo es langgeht. Mit Maia erlebt man ihre Suche nach einem Drachen und den Kampf gegen viele Gefahren, wodurch ich zu ihr eine seichte Beziehung aufgebaut habe, die für meinen Geschmack noch intensiver hätte sein können.

 

Die Idee der Menschen, die auf Drachen reiten und eine enge Verbindung zu diesen haben, ist durchaus nicht neu, aber dennoch immer wieder attraktiv. Hier fand ich vor allem das Auftauchen des Sommerdrachen sehr spannend und die Frage, ob Maia einen eigenen Drachen bekommen würde oder nicht. Zudem möchte ich aber auch erwähnen, dass die Handlung durchaus komplex ist angesichts der Fülle an Informationen, der verschiedenen Handlungsaspekte und der vielen Charaktere. Ich konnte mir dies gut merken, musste mich aber auch darauf konzentrieren, sodass es kein Buch für zwischendurch ist, sondern die volle Aufmerksamkeit des Lesers fordert.

 

Fazit

„Der Sommerdrache“ hat mir vor allem mit seinen spannenden Kampf und Schlachtszenen spannende Lesestunden beschert. Gleichzeitig gab es zwischendurch aber immer auch kleinere Durchhänger, wenn sich bestimmte Dialoge wiederholten oder es Spannungstiefpunkte gab. Die Geschichte ist durchaus komplex und verlangt die Aufmerksamkeit des Lesers, wobei mir gefiel, dass Maia eine taffe Protagonistin ist, die sich den Gefahren mutig entgegenstellt.

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Der Sommerdrache

2. ???

3. ???

 

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