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Brennender Durst

Lizzie Wilcock , Friederike Levin
Flexibler Einband
Erschienen bei Beltz, J, 10.07.2017
ISBN 9783407823007
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Auf dem Weg zu ihrer sechsten Pflegefamilie überlebt die 14-jährige Karanda einen Autounfall und findet sich mitten in der australischen Wüste wieder. Ein Rucksack, eine Flasche Wasser und ein verblichenes Foto ihrer Mutter sind alles, was ihr bleibt. Karanda wittert ihre Chance. Endlich kann sie ihr Leben selbst bestimmen. Wäre da nicht der acht Jahre alte Solomon, der mit im Auto saß. Karanda kann ihn nicht im Stich lassen. Und so kämpfen die beiden ums Überleben. Sie sind verlorene Seelen, sie wollen ihrer Zukunft entkommen und werden dabei von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt.“

 

Gestaltung

An diesem Cover gefällt mir besonders die Farbgebung. Die verschiedenen Braun-, Rot- und Orangetöne passen toll zusammen und lassen ein Wüstenfeeling entstehen. So wird der Handlungsort des Buches sehr schön visualisiert. Die Trockenheit der Wüste wird dabei auch durch den löchrigen Boden und die „Kratzer“ an den Buchrändern veranschaulicht, was mir gut gefällt. Die Schriftart des Titels finde ich auch richtig passend.

 

Meine Meinung

Mich haben sofort das coole Cover, der Spruch auf dem Cover und die im Klappentext anklingenden Töne des Überlebenskampfes gelockt und mein Interesse für dieses Buch geweckt, da es nach einer Geschichte voller Action in Verbindung mit Gefühl klang. „Brennender Durst“ lässt sich dabei mit seinen gut 250 Seiten rasend schnell lesen, da auch die Kapitel nicht so lang sind und man so beim Lesen gut vorankommt. Die Handlung dreht sich dabei um das Pflegekind Karanda, welche mit Solomon nach einem Autounfall vor dem Pflegesystem durch die Wüste flieht. Die beiden leiden Hunger, Durst und überstehen andere Gefahren. Ob sie in der rauen, dürren Wüste überleben können?

 

Ein Problem hatte ich leider mit Karanda. Da sie die Hauptfigur ist, das Buch vorrangig aus ihrer Perspektive erzählt wird und der Leser stets an ihr dran ist, gab es für mich leider nur ein, zwei Momente, in denen ich Karandas für mich anstrengender Art entkommen konnte. Sie war mir persönlich zu motzig. Manche ihrer Ausbrüche konnte ich nicht so wirklich nachvollziehen, selbst wenn die Erklärung „sie wurde von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht“ allgegenwärtig war. Karanda schwebte immer zwischen zwei Polen. Gleichzeitig tut sie stets so, als sei sie eiskalt und hart, aber eigentlich hat sie einen weichen Kern. Nur leider hat auch diese Tatsache sie mir nicht sympathischer gemacht. Ehrlich gesagt habe ich mich oft einfach nur über sie aufgeregt, weil sie nicht dazu lernt, sich dumm verhalten hat und stets den Boss raushängen lies.

 

Dabei wäre sie ohne den 8jährigen Solomon komplett aufgeschmissen gewesen. Für sein Alter hatte er ein unerschöpfliches Wissen über Survivaldinge. Zunächst mag man vielleicht denken, dies sei unrealistisch, aber im Buch gibt es eine unterschwellige Erklärung für Solomons großes Wissen. Karanda wäre ohne Solomon jedenfalls aufgeschmissen gewesen mit ihren blauäugigen Plänen. Mir war Solomon jedenfalls viel sympathischer und er erschien mir oftmals eher als der Ältere und Reifere der beiden.

 

Sprachlich begann das Buch meiner Meinung nach etwas holprig, da die Autorin häufig die Namen der Figuren mehrfach hintereinander verwendete statt sie manchmal durch Personalpronomen zu ersetzen. Nach den ersten Seiten legte sich dies jedoch wieder. So fiel mir das Lesen dann auch einfacher, da sich der Text dann flüssiger lesen lies.

 

Die Handlung war insgesamt nicht schlecht. Der Überlebenskampf der beiden Figuren war hart und schwer, allerdings schlich sich manchmal auch etwas Monotonie ein, wenn lange Zeit immer wieder dasselbe passiert. Durchbrochen wird diese jedoch von stellenweisen Höhepunkten, in denen nochmals dramatischere Ereignisse passieren. So gibt es also eine Mischung aus „Durststrecken“ und packenden Spannungsmomenten. Dabei umgibt Solomon ein Geheimnis, das ich persönlich recht früh erkannt habe, Karanda jedoch erst am Ende des Buches. Daher endete das Buch für mich auch nicht sonderlich überraschend, da ich die Enthüllung schon sehr früh vorausgeahnt habe. Das Ende von „Brennender Durst“ war dann für mich einerseits nochmal nervenaufreibend wegen Karandas Art, andererseits war es aber auch zufriedenstellend. Gleichzeitig lässt es auch noch Raum für eigene Spekulationen und Gedanken, wie es weiter gehen könnte.

 

Fazit

„Brennender Durst“ ist ein Wechselbad aus packendem Überlebenskampf und leicht monotonen „Durststrecken“, in denen wenig Spannendes geschieht. Ich kam leider mit Protagonistin Karanda nicht so gut klar, da ich sie als anstrengend empfunden habe. Solomon hingegen mochte ich sehr und auch die spannenden Höhepunkte des Buches gefielen mir. Es hätten ruhig noch ein paar mehr sein können.

3 von 5 Sternen!

 

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liebe, janet clark, deathline, ewig dein, ranch

Deathline - Ewig dein

Janet Clark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.03.2017
ISBN 9783570173664
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Josie hat sich schon immer gewünscht, dass ihr Leben einmal große Gefühle, dramatische Leidenschaften und spannende Wendungen für sie bereithält.

Als sie sich im Jahr nach ihrem 16. Geburtstag in die langen Ferien stürzt, ahnt Josie noch nicht, dass eben jener Sommer vor ihr liegt, der ihr Schicksal bestimmen wird. Niemand würde schließlich vermuten, dass die idyllische Pferderanch ihrer Familie einmal Schauplatz mysteriöser Ereignisse werden könnte. Doch Josie muss erkennen, dass dieser Schein trügt, als sie den faszinierenden Ray kennenlernt. Denn ihre große Liebe trägt ein Geheimnis mit sich herum, das Josies Welt in große Gefahr bringen könnte.

Und so muss Josie sich entscheiden. Auch wenn der Preis dafür vielleicht ihre Liebe ist ...“

 

Gestaltung

Das Covermotiv lädt zum Träumen und Verweilen ein. Die düsteren Farben, der Nachthimmel, die Blumen und die Äste verleihen dem Bild etwas mysteriöses, was hervorragend zur Geschichte passt. Dass der Titel aus vielen einzelnen, kleinen Sternen geschrieben ist, gefällt mir auch wahnsinnig gut. Mein Highlight ist aber wirklich der Hintergrund: der Nachthimmel. Er sieht richtig hübsch aus. Einzig die Schmetterlinge hätten für meinen Geschmack nicht auf das Cover gemusst, aber sie passen sich gut in das Gesamtbild ein.

 

Meine Meinung

Nachdem ich mit großer Begeisterung die „Finstermoos“-Bücher von Janet Clark gelesen habe, musste ich ihr neues Werk, welches sich eher an jugendliche Leser richtet, unbedingt lesen. Ich mag den Schreibstil der Autorin echt gerne und habe ihn auch in diesem Buch wieder unheimlich genossen. Die Autorin schreibt so flüssig und wählt so leichte Worte, die dennoch hervorragend all das beschreiben, was für die Geschichte wichtig ist. Sie schafft es mit nur wenigen Sätzen bereits Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen, welche je weiter ich gelesen habe, umso detailreicher wurden.

 

Die mystische Grundidee des Buches hat mir dabei sehr gefallen. Hier geht es um Clans und dabei wird es in der Geschichte manchmal unheimlich und stets mysteriös. Nachdem ich im Klappentext gelesen hatte, dass die Protagonistin Josie auf einer Pferderanch lebt, hatte ich mit sowas wirklich nicht gerechnet und war im Nachhinein wirklich positiv überrascht. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass sich so viel Mystery und viele spannende Indianerlegenden hinter diesen Buchdeckeln verbergen würden. Zusätzlich verbindet sich dieses Mysteryelement mit ein bisschen Thrill, wie ich es von Janet Clark kenne und liebe. Hier war mein Glück also wirklich perfekt!

 

Die Figuren hat Janet Clark auch wieder sehr detailliert ausgearbeitet. Josie reitet die Pferde der Ranch ein und durch den Tod ihrer Mutter und die Krankheit ihres Vaters übernimmt sie die Verantwortung. Sie ist stark, hilfsbereit und ein insgesamt sehr beeindruckender Charakter. Ray war zunächst ziemlich undurchschaubar und vielleicht auch etwas typisch für Jugendbücher, da ich mir nicht sicher war, was ich von ihm halten konnte und wie er einzuschätzen ist. Aber auch hinter seine Fassade blickte ich mit Fortschreiten der Geschichte, wodurch er immer faszinierender wurde. Josies beste Freunde haben mir dabei wirklich besonders gut gefallen, denn sie sind genau das, was man sich unter besten Freunden vorstellt: immer für Josie da, sie halten zusammen und unterstützen einander. Solche Freunde wünscht man sich.

 

Auch fand ich es schön, wie die Autorin das Leben auf der Farm dargestellt hat. So hatte das Buch eine rustikale Atmosphäre, die mich an den Wilden Westen erinnert hat. Indianerlegenden, Mustangs und dazwischen eine Liebesgeschichte: so sorgt die Autorin für prickelnde Lesestunden vor einer wirklich schönen Kulisse, bei der ich das Gefühl hatte, sie durch die Seiten hinweg zu spüren. Dabei macht das Ende des Buches Lust auf mehr! Der Fortsetzung sehne ich also schon entgegen!

 

Fazit

„Ewig dein“ ist ein spannender Mystery-Auftakt, der auch leichte Nervenkitzel-Elemente enthält und mit seinen Indianerlegenden sowie dem grandiosen „Wild West“-Setting für Aufsehen sorgt. Vor allem Janet Clarks angenehmer Schreibstil hat mir schon mit wenigen Sätzen die Kulisse bildlich vor Augen geführt und mich nur so durch die Seiten fliegen lassen.

Gute 4 von 5 Sternen!

 

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1. Ewig dein

2. ???

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sklaverei, jon walter, amerika, jugendbuch, königskinder verla

Mein Name ist nicht Freitag

Jon Walter , Josefine Haubold
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560209
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Samuel ist bei Gott. Seltsam nur, dass es im Himmel stockdunkel ist, die Vögel trotzdem singen und dass er gefesselt ist. Als er vor Gottes Angesicht tritt, sieht der eher aus wie Der Teufel. Und Der Teufel nennt ihn Freitag und verkauft ihn als Sklaven an einen weißen Jungen, der gerade mal so alt ist wie Samuel. Für 600 Dollar. Er kommt auf eine Plantage in Mississippi, wo es keinen interessiert, wer er ist, dass er lesen kann, dass er zu seinem kleinen Bruder muss. Aber der Bürgerkrieg rückt immer näher – und damit auch die Hoffnung auf Freiheit.“

 

Gestaltung

Bei dieser Gestaltung passt wirklich alles haargenau aufeinander: die verschiedenen Farben des Covermotivs, die Farben und die Gestaltung des Buches unter dem Schutzumschlag. Das zweigeteilte Motiv auf dem Cover gefällt mir dabei besonders gut, denn die beiden Hände, die einander halten spiegeln sehr schön einen Part der Geschichte wieder. Gleichzeitig gefällt mir das Motiv mit den schwarzen Ästen und der Schattengestalt auch richtig gut.

 

Meine Meinung

Der Autor Jon Walter war mir schon durch sein anderes im Königskinder Verlag erschienenes Buch, welches ebenfalls ein ernsteres Thema aufgreift, ein Begriff. Ich hatte es jedoch bisher noch nicht geschafft, eins seiner Werke zu lesen. Mit „Mein Name ist nicht Freitag“ habe ich dies nun geändert. In diesem Buch greift der Autor das Thema der Sklaverei zur Zeit des Bürgerkrieges auf. Eine Thematik, über die ich persönlich bisher noch kein Buch gelesen habe. Und genau deswegen hat mich diese Geschichte auch besonders gereizt.

 

In „Mein Name ist nicht Freitag“ geht es um die Waisenbrüder Samuel und Joshua. Samuel liebt seinen kleinen Bruder so sehr, dass er dessen Schuld auf sich nimmt und dafür auf dem Sklavenmarkt landet, von nun an den Namen Freitag tragend. Zum Glück hat er Gott an seiner Seite, mit dem er immer Zwiesprache halten kann und durch den er Stärke gewinnt, denn sein neues Leben ist alles andere als leicht und dabei muss er doch eigentlich zu seinem kleinen Bruder zurück…

 

Besonders muss ich an dieser Geschichte loben, dass es bei dem Autor nicht einfach nur „Gut und Böse“ gibt. Seine Figuren lassen sich nicht einfach so einer dieser beiden Seiten zuordnen. Vielmehr decken sie ein breites Spektrum ab und regen den Leser zum Nachdenken an. Dabei fand ich vor allem Samuel sehr berührend. Er muss so viel durchmachen und durch seine Ich-Perspektive werden sein Leiden und seine schweren Bürden so nah und greifbar, dass mir das Herz schwer wurde. Besonders berührend war dabei, dass er nie seine Hoffnung verloren hat, so wie es vielleicht bei vielen anderen der Fall gewesen wäre. Das macht Mut und geht einfach unter die Haut.

 

Besonders die schwere Thematik des Buches hat mich zudem beeindruckt. Jon Walter schafft es auf eindrucksvolle Weise uns Lesern, die aus einer ganz anderen Zeit entstammen, die schweren Bürden des jungen Samuel greifbar zu machen. Als freier Mensch geboren und dann all seiner Freiheit beraubt, sieht er sich damit konfrontiert als „niederer“ Mensch angesehen zu werden. Als dumm. Als weniger wert. Als jemand, der nicht einmal eine eigene Identität verdient hat. Jon Walters Buch ist bedrückend und nicht leicht zu lesen, trotz des Hoffnungsschimmers, den Samuel stets mit sich trägt.

 

Dennoch ist dies genau der richtige Weg, um das Leid und die schweren Lasten der Sklaven zu verdeutlichen und sie uns Lesern auf der Gefühlsebene zu übermitteln. „Mein Name ist nicht Freitag“ trifft hier wirklich mitten ins Herz und jagte mir Schauder über die Arme, wenn ich Samuel auf seinem schweren Weg begleitete. Durch seine Worte hat der Autor es geschafft, mir alles bildlich vor Augen erscheinen und real wirken zu lassen. Gleichzeitig zeigt er in seinem Werk aber auch, wie wichtig es ist, nie den Mut zu verlieren.

 

Für Samuel sind seine Gespräche zu Gott hier eine große Hilfe. Mir waren sie manchmal etwas zu viel, aber ich habe durchaus ihren Sinn und ihre Bedeutung für den Jungen verstanden. Was ich sehr berührend fand war auch, dass er trotz der schweren Zeit noch Freundschaften schließt und seine Einstellung zum Leben nicht verliert. So zeigt „Mein Name ist nicht Freitag“ nicht nur auf, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Sklaverei auseinander zu setzen, sondern das Buch verdeutlicht auch, dass man sich nicht unterkriegen lassen sollte. Manchmal sollte man, wie Samuel, manches als Herausforderung sehen, der man sich stellen sollte. Auf diese Weise wird die Unterdrückung der Farbigen nicht zum einzigen Thema des Buches.

 

Fazit

Mit „Mein Name ist nicht Freitag“ hat Jon Walter ein Buch geschrieben, das zwischen Hoffnung und Bedrückung schwebt. Es verdeutlicht dem Leser die Bedeutsamkeit, sich mit dem Thema Sklaverei und den damit einhergehenden, unverzeihlichen Schwierigkeiten auseinanderzusetzen, denn das Leid, dass die Menschen erfahren ist für viele von uns unbegreiflich. Gleichzeitig vermittelt das Buch aber auch Mut, Hoffnung und die Botschaft, sich nicht unterkriegen zu lassen. Für mich war der einzige kleine Kritikpunkt, dass Samuel etwas zu häufig Zwiesprache mit Gott gehalten hat, auch wenn ich die Bedeutsamkeit hiervon verstehen konnte.

4 von 5 Sternen!

 

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mobbing, mario fesler, damaris liest, jugendbuc, lizzy carbon

Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer

Mario Fesler
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850257
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Das Leben macht es der dreizehnjährigen Lizzy nicht leicht: ein Körper, der tut, was er will, Eltern, die nichts kapieren, und Klassenkameraden, die abfällig auf sie und ihre beste Freundin Kristine herabgucken. Da macht das anstehende Schulfest die Laune nicht besser – denn da darf sie garantiert eh wieder nur die Gläser spülen. Als sie diesen Gedanken im falschen Moment laut ausspricht, hat sie plötzlich ihre eigene Projektgruppe mit allen Außenseitern der Unterstufe am Hacken. Doch schon bald stellt sie fest: Wenn so ein „Klub der Verlierer“ erst mal in Fahrt kommt, ist die Niederlage nicht so vorprogrammiert, wie alle denken …“

 

Gestaltung

Das Cover gefällt mir richtig gut! Ich liebe das verspielte Design, denn die Zeichnungen sehen aus wie mit Kugelschreiber und anderen Stiften auf einen Collegeblock gemalt, was super zum Schulsetting passt, denn Lizzy selbst könnte das Cover während einer langweiligen Mathestunde gemalt haben. Besonders cool finde ich dabei, dass das Cover zudem mit Spotlack und Hervorhebungen versehen ist und man verschiedene Verschnörkelungen so erspüren kann.

 

Meine Meinung

Was für eine abenteuerlich-unterhaltsame Lektüre! „Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer“ stach mir besonders durch die Außenseiter-Thematik ins Auge und wurde dann von mir innerhalb eines Tages vollkommen inhaliert. Lizzy ist eine außerordentliche, außergewöhnliche Protagonistin. Sie hat Witz, Charme, Sarkasmus und eine gehörige Portion Mut. Ihr Leben ist ihrer Meinung nach dabei auch alles andere als leicht: ihre beste Freundin Kristine und sie sind die Außenseiter der Klasse, ihre Eltern verstehen sie überhaupt nicht, sondern himmeln ihren großen Bruder Max an, ihre Haare liegen nicht und sie legt an Gewicht zu und zu allem Übel steht auch noch das Schulfest an!

 

Der wirklich charmante Erzählstil des Autors Mario Fesler hat mich direkt zu Beginn nach den ersten paar Seiten sofort gepackt. Ironisch und voller Humor sprühen die Seiten nur so vor Sympathie, die der Autor für seine Geschichte und seine Figuren in mir weckte. Ich war zunächst jedoch etwas skeptisch angesichts Lizzys Verhalten und Ansichten darüber, wie ihre Klassenkameraden sie behandeln. Sie war ziemlich taff und wirkte so, als würde es sie nicht im Geringsten verletzen oder stören, dass sie und Kristine eine Randposition in der Klasse einnehmen. Aber schnell wurden diese Gedanken aus dem Weg geräumt und ich habe verstanden, dass das einfach Lizzy ist: tough, mutig, nicht kleinzukriegen und nicht auf den Mund gefallen. Sie hat mein Herz im Sturm erobert und meine Lachmuskeln stark strapaziert. Es gab nicht eine Seite, die mich nicht zum Schmunzeln, breiten Grinsen oder auch Lachen gebracht hat.

 

Besonders gern mochte ich auch Lizzys Tagebucheinträge, die immer wieder in der Geschichte zu lesen sind und die am Ende eine schöne Überraschung für den Leser bereithielten. Lizzys Gedankengänge ungefiltert mitverfolgen zu können war einfach unterhaltsam und hat dafür gesorgt, dass ich die Welt um mich herum vergessen konnte. Mario Fesler erzählt dabei so lebendig und lebhaft, dass ich wahrhaftig den Eindruck hatte, dass Lizzy wirklich existieren, neben mir sitzen und mir ihre Erlebnisse brandaktuell erzählen würde. Sowas erlebe ich selten bei einem Jugendbuch und ich bin absolut begeistert vom Schreibtalent des Autors!

 

Zudem wirken die Figuren so echt und greifbar, dass mir auf den letzten Seiten der Abschied von ihnen schon schwer viel. Neben Lizzy, die für das kommende Schulfest einen Klub der Verlierer gründet, ist da noch ihre bereits erwähnte beste Freundin Kristine. Diese tritt unbeabsichtigt in das ein oder andere Fettnäpfchen, was sie ihrem großen Wunsch beliebt zu sein nicht unbedingt näher bringt. Auch die anderen Klubmitglieder wie Carsten aka Popelino, die etwas fülligere Veronika, die Zeugin Jehovas Sara, der Sohn eines Imbisbudenbesitzers Arif oder der schüchterne Theo werden von Mario Fesler dabei sehr detailliert ausgearbeitet und dargestellt. Jede Figur hatte eine Hintergrundgeschichte und ein Päckchen zu tragen. Mir gefiel sehr, dass ich neben der Hauptfigur Lizzy auch mehr über ihre Familiengeschichten und Hintergründe erfahren habe.

 

Die Handlung ist dabei nicht nur unterhaltsam und witzig, sondern auch durchaus rasant, denn wie sollte es anders sein: Lizzy und ihrem Klub liegen auf dem Weg zur Vorbereitung für das Schulfest mehrere Steine im Weg. Es geht einiges schief und auch Lizzys Klassenlehrer ist keine große Hilfe (den Klassenlehrer fand ich übrigens ziemlich unprofessionell, da er Vorurteile hegt und genauso wie die Klassenkameraden die „coolen Kids“ bevorzugt). Zum Glück werden Lizzy und der Klub tatkräftig von allerlei Helfern unterstützt… Die Idee des Klubs für ihre Schulfestattraktion fand ich absolut genial und die Wendung am Ende gefiel mir schlussendlich noch besser. Dabei zeigt Mario Fesler wie aus ganz unterschiedlichen Charakteren eine enge Gemeinschaft  erwächst, sie Freunde werden und gemeinsam etwas Großartiges erreichen. Die Botschaft dieses Buches finde ich einfach wunderbar, denn es zeigt dass jeder Mensch, egal ob cool oder uncool, dick oder dünn etc., vieles erreichen kann, solange man nicht aufgibt und zusammenhält.

 

Fazit

Selten fällt mir ein so unterhaltsames, witziges Buch mit toller Botschaft in die Hände, welches mich komplett begeistern kann. Lizzy lässt die Geschichte so lebendig werden, dass ich sie nicht aus der Hand legen konnte und innerhalb eines Tages verschlingen musste. Ihre ironischen Kommentare sorgen für einen großen Spaßfaktor. Aber auch die Handlung ist großartig, denn es geht allerhand schief und doch lassen sich das junge Mädchen und ihr Klub nicht unterkriegen. Das Thema Mobbing und Außenseiter wird hier auf leichte Weise aufgegriffen und mit Humor versehen. Ein wirklich großartiges Buch auf dessen Fortsetzung ich mich jetzt schon unglaublich freue!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer

2. Lizzy Carbon und die Wunder der Liebe

3. ???

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fantasy, liebe, finsternis, blindheit, jugendbuch

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext

„Tiefe Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Sie muss sich verstecken, damit die Welt sie für tot hält, nachdem ein Verräter ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler. Er erfüllt ihre dunkle Welt mit Licht, doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigen wird.“

 

Gestaltung

Das Cover sieht meiner Meinung nach sehr edel aus. Der schwarze Hintergrund mit dem Muster darauf hebt die altrosafarbene Tulpe mit der silbernen Krone sehr schön hervor. Die Farben passen alle hervorragend zueinander und außerdem ist das Motiv richtig außergewöhnlich. Eine Tulpe mit einer Krone sieht man nicht alle Tage. Zu ihr passt das florale Muster des Hintergrundes dann auch richtig gut.

 

Meine Meinung

Vor allem das grandiose Cover hat bei diesem Buch meine Aufmerksamkeit geweckt. Als dann auch noch der Klappentext vielversprechend klang, war schnell klar, dass dies ein Buch ist, das ich lesen muss. Und ich kann sagen: es ist ein Buch, dass jeder lesen sollte, der Gefahren, eine Märchenatmosphäre und Fantasyaspekte liebt.  In „Die wahre Königin“ geht es um die junge Luna, deren Eltern (das Königspaar von Relhok) ermordet wurden. Seither lebt sie mit ihren Bewachern in einem Turm und sieht kaum etwas von der Welt. Bis der Waldläufer Fowler in ihr Leben tritt…

 

Die Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn ich ehrlich gesagt etwas mehr Action und Abenteuer erwartet hätte. Die im Klappentext angedeuteten Spannungen im Königreich und bezüglich des Thrones haben mich auf ein paar interessante Konflikte hoffen lassen. Jedoch hat Autorin Sophie Jordan den Fokus sehr auf die Beziehung zwischen Luna und Fowler gelegt. Die Gefühle der beiden wurden sehr detailliert ausgeleuchtet und ihre Abenteuer traten damit für mich manchmal sogar etwas in den Hintergrund.

 

Auch blieb mir die Welt des Königreichs Relhok etwas zu blass, was aber auch gut an der Tatsache gelegen haben könnte, dass Luna selbst nicht viel über das Land weiß, da sie wie bereits erwähnt nur im Turm gelebt hat. Diesbezüglich hoffe ich, dass das Königreich im nächsten Band etwas mehr beleuchtet wird, denn durch Fowler hat sich Lunas Welt erweitert, wodurch hoffentlich auch mehr Einblicke in diese und ihre Funktionsweise gewährt werden. Gerade da mir die Idee einer Welt in Dunkelheit wirklich gut gefallen hat und ich sie sehr spannend fand, wünsche ich mir hier mehr Infos.

 

Die Fantasyaspekte in diesem Buch haben mich sehr überzeugt, denn die Ideen der Autorin fand ich wirklich klasse und spannend. Vieles von den von Sophie Jordan erdachten Wesen und Gegebenheiten ist mir bisher noch nicht begegnet, weshalb ich die Geschichte wirklich gern gelesen habe. Das Ende des Buches stellte dann auch nochmal einen großen Paukenschlag dar, der meine Neugierde auf die Fortsetzung geweckt hat.

 

Luna und Fowler haben mir beide gut gefallen. Luna hat ein Handicap, mit dem ich angesichts der von mir erwarteten Fantasygeschichte nicht gerechnet habe. Sie war sehr sympathisch und gemeinsam mit ihr konnte man die Welt außerhalb ihres Turms nach und nach erkunden. Fowler ist der eher verschlossene Typ. Er möchte keine Beziehungen und Gefühle zulassen und dennoch habe ich ihn, mit jedem Schritt, den Luna sich ihm nähert und seine Schale durchbricht, sofort in mein Herz geschlossen.

 

Fazit

„Die wahre Königin“ wartet mit tollen Fantasyaspekten auf, die mir richtig gut gefallen haben, da die Autorin sie detailliert beschreibt. Toll wäre es gewesen, die Welt des Königreichs noch genauer kennen zu lernen. Die Abenteuer der beiden Protagonisten haben mir auch gut gefallen, wobei der Fokus hier auf ihren Gefühlen lag. Luna und Fowler sind dabei sehr sympathische Figuren, die man einfach in sein Herz schließt. Das Buch endet dabei mit einem großen Knall, der definitiv Lust auf die Fortsetzung macht.

4 von 5 Sternen!

 

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1. Die wahre Königin

2. Rückkehr des Lichts

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

liebe, ex, adler, gefühle, gestaltenwandler

Am Abgrund des Himmels

Sue-Ellen Pashley , Claudia Max
Fester Einband
Erschienen bei Beltz, J, 10.07.2017
ISBN 9783407749239
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 

Klappentext

„Das Letzte, was Grace nach ihrem Umzug von Sydney nach Bruny Island will, ist, sich neu zu verlieben. Der Faszination des Nachbarsjungen Nick kann sie sich jedoch nicht entziehen. Als er Grace vor dem sicheren Tod bewahrt, offenbart sich sein Geheimnis: Nick ist ein Gestaltwandler – er kann sich in einen Adler verwandeln. Aber er darf keine Beziehung mit einem gewöhnlichen Menschen eingehen. Ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt? Weder Nick noch Grace wollen das akzeptieren ...
Ein überwältigender Roman voller Tragik und Leidenschaft – von ungeahnten Kräften und darüber, wie wahre Liebe alle Abgründe überwindet.“

 

Gestaltung

Das Covermotiv gefällt mir richtig gut mit dem im Flügel fliegenden Adler und dem Paisley-Muster. Die Farbkombination aus Orange und Lila finde ich auch sehr gelungen, da sie nicht alltäglich ist und so sehr hervorsticht. Besonders gefällt mir auch, dass der Titel funkelt und schimmert. So ist es doch ein wahrer Augenfang! Zudem passt der Adler hervorragend zur Geschichte!

 

Meine Meinung

Bei diesem Buch haben mich das Äußere und der dramatisch anmutende Klappentext sofort überzeugt, sodass ich „Am Abgrund des Himmels“ unbedingt lesen musste. Gleich vorweg möchte ich sagen, dass dieses Buch sich vorrangig um die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten Grace und Nick dreht. Wer also nicht so viel mit Liebe anfangen kann, ist bei diesem Buch nicht richtig. Die Beziehung zwischen beiden scheint jedoch unter keinem guten Stern zu stehen, denn Grace birgt ein dunkles Geheimnis in sich und auch Nicks Schicksal als Gestaltwandler wirft Schatten auf das junge Glück. So ist es mehr als fraglich, ob die beiden wirklich zueinander finden…

 

Ich muss leider sagen, dass mir das Buch nicht so ganz gefallen hat. Es war nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Gelungen fand ich die kurzen Kapitel, durch die sich das Buch wirklich schnell lesen lässt. Auch haben mir die Perspektivwechsel richtig gut gefallen, denn „Am Abgrund des Himmels“ wird abwechselnd aus der Sichtweise von Grace und Nick (manchmal stößt auch noch eine weitere Sichtweise hinzu, was jedes Mal an der Überschrift deutlich gemacht wird) erzählt. So lernt man die Gefühle beider Protagonisten kennen und kann sie besser nachvollziehen…oder sollte es zumindest.

 

Hier setzt schon mein erster Kritikpunkt an. Grace war für mich einfach nicht so wirklich verständlich. Sie schwankte stets zwischen ihren Gefühlen, was mir mit der Zeit etwas auf den Keks ging, denn es war einfach offensichtlich, dass sie tiefe Gefühle für Nick hegt. Dies verneinte sie jedoch stets und redete es sich aus und sich dafür dann andere Dinge ein. Sie war ein wirklich kompliziertes Mädchen. Auch waren ihre ständigen (Selbst-)Zweifel und ihr Hinterfragen ihrer offensichtlichen Gefühle genauso nervig wie ihr „Nein, ich möchte keine Beziehung, aber eigentlich möchte ich doch eine“-Verhalten. Kurz gesagt: Grace und ich wurden einfach nicht warm. Sie sagte einmal selbst, dass zwei Personen in ihr seien und das umschreibt sie meiner Meinung nach ziemlich gut.

 

Nick fand ich viel angenehmer. Er ist zwar etwas blind vor Liebe für Grace, dafür aber sehr süß, umsichtig und beschützend. Seine Gestaltwandlerfähigkeiten fand ich auch sehr cool und für mich hätten sie ruhig eine noch größere Rolle spielen können. Er verliebt sich auf den ersten Blick in Grace, was sehr gut zu seinem Adler-Dasein passt. Ebenso wie seine intensiven Gefühle und die damit einhergehenden Gedanken, die er sich um Grace macht. Das alles hat die Autorin Sue-Ellen Pashley sehr authentisch vermittelt.

 

Die Handlung war für mich teilweise jedoch recht vorhersehbar und unspektakulär. Manchmal gab es wirklich spannende Höhepunkte, die voller Dramatik waren, aber danach war es dann doch wieder seitenweise ziemlich träge, weil nicht wirklich etwas passierte (abgesehen von ein paar Dates zwischen Grace und Nick). So kam es, dass ich mich dann doch manchmal gelangweilt habe und mir mehr von den spektakulären Höhepunkten gewünscht habe.

 

Sehr realistisch dargestellt hat die Autorin meiner Meinung nach dafür die Beziehung zwischen Grace und ihrem Ex-Freund. Hierzu möchte ich gar nichts Näheres verraten, damit jeder selber herausfinden kann, worum es da geht, aber ich fand es gut, dass Sue-Ellen Pashley ein so ernstes Thema aufgegriffen hat. Sie hat diesbezüglich Grace Gefühle und die Beziehung in meinen Augen authentisch vermittelt und vor allem die Folgen für Grace sowie ihre Gefühle gut dargestellt.

 

Fazit

„Am Abgrund des Himmels“ war kein schlechtes Buch, aber es konnte mich leider nicht so mitreißen, wie erhofft. Dafür war mir Grace zu kompliziert und anstrengend mit ihrem ständigen Hin und Her bezüglich Nick, welchen ich dafür sehr gerne mochte. Gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel, die Perspektivwechsel und die Gestaltwandler-Sage, die für meinen Geschmack noch etwas mehr hätte in den Fokus gerückt werden können.

3 von 5 Sternen!

 

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genderfluid, mythologie

Magnus Chase - Der Hammer des Thor

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.05.2017
ISBN 9783551556691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Der Donnergott Thor hat mal wieder seinen Hammer verloren – die stärkste Waffe in allen Neun Welten! Und diesmal ist er zu allem Übel in Feindeshände geraten. Magnus und seine Freunde müssen den Hammer so schnell wie möglich zurückholen, denn ohne ihn ist die Welt der Sterblichen einem Angriff der Riesen wehrlos ausgeliefert. Der Weltuntergang Ragnarök droht! Als Verbündeten braucht Magnus ausgerechnet den gerissenen Gott Loki – doch der Preis für seine Hilfe ist hoch …“

 

Gestaltung

Passend zum Titel „Magnus Chase und der Hammer des Thor“ ziert ein großer Hammer die Frontseite des Covers. Ich finde es immer toll, wenn die Gestaltung Bezug auf den Inhalt des Buches nimmt. Wie bei allen Büchern des Autors Rick Riordan ist auch wieder der Protagonist und Namensgeber der Reihe auf dem Cover zu sehen, mit dem Rücken zum Betrachter gewandt. Diese Gestaltung ist schon ein Markenzeichen und besitzt Wiedererkennungswert für Bücher des Autors, was ich richtig klasse finde, da mir diese Aufmachung gefällt. Die Farben finde ich auch super, da die Blautöne gut aufeinander abgestimmt sind und die Donnerthematik unterstreichen.

 

Meine Meinung

Nachdem ich schon vom ersten Band der Magnus Chase Reihe restlos überzeugt und absolut begeistert war, habe ich mich direkt auf die Fortsetzung gestürzt. Natürlich waren meine Erwartungen hoch! Würde das Buch mit dem grandiosen Reihenauftakt mithalten können? Und ja, definitiv! „Magnus Chase und der Hammer des Thor“ ist genauso großartig, actionreich, humorvoll und genial wie der erste Band! Mich hat dieses Buch genauso mitgerissen wie ich es erhofft hatte und eigentlich wird diese Rezension vermutlich mehr ein großes Loblied als alles andere, denn wirklich: der zweite Band der Magnus Chase Trilogie ist einfach bombastisch und toll! Für mich ist diese Reihe eindeutig eine meiner Liebsten, ach, eigentlich sogar DIE Liebste!

 

Dieser zweite Band geht direkt mit Action, Humor und einer neuen Aufgabe los, denn Thors Hammer wurde entwendet und nun ist es an Magnus, Samirah und Co ihn zurückzuholen. Zunächst fokussiert die Handlung auf Magnus und Sam, der Einstieg ins Buch gelang mir dabei mühelos, denn es geht schon auf der zweiten Seite mit einer rasanten Verfolgungsjagd los. Als später im Handlungsverlauf dann Hearthstone und Blitzen dazu kommen und die Freunde wieder vereint sind, war mein Glück perfekt, denn dann wurde es noch lustiger und actiongeladener. Über die Handlung verteilt mussten unsere Freunde viele verschiedene Aufgaben und Schwierigkeiten lösen, um Thors Hammer näher zu kommen. Dies sorgt für Abwechslung und lässt die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig werden!

 

Neben all diesen unterschiedlichen Abenteuern, die die Figuren erleben, gibt es auch eine große Portion mysteriöse Geschehnisse, Rätsel, Action und Spaß. Für mich war die Geschichte absolut nicht vorhersehbar. So wurde ich immer überrascht und von neuen Wendungen aus den Socken gehauen. Ich liebe es, wie Rick Riordan immer neue Geschehnisse und rätselhafte Verstrickungen einstreut und die Fäden sich nach und nach immer enger zusammenziehen, während ich aber gleichzeitig überhaupt nicht erahnen kann, worauf alles hinauslaufen wird, sondern vielmehr im Dunkeln tappe und überrascht werde.

 

Dieses Buch – meiner Meinung nach eigentlich die gesamte Reihe – hat ein hohes Suchtpotenzial! Ich konnte es kaum aus der Hand legen und wollte am liebsten die ganzen Nächte durchlesen, während ich mir gleichzeitig gewünscht habe, dass die Geschichte nie ein Ende finden wird, weil sie einfach so grandios und toll war. Selten habe ich so viel gelacht, Spaß gehabt und mit den Figuren mitgefühlt, wenn ich ein Buch lese. Hierfür sorgen meiner Meinung nach neben der überaus gelungenen, guten Handlung vor allem auch die herzlichen Figuren. Ich liebe es einfach, wie familiär sie miteinander umgehen! Wenn ich in Magnus‘ Welt abtauche, habe ich das Gefühl, ich werde in den Kreis ihrer Familie aufgenommen. Mein persönliches Highlight dieses Bandes war auch, dass es mehr Hintergründe über die liebgewonnenen Figuren gab. Zudem bin ich jedes Mal dahingeschmolzen, wenn Magnus, Hearth und Blitz miteinander interagiert haben (sie sind so süß!). Magnus, der süße, sarkastische Softie versprüht dabei auch so viel Charme und Witz und Hearth und Blitz sind so liebevoll…da kann einem nur das Herz aufgehen!

 

Zudem stößt auch ein neuer Charakter zur Familie hinzu: Alex Fierro. Diese Figur hat etwas Würze in die Geschichte gebracht. Zudem ist mit ihr etwas ganz besonderes verknüpft, auf das ich hier nicht näher eingehen möchte, um nicht zu viel zu verraten, aber der Autor hat mit diesem Charakter ein wichtiges Thema aufgegriffen und es kind- und jugendgerecht verpackt. Zudem kommen aber auch wieder die urkomischen Götter vor, die Unterstützung von weiteren, ebenso witzigen Götterkollegen wie Heimdall bekommen. So werden die Lachnerven hervorragen stimuliert und angeregt!

 

Besonders gut gefiel mir auch das Ende, denn dieses ließ bereits die sanften Töne des nächsten Abenteuers erklingen, das ich kaum erwarten kann. Es gab einige Andeutungen, die meine Neugierde geweckt und meine Ungeduld auf das Erscheinen des nächsten Bandes ins Unermessliche getrieben haben. So endete dieser Band mit den ersten Vorboten des nächsten und letzten Abenteuers unheilschwer. Durch diese Andeutungen auf das, was kommen mag und uns Leser im nächsten Band erwarten wird, wurde auf jeden Fall schon meine Aufregung angefacht und geschürt. Für mich ist „Magnus Chase“ wie eine Droge und ich bin jetzt schon auf Entzug, sehnsüchtig wartend auf die Fortsetzung.

 

Fazit

Wer ein Buch zum Nächte durchlesen sucht, hat es hiermit gefunden! „Magnus Chase und der Hammer des Thor“ ist genauso grandios wie sein Vorgänger: herrlich witzig, actionreich bis zum Schluss und voller liebevoller Charaktere! Mir geht jedes Mal das Herz auf, wie Magnus und seine Freunde sich umeinander kümmern. Selten wachsen mir Figuren so sehr ans Herz wie diese. Zudem weist „Magnus Chase“ ein sehr hohes Suchtpotenzial auf, denn ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, während ich mir gleichzeitig gewünscht habe, dass es ewig so weiter geht! Ich sprühe vor Begeisterung für diese Reihe und kann sie jedem nur sehr, sehr weiterempfehlen!

Grandiose 5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Magnus Chase und das Schwert des Sommers

2. Magnus Chase und der Hammer des Thor

3. Magnus Chase – The Ship of the Dead (erscheint am 03. Oktober 2017 auf Englisch)

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, sonne, ebenen, japan

Sakura

Kim Kestner
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Arena, 06.06.2017
ISBN 9783401603186
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Es ist die einzige Chance, die sie je haben wird: Als der Kaiser zur „Blüte“ aufruft, weiß Juri, was sie zu tun hat. Aber das Auswahlverfahren, bei dem am Ende nur die Vollkommenen einen Platz an der Oberfläche erhalten, ist hart und unbarmherzig - und Juri nicht makellos genug, um daran teilzunehmen. Trotzdem kann sie nichts davon abhalten. Die dunkle Höhle, in der sie ihr ganzes Leben verbringen musste, will sie um jeden Preis verlassen. Verkleidet als Junge, schmuggelt sie sich unter die Probanden. Doch ausgerechnet der Sohn des Kaisers wird auf sie aufmerksam. Hat er Juris Tarnung durchschaut? Oder spielt auch der Prinz ein doppeltes Spiel?“

 

Gestaltung

Mir gefällt besonders der schwarze Wald am unteren Bildrand vor dem die rosafarbenen Kirschblüten hervorragend zur Geltung kommen. Diese Blüten haben für die Geschichte eine besondere Bedeutung und daher finde ich es toll, dass sie auf dem Cover so schön hervorstechen. Das Mädchengesicht mit den hellen Haaren ist nicht so ganz mein Fall, da ihr Gesichtsausdruck etwas ausdruckslos wirkt, dafür sieht es aber sehr stylisch aus, wie sie von den Glasscherben umgeben ist.

 

Meine Meinung

Nachdem ich bereits „AnimA“ von der Autorin Kim Kestner geliebt hatte, waren meine Erwartungen an ihr neues Buch „Sakura“ sehr hoch. Das dystopische Setting, die Verweise auf Japan…das alles klang sehr vielversprechend und das war es auch! Mehr noch: es war wirklich super! Aber gleich vorweg möchte ich doch erwähnen, dass alle, die das Buch lesen möchten, vielleicht den Klappentext nicht lesen sollten, denn er weckt doch andere Erwartungen an die Geschichte.

 

Bereits der Einstieg in die Handlung hat mir gut gefallen und der Spannungspegel wurde konstant in der Höhe gehalten. Actiongeladene Szenen, harte und wirklich schwierige Prüfungen und kaum zu überwindende Hürden, das ist der Stoff aus dem gute Geschichten gemacht sind! Und eine gute, nein sehr gute (!) Geschichte, das ist Kim Kestners „Sakura“! Die Handlung ist allerdings auch etwas brutal, was manch einem Leser bitter aufstoßen könnte. Mir persönlich hat es aber gefallen, denn so wurde die Geschichte noch um einiges dramatischer und spannender. Es passiert immer irgendetwas und so schreitet die Handlung stets rasend schnell voran. So wird es nie langweilig und man muss wirklich aufpassen, dass man beim Lesen das Atmen nicht vergisst.

 

Auch fand ich es gut, dass die Prüfungen alles andere als einfach sind, denn so wurden sie umso realistischer. Ich habe mir beim Lesen beinah die Nägel vor lauter Spannung abgeknabbert! Hierzu hat vor allem auch der detaillierte, genaue Schreibstil der Autorin beigetragen, der die Handlung so lebendig und echt gemacht hat. Es war richtig schön ersichtlich, dass Kim Kestner alles sehr gut ausgearbeitet  und dass sie ein Händchen für die Magie der Worte hat, denn alle Geschehnisse wurden für mich sehr anschaulich beschrieben. Ich konnte mir stets alles sehr gut vorstellen. Zudem habe ich die düstere Atmosphäre, die mich in sich aufzusaugen schien, bewundert, denn ich hatte den Eindruck, als würde sie aus dem Buch heraussickern und mich gefangen nehmen.

 

Auch fand ich es super, dass mir keine typischen Klischees begegnet sind. Weder war Protagonistin Juri das allseits bekannte „hässliche Entlein“, das am Ende den schönsten aller Typen abbekommt, noch wurden anderweitige allseits bekannte Aspekte eingebracht. Vielmehr sind die Figuren ein bunt zusammengewürfelter Haufen, der Vielfalt in die Geschichte bringt. Zudem wird dem Leser weichwaschende Gefühlsduselei, Kitsch und allzu starkes Selbstmitleid erspart – zum Glück, denn dies würde nicht zur Geschichte passen.

 

Das Ende des Buches war auch richtig super. Die großen Geheimnisse und Fragen wurden geklärt, es gab leichte Andeutungen für die Zukunft (auch wenn ich mir hier wünschen würde, dass die Autorin vielleicht eine kurze Fortsetzung schreibt, damit wir Leser erfahren, wie es mit den Figuren nach dem Ende weiter geht) und Überraschungen hielt es auch parat. Sehr schön war in diesem Zusammenhang auch die Entwicklungen rund um Juri, deren letzte Entscheidung ich richtig gut fand, da sie für mich eine Art kleine Botschaft versteckt hält und da Juri sich anders entscheidet als man es aus anderen Jugendbüchern kennt und von daher erwarten würde.

 

Fazit

„Sakura – Die Vollkommenen“ von Kim Kestner werden all ihre Fans lieben und solche, die noch nichts von der Autorin gelesen haben, werden spätestens nach diesem Buch zu Kim Kestner Fans. Dieses Buch ist so voller Action, Dramatik und Spannung, dass man es kaum aus der Hand legen kann, denn die Handlung steht nie still. Die Prüfungen, die die Figuren überstehen müssen, sind brutal und hart, aber dadurch umso packender und realistischer. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten können und ich hätte in der Welt von „Sakura“ ewig weiter verweilen und lesen können!

5 von 5 Sterne!

 

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1.467 Bibliotheken, 32 Leser, 1 Gruppe, 378 Rezensionen

erin watt, paper princess, liebe, new adult, erotik

Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext

„Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …“

 

Gestaltung

Richtig toll finde ich, dass das goldene Diadem auch mit Spotlack erhoben und mit Glitzerpartikeln versehen ist. Die Farben sind sehr schön aufeinander abgestimmt und durch seine Schlichtheit ist mir das Buch auch sofort ins Auge gestochen. Das Diadem sieht sehr verspielt aus und so wirkt auch das ganze Cover so, als sei es eher auf das weibliche Publikum abgezielt, was angesichts des Inhaltes auch passt. Mir gefällt es gut, dass nur das gemalte Diadem auf dem Covermotiv zu sehen ist, denn so hebt sich „Paper Princess“ von anderen Romanen des Genres ab.

 

Meine Meinung

Normalerweise lese ich Bücher mit Erotikanteil nicht so gern, aber bei „Paper Princess“ haben mich die wirklich schöne Gestaltung und die vielen begeisterten und auch gegenteiligen, kritischeren Stimmen neugierig gemacht. So habe ich mich mutig an das umstrittene Werk herangewagt und bin weder vollkommen begeistert noch komplett kritisch gegenüber diesem Buch. Ich fand es nicht schlecht und es hat mich definitiv neugierig auf die Fortsetzung gemacht, aber ich habe auch ein paar Kritikpunkte.

 

In „Paper Princess“ geht es, nachdem Protagonistin Ella von der stinkreichen Royal Familie aufgenommen wird, ziemlich dekadent und übertrieben zu. Die Jungs sind hochgradig arrogant und natürlich auch hochgradig gutaussehend – genauso wie Ella. Ich muss sagen, dass mir manches einfach zu hochgegriffen und hochgestochen war, weil die Royals wirklich alles haben und Ella sich schnell an diesen Lebensstil anpasst (auch wenn sie betont, dass sie ihre bodenständigen Wurzeln behalten möchte). In der Folge fand ich die Geschichte einfach nicht wirklich glaubwürdig und zu wenig authentisch, denn viele Geschehnisse erschienen mir einfach unrealistisch.

 

Gerade das Verhalten der Royal-Brüder Ella gegenüber hat mich zum Stirnrunzeln gebracht. Dass die Jungs ihrer neuen „Schwester“ erst einmal skeptisch und abwehrend gegenüberstehen, konnte ich nachvollziehen, aber wie sie sie zu Beginn behandelt haben, ging einfach gar nicht und ihr Vater hat es nicht einmal fertig gebracht, sie richtig zu erziehen. Klar, merkte man den Brüdern auch an, dass mehr hinter ihrem Verhalten steht (und das hat mich auch neugierig gemacht, was ich gut an dem Buch fand), aber ich habe mich doch immer wieder gefragt, ob dies nun ihren Umgangston und ihr Verhalten Ella und Frauen allgemein gegenüber rechtfertigt (ein Bruder hat beispielsweise Ella sexuell belästigt, was ich schon sehr heftig fand). Gerade die beleidigende Sexschiene war mir irgendwann einfach zu viel des guten. Ich habe es dann einfach ausgeblendet und muss sagen, dass mir die Geschichte danach dann auch gefallen hat.

 

Auch war mir nicht so ganz ersichtlich, warum sich alles so auf Ella fokussiert. Sie kommt neu in die Familie der Royals und schwupps, an der Schule, in der Familie, einfach überall dreht sich alles nur noch um sie. Die Jungs und sogar die Mädchen an der Schule haben sich auch nur noch auf sie eingeschossen. Da Ella „Frischfleisch“ ist, ist das ja schon noch nachvollziehbar, aber auch hier wurde alles wieder auf sexueller Ebene ausgelebt. So fand ich beispielsweise einen „Bitchfight“ in BH, kurzen Pantys und vor versammelter Mannschaft ziemlich fragwürdig. Auch andere Geschehnisse endeten meist (eigentlich immer) gewollt oder ungewollt auf körperlicher Ebene. Dabei gäbe es viele andere Möglichkeiten wie das Leben der Jugendlichen hätte gestaltet werden können, denn ich denke, dass nicht alles in ihrem Leben aus Partys (Ella und die Royals leben nahezu von Party zu Party) und Sex besteht.

 

Abgesehen davon, dass vieles einfach zu oft ins Sexuelle umgeschwungen ist, fand ich aber die dahinter verborgenen Handlungsstränge sehr spannend. So erfährt Ella beispielsweise viel  über ihre Herkunft und ihren Vater. Auch die Royals verbergen das ein oder andere Familiengeheimnis. Dies zu verfolgen und hinter die Kulissen zu blicken hat mich beim Lesen stets angetrieben und meine Neugierde befeuert. Ich wollte gerne mehr über die Familienverhältnisse der Jungs erfahren oder auch über ihre geheimnisvollen nächtlichen Aktivitäten (die nichts mit Sex zu tun hatten). Auch fand ich das Geplänkel zwischen Ella und dem Royal-Brüder-Anführer Reed unterhaltsam, sodass ich schon gespannt bin auf die Fortsetzung.

 

Fazit

„Paper Princess“ konnte mich zwar nicht begeistern, aber immerhin gut unterhalten. Zwar fand ich einiges eher unglaubwürdig und unrealistisch, aber das Geplänkel zwischen Ella und Reed war dafür amüsant und die ganzen (Familien)Geheimnisse haben meine Neugier geweckt. Etwas schade fand ich, dass viele Geschehnisse in der Handlung immer auf die körperliche, sexuelle Ebene gebracht worden (und die weiblichen Figuren dabei nicht so gut weggekommen) sind, sodass es den Eindruck erweckte, als gäbe es nichts anderes im Leben.

3 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Paper Princess

2. Paper Prince

3. Paper Palace

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120 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

gefühle, fantasy, liebe, fear, kissed by fear

Winterseele - Kissed by Fear

Kelsey Sutton , Ursula Held
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 19.04.2017
ISBN 9783473585083
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Niemand weiß, dass Elizabeth Caldwell die Gabe besitzt, Gefühle in menschlicher Gestalt zu sehen. Sehnsucht, Mitleid, Wut - sie alle halten sich von Elizabeth fern, denn sie zeigt als einzige Sterbliche keine Reaktion auf ihre Berührung. Allein der Angst und Schrecken verbreitende Fear wird bei ihr schwach. Er ist besessen davon herauszufinden, welche Macht Elizabeth zu dem gemacht hat, was sie ist ...“

 

Gestaltung

Am meisten mag ich an diesem Cover, dass der Titel und die Schmetterlinge in rotmetallic schimmern und so direkt den Blick auf sich ziehen. Auch dass sich das Kleid des Mädchens nach hinten hin aufzulösen scheint, sieht richtig toll aus. Zudem mag ich den Hintergrund mit den vielen verschiedenen Lichtpunkten und Farben sehr gerne. Schade finde ich, dass das Gesicht des Mädchens so dunkel und schwer zu erkennen ist.

 

Meine Meinung

„Winterseele – Kissed by Fear“ ist mir bereits im englischen Original aufgrund des sehr besonders klingenden Klappentextes ins Auge gesprungen. Darum war ich sehr erfreut, diese Geschichte nun endlich auf Deutsch lesen zu können, da ich mir aufgrund der recht ausgefallenen Idee des Buches nicht ganz sicher war, ob ich auf Englisch nicht aufgrund der personifizierten Emotionen zu schnell verwirrt werden würde. Dies ist nämlich ein wichtiger und kreativer Handlungszweig der Geschichte: die vielen verschiedenen Gefühle nehmen in diesem Buch Menschengestalt an.

 

Diese Grundidee hat mir richtig gut gefallen, denn sie war innovativ und neuartig. Gefühle, die zum Leben erwachen, sind mir bisher noch nicht begegnet. Leider hat die Autorin dieses großartige Potenzial etwas verschenkt, denn sie hat den Weltentwurf nicht ganz ausgearbeitet. Vieles wurde angeschnitten und nicht näher beleuchtet, was ich sehr schade fand, da ich gerne mehr über die Hintergründe erfahren hätte. Die Erklärungen zur Welt der Emotionen fehlten mir persönlich etwas bzw. es blieb zu ungenau und unklar. Schade, dass eine so ausgefallene, coole Idee so blass geblieben ist.

 

Auch empfand ich die Menge an traurigen Schicksalen, die die Protagonistin Elizabeth ereilt haben, als zu übertrieben. Sie war mit so vielen negativen Entwicklungen und Geschehnissen versehen, dass es für mich den Eindruck erweckt hat, als wolle die Autorin unbedingt alles schwere Schicksal der Welt auf Elizabeths Schultern bürden, damit der Leser auf jeden Fall Mitgefühl mit ihr empfindet. Realistisch war es für mich aber nicht, denn so viel Negatives, Trauriges auf einmal halte ich dann doch für sehr unwahrscheinlich.

 

Elizabeth betont zudem stets, dass sie nichts fühlt bzw. keinerlei Emotion verspürt, aber irgendwie konnte ich das angesichts der gerade erwähnten, traurigen Schicksale dann doch nicht so ganz glauben. Ich habe zwar selber für mich plausible Erklärungen erstellen können, aber aus dem Text ging nicht klar hervor, ob sie denn nun wirklich nichts fühlt oder dies nur als Schutzmechanismus behauptet, denn so wie es beim Lesen auf mich den Anschein hatte, hat Elizabeth schon das ein oder andere Mal etwas gefühlt (sodass es mir nicht ganz schlüssig und konsequent erschien).

 

Als positiv empfand ich das Ende, welches eine Überraschung bzw. einen interessanten Plot-Twist bereit hielt, der nicht abzusehen war. Es war auch nicht zu sehr Happy End, sodass es mich zufrieden gestellt hat und (abgesehen von den Erklärungen zum Weltentwurf) keine Fragen offen ließ. Gut fand ich auch, dass der männliche Protagonist, die Verkörperung des Gefühls Angst, seinen englischen Namen Fear beibehalten hat, denn es wäre doch etwas seltsam gewesen, wenn er „Angst“ geheißen hätte.

 

Fazit

Die Idee von „Winterseele – Kissed by Fear“ fand ich wirklich spannend und neuartig, denn Personifizierte Gefühle sind mir in einem Buch bisher noch nicht untergekommen. Allerdings hätte die Autorin diese Welt etwas genauer erklären und mehr Hintergrundinformationen geben können, denn so blieb es mir zu blass. Auch empfand ich all die traurigen Schicksale, die sich bei den wenigen Figuren gehäuft haben, übertrieben und zu viel. Was mir hingegen gefallen hat war das Ende, welches einen packenden Plot-Twist bereit hält und so nochmal die gesamte Geschichte über den Haufen wirft.

Knappe 3 von 5 Sternen!

 

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Einzelband

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193 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

hexen, magie, freundschaft, prophezeiung, fantasy

Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737354240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Zwei Mädchen. Zwei Welten. Eine Prophezeiung
Ember und Poppy kommen in derselben finsteren Gewitternacht in weit voneinander entfernten Teilen des Landes zur Welt. Durch einen mächtigen Fluch werden sie noch in der Sekunde ihrer Geburt vertauscht. So wächst das Mädchen Ember in einem Clan von Hexen auf. Und Poppy, die Hexe, in einer Kleinstadt in England. […] Immer und überall spüren die beiden, dass sie anders sind und nicht dazugehören. Doch von der uralten Prophezeiung, die ihr Schicksal bestimmt, ahnen sie nichts. Erst als sie sich eines Tages gegenüberstehen, wissen sie, dass es einen Ort geben muss, an dem sie glücklich sind. Und dass es höchste Zeit ist, für dieses Glück zu kämpfen. Denn in irgendeiner Stadt im Süden ist Embers leibliche Mum gerade dabei, den Verstand zu verlieren. Und in den Wäldern im Norden formieren sich die Hexenclans für die letzte Schlacht um den Thron.“

 

Gestaltung

Das Covermotiv ist meiner Meinung nach ziemlich außergewöhnlich, denn es ist ein Mädchengesicht zu sehen, welches aufgrund der skizzenartigen Zeichnungen sehr besonders ist. Zudem passen die Spinnen, Äste, Blumen und Schlangen gut zum Hexenanteil in der Geschichte. Mir gefällt besonders, dass der Schutzumschlag mit Perlmuttschimmer versehen ist. So glitzert das Buch im Licht wunderschön und wirkt magisch.

 

Meine Meinung

Geschichten über Hexen üben immer eine Faszination auf mich aus. Darum wollte ich „Die Prophezeiung der Hawkweed“ unbedingt lesen. Auch die Vertauschungsgeschichte der beiden Protagonistinnen Poppy und Ember klang sehr vielversprechend, ebenso wie die Prophezeiung und die Schlacht der Hexenclans. Leider hat dies aber wohl meine Erwartungen zu sehr geschürt und in die Höhe getrieben, denn für mich war das Buch anders als erwartet. Nicht schlecht, aber eben auch nicht so grandios, wie ich es mir erhofft hatte.

 

Was ich wirklich sehr, sehr schade fand, war dass die Handlung einfach nur vor sich hin plätscherte. Es kam einmal ein lang erwarteter Showdown auf, aber danach verpuffte die Spannung wieder im nichts. Es gibt durchaus nette Szenen und auch interessante Momente, ja, aber sie sorgen nicht für Nervenkitzel oder Rasanz. Zudem fühlte ich mich beim Lesen die ganze Zeit so, als würde ich auf etwas warten. Sei es nun eine überraschende Wendung, eine tiefergehende Erkenntnis oder einfach ein großes Finale. Bis zu den letzten Seiten geschah aber nichts dergleichen und das hat mich am Ende eher zum Stirnrunzeln gebracht.

 

Das Ende war recht offen und lässt einigen Spielraum für den zweiten Band, der hoffentlich das Potenzial der Geschichte voll ausschöpft. Ich mochte nämlich die Idee von Irena Brignull wirklich gerne. Die beiden Protagonistinnen, aus deren Perspektiven die Geschichte in der dritten Form geschrieben ist, leben in Welten, in die sie nicht gehören und die deswegen einfach anders sind. Diese Thematik gefiel mir sehr gut. Aber leider fand ich die Umsetzung etwas holprig, denn der Fokus liegt eindeutig auf Poppy. Ember war zwar da, aber das war es dann auch. Sie blieb blass und spielte keine wirklich wichtige, tragende Rolle. Da hatte ich nach dem Lesen des Klappentext ganz anderes erwartet.

 

Vielmehr kam dann eine Liebesgeschichte hinzu, die für mich nicht hätte sein müssen. Es hätte mir vollkommen ausgereicht, wenn die Beziehungen zwischen den beiden Protagonistinnen und ihren Welten ausgereizt worden wären. Wenn Ember eine gleichwertige Rolle zu Poppy innegehabt hätte. Aber vielleicht haben mich hier auch einfach meine Erwartungen zu sehr beeinflusst…jedoch konnte ich beim Lesen nicht umhin mich zu wundern, wieso sich vieles so um Poppy, deren Aussichten auch ziemlich düster sind, dreht.

 

Mir gefiel die Welt der Hexen sehr gut und ich mochte es richtig gerne, dass die Autorin sie in unsere Welt und Zeit transportiert hat. So blieben historische Hintergründe aus und stattdessen verlieh Irena Brignull unserer Realität ein wenig Magie und Fantasy. Auch die Atmosphäre des Buches fand ich passend, auch wenn diese sehr düster angehaucht war. Jedoch passte dies für mich gut zur Hexenwelt und dem Setting.

 

Fazit

Ich denke, wenn man unvoreingenommen und ohne Erwartungen an „Die Prophezeihung der Hawkweed“ heran geht, kann man hier sehr schöne Lesestunden verbringen. Wenn man jedoch – wie ich – auf eine spannungsgeladene Geschichte, in der zwei junge Mädchen um ihr Schicksal und ihren Platz in der Welt kämpfen, hofft, sollte man sich bewusst machen, dass es hier eher nur um Poppy geht und nicht um beide Mädchen. Die Welt der Hexen und die Atmosphäre hat die Autorin aber gut dargestellt und ihre Idee hat mir insgesamt auch sehr gefallen, leider war die Umsetzung einfach etwas holprig.

Knappe 3 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Die Prophezeiung der Hawkweed

2. The Hawkweed Legacy (erscheint voraussichtlich am 15. August 2017 auf Englisch)

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415 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

liebe, science fiction, rebellion, weltall, meagan spooner

These Broken Stars. Jubilee und Flynn

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583611
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Jubilee und Flynn hätten einander nie begegnen sollen. In einem Krieg, der schon seit Generationen andauert, stehen sie auf verschiedenen Seiten. Denn Lee ist Kommandantin der Armee-Einheit, die die Rebellen auf dem Planeten Avon bekämpfen soll, Flynn deren Anführer. Als er sich ins Militärlager einschleicht, wird er von Lee gestellt. Sein einziger Ausweg ist, sie gefangen zu nehmen. Doch dann fordern die anderen Rebellen ihren Tod und Flynn trifft eine Entscheidung, die ihrer beider Leben für immer verändern wird.“

 

Gestaltung

Das Cover passt definitiv zu dem des ersten Bandes und mir gefällt nach wie vor die Umrandung der Gesichter sehr gut, denn diese sieht so aus, wie Sterne im All. So wird das Setting der Geschichte sehr schön aufgegriffen. Auch finde ich es super, dass Details der Figuren, wie die grünen Augen des männlichen Protagonisten, auf dem Cover aufgegriffen werden. Allerdings wird dies bei dem Mädchen auf dem Cover nicht ganz so strikt durchgehalten wie bei dem Jungen, denn Jubilee ist im Buch eine Chinesin und das Mädchen auf dem Cover sieht nicht sehr asiatisch aus.

 

Meine Meinung

Wenn ich „These broken stars – Jubilee und Flynn“ im Vergleich zum ersten Band, welcher sich um Lilac und Tarver drehte, betrachte, so muss ich eindeutig sagen, dass mir dieser zweite Band viel, viel besser gefallen hat. Die Geschichte von Jubiliee und Flynn hatte für mich vom Gefühl her weniger langatmige Passagen zwischendurch. In diesem Band entführt das Autorinnenduo den Leser auf den Planeten Avon, auf dem wir die Soldatin Jubilee (auch kurz Lee genannt) kennen lernen. Sie wird direkt zu Beginn vom Rebellen Flynn entführt und so nimmt das Schicksal seinen Lauf, denn die beiden kommen einer Verschwörung auf die Schliche…

 

An der Handlung gefiel mir dieses Mal die Kombination aus Action, Kampf sowie Gefahr und Geheimnissen sehr gut, denn die Autorinnen verbinden Mystery mit packenden Kampfszenen und mehreren Verfolgungsjagden. Die geheimnisvollen Geschehnisse waren für mich sehr spannend, denn durch mein Hintergrundwissen vom Vorband, hatte ich bereits einige Vermutungen aufgestellt und ich war neugierig, ob sie sich bewahrheiten würden. Hier dreht sich alles um eine plötzlich verschwindende und immer wieder auftauchende Militärbasis, um Gedächtniskontrolle, Irrlichter bzw. Geister und viele andere mysteriöse Geschehnisse, die für die Figuren nicht so leicht erklärbar sind. Kommen dann noch die rasanten Momente hinzu, ist die Spannung wirklich perfekt, denn die Neugier brannte mir auf der Seele, während ich gemeinsam mit Flynn und Lee um deren Leben bangte!

 

Auch wenn in diesem Band der Fokus auf zwei anderen Protagonisten liegt, so wird dennoch auch Bezug auf die Handlung von „These broken stars – Lilac und Tarver“ genommen, denn es gibt ein kurzes Wiedersehen mit Tarver und Lilac und in dem Zusammenhang werden auch deren Erlebnisse nochmal kurz geschildert. Ich denke zwar schon, dass man den Band um Lee und Flynn auch einzeln lesen und verstehen könnte, aber gerade um den großen Zusammenhang der Geschichte, wie beispielsweise die Welt, in der die Figuren leben, oder die Geheimnisse, verstehen zu können, ist es leichter und auch spaßiger wenn man Lilacs Geschichte auch kennt.

 

Ebenso wird hier die Geschichte wieder aus den wechselnden Perspektiven der Hauptfiguren erzählt, sodass ich wieder beide Figuren gut kennen lernen konnte. Ebenso gab es wieder Einschübe zwischen den einzelnen Kapiteln. Diese empfand ich dieses Mal jedoch als etwas konfus. Sie passten zwar zur Geschichte und haben auch am Ende einen Sinn ergeben, aber für mich war die Einbindung der Einschübe bei Tarvers und Lilacs Geschichte etwas besser gelöst, da sie dort zu den Geschehnissen der Handlung gehört haben, während sie in diesem Band durchaus auch hätten weggelassen werden können.

 

Was ich in diesem Band etwas schade fand war, dass die Hintergründe oftmals unklar und schwammig blieben. Die Autorinnen haben den Weltentwurf und die Terraformierung wenig beleuchtet und dabei spielt gerade diese auf Avon eine wichtige und tragende Rolle. Dadurch blieb auch der entscheidende Konflikt zwischen Rebellen und Militär etwas in der Schwebe und unklar. Hier hätten die Autorinnen mehr Hintergründe geben müssen, denn ich fand es schwierig zu erkennen, warum z.B. die Rebellen kämpfen, woher ihr Konflikt mit den Soldaten kommt oder worum es eigentlich genau dabei geht. So konnte ich den Konflikt zwischen Militär und Rebellen nicht so ganz verstehen bzw. hatte beim Lesen die ganze Zeit über das Gefühl, als könnte ich ihn einfach nicht richtig greifen und nicht komplett nachvollziehen.

 

Was ich wirklich toll fand, waren die Querverbindungen zu den anderen Büchern. Wie bereits erwähnt gibt es ein Wiedersehen mit Tarver und auch mit Lilac (da ich Tarver sehr gerne mochte, habe ich mich natürlich richtig gefreut, aber auch Lil war in diesem Band viel cooler als im Vorgänger). Aber es gibt auch schon erste Andeutungen auf Sofia und Gideon, die beiden Protagonisten des dritten Bandes. Mir gefallen diese Verbindungen zwischen den Hauptfiguren richtig gut, denn es entsteht ein Netz zwischen ihnen und sie alle haben einen gemeinsamen Feind, La Roux Industries. Ich bin schon sehr gespannt, ob und wie sie es schaffen werden, die La Roux zu Fall zu bringen…

 

Auch haben mir Lee und Flynn als Protagonisten sehr gut gefallen. Vor allem Flynn fand ich super, denn durch sein Leben auf Avon hat er noch nie Sterne gesehen oder andere Welten, sodass es zu einigen süßen Szenen kam. Auch war er sehr erwachsen, familiär und heimatverbunden, was ich gerne mochte. Er ist der Anführer der Rebellen und war nicht so hitzköpfig, wie man es erwarten würde. Vielmehr war er eine große Überraschung mit seinem Ziel des Friedens auf Avon und seinem besonnenen Verhandlungsgeschick. Lee war eigentlich eine typische Soldatin: kampferfahren, begabt und ihrer Sache verschrieben. Bei ihr fand ich es richtig toll und außergewöhnlich, dass sie sich durch Flynn gewandelt hat und auch mal gegen ihre Überzeugungen gehandelt hat. Sie hat sich als sehr vielschichtig erwiesen. Zwar gab es auch etwas Liebeshin und -her zwischen den beiden, aber das passte gut zu ihrer Situation und den entgegengesetzten Rollen, die sie verkörperten und die ihre Beziehung kompliziert machen.

 

Fazit

Für mich war „These broken stars – Jubilee und Flynn“ noch viel besser als sein Vorgänger, denn es war rasant, actionreich und nicht eine Minute lang langweilig. Dies wurde dann noch gekonnt mit etwas Mystery und vielen Geheimnissen verknüpft, die mich zum Rätseln anregten. Etwas schade war, dass die Hintergründe der Geschichte nur angedeutet und nicht klar benannt wurden. Besonders gerne mochte ich Flynn, aber auch Jubilee war eine coole Figur. Die Querverbindungen zu den Protagonisten der anderen Bände stellten zusätzlich ein besonderes Highlight des Buches für mich dar.

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. These Broken Stars – Lilac und Tarver

2. These Broken Stars – Jubilee und Flynn

3. These Broken Stars – Sofia und Gideon (erscheint auf Deutsch am 28.07.2017)

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247 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

märchen, dornröschen, märchenadaption, rhiannon thomas, hundertjähriger schlaf

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Sie hat hundert Jahre geschlafen.
Ein Prinz hat sie wachgeküsst.
Doch ab da ist nichts mehr wie im Märchen ...
Nach hundertjährigem Schlaf wird Prinzessin Aurora von Prinz Rodric aus dem Schlaf geküsst. Für den Prinzen und seine Familie ist alles klar: Aurora und Rodric sind füreinander bestimmt. Doch ist es das, was Aurora will? Schnell muss sie erkennen, dass sie nur eine Schachfigur in einem Intrigenspiel um Thron und Macht ist. Denn nur wer Aurora, die rechtmäßige Thronerbin, heiratet, hat auch Anspruch auf den Thron. Rodrics Eltern sind tyrannische Herrscher, die Auroras Volk grausam unterdrücken. Und so beschließt Aurora, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und ihr Volk zu retten. Und da ist auch noch der geheimnisvolle Prinz Finnegan, zu dem sie sich gegen ihren Willen hingezogen fühlt.“

 

Gestaltung

Das Cover sieht sehr märchenhaft aus, was gut zum Inhalt des Buches passt, denn dort wird in gewisser Weise das Märchen Dornröschen aufgegriffen. Dementsprechend passen auch der rote Hintergrund, die Steinmauer und die Treppe, die aussieht wie aus Marmor, gut zur Geschichte. Das Mädchen finde ich sehr hübsch und es sieht nicht aus, als sei sie fotografiert worden, sondern eher so, als sei sie auf einem Gemälde festgehalten.

 

Meine Meinung

Der Klappentext von „Ewig – Wenn Liebe erwacht“ macht mehr als neugierig, da er nicht nur eine dramatische Liebesgeschichte verspricht, sondern auch auf Machtkämpfe hindeutet. Besonders schön fand ich die Idee der Autorin Rhiannon Thomas, dass sie das Märchen Dornröschen an der Stelle weiterschreibt, wo es eigentlich zu Ende ist und dass sie die Geschichte weiterspinnt. So befasst sich die Autorin mit der Frage, was denn passiert, wenn die Prinzessin den Prinzen eigentlich nicht möchte. Eigentlich ist das nichts neues, denn es gibt schon ein paar Filme, die sich mit dieser Thematik befassen, aber „Ewig – Wenn Liebe erwacht“ vermag dennoch gut zu unterhalten!

 

Zwar dauert es ein wenig, bis die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt, aber gerade die zweite Hälfte des Buches konnte mich zum Mitfiebern und Mitfühlen anregen. Hier habe ich gebangt, gehofft und habe Anteil an der Geschichte der Figuren genommen. Ich brauchte einfach ein wenig Zeit, um mich ganz auf die Figuren und vor allem Aurora einzulassen, denn die Geschichte wird aus der dritten Person erzählt. So fehlte mir ein wenig die Nähe zu Aurora, da ich kaum Einblicke in ihre Gedanken- oder Gefühlswelt erhalten habe. Aber mit der Zeit konnte ich sie dann doch einschätzen und mich dann auch ganz von der Geschichte mitreißen lassen.

 

Wie bereits erwähnt wurde ich mit Aurora mit Fortschreiten der Handlung immer wärmer, aber Prinz Rodric hatte ich direkt zu Beginn in mein Herz geschlossen, was mich doch überrascht hat. Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich irgendwie erwartet, dass ich ihn nicht mögen würde, aber er war mir äußerst sympathisch mit seiner naiven, gutmütigen Art. Finnegan, die eigentliche männliche Hauptfigur, war charakterlich das genaue Gegenteil von Rodric. Er war zwar auch gutaussehend, aber gleichzeitig auch sehr arrogant. Natürlich ist er auch charmant und nicht unsympathisch, aber ich konnte mich für ihn nicht ganz so erwärmen wie für den gutmütigen Rodric.

 

Etwas schade fand ich die Liebesbeziehungen in diesem Roman, denn sie haben mich doch sehr an altbekannte Muster und eingesessene Klischees erinnert. Für mich war zwar schon durch den Klappentext ersichtlich, dass sich zwischen Aurora und Finnegan etwas entwickeln würde, aber dass es dann doch so typisch ablief, war schade. Es beginnt nämlich mit der Viellesern bekannten Hassliebe…hier hätte ich mich gefreut, wenn die Autorin sich hier vielleicht etwas Neues hätte einfallen lassen.

 

Fazit

„Ewig – Wenn Liebe erwacht“ ist ein schöner, märchenhafter Auftakt einer zweibändigen Reihe. Trotz dessen, dass ich mich der Protagonistin nicht ganz so nah gefühlt habe und dass mir die Liebesgeschichte zu typisch war, konnte mich das Buch gut unterhalten. Vor allem der zweite Teil der Handlung hat mich dabei dazu angeregt, mit den Figuren mitzubangen.

4 von 5 Sternen!                                                                

 

Reihen-Infos

1. Ewig –  Wenn Liebe erwacht

2. Ewig – Wenn Liebe entflammt

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

götter, kinderbuch, humor, mythologie, sternzeiche

Die Götter sind los

Maz Evans , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551520906
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Krawumms! Bruchlandung im Kuhstall – so hatte Virgo sich ihre Mission auf der Erde nicht vorgestellt. Auch bei Elliot läuft es nicht gerade optimal: Seine Mum ist krank, das Geld ist knapp und sein Lehrer hat es auf ihn abgesehen. Da hat er besseres zu tun, als sich um ein durchgeknalltes Sternbild-Mädchen zu kümmern. Doch dann befreien Elliot und Virgo aus Versehen den Todesdämon Thanatos. Jetzt müssen sie bei der Weltrettung gemeinsame Sache machen. Zum Glück bekommen sie göttliche Unterstützung. Nur sind Zeus, Hermes, Aphrodite und Athene zwar unsterblich, aber nicht immer sooooooooooo hilfreich.“

 

Gestaltung

Die comicartigen Umrisse der Figuren finde ich sehr witzig, denn sie sehen wirklich niedlich aus. Auch finde ich, dass das Cover generell ziemlich hervorsticht. Zum einen mag dies an der Farbwahl aus Orange und Blau liegen, die sich wie ein Negativ immer abwechseln. Zum anderen liegt dies aber auch an der kindgerechten, coolen Comic-Gestaltung. Mir gefällt das Cover, denn das aus den Wolken ragende Dreieck erinnert mich ein wenig an einen Blitz oder ein Spotlight, das auf die Hauptfigur zeigt.

 

Meine Meinung

Ich liebe Göttergeschichten einfach! Da ich kürzlich „Magnus Chase“ von Rick Riordan verschlungen habe und es abgöttisch liebe, hatte ich jedoch zunächst etwas Angst, dass „Die Götter sind los“ nicht würde mithalten können. Diese Befürchtungen haben sich jedoch nicht bewahrheitet, denn ich hatte großen Spaß beim Lesen von Maz Evans Kinderbuch! Die Autorin hat hier eine sehr humorvolle Geschichte über Götter verfasst, die vor Chaos und Katastrophen nur so sprüht und so die Lachmuskeln anregt.

 

Protagonist Elliot hat aus Versehen den Tödesdämon Thanatos befreit und nun droht die Welt der Sterblichen und der Unsterblichen in Chaos zu versinken. So kommen ihm glücklicherweise die griechischen Götter zu Hilfe, wobei manchmal mehr als fraglich ist, ob sie helfen oder nicht doch eher noch größeres Chaos anrichten… Dabei wird Elliot auch tatkräftig unterstützt von dem Sternbild-Mädchen Virgo.

 

Besonders großes Lob möchte ich der Autorin für ihre kreativen, einfallsreichen Bilder der Götter aussprechen, denn Maz Evans kreiert witzige Götterbilder, die mich richtig zum Lachen gebracht haben. Sie transportiert die antiken Götter in unsere heutige Zeit und modernisiert sie. So begegnen wir Hermes, der in unserer Neuzeit handy- und modebesessen ist oder Zeus, der eine Vorliebe für Hawaiihemden und große Freude an der Verführung anderer entwickelt hat. So werden alteingesessene Götterbilder neu aufgemischt und unterhaltsam gestaltet.

 

Bei solch unterhaltsamen Göttern ist es natürlich auch kein Wunder, dass es bei der Rettung der Welten zur ein oder anderen Katastrophe kommt, wenn sie doch eigentlich versuchen zu helfen… So ist für großen Lesespaß gesorgt! Elliot ist dabei stets die Stimme der Vernunft, denn für sein Alter hat er viele Lasten zu tragen: er kümmert sich um seine Mutter und den Haushalt, hat finanzielle Sorgen. Da kommt ihm das Götterchaos natürlich nicht sonderlich gelegen. Elliot war mir dabei sehr sympathisch und vor allem die einfühlsameren Szenen zwischen ihm und den Göttern fand ich richtig süß.

 

Fazit

Ein unterhaltsamer und spannender Reihenauftakt im Stil von Rick Riordans Göttergeschichten, von daher: Percy Jackson Fans aufgepasst, hier kommt Elliot! „Die Götter sind los“ hat mir sehr gut gefallen, da die Geschichte sehr witzig war und die Götter mich oft zum Lachen gebracht haben. Aber auch für das Gefühl ist gesorgt, sodass Spaß und Emotion gleichermaßen vertreten ist. Nach dem Ende bin ich zudem sehr gespannt auf die Fortsetzung und ich hoffe, dass wir noch viele weitere Bände mit Elliot lesen können!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Die Götter sind los

2. Simply the Quest (erscheint am 03.August 2017 auf Englisch)

 

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98 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, wissenschaft, abenteuer, spannung & reise, zeitreise

Evolution - Der Turm der Gefangenen

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401601687
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Mit letzten Kräften erreichen Lucie und ihre Freunde die Stadt der Überlebenden. Während Jem vor den Toren gegen angreifende Tiere kämpft, hofft Lucie im Inneren endlich Antworten zu finden. Doch im Schatten der Türme scheint das Mittelalter wieder aufgelebt zu sein: Wissenschaft gilt als schwarze Magie, Fragenstellen ist streng verboten. Als die Jugendlichen aus verbotenen Büchern erfahren, dass sie nicht die ersten Zeitreisenden sind, entlädt sich der Zorn des Burgherrn. Den Freunden bleibt nur die Flucht. Ihr Ziel: der einzige Ort, der noch Hoffnung verspricht – die Oase der Zeitspringer. Aber der Weg dorthin führt durch gefährliche Sümpfe, mitten ins Land der Squids.“

 

Gestaltung

Während das Cover des ersten Bandes durch die Grüntöne und die Natur noch sehr lebendig wirkte, hat sich die Landschaft nun auf dem Buchdeckel des zweiten Bandes gänzlich geändert. Viel düsterer, unheilvoller und trostloser sieht die steinige Landschaft aus. Durch das kühle Blau des Covers wird diese Wirkung noch sehr gut untermauert. Die Idee, den Weg der Protagonisten auf dem Cover darzustellen, mag ich sehr gerne, denn auch auf diesem Band sind die Figuren wieder abgebildet, sodass die Reihe optisch zueinander passt.

 

Meine Meinung

Nachdem „Evolution – Die Stadt der Überlebenden“ ein Abenteuer voller Nervenkitzel und Fingernägel-abkauender-Spannung war, hatte ich große Erwartungen an die Fortsetzung. Und ich muss sagen, dass mir Band zwei genauso gut gefallen hat, wie Band eins! Die Geschichte wird wieder aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt. So ist die Handlung sehr abwechslungsreich, da zwischen den verschiedenen Erlebnissen der Figuren hin und her gesprungen wird. Dies ist auch zu keiner Zeit verwirrend, denn Autor Thomas Thiemeyer gelingt es sehr gut, die Charaktere voneinander abzuheben und ihnen eigene Charakterzüge zu verleihen. So sind die Figuren unterschiedlich wie Tag und Nacht, wodurch das Lesen viel Spaß macht.

 

Auch die Handlung war – abgesehen von ein, zwei etwas trockeneren Passagen – sehr spannend und vielseitig. Die Gruppe Jugendlicher gelangt in die Stadt der Überlebenden und sieht sich dort mit einem Ort konfrontiert, der in vielen von ihnen Zweifel und Misstrauen hervorruft. Aber auch vor den Toren der Stadt geht es spannend weiter, denn Jem kämpft dort um sein Überleben mit wilden, gefährlichen Gegnern… Die Geschichte ist schnell erzählt und weist viel Action auf, wodurch zwar manchmal etwas die Tiefe fehlt, aber die Spannung bleibt so stets sehr hoch.

 

Im Handlungsverlauf kommen auch zwei neue Figuren zur Gruppe um Lucie und Co hinzu. Die zwei neuen Jungs bringen frischen Wind und neue Ansichten in die Gruppe, wodurch die Karten neu gemischt werden. Dabei habe ich es allerdings ein wenig so empfunden, als würde der Autor stets versuchen, zwischen den Mädchen und Jungs (Liebes-)Gefühle zu erzeugen. Zwar mag es im Jugendalter so sein, dass man sich schnell ver- und wieder entliebt, aber für mich würde die Geschichte dieser Trilogie auch gut ohne bzw. mit weniger Liebeshinundher auskommen.

 

Ich fand es auch toll, dass wir in diesem Band mehr über die Vergangenheit und die Hintergründe erfahren haben. Zudem spielt Lucies Fähigkeit, Gefühlen Farben zuzuordnen und diese sehen zu können, eine besondere Rolle, was ich ziemlich spannend fand. Auch gefiel es mir, dass die Charaktere alle so unterschiedliche Motive, Intentionen und Beweggründe haben. Jeder der Jugendlichen ist so anders und viele von ihnen haben mich hier auch nochmal überrascht.

 

Fazit

Mit „Evolution – Der Turm der Gefangenen“ hat Thomas Thiemeyer mich nochmals überzeugt und eine packende Fortsetzung vorgelegt, die locker mit ihrem Vorgänger mithalten kann. Etwas schade fand ich, dass hier so viele Liebespaarungen erzeugt werden, aber abgesehen davon konnte mich vor allem wieder die Vielfalt der Charaktere überzeugen. Jeder Teenager der Gruppe hat andere, spannende Beweggründe und durch die neu hinzugekommenen Jugendlichen kommt zudem nochmals frischer Wind in die Gruppendynamik! Ich bin richtig gespannt auf das Finale und freue mich schon sehr darauf!

4 von 5 Sternen!

 

Reihe-Infos

1. Evolution – Die Stadt der Überlebenden

2. Evolution – Der Turm der Gefangenen

3. Evolution – Die Quelle des Lebens

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los angeles, liebe, beatrix gurian, sommernachtsfunkeln, vater

Sommernachtsfunkeln

Beatrix Gurian
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.04.2017
ISBN 9783401603223
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Luke ist schon lange Katis bester Freund. Dass sie mehr für ihn empfindet, will sie ihm nach einer Party endlich sagen. Doch dann passiert ein tragischer Unfall, von dem Kati schwere Narben davonträgt. Niedergeschlagen reist sie als Au-Pair nach L.A., wo ihr Leben einen geradezu magischen Aufschwung nimmt. In einer Bar namens "LIVED" findet Kati in den attraktiven Geschwistern Jeff und
Lucy neue Freunde. All ihre Träume scheinen plötzlich wahr zu werden. Doch die Glamour-Welt verbirgt etwas – und erst mit Lukes Hilfe erkennt Kati, dass sie längst in einem Albtraum gefangen ist.“

 

Gestaltung

Da rot meine Lieblingsfarbe ist, ist das Cover wie für mich gemacht! Ich liebe die warmen Farben und das rote Kleid sieht einfach umwerfend aus, weil der Rotton nicht zu knallig ist, sondern genau passend! Die goldenen Punkte und der mit Lichtpunkten versehene Hintergrund finde ich auch wunderschön, denn die Punkte wirkten so, als würden sie aus dem Hintergrund herabregnen. Dass sie und der Titel dabei noch mit Glitzereffekt versehen sind, ist das Tüpfelchen auf dem i!

 

Meine Meinung

Als großer Beatrix Gurian Fan ist es für mich ein Muss, ihr neustes Werk schnellstmöglich zu lesen und ich kann sagen, dass mir auch „Sommernachtsfunkeln“ wieder ein paar schöne Lesestunden beschert hat. Als kurzer Hinweis zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass das Cover dieses Buches zwar dem von „Glimmernächte“ ähnelt, aber „Sommernachtsfunkeln“ keine Fortsetzung ist. Es ist ein in sich abgeschlossener Einzelband, mit einer tollen Geschichte, die Realität mit Fantasie vermischt!

 

In diesem Buch geht es um Kati, die  nach einem Unfall mit ihrem Freund Luke eine Narbe im Gesicht und seitdem nicht mehr mit ihm gesprochen hat. Sie begibt sich nach L.A. auf die Suche nach ihrem Vater und begegnet dort dem geheimnisvollen Jeff, der Kati bei ihrer Suche hilft, aber gleichzeitig auch versucht bei ihr zu landen. Dabei wirft die Bar „LIVED“, in welcher sie sich kennen gelernt haben, einige Fragen und Rätsel auf...

 

Beatrix Gurian erschafft in „Sommernachtsfunkeln“ ein tolles Spiel mit Realität und Schein, denn für den Leser entsteht z.B. durch die Geheimnisse, die mit der Bar verbunden sind (und über die ich aus Spoilergründen nichts weiter verrate), die Unsicherheit, ob Katis Erlebnisse real sind oder nicht. In diesem Zusammenhang webt die Autorin auch übernatürliche, phantastische Elemente grandios in die Geschichte ein, sodass sie nahezu alltäglich wirken und kaum als solche auffallen (auch wenn der Leser natürlich immer wieder Spekulationen anstellt, da diese Aspekte ihn geradezu dazu anregen). Nach dem Lesen des Klappentextes habe ich zunächst mit so etwas gar nicht gerechnet, sodass ich mich am Ende sehr darüber gefreut habe, dass mich die Fantasyaspekte zum Spekulieren, Rätseln und Mitdenken angeregt haben (ganz wie ich es von den Büchern der Autorin gewohnt bin).

 

Wen ich richtig gerne mochte, war Luke. Er war mir auf Anhieb sympathisch, schon allein als Kati von ihm gesprochen oder an ihn gedacht hat! Seine Verhaltensweisen entsprachen genau dem, was ich mir die ganze Zeit gewünscht habe. Kati war nämlich recht blauäugig, was ich aber verstehen konnte. Ihr Handeln hat die Autorin für mich auch stets sehr nachvollziehbar sowie plausibel geschildert, sodass ich ihr nichts übel nehmen konnte. Kati hat in meinen Augen auch so reagiert und gehandelt, wie es realistisch ist und wie es vermutlich jeder in ihrer Situation getan hätte.

 

Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich sagen muss, dass mir das Ende etwas zu sehr Happy End war. Ich finde es zwar immer gut, wenn Geschichten positiv enden, aber hier gab es wirklich in allen Aspekten eine Besserung, was für mich ein wenig zu viel des Guten war (näheres wird wieder aus Spoilergründen nicht verraten ;) ). Auch hätte ich hier noch eine überraschende Wendung oder etwas mehr Rasanz nicht schlecht gefunden, wobei ich auch sagen muss, dass der Epilog die Geschichte wunderbar schließt und abrundet.

 

Fazit

Wieder hat Beatrix Gurian ein wundervolles Buch geschrieben, das mir spannende, rätselhafte Lesestunden beschert hat. „Sommernachtsfunkeln“ kombiniert Reales mit Phantastischem und erzeugt so beim Leser eine Skepsis, durch die er zum Nachdenken und Mitraten angeregt wird. So liebe ich das! Das Ende des Buches war für meinen Geschmack etwas zu positiv, aber abgesehen davon hat mir das Buch sehr gut gefallen!

4 von 5 Sternen!

 

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Einzelband

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fantasy, jugendbuch, auf immer gejagt, erin summerill, königreich der wälder

Auf immer gejagt (Königreich der Wälder 1)

Erin Summerill , Nadine Püschel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783551583536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Im Wald kennt Tessa sich aus, er ist ihr Zuhause. Im Dorf jedoch wird sie nur geduldet, obwohl ihr Vater Saul der Kopfgeldjäger des Königs ist. Denn ihre Mutter beherrschte Magie, und die ist in Malam verboten. Als Saul getötet wird, hat die junge Fährtenleserin nur eine Chance auf ein sicheres Leben: Sie muss im Auftrag des Königs den angeblichen Mörder jagen – Cohen, der Gehilfe ihres Vaters. Der Junge, den sie heimlich liebt! Tessas besondere Gabe sagt ihr, dass Cohen schuldig ist. Aber ihr Herz spricht eine andere Sprache.“

 

Gestaltung

Besonders schön finde ich die schimmernde Goldverzierung des Titels, denn diese strahlt vor dem braun-grünen Hintergrund richtig. Der Wald wirkt auch sehr geheimnisvoll und sieht durch seine Farben sehr natürlich aus. Die Kombination aus dem Foto eines realen Waldes mit dem darauf liegendem Astmuster mag ich auch sehr gerne, weil dies dem Cover verschiedene Eben verleiht. Das Mädchen hätte für mich etwas hellere Haare haben müssen, da die Protagonistin als hellblond beschrieben wird. Unter dem Schutzumschlag verbirgt sich dann auch eine wunderschöne Illustration, denn das Buch wird von dem Foto eines Waldes verziert.

 

Meine Meinung

Die englische Originalversion von „Auf immer gejagt“ ist mir bereits auf Instagram mehrfach ins Auge gesprungen. Umso erfreuter war ich natürlich über die deutsche Übersetzung zu der ich auch direkt greifen musste. In diesem Buch geht es um Tessa, die im Königreich Malam lebt und deren Vater, der Kopfgeldjäger des Königs, leider gestorben ist. Ihre früh verstorbene Mutter stammte aus dem Nachbarkönigreich, mit dem Malam im Krieg steht. Als Tessa gegen ein Gesetz des Königs verstößt und verhaftet wird, erfährt sie, dass Cohen, der ehemalige Lehrling ihres Vaters und ihre heimliche Liebe, ihren Vater ermordet haben soll. So macht sie sich mit drei Männern der Königswache auf, Cohen zu finden. Auf dieser beschwerlichen Reise entdeckt sie auch mehr über sich, denn sie verfügt über eine Gabe…

 

Die Handlung versprach einiges an Spannung, denn mit Kopfgeldjägern, verfeindeten Königreichen und einer Jagd auf Leben und Tod kann man doch so einiges anstellen! Für mich war der Dilogie-Auftakt von Erin Summerill dann eine Mischung aus wirklich spannenden Momenten und etwas Vorhersehbarkeit, denn ich konnte einige Entwicklungen vorausahnen. Gleichzeitig hielt das Buch aber auch packende Überraschungen parat, die große Lust auf das Weiterlesen gemacht haben. Man sollte sich aber auch darauf einstellen, dass in diesem Buch viel oder eigentlich fast nur gereist wird, denn zu Pferd verfolgen Tessa und die Soldaten Cohen.

 

So wird es zwischenzeitlich etwas monoton, wenn die Figuren nur reisen, Rast machen und miteinander Gespräche führen. Mich hat dies allerdings gar nicht so gestört, denn ich fand es spannend, Tessa, Cohen und die Soldaten auf ihrer Reise zu begleiten. Zudem gibt es gleichzeitig auch spannende Verfolgungsjagden und die 2. Hälfte bietet einiges an Abwechslung. Mir hat Tessa, aus deren Ich-Perspektive das Buch erzählt wird, nur manchmal zu viel betont, dass Cohen sie verlassen und ihr das Herz gebrochen hat (während sie gleichzeitig aber auch die ganze Zeit nach ihm geschmachtet hat).

 

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Verbindung der Protagonisten zu den Kriegsgeschehnissen der beiden Königreiche, denn Tessa und Cohen nehmen dafür eine wichtige Rolle ein. Die Hintergründe zum Krieg werden dabei von der Autorin richtig schön in die Handlung und Tessas Suche nach dem Mörder ihres Vaters eingewoben, sodass ich nach und nach mehr über die von Erin Summerill erdachte Welt erfuhr. So kommt das junge Mädchen im Angesicht des drohenden Krieges einer Verschwörung auf die Spur, welche nochmals eine hohe Brisanz in die Handlung bringt. Auf diese Weise wird die Spannung um einiges erhöht, denn ich wurde zum Spekulieren und Vermuten-aufstellen angeregt und war neugierig, ob ich Recht behalten würde. Die Gefahr des Krieges, die stets über der Handlung und den Figuren schwebt, war für mich richtig greifbar, sodass ich mich stets gefragt habe, wann die Stimmung kippen und der Krieg ausbrechen wird. So wird das Buch wirklich super spannend! Zudem mochte ich den Weltentwurf der Autorin sehr gerne, denn sie hat eine eigene Welt entworfen und diese richtig lebendig werden lassen. Auch ihre Ideen zur (schwarzen) Magie haben mir richtig gut gefallen, denn sie haben die Fantasygeschichte toll ergänzt und waren gut durchdacht.

 

Das Ende von „Auf immer gejagt“ hat mir am besten gefallen, denn es wird dramatisch und hat noch einmal einiges an Action in Form von spannenden Kämpfen parat gehalten, nach welchen ich mich vorher gesehnt hatte. Zudem lässt das Ende ein paar Fragen offen für den zweiten Band, auf den ich mich jetzt schon riesig freue, denn ich bin wirklich neugierig, was all die Andeutungen am Ende dieses Bandes für uns Leser in der Fortsetzung bereit halten werden!

 

Fazit

„Auf immer gejagt“ ist ein spannender Dilogie-Auftakt, den ich richtig gern gelesen habe und der mir tolle Lesestunden beschert hat. Das Buch ist gerade angesichts des drohenden Krieges und der damit verbundenen Entdeckungen richtig packend und die Verfolgungsjagd durch den Wald und die Länder hat mir großen Spaß gemacht. Für mich war manche Entwicklung etwas vorhersehbar, aber es gibt auch Überraschungen, die interessante Wendungen in die Handlung bringen. Der Weltentwurf und die Ideen der Autorin haben mir zudem sehr gut gefallen und mich wirklich überzeugt!

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Königreich der Wälder - Auf immer gejagt

2. Ever the brave (erscheint voraussichtlich am 05. Dezember 2017 auf Englisch)

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

freundschaft, jugendbuch, der koffer, missbrauch, familie

Der Koffer

Robin Roe , Sonja Finck
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560292
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.“

 

Gestaltung

Das Cover finde ich großartig! Die dunklen Farben erzeugen ein sehr stimmungsvolles Gesamtbild, das vor allem den Sternenhimmel richtig schön zur Geltung bringt. Das Schwarz-Weiß-Foto der beiden Jungs passt sich auch richtig schön in das Bild ein. Zudem passt es klasse zur Handlung des Buches. Auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch ein wahrer Augenschmaus, denn – parallel zum Titel – verbirgt sich ein farblich passender Koffer unter dem Umschlag! Die Buchdeckel sehen so richtig klasse aus!

 

Meine Meinung

Ich kann gar nicht sagen, wie lange ich an dieser Rezension gesessen und gefeilt habe…aber es war eine lange, lange Zeit. Ich wollte, dass meine Rezension rüber bringt, was ich beim Lesen von „Der Koffer“ empfunden habe. Dass jeder, der meine Rezension liest, spürt, wie unfassbar berührend und toll dieses Buch ist, damit er oder sie es selber auch unbedingt lesen möchte. Aber es fällt mir schwer so ein komplexes, vielschichtiges Buch in nur wenigen Worten zu umfassen und ihm gerecht zu werden, ohne mich immer erneut zu wiederholen.  Aber eins kann ich klar und deutlich sagen: lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen!

 

„Der Koffer“ beinhaltet eine so intensive, aufrührende und emotionale Geschichte, dass ich mir sicher bin, dass sich kaum ein Leser ihrer Wirkung entziehen kann. Mir zumindest ging es so schon nach den ersten Seiten. Die Geschichte hat sich wie ein magischer Schleier um mich gelegt und ich war sofort in ihr versunken. Dies lag vor allem an der Kombination verschiedener Gefühle, die der Debütroman von Robin Roe in mir ausgelöst hat. Hier erwarten den Leser eine Mischung aus Freude, Trauer und Hoffnung!

 

Dies liegt vor allem an Protagonist Julian. Direkt zu Beginn wird spürbar, dass er anders ist als seine gleichaltrigen Mitschüler. Er ist introvertierter, distanzierter und ruhiger. Bei mir hat er direkt etwas ausgelöst, denn er ist mir sprichwörtlich unter die Haut gegangen. Ich hatte Mitleid mit ihm und habe gespürt wie mein Herz angesichts seiner Situation und seiner schweren Bürden ebenfalls schwer wurde. Dass ich auf diese Weise mit einer Figur mitfühle und meine Empathie sofort so intensiv einsetzt, erlebe ich selten. Allein deswegen ist „Der Koffer“ ein grandioses Buch, denn es ist eine Seltenheit auf dem Buchmarkt, dass einem eine Geschichte begegnet, die so viel in einem auslöst.

 

Gleichzeitig verkörpert dieses Buch aber auch positive Gefühle, sodass ich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt wurde, denn es gibt immer wieder kleine Hoffnungsschimmer in der Geschichte, die mich haben dahinschmelzen lassen. Neben Julian gibt es nämlich noch Adam, den Pflegebruder von Julian. Er wird im Laufe der Geschichte zu Julians Halt. In schweren Situationen gibt Adam Julian Kraft und das hat mein Herz einfach erwärmt. Die Beziehung zwischen den beiden jungen Männern ist so herzergreifend und von der Autorin auch absolut authentisch und echt dargestellt worden. Sie sind eigentlich sehr unterschiedlich und doch ist zwischen ihnen eine so tiefe, innige und feste Verbindung, dass ich beim Lesen den Eindruck hatte, dass ich sie spüre und dass sie nichts erschüttern kann.

 

Diese Intensivität, die zu spüren war, lag meiner Meinung nach auch daran, dass das Buch aus den Ich-Perspektiven der beiden Jugendlichen erzählt wird. Der Fokus liegt zwar eher auf Julians Sichtweise, aber auch Adam kommt nicht zu kurz, sodass Robin Roe in beide Charaktere Einblicke gewährt. Dabei hatte ich den Eindruck, dass die Autorin die Seelen beider Jugendlichen offen legt, denn für mich fühlte es sich wirklich so an, als würde ich in das tiefste Innere beider Figuren blicken und sie so richtig kennen lernen. Die Autorin hat den Charakteren eine unglaubliche Tiefe verliehen, sodass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Adam und Julian sind keine 0815 Figuren, sie haben Charakter, sind besonders und stechen einfach hervor. Beide haben zudem schwere Lasten mit sich zu tragen, die mich oftmals zum Schlucken gebracht haben.

 

Dies führt auch direkt zum letzten Punkt meiner Rezension - der Handlung  - über. Die Handlung ist alles andere als leicht. Vielmehr ist sie voller tragischer, grausamer Momente, die das Herz schwer machen und einen Klos im Hals erzeugen. Gleichzeitig sind immer wieder auch Hoffnungsschimmer in die Handlung eingestreut, die für Ruhepausen gesorgt und mir ein sanftes Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. So erzeugt „Der Koffer“ eine eindringliche Sogwirkung, die mich kaum losgelassen hat, denn manche Szenen sind wirklich schwer zu ertragen, sodass meine Gefühle hier wirklich mit mir Achterbahn gefahren sind.

 

Fazit

Für mich ist „Der Koffer“ eine durchdringende, eindringliche Geschichte, die vor allem meine Gefühle angesprochen, angeregt und in ein wahres Auf und Ab geschickt hat. Selten kommt mir ein Buch in die Finger, das so viel in mir auslöst und bewegt! Von einem Klos im Hals bis hin zu Glücksgefühlen und einem sanften Lächeln im Gesicht war alles dabei. Meine Begeisterung für diese intensive, emotionale Geschichte kann ich wirklich kaum in Worte fassen, denn das Buch reißt den Leser einfach mit sich und zieht ihn schon nach wenigen Seiten in ein Wechselbad der Gefühle durch das man alles um sich herum vergisst! Dieses Buch ist einfach atemberaubend und überwältigend!

5 von 5 Sternen!

 

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257 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, fluch, alchemie, oetinger

Secret Fire - Die Entfesselten

C.J. Daugherty , Carina Rozenfeld , Peter Klöss
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.02.2017
ISBN 9783789133404
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Wenn ein Fluch dein Schicksal ist, vertrau‘ auf die Liebe! Taylor und Sacha haben im St. Wilfred College Zuflucht gefunden. Hier sucht man fieberhaft nach einer Möglichkeit, die furchterregenden Todbringer zu vernichten. Nur noch wenige Tage bleiben bis zu Sachas 18. Geburtstag, dem Tag, an dem er sterben wird, falls die zwei es nicht schaffen, den uralten Fluch zu bezwingen. Ein Wettlauf gegen die Zeit, der von Sacha und Taylor verlangt, sich dem zu stellen, was sie am meisten fürchten, um nicht zu verlieren, was sie am meisten lieben.“

 

Gestaltung

Blau und hellgrau ist eine richtig schöne Kombination, was durch den Glanzeffekt des Covers noch verstärkt wird. Diese geänderten Farben ist auch die einzige Änderung an der Gestaltung vom ersten zum zweiten Band. So ist die Reihe zwar einheitlich gestaltet, aber sie hätte ruhig auch etwas Abwechslung vertragen können, indem das Covermotiv etwas abgeändert wird.

 

Meine Meinung

Der erste Band „Secret Fire – Die Entflammten“ hat mich gespannt auf die Fortsetzung gemacht, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Sacha und Taylor ausgeht. Werden sie es schaffen, den Fluch zu bezwingen? Können sie Sachas Leben retten und ihr Schicksal bezwingen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn Sachas Geburtstag und somit sein voraussichtlicher Todestag rückt immer näher und näher…

 

„Secret Fire – Die Entfesselten“ war viel actionreicher und rasanter als sein Vorgänger, was mich wirklich überzeugt und gefreut hat, denn ich bin ein großer Fan von atemloser Spannung. Die Handlung war in diesem Band viel gefährlicher und für mich so auch um einiges spannender als noch zuvor. Die Liebesgeschichte zwischen Taylor und Sacha spielt natürlich auch eine große Rolle und ist ein tragendes Handlungselement, aber gerade durch den Wettlauf gegen die Zeit kommt auch noch so viel Dramatik und Rasanz hinzu, die mein Herz haben höher schlagen lassen.

 

Gleichzeitig fand ich manches aber auch wieder – wie schon beim ersten Band – etwas zu vorhersehbar. Viele Entwicklungen konnte ich vorausahnen und manche Lösungen erschienen mir persönlich auch zu einfach. So erhielt ich immer wieder einen kleinen Dämpfer beim Lesen, denn wenn es gerade spannend und atemlos war, gab es darauffolgend dann eine einfache Lösung oder ein Geschehnis, das ich vorhergesehen hatte und so wurde ich in meiner Begeisterung dann doch immer wieder etwas gebremst. Es fühlte sich an, als würde die Handlung mit angezogener Handbremse fahren.

 

Die Beziehung zwischen Sacha und Taylor hat mir gut gefallen, denn die beiden Figuren sind toll dargestellt. Sie sorgen sich füreinander und ihre gegenseitigen Gefühle wirken echt. Zwar hätte auf dieser Ebene noch etwas mehr Tiefe eingebaut werden können, aber für mich war die Bindung der beiden dennoch stark und ihre Sorge füreinander spürbar. Zudem waren mir beide Charaktere sehr sympathisch.

 

Fazit

Mit „Secret Fire – Die Entfesselten“ wird die Dilogie zu einem stimmigen, runden Ende geführt, das viel actionreicher ist als sein Vorgänger. Gleichzeitig ist manches auch leicht vorherzusehen und einfach gelöst, aber nichtdestotrotz macht es großen Spaß, dieser gefährlichen Geschichte mit dem Kampf von Gut und Böse zu folgen.

4 von 5 Sternen!

 

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1. Secret Fire – Die Entflammten
2. Secret Fire – Die Entfesselten

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345 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

dystopie, liebe, infernale, sophie jordan, mördergen

Infernale – Rhapsodie in Schwarz

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.
Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los ...“

 

Gestaltung

Auf dem Cover ist dasselbe Mädchen zu sehen, das bereits den Buchdeckel des ersten Bandes geziert hat. Ihre Frisur sieht meiner Meinung nach etwas seltsam aus, da man gar nicht richtig erkennen kann, ob es eine edle Hochsteckfrisur sein soll oder vielleicht eine Kurzhaarfrisur. Die Hintergrundfarben gefallen mir dieses Mal richtig gut, denn die warmen Töne mag ich sehr gerne und zudem sieht es so aus als wäre das Mädchen von einem geheimen Nebel umgeben.

 

Meine Meinung

Dramatisch und dystopisch – so ist mir der erste Band der „Infernale“-Dilogie von Autorin Sophie Jordan im Gedächtnis geblieben. Dementsprechend war meine Freude auf den zweiten Band riesig. Als dann die ersten eher durchwachsenen Stimmen eingingen, wurde meine Vorfreude ziemlich schnell gedämpft und als ich dann selber mit dem Lesen begonnen habe, konnte ich die Meinungen immer besser nachvollziehen. Ich muss sagen, dass mich der zweite Band von „Infernale“ schon etwas enttäuscht hat. Das mag einerseits daran gelegen haben, dass meine Freude und Erwartungen groß waren, andererseits hat es aber zu einem gewissen Teil auch an der Geschichte dieses Buches gelegen.

 

„Infernale – Rhapsodie in Schwarz“ setzt direkt bei den Geschehnissen des ersten Bandes an, sodass der Leser Davy und ihre Freunde bei ihrer Flucht begleitet. Hierbei erfolgt jedoch schnell eine Trennung der Figuren, da Davy von ihren Freunden getrennt wird und bei Rebellen landet. Gestört haben mich am Anfang direkt Davys Selbstzweifel. Es war zwar gut, dass sie darüber nachgedacht hat, dass sie einen Menschen getötet hat, aber dass sie dann in Folge dessen so sehr an sich zweifelt und dem Gen so viel Bedeutung zumisst, war mir zu viel des Guten. Sie hat mir zu viel gelitten und ist meiner Meinung nach auch zu lange darauf herumgeritten, sodass die Handlung sehr mühselig wurde.

 

Bei den eben erwähnten Rebellen gibt es zwar jemanden, der versucht, Davy andere Seiten aufzuzeigen, aber sie lässt dies kaum bis gar nicht zu. So kam ich nicht umhin mir immer mehr zu wünschen, dass sie sich endlich entwickeln würde und ihre Zweifel hinter sich lässt. Zudem hat Caden (so der Name des Rebellen, der Davy andere Denkweisen aufzeigt) mit seinen Rebellen so ein großes Potenzial, das einfach nicht ausgenutzt wird, denn den Widerstand und die Veränderungen in den USA erleben wir nur aus dem Hintergrund. Wo sind die spannenden Kämpfe an erster Front? Die Dramatik? Die Action? Das hat mir gefehlt. Die Idee, bestimmte Geschehnisse des Widerstandes und der Veränderung in den USA durch Zeitungsartikel einzustreuen, fand ich dafür aber sehr gelungen, denn es hat eine interessante Mischung aus erzählenden Elementen und Artikeln in den Kapiteln erzeugt.

 

Auch fand ich es ziemlich schade, dass die Liebesbeziehung zwischen Davy und Sean in diesem Band stark ins Gegenteil gekehrt wurde. Wo die beiden im ersten Band noch intensive Gefühle füreinander hatten, werden hier Unsicherheiten und Zweifel gesät. Teilweise hatte ich den Eindruck, als würde die Autorin die Beziehung der beiden nun so darstellen, als wäre sie zuvor nie real gewesen und ein Produkt der Gegebenheiten. Und das nur, um dann am Ende dieses Bandes ein eher erzwungen wirkendes Happy End zu generieren, damit wir Leser zufrieden sind, weil die Geschichte ein gutes Ende genommen hat. Hier fehlte mir die Authentizität der Gefühle.

 

Fazit

Nachdem der erste Band der „Infernale“-Dilogie dramatisch und toll war, hatte ich große Hoffnungen für diesen zweiten Band. Allerdings muss ich sagen, dass ich eher enttäuscht worden bin, denn mir fehlte die Action, die erhoffte Rebellion blieb mir zu hintergründig und das Ende wirkte etwas erzwungen. Auch hat Davy eine Entwicklung vollzogen, die für mich nicht positiv war, denn sie hatte zu viele Selbstzweifel, die sie nicht ablegen konnte. Alles in allem war die Handlung zwar nicht schlecht, aber gleichzeitig auch etwas mühsam.

Knappe 3 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

01. Infernale

02. Infernale – Rhapsodie in Schwarz

 

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280 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

rick riordan, mythologie, götter, nordische mythologie, magnus chase

Magnus Chase - Das Schwert des Sommers

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551556684
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Magnus schlägt sich nach dem Tod seiner Mutter allein auf der Straße durch, denn seinen Vater hat er nie gekannt. Bis er eines Tages etwas Unglaubliches erfährt: Er stammt von einem der nordischen Götter Asgards ab! Leider rüsten diese Götter gerade zum Krieg; auch Trolle, Riesen und andere Monster machen sich bereit. Ausgerechnet Magnus soll den Weltuntergang Ragnarök verhindern. Dafür muss er ein magisches Schwert finden, das seit 1000 Jahren verschollen ist. Noch hat er keine Ahnung, was für Abenteuer auf ihn warten!“

 

Gestaltung

Wie schon bei den Covern von Percy Jackson und den Kane-Chroniken ist auch das Cover von „Magnus Chase“ im comicartigen Stil gehalten. Der Protagonist Magnus ist zu sehen, wie er dem Gott Odin und einem seiner Raben gegenüber steht. Mir gefällt besonders der skeptische, grimmige Blick des Allvaters. Ich finde das Cover insgesamt super, denn es greift wichtige Elemente der Handlung auf: neben den Figuren auch das Sommerschwert. Mir gefällt der besondere Stil dieser Cover, denn sie haben Wiedererkennungswert und zeigen sofort, dass es sich um ein Buch von Rick Riordan handelt.

 

Meine Meinung

Wieder geht es in die Welt der Götter, dieses Mal dreht sich in Rick Riordans neuester Buchreihe alles um die nordische Mythologie. Dies ist eine Welt, die nicht oft behandelt wird, weswegen ich es richtig super finde, dass Herr Riordan sich nun an dieses seltene Thema heranwagt. Da ich nur wenig über diese Göttergeschichten weiß und neugierig auf sie war, war ich richtig gespannt auf „Magnus Chase“. Ich kannte den Autor auch schon von seinen „Kane-Chroniken“, die mir gut gefallen hatten und auch der Inhalt der Filme seiner „Percy Jackson“-Bücher mochte ich gern. „Magnus Chase“ allerdings hat mich so richtig umgehauen. Dieses Buch ist einfach grandios. Ich LIEBE es und bin restlos begeistert! Ich habe mich mit dieser Rezension auch etwas schwer getan, weil ich gar nicht richtig weiß, wie ich meine Begeisterung in Worte fassen und ihr Ausdruck verleihen soll. Man muss „Magnus Chase“ einfach lesen und sich davon verzaubern lassen.

 

Zunächst hatte ich kleine Anfangsschwierigkeiten, da mir in den ersten Kapiteln der Kopf vor lauter Fragen gebrummt hat, weil der Autor viele auf einmal aufwirft und es vieles zu verarbeiten gibt. So wirkte die Geschichte zunächst etwas zerstückelt und wuchtig vor lauter Informationen, aber mit einer actionreichen Kampfszene kommt der rote Faden in die Geschichte, durch den sich alles ordnet und ab da hatte der Autor mich komplett gepackt. Ich war Feuer und Flamme für diese Geschichte, die Figuren und die nordischen Götter. Dieses Buch hat mir wirklich mein Herz gestohlen.

 

Zum einen wäre da die wirklich mitreißende, packende und actionreiche Handlung. Protagonist Magnus Chase umgibt ein Geheimnis, das nur Stück für Stück enthüllt wird. Seine Fähigkeiten entwickeln sich und er stürzt mit seinen Freunden in ein Abenteuer, das vor Gefahren nur so glüht. Die Figuren schlittern von einer aufregenden Situation in die nächste. Kämpfe gegen Götter, Riesen, Zwerge, riesige Eichhörnchen und und und stehen an der Tagesordnung. Das Buch wird nie langweilig, denn es gibt nur kurze Verschnaufpausen, bevor wieder etwas Spannendes passiert. Neben solchen actionreichen Szenen gab es auch solche, die mir mein Herz erwärmt haben und in denen ich mich dabei erwischt habe, wie sich ein seliges, zufriedenes Lächeln in mein Gesicht schlich. Selbst jetzt, wenn ich an diese Szenen zurückdenke, muss ich lächeln. Je weiter ich las, desto trauriger wurde ich, dass ich mich dem Ende näherte, denn ich wollte einfach nicht, dass es vorbei ist. Ich hätte Magnus und die anderen ewig auf ihren Abenteuern begleiten können, weil es einfach so schön war ihnen zu folgen.

 

Die Figuren haben mich nämlich ganz besonders gefangen genommen, da sie mir direkt ins Herz gegangen sind. Zum einen ist da natürlich Protagonist Magnus, aus dessen Ich-Perspektive das Buch erzählt wird. Er ist ein Halbgott und mit einem grandiosen Humor gesegnet. Zudem sorgt er sich um seine Freunde und lässt diese nicht im Stich. Ihn begleitet die Walküre Sam, die sehr taff und kämpferisch ist. Besonders gerne mochte ich den Zwerg Blitz, der ganz zwergenuntypisch ziemlich modeverliebt ist. Mein Highlight war aber der gehörlose Alb Hearth, der mich sofort in seinen Bann gezogen und mir mein Herz gestohlen hat. Alle Figuren sind sehr individuell, facettenreich und haben ihre ganz eigenen Hintergrundgeschichten, die ihnen Leben verleihen und sie mir sympathisch gemacht haben. Vor allem die familiären Beziehungen zwischen diesen vier Charakteren sind mir unter die Haut gegangen und haben mich stark berührt. Zwischen diesen Figuren gibt es immer wieder Szenen, die mich zum Schmelzen gebracht haben, weil sie einfach so süß waren.

 

Der Auftaktband der „Magnus Chase“-Reihe war einfach bombastisch und überragend, denn ich habe neben dem Herzrasen, das ich bei der actionreichen Handlung empfunden habe, selten so viel gelacht bei einem Buch. Der Humor war einfach genial. Es gab tolle Situationskomik, Sarkasmus und die Sprüche von Magnus waren einfach super. Auch die nordischen Götter wie Thor oder Odin waren einzigartig und haben mich zum Lachen gebracht. Wenn ich nicht Tränen gelacht habe, hatte ich zumindest ein richtig breites Grinsen im Gesicht!

 

So viel Begeisterung für ein Buch habe ich schon lange nicht mehr verspürt, denn „Magnus Chase“ hat mich Seite für Seite immer mehr mitgerissen und bei mir für Herzklopfen gesorgt. Es hat mich im positiven Sinn fertig gemacht, denn ich weiß gar nicht, wie ich je wieder unbefangen ein anderes Buch lesen kann und wie ich die Zeit bis zum Erscheinen des zweiten Bandes überstehen und aushalten soll. Ich zähle schon ungeduldig die Tage, bis ich Magnus, Hearth, Blitz und Co wiedersehen und mit ihnen weitere Abenteuer erleben kann… „Mangus Chase“ bleibt im Gedächtnis und zählt ab jetzt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern!

 

Fazit

Ich fand schon die „Kane-Chroniken“ des Autors gut, aber „Magnus Chase“ übertrifft sie echt um Längen! Ich hätte nicht damit gerechnet, dass mich dieses Buch so mitreißen würde, aber die Figuren haben mich einfach verzaubert, weil ich sie so sehr in mein Herz geschlossen habe. Ich wollte nicht, dass die Geschichte endet und aus der Hand legen wollte ich das Buch schon gar nicht. Die Handlung war unglaublich fesselnd, denn sie war aufregend und voller actionreicher Gefahren. Gleichzeitig gab es aber auch Momente für das Herz, die mich sehr berührt haben. Zudem habe ich selten so viel gelacht bei einem Buch wie bei „Magnus Chase“. Ich hatte Tränen in den Augen vor Lachen! „Magnus Chase – Das Schwert des Sommers“ hat mich so begeistert, dass ich es kaum in Worte fassen kann und so bleibt mir nur noch zu sagen: dies ist ein Buch, das jeder gelesen haben muss, denn es ist einfach bombastisch-phänomenal und überragend!

Hervorragende 5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Magnus Chase – Das Schwert des Sommers

2. Magnus Chase – Der Hammer des Thor (erscheint am 26. Mai 2017 auf Deutsch)

3. Magnus Chase – The Ship of the Dead (erscheint am 3. Oktober 2017 auf Englisch)

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

der asteroid ist noch das kleinste problem, jugendbuch, asteroid, romanze, apkalypse

Der Asteroid ist noch das kleinste Problem

Katie Kennedy , Julia Gehring
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 21.03.2017
ISBN 9783522505505
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Ein Asteroid rast auf die Erde zu. Ein großer und ziemlich gefährlicher. Vielleicht nicht unbedingt einer von der Sorte „Ich-töte-alle-Dinosaurier", aber zumindest einer in Richtung „Ich-lösche-ganz-Kalifornien-aus-und-zerstöre-Japan-mit-einem-Tsunami". Yuri, Physikgenie, soll zusammen mit einem Team von Superhirnen aus der ganzen Welt diese Katastrophe verhindern. Die gute Nachricht ist: Yuri weiß, wie er den Asteroiden stoppen kann. Die schlechte Nachricht: Er ist gerade mal 17, und keiner seiner Kollegen nimmt ihn so richtig ernst. Schließlich haben sie länger Physik studiert, als er überhaupt auf der Welt ist. Doch von einer Sekunde auf die andere scheint der Asteroid nicht mehr Yuris größtes Problem zu sein, denn er lernt Luna kennen. Ein Hippie-Mädchen, das ihm zeigt, wie das Leben aussehen kann, wenn man nicht als Genie auf die Welt gekommen ist und mit 12 seinen Schulabschluss gemacht hat. Sie nimmt ihn mit ins Leben und zeigt ihm, wie schön es sein kann …“

 

Gestaltung

Mich bringt das Cover zum Schmunzeln, denn mit dem herzförmigen Asteroiden bringt es die Geschichte visuell sehr schön auf den Punkt. Die zwei kleineren Herzen, die es dann in zwei sich kreuzenden Umlaufbahnen umrunden, gefallen mir auch sehr, da man ihnen auch Verbindungen zur Handlung andichten kann. Die Schriftarten des Titels erinnern mich an das aktuell sehr moderne Handlettering und die Kombination verschiedener Schriften mag ich dabei sehr.

 

Meine Meinung

Durch eine Freundin, die sich das Buch kaufte und mir den Klappentext zeigte, erfuhr ich das erste Mal von diesem Buch. Was mich an der Geschichte besonders fasziniert hat, war der vor-apokalyptische Handlungsaspekt, denn ein Asteroid droht, auf die Erde zu stürzen und dabei ganze Landstriche auszulöschen. Dies hat der Geschichte um Protagonist Yuri für mich die gewisse Prise Salz verliehen, denn ohne den Asteroiden wäre die Handlung doch recht eintönig gewesen. Gleichzeitig fand ich die Geschichte aber auch etwas schrullig und seltsam aufgrund der vielen Eigenarten, die hier zusammen kommen.

 

Einerseits sticht das Buch so natürlich aus der Masse hervor, andererseits kam mir manches aber auch einfach nur seltsam und komisch vor, sodass ich dem Buch etwas unschlüssig gegenüberstehe. Der 17jährige Russe Yuri soll mit einem Team amerikanischer Wissenschaftler den Asteroiden aufhalten, doch diese Pläne wird von etwas viel größerem durchkreuzt: der Liebe. So lernt Yuri Luna kennen und verliebt sich in sie. Er ist ein Genie und hat sein Wissen aus Büchern, jedoch hat er recht wenig Lebenserfahrung und so dreht sich die Geschichte größtenteils darum, wie Yuri lernt, Spaß zu haben.

 

Dabei fand ich es beispielsweise komisch, dass Yuri an den unpassendsten Stellen an Sex gedacht hat.  Ich kann mir zwar denken, dass dies sein noch recht junges Alter zeigen und verdeutlichen soll, dass Yuri trotz allem Anschein, immer noch ein Teenager ist. Aber ich fand es manchmal einfach unpassend. Auch konnte ich mir manchmal einfach nicht vorstellen, dass Yuri ein möglicher Anwärter für den Nobelpreis sein soll, denn in seinen Handlungen fehlte seine Intelligenz manchmal dann doch. Gleichzeitig empfand ich es als seltsam und unglaubwürdig, dass er nicht so gut englisch sprechen kann, obwohl englisch doch die Wissenschaftssprache Nummer eins ist und die meisten wissenschaftlichen Arbeiten in dieser Sprache verfasst sind.

 

Mir gefiel aber der Mittelpart des Buches sehr gut, denn die Skurrilität nimmt hier ihren Lauf und es kommen immer mehr Dinge zusammen, mit denen man anfangs nicht gerechnet hätte. Durch den Asteroiden kam die Frage auf, wie Yuri sich entscheiden wird (wird er helfen, die Erde zu retten oder wird er sich für Luna entscheiden?) und dies hat für mich die Handlung angetrieben. Zwischen nachholen der verlorenen Kindheit (denn als Teenager-Genie hat Yuri eine solche nicht gehabt) und sich näherndem Asteroiden entsteht so im Handlungsverlauf eine Art kleiner Showdown.

Fazit

„Der Asteroid ist das kleinste Problem“ ist eine skurrile Geschichte über ein jugendliches Physik-Genie, das ein Mädchen kennen lernt, seine Kindheit nachholt und gleichzeitig vor dem Konflikt steht, ob er sich für die Liebe oder die Rettung der Welt entscheidet. So wurde einerseits meine Neugier geweckt und die bizarren Ereignisse der Handlung haben mich durchaus auch gut unterhalten, aber gleichzeitig gab es auch Punkte, die mich dazu gebracht haben, meine Stirn zu kräuseln, weil ich es zu seltsam oder unglaubwürdig fand.

Gute 3 von 5 Sterne!

 

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(10)

14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

Barney Kettles bewegte Bilder

Kate de Goldi , Ingo Herzke
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560322
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Der unnachahmliche Barney Kettle, Filmemacher, großer Bruder, Teilzeit-Diktator, wird ganz sicher eines Tages ein weltberühmter Regisseur. Bisher ist sein Werk ist nur seinen Freunden und den Bewohnern der Straße bekannt, doch der Weltruhm ist nicht mehr fern. Gerade hat er noch das Krippenspiel (mit Maria und Joseph auf einem Tandem) abgedreht – und dann das: Barney hat eine Schaffenskrise! Nicht einmal seine Schwester Ren, überaus klug und eine zwanghafte Listen-Macherin, kann ihm helfen. Bis den beiden klar wird, dass der neue Film genau vor ihrer Nase passiert. Dass ihre Straße die Geschichte ist.“

 

Gestaltung

Das Cover passt hervorragend zur Geschichte! Der zentrale Filmstreifen in der Mitte spiegelt zum einen sehr schön die Vielfalt des Buches wieder, zum anderen greift er aber auch die Film-Thematik auf. Auch die Tassen, die hinter dem Streifen zu sehen sind, passen wie die Faust aufs Auge, was sich dem Leser bei der Lektüre des Buches zeigen wird. Ich mag die Farben auch sehr gerne, da sie bunt sind und gleichzeitig zueinander passen. Auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch ein wahrer Augenschmaus, denn es ist richtig farbenfroh und sieht einfach nur toll aus!

 

Meine Meinung

Da ich bereits „Die Anarchie der Buchstaben“ von Autorin Kate de Goldi gelesen habe und mir die Ideen der Autorin sehr gefielen, war ich natürlich gespannt auf ihr neustes Werk. Mit „Barney Kettles bewegte Bilder“ hat die Autorin wieder eine tolle Idee gehabt, die ich gerne verfolgt habe, denn in diesem Buch geht es um den 12jährigen Barney, Regisseur in spe. Seine Geschichte zu verfolgen hat mir oftmals ein Lächeln, manchmal sogar ein Lachen auf die Lippen gezaubert, denn Barney ist ein durchaus eigenwilliger, diktatorischer und theatralischer Charakter.

 

In dem Buch geht es darum, dass Barney mit Hilfe seiner kleinen Schwester Filme dreht und dabei seine Freunde und die ganze Nachbarschaft einspannt. Seine durchaus eigenwilligen Ideen zeugen von seiner Kreativität, bis er es sich schließlich zur Aufgabe macht, eine wahre Geschichte – die seiner eigenen Straße – zu verfilmen. Ich habe Barneys Dreh dabei wahnsinnig gerne verfolgt, denn ich empfand ihn als spannend und sehr unterhaltsam. Dabei begegnete mir eine sehr vielfältige Geschichte, voller Leben und gespickt mit vielen weiteren Geschichten in der Hauptgeschichte. In diesem Buch gibt es also viel zu entdecken!

 

Gleichzeitig hat es mich besonders fasziniert und überrascht, dass und wie Kate de Goldi im Handlungsverlauf eine zweite Geschichte mit der von Barney verwoben hat. Hierzu möchte ich gar nicht mehr verraten, aber in der zweiten Hälfte des Buches hat diese zweite Geschichte für mich die Spannung noch um einiges gesteigert, denn sie weckte meine Neugier und meinen Forscherdrang. Ich wollte herausfinden, was es mit den Erzählungen auf sich hat und wie die Fäden der Geschichten miteinander in Verbindung hängen. Hier hat die Autorin wirklich wunderbare Arbeit geleistet, denn mit Fortschreiten der Handlung verknoten sich die Ereignisse immer fester miteinander bis hin zu einem interessanten, packenden Ende, das mich mehr als zufriedengestellt hat.

 

Der Schreibstil von Kate de Goldi ist sehr detailreich, wodurch die Straße, in welcher Barney und Ren wohnen und filmen, richtig lebendig wird. So konnte ich mir die (Film-)Szenen sehr gut vorstellen. Gleichzeitig brauchte ich aber auch etwas Eingewöhnungszeit angesichts der Fülle an Details. Jedoch ist der Erzählstil der Autorin ganz besonders und meiner Meinung nach besitzt er großen Wiedererkennungswert.

 

Auch die Figuren waren so vielfältig wie die Handlung. Ich habe es eingangs bereits angedeutet: Barney ist ein besonderer Junge. Er ist für sein Alter schon sehr zielgerichtet, bestimmt und weiß, was er will. So kommandiert er seine Freunde schonungslos herum und betitelt sich selbst als kleinen Diktator. Seine Art, war unterhaltsam und charmant. Er hat mich mehrmals zum Lachen gebracht, denn er kennt sich sehr genau und scheut vor nichts zurück. Für seine Professionalität kann ich ihn nur bewundern! Aber auch seine jüngere Schwester Ren gefiel mir auf Anhieb. Sie ist schlau und steht ihrem großen Bruder mit Rat und Tat stets zur Seite. Dabei liebt sie Mathematik, was ich ziemlich cool fand! Sehr süß war auch die Beziehung der Geschwister zueinander, denn wenn Barney eine Schaffenskrise hat oder einen Ratschlag braucht, wendet er sich an Ren, die ihm gerne hilft und immer für ihn da ist. Diese Bindung fand ich sehr ergreifend und herzerwärmend!

 

Fazit

Vielschichtig, bunt, voller Geschichten, Bilder und Farben: das ist „Barney Kettles bewegte Bilder“! Autorin Kate de Goldi hat mit ihrem besonderen Schreibstil viele Details beschrieben und die Geschichte so lebendig werden lassen, auch wenn ich etwas gebraucht habe, um mich einzufinden. Mich hat besonders Barneys leicht theatralisch-diktatorische Art unterhalten und seine Beziehung zu seiner süßen Schwester war umwerfend! Zudem mochte ich die Handlung, in welcher es so viele wundervolle Geschichten zu entdecken gab!

Gute 4 von 5 Sternen!

 

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

liebe, kurzgeschichten, oetinger verlag, sehnsucht, intensive gefühle

#herzleer - was ich noch sagen wollte

Jennifer Benkau , Lena Gorelik , Tanja Heitmann , Ruth Olshan
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.03.2017
ISBN 9783789104954
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Was bleibt, wenn die Liebe geht. Acht letzte Nachrichten geliebter Menschen und die Geschichten, wie es zu dieser jeweils letzten Nachricht gekommen ist. Acht Autorinnen verleihen jugendlicher Melancholie eine Stimme und schreiben von der Liebe in ihren unterschiedlichsten Formen. Einer Liebe, die so intensiv ist, dass sie einem den Atem raubt, einer Liebe, die schmerzt, die zerreißt, die nicht sein darf oder zu der es nie gekommen ist. Am Ende bleibt stets die Frage: Was wäre, wenn?

Das zeitlose Thema Liebe modern aufbereitet und mit Leidenschaft von neuen, mutigen Stimmen im Bereich Jugendbuch erzählt.“

 

Gestaltung

Sehr cool finde ich, dass das Herz auf dem Cover aussieht, als würde es sich in Tränen auflösen. Dies passt meiner Meinung nach gut zum Titel „#herzleer“, weil es so aussieht, als würde das Herz sich leeren. Die Zeichnung des Covers wirkt auf mich auch eher abstrakt, was ich gut finde, da es mal etwas anderes auf dem Buchmarkt ist und interessant aussieht. Die Farben des Covers passen auch zueinander.

 

Meine Meinung

Nachdem ich gesehen hatte, dass in diesem Kurzgeschichtensammelband mehrere richtig tolle  Autoren und sogar zwei meiner Lieblingsautorinnen dabei waren, war eindeutig, dass ich „#herzleer“ lesen muss. Gerade auf die Geschichten von Katrin Zipse und Jennifer Benkau war ich sehr gespannt, aber auch auf Sabine Schoders und Maike Steins Kurzgeschichten habe ich mich gefreut. Durch die knappe Länge der Geschichten (um die 30 Seiten) kann man das Buch auch sehr schnell lesen und zwischendurch auch gut kleinere Lesepausen einlegen, durch die man sich „#herzleer“ gut einteilen kann.

 

Spannend war, dass die Geschichten sich thematisch alle um dasselbe Thema drehten: Abschied und Liebe. Dies verarbeiteten die acht Autorinnen in ganz unterschiedlichen Kurzgeschichten, die alle etwas Besonderes hatten und sehr emotional waren. Dabei gab es aber auch Geschichten, die mir besser gefallen haben und die mich mehr bewegt oder mitgenommen haben, als andere. Über die Geschichten und deren Inhalte möchte ich gar nicht so viel verraten, aber sie waren sehr vielschichtig und verschieden, sodass ich denke, dass für jeden Leser etwas dabei ist.

 

Ich fand es besonders schön, dass ich mich in manchen Figuren wiedererkannt habe und dass die Geschichten so die Jugendzeit sehr gut wiederspiegeln. Es gibt Geschehnisse, Gefühle oder Erlebnisse in den Geschichten, die dem Alltag entnommen sind und die mir nicht fremd waren. Mir gefiel auch, dass die Handlungsstränge der Geschichten so unterschiedlich waren und das trotz desselben Überthemas. So geht es mal um eine Außenseiterin, mal um zwei junge Menschen, die eine gemeinsame Nacht am See verbringen oder um die tiefe Verbindung zweier Mädchen, die in Ost- und Westberlin leben…

 

Ich mochte es auch gerne, zu sehen wie stark sich die verschiedenen Schreib- und Erzählstile der acht Autorinnen voneinander unterscheiden. Von besonders auffällig aufgrund der sehr kurzen Sätze über poetisch bis hin zu erzählend war alles dabei, sodass jeder Lesegeschmack bedient wird. Mir ist wieder ganz besonders Katrin Zipses großes Erzähltalent ins Auge gestochen, da sie in ihrer Geschichte wieder zu sehr außergewöhnlichen, besonderen Erzählmittel greift. Das hat einfach Wiedererkennungswert! Aber auch die anderen Autorinnen erzählen ihre Geschichten flüssig und angenehm, sodass ich keine großen Schwierigkeiten hatte, mich in die Geschichten einzufinden.

 

Fazit

„#herzleer“ vereint acht tolle, ganz unterschiedliche Kurzgeschichten in einem Band, bei denen bestimmt jeder mindestens einmal fündig wird. So gab es auch für mich Geschichten, die mir besser und solche, die mir weniger gefallen haben. Meine Highlights waren die Geschichten von Katrin Zipse und Jennifer Benkau. Dadurch dass die Geschichten mit rund 30 Seiten im Schnitt kurz sind, kann man sie auch super zwischendurch lesen und sich das Buch schön einteilen.

4 von 5 Sternen!

 

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162 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

liebe, könig, sklavin, schreiben, raisa

Feuer und Feder

Kathy MacMillan , Julian Haefs , Carolin Liepins
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 03.04.2017
ISBN 9783407747969
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Als die Sklavin Raisa zur Tutorin ausgebildet werden soll, kann sie es kaum fassen, denn Lesen und Schreiben ist im Königreich Qilara nur der Oberschicht vorbehalten. Gemeinsam mit Kronprinz Mati lernt sie nun die schwierigen Zeichen der Hohen Schrift, mit der man in Kontakt zu den Göttern treten kann. Die beiden kommen sich dabei näher als erlaubt und verlieben sich ineinander. Aber dann fordern Rebellen Raisas Unterstützung. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Treue zu Mati und dem Wunsch, ihrem unterdrückten Volk zu helfen. Schon der kleinste Fehltritt könnte ihren Tod bedeuten.“

 

Gestaltung

Ich finde das Cover wunderschön, denn mir gefällt vor allem die brennende Feder richtig gut. Zum einen passt sie hervorragend zum Titel der Geschichte und zum anderen sieht sie einfach cool und aufsehenerregend aus. Die Hintergrundfarben aus braun und einer Art beschriebenem Pergamentpapier, das nach unten hin heller wird und verwischt, ergänzt das Covermotiv perfekt, denn im Buch spielt Schreiben eine wichtige Rolle.

 

Meine Meinung

Auf dieses Buch bin ich zuallererst aufgrund des grandiosen Covers aufmerksam geworden. Als dann auch der Klappentext sehr verlockend klang, kam ich nicht umhin, das Buch lesen zu müssen. Vor allem die besondere Bedeutung des Lesens und der Schrift hat mich fasziniert, denn diese Tätigkeiten sind eng verbunden mit den Göttern, da man durch die Hohe Schrift mit ihnen in Kontakt treten kann.

 

Die Autorin Kathy MacMillan hat sich hierbei etwas ganz Besonderes ausgedacht, denn der Leser erfährt an jedem Kapitelanfang etwas über die Legenden der Götter in einem kleinen Textausschnitt. Dies ist natürlich nicht ganz unwichtig für die Handlung. Zudem ist es auch sehr spannend und interessant, wie intensiv die Autorin sich Gedanken über die Gottheiten gemacht hat und wie sie dies mit der Handlung rund um Protagonistin Raisa verbindet.

 

Ich fand den Grundkonflikt des Buches auch sehr spannend, denn Raisa ist hin und hergerissen zwischen ihrer Liebe für Mati und ihrer Loyalität zu ihrem Volk, dem sie gerne helfen würde, der Unterdrückung zu entfliehen. Liebe und Rebellion sind mittlerweile natürlich keine neuen Handlungselemente mehr, aber nichtdestotrotz mochte ich den Aspekt an dieser Geschichte sehr gerne, weil sich die Probleme immer mehr verschärfen und es für Spannung gesorgt hat. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass mir diese Spannung ziemlich gestreckt vorkam.

 

Gerade die erste Hälfte des Buches, die sich vorrangig mit Raisas Alltag, ihrer Ausbildung und ihrer Liebesbeziehung befasst, kam mir sehr gedehnt vor. Hier hatte ich manchmal etwas Mühe am Ball zu bleiben, da ich mir angesichts des drohenden, im Klappentext angedeuteten Konfliktes mehr Action erwartet hatte und auch gehofft hatte, dass diese früher eintreten würde. Doch „Feuer und Feder“ wird eher langsam erzählt und die Spannung nur langsam gesteigert. Ab und an gibt es mal einen kleinen Spannungshöhepunkt, der für etwas Aufregung und Adrenalin beim Lesen sorgt, aber dennoch war mir das Buch manchmal etwas zu langgezogen. Abgesehen davon gefiel mir die Idee von „Feuer und Feder“ aber richtig gut und ich habe das Buch gerne gelesen, um zu erfahren, wie es mit Raisa und Mati ausgehen würde.

 

Gerade Mati mochte ich sehr gerne, denn er ist lebensfroh , klug und richtig nett. So einen Mann wünscht man sich doch an seiner Seite! Mein Herz hat er jedenfalls zum Schmelzen gebracht und zusätzlich ist er auch noch ein Kronprinz, wer kann da schon nein sagen? Gleichzeitig merkt man ihm auch seinen Wunsch nach Veränderung an, wodurch er noch mehr Facetten als die des Prinzen erhält. Raisa ist auch keine gewöhnliche Sklavin, sie erhält eine ehrenvolle Aufgabe und ist voller Stolz. Im Verlauf der Handlung entwickelt sie sich zu einer starken, aber leider auch streckenweise naiven Persönlichkeit weiter.

 

Fazit

Für mich war „Feuer und Feder“ ein wunderbares Fantasyabenteuer, das zwar etwas in die Länge gezogen war und das etwas mehr Action hätte vertragen können, aber gerade die wunderbare Welt, in der das Buch spielt, hat mir sehr gut gefallen. Die Götterlegenden hat die Autorin sehr schön ausgearbeitet und spannend mit der Handlung um die Protagonisten verwoben. Auch wenn die Handlung nicht vor Rasanz sprudelt, so ist sie dennoch sehr wortgewandt und angenehm erzählt, sodass das Lesen trotzdem zu einem Vergnügen wird!

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Feuer und Feder

2. ??? (erscheint voraussichtlich 2018 auf Englisch)

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