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460 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

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Ash Princess

Laura Sebastian , Dagmar Schmitz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 24.09.2018
ISBN 9783570165225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Sie kommt aus der Asche und greift nach den Sternen

Theo ist noch ein Kind, als ihre Mutter, die Fire Queen, vor ihren Augen ermordet wird. Der brutale Kaiser raubt dem Mädchen alles: die Familie, das Reich, die Sprache, den Namen. Und er macht aus ihr die Ash Princess, ein Symbol der Schande für ihr Volk. Aber Theo ist stark. Zehn Jahre lang hält die Hoffnung sie am Leben, den Thron irgendwann zurückzuerobern, allem Spott und Hohn zum Trotz. Als der Kaiser Theo eines Nachts zu einer furchtbaren Tat zwingt, wird klar: Um ihren Traum zu erfüllen, muss sie zurückschlagen – und die Achillesferse des Kaisers ist sein Sohn. Doch womit Theo nicht gerechnet hat, sind ihre Gefühle für den Prinzen ...“

 

Gestaltung

Das Covermotiv gefällt mir sehr gut, denn vor dem schwarz-grauen Hintergrund, welcher zur Mitte hin heller wird, heben sich der gold-gelbe Schriftzug des Titels und die Krone sehr schön ab. Die Krone zieht zudem sofort meinen Blick auf sich, da sie mit vielen schönen Details versehen ist. Besonders cool finde ich, dass sie brennt und zu Asche zerfällt, welche nach unten auf den Schriftzug rieselt. Dies passt gut zum Titel!

 

Meine Meinung

Da der Klappentext von „Ash Princess“ nach einer Mischung aus Romantik und Fantasy klang, war ich neugierig auf das Buch. Vor allem wollte ich wissen, wie sich die Geschichte um Protagonistin Theo und den Prinzen entwickeln würde, denn Theo wurde vom aktuellen Kaiser alles genommen: ihre Mutter und ihr bisheriges Leben. So hofft sie, eines Tages wieder auf den Thron steigen zu können und den Kaiser zu stürzen. Dafür setzt sie bei seinem Schwachpunkt an: dem Prinzen, der bei Theo leider tiefe Gefühle der Zuneigung auslöst…

 

Was mir an „Ash Princess“ gut gefallen hat, ist der Ideenreichtum des Settings, denn hier gibt es wirklich alles: Götter, Magie, Piraten, verschiedene Völker und und und. Zudem findet sich am Buchanfang eine Karte, die mir gut gefallen hat. Allerdings muss man auch sagen, dass man in diesem Band noch nicht so viel von dem toll anmutenden Setting kennenlernt, da die Geschichte hauptsächlich im Palast des Kaisers spielt. Die Welt wird dennoch erklärt und es klingt im wahrsten Sinne des Wortes phantastisch, was Autorin Laura Sebastian sich da ausgedacht hat. Ich hätte es toll gefunden, wenn wir hier mehr über all ihre Ideen erfahren hätten und mehr als nur den Palast kennen gelernt hätten. Was nicht ist, kann aber noch werden, denn ich hoffe sehr, dass wir die Magie und die Orte im zweiten Teil genauer kennen lernen werden.

 

Abgesehen von der Eintönigkeit des Schauplatzes der Handlung, konnte die Storyline mich recht gut unterhalten. In dem Buch geht es vor allem um die Machtspiele am Hofe durch die Theo versucht, den Thron zurückzugewinnen. Hierbei spielt vor allem ihre Liebesbeziehung eine große Rolle, die sich in einer Dreiecksgeschichte (mit der ich ehrlich gesagt nach dem Lesen des Klappentextes nicht gerechnet hatte) präsentiert, denn Theo nutzt ihre weiblichen Reize, um ihr Ziel zu erreichen, da sie am Hofe nicht offen agieren kann. Auf diese Weise legt das Buch ein großes Augenmerk auf die Entwicklung der Charakterbeziehungen, was mir gut gefallen hat, da so viel Tiefe in die Figurenebene kommt. Gleichzeitig war die Handlung dadurch manchmal aber auch etwas trocken und langwierig, weswegen mir manchmal etwas die Action gefehlt hat.

 

Theo fand ich dabei aber eine sehr ansprechende Protagonistin, da sie eine interessante und nachvollziehbare Entwicklung durchmacht. Zu Beginn ist sie noch zurückhaltend und gehorsam, doch nach einem dramatischen Ereignis erwacht ihr Kampfgeist, der sie viel spannender macht. Ab diesem Moment nutzt sie ihren scharfen Verstand und bewegt sich gekonnt durch all die Machtspiele. Sie zeigt sich als kluge Taktikerin und mir gefiel dabei besonders gut, dass sie nachdenkt, bevor sie handelt. Sie stürzt nicht einfach wild drauflos und ist dann auf andere angewiesen, sondern sie ist vielmehr sehr selbstständig und verfolgt ein klares Ziel.

 

Fazit

Mir hat „Ash Princess“ insgesamt gut gefallen, da ich das Setting sehr schön fand und die Grundidee des Buches mochte. Dabei hätte ich mir jedoch gewünscht, dass wir etwas mehr von der Welt kennengelernt hätten, da dieser Band nur im Schloss spielt. Ich hoffe hier stark auf die Fortsetzung. Dass die Handlung großen Wert auf die Entwicklung der Figurenbeziehungen legt, fand ich gut, wobei mir manchmal etwas die Action fehlte. Nichtdestotrotz konnte Protagonistin Theo mich überzeugen und mit ihrer Geschichte neugierig darauf machen, wie es wohl weitergehen wird.

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Ash Princess

2. Lady Smoke (erscheint am 5. Februar 2019 auf Englisch)

3. ???

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

Twyns - Die magischen Zwillinge

Michael Peinkofer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.10.2018
ISBN 9783473408252
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Zwei Mädchen, zwei Welten, ein Schicksal

Wynn lebt in der sagenhaften Anderwelt, wo sie als Prinzessin aufwächst und tagein, tagaus von Bediensteten umsorgt wird. Wie langweilig! Doch dann katapultiert ein magischer Elfenstein sie in die Menschenwelt – mitten hinein in das Leben der zwölfjährigen Anny. Verblüfft stellen die beiden Mädchen fest, dass sie sich zum Verwechseln ähnlich sehen! Kurzerhand beschließen sie, die Rollen zu tauschen. Doch das Spiel geht nicht lange gut – denn eine böse Macht aus der Anderwelt hat es auf die beiden abgesehen ...“

 

Gestaltung

Auch wenn ich kein Fan von dem lilafarbenen Hintergrund bin, da diese Farbe einfach nicht meins ist, so mag ich dennoch das in weiß gezeichnete Muster bzw. die Ornamente. Die Ranken und das Schloss mit den vielen Symbolen passen gut zur Geschichte. Auch die Schattenumrisse der beiden Mädchen spiegeln die Geschichte gut wieder. Mein Highlight ist die Schrift des Titels, welche mit glänzendem Gold auf das Buch geprägt wurde.

 

Meine Meinung

Da ich gerne Geschichten vom Autor Michael Peinkofer lese, war ich gespannt auf sein Kinderbuch. Ich kenne von ihm bereits ein paar Fantasygeschichten, im Kinderbuchbereich habe ich aber noch nichts von ihm gelesen, sodass mich die Neugierde gepackt hatte. Zudem klang die Geschichte von „Twyns“ zauberhaft-magisch, denn in dem Buch geht es um Wynn und Anny, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen, obwohl sie aus grundverschiedenen Welten kommen. Wynn kommt aus der Anderwelt, einer magischen Welt. Während Anny aus unserer Menschenwelt entstammt. Per Zufall tauschen die beiden ihre Plätze und das Abenteuer beginnt…

 

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Sichtweisen von Wynn und Anny erzählt, woran ich mich erst ein wenig gewöhnen musste. Aber sobald dies geschehen war, kam ich gut mit den Erzählperspektiven klar. Was mich hingegen ein wenig störte, waren die Klischees und wie stereotyp die Charaktereigenschaften von Anny und Wynn waren. Die eine ist die Rebellin und die andere die Introvertierte. Dies begegnet einem mittlerweile sehr oft in Büchern und ich fand es etwas schade, dass die beiden Figuren so einseitig wirkten.

 

Trotzdem konnte ich mich z.B. gut mit Anny identifizieren, da ich auch eher ruhiger bin. Bei ihrem Charakter wird auch ein wie ich finde sehr wichtiges Thema aufgegriffen: das Thema Mobbing. Hier hat mich der Autor abgeholt, denn ich habe  mich wirklich über die anderen Figuren aufgeregt. Zudem wurde diese Thematik sehr authentisch, nachvollziehbar und meiner Meinung nach auch realistisch dargestellt. Wynn fand ich auch recht sympathisch, da sie aufgeschlossen-stürmisch wirkte und mein Mitgefühl dadurch geweckt hat, dass sie keine Freunde hatte. Gut gefallen hat mir auch die Bindung zwischen den beiden Mädchen, die sehr intensiv war, obwohl sie sich noch gar nicht kannten.

 

Die Handlung war durchaus spannend, denn auch wenn man den Klappentext kennt und weiß, dass Anny und Wynn irgendwann ihre Plätze tauschen, so war es doch trotzdem interessant zu lesen, da sie gut in die Welt der jeweils anderen zu passen scheinen. Die Geschichte verläuft auch recht temporeich, wobei ich doch sagen muss, dass manch eine Entwicklung oder Szene für mich etwas zu abgedreht war. Es passieren dann Dinge, die für mich nicht ganz nachvollziehbar waren, da man vom logischen und rationalen Denken her in mach einer Situation vermutlich anderes reagiert hätte als es die Figuren getan haben. Das Ende fand ich dafür sehr rasant und spannend, sodass es hier noch einiges rausgeholt hat.

 

Das Setting mit der Menschenwelt und der Anderwelt hat mir gut gefallen. Es hat mich zwar ein wenig an schon bekanntes erinnert, aber dennoch mochte ich die Magie der Anderwelt und wie die beiden Settings miteinander verknüpft waren. Zudem war es spannend, den Aufbau der verschiedenen Welten zu verfolgen und darin einzutauchen. Die Atmosphäre des Buches war angenehm und - passend zum Setting - magisch.

 

Fazit

Das für mich erste Kinderbuch von Michael Peinkofer war kreativ und spannend zu lesen. „Twyns – Die magischen Zwillinge“ hat schöne Grundideen, von denen manche zwar an Bekanntes erinnern, die aber dennoch interessant mitzuverfolgen sind. Das Setting hat mir gut gefallen, da es auch eine schöne, magische Atmosphäre erzeugt. Zudem mochte ich die Figuren Anny und Wynn, auch wenn sie mir manchmal etwas zu stereotyp waren. Die Handlung ist durchaus spannend und temporeich, manchmal aber auch etwas abgedreht.

Knappe 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Twyns – Die magischen Zwillinge

2. Twyns – Zwischen den Welten (erscheint am 1.Mai 2019)

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(5)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Short

Holly Goldberg Sloan , Katharina von Savigny
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.08.2018
ISBN 9783446260474
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Julia ist zu kurz geraten für ihr Alter. Sogar ihr zwei Jahre jüngerer Bruder ist größer als sie. Als ihre Mutter sie zu einem Casting für die Musical-Produktion von "Der Zauberer von Oz" anmeldet, fragt sie sich, wozu. Sie kann weder singen noch tanzen – und sie ist … nicht groß. Doch Julia ist schnell verzaubert von der aufregenden Theaterwelt. All die ungeahnten Möglichkeiten und Inspirationsquellen! Julias Selbstbild ändert sich von Grund auf: Spielt es wirklich eine so große Rolle, welche Körpergröße man hat? Kommt es nicht vielmehr darauf an, wer man ist und was einen als Künstler ausmacht? Julia wachsen buchstäblich Flügel, und das nicht nur in ihrer Rolle als Fliegender Affe.“

 

Gestaltung

Mit dem knalligen gelb, dem grünen Schriftzug des Titels und dem roten Buchrücken strahlt das Buch gerade im Buchregal. Die Farben sind leuchtend und auffällig, was ich total cool finde. Zudem mag ich es, dass auf dem Buch abgesehen von Titel und Autorennamen nur das rote Paar Schuhe zu sehen ist, welches das R des Titels „Short“ zu tragen scheint. Die Schuhe erinnerten mich persönlich sofort an ein Utensil in einem Theater- oder Musicalstück, sodass dies super zum Buchinhalt passt!

 

Meine Meinung

Da „Short“ von Holly Goldberg Sloan geschrieben ist und die Bücher dieser Autorin stets etwas Besonderes sind, war meine Neugierde sofort geweckt! In „Short“ geht es um Julia, die für ihr Alter sehr klein ist, denn selbst ihr zwei Jahre jüngerer Bruder ist schon größer als sie. Neben den Problemen ihre Größe betreffend, beschäftigt Julia auch, dass sie nicht so musikalisch ist wie sie gerne wäre, nicht tanzen und nicht singen kann. Dennoch meldet ihre Mutter sie und ihren Bruder bei einem Musicalcasting an. Die beiden können tatsächlich eine Rolle ergattern und so entdeckt Julia die aufregende Welt des Theaters…

 

An dem Buch gefielen mir die gewählten Themen sehr, denn es geht darum, dass Äußerlichkeiten nicht wichtig sind, sondern dass es auf einen selbst ankommt und auf die inneren Werte. Als Leser wurde ich Teil von Julias Gedanken und ich habe mich gemeinsam mit ihr auf eine Reise der Erkenntnis begeben, denn das junge Mädchen wird mit ihrer Zeit am Theater reifer. Sie erkennt, dass sie vieles schaffen und erreichen kann. Sie lernt eine andere Selbstwahrnehmung von sich kennen und findet heraus, dass jeder ein Talent besitzt, auch wenn es zunächst nicht den Anschein hat.

 

Da sich das Buch wirklich hauptsächlich mit den Theaterproben und Julias Gedanken sowie Beobachtungen befasst, ist es sehr ruhig und gediegen, sodass ich denke, dass das Buch für einige Kinder zu unspektakulär sein könnte. Das Buch ist gedacht für Leser ab 10 Jahren und auch Julia bewegt sich in dieser Altersklasse. Für dieses Alter ist sie jedoch schon sehr erwachsen und reif. Ihre Gedanken sind oftmals erstaunlich erwachsen. Zudem fand ich es verblüffend, wie viele Gedanken Julia sich macht über Dinge, die anderen Kindern vielleicht nicht in der Weise auffallen. Mir persönlich gefiel das Setting des Buches gut, da ich noch nichts über Theaterproben und Musicals gelesen habe. Die Stimmung hinter der Bühne mitzuerleben hat mir daher gefallen!

 

Die Protagonistin fand ich aber auch sehr sympathisch, da sie aufmerksam ist und eine interessante Beobachtungsgabe besitzt. Aus ihrer Sicht wird „Short“ die ganze Zeit über erzählt und es wirkt dabei wie ein innerer Monolog. Vor allem ihre Entwicklung mochte ich echt gerne, da sie am Ende des Buches eine andere ist als zu Beginn. Durch ihre Zeit am Theater lernt sie Dinge, die für ihr Leben wichtig sind und wodurch sie ein Stückchen mehr zu sich selber findet, was mir gut gefallen hat.

 

Fazit

Ich finde, dass „Short“ eine wirklich schöne Geschichte über die Botschaft, dass jeder verborgene Talente besitzt und man sich einfach nur ausprobieren muss, um sie zu finden. Protagonistin Julia ist etwas reif für ihr junges Alter und ihre Geschichte sehr nachdenklich und ruhig, weswegen sich Kinder meiner Meinung nach etwas schwer tun könnten mit „Short“. Für ältere Leser ist die Geschichte jedoch eine schöne Abwechslung gerade durch das Musicalsetting.

4 von 5 Sternen!

 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Die Tornadojäger

Ross Montgomery , André Mumot , Daniela Kohl
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.08.2018
ISBN 9783446258723
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Tornado-Alarm im Städtchen Barrow, dem Heimatort von Owen und seinen vier Freunden, den unerschrockenen Tornadojägern! Barrow ist anders als andere Orte. Immerzu droht die Gefahr eines Tornados, und die Erwachsenen sind in heller Aufregung. Der 11-jährige Owen muss ständig einen Helm tragen, weil seine Eltern solche Angst um ihn haben. Er darf nicht auf Bäume klettern und soll immer pünktlich zu Hause sein. Owen macht da nicht mehr mit. Zusammen mit vier Freunden will er dem Beispiel seiner Großeltern folgen, die berühmte Tornadojäger waren. Sie wollen dem Sturm ins Auge sehen, allen erwachsenen Ängsten und Kontrollzwängen zum Trotz. Denn ein Leben ohne Abenteuer ist doch kein Leben, oder?“

 

Gestaltung

Mit dem angedeuteten grauen Tornado, in dessen Mitte in roten Buchstaben auf weißen Papierblättern der Buchtitel schwirrt, passt das Covermotiv super zum Buchinhalt. Auch erregen die knalligen Farben des Titels vor dem blauen Hintergrund sofort die Aufmerksamkeit. Die Kinder, die am unteren Bildrand auf ihren Fahrrädern entlangfahren, sehen mit ihren dunklen Capes sehr geheimnisvoll aus. Zudem passen sie hervorragend zur Geschichte! Ich finde das Cover daher super und schaue es gerne an.

 

Meine Meinung

Tatsächlich bin ich zunächst durch das Cover auf das Buch aufmerksam geworden und als ich dann den Klappentext las, war ich mir sehr sicher: das ist genau das richtige Buch für mich! Dann zeigte sich mir direkt auf den ersten Seiten, dass ich es hier mit einer ganz besonderen Geschichte zu tun habe, denn schon der Beginn von „Die Tornadojäger“ hat meine Neugierde geweckt. Hier erfuhr ich durch einen Brief von einem jugendlichen Insassen eines Gefängnisses. Doch um wen mag es sich dabei handeln?

 

Dieser Brief hat mich beim Lesen die ganze Zeit rätseln lassen, denn glücklicherweise wird erst kurz vor Schluss aufgedeckt, um wen es sich beim Insassen handelt. Dies hat mich gebannt an den Seiten des Buches kleben lassen und die Geschichte von dem 11jährigen Owen, der nach dem Brief die Erzählung übernimmt, interessiert verfolgen lassen. Owen ist mit seinen Eltern neu ins Städtchen Barrow gezogen und so gibt es viele erste Male. Wie beispielsweise der erste Tag an der neuen Schule oder das Erkunden des neuen Wohnortes, durch die ich gemeinsam mit Owen das Setting kennen lernen konnte.

 

Mir gefiel dabei, wie skurril und gleichzeitig glaubwürdig Barrow dargestellt wurde. In der Stadt haben alle Angst vor Tornados und Bärenangriffen, wodurch es zu einigen recht merkwürdigen Regeln (gerade für Kinder) kommt, um die Sicherheit aller zu gewährleisten (und das, obwohl Barrow als der sicherste Ort des Bezirks gilt). Ich fand es amüsant zu verfolgen, wie sehr die Angst doch das Handeln gerade der Erwachsenen bestimmt und wie der Autor Ross Montgomery die Erwachsenen aus Kindersicht darstellt.

 

Die Kindersicht von Owen war für mich sowieso sehr gelungen, denn dem Autor ist es sehr gut gelungen, die kindliche Sprache einzufangen und Owen Leben einzuhauchen. So lässt sich das Buch auch sehr einfach und schnell lesen. Hinzu kommt, dass ich das Verhalten der Erwachsenen wie Owen es beschreibt, sehr lustig fand und oftmals wirklich schmunzeln oder auch lachen musste, weil die Erwachsenen mit ihrem Tun einfach zum Kopfschütteln waren. Super süß fand ich auch die Illustrationen im Buch, die sich sehr schön auf die Erlebnisse im Buch beziehen und dieses visualisieren!

 

Sehr gefallen hat es mir, wie der Autor in diese lockere, humorvolle Sichtweise und Geschichte ernste Themen eingewoben hat. So verdeutlicht „Die Tornadojäger“ sehr schön, dass alle Menschen Angst vor irgendetwas haben, auch wenn sie vielleicht den Anschein machen, dass dem nicht so ist. Ich finde auch, dass das Buch verdeutlicht, dass es okay ist, Angst zu haben und dass man durch seine Ängste und die Überwindung dieser (oder auch das Leben mit ihnen) mutig wird. So hat das Buch eine sehr wichtige Botschaft, die mich sehr bewegt hat und die mir unglaublich gut gefallen hat. Für mich war sie eigentlich sogar das Beste am ganzen Buch!

 

Sehr cool fand ich auch Owen, der unter einem „Verzögerten Schockreflex-Syndrom“ leidet und daher zusammenzuckt nachdem er sich erschrocken hat. Deswegen wollen seine Eltern, dass er einen Helm trägt, wodurch er in der Schule natürlich auffällt. Doch Owen lässt sich nicht unterkriegen und genau das macht ihn total sympathisch, bewundernswert und stark. Seine vier neuen Freunde fand ich auch sehr facettenreich, denn jeder hat seine Stärken, aber auch Schwächen, die sich mit der Zeit zeigen. Das Freundschaftsband, das zwischen den fünf Kindern entsteht, war wirklich spürbar, denn bei ihrem neu gegründeten „Tornadojäger“-Klub und ihren Abenteuern wird ihr Zusammenhalt  sehr deutlich.

 

Fazit

Mir hat „Die Tornadojäger“ ausgesprochen gut gefallen, da das Örtchen, in dem das Buch spielt, wirklich skurril ist und die Handlung Humor mit ernsten Themen mischt. Die Kinder haben mir super gut gefallen, da sie alle sehr verschieden sind und super zusammenhalten. Ihre Sichtweise hat der Autor auch klasse dargestellt. Zudem mochte ich die Botschaft des Buches sehr, denn es geht um Angst und Mut und darum, dass es vollkommen in Ordnung ist, ängstlich zu sein, da jeder Mensch Angst hat. Gleichzeitig ist die Handlung aber auch sehr spannend und außergewöhnlich mit ihren „Tornadojägern“!

5 von 5 Sternen!

 

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96 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

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Für immer und einen Herzschlag

Tamsyn Murray , Julia Gehring
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522505703
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Jonny hat einen Herzfehler und ihm läuft die Zeit davon. Nia hat gerade ihren Zwillingsbruder bei einem tragischen Unfall verloren. Als sich die Wege der beiden kreuzen, ist Jonny nach einer Herz-Transplantation schon wieder auf dem Weg der Besserung – aber auf der verzweifelten Suche nach Informationen über seinen Spender. Von Nia wollte er eigentlich nur ein bisschen was über ihren Bruder erfahren, dem ursprünglichen Besitzer des Herzens. Was er nicht geplant hatte: sich in sie zu verlieben ...“

 

Gestaltung

Das Cover finde ich zuckersüß mit den Schmetterlingen und den kleinen Herzen an den Fallschirmen. Mir gefällt vor allem, dass ein solches Herz genau über dem Titel schwebt, welcher sich wie ein Dreieck aufbaut und zum größer geschriebenen Wort „Herzschlag“ hinleitet. Die Schriftart dieses Wortes ist auch anders und hebt es so noch weiter hervor. Dabei gefällt mir auch die Farbgebung des Covers sehr. Die verschiedenen Blautöne sehen sehr schön aus und erinnern an ein Aquarell. Gleichzeitig hebt sich das dunkle Pink vor dem Blau sehr schön ab und passt dennoch harmonisch zu den Blautönen.

 

Meine Meinung

Da die Geschichte von „Für immer und einen Herzschlag“ nach genau der richtigen Geschichte für mich anhörte und ich bereits ein ähnliches Buch gelesen hatte, das mir sehr gut gefallen hatte, war ich unheimlich gespannt auf  das Werk von Tamsyn Murray. In ihrem Buch geht es um Jonny, der unter einem Herzfehler leidet und ein Spenderherz benötigt. Als er eben dieses nach einer langen Wartezeit endlich erhält, beginnt sein Leben erst so richtig. Doch die Frage, wem das Herz gehörte, lässt ihn nicht los. Also beginnt er zu recherchieren und erfährt so von Leo, der bei einem Unfall starb. Leo, dessen Herz nun in Jonnys Brust schlägt. Durch Leos Schwester Nia möchte Jonny mehr über ihn erfahren. Doch niemals hätte er geahnt, dass sich Gefühle zwischen beiden entwickeln würden. Wie soll er ihr nun sagen, weswegen er sie eigentlich kontaktiert hat?

 

Erzählt wird „Für immer und einen Herzschlag“ abwechselnd aus der Sicht von Jonny und Nia. Dabei fand ich vor allem Jonnys Sicht richtig klasse, da mir auf diese Weise seine Gedanken und Gefühle total nahe gebracht wurden. Ich konnte seine Ängste und Hoffnungen geradezu am eigenen Leib erfahren und nachempfinden. Jonny wirkte auf mich total authentisch und real. Seine Situation ist alles andere als leicht und ich finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, diese darzustellen und dem Leser verständlich zu machen. Man fühlt mit Jonny richtig mit!

 

Mit Nia hingegen musste ich erst warm werden. Sie war recht abweisend, barsch und garstig. Warum sie so ist, konnte ich nachvollziehen und verstehen, aber es brauchte seine Zeit, bis ich mich damit anfreunden konnte. Ihr Bruder Leo war nämlich der Liebling der Eltern und eigentlich aller, sodass sie oft in seinem Schatten stand. Daher blieb ihr nichts anderes übrig, als sich zu distanzieren. Diese Kleinigkeit, dass die Protagonistin im Schatten von jemand anderem steht, ist mir schon oft in Jugendbüchern begegnet, weswegen ich hier zunächst etwas gelangweilt war. Doch gleichzeitig hat diese Charaktereigenschaft von Nia ein wenig Würze in die Geschichte gebracht, die für Abwechslung gesorgt hat.

 

Etwas Angst hatte ich vor der Liebesbeziehung, die sich zwischen Jonny und Nia entwickelt, da ich kitschige Liebe-auf-den-ersten-Blick-Beziehungen oftmals nicht so gerne mag, wenn sie ins Unrealistische abdriften. Hier hat die Autorin jedoch genau den richtigen Tonfall gefunden und die Beziehung sich zart und authentisch bilden lassen, was mir gut gefallen hat.

 

Wie ich erwartet hatte, spricht das Buch wichtige Themen wie Tod, Trauer und Verlust, Organspenden oder Neuanfänge an. Meiner Meinung nach hat die Autorin diese Themen sehr schön miteinander verbunden und sie zu einem stimmigen Ganzen gemacht, da alle Themen gut ineinander gegriffen haben und sich gegenseitig ergänzt haben. Hier war nichts zu viel, sondern vielmehr genau richtig dosiert. Auf diese Weise hält das Buch eine schöne Botschaft bereit, aus der man für sein Leben viel mitnehmen kann. Dabei ist das Buch eine Mischung aus Traurigkeit und leisen Glücksgefühlen, da sich immer wieder positive Töne in die Geschichte schleichen, die den Leser zum Lächeln bringen.

 

Fazit

Mir hat „Für immer und einen Herzschlag“ gut gefallen, denn die Geschichte ist sehr gefühlvoll und feinfühlig erzählt. Die Autorin verbindet wichtige Themen wie Organspende, Trauer und Neuanfang zu einem stimmigen Ganzen, bei dem alle Themen sich wunderbar ergänzen und zueinander passen. Dabei ist die Geschichte nicht zu traurig, sondern zwischendurch auch hoffnungsvoll. Während ich mit Nia aufgrund ihrer barschen Art erst warm werden musste, habe ich mit Jonny sofort mitgefühlt.

Gute 4 von 5 Sternen!

 

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Einzelband

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84 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

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Worte, die leuchten wie Sterne

Brigid Kemmerer , Henriette Zeltner
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.08.2018
ISBN 9783959672160
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Rev hat immer noch mit den Schatten seiner harten Kindheit zu kämpfen. Aber seine liebevolle neue Familie hilft ihm dabei zu heilen.
Emma ist ein Computerfreak und hat selbst ein Online-Spiel entwickelt. Die virtuelle Welt ist wie ihr zweites Zuhause.
Doch plötzlich erhält Rev Briefe von seinem leiblichen Vater, der ihm nicht nur seelische Narben zugefügt hat. Und auch Emma erhält beängstigende Nachrichten von einem Online-Troll, der ihr das Leben zur Hölle macht. In dieser schweren Zeit treffen die beiden aufeinander – und fühlen sofort eine besondere Verbindung. Können sie sich gegenseitig helfen, die traumatischen Ereignisse zu überwinden?“

 

Gestaltung

Auf dem Cover sieht man die Schattenumrisse eines Mädchens und eines Jungens, die ein wenig unsicher dastehen. Ihre Körperhaltungen finde ich etwas gewöhnungsbedürftig. Der Hintergrund mit dem Sternenhimmel gefällt mir dafür sehr gut, wobei ich die Farbkombination gelb und blau nicht ganz so gerne mag und vor dem Gelb die leuchtende Laterne etwas untergeht. Dafür mag ich es, dass das Cover durch diese Gestaltung mal etwas anderes ist und kein Gesicht zu sehen ist.

 

Meine Meinung

Ich kenne zwar „Der Himmel in deinen Worten“ von Autorin Birgid Kemmerer nicht, aber als ich den Klappentext von „Worte, die leuchten wie Sterne“ gelesen habe, haben mich der Inhalt und die anscheinend schwere Vergangenheit der Protagonisten sofort interessiert. In dem Buch geht es um Rev, der eine schlimme Kindheit hatte und nun dabei ist, diese zu verarbeiten. Auch Emma hat ihre Päckchen zu tragen und flüchtet sich gerne in die virtuelle Welt. Als die beiden aufeinander treffen knistert es zwischen ihnen…

 

Schon vom Klappentext war ich sehr angetan und hatte den Gedanken, dass ich Rev mögen könnte. Beim Lesen hat sich diese Vermutung bestätigt, denn mit Revs trauriger Vergangenheit und seinen schweren Bürden hat er mein Herz sofort erweicht. Er ist ein Charakter, der unter die Haut geht und mit dem man schnell mitfühlt. Gleichzeitig ist er sehr sympathisch und definiert sich nicht nur durch die schwere Zeit, die er hinter sich hat. Seine Verletzlichkeit hat die Autorin wirklich sehr gut getroffen und transportiert.

 

Emma hingegen fand ich nicht ganz so sympathisch, denn im Vergleich zu Rev wirkte sie etwas zu weinerlich. Ich mag es nicht, wenn Charaktere sich zu sehr selbstbemitleiden. Zwar verstehe ich, dass für Emma ihre Probleme die schwierigsten sind, da sie sie am meisten betreffen, aber im Vergleich zu Rev fällt sie einfach ab. Ich glaube, dass auch genau das das Problem war: Ich habe Emma und Rev immer verglichen und den Vergleich konnte Emma einfach nicht gewinnen.

 

Die Geschichte der beiden fand ich sehr gefühlvoll und bewegend. Zukünftige Leser sollten sich jedoch bewusst sein, dass es hier durchaus sehr traurig und bedrückend zu geht. Natürlich gibt es auch positive Schimmer, doch beim Lesen legt sich dennoch eine gewisse Schwere auf die Brust. Ich mochte dieses Gefühl gerne, denn ich habe mit den Charakteren (bzw. mit Rev) mitgefühlt und musste mehrfach auch schlucken.

 

Das Thema Onlinefreundschaften, das durch Emma in die Geschichte getragen wird, fand ich auch gut ausgearbeitet und gerade das Ende nimmt hier eine dramatische Wendung, die zeigt, wie es eben auch zugehen kann. So verbirgt sich in „Worte, die leuchten wie Sterne“ auch eine wichtige Botschaft bzw. ein Warnhinweis, welche in Zeiten der Digitalisierung wichtig sind.

 

Fazit

Insgesamt hat mich „Worte, die leuchten wie Sterne“ gut unterhalten, wobei ich mir ein wenig mehr versprochen habe. Protagonist Rev hat gehalten, was ich mir erhofft habe, aber Emma war leider so gar nicht mein Fall. Leser sollten sich darauf einstellen, dass diese Geschichte traurig ist. Was mir gut gefallen hat, war das Ende, welches dramatisch war und die Gefahren des Internets aufzeigt.

Gute 3 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

Einzelband (Rev ist allerdings bekannt aus dem Roman „Der Himmel in deinen Worten“ von der Autorin)

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 37 Rezensionen

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Wicker King

Kayla Ancrum , Uwe-Michael Gutzschhahn
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.09.2018
ISBN 9783423762335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Lass dich mitnehmen in die Welt von Jack und August! Aber gibt es sie wirklich?

 

Ein Brand in einer alten Lagerhalle. Am Tatort zwei Siebzehnjährige, einer davon (der vermutliche Brandstifter) mit Verbrennungen, die beide in die Psychiatrie eingeliefert werden. Einige Monate zuvor: In der Schule hängen August und Jack mit völlig verschiedenen Typen rum, privat verbindet die beiden aber seit Langem eine intensive Freundschaft. Doch Jack, Vorzeigeschüler, Spitzensportler, Mädchenschwarm, entwickelt immer stärkere Halluzinationen und driftet mehr und mehr in eine Fantasiewelt ab. In dieser ist er der König, der »Wicker King«, und August ist sein Ritter. Um Jack nah zu bleiben und zu verhindern, dass dieser sich endgültig in seiner Scheinwelt verliert, lässt sich August auf das Spiel ein: Er begibt sich gemeinsam mit Jack in dessen Fantasiewelt hinein und steuert sie beide damit genau auf die Katastrophe zu, die er verhindern wollte.“

 

Gestaltung

Das Cover gefällt mir richtig gut, denn die Kombination aus Schwarz und Gold finde ich sehr edel. Die gold-schimmernden Muster mag ich sehr gerne, da sie vor dem Hintergrund nicht nur gut zur Geltung kommen, sondern weil sie auch dazu einladen, das Cover genauer zu betrachten und Details zu entdecken. Der schwarz-weiße Junge hinter den Mustern, neben dem ein zweiter, nicht so deutlich zu erkennender Junge steht, passt auch gut zur Geschichte. Ein tolles Cover!

 

Meine Meinung

Seitdem mir das erste Mal der Inhalt von „Wicker King“ erzählt wurde, war ich gespannt und neugierig auf die Geschichte. Vor allem der im Klappentext erwähnte Brand und die Halluzinationen haben mein Interesse geweckt. Wer sind Jack und August? Woher kommen die Halluzinationen? Können sie die Katastrophe noch abmildern? Fragen über Fragen, die mich zum Buch haben greifen lassen.

 

In „Wicker King“ geht es um Jack und August, die privat eine intensive Freundschaft verbindet. In der Schule hingegen ist Jack der Mädchenschwarm und Supersportler und August eher das schwarze Schaf. Doch August merkt, dass Jack Halluzinationen hat und immer tiefer in seine Fantasiewelt abtaucht. In dieser Welt ist Jack der Wicker King und August sein Ritter. Damit nichts Schlimmeres passiert, spielt August mit, doch er kann das Unvermeidliche leider nicht aufhalten und so kommt es zu einer Katastrophe…

 

Überrascht hat mich die innere Gestaltung des Buches, denn es besteht nicht einfach nur aus Textpassagen, sondern vielen verschiedenen Versatzstücken. So finden sich beispielsweise Bilder von Polizeiakten, beschriebenen CDs, Notizen oder anderweitige Fotos im Buch. Diese verschiedenen Dinge erzählen die Geschichte von August und Jack, macht sie geradezu lebendig. Durch diese innere Gestaltung gab es immer etwas zu entdecken und das Lesen wurde zu einem besonderen Erlebnis, was mir gut gefallen hat.

 

Gleichzeitig hatte ich aber durch diese besondere Erzählweise kleinere Probleme, einen Einstieg in die Geschehnisse zu finden. Mir erschien die Handlung doch etwas holprig und stockend, da die Kapitel trotz der tollen inneren Gestaltung manchmal einfach unzusammenhängend wirkten und ich mich zunächst orientieren musste. Mit der Zeit konnte ich dann die Fäden so langsam zusammenziehen und erkennen, dass die Autorin Kayla Ancrum auf diese Weise versucht hat, Jacks Innenleben darzustellen. Daher mein Tipp für alle zukünftigen Leser von „Wicker King“: bleibt am Ball, denn es lohnt sich!

 

Sobald ich die ersten Verbindungen erkennen konnte, war ich gebannt, wie es mit Jack und August weitergehen würde. Besonders toll fand ich diesbezüglich auch, dass die Seiten immer dunkler werden, je weiter man liest. So visualisieren sie Jacks Gemütszustand. Das Ende war etwas, dem ich mit jeder Seite immer mehr entgegen fieberte. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie die Autorin die Geschichte enden lassen wollte.

 

Vor allem fand ich es auch super, wie Kayla Ancrum Augusts Gefühle für Jack rübergebracht hat. Die Autorin brauchte dafür keine Worte, denn dem Leser war auch so klar, wie tief und bedeutend sie sind. Gleichzeitig wird dem Leser mit der Zeit jedoch klar, dass mehr hinter der Beziehungsebene der beiden Jungs steckt. Beide brauchen sich, doch als Leser fragt man sich unweigerlich: tuen sie einander auch wirklich gut? Die beiden stehen in einer Abhängigkeit zueinander, die mir immer deutlicher bewusst wurde.

 

Fazit

„Wicker King“ hat mir mit Fortschreiten der Handlung zunehmend besser gefallen, da sich die anfänglich unzusammenhängend erscheinenden Fäden immer mehr zusammengezogen haben. Sobald ich die ersten Verbindungen erkannt hatte, war ich unglaublich gespannt, wie die Geschichte von Jack und August ausgehen würde. Die Beziehung bzw. Abhängigkeit der beiden hat die Autorin unglaublich gut und bedrückend dargestellt. Ein besonderes Highlight sind dabei die Fotos, Polizeiberichte, Notizen und vieles mehr im Buch sowie die immer dunkler werdenden Seiten, die das Lesen zu einem besonderen Erlebnis machen!

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

Einzelband

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Spinster Girls – Was ist schon typisch Mädchen?

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 31.08.2018
ISBN 9783423718011
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Alles, was Lottie will, ist die Welt zu verändern. Dafür startet sie ein Experiment: Einen Monat lang möchte sie mit ihren Freundinnen auf ihrem Vlog auf jede sexuell diskriminierende Situation aufmerksam machen, die ihnen im Alltag widerfährt. Ebenso wichtig ist Lottie aber das Vorstellungsgespräch an der Eliteuni Cambridge, auf das sie sich schon seit Jahren vorbereitet. Und dann ist da auch noch Will, der sie tagtäglich auf die Palme bringt. Hat sie sich zu viel vorgenommen?“

 

Gestaltung

Mit dem Mund vor dem schwarzen Hintergrund fügt sich das Cover des zweiten Bandes gut in den  Gestaltungsstil des ersten Bandes ein, auf welchem auch ein Teil des Gesichtes zu sehen war. Der Zeichenstil, der mich ein wenig an Popart erinnert, gefällt mir sehr gut. Zudem sind die Lippen knallig rot und somit sehr auffällig. Die Typografie des Titels gefällt mir zudem auch sehr gut, da er aussieht wie mit Kreide auf schwarze Tafel geschrieben.

 

Meine Meinung

Im neusten Band rund um den „Spinster Club“ geht es mit den drei Freundinnen Evie, Lottie und Amber weiter! Nachdem mir der erste Band, welcher vorrangig Evie in den Fokus rückte, schon gut gefallen hatte, war ich neugierig in „Was ist typisch Mädchen?“ mehr über Lottie zu erfahren. In diesem Band möchte Lottie auf ihrem Vlog alle Situationen beschreiben, in denen ihren Freundinnen und ihr im Alltag sexuell diskriminierende Situationen widerfahren. Gleichzeitig steht ihr Vorstellungsgespräch an der Cambridge Universität an und dann ist da noch Will, der ihre Gefühle zum Kochen bringt…

 

Dieses Mal wird die Geschichte von Lottie erzählt – aus der Ich-Perspektive. So geht vieles von Lotties spritzigem, offenherzigem und quirligem Charakter auf den Leser über. Lottie ist ganz anders als zuvor Evie, wodurch mir das Lesen großen Spaß gemacht hat, denn nun konnte ich einen ganz anderen Charakter kennen lernen. Lottie ist selbstbewusst und schlagfertig, was ich total bewundernswert fand. Sie scheint genau zu wissen, was sie möchte. Dies fand ich auch sehr beeindruckend, denn als ich in ihrem Alter war, wusste ich nichts über meine Zukunft. Aber auch diese starke Persönlichkeit hat Unsicherheiten und Zweifel und genau das wird in „Was ist typisch Mädchen?“ aufgezeigt.

 

Das Buch hält so die Botschaft bereit, dass jeder Mensch auch einmal unsicher ist und unsicher sein kann, was ich wirklich eine schöne Message finde. Zudem greift auch dieser Band wieder wichtige und brandaktuelle Themen wie Feminismus und Sexismus auf, wodurch es den Leser auf gewisse Weise dafür sensibilisiert und aufmerksamer macht. In „Was ist typisch Mädchen?“ macht Lottie nämlich auf sexistische Situationen im Alltag aufmerksam und was hier alles geschieht, ist wirklich erstaunlich und erschreckend.

 

Dabei gelingt es Holly Bourne wieder auf sehr angenehme Weise den Unterhaltungsfaktor des Buches mit den wichtigen Botschaften und ernsthaften Themen zu vermengen, sodass es sich beim Lesen nicht so anfühlt als würde man ein belehrendes Werk lesen, sondern vielmehr das Leben eines jungen Mädchens verfolgen. Hierzu trägt auch die kleine Liebesgeschichte bei, durch die Lottie (und auch der Leser) eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Besonders cool finde ich nach wie vor, dass man den ersten Band nicht gelesen haben muss, um diesen zu verstehen.

 

Fazit

Mit „Spinster Girls – Was ist typisch Mädchen?“ hat Holly Bourne wieder ein wichtiges Jugendbuch geschrieben, in dem ernste Themen mit dem alltäglichen Leben eines jungen Mädchens vermischt werden, wodurch der Leser einiges für sich mitnimmt ohne das Gefühl zu haben, belehrt zu werden. Das Buch macht meiner Meinung nach auch aufmerksamer auf sexistische Alltagssituationen, die heutzutage sicherlich immer noch häufig auftreten. Ich finde, diese Buchreihe verbindet gleichermaßen wichtige Botschaften und große Unterhaltung, wodurch sie zu einem leuchtenden Buchstern am Himmel werden, den man unbedingt gelesen haben sollte!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Spinster Girls – Was ist schon normal?

2. Spinster Girls – Was ist typisch Mädchen?

3. Spinster Girls – Was ist schon Liebe? (erscheint am 21. Juni 2019 auf Deutsch)

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222 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

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Der letzte erste Song

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX, 30.11.2018
ISBN 9783736309135
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext

„Ich werde nie wieder singen. Dieses Versprechen hat sich Grace vor langer Zeit gegeben. Doch als Masons Band eine Sängerin sucht, lässt sie sich dazu überreden mitzumachen. Allerdings ist sie nicht auf das Prickeln vorbereitet, das sie plötzlich in Masons Nähe spürt - und auch nicht auf die Erkenntnis, dass sich hinter seinen vorlauten Sprüchen viel mehr verbirgt, als es den Anschein macht. Mit ihm gemeinsam Songs zu schreiben, fühlt sich richtiger an als alles andere. Aber Grace weiß, dass sie nie mehr als Freunde sein können. Denn Masons Herz gehört einer anderen.“

 

Gestaltung

Mir gefällt die Farbkombination aus einem schwarz-weiß Bild mit sanften Farben. Vor allem mag ich den Beerenton des großen Punktes, auf dem in weiß der Titel geschrieben steht. Die Schriftart des Titels, welche an modernes Handlettering erinnert, gefällt mir auch sehr gut. Durch das Foto konnte ich mir zudem die beiden Hauptfiguren des Buches sehr gut vorstellen, da ich finde, dass die beiden ausgewählten Fotomodels gut zu den Beschreibungen im Buch passen.

 

Meine Meinung

Die Firsts-Reihe von Bianca Iosivoni ist mir schon mehrfach ins Auge gesprungen, doch bisher hatte ich noch zu keinem der Bände gegriffen. So bin ich beim letzten Band komplette Neueinsteigerin in die Reihe. Hierdurch erhielt ich aber keine Nachteile, denn man kann die Geschichte auch ohne Vorwissen aus den anderen drei Firsts-Bänden lesen. Es tauchen allerdings Figuren aus den vorherigen Bänden wieder auf, sodass es sicher ein schönes Leseerlebnis für all diejenigen, die Band eins bis drei schon kennen, ist.

 

Ich jedenfalls wurde dadurch überrascht, dass es gar nicht nur um Mason und Grace geht bzw. dass es auch so viele andere Charaktere gab. Das fand ich richtig gut, denn ich denke, dass es durchaus anstrengend werden kann, wenn immer nur zwei Figuren im Mittelpunkt stehen. Zudem wirkte die Geschichte so viel realer. Die Freundesclique wirkte auf mich wie reale, authentische Menschen, die so irgendwo in meiner Nähe in der Stadt wohnen könnten und genau so ihr Leben führen könnten. Das machte es total interessant, weil die Geschichte wie aus dem wahren Leben gegriffen ist und man sich irgendwo immer ein Stück weit wiederfindet.

Interessant fand ich Grace und ihren Charakter. Ihre Angst zu versagen ist wirklich tief verankert und ganz schön intensiv. Ihre Unsicherheit hat mich gen Ende des Buches hin etwas gestört. Ich konnte sie zwar verstehen und gut mit ihr mitfühlen bzw. mich in sie hineinversetzen, aber das hat nichts daran geändert, dass sie doch sehr viele Selbstzweifel hatte, die mir irgendwann ein wenig zu viel wurden. Die Bandmitglieder gefielen mir hingegen sehr gut, da es hier einige interessante Dynamiken zwischen den Figuren gab.

 

Positiv fand ich auch, wie schnell sich das Buch lesen ließ. Durch den flüssigen, angenehmen Schreibstil haben sich die Seiten wie von alleine umgeblättert. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir zwischendurch etwas der Pepp gefehlt hat. Es passieren zwar schon interessante Dinge wie Konzerte, gemeinsame Momente oder dramatische Entwicklungen, aber so richtig mitreißen konnte mich die Handlung nicht. Das Wechselbad aus Anziehung zwischen Grace und Mason und sofortigem Zurückschrecken voneinander hat sich doch einige Zeit hingezogen, sodass sich die Handlung etwas gezogen anfühlte und ruhig an Tempo hätte zulegen dürfen.


Hier spielt auch die Aufteilung des Buches eine Rolle, denn gut die Hälfte war erstmal ein Kampf, dass Grace und Mason zusammen kommen. Sie waren in festen Beziehungen, aber die Anziehung war da. Und dann kam ein (wie ich fand) abrupter Umschwung und sie waren zusammen, fielen übereinander her, küssten sich etc. Und dann kam auch schon all das Drama einer Beziehung. Das ging mir dann angesichts des eher langen Vorspanns etwas zu schnell.

 

Das Ende fand ich sehr emotional und bewegend. Durch das ganze Drama war es spannend und irgendwie auch rasant, was ich mochte. Ich fand es auch gut, wie es mit der Band gelaufen ist, da sich  hier eine für mich realistische Entwicklung auftat, die das Buch nicht zu kitschig und stereotyp enden ließ. Zudem hält das Buch noch einen authentischen Epilog bereit, welcher vermutlich gerade Lesern der ersten Bände der Firsts-Reihe Herz- und Abschiedsschmerz bereiten wird. Das war ein bittersüßes Ende mit großem Gefühlskino!

 

Fazit

„Der letzte erste Kuss“ war mein erstes, aber nicht letztes Leseerlebnis der Firsts-Reihe von Bianca Iosivoni. Mir gefiel sehr, wie authentisch und real die Geschichte war, denn sie wirkte wie aus dem Leben gegriffen. So konnte ich mich gut in alles hineinversetzen. Protagonistin Grace war für meinen Geschmack etwas zu unsicher, auch wenn ich ihre Gründe hierfür verstehen konnte. Das Ende hat mir auch sehr gefallen, wobei ich mir zuvor im Handlungsverlauf ein wenig mehr pepp gewünscht hätte. Nichtdestotrotz war dieses Buch großes Gefühlskino mit Figuren zum Dahinschmelzen.

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Der letzte erste Blick

2. Der letzte erste Kuss

3. Die letzte erste Nacht

4. Der letzte erste Song

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135 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

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Das Glück an meinen Fingerspitzen

Julie Leuze
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 21.08.2018
ISBN 9783473401666
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Manchmal muss man sich verlaufen, um seinen Weg zu finden. 
Und manchmal führt dieser Weg zu einem ganz besonderen Menschen.

 

Nebelverhangene Wälder, einsame Pazifikstrände - und absolut kein Kontakt zur Außenwelt: So stellt sich Jana das Paradies vor, seit sie am eigenen Leib erfahren hat, wozu Menschen fähig sind. Bei ihrem Onkel, der in der kanadischen Wildnis Wölfe und Bären erforscht, will sie endlich vergessen, was ihr im letzten Frühjahr passiert ist. Doch dann verschwindet ihr Onkel spurlos und vor ihrer Blockhütte steht plötzlich ein verletzter junger Mann namens Luke. Jana hat keine Wahl: Sie muss Luke vertrauen. Denn nur gemeinsam werden sie einen Weg aus der Wildnis finden. Auf der tagelangen Wanderung durch die unberührte Natur British Columbias kommen sich Jana und Luke langsam näher. Jana ahnt nicht, dass auch er vor etwas davonläuft …“

 

Gestaltung

Ich finde das Cover sehr schön, wobei mir besonders das haptische Erlebnis gefällt. Der weiße Hintergrund fühlt sich rauer an und die bunten Bildelemente sind mit Spotlack darauf erhoben. Dass man die kanadische Landschaft in den Umrissen des Liebespaares sieht, gefällt mir auch sehr gut. Zudem finde ich dass die Grün- und Blautöne sehr gut zum weißen Hintergrund passen. Einerseits heben sich die Kontraste so gut voneinander ab, andererseits harmonieren die Farben miteinander. Richtig cool finde ich dabei, dass der Titel in verschnörkelter Schreibschrift im Inneren des Paares geschrieben steht und so die Landschaft nochmal etwas unterbricht.

 

Meine Meinung

Da ich von Autorin Julie Leuze schon etwas gelesen hatte und mir ihr Schreibstil gut gefallen hat, war ich neugierig auf ihr neustes Werk. Zudem konnte der Klappentext mein Interesse wecken, sodass ich schnell angefangen habe zu lesen. In „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ geht es um Jana und Luke, welche in der Wildnis Kanadas überleben müssen, jeweils ein schweres Päckchen mit sich herumtragen und sich langsam näher kommen…

 

Überrascht hat mich das Buch schon direkt zu Beginn, denn es wird aus den Perspektiven beider Figuren erzählt. Auf diese Weise weiß der Leser mehr als die jeweiligen Figuren, da er Einblicke in Beweggründe und Gedankenwelten erhält, die die Charaktere den anderen Figuren gegenüber zunächst für sich behalten. Obwohl ich so natürlich schon mehr über die Geheimnisse der beiden wusste, war es nicht so, dass mir alles bekannt war. Vielmehr haben diese Perspektiven dazu beigetragen, dass die Spannung aufrechterhalten wurde, denn es wurden immer mal kleine Informationshappen eingestreut, die mich zum Spekulieren angeregt haben.

 

So schafft Julie Leuze es auch, dass konstant ein hoher Spannungsbogen besteht, denn es werden Rätsel gestreut, auf die ich unbedingt Antworten haben wollte. Aber auch sobald diese Rätsel geklärt sind, wird es nicht langweilig, denn Jana und Luke kämpfen sich durch die Wildnis, was das reinste Abenteuer ist. Hier lauern Gefahren und einige spektakuläre Erlebnisse, die spannend zu verfolgen sind. Die Gefühle, die sich dabei zwischen den beiden Charakteren entwickeln, sind eher hintergründig. Wobei ich mich mit der Beziehung zwischen den beiden ein wenig schwer tat, denn sowohl Jana als auch Luke wirkten diesbezüglich auf mich recht schwankend. Zwar waren sie aus guten, nachvollziehbaren Gründen, die auch gut vermittelt werden, so, aber dennoch hatte ich immer die Kürze der Zeit, in welcher sie sich kennen gelernt haben, vor Augen.

 

Der Schreibstil von Julie Leuze hat mir wieder sehr gut gefallen. Leicht und locker vermittelt sie den spannenden und gefährlichen Weg durch die Wildnis. Dabei vermittelt sie sehr schön die Atmosphäre der Natur und die Rauheit der Wildnis. So wird das Buch sehr atmosphärisch. Zudem entstanden bei mir geradezu Bilder der Landschaft vor meinem inneren Auge, weil die Autorin das Setting so toll beschrieben hat. Ein wenig hat mich der Grundaufbau von „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ an Julie Leuzes anderes Buch „Für einen Sommer und immer“ erinnert (Frau flieht vor Alltag in die Natur und trifft auf „Naturburschen“, der ihr das Herz stiehlt und ihr hilft, das Leben zu leben), wobei mich dies nicht sonderlich gestört hat. Richtig klasse fand ich auch, dass Frau Leuze in den Text Informationen über Kanada und die Kultur eingeflochten hat. So konnte ich noch etwas lernen und einiges Interessantes für mich mitnehmen.

 

Das Ende des Buches hat mich zufrieden zurückgelassen, denn alle Fragen wurden geklärt und es endete für mich auch sehr authentisch. Wobei ich mir hinsichtlich einer Kleinigkeit gewünscht hätte, dass wir als Leser eine Szene hätten mitverfolgen können, welche jedoch nur erwähnt wurde und dann erfolgte ein kleiner Sprung. Diesbezüglich haben mir dann aber die allerletzten Seiten doch noch die ersehnten Informationen geliefert, sodass es am Ende an nichts gemangelt hat.

 

Fazit

Insgesamt hat mir „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ sehr gut gefallen, denn ich mochte die Atmosphäre und das Setting. All die Abenteuer, Dramatik und Action haben mir auch sehr gut gefallen, weil so die Liebe nicht im Fokus stand und es immer spannend war. Auch gefiel mir der Schreibstil von Julie Leuze wieder sehr gut. Angesichts all dieser positiven Dinge sind es nur minimale Kleinigkeiten, die mir persönlich nicht ganz so gut gefallen haben.

4 von 5 Sternen!

 

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Einzelband

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277 Bibliotheken, 19 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

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Fire & Frost - Vom Feuer geküsst

Elly Blake , Yvonne Hergane
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 19.09.2018
ISBN 9783473401659
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Ruby und ihre große Liebe Arcus haben den Thron des Frostkönigs zerstört, doch bis zum Frieden zwischen Firebloods und Frostbloods ist es noch ein weiter Weg. Zudem wurde ein Schattenwesen entfesselt, das nun mordend durchs Königreich zieht. Um es zu besiegen muss Ruby ins Reich der mächtigen Feuerkönigin reisen - an der Seite des draufgängerischen Firebloods Kai, der eine unbekannte Sehnsucht in Ruby weckt ...“

 

Gestaltung

Schon die Gestaltung des ersten Bandes hat mir unglaublich gut gefallen, aber auch die von Band 2 ist atemberaubend! Man sieht wieder das Mädchen, das einen schönen Haarschmuck trägt und direkt in die Kamera zu schauen scheint. Die dominierende Farbe dieses Mal ist – passend zum Titel – rot. Ihr Haar sieht aus, als stünde es in Flammen und ganz besonders gelungen finde ich die blauen und hellen Akzente um den Haarschmuck. Auch mag ich den Effekt einer Aquarellzeichnung, welcher die Konturen des Mädchens umgibt.

 

Meine Meinung

Nachdem mir schon der erste Band der „Fire & Frost“-Trilogie sehr gut gefallen hat, musste ich unbedingt erfahren, wie es mit Ruby weitergehen mag. „Vom Feuer geküsst“ setzt ein, nachdem Ruby und Arcus den Frostkönig vom Thron gestoßen haben, doch von Frieden ist noch immer nicht die Rede! Gleichzeitig treibt ein mächtiges Schattenwesen sein Unwesen, das auch nicht vor Morden zurückschreckt. Ruby will es aufhalten und muss dafür ins Reich der Feuerkönigin reisen. Dafür lässt sie Arcus zurück und reist mit Kai, der wie sie ein Fireblood ist…

 

Gut gefallen hat mir, dass wir in diesem Band mehr über die Welt in „Fire & Frost“ erfahren. Neben Tempesien, dem Reich der Frostbloods, spielt „Vom Feuer geküsst“ zu großen Teilen in Sudesien, dem Reich der Firebloods unter der Herrschaft von Königin Nalani. Es gibt in „Von Feuer geküsst“ viele spannende Einblicke in die Struktur der Gaben und vor allem ihre Rivalität und Gegensätzlichkeit kamen für mich in diesem Band nochmals sehr schön zur Geltung. Zudem fand ich es spannend mehr über das Schattenwesen – den Minax – und seine Entstehung zu erfahren.

 

Ein Highlight war für mich, dass in diesem Band einige neue Charaktere hinzukamen bzw. wir sie besser kennen lernen, von denen mir einer sogar mein Herz geraubt hat. Neben Ruby lernen wir endlich andere Firebloods kennen und hier hat mir ganz besonders Kai gut gefallen. Er ist ein Draufgänger, charismatisch, stets gut gelaunt und ein wahrer Charmeur! Ich mag ihn sehr gerne. Aber auch die Königin der Firebloods und ihren Mann fand ich interessant, da ich ihre Intentionen und Absichten nicht sofort durchblicken konnte.

 

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war dass sich hier eine Dreiecksgeschichte zwischen Ruby, Arcus und Kai anzubahnen scheint. Schon als ich den Titel dieses Bandes gesehen und den Klappentext gelesen hatte, hatte ich diese leise Ahnung und beim Lesen hat sie sich verstärkt. Ich mag Kai wirklich gerne, aber für mich bräuchte die Reihe nicht die stereotype Dreiecksgeschichte, die man in so vielen Büchern findet.

 

Der Grund hierfür ist ganz einfach: „Fire & Frost“ käme meiner Meinung nach auch gut ohne Liebesdreieck aus, denn die Idee der Fire- und Frostbloods überzeugt mich immer mehr und ist nach wie vor total spannend. Hinzu kommen der Minax und einige spannende Entwicklungen und unerwartete Wendungen. Durch die neuen Orte und Personen bietet die Geschichte genügend Spannungspotenzial und frischen Wind. Zudem gibt es auch hier einige actiongeladene Kämpfe und Überraschungen! Gerade der Kampf gegen die Dunkelheit und die Frage, ob die Fire- und Frostbloods sich je wieder vereinen werden, sind für mich fesselnd mitzuverfolgen. Ich möchte unbedingt erfahren, wie es mit Ruby, Arcus und Kai weitergeht!

 

Fazit

Mit den neuen Charakteren und Orten hat mir „Fire & Frost – Vom Feuer geküsst“ gut gefallen, da frischer Wind in die Geschichte kommt und es einiges Interessantes zu erfahren gibt. Vor allem Kai hat mir dabei mein Herz gestohlen, da er mit seinem Charme und Witz ein toller Charakter ist. Die sich anbahnende Dreiecksgeschichte hätte für meinen Geschmack jedoch nicht angezettelt werden müssen. Dafür hat die Geschichte nämlich viel mehr zu bieten wie beispielsweise unerwartete Wendungen, actionreiche Kämpfe und spannende Ideen! Ich bin so z.B. sehr gespannt, ob es Ruby gelingen wird, die Menschen mit den verschiedenen Gaben zu vereinen…

4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Fire & Frost – Vom Eis berührt

2. Fire & Frost – Vom Feuer geküsst

3. Fire & Frost – Von der Dunkelheit geliebt (erscheint am 1. April 2019 auf Deutsch)

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93 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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AMANI - Heldin des Morgenrots

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.09.2018
ISBN 9783570164389
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Der Sultan vor Miraji steht kurz vor dem Sieg. Die Rebellen sind in alle Winde zerstreut, der Prinz ist in Gefangenschaft und Amani bleiben nur wenige Verbündete im Kampf gegen den unerbittlichen Tyrannen. Nur mit ihrem Revolver und ihren Demdji-Kräften bewaffnet muss sie einen Weg durch die Wüste in die sagenumwobene Stadt Eremot finden, die nicht einmal auf der Landkarte existiert. Als immer mehr Gefährten ihr Leben verlieren, verzweifelt Amani fast: Führt sie die Rebellen unaufhaltsam ins Verderben? Wird es ihr gelingen, den Prinzen zu befreien?“

 

Gestaltung

Passend zum Titel „Heldin des Morgenrots“ erstrahlt das Cover in warmen Rottönen, die mir sehr gut gefallen, da sie nicht zu knallig sind und sehr schön mit den schwarzen Akzenten harmonieren. Der Schriftzug des Titels ist wieder Golden gehalten und lässt sich erfühlen, wodurch ein haptisches Erlebnis entsteht. Ich finde das Cover sehr gelungen, da der Hintergrund so aussieht, als würde dort etwas explodieren und als würde das Mädchen sich darin auflösen.

 

Meine Meinung

Es war keine Frage, ob ich zum Abschlussband der „Amani“-Trilogie greifen würde, denn die ersten beiden Bände hatten mir sehr gefallen. Im Abschlussband sind die Startbedingungen dramatisch: der Prinz ist gefangen, Amani hat nicht mehr viele Verbündete und immer mehr ihrer Rebellen sterben im Kampf. Sie befindet sich auf dem Weg in eine Stadt, die nicht einmal zu existieren scheint. Ist ihre Lage aussichtslos? Oder wird sie siegen und den Prinzen befreien können?

 

Der Einstieg in diesen Band fiel mir sehr leicht, denn Autorin Alwyn Hamilton lässt zu Beginn viele Geschehnisse oder Entwicklungen fallen, die als grandiose Hilfe zur Erinnerung an die bisherige Handlung dienen. Auch gibt es eine Übersicht mit den Charakteren – sowohl noch lebendige als auch bereits verstorbene. Auf diese Weise war ich schnell wieder mitten drin im Geschehen und gespannt, wie es mit Amani, den Rebellen und dem Prinzen weitergehen würde. Dass mir das Setting und die genialen Ideen der Autorin sehr gut gefallen, muss ich mittlerweile glaube ich nicht mehr betonen, denn meine Begeisterung hierfür habe ich bereits in meinen Rezensionen zum Ausdruck gebracht. Auch im Abschluss ist das Wüstensetting mit seinen genialen Handlungsorten und fantasiereichen Ideen einfach nur atemberaubend.

 

Die Handlung beginnt auch sofort wieder sehr temporeich und hält das gesamte Buch über ein sehr hohes Spannungslevel. Die Rebellen müssen einige gefährliche Herausforderungen bestehen und so strotzt der Reihenabschluss voller Action, Dramatik und Spannung. Dazu gibt es auch eine große Portion Gefühle, denn neben ein wenig Romantik und Liebe, ist vor allem Amani eine grandiose Protagonistin, die zum Mitfühlen und Mitfiebern einlädt. Überraschungen und rasantes Tempo sind hier selbstverständlich!

 

Als Anführerin der Rebellen hat Amani eine wichtige Position inne, in welcher sie Entscheidungen treffen muss. Diese lasten schwer auf ihr, sodass sie verantwortungsbewusst ist und sie sich den Kopf über ihre Entscheidungen zerbricht. Man spürt beim Lesen, wie schwer diese auf ihr lasten und wie viel sie ihr abverlangen. Dies sorgt dafür, dass ich Amani einfach nur bewundert habe. Sie ist eine starke Heldin, die am Ende die wohl schwerste Entscheidung treffen muss…

 

Das Ende war ein absolut genialer Showdown, in dem es endlich zu der alles entscheidenden Schlacht kommt. Hier habe ich mich kaum von den Seiten lösen können und einfach nur auf das Beste gehofft. Es war dramatisch, actionreich und unheimlich rasant. Für mich war dieser Abschluss einfach perfekt. Vor allem weil die letzten Seiten viel Hoffnung ausgestrahlt haben und mich mit einem guten Gefühl zurückließen.

 

Fazit

„Amani – Heldin des Morgenrots“ ist ein unfassbar actionreicher, spannender, rasanter und herzzerreißender Reihenabschluss, der mit einem Gefühl der Hoffnung ausklingt und mich rundum zufrieden zurücklässt. Amani muss in diesem Band einige schwierige Entscheidungen treffen und mehr als einmal sieht die Lage sehr dramatisch aus. Das Buch gipfelt in der finalen Schlacht, in welcher ich mich nicht mehr von den Seiten lösen konnte und Herzrasen hatte. Grandios!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Amani – Rebellin des Sandes

2. Amani – Verräterin des Throns

3. Amani – Heldin des Morgenrots

 

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128 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

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Wie Eulen in der Nacht

Maggie Stiefvater , Katharina Volk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2018
ISBN 9783426522820
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext

„Jeder träumt von einem Wunder, aber nicht jeder ist bereit dafür.

Wem nur noch ein Wunder helfen kann, der findet stets seinen Weg in die Wüste Colorados und zur außergewöhnlichen Familie Soria. Doch die Wunder der Sorias sind unberechenbar und wer sie aus eigener Kraft nicht vollenden kann, zahlt einen hohen Preis.
Auch Daniel Soria bewirkt diese Wunder mit der Ernsthaftigkeit und Hingabe, die es braucht. Doch dann bricht er die wichtigste Regel seiner Familie: Er mischt sich in ein Wunder ein. Dadurch entfesselt er eine Magie, die seinen Tod bedeuten könnte.“

 

Gestaltung

Mir gefällt das Covermotiv unheimlich gut, denn es wirkt auf mich sehr geheimnisvoll und rätselhaft. Durch die dunklen Blumen und den Hintergrund erinnert der rote Kreis an einen Blutmond. Die Eule davor kommt so sehr gut zur Geltung. Auch mag ich die Art, in welcher das Bild gezeichnet ist, da die Rosen und die Eule sehr real aussehen, obwohl man ihnen ansieht, dass sie gezeichnet wurden. Die verschnörkelte Schriftart des Titels passt super zu diesem Motiv und verstärkt den Effekt des Geheimnisvollen. So ist alles sehr stimmig. Besonderes Highlight ist zudem der farbige Papierschnitt!

 

Meine Meinung

Ich lese immer wieder gerne Geschichten von Maggie Stiefvater, da die Autorin interessante Ideen hat und mich oft in geheimnisvolle Welten entführen kann. In „Wie Eulen in der Nacht“ konnte sie mich mit der Thematik der Wunder verzaubern, denn in diesem Buch geht es um Daniel Soria. Seine Familie kann Menschen zu Wundern verhelfen. Der einzige Haken: sie dürfen nicht eingreifen, wenn die Menschen das Wunder vollenden müssen. Doch genau dies tut Daniel und so befreit er eine magische Kraft, die ihn das Leben kosten könnte…

 

Von Maggie Stiefvater war ich schon einen sehr bildreichen und poetischen Schreibstil gewohnt. Diesen führt sie in „Wie Eulen in der Nacht“ fort, wodurch es immer wieder zu sehr schönen Metaphern oder Vergleichen kommt, die das Lesen sehr stimmungsvoll machen. Besonders gefallen hat mir dieses Mal das Setting, denn das Buch ist in den 60er Jahren angesiedelt. Dieses Flair hat die Autorin super vermittelt und authentisch rübergebracht. Durch das Auftreten ihrer Figuren und die Beschreibungen des Handlungsortes fühlte ich mich in der Zeit zurückversetzt, was mir echt gut gefallen hat.

 

Die Handlung fand ich hingegen zunächst etwas trocken und vor sich hinplätschernd. Ich hatte zwar schon damit gerechnet, dass ich hier kein Feuerwerk an Action oder Rasanz erhalten würde, da ich Maggie Stiefvaters Stil kenne, aber bisher konnte mich die Autorin immer mit ihren magischen, kreativen Welten verzaubern und mit immer neu eingestreuten Rätseln an die Handlung fesseln. Dieses Mal ist ihr das nicht ganz gelungen. Ihre Ideen in „Wie Eulen in der Nacht“ fand ich echt klasse: eine Familie, die Wunder vollbringen kann ist meiner Meinung nach wirklich ausgefallen und einfach magisch. Allerdings konnte mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen, da Frau Stiefvater es dieses Mal nicht ganz geschafft hat, mich an die Seiten zu fesseln. Dies kam für mich viel zu spät, denn erst im letzten Drittel hing ich gebannt an den Seiten, um den Rätseln der Wunder und der Dunkelheit auf die Spur zu kommen.

 

Zuvor waren es mir zu viele Charaktere, zu denen ich kaum eine tiefere Verbindung aufbauen konnte. Hier hat die Autorin angesichts der Fülle der Figuren nicht genügend Raum gehabt, um jeder Figur genügend Tiefe zu geben, sodass bei mir die verschiedenen Charaktere miteinander verschwammen. Sie haben sich nicht wirklich voneinander abgehoben. Daher fand ich es zu Beginn auch etwas schwer, dem Geschehen zu folgen. So fehlte mir einfach die von Maggie Stiefvater gewohnte große geheimnisvolle Atmosphäre, durch die ich hinter die Rätsel und Mysterien blicken möchte.

 

Dieses Gefühl des Miträtselns kam ungefähr im letzten Drittel auf. Hier werden Hinweise gestreut und ich war gepackt von den Geheimnissen der Wunder, welche zu dem Zeitpunkt der Handlung ganz andere Formen annahmen als zuvor. So hat die Autorin sich in meinen Augen die Spannung für den Schluss aufgehoben. Hätte sie dies ein wenig mehr über die Geschichte verteilt, wäre ich schon viel eher von der gewohnten Maggie Stiefvater Magie gefangen genommen worden.

 

Fazit

Mit „Wie Eulen in der Nacht“ hat Maggie Stiefvater wieder ein Fest an poetischen und wunderschönen Beschreibungen geliefert, die ihren Schreibstil zu etwas ganz besonderem und einzigartigem machen. So liest man die Geschichte gerne, auch wenn ich mich anfangs etwas schwer tat aufgrund der Fülle der Charaktere, die sich nur schwer voneinander abhoben. Hält man jedoch durch wird man mit einem unglaublichen Ende belohnt, welches verzaubert und zum Miträtseln anregt. Zudem ist das Setting und die Atmosphäre sehr authentisch und zauberhaft. So ist „Wie Eulen in der Nacht“ etwas durchwachsen und nicht ganz so stark wie andere Werke der Autorin, aber dennoch ist es sehr poetisch, tiefgründig und voller kreativer Ideen!

3 von 5 Sternen!

 

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104 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Das Ende ist erst der Anfang

Chandler Baker , Gerda Bean , Vivien Heinz
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522202480
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„In 23 Tagen wird Lake 18. Dann hat sie die Chance, genau einen Menschen von den Toten auferstehen zu lassen. Ihr behinderter Bruder wäre nach der Auferstehung wieder gesund und sollte Lakes erste Wahl sein. Doch gerade sind ihre beste Freundin und ihr Freund bei einem Unfall ums Leben gekommen. Für wen soll sie sich entscheiden? Ist es überhaupt richtig, Gott zu spielen und über Leben und Tod zu bestimmen? Lake steckt in einem Dilemma, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt ...“

 

Gestaltung

Aufgrund des Spiels mit den Kontrasten finde ich das Cover sehr interessant. Es ist zweigeteilt in eine schwarze und eine weiße Hälfte. Auf der weißen Hälfte ist der Schriftzug des Titels dann schwarz und auf der schwarzen Hälfte weiß. Dabei sind in diesen beiden Hälften die Schriftarten auch anders, was das ganze Cover noch interessanter macht. Der Schattenumriss eines Mädchens geht dabei vor dem weißen Hintergrund über die schwarze Hälfte. Ich finde, dass das Cover aufgrund dieser Farbwahl und Gestaltung richtig gut zum Buchinhalt passt!

 

Meine Meinung

An „Das Ende ist erst der Anfang“ fand ich besonders interessant, dass man an seinem 18 Geburtstag einen Menschen wieder ins Leben holen kann. Vor genau dieser Entscheidung steht nämlich Lake, die gleich mehrere geliebte Menschen hat, die sie zurückholen möchte. Ihren Bruder, ihre beste Freundin oder ihr Freund. Doch für wen soll sie sich nur entscheiden? Und ist es überhaupt richtig, eine solche Entscheidung zu treffen?

 

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Lake. So wird dem Leser gut vermittelt, wie ihre Gefühlslage aussieht und vor allem wie innerlich zerrissen sie ist. Lakes Sichtweise fand ich sehr eindringlich und einnehmend. Ich konnte sie gut verstehen und ihr Gefühlschaos nachvollziehen. Vor allem fand ich diesbezüglich richtig klasse, dass es zwischendurch auch Rückblenden gab, in denen ich die Chance bekam Lakes Bruder Matt, ihre beste Freundin Penny und ihren Freund Will kennen zu lernen.

 

Durch diese Rückblenden wurde Lakes Gefühlswelt für mich intensiviert, denn ich konnte nach jeder Rückblende immer besser verstehen, warum Lake so zerrissen ist. Ich habe gemeinsam mit ihr erlebt, wie sie mit Penny und Will schöne Momente durchlebt hat. Habe gesehen, wie viel sie Lake bedeutet haben und konnte absolut verstehen, dass eine Wahl zwischen beiden unmöglich ist. Dann ist da noch ihr Bruder Matt, welcher gelähmt ist und dadurch sehr verbittert, griesgrämig und teilweise auch bösartig wurde. Obwohl ich Matts Wandlung gut verstehen konnte, kam ich gleichzeitig auch nicht umhin sauer über seine Art zu sein oder über die Eltern von Lake, die ihn gewähren ließen.

 

Mit Lakes Entscheidung und ihren unterschiedlichen und auch für den Leser sehr intensiven Gefühlen für ihre Freunde und ihren Bruder ist es aber noch lange nicht getan, denn durch die Entscheidung ist nicht nur Lake und das Leben des Menschen, für den sie sich entscheidet, betroffen. Vielmehr hat ihre Entscheidungen auch Einfluss auf das Leben ihrer Eltern oder beispielsweise der Eltern von Penny. So greift Frau Baker auch auf, welcher Druck auf Lake lastet und welche Schuldgefühle in ihr entstehen.

 

Die emotionale Seite dieser Geschichte ist die, die mich in ihren Bann gezogen hat, denn wer viel Action und rasantes Tempo erwartet, ist hier falsch. Die Geschichte von „Das Ende ist erst der Anfang“ ist eine Nachdenkliche, Bedrückende und zutiefst Emotionale. Fragen der Moral und Ethik werden aufgeworfen und stimmen den Leser sehr nachdenklich. Mir war die Geschichte manchmal schon fast zu ruhig und nachdenklich, aber glücklicherweise hat die Autorin die Rückblenden an den richtigen Stellen gesetzt, sodass diese für Abwechslung sorgten. Zudem bin ich bis zum Schluss neugierig geblieben, wie es mit Lake und ihrer Entscheidung ausgehen würde.

 

Fazit

„Das Ende ist erst der Anfang“ ist eine intensive Geschichte über eine schwere, geradezu unmöglich erscheinende Entscheidung, die das Leben mehrerer Menschen betrifft. Autorin Chandler Baker schafft es auf sehr einnehmende Weise dem Leser die Gefühlswelt der Protagonistin nahe zu bringen und ihn zum Nachdenken anzuregen. Die Geschichte ist recht ruhig und nachdenklich, aber glücklicherweise auch immer wieder durchzogen von Rückblenden, die alles auflockern! Die Spannung wird aber hoch gehalten, da nicht gewiss ist, welche Entscheidung Lake treffen wird. Wie sie sich nun schlussendlich entscheidet, müsst ihr allerdings selber herausfinden!

Gute 4 von 5 Sternen!

 

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170 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

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Die Sprache der Dornen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2018
ISBN 9783426226797
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext

„Hungrige Wälder, magische Künste und schreckliche Geheimnisse: In der Welt von Kaz Brekker und seinen »Krähen« erzählt man sich in langen Winternächten gern Geschichten voller dunkler Versprechungen. Sechs davon sind hier zusammengetragen und werden von aufwendigen Illustrationen zum Leben erweckt. Von der Meerjungfrau, deren Stimme furchtbare Stürme heraufbeschwört, über eine alte Kräuterfrau, die viel mehr ist als sie scheint, bis zum hässlichen Fuchs, der sich beim falschen Mädchen einschmeichelt: Diese märchenhaften Erzählungen sind ein Muss für alle Fans der »Krähen« und Grisha.“

 

Gestaltung

Mit dem rauen Einband und den goldenen Verzierungen sieht das Cover nicht nur sehr edel aus, sondern auch elegant. Es erinnert an ein altes Märchenbuch, was wunderbar zur Geschichte passt. Die Symbole greifen die einzelnen Geschichten auf und fügen sich harmonisch in das blaue Dornenmuster ein. Mir gefällt die Aufmachung des Covers ausgesprochen gut. Das Innere des Buches überzeugt dann durch seine atemberaubenden Illustrationen.

 

Meine Meinung

Zwar kenne ich noch nicht die „Grisha“-Reihe der Autorin, aber ihre „Krähen“ haben es mir sehr angetan, sodass ich unbedingt zu „Die Sprache der Dornen“ greifen musste. Alleine schon die äußere Aufmachung hat mich überzeugt, aber auch im Inneren ist das Buch eine Wucht! Es erzählt sechs  Geschichten, die sich die Charaktere aus „Das Lied der Krähen“ und „Das Gold der Krähen“ in Winternächten erzählen. Somit ist „Die Sprache der Dornen“ eine Art Zusatzband, welcher seine Leser tiefer in das Grishaverse eintauchen lässt.

 

Ich empfand diesen Zusatzband als wirklich grandios, denn die Geschichten waren total einnehmend und einfach nur bezaubernd schön. Sie haben eine Märchenstimmung erzeugt und mich beim Lesen tief in eine andere Welt abtauchen lassen. Ich kann gar nicht sagen, welche der sechs Geschichten ich am meisten mochte, da sie alle so besonders waren. Ich fühlte mich beim Lesen wie in einem Traum und konnte total gut abschalten und die wirkliche Welt um mich herum vergessen. Dieses Buch lädt also absolut zum Träumen ein!

 

Auch der Schreibstil von Autorin Leigh Bardugo war diesen Erzählungen angepasst und unterscheidet sich somit ein wenig von ihren sonstigen Werken. Die Autorin hat ihre Ausdrucksweise ein wenig altertümlich-märchenhaft wirken lassen und somit den Effekt eines Buches voller Märchengeschichten verstärkt. Dies hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen, da ich so das Gefühl hatte, Geschichten aus alten Zeiten und einer fantasievollen Welt zu lesen. Auf diese Weise konnte ich noch viel besser in das Buch eintauchen.

 

Aber nicht nur die Geschichten haben mich verzaubert, auch die Illustrationen haben mich begeistern können und mir geradezu den Atem geraubt. Sie sind farbig und sehr edel. Das Besondere an ihnen ist jedoch, dass die Illustrationen sich mit jeder Seite immer weiter steigern und zu einem Gesamtbild ergänzen. Die Illustrationen passen zu jeder Geschichte und von Seite zu Seite kommen neue Details hinzu, sodass ich beim Umblättern jedes Mal gespannt nach neuen Bildelementen gesucht habe.

 

Zudem finde ich das Buch sehr hochwertig und edel. Das Papier ist dicker und weißer als üblich und die Illustrationen sind farbig. Auf jeder Seite finden sich dabei kleinere Verzierungen oder großartige Illustrationen, sodass jede Seite ein kleines Abenteuer ist, das viele Entdeckungen bereithält. Klasse ist auch, dass man die Märchen meiner Meinung nach auch lesen kann, wenn man die anderen Werke der Autorin nicht kennt. Sie sind unabhängig davon erzählt und auch die sechs Geschichten können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. Für Fans des Grishaverse bieten die Märchenerzählungen natürlich zusätzlich ein besonderes Highlight, das Fanherzen höherschlagen lässt.

 

Fazit

Ich habe es absolut genossen in die Märchen von „Die Sprache der Dornen“ einzutauchen, denn sie laden dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen und sich zu entspannen. Die Stimmung des Buches ist sehr märchenhaft und auch der Erzählstil passt hervorragend zu alten Märchen. Das Buch ist zudem nicht nur sehr hochwertig, sondern einfach atemberaubend schön. Richtig genial fand ich, dass die Illustrationen von Seite zu Seite wachsen und immer mehr Details ergänzt werden. Ich bin total begeistert! „Die Sprache der Dornen“ lässt die Herzen von Fans des Grishaverse höher schlagen, aber auch Leser, die die anderen Werke von Leigh Bardugo nicht kennen, können die Märchensammlung lesen, verstehen und genießen!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

Märchen aus dem Grishaverse

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184 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 52 Rezensionen

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Renegades - Gefährlicher Freund

Marissa Meyer , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2018
ISBN 9783453271784
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Sie sind eine Vereinigung speziell begabter Menschen. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt und Anarchie haben sie in Gatlon City für Recht und Ordnung gesorgt: die Renegades. Seither gelten sie als Helden, zu denen alle aufsehen.

Alle außer den Anarchisten, die von den Renegades vertrieben wurden und die nun im Untergrund der Stadt auf Rache sinnen. Die 17-jährige Nova ist eine von ihnen. Sie hat ihre Familie auf schreckliche Weise verloren und allen Grund, die Renegades zu hassen. Aufgrund ihrer besonderen und geheimen Gabe soll sie sich bei den Renegades einschleichen – um sie dann von innen heraus zu zerstören. Alles verläuft nach Plan, bis sie sich ausgerechnet in den jungen Kommandanten Adrian verliebt – und er sich in sie. Eine Liebe, die nicht sein darf in Zeiten, wo sich Renegades und Anarchisten zum großen Kampf rüsten …“

 

Gestaltung

Das Covermotiv hat was, finde ich. Der Turm aus verschiedenen Hochhäusern in der Mitte wirkt futuristisch und trennt die beiden Schattenumrisse eines Mädchens und eines Mannes mit Helm. Die Farben aus verschiedenen Blautönen und Schwarz lassen die roten Konturen nur allzu deutlich hervorscheinen, wodurch man sich das Cover geradezu ansehen muss. Auch der Schriftzug des Titels auf der Covermitte passt gut zu dem futuristischen Aussehen des Covers.

 

Meine Meinung

Der Klappentext hat mich sofort gefesselt, denn bei Menschen mit speziellen Begabungen werde ich immer sofort hellhörig. Als großer X-Men Fan liebe ich solche Geschichten einfach und kann nicht daran vorbei gehen. In „Renegades“ geht es um zwei Gruppierungen: die Anarchisten und die Renegades, die verschiedene Ansichten haben und einander nicht wohlgesinnt sind. Teil der Anarchisten ist Nova, ein junges Mädchen mit einer besonderen Fähigkeit. Sie infiltriert die Renegades und mischt sich unter ihre Reihen. Dabei lernt sie Adrian kennen, der ihr Herz schneller erobert, als sie gedacht hätte…

 

Was mir an „Renegades“ ganz besonders gut gefallen hat, war das Spiel mit Gut und Böse, denn in dem Buch gibt es keine klaren Zuordnungen zu einer dieser beiden Seiten. Erzählt wird die Geschichte sowohl aus der Sicht von Nova als auch aus der Perspektive von Adrian. Auf diese Weise erfährt der Leser verschiedene Ansichten auf die Renegades und Anarchisten. Aus Novas Perspektive werden die Renegades auf verständliche Weise als die Bösen dargestellt, während sie aus Adrians Perspektive gar nicht so übel erscheinen. So war ich ständig hin und hergerissen zwischen den Denkweisen und konnte sehr gut nachvollziehen, wie es Nova und Adrian geht. Es ist schwer, sich zu entscheiden, wie man die Renegades und Anarchisten nun sehen möchte, sodass ein faszinierender Sog auf mich ausgeübt wurde, bei dem ich immer mehr über die zwei verschiedenen Seiten erfahren wollte.

 

Die Handlung war gespickt mit spannenden Intrigen und grandiosen Kampfszenen. Sowas mag ich immer sehr gerne, da ich eine temporeiche Story liebe. Allerdings kam es zwischendrin auch zu kleineren Längen, die sich ein wenig gezogen haben und mich nicht so mitreißen konnten wie andere Szenen in dem Buch. Glücklicherweise waren diese Momente aber eindeutig in der Unterzahl, denn die Spannung hat für mich klar überwogen. Zudem war das Ende einfach eine großartige Explosion an Gefühlen, Überraschungen, Dramatik und Tempo. Hier hat sich alles gesteigert zu einem Gipfel der Spannung, welcher mein Herz hat schneller schlagen lassen und mich ungeduldig auf die Fortsetzung warten lässt.

 

Sehr gefallen hat mir zudem das Setting des Buches, denn „Renegades“ spielt in unserer Wirklichkeit – mit der kleinen Änderung, dass es sogenannte Wunderkinder gibt. Sie besitzen besondere Fähigkeiten, die mich total begeistert und mir gut gefallen haben. Protagonistin Nova benötigt zum Beispiel keinen Schlaf. Es gibt aber auch Menschen, die Fliegen oder Bomben entstehen lassen können. Hier hat die Autorin einen großen Einfallsreichtum bewiesen und eine Welt geschaffen, die an unsere erinnert und doch auf gewisse Weise futuristisch, abenteuerlich und sehr gefährlich wirkt. Das Lesen macht hierdurch einfach großen Spaß!

 

Fazit

Mir hat „Renegades – Gefährlicher Freund“ sehr gut gefallen, da ich begeistert bin von dem Spiel aus Gut und Böse, bei dem ich nie zuordnen oder mich entscheiden konnte, wer denn hier die Guten und wer die Bösen sind. Dieses Verwirrspiel wird ergänzt durch eine mitreißende Handlung voller Dramatik, Kampf und Spannung, welche nur an wenigen Stellen etwas in die Länge gezogen wirkte. Besonderes gerne mochte ich das Setting des Buches und die besonderen Begabungen der Menschen, die so vielfältig waren. Der Kampf der Anarchisten und Renegades ist sehr fesselnd und ich kann es kaum erwarten bis er in die zweite Runde geht!

Gute 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Renegades – Gefährlicher Freund

2. Renegades – Geheimnisvoller Feind (erscheint am 10. Juni 2019 auf Deutsch)

3. Renegades – Rebellische Liebe (in Planung)

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80 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Izara 1: Das ewige Feuer

Julia Dippel
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 09.10.2018
ISBN 9783522506366
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 

Klappentext

„Geheime Organisationen und eine verbotene Liebe.

Ari hält sich für ein ganz normales Scheidungskind: Sie lebt bei ihrer labilen Mutter, verabscheut ihren reichen Vater und jobbt neben der Schule, um sich ein Auto leisten zu können. Doch all ihre durchschnittlichen Sorgen rücken schlagartig in den Hintergrund, als übernatürliche Wesen versuchen, sie zu töten. Einer von ihnen ist Lucian, für den Ari als Tochter seines Erzfeindes ganz weit oben auf der Abschussliste steht. Als er jedoch erkennt, wie sehr er sich getäuscht hat, begeben sich die beiden auf die gefährliche Suche nach Antworten. Vor ihnen tut sich ein Abgrund aus Intrigen, Verrat und den Machtspielen einer verborgenen Gesellschaft auf, in der Ari ihren Platz finden und vor allem überleben muss.“

 

Gestaltung

Durch den düsteren Hintergrund strahlt das Muster in der Mitte des Covers geradezu und zieht die Blicke des Betrachters magisch auf sich. Mir gefällt das Muster richtig gut, weil es wirkt, als würde es glitzern und funkeln. Dazu trägt auch der Glanzeffekt des Covers bei, denn es sieht so aus, als würde es schimmern. Das Gesicht des Mädchens passt farblich auch sehr gut zu dem Muster und den Farben des Covers. Zudem finde ich, dass das Cover geheimnisvoll wirkt.

 

Meine Meinung

In der letzten Zeit begegnete „Izara“ mir häufiger auf den sozialen Netzwerken und die vielen positiven Stimmen haben mich neugierig gemacht. In dem Trilogieauftakt geht es um Protagonistin Ari, welche ein ganz normales Mädchen mit normalen Problemen ist – denkt sie zumindest! Doch schnell wird sie in eine geheime Welt gezogen voller Geheimnisse, Intrigen und Machtkämpfen. Augenscheinlicher Auslöser des Ganzen ist Lucian, der Ari ganz oben auf seiner Abschussliste stehen hat und der ungeahnte Gefühle in ihr weckt…

 

Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg in das Buch ein wenig schwer gefallen ist. Dies lag tatsächlich vorrangig an Ari, die mir zu schwach und anstrengend war. Sie ist am Anfang des Buches mehrfach in Ohnmacht gefallen und hat meine Nerven ein wenig strapaziert. Glücklicherweise startete das Buch aber auch absolut actionreich und rasant, was mich immer an Geschichten fesselt, sodass ich weiterlas und Ari erstmal so akzeptierte wie sie war. Die Welt, die sich mir eröffnete und all die Rätsel nahmen mich total gefangen, sodass ich dann doch schnell in die Geschichte eingetaucht bin.

 

Je weiter ich las, desto besser kam ich dann auch mit Ari klar. Sie blieb trotz all der neuen Informationen und Ereignisse, die auf sie einprasseln, sehr ruhig, was mir gefiel und wodurch ich mich mit ihr identifizieren konnte. Zudem mochte ich ihre Beziehung zum gutaussehenden, selbstbewussten Lucian. Ihre Beziehung ist nicht sehr leicht und ein wenig dramatisch, was ich aber – obwohl diese Thematik momentan häufiger in Büchern vorkommt – spannend fand und gerne verfolgt habe. Auch die Nebencharaktere fand ich toll ausgearbeitet und vor allem facettenreich.

 

Mir gefiel es, wie die Puzzleteile, die anfangs eingestreut wurden und lose im Raum hingen, immer mehr und mehr miteinander verbunden wurden. Zudem fand ich es klasse, wie mich die Geschichte dazu angeregt hat, mitzudenken und zu überlegen, was es mit allem auf sich haben könnte. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt und Kreativität des Settings in „Izara“. Es war unglaublich einnehmend und total ausgeklügelt, wodurch die Welt vor meinem inneren Auge lebendig wurde und ich mir alles richtig gut vorstellen konnte. Im Buch gibt es verschiedene, geheime Organisationen und neuartige, magische Wesen, von denen ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Autorin Julia Dippel hat mich mit ihrer Welt gefangen genommen und einen riesigen Ideenreichtum bewiesen, der beim Lesen einfach nur Spaß macht.

 

Gleichzeitig hat die Autorin all die Strukturen und den Aufbau so gut geschildert, dass ich mich trotz der Fülle an Informationen und all der neuen Begriffe immer gut zu recht gefunden habe. Zudem konnte ich durch den angenehmen Schreibstil von Frau Dippel richtig in die Geschichte und die Geschehnisse eintauchen. Ich hatte Kopfkino am laufenden Band! All die Komplexität ihrer Gedankenwelt bringt die Autorin wunderbar verständlich und einfach rüber. Dabei vernachlässigt sie die emotionale Ebene zu keiner Zeit, denn auch die Gefühle haben sich auf mich geradezu übertragen.

 

Die Handlung hat mir aber nicht nur aufgrund des tollen Schreibstils, der Kreativität und des super Settings gut gefallen. Mich konnten auch all die Geschehnisse absolut überzeugen, da hier alles unheimlich stimmig war. Der Spannungsbogen ist immens hoch, da stets etwas passiert. Es gibt eine spannende Flucht, große Geheimnisse und Rätsel, viel Action und Gefahren, Intrigen, Verrat, Liebe und so vieles mehr, dass ich gar nicht alles aufzählen kann. Überraschende Wendungen und das Gefühl, die Seiten am liebsten immer schneller umblättern zu wollen inklusive! Und dann kam das Ende…wow, was für ein Showdown! Hier wurden nochmals einige Stränge zusammengezogen, die mich einfach nur geplättet und begeistert zurückgelassen haben. Mit dem einzigen Gedanken: ich muss unbedingt Band 2 lesen!

 

Fazit

„Izara – Das ewige Feuer“ ist ein Buch für Kopf und Herz! Es regt zum Miträtseln, Mitfiebern und Mitfühlen an und reißt den Leser einfach mit sich! Nachdem ich anfangs kleinere Startschwierigkeiten mit Protagonistin Ari hatte, bin ich rasend schnell in die Handlung und das wunderbar fantasievolle Setting eingetaucht. Ich habe es geliebt, wie actionreich und rasant die Geschichte erzählt ist, da sie mit Gefahren, Intrigen und Überraschungen gespickt ist. „Izara“ hat bei mir das Gefühl ausgelöst, das Buch am liebsten inhalieren zu wollen!

Sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Izara - Das ewige Feuer

2. Izara – Stille Wasser (erscheint am 15. Januar 2019 bei Planet! als gebundene Ausgabe)

3. Izara – Sturmluft (erscheint voraussichtlich Ende November bei Loom Light)

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656 Bibliotheken, 35 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

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Die Krone der Dunkelheit

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2018
ISBN 9783492705264
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext

„Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.

 

Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.  

 

Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird...“

 

Gestaltung

Das Cover finde ich total umwerfend, denn die Sanduhr lässt es sehr edel aussehen. Zudem hat es als besonderes Highlight auf der Uhr eine raue Oberfläche, die sich anfühlt wie Sand. Ist das nicht einfach passend? Die Krone, die am unteren Bildrand im Sand versinkt, sieht auch sehr elegant und hübsch aus. Zudem gefallen mir die blau-grauen Farbtöne, die super aufeinander abgestimmt sind.

 

Meine Meinung

Nachdem das atemberaubende Cover meine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat, konnte mich auch der Klappentext von „Die Krone der Dunkelheit“ sofort packen und mein Interesse wecken, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte. In dem Buch geht es um Prinzessin Freya, die ihren Bruder sucht und dafür allerlei Gefahren auf sich nimmt. Währenddessen möchte Ceylan ein Teil der Wächter der Grenzen werden. Ihr rebellisches Wesen bringt sie jedoch in Schwierigkeiten, sodass sie – genau wie Freya -  nach Melidrian reisen muss, dem Land der Magie…

 

Das Setting von „Die Krone der Dunkelheit“ hat mir sehr gut gefallen, denn es gibt zwei Reiche: Thorbia, das Land der Menschen und Melidrian, das Land der magischen Wesen. Hier gibt es einiges zu entdecken und erfahren, sodass ich sehr beeindruckt von der Komplexität der Welt war. Laura Kneidel beschreibt die Orte dabei sehr anschaulich und mit genügend Details, sodass ich mich gut orientieren und zurechtfinden konnte. Die verschiedenen Schauplätze entstanden in meinem Kopf und nahmen dort sofort Form an. Ich hatte immer direkt ein Bild vor Augen und habe es genossen, in das Setting einzutauchen. Richtig super fand ich auch, dass es eine Karte im Buch gibt, die die Lage der Orte visualisiert und an der man die Geschichte gut nachvollziehen kann.

 

Auch gefiel mir die Vielfalt der verschiedenen Personen und magischen Wesen. Von Menschen über Fae bis hin zu Göttern und den Elva ist hier einiges dabei. „Die Krone der Dunkelheit“ weist ein hohes Maß an Kreativität und Ideenreichtum auf, die das Setting lebendiger wirken lassen! Mir haben vor allem die Fantasyaspekte richtig gut gefallen, da es bekannte Wesen gibt, aber z.B. in Form der Elva auch einiges neues, interessantes beim Lesen entdeckt werden kann. So ist die Lektüre schön abwechslungsreich.

 

Die Figuren haben mir zudem auch gut gefallen, da Freya und Ceylan zwei starke Frauen sind, die ihren Weg gehen und die taff sowie kraftvoll sind. Gerade dies hat mir sehr gut gefallen, da die beiden sich so von anderen Protagonistinnen auf dem aktuellen Buchmarkt durch ihre Stärke abheben. Aber auch die anderen Figuren fand ich sehr interessant, da bei einigen nicht klar ist, ob man ihnen trauen kann und wie ihre weitere Entwicklung aussehen könnte. Die Autorin erzeugt bei den verschiedenen Figuren Sympathien und Antipathien, wobei sich das Blatt doch stets wenden kann, da die Charaktere doch immer wieder zu überraschen wissen.

 

Die Handlung empfand ich als sehr spannend, wobei mir die actionreichen Szenen am besten gefallen haben. Zwischendurch gab es für mich manchmal kleinere Längen, bei denen ich etwas durchhalten musste, bevor es dann wieder fesselnd weiterging. Das Buch überzeugt mit überraschenden Wendungen und einem wirklich mitreißenden Showdown am Ende, welcher vor Dramatik und offener Fragen nur so strotzt. So warte ich nun super ungeduldig auf den zweiten Band!

 

Fazit

Abgesehen von kleineren Längen hat mir der Auftaktband „Die Krone der Dunkelheit“ unheimlich gut gefallen, da die Geschichte komplex und sehr gut ausgearbeitet ist. Vor allem das Setting überzeugt durch seine gute Ausarbeitung, die tollen Ideen und die gute Beschreibung, durch die bei mir sofort Bilder im Kopf entstanden. Auch die magischen Wesen fand ich sehr abwechslungsreich. Zudem mochte ich die Charaktere, da sie sich voneinander abheben und immer zu überraschen wissen.

Sehr gute 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Die Krone der Dunkelheit

2. Die Krone der Dunkelheit – Magieflimmern  (erscheint am 02. Juli 2019 auf Deutsch)

3. Die Krone der Dunkelheit – Götterdämmerung (erscheint voraussichtlich im Juli 2020)

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Für immer Alaska

Anna Woltz , Andrea Kluitmann
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551553782
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Seit Alaska nicht mehr bei ihnen ist, gibt es in Parkers Leben ein riesiges, hundeförmiges Loch. Und das alles nur, weil Parkers kleiner Bruder allergisch gegen Hundehaare ist. Aber es kommt noch schlimmer. Unvermutet sieht Parker Alaska wieder: als Hilfshund für Sven, den gemeinsten Jungen in ihrer neuen Klasse. Bei ihm kann sie Alaska unmöglich lassen. Also schmiedet Parker einen Plan, wie sie den wunderbarsten Hund der Welt zurückholen kann.“

 

Gestaltung

Das Loch in Form eines Hundes passt super zur Geschichte, da es ein metaphorisches Bild dafür ist, dass die Protagonistin ihren Hund vermisst. Die Farbgebung ist sehr auffällig mit dem hellen Gelb und Orange, welche einen schönen Kontrast zum türkis-blauen Buchrücken bilden. Die Linien, die darauf ein Muster bilden, erinnern mich an das Straßennetz einer Stadt, was ich interessant finde.

 

Meine Meinung

Ich musste „Für immer Alaska“ unbedingt lesen, denn ich mag die Geschichten sowie den Schreibstil von Anna Woltz. Hinzukommt, dass sich ihr neustes Buch um einen Hund dreht, was für mich sofort nach Must-Read schrie, denn ich lese unglaublich gerne berührende Geschichten mit Tieren. Genau solch eine erhielt ich mit „Für immer Alaska“, denn in diesem Buch geht es um Parker, die ihren Hund Alaska abgeben musste, da ihr kleiner Bruder allergisch reagiert hat. Alaska lebt seitdem als Assistenzhund bei Sven. Sven, der in Parkers neuer Klasse ist und der sie mobbt. Doch sowohl hinter Svens als auch hinter Parkers Geschichte steckt mehr, als man zunächst denkt…

 

Mir gefiel besonders, dass Anna Woltz mit Sven und Parker das Thema Angst in ihrem Buch aufgreift, denn Sven leidet unter Epilepsie und hat Angst vor dem Versagen seines Körpers. Auch Parker hält die Angst im Griff, denn seit einem schrecklichen Ereignis hat sie Angst vor Gefahren, vor denen man sich nicht schützen kann. Diese Tiefe der Charaktere und vor allem auch dieses Thema der Angst hat mich sehr überrascht, denn ich hatte nicht damit gerechnet, dass Sven und Parker mit solchen schweren Bürden kämpfen würden.

 

Diese Überraschung beim Lesen hat mir richtig gut gefallen und auch die Umsetzung von Anna Woltz war einfach klasse, denn Parker und Sven hatten eine interessante Beziehung. Zwischen Abneigung und tiefem Verständnis füreinander war die Bindung der beiden spannend mitzuverfolgen und sehr bemerkenswert. Dabei war vor allem Hund Alaska das große Highlight der Geschichte, denn durch Alaska entstand zwischen Parker und Sven eine Bindung, die beiden Kindern beim Verarbeiten ihrer Ängste hilft.

 

So wird auch die sensible Ader der Tiere deutlich, die ja oftmals spüren, wenn mit uns Menschen etwas nicht stimmt. Alaska habe ich wirklich geliebt! So ein toller, einfach liebenswerter Hund! Ihr Wesen und ihre Art gingen mir total unter die Haut. Ich fand  ihre Geschichte sehr berührend und habe bis zum Schluss mit ihr gehofft und gefühlt.

 

„Für immer Alaska“ ist eine Geschichte mit wichtigen Themen wie Angst und Mobbing, Mut und Freundschaft und einem Hund, der das Herz erwärmt. Mir hat es gefallen, dass die Handlung auf den grob 175 Seiten gespickt ist mit kleinen überraschenden Wendungen und wichtigen Themen. Diese werden auf sehr einfühlsame Weise angesprochen und verdeutlicht. Für mich hätte das Buch aber ruhig ein paar Seiten mehr haben können, um manchen Geschehnissen mehr Bedeutung oder Raum zu geben.

 

Die Handlung wird dabei abwechselnd aus Parkers und Svens Perspektiven erzählt, wodurch ich stets in beide, sehr unterschiedliche Sichtweisen eintauchen und die verschiedenen Meinungen sowie Gedanken kennen lernen konnte. Zu Beginn konnte ich mich mit Sven beispielsweise erst so gar nicht anfreunden und ich mochte ihn überhaupt nicht, aber dann habe ich immer tiefer hinter seine Fassade geblickt und den Grund erkannt, warum er so ist, wie er sich zeigt.

 

Fazit

Mir hat „Für immer Alaska“ insgesamt gut gefallen, denn die Geschichte hat mich beim Lesen überrascht. Ich habe erwartet, dass sie mich berührt und das hat sie auch, aber vor allem hat sie mir Wendungen dargelegt, mit denen ich in keinster Weise gerechnet habe. Hund Alaska war für mich dabei das Highlight, da sie so süß und liebevoll war. Gleichzeitig fand ich den Wechsel der Erzählperspektiven total super, da so nochmals Spannung aufkam. Mit etwas mehr Seiten, um manchen Geschehnissen etwas mehr Raum zu geben, wäre „Für immer Alaska“ für mich perfekt gewesen!

4 von 5 Sternen!

 

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Einzelband

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636 Bibliotheken, 45 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

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Das Gold der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.09.2018
ISBN 9783426654491
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext

„Ein Dieb mit der Begabung, die unwahrscheinlichsten Auswege zu entdecken
Eine Spionin, die nur »das Phantom« genannt wird
Ein Verurteilter mit einem unstillbaren Verlangen nach Rache
Eine Magierin, die ihre Kräfte nutzt, um in den Slums zu überleben
Ein Scharfschütze, der keiner Wette widerstehen kann
Ein Ausreißer aus gutem Hause mit einem Händchen für Sprengstoff

Kaz Brekker und seinen Krähen ist ein derart spektakulärer Coup gelungen, dass sie selbst nicht auf ihr Überleben gewettet hätten. Statt der versprochenen fürstlichen Belohnung erwartet sie jedoch bitterer Verrat, als sie nach Ketterdam zurückkehren. Haarscharf kommen die Krähen mit dem Leben davon, Kaz' Geliebte Inej gerät in Gefangenschaft. Doch Kaz trägt seinen Spitznamen »Dirtyhands« nicht ohne Grund – von jetzt an ist ihm kein Deal zu schmutzig und kein Risiko zu groß, um Inej zu befreien und seinen betrügerischen Erzfeind Pekka Rollins zu vernichten.“

 

Gestaltung

Da ich warme Farbtöne wie rot, gelb oder orange mag, freue ich mich natürlich riesig, dass diese Farben so zentral für das Cover sind. Mir gefällt vor allem wie sich im unteren Teil des Krähenflügels eine Stadt abbildet und dieser durch verschiedene Orangetöne und Häuserumrisse Tiefe verliehen wird. Besonderes Highlight ist natürlich der knallorangene Buchschnitt! Aber auch die verschnörkelte Schrift des Titels finde ich richtig klasse und schön!

 

Meine Meinung

Da es noch nicht so lange her war, dass ich „Das Lied der Krähen“ gelesen hatte, habe ich mich riesig gefreut, schnell zum abschließenden Nachfolgeband „Das Gold der Krähen“ greifen zu können. Mir gefällt die Welt von Ketterdam total gut und ich bin nun doch traurig, dass dies der Abschlussband war, denn wenn es nach mir ginge, könnten wir noch viel mehr von Katz, Inej und Co lesen!

 

Ich fand vor allem wieder die Kombination der magischen Welt mit der Rivalität von Straßengangs total gelungen. Das verbindet Unbekanntes mit Bekannten und sorgt gleichzeitig für Nervenkitzel! Zudem finde ich es spannend, wenn die Charaktere ihre Pläne und gerissenen Coups schmieden. Ich hatte immer die Befürchtung, dass dies trocken und langweilig sein könnte, aber falsch gedacht! Gerade in „Das Gold der Krähen“ setzt Leigh Bardugo hier nochmals eins drauf. Die zweite Buchhälfte ist ein Feuerwerk an Rasanz, Tempo und Action, die mein Leserherz haben höher schlagen lassen.

 

Als besonders fesselnd habe ich es erlebt, dass Kaz so ein riesiges Genie ist, welches viele verschiedene Lösungen für allerlei Probleme hat und dass dennoch oftmals nichts so läuft wie geplant. Das sorgt wirklich für atemlose Spannung und viele Momente, in denen mir das Herz stehen blieb. Hinzu kommt die atemberaubende Atmosphäre des Buches, die von der ersten bis zur letzten Seite eine zum Buch passende Stimmung erzeugt. Ketterdam erinnerte mich oftmals an Amsterdam und dennoch hat es sein ganz eigenes Flair. Durch den Schreibstil von Frau Bardugo wurde vieles für mich unheimlich lebendig und es entstand bei mir ein aufs andere Mal ein inneres Bild der Orte. Grandios!

 

Bewundernswert finde ich auch den Einfallsreichtum und die kreativen Ideen der Autorin. Leigh Bardugos Welt ist unheimlich gut durchdacht, wodurch sie sehr real wirkt, obwohl es einige fiktive Aspekte gibt. Dabei fand ich es klasse, dass das Buch ein Verzeichnis mit allen wichtigen Namen bereit hält, denn dieses hat mir eine gute Übersicht geboten und mir beim Lesen sehr geholfen, wenn ich nicht mehr genau wusste, welche Stadt oder welches Volk gemeint ist. Die Ideen fand ich dabei total klasse, da sie alle zueinander passten und ein stimmiges Weltbild kreiert haben, in das man einfach gerne abtaucht.

 

Auch fand ich den Erzählstil des Buches einfach nur perfekt, denn jedes Kapitel wird abwechselnd von einem der Charaktere erzählt. So konnte ich in jeden der Figuren einen kurzen Einblick erhaschen, Gefühlswelten besser verstehen und tatsächlich zu allen sechs Hauptcharakteren eine Beziehung aufbauen. Dabei hat mich vor allem die Mischung der Gefühle total mitgenommen. Liebe, Verzweiflung, Trauer, Humor – hier ist einfach alles dabei! Ich habe beim Lesen total mit ihnen mitgelitten und mitgefühlt!

 

Das Team um Kaz fand ich auch nach wie vor super! Die sechs Figuren sind total unterschiedlich und doch halten sie zusammen. Jeder von ihnen trägt etwas zur Erreichung ihres Ziels bei und dabei fieberte ich so mit ihnen mit, dass es mir fast das Herz zerriss. Die Freundschaft zwischen ihnen hat mir total gut gefallen! Ich finde, dass gerade diese Beziehung, die man zu den Sechsen aufbaut, einen großen Reiz an der Geschichte ausmacht, denn dadurch bangt man um sie und leidet mit ihnen. Dabei ist nie klar, ob sie alle überleben werden…genau dies hat mich beim Lesen unheimlich nervös gemacht, wodurch ich „Das Gold der Krähen“ gar nicht aus den Händen legen konnte.

 

Fazit

Ich fand „Das Gold der Krähen“ absolut gigantisch! Für mich ist es genauso grandios wie sein Vorgänger und ich liebe die sechs Hauptfiguren alle gleichermaßen. Dabei finde ich das Setting sehr faszinierend und atemberaubend mit all den kreativen, fantastischen Ideen von Leigh Bardugo, die sich zu einem dichten Gewebe zusammenziehen und Ketterdam eine große Glaubwürdigkeit verleihen. Die Handlung ist temporeich und voller Herzschlagmomente mit all den Herausforderungen, Überraschungen und Abenteuern, die mich haben gebannt mitfiebern lassen. Ich küre nicht oft ein Jahreshighlight, aber „Das Gold der Krähen“ ist es definitiv!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Das Lied der Krähen

2. Das Gold der Krähen

  (5)
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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Beim zweiten Kuss verwechselt

Sonja Kaiblinger , Daniela Kohl
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500782
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Du kannst sein, wer du willst! Aber weißt du auch, wer du bist?

Manchmal sind Ophelias Verwandlungskünste praktischer als gedacht. Immerhin kann sie (in Gestalt von Amalia) endlich ihren Schwarm Cliff küssen. Doch dann heißt es für die ganze Schule: Auf zum Wettkampf in die Highlands. Und weil nicht nur Cliff und die echte Amalia mitfahren, sondern auch Ophelias Zwillingsschwester, ihre drei verrückten Tanten und Adrian, der total in Ophelia verschossen ist, sind Herzschmerz und Chaos vorprogrammiert. Seltsame Dinge passieren, und Ophelia weiß: Im Zeltlager treibt sich ein weiterer Verwandler inkognito herum.“

 

Gestaltung

Ich bin ein großer Fan der Covergestaltung, denn ich mag die Illustrationen von Daniela Kohl, da sie total süß sind und es aufgrund all der verschiedenen dargestellten Szenen so viel auf dem Cover zu entdecken gibt. Die Illustrationen erinnern mich zudem an Modeskizzen und ich mag den Stil total gerne. Außerdem gefällt es mir, dass das Cover des zweiten Bandes vom Stil her super zum ersten Band passt. Das Rosa dieses Bandes sieht neben dem Mintblau sehr schön aus.

 

Meine Meinung

Nachdem ich vom ersten Band „Auf den ersten Blick verzaubert“ total angetan war und noch viel positiveres vom zweiten Band gehört hatte, konnte ich meine Finger nicht mehr von „Beim zweiten Kuss verwechselt“ lassen. Viel zu groß war meine Neugierde, wie Ophelias Geschichte weitergehen würde. In der Fortsetzung geht es für Ophelia, ihren Schwarm Cliff, ihre Schwester, ihre Tanten und Adrian auf in die Highlands. Das (Liebes)Chaos ist also geradezu schon vorprogrammiert! Und als wäre das noch nicht genug des Ganzen, treibt ein anderer Verwandler anonym sein Unwesen…

 

Nun nach dem Lesen kann ich sagen, dass mir der zweite Band genauso gut gefallen hat wie der erste, wenn nicht sogar noch ein klein wenig mehr! Die Idee der Verwandlungsgabe gefällt mir nach wie vor richtig gut und auch in diesem Band kommt sie immer wieder zum Einsatz! Ophelia beherrscht ihr Verwandlungstalent nämlich schon viel besser und so wird sich munter in Tiere oder Menschen verwandelt! Auf diese Weise kommt es auch zu sehr amüsantem Chaos…

 

Der Unterhaltungsfaktor ist megahoch und ich habe mehr als einmal beim Lesen laut gelacht und insgesamt riesige Freude gehabt. Dazu beigetragen haben die in diesem Band wichtigen Highland Games, in denen die Charaktere mehr als verrückte Spiele bestreiten müssen. Von Baumstammweitwurf mit Matheaufgaben bis hin zum Schafe scheren ist hier einiges an Kuriositäten und kreativen Einfällen dabei. Diese Spiele waren unheimlich spannend und ich habe sie total gerne verfolgt, da ich immer neugierig war, welche lustig-verrückte Idee als nächstes auf mich warten würde!

 

Das schottische Flair hat Sonja Kaiblinger auch wunderbar umgesetzt und aufgegriffen, denn ich fühlte mich mitten in die Highlands versetzt und konnte mir durch Frau Kaiblingers sehr bildhaften Beschreibungen die Orte, Gegebenheiten und das Setting super gut vorstellen. Zudem gefiel mir sehr, wie die Autorin die Dialoge der Figuren gestaltet. Diese wirkten total lebendig, frisch und spritzig. Hier schenkt sich niemand etwas, denn keiner der Charaktere ist auf den Mund gefallen, sodass es riesigen Spaß macht, ihnen in ihrem Austausch zu folgen und bei ihren Gesprächen Mäuschen zu spielen.  

 

Besonders in Sachen Liebe tut sich in diesem Band auch einiges, denn Ophelia schwärmt immer noch für Cliff, welcher mit Amalia zusammen ist, in welche sich Ophelia gerne mal verwandelt. Währenddessen ist Adrian in Ophelia verliebt, die seine Vorzüge nicht von der Hand weisen kann... ihr merkt schon, hier ist einiges los an Liebeschaos! Wer schlussendlich mit wem zusammenkommt (oder bleibt), das ist die große Frage, die für Spannung sorgt. Gleichzeitig sind all diese Liebeswirrungen einfach nur hochamüsant und lustig mitzuverfolgen!

 

Fazit

Mit „Beim zweiten Kuss verwechselt“ knüpft Sonja Kaiblinger an dem für mich schon tollen Vorgängerband an und übertrifft diesen sogar noch ein wenig! Die schottische Atmosphäre und die Highland Games waren ein grandioser Einfall, welcher super spannend und lustig war. In diesem zweiten Band ist ein hoher Spaßfaktor garantiert, denn es wird chaotischer denn je! Ich bin großer Fan dieser Reihe und fiebere schon dem dritten Band entgegen!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Auf den ersten Blick verzaubert

2. Beim zweiten Kuss verwechselt

3. Im letzten Moment verwandelt (erscheint voraussichtlich im Herbst 2019)

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Eliminiert

Teri Terry , Petra Knese , Jonas Hafner
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 05.09.2018
ISBN 9783649626015
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Shay hat den Verursacher der tödlichen Epidemie gefunden. Doch um Dr. 1 endgültig das Handwerk zu legen, muss sie mehr über seinen Plan erfahren. Zum Schein schließt sie sich seinen Anhängern an – und riskiert damit, den einzigen Menschen zu verlieren, der ihr wichtig ist. Ihre große Liebe Kai weiß nichts von Shays wahren Motiven und hält sie für eine Verräterin. Shay ist hin- und hergerissen: Sie braucht Kai an ihrer Seite, um Dr. 1 zu stoppen, doch gleichzeitig will sie ihn um jeden Preis beschützen. Denn im großen Plan von Dr. 1 gibt es keinen Platz für immune Menschen wie Kai …“

 

Gestaltung

Wie schon bei den beiden Vorgängerbänden sieht man wieder das Mädchengesicht mit den stechend blauen Augen, welches hinter einem weißen Vordergrund hindurch den Betrachter direkt anschaut. Sehr cool finde ich, dass dieser Vordergrund aussieht als wäre das Papier in Streifen und Fetzen heruntergerissen worden. So sieht man an den noch hängenden Fetzen Ausschnitte von Zeitungsartikeln, die zum Buchinhalt passen und direkt aus der Geschichte stammen könnten. Die Gestaltung der ganzen Reihe ist mit diesem Abschlussband sehr stimmig eingehalten worden, was ich klasse finde!

 

Meine Meinung

Nachdem mir schon die ersten beiden Bände gut gefallen hatten, musste ich unbedingt in Erfahrung bringen, wie es mit Shay, Kai und Co weitergeht. In „Eliminiert“ schließt Shay sich der Seite der Feinde an, um mehr über die Machenschaften von Dr. 1 herauszufinden – mit dem Ziel ihm das Handwerk zu legen. Um dies zu erreichen, riskiert sie es sogar, Kai zu verlieren, denn er weiß nichts von Shays Plänen. Dabei braucht sie ihn nun dringender als jemals zuvor…

 

„Eliminiert“ ist in sieben Teile geteilt, welche abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Shay, Lara, Kai und einigen anderen Charakteren erzählt werden. Durch die Kapitelüberschriften ist dem Leser stets bewusst, wer der aktuelle Erzähler ist. Gleichzeitig werden durch die Wechsel Einblicke in die verschiedensten Situationen und Geschehnisse möglich, wodurch für mich die Spannung sehr hoch gehalten wurde, da oftmals an den fesselndsten Stellen ein Cut erfolgte und jemand anderes weiter erzählte.

 

Raffiniert verbunden war mit dem Perspektivwechsel auch große Abwechslung in Bezug auf die Handlungsorte. Während Shay und Callie so beispielsweise bei den Anhängern des Multiversums sind, schlagen Kai und Freja sich durch. Dies ist dabei auch unheimlich spannend mitzuverfolgen. Klasse fand ich, dass diese Settigs dann im Verlauf der Handlung immer mehr miteinander verbunden werden und die Figuren zum finalen Showdown wieder aufeinandertreffen. Teri Terry hat hier einmal mehr ihr großes Erzähltalent bewiesen und für unheimlich viel Spannung gesorgt!

 

Das Ende empfand ich als sehr fesselnd, da es hoch her geht und zudem endlich Erklärungen geliefert werden. So  wird deutlich, wie es zu der Epidemie kommen konnte und alles in Gang kam. Daher hat der Abschluss mich persönlich sehr zufrieden gestimmt, da einige Unklarheiten aus dem Weg geräumt wurden. Zudem fand ich es beeindruckend wie kreativ und einfallsreich die Idee von Teri Terry schlussendlich war. Hier zeigt sich, wie gut durchdacht die Trilogie ist und dass alles in sich schlüssig ist. Auch wenn die Handlung zuvor an manch einer Stelle etwas ruhig erschien, sorgt das Ende für Atemlosigkeit und grenzenloses Erstaunen!

 

Die Figuren haben mir in diesem Band sehr gut gefallen, da sie sich weiterentwickelt haben und ihre Handlungen nachvollziehbar sind. Sie handeln weder kopflos noch unschlüssig. Vielmehr sind sie bedacht und vollziehen eine Handlung oder Entscheidung nachdem sie darüber nachgedacht haben. Dies hat mir gut gefallen, denn Shay und Co wirkten so viel reifer als je zuvor. Zudem fand ich Shays Entschlossenheit total toll, da ich diese gut nachvollziehen konnte und ergreifend fand.

 

Fazit

Mit dem Abschlussband „Eliminiert“ liefert Teri Terry wieder ein Meisterwerk der Erzählkunst ab, das verschiedene Erzählstränge, Perspektiven und Handlungsorte nach und nach gekonnt miteinander verknüpft. Obwohl die Handlung stellenweise etwas ruhig war, kommt das Ende mit einem großen Knall daher, der Fragen beantwortet und mit interessanten Enthüllungen überrascht. Mir gefiel, dass die Charaktere reifer sind und ihre Handlungen durchdacht und stimmig waren.

Gute 4 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Infiziert

2. Manipuliert

3. Eliminiert

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Wie die Sonne in der Nacht

Antje Babendererde
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.02.2018
ISBN 9783401603315
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Am Ende ihres Austauschjahres in New Mexico sucht Mara das Abenteuer. Und es fällt ihr buchstäblich vor die Füße: in Gestalt eines verletzten Jungen mit rabenschwarzem Haar, der ohne Gedächtnis ist und ohne Sprache. Einzig an seinen Namen kann er sich erinnern – Kayemo. Gemeinsam brechen die beiden in die Wildnis auf. Sie entdecken geheime Orte der Pueblo-Indianer und Spuren, die in Kayemos Vergangenheit führen. Mit jedem Schritt dringen mehr dunkle Geheimnisse an die Oberfläche. Geheimnisse, die die wachsenden Gefühle zwischen Mara und Kayemo unmöglich zu machen scheinen. Aber längst schlagen die Herzen der beiden füreinander …“

 

Gestaltung

Da ich warme Farbtöne sehr gerne mag, ist das Cover für mich genau richtig gestaltet! Die Rot-, Gelb- und Orangetöne sehen zusammen richtig toll aus und vor allem die Zentrierung des Gelbes am linken oberen Bildrand wirkt auf mich wie eine strahlende Sonne. Zudem passen die Farben sehr schön zum Setting in New Mexico. Der weiße Salamander, welcher über den warmen Hintergrund gezeichnet wurde, gefällt mir auch gut, da ich den Zeichenstil und das Muster mag, das auf seinen Rücken gezeichnet ist.

 

Meine Meinung

Schon als ich zum ersten Mal den Klappentext von „Wie die Sonne in der Nacht“ gelesen habe, war ich neugierig, wieso Kayemo sich nicht erinnern kann und was ihm passiert ist. In dem Buch geht es nämlich um die junge Mara, die ein Auslandsjahr in New Mexico verbringt und dort am Ende des Jahres auf den Indianer Kayemo trifft. Dieser kann sich an nichts außer seinem Namen erinnern und so macht Mara sich zusammen mit ihm auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Dabei finden sie einige interessante Dinge heraus und entwickeln auch Gefühle füreinander…

 

An „Wie die Sonne in der Nacht“ hat mir besonders gefallen, wie die Informationen über die Pueblo-Indianer in die Geschichte eingewoben wurden. Zum einen merkte ich diesen beim Lesen an, wie gut recherchiert sie waren, sodass ich sehr beeindruckt von ihnen war und sie aufgesogen habe wie ein trockener Schwamm Wasser. Ich fand es interessant, mehr über diese mir fremde Kultur zu erfahren und in deren Mythen und Legenden einzutauchen, da ich bisher so gut wie gar nichts über diese Indianer wusste.

 

Kayemo war für mich auch ein sehr sympathischer Protagonist. Er hat sein Gedächtnis verloren und begibt sich auf Spurensuche. Zunächst war er sehr unsicher, was gut zu seiner Situation passte und was ich auch sehr gut nachvollziehen konnte. Später wurde er sicherer und war Mara gegenüber unheimlich lieb, was ihn mir ans Herz wachsen ließ. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass ich der Liebesgeschichte der beiden gegenüber etwas unschlüssig dastehe.

 

Einerseits verdeutlichen Mara und Kayemo die beiden unterschiedlichen Kulturen, die aufeinandertreffen und sie ergänzen sowie stützen sich gegenseitig. Andererseits fand ich die Liebe zwischen beiden aber etwas schnell. Mara verliebt sich nahezu sofort in Kayemo und ist diesbezüglich auch sehr direkt. Sie schwärmt immer wieder für ihn und manchmal hatte ich schon das Gefühl, als würde sie ihn bedrängen. Aber auch Kayemo zeigt schnell Gefühle für Mara, von denen ich nicht mal wusste, dass sie so schnell da sind. Vielleicht waren es für mich auch einfach zu viele Szenen nur zwischen den beiden, sodass sie mir schon nahezu isoliert vorkamen und ich mich zu stark auf sie fokussiert habe.

 

Aber damit konnte ich noch leben, da die beiden doch irgendwie zueinander passten und ich so schon verstehen konnte, dass sie Gefühle füreinander entwickeln. Was mich einfach gestört hat, war eigentlich Mara. Sie wirkte auf mich recht unsensibel, da sie stets so intensiv nach vorne preschte, um Kayemo an sich zu binden – ungeachtet seiner Situation, in welcher er sich befindet. Sie ist ein sehr neugieriger Charakter und für ein junges Mädchen auch selbstbewusst, was ich eigentlich gut fand. Aber dennoch musste ich über ihr unbedachtes Verhalten oftmals den Kopf schütteln oder mir die Hand an die Stirn schlagen.

 

Die Handlung hat mir gut gefallen. Zwischendurch war sie etwas ruhig, aber dennoch wollte ich immer wissen, was es mit Kayemo, seinen Geheimnissen und seiner Vergangenheit auf sich hat. Zumal diesbezüglich einiges an Spannung aufgebaut wird, welche im letzten Drittel ihren Höhepunkt findet. Auch mochte ich, wie der Unterschied zwischen Maras und Kayemos Kultur dargestellt wurde, da im Buch sehr deutlich wird, dass hier zwei Welten aufeinanderprallen, die sich durch zarte Gefühle miteinander verbinden und Berührungspunkte suchen.

 

Fazit

Mir hat „Wie die Sonne in der Nacht“ insgesamt gut gefallen, denn ich fand es klasse, wie gut recherchiert der Roman war. Die Informationen über die Pueblo-Indianer waren interessant und super in die Geschichte eingebunden. Auch mochte ich Kayemo. Vor allem die Spurensuche nach seinen Erinnerungen empfand ich als sehr spannend, da ich immer mehr Antworten haben wollte. Mara war für mich leider ein wenig zu forsch und ich konnte einige ihrer Verhaltensweisen einfach nicht gut finden.

Knappe 4 von 5 Sternen!

 

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Einzelband

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354 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 130 Rezensionen

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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

„Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.

In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten.
Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch nun rast Lukes Herz vor Angst, als er plötzlich von den anderen getrennt und in die laute und schmutzige Fabrikstadt Millmoor gebracht wird. Die Arbeit dort ist besonders hart.
Seine Schwestern sind mit den Eltern am prunkvollen Hofe der Jardines den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen.“

 

Gestaltung

Das Cover finde ich sehr geheimnisvoll, was nicht nur an den dunklen Farben liegt, denn zwei Gesichtsausschnitte – das eines Mädchens und das eines Jungen – schauen den Betrachter direkt an. Dabei sind sie unterbrochen von pinkfarbenen Rissen. Diese Risse strahlen vor den dunklen Farben geradezu und sorgen für das gewisse Etwas. Auch die Lichtreflexe gefallen mir und die Lilatöne, die sehr harmonisch zu den anderen Farben passen.

 

Meine Meinung

Alleine schon die Grundidee des Buches, dass jeder Nichtadelige zehn Jahre seines Lebens als Sklave arbeiten muss, klang für mich sehr spannend, sodass ich „Dark Palace“ unbedingt lesen wollte. In „Dark Palace“ geht es um Luke und seine Schwester Abi, die ihren Sklavendienst eigentlich gemeinsam mit der Familie bei den Adeligen Jardine beginnen wollte. Doch es kommt anders als geplant, denn Luke wird der Fabrikstadt Millmoor zugeteilt. So haben beide Geschwister mit harten Bedingungen zu kämpfen, denn auch bei den Jardines ist das Leben alles andere als leicht…

 

Was mich überrascht hat beim Lesen war die Erzählweise des Buches, denn die Perspektiven wechseln, wobei nicht nur Luke und Abi zu Wort kommen, sondern auch die Adeligen, wodurch die Spannung für mich um einiges gesteigert wurde. Durch diese Sichtweisen erfährt man nämlich was an allen „Fronten“ passiert und auch wie die Sichtweise der Adeligen auf das Leben in dieser erdachten Welt ist. Dies hat mir unglaublich gut gefallen, da ich so viele verschiedene Einblicke erhalten habe und die Spannung gesteigert wurde.

 

Die Handlung war sehr düster und brutal, denn sowohl in Millmoor als auch am Hofe der Jardines ist es sehr gefährlich. Dabei ist es vor allem das Spiel mit den Motiven und Beweggründen der Figuren, die die Spannung immens erhöhen, denn stets habe ich gerätselt und spekuliert, wer welches Ziel verfolgt. Bei vielen Figuren und vor allem den Jardine-Brüdern, tappte ich lange Zeit im Ungewissen und Dunklen. Dies hat für mich einen großen Reiz an der Geschichte ausgemacht, denn ich liebe es, beim Lesen Vermutungen aufzustellen und zum Rätseln angeregt zu werden!

 

Mein Highlight war aber definitiv Luke. Er ist weder geheimnisvoll noch undurchsichtig, dafür aber unglaublich liebenswert, erwachsen und tapfer. Er stellt sich seinem Schicksal mit viel Mut, denn es ist bekannt, dass die Arbeit in Millmoor besonders hart ist. Seiner Familie gegenüber zeigte er keine Angst und gerade durch die Zeit in der Fabrikstadt wächst er noch weiter, wird stärker und noch erwachsener. So ist er ein wahrer Herzensmensch, den man einfach gern haben muss. Abi hingegen fand ich nicht ganz so stark und beeindruckend wie Luke, da sie zu Beginn stärker wirkte als sie wohl war, denn am Hofe der Jardines verliebt sie sich und war einfach nur noch naiv. Diese Entwicklung fand ich sehr schade.

 

Die Grundidee des Buches konnte mich fesseln, denn die zehn Sklavenjahre sind grausam und unvorstellbar. In der im Buch dargestellten Gesellschaft gehören sie jedoch zum normalen Alltag und so ist die Handlung erschreckend und aufgrund der Geschehnisse spannend zugleich. Auch mochte ich den Wechsel der Szenerie immer sehr gerne, denn der Hof der Jardines ist etwas ganz anderes als die Fabrikstadt. Auch gefiel mir wie die Autorin Vic James das Setting beschrieben hat, da ich es mir bildlich vorstellen konnte. Zudem hat sie eine düstere, bedrückende Atmosphäre geschaffen, die sich beim Lesen wie ein dunkler Teppich über alles legt.

 

Fazit

Der Auftaktband „Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern“ hat mir sehr gut gefallen, da die Figuren und Handlung mich zum Rätseln angeregt haben und es unglaublich spannend wurde. Vor allem die Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Figuren haben mich begeistert und mir Einblicke in alle Bereiche des Settings gegeben. Etwas schade fand ich die Entwicklung von Protagonistin Abi, aber ihr Bruder Luke war dafür umso beeindruckender und mutiger. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung und bin gespannt, wie Vic James die Geschichte weiterspinnen wird!

5 von 5 Sternen!

 

Reihen-Infos

1. Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

2. Tarnished City (bereits auf Englisch erschienen)

3. Bright Ruin (bereits auf Englisch erschienen)

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Mein Weg aus unsichtbarer Tinte

Kat Yeh , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734847172
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext

„Bea fühlt sich unsichtbar. Ihre beste Freundin will plötzlich nichts mehr mit ihr zu tun haben und ihre Eltern erwarten ein Baby. Wo ist da noch Platz für sie? Um zu verarbeiten, was in ihr vorgeht, schreibt Bea Gedichte – mit Tinte, so unsichtbar wie sie. Doch auf einmal antwortet ihr jemand. Wer steckt dahinter? Ist es ihre beste Freundin, die sich versöhnen will? Der Chefredakteur der Schülerzeitung? Oder doch der Junge, dessen Faszination für Labyrinthe so groß wie Beas Liebe zu Worten ist? Denn Will, mit dem sich Bea gerade angefreundet hat, ist so von den geheimnisvollen Geschichten über das Labyrinth des reichen Mr Leland beeindruckt, dass er es unbedingt einmal selbst sehen möchte. Also fassen Bea und er den Plan, dort heimlich einzubrechen. Als Will dabei verschwindet, setzt Bea alles daran, ihn zu retten. Wird sie den richtigen Weg finden – zu ihm und zu sich?“

 

Gestaltung

Ich mag es, dass das Cover so sommerlich frisch aussieht. Die aufgeschnittene Zitronenscheibe, welche aus Aquarellfarben aufgemalt wurde, verleiht dem Cover eine Spritzigkeit, die durch die Farbkleckse noch verstärkt wird. Vor dem hellblauen, pastelligen Hintergrund strahlt das Gelb der Zitrone richtig und der pinke Titel kommt auch super zur Geltung. Mein Highlight ist aber eindeutig, dass das „unsichtbarer“ des Titels auch aussieht, als sei es unsichtbar, da es in transparenter Schrift geschrieben wurde und durch Spotlack und erhobene Buchstaben zu fühlen ist. Total cool!

 

Meine Meinung

Von Autorin Ket Yeh habe ich bereits „Kirschen im Schnee“ gelesen und absolut geliebt. Daher konnte ich mir ihr neustes Werk „Mein Weg aus unsichtbarer Tinte“ nicht entgehen lassen, denn ich war mir sicher, dass ich hier wieder ein ganz besonderes Werk in den Händen halten würde. Was habe ich mich gefreut, als ich beim Lesen schnell festgestellt habe, dass sich diese Erwartung bestätigt hat!

 

In dem Buch geht es um Bea, in deren Leben sich aktuell vieles verändert: ihre beste Freundin ignoriert sie, ihre Eltern erwarten ein Baby… sie fühlt sich, als sei sie unsichtbar. Ihre Gefühle verarbeitet sie in Gedichten, sogenannten Haikus, die sie jedoch mit unsichtbarer Tinte schreibt und an geheimen Orten versteckt. Eines Tages jedoch hat ihr jemand anonym geantwortet. Wer steckt hinter den Antwortbriefen? Als dann auch noch Will auftaucht, der Bea gar nicht mal so unähnlich ist und der mehr über ein naheliegendes Labyrinth erfahren möchte, beginnt für beide ein kleines Abenteuer…

 

Mir hat die ruhige, aber sehr gefühlvolle Geschichte unheimlich gut gefallen, denn sie stimmt nachdenklich. In „Mein Weg aus unsichtbarer Tinte“ werden Themen wie das Anderssein und die Auswirkung dessen auf den (Schul-)Alltag beschrieben. Dies fand ich nicht nur wichtig, sondern auch sehr berührend, da ich denke, dass jeder schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder solche Gefühle hatte wie Bea. Daher konnte ich auch so gut mit ihr mitfühlen und mitleiden. Mir wurde anfangs das Herz teilweise sehr schwer, weil ich Beas Situation nur allzu gut nachempfinden konnte.

 

Dass die Geschichte dann mit Fortschreiten der Handlung einen hoffnungsvollen Schimmer annimmt, hat mir unheimlich gut gefallen, denn es wird aufgezeigt, dass man zu sich selbst stehen soll und dass es eben doch Menschen gibt, denen man vertrauen und auf die man sich verlassen kann. So macht das Buch Mut und gibt dem Leser eine wichtige Botschaft mit, die mir eine Gänsehaut über die Arme gejagt hat. Vor allem in Bezug auf das Thema Freundschaft, hat mir die Entwicklung in der Geschichte sehr gut gefallen, denn Beas Weg zeigt, dass sich Menschen und Beziehungen verändern und dass es zwar nicht leicht ist, neue Freunde zu finden, aber dass es möglich ist.

 

Zudem mochte ich es gerne, dass ich gemeinsam mit Bea herausfinden konnte, wer der geheime Briefeschreiber ist. Dies regte zum Rätseln an! Aber gleichzeitig ist vor allem die emotionale Komponente stets sehr hoch, da ich mit den Charakteren mitfühlte, durch ihre Besonderheiten ein sanftes Lächeln auf den Lippen hatte oder ihre Ansichten sowie Gefühle einfach absolut nachvollziehen konnte. Hinzu kam dann noch der gefühlvolle, poetische Schreibstil von Kat Yeh, welcher die Figuren, ihren Weg und die Geschichte lebendig werden ließ. So ist man noch viel näher dran an den Gefühlen der Charaktere.

 

Bea gefiel mir als Protagonistin dabei sehr gut, denn trotz ihres jungen Alters ist sie schon sehr vernünftig. Sie ist eher ruhig und hat ein Händchen für das geschriebene Wort in Form von Poesie. Sie ist anders als ihre Mitschüler, fällt deswegen auf und wird von diesen auch dementsprechend mit Ausgrenzung behandelt – wie es leider oft der Fall ist. Als sie dann Will kennen lernt, war ich sofort Feuer und Flamme, denn auch er ist anders und hat einige Eigenarten an sich, die ihn mir sehr sympathisch machten. Er regte mich zum Schmunzeln an und gerade die Kombination mit Bea gefiel mir sehr. Die beiden sind einfach Figuren, die man ins Herz schließen muss!

 

Fazit

„Mein Weg aus unsichtbarer Tinte“ ist ein Buch, das sich mit Freundschaft, Veränderungen, Anderssein und den Auswirkungen hiervon auf den (Schul-)Alltag beschäftigt. Dabei spricht die Geschichte vor allem die Gefühle des Lesers an, indem sie dazu verleitet, mit den Figuren mitzufühlen und mitzufiebern. Wird einem zu Beginn das Herz schwer, so zeigt das Abenteuer der Protagonistin doch, dass es einen Hoffnungsschimmer gibt. Das Buch vermittelt eine schöne, wichtige Botschaft und weist gleichzeitig eine spannende Handlung auf, bei der man zudem auch immer Miträtselt, wer hinter den geheimnisvollen Antwortbriefen steckt.

5 von 5 Sternen!

 

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