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73 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

mord, schuld, ermittlungen, krimi, sommercamp

Das Grab im Wald

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.04.2015
ISBN 9783442482665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Das Grab im Wald“ war mein zweiter Thriller von Harlan Coben und hier hat er nach „Kein böser Traum“ noch einmal eine Schippe draufgelegt. Die Story um den Staatsanwalt Paul, dessen Schwester vor knapp zwanzig Jahren in einem Ferienlager ermordet wurde und der jetzt von seiner Vergangenheit eingeholt wird, war von der ersten Seite an spannend, interessant und vielseitig geschrieben. Der Thriller ist nicht sonderlich brutal – zumindest nicht auf die physische Art. Dennoch geht die Handlung direkt unter die Haut. Durch Pauls witzige Kommentare dann und wann wird die Atmosphäre aufgelockert, ohne dass die Spannung darunter leidet. Am Schluss versuchte Coben natürlich wieder, einen Überraschungstrumpf aus dem Ärmel zu ziehen. Der „Woah“-Effekt blieb bei mir zwar aus, aber eine gute Auflösung war es allemal.

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Tags: kein böser traum   (1)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

hamburg, george harrison, 60er jahre, biografie, musik

»Warum spielst du Imagine nicht auf dem weißen Klavier, John?«

Klaus Voormann
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.05.2006
ISBN 9783453640214
Genre: Biografien

Rezension:

Klaus Voormann kannte sie alle: John Lennon, George Harrison, B.B. King, Leon Russell und viele mehr. Er hat die Beatles in Hamburg kennengelernt, bevor sie berühmt worden. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft, die über die Jahrzehnte hielt. Immer wieder luden er und sie sich gegenseitig zu Projekten ein und besuchten einander. Noch dazu ist Voormann Maler, Fotograf und war über die Jahre ein ebenso begnadeter wie gefragter Bassgitarrist, der mit dem Who-is-who der Musikszene spielte. Genauso lesen sich seine Memoiren auch. Es gibt Anekdoten über unzählige berühmte Leute, allerdings nie als Enthüllungsstory, sondern eher als Erinnerungen, im netten Plauderton erzählt. Zum Beispiel, wie er mit John Lennon um die Häuser zog oder ihn dieser spontan zu einem Konzert in Toronto überredete. Wie er mit Dr. Johns Band bei einem geplatzten Konzert hinter der Bühne festsaß. Oder wie er mit Paul, George und Ringo versucht hat, das Treffen mit Elvis zu rekonstruieren. Das und vieles mehr. Ein Fest für jeden Musikfan. Ein unaufdringliches und dadurch umso interessantes Zeitzeugnis. Da verzeiht man gerne, dass die Aufzeichnungen oftmals nicht chronologisch sind und manche Erlebnisse, von denen man denkt, dass er darüber bestimmt berichtet (zum Beispiel, dass er in einem Film mit Robin Williams mitgespielt hat), nicht kommen. Manches erscheint einem im Nachhinein auch nicht mehr so wichtig. Auf jeden Fall ein tolles Buch, nicht nur für Beatles-Fans.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Kein böser Traum

Harlan Coben
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 19.03.2012
ISBN 9783641084387
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Kein böser Traum“ war mein erster Roman von Harlan Coben und gleich der schaffte es, mich mit seiner spannenden wie verzwickten Geschichte von Anfang an zu fesseln. Es geht um die Frau Grace Lawson, die nur Bilder vom letzten Familienausflug im Fotogeschäft holen will. Doch darunter findet sie eine zwanzig Jahre alte Aufnahme, die ihren Mann Jack zeigt. Wenig später verschwindet der Gatte unvermittelt – was der Beginn eines düsteren Albtraums ist.

Zu Beginn ergeben die verschiedenen Handlungsstränge und Ereignisse natürlich noch überhaupt keinen Sinn, aber nach und nach fügt sich alles ineinander und verwebt sich zu einer großen, allumfassenden Handlung. Die auch bis zum Ende hin spannend bleibt und einige überraschende Wendungen bereithält. Insbesondere wenn Eric Wu involviert war. Leerlauf in der Handlung gab es praktisch gar keinen, jede in die Handlung eingeflossene Info erwies sich letztendlich als hilfreich. Die große Auflösung am Schluss kam mir etwas zu konstruiert (und zu ausufernd) daher, aber das ist vermutlich Geschmackssache.

Schön fand ich, dass Coben im Buch Verweise auf andere Werke von sich eingebaut hat. Zwar sind mir als Neuling vermutlich nicht mal die Hälfte davon aufgefallen, dennoch mag ich diese Art von Verknüpfung sehr und freue mich bereits auf die nächsten Coben-Geschichten.

 

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192 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

stephen king, horror, kurzgeschichten, grusel, king

Basar der bösen Träume

Stephen King , Ulrich Blumenbach , Bernhard Kleinschmidt , Karl-Heinz Ebnet
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.01.2016
ISBN 9783453270237
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dass Stephen King neben großartigen Romanen auch großartige Novellen und Kurzgeschichten schreibt, ist hinlänglich bekannt. Viele seine kürzeren Texte erscheinen in (amerikanischen) Zeitschriften und Magazinen und ich als deutscher Leser freue mich jedes Mal, wenn King genug Material zusammen hat, um alle aktuellen Kurzgeschichten in einer neuen Buchsammlung herauszubringen.

„Basar der bösen Träume“ heißt der neuste Streich und umfasst von puren Horrorgeschichten („Böser kleiner Junge“) über Suspense („Moral“) bis hin zu düsteren Dramen („Herman Wouk lebt noch) ein ziemlich breites Spektrum. Selbst zwei bizarre Gedichte („Die Knochenkirche“ und „Tommy“) und eine Baseball-Story („Blockade Billy“) sind enthalten. Allerdings sind die Werke nicht alle von gleicher Qualität. Keine Frage, gut geschrieben sind sie durch die Bank durch. Dennoch bleiben einige von ihnen höchst rätselhaft und/oder warten mit einem ebenso abrupten wie unbefriedigenden Ende auf. Was vermutlich bis zu einem gewissen Punkt auch eine Geschmacksfrage ist.

Highlights vom „Basar“ waren neben Kings Anmerkungen zu jedem Text das eingangs erwähnte „Böser kleiner Junge“, die Amazon-Kindle-Geschichte „Ur“, das rabenschwarze „Nachrufe“ sowie das ebenfalls recht amüsante „Feuerwerksrausch“. Und dass auch Städte wie Castle Rock und Chester‘s Mill an der einen oder anderen Stelle erwähnt werden.

Bedauerlich ist jedoch, dass es die nachträglich der englischen Taschenbuchfassung hinzugefügten Kurzgeschichte „Cookie Jar“ bisher nicht in die deutsche Ausgabe geschafft hat. Aber vielleicht wird das ja noch.

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Tags: blockade billy, die arena, in einer kleinen stadt, needful things, ur   (5)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Germany

Don Winslow
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer eBook, 01.03.2016
ISBN 9783426425039
Genre: Sonstiges

Rezension:

Privatermittler Frank Decker ist zufällig in der Nähe, als die Frau seines reichen Freundes Charlie verschwindet und lässt sich nicht lang bitten, bei der Suche zu helfen. Bei seinen Recherchen legt er sich schon bald mit der halben Unterwelt Südfloridas an und gerät von einer brenzligen Situation in die nächste. Doch er tastet sich weiter vorwärts, bis ihn eine Spur zurück nach Deutschland führt, wo er nach seiner Zeit beim Militär eine längere Zeit im Krankenhaus verbracht hat. Auch hier dauert es nicht lang, bis um ihm wieder Kugeln um die Ohren fliegen.
Genau wie der erste Band „Missing. New York“ ist auch „Germany“ ein Hardboiled-Krimi in Reinform. In bester Marlowe-Manier berichtet der Ich-Erzähler von seinem spartanischen Leben und wie er unnachgiebig und mit eigenen strengen Moralvorstellungen seine Ermittlungen anstellt. Die Handlung ist durchweg spannend und lebt von Winslows knappen und lakonischen Erzählweise. Vielleicht ging es im zweiten Band eine Spur zu brutal und blutig zu, aber das ist vermutlich Geschmackssache. Etwas irreführend fand ich lediglich den Titel „Germany“ sowie die (deutsche) Inhaltsangabe. Frank reist nämlich erst zum Ende des zweiten Buchdrittels nach Deutschland. Zu dem Zeitpunkt sind ein Großteil seiner Nachforschungen bereits abgeschlossen. Trotzdem empfand ich es als sehr angenehm, dass der Amerikaner nicht nur in unserem Land, sondern dabei selbst in so kleineren Städten wie Erfurt oder Lüneburg seinen Recherchen nachging. Auch die Klischees hielten sich dabei in Grenzen.
Von daher hat Don Winslow bei seinem zweiten Frank-Decker-Band wieder einmal alles richtig gemacht und ich freue mich schon darauf, irgendwann einen oder gern auch viele weitere Folgebände zu lesen.

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215 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

fantasy, hohlbein, jugendbuch, bibliothek, urban fantasy

Das Buch

Wolfgang Hohlbein , Heike Hohlbein , Wolfgang und Heike Hohlbein
Flexibler Einband: 859 Seiten
Erschienen bei cbt, 04.03.2010
ISBN 9783570306420
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Handlung um die 15jährige Leonie, die aus einer altehrwürdigen Buchhändlerfamilie stammt und wie ihre Großmutter eine "Hüterin der Wirklichkeit" ist, klingt ja für den Geschichtenanfang schon mal interessant. Ebenso das mit dem riesigen Archiv auf der "anderen Seite", über das die Scriptoren herrschen. Im Laufe der 864 Seiten zeigt sich allerdings an etlichen Stellen deutlich, dass eine vielversprechende Grundidee nicht genügt.

Der Roman ist ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig ein Lektorat ist. Am Anfang der Geschichte ist davon die Rede, dass Leonie ein Praktikum machen will. Sie besucht dafür sogar eine uralte Bibliothek. Danach wird auf diesen Punkt, der bestimmt 30 bis 40 Romanseiten einnimmt, überhaupt nicht mehr eingegangen. Zu Beginn der Geschichte kann Leonie mit Büchern auch nicht viel anfangen, später dann heißt es, dass sie beinahe jedes Buch im Buchladen ihrer Eltern auswendig kennt. Außerdem ist Leonies Familie mal reich, dann wieder recht arm, dann wieder reich. Eben genau so, wie es für die Handlung gerade gebraucht wird.
Manches davon sind sicherlich Fehler, auf die ein aufmerksamer Lektor hingewiesen hätte (ebenso wie auf einige ziemlich umständliche Beschreibungen und Ausdrücke), ABER das Buch hat in der Hinsicht den Vorteil, dass sich ab der Hälfte der Geschichte ständig die Wirklichkeit ändert und damit Personen und Fakten aus Leonies Leben verschwinden oder hinzukommen.  Für ein unlektoriertes Buch ist das definitiv von Vorteil.
Leider aber ist die Handlung mal wieder ziemlich weitschweifig erzählt. So wie offenbar immer, wenn Wolfgang und Heike Hohlbein gemeinsame Sache machen. Das hatte mich auch schon bei der „Genesis“-Trilogie massiv gestört. Vor allem bei einem Jugendbuch finde ich dieses Ausschweifende ziemlich kontraproduktiv. Ich musste mich zwar nicht unbedingt bis zum Buchende durchquälen, war aber definitiv froh, als ich den Schmöker endlich fertig hatte.

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akte x

Akte X - Staffel 10, Band 4: Immaculate

Joe Harris , Jano Rohleder , Thomas Gießl , Colin Lorimer
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei dani books, 15.09.2015
ISBN 9783944077260
Genre: Comics

Rezension:

Zugegeben, ich habe ein wenig gezögert, mir den vierten Akte-X-Band zuzulegen, weil es "nur" Einzelgeschichten sind. Was aber eindeutig ein Fehler war, denn zwei der drei Geschichten in dem Band waren Zweiteiler, spannend erzählt und auch grafisch hervorragend umgesetzt. Ärgerlich ist bloß, dass die erste Geschichte ("Immaculate") nicht richtig aufgelöst wird bzw. am Schluss etliche Fragen offen bleiben. Nicht viel anders sieht es beim danach folgenden Einteiler "Monica & John" aus. Vermutlich wird in späteren Episoden darauf noch einmal Bezug genommen. Freilich, der deutsche Verlag Dani Books kann nichts dafür (hier bin ich nur voll des Lobes, dass die offenbar doch nicht so reißenden Absatz findenden Bände überhaupt eine deutsche Heimat gefunden haben). Positiv hingegen überrascht war ich, dass in "Immaculate" der "Millennium"-Hauptdarsteller Frank Black einen Gastauftritt hat. Ein Grund mehr, zu hoffen, dass die Geschichte zu einem späteren Zeitpunkt noch fortgesetzt wird.
Deshalb bleibt mir am Schluss nur noch übrig, mir zu wünschen, dass es nicht so lang dauert, bis die nächsten XF-Abenteuer auch in Deutschland erscheinen.

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superior, radio nights

Der letzte Song

Reiner Ussat
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 01.07.2016
ISBN 9783862655908
Genre: Romane

Rezension:

Reiner Ussat war in seinem Leben schon vieles: Grafiker, Barbesitzer, Taxifahrer, Inhaber eines Schallplattengeschäfts, Radiomoderator und Rundfunk-Musikredakteur. Eines war er bisher allerdings nicht: Schriftsteller. Und leider Gottes merkt man das beim Lesen seines Debütromans ziemlich schnell. Keine Frage, der Mann kann schreiben. Allerdings erzählt er dabei nichts. Oder anders ausgedrückt: Wo ist die Handlung in diesem verdammten Buch? Die Hauptperson Max Lauschke braucht unglaubliche 50 (!) Seiten, bevor er es am Morgen endlich schafft, seine Münchener Wohnung zu verlassen. Zuvor schwelgt er in Erinnerungen, mosert über den Lärm der Nachbarn und philosophiert darüber, wie das Leben sein könnte. Bedauerlicherweise wird es auch danach nicht besser und man bekommt bloß einen minutiös geschilderten Tagesablauf serviert. Keine Frage, die gelegentlichen Musikanekdoten sind interessant und stellenweise witzig. Trotzdem nervt es auf Dauer, wenn sonst nix passiert. Warum jemand 200 (zum Glück sind es nicht mehr!) Seiten über einen vom Leben sehr enttäuschten Moderator lesen sollte, weiß ich nicht. Auf dem Buchdeckel heißt es vollmundig „Ein Radio-Roman“. Schön wär‘s! Wer so was sucht, sollte sich an Tom Liehrs „Radio Nights“ halten. Darin gibt es ebenfalls haufenweise Anspielungen aufs Musikgeschäft, außerdem wird darin eine Geschichte erzählt. Etwas, das ich bei Reiner Ussats Werk bis zum Schluss vergeblich gesucht habe.

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71 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, entführung, jack reacher, militär, usa

Ausgeliefert

Lee Child , Heinz Zwack
Flexibler Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2007
ISBN 9783453810884
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit dem großartigen ersten Jack-Reacher-Roman „Größenwahn“ hatte Autor Lee Child die Messlatte ziemlich hoch gelegt. So hoch, dass es schwierig sein würde, eine ebenbürtige Fortsetzung herauszubringen. Leider ist ihm das auch nicht gelungen.
Keine Frage, „Ausgeliefert“ hat (wenn man von einigen bemühten Zufällen absieht) ein interessantes Szenario und einen durchaus ansprechenden Geschichteneinstieg. Dennoch baut sich nicht ganz so viel Spannung wie beim Vorgängerband auf. Noch dazu war der erste Teil ausschließlich aus der Ich-Perspektive geschrieben, der zweite Band hingegen ist in der dritten Person verfasst und es gibt mehrere Handlungsebenen und Figurensichtweisen. Das ist schon eine gewisse Umgewöhnung.
Das Ende von „Ausgeliefert“ erschien mir etwas zu konstruiert und absichtlich in die Länge gezogen. Außerdem wurden es irgendwann zu viele Belehrungen über Ballistik und Taktik. Gegen ein bisschen gut eingebaute Militärtheorie würde ich nichts sagen, nur übertrieben sollte man es in einem Roman damit nicht.

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96 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

jack reacher, usa, thriller, verdammt cool, der spezialist

Größenwahn

Lee Child , Marie Rahn
Flexibler Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.06.2004
ISBN 9783453879577
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Grundstory von dem Fremden, der in einer Kleinstadt in eine Reihe von Unannehmlichkeiten verwickelt wird, ist ja nicht unbedingt neu. Allerdings gelingt es Lee Child mit seiner knapp-präzisen Schreibweise und den erst nach und nach enthüllten Details, die Geschichte um den Armee-Veteran Jacks Reacher von Anfang an spannend zu erzählen. Den Rest erledigen die vielen Wendungen und dass man erst zum Ende hin die Verwicklungen wirklich komplett versteht.
So was als Debütroman hinzubekommen, ist durchaus bemerkenswert. Da verzeiht man auch gelegentliche Wortwiederholungen im Text gerne. Lee Child macht eigentlich von Anfang an alles richtig und legt damit die Messlatte für die Folgebände selbst recht hoch. Schon jetzt bin ich gespannt, was mich im zweiten Reacher-Band „Ausgeliefert“ erwarten wird.
Ein wenig erinnert Reacher in seiner kompromisslosen Art an den F. Paul Wilson erschaffenen Repairman Jack, die beiden könnten praktisch Brüder sein.

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renommiert, detektiv, freund, die abeuter des huckleberry finn, die reise im ballon

Der Mann, der niemals schlief

Simon X. Rost
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.08.2014
ISBN 9783404170081
Genre: Historische Romane

Rezension:

Als Kind war ich großer Fan von Tom Sawyers Abenteuer. Als Erwachsener nahm ich mir neulich mal wieder seine Abenteuer als Detektiv und im Ballon zur Hand und stieß bei Recherchen darüber im Internet zufällig auf Simon X. Rosts Roman „Der Mann, der niemals schlief“. Zugegeben, ich ging mit nicht besonders hohen Erwartungen an das Buch. Einfach aus dem Grund weil es auch zig Verfilmungen über Tom und Hucks Abenteuer gibt und kaum eines davon wirklich gut ist (abgesehen von der TV-Serie aus dem Jahr 1979, die den Geist der Abenteuer und Figuren perfekt einfängt). Warum also sollte es bei diesem Roman anders sein?

Die Antwort darauf: Weil Simon X. Rost erstens weiß, wovon er schreibt (zumindest hatte ich während des Lesens des Romans stets diesen Eindruck) und zweitens er sämtliche Charaktere mit großem Respekt behandelt. Die Weiterentwicklungen funktionieren und das, was in „Der Mann, der niemals schlief“ geschieht, könnten tatsächlich so mit ihnen passiert sein.

Aber davon abgesehen ist der Roman eine spannende, vielseitige und angenehm verzwickte Krimi-Geschichte, in der nichts so ist, wie es anfangs scheint. Ich habe das Lesen jeder der insgesamt 478 Seiten sehr genossen, habe gebangt, gerätselt, mitgefiebert und gelacht. Ein wirklich tolles Buch. Nicht nur für jeden Tom-Sawyer-Fan.

 

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Tags: die abenteuer des tom sawyer, die abeuter des huckleberry finn, die reise im ballon, tom sawyer als detektiv   (4)
 

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

freundschaft, roman, kindheit, baumhaus, geheimnis

Die Verwandlung des Schmetterlings

Federico Axat , Karolin Viseneber
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Langen-Müller, 20.06.2016
ISBN 9783784433998
Genre: Romane

Rezension:

Federico Axat hat sich viel vorgenommen. Auf den ersten Buchseiten zitiert er aus der Stephen-King-Verfilmung "Stand by me" und verlegt zudem die Handlung seiner Geschichte auf Mitte der Achtziger in einer amerikanischen Kleinstadt.  Damit ist die Fahrtrichtung klar und jeder, der den Film, Kings Roman "Es" oder das Dan-Simmons-Buch "Sommer der Nacht" kennt, fühlt sich von Anfang an gut aufgehoben.
Clever ist auch der Schachzug mit den gleich drei ineinander übergreifenden Handlungszweigen: Der 12jährige Sam Jackson ist in das frisch in die Kleinstadt gezogene Mädchen Miranda verknallt, er bekommt Probleme wegen eines verbotenen Buches, außerdem gibt es Andeutungen über Alienentführungen. Das zusammen mit Federico Axats angenehm unaufgeregt Schreibstil, lässt einen mühelos in die Geschichte hineinkommen. Es gibt jede Menge sympathische Charaktere und eine interessante Handlung. Die ersten fünfzig Seiten vergehen dadurch praktisch wie im Flug.
Das geht noch eine Weile so weiter, leider aber nicht bis zum Schluss, Ab der Hälfte zeigt das Buch stetig mehr Ermüdungserscheinungen. Es gibt Zeitsprünge, Leerlauf in der Handlung, außerdem verfranst sich der Autor mit den unterschiedlichen Storylines. Manche anfangs ziemlich relevant erscheinende Details haben plötzlich kaum oder gar keine Bedeutung mehr. Am Ende bleiben einige elementare Fragen unbeantwortet, was sehr unbefriedigend ist und einen faden Nachgeschmack hinterlässt. In der Geschichte wäre noch einiges mehr drin gewesen. Schade um den wirklich gelungenen Anfang.

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kinderbuch, die abenteuer des tom sawyer, die abenteuer des huckleberry finn

Tom Sawyers abenteuerliche Ballonfahrt

Mark Twain , Andreas Nohl , Andreas Nohl , Jan Reiser
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 27.02.2012
ISBN 9783446239166
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bei Mark Twains Novelle "Die Reise im Ballon" frage ich mich, welche Beweggründe der Autor hatte, diese Geschichte mit diesen Figuren zu schreiben. Es ist ganz klar der Versuch ein Jules-Verne-ähnliches Reiseabenteuer zu verfassen, welche zu der Zeit recht beliebt gewesen waren. Wie dabei allerdings Tom Sawyer, Huck Finn und der Sklave Jim ins Bild passen, leuchtet mir nicht ein. Der Text hat abgesehen von den drei Charakteren absolut nichts mit den restlichen Geschichten über die drei Freunde zu tun. Sie erleben auch keine der üblichen Abenteuer, bei dem sie sich mit List und Tücke weiterhelfen müssen. Die drei sind nur mehr oder minder zufällig allein an Bord eines gigantischen Heißluftballons, der sich von Nordamerika nach Afrika bringt, wo sie immer wieder Zeuge einige regional bedingter Ereignisse werden. Die meiste Zeit verbringen sie an Bord und führen sinnfreie Unterhaltungen, die in der Regel so ablaufen, dass Jim und Huck dumme Fragen stellen und Tom ihnen mit viel Phantasie die Welt erklärt. Nur selten haben diese Gespräche auch nur ansatzweise mit der Handlung zu tun.
Die ganze Geschichte bleibt bis zum Ende hin nichtssagend, sodass man froh ist, wenn sie endlich vorüber ist. Schade um die verschenkten Chancen. Tom und seine Freunde hätten unterwegs so viel erleben und wirklich aktiv daran teilnehmen können.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

kinderkrimi, die abenteuer von tom sawyer, krimi

Tom Sawyer als Detektiv

Mark Twain , Andreas Nohl , Andreas Nohl , Jan Reiser
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 07.03.2011
ISBN 9783446236684
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nur die wenigsten wissen, dass Mark Twain neben "Die Abenteuer des Tom Sawyer" und "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" zwei weitere Geschichten um die beiden berühmten Freunde Tom und Huck geschrieben hat. Der Kurzroman "Tom Sawyer als Detektiv" ist einer davon.
Im Sommer nachdem sie Jim befreit haben, kehren Tom und Huck zu Onkel Silas zurück und werden schon während der Reise zu ihm in einen Kriminalfall verwickelt. Alles beginnt mit einem Diamantenraub, doch bald darauf stecken die beiden mitten in einer Mordermittlung.
Wobei ... Mordermittlung ist ein zu starkes Wort dafür. Der Täter wird ja alsbald festgenommen und vor Gericht gestellt. Tom ist allerdings von dessen Unschuld überzeugt und überlegt fieberhaft, wie er ihm weiterhelfen kann.
Die Geschichte selbst ist sicherlich kein Geniestreich. Tom versucht sich als Sherlock Holmes, der allein aus Gesten und Aussagen den gesamten Fall zu rekonstruieren versucht und schließlich das aufdeckt, was jeder Krimi-Fan ziemlich schnell ebenso vermutet hat. Huck wird lediglich zum Chronisten und Stichwortgeber degradiert. Merkwürdig ist auch, wie Huck seinen Kumpel dermaßen über den grünen Klee lobt. Aber wenn man darüber hinwegsieht, ist es ein schönes Wiedersehen mit den beiden Freunden, das mich sehr gefreut hat. Als nächstes nehme ich mir "Die Reise im Ballon", die letzte Mark-Twain-Geschichte mit Tom und Huck, in der sie in bester Jules-Vernes-Abenteuer-Manier verreisen.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

kurzgeschichten, repairman jac, dark fantasy, horror, tollwütig

Handyman Jack

F. Paul Wilson
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 10.10.2008
ISBN 9783865520791
Genre: Sonstiges

Rezension:

Handyman Jack ist der Mann für alle Fälle und Held der gleichnamigen Romanreihe, zuerst bei Blanvalet und später dann im Festa-Verlag erschienen. Er hilft gerne all jenen, die wirklich, wirklich nicht mehr weiterwissen und ist bei der Wahl seiner Mittel mitunter nicht besonders zimperlich. Wer Repairman Jack, so wie er im Original heißt, noch nicht kennt, sollte dies unbedingt nachholen, da die Romane um ihn einen großen Themenbereich von Horror, Science-Fiction, Thriller und sogar Medizindrama abdecken. Ein guter Einstieg ist diese Anthologie, die nahezu alle Kurzgeschichten und Novellen um den coolsten aller Ermittler enthält:

-    Zwischenspiel im Drugstore ("Interlude at Duane's")
-    Ein ganz normaler Tag ("A Day in the Life")
-    Der lange Weg nach Hause ("The Long Way Home")
-    Der letzte Rakosh ("The Last Rakosh")
-    Familiennotdienst ("Home Repairs")
-    In der Mangel ("The Wringer")

Das einzige, was fehlt, ist die 2007 erschienene und bisher nicht ins Deutsche übersetzte, limitierte Jack-Geschichte "Do-Gooder".

Da die oben genannten sechs Geschichten nur 210 Seiten des Buches ausmachen, sind darin noch fünf weitere Storys enthalten, von den vier in und um das Städtchen Monroe in Long Island spielen, das Jack-Fans (und denen vom Adversary-Zyklus) auch ein Begriff ist (sprich: alle Storys spielen im selben Universum). Größtenteils sind diese Erzählungen nicht schlecht, an die Jack-Geschichten reichen sie allerdings nicht heran. Kein Wunder also, dass Autor F. Paul Wilson Jahre nach ihrem Erscheinen manche der Storys in mehr oder minder abgeänderter Form in seinen Romanen verwendet hat:

-    Der letzte Rakosh: wurde später in „Tollwütig“ eingebaut
-    Familiennotdienst: wurde später in „Im Kreis der Verschwörer“ eingebaut
-    In der Mangel: wurde später in „Fatal Error“ (noch nicht auf Deutsch erschienen) eingebaut

Abgerundet wird der 350seitige Band von einem kurzen Nachwort des Übersetzers Michael Plogmann, in dem er über Jacks Rolle und Bedeutung schreibt.

Fazit: Schöne Zusammenstellung für Fans von Jack und solche, die es werden wollen. Vielleicht nicht unbedingt essentiell, aber durchaus angenehm lesenswert.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Festa-Verlag nicht mehr so lang braucht, um die restlichen Jack-Romane auf Deutsch herauszubringen. Und dass (danach) auch die jeweils drei Young-Jack- und Early-Repairman-Jack-Bücher bei uns erscheinen.

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3.137 Bibliotheken, 34 Leser, 9 Gruppen, 51 Rezensionen

dystopie, klassiker, big brother, überwachung, utopie

1984

George Orwell , Michael Walter
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.06.1994
ISBN 9783548234106
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Auch 67 Jahre nach seinem Erscheinen hat George Orwells Roman „1984“ noch immer nichts von seiner Brisanz und Aktualität verloren. Es ist die dystopische Version einer totalitären Welt, in der jedwedes Denken und Handeln von „der Partei“ und der von ihr ins Leben gerufene Gedankenpolizei kontrolliert wird. Statt eines individuellen Ichs gibt es nur noch ein gefühlloses und gleichgeschaltetes Wir.

Als Kinder des Ostens erinnerte mich das religionslose und alternativlose Ein-Partei-System ein wenig an das Leben in der DDR. Natürlich ging es dort nicht ganz so extrem zu. Allerdings bewegt sich auch ein Teil der heutigen Welt schon wieder sehr nah an Orwells Albtraum von der totalen Überwachung heran. Die Geschichte selbst ist ja bekannt und in seiner Handlung nicht wirklich überraschend, dafür aber konsequent, packend und einschüchternd. Eben ein Klassiker der Weltliteratur.

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(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

die sechs tage des condor

Die letzten Tage des Condor: Thriller (suhrkamp taschenbuch)

James Grady
E-Buch Text: 367 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp Verlag, 13.06.2016
ISBN 9783518744499
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zwar kenne ich nicht James Gradys ersten Condor-Roman, aber zumindest die recht spannende Verfilmung mit Robert Redford aus den 1970er-Jahren. Ich dachte, dadurch zumindest halbwegs gewappnet zu sein, doch auf dieses Buch kann man sich gar nicht vorbereiten. Die Handlung um den ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter Ronald Malcolm alias Vin alias Condor, der auf einmal von Unbekannten gejagt wird, beginnt interessant und rein handwerklich auch etwas bizarr. Letzteres hält sich, weshalb der Text stellenweise recht anstrengend zu lesen ist. Es gibt jede Menge abgehackte Sätze, manchmal Gedankensätze ohne Punkt und Komma, dazu gelegentliche abrupte Perspektivwechsel innerhalb eines Kapitelabschnitts, Namenswechsel oder urplötzlich auftauchende, ausufernde Erinnerungspassagen. Noch dazu ist die Handlung an manchen Punkten ziemlich umständlich beschrieben. In einer Schießerei zum Beispiel verwendet man keine Begriffe wie "Massemittelpunkt", wenn ein Oberkörper gemeint ist. Ich dachte ja, wenn die Übersetzung von der literarisch versierten Zoë Beck stammt, wird schon alles klargehen, aber in diesem Roman haute das hinten und vorne nicht hin. Unbefriedigend ist auch die wirre und recht vage gehaltene Auflösung am Ende. Namen gibt es keine, stattdessen nur jede Menge "Sies", wer immer auch damit gemeint ist. Ich hoffte auf einen spannenden, paranoiden Verschwörungsthriller, aber irgendwie war es im Nachhinein betrachtet eher ein katerreicher Drogenrausch.

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(20)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

clive barker, horror fantasy, horror, mystik, thriller

Das Sakrament

Clive Barker
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453136984
Genre: Fantasy

Rezension:

Es mag ja sein, dass "Das Sakrament" Clive Barkers persönlichster Roman ist. Das Grundkonzept klingt auch wirklich interessant. Dennoch ändert es nichts daran, dass der Roman auch nach 140 (normalerweise liegt die magische Grenze bei 100) Seiten weder spannend noch interessant ist. Stellenweise (zum Beispiel beim Handlungszweig über den Mann und die Frau im Gerichtsgebäude) nimmt die Geschichte höchst obskure Züge an. Hinzu kommt, dass mir vor allem der jugendliche Protagonist sehr arrogant und unsympathisch vorkam. Nein, so macht Lesen keinen Spaß.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jugendbuch, fantasy

Abarat - In der Tiefe der Nacht

Clive Barker , Falk Behr
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 12.12.2011
ISBN 9783453001282
Genre: Fantasy

Rezension:

War Candy Quakenbush im ersten "Abarat"-Buch von ein unbekümmertes Mädchen aus dem Hernach, ist sie nach den Ereignissen im zweiten Band zu einer Art Symbolfigur aller Lebewesen im Abarat geworden. Genau wie bei den "Harry Potter"-Romanen wächst nicht nur die Hauptperson mit ihren Aufgaben, auch die Geschichte selbst wird von Band zu Band komplexer, erwachsener und düsterer. Im dritten Abarat-Buch "In der Tiefe der Nacht" spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu, bis es zum unvermeidlichen Showdown kommt, bei dem alle Beteiligten kräftig Federn lassen müssen. War der erste Teil noch eine Ansammlung verrückter Abenteuer, geht es im derzeit letzten Teil (zwei weitere sollen noch irgendwann folgen) fast ausschließlich um ein zentrales Thema - das der Autor allerdings stellenweise zu sehr im Detail ausbreitet. Etwas bitter ist auch das offene Ende, das einen mit jeder Menge offener Fragen zurücklässt. Auf die es bis dato leider noch keine Antwort gibt.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, abenteuer, inseln, freundschaft, parallelwelt

Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns

Clive Barker , Karsten Singelmann
Flexibler Einband: 574 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 06.08.2007
ISBN 9783453532618
Genre: Fantasy

Rezension:

Verzwickter und dramatischer als Teil Eins
4v5
Der zweite Abarat-Band "Tage der Wunder, Nächte des Zorns" schreibt die Geschichte weiter, wo der erste Band geendet hat. Candy und die Gesh-Ratte Malingo befinden sich noch immer auf der Flucht vor dem Mitternachtsfürsten Christopher Carrion und erlebt dabei so manches Abenteuer. Anders als im ersten Teil ist die Geschichte diesmal vielschichtiger und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dadurch erhalten wir bessere Einblicke in die Seele ihrer Widersacher und erfahren einiges über ihre Motivationen. Zudem wird die Handlung zunehmend verzwickter und dramatischer. Stellenweise erinnert es fast an die Bedrohung durch die Todesser in den Harry-Potter-Romanen. Lag der Fokus des ersten Bandes noch bei verrückt-bunten Kapitän-Blaubär-ähnlichen Abenteuern, geht es diesmal um größere Zusammenhänge. Vieles entpuppt sich nicht als das, wonach es anfangs den Anschein hat.

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129 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, inseln, parallelwelt, abarat

Abarat

Clive Barker , Karsten Singelmann
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 06.06.2006
ISBN 9783453532250
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Mädchen Candy ist mit ihrem Leben im Ort Chickentown unzufrieden. Als sie auf einem Streifzug durch die Stadt ein merkwürdiges Wesen mit acht Köpfen trifft, nutzt sie die Chance und reist mit ihm zusammen in die geheimnisvolle Phantasiewelt Abarat, in der sie jede Menge weitere kuriose Geschöpfe trifft und Abenteuer erlebt.
Vom Aufbau ist die Geschichte mit Walter Moers „Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär“ vergleichbar. Die Heldin reist durch eine Fantasiewelt und erlebt nach und nach jede Menge verrückte Sachen. Genau wie bei Moers gibt es keinen richtigen roten Faden, aber man spürt beim Lesen deutlich, dass dies nur ein kleiner Teil einer deutlich größeren Geschichte ist. Der erste „Abarat“-Band birgt viel Potential, ist amüsant und abwechslungsreich geschrieben (aufgrund der einfachen Sprache ist es durchaus auch für ältere Kinder geeignet) – und macht Appetit auf mehr. Ich bin gespannt, wohin Candy ihre Reise im zweiten Band „Tage der Wunder, Nächte des Zorns“ noch führen wird.

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Tags: nächte des zorns, tage der wunder   (2)
 

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

kleinstadt, politik, problem, harry potter, krimi, rowling jk, der seidenspinner

Ein plötzlicher Todesfall

Joanne K. Rowling , Susanne Aeckerle , Marion Balkenhol , Christian Berkel
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 16.12.2013
ISBN 9783844512687
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach sieben Harry-Potter- und drei Comoran-Strike-Romanen, die mir alle recht gut gefallen haben, glaubte ich, auf "Ein plötzlicher Todesfall" gefasst zu sein. Weil ich im Vorfeld gelesen hatte, dass das Buch nicht ganz so spannend sein soll, hatte ich es bewusst längere Zeit vor mir hergeschoben. Schließlich nahm ich es aber doch in Angriff - und bis mindestens der Hälfte der Geschichte musste ich hart mit mir ringen, ob ich mir den Mist tatsächlich weiter antun sollte.

Das Kleinstadt-Drama um ein plötzlich verstorbenes Gemeinderatsmitglied und die dadurch entstehenden Komplikationen kommt dermaßen weitläufig und unspannend daher, dass ich die meiste Zeit weder die zahlreichen Figuren auseinanderhalten konnte noch mich deren Schicksal und Werdegang interessierte. Gut die Hälfte der Protagonisten hätte man getrost weglassen können. Bis zum letzten Drittel steuert die Geschichte auf keinen erkennbaren Höhepunkt zu. Dann plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und es kommt zu der schon lange vorher befürchteten Tragödie. Manches davon ist bitter, anderes davon hätte durchaus tragischer ausfallen können.

Kurz zusammengefasst ist "Ein plötzlicher Todesfall" eine lahmarschige Version von Stephen Kings "Needful Things - In einer kleinen Stadt" - und nicht wirklich empfehlenswert.

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Tags: der seidenspinner, harry potter   (2)
 

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225 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

london, krimi, cormoran strike, england, robin ellacott

Die Ernte des Bösen

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Christoph Göhler , Kristof Kurz
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 26.02.2016
ISBN 9783764505745
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich freue mich ja auf jeden neuen Fall von Cormoran Strike und Robin Ellacott, weil sie stets herrlich verzwickt und sehr tiefschürfend sind. Bei ihrem dritten gemeinsamen Abenteuer schießt Autor Robert Galbraith allerdings etwas übers Ziel hinaus. Der Fall (sofern man ihn überhaupt so nennen mag) beginnt mit einer Extremsituation: Robin und Cormoran bekommen per Kurierservice ein menschliches Bein zugeschickt. Der Detektiv hat sofort eine Reihe von alten Feinden im Verdacht und beginnt zusammen mit Robin Nachforschungen anzustellen. Das allerdings erweist sich sowohl für die Ermittler als auch den Leser als äußerst zähe Angelegenheit. Normalerweise begrüsse ich Realismus in Geschichten zwar, in dem Fall allerdings ist es eindeutig zu viel des Guten, weil die Spannung trotz viel Wohlwollen irgendwann auf der Strecke bleibt. Es gibt auch kein Mitfiebern oder Miträtseln, sondern nur ein Abklappern der Fakten und Möglichkeiten. Erst im letzten Drittel zieht die Spannung wieder an und es kommt zur unvermeidlichen Konfrontation - die dann, ebenso wie die Fallaufklärung relativ schnell abgehandelt wird. Für den vierten Fall erhoffe ich mir daher wieder einen etwas kniffligeren und handlungsreicheren Fall.

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Tags: der ruf des kuckuck, der seidenspinne   (2)
 

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sherlock holmes, london, krimi, verschwörung, mord

Das Geheimnis des weißen Bandes

Anthony Horowitz , Lutz-W. Wolff
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.03.2013
ISBN 9783458359159
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch nicht selbst von Sir Arthur Conan Doyle verfasste Sherlock-Holmes-Romane gibt es mittlerweile jede Menge. Spontan fällt mir dazu „Sherlock Holmes taucht ab“ von Sören Prescher und Tobias Bachmann ein, das die beiden Ermittler im Jahr 1890  auf eine höchst phantastische Reise mitnimmt.

Nur wenige Wochen nach dessen Handlung spielt „Das Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz. Ein Fall, der ziemlich unspektakulär und unspannend anmutet, im Laufe der Handlung jedoch immer tückischer wird. Spätestens nachdem Holmes wegen Mordes verhaftet wurde, dämmert einem allerdings, wieso Dr. Watson diesen düsteren Fall viele Jahre unter Verschloss gehalten hat.

Auch Horowitz‘ Schreibstil orientiert sich sehr am Doylschen Original. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus anderen Holmes-Geschichte und selbst das Schicksal von Dr. Watsons Frau Mary wird geklärt. Die Auflösung des Falls könnte man einer vielleicht als etwas zu konstruiert bemängeln, ich habe hatte damit keine Probleme und habe das Lesen dieses Romans sehr genossen.

Für Holmes-Fans dürfte sich der Griff zu diesem Buch – ebenso zum eingangs genannten „Sherlock Holmes taucht ab“ sehr lohnen. Man bekommt gelungene Unterhaltung mit dem genialen Ermittler-Duo.

 

 

 

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Tags: sherlock holmes taucht ab   (1)
 

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

buchbranche, krimi, j.k. rowling, schriftsteller

Der Seidenspinner

Robert Galbraith , Dietmar Wunder
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 24.11.2014
ISBN 9783837128611
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Cormoran Strikes zweiter Fall beginnt relativ harmlos: Die Frau des Schriftstellers Owen Quine bittet ihn (und seine Assistentin Robin), ihren seit einigen Tagen verschwundenen Mann aufzuspüren. Was nicht ungewöhnlich ist, da ihr Gatte öfters mal für ein paar Tage abtaucht. Diesmal allerdings ist die Sache etwas komplizierter. Bevor Quine verschwand, verfasste er ein neues Manuskript, in dem er genüsslich über Freunde, Familien und Kollegen herzog. Schließlich findet Comoran zwar den Autor, allerdings ist dieser zu dem Zeitpunkt bereits einige Zeit tot - und wurde auf höchst brutale Weise ermordet. Obwohl die Polizei danach bald eine Verhaftung vornimmt, lassen Robin und Comoran nicht locker und ermitteln weiter.
Robert Galbraiths zweiter Strike-Roman ist mindestens ebenso verzwickt und komplex wie das erste Buch. Wieder gibt es jede Menge subtile Hinweise, die man leicht mal überliest und dann über die Auflösung umso verblüffter ist. Manche mögen vielleicht bemängeln, dass die Handlung diesmal zu breitgefächert wird und vielleicht ein paar Spannungsmomente fehlen. Mir hingegen hat dieser nahezu klassische Who-dunnit-Krimi sehr gut gefallen, von der Tiefe von Galbraiths gut recherchierter Geschichte war ich beeindruckt. Gern hätte ich gesehen, wie er (bzw. sie) das alles recherchiert und konstruiert hat. Auf den in Kürze erscheinenden dritten Strike-Band freue ich mich schon sehr.  Ich bin gespannt, wie die Story um das ungewöhnliche Ermittlerteam weitergeht.


Noch ein kurzer Hinweis zur Hörbuchfassung: Dietmar Wunder liest - wie auch den Vorgänger-Band hervorragend und weiß es auch aus den weniger spannenden Passagen das Optimum herauszuholen. Einfach klasse!

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