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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

atze schröder, comedy, und dann kam ute, krimi

Der Turbo von Marrakesch

Atze Schröder , Atze Schröder
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 31.10.2016
ISBN 9783837137125
Genre: Romane

Rezension:

Atzes erster Roman „Und dann kam Ute“ war im Grunde genommen eine Ansammlung lustiger Anekdoten, wie er sie auch bei seinen Bühnenshows präsentiert. Für die Fortsetzung (die man auch ohne den ersten Teil versteht) hatten sich Schröder und sein Co-Autor Til Hoheneder eine verrückte Agentengeschichte überlegt. Wie so oft im Thriller-Genre beginnt alles mit einer Verwechslung, aus der sich einige handfeste Komplikationen ergeben. Und Atze wäre nicht Atze, wenn er dabei nicht noch jede Menge mehr Chaos in die Situation bringen würde. Beim Hören des Hörbuchs trifft man viele Bekannte aus dem ersten Band (Ute und ihr Sohn sind natürlich dabei, ebenso wie Muskelprotz Birkel und einige andere Freunde) und bekommt diesmal eine vielschichtigere Geschichte präsentiert, die aus mehreren unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Da jede der Figuren ihre eigene Charakterstimme hat, konnten die Autoren natürlich nicht überall mit gleich viel Humor arbeiten. Zumal das Grundthema diesmal auch deutlich ernster als im ersten Buch ist. Aber auch hier wäre Atze nicht Atze, wenn nicht immer wieder mal ein paar freche Sprüche und Zoten folgen würden.

Das Hörbuch wird natürlich vom Meister persönlich lesen. Durch seine Betonungen und Ausdrucksweisen wirken auch nicht ganz so komische Situationen gleich um einige Tacken amüsanter.


Fazit: „Der Turbo von Marrakesch“ ist ein chaotischer Spionagethriller, den man nicht allzu ernst nehmen sollte. Wenn man das beherzigt, wird man gut unterhalten.



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Tags: und dann kam ute   (1)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

der fünfte zeug

Black Box

Michael Connelly , Sepp Leeb
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2016
ISBN 9783426514481
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von Michael Connelly kenne ich bereits mehrere Romane, über seinen Helden Harry Bosch allerdings bloß zwei (und dazu die Fernsehserie). Verständnisschwierigkeiten gab es bei Boschs 18. Fall „Black Box“ trotzdem nicht. Alles, was man über die Familienverhältnisse und Polizeikollegen wissen muss, bekommt man in der Geschichte erklärt. Außerdem spielen diese Sachen ohnehin eine untergeordnete Rolle. Hauptsächlich geht es um die Ermittlungen in einem 20 Jahre alten Mordfall. Zwar war Bosch damals derjenige, der während der Rassenunruhen in Los Angeles die betroffene Leiche fand, eine wirklich persönliche Verwicklung unseres Helden in die Sache gibt es aber nicht.

Vielleicht war das auch der Grund, weshalb mir der Krimi als recht routiniert vorkam. Harry Bosch ging seiner ganz normalen Polizeiarbeit nach, verfolgte verschiedene Spuren und fügte schließlich ein Puzzleteil nach dem anderen zusammen. Ihn dabei zu begleiten, war interessant, aber nicht immer spannend.

Als „unbedingt lesenswert“ würde ich Connellys „Black Box“ daher nicht betrachten. Es ist eher ein solider Krimi, der vermutlich hauptsächlich die Fans von Starschädel Harry Bosch begeistern wird.

Das Hörbuch wurde (wie auch schon Connellys "Der fünfte Zeuge") von Oliver Siebeck gelesen. Seine Stimme und Art zu Lesen passten hervorragend zu der Geschichte und der manchmal etwas grantigen Hauptperson.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, gerichtsthriller, mickey hqller, krimi, los angeles

Der fünfte Zeuge

Michael Connelly , Sepp Leeb
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.01.2013
ISBN 9783426511220
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von Michael Connelly kenne ich schon einige Romane, über Mickey Haller war bislang allerdings keines darunter. Was aber kein Problem ist. „Den fünften Zeugen“ versteht man auch ohne jegliches Vorwissen (und ahnt bei Harry Boschs kurzem Gastbesuch trotzdem, dass dies eine Anspielung auf eine andere Reihe ist). Wer von dem Roman einen Thriller á là „Der Poet“ oder „Sein letzter Auftrag“, wird von der Geschichte vermutlich etwas enttäuscht sein. „Der fünfte Zeuge“ ist ein lupenreiner Gerichtsthriller in bester Grisham-Manier. Der Großteil der Geschichte spielt im Gerichtssaal und auch das gesamte Drumherum befasst sich fast komplett mit Mickeys aktuellem Fall. Der Strafverteidiger war mir nicht von Anfang an sympathisch (ebenso wie seine Klientin Lisa), aber im Laufe der recht langen, sehr realistisch dargestellten Gerichtsverhandlung wächst er einem immer mehr ans Herz. Das Ende fand ich nicht so überraschend, aber nichtsdestotrotz sehr gelungen.

Das Hörbuch wird - wie auch etliche andere Connelly-Audiobooks - von Oliver Siebeck gelesen. Auch er bzw. seine Stimme ist etwas gewöhnungsbedürftig. Nach und nach wird einem allerdings klar, dass er und seine Ausdrucksweise zu der Geschichte perfekt passen.

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Tags: der poet, echo park, harry bosch, sein letzter auftrag   (4)
 

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

horror, cthulhu, arkha, monster, große alte

Carter & Lovecraft: Das Erbe

Jonathan L. Howard , Bottlinger Andrea
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 18.04.2016
ISBN 9783864258541
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Als Fan vom Cthulhu-Mythos waren mir die Namen Lovecraft & Carter natürlich schon vorab ein Begriff. Eine aktuelle Geschichte über zwei Nachkommen dieser markanten Personen klang daher schon mal interessant. Die Handlung dieses phantastischen Thrillers kam anfänglich zwar nur etwas zögernd in Bewegung, aber spätestens nach dem ersten Drittel zog die Story merklich an und konnte mich mühelos in seinen Bann ziehen. Dazu hier und da ein paar Anspielungen auf Lovecraft und sein Werk – was will man mehr? Obwohl das große Finale der Geschichte etwas kompliziert daherkommt (und einige Fragen offen lässt), haben mir sowohl das Ende als auch seine Auswirkungen durchaus zugesagt. Daher würde es mich sehr freuen, wenn es in Zukunft noch weitere Werke von Emily und Dan geben würde.

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

berlin, tom liehr, leichtmatrosen, sommerhit, radio nights

Nachttankstelle

Tom Liehr ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 28.08.2015
ISBN 9783499269820
Genre: Romane

Rezension:

Tom Liehr hat uns (unter anderem) bereits die „Radio Nights“ den „Sommerhit“ und die „Leichtmatrosen“ beschert. Sein 2015er Roman „Nachttankstelle“ zeigt uns einen weiteren einsamen Charakter, der nicht so ganz im Leben angekommen ist. Mit seinen 38 Jahren arbeitet Uwe Fiedler nachts in der Tankstelle, führt eine monotone Beziehung, die eigentlich keine mehr ist und ist auch sonst ziemlich neben der Spur. Doch die Dinge ändern sich und plötzlich steht Uwe ohne Freundin, ohne die alte Wohnung und ohne Job da. Es ist der Beginn einer Reise, die Uwes längst überfälligen Reifeprozess in Gang setzt.

Der Titel „Nachttankstelle“ ist etwas irreführend, weil eben dieser Ort mit der Handlung wenig bis gar nichts zu tun hat. Auch Uwes fieser Chef und alles, was damit zusammenhängt, spielen ab der Hälfte des Romans auf einmal gar keine Rolle mehr. Stattdessen geht es um psychotische Frauen, alte Bekanntschaften aus der Vergangenheit und eine ominöse Erbschaft.

Das Buch ist nicht so witzig wie die vorherigen, allerdings auch nicht sooo tiefgründig, dass man nach jedem zweiten Satz innehalten muss. Im Gegensatz zu früheren Liehr-Bücher kam ich diesmal in die Handlung nicht so leicht hinein und wusste längere Zeit auch nicht recht, worauf der Autor überhaupt hinaus wollte. Auch nach dem Buch bin ich mir unschlüssig darüber.

Schade fand ich, dass es Liehr auf den letzten dreißig, vierzig Seiten auf einmal sehr eilig hatte, so als hätte er die Lust verloren und würde deshalb versuchen, die Handlung schnell abzuhandeln. Deshalb bleiben am Ende auch einige Fragen offen.

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Tags: leichtmatrosen, radio nights, sommerhit   (3)
 

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detlef bierstedt, ich schweige für dich, harlan coben

Ich schweige für dich

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski , Detlef Bierstedt
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 08.03.2016
ISBN 9783844521191
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In „Ich schweige für dich“ nimmt sich Thriller-Spezialist Harlan Coben einmal mehr die Familie vor. Der zweifache Vater Adam bekommt von einem Fremden erzählt, dass seine Frau große Geheimnisse vor ihm hat. Zunächst will er es nicht glauben, doch seine Recherchen beweisen die Worte des Fremden. Nachdem er seine Frau zur Rede gestellt hat, bittet diese ihn um eine kleine Auszeit und verschwindet. Adam kann nicht anders und stellt weitere Nachforschungen an - die noch viel mehr Geheimnissen aufdecken. Nicht nur welche, die seine Familie betreffen. Genauer gesagt geht es um eine ganze Firma, die private Geheimnisse auskundschaftet und damit ein Geschäft macht. Doch das ist bloß der Anfang einer immer gefährlicher werdenden Odyssee.

Auch „Ich schweige für dich“ beginnt mit einem gemächlichen Tempo, steigert sich aber im Laufe der Geschichte stetig, bis alles in ein verstörendes Finale mündet. Ich habe Cobens aktuellen Roman sehr genossen und mit dem Familienvater mitgefiebert – und freue mich schon sehr darauf, dass im Sommer Harlan Cobens neuestes (Hör-)Buch „In ewiger Schuld“ erscheint.

Wie bei allen anderen von Cobens Romanen, hat auch diesmal Detlev Bierstedt die deutsche Audio-Fassung eingelesen - und damit gewohnt hervorragende Arbeit geleistet.

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sprüche, männerfantasien, liebesgeschichte, derber humor, stars

Und dann kam Ute

Atze Schröder , , ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.02.2015
ISBN 9783499228674
Genre: Humor

Rezension:

Manchmal braucht man einfach ein bisschen leichte Kost zwischendurch. Atze Schröders „Und dann kam Ute“ (das er mit Til Hoheneder geschrieben hat) ist ein solches Buch. Im Grunde genommen unterscheidet es sich gar nicht so sehr von Atzes Bühnenprogramm. Jede Menge witzige Anekdoten, die durch einen roten Faden miteinander verbunden sind. Der rote Faden heißt Ute und ist Atzes vegetarische und an einer Waldorf-Schule unterrichtende Nachbarin Ute. Selbstredend, dass da zwei Welten aufeinanderprallen. Es folgen die üblichen Missverständnisse und Meinungsverschiedenheiten, die einen solchen – nun ja – Single-Typen- oder Liebesroman ausmachen. Einziger Unterschied zu anderen Werken dieser Art sind Atzes urkomischen Beschreibungen und Bemerkungen. Wer die Sprüche seiner Bühnenshow mag, ist bei dieser Geschichte goldrichtig. Und erkennt sogar die eine oder andere Anekdote (wie zum Beispiel den Ausflug zum Weihnachtsmarkt oder den Teil mit Cedric auf dem Spielplatz) wieder.

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Green Woman

Peter Straub , Michael Easton , John Bolton
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Panini, 20.09.2011
ISBN 9783862011995
Genre: Comics

Rezension:

Als großer Fan von Peter Straubs Romanen konnte ich mir die Graphic Novel "Green Woman" nicht entgehen lassen. Zumal es darin um den mysteriösen "Blaue Rose"-Zyklus geht, der sich durch etliche von Straubs Romane zieht. Vor ein paar Jahren hatte ich bereits die englische Fassung der Graphic-Novel gelesen und fand sie damals etwas wirr. Ich schob das auf offenbar dafür nicht ausreichende Englisch-Kenntnisse, aber auch beim Lesen der deutschen Fassung hatte ich einige Probleme damit, der Handlung zu erfolgen.
Der Grund dafür leuchtet mir inzwischen ein: Die Geschichte ist etwas bruchstückhaft und stellenweise surreal – wie ein waschechter Albtraum. Und auch genauso brutal. Die Jagd nach dem Serienmörder FB erinnert sowohl in Handlung als auch Stimmung zudem etwas an die TV-Serie „True Detective“. Was nicht die schlechteste Referenz ist.
Um die Graphic Novel und die Zusammenhänge besser zu verstehen, wäre es definitiv nicht verkehrt, wenn man vorher Peter Straubs "Blaue Rose“-Roman-Trilogie („Koko“, „Mystery“ und „Der Schlund“) gelesen hat. Auf jeden Fall letzteren. Aber diese Bücher sollte man sich ohnehin zu Gemüte führen. Die sind nämlich richtig, richtig klasse.

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Batman

Eric Fein , Donald Lemke , Christian Dreller , Mike DeCarlo
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 25.02.2016
ISBN 9783839841112
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als Batman-Fan war ich neugierig auf die drei Kurzgeschichten, die diese CD zu bieten hat. Beim Anhören merkte ich allerdings schnell, dass ich hier nicht zur richtigen Zielgruppe gehöre. Es sind kindergerechte, kurze Lesungen (noch dazu von Blades Synchronsprecher!), bei der natürlich auch Soundeffekte nicht fehlen dürfen. Gut gemacht, aber für Erwachsene nur leidlich spannend. Für Kinder ab sechs Jahre aber sicherlich eine feine Sache.

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Wer einmal lügt

Harlan Coben
CD-Extra
Erschienen bei der Hörverlag, 01.01.1001
ISBN B00BWEIYKQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Wer einmal lügt“ war das bislang schwächste Hörbuch, das ich mir von Harlan Coben (bzw. von Detlef Bierstedt gelesen) habe. Das allerdings ist ein Meckern auf hohem Niveau. Auch diese Geschichte ist meisterhaft konstruiert. Lange Zeit hat man nicht die geringste Ahnung, in welche Richtung die Story in Atlantic City noch steuern wird und erlebt eine Kehrtwende nach der nächsten. Bis zur Hälfte allerdings plätschert die Handlung etwas dahin, eben weil man keine Ahnung hat, wohin der Zug diesmal fahren wird. Megan, Ray und selbst Detective Broom sind allesamt glaubhafte Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen. Schön ist auch, dass es ebenfalls wieder ein, zwei Querverweise bzw. Gastauftritte von Figuren aus anderen Coben-Romanen gibt. Die Auflösung am Ende des Buches fand ich recht gelungen – und hatte natürlich mal wieder keinen Plan, dass es so ausgehen würde, wie es letztendlich ausging.

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punisher, daredevil

Daredevil/Punisher: Der siebte Kreis

Charles D. Soule , Reilly Brown , Jean Louis Reiprich , Szymon Kudranski
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 27.03.2017
ISBN 9783741601637
Genre: Comics

Rezension:

Die Zeichnungen fand ich gut, aber die Geschichte ist eher durchschnittlich. Im Grunde genommen war es eine Superhelden-Klopperei zwischen Daredevil und dem Punisher inklusive ein paar Gäste, die sich über vier Hefte erstreckte. Das war von der Handlung her ein bisschen dünn. Aber wenn es hilft, DD nach Deutschland zurückzubringen, habe ich den Band natürlich trotzdem gerne gekauft. In denen dann hoffentlich auch geklärt wird, warum der Dämon ein neues Kostüm hat und sich zurück in New York befindet.

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fantômas, krimi, zirkus, morde, zug

Fantômas

Pierre Souvestre , Marcel Allain , Lea Rachwitz
Fester Einband: 399 Seiten
Erschienen bei Edition Epoca, 12.08.2011
ISBN 9783905513547
Genre: Romane

Rezension:

Über Fantômas und den Hype, den er Anfang des 20. Jahrhunderts auslöste, hatte ich einiges gehört und gelesen. Bisher kannte ich allerdings nur die drei Klamaukfilme aus den 1960ern, die zwar recht amüsant sind, aber angeblich das Wesen der wahren Fantômas-Geschichten nur zum Teil erfassen.

Warum sich also nicht ein eigenes Bild davon machen?

Idealerweise hat der Schweizer Verlag Edition Epoca vor kurzem den Roman „Fantômas: Ein Zug verschwindet“ neu übersetzten herausgebracht. Allerdings ist dies nicht der erste, sondern der 21. Band der Reihe. Da der Verlag die davor spielenden Geschichten allesamt NICHT veröffentlicht hat, wird man mitten in ein bereits gefestigtes Szenario geworfen und muss selbst zusehen, wie man damit klarkommt. Auch das steigert nicht unbedingt das Lesevergnügen. Erklären kann ich mir die Wahl des 21. Bandes nur damit, dass die Geschichte zum Teil in Deutschland spielt und der Verleger so vielleicht ein paar zusätzliche Sympathien wecken wollte.

Die der Roman auch bitter notwendig hat.

Die Geschichte ist furchtbar. Vierhundert Seiten Chaos und Langeweile. Die Handlung folgt zwar einem roten Faden, ist aber trotzdem wenig schlüssig. Insbesondere Kommissar Juve handelt an keiner Stelle des Romans logisch oder wie ein richtiger Polizist. Selbst der Bösewicht Fantômas bringt einen eher zum Kopfschütteln als zum Fürchten. Dazu passt auch der irreführende Titel „Ein Zug verschwindet“ – um einen verschwindenden Zug geht es auf den letzten zehn Seiten. Davor dreht sich die Handlung um einen Zirkus.

Furchtbar war auch der Schreibstil. Vor allem die etwas besserwisserische Art der Erzähler und die ständigen Wiederholungen (mit Ausrufezeichen, damit es auch ein wirklich doofer Leser begreift!) ging mir gehörig auf den Zeiger. Durch die seltsam passive Schreibe fällt es überdies zudem ziemlich schwer, überhaupt in das Geschichten abzutauchen. Da versprühen die nicht viel früher erschienenen Sherlock-Holmes-Geschichten einen deutlich anderen Charme.

Von daher: Das Experiment Fantômas ist gescheitert. So schlecht, wie der Roman ist, wundert es mich wenig, dass der Verlag keinen weiteren Band übersetzt hat. Das einzig Positive war das schwarze Hardcover mit den goldenen Sprenkeln darauf, das einem suggeriert, man hätte etwas Edles in der Hand.


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thriller, mord, internet, new york, entführung

Ich vermisse dich

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.05.2016
ISBN 9783442484355
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die meiste Zeit ist es meiner Meinung nach ein ruhig erzählter Thriller. Der Leser begleitet die New Yorker Polizistin Kat Donovan, die vom Teenager Brandon gebeten wird, nach dessen vermisster Mutter zu suchen. Zunächst tut sich nicht viel, aber Spannung ergibt sich auch durch wenig Action. Dafür baut sich das verzwickte Konstrukt immer weiter auf, bis es einem – ähnlich wie den armen Opfern in der Geschichte – in sich gefangen nimmt. Man fiebert mit Kate (und Brandon) und will die ganze Zeit über wissen, worauf es letztendlich hinausläuft. Ich gebe zu, den letzten Clou der Geschichte hatte ich so nicht auf dem Schirm, aber auch das ist eindeutig als Vorteil zu werten.

Fazit: Auch mit „Ich vermisse dich“ kann Harlan Coben gewohnt gut überzeugen.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

ki, mathematik, verantwortung, calliagnosie, liebe

Das wahre Wesen der Dinge

Ted Chiang , Karin Will , Karlheinz Schlögl , Karin Will
Buch: 284 Seiten
Erschienen bei Golkonda Verlag, 15.02.2014
ISBN 9783944720173
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Denis Scheck bezeichnete den Autor in der ARD-Sendung „Druckfrisch“ als den „derzeit besten Verfasser von Science-Fiction und Fantasy-Erzählungen“ und schätzt ihn zum „erzählerisch Erstaunlichsten, intellektuell Aufregendsten und ästhetisch Innovativsten“, was er in den letzten zehn Jahren gelesen habe.

Was mich natürlich neugierig machte. Die erste Geschichte im Band („Verstehen“) las sich auch noch halbwegs interessant. Es ging um einen Mann, dessen Intelligenz nach einem Experiment stetig ansteigt, bis er glaubt, allem und jedem überlegen zu sein. Abgesehen vom etwas komischen Ende hat da schon alles gepasst.

Bei den Storys danach hingegen ... viele waren vom Grundthema her interessant, andere wirr. Alles hatten sie allerdings gemeinsam: Sie waren viel zu trocken und ohne Leben erzählt. Als würde man wissenschaftliche Abhandlungen lesen. Da macht das Lesen nicht wirklich Spaß. Dass die Buchseiten in Schriftgröße 9 bedruckt sind, trug ebenfalls nicht unbedingt zum Vergnügen bei. Deshalb kann ich diese neue Hoffnung am SF-Himmel nicht wirklich weiterempfehlen.

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395 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

horror, stephen king, todesmarsch, tod, jugendliche

Todesmarsch

Richard Bachman , Stephen King , Nora Jensen (Übers.)
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein TB, 01.01.2006
ISBN 9783548263274
Genre: Fantasy

Rezension:

„Todesmarsch“ hatte ich vor über zwanzig Jahren schon einmal gelesen und von damals noch als recht gut im Hinterkopf. Warum also nicht testen, ob mich die Geschichte noch immer überzeugen kann?
Sie kann.
Die Geschichte über den Teenager Ray Garraty, der als einer von 100 Jugendlichen am „Todesmarsch“ teilnimmt, ist nach wie vor packend. Wobei eigentlich gar nicht so viel passiert. Die Jugendlichen laufen unter der Beobachtung von Soldaten und Zuschauern eine Art tödlichen Marathon, bis ein Teilnehmer nach dem anderen ausfällt und am Ende nur einer übrig bleibt. Die Zeit dazwischen verbringen sie mit Gesprächen und dem Beobachten ihrer Umgebung. Die Angst, dass sie vielleicht als nächstes die Kräfte verlassen, ist dabei ständig präsent. Ebenso wie all die anderen Zweifel, Sorgen und Wehwehchen, die sich im Laufe der Marsches immer weiter steigern. Dadurch wachsen einem Ray und seine Leidensgenossen schnell ans Herz.
Darüber, wie es überhaupt zu diesen Todesmärschen kam, erfährt man als Leser wenig. Ebenso in welcher dystopischen Epoche es genau spielt. Braucht man auch nicht. Die Geschichte funktioniert so ebenfalls gut.
Bloß der überhastete (und etwas offene) Schluss hätte so nicht sein müssen. Über die letzten Zeilen kann man eine Menge spekulieren. Das hätte so  nicht sein müssen.

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123 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, usa, fernsehreporterin, schuld, pädophilie

In seinen Händen

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.07.2012
ISBN 9783442475063
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch Harlan Cobens Roman „In seinen Händen“ beginnt relativ unspektakulär: Die Reporterin Wendy Tynes überführt den vermeintlichen Pädophilen Dan Mercer. Später kommen ihr allerdings Zweifel und sie beginnt mit ihren Nachforschungen. Zu diesem Zeitpunkt können weder sie noch der Leser abschätzen, was für einen gewaltigen Rattenschwanz das nach sich ziehen wird. Bis Kapitel 30 oder so tappt jeder völlig im Dunkeln. Kaum etwas ist so, wie es scheint. Jeder hat etwas zu verbergen. Durch ihre Recherchen setzt die Journalistin allerdings nicht nur ihre Karriere aufs Spiel, sondern bringt sich selbst in Lebensgefahr. Doch Wendy lässt einfach nicht locker ...

 

Das zu verfolgen, ist spannend und lässt einem viel Spaß beim Miträtseln. Öfters gibt es Wendungen, die die Handlung wieder in eine völlig andere Richtung lenken. Die Auflösung am Ende wirkt zwar teilweise etwas sehr konstruiert (und ist zudem nach dem üblichen Coben‘schen Muster), schafft es aber trotzdem, die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten. Die Auflösung, wie die ganzen Ereignisse mit Dan Mercer zusammenhängen, hatte ich zwar schon erahnt (und freue mich, dass mich mein Riecher nicht im Stich gelassen hat), doch auch das tat dem Lesespaß keinen Abbruch.

 

Außerdem ist „In seinen Händen“ einer von den Romanen, in denen Coben jede Menge Charaktere aus seinen anderen Büchern auftauchen lässt. Zum Beispiel Detective Frank Tremont aus „Das Grab im Wald“, der sogar die Chance erhält, die früheren Ereignisse noch einmal aus seiner Sicht zu schildern und dadurch gleich ein bisschen sympathischer wird.

 

Fazit: Tolles Buch, das einen lange Zeit im Dunkeln tappen und bis zum Schluss mitfiebern lässt.

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38 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

rechtsmedizin, michael tsokos, irrtümer, rechtsmediziner, suizid

Sind Tote immer leichenblass?

Michael Tsokos , Christoph Kellner
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Droemer, 04.10.2016
ISBN 9783426277003
Genre: Sachbücher

Rezension:

Professor Michael Tsokos ist nicht nur ein international anerkannter Rechtsmedizin-Experte, er leitet seit 2007 das Rechtsmedizin-Institut der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin. Als wäre das nicht genug, hat er mehrere Bücher verfasst, darunter einen Thriller zusammen mit Sebastian Fitzek und zwei weitere mit Andreas Gössling.

Da der Mann noch dazu ein großer Krimi-Fan ist, war es ihm eine Herzensangelegenheit, populären Irrtümer im Zusammenhang mit seinem Fachgebiet klarzustellen. Zum Beispiel, dass Rechtsmediziner und Pathologen eben nicht dasselbe sind. Dass Angehörige die Toten nicht in der Gerichtsmedizin identifizieren. Oder dass man sich nicht selbst erwürgen kann.

Insgesamt hat sich Tsokos 40 Irrtümer vorgenommen und geht kapitelweise ausführlich darauf ein. Stellenweise fast ein wenig zu ausführlich. Manche der 40 Irrtümer erscheinen mir persönlich etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Beispielsweise, ob Rechtsmediziner bei der Arbeit immer klassische Musik hören oder sich Obduktionen über mehrere Tage erstrecken. Aber gut, es gibt vermutlich Leute, die genau das angenommen haben.

Das Buch ist locker und faktenreich geschrieben, und obwohl alles in angenehm großer Schrift abgedruckt ist, sind es trotzdem bloß 187 Seiten. Reicht aber auch, um alles zu erklären. Für jeden, der sich mit dem Gedanken trägt, einen Krimi zu schreiben, oder mehr über die realistische Arbeit fernab vom „Tatort“ erfahren möchte, ist das Buch genau richtig.

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373 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

thriller, liebe, suche, mafia, universität

Ich finde dich

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.04.2015
ISBN 9783442482580
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Harlan Cobens Roman „Ich finde dich“ ist eine jener Geschichten, wo du am Anfang nicht die geringste Ahnung hast, was noch alles auf dich zukommt. Ich liebe so was. Es beginnt relativ harmlos, als Jake Fisher von der Frau, die er liebt, urplötzlich einen Korb erhält. Aber je tiefer Jake bei seinen späteren Nachforschungen gräbt, desto mehr fördert er zutage und desto mehr spitzen sich die Ereignisse zu, bis alles im atemraubenden Finale mündet, in dem alle Wege zusammenführen und man erkennt, dass es sich um einen perfekt konstruierten Thriller handelt.

„Ich finde dich“ ist eine gewohnt hervorragende Arbeit von Thriller-König Harlan Coben. Obwohl es diesmal abgesehen von einer kleinen Randbemerkung keine Verweise auf seine anderen Werke gibt. Aber auch dieser für sich alleine stehende Roman hat es in sich. Klare Lese- und Kaufempfehlung.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

felix woitkowski, die wanderdüne

Die Wanderdüne

Felix Woitkowski
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Wunderwaldverlag, 15.03.2011
ISBN 9783940582485
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Während des Besuchs auf dem Jahrmarkt verschlägt es Jonathan in eine rätselhafte Stadt, die irgendwo in der Vergangenheit, vermutlich in einer alternativen Welt liegt. Bei seinen Streifzügen durch die Straßen stolpert er von einem surrealen Abenteuer zum nächsten. Zum Beispiel wird er Assistent bei einem Duell um die Ehre, bei dem jemand gegen sein eigenes Spiegelbild antritt – und verliert! Doch nicht Jonathan ist die Hauptperson des Buches, sondern die Stadt selbst. Deshalb wird ihre Geschichte auch aus mehreren Perspektiven erzählt. Unter anderem aus der des Stadtchronisten Gustav Samuel und später aus der Sicht seiner Tochter.
Die Erlebnisse bleiben bis zum Ende hin abstrakt und mit viel Interpretationsspielraum. Felix Woitkowskis „Die Wanderdüne“ ist definitiv keine leichte Kost, sondern ein verworrenes Konzept, in dem vieles nicht so ist, wie es anfangs erscheint. In mancher Hinsicht gleicht das Buch einem verstörenden Drogenrausch mit kafkaesken Zügen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

billy idol

Dancing With Myself

Billy Idol , Jan Schönherr , Harriet Fricke
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453677128
Genre: Biografien

Rezension:

Billy Idol braucht man nicht weiter vorzustellen. Seine 80er-Jahre-Songs wie „White Wedding“ oder „Rebel Yell“ kennt jeder. Die Lieder gelten inzwischen als Klassiker. Alle, die die Achtziger bewusst miterlebt haben, wissen auch, dass er ein ziemlich harter und wilder Hund ist. Wie hart und wie wild, verrät er in seiner Biographie – und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. „Dancing with myself“ ist daher nicht bloß der Titel eines seiner Hits, sondern eine schonungslose Offenbarung über seinen jahrelangen exzessiven Lebensstil nach dem Motto „Sex, Drugs & Rock’n Roll“. Da werden die vielen interessanten Details über seine Karriere beinahe zur Nebensache. Aber auch über seine Anfänge in der britischen Punk-Szene bis zu seinen weltweiten Solo-Hits finden sich in der Autobiografie jede Menge ausführliche Informationen. Mir hat das Lesen viel Spaß bereitet, obwohl mir die vielen Exzesse auf Dauer ein bisschen zu viel waren. Es gleicht einem Wunder, dass Idol diese Zeit überhaupt lebend überstanden hat – und gleichzeitig jahrelang so hervorragende Musik abliefern konnte. Allen, die mehr über den geplagten Künstler, seine Musik und die damalige Zeit erfahren möchte, sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.

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82 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

home, nur zu deinem schutz, thriller

Sein letzter Wille - Myron Bolitar ermittelt

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2012
ISBN 9783442476589
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von Harlan Coben kenne ich bereits einige Romane, allerdings war dies mein erstes Buch der Myron-Bolitar-Reihe. Vermutlich ist es nicht besonders klug, mit dem zehnten (und bisher letzten auf Deutsch erschienenen) Band der Serie anzufangen, da man viele Zusammenhänge anfangs nicht so gut versteht und darauf angewiesen ist, dass diese Dinge aus der Handlung ergeben – was sie aber größtenteils tun. Es dauert nur ein wenig.
Als Kenner anderer Coben-Romane trifft man trotzdem auf alte Bekannte – wie die Chefermittlerin Loren Muse oder die Ex-Wrestlerin Esperanza Diaz.
Myrons zehnter Fall an sich ist (diesmal) nicht besonders spektakulär oder verzwickt. Die Ermittlungen, sofern man sie überhaupt so nennen möchte, dümpeln so vor sich hin. Aufgelockert werden sie lediglich durch jede Menge witzige Sprüche und Beschreibungen. Den packensten Teil der Handlung machen zweifellos Myrons familiäre Verwicklungen aus. In der Hinsicht weiß „Sein letzter Wille“ durchaus zu punkten.
Die Auflösung am Ende ist nicht sonderlich überraschend (weder das über den einsiedlerischen Rockstar noch die über den Bruder) und wirken stellenweise ein wenig sehr konstruiert.
Ob ich traurig darüber bin, dass die Serie nach dem zehnten Band fürs Erste auf Deutsch nicht weitergeführt wird (Ende 2016 erschien in den USA „Home“, das aber vermutlich noch ein, zwei Jahre brauchen wird, bevor es auf Deutsch erscheint), weiß ich nicht. Es wird soweit alles aufgeklärt, außerdem ist die Familie Bolitar ja nicht ganz aus der Welt. Statt mit Myron geht es inzwischen mit seinem Neffen Mickey Bolitar weiter. In der Hinsicht war es vermutlich gut, zuerst „Sein letzter Wille“ zu lesen, bevor ich mir irgendwann „Nur zu deinem Schutz“ (und die bisher zwei weiteren Nachfolgebände) vornehme.

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48 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

musiker, autobiographie, musik, biographie, liebe

Born to Run

Bruce Springsteen , Teja Schwaner , Alexander Wagner , Urban Hofstetter
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.09.2016
ISBN 9783453201316
Genre: Biografien

Rezension:

 

Über Bruce Springsteen ist bereits eine Menge geschrieben worden. Bis vor kurzem dachte ich, Peter Ames Carlins im Jahr 2014 erschienene Buch „Bruce“ wäre das Maß der Dinge.

Aber das war, bevor der Boss selbst eine Autobiographie vorlegte. Auch er erzählt von den mühsamen Anfangsjahren, doch anders als die Autoren davor, schreibt er nicht die Erinnerungen anderer, sondern die eigenen nieder. Allein dadurch erhält das Werk eine völlig andere Tiefe und persönliche Note. Auf den 672 Seiten nimmt Bruce kein Blatt vor dem Mund. Er greift schonungslos all seine Unzulänglichkeiten auf, schreibt, was ihn antreibt und was ihn ins Straucheln brachte. Auch als langjähriger Fan erfährt man viel Neues und bekommt anderes (manchmal auch mit bisher völlig unbekannten Infos) noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Gelegentlich springt Bruce mit seinen Anekdoten zwar in der Zeit hin und her, aber so ist das eben mit Erinnerungen. Nicht immer läuft da alles chronologisch ab. Ich finde es gut, dass „Born to run“ nicht bloß einen Teil seiner Vita umfasst (wie es zum Beispiel bei Bob Dylans Chronicles der Fall ist), sondern das Buch sich mit allem von der Kindheit bis zur Jetztzeit befasst. So ist man nach dem Lesen biotechnisch auf dem neusten Stand.

Trotzdem würde ich die Autobiographie nicht als allumfassendes Alleinwerk hinstellen. Wie in jedem Buch setzt der Autor die Prioritäten. Dinge, die Bruce nicht so wichtig erscheinen, lässt er unter den Tisch fallen. Das macht jeder so. Deshalb bleibt die eingangs erwähnte andere Bio weiterhin relevant. Beide Werke können wunderbar parallel nebeneinander existieren.

Nichtdestotrotz ist dieses Buch hier das Maß der Dinge. Ein Buch vom Boss über den Boss. Noch mehr geht nicht.

 

 

 

 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Perfect Circle

Tony Fletcher
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Omnibus Press, 11.03.2013
ISBN 9781780386980
Genre: Sonstiges

Rezension:

 

Der britische Journalist Tony Fletcher sah R.E.M. das erste Mal bei einem Konzert 1983 und wurde dabei zum Fan. Im Laufe der nächsten 30 Jahre verfolgte er das Geschehen der Band nicht nur, er traf und interviewte die Bandmitglieder und wurde so ein wichtiger Zeitzeuge. Schon Anfang der 90er veröffentlichte er ein Buch über R.E.M., aber erst das 2013 erschienene „Perfect Circle“ erzählt die ganze Geschichte. Von den Anfängen in Athens, Georgia, über die vielen ausgiebigen Tourneen bis hin zu den Aufnahmen des letzten R.E.M.-Albums in Berlin und New Orleans. Es geht um ihren Aufstieg und den Zenit in den Neunzigern, über die schwere Zeit nach dem Weggang von Drummer Bill Berry und wie der „dreibeinige“ Hund nach dem Tiefpunkt „Around the sun“ wieder neu laufen lernte. Die meiste Zeit dreht sich das Buch ausschließlich um das Bandgeschehen. Privates wird nur gelegentlich am Rande erwähnt, aber das passt genauso, wie es ist. Man erfährt auch nicht viel über den Inhalt der Lieder, nur über ihre Entstehungsgeschichte und welche Wege die erst vier, später dann drei Musiker beschreiten musste, um dorthin zu kommen. Abgesehen von einigen wenigen Stellen, an denen die Biografie zur sehr ins Detail geht (zum Beispiel bei der Aufrechnung des in den Neunzigern geschlossenen bis dato größten Plattenvertrags aller Zeiten), werden sämtliche Themen und Punkte akkurat und mit genau so vielen Informationen wie nötig erzählt. Es bleiben keine Fragen offen, sodass ich das Werk jedem, der sich für die großartige Band interessiert, wärmstens empfehlen kann. In „Perfect Circle“ geht es um nichts Geringeres als ein Stück Musikgeschichte.

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242 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

selbstmord, thriller, eltern, mord, computer

Sie sehen dich

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 24.08.2009
ISBN 9783442468621
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Sie sehen dich“ war nach „Kein böser Traum“ und „Das Grab im Wald“ mein dritter Roman von Harlan Coben. Und auch hier trifft der Meister wieder voll ins Schwarze. Dabei steht in dem Roman gar kein ausufernder Fall im Vordergrund. Es gibt zwar einige Todesfälle, aber die sind eher Beiwerk. Viel mehr geht es um die Frage, wie weit Eltern gehen, um ihre Kinder zu schützen. Die Eltern von Adam Baye installieren heimlich Spionagesoftware auf dessen Computer und stoßen so auf einen geheimnisvollen Club in der New Yorker Bronx, der Vater von Jasmin überlegt derweil, wie er sich an dem Lehrer rächen kann, der seine Tochter im Unterricht durch eine unbedachte Bemerkung zutiefst beleidigt hat. Das alles sind an für sich relativ harmlose Sachen, aber wie immer bei Harlan Coben verwebt sich alles auf packende Weise und spitzt sich im Laufe der Handlung deutlich zu. Ich jedenfalls fand den Roman zu keiner Zeit langweilig. Schön fand ich auch, dass Staatsanwalt Paul Copeland und Chefermittlerin Loren Muse einen kleinen Part in der Geschichte bekamen und ich so erfuhr, wie es ihnen seit den Ereignissen aus „Das Grab im Wald“ ergangen ist.

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Tags: das grab im wald, kein böser trau   (2)
 

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94 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

mord, sommercamp, schuld, ermittlungen, #dasgrabimwald

Das Grab im Wald

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.04.2015
ISBN 9783442482665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Das Grab im Wald“ war mein zweiter Thriller von Harlan Coben und hier hat er nach „Kein böser Traum“ noch einmal eine Schippe draufgelegt. Die Story um den Staatsanwalt Paul, dessen Schwester vor knapp zwanzig Jahren in einem Ferienlager ermordet wurde und der jetzt von seiner Vergangenheit eingeholt wird, war von der ersten Seite an spannend, interessant und vielseitig geschrieben. Der Thriller ist nicht sonderlich brutal – zumindest nicht auf die physische Art. Dennoch geht die Handlung direkt unter die Haut. Durch Pauls witzige Kommentare dann und wann wird die Atmosphäre aufgelockert, ohne dass die Spannung darunter leidet. Am Schluss versuchte Coben natürlich wieder, einen Überraschungstrumpf aus dem Ärmel zu ziehen. Der „Woah“-Effekt blieb bei mir zwar aus, aber eine gute Auflösung war es allemal.

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