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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

pastor, meredith winter, ladythriller, blutpsalm, liebe

Blutpsalm

Meredith Winter
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Sommerburg Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783981872217
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Aufmachung:
Das Cover ist ganz hübsch, auch wenn es mir persönlich etwas zu viel des Guten ist. Ich finde, entweder nimmt man eine aufwendige Schrift für den Titel, so wie hier, aber verzichtet dann auf irgendwelche Darstellungen oder beschränkt diese zumindest auf den Hintergrund oder auf eine kleine Größe, oder man hat schöne Bildchen aber dafür eine unauffällige Schriftart. Wenn beides gleichwertig auffällig ist, so wie hier mit dem Kreuz und dann noch dem Blutfleck und dem schwarzen Rand, läuft so ein Cover, wie ich finde, schnell Gefahr, überladen zu wirken.

Meine Meinung:
"Blutpsalm" ist ein wirklich guter und spannender Krimi.

Der Protagonist, ein junger Pastor, ist zwar sympathisch, aber nicht besonders hervorstechend. Das soll aber nicht heißen, dass ich das Buch mit ihm als Hauptfigur nicht gerne gelesen habe.

Der Pastor scheint zunächst etwas älter als er eigentlich ist, was mich anfangs ein wenig verwirrt hat. Er hat Geheimnisse, welche, erfährt man jedoch erst im Laufe der Handlung. Die dadurch entstehenden Fragen verführen natürlich zum Weiterlesen, ebenso wie die Mordserie, von der das Dorf heimgesucht wird.

Die einzige Verbindung der verschiedenen Opfer ist eine Prostituierte, zu der auch der Pastor Kontakt hat. Dadurch sind der Protagonist und die Prostituierte automatisch auch in Gefahr bzw. gleichzeitig im Verdacht, der Mörder zu sein. Diese stetige und unterschwellige Gefahr und Unsicherheit unterstreicht die Spannung.

Hin und wieder trifft man auf Sequenzen mit dem Mörder, aber erst im Laufe der Handlung erfährt man einige Details darüber und die Hintergründe werden langsam aber stetig klarer.

Wie der Pastor hat auch die Prostituierte eine Vergangenheit, deren Details man erst nach und nach erfährt, was ebenfalls dazu beiträgt, dass man mit dem Lesen nur schwer aufhören kann.

Zum Ende hin ebbt die Spannung scheinbar ab und sowohl der Leser als auch die beiden Protagonisten wiegen sich in Sicherheit, bis dann doch noch einmal etwas passiert.

Dennoch und trotz der nahezu durchgehenden Spannung muss ich sagen, dass vieles vorhersehbar bleibt, und auch das Ende ist meiner Meinung nach keine Überraschung.



Fazit:
"Blutpsalm" ist ein spannender Krimi mit Liebeselementen. Besonders anspruchsvoll ist das Buch jetzt nicht, aber als Urlaubslektüre oder kleine Spannung für zwischendurch lohnt es sich auf jeden Fall.

3,5/5 Lesehasen.

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Tags: blutpsalm, meredith winter   (2)
 

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

fantasy, götter, erwachen des lichts, jennifer l armentrout, liebe

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl , Jacob Weigert , Merete Brettschneider
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 28.06.2017
ISBN 9783961080342
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufmachung:
Also, normalerweise mag ich Personen auf Covern ja nicht so, aber ich finde, dass die beiden Köpfe sich hier sehr gut in den Hintergrund einfügen, sodass alles sehr harmonisch wirkt. Mir gefällt die Andeutung der vielen Sterne und der Sternbilder.
Einzig Josie und Seth habe ich mir völlig anders vorgestellt, aber diesen Vorstellungen kann man ja meistens sowieso nicht gerecht werden.
Dass der Titel wie die Faust aufs Auge passt, merkt man vor allem gegen Ende, aber auch vorher hat er mir schon gut gefallen. Er ist geheimnisvoll, nicht zu pathetisch und macht neugierig auf den Inhalt.
Die Kapitel sind alle angenehm kurz, was vor allem bei einem Hörbuch ja vorteilhaft ist, da man so auch mal zwischendurch pausieren kann (nicht, dass man das hier will).

Meine Meinung:
Ich höre Hörbücher eher selten, bzw. beende ich sie selten, weil ich mich dabei oftmals nicht auf den Inhalt konzentrieren kann oder leicht abgelenkt werde. Aber da das JLA ist, musste ich dem hier einfach eine Chance geben.
Ein weiteres Problem, das ich mit Hörbüchern habe, ist, dass ich mit vielen Synchronsprechern nicht klarkomme, aus dem einfachen Grund, dass ich die Stimmen unpassend oder unangenehm finde. Vor allem weibliche Synchronsprecher tendieren meiner Meinung nach dazu, beim Sprechen zu quietschen - ohne jetzt irgendjemandem auf die Füße treten zu wollen, ihr Stimmen macht alle einen tollen Job! Aber es stört halt schon beim Zuhören, wenn man von dem Klang der Stimme abgelenkt ist.
Hier jedoch hatte ich kein Problem mit den beiden Synchronsprechern. Beide sind sehr angenehm, sodass es mir wirklich leichtgefallen ist, zuzuhören. Auch den Stimmwechsel bei dem Perspektivenwechsel der Protagonisten fand ich wirklich gut. So wusste man immer, aus wessen Perspektive der jeweilige Abschnitt gerade erzählt ist. Es ist also kein Problem, der Handlung zu folgen.
Merete Brettschneider und Jacob Weigert helfen außerdem, sich in die beiden Protas hineinzuversetzen, da ihre Stimmen wirklich zu den beiden Charakteren passen. Mir hat auch gut gefallen, wie sie bspw. die wörtliche Rede anderer Charaktere betont haben, sodass man in einem Dialog immer wusste, wer gerade spricht. Das finde ich bei Hörbüchern besonders wichtig, da man ja nichts vor Augen hat, und so die Gefahr groß ist, dass man irgendwann nicht mehr mitkommt. Aber, wie gesagt, das ist hier nicht der Fall.
Später ist mir dann übrigens aufgefallen, dass Merete Brettschneider auch Supergirl synchronisiert. Ab da hatte ich sie dann natürlich immer im Kopf, was etwas irritierend ist, aber ja auch unvermeidlich bei bekannteren Synchronsprechern. Das ändert jedenfalls nichts an der hohen Qualität der Synchronisation.
Was ich jedoch nicht verstanden habe, war, wieso sie "Jesus" ständig englisch ausgesprochen hat? Aber das ist auch nebensächlich, kommt ungefähr dreimal im ganzen Hörbuch vor. Es ist halt nur bei mir hängengeblieben, weil mich das so irritiert hat.

Über den Inhalt von "Erwachen des Lichts" kann man nun wirklich nicht viel sagen. Es ist halt ein Werk von Jennifer L. Armentrout, was soll ich dazu noch groß erzählen? Sie ist einfach eine ausgezeichnete Autorin, was sich auch hier wieder zeigt.

Die Geschichte beginnt direkt mit einigen Fragen, vor allem, als Seth mit dem ganzen Halbblut- und Vollblutzeugs anfängt. Das ist anfangs natürlich echt verwirrend, aber irgendwann hat man es dann. Das finde ich persönlich auch gar nicht so schlimm, da man sich so nur besser vorstellen kann, wie Josie sich fühlen muss.
Die Vorstellung und Umsetzung der einzelnen Geschichten aus der griechischen Mythologie hat mir persönlich sehr gut gefallen. Dies ist ja nun nicht das erste Buch darüber, aber JLA hat durchaus für frischen Wind gesorgt. Man braucht auch kein Vorwissen dafür.

Josie jedenfalls nimmt die Information, dass sie eine Halbgöttin ist, und auch alles andere, was Seth ihr über den Olymp erzählt, zwar relativ gut auf, aber ich finde dennoch nicht, dass sie das zu schnell akzeptiert (hat man ja auch oft). Ihre Reaktionen sind plausibel und nicht zu überzogen oder oberflächlich dargestellt.

Dass sich zwischen Josie und Seth etwas entwickeln wird, ist von vorneherein klar, aber der Weg dahin, also die Spannung und die Beziehung zwischen beiden, die sich langsam aufbaut, hat mir sehr gut gefallen. Beide mögen sich anfangs nicht, trotzdem merkt man die Chemie zwischen beiden, und man fragt sich, wie lange es dauert, bis die Protagonisten das auch einsehen.

"Hades ist ein heißer Typ, aber auch ein Mistkerl" - CD 4

Ebenfalls gut hat mir die Darstellung der Götter bzw. göttlichen Gestalten gefallen. Sie wirken fast schon menschlich, sind aber gleichzeitig sehr amüsant. Vor allem Apoll mag ich sehr. Es fehlt ihm (und auch den anderen Charakteren) nicht an Witz, wodurch das Buch nicht nur spannend ist, ich konnte zwischendurch auch mal laut auflachen (was mir einige verwirrte Blicke meiner Schwester eingehandelt hat, aber das ist nun auch nichts Neues mehr).
Die Handlung ist spannend und unvorhersehbar, die einzelnen Entscheidungen der Figuren liegen hin und wieder zwar auf der Hand, aber sind dennoch gut nachvollziehbar.
Dadurch fiebert man richtig mit Seth und Josie mit und wird regelrecht in das Hörbuch hineingezogen. Wenn ich also bei anderen Hörbüchern auch oft das Problem habe, dass ich zu schnell abgelenkt werde, konnte ich mich hier z. B. beim Zeichnen oder Aufräumen vollständig auf das Geschehen konzentrieren.
Das ist dem hervorragenden Zusammenspiel von Jennifer L. Armentrouts Arbeit und der der Synchronsprecher zuzuschreiben.

Fazit:
"Erwachen des Lichts" ist ein super Jugendbuch, und der große Showdown am Ende macht ohne allzu großen Cliffhanger neugierig auf den zweiten Teil. Die Charaktere überzeugen, und auch die Liebesgeschichte zwischen Seth und Josie ist nicht oberflächlich oder billig.
Das Hörbuch lässt sich selbst für jemanden, für den Hörbücher sonst nichts sind, sehr leicht hören.
5/5 Lesehasen.

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Tags: bastei lübbe, erwachen des lichts, fantasy, harper collins, jennifer l armentrout, lübbe audio, urban fantasy, ya, young adult   (9)
 

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

the song of ice and fire, game of thrones, das lied von eis und feuer, daniel bettridge, fantasy

Die Sieben Königslande von Westeros

Daniel Bettridge , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492281133
Genre: Sachbücher

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648 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 94 Rezensionen

götter, liebe, fantasy, kampf, titanen

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670968
Genre: Jugendbuch

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

walhall, dahn, heldensagen, götter, therese

Walhall. Germanische Götter- und Heldensagen

Felix / Dahn Dahn
E-Buch Text
Erschienen bei null, 31.03.2011
ISBN B004UO796K
Genre: Sonstiges

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333 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 109 Rezensionen

liebe, der goldene hof, richelle mead, adel, neue welt

The Promise - Der goldene Hof

Richelle Mead , Susann Friedrich
Fester Einband
Erschienen bei ONE, 29.09.2017
ISBN 9783846600504
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufmachung:
Das Cover finde ich einfach superschön. Wie ja bestimmt viele wissen, mag ich Personen auf dem Cover nicht. Hauptsächlich liegt das daran, dass man dann immer ein Gesicht vor Augen hat, das den Protagonisten darstellen soll, aber meistens nicht mit den eigenen Vorstellungen vereinbar ist. So ist es bei mir jedenfalls, weshalb ich Cover grundsätzlich schöner finde, wenn man kein Gesicht sieht. Hier sieht man nur den Hinterkopf einer Person mit einer hübschen Frisur, und da habe ich nichts gegen. Gegen Kleider übrigens auch nicht aber das ist eine andere Sache. Was mir hier so gut gefällt, ist einerseits die Frisur (die wirklich hübsch ist, ich würde sowas nie hinbekommen), andererseits aber auch die tiefere Bedeutung, die man mit etwas Fantasy hineininterpretieren kann. Elizabeth ist eine Adelige, weshalb die Frisur offensichtlich zu ihr passt. Aber gleichzeitig versteckt sie sich auch hinter der Identität Adelaides, die am Goldenen Hof nur den Adel in seinen Fähigkeiten und dem Verhalten imitieren soll. Elizabeth schwindelt also, was ihre Identität angeht, heißt, sie kann ihr wahres Gesicht nicht zeigen. Die Person auf dem Cover versteckt also wie die Protagonistin ihr Gesicht, man kann eine Analogie zwischen beiden sehen.
Mir gefällt das Cover also deshalb so gut, da man viel hineininterpretieren kann. Außerdem wirkt es durch die hellen Farbtupfer so, als würde es glitzern, das ist auch ganz nett.



Meine Meinung:
Ich durfte "The Promise: Der Goldene Hof" von der Lesejury aus im Rahmen einer Leserunde lesen, worüber ich sehr froh bin.
Bereits in der Leseprobe ist mir der leichte Schreibstil der Autorin aufgefallen, der mich schon nach der ersten Seite gepackt hat und auch im Laufe des Buches nicht an Qualität verliert. Auch die Protagonistin fand ich von Anfang an interessant, wenn auch nicht unbedingt sympathisch (dazu später). Dem Leser wird sofort klar, dass Elizabeth ihren eigenen Kopf hat und demnach nicht in die von Männern dominierte Welt passt. Sie will mehr sein als nur eine adelige Ehefrau, die ihre von der Gesellschaft auferlegten Pflichten erfüllen muss. Das hat mein Interesse geweckt, denn selbst wenn Elizabeth anfangs nicht allzu sympathisch ist, merkt man dennoch gleich, dass sie eine starke Persönlichkeit hat.

Am Goldenen Hof angekommen erkennt man dann deutlich das, was ich bereits angedeutet habe. Elizabeths Erziehung hat sich stark auf sie ausgewirkt, und dass sie die einzige Adelige unter lauter einfachen bürgerlichen Mädchen ist, ist für den Leser offensichtlich. Elizabeth ist arrogant, hochmütig und hält sich für etwas Besseres. Auch wenn sie damit bei mir nicht gerade Pluspunkte gesammelt hat, kann ich ihr dieses Verhalten dennoch nicht allzu übelnehmen, da ich gemerkt habe, dass sie dies nicht aus Bosheit tut, sondern einfach, weil sie es nicht anders gelernt hat. Selbst wenn man mit ihren Ansichten und Verhalten also nicht konform ist, kann man sich durchaus in sie hineinversetzen, da Elizabeth trotz ihrer Arroganz etwas Menschliches - ein gutes Herz - hat.
Im Laufe der Handlung entwickelt sie sich weiter und lernt dazu, man merkt, dass sie erwachsen wird. Sie muss sich bereits am Anfang vielen Herausforderungen stellen, an denen sie wächst, ganz gleich, ob sie es schafft, diese zu meistern, oder nicht. Dies zeugt, wie ich finde, von Charakterstärke, was sie in meinen Augen gleich viel sympathischer als zu Anfang macht.

Aber nicht nur bei der Charakterisierung von Elizabeth hat Richelle Mead Meisterhaftes geleistet. Auch Cedric, Tamsin und Mira sind allesamt unterschiedliche, lebensechte Figuren, die einem schnell ans Herz wachsen. Sie sind alle nicht perfekt, sondern haben ihre eigenen Probleme und Ecken und Kanten, wodurch sie nur menschlicher erscheinen.
Vor allem um Mira, aber auch um Tamsin wabern einige Geheimnisse, die man als Leser natürlich sehr gerne erfahren würde. Genau wie Elizabeth wachsen ihre beiden Freundinnen und Cedric an den Hindernissen, die ihnen in den Weg gelegt werden, und auch sie kann man beobachten, wie sie erwachsen werden.

Das Buch kann man in mehrere Abschnitte teilen, in denen Elizabeth und Cedric, sowie alle anderen Charaktere, immer neue Herausforderungen meisten müssen, die alle von unterschiedlichen Gefahren und damit einhergehender Spannung geprägt sind. Man fiebert stets mit den Protagonisten mit und kann das Buch nur schwer aus der Hand legen.

Der große Antagonist dabei ist wohl Warren Doyle, der sich äußerst charmant, zuvorkommend und hilfsbereit gibt. Ob er das alles jedoch tatsächlich ist, stellt sich im Laufe der Handlung heraus. Als Leser kann man ihm nicht so recht vertrauen, aber man weiß nicht, ob und was er wirklich im Schilde führen könnte.
Auch an ihm erkennt man das Talent der Autorin, die unterschiedlichen Figuren allesamt so lebensecht und authentisch wie möglich zu entwickeln, denn selbst wenn man bei Warren kein gutes Gefühl hat, kommt man nicht umhin, von ihm als Bösewicht beeindruckt zu sein.

Die Figuren machen den Großteil von meiner Begeisterung für das Buch aus, da ich selten Charakteren begegne, die alle so unterschiedlich sind. Aber was mir auch wirklich sehr gut gefallen hat, ist das Setting.
Der erste Teil von "The Promise" spielt auf dem Kontinent Osfrid, der mit seiner Aristokratie und seinen Idealen ein wenig an das Großbritannien des 17. Jahrhunderts erinnern. Der zweite Teil spielt dann in der "Neuen Welt" Adoria, die, wie die Bezeichnung schon erkennen lässt, stark an die Gründerzeit der USA erinnert.
Dabei veranschaulicht das Buch einerseits sehr gut das Siedlerleben, wodurch die Geschichte etwas Romantisches erhält, das an Western denken lässt. Andererseits - und das finde ich so toll -, versteht sich Mead auch darauf, die Probleme so einer Welt zu thematisieren, die man mit realen Problemen der Vergangenheit aber auch genausogut der Gegenwart gleichsetzen kann.

"'Wenn der Glaube eines Menschen anderen nicht schadet, dann sollte er dafür nicht bestraft werden.'" - S. 543, Gideon Stewart zu Elizabeth

So erinnert das Volk der Icori enorm an die Indianer; genau wie diese wird es von den Siedlern nicht bloß ungerecht behandelt, sondern auch verfolgt, bekriegt und vertrieben. Andersgläubige bzw. Ketzer (hier die "Alanzaner") werden ebenfalls gejagt und regelrecht vernichtet, und auch die Frauen sind in dieser Welt praktisch nicht mehr wert als irgendwelche Ware, mit der man(n) handeln kann - was man ja allein schon am Zweck des Goldenen Hofes erkennt.
Durch die Parallelen die man von der Gesellschaft aus "The Promise" zu unserer ziehen kann, hat das Buch nicht bloß großen Unterhaltungswert, es regt auch noch an, über Missstände in unserer Gesellschaft nachzudenken.
Das zeugt von der hohen Qualität dieses YA-Buches und davon, dass die Autorin sich offensichtlich Gedanken darüber gemacht hat, was sie schreibt.

Trotz all dieses Lobes habe ich auch einige, wenn auch kleinere Dinge auszusetzen. Denn vor allem der Handlungsstrang mit den Icori hätte meiner Meinung nach ruhig etwas tiefgreifender werden können. Ich finde diesen Konflikt sehr interessant, aber er bleibt - zumindest in diesem Band - viel zu oberflächlich. Ebenso ist vor allem im letzten Viertel des Buches einiges unschlüssig und wirkt fast so, als wolle die Autorin ein Happy End erzwingen. Vieles bleibt zum Ende hin auch ungeklärt, allerdings finde ich diesen Punkt weniger schlimm, da es ja noch einen zweiten Teil geben wird.


Fazit:
Nichtsdestotrotz ist "The Promise" also ein romantisches YA-Buch, das sowohl positive als auch negative Aspekte einer Gesellschaft beleuchtet, zu der man Parallelen von unserer ziehen kann, und den Leser über die reine Unterhaltung hinaus zum Nachdenken anregt.
Gleichzeitig zeugt das Buch auch von dem großen Talent der Autorin, nicht nur aufgrund ihres hervorragenden Schreibstils, sondern auch weil alle ihre Charaktere etwas besonderes sind und unglaublich authentisch und lebensecht wirken.
Zwar ist einiges ungeklärt, aber das macht nur neugierig auf den zweiten Band, den ich ganz bestimmt lesen werde.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die das Western-Flair gernhaben, etwas nachdenken wollen oder einfach mal wieder ein sehr gutes Buch lesen wollen.
5/5 Lesehasen.

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Tags: bastei, bastei lübbe, der goldene hof, lesejur, lesen, one, richelle mead, the promise   (8)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Druiden

Birgit Jaeckel
Fester Einband
Erschienen bei RM Buch, Lizenzausgabe, 01.01.2007
ISBN B0036PV6PY
Genre: Sonstiges

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104 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

fantasy, robin hobb, die gabe der könige, intrigen, die chronik der weitseher

Die Gabe der Könige

Robin Hobb , Eva Bauche-Eppers
Flexibler Einband
Erschienen bei Penhaligon, 28.08.2017
ISBN 9783764531836
Genre: Fantasy

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Nachtmahr - Das Vermächtnis der Königin

Ulrike Schweikert
Flexibler Einband
Erschienen bei Penhaligon, 24.07.2017
ISBN 9783764530860
Genre: Fantasy

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8 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

A Game of Thrones (A Song of Ice and Fire, Book 1) by Martin, George R.R. (1997) Mass Market Paperback


Flexibler Einband
Erschienen bei Bantam
ISBN B00OHWZQVU
Genre: Sonstiges

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302 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

jugendbuch, liebe, thriller, mörder, boy nobody

Boy Nobody

Allen Zadoff , Petra Post , Andrea von Struve
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 03.09.2013
ISBN 9783845800059
Genre: Jugendbuch

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(106)

244 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 7 Rezensionen

klassiker, robinson crusoe, abenteuer, insel, freitag

Robinson Crusoe

Daniel Defoe , Hans Reisiger , Jürgen Kaube , Jürgen Kaube
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.06.2012
ISBN 9783150202449
Genre: Klassiker

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217 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

fantasy, magie, high fantasy, david hair, fantasie

Die Brücke der Gezeiten - Ein Sturm zieht auf

David Hair , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.12.2013
ISBN 9783764531287
Genre: Fantasy

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85 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

moskau, dystopie, metro, apokalypse, horror

Metro 2035

Dmitry Glukhovsky , M. David Drevs
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453315556
Genre: Science-Fiction

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thrille, ermittlungen, new york, spannend, jeffery deaver

Der Giftzeichner

Jeffery Deaver , Thomas Haufschild
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734103957
Genre: Krimi und Thriller

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(20)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

dänemark, islamismus, kopenhagen, thriller, terror

Bestrafung

Steffen Jacobsen ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.11.2015
ISBN 9783453437630
Genre: Krimi und Thriller

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1.160 Bibliotheken, 26 Leser, 8 Gruppen, 63 Rezensionen

fantasy, kvothe, magie, universität, patrick rothfuss

Die Furcht des Weisen Band 1

Patrick Rothfuss , Jochen Schwarzer , Wolfram Ströle
Fester Einband: 859 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 07.11.2014
ISBN 9783608938166
Genre: Fantasy

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238 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

irland, historischer roman, krieg, kiera brennan, 12. jahrhundert

Die Herren der Grünen Insel

Kiera Brennan
Fester Einband: 960 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.02.2016
ISBN 9783764505592
Genre: Historische Romane

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

drachen, anika oeschger, liebe, fantasy, jugendbuch

E.J. und das Drachenmal

Anika Oeschger
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Riverfield Verlag, 25.09.2015
ISBN 9783952446324
Genre: Fantasy

Rezension:


Das Buch ist gut verarbeitet; der Einband ist fest und der Umschlag reißt nicht so schnell ein.
Das Cover selber ist glänzend und das Motiv gefällt mir gut, auch wenn ich mir E. J. ganz anders vorgestellt habe.
Mir gefallen die wie Wasserzeichen versteckten Schuppen (also, ich nehme an, das sollen Schuppen sein) und die dunkelgrüne Farbgebung. Das Grün passt außerdem gut zu den roten Haaren des Mädchens, die nicht hervorstechen, aber dennoch in Szene gesetzt sind (E. J. hat rote Haare, soweit ich mich erinnere, deshalb passt das gut).
Bis auf die (Drachen-)Schuppen und die Haare ist kein Bezug zum Inhalt und auch den Titel finde ich etwas einfallslos.

Die Kapitel sind alle kurz bis mittellang.





Aaalso, hierbei ist der Klappentext offensichtlich sehr vielversprechend, und auch das Cover lädt zum Lesen ein. Ich persönlich mag Geschichten über Drachen sehr gerne, habe allerdings noch nicht so viele zum Lesen bekommen, weshalb ich mich natürlich sehr über das Buch gefreut habe und es kaum erwarten konnte, mit dem Lesen anzufangen. Der Einstieg in das Buch ließ mich auch glauben, dass meine Hoffnungen wahr werden würden, allerdings wurde ich da relativ schnell wieder enttäuscht.
Trotz des einladenden Klappentextes und des Potenzials, das ich darin gesehen habe, kommt durchweg leider so gut wie keine Spannung auf. Klar gibt es hin und wieder vereinzelte Szenen, die etwas spannender sind als andere, aber wirklich ausschlaggebend waren diese nicht. Die Durststrecken sind da viel auffälliger und leider auch dominanter.
Das Hauptproblem sehe ich dabei in der Oberflächlichkeit, mit der die Autorin sich begnügt hat. Wie bereits gesagt, hat die Geschichte an sich deutliches Potenzial, allerdings hat die Autorin das so gut wie nicht ausgeschlachtet. Hätte sie an einigen Stellen mehr Details eingebracht (und an anderen vielleicht weniger), wäre "E. J. und das Drachenmal" in meinen Augen viel packender gewesen.
Tatsächlich war es allerdings so, dass sich die Einleitung in das Geschehen in Relation zum "Actionteil" viel zu sehr zieht, letzterer jedoch deutlich zu kurz kommt. Auch hätte es nicht bei einem Höhepunkt bleiben müssen, einige Plottwists zwischendurch hätten die Spannungskurve um Einiges höher getrieben. So wurden jedoch die einzelnen Szenen ohne großes Drama, das ich mir doch schon etwas gewünscht hätte, bloß aneinandergereiht, sodass kaum bis gar keine Spannung aufkommen kann und das Buch durchweg langweilig ist.
Das alles hätte durch ein einschlagendes Ende alles ein wenig wett gemacht werden können, allerdings fällt auch dieses eher enttäuschend aus. Der Showdown geht viel zu schnell und viel zu glatt vonstatten, sodass es unglaubwürdig und gestelzt rüberkommt.


Die Geschichte an sich hätte in meinen Augen also durchaus Potenzial gehabt (insbesondere, da es hierbei um Drachen geht), allerdings ist die Umsetzung doch eher fragwürdig. 2/5 Sterne.

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Tags: anika oeschger, drachen, e. j. und das drachenma, riverfield, urban fantasy   (5)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fukushima, tagebuch nach fukushima, japan, manga, tepc

Reaktor 1F - Ein Bericht aus Fukushima 1

Kazuto Tatsuta
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.03.2016
ISBN 9783551761071
Genre: Comics

Rezension:


Das Bild ist das einzig farbige auf dem Cover, der Rest ist schwarz und weiß (gut, bis auf den Untertitel, aber den lassen wir jetzt mal außer Acht), sodass der Fokus direkt auf das Bild fällt.
Dieses ist meiner Meinung nach recht aussagekräftig, wodurch man direkt weiß, worum es in dem Manga geht.




"Reaktor 1F" ist mein zweiter Manga, allerdings der erste, den ich rezensiere (also seid ein bisschen nachsichtig, hehe :D).

Soweit ich das als Nicht-Manga-Kenner beurteilen kann, sind die Zeichnungen alle wirklich gut gelungen (also ich kann nicht so zeichnen, das steht fest), der Stil gefällt mir gut.

Das Thema ist sehr ernst, wodurch teilweise eine recht bedrückende Stimmung herrscht. Allerdings ist der Manga etwas humoristisch vorgegangen, gerade durch einzelne Bilder habe ich auch mal gut gelacht.

Es geht bei "Reaktor 1F" weniger um die Katastrophe selber, sondern eher um die Nachwirkungen und die nicht ungefährlichen Aufräumarbeiten, die hier gut thematisiert werden. Man erhält einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Aufräumer. Die Geräte und Aufgaben, sowie die Vorschriften bspw. zum Strahlenschutz werden verständlich erklärt, sodass man sie als Leser gut versteht und nachvollziehen kann.

Erst kann man sich die Tragweite der Aufgaben und vielleicht die Aufgaben selber, aber auch die Situationen, in denen die Arbeiter sind, vielleicht nicht so gut vorstellen, aber gerade durch dieses verbildlichende Format des Mangas erhält man einen umfassenden Einblick und einen kleinen Überblick über die Nachwirkungen der Katastrophe auf Umwelt und Menschen.

Das alles klingt jetzt erst einmal wie eine reine, trockene Dokumentation, was "Reaktor 1F" allerdings keinesfalls ist. Durch die teilweise auch sehr persönliche Darstellung erschafft der Mangaka einen wirklich interessanten Auftakt, der vereinzelt zwar ein wenig langweilig ist, größtenteils jedoch durchaus packend.




Dieser Manga hat wohl die Vorurteile, die ich bis dato über Mangas hatte, aufgeräumt. Bis vor Kurzem war ich immer der Überzeugung, Mangas seien platt gesagt bloße Zeichnungen, die man eh schnell durch hat und einen deswegen auch kaum packen können. Allerdings habe ich nie die Kunst, die dahintersteckt gesehen (wenn ich so darüber nachdenke, extrem dumm von mir..) und ich bin froh, dass ich mich doch herangetraut habe. Zwar hat man so einen 200 Seiten Manga relativ schnell durch (man hat auch ein 200 Seiten Buch schnell durch), allerdings ist es auf keinen Fall so, dass einen Mangas nicht packen können.

Mangas sind genauso wertvoll wie Bücher (gut, dass Mangas in Japan eine besondere Ausdrucksform sind, wusste ich schon vorher. Allerdings konnte ich mir das für mich persönlich nie so richtig vorstellen) und ich werde, wenn möglich, auch die beiden Folgebände dieser Reihe lesen.
4,5/5 Sterne.

  (1)
Tags: fukushima, mang, manga, reaktor 1, reaktor 1f   (5)
 

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

tagebuch, fukushima, 3/11, japan, tagebuch nach fukushima

3/11 - Tagebuch nach Fukushima

Yuko Ichimura , Tim Rittmann , Yuko Ichimura
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2012
ISBN 9783551791887
Genre: Romane

Rezension:


Supersüß, was soll ich da anderes sagen. Das Coverbild taucht so übrigens auch noch mal in einem Kapitel auf.


"3/11" ist das erste Buch dieser Art, das ich lese - ein Tagebuch aufgebaut aus einer Mischung aus Manga und einfachem Text - und ich muss sagen, dass es mir so gut gefallen hat, dass ich es wahrscheinlich irgendwann noch einmal lesen werde.

Die mangaähnlichen Zeichnungen in dem Buch sind wirklich supersüß (ich liebe diese Art der Zeichnung). Ich habe teilweise mehrere Minuten auf einer Seite verbracht, weil ich mir jede Zeichnung haargenau bis ins kleinste Detail anschauen musste.

Was aber viel bemerkenswerter ist - nicht, dass die Zeichnungen nicht bemerkenswert wären.. xD -, ist die wirklich packende Darstellung der Geschehnisse, die wirklich sehr nah und persönlich geschildert werden.
Der Leser bekommt einen ergreifenden Einblick darin, wie sich die Katastrophe für jemanden angefühlt haben muss, der ganz in der Nähe wohnt, aber auch darin, wie auf die Reaktionen von außen, d. h. vom Rest der Welt, reagiert wurde, was ich persönlich sehr interessant fand und womit ich gar nicht gerechnet hätte. 
Gerade dies zeigt meiner Meinung nach, wie realistisch "3/11" ist, da man eben nicht eine einseitige Darstellung bekommt, wie man sie in der westlichen Welt vielleicht erwartet.
Trotzdem ist alles natürlich sehr persönlich aus der Sicht der Autorin geschildert, wofür man als Leser wirklich dankbar sein kann, da sich ja nicht unbedingt jeder traut, so ehrlich zu sein.

Man kann sich in das Geschehen gut hineinversetzen und wird gezwungen über das, was passiert ist, nachzudenken. Oft habe ich überlegt, wie ich in so einer Situation wohl gehandelt hätte. Vermutlich um einiges panischer.
Generell wird man zum Nachdenken über Atomkraft und die Folgen usw. angeregt.

Trotz aller Tragik, die mit der Katastrophe verbunden ist, muss man bei diesem Tagebuch keine pure Trübseligkeit befürchten, da man zwischendurch oft auch mal herzlich lachen kann, woran nicht selten die tollen Zeichnungen schuld sind.



Ich habe "3/11" innerhalb von einer Stunde in einem Rutsch durchgelesen, es ist also durchgehend interessant und kein bisschen langweilig. Die supersüße und interessante Darstellung durch einen sehr persönlichen Text und netten Zeichnungen, die einen sowohl traurig machen als auch zum Lachen bringen, macht "3/11" zu einer absoluten Leseempfehlung für einfach jeden. 5/5 Sterne.

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liebe, reise, zauberer, mönche, mondthal

Im Zeitschatten von Mondthal

Tatjana Mária
E-Buch Text: 403 Seiten
Erschienen bei null, 15.09.2015
ISBN 9783739315799
Genre: Sonstiges

Rezension:


Mir gefällt das Cover wirklich gut. Es ist, als würde man durch einen Spiegel oder so in eine fremde Welt gucken, was in gewisser Weise ja auch zum Inhalt passt.
Auch der Titel passt gut. Zuerst wusste ich eine Zeit lang nicht, wo der Zusammenhang zwischen Titel und Inhalt ist, aber irgendwann macht er dann Sinn und dann passt er wie die Faust aufs Auge.
Die Kapitel sind alle mittellang.




Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Ihr müsst euch den Trailer ansehen, der ist wirklich wahnsinnig.

Zu Anfang scheint es auch wirklich so, als hätte der Trailer nicht zu viel versprochen, und ich habe mich schon darauf gefreut, endlich mal wieder ein richtig gutes Buch lesen zu können, denn der Einstieg ist vielversprechend.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön; durch die nicht zu komplizierten, aber dennoch teilweise langen Sätze lässt sich "Im Zeitschatten von Mondthal" sehr leicht lesen, et flutscht richtig.
Auch hat mir Alexandra als Protagonistin am Anfang gut gefallen, sie ist klug, weiß, was sie will, ist aber trotzdem nicht nervig. Und noch dazu ein richtiger Bücherwurm. An einer Stelle listet sie einige Bücher auf, die ich alle gelesen habe. Haha. Das hat mich gefreut.
Besonders gereizt hat mich aber der Plot der Geschichte, da er etwas ist, das ich so noch nie gelesen habe. Frische, neue Ideen finde ich immer gut.

Ab der Begegnung mit Tjan allerdings nimmt das Niveau des Buches meiner Meinung nach allerdings stark ab. Tjan ist in meinen Augen sehr unsympathisch; ich mochte ihn gar nicht und war immer wieder sehr froh, als er mal nicht da war. Er ist viel zu lieb und kindlich, wodurch er auf mich extrem hilflos und unselbstständig wirkte, wie ein kleiner Junge ohne eigenen Willen. Sowas kann ich gar nicht leiden. Noch dazu hat er keinerlei Ecken und Kanten (ihr wisst ja, wie sehr ich zu glatte Charaktere verabscheue), wodurch er unscheinbar und dadurch sehr langweilig wird.
Alexandra verliebt sich natürlich bis über beide Ohren in ihn, was ich gar nicht verstehen konnte, da er ja so langweilig ist. Ab da habe ich dann auch nichts mehr für sie übrig, sie ist, was ihn angeht, immer extrem überdramatisch und fast schon pathetisch, was auf Dauer nervt.

Auf der Suche nach dem Mondbuch, die natürlich viele Gefahren birgt, treffen sie und ihre Begleiter dann auf den Prinzen A'tin-jan und das Dreieck ist vorprogrammiert. Allerdings ist von vorneherein klar, für wen Alexandra sich am Ende entscheidet.
A'tin-jan ist außerdem viel sympathischer als Tjan, nicht zuletzt auch, weil er sehr geheimnisvoll und undurchschaubar ist. Er hat meine geliebten Ecken und Kanten, da man bis zum Schluss nicht hundertprozentig weiß, woran man bei ihm ist und welche Ziele er verfolgt. Das macht ihn im Gegensatz zu Tjan natürlich interessant, was durch seine Vergangenheit, die man Stück für Stück erfährt, noch verstärkt wird.
Allgemein wirkt es so, als hätte die Autorin sich bei A'tin-jans Gestaltung am meisten Mühe gegeben, da er der einzige Charakter ist, der nicht mehr oder weniger oberflächlich ist.

Die Suche selber ist, wie gesagt, zwischendurch nicht ganz ungefährlich für Alexandra und ihre Freunde, allerdings muss ich sagen, dass ich nicht permanent gefesselt war. Zwar gibt es durchaus einige Stellen, die spannender sind als andere, aber auch diese sind nicht so packend, dass man gar nicht mehr vom Buch loswird. Vielmehr war es bei mir so, dass der Wille, das Buch endlich zu beenden, irgendwann meine einzige Motivation war, weiterzulesen, da es sich nach einigen Kapiteln ziemlich stark in die Länge gezogen hat. Es passiert innerhalb kürzester Zeit unglaublich viel, allerdings ohne große Spannung, sodass man ab einem gewissen Punkt die Geduld verliert. Da wären einige Details in bestimmten Abenteuern mehr und dafür etwas weniger vereinzelte Action, und das dann auf mehrere Bücher verteilt und nicht alles in eins gequetscht, vielleicht sogar besser gewesen. So kostet es einiges an Überwindung, das Buch zu beenden, und das Ende ist es leider auch nicht wert (sehr pathetisch).





Anfangs ist das Buch noch vielversprechend, aber mit Auftreten des langweiligen Tjan wird es leider immer schlechter. Die Protagonistin nervt, da sie nur noch an Tjan denkt, und die Geschichte zieht sich irgendwann in die Länge, da zu viel bei zu wenig Spannung passiert. Ein anderer Schluss hätte das vielleicht noch ein wenig wettmachen können, so sinkt das Niveau allerdings bis zum Ende immer weiter ab, sodass man dann wirklich glücklich ist, wenn man die letzte Seite geschafft hat. Pluspunkte hingegen sind A'tin-jan, der eine wirklich wunderbare und interessante Figur ist, und der leichte Schreibstil. 3/5 Sterne.

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Tags: im zeitschatten von mondtha, tatjana mári   (2)
 

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kinderbuch, wieselwusel, künstlerisch, michael krygier, bilderbuch

Wieselwusel

Michał Krygier , Marion Voigt , Alicja Wasilka-Krygier
Fester Einband: 28 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 12.02.2016
ISBN 9783944788203
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Einfach nur supersüß, mehr kann man da nicht zu sagen.
Die Zeichnungen sind alle in den gleichen drei Farben wie auch das Cover gehalten: Orange, Petrol und Silber. Total hübsch! ^^




Bei "Wieselwusel" handelt es sich um ein Kinderbuch, wodurch ich mittlerweile natürlich komplett außerhalb der Zielgruppe liege. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch endlich in den Händen hielt, da allein die Beschreibung schon supersüß klingt.
Mich stört es bei Kinderbüchern oder -serien immer, wenn keine vernünftige Geschichte dahintersteckt, sondern bloß eine stupide Zusammensetzung von irgendwelchen Figuren die irgendeinen Blödsinn machen. Sowas kann man als Erwachsener lesen/gucken, aber doch bitte nicht als Kind. Daher gefällt mir "Wieselwusel" ganz besonders gut, da es überhaupt nicht in dieses leider immer häufiger werdende Muster fällt.
Der "Wieselwusel" ist ein Wesen, das in Familien sein Unwesen treibt und immerzu für Unordnung und Chaos sorgt - den gibt es wohl in jeder Familie, selbst in solchen, in denen gar keine Kleinkinder mehr leben! xD Wenn man als Leser nicht weiß, worum es sich dabei handelt, dauert es erst ein bisschen, bis man merkt, dass es kein Fabelwesen o. Ä. ist, das die Autoren erfunden haben, sondern eine Metapher. Kinder werden das wahrscheinlich ohnehin nicht wirklich erkennen, vermutlich sehen sie darin eher eine Ausrede. :D
Trotzdem ist dieses Kinderbuch meiner Meinung nach und soweit ich das einschätzen kann - ich habe natürlich noch keine eigenen Kinder (dafür bin ich minimal zu jung), aber ich hatte schon oft mit (Klein-)Kindern zu tun - wunderbar Kinder, da es, wie oben schon angedeutet, nicht irgendetwas Sinnloses ist, sondern tatsächlich auch einen bestimmten Lerneffekt hat, nicht bloß, was die Geschichte an sich angeht.
Vor allem die Illustrationen haben mir hier nämlich sehr gut gefallen. Sie sind allesamt nur dreifarbig, was auf den ersten Blick teilweise etwas verwirrend ist, da man nicht immer sofort erkennen kann, was dargestellt ist. Nach etwas Suchen und genauerem Anschauen erkennt man jedoch die dargestellten Gegenstände, sodass dann auch der Zusammenhang zum Text erkennbar ist. Dies finde ich für Kinder sehr schön gemacht, da sie sich so beim Lesen auch konzentrieren müssen und beim (Vor-)Lesen zum Mitdenken angeregt werden. Außerdem sind Rätsel doch immer toll.


Zusammengefasst hat mir dieses Kinderbuch mit den süßen Illustrationen, die man sich erst genauer anschauen muss, bevor man sie versteht, und einer tollen Geschichte über den "Wieselwusel" dafür, dass ich eigentlich keine Kinderbücher mehr lese, also wirklich gut gefallen, und ich werde es definitiv hervorkramen, wenn wir das nächste Mal wieder Besuch von Kleinkindern bekommen und bestimmt auch irgendwann, wenn ich eigene Kinder habe. Aber das dauert noch mindestens 10 Jahre! xD 5/5 Sterne.

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zauberbuch, schattenmenschen, elemente, kampf, wald

Verschwundene Seelen

Annika Meyer
Fester Einband: 340 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 01.03.2016
ISBN 9783944788173
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Mir gefällt das Cover wirklich gut, es sieht so mystisch aus und das Motiv hat auch eine Bedeutung.  Und ich mag die Kombination von dem Knallpink auf dem Grün! :D Was mir auch super gefällt ist der farbige Buchschnitt und der angehobene Titel. Der Titel an sich passt eigentlich ganz gut zum Inhalt, und er macht neugierig. Die Kapitel sind alle kurz bis mittellang.


Oh je, mit "Verschwundene Seelen" hatte ich zu kämpfen. Das ist sehr schade, angesichts dessen, dass ich mir aufgrund des Klappentextes und des Titels so viel von der Geschichte versprochen habe, denn beides klingt ja wirklich spannend und mystisch. Allerdings fehlen bei diesem Buch sowohl Spannung als auch Mystik.
Zum Einen ist mir bereits auf den ersten paar Seiten aufgefallen, dass der Schreibstil sehr einfach gehalten ist und recht anspruchslos, fast schon amateurhaft wirkt; die Sätze sind alle enorm kurze und einfache Hauptsätze und die Sprache ist sehr einfach. Das würde ich alleine nicht so hart kritisieren, da es vielleicht einfach daran liegt, dass ich womöglich bereits zu alt für das Buch bin, allerdings habe ich auch in letzter Zeit einige Bücher gelesen, die an eine deutlich jüngere Zielgruppe gerichtet ist, und die Sätze dort auch dementsprechend einfach sind. Das Problem hier sehe ich vielmehr darin, dass ich mich als Leser nicht wirklich in das Geschehen gezogen gefühlt habe, was gehäuft auch daran gelegen hat, dass die Beschreibungen und besonders die Dialoge nahezu immer sehr gestelzt wirken. Man merkt, dass man liest und versinkt nicht wirklich in die Geschichte.
Dazu kommt, dass die Figuren sich meiner Meinung nach allesamt nicht ihrem Alter entsprechend verhalten; die Jüngeren wirken viel älter als sie sind und die Älteren verhalten sich oftmals extrem kindisch. Außerdem bedient sich die Autorin vieler Klischees und Stereotypen, was an sich nicht unbedingt schlecht sein muss, wenn es richtig umgesetzt ist. Das ist hier allerdings nicht der Fall, durch die Schubladen wirken die Charaktere allesamt unsympathisch, nervig und teilweise auch ziemlich lächerlich: der Nerd, mit dem niemand spricht; die Tussi, die sich für was Besseres hält und die in den Sportler verknallt ist; der Sportler, der unnahbar scheint, insgeheim aber in das unscheinbare Mädchen verliebt ist; und das unscheinbare Mädchen, das weiß, was sie will, aber dann auch wieder nicht, und in den Sportler verliebt ist.
Die Liebesgeschichten und Beziehungen entwickeln sich in meinen Augen auch viel zu plötzlich, auf einmal sind alle miteinander befreundet, weil sie ja im gleichen Boot sitzen und nur zusammen die Welt retten können. Das ist natürlich sehr glaubwürdig (Achtung, Sarkasmus..). Als Leser kann man das einfach nicht nachvollziehen und auch nicht mitfühlen.
Demzufolge ist auch die Protagonistin sehr unsympathisch und man kann sich beim besten Willen nicht in sie hineinversetzen, ihre Gedanken und Gefühle kann man nicht nachvollziehen. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass die Autorin es auch nicht so mit Kontinuität hat: Mario tritt zu Anfang des Buches als eine Person auf, die ihr sehr nahe steht. Auf mich hat es sogar so gewirkt, dass er ihr Freund ist und davon bin ich dann auch erst einmal ausgegangen. Umso mehr hat es mich dann gewundert, als sie einfach so mit jemand anderem anbändelt, ohne an ihn zu denken, und ganz überrascht war ich dann, als Mario am Ende des Buches nur noch Alinas bester Freund ist. Vielleicht habe ich zu Beginn doch etwas zu viel in die Beziehung zwischen Mario und Alina hineininterpretiert, aber was die fehlende Kontinuität angeht, bleibe ich bei meinem Urteil.
Denn mir ist ebenfalls aufgefallen, dass es zuerst so scheint, als würde die Geschichte im deutschsprachigen Raum spielen, da alle Namen recht deutsch klingen und Alina ihre Lehrer und fremde Erwachsene auch mit Herr soundso und Frau soundso anspricht. Aber in der Buchmitte etwa scheint Alina urplötzlich im englischsprachigen Raum zu leben, da einerseits die neu auftretenden Namen auf einmal alle Englisch sind. Das alleine ist selbstverständlich noch kein Beweis, da das ja auch im deutschsprachigen Raum durchaus sein kann. Allerdings spricht sie ihre Lehrer auf einmal mit Mr und Mrs an?! Das habe ich dann gar nicht mehr verstanden, zumal sie etwa 50 Seiten weiter dann wieder Herr und Frau sind... Da scheint wohl ein Fehler beim Korrekturlesen passiert zu sein, anders lässt sich das nicht plausibel erklären.
Na ja. Über all dies könnte ich noch mit Bauchschmerzen hinwegsehen, wenn "Verschwundene Seelen" denn wenigstens spannend wäre, aber das ist es, wie erwähnt, ja auch nicht. Die Geschichte läuft meiner Meinung nach viel zu schnell ab, alles fängt zu plötzlich an und ist dann auch zu plötzlich zuende, als dass in irgendeiner Weise etwas Spannung aufkommen könnte. Ähnlich wie die Figuren ist auch der Plot eindeutig zu oberflächlich gehalten und definitiv nicht ausgereift genug, als dass er noch authentisch sein kann. Der gestelzt wirkende Schreibstil hilft der Glaubwürdigkeit da natürlich nicht wirklich.



Also: Keine Spannung, alles wirkt viel zu künstlich, um es ernst nehmen zu können, die Figuren entstammen allesamt jeder erdenkbaren Schublade und verhalten sich nicht ihrem Alter entsprechend. Dazu kommen die Kontinuitätsschwierigkeiten der Autorin, und "Verschwundene Seelen" ist bloße Zeitverschwendung. Finger weg! 1/5 Sterne.

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Tags: annika meyer, fabulus-verlag, urban fantas, verschwundene seelen   (4)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

bestie, anomali

In die Finsternis

Scott McLeary
E-Buch Text: 321 Seiten
Erschienen bei null, 15.06.2016
ISBN B01H5REE5M
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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