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andalie herms, muse, liebe, wächter, liebesroman

Eternity - Wächter der Muse

Andalie Herms
E-Buch Text: 231 Seiten
Erschienen bei null, 12.11.2014
ISBN B00PKU2CSS
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Geheimnis. Ein Auftrag. Ein Mörder. Ein Wächter. Eine Radiomoderatorin. Eine Liebe.

Sieben Männer; ein geheimnisvoller Wanderer; die Geschichte von Zeus und dessen Tochter Euterpe; ein Wahrzeichen und das siebenfache Versprechen ein Geheimnis zu hüten. Ein Versprechen, dass das Geschenk der Unsterblichkeit mit sich bringt. Doch weit gefehlt, wer denkt, dass dieses Geschenk nur Vorteile bietet. Jahrhunderte vergehen und sie bleiben jung – um sie herum gingen die Menschen, die Generationen und Ären.

Andalie Herms erzählt in ihrem Debüt von Bürde, Sehnsucht und Leidenschaft. Hier wird geboten, was das Leben und das Lieben zu bieten hat – nicht geschönt und nicht ganz jugendfrei. Zweifelsohne trifft hier Romantasy auf Erotasy.

Fazit

Andalie Herms zu lesen bringt das Geschenk der Geborgenheit mit sich. Die Autorin kommt ohne wesentlich polarisierende Figuren aus und schafft es dennoch, die Spannung zu halten und Sympathien zu wecken. Zweifelsohne wünscht man Mariella und Chris, dass sie glücklich werden und die Hürden meistern, die ihren Weg kreuzen. Eine rund um gelungene Geschichte, mit einem Hauch von Mythologie und viel Herzblut. Durchaus lesenswert und von mir zu empfehlen.

Ausführliche Rezension

Eternity – Wächter der Muse beschert dem Leser einen Einblick in das Leben eines Unsterblichen und dessen Zerrissenheit. Chris ist ein Mann in den Dreißigern, geheimnisvoll und schwer zu fassen. Gibt es Männer, in denen man lesen kann wie in einem offenen Buch, so verkörpert er das sprichwörtliche Buch mit sieben Siegeln. Er ist attraktiv, charmant und distanziert zugleich und kann eine Lebenserfahrung aufweisen, die selbst Jopi Heesters nicht hätte toppen können. Es gibt einen Punkt in seinem Leben, der lange Zeit unterdrückt und gut verwahrt war. Doch als er auf Mariella stößt ist es mit dem Pakt, den er mit sich selbst geschlossen hat vorbei. Das Risiko, sich zu verlieben würde weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen – für ihn selbst, aber auch für die Frau seines Herzens.

Mariella ist eine junge Radiomoderatorin, die der Liebe abgeschworen hat. Sie sieht Unabhängigkeit als emotionalen Frieden und hat nicht vor eben diesen Frieden in Gefahr zu bringen. Ihr Job und ihre Rolle als große Schwester, die dem Muttersein in nichts nachsteht, reicht ihr vollkommen aus.

Es bahnt sich eine nicht ganz unbeschwerte Liebe an. Sie hat Angst davor, dass sie sich vollends in ihm verliert und er eines Tages nicht mehr da ist. Er kann diese Angst verstehen und in ihm steckt die Gewissheit, dass es wohl eines Tages so kommen muss.

Der Wächter träumt davon mit ihr an seiner Seite seinem jetzigen Leben zu entfliehen – gleichwohl fühlt er sich schuldig aufgrund dieses Wunsches, da es einem Verrat dem gegenüber gleich käme, wofür er jahrhundertelang gekämpft hat. So steckt Chris in einem Dilemma. Sein Job als Wächter kollidiert mit seinen Gefühlen für Mariella. Spannung ist garantiert und ich ertappe mich selbst beim Mitfiebern und beim Nuscheln gut gemeinter Ratschläge.

Beim Lesen von Eternity wird sich so mancher Leser die Frage danach stellen, wann er das letzte Mal so richtig glücklich war und wann er das letzte Mal das Leben, inklusive Herzklopfen und Schmetterlingen im Bauch, gespürt hat. Ganz klar, diese Lektüre scheint auf dem ersten Blick für die Frau geschrieben zu sein – dennoch will ich sagen, dass auch Männern ein wenig Gefühl beim Lesen durchaus zuträglich ist.

Dieses Buch besticht nicht durch Fantasy im eigentlichen Sinne – vielmehr steht das Gefühl zwei sich liebender Seelen im Vordergrund der Erzählung. Liebende Seelen, von Sehnsucht getrieben und von ihren Ängsten gehindert. Wir werden Zeugen des Findens mit all seinen Facetten. So wird es, zu meiner Überraschung, auch leidenschaftlich. Man kann das Knistern zwischen den beiden förmlich spüren. Sinnlichkeit, Leidenschaft und Hingabe. Das sind die drei Schlagworte, die diese Begegnung am ehesten beschreiben.

Werden die beiden schlussendlich zueinander finden? Gibt es das Happy End für Mariella und Chris? Und wie steht es um die Suche nach dem Wahrzeichen? Das gilt es herauszufinden.

„ZUM LEBEN GEHÖREN GEFÜHLE, DIE GUTEN UND SCHÖNEN, ABER AUCH DER SCHMERZ UND DIE VERZWEIFLUNG.“

Wem die Liebe als wahren Sinn des Lebens gilt, mit all ihren Höhen und Tiefen, der kann diesen Satz wohl unterstreichen und beipflichten.

Eternity – Wächter der Muse ist ein Muss für Leser mit Hang zum Genre Romantasy!

Bewertung:

4 von 5 Sternen

Veröffentlicht auf:

http://solgemaarbooks.wordpress.com

http://www.rezi-suche.de

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Tags: fantas, gefühl, liebe, romanze   (4)
 

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magie, jannes c. cramer, mira magica, young & adult, teenage

Mira Magica - Böse und Gut

Jannes C. Cramer
E-Buch Text: 342 Seiten
Erschienen bei Romanfieber Verlag, 18.11.2014
ISBN 9783958307087
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mira Magica ist ein sechzehnjähriger Teenager, der sich mit den üblichen Dingen und Problemen konfrontiert sieht. Die Schule macht ihr nicht wirklich Spaß, sie verbringt gern Zeit mit ihren Freundinnen und Jungs werden auch immer interessanter. Im Großen und Ganzen ein ganz normales Mädchen auf dem Weg zu einer jungen Frau - möchte man meinen – doch weit gefehlt!


Alles beginnt mit einem kleinen Laden namens „Aliquid Mirabile“, dessen Schaufenster das Mädchen magisch anzieht, und dem Auftauchen eines kleinen weißen Kätzchens. Sie tauft es Kiki und staunt nicht schlecht, als eben dieses Kätzchen mit ihr zu sprechen beginnt. Sie schließt Bekanntschaft mit ihrem Wächter, Vigil, einem magischen Wesen mit drei Augen und Armen, die beinahe bis zum Boden reichen. Er ist ein Formwandler und ist in der Lage, eine andere Gestalt anzunehmen. Er offenbart ihr, dass sie auserwählt wurde, ihr Leben der Magie zu widmen und so beginnt eine aufregende Zeit der Ausbildung in Magie. „Ihr müsst wissen, Mira, es gibt eine Welt, die sich in Eurer verbirgt. Geschöpfe, Wesen, die gut und böse sind, und solche, die sich dazwischen bewegen. Einige von ihnen besitzen magische Kräfte oder andere besondere Fähigkeiten. Sie alle leben unerkannt im Verborgenen.“


Doch Mira muss feststellen, dass eben diese Magie nicht nur Vorteile bietet. Sie lebt auf der einen Seite das Leben eines normalen Teenagers und auf der anderen Seite, das einer Schülerin in Sachen Magie. Dieses Doppelleben bringt sie immer häufiger in Schwierigkeiten. Doch das soll noch längst nicht ihr größtes Problem sein. Neben Freundschaften, die auseinanderzubrechen drohen muss sie sich den Gefahren stellen, die mit dem Eintauchen in die magische Welt einhergehen.


Mira sieht sich zunehmend mit Dingen konfrontiert, die ihren Verstand bei Weitem übersteigen und ihr Weltbild vollends auf den Kopf stellen. Dinge, denen sie sich stellen muss. Denn schnell wird klar, dass nicht sie allein eine Gabe besitzt und dass es darüber hinaus Geschöpfe gibt, die ihr nach der Macht trachten, die sich hinter Miras Gaben versteckt und allmählich immer stärker wird. So muss sie sich mit Assassinen auseinandersetzen. Jene Geschöpfe, die keine Seele besitzen und weder Moral, noch Skrupel oder Gewissen kennen. Aber jene Assassinen sind nur die Vorhut dessen, womit sich Mira noch auseinandersetzen muss.


Das Leben als junge Magierin stellt Mira vor große Herausforderungen und erschwert zunehmend ihr Verhältnis zu Familie und Freunden. Aber es hat natürlich auch seine Vorteile – wie das problemlose beherrschen einer fremden Sprache oder das Lesen der Gedanken anderer. Jedoch birgt die Magie auch Gefahren, derer sich Mira nur allmählich bewusst wird und ehe sie sich versieht, ist sie zu einem Teil des großen magischen Treibens und eines Krieges geworden. Die Caeruleus-Bruderschaft hat dem Weißen Zirkel den Kampf angesagt. Ein Kampf, welcher Leben vernichtet und Auswirkungen auf die Welt jenseits von Magie und Zauber hat. Mira stehen große Aufgaben bevor, so viel ist klar – doch wird es ihr gelingen, Gut von Böse zu unterscheiden und dem Treiben ein Ende zu bereiten?


Mira Magica – Böse und Gut zu lesen war durchaus angenehm und hat für eine willkommene Abwechslung in meinem Rezensionstreiben gesorgt, da ich in diesem Genre noch nicht rezensiert habe. Mira auf ihren Abenteuern in einer magischen Welt zu begleiten, in denen es magische Tränke und Pforten zu geheimen Orten gibt, hat für reichlich Kurzweil gesorgt. Gefüllt mit fantasievollen Figuren und Themen, die man durchaus in unserer alltäglichen, realen Welt finden kann, besticht dieser Roman mit einer Moral der Geschichte. Denn was für Mira gilt, dass gilt für jeden einzelnen von uns. Im Laufe unseres Lebens sehen wir uns der Frage ausgesetzt, was Böse und was Gut ist. Es geht um Vertrauen und darum weise Entscheidungen zu fällen. Es geht darum Fehler zu machen und diese einzusehen. Vergebung zu erfahren und selbst zu vergeben.


Der Autor bringt alte Märchen, Fabeln und Legenden in seinen Roman ein und wirft ein lebendiges Licht auf die alten Erzählungen. So erfährt Mira, dass in vielen Märchen und Fabeln und Legenden auch ein Fünkchen Wahrheit steckt. Es ist von einem Gnom die Rede, der vor mehreren hundert Jahren in Europa lebte. Er wollte den Menschen Gutes tun und offenbarte sich einer armen Familie. Mit seinen magischen Fähigkeiten verhalf er ihnen zu Wohlstand und lebte verborgen in deren Haus. Doch dann wurden die Menschen habgierig. Sie verlangten immer mehr von ihm und als er es ihnen verweigerte wurde er aus ihrer Mitte verstoßen. Sie verbreiteten Schauergeschichten über den Gnom. So entstand im Laufe der Zeit das Märchen vom Rumpelstilzchen. Das Einflechten alter Märchen und Erzählungen hat mir ein Schmunzeln entlockt, da ich mich selbst an meine Kindheit erinnert fühlte.


Monster und Fabelwesen sind unter uns – hinter einem Baum versteckt oder in einer Gasse wartend. Macht diese Vorstellung die Welt der Kinder nicht noch etwas bunter und spannender? Ich denke schon. Auch wenn dieses Thema kein neues ist, so wird mit Mira Magica durchaus die Fantasie angeregt. Aber weit gefehlt, wenn man denkt, dass es sich damit schon getan hätte. Die Geschichte hat auch Lehren zu bieten. So ist beispielsweise vom „Mundus exilio“ die Rede. Ein Ort der Verbannung. Wer böses tut und anderen Schaden zufügt, wird hier hin verbannt. Will sagen, nichts bleibt ohne Folgen. Recht und Unrecht wird hier zum Thema gemacht. Auch wird im Buch der Trank der Befreiung genannt. „Potio librationis“ soll das Böse vernichten. Doch ein solcher Trank, selbst wenn es ihn gäbe, würde Probleme nicht lösen – vielmehr würden neue aufgetan. Will sagen, dass man sich der Illusion eines Allheilmittels nicht hingeben soll. Es gibt Probleme, gegen die ist kein Kraut gewachsen und es gilt sich ihnen zu stellen. Es gilt also das „Potio“ zu streichen und mit einem Tun zu ersetzen. Das Lösen von Problemen schafft Befreiung – jene, die dir kein Trank verschaffen kann!


Alles in allem ein gelungenes Buch, gespickt mit Magie und Zauber, magischen Reisen und jeder Menge Abenteuern.


Bewertung:

Vier von fünf Sternen

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teufel, fantasy, markus tillmanns, engel, vatikan

Teufel: Fantasy-Thriller

Markus Tillmanns
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 18.11.2014
ISBN 9781503152137
Genre: Sonstiges

Rezension:

Alles scheint verloren.

Gott setzt ein Zeichen – doch ohne Wirkung.

Untote, die Luzifers Armee bilden. Ein Papst, der sich verschanzt. Der Vatikan brennt und der Pontifex gerät in Lebensgefahr.


Okkulte Fantasy ohne grotesk zu wirken!

Fazit

Ein Buch, dass mit einer spannenden Handlung besticht und durchaus Potential hat, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Leser mit Hang zum Genre Fantasy kommen hier ohne Zweifel auf ihre Kosten.

Ausführliche Rezension

Liest man den Klappentext, so kommt man ins Mutmaßen, ob sich eine Verschwörung anbahnt. Ich selbst frage mich, ob nicht sogar eine Moral der Geschichte fernab des Genres erkennbar ist. Die zwei Fragen, die gestellt werden, können ohne weiteres ins Hier und Jetzt gezogen und in der Gegenwart gestellt werden:

So stellt Markus Tillmanns folgende zwei Fragen:

"Aber was ist es, dass die Menschen so anfällig für das Böse macht und warum sind sie so leicht verführbar?"

Ich ertappe mich selbst beim Stellen dieser Fragen!

Und geht die Welt zum Teufel? Man ist versucht Antworten auf diese Frage zu bekommen.

Liest man nun weiter im Prolog & Auszug auf Tillmanns Webauftritt, so stellt sich heraus, dass die Story komplex ist und mit Charakteren genährt, die zugleich verstören und Sympathien zu wecken scheinen. Die Neugier des Lesers wird ohne Zweifel geweckt. Es gilt herauszufinden, was Luzifer im Schilde führt und wie er es schafft, die Menschen in seinen Bann zu ziehen.

So stellt Tillmanns "Li" vor, ein Mädchen im Vorschulalter, welches verstört zu sein scheint und zwei Wesen in sich vereint so scheint es. Die Puppen des Kindes sprechen ihre eigene Sprache und lassen den Schluss zu, dass Li eine gespaltene Persönlichkeit ist - hin- und hergerissen zwischen Gewalt und Wohlgefallen. Alles geschieht in fatalem Einfluss ihres Onkels, des zweiten Charakters. Onkel Jakob scheint gewalttätig, launisch und herrisch zu sein. Beinahe kommt der Verdacht auf, dass er in seiner Nichte eine Leibeigene sieht. Li hat großen Respekt, ja beinahe Angst vor ihm und vor Konsequenzen, sollte sie die ihr aufgetragenen Aufgaben nicht zu seiner Befriedigung erfüllen. Was weiter im Verlauf geschieht schockiert den Leser aber bestätigt insgeheim auch die Vorahnung, die einem beim Lesen beschleicht.

Man ist unentschlossen, wie man zu Li stehen soll und will wissen, was es mit diesem Mädchen auf sich hat. Darüber hinaus kommt man ins Zweifeln, ob man Sympathien für sie hegen soll oder nicht. Zweifelsohne schöpft man Verdacht, warum sie so ist wie sie ist. Liorith – ein Mädchen im Vorschulalter, tötet ihren Onkel heimtückisch – ihre gespaltene Persönlichkeit offenbart sich im Puppenspiel. Ein beinahe paranoides Kind – Gewalt versus „Du musst mich auch trösten!“ Sie geht mit dem Teufel - „Der Himmel ist kein Ort für ein Kind wie dich!“


Im Fortgang des Buches komplettiert sich das Bild des Kindes, wie auch das der Hauptakteure:

Tabarie: Journalist, Sohn, Ermittler und der Ritter des Schwertes. Er stellt dem Leser Fragen und gibt Zweifel preis. „Die Wahrheit hinter der Wahrheit finden!“ Tabarie steht für diese Aussage und er bleibt sich treu – wird nicht müde die Wahrheit herauszufinden, ganz gleich was es kostet. So bleibt mir hinzuzufügen: Tabarie als Retter des Pontifex. Tabarie als Aufklärer über das wahre Wesen eines gefallenen Engels. Tabarie als Leinwand, auf der die Institution Kirche in einem anderen Licht gezeigt wird.


Daneben seine Kollegin, Gül, zu der er sich hingezogen fühlt – je mehr die Erzählung voranschreitet desto mehr wird klar, dass er starke Gefühle für sie hegt. Zu seiner Zuneigung soll sich im Laufe der Erzählung noch ein weiteres, starkes Gefühl gesellen: Dankbarkeit!


Eisenberg – Mutter die ihr Kind verlor, schwer beschäftigte Frau, die Firmengelder veruntreut – Wir erleben eine präzise Planerin sowie eine Hardlinerin wie sie im Buche steht und dennoch Mutter ist. Einmal Feuer gefangen verfolgt sie ihre Mission beinahe bedingungslos und ohne Schwäche oder Versagen zu dulden.


Grezella, die ein falsches Spiel spielt und sich als „erste Frau“ an der Seite Luzifers wähnt. Eine geheimnisvolle Schöne, die ihrem Wahn erliegt.


Teufel ist in zwei Teile gegliedert:


Teil 1:

Einstimmung auf die Mission Luzifers. Man wird mit den Charakteren vertraut gemacht. Tabarie ist die Schaltfigur, daneben auch Eisenberg. Vier Morde geschehen, eine Leiche verschwindet und Fragen tun sich auf. Der Leser ist geneigt Vermutungen anzustellen. Über Zutreffen oder ein Auflösen in Wohlgefallen entscheidet der Fortgang der Story.


Teil 2:

Sechs Monate später – Tabarie trinkt, scheint den Halt zu verlieren – Halt, den er wohl nie ganz sein eigen nennen konnte. Eine weitere Leiche verschwindet, die in einer Verbindung zu Tabaries Vater steht. Taberie selbst gerät zunehmend in die Schusslinie des Bösen, verliert Informanten und gerät in Lebensgefahr. Darüber hinaus sieht er sich auch noch privat mehr oder minder ins Aus gestellt.

Man wird mit Taberie immer vertrauter – wenn man so will stiehlt er als der „Ritter des Schwertes“ Luzifer in Sachen Einnahme des Lesers die Show. Tabarie ist zweifelsohne der Zug durch die Story.


Es knüpfen sich immer mehr Verbindungen zwischen den einzelnen Charakteren, die dem Leser das ein oder anderen „Ach“ entlocken und die Teufel zu einer runden Sache machen. Gegen Ende des Buches tritt Luzifer in Persona wieder in Erscheinung. Nun in Rom, explizit im Vatikan. >>...scheint es sich um einen terroristischen Angriff auf das Herz der Katholischen Kirche zu handeln.<< Er überragt den Papst – nicht nur an Statur. Er ruft zu Gott – doch keine Antwort. Er demonstriert der Menge, dass es nur einen Herren gibt – ihn selbst – Luzifer. Man findet Luzifer mit dem Papst in dessen Privatgemächern. Sehr simpel. Vielleicht zu simpel im Angesicht der Tatsache, dass es Luzifer ist, der mit ordentlich Tamtam den Boden der Erde berührte. Die Erklärung hierfür folgt auf den Fuß und der Leser ist mit dem Faktum Verhandlung zwischen Papst und Luzifer einverstanden. Was folgt ist der Versuch der Machtübernahme von Seiten Luzifers Heerscharen, ein Heer von Okkultisten und lebender Leichname. Man wird Zeuge eines brennenden Vatikan und eines Papstes in misslicher Lage. Tabarie ist fest entschlossen dagegenzuhalten und bekommt überraschend Unterstützung. Die Szene endet in der Sixtinischen Kapelle und der Leser wird eines besseren belehrt.


Abschließend bleibt zu sagen, dass Markus Tillmanns Fantasy-Thriller absolut Potential hat eine breite Leserschaft für sich zu gewinnen. Er bedient das Genre und weckt Neugier auf die Geschichte und deren Ausgang. Einmal in Kontakt mit Li getreten, möchte man ganz einfach wissen, wie es mit ihr weiter geht und vielmehr noch fragt man sich, was die Mission Luzifers ist. Man begleitet Tabarie auf seinen ihm ganz eigenen Feldzug und bei all dem bleibt einem eine Frage im Kopf: Geht Glauben mit Verblendung einher? Ist der, der glaubt nicht offen für die Wahrheit? Liest man Tillmanns Teufel, so drängt sich einem diese Frage auf. Die Beantwortung dieser Frage obliegt wohl jedem selbst.

„Das merkwürdig ist, dass die meisten Gläubigen ihren Verstand auf alles außer der Religion anwenden.“ Peter de Rosa


Teufel: Ein Buch mit offenem Ende! Und eines, das eine Legende erzählt, die mir ausgesprochen gut gefällt – Die Geschichte vom Fuchs, der das Feuer auf die Erde brachte.


Bewertung:

Fünf von Fünf Sternen

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

england, organhandel, lutetia stubbs, brenda, harold

Lutetia Stubbs: Herz aus Stein

Matthias Czarnetzki
E-Buch Text: 344 Seiten
Erschienen bei null, 06.04.2012
ISBN B007S8X66C
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eine skurrile Story und für jeden von uns ist ein Held dabei!



Ich selbst habe für mich zwei Helden auserkoren. Brenda und Harold oder Bonnie und Clyde, wie man will. Sie sind es, die mir am meisten imponieren. Ein Paar, dass sich gewaschen hat und mich zum Schmunzeln bringt. Ich wünschte, ich könnte die beiden länger auf ihrer Flucht begleiten.


Fazit

Leser mit Hang zu schwarzen Humor und Sarkasmus kommen hier ohne Zweifel auf ihre Kosten. Dieses Buch wird Sie in ihren Bann ziehen! Eine Brise Halloween auf sarkastischem Belag und das ganze auf schwarzen Humor drapiert – fertig ist die Krimi-Schnitte für den besonderen Geschmack.


Ausführliche Rezension


Schon bei der Leseprobe war mir klar, dass dies kein gewöhnlicher Krimi sein würde und ehe ich mich versah war ich von Ironie und Sarkasmus in Bann gezogen und fand mich in Borough wieder. Das Mysterium um das Herz aus Stein wird zweifelsohne gelüftet und darüber hinaus tauchen noch andere mysteriöse Dinge auf, die es zu lüften gilt. Lutetia verspricht Erfolg auf ganzer Linie.


Domina-Schwestern und Trinker kreuzen Lutetias Weg genauso wie Mafiabosse und Aushilfskriminelle. Koryphäen machen Hoffnung auf ein langes Leben in Jugend und Schönheit. Ein rasantes Buch voller Tumult und Verstrickungen – körperliche Blessuren inbegriffen! Und das Krematorium hält so manche Überraschungen bereit.


Dieses Buch hält eine Fülle an Charakteren bereit die eins ganz gewiss nicht sind – langweilig! Ich bin versucht eine ganze Reihe Personen zu nennen, da ich das Gefühl habe jeder einzelnen gerecht werden zu wollen. Um den Rahmen nicht zu sprengen picke ich mir vier von ihnen heraus.


Lutetia selbst ist eine Person, die ohne Zweifel Fragen aufwirft. Sie lässt sich nicht in einem Satz beschreiben. Eine 18 jährige junge Dame, die bereits verheiratet ist und den gleichen Beruf ausübt wie ihr angetrauter Ehegatte George. Beide sind Bestatter und wohnen mit Lutetias Zwillingsbruder Marx und ihrem Vater in einer Burg. Lutetia zeichnet sich durch grüblerisches Schweigen und einem krankhaften Gerechtigkeitsempfinden aus, vielmehr fällt jedoch ins Auge, dass sie eine ganz spezielle Art des Umgangs mit denen pflegt, die sich in ihrem Dunstkreis befinden oder denen sie ihren Dunstkreis aufdrängt. Je nach dem, als welcher Perspektive man ihre Interaktionen betrachtet. Eins ist gewiss – sie ist ein Unikat!


Nicht zu vergessen Lutetias Familie – allen voran Harold Stubbs. Ein Professor, so schrullig und verblüffend zugleich, dessen einzig wahre Religion die Logik zu sein scheint und während einer turbulenten Flucht vor Hinterwäldlern, Kriminellen und der Polizei unverhofft zu einer Ehefrau kommt. Womit wir bei Brenda wären, Harolds Sekretärin und Haushälterin im schottischen Alltag, welche sich anschickt ihren Arbeitgeber zu ehelichen. Ihre Motive seien mal dahingestellt – einzig und allein ihre Absicht und die Folgen dessen sind von Bedeutung. Brenda und Harold sind definitiv meine Lieblinge!! Bonny und Clyde auf großer Tour. Professor Stubbs mutiert zum „Desperado der Landstraße“ und sein Baby sitzt am Steuer eines geköpften Ferrari. Man wünscht sich, diese Ochsentour würde nie zu Ende gehen.


Dann wäre da noch Marx, Zwillingsbruder und Ekel in einer Person. Er hat sich den größten Teil seines Lebens als Autist ausgegeben, hält nicht sonderlich viel von Körperpflege und hat anscheinend den ganzen Tag mit der Suche nach etwas essbarem zu tun – sie selbst beschreibt ihn als dick, faul, dumm und unerträglich. Die beiden verbindet eine ganz besondere Geschwisterliebe – sie können sich auf den Tod nicht ausstehen und bilden das Topping auf dieser Charakterschwangeren Krimi-Torte.


Amüsant und kurzweilig. Eine rasante Story, die Spannung garantiert! Sarkasmus und schwarzer Humor werden hier ganz groß geschrieben! Zweifelsohne ein Krimi der besonderen Art – genauso wie die Charaktere, mit denen wir auf die Reise gehen.


So unterhaltsam, flott und abwechslungsreich die Story rund um Lutetia Stubbs auch ist, für mich birgt sie auch einen kleinen Schatz – wenn man so will die Moral der Geschichte:

„Wer nichts fürchtet, liebt auch nichts.“ Dieses Buch hält Überraschungen bereit, soviel ist klar.


Ich selbst bin nun vom Stubbs'schen Virus infiziert und bin auf die Fortsetzung gespannt!


Absolut lesens- und empfehlenswert!


Bewertung:

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

grundgütiger, rezensio, sandr, mark, michael wall

Grundgütiger

Michael Wall
Flexibler Einband: 162 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 09.12.2014
ISBN 9781503280984
Genre: Romane

Rezension:

Grundgüter: Eine Geschichte, wie sie das Leben jeden Tag aufs Neue schreibt.


Fazit

Ein Buch, das für Kurzweil sorgt und und für einen Kurztrip allemal gemacht zu sein scheint.


Ausführliche Rezension

Mark Ritter ist 23 und arbeitet im Grand Hotel Seelberg. Er hegt Gefühle für seine Kollegin, Sandra. Diese ist jedoch der Überzeugung, dass Mark ihr schwuler Freund und Kumpel ist. Mark wühlt sich durch seinen Arbeitsalltag – in Gedanken jedoch immer bei Sandra. Neben dieser zwischenmenschlichen Geschichte voller Gefühl und Sehnsucht bekommt der Leser darüber hinaus einen Einblick in den Hotelalltag und kommt ein Stück weit in Kontakt mit Gästen verschiedenster Couleur. Man schmunzelt oder man schüttelt ungläubig den Kopf – hin und wieder stößt man auf Charaktere, die einen an ganz eigene Begegnungen erinnern. Michael Wall spannt so den Bogen vom Grand Hotel Seelberg zur intimen, von Erfahrung und Erinnerung geprägten Welt des Lesers selbst. Nicht zuletzt auch aufgrund diverser Begegnungen im wie auch außerhalb des Hotelbetriebs. So schlägt sich Mark Ritter vor oder nach seiner Schicht mit seiner übereifrigen Nachbarin herum, die den Eindruck erweckt sich die Kontrolle über Ordnung und Sauberkeit zur Lebensaufgabe gemacht zu haben.


Grundgütiger ist seicht geschrieben, ohne schwer verdaulichen Tiefgang und liest sich wie ein Tagebuch. Es ist als würde man sich an einem Sonntagnachmittag mit einem guten Freund zu Kaffee und Kuchen treffen, um sich über die vergangene Woche auszutauschen.


Dieses Buch liest sich zudem in einem Gang und ist perfekt für die Zugfahrt geeignet – so las ich es zwischen Hamburg und Göttingen und stieg mit einem Lächeln auf den Lippen aus dem Zug.


Seichte Unterhaltung zum Abschalten und Schmunzeln also. Flüssig und leicht erzählt beschert uns Michael Wall angenehme Kurzweil für Zwischendurch. Der Leser muss keine große Konzentration aufbringen um am Ball zu bleiben. Beim Lesen von Grundgütiger besteht nicht die Gefahr den Faden zu verlieren, gilt es doch schlichtweg einzig und allein Mark auf seinen Rundgängen durch das Hotel zu begleiten und seinen Worten zu lauschen – denjenigen, die ihm über die Lippen kommen aber auch jenen, die ihm durch den Kopf schwirren.


Ist man für die Dauer des Lesens von Grundgütiger im ständigen Kontakt mit Mark und weiß um seine Gefühle und seinen Herzenswunsch, so überraschter ist man über die Wendung der Dinge. Das Beste kommt zum Schluss, so viel ist sicher.


Allen, die ein Happy End lieben, sei ans Herz gelegt, Mark Ritter auf seiner Nachtschicht zu begleiten!


Frei nach dem Motto: >>Ja Mann.<<


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295 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

pilgerreise, england, rachel joyce, krebs, familie

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Rachel Joyce , Maria Andreas
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.07.2013
ISBN 9783596195367
Genre: Romane

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109 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 5 Rezensionen

israel, palästina, geschichte, juden, staatsgründung

Exodus

Leon Uris
Flexibler Einband: 848 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.05.1998
ISBN 9783453138346
Genre: Romane

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Nimm.es.durch. ~ Lady's Only ~

Julia Uhlemann
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 08.12.2014
ISBN 9783734735059
Genre: Sachbücher

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familie, kinder, geheimnis, jason f. wright, paar

Die Mittwochsbriefe

Jason F. Wright
E-Buch Text: 286 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 11.03.2009
ISBN B004OL2U4U
Genre: Sonstiges

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