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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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Goldsteins Geständnis

Friedrich Strassegger ,
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Esch Verlag, 22.05.2012
ISBN 9783943760248
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich böte das Thema sehr viel Handlungsspielraum. Es könnte alles Mögliche passieren, wenn man bedenkt, das ein ehemaliger SS-Mann jahrelang als Jude in Israel gelebt hat, ohne aufzufallen. Ich muss sagen, die Leseprobe hatte mich eigentlich überzeugt. Doch leider zeigt sie nur bedingt, was einen dann im Buch erwartet.

Die Geschichte startet furios. Die Enttarnung von Goldstein durch einen ehemaligen KZ-Häftling, der kaltblütige Mord und das Pech, gerade jetzt in einen Unfall zu kommen.
Doch dann geht es leider erst einmal bergab. Die nächsten Seiten lesen sich teilweise wie Protokolle eines Gerichtsverfahrens. Gut, es ist ein Gerichtsverfahren, aber man könnte es dennoch lebhafter beschreiben. Hier wären zum Beispiel Überschriften, Kapitel oder ähnliches sehr von Vorteil. Ich habe diesen Teil überflogen, in der Hoffnung, dass noch etwas passieren würde.

Das kam dann auch, in der Gestalt eines jungen, gescheiterten Hobby-Journalisten. Die Geschichte, wie man ihm Drogenschmuggel anhängt ist ganz nett, aber wieder sind wir hier bei Gerichtsakten. Zu diesem Zeitpunkt ist die Spannung eigentlich schon dahin.

Endlich kommt es dann zum Kern, nämlich zu dem, was der Titel verspricht. Die folgende Geschichte ist vorhersehbar. Hier baut allerdings auch die handwerkliche Kunst unheimlich stark ab. Die, anfangs nur wenigen, Fehler häufen sich extrem. Die Fehler, die bereits in früheren Rezensionen bemängelt wurden, sind mit der neuen Auflage, wie in einem Kommentar behauptet, nicht verschwunden.
Es gibt noch immer keine Kapitel. Die Zeichensetzung ist ein Graus und die willkürlichen Abtrennungen und Leerschritte zwischen den einzelnen Teilen eines Wortes nerven.
Dazu kommt die durchgehend verwendete Umgangssprache, so dass sich das Buch teilweise liest, als hätte jemand eine Erzählung an einem Stammtisch mitgeschrieben.

Ich habe lange überlegt wie viele Sterne ich vergeben soll. Ich habe mich für zwei entschieden, weil ich die Idee hinter dem Buch sehr interessant finde. Allerdings bin ich froh, nichts dafür gezahlt zu haben. Dazu ist das Buch nun wirklich handwerklich einfach zu schlecht geschrieben und meiner Ansicht nach, der Preis für den Umfang nicht gerechtfertigt.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

alltagsrassismus, autobiograhie, diskriminierung, political correctness, satire

Singen können die alle! Handbuch für Negerfreunde

Marius Jung
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.12.2013
ISBN 9783551684486
Genre: Humor

Rezension:  
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1.535 Bibliotheken, 79 Leser, 4 Gruppen, 156 Rezensionen

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Er ist wieder da

Timur Vermes
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 21.09.2012
ISBN 9783847905172
Genre: Romane

Rezension:

Ich fand das Buch Anfangs äußerst interessant. Ich meine, dass Adolf Hitler 2012 wieder erwacht und mit der veränderten Welt zurechtkommen muss, ist an sich ein sehr interessanter Ansatz. Und in dem Punkt funktioniert die Satire am Anfang hervorragend. Der Hitlerjunge Ronaldo war für mich zum Beispiel ein Brüller.


Der Ich-Erzähler Hitler schreibt in der Art, wie man seine Reden kennt. Das hat allerdings nicht wirklich viel mit der geschriebenen Sprache des GröFaZ zu tun und ist daher wohl eine Annäherung an das Publikum. So kennt man ihn, so hört man ihn. Die ewig langen Monologe verlieren mit der Zeit an Biss und auch die Entwicklung ist für mich sehr zweifelhaft.


So ist es für mich eine äußerst bittere Satire, wenn ausgerechnet die BILD als einziges Medium gegen den als Comedian auftretenden "Führer" mobil macht. Das ist, als würde man Adolf Eichmann als Gerechten unter den Völkern auszeichnen. Aber gut, Satire darf abwegig sein, wie halt das gesamte Buch.


Wie gesagt, der Anfang war fesselnd, doch mit Fortdauer verschwand viel. So wurde die anfangs konsequente Falschschreibung von Anglizismen nicht konsequent durchgesetzt. Am Ende wurde das Buch schal und quälend. Es war langweilig, weil sich der Witz totgelaufen hatte. Es kam nichts Neues, die Geschehnisse wurden vorhersehbar und es gab keine Überraschungen mehr.


Das Buch ist in meinen Augen zu lang. Besonders die fruchtlosen Monologe und Tiraden, die gegen Ende immer mehr zu werden scheinen, sind nur in bedingtem Maß erträglich. Aus der interessanten Idee wurde nach hundert Seiten ein Witz, der nicht lustiger wird, weil man ihn öfter erzählt. Da können auch die eingestreuten Namen und Ereignisse, die eigentlich Tiefe erzeugen sollten, nur wenig ändern.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

e.-book, fantasy

Der Dunkle Krieger (Die Knechtschaft der Schöpfung - Band 1)

Johannes H. Roth
E-Buch Text
Erschienen bei null, 08.02.2012
ISBN B0077C5BXA
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der junge Noell ahnt nicht, dass in seinen Adern das Blut eines großen Kriegers schlummert, das ihn zum Kämpfer für Recht und Ordnung machen soll. Er wächst gut behütet im kleinen Dorf Eras auf. Doch die Bewohner hüten ein uraltes Geheimnis. Nicht nur wissen sie, welches Blut in ihren Adern fließt, sie sind auch so gut wie unsterblich, so lange sie ihre kleine Zuflucht nicht verlassen.
Eines Tages ändert sich schließlich alles und Noell bricht auf, sein Schicksal zu erfüllen und dem Herrscher der Dämonen entgegenzutreten.
So weit, so bekannt. Die Geschichte ist nun wirklich nichts Neues im immer tiefer werdenden Sumpf unzähliger Fantasy-Bücher. Allerdings überzeugte mich die Leseprobe doch, das Buch zu lesen. Der Prolog war interessant und machte durchaus auch Lust auf das Buch.
Leider stellte sich schnell heraus, dass der Prolog auch der, mit Abstand, beste Teil an der gesamten Geschichte war.
Die Story zieht sich unglaublich in die Länge. Es kommt zu ständigen, ewig langen, direkten Reden, die oft auch ohne Anführungszeichen beginnen oder enden. Jeder ist schlagfertig und breitet seine Motive bis ins kleinste Detail aus.
Die ewig langen Schachtelsätze, die noch dazu teilweise völlig ohne Satzzeichen auskommen. Ständige Einwürfe moderner Begriffe, die das Abtauchen in eine mittelalterliche Fantasywelt so gut wie unmöglich machen. Kapitel die eigentlich nur aus direkten Reden zu bestehen scheinen. Es war wirklich kein Vergnügen das zu Lesen!
Böse gesagt liest sich die Geschichte, wie ein Schulaufsatz. Einfache Formulierungen wechseln sich mit weitschweifigen Ausufernden Beschreibungen ab, ständig unterbrochen vom unendlichem Lamentieren der handelnden Personen. Die gesprochenen Reden unterscheiden sich dabei überhaupt nicht vom Rest.
Ständig kann jeder zu ewig langen Monologen ausholen, ohne, dass er unterbrochen wird oder sich nur einmal darüber wundern muss, dass seine Zuhörer sich von ihm abwenden, auch wenn er völligen Blödsinn von sich gibt.
Bis zum zweiten Teil der Geschichte geschieht eigentlich nichts. Es ist eine Aneinanderreihung von unbedeutenden Geschehnissen, die wohl dazu dienen sollen, dass der Leser die Welt besser begreift. Das klappt leider kaum, dazu sind die Sätze zu schlecht aufgebaut, zu lang und es gibt zu viele Zeitenwechsel darin.
Ab dem zweiten Teil, wo die Story endlich Fahrt aufnimmt, ist alles sehr geradlinig und vorhersehbar. Es gibt keine Wendungen, keine Überraschungen, nichts.
Es werden zwar Figuren eingeführt, doch von denen weiß man sofort, dass sie noch eine wichtige Rolle spielen werden. Also ist ein späteres Auftauchen überhaupt keine Überraschung mehr.
Das Buch ist zu lang. Die Zeit des Aufwachsens und Herumtollens, wo nichts geschieht, was für den Fortlauf der Geschichte von Interesse ist, könnte leicht in ein paar Kapitel abgehandelt werden. Im Buch macht es beinahe die Hälfte des Textes aus!
Es fehlt ein durchgängiger, einheitlicher Stil. So wird am Anfang fast nur beschrieben, gegen Ende hin, wo sich die Umgebung verändert und es interessant wäre, zu erfahren, wie es hier aussieht, gibt es kaum noch Beschreibungen.
Als Fazit kann ich nur sagen: Das Buch ist spannungsarm und vorhersehbar. Es ist, durch die konstruierten, teilweise ewig langen, Sätze, schwer zu lesen. Der Lesefluss wird dadurch ständig gestört. Und die nur langsam fortschreitende Geschichte macht es zu einer Qual. Ich kann es wirklich nicht weiterempfehlen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

thriller

SexDotCom

Marcus Starck
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei MAAS e.K.
ISBN 9783929010886
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Über die Geschichte kann ich nicht viel mehr sagen. Im Klappentext ist eigentlich schon alles erwähnt. Recht viel mehr geschieht auch nicht, außer, dass man am Ende versucht alle Mitwisser zu erledigen.
Die Story wirkt über große Strecken unglaubwürdig. Die Charaktere ebenso. Alles ist künstlich, nicht lebendig. Es gibt keinen Tiefgang, nichts.
Alle paar Seiten kommen neue Leute dazu, alte verschwinden, tauchen dann wieder plötzlich auf und man muss nachlesen, wer das nun eigentlich war, der da im ersten Kapitel für zwei Sätze vorkam.
Über Seiten passiert eigentlich nichts. Es gibt keine Einblicke ins Business, weder in das an den Börsen, noch in das vom Porno bzw. Sex. Es ist langweilig und wird auch gegen Ende nicht besser.
Der Stil ist furchtbar. Möglicherweise liegt es an einer Übersetzung, ich weiß es nicht. Die Satzkonstruktionen sind grammatikalisch oft falsch, Rechtschreibfehler gibt es im Dutzend billiger. Da fragt man sich, wofür Lektoren bezahlt werden!
Es gibt peinliche inhaltliche Fehler, falsche Namen und so weiter. Vieles davon wäre durch Recherche oder einfach nur dadurch, dass man sich die Namen der Personen irgendwo aufschreibt, zu verhindern gewesen.
Ein langweiliges, streckenweise brutales Buch, mit seltsamer Handlung, ohne große Hintergründe und mit viel Gähnen dazwischen. Absolut nicht empfehlenswert!

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Tags: thriller   (1)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fremde welten, science fiction

Götterdämmerung: Die Gänse des Kapitols

Frank W. Haubold , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Atlantis Verlag Guido Latz, 01.05.2012
ISBN 9783864020308
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die wahre Geschichte startet erst Kapitel nach den ersten Worten. Zuvor wird man in eine Welt eingeführt, die einen in die Zeit der großen Space-Operas zurückversetzt. Hier gibt es kaum Technobabbel, es gibt Knöpfe und Türen, die sich nicht von selbst öffnen und schließen.
Hat man die lange Anfangssequenz überstanden, eröffnet sich einem eine interessante Geschichte, die langsam in Fahrt kommt, dann aber schnell zeigt, was man mit etwas Fantasie alles aus so einem ausgelutschten Thema machen kann.
Die Personen sind gut gezeichnet, die Dialoge souverän, die Handlungsweise gut nachvollziehbar und die Motivation bei jedem erkenntlich.
Der Stil ist einwandfrei. Es gibt kaum Fehler, der Aufbau ist flüssig. Doch die Nebenhandlungen sind meiner Meinung nach etwas zu sehr ausgebaut. Wenn man allerdings bedenkt, dass diese für einen zweiten Teil von Interesse sein könnten, dann liest man auch sie ohne Wiederwillen.
Das Ende und der Cliffhanger machen auf jeden Fall Lust auf einen weiteren Teil.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der früher vielleicht gerne Perry Rhodan gelesen hat. Es ist eine Welt, die mit den heute üblichen Sci-Fi-Umgebungen nur wenig gemein hat. Sie ist fantasievoller und bunter.

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Tags: science fiction   (1)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mafia, thriller, vampir

Blood Empire - SCHLÄCHTER DER NACHT (Folgen 1-6, Komplettausgabe)

John Devlin
E-Buch Text: 698 Seiten
Erschienen bei CassiopeiaPress, 03.01.2012
ISBN B006T77G32
Genre: Fantasy

Rezension:

Chase Blood wird vom Paten der New Yorker Vampirmafia persönlich zum Vampir gemacht, als er nach einem Mordanschlag im Sterben liegt. Der junge Mann wird schnell zur rechten Hand des Fürsten und erledigt für ihn Aufträge, die meist in Tod und Zerstörung enden.
Ich muss zugeben, kein großer Vampirfan zu sein. Doch wenn, dann eher von solchen, wie hier beschrieben und nicht weichgespülten, wie in Twilight.
Im Hintergrund der Welt halten also Vampire alle Fäden in der Hand. Sie sind nichts mehr als verschiedene Mafiaclans, die um Vorherrschaft und Macht kämpfen.
Die Vampire sind sehr traditionell. Auch was ihre Stärken und Schwächen anbelangt. Das ist ebenso einfallslos wie die Story an sich. Es ist nun wirklich nichts neues. Im Endeffekt wirkt es wie eine schlechte Serienmischung aus Krimi, Thriller, und Vampirgeschichte, die nach wenigen Folgen im Fernsehen abgesetzt wurde.
Ähnlich einfallslos sind die Gegner, die komplette Story und alle vorkommenden Charaktere. Der beste Gegner wird bereits in Teil zwei verheizt. Danach kommen nur noch Stümper und Anfänger.
Alles ist furchtbar vorhersehbar und folgt immer dem gleichen Muster. Es gibt keine wirkliche Variation davon. Die Charaktere sind oberflächlich und schlecht gezeichnet. Meist fehlt einfach eine Motivation. Man versteht nicht, warum sie gerade so handeln.
Der Stil ist grauenhaft. Über weite Strecken denkt man sich nur, wie alt der Schriftsteller war, als er das geschrieben hat.
Die normale Erzählung ist so von Umgangssprache und Slang durchsetzt, dass man das Gefühl hat, hier wollte jemand besonders kreativ jugendlich wirken.
Die Kampfszenen sind einerseits ganz gut, andererseits immer wieder das Gleiche. Dazu kommen eingesetzte Wörter, die einen nur den Kopf schütteln lassen. So "ratschen" zum Beispiel Kugeln ständig über Knochen, Metall oder ähnlichem. Das Blut spritzt und sprudelt auch immer und das Wort cool kommt gradezu inflationär vor.
Die unzähligen Fehler, die schlechte Story, die furchtbar stereotypen Figuren und die Ausdrucksweise machen das Buch zu keinem wirklich empfehlenswerten Exemplar der Gattung.

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Tags: mafia, thriller, vampir   (3)
 

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fantasy, mystik, wikinger

Geheimakte Labrador

André Milewski
E-Buch Text
Erschienen bei null, 22.12.2012
ISBN B00AS9ZW4C
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Max ist der Sohn eines deutschen Archäologen, der von der SS erschossen wurde. In den 50ern versucht er sich im Leben zurechtzufinden, scheitert jedoch immer wieder und wird schließlich zum Sicherheitsmann in einem Wikingermuseum. Diesen Posten verdankt er einem Freund seines Vaters.
Die Dinge ändern sich, als plötzlich ein Fremder auftaucht und eine Figur beschädigt. Max verfolgt ihn und wird dabei beinahe von ihm erschlagen. Danach ist nichts mehr wie es war. Das gestohlene Artefakt scheint etwas Besonderes zu sein, zeigt es doch den Weg zu dem Platz, wo einst Thors Hammer Mjölnir im Meer versenkt wurde.
Leider ist Max nicht der Einzige, der hinter dem mächtigen Artefakt her ist und so verstrickt er sich immer tiefer in die Verschwörung.
Ich war mir nicht sicher, ob dieses Buch für jugendliche oder Erwachsene ist. Ich denke für Jugendliche ist es beinahe zu ernsthaft und realistisch. Außerdem ist es teilweise sehr brutal.
Der Text ist flüssig und spannend geschrieben. Die Spannung ist schnell aufgebaut und hält sich eigentlich bis zum Schluss. Die Wendungen tragen dazu bei und halten die Geschichte am Leben.
Allerdings gibt es auch einige Längen. So gibt es einige Beschreibungen alltäglicher Abläufe bei Ausgrabungen und ähnliches, doch gleichzeitig überfliegt man das, weil man wissen will, wie es weitergeht.
Dennoch bleiben die meisten Figuren flach. Auch die Geschichte folgt den typischen Hollywood-Regeln was Spannungsaufbau und Finale angeht.
Gut finde ich, dass immer wieder geschichtliche Persönlichkeiten eingeworfen werden. Aber diese bleiben nicht bloße Namen, sondern es werden auch Hintergründe, meist fiktiv, erörtert.
Der eigentliche Schockeffekt des Endes wurde für mich durch ein paar Sätze einige Kapitel zuvor zerstört, da ich von da an wusste, wer der Verräter war.
Das führt dann auch zum vorschriftsmäßigen Ende.
Die Sprache ist gut, sehr rund und angenehm zu lesen. Es gibt am Anfang nur wenig Fehler und kaum etwas, das den Lesefluss unterbricht. Das ändert sich jedoch im zweiten Teil der Handlung, wo sich viele Fehler eingeschlichen haben.
Im Endeffekt bleibt es aber eine gelungene Mischung aus Thriller, Mystery/Fantasy und Abenteuer, die ich weiterempfehlen kann.

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Tags: fantasy, mystik, wikinger   (3)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

dämonen, erik, fantasy

Die Chronik der Hürnin (Das Alte Reich)

Sebastian Keller
E-Buch Text: 656 Seiten
Erschienen bei null, 01.01.2012
ISBN B00742REM4
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als Erich eines schönen Tages erwacht, ist nichts mehr wie es war. Um in herum liegt die gesamte Bevölkerung. Erschlagen, hingemetzelt, tot.
Ihm gegenüber erscheint ein Dämon, genauer ein Horndämon, der behauptet, es war Erich selbst, der diesen Wahnsinn zu verantworten hat. Er glaubt nicht, doch die verängstigten Überlebenden des Massakers beweisen ihm das Gegenteil.
Icher, der Dämon, verrät ihm, dass er dem geheimnisvollen Volk der Hürnin angehört. Die Hürnin rufen seit Jahrhunderten auf diese Weise ihre persönlichen Dämonen, aus der Dämonenwelt zu sich und machen sie sich dienbar.
Gemeinsam brechen sie auf nach Hornhus, der letzten Stadt jenes einst so großen Reiches, das vor so langer Zeit untergegangen ist. Doch dort wird Erich, anders als die anderen ankommenden Hürnin, nicht mit offenen Armen empfangen.
Hier gibt es keine Familie, die ihn als Kind ausgesetzt hat. Niemand wartet auf seine Ankunft. Schließlich erbarmt sich Sarn, ein alter Geschichtenerzähler, Erichs und nimmt ihn auf. Doch er will nicht so richtig in der Gesellschaft ankommen und so wird eines Tages der erste Anschlag auf sein Leben verübt.
Die Dinge spitzen sich zu und Erich wird aus der Gemeinschaft verstoßen. Gemeinsam mit seinen etwas seltsamen Freunden flieht er vor einer möglichen Hinrichtung und macht sich auf den Weg in die geheimnisvolle Stadt Drachall, die einst ein Zentrum der Hürnin war. Und immer mehr wird klar, dass Erich eigentlich nicht in diese Welt gehört.
Die Geschichte hat mich schnell fasziniert. Ich konnte nach wenigen Seiten kaum mehr aufhören zu lesen.
Zwar wurde mir schnell klar, worum es geht. Immerhin ist die Art der Geschichte nichts neues. Ein Junge, der seine Herkunft nicht kennt, wird in eine feindliche Welt geworfen und erfüllt das ihm zugedachte Schicksal.
Allerdings ist das kein Kritikpunkt. Dazu ist die Welt zu bunt, zu frisch und zu gut beschrieben. Alles ist in sich logisch, leicht erklärt und der Leser tappt nie im Dunkeln, wenn Ereignisse aus der Vergangenheit erzählt werden. Denn es wird darüber berichtet und man taucht gut in die Welt ein.
Es fällt einem leicht, sich mit den Charakteren zu verbinden, mit ihnen zu leiden, zu trauern, zu jubeln und zu lachen.
Die Sprache ist sehr angenehm zu lesen. Das kommt vermutlich auch von den wenigen Fehlern, die im Text eingebaut sind. Ich bin kein Fan von Ich-Erzählungen, aber in diesem Fall, das Leben aus der Perspektive des Horndämons zu betrachten, fand ich sehr erfrischend. Er fühlt keine Emotionen, bleibt immer sachlich und zeigt manchmal völliges Unverständnis für seinen Herrn.
Glücklicherweise fehlt die obligatorische Liebesgeschichte. Es passiert auch so genug, dass einem nicht langweilig wird.
Was mir allerdings fehlte, war eine wirkliche Wendung. Es war, besonders gegen Ende hin, immer sehr geradlinig und mir war schnell klar, was eigentlich hinter Erich steckt.
Auch fehlten mir Informationen zu den Mitreisenden, die plötzlich verschwanden und nicht mehr gesehen wurden.
Das Ende wirkte etwas gehetzt. Während der Aufbau am Anfang eher gemächlich war, rasten die letzten Kapitel geradezu dahin. Ein bisschen weniger Tempo hätte hier gereicht.
Die am Schluss offenen Fragen werden hoffentlich im zweiten Teil geklärt. Ich freue mich schon darauf, weiß aber nicht, ob es je einen geben wird.
Ich kann das Buch nur jedem der gerne Fantasy liest empfehlen. Er wird mit einer guten Geschichte in einer bunten, interessanten Welt belohnt.

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Tags: fantasy   (1)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science fiction

Azraels Auftrag

Ralf Oswald
E-Buch Text: 340 Seiten
Erschienen bei null, 30.10.2011
ISBN B0061LWF46
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In einer nicht näher definierten Zukunft kämpfen Jagdflieger gegen eine nicht näher definierte Bedrohung.
Gleichzeitig existieren die Wächter. Sie hatten einst ihr Bewusstsein vom Körper gelöst, als ihre Welt vernichtet wurde. Sie kümmern sich um den Ausgleich im Universum. Yin muss immer genug Yang gegenüberstehen und umgekehrt.
Doch der junge Azrael verfolgt offensichtlich seine eigenen Pläne. Er manipuliert ein neu erschaffenes Wesen, dass eigentlich zwei Piloten von der Erde dabei helfen soll, das Universum wieder ins Gleichgewicht zu bringen…
Die Geschichte selbst ist konfus, verwirrend und sprunghaft. Zusammenhänge werden nicht erklärt. Es gibt keine wirkliche Linie. Man erfährt nicht, warum es Atombombenselbstmordattentäter gibt oder was eigentlich der Sinn der Wächter genau ist.
Dadurch gelingt es einem nie wirklich, in die Welt abzutauchen, die hier eigentlich erschaffen wurde.
Dazu muss ich auch sagen, dass ich nur etwa ein Viertel der Geschichte geschafft habe, bevor ich das Buch entnervt und frustriert aus den Händen gelegt habe. Ich habe dabei gerade einmal die Wendung erreicht, bei der ein Flugzeug in ein anderes Kontinuum geschleudert wird und die Mannschaft zu einer Einheit damit verschmilzt.
Der Stil ist fürchterlich. Das Buch strotzt nur so vor Fehlern. Und damit meine ich noch nicht einmal schwer zu entdeckende, wie Groß- und Kleinschreibung, sondern einfache Fehler, die eine handelsübliche Rechtschreibprüfung leicht erkennen müsste.
Über weite Strecken gibt es keine Satzzeichen. Besonders bei direkten Reden ist das furchtbar, weil die teilweise sehr lange sind und man nicht weiß, wo sie begann und wo sie endet.
Dazu kommen unzählige Zeitenwechsel, manchmal innerhalb weniger Sätze oder sogar innerhalb des Satzes und ständige Wortwiederholungen.
Im E-Book gibt es außerdem keine Absätze. Es ist eine lange, geschriebene Wurst ohne Struktur.
Die Sprache gleicht stark der Jugendsprache, was mir den Verdacht aufdrängt, dass der Autor selbst noch nicht sehr alt ist. Technische Details sind sehr genau, auch wenn man nie erfährt, in welcher Zeit es spielt. Ich nehme an, es muss die Zukunft sein, weil es MP5 Dateien gibt. Aber wieso da Flugzeuge vorkommen, die kaum noch im Einsatz sind oder Schokoriegel, die es seit über 20 Jahren nicht mehr unter dem Namen gibt, konnte ich nicht herausfinden.
Die Dialoge sind meist witzlos und klingen, als würden sich junge Burschen unterhalten. Vielleicht sind Piloten aber auch wirklich so infantil, das kann ich nicht sagen.
Ich kann das Buch überhaupt nicht weiterempfehlen. Es war langweilig, verwirrend und äußerst schlecht geschrieben. Daher alle Daumen runter.

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Tags: science fiction   (1)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, high fantasy

Die Flamme von Atragon

Rainer Stecher
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Asaro Verlag, 15.03.2007
ISBN 9783939698043
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch selbst fängt sehr interessant an.

Es geht um Verrat und Ärger. Im Reich der Feen sitzt die auf dem Thron, die mit dem Bösen einst paktierte und ihm den Weg ins heiligste bahnte, um die dort lodernde Flamme zum Erlöschen zu bringen.

Doch auch dieser Verrat kommt auf und wird gesühnt. Doch das Böse gibt sich damit natürlich nicht ab und plant einen Angriff, der den Rest der Welt endlich unter die Kontrolle bringen soll.

Die Welt baut sich sehr langsam auf. Sie ist durchaus fantasievoll, wenn auch sehr flach und vor allem stereotyp.

Da sind die Feen auf der Seite des Guten, dagegen die Wächter und das Böse auf der anderen Seite. Näheres über den Konflikt erfährt man nicht. Auch über die Umstände der Intrige wird geschwiegen.

Macht in einem üblichen Buch die Aufdeckung der Intrige, die Konfrontation damit, der Konflikt bis zum Sieg des Guten, einen großen Teil der Geschichte aus, ist es hier in wenigen Kapiteln abgehandelt. Die Oberste wehrt sich noch nicht einmal wirklich dagegen. Es gibt keinen Widerspruch, keine Diskussion, keinen Streit, nichts.

Das ist ein Problem, das sich durch das gesamte Buch zieht. Es gibt keine Widersprüche, keinen Streit. Alles wird einfach so akzeptiert.

Die Figuren sind stereotyp, flach, austauschbar. Es gibt keinerlei Tiefgang. Die Guten sind ausnahmslos hübsch, gut und tun immer das Richtige. Die Bösen sind nur böse, hässlich und stinken.

Die Geschichte plätschert lange Zeit dahin, ohne dass wirklich Spannung aufkommen könnte. Der Zufall ist immer dann zur Stelle, wenn es gebraucht wird. Kein Charakter wird einfach geopfert um der Story Leben einzuhauchen. Es bleibt alles brav und sauber.

Der einzige Lichtblick ist das Ende. Damit hätte ich nicht wirklich gerechnet. Es ist ein Bruch mit dem restlichen Stil des Buches. Ich habe selten ein Buch gelesen, das so schlecht und düster endet. Das sollte wohl auch Lust auf mehr machen, aber mir nicht.

Die Sprache ist durchgehend einfach gehalten. Positiv ist, dass ich nur wenige Fehler gefunden habe.

Ich habe schon wesentlich bessere Bücher von freien Autoren gelesen. Ich kann dieses leider nicht wirklich weiterempfehlen.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

ebook, leserunde, lgbt, liebe, roman

Jahreswandel Tetralogie: Frühlingserwachen, Winterkälte, Herbstlaub, Sommerregen

Stephanie M. Schwartz
E-Buch Text: 662 Seiten
Erschienen bei Stephanie M. Schwartz, 30.03.2014
ISBN B00JDVQPYW
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zusammenfassungen und Einzelkritiken habe ich unter den jeweiligen Teilen gepostet. Ich hoffe es hilft bei der Entscheidungsfindung, ob es sich wirklich auszahlt, die Teile zu lesen oder nicht.
Wenn es positiv ausfällt, dann habe ich gesehen, dass das Paket mit allen Teilen günstiger ist, als wenn man die Teile extra kauft. Auch gibt es eine lange Leseprobe, die den Stil gut veranschaulicht.
Ich kann nur betonen, ich mochte den Stil. Die harte Erotik und auch die Gewalt. Die Beschreibung vom Drogenrausch und tiefster Depression. Die Recherchen waren wohl sehr genau oder basieren auf eigenen Erfahrungen.
Die Autorin beschönigt nur selten, nennt Dinge beim Namen und macht das teilweise sogar etwas zu detailliert. Das könnte abschrecken, gefiel mir aber sehr gut, weil es ein beinahe einzigartiges Merkmal ist.
Mir persönlich hat nur Teil vier nicht mehr so gefallen, doch das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Dennoch erhält das Gesamtwerk die höchste Punktzahl. Unbedingt empfehlenswert!

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Tags: lgbt, liebe, roman   (3)
 

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lgbt, liebe, roman

Frühlingserwachen (Jahreswandel Tetralogie)

Stephanie M. Schwartz
E-Buch Text: 162 Seiten
Erschienen bei Stephanie M. Schwartz, 28.10.2012
ISBN B009YK4B4S
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich habe dieses Buch von einer Freundin bekommen, die es offensichtlich irgendwo gecrackt heruntergeladen hat. Ich habe Teil eins also nicht gekauft, wofür ich mich auch bei der Autorin entschuldigen möchte. Dafür die anderen drei Teile.
Die Geschichte handelt von Carolina. Sie ist ein typischer Teenager, hat ihren ersten, wirklich ernsthaften Freund und macht die ersten Erfahrungen in Liebe und Sexualität. Doch etwas scheint nicht zu passen.
Über eine Internetseite lernt sie Andrea kennen. Das hübsche Mädchen ist dort auf der Suche nach Kontakten, denn sie ist lesbisch. Carolina denkt sich nicht viel dabei, sie möchte es einfach einmal probieren.
Nach einem Treffen der beiden Mädchen muss sie sich die grausame Wahrheit eingestehen: Carolina ist nicht "normal", sie ist lesbisch.
Das stürzt sie in ein tiefes Loch, das sie mit Alkohol, Drogen und Sex zu füllen sucht. Das geht sogar so weit, dass sie beinahe daran zu Grunde geht. Nur Alexander, der Außenseiter ihrer Klasse, steht ihr bei und hilft ihr sich so zu akzeptieren, wie sie ist.
Das sind nun wirklich nicht meine Geschichten. Ich habe es nur auf Empfehlung hin angefangen und dachte nicht viel darüber nach. Doch ich war schnell gefangen. Ich mochte den Stil, war überrascht über die doch sehr realistische Darstellung von Sex und Gewalt. Die Autorin nimmt hier kein Blatt vor den Mund, was ich so bisher noch nie erlebt habe. Für mich ein Alleinstellungsmerkmal der Schriftstellerin.
Nach wenigen Kapiteln war ich so weit, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Das passiert mir nicht sehr oft, was mich, angesichts des Themas, doch sehr überraschte.
Für ein Buch im Selbstverlag gibt es erstaunlich wenige Fehler darin. Der Stil ist durchgängig, wohl etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus gut. Es lässt sich flüssig und schnell lesen.
Das dramatische Ende war für mich eigentlich das Ende der Geschichte. Für mich war damit alles abgeschlossen. Als ich herausfand, dass es noch weitere Teile gibt, war ich zuerst verwirrt, aber muss sagen, dass auch die sich sehr gut in das Gesamtbild einfügen.
Eine klare Empfehlung von mir. Und nicht nur für Leute, die das Genre mögen, sondern meiner Ansicht nach sollte es ein jeder einmal, zumindest angelesen haben. Ich weiß nicht, ob Frau Schwartz hier von eigenen Erfahrungen berichtet oder nicht, aber es wirkt so lebhaft und vorstellbar, dass man mit den Figuren mitleidet.

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lgb, liebe, roma

Herbstlaub (Jahreswandel Tetralogie)

Stephanie M. Schwartz
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei Stephanie M. Schwartz, 08.10.2013
ISBN B00FQR47Q0
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wer Teil zwei noch nicht durch hat, sollte die Zusammenfassung nicht lesen, sondern nur die darauffolgende Kritik! Es würde sonst die Überraschung aus Teil 2 zerstören!


ACHTUNG!!! SPOILER!!!
Nach Ende von Teil zwei weiß man nun, dass es sich bei dem tätowierten Pornostarlet Elena um Carolina handelt. Sie hat ihre Vergangenheit, ihr Wesen, alles sehr erfolgreich verdrängt und mit Alkohol und Drogen vernichtet. Ihre Träume und dann Leas Tod ließen alles wieder zurückkehren und machten sie beinahe wieder zu dem Mädchen, das man in "Frühlingserwachen" kennengelernt hat.
Doch Elena ist erfolgreich. Sie wird Teilhaberin der Agentur, bei der sie angestellt ist und wird schließlich von Alexander aufgespürt, der von Andrea von ihr erfuhr, die Carolina auf einem Pornovideo wiedererkannte.
Das Treffen mit ihrem alten Freund bringt sie endgültig aus der Fassung und doch beschließt sie nun, Andrea wenigstens ein letztes Mal zu besuchen.
Die hat mittlerweile selbst mit Problemen zu kämpfen. Ausgerechnet sie wird von ihren psychischen Problemen übermannt und begibt sich in unglaubliche Gefahren deshalb. In ihrer kleinen Praxis, in einem kleinen Ort, scheint sie zwar glücklich, doch unter der Oberfläche brodelt es.
Kisha hat im gleichen Ort, nach abgeschlossenem Medizinstudium, eine Praxis übernommen und freundet sich immer enger mit Andrea an. Sie vermisst Alexander, den sie noch immer als einzige wahre Liebe ihres Lebens sieht. Und auch ihm fehlt seine temperamentvolle Ex.
ACHTUNG!!! SPOILER!!!


Der dritte Teil setzt nahtlos am zweiten an. Stil und Sprache bleiben gleich. Wie immer, wenig Fehler, leicht lesbar, gut ausgefeilte Sätze.
In diesem Teil wird auch das psychologische Thema weiter behandelt. Neben Elenas Depressionen kommt Andreas immer stärker werdende Sexsucht hinzu, die in, für sie, unglaublichen Taten endet.
Andererseits stehen alle Zeichen auf ein großes Finale, das am Ende sogar angedeutet wird. Doch das letzte Kapitel endet in einem Cliffhanger, dass ich mir nur dachte, dass kann aber jetzt nicht wahr sein. Ich musste fast drei Monate auf den vierten Teil warten, damit die Spannung, die Situation endlich aufgelöst wird und dann geschieht das dort erst im zweiten Kapitel! Frau Schwartz zeigt hier leicht sadistische Züge.
Fazit auch für den dritten Teil: ein empfehlenswertes Werk, einer durchaus talentierten Autorin.

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lgb, liebe, roman

Sommerregen (Jahreswandel Tetralogie)

Stephanie M. Schwartz
E-Buch Text: 182 Seiten
Erschienen bei Stephanie M. Schwartz, 28.02.2014
ISBN B00IQEHQRM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wer die ersten Teile noch nicht gelesen hat, sollte die Zusammenfassung nicht lesen, sondern nur die darauffolgende Kritik!


ACHTUNG!!! SPOILER!!!
Elena hat sich tatsächlich dazu durchgerungen Andrea zu besuchen. Sie stehen sich gegenüber und es scheint mit einem Mal alles so zu sein, wie es früher war.
Auch Alexander und Kisha kommen wieder zusammen. Doch das Idyll der vier Freunde in dem kleinen Ort wird durch den Pfarrer und den Bürgermeister getrübt.
Beide sehen es nicht gerne, dass die beiden Ärztinnen, die sie mit günstigen Konditionen in den Ort gelockt hatten, nicht ihren bürgerlichen Vorstellungen entsprechen. Man versucht zu vertreiben, besonders als rauskommt, dass der tätowierte Punk, der sich seit neuestem im Ort herumtreibt, die Freundin der Psychologin ist.
Die Schikanen der beiden und ihrer Gefolgsleute enden in Schmierattacken, Angriffen und Beschimpfungen, bis Elena das Zepter in die Hand nimmt. Sie konfrontiert den Bürgermeister bei einer Gemeinderatssitzung mit ihrem Beruf und setzt ihn dadurch unter Druck.
Doch der Kampf ist damit nicht ausgestanden sondern hat erst begonnen.
ACHTUNG!!! SPOILER!!!


Teil vier ist der Abschluss der Tetralogie. So habe ich ihn mit einem weinenden und einem lachenden Auge gelesen. Immerhin bedeutet es Abschied von Figuren, die man über die Seiten liebgewonnen hat. Andererseits muss ich sagen, war mir das Ende auch zu vorschriftsmäßig.
Dennoch kann ich als Fazit sagen, dass alle vier Teile empfehlenswert sind. Ich habe sie gern und vor allem immer schnell durchgelesen, was für mich immer ein gutes Zeichen ist.
"Sommerregen" ist der schwächste der vier Teile. Ich empfand ihn teilweise zäh, als hätte die Autorin versucht Seiten zu füllen. Mir gefällt auch das Ende nicht, aber das ist Geschmackssache. Deshalb gibt es für diesen Teil auch nicht die volle Punktzahl.
Bemerkenswert finde ich das Nachwort von Frau Schwartz. Bis dahin nahm ich an, dass sie selbst homosexuell ist und teils eigene Erfahrungen beschreibt. Dem ist wohl nicht so, was es für mich sogar noch etwas faszinierender macht, was sie hier geschaffen hat.

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lgb, liebe, roman

Winterkälte (Jahreswandel Tetralogie)

Stephanie M. Schwartz
E-Buch Text: 166 Seiten
Erschienen bei Stephanie M. Schwartz, 06.05.2013
ISBN B00CORKMQ4
Genre: Romane

Rezension:

Wer Teil eins noch nicht durch hat, sollte die Zusammenfassung nicht lesen, sondern nur die darauffolgende Kritik!


ACHTUNG!!! SPOILER!!!
Die Geschichte setzt einige Jahre nach dem Ende von Teil eins wieder ein. Andrea ist Studentin und teilt sich mit Alexander eine Wohnung. Die beiden stehen kurz vor dem Abschluss und sehen ihn mit gemischten Gefühlen.
Alexander möchte, nachdem Kisha ihn verlassen hat, Reporter werden, während Andrea sich als zukünftige Psychologin sieht. Nachdem Andrea von ihrer neuen Freundin betrogen wurde, geschieht etwas unglaubliches: Sie landet mit ihm im Bett. Die Freundschaft scheint nun zerstört.
Andererseits lernt man Elena kennen. Die junge Frau ist Pornodarstellerin, lebt abwechselnd in München und Los Angeles, ist am gesamten Körper tätowiert und gepierct. In München verliebt sie sich in die junge Tätowiererin Lea, die, genauso wie Elena, ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit hütet.
ACHTUNG!!! SPOILER!!!


Zum Stil gibt es eigentlich das Gleiche zu sagen, wie bereits bei Teil eins. Wobei ich fand, dass die Protagonisten tatsächlich reifer wirken. Waren sie in "Frühlingserwachen" noch Kinder oder Jugendliche, so wirken sie nun mehr wie Erwachsene. Ihre Sprache hat sich geändert und auch ihre Ansichten.
Die absichtliche Verwirrung des Lesers mit der Abwesenheit Carolinas, die ja die Hauptprotagonistin des ersten Teils war und die neuen Figuren, wird erst ganz am Ende aufgelöst und bringt einen kleinen Cliffhanger mit sich, der Lust auf Teil drei macht.
Ich muss sagen, ich war nach Teil eins überzeugt und wollte dann den zweiten auch unbedingt lesen. Es ist zwar noch immer nicht meine Art von Geschichte, aber das offensichtliche Können der Autorin hat mich einfach mitgerissen.
Ich kann auch Teil zwei nur weiterempfehlen!

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