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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

die vergessenen, owens, dystopie, ivy

Die Vergessenen (Inside Ellerboe Crest)

Ivy Owens
E-Buch Text: 244 Seiten
Erschienen bei neobooks, 06.10.2016
ISBN 9783738082500
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Nach einem großen Giftunglück existiert die Welt, wie wir sie heute kennen, nicht mehr. Das neue System, in dem die Überlebenden wieder eingegliedert werden, ist nach Farben aufgeteilt. Die 17-jährige Neyla ist eine Blue. Das heißt sie gehört zu den ärmsten Bewohnern von Ellerboe Crest. Die Grausamkeit des Staates wird ihr jedoch erst klar, nachdem nacheinander ihre Eltern und ihre große Liebe getötet werden und sie von einen Tag auf den anderen mit ihrer Schwester alleine dasteht.
Neyla beschließt, sich dem Rebell Liam anzuschließen und begibt sich bald in tödliche Gefahr. Und sie entdeckt etwas, das ihre Welt vollends ins Wanken bringt.

Meinung: „Die Vergessenen“ von Ivy Owens ist eine spannende Dystopie, die in einer Welt spielt, in dem die Menschen nach einem großen Unglück von der Regierung gerettet wurden. Leider haben sie bei dieser Rettung auch ihre Erinnerungen verloren, so dass nur wenige sich noch an die Zeit vor dem System erinnern. So vermisst auch keiner mehr das alte Rechtssystem, das so, schlicht und ergreifend, nicht existiert. Hier ist die Welt in Farben aufgeteilt, die entscheiden wie arm oder reich man ist und wie man lebt und arbeitet. Den Blue geht’s dabei am schlechtesten, denn sie leiden Hunger. Und den Blacks, zu denen die Regierung gehört, geht es dementsprechend am besten.
Die junge Neyla ist eine Blue und eigentlich glücklich mit ihrem Dasein, denn sie hat liebevolle Eltern, die sich um sie und ihre Schwester kümmern. Dann aber sterben die Eltern und Neyla muss Stärke beweisen, um sich und ihre Schwester durchzubringen. Als dann aber noch ihre große Liebe stirbt bricht ihre Welt vollends zusammen und sie schließt sich dem Rebell Liam an, der ebenfalls jemanden verloren hat.
Neyla hat mir sehr gut gefallen. Sie ist erstmal nur wütend, was sich erst durch Liam ändert. Im Laufe es Buches macht sie eine große Wandlung durch und hinterfragt alles immer mehr. Sie ist mutig und taff und sie würde alles für ihre geliebte Schwester tun.
Liam hat mir ebenfalls gut gefallen. Allerdings finde ich ihn oft zu aufbrausend, auch wenn das aufgrund seiner Erfahrungen, verständlich ist.
Die Geschichte an sich ist sehr spannend und man fragt sie die ganze Zeit was hinter allem steckt und was die Regierung noch unter Verschluss hält.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der einen sich auf den nächsten Band dieser Reihe freuen lässt, den ich unbedingt lesen möchte.

Fazit: Gelungene Dystopie über ein neues System und seine Geheimnisse. Mit einer mutigen Heldin in einer teilweise erdrückenden Welt.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

appalachian mountains, natur, appalachian national scenic trail, abenteuer, fernwanderweg

The Distance from me to you

Marina Gessner , Katrin Behringer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 06.03.2017
ISBN 9783845816043
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Die 17-jährige Kendra hat eigentlich alles was sie sich nur wünschen kann: den Highschoolabschluss in der Tasche wartet bereits ein College auf sie. Und auch ein Job, auf den sie sich freut. Dazu gibt’s noch verständnisvolle Eltern und genug finanziellen Rückhalt. Was Kendra aber wirklich möchte, ist, zusammen mit ihrer besten Freundin die 3.500 km des Appalachain Trails zu bewältigen. Dafür hat sie bereits alles geplant. Doch kurz vor der Abreise sagt ihr ihre beste Freundin ab und so beschließt das Mädchen, den monatelangen Fußmarsch allein zu bewältigen.
Unterwegs begegnet sie dem attraktiven Sam, dessen Zukunft ungewiss ist, und der den Trail scheinbar ziellos läuft. Die beiden verlieben sich ineinander. Doch kann diese Liebe im wirklichen Leben überhaupt bestand haben? Dann treffen die beiden eine folgenschwere Entscheidung und bald steht alles auf dem Spiel: ihre Liebe, ihre Zukunft und sogar ihr Leben.

Meinung: „The Distance from me to you“ ist mal was ganz anderes. Denn es geht nicht nur um Liebe und die romantische Geschichte zwischen Sam und Kendra. Es geht vor allem darum seinen Weg zu finden und zwar im eigentlichen und im übertragenen Sinne. Und es geht um Mut. Ausserdem gibt es Natur pur, da die Geschichte sich ja um den Appalachian Trail dreht. Die Autorin hat die Landschaft und die Natur sehr bildlich beschrieben, sowohl die schönen, als auch die Schattenseiten. Und so hatte ich oft das Gefühl wirklich dort zu sein.
Im Mittelpunkt stehen Kendra und Sam. Kendra ist sehr behütet aufgewachsen und man merkt, dass ihr nie an etwas gefehlt hat. Diese Wanderung ist eigentlich das Erste, was sie wirklich riskiert und selbst hier, hält sie sich noch an die Regeln und an den Weg. Ganz anders Sam, der eigentlich nur ziellos umher läuft, seit er vor seinem gewalttätigen Vater geflohen ist. Er wirkt von außen, mit seinem arroganten Lächeln und dem selbstbewussten Auftreten erst einmal sehr stark. Im Laufe des Buches lässt er sowohl Kendra, als auch den Leser, allerdings immer mehr von seiner verletzlichen Seite sehen.
Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Und sie ergänzen sich sehr schön. Durch Sam lässt sich Kendra zum Beispiel zu vielen Sachen überreden, die sie sonst wohl nie getan hätte. Und so erlebt sie das Abenteuer ihres Lebens.
Man merkt, wie sich beide Charaktere im Laufe des Buches verändern. Kendra wird immer stärker und erwachsener und Sam merkt, dass es wenigstens einen Menschen auf der Welt gibt, dem er nicht egal ist.
Das Buch und der Schreibstil haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte glänzt natürlich einerseits durch seine beiden starken Hauptcharaktere, aber auch durch seine Natur und die harten Bedingungen, die die Personen hier durchleben müssen.
Es ist ein Buch über Liebe, Erwachsenwerden, Mut und dem Überleben, das den Leser erst einmal sprachlos zurücklässt und nicht mehr loslässt.

Fazit: Spannendes Buch über die Liebe und das Leben. Sehr zu empfehlen.

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208 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 97 Rezensionen

liebe, abschiebung, schicksal, usa, new york

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Als Daniel und Natasha zufällig aufeinandertreffen, fühlt sich der junge Koreaner gleich von der Jamaikanerin angezogen. Er hat einen Tag, um sie davon zu überzeugen, seine Gefühle zu erwidern. Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll das Land noch heute Abend verlassen.

Meinung: „The Sun is also a Star“ ist eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Schicksal und auch darüber, was ein Moment alles verändern kann. Erzählt wird abwechselnd von Natasha und Daniel. Dabei wird schnell klar, wie unterschiedlich die beiden sind. Während sie alles wissenschaftlich sieht, glaubt er an Liebe und Schicksal und versucht, auch sie davon zu überzeugen. Beide waren mir jedoch sofort sympathisch. Es macht unheimlichen Spaß diesen Tag mit den beiden zu erleben und in ihre Geschichten einzutauchen. Ausserdem schwebt über ihnen immer das Damoklesschwert in Form der drohenden Abschiebung, was noch zusätzlich Spannung aufbaut.
Was ich als sehr ungewöhnlich an diesem Buch empfinde, ist, dass immer kleine Geschichten dazuwischen geschoben werden. Das kann die Liebesgeschichte von Natashas Rechtsanwalt sein, oder eine Art Aufklärung über Haare. Alles ist sehr informativ und lädt den Leser auf die eine oder andere Weise zum Nachdenken ein. Wie eigentlich das ganze Buch.
Wie bereits in „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ ist der Autorin hier wieder ein wundervolles, rührendes Jugendbuch gelungen, das man auf jeden Fall lesen sollte.

Fazit: Lesenswertes Jugendbuch über die Macht der Liebe und des Schicksals.

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29 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

sinclair, grusel, baumhaus, geister, johnny sincliar

Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger

Sabine Städing
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783833904677
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt: Der 12-jährige Johnny Sinclair liebt die Geistergeschichten seines Namensvetters und möchte am liebsten ein Geisterjäger werden. Praktisch, dass er auf einer Burg lebt, in der es spukt. Aber erst, nachdem er im Sumpf einen sprechenden, wenn auch recht altklugen, Schädel findet, hat er eine Chance gegen die unheimlichen Erscheinungen. Und bald muss er merken, dass ihm ebenfalls Schwierigkeiten von anderer Seite drohen.

Meinung: „Johnny Sinclair- Beruf: Geisterjäger: Band 1“ ist ein spannender, leicht unheimlicher Roman, der für Groß- und Klein geeignet ist. Im Mittelpunkt steht der 12-Jährige Johnny Sinclair, der auf einer unheimlichen Burg lebt. Johnny ist mutig und neugierig und er sieht Geister. Deswegen wird er schon bald von seinen Mitschülern und sogar seiner geliebten Nanny schief angesehen. Auch sein bester Freund glaubt ihm erst einmal nicht. Erst in einem sprechenden Schädel, den er im Sumpf findet, findet er einen Verbündeten. Und jemanden, der ihn in Geistersachen beraten kann. Denn in der Burg tummeln sich die Geister geradezu und Johnny beschließt ein Geisterjäger zu werden.
Dies ist jedoch schwerer als gedacht und außerdem merkt der taffe Junge, dass nicht nur tote Dinge einem gefährlich werden können.
Die Geschichte ist sehr spannend und der Schreibstil flüssig. Vor jedem Kapitel befindet sich eine kleine Zeichnung, die zum jeweiligen Thema passt und den Leser noch mehr in das Buch hineinzieht. Ebenso wie einige Illustrationen zwischen den Seiten.
Die Charaktere, egal ob Johnny, sein bester Freund, der besserwisserische Schädel oder das Voodoo praktizierende Kindermädchen, wirken lebendig und sympathisch.
Die Geschichte ist teilweise unheimlich. Allerdings an keiner Stelle blutig, so dass sie sicher ebenfalls etwas für jüngere Leser ist.
Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten und ich empfehle es Fans von Geisterjägergeschichten und harmlosen Grusel.

Fazit: Gute Gruselgeschichte für Jung und Alt. Sehr zu empfehlen.

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18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

endzeit, dystopie, tiefenwelt, jugendbuch, drachenmond verlag

Tiefenwelt

Theresa Sperling
Flexibler Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 25.03.2017
ISBN 9783959913430
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Die Brüder Lenyo und Nebo leben mit ihren Eltern in ärmlichen Verhältnissen. Um dem zu entfliehen begibt sich Lenyo in die sagenumwobene Tiefenwelt, wo Widerständler leben und man frei sein soll. Er entscheidet, sich ihnen anzuschließen und für die Rechte der Menschen zu kämpfen. Was er nicht weiß, ist, was seine Familie inzwischen durchmacht und Nebo längst gefangen genommen wurde. Ausserdem breitet sich ein tödliches Virus aus, das immer mehr Menschen grausam hinrichtet.

Meinung: „Tiefenwelt“ ist eine interessante Dystopie, die sich mit dem Schicksal einer ganzen Familie befasst. Oft steht zwar Lenyo im Mittelpunkt, aber es geht eben auch um seinen Bruder Nebo und seine Eltern, die alle unter den menschenunwürdigen Verhältnissen einer abgeriegelten Stadt leiden. Hierbei wird aus den verschiedenen Sichtweisen eben dieser Personen erzählt. Dabei habe ich sie alle in mein Herz geschlossen und mit ihnen mitgefiebert. Die Charaktere sind gut gemacht und wirken lebensecht. Die Nebenfiguren sind ebenfalls gut durchdacht. Am besten hat mir hier der leicht verrückt erscheinende Gefängnisgenosse von Vater Lugh gefallen, da man bei ihm den Großteil des Buches nicht weiß, woran man genau ist.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Welt wirkt echt und beklemmend.
Am besten hat mir allerdings das letzte Kapitel gefallen, da ich mit so einem Ende nicht gerechnet hatte.

Fazit: Gute Dystopie über das Schicksal einer ganzen Familie, gut geschrieben und mit einem überraschenden Ende.

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316 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

1001 nacht, liebe, fluch, orient, magie

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Shahrzad und Chalid lieben sich. Aber der Fluch, der noch immer auf dem Kalifen lastet, verhindert, dass die beiden zusammen sein können.
Deswegen verlässt Shahrzad den Palast und ihre große Liebe. Denn sie weiß, bevor sie miteinander glücklich werden, muss der Fluch gebrochen werden. Dabei bekommt das Mädchen Hilfe von unerwarteter Seite. Aber auch Feinde, mit denen sie nicht gerechnet hat.

Meinung: Bei „Rache und Rosenblüte“ handelt es sich um das zweite und letzte Buch, dass die Autorin Renée Ahdieh um Shahrzad und Chalid geschrieben hat. Und es ist sehr spannend. Denn es geht nicht nur um Liebe, es geht auch um Mut, Freundschaft und Ehre. Ausserdem fühlt sich der Leser wie in einer Geschichte aus 1001 Nacht.
Im Mittelpunkt stehen natürlich Shahrzad und Chalid. Aber auch Shahrzads kleine Schwester bekommt nun eine größere Rolle. Und andere liebgewonnene Figuren sind ebenfalls mit dabei. Ebenso wie das eine oder andere magische Beiwerk, dass für neue Abenteuer sorgt.
Der Schreibstil ist flüssig und schafft es, etwas märchenhaftes zu vermitteln, allerdings sehr viel abenteuerlicher. Man fühlt sich eben in Shahrzads Welt hineingezogen und möchte sie am liebsten nicht mehr verlassen.
Allerdings wirken die Figuren leicht verändert. Während Chalid nicht mehr so unnahbar wirkt, haben sich sein Hauptmann und sein Leibwächter nun vor ihm zurückgezogen. Und so steht der junge Kalif so allein da, wie noch nie. Und das, während Shahrzad in der Wüste zu spüren bekommt, dass sie als neue Kalifin nicht erwünscht ist. Beide haben also erstmal wieder die eine oder andere Prüfung zu bestehen und wirken deutlich erwachsener. Leicht jähzornig sind sie aber immer noch, was den Leser öfters zum schmunzeln und sie selbst in Schwierigkeiten bringt.
Alles in allem ist „Rache und Rosenblüte“ ein gelungenes Finale, einer schönen 2-teiligen Geschichte. Jeder der „Zorn und Morgenröte“ mochte, wird dieses Buch lieben.

Fazit: Gelungene Fortsetzung einer Geschichte um die große Liebe, Mut, Freundschaft und Ehre. Sehr zu empfehlen.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

kühlschrank, lichttherapie, kurzgeschichte, depressionen, uv-strahlen

Lichttherapie

Lyl Boyd
E-Buch Text
Erschienen bei BoD E-Short, 28.03.2017
ISBN 9783743176362
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Von Grün ist seit einem Jahr Biologe bei einer angesehenen Consulting-Firma, als ihn sein Chef zu sich zitiert. Aus anfänglicher Unsicherheit entwickelt sich ein interessantes Gespräch um den Nutzen von Licht und dessen Wirkung auf Nutzpflanzen.

Meinung: Eine sehr interessante Kurzgeschichte des Autors Lyl Boyd, die Einblicke in ein zukunftsorientiertes Lichtverfahren gibt. Von Grün und sein Chef unterhalten sich angeregt über die Lichttherapie bei Pflanzen und welche Auswirkungen dies haben könnte. Der junge Biologe macht sich dazu seine eigenen Gedanken und lässt den Leser seinen Kühlschrank mit anderen Augen sehen und vor allem aufmachen.
„Lichttherapie“ bringt den Leser zum Nachdenken und ist eine schöne Kurgeschichte für zwischendurch.

Fazit: Gute Kurzgeschichte mit ungewöhnlichem Ansatz. Hat mich gut unterhalten.

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81 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

dystopie, japan, vollkommenheit, amaterasu, kim kestner

Sakura: Die Vollkommenen

Kim Kestner
E-Buch Text: 337 Seiten
Erschienen bei digi:tales, 23.03.2017
ISBN 9783401840017
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Juri lebt, wie viele andere, in einem mehrstöckigen Höhlensystem und hat nie die Sonne gesehen. Und gerade die Bewohner von Ebene 1, die ganz unten liegt, müssen täglich um ihr Überleben kämpfen. Als der Kaiser zur „Blüte“ ruft weiß Juri, dass es die einzige Chance ist aus Elend und Krankheit zu entkommen. Doch sie ist nicht makellos genug, um auserwählt zu werden. Also verkleidet sie sich kurzerhand als Junge und mischt sich unter die Probanten. Aber sie hat nicht mit den harten Prüfungen gerechnet. Und auf keinen Fall mit einem Prinzen, der auf sie aufmerksam wird.

Meinung: Von „Sakura: Die Vollkommenen“ bin ich mehr als begeistert. Diese Dystopie schlägt einen in den Bann und lässt den Leser einfach nicht mehr los. Die Welt, in der die Protagonisten um ihr Leben kämpfen, ist gleichzeitig verstörend, als auch faszinierend und ich wollte von Seite zu Seite mehr über sie erfahren.
Ausserdem ist Juri einfach klasse. Sie musste ihr Leben lang immer um alles kämpfen und ist ganz alleine auf der Welt. Und sie ist nicht perfekt, da sie sehr maskulin ist. Aber sie ist stark, mutig und einfach sehr sympathisch. Eine Heldin eben, mit der ich super mitgefiebert habe. Auch die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen. Ob nun Proband Dom, der sich sehr um Juris Freundschaft bemüht, oder der Prinz, der bisher von dem Elend in seinem Volk nicht besonders viel mitbekommen hat. Alle sind auf ihre Weise klasse.
Es gibt in diesem Buch viel Action und Spannung, aber auch eine zarte Liebesgeschichte, die mich vollkommen überzeugen konnte.
Der tolle Schreibstil von Kim Kestner, von der mich schon mehrere Bücher fesseln konnten, rundet den positiven Gesamteindruck dieser außergewöhnlichen Dystopie ab.
Von daher vergebe ich hier volle fünf Sterne. Denn dieses Buch ist einfach nur empfehlenswert und nicht nur Freunde von Dystopien werden hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Empfehlenswert. Unbedingt lesen!

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

die elite fire, elemente, zweiter teil, liebe, haven

Fire

Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 06.04.2017
ISBN 9783646603385
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Malia beherrscht ihr Element immer besser. Trotzdem traut sie ihren Fähigkeiten nicht richtig. Als sie sich dann plötzlich im Krieg wieder findet muss sie alles einsetzen, um sich und die, die sie liebt, zu retten: Ihre Fähigkeiten, ihre Kampfkunst und sogar ihr dummes Herz, dass sich trotz aller Widerstände nach Chris sehnt.

Meinung: Der zweite Teil der Elite-Reihe konnte mich, ebenso wie der erste überzeugen. Die Geschichte beginnt dort, wo „Spark“ endete und somit ist man als Leser schnell wieder in der Geschichte drin. Für Malia ist das Training nun vorbei und so beginnt der Ernst des Lebens, denn die Soldaten von New Asia sind bereits nah.
Was mir hier sehr gut gefallen hat, ist, dass die liebgewonnenen Figuren aus „Spark“ wieder mit dabei sind. Und hierbei meine ich vor allem die Nebencharaktere, denn dass Malia und Chris wieder mitspielen, ist ja klar. Ihre gemeinsame Geschichte gefällt mir immer besser, auch wenn gerade er sich in Bezug auf seine Gefühle sehr bedeckt hält. Trotzdem stimmen einfach die Schwingungen zwischen den beiden. Sogar beim Lesen bekommt man schon Herzklopfen.
Natürlich geht es aber nicht nur um die beiden, es geht vor allem um Malia und ihre Gefühle, auch ihre Angst um ihre Familie. Dieser Band ist auch brutaler als der erste, denn nun befinden wir uns ja im Krieg.
Das Buch ist rasant geschrieben, spannend, teilweise regelrecht prickelnd und bis zur letzten Minute lesenswert.
Da dieses Buch, genau wie der erste Band, mit einem Cliffhanger endet, kann ich es nun kaum erwarten den 3. Teil dieser gut gemachten Reihe zu lesen.

Fazit: Gelungener 2. Teil einer tollen Reihe. Wer „Spark“ mochte, sollte unbedingt auch „Fire“ lesen. Ich freue mich nun auf den 3. Band.

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160 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

zeitreise, fantasy, jugendbuch, liebe, zeitreisen

Forever 21

Lilly Crow
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600443
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Ava ist 21 Jahre alt. Und durch einen Fluch dazu verdammt, es für immer zu bleiben. Und dies nicht mal in ihrem eigenen Körper, denn ihre Seele reist durch die Zeit in andere junge Frauen, um Paare zusammen zu bringen. Umso länger sie hierfür braucht, umso größer werden die Schmerzen in ihren „geliehenen“ Körpern. Als die junge Frau Kyran trifft geschieht etwas, dass für Ava noch ungewöhnlicher ist, als ihre Zeitsprünge: Sie verliebt sich in den schüchternden Denker. In seiner Nähe sind sogar die Schmerzen zu ertragen. Doch kann ihre Liebe eine Zukunft haben, wenn Ava in der nächsten Minute in einer anderen Zeit und einem anderen Körper ist?

Meinung: „Forever 21: Zwischen uns die Zeit“ ist der erste Teil einer neuen Reihe der Autorin Lilly Crow. Schon nach den ersten Seiten hat mich diese Geschichte gefesselt und nicht mehr losgelassen und das, obwohl ich eigentlich nicht sooo sehr auf Liebesromane stehe und dieses Buch schon alleine durch Avas Aufgabe sehr viel davon hat.
Nur hat „Forever 21“ eben noch mehr als das. Ja, die Paare, die Ava zusammenbringt, haben mich teilweise sehr berührt und ich fand ihre Geschichten spannend, rührend und wunderschön. Aber es ist Ava selbst, die mich noch mehr mitgenommen hat. Man merkt ihr ihre Verzweiflung und ihre Trauer ständig an. Denn es ist natürlich belastend für sie unter dieser Strafe zu leiden und kein eigenes Leben mehr zu haben. Aber sie ist auch mutig und hat einen tollen Humor. Ausserdem kniet sie sich wirklich in ihre Aufgabe und es hat Spaß gemacht darüber zu lesen. Zwischendurch wird immer mehr klar, warum die junge Frau unter diesem Fluch steht, aber darüber möchte ich hier nicht mehr verraten, um die Spannung nicht zu zerstören.
Kyran hat mir als Charakter ebenfalls sehr gefallen. Er hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten und stürzt sich praktisch in Theorien von Zeitreisen, mit denen er diesen Schicksalsschlag ungeschehen machen könnte. Er ist sehr bodenständig, unheimlich intelligent und sehr lieb. Schon die erste Begegnung mit Ava hat etwas magisches an sich und so kommt es, dass er die junge Frau nicht vergessen kann.
Die Geschichte ist sehr spannend. Neben der eigentlichen Geschichte zwischen Ava und Kyran gibt es eben noch mehrere „kleinere“ Geschichten, die von Avas Aufgaben erzählen. Jede davon hat mich gepackt und konnte mich mitnehmen. Sei es nun in der heutigen Zeit oder in der Vergangenheit.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildlich und man kann sich in allen Situationen, in die Ava gerät, sehr schnell zurecht finden. Auch die Körper und die Umstände, in der sie landet, sind stets gut beschrieben und dadurch gut vorstellbar.
Im Großen und Ganzen hat mir dieses Buch also sehr gut gefallen und ich bin von dieser doch sehr andersartigen und neuen Idee regelrecht begeistert.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band dieser ungewöhnlichen Reihe und gebe diesem Buch wohlverdiente fünf Sterne.

Fazit: Tolle Grundidee, sympathische Charaktere und eine ungewöhnliche und nicht zu schnulzige Liebesgeschichte. Sehr zu empfehlen. Bitte mehr davon.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

historisches, neugier, geburtstag, abenteuer, hafe

Der Traum von New Providence (Anne Bonny Kurzgeschichten)

Ann-Kathrin Speckmann
E-Buch Text: 16 Seiten
Erschienen bei neobooks, 01.03.2017
ISBN 9783742795373
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Anne hat Geburtstag. Doch statt im Mittelpunkt zu stehen, vermiesen ihr der kleine Bruder und die Stiefmutter alles. Enttäuscht beschließt sie sich selber das beste Geburtstagsgeschenk zu machen, indem sie sich am Hafen ein neues Schiff ansehen möchte. Doch als zwei Matrosen verfrüht zurückkehren gerät das Mädchen in Schwierigkeiten.

Meinung: Bei „Der Traum von New Providence“ handelt es sich um eine Kurzgeschichte über die spätere Piratin Anne Bonny. Es ist ausserdem die Vorgeschichte der Anne Bonny-Reihe von Ann Kathrin Speckmann und somit für Kenner dieser Bücher, sowie auch für Neueinsteiger gut zu lesen.
Im Mittelpunkt steht die 12-jährige Anne, von der man bereits schnell merkt, dass sie eben kein typisches Mädchen ist. Statt Kaffee trinken und schöner Kleider hat sie eher Steinschleudern und Schiffe im Kopf. Als ein neues Schiff im Hafen anlegt, beschließt sie, dieses auf eigene Faust zu besichtigen. Doch dieses Unterfangen ist natürlich nicht ganz ungefährlich. Und bald belauscht Anne zwei Matrosen bei einem Gespräch über das legendäre New Providence, gerät aber kurz darauf auch in Gefahr, als die beiden das Mädchen entdecken.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und die Kurzgeschichte ist mal eben nebenbei zu lesen und bietet einen wunderbaren Einblick in Annes Welt und ihre Denkweise.
Wer die anderen Bücher bereits gelesen hat, sollte sich diesen kleinen Happen nicht entgehen lassen. Und wer sie noch lesen möchte, für den ist dieses Buch eine wunderbare Einführung.

Fazit: Schöne Kurzgeschichte aus der Welt von Anne Bonny. Für Leser der anderen Bücher, oder solche, die es noch werden wollen, gleichermaßen zu empfehlen.

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136 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

dystopie, marthas widerstand, kerry drewery, death is justice, medien

Marthas Widerstand

Kerry Drewery , Sabine Bhose
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600436
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Martha ist des Mordes angeklagt. Und deswegen wird sie nun eine Woche lang von Zelle 1 bis Zelle 7 wandern. Falls das Volk sie dann für schuldig hält, wird sie hingerichtet werden. Da die Umfragen bereits ergeben, dass Martha keine große Chance hat, sieht das Mädchen damit ihrem Tod entgegen.
Aber Martha hat genau auf diesem Ausgang gehofft. Denn sie will das korrupte System aufzeigen und die Menschen wachrütteln. Selbst wenn sie dafür ihr Leben lassen muss.

Meinung: Schon als ich das erste Mal von dieser Geschichte hörte, war für mich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Die Grundidee ist einfach zu andersartig.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Leser wird gleich in die Welt von Martha hineingeworfen, und trifft sie in dem Moment, in dem sie verhaftet wird und den Mord gesteht. Von da aus wird dann aus den Sichtweisen verschiedener Personen erzählt. Ausserdem gibt es noch eine Fernsehsendung, die sich eher wie ein Drehbuch liest, und regelmäßig „eingeblendet“ wird.
Ebenfalls gibt’s immer wieder Rückblenden, die erklären, wie Martha überhaupt in diese Situation kommen konnte.
Was ich etwas schade finde, ist, dass ich leider viele Wendungen schon vorher vorhersehen konnte. Allerdings gab’s zum Ende hin dann doch noch einige Überraschungen, die mich richtig mitreißen konnten. Auch emotional ging’s dann noch mal richtig zur Sache.
Bei den Charakteren konnte ich mich am meisten mit Eve, Marthas psychologischer Betreuung anfreunden. Von ihr erfährt man einfach am Meisten. Selbst bei Martha bleibt ansonsten, leider noch sehr viel im Dunkeln. Trotzdem war sie mir ebenfalls sehr sympathisch, da sie unheimlich mutig ist. Ausserdem schätze ich, man muss jemanden einfach mögen und vor allem mit ihm mitfühlen, wenn man ständig seine Todesangst und seine Zweifel mitbekommt.
„Marthas Widerstand“ ist eine tolle Dystopie, die sehr auf den Gerechtigkeitssinn der Menschen anspielt. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie dieses Buch ausgehen kann. Und gerade im hinteren Drittel konnte ich es dann gar nicht mehr aus der Hand legen.
Alles in allem konnte mich das Buch also, trotz einiger vorhersehbarer Stellen, vollkommen überzeugen und ich freue mich schon auf weitere Bücher dieser Reihe und/oder der Autorin.

Fazit: Dieses Buch ist mal was ganz anderes und ich mochte sowohl Grundidee, als auch Umsetzung. Ja, die Geschichte weißt kleine Schwächen auf, aber sie ist trotzdem lesenwert und vollkommen zu empfehlen.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sonne und Beton

Felix Lobrecht
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 10.03.2017
ISBN 9783961010028
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Neuköln im Sommer: Lukas und seine Freunde wollen am Liebsten woanders sein. Sie kiffen, klopfen Sprüche und versuchen zwischen der ganzen Kriminalität irgendwie zu überleben. Schule schwänzen und Schlägereien gehören hier schon zum guten Ton. Ausserdem ist Lukas der einzige Deutsche in seiner Klasse und gibt sich daher lieber als Pole aus.
Dann treffen die Jungs eine folgenschwere Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern könnte.

Meinung: In „Sonne und Beton“ geht es um das Leben im Großstadtghetto. Genau genommen in Neuköln. Im Mittelpunkt steht Lukas, der einer der wenigen Deutschen ist, die in seinem Viertel zu finden sind. Er ist ein normaler Jugendlicher, der versucht über die Runden zu kommen. Am Besten ohne verprügelt zu werden oder schlimmeres. Denn Kriminalität und Gewalt sind hier an der Tagesordnung.
Ihm zur Seite stehen seine drei Kumpels Gino, Sanchez und Julius. Ihnen scheint er sogar näher zu sein als seiner Familie, die aus seinem Vater und seinem älteren Bruder besteht. Der Bruder wohnt allerdings nicht mehr zuhause und mit seinem Vater kommt Julius nicht sonderlich gut klar.
Die Jungs und die Umgebung fand ich sehr authentisch beschrieben. Und zwar sowohl die Jugendlichen als auch die Reaktionen der Erwachsenen. Hierbei wird vor allem klar, dass die Jungs, obwohl sie Eltern und Lehrer zur Verfügung hätten, eigentlich auf sich alleine gestellt sind. Der Generationskonflikt kommt neben der Gewalt nämlich ebenfalls gut rüber.
Mit der Sprache in dem Buch hatte ich erst meine Probleme, denn die Jugendlichen reden vor allem in Jugendsprache. Und das auch nicht in bestem Deutsch. Ich hatte mich dann aber doch schneller als erwartet daran gewöhnt und wurde anschließend vom Buch gefesselt.
Der Schreibstil und die Beschreibungen des Autors wirken sehr authentisch. Die Umgebung und die Ereignisse sind allesamt glaubwürdig und kommen echt herüber.
Es werden verschiedene Probleme thematisiert. Es geht um Gewalt, Rassismus (auch gegen Deutsche) und Probleme in der Familie. Ausserdem um den alltäglichen Wahnsinn, den das Leben im Großstadtdschungel mit sich bringt.
Alles in allem ist das Buch sehr interessant, informativ, spannend und auch fesselnd und ich empfehle es auf ganzer Linie.

Fazit: Gutes Buch über das Überleben in Neuköln. Authentisch geschrieben und spannend umgesetzt.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

rumpelstilzchen, könig, veitsdom, armut, zauberin

Kindsräuber (Nora Bendzkos Galgenmärchen 2)

Nora Bendzko
E-Buch Text: 738 Seiten
Erschienen bei null, 01.03.2017
ISBN B06XD7LK4J
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Prag 1620: Es herrscht Krieg. Gewalt und Hunger sind an der Tagesordnung. Aber es gibt noch andere Gefahren. Ein toter Junge, der Rumpelstilzchen genannt wird, geht um. Wo er auftaucht, verschwinden Kinder. Die Geisterseherin Alene, die nun ebenfalls schwanger ist, will ihr Kind um jeden Preis beschützen. Als ihr Kindheitsfreund Patrik auftaucht und sie mit zum Königspaar nehmen möchte, glaubt sie sich in Sicherheit. Aber Rumpelstilzchen scheint auch im Schloss sein Unwesen zu treiben. Kann Alene sich und ihr Kind retten?

Meinung: „Kindsräuber“ von Nora Bendzko ist eine Adaption des bekannten Märchens Rumpelstilzchen. Allerdings geht es hier sehr viel düsterer zu, als in der ursprünglichen Form. Schon alleine die Umgebung und der Krieg lassen eine eher gedrückte Atmosphäre aufkommen. Und die Geister, die Alene sieht, lassen es noch etwas dunkler werden.
Gerade das hat mir hierbei allerdings gut gefallen, da es eine ganz andere Art ist, Rumpelstilzchen zu erzählen.
Im Mittelpunkt steht Alene, die versucht, sich und ihren Vater irgendwie über Wasser zu halten. Als sie wegen ihrer Schwangerschaft in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, müssen die beiden noch mehr Hunger erleiden, als ohnehin schon. Alene ist sehr stark und bereit für die, die sie liebt zu kämpfen. Sie ist zäh und alles andere als ein Püppchen. Ausserdem kann sie Geister sehen. Eine Gabe, die sie lieber geheim hält.
Die Geister in diesem Buch, allen voran der tote Junge, sind sehr unheimlich und somit total glaubwürdig. Sie lassen einen richtige Schauer über den Rücken kriechen und ziehen den Leser noch mehr in das Buch hinein.
Neben Alene spielt ihr Kindheitsfreund Patrik eine große Rolle. Er ist ein guter Mann, der allerdings ebenfalls schon viel durchmachen musste. Er nimmt Alene mit zum Schloss, weil er ihr helfen möchte.
Die Königsfamilie fand ich sehr interessant. Es wird jedoch schnell klar, dass auch Reiche in dieser Zeit ihre eigenen Probleme haben. Und ehe es sich Alene versieht, wird sie auch hier mit hineingezogen.
Die Geschichte an sich ist mal spannend, mal romantisch, mal düster und mal traurig. Alles in allem hat das Buch also alles, was der Leser sich nur wünschen kann. Der flüssige Schreibstil rundet die Geschichte ab, die ich hiermit vollkommen empfehle.

Fazit: Empfehlenswerte, sehr düstere, Neuinterpretation des Märchenklassikers „Rumpelstilzchen“.

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(16)

19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

geist, ermittlungen, mord, eifersucht, flüchtlinge

Kinderseelen-Hölle

Karin Franke
E-Buch Text: 252 Seiten
Erschienen bei null, 17.01.2017
ISBN B01MS8SJYQ
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Als die Psychologin Anita Lehmann tot aufgefunden wird und die Polizei im Dunkeln tappt, beginnen Kathi und ihr Geisterpartner Richie zu ermitteln. Schnell wird klar, dass es hier nicht „nur“ um Mord, sondern auch um Kindesmissbrauch gehen könnte. Richie heftet sich an Anitas letzten Fall und macht eine schreckliche Entdeckung.

Meinung: „Kinderseelen-Hölle“ ist mehr als nur ein Krimi. Sicher, es geht um einen Mordfall, der hier auch sehr spannend dargestellt wird. Bis zur letzten Seite wusste ich nicht, wer der Mörder ist, was mir sehr selten passiert.
Aber es geht auch um Kindesmissbrauch. Und dieses Thema, so wie es in diesem Buch dargestellt ist, kannte ich noch nicht. Es sollte mehr Bücher wie dieses geben. Schon alleine, um die Eltern und Angehörigen zu informieren. Und obwohl es sich hier um einen fiktiven Fall handelt, fand ich ihn sehr verstörend und beängstigend. Die Autorin hat sowohl Täter, Opfer, als auch die Familien der beiden sehr realistisch dargestellt, ebenso wie ihre Reaktionen. Gerade dies macht es sehr glaubwürdig und eben so verstörend.
Das Buch und die Charaktere sind gut beschrieben. Ich kannte noch keinen der anderen Richie-Krimis, kam aber gut in die Geschichte hinein. Einzig den Nebeninformationen, wie zum Beispiel Kathis Familienleben hätte ich mit Vorkenntnissen sicher besser folgen können. Der eigentliche Fall konnte mich allerdings auch so fesseln.
Alles in allem ist „Kinderseelen-Hölle“ ein spannender, unblutiger Krimi, der allerdings durch seine Nebenthematik des Kindesmissbrauches sehr unter die Haut geht. Für Fans des Genres ist dieses Buch zu empfehlen.

Fazit: Ein andersartiger Krimi, über Ermittlungen mit einem Geist. Gute Figuren, spannender Krimi, allerdings ist das Thema Kindesmissbrauch, das hier ebenfalls aufkommt, sehr erschütternd.

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(60)

77 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

abenteuer, fantasy, freundschaft, akademie, jugendbuch

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White , Ulrike Köbele , Timo Grubing
Fester Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522505437
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt: Für das Waisenmädchen Anne geht ein Traum in Erfüllung, als sie in eine der beliebten Abenteuerakademien aufgenommen wird. Allerdings währt die Freude nur kurz, denn sie erfährt, dass sie innerhalb von nur drei Tagen eine Mission für Fortgeschrittene erfüllen muss, die sogar das Schicksal der Welt entscheiden könnte. Todesmutig stürzt sie sich in das Abenteuer ihres Lebens, begleitet von ihrer besten Freundin Penelope und dem Zauberer Hiro. Dabei muss sie Rätsel lösen, Prüfungen bestehen und natürlich gegen allerlei Kreaturen antreten. Der schlimmste Gegenspieler wartet allerdings noch auf sie.

Meinung: „Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer“ ist ein spannender Reihenauftakt, der vor allem durch seinen Charaktere und den vorkommenden Humor glänzt. Im Mittelpunkt stehen Anne und ihre Freunde, die alle sympathisch und mutig sind. Gerade Anne und Penelope habe ich schnell in mein Herz geschlossen, denn die beiden Waisenmädchen sind einerseits herrlich normal und andererseits eben sehr abenteuerlustig und risikofreudig. Mit ihnen wäre ich in dem Alter sehr gerne befreundet gewesen und hätte mich einfach mitziehen lassen.
Aber auch die Nebenfiguren konnten mich vollkommen überzeugen. Ob nun die fiese Leiterin des Waisenhauses oder der Roboter aus der alten Zeit, alle haben ihren ganz eigenen Charme.
Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen und wirft den Leser in eine magische Welt voller Zombiehaie, Sandwölfe und ähnlichem.
Das Buch ist nicht nur für Kinder und Jugendliche interessant, sondern für Leser jeden Alters geeignet. Es ist einfach magisch und voll von Freundschaft und Abenteuern. Und das kann man ja in jedem Alter gebrauchen.
Am Liebsten mochte ich bei diesem Buch aber den Humor. Ständig muss man schmunzeln oder lachen, denn einige Szenen und Unterhaltungen laden einfach dazu ein. Zwischen den Kapiteln gibt es noch einige Tipps für Abenteuer, die ebenfalls unheimlich witzig sind.
Das Buch hat mich gut unterhalten und ich empfehle es jedem, der sich mal wieder verzaubern lassen möchte, egal in welchem Alter. Erwachsene Leser werden den Humor, die Charaktere und die Ideen hinter dieser Geschichte lieben und für Kinder ist sie gut geeignet, da es zwar Kämpfe und Abenteuer gibt, aber keine Brutalität.

Fazit: Ein tolles Abenteuer für Groß und Klein. Sehr zu empfehlen.

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(9)

15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

familie, indianer, historischer roman, freundschaft, liebe

Die Seelen der Indianer

Nina Hutzfeldt
E-Buch Text
Erschienen bei neobooks, 01.12.2016
ISBN 9783738086799
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Die 17-jährige Jordan weiß schon lange, dass sie adoptiert wurde. Trotzdem hat ihr bei ihrer liebevollen Familie nie an etwas gefehlt. Als sie eines Tages jedoch von einem Erbe in Amerika erfährt, ist für das Mädchen klar, dass sie dem Rätsel ihrer Herkunft auf den Grund gehen möchte. Bald schon erfährt sie von der gleichaltrigen Sadie, die sich im Jahre 1868 in einen Indianer verliebte. Angetan von dieser Geschichte beginnt Jordan Nachforschungen über Sadie und ihre eigenen Vorfahren anzustellen.

Meinung: „Die Seelen der Indianer“ ist ein sehr spannendes, romantisches und informatives Buch. Die Hauptcharaktere und die Geschichte sind zwar Fiktion, die Hintergrundinformationen sind jedoch echt. Es wird in zwei Erzählsträngen erzählt. Einmal ist der Leser bei Jordan in der heutigen Zeit und darf mit ihr ihre Herkunft erforschen. Und einmal erzählt das Buch Sadies Geschichte, die in einer Zeit lebte, in der die Weißen und die Indianer alles andere als Freunde waren. Ihre Geschichte hat mir am besten gefallen. Jordan habe ich zwar sofort in mein Herz geschlossen, aber Sadie fand ich persönlich noch um einiges beeindruckender. Sie verliebt sich, trotz aller Widerstände, in einen Indianer. Ausserdem ist sie sehr selbstbewusst und mutig, was für eine Frau der damaligen Zeit schon sehr ungewöhnlich war. Neben einer zauberhaften Liebesgeschichte bekommt der Leser hier auch noch ein paar interessante und teils schockierende Hintergrundinformationen über den Umgang der Weißen mit den Indianern.
Ausserdem wird ein Einblick in das Leben der Menschen ermöglicht. Sowohl den Siedlern, als auch den Indianern, was ich ebenfalls sehr interessant fand.
In Jordans Zeit gibt es ebenfalls zarte Gefühle, denn sie trifft schnell auf den attraktiven Cowboy Harry, der ihr bei den Nachforschungen hilft.
Beide Paare haben allerdings mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Bei Sadie ist es natürlich die Kombi Indianer/Weiße und bei Jordan einfach die Tatsache, dass ihr eigentliches Leben in Deutschland abläuft.
Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und ich mochte Sadie und Jordan beide sehr gerne. Bei den Nebencharakteren konnte mich vor allem Sadies beste Freundin Rachel überzeugen, die zwar lange nicht so mutig ist, wie ihre Freundin, aber dafür umso treuer.
Es gibt viele romantische Elemente, allerdings auch traurige und brutale, denn gerade die Erzählungen des Krieges zwischen den Weißen und den Indianern sind sehr authentisch.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ist für jeden etwas, der auf gut gemachte Liebesgeschichten oder Indianer steht. Ausserdem halte ich dieses Buch für pädagogisch wertvoll, da es viele Hintergrundinfos bietet.

Fazit: Romantisch und informativ. Sehr zu empfehlen.

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(25)

71 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

nasa, rassentrennung, emanzipation, usa, gleichberechtigung

Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

Margot Lee Shetterly , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.01.2017
ISBN 9783959670845
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt: Das Buch erzählt die Geschichte der starken Frauen Dorothy Vaughan, Katherine Johnson und Mary Jackson, die vor der Gleichberechtigung von Frauen und Schwarzen ihren Weg in dem Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NACA fanden. Gegen alle Widerstände gehen sie ihren Weg und helfen mit ihren Berechnungen sogar der Raumfahrt sich zu entwickeln.

Meinung: „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ von Margon Lee Shetterly ist ein interessantes Buch über die Geschichte der NASA und deren Angestellte. Es geht vorrangig um das Leben und den Werdegang einiger starker Persönlichkeiten. Diese sind allesamt dunkelhäutig und Frauen, was ihnen einige Steine in den Weg gelegt hat. Die Protagonistinnen dieses Buches fand ich allesamt bewundernswert, denn sie entscheiden sich nicht nur für Jobs, die ihren Intellekt enorm fordern, sondern müssen sie sich vor allem dort beweisen, wo vorrangig weiße Männer arbeiten. Und das zu einer Zeit in der Rassentrennung an der Tagesordnung war. Getrennte Schulen, Büros und sogar Toiletten und Tische in Kantinen waren zu dieser Zeit Gang und Gebe. Trotzdem schafften es die Frauen, denen die Autorin hier ihren Respekt zollt, sich ihre Plätze in der Geschichte zu sichern und sich gegenüber ihren Kollegen zu behaupten.
Dorothy Vaughan, Katherine Johnson und Mary Jackson sind wirklich unerkannte Heldinnen, denn ich hatte vorher noch nie etwas über sie gehört. Das halte ich für sehr traurig, da sie ihren Betrag zu den Entwicklungen und Forschungen der späteren NASA beigetragen haben und ohne die „West-Computer“, wie sie auch genannt wurden, viele Dinge so sicher nie statt gefunden hätten. Sogar an der ersten Mondlandung sind sie nicht ganz unbeteiligt gewesen.
Nebenbei wird auch auf ihr Privatleben eingegangen und auf die Entwicklung des Landes bezüglich der Rassentrennung.
All das fand ich sehr informativ. Allerdings ist das Buch leider nicht ganz einfach zu lesen. Es tauchen ständig neue Fakten, in Form von Namen und Jahreszahlen auf, die ich als Leser erst einmal wieder neu ordnen musste. Klar, dies ist ein Sachbuch, aber ich frage mich nach dem Lesen doch, ob die Autorin nicht besser daran getan hätte, es mehr in Romanform zu schreiben und eine der Frauen als Hauptcharakter zu nehmen. Eben alles aus ihrer Sicht zu erzählen und die Zahlen und Fakten eher nebenbei zu erwähnen. Das hätte sicher dem Interesse der Leser keinen Abbruch getan, aber es wäre leichter gewesen sich zurecht zu finden.
Alles in allem fand ich das Buch sehr informativ und ich mochte die unerkannten Heldinnen. Aber durch das schwierige Leseverhältnis gibt es von mir leider keine volle Sternzahl für diese beeindruckende Geschichte.

Fazit: Informatives Buch über starke Frauen, die ihren Weg finden. Sehr interessant, aber leider etwas schwierig zu lesen.

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(57)

128 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

fantasy, krieg, fluch, märchen, gift

The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 15.02.2017
ISBN 9783845817941
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Errin wohnt alleine, mit ihrer pflegebedürftigen Mutter, in einem ärmlichen Dorf. Hier versucht sie tapfer zu überleben. Ihr einziger Freund ist der mysteriöse Silas, deren Gesicht sie nie sah.
Dann kommt der Krieg immer näher, denn der Schlafende Prinz, eine Legende aus längst vergangener Zeit, ist erwacht und verwüstet mit seiner Armee das Land.
Nun muss Errin sich entscheiden, wie ihr Leben weiter verlaufen soll und was sie tun wird um sich und ihre Mutter zu retten. Und auch wem sie wirklich trauen kann.

Meinung: „The Sleeping Prince- Tödlicher Fluch“ ist der zweite Teil von „Goddess of Poison“ und wer den ersten Band schon mochte, wird diesen lieben.
Der Leser wird erneut in die Welt rund um Lormere und Tregallan geworfen, nur ist dieses Mal nicht Twylla, sondern Errin der Hauptcharakter dieses Buches. Errin hat mir in dieser Rolle gut gefallen. Sie ist taff und tut alles, damit ihre Familie überlebt. Dabei geht sie unheimlich mutig vor, auch wenn ihr die Angst oft anzumerken ist. Errin ist die Schwester von Lief, der deshalb auch des Öfteren erwähnt wird. Ihr zur Seite steht Silas, dessen Gesicht von einer Kapuze verborgen ist. Ihn mochte ich ebenfalls sehr gerne, denn er ist geheimnisvoll und mysteriös. Aber lange wird nicht klar, was genau seine Funktion im Dorf ist und was seine Beweggründe sind.
Die Geschichte ist sehr spannend und sicher auch gut ohne den ersten Band zu verstehen. Ich rate allerdings zum lesen desselben, da viele liebgewonnene Charaktere aus dem ersten Band wieder mit von der Partie sind und man so sicher besser in das Buch hineinkommt.
Der Schlafende Prinz, dessen Legende ich bereits mochte, ist hier nun endgültig zurück und überrennt das Land praktisch mit seiner Armee. Er hat mir unheimlich gut gefallen und ist genauso wie ich ihn mir erhofft habe. Er ist ein leicht unheimlicher Charakter und außerdem irgendwie faszinierend.
Das Ende ist eher offen und ich freue mich bereits auf den nächsten Band dieser Reihe, denn ich möchte unbedingt erfahren wie es weitergeht.
Alles in allem hat mir „Sleeping Prince“ noch besser gefallen als „Goddess of Poison“. Das liegt sicher einerseits an der Wiedererweckung des Schlafenden Prinzen, aber andererseits sicher auch an Errin, die ein wundervoller Mensch ist. Es gibt allerdings, neben mehr Action, in diesem Buch auch mehr Gewalt und natürlich den Krieg. Die hierbei aufkommende Flüchtlingssituation ist sehr zeitgemäß.
Das Buch hat mich auf jeden Fall gut unterhalten und ich empfehle es jedem, der „Goddess of Poison“ bereits mochte.

Fazit: Tolle Fortsetzung einer spannenden Geschichte. Meiner Meinung nach sogar besser als der erste Teil und somit sehr zu empfehlen.

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(58)

76 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

koma, liebe, komapatientin, liebesroman, unfall

Ich träumte von deiner Liebe

Bettina Kiraly
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 30.01.2017
ISBN 9783960871408
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Schon bei ihrer ersten Begegnung hat es zwischen Rebecca und Daniel gefunkt. Es folgen vier wahnsinnig glückliche Jahre. Dieses Glück wird allerdings jäh gestört, als Rebecca nach einem Sturz im Krankenhaus erwacht und erfährt, dass sie die letzten vier Jahre im Koma gelegen hat. Seit einem Autounfall, bei dem Daniel gestorben ist. Hat sie ihre große Liebe nur geträumt? Aber warum weiß sie dann Details aus Daniels Leben, die sie unmöglich wissen kann? Nur Daniels besten Freund Valentin kann sie sich anvertrauen.

Meinung: „Ich träumte von deiner Liebe“ ist ein wundervolles, romantisches Buch, das seinesgleichen sucht. Es geht um Rebecca, die mit ihrer großen Liebe verheiratet ist, dann aber erfahren muss, dass sie in dieser Zeit im Koma lag. Die Autorin hat hier super mit den Emotionen gespielt und auch mit den Zweifeln des Lesers, was nun echt ist und was nicht. Erzählt wird in zwei Erzählsträngen. Einmal aus Rebeccas und Daniels Leben und dann natürlich, was seit ihrem Aufwachen aus dem Koma geschieht. Rebecca hat mir hierbei sehr gut gefallen. Sie zweifelt oft an ihrem Verstand und lässt auch die aufkommenden Gefühle zu Valentin erstmal nicht zu. Zu sehr hängt sie noch an Daniel und fühlt sich immernoch als Ehefrau. Lange Zeit war mir nicht klar, welche Welt denn nun die richtige ist und was denn nun wirklich passiert ist bzw. noch passiert.
Rebecca ist eine starke Frau, die jedoch von einem Tag auf den anderen alles verliert. Daniel und auch Valentin haben mir beide als Charaktere sehr gut gefallen und ich finde, sie passen beide sehr gut zu ihr. Auch die Nebenfiguren, allen voran Rebeccas Mutter und ihre Schwester sind super durchdacht beschrieben und wirken dreidimensional.
Die Geschichte an sich ist sehr spannend, vor allem weil man sich dauernd fragt, was real ist. Hierbei kommen allerdings auch große Gefühle und etwas Erotik nicht zu kurz. Dabei ist das Buch aber weder schmalzig noch pornohaft.
Alles in allem konnte mich das Buch sehr gut unterhalten und ich mochte auch den Erzählstil der Autorin sehr gerne. Auf jeden Fall ist „Ich träumte von deiner Liebe“ eine sehr gelungene und neuartige Liebesgeschichte, die mich voll und ganz abholen konnte.

Fazit: Gelungene Liebesgeschichte mit einer spannenden Geschichte und großen Gefühlen.

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(40)

48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

märchen, alice im wunderland, untote, zombies, zombie

Alice - Follow the White

Stephanie Kempin
E-Buch Text: 369 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.03.2017
ISBN 9783959620512
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Betty, Chloe und Alice sind schon seit ihrer Kindheit befreundet und haben diese gemeinsam auf dem Internat für Mutare verbracht. Hierher kommen Menschen mit besonderen Fähigkeiten, um zu lernen, diese zu beherrschen. Als Betty überraschend stirbt und dann auch noch von der Schulzicke Zoe in ihrem Sarg erschossen wird, nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Denn Betty bleibt nicht tot und Zoey dadurch nicht am Leben. Anstatt ihre Freundin zu verraten helfen Chloe und Alice ihr allerdings. Denn ihre beste Freundin verhält sich keinesfalls wie eine der normalen Untoten, vor denen man sich in Acht nehmen muss. Auf der Flucht treffen die Mädchen auf einen sprechenden Spionage-Hasen und folgen ihm kurzerhand durch ein Kaninchenloch.

Meinung: „Alice- Follow the White“ ist eine Mischung aus Mädchen und Zombieroman, mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor und jeder Menge schrägen Charakteren.
Im Mittelpunkt stehen die Freundinnen Alice, Betty und Chloe, die mir alle sehr gut gefallen haben. Sie sind alle gut durchdacht und wirken lebendig. Und sie sind Mutare. Das sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten, vor denen sich „normale“ Menschen allerdings oftmals fürchten. In dem Internat von Miss York wird ihnen beigebracht, mit ihren Gaben zu Recht zu kommen und sie dann zu unterdrücken.
Die Beschreibungen der verschiedenen Gaben sind sehr interessant. Es gibt bestimmte Gaben, die man haben kann und beherrschen muss. Alice kann durch Spiegel sehen, hasst allerdings ihre Gabe, da man ihr immer eingeredet hat, dass alles nur Einbildung wäre. Chloe kann tot umfallen und beendet so auch hin und wieder mal einen Streit. Und Betty kann Eis beherrschen.
Die Freundinnen fühlen sich in ihrer Schule zwar ein wenig unterdrückt, aber es ist ihr zuhause und sie haben ja einander. Zumindest bis Betty stirbt. Das sie dann zu einer Untoten wird, ohne vorher Kontakt mit einem dieser Wesen gehabt zu haben wirft einige Fragen auf, denen die Mädchen unbedingt auf den Grund gehen wollen. Wie praktisch, dass da ausgerechnet eine von Alice Einbildungen, in Form des sprechenden Kaninchens Ethan Bond, auftaucht und sie erstmal aus dem Internat herausbringt. Denn die ARO, die Untote jagen, sind ihnen schon auf den Versen.
Ethan Bond war mit seiner mürrischen Art mein absoluter Liebescharakter in diesem Buch. Es ist einfach zu herrlich, wie er sich des Öfteren über die Mädchen ärgert und hat mich somit oft zum lachen gebracht.
Das Dämmer-Spiegel-Land ist eine moderne Version des Wunderlandes, allerdings um einiges dunkler, als man es aus dem Mädchen gewöhnt ist. Und das liegt nicht nur an den Zombies, die auch hier ihr Unwesen treiben. Zwischendurch geht die Reise dann noch woanders hin, und es werden einige weitere Märchen auf kreative und neuartige Weise mit eingebunden, was mir sehr gut gefallen hat.
Die Geschichte ist teils spannend und teils unheimlich, was mir sehr gut gefallen hat. Ausserdem liebe ich Märchen und Zombies gleichermaßen, was die Autorin in diesem Buch wundervoll vereint hat.
Erzählt wird hier übrigens aus der Sicht von Alice, zumindest hauptsächlich. Allerdings kommt auch Betty, durch ihr Tagebuch sehr häufig zu Wort. Neben Ethan Bond war allerdings Chloe mein weiterer Lieblingscharakter, da sie mit ihrer direkten und wohlerzogenen Art oft die Sachen auf den Punkt gebracht hat.
Ein weiterer spannender Charakter ist Garreth, der Meisterdieb, der die Freundinnen unterstützt.
Das Buch konnte mich mit seiner Mädchen-Horror-Mischung auf jeden Fall abholen und ich hoffe auf weitere Bücher dieser Art von Stephanie Kempin.

Fazit: Märchen-Horror-Mix vom Feisten. Macht Spaß zu lesen. Bitte mehr davon.

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(18)

20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

smoking, kurzgeschichte, lyl boyd, frack, flirten

Smoking

Lyl Boyd
E-Buch Text
Erschienen bei BoD E-Short, 03.02.2017
ISBN 9783743177772
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Der Aufreißer Flo hat in einer Disko bereits ein neues Opfer, in Form einer schönen Blondine, gefunden. Aber nicht immer sind die Sachen so, wie sie scheinen.

Meinung: „Smoking“ ist eine Kurzgeschichte, die den Leser zum Nachdenken anregt. Im Mittelpunkt steht der Ganove Flo, der in der Disko eine Frau aufreißen möchte. Natürlich hat er hierfür einige Tricks auf Lager. Das Gespräch zwischen Flo und der Blondine hat mir sehr gut gefallen und das Ende regt mich zum Nachdenken an.
Es geht nicht nur um Flirts, sondern auch um ihre Folgen, und darum, dass man sein Gegenüber nicht in den Kopf hineinsehen kann.
Wieder eine gute Kurzgeschichte, des Autors Lyl Boyd, die mich gut unterhalten konnte.

Fazit: Gelungene Kurzgeschichte, die zum Nachdenken einlädt. Sehr zu empfehlen.

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(310)

745 Bibliotheken, 41 Leser, 2 Gruppen, 196 Rezensionen

prinzessin, prinz, fantasy, attentäter, der kuss der lüge

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Die 17-jährige Lia ist die Prinzessin von Morrighan. Als erste Tochter des Hauses hat sie eine große Verantwortung zu tragen, die darin gipfeln soll, den Prinzen des Nachbarreiches zu heiraten. Lia aber möchte frei sein und flieht mit ihrer treuen Freundin Pauline. Von nun an arbeitet sie in einem Gasthof als Schankmagd. Eines Tages treten gleich zwei attraktive und geheimnisvolle Männer in ihr Leben. Schnell fühlt sie sich sowohl zu dem abweisenden Rafe, als auch zu dem charmanten Kaden hingezogen. Was sie jedoch nicht weiß ist, dass beide Männer nach ihr gesucht haben: Einer ist der Prinz, den sie heiraten sollte und einer ist ein Attentäter, der geschickt wurde, um sie zu töten.

Meinung: Von diesem Buch bin ich einfach nur begeistert. Es hat einfach alles, was ein gutes Buch für mich braucht: Abenteuer, Liebe und starke Charaktere. Ausserdem einen flüssigen und bildhaften Schreibstil, der mich in die Welt der Prinzessin eintauchen ließ.
Im Mittelpunkt steht natürlich Lia, aus deren Sicht die Geschichte meistens erzählt wird. Sie ist keine typische Prinzessin, sondern sehr frech, mutig und abenteuerlustig. Alles was sie will ist Freiheit und nicht nur als Prinzessin gesehen zu werden. Zum Glück steht ihr die treue Pauline als Freundin zur Seite, die alles für Lia tun würde.
Ausserdem wird aus den Blickwinkeln des Attentäters, des Prinzen, von Kaden und von Rafe erzählt. Hierbei ist dem Leser allerdings lange Zeit nicht klar, wer nun Prinz und wer Attentäter ist, was zur Spannung beigetragen hat. Natürlich wird hier die Lösung nicht verraten. Also gehe ich auf die Sichtweisen von Prinz und Attentäter gar nicht ein und komme gleich zu den beiden Verehrern.
Rafe ist eher dunkel und zu Anfang sehr abweisend. Er wehrt sich gegen seine aufkeimenden Gefühle für Lia, ebenso wie Kaden, der allerdings eher charmant und hilfsbereit ist. Beide Männer sind immer in der Nähe der Prinzessin zu finden und es entbrennt teilweise ein reger Wettstreit um ihre Zuneigung. Beide Männer haben mir auf ihre Art sehr gut gefallen. Natürlich hatte ich am Anfang bereits einen Favoriten, aber im Laufe des Buches wurde mir auch der andere immer sympathischer.
Es bleibt aber nicht nur bei der Anziehungskraft, denn bald gerät Lia in größte Gefahr und wird dabei immer stärker. Gerade zum Ende des Buches hin steigert sich die Spannung noch einmal, so dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Das Ende ist zwar einerseits offen, aber es passiert auch noch einiges, von dem ich die ganze Zeit gehofft habe, dass es geschieht. Und so fiebere ich dem 2. Teil dieser grandiosen Reihe mit Suchtpotenzial, schon entgegen, die zum Glück noch dieses Jahr erscheinen soll.

Fazit: Klasse Buch mit Suchtpotenzial. Bitte mehr davon.

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(22)

48 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

krallenspur, dämonen, vampir, wölfe, lara seelhof

Krallenspur

Lara Seelhof
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Tomfloor Verlag, 15.02.2017
ISBN 9783981851908
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt: Die 17-jährige Celia ist ein ganz normales Mädchen. Sie lebt bei ihrer liebevollen Grandma und hat eine coole Clique. In der Schule läuft ebenfalls alles in geregelten Bahnen. Dann taucht ein neuer Schüler, in Form des attraktiven Cassian, auf. Obwohl er eine Spur von gebrochenen Herzen hinterlässt, fühlt sich Celia magisch von ihm angezogen. Und auch ihm scheint es nicht anders zu gehen. Aber kann sie ihm wirklich trauen? Und was sind das für seltsame Gestalten, die plötzlich hinter ihr her zu sein scheinen?

Meinung: „Krallenspur“ ist ein wundervoller Fantasy-Jugendroman, mit vielen übernatürlichen, aber auch romantischen Elementen.
Im Mittelpunkt steht hier Celia, das nette Mädchen von nebenan. Sie ist mitfühlend und liebenswert und konnte mich als Charakter von der ersten Minute an überzeugen. Im Lauf des Buches muss sie viel erleben und man merkt, dass sie mehr und mehr erwachsen wird. Allerdings schafft sie es trotzdem sie selbst zu bleiben und sie reagiert einfach klasse auf das ein oder andere Hindernis.
Der andere Hauptcharakter in diesem Buch ist Cassian, der erstmal etwas abweisend und kalt herüberkommt. Als diese Fassade aber zu bröckeln beginnt, habe ich ihn ebenfalls schnell lieb gewonnen.
Am besten gefallen haben mir aber die Nebencharaktere Abby und Sebastian. Abby ist Celias beste Freundin und sagt sogar der Schulzicke mal eben die Meinung. Und auch sonst nimmt sie kein Blatt für den Mund und tut alles für Celia, was in ihrer Macht steht.
Sebastian ist ein geheimnisvoller Fremder, der am Anfang immer mal wieder auftaucht. Im Laufe des Buches kommt ihm aber noch eine größere Rolle zuteil, die mir sehr gut gefallen hat.
In diesem Buch stimmen also nicht nur Haupt-, sondern auch Nebencharaktere. Alle sind dreidimensional und wirken dadurch sehr lebendig.
Die Geschichte ist, obwohl sie sich über stolze 600 Seiten erstreckt, in keiner Minute langweilig. Ganz im Gegenteil. Immer wenn es mal ruhiger wird, überrascht einen die Autorin mit einer neuen Idee und einer neuen Wendung. Dadurch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Der Schreibstil ist sehr bildlich und die übernatürlichen Wesen, über die ich hier allerdings nicht zu viel verraten möchte, sind sehr überzeugend geschildert. Diese Art sind gleichzeitig etwas Neues und etwas Altes und so etwas mag ich sehr gerne.
Und wer bei dem Hintergrund „Mädchen trifft übernatürlichen Fremden“ an Bücher wie Twillight denken muss, sei gesagt, dass sich diese Geschichte in eine andere Richtung entwickelt. Man liest also keinen Abklatsch, sondern eine schöne übernatürliche Geschichte, in der sich eben nur ein Mädchen in einen übernatürlichen Fremden verliebt.
Im Großen und Ganzen konnte mich das Buch also vollkommen überzeugen und ich empfehle es Fans von Fantasy, Jugendbüchern und romantischen Geschichten.

Fazit: Magische Liebesgeschichte mit tollen Charakteren und einer spannenden Geschichte.

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(6)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy thriller, seelen, jugend romantic fantas

Dunkle Seele Liebe

Fe Mars
E-Buch Text: 278 Seiten
Erschienen bei neobooks, 09.01.2017
ISBN 9783738098891
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Die 17-jährige Selina wollte schon immer nach Rom und den Zwängen ihrer dominanten Großmutter entkommen. Hier kann sie frei sein und endlich eine Restaurierungsschule besuchen. Bei dem dazugehörigen Praktikum in den Katakomben fühlt sie sich jedoch bald unbehaglich. Ausserdem auch schon bald verfolgt. Hat Justin etwas damit zu tun, der im selben Haus wohnt wie sie und zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt? Bald schon kommt Selina den Geheimnissen der sogenannten Sucher auf die Spur. Wesen, die nichts zu fühlen scheinen. Und den Dunklen, dem bösen Suchern, deren Ziel es ist Menschen zu ihren Leibeigenen zu machen.

Meinung: „Dunkle Seele Liebe“ von Fe Mars ist ein Fantasy-Jugendroman mit einer guten neuartigen Grundidee, nämlich den Suchern bzw. den Dunklen. Bücher mit Vampire und dergleichen gibt es ja sehr viele, aber diese Sucher sind vollkommen neu und ich freue mich immer, wenn ich Bücher mit neuen Ideen finde. So auch hier, bei den Suchern, die mich mit ihrer Geschichte, ihren Gebräuchen und ihrem Codex begeistern konnten. Schnell haben sie mich in ihre Welt gezogen und ich durfte, an der Seite von Selina ein wenig über sie herausfinden.
Selina ist ihr Leben lang eine Außenseiterin gewesen. Das liegt sicher zum größten Teil daran, dass sie in einem Schloss lebt, das von ihrer tyrannischen Großmutter beherrscht wird. In Rom kann sich das einfühlsame und liebe Mädchen endlich frei fühlen und gewinnt schnell neue Freunde. Als sie Justin das erste Mal sieht fühlt sie sich gleich zu ihm hingezogen, obwohl er so kalt und unnahbar wirkt. Um diesen Eindruck abzuschwächen, lässt die Autorin ihn öfter zu Wort kommen und den Leser etwas aus seiner Sicht erleben. Das hat, zumindest bei mir, gut gewirkt, denn ich mochte Justin von Anfang an. Fast noch mehr als Selina selbst.
Die Geschichte ist sehr spannend und teilweise auch unheimlich. Allerdings hat sie leider zur hinteren Mitte hin einen Hänger. Das Ende ist dafür aber umso spannender, so dass mich der Hänger nicht so sehr gestört hat.
Was mir bei der Geschichte außerdem gefallen hat, ist, dass die Autorin die Schauplätze (Rom und Afrika) sehr gut beschrieben hat und ich mir alles sehr gut vorstellen konnte, obwohl ich noch an keinem dieser Orte war. Vorallem die Knochenkrypta in Rom hat mir in ihrer Unheimlichkeit gut gefallen.
Alles in allem ist das Buch für jeden etwas, der mal eine Pause von „herkömmlichen Gestalten“ in Fantasyromanen braucht und von etwas neuem lesen möchte.

Fazit: Neuartige Idee, mit schönen Schauplätzen. Zwar ein kleiner Hänger in der Mitte, aber sonst sehr zu empfehlen.

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