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(82)

116 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

thriller, schweden, skandinavien, wolf, drogen

Die Fährte des Wolfes

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Tropen, 07.09.2017
ISBN 9783608503715
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachts stürzt sich Zack Herry, der jüngste Ermittler der Sondereinheit, in illegale Partys und konsumiert Drogen. Tagsüber fahndet er nach dem Mörder von drei brutal ermordeten Asiatinnen. So gerät er in brenzlige Situationen und auf die Spur grausamer Machenschaften...

Zu Beginn des Buches musste ich mich erst einmal etwas in den Schreibstil einlesen. Der Thriller ist im Präsens verfasst, was mich zunächst ein bisschen irritiert hat, im weiteren Verlauf passt es jedoch gut zu den raschen Aktionen.

Die Person Zack Herry hat ihre Sonnen- und Schattenseiten. Zum einen ist er ein grandioser, furchtloser Polizist, zum anderen geht er allerdings fremd und nimmt Drogen. Er hat eine schwere Kindheit hinter sich und trauert seiner Mutter nach, die ebenfalls Polizistin war und in jungen Jahren ermordet wurde. Das bringt dem Leser zwar seine Gefühle näher und deutet auf die Motivation des Protagonisten hin, dennoch wird die Geschichte dadurch auch in die Länge gezogen. Diese traurigen Stellen hätten entweder gekürzt oder wesentlich gefühlvoller geschildert werden können. Schön fand ich die Idee, dass sich Zack um seine kleine Nachbarin kümmert und sie unterstützt. Genervt hat mich wiederum Zacks mangelnde Selbstkontrolle und seine Aggressionen, die er nicht in den Griff bekommt, sowie seine ständige Müdigkeit.

Die anderen Personen der Sondereinheit haben mir gut gefallen und da ab und zu aus ihrer Perspektive berichtet wurde, hat der Leser sie besser kennengelernt. Vor allem den blinden Beamten fand ich sehr interessant angelegt, ich hätte gerne noch mehr über ihn erfahren.

Viele Szenen waren sehr schnell und actionreich, sie würden bestimmt jede Menge Stoff für eine Buchverfilmung liefern. Die Handlung war teilweise sehr brutal, ließ sich aber noch ohne zu großen Ekel lesen.
Der Plot war insgesamt spannend und es wurde nicht langweilig, da stets etwas passierte.

Der Schluss hat mir jedoch nicht so gut gefallen. Zwar war die Auflösung nervenaufreibend und äußerst spannend geschrieben, sowie in sich schlüssig, jedoch hatte ich auf den letzten Seiten das Gefühl, dass offene Fragen nur noch schnell hintereinander abgearbeitet wurden. Darum hätte man sich gerne etwas bemühen und die Handlung eindrucksvoller gestalten können. Das Ende war etwas seltsam und ich frage mich, ob noch ein weiterer Band folgen wird.

Insgesamt hat mir das Buch trotz dem etwas enttäuschenden Ende gut gefallen und ich habe zwischen drei und vier Sternen geschwankt. Da das Buch aber sehr spannend war und ich die ungewöhnliche Zusammensetzung der Sondereinheit so gerne mochte, runde ich gerne auf!

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Tags: brutal, schweden, thriller, wolf   (4)
 

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(76)

108 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

thriller, dänemark, spannung, mord, elitesoldat

Oxen. Das erste Opfer

Jens Henrik Jensen , Friederike Buchinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423261586
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Niels Oxen, ein ehemaliger Elite-Soldat, zieht sich mit seinem Hund in den Wald zurück. Durch Zufall wird er jedoch in den Mord an dem Ex-Botschaftler Hans-Otto Corfitzen verwickelt und gerät selbst unter Mordverdacht. Gemeinsam mit der Geheimdienstmitarbeiterin Margrethe Franck beginnt er verdeckt zu ermitteln und stößt auf komplexe Zusammenhänge, die bis in die dänische Politik hineinreichen.

Der erste Band dieser Trilogie hat mich von Beginn an mitgerissen. Jensen schafft mit Oxen einen außergewöhnlichen Helden - einen ehemaligen Soldaten, der von seinen Kriegserlebnissen traumatisiert ist und von Albträumen heimgesucht wird. Mir hat besonders seine direkte, forsche Art gefallen, aber ebenso seine Beziehung zu seinem Hund Mr. White, der seine fehlenden menschlichen Bezugspersonen zu ersetzen scheint.
Auch Margrethe Franck mochte ich sehr gerne, insbesondere ihr Handicap macht sie zu einer bewundernswerten, starken Frau, die sich von nichts aufhalten lässt.
Die Beziehung zwischen Oxen und Franck wird durch ein angemessenes Maß an Ver- und Misstrauen geprägt, was absolut nachvollziehbar ist.

Außerdem gefällt mir, dass die Zusammenhänge zwischen den Morden so komplex sind und bis in die Politik hineinreichen. Dem Leser eröffnen sich dadurch stets neue Spuren und ich konnte an keiner Stelle genau sagen, wer hinter allem steckt und wie die verschiedenen Personen und Fährten zusammenhängen. Dennoch hat mich das Ende überzeugt und zumindest ein Teil der Fragen wurden logisch beantwortet. Es bleiben jedoch auch ein paar Dinge ungeklärt, was sicherlich genug Stoff für die zwei Folgebände bieten wird.

Auch gelungen war die Darstellung der dänischen Orte, obwohl ich teilweise Schwierigkeiten mit den Ortsnamen hatte. Die wichtigsten Handlungsorte lernt man jedoch schnell kennen. Auch Gewalttaten wurden nicht zu ausführlich beschrieben, die Spannung war stets präsent und die Geschichte wurde trotz Erklärungen einzelner Hintergründe nie zu langatmig.
Die Perspektivwechsel haben die Spannung noch erhöht und dem Leser einen Hauch an Vorwissen gegeben.

Das Cover passt gut zum Buch, beim Titel frage ich mich jedoch, warum der Untertitel 'Das erste Opfer' lautet, da gleich zu Beginn mehrere Personen sterben. Vielleicht wird sich aber auch diese Frage mit den weiteren Bänden der Trilogie klären.

Insgesamt ein spannender Thriller mit außergewöhnlichen Helden und toller Handlung. Eine klare Leseempfehlung!

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Tags: dänemar, oxen, soldat, spannung, thriller   (5)
 

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(48)

54 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

drogen, krimi, gewalt, altglück, dunkels gesetz

Dunkels Gesetz

Sven Heuchert
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.07.2017
ISBN 9783550081781
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit dem Wort 'anstrengend' lässt sich das Leseerlebnis wahrscheinlich am besten zusammenfassen. Die Umgangssprache der Personen war einer der Gründe, warum ich nach einigen Kapiteln immer weniger Lust hatte, weiterzulesen. Ständig die abgehackten und unvollständigen Sätze der Charaktere lesen zu müssen, war ermüdend. Dennoch haben sie zu dem sozial schwachen Milieu gepasst, in dem sich die Geschichte abspielt. Etwas weniger Abkürzungen und Dialekt hätte dafür jedoch gereicht.
Auch mit den Charakteren wurde ich nicht warm. Alle wirkten austausch- und ersetzbar, waren ähnlich schroff und düster gehalten, sodass ich nach einiger Zeit nicht mehr wusste, wer wer genau ist und wer gerade spricht. Die Brüche zwischen den einzelnen "Erzählern" der Kapitel haben das noch verstärkt. Hier wäre weniger mehr gewesen.
So richtig Spannung wollte zunächst auch nicht aufkommen, erst nach etwa 100 Seiten passierte endlich etwas. Es wurde brutal, hart und düster, was gut zu der Atmosphäre gepasst hat, durch die die Abgründe, die sich vor den Personen auftun, besonders betont werden.
Allerdings sind bei mir noch einige Fragen offen geblieben, was mich normalerweise nicht stört, aber da ich das Gefühl habe, ohnehin nicht alles mitbekommen zu haben, wäre es schön gewesen, wenn zumindest ein paar hätten geklärt werden können. Zum Beispiel: Was ist dem toten Jungen zugestoßen? Woher kannten sich die Alte und Dunkel?
Das Cover gefällt mir noch immer sehr gut, es spiegelt den Charakter des Buches treffend wider.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch nicht unbedingt mein Fall war. Ich bin mit dem Schreibstil und den Figuren einfach nicht warm geworden. Auch die Spannung hat in der ersten Hälfte des Buches gefehlt, die Handlung war nicht schlecht, aber auch nicht überragend.
Sicher wird das Buch einige begeisterte Leser finden, ich gehöre leider nicht dazu.

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Tags: krimi, noir   (2)
 

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(121)

215 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

okapi, westerwald, tod, liebe, leben

Was man von hier aus sehen kann

Mariana Leky
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 13.09.2017
ISBN 9783832198398
Genre: Romane

Rezension:

Immer, wenn Luises Großmutter Selma von einem Okapi träumt, stirbt in den folgenden Stunden ein Einwohner des kleinen Dorfes im Westerwald. Dann kommen lang gehütete Geheimnisse und Wahrheiten der Dorfbewohner ans Licht, da niemand weiß, wer als nächstes sterben wird.

Mehr zum Inhalt des Buches möchte ich nicht verraten, doch was auf dem Buchrücken steht, beschreibt das Buch mehr als treffend: Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben.
So richtig kann man den Roman nicht in Worte fassen. Die Figuren sind einzig- und eigenartig und im Verlauf des Buches habe ich viele lieben gelernt. Besonders hat mir gefallen, dass man die Namen einiger Figuren nicht kannte. Der Optiker, der Einzelhändler, der Zwilling, der der Postbote war, ... Alle Personen hatten etwas an sich, was sie besonders macht.
Der Schreibstil Mariana Lekys hat mich fasziniert. Er ist leicht und zugleich manchmal schwer zu fassen, feinsinnig und mit einer Prise liebevollem Humor versehen. Schon beim Lesen der Leseprobe habe ich mich in ihn verliebt. Er macht das Buch und die teilweise alltäglichen Handlungen darin besonders. Selten habe ich einen so schönen Schreibstil gelesen.
Auch der Kontrast zwischen der Welt und dem Dorfes hat mir gut gefallen, insbesondere die buddhistischen Weisheiten, mit denen sich der Optiker befasst hat, haben sich wunderbar in dieses einzigartige Buch eingefügt und kleine Rätsel hinterlassen.
Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses tolle Buch lesen durfte. Eine klare Leseempfehlung!

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Tags: dorf, liebe, okapi, tod, träume   (5)
 
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