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52 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

barbarentage, william finnegan, autobiographie, biografie, barbarian days: a surfer's life

Barbarentage

William Finnegan , Tanja Handels
Flexibler Einband: 566 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 07.05.2018
ISBN 9783518468739
Genre: Biografien

Rezension:

Eine Welle bricht am besten bei ablandigem Wind, ist er auflandig, so zerstört er die aufkommenden Wellen. Dies ist eine der vielen Informationen, die man bekommt, wenn man den Roman (bzw. die Biographie) „Barbarentage“ von William Finnegan liest.
Ein Buch über das Surfen, die Welt, Freundschaften, die Liebe, Konflikte und deren Lösungen.
Ein vielseitiges Buch. Ein Buch, das lehrt, verschiedenste Kulturen zu verstehen und ihnen den Respekt zu übermitteln, den sie verdient haben zu bekommen.
Der Roman, der eigentlich eine Autobiographie ist, aber definitiv das Potenzial dazu hat komplett ausgedacht zu sein, erzählt die Geschichte eines Surferlebens in 10 Kapiteln.
Beschrieben werden 59 Jahre des inzwischen ca. 66 Jahre alten Autors, die defintiv ereignisreich und sehr lesenswert sind.
Das erste Kapitel ist zwar nicht das erste seines Lebens, aber dennoch ein toller Einstig in das Buch. Es beginnt auf den Inseln, die auch der Geburtsort des Surfens sind. Hawaii. Insgesamt zwei der zehn Kapitel finden auf den Inseln statt, in Gedanken wird aber immer damit verglichen. Von Honolulu aus geht es ein paar Jahre zurück, nach Los Angeles, dem Surfmekka der Staaten und nochmal nach Kalifornien, allerdings zeitlich gesehen nach dem ersten Hawaii Aufenthalt. Was sich hier vielleicht kompliziert anhört, ist im Roman sehr logisch und gut durchdacht. Das erste Kapitel gibt einen guten Überblick über das Surfen, gerade für Einsteiger werde hier noch ein paar Begrifflichkeiten geklärt und dann geht es los mit einer endlosen Suche nach der besten Welle. Sie führt den Leser unter anderem in den Südpazifik, nach Australien, durchs Outback, in die fremden Kontinenten Asien und Afrika und nach San Fransico und Madeira schlussendlich nach New York in die Stadt die niemals schläft.
Je weiter man liest, in diesem Buch voller Fachwissen und Slang bzw. Fachausdrücken (die übrigens hinten im Buch in einem „Glossar typischer Surf-Begriffe erklärt sind) , desto mehr lernt man daraus. Nicht einfach nur übers Surfen, sondern auch über die verschiedensten Kulturen, Jugendbewegungen und Küstenabschnitte der Welt. Man lernt, wie man einen guten Spot mit Hilfe einer Landkarte ausmacht, was die Ureinwohner auf den Fidschis gerne zu Mittag essen und was man auf alle Fälle beachten sollte, wenn man auf den eben genannten Fidschis allein auf einem kleinen Eiland lebt.
Aber das Wissen-fassen ist nur ein netter Nebeneffekt der Eigentlichen Geschichte. Der Schreibstil des Autors beinhaltet viele Erklärungen und Informationen aber eben diese machen ihn zu so einem signifikanten Schreibstil, den ich vermutlich überall wiedererkennen würde. Mr. Finnegan erzählt mit viel Humor, mit dem er sich auch mal selber auf die Schippe nimmt. Er schildert gute wie auch schlechte Zeiten in jeder ersichtlichen Hinsicht und schreibt auch Mal, dass er jetzt einfach nicht mehr weiß, ob das so passiert ist, aber so glaubt er es.
Seine flüssige Ausdrucksweise bei Beschreibungen wie auch dem Wiedergeben von Gesprächen ist ausgesprochen realistisch und angenehm.
Diese Glaubhaftigkeit zu wahren ist bei einer Autobiographie nicht immer einfach, aber zumindest scheint es, als wäre es ihm gelungen.
Abschließend lässt sich sagen, dass es sicherlich sehr schwer ist, die Fülle dieses Buches in ihrer Ganzheit zu erfassen, aber es ist ohne Zweifel ein unerwartet guter Roman und eine äußerst interessante Autobiographie ist, die den erhaltenen Pulitzer Preis sehr wohl verdient hat. 

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84 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

japan, reise, suizid, kiefern, selbstmord

Die Kieferninseln

Marion Poschmann
Fester Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2017
ISBN 9783518427606
Genre: Romane

Rezension:

Ein Mann ist in Japan. Warum? Nun ja. Er hat geträumt, seine Frau betröge ihn und ist darauf hin, auf ihre nicht eindeutige Bejah- oder Verneinung einfach los – auf und davon. Nach Japan. Zu den Kieferinseln.
Im gleichnamigen Roman von Marion Poschmann stellt man sich diese Frage oft – Warum?
Gilbert Silvester der Protagonist, ein Bartforscher aus Deutschland greift auf seiner sehr spontanen Reise einen jungen Japaner auf, der sich eigentlich gerade umbringen wollte. Die beiden machen sich auf den Weg zu den bekanntesten suizid-Orten Japans. Immer auf der Suche, ja nach was eigentlich? Nach einem perfekten Ort sich umzubringen, der Erleuchtung oder doch einfach nach dem Spaß an der Freude?
Ich denke der Spaß an der Freude kann auf Grund des neutralen Auftretens der Charaktere ausgeschlossen werden. Gilbert befindet sich im Übrigen auf der Spur des großen Philosophen Bashō der eben diesen Weg abschritt, auf dem sie unterwegs sind. Nur mit dem Unterschied, dass er ihn tatsächlich abschritt und sie Öffentliche Verkehrsmittel benutzen.
Kurz vor dem Ziel geht der junge, suizidale Japaner dann verloren, erscheint dem Protagonisten allerdings immer wieder in verschiedenen Halluzinationen und Situationen, die dann wiederum weitere Fragen aufwerfen.
Wenn ich den Inhalt dieses Buchen malen müsste wäre das Bild vermutlich ein großes, grünes, mit Kiefernadeln behangenes Fragezeichen, das auf Grund meines Mangels an mit-Kiefernadeln-behangenen-Fragezeichen Zeichenfähigkeiten vermutlich an Schönheit zu wünschen lässt.
Aber jetzt zu einem anderen Thema: dem Schreibstil des Romans.
Die Autorin schreibt in einem sehr neutralen, berechnenden Ton, der aber nicht vor Gefühlen halt macht. Der japanische Schauspieler wirkt doch irgendwann sehr grazil und hypnotisierend auf ihn und auch seiner Frau gegenüber hegt er Gefühle. Von dem jungen Japaner brauchen wir gar nicht erst anzufangen, auch wenn Gilberts Gefühle da eher in die negative Richtung abschweifen, kann man vom Schreibstil der Autorin keineswegs sagen er sei Gefühllos und Kalt. Nur eben etwas neutral. So wie er eben ist. Neutral. Nachdenklich. Und doch irgendwie sehr menschlich. Fast schon sprudelnd. Aber auch nur manchmal. Ich will den Mund ja nicht zu voll nehmen.
Diese beiden Aspekte des Buches waren diejenigen, die mir ins Auge gesprungen sind. Man sollte aber dazu sagen, dass diese Rezension nicht einmal ansatzweise das erfasst, was dieses Buch zu bieten hat. Dies ist ein erster Versuch, „Die Kieferinseln“ beschreiben, erfassen und bewerten zu wollen. Ich empfehle ganz einfach, sich selber ein Bild von der Situation (dem Buch) zu machen und zu bewerten, da es durchaus schwierig ist, so viele Ebenen in einen kleinen Text zu trampeln. 

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Tags: bart, bärte, bartforscher, fragenüberfragen, japan, reise, suizid, toller stil   (8)
 

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494 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

liebe, venedig, fantasy, jugendbuch, julie heiland

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Jugendbuch

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

klassiker, goethe, gott, gretchenfrage, glaube

Faust I

Johann W von Goethe , Wolf Dieter Hellberg
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 05.02.2014
ISBN 9783150191521
Genre: Sachbücher

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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

bipolare störung, emery lord, freundschaft, gutes ende, abschließen

Nur um dich lächeln zu sehen

Emery Lord , Ilse Rothfuss
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.03.2018
ISBN 9783570165164
Genre: Jugendbuch

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Tags: abschließen, bipolare störung, freundschaft, gutes ende, liebe, psychisch krank, vergessen   (7)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Gott ist rot: Geschichten aus dem Untergrund - Verfolgte Christen in China

Liao Yiwu
E-Buch Text
Erschienen bei Fischer E-Books, 25.09.2014
ISBN 9783104030913
Genre: Sonstiges

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162 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 16 Rezensionen

krieg, 1. weltkrieg, klassiker, front, leid

Im Westen nichts Neues

E.M. Remarque , Thomas Schneider
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 23.01.2014
ISBN 9783462046335
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Im Westen nichts Neues“ handelt vom 19 Jährigen Paul, der sich, mit seinen Klassenkameraden zusammen, freiwillig gemeldet hat, als Soldat in den ersten Weltkrieg zu ziehen. Hätte er gewusst, was auf ihn zukommt, wäre er wohl nicht so motiviert gewesen. Das Buch beschreibt seine drei Jahre an der Front mit äußerster Präzision. Erich Maria Remarque hat ein absolut außergewöhnliches Schreibtalent, welches den Leser nicht loslässt und das Grauen des ersten Weltkrieges mit einer fast schon erschreckenden Nüchternheit beschreibt. Allerdings bleibt es nicht dabei. Denn obwohl einerseits Nüchtern, so ist die Geschichte andererseits voll von Bildern. Voll von schönen Frühlingswiesen und dem Duft von frisch gebackenem Brot.


Ich öffne das Buch und spüre Grauen, Angst und Schmerz.
Ich schließe das Buch und spüre Grauen, Angst und Schmerz.
Es lässt einen nicht los. Die drei Tage, in denen Ich das Buch gelesen habe, waren durchwachsen von Gedanken daran. Wie viele Leute gestorben sind wie die Fliegen. Wie viele Leute Schmerzen hatten. Und wie ein Alptraum ist mir ständig vorgeschwebt, dass auch Paul sterben wird. Und sie sind alle gestorben. Müller, Haie, Kat und alle anderen mit denen man je in Kontakt gekommen ist. Alle sind sie tot.
Es zieht den Leser geradezu in die Geschichte hinein. Remarques unglaubliche Sprachgewalt lässt die Granaten im Garten hochgehen und die Franzosen an die Tür klopfen. Es vermittelt eben die Hilflosigkeit und Angst, die auch die Soldaten erlebt haben. All das wird Wirklichkeit. 

Ich denke nicht, dass ich bei einem so brillanten Buch irgendein Wort über die Charaktere oder den Aufbau verlieren muss. Es ist klar, dass der Mann schreiben kann und dass dieses Buch ein absolutes Meisterwerk ist, welches vor Gefühl, Wirklichkeitsnähe und Schönheit nur so strotzt. 

Erich Maria Remarque beschreibt Leben du Sterben. Viel Sterben. Aber eben auch das Schöne an der Welt, das trotz allem noch da ist. Das ist der ultimativste Kontrast den man schaffen konnte, denn fährt man zurück an die Front ist man wieder gefangen in einem Alptraum aus Trommelfeuer und Artilleriebeschuss.
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Es ist nichts für zwischendurch. Man sollte sich Zeit nehmen und darüber reden. Man sollte sich noch einmal klar machen, dass dieses Buch die Wirklichkeit beschreibt und dass noch ein zweiter Krieg folgte. Vielleicht sollte Man dann auch noch denken, dass so etwas lieber nicht noch einmal passieren sollte.
Deshalb geht mit meiner absoluten lese Empfehlung auch eine Warnung raus. Überleg dir gut, ob du dich damit auseinandersetzen möchtest und dieses Buch lesen willst.
Es ist ungemein bereichernd aber hat auch eine gewisse Zerstörungskraft. 

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Tags: brillant, ersterweltkrieg, grauenhaft, krieg, sprachgewaltig   (5)
 

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216 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 97 Rezensionen

indien, frauen, schicksal, italien, kanada

Der Zopf

Laetitia Colombani , Claudia Marquardt
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.03.2018
ISBN 9783103973518
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch „Der Zopf“ von Laeticia Colombani handelt von drei Frauen in drei Handlungststrängen, die alle gegen Diskriminierung und Unterdrückung kämpfen – und gewinnen!
Jede der Frauen beschreibt eine einzigartige und besondere Geschichte.
Sarah lebt in Kanada, sie ist eine bekannte Anwältin und hat allen Erfolg i leben, den man sich wünschen kann. Drei wundervolle Kinder einen Job als Partnerin der Kanzlei, einen tollen Körper. Ihre beiden Ex-Männer vermisst sie kein bisschen. Doch dann bricht sie mitten im Gerichtssaal zusammen – und ihr Leben ändert sich schlagartig. Sie erfährt, wie es ist, bereits totgeschrieben zu sein und als arbeitsunfähig betrachtet zu werden.
Giulia ist die Tochter eines erfolgreichen Besitzers einer Perückenfabrik, sie arbeitet dort und steckt ihr ganzes Herzblut in das Familienunternehmen. Eines Tages lernt sie Kamal kennen – er ist Inder und so gar nicht das, was ihre Familie sich für sie vorgestellt hat. Sie lernt für ihre Entscheidungen zu kämpfen und sich von Klischees und Vorurteilen loszusagen und rettet so, was ihr am meisten am Herzen liegt.
Smita lebt in einem kleinen Dorf in Indien. Sie gehört der untersten Kaste an, der Kaste der Unantastbaren. Ihre Tochter ist für sie alles im Leben, mit ihrem Mann hat sie es noch verhältnismäßig gut, doch sie steht einem undurchdringbaren System gegenüber, welches Leute von ihrer Abstammung als unter Wert betrachtet. Auch sie kämpft für ein besseres Leben und ihre so unverwerflichen Werte von Würde und Gleichheit.
Die Geschichten der drei Frauen werden in dieser Geschichte, die eher einem modernen Märchen gleicht als einem Roman, wunderbar und vorsichtig miteinander verknüpft. Jede der drei hat ein großes Päckchen zu tragen und ist ein wundervolles Beispiel, wie Frauen für ihre Rechte und Selbstbestimmung kämpfen können.

Der Textfluss ist immer wieder von Gedichten durchbrochen und stellt keine wörtliche Rede auf, sondern nur Wörter im Text. Das kann als gut oder schlecht angesehen werden. Für mich war dies unter anderem ein Grund, weshalb da Buch auf mich so leblos erschienen ist. Es wird eine wundervolle Geschichte erzählt – der Schreibstil der Autorin ist absolute Oberklasse – aber dennoch habe ich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen können, sie schienen so unrealistisch.
Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen, wie ich es mir erhofft hatte, es ist extrem kurzlebig und zieht in einem vorüber wie ein Gewittersturm. Zwar in diesem Moment aufbrausend aber danach wird das Wasser wieder klar und man wendet sich anderen Dingen zu.
Die Moral von der Geschicht‘ ist wichtig, ohne Frage. Das Buch verkörpert die Suche nach Selbstbestimmung und Würde wirklich gut und auch aufrüttelnd. Die Botschaft der Autorin, dass die Welt sich verändert hat, die Gesellschaft solle endlich zur Vernunft kommen und sich von Klischees und Vorurteilen abrücken kommt ebenfalls rüber. Trotzdem fehlt der Bezug zur Wirklichkeit.
Empfehlen würde ich dieses Buch allen, die Lust darauf haben, es zu lesen. Es wird nicht lange dauern, die Schrift ist sehr groß und es hat nur 280 Seiten, allerdings würde ich mir nicht zu viel davon erhoffen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Gebrauchsanweisung für Israel und Palästina

Martin Schäuble
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2016
ISBN 9783492276672
Genre: Sachbücher

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774 Bibliotheken, 60 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

fantasy, sarah j. maas, liebe, feyre, fae

Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423762069
Genre: Jugendbuch

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

jugendbuch, agoraphobie, angst, entwicklungsroman, damaris liest

Hochgradig unlogisches Verhalten

John Corey Whaley , Andreas Jandl
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446257054
Genre: Jugendbuch

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59 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

erste liebe, italien, queere literatur, roman, sommerromanze

Call Me by Your Name

André Aciman , Renate Orth-Guttmann
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.02.2018
ISBN 9783423086561
Genre: Romane

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Save Me

Mona Kasten
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 23.02.2018
ISBN 9783736306431
Genre: Sonstiges

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0 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Still Life with Tornado

A S King
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Dutton Books for Young Readers, 11.10.2016
ISBN 9781101994887
Genre: Sonstiges

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35 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

indianer, enttäuschung, freunde, wildnis

Wie die Sonne in der Nacht

Antje Babendererde
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.02.2018
ISBN 9783401603315
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Enttäuschung ist laut Duden Online Die „Nichterfüllung einer Hoffnung oder Erwartung, die jemanden unzufrieden o. ä. stimmt“. Genau das ist das Buch leider für mich. Eine Enttäuschung.
Wer wie ich alle Jugendbücher von Antje Babendererde gelesen hat wird mir vermutlich zustimmen können wenn ich sage, dass es da im generellen nicht viel Abwechslung gibt. Mit ihren letzten beiden Büchern (also denen vor diesem hier) hatte sie dann doch mal etwas anderes gemacht: Sie hat den Handlungsort nach Deutschland verlegt. All ihre vorherigen Bücher hatten in Nord- oder Mittelamerika gespielt. Nun hatte ich mich doch sehr gefreut, dass ihr neues Buch wieder in Mittelamerika spielt und sich wieder um ihr allgegenwärtiges Thema dreht: Indianer. Die Indianischen Kulturen haben es ihr irgendwie angetan, denn all ihre Bücher, bis auf die beiden die in Deutschland spielen, handeln von ihnen. So auch dieses wieder, was mich äußerst gefreut hatte, bis ich das Buch dann gelesen hatte.
Anfangen tut es wie immer, ein deutsches Mädchen kommt aus irgendeinem Grund in ein Indianerreservat in diesem Fall ist es ein Austauschjahr, und verliebt sich dort in einen Indianer. So in etwa findet das hier auch statt, allerdings kommen hier tatsächlich noch ein paar erschwerende Tatsachen hinzu. Der Indianer (Kayemo ist sein Name) wird von Mara (der Protagonistin) am Straßenrand gefunden. Das Problematische an der Sache ist nicht etwa dass er verletzt wäre, sondern dass er sich an nichts erinnert. Weder wer er ist noch wer seine Eltern sind oder wo er herkommt. Die Erinnerung kommt im Laufe der Geschichte natürlich wieder und das ganze läuft am Ende tatsächlich auf eine relativ spannende Geschichte hinaus, wenn man noch keins ihrer anderen Bücher gelesen hat, ansonsten ist der Verlauf sehr ähnlich und die Schlüsselereignisse sind die gleichen wie immer allerdings möchte ich jetzt nicht zu viel verraten da es ja vielleicht noch Leute gibt die dieses Buch lesen möchten auch wenn ich es nicht empfehlen würde.
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer sehr angenehm zu lesen und nicht langweilig. Die Figuren sind schön ausgearbeitet allerdings sind ihre Gefühle, hauptsächlich die von Mara und Kayemo die die beiden Erzähler sind, extrem unglaubwürdig. Hier muss ich doch mal eine kurze Spoiler Warnung anbringen, da ich mich schlecht erklären kann, ohne eine kurze Gegebenheit aus der Geschichte vorwegzunehmen. Es ist ja eine gegebene Tatsache dass die beiden sich ineinander verlieben, das war mir auch klar. Nur war mir nicht klar, dass sie das nach zwei Tagen tun würde und nach drei/vier tagen miteinander schlafen würden. Da war ich doch ein bisschen überrumpelt. Und dann sei noch gegeben, dass Kayemo ja von nichts eine Ahnung hat, weil er die letzten neun Jahre in einer Hütte in den Bergen gelebt hat seine Mutter und sein Großvater als einzige Gesellschaft. Er hat also auch seit neun Jahren kein Mädchen mehr gesehen und auch keins angefasst. So ist es mir fast schon so vorgekommen als würde Mara den Jungen vergewaltigen obwohl er sie eigentlich nur wärmen wollte. Erschwerend kommt dann noch hinzu das er erst Fünfzehn ist. Ich erkläre die Situation jetzt Mal nicht weiter, wen es interessiert kann es ja nachlesen. Ich verstehe nur nicht so ganz wo das am Ende hinführen soll. Vielleicht soll das ja zeigen dass Liebe alles überwindet aber aus meiner Sicht kann man nach zwei Wochen nicht unbedingt von Liebe sprechen und die beschriebenen Situationen machen auf mich eher den Eindruck als würde er sich nur in sie „verlieben“ weil sie ganz einfach das erste richtige Mädchen außer seiner Mutter ist, dass er je wahrgenommen ist. Es kommt mir also wie eine Art Kurzschlussreaktion vor die ihn dazu verleitet sich mir ihr abzugeben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Idee ganz nett ist, aber anders als ich es von der Autorin kenne ihr Charaktere ganz und gar unglaubwürdig sind und das Buch absolut keine gesunde Beziehung darstellt und ich es unter keinen Umständen einem Kind in die Hände geben würde. Ich bin sehr enttäuscht von der Geschichte und auch von der Autorin die eigentlich sehr authentisch und realitätsnah schreibt. Als bitte nicht lesen! Alle ihre anderen Indianerbücher sind absolut empfehlenswert aber dieses nicht.

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Tags: enttäuschung, indianer   (2)
 

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88 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

thriller, flucht, rache, kalifornien, familie

Die Rache der Polly McClusky

Jordan Harper , Conny Lösch
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 23.02.2018
ISBN 9783550081507
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn Polly McClusky etwas will, dann macht sie es auch. Zumindest gegen Ende des Buches. Am Anfang ist da noch ein wenig Unsicherheit, aber die wird ihr schnell ausgetrieben. Durch hartes Training und Erlebnisse die sie einzig und allein ihrem Vater zu verdanken hat. Wie gut oder schlecht man ihn und das was er tut auch einschätzen möchte, Tatsache ist, dass er sie geprägt hat.
Polly ist elf Jahre alt und geht wie jedes andere normale elfjährige Kind zur Schule. So auch an dem Tag an dem ihr Vater sie abholt. Ihr Vater, der doch eigentlich im Gefängnis sitzen müsste, seine Strafe absitzen. Aber das tut er nicht, denn er ist rausgekommen. Zu seinem Glück noch lebendig, denn der Chef der dominierenden Gang hat einen Hinrichtungsbefehl gegen ihn, seine Tochter Polly und seine Ex-Frau Avis erlassen. Eben das ist auch der Grund wegen dem Nate McClusky an diesem Tag vor der Schule steht und seine Tochter abholt. Er will sie vor Crazy Craigs Leuten beschützen und dem Hinrichtungsbefehl entgehen.

Der Spannungsbogen des Buches verläuft zu Beginn eher mäßig, es braucht ein bisschen bis die Geschichte richtig anläuft. Es ist tatsächlich zu Beginn etwas langweilig und bis dann etwas passiert vergehen gute 150 Seiten. Zu dem Zeitpunkt an dem der Spannungsbogen seinen Höhepunkt erreicht ist das Buch dann leider auch schon wieder vorbei.

Das Buch ist aus der Sicht mehrerer Personen geschrieben, unter anderem aus Pollys und deren Vater Nate. Das macht die Geschichte interessanter, dass man so auch ein bisschen näher an die anderen Charaktere herankommt, was sonst nicht möglich ist. Im Allgemeinen sind die Charaktere außer Polly und Nate nicht sonderlich gut gemacht und wirken etwas unecht. Auch wenn der Kontext des Romans bestimmt echte Elemente beinhaltet sind die Figuren irgendwie übertrieben. Aber wenn man das aus einem anderen Blickwinkel betrachtet kann man auch sagen dass es vielleicht ganz gut zum Rest des Romans passt, der ebenfalls etwas übertrieben gestaltet ist.

Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits ist dass das Buch etwas brutal ist. Ich konnte leider nicht herausfinden zu welchem Genre man dieses Buch zählt, aber an Kinder würde ich das nicht geben. Aber auch das gehört nun einmal zur Geschichte dazu und findet sich gut darin ein. Auch weil die Brutalität ein großer Teil von Pollys Entwicklung ist, denn sie wird in der weiteren Handlung von ihrem Vater trainiert und macht einige andere Dinge die nicht unbedingt ihrem Alter entsprechen.

Zu der Handlung möchte ich nicht zu viel sagen, da sie erstens etwas kompliziert zu erklären ist und zweitens kann man bei diesem Buch wirklich keine Spoiler gebrauchen, denn sie machen jede kleinste Spannung die man finden kann kaputt und das wäre wirklich schade da die Spannungsgeladenen Szene die es gibt wirklich gut geschrieben sind.

Der Autor läuft gegen Ende des Buches wirklich zur Hochform auf und hinterlässt einen Schweif Schriftstellerischer Bestleistung die wirklich schwer nachzuahmen ist. Er beschreibt Pollys Entwicklung wirklich gut und lässt den Leser miterleben wie es ihr geht. Er gibt immer wieder Hinweise darauf, dass sie sich entwickelt und an den Geschehnissen wächst, die seinen Schwerpunkt, der auf Polly liegt, gut herausarbeiten. 

Ich würde das Buch im Allgemeinen als gut bezeichnen, allerdings hat es so seine Startschwierigkeiten und Tücken. Ich würde es allen empfehlen, die gerne ein bisschen Spannung mögen und Geduld haben. Im Übrigen sollte man vielleicht ein bisschen Interesse an Gangs und Kriminalität haben und kein enormer Angsthase sein oder Gewalt absolut verabscheuen.
Als Must-Read würde ich das Buch jetzt auch nicht bezeichnen, aber es war ein netter Zeitvertreib.



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Tags: außergewöhnlich, brutal, interessant, langweilig, schnelllebig, startschwierigkeiten   (6)
 

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98 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 68 Rezensionen

roman, amerika, kriegsgefangenschaft, usa, aufarbeitung

Ein mögliches Leben

Hannes Köhler
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 23.02.2018
ISBN 9783550081859
Genre: Romane

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34 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

Moonglow

Michael Chabon , Andrea Fischer
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.03.2018
ISBN 9783462050745
Genre: Romane

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194 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 119 Rezensionen

pfadfinder, männer, freundschaft, amerika, generationen

Die Herzen der Männer

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.02.2018
ISBN 9783608983135
Genre: Romane

Rezension:

Ich denke dieses Buch zeugt von außerordentlicher Schriftstellerischer Leistung, aber gleichzeitig denke ich auch, dass es keineswegs hilfreich ist, es zu vergöttern. Denn auch dieses, ist kein perfektes Buch, wobei mir das vielleicht erstmal jemand definieren sollte.

Nickolas Butler erzählt in vier Teilen von der Geschichte dreier Generationen. Der erste Teil spielt 1962, der Zweite 1996, der dritte und der vierte spielen 2019. In jedem Teil sind die Protagonisten des vorherigen Teils erwachsen, was natürlich positiv dazu beiträgt, deren Entwicklung zu begutachten. Der Haupt-Erzählstrang aller Teile spielt im Camp Chippewa, einem Pfadfinderlager im Chippewa County, Wisconsin. Die Protagonisten aller Teile besuchen dieses Camp und es werden einzelne Sequenzen sozusagen zwischengeschaltet, die erklären, was bisher passiert ist.

Der erste Teil zeichnet sich vor allem durch die Brutalität der Charaktere und seine wundervollen Naturbeschreibungen aus. Der zweite spiegelt das nun immer schneller werdende Leben in einer sich langsam digitalisierenden Welt wieder. Im dritten Teil passiert wesentlich mehr als im ersten, es gibt weniger Naturbeschreibungen, also Pausen für den Leser sich zu erholen, die er dringend nötig hat. Nachdem ich die ersten siebzig Seiten gelesen hatte, habe ich einen kompletten Tag Abstand vom Buch genommen um zu verarbeiten, was mir da vor die Füße geworfen wurde.
2019 wird vor allem von Kritik an der Digitalisierung und den sozialen Netzwerken geprägt, was in unsere Zeit ebenso perfekt erfasst wie sie auch durch etwas abgestumpft wird. Diese Abstumpfung des Dritten Teils ist im Endeffekt ebenso ein Rhetorisches Mittel, die Veränderung der Zeit in der Sprache und der Geschichte darzustellen, wie auch die fehlenden Naturbeschreibungen es sind. Die Zeit vergeht schneller, man hat weniger Zeit in die Natur zu schauen, das Handy fängt den Blick immer wieder ab.

Ich denke nicht, dass es nötig ist, sich über die Charaktere zu unterhalten, denn sie sind absolut perfekt, genauso wie es zu erwarten war. Ebenso ist kein einziger logischer Fehler oder ähnliches zu finden, in dieser Hinsicht lässt hier nichts zu wünschen übrig. Man kann ganz einfach sagen: Schreiben kann der Mann

Ich komme nicht ganz Drumherum, seine Bücher zu vergleichen und muss sagen, dass sie sich ganz einfach nicht vergleichen lassen. Sie sind Grundverschieden. Shotgun Lovesongs hat viel mehr Schönheit an sich und ist in wenigster Weise betrübend wohingegen Die Herzen der Männer einfach deprimierend ist. Es ist schlimm und es bleibt es auch. Trotzdem hat es fünf Sterne bekommen und ich spreche von einer Außerordentlichen Schriftstellerischen Leistung.
Was macht das Buch also so gut?
Das, was so besonders ist, ist das Nickolas Butler ein unglaubliches Talent dafür hat, versteckten Sinn hinter seiner Geschichte zu verstecken, darauf, welcher Sinn das ist, werde ich später noch zurückkommen. Aber lasst euch gesagt sein, es ist unglaublich gut, wenn man einfach ein bisschen hinter die Kulissen blickt und versucht zu verstehen, was das alle bedeuten soll, denn es geht einem einfach nicht mehr aus dem Kopf.

So direkt würde ich dieses Buch, so komisch es bei einer fünf Sterne Bewertung klingt, niemandem empfehlen zu lesen, denn es ist eine Qual. Es ist unglaublich anstrengend und nerven zerreißend dieses Buch zu lesen. Dieses Buch ist kein Lesevergnügen und es nicht für Leute geschrieben, die nicht darüber nachdenken und es einfach als langweilig abstempeln. Denn ist es zweifellos manchmal, allerdings geht es hier um weit mehr als um die Geschichte, die erzählt wird.

Was ist mit den Herzen der Männer passiert?
Was Nickolas Butler am Ende mit seinem Buch sagen möchte ist, denke ich, dass die Leute früher auch schon A********** waren, ebenso wie heute, aber das es immer die Möglichkeit gibt, frei zu entscheiden, wer man sein möchte. Man kann sich umschauen, und gucken, was die anderen machen. Und dann kann man sich überlegen was man selber sein will und das kann man dann sein. Ebenso wie es die Protagonisten der Geschichte gemacht haben kann jeder von uns frei entscheiden wer er sein möchte, unabhängig von seinen Einflüssen. In diesem Buch wird gezeigt, das nicht immer alles von den Eltern abhängt und das sich jeder Mensch erstaunlich entwickeln kann.
Wer sich traut das Buch zu lesen und nicht nach siebzig Seiten abbricht, weil es zu viel für ihn ist, der kann hier durchaus ein unvergessliches Lese Erlebnis haben. Es macht nur halt keinen Spaß.



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88 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

musik, freundschaft, liebe, coming of age, emery lord

Open Road Summer

Emery Lord , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 02.02.2015
ISBN 9783407745248
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gibt manchmal diese Lieder, die wie Türöffner sind. Sie öffnen eine Tür in deinem Kopf und alle Erinnerungen, die mit diesem Song verbunden sind, brechen aus. Sie brechen aus und gehen erst wieder zurück, wenn das Lied vorbei ist und der imaginäre Schalter, den es gedrückt hat, um die Erinnerungen freizulassen, losgelassen wird. Dann verschwinden sie wieder zurück in einen weit entfernten Winkel deines Kopfes wo sie darauf warten, wieder gehört zu werden.
Open Road Summer ist voll von Erinnerungen, vom Protagonisten ebenso wie vom Leser. Während dem Lesen des Buches und besonders beim Lesen der Songtexte, die im Buch niedergeschrieben sind, hatte ich das Gefühl, in einen Sommer zurückversetzt worden zu sein, den ich zwar in echt nie erlebt habe, aber der mir irgendwie bekannt vorkommt. 
Das hört sich vielleicht komisch an,aber das ist eben das Gefühl, das hochkommt, wenn man da Buch liest.Am Anfang ist die Protagonistin Reagan noch reichlich unsympathisch, aber wie in so vielen anderen Büchern auch, macht sie eine Entwicklung durch, die nicht nur sie, sondern auch die Menschen in ihrem Umfeld verändert. Der eine fasst wieder Hoffnung, die andere ist auf einmal selbstbestimmt. 
Alle drei Protagonisten sind gut zu verstehen, wenn sie auch besser sein könnten. Bei Reagan konnte ich zum Beispiel nie so richtig nachvollziehen, warum sie so eine Null-Bock Einstellung hat und irgendwie konnte ich auch einfach nicht verstehen, warum Dee mit ihr befreundet ist und warum sich Matt in sie verliebt. Im laufe des Buches wird sie noch sympatischer, aber es ist bei weitem nicht so wie zum Beispiel in Liebe ist was für Idioten.Wie mich. bei  dem Die Protagonistin am Anfang super unsympathisch ist, sich dann aber langsam in da Herz des Lesers schleicht. 
Ich war etwas enttäuscht von der gesamten Handlung, da zwischendrin auch mal Langweilige Stellen sind, die sie irgendwie nicht so richtig gefüllt bekommen hat. Das Buch mit seinen 400 Seiten war leider nicht annähernd so spannend wie manche 150 Seitigen Bücher. Ich möchte es hier absolut nicht schlecht reden, weil es mir ja schon gut gefallen hat, nur hatte ich einfach mehr erwartet.
Es kommt einem vor, als wäre man in einer Geschichte gefangen, die einfach das ganz normale Leben eines Teeanagers wiederspiegelt. Nur halt mir einer besten Freundin die ein  Countrystar ist und einem unglaublich heißen Popstar im Tourbus hintendran... So allein könnte man dieses Buch tatsächlich als nette Sommergeschichte betrachten, die zwar gut geschrieben ist, aber sonst auch nicht viel.Und leider ist genau das so ziemlich die Wirklichkeit, obwohl ich versucht habe so viel versucht habe zwischen den zeilen u lesen, wie es nur geht. 
Das Buch vermittelt ein ehrliches Verlustgefühl, das auch noch andauert, kurz nachdem man das Buch gelesen hat. Aber es erinnert mehr an die eigenen Verluste und seelischen Schmerzen und lässt diese weider aufkommen, anstatt wirklich mit denen aus der Geschichte zu arbeiten. Vielleicht ist aber auch eben das der wahre Zauber dieses Buches. Das es eben nicht über das Buch nachdenken lässt, sondern über sich selber und die Fehler, die man selber gemacht hat.
Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht recht, wem ich das Buch weiter empfehlen soll. Einerseits natürlich allen Leuten, die eine schöne Sommergeschichte suchen, ihr werdet sie hier finden! Andererseits ist dieses buch auch irgendwie etwas besonderes, das vielleicht nicht jeder versteht. Wenn es jemand lies und ähnliche Gedanken hat wie ich, würde ich mich sehr über eine Rückmeldung freuen. Nachher lese ich zwischen irgendwelchen Zeilen, die im Himmel schweben. ich verstehe es aber auch total, wenn man sich denkt: Eh, wo hat sie das denn her. :D 

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

deutschland, dystopie, flüchtlinge, anton, atomkraft

Endland

Martin Schäuble
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446257023
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stell dir vor, um Deutschland wäre eine Mauer. Der Euro wäre gegen die Mark eingetauscht, die Wehrpflicht ist wieder eingeführt und es gibt keine Schulpflicht mehr. Nein, wir sind nicht zurück in der NS-Zeit, auch wenn es sich in vielen Punkten ähnelt. Wir sind in einem Deutschland ein paar Jahre nur in der Zukunft. Wir befinden und im dystopischen Roman Endland von Martin Schäuble. 
Anton ist Soldat. Er bewacht mit seinem besten Freund Noah (und anderen Kadetten)zusammen die deutsche Grenze vor Flüchtlingen, sogenannten Invasoren. Anton ist voll für das, was die regierende Partei, die Nationale Alternative (darauf komme ich später noch zu sprechen) macht. Er steht voll hinter ihr, im Gegensatz zu Noah. Er ist gegen die Alternative.
Dann gibt es noch Fana. Sie ist eine junge Frau in etwa dem gleichen Alter wie Anton und Noah und lebt in Äthiopien. Fana möchte gerne Ärtztin werden, kann perfektes Deutsch und ist sehr begabt, was den Artztberuf angeht. Nur leider steht ihr etwas im Weg.Als Anton und Fana aufeinander treffen bleibt nicht die Welt stehen und sie verlieben sich auch nicht ineinander. 
Der Roman ist aus der Ich-Perspektive der drei genannten, perfekt ausgearbeiteten Protagonisten (wobei es eigentlich eher um Anton und Fana geht) geschrieben. Jeder Protagonist hat seine eigene Art zu reden und zu denken. Anton erzählt, Fana erzählt, Noah erzählt. Martin Schäuble schreibt oft in sehr kurzen Sätzen, was gerade bei Anton die Sache noch einmal extra Verdeutlicht. Das ist ernst gemeint. 
Am Anfang hatte ich noch etwas Angst, das das eine laffe, ausgedachte Geschichte sein würde, die einfach einen guten Klappentext hat. Aber falsch gedacht. Man merkt schon während dem Lesen, dass das Buch extrem gut recherchiert ist. ich habe tatsächlich keinen einzigen Logik - Fehler gefunden, und das kommt (leider) nicht sehr oft vor bei solchen Zukunftsgeschichten. Der Roman ist gut durchdacht und wird zu einem anständigen Ende gebracht. Leider wird er mit der Charakterlichen Änderung die Anton im Buch macht auch etwas schwächer, d.h. am Ende ist leider etwas vom perfekten Schreibstil verloren gegangen und Anton ist nicht mehr der, der er mal war.
Das Buch ist durchweg spannend und man fiebert wirklich mit den Protagonisten mit und überlegt sich vielleicht auch selbst: Was würde ich in so einer Situation machen?
Was natürlich auffällt ist die extreme Nähe der Nationalen Alternative zur echten Partei Alternative für Deutschland. Der Autor selber macht auch keinen hehl daraus, das die AfD das Vorbild für diese Partei ist. Hinten in den Dankesaussagen steht, dass er auf vielen Wahlkampf Veranstaltungen der AfD war und das zu seiner Recherche gehört. 
Des weiteren hat er auf einer Lesung, die ich angehört habe, gesagt, dass er tatsächlich theoretisch einfach nur das Wahlprogramm der AfD verwirklicht hat und das die nun mal eine Utopie ist. Viele Wähler wissen tatsächlich gar nicht, was wirklich alles in dem Programm steht, sie wählen sie einfach nur auf Grund der großen Versprechen, die die Partei ihnen gibt. Das nur mal kurz zu der sehr offensichtlichen  Ähnlichkeit hier.
Man bleibt auch noch Tage, nachdem man das Buch gelesen hat, nachdenklich, wie es wohl wäre, wenn das so passieren würde. natürlich ist dieser Roman nur ein Gedankenspiel, aber was wäre wenn kann man sich ja immer fragen.
Ich empfehle dieses Buch an alle Leute, die lesen können. Es ist unglaublich bereichernd und liefert zahlreiche neue Denkanstöße zur aktuellen politischen Lage. Ein bisschen öffnet es vielleicht auch denen die Augen, die sie sonst nur halb offen haben. Denn es rüttelt wach, es sagt: Hey, überleg doch mal! Und irgendwie auch: Mach doch was!  

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

englische autorin, englische klassiker, ironisch, jane_austen, klassiker

Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch)

Jane Austen
E-Buch Text: 617 Seiten
Erschienen bei Reclam Verlag, 04.02.2016
ISBN 9783159609829
Genre: Klassiker

Rezension:

Partnersuche mal anders: Sie suchen einen zukünftigen Lebenspartner, können sich aber einfach nicht dazu durchringen, online-Dating zu benutzen? Warum fragen sie nicht ihre Tante?
Jane Austens Charakter der Tante Norris war wohl derjenige, der mich am meisten beeindruckt hat. Sie hat eine so eindrückliche Meinung, die gleichzeitig so unglaublich nichtssagend ist, dass es wirklich beeindruckend war ihr beim sein zuzusehen. Mehr tut sie nämlich leider nicht. Entweder sie sitzt in Mansfield Park und kommandiert alle herum oder sie ist bei sich zuhause am anderen Ende des Parks aber trotzdem noch in Mansfield, zumindest körperlich, anwesend und treibt ihr Unwesen. Sie ist ungerecht und selbstverliebt aber außergewöhnlich. Dafür einen kleinen Applaus.
Aber natürlich ist Tante Norris nicht der einzige Charakter in Jane Austens Roman Mansfield Park. Da wären die Schwestern Julia und Maria und deren Brüder Tom und Edmund die ebenfalls, zumindest Teile des Buches, das sich über ca. 12 Jahre hinzieht, in Mansfield wohnen. Der Vater ist natürlich ein „Sir“ namens Thomas und wird das ganze Buch über von allen Beteiligten auch ebenso angesprochen. Seine Frau, die gleichzeitig auch Tante Norris Schwester ist, heißt Lady Bertram, wobei ihre beiden Töchter jeweils und in der der Mehrzahl auch Lady Bertram genannt werden, was doch teilweise Grund zur Verwirrung war. Jetzt gibt es aber noch die Protagonistin zu nennen, die leider auf Grund ihres kleinen unauffälligen Wesens komplett in der Geschichte verschwindet und erst dann wieder erwähnt wird, wenn der Leser von der Umgestaltung des Gartens von Mr. Rushworth(Ich hoffe ich habe ihn richtig geschrieben, wer das ist sage ich jetzt Mal nicht, ich will ja nicht die Spannung rausnehmen…) oder dem Theaterspiel der jungen Leute so genervt ist, das so eine kleine Fanny Price (Das ist ihr Name, also der der Protagonistin;)) dann auch nicht mehr stört und einfach so hingenommen wird. Fanny Price hat im Übrigen einen Bruder (William) der gegen Ende der Geschichte auch noch wichtig wird. Ich könnte hier vermutlich noch ewig mit Charakterbeschreibungen weiter machen, aber soweit ich weiß, ist das nicht der Sinn der Rezension;).
Widmen wir uns doch der in weiten Teilen nicht vorhandenen Handlung der Geschichte. Ich will hier niemanden lange auf die Folter spannen, also sage ich was gesagt werden muss, dass da wäre: Es passiert nichts. Absolut gar nichts. Vielleicht ist das ein wenig übertrieben, da das Buch ja immerhin um die sechshundert Seiten beinhaltet, aber zusammenfassend passiert tatsächlich nicht viel, was auch ein großer Kritikpunkt meinerseits ist. Man kann selbstredend sagen, dass das früher nun einmal einfach in Mode war, dass in einer Geschichte nicht viel passiert ist und dass wir vielleicht auch von der Schnelligkeit in der unser Leben sich abspielt ein bisschen verblendet sind und vergessen haben, wie es ist, wenn man einfach Mal langsam macht und sich nicht hetzt, aber so langsam ist es dann doch ein bisschen übertrieben für meinen Geschmack.
Außer dass es in dem Buch ein bisschen langsam zugeht muss man sich auch mit der Gesellschaft von damals und deren gestelzten Umgangsformen abfinden können, die, wären sie nicht vorhanden gewesen, sicherlich die ein oder anderen unnötigen fünfzig Seiten überflüssig gemacht hätten. Ist die Akzeptanz für diese Dinge gegeben, so steht dem absoluten lesevermögen nichts mehr im Wege, denn das muss man Jane Austen lassen: Schreiben kann sie ja. Man hat als Leser wirklich das Gefühl, die Charaktere kennenzulernen, nicht zuletzt weil sie enorm vielschichtig und genau beschrieben werden.
Ein weiterer positiver Aspekt den man hier och einbringen sollte ist der, wie kompliziert die Handlung bzw. die verschiedenen handlungsstränge die ineinandergreifen tatsächlich sind und wie man den Überblick behalten will. Ich habe mich einfach auf den Standpunkt gestellt, zu versuchen, so viel wie möglich zu behalten und das dann im Gedächtnis zu behalten. Jedem das seine, aber beim Lesen sollte man wirklich gut aufpassen á la „wer ist wer und was will der eigentlich von wem“.
Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Buch auf jeden Fall ein sehr interessantes war, ich es aber nicht weiterempfehlen würde, wenn jemand nicht vorher ein anderes Buch von Jane Austen gelesen hat. Im Übrigen würde ich nicht empfehlen es komplett ohne Vorbereitung zu lesen, das macht wirklich wenig Sinn. Aber wenn es gelesen wird: Gut mitdenken und die Auszeit genießen! Es gibt dem Leser eine gewisse Ruhe und Gelassenheit mit auf den Weg.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jugendbuch, pflegefamilie, sally nicholls, trauma, kindesmissbrauch

Wünsche sind für Versager

Sally Nicholls , Beate Schäfer
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 22.02.2016
ISBN 9783446250833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die elfjährige Olivia ist ein Dauerpflegekind und war schon bei Fünfzehn verschiedenen Pflegefamilien, bis sie zu den Iveys kommt. Die Iveys, das sind: Jim der Vater, Daniel und Harriet  die etwa gleich alt und jünger als Olivia sind und Grace, die schon ein eigenes Baby hat, aber vmtl. so um die Achtzehn ist, das sie noch nicht ganz mit der Schule fertig ist.

Da dieses Olivias Zuhause Nummer 16 ist, kann man sich schon denken, dass mit Olivia nicht alles so ist wie mit "normalen" Kindern. Sie wird extrem schnell wütend und hat sich selber nicht unter Kontrolle. Das kommt vor allem daher, das ihre Mutter sie früher extrem misshandelt hat. Sie lebt in ständiger Angst, jemand könnte ihr etwas antun und versucht sich durch die extreme Wut zu schützen und vor anderen abzuschirmen. Sie sehnt sich zwar nach Liebe und möchte nie alleine sein, sagt aber trotzdem allen, dass sie sie hasst. Das Ganze ist etwas wiedersprüchlich und Anfangs noch sehr interessant, bis es dann etwas nervt. Ihre ständigen gedanklichen Wiederholungen von "Ich bin böse, desshalb mag mich niemand" etc. sind sehr gewöhnungsbedürftig.
Aber zuerst einmal zum Förmlichen. Das Buch ist aus Olivias Sicht, also einem ich-Erzähler geschrieben. Hier muss ich ein riesen Kompliment aussprechen, denn ich habe es tatsächlich noch nie erlebt, dass ein Buch so unglaublich gut die Gedankenwelt einer 11 jährigen beschreiben und zugänglich machen kann. Man wird direkt in ihre Wut mit hinein gezogen und fühlt sich verletzt und benutzt. Der Schreibstil der Autorin macht es möglich, Olivias Gefühle perfekt nachzuvollziehen und mitzuerleben. Der erste Erzählstrang wird immer wieder, in keinem gleichmäßigem Rhythmus, von anderen Erzählsträngen namens Zuhause Nummer X (X für die Nummerierung des Zuhauses....) durchbrochen, in denen Olivia rückblickend von den vorherigen Pflegefamilien oder Heimen erzählt. Das gibt dem Leser natürlich nochmal extra Informationen, allerdings erzählt sie auch vorher schon einiges von den jeweiligen Heimen oder Familien.

Olivia ist ein unglaublich gut gemachter Charakter. Dadurch, dass sie die Ich-Erzählerin ist, lernt man sie natürlich so schon sehr gut kennen, aber durch den tiefen Einblick in ihre Gedankenwelt kann man sich wirklich enorm gut mit ihr Identifizieren. Die anderen Charaktere sind, bis auf ihre Mom, Violet und Liz nicht sonderlich gut ausgearbeitet, was aber nicht schlimm ist, da Olivia alles in den Schatten stellt und quasi keine Nebencharaktere nötig sind.Jetzt noch ein paar Worte zum fehlenden Stern bei meiner Bewertung. Bis jetzt hört sich das ja alles super an. Ja, am Anfang war ich auch völlig umgehauen von dem Buch. Bis ungefähr bei einem fünftel eine komische Sache anfängt, die mich zu Tode gegruselt hat. Im Haus der Iveys spukt es. Ich sage jetzt mal nicht genaueres, weil ich ja niemandem den Spaß nehemen will, aber dieses Buch ist echt nichts für schwache Nerven. Und wenn ich sage, es spukt, meine ich nicht, dass Olivia denkt würde einfach ein Geist unter ihrem Bett leben. Nein, nein, das wäre ja viel zu einfach...  Der Verlag hat das vmtl. absichtlich nicht auf den Klappentext geschrieben, aber ich wäre trotzdem gerne vorgewarnt geworden. Wenn ihr genaueres wissen wollt lest euch einfach den Klappentext der englischen Ausgabe durch, da steht alles drauf was man wissen sollte, bevor man das liest.Ich war in so fern von diesem Buch enttäuscht, als das ich einfach etwas komplett anderes erwartet hatte. Ich muss absolut sagen, dass es brilliant geschrieben ist und auch das Szenario ist einfach perfekt verarbeitet, aber der fünfte Stern geht hier einfach an die fehlende Information auf dem Klappentext. Dafür ist er doch da!!!Also: Ich würde das Buch allen empfehlen, die gerne gruselige Bücher lesen und Lust haben auf ein brillantes Buch. Jetzt seit ihr ja gewarnt. ;) 

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234 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

liebe, antiquariat, bücher, roman, familie

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Stephanie Butland , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520758
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Buchhandlung, das kleine Städtchen Whitby, aus dem die Protagonistin (Loveday) dieser Geschichte stammt und Rob, Lovedays  mega nerviger, kranker Exfreund. Und nicht zu vergessen: Nathan Avebury, Lovedays unnormal perfekter, neuer Lover.
Loveday selber ist nicht perfekt. Sie arbeitet in einer Buchhandlung in York, wohnt in einer 1-Zimmer Wochnung und ist, wie sie selbst von sich sagt, eher anti-sozial veranlagt. Das kommt natürlich nicht irgnedwo her, sondern, wer hätte es gedacht, in ihrer Vergangenheit ist etwas schlimmer vorgefallen, das unter anderem auch ihre frische Beziehung zu Mr. Avebury auf die Probe stellt. Loveday ist eine Ich-Erzählerin, die immer mal wieder die dritte Dimension durchdringt und mit dem Leser redet. Sorry, aber das ist in dieser Geschichte, der es eh schon, obwohl sie  als Liebesgeschichte betitelt ist, sehr an Gefühlen mangelt, einfach völlig fehl am Platz, da es den Leser aus der Bahn wirft und er sich nich mehr so gut wieder einfinden kann. Die Perspektive der Ich-Erzählerin ist also nicht ganz optimal gewählt. Natürlich hat man durch diese Erzählperspektive einen besseren Einblick in Lovedays Gefühlsleben, aber sie fühlt eh sehr wenig, also ist das nicht von Nöten.Das Buch ist im Allgemeinen nicht schwer zu verstehen, man kommt gut in den Lesefluss und es gibt nicht zu viele Charaktere. Allerdings giebt es des öfteren Kapitel, die sehr langweilig oder teilweise langweilig sind, was es manchmal schwer macht, sich zu motivieren, das Buch weiter zu lesen. Die Kapitelanfänge des Buches sind mit kleinen Bildchen gestaltet, oft stellen sie fliegende Seiten dar, das finde ich hier etwas unangebracht, da ja doch ein ernsteres Thema behandelt wird. Das Buch springt zwischen drei Erzählsträngen hin und her, die dem Leser Lovedays Vergangenheit nahebringen. Das ist glücklicherweise nicht verwirrend, sondern trägt nur zum Verständnis der weiteren Geschichte bei. Die Charktere, allen voran Nathan und Rob sind mangelhaft ausgearbeitet. Man erfährt quasi gar nichts über sie oder ihre Hintergründe, nur was Loveday von ihnen hält und wa sie über sie denkt. Ebenso ist die Beziehung zwischen Nathan und Loveday für den Leser quasi nicht vorhanden. Ihre Gespräche könnte man vermutlich zu vier Seiten zusammenfassen und man erfährt fast gar nichts über ihre zwischenmenschlichen Bindungen. Am Ende steht da nur ich liebe dich und man fragt sich: Oh, wann ist das denn passiert?Loveday  ist der einzige Charakter, der anständig herausgearbeitet ist, von dem man also die Vergangenheit,  Zukunft und Gegenwart kennt. Ein weiterer Charakter der eine Große Rolle spielt ist Archie, der Besitzer der Buchhandlung in der Loveday arbeitet. Er ist eine Art Legende und kennt sehr viele berühmte Leute, lebt in einem riesigen Haus und hat unmengen Geld, woher er das hat und wie das sein kann erfährt man nicht, und das macht diesen Charakter extrem unrealistisch.Okay, und jetzt noch kurz was übers Ende, keine Sorge,es wird nicht gespoilert: Es wird einfach der wichtigste Teil komplett übersprungen und der Leser wird vor vollendete Tatsachen gestellt. Wie kann das sein? Wie ist das abgelaufen? Das ist es doch worauf das ganze Buch hinaus will und es wird einfach nicht erklärt! Hätte ich das Buch bis dahin gut gefunden hätte es mich spätestens jetzt total genervt. Das kann doch nicht sein, da geht es die ganze Zeit darum, und dann löst sie es nicht einmal richtig auf... Für mich erfüllt diese Buch seinen Zweck, zu unterhalten leider nicht, da es mich größtenteils enorm gelangweilt hat. Empfehlen würde ich es denjenigen, die gerade an langeweile sterben oder tatsächlich total Lust darauf haben, es zu lesen. Aber dann sagt mir nicht, ich habe euch nicht gewarnt.   

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

berlin, bewohner, haus, roman, verschwinden

Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens

Juliana Kálnay
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Wagenbach, K, 03.02.2017
ISBN 9783803132840
Genre: Romane

Rezension:

Das Haus mit der Nummer 29 ist ein besonderes Haus. Es passieren Dinge, die so skurril sind, das man es nicht glauben möchte, aber die auch wieder irgendwie normal sind, wenn man bedenkt, das die Leute auch einfach nur ihr Leben leben. 

Das Buch ist in viele kurze Kapitel eingeteilt, deren Überschriften meistens einfach nur kurz angeben, wo im Haus dieses kapitel spielt. Zu Beginn denkt man, dass jedes Kapitel aus einer anderen Sicht geschrieben ist. Das stimmt zwar nicht ganz, allerdings wird das erst gegen Ende klar, da jeder Erzähler seinen eigenen unverwechselbaren Erzählstil hat. Sie sind irgendwie alle gleich, aber auch komplett unterschiedlich.
Juliana Kálnay schafft hier wirklich enorme Verwirrung, die bis zum Ende anhält, das man zwar die einzelnen Erzählstränge immer wieder findet, aber die Erzähler ausgesprochen selten ihre Namen nennen, so dass man sie auch nicht so richtig in den Geschichten der anderen wiederfindet. Eben bis man sie und ihre Eigenarten so gut kennt, dass man sie vermutlich überall wiederfinden würde.Von manchen Erzählern weiß ich allerdings bis jetzt nicht, wer sie eigentlich sind. 

Zum Beispiel ein Erzählstrang, bei dem sich einfach zwei Leute über Dinge unterhalten,die im Haus passieren und ihre Meinung darüber äußern. Vielleicht sind es einfach zwei, die zur Gruppe der Chronisch Schlaflosen gehören, oder auch nicht. Aber gerade diese Eigenart, das eben nicht alles erklärt wird und man oft rätseln muss was das eine mit dem anderen zu tun hat, macht das Buch sehr besonders. Man lernt quasi alle Bewohner des Hauses mit ihren intimsten Eigenarten kennen und fragt sich oft, wo bin ich denn hier gelandet. Aber manchmal findet man sich vielleicht auch selber wieder in den Gefühlen oder Machenschaften der Bewohner. Die Geschichte findet in einem relativ großem Zeitraum statt, der mit einem Großen Knall endet, der allerdings ganz leise von statten geht so wie alles andere auch. Es wird hingenommen und als normal angenommen. 

Würde man sich stärker damit beschäftigen und das Buch mehrere Male lesen, sich dabei Notizen machen und Nachdenken würde man sicherlich alles verstehen. Der Reiz weiterzulesen und auf das nächste Kapitel zu warten ist groß, denn obwohl es eigentlich nur eine einfache Erzählung komischer Ereignisse ist, ist es doch mit sehr viel Spannung und Hingabe geschrieben, so dass man einfach wissen möchte, wie es weitergeht.

Juliana Kálnay hat hier eine Welt geschaffen, die ganz und gar einzigartig und ohne seinesgleichen steht. Sie hat eine unglaublich einfühlsame, witzige und oftmals komische Geschichte geschrieben, die einem nicht mehr aus dem Kopf geht. 

Ich würde dieses Buch allen Leuten empfehlen, die Lust auf ein Buch mit viel tiefe haben und sich nicht davor scheuen auch mal nachzudenken und sich vielleicht ein paar Notizen zu machen. Wenn das gegeben ist, wird dieses Buch ein phänomenales Vergnügen.

Noch ein Tipp am Rande: Es hat ja nur 186 Seiten, versucht es doch möglichst in einem oder ohne eine anderes Buch dazwischen zu lesen, man verliert schnell den  Faden. :) 

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