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745 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 88 Rezensionen

erotik, sex, liebe, london, fetisch

80 Days - Die Farbe der Lust

Vina Jackson , , ,
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei carl's books, 22.10.2012
ISBN 9783570585221
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Summer, Violinistin aus Leideschaft begiebt sich auf ein erotisches Abenteuer mit dem geheimnisvollen Dominik. Sie findet sich schnell in entsprechenden Etablissements wieder und wird in eine dunkle, fremde Welt voller Erotik gelockt. Als ihre Violine beschädigt wird, bietet Dominik ihr an ihr eine neue zur Verfügung zu stellen unter der Bedingung, dass sie sich um ein privates Konzert bemühen soll. Nackt...

Meine Meinung

Ähnlich wie Shades of Grey spaltet dieses Werk die Leserschaft und ich gehöre definitiv zu denen, die mit diesem Buch leider so gar nichts anfangen konnten. Außer dem Genre sehe ich zwischen den Büchern, die unweigerlich miteinander verglichen werden, keine Parallelen. Im Gegenteil empfand ich das Buch als aufgesetzt. Während des Lesens hatte ich permanent, dass Gefühl die Autorin möchte jede skandalöse oder anrüchige Szenerie übertrumpfen. Shades of Grey empfand ich zu keiner Zeit als reine Pornographie, ganz gleich wie viele intime Szenen aus der Trilogie hervorgingen. Neben den Sexszenen war man um wahrhaftige Gefühle der Protagonisten zueinander bemüht.

Hier allerdings geht es den Protagonisten lediglich um die Befriedigung ihrer Lust, die sich teilweise animalischer Widerwärtigkeit erfreute. Summer ist eine junge, selbstbewusste Frau, die ihre Sexualität genießt und vollends auslebt. An und für sich etwas, das ich absolut befürworte. Jedoch erschien mir Summer ohne jegliches Gefühl von Würde. Wie jemand solche Dinge mit sich machen lässt und diese auch noch genießt und als anregend empfindet, erschließt sich mir nicht. Ich bin dem Buch optimistisch entgegengekommen und habe immer versucht Beweggründe nachzuvollziehen. Hier jedoch ist mir dies nicht gelungen.

Summer erschien mir zu Beginn als absolut sympatisch, weil sie auf mich einen stolzen, freien und unabhängigen Eindruck machte. Jedoch wird dies durch ihre späteren Taten total in den Hintergrund gestellt. Ich hatte den Eindruck zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten vor mir zu haben. Ihre beste Freundin ist ebenfalls ein sehr freigiebiger Mensch, der sich seiner sexuellen Anziehung durchaus bewusst ist. Ihre Freundschaft (wenn man dieses Wort überhaupt für angemessen hält) beruht auf Neid und Missgunst. Auch das Verhältnis, dass Domenik und sie anfangen ist für mich nicht nachvollziehbar. Wer solche Freunde hat, dem wird es an Feinden nicht mangeln.

Domenik, dessen Name überaus zutreffend ist, hat mich zutiefst angewidert, was nur der Tatsache zu verschulden ist, dass er Summer vielmehr auf ihre weiblichen Reize reduziert. Von echten Gefühlen ist weit und breit keine Spur, hier geht es nur darum sich seiner sexuellen Lust zu erfreuen. Der Schreibstil, der mehrfach in Rezensionen gelobt wurde, ist mir ebenfalls ein Rätsel. Aufgrund des Genres konnte man bereits davon ausgehen, dass auf zärtliche Umschmeichelungen verzichtet wird. Da ich also darauf eingestellt war, konnte auch das mich nicht aus der Ruhe bringen, nur finde ich, dass die Sexszenen in dem vorhandenen sprachlichen Rahmen der Vugärsprache total untergegangen sind.

Wenn eine Sexszene aus 4 Sätzen besteht, lässt sich das Geschehen für den Leser leider nicht wirklich erschließen. Doch wirklich wütend gemacht hat mich nur die Tatsache, dass von Gefühlen nie die Rede war. Selbstverständlich bin ich mir des Genres bewusst und war auch darauf vorbereitet, dass ich nicht mit Herzchen und Blümchen rechnen kann. Doch ist es zuviel verlangt, dass Menschen, die auf so vielerlei Arten miteinander intim werden, Empfindungen füreinander haben? Eine der Sexszenen bei der Summer sich dann in einer ihr neuen Rolle wiederfindet, hat mir den Rest gegeben.

Mein persönliches Fazit

80 days ist Pornographie. Wer sich dieser Tatsache bewusst, auf das Schlimmste gefasst ist und es dennoch lesen möchte, soll es nach belieben tun. In diesem Fall kann ich allerdings keine Empfehlung aussprechen. Die Sexszenen waren mit zu undetailliert. Mir, als Leser, war ein Nachempfinden durch den Schreibstil rein gar nicht möglich.

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671 Bibliotheken, 7 Leser, 7 Gruppen, 119 Rezensionen

hexen, magie, liebe, cate, bruderschaft

Töchter des Mondes - Cate

Jessica Spotswood , Stefanie Lemke
Fester Einband: 363 Seiten
Erschienen bei INK, 09.08.2012
ISBN 9783863960247
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Prophezeiung, die ihr gesamtes Leben und auch das ihrer Schwestern verändern wird. Cate lebt gemeinsam mit ihren Schwestern Maura und Tess im England des 19.Jahrhunderts. Seit dem Tod ihrer Mutter versuchen sie das wohl gefährlichste aller Geheimnisse zu verheimlichen, denn alle drei Schwestern sind Hexen, von der Bruderschaft verfolgt, eingesperrt und gefoltert. Die Bruderschaft hat sich der Bevölkerung angenommen und propagiert die Inakzeptanz Frauen und vor allem Hexen gegenüber. Cate muss eine Entscheidung treffen, die durch ihre Gefühle für Finn nicht einfacher wird...

Meine Meinung

Die Töchter des Mondes ist ein überaus tolles Buch und auch das Beste, welches ich von Egmont Ink lesen durfte. Dass ich derart überzeugt sein würde, hätte ich trotz vieler überwiegend positiver Bewertungen nicht geahnt, doch sehr zu meiner Freude, habe ich dieses Buch genossen. Die Protagonisten aus deren Sicht das Buch geschrieben wurde, ist wirklich sehr sympatisch. Mutig, aufopferungsvoll und voller Liebe zu ihren Geschwistern. Aber auch ihre Sturrheit macht sie liebenswerter. Durch den Tod ihrer Mutter musste sie die Verantwortung für Maura und Tess übernehmen und dieser Aufgabe möchte sie auf jeden Fall gerecht werden. Jede der drei Schwestern könnte unterschiedlicher nicht sein und das Zusammenspiel dieser Faktoren ist es, dass den Lesefluss so angenehm macht.

Maura ist zwei Jahre jünger als Cate und mitten in der Pubertät, daher sei ihr ihr premenstruales Verhalten verziehen. Sie ist eindeutig die aufbrausende, temperamentvolle der Schwestern. Ihren Wunsch Teil der Gemeinde zu werden, fand ich nachvollziehbar. Sie sehnt sich nach Freundschaft und den Austausch mit anderen, doch vergisst sie dabei oft, wie viel Mühe Cate sich gibt sie zu schützen. Trotz ihrer Eigenschaften, die an und für sich eigentlich nicht für sie sprechen, habe ich sie lieb gewonnen. Und auch die jüngste Tess, die der Magie ebenfalls befähigt ist, ist sehr liebenswert. Für ein so junges Mädchen ist ihre Reife doch etwas unnatürlich, aber dennoch sehr bemerkenswert. Tess ist die ruhige, gelassene und ich finde, dass sie eine grandiose Komponente zu ihren Schwestern darstellt.

Cate ist sehr darum bemüht ein ruhiges, abgeschiedenes Leben zu führen um möglichst wenig Eindruck auf andere zu machen, doch gerade das ist es, dass die Bewohner aufhorchen lässt. Die Mädchen müssen in die Gesellschaft eingeführt werden, daher soll ihnen eine Gouvernante zugestellt werden. Diese entpuppt sich als Mitglied der Schwesternschaft, die das Gegenstück zur Bruderschaft darstellt. Für eine Frau dieser Zeit bieten sich mehrere Möglichkeiten. Sie hat die Wahl bei ihrer Abschiedsbekundung ihren zukunftigen Gatten zu erwählen oder aber sie wird Mitglied der Schwesternschaft. Die Bruderschaft ist ein Verbund, der sich gegen Hexen, aber auch gegen Frauen im Allgemeinen richtet. Frauen dienen lediglich zu Befriedigung männlicher Lust und zur Gebärfreude.

Cate hat die Möglichkeit bekommen die Gattin ihres Kindheitsfreundes zu werden. Dieser möchte Cate ehelichen und sie nach New England mitnehmen, doch wäre er auch bereit mit ihr ein Haus in der Nähe ihrer Schwestern zu erwerben. Sehr zu ihrer Überraschung entspinnen sich zwischen Cate und dem Gärtner Finn romantische Gefühle, die sie nicht leugnen zu versuchen. Hinzu kommt die Prophezeiung, die besagt, dass in diesem Jahrhundert drei Schwestern hervorgehen werden, die alle samt der Magie befähigt sind. Ein neues Zeitalter der Hexen wird entstehen. Eine Zukunft mit Finn scheint undenkbar, doch Liebe wagt, was irgend Liebe kann...

Mein persönliches Fazit

Eines der gelungensten Bücher über Hexen kombiniert mit einer zarten Liebesgeschichte, das mit einem tollen Schreibstil, sympatischen Charakteren und wohldosierter Spannung überzeugen kann. Der Cliffhanger ist überaus fies, daher freue ich mich schon sehr auf den Folgeband. Die Töchter des Mondes ist ein Lesemuss für alle Hexen fans, aber auch für solche, die es nicht sind.

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490 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 145 Rezensionen

liebe, zeitreise, zukunft, zeitreisen, berlin

Everlasting

Holly-Jane Rahlens , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 421 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 09.03.2012
ISBN 9783805250160
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieser Leser fand dieses Buch ganz bezaubernd. Außerdem möchte dieser Leser das Buch bedingungslos jedem empfehlen. Everlasting hat mich sehr überrascht. Ich hätte sicherlich nicht damit gerechnet, dass ich so viel gefallen an einer Geschichte finden würde, die eigentlich relativ unspektakulär erscheint. Doch man irrt sich, denn Everlasting hat so einiges an Spannung und innovativen Ideen zu bieten. Ich habe es als etwas schwierig empfunden diese Rezension zu verfassen, weil Everlasting durchaus anders ist als die meisten anderen Bücher.

Der Autor hat die Geschichte sehr durchdacht und komplex gestaltet, was man dem Buch auch durchaus anmerkt. Die Auflösung verschiedener Fragen war für mich nie naheliegend, sondern vielmehr überraschend, was der ganzen Geschichte eine gewisse Spannung verlieh.

Die Charaktere sind sehr liebenswerte Wesen, besonders der Protagonist Finn. Lediglich sein Alter hätte ich etwas minimiert. Sein teilweise kindliches Verhalten hat etwas irritiert, stellte jedoch keine große Blockade dar. Ich konnte mich sehr gut in Finn hineindenken und nachvollziehen, was sich in seinen Gedanken und als Elena auftaucht auch in seinem Herzen, abspielt. Elena erleben wir zu Beginn als Teenager mit klassischen Problemen und Erfahrungen, die mit diesem Alter einhergehen. Diese sind für Finn, der mehr als 260 Jahre in der Zukunft aufgewachsen, aber recht bizzar. Amüsant fand ich es immer wieder, wie Finn Elenas Tagebuch kommentiert und sich Fragen stellt, die für uns ja selbstverständlich sind.

Außerdem ist Finn, neben seiner liebenswerten Art, sehr humorvoll. Teilweise konnt ich mich vor Lachen nicht mehr bremsen. Ein wirklich sehr unterhaltendes Werk. Elena ist ebenfalls sehr witzig, die beiden gemeinsam umso mehr. Auffallend ist hier auch, dass der Autor das Buch in Form des dritten Personalpronomens verfasst hat. Finn redet fast ausschließlich so von sich und auch die Menschen in seinem Umfeld pflegen diese Form der Artikulation. Wider Erwarten stellte dies aber kein Problem dar. Ganz im Gegenteil. Sobald man sich eingespielt hat, findet man es eher unterhaltend als irritierend.

Toll fand ich auch, dass die Geschichte bis auf die minimalsten Details ausgearbeitet wurde. Dass das Cover sogar einen richtigen Bezug zur Geschichte hat ist hier nur das Sahnehäubchen. Der Cliffhanger am Ende war doch etwas fies und ich hätte wirklich gerne in Erfahrung gebracht, wie es nun weiter geht. Ich muss aber sagen, dass mir das Buch auch so total super gefallen hat. Jeder Leser, der gerne futuristische Liebesgeschichten mit liebenswerten Charakteren und humorvollen Dialogen liest, sollte definitiv auch Everlasting zur Hand nehmen. Lesen!!


Mein persönliches Fazit

Everlasting ist wirklich ein gelunges, sehr komplexes Werk für die ganze Familie. Ich bin sicher, dass es sowohl jung als auch alt von sich überzeugen kann. Everlasting hat mich immer wieder überrascht und war zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar. Finn und Elena verbindet etwas und ich fand es sehr spannend ihrer Gefühlswelt zu folgen und zu beobachten, was sich zwischen den beiden entspinnt. Leser futuristischer Literatur dürften mit Everlasting ebenfalls einen Lesegenuss an Land gezogen haben.. Empfehlenswert!

http://buchrezensionen-sophie.blogspot.de/

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960 Bibliotheken, 17 Leser, 11 Gruppen, 127 Rezensionen

labyrinth, dystopie, freundschaft, experiment, lichtung

Maze Runner: Die Auserwählten - Im Labyrinth

James Dashner , Anke Caroline Burger
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2011
ISBN 9783551520197
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Er heißt Thomas. Das ist alles. An mehr kann er sich nicht erinnern. Sein neues Leben beginnt in einer Box. Dreißig Minuten lang ist er ihrer Einsamkeit ausgesetzt. Nach den unendlichen Minuten des Wartens kommt er auf die Lichtung, wo er bereits erwartet wird. Gemeinsam mit 60 anderen Jungen muss er einen Weg aus dem Labyrinth finden. Was Thomas allerdings nicht weiß, die anderen versuchen es schon seit 2 Jahren.....

Meine Inhaltsbeschreibung

Thomas kann sich an nichts erinnern. Lediglich seines Namens kann er sich entsinnen. Sein neues Leben beginnt in einer dunklen Box, die ihn zur Lichtung transportiert. Die Lichtung beherbergt neben Thomas 60 andere Jungen, die allesamt nur ein Ziel verfolgen: Sie müssen das Geheimnis des Labyrinths lösen um ihrer zu entfliehen. Die Lichtung ist von einem Labyrinth umgeben, jede Nacht schließen sich die Tore, denn Nachts erwachen die Griewer zum Leben. Die Griewer sind widerliche, große Monstren, deren Bestreben darin liegt, das Labyrinth zu schützen. Seit der Ankunft von Thomas ist allerdings nichts wie es einmal war. Dinge, die jahrelang dem selben Rhythmus folgten, verändern sich. Das Seltsamste aller Geschehnisse ist allerdings, dass Thomas dieser Ort bekannt vorkommt, als wäre er schon einmal dort gewesen. Später, viel zu spät, wird Thomas die Gründe hierfür erfahren müssen.

Ein scheinbar nicht lösbares Labyrinth, eine Lichtung voller Jungen und ein Ort voller Intrigen und Grausamkeiten. Werden sie einen Ausweg finden und gibt es überhaupt eine Lösung? Als dann auch noch einen Tag nach seiner Ankunft zum ersten Mal ein Mädchen in die Lichtung kommt, geraten die Dinge aus den Fugen....

Meine Meinung

Großartig. Schlichtweg großartig. Die Auserwählten im Labyrinth konnte mich so überzeugen, wie ich es zu Beginn nicht für möglich gehalten habe. Das Buch ist so spannend und actionreich, wie es bei keinem anderen der Fall gewesen ist. Dass es sich bei diesem Buch um eine Dystopie handelt geht nur durch die abschließende Auflösung hervor, die an dieser Stelle einfach grandios ausgearbeitet wurde. Der Cliffhanger am Ende, der fieser nicht hätte sein können, ist mehr als gelungen. Die ersten Seiten waren zwar spannend, aber auch etwas holprig, was unter Umständen etwas mit der in der Lichtung verwendeten Sprache zu tun hat. "Klonk", "Strunk" und "Neppdepp" waren Worte, die mir nicht viel sagten und deren Bedeutung ich erst später entschlüsseln konnte. Der Anschluss allerdings hat mich restlos begeistert, sodass die anfänglichen Schwierigkeiten keine nennenswerte Rolle mehr spielten.

Die Charaktere, die überwiegend männlich waren, fand ich mehr als sympatisch. Der Protagonist Thomas ist mutig, tapfer und willensstark. Der Verlauf der Geschichte und seine Entwicklung waren sehr angenehm zu lesen. Bei der Kurzbeschreibung mag man villeicht denken, dass es sich hierbei um eine Labyrinth-Geschichte handelt, wie sie bereits mehrfach hervorgebracht wurde, aber dieses Buch ist erfrischend anders. Die Auflösung war grandios und schlichtweg das beste Ende, das ich bei irgendeinem Buch gelesen habe. Der Cliffhanger ist zwar fies, aber macht tierisch Lust auf mehr. Neben des Protagonisten konnten auch seine neu gewonnen Freundschaften mich überzeugen.

Chuck, Alby und Newt sind nur einige, wenige Charaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Nach anfänglichen Zweifeln kann Thomas sie für sich gewinnen und findet in Chuck einen guten Freund. Seit seiner Ankunft hat sich in der Lichtung einiges verändert und als auch noch zum ersten Mal ein Mädchen auf die Lichtung kommt, werden ihre Zweifel gegenüber Thomas immer größer. Das Mädchen, dessen Namen ich wegen Vermeidens von Spoiler nicht veraten möchte, hat eine Bindung zu Thomas, die sich beide zunächst nicht erklären können. Aus dem Buch geht hervor, dass sich etwas zwischen den beiden anbahnt, das hoffentlich im zweiten Teil vertieft wird.

Die Dialoge zwischen den beiden waren äußerst mysteriös und schlossen eine Beziehung der beiden nicht aus. Nur leider können beide sich nicht an ihr vergangenes Leben erinnern. Die ganze Szenerie blieb vollkommen unvorhersehbar und spannend. Viele Actionreiche Szenen in Kombination mit liebenswerten Charakteren machen diese Dystopie neben ihrer grandiosen Grundidee einzigartig. Ich zumindest fiebere dem zweiten Teil entgegen, den ich so schnell wie nur möglich lesen möchte.

Mein persönliches Fazit

Die Auserwählten im Labyrinth ist eines der besten dystopischen Werke, das ich lesen durfte. Die Idee ist so erfrischend anders und neu und das in Kombination mit der actionreichen und vor allem spannenden Handlung, konnte mich restlos für sich gewinnen. Anfängliche Schwierigkeiten haben aufgrund der immer spannender werdenden Handlung und wegen der grandiosen Auflösung, keine nennenswerte Rolle mehr gespielt. Dem zweiten Teil, den ich selbstverständlich unbedingt lesen möchte, fiebere ich schon entgegen. Absolute Leseempfehlung!

http://buchrezensionen-sophie.blogspot.de/

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211 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

liebe, koma, musik, tod, unfall

Wenn ich bleibe

Gayle Forman , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei cbj, 07.03.2012
ISBN 9783570401293
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mia ist Cellistin, sie liebt und lebt klassische Musik. Sie liebt ihre Familie und ihren Freund. Als bei einem tragischen Autounfall sowohl ihre Eltern als auch ihr jüngerer Bruder ums Leben kommen, bricht eine Welt für sie zusammen. Mia muss sich entscheiden: Möchte sie ein Leben ohne ihre Familie? Und was ist mit Adam? Adam, ihre erste große Liebe, mit dem sie soviel geteilt hat.

Meine Inhaltsbeschreibung

Mia ist eine 17-jährige Cellistin. Sie lebt und liebt die Musik, in ihr kann sie sich verlieren, in ihr möchte sie ertrinken. Gemeinsam mit ihrer Familie möchte sie einen Ausflug machen. Am Frühstückstisch konnte sie nicht ahnen, dass das ihre letzten gemeinsamen Stunden sind. Bei einem Autounfall kommt ihre Familie auf tragische Art und Weise ums Leben. Ihre Eltern sterben noch an der Unfallstelle. Ihr kleiner Bruder verunglückt im Krankenhaus. Aus der Vogelperspektive erlebt Mia, wie sich ihr bisheriges Leben in Luft auflöst. Dem Tod der eigenen Familie beizuwohnen ist eine schier unmögliche Aufgabe. Sie möchte nichts sehentlicher als mit ihnen zu gehen. Doch wie soll sie sich entscheiden? Zwischen Leben und Tod erleben wir Mia. Sie möchte Adam nicht verlieren, sie möchte ihre Freunde und ihre übrig gebliebene Familie nicht verlieren, doch der Tod scheint ihr eine einfache Möglichkeit. Leben ist schwer - sterben ist einfach.

"Was ist los?", fragte ich. "Hat dich der alte Kerl abgezogen?"
Adam schüttelte den Kopf und nickte gleich darauf.
"Nun, ja, Aber das ist es nicht. Eine Biene hat mich in die Handfläche gestochen, während wir spielten. Dein Vater hat meine Hand gepackt und das Gift herausgesaugt."
Ich nickte....
Adam lächelte verlegen. Er beugte sich vor und flüsterte mir ins Ohr: "Ich glaube, ich bin ein bisschen durcheinander, weil ich mit deinem Vater intimer war als mit dir."
Darüber musste ich lachen.

Meine Meinung

Sensibel und ergreifend erzählt Gayle Forman was es heißt bedingungslos zu lieben und mit Schmerz, Verlust und Trauer umzugehen. Selten habe ich so exakt nachempfinden können, was ein Protagonist durchlebt, wie es hier der Fall war. Die innere Zerissenheit, die Trauer, der Schmerz und die Wut über den Verlust, waren so realitätsnah und ergreifend. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, bedingungslos jedem. Die Schilderung von Mias Erlebnissen, die sie zu Lebenszeiten ihrer Familie macht, sind ergreifend. Kleine Momente, in denen man erkennt, welch ein schönes Familienleben sie hatte. Der Verlust ist herzzereissend und man führt einen permanenten Kampf mit den Tränen, den man letzlich nicht gewinnen kann.

Mia ist 17 Jahre alt und Cellistin. Sie liebt Musik und ist überaus talentiert. Der Unfall, bei dem ihre Familie verunglückt ereignet sich bereits in den ersten Kapiteln. Aus der Vogelperspektive erlebt Mia diesen Unfall und wir blicken gemeinsam mit ihr in ihr bisheriges Leben. Die Familie wächst einem ans Herz und man hat umso mehr mit dem Verlust zu kämpfen. Ihr Familienleben ist intakt und beneidenswert. Eine liebevolle, tolerante und unterstützende Familie, voller Humor und Liebe für Musik. Ich habe Mia während des ganzen Buches über um ihre Familie beneidet. Eine Familie zu haben, die einen in allen Situationen im Leben so unterstützt ist keinesfalls selbstverständlich und umso trauriger war ich, dass der Tod diese Familie auseinander gerissen hat.

Adam ist Mias fester Freund. Dieser konnte mich vor allem aufgrund seines Humors und den aufrichtigen Gefühlen für Mia überzeugen. Als Leser durchlebt man die kleineren aber auch größeren Konfllikte der Beziehung. Wie sie sich kennenlernen, welche Erfahrungen sie machen und wie sie die Probleme überwältigen. Ihre liebe ist mehr als eine stupide Teenager-Liebelei. Ich empfand die Beziehung als echt, ohne übertriebene Romantik, die einem so häufig in Literatur begegnet. Echt und dennoch sehr intensiv. Gayle Forman schafft es die größten Gefühle, die man empfinden kann so echt darzustellen, dass sie zu keiner Zeit aufgesetzt wirken.

Besonders die Eltern habe ich sehr ins Herz geschlossen. Sie sind so verständnisvoll und lieben Mia, egal welche Entscheidungen sie trifft. Auch die Geschichten darüber, wie Mias Eltern sich kennengelernt und schließlich geheiratet haben finde ich sehr emotional. Sie haben mich immer wieder zu Tränen gerührt. Und auch in der Entscheidung, ob Mia leben oder sterben möchte, werden sie sie unterstützen, denn Liebe verfliegt niemals und sie verlässt uns nie...

Mein persönliches Fazit

Wenn ich bleibe von Gayle Forman ist einfühlsam, sensibel, traurig, bitter, schön und bewegend zugleich. Eine Familie, die mir so sehr ans Herz gewachsen ist und eine Protagonistin, bei der ich absolut und vollkommen nachemfinden konnte, was sie durchlebt, habe ich selten in der Literatur kennengelernt. Es hat mich aufgefühlt, mich traurig gemacht, mich innerlich zerissen und mich mit Hoffnung abschließen lassen. Ein unfassbar schönes Werk!!!!

http://buchrezensionen-sophie.blogspot.de/

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747 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 171 Rezensionen

dystopie, liebe, adam, juliette, gabe

Ich fürchte mich nicht

Tahereh H. Mafi , Mara Henke
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.07.2012
ISBN 9783442313013
Genre: Jugendbuch

Rezension:

246 Tage allein. Isolation . Juliette sehnt sich danach, jemanden zu berühren. Sie darf nicht. Ihre Berührungen sind tödlich. Sie hat eine Gabe. Einen Fluch. Nach 246 Tage in Isolationshaft bekommt Juliette einen Zellengenossen. Adam. Er nähert sich Juliette. Doch er ist ein Soldat des Establishments, er arbeitet für den Oberbefehlshaber Warner. Dieser hat einen teuflischen Plan: Er möchte Juliette zu seinem Machtinstrument machen, denn Juliettes Berührung ist tödlich....

Meine Inhaltsbeschreibung

Seit 246 Tagen ist Juliette gefangen. Seit 246 Tagen hat sie niemanden berüht, kein einziges Wort mit jemandem gewechselt. Doch jetzt gibt es ihn, ihren Zellengenossen. Ihn zu berühren, seine Finger auf ihr zu spüren, die Wärme seiner Nähe zu genießen, ist ihr sehnlichster Wunsch und sogleich ihre größte Furcht. Juliette ist eine Ausgestoßene, ein Monster. Ein tödliches, von allen gemiedenes Monstrum. Doch das Establishment hat einen Plan. Sie sind im Begriff Juliette für ihre Machtspiele zu instrumentalisieren. Adam, ihr Zellengenosse, entpuppt sich als Soldat, der dem Establishment zu Diensten steht. Aber Juliette möchte nicht benutzt werden. Das erste Mal in ihrem Leben beschließt sie zu kämpfen...

Der Oberbefehlshaber Warner ist fasziniert von Juliette und möchte sie zu seinem eigenen Machtinstrument machen. Er ist der Ansicht, dass Juliette ihre tödlichen Berührungen genießt und das sie dadurch soguzagen gleichgesinnt sind. Juliette allerdings möchte niemanden leiden sehen, sie sträubt sich dagegen. Für sie ist ihre Gabe eher Fluch als Segen. Ein Kampf gegen das Establishment und gegen ihr eigenes Ich beginnt...

„Er fasst mich nicht an und ich bin enttäuscht froh, dass er es nicht tut. Ich wünschte er würde mich berühren. Er sollte es lieber nicht tun.“

Meine Meinung

Ich fürchte mich nicht ist wirklich ein wundervolles Buch. Der Sprachstil ist einzigartig. Die Gefühlswelt von Juliette wird ganz bizzar und verstörend dargestellt. Ihre innere Zerissenheit kommt insbesondere durch die durchgestrichenen Sätze zum Ausdruck. Sie sehnt sich so sehr nach einer Berührung, doch selbst ihre eigenen Eltern haben sich ihrer entledigt. Sie ist ausgestoßen worden und hasst ihre Fähigkeiten.

Juliette gefiel mir als Protagonistin zunächst sehr. Sie ist sehr einfühlsam, voller Kummer und dennoch so stark. Im letzten drittel des Buches finde ich ihre Entwicklung jedoch zu zweifelhaft. Da sie sich ja jetzt nicht mehr in Isolationshaft befindet, wird sie durch den Umgang mit anderen Menschen offener. Allerdings ist sie meiner Ansicht nach zu jugendlich geworden. Sowohl durch die verwendete Sprache als auch durch ihren humorvollen Umgang mit anderen und dass obwohl zu Beginn immer wieder gesagt wird, dass sie von anderen gemieden wird. Adam dagegen war durchweg ein sehr sympatischer Charakter. Die Liebe der beiden hat sich sehr schön entwickeln. Sehr intensive und authentische Schilderung der Gefühle füreinander, wenn auch stellenweise ein wenig zu viel des Guten.

Die dystopische Welt, die hier geschaffen wurde ist sehr faszinierend und zugleich furchteinflösend. Erst im Laufe der Geschichte bringt man Dinge über das Establishment in Erfahrung und sicherlich wird man im zweiten Teil dieser Trilogie über weitere Dinge in Kenntnis gesetzt. Ich habe die ersten zwei drittel des Buches so genossen. Fesselnd, verstörend und einfach erfrischend anders. Dem letzten drittel allerdings konnte ich überhaupt nichts abgewinnen. Es wurde zu Superheldenmäßig und damit hatte ich zumindest definitiv nicht rechnen können. Ich hatte das Gefühl die Geschichte nimmt einen komplett anderen Verlauf und wird Teil einer ganz neuen Geschichte, so als wäre der vorherige Teil nichts weiter als eine Einleitung gewesen.

Diesen Punkt habe ich als äußert schade empfunden. Dennoch ist dieses Buch empfehlenswert und keinesfalls schlecht. Mich haben die Ereignisse nur leider ein wenig überraschend getroffen. Sicherlich kann es für Leser, die gerne X-men oder ähnliche Superheldengeschichten lesen, ein 5 Sterne Buch werden. Ich allerdings konnte dem wenig abgewinnen.

Mein persönliches Fazit

Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi ist ein wahrlich außergewöhnliches dystopisches Werk, dass vor allem durch einen einzigartigen Schreibstil überzeugen konnte. Trotz kleinerer Schwächen, die besonders im letzten drittel des Buches auftreten, konnte Juliettes Geschichte mich in ihren Bann ziehen. Spannend, sprachgewand und unvorhersehbar. Absolut lesenswert!

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409 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

liebe, herz, märchen, kuckucksuhr, jack

Die Mechanik des Herzens

Mathias Malzieu , Sonja Finck
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carl's Books, 08.06.2012
ISBN 9783570585085
Genre: Fantasy

Rezension:

Jack ist etwas ganz besonderes. An einem der kältesten Tage in Edinburgh kommt er zur Welt. Sein kleines, zerbrechliches Herz ist gefroren und die Möglichkeit auf ein Leben ist ausgeschlossen. Doch da ist Doktor Madeleine. Diese hat eine Leidenschaft: Sie repariert Menschen, so auch Jack. Kurz entschlossen setzt sie im eine Kuckucksuhr an die Brust. Mit seinen Schlägen unterstützt es Jacks natürliches Herz. Allerdings sind die Gefahren, die mit seinem neuen Herz einhergehen groß. Er darf sich niemals verlieben. Nie. Für die Freuden der Liebe ist er empfänglich, doch die Kehrseite der Liebe, die mit Schmerz und Trauer verbunden ist, würde sein Herz nicht standhalten.....

Meine Inhaltsbeschreibung

An einem der kältesten Tagen in Edinburgh erblickt little Jack das Licht des Lebens. Der Tag, an dem die Sonne sich von Edinburgh zu verabschieden scheint, ist der Tag seiner Geburt. Doch Little Jack kommt mit einem gefrorenen Herzen zur Welt. Doktor Madeleine rettet ihm das Leben und setzt ihm eine Kuckucksuhr ein, damit diese den natürlichen Rythmus seines Herzens unterstützen kann. Täglich muss diese aufgezogen werden. Doktor Madeleine hat eine Leidenschaft: Sie repariert Menschen und trägt die Kinder von Huren aus, die sich eine bessere medizinische Versorgung nicht leisten können. Von nun an hütet sie Jack wie ihr eigen Fleisch und Blut, doch sie ruft ihm immer wieder ins Gedächnis, dass er auf sein Herz Acht geben muss.

Niemals, aber auch wirklich niemals, darf er sein Herz verschenken. Seine kleines Herz ist für die Freuden der Liebe empfänglich, doch nicht für den Schmerz und den Kummer, der mit Liebe verbunden ist. Bei seinem ersten Besuch in der Stadt lernt er die Straßentänzerin Miss Acacia kennen und verliebt sich augenblicklich in sie. Doch kann sein kleines Herz so viel Liebe empfinden?

Erstens: Rühr deine Zeiger nicht an!
Zweitens: Zügle deinen Zorn!
Drittens: Verschenke niemals dein Herz- an niemanden! Denn sonst wird der Stundenzeiger deiner Uhr sich dir durch die Haut bohren, deine Knochen werden bersten, und die Mechanik deines Herzens wird für immer stillstehen.




Meine Meinung



Die Mechanik des Herzens ist bewegend und skurill und hätte sicherlich ein Lesegenuss werden können, allerdings konnte es mich nicht vollends überzeugen. Die Idee, die diesem Roman zu Grunde liegt ist sicherlich wundervoll und liebenswert, wurde meiner Ansicht nach aber eher schlecht als recht umgesetzt. Viele Handlungen waren meiner Meinung nach unpassend, insbesondere das Ende. Dieses ist mir bis heute nicht begreiflich. Ein Buch, dass die Macht der Liebe thematisiert so enden zu lassen, ist mehr als enttäuschend. Zu Beginn habe ich vieles noch als recht liebenswert empfunden, doch schon bald sind mir einige kleinere Dinge aufgefallen, die an sich nicht schlimm, aber in der Summe dann total unangebracht waren.



Mir war selbstverständlich bewusst, dass es sich hierbei um ein Buch für Erwachsene handelt. Der Protagonist ist zwar erst 11 und wird im Verlauf der Geschichte immer älter, aber ich muss gestehen, dass mir gewisse Anspielungen nicht gefielen. Die Mechanik des Herzens macht von der Geschichte und vor der gesamten Leseatmosphäre einen liebenswerten, kindlichen und gar märchenhaften Eindruck und daher sind mir die Anspielungen auf sexuelle Akte ein Rätsel. Ich bin zwar ein Mädchen, aber ich gehe stark davon aus, dass ein zehnjähriger, wenn er auf ein Mädchen trifft nicht zugleich daran denkt ihr die Kleider vom Leib zu reißen, oder?



Dass man dann noch seinem Hamster den Namen "Cunnilingus" gegeben hat, ist mehr als taktlos. Ich finde einfach, dass das in einem solchen Buch nichts verloren hat. Klar ist es beim Lesen eher belustigend, allerdings finde ich es einfach unangebracht, zumal es auch nicht wirklich in den Handlungsrahmen passte.



Ich muss aber auch zum Ausdruck bringen, dass dieses Buch an sich sicherlich überzeugen kann. Ich möchte niemanden, der es noch lesen möchte, davon abhalten, geschweige denn abraten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass andere Lesern mehr gefallen daran finden. Die Charaktere fand ich sehr liebenswert. Jack ist wirklich ein niedlicher, kleiner Junge auf der Suche nach seiner großen Liebe, doch seine Liebste ist ein wenig in den Schatten gerückt. Außer ihrer Kurzsichtigkeit kann ich mich kaum noch an Verhaltensmerkmale erinnern, was ich als schade empfand. Doktor Madeleine dagegen habe ich sehr gemocht. Sie ist eine liebenswerte, alte Dame, die villeicht nicht mehr ganz bei Trost, aber dennoch sehr einfühlsam ist.



Doktor Madeleine trägt neben dem Reparieren von Menschen die Kinder von Huren aus, die es sich nicht leisten können einen richtigen Arzt aufzusuchen. Anna und Luna suchen Madeleine öfter auf und werden so ein Teil von Jacks skuriller Familie. Die beiden fand ich sehr sympatisch. Sie sind sehr humorvoll und wachsen einem ans Herz. Die Charaktere fand ich allesamt recht annehmbar und auch die Handlung an sich war nicht schlecht. Man liest die Mechanik des Herzens relativ schnell und flüssig, was nicht zuletzt auf die geringe Seitenanzahl zurückzuführen ist.



Über all diese Kritikpunkte hätte ich getrost hinweg sehen können, wäre da nicht das Ende. Das Ende geht viel zu schnell über die Bühne und ist auch sonst nicht gerade zufriedenstellend. Ich kann durchaus damit umgehen, dass es nicht immer ein Happy End giebt, aber hier fand ich es unpassend. Ich war traurig und gleichzeitig furchtbar wütend, dass man die Geschichte so hat enden lassen.



Mein pesönliches Fazit

Die Mechanik des Herzens hat eine liebenswerte Geschicht zu Grunde liegen und kann sicherlich für den ein oder anderen Leser ein Lesegenuss werden, mich allerdings konnte es nicht vollends überzeugen. Die kleineren Kritikpunkte in Kombination mit dem eher enttäuschenden Ende, konnten mich nicht zufrieden stellen. Die Charaktere sind einem zwar ans Herz gewachsen und auch die Handlung war durchweg spannend, aber es hat meiner Ansicht nach zu viele Unstimmigkeiten gegeben. Schade.

http://buchrezensionen-sophie.blogspot.de/

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(236)

534 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 137 Rezensionen

liebe, julia, romeo, shakespeare, fantasy

Julia für immer

Stacey Jay , Antje Görnig
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 09.02.2012
ISBN 9783863960216
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Denn Liebe wagt, was irgend Liebe kann...
Julia und Romeo. Die leidenschaftlichste und tragischste Liebesgeschichte der Menschheit ist nichts weiter als eine Lüge. Romeo und Julia sind nicht aus aufrichtiger Liebe zueinander den Tod eingegangen. Nein, Romeo hat Julia das Leben genommen um Unsterblichkeit zu erlangen und sein Leben nach dem Tod als Söldner für das Böse zu verbringen. Doch auch Julia ist unsterblich und kämpft für die Liebe...

Meine Meinung

Einfach bezaubernd. Julia für immer ist ein wahrhaft magisches Buch, welches von Liebe und Zuneigung zeugt. Anders als im Usprungswerk steht hier nicht die Liebe zwischen Romeo und Julia im Mittelpunkt. Denn Julia und Romeo sind nicht im Namen der Liebe gestorben. Romeo hat Julia das Leben genommen um als Söldner Unsterblichkeit zu erlangen. Doch auch Julia ist unsterblich und dient als Botschafterin für die Liebe. Ihre Arbeit besteht darin, Liebende zueinander finden zu lassen und Romeo, ihr einstiger Geliebter, möchte dies um jeden Preis verhindern.

Stacey Jay hat einen wirklich bemerkenswerten Schreibstil, sehr expressiv und vor allem impulsiv. Ein Buch, bei dessen Lesen man die Liebe in jedem Satz greifen kann. Allein an den Zitaten, die meiner Rezension beigelegt sind, stellt man fest, dass der Schreibstil einzigartig ist.

Auch die Ausarbeitung der Charaktere ist hier mehr als gelungen. Julia befindet sich im Körper von Ariel. Diese hat aufgrund eines Unfalls im sechsten Lebensjahr, Narben im Gesicht. Sie fühlt sich unansehnlich und sowohl ihre Mutter als auch ihre beste Freundin Gemma bestärken sie darin. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist angespannt und aufgrund von fehlender Kommunikation voller Missverständnisse. Bewundernswert finde ich hier wie Julia auf ihre eigene Art versucht, die beiden wieder auszusöhnen.

Ihre beste Freundin Gemma ist ein fürchterlicher Mensch. Sie ist niederträchtig, egoistisch und abschätzig. Ständig macht sie sich über Ariel lustig und lässt ihre Wut auf ihr eigenes Leben an ihr aus. Auch hier gelingt es Julia für Aufklärung zu sorgen. Die Gefühlswelt von Julia ist sehr angenehm zu lesen und nachvollziehbar, denn Gemma stellt ihr ausgerechnet Ben als ihren Freund vor. Scheinbar ist Julia zu Ariel gerufen worden um Ben und Gemma zueinander finden zu lassen und das fällt Julia schwerer als vermuten lässt. Sie und Ben stehen sich nahe und sie empfindet Dinge für ihn, die sie nicht fühlen sollte, nicht fühlen darf. Hinzu kommt auch noch Romeo, der bei ihrem Auftrag in Dylans Körper gelandet ist. Dylan hat sich mit der echten Ariel verabredet, nur um sie so gefügig zu machen. Romeo steckt also im Körper eines Menschen, der fast so durchtrieben und böse ist wie er selbst.

Ben und Julia. Ben ist angetan von Julia, vielmehr von Ariel, denn Julia ist ja in ihrem Körper. Doch die Gefühle die Julia für ihn und auch Ben für sie empfindet sind aufrichtig und nicht oberflächlich. Für Ben hat es zu keinem Zeitraum eine nennenswerte Rolle gespielt, dass Ariel Narben hat. Er ist der erste, der ihr nicht ständig vorhält wie hässlich sie doch sei. Ein überaus sympatischer Charakter.

Romeo wird hier ganz wundervoll verkörpert. Er ist böse, durchtrieben, hinterhältig und möchte um jeden Preis erreichen, was er sich vornimmt. Alle samt Eigenschaften, die ihn nicht gerade liebenswert machen. Dennoch, so zweifelhaft es sein mag, schließt man ihn in sein Herz. Man fühlt, dass hinter seiner Fassade mehr steckt und durchlebt langsam wie er vom liebenden Gemahl zu dem jungen Mann geworden ist. Julia für immer ist kontinuierlich spannend, fesselnd und atemberaubend schön. Romeo verfolgt hier seine ganz eigenen Ziele und versucht Julia wieder für sich zu gewinnen, während diese im Begriff ist Gefühle für Ben zuzulassen, die nicht sein dürfen. Lediglich das Ende war hier ein wenig zu abrupt. Mit ein paar Erklärungen und einer umfassenderen Auflösung hätte man das Ende angenehmer gestalten können.

Mein persönliches Fazit

Julia für immer ist ein wundervolles Buch, bei dessen Lesen man einfach glücklich ist. Spannend wird hier die tragischste Liebesgeschichte der Menschheit neu und vor allem grandios umgesetzt. Liebenswerte Charaktere und eine durchweg spannende Handlung machen dieses Buch zum Lesegenuss. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil lesen zu dürfen. Lesen!

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venedig, liebe, wasser, feuer, jugendbuch

Feuer und Glas - Der Pakt

Brigitte Riebe
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 21.05.2012
ISBN 9783453267381
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ausgerechnet Milla, das Mädchen mit dem lodernen Haar und Luca, der Wasserjunge, sind dazu auserkohren worden, den Pakt, der den Frieden zwischen Feuer- und Wasserleuten sicherstellt, zu erneuern. Sollte es zu keiner Aussöhnung zwischen den Völkern kommen, zerbricht Venedig daran. Doch ist Milla dieser Aufgabe überhaupt gewachsen und wie sieht es mit ihren Gefühlen für Luca aus? Die Rettung Venedigs liegt in ihren Händen...

Meine Meinung

Feuer & Glas- Der Pakt von Brigitte Riebe besticht sowohl mit seiner Einzigartigkeit als auch mit der Liebe zum Detaill. Dieses historische Werk ist mit keinem anderen Jugendbuch zu vergleichen und kann sowohl Jugendliche als auch Erwachsene gleichermaßen in seinen Bann ziehen. Besonders interessant ist, dass das Wissen über die Historie von Venedig und die fantastischen Elemente, die hier eingeflochten wurden, im Gleichgewicht stehen und so für einen angenehmen Lesefluss sorgen.

Das Schicksal und das Wohlergehen Venedigs liegen in Millas Händen. Seit dem Verschwinden ihres Vaters sehnt sich Milla sehr nach seiner Nähe. Sie steht ihm nahe und kann sich nicht mit dem Gedanken anfreuden, dass er seine Familie verlassen haben soll. Sehr zu ihrer Ungnade kommt noch hinzu, dass ein Salvatore Querini versucht ist ihre Mutter mit allen Mitteln der Liebeskunst zu becircen. Diese scheint dem ebenfalls nicht abgeneigt. Milla ist eine mutige,sturrköpfige, junge Frau und es ist ein leichtes sich mit ihr zu identifizieren.

Im Allgemeinen sind die Charaktere gut ausgearbeitet worden.Sie haben tiefe und sind authentisch, wenn auch nicht bei jeder einzelnen Handlung nachvollziehbar. Milla gefiel mir als Protagonistin ungemein. Sie ist mutig, sturköpfig und sie stellt sich jeder Gefahr. Besonders gefallen hat mir, dass sie nach der Erkenntnis ihrer Gefühle Luca gegenüber, immernoch vieles in Frage gestellt hat und ihm nicht gleich um den Hals gefallen ist. Und auch Luca, der sozusagen dem Gegenstück von Milla entspricht, ist sehr sympathisch. Schade fand ich, dass er ein wenig wortkarg war. Das war aber an vielen Stellen akzeptabel, weil er Milla nicht alles hätte erklären beziehungsweise sagen dürfen, aber für den zweiten Band erhoffe ich mir ein wenig mehr Initiative seinerseits.

Auch die Nebencharaktere sind sehr vielschichtig und ebenso zahlreich. Marco hat ebenfalls Gefühle für Milla, die aber eher spielerisch sind, zumindest empfand ich es so. Milla fühlt sich zu ihm verbunden, weil er ihrem Vater ähnelt. Sowohl die Statur als auch die feuerroten Haare, lassen sie zu Beginn ihrer Begegnung in dem Glauben, es handle sich dabei um ihren Vater. Erst als sie sein Gesicht sieht, wird ihr bewusst, dass es nicht ihr Vater ist. Doch auch er hat seine Geheimnisse. Er steht einer wichtigen, politischen Macht zu diensten und kommt Milla aus diesem Grunde nahe.

Als weitere Nebencharaktere fungieren hier Alisar, Ganesh, ihre Tante Ysa, der Admiral und ihre Mutter. Jeder dieser Charaktere trägt einen Teil zum Verlauf der Geschichte bei. Alisar ist einem gänzlich unsympatisch, was nicht zuletzt auf die Offenbarung, die sie macht, zurückzuführen ist. Die Kapitel, die aus der Sicht von Marco erzählt werden, beinhalten meist den Admiral. Diese Textpassagen hätte man meiner Ansicht nach ein wenig kürzer fassen können, insbesondere, da mir diese Teile nicht wirklich spannend erschienen.

Besonders erwähnenswert sind die Beschreibungen von Venedig. Stellenweise musste ich mir ins Gedächnis rufen, dass ich in meinem Zimmer und nicht in Venedig bin. Man ist oft der Ansicht, man seie ein Teil der Geschichte, man säße mit Milla in der Gondel und laufe mit ihr die Staßen Venedigs entlang. Ein sehr faszinierendes Buch, in dessen Zeilen man sich verliert.

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist, die fehlende Erklärung bestimmter Sachverhalte. Gegen Ende sind bei mir viele Fragen aufgetaucht für die ich keine logische Erklärung finden konnte. Ich gehe stark davon aus, dass in zweiten Teil einige Dinge aufgeklärt werden. Besonders freue ich mich dann von Brigitte Riebe nach Konstantinopel entführt zu werden....

Mein persönliches Fazit
Feuer & Glas - Der Pakt ist ein historisches Werk, bei dessen Lesen man die Liebe zu Venedig geradezu greifen kann. Unglaublich fesselnd erzählt Brigitte Riebe eine Liebe, die nicht sein darf und aller Hindernisse zum Trotz ist. Fesselnd, spannend und schlichtweg zauberhaft. Besonders empfehlenswert für Leser mit einer Leidenschaft für Venedig.

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dschinn, liebe, wünsche, fantasy, freundschaft

Drei Wünsche hast du frei

Jackson Pearce , Christine Gaspard
Fester Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.09.2010
ISBN 9783426283363
Genre: Romane

Rezension:

Viola wünscht sich nichts sehnlicher als sich endlich wieder vollständig und zugehörig zu fühlen. Dass sie dabei versehentlich einen Dshinn beschwört, wird ihr nur all zu schmerzlich bewusst. Dshinn ist aus Caliban hergereist um seiner Herrin Viola drei Wünsche zu entlocken um anschließend wieder seine Rückkehr anzutreten. Was sich hier so einfach anhört, ist um einiges schwieriger als die beiden und vor allem Dshinn sich hätten vorstellen können...

"Ein Fisch und ein Vogel können sich lieben, nur wo sollen sie leben?"

Meine Inhaltsbeschreibung

Bis vor einem Jahr hatte Viola alles, was sich ein junges Mädchen erträumen kann. Einen Freund, den sie über all die Maße hinaus liebt und Anerkennung in ihrer Schule. Als ihr Freund ihr dann offenbart, dass er eine andere sexuelle Gesinnung hat und sich eher für das männliche Geschlecht interessiert, bricht ihre Welt zusammen. Sie wird unsichtbar und sehnt sich danach sich wieder vollkommen zu fühlen. Ihr Wunsch ist so groß, dass sie erhört wird und versehentlich beschwört sie dabei einen Dschinn. Dessen Ziel ist es lediglich seiner Herrin, Viola, drei Wünsche zu entlocken um schnellstmöglichst wieder nach Caliban zu dürfen. Doch was sich zunächst simpel anhört, wird schwieriger als die beiden vermuten konnten.

Meine Meinung

Drei Wünsche hast du frei ist definitiv nichts weltbewegendes, sondern viel mehr kurzweiliges Lesevergnügen. Die Idee, die diesem Jugendroman zu Grunde liegt, kann ebenfalls nicht durch neue Kreativität überzeugen. Jedoch ist diese Lektüre weder schlecht noch enttäuschend gewesen. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein gutes Buch, das man zeitig liest und genießt, dafür aber schnell wieder vergisst. Lediglich schade fand ich, dass diese Geschichte durchaus Potenzial gehabt hätte, das nicht vollends ausgeschöpft wurde. Die Entscheidungen, die die Protagonisten trifft und die Entwicklung der Characktere waren stellenweise nicht nachvollziehbar.

Viola ist ein junges Mädchen und es besteht eigentlich kein Anlass für ihre Komplexe. Manchmal fühlt man sich in einem Raum voller Freunde dennoch einsam. Einst war sie glücklich, doch eine einzige Offenbarung ihres Freundes, der gleichzeitig auch ihr bester Freund ist, hat alles verändert. Während sie unsichtbar geworden ist, ist er in der Schulhierachie aufgestiegen. Ihr Wunsch endlich wieder gesehen zu werden, glücklich zu sein und sich wieder
vollkommen zu fühlen ist so stark, dass sie dabei versehentlich einen Dshinn beschwört. Viola gefiel mir zu Beginn ausgesprochen gut. Sie hat einen reifen Eindruck gemacht und ihre Beweggründe waren nachvollziehbar. Mit der Zeit aber wurde sie mir gänzlich unsympatisch.

Keine Spur mehr von der jungen, reifen Frau, die sie zu sein schien. Kindisch und unreif war ihr Verlangen beliebt zu sein, obwohl sie sich dabei nicht einmal wohl fühlt. Nach einer Reihe von nicht nachvollziehbaren Handlung folgte dann ein Sinneswandel, der zumindest meiner Ansicht nach, viel zu abrupt war. Viel zu schnell kam die Erkenntnis über ihre Gefühlswelt, Dschinn betreffend. Auch Dshinn war mich zunächst ungemein sympatisch. Er ist still, geheimnisvoll und hat eine ungeheure Ausstrahlung. Doch als er Viola, seiner Herrin, verfallen ist, wurde er zum Pantoffelheld. Auch hier ist nichts von der anfänglichen Coolness und Reife übrig geblieben.

Ich hätte mir dahingehend viel mehr Kreativität gewünscht. Die Beziehung der beiden ist durchweg auf freundschaftlicher Basis gewesen. Doch am Ende lieben sie sich ohne ersichtlichen Grund. Auch mit den Details zu Dshinns Heimat wurde gespart. Es gibt diesen Ort! Punkt! Keinerlei Erklärung oder Ausführung, die der Geschichte sicherlich ein paar Sympatiepunkte mehr eingebracht hätten. Aufgrund von Übersetzungsfehlern taucht sowohl das Wort "Yeah" als auch das Wort "Nichtsdestoweniger" erschreckend oft vor. Ein wenig nervig zwar, aber für mich kein wirklicher Kritikpunkt. Auch wenn mich diese Dinge störten, würde ich es weiterempfehlen, denn es war nun einmal kurzweiliges Lesevergnügen. Nichts weltbewegendes, aber dennoch unterhaltend.

Mein persönliches Fazit

Drei Wünsche hast du frei ist eine kurzweilige Lektüre, die sicherlich nicht mit neuen Ideen und Kreativität überzeugen kann, dafür aber einfach unterhaltend ist. Ein gelunges Buch, dessen Potenzial nicht vollends ausgeschöpft wurde, das aber dennoch nicht enttäuschend war.

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e-book

Engelsbrut

Andrea Gunschera
E-Buch Text: 404 Seiten
Erschienen bei Sieben Verlag, 12.05.2011
ISBN B0057HB1P4
Genre: Fantasy

Rezension:

Eve ist fasziniert. Jede Nacht sieht sie im gegenüberliegenden Gebäude den Schatten eines Mannes. Ein Schatten, der sie immer mehr in ihren Bann zieht. Der Schatten des Mannes geht weicht nicht mehr aus ihren Gedanken. Bei einer Kunstvernissage lernt sie Alan kennen, einen Maler, der schon bald ihr Maler sein soll. Sie verliebt sich in ihn ohne zu ahnen, dass Alan ihr Schatten ist. Der Schatten nach dem sie sich so lange gesehnt hat, doch Alan ist mehr als der Schatten, er ist ein Schattenläufer....

Meine Inhaltsbeschreibung

Evie ist Reporterin und versucht mit allen Mitteln an Informationen über eine Mordserie in Los Angeles zu gelangen. Seit einigen Wochen kommen jede Nacht zwei Menschen auf brutale, widerliche Art und Weise ums Leben. Bei ihrer Suche nach Information kommt sie unbewusst einem anderen Fall auf die Schliche und muss schon bald um ihr Leben fürchten. Alan ist Maler und lernt Evie bei seiner Vernissage kennen über die sie eine Reportage verfassen muss. Sie sind auf Anhieb auf einer Wellenlänge und Evie soll schon bald feststellen, dass Alan der Schatten hinter dem Fenster ist, das sie sich nachts so gerne anschaut.

Doch Alans Liebe zu ihr weckt alte Wunden in ihm. Als dann auch noch der Kopfgeldjäger Kain auf Evie gesetzt wurde, muss Alan wieder auf sein altes Ich zurückgreifen. Den unbarmherzigen Mörder Alan Schattenherz....

Meine Meinung

Engelsbrut hätte durchaus Potenzial gehabt, das zumindest aus meiner Sicht, nicht vollends ausgeschöpft worden ist. Trotz einiger Lichtblicke blieb die Handlung durchweg langatmig und ich musste mich zwischenzeitlich zusammenreißen um dieses Buch zu Ende zu lesen. Die Dialogie zwischen Alan und Evie waren sehr unterhaltend, jedoch eine Rarität. Ich hätte mir viel mehr Zwischenmenschliches gewünscht. Sowohl Protagonisten als auch die Nebencharaktere bleiben bis zum Ende suspekt. Man lernt sie weder kennen noch kann man sich mit ihnen identifizieren.

Evie ist eine erwachsene Frau, die mit allen Mitteln versucht an Information zu gelangen. Sie lebt ihren Beruf und ist wirklich zu allem bereit um etwas in Erfahrung zu bringen. Das hat sie meiner Ansicht nach unnatürlich gemacht. Diese Besessenheit Anerkennung in ihrer Berufung zu finden war meiner Meinung nach nahezu Obsession. Dass sie nicht einmal vor Intimität zurückschreckt hat sie nicht authentisch, sondern viel mehr krankhaft dargestellt.

Sie ist erst kürzlich von ihrem Freund verlassen worden und ist zunächst glücklich wegen des Abenteuers mit Alan. Doch auch deren Beziehung zu einander ist sehr skurril. Sie finden einander attraktiv und unterhalten sich gerne, aber auch zu selten. Als es dann an die horizontale Front ging wurde die anfängliche Freude die mir deren Beziehung gemacht hat, von Vulgarität verdrängt. Einige sehr detailliert geschilderte Sex-Szenen, die ein wenig zu viel des guten waren.

Hinzu kamen dann auch noch die anfängliche Verwirrung, weil die Autorin keinerlei Erklärung für relevant gehalten hat. Nachdem diese dann mit der Zeit gewichen ist, wurde es besser, jedoch fehlte dennoch so einiges an Spannung. Mittelmäßige Protagnisten, deren Beweggründe man nicht nachvollziehen konnte, haben dazu beigetragen, dass der Lesefluss gestockt ist. Alles in allem war das Buch einfach viel zu langatmig und die Geschichte hat sich ins Unermessliche gezogen. Ich kann in diesem Fall leider keine Kaufempfehlung aussprechen. Sehr schade.

Mein persönliches Fazit

Engelsbrut ist ein durchschnittliches Buch, das durchaus für kurzweiliges Lesevergnügen gelesen werden kann, allerdings auch nicht mehr als das. Eine recht langatmige Umsetzung, die trotz idealer Vorraussetzungen nicht vollends überzeugen konnte. Schade.

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dystopie, liebe, verrat, stadt, lucas

Das letzte Zeichen

Gemma Malley , Friedrich Pflüger
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.06.2012
ISBN 9783570308172
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jede Nacht sehnt sich Evie nach ihren Träumen. Träume, die sie nicht träumen darf. Ein Traum, der das Böse in ihr einläd, sagen sie. Sie muss aufhören, sagen sie. Sie muss den Willen zeigen dem Bösen in ihr Widerstand zu leisten, sich aufzulehnen gegen ihr eigenes Ich. Jede Nacht wird sie schreiend aus ihren Träumen gerissen. Der Mann, der ihr liebevoll die Hand reicht um sie an einen Ort zu bringen soll böse sein. Dieser liebevolle Traum ist verboten, genauso wie ihr Zuneigung gegenüber Raffy, dem Bruder von Lucas. Lucas, den sie heiraten muss...

Meine Inhaltsbeschreibung

Aus einer Zeit in der die Welt von schrecklichen Kriegen heimgesucht wird, geht ein junger Arzt hervor. Seine Ideologie davon, dass sämtliche Wesen nur noch rein und gut sind und all ihr böses ausmerzen möchten, setzt er um und errichtet die Stadt. Seine Stadt. Und auch Evies Zuhause. Evie ist 17 Jahre alt und lebt in der Stadt, des guten letzliche Quelle. Dort hat jeder Bürger zum Ziel eine hochrangige Mitbürgerschaft zu erhalten. Evie selbst ist beruflich als Beamte für die Rangänderung zuständig. Sie ist Lucas versprochen, ein gesellschaftlich hoch angesehner junger Mann. Ein A. Doch Evies Herz gehört Raffy, einzig und allein ihm und so wird es immer sein.

Ihr Raffy, ihr Kindheitsfreund und ihre Liebe zugleich. Um Mitternacht treffen sie sich in ihrem Baumhaus, bis Lucas ihren nächtlichen Besuchen auf die Schliche kommt...

"Ich liebe dich, Evie", flüsterte er, und sie spürte ein Ziehen im Herzen, ein Verlangen nach ihm, aber es war noch mehr. "Du bist der einzige Mensch auf der ganzen Welt, der mir etwas bedeutet. Du und ich, Evie. So wird es immer sein: du und ich."

Meine Meinung

Das letzte Zeichen von Gemma Malley ist eines von mittlerweile vielen dystopischen Jugendbüchern. Gemma Mally hat eine Zukunftsvision geschaffen, die zwar nicht herausragend anders ist, dafür aber eine spannende und vor allem emotionale Lektüre hervorbringt. Die Ausarbeitung der Charaktere konnte mich, wenn auch nicht vollständig, überzeugen. Evie, als Protagonist, war sehr angenehm. Sie ist sehr sensibel und zurückhaltend, doch ihre Liebe zu Raffy ist zu stark, dass sie sie hätte entbehren können. Raffy macht ihr Mut und bei ihm kann sie sich fallen lassen. Eine Leidenschaft umgibt die beiden, ohne dabei nur ansatzweise aufgesetzt oder kitschig zu wirken. Evie bedeutet für Raffy alles. Sie ist das einzige im Leben, das ihm wichtig ist. Ohne sie fühlt er sich unvollständig und auch das beruht auf Gegenseitigkeit.

Raffy ist rebellisch und stellt somit eine Bedrohung für das lang erarbeitete System des Bruders dar. Nur aufgrund der gesellschaftlichen Stellung von Lucas, konnte er zum B erklärt werden und auch das soll ihm bald schon verwehrt bleiben, denn er entdeckt einen Fehler im System. Doch das System kann doch keine Fehler machen? Lucas und Raffy stehen einander nicht sonderlich nahe. Lucas ist kalt, emotionslos und unnahbar, auch gegenüber Evie verhält er sich zunächst distanziert. Sein ganzes Verhalten hat aber einen tiefliegenden Grund und ist damit nachvollziehbar, wenn auch nicht unbedingt entschuldigend. Die Entwicklung, die er durchlebt war schön mitanzusehen, vor allem, da er gerade zu Beginn sehr unnahbar gewesen ist.

Das letzte Zeichen ist sicherlich gut umgesetzt worden. Lediglich ihre Ideologie ist nicht besonders herausragend, da mir stellenweise ein paar Dinge bekannt vorkamen. Dass die Bürgerschaft in der Stadt durch einen operativen Eingriff am Gehirn, hier Neutaufe genannt, den Kern des Bösen entfliehen kann, wies viele Parallelen zu Delirium von Lauren Oliver auf. Aufgrund von Spoiler kann ich leider nicht detailliert auf die anderen Parallelen eingehen, aber es sei gesagt, dass Evie gegen Ende des Buches etwas herausfindet, ihre Herkunft betreffend. Obwohl mir diese Parallelen durchaus aufgefallen sind, hat es der Spannung keinen Abruch getan. Ganz im Gegenteil, die Handlung blieb stets unvohersehbar und fesselnd.

Evie ist ein sehr emotionaler Mensch und stellenweise sogar ein wenig verwirrend. Die Dreiecksbeziehung, die sich so langsam entspinnt, konnte mir nicht wirklich viel abgewinnen. Die Liebe zwischen Raffy und Evie ist so zart und liebevoll gewesen, dass eine Dreiecksbeziehung, zumindest aus meiner Sicht, total unnötig gewesen ist. Dennoch bin ich gespannt, wie sich das im zweiten Teil weiterentwickeln wird. Das letzte Zeichen ist absolut empfehlenswert, vor allem für Leser, die dem Genre bisher noch nicht viel abgewinnen konnten. Ein Buch bei dem man sowohl gefesselt ist als auch mit den Charakteren mitfühlt.

Mein persönliches Fazit


Das letzte Zeichen von Gemma Malley ist ein durchaus gelunges, dystopisches Werk, das trotz kleinerer Schwächen überzeugen und vor allem unterhalten konnte. Sympatische Charaktere, eine zarte Liebe und die Angst vor dem System zu versagen. Besonders zu empfehlen für Leser, die sich an das Genre der Dystopien heranwagen möchten. Lesen!

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venedig, zeitreise, liebe, zeitreisen, fantasy

Zeitenzauber - Die magische Gondel

Eva Völler , Tina Dreher
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 19.08.2011
ISBN 9783833900266
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Niemals hätte Anna damit gerechnet, dass sie sich ausgerechnet im Venedig des fünfzehnten Jahrhunderts wiederfindet. Dort angekommen versucht sie so schnell wie möglich in ihre Zeit zurückzukehren. Ihr Aufenthalt ist sicherlich nur auf ein Missverständnis zurückzuführen. Selbstverständlich wird sie bald wieder in ihrer Zeit sein. Erst später, viel zu spät, wird Anna feststellen müssen, wie sehr sich geirrt hat.

Meine Inhaltsbeschreibung

Die 17-jährige Anna verbringt gemeinsam mit ihren Eltern ihre Ferien in Venedig. Ihr Vater ist Archäologe und geht an der hiesigen Universität seiner Berufung nach. Bei einem Stadtfest bemerkt Anna eine rote Gondel. Sie kann sich dies zunächst nicht erklären, denn in Venedig besteht eine gesetzliche Verpflichtung, dass alle Gondeln nur schwarz sein dürfen. Durch einen Unfall fällt Anna ins Wasser. Sie wird wieder auf die Gondel gezogen und findet sich im Venedig des 15.Jahrhunderts wieder...

Dort angekommen hällt Anna das alles für einen gut umgesetzten Scherz, doch schnell muss sie erfahren, dass alles schmerzliche Realität ist. Zu allem Übel erfährt sie dann auch noch, dass Clarissa bereits seit 5 Jahren versucht zurück in ihre Zeit zu reisen. Wird es Anna genauso ergehen? Und was ist eigentlich mit Sebastiano? Ihm hat sie das alles schließlich zu verdanken.

Meine Meinung

Die Kaufentscheidung zu Zeitenzauber von Eva Völler ist einer Empfehlung von Kossi auf Youtube entsprungen. Diese war sehr überzeugt von diesem Buch, daher musste ich es auch unbedingt lesen. Ich muss sehr zu meinem Bedauern sagen, dass Zeitenzauber alles in allem eher sperrlich erfreulich war. Ich möchte nicht unbedingt sagen, dass ich enttäuscht bin, sondern viel mehr, dass mir zuviele Dinge aufgefallen sind, die mir nicht gefielen.



Zunächst einmal war mir Anna, als Protagonist zu sehr Teenager. Sehr kindisch und stellenweise unreif für eine 17-Jährige. Sebastiano dagegen konnte mich gleich für sich gewinnen. Er ist etwas zurückgezogener und als Mensch einfach viel angenehmer als Anna. Lediglich die Beziehung der Beiden war mir ein Rätsel. Während des ganzen Buches unterhalten sie sich villeicht 4 mal und das auch nicht gerade über tiefgründige Themen und dann gegen Ende lieben sie sich abgöttlich. Eine rasante Entwicklung für Leute, die sich zu Beginn nicht ausstehen konnten. Für meinen Geschmack ein wenig zu rasant...


Die Nebencharaktere Clarissa und Bartolomeo sind mir da schon um einiges sympatischer gewesen und das obwohl Clarissa eigentlich verlogen und betrügerisch ist. Zeitenzauber hatte durchaus Humor und einige Aspekte, die mir wirklich gefielen, dennoch konnten diese leider nicht überwiegen. Der Schreibstil und die Sperre, die sich Eva Völler ausgedacht hat, fand ich sehr kreativ. Der Gedanke, dass du nicht alles sagen kannst, weil es dieses Wort in der Form noch garnicht gibt, ist hier super aufgegriffen worden. Doch mehr hatte Zeitenzauber meiner Meinung auch nicht zu bieten. Schade, vor allem, weil Cover als auch Kurzbeschreibung so vielversprechend waren.



Mein persönliches Fazit

Zeitenzauber konnte mich vor allem durch den Sprachsstil und die Zeitreiseideologie an und für sich überzeugen, jedoch war es eher im großen und ganzen ernüchternd. Ein wundervolles Cover, einzigartiger Humor, aber die leider schlecht umgesetzte Grundidee konnte nicht vollends überzeugen.

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engel, liebe, fantasy, himmel, alexandra adornetto

Halo

Alexandra Adornetto , Katharina Naumann , Christiane Steen , Sonja Fiedler-Tresp
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.03.2012
ISBN 9783499216008
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gabriel, Ivy und Bethany wurden des Wohlergehens wegen auf die Erde gesandt. Der Erzengel Gabriel, seine Schwester Ivy und allen voran Bethany sind im Auftrag des Schöpfers damit betraut worden, für das Wohlergehen der Stadt Venus Cove Sorge zu tragen. Bethany ist zum ersten Mal auf der Erde. Mit der Zeit lernt sie die kleinen, aber auch großen Gefühle kennen. Als sie Xavier kennenlernt, weiß sie endlich was Liebe ist, wonach sie sich sehnt, was sie für ihn fühlt. Doch kann sie ihrer Herkunft zum trotz, ihre Gefühle für ihn Aufrecht erhalten?

Meine Inhaltsbeschreibung

Gemeinsam mit dem Erzengel Gabriel und ihrer Schwester Ivy wurde Bethany nach Venus Cove gesandt um für das Wohlergehen der Stadt Sorge zu tragen. In der eigentlich idylischen Stadt gehen seit kurzer Zeit Merkwürdige Dinge vor sich. Überfälle, Krankheiten und Brände sind nunmehr alltäglich. Die Stadt ist in Aufruhr und es ist noch keine Klärung in Sicht. Aus diesem Grund sind Bethany und ihre Geschwister mit der Mission beauftragt worden die Boten Luzifers aufzuhalten und ihrer Provokation an den Herren ein baldiges Ende zu bereiten. Für Bethany ist es das erste Mal auf der Erde und ohne es zu ahnen lernt sie zugleich die größten Gefühle kennen, denn ausgerechnet der zurückgezogene Schulsprecher Xavier zeigt ihr, was es heißt zu lieben.

Doch eine Beziehung zu Menschen ist Engeln strengstens untersagt. Bethany kann sich allerdings nicht gegen den Himmel auflehnen, oder? Bethany lernt neue Freunde kennen. Sie genießt jede Sekunde ihres menschlichen Darseins und liebt das Leben, das ihr für immer vergönnt sein wird, denn schon bald muss sie zurück....

Meine Meinung

Halo von Alexandra Adornetto ist ein Buch für sich und mit keinem Buch zu vergleichen. Anders als in anderen Fantasy Büchern steht hier eindeutig die Liebe und nicht die Spannung im Vordergrund. Während es bei den anderen Büchern eher ein gesundes Mittelmaß hat, dominiert hier die Liebe zwischen Bethany und Xavier und genau das muss man mögen. Ich persönlich konnte es genießen ein Buch zu lesen, das eher ruhiger und liebevoller geschrieben ist. Der Schreibstil der Autorin fasziniert mit einer Einfachheit, die simpel und dennoch wunderschön ist.

Worte, die Gefühle tragen. Trotz der gering dosierten Spannung fand ich, dass Halo angenehm zu lesen war und das nicht die Handlung, sondern viel mehr die Ausarbeitung ihrer Worte das schönste am Buch waren.

Die Liebesgeschichte von Xavier und Bethany ist Romeo und Julias Geschichte in nichts unterlegen. Stellenweise ein wenig zu viel des Guten, aber dennoch sehr schön. Zu den Charakteren ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass Bethanys Geschwister und insbesondere Xavier mir ein wenig zu makellos waren. Gerade wegen dieser Perfektion ist es eine Herausforderung sich mit ihnen zu identifizieren. Ich hätte mir gewünscht, dass stellenweise ein paar Fehler an die Oberfläche gekommen wären. Die Charaktere sind trotz ihrer Perfektion sympatisch und liebenswert.

Mit der Perfektion von Gabriel und Ivy konnte ich gut umgehen, da sie ja Engel sind und diese sind nunmal vollkommene Wesen. Doch das Xavier derart perfekt ist, wirkt auf Dauer unnatürlich. Er sieht umwerfend aus, ist ungemein sportlich, er ist Schulsprecher und er liest Bethany jeden Wunsch von den Lippen. Dieses Eigenschaften machen es schwer eine Bindung zu dem Protagonisten aufzubauen. Bethany dagegen war mir zugleich sympatisch. Sie ist nicht makellos und keinesfalls vollkommen. Sie macht Fehler und reift an ihrer Erfahrung. Es war wundervoll mitzudurchleben was sie fühlt, was sie kennen lernt und wie sie "erwachsen" wird.

Ihr Freundenkreis in der Schule erfüllt das Highschool-Klischée in vollem Maße. Besonders ihre Freundin Molly ist typisch Mädchen. Ich konnte mir leider bis zum Schluss die Beweggründe ihrer Freundschaft zueinander nicht erklären, denn selbst wenn es Bethany schlecht geht und sie Trost bei ihr sucht, stößt diese auf taube Ohren. Molly ist egoistisch, falsch und eine miserable Freundin. Sie verstellt sich nur um Gabriel zu gefallen, der ihr nicht einmal Anlass auf Hoffnung gibt. Gabriel ist im Allgemeinen eher introvertiert und melancholisch, was nicht zuletzt auf die Last, die mit dieser Mission einhergeht, zurück zu führen ist.

Bethanys unverhersehbare Beziehung zu Xavier droht eine Gefahr für ihre Mission zu werden und Gabriel ist einfach um ihr Wohlergehen besorgt. Hinzu kommt noch die Sehnsucht nach seinem Zuhause, das auch seine Schwester Ivy belastet. Anders als Bethany sind sie hier nicht Zuhause. Sie sehnen sich nach dem Ort, an dem sie mit ihresgleichen vereint sind und im Schutze des Herren stehen. Ein weiterer wichtiger Charakter ist selbstverständlich der Bote Luzifers. Von dem dieser verkörpert wird, enthalte ich euch der Spannung wegen ;). Obwohl er das Böse verkörpert findet man ihn sympatisch, zwar nicht auf die klassische Art und Weise, aber ich zumindest hatte das Gefühl, das in ihm mehr steckt als alle anderen und vermutlich auch er selbst vermuten. Unmoralische Angebote, Unfälle und Todesfälle gehen mit seiner Anwesenheit einher.


Eine Liebe, die nicht sein darf und dennoch ist. Doch werden Xavier und Bethany es schaffen ihre Liebe aufrecht zu erhalten? Ist ihre Liebe stark genug um sich gegen Luzifer und seinen Boten aufzulehnen? Ich finde, dass Halo trotz ein paar Kritikpunkten ein absolut empfehlenswertes Buch ist und ein geradezu himmlisches Lesevergnügen für mich war. Leser, die sich mehr nach spannender und actionreicher Lektüre sehnen, sollten villeicht eher zu anderen Büchern greifen. Was den Spannungsmoment angeht ist noch zu erwähnen, dass sich gegen Ende so einiges anbahnt...

Mein persönliches Fazit

Ein Fantasybuch mal ganz anders. Eindeutig steht hier nicht die Spannung, sondern viel mehr die Liebe zwischen Xavier und Bethany im Vordergrund. Eine Liebe, die nicht sein darf und dennoch ist. Eine himmlische Lektüre, deren Leidenschaft stellenweise ein wenig zu hoch dosiert, aber dennoch wunderschön war. Ich für meinen Teil bin gespannt wie es mit den beiden weitergeht und kann es kaum erwarten den zweiten Teil endlich lesen zu dürfen.

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dystopie, königin, liebe, fantasy, sprachen

Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz

Kimberly Derting , Tanja Ohlsen , Ugla Huld Hauksdóttir
Fester Einband: 362 Seiten
Erschienen bei INK, 08.03.2012
ISBN 9783863960179
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Charlaine ist jeder Sprache, jeder Kadenz und jedem Akzent befähigt. Eine lebensgefährliche Gabe. Angehörige einer Klasse dürfen die Sprache einer ihr übergestellten Klasse nicht beherrschen. Ein Verbrechen, ein Gesetzesbruch, der eine Exekution zur Folge hat. Charlaine ist bemüht ihr Geheimnis vor jedem zu behüten, doch was ist, wenn sie bereits durchschaut worden ist?

Meine Inhaltsbeschreibung

Charlaine, kurz Charlie, lebt im Königreich Ludania, deren Bevölkerung durch Klassenunterschiede voneinander isoliert ist. Mitgliedern einer Klasse ist es untersagt, einer Sprache befähigt zu sein, die nicht die ihrer eigenen Klasse ist. Doch Charlie ist jeder Sprache, jeder Kadenz und jedem Akzent befähigt. Eine Gabe, die mehr Fluch als Segen ist. Bei einem Besuch in einem der illegalen Clubs lernt sie Max kennen. Dieser spricht eine Sprache, die sie noch nie zuvor wahrnehmen durfte. Sie ist angetan von dem jungen Mann, der eine so wundervolle Sprache spricht und auch er scheint sehr interessiert an ihr zu sein. Doch in dem von Rebellion heimgesuchten Ludania bekennt sich eine Widerstandsgruppe gegen das Regime der Königin.

Es kommt zu Angriffen und Charlaine wird von ihren Eltern getrennt und muss mit ihrer kleinen Schwester Angelina Asyl in einem der Schutzbunker suchen. Dort stellt sie fest, dass nicht nur sie vor Max etwas geheim hält. Denn auch dieser scheint ein geheimnis zu haben. Als dann auch noch die Königin auf der Suche nach Widerständlern ist, können sie sich ihrer nicht mehr entziehen. Was verheimlicht Max vor ihr und wer ist er wirklich? Und vor allem, welche Verbindung besteht zu Charlaine?

"Ich schwöre, ich werde dich beschützen" - M

Meine Meinung

Als ich die Kurzbeschreibung las, wusste ich bereits, dass es mir gefallen könnte. Dass ich diesem Buch allerdings so angetan sein würde, überrascht mich. Ein wirklich, wirklich tolles Buch. Insbesondere die Protagonisten haben Dark Queen zu einem Lesegenuss werden lassen. Charlie ist stark und zielstrebig, daher war es ein leichtes sie sympatisch zu finden. Ihre Gewühlswelt ist sehr authentisch und man kann ihre Beweggründe verstehen. Auch der männliche Protagonist hat sein übriges getan. Die Chemie zwischen den beiden stimmt auf Anhieb, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Eine zarte Liebe entspinnt sich zwischen ihnen. Auch die Nebencharacktere waren toll. Oftmals werden die Nebencharacktere in Bücher vernachlässigt, nicht so hier. Die Charaktere waren neben dem Schreibstil das Schönste an Dark Queen. Ich konnte mir wirklich unter jedem Charackter etwas vorstellen und das ist nicht oft der Fall. Die Handlung war trotz einiger Vorhersehungen durchweg spannend.

Die Idee zu diesem Buch finde ich ebenfalls mehr als gelungen. Ich persönlich liebe Sprachen, daher war dieses Buch, das sich mit den wundervollen Worten, die wir Sprache nennen befasst, ein Lesemuss. Charlie sollte eigentlich neben der Universalsprache Englaise nur Parshon sprechen können und doch kann sie jede Sprache verstehen, ohne sie überhaupt zu kennen. Eine wundervolle und vor allem toll umgesetzte Idee. Angelina, ihre kleine Schwester, liegt Charlie sehr am Herz und das spürt man. Und genau das mochte ich am Schreibstil von Kimberly Derting. Sie hat es geschafft den Worten leben und Gefühl einzuhauchen.

Mein persönliches Fazit

Ein unglaublich gutes Buch, das mich positiv überrascht hat. Ein Lesegenuss, vor allem für die, die an Sprache interessiert sind. Spannend, fesselnd und trotz einiger Vorhersehungen ein klasse Pageturner. Lesen!

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1.098 Bibliotheken, 13 Leser, 12 Gruppen, 183 Rezensionen

märchen, liebe, mord, drogen, anna

Der Märchenerzähler

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2011
ISBN 9783789142895
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es war einmal in einer von weißem Blut bedeckten Welt, da verliebte sich die wohlerzogene und musikalisch begabte Anna aus gutem Hause in den polnischen Kurzwarenhändler Tannatek. Doch Anna sieht mehr in ihm als Tannatek, sie entdeckt Abel dahinter. Der Abel, der seiner kleinen Schwester Märchen erzählt und somit auch zu Annas Märchenerzähler wird. So jemand kann doch kein Mörder sein? Oder...
Anna steht kurz vor ihrem Abitur. Sie möchte nach dem Abitur nach England um dort zu studieren. Sie ist wohlbehütet aufgewachsen und stellt fest, dass es sovieles gibt, dass sie sich nicht erklären kann. Sie lebt in ihrer Seifenblase, abgeschottet von allem. Doch dann entdeckt sie Abel. Der Kurzwarenhändler Tannatek. Sie möchte ihn kennenlernen, nicht Tannatek, den Drogendealer, sondern Abel. Der Abel, der seiner kleinen Schwester Märchen erzählt. Der Abel, der für seine Schwester alles tun würde, auch wenn das hieße er müsse sich selbt aufgeben. Anna verliebt sich in ihn, sie ist fasziniert von seinem Märchen und wird schon bald Teil davon. Erst später, viel später, erst zu spät würde Anna begreifen, dass dieses Märchen tödlich war.

Meine Meinung

Der Märchenerzähler reißt einem den Boden von den Füßen. Anders kann ich meinen Gemütszustand nicht definieren. Ich habe dieses Buch gerade zu Ende gelesen und schreibe die Rezension mit Tränen in den Augen. Das Ende kam so unerwartet und hat mich einfach nur umgeworfen. Der Sprachstil ist sehr eigen und am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber mit unter der schönste Sprachstil, der mir in der Jugendliteratur begegnet ist. Antonia Michaelis hat Macht in ihren Worten, Stärke, die so aussagekräftig ist, dass man sich in ihren Worten verliert. Dieses Buch ist definitiv kein Buch für Kinder und Jugendliche, die etwas zartbeseichteter sind. Das muss man an dieser Stelle deutlich betonen. Der Märchenerzähler ist mit keinem Buch vergleichbar, dass ich bisher gelesen habe. Eine ganz eigene Welt, die mich schockiert hat. Anna ist ebenfalls sehr speziell. Sie ist sehr naiv und sturköpfig. Ihr ist es gleichgültig, was ihre Mitschüler über den polnischen Kurzwarenhändler sagen. Sie weiß, dass er mit Drogen dealt, aber das stört sie nicht.

Sie schafft es Abel für sich zu gewinnen und ein Teil seines Lebens und seiner Märchen zu werden. Die Liebe zwischen den Beiden ist so stark und dass obwohl sie kein einziges Mal "Ich liebe dich" sagen mussten. Man kann zweifelsohne nicht alle Handlungen Annas nachvollziehen, aber ich mochte sie dennoch. Abel und Micha. Abel, der für seine Schwester alles machen würde, wirklich alles. Ich weiß wirklich nicht, was ich euch darüber erzählen soll. Mir fiel es noch nie so schwer eine Rezension zu schreiben. Dieses Buch ist einfach etwas ganz besonderes, dass man selbst erlebt haben muss, um mich zu verstehen. Man verliert sich in dem Buch, man lebt dieses Buch. Jeder, der es noch nicht gelesen hat, sollte es tun. Ein unfassbares Buch, dass mich sprachlos, aufgewühlt, verwirrt und schockiert zurückgelassen hat.

Mein persönliches Fazit

Das beste Buch, dass ich jemals gelesen habe! Man muss den Märchenerzähler selbst entdecken. Ich kann euch eines versprechen: der Märchenerzähler wird euch den Boden von den Füßen reissen, ihr werdet euch in seinen Worten verlieren. Schockierend, aufwühlend und einfach nur umwerfend!!!!
Ein unfassbar tolles Buch, das jeder gelesen haben muss ;=)

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349 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 89 Rezensionen

thriller, halluzinationen, wulf dorn, bruder, halluzination

Mein böses Herz

Wulf Dorn
Fester Einband: 413 Seiten
Erschienen bei cbt, 27.02.2012
ISBN 9783570160954
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Inhaltsbeschreibung
Dorothea ist 16 Jahre alt und ist seit einem tragischen Vorfall vor einigen Jahren, Opfer von Halluzinationen und Wahnvorstellungen. Ihr Familienglück wird auf den Kopfgestellt, als Doro eines Morgens, die Leiche ihres kleinen Bruders in seinem Bettchen vorfindet. Nichts ist mehr so wie früher. Nach einem Nervenzusammenbruch wird sie in eine Psychiatrie eingewiesen. Ihre Eltern trennen sich und nach langjähriger Therapie scheint es Doro wieder besser zu gehen. Gemeinsam mit ihrer Mutter zieht sie nach Ulfingen. Dort lernt sie Julian kennen. Dieser ist ausgerechnet der Sohn ihres Therapeuten und zu allem übel auch noch vergeben. Ihr Leben scheint für kurze Zeit normal, bis sie eines Nacht von der ständig zugeschlagenen Tür des Laubhauses geweckt wird.
Um die Tür zu schließen begibt sie sich in den Schuppen. Doch das, was sie dort vorfinden, kann unmöglich eine Halluzination sein. Ein Junge, abgemagert, hilflos und verletzt, fleht sie an ihm zu helfen.

Er, so sagt er es zumindest, wird vom Teufel verfolgt. Doro, die sofort einen Krankenwagen ruft, wird erneut vor den Kopf gestoßen, als der Junge bei Eintreffen des Krankenwagens, verschwunden ist. Aber Doro ist sich sicher. Dieser Junge war real, sie hat ihn berührt, seine kalten Finger gespürt. Sie kann ihn sich nicht eingebildet haben. Ihre Vermutungen werden bestätigt, als sie ein Plakat mit einem Foto des Jungen findet. Kevin ist Mitglied einer Band. Kurz scheint es, als ob sie sich nicht geiirt hat. Aber Kevin ist einige Tage zuvor bei einem Tragischen Brand ums Leben gekommen. Wie kann sie ihn dann gesehen haben, wenn er nicht einmal am Leben ist?

Meine Rezension

Dieses Buch fesselt von der ersten Seite an. Man fliegt förmlich von Seite zu Seite. Ein unglaublich toller Page Turner. Doro ist ein sehr spezieller, aber dennoch sympatischer Protagonist. Sie hat viel durchmachen müssen, dass sie meiner Meinung nach nicht zu einem schlechten Menschen macht. Täglich mit einer Erinnerung zu leben, die man so sehr verdrängt, stellt eine große Belastung für sie dar. Sie ist nicht abgrundtief böse. Sie hat einen Fehler gemacht und das, egal welche Konsequenzen dieser Fehler hatte, macht sie nur menschlich. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und irgendwie glaubte ich ihr. Bei "Mein böses Herzen" sind die Grenzen von Realität zu Fiktion hauchdünn. Was ist Teil ihrer Wahrnehmungen und was geschieht wirklich? Dieses Buch ist auf seine eigene Art sehr philosophisch. Zu was sind wir Menschen fähig und wieviel Böses steckt wirklich in uns? Wulf Dorn schafft es dieses sensible Thema so authentisch und realitätsnah wie möglich zu gestalten.

Allerdings bin ich der Meinung, dass dieses Buch sich eher reiferen Jugendlichen widmet, zumal sehr viel Wissen von jüngeren Lesern garnicht erfasst werden könnte. Eine grundliegende Reife, damit man die Intention des Autors und dieses Romans überhaupt in seinem vollen Maße verstehen kann, ist zumindest aus meiner Sicht erforderlich. Dieser Jugendthriller hat wirklich etwas faszinierendes, das einen selbst nach Beenden des Buches nicht, loslässt. Mich lässt der Gedanke zu welchen Taten Menschen fähig sind und welche Beweggründe sie haben, einfach nicht mehr los. Ein unglaublich tolles Buch! Anders kann ich es garnicht sagen.

Beim Lesen ertappt man sich dann doch das ein oder andere Mal dabei, wie man seine eigenen Gedanken in Frage stellt. Ich muss sagen, dass ich selten ein Buch so schnell gelesen habe. Ein wenig Schade, fand ich allerdings, dass mir bereits nach den ersten 100 Seiten klar wurde, wer oder was dahinter steckt. Die Geschichte, die Handlung und das grandiose Ende konnten mich aber über diesen Kritikpunkt hinwegsehen lassen.

Mein persönliches Fazit
Mein böses Herz. Ein spannender Thriller, der die Abgründe des Menschen und deren böse Herzen perfekt in Szene setzt. Ein Jugendthriller an dem sicherlich nicht nur Jugendliche ihre Freude haben werden. Spannend, verstörend und rätselhaft. Ein ausgezeichnetes Buch und klasse Pageturner!

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

las vegas, vater, zwillinge, überfall, wunderzwillinge

Ziemlich krumme Dinger

C. J. Skuse , Michaela Kolodziejcok
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.02.2012
ISBN 9783551520142
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Paisley ist 16 Jahre alt und lebt auf einem Mädcheninternat in das ihre Großmutter, Koma genannt, sie abschob, als sie es mit ihr nicht mehr aushielt. Paisley und Beau sind Zwillinge und ein Herz und eine Seele. Sie sind einander mit solche einer Liebe verbunden. Die Beiden haben ihre Mutter im Kindesalter durch einen Suizid ihrerseits verloren und auch ihr Vater ist unereichbar. Aufgrund eines Raubüberfalls wurde er zu mehreren Jahren Haft verurteilt. All die Jahre wurden die Zwillinge im Glauben gelassen ihr Vater hätte das Interesse an seinen "Wunderzwillingen" verloren, nicht ahnend, dass er ihnen die ganze Zeit Briefe hat zukommen lassen. Diese wurden allerdings von Koma abgefangen, die durch das Publizieren der tragischen Kindheit ihrer Enkel Profit ausschlägt und sich im Reichtum sonnt. Als Beau eines Tages die Briefe vorfindet, die die Haushälterin heimlich in einem Schuhkarton aufbewahrte, setzt er Paisley in Kenntnis, die daraufhin ihr Bestes gibt um schnellstmöglich von ihrer Schule geschmissen zu werden. Da Sex mit dem Schulgärtner anscheinend kein ersichtlicher Grund war, bediente sie sich physicher Gewalt.

Paisley reißt zu ihrem Bruder Beau um anschließend gemeinsam auf die Suche nach ihrem Vater zu gehen. Koma möchte selbstverständlich nicht, dass Beau mit ihr geht, da sie sich so ihre Goldgrube zunichte machen würde. Paisley, die schon lange aufgehört hat sich mit ihrer Oma auseinander zu setzen, setzte dann mehr mit Absicht als aus Versehen das Haus ihrer Großmutter in Brand um anschließend mit gestohlenem Geld und Schmuck nach Las Vegas aufzubrechen. Ein gestohlenes Auto, ein Revolver und ein unauffindbarer Vater.

Meine Meinung

Ziemlich krumme Dinger. Dieser Titel hätte meiner Meinung nach nicht treffender sein können. Dieses Buch war einfach ein Lesegenuss voller Spannung und Action. Die Kapitel werden abwechselnd von Paisley und Beau erzählt, wodurch man einen Einblick in das Leben der Beiden bekommen konnte. Sowohl Paisley, als auch Beau sind tolle Protagonisten. Zwillinge, die widersprüchlicher nicht sein könnten. Sie ergänzen sich beide und ohne einander ist ihr Leben nicht vollkommen. Paisley ist selbstbewusst, tough und mutig. Sie ist stets darum bemüht der Welt keinen emotionalen Moment ihrerseits zu gewähren. Ihre "Mir-ist-alles-Scheiß-egal- Einstellung" ist ein Schutzpanzer, den sie sich angeeignet hat aus Angst verletzt und verstoßen zu werden. Beau dagen ist sensibel, ängstlich und liebt Frankreich. Wie auch mit seiner Schwester Paisley, sympatisiert man mit ihm auf Anhieb. Besonders die tollen Characktere waren es, die dieses Buch zum absoluten Genuss werden ließen. Paisley und Beau wurden im Kindesalter voneinander getrennt, weil Paisley ihrer durchtriebenen, wiederlichen Oma, auf den Wecker gingen.

Auf der Suche nach ihrem Vater kommen auch die Beiden sich näher und fühlen sich in ihre Kinderheit versetzt. Die Kindheit, die neben einer alkoholabhängigen Mutter, auch sehr viele Schöne Momente hatte, die sich beide wieder ins Gedächnis rufen wollen. Ich, als totaler Las Vegas Fan, bin auch dahingehend voll auf meine Kosten gekommen. Kasinos, Glücksspiel und vor allem pure Lebensfreude. Doch bis die Beiden ihren Vater finden, müssen sie noch so einige Male kriminell werden. Ziemlich krumme Dinger eben....

Mein persönliches Fazit

Ziemlich krumme Dinger ist ein Lesegenuss, für alle die Las Vegas, Action und spannende Abenteuer lieben. Herausragende Characktere, eine durchweg spanndende und vor allem actionreiche Handlung, kombiniert mit Sehnsucht nach Eltern und Geborgenheit, zeichnen dieses Buch aus. Absolute Leseempfehlung!

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156 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

vampire, liebe, vampir, meena, eternity

Eternity

Meg Cabot , Margarethe van Pée , Theda Krohm-Linke
Flexibler Einband: 511 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 25.10.2010
ISBN 9783764503772
Genre: Fantasy

Rezension:

Sowohl Meena als auch Lucien sind auf Anhieb sympatisch. Sie fühlen sich einander verbunden. Das können sie sich zu Anfang zwar nicht erklären, aber es entspinnt sich eine tiefe, innige und starke Liebe zwischen den Beiden. Meg Cabot bedient sich in diesem Buch zwar der klassischen Vampir-Klischees, schafft es aber dennoch ein innovatives und vor allem kreatives Werk auf die Beine zu stellen. Der Einstieg und vor allem die ersten 50 Seiten waren für mich etwas holprig, aber nach diesen 50 Seiten hat es mich gefesselt. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen. Irgendwie konnte ich mich nicht von dem Buch losreißen, ganz gleich wie müde ich war.

Ich muss gestehen, dass ich der Ansicht war dieses Buch könnte mich nicht für sich begeistern, aber sehr zu meiner Freude habe ich festgestellt, dass mir sowohl die Geschichte als auch deren Protagonisten sehr ans Herz gewachsen sind. Ein wirklich gelungenes Buch, das mich positiv überrascht und Neugierig gemacht hat, insbesondere wegen des Endes das so herrlich fies war, dass ich es kaum abwarten kann den zweiten Teil zu lesen. Ich fand vor allem das, was man an historischem Wissen erfassen konnte, sehr interessant. Man erfährt viel über Dracula und seinen historischen Hintergrund. Ein weiterer Aspekt, der mir sehr gefiel war, dass Vampire nicht als sensible Geschöpfe dargestellt werden, sondern als die Wesen, die sie wahrhaftig sind. Endlich mal ein Vampirbuch, das Klartext spricht ;)

Die Nebencharaktere wie beispielsweise der Vampirjäger Alaric und der Bruder von Meena sorgten vor allem für den humorvollen Teil dieses Romanes. Vor allem Jon der Bruder, der chaotischer nicht sein könnte, wird einem sehr sympatisch. Ich fand aber, dass es zu viele Nebencharaktere gab. Persönlichkeiten, die zur eigentlichen Handlung nicht beigetragen haben und dadurch für mich eher irrelevant waren, haben das Buch unnötig in die Länge gezogen. Dennoch kann ich über diese Kritikpunkte hinweg sehen und eine Kaufempfehlung aussprechen.

Mein persönliches Fazit

Ein durchaus gelunger Vampirroman, der villeicht Schwächen in der Ausarbeitung der Nebencharaktere hatte, dennoch aber ein gelunges Buch darstellt. Vor allem Vampirfreunde und Numbers-Fans werden hiermit sicherlich ein Lesevergnügen haben. Spannend und humervoll.

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243 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

wölfe, werwölfe, liebe, finn, mortal kiss

Mortal Kiss - Ist deine Liebe unsterblich?

Alice Moss , Anna Serafin
Fester Einband: 347 Seiten
Erschienen bei INK, 04.08.2011
ISBN 9783863960186
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Rezension

Faye lebt gemeinsam mit ihrer Tante Pam in Winter Mill, einer ruhigen Kleinstadt. Gemeinsam mit ihrer Freundin Liz besucht sie die dortige High School. Dort lernt sie Lucas kennen, der ihrer besten Freundin Liz anscheinend sehr zu gefallen scheint. Dieser aber hat nur Augen für Faye und auch sie scheint dieser Beziehung nicht abgeneigt. Lucas ist erst kürzlich mit seiner Mutter in die Stadtvilla gezogen und seither Quelle des Gesprächsstoffes. Doch es geschehen seltsame Dinge in Winter Mill. Ein unerwarteter Schneeeinbruch mitten im September.. als dann auch noch eine Leiche am Waldrand entdeckt wird, ist die ganze Stadt in Aufruhr. Zu allem Übel verschwindet dann auch noch Jimmy, ein Freund von Faye.

Die Bewohner von Winter Mill befürchten, dass die seltsamen Geschehnisse mit den neuen Bikern, die sich im Wald einquartiert haben, in Verbindung zu bringen sind. Faye allerdings ist von der neuen Bikergang mehr als angetan. Insbesondere einen hat sie im Visier, Finn. Bei einem Einkaufsbummel mit Liz begegnet sie ihm. Seither ist es als ob sie durch ein magisches Band miteinander verbunden sind. Eine Liebe, die so stark ist, dass sie dem Unaufhaltsamen Stand zu halten versucht.

Faye ist ein sehr tiefgründiger und sensibler Charakter und gefiel mir sehr. Sie hegt eine Leidenschaft für Fotografie und ist sehr ambitioniert in ihrer Schulzeitung tätig. Ihre Freundin Liz dagegen war mir von Anfang an suspekt. Liz ist ein Vollblutteenager, deren einziges Bestreben darin liegt ein neues Partykleid zu finden in der Hoffnung, damit einem Jungen zu imponieren. Sehr oberflächlich und unreif. Die Dreiecksbeziehung von Finn, Faye und Lucas war sehr komplex. Ich hatte oftmals das Gefühl, dass Faye selbst nicht weiß für wen der Beiden sie denn Gefühle hegt. Zu Finn bindet sie etwas sehr starkes, eindringliches, das sie sich zunächst nicht erklären kann.

Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn Probleme hatte mich in dieses Buch hineinzudenken. Dreh- und Angelpunkt dafür war der Charackter Liz. Ihr wurde zwar nur eine Nebenrolle beigemessen, doch einzelne Kapitel werden aus ihrer Sicht geschildert. Erst gegen Ende als sie endlich ihre Oberflächlichkeit abgelegt und sich der wahren Werte des Lebens bewusst wurde, konnte ich mit ihr sympatisieren. Man merkt deutlich, dass die Autorin eine Vorliebe für Mode hat. Das an sich ist selbstverständlich keine Problematik. Das sie ihre Vorliebe aber auf solch eine Oberflächlichkeit zum Ausdruck bringt, sagte mir nicht zu. Ich finde, dass es Schwächen in der Ausarbeitung der Characktere gegeben hat. Deutlich wird auf jeden Fall, dass es sich hierbei um den Auftakt einer Reihe handelt. Zwischenzeitlich dachte ich allerdings, dass das Buch einfach nicht für meine Altersgruppe geschrieben worden ist. Ich denke einfach, dass es nicht zu mir gepasst hat. Denn für jüngere Leser ist es sicherlich ein empfehlenswertes Buch.

Im Laufe des Buches haben sich die Characktere sehr zu meiner Freude geändert. Ungefähr ab Seite 180 konnte es mich für sich gewinnen. Es wurde spannend, aufregend und geheimnisvoll. Ganz besonders gefiel mir, dass man endlich die Liebe gespürt hat. Es gab kein Hin- und Her mehr. Faye war sich endlich bewusst, wem ihr Herz gehört. Es wurde sehr einfühlsam und an einer Stelle kamen mir beinahe Tränen. Der Anfang war zwar eine Hürde, dennoch möchte ich den zweiten Teil lesen, gerade weil es besser geworden ist und erst in Fahrt gekommen ist. Ich bin sicher, dass der zweite Teil mir gleich begeistern kann, weil die eigentliche Story fängt erst im zweiten Teil der Trilogie an.

Fazit:
Ein durchaus empfehlenswertes Buch, dass sich meiner Meinung nach einer Zielgruppe von bis zu 13 Jahren widmet. Junge Leser werden sicherlich ihre Freude daran haben. Ein Buch, das trotzt seiner Schwächen ein Lesegenuss sein kann.

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184 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

avalon, feen, rosendorn, jenna black, liebe

Rosendorn

Jenna Black , Christiane Meyer
Flexibler Einband: 397 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 26.01.2012
ISBN 9783426283509
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Rezension
Dana ist 16 Jahre alt und vollkommen mit der Situation ihrer Mutter überbelastet. Diese ist nämlich eine neurotische Trinkerin, die das ein oder andere Mal zu tief ins Glas schaut. Ihr ganzes Leben lang, stand sie unter dem Druck, die Erwachsene sein zu müssen bis sie eines Tages dem Druck nicht mehr standhält. Kurz entschlossen flüchtet sie von Zuhause und reißt nach England, um genau zu sein nach Avalon. Avolon ist der einzige Ort auf der Welt, an dem die Welt der Sterblichen und die Welt der Elfen aufeinander trifft. Dort angekommen muss Dana feststellen, dass zu ihrem Vater zu flüchten, nicht gerade eine ihrer klügsten Entscheidungen war, denn Dana ist etwas besonderes und genau das ist es, dass sie zur Zielscheibe böser Mächte macht.

Als sie in Avalon noch auf Ethan und seine Schwester Kimberly trifft und von den beiden entführt wird, weiß sie sich nicht mehr zu helfen. Ethan, ein überaus attraktiver Feenjunge, ruft sehr widerstreitende Gefühle in ihr hervor. Dieser scheint ganz offensichtlich auch Interesse an ihr zu haben. Doch wenn etwas zu schön ist um wahr zu sein, dann ist es das auch...

Die Protagonistin ist Dana, deren Leben bisher nicht gerade gut verlief. Sie hat einen sehr starken Charakter und ist einfach authentisch. Man kann ihre Beweggründe nachvollziehen und sich mit ihr identifizieren. Interessant fand ich in diesem Buch auch, dass nicht nur der weibliche Hauptcharakter etwas besonderes ist, sondern auch der männliche Hauptcharakter Ethan. Sämtliche Charaktere waren mir unheimlich sympatisch, besonders Ethan und Dana selbst. Ethan hat zwar einen Fehler gemacht, der Konsequenzen mit sich zog, dennoch war er mir immernoch sympatisch. Seine Schwester Kimberly konnte mich auch für sich begeistern, was nicht zuletzt auf die Freundschaft, die sich zwischen Dana und ihr entspinnt, zurückzuführen ist.

Die Autorin hat es geschafft selbst den Nebencharakteren Leben einzuhauchen. Finn, Kimberly, Dana's Vater und Keane sind nur einige wenige Charaktere, mit denen ich trotz ihrer Nebenrollen sympathisiert habe. Schön fand ich neben den tollen Charakteren auch die Wahl des Schauplatzes. Das Avalon sich in unserer Welt und nicht in einer fiktiven Welt befindet, macht es gleich viel angenehmer vor allem für Urban Fantasy Fans, zu denen ich mich selbst auch zähle. Auf der Suche nach ihrem Vater begibt sich Dana in ein Abenteuer, bei dem sie lernen muss sich mit Intrigen und Verrat auseinander zu setzen. Wer ist aufrichtig zu ihr, wer ist die eigentliche Bedrohung und wem kann sie trauen? Fragen, denen sich Dana stellen muss, die dem Buch eine ordentliche Ladung Spannung einflößen.

Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen und muss einfach gestehen, dass dieses Buch wundervoll ist. Ein richtig, richtig tolles Buch mit wundervollen Protagonisten und einer tollen Geschichte. Der Schreibstil ist sehr angenehm und humorvoll, vorallem bei den Dialogen zwischen Dana und Ethan. Ethan hat eine selbstsichere, fröhliche und coole Art, die ich unglaublich sympatisch fand. Ich makiere mir beim Lesen oft Textpassagen, die mir gefielen mit Post-its und bei diesem Buch habe ich ungefähr 26 Post-its aufgebraucht, was nur für dieses Buch sprechen kann.

Fazit

Ein fesselndes, kreatives und fantastisches Werk, dass ich jedem einfach nur ans Herz legen kann. Ein absolutes Lesevergnügen und mein derzeitiges Highlight. Spannend und Charmant. Ich werde auf jeden Fall die Folgebände lesen. Zur Not auch in Englisch, wenn sie auf Deutsch nicht erscheinen, was ich natürlich nicht hoffe.

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359 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

liebe, fantasy, märchen, eisbär, arktis

Ice - Hüter des Nordens

Sarah Beth Durst , Katrin Harlaß
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.02.2012
ISBN 9783802586026
Genre: Fantasy

Rezension:

Cassie ist siebzehn und lebt gemeinsam mit ihrem Vater in der Antarktis. Dieser arbeitet dort in einem Forschungsinstitut, für das auch Cassie großes Interesse hegt. In ihrer Kinderheit erzählt ihre Großmutter ein Märchen über ein Menschenkind, dass vom König der Eisbären entführt wird um ihn anschließend zu ehelichen. Mit dem Alter allerdings empfindet sie die Märchen, für die sie solche Bewunderung gehegt hat, als Lüge, die sie über den Tod ihrer Mutter hinwegtrösten sollen. Als sie eines Tages auf der Jagd nach einem Eisbären, ihrem König begegnet, stellt sie fest, dass in den Märchen mehr Wahrheit steckt als sie vermutet.

Der König der Eisbären ist wie versprochen angereißt um Cassie zur Braut zu nehmen. Cassie ist dem natürlich sofort abgeneigt. Als dieser ihr aber erzählt, dass ihre Mutter garnicht verstorben ist, sondern in einer Trollfestung östlich der Sonne und westlich des Mondes gefangen ist, stellt sie dem Versprechen ihrer Mutter ein eigenes entgegen. Sie willigt ein ihn zu ehelichen, wenn er ihre Mutter aus der Festung befreit und zurück zu ihrem Vater bringt. Bär stimmt dem zu, befreit Cassies Mutter und wird kurz darauf ihr Ehemann. Sie werden Freunde und anschließend entspinnt sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden.

Was Cassie aber nicht weiß: Bär ist ein Seelenhüter und hat ihrer Mutter nur mithilfe eines Versprechens retten können. Seelenhüter nehmen sich Seelen von Verstorbenen an, die sie bei einer Geburt an einen Neugeborenen austragen dürfen. Cassie begibt sich in ein spannendes, fantastisches und märchenhaftes Abenteuer, dass Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen in den Bann zieht.

Sowohl Klappentext, Leseprobe und Cover konnten mich sofort begeistern. Auch als das Buch bei mir eintraf, war ich sofort Feuer und Flamme. Das Cover ist sogar noch viel farbintensiver und schöner, als es bereits auf Bildern der Fall ist. Sowohl die Idee als auch deren Umsetzung ist hier einfach toll geglückt. Der Schreibstil der Autorin ist atemberaubend, vor allem die Passagen, in denen das Schloss des Eisbären beschrieben wird, sind sagenhaft schön.

Cassie gefiel mir als Charakter sehr. Sie ist stark, sturrköpfig und setzt sich hartnäckig für die Dinge ein, die ihr am Herzen liegen. Sie gibt nicht auf. Selbst in Momenten in denen es ausweglos und unereichbar erscheint, strebt sie nach allen Kräften danach. Die Liebesbeziehung zwischen ihr und Bär wird häufig auf eine Probe gestellt. Die Liebesbeziehung und die fantastische Welt, in der die Protagonisten leben in Kombination mit Bärs Humor, zeichnen dieses Buch aus und machen es zu etwas ganz speziellem.

Außerdem fand ich es toll, dass die Autorin Fantasie mit reelen Problemen kombinieren konnte. Die Tatsache, dass Cassie ohne ihre Mutter aufgewachsen und auch sonst keine Bindung zu ihr hat, stimmt traurig, macht es aber angenehmer sich mit Cassie zu identifizieren. Man kann so ihre Beweggründe besser nachvollziehen und verstehen, warum sie sich so für das einsetzt, dass ihr wichtig ist.
Der Spannungsbogen ist kontinuierlich gestiegen und machte das Buch zu einem Abenteuer, wenn gleich sich eine spezielle Stelle ein wenig in die Länge zieht. Das ist allerdings so minimal, dass es der Geschichte keinen Abruch tut. Ein richtig tolles, fantastisches Buch, das im Bücherregal sicherlich mehr als ein paar Blicke auf sich zieht. Das Buch ist in seinem Handlungsstrang zwar abgeschlossen, dennoch hätte ich gerne noch mehr gelesen. Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch :=)

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1.869 Bibliotheken, 16 Leser, 12 Gruppen, 268 Rezensionen

mittelalter, rollenspiel, thriller, fluch, wald

Saeculum

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Loewe, 02.11.2011
ISBN 9783785570289
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bastian ist Medizinstudent und ist die personifizierte Strebsamkeit. Er ist eher der introvertierte, zurückgezogene Mensch. Als er allerdings Sandra kennenlernt, wird er Teil einer neuen Szene. Das Mittelalter ist eigentlich so garnicht Bastians Interessengebiet, aus Liebe zu Sandra lässt er sich allerdings dazu mitreissen. Er soll Sandra auf deren nächste Convention begleiten. Die Rollenspielgruppe Saeculum versucht bei einer 5-tägigen Convention so authentisch wie möglich das 14.Jahrhundert zu simulieren. Der Gebrauch aller Gegenstände und Erfindungen, die nach dieser Zeit entstanden sind, ist untersagt.

Kurz vor der Convention erfährt Bastian, das das Grundstück auf dem das Rollenspiel stattfindet, von einem Fluch heimgesucht wird. Dazu kommt noch, dass sie sich illegal auf dem Grundstück befinden. Das Rollenspiel lässt sich allerdings nicht mehr vermeiden. Was hat es mit dem Fluch auf sich und warum ist Sandra so abweisend seitdem sie hier sind ??

Sowohl der Klappentext als auch viele, vor allem positive Rezensionen haben mich zum Kauf animiert. Ich habe mir dennoch keine zu großen Erwartungen gesetzt und war auch sonst sehr unwissend. Also ideale Voraussetzungen um mich zu begeistern. Ich habe relativ lange gebraucht um mich in die Geschichte hinein zu denken. Ich las und las, in der Hoffnung, dass jetzt etwas spannendes passiert und die Geschichte den holprigen Einstieg wieder ausgleichen kann, und bemerkte " Oh, ich bin ja schon auf Seite 350 !". Ich habe das Gefühl gehabt, die Geschichte plätscherte nur vor sich hin. Es gab zusammengefasst ungefähr 80 Seiten, die man als spannend bezeichnen konnte und das auch noch auf relativ vorhersehbarer Ebene. Ich wusste genau, was im nächsten Moment passiert, weil einfach immer das Naheliegenste gewählt wurde.

Selbst das "große Finale" war für mich schon klar bevor ich es gelesen habe. Hinzu kommt das ich mir unter den Charakteren nichts vorstellen konnte. Die Nebencharaktere waren mir alle suspekt. Nicht einmal ihren Namen konnte ich mir merken und das obwohl diese nicht schwer waren. Das hätte mich nicht weiter gesört, wenn wenigstens die Protagonisten lebendig gewesen wären. Mir hat einfach gefehlt, dass man sie detaillerter beschreibt und ihnen mehr Charakter verschafft. Die Charaktere waren zu eindimensional und flach.

Ich hatte mir einfach einen großen Schockmoment erhofft, der mich total aus der Bahn wirft. Ich war alles in allem sehr enttäuscht. Schade eigentlich, denn ich wollte wirklich, dass es mir gefiel. Bei 496 Seiten konnten mich nur 80 Seiten überzeugen. Ich habe wirklich tapfer zu Ende gelesen, weil ich hoffte, dass jetzt etwas passiert. Sehr schade

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1.679 Bibliotheken, 14 Leser, 10 Gruppen, 205 Rezensionen

amnesie, thriller, tagebuch, gedächtnisverlust, vertrauen

Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

S.J. Watson , Ulrike Wasel
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 23.08.2011
ISBN 9783651000087
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Christine Lucas leidet an einer speziellen Form von Amnesie. Jegliche Art von Erinnerung verinnen, sobald sie schläft. Jeden Tag wacht sie in einem für sie fremden Bett und neben einem fremden Mann auf, der immer wieder gezwungen ist, seiner Ehefrau zu erklären, dass sie sich bereits kennen. Eine tragische Geschichte, die uns vor folgende Frage stellt: Was hat das Leben für einen Sinn, wenn wir keine Erinnerungen haben?

Ben, ihr Ehemann, kümmert sich zunächst sehr liebevoll um sie, scheint aber Geheimnisse vor ihr zu haben, die sie sich nicht erklären kann.
Dann bekommt sie einen Anruf, von Dr.Nash, der scheinbar mehrmals mit ihr in Kontakt getretten ist. Er sagt ihr, dass sie Tagebuch führt und erinnert sie jeden Tag daran, wo sich ihr Tagebuch befindet.

Ich bin was dieses Buch betrifft, eher zwiegespalten. Sowohl Klappentext als auch die Geschichte an sich klingen sehr vielversprechend, konnten mich allerdings nicht so überzeugen. Die Geschichte zieht sich sehr in die Länge und wird an vielen Stellen echt langweilig. Man hätte viel mehr aus dieser Geschichte machen können, denn sie hat echt potenzial. Permanente Wiederholung haben mich beim Lesen immens gestört. Wiederholungen sind bei einem Buch wie diesem unvermeidlich, aber der Autor hätte versuchen können, andere Handlungsstrenge einzubauen, wenn denn überhaupt Handlung vorhanden war.

Die Spannung gegen Ende des Buches war zwar äußert angenehm, allerdings reichte es nicht um die vorherigen Seiten rauszureißen. Das Ende war zumindest für mich ein absoluter Schock und kam unvorbereitet. Das war leider auch das einzige, dass mich an diesem Buch wirklich umgehauen hat.
Ich hatte nicht das Bedürfnis mich nach dem Lesen weiter mit diesem Buch auseinander zu setzen. Es hat mich einfach nicht mehr beschäftigt.
Schade. Ich hatte wirklich um einiges mehr erwartet.

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vampire, internat, house of night, fantasy, liebe

House of Night - Gezeichnet

P.C. Cast , Kristin Cast , Christine Blum
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.12.2009
ISBN 9783596860036
Genre: Fantasy

Rezension:

Zoey Redbird wurde mit einer Monsichel gezeichnet und ist gezwungen im House of Night zu einem Vampyr ausgebildet zu werden. Das Mal von Zoey ist allerdings ausgemalt und bildet ein wunderschönes Muster, das gewöhnlicher Weise nur vollwertige Vampyre haben. Ein erster Grund zur Annahme, dass sie etwas besonderes ist. Sie wurde von der Göttin der Dunkelheit Nyx auserwählt und mit einer Gabe beschenkt. Aphrodite, die Schulqueen, sieht in ihr eine Bedrohung für ihre Machtposition und versucht ihr gleich klar zu machen, dass sie das sagen hat. Ob Zoey, die Wandlung überlebt und sie Aphrodite die Stirn bieten kann, erfahrt ihr, wenn ihr es lest.

Ich lege sehr viel Wert auf Sprache, vor allem in Literatur. Der Schreibstil war anfangs eine wirkliche Blockade. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Autorinnen versucht haben sich krampfhaft jugendlich anzuhören, was mir oftmals zu viel wurde. Ausdrücke sind oftmals in einer Mischung aus Jungendsprache und Slang gefallen. Ich blieb tapfer und las weiter.

Ich muss zugeben, dass ich nicht bereue diesem Buch eine Chance gegeben zu haben. Es konnte mich so fesseln, dass ich es in zwei Tagen verschlungen habe. Es war kreativ, frisch, abwechslungreich und witzig. Ich habe mich teilweise schlapp gelacht und musste mich erstmal wieder einkriegen :) Großes Lob für den Humor. Ich finde, dass das Buch einen wundervollen Auftakt bildet.

Besonders Eric mochte ich sehr. Eric ist der Exfreund von Aphrodite, diese scheint allerdings das Ende der Beziehung nicht ganz verstanden zu haben.
Eric hat ein Auge auf Zoey geworfen und beide verstehen sich Anhieb gut. Als sie sich jedoch näher kommen, kann die eifersüchtige Aphrodite ihren Hass gegen Zoey nicht verbergen, nicht dass sie vorgehabt hätte es zu verbergen. Sie zeigt Zoey vom ersten Tag an, dass sie sie nicht ausstehen kann. Dies beruht allerdings auf Gegenseitigkeit.

Die Freunde von Zoey waren mir allerdings sehr suspekt. Ich konnte nichts mit ihnen anfangen. Sie sind flach, langweilig und werden von Klischess überhäuft. Ein Nerd, der mit Fachausdrücken um sich schlägt, ein Mädchen aus Texas, das meint sie wäre ein Cowgirl und Zwillinge, die keine Zwillinge sind und sich dennoch so nennen. Nach jedem Satz das Wort Zwilling hinzuzufügen, war nervig.

Ich werde mir auf jeden Fall, die weiteren Bände holen und euch meine Meinung zu kommen lassen. Die Story konnte mich so überzeugen, dass ich die Sprache, die mir anfangs nicht zusagte, später passend und angemessen fand. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. Alles in allem darf man dennoch nicht mit hohen Erwartungen an diese Buch- Reihe heran gehen. Es ist relativ kurzweiliges Lesevergnügen. Ideal, wenn man mal etwas nicht so anspruchsvolles lesen möchte.

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