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48 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

#EGOLAND

Michael Nast
Geheftet: 432 Seiten
Erschienen bei Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 06.04.2018
ISBN 9783841905963
Genre: Romane

Rezension:

Ein Roman wie eine Mischung aus Twitter-Feed, ungeschönten Blicken hinter die Kulissen von Instagrammern und mitten rein in unsere verkorkste Art Beziehungen zu führen. Seien es nun Beziehungen romantischer Art oder schlicht ganz altmodische Freundschaften.

Nast strickt einen "Thriller" rund um den Unfug, den wir zwischenmenschliche Kommunikation nennen, und trifft damit unglücklicherweise auch noch ins Schwarze. Auch das er sich selbst in die Narrative reinschreibt, passt so schön ins Bild, denn mal ehrlich: sind wir heutzutage nicht alle immer der Mittelpunkt von allem? Über alles informiert, durch die Social Media Kanäle immer ganz nah dran? Praktisch als wäre man immer und ständig mit im Leben dieser anderen Personen. Selbst wenn wir ihnen nur ein einziges Mal auf dieser Hausparty begegnet sind. Berlin, wie Nast es beschreibt, ist überall, heißt bei uns nur anders.

Nast zeigt auch, wie schnell wir einander missverstehen. Oder missverstehen wollen. Wir eilig wir nach nur wenigen Infos aus dritter, vierter, fünfter Hand Rückschlüsse ziehen, die radikale Konsequenzen haben.

Ein spannender Ritt, das muss ich sagen. Radikal, zu nah dran, und...

Wir müssen aufhören! Mit diesem Leben in Halbwahrheiten im Internet und unseren Smartphones. Hätte nur eine Person in diesem Roman - nur eine - ein einziges Mal ein klärendes Gespräch verlangt, den Mut gehabt, darum zu bitten, das perfide Ränkespiel der Hauptfigur wäre aufgeflogen und am Ende vielleicht nicht alle kaputt und allein.

Apropos kaputt und allein - Herr Nast, Mann, Mann, Mann, Frauen können sie aber schreiben! Ich bin erschrocken und beeindruckt und fühle mich ertappt.

Ein Punkt Abzug für eine schreiberische Marotte, die mich während des Lesens in den Wahnsinn getrieben hat, auf die ich aber nicht spezifisch eingehen will, weil... das wäre wie mit einem Song, den man nicht mehr aus dem Kopf kriegt, und das wollen wir ja nicht.

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37 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

paris, roman, bretonische küste, frauen, sinnlichkeit

Die Schönheit der Nacht

Nina George
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2018
ISBN 9783426654064
Genre: Romane

Rezension:

 Claire - Verhaltenspsychologin, die jede Regung - ob die eigene oder die anderer - bis ins kleinste und absolut emotionslos analysiert.
Gegenüber:
Julie, die nur weiß, dass ihr etwas fehlt und dass ihr Feuer nicht hoch genug brennt, aber sonst eigentlich nichts.

Das Potenzial eines ganzen Lebens - eins schon halb gelebt, eins gerade erst am Anfang. Und Nina George beobachtet diese beiden Frauen nun, wie sie herausfinden, was sie eigentlich wollen, oder hätten tun sollen, jetzt tun könnten.

Ja, das hier ist ein Frauenroman. Und ich wünsche mir, dass viele, viele Männer ihn liesen, denn er zeigt so schön und gleichzeitig ungeschönt wie viele Frauen eine Frau im Leben ist. Wie hin und hergerissen wir sind, allesamt, ein ganzes Leben lang.

Was dieses Buch mir als Leser gibt? Ich traue mich kaum es auszusprechen, weil wir ja alle gelernt haben - Männer wie Frauen, die wir es über die 20 hinaus geschafft haben - dass man nicht alles haben kann.
Aber dieses Buch, das lässt dich wieder alles haben wollen. Alles. Die große Liebe, den einen Job für den du brennst, die Familie egal wie kitschig und klischee, das Gefühl nackter Füße im Sand, laue Nächte voller langer Gespräche, Träume, unerschütterliche Freundschaften, kleine Flirts und große Verbundenheit. Alles andere wäre nur ein halbes Leben und das sollte für keinen von uns genug sein.

Das Ende hat mich zerrissen. Und dann noch einmal, als ich das echte Ende auf den letzten zwei Seiten las.

Es ist sowas von an der Zeit, dass wir alle nachsichtiger mit uns selbst umgehen und endlich einfach leben!

Zudem: ein gewaltiges Kompliment an den Buchdesigner (oder das Team). Absolut gelungen!

PS: Nina George schreibt sehr poetisch, literarisch, voller Bilder und unerwarteten Vergleichen. Wer sich drauf einlässt, mit dem redet sie von Angesicht zu Angesicht. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass einigen diese Schreibe "too much" ist. Oder eben, wie bei mir, spätestens ab Seite 40 eine Sogwirkung entwickelt, die es unmöglich macht, dass Buch aus der hand zu legen.
       

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53 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 39 Rezensionen

eigenwillige bewohner, bergbau, berg, debüt, landflucht

Alles was glänzt

Marie Gamillscheg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 19.03.2018
ISBN 9783630875613
Genre: Romane

Rezension:

Gleich vorweg: Ich mochte das Cover, ich mochte den Leseeindruck, diese pragmatische, nüchterne Stimme der Autorin, und ich mochte auch irgendwie die Idee. Und während ich das Buch gelesen habe - ein kurzes Vergnügen bei nur 200 Seiten aber immerhin ein entspannter Zeitvertreib zum Kaffee am Sonntagnachmittag - mochte ich auch das ganze Buch.

Nur rückblickend ist es irgendwie... farblos. Oder zumindest inhaltslos.
Es erzählt im Pinzip die Geschichte, wie sie so viele Städte gerade erleben. Kleine Orte auf dem Land, in dem es keinen Supermarkt mehr gibt und die letzte Kneipe nur noch von Stammkunden und dem Durchhaltewillen (oder dem Mangel an Alternativen) der Wirtin lebt. Die Atmosphäre war interessant - hin und her gerissen. Einige haben schon aufgegeben, andere warten auf den richtigen Zeitpunkt um abzuspringen, wieder andere versuchen es mit Optimismus, der nur ins Leere laufen kann.

Die Autorin hat in ihren jungen Jahren ein ganz paar Auszeichnungen vorzuweisen und ich glaube, sie wird noch viele spannende Texte schreiben. Und ich mochte diesen hier. In dem Moment, in dem ich es gelesen habe. Aber ich wüsste nicht, ob ich es weiterempfehlen sollte. Oder wem. Zumal ich jetzt schon nicht mehr weiß, worum es eigentlich wirklich ging.
Literatur ist voll mein Ding. Aber hier hätte ein bisschen mehr Story für einen nachhaltigen Effekt gesorgt.

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

arktis, spitzbergen, umweltschutz, gletscher, eis

Das Eis

Laline Paull , Dorothee Merkel
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Tropen, 31.03.2018
ISBN 9783608503524
Genre: Romane

Rezension:

          Ich habe lange nicht mehr so langsam an einem Buch gelesen und in dem Fall ist das ein Kompliment. Ich wollte keinen Satz verpassen und so unglaublich ungern die Szenerie verlassen, dass ich jetzt noch gern weiterlesen wollen würde.

Der Plot an sich ist ein echter Thriller, verpackt in eine Geschichte rund um unseren fragilen Planeten, die freie Marktwirtschaft mit all ihren Nachteilen, und Männer, die eine große Leidenschaft für die Arktis hegen. Wenn auch aus extrem unterschiedlichen Gründen (von uneingeschränktem Umweltschutz, bis Abenteuergeist, Geldgier und Waffenhandel).

Besonders spannend für mich: Sean, unsere Hauptfigur, fand ich von Anfang an richtig schwierig und diese Abneigung zieht sich eigentlich durch den gesamtenText. Und trotzdem will man ihm nicht Scheitern sehen. Also, ein Kompliment an die Autorin für so viel Überzeugungskraft. Das Buch ist zudem unglaublich gut aufgebaut und die Spannung hält bis zur letzten Seite.

Jedes Kapitel wird von einem kurzen Zitat aus einem der vielen Reiseberichte von Arktisforschern (wie Feuchen, Nansen und Rasmussen) begleitet, was jedem, der nicht schon mit dem Aktisfieber angesteckt ist, neugierig machen wird.

Das schneegleich schillernde Cover und der Einband in eisblau sind einfach nur perfekt!

Rund um ein großes Buch. Nicht für jeden aber für jeden, der sich für Climate Fiction, die Zukunft unseres Planeten und die großen Widersprüche zwischen richtig und moralisch interessiert.
       

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

science fiction, spannung

Illuminae Files - Obsidio

Amie Kaufman , Jay Kristoff
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Alfred A. Knopf Books for Young Readers, 13.03.2018
ISBN 9780553499193
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr als 330 Tage habe ich auf meine Vororder gewartet und es war Jede. Einzelne. Stunde. Wert. Ein würdiger Abschluss! Ein großes Feuerwerk! Jedes Mal, wenn ich mir denke, nein, nein, hier kriegt ihr mich nicht. Diesen Plottwist habe ich vorhergesehen, herbeigebeten, euch beiden als Autoren vertraut, dass ihr das regelt, habt ihr mich auf der Seite darauf gekriegt.

Die Würfel sind gefallen.
Das ist nicht mehr zu ändern.
Aber jeder einzelne von uns hat jederzeit noch die Chance am Tisch zu rütteln.

Mehr sag ich nicht, alles weitere wären Spoiler. Mal davon abgesehen, die Art wie diese Bücher gemacht sind, ist einfach einzigartig und egal wieviele andere Autoren das jetzt versuchen werden, keiner wird es so gut machen, wie die beiden. Die Machart ist mindestens der halbe Spaß.

Oh, eins kann ich doch sagen: ich habe ja nicht einmal zu hoffen gewagt, dass wir diese Info kriegen, aber am Ende von Obsidio wissen wir, wer die Videotransscripts geschrieben hat!

Und AIDAN! Aidan ist wie immer ein gefährlicher Freund und einer der spannendsten Charaktere ever. Auch wenn er nur ein Computerprogramm ist.

Genug gesagt. Die Illuminae Files lesen und jedem ins Gesicht werfen, der nach einer Empfehlung in Sachen Sci-Fi fragt!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

energie, krisengeplagt, verrat, eisenhart, schwelle

The Autumn Republic

Brian McClellan
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Orbit, 10.02.2015
ISBN 9780316219129
Genre: Fantasy

Rezension:

In diesem dritten Band kommt alles zusammen. Intrigen entfalten ihre Kosenqenzen, mit den Göttern der Powder Mage Welt ist wirklich nicht mehr zu spaßen und nach 1000 Seiten Schlacht um Adro sind nun alle am Ende ihrer Kräfte. Mehr kann ich nicht verraten ohne zu spoilern. Außer vielleicht: Nach knapp 900 Seiten oder was treffen Tamas und sein Sohn endlich wieder aufeinander und es geht Seite an Seite weiter. Und sein wir ehrlich, jeder der die anderen beiden Teile gelesen hat, wartet darauf, denn wir wissen, dass die beiden zusammen unschlagbar sind und genau das braucht Adro jetzt: eine unschlagbare Macht, die nicht aufhören wird, bevor das Land wieder Frieden findet.

Ich kann die Powder-Mage Reihe nicht genug empfehlen, denn sie ist nicht nur einzigartig, was das Setting betrifft, sondern auch genial geplottet und voller Charaktere, die einen ab der ersten Seite nicht mehr loslassen!

Erzählt wird die Story auch in den anderen Bänden aus mehreren Blickwinkeln: Der ehemalige Polizeiinspektor Adamat, der weiter mitmischt und unverzichtbar geworden ist, nicht nur als Erzähler, sondern wichtiger Ratgeber. Field Marshal Tamas, der sich weiterhin mitten im Krieg befindet, umzingelt von Verrätern. Und schließlich noch sein Sohn Taniel, der in diesem Band soviel mehr als als ein einfacher Powder Mage ist, den wir zu Beginn der Reihe kennengelernt haben. Zusammen mit Ka-Poel schlägt er sich in diesem Band allein durch und ja, ja, wir nähern uns hier einem Romance-Plot, aber nein, nicht so einem. Im dritten Band kennt man auch McClellan gut genug, um zu wissen, dass er diese Storyline nicht mit einer banalen Liebeserklärung enden lässt. Eine der besten Plotverläufe der Story!

So genug gespoilert.

Es gilt das gleiche, wie in meiner Bewertung zu den anderen Bänden: Jetzt kennt ihr den Anfang und ab hier seid ihr in McClellans Hand. Und in der seid ihr gut aufgehoben.

Besonders spannend und wahrscheinlich deswegen einfach richtig besonders ist McClellans magisches System. Wir befinden uns hier in einem Fantasy, das vage an die Zeit der französischen Revolution erinnert. Technisch gesehen gibt es bereits Waffen (Pistolen mit einem Schuss, die von Hand nachgeladen werden müssen). Die Magie dieses Fantasys teilt sich in zwei Sorten Menschen auf: die Privileged, die mit Elementen umgehen können, aber gern auch mal Gefahr laufen, dabei selbst den kürzeren zu ziehen; und den Powder Mages, die eine gewisse Kontrolle über Schießpulver haben. Letzteres bringt zwar einen Vorteil, aber keinen großen in einer Welt, in der eine Waffe immer noch nur einen Schuss hat.
McClellans Charaktere sind nicht übermenschlich, nur ein bisschen mehr. Und ganz bestimmt sind sie nicht übermächtig! Und gerade das, macht diese Reihe so mega sympathisch und uns Leser zur Geisel, denn jeder wird hier bis zum Schluss Panik schieben, dass einer von unseren Jungs drauf geht und die Revolution am Ende doch scheitert.

Schlussnotiz: fast 1800 Seiten Krieg, Schlachten und Intrigen. Ich hasse solche Romane! Aber ich liebe die Powder Mages!!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

The Crimson Campaign

Brian McClellan
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei ORBIT, 20.01.2015
ISBN 9780356502045
Genre: Fantasy

Rezension:

Der zweite Teil der Powder Mage Triologie und ich kann gleich vorab sagen: es ist zwar das mittlere Buch, steht dem beiden anderen aber in nichts nach. Hier kriegt man keinen "Übergangsband", sondern großes Kino.
Ich kann die Powder-Mage Reihe nicht genug empfehlen, denn sie ist nicht nur einzigartig, was das Setting betrifft, sondern auch genial geplottet und voller Charaktere, die einen ab der ersten Seite nicht mehr loslassen!

Erzählt wird die Story auch im zwieten Band aus mehreren Blickwinkeln: Der ehemalige Polizeiinspektor Adamat, der so viel cooler ist, als er auf den ersten Blick scheint. Field Marshal Tamas, der sich mittlerweile mitten im Krieg befindet, Armeen positioniert und Schlachten schlägt. (Normalerweise sind solche Bücher nicht so meins, aber McClellan schafft es, dass man keine Sekunde verpassen will.) Und schließlich noch sein Sohn Taniel, der sich in diesem Band an seiner eigenen Front durchkämpft. In diesem zweiten Teil stehen unsere Charaktere einer Armee gegenüber, die einen Gott zur Hilfe hat und Kresimir ist nicht von der gutmütigen Sorte. Andererseits hat Taniel schon einmal bewiesen, dass auch ein Gott nicht unverwundbar ist.

Es gilt das gleiche, wie in meiner Bewertung zum ersten Band: Jetzt kennt ihr den Anfang und ab hier seid ihr in McClellans Hand. Und in der seid ihr gut aufgehoben.

Besonders spannend und wahrscheinlich deswegen einfach richtig besonders ist McClellans magisches System. Wir befinden uns hier in einem Fantasy, das vage an die Zeit der französischen Revolution erinnert. Technisch gesehen gibt es bereits Waffen (Pistolen mit einem Schuss, die von Hand nachgeladen werden müssen). Die Magie dieses Fantasys teilt sich in zwei Sorten Menschen auf: die Privileged, die mit Elementen umgehen können, aber gern auch mal Gefahr laufen, dabei selbst den kürzeren zu ziehen; und den Powder Mages, die eine gewisse Kontrolle über Schießpulver haben. Letzteres bringt zwar einen Vorteil, aber keinen großen in einer Welt, in der eine Waffe immer noch nur einen Schuss hat.
McClellans Charaktere sind nicht übermenschlich, nur ein bisschen mehr. Und ganz bestimmt sind sie nicht übermächtig! Und gerade das, macht diese Reihe so mega sympathisch und uns Leser zur Geisel, denn jeder wird hier bis zum Schluss Panik schieben, dass einer von unseren Jungs drauf geht und die Revotion am Ende doch scheitert.

(Ich kann an dieser Stelle auch schon mal verraten, dass ich die komplette Reihe gelesen habe und alle!! Bücher unglaublich gut sind.)

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Promise of Blood

Brian McClellan
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Little, Brown Book Group, 16.04.2013
ISBN 9780356501994
Genre: Fantasy

Rezension:

Brian McClellan stapelt in diesem Auftrakt einer Reihe richtig hoch und springt mit Leichtigkeit drüber. Ich kann die Powder-Mage Reihe nicht genug empfehlen, denn sie ist nicht nur einzigartig, was das Setting betrifft, sondern auch genial geplottet und voller Charaktere, die einen ab der ersten Seite nicht mehr loslassen!

Erzählt wird die Story aus mehreren Blickwinkeln: Der ehemalige Polizeiinspektor Adamat ist auf Auftrag unterwegs, um herauszufinden, ob hinter den letzten Worten eines Sterbenden tatsächlich eine Warnung steckt. Field Marshal Tamas hat gerade eine Rebellion angezettelt und alle Hände voll zu tun das Land nun wieder in geordnete Bahnen zu leiten und sein Sohn Taniel steht ihm zur Seite, um die Gegenkräfte auszumerzen. Alles weitere wäre gespoilert.

Jetzt kennt ihr den Anfang und ab hier seid ihr in McClellans Hand. Und in der seid ihr gut aufgehoben.

Besonders spannend und wahrscheinlich deswegen einfach richtig besonders ist McClellans magisches System. Wir befinden uns hier in einem Fantasy, das vage an die Zeit der französischen Revolution erinnert. Technisch gesehen gibt es bereits Waffen (Pistolen mit einem Schuss, die von Hand nachgeladen werden müssen). Die Magie dieses Fantasys teilt sich in zwei Sorten Menschen auf: die Privileged, die mit Elementen umgehen können, aber gern auch mal Gefahr laufen, dabei selbst den kürzeren zu ziehen; und den Powder Mages, die eine gewisse Kontrolle über Schießpulver haben. Letzteres bringt zwar einen Vorteil, aber keinen großen in einer Welt, in der eine Waffe immer noch nur einen Schuss hat.
McClellans Charaktere sind nicht übermenschlich, nur ein bisschen mehr. Und ganz bestimmt sind sie nicht übermächtig! Und gerade das, macht diese Reihe so mega sympathisch und uns Leser zur Geisel, denn jeder wird hier bis zum Schluss Panik schieben, dass einer von unseren Jungs drauf geht und die Revotion am Ende doch scheitert.

(Ich kann an dieser Stelle auch schon mal verraten, dass ich die komplette Reihe gelesen habe und alle!! Bücher unglaublich gut sind.)

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Die Powder-Mage-Chroniken 1

Brian McClellan
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 03.09.2018
ISBN 9783959816687
Genre: Fantasy

Rezension:

#im Englischen Original gelesen# Brian McClellan stapelt in diesem Auftrakt einer Reihe richtig hoch und springt mit Leichtigkeit drüber. Ich kann die Powder-Mage Reihe nicht genug empfehlen, denn sie ist nicht nur einzigartig, was das Setting betrifft, sondern auch genial geplottet und voller Charaktere, die einen ab der ersten Seite nicht mehr loslassen!

Erzählt wird die Story aus mehreren Blickwinkeln: Der ehemalige Polizeiinspektor Adamat ist auf Auftrag unterwegs, um herauszufinden, ob hinter den letzten Worten eines Sterbenden tatsächlich eine Warnung steckt. Field Marshal Tamas hat gerade eine Rebellion angezettelt und alle Hände voll zu tun das Land nun wieder in geordnete Bahnen zu leiten und sein Sohn Taniel steht ihm zur Seite, um die Gegenkräfte auszumerzen. Alles weitere wäre gespoilert.

Jetzt kennt ihr den Anfang und ab hier seid ihr in McClellans Hand. Und in der seid ihr gut aufgehoben.

Besonders spannend und wahrscheinlich deswegen einfach richtig besonders ist McClellans magisches System. Wir befinden uns hier in einem Fantasy, das vage an die Zeit der französischen Revolution erinnert. Technisch gesehen gibt es bereits Waffen (Pistolen mit einem Schuss, die von Hand nachgeladen werden müssen). Die Magie dieses Fantasys teilt sich in zwei Sorten Menschen auf: die Privileged, die mit Elementen umgehen können, aber gern auch mal Gefahr laufen, dabei selbst den kürzeren zu ziehen; und den Powder Mages, die eine gewisse Kontrolle über Schießpulver haben. Letzteres bringt zwar einen Vorteil, aber keinen großen in einer Welt, in der eine Waffe immer noch nur einen Schuss hat.
McClellans Charaktere sind nicht übermenschlich, nur ein bisschen mehr. Und ganz bestimmt sind sie nicht übermächtig! Und gerade das, macht diese Reihe so mega sympathisch und uns Leser zur Geisel, denn jeder wird hier bis zum Schluss Panik schieben, dass einer von unseren Jungs drauf geht und die Revotion am Ende doch scheitert.

(Ich kann an dieser Stelle auch schon mal verraten, dass ich die komplette Reihe gelesen habe und alle!! Bücher unglaublich gut sind.)

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

taiwan, hongkong, bauarbeiter, computerspiele, china

Chinakinder

Jörg Endriss , Sonja Maaß
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Conbook Medien, 30.03.2017
ISBN 9783958891371
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch ist eine detailliert Skizze der chinesischen Jugend und greift dabei alles auf, was eine Generation beschäftigt. Vom modernen Mediengeschäft und dem Internet bis hin zum politischen Aktivismus und der gewaltigen Diskrepanz zwischen Stadt und Land.

Die junge Generation Chinas ist nicht anderes als unsere: sie hat die gleichen Probleme, die gleichen unterschiedlichen Vorstellungen von einer glücklichen ZUkunft und Veränderungen. Und trotzdem ist die chinesische Gesellschaft natürlich extrem speziell und viele von diesen Eigenheiten werden den deutschen Leser sicherlich wie ein Schlag treffen. 

Das "veraltete" / traditionelle Vorstellung von Ehe und Familie noch immer einen so großen Einfluss auf die Kinder dieses Landes haben, hat mich zum Beispiel überrascht.

Rund um ein spannender Einblick. Nicht vollends fremd und doch Welten entfernt.

PLUS: Ein Glossar klärt über geschichtliche Geschehnisse auf, die viele der jungen Menschen geprägt haben und noch prägen.

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erzählungen, kurzgeschichten, klima, sven draht, christian schmidt

Der Schnee von morgen: 2017 Collection of Climate Fiction Stories

Anja Bagus , Ulf Fildebrandt , Bernhard Kempen , Regine Bott
E-Buch Text: 380 Seiten
Erschienen bei Verlag für Moderne Phantastik Gehrke, 19.01.2018
ISBN B077TR63HC
Genre: Sonstiges

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Artemis

Andy Weir
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Del Rey, 14.11.2017
ISBN 9780091956950
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Wer den Marsianer gelesen hat, kommt an Artemis nicht vorbei. Und obwohl die beiden Bücher kaum miteinander zu vergleichen sind, haben sie eines zumindest gemein: seitenweise gut verpackte Wissenschaftsfakten, die Andy Weir von all den anderen Sci-Fi Autoren absetzt. Ganz ehrlich, ich glaube wir haben einen Zeitpunkt erreicht, wo all mein Wissen zum Leben und Überleben im All und sämtliche Weltraumfakten auf Andy Weir basieren.

Noch dazu begegnen wir hier Jazz - einer arabischstämmigen Frau, die alles andere als ein vorhersehbarer Charakter ist. Ihr derzeitiger Wohnsitz: Artemis auf dem Mond. Ja, sie ist von Beruf Schmugglerin und ja, mit dem Gesetz vor ort hat sie sich auch in den Haaren, und noch mal ja, eine Million für einen waghalsigen Auftrag, da kann sie nicht nein sagen.

Und wenn es schief geht? Mal abgesehen von dem Geld, dass sie dann nicht bekommt, steht hier die Sauerstoffversorgund der ganzen Stadt und, wie sich herausstellt, ihr eigenes Leben auf dem Spiel!

Aber wie all die anderen Charactere dieses Buches hat Jazz trotz aller Reuelosigkeit etwas unglaublich sympathisches. Sogar die Gegenspieler sind Charactere, über die man gern mehr wissen will. Überhaupt ist Artemis mit seinen 2000 Einwohnern eine Kleinstadt und so liest man sich hier auch durch dieses Abenteuer. Eine Mission Impossible in einem winzigen Ort, an dem einen alle kennen und man Mühe hat, von Ex und Polizeichef unbemerkt für den großen Coup shoppen zu gehen.

Ein großer Spaß! Ein Sci-Fi Abenteuer, das ich so gar nicht erwartet hatte! UND!! Eine Kolonie auf dem Mond? Klingt machbar. Machen wir das?


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The Dreadful Tale of Prosper Redding

Alexandra Bracken
Fester Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Disney-Hyperion, 05.09.2017
ISBN 9781484778173
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses Buch glänzt nicht nur aufgrund des genial-schönen Covers (!!!), sondern und vor allem, wegen seiner Hauptfigur Prosper Redding, der gleichzeitig unser Erzähler ist, und seinem Gegenspieler Alastor.

Aus dem Fluch, der auf der Familie Redding lastet (selbst herbeigeführt wohlgemerkt) gibt es für Prosper keinen Ausweg. Er ist derjenige, der ihn ausbaden und mit Alastor leben muss, der in seinem Körper haust und nur darauf wartet endlich die Führung zu übernehmen. Von seiner Familie getrennt, um seine Liebsten nicht in Gefahr zu bringen, ist er zudem noch ziemlich auf sich allein gestellt. 

Die Diskussionen zwischen den beiden - Prosper und Alastor - sind witzig und unterhaltsam, die Story ein echtes Mysterie und Brackens Schreibe spannend bis zur letzten Seite. Alastor hat sich mit diesem Buch zudem einen Platz auf der Liste der besten Bösewichte aller Zeiten verdient!

Ein großes Lesevergnügen voller Hexerei, Flüche, Legenden, unerwarteten Wesen und einem Ende, dass ich so nicht vorher gesehen habe.

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A City Dreaming

Daniel Polansky
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Hodder & Stoughton, 06.10.2016
ISBN 9781473634275
Genre: Sonstiges

Rezension:

Um ehrlich zu sein kann keine Rezension Polanskis verquerer, verrückter und eindringlicher Welt gerecht werden.

Seine Schreibe ist brilliant! Und ich meine BRILLIANT! Auf den Punkt, am Ende immer wieder überraschend und extrem unterhaltsam. Die Dialoge allein sind es wert.
Polanskys Welt ist es umso mehr. Unsere Hauptfigur M (einen richtigen Namen gibt es das ganze Buch über nicht) trottet so durch sein Leben, seine Stadt New York, seine Bars und Nachbarschaftscafés. Das heißt aber nicht, dass er keine Ambitionen hat. Nur liegen die eben darin es ohne Schweirigkeiten durchs Leben zu schaffen. Die Magie, die dieses Leben prägt ist untergründig, wird selten im Detail erläutert und ist dadurch umso spannender, düster, komprimisslos und einzigartig. Zwei Königinnen herrschen in der Stadt, die unserem New York aufs Haar gleicht. Nur M und einige wenige andere, die die Magie beherrschen, wissen überhaupt davon. Seine Freunde übrigens sind illustre Gestalten und der Leser weiß mindestens so gut wie M, dass vielleicht keiner von ihnen wirklich ein Freund ist.

Dazu noch wahnhafte Abenteuer, drogenbenebelte Parties, die keine Parties sind, und immer wieder die Frage: kann man sich auf dich verlassen, M? Wenns hart auf hart kommt?

Das ganze Buch ist in genialen kurzen, unfassbar gut lesbaren und einfach großartigen Kurzgeschichten aufgebaut. Alles gehört natürlich zusammen, aber die Zusammenhänge werden von Polanski wirklich selten aufgedeckt. Für mich ist A City Dreaming dadurch umso mehr eine absolute Empfehlung. Weil man wirklich nicht kriegt, was man zu kriegen glaubt.

M ist eine geniale Figur!
Polanski ein Meister und wie M sagen würde, hat er sich mit dem Management gerade gut gestellt, denn der Coup, der ihm hier gelungen ist? Respekt!

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Clade

James Bradley
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 05.09.2017
ISBN 9781785655487
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein kleiner Roman (nur 300 Seiten) mit großen Auswirkungen. Denn wer nach dem Lesen nicht verstanden hat, das wir keine Zeit mehr haben den Weg, den wir für unsere Zukunft eingeschlagen haben, zu ändern, sondern im besten Fall nur noch gegensteuern können, hat nicht aufgepasst.

Ganz unaufgeregt zeigt uns Bradley hier, was mit uns und unserer Welt passiert, weil wir heute so leben, wie wir leben. Ohne Zeigefinger und ohne Lösung. Es ist eine Aussicht auf eine Zukunft, die gar nicht mehr fern ist.
Die Hauptfiguren sind sympathische Everybodys und das Buch ist in Kurzgeschichten aufgeteilt, von denen jede ein bisschen mehr von dem offenbart, was wir hier eigentlich tun. Ein Lesevergnügen das nachwirkt. Und das sollte es auch.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Johannes Cabal the Necromancer

Jonathan L. Howard , Jonathan L. Howard
Flexibler Einband: 337 Seiten
Erschienen bei Headline, 19.01.2010
ISBN 9780755371976
Genre: Fantasy

Rezension:

Wer Johannes Cabal bisher nicht kannte, sollte dies schleunigst nachholen! Cabal ist eine der aufregendsten Figuren, die es zur Zeit zwischen zwei Buchdeckeln zufinden gibt.

Nachdem er feststellen musste, dass es nicht ganz so schlau war, seine Seele an den Teufel zu verkaufen, weil man so etwas tatsächlich braucht - vor allem er, der allerhand alchemistische Experimente unternimmt - will er sie zurück und schlägt einen Deal vor.

100 Seelen für seine eigene. Ein Wanderzirkus soll ihm beim Sammeln helfen, seinen Bruder musste er dafür auch wieder aus der Höhle befreien, in der er ihn einst zurückgelassen hat, weil es allein nicht geht, denn die Sache hat natürlich einen Haken: er hat nur 1 Jahr Zeit.

Ein Jahr also dürfen wir den Gebrüdern Cabal dabei über die Schulter schauen, wie sie diese Mission erfüllen, und nichts könnte unterhaltsamer sein. Allein schon weil Cabal und sein Sarkasmus ein eigenes Museum verdienen!

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Johannes Cabal and the Fear Institute. Johannes Cabal, Das Institut für Angst und Schrecken, englische Ausgabe

Jonathan L. Howard
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Headline, 27.01.2012
ISBN 9780755348008
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich liebe dieses Buch! Mein Favorit der kompletten Reihe bisher. Nicht nur, weil der Plot fantastisch und das Setting extrem cool ist, sondern auch, weil ich Johannes Cabal einmal mehr unterschätzt habe, sogar enttäuscht von ihm war, und er mich jedesmal zurückgewinnt.

Howard hat sich mit diesem Buch selbst übertroffen. Aber Vorsicht: Die Dreamlands, in die Cabal hier im Auftrag des Fear Institutes geschickt wird, sind eine Lovecraft-Erfindung. Alles! absolut alles in diesem Buch ist surreal, wenn nicht sogar vollkommen an den Haaren herbeigezogen. Darauf muss man sich einlassen. Nichts ist wie es scheint.

Der Twist gegen Ende ist es wert.

Und wie gesagt, Cabal mit seinem beißenden Sarkasmus, seinem Intellekt und seiner rücksichtlosen Vorgehensweise ist ein Erlebnis, und auch in diesem Fall ist auf ihn Verlass, wenn es darum geht, das Richtige zu tun. Was auch immer der Leser hofft, was in dieser Situation das Richtige ist. Ich jedenfalls würde Johannes nach diesem Buch jederzeit überall hin folgen.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Johannes Cabal: The Fear Institute (Johannes Cabal 3) by L. Howard, Jonathan (2012) Paperback

Jonathan L. Howard
Flexibler Einband
Erschienen bei Headline, 01.01.1111
ISBN B00NPNQ0E4
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich liebe dieses Buch! Mein Favorit der kompletten Reihe bisher. Nicht nur, weil der Plot fantastisch und das Setting extrem cool ist, sondern auch, weil ich Johannes Cabal einmal mehr unterschätzt habe, sogar enttäuscht von ihm war, und er mich jedesmal zurückgewinnt.

Howard hat sich mit diesem Buch selbst übertroffen. Aber Vorsicht: Die Dreamlands, in die Cabal hier im Auftrag des Fear Institutes geschickt wird, sind eine Lovecraft-Erfindung. Alles! absolut alles in diesem Buch ist surreal, wenn nicht sogar vollkommen an den Haaren herbeigezogen. Darauf muss man sich einlassen. Nichts ist wie es scheint.

Der Twist gegen Ende ist es wert.

Und wie gesagt, Cabal mit seinem beißenden Sarkasmus, seinem Intellekt und seiner rücksichtlosen Vorgehensweise ist ein Erlebnis, und auch in diesem Fall ist auf ihn Verlass, wenn es darum geht, das Richtige zu tun. Was auch immer der Leser hofft, was in dieser Situation das Richtige ist. Ich jedenfalls würde Johannes nach diesem Buch jederzeit überall hin folgen.

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77 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

armand baltazar, cyberpunk, dystopie, entführun, abenteuer

Timeless - Retter der verlorenen Zeit

Armand Baltazar , Tanja Ohlsen , Armand Baltazar
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei cbj, 23.10.2017
ISBN 9783570174470
Genre: Comics

Rezension:

(Im englischen Original gelesen)

Ich gebe zu, ich habe dieses Buch aufgrund des genialen Covers in die Hand genommen, die Illustrationen darin haben mich seit dem ersten flüchtigen Durchblättern in der Buchhandlung nicht mehr losgelassen, gekauft aber habe ich es weil der Klappentext mich überzeugt hat.

Und das Buch hält jedes einzelne Versprechen, das es gibt!

Das große Abenteuer, dem sich unsere jugendlichen Protagonisten stellen, bietet vor allem durch die Illustrationen ein großes Lesevergnügen. Aber dem Autor geht es um viel mehr. Nach einer Zeitkollision ist unsere Welt nicht mehr dieselbe. Ganze Städte sind überflutet, elektrische Geräte nutzlos, dampfgetriebene Fahrzeuge wieder das Maß aller Dinge. Menschen aus einer Vergangenheit, in der Mädchen ihr Schicksal nicht selbst entscheiden dürfen, treffen auf Menschen einer fernen Zukunft. Doch auch in dieser Welt, in dieser neuen Zeit, gibt es zwei Seiten, die einander nichts gönnen und nicht übereinkommen wollen. Die Krieg führen, die Macht haben, alles wieder rückgängig machen wollen.

Doch so funktioniert es nicht, oder? Ein Zurück gibt es nicht. Stattdessen sollten wir alle in die Zukunft sehen, sie besser machen, unsere Zeit annehmen, wie sie ist.

Dieses Jugendbuch hat eine großartige Message und ist deswegen eine absolute Empfehlung!

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

krimi, rumänien, mord, korruption, einsamkeit

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Oliver Bottini
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 30.01.2018
ISBN 9783832197766
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich ist das hier mehr als nur ein Krimi, denn obwohl der Mordfall im Mittelpunkt steht, sind alle anderen Plots in diesem Roman tiefgehend und spannend erzählt. Der Titel spricht da Bände "Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens". Nicht nur der Ermittler ist eine Figur mit schwerwiegender Vergangenheit, die ihn zu ersticken droht, auch die betroffenen Angehörigen des Mordopfers sind so weit durch ihr Leben geprägt, dass es kaum einen Ausweg zu geben scheint. Dieser Tod stellt sie alle an die Wand.

Dicht erzählt, großartig komponiert und dazu eine klare, schöne, fast schon literarische Stimme!

Ein großes Plus obendrauf: die gut recherchierte Geschichte Rumäniens über Landkauf und Ausbeutung, unterstützt durch das Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung. Das allein ist schon ein unschlagbares Argument für diesen Roman.

Und noch etwas hat mich das Lesen dieses Buches gelehrt: bei Bottini ist man in guten Händen!

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

einsamkeit, bilderbuch, sternennacht, freundschaft, bilder

Die Sternennacht

Jimmy Liao , Marc Hermann
Flexibler Einband: 70 Seiten
Erschienen bei Chinabooks E. Wolf, 01.11.2017
ISBN 9783905816693
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch erzählt die anrührende Geschichte eines kleinen Mädchens und ihrer Sicht auf die Welt, ihren schwierigen Schritte auf andere Menschen zu und ihre ersten großen Verluste im Leben.

Die Illustrationen sind hochwertig, wunderschön und mit vielen kleinen Zitaten zur europäischen Kunstgeschichte und deren großen Meisterwerken gespickt, darunter van Goghs Sternennacht. Auf den großformatigen Illustrationen ist viel zu entdecken, der Text dazu ist betont kurz gehalten.

Ein Bilderbuch für Erwachsene - der neue Trend aus Asien - kann überzeugen, wenn auch meiner Ansicht nach nur mit Abstrichen. Ich finde die Idee interessant, würde mir als erwachsener Leser aber doch lieber auch erwachsene Protagonisten wünschen.

Von daher ist dieses Buch für mich eher eine Empfehlung für jüngere Leser.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

shakespeare, roman, drama, theater, m.l. rio

Das verborgene Spiel

M. L. Rio , Karin Dufner
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.09.2017
ISBN 9783328100539
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"If we were villains" - so der englische Titel! Und der macht schon viel mehr her.

Die Spirale rund um die winzige Gruppe an Schauspielstudenten des Dellecher College dreht sich immer tiefer hinein in Abgründe, Eifersucht, Verdächtigungen und eben das Schauspiel. Es wird immer schwerer zu unterscheiden, wer hier wann spielt und wann es derjenige vielleicht doch toternst meint.

Die vielen, vielen Shakespeare Zitate weben sich in die Erzählungen und die Dialoge. Selten so viel Spaß mit dieser Art Literatur gehabt. Noch spannender sind die Theaterstücke, in denen die Studenten spielen. Eine halb-improvisierte Veranstaltung nach der anderen, bei der jeder nur seinen Text kennt, aber nie weiß, wer wen spielt. Ein  Feuerwerk!

Wer danach keine Lust hat doch noch mal Shakespeare zur Hand zu nehmen, hat nicht aufgepasst.

Einzig eines gibt es zu bemängeln... okay, zwei Sachen: Das Cover und der Titel sind verglichen mit dem Original ein gewaltiger Fehler. Im deutschen erscheint das Buch wie ein winterlicher Frauenroman und das ist er nicht. Die Autorin merkt auch in ihrem Nachwort an, das die Sprache der Studenten fast schon eine Geheimsparache voller Shakespeare Zitate ist. Das kommt nicht so recht raus, im Deutschen.

Daher empfehle ich, die englische Version zur Hand zu nehmen.

Enter the players. There were seven of us then, seven bright young things with wide precious futures ahead of us, though we saw no farther than the books in front of our faces. ...

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31 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

komet, dystopie, ende der zivilisation, endzeit, chaos

Komet - Der Einschlag

Larry Niven , Jerry Pournelle
Flexibler Einband: 660 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 13.11.2017
ISBN 9783945493977
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ein Katastrophenfilm zum Lesen! Absolut gelungen.

Ich bin immer überrascht, dass ein SciFi Klassiker aus den 70ern sich so aktuell anfühlen kann. "Komet" ist für mich vor allem deswegen genial, weil es im ersten Teil des Buches um das Chaos vor dem Kometeneinschlag geht (sorry, falls das ein Spoiler ist, aber ich glaube uns war allen klar, dass das Ding einschlägt, egal wie ungern unsere Protagonisten daran glauben wollen), das Buch aber da nicht aufhört. Stattdessen sehen wir auch noch die ersten Wochen danach, die kaputte Gesellschaft, die vielen, die für sich kämpfen und die wenigen, die noch an eine Zukunft glauben. Bruderschaften, Clans, Festungen - ein radikaler Versuch zu Überleben nach dem anderen.

Ein echt gelungener Mix aus einem der guten Emmerich-Katastrophen-Filme und im Anschluss die ganze Gewalt einer post-apokalyptischen Gesellschaft, in der Geld nichts mehr wert ist und jeder eine Waffe braucht, wie bei Walking Dead. Um ehrlich zu sein, ich meine fast jede filmische Umsetzung, die einem zum Thema so in den Sinn kommt, hat hier etwas stibitzt.

Natürlich ist der Schauplatz größtenteils die USA. Nichts desto trotz ist die Gruppe an Protagonisten, denen wir folgen ganz homogen. Man kommt gut mit und der Episodenhafte Charakter der Erzählung stückelt den ca. 750 Seiten-Brocken etwas auf.

Auch die Einspieler, die sich rund um den besagten Kometen drehen, machen Spaß und zoomen aus der US-zentrierten Story raus in die Welt.

Wer auf Katrasprophenfilme steht - ganz ehrlich - es gibt keinen Grund zu zögern!

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117 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

thriller, psychothriller, iain reid, the ending, droemer

The Ending

Iain Reid , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426306192
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rückblindend bin ich begeistern von der Kürze (ca. 230 Seiten) dieses Thrillers. Denn die paar Seiten liest man so weg und das ist auch gut so. Gönn Dir hier keine Pause! Es gibt ohnehin keine Kapitelunterteilung, nur ein flüssiger Text unterbrochen durch einen einseitigen, wohldosierten Einspieler hier und da, der auf zukünftige Ereignisse schließen und dir keine Zeit zum Luftholen lässt.

Ich kann hier in der Bewertung kaum etwas sagen, ohne zu Spoilern, daher nur so viel...

Am Anfang schien mit das Hin und Her im Kopf unserer Erzählerin willkürlich und störend, aber am Ende machte alles Sinn und ich war geplättet. Eine Empfehlung für jeden Thriller-Fan. ABER Vorsicht - der hier wirkt nach!

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

john sinclair, john sinclai, geisterjäger, horror, mark benecke

Brandmal

Mark Benecke , Florian Hilleberg
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.09.2017
ISBN 9783404175864
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Autor Florian Hilleberg hat hier ganze Arbeit geleistet und diesen Sinclair durch die Unterstützung von Co-Autor Mark Benecke einzigartig gemacht.

Die Geschichte um mysteriöse Todesfälle durch Selbstentzüngung startet in Deutschland, wo das Team um den Kriminalbiologen Benecke mit der Untersuchung der Umstände beauftragt wird. Parallel geschieht ähnliches in Sinclairs London und  schließlich treffen beide Plots in der Slowenien zusammen. Dort müssen die zwei vollkommen unterschiedlichen Teams nun den Ursprung der seltsamen Todesfälle ermitteln und sich mit einer ganzen Stadt unter dem Bann dunkler Kräfte auseinandersetzen.

Soviel zur Story.
Besonders unterhaltsam ist die Figur Mark Benecke, weil eben nicht nur co-Autor, sondern mitten drin. Und die Tatsache das beide - Benecke und Sinclair - aufeinandertreffen.

Die Story gibt viel her - Mystisches, Action, Tauchgänge in vampirverseuchten Seen, der gewohnt großspurige Sinclair und viele unterhaltsame Nebencharaktere.

Das Ende ist zudem spektakulär.

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