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35 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, für die liebe und das leben, liebesroman, dramatisch, organspende

Für die Liebe und das Leben

Jana von Bergner
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Independently published, 13.07.2017
ISBN 9781521805985
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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7 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

1. weltkrieg, standschütze, weißrussland, tradition, feigheit

Totentanz am Col di Lana

Erik Durschmied , Günther Obwegs , Klaus Pobitzer
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Athesia Tappeiner Verlag, 10.05.2017
ISBN 9788868392680
Genre: Historische Romane

Rezension:

Während des ersten Weltkriegs droht ein Angriff der Italiener auf die Dolomiten. Jene Tiroler, die im bisherigen Krieg aufgrund ihres jungen, beziehungsweise ihres fortgeschrittenen Alters nicht eingezogen wurden, verpflichten sich den Angriffen der Italiener entgegenzuwirken. Die Tiroler Standschützen verteidigen ihr Land auf dem Col di Lana, obwohl sie in deutlicher Unterzahl sind, vehement und geben Großteils ihr Leben für die Heimat.

Anfangs hatte ich Probleme der Handlung im Buch zu folgen, da sehr viele verschiedene Personen und Orte vorkamen. Einige Kriegsbegriffe und die ausführliche Beschreibung der Truppenverteilung sowie die vielen unterschiedlichen Berge haben mich zu Beginn des Buches sehr verwirrt. Mit der Zeit bin ich allerdings immer besser in die Handlung gekommen und konnte ihr bald ohne Probleme folgen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass sich am Ende des Buches nochmal die Truppenverteilung und Karten des Col di Lana und der italienischen Angriffe befinden, welche dem Leser einen schnellen und einfachen Überblick ermöglichen.

Erik Durschmied hat einen flüssigen und bildlichen Schreibstil, dennoch musste ich das Buch immer wieder zur Seite legen. Die äußerst bildlichen Beschreibungen der Angriffe und deren (psychischen und physischen) Auswirkungen auf die Soldaten sind nicht leicht zu lesen und haben mich lange beschäftigt. Das Buch stimmt einen nachdenklich und der Inhalt wird mich noch länger beschäftigen.

Als Leser merkt man sofort, dass der Autor sehr gut und ausführlich über die Kämpfe rund um den Col di Lana recherchiert hat. Alles was er im Buch schreibt hat Hand und Fuß und er kann es durch sehr gut gewählte Quellen belegen. Erik Durschmied arbeitet selbst als Kriegsreporter und er kann seine Erfahrungen gekonnt und wirklich gelungen in die Geschichte einfließen lassen und macht sie damit besonders authentisch.

Im Buch finden sich immer wieder Tiroler Dialekt und Italienisch. Die italienischen Dialoge werden immer übersetzt und beeinträchtigen somit in keinster Weise den Lesefluss. Anfangs habe ich mich mit den tirolerischen Dialogen etwas schwer getan, kam im Laufe des Buches aber immer besser hinein und konnte dadurch der Handlung ohne Probleme folgen.

FAZIT:

„Totentanz am Col di Lana“ ist ein wirklich gelungenes Buch, welches einen sinnlosen Krieg verdeutlicht, der viel zu viele Leben gekostet hat. Der Autor überzeugt durch seine ausführlichen Recherchen und einen wirklich authentischen Schreibstil. Ich vergebe 4 Sterne.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Der Nebelmann

Donato Carrisi , Karin Diemerling , Uve Teschner
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 04.08.2017
ISBN 9783742402486
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem italienischen Bergdorf verschwindet ein sechzehn jähriges Mädchen spurlos. Angeblich will niemand im Dorf etwas von ihrem Verschwinden mitbekommen haben. Aus diesem Grund werden zwei italienische Ermittler beauftragt in das Bergdorf zu fahren und den Fall zu lösen. Die Ermittler finden zwar schnell viele Verdächtige, aber der endgültige Hinweis kann nicht gefunden werden. Da bereits dreißig Jahre zuvor Kinder verschwunden sind, vermuten die Dorfbewohner, dass der „Nebelmann“ zurück ist. Ein paar Wochen nach Ermittlungsbeginn wird einer der Ermittler blutverschmiert in einem Wald aufgegriffen und scheint eine Erinnerungslücke zu haben. Ein Psychiater soll im helfen seine Erinnerung wieder zu finden.

Das Hörbuch ist sehr fesselnd und spannend. Beim Hören merkt man schnell, dass sich Carrisi ausführlich mit Kriminologie und Verhaltensforschung befasst hat. Besonders gelungen fand ich seine Darstellung der Medien und ihrer Macht. Zudem verdeutlicht der Autor sehr gelungen wie einzelne Indizien eine komplette Ermittlung in die falsche Richtung lenken kann. Das Hörbuch ist bis zum Ende spannend und überzeugt durch einen für mich unerwarteten Ausgang. Ich habe zwar die ganze Zeit mitgerätselt wer der Täter ist, war allerdings immer auf dem Holzweg.

Anfangs hatte ich Probleme dem Hörbuch zu folgen, da immer wieder Perspektivenwechsel und Zeitsprünge vorkommen. Allerdings ermöglichen diese dem Zuhörer einen besseren Überblick und zusätzliche Informationen. Zudem können dadurch Längen und Wiederholungen vermieden werden.

Die einzelnen Charaktere werden sehr authentisch beschrieben, wodurch der Hörer schnell Sympathie oder Antipathie entwickeln kann.

Uve Teschner als Sprecher ist die perfekte Besetzung! Im Hörbuch zum „Nebelmann“ beweist er erneut, dass er zu Recht den Titel „Sprechergott“ von audible erhalten hat. Er schafft es die einzelnen Szenen unglaublich lebendig wirken zu lassen und jedem Protagonisten seine eigene Note zu geben.

FAZIT:

Anfangs ist es etwas schwer in die Handlung zu kommen, dann ist es jedoch fesselnd und spannend bis zum Ende. Uve Teschner verkörpert die Charaktere sehr authentisch und macht aus dem „Nebelmann“ ein absolutes Hörbuchhighlight.

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11 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

zwieleicht x

Zwielicht X

Michael Schmidt , Michael Siefener , Julia Annina Jorges , Algernon Blackwood
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 14.06.2017
ISBN 9781547151219
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zwielicht ist ein Horrormagazin, welches sowohl Kurzgeschichten als auch Artikel aus dem Genre Horror und Mystisches enthält. Im aktuellen Buch sind insgesamt 13 Kurzgeschichten und 5 Artikel enthalten. Die Geschichten sind alle von anderen Autoren und behandeln die unterschiedlichsten Themen. Diese reichen unter anderem von verbotenen Büchern über Vampire bis hin zu einer Frau, welche nicht Altern möchte.

Die unterschiedlichen Kurzgeschichten können aufgrund der verschiedenen Themen Großteils überzeugen. Manche der Geschichten sind eher brutal und blutig, wohingegen andere Handlungen unsere Gesellschaft kritisieren und zum Nachdenken anregen. Manche der Geschichten versteht man erst richtig, wenn man nach dem Lesen nochmals darüber nachdenkt. Die unterschiedlichen Autoren und ihre Geschichten wurden sehr stimmig gewählt, sodass sich eine gelungene Sammlung an Kurzgeschichten ergibt. Der aktuelle Zwielicht Band enthält auch Geschichten, welche aus dem Englischen übersetzt wurden und schon älter sind.

Die Artikel am Ende des Buches befassen sich ebenso wie die Kurzgeschichten mit den verschiedensten Themen und diese wirken gut recherchiert. Ich konnte durch die Artikel einiges Neues lernen und sie haben mir Großteils gut gefallen. Manche der Artikel wurden zusätzlich mit Bildern ausgestattet, welche diese anschaulicher gemacht haben. In einigen Kurzgeschichten finden sich ebenfalls Skizzen. Diese hätte ich allerdings nicht gebraucht, da sie für die jeweiligen Geschichten nicht von Bedeutung sind.

Zwielicht hat bereits viermal den Vincent Preis gewonnen. Der aktuelle Teil kann diese Leistung nur bestätigen.

„Zwielicht X“ ist bereits der zehnte Band des Horrormagazins. Ich kenne bisher leider keinen Vorgänger, werde dies aber bestimmt ändern. Auch ohne die vorherigen Bücher zu kennen kann der Leser ohne Probleme den aktuellen Teil lesen, da er in keiner der Geschichten Bezug auf einen Vorgänger nimmt.

Fazit:
„Zwielicht X“ kann sowohl durch gruselige und blutige Geschichten als auch Handlungen, welche den Leser zum Nachdenken anregen, überzeugen. Vor allem Fans der Genre Horror und Phantastik empfehle ich dieses Buch zu lesen. Ich vergebe 4 Sterne!

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Die Hölle im Kinderheim

Renée Wum
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 04.11.2016
ISBN 9783741270154
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dutz wuchs in den 50er Jahren in einem kirchlichen Kinderheim in Luxemburg auf und verbrachte dort seine gesamte Kindheit und einen Teil seiner Jugend. Die damalige Gesellschaft dachte, bzw. wollte denken, dass die Kinder in den Heimen gut aufgehalten sind und eine gute Erziehung und Schulbildung genießen. Doch die Realität sah für die Kinder komplett anders aus. Schulbildung wurde verweigert, stattdessen standen körperliche Schwerstarbeiten an. Zusätzlich waren körperliche und psychische Misshandlungen, sexuelle Missbräuche und Foltern (wie Essensentzug, Isolation,…) an der Tagesordnung. Nicht selten kam es auch zu schweren körperlichen Verletzungen, Todesfällen und Suiziden der Kinder. Neben Dutz wird auch noch auf andere Kinder und ihre Zeit vor und im Kinderheim eingegangen.

Ich habe schon häufiger Berichte und Bücher zu diesem Thema gelesen, doch noch nie war die Geschichte und das Leiden der Opfer so ausführlich und bildlich beschrieben, wie in diesem Buch. „Die Hölle im Kinderheim“ ist das mit Abstand beste Buch, welches ich zu den Missbrauchsfällen in kirchlichen Heimen gelesen habe. Obwohl das Buch Missbrauchsfälle in einem Heim in Luxemburg beschreibt, ist es auch in anderen Ländern im deutschsprachigen Raum ähnlich abgelaufen.

Renee Wum hat einen flüssigen und bildlichen Schreibstil, dennoch musste ich das Buch häufig zur Seite legen. Die äußerst bildlichen Beschreibungen der Missbräuche und Misshandlungen sind keine leichte Kost und lagen mir oft schwer im Magen. Das Buch stimmt mich wirklich nachdenklich und ich werde mich noch lange mit dem Inhalt beschäftigen und zum Nachdenken angeregt.

Besonders gelungen fand ich, dass Renee nicht nur auf die Zeit der Kinder im Heim, sondern auch auf deren Vorgeschichte und die Zeit nach der Entlassung eingeht. Renee hat es geschafft die Langzeitfolgen und Belastungen der Opfer aufzuzeigen und ist auch auf die wirklich schockierende Reaktion der katholischen Kirche näher eingegangen.

Renee Wum macht bereits zu Beginn des Buches deutlich, dass es sich nicht um eine fiktive Geschichte handelt, sondern, dass sie die Erlebnisse eines ehemaligen Heimkindes niederschrieb. Als Leser merkt man sofort, dass sich Renee Wum sehr viele Gedanken zu diesem Thema gemacht und wirklich ausführlich recherchiert hat (auch zu der Reaktion der Kirche).  

Ich danke Renee Wum für dieses äußerst gelungene Buch!  Alles was im Buch steht hat Hand und Fuß und verdeutlicht das Leiden der Kinder während ihres Heimaufenthalts und im anschließenden Leben, da sie häufig nicht mehr in der Lage sind sich in unsere Gesellschaft zu integrieren und bis heute an den Folgen der jahrelangen physischen, psychischen und sexuellen Folter leiden. Ich danke auch Dutz, der seine traumatische Geschichte für dieses Buch zur Verfügung gestellt hat und hoffe, dass sein Kampf für Gerechtigkeit endlich erfolgreich ist.

FAZIT:

„Die Hölle im Kinderheim“ ist alles andere als eine leichte Lektüre und ich werde noch lange darüber nachdenken. Dennoch ist es das mit Abstand beste Buch, welches ich zu diesem Thema jemals gelesen habe und ich empfehle jedem, der sich mit den Misshandlungen in Kinderheimen in der Nachkriegszeit beschäftigen möchte, dieses Buch zu kaufen!Ich vergebe 5 Sterne!

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

alte donau, wien, kaiserwasser, fische, hotel

Kaiserwasser

Fyona A. Hallé
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 14.06.2017
ISBN 9783744836784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Entlang der alten Donau in Wien verschwinden regelmäßig Hunde. Einige Wiener Bürger haben bald das neu eröffnete koreanisches Restaurant und deren Angestellte unter Verdacht die Hunde entführt und gekocht zu haben. Einzig die Prinzessin Tony und ihre beste Freundin Conny ahnen, dass ein bisher unbekanntes Unterwasserungeheuer Jagd auf die Hunde macht. Um ein weiteres Verschwinden von Haustieren zu vermeiden beginnen Tony und Conny auf eigene Faust zu ermitteln um das mysteriöse Hundeverschwinden aufzuklären.

Fyona A. Halle konnte mich mit „Kaiserwasser“ leider nicht komplett überzeugen. Im Buch kommen sehr viele unterschiedliche Protagonisten vor, deren Verbindungen mich zum Teil eher verwirrt haben. Auf den ersten 50 Seiten beginnt zwar die Handlung mit dem Verschwinden der Hunde, aber durch die vielen Protagonisten kann leider kaum Spannung aufgebaut werden. Ab dem zweiten Abschnitt wird zwar Spannung aufgebaut, allerdings wird diese regelmäßig durch ein Buch im Buch unterbrochen. Durch die vielen Protagonisten kommt es zu häufigen Perspektivenwechsel. Diese Perspektivenwechsel und das Buch im Buch, welches leider nicht deutlich hervorgehoben wurde, haben mich häufig verwirrt. Der rasante und spannende Showdown beim Lichterfest ist sehr gut gelungen und die Autorin kann in diesem vor allem mit ihrem flüssigen Schreibstil überzeugen.

Die einzelnen Kapitel beziehen sich auf unterschiedliche Tage auf der Suche nach dem Unterwasserungeheuer. In den einzelnen Kapiteln können Wiederholungen vermieden werden und spätestens zum Ende des Buches werden alle offenen Fragen geklärt. Im Buch werden immer wieder österreichische Begriffe verwendet. Hier wäre zum Teil ein Glossar oder eine Erklärung/Übersetzung in der Fußzeile hilfreich gewesen.

FAZIT:

„Kaiserwasser“ konnte mich persönlich leider nicht komplett überzeugen. Die Idee für die Handlung gefällt mir allerdings sehr gut und auch der Showdown beim Lichterfest war wirklich gelungen. Durch das Buch im Buch und die vielen Protagonisten/ Perspektivenwechsel konnte die Spannung noch nicht zu Beginn des Buches aufgebaut und auch nicht durchgehend gehalten werden.  Leider kann ich nur 3 Sterne vergeben.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

krimi, alexandra bleyer, mölltal, österreich, kleinkrieg am gartenzaun

Wenn der Platzhirsch röhrt

Alexandra Bleyer
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 27.07.2017
ISBN 9783740801656
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als der Mölltaler Jäger Sepp Flattacher hört, dass bei seinem Nachbarn Heinrich dessen Schwiegersohn Anton eingezogen ist und Heinrich ins Altenheim stecken möchte, verbündet er sich mit Heinrich um diesen Plan zu vereiteln. Anton kauft zudem in dem beschaulichen Ort eine Kneipe und betreibt diese mit großem Erfolg. Anfangs machen sich Sepp und Heinrich einen Spaß daraus Anton durch Streiche zu vertreiben, doch bald fällt das organisierte Verbrechen ins Mölltal ein. Als dann auch noch eine Leiche gefunden wird überschlagen sich die Ereignisse und für die beiden Nachbarn beginnt ein Kampf um ihr Leben.

Alexandra Bleyer  ist es mit einem humorvollen und fesselnden Schreibstil und einer sehr gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Autorin schafft es die Spannung schnell aufzubauen. Leider wird im Mittelteil zu sehr auf das Privatleben einzelner Protagonisten eingegangen, wodurch die Spannung leider nicht durchgehend gehalten werden kann. Durch eine geschickt eingearbeitete Wendung kann die Autorin die Spannung allerdings wieder aufbauen und dann bis zum Ende halten. Spätestens zum Ende des Buches werden alle offenen Fragen beantwortet.

 Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch Wiederholungen vermieden werden können. In den Dialogen und an einigen anderen Stellen wird österreichischer Dialekt verwendet. Dies beeinträchtigt den Lesefluss allerdings in keinster Weise. Zusätzlich findet sich am Ende des Buches ein Glossar, in welchem unbekannte Wörter schnell und übersichtlich nachgeschlagen werden können.

Die Charaktere sind sehr authentisch, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt. Vor allem Sepp Flattacher kann mit seinem Humor wirklich überzeugen. Die Jagdszenen sind sehr bildlich und gut nachvollziehbar beschrieben und somit auch für Nicht-Jäger interessant.

„Wenn der Platzhirsch röhrt“ ist bereits der zweite Mölltaler Jägerkrimi rund um Sepp (und die anderen Protagonisten). Dennoch steht der aktuelle Teil seinem Vorgänger in nichts nach und vor allem die humorvolle Schreibweise kann wieder überzeugen. Auch ohne den vorherigen Teil zu kennen, kann der Leser sofort in die Handlung einsteigen und dieser problemlos folgen.

FAZIT:

„Wenn der Platzhirsch röhrt“ verbindet gelungen Krimielemente mit Humor. Leider fehlte mir im Mittelteil etwas die Spannung, daher vergebe ich 4 Sterne und hoffe auf einen weiteren Mölltaler Jägerkrimi rund um Sepp!

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

bibliothek, kuba, karte, fehler, 19. jahrhundert

Die Grenzen der Wahrheit

Elizabeth Camden , Julian Müller
Flexibler Einband
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.06.2017
ISBN 9783868276633
Genre: Historische Romane

Rezension:

Anna O’Brian arbeitet in der Library of Congress in Washington, als sie im Zuge von Recherchearbeiten auf eine Karte stößt, welche auf einen verheerenden Fehler hindeutet. Vor fünfzehn Jahren sank ein Schiff während eines Wirbelsturms und alle Passagiere wurden getötet. Die neue Karte deutet allerdings darauf hin, dass die offizielle Version nicht stimmt. Da Anna bei diesem Schiffsunglück ihren Vater verloren hat beantragt sie bei der Navy die Korrektur des Berichts. Doch die Navy beginnt Anna zu bedrohen, zu beschatten und legt ihr immer neue Steine in den Weg. Bald wird Anna bewusst, dass die Navy einen großen Skandal versucht zu vertuschen und sie ohne Hilfe diesen nicht aufdecken kann. Anna bittet ihn ihrer Verzweiflung den Kongressabgeordneten Luke um Hilfe und riskiert alles was ihr Wichtig ist.

Elizabeth Camden hat mit ihrem bildlichen und flüssigen Schreibstil einen lesenswerten historischen Roman rund um ein Schiffsunglück Ende des 19. Jhd verfasst. Das Buch konnte mich schnell fesseln, allerdings waren mir im Mittelteil zu viele Beschreibungen der Familienverhältnisse einzelner Protagonisten. Dadurch ließ die Spannung für mich etwas nach. Vor allem die bildlichen Beschreibungen der Autorin machen beim Lesen sehr viel Spaß, da man sich die Orte und Charaktere sehr gut vorstellen kann.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Als Leser kann man sofort in die gut durchdachte Handlung einsteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen.

Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser kann man sich somit schnell ein Bild der einzelnen Protagonisten machen und Sympathie, bzw. Antipathie entwickeln. Durch die ausführlichen Beschreibungen der damaligen Lebensumstände und Familienverhältnisse kann der Leser die Verhaltensweisen der Protagonisten sehr gut nachvollziehen.

„Die Grenzen der Wahrheit“ wirkt geschichtlich sehr gut recherchiert. Besonders die bildlichen Beschreibungen und die Ausführungen rund um die damaligen Lebensumstände machen die Handlung besonders authentisch und lesenswert. Am Ende des Buches nimmt Elizabeth Camden Bezug auf geschichtliche Vorfälle, auf welche sie sich im Buch bezieht, bzw. als Vorlage dienten. Beim Lesen merkt man sehr schnell, dass sich die Autorin mit den geschichtlichen Fakten sehr ausführlich beschäftigt und gut recherchiert hat.

FAZIT:

„Die Grenzen der Wahrheit“ kann durch eine bildliche Schreibweise und gut recherchierten geschichtlichen Fakten überzeugen. Da mir im Mittelteil des Buches zu sehr auf die einzelnen Hauptprotagonisten und ihre Vergangenheit eingegangen wurde (und dadurch die Recherchen zum Schiffsunglück ins Stocken gerieten) vergebe ich 4 Sterne!

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

spannend bis zum ende, nürnberg, ermittlungen, irrer, lachen

Die Mondfrauen

Harald Weiss
Buch: 220 Seiten
Erschienen bei Weiß, Harald, 14.10.2016
ISBN 9783000545702
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine junge Frau wird ermordet aufgefunden. Die Polizisten Kartl und Neuner tappen zunächst bei ihren Ermittlungen im Dunkeln, bis ihnen ein zunächst übersehenes Detail verrät, dass der Täter bereits zwölf Jahre zuvor gemordet hat. Als zwei weitere Leichen gefunden werden erhärtet sich der Verdacht, dass der Mord mit dem ersten Opfer in Verbindung stehen muss. Die Polizisten finden immer neue Spuren und falsche Fährten, welche ihre Ermittlungen deutlich erschweren. Für die Polizei beginnt ein Kampf gegen die Zeit, da sie davon ausgehen, dass der Täter erneut zuschlagen wird.

Harald Weiss beginnt sehr spannend und fesselnd. Anfangs konnte ich das Buch kaum zur Seite legen. Allerdings verliert er sich im Mittelteil des Buches meiner Meinung nach zu sehr in bildliche Beschreibungen der Orte, so dass die Spannung leider etwas nachlässt und die eigentlichen Ermittlungen in den Hintergrund geraten. Harald Weiss kann im letzten Abschnitt die Spannung wieder erhöhen und schafft ein äußerst unerwartetes und fesselndes Ende, welches mich wirklich überzeugen konnte, obwohl die Festnahme des Täters sehr abrupt abläuft. Der Schreibstil ist flüssig, wodurch sich das Buch schnell und einfach lesen lässt.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut und Wiederholungen können gänzlich vermieden werden. Zusätzlich zur Handlung wechseln sich auch immer wieder Kapitel um den Täter ab. Dies fand ich sehr gelungen. Ebenfalls gefallen hat mir, dass die Gedanken der Protagonisten fett, bzw. kursiv gedruckt sind. Dies hat die Handlung zusätzlich aufgelockert und zusätzliche Spannung geschaffen. Im Buch finden sich auch ein paar Mal Dialoge im Dialekt. Der Lesefluss wird allerdings in keinster Weise dadurch beeinträchtigt.

Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben und der Leser kann sich schnell ein Bild von ihnen machen. Besonders gelungen fand ich die Ermittler Neuner und Kartl. Ihre humorvollen Dialoge haben mich immer wieder zum schmunzeln gebracht und die Handlung zusätzlich aufgelockert.

Eine sehr nette Idee finde ich das Rezept am Ende des Buches, welches in der Handlung erwähnt wird.

FAZIT:

„Die Mondfrauen“ beginnt und endet sehr stark, allerdings kann die Spannung leider nicht durchgehend gehalten werden. Ich vergebe 4 Sterne und werde gerne wieder Bücher von Harald Weiss lesen, da er es schafft Krimielemente und Humor gelungen zu verbinden.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

venedig, mafia, grado, italien, krimi-reihe

Im Namen des Paten

Gerhard Loibelsberger
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 11.07.2017
ISBN 9783709978856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der ehemalige Polizist Lupino Severino ist mittlerweile als Privatdetektiv und Stadtführer in Venedig tätig. Da er von diesen Jobs nicht wirklich leben kann nimmt er den gut bezahlten Auftrag an als Kurier einen USB Stick nach Grado zu liefern.  Sein Auftraggeber ist niemand geringerer als der Mafiaboss Il Piccoletto. Doch auch andere Mafiagrößen wollen an den Inhalt des USB Sticks gelangen. Schnell stellt sich heraus, dass Lupino durch diesen Job nicht nur sein Leben sondern auch alles was ihm lieb und teuer ist aufs Spiel setzt.

Gerhard Loibelsberger  ist es mit seinem bildlichen und fesselnden Schreibstil  und einer sehr gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Der Autor schafft es die Spannung mit der ersten Seite aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten und immer wieder zu steigern. Zudem beantwortet er spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen.

Die einzelnen Kapitel sind kurz und logisch aufgebaut. Dadurch können unnötigen Längen vermieden werden. Es werden an einigen Stellen italienische oder österreichische Wörter verwendet, welche den Lesefluss allerdings nicht beeinträchtigen. Zudem findet sich auf der jeweiligen Seite des Buches eine Fußzeile mit der Bedeutung der Wörter.

Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt. Ebenso bildlich sind die italienischen Orte beschrieben, in welchen die Handlung spielt.

 „Im Namen des Paten“ ist bereits der zweite Teil rund um den sympathischen Privatdetektiven Lupino Severino. Auch ohne den vorherigen Teil zu kennen, kann das aktuelle Buch ohne Probleme gelesen werden. Der Leser kann sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen.

FAZIT:

„Im Namen des Paten“ ist ein wirklich gelungener Kriminalroman, der sowohl durch eine fesselnde Handlung als auch sympathischen Charakteren überzeugen kann. Zudem sind die bildlichen Beschreibungen äußerst gelungen und machen das Buch besonders lesenswert. Ich vergebe wirklich verdiente 5 Sterne und werde auch in Zukunft gezielt zu Büchern von Gerhard Loibelsberger greifen.

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

rache, mord, zucker, kolumbien, stevia

Blutzucker

Leif Tewes
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Größenwahn Verlag, 15.03.2017
ISBN 9783957711328
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der weltweite Lebensmittelkonzern WorldFood kauft einen Pharmaziekonzern, welcher sich auf Medikamente für Diabetes und Krebs spezialisiert hat. Da der weltweite Zuckerkonsum abzunehmen beginnt, planen die Vorstände von WorldFood ihren Umsatz wieder zu steigern. Durch eine neue versteckte Zuckerform sollen die Menschen weiterhin durch erhöhten Zuckerkonsum an den Folgen, wie Diabetes, erkranken. Firmenchef Meininger beauftragt den Lebensmittelchemiker Paul Hartmann mit der Entwicklung dieser neuen Zuckerform. Als Pauls Freundin ermordet wird findet Paul schnell heraus, dass ihr Tod mit journalistischen Recherchen gegen WorldFood zusammenhängt und er schwört Rache. Auch die Ermittler Berg und Landers verfolgen Hinweise bezüglich zweier Todesfälle und geraten dabei in große Lebensgefahr.

Leif Tewes hat es geschafft eine spannende Handlung perfekt mit Wissen rund um erhöhten Zuckerkonsum und die Folgeerkrankungen zu verbinden. Es ist ihm gelungen mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung einen lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Spannung wird schnell aufgebaut und kann beinahe durchgehend gehalten werden. Beim Showdown in Kolumbien wird sie sogar nochmals gesteigert.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden. Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um die einzelnen Protagonisten ab, aber es ist immer gut verständlich um wen es gerade geht. Besonders gut gefallen hat mir, dass in einzelnen Kapiteln immer wieder Bezug auf Lieder genommen wird. Am Ende des Buches findet sich eine Playlist, damit man passend zum jeweiligen Kapitel die Lieder mithören kann.

Die Charaktere sind authentisch beschrieben, wodurch sie dem Leser schnell sympathisch, bzw. unsympathisch werden und er mitfiebern kann. Vor allem Kommissar Berg und Paul konnten mich von Anfang an überzeugen.

Das Buch behandelt das in unserer Gesellschaft häufig vernachlässigte und unterschätzte Thema von Folgeerkrankungen durch einen erhöhten Zuckerkonsum. Vor allem die Begriffe aus der Lebensmittelindustrie und die Folgen des Konsums waren sehr gut recherchiert und leicht verständlich beschrieben. Als Leser merkt man sofort, dass sich Leif Tewes viel mit dem Thema beschäftigt hat und alles was er hierzu schreibt Hand und Fuß hat.

FAZIT:

„Blutzucker“ schafft es wissenswertes zum Thema Zucker und eine fesselnde Handlung perfekt zu verbinden. Neben Fakten, welchen einen zum Nachdenken anregen konnten vor allem die authentischen Charaktere wirklich überzeugen. Ich vergebe 5 Sterne und empfehle jedem dieses Buch zu lesen!

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

diskriminierung, historischer roman, zigeuner, nicole steyer, sinti

Der Gaukler und die Tänzerin

Nicole Steyer
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2017
ISBN 9783426520000
Genre: Historische Romane

Rezension:

Suni ist eine junge Frau, welche von Zigeunern aufgezogen wurde. Als sie mit ihrer Gruppe nach Darmstadt reist kommen in ihr Erinnerungen an die Vergangenheit hoch. Suni hieß eigentlich Magdalene und war die Tochter des Landgrafen. Eines Tages hat sie die Ermordung ihrer Mutter beobachtet und ist ebenfalls ins Visier der Täterin geraten. Nur mit der Hilfe ihres damaligen Freundes Mathis gelang ihr die Flucht zu den Zigeunern. Allerdings wurde sie von Mathis getrennt. Jahre später begegnet Suni erneut der Mörderin ihrer Mutter und gerät in große Schwierigkeiten.

Nicole Steyer hat einen bildlichen und flüssigen Schreibstil, womit es ihr gelungen ist einen gelungenen historischen Roman zu verfassen. Es wechseln sich immer wieder die Geschichten um Suni, Mathis und Lorenz ab, wobei die einzelnen Handlungsstränge geschickt miteinander verknüpft weden. Die Spannung wird schnell aufgebaut und das gesamte Buch hindurch gehalten. Zudem machen die bildlichen Beschreibungen der Autorin beim Lesen besonders viel Spaß, da man sich die Orte und Charaktere sehr gut vorstellen kann.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Als Leser kann man sofort in die Handlung einsteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen. Die Handlung ist gut durchdacht, aber teilweise passiert auf wenigen Seiten zu viel. Die Zufälle im Buch waren zum Teil auch zu viel und ließen die Handlung manchmal etwas unglaubwürdig erscheinen.

Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser kann man sich somit schnell ein Bild der einzelnen Protagonisten machen und Sympathie/Antipathie entwickeln. Vor allem Suni, Mathis und Dora waren mir sofort sympathisch, was zur Folge hatte, dass ich das ganze Buch mit ihnen mitgefiebert habe.

„Der Gaukler und die Tänzerin“ wirkt geschichtlich sehr gut recherchiert, was die Handlung besonders authentisch macht. Sowohl das Nachwort als auch das Kapitel über die Hintergründe/Persönlichkeiten belegen, dass sich Nicole Steyer mit den geschichtlichen Fakten sehr gut beschäftigt und viel recherchiert hat.

FAZIT:

„Der Gaukler und die Tänzerin“ kann durch eine bildliche und fesselnde Schreibweise wirklich überzeugen. Aufgrund kleiner Schwächen in der Handlung vergebe ich 4 Sterne!

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

wien, krimi, kinderheim, missbrauch, wien-krimi

Die verlorenen Kinder

Michael Seitz
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 03.05.2017
ISBN 9783426444849
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In zwei Pflegeheimen in Wien werden Bewohner auf dieselbe Art getötet. Der ehemalige Polizist und mittlerweile als Privatdetektiv tätige Falco Brunner wird von der Witwe eines Opfers beauftragt die Mordfälle zu klären. Bald lässt sich eine Verbindung zu den ehemaligen Kinderheimen in Wien und die dortigen Missbrauchsfälle feststellen. Falcos Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig, da die damaligen Opfer über ihre Vergangenheit schweigen und er sich mit den Ermittlungen viele Feinde schafft. Bei seinen Alleingängen bringt er zudem nicht nur sich selbst sondern auch seine Familie in große Gefahr.

Michael Seitz ist es mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Anfangs kommen viele Protagonisten im Buch vor, welche untereinander Verbindungen haben. Aus diesem Grund ist es anfangs notwendig das Buch aufmerksam zu lesen um weiterhin folgen zu können. Der Autor kann dann aber schnell Spannung aufbauen und durch geschickte Wendungen bis zum Ende aufrecht erhalten.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden. Zudem findet sich zu Beginn jedes Kapitels das Datum und ggfs. der Ort, um die Geschehnisse besser einordnen zu können. Außerdem wechseln  sich mit der normalen Handlung immer wieder kursivgedruckte Kapitel ab, welche die traumatischen Erfahrungen der Kinder im Kinderheim verdeutlichen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass österreichische Begriffe in der Fußzeile schnell und einfach erklärt, bzw. übersetzt werden, wodurch der Lesefluss nicht beeinträchtigt wird.

Da der Krimi in Wien spielt und immer wieder Sehenswürdigkeiten erwähnt werden, hätte ich mir mehr landschaftliche Beschreibungen gewünscht.

Die Charaktere sind authentisch beschrieben, wodurch sie dem Leser schnell sympathisch/unsympathisch werden und er mitfiebern kann.  Allerdings wird zum Teil zu sehr auf das Privatleben von Falco eingegangen, wodurch die eigentliche Ermittlung hin und wieder etwas in den Hintergrund rückt.

Das Buch behandelt das in unserer Gesellschaft lange übersehene Schicksal vieler Kinder in Kinderheimen. Michael Seitz hat zu diesem Thema gut recherchiert und schafft es die Missstände in den Heimen und Folgen für die Opfer aufzuzeigen. Dennoch gerät die eigentliche Handlung dadurch nicht in den Hintergrund. Meiner Meinung nach wurde das Thema perfekt in die Ermittlungen eingebaut.

FAZIT:
„Die verlorenen Kinder“ ist ein wirklich gelungener Kriminalroman. Ich vergebe daher 4 Sterne und hoffe auf eine Fortsetzung rund um Falco.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

eifel, krimi, verlag: kbv, regionalkrimi

Eifelmadonna

Carola Clasen
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei KBV, 15.05.2017
ISBN 9783954413607
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Kommissarin Sonja Senger genießt eine längere Urlaubreise. Währenddessen passt ihre Nachfolgerin Frieda Stein auf ihr abgelegenes Haus und die Katze auf. Eines Tages erhält Frieda einen an Sonja adressierten Drohbrief. In derselben Nacht fallen zwei Schüsse. Einer auf Frieda und ein zweiter tötet einen Mann. Seine Identität kann schnell geklärt werden, im Gegensatz zu den Fragen, was er am Haus verloren hat und wer der Schütze ist. Frieda und ihre Kollegen versuchen Kontakt zu Sonja herzustellen, was sich allerdings als äußerst schwierig herausstellt. Bald stellt sich die Frage, ob der Täter sie im Urlaub gefunden oder ob sie etwas mit dem Anschlag auf Frieda zu tun hat.

Das Buch beginnt mit einem sehr spannenden und fesselnden Prolog rund um ein Mädchen, welches von einem Pastoralreferenten missbraucht wird. Im Laufe des Buches lässt sich eine  überraschende Verbindung zur aktuellen Handlung finden.

Carola Clasen hat einen fesselnden und flüssigen Schreibstil. Sie hat es mit einer gut durchdachten und logischen Handlung geschafft einen kurzweiligen Kriminalroman zu verfassen. Die Spannung wird bereits im Prolog schnell aufgebaut. Allerdings kann sie an einigen Stellen nicht immer gehalten werden und flaut etwas ab. Vor allem der Showdown und die Auflösung des Falles waren sehr überraschend und konnten mich überzeugen. Spätestens zum Ende des Buches werden alle offenen Fragen und Motive geklärt.

Durch die kurzen Kapitel und ihren logischen Aufbau kommt der Leser schnell in die Handlung und kann dieser bis zum Ende ohne Probleme folgen. Zudem werden unnötige Längen und Wiederholungen vermieden.

Die Charaktere werden zwar ausreichend beschrieben, dennoch konnte ich mich keinem der Protagonisten wirklich verbunden fühlen, da sie alle etwas eigenwillig sind. Dies tat der Spannung und meinem Mitraten allerdings keinen Abbruch.

„Eifelmadonna“ ist bereits der zehnte Teil rund um die Hauptkommissarin Sonja Senger. Ich hatte allerdings auch ohne die Vorgänger zu kennen keine Probleme beim Lesen, da auf die vorherigen Teile kaum bis gar kein Bezug genommen wurde.


FAZIT:

„Eifelmadonna“ ist ein gelungener und kurzweiliger Kriminalroman, der durch eine logische Handlung überzeugen kann. Daher vergebe ich 4 Sterne!

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72 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

thriller, scheintot, catherine shepherd, berlin, krimi

Engelsschlaf

Catherine Shepherd
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 01.07.2017
ISBN 9783944676081
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Berlin wird nachts eine leblose Frau gefunden. Sie wurde liebevoll auf ein Kissen gebettet. Kurz nachdem ihr Tod offiziell festgestellt wurde erwacht sie plötzlich wieder zum Leben. Das Opfer gibt an, dass sie entführt, unter Drogen gesetzt und mehrere Tage gefangen gehalten  wurde. Die Ermittler Laura, Max und Taylor vermuten zunächst eine Beziehungstat, bis eine weitere leblose Frau gefunden wird. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich äußerst schwierig und es lassen sich einige Verdächtige finden. Zudem beginnt für die Ermittler ein Kampf gegen die Zeit, denn es ist nicht auszuschließen, dass der Täter weiterhin Frauen entführt. Zudem lassen sich kaum Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern finden, oder haben die Ermittler einen wichtigen Hinweis übersehen?

Catherine Shepherd ist es mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Thriller zu verfassen. Die Autorin schafft es die Spannung mit der ersten Seite aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten und beim Showdown sogar noch zu steigern. Zudem beantwortet sie spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut. Dadurch lassen sich unnötige Längen und Wiederholungen komplett vermeiden. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich im Buch immer wieder Kapitel über die Vergangenheit des Täters finden lassen. Diese lassen auf sein Motiv schließen, dennoch hat der Leser aber keine Idee, wer der Täter sein könnte.

Die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben. Dadurch kann sich der Leser schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie empfinden. Vor allem Laura Kern mochte ich sehr gerne und ich musste mit ihr von Anfang an mitfiebern. Besonders überzeugen konnte mich, dass Lauras traumatische Vergangenheit sehr gelungen in die Handlung eingebaut wurde ohne die Überhand zu gewinnen.

„Engelsschlaf“ ist der zweite Teil rund um die Ermittlerin Laura Kern. Meiner Meinung nach konnte der aktuelle Teil seinen gelungenen Vorgänger nochmal übertreffen. Aber auch ohne den Vorgänger zu kennen kann der Leser sofort in die Handlung einsteigen und dieser problemlos bis zum Ende folgen. Ich hoffe wirklich auf einen neuen Fall für Laura, Max und Taylor!

FAZIT:

„Engelsschlaf“ ist einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe! Das Buch konnte mich mit der ersten Seite fesseln und hat mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Daher vergebe ich 5 Sterne und empfehle jedem dieses Buch zu lesen!

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

langeoog, tod, eva sturm

Auf Dich wartet der Tod

Moa Graven
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei cri-ki-Verlag, 01.08.2016
ISBN 9783945372784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Ermittlerin Eva Sturm erhält einen Anruf einer jungen Frau, welche angibt entführt und nach einer Woche wieder freigelassen worden zu sein. Eva nimmt den Fall an und versucht die Entführung aufzuklären. Bereits beim ersten Aufeinandertreffen stellen beide Frauen fest, dass sie gemeinsam in einer Pflegefamilie aufgewachsen sind. Tags darauf wird die Frau ermordet aufgefunden. Als weitere Personen umgebracht werden, welche mit Eva die Vergangenheit geteilt haben, erhärtet sich der Verdacht, dass auch Eva ein potenzielles Opfer ist. Bei ihren Ermittlungen begibt sie sich in große Lebensgefahr.

Moa Graven  ist es mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Autorin schafft es die Spannung schnell aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Zudem beantwortet sie spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut, wodurch unnötigen Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Der einfache aber fesselnde Schreibstil ermöglicht zusätzlich ein schnelles Lesen des Buches.

Besonders gut gefallen hat mir, dass sich zum Ende des Buches ein Rezept findet, welches Jürgen für Eva in der Geschichte kocht.

„Auf dich wartet der Tod“ ist bereits der siebte Teil rund um die Ermittlerin Eva Sturm und ihren Helfer Jürgen. Auch ohne die vorherigen Teile zu kennen kann der Leser sofort  in die Handlung einsteigen und dieser problemlos bis zum Ende folgen.

Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt. Vor allem Eva und Jürgen können überzeugen.

Das Buch behandelt Evas Zeit in einer Pflegefamilie. Obwohl auf die Missstände nicht in der Tiefe eingegangen wird, werden sie ausreichend aufgezeigt. Der Leser bekommt schnell ein Bild über die traumatischen Erlebnisse vieler betroffener Kinder. Dennoch stehen Evas Ermittlungen im Vordergrund, wodurch der Spanungsbogen durchgehend gehalten werden kann. Es fiel mir wirklich schwer das Buch wegzulegen!

FAZIT:

„Auf dich wartet der Tod“ ist ein kurzweiliger und äußerst gelungener Kriminalroman, der es wirklich Wert ist gelesen zu werden! Moa Graven konnte mich überzeugen und ich werde auch weiterhin gerne zu ihren Büchern greifen. Daher vergebe ich 5 Sterne!

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

krimi, vera nentwich, biene, humor, grefrath

Tote machen Träume wahr

Vera Nentwich
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Nentwich, Vera, 09.06.2017
ISBN 9783981880601
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Biene eröffnet gemeinsam mit einem Freund eine Detektei. Doch die Gewinnung von Kunden und das Lösen der Aufträge erweist sich als deutlich schwieriger als zuvor erwartet.  Zusätzlich kommt es immer wieder zu Streitereien mit ihrem Lebensgefährten. Biene beginnt an ihrem Traum, Detektivin zu werden, zu zweifeln. Als ein Mordfall in dem beschaulichen Ort passiert beginnen Biene und ihr Geschäftspartner auf eigene Faust zu ermitteln um den Ruf ihrer Detektei zu verbessern. Schnell lassen sich viele Motive und Verdächtige finden. Bei den Ermittlungen begibt sich Biene allerdings in große Gefahr.

Vera Nentwichs Schreibstil ist sehr flüssig und einfach zu lesen, wodurch ein kurzweiliger Krimi entsteht. Es wird gleich zu Beginn Spannung aufgebaut, diese kann allerdings nicht das gesamte Buch gehalten werden. Im Mittelteil überwiegen Bienes private Probleme, wodurch der Fall in den Hintergrund gerät und die Spannung abfällt. Allerdings ist der Showdown wieder sehr fesselnd und äußerst gelungen. Die Autorin beschreibt Bienes Missgeschicke sehr bildlich, wodurch sich viele amüsante Szenen im Buch finden.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und gut durchdacht. Dies hat zur Folge, dass unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Durch die Kapiteleinteilung lässt sich das Buch schnell lesen und erfordert beim Lesen nicht die volle Konzentration.

Die Charaktere sind äußerst authentisch beschrieben. So sprechen sie beispielsweise immer wieder einzelne Wörter im Dialekt, was allerdings den Lesefluss und das Verständnis nicht beeinflusst. Der Leser kann sich schnell ein Bild der einzelnen Protagonisten bilden und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Besonders Bienes Oma konnte mich überzeugen.

„Tote machen Träume wahr“ ist bereits das dritte Buch rund um Biene und ihre Ermittlungen. Auch ohne die vorherigen Teile zu kennen kann der Leser sofort in die Handlung einsteigen und dieser problemlos bis zum Ende folgen.

FAZIT:

„Tote machen Träume wahr“ verbindet sehr gelungen Krimielemente mit Humor. Allerdings kann die Spannung leider nicht durchgehend gehalten werden, da zu stark auf die privaten Probleme von Biene eingegangen wird. Allerdings können die liebenswerten Charaktere überzeugen. Daher vergebe ich 4 Sterne!

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

humor, kur, urlaub, lachen, friedrich kalpenstei

Sie haben ihr Ziel erreicht (German Edition)

Friedrich Kalpenstein
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 13.06.2017
ISBN 9781611099232
Genre: Humor

Rezension:

Drei ältere Herren, welche seit ihrer Schulzeit gute Freunde sind,  beschließen eine erholsame Woche in einem Luxushotel zu verbringen.  Da ihnen ein gravierender Fehler bei der Buchung unterlaufen ist sehen sich Justus, Erwin und Willi gezwungen ihren wohlverdienten Urlaub im Kurhotel Erika zu verbringen. Doch anstelle purer Erholung und Entspannung folgt ein Abenteuer dem nächsten. Justus, ein wahrer Frauenheld, lernt Iris kennen und wird bald mit seinen persönlichen Problemen konfrontiert. Willi bringt den Hausmeister des Hotels auf die Palme, indem er alle vermeintlichen Schäden im Hotel repariert, bzw. erst verursacht. Und Erwin entdeckt sein detektivisches Können und ermittelt in einem seiner Meinung nach gravierenden Kriminalfall.

Friedrich Kalpenstein kann auch mit einem Buch außerhalb der Herbert-Reihe absolut überzeugen! Der Autor schafft es erneut seinen lockeren Schreibstil mit einer Menge Humor zu verbinden und dadurch einen kurzweiligen und wirklich lesenswerten Roman zu verfassen. Dadurch bringt einen „Sie haben ihr Ziel erreicht“ nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch immer wieder zum Lachen. Die humorvollen Szenen beginnen bereits im Prolog und enden erst mit der letzten Seite. Das Buch konnte mich super unterhalten, nicht nur aufgrund der lustigen Dialoge (die drei Herren ziehen sich gerne gegenseitig auf) sondern auch wegen der bildlichen Beschreibungen der Missgeschicke (bei der Szene mit der Wassergymnastik musste ich Tränen lachen). Die Kapitel sind eher kurz und lassen sich flüssig lesen, da keine unnötigen Längen oder Wiederholungen vorkommen.

Die Protagonisten sind äußerst authentisch beschrieben. Vor allem Willi, Justus und Erwin sind sehr liebenswert und können mit Witz und Charme überzeugen. Die Fettnäpfchen, in welche sie treten, sind perfekt gewählt und sehr bildlich beschrieben. Obwohl den drei Herren einige Missgeschicke im Buch passieren, wirkt dies nicht übertrieben und macht wirklich Spaß beim Lesen.

Mit „Sie haben ihr Ziel erreicht“ kann Friedrich Kalpenstein erneut beweisen, dass er absolut zu Recht der #1 Kindle Humor Autor ist.

Ich bin ein großer Fan der Herbert-Reihe und hoffe nach „Sie haben ihr Ziel erreicht“ auch auf weitere Bücher rund um Justus, Erwin und Willi!

FAZIT:

„Sie haben ihr Ziel erreicht“ steht den Bänden der Herbert-Reihe in nichts nach und kann mit Humor und liebenswerten Charakteren überzeugen. Daher vergebe ich wirklich verdiente 5 Sterne!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

comic con, mafia, superman, san diego, cosplay

Die Nr. 1

André Milewski
E-Buch Text: 433 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 27.06.2017
ISBN B072LWRDQY
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

William Stubbs hat bis vor kurzem als Kunstdetektiv in New York gearbeitet. Aufgrund seiner Scheidung zieht er nach San Diego und nimmt einen neuen Fall an. Er soll den teuersten Comic der Welt wiederfinden, welcher  von der Comic Con entwendet wurde. Doch die Suche gestaltet sich deutlich schwieriger als erwartet. Aus diesem Grund zieht er Danielle, eine Cosplay Expertin, und Earl, eine Diner Besitzer, zu Hilfe. Stubbs gerät bei seinen Recherchen nicht nur zwischen die Fronten zweier Mafiaclans sondern er gefährdet auch sein Leben und das seiner Freunde.

Andre Milewski hat einen sehr flüssigen und fesselnden Schreibstil. Zusätzlich zur Handlung tauchen immer wieder die Gedanken einzelner Protagonisten in Kursivschrift auf. Zusätzlich finden sich zu Beginn und Ende des Buches Zeitungsartikel, welche zusätzliche Spannung aufbauen. Der Autor schafft es schnell die Spannung aufzubauen und diese bis zum Ende des Buches zu halten, nicht zuletzt durch geschickt eingearbeitete Wendungen. Zusätzlich finden sich im Buch viele actionreiche Szenen, welche zusätzliche Spannung aufbauen. Spätestens zum Ende des Buches werden alle offenen Fragen geklärt.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Das Buch lässt sich dadurch sehr schnell und flüssig lesen.

Die Charaktere sind authentisch und bildlich beschrieben. Der Leser kann sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie für die einzelnen Protagonisten entwickeln und mit ihnen mitfiebern.

Obwohl das Buch während der Comic Con spielt ist keinerlei Vorwissen oder Begeisterung für Comics erforderlich. Auch ohne Kenntnisse kann der Leser der Handlung ohne Probleme folgen. Am Ende des Buches findet sich ein Glossar, welches die wichtigsten Begriffe aus der Comic- und Mafiawelt einfach und gut verständlich erklärt.

FAZIT:

„Die Nr. 1“ ist ein gelungener Thriller, welcher es absolut Wert ist ihn zu lesen. Mich konnte das Buch wirklich überzeugen, weshalb ich 5 Sterne vergebe!

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127 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

amerika, mennoniten, sklaverei, freiheit, liebe

Die Küste der Freiheit

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783404167357
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Mennonitin Anna verliebt sich in den hessischen Leutnant Lorenz, welcher in den Krieg nach Amerika geschickt wird. Als Anna aus ihrer Gemeinschaft verbannt wird geht sie ebenfalls nach Amerika. Allerdings landet sie als Schuldmagd  auf einer Plantage. Bald müssen sowohl Anna als auch Lorenz feststellen, dass der Weg in die Freiheit und zur Liebe weit ist und ihnen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden.

Maria W. Peter  ist es mit ihrem fesselnden und flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten historischen Roman zu verfassen. Die Handlung ist gut durchdacht und sehr logisch. Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um verschiedene Protagonisten ab. Diese sind aber deutlich gekennzeichnet, wodurch keine Verwirrung beim Leser aufkommt. Bei den einzelnen Kapiteln wird zu Kapitelbeginn die jeweilige Jahreszahl und der Ort aufgeführt, wodurch man die geschichtlichen Ereignisse besser einordnen kann. Zudem findet man im Buch zwei Karten, welche es dem Leser ermöglichen auch örtlich die Geschehnisse sofort nachvollziehen zu können. Die bildliche Schreibweise von Maria W. Peter ermöglicht es dem Leser komplett in die amerikanische Revolution einzutauchen, wodurch großes Kopfkino entsteht.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Es wird gleich zu Beginn Spannung aufgebaut und bis zur letzten Seite gehalten wodurch es einem schwer fällt das Buch wegzulegen. Besonders gelungen fand ich die Verknüpfung der sehr interessanten und bildlich dargestellten historischen Fakten, den zum Teil sehr liebenswerten Charakteren und der berührenden Liebe zwischen Anna und Lorenz.

Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Vor allem die Hauptrollen waren mir sofort sympathisch, was zur Folge hatte, dass ich das ganze Buch mit ihnen mitfiebern musste. Aber auch die anderen Protagonisten werden ebenso ausführlich beschrieben. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Leser spätestens zum Ende des Buches auch etwas über das Schicksal Nebencharaktere erfährt.

Maria W. Peter hat die einzelnen Dialoge sehr authentisch geschrieben. Die Protagonisten sprechen sich mit Titeln an und der Pfarrer betet auf Latein. Dennoch wird der Lesefluss in keinster Weise beeinträchtigt, da die Dialoge trotzdem gut verständlich und flüssig sind.

„Die Küste der Freiheit“ ist geschichtlich sehr gut und aufwendig recherchiert! Der Leser merkt sofort, dass sich Maria W. Peter unglaublich gut mit der Geschichte der amerikanischen Revolution, den Sklaven, den Mennoniten,… befasst hat. Als Leser fällt einem auf, dass alles Geschichtliche im Buch Hand und Fuß hat. Bei einigen Ereignissen war ich so überrascht, dass ich diese recherchiert habe und feststellen musste, dass diese wirklich geschehen sind und Maria W. Peter die Fakten nicht zu Gunsten der Handlung verändert hat. Auch ohne geschichtliches Vorwissen kann man ohne Probleme in die Handlung einsteigen und dieser bis zum Ende folgen.

Zum Ende des Buches findet sich ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen und bedeutenden Persönlichkeiten. Dies ermöglicht dem Leser schnelle Recherche, beispielsweise wenn man einen Begriff nicht versteht.

FAZIT:

„Die Küste der Freiheit“ ist ein wirklich gelungener historischer Roman, der sowohl durch liebenswerte Charaktere, sehr gut recherchierten historischen Fakten als auch einer wirklich fesselnden Handlung überzeugen kann. Ich kann jedem nur empfehlen dieses Buch zu lesen und vergebe daher 5 Sterne!

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

stasi, mord, ehemalige ddr, gefängnis, ddr

Spätes Gewissen

Wolfgang Westphal
Flexibler Einband: 474 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.04.2017
ISBN 9783839220771
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Paul ist in seiner Jugend aus der DDR geflüchtet. Jahre nach dem Mauerfall kehrt er in seine ehemalige Heimat zurück und muss feststellen, dass sein damaliger bester Freund Suizid begangen hat. Als Paul einen Brief des ehemaligen Freundes findet, in welchem von einem Mord berichtet wird, beginnt Paul zu ermitteln, was damals geschehen ist. Bei seinen Recherchen bringt Paul nicht nur sich selbst in große Gefahr, da er den Täter deutlich unterschätzt.

Wolfgang Westphal ist es mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Spannung wird sehr schnell aufgebaut und problemlos bis zum Ende gehalten (beim Showdown wird sie sogar nochmals gesteigert). Zudem werden spätestens zum Ende des Buches alle wichtigen offenen Fragen beantwortet.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut, wodurch unnötige Wiederholungen und Längen vermieden werden können. Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um die einzelnen Protagonisten und  Tagebucheinträge eines Opfers ab. Zudem spielen einige Kapitel in der Gegenwart und andere in der Zeit der DDR. Dennoch wurde mein Lesefluss nicht beeinträchtigt.

Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt.

Das Buch behandelt die Zeit in der DDR, das Zersetzen von Familien und die Verhörmethoden der Stasi. Zudem wird auf Fluchtversuche und das Leben der Stasi Mitarbeiter nach der Wende näher eingegangen. Als Leser merkt man schnell, dass sich Wolfgang Westphal zu diesen Themen viele Gedanken gemacht und sehr gut recherchiert hat. Zudem lässt der Autor seine eigenen Erfahrungen seiner Zeit in der DDR und der Flucht einfließen, welche die Handlung besonders authentisch machen.

„Spätes Gewissen“ hat mir viele neue Fakten zur Zeit der DDR nahe gebracht und es wird mir noch lange in Gedanken bleiben! Das Buch hat mein Interesse geweckt mich näher mit den Geschehnissen in der DDR zu befassen.

FAZIT:

„Spätes Gewissen“ konnte mich komplett überzeugen! Ich konnte den wirklich gelungenen Kriminalroman nur schwer beiseitelegen und werde noch länger darüber nachdenken. Ich vergebe daher 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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(6)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

verlag: societäts, frankfurt, airport

Totengräbers Tochter

Hanna Hartmann
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Societäts-Verlag, 01.05.2017
ISBN 9783955422189
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch handelt von drei unterschiedlichen Protagonisten:

Zum einen ist da Jack, ein Flughafenmitarbeiter, welcher tief in den internationalen Kokainschmuggel verstrickt ist. Nach dem tragischen Tod seiner Freundin beschließt er aus dem Drogengeschäft auszusteigen, was seine Auftraggeber nicht so einfach hinnehmen wollen.                                                                                                                                        Dann gibt es noch die Ermittlerin Edith Tannhäuser, welche einen mysteriösen Leichenfund am Frankfurter Flughafen klären soll.                                                                                                    Und zu guter Letzt spielen die Fluglärmgegner rund um Gertrud Bollmann bei der Auflösung des Falles eine entscheidende Rolle.

Im Laufe des Buches ergibt sich ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Protagonisten und ihre Handlungsstränge verbinden sich.

Hanna Hartmanns Handlung konnte mich leider nicht überzeugen. Das Buch beginnt sehr stark und es wird schnell ein Spannungsbogen aufgebaut. Durch die flüssige Schreibweise und die kurzen Kapitel kommt der Leser schnell voran. Leider schafft es die Autorin nicht diesen Spannungsbogen das gesamte Buch aufrecht zu erhalten. Circa zur Hälfte des Buches verschwindet die Spannung beinahe gänzlich, da die Autorin zu sehr auf das Privatleben und die Vergangenheit einiger Protagonisten eingeht. Dadurch rückt die Suche nach dem Täter eher in den Hintergrund. Beim Showdown wird zwar nochmals etwas Spannung aufgebaut, diese schafft es allerdings nicht an die ersten Kapitel des Buches heranzukommen. Die Autorin war zwar bemüht am Ende alles aufzuklären, aber dennoch blieben bei mir einige Fragen offen.  

Die einzelnen Kapitel sind kurz und logisch aufgebaut. Jedes Kapitel behandelt einen anderen Protagonisten, wodurch Abwechslung entsteht und Wiederholungen vermieden werden können.

Das Buch versucht meiner Meinung nach zu viele Verbrechen (Mord, Drogenschmuggel,..) und das Privatleben einzelner Protagonisten zu kombinieren. Dadurch wurden alle Bereiche angeschnitten aber nichts wirklich in der Tiefe behandelt und am Ende blieben zu viele Fragen offen.

Die Charaktere sind zwar ausreichend beschrieben, aber dennoch wurde mir niemand wirklich sympathisch. Dadurch konnte ich mit den einzelnen Protagonisten nicht mitfiebern und war schnell vor allem von Edith Tannhäuser genervt.

FAZIT:

„Totengräbers Tochter“ beginnt sehr spannend und lässt sich zu Beginn schnell lesen. Allerdings versteift sich die Autorin dann zu sehr auf das Privatleben der Protagonisten, wodurch einerseits die Spannung verloren geht und andererseits die Verbrechensaufklärung in den Hintergrund rückt. Zudem behandelt das Buch zu viele unterschiedliche Verbrechen, weshalb alles nur sehr oberflächlich behandelt wird. Daher kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

thriller, liebe, jan hellmann, eifersucht, schriftsteller

Liebe ihn und leide

Harald Schmidt
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 15.05.2017
ISBN 9783744801270
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jan Hellmann, ein erfolgreicher und bekannter Schriftsteller, lernt einige Zeit nach einer gescheiterten Beziehung eine neue Frau kennen. Er lässt sich auf eine Beziehung mit Sandra Heuer ein. Allerdings wird die gemeinsame Zeit des Paares immer wieder durch Streitereien und Eifersuchtsszenen getrübt. Einiges Tages tauchen plötzlich Drohbriefe, Anrufe und Tierkadaver auf, welche vor allem bei Sandra große Angst schüren. Nach einiger Zeit kommt es zudem zu Anschlägen, welche das Leben des Liebespaares bedrohen. Die Ermittler tappen im Dunkeln, vermuten jedoch einen Täter im engeren Bekanntenkreis. Können sie einen weiteren Anschlag auf das Paar verhindern und dadurch das Leben von Jan und Sandra retten? Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Harald Schmidt ist es mit seinem fesselnden, bildlichen und flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten Thriller zu verfassen. Die Handlung ist sehr logisch und gut durchdacht. Durch eine unerwartete Wendung kann die Spannung bis zum Ende des Buches aufrecht erhalten werden und der Leser ahnt nicht (oder erst sehr spät) wer der Täter ist. Durch die flüssige Schreibweise und die fesselnde Handlung lässt sich das Buch schnell lesen und man kann der Handlung ohne Probleme von Anfang bis Ende folgen. Das Buch hat zwar ein offenes Ende, welches es dem Leser ermöglicht seine eigene Phantasie zu gebrauchen, klärt allerdings alle wichtigen Fragen.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Zu Beginn handelt das Buch hauptsächlich von der etwas schwierigen Beziehung des Paares, der Autor kann allerdings schnell Spannung aufbauen und diese dann bis zur letzten Seite halten.

Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Vor allem viele Details und Einblicke in die Lebensgeschichten lassen die Charaktere sehr authentisch erscheinen. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln.

Besonders gut gefiel mir, dass auf detailreiche blutige Beschreibungen verzichtet wird und die psychischen Auswirkungen und Dialoge im Vordergrund stehen.

„Liebe ihn und leide“ war mein erstes Buch von Harald Schmidt, aber gewiss nicht mein letztes. Sowohl seine Handlung als auch seine Schreibweise konnten mich wirklich überzeugen!

FAZIT:

„Liebe ihn und leide“ ist ein wirklich gelungener Thriller, welcher Spannung und Liebe perfekt kombiniert. Daher vergebe ich 5 Sterne und empfehle jedem Thrillerfan dieses Buch zu lesen!

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

reporter, tauben, vater, pendragon verlag, einsame hütte in den bergen

Nichts bleibt

Willi Achten
Fester Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Pendragon, 10.02.2017
ISBN 9783865325686
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Franz Mathys verdient sein Geld als Kriegsfotograf. Er hat sogar den World Press Photo Award für das Bild einer Steinigung gewonnen. Eines Tages ist er es Leid sein Geld mit dem Leiden seiner Mitmenschen zu verdienen und zieht mit seinem Vater und seinem Sohn auf einen abgelegenen Hof in einem Wald. Franz verliebt sich in Karen und beginnt mit ihr eine zunächst harmonische Beziehung. Eines Tages wird sein Vater brutal zusammengeschlagen und kann sich von seinen Verletzungen nicht mehr erholen, zudem verliert Franz auch seinen Sohn. Daraufhin holen Franz immer wieder die schrecklichen Bilder aus den Kriegsgebieten ein und er beginnt sich in Rachephantasien zu stürzen.

„Nichts bleibt“ verbindet gekonnt  die Liebe und den Verlust einzelner Familienmitgliedern, Rachegedanken, scheinbar unbändige Wut und die tiefen Abgründe der Menschheit mit idyllischen und bildgewaltigen Landschaftsbeschreibungen.

Willi Achten schafft es mit seinem außergewöhnlichen und fesselnden Schreibstil sofort den Leser in seinen Bann zu ziehen, so dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Die Handlung ist sehr logisch und gut durchdacht, lässt aber dennoch genügend Spielraum für die Fantasie der Leser. Die Spannung wird zu Beginn des Buches aufgebaut und kann ohne Probleme bis zur letzten Seite gehalten werden.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut und erzeugen keine unnötigen Längen, zudem werden dadurch Wiederholungen vermieden. Da es immer wieder Zeitsprünge im Buch gibt ist es erforderlich dieses aufmerksam zu lesen, damit man der Handlung problemlos folgen kann.

Willi Achten beschreibt sehr bildlich und detailliert die idyllischen Landschaften. Er spart allerdings auch in ziemlich vielen brutalen Szenen nicht an den Details, weshalb ich immer wieder das Buch weglegen musste. Der Inhalt ist zum Teil schwer zu verdauen, so beispielsweise die Schilderungen aus Kriegsgebieten oder der lange Sterbensweg des Vaters.

Willi Achten hat es geschafft ein Buch zu schreiben, welches seine Leser zum Nachdenken anregt und noch lange in Erinnerung bleiben wird.

FAZIT:

„Nichts bleibt“ ist ein wirklich lesenswertes Buch, welches die Themen Rache, Liebe und Erinnerungen sehr gelungen verbindet. Auch wenn sich immer wieder belastende Szenen im Buch finden vergebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

triest, karst, goldmünzen, commissario, italien

Aussicht auf Mord

Werner Stanzl
Flexibler Einband
Erschienen bei Haymon Verlag, 03.04.2017
ISBN 9783709978818
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem alten Steinbruch in Triest werden unerwartet Goldmünzen gefunden.  Kurz darauf geschehen mehrere rätselhafte Verbrechen und Morde, welche scheinbar alle mit dem Fund der Goldmünzen in Verbindung stehen. Kommissar Vossi und sein Team ermitteln fieberhaft auf der Suche nach dem Mörder, dem Motiv und dem Zusammenhang der Morde. Bald stellt sich heraus, dass die gefundenen Goldmünzen vermutlich aus einem sagenumwobenen Schatz von Kaiser Maximilian I stammen und von sehr großem Wert sind. 

Werner Stanzl  ist es mit seinem bildlichen Schreibstil  und einer sehr durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Der Autor schafft es die Spannung schnell aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Zudem beantwortet sie spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut und erzeugen keine unnötigen Längen. Es werden an einigen Stellen italienische oder österreichische Wörter verwendet, welche den Lesefluss allerdings nicht beeinträchtigen. Zudem findet sich zum Ende des Buches ein Glossar mit der Bedeutung der Wörter.

„Aussicht auf Mord“ ist bereits der dritte Teil rund um den sympathischen Kommissar Vossi. Auch ohne die vorherigen Teile zu kennen, kann der aktuelle Teil ohne Probleme gelesen werden. Der Leser kann sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen.

Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt. Vor allem Kommissar Vossi und seine Ehefrau konnten mich wirklich überzeugen.

Das Buch behandelt neben den wirklich bildhaft beschriebenen Szenen rund um Triest auch die Geschichte von Kaiser Maximilian I. Die geschichtlichen Fakten wirkten sehr gut recherchiert und waren sehr gelungen in die Handlung eingebaut.

FAZIT:

„Aussicht auf Mord“ ist ein äußerst  gelungener Kriminalroman, welcher sowohl durch eine fesselnde Handlung als auch geschichtlichen Fakten zu überzeugen weiß. Vor allem die teils sehr sympathischen Charaktere und die bildhaften Beschreibungen der Landschaften machen aus „Aussicht auf Mord“ ein absolutes Lesehighlight. Ich vergebe daher  5 Sterne!

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